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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

roman, königliche hoheit, lustspiel, imma, filmvorlage

Königliche Hoheit

Thomas Mann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.1989
ISBN 9783596294305
Genre: Klassiker

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

40er, liebe, krieg, usa

Oona und Salinger

Frédéric Beigbeder , Tobias Scheffel
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2016
ISBN 9783492309042
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Oona & Salinger ist ein Tatsachenroman, der auf der Romanze zwischen J. D. Salinger (Autor des Romans Der Fänger im Roggen) und Oona O'Neill (Tochter des Dramatiker Eugene O'Neill) basiert.
Oona und Jerry lernen sich in den 40er Jahren in New York im angesagten Storck Club kennen und beginnen eine Romanze. Doch dann beginnt der zweite Weltkrieg und Jerry geht als Soldat nach Europa und Oona geht nach Hollywood. Jerry schreibt ihr unzählige Briefe, die unbeantwortet bleiben, denn Oona hat sich bereits neu verliebt in den berühmten Schauspieler Charlie Chaplin, welchen sie schließlich heiratet. Jerry jedoch kann Oona nicht vergessen...

Meine Meinung
Obwohl ich seinen Roman Der Fänger im Roggen gelesen hatte, wusste ich kaum etwas über J. D. Salinger. Auch sein Bestseller hat mir nicht so gefallen, wie allen anderen Menschen, die ihn lasen, jedoch umso mehr der Film 39.90, der auf einer Romanvorlage von Frédéric Beigbeder basiert. Amerikanische Kultur- und Prominenzgeschichte der 40er und 50er Jahre von Beigbeder? Das kann doch nichts schlechtes sein! Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht.

Beigbeders Tatsachenroman ist gut recherchiert. Es werden nicht nur Infos über die amerikanische Prominenz eingebaut, sondern auch Hintergrundwissen zum 2. Weltkrieg, dem Holocaust und den amerikanischen Soldaten, die nach Europa gingen, um den Kontinent von den Nazis zu befreien. Das sieht man auch daran, dass am Ende ein Literaturverzeichnis angegeben ist.

Unterhaltsam und berührend ist der Roman auch. Beigbeder wechselt die Perspektiven, kommt selbstironisch zu Wort und zieht sich wieder zurück, wenn er die Protagonisten in ihrer Liebes- und Kriegsgeschichte sprechen und handeln lässt. Ich konnte mich sehr gut einfühlen und wollte unbedingt weiter lesen. Langeweile kam beim Lesen nie auf.

Zwischen den Zeilen kann man lesen, dass der Roman eine Ode an die Jugend ist: Jerry ist ein paar Jahre älter als die 15-jährige Oona, als sie sich kennen lernen. Oona betont immer wieder, dass sie noch jung und dumm sind. Charlie Chaplin heiratet Oona, seine jugendliche Frau, als er bereits im besten Alter ist und profitiert von ihrer Jugend. Im Krieg sterben junge Soldaten auf allen Seiten. Sie lassen ihr Leben, ihre Jugend für nichts und sterben sinnlos in einem Krieg für den sie nichts können.

Beigbeder erzählt mit Oona & Salinger eine reale Liebesgeschichte sowie eine Antikriegsgeschichte und gibt Einblick in die Glamour-Welt der 40er Jahre. Es ist ihm bestens gelungen, mehrere Themen miteinander sinnvoll zu verweben und ich habe den Roman sehr gerne gelesen.

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Tags: 40er, krieg, liebe, usa   (4)
 

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404 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

berlin, mauerfall, roman, verfilmt, kneipe

Herr Lehmann

Sven Regener
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 17.10.2005
ISBN 9783442461288
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Reifeprüfung

Charles Webb
Flexibler Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453212466
Genre: Romane

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602 Bibliotheken, 32 Leser, 7 Gruppen, 26 Rezensionen

klassiker, liebe, pädophilie, usa, lolita

Lolita

Vladimir Nabokov , Helen Hessel , Maria Carlsson , Kurt Kusenberg
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.04.1999
ISBN 9783499225437
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Weinen in der Dunkelheit

Ursula Burkowski
Buch: 256 Seiten
Erschienen bei Jaron, 01.11.2010
ISBN 9783897736474
Genre: Romane

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135 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

ehe, charlotte roche, sex, drogen, bisexualität

Mädchen für alles

Charlotte Roche
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492054997
Genre: Romane

Rezension:

Meine Nummer zwei eines Roche-Romans. Vor ein paar Jahren las ich "Schoßgebete", welches ich gar nicht mal schlecht fand. In der Bibliothek entdeckte ich "Mädchen für alles", von dem ich bisher noch nichts gehört hatte. Aus Neugierde nahm ich es mit und wurde leider ein wenig enttäuscht.

Inhalt
"Christines Leben ist perfekt. Perfekt langweilig, perfekt einsam. Es muss sich was ändern, Hilfe muss her. Die Hilfe heißt Marie und ist Christines »Mädchen für alles«: Wäsche, Kochen, Baby. Ein Traum! Marie kann nicht nur alles, sie sieht sogar noch toll aus. Findet auch Christines Mann. Aber bevor der sie kriegt, nimmt Christine sie lieber selber und ist begeistert, wozu Marie offenbar alles bereit ist. Gemeinsam begeben sie sich auf eine unmoralische Reise mit einem gefährlichen Ziel." (Piper)

Meine Meinung
Charlotte Roche hat mit "Mädchen für alles" einen ganz schön nervigen Roman geschrieben und Schuld daran ist die nervige und unsympathische Ich-Erzählerin, Christine. Christine ist faul, kontrollsüchtig, etwas sadistisch, egoistisch und trägt, wie wahrscheinlich jede Protagonistin von Roche, neurotische Züge. Es war furchtbar anstrengend, all ihren Gedanken folgen zu müssen. Ein Bewusstseinsstrom der Hölle quasi.

Marie, das "Mädchen für alles", ist ein sehr flacher Charakter. Sie sagt zu allem ja, sieht gut aus und Christine stoß bei ihr nie auf Hindernisse. Das wirkte im Großen und Ganzen sehr unauthentisch und konstruiert. Marie wurde so erschaffen, dass Charlotte Roche all ihre Ideen an ihr ausleben konnte, sodass sie letztendlich nur eine Marionette der Handlung war.

Die Themen, die aufgeworfen werden, wirken sehr zusammen gewürfelt. Es geht einerseits um Langeweile in der Ehe, um eine anscheinende postnatale Depression, um Sex unter Frauen, um Kontrolle, um Drogen und um ein ewiges, pubertäres alles-den-Eltern-in-die-Schuhe-schieben.

Christine macht im Roman keine Entwicklung durch und die Handlung steuert nicht auf einen Höhepunkt zu. Da braucht man schon etwas Geduld beim Lesen.

Der Schreibstil ist authentisch und passt zu Christines dümmlich-schnoddrigen Charakter. Verwendung des Genitiv? Fehlanzeige.


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Tags: bisexualität, charlotte roche, drogen, ehe, neurosen, postnatale depression, sex   (7)
 

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121 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

truman capote, usa, mord, todesstrafe, verbrechen

Kaltblütig

Truman Capote , Anuschka Roshani (Hg.) , Thomas Mohr
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 26.06.2013
ISBN 9783036959030
Genre: Romane

Rezension:

Truman Capote gehört zu den großen US-amerikanischen Autoren der Postmoderne. Um mein Allgemeinwissen um bekannte Autoren zu vergrößern, griff ich diesmal zu Capote, einem Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen hatte und der vor allem für seinen Roman "Frühstück bei Tiffany" bekannt ist. Da meine Mutter vor kurzem "Kaltblütig" gelesen hatte, sah ich es als meine Chance, Capote durch dieses Werk kennen zu lernen.

Inhalt
Basierend auf einer wahren Begebenheit wird 1959 die Familie Clutter auf ihrer Farm in Kansas, durch zwei junge Männer, Perry Edward Smith und Richard Eugene Hickock, kaltblütig ermordet.
Der Leser erfährt, wie es zu der Tat kam, welche Vorgeschichte die beiden Mörder haben und wie ihre Geschichte ausgeht.

Meine Meinung
Capote hat mit diesem Buch einen sehr gut recherchierten Tatsachenroman erschaffen, der fesselt und aus verschiedenen Perspektiven heraus berührt. Die Geschichte der beiden Mörder Perry und Richard (genannt: Dick) wird dem Leser näher gebracht. Vor allem erfahren wir viel über Perry, der ein komplett verhunztes Leben leben musste, sodass ich manchmal nicht umhin konnte, als mit ihm mitzufühlen.
Das Buch zeigt auf, was das Leben aus Menschen machen, was eine schwere Kindheit für Auswirkungen haben kann. Gegen Ende des Romans, als Dick und Perry verhaftet werden, wird man mit dem amerikanischen Rechtssystem konfrontiert und zum Nachdenken über die Frage angeregt, ob die Todesstrafe gut oder schlecht ist und inwieweit und wann ein Straftäter überhaupt schuldfähig ist. Während man darüber nachdenkt, gerät man in sämtliche moralische Konflikte und das ist es wohl, was Capote aufzeigen wollte. Im Großen und Ganzen habe ich das Buch jedoch als Plädoyer gegen die Todesstrafe verstanden.

Truman Capote reiste selber mit einer guten Freundin (und Autorin) Harper Lee im Auftrag des New Yorker zum Tatort sowie zu Tätern um zu recherchieren. Capote sagte von sich selbst, dass er die Belletristik wie eine Sackgasse empfand und sich daher mit einem realistischen Fall befassen und ihn literarisch umsetzen wollte. Die intimen Beziehungen, die er zu den Tätern aufbaute, brachte ihn aber in ein moralisches Dilemma, denn er wusste, dass die beiden am Galgen sterben sollten und für seinen literarischen Erfolg auch mussten. An diesem emotionalen Hin und Her hatte Capote noch lange zu knabbern. 

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Tags: kansas, krimi, mord, tatsachenroman, todesstrafe, truman capote, usa   (7)
 

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Party am Abgrund

Bettina Vibhuti Uzler
Geklebt: 288 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 15.04.2013
ISBN 9783944296012
Genre: Biografien

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

berlin, gefühlschaos, traurigkeit, planlos, erwachsenwerden

Realitätsgewitter

Julia Zange
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.11.2016
ISBN 9783351036584
Genre: Romane

Rezension:

Von "Realitätsgewitter" erfuhr ich durch einen anderen Blog. Ich hatte eine Rezension gelesen, welche mein Interesse für diesen Roman weckte. "Realitätsgewitter" wird dem Genre der Popliteratur zugerechnet, für welches ich mich momentan sehr interessiere, vor allem, wenn es sich dabei um zeitgenössische Popliteratur handelt.

Inhalt
Marla ist 22, kommt aus der nordrhein-westfälischen Provinz, lebt in Berlin, hat 1675 Facebook Freunde und fühlt sich trotzdem einsam. Sie hat einige Bekannte, Kosmopoliten aus aller Welt, die sich in der Kunst- und Medienwelt herumtreiben, mit denen sie oberflächliche Gespräche führt. Ihr Philosophiestudium hat sie abgebrochen und ihre Eltern haben ihr den Geldhahn zugedreht. Während Marla uns daran teilhaben lässt, wie junge Menschen ihrer Generation so denken und fühlen, was sie in ihrer Freizeit machen und welches Lebensgefühl ihnen inne wohnt, muss sie auf einer Reise in die Heimat und nach Sylt lernen, erwachsen zu werden.

Meine Meinung
Marla ist ein Vorzeigeexemplar der Generation Y. Eine Generation, die nicht weiß, wohin, die keine tiefer gehenden Beziehungen und Freundschaften führt, sich nicht festlegen mag und dadurch eine innere Zerrissenheit und Unzufriedenheit spürt, obwohl sie sonst alles hat. Ich habe vieles, was Marla beschreibt, fühlt, sieht, wieder erkannt, nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Angehörigen dieser Generation. Marla fungiert als Sprachrohr dieser Generation und zeigt auf, wie oberflächlich dieses Leben ist, was wir führen und wie leer die Herzen und Köpfe dieser jungen Menschen sind.
Mediale und gesellschaftliche Ereignisse rauschen an Marla vorbei, ohne dass sie sich eine Meinung darüber bildet; lustige Tiervideos auf YouTube statt politischer Debatten.

Die Autorin Julia Zange verpackt dies in einen lockeren Stil, wird nicht kitschig und lässt ihren Roman auch nicht wie eine Persiflage aussehen, was nämlich leicht passieren kann, wenn man versucht, eine Generation, eine Zeit, eine Gruppe von Menschen zu charakterisieren. Zange scheint außerdem ein gutes Gehör für die Nonsens-Gespräche zu haben, die allerorts so geführt werden, sie gibt Gespräche wider, die keine Gespräche sind, sondern Worthüllen, die dazu dienen, sich zu präsentieren und den oberflächlichen Kontakt gerade so zu halten.

Die Authentizität, die den Roman umgibt, wird Zange auch zum Verhängnis: Ihre Eltern legten eine einstweilige Verfügung ein, da sie sich in dem Roman wieder erkannten. Eine Erfahrung, die auch der Autor Maxim Biller gemacht hat, dessen Exfreundin sich in seinem Roman "Esra" wieder erkannte und somit gerichtlich durchsetzte, den Roman nicht mehr vertreiben zu dürfen. Und gerade Maxim Biller ist es passenderweise, der auf dem Rücken des Buches zu Wort kommt: "Das kann nur Julia Zange: Alle zehn Jahre ein Buch schreiben, das man nicht mehr vergisst!"
Hoffen wir, dass es keine zehn Jahre dauern wird, bis Julia Zange ihren nächsten Roman veröffentlicht. An "Realitätsgewitter" habe ich nämlich großen Gefallen gefunden!

4 von 5 Sternen



Ich bedanke mich herzlich beim aufbau-Verlag über das Rezensionsexemplar!

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Tags: berlin, generation y, hamburg, millenials, popliteratur, sylt   (6)
 

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(328)

621 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 27 Rezensionen

zeit, momo, michael ende, kinderbuch, fantasy

Momo

Michael Ende
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783522201889
Genre: Klassiker

Rezension:

Kinder- und Jugendliteratur zu lesen ist zur Abwechslung sehr entspannend. Ich wollte immerhin einige Klassiker nachholen, die ich als Kind nicht gelesen hatte und habe sogleich mit Momo begonnen.

Inhalt
Momo lebt in einem zerfallenen Amphitheater in einer fiktiven Stadt und besitzt nichts außer der Gabe, gut zuhören zu können. Sie kann so gut zuhören, dass viele Bewohner und Freunde zu ihr kommen, um zu erzählen. Dabei schöpfen sie neue Kraft, neuen Mut und neue Ideen und können in ihrer Anwesenheit einfach drauf los reden.
Ihre besten Freunde sind Beppo Straßenkehrer und Gigi Fremdenführer. Auch einige Kinder kommen öfter zu ihr ins Amphitheater um dort zu spielen, wobei es ihnen dort, in Momos Anwesenheit gelingt, sich ganz besondere Spiele auszudenken.
Eines Tages tauchen die grauen Herren auf und versuchen die Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. Immer mehr Bewohner der Stadt lassen sich einlullen und beginnen Zeit zu sparen und sie bei der Zeitsparkasse abzugeben. Was sie jedoch nicht wissen: Sie verlieren an wertvoller Zeit, anstatt sie zu sparen und somit auch an Lebensqualität. Familien und Freunde verbringen kaum noch Zeit miteinander, alle Menschen sind gehetzt und gereizt und sie können ihr Leben nicht mehr genießen.
Momo spürt, dass die Stadt, die Menschen, sich verändern und durch ihre besondere Gabe plaudert einer der grauen Herren all die Absichten aus, die er und seine Kollegen haben. Momo und die Kinder versuchen, den Erwachsenen die Augen zu öffnen, doch es kommt nur schlimmer und Momo bleibt am Ende die einzige, die vor den Zeitdieben verschont geblieben ist und nun ihre Mitmenschen vor ihnen retten muss...

Meine Meinung
Als erstes fiel mir Michael Endes poetische Sprache auf. Sie ist für ein Kinderbuch sehr ausgeschmückt, gehoben und überhaupt nicht kindlich oder besonders simpel gehalten. Das hat mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich fühlte mich deshalb nicht unterfordert oder gelangweilt. Dies finde ich auch für Kinder wichtig. Kinder müssen sich, meiner Meinung nach, auch mit einem, für sie, schwierigerem Sprachstil auseinander setzen. Man muss ihnen etwas zutrauen, anstatt ihnen nur simple Sprache vorzusetzen, die aus Hauptsätzen besteht.
Auch die Handlung lässt sich als Erwachsener gut lesen und ist an einigen Stellen durchaus anspruchsvoll, da in Momo mitunter philosophische Gedanken zu finden sind, die man nicht auf Anhieb heraus liest und versteht. Die Philosophie Momos war es auch, die mich gefesselt hat, die mich eine tiefe Sympathie zum Buch aufbauen ließ.

Momo ist ein "Märchenroman" für Alt und Jung und ich würde es definitiv jedem Kind empfehlen. Für Erwachsene ist es eine lockere Geschichte für Zwischendurch, die durchaus ihren Anspruch hat, jedoch nicht aufreibend ist oder einen besonders fordert.

4 von 5 Sternen

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Tags: fantasy, jugendbuch, jugendliteratur, kinderbuch, michael ende   (5)
 

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(190)

319 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

südkorea, vegetarismus, korea, familie, rebellion

Die Vegetarierin

Han Kang , Ki-Hyang Lee
Fester Einband: 190 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 15.08.2016
ISBN 9783351036539
Genre: Romane

Rezension:

or ein paar Wochen ging ich durch die Bücherei und entdeckte „Die Vegetarierin“ auf Englisch. Dieser Roman stand auf meiner Wunschliste und ein englisches Buch wollte ich ohnehin mal wieder lesen, also nahm ich die englische Übersetzung des Bestseller-Romans kurzerhand mit und begann zu lesen.

Inhalt
Die laut ihrem Ehemann völlig unscheinbare und durchschnittliche junge Frau Yeong-Hye beschließt plötzlich, kein Fleisch mehr zu essen und verbannt alle tierischen Lebensmittel aus dem ehelichen Haushalt. Dabei stößt sie auf völliges Unverständnis. Zuerst bei ihrem Mann, dann bei ihrem Umfeld und vor allem bei ihrer Familie. Ihr Mann holt Yeong-Hyes Familie dazu, um ihm dabei zu helfen, seine Frau wieder zur Vernunft zu bringen. Dies endet jedoch in einer Katastrophe und im Laufe des Romans erfahren wir aus der Perspektive von zwei weiteren Familienmitgliedern, wie sich Yeong-Hye verändert.

Meinung
Die Handlung des Romans kam anders als gedacht und lieferte einiges, was sehr unerwartet kam. Bevor ich das Buch las, dachte ich, „Die Vegetarierin“ ist ein emanzipatorischer Roman. Ich erwartete, dass es in diesem Roman darum geht, dass eine Frau sich, aufgrund gesellschaftlichen Drucks, in eine nicht wirklich berauschende Ehe begeben hat und dort ein unbefriedigendes Leben als Hausfrau führt und deshalb mit dem Fleischverzicht versucht, zu rebellieren.
Vielleicht ist dem ja auch so. Vielleicht macht es einen Teil des Romans aus, denn es werden schon die gesellschaftlichen Umstände Koreas angeprangert, eine Gesellschaft, die einerseits modern, andererseits ziemlich konservativ zu sein scheint. Vegetarismus wird, zumindest im Roman, als aufmüpfiges Verhalten betrachtet, sofern man kein buddhistischer Mönch ist. Yeong-Hye verweigert ihrem Mann auch das Kochen von Gerichten mit Fleisch, weshalb sie sich meiner Meinung nach auch von der hausfräulichen Rolle entfernt, ihren Pflichten nicht mehr nach kommt. In einer solchen Gesellschaft, in der nicht nur der Mann, sondern auch die Familie und das Umfeld Sanktionen verhängt, wenn man seine Rolle nicht mehr erfüllt, hat man nicht viele Mittel, um aufzubegehren. Das Verbannen tierischer Produkte aus ihrer Küche, ihrem Reich als Hausfrau ist aber eines.

Yeong-Hye hat außerdem eine Abneigung gegen BHs und trägt deshalb nie einen, was ihrem Mann überhaupt nicht gefällt. Sie sagt, sie könne darin nicht richtig atmen und fühle sich unwohl. Ihm hingegen ist es unangenehm, wenn er mit ihr in der Öffentlichkeit auftritt, da man ihre Brustwarzen durch die Bluse sehen kann.
Auch dies ist ein Symbol von Freiheit und Rebellion, denke man bloß an die BH-Verbrennungen der 60er-Jahre.

Jedoch ist der Roman „Die Vegetarierin“ nicht nur emanzipatorisch angelegt. Es handelt sich hierbei auch um die Geschichte einer Frau, deren mentaler Zustand sich verschlechtert und keiner um sie herum weiß, wieso. Als Leser kann man mutmaßen, dass es vielleicht daran liegt, dass Yeong-Hye in vielen Gefängnissen sitzt, aus denen sie kaum ausbrechen kann oder aus denen der Ausbruch nicht ohne Schmerzen erfolgt: In dem ehelichen, in dem patriarchischem, in dem sexistischen, in dem familiären, in dem gesellschaftlichen, was bestimmt, was psychische Gesundheit ist und was nicht.

Die englische Übersetzung war relativ leicht zu lesen. Vor allem der erste Teil der Geschichte, erzählt aus der Sicht von Yeong-Hyes Ehemann, war ziemlich minimalistisch und nüchtern. Von Abschnitt zu Abschnitt wurde die Geschichte immer ausgeschmückter, der Schreibstil immer poetischer, was auch zu den einzelnen Personen passt, aus deren Sichtweise die Teile erzählt werden. Die drei Teile sind durch die Personenkonstellation miteinander verwoben und chronologisch aber keineswegs verwirrend. Jede der drei Personen erzählt zwar Yeong-Hyes Geschichte, aber auch die eigene. Jede der drei erzählenden Personen hat ihren eigenen "Struggle" im Leben und der momentanen Situation, mit Einsamkeit und dem Gefühl, nicht verstanden zu werden.


Han Kang hat ein interessantes, bedrückendes -und wie viele sagen- kafkaeskes Werk geschaffen, das Lust auf mehr von dieser Autorin macht. Die Melancholie im Roman und die Art und Weise wie Sexualität dargestellt wird, erinnerte mich oftmals an japanische Literatur. Inwieweit da ein kultureller Zusammenhang zwischen japanischer und koreanischer Literatur (und Mentalität) besteht, kann ich aber leider nicht beurteilen.

Ich bin mir aber sicher, dass das Buch nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter ist und für Menschen, die heitere oder leichte Unterhaltung suchen.

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Tags: asiatische literatur, asien, korea, koreanische literatur, literatur aus südkorea, südkorea, südkoreanische literatur   (7)
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

musik, hamburg, techno, popliteratur

So was von da

Tino Hanekamp
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2012
ISBN 9783462044416
Genre: Romane

Rezension:

31. Januar, Hamburg St. Pauli: Oskar Wrobel wacht nach einer durchzechten Nacht verkatert in seiner Wohnung auf. Er betreibt mit einem Freund einen Club am Ende der Reeperbahn, in dem nicht nur eine Silvester-, sondern auch eine Abrissparty stattfinden soll, da der Club eben abgerissen wird.Doch Oskar und seine verrückten Freunde organisieren und feiern nicht nur diese Party, nebenbei muss er auch noch zusehen, dass er bis zum Ende dieser Partynacht 10000€ zusammen bekommt, da er beim Ex-Luden "Kiezkalle" Schulden hat und er ihm sonst die Finger brechen würde. Mindestens. Außerdem ist da noch seine große Liebe Martha, an die er stets denken muss...
Zu Beginn muss ich sagen, dass ich es liebe, wenn in Büchern bekannte, oder auch vertraute Orte beschrieben werden. Der Kiez, die Locations, die Straßen, die Leute, die Gepflogenheiten... Ich habe mich beim Lesen richtig zu Hause gefühlt. Doch auch für jemanden, der Hamburg nicht kennt, ist die Beschreibung gut nachzuvollziehen und man kann sich sehr schnell in die Szenerie einfühlen.In dem Roman ist man nur einen Tag an der Seite von "Oskar Wrobel" und doch kommt es einem vor, als sei man über einen viel längeren Zeitraum dabei. Es geschieht so viel, es werden einem viele interessante Charaktere vorgestellt und man erfährt viel über den Ich-Erzähler Oskar. Man will mitmachen, mitfeiern, ausrasten, lachen, weinen und einfach nur "so was von da" sein.Zwischen der lebhaften und temporeichen Nacherzählung dieser Party sind auch Oskars interessante Gedanken und Ansichten zu lesen.Mir besonders im Gedächtnis geblieben ist folgende Stelle:

"Der Alte geblieben. Mir ist schlecht. [...] Was daran gut sein soll, wenn man der Alte bleibt? Das ist doch nur für die anderen gut, damit sie nicht merken, dass in ihrem Leben nichts passiert. Nur die Verweser wollen, dass alles beim Alten bleibt. Die Gemütlichen, die Bequemen, die Jasager und Nachmacher wollen das Alte, immer nur das Alte, und nicht etwa alte Häuser, Musiken, Filme oder Bücher,sondern ihr Leben so, wie sie es kennen. Damit sie nicht merken, dass sie stillstehen. Weil sie Angst haben. Sie haben Angst, Angst vor allem, vor allem vor ihren Lügen und davor, eines Tages aufzuwachen und zu erkennen, dass sie alles verpasst haben, dass alles an ihnen vorbeigezogen ist, dass sie immer noch da sind, wo sie immer schon waren."
Dieses Buch ist ein Entwicklungsroman über Leidenschaft, Jugend, Freundschaft, Liebe und unkonventionelles Leben. Jeder der wichtigen Charaktere spielt eine besondere Rolle, hat ein besonderes Schicksal und repräsentiert seine eigene Form von Nonkonformität in einer starren, nach festgelegten Regeln lebenden Gesellschaft.
Die Geschichte scheint außerdem eine Anlehnung an Hanekamps eigenen Lebensweg zu sein, der tatsächlich Mitbegründer eines Clubs am westlichen Ende der Reeperbahn war, der letztendlich abgerissen werden musste. Vielleicht sind ja auch einige Charaktere dem wahren Leben entnommen und eine Frau hat Mathilda als Vorbild gedient.Tino Hanekamp ist heute nicht nur Schriftsteller, sondern auch Journalist und Mitbegründer des Clubs "Uebel&Gefährlich", der wohl einer der bekanntesten Clubs im Norden ist.
Mein Fazit: Temporeich, leidenschaftlich, realistisch und anders. So mag ich es. Lieblingsbuch!5 Sterne!

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Tags: hamburg, musik, popliteratur, techno   (4)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

drogen, kokain, wien, österreich, medien

Endlich Kokain

Joachim Lottmann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.04.2014
ISBN 9783462046359
Genre: Romane

Rezension:

Ein provokanter Titel, oder? Auf das Buch bin ich gestoßen, als ich mir bei Amazon verschiedenste deutschsprachige Werk der popliterarischen Gattung anschaute. Manchmal stöbere ich mich einfach gerne durch die Vorschläge und setze Bücher auf die Wunschliste. Popliteratur lese ich echt gerne. Oftmals analysieren die Schriftsteller der Popliteratur gekonnt kulturelle und gesellschaftliche Phänomene, machen sich über sie lustig oder zelebrieren sie sogar. Zumindest werden typische Aspekte der zeitgenössischen Kultur und Gesellschaft benannt und in irgendeiner Weise reflektiert, ohne einen großen zeitlichen Abstand dazu zu haben. Das gefällt mir sehr gut und ich fühle mich dabei meist auch sehr gut unterhalten. So auch bei Lottmanns "Endlich Kokain"...

Inhalt
Ein rührend normaler, leider zu dicker Gutmensch, der nie wild, aufregend und hemmungslos gelebt hat, erhält die furchtbare Diagnose: noch maximal drei Jahre Lebenserwartung bei weiter zunehmendem Bluthochdruck und Bewegungslosigkeit. Der frühpensionierte TV-Redakteur fasst einen verzweifelten Entschluss, als er erfährt, dass nur harte Drogen gegen seine monströse Fettsucht helfen: Er beginnt eine »Kokain-Diät«. Der geborene Spießer protokolliert penibel Dosis und Wirkung, doch bald schon wird er immer rauschhafter, wilder, offener – und dünner! Sein Charakter löst sich auf. Er lügt, fälscht, betrügt, hat plötzlich Sex im Übermaß und steigt mit jedem verlorenen Pfund auf zur schrulligen Kultfigur der Wiener und schließlich auch der Berliner Kunstboheme. Nur ein Zufall kann ihn vor seinem naiven Optimismus und dem sicheren Drogenende retten.
Joachim Lottmanns Roman ist die eindrückliche Seelenstudie eines Mannes, der in einen Strudel dekadenter Abenteuer gerät. Ein furioser Anti-Entwicklungsroman, der zugleich das Porträt einer lebensgierigen Szene abseits der »normalen« krisenbesessenen Jammergesellschaft zeichnet. (KiWi-Verlag)

Meine Meinung
Auch, wenn ich etwas länger gebraucht habe, so hat mir das Lesen von Endlich Kokain wirklich Spaß gemacht. Lottmann hat eine Welt portraitiert, mit der ich nichts zu tun habe - die Welt der Künstler, der Medien und der Prominenten - und trotzdem hatte ich beim Lesen stets das Gefühl, diese Welt zu kennen. Ich konnte mir alles und jeden sehr gut vorstellen und habe seine Beschreibungen nicht bloß als Satire empfunden, sie wirkten wie aus dem Leben gegriffen.
Lottmanns bissig-satirischer Unterton ist sehr unterhaltend, wenn auch wahrscheinlich Geschmackssache. Meinen Geschmack hat er jedenfalls getroffen.
So beschreibt er viele junge Frauen heutzutage als Klon aus der fabelhaften Welt der Amelie, die immer Kind bleiben wollen, sich durchgehend selbst analysieren und den kleinen Prinzen zitieren. Bei solchen Stellen musste ich wirklich lachen. Durch seinen Protagonisten spottet Lottmann über die politische Korrektheit der Medienwelt oder über die Grünen.
So viel Spott und Witz ich herauslesen konnte, so wenig treibende Handlung besaß der Roman. Es lässt sich keine Pointe erkennen, kein Höhepunkt in der Geschichte, was es mir ein bisschen schwer machte, den Roman in einem Stück zu lesen. Spannung wurde so gut wie gar nicht aufgebaut, weshalb ich ab und zu auch gelangweilt war.
Trotzdem würde ich ohne weiteres wieder zu einem "Lottmann" greifen, in der Hoffnung, einen Roman in der Hand zu halten, der die Menschen und das Leben bissig persifliert. 

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Tags: berlin, deutsche literatur, deutschland, deutschsprachige literatur, drogen, joachim lottmann, kokain, kunst, medien, österreich, popliteratur, wien   (12)
 

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89 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

wolfgang herrndorf, abenteuer, deutschsprachige literatur, deutsche literatur, paperback

Bilder deiner großen Liebe

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.11.2015
ISBN 9783499269097
Genre: Romane

Rezension:


Mein dritter "Herrndorf" ist sein letzter Roman, den er aufgrund seiner Krebserkrankung und seines darauf folgenden Selbstmordes nicht vollenden konnte. Ich hatte mir einen ganz besonderen Roman vorgestellt, jedoch traf er leider nicht so sehr meinen Geschmack.

Inhalt
"Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor geht auf, das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, durch Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: «Die Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen wie rätselhaften, schlechten wie traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht ein Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem toten Förster, einem Fernfahrer auf Abwegen. Und auf einer Müllhalde trifft sie zwei Vierzehnjährige, einer davon, der schüchterne Blonde, gefällt ihr." (rowohlt)

Meine Meinung
Isa ist ein psychisch krankes Mädchen. Das wird einem nicht nur klar, da sie aus einer psychiatrischen Anstalt ausbricht, sondern auch durch ihre Gedanken, die sie dem Leser permanent mitteilt. Isa erzählt von sich, aber viel mehr erzählt sie von den Menschen, die sie begegnet. Einige Männer begegnen ihr unsittlich, wollen sie berühren oder onanieren, während sie dabei ist. Dabei ist sie noch minderjährig und keine Erwachsene Frau. Auch Isa scheint zu erwarten oder denken, dass sie allen Männern gefallen muss. Sexuelle Handlungen nimmt sie in Kauf, scheinen nichts intimes für sie. Warum war sie in psychiatrischer Behandlung? Hat sie selbst einmal Missbrauch erfahren, der sie so abstumpfen ließ und ihre Grenzen niederriss? Was von dem, was sie erzählt, ist wahr? Isa widerspricht sich innerhalb des Romans, sie revidiert Aussagen, ohne sich dessen Bewusst zu sein. Sie begegnet Menschen und erlebt Situationen, von denen man das Gefühl hat, dass sie nicht echt sind. Haben alle Gespräche mit den fremden Menschen so statt gefunden oder fanden diese Geschichten nur in ihrem wirren Kopf statt?

All dies werden wir leider nie erfahren. Wolfgang Herrndorf hinterließ diesen unvollendeten Roman ohne Erklärungen. Leider bin ich oftmals nicht durchgestiegen. Ich habe leider auch keine Message heraus lesen können oder irgend etwas, was mich berührte. Auch, wenn es Herrndorfs "Abschiedswerk" ist, kann ich diesem Buch leider nicht mehr als 3 von 5 Sternen geben.

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Tags: deutsche literatur, deutschland, deutschsprachige literatur, wolfgang herrndorf   (4)
 

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282 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

freundschaft, jugend, suizid, wg, abitur

Auerhaus

Bov Bjerg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.07.2015
ISBN 9783351050238
Genre: Romane

Rezension:

Dass "Auerhaus" ein Bestseller war, ist an mir vorbei gegangen. Ich bin eher zufällig bei Amazon auf das Buch gestoßen, als ich mich durch die Romane von Wolfgang Herrndorf und ähnliche andere Romane wühlte. Ich dachte, dass ich hiermit einen ganz besonderen Roman in der Hand hätte. Kritiker sagen, wenn man diesen Roman lese, möchte man wieder 17, 18 sein. Mir erging es dabei nicht so.

Inhalt
Baden-Württemberg in den 80er-Jahren: Frieder, der beste Freund des Ich-Erzählers Höppner versucht, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen und landet in einer psychiatrischen Klinik. Nach einiger Zeit wird er entlassen und ihm wird geraten, nicht mehr zurück zu den Eltern zu ziehen. Er und Höppner ziehen also in das leerstehende Haus seines Großvaters und nehmen ihre Freunde mit. Sie gründen eine Schüler-WG und nennen ihr neues zu Hause "Auerhaus", ein Verhörer, der durch das Lied "Our House" von Madness entstand.
Während ihrer Zeit in diesem Haus erfahren wir einiges über das Landleben in den 80er Jahren, wie sich die Protagonisten durch das letzte Jahr des Abiturs schlagen, was es heißt, erwachsen zu werden und ein bisschen auch etwas über Freundschaft.

Meinung
Ich finde es sehr schwierig, das Buch mit einer Meinung zu versehen. Ich kann schlecht einschätzen, wie man an das Buch herangehen soll. Ist es ein Jugendbuch? Wenn ja, dann bin ich mit meinen fast 30 Jahren nicht mehr die Zielgruppe dieses Romans und darf nicht so viel erwarten wie von Literatur für Erwachsene.
Ist es ein gewöhnlicher Belletrisik-Roman für alle, so fällt er, inhaltlich und zwischen den Zeilen, ziemlich mau aus.

Die Grundidee des Romans ist natürlich super und das, was man zwischen den Zeilen lesen kann, die Gedanken der Protagonisten über das Leben und Erwachsenwerden, hat unglaublich viel Potential. Mehr aber auch nicht. Die Geschichte plätschert dahin, hat keinen Höhepunkt, keine Spannungen und ist teilweise abzusehen. Dass die Geschichte in den 80er Jahren spielt, ist kaum zu spüren, bis auf die Musikkassetten natürlich, die die Clique in der Küche rauf und runter hört. Was sie genau hört, bis auf "Our House", wird dem Leser nicht verraten. Die Protagonisten sind ganz interessant, entwickeln sich jedoch nicht weiter und bleiben irgendwie geheimnisvoll. Informationsfetzen, die man über sie erhält, bleiben eben nur Fetzen.

Sollte dieser Roman explizit ein Jugendroman sein, so fehlen meiner Meinung nach auch hier wichtige Elemente des Jugendromans, wie das Aufzeigen eines Umgangs mit Problemen, einen Weg zu finden, wie man mit dem Erwachsenwerden umgeht und so weiter. Es ist schwierig auszumachen, was der Roman denn nun aussagen soll und wenn er nichts aussagen soll, so konnte er mich nicht einmal unterhalten, da er kaum Handlung hatte, die mich fesseln konnte.

Der Roman scheint jedoch gut vermarktet und überbewertet zu sein. Er wurde mir als etwas verkauft, was er nicht ist. Ich kann ihn mir aber richtig gut als deutsche Verfilmung vorstellen. Von der Machart ein bisschen wie "Crazy". Mal sehen, was da noch kommt.

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Tags: 80er, deutschland, jugend, jugendroman   (4)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

han kang, gut geschriebe, englischsprachig, südkorea, intelligenter roman

The Vegetarian

Han Kang
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Hogarth, 02.02.2016
ISBN 9780553448184
Genre: Romane

Rezension:

Vor ein paar Wochen ging ich durch die Bücherei und entdeckte „Die Vegetarierin“ auf Englisch. Dieser Roman stand auf meiner Wunschliste und ein englisches Buch wollte ich ohnehin mal wieder lesen, also nahm ich die englische Übersetzung des Bestseller-Romans kurzerhand mit und begann zu lesen.

Inhalt
Die laut ihrem Ehemann völlig unscheinbare und durchschnittliche junge Frau Yeong-Hye beschließt plötzlich, kein Fleisch mehr zu essen und verbannt alle tierischen Lebensmittel aus dem ehelichen Haushalt. Dabei stößt sie auf völliges Unverständnis. Zuerst bei ihrem Mann, dann bei ihrem Umfeld und vor allem bei ihrer Familie. Ihr Mann holt Yeong-Hyes Familie dazu, um ihm dabei zu helfen, seine Frau wieder zur Vernunft zu bringen. Dies endet jedoch in einer Katastrophe und im Laufe des Romans erfahren wir aus der Perspektive von zwei weiteren Familienmitgliedern, wie sich Yeong-Hye verändert.

Meinung
Die Handlung des Romans kam anders als gedacht und lieferte einiges, was sehr unerwartet kam. Bevor ich das Buch las, dachte ich, „Die Vegetarierin“ ist ein emanzipatorischer Roman. Ich erwartete, dass es in diesem Roman darum geht, dass eine Frau sich, aufgrund gesellschaftlichen Drucks, in eine nicht wirklich berauschende Ehe begeben hat und dort ein unbefriedigendes Leben als Hausfrau führt und deshalb mit dem Fleischverzicht versucht, zu rebellieren.
Vielleicht ist dem ja auch so. Vielleicht macht es einen Teil des Romans aus, denn es werden schon die gesellschaftlichen Umstände Koreas angeprangert, eine Gesellschaft, die einerseits modern, andererseits ziemlich konservativ zu sein scheint. Vegetarismus wird, zumindest im Roman, als aufmüpfiges Verhalten betrachtet, sofern man kein buddhistischer Mönch ist. Yeong-Hye verweigert ihrem Mann auch das Kochen von Gerichten mit Fleisch, weshalb sie sich meiner Meinung nach auch von der hausfräulichen Rolle entfernt, ihren Pflichten nicht mehr nach kommt. In einer solchen Gesellschaft, in der nicht nur der Mann, sondern auch die Familie und das Umfeld Sanktionen verhängt, wenn man seine Rolle nicht mehr erfüllt, hat man nicht viele Mittel, um aufzubegehren. Das Verbannen tierischer Produkte aus ihrer Küche, ihrem Reich als Hausfrau ist aber eines.

Yeong-Hye hat außerdem eine Abneigung gegen BHs und trägt deshalb nie einen, was ihrem Mann überhaupt nicht gefällt. Sie sagt, sie könne darin nicht richtig atmen und fühle sich unwohl. Ihm hingegen ist es unangenehm, wenn er mit ihr in der Öffentlichkeit auftritt, da man ihre Brustwarzen durch die Bluse sehen kann.
Auch dies ist ein Symbol von Freiheit und Rebellion, denke man bloß an die BH-Verbrennungen der 60er-Jahre.

Jedoch ist der Roman „Die Vegetarierin“ nicht nur emanzipatorisch angelegt. Es handelt sich hierbei auch um die Geschichte einer Frau, deren mentaler Zustand sich verschlechtert und keiner um sie herum weiß, wieso. Als Leser kann man mutmaßen, dass es vielleicht daran liegt, dass Yeong-Hye in vielen Gefängnissen sitzt, aus denen sie kaum ausbrechen kann oder aus denen der Ausbruch nicht ohne Schmerzen erfolgt: In dem ehelichen, in dem patriarchischem, in dem sexistischen, in dem familiären, in dem gesellschaftlichen, was bestimmt, was psychische Gesundheit ist und was nicht.

Die englische Übersetzung war relativ leicht zu lesen. Vor allem der erste Teil der Geschichte, erzählt aus der Sicht von Yeong-Hyes Ehemann, war ziemlich minimalistisch und nüchtern. Von Abschnitt zu Abschnitt wurde die Geschichte immer ausgeschmückter, der Schreibstil immer poetischer, was auch zu den einzelnen Personen passt, aus deren Sichtweise die Teile erzählt werden. Die drei Teile sind durch die Personenkonstellation miteinander verwoben und chronologisch aber keineswegs verwirrend. Jede der drei Personen erzählt zwar Yeong-Hyes Geschichte, aber auch die eigene. Jede der drei erzählenden Personen hat ihren eigenen "Struggle" im Leben und der momentanen Situation, mit Einsamkeit und dem Gefühl, nicht verstanden zu werden.


Han Kang hat ein interessantes, bedrückendes -und wie viele sagen- kafkaeskes Werk geschaffen, das Lust auf mehr von dieser Autorin macht. Die Melancholie im Roman und die Art und Weise wie Sexualität dargestellt wird, erinnerte mich oftmals an japanische Literatur. Inwieweit da ein kultureller Zusammenhang zwischen japanischer und koreanischer Literatur (und Mentalität) besteht, kann ich aber leider nicht beurteilen.

Ich bin mir aber sicher, dass das Buch nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter ist und für Menschen, die heitere oder leichte Unterhaltung suchen.

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Tags: asiatische literatur, asien, englischsprachig, korea, koreanische literatur, südkorea, südkoreanische literatur   (7)
 

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

berlin, drogen, liebe, wolfgang herrndorf, identität

In Plüschgewittern

Wolfgang Herrndorf , Anzinger und Rasp, München
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499258831
Genre: Romane

Rezension:

Als ich „Tschick“ las, war mir gar nicht bewusst, dass Herrndorf auch als Schriftsteller wirkte, der Bücher für junge Erwachsene schrieb oder gar als Popliterat eingestuft wurde. Ich erfuhr erst nach und nach, dass er andere, für mich interessante Werke, schrieb und jetzt, da ich „In Plüschgewittern“ las, kann ich nicht mehr nachvollziehen, was der Hype an „Tschick“ ist.

Inhalt
Ein um die dreißig-jähriger Ich-Erzähler trennt sich von seiner Freundin Erika, die mit einem Transporter nach Frankfurt fährt, um dort in eine WG umzuziehen. Auch er zieht aus München weg, die Stadt, in der beide studierten und sich kennen lernten. Er fährt nach Norddeutschland, in die Nähe von Hamburg zu seinem Bruder und dessen Frau Marit, wo er in seinem alten Zimmer für einige Tage übernachtet und besucht nahe der dänischen Grenze seine im Sterben liegende Großmutter.
Nach diesem Familienbesuch bricht er wieder auf: Er fährt nach Berlin zu seinem guten Freund Desmond. In Berlin wohnt er in der Wohnung von Desmonds Freund Anthony und lernt in einer Kneipe Ines Neisecke kennen, in die er sich kurzzeitig verliebt…

Meinung
Da hatte ich wohl wieder einen Bewusstseinsstrom (oder kann man sagen Semi-Bewusstseinsstrom?) erwischt. Aber dieser Strom las sich sehr angenehm und gut. Der namenlose Protagonist lässt einen teilhaben an seinen Gedanken, Erinnerungen und Kommentaren. Vieles spielt sich in seinem Kopf ab, sodass die Handlung nebensächlich wird. Zu vielem, was geschieht, nimmt der Ich-Erzähler eine Distanz ein, während Kindheits- und andere Erinnerungen mit emotionaler Wärme und vielen Gefühlen erzählt werden. Der Ich-Erzähler ist ein Misanthrop und hat zu allem und allen geringschätzende Kommentare parat, die durchaus sehr amüsant sind. Ich konnte mich oftmals mit dem Ich-Erzähler sehr gut identifizieren und seine Art zu denken, seine Vergleiche, sein Menschenbild nachvollziehen. Ich musste oftmals schmunzeln, weil ich dachte, dass er völlig recht habe. Klare, kritische und bissige Gedanken wechseln sich jedoch mit verwirrten, alkoholisierten Gedanken ab.

Interessanterweise haben alle vorkommenden Personen, außer des Ich-Erzählers, einen Namen. Viele werden sogar durchweg mit Vor- und Nachnamen genannt, wohingegen der Ich-Erzähler ziemlich anonym bleibt.

Wer „Der Fänger im Roggen“ mochte, wird „In Plüschgewittern“ lieben. Wer „Der Fänger im Roggen“ nicht mochte, wird „In Plüschgewittern“ umso mehr lieben. Hier hat man es mit einem Protagonisten zu tun, der seine Verzweiflung an der Welt und seinem Leben an Dingen festmachen kann, der nicht unnütz Fäkalsprache und Fluchwörter benutzt und trotzdem ein tristes, konfuses Bild seiner Welt skizziert, an dem der Leser teilhaben kann.


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Tags: 90e, berlin, in plüschgewittern, popliteratur, wolfgang herrndorf   (5)
 

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569 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

indien, buddhismus, religion, klassiker, buddha

Siddhartha

Hermann Hesse
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.07.1974
ISBN 9783518366820
Genre: Klassiker

Rezension:

Es ist länger her, seit meinem letzten Hesse. „Siddhartha“ liegt schon seit einigen Jahren auf meinem SuB und ein Klassenkamerad brachte mich darauf, es endlich mal zu lesen, als er in einem Lektürekurs an unserer Berufsschule das Buch vorstellte. Nicht nur weil Hermann Hesse zu meinen Lieblingsschriftstellern gehört, sondern auch weil das Werk einfach ganz bezaubernd ist, habe ich das Lesen um jede Seite genossen.

Inhalt
Der junge Brahmanensohn Siddhartha und sein Freund Govinda wachsen mit den religiösen und philosophischen Lehren der Veden auf und erlernen Gebote, Rituale und Gebete von seinem Vater und anderen Priestern. Siddhartha möchte mehr lernen, er glaubt, dass es noch weisere Lehren gibt und bittet seinen Vater, ihn gehen zu lassen, um den Atman, die Essenz, die in allem steckt, zu suchen. Nur so, glaubt er, kann er aus dem leidvollen Kreislauf der Wiedergeburt, dem Samsara, entkommen.
Siddhartha und Govinda gehen zu den Samanas, in den Wäldern lebende, asketische Mönche ohne Besitz, die viel meditieren. Doch auch hier scheint Siddhartha nicht das zu finden, was er sucht. Gemeinsam mit Govinda pilgert er zu Gotama, dem Buddha dieser Zeit. Gotama ist bloß durch Lehren zum Buddha geworden, was Siddhartha nicht annehmen kann. Er akzeptiert seine Auffassung und glaubt, dass diese zu ihm passe. Für sich jedoch stellt er fest, dass er allein durch Erfahrungen eigene zum Buddha werden könne, weshalb er sich auf die Reise macht und einen neuen Lebensabschnitt beginnt, um Lebenserfahrungen zu sammeln, während Govinda beim Buddha bleibt, um von ihm zu lernen…

Meinung
„Siddhartha“ ist ein Erzählung, die ähnlich wie andere Entwicklungsromane von Hermann Hesse, wie „Demian“ oder „Der Steppelwolf“, aufgebaut ist.
Der Protagonist, hier Siddhartha, zieht aus, um über sich selber hinaus zu wachsen, um sich und das Leben kennen zu lernen. Am Ende blickt er auf sein altes, unerfahrenes Ich zurück und erkennt, was er vom Leben gelernt hat.

Hermann Hesse hat seine Erzählung in eine dichterische, elegante Sprache verpackt, die angenehm und flüssig zu lesen ist. Mir hat das Lesen unglaublich viel Spaß gemacht und ich konnte mir vieles in schillernden Farben vorstellen. Vor meinem geistigen Auge hatte ich ein indisches Märchen, welches Lebensweisheiten vermittelt, die zum Nachdenken anregen, die klar und gleichzeitig unklar sind, die nicht wirken wie platte Phrasen oder Kalendersprüche. Vielmehr waren philosophische Gedanken sinnvoll eingebettet in den Handlungsablauf und mit diesem verknüpft, sodass nicht nur bloße Worte die Philosophie Siddharthas widergeben, sondern auch seine Handlungen, die ich als Leser miterlebe und für mich interpretiere.

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Tags: buddha, hermann hesse, indien, religion, siddharta   (5)
 

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

george r. r. martin, science fiction, das lied von eis und feuer, jugendroman, jugenbuch

Die Flamme erlischt

George R. R. Martin , Werner Fuchs
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.02.2016
ISBN 9783764531515
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor einiger Zeit hatte ich das Bedürfnis, einen Science-Fiction-Roman zu lesen. Ich muss dazu sagen, ich liebe Star Wars und von gut konstruierten, glaubhaften fremden Welten lasse ich mich gerne in ihren Bann ziehen.
Also ließ ich mir von einer Freundin einen Roman empfehlen - sie kennt sich etwas besser im Fantasy- und Sci-Fi-Bereich aus als ich.
Meine Freundin teilte mir mit, dass es etwas dauert, bis die Handlung so richtig ins Rollen kommt, dann werde es aber sehr gut.

Ich las und las und las und ich hatte das Gefühl, ich kämpfte mit den Zeilen. Die Heranführung war für mich sehr trocken. Mit dem Protagonisten baute ich keine Beziehung auf. Trotzdem wollte ich dem Buch eine Chance geben und wartete auf Spannung.

Nach der Hälfte des Buches wurde mir alles zu viel. Ich konnte mich einfach nicht anfreunden. Die Handlungen der Charaktere und ihre Entscheidungen waren teilweise nicht plausibel, die Namen für Personen, Dinge, Welten, Planeten wurden mir nach und nach zu viel und alles wirkte doch nicht realistisch für mich. Und ja, auch wenn Sci-Fi keinen Realismusanspruch hat, so muss die Welt, die Gesellschaft, die Technik, die in einem solchen Roman vorgestellt wird, doch irgendwie nachvollziehbar sein und innerhalb meiner Vorstellungskraft liegen.

Im Großen und Ganzen wirkte der Roman für mich so, als hätte der Autor auf Deubel komm raus mehrere Elemente zusammen geworfen, um einen neuen Roman für den Verleger fertig zu stellen. Man nehme einen kühlen Helden, fliegende Fortbewegungsmöglichkeiten, eine Jugendliebe, die gerettet werden muss, fremde Planeten und eine dystopisch anmutende Gesellschaft. Das war mir etwas zu viel. Desweiteren konnte ich mit dem sprachlichen Ausdruck nicht so viel anfangen. Sein Stil wirkte manchmal etwas lieblos, als sei er selber gar nicht mit seiner eigenen Story verbunden. Er erzählte viel zu sehr am Thema vorbei als auf den Höhepunkt hin.

So begab es sich also, dass ich das Buch abbrechen und meine Zeit für etwas anderes nutzen musste.

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Tags: george r. r. martin, science fiction, scifi, sci-fi   (4)
 

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175 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

musik, freundschaft, usa, außenseiter, band

Freaks

Joey Goebel , Hans M. Herzog
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.09.2007
ISBN 9783257236620
Genre: Romane

Rezension:

"Vincent" ist ja ein hochgelobtes Buch vom Autor Joey Goebel, welches man nicht verpassen darf. So in etwa liest es sich zumindest, wenn man Rezensionen zu diesem Buch liest. Zufälligerweise begegnete mir einst ein anderer Roman des Autors. "Freaks". Ich dachte mir, ich nehme ihn mal mit und führe ihn mir zu Gemüte. Ich habe es aber nicht weit geschafft. Zu Ende konnte ich ihn nicht lesen. Zeit ist schließlich ein kostbares Gut und sollte nur für gute Literatur aufgewendet werden.

"Freaks" ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Band in Kentucky. Ungewöhnlich, warum? Weil die Mitglieder sehr verschieden und -nunja- ungewöhnlich sind. Ein Literatur-Kenner würde wahrscheinlich sagen, dass Goebel tief in die Klischee-Kiste gegriffen hat.
Die Mitglieder der Band sind eine nymphomanische 80-jährige Dame; ein niedliches 8-jähriges misanthropisches Mädchen; ein Afroamerikaner, der sich von seinen dreizehn mit Drogen dealenden Brüdern abgrenzen will, indem er den Intellektuellen mimt; eine Prediger-Tochter, mit Hang zum Satanismus im Rollstuhl und ein irakischer Soldat, der im Krieg einen amerikanischen Soldaten verletzt hat und nun auf der Suche nach ihm ist. Diese konstruierten Charaktere entspringen scheinbar einem Autoren-Hirn, was sich dachte: "Hmm, welche Eigenschaften kann ich meinen Charakteren geben, damit sie besonders auffallen, damit ICH besonders auffalle und in der Welt der Literatur provoziere?"
Mich hat zumindest gar nichts provoziert. Ich fand den Roman inhaltslos, seine Sprache platt, gewollt cool und vulgär. Scheinbar tiefgründige Passagen, geäußert durch den afroamerikanischen Intellektuellen, lasen sich abgedroschen wie all die Charaktere, die sich in dem Roman tummelten.
Die Kapitel sind jeweils aus anderen Perspektiven geschrieben, jeder "Freak" kommt mal zu Wort. Ich fand diese Erzähltechnik unheimlich nervig, sie wirkte auf mich nicht sinnvoll. Eine auktoriale Perspektive hätte diesen ganzen Bekloppten einen sicheren, geordneten Rahmen gegeben. Diese Perspektivwechselei jedoch wirkte genauso gewürfelt wie die Charaktere selber. Auffallen um jeden Preis scheint das Motto des Autors gewesen sein.

Das Buch entsorgte ich letztendlich im Müll. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Müll zu Müll.

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Tags: freak, joey goebel, kentucky, musik, roman, zeitverschwendung   (6)
 

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210 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 27 Rezensionen

lehrer, musik, roadtrip, münchen, reise

Becks letzter Sommer

Benedict Wells
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.11.2009
ISBN 9783257240221
Genre: Romane

Rezension:

Benedict Wells – Ein junger Autor, der, laut Aussagen der Besprechungen, den Geist seiner Altersgenossen, seiner Generation widergibt, ein Schriftsteller, der es versteht, unterhaltsame Geschichten mit klugen Gedanken über das Leben zu verbinden.
Deshalb musste ich mir einen „Wells“ anschaffen, um zu überprüfen, ob es stimmt. Schon bevor ich ihn las, verfiel ich ins Wells-Fieber. Ich kaufte mir „Spinner“, weil ich mir das Buch so sehr wünschte und „Becks letzter Sommer“, weil ich es für ca. 3 Euro als Mängelexemplar fand. Meine Erwartungen an ihn und seine Werke waren und sind sehr hoch. Nach „Becks letzter Sommer“ ist meine Begeisterung zumindest ein wenig abgeflaut.

Inhalt
Robert Beck ist Ende dreißig und Lehrer an einem Gymnasium für Deutsch und Musik. Er befindet sich in einer Midlife-Crisis und trauert seiner verpassten Musikkarriere nach und beneidet jeden um alles, so auch seinen besten deutschafrikanischen Freund, der zwar ein Hypochonder ist, aber regelmäßig Frauen abschleppt und Spaß am Leben hat.
In einem Café lernt Beck die junge Kellnerin Lara kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Lara hat sich für ein Studium an einer Modeschule in Rom beworben, was Beck scheinbar nichts ausmacht: Er kann ohnehin nicht lange mit einer Frau zusammen sein und ist eher der Typ für lockere Verbindungen.
Einer seiner Schüler, der jungenhafte Rauli Kantas aus Litauen, entpuppt sich als musikalisches Wunderkind und Beck nimmt sich seiner an, er will ihn als sein Manager groß herausbringen und beginnt, Songs für ihn zu schreiben. Beck organisiert eine Release-Party für Rauli, auf der er Becks geschriebene Songs spielt. Jedoch sind es nicht diese, die das Publikum begeistern, sondern seine eigenen komponierten Stücke, die er immer mal zwischendurch auf gelbe Notizzettel gekritzelt hat.
Becks ehemaliger Bandkollege, der ihn damals schon aus der Band schmiss, bietet Rauli einen Musikvertrag bei Sony BMG an. Beck wäre damit jedoch als Manager raus und so verheimlicht er Rauli vorerst, dass ihm ein Vertrag bei einem Major-Label angeboten wurde.
Charlie, der mittlerweile in eine Psychiatrie eingewiesen wurde, bricht aus dieser aus und will seine in der Türkei lebende Mutter besuchen. Beck und Rauli begleiten ihn und nehmen aufgrund Charlies Flugangst das Auto, mit dem sie durch Ungarn, Rumänien und Bulgarien bis nach Istanbul fahren. Erzählt wird diese Geschichte vom Schriftsteller Ben, der Becks ehemaliger Schüler ist und ihn für seinen Roman um Gespräche und Interviews bittet.

Meinung
Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, Bendict Wells hat ein Buch geschrieben, das verfilmt werden soll. Die Charaktere, der Handlungsablauf und die Dialoge weisen Klischees und Merkmale deutscher Filmästhetik auf, dass ich das Gefühl hatte, das Buch wurde zu einem Film geschrieben anstatt anders herum. Mittlerweile wurde der Roman auch verfilmt und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie er denn ist.
Beck ist an sich ein ziemlich unsympathischer Charakter. Ich hatte kaum Mitleid mit ihm und kein Verständnis für seine Situation, was vor allem an seiner Art und Weise liegt, wie er mit Problemen und Situationen umgeht. Jedoch muss ein Protagonist keineswegs gut sein, um den Roman gut zu finden.
Besonders interessant fand ich aber Charlie und Rauli. Auch sie waren, wie viele andere Dinge in diesem Roman, Stereotype, wie man sie in modernen deutschen Kinofilmen finden würde, jedoch haben beide eine verschrobene Art an sich, die sie liebenswert macht, sodass man über die stereotypen Züge hinweg sehen kann. Stellenweise ist die Handlung vorhersehbar und an einigen Stellen unausgereift. Es passieren Dinge, die nicht weiter aufgeklärt werden, sondern im Raum stehen bleiben. Diese Geschehnisse haben aber keinen richtigen Sinn, stehen also nicht symbolartig für etwas, was für die Interpretation wichtig wäre. Warum zum Beispiel ist es wichtig zu erwähnen, dass Beck auf seine minderjährige Schülerin abfährt und sie im Laufe der Geschichte küsst? Es gibt aber noch weitere Fragen, die Wells in mir zurück ließ. Auch die Hinführung zum Abenteuer war etwas lang. Ich war der Meinung, dass der Roadmovie-Abschnitt den Kern der Geschichte ausmacht, sein Höhepunkt ist. Dieser Kern war jedoch sehr klein, im Vergleich zum Rest des Buches. Die Abschnitte schienen teilweise auch nicht logisch miteinander verknüpft. Es war keine steigende Handlung erkennbar, die zum Höhe- beziehungsweise Wendepunkt führt.
Wells‘ Schreibstil ist klar, seine Sprache simpel aber nicht trivial. Er hat, meiner Meinung nach, ein besonderes Händchen dafür, tiefgründige Gedanken über das Leben, über den Menschen, über Sinn und Unsinn der Dinge zu Papier zu bringen. Das letzte Drittel des Romans weist einen solchen Tiefgang auf und hat mir daher besonders gut gefallen. Viele andere Dinge kamen mir jedoch so vor, als schreibe er von ihnen, obwohl er keine Ahnung davon hat. Man hat gespürt, dass Wells zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Romans noch sehr jung war und eine Geschichte schrieb, in der er kaum eigene Lebenserfahrungen einfließen ließ oder lassen konnte. Etwas merkwürdig war auch die Erzählperspektive. Der Schriftsteller Ben erzählt die Geschichte von Beck und meldet sich manchmal in der Ich-Perspektive zu Wort. Jedoch relativ spät, was ziemlich überraschend kommt. Diesen Einschnitt fand ich ganz interessant. Jedoch fand ich es komisch, dass ein Ich-Erzähler die Geschichte von Beck in der auktorialen Erzählperspektive schreibt. Er kann nunmal nicht in ihn hinein sehen. Würde dieser Ich-Erzähler im Roman nicht existieren, wäre die auktoriale Erzählperspektive völlig okay, da der eigentliche Schriftsteller, hier Benedict Wells, ja beim Lesen in den Hintergrund tritt und somit unsichtbar ist. Ein Merkmal des auktorialen Erzählers ist, dass er allwissend ist, sich aber außerhalb der erzählten Wirklichkeit befindet. Hier ist dem nicht so. Der auktoriale Erzähler ist gleichzeitig eine Figur im Roman, wenn auch in der Rahmenhandlung, was auf mich nicht stimmig wirkte.

Und ich frage mich, ob es nur mir aufgefallen ist: Bestehen Parallelen zwischen Wells‘ „Becks letzter Sommer“ und Herrndorfs „Tschick“? Schon schnell hatte ich das Gefühl, dass sich die Romane ähnelten: Sprachlich aber auch charakterlich. Tschick wie auch Rauli sind Eigenbrötler aus einem anderen Land, die mit einem vermeintlichen Versager Freundschaft schließen. Rauli wie auch Maik aus „Tschick“ sind unsterbliche in die beliebte Klassenkameradin verliebt, die jedoch Körbe verteilt. In beiden Romanen geht es ums Reisen ins Unbekannte mit dem Auto. Auf der Reise stoßen beide auf Hindernisse, die es zu überwinden gilt, auf Erfahrungen mit Frauen und gefährliche Abenteuer. Und nicht zuletzt gibt es in „Becks letzter Sommer“ eine Pension die „Tchik“ heißt, benannt nach ihrem schrulligen Inhaber. „Becks letzter Sommer“ erschien 2008. „Tschick“ im Jahre 2010. Wurde Herrndorf von Wells inspiriert oder ist es ein bloßer Zufall?


Alles in Allem fand ich den Roman trotzdem sehr unterhaltsam und bin gespannt auf Wells weitere Werke. Ich bin überzeugt davon, dass er sich in und durch seine weiteren Romane weiter entwickelt hat und Älter geworden ist. Mein nächster Wells wird Spinner sein, mit dem ich mich womöglich besser identifizieren kann.


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krankheit, künstler, berlin, hoffmann, autobiographisch

Des Vetters Eckfenster

E. T. A. Hoffmann , ,
Flexibler Einband: 54 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150002315
Genre: Klassiker

Rezension:  
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

utopie, feminismus, penishalter, klassiker, sprache

Die Töchter Egalias

Gerd Brantenberg
Flexibler Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Frauenoffensive
ISBN 9783881041638
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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hunger, 19. jahrhundert, nobelpreis für literatur, oslo, knut hamsun

Hunger

Knut Hamsun
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Bibliolife, 04.02.2010
ISBN 9781143577925
Genre: Sonstiges

Rezension:

Knut Hamsun – Ein Literatur-Nobelpreisträger, der, im Gegensatz zu manch anderen Schriftstellern, die den Nobelpreis für Literatur verliehen bekommen haben, relativ unbekannt ist. Dabei inspirierte der 1859 geborene und 1952 verstorbene Norweger andere Literaten wie Hermann Hesse oder Thomas Mann. Und sein Werk „Hunger“, sein erster Roman, war nicht unbeteiligt daran

Inhalt
Ein namenloser Ich-Erzähler schildert seine Not und seinen Verfall durch Armut in der norwegischen Hauptstadt Kristiana (Heute: Oslo). Er ist ein junger erfolgloser Schriftsteller und versucht krampfhaft etwas zu schreiben, um es an eine Zeitung oder ein Theater zu verkaufen. Ab und zu schafft er es, einen Artikel an eine Zeitung zu verkaufen oder anderweitig, oftmals durch Glück, an ein wenig Geld zu kommen. Jedoch hat er nicht genug Geld, um sich ein Dach über den Kopf und Nahrungsmittel zu leisten, sodass er körperlich und psychisch verfällt.

Meinung
„Hunger“ ist in Form eines Bewusstseinsstroms verfasst und war damit einer der Vorreiter dieser Erzähltechnik. Diese schafft es, dass man voll und ganz beim Ich-Erzähler ist, dass man das Gefühl hat, man sitze in seinem Kopf, kann seine emotionale Achterbahnfahrt und teilweise abstruse Gedanken förmlich mitfühlen und -denken. Diese Erzähltechnik kann jedoch auch anstrengend sein, da man als Leser eben kaum Abstand zum Erzähler hat. Ich habe relativ lange für das Buch gebraucht und musste mich immer wieder distanzieren. Schon nach wenigen Seiten.
Das soll aber nur heißen, dass Hamsun es geschafft hat, den Leser in des Ich-Erzählers „Welt“ zu ziehen. Man ist Teil seines Wahnsinns, seiner Beobachtungen und Gedanken. Oftmals weiß man nicht, welche erlebte Situation nun wahr oder ein Teil seiner Wahnvorstellung ist. Man ärgert sich auch über ihn, über seinen falschen Stolz, seine Entscheidungen, sein unüberlegtes Handeln. Der Ich-Erzähler hat kaum Geld, und wenn er welches hat, gibt er es falsch aus, so dass er nicht lange davon essen und überleben kann, sodass das Elend schnell wieder weiter geht, als hätte er nie auch nur eine Öre in der Hand gehabt. Dies führt auch dazu, dass man nicht immer mit dem Ich-Erzähler mitfühlen kann – Im Gegenteil, manchmal widert er einen an, er macht einen wütend, man würde ihm gerne die Meinung sagen, wo man ihm doch so nah ist.
Ich hatte jedenfalls viele verschiedene Gefühle, als ich diesen Roman las und kann sagen, dass Hamsun damit ein ganz besonderes, aufwühlendes Werk geschaffen hat.
Auch sprachlich hat mir dieser Roman sehr gefallen. Die Sprache ist elegant und alltäglich zugleich und man begegnet vielen Wortneuschöpfungen, die aus des Ich-Erzählers Gedanken stammen.

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Tags: 19. jahrhundert, 19. jhd, armut, bewusstseinsstrom, hunger, knut hamsun, kristiana, nobelpreis, nobelpreis für literatur, nobelpreisträger, norwegen, oslo, realismus   (13)
 
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