Esther_Chaja

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Bibel statt Parteibuch

Christian Döring , Christian Heinritz , Christian Heinritz
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2014
ISBN 9783868274660
Genre: Biografien

Rezension:

Christian Döring hat hier gemeinsam mit Christian Heinritz ein wahres Geschicht(s)enbuch erarbeitet. Anhand von persönlich erlebten, längeren und kürzeren Episoden gibt Christian Döring einen Einblick in sein Leben als Christ in der DDR. Durch klug gestellte, interessante Fragen bringt Christian Heinritz das Gespräch in Gang, die nachfolgenden Antworten hätten auch an einem Abend im Familienkreis erzählt werden können.


Besonders gut gefällt mir, dass durch diesen persönlichen Erfahrungsbericht jedoch ein weitaus größerer Einblick in das Leben in der DDR eröffnet wird. Denn Dinge wie Mangel an bestimmten Lebensmitteln oder Arbeitsmitteln wie sie heute für uns völlig selbstverständlich jederzeit verfügbar sind oder das ständige Abwägen dessen was man laut äußert oder was man besser für sich behält, betraf ja alle Bürger. Auch wenn mir vor der Lektüre des Buches einiges bereits bekannt war, so ist es doch nochmal sehr eindrücklich zu lesen, wie sehr damals die Eingriffe des Staates bzw. seiner Vertreter doch das Leben eines Menschen in vielerlei Hinsicht geprägt und gelenkt haben. Das Buch hätte für mein Empfinden noch dicker sein dürfen, ich hätte gerne weitergelesen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages eine Fortsetzung...


Der Inhalt wird von einem sehr schön gestalteten Einband im "Parteibuch"-Stil in roter Lederoptik sowie einem Bilderteil in der Buchmitte abgerundet.


Wer sich also für gelebte Geschichte interessiert, wer vielleicht niemanden persönlich kennt, der ihm erzählen könnte wie es damals war, oder wer wissen möchte, was es mit einer Roller-Latscher-Rüstzeit auf sich hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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Vier Stückchen Brot

Magda Hollander-Lafon , Michael Kogon
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei adeo, 23.09.2013
ISBN 9783942208086
Genre: Sachbücher

Rezension:

Magda Hollander-Lafonte wurde als ungarische Jüdin 1944 gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Auschwitz deportiert, ihre gesamte Familie kam um. Die Autorin bedient sich des kraftvollen Stilmittels der Auslassung und so schlägt dem Leser auf wenigen Seiten in kurzen, knappen, teilweise fragmentarischen Sätzen das größte Grauen, das unvorstellbare Leid und Elend entgegen. Und doch ist das Buch ist kein gewöhnliches Buch über den Holocaust. Es ist ein Buch über das Leben. Denn eines Tages ist der Krieg aus und an dieser Stelle enden auch die meisten Bücher über den Holocaust. Doch „Vier Stückchen Brot“ fängt hier erst so richtig an. Die Überlebenden stehen buchstäblich vor dem Nichts. In ihrem ganz eigenen Stil nimmt Magda Hollander-Lafonte den Leser mit auf ihrem Weg ins Leben, auf ihrem Weg in eine Zukunft, auf ihrem persönlichen Weg zu Jesus. Für mich ist es eines der lesenswertesten Bücher, die ich seit langem in der Hand hatte. Im Klappentext heißt es „ein kleines, leises, tief anrührendes Buch. Eine Hymne an das Leben.“ Und das ist es wirklich.

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gouvernante, liebe, new york, die falsche gouvernante, betrug

Die falsche Gouvernante

Jen Turano
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 06.01.2014
ISBN 9783865919281
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der erste Satz: Miss Eliza Sumner blätterte eine Seite des Buches um, aus dem sie laut vorlas.


Darum geht's: Eliza ist aus England nach Amerika gereist,um den Mann,der sie um ihr Vermögen gebracht hat zu stellen. Obwohl Mitglied des englischen Adels nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an, da sie mittellos und völlig auf sich allein gestellt ist. Doch obwohl Sie den Betrüger schnell ausfindig macht, hat sie eine ganze Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden bevor Sie ihr Ziel erreicht. Und dann ist da auch noch Hamilton...


Ja, dies ist durchaus eine "klassische" Liebesgeschichte. Wer dieses Genre nicht mag, sollte um dieses Buch einen Bogen machen. Alle anderen dürfen sich auf eine schön geschriebene, flüssig zu lesende Geschichte freuen, die einige durchaus überraschende Wendungen bereit hält. Dabei schafft es die Autorin trotzdem, im Rahmen des Glaubwürdigen zu bleiben.
Ein Höhepunkt ist für mich die Figur der Agatha. Die erwachsene Tochter von Elizas Dienstherrn ist ohne Dünkel und bringt frischen Wind in die Geschichte. Sowohl mit ihrem – für die damalige Zeit- unkonventionellen Wesen als auch mit ihrem Glauben, der mit seiner Natürlichkeit und Alltagstauglichkeit auch auf die anderen Protagonisten ansteckend wirkt.

Nicht zuletzt ist das Buch auch durch sein schön gestaltetes Cover und die hochwertige Ausführung eine Zierde in jedem Bücherschrank und rundet so das gelungene Erstlingswerk von Jen Turano ab.

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colorado, christlich, musik, wilder westen, kat

Zwei Bräute zu viel

Mona Hodgson , Elke Wiemer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 01.06.2013
ISBN 9783865917898
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte...


...ist schnell erzählt: Zwei Schwestern machen sich aus der materiellen Not heraus Ende des 19. Jahrhunderts von der amerikanischen Ostküste nach dem Westen auf um jeweils eine arrangierte Vernunftehe mit Männern einzugehen, die sie vorher nur mittels einiger Briefe "kennengelernt" haben. Die Männer sind eine Enttäuschung bzw. nicht aufzufinden und die Schwestern müssen sich alleine durchschlagen.

Aber die beiden ursprünglichen heiratswilligen sind ja nicht die einzigen Männer in der Stadt...


Die Personen...

... auch die beiden Schwestern als Hauptpersonen, sind wenig gezeichnet. Sowohl das Äußere als auch die Charaktere bleiben weitgehend der Phantasie des Lesers überlassen. Dies kann für Leser, die gerne in ausführlichen Detailbeschreibungen schwelgen etwas enttäuschend sein, andererseits bleibt viel Raum für eigene Vorstellungen.


Die Geschichte weist einige Schwachstellen auf, so konnte ich mich beispielsweise schwer damit anfreunden, dass ein liebender Vater zwei seiner Töchter quasi ohne einen zweiten Blick zum Heiraten in den Westen schickt oder dass die beiden Schwestern, obwohl sie aus einer guten Familie kommen, über so wenig Geld verfügen, dass sie schon nach wenigen Tagen in finanzielle Not geraten. Da beides wesentliche Voraussetzungen für den Fortgang der Geschichte sind, hätte ich mir gewünscht, dass dies etwas stimmiger gezeichnet worden wäre.


Etwa ab der Hälfte nimmt die Geschichte schließlich richtig Fahrt auf und insgesamt handelt es sich um einen schönen Roman für kalte Tage.


Einen Extra-Stern gibt es für das traumhaft schöne Cover. Wunderbar gestaltet und darüber hinaus auch noch passend zur Geschichte (was nicht selbstverständlich ist).  

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