Eva_Maria_Nielsens Bibliothek

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asperger-syndrom, autismus, gregor, kommunikation, nachbarschaft

Das Leben ist manchmal woanders

Ulrike Herwig
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423261616
Genre: Romane

Rezension:


Außenseiter sind nicht immer pflegeleicht. So wie Gregor, der mitten im Sommer mit seiner Fellmütze herumrennt. Und sich doch in die Herzen der Menschen lächelt, weil er ihnen ganz unmittelbar entgegentritt. Als Gregors Mutter einen Unfall hat, muss er bei seiner Tante wohnen. Und diese ist den Aktivitäten ihres Neffen nicht immer gewachsen.

Ein Buch zum Schmunzeln und Lachen und manchmal auch zum Weinen, weil Gregor auf seine Weise ganz bezaubernd ist.
Wer will ich gerne hören: „Sie sind heute sehr schön.“

Warmherzig und voller Humor zeichnet Ulrike Herwig das Portrait eines liebenswerten Eigenbrötlers. Und es ist gut, daran erinnert zu werden, dass auch für Menschen wie Gregor Platz in unserer Welt sein muss, damit sie auch mal aus den Routinen gehoben werden kann und wir verzaubert werden können.

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usa

Ein Sommer für zwei

Ann Brashares , Michaela Meßner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423261951
Genre: Liebesromane

Rezension:



Eine wunderbare Familiengeschichte, mit einem Hauch von Sommer und amerikanischem Feeling. Es geht um ein Haus auf Long Island. Dort träumen Ray und Sascha davon, sich endlich einmal zu treffen. Sie haben gemeinsame Geschwister, aber sie sind nicht miteinander verwandt. Ein Wochenende wohnt Sascha mit ihrer Familie im Haus, und wenn sie sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht hat, taucht Ray mit seinem Clan auf. Doch obwohl sie im gleichen Zimmer schlafen, Deo und Shampoo miteinander teilen, haben sie sich noch nie getroffen. Ihre Eltern gehen sich konsequent aus dem Weg. Bis eine Hochzeit ansteht … Es ist ein berührendes Buch, vollgepackt mit Träumen, Tabus und Sehnsucht. Ein Buch, das den Leser daran erinnert, wie wichtig eine Familie ist, und wie kraftvoll die Kraft der Versöhnung.

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sylt

Sommer. Jetzt!

Dora Heldt
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423217286
Genre: Humor

Rezension:



Der Untertitel passt ausgesprochen gut zu dem Feeling der Geschichten. Es geht um Sommer, Meeresluft, Familienangelegenheiten – das bunte und turbulente Leben in einer Kleinstadt. Dora Heldt ist wieder in ihrem Element, sie malt Sylt und Schleswig-Holstein vor unsere Augen und zieht den Leser mit ihrer fluffig leichten Sprache und einem Spritzer Humor in die Geschichten.
Es ist vergnügliche Lesestoff, man schmunzelt, lacht und manchmal fühlt man sich auf ungemein vertraute Weise an seine eigene Kindheit erinnert.
Und das ist irgendwie schön und das Geheimnis von Dora Held.

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Die Wüstengängerin

Alice Grünfelder
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Edition 8, 15.03.2018
ISBN 9783859903388
Genre: Romane

Rezension:



Linda überschlägt in Gedanken die Tage, die Wochen. Nach all den Jahren ist es für sie noch immer unfassbar, wie schnell man von einem Kontinent zum anderen gelangt; die Seele, so hörte sie einmal bei einer Lesung mit einer japanischen Autorin, käme nicht mehr nach, bleibe irgendwo dazwischen hängen. Und in diesem Schwebezustand schaute Linda auf den Strudel im Wasser, das auf das Wehr zuschießt.
Alice Grünfelder: Die Wüstengängerin

Für mich fasst dieser Satz die literarische Reise von Alice Grünfelder nach Xinjiang, dem wilden Westen Chinas, zusammen. Weit weg von Peking, aber unter der „Peking-Zeit“ leben dort die verschiedensten Volksgruppen: Uiguren, Kirgisen, Han-Chinesen u.a.

Im Roman begleitet der Leser zwei Frauen. Roxana ist eine Studentin, die in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts in China forscht. Sie ist auf der Suche nach Höhlenmalereien, um zu beweisen, dass der Westen Chinas vor der Islamisierung buddhistisch war.
Zwanzig Jahre später reist Linda in die gleiche Region. Sie soll ein Aufforstungsprojekt in der Wüste leiten. Linda findet Roxanas Unterlagen, aber keine Spur von der Frau.

Was haben diese Frauen gemeinsam? Außer ihrer Liebe zu China, ihren gemeinsamen Forschungsinteressen?
Beide sind entwurzelt. Beide sind auf der Suche. Beide sind einsam.
Roxana hat keinen mehr Ort, an den sie nach dem Tod des Vaters zurückkehren kann. Linda, die auf ihre Karriere gesetzt hat, hat niemanden mehr an ihrer Seite. Keiner fragt, warum sie nun im Innendienst arbeiten will, weil sie für niemanden wichtig ist.
Beide sehnen sich nach Wurzeln, nach Anerkennung, nach einem Hafen. Und beide befinden sich so weit weg vom Meer, wie man auf unserem Planeten kommen kann.
Beide geraten in die Kämpfe der Uiguren für einen unabhängigen Staat und werden von den Mühlen der chinesischen Bürokratie gepresst. Beide, obwohl sie die Sprache des Landes sprechen und sich mit der Kultur vertraut gemacht haben, verstehen nur wenig von dem, war vor ihren Augen geschieht. Außenseiter in ihrem Land. Außenseiter in der Ferne. Nirgendswo verankert und verwurzelt.

Wer ist die Wüstengängerin?
Roxana, die in der Wüste verschwindet? Oder ist es Linda, die durch ihr wüstes Leben geht und weiß, dass es zu spät ist, noch etwas zu ändern?
Oder aber sind die Wüstengänger wir alle, die wir in unserer Welt wirklich oft so sehr laufen und hasten und machen und tun, dass unsere Seele auf der Strecke bleibt, wie die japanische Autorin oben im Zitat sagt.

In den Weltreligionen und der Mythologie ist die Wüste der Ort, wo der Mensch geläutert wird und dem Transzendenten begegnet.
Das geschieht nicht für die Frauen.
Aber als Leser frage ich mich: Haben Roxana und Linda diesen Ort aufgesucht, weil ihre innere Wüste so viel grausamer war als die unerbittliche Wüste, in der sie wanderten?

Ich empfehle dieses Buch gerne.
Alice Grünfelder hat eine glasklare Sprache, sie malt Bilder vor mir, so dass ich die Wüste schmecke, rieche und spüre. Solche Worte, kraftvoll und einzigartig, findet man selten. Allein das ist Genuss pur.

Der andere Grund ist: Die Autorin gibt keine fertigen Antworten. Also auch kein Happy End? Oder doch? Es ist ein Roman, mit dem man nicht fertig ist, wenn man den Buchdeckel zuklappt. Und der leise fragt: Bist auch du eine Wüstengängerin? Wohin bist du unterwegs?

Hoffentlich findet diese literarische Perle einen Weg in die Hände vieler Leser. Lust auf eine Wüstenwanderung? Aber ja, immer doch.

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entrümpeln, minimalismus
Rezension:


Weniger ist mehr. Diese Devise ist in vieler Munde.
Zuerst begegnete ich diesem Motto in Schreibseminaren, wo das weniger synonym gebraucht wurde zu gutem Stil. Dann hörte ich davon in der Ausbildung als Lektorin und plötzlich stellte ich fest: Es gibt zu viele Dinge in meinem Leben, nicht nur auf dem Papier. Dinge, die mich beschweren. Dinge, die zu viel Platz einnehmen und damit Zeit rauben.
Vorher war mir das nicht aufgefallen. Ich war oft umgezogen und mit jedem Umzug hatte ich gut ausgemistet. Als ich sesshaft wurde, füllten sich auch meine Schränke. Fast magisch und wie von selbst.

Ich habe das Buch von Dr. Angela Fetzner gerne gelesen. Es ist ein handlicher, leicht lesbarer Ratgeber. Die Autorin zeigt, wie man sich Schritt für Schritt in den Minimalismus einüben kann. Trotzdem geht sie nicht ins Detail mit jeder Einzelheit, weil sie sich sehr bewusst ist, dass Minimalismus genauso viele Gesichter hat wie die Menschen, die sich für diesen Lebensstil begeistern.

Mir gefällt der Ansatz von Dr. Angela Fetzner sehr gut, weil er ganzheitlich ist. Als Apothekerin hat sie das Wohlbefinden der Menschen im Blick, sie fokussiert auf der körperlichen und physischen Gesundheit. Deshalb schaut sie nicht nur auf die materiellen Dinge, sondern tiefer. Dr. Angela Fetzner zeigt auch auf den Wert, das Loslassen generell.
Sie geht Schritt für Schritt tiefer – von der physischen und äußeren Ebene zur inneren.
Natürlich können wir mit weniger leben. Wir können unsere Wohnungen und Häuser ausmisten. Wir können uns mit weniger begnügen und trotzdem viel besitzen an Dingen, die wir nicht loslassen wollen – Menschen, die uns verletzt haben, Ereignisse, die uns belasten.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie schlicht Dr. Angela Fetzner diese tiefe Wahrheit vermittelt: Manchmal hält eine Kleinigkeit uns mehr gefangen als ein großer Besitz.

Das Buch geht systematisch vor, macht Mut, im Leben aufzuräumen und neue Prioritäten zu setzen. Mit der Autorin begibt man sich auf eine Wanderung, Schritt für Schritt und Zimmer für Zimmer und erhält gute Tipps, wie Minimalismus gelebt werden kann. Sie geht von außen (physischen Besitz) bis nach innen (emotionalen Besitz). Dabei ist die Sprache so motivierend und leicht lesbar, dass dieses Buch wirklich jeden Menschen erreichen kann.

Lust auf Minimalismus? Auf mehr Freiheit und Leben? Ich schon und nach dieser Lektüre bin ich wieder neu motiviert.

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roman, liebe, #dtvpremium, einanderermorgen, dtvverlag

Ein anderer Morgen

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 29.03.2018
ISBN 9783423261944
Genre: Romane

Rezension:

Frauenliebe und Identitätssuche von Carolin Hagebölling.

Nachdem ich letztes Jahr „Der Brief“ von Carolin Hagebölling verschlungen hatte, habe ich mich sehr gefreut, auch „Ein anderer Morgen“ zu lesen. 

Schon vor dem Lesen war ich gespannt, denn der Klappentext verriet, dass es um die Liebe zwischen zwei Frauen geht; ein Thema, das auch in „Der Brief“ gestreift wurde. Mir kamen die Menschen in Erinnerung, die ich kenne, die nach einer langen Ehe aus ihrer Beziehung ausbrechen und mit einem gleichgeschlechtlichen Partner ein neues Leben anfangen. Oft ohne Verständnis in ihrem Umfeld zu finden. Ich war gespannt, wie Carolin Hageböllling diese Reise beschreiben würde. Solch ein Schritt ist nie leicht, weder für den Betroffenen noch für die Familie. 

Carolin Hagebölling: Ein anderer Morgen

Eva ist trotz ihrer Ehe mit  Peter, ihren Kindern und ihrem Erfolg im Beruf unzufrieden, ohne eigentlich zu wissen, warum.  Und so macht sie sich und anderen das Leben schwer. Denn irgendwohin muss sie mit ihrer unterdrückten Wut. Sie selbst, aber auch ihr Mann, kennen sie nicht wieder. Sie probt Grenzen, doch glücklich wird sie dadurch nicht. Dann trifft sie Anna, die Freundin ihres Chefs. Die Frauen verlieben sich hoffnungslos ineinander. 

Carolin Hagebölling hat das Buch in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil trägt den Namen „Du“ (S. 1 bis 121), der zweite „Ich“ (S. 135 bis 238). 

Die Du-Geschichte ist Evas Geschichte erzählt, in der zweiten Person, aus der Distanz. Die Ich-Perspektive ist auch Evas Geschichte, aber hier geht es um ihre Beziehung mit Anna, um das Finden ihrer Selbst. 

In der Du-Zeit hat Eva ein gutes Leben gelebt, ohne Frage, aber sie hatte keine Beziehung zu ihren Ich. Und so lebte sie nicht wirklich, sondern wurde gelebt. Sie hat nicht selbst ihr Leben gewählt, es aktiv gestaltet. Die sperrige Du-Perspektive hat mich erst irritiert, aber später hat es mich sehr berührt, welche Möglichkeiten dieses Stilmittel in sich trägt. Das ist kunstvoll von der Autorin gestaltet. Gerade so wird der Riss in Evas Persönlichkeit, ihre Entfremdung zu sich selbst gezeigt. 

Feinfühlig und authentisch zeigt Carolin Hagebölling, dass Eva und Anna es sich nicht leicht machen. Da ist Evas Familie. Da ist ihr Mann. Das sind ihre Kinder und ihre Verpflichtungen. Aber da ist auch Evas Recht darauf, glücklich zu sein. Und Liebe kommt, wie sie kommt. Sie richtet sich nicht immer nach dem Geschlecht.  

Ein feinfühliges Buch, das nachdenklich macht und um Verständnis wirbt. Ich empfehle es sehr gerne weiter. 


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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Vogelfrei um die Welt: Vom Suchen und Finden

Marion Vogel
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei Kastner, 06.03.2016
ISBN B01CNJ6YNC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Marion Vogels Leben hätte auch anders verlaufen können. Wäre sie auf ihrem Stuhl bei der Versicherungsgesellschaft in München sitzen geblieben und hätte sie mit ihrem damaligen Freund nicht Schluss gemacht, tja, dann wäre Marion sicher eine andere Person und hätte andere Prioritäten entwickelt. Aber in dieser gesicherten Position sass Marion nicht gut.
Eine Unruhe trieb sie: Hatte das Leben nicht mehr zu bieten? Was war eigentlich wichtig? Wofür lohnte es sich zu leben? –Finanzielle Sicherheit, die Freiheit, Menschen? Erlebnisse?
Marion hat am Anfang des Buches noch keine Antworten auf ihre vielen Fragen. Aber sie macht den ersten Schritt, um ihren Traum zu realisieren. Sie kündigt ihre Stelle, und reist aufgrund einer mündlichen Zusage nach Ägypten. Dort, in Sharm El Sheik, soll sie eine Ausbildung als Divemaster machen und daneben in einer Tauchschule arbeiten. Doch dann geht das Drama schon los. Niemand weiß von dieser Zusage. Und daheim in München hat Marion alle Brücken abgebrochen. Doch sie kehrt nicht desillusioniert zurück, sondern beißt die Zähne zusammen und kämpft sich einen Weg zu ihrem Traum.
„Vogelfrei um die Welt“ ist ein sehr persönlicher und authentischer Reisebericht. Marion berichtet von ihren Reisen rund um den Globus – Afrika, Asien und Südamerika und Australien. Immer wieder kehrt sie nach Deutschland zurück, arbeitet und baut sich eine Karriere als Fotografin auf. Doch dann treibt die Reiselust, die Unruhe sie wieder in die Ferne.
Jede Reise ist nicht nur eine geografische Reise, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Schritt für Schritt lernt Marion sich selbst besser kennen, lernt Grenzen zu setzen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und vor allem sich für die Liebe zu öffnen.
„Vogelfrei um die Welt“ ist ein authentischer Reisebericht von einer Frau, die man sehr schnell ins Herz schließt. Ganz wunderbar sind die Fotos im Buch.
Allerdings, wenn Sie das Buch kaufen, werden Sie versucht sein, bald eine Reise zu machen – wäre sie hinaus in die Welt oder hinein in sich selbst.

Marion Vogel: Vogelfrei um die Welt. 388 Seiten. Kastner 2015. ISBN-10: 3945296226

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280 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

vergewaltigung, alaska, mord, comic, familie

Schuldig

Jodi Picoult , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann , Dustin Weaver
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2012
ISBN 9783492274845
Genre: Romane

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151 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

künstliche befruchtung, kinderwunsch, homosexualität, embryonen, gerichtsverhandlung

Ein Lied für meine Tochter

Jodi Picoult , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 620 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.05.2014
ISBN 9783404169672
Genre: Romane

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347 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

geister, eugenik, liebe, gespenster, selbstmord

Zeit der Gespenster

Jodi Picoult , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2011
ISBN 9783492271905
Genre: Romane

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632 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 41 Rezensionen

familie, leukämie, krebs, tod, krankheit

Beim Leben meiner Schwester

Jodi Picoult , Ulrike Wasel (Übers.) , Klaus Timmermann (Übers.)
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2008
ISBN 9783492262668
Genre: Romane

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456 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 39 Rezensionen

glasknochenkrankheit, familie, freundschaft, drama, glasknochen

Zerbrechlich

Jodi Picoult , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.07.2012
ISBN 9783404166985
Genre: Romane

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129 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

vergebung, holocaust, jodi picoult, auschwitz, roman

Bis ans Ende der Geschichte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100515
Genre: Romane

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45 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

frankreich, fotografie, frauerbewältigung, geheimnis, familiengeheimnisse

Was mein Herz dir sagen will

Susan Wiggs
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.02.2018
ISBN 9783956497834
Genre: Liebesromane

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42 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schwestern, liebe, familie, krankheit, krebs

Die andere Schwester: Roman

Kristin Hannah
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 16.02.2018
ISBN 9783841215314
Genre: Romane

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

england, 19. jahrhundert, erbe, familiengeschichte, klavier

Der Klang der verborgenen Räume

Felicity Whitmore
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423261678
Genre: Romane

Rezension:



„Der Klang der verbotenen Räume“ ist die Geschichte von Nina und ihrer Ahnin Anna Stone. Beide teilen die Leidenschaft zur Musik, sind deutsch-britischer Abstammung, sie ähneln sich äußerlich zum Verwechseln und beide haben Menschen verraten, die ihnen vieles bedeuten.
Unglaublich geschickt webt die Autorin die Geschichten und handlungsstränge aus den verschiedenen Jahrhunderten zusammen: die Geschichte von Anna Stones Mutter Marianne auf dem rheinländischen Gut Reichholz um 1830, das Schicksal ihrer Tochter Anna Stone in London und den Cotswolds um 1850, und dann die Geschichte von Nina heute.

Ich will hier nicht spoilern. Die Erzählung ist dramatisch. Freundschaft, Leidenschaft, Verrat, Machtmissbrauch und Manipulation – alles findest du auf diesen Seiten. Es ist die Geschichte der patriarchalen Macht, wo Männer, auch die Guten, immer und immer wieder über das Leben der Frauen bestimmen. Frauen existieren für die Männer, werden von ihnen gebraucht und missbraucht, denn sie sind ihr Eigentum.
Dieses Buch im Kielwasser des Internationalen Kampftages der Frauen zu lesen, hat mich persönlich sehr gerührt.

Da ich vom DTV Verlag gewohnt bin, dass die historischen Fakten korrekt recherchiert sind, gehe ich davon aus, dass es auch hier so ist.
Trotzdem hat es mich gewundert, dass eine Frau (Anna), das Gut nach ihrem Großvater erben konnte, und zwar um 1850. Aber gut, ein männlicher Verwandter war ihr Vormund.

Ob es meinem Fieber anzurechnen ist oder ein Fauxpas der Autorin. Anna Stone soll vor ihrer Hinrichtung ein Kind geboren haben – doch die Geschichte hört mit ihrer Verhaftung auf. Dass sie schwanger war, erfahre ich nicht szenisch. So frage ich mich, wer das Kind aufgezogen hat, wo es gelebt hat und wie lange es evtl. mit seiner zum Todes verurteilten Mutter zusammenleben durfte. Diese Information fehlt mir.

Ansonsten ein spannender historischer Schmöker mit vielen unerwarteten Wendungen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen

Barbara Imgrund
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 13.11.2017
ISBN 9781979723756
Genre: Sonstiges

Rezension:

Marie verliert ihren Sohn Benjamin bei einem Notkaiserschnitt. Danach fühlt sich sie nicht mehr als Frau, macht sich Vorwürfe und fragt sich, weshalb sie das Kind verloren hat. Ihre Beziehung zu Matt, ihrem Partner, droht an der Herausforderung zu zerbrechen. Denn die Depression zieht Marie immer tiefer in ein Gewirr aus Schuldgefühlen und Alpträumen.

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich bin, als ich anfing es zu lesen, sofort in die Geschichte eingetaucht. Die Sprache der Autorin ist kraftvoll und wie ein unwiderstehlicher Sog saugte sie mich in die Welt von Marie.

Warum wollte Marie ein Kind bekommen? Was passierte mit ihr nach der Todgeburt? Wie veränderte dieses Erlebnis ihre Welt und der Beziehung zu ihrem Partner?

Die suizidgefährdete Marie schleicht einer Glückkatze und trifft verschiedene Menschen, die auf dem Friedhof neben des Klinik leben und arbeiten. Sie sind Individualisten, jung und alt, Männer und Frauen, und jeder von ihnen berührt in Marie Seiten, die lange brach gelegen haben.

Schritt für Schritt arbeitet sie sich zurück zur Lebensfreude.

Das Buch hat viele überraschende Wendungen, denn die Autorin Barbara Imgrund legt viele Fäden aus. Erst am Schluss werden alle diese losen Fäden gesammelt und in Maries Leben integriert.

Es ist ein dichter Roman, das man nicht so schnell weglegt, aber auch nicht einfach konsumiert. Denn Marie und die Autorin hinterfragen vieles, und sie machen es sich nicht leicht.

Als Leser fühle ich mich aufgefordert, mich meinem Leben zu stellen und zu schätzen. Die Sprache ist dicht und fast poetisch.

Ich wünsche mir, dass es mehr Bücher von diesem Kaliber geben würde. Bücher, die Mut machen zu leben, ohne den Kampf, den das Leben manchmal von uns fordert, zu verharmlosen. Und die das Selbstmitleid durch Lebensfreude und Dankbarkeit ersetzen.

Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen von Barbara Imgrund ist ein Roman, der mich sehr tief berührt hat und noch lange begleiten wird.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

elsass, frankreich

Zu Hause wartet das Glück

Agnès Ledig , Lisa-Maria Rust
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 12.01.2018
ISBN 9783423261685
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin ein Fan von Agnès Ledig. Ihre Sprache und ihre Geschichten berühren mich immer wieder. Sie schafft Personen, die mich noch lange begleiten, und spricht eine Sprache, so dicht und schlicht zugleich, dass ich einfach nur in die Erzählung eintauche.

Ganz herzlichen Dank an den DTV Verlag, der mir diese wunderbaren Lesestunden mit dem Rezensionsbuch „Zu Hause wartet das Glück“ beschert hat.

Drei Perspektiven – eine Geschichte
Ein Gewitter bringt das Leben von Valentine, Anna-Nina und Éric völlig durcheinander. Éric reist seit dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter durch Frankreich, doch durch einen umgefallenen Baum wurde ihr Wohnwagen zerstört. Anna-Nina, seine Tochter ,fiebert und ist krank. Mitten in der Nacht finden sie Unterschlupf bei Valentine, die genug Platz auf ihrem Hof hat.

Der Roman ist aus drei Perspektiven erzählt – der Perspektive von Éric, von Valentine und die Geschichte einer jungen Frau, die von der Gestapo gefoltert wird und durch Frankreich flieht. Was diese Geschichten miteinander zu tun haben, fragt man sich lange Zeit.

Es ist ein wunderbares Buch, still und werbend. Die Autorin hat er wieder geschafft, die Buchseiten mit Charakteren zu bevölkern, die man nicht vergisst. Ich denke dabei auch an den gutmütigen Bären Gael und den treuen Gustave.

Realismus gepaart mit Wärme - das Rezept von Agnès Ledig
Was fasziniert mich an den Büchern von Agnès Ledig? Es ist die Wärme. Die Wärme, die von jeder Seite ausstrahlt, die Begeisterung für das Leben, die Mitmenschlichkeit und die Ehrlichkeit.

Das gepaart mit einer Portion Ehrlichkeit. Das Leben ist nicht immer einfach. Wir haben alle unsere Dämonen, mit denen wir kämpfen, oft geerbt von der Generation vor uns. Aber trotz allem ist das Leben ein Geschenk, das man leben und genießen sollte. Menschen, die man versuchen sollte, zu lieben.

Diese Botschaft, verpackt in eine anrührende und präzise Sprache macht, dass ich diese Bücher so schätze.

Ich möchte mit einem Zitat abschließen, so einfach es auch ist, so wahr ist die Botschaft:  Das Glück, nach dem wir uns alle sehnen, liegt oft um die Ecke, ist zum Greifen nah, aber wir verkomplizieren unsere Welt.

Das Leben steckt im Genuss der kleinen Dinge, die im zum Beispiel dieses üppig belegte Brot beschert. Morgen für Morgen, Jahr für Jahr. Manche belegen sich das Frühstücksbrötchen mit einer Mischung aus Groll und Bedauern, aus Traurigkeit oder Wut. Die Ärmsten! Die sollten mal eine Weile hierherkommen. Gustave würde sie die kindliche Unschuld des Morgens lehren. (S. 308)

In diesem Buch geht es auch wieder um die Schrecken des Krieges und die Langzeitfolgen – ich wünsche mir, dass viele dieses Buch lesen, genauso wie den Titel von Jens-Michael Wüstel: Traumakinder. Warum der Krieg immer noch in unseren Seelen wirkt.

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(75)

125 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

manuela inusa, liebe, die chocolaterie der träume, freundinnen, blanvalet

Die Chocolaterie der Träume

Manuela Inusa
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734105012
Genre: Romane

Rezension:

Keira liebt Schokolade – so wie ich und so haben wir ja schon etwas gemeinsam! Für ihre Kunden zaubert sie immer die wunderbarsten Kreationen. Das Leben könnte so zuckersüß sein, wenn ihr Partner Jordan nicht so ein Gesundheitsfanatiker wäre, der immer an ihr herumnörgelt.
Und dabei träumt Keira eigentlich nur von einem normalen Leben, von Gemütlichkeit, ein wenig Zeit miteinander, Valentinsromantik, geteilte Schokolade und Träume und vor allem von Kindern. Aber Jordan lebt weiter in seiner fanatischen Fitness- und Müsliriegelwelt.
Nicht einmal zum Valentinstag kann er für Keira da sein, die – wie sollte es anderes sein – heimlich von einem netten Montagskunden zu träumen beginnt.

Manuela Inusa erinnert mich mit ihrer Valerie Lane Serie an Autorinnen wie Susan Wiggs, Robyn Carr oder Debbie Maccomber. Gemeinsam haben diese vier Autorinnen, dass sie Serien über Orte schreiben, wo jedes Buch eine neue Person begleitet. Gleichzeitig aber trifft man auch alte „Helden“, so wie in der Valery Lane, wo die fünf Freundinnen ihre Geschäfte betreiben und sich jeden Mittwoch zum Tee treffen. Es gibt Rezepte im Anhang und die Botschaft ist so wunderbar positiv, dass man sich wünscht, mit zum fünfblätterigem Kleeblatt dazu gehören. Es ist ein Wohlfühlbuch zum Wegträumen. Wenn die Welt so schokoladig süß wie in der Valery Lane wäre, dann hätten wir ganz sicher einige Probleme weniger, nicht weil sie sich in Luft auflösen, sondern weil man treue Menschen an seiner Seite hätte.  

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(35)

40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

roman, katharina mosel, frauenroman, freundschaft, frauen um die 50

Vier Mal Frau

Katharina Mosel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei tredition, 17.11.2017
ISBN 9783743976573
Genre: Romane

Rezension:

Ich kenne die Autorin Katharina Mosel erst seit ein paar Wochen. Deshalb habe ich mich doppelt gefreut, als ich unter den Gewinnern eines Leseexemplars war. Bisher hatte ich nichts von Katharina Mosel gelesen.

Ein Liebes- und Lebensroman für gestandene Frauen

Mein Alter in Betracht gezogen, gepaart mit meiner unschlagbaren Lebensweisheit, auf die ich mich berufen darf, seitdem ich die 50 umschippert habe, dachte ich mir, dass dieser Frauenroman genau richtig für mich wäre. Schon das Cover hat mich „angemacht“ – farbenfroh und doch so unklar, dass meiner Phantasie viel Freiraum bleibt. Ein Cover, mit dem ich nicht sofort fertig werde und das mir viel verspricht. Das erhoffte ich mir auch vom Text.

Und das Cover hat gehalten, was es versprochen hat. Ich war sofort in der Geschichte von Mona, Cecilie und Julia drin. Und auch Vanessa und Lars sind mir lieb geworden.

Vier Mal Frau – ein Hoch auf die Freundschaft und eine Liebeserklärung an Hamburg.

Worum geht es? Das Übliche in einer tollen Einpackung. Es geht um Liebe. Liebe, die dem Leben und Alltag nicht standgehalten hat, sondern unter der Last der täglichen Routine zerbrochen ist. Mona und Lars haben sich entfremdet und trennen sich nach über 20 Jahren Ehe. Der Leser kommt sozusagen zum Gerichtstermin. Danach steht für Mona ein neues Leben auf dem Programm. Lars, ihr Ex, geht mit seiner Vanessa, einer jungen Frau, nach Hause. Aha, ein Mann, der sich eine Jüngere gesucht hat, denkt man boshaft, bis man merkt, dass die Welt doch nicht immer schwarz-weiß ist.

Katharina Mosel hat ein wunderbares Buch über Freundschaft geschrieben, die Frauen stark macht, wenn das Leben unerträglich wird, wenn Träume zersplittern und Menschen verletzt werden. Dann, wenn man wirklich Freunde an seiner Seite braucht, weil man mit der Nasenspitze bis im Dreck liegt.

Vier Mal Frau - und keine zuviel.

Nicht nur die Geschichte Monas steht hier im Zentrum. Das Buch handelt auch von Cecilia, die zwar alles für ein gutes Karma tut, aber leider weder gut verdient noch eine Beziehung hat.

Es ist auch Julias Geschichte, die Kleidung, Kosmetikartikel und Menschen konsumiert und auf der Überholspur des Lebens oft menschlich auf der Strecke bleibt. Und nicht zu vergessen Vanessa, die mit ihren Fotos Gesichter und Geschichten einfängt, und Lars, Monas Mann eben auch.

Vier Frauen, die alle Freunde brauchen, und die jeder für sich vor einer Herausforderung steht. Wie sie diese lösen, musst du schon selbst lesen.

Katharina Mosel überzeugt inhaltlich und stilistisch

Katharina Mosel erzählt mit Leichtigkeit, so dass ich mich auf die Geschichte konzentrieren konnte. Sie schafft Figuren mit Ecken und Kanten, die sich in dein Gedächtnis krallen und um deine Sympathie werben, und sie sorgt für überraschende Wendungen und löst alle Nebenstränge auf. 


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euthanasie, verbrechen, mord, inge löhnig, zweiter weltkrieg

Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Krimi und Thriller

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Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée: Kriminalroman

Beate Sauer
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 12.01.2018
ISBN 9783843716178
Genre: Sonstiges

Rezension:

Echo der Toten ist ein beeindruckendes Buch, das nicht nur in den Hungerwinter 1947 entführt, sondern auch zutiefst berührt.

Erst einmal will ich zwei Dinge einräumen.

Bücher, die die Diktatur der Nationalsozialisten und die Zeit danach thematisieren, sind fast immer ein must read für mich. Diese menschenverachtende Zeit darf nicht vergessen werden. Deshalb hatte ich mich um den ersten Fall der Friederike Matthée bei Vorablesen beworben und mich sehr gefreut, als ich ein Leseexemplar vom Verlag bekam.

Das zweite ist: Die Autorin, die mir vorher nicht bekannt war, hat mich mit ihren Figuren und der guten Erzählung so sehr fesseln können, dass ich auch die Nachfolgebände lesen werde.

Jetzt könnte ich eigentlich aufhören.

Das Buch war gut. Kauft es. Lest es. Denn es war sehr berührend, es war zum Schreien und Weinen und Jubeln grausam und schön. Es hat mich zu Tränen bewegt.

Was konnte Beate Sauer, was andere nicht können?

Echo der Toten ist ein Buch für unsere Zeit. Und der Titel könnte nicht besser sein. Denn das Echo der Toten wird heute wieder lebendig in Büchern wie diese. Momentan rollte durch Deutschland eine Welle von Büchern und Filmen, die diese Zeit aus deutscher Sicht, völlig unsentimental, ohne Beschönigung, beschreibt. Erstmals wird der Krieg und die Nachkriegszeit nicht von den Siegern in Hollywood verfilmt, sondern aus der Sicht der Opfer und Täter – denn auch Juden waren Deutsche – und erst jetzt zeigt sich, welche Wunden die Nationalsozialisten schlagen konnten.

Sie haben ein Europa in Trümmern und grausame Vernichtungslager zurückgelassen und Menschen in so vielen Ländern, die mit ihren Traumen weiterleben mussten. Die inneren Trümmer waren verehrender als die äußeren, und der innere Aufbau ist noch lange nicht abgeschlossen. Das beweist ein Buch wie dieses.

Echo der Toten von Beate Sauer

Als Beate Sauer für ein anderes Projekt recherchierte, stiess sie auf einen kleinen Jungen, der Zeuge eines Mordes wurde. Die historische Tatsache, dass eine weibliche Polizistin ihn zum Reden bringt, indem sie mit ihm unter einen Tisch krabbelt, verwendet die Autorin in einer Szene im Roman.

Friederike Matthée, die hier ihren ersten Fall bearbeitet, bringt den kleinen Peter, der den Mord an einen Schwarzmarkthändler unfreiwillig beobachtet hat, zum Reden und wird so in die Arbeit der englischen Militärpolizei eingespannt.

Warum sollte der Schwarzmarkthändler Jupp sterben? Und warum musste auch sein alter Freund, der Pater aus Steinfeld sterben? Welche Toten jagen sie?

Neben der Aufklärungsarbeit treffen wir im Buch auf verschiedene Menschen – Flüchtlinge aus Ostpreußen; Vertriebene, die in kleinsten Zimmern hausen. Wir begegnen Hunger, fahren durch zerbombte Städte, die einer Mondlandschaft voller Ruinen ähneln, wir treffen auf Deutsche, die mit ihrer Schuld nicht leben können und solche, die die alten Zeiten gerne zurück hätten. Da sind die Fremdarbeiter, die gemeinsam mit den Deutschen hungern, die Überlebenden des Holocaust, die manchmal voller Wut, manchmal einfach voller Schmerz sind. Gemeinsam haben diese Menschen eins: Sie waren Opfer, Zeugen oder Täter in einem Krieg, der sie alle verändert hat.

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches stehen sie vor den Scherben der Demokratie, der Träume, der Diktatur. Neben dem Hunger gesellt sich die Scham. Viele gibt es, die einfach weggesehen oder mitgemacht haben, weil sie Angst hatten oder sich bereichern wollten.

Echo der Toten ist ein fesselnder Krimi, angesiedelt im Nachkriegsdeutschland.

Ein deutsches Gesellschaftsportrait der Zeit unmittelbar nach der Diktatur des Nationalsozialisten.

Ich will hier nicht spoilern. Wenn du mich fragst und wenn dir Europa und Demokratie etwas bedeutet, dann musst du dieses Buch lesen.

Nur einen Satz will ich zitieren. Eine der Deutschen, die mit einem jüdischen Mann befreundet war, der später selbst zur Waffe greift und Selbstjustiz wählt, fragt sich an seinem Grab:

„Was haben die Nationalsozialisten nur aus Ruben gemacht?“ Katharina Häuser schauderte. Friederike senkte den Kopf. Ja, was hatten die Nationalsozialisten aus Ruben Goldstein gemacht – und all die Deutschen, die das Morden ignoriert hatten? So wie sie selbst. (S.358)

 

Es gibt einen kleinen logischen Fehler im Roman. In einer Szene wird das Dreikönigssingen thematisiert. Diese Tradition gibt es in Deutschland meines Wissens aber erst seit 1959 – in Österreich schon früher. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Für mich rangiert es unter die Freiheit der Fiktion, damit der Plot stimmig wird.

Sehr berührt hat mich als Deutsche auch, im Nachwort von der Aktion Save Europe Now zu lesen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich an der Stelle geweint. Save Europe Now ist die britische Version von Carepakten, initiiert von Victor Gollancz.

Victor war britischer Staatsangehöriger. 1946 bereiste er Deutschland und – obwohl er von dem millionenfachen Mord an Juden durch Deutsche schon 1943 gewusst hatte - war er entsetzt über die erbärmlichen Lebensumstände vieler Deutscher nach dem Krieg.

Er sprach niemals von einer Kollektivschuld und setzt sich für die Carepakete für Deutschland ein.

Victor war Humanist und Demokrat. Und er war Jude. Er war einer der Menschen, die in einer historisch schweren Zeit über sich hinauswachsen ist, so wie viele unter der Herausforderung geschrumpft sind. Victor war einer der Menschen, die wir nicht vergessen dürfen.

Mir machen Menschen wie Victor Gollancz Mut und Hoffnung, gerade auch in unserer Welt, wo Europa viel zu oft diskutiert wird; wo der Brexit Realität wurde; wo man in vielen europäischen Ländern Angst vor Fremden äußert und sich abschottet. Victor Gollancz zeigt mir, was der Traum von einem vereinten Europa damals bedeutet hat. Davor kann ich mich nur verneigen. Dafür sollten wir auch heute noch kämpfen.

Eine Welt des Friedens können Opfer und Täter und ihre Nachkommen nur gemeinsam aufbauen.

Beate Sauer hat mit Echo der Toten ihren Beitrag dazu geleistet, dass diese Wahrheit nicht vergessen wird.

Ich sage Danke an Beate Sauer für Lesestunden, die mich berührt, herausgefordert und auch ermutigt haben. Diese Personen werden mich noch lange begleiten und inspirieren.

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Wunschträume

Kari Lessír
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.04.2015
ISBN 9783734751714
Genre: Liebesromane

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Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

Beate Sauer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289571
Genre: Historische Romane

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Der Bilderwächter

Howard Norman
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 13.06.2014
ISBN 9783955304720
Genre: Sonstiges

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