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Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 29.12.2017
ISBN 9783596297269
Genre: Fantasy

Rezension:

Bernhard Hennen ist einer der ganz großen deutschen Fantasy-Autoren. Schon diese Tatsache macht neugierig auf den Start seiner neusten Reihe, Die Chroniken von Azuhr, der noch dazu mit einer sehr ansprechenden Aufmachung glänzt. Stimmen neben geprägtem Cover, blauem Schnitt und farbiger Landkarte am Anfang auch die inneren Werte?

Die Schatten der Vergangenheit
Vor Jahrzehnten musste der Erzpriester Lucio Tormeno eine schwierige Entscheidung treffen, deren Auswirkungen noch immer spürbar sind. Inzwischen ist sein Sohn Nandus selbst Erzpriester in fortgeschrittenem Alter und hat seinen begabten Jüngsten Milan zum Nachfolger auserkoren. Doch der Sechzehnjährige lehnt sich gegen den strengen und von ihm als ungerecht empfundenen Vater auf. Durch die Begegnung mit ein paar Rebellen wird Milans Zorn weiter angefacht und der Widerstand in neue, ernstere Bahnen gelenkt. Zur gleichen Zeit häufen sich Berichte über Sichtungen des geheimnisvollen Krähenmanns, welcher eigentlich nur in alten Geschichten sein Unwesen treibt…
Nach einem recht umfangreichen und sehr dramatischen, düsteren Prolog aus der Zeit von Lucio Tormeno folgt die Geschichte dann meist dem jugendlichen Milan, enthält aber auch immer wieder Kapitel rund um Nandus oder Nebenfiguren wie die exotische Kurtisane Nok und den örtlichen Hauptmann der Wache auf der Jagd nach dem Krähenmann.
Der hauptsächlische Schauplatz, ein Teil der Insel Cilia, erinnert mit seinen Schiffen, Händlern und Adelsfamilien an italienische Stadtstaaten der Renaissance wie Venedig, inklusive der passenden Namen und drohender Pestausbrüche. Auch andere Elemente weisen Parallelen zu unserer Welt in früheren Zeiten auf – ein auftauchendes Volk ähnelt z.B. einer Mischung aus Mongolen und Chinesen oder Japanern. Das Buch hat dadurch viel von einem historischen Roman, nur eben aus einer fremden Welt, doch mit im Lauf der Handlung dezent zunehmender Fantasy-Komponente. Märchen- oder, wie es in diesem Szenario heißt, „Mären“-Gestalten beginnen, leibhaftig aufzutauchen. Der Zusammenhang zwischen diesem Phänomen und den Protagonisten wird mit fortschreitender Geschichte deutlich.

Vater und Sohn
Ein zentrales Thema des Romans ist das schwierige Verhältnis zwischen Milan und seinem Vater. Der kluge und in seinem Wesen rechtschaffene, wenn auch teils fehlgeleitete, Jüngling stellt dabei den Sympathieträger des Ganzen dar, doch man entwickelt teilweise auch ein wenig Verständnis für die Entscheidungen des oft grausam und herzlos wirkenden Nandus, der letztendlich nur das Beste für seine Heimat will. Die beiden Hauptfiguren, genau wie allerlei Nebencharaktere, können mit ganz unterschiedlichen Facetten aufwarten, auf simple schwarz-weiße Persönlichkeiten wird erfreulicherweise verzichtet, auch wenn ein paar Charakterzüge dann doch ein wenig klischeehaft wirken.
Die Story hält einige, teils fiese Wendungen bereit und vermittelt eine dichte, insgesamt relativ dunkle Atmosphäre. Der gelungene Schreibstil zeichnet ein lebendiges Bild der Figuren und Schauplätze, so dass man gut in die Welt der Geschichte eintauchen kann. Anfangs gibt es noch kaum übernatürliche Komponenten, so dass die Handlung vorerst wirklich eher Fans historischer Romane erfreut, später nimmt der „Fantasy“-Anteil aber wie bereits erwähnt merklich zu.
Vor allem das noch viele Fragen offen lassende Ende hat einen übersinnlichen Touch und verspricht für die Fortsetzung weitere magische Abenteuer.

Fazit
Die Chroniken von Azuhr starten mit einem lesenswerten Auftaktband, der nicht nur schick aussieht, sondern auch eine wendungsreiche Geschichte mit vielschichtigen Charakteren und einer komplexen, historisch anmutenden Welt zu bieten hat. Die Fantasy-Elemente werden dabei zuerst nur sparsam eingesetzt, mehren sich aber im Verlauf der Handlung. Nicht nur die zahlreichen Hennen-Fans kommen hier auf ihre Kosten und dürfen sich über eine neue epische Reihe freuen.

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115 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Der Sommerdrache

Todd Lockwood , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596298600
Genre: Fantasy

Rezension:  
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763 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 88 Rezensionen

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Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:

Der schicke finstere Look von Nevernight mit seinem ungewöhnlichen roten Schnitt zieht schnell die Blicke auf sich. Doch kann der dicke Wälzer auch inhaltlich überzeugen?

Das Gegenteil von Ponyhof
Nachdem ihr Vater von politischen Rivalen hingerichtet wird, entgeht die zehnjährige Mia Corvere nur knapp der Ermordung. Ein geheimnisvolles Schattenwesen rettet das Mädchen und Mia wird bald darauf zur Schülerin eines gealterten Meuchelmörders. Doch selbst all das errungene Wissen, die Kampffertigkeiten und die rätselhafte Beherrschung der Schatten reichen nicht aus, um Rache an den mächtigen Feinden zu üben. Sechs Jahre darauf schließt sich Mia deshalb einer Ausbildungsstätte für Assassinen an, wo die Entschlossenheit und die Skrupellosigkeit der Schüler auf geradezu unvorstellbar harte Proben gestellt werden.

Mias Ausbildung, immer mal wieder unterbrochen durch Erinnerungen an vergangene Ereignisse, macht einen Großteil der Handlung aus. Erzählungen über Schulen für Mörder, Krieger oder Magier sind natürlich erst mal nichts Neues, dem Autor gelingt es aber, dem Thema einen eigenen, größtenteils düsteren Touch zu geben. Die Lehrmeister und ihre Aufgaben sind ideenreich ausgestaltet, die Atmosphäre im Quartier des Ordens ist gnadenlos. Gegen die Giftmischerin dieser Bildungseinrichtung ist Professor Snape z.B. ungefähr so weich wie Zuckerwatte.

Das Lachen bleibt manchmal im Halse stecken
Die Ereignisse der Handlung sind entsprechend häufig brutal und blutig, die Opferzahlen enorm. Definitiv nichts für Zartbesaitete. Trotzdem besitzt dieses Buch auch einen ausgesprochen sympathischen Sinn für Komik. Zahlreiche schwarzhumorige Einlagen sind zu finden, ohne dass das Ganze in Albernheiten ausartet.
Der Erzähler hat einen erfrischenden, sehr unterhaltsamen Blick aufs Geschehen, was sich nicht zuletzt bei den in jedem Kapitel eingestreuten Fußnoten bemerkbar macht. Solche Texte finde ich spätestens seit den Bartimäus-Romanen interessant und hier erfährt man unter anderem viele fantasievoll ersonnene Details zur Geschichte und Kultur dieser Welt oder es gibt kurze Zusatzinformationen, welche die Skurrilität einer Situation unterstreichen.

Verschiedene Besonderheiten machen das Setting zusätzlich einzigartig. Darunter etwa der spezielle Tagesrhythmus – da fast immer mindestens eine der drei Sonnen am Himmel steht, herrscht in diesem Szenario nur alle paar Jahre tatsächlich finstere Nacht. Aus diesem Umstand ergeben sich die unterschiedlichsten Folgen für die Gesellschaft, Religion und Lebensweise, nicht zuletzt für Mias Schattenfähigkeiten.

Trust no one
Da Mia es mit den Herrschenden aufnimmt und an mancher Ecke unliebsame Überraschungen und gemeine Wendungen auf sie warten, kommt trotz ruhigerer Phasen im Mittelteil zu keiner Zeit Langeweile auf. Die Heldin und ihre Mitschüler haben es wirklich faustdick hinter den Ohren und ungeachtet aufkeimender Freundschaften oder gar Ansätzen romantischer Gefühle (plus Sexszenen) kann man in den dunklen Hallen niemandem trauen.
Neben der Hauptdarstellerin und ihrem durch bissige Kommentare glänzenden schattenhaften „Nicht-Katzen“-Begleiter bereichern dort auch einige gelungene Nebenfiguren mit individuellen Schicksalen und Motivationen die Story.

Zu kritisieren finde ich da nicht allzu viel, lediglich Realismus-Fanatikern werden manche Szenen dann doch zu weit hergeholt und abgefahren erscheinen.
Das Ende dieses Bandes stellt das Erreichen eines Etappenziels dar, der Erzähler deutet aber bereits an, dass dies erst der Beginn einer großen dreiteiligen Reise sein soll. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

Fazit
Mit einer gelungenen Mischung aus düsterer Spannung und Humor hat mich Nevernight wunderbar unterhalten. Die fantasievoll ausgestaltete Welt kann mit all ihren blutrünstigen Gemeinheiten und fantasievollen Details punkten, in der Meuchelmörderschule herrscht trotz bekannter Ansätze eine besondere Atmosphäre, die durch allerlei harte Prüfungen und fiese Wendungen keine Langeweile aufkommen lässt.

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120 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Die Beschwörung des Lichts

Victoria Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596296347
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine weitere Fantasy-Trilogie kommt zum Abschluss. Die beiden vorherigen Bände der Weltenwanderer-Reihe boten gute Unterhaltung mit Action und Charme – gelingt es der Autorin, die Geschichte ihrer Parallelwelten überzeugend zu beenden?

In den Fängen eines Möchtegern-Gottes
Nachdem der mittlere Band im Gegensatz zum Erstling mit einem fiesen Cliffhanger endete, geht die Geschichte nun nahtlos weiter. Kell ist im Weißen London in eine Falle gelockt worden und in die Gefangenschaft des Schattenkönigs Osaron geraten. Wegen der magischen Verbindung zu Ziehbruder Rhy schwebt auch dieser in Lebensgefahr.
Und das ist erst der Anfang der Misere, denn Osaron gelingt der Übergang ins Rote London, dessen Bewohner ihm in großer Zahl zu willenlosen Schergen werden. Im königlichen Palast formiert sich der verzweifelte Widerstand und nur die vereinten Kräfte der letzten Antari können das Blatt noch wenden.

Neben den bekannten Hauptdarstellern Kell und Delilah (Lila) spielt im Abschluss der Trilogie besonders ihr früherer Widersacher Holland, dem sie auch jetzt nicht trauen können, eine entscheidende Rolle. Der Leser erhält durch verschiedene Erinnerungen Einblicke in die Vergangenheit des ältesten Antari und kann so besser verstehen, welche Ereignisse den auf den ersten Blick wenig sympathischen Charakter des Antihelden geformt haben.
Erneut wichtig ist außerdem die schillernde Figur Alucard Emery, der adlige Magier, Piratenkapitän und Geliebte des Prinzen. Die Protagonisten müssen sich ganz schön zusammenraufen, denn außer der düsteren Bedrohung durch Osaron sorgen auch einige Verschwörungen und Geheimnisse im Palast oder der Umgebung für Ärger.

Macht´s gut, Leute
Das angegriffene Rote London ist der zentrale Schauplatz, für Abwechslung sorgen unter anderem Szenen auf hoher See. Die Story bietet dabei einige Wendungen, viel Action und jede Menge dunkle bis traurige Momente.
Zwischendurch kommt die eigentliche Handlung auch mal ein bisschen ins Stocken, weil z.B. den Beziehungen zwischen den Charakteren recht viel Raum gelassen wird (man hätte eventuell manche Passagen ein wenig kürzen können), dafür wirken die Figuren und ihre Welt aber sehr glaubwürdig und werden außerdem in einem angenehmen, schönen Schreibstil geschildert.
Trotz der schlimmen Lage ist die Interaktion nicht frei von Humor und Charakterzüge wie Lilas draufgängerische Ader lockern das Geschehen immer wieder auf.
Das Ende macht einen runden Eindruck und bildet einen würdigen Abschied von den liebgewonnenen Hauptpersonen, kleine Ableger – etwa zu Alucards vergangenen Abenteuern – könnte ich mir aber recht gut vorstellen.

Fazit
Die Beschwörung des Lichts liefert einen gelungenen Abschluss der unterhaltsamen Trilogie mit Action und einigen Wendungen. Erneut können nicht zuletzt die sympathischen Charaktere und der angenehme Schreibstil (mit einer Prise Humor trotz düsterer Ausgangssituation) überzeugen. Zwischendurch kommt die Handlung ein wenig zu langsam voran, dafür liefert die Geschichte aber unter anderem interessante Einblicke in die Vergangenheit des Antihelden Holland.

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