Leserpreis 2018

Faidits Bibliothek

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moderne märchen

Goldene Maerchen aus dem Schloss

Evangelista Sie , Martin Lindner , Bettina Ferbus , Simon Heiser
Flexibler Einband: 148 Seiten
Erschienen bei p.machinery Michael Haitel, 02.02.2014
ISBN 9783942533935
Genre: Sonstiges

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Die Seele der Pflanzen

Wolf-Dieter Storl
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Nymphenburger, 07.06.2018
ISBN 9783485029650
Genre: Sachbücher

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Mary Island - Das Geheimnis des goldenen Medaillons

Jonathan Phillippi
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 01.01.2014
ISBN 9783943596441
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieser zweite Band der Jugendbuchreihe Mary Island von Jonathan Philippi liest sich noch besser als der erste. 

Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt der Autor die Gedankengänge seiner jugendlichen Protagonisten und wie sie die Erwachsenen sehen. Pubertäre Verhaltensweisen kommen dabei ebenso zum Tragen wie kindlicher Ungehorsam. Die Folgen daraus lassen nicht lange auf sich warten. Aber die Eltern und Erziehungsberechtigten und selbst die eigentlichen Gauner handeln letztendlich vorbildlich, womit das Buch auch hier lehrreich bleibt. Ein pädagogischer Schwerpunkt ist auf die Toleranz und Akzeptanz von Behinderten und Rassenzugehörigkeit gelegt, ohne Problematiken unter den Teppich zu kehren. Weitere Themen sind Gefahren im Internet und handfestes Mobbing.
Raffiniert streut Philippi außerdem Wissen über Gesellschaftliches der USA sowie natürlich speziell in diesem Band auch Geschichtliches über die indigenen Völker Amerikas in die Dialoge ein, ohne dabei trocken zu werden oder die Spannung zu vernachlässigen. Denn im Grunde ist dies nicht nur ein Jugendroman über eine aus Deutschland stammende Familie, die in die Staaten ausgewandert ist, sondern eine an die moderne Technik angepasste Schatzsuche mit Hindernissen, die den detektivischen Eifer der deutschen Jugendlichen und ihrer Freundesclique weckt.  

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Kirche, öffne dich! Hat die Kirche noch Zukunft?

Harald Glööckler
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 27.08.2018
ISBN 9783863342135
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein paar Wochen bevor ich dieses Buch in die Hände nahm, habe ich ein Interview mit Harald Glööckler im Radio gehört und war von seinen Aussagen bezüglich der Kirche und seinen negativen Kindheitserlebnissen getroffen und berührt. Die Tiefgründigkeit seiner Gedanken und Aussagen überraschte mich sehr, da ich ihn als schillernden Prominenten für oberflächlich und materiell hielt. Und damit hatte ich genau das getan, was man als christlich eingestellter Mensch eben nicht tun sollte und was genau auch eines der ersten Themen in seinem Buch ist - nämlich nicht über andere zu richten!   

Die Erfahrungen von Herrn Glööckler, die in seinem Radio-Interview kurz angesprochen wurden, haben mich sofort an meine eigenen Kindheitserfahrungen mit der Kirche erinnert, die mich letztendlich auch von ihr entfernten, weil ich mit meinen Fragen und Sorgen von Priestern und Nonnen alleine gelassen wurde und keine eindeutigen und befriedigenden Antworten sondern nur Floskeln zu hören bekam. Angefangen hat diese Entfernung bei mir als Kind von weniger als 10 Jahren, das sich sehr enttäuscht von Gott fühlte, weil Er meine kindlich frommen Gebete nicht so erhörte, wie es mir von der Kirche bei Gott gefälligem Leben versprochen wurde und die ich eifrig und vertrauensvoll auf Knien, unter Tränen und von Herzen in den Himmel sandte. Doch die erwartete Hilfe kam nicht, um meinen allabendlich betrunkenen Vater bitte vom Alkohol abzubringen. Irgendwann sah ich darum schon im Kindesalter keinen Sinn mehr im Beten und weitere Erfahrungen bis ins junge Erwachsenenalter führten bei mir ebenfalls wie beim Autor trotz starkem Engagement in der Kirche und Teilnahme an Seminaren und mehreren Gottesdiensten in der Woche letztendlich mangels Antworten zum Bruch. Da die Existenz Gottes für mich zweifelsfrei immer feststand und auch noch heute feststeht, muss irgendetwas bei seiner „Verwaltung“ hier auf Erden falsch laufen. Inzwischen habe ich meine eigene Sichtweise entwickelt, welche ziemlich konform mit der des Autors geht und die Gott nicht mehr mit Religion und Kirche verbindet. Seither ist Gott mehr denn je der Mittelpunkt meines Lebens. Wenn ich die Kirche also dahingehend betrachte, dass diese von ihr unbefriedigt beantworteten Fragen mich nach langer Suche ebenfalls Jesus sehr nahe gebracht haben, muss ich dieser Institution heute für ihre lieblose Denkweise sogar danken.

Mich interessierte vor dem Lesen des Buches besonders, wieso – so wie es der Buchtitel suggeriert - Herr Glööckler trotz seiner Erfahrungen noch immer an der Kirche festhalten kann; welche Argumente seiner Ansicht nach für und welche gegen die Kirche sprechen. Und hier wies mich dieses einfach verständliche und simple Buch darauf hin, dass es mit meiner Vergebung und Nächstenliebe noch nicht zum Besten steht.
Beim subjektiven Schreibstil des Autors fühlt man sich in dessen privateste Erfahrungen und Gedanken eingeweiht. Mutig und offen spricht Herr Glööckler über seine traumatischen Erlebnisse und seine Meinung in Bezug auf Kirche und Religion, ohne dabei der Kirche etwas wütend nachzutragen, sondern er im Gegenteil tolerant und mit christlicher Güte anspricht, wo es in der Institution hakt. Über die Richtigkeit von Religionsansichten und ihren Quellen kann man ohnedies bis in alle Ewigkeit streiten und wird nie auf einen Nenner kommen. Und die Kirchen brauchen sich nicht zu ändern, so lange sie Gemeindemitglieder haben, die völlig mit ihnen konform sind und hinter den Dogmen über Tod und Verdammnis stehen. Denn auch wenn diese Ansicht aus marketingtechnischen Gründen heute von kaum einem katholischen Pfarrer mehr öffentlich gepredigt wird, so ist sie dennoch biblisch verankerte Grundlage der christlichen Religionen und ein großer Widerspruch zur ebenfalls gelehrten Liebe Jesu. 

Dieses Buch, in dem kurz und knackig viele Fragen zusammengefasst werden, die so manchen Christen beschäftigen, gibt auch Hilfe auf der Suche nach Antworten. Es eignet sich sehr gut, nicht nur die Kirchenobrigkeiten, sondern auch den einzelnen Menschen bei der Nase zu packen, wieder ein bisschen wachzurütteln und zum Nachdenken und Hinterfragen anzuregen. Über die tiefgründigen Äußerungen und Belesenheit von Herrn Glööckler war ich sehr überrascht. Wenn jeder auf der Welt ein bisschen von seiner Güte und Toleranz hätte, würde sie um einiges besser werden.

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Ich muss verrückt sein, so zu lieben

Shauna Shanks
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 30.07.2018
ISBN 9783765509940
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich begrüße jedes Buch, das in Zeiten, in denen man nur noch von Gewalt und Sex hört und sieht, seinen Schwerpunkt auf den Weg zur wahren Liebe legt. In diesem Buch, in dem Shauna Shanks ihre Erfahrungen als betrogene Ehefrau schildert, wird deutlich, dass nicht das, was allgemein unter Liebe verstanden wird, für eine glückliche Ehe ausreicht.


Diese etwas andere und durchaus aus sehr berührende biografische Erzählung zeigt auf, dass sich die Liebe kaum finden lässt, wenn man wie ansonsten üblich mit sogenannter Vernunft auf die Verletzungen durch den Partner reagiert. Die Autorin, die bereits von Jugend an stark von der christlichen Religion geprägt ist, vertraute auf ihre Intuition und ihre innere Zwiesprache mit Gott, der ihr half, selbstloser zu lieben, anstatt den Partner mit Vorwürfen und Schuldgefühlen an sich binden zu wollen oder beleidigt und gekränkt von sich zu stoßen. Dabei zitiert die Autorin auch viele Bibelstellen, die ihr in den jeweiligen Situationen begegneten, während sie alles daran setzte, ihre Ehe im Sinne Gottes zu retten. 

Mich persönlich hat es etwas gestört, dass der Erfahrungsbericht zunehmend missionarisch predigend auf mich wirkte und mir bibeltreue, konfessionsabhängige Ansichten durch die Auslegung von alttestamentarischen Zitate regelrecht aufgedrängt wurden, die ich nicht teile wie z. B. dass Gott uns absichtlich leiden lässt, um uns zur Umkehr zu bewegen. Es gibt auch einen oder zwei Widersprüche in der Wahrnehmung der Autorin. Außerdem war mir die Denkweise in punkto wahrer Liebe noch zu erwartungsvoll und damit besitzergreifend. Da die Richtung aber, wie ich aus eigenem Erleben weiß, prinzipiell richtig ist, kann ich das Buch nur weiterempfehlen und hoffe, dass er als Vorlage für Liebesromane mit Tiefgang in dieser Form Schule machen wird.

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Der Duft des Regenwalds

Rosa Zapato
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492274302
Genre: Romane

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Die Nebelsängerin

Monika Felten
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2007
ISBN 9783492266130
Genre: Fantasy

Rezension:

Dies ist eine von Beginn an fesselnde Geschichte um eine Sechzehnjährige, die ein geheimnisvolles und gefährliches Erbe antreten muss. Die Sprache der Autorin ist sehr gut, leicht fließend und ohne Wortwiederholungen; ihre Beschreibungen lassen lebhafte Bilder im Kopf entstehen, weshalb mir das Buch nie langweilig wurde. Die Protagonisten handeln logisch und nachvollziehbar – auch wenn sich deren Leben in einer Fantasiewelt abspielt. Dies alleine ist schon genug, um hundertmal besseren Lesestoff, als der viel gelobte Hohlbein zu liefern. Gefallen hat mir außerdem, dass sich Bestrebungen zeigten, den Krieg zwischen den verfeindeten Parteien möglichst ohne Gegengewalt abzuwenden und sich nicht zu viel am Tod der Feinde ergötzt sowie das böse Nachbarvolk als ganzes Volk nicht immer nur als böse und verroht dargestellt wird.

Leider hat der Roman gegen Ende einen Stern eingebüßt, weil das Buch zu sehr auf Fortsetzung ausgelegt ist und der Leser wohl auch darum allzu unbefriedigt zurückgelassen wird. Außerdem fehlen gerade am Ende Emotionen, die noch leicht durch mehr Hinweise, wie es denn beispielsweise mit der scheinbar gerade aufkeimenden Liebe zwischen der Protagonistin und dem jungen Falkner steht, anzufachen wären. Außerdem bleibt völlig offen und zusammenhanglos, was es mit der Gefangenen auf sich hat, die zu diesen ebenfalls ansonsten unerwähnten Menschen geflohen ist, die versteckt zwischen den Kriegsparteien in Höhlen leben. Auch hier hätte die Autorin ein bisschen mehr verraten dürfen, um das Interesse an einem Nachfolgebuch der Serie zu steigern. 

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Die Illusion des Universums

Gary Renard , Mirella Seibel
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Arkana, 14.03.2006
ISBN 9783442337453
Genre: Sachbücher

Rezension:

Vergebung ist das A und O im Leben! Dieses Buch kann dabei helfen, wenn man für unkonventionelle Sichtweisen offen ist.
Neben der Verdeutlichung, wie wichtig eine liebevolle Vergebung ist, werden auch sehr erstaunliche Dinge und Ansichten über den Autor mitgeteilt, die tatsächlich alles bisher Geglaubte und von Kirche und Wissenschaft Vertretene auf den Kopf stellen. Habe mich schon gefragt, ob es in gewisser Weise als Vorlage für den Film „Matrix“ diente… Natürlich ist alles eine Frage der religiösen Ansicht und Weltsicht des jeweiligen Individuums und für Suchende, die wissenschaftliche Belege wollen, kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Aber wer kann schon den Geist Gottes beweisen? Und wer sucht nicht nach wahrer Liebe im Leben? Jeder hat seinen Weg und man wird dieses Buch entweder lieben oder hassen.
Wer sich mit dem Kurs in Wundern beschäftigt, bekommt hier auf den Punkt gebrachte Erklärungen, die in der Lebenspraxis anwendbar sind und das Verständnis des Kurs in Wundern erhöhen. Und wer Baird T. Spalding verschlungen hat, sollte dieses Buch ebenfalls lesen, denn es bringt nochmals eine Weiterentwicklung in Sachen Meisterschaft ans Licht.
Die Seiten der ersten Hälfte musste ich mir allerdings aufgrund ihres tiefen Sinnes auch hier langsam erarbeiten, Danach freute ich mich auf jede Stunde, die ich dem Buch widmen konnte. Ich bin dankbar für jede Seite und ich werde es nach dem Kurs sicher nochmals lesen! Vergebung hat bereits in mein Leben schöner gemacht. Danke!

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Engel in meinem Haar

Lorna Byrne , Claudia Fritzsche
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kailash, 09.03.2009
ISBN 9783424630008
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal ein Buch derartig verschlungen habe! Wunderschön geschrieben und tief berührend ist die Lebensgeschichte von Lorna Byrne, die für ihre Andersartigkeit in jungen Jahren schwer gemobbt wurde. Ich teile nicht alle Ansichten, die die Autorin in dem Buch vertritt – oder besser gesagt: ich benenne die Dinge teilweise anders, aber dies mindert in keinem Fall die Tiefe des Buches. Denn letztendlich hat jeder seinen eigenen Schwerpunkt im Leben und seinen eigenen Weg, der allerdings zum gleichen Ziel führt. 


Außer, dass ich durch diese Biografie wieder zu mehr Kontakt mit der spirituellen Welt bewegt wurde, fühlte ich mich auch selbst sehr verstanden, bestätigt und durch alle Gefühlsregungen – von Lachen bis Weinen – geschickt. Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der einen Sinn für Übersinnliches und Spiritualität hat. Es bewegt… 

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Phantanimal: Die Suche nach dem Magischen Buch

Angelika Lauriel
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei UlrichBurger-Verlag, 12.03.2015
ISBN 9783943378979
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine wunderschöne, einfühlsame Geschichte mit Protagonisten, die absolut authentisch und lebensecht geschildert sind. Auch die Sprache und der Schreibstil sind wirklich in sehr gutem Deutsch, super spannend und von Beginn an fesselnd geschrieben, dabei eingängig und in einer modernen Ausdrucksweis, dass man sofort darin abtauchen kann. Ich denke, dass dieses Buch auch schon für Zehnjährige mit Leseerfahrung gut zu lesen ist. Dazu möchte ich bemerken, dass ich nicht einen Fehler gefunden habe – was heutzutage bekanntlich nicht selbstverständlich ist. Darum ist dieses zauberhafte Buch wirklich auch für Kinder zu empfehlen, aber wie man an meiner Begeisterung merken kann, ebenso für Erwachsene. Sicherlich kann man die 200 Seiten, die in übersichtliche Kapitel gegliedert sind, außerdem gut in Etappen vorlesen. 


Schade ist, dass diese tolle Geschichte im Taschenbuch-Format trotz auffälligem und magisch angehauchtem Cover derart unscheinbar wirkt. Warum gibt es das nicht als Hardcover – mit einer schön stilisierten Schrift für die Kapitel-Überschriften und in größeren Buchstaben für Leseanfänger und Omas? Vielleicht auch mit einem Lesebändchen, wie man sich so ein magisches Buch eben vorstellt. Dann würde es edler wirken und als Geschenk sicher gut ankommen. Tolle Illustrationen enthält es ja schon. 
 
Was mir besonders an der Geschichte gefallen hat, ist der tiefe Sinn, der darin liegt und in folgendem Zitat aus dem Buch zum Ausdruck kommt: „…Ihr vergesst eure Ursprünge und das, was in euch schlummert…“  

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Ein Boss zum Verlieben - Küssen auf Französisch

Laura Albers
E-Buch Text: 294 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 20.06.2017
ISBN 9783960872245
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auch wenn der Roman alle Klischees erfüllt und nach dem üblichen Schema „Verlieben mit Hindernissen“ vorgeht, so ist man doch nur allzu gerne Voyeur, wenn zwei sich gegen ihren Willen allmählich annähern, oder?


Ich fühlte mich herrlich unterhalten, denn der Liebesroman war nur zu spannend und ich konnte das Ende gar nicht schnell genug erreichen. Die Protas handeln in der Story logisch nachvollziehbar, so dass man sich gut – als Frau natürlich besonders in die Hauptperson Sophie – hineinversetzen und in die Persönlichkeiten der Figuren schlüpfen, mitfiebern, mitärgern und mitschmachten kann. Und da es auch einen nachvollziehbaren Hinderungsgrund gibt, kann man sogar ein bisschen den Monsieur „Unwiderstehlich und Unerreichbar“ verstehen. Ein bisschen… grins!

Ich hätte mir ja gewünscht, dass Sophie den anderen nimmt. Aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung, die ein paar Jahre später zeigt, ob die Liebe über das Verliebtsein und Begehren hinausgewachsen ist… Oder sie am Ende dann doch noch den anderen heiratet, der eine wahre Liebe schon durch Selbstlosigkeit bewiesen hat. Man kann ja als Leser auch selbst die Geschichte aus seiner eigenen Lebenserfahrung heraus weiterspinnen… 

Ein schönes Buch zum Träumen und Schwelgen!

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Liebe der Wanderapothekerin

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.07.2017
ISBN 9783426518359
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zu Beginn des Buches war ich sehr positiv überrascht, da ich so viel historisches Wissen und spannenden Aufbau in einem Mainstreamroman nicht erwartet hatte. Ich muss dazu sagen, dass es mein erstes Buch von dem Autorenpaar ist, und obwohl es auch noch der zweite Band der Wanderapothekerinnen-Saga ist, bin ich sehr gut in die Story hineingekommen. Dies mag allerdings daran liegen, dass die einzelnen Hintergrundinformationen, wie z. B. Rechtliches dieser Zeit, sozialpolitische Zusammenhänge und die möglichen Handlungen und Folgen daraus, auf denen der Ablauf der Geschichte basiert, stets mehrfach – ob im Erzähltext oder in den allzu zahlreichen Dialogen zwischen den Protagonisten und Nebendarstellern – mitgeteilt werden, damit ja auch der letzte Leser versteht, was jetzt alles Schlimmes passieren könnte! Genau dies ist für mich auch mit ein Grund, warum meine Begeisterung über das Buch nachließ.


Wie schon erwähnt, besteht der Roman überwiegend aus Dialogen – wohl schon eine Erleichterung für einen möglichen Drehbuchautor und somit entscheidungsfördernd für eine Verfilmung. Für mich wird das Ganze dadurch sehr trivial. Schade, da der Roman somit nach einem Drittel an Anspruch verliert. Hinzu kommt, dass die Persönlichkeit der Protagonisten, die von einer Katastrophe in die nächste geraten, sehr simpel gestrickt ist. Das Resultat ist keinerlei Tiefgang. An einer Stelle haben die Autoren es jedoch geschafft, mich zu berühren. Das Ende ist allerdings voraussehbar, und man will über die ganzen Seiten hinweg eigentlich nur wissen, wann die Protagonisten die ganzen Verwirrungen endlich durchschauen und zum Wohle aller auflösen. Der Stoff für typisch deutsches TV-Programm. 

Da der Roman mich dennoch über zwei Drittel seiner Seiten gut unterhalten hat, gebe ich 3 Sterne.    

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Neandertal, Tal des Lebens

John Darnton
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442440900
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die ehrliche Auseinandersetzung des Autors mit den menschlichen Charakterschwächen und dem Wettbewerb zwischen den Nationen, die als Moral des Romans zwischen den Zeilen durchblitzt, hat mir sehr gut gefallen. Außerdem ist er einer der wenigen US-amerikanischen Romane, der nicht die Arroganz der weltrettenden Nation transportiert, sondern kritisch mit dem Verhalten der Regierenden umgeht. 


Da haben in einem bisher unentdeckten, sehr schwer zugänglichen Tal auf dem Dach der Welt einige Exemplare einer menschlichen Spezies überlebt, die ohne Sprache eine weit machtvollere Kommunikationsmöglichkeit entwickelten, welche der heutige, ach so zivilisierte und fortschrittliche Homo sapiens sapiens natürlich unbedingt für sich beanspruchen will – und schon geht es wieder um Militär und Weltmacht! Die eigentlichen Forscher, die zunächst nichts davon ahnen, was mit ihren Forschungsergebnissen tatsächlich am Ende geschehen soll, sind ebenfalls keine Engel. Keiner, selbst die Guten nicht, ist ohne den Makel des Egoismus, der am Ende das Paradies beinahe zerstören und die letzten friedlichen, von einer kindlichen Naivität geprägten Homoniden auslöschen könnte. Oder werden eventuell Überlebende doch derart von dem Kontakt mit dem modernen Menschen geprägt, dass sie ihre Unschuld verlieren?

Es dauerte einige Seiten bis ich einen Bezug zu den Protagonisten aufbauen konnte, da etwas zu wenig Gefühl in dem Roman transportiert wurde. Wie häufig bei von männlichen Autoren geschriebenen Romanen, ist die weibliche Hauptfigur sowohl emotional wie auch physisch besonders blass charakterisiert und erinnert stark an eine Barbiepuppe. Die Neandertaler und ihr Lebensraum konnte ich mir wiederum sehr gut bildlich vorstellen. Dieses Kopfkino funktionierte dann ganz gut, als ich über die ersten, durch fehlende Emotionen sehr langatmigen Kapitel erst einmal hinweggelesen hatte.
Am Ende zeigte sich der Tiefgang in dem Roman!

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Essener Erinnerungen

Anne Meurois-Givaudan , Daniel Meurois-Givaudan
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Kailash, 13.02.2007
ISBN 9783720560085
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als Roman gesehen ein wunderbares Buch mit Tiefgang und sehr bildhafter Darstellung des Lebens in Palästina vor etwa 2000 Jahren, die sich sehr realhistorisch anfühlt und den Leser richtig in diese Zeit mitnimmt. Der sprachliche Ausdruck lässt keine Kritik zu, die Protagonisten handeln logisch und die Botschaft ist tiefgründig und berührt die Seele. Aber das Buch erhebt den Anspruch auf die ursprüngliche Wahrheit, begründet durch die Astralreisen der Autoren in die Akasha-Chronik.


Erzählt wird aus der Sicht des jungen Simon seine und Miriams Geschichte, die als Essener aufwuchsen und in die Geheimnisse ihrer Religion eingeweiht wurden. Als Kinder verloren sie sich aus den Augen, als Simon abgeschieden von seiner Familie und den übrigen Bewohnern seines Dorfes, zu denen auch sein Freund Josef gehört, seine Ausbildung erhielt. Danach folgt ein Abschnitt, der aus dem Blickwinkel Miriams die Wiederbegegnung mit Josef berichtet, der sich nun Jesus nannte. Simon und Miriam wurden zu seinen Jüngern und begleiteten ihn bis zu seiner Kreuzigung. 

Die Botschaft die dieses Buch vermittelt stimmt mit anderen spirituellen Büchern überein und beruht sicherlich auf Wahrheit. Sie weckte in mir beim Lesen eine innere Zufriedenheit, was für mich eine Bestätigung für die Liebesbotschaft ist, wie sie hier zusammengefasst ist. Einziger Kritikpunkt ist, dass nach meiner Meinung die Botschaft nicht ganz mit den im Buch erzählten Geschehnissen in Jesu Leben übereinstimmen. Da gibt es für mich ein paar Widersprüche. Möglicherweise ist das Resultat dieser Astralreisen nicht ganz rein und unbewusst ist eigene Interpretation der Autoren eingeflossen. Wer weiß das schon…

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Anastasia / Anastasia, Tochter der Taiga

Wladimir Megre , Helmut Kunkel
Fester Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Govinda, 01.03.2017
ISBN 9783905831177
Genre: Romane

Rezension:

Schon seit einigen Jahren weiß ich von diesem Buch bzw. dieser Buchreihe, hatte es aber nie gelesen, da ich wegen seines Bekanntheitsgrades zu viel Oberflächliches darin vermutete. – Wie sehr ich wieder geurteilt und mich damit verschätzt habe! -

Der Autor erzählt seine eigene Lebensgeschichte, die durch das Zusammentreffen mit Anastasia, einer ursprünglich lebenden Frau in der russischen Taiga, eine völlig neue Wendung vom erfolgsorientierten und Luxus verwöhnten Unternehmensberater zum traditionsbewussten, nachdenklichen Aussteiger nahm.
Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher über spirituelle Meister, die besondere Fähigkeiten neben ihrer uneingeschränkten, urteils- und erwartungsfreien Liebe entwickelt haben, bereits begeistert las, war ich nun überrascht, auch in Anastasia auf eine spirituelle Meisterin dieser Art gestoßen zu sein. Sehr gefreut hat es mich, dass ich auch in hier wieder Betätigung für eine Lebenseinstellung gefunden habe, die nachahmungswürdig ist und wachrüttelt. Allerdings gibt es bei der Erzählung über Anastasia Unterschiede, die sich unter anderem in einer eingängigen Sprache und ebenso einfach verständlichen spirituellen Weltsicht ausdrücken. Es wird noch nicht so sehr der Schwerpunkt auf rein geistige Arbeit gelegt, wenn man seine Lebenssituation verändern möchte, sondern mehr auf Hilfe aus der Kraft der Natur. Darum halte ich dieses Buch und die anderen Werke von Wladimir Megre für einen guten Einstig in die Spiritualität für diejenigen, die gerade erst anfangen, aus dem Hamsterrad von Leistungsdruck und Materialismus auszusteigen.

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Vermessung der Welt

Daniel Kehlmann , any.way , Walter Hellmann , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2009
ISBN 9783499332708
Genre: Romane

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Pilgerreise

John Bunyan
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Johannis, 01.01.2010
ISBN 9783501013601
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es kommt selten vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese, aber die Botschaft dieses Buches enthält mir für einen christlichen Roman zu oft das Wort "hassen". (Z. B. "du sollst deine Ehefrau, Kinder, Vater und Mutter hassen und mir nachfolgen") Diese möchte ich als Roman auch nicht im übertragenen Sinne verstehen, zumal ich weiß, dass es von den Amtskirchen ebenso nicht im übertragenen Sinne gemeint ist, sondern fester Bestandteil der Lehrmeinung - die nur in der heutigen Zeit nicht mehr laut ausgesprochen wird. Man bedenke, dass es von einem kirchlichen Verlag weiterhin vertrieben wird. Da ich ohnehin der Ansicht bin, dass einiges in der Bibel nicht dem wirklichen Ansinnen von Jesus entspricht und nicht so von ihm geschrieben worden wäre, kann ich diesen Roman mit "christlichen Werten" selbst nicht aus rein historischem Interesse genießen. Mögen andere damit glücklich werden, ich habe das Buch nach Seite 50 zugeklappt. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Tal der unsterblichen Meister

Aaravindha Himadra ,
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arkana, 28.09.2015
ISBN 9783442341849
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der amerikanische Autor und spirituelle Lehrer beschreibt in diesem romanhaften Bericht seine Erlebnisse auf einer Reise nach Indien im Sommer 2006. Über seine telepathische Wahrnehmung und Erscheinungen hat er seit seiner Kindheit Kontakt mit den Meistern des Himalaya, die noch über das Ursprungswissen des kosmischen Gesetzes verfügen und dieses an ihren geheimen Lebensorten in versteckten Tälern des Himalaya bewahren.

Ich kenne bereits die inzwischen mehr als 100 Jahre alten Berichte einer ähnlichen Forschungsreise seines Landsmannes Baird T. Spalding, welche christlich ausgerichtet sind und mich, obwohl ebenfalls von einer gewissen amerikanischen Arroganz geprägt, tief berührten, da sie die Fähigkeit zu wahrer Liebe betonen und einen Weg des Herzens beschreiben. Aaravindha Himadra legt in seinem Buch dagegen eher Wert auf altes hinduistisches und buddhistisches Wissen. Es ist eine sehr verstandesorientierte Reise zum Erwachen, die eine Menge Begriffe des Sanskrit vermittelt, welche auch in hinteren Teil des Buches nochmals ausführlich erläutert werden. Es stört jedoch beim Lesen sehr, wenn in einem Satz drei solcher Begriffe verwendet werden. Hinzu kommt, dass mir einfach das Fühlen fehlt. Zu wenig wird auf die Herzensbildung hingewiesen und das Leben in wahrer Liebe. Ein gebildetes analytisches Verständnis macht für mich noch keinen zum Erwachenden…

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Wind in den Tamarinden

Kayla Fleming
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.04.2011
ISBN 9783404164875
Genre: Romane

Rezension:

Am Anfang des Romans war ich überzeugt, ein hervorragendes Buch erwischt zu haben, das sogar Prädikat Literatur verdient habe. Die wunderschön poetische Sprache der Autorin ließ selbst ausführliche Umgebungsbeschreibungen nicht langweilig werden, so dass man sich wunderbar in die jeweiligen Situationen einfühlen konnte. Eine sprachliche Perfektion, wie man sie inzwischen leider selten in Büchern findet. Der Roman beginnt mit einer Rückblende auf das Ende des Buches und wechselt dabei mit den Kapiteln jeweils die Szene im Abstand eines Zeitraums von 2 bis 4 Jahren, was die Spannung steigert, da man natürlich wissen möchte, was in der Zwischenzeit geschah und wie die Protagonistin Nora in diese Situation kommen konnte. Dies alles gemischt mit deutscher Kolonialgeschichte und dem gut transportierten Flair Afrikas verspricht sehr gute Unterhaltung.

Der tolle Schreibstil tröstet aber irgendwann nicht mehr über die unsympathische egoistische Protagonistin Nora hinweg, die durch ihre unbedachten Handlungen ihre Mitmenschen teilweise in Lebensgefahr bringt. Diese scheinen Jedoch die durch die Egozentrik Noras ausgelöste Gefahr gar nicht wahrzunehmen oder ihr, wie im realen Leben sicher daraus resultierend, dies wütend nachzutragen. In der Beschreibung des Romans wird Nora als spontan und leidenschaftlich beschrieben. Ich würde sie unreif, gefühlsarm und in hohem Maße rücksichtslos oder zumindest dumm bezeichnen, was dann allerdings nicht mit ihrer perfekten Auffassungsgabe der politischen Zusammenhänge und ihrem Einsatz für soziale Missstände im damaligen Deutschen Reich zusammenpasst. Die Männer an ihrer Seite sind da schon realistischer dargestellt. 

Wie bei allem, wo es des Guten zu viel gibt, wird es unrealistisch und nach spannendem Beginn langweilig, was sich gegen Ende jedoch wieder ändert. Zu viele pathetisch bildhafte Beschreibungen der jeweiligen Handlungsorte in denen eine unselbständige verwöhnte Bankiersgattin agiert. Meiner Meinung nach hätte die Autorin viel mehr Gefühl transportieren können, wenn sie z. B. zwischen Nora und ihrem Patenkind eine schöne Beziehung aufgebaut hätte. Aber in diesem Bereich fehlt es an Einfühlungsvermögen, wie sich ein einjähriges Kind verhält, das sich eben nicht ständig alleine in einem Zimmer ablegen lässt, damit die Protagonistin mal eben eine Stunde an der Reling aufs Meer gucken kann. Ebenso erstaunt war ich über die Beschreibung der Fehlgeburt im siebten Schwangerschaftsmonat, bei der das Kind einfach mal so ohne Ankündigung unten rausfällt…

Ich bekam keinen Bezug zu der Protagonistin, obwohl der Roman durchaus spannend ist und auch an ein, zwei Stellen wirklich berührt. Wenn man über die Protagonistin hinwegsieht, kann man allerdings viel über die deutsche Kolonialherrschaft im Kaiserreich erfahren, was heutzutage gänzlich unter den Teppich gekehrt wird.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Schatz der Mannheimer Hugenotten

Dagmar Hafner
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Waldkirch Verlag, 25.11.2016
ISBN 9783864760778
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Chick-lit-Roman mit Lokalkolorit unterhält in einer legeren Umgangssprache. Er spielt im Mannheim der 2010-er-Jahre, wo die Protagonistin, eine etwas planlose und in ihrer Handlungsweise zu Beginn noch sehr unsichere Frau, die ihrem Ehemann davongelaufen ist, ein neues Leben auf dem Weg in die Unabhängigkeit beginnt. Zentrales Geschehen, um das sich die fiktive Handlung spannt, ist die Suche nach einem alten Schatz der ehemals in Mannheim angesiedelten Hugenotten.


Was den Lesegenuss meiner Meinung nach beträchtlich schmälert, ist der sehr einfache Schreibstil mit vielen Gemeinplätzen und Wortwiederholungen. Auch sind die Sätze durch ihre Kürze wenig melodisch. Nach den ersten 100 Seiten wird die Sprache ausgewogener, der Schreibstil besser und die Geschichte interessanter. Nach Seite 250 scheint ein anderer Lektor gearbeitet zu haben, da von dort an die Sprache lebhafter wird. Seltsamerweise ist der Schreibstil der Autorin in den zahlreichen und lebhaften Dialogen locker fließend und teilweise sogar amüsant, aber ihre Erzähltexte bleiben hölzern, wenn sie sich auch sprachlich gegen Ende bessern.

Ich denke, dem Buch kann mit einem intensiven Lektorat geholfen werden. Es finden sich zum kleinen Wortschatz der Autorin auch noch einige Grammatik- und Tippfehler. Auf S. 76 fand ich z. B. sechsmal das Adjektiv "alt"! Auch das Layout ist nicht einheitlich.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

19. jh., 19.jh., biedermeier, biographisch, briefwechsel, duell, erntehelfer, fischexperte, forscher, forschungsreise, geldprobleme, historischer roman, hist. roman, karl schimper, kutschenfahrt

Die Rückkehr der Störche

Gabrielle C. J. Couillez
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Waldkirch Verlag, 14.11.2017
ISBN 9783864760969
Genre: Historische Romane

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Für immer Weihnachten

Linda Winterberg
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.09.2017
ISBN 9783352009051
Genre: Romane

Rezension:

In dieser fesselnden und gefühlvollen Weihnachtsgeschichte, die im Frankfurt der 50er-Jahre spielt, öffnet ein Esel die Herzen der Protagonisten. Über den Inhalt will ich sonst nichts weiter verraten, um den Lesern nicht die Spannung zu verderben.

Sehr bewegend hat die Autorin Linda Winterberg ihre Protagonisten dargestellt, die realistisch die Nachkriegsgesellschaft sowie das beginnende Wirtschaftswunder widerspiegeln, während die Traumata der Vergangenheit noch lange nicht überwunden sind. Dass dies eine gerade begonnene neue Beziehung schwer belastet und einzig die Liebe alles heilen kann, weiß wohl auch der Zwergesel Herrmann, der die Menschen zusammenführt. Und all dies hat die Autorin wunderbar in einen historisch ebenso perfekt recherchierten Handlungsort eingebunden.

Eine wundervolle Weihnachtsgeschichte in leicht verständlichem Schreibstil, die besonderen Wert auf Mut zum Zusammenhalt legt. Denn keiner lebt für sich allein!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Genesis Alpha oder das Gottesphänomen

Claus Beckenbach , Arnold Zilly
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Waldkirch Verlag, 23.11.2016
ISBN 9783864760808
Genre: Romane

Rezension:

Absolute Leseempfehlung für diejenigen, die beginnen an dogmatischen Aussagen der Kirche zu zweifeln. Da ich mich bereits länger mit den Themen beschäftige, konnte mir dieses Buch nicht mehr viel Neues bieten. Aber wie der Autor seinen Sachverständigen im Buch aussagen lässt, ist alles in steter Veränderung und es kommt immer noch etwas Neues und Unglaubliches ans Licht. Und am Ende steht auch für den Wissenschaftler ein Gott oder göttliche Intelligenz. Doch Gott und Religion sind bekanntlich nicht ein und dasselbe…

Das Buch besteht aus einem kurzen Interviewteil, der bereits die wichtigsten Fragen eines nachdenklichen Menschen aufgreift. Darauf folgt ein romanähnlicher Bericht - der mir mitunter zu hölzern war - während dem der Autor die Themen für den Leser durch lockere Erzählung einfacher zugänglich macht. Rein wissenschaftlich wird hier versucht, Erklärungen für die Existenz Gottes zu geben, wobei die Ausführungen relativ kurz und allgemein verständlich gehalten werden. Auf den letzten Seiten gibt es noch eine Exkursion zum Thema Reinkarnation und Phytotherapie.
Ein Buch für Anfänger eben, denen Kirche und Bibel keine Antworten geben können.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Nirgendwo in Afrika

Stefanie Zweig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.06.2007
ISBN 9783453811294
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hält vom Inhalt her absolut, was die Beschreibung verspricht und sprachlich übertraf es sogar noch meine Erwartungen, da es als in einem Mainstreamverlag erschienenes Buch einen durchaus anspruchsvollen Schreibstil mit sogar einigen Fremdworten hat. Leider wollen die meisten Leser heutzutage nur noch Literatur im Trivialstil lesen, wie ich aus den zahlreichen Negativkritiken zum Buch entnommen habe. Da ist es nicht verwunderlich, dass gute Literatur in unserem Land kaum noch eine große Leserschaft erreicht. Und natürlich ist es kein Reiseführer, wie von anderen Lesern bemängelt.
Denn dieses Buch ist gute Literatur! Gleich zu Beginn hat mich die Geschichte der jüdischen Flüchtlingsfamilie gefesselt, da der Roman sowohl spannend als auch poetisch geschrieben ist. Die wunderschöne, bildhafte Sprache voller Oxymora und Metaphern, welche die Ausdrucksweise der Afrikaner nachempfinden und darum neben den Beschreibungen direkt auf diesen Kontinent versetzen, mag zu Beginn gewöhnungsbedürftig sein. Wenn man sich darauf einlässt, gibt sie jedoch umso mehr das Gefühl, mit afrikanischen Augen zu lesen.
Sehr einfühlsam sind die Gemütszustände der Flüchtlinge widergespiegelt, die sich nach Heimat sehnen; nach einem Land, in dem sie endlich willkommen sind, ohne sich zu verbiegen, ihre Muttersprache zu verheimlichen und nicht als Menschen zweiter Klasse gelten. Auf den letzten Seiten des Buches habe ich voller Mitgefühl geweint, was die wenigsten Bücher bei mir heutzutage noch erreichen. Nicht ein einziges Mal wurden Klischees um Afrika oder sonstige Romanklischees bedient, sondern eine ganz ungewohnte Sichtweise offengelegt, die durchaus authentisch auf mich wirkte.
Wenn ich könnte, würde ich diesem Buch noch einen Zusatzstern verleihen!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bauernhof, eheleben, hühnerfarm

Das Ei und ich

Betty MacDonald , Renate Hertenstein
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Wunderkammer-Verlag, 01.03.2007
ISBN 9783939062035
Genre: Romane

Rezension:

Ach du heilige Hühnerkacke! Was für ein Leben – vor allen Dingen trauriges Leben einer Frau, die folgsam den Selbstverwirklichungstrip ihres Ehegatten mitmacht. Dabei kann die Autorin noch froh sein, ein so nettes Exemplar Mann abbekommen zu haben, der sich ordentlich wäscht, fleißig ist und sich weder sinnlos besäuft noch seine Frau brutal verprügelt, wie dies im Gegensatz die meisten anderen Farmer in ihrer aufgezeichneten Lebensgeschichte tun. Dabei schreibt die Autorin mit einem hintersinnigen Augenzwinkern und spätestens bei der „Männergrippe“ muss frau laut auflachen.
Allerdings ist es ein Humor der Verzweiflung. Da mag die Natur noch so schön und wild sein. Die Nahrungsmittel noch so reichlich und gesund, das Wasser rein und sauber. Eines wird einem als Frau nach dem Lesen des Romans klar: Wie gut, dass wir heute mit Elektrizität und fließend Wasser leben und uns im Haushalt von vielerlei Geräten helfen lassen können!

Mir hätte gefallen, neben all den Überlebenskampfbeschreibungen von der Arbeit auf einer Hühnerfarm auch etwas von den zwischenmenschlichen Abläufen des jungen Ehepaares zu erfahren. Oder bestand deren Leben tatsächlich nur noch aus Arbeit – was sicher möglich ist, wenn man in Betracht zieht, dass viele nichts anderes in ihrem Leben als wichtig erachten. Einen Einblick in die seelische Verfassung der Frauen im Buch erhält man, wenn die Autorin von ihren Nachbarn erzählt und zwischen all dem Schmutz das freundliche Herz einer Bäuerin durchblitzt.

Der Roman ist in einer sehr schönen Sprache geschrieben, die sich gut lesen lässt. Der schwarze Humor zwinkert der Leserin aus jedem Kapitel zu. Von einem humoristischen Buch erwarte ich jedoch, dass es mich zum Lachen bringt ohne mich zu deprimieren.

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