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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, erfurt, neid, dorf, hass

Tod im Eichsfeld

Astrid Seehaus
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Sutton, 09.07.2012
ISBN 9783866809925
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich stehe zur Zeit total auf Krimis und deswegen war es für ich auch klar, dass das ein Buch für mich ist.

Von Beginn an lernen wir Kommissar Frank Rothe und seine Tochter Jessica kennen, sehr gut sogar. Beide sind unglaubliche Sympathieträger und ein eingespieltes Team. Sie passen gut zusammen und haben Biss, Humor und gemeinsam schon einiges durchgemacht. Ein Umzug aufs Dorf ist nicht gerade das, was sich ein Teenager im Rollstuhl gerade wünscht, aber sie findet sich schnell. Rothe ist der Mann im Buch und auch der einzige der den Fall lösen kann, das wird ziemlich schnell klar. Ich mag ihn unglaublich gerne.

Die Geschichte hingegen hat mir nicht ganz so gut gefallen. Er zieht es sich eine Weile und am Ende passiert dann ganz viel auf einmal. Für den Leser ist bis zum Ende nicht ersichtlich wer der Mörder ist, weil er die Informationen nicht bekommt. Für mich war allerdings die Schlussfolgerung relativ - nicht schwierig - aber schon nett konstruiert. In meinen Augen gibt es zuviele Nebenhandlungen, die unbeendet bleiben. Natürlich bleibt so lange undurchsichtig wer es denn jetzt war, aber zu viele Dinge bleiben ungeklärt und unvollständig, das finde ich sehr schade.

Schwierig fand ich auch den Umgang mit den Personen. Mal werden sie mit Vornamen, mal mit Nachmanen angesprochen, dann haben sie noch Spitznamen... und jeder spricht jeden anders an.... es hat für mich eine ganze Weile gebraucht, bis ich dann die Vor- und Nachnamen und Familienbande richtig zuordnen konnte. Das hat mich ein bisschen genervt, weil es den Lesefluss gestört hat.

Stilistisch ist das Buch wohl eher als einfach geschrieben zu bezeichnen. Es ist eine einfache Sprache benutzt worden und man kann (eigentlich) flüssig lesen. Oft werden witzige Dinge eingebaut, die sprachlich gut umgesetzt sind. Ich finde eigentlich das der Schreibstil potential für eine sehr gute Geschichte hat, allerdings hat mich die Geschichte einfach nicht überzeugt.

Ich kann gar nicht so genau beschreiben, warum die Geschichte mir nicht so gut gefallen hat. Am Ende habe ich das Buch zugeklappt und war unzufrieden. Es gibt zu viele Möglichkeiten wer es gewesen sein kann, aber die Personen verhalten sich alle so komisch. Und dann sieht man am Ende, dass ganz viele Personen in der Scheune waren, aber keiner den anderen bemerkt haben will. Dann gibt es neidische und verärgerte Nachbarn, einen adoptieren und einen verlorenen Sohn, und jeder lügt, auch die die es überhaupt nicht waren. Das machte alles lange keinen Sinn, und am Ende war nicht zufrieden damit, wer es letztlich war.

Zum Schluss gibt es auch noch einen Epilog, und da wird dann auch die letzte offene Frage geklärt und...auch das find ich doof. Ich kann nicht nachvollziehen wie Rothe auf diese wahnsinnigen Schlussfolgerungen gekommen ist, weil es für den Leser im Buch keine Anhaltspunkte gab. Der Kommissar weiß, glaube ich, mehr als der Leser, so war das miträtseln ein bisschen schwierig.

Thematisch ist die Geschichte vom Prinzip ganz gut. Die Beziehungen zwischen den Personen sind seit Jahren miteinander verwoben und sie alle haben den Hintergrund der DDR und des Westens. Denn ein Ort war in der DDR und der nächste im Westen. Es gab eine Flucht, einen Sohn der verlorenen gegangen ist, welche die zurückgeblieben sind, solche die wiederkamen... und ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt und es keine Geheimnisse gibt. Historisch absolut echt und auch das Leben auf dem Land wird authentisch beschrieben, aber alles läuft zu rund. Keine Fehler, keine Macken, keine Rückschläge.

Mein Fazit:

Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Der Klappentext verspricht mehr als der Text zu bieten hat. Der Schreibstil gefällt mir zwar sehr gut, und auch die Hauptfigur des Kommissar Frank Rothe ist toll, aber die Geschichte wird in meinen Augen insgesamt zu konstruiert!

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

primär 90er bis gegenwart, sarkastisch, katinka buddenkotte und bekannte, buddenkotte erzählt von den errungen und wirrungen des erwachsenwerdens, poetry slammer

Mit leerer Bluse spricht man nicht

Katinka Buddenkotte
Flexibler Einband: 148 Seiten
Erschienen bei Die Muschel, 02.01.2009
ISBN 9783936819311
Genre: Romane

Rezension:

Also, ich war leider ab Seite eins nicht begeistert. Die Art, wie sie schreibt gefällt mir einfach nicht. Das Vokabular ist das eine, aber auch die Art Dinge zu erzählen, wirkt für mich aufgesetzt und in Szene gesetzt. Ich hatte nicht das Gefühl es ist echt - zumindest an den Stellen, wo es lustig sein soll. Für mich war irgendwie absehbar wo der Leser lachen sollte. Als wenn einer ein Schild hoch hält: "Hier bitte lachen!"

Aber gut, das ist etwas das ich ganz persönlich so empfunde habe und sicherlich wird nicht jeder meine Meinung teilen. ich glaube bei dem Buch hat ganz viel etwas mit dem Sinn für Humor zu tun. Leider hat sie meinen Humor an den meisten Stellen nicht getroffen. Die Geschichten, also die kleinen Einzelgeschichten die es im Buch gibt, sind deswegen aber keineswegs schlecht, auch ich habe hin und wieder geschmunzelt und konnte mir sehr gut vorstellen, wie das alles gelaufen ist und wie verdutzt die Leute wohl geguckt haben.... aber im gesamten hat es mich nicht erheitert.

Das Buch ist nicht eine Geschichte im gesamten, sondern besteht aus eigenständgen Kapiteln. Jedes Kapitel erzählt eine eigene Geschichte, ohne Zusammenhang von der anderen. Na gut, der ein oder andere Witz zieht sich durch die Geschichten. Das fand ich eigentlich gar nicht so schlecht, also den Aufbau des Buches. Allerdings waren durch den Satz: "Neues von Fräulein Wunder der deutschen Underground Literatur" auf dem Cover meine Erwartungen ziemlich hoch und ich war gespannt was wohl passiert.

Der Klappentext ist leider nicht maßgebend und und für mich auch nicht glücklich gewählt. Er impliziert in meinen Augen einen etwas anderen Inhalt.

Die Geschichten selbst sind alle denke ich authentisch, und KÖNNTEN so passiert sein. Dass allerdings alle diese Geschichten ein und der selben Person in einem Leben passieren... das klingt nach einem WOW... die Person hat viel erlebt... Aber, das war ok. Das Buch ist sehr modern und hat viele Bezüge zu unserer Wirklichkeit "Rechtsanwalt Römer" aus der Show von Barbara Salesch zum Beispiel.

Mein Problem mit dem Buch, und das war etwas was ich von Beginn an gedacht habe ist, dass ich das Gefühle habe, es wurde von jemandem geschrieben der früher in der Schule gehänselt wurde, oder nicht dazugehörte und jetzt versucht die Geschichte zu ändern. Ich hab das leider alles einfach nicht geglaubt. Ich möchte die Autorin auch keineswegs damit beleidigen, bei Amazon hat ihr buch 4,5 von 5 Sternen, es gibt also genug Leser/innen denen das Buch zugesagt hat, mir hat es leider so gar nicht gefallen.

TROTZDEM... habe ich das Buch zu Ende gelesen, weil ich doch alle Geschichten lesen wollte. Die Geschichten sind auch nicht alle gleich geschrieben, und doch war es nicht meins. Es darf jetzt in meinem Regal Platz nehmen und weiterhin ein Blickfang sein.

Mein Fazit:
Wer den Humor der Dame teilt und ihren Schreibstil mag, wird sicherlich etwas zu lachen haben. Eine kleine leichte Lektüre die sich in wenigen Stunden gut lesen lässt. Leider hat die Autorin meinen Geschmack nicht getroffen.

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386 Bibliotheken, 10 Leser, 5 Gruppen, 62 Rezensionen

sherlock holmes, bienen, detektiv, jugendbuch, krimi

Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft

Andrew Lane , Christian Dreller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2012
ISBN 9783596193004
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte vor einiger Zeit einen echten Sherlock Holmes Roman gelesen und war gleich Feuer und Flamme. Ich dachte immer um die Geschichten wäre nur ein Hype entstanden, aber ich fand das Buch wirklich gut. Als ich dann gelesen habe, es gibt ein Sherlock Holmes Buch bei Blogg dein Buch, musste ich mich einfach bewerben!

Das besondere an dem Buch ist, dass es nicht vom Autoren der ursprünglichen Sherlock Holmes Romane ist, sondern einem Fan der Bücher und dieser Spalte in der Literatur. Er hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und wurde neugierig, wie wohl die Jugend des wohl bekanntesten Detektiven der Welt war. Davon erfahren wir in den Originalromanen nämlich nichts. Er hat sich also hingesetzt und versucht zu kombinieren und den Charakter aus den Originalromanen so darzustellen, dass er auch in der jugendlichen Form wiederzuerkennen ist.

Ich werde nichts verraten, was inhaltlich passiert, weil es die Spannung weg nehmen würde. Worum es inhaltlich geht, erfahrt ihr oben in der Zusammenfassung oder im Klappentext. Was ich sagen kann ist, dass der Titel sowohl im englischen als auch im deutschen zutreffend ist und absolut zum Inhalt passt!

Die große Frage die sich natürlich stellt ist, kommt der Roman an die Originale heran? Für mich persönlich, nicht ganz - ABER: Es ist der erste Teil einer Reihe. Der Autor möchte weitere Romane über Sherlock Holmes in seinen jungen Jahren schreiben und ich sehe sehr voll Potential. Außerdem, auch das ist meine persönliche Meinung, würde ich das Buch eher als Jugendbuch einstufen. Für Jugendliche sicherlich eine spannende Lektüre und auch super geschrieben. Für Erwachsene vielleicht nicht ganz so spannend, aber keineswegs langweilig. Ich denke, man kann aus der Figur noch einiges heraus holen.

Das Buch ist spannend, und der Leser erfährt erst auf den letzten 50 Seiten was wirklich los ist. Das Geheimnis wird spät gelüftet und die Spannung kontinuierlich aufgebaut. An manchen Stellen allerdings dauert es mir zu lang. Das mag aber daran liegen, dass der Autor versucht, soviele Details wie möglich in das Buch zu bringen und ausführlich zu beschreiben. Man kann zwar schon eine ganze Weile ahnen worum es geht, und man weiß auch wer der Böse ist. Man weiß aber nichts weiter über den Bösen oder seine Absichten oder sein Vorhaben, bis zum Schluss. Das finde ich super! Man weiß nicht gleich alles. Man rät wirklich die ganze Zeit mit. Am Anfang passiert etwas weniger, aber das hat die Geschichte an sich. Danach passiert aber viel Schlag auf Schlag und eine actionreiche Szene folgt der nächsten.

Sprachlich hat sich der Autor bemüht an die frühe Zeit in London zu erinnern. Die Sprache ist keineswegs altbacken, aber die Charaktere sind eben nicht aus dem 21. Jahrhundert und haben eine angemessene Sprache. Das ist auch notwendig, denn viel würde sonst nicht zusammenpassen. Dadurch wird auch immer wieder an die Zeit erinnert, denn das Buch spielt um 1868 - Sherlock Holmes ist hier 14 Jahre alt.Pferdekutschen, Telegramme ...alles dabei. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und nicht kitschig, oder langwelig.

Der junge Sherlock Holmes ist in diesem Buch noch nicht so charismatisch und gewitzt, wie in den Originalen, für seine 14 Jahre allerdings schon sehr erwachsen und kann gut kombinieren. Wir lernen einen Protagonisten kennen, der durchaus der junge Sherlock Holmes sein kann. Ich denke in den weiteren Teilen der Reihe wird er mehr Ecken und Kanten bekommen und dem Original immer näher kommen. Der Autor möchte gerade seinen Marotten und Eigenheiten auf den Grund gehen und schauen, wie sie wohl enstanden sein könnten.

Der "alte" Sherlock Holmes hat immer seinen Mr. Watson an seiner Seite, in diesem Buch ist Matty. Der ist ein Rumtreiber ohne Geld, der gut was vertragen kann. Er verbündet sich mit Sherlock und erweist sich als treuer Freund und Gefährte und eilt ihm stets zur Seite. Er ist nicht dumm, kann aber nicht an geistreichen Watson, oder gar Sherlock heran kommen.

Virgina, die Tochter seines Lehrers, ist die weibliche Hauptrolle und eine junge Amerikanerin im prüden England. Sie ist interessant, frech und abenteuerlustig. Sie versteht sich ausgezeichnet mit Sherlock. Der ist ja nicht schlecht bei Frauen angekommen, und ich denke, diesen Teil erfüllt Virginia auch in em Buch.

Der Charakter seines Lehere Amyus Crowe ist mir nicht bekannt aus alten Büchern, genauso wenig wie die böse Haushälterin Mrs. Egaltine. Ich denke aber, beide werden in weiteren Büchern noch wichtige Rollen spielen.

Die Geschichte ist spannend, aufregend und hat einiges an Witz. Es gibt eine Menge zu erleben mit Sherlock und seinen Freunden und ich finde auch die Geschichte ist durchaus realistisch. Sie könnte sich so zu der Zeit abgespielt haben. Auch die Orte und Probleme der Zeit sind gut aufgegriffen und runden die Geschichte ab.

Fazit:
Der Start einen wahrscheinlich erfolgreichen Jugendbuchreihe, der mit einer ansprechenden Sprache und ausreichend aufregenden Erlebnissen eine turbulente Geschichte beschreibt. Auch wenn Detektivgeschichten zur Zeit nicht so einen Hype auslösen wie "Die Tribute von Panem" (o.ä.), hat dieser erste Teil viel zu bieten und ich werde auf jeden Teil den zweiten Teil lesen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

geheimnis, thriller, krimi, tod, deutschland

Schattengesicht

Antje Wagner
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Querverlag, 01.09.2010
ISBN 9783896561800
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin verwirrt. Nicht nur, weil das Buch komisch geschrieben ist, sondern auch, weil ich es glaube ich nicht ganz verstanden habe.

Das Buch beginnt im hier und jetzt und die Protagonistin ist im Gefängnis. Sobald man erfährt weswegen sie im Gefängnis ist, endet das Kapitel und man wird in der Zeit zurückgeworfen. Zwei Monate zuvor, anderthalb Jahre zuvor, fünf Jahre zuvor, elf Jahre zuvor, und wieder in die Gegenwart. Die Geschichte wird als rückwärts erzählt und man muss die ganze Zeit mitdenken. Denn viele Details und Informationen erhält man erst später. Zum Beispiel wird relativ früh Vincent eingeführt. Ein Name bei dem man an einen Jungen denkt, und erst einige Kapitel später erfährt man, wenn man quasi in die Vergangenheit weiter eintaucht, dass es sich um einen Kater handelt. Und so ergeht es dem Leser mit vielen Dingen. Deswegen ist es ratsam das Buch ohne größere Pausen zu lesen.
An dieser Art die Geschichte zu erzählen gibt es aber einen Vorteil... es bleibt spannend. Man muss die Geschichte entdecken. Wie ein Krimi im Tv. Am Anfang geschieht ein Mord, und man muss herausfinden wer der Mörder ist. Ein gutes Konzept, hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Milana geschrieben. Milana ist auch einfach ein schöner Name, der nicht ganz so häufig in Büchern vorkommt. Das Buch liest sich sehr flüssig und der Schreibstil ist angenehm, auch wenn zwei Fehler im Buch sind. Das Buch ist geschrieben wie ein Gedächtnisprotokoll, zumindes ungefähr. Jedes der Kapitel ist noch einmal in Sinnabschnitte unterteilt. Es wird dann einfach ein bisschen Platz gelassen dieses ~ Zeichen eingefügt und es beginnt ein neuer Sinnabschnitt. Man bekommt das Gefühl, als würde sie die Geschichte einfach rückwärts erzählen, und die Dinge, an die sie sich noch erinnert.

Spannend finde ich vor allem, dass viel unerwartetes passiert. Ich konnte am Ende gar nicht glauben, wieviele Zufälle zu unglücklichen Morden ... ehh... "Missgeschicken" geführt haben. Man weiß ja von Beginn an, das Milana wegen Mordes in Haft sitzt, aber man merkt schnell... es gibt da mehrere Möglichkeiten.
Spannend bleibt es auch, weil man weiß, das Milana und ihre Freundin Polly ständig auf der Flucht sind. Immer in der Angst entdeckt zu werden, versuchen sie quer durch Deutschland sich ein normales Leben, ein unscheinbares Leben aufzubauen, bis es wieder zu einem "Missgeschick" kommt, und sie schnell weg müssen.

Was mich besonders verwirrt ist die Person Polly. Ich hab eine Idee welche Rolle sie spielt, aber ich glaub irgendwas ist an mir vorbei gegangen. Ich habe irgendwie das Ende nicht verstanden. Ist sie jetzt tot, und die ganze Zeit nur eine Einbildung, oder wann ist sie gestorben? Außerdem schauen immer alle Leute, wenn Polly redet und gucken sie komisch an. Warum das so ist, habe ich nicht herausbekommen. Hat sie eine Behinderung? Sieht sie komisch aus? Oder gucken die Leute Milana an, weil sie Selbstgespräche führt und Polly gar nicht existiert?! Sehr doof... nervt mich gerade irgendwie. Wenn jemand Antworten für mich hat, immer her damit!

Zwischen den "Missgeschicken" passiert natürlich auch eine Menge.Auch wenn das Buch nur 187 Seiten hat, passiert schon viel - genug um die Spannung nicht abreisse zu lassen.Man erfährt viel aus Milanas Kindheit und lernt sie sehr gut kennen. Ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Familie. Man bekommt in alles einen Einblick, aber, ich finde nicht, dass sich daraus ergibt, warum sie später mordet. Es gibt einige Familiengeheimnisse die gelüftet werdet, und die man ab einem gewissen Zeitpunkt erahnt, aber erst später erfährt.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

jugendbuch, unland, berlin, abenteuer, pflegefamilie

Unland

Antje Wagner
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 08.08.2009
ISBN 9783827053398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das beste ist immer, wenn man ein Buch aufschlägt, weil man es zugeschickt bekommen hat, und einem der Klappentext nicht soooooo zusagt, und man am Ende das Buch zuschlägt und komplett begeistert ist! Das Jahr fängt gut an, mit einem tollen Buch!

Ich hatte ja gerade erst ein Buch von Antje Wagner gelesen und war überrascht, dass das nächste Buch in der Reihe auch wieder von ihr ist, und war sehr skeptisch. Der Klappentext verriet auch eher einen Jugendroman und ich war mich nicht so sicher, ob das Buch mich fesseln könnte. Fakt ist, ich habe zwei Nächte durchgelesen und wenig schlaf bekommen, weil ich ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte.

Die Konstellation der Figuren ist ein bisschen merkwürdig: Ein Paar entschließt sich vom Jugenamt Kinder aufzunehmen, damit sie aus dem Heim herauskommen, und starten ein Wohnprojekt für sie. Mit Franke, der Protagonistin ist die "Familie" komplett und auf den ersten Blick scheint das Chaos vorher bestimmt. Jedes dieser Kinder hat eine schlimme Vergangenheit und jedes davon geht anders damit um: Franka rasiert sich die Haare auf 3 mm, läuft rum wie ein Junge und schraubt gerne an Fahrrädern. Die Zwillinge können nach einer schlimmen Traumatisierung nicht mehr mit der Umwelt kommunizieren und verfallen in einen Schock, wenn man sie von hinten anfässt. Matthias kompensiert seinen Frust mit Internetspielen. Ricardo zieht sich komplett zurück und ist heimlich ein Sprayer. Lizza und Ann versuchen zu verheimlichen, dass ihr Vater ein Mörder ist, und spielen nur so mit den Jungs. Ja, und die wohnen alle bei Vera und Andreas, die verzweifelt versuchen, alles richtig zu machen.

Diese Truppe in einem kleinen Dorf, mit einer Handvoll Einwohner - das schreit gerade zu nach anecken. Schnell merkt man aber, dass die Autorin nur mit vorurteilen spielt und das Kinder aus dem Heim auch nur ganz normale Menschen sind. Durch die Geschichte lernen wir sie alle kennen und merken, dass sie es viel schwerer haben im Leben und das sie nur versuchen dabei zu sein. Diese fünf Kinder sind vielleicht viel mehr eine Familie, sogar eine normale Familie, als der Nachbar nebenan oder wir selbst. Sie haben niemanden sonst und auf irgendeineweise, kommen sie miteinander aus und sind viel sensibler als die Menschen in ihrem Umfeld.

Hauptteil des Buches ist das, was der Titel verspricht: "Unland". Darunter kann man sich so nichts vorstellen, und der Titel ist auch vielleicht nicht passend, aber "Schattenland" wäre sicherlich auch nicht die optimale Lösung. Aber, egal! "Unland" = ein Haufen Ruinen wird von einem Zaun geschützt, der unter Strom steht. Sehr merkwürdig, aber umso spannender für Jugendliche. Irgendwann packt sie der der Ehrgeiz, herauszufinden was sich dahinter verbirgt, warum alle so ein Geheimnis darum machen, und warum auf einmal merkwürdige Dinge passieren.

Es gibt unerklärliche Stromausfälle, eine Person- die bei diesen Stromausfällen böse Dinge tut, ein Nachbar der Essen für Obdachlose sammelt und es dann zu dem Elektro-Zaun fährt, verschwundene Dinge, die auf einmal wieder auftauchen, und Zettel mit Botschaften, die sagen: "Hört auf weiter nachzuforschen!"

Alle diese Kinder und Jugendlichen versuchen herauszufinden, warum sich auf einmal alle gegen sie verschwören und warum es für nichts eine Erklärung gibt. Die Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen Kindern wird immer stärker, und der Wille hinter das Geheimnis zu kommen. Der Mut der Kinder ist unglaublich und macht soviel von diesem Buch aus.

Die Autorin schafft es, die Geschichte am Laufen zu halten. Erst war ich überfordert mit sovielen Personen, aber sie schafft es sehr gut, die Handlungsstränge miteinander zu verbinden und verliert den Leser an keiner Stelle. Sie baut eine Spannung auf, die nicht zu Enden scheint und dann endet sie in einer Situation, die nicht von dieser Welt ist. Das Geheimnis ist unvorstellbar und auch bis jetzt, wo das Buch zu Ende ist, noch sehr verwirrend. Wie sie auf diese Idee gekommen ist - ich hab keine Ahnung. Entweder eine blühende Fantasy, oder die Autorin ist einfach verrückt. Ich hoffe, es ist ersteres.

Unland - das Un kann ich gar nicht genau definieren, und die Zustände dort, sind auch sehr fragwürdig. Aber das Geheimnis darum ist atemberaubend. Ich werde das Geheimnis hier nicht lüften, denn man muss es Lesen, um es wirklich zu verstehen. Es ist etwas, das im wirklichen Leben nicht stattfinden kann, und es ist unglaublich spannend.

Die Wut, die Verzweiflung, die Hoffnung, die Spannung, der Ehrgeiz - das ganze springt förmlich aus dem Buch und von Seite zu Seite entwickelt sich eine Geschichte, die gleichzeitig wie ein Film for Augen abläuft. Ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen und alle Personen hat ein bestimmtes Aussehen und wurden mit immer sympatischer. Die Umgebung wurde genauestens beschrieben, so dass man, wenn man wollte, selbst dort in der Geschichte war. Und das alle führt zu einem Punkt: Franke landet in Unland.

Sie schaffen es tatsächlich, dass Gehemnis zu lüften und wünschen sich dann, niemals nach einer Antwort gesucht zu haben. Schließlich haben sie nur noch eine Möglichkeit, das Ganze rückgängig zu machen und in ihr altes Leben zurückzukehren und ewig gegen dieses Geheimnis anzukämpfen.

Das Buch endet abrupt, kurz bevor sie ihre letzte Chance nutzen, um in ihr Leben zurückzukehren. Wir wissen am Ende nicht, ob sie es schaffen, ob sie ihren tollkühnen Plan wirklich umsetzen, und was noch so passiert. Die Geschichte hat kein Happy End. Der Leser wird an dieser Stelle allein gelassen und muss darauf hoffen, dass es klappt, oder pessimisstisch anerkennen, dass es nix bringt.

Die Autorin spielt mit dem Leser und seiner Psyche. Sie lässt ihn zwischen den Gefühlen hin und her springen, schickt ihn auf die Suche nach der Lösung und lässt ihn das Rätsel mit lösen. Wir fühlen mit den Kindern und versuchen an ihrer Seite zu kämpfen. Der Leser muss herausfinden, was echt ist und was Fantasy. Was ist wirklich passiert, was wird inszeniert, und wer hat was wirklich gemacht.

Das Cover passt in meinen Augen wirklich gut zu der Stimmung im Buch. Ziemlich Düster und Unland mitten drin. Auf der Taschenbuch Version ist ein Zitat aus dem Buch, dass das Gefühl des Leser beschreibt, wenn er das Geheimnis lüftet. Auf der Hardcover Version findet man ein paar Jugendliche am oberen rechten Rand, und auc dieses Bild hat mir gut gefallen.

Mein Fazit:

Das Buch hat mich wirklich gefesselt und begeistert. Ich kann es jedem ans Herz legen, der eine spannende Geschichte ohne Blut und ekliges Zeug lesen will. Das Buch bietet Gefühl, jugendliche Neugier und eine Menge Spannung! Absolut gutes Buch und ich bin gespannt, auf mehr von der Autorin!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

aufgabenerfüllung, liebeskummer, geister

Geister küsst man nicht

Sally Anne Morris , Sabine Maier-Längsfeld
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783499255182
Genre: Romane

Rezension:

Ja, der Titel verspricht schon Kitsch, aber das war ok, das kann man zwischendurch auch mal lesen. Aber... uff... es gibt Dinge, die kann man auch nicht schön reden.

Fangen wir mit dem Titel und dem Cover an. Der Titel hat nichts mit dem Buch zu tun, abgesehen von dem Titel "Geister", denn die gibt es wirklich in dem Buch. Aber, der Titel impliziert, dass sie einen Geist küssen will, oder sogar einen geküsst hat, und doch hätte wissen müsen, dass man sowas nicht tut. Aber, davon steht im Buch leider nichts. Weder verliebt sie sich in einen Geist, noch gibt es sonst irgendwelche Annäherungen. Lediglich am Ende wird ihr Jonathan ihr einen Kuss auf die Wange geben, als Danke und als Abschied - aber... das zählt definitiv nicht. Und auch das Cover: Weder stelle ich mir die Protagonistin so vor, denn die ist hübscher als der Durchschnitt, noch hat dieses Pusten irgendwas mit der Handlung zu tun.

Die Geschichte selbst ist eher flach. Es gibt zwar Höhen und Tiefen, aber letztlich ist vieles, wenn nicht sogar alles, voraussehbar. Das Buch liest sich sehr leicht, weil die Geschichte einfach läuft. Und die Spannung baut sich erst am Ende ein wenig auf, denn endlich passiert mal etwas. Doch dann, passiert alles auf einmal. Alles, auf ein und derselben Trauerfeier, und alles ändert sich. Und, dann, könnte die Geschichte noch einmal Schwung aufnehmen, aber alles läuft einfach wieder vor sich hin, und der Schwung wird nicht mitgenommen.

Der Schreibstil ist verwirrend . Zum einen hat man auf einigen Seiten das Gefühl, als würde das Buch aus Lucys Sicht geschrieben werden, und zum anderen taucht die Autorin als Stimme aus dem Off aus. Und das, geht an manchen Stellen gar nicht. In meinen Augen versucht sie in diesen Momenten wie eine Frau zu schreiben, die eine regelmäßige Kolumne schreibt, die etwas zu sagen. Doch meistens wird die Sprache etwas anzüglich und ich habe diese Stellen nicht so gerne gelesen. Ich meine, die Autorin muss mir nicht beweisen, dass sie 50 Wörter für Geschlechtsverkehr kennt und diese dann aufzählen (vor allem das F-Wort nervt mich ja immer), während ihre Protagonistin gerade wirkliche Liebe erfährt und den ersten Sex mit ihrem Geliebten hat. Diese Kommentare haben einfach an vielen Stellen nicht gepasst und mich geärgert. Lediglich am Ende hat mir der Kommentar der Autorin sehr gut gefallen. Nachdem die eigentliche Geschichte vorbei ist, gibt die Autorin noch einmal einen kurzen Blick in die Zeit danach und wie es weitergangen ist. Das ist geschrieben in dem Stil, wie Carry Bradshaw immer ihre Kolumne geschrieben hat. Es liest sich gut und ehrlich. Doch auch hier verpasst sie den Punkt, in die Tiefe zu gehen.

Ich meine, das Buch bietet genug Möglichkeiten Tiefgang zu beweisen. Es gibt soviele Handlunsgstränge, aber die Autorin kann sich nicht entscheiden. Die Geschichte von Lucy als Medium wird zwar im Vordergrung dargstellt, aber es passiert auch sehr viel nebenbei. Wir haben den überaus schwulen besten Freund Nigel, der mit seinem Sinn für Aussehen und Oberflächliches beinahe jedes Klischee erfüllt. Die beste Freundin Jojo, die aus dem gutbürgerlichen Elternhaus ausbricht und ein bisschen alternativ und verrückt ist und in der Auswahl der Geschlechtspartner eher flexibel ist und auch das eine oder andere Klischee erfüllt. Wir haben der Mann ihrer Träume, der plötzlich in ihr Leben trifft, den aber ein großes Geheimnis umgibt, Nachdem die Bombe platzt muss er ihr Herz zurück erobern. Die etwas schrullige Großmutter, die immer für sie gesorgt hat und für Beständigkeit und Ordnung steht. Die Hippi Mutter, die keine Verantwortung übernehmen konnte und lieber die Welt bereist hat, bevor sie sich in einer autarken Komune niederlässt. Es werden soviele Klischees bedient, dass die wirklichen Probleme in den Hintergrund rücken. Das Nigel einen Knoten im Hoden hat und zum ersten Mal Angst hat, dass ihre beste Freundin schwanger wird und das Kind alleine großziehen muss. Allein diese beiden Themen, da hätte man viel rausholen können, aber es wird lediglich auf den letzten Seiten erzählt - quasi, um die Geschichte zu Ende zu erzählen. Eigentlich werden beide Themen die ganze Zeit unterschwellig angedeutet, aber die egositische Lucy, hat eben als Medium keinen Kopf mehr für die wesentliche Dinge im Leben.

Die Protagonisten... also, klar es geht um Lucy, die ja absolut durchschnittlich ist, ja, so gewöhnlich, dass sie außergewöhnlich ist ... so steht es im Buch. Aber eigentlich ist sie wirklich nur gewöhnlich. Die beiden Freunde von ihr finde ich viel interessanter, denn sie leben. Sie haben Spaß und machen, wonach ihnen ist, während sie einfach nur gewöhnlich ist. Aber, es gibt auch soviele andere Personen, dass es beinahe zuviel ist. Klar, ihre Rolle als Medium beschert ihr einige Kontakte, aber die Autorin will mölichst alle auftretenden Personen gut vorstellen und dem Leser vertraut machen. Man verliert keineswegs den Überblick, aber so werden die Personen eben in Schubladen gesteckt und bekommen keine wichtigen Rollen, abgesehen von einigen wenigen.

Tja... ich bin unglücklich, weil ich das Buch einfach nicht gut finde. Es passt schön im Regal zu meinen anderen Frauen Kitsch Romanen von rororo, aber.. würde ich das Buch einer Freundin empfehlen?

Ja, das ist die große Frage. Das Fazit. Soll ich das Buch empfehlen oder nicht. Würde ich es einer guten Freundin guten Herzens mitgeben? Guten Herzens -> Nein! Wer aber ein Buch lesen möchte, dass einfach und kitschig, und ohne Tiefe ist, eben für zwischendurch und weniger Wert auf Tiefe und literarische Meisterwerke legt, der kann das Buch ruhig lesen. Ich denke aber, es bleibt einem nicht so sehr in Erinnerung, wie viele andere gute Bücher.

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100 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, fantasy, werwölfe, sam, forever

Forever

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 15.07.2011
ISBN 9781407121116
Genre: Fantasy

Rezension:

Zuerst einmal muss ich sagen, ist dieses Cover einfach nur hässlich. Die Deutschen sind wirklich einfach viel schöner. Das Cover hat eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun und es Bedarf einer Menge Fantasy um sich da eine Verbindung zusammen zu denken. Aber egal... ist ja nur die Hülle, auf den Inhalt kommt es an.

Ja, Grace ist tatsächlich ein Wolf. Man konnte es bereits im zweiten Teil erahnen und es war schließlich auch unumgänglich um die Reihe abzuschließen. Gerade deswegen war ich ein wenig überrascht, dass das Buch fast 500 Seiten hat, denn schließlich hätte ich gedacht, sie bekommt das gleiche Mittel wie Sam und sie leben glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Aber nix da.

In diesem Buch nehmen Isabelle und Cole StClaire eine größere Rolle ein, und auch die Beziehung zwischen den beiden, die ja nie wirklich eine ist, wird intensiver und spannender. Es gibt einige sehr reizende Momente in denen man wie in einem Liebesfilm nur noch auf den Kuss wartet und man das Knistern zwischen den beiden wirklich spüren kann. Und dann kommen wieder diese Streitszenen wie bei einem alten Ehepaar. Isabelle wird mir in dem Buch immer sympathischer und für mich glaube ich sogar sympathischer als Grace, weil ich sie mittlerweile echter, authentischer finde. Cole St.Claire ist eben Cole... eine Kerl den ich sicherlich auch angehimmelt hätte;)

Die Beziehung zwischen Sam und Grace muss einiges an Magie einbüßen, die wird dann auf Isabelle und Cole übertragen. Auch wenn es hauptsächlich um Sam und Grace geht, und sie auch die ein oder andere romantische Minute haben, fehlt das Knistern. Es wirkt, als wären sie eine Ewigkeit zusammen und ein bisschen dem Alltag erlegen, OBWOHL drum herum ja soviel passiert;)

SPOILER * SPOILER *SPOILER *SPOILER *SPOILER **

Cole kann einiges von seinen Starallüren ablegen und wird immer menschlicher und umgänglicher, weil er merkt, das da Menschen sind, die sich um ihn kümmern und sorgen, und das nicht weil er ein Star ist. Er nimmt in dem Buch eine besondere Rolle ein, weil er auf eine gewisse Art BEck ersetzen will/soll und auch in seinen Tagebücher liest. Er kommt auf die Idee, ein Heilmittel zu entwickeln um die Wölfe wieder Menschen werden zu lassen. Er verbeisst sich in diese Idee und überlebt den ein oder anderen Selbstversuch nur gerade so. Er wird in dem Buch zu einer Retterfigur, einem kleinen Helden. Er wächst über sich hinaus und beweist am Ende Heldenmut und Größe und sieht das Wolfsrudel als seine Familie an und kämpft für sie, vielleicht bis zum Tod. (Ob er stirbt oder nicht, müsst ihr schon selbst lesen).

Sam hingegen versucht seine Dämonen zu besiegen und mit seiner Vergangenheit klar zu kommen, und das größtenteils ohne die Hilfe von Grace, denn die ist den Wäldern. Zu sagen, "Er ist ein gestörter kleiner Junge" ist sicherlich nicht angebracht, aber eigentlich ist es doch so. Ich mag ihn einfach nicht mehr so. Grace wird auch um einiges langweiliger. Denn sie ist hin und her gerissen zwischen Wolf-Dasein und der echten Grace und wenn sie Mensch ist, dann fängt sie an zu rebellieren gegen ihre Eltern und benimmt sich fast unterwürfig gegenüber ihrem Sam. Die beiden sind sich so ergeben und so aufeinander fixiert, das sie gegenseitig wie eine Droge sind. Ohne einander sind sie verloren.

Was sicherlich interessant ist, und verwunderlich zu gleich ist, dass es jemanden gibt, der hinter das Geheimnis der Wölfe kommt. Ein Polizist glaubt nämlich, in einem der Wölfe Becks Augen wiederzuerkennen und spricht Sam darauf an. Der gibt es schließlich zu und der Polizist wird zu einer sehr wichtigen Nebenfigur in dem Buch! (Was und wie, verrate ich nicht!)

SPOILER ENDE * SPOILER ENDE *SPOILER ENDE **

Wenn man die etwas langweilige Beziehung zwischen Grace und Sam mal ein bisschen ausblendet, dann ist das Buch doch gar nicht so schlecht. Die Situation spitzt sich zu und man weiß nicht, wie es mit Grace weitergeht und vor allem nicht, mit dem Wolfsrudel. Schließlich ist eine Wolfsjagd angekündigt. Doch auch bis dahin ist das Buch nicht unspannend, denn Cole bringt genug witzige, spannende und interessante Momente.

Der Schreibstil, auch wenn er in englischer Sprache ist, ist relativ einfach. Für Leute, die nicht so gut Englisch können trotzdem verständlich denke ich. Wenn sich für mich der Sinn wegen einer Vokabel nicht ergeben hat, habe ich sie eben nachgeschlagen, aber grundsätzlich war es leicht zu verstehen. Man findet auch wieder einige Deutsche Gedichte von Rilke, die für mich aber immernoch nicht ganz so passen. Ja, sie sind Teil von Sam, aber sie könnten auch fehlen;)

Also, das Buch könnte drei HappyEnd Szenarien haben, bzw. drei Dinge müssen am Ende der Reihe zu einem Schluss gebracht:
- Die Wölfe sicher
- Sam und Grace als Menschen in ewiger Liebe
- Isabelle und Cole als Liebespaar

ABER, und das hat mich gestern Abend mehr als aufgeregt, gibt es nur eine Geschichte, die ein glückliches Ende findet, und dass sind die Wölfe. Der Rest bleibt in der Fantasy des Lesers. Denn es wird nicht aufgelöst, wie es mit Sam und Grace schließlich ausgeht, und ISabelle und Cole, kann man weiterhin nur vermuten. Für das Ende einer Reihe hätte ich so gerne alles geklärt gehabt, und gewusst, dass alles GUT ist. aber das werden wir nie erfahren. Denn ich denke nicht, dass es einen vierten Teil geben wird. Also, grundsätzlich ist Potential da, man KÖNNTE einen weiteren Teil schreiben, aber, ... nein, daran denken wir nicht!

Mein Fazit:
Ein Abschluss einer Reihe, der gerade auf den letzten Seiten nochmal spannend wird, ansonsten fehlte es aber ein bisschen an der gewünschten Magie. Es passiert eine ganze Menge in dem Buch und ich bin froh es gelesen zu haben, um zu wissen wie es ausgeht, aber es hätte besser sein können. Und, sie hat einfach nicht alles zu Ende erzählt, das ist böse und gemein! Kaufen ja oder nein? Joah! Ich denke, es ist eben Jugendbuch und ich bin zu wenig Jugend, um die ganze Magie noch greifen zu können.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

österreich, krimi, gefängnis, max broll, kindermacher

Für immer tot

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 09.09.2015
ISBN 9783852188829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als das Buch bei mir ankam, fühlte ich mich direkt an den ersten Teil erinnert. Zwar ist das abgebildete Cover nicht, das des ersten Buches (wäre ja auch blöd) aber, die Frau vom ersten Cover, könnte auch hier wieder Modell gestanden haben. Irgendwie passte es und ich wusste direkt wieder, was ich lese.

Ich wusste ja auf was ich mich einlasse: Eine wahrscheinlich spannende Geschichte, aber der Schreibstil wird wieder eine Herausforderung. Und so was es auch. Die GEschichte super, der Schreibstil anstrengend und eigenwillig - ein Markenzeichen eben.

Also, wo fangen wir? Die Story: Absolut gut. Auf und Abs, Spannung, Verzweiflung, Trauer, Ungläubigkeit, Wut, Aggressionen, Angst... ich glaube ich bin in dem Buch alle Gefühle einmal durchgegangen. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Geschichte mich zu Beginn an einem Film erinnerte, den ich dieses Jahr gesehen habe (Buried - Klick zum Trailer - Sound aufdrehen!). Deswegen war ich gespannt, ob das Buch nur abgeguckt hat, oder ob er noch seine eigene Story entwickelt. Zum Glück hat das Buch eine andere Wendung genommen. Zwar sind einzelne Passagen gleich, was bei der Geschichte "Frau wird in Kiste gesteckt und vergraben" nicht anders zu erwarten war. Von der Frau selbst bekommt man auch nur wenig mit, denn das drumherum ist der eigentliche Krimi. Die Angst um die Frau in der Kiste, die schließlich seine letzte lebende Verwandte ist, ist der Beginn für eine Reihe von Handlungen und Geschehnissen, die sich wirklich nur ein Krimi-Autor ausdenken kann. Man könnte meinen, die Frau in der Kiste sei die Haupthandlung, ABER, eigentlich geht es darum, wie Protagonist Max Broll versucht sie zu befreien und bereit ist über Leichen zu gehen.

Ich möchte wirklich nicht zuviel vom Inhalt verraten, aber es gibt eben unglaubliche Dinge. Einen verurteilten Arzt im Gefängnis, der trotzdem Straftaten begehen kann (oder auch nicht), korrupte Strafvollzugsbeamte, illegale künstliche Befruchtungen, Expressung....Was Max broll alles versucht um seine Stiefmutter frei zu bekommen ist total nachvollziehbar für den Leser, aber auf der anderen Seite auch unglaublich. Man will ihm helfen, und fasst sich an den Kopf, das kann er doch jetzt nicht wirklich machen. Man ist geschock über seine Bereitschaft bis ans äußerste zu gehen, und durchlebt seine Gefühle von Seite zu Seite mit. Seine Trauer ist für den Leser unheimlich greifbar, seine Wut, seine Aggressionen, seine Verzweiflung.... und doch will man mit ihm alles versuchen um Tilda zu retten. Immer wieder hat mich verwundert, wie er aus der Suche ausbrechen kann und offensichtlich alles um sich herum ausblenden kann, und mit seinem Kumpel Baroni trinkt. Trinkt bis zur Besinnungslosigkeit. In die Sauna gehen. Und doch fügen sich diese Situationen in ein rundes Gesamtbild ein, denn schließlich haben sie die beiden auf ihrer Suche immer ein Stück weiter gebracht.

Für die Entwicklung der Geschichte und einige Handlungen war unsere tatsächliche Gegenwart auch ein guter Helfer. Zum einen haben die Anschläge vom 09.11.2011 eine weltweite Terrorangst ausgelöst, die Flugsicherheit jetzt groß schreiben. Und wir lernen im Buch, wie schnell man ein Flugzeug davon abhalten kann doch noch zu starten - nicht nachmachen, im ernstfall sehr teuer. Außerdem die Medien, die Max Broll selbst gut kennt, die aber auf der anderen Seite so eine Geschichte heute ganz anders aufziehen, als noch ein paar Jahre zuvor.

Während der Geschichte, im Endeffekt sind es nur 4 Tage glaube ich, geht man mit Max Broll durch die Hölle. Wir müssen lernen, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben, aber manchmal der Zweck die Mittel heiligt. Das unmögliche Dinge wahr sein können, weil es eine unentdeckte Lücke im System gibt. Bernhard Aichner hat einen Krimi geschaffen, der bis zum Ende spannend bleibt. Man hat nicht nur Angst um die verbuddelte Tilda, sondern auch um das, was Max und Baroni bereit sind zu tun. Und nie weiß man, ob alles gut aus geht.

Der Schreibstil ist genau wie im ersten Buch: Sehr eigenwillig unf gewöhnungsbedürftig. Kurze Sätze, Aufzählungen, verwirrte Gedanken und dann diese Dialoge. Vorne stehen keinen Namen, sondern Bindestriche. Man muss also genau aufpassen und mitlesen. Denn sonst bekommt man nicht mit, wer was zu wem sagt. Dort verliere ich manchmal leider den Faden, obwohl die Dialoge eigentlich sehr gut geschrieben sind.

Die Protagonisten, die bereits im ersten Teil sehr gut dargestellt worden waren, bekommen im zweiten Teil noch mehr Tiefe. Wir lernen sie besser kennen. Wir bekommen einen Einblick in Gefühle, in die Lebensumstände, in die Beziehungen zwischen den Personen. Max Broll, DER Protagonist reflektiert viel und spricht über seine Gefühle und Gedanken. Die Konstellationen werden deutlicher und sie zeigen dem Leser, dass echte Freunde und Liebe die Grundbausteine für jeden glücklichen Menschen sind. Wenn einer dieser Teile aus den Fugen gerät, was passiert dann mit dem Menschne? Aber auch Baroni, der mir im ersten Teil ein bisschen zu sehr Prolet war, hat in diesem Buch eine unglaublich wichtige Rolle. Er ist der Fels in der Brandung, der Antreibt, motiviert und beisteht. Der seine Persönlichkeit einzusetzen weiß und im Namen der Freundschaft bereit ist alles zu geben. Absoluter Pluspunkt. Hanni, die wir in dem Buch nur wenig erleben, aber trotzdem erfahren wir viel von ihr: Ihre Lebhaftigkeit, ihre Spontanität, ihre liebevolle Art... wie gut sie Max Broll tun. Und Tilda, die eben nicht die böse Stiefmutter ist, sondern der wirkliche Mutter Ersatz. Di eine wichtige Rolle für Max spielt und die plötzlich selbst eine Vergangenheit hat.

Eine Sache die mich definitiv gestört hat ist der Alkohol. Was Max und Baroni in den paar Tagen trinken ist doch schon eine Menge. Zwar gehört es zu den beiden, aber es ist doch schon ungewöhnlich. Auch, was sie in diesem Zustand dann noch alles machen dürfen (lieber Herr Aichner, es gibt Gesetze;) ).

Das Buch nimmt schließlich ein Ende, und wie es es ausgeht, und auf welcher Beerdigung Max Broll auf der letzten Seite stehen muss, erzähle ich euch nicht. Auf jeden Fall ist man am Ende genau wie Max Broll, erleichtert zum einen und todtraurig auf der anderen Seite.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

usa, ebook, pseudonym, zeugenschutzprogramm, josh

Winterkill

Josh Ericson
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 29.07.2010
ISBN 9783800053100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich das Buch in den Händen hatte, habe ich mich wirklich gefreut und fand das Cover schon sehr schön. Auch wenn das Gesicht ein wenig komisch aussieht, gibt es zwei Dinge die ich super finde. Einmal die roten Augen im Gesicht, die auch im Buch eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Cover wirken sie wie aufgeklebt, sind es aber nicht. Und die Stadt im Hintergrund deutet den bedrohlichen Schneesturm an, der auch in der Geschichte wütet. Deswegen fand ich das Cover schon mal äußerst gelungen.

Wie auch der Klappentext schon vermuten ließ, wird auch im Buch schnell klar, das über 300 Seiten nur eine einzige Nacht beschrieben wurde. Das störte mich aber gar nicht, denn in einer Nacht kann viel passieren, und so wusste ich, legt der Autor viel Wert aufs Detail.

Die Geschichte beginnt rasant und abenteuerlich, und oft packt man sich an den Kopf und denkt, die Protagonistin Sarah hat mehr Glück als Verstand. Schließlich gelingt es nicht jedem bei Schnee und Wind 2 Profi-Killern zu entkommen. Die ersten Seiten des Buches fand ich wirklich gelungen, wahrscheinlich sogar das erste Drittel. Es passiert viel und man hat das Gefühl mit Sarah auf der Flucht zu sein, und freut sich fast, dass ihr zwei so vertrottelte Killer auf den Fersen sind. Doch es gibt einen Punkt, an dem das Buch für mich unglaubwürdig wird.

Sarah begegnet mitten in der Stadt per Zufall Ethan, der ihr zu Beginn aus der Patsche hilft. Doch das Schicksal trennt die beiden. Und nur durch diese Begnung sind die beiden unsterblich ineinander verliebt und finden sich im großen Getümmel immer wieder und er rettet ihr heldenhaft das Leben. Ok, das Buch ist ab 14 Jahren, aber das übertrifft selbst Twilight, denn die beiden haben keine übersinnlichen Sinne, können keinde Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen.... Das war mir irgendwann zu einfach gestrickt. Und irgendwie passte mir dieses Liebesglück auch nicht in die Geschichte.

Zum anderen gibt es da diesen Wendigo. Er ist eine Gestalt aus den Märchen des Indianderstamms, aus dem Sarah stammt. Dieser Wendigo wird geschickt um Menschen zu töten. Er übernimmt ihren Körper, Geist und Willen und führt sie unweigerlich in den Tod. Auf Sarah und einige Mädchen wird der Wendigo gehetzt, weil ein Vater aus dem Indiander-Reservat glaubt, sie seien Schuld am Tod seines Sohnes. Dieser Wendigo taucht mitten in der Nacht immer wieder auf, und versucht ebenfalls Sarah zu töten. Wenn er besitzt über einen MEnschen einnimmt, färben sich dessen Augen rot - wie auf dem Cover - und er kann dafür sorgen, dass die Menschen Sarah etwas antun wollen. Er schafft es auch in den Körper von Ethan und Sarah, doch ihre Liebe gibt ihnen Kraft dem Wendigo zu widerstehen und wieder zu sich selbst zu finden... oh bitte! Spätestens an dem Punkt war ich genervt!

Die Geschichte, die wirklich spannend beschrieben ist und im ersten Drittel auch viel hält und hoffen lässt, wird irgendwann anstrengend und Geschehnisse wiederholen sich. Manchmal hatte ich das Gefühl, Sarah macht total unverständliche Dinge, nur um die Geschichte fortzuführen und etwas "noch schlimmeres" passieren zu lassen. An irgendeinem Punkt hat der Autor mich verloren, weil die Geschichte einfach unglaubwürdig wurde. Es war zuviel Glück und Schicksal im Spiel.

Sehr gut hat mir jedoch gefallen, dass das Buch aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben ist. So bekommt man mit mit, was die Personen zur gleichen Zeit, in der gleichen Situation denken, denn schließlich wird nur eine Nacht erzählt. Diese Wechsel finde ich gut und sie geben einen großen Teil zur Geschichte dazu.

Das Buch ist schnell vorhersehbar. Man kann sich denken wie es ausgeht und bekommt ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende serviert. Normalerweise bin ich ein totaler Fan solcher Enden, aber in diesem Fall, frustrierte es mich.

Das Buch heißt Winterkill, aber die Protagonistin wird nicht getötet. Lediglich Nebendarsteller werden getötet, können aber nicht der "Winterkill" sein. Außerdem soll es sich um einen eiskalten Thriller handeln, und das einzige, was ich eisig empfand war das Schneetreiben in der Stadt Chicago.

Was der Autor jedoch gut gemacht ist, dass er eigentlich gute Charaktere geschaffen hat. Sarah, die an Selbstbewusstsein und Überlebenswillen nur so strotzt. Sie hat indianische Wurzeln und der Leser bekommt einiges über die Kultur, die Heimat, den Mythos und auch die Probleme von Indiandern in unseren Zeit geboten. Ihre Rolle halte ich für glaubwürdig, denn ich denke, das ein Mensch diesen Willen haben kann. Nur diese naive Liebe passt nicht ins Bild. Dann haben wir den lieben Priester, oder was er auch ist, der gutherzig, verständnisvoll und bodenständig ist. Er sucht das Gute im Menschen und glaubt an alles Gute. Er will das die Welt in Frieden und Harmonie lebt. Den bösen Vater, der die Mädchen in den Tod schicken will. Der Frust und die Trauer sind verständlich und die Verzweiflung ist spürbar. Ethan allerdings ist eine komischer Kauz den ich nicht einordnen kann.

Auch wenn ich den Schreibstil selbst mochte, und sich das Buch flüssig lesen lässt, fand ich das Buch nicht gut.

Fazit:
Das frostigste am Buch ist der Titel und es hält in keinsterweise, was es verspricht. Mich hat das Buch enttäuscht. Vielleicht ist es wirklich ein Jugendbuch und vielleicht habe ich zuviel erwartet. Aber Thriller ist für mich für dieses Buch eindeutig eine falsche Beschreibung!

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

Dosenkavalier

Hartmut Block
Flexibler Einband: 235 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.10.2010
ISBN 9783492263696
Genre: Romane

Rezension:

Ein locker, leichtes Buch mit Charme für zwischendurch. Das Buch ist literarisch sicherlich nicht der schwerste Schmöker, ganz im Gegenteil - es ist eine leichte Lektüre mit Biss und Humor und den Kleinigkeiten im Leben die zählen.

Hartmut Block hat eine nette Komödie geschrieben, die mich oft zum Schmunzeln gebracht und die einem immer wieder zeigt, was Kleinigkeiten doch ausmachen. Ein kleines bisschen von der einen Zutat zuviel, und die Katastrophe ist perfekt. Und eigentlich sollte doch alles ganz anders laufen. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, das kleine Katastrophen das Leben von Protagonisten Jonas Kemp meistens ein bisschen erschweren und ihn öfters bei Null anfangen lassen. Und das einzige was ihn retten kann, ist seine Leidenschaft zum kochen.

Er verliert seinen Job, sein Luxus-Appartment, seine Freunde, sein Auto.... und landet im katholischen Krankenhaus - er, der Schürzenjäger. Bereits am ersten Tag macht er seinem Ruf alle Ehre und ahnt nicht, welche Katastrophe er mit dem kleinen "tete-a-tete" auslöst. Er sieht das Ganze nicht als Herausforderung, sondern sucht nur Arbeit. Doch, in diesem Nichts findet er alles, was er jemals gesucht hat, es nur nicht wusste. Freunde, Leidenschaft, und natürlich die Liebe.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Protagonist eigentlich so ein schmieriger Macho ist, der von sich selbst ziemlich überzeugt ist, und sich plötzlich in der Welt der normalsterbelichen wiederfindet und ziemlich aufgeschmissen ist. Herrlich! Er muss lernen sich zurechtzufinden und sieht sich mit Problemen auseinandergesetzt, die ihm bisher nicht begegnet waren. Mit viel Humor beschreibt der Autor, was da so alles schief laufen kann.

Der Autor hat in der Kantine des Krankenhauses einen bunten Haufen Mitarbeiter zusammengewürfelt: Einen Chinesen der nach Deutschland kam um Brot zu backen, einen Ex-Militär der glaubt kochen zu können, ein Emo-Girl - das eigentlich ganz normal ist und eine Schwester, die Arme Ritter liebt.

Das Buch hat viele Kleinigkeiten die ein Gesamtbild schaffen, das wirklich nett ist und das ich schnell gelesen haben, denn der Schreibstil war sehr angenehm. Das Buch ist sehr authentisch und eigentlich könnte alles wirklich so passiert sein.

Fazit:
Das Buch ist ein liebenswertes Buch für zwischendurch und für all die, die leichten Humor und Witz mögen! Ich empfehle das Buch weiter und bin gespannt, was ich noch von diesem Autor zu lesen bekomme!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Tote im Regen

Hilde Artmeier
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.11.2010
ISBN 9783492258388
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte wirklich Lust auf einen Krimi, auf Spannung und Action - und bin größtenteils leider enttäuscht worden. Die Geschichte an sich ist gut ausgedacht, und hatte viel Potential, ist in meinen Augen aber nicht gut ausgearbeitet worden. Mir fehlte es die meiste Zeit an Spannung und Geschehnissen. Nicht, dass es diese nicht geben würde, aber irgendwas fehlte.

Die Autorin hat sich wirklich viel Mühe mit der Protagonistin Anna di Santosa gegeben. Das hat man gemerkt. Viele Wörter, vor allem Gerichte, wurden auf Italienisch genannt, kurze Abstecher nach Italien.... Gewohnheiten, Ausdrücke... viel italienischer Flair. Man bekommt einen tiefen Einblick in das Leben von Anna, in die Vergangenheit, gegenwart und auch die Zukunft.Vor allem in ihre Liebesgeschichten. Eine zerütterte Ehe, aber der Ex ist immer präsent. Ein Ex-Geliebter, der das erste Anschlagsopfer wird, und ein Arzt, der zur neuen Liebe wird, aber verheiratet ist. Drei komplizierte Geschichten, die ein Buch allein sein könnten. Und das ist ein Punkt der mich zeitweise sehr gestört hat. Anstatt auf diese unterschiedlichen Geschichten einzugehen, auch wenn sie eine Rolle spielten, hat mich teilweise doch genervt. Man hätte viel Zeit für die Geschichte verwenden können, und hier etwas sparen können.

Aber auch mit der Protagonistin selbst wurde ich nicht so ganz warm. Sie weiß einfach nicht was sie will. Für ihr Leben, für ihre Liebe und überhaupt. Sie stolpert von einer Sache in die nächste undm guckt, was es ihr bringt.

Der Schreibstil, abgesehen von dem italienischen, hat mir eigentlich ganz gut gefallen und ich konnte das Buch flüssig lesen. Das Buch ist auch defintiv von einer Frau geschrieben, das merkt man an Wörter und dem Schreibstil, das hat mir aber gut gefallen.

In der Geschichte gibt es definitiv zu viele Männer mit denen sie Beziehungen hatte und definitiv zu viele Personen, die zwielichtig und böse sind. Es gibt zu viele besondere Charaktere, so das der Roman überladen wirkt und es zu viele gibt, des gewesen sein könnten.Ein Klinikleiter, mit einer fragwürdigen Studie, ein Arzt, der mit Geld um sich wirft, eine Ärztin, die mit keinem etwas zu tun haben will, und doch immer überall dabei ist, ein Arzt der plötzlich verschwunden ist, ein Hausmeister, der komisch aussieht, eine Krankenschwester die flippig und hyperaktiv ist, eine Mitbewohnerin die noch eine kindliche Naivität hat.... und so weiter. Und von jedem erfährt man viel aus dem Privatleben. Sicherlich ist einiges auch wichtig für die Geschichte, aber mir waren es zu viele Personen über die man etwas wissen musste.

Natürlich gibt es auch ein Verbrechen, oder zwei.... einen Mord in der Vergangenheit, der der Grund für einen Anschlag ist, der der derzeitige Fall ist. Schnell wird klar, dass die beiden Sachen irgendwie zusammenhängen, aber es passiert eben ziemlich viel zwischendrin. Und weil die Protagonistin sich überlegt hat eine Detektei aufzumachen und der Angegriffene ihr Ex-Geliebter ist, schmeißt sie sich ins Geschehen und wird Zeugin und Ermittlerin. Nebenbei schließt sie aber noch mit ihm ab. Das sie ihre Nase überall reinsteckt, wird ihr schließlich zum Verhängnis, denn sie die Lösung des Falls ist zum greifen nahe, doch andere sind auch ihr auf die Schliche gekommen, und es kommt schließlich zu einem dramatischen Ende. Und leider war das Ende auch das einzig spannende für mich an der Geschichte.

Ich vermute, dass es eine Fortsetzung zu dem Buch geben könnte, denn die Idee mit der Detektei ist schließlich noch nicht vergeben und könnte jetzt erst so richtig beginnen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich weiterlesen würde.

Achja, wer bei dem Titel erwatet, dass die Tote im "Regen" (Wasser das in Tropfenform vom Himmel fällt" erwartet, wird erttäuscht!

Mein Fazit:

Für alle, die eine verworrene Geschichte lesen wollen, mit Liebe, Leid, Schmerz, Verbrechen und verstrickten Beziehungen, der kann das Buch beruhigt lesen. Wer aber einen spannenden Krimi erwartet, könnte womöglich wie ich enttäuscht werden.

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(66)

158 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 16 Rezensionen

liebe, sam, musik, werwölfe, grace

Linger

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 11.08.2010
ISBN 9781407121086
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch fängt super an und man glaubt es kommt ein Happy End und alles wird gut. Aber bereits im ersten Teil hatte man ja das Gefühl, irgendwas muss noch passieren, schließlich gibt es drei Bücher. Und das was man im Gefühl hat, überschatte das Ganze Buch und man wartet nur darauf das es passiert. Während die erste Hälfte des Buches eher langweilig ist, weil eben nichts passiert, kann ich jetzt wo mich fertig gelesen habe sagen: Die Spannung baut sich ganz langsam auf und man merkt es gar nicht. Das Unwohlsein von Grace ist nicht nur ihre Krankheit, sondern die Stimmung des Buches. Grace ist krank: Fieber, Übel sein, Schmerzen. Das kennt man doch irgendwo her. Aber man kann sich das Ganze nicht so wirklich vorstellen. Auch Grace will nicht daran glauben.

Und diese Stimmung ist unterschwellig im Buch anzutreffen und wird zum Ende immer erdrückender. Die Beziehung von Grace und Sam ist mehr als eine Teenieliebe, aber das wissen nur die beiden selbst. Sam in ihrem Zimmer zu verstecken ist auch keine Lösung für immer. Die beiden sind so harmonisch miteinander, dass die beiden eigentlich die perfekte Beziehung führen. Ein bisschen wie in Twilight. Er ist "besessen" von ihr und kann nicht ohne sie...sie ist total verliebt und verliert den Bezug zum eigenen Leben. Auch die Elternstruktur ist ziemlich ähnlich: Wie bei Bella sind die Eltern wenig da und das Mädchen ist auf sich alleine gestellt. Und das der Junge heimlich nachts in ihr Zimmer kommt, kennen wir ja auch. Doch die beiden fliegen auf und es kommt zu dramatischen Szenen. Grace muss sich zwischen der Liebe und ihren Eltern entscheiden, die das erste Mal seit Jahren Verantwortung übernehmen wollen. Ich konnte Grace in diesem Moment so gut verstehen, denn wahrscheinlich so gut wie jeder Teenager hätte gehandelt wie sie.

Die Charaktäre hat Maggie Stiefvater gut beschrieben und sie machen eine starke Entwicklung durch. Denn die beiden Teenager werden erwachsener, müssen im Buch immer mehr Verantwortung übernehmen und schließlich liegt auf Sam die Verantwortung für das Wolfsrudel. Er soll, obwohl er Mensch ist, irgendwie das Erbe von seinem Ziehvater Beck antreten und kommt oft an seine Grenzen.

Außerdem ist da noch Isabell, die ständig aus der Reihe tanzt. Und Cole, der einer der neuen Wölfe ist und zufällig mal ein Popstar war. Gefährlich für das Rudel, und unglaublich anziehend für Isabell.

Die Konstellation der Charaktere wird in dem Buch neu geordnet und verändert sich auch im Laufe des Buches. Das Buch hat eine ganz andere Thematik, denn es werden Vertrauen, Freundschaft, Verlässlichkeit und Verantwortung in den Fokus gerückt. Sie sidn wichtiger Bestandteil der Geschichte. Wenn auch nur eines wegbleibt, droht alles zu scheitern.

Die Geschichte selbst fand ich nicht soooooooooooooo spannend, bis zum Ende klar wurde was passieren wird.

Fazit:
Ich finde das Buch ist trotz der zweitweise langatmigen Geschichte ein guter zweiter Teil und macht Lust auf ein weiteres Buch. Allerdings denke ich auch, dass danach die Geschichte erzählt sein wird, und das denkt die Autorin zum Glück ja auch. Das Buch hat mich weniger durch seine Geschichte berührt, als durch das drumherum und die Kleinigkeiten die eine Rolle spielen.

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(1.149)

2.136 Bibliotheken, 31 Leser, 20 Gruppen, 329 Rezensionen

liebe, wölfe, sam, fantasy, grace

Nach dem Sommer

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 423 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2010
ISBN 9783839001080
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von dem Buch habe ich im Voraus unglaublich viel Gutes gehört und einige sagten sogar: "Es übertrifft die Twilight Saga". Auf dieses Buch war ich gespannt, denn Twilight war in den letzten Jahren mein absolutes Highlight.

Das Cover muss ich sagen, finde ich unglaublich hüsch und süß. Mit den Ästen und Blättern ist ein wichtiges Element aus dem Buch aufgegriffen worden. Auch die Darstellung der beiden Figuren finde ich äußerst gelungen. Absolut süß und so vollkommen zutreffend!

Der Deutsche Titel "Nach dem Sommer" ist in meinen Augen ähnlich zutreffend wie der Englische "Shiver" (Übersetzung: zittern). Oft bin ich mit dem deutschen Titel nicht zufrieden, aber in diesem Fall, ist "Nach dem Sommer" eben ein wichtiger Punkt im Buch. Wenn der Sommer vorbei ist, was dann? Dann kommen die Wölfe, dann ist Grace Leben in ihren Bahnen. Bis zu einem Sommer. Denn nach diesem Sommer, ist alles anders. Aber auch "Shiver" hat den Punkt getroffen, denn das worum es geht ist "zittern" ... die Angst vor der Kälte, denn sie ändert alles.

Ich habe das Buch total motiviert und mit Vorfreude angefangen, aber bin leider schnell enttäuscht gewesen. Ich habe etwas wie Twilight erhofft, und bin mit etwas ganz anderem bedient worden. Meine Erwartung war nicht erfüllt, deswegen habe ich das Buch erst nochmal zur Seite gelegt und war sauer. Da man Bücher aber zu Ende liest, habe ich weiter gelesen und als die Geschichte begann sich zu entwickeln, änderte sich meine Meinung. Zu Beginn langsam, aber die letzten 100 Seiten haben mich überzeugt.

Ich denke, das Buch muss man ohne den Hintergrund Twilight betrachten, für mich war das ganz wichtig. Außerdem musste ich auch sehen, dass das Buch (in meinen Augen) eine andere Liebe beschreibt, als die in Twilight. Für mich persönlich war die Liebe und auch die Geschichte zu Beginn eher für ein jüngeres Publikum (ist ja auch ein Buch für junge Erwachsene), für mich fast aber einen ticken zu jung.

Die Autorin benutzt eine Sprache, die ich sehr gerne mag. Sie ist "alltäglich", nah am Menschen und an der wirklichen Sprache. Sie ist nicht aus der Luft gegriffen und ermöglicht einen angenehmen Lesefluss. Im Laufe des Buches habe ich mich immer mehr daran gewöhnt und die Sprache und Wortwahl macht unglaublich viel von der Geschichte aus.

Zu den Charakteren kann man einiges sagen: Es gibt zu Beginn zwei Hauptcharaktere und viele Nebencharaktere. Deren Wichtigkeit und Präsenz ändert sich im Buch. Im Mittelpunkt stehen Grace und der Wolfsjunge "Sam". Grace ist ein ruhiges Mädchen, dass in einer anderen Welt zu Leben schein. Alles dreht sich um die Wölfe und sie hat eine leicht kindliche Art an sich. Ihr besten Freundinnen sind Rachel und Olivia, die schon in der Pubertät stecken und sich für mehr als Wölfe interessieren. Sam ist mal Wolf und mal Junge. Als Junge scheint er ein bisschen aus einer anderen Welt. Er liest gerne Gedichte, ist gebildet und schüchtern. Er ist eine Art Waise, der von seinen Eltern misshandelt wurde, und vom Rudelführer zu einem Wolf verwandelt wurde und so seinem Elternhaus entfliehen konnte/musste. Isabell und ihr Bruder Jack nehmen zum Ende des Buches auch eine immer stärkere Rolle ein und bringen viel Unruhe in die Geschichte und eine komplett neue Wendung. Zwar sind beides nur Nebencharaktere, und einer von beiden verschwindet auch noch im ersten Buch, doch sind beide von großer Bedeutung für die Entwicklung der Geschichte.

Das Buch ist aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Entweder aus Sicht von Grace oder aus Sicht von Sam. Auch wenn Sam in Wolfsgestalt ist, werden Kapitel aus seiner Perspektive geschrieben und seine Gedanken werden wiedergegeben. Jedes neue Kapitel enthält eine Zusatzinformation: Die Temperatur. Je niedriger die Temperatur, mit so mehr Spannung liest man das Kapitel. Man bekommt schnell mit, dass bei Kälte immer die Gefahr droht, dass sich der Junge Sam in einen Wolf verwandelt, denn das ist ihr Schicksal. Sie haben immer nur den Sommer. Und auch die sind gezählt.

Das Buch gewinnt ab der Hälfte an Spannung, denn man zittert förmlich mit und spürt die Angst von Grace bei jedem kleinen Wind, dass Sam sich verwandeln könnte. Die Kälte aus dem Buch übertragt sich förmlich auf den Leser und man bangt mit. Die Geschichte um die beiden spitzt sich zu und die Ereignisse überschlagen sich. Gut gefällt mir, dass man meistens von beiden Hauptcharakteren die Gedanken mitbekommt und so viel mehr Informationen erhält. Ich möchte nichts weiter von der Geschichte verraten, deswegen gibt es hier nicht mehr zum Inhalt.

Es gibt zwei Dinge im Buch die mich wirklich überrascht haben: Ein Wolf stirbt, womit ich absolut nicht gerechnet habe. Und, das letzte Kapitel.... es ist einfach unglaublich und so genau beschrieben. Man ist quasi in der Situation selbst und ich habe aufgehört zu Atmen und voller Vorfreude gelesen. Und als die Spannung ihren Höhepunkt erreicht, ist das Buch zu Ende!

Jetzt bin ich absolut angefixxt und will weiterlesen. Den zweiten Teil gibt es bereits auf Englisch. Auf Deutsch erscheint er erst im September. Ich werde wohl bald die Buchhandlung stürmen und mir den zweiten Teil auf Englisch kaufen.

Fazit:

Eine süße Geschichte, die sich erst entwickeln muss. Mich konnte sie allerdings spätestens ab der Mitte des Buches überzeugen und auch die oft angesprochene Ähnlichkeit zu Twilight kann ich im Nachhinein vestehen. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ja, für jeden der eine süße und romantische Geschichte lesen will, die Spannung beweist.

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(40)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

drittes reich, zeitreise, nsdap, parallelwelt, vergangenheit

Alles bleibt anders

Siegfried Langer , Timo Kümmel
Flexibler Einband: 241 Seiten
Erschienen bei Atlantis Verlag Guido Latz, 20.12.2008
ISBN 9783936742954
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Um eins vorweg zu sagen: Das ist ein Buch, dass ich nie gekauft hätte, wenn ich es im Laden gesehen hätte. Um so froher bin ich, dass es mir angeboten wurde und ich zugesagt habe. Vielen Dank an dieser Stelle an den Autor Siegfried Langer für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, und auch für das Buch selbst.

Ich muss zugeben, als er mir das Buch angeboten hat, habe ich gedacht, das könnte spannend sein. Dann habe ich es hier gehabt und es ewig vor mir her geschoben, weil ich dachte: Diese Nazi-Thema ist ja doch schon ziemlich ausgelutscht und irgendwie naja... aber ich hatte versprochen es zu lesen und bin fertig und begeistert (abgesehen vom Ende).

Für einen Debütroman muss ich sagen absolut gelungen und fesselnd, beängstigend und fanatsievoll. Ich hätte bei diesem hässlichen (sorry) Cover nie gedacht, dass eine solche Geschichte dahinter steckt. Das Cover ist absolut hässlich, ich kann es nicht anders beschreiben. Es passt irgendwie nicht zum Titel, und zur GEschichte bedingt und überhaupt.. nicht meins. Der Titel hingegend ist absolut treffend! Ich habe selten ein Buch gehabt, wo der Titel total super passt. Und vor allem: "Alles bleibt anders" - intuitiv beginnt man nachzudenken und überlegt, was der Titel bedeuetet. Und damit hat ein Autor schon mal einiges richtig gemacht.

Das Buch beginnt und man ist gleich mittendrin, weiß aber nicht wo. Der Protagonist ist Frank Miller der sich an nichts erinnert und verwirrrt ist und herausfinden muss, wer er selbst ist und wie seine Vergangenheit ist. Ab dem ersten Satz ist man mit dem Protagonisten auf einer Wellenlänge und kann sich super gut in ihn hineinversetzen. Man leidet mit ihm, man bangt mit ihm, man verzweifelt, man weint, man lacht. Vor allem rätselt man und man weiß selbst nicht mehr als Frank Miller. Und gleich merkt man, dass etwas nicht stimmt. Die Zeit ist eine andere, das Leben ist ein anderes - und es ist total befremdlich sich in dieser Welt zurechtzufinden. So ergeht es schließlich auch Frank Miller.

Die Geschichte hat bald eine erste Wendung, und ich habe kurzfristig auch den Zusammenhang verloren. Bis endlich alles aufgeklärt wird und einen Sinn macht - zumindest ein bisschen. Das Buch ist nämlich zu keinem Punkt vorhersehbar und baut nach diesem ersten Switch eine Spannung auf, die bis zum letzten Abschnitt nicht abreist. Die Geschichte unglaublich und unwirklich, und das in der wahrsten Bedeutung der Worte. Erstens kann man sich nicht vorstellen, dass 2008 die Nazis die führende Weltmacht sind und alles deutsch ist, andererseits ist es absolut unwahrscheinlich SPOILER das man zwischen Parallelwelten hin und her springen kann, und in der Zeit reisen kann Spoilerende.

Ich finde die Geschichte genial konstruiert. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben und in viel Fleißarbeit an Details gefeilt. Nicht nur die Charaktere werden zu richtigen Persönlichkeiten, auch Umgebungen und Gebäude werden sehr detailiert beschrieben und obwohl es die Dinge nie wirklich gegeben hat, kann man sie sich gut vorstellen. Auch finde ich sehr gut, und gut durchdacht, dass es trotz der anders verlaufenden Geschichte Parallelen zu unserer Welt gibt. Zum Beispiel werden die Terroranschläge auf den World Trade Center eingebaut, allerdings werden Zwillinngstürme in Deutschland angegriffen. Mir ist absolut unklar, wie der Autor zu dieser Geschichte gekommen ist, denn wer denkt an Hitler in 2008? Ich werde ihn danach fragen!

Da das Buch eine Sprünge in der Zeit macht, mal vor und zurück, habe ich zwischendurch ein bisschen den Durchblick verloren, aber wahrscheinlich nur, weil ich zeitweilig unaufmerksam bin.

Bemängeln würde ich neben dem Cover auf jeden Fall die Gestaltung der Seiten. Sie Seiten sind verhältnismässig breit für ein Taschenbuch und sehr eng beschrieben. Sowohl von Rand bis Rand an den Seiten, als auch von oben bis unten. Sehr eng aneinander geschrieben und hat mich zuerst erschlagen. Ausbaufähig meine ich.

Die Geschichte hat viele Wendungen und immer wieder wurde ich überrascht. Man erkennt irgendwann die Gesamtstruktur, aber es geschieht ständig etwas unvorsehbares. UND - ihr wisst ich bein ein Fan von Happy Ends - es gibt kein wirkliches Happy End. Zumindest ist das Ende nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Auch wenn es logisch ist, dass es so kommen muss, aber ich hätte es gerne anders gesehen.

Sprachlich ist das Buch gut zu lesen. Es lässt sich flüssig lesen. Es gibt viele Einschübe und zwischendurch auch kurze Sätze, die Langer dazu nutzt, um Details zu beschrieben oder Gedankengänge zu verdeutlichen. Man ist die ganze Zeit in der Lage, Frank Miller und die anderen Charaktere zu verstehen, steht aber hauptsächlich in der gleichen Rolle wie Frank Miller. Besonders bewegt hat mich, dass die Charaktere entscheide müssen, ob sie eine Änderung für sich erzwingen wollen, oder der Menschheit etwas Gutes tun wollen. Alle sind bereit ihr Leben zu geben um für den Rest der Menschen einzustehen und verlieren die Liebe ihres Lebens und ihre besten Freunde. Einige müssen sich eingestehen, dass ihr Lebenswerk scheitert und die Zukunft ungewiss vor ihnen liegt.

Mein Fazit:
Wer sich für das Thema Nationalsozialismus entfernt interessiert und auf ein spannendes Buch mit unmöglichen Dingen steht, der kann beruhigt zu diesem Buch greifen und wird nicht enttäuscht. Es ist spannend und aufregend und zeigt "Was wäre wenn ... die Nazis in 2008 noch regieren würden.... und was wäre wenn... wir versuchen würden Gott zu spielen". Das Buch ist nicht nur phantastisch, sondern ist auch gut recherchiert und mit Hingebung geschrieben.

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145 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

tod, liebe, trauer, geist, unfall

Ich weiß, du bist hier

Laura Brodie
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.06.2010
ISBN 9783423247856
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Buch hat mich wirklich interessiert, weil ich aufgrund des Klappentextes eine wirklich spannende Geschichte erwartet habe:

Sarah McConnels Ehemann war seit drei Monaten tot, als sie ihn im Supermarkt sah....

Ist David gar nicht bei einem Kajakunfall umgekommen, wie alle Welt angenommen hat? Sarah ist sich nicht sicher, ob sie sich nur eingebildet hat, in zu sehen. Doch eines Abends steht er vor ihrer Tür.

Klingt doch spannend, oder? Also habe ich mich mit viel Begeisterung an das Buch gemacht und war überrascht, als der besagt Kajakunfall schon sehr zu Beginn des Buches passiert. Ich dachte... joah... und jetzt 300 Seiten ob er überlebt hat oder nicht? Aber ich habe weitergelesen, denn die Geschichte musste sich schließlich noch spannend ergeben. Doch auch die Erscheinungen von ihrem Ehemann kommen ziemlich schnell und ich war verblüfft, weil ich mir nicht vorstellen konnte, was noch alles kommt, denn es waren noch soviele Seiten.

Die Geschichte an sich hat mich leider so gar nicht umgehauen. Sie ist interessant, und ich glaube auch, dass sie so in etwa im echten Leben passieren kann, aber mir fehlte es an Spannung und Geschehnissen. Den größten Teil des Buches erfährt man was Sarah macht um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, eigentlich geht es in dem ganzen Buch nur darum, wie man schließlicham Schluss erfährt. Das buch beschreibt das Leben einer Frau, die soviel noch erreichen wollte und sich ihr Leben in einer bestimmten Richtung vorgestellt hat, und durch den Tod ihres Mannes ein neues eigenständiges Leben führen muss. Sie muss lernen wieder alles alleine zu machen und vor allem, wieder anfangen zu leben. Dies wird ihr vor allem bewusst, nachdem ihr Mann ihr erscheint und ihr die unglaubliche Geschichte von seinem Unfall und seinem Überleben schildert. Sie muss sich überlegen, ob sie mit ihm ein Aussteigerleben führt, oder ihr eigenes Leben lebt.

Auf diesem Weg der Selbstfindung, auf dem der Leser sie begleitet bekommt man viele Hintergrundinformationen und einen tiefen Einblick in die Gefühle der Protagonistin und ihr Leben. Ihre Hobbies, ihre Freunde, ihr Freud und Leid wird mit dem Leser geteilt. Sie hat ein eigentlich ein perfektes Leben, doch das Einzige, das ihr zum Glück fehlt ist ein Kind. Sie hat in den letzten Jahren mehr als eine Fehlgeburt erlitten und wurde in ihrer Ehe zu einer verbitterten, wütenden Frau.

Die Erscheinung von David, ihrem vielleicht verstorbenen Ehemann ist eine merkwürdige. Wie ein Geist begleitet er Sarah durch da Buch und bestimmt ihr Leben ohne wirklich anwesend zu sein.Sarah kann sich nicht von ihm lösen, aber kann auch nicht mit ihm weiterleben. Sie ist hin und her gerissen zwischen einem Leben mit ihm, und dem Leben das sie führen könnte. Im echten Leben bekommt sie die Aufmerksamkeit von Davids Bruder, und beginnt eine waghalsige Affäre mit ihm, die sie zwar sexuell befriedigt, aber nicht die Liebe für den Rest des Lebens ist. Aber er gibt ihr Halt und Aufmerksamkeit.

Die Charaktäre sind von der Autorin alle sehr speziell und haben sehr wichtige Rollen in dem Buch. Sarah wird sehr detailliert beschrieben, und man kann sich gut vorstellen, wie diese Frau aussieht und wie sie fühlt. Ihr Schwager Nate, ihre heimliche Affäre, ist der gutaussehende und erfolgreiche Aktienmensch, der stets mit schönen Frauen gesehen wird. Er lebt ihm Luxus und kann sich leisten was er will, und auch einer Frau finanziell alles bieten. Doch hinter dieser Fassade ist ein Mann der Angst vor der Ehe hat und sich nicht fest binden möchte und stets die Reißleine zieht, wenn es zu ernst wird. Er war zwar immer der schönere und reichere Bruder, aber erfolgreicher und beliebter bei seinen Eltern war er nicht. Die liebe Nachbarin Magret, die sich fast mütterlich um Sarah kümmert und ebenfalls eine Witwe ist. Sie versucht ihr zurück ins Leben zu helfen, und steht ihr zur Seite, wann immer sie jemanden braucht. Und schließlich David, der in seinem Job als Arzt aufgeht und der prefekte Ehemann war, aber sich immer ein abenteuerlustigeres Leben gewünscht hat und durch das Aussteigen und seinen Unfall die Chance sieht neu anzufangen. Auch sein Charakter wird sehr genau beschrieben und man merkt, wie auch in der Ehe immer mehr vereinsamte und auch die Fehlgeburten ihm schwer zu schaffen machten.

Der Schreibstil der Autoin ist sehr angenehm. Man kommt leicht in einen Lesefluss und liest schnell Seite um Seite. Allerdings neigt sie dazu sich im Detail zu verlieren. An einigen Stellen dauerten mir gewisse Momente zu lang, und Szenen wurden zu detailiert beschrieben. Zwar bekommt man teilweise so einen besseren Eindruck, aber etwas kürzer wäre vielleicht auch ausreichend gewesen. Schließlich ist es mir auch so mit der ganzen Geschichte gegangen. Sie ist mit einfach zu ausführlich gewesen, und zu lang ohne das wirklich etwas Spannendes passiert. Erst kurz vor Ende spitzt sich die Situation einmal kurz zu und man denkt, wie? Das kann jetzt nicht passieren und nur noch so wenig Seiten. Aber schließlich, ist es doch nicht so spannend, wie geglaubt.

Auch das Ende hat mich leider schwer enttäuscht. Ich bin ja ein Fan von Liebes-Happy-Ends und das wurde mir nicht gegeben. Warum? Das verrate ich nicht, denn sonst verrate ich das Ende.

Fazit:

Das Buch hat mich leider im gesamten nicht befriedigt. Die Geschichte ist süß, und bewegend und ich denke auch, dass sie wirklich so passieren kann. Das Buch beschreibt die Trauerbewältigung und den Weg zurück ins Leben, und zeigt sehr genau, wie schwer das sein kann und wieviel Hilfe und Zeit man benötigt. Diesen Punkt hat die Autorin genau getroffen. Allerdings hatte ich mir vom Klappentext eine andere Geschichte erhofft.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

liebe, roman, trauer, tod, belletristik

Wenn du Liebe versprichst

Louise Douglas , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Diana HC, 02.04.2009
ISBN 9783453290679
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

Ein Zufallsgriff dieses Buch. Ich hatte meine eigentliche Lektüre zu Hause vergessen, der Zug hatte Verspätung und unser Bahnhof hatte vor kurzem due Buchhandlung ausgebaut. Ein bisschen durch die Gänge geschlendert, erinnerte ich mich, dass ich dieses Buch bereits in den Händen hatte, aber nie gekauft hatte. Also habe ich es mitgenommen.

Ich muss gestehen, ich bin absolut offen für herzzerreissende Liebesgeschichten die komliziert sind und in denen man nicht anders kann, als schluchzen und gleichzeitig den Kopf schütteln.

Das Buch hat insgesamt 59 Kapitel, was zu Beginn viel aussieht, aber einen Sinn hat, denn die Kapitel sind abwechselnd aus der Gegenwart und der Vergangenheit geschrieben. Zu Beginn kennt man nur den Klappentext und weiß nicht viel, nur das Luca tot ist und sie etwas mit dem Zwillingsbruder anfängt. Das Buch beginnt nach der Affäre, quasi nach der komplette Handlung des Buches. Sie ist wieder in London, ihr Wahlheimat, bei ihrer Schwester untergekommen und total verzweifelt und alleine. Ihre Schwester rät ihr, alles was passiert ist nieder zu schreiben. An diesem Punkt beginnt das Buch, sie beginnt zu schreiben.

Man erfährt von der Beerdigung und dem gespannten Verhältnis der Familie und auch, wie es dazu kam. Der Grund dafür liegt in der Vergangenheit und wird durch die abwechselnden Kapitel gut erzählt. Am Anfang war ich etwas verwirrt, und manchmal musste ich einen Moment überlegen ob ich gerade in der Gegenwart oder der Vergangenheit bin, aber, ich fand, die Kapitel haben so eine angenehme Spannung aufgebaut. Man wartet darauf, was passiert ist, dass Olivia von der Lucas Familie verachtet wird. Ok, man ahnt natürlich schnell was passiert ist, aberman will e einfach nicht glauben. Und zwar aus zweierlei Hinsicht: Einerseits ist es schon unglaublich genug, mit einem Mann, der kurz vor der Hochzeit steht durchzubrennen, frech ist es aber, nach dem Tod des Mannes, mit dem Zwillingsbruder eine Affäre anzufangen, obwohl der mit der damals sitzengebliebenen Braut verheiratet ist.

Man schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt, so blöd kann ein Mensch alleine doch nicht sein, und andererseits hab ich überlegt, wie schwer muss es sein, wenn der geliebte Verstorbene einen Zwillingsbruder hat, der genauso aussieht, spricht, redet und riecht? Ich kann mir gut vorstellen, dass es dadurch eine natürliche Anziehung gibt, und es einem Halt gibt und das man in dieser Situation vielleicht nicht die Möglichkeit hat klar zu denken, aber es ist einfach unglaublich.

Ich muss gestehen, die Story an sich ist nicht sooooooo spannend und tiefgreifend, aber sie hat mich berührt, was mir vielleicht sogar wichtiger ist. Ich habe mit Olivia mitgefühlt. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich auch schon von geliebten Menschen verabschieden musste? Auf jeden Fall, hat sie sich viel Mühe gegeben, den Charakter der Olivia erwachsen werden zu lassen, hat ihr Raum für Gefühle, Entwicklung und Reflektion gegeben. Zu Beginn ist sie jung und unvernünftig und am Ende des Buches, sieht sie Fehler ein und kann einen Schlussstrich unter die Affäre setzen, und will keinen weiteren Schaden anrichten. Ich mag es unglaublich gern, wenn ich einen Charakter so nachvollziehen kann und er sich entwickelt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es ist sehr flüssig geschrieben und hat mich das Buch in 2 Tagen schnell durchlesen lassen. Zum Titel muss ich sagen, finde ich den Deutschen Titel vielleicht unglücklich, vor allem wenn man den Englischen kennt. "The Love of my Life" - Die Liebe meines Lebens gefällt mir eindeutig besser als "Wenn du Liebe versprichst". Denn im Buch wird auch immer wieder über die Liebe des Lebens gesprochen und nicht über ein Versprechen an sich. Aber leider hat man das Problem ja öfter mit Übersetzungen.

Fazit:

Das Buch empfehle ich somit allen, die ein bisschen Herzschmerz vertragen und eine leichte Lektüre suchen. Ein Buch voller Jugendlichen, die Sexualität entdecken und dann die großen Gefühlen und schließlich mitten im Leben stehen und Tatsachen konfrontiert werden, die sie nie in Betracht gezogen haben. Tod, Liebe, Verlangen, und Zerissenheit zwischen Gut und Böse...

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

geschwister, frankreich, geheimnis, roman, paris

Keine Sorge, mir geht's gut

Olivier Adam , Carina von Enzenberg
Fester Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Schirmer Graf, 15.03.2007
ISBN 9783865550408
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Nach einem Urlaub bei ihrer Oma kommt Lilli wieder nach Hause und ihre Eltern eröffnen ihr unter Tränen, dass ihr Bruder Loic verschwunden ist. EInfach abgehauen. Für Lilli bricht eine Welt zusammen, denn ihr einziger Vertrauter und ihr Halt im Leben ist einfach gegangen. Auslöser soll ein Streit mit dem Vater gewesen sein. Lilli findet nur schwer zurück ins Leben. Irgendwann erhält sie erst eine Postkarte und dann immer wieder eine, von Loic, der durch die Gegend reist und dem es anscheinend gut geht. Eines Tages entschließt sie sich, dorthin zu reisen, wo die letzte Postkarte herkam und lüftet zufällig ein Familiengeheimnis. Doch trotzdem, von der Wahrheit ahnt sie nichts.

Meine Meinung:

Zu allererst muss ich sagen, dass mich der Klappentext echt gereizt hat und ich dieses große Familiengeheimnis auch wissen wollte. Das Buch ist im Internet gut beschrieben und in Frankreich hat es sogar Kultstatus erreicht. So ein Buch muss doch gut sein oder?

Aber, und jetzt kommt (leider) ein großes Aber, denn mir hat das Buch absolut nicht zugesagt. Bereits nach den ersten fünf Seiten wollet ich nicht mehr weiterlesen. Woran das lag? An dem Schreibstil. An der Art, wie Seiten gestaltet sind. So sehen viele Seiten aus:

Viele Seiten sind nur halb beschrieben, viele Absätze, kleine Einschübe. Ich kam einfach nicht in meinen heiß geliebten Lesefluss. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass es (vor allem am Anfang) unendlich viele Aufzählungen gab. Lilli arbeitet an der Kasse bei "Shopi" und einige Seite sind voll mit den Dingen die über ihre Kasse gehen. Schlichtweg Aufzählungen von EInkäufen... (what the fuck?)... mich hat es tierisch genervt. Viele kurze Sätze. Nichts für mich, leider.

Aber auch die Geschichte konnte mich bei diesem Buch leider nicht umhauen. Ich hab sehnsüchtig darauf gewartet, dass das Geheimnis gelüftet wird. Was ist aus ihrem Bruder geworden. Dann lüftet sie das Geheimnis, und das Buch ist noch nicht zu Ende, und der Bruder immer noch nicht da. Aber neben dem Geheimnis gibt es noch eine Wahrheit, die sie (wahrscheinlich) nie erfahren wird, obwohl sie der viel näher ist als sie glaubt. Ich werde euch dieses Geheimnis und die Wahrheit nicht verraten, denn sonst lohnt es nicht mehr zu lesen.

Bei den Charakteren allerdings muss ich sagen, hat sich Olivier Adam große Mühe gegeben, zumindest wenn es um Details geht. Die Protagonistin Lilli wird detailiert und liebevoll beschrieben. Man bekommt ihre Verzweiflung und Traurigkeit vermittelt. Man spührt, wie sie sich mit kleinen Romanzen und One-Night-Stands ein bisschen Zärtlichkeit sucht, und doch am Ende immer wieder alleine dasteht. Mehr Nähe bekommt sie nicht, ist sie womöglich aber auch nicht in der Lage zuzulassen. Wirkliche Freunde hat sie nicht mehr, denn mit dem Verschwinden ihres Bruders, brach auch der Kontakt zu den gemeinsamen, bzw. vorwiegend seinen Freunden ab. Den einzigen Halt bieten ihr in dieser schweren Zeit vor allem ihre Eltern. Die allerdings sind von der Abwesendheit des Sohnes auch schwer getroffen und kämpfen um Fassung, kämpfen um ihre Tochter... und um einen Weg ins normale Leben. Mit einem Unterschied: Sie kennen die Wahrheit und halten diese vor ihrer Tochter geheim, denn sie haben Angst, dass ihre Tochter den Bezug zum Leben und vielleicht auch vollkommen die Lust am Leben verliert. Besonders mit Eltern hat Adam viel Gefühl beschrieben. Der Vater wirkt zu Beginn etwas unterkühlt und distanziert. Doch im Laufe des Buches bekommt man einen völlig anderen Vater zu sehen. Gefühlvoll, liebevoll, fürsorglich, mit einer endlosen Liebe für seine Frau und vor allem seine Tochter. Er würde alles tun, damit es den beiden gut geht. Doch auch er muss den Verlust des Sohnes überwinden, und gibt es sich die Schuld daran. Die Mutter ist eine schüchterne und eigenbrödlerische Frau. Sehr nah am Wasser gebaut und hin und her gerissen. Mit viel Mühe versucht sie den Schein aufrecht zu erhalten und wenigstens ihre Tochter zu behalten.

Betrachtet man aber die Gesellschaft, die Olivier Adam (selber Franzose) beschreibt, so kann man ein falsches Bild von den Franzosen, odern spezuiell den Parisern und Umgebung bekommen - vielleicht hatte auch einfach nur ich das Gefühl. Es wird eine Welt beschrieben, die zwar viele kleine schöne Orte hat, die absolut liebenswert sind, aber die Menschen dort sind sehr unterkühlt. Es geht um Spaß, Sex und Geld. Ein Quickie hier, ein Blowjob dort, und manchmal nimmt man sie einfach von hinten. Szenen die für mich, dass Bild komplett gestört haben. - Auch wenn sie Charakterzüge von Lilli wiedergespiegelt haben, fand ich sie doof.

Hmm... vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn ich habe eine spannende und fesselende Geschichte erwartet, und bin leider nicht befriedigt worden.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gerüche, venedig, liebe, ina knobloch, düfte

Der Duftmacher

Ina Knobloch
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 08.09.2010
ISBN 9783866122673
Genre: Historische Romane

Rezension:

Titel: Der Duftmacher
Autorin: Ina Knobloch

Verlag: Pendo
Erschienen: 06. September 2010

ISBN-10: 3866122675
Gebundene Ausgabe: 16,96 €

...Wenn ein Buch zu riechen beginnt....

Wie einige wissen war ich vor dem Lesen noch jungfräulich was hitsorische Romane angeht und war auch ein bisschen zwiespältig, als ich das Buch vom Verlag zugeschickt bekam, überraschenderweise. Aber ok, dran gewagt habe ich mich trotdzem.

Ich muss gestehen, ich war schnell begeistert von dem unglaublich schönen und liebevoll durchdachten Cover. Einerseits sieht man diese Frau, ohne jedoch ein wirklich Gesicht zu erkennen und unten finden wir Köln schattiert... unglaublich schön und ... für mich als Düsseldorferin ein Schlag ins Gesicht. Aber ok, da wollen wir einmal darüber hinweg sehen.

Der erste Satz: Lucia stöhnte auf, als suie eine Welle von Schmerzen ihren schwangeren Körper durchfuhr.

Inhalt:

Giovanni Maria Farina wird geboren in eine Familie von Duftmachern und Kaufleuten, und ist eines von mehreren Kindern. Und doch hat er als Einziges die Gabe der Vorfahren geerbt. Schnell stellt sich heraus, dass er weitaus begabter ist als alle zuvor. Er kann besser riechen und Dinge riechen, die sonst keiner riecht. Nicht einmal seine Großmutter, die ebenfalls diese Gabe hat. Als er in das Alter für die Ausbildung kommt reist er mit seiner Großmutter durch Europa um die Kunst des Parfumeurs zu erlernen und schließlich eine Ausbildung als Kaufmann zu machen. Auf seiner Reise begegnet er Antonia, die Glück und Pech zugleich ist. Die unendliche Liebe zu ihr treibt ihn an den perfekten Duften zu kreieren.

Meine Meinung:

Zu Beginn des Buches war ich unglaublich verwirrt, da sich viele Namen ähnelten und die Schauplätze wechselten. Da ich am Anfang nicht so aufmerksam gelesen haben, wie ich es hätte tun sollen, habe ich im Laufe des Buches lernen müssen, wer mit wem und warum.

Die Charaktere, vor allem die des Protagonisten Giovanni Maria Farina, sind liebevoll beschrieben und im Verlaufe der Geschichte habe ich vor allem mit ihm gefühlt, geliebt und vor allem gerochen. Für mich als normal Sterbliche ist es unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die so gut riechen können, aber durch Giovanni wurde mir diese Figur und die Kunst näher gebracht.

Aber auch der böse Gegenspieler Bernardo ist gut durchdacht und hat einen starken Charakter, der sich im Buch unglaublich weiterentwickelt und eine Wandlung vornimmt, die ihm keiner zugetraut hat. Da er nun einmal der böse Charakter ist, und der Nebenbuhler von Giovanni, dem Liebling, konzentriert sich die eigene "Wut", die man während des Lesens entwickelt, auf ihn. Er ist böse, hinterhältig und ein Schurke.

Was ich besonders an dem Buch schätze ist nicht nur die Einteilung in unglaublich gut durchdachte Kapitel, sondern die Einleitung in eben diese. Jedes Kapitel steht im Licht eines Duftes. Das heißt, jedes Kapitel hat einen besonderen Charakter und nimmt den Charakter des Duftes an. Ist der Duft lieblich und erfrischend, dann weiß man auch, dass das Kapitel entsprechend ist. Ein Duft der eher schwer bis unangenehm ist, leutet ein nicht ganz so frohes Kapitel ein.

Und so wie diese Düfte beschrieben werden, dreht sich auch das ganze Buch nur um Düfte. Man erfährt alles, was Giovanni mit seiner sensiblen Nase erschnuppert, und erfährt von den unglaublichen Gefühlen die es bei ihm auslöst, und eben auch der Übelkeit, die schlechte Gerüche auslösen. Die Recherche für dieses Buch muss aufwendig gewesen sein, kann aber auch durch den Beruf der Autorin eine Leidenschaft sein - auf jeden Fall merkt man, dass sich hier jemand auskennt. Die Düfte werden so genau beschrieben, dass selbst wenn man sie nicht kennt, man eine Vorstellung von ihnen gewinnt. Sie werden mit Bildern und anderen assoziert, so dass das Buch irgendwie anfängt zu riechen und von Kapitel zu Kapitel einen anderen Duft annimmt. Man riecht die Bergnazissen, den Duft der Jungfrauen, der Fäkalien in den Straßen und den Schweiß der Leute. Die Beschreibung der Düfte ist für mich absolut der Grund gewesen, das Buch weiterzulesen.

Zu Beginn war ich nämlich nicht von der Geschichte begeistert, was einfach damit zusammhängt, dass die Geschichte wirklich vorne beginnt, und nicht an den Teilen, die interessant sind. Ich denke, von Spannung kann man nicht reden, sondern von einem Interesse, dass geweckt wird. Ein Interesse für Düfte, und vor allem, wie das Leben eines solchen "Wunderkindes" verläuft. Und - natürlich - will man wissen, was aus der Liebe zu Antonia wird, die lange Zeit unerfüllt bleibt und schließlich den Reiz des ganzes Buches ausmacht. Denn die Liebe zur ihr treibt ihn an, einen Duft zu schaffen, der dieser Dame gerecht wird. Mehr als die Hälfte des Buches ist er geleitet von dem Gedanken an den perfekten Duft.

Natürlich denkt man dann schnell an "Das Parfüm" von Patrick Süßkind, und die ein oder andere Parallele will ich gar nicht abstreiten, aber die Geschichten sind deutlich anders.

Die Dame auf dem Cover kann, glaube ich, für zwei Dinge stehen. Einerseits für die Liebe zu Antonia, allerdings erst in fortgeschrittenem Alter, denn ich habe sie anders vorgestellt. Allerdings ist sie im Buch auch ca. 15-20. Oder aber, es steht für die zahlreichen Frauen die Giovanni beglückte und deren jungfräulichen Duft er in sich aufsog.

Sprachlich muss ich sagen, hat das Buch meinen Nerv getroffen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Deutschstudentin bin, oder es war einfach gerade die richtige Zeit für dieses Buch, denn das Buch hat eine Sprache, die seiner Zeit gerecht wird. Ina Knobloch benutzt viele Begriffe aus der damaligen Zeit, lässt die Personen in ihrer Sprache reden und benutzt einige lateinische Begriffe.

Zusammen mit den Bildern, die vermittelt werden, wird eine Geschichte geschaffen, die man sich verlieren kann. Ich habe, wenn ich gelesen habe, immer mehr als 50 Seiten gelesen, weil die GEschichte so gut lief und es sich unglaublich gut lesen lies.

Mir hat außerdem gut gefallen, dass sie andere historische Persönlichkeiten mit eingebunden hat, die wir heute noch kennen und die zu gleicher Zeit gelebt und auf sich aufmerksam gemacht haben. Zwar stellt sich später heraus, dass an diesen Begegnugen nicht alles echt ist, aber sie wären alle möglich.

Am Ende gibt es auch eine Aufklärung, was an dem Buch echt, geschichtlich belegt und was frei erfunden ist. Somit hat sie alle meine Fragen, die ich mir im Buch gestellt habe, beantwortet und mich zufrieden das Buch zuklappen lassen.

Fazit:

Für meinen ersten historischen Roman wohl ein Glücksgriff, denn jetzt bin ich gewillt den ein oder anderen weiteren Roman aus diesem Bereich zu lesen. Ein netter Roman der die Geschichte gut beschreibt und mit Wissen und geschichtlichen Fakten voll ist, und zumindest einen wagen Einblick in das Leben von Giovanni Maria Farina gibt, der schließlich das Eau de Cologne erfand.

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448 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

geist, liebe, london, charleston, familie

Charleston Girl

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 14.09.2009
ISBN 9783442546473
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Lara Lingtons Leben läuft gerade aus dem Ruder: Ihr Traummann hat sie verlassen und ihre Geschäftspartnerin ist aus dem Urlaub nicht zurück gekommen. Jetzt muss sie sich ganz alleine durchschlagen und versuchen ihr Leben zu leben, als plötzlich ihre Großtante Sadie Lancaster im unglaublichen Alter von 105 Jahren stirbt. Die Beerdigung verändert jedoch alles, denn Lara erscheint plötzlich der Geist ihrer Tante, allerdings ist der Geist erst 23 Jahre alt und will unbedingt eine Kette wiederhaben. Nachdem sie mit einem Mordverdacht die Einäscherung stoppen kann, ist der Geist ihrer Großtante stets an ihrer Seiten und stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Aus unerklärlichen Gründen kann die Großtante ohne diese eine Kette nicht ihre letzte Ruhe finden und Lara muss sich mit Geheimnissen und sich selbst auseinandersetzen. Zwar ist Sadie ziemlich chaotisch, aber ein Mädchen das die Zwanziger im Blut hat, kann eben nicht anders. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Kette und stolpern über Ex-Traummänner, neue Männer und ein neues Lebensgefühl. Die zwanziger werden neu aufgelegt und zeigen ein neues Lebensgefühl. Und gerade, als sie sich aufeinander eingespielt haben und die beiden Freundinnen werden, taucht die Kette auf und ein Familiengeheimnis wird gelüftet.

Meine Meinung:
Oh mein Gott! Das Buch hat mich beeindruckt! Am Anfang, muss ich zugeben, habe ich unter dem Titel Charleston Girl etwas ganz anderes verstanden und natürlich auch erwartet, und dann kam dieses Buch, das von Seite zu Seite besser wurde.

Das Cover hat mich zuerst nicht so angesprochen, weil es ein bisschen altmodisch erschien und ich auch nicht ahnen konnte, was dahinter steckt. Doch jetzt, wo ich das Buch zugeklappt und ausgelesen habe, macht alles einen Sinn, und es passt einfach.

Ich muss sagen, Sophie Kinsella hat mit diesem Roman genau meinen Nerv getroffen, meinen Humor und mein Herz berührt. Und je mehr sich das Buch dem Ende näherte, hatte ich ein Satz im Kopf:

"Leben ist, was uns zustößt, während wir etwas ganz anderes geplant haben!"

Ich glaube, es gibt fast nichts, was das Buch besser beschreibt. Lara Lington, ein Charakter zum verlieben. Ein tollpatschiges Mädchen mit dem Gespür für perfektes Danebenbenehmen und Auffallen. Absolut liebenswürdig und mit Liebe zum Detail beschreit Kinsella ihre Protagonistin und schafft ein Mädchen wie dich und mich, dass sich mit dem Leben rumschlägt. Der Freund macht Schluss, von der besten Freundin im Stich gelassen, und dann noch ein Geist.

Dieser Geist, Sadie, eine unglaubliche Person, die mir am Anfang unglaublich unsympathisch war. Was für eine Zicke und absolut den Charakter einer 105-jährigen, frustrierten alten Frau, die ihren Willen durchsetzen will. Doch, je mehr sich die beiden anfreunden, umso merkt man, dass Sadie nicht anders kann, denn sie kommt aus einer anderen Zeit und ist in 'friedlicher Mission'. Das sie mit dem Suchen nach der Kette, nicht nur ihre letzte Ruhe findet, sondern auch das von Lara auf den Kopf stellt, ist ihr nicht bewusst, und augenscheinlich auch egal. Doch, soviel Chaos sie auch verbreitet, umso stärker leitet sie hinterher alles in die richtigen Bahnen und gar nicht so egoistisch wie gedacht.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Aus Sicht von Lara macht das Buch natürlich auch einen guten Eindruck, weil man sich selbst fühlt wie Lara und jedes Mal den Kopf mit schüttelt. Sophie Kinsella schafft es aber auch, einen natürlichen Charakter in einen normalen Alltag einzubetten, mit etwas besonderem. Der Schreibstil ändert sich, wenn Sadie redet, und man kann gut trennen, wer gerade was sagt oder macht. Und allein durch ihre Worte kann sie zwei Charaktere voneinander abtrennen und ihnen unglaublich viel Individualität geben.

Die Geschichte wird nie langweilig, denn ständig passiert etwas Neues und Unerwartetes. Es wird spannend, romantisch, brisant, halsbrecherisch und vor allem nicht langweilig! An manchen Punkten passiert ziemlich viel parallel, aber eine Geschichte zieht sich durch das ganze Buch. Der Rote Faden bleibt bestehen. Die ganzen Nebenhandlungen sind unglaublich komplex und spiegeln das wahre Leben wieder, denn niemand lebt nur in seiner eigenen kleinen Welt. Man lernt die Familie von Lara kennen, in der jeder seine eigenen kleinen Macken hat, und in der bewusst auch Klischees bedient werden. Die überfürsorglichen Eltern, der abgehobene, reiche Onkel, die verwöhnte Cousine, die besserwisserische Schwester... und mittendrin Chaotin Lara, die es durch Sadie einmal allen zeigen kann und schließlich zu sich und ihrer wirklichen großen Liebe findet.

Der Titel Charleston Girl passt in meinen Augen besser, als der Originaltitel, was ich nur selten sage, äußerst selten. Twenties Girl, beschreibt zwar auch, worum es geht, aber Charleston Girl trifft es auf den Punkt. Sie tanzen Charleston, sie tragen Charleston Kleider und benehmen sich wie echte Charleston Girls. Natürlich ist das ein Teil der Twenties gewesen, aber eben etwas spezielles. Obwohl Charleston absolut altbacken ist, kann Lara dadurch ein neues Lebensgefühl entwickeln und etwas neues entdecken und zu sich selbst zurück finden. Sie lernt das Leben zu schätzen und merkt, dass es mehr gibt, als das Hier und Jetzt. Wenn es auch das ist, was am Ende zählt, so können wir uns doch aus anderen Zeiten bedienen und uns unsere Gegenwart verschönern.

Sie probiert Neues aus und lernt Neues kennen. Sie lernt, dass man nicht immer an altem festhalten darf um sein Glück zu finden. Das Buch appelliert stark an unser Gewissen, vor allem das Ende, das noch einmal alles zusammenfasst. Wir sollten uns mehr um unsere Familie kümmern, auch wenn manche davon alt und in Pflegeheimen sind. Wir müssen Menschen das Gefühl geben, etwas zu hinterlassen und im Gedächtnis zu bleiben, wenn sie gehen. Wir müssen Beziehungen pflegen und nicht nur daran arbeiten. Eine Beziehung, in der einer mehr gibt, als der andere, kann nicht für immer halten. Und fremde Menschen, die auf den ersten Blick unsympathisch wirken, können zur Liebe unseres Lebens werden. Nur weil etwas alt ist, ist nicht gleich altbacken; Es kann immernoch Spaß machen, gut aussehen und Schwung ins Leben bringen - wenn man sich nur traut.
Ein frischer und bezaubernder Roman, den ich jedem empfehlen kann, der Schmunzeln möchte, manchmal herzhaft Lachen oder eben den Kopf schütteln möchte. Ein abwechslungsreiches Buch, dass durch Echtheit besticht und alles ziemlich wirklich ist, bis auf den Geist.

Wenn dieses Buch verfilmt werden würde, würde ich mir wirklich freuen! Jetzt werde ich mir weitere Bücher der Autorin holen, denn wie sie schreibt, berührt mich!

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234 Bibliotheken, 1 Leser, 19 Gruppen, 60 Rezensionen

vampire, blut, england, familie, liebe

Die Radleys

Matt Haig , Friederike Levin
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.08.2010
ISBN 9783462042337
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Auf den ersten Blick wirken die Radleys wie eine ganz normale Familie, mit allen ihren Macken. Doch bei genauerem hinsehen, sind es besondere Macken, die sich von den anderen unterscheiden, denn sie sind schlicht und ergreifend Vampire. Doch bisher ist das ein gut gehütetes Familiengeheimnis, bis, ja bis Tochter Clara in einem Rausch einen Jungen tötet. Die Eltern hatten nämlich vergessen ihren Kindern zu sagen, dass sie Vampire sind und werden von dieser Tatsache völlig überrascht. Die Eltern, Helen und Peter, führen ein Leben als Abstinenzler, ohne Blut und ohne Töten, ganz im Gegensatz zu Will, Peters Bruder, der ihnen nach dem Mord von Clara aus der Patsche helfen soll. Er bringt viel Unruhe in das Familienleben, in die Vampirgesellschaft und in das kleine Dorf, in dem sie Leben. Doch der Besuch hat weitere ungeahnte Folgen und das Geheimnis der Familie könnte gelüftet werden, und dazu noch einige andere.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch ja bei einer Lovelybooks Leserunde gewonnen und habe mich gefreut, zumindest ein bisschen. Denn Zuletzt wurde ich von einem Vampirroman bitter enttäuscht und habe gehofft, mit diesem Buch wieder ein bisschen mein Interesse für das Genre zu wecken. Und eins kann ich sagen: Das Buch hat es geschafft!

Schaut man sich das Buch einmal von außen an, dann könnte man allein durch das Bild auf der Vorderseite schon ahnen, dass es sich um einen Vampirroman handelt. Das die Tasse mit den zwei Blutstropfen auf schwarzem Hintergrund aber symbolisch für das ganze Buch, für Verlangen und Bedürfnisse, für Durst und Lebensnotwendigkeit steht, dass erahnt man auf den ersten Blick noch nicht.

Klappt man das Buch auf, zumindest den Deckel, dann hat man noch eine kleine Zugabe, denn das Cover klappt noch ein bisschen um den Deckel und man bekommt ein paar zusätzliche Informationen zu dem Buch. Die Geschichte wird ein bisschen detailiert beschrieben, als im KLappentext. Für mich ein super Bonus. Denn der Klappentext verrät vom Prinzip nur soviel: EIne stink normale Familie, entpuppt sich als Vampir. Ok, was ist daran so spannend? Und diese paar Zeilen auf der Innenseite verraten mehr.

Ok, ok, also mal mehr Details...Auf der ersten Seite des Buches findet man lediglich das Wort Freitag, dass darauf schließen lässt, dass das Folgende alles an einem Tag passiert ist, eben an einem Freitag. Das Wort ist mit einem Kreis umrundet, von dem ein wenig Blut tropft. Vampirisch. Und vampirisch gehts auch weiter, denn die nächste Seite ist ein Ausschnitt aus dem 'Handbuch für Abstinenzler'. Damit konnte ich zu Beginn nicht viel anfangen, und es wirkte wie ein Ausschnitt aus einer Bibel, oder der Schrift einer Sekte. Ein Verhaltenskodex eben. Doch dann gehts los.

Das Buch ist insgesamt in fünf große Kapitel aufgeteilt (Freitag/ Samstag/ Sonntag/ Montag/ Wenige Nächte Später). Diese großen Kapitel sind in unzählige kleine Kapitel aufgeteilt, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden. Das muss man mögen, und ich tu es, also das mit den Perspektiven! Das mit den vielen Kapiteln ist am Anfang total ungewohnt, weil eines manchmal nur 2 Seiten, oder eine dauert. Aber, im gesamten des Buches wirkt es schlüssig. Das Buch hat unglaubliche viele Punkte, an denen man Wissen will und muss was jeder einzelen Charakter weiß, denkt, macht und fühlt. Durch die kleinen Kapitel erfährt man immer genau das Richtige zu rechten Zeit, und dabei entwickelt sich die Geschichte weiter.

Die Charakter haben alle ihre eigenen Probleme, die aber alle den gleichen Ursprung haben: Sie sind Vampire. Sie sind anders, sehen anders aus, und versuchen zwanghaft nicht aufzufallen. Die Kinder erfahren nur dadurch, dass die Tochter der Familie, Clara, einen Jungen tötet, dass sie Vampire sind, und das dies der Grund ist, warum sie anders sind. Doch, dieses Geheimnis wird schnell gelüftet und die Geschichte muss ja schließlich weitergehen. Man merkt immer mehr, wieviele Geheimnisse diese Familie hat, und das jeder von ihnen welche hat! Manche werden im Buch laut ausgesprochen, manche erfahren nur die Leser.

Auch wenn ich das Buch im Gesamten gut finde, fand ich es doch streckenweise nicht ausreichend spannend. JA, es gibt einen Mord, und viele andere kleine Details, aber, rictig spannend wird es dann erst wieder zum Ende des Buches. Zwischendrin ist es eher ein Familendrama. Für mich hat sich zu wenig Spannung aufgebaut und vielleicht sind zuviele unterschiedliche Geschichten erzählt worden. Doch nur diese haben die Geschichte überhaupt am Laufen gehalten.

Obwohl ich froh bin, dass das Buch deutlich besser ist, als mein letzter Vampirroman, bin ich doch dezent enttäuscht. Ich habe viel erfahren über Vampire, und vieles unterschied sich von dem, was ich bisher über Vampire wusste, aber spannender haben diese Informationend as Buch auch nicht gemacht.

Ich würde das Buch trotzdem empfehlen, wenn man einen leichten Vampirroman sucht. Er erklärt viel, und zeigt die Unterschiede zwischen den Vampiren die mit Blut leben, und solchen die darauf verzichten. Das Buch zeigt, wie schwer es für sie ist in der normalen Gesellschaft Fuß zu fassen, aber in diesem Buch wird eine moderne Gesellschaft beschrieben, die über die Existenz der Vampire bescheid weiß, naja, zumindest die Regierung, oder teile davon.

Das Buch ein sehr eigenen Erzählstil. Oft gibt es kurze, abgehakte Sätze. Es werden viele kurze Gedankenfetzen beschrieben und eingeschoben. Durch kurzsive Schrift bekommt man Hinweise, wie jemand etwas sagt, oder das es besonders betont ist. Oder aber eine Abfolge von Gedanken, so dass man direkt erfährt, was der Charakter denkt. Den Schreibstil fand ich gut, weil er nicht ausschließlich erzählend war, sondern informativ und irgendwie erfrischend.

Das Buch hat (natürlich) ein Happy End, so wie ich es mag.

Hmm.. ich hab gemischte Gefühle, so jetzt gerade.... ich glaube, ich lese jetzt etwas lebhafteres!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kanada, krimi, toronto, nancy perish, anklage

Angeklagt

Robert Rotenberg , Edith Beleites
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.10.2009
ISBN 9783499248108
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Ein Radiomoderator öffnte dem Zeitungsboten die Tür und gesteht den Mord an seiner Freundin. Danach spricht der Moderator Kevin Brace kein Wort mehr und ist die Aufgabe der Poilzei die Hintergründe aufzuklären. Während die Anwältin versucht ihren Mandanten zu verstehen, und ihn zu einer Aussage zu bewegen, kommen die Polizisten nach und nach hinter ein Familiengeheimnis.

Meine Meinung:

Das Buch ist mein erster 'Thriller' gewesen, wobei ich es eher als Krimi sehen, denn so 'böse' war es ja gar nicht. Aber ich war wirklich beeindruckt von dem Buch und es hat mein Interesse für Kriminalromane geweckt.

Robert Rotenberg beschreibt eine Geschichte, wie sie wahrscheinlich im echten Leben passieren kann. Es passiert ein Unfall in der eigenen Wohnung, und jemand stirbt versehentlich. Jemand gesteht den Mord um jemanden anderen zu schützen. Doch die Polizei kommt hinter das Geheimnis und das Familiengeheimnis wird gelüftet, vor den Augen der Öffentlichkeit.

Mir hat der Schreibstil unglaublich gut gefallen. Er schreibt mit Biss, mit Humor und verständlich. Die Geschichte ist besonders verstrickt, denn sie wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zu Beginn muss man wirklich genau hinsehen, wer da wann was macht und wer welche Rolle spielt, aber wenn man den Dreh raus hat, wird es spannend, weil man nicht nur die Lösung des Falls mitbekommen will, sondern auch die Entwiclung der einzelnen Charktere ist unglaublich spannend. Sie alle erzählen in diesem Fall auch ihre eigene kleine Geschichte, die dazu beiträgt, dass vieles so passiert, wie es passiert. Erfahrene Personen hätten wohl anders gehandelt.

Das Buch nimmt an Spannung zu. Zwar beginnt der Mord gleich zu Beginn, aber man weiß nichts über die Hintergründe, die Geschichte, die Personen. Das alles entwickelt sich und das Geheimnis ist irgendwo ganz offensichtlich vor einem und doch ahnt man es nicht. Und als man es dann erfährt sitzt man da und denkt: Wahrscheinlich hätte ich genauso gehandelt!

Ich bin gespannt, wann mir das nächste Buch von Rotenberg in die Hände fällt. Ich kann dieses aber weiterempfehlen.

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Tags: krimi, robert rotenberg, thriller   (3)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

death, stalker, lucky charm, love, marine

The Lucky One

Nicholas Sparks
Fester Einband: 534 Seiten
Erschienen bei Grand Central Pub, 30.09.2008
ISBN 0446505366
Genre: Romane

Rezension:

"The Lucky One" von Nicholas Sparks habe ich vor 2 Tagen fertig gelesen. Ich hatte schon "Remember me" von ihm gelesen und man kann ihn nur lesen, wenn wirklich gerade Lust auf schnulzige Liebesgeschichten hat.

Ich lese die Nicholas Sparks Bücher immer im Original, weil ich einfach die Übersetzungen manchmal nicht so gut finde, wie der Text wirklich gemeint war. Man kann manches eben einfach nicht 1 zu 1 übersetzen.

Ich muss gestehen dass ich an diesem Buch ein Jahr gehangen habe, weil die ersten Seiten ein bisschen schwer für mich waren. Nicht sprachlich, sondern undurchsichtig. Aber, dann hab ich mich hingesetzt ud angefangen und Zack, war es durch und es war sogar spannend.

Ich hab euch mal den deutschen Klappentext rausgesucht:

"Auf der Schwelle zwischen Leben und Tod findet Logan Thibault einen Glücksbringer: die Fotografie einer lächelnden schönen Frau. Obwohl er sie noch nie zuvor gesehen hat, ist Logan überzeugt davon, dass sie den Schlüssel zu seinem Schicksal in Händen hält. Er sucht die geheimnisvolle Frau auf - und sein Leben nimmt eine ebenso wunderbare wie dramatische Wendung." via literaturforum

Zu dem Buch lässt sich sagen, dass es (wie anscheinend viele im Moment) aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist und, dass acht das Buch unheimlich interessant. Denn manchmal weiß man schon mehr als der Charakter, von dem ma gerade liest, und manchmal muss man mit ihr mit überlegen was wohl passieren wird.

Die Geschichte an sich ist schon unglaublich und doch ist sie irgendwie möglich, es könnte wirklich so passieren. Und der Hauptcharkter Thibault mit seiner Auserwählten, man fiebert einfach mit und man weiß und ahnt worauf es hinaus laufen wird und welche Probleme ihnen noch in den Weg legen werden. Und man weiß, irgendwann muss das Geheimniss gelüftet werden und man selbst wünscht sich, dass dieser Moment nicht kommt, denn er könnte einfach alles zerstören.

Die Geschichte ist wie immer wunderschön geschrieben und trotz der Schnulze fehlt es nicht an Spannung und unvorhersehbaren Wendungen. Ich kann das Buch empfehlen wenn man eine Liebesgeschichte lesen möchte, die vom Schicksal bestimmt wurde, aber der Zufall zerstören könnte.

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(2.483)

4.296 Bibliotheken, 21 Leser, 20 Gruppen, 325 Rezensionen

liebe, vampire, bella, edward, vampir

Bis(s) zur Mittagsstunde

Stephenie Meyer , Sylke Hachmeister (Übersetz.)
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.02.2007
ISBN 9783551581617
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Stephenie Meyer

Titel: Biss zum Morgengrauen

Verlag: Carlsen

Preis: 9,95€ (Taschenbuch)

Der zweite Teil der Twilight Saga musste natürlich direkt folgen, denn Teil I hat mich schon unglaublich begeistert. Und ich hatte keine Ahnung, wie die Geschichte noch weitergehen sollte.

Inhalt:

Edward und Bella scheinen glücklich zusammen zu sein und dann steht auch noch Bellas 18. Geburtstag an. Eine Feier im Hause der Cullens nimmt jedoch eine dramatische Wendung. Bella schneidet sich am Geschenkpapier und Jasper, Edwards Bruder, kann dem Geruch von Blut nicht widerstehen. In letzter Sekunde kann Edward ihn davon abhalten auf Bella loszugehen. Doch dieser Abend verändert alles, Edward kann so nicht weitermachen und er und seine Familie beschließen Forks zu verlassen, und Edward muss Bella verlassen. Bella verfällt in eine tiefe Depression und findet erst nach Monaten Trost in ihrem Freund Jacob, den sie noch aus Kindertagen kennt. Er ist Indianer und lebt mit seinem Vater in einem Reservat. Bella verbringt immer mehr Zeit mit ihm, doch auch hier wartet ein ungeahntes Geheimnis, dass sie lüften muss. Nach verzweifelter Suche und durch einen Zufall findet sie heraus, dass ihr bester Freund ein Werwolf ist. Die Werwölfe versuchen ihre Leute vor Vampiren zu beschützen, und einer von ihnen treibt sich in letzter Zeit verdächtig oft in der Nähe rum. Doch plötzlich steht Alice, Edwards Schwester, bei Bella im Wohnzimmer und sie muss erfahren, dass Edward sich umbringen will, weil er glaubt sie habe sich von einer Klippe gestürtzt und sich das Leben genommen. Bella bleibt nur eine Chance, sie muss mit Alice nach Italien reisen und versuchen Edward zu retten.

Meine Meinung:

Oh mein Gott, der Anfang ist so schön und so unglaublich, und doch haut sie nach wenigen Seiten ein Messer ins Herz und lässt mich heulen wie ein Schlosshund. Ich war total verzweifelt, denn wie soll die Geschichte denn weitergehen? Bella und Edward getrennt, Edward verschwunden?! Wo soll das nur hinführen.

Mit unglaublich viel Gefühl beschreibt Stephenie Meyer den Bruch in der Beziehung von Edward und Bella. Es ist sehr emotional und es zereisst einen innerlich mitzufühlen. Man will diese Trennung nicht ahr haben und ist eine Zeit lang paralysiert, genauso wie Bella. Die Monate der Depression braucht man selbst zum durchatmen. Meyer hat diese Depression auf eine besondere Art und Weise gelöst und nur die Monate auf die Seiten geschrieben und ansonsten leer gelassen. Oktober/November/Dezember/Januar. Vier leer Seite, vier Monate Leere in Bellas Leben, vier Monate in denen Nichts passiert und die Zeit für sie still steht.

Und aus dem Nichts ist Jacob da und die Geschichte nimmt eine Wendung mit der ich nicht einverstanden war. Ich mag Jacob einfach nicht. Er ist zu jung, zu naiv ... und er drängt sich zwischen die Liebe von Bella und Edward, auch wenn Edward nicht anwesend ist. Das alles scheint nicht richtig und Bella wird doch wohl nicht den Traummann Edward für einen Indianer vergessen?

Doch Jacob ist mehr als nur ein alter Bekannter oder Schulfreund, er ist ihr Lebensretter. Stephenie Meyer beschreibt eine weitere Form der Beziehung, die auf unglaubliche Weise essentiell für unser Leben ist: Freundschaft. Eine Freundeschaft bis auf Leben und Tod, eine Freundschaft, die manchmal von einer Seite mehr gibt, als von der anderen kommt, eine Freundschaft, die einen rettet. Auch wenn hier die Freundschaft zwischen zwei Teenagern beschrieben wird, ist sie doch auch im Leben der Erwachsenen unglaublich wichtig und selten. Nicht oft kommen wir in den Genuss einer solchen Freundschaft.

Auch hier hat Stephenie Meyer wieder viel Gefühl über die sprachliche Ebene vermittelt und gibt dem Ganzen einen eigenen Stil. Sie schafft es, obwohl die Perspektive von Bella beschrieben wird, auch die Gefühle der anderen Personen zu verpacken. Zwar sind sie für den Leser erkennbar, oder vielleicht auch nur zu erahnen, aber Bella bleibt mit ihrer naiiven Art einiges verborgen, bis sie vor den Kopf gestoßen wird. Doch Bella ist ein tollpatschiger Charakter, der emotional eher weniger geben kann.

Jacob ist in dem Buch quasi der Ersatz für Edward, für manche aber auch die bessere Hälfte, denn nicht alle konnten in Edward den Traumtypen sehen. Sie schafft damit eine zweite Person, für die vor allem die Mädchenherzen schlagen werden. Alle Team-Edward Fans kriegen hier die Krise.

Doch das Ende der Geschichte ist dramatisch, überraschend, eine Wendung, wie bereits am Anfang des Buches. Die Autorin stellt die Protagonistin ihrer Geschichte vor eine Entscheidung, die jeden von uns schwer fallen würde, und doch würden wir wahrscheinlich alle gleich handeln. Sie muss entscheiden zwischen der Liebe ihres Lebens, und dem besten Freund, der ihr aus der Krise half. Man bekommt vermittelt wie stark Jacob leidet, und doch muss man sich auf Bellas Seite stellen und versuchen das Leben von Edward zu retten.

Eine dramatische Reise, die das Ende des Buches unglaublich in die Länge zieht und die einen ein Gefühl für zeit und Raum vergessen lässt. Einiges passiert ganz schnell und anderes gerade zu in Zeitlupe. Man rennt mit ihr, man fürchtet mit ihr, man hofft mit ihr, man betet mit ihr.

Glücklicherweise hat Stephenie Meyer mir ein Happy End geschenkt, denn ich hätte mir sonst wirklich nicht vorstellen können, wie die Reihe weitergehen sollte. Doch gerade dieses Happy End lässt einen fantasieren, was jetzt noch alles passieren kann.

Ehm, ein guter zweiter Teil, stellenweise unglaublich dramatisch und herzzereissend, aber für mich streckweise auch sehr anstrengend. Für die komplette Geschichte war dieser Abschnitt jedoch wichtig, und gibt den nötigen Hintergrund über die Legenden der Werwölfe, wie im ersten Teil über die Vampire.

Das Buch habe ich noch schneller fertig gehabt als Teil und Teil drei war schon gekauft.

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Tags: liebesroman, stephenie meyer, vampirroman   (3)
 

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(2.695)

4.631 Bibliotheken, 39 Leser, 21 Gruppen, 490 Rezensionen

liebe, vampire, vampir, edward, bella

Bis(s) zum Morgengrauen

Stephenie Meyer , Karsten Kredel (Übersetz.)
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.02.2006
ISBN 9783551581495
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss gestehen ich bin auf die Reihe nur aufmerksam geworden, weil ich den ersten Teil damals im Kino gesehen haben. Das Hörbuch habe ich dann zufällig von einer bekannte bekommen.

Inhalt:

Bella zieht für eine Weil zu ihrem Vater Charlie Swan nach Forks, einem ziemlich veregneten Städtchen. Neue Schule, neue Gesichter, und jeder weiß wer sie ist: Die Tochter vom Polizeichef. In einer kleinen Stadt spricht sie schnell alles rum. An der Schule findet sie schnell Anschluss und in der Mittagspause lernt sie auch die etwas andere Familie kennen: Die Cullens. Alle bildschön, blass und irgendwie anders. In der nächsten Bio-Stunde muss sie neben Edward Cullen sitzen, der hübscheste der Familie. Doch anscheinend hat er etwas gegen sie und erscheint die nächsten Tage nicht in der Schule. Doch die Situation ändert sich, als er wieder kommt. Irgendwie sucht er Kontakt zu ihr und hält sie doch auf Abstand, und sie ist total verwirrt. Ihr fallen viele Kleinigkeiten an ihm auf, die langsam ein Bild formen, und auch die Legende von ihrem Freund aus Kindertagen bestätigen langsam ihren Verdacht: Edward und seine Familie müssen Vampire sein. Sie erzählt ihm von ihrer Vermutung und es beginnt eine Romanze, mit ungeahnten Hindernissen.

Meine Meinung:

Schon der Film hat mich von der Geschichte überzeugt, aber ich hatte keine Ahnung, wieviel eigentlich ausgelassen wurde. Die Geschichte war unglaublich detailiert und von Beginn an habe ich unglaubliche Sympathien für Bella empfunden. Irgendwie eine Außenseiterin und doch mittendrin.

Das Hörbuch wurde als Bellas Sicht erzählt und in meinen Augen, auch wenn die Stimme zu alt war, hat sie an den wichtigen Stellen doch die richtige Stimmung und die richtigen Emotionen vermittelt. Man spürte Wut, Ärger, Kribbeln im Bauch, Freude und unglaubliche Verwirrtheit.

Doch dazu beigetragen hat sicherlich die Geschichte, die Wortwahl, die Reihenfolge der Geschehnisse. Bella muss das Geheimnis der Familie Cullen selbst lüften, keiner darf es ihr erzählen. Und sie selbst kann nicht glauben, was sie meint entdeckt zu haben. Doch, eine andere Möglichkeit gibt es einfach nicht.

Stephenie Meyer beschreibt in dem Buch eigentlich die Romanze zwischen zwei Menschen, die nicht sein darf. Zwei Welten prellen aufeinander, die eigentlich nebeneinander gut existiert haben, doch mit ihrer Liebe werden die Weltern verschmelzen und könnten die Personen drumherum in Gefahr bringen. Das Buch, bzw. das Hörbuch gibt deutlich mehr Details preis als der Film. Man bekommt nicht nur Hintergrundinformtationen zu Bella, sondern wird langsam an die Geschichte heran geführt. Man erfährt etwas über die Legenden von Vampiren und Werwölfen, welche Kulturen an was glauben und welche Merkmale typisch für Vampire sind. Man erfährt zu einzelnen Charaktären welche Geschichten sich dahinter verbirgen und erfährt unglaublich viel über die Welt der Vampire.

Für mich als Neuling mit Vampirliteratur ein guter Einstieg, ein leichter eben. Die Art wie die Geschichte erzählt wird, lässt einen noch Mal fühlen wie 17. Zurück in die Schule, mit den Freunden abhängen und diesen einen unglaublich gutaussehenden Jungen anschwärmen. Dann kommt man mit ihm zusammen und lebt plötzlich in einer völlig neuen Welt.

Es wird eine naiive 17-Jährige beschrieben, die in einer ganz normalen Welt mit normalen Problemen lebt und das Abenteuer findet. Wie Stephenie Meyer auf Edward Cullen kam ist mir völlig unklar, aber sie den Gentleman und Traumtyp für Millionen von Mädchen erschaffen. Ein Prinz, der nicht auf dem weißen Ross kommt, sondern mit dem silbernen Volvo. Er ist nicht blautblütig, aber blutrünstig. Er hat Manieren, ein unglaubliches Aussehen, Geld und alle Mädchen himmeln ihn an - der perfekte Typ, nur leider ein Vampir.

Die Liebe zwischen Bella und Edward ist vom Prinzip platonisch, da nichts aus ein bisschen knutschen, okey, sehr heißem knutschen, und Händchen halten beschrieben wird. Eine Teenieliebe, die doch besonders ist, denn Bella ist für Edward eine Droge. Er verzehrt sich nach ihrem Blut und ihr Geruch macht ihn wild. Die Liebe ist echt und führt uns allen vor Augen, was wahre Liebe ist und welche Hürden sie nehmen muss. Wie sehr man sich selbst aufgeben muss und wieviel man dazu bekommt.

Eine unglaublich feselnde Geschichte, die mich ein paar Jahre zurück gewurfen hat und meinen Freund auf eine harte Probe gestellt hat, denn er musste sich dann mit Edward vergleichen lassen. Tja, die Krise ist überwunden ;)

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

army, liebe, entscheidungen, soldat, nicholas sparks liebesroman

Dear John

Nicholas Sparks
Fester Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Grand Central Pub, 30.10.2006
ISBN 0446528056
Genre: Liebesromane

Rezension:

Titel: Dear John

Autor: Nicholas Sparks

Warner Books Verlag

Jetzt habe ich bereits den dritten Roman von Nicholas Sparks gelesen und bin immer noch tot traurig, wie das Buch dieses Mal enden musste.

Inhalt:

John hat sich nach wilden Phase in seiner Jugend entschlosse der Army beizutreten und sein Leben zu in den Griff zu bekommen. Jeden Sommer oder Herbst hat er Urlaub und kehrt zurück in seine Heimat, wo sein ziemlich verschwiegener Vater auf ihn wartet. Er verbingt dann die meiste Zeit mit Surfen und hängt am Strand ab, bis.. ja bis ein Zufall ihn Bekanntschaft mit der bildhübschen Savannah machen lässt. Die beiden beginnen eine Romanze aus dem Bilderbuch, doch die Zeit drängt, denn John muss zurück nach Deutschland, wo er stationiert ist. Die beiden beschließen ihre Beziehung aufrecht zu erhalten und Briefe zu schreiben, bis er nächstes Jahr wieder Urlaub hat. Nach einem Jahr folgt dann endlich das Wiedersehen, doch die Zeit hat die beiden verändert und obwohl sie sich lieben, wird die Beziehung schwieriger. John muss auch bald schon wieder zurück. Doch überraschend kann er in die USA zurück, doch nur weil sein Vater einen Schwächeanfall hatte. Er muss sich intensiv um seinen Vater kümmern, auf Kosten seiner Beziehung. Doch auch dieser Urlaub geht zu Ende, und schließlich verändern der 11. September und ein verhängsnivoller Brief das Leben der beiden.

Meine Meinung:

Ein ganz, ganz schlimmer Roman. Er ist so schlimm, weil er so gut ist. So ehrlich, so authentisch, so wahr... einfach aus dem Leben gegriffen.

Nicholas Sparks hat hier zwei konträre Charaktäre geschaffen, durch einen Zufall zusammen finden. Manchmal brigt das Leben eben solche Zufälle. Und die Geschichte entwickelt sich unheimlich romantisch und der wilde John, der erst durch die Army ein bisschen erwachsen werden konnte, trifft auf das Landei Savannah, die gläubig ist und eine absolute Weltverbesserin ist. Ihre Ungleichheit schweißt sie zusammen und sie verbringen eine Zeit zusammen, von der sich jeder wünscht sie auch einmal so zu erleben.

Savannah ist der Ruhepol in der Beziehung und definitiv ein bisschen naiv. Sie glaubt an die große Liebe, an Liebe auf den ersten Blick und immer an das Gute. Sie hilft anderen Menschen und solchen denen es schlechter geht. Sie ist eine absolut positive Person und zufällig so hübsch, dass alle Männer sie attraktiv finden. Doch eigentlich interessiert sie sich nicht für Jungs, bis sie John kennenlernt.

John, ein Junge der bei seinem Vater aufgewachsen ist und Aufmerksamkeit nicht kennt. Sein Vater ist passionierter Münzen-Sammler und kann sich in dieser Welt komplett verlieren. Er probiert in seiner Jugend die Grenzen aus schlägt eine Laufbahn ein, die nichts Gutes verheißt. Doch er schafft den Absprung und geht zur Army. Ohne Plan wie es weitergehen soll, aber sicher, dass der richtige Weg war. Er glaubt nicht an die große Liebe und kann mit Gefühlen nicht umgehen, und plötzlich wird er völlig umgehauen von Savannah.

Sparks hat diese beiden Figuren so gut in Szene gesetzt und gibt vor allem das Gefühlsleben von John wieder. Das Buch aus Sicht von John geschrieben, der die Geschichte von sich und Savannah erzählt. Das Buch vermittelt schnell die Hoffnung, dass man wie immer eine seiner Schnulzen mit Happy End zu lesen bekommt. Und auch mehr als die Hälfte des Buches zeigen eine romantische Geschichte aus dem Bilderbuch.

Doch Nicholas Sparks wäre nicht er selbst, wenn es irgendwo nicht einen Wendepunkt geben würde. Das Buch nimmt eine Wendung, die einen zu Tränen rührt und einen innerlich fertig macht. Man fühlt mit John und wünscht, es wäre alles anders gelaufen. Doch das Buch ist ja noch nicht zu Ende, und man glaubt fest an das Happy End.

Doch irgendwann muss man feststellen das Nicholas Sparks diesmal den Ernst des Lebens beschreibt und das Liebe manchmal eben nicht ausreicht. Oder aber, das Liebe uns Verzicht lernen lässt und nicht uns in den Vordergrund stellt. Er hat zum dem Thema, was wahre Liebe ist auch einen Prolog und einen Epilog verfasst.Und wenn man diese beiden Abschnitte liest dann denkt man über die eigene Beziehung nach und ob man sich nicht selbst manchmal zu wichtig nimmt.

Nicholas Sparks muss für dieses Buch viel Recherche Arbeit betrieben haben, denn viele Themen werden ausführlich beschrieben. Das er die Landschaft und die Umgebung in North Carolina kennt verwundert nicht, denn er kommt selbst aus dieser Ecke. Doch, dass Johns Vater Münzen sammelt spielt schließlich eine zentrale Rolle in dem Roman und Sparks beweist, dass er sich entweder informiert hat oder von seinem eigenen Hobby schreibt. Denn ein Laie hat nicht soviel Wissen. Doch auch mit medizinischen Aspekten muss er sich befasst haben. Er kennt sich mit Krankheiten aus und kann die Krankheitsbilder gut beschreiben und die Personen die an ihnen Leiden. Wie schon in anderen Romanen von ihm sind Krankheit und Tod ein zentrales Thema und fügen der Geschchte eine unglaubliche Dramtik hinzu.

In diesem Buch spielt er viel mit der Vorstellung von Tod und mit den Menschen die von uns gehen. Manchmal trifft es eben einfach die Falschen und manchmal werden Wünsche deswegen nicht erfüllt. John muss lernen, dass Menschen krank sind, die ein normales Leben führen. Manchmal muss über den Tellerrand hinaus schauen um zu sehen, dass vielleicht mehr hinter einem bestimmten Verhalten steckt. Und erst das Wissen macht es uns möcglich mit diesen Menschen umzugehen. Nur so lernt John mit seinem leicht autistischem Vater umzugehen und kann eine Beziehung zu ihm aufbauen. Doch Spark geht hier nicht nur auf eine leichte Form von Autismus ein, sondern zeigt in einem anderen Charakter auch die sehr schwere Form und bringt die Gegensätze gut ins Miteinander und zeigt dem Leser, dass es manchmal eben keine feste Definition gibt.

Ab dem 2/3 des Buches gibt es erneut eine Wendung und das Happy End scheint so nah (und doch so weit entfernt). Doch die Dinge stellen sich anders dar als geplant und man will einfach nicht, dass die Geschichte so endet, wie sie schließlich endet. Das Ganze wird zu einer Dreiecksbeziehuntg, die nur so schwierig wird weil die Menchen sich lieben und weil sie sich respektieren. Doch durch diese Liebe können alle über sich hinaus wachsen und Grenzen überschreiten, die sie sonst nie hätten erreichen können. Sie können Opfer bringen und die eigene Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Der Leser weiß, wer zu wem gehört, aber manchmal kann es eben einfach nicht so sein, manchmal ist es eben anders besser.

Ich muss zugeben, ich hasse Bücher ohne Happy End, und es ist um so schlimmer, wenn das 'richtige' Ende zum greifen nah war. Aber, man kann nicht sauer sein auf den Autor, dass er die Geschichte so enden lässt, denn man weiß innerlich, dass so wie es gekommen ist, für alle wahrscheinlich das Beste ist - und doch rührt es einen zu Tränen. An mehr als einer Stelle in dem Buch war ich den Tränen nah, weil die Menschen aus LIebe gehandelt haben und die Emotionen so stark waren. Das Ganze ist auch einfach so schlimm, weil es eine Geschichte ist, die wahrscheinlich 1000 mal schon passiert ist, und sie ist einfach so echt und so möglich.

Nicholas Sparks hat wieder einmal bewiesen, dass er mit Worten umgehen kann und den Knopf für die Tränendrüse gefunden hat!

So, jetzt bitte was anderes als Nicholas Sparks!

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Tags: nicholas sparks liebesroman, romantik   (2)
 
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