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91 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, elfen, der winterkaiser, tor verlag, intrigen

Der Winterkaiser

Katherine Addison , Petra Huber
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 13.10.2016
ISBN 9783596036189
Genre: Fantasy

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

beziehung, freundschaft, roman, liebe, stellas traum

Stellas Traum

Annette Hohberg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2016
ISBN 9783426653364
Genre: Romane

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(63)

151 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

geister, london, lockwood, jonathan stroud, fantasy

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

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(14)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

saba, fischer, happy end, moira young, dustland

Dustlands - Der Blutmond

Moira Young , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596032112
Genre: Jugendbuch

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(55)

105 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, hamburg, rosen, aura, gabriella engelmann

Wildrosensommer

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426518458
Genre: Liebesromane

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(370)

1.032 Bibliotheken, 34 Leser, 2 Gruppen, 205 Rezensionen

dystopie, flawed, jugendbuch, cecelia ahern, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

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117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

liebe, sommer, cornwall, england, familie

Sommer in St. Ives

Anne Sanders
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2016
ISBN 9783764505462
Genre: Romane

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(140)

285 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

freundschaft, neapel, italien, armut, frauen

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

musik, liebe, freundschaft, jugend, ukulele

Paul & Polly

Kathrin Hövekamp
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Kathrin Hövekamp, 12.07.2016
ISBN B01IDRY76O
Genre: Liebesromane

Rezension:

Durch Zufall bin ich auf dieses eBook gestoßen. Es war Schicksal, denn Kathrin Hövekamp spricht mich mit ihrem Roman tief in meinem Inneren an, transportiert Emotionen nach außen, die ich aus meiner eigenen Gefühlswelt kenne. Die von Erwachsen werden sprechen, von Vermissen, von Liebe, Unsicherheit und dem was Musik auslösen kann.
„Paul & Polly“ zu lesen ist wie dieser Moment, den sicher jeder kennt. Der Moment, in dem du ein Lieblingslied hörst, das dich unvermittelt an diese eine Situation erinnert, die du ganz fest in deinem Herzen eingeschlossen hast. Der erste Kuss, die erste Liebe, der erste Schmerz, Kummer und Leid, sowie Freude und Glück.
Neben einer großartigen Geschichte über Liebe und Freundschaft, über Selbstbewusstsein und Selbstfindung, über Schicksal und seine unergründlichen Wege, ist „Paul & Polly“ ein Herzensbuch. Die Erinnerung daran treibt augenblicklich all die Gefühle hoch, die dieser Roman in mir ausgelöst hat. Ein Buch, das ich nicht vergessen kann.

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(70)

161 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, sommer, ali novak, jackie, verlust

Ich und die Walter Boys

Ali Novak , Michaela Link
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.08.2016
ISBN 9783570311165
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jackies Eltern und ihre ältere Schwester kommen bei einem Autounfall ums Leben. Ihre Verwandten sehen für sie keine Möglichkeit in ihrer Heimatstadt New York unterzukommen und so nimmt man das Angebot von Katherine Walter, einer Schulfreundin von Jackies Mutter, Jackie bei sich aufzunehmen, dankend an.


Für Jackie ein Kulturschock. Für sie heißt es nun raus aus der Stadt in die Provinz. Neue Schule, neue Menschen, kein Theater und die Kleidung dort ist auch anders. Als ob das nicht genug wäre, leben im Haus der Walters 11 Jungs. Unter diesen Umständen kann es nur zu Turbulenzen kommen.


„Ich und die Walter Boys“ wirkt auf den ersten Blick wie ein leichter, sommerlicher Liebesroman. Das Cover zeigt Jungs in Badeshorts und ein Mädchen, das ihnen souverän entgegen steht. Ein ansprechendes Titelbild, das jedoch nur in ganz kleinen Anteilen das widerspiegelt, was Ali Novak in bester Unterhaltung niedergeschrieben hat.


Jackie ist keinesfalls souverän und selbstbewusst. Wie auch, wenn das eigene Leben plötzlich Kopf steht und jegliche Stütze wegbricht. Ihre Eltern zu verlieren bedeutet für sie nicht nur den Verlust von Menschen, die sie liebt, sondern auch den Verlust von Vorbildern und einem geregelten Leben, in dem sie ihr Ziel immer vor Augen hatte.


Nun irrt sie Orientierungslos durch eine Meute Jungs – dem Geschlecht, mit dem sie bisher wenig zu tun hatte. In der Familie Walter geht es drunter und drüber. Raufereien, Wetten, Streiche. Nicht alle sind erfreut darüber, dass die Familie Zuwachs bekommen hat. Für einige von ihnen ist Jackie jedoch das hübsche Mädchen aus der Stadt, das ungeniert angeflirtet wird. Und diesen heißen Kerlen zu widerstehen ist wahrlich eine Herausforderung.


„Ich und die Walter Boys“ hat Ali Novak im Alter von 15 Jahren geschrieben. Es freut mich sehr, dass der Roman nun, viele Jahre später, auf Deutsch übersetzt wurde, denn er hat mir so gut gefallen, dass ich ihn schon mehrfach weiterempfohlen habe.


Ich mag die Mischung aus der sprachlichen Leichtigkeit mit der Novak diese erfrischende Geschichte erzählt, und der Tiefgründigkeit, die hinter den einzelnen Figuren und ihren Handlungen steckt. Eine Kombination, die mich so sehr ans Buch gefesselt hat, dass ich es (leider) in wenigen Stunden durchgelesen habe.


Jackies Leben steht in starkem Kontrast zu dem der Walter Boys. Sie ist sehr kontrolliert, in der Familie Walter ist man eher impulsiv. Novak zeigt, dass auch ein Zusammenleben solch unterschiedlicher Charaktere möglich ist, man aber etwas dafür tun muss. Zwischenmenschliche Beziehungen bedeuten Arbeit und Kompromisse. Dies müssen einige der Hauptfiguren erst lernen. Ein Weg, auf dem ich sie sehr gerne begleitet habe.


Ich freue mich, dass im nächsten Sommer mit „Ich und die Heartbreakers“ ein weiterer Titel von Ali Novak im Programm des Verlags cbt erscheint, denn sie hat mir mit ihrem Roman große Lesefreude beschert.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

familie, young adult, jugendliche, psychologie, erwachsenwerden

Apple und Rain

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164006
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Apple ist drei Jahre alt, als ihre Mutter sie bei ihrer Großmutter zurück lässt und verschwindet. Sie ist 14 Jahre alt, als diese unverhofft und genau so stürmisch wie sie gegangen ist, wieder auftaucht.


Wie soll sie ihrer Mutter begegnen? Der Person von der sie sich nichts anderes wünscht als Aufmerksamkeit und Liebe? Bedürfnisse, nach denen sie sich in den vergangenen elf Jahren mehr und mehr gesehnt hat.


Klar hat sie ihre Großmutter. Sie sorgt sich um Apple, bekocht sie, kauft ihr Kleidung, bringt sie zur Schule und holt sie dort auch wieder ab. Kein angemessener Umgang für eine 14-jährige, befindet nicht nur Klassenkameradin Donna, der es Vergnügen bereitet, Apple zu schikanieren, sondern auch Apples Mum, die das Leben eines jungen Mädchens führt. Mitten in der Woche Partys feiert, Apple dazu anspornt die Schule zu schwänzen und Jungs zu küssen.


„Apple und Rain“ ist ein berührender Roman aus der Feder von Sarah Crossan, die bereits mit „Die Sprache des Wassers“ gezeigt hat, welch Sprachkünstlerin sie doch ist. Kleine, feine, sehr leise Worte, die zuschlagen. Im fiktiven Setting der Protagonisten ebenso, wie in der Gefühlswelt der Leser.


„Apple hat Angst,

Angst vor Zank und Streit,

[…]

Angst vor Dads Launen, Angst vor Nanas Stirnrunzeln,

Angst, sich vor die Klasse zu stellen und zu sprechen,

Angst, als Idiotin dazustehen,

Angst, keine Freunde zu haben,

[…]

Angst, dass Mum aus dem Nichts auftaucht,

Angst, Wasser zu schlucken und zu ertrinken,

Angst, eine schlechte Tochter zu sein.“
(Auszug aus Apples Gedicht zum Thema „Angst“)


Mit Apple hat sie eine sehr interessante Figur erschaffen, die in ihren jungen Jahren schon einige Stationen des Lebens durchlaufen muss. An vorderster Front steht der Wunsch geliebt zu werden. Von Egan, dem hübschesten Jungen der Schule, von Pilar, der Freundin, die ihr weggestohlen wurde und vor allem von ihrer Mutter, deren Vorstellung von Liebe so ganz anders ist, als die der Großmutter.


So ist es für Apple nicht leicht, diese überhaupt zu erkennen. Lange hat sie sich danach gesehnt, von der Mutter Liebe und Anerkennung zu bekommen. Um dem Schmerz zu entgehen, hat sie so lange eigene Geschichten um ihre Mutter und deren Leben gebaut, dass es ihr nun schwer fällt zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden. Sie stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinten an, um zu gefallen. Eine handeln zu dem sie durch Erfahrungen gezwungen wird und das sich auch auf andere Bereiche ihres Lebens auswirkt.


Es ist die Liebe, die sie in eine Schlucht gerissen hat, aber es ist auch die Liebe, die sie dort wieder heraus holt. Und trotzdem ist „Apple und Rain“ kein Liebesroman. Es ist ein Schatz. Eins dieser besonderen Bücher, das mit kraftvollen Worten und berührenden Szenen, einen festen Platz im Leserherz findet. Eben eine Geschichte, die gebrochene Herzen heilt“ (Zitat: cbt)

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

stefanie hasse, liebe, liebe keinen montague, luca & allegra, familie

Liebe keinen Montague

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 213 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551300676
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Romeo & Julia. Ein Klassiker. Eine Liebesgeschichte, die spannend bleibt und zu der Autoren wie Leser immer wieder zurückkehren. „Luca und Allegra“ ist eine moderne Adaption des Liebesdramas. Frisch, jung und extrem spannend.
Allegra Casari ist eine Nachfahrin der Capulets. Dies erfährt sie allerdings erst, als sie Urlaub am Gardasee macht. Dort trifft sie auf einen jungen Mann, dessen Augen ihr nicht aus dem Kopf gehen, dessen Augen ihr bekannt vorkommen, ihr ein Gefühl von Heimkehr vermitteln. Augen, die ein ihr unbekanntes Gefühlswirrwarr auslösen. Während sie sich auf der einen Seite extremst von ihm angezogen fühlt, löst er auf der anderen Seite eine unbezähmbare Wut in ihr aus. Der Fluch zwischen den Familien Capulet und Montague besteht nach wie vor.
Stefanie Hasse, die bereits vielen Lesern durch ihre romantischen Fantasyromane ein Begriff ist, läuft in ihrer aktuellen Dilogie zu Höchstform auf. Lügen, Intrigen, Romantik, Spannung. Geschrieben in eingängigem Stil.

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557 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 162 Rezensionen

liebe, hamburg, essen, blumen, restaurant

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

Rezension:


„Glück ist, wenn man trotzdem liebt“ ist eins der Bücher, die ich in diesem Jahr am häufigsten empfohlen habe. Nicht nur, weil es sehr Massenkompatibel ist, sondern vor allem, weil es große Freude bereitet. Dieses Buch macht glücklich.
Isabelle ist ein Gewohnheitstier. Täglich geht sie zur Arbeit im Blumenladen, die ihr so viel Spaß macht, dass sie den Laden irgendwann übernehmen möchte, schaut ihre Daily Soap und geht in der Mittagspause zum China Restaurant gegenüber, um dort asiatische Hühnersuppe zu essen. Chaos und unvorhergesehene Wendungen kann sie so gar nicht ab.
Ihre geliebte Regelmäßigkeit nimmt ein jähes Ende, als ihre Daily Soap abgesetzt wird und das China Restaurant schließt. Zu allem Überfluss ist der neue Besitzer des Restaurants unverschämt und aufmüpfig, weigert sich Isabelles Lieblingssupe zu kochen und hat eine scheinbar kleptomanische Schwester, die – warum auch immer – einen Narren an Isabelle gefressen hat.
Ein Roman mit ganz wunderbaren Protagonisten, einem Teller voll Situationskomik, einem ordentlichen Schuss Humor und der passenden Prise Gefühl.

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128 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, roma, zigeuner, rabe, vergangenheit

Der Kuss des Raben

Antje Babendererde
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.03.2016
ISBN 9783401600093
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mila, die slowakische Gastschülerin, ist äußerst geheimnisvoll. Sie glaubt an mystische Geschichten und unterscheidet sich in ihrem Denken sehr von ihren deutschen Klassenkameraden. Über ihre Vergangenheit redet sie nicht. Als sie und der schöne Tristan ein Paar werden, traut sie ihrem Glück kaum und tatsächlich ist es nur von kurzer Dauer. Denn plötzlich taucht Lucas wieder auf. Ein alter Bekannter von Tristan. Eine ungeklärte Fehde zwischen den Jungs entfacht ein ungeahntes Feuer.
Antje Babendererde hat sich mit ihren Indianderromanen in mein Leserherz geschrieben. „Der Kuss des Raben“ hat nun nichts mit Indianern zu tun, greift aber diese mystische Atmosphäre auf, die Babendererdes Lesern schon bekannt ist, auf. In diese geheimnisvolle Grundstimmung setzt sie nun drei interessante, komplexe und zum Teil düstere Charaktere und umwebt sie mit einem bunten Netz aus Liebesgeschichte und fesselndem Thriller. Ein Spiel aus Fantasie und Realität.

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144 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

mops, magie, schweden, krimi, fantasy

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

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(132)

322 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

frankreich, schwestern, resistance, liebe, krieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Vianne und Isabelle – zwei Schwestern im von Deutschland besetzten Frankreich des Zweiten Weltkriegs. Die eine rebellisch, irgendwo zwischen Mut und Leichtsinn, vom Wunsch getrieben etwas zu verändern, dem Krieg und seinem Wahnsinn die Stirn zu bieten. Die andere auf Sicherheit bedacht, belastet von der Sorge um ihre Familie.


Jede erlebt den Krieg auf ihre Art. Während Isabelle losmarschiert, ihre Ideale verteidigt und versucht am großen Ganzen etwas zu verändern, muss Vianne viele kleine Kriege durchstehen. Den Feind direkt im Nacken, beherbergt im eigenen Haus, eng neben der eigenen Tochter, während der Mann an die Front ziehen musste. Still und leise wird sie Opfer eines sinnlosen, von Gier und Verblendung getriebenen Kriegs. Isabelle kämpft lautstark. Macht sich zur Zielscheibe. Schreibt Geschichte.


„Die Nachtigall“ ist für mich seit langem einer der besten Romane zum Thema Zweiter Weltkrieg. Gut recherchiert, gelingt es der Autorin Fakten mit einer Atmosphäre zu verbinden, die mich eiskalt im Nacken gepackt hat. Gnadenlos setzt sie ihre Protagonistinnen der Gewalt des Zweiten Weltkriegs aus. Szenen, die mich schockieren, obwohl ich mir dessen, was damals passierte, bewusst bin.


Vianne wirkt eher naiv. Verkörpert einen Teil des (deutschen) Volkes, der nicht gewusst hat, was damals tatsächlich geschah. Es gibt immer wieder Momente, die mich besonders treffen, weil sie blind ins Verderben rennt. Aus Angst, aber auch aus Unwissenheit. Währenddessen sitze ich vor den Seiten und sehe ihr hilflos dabei zu.


Isabelle hat Kampfgeist. Nicht ganz ungefährlich, denn im Wahnsinn denkt keiner mehr klar. Und dass die Nazis diesem verfallen sind, ist Fakt. Ich frage mich immer und immer wieder, wie ich gewesen wäre. Wie ich sein würde. Wie ich gehandelt hätte bzw. wie ich handeln würde, denn derzeit laufen wir Gefahr uns wieder den Falschen anzuschließen, den Falschen hinterherzurennen uns blenden und verbiegen zu lassen. Wichtig dies immer und immer wieder vor Augen zu haben und nicht zu vergessen.


Für mich hat „Die Nachtigall“ Lieblingsbuch Status, weil es ein Roman ist, der mich sehr berührt und bewegt hat. Die letzten 50 / 60 Seiten habe ich nur noch geweint. Nicht, dass ich das nicht schon zwischendurch getan hätte, aber am Ende haben mich Trauer, Wut und Hilflosigkeit so sehr überrannt, dass ich in einen steten Tränenfluss ausgebrochen bin. Kristin Hannah behandelt auf sehr intensive Weise ein Thema, das schon oft, aber noch nicht oft genug besprochen wurde. Sie rüttelt auf. Sie trifft. Im Herzen, aber auch im Kopf. Durch ihre Form der Darstellung der beiden Schwestern, zeigt sie den Krieg in all seinen Facetten und dass er im Endeffekt doch nur auf das eine hinausläuft – Mord, Verlust, sinnlose Gewalt.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

freundschaft, alzheimer, j. paul henderson, diogenes verlag, letzter bus nach coffeeville

Letzter Bus nach Coffeeville

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.03.2016
ISBN 9783257069594
Genre: Romane

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(15)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

briefe, kinderbuch, 1. klasse, kinder, ole der hund

Pfeffer, Minze und das Schulgespenst

Irmgard Kramer , Petra Eimer
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 25.07.2016
ISBN 9783785582596
Genre: Kinderbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Kein Wort zu niemandem

Jana Frey
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2016
ISBN 9783401508962
Genre: Jugendbuch

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(19)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

mobbing, schule, freundschaft, lösungen, jugendliche

Klassenspiel

Celia Rees
Flexibler Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.08.2010
ISBN 9783551310163
Genre: Jugendbuch

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(76)

198 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, william ritter, krimi, jackaby, detektiv

Jackaby

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310885
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Statt das Geld ihrer Eltern in ihre Ausbildung zu investieren, macht sich Abigail Rook klammheimlich davon. Von Abenteuerlust und Reisefieber getrieben, landet sie in New Fiddleham, Amerika. Um sich dort über Wasser halten, ein Zimmer und Lebensmittel kaufen zu können, braucht sie einen Job. Es erscheint wie ein Glückstreffer, als sie die Annonce liest, in der ein Assistent für eine Detektei gesucht wird. Eine aufregende Arbeit und genau das richtige für die wagemutige Abigail.


Ihr neuer Chef heißt R.F. Jackaby, ist ein sonderbarer Mann, mit einem seltsamen Hut und wie sich bald herausstellt, hat er übersinnliche Fähigkeiten, an die Abigail eigentlich gar nicht glaubt. Bereits ihr erster Fall belehrt sie eines besseren. Ziemlich schnell ist klar, dass der Serienkiller, der seit kurzem im eher beschaulichen New Fiddleham sein Unwesen treibt, übernatürliche Kräfte hat. Wer ist das Monster? Und wie kann es gestoppt werden?


„Jackaby“ ist der Debütroman des Autors William Ritter und zeitgleich Auftakt zu einer Reihe, die im Original schon drei Teile umfasst. Übersetzt wurde bisher nur der erste Band, die anderen werden aber hoffentlich bald folgen. Mir hat dieser erste Teil so gut gefallen, dass ich mich schon jetzt auf die nachfolgenden Bücher freue.


Anfangs war ich etwas skeptisch, denn es gibt im Jugendbuchbereich bereits ein anderes Ermittlerteam, dass sich um die Vertreibung von Geistern kümmert und somit ein ähnliches Aufgabengebiet innehat. Doch obwohl den Lesern, denen die „Lockwood & Co.“ Romane ebenso gut gefallen wie mir, sicher auch ihre Freude an „Jackaby haben werden, sind die beiden Reihen nicht zu vergleichen. Die einzigen Ähnlichkeiten sind eben die Mystery Elemente und das Gefühl, dass man sich in einer Sherlock Holmes ähnlichen Umgebung befindet. Eine Atmosphäre, die mir unheimlich gut gefällt.


Mr. Jackaby selbst ist eine großartige Hauptfigur. Skurril und immer ein bisschen verwirrt, hat er in Windeseile mein Leserherz erobern können. Sein Blick auf seine Umgebung, sowie seine Mitmenschen ist emotionslos und von wissenschaftlichem Charakter, was ihn fast schon zu einem Sheldon Cooper des 19. Jahrhunderts macht. Obwohl er an Übersinnliches glaubt, mit Geistern reden kann (eine davon beherbergt er sogar in seinem Haus) und die Fähigkeit des Sehens besitzt, sieht er sich als Wissenschaftler, was seine kuriose Art zusätzlich unterstreicht. Kurz gesagt: sein Blick auf die Welt ist anders, als die aller anderen. Viele, viele Male hat mich seine trockene Art zum Schmunzeln gebracht.


Gemeinsam mit Abigail, die mutig ist und sich den für Mädchen im 19. Jahrhundert typischen Verhaltensmustern entgegen setzt, ergeben sie für mich ein perfektes Ermittlerteam, das im ersten gemeinsamen Fall, der mich mit düsterer Dramatik an die Buchseiten gefesselt hat, gut zusammen arbeitet.


Voller Spannung fiebere ich der nächsten Geschichte um Abigail Rook und Mr. Jackaby entgegen.

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(39)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

tod, liebe, sex, trauer, cadaqués

Auch das wird vergehen

Milena Busquets , Svenja Becker
Fester Einband: 170 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.02.2016
ISBN 9783518425275
Genre: Romane

Rezension:

„Auch das wird vergehen“ wird aus der Perspektive von Blanca erzählt. Ihre Mutter ist verstorben. Obwohl sie täglich bei ihr gesessen und ihre Hand festgehalten hat, war dies nicht genug, um ihr den nötigen Halt im Diesseits zu verschaffen.
Nun fühlt sich Blanca allein. Versucht Liebe zu sammeln, wo es nur geht. Schläft mit fremden und bekannten Männern, um festzustellen, dass egal wie sehr sie sich in körperlicher Liebe verliert, ihre Seele kalt bleibt.
Das Loch, das ihre Mutter hinterlassen hat, kann keiner der Männer füllen. Denn egal wie nahe andere Menschen auch stehen, wie sehr sie ihr Innerstes entblößen, kein Mensch liebt so wie eine Mutter.
Letztlich lieben wir so, wie wir in der Kindheit geliebt worden sind, und die späteren Lieben pflegen nur ein Abklatsch der ersten zu sein.“
Das weiß Blanca und doch möchte sie es nicht wahrhaben. Wie soll sie weiterleben mit dem Schmerz im Herzen? Wie soll sie fröhlich sein, wenn sie es nicht wirklich kann? Wie, wenn alle von ihr erwarten, dass sie zwar keine Freude zeigt, aber auch nicht so traurig ist, dass es zur Last fällt.
Sie rettet sich in Zynismus. Ihr Erzählton wird ironisch, hier und da muss sie über sich selbst schmunzeln. Wie tolpatschig sie sich dabei anstellt, ihre Trauer zu überwinden. Illusionen aufzubauen, die ihre Beziehung zur Mutter anders darstellen, als sie wirklich war. Fehlersuche im Mutter-Tochter-System.
Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“
Es ist Blancas eigener Weg zur Trauer, aber auch zur Hoffnung zu finden. Damit zurecht zu kommen, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn sie selbst aus einem dunklen Loch dabei zusieht. Es ist Blancas Weg damit umzugehen, dass nun der Mensch fehlt, der ihr immer Halt gegeben hat und dessen Verlust für sie neben all der Trauer eine neue Herausforderung darstellt – die Suche nach sich selbst.
Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“
„Auch das wird vergehen“ ist trotz aller Melancholie von leicht humorvollem Tonfall. Eine Schreibe, die dadurch perfekt zu dem passt, was die Protagonistin durchmacht. Wieder ins Glück zurückzufinden, obwohl sie das Gefühl einer allumfassenden andauernden Trauer durchlebt. Ein kleines, sehr feines Buch, das sich leicht lesen lässt und mit einem klugen Blick auf die Welt des Verlusts besticht.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

freundschaft, maine, sommer, usa, heimat

Dieser eine Sommer

CJ Hauser , Katja Bendels
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.06.2015
ISBN 9783458360810
Genre: Romane

Rezension:

Quinn und Leah sind aus unterschiedlichen Gründen im eigensinnigen Küstenstädtchen Menamon in Maine gelandet. Da dort jeder jeden kennt und man weiß, was welcher Nachbar wann macht, ist es nur eine Frage der Zeit bis sich der Weg der beiden jungen Journalistinnen kreuzt.
Doch icht die Arbeit ist es, die sie beide in das kleine Örtchen verschlagen hat, sondern die Konfrontation mit der Vergangenheit.
Quinn möchte ihren Vater, einen bekannten Musiker, kennenlernen. Ihn mit der Frage konfrontieren, warum sie und ihre Mutter ohne ihn an ihrer Seite durchs Leben gehen mussten. Sehen sie sich ähnlich? Gibt es Eigenschaften, die sie beide haben, obwohl sie keine Zeit miteinander verbracht haben? Fragen, die Quinn auf der Suche nach ihrer eigenen Identität über den Weg laufen und für eine gewisse Unruhe in ihrem Leben sorgen.
Leah weiß, wo ihre Wurzeln, wer ihre Eltern sind. Doch nun möchte sie auch die ihres Mannes kennenlernen. Menamon ist Henrys Heimatort und Leah durch zahlreiche Erzählungen aus seinem Mund bekannt. Nicht immer stimmen die Darstellungen seiner Erinnerung mit dem gegenwärtigen Menamon überein und so zeigt sich der wahre Henry erst dann, als er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird.
Der Inselverlag ist für mich ein verlässlicher Ansprechpartner, wenn ich Romane suche, die leichtfüßig erzählt werden und trotzdem ihre eigene Tiefgründigkeit mit sich tragen. So auch „Dieser eine Sommer“, ein Roman, der – wie das Cover schon vermuten lässt – von zwei Protagonistinnen erzählt, die eine gute Zeit miteinander verbringen und Momente erleben, die ausschlaggebend für ihr weiteres Leben sind.


Während sowohl Leah, als auch Quinn mit ihren privaten Problemen zu kämpfen haben, bewegen sie sich im Zuge ihrer Arbeit als Journalistinnen auf eine Entdeckung zu, die wie so vieles in Menamon, totgeschwiegen wird. Sowohl die privaten, als auch beruflichen Erfahrungen tragen dazu bei, dass aus der zunächst kühlen Beziehung der beiden Frauen eine Freundschaft entsteht.
Die Atmosphäre des Romans hat mir sehr gut gefallen und entsteht vordergründig durch die Eigenarten des kleinen Örtchens Menamon und seine Bewohner. Ein bisschen stur, eigenbrödlerisch, verschlossen und skeptisch gegenüber Fremden - ein Küstenstädtchen mit Charakter.
Leah und Quinn sind ein Farbklecks zwischen all den alteingesessenen Familien und deren Geschichten und doch passen sie auf ihre eigene Art gut ins Bild. Zwei Protagonistinnen, die beide schon nach den ersten Seiten meine Sympathien gewinnen konnten, obwohl sie eher unterschiedlicher Natur sind.
„Dieser eine Sommer“ besticht nicht durch außerordentliche Spannung, ist aber dennoch ein sehr lesenswerter kleiner Roman, der den Blick auf die Dinge des Lebens richtet, die wichtig sind – Freundschaft, Familie, Liebe und Heimat.

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Mein erstes Buch von den Tieren

Nathalie Choux
Pappbuch: 12 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 03.09.2014
ISBN 9783845806969
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Wer hat eine wilde Mähne?“ So die tierische Frage auf der ersten Seite des Bilderbuches „Mein erstes Buch von den Tieren“.


Gespannt sitzen die kleinen Mäuse neben mir, die Antwort liegt ihnen bereits auf der Zunge. Bevor sie diese laut heraus rufen können, bewegt einer den Schieber. Der Löwe kommt hinter einem Busch hervor.


Das gleiche Spiel folgt Seite um Seite. Von der Savanne geht’s in den Dschungel, in den Wald bis hin zum Meer, wo ein Delfin fröhlich aus dem Wasser springt. Auf der letzten Seite sind noch einmal alle Tiere abgebildet.


Die Frage „Welches ist dein Lieblingstier?“ ist nur einer von mehreren Möglichkeiten wie das Buch zur Erweiterung des Sprachschatzes genutzt werden kann.


Welche Tiere sind bereits bekannt? Welche sind im Gedächtnis geblieben?


Größere Kinder haben außerdem die Möglichkeit den Lebensraum und die Farben der Tiere dazu zu lernen.


Die Farben und Formen der Tiere sind einfach und klar gehalten. Leicht zu erkennen und gut zu unterscheiden. Das Material ist stabil und das Schiebesystem sieht so aus, als würde es etlichen Stunden nutzen standhalten


Das spielerische bedienen des Schiebers ist nicht nur ein witziges Gadget (an dem auch Erwachsene Freude haben), sondern eine Möglichkeit die Motorik des Kindes zu verbessern.


Die Auswahl an Themen ist Vielfältig. Ganz bestimmt ist für jeden Geschmack was dabei. Ob Tiere, Fußball oder Jahreszeiten, Körper, Weihnachten oder Fahrzeuge – 18 verschiedene Themen sorgen für Abwechslung und spielerisches Lernvergnügen.


Und Spaß macht es alle mal!

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depression, leben, krankheit, ratgeber, sachbuch

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280716
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Krankheiten. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal im Leben an Depression. […] Depression kann jeden treffen.“ (Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe)


Depression ist kein Zustand, den Betroffene sich einreden, der diejenigen trifft, die zu schwach sind Etwas auszuhalten, die nicht arbeiten wollen oder die Menschen in ihrem Umfeld unter Druck setzen wollen – alle aufgezählten Punkte sind Vorurteile, die ich im Bezug zu Depressionen schon gehört habe. Depression ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann. Einer von ihnen ist Matt Haig, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller.


Fast jeder von uns ist bereits mit Depression in Kontakt gekommen. Und trotzdem und trotz all der Toleranz, die wir uns täglich auf die Stirn schreiben, wird nach wie vor hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Es besteht Scham, denn die angesprochene Toleranz ist eben doch nicht vorhanden und die Blicke, die an Depression erkrankten Menschen zugeworfen werden, sind schiefer als schief.


„Da ist kein Licht am Ende des Tunnels, denn der Tunnel ist an beiden Enden zu, und du bist drin.“


Auch ich bin sowohl im privaten, wie auch beruflichen Umfeld bereits mit Depression in Kontakt gekommen. Hätte ich im Vorfeld Haigs Roman gelesen, hätte ich noch viel mehr Verständnis aufbringen können. Haig klärt auf. Hilft zu verstehen. Denen, die eine Schnittstelle zu Erkrankten haben, aber auch denjenigen, die von der Krankheit betroffen sind, denn indem er von seinen eigenen Erfahrungen berichtet, gibt er Erkrankten Tipps und Hilfestellungen.


Ich wähle das Wort „Erkrankte“ bewusst, denn man kann nicht oft genug erklären, dass es sich um eine Krankheit handelt. Und nicht um einen selbst herbeigeführten, selbst inszenierten Zustand. Es ist eine Erkrankung, die aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht. Einige von ihnen sind neurobiologischer Natur und damit wissenschaftlich belegbar. Depressionen können behandelt werden und sind heilbar. Wie lang und steinig der Weg zur Linderung ist, macht Matt Haig deutlich. Verständlich für jeden, auch diejenigen, die keine Vorkenntnisse haben oder immer noch zwischen ihren Vorurteilen festhängen.


„Wenn es am schlimmsten ist, wünschst du dir verzweifelt irgendein Leiden, irgendwelche körperlichen Schmerzen, weil die Psyche unendlich ist und ihre Qualen genauso unendlich sein können.“


Solltet ihr jemals so jemandem begegnen, reicht ihm „Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben“. Matt Haig verdeutlicht wie schwer es ist mit Depression zu leben, dagegen anzukämpfen und nicht den Ausweg im Suizid zu finden. Allein in Deutschland sind 90% derjenigen, die Suizid begehen, Menschen, die an Depressionen leiden (Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe). Eine unfassbare hohe Zahl. Wie schlecht muss es einem Menschen gehen, wenn der Tod die bessere Alternative ist, als das Leben? Matt Haig beschreibt es. Mit all seinen Gefühlen, seinen intimen Geständnissen, die den Leser mitten in sein Innerstes blicken lassen, hat er mich tief berührt. Ich habe mit ihm gelitten, habe mich an all diejenigen an Depression erkrankten erinnert, die mir bisher in meinem Leben begegnet sind und einige Tränen vergossen. Mitleid ist es aber nicht, was sie benötigen. Was sie brauchen ist Verständnis und Respekt. Nur so haben sie die Möglichkeit offen mit ihrer Erkrankung umzugehen und eine Behandlung durchzuführen.


„Nach dem Regen kommt Sonnenschein. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.“


Um genau diese Punkte kämpft Matt Haig in seinem Buch, das mehr ist, als ein biografischer Roman, mehr als ein Sachbuch, mehr als ein Erfahrungsbericht. Es ist ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil es so sehr bewegt und ganz nebenbei fabelhaft geschrieben ist. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und hoffentlich bei vielen Lesern auch zum Umdenken. Ein Buch, das Mut macht für das eigene Leben zu kämpfen.  

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