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362 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

dystopie, pretty, ugly, scott westerfeld, zukunft

Pretty - Erkenne dein Gesicht

Scott Westerfeld , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.02.2011
ISBN 9783551310071
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/03/pretties-scott-westerfeld.html

Titel: Pretty - Erkenne dein Gesicht
Originaltitel: Pretties
Autor: Scott Westerfeld
Seitenzahl: 400
Verlag: Carlsen
Erschienen: Februar 2011
ISBN-13: 978-3551310071
Preis
Taschenbuch: 8,95€

Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...

Rezension:
Nachdem ich Uglies gelesen hatte, wollte ich auch unbedingt den zweiten Teil lesen, weil ich das Ende wirklich gut fand, muss aber sagen, das ich leider ein bisschen enttäuscht wurde.

Ich hatte erwartet, dass nachdem Tally im ersten Band am Ende endlich zu einer sagen wir mal überzeugenden Moralvorstellung gekommen war und sie mir auch endlich sympathischer geworden ist, dass der zweite Band doch echt toll werden könnte. Beim ersten Band hatte ich nämlich ein wenig Probleme, in die Geschichte reinzukommen und Tallys Moralkonflikte waren zwar tiefgründig haben sie mir anfangs aber auch etwas unsympathisch gemacht. Auch dachte ich, dass nach der langen Einführung im ersten Band, in der nicht wirklich etwas passiert, es im zweiten gleich mit der Action losgehen würde, da es ja einen Plan auszuführen galt. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band gefreut, nur um festzustellen, das hier alles wieder von vorne losging. Der Plan lässt erst einmal ein wenig auf sich warten und dann nach dem Plan heißt es wieder warten, da Tally und ein paar ihrer Crims, ihrer Clique, darauf warten müssen aus der Stadt fliehen zu müssen. Der Autor baut in diese "Wartezeiten" dann kleinere Ereignisse ein, die die Spannung aufrechterhalten sollen, aber das wurde mir durch Tally doch etwas schwer gemacht.

Da Tally jetzt eine Pretty ist, hat sie vieles aus ihrer Ugly Zeit vergessen. Trotzdem ist sie aber noch "anders", jedenfalls will uns das der Autor hier glauben machen. Es stimmt schon, dass sie in gewisser Weise etwas besonderes ist, allerdings habe ich auch oft das Gefühl, dass sie Anerkennung für Dinge bekommt, die nicht wirklich ihr Verdienst sind. Außerdem scheint sie bei dem Versuch Probleme, die sie verursacht hat, wieder in Ordnung zu bringen, nur noch mehr Probleme zu schaffen. Wofür man ihr aber ehrlicherweise nicht alle Schuld zuschreiben kann, denn sie versucht in diesen Momenten meistens ihr bestes. Shay hat zwar Recht, Tally ist ziemlich egoistisch, aber immer wenn sie versucht, es nicht zu sein, hat sie Unglück ohne Ende. Wegen ihres Egoismus war mir Tally am Anfang auch wieder etwas unsympathisch. Sie ist sehr intelligent, wenn es aber um Moralvorstellungen geht, hat sie keine klare Meinung, bis zum Ende des Buches, weil sie auch hier wieder von neuem überzeugt werden muss. Das Pretty-Town und Special Circumstances nicht das richtige für die Menschen tun. Dadurch, dass mich Tally vor allem gegen Mitte ein wenig genervt hat, hat mich auch einfach nicht mehr interessiert, was ihr jetzt als nächstes passiert, weswegen ich sogar an Stellen, an denen eigentlich Spannung hätte aufkommen sollen, die Lust verloren und das Buch zwischenzeitlich aus der Hand gelegt habe, um andere Dinge zu tun. Ich bin einfach nicht wirklich vorangekommen. Das lag vor allem auch an Zane, weil ich es irgendwie nicht so toll fand, dass Tally David sozusagen auch einfach vergisst und dieser mir einfach leid getan hat. Immerhin steht Tally aber zum Schluss zu ihrer Entscheidung, auch wenn ich glaube, dass sich das evt. im dritten Band ändern könnte, aber wenn es so bleibt wie es gegen Ende des Buches ist und Tally sich nicht noch einen Typen angelt, kann ich so auch damit Leben, denn für das Vergessen kann Tally ja nicht wirklich etwas.

Die Pretties sind einfach super oberflächlich und am Anfang haben mich die andauernden Wortwiederholungen (in der englischen Ausgabe sind das zum Beispiel bubbly und bogus, ich weiß aber nicht, wie das ins deutsche übersetzt wurde) etwas genervt. Außerdem werden schwachsinnige Silben an die Enden von Namen gehängt, sodass aus Tally zum Beispiel Tally-wa wird. Das fand ich am Anfang etwas komisch, man gewöhnt sich aber daran. Scott Westerfeld hat diese Dinge auch eher als Stilmittel eingefügt, da die Pretties sozusagen fast ihre eigene Sprache haben.

Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass es mit der Logik etwas hapert. So schlägt Tally bei einem Fall mit dem Gesicht gegen ein Hoverboard und fängt an zu bluten. Ich hätte ja erwartet, dass sie sich dabei die Nase bricht, aber gut, ihre neuen Superknochen könnten evt. zu gut dafür sein oder so. Trotzdem ist sie verwundet, aber später im Buch hört man von dieser Kopfwunde gar nichts mehr, Tally ist noch nicht einmal schwindelig oder so etwas. So etwas wie das kam zwar, glaube ich nur dieses eine Mal vor, aber es gibt andere kleiner Fragen zur Logik, die bei mir manchmal hängenblieben.

Das mag sich jetzt alles vielleicht etwas negativ anhören, aber das Buch war dennoch sehr gut. Wenn Tally nämlich so denken würde wie sie denkt, würde ein Menge der Tiefgründigkeit verloren gehen, da ihr Verstehen für beide Seiten den Konflikt erst wirklich zum Vorschein bringt, weil man dadurch selbst auch besser verstehen kann, warum jemand denken könnte, die Operation wäre für alle die richtige Lösung. Ich fand auch die meisten der Zitate, die am Anfang der drei Teile stehen in die das Buch unterteilt war sehr gut gewählt, weil sie dem Buch noch tiefgründiger gemacht haben. Mein Lieblingszitat war dabei das von Part I: "Remember that the most beautiful things in the world are the most useless."

Das Ende hat mich dann schon fast umgehauen, weil ich fast gar nicht mehr damit gerechnet hätte, das es wirklich noch spannend wird und es eine große Offenbarung gibt, die ich echt toll fand. Die letzten 50 Seiten waren einfach klasse geschrieben und haben noch einiges aus dem Buch herausgeholt und mich daran erinnert, was ich am ersten Band so mochte. Was Tally hier entdeckt hat auch eine Menge der offenen Fragen zur Stadt geklärt. Dennoch bleiben aber ein paar Fragen offen, von denen ich nun aber hoffe, dass sie im dritten Band beantwortet werden. Ich brenne aber nicht ganz so sehr darauf, ihn zu lesen, da das Ende des zweiten Buches schon andeutet, dass alles mit Tally noch einmal von vorne anfängt und wir das ganze Thema noch einmal durchkauen müssen. Trotzdem werde ich den dritten Band auf jeden Fall noch lesen.

Fazit:
Eine relativ gute Fortsetzung der Reihe. Man hatte jedoch ein wenig das Gefühl, das die Geschichte vom zweiten Band sich noch einmal wiederholt, was an der Rückentwicklung des Hauptcharakters Tally lag und auch Spannung wollte am Anfang nicht so recht aufkommen. Das Ende ist super geschrieben und offenbart ein wenig mehr über die Welt der Pretties, allerdings dämpft das letzte Kapitel die Vorfreude auf den dritten Band ein wenig.

(7/10)

  (2)
Tags: 2, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, carlsen, distopie, erkenne dein gesicht, fantasybookshelf, pretties, pretty, review, rezension, rezi, schönheit, schönheitswahn, scott westerfeld, uglies, ugly   (19)
 

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fantasy, liebe, feen, vampire, jugendbuch

Dreams 'n' Whispers

Kiersten White , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2012
ISBN 9783785572399
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/supernaturally-kiersten-white.html

Titel: Dreams 'n' Whispers - Lebe lieber übersinnlich
Originaltitel: Supernaturally
Autor: Kiersten White
Seiten: 383
Verlag: Loewe
Erschienen: 1. Juni 2012
ISBN-13: 978-3785572399
Preis
Gebunden: 17,95€

Klappentext:
Sportstunden, Zickenkrieg auf der Mädchentoilette und ein eigener Spind! Evie ist glücklich, endlich das Leben eines gewöhnlichen Teenagers zu führen. Doch Normalsein kann auf die Dauer auch ziemlich langweilig sein. Als die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler Evies Hilfe braucht, zögert sie nicht lange und schon überschlagen sich die Ereignisse: Ihr Exfreund Reth konfrontiert sie mit niederschmetternden Enthüllungen über ihre Vergangenheit und im Feenreich bahnt sich ein Kampf an, bei dem es um niemand anders geht als Evie selbst. Dreams 'n' Whispers" ist der zweite Band einer Trilogie. Der Titel des ersten Bandes lautet Flames 'n' Roses".

Rezension:
Nachdem ich gerade Paranormalcy alias Flames 'n' Roses von Kiersten White beendet hatte, musste natürlich auch schnell der zweite Band her. Auch dieses Buch ist wieder sehr humorvoll geschrieben, allerdings ist es etwas ernster als noch der erste Teil.

Evie geht mittlerweile seit einem Monat auf die High School und hat sich schon ein wenig an ihr neues Leben gewöhnt. Das heißt auch, dass zwischen dem ersten und zweiten Band ein paar Monate vergehen. Lend sieht sie nur an den Wochenenden, da dieser in Georgetown auf das College geht und Evie ist bei Arianna eingezogen, damit sie sich nicht so seltsam dabei vorkommen muss, ohne ihren Freund bei dessem Vater zu leben. Langsam beginnt Evie sich auch etwas zu langweilen und sie beginnt sich zu fragen, warum sie nicht zufrieden ist, wo sie doch alles hat, was sie jemals wollte. Liegt es daran, das alle sie normal behandeln, wo sie doch vorher bei der IPCA so etwas besonderes war? Aber natürlich ist Evie nicht normal und die nächsten Probleme warten schon...

Die Hauptcharaktere sind immer noch sehr sympathisch und die Liebesgeschichte zwischen Lend sehr süß, auch wenn nicht gerade alles perfekt verläuft, weil Evie Lend bestimmte Dinge verschweigt. Trotz allem oder vielleicht gerade deshalb halten die beiden jedoch zusammen und man kann spüren, wie sehr sie sich mögen. Die Probleme der beiden haben das ganze zwar auch authentischer gemacht, aber ich konnte in bestimmten Dingen nicht nachvollziehen, warum Evie nicht mit der Sprache herausrückt. Am Ende sieht sie ihre Fehler aber auch ein. Im Grunde genommen sorgt sie sich aber die ganze Zeit um nichts und wieder nichts und begeht deswegen ein paar kleinere Fehler. Aber wie sagt man so schön: Nobody's perfect und das meine ich in einem positiven Sinne. Ich fand es auch toll wie sehr man die Entwicklung gespürt hat, die Evie nach all den Geschehnissen im ersten Band durchgemacht hat. Sie ist ein wenig erwachsener und auch ernster geworden, wodurch auch die Atmosphäre im Buch etwas ernster und nachdenklicher wird.
Bis auf einige wenige wird auch in diesem Buch nicht sehr stark auf Nebencharaktere eingegangen, aber diese sind für die Geschichte meistens auf nicht von Belang. Außerdem lässt sich Kiersten White auch wieder sehr lustige Dinge für ihre Nebencharaktere einfallen. Bleibt nur eins, was hat ein deutscher Vampir in Schweden zu suchen xD?

Ich hätte mir manchmal vor allem am Anfang etwas mehr spannende Handlung gewünscht. Das Buch war zwar aufgrund des schönen Schreibstils auf jeden Fall fesselnd, denn ich habe es fast ohne Unterbrechung verschlungen, aber es war doch sehr viel vorhersebarer als Band eins und kam mir manchmal etwas wie ein Lückenfüller vor. Schon lange vor Ende konnte man sich ausrechnen, wer hier das große Problem ist. Ich persönlich hatte mir zwar andere Zusammenhänge vorgestellt, aber die große Enthüllung des Buches, besser gesagt, die zwei großen Enthüllungen, kamen für mich einfach so gar nicht überraschend. Dennoch hat das Buch eine etwas andere Wendung genommen als ich es dachte. Diese war etwas tiefgründiger als erwartet, allerdings haben in diesem Abschnitt dann die humorvollen Stimmungsauflockerungen meiner Meinung nach nicht immer ganz so gut gepasst und das ganze etwas oberflächlicher wirken lassen.

Nach dem Ende bleiben auch ziemlich große Fragen offen, von denen ich eigentlich erwartet hätte, dass sie in diesem Band beantwortet werden, sodass das Ende ein wenig zu offen wirkt. Ich wurde mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen. Es ist schon zu Ende? Allerdings wird es ja auch bald auf das große Finale hinauslaufen...WO kriege ich jetzt bloß das dritte Buch her??

Fazit:
Eine wirklich gute Fortsetzung der Reihe, die zwar immer noch humorvoll, aber auch etwas ernster ist als Band eins, da sich die Atmosphäre des Buches mit Evie weiterentwickelt. In manchen Dingen ist das Buch hier etwas vorhersehbar, aber dennoch konnte ich es durch die schöne Erzählweise kaum aus der Hand legen. Wer den ersten Band mochte, wird diesen hier auf jeden Fall auch mögen!

(8/10)

  (2)
Tags: 2, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, dreams 'n' whispers, elfen, fantasy, fantasybookshelf, feen, flames 'n' roses, kiersten white, lebe lieber übersinnlich, liebesgeschichte, loewe, paranormal, paranormalcy, review, rezension, rezi, supernaturally, trilogie, urban fantasy, vampire, werwölfe, zombies   (26)
 

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801 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 137 Rezensionen

fantasy, liebe, feen, vampire, werwölfe

Flames 'n' Roses

Kiersten White , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785572382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/paranormalcy-kiersten-white.html

Titel: Flames 'n' Roses - Lebe lieber übersinnlich
Originaltitel: Paranormalcy
Autor: Kiersten White
Seitenzahl: 380
Verlag: Loewe
Erschienen: 6. Juni 2011
ISBN-13: 978-3785572382
Preis
Gebunden: 17,95€
Hörbuch: 22,99€

Klappentext:
Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.
Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!

Gestaltung:
Auch hier gefällt mir wiedereinmal das deutsche Cover etwas besser, weil es einfach mehr zu Evies Art und dem ganzen Buch passt. Evie ist einfach nur pink mit Herzen xD. Das englische Cover finde ich zwar auch sehr schön und das Mädchen darauf könnte auch auf jeden Fall Evie in ihrem Promdress sein, allerdings passt die düstere Tönung und auch ihr sehr ernster Gesichtsausdruck nicht ganz so gut. Vom Titel her passt aber Paranormalcy wahrscheinlich besser, auch wenn Flames 'n' Roses durchaus eine Bedeutung hat, denn Flammen in dem Sinne, haben eine sehr große Bedeutung im Buch und Roses könnte man wahrscheinlich als Symbol sehen, auch wenn sie an sich keine Bedeutung für das Buch haben.

Rezension:
Ich hatte bevor ich dieses Buch gelesen habe, bereits das Hörbuch auf deutsch gehört. Weil ich generell Bücher aber lieber erst lese und ich die Geschichte wirklich gut fand, dachte ich mir ich nehme es mir noch einmal zur Hand, auch, um zu sehen wie viel für das Hörbuch gekürzt wurde und was ich sozusagen beim Hören verpasst habe. Außerdem wusste ich auch nicht mehr ganz genau wie es aussging, auch wenn mir das beim Lesen wieder eingefallen ist. Es hat sich dann herausgestellt, dass das Hörbuch ausnahmsweise einmal nicht gekürzt ist und wenn doch, dann in so geringem Maße, dass ich es nicht mitbekommen habe, aber das wäre dann den Aufwand auch irgendwie nicht Wert, weswegen ich ziemlich sicher bin, das es hier keine Kürzungen gab.

Da ich das Buch auf Englisch gelesen und auf deutsch gehört habe, kann ich auch ein wenig zur Übersetzung sagen. Die Übersetzer vom Loewe-Verlag habe hier wirklich einen super Job gemacht! Ich kann mich zwar nicht mehr genau daran erinnern, wie gut die Wortwitze rübergebracht wurden, denn davon gibt es eine Menge, aber die Atmosphäre des Buches bleibt im Deutschen auf jeden Fall bestehen und auch die meisten der Witze wurden gut übersetzt.

Der Humor und die Wortwitze machen ebenfalls einen Großteil der Atmosphäre des Buches und auch von Evies Charakter aus. Evie ist nicht unbedingt der Stereotype Mädchen, sondern vereint auf eine komische Art und Weise, alle Vorurteile, die einem darüber so in den Sinn kommen können. Nur zickig ist sie nicht. Dafür ist fast alles um sie herum pink, eine Farbe, die sie einfach liebt und sie ist einfach so unfassbar mädchenhaft, dass man auch mal laut auflachen muss, ganz zu schweigen von ihren selbstironischen und sarkastischen Kommentaren, die sie nicht immer laut äußert. Da, das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man sich doch sehr gut in Evie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Auf den ersten Blick scheint Evie noch relativ kindlich und unbedarft und das ist sie manchmal auch, aber hinter der eher oberflächlichen Fassade und den coolen Sprüchen ist ihre Persönlichkeit doch tiefergehend und sie ist sehr einsam. Das ist auch kein Wunder, da sie, seit sie 8 Jahre alt ist, bei der IPCA lebt, wo es niemanden in ihrem Alter gibt und sie hauptsächlich mit der Meerjungfrau Lish reden kann, die die Computercentrale dort in ihrem Aquarium allein betreibt. Davor hat sie seit sie denken kann in Fosterfamilien gelebt. Es ist nicht unbedingt so, dass Evie naiv ist, denn sie glaubt nicht gleich alles, was ihr vorgehalten wird, hat (vor allem später) auch durchaus ihre eigene Meinung und und beugt auch mal ab und zu ein paar Regeln für sich und treibt ihren Unfug, aber sie will doch öfters Dinge nicht wahrhaben und bevorzugt es dann meisten nicht weiter darüber nachzudenken. So sind ihr auch viele Dinge, die Lend ihr zum Beispiel über sie selbst sagt, schon vorher in den Sinn gekommen, aber er ist derjenige, der sie wirklich dazu bringt darüber nachzudenken und endlich den Sachen auf den Grund zu gehen. Man kann ihr das, aber auch nicht wirklich vorwerfen, vor allem, was die ICPA angeht, weil sie dort aufgewachsen ist und es nur natürlich ist, dass sie von der guten Gesinnung dieser Organisation überzeugt ist und es ist ja auch nicht so, dass diese total schlecht und böse ist. Spätere Ereignisse im Buch bringen Evie aber immer mehr dazu über bestimmte Dinge mehr nachzudenken, was dem Buch auch etwas an Tiefgründigkeit verliehen hat, von der das Buch zwar nicht gerade übersprüht, die aber doch vorhanden ist vor allem in dem Sinne wie sehr man Zuwendung und Liebe braucht.

Beim Thema Liebe sind wir auch schon bei Lend. Lend war wirklich einfach nur süß und er hat die Liebesgeschichte des Buches weit weniger kitschig gemacht. Er ist einfach nur total nett und man kann wirklich total verstehen, warum Evie ihn so gern mag. Genauso gut kann man aber verstehen, warum Lend Evie mag, denn beide kann man einfach nur ins Herz schließen. Die Beziehung zwischen beiden bahnt sich auch eher langsam an und alles im allen war das wirklich toll gemacht und ich habe es einfach genossen, die Szenen mit den beiden zu lesen.

Das Buch ist wirklich süß geschrieben, der Schreibstil leicht und locker. Auch Spannung gibt es vor allem ab Mitte des Buches her nicht zu wenig. Man hat auch einfach nur Mitleid mit dem bösen Gegenspieler, denn deren Motive sind durchaus nachvollziehbar und enthalten einen Teil Wahrheit, was das ganze nicht so schwarz weiß aussehen lässt, wie man es von einem solchen Buch vielleicht erwarten würde. Ich will auf jeden Fall wissen wie es weitergeht und werde so schnell wie möglich den zweiten Band lesen ♥.

Fazit:
Ein schönes, locker fluffiges Buch, das mit viel Humor und einer süßen Liebesgeschichte überzeugt. Die Charaktere kann man ebenfalls einfach nur ins Herz schließen und auch Spannung kommt nicht zu kurz.

(9/10)

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672 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 44 Rezensionen

dystopie, schönheit, ugly, zukunft, jugendbuch

Ugly - Verlier nicht dein Gesicht

Scott Westerfeld ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.02.2011
ISBN 9783551310064
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/uglies-scott-westerfeld.html

Titel: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht
Originaltitel: Uglies
Autor: Scott Westerfeld
Seitenzahl: 432
Verlag: Carlsen
Erschienen: Februar 2011
ISBN-13: 978-3551310064
Preis
Taschenbuch: 8,95€

Klappentext:
Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...

Gestaltung:
Was ich hier einmal anmerken wollte, war, dass mir hier ausnahmsweise einmal die deutschen Cover weitaus besser gefallen, weil sie viel besser zu den Beschreibungen im Buch passen. Das Mädchen auf dem Cover könnte durchaus der Hauptcharakter Tally sein, da sie anders als das Mädchen auf dem englischen Cover, braune Augen besitzt und die Zeichnungen auf ihrem Gesicht, indizieren einfach eine Menge des hauptsächlichen Themas des Buches. Das gleiche gilt für Band zwei, da die Pretty, auf dem Pretty-Cover wirklich den Beschreibungen im Buch entspricht, während die beiden Charaktere auf dem englischen Cover so gut wie gar nichts mit ihnen gemein haben. Auch die Untertitel finde ich hier einmal sehr schön gewählt, da sie sehr gut zur Handlung passen und eine tiefere Bedeutung haben, ohne zu viel zu verraten.

Rezension:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich letzendlich fast schon überrascht war wie gut ich das Buch fand. Das lag allerdings nicht daran, das ich mir von dem Buch nichts erwartet hatte. Ich hatte mir sogar relativ viel erwartet, da es ja bereits unzählige gute Rezensionen über diese Buch gibt. Ich kam nur zwischenzeitlich etwas ins zweifeln, was daran lag, das Erklärungen und Beschreibungen zum Weltenentwurf doch relativ spät gegeben werden. Man wird als Leser sofort in die Handlung hineingeworfen, nämlich zu dem Zeitpunkt, als Tally sich in New Pretty Town einschleicht, um ihren alten Freund Peris zu sehen, weil sie doch ziemlich einsam ist, nachdem er vor einer Weile in einen Pretty umgewandelt wurde. Das war auch relativ spannend, ließ einen aber dennoch mit einem Haufen Fragen zurück wie diese Welt funktionieren kann, wenn ihre Einwohner die ganze Zeit nur Parties schmeißen. Da es am Anfang so wenige Erklärungen gab, kam mir die Idee etwas unausgereift und unlogisch vor. Mit der Zeit werden aber langsam alle großen Fragen aufgeklärt, vor allem diejenige wie die Kinder dort in die Welt gesetzt werden, was mich am Anfang doch sehr interessiert hat. Allerdings muss man ein wenig geduldig sein, denn die Erklärungen kommen teilweise nur durch das Fortschreiten der Handlung heraus. Nach und nach fügte sich dann alles zu einem ziemlich gut durchdachten meiner Meinung nach ziemlich originellem und in gewisser Weise auch "realistischem" Weltenentwurf zusammen, denn die Idee ist nicht gerade zu weit hergeholt.

Gerade das hat dem Buch auch einige Tiefe verliehen. Wie die meisten sicherlich schon wissen, geht es in diesem Buch sehr viel um Schönheit etc. Hinter dem Konzept, das jeder nachdem er 16 Jahre alt geworden ist, eine Operation erhält "um schön gemacht zu werden", stecken mehr als nur ein Gedanke. Es geht zum einen darum, das Menschen die schön sind oder bestimmte Merkmale haben, meist mit viel mehr durchkommen, als "normalschöne" Personen, da sie verletzlich wirken oder bewundert werden und solche Dinge. Eine weitere Idee hinter der Operation ist, die der Gleichheit. In dem Buch wird oft erwähnt, das früher die Menschen (also wir) aufgrund ihres unterschiedlichen Aussehens auch unterschiedlich behandelt wurden. Die Operation ist also nicht nur von Vorteil, weil sie "das beste aus jedem Individuum hervorholt" und in für jedes Auge wunderschön macht, sondern auch, weil es garantiert, das niemand mehr wegen weniger guten Aussehens ungerecht behandelt wird, auch wenn das vielleicht unbewusst geschehen würde. Gerade weil so viel Wahrheit dahinter steckt und es gleichzeitig so grotesk ist, bietet dieses Thema eine Menge Stoff zum Nachdenken. Andererseit gibt es auch eine Menge Gedankenanschübe in die Richtung, dass, wenn jeder wunderschön und fast perfekt aussieht, alle normalen Menschen dagegen hässlich aussehen. Die Art und Weise wie hier die Kultur, kann man schon fast sagen, die sich daraus entwickelt hat, den Geist der Menschen die (noch) keine Pretties sind beeinflusst und kontrolliert war einfach fantastisch beschrieben und lassen keinen Zweifel daran, dass sie auch an den heutigen Schönheitwahn appellieren.
Letzendlich muss man für Schönheit aber doch auch immer einen Preis zahlen, oder? Wer schön sein will muss leiden...

Der Schreibstil unterstützt das tiefgründige Thema und auch die Handlung sehr schön. Durch die Beschreibungen kann man sich gut vorstellen, wie die Welt sich verändert hat und nun aussieht, auch wenn sie nicht zu detailreich ist. Ich fand vor allem eine Metaphor, die Scott Westerfeld für die Beschreibung der Welt benutzt hat einfach fantastisch. In dieser neuen Welt gibt es nämlich eine weiße Orchideenart, die durch ausgeartete Genexperimente sozusagen die Natur befällt, weil sich zu schnell ausbreitet und irgendwann nur noch unfruchtbaren Boden hinterlässt, da sich alle anderen Lebewesen aus der näheren Umgebung vertrieben hat, so auch die Bienen, die bei der eigenen Vermehrung unerlässlich sind. Die Orchideen sind genauso wie die Pretties wunderschön und es gibt eine wunderschöne Szene in der Tally darüber nachdenkt, wie sie mit oder vielleicht auch trotz ihrer Schönheit alles andere Leben um sich herum ersticken.

Die Handlung kam für mich, wahrscheinlich auch wegen der spät gegebenen Erklärungen etwas langsam ins Rollen. Mir hat am Anfang einfach ein wenig die Spannung gefehlt, obwohl es nicht einmal so war als ob nichts passiert wäre. So weit ich mich erinnere hatten alle Szenen Relevanz für die spätere Handlung und haben einfach toll erklärt wie Tally später auf bestimmte Ideen kommt und warum sie auf gewisse Weise handelt. Im späteren Verlauf kam dann auch durchaus die erhoffte Spannung auf.

Tally war zwar in gewisser Weise durchaus ein sympathischer Charakter, denn sie ist relativ intelligent und hat durchaus am Ende auch Stärke bewiesen und es ist auch nicht so, dass sie nicht nachvollziehbar handelt, aber manchmal konnte ich sie nicht so ganz verstehen. Am Anfang ist sie noch relativ naiv und das einzige, was sie will, ist endlich 16 werden, um ihre Operation zu erhalten und endlich ihren alten Kindheitsfreund Peris wiederzusehen. Das mag vielleicht etwas wenig hinterfragt erscheinen, ist aber durchaus alles verständlich. Was ich nicht ganz verstanden habe, war, dass Tally selbst nachdem Special Circumstances involviert war, nicht wirklich darüber nachgedacht hat, ob es vielleicht etwas Schlechtes hinter diesen Operationen gibt, wenn solch eine Institution nötig ist und ob das alles es wirklich wert ist schön zu sein. Sie hat zwar ein wenig gezweifelt, war aber schon fast zwanghaft darauf fokussiert schön zu werden und hat versucht sich einzureden, dass das, was sie tut, zum besten aller ist. Außerdem hat es mich ein wenig geärgert, als sie sich nach dem großen Vorfall immer wieder von neuem überredet hat David weiterhin die Wahrheit verschweigen, obwohl sie sich deswegen noch schlechter gefühlt hat. Das war andererseits auch durchaus verständlich und verzeihbar. Die Geschichte ist sehr auf Tally fokussiert, weil hauptsächlich auch ihre Gedankengänge dem Buch einiges an Tiefe verleihen. Andere Nebencharakter sind zwar durchaus gut und unterschiedlich beschrieben, es wird aber meist nicht näher auf sie eingegangen. Da das Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, ist der Leser einerseits etwas distanziert vom Geschehen, durch die Beschreibung von Tallys Gefühlen und Gedanken aber auch sehr einbezogen.

Am Ende blieben für mich noch ein paar Fragen offen, die zwar in den Folgebänden noch beantwortet werden könnten, die offengelassen aber bisher ein Gefühl von ein wenig Unlogik in der Handlung zurücklassen. Allen voran ist zum Beispiel, warum die Special Circumstances nie diejenigen Smokies befragt haben, die beschlossen haben, nicht zu bleiben und zur Stadt zurückgekehrt sind, um Pretties zu werden. Sind sie doch nicht so schrecklich und zu Folter einfach nicht im Stande? Lügendetektoren haben sie nach Tallys Gespräch mit Dr. Cable zu urteilen ja ebenfalls und es müsste doch auffallen, wenn plötzlich ein lange vermisster Ugly wieder in der Stadt auftaucht...
Dann habe ich mich auch ein wenig gefragt, ob das Essen in dieser Welt komplett synthetisch ist oder wo sie es sonst anbauen, denn Landwirtschaft scheint hier irgendwie nicht so ganz hereinzupassen, aber das ist ja auch eher eine niedrigere Frage. Es würde mich aber echt einmal interessieren.

Fazit:
Dass die Handlung durch die späten Erklärungen etwas langsam ins Rollen kommt und dadurch erst mir der Zeit Spannung aufgebaut wird, kann ein relativ sympathischer Hauptcharakter, ein schöner Schreibstil und ein gut durchdachter und origineller Weltenentwurf mehr als aufwiegen. Das Buch setzt sich auf sehr tiefgründige Weise mit dem Thema Schönheit(soperationen) auseinander und regt sehr zum Nachdenken an. Eine klare Empfehlung!

(8/10)

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Tags: buch, bücher, buchreihe, buchrezension, carlsen, distopie, fantasybookshelf, review, rezension, rezi, schönheit, schönheitswahn, scott westerfeld, uglies, ugly, verlier nicht dein gesicht   (16)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

engel, boundless, unearthly, urban fantasy, cynthia hand

Boundless (Unearthly Trilogy)

Cynthia Hand
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Harper Teen, 22.01.2013
ISBN 9780061996207
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/boundless-cynthia-hand.html

Titel: Unearthly - Himmelsbrand
Originaltitel: Boundless
Autor: Cynthia Hand
Seitenzahl: 384
Verlag: rororo
Erscheint: 1. August 2013
ISBN-13: 978-3499257001
Preis
Taschenbuch: 9,99€

Klappentext:
Clara ist anders als die anderen an der Highschool: In ihren Adern fließt Engelsblut, sie ist dazu ausersehen, Menschen zu retten. Dabei will Clara nur eins - ein ganz normales Mädchen sein. Während ein Kampf in Clara tobt, ziehen dunkle Wolken am Horizont auf: Die Schwarzflügel - gefallene Seelen - wollen die Menschen unter ihre Herrschaft bringen. Gelingt es den Nephilim, diesen Plan zu vereiteln? Die große Schlacht steht kurz bevor. Doch die größte Gefahr droht aus den eigenen Reihen ...

Rezension:
Also zuerstwollte ich noch einmal sagen, dass ich mit dem deutschen Klappentext so ziemlich gar nichts anfangen kann... und ich meine mit allen von ihnen, wobei der für den ersten Band noch die besten sind. Ich weiß echt nicht, was hier los ist, aber Clara geht in diesem Band nicht mal mehr zur Schule oO. Dass sie dazu ausersehen ist, Menschen zu retten entspricht auch eher indirekt der Wahrheit. Die Klappentexte passen so gar nicht zum Buch! Wenn man sich im Vergleich einmal die Englischen ansieht, muss man sich schon wundern, denn die sind fast perfekt. Sie geben Hinweise darauf, was in dem Buch geschehen wird und spoilern einem doch nicht Band 1 und 2, wenn man diese noch nicht gelesen hat. Wie das Buch in der deutschen Übersetzung sich dann wirklich liest, kann ich leider auch nicht sagen, da ich alle Bücher der Reihe auf Englisch gelesen habe. Nunja, ich bin schon manchmal echt versucht, eine Kurzbeschreibung zum Buch selbst zu schreiben, aber ich glaube dann würde ich nie wirklich zum Thema kommen.

Aber nun zum Buch. Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll. Es ist meiner Meinung nach der spannendste Band der ganzen Trilogie. Es ist vor allem spannend, weil man immer kurz vor Clara begreift, was los ist. Cynthia Hand gibt kurz vor vielen größeren Enthüllungen kleine Hinweise, die einem ein Licht aufgehen und "Oh nein!" schreien lassen.
Ich kam dann immer so manchmal kurz ins Zweifeln, weil ich mir dachte, dass Clara nicht begreifen würde, was los ist, aber sie hat mich nicht enttäuscht, um genau zu sein habe ich mich nur einmal gefragt, warum sie eine bestimmte Sache nicht macht und da kann man es ihr auch verzeihen, weil sie da doch schon ziemlich am Boden war und deswegen in dem Moment auch gar nichts machen konnte. Man kann Clara und auch das Handeln der anderen Charaktere eigentlich nie bemängeln und immer nachvollziehen, weil sie immer auf ihre Art und Weise logisch handeln. Clara ist einfach immer noch soo sympathisch. Die Charaktere allgemein nehmen in diesem Buch eine andere Entwicklung, als ich das erwartet hätte, das gilt einerseits vor allem für Angela, andererseits aber zum Beispiel auch für die Beziehung zwischen Christian und Clara, was mich aber eher positiv überrascht hat, weil man so wirklich merkt, wie sehr Clara Tucker eigentlich liebt und umgekehrt und dass es eben nicht nur eine größere Schwärmerei war, von der Clara sich dann schnell erholt und voranschreitet. Das fand ich einfach toll.

Die Geschichte hat auch überhaupt nicht so angefangen, wie ich es gedacht hatte. Claras Sommer in Italien wird einfach übersprungen, auch wenn man im großen und ganzen mitkriegt, was wichtiges dort passiert ist, weil Cynthia Hand das ganz geschickt in die Handlung mit einbaut. Ansonsten geht es eigentlich sofort ans Eingemachte. Der Anfang ist zwar nicht übermäßig spannend, weil Dinge zu Claras neuem Universitätsleben erläutert werden und sie auch ein paar neue Charaktere kennenlernt, aber auch diese Stellen habe ich sehr gern gelesen. Eine weiterer Grund, warum Cynthia Hands Schreibstil so spannend ist, das alles was sie schreibt seinen Anteil zur Geschichte beiträgt. Manchmal ist dieser Anteil eben kleiner, manchmal größer.

Das Ende könnte man zweifellos kitschig nennen, aber irgendwie mochte ich es so. Mir ging sozusagen vor Erleichterung das Herz auf, vor allem, weil die letzte Szene in so einer absoluten Art und Weise auf eine Szene in Band zwei hinweist, die das Ganze einfach zuckersüß gemacht haben. Es hat einfach einmal wieder gut getan, ein Ende zu lesen, das einem Hoffnung gibt. Und Clara hat es verdient, sop. Sie hatte im ganzen Buch immer einmal wieder Schwierigkeiten, was ihre Fähigkeiten anging, aber als es dann aufs Ganze kam hat sie wieder einmal Stärke bewiesen. Hinzu kam, dass ich das alles so wirklich nicht erwartet habe.
Es ist auch ein ziemlich abgeschlossenes Ende, auch wenn ein paar winzige Dinge ein bisschen offen sind, aber das war gut so. Der Kampf zwischen gut und böse ist eben nie ganz zu Ende. Außerdem fand ich, dass das Ende wirklich tiefgründig war. Es hat sich ja da ganze Zeit mehr oder weniger auch um das Thema Schicksal und darum eigene Entscheidungen zu treffen und wie diese beiden zusammenspielen gedreht. Clara war die ganze Zeit dazwischen hin und her gerissen, ob sie ihren Visionen folgen, oder ihre eigene Zukunft schaffen soll und ich fand es toll, dass das hier in gewisser Weise auch aufgelöst wurde.

Fazit:
Ein ebenso wunderschönes Buch wie die anderen beiden. Ein für mich eher unerwarteter Abschluss der Reihe der mich aber trotzdem begeistern könnte. Da bleibt nur zu hoffen, dass Cynthia Hand noch ein paar weitere tolle Bücher schreibt.

(10/10)

Buchreihenfazit:
Eine der besten Buchreihen, die ich je gelesen habe. Unglaublich sympathische Charaktere, ein absolut spannender Schreibstil und eine tiefgründige, romantische und logisch durchdachte Geschichte machen die Bücher zu einem absoluten MUSS! Cynthia Hand ist für diese Bücher einfach nur zu bewundern.

(10/10)

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Tags: 3, boundless, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, cynthia hand, dunkles feuer, engel, fantasybookshelf, hallowed, heiliges feuer, himmelsbrand, liebesgeschichte, nephilim, review, rezension, rezi, rororo, rowohlt, schicksal, trilogie, unearthly, urban fantasy   (24)
 

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hallowed, rowohlt, heiliges feuer, unearthly, 2

Hallowed [ HALLOWED ] by Hand, Cynthia (Author) Jan-17-2012 [ Hardcover ]

Cynthia Hand
Fester Einband
Erschienen bei Harper Teen, 17.01.2012
ISBN B007M868LI
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/hallowed-cynthia-hand.html

Titel: Unearthly - Heiliges Feuer
Originaltitel: Hallowed
Autor: Cynthia Hand
Seitenzahl: 400
Verlag: rororo
Erschienen: 1. Oktober 2012
ISBN-13: 978-3499256998
Preis
Taschenbuch: 9,99€

Klappentext:
Die 16-jährige Clara ist ein Schutzengel, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, dazu ausersehen, Menschen zu retten. Nicht so einfach, wenn man mitten unter ihnen lebt und nicht auffallen darf. Ihre erste Mission, einen Jungen aus dem Feuer zu retten, misslang. Claras Schwäche blieb nicht unentdeckt: Die schwarzen Engel - gefallene Seelen, die die Welt mit Traurigkeit überziehen – wollen Clara auf ihre Seite ziehen. Leider nicht ihr einziges Problem. Denn jemand, der ihr sehr nahesteht, soll in den nächsten Monaten sterben. Clara ahnt: Das Feuer war nur der Anfang.

Rezension:
Nachdem ich den ersten Band der Unearthly-Trilogie gelesen hatte, und ihn einfach nur umwerfend toll fand, musste natürlich auch ganz schnell der zweite Band her. Für mich war Unearthly schon ein nahezu perfektes Buch und auch Hallowed, der zweite Band konnte mich auf ganzer Länge begeistern.

Die Geschichte geht vom ersten Buch fast nahtlos in den zweiten Teil über. Es vergehen nur ein paar Tage zwischen den beiden und dann setzt das Buch auch schon am ersten Tag des Seniorjahres von Clara ein. In diesem Buch bekommt Clara eine neue Vision, bei der sie erst einmal überhaupt nicht weiß, worum es geht.

Die Enthüllung der Bedeutung dieser Vision kam in diesem Buch für mich aber nicht ganz so überraschend, weil ich das schon vorher vermutet hatte. Cynthia Hand neigt oft dazu einem gewisse Fährten zu geben und einen zu überraschen, weswegen ich mir dann schon relativ sicher war, wer der bedeutsame jenige in der Vision war. Wie es jedoch dazu kam und das ganze Drumherum kam genauso überraschend wie immer und es hat mir auf jeden Fall den Spaß am Lesen in keinster Weise verdorben.

Der Schreibstil und meistens auch der Humor des Buches sind immer noch so toll wie in Band eins und auch die Charaktere sind immer noch einfach nur toll, jeder mit seinen eigenen Stärken und Schwächen und supersympathisch. In diesem Band lernt man auch Christian ein wenig besser kennen, auch wenn er irgendwie immer noch ein wenig mystisch bleibt, aber man kann seine Motive und Handlungen auf jeden Fall besser nachvollziehen. Auch er versucht einfach nur auf seine Weise das Richtige zu tun. Ich muss sagen, dass mich die kleinen Hahnenkämpfe zwischen Christian und Tucker um Clara eher nicht so angesprochen haben, aber es war auch nicht zu übertrieben und leicht darüber hinwegzusehen.

Die Spannung blieb relativ konstant, da es immer wieder überraschende Wendungen gab, die einen manchmal wirklich vom Hocker hauen konnten. Dabei fand ich aber wie gesagt nicht, dass die Enthüllung der Vision der Höhepunkt war, sondern eher die Dinge, die wegen Sam geschehen. Man erfährt immer mehr über die Engel und was es mit den Visionen auf sich hat und wird dadurch immer tiefer in die Geschichte hineingesogen.
Auch finde ich die Tiefgründigkeit dabei toll, denn Clara kämpft darum, ihre Zukunft selbst zu entscheiden und gleichzeitig ist sie sich nicht sicher, ob sie ihr Schicksal zum Besten aller akzeptieren muss und ob sie überhaupt wählen kann. Das ist auch so etwas, was ich an ihr mag, sie hat eine starke Persönlichkeit und versucht immer das Richtige zu tun.
Auch das nähere Kennenlernen von Sams Motiven, hat dem Buch noch etwas mehr Tiefgründigkeit verliehen. Ich hatte manchmal schon fast Mitleid mit ihm und man kann seine Handlungen auch relativ gut nachvollziehen.

Das Ende war gleich doppelt traurig und ich musste ein paar Tränen verdrücken, da Clara so mit sich kämpfen muss, um das zu tun, von dem sie denkt, dass es für alle das beste ist und ihr Leben durch diese bestimmten Umstände einfach umgekrempelt wird. Und das dann auch noch dieser jemand sterben muss...

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung zu Unearthly, an der ich so gut wie nichts aussetzen konnte. Wer Unearthly noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt schnell nachholen!

(9/10)

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Tags: 2, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, cynthia hand, dunkles feuer, engel, fantasybookshelf, hallowed, heiliges feuer, liebesgeschichte, nephilim, review, rezension, rezi, rororo, rowohlt, schicksal, trilogie, unearthly, urban fantasy   (22)
 

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cassandra clare, fantasy, sebastian, jace, clary

The Mortal Instruments - City of Lost Souls

Cassandra Clare
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei Walker Books Ltd, 08.05.2012
ISBN B007HA3DC8
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/city-of-lost-souls-cassandra-clare.html

Titel: City of Lost Souls
Originaltitel: City of Lost Souls
Autor: Cassandra Clare
Seitenzahl: 688
Verlag: Arena
Erschienen: Februar 2013
ISBN-13: 978-3401066677
Preis
Gebunden: 19,99€

Klappentext:
Kaum ist die Dämonin Lilith besiegt, fehlt von Jace, den Clary über alles liebt, jede Spur - auch ihr finsterer Halbbruder Sebastian ist verschwunden. Doch Jace findet wieder einen Weg zu Clary und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunklen Mächten verbunden. Um Jace zu retten, müssen sich auch die Schattenjäger der schwarzen Magie verschreiben. Clary geht dabei den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace’s Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Rezension:
Ich weiß, nachdem ich City of Fallen Angels gelesen hatte, war ich etwas skeptisch und hatte beinahe schon etwas Angst City of Lost Souls endlich zu lesen, weil ich dachte, dass es mir nicht gefallen könnte. Aber dieses Buch hat all diese Zweifel schlichtweg in den Wind geschlagen. Es war durchgehend spannend, die Geschichte ist sofort in die Action eingestiegen, was ich nicht so ganz erwartet hätte und obwohl Clary und Jace auf diese quälende Weise immer noch nicht zusammen sein können, regt man doch Hoffnung.

Das Buch war aber vor allem so toll, weil man endlich einmal etwas mehr über Sebastian erfährt. Es wird zwar nicht aus seiner Perspektive oder ähnliches geschrieben, aber ein paar Charaktere kommen ihm doch nah genug, um seine Persönlichkeit etwas zu entschlüsseln und ihn besser zu verstehen. Das hat dem Buch einfach unglaublichen Tiefgrund verliehen, besonders da man stellenweise sogar so etwas wie Sympathie und Mitleid für ihn aufbringen kann, wenn sich wirklich einmal vor Augen führt, wie allein er eigentlich ist. Und das trotz all der schrecklichen Dinge, die er ganz unbestreitbar vorhat. Es war einfach nur toll, wie Cassandra Clare das hinbekommen hat.

Desweiteren ist dieses Buch irgendwie sehr auf die Liebesgeschichten konzentriert, die zwar immer noch ihre "Makel" und Schwierigkeiten zu überwinden haben, hier aber endlich einmal nicht ganz so quälend (wenn man von Jace und Clary absieht) vonstattengehen, was einem gewissermaßen etwas Hoffnung gegeben hat. Andererseits haben jetzt alle Protagonisten so ziemlich einen Partner und keine der Beziehungen stehen im Konflikt miteinander, was einem ein wenig zu Friede-Freude-Eierkuchen-mäßig vorkam, zum anderen nach all diesen quälenden Konflikten in City of Fallen Angels eine Erleichterung war und zum Schluss auch nicht wirklich gestört hat, da keine diese Beziehungen perfekt ist und alle mit ihren Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Es gibt wieder einen Haufen überraschender Enthüllungen und Wendungen in diesem Buch und das Ende ist zwar ein wenig kitschig und kein ganz so fieser Cliffhänger, lässt einen aber mit dem Gefühl zurück, dass der letzte Band einfach nur fantastisch werden kann, sodass man es gar nicht mehr erwarten kann ihn endlich in die Finger zu bekommen. Der Epilog hatte wirklich noch einiges an Schlüsselszenen zu bieten, die einem eine vage Vorstellung geben, worauf alles hinauslaufen wird.

Fazit:
Ein wirklich atemberaubend spannendes Buch, das mich begeistern konnte und das einen nur noch auf ein episches Finale hoffen lässt. Wer mit City of Fallen Angels ein wenig gehadert hat, sollte sich echt nicht davon abhalten lassen die Reihe endlich weiterzulesen. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht werden.

(9/10)

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Tags: 5, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, cassandra clare, chroniken der unterwelt, city of, city of ashes, city of bones, city of fallen angels, city of glass, city of lost souls, clary, dämonen, fantasybookshelf, jace, nephilim, review, rezension, rezi, urban fantasy, vampire, werwölfe   (24)
 

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urban fantasy, cynthia hand, unearthly, trilogie, buch

Unearthly

Cynthia Hand
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Harper Teen, 04.01.2011
ISBN B004NKWSZ8
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
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Titel: Unearthly - Dunkle Flammen
Originaltitel: Unearthly
Autor: Cynthia Hand
Seitenzahl: 432
Verlag: rororo
Erschienen: 1. August 2012
ISBN-13: 978-3499256981
Preis
Taschenbuch: 9,99€

Klappentext:
Die Erde steht still, wenn Engel lieben. «Am Anfang ist da ein Junge, mitten im Wald. So alt wie ich, um die sechzehn, siebzehn. Dabei sehe ich ihn nur von hinten. Ein orangefarbenes Licht erhellt den Himmel. Die Luft ist voller Rauch. Als ich einen Schritt auf ihn zugehe, knackt ein Ast unter meinen Füßen. Er hört mich, beginnt sich umzudrehen. In einer Sekunde werde ich sein Gesicht sehen. Genau da verschwimmt die Vision. Ich blinzle und er ist weg.» Clara gehört zu den Nephilim. Um ein Schutzengel zu werden, gilt es, eine Mission zu erfüllen. Doch das ist schwieriger als erwartet: Ein schwarzer Engel lässt ihre Seele in einen Abgrund stürzen und sie alles hinterfragen. Folgt Clara ihrer Bestimmung oder ihrem Herzen?

Rezension:
Dieses Buch war einfach unglaublich gut. Wenn man etwas liest, macht man sich ja immer so seine Gedanken darüber und mir ist bei Büchern vorher immer mal wieder durch den Kopf gegangen: Warum schreibt niemand ein Buch über dieses oder jenes, das wäre doch echt eine tolle Idee? Wie sich herausgestellt hat, hat jemand ein Buch über dieses und jenes geschrieben xD. Und dieses Buch ist Unearthly. Was ich bei anderen Büchern gelegentlich ein wenig vermisst habe ist hier einfach da, vor allem was das Verhalten der Charaktere angeht.

Die Idee hinter der Geschichte ist eigentlich relativ simpel: In unserer Welt leben die Nachkommen der Engel, die nur selten Nephilim genannt werden, sondern eher ihren Namen, nach dem "Anteil an Engel" in ihrem Blut erhalten. Diese Nachkommen der Engel sind auf der Erde, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Clara ist einer dieser Engelsnachkommen, eine Quatarius, die zu einem Viertel Engel besteht, da ihre Vater ein Mensch, ihre Mutter jedoch ein Dimidius, ein halber Engel ist. Als Clara anfängt Visionen zu bekommen, die ihr Hinweise auf ihre Berufung auf der Erde geben, findet sie zusammen mit ihrer Mutter heraus, wo diese stattfinden wird und zieht aus Californien nach Jackson Hole in Wyoming, wo sie darauf warten muss, das die Zeit kommt, ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Art und Weise wie diese Idee umgesetzt wurde ist einfach nur fantastisch.

Der Hauptcharakter, Clara, ist einfach unglaublich sympathisch. Ich muss gestehen ich hatte am ganz Anfang ein wenig Probleme, mit ihr warm zu werden, weil es mir vorkam, als wenn sie übertrieben klischeemäßig mädchenhaft dargestellt werden soll, aber mit der Zeit wurde mir klar, dass dem nicht so ist. Sie ist einfach ein fantastischer Charakter, sie hat ihre Schwächen und Stärken und ist keineswegs perfekt nur weil sie ein Quatarius ist. Außerdem ist Clara einfach so ehrlich und gut und verhält sich einfach immer realistisch.

Auch alle anderen Charaktere sind einfach super sympathisch und trotzdem unterscheiden sich alle. Man kann sich in jeden Charakter hineinversetzten und desses Handlungen nachvollziehen. Das geschieht zwar nicht immer sofort, aber es gibt für jede Handlung einen Grund und das habe ich an diesem Buch einfach lieben gelernt. Es ist einfach super durchdacht und die Geschichte ist nicht einfach nur eine Geschichte, sondern besitzt auch noch unglaublich viel Tiefgründigkeit, denn in dem Buch geht es zu einem großen Teil um Schicksal. Da dieses Thema mit Engeln verknüpft wurde, geht es in gewisserweise auch um Gott und Glauben im christlichen Sinne, jedoch wird dieses Thema keineswegs fanatisch angesprochen. Es geht eher darum wie man mit dem Schicksal hadern kann und auch Gott zu hinterfragen.

Hinzu kommt noch eine gehörige Portion Spannung und überraschende Wendungen, die ich so einfach nicht erwartet hatte. Es gibt natürlich auch ein paar Sachen, die vorhersehbar sind, aber wo käme denn die Spannung hin, wenn man überhaupt nicht wüsste, was abgeht...

Was es mir auch einfach angetan hat, ist die Beschreibung der Umgebung, denn Jackson Hole, deren High School usw. existieren wirklich und die Art und Weise, wie Cynthia Hand die Natur und Atmosphäre beschreibt, lassen einen schon ein wenig in Versuchung geraten, diesen Ort zu besuchen xD.

Fazit:
Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe und das nicht nur mit tollen Charakteren sondern eigentlich in jeder Hinsicht überzeugt♥!

(10/10)

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Tags: 1, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, cynthia hand, dunkle flammen, engel, fantasybookshelf, liebesgeschichte, nephilim, review, rezension, rezi, rororo, schicksal, trilogie, unearthly, urban fantasy   (19)
 

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wölfe, liebe, grace, fantasy, sam

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 15.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2013/02/forever-maggie-stiefvater.html

Titel: In deinen Augen
Originaltitel: Forever
Autor: Maggie Stiefvater
Seitenzahl: 496
Verlag: Script5
Erschienen: 15. August 2012
ISBN-13: 978-3839001264
Preis
Gebunden: 18,90€
Hörbuch: 19,99€

Klappentext:
Der Frühling kehrt zurück nach Mercy Falls und mit dem Winter streifen die Wölfe ihre Pelze ab. Sam, nun fest in seiner menschlichen Haut verankert, hat die vergangenen Monate nur auf diesen Moment gewartet: Grace Rückkehr aus dem Wald. Doch ihr Glück währt kurz. Als man ein Mädchen findet, das von Wölfen getötet wurde, verfällt Mercy Falls in Hysterie. Auf einer Treibjagd sollen die Wölfe ein für alle Mal ausgerottet werden. Nun ist es an Sam, sein Rudel seine Familie zu retten. Zusammen mit Grace, Cole und Isabel fasst er einen verzweifelten Plan: Sie wollen die Wölfe umsiedeln, in ein Waldgebiet weit entfernt von menschlichen Siedlungen. Sam weiß, dass er dafür einen hohen Preis zahlen wird. Denn damit das Rudel ihm folgt, muss er seine menschliche Gestalt aufgeben. In deinen Augen ist der dritte Band einer Trilogie. Die beiden Vorgängertitel lauten Nach dem Sommer und Ruht das Licht .

Rezension:
Gleich der Prolog sorgt für eine gehörige Portion Spannung, denn man erlebt aus den Augen von Shelby, wie diese als Wolf jemanden umbringt. Die Abneigung, die ich im ersten Band schon gegen sie entwickelt hatte, ist hier nur noch größer geworden, auch wenn ich trotz allem ebenfalls ein bisschen Mitleid mit ihr hatte. Das kann ihre Taten aber nicht wirklich aufwiegen, mit denen sie alle Wölfe in Gefahr bringt. Sie scheint einfach die Ursache allen Übels zu sein.

Wegen den weiteren Morden, die so offensichtlich von den Wölfen verübt wurden, geraten diese immer mehr in Bedrängnis, vor allem durch Isabelles Vater, der ein hochangesehener Rechtsanwalt ist und endlich auch den Tod seines Sohnes gerächt sehen will. Die Spannung baut sich immer weiter auf und das Buch läuft unweigerlich auf das Finale zu, es war schon ziemlich erstaunlich, wie klar der rote Faden hier ersichtlich wird. Alles hat in sich übergegriffen und eine schöne, tiefgründige und spannende Einheit gebildet. Ein paar kleine Sachen waren doch etwas vorhersehbar, aber Maggie Stiefvaters Schreibweise könnte wahrscheinlich fast alles aufwiegen, da sie einem das Gefühl gibt etwas unglaublich tiefgründiges zu lesen und einfach perfekt die Atmosphäre des Buches widerspiegeln kann.
Was mir vor allem gefallen hat, sind die kleinen Erkenntnisse, die sie immer wieder in die Geschichte einfließen lässt und zwar so, dass sie auch wirklich in den Zusammenhang passen. Besonders ins Auge gesprungen oder besser im Gedächnis geblieben ist mir diese eine, weil mir selbst das auch schon aufgefallen ist und es war schon fast überwältigend, das dann in einem Buch zu lesen. Und zwar besagte diese "Erkenntnis" so in etwa, dass man Menschen, die man mag und ins Herz schließt generell schöner findet. Je besser man einen Menschen kennenlernt, desto schöner findet man ihn (es sei denn er/sie stellt sich als ein komplettes A***h heraus). Das wollte ich hier auch noch einmal kurz anmerken, weil in letzter Zeit öfter mal darüber genörgelt wird, dass alle Charaktere in YA Fantasy Büchern immer total gut aussehen.
Auch Sams Konflikt mit Beck und die Umstände von Coles und Isabelles Beziehung und so viele weitere kleine Aspekte haben das Buch wirklich tiefgründig gemacht.

Desweiteren gibt es hier ein paar überraschende Enthüllungen, mit denen ich so wirklich gar nicht gerechnet hätte und die endlich eine Lösung für das große Problem, nunja schon fast "herbeizaubern". Denn die Hauptcharaktere hatten hier wirklich eine ordentlich Portion Glück, was einem ein bisschen an den Haaren herbeigezogen hätte vorkommen können, wenn nicht auch noch ein paar andere Dinge passiert wären, die das ganze realistisch gemacht haben. Auch das Ende hat dazu beigetragen. Es ist vom Hauptstrang um die Wölfe zwar abgeschlossen, was die Beziehungen zwischen Sam und Grace und auch zwischen Cole und Isabelle angeht jedoch ziemlich offen und was Coles Erkenntnisse und Forschungen betrifft, kann man auch nicht so ganz sicher sein, was es den Wölfen in der Zukunft bringen wird. Das wiederum hat auch wieder zur Tiefgründigkeit des Buches zugetragen, was ich einfach nur toll gemacht fand.

Im großen und ganzen hätte ich eigentlich nur einen Kritikpunkt anzuwenden, der einen Logikfehler darstellt. Da dieser aber leider gespoilert wäre und ich mir nicht einmal ganz sicher bin, ob er wirklich einer ist, werde ich diesen hier nicht weiter erläutern.

Fazit:
Ein wirklich gelungenes Ende der Reihe, das einen ein wenig melancholisch zurücklässt und genau den richtigen Spielraum für die Fantasie des Lesers lässt, um es nicht zu kitschig werden zu lassen, die Geschichte aber dennoch abzuschließen.

(9/10)

Buchreihenfazit:
Eine Buchreihe die durch ihre gedankenvolle und wunderschöne Schreibweise besticht. Die bestehende Tiefgründigkeit liegt nicht so sehr in der Geschichte selbst, sondern in den vielen kleinen Dingen und Gedanken dieser besteht. Obwohl die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace manchmal schon fast kitschig wird, wird das durch Isabelle und Cole doch ausgeglichen. Die Bücher bauen nach und nach aufeinander auf, um dann in einem großen Finale auszulaufen, das leider nicht ganz so herausragend war, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich kann sie nur jedem ans Herz legen, der sie noch nicht gelesen hat, da sie zu einer meiner Lieblingsbuchreihen zählen.

(9/10)

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Tags: 3, buch, büchr, buchreihe, buchrezension, die wölfe von mercy falls, fantasybookshelf, forever, in deinen augen, liebesgeschichte, maggie stiefvater, nach dem sommer, review, rezension, rezi, ruht das licht, script5, trilogie, urban fantasy, werwölfe   (20)
 

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2.047 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, wölfe, grace, sam, fantasy

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2011
ISBN 9783839001189
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
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Titel: Ruht das Licht
Originaltitel: Linger
Autor: Maggie Stiefvater
Seitenzahl: 400
Verlag: script5
Erschienen: 1. September 2011
ISBN-13: 978-3839001189
Preis
Gebunden: 18,90€
Hörbuch: 22,99€

Klappentext:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.

Rezension:
Dieses Buch war genauso wunderschön und poetisch wie auch der erste Teil. In diesem Band kommen zu den Sichtweisen von Sam und Grace die von Isabelle und Cole hinzu. Das war wirklich erfrischend, weil es die Geschichte zwischen Sam und Grace etwas aufgepeppt hat, entgegen manch anderen Meinungen fand ich aber nicht, dass die Sichweisen von Sam und Grace langweilig waren, weil man das im Grunde schon im ersten Band hatte, nur dass es jetzt umgedreht ist, denn ich empfand das nicht so. Im ersten Band laufen Grace und Sam nämlich quasi die ganze Zeit vor der Kälte davon und kämpfen dafür, dass er ein Mensch ist. Hier wüsste man aber ohne den Klappentext und die Einleitung nicht sofort, was mit Grace los ist, den eigentlich... Außerdem bekommt man zwar die ganze Zeit eine Ahnung davon, dass Grace sich bald in einen Wolf verwandeln könnte, aber im Grunde konzentriert sich die Geschichte nicht darauf, sondern eher auf die Heilung, die Sam erlangt hat und auf die neuen Wölfe, die Beck "verwandelt" hat.

Cole ist einer dieser neuen Wölfe, die Beck ausgewählt hat, um dem Rudel neue Anführer und jemanden, der auf sie aufpassen kann, während sie sich noch nicht zurückverwandelt haben, zu geben. Da Sam aber nun auch dafür zur Verfügung steht, ist das eigentlich überflüssig und vielmehr hat Sam ziemlich Schwierigkeiten damit Cole, der ein ziemlich harter Brocken ist und auch noch der erste der neuen Wölfe ist, der sich wieder zurückverwandelt, in den Griff zu kriegen, denn dieser erscheint auf den ersten Blick einfach nur rücksichtslos, chaotisch und egoistisch. Was auch ziemlich zutreffend ist, aber dennoch kann man nicht anders als Cole nach und nach ins Herz zu schließen. Bei einer seiner ersten Zurückverwandlungen, bei der er Mal ein wenig länger ein Mensch bleibt, lernt er Isabelle kennen und man kann schon sehen, was sich hier so anbahnt. Die Gespräche zwischen den beiden konnten echt lustig sein, haben aber auch sehr viel Leid mit sich gebracht, weil beide ziemliche Probleme damit haben mit ihrem Leben klarzukommen, obwohl sie eigentlich beide alles haben oder hatten. Ich will hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen. Auf jeden Fall unterscheidet sich die Beziehung zwischen Is und Cole in großen Maßen von der zwischen Sam und Grace.

Die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace verläuft ziemlich ähnlich und wäre alleinstehend zugegebenermaßen vielleicht nicht ganz genug gewesen, aber dadurch, dass Isabelles und Coles Sichtweisen dazukommen, war am Großen und Ganzen nichts auszusetzten. Das Ende war auch wieder sehr spannend und toll geschrieben und es wurden so einige Geheimnisse gelüftet und Vermutungen gemacht, die einen so langsam ahnen ließen, auf was das alles hinauslaufen wird... Im Grunde lernt man in diesem Buch Is und Cole besser kennen und es wird weiter auf das finale Ende hingearbeitet, was sich etwas wenig anhört, jedoch ist nichts, was im Buch geschieht unnötig und mehr oder weniger wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte.

Fazit:
Ein tolles Buch, das dem ersten Band eigentlich in nichts nachsteht. Es überzeugt vor allem mit einem poetischen Schreibstil, der das Buch sehr tiefgründig erscheinen lässt.

(9/10)

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

bücher, die beschenkte, liebe, lesen, rezi

Bitterblue

Kristin Cashore
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Gollancz, 01.05.2012
ISBN 9780575097186
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Die Königliche
Originaltitel: Bitterblue
Autor: Kristin Cashore
Seitenzahl: 567
Verlag: Carlsen
Erschienen: September 2012
ISBN-13: 978-3551582683
Preis
Gebunden: 19,90€
Hörbuch: 24,95€

Klappentext:
Seit dem Tod ihres tyrannischen Vaters ist Bitterblue die alleinige Herrscherin eines ganzen Königreichs. Während sie langsam in ihre Aufgabe hineinwächst, muss sie sich unausweichlich der Vergangenheit stellen: Wer war ihr Vater, König Leck, wirklich? Was gehört zu den Lügengebäuden seiner Herrschaft und was ist tatsächlich die Wahrheit? Für ihre Nachforschungen schleicht sich Bitterblue Nacht für Nacht verkleidet aus dem Schloss, schließt unter falschem Namen ungewöhnliche Freundschaften in den Straßen und Wirtshäusern und verstrickt sich ihrerseits in ganz neue Lügen ...

Rezension:
Um zu verdeutlichen, worum es in dem Buch wirklich geht, muss man sich nur das Englische Cover ansehen:
Es geht um Schlüssel. Und nicht nur um die drei Schlüssel zu Lecks Räumen, die diese drei hier repräsentieren, sondern auch um die Schlüssel zu diversen Geheimschriften und Codierungen und im ganz großen und ganzen, den Schlüssel zur Wahrheit. Denn die sucht Bitterblue in diesem Buch, die Wahrheit. Das englische Cover ist wirklich einfach nur perfekt, weil es so viel über das Buch aussagt.

Auch dieser Band ist in dem typischen Stil von Kristin Cashore geschrieben und das sage ich, obwohl ich diesen Teil in Englisch und nicht wie die anderen beiden, auf Deutsch gelesen habe. Die Geschichte ist einfach wunderschön, was nicht nur am Schreibstil, sondern auch an der Idee hinter der Geschichte und der gesamten Umsetztung liegt.

Ich weiß gar nicht so wirklich, was ich noch sagen soll, weil ich so gut wie nichts kritisieren kann. Mittlerweile ist Bitterblue erwachsen geworden. Das Buch spielt ungefähr acht Jahre nach den Ereignissen aus "Die Beschenkte" und Bitterblue hat große Schwierigkeiten, einen Überblick über ihr Königreich zu bekommen und in ihre Rolle als Königin hereinzuwachsen. Das Regieren besteht für sie darin, den ganzen Tag in ihrem Turm zu sitzen und Papiere zu unterzeichnen und langsam fragt sich Bitterblue, ob das wirklich die richtige Methode ist. Sie möchte ihrem Volk helfen, weiß aber nicht genau, wie, denn alles was sie über sie weiß, erfährt sie von ihren Beratern und gewisse Geschehnisse lassen einen an der Glaubhaftigkeit dieser zweifeln. Bitterblue fängt sich heimlich nachts aus dem Schloss zu schleichen, um sich ein eigenes Bild von den Umständen zumindest in ihrer Stadt zu machen und trifft auf Rätsel und allerlei seltsamer Ungereimtheiten. Dieses ganze Thema an sich bringt auch Tiefgründigkeit mit sich, es geht aber auch darum, was aus den Opfern schrecklicher Taten wird, die Leck zuhauf im ganzen Land zurückgelassen hat.

Die einzige Kritik, die ich anbringen kann, ist, dass bei mir einige Fragen offenbleiben, was das Ende des Buches und eben diese Taten der Opfer betrifft. Es ist nicht so, dass es nicht abgeschlossen ist und es ist an sich auch befriedigend, aber zu bestimmten Umständen hätte ich gern noch ein paar mehr Informationen zum warum bekommen, da mir die Handlung von gewissen Charakteren nicht ganz schlüssig war, auch wenn sie erklärt wurde. Das Ende gibt einem ein ziemlich familiäres Gefühl, weil die Hauptcharaktere aus allen Büchern noch einmal zusammenkommen, was man ja schon vermutet hat, aber trotzdem ein gelungenes Ende war.

Fazit:
Das Buch war sehr gut durchdacht, toll umgesetzt und wunderschön geschrieben und ist außerdem sehr tiefgründig. Es stellt einen gelungenen Abschluss der Reihe dar, "Fire" oder auch "Die Flammende" wird aber mein Lieblingsbuch der Trilogie bleiben.

(9/10)

Fazit der Buchreihe:
Es ist echt schade, dass die Reihe schon zu Ende ist. Die Welt die Kristin Cashore geschaffen hat ist fantastisch, neu und einfach wunderschön beschrieben. Die Idee der Beschenkten mit ihren verschiedenfarbigen Augen und den wunderschönen, bewusstseinsmanipulierenden Monstern in den absurdesten Farben ist, vor allem in der Kombination, ziemlich einzigartig. Doch nicht nur die Idee, auch der bildhafte Schreibstil und die mit beidem einhergehende Spannung überzeugt. Die Autorin schafft es immer wieder einen zu überraschen, auch wenn bestimmte Handlungstränge sehr vorhersehbar sind. Da kann man nur hoffen, dass Kristin Cashore noch ein paar weitere, wunderschöne Bücher schreibt :).

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Tags: 3, bitterblue, buch, bücher, buchreihe, buchrezension, carlsen, die beschenkte, die flammende, die königliche, fantasybookshelf, high fantasy, kristin cashore, review, rezension, rezi, trilogie   (17)
 

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london, schattenjäger, institut, clockwork prince, liebe

Clockwork Prince

Cassandra Clare
Fester Einband
Erschienen bei Margaret K. McElderry Books, 06.12.2011
ISBN B006OFLVPS
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.com/2012/12/clockwork-prince-cassandra-clare.html

Titel: Clockwork Prince
Originaltitel: Clockwork Prince
Autor: Cassandra Clare
Seitenzahl: 578
Verlag: Arena
Erschienen: Juli 2012
ISBN-13: 978-3401064758
Preis
Gebunden: 19,99€

Klappentext:
Tessa hat im viktorianischen London bei den Schattenjägern ein neues und sicheres Zuhause gefunden. Doch da wird die Leiterin des Instituts entlassen - ohne ihren Schutz ist Tessa Freiwild für den grausamen Magister. Zusammen mit den beiden jungen Schattenjägern Will und Jem versucht sie, das Rätsel um den Magister zu lösen und findet heraus, dass er einen sie ganz persönlich betreffenden Rachefeldzug führt. Als dann aber auch noch ein Dämon eine Warnung an Will überbringt, wissen sie, dass sie einen Verräter unter sich haben.

PS: Der Klappentext ist Schrott... Die Leiterin des Instituts wird nicht entlassen und an den Dämon, der Will eine Warnung überbringt, kann ich mich auch gerade nicht erinnern...

Rezension:
Ich bin wirklich gerade erst mit dem Lesen fertig geworden und... ich glaube ich werde nicht mehr in der Lage sein, zwei Cassandra Clare Bücher so kurz hintereinander zu lesen, weil sie wirklich unbarmherzig ist, wenn es darum geht ihre Leser zu quälen. Ich habe mir an manchen Stellen wirklich die Augen ausgeheult, weil mich City of Fallen Angels schon so runtergezogen hatte. Kann es denn nie für etwas eine einfache Lösung geben? Ich hätte ehrlich nichts dagegen gehabt, wenn uns hier einfach eine einfache (ja, ich bin mir der Dopplung des Wortes bewusst) Lösung vorgesetzt worden wäre.

Ich finde dieses hin und her hier, weitaus schlimmer als in "Den Chroniken der Unterwelt", denn dort ist diese "Dreiecksbeziehung" irgendwie anders und es ist auch nicht wirklich eine Dreiecksbeziehung, wenn wir mal ehrlich sind. In Clockwork Prince konnte ich Tessas Taten auch nicht immer wirklich verstehen, was das anging. Ich konnte sie schon ein bisschen nachvollziehen, aber wirklich wie konnte sie nur. Am Anfang sieht sie Will, als total bösartig an und klar er hat diese total gemeinen Sachen gesagt und wahrscheinlich denke ich das auch eher, weil ich nicht mehr genau weiß, was er gesagt hatte und wir ja auch wissen, warum er das gemacht hat, aber dann wiederum sieht sie wieder "in ihn hinein" und sieht ein bisschen von dem was er fühlt, aber redet sich ein, das wäre nur eingebildet etc. Man merkt einfach die ganze Zeit, dass sie sich selbst anlügt, was mir nicht nur total für Will sondern auch für Jem leidtut, weil ich eher nicht das Gefühl habe, dass sie ihn wirklich liebt, auf jeden Fall nicht so sehr wie Will. Und ich habe ein ganz ungutes Gefühl bekommen, dass Jem im nächsten Buch sterben wird... (Ok, Spaß beiseite, ich will wahrscheinlich einfach nur, dass Will nicht mehr so leiden muss, aber wenn man es sich mal genau überlegt, hat Tessa schon irgendwie richtig gehandelt, weil sie die Hintergründe ja nicht kannte. Und trotzdem ist es einfach nur zum heulen...)
Auf jeden Fall ist Will ist so etwas wie Tessas Seelenverwandter und dagegen könnte Jem einfach nie ankommen. Man hat auch eher, dass Gefühl das sie diese eine Sache eher macht, weil sie denkt, das aus Will und ihr nie etwas wird und sie Jem glücklich sehen will, es aber nicht aus Liebe zu ihm tut, oder so. Und ich habe einfach so schreckliches Mitleid mit Will, wenn man sich die Geschichte wirklich zu Herzen nimmt, kann es einem das Herz brechen, als diese eine Sache passiert und sie dann, wegen dieser anderen Sache.... :´( (Es tut mir leid, aber ich kann das hier alles einfach nicht sagen, ohne komplett zu spoilern, aber macht euch auf etwas gefasst, es wird nicht einfach xD...)

Wie ihr seht bin ich noch total mitgenommen und vielleicht, nehmt ihr das alles als Negativpunkt auf, aber für mich war das Buch einfach emotional, spannend und mitreißend, so sehr, dass ich es manchmal sogar aus der Hand legen musste, weil ich es nicht mehr aushalten konnte und so viele Gefühle und Möglichkeiten und Vorstellungen auf mich eingestürmt sind. Der Schreibstil ist wirklich ausdrucksvoll, die Geschichte voller Überraschungen und unerwarteten Wendungen. Das Ende nimmt einen einfach total mit und es gibt mal wieder einen Cliffhanger. Allerdings lässt dieser mich eher hoffen, dass es Will ein bisschen besser gehen könnte.

Fazit:
Ein wirklich umwerfendes und außergewöhnlich emotionales Buch, spannend und überraschend, wie so ziemlich alle Cassandra Clare Bücher und doch meiner Meinung nach noch herzzereißender, aus ihnen hervorstechend. Trotzdem könnte ich mich fast nicht dazu überwinden volle Punktzahl zu geben, weil es mir schwer fällt Tessa zu verzeihen.

(10/10)

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Tags: 2, arena, buch, bücher buchrezension, buchreihe, cassandra clare, chroniken der schattenjäger, clockwork angel, clockwork prince, dämonen, fantasybookshelf, nephilim, review, rezension, rezi, triologie, urban fantasy, vampire, werwölfe   (19)
 

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buchrezension, marie lu, buch, bücher, rezension

Legend

Marie Lu
Fester Einband
Erschienen bei Putnam Publishing Group, 29.11.2011
ISBN B006DNJ5Y0
Genre: Sonstiges

Rezension:

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Titel: Legend - Fallender Himmel
Originaltitel: Legend
Autor: Marie Lu
Seitenzahl: 308
Verlag: Loewe
Erschienen: 10. September 2012
ISBN-13: 978-3785573945
Preis
Gebunden: 17,95€
Hörbuch: 24,95€

Klappentext:
Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Rezension:
Legend ist eines dieser Bücher, die ich schon wegen der Idee, die ihnen zugrunde liegt unglaublich gern habe. June ist auch kein Genie, wie man im ersten Augenblick vielleicht denken könnte, sondern eher ein Allrounder mit überdurchschnittlicher Intelligenz, den die Republik für patriotisch genug hält, um sie für sich einzusetzten. Der Test, den alle Kinder mit 10 (glaube ich) bestehen müssen, besteht nicht nur aus Fragen und Interviews, sondern auch einem physischen Test. June hat diesen mit der höchstmöglich zu erreichenden Punktzahl bestanden und ist deswegen das Protege der Republik. Sie ist davon überzeugt, dass die Republik nur das beste für alle will. Behütet und beschützt von der "realen Welt" wächst sie unter der Vormundschaft ihres älteren Bruders, einem hohen Offizier der Republik auf, der sie anstelle ihrer verstorbenen Eltern aufzieht. June folgt den Regeln aber nicht ganz so rigoros, wie man erwarten würde, sondern kommt oft in Schwierigkeiten, weil sie immer mal wieder ein paar Regeln für sich beugt, um zum Beispiel zu versuchen, ein Hochhaus zu erklettern.
Über Day kann man nicht viel sagen, außer, dass er ein von der Republik aussortiertes Kind aus den ärmlicheren Vierteln ist, das den Test nicht bestanden hat und durch mysteriöse Umstände den Testlaboren, von denen die Öffentlichkeit nichts weiß und in denen die Kinder sterben, entkommen konnte. Obwohl er durchgefallen ist, sind seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten jedoch alles andere als unter dem Durchschnitt und er macht der Republik so einige Schwierigkeiten. Er ist zwar nicht der schlimmste Kriminelle der Republik, jedoch der meist gesuchte, da niemand weiß, wie er aussieht.

Nebencharaktere existieren so gut wie gar nicht, man lernt ein paar höhere Offiziere, den Dikator, dessen Sohn, Junes Bruder und Days Freundin kennen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf June und Day, zwischen denen die Sichtweise des Buches hin und her springt.

Die Liebesgeschichte zwischen June und Day fand ich persönlich nachvollziehbar und nicht zu schnell, denn sie küssen sich zwar, es ist aber auch nicht so, dass sie sich unsterbliche Liebe schwören oder ähnliches. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, weil es zu viel spoilern würde.

Die gut durchdachte Geschichte besitzt einen spannenden, abwechslungsreichen Schreibstil und füttert einem nach und nach genug Informationen, um dem Rätsel des Mordes von Junes Bruder Stück für Stück näher zu kommen.
Da beide Hauptcharaktere als sehr intelligent dargestellt werden, folgt das Buch einer gezwungenen Logik, sodass die Handlung nachvollziehbar bleibt und doch nicht vorhersehbar ist, weil man als Leser noch nicht genügend Hinweise und Erläuterungen bekommen hat, um wissen zu können, was genau passiert ist. Genau hier habe ich aber auch meinen eigentlich einzigen Kritikpunkt anzumerken: Gerade weil die Charaktere als so schlau beschrieben werden, sind mir die kleinen Logikfehler, die das Buch manchmal hatte, ein wenig mehr ins Auge gesprungen. Sie sind zwar nicht wirklich bemerkenswert und kommen nur selten vor, aber in einem Buch, dass durch seine Logik bestechen will, trat es doch eher negativ hervor.

Das Ende des Buches war spannend, packend, aber auch herzzereißend und macht Lust auf mehr, obwohl es doch irgendwie in sich abgeschlossen ist. Der Klappentext des zweiten Bandes klingt auch einfach mal toll und ich kann es kaum erwarten bis der zweite Band "Prodigy" endlich erscheint ♥.

Fazit:
Ein spannendes, gut durchdachtes Buch, dem eine schöne Idee zugrunde liegt und das mich trotz seltener, kleiner Logikfehler komplett überzeugt hat.

(9/10)

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Tags: buch, bücher, buchreihe, buchrezension, distopie, fantasybookshelf, legend, loewe, marie lu, review, rezension, rezi   (12)
 

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dystopie, veronica roth, divergent, insurgent, chicago

Insurgent

Veronica Roth
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 01.05.2012
ISBN 9780062024046
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog:
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Titel: Die Bestimmung 2 - Tödliche Wahrheit
Originaltitel: Insurgent
Autor: Veronica Roth
Seitenzahl: 512
Verlag: cbt
Erschienen: 10. Dezember 2012 (noch nicht erschienen)
ISBN-13: 978-3570161562
Preis
Gebunden: 17,99€

Gestaltung:
Ich finde die Cover dieser Reihe generell sehr schön und beide Titel passen ziemlich gut, wobei sie sich eher auf das Ende beziehen. Tödliche Wahrheit, passt wie die Faust aufs Auge, weil diese der Grund ist, warum dieser Krieg erst ausbricht. Warum sie jetzt die Farbe geändert haben, kann ich nicht genau sagen, aber das rot bezieht sich auf jeden Fall mehr auf den Kampf, um den es hauptsächlich geht.

Klappentext:
Der Aufstand hat begonnen ...

In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...

Rezension:
Nachdem ich all die negativen Rezensionen zu Insurgent gelesen hatte, hatte ich ja doch schon ein bisschen Angst davor es zu lesen, vor allem, weil sie von Leuten kamen, mit denen ich eigentlich immer so ziemlich einer Meinung bin. Ich wollte so unbedingt das dieses Buch gut ist!
Und für mich war es das auch. Vielleicht ist es, weil ich in etwa wusste, was ich zu erwarten hatte, aber ich war nicht allzu enttäuscht. Ich muss den negativen Rezensionen Recht geben, in dem Punkt, dass es nicht ganz so gut ist wie der erste Band und dieser riesige Fehler kommt auch wirklich vor, aber diese beiden Tatsachen haben mir das Buch doch nicht schlecht gemacht. Ich kann auch die Gründe, warum Leute dieses Buch nicht mögen nachvollziehen, aber mich haben sie nicht gestört. Ich denke, es ist ein bisschen ähnlich wie beim dritten Band von Panem, wo sich auch die Geister scheiden.

Beatrice hat sich wirklich verändert, aber man kann auch durchaus nachvollziehen, warum das so ist. Es war klar das diese ganzen Ereignisse nicht spurlos an ihr vorbei gehen und das sie ein Trauma erlebt. Ich dachte mir zwar auch manchmal, jetzt reiß dich mal ein bisschen zusammen Mädel, weil sie wirklich schon selbstmörderisch handelt und ihre Logik auch manchmal etwas zu wünschen übrig ließ (meistens, wenn sie so gehandelt hat), aber ich hatte die ganze Zeit auch noch das starke Mädchen aus Band 1 in Erinnerung, weswegen ich ihr das alles noch verzeihen konnte. Außerdem macht sie während des Buches auch Entwicklungen durch und findet wieder ein wenig mehr zu sich selbst.
Tobias hat sich im Gegensatz dazu eigentlich nicht viel verändert. Er hält immer noch an seinen Prinzipien fest und versucht Tris zu helfen und ihr Halt zu geben.

Die Geschichte ist eigentlich immer noch genauso toll wie im ersten Buch, es fehlt nicht an Spannung, Überraschungen oder Tiefgründigkeit und die Idee ist einfach toll, wobei man jetzt auch besser sehen kann worauf das ganze hinausläuft. Das einzige Problem ist, das manchmal etwas Logik fehlt.

Das Ende ist ein riesen Kliffhänger. Wirklich obermies. Ich will auch gar nicht mehr dazu sagen, außer das ich nichts wirklich gegen Kliffhänger habe und ich jetzt unbedingt den dritten Band lesen möchte. Wenn ich das jetzt richtig gesehen habe, soll der aber erst im September 2013 rauskommen. Ich denke sie haben sich dazu entschlossen, Veronica Roth diesmal etwas mehr Zeit zu lassen, damit so ein Fehler nicht noch einmal passiert. Da ich hier dauernd von einem Fehler spreche: es ist wirklich nur ein großer und der lässt sich auch noch verzeihen, vor allem weil die Autorin sich auch total lieb dafür entschuldigt hat.

Fazit:
Ich weiß nicht, was ich noch sagen sollte. Ich mochte das Buch, es ist ein wenig schlechter als Band 1, was aber nicht heißen soll, das es schlecht ist. Das erste Buch war ja nahezu perfekt. Insurgent steht Divergent nur in der Logik manchmal etwas nach und Tris hat eine Kehrtwende gemacht, die man entweder versteht oder nicht akzeptieren will und die wahrscheinlich ausmacht, ob man das Buch mag oder nicht.

(8/10)

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fantasy, magie, oksa pollock, kinderbuch, oksa

Oksa Pollock - Die Unverhoffte

Anne Plichota , Cendrine Wolf , Bettina Bach , Lisa-Maria Rust
Buch: 592 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783841501288
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Titel: Oksa Pollock - Die Unverhoffte
Originaltitel: Oksa Pollock - L'Inespérée
Autor: Anne Plichota, Cendrine Wolf
Seitenzahl: 590 Seiten
Verlag: Oetinger
Erschienen: 3. März 2011
ISBN-13: 978-3789145025
Preis
Gebunden: 19,95€

Klappentext:
"Doch heute Morgen war alles anders... Ein Traum war in ihr echtes Leben gedrungen, ihre verbrannten Finger erinnerten sie schmerzhaft daran. Oksa hatte sich oft gewünscht, solche Dinge wie heute Nacht zu tun. Aber als der Traum Realität geworden war, hatte sie einfach nur furchtbare Angst gehabt."

Eigentlich macht Oksa Karate und ist die Schnellste auf den Inlinern. Und in ihren Träumen ist sie eine Ninja-Kämpferin, die es mit dem fiesen Klassenlehrer McGraw aufnehmen kann. Doch als sie eines Tages entdeckt, dass sie ungeahnte magische Fähigkeiten hat, ist Oksa außer sich. Warum erfährt sie erst jetzt von dem Familiengeheimnis, das sie vor die unglaublichste Herausforderung ihres Lebens stellt?

Rezension:
Dieses Buch war nicht so mein Ding. Und das hatte vielerlei Gründe. Zuerst möchte ich aber das Positive loswerden.
Das Buch strotzt wirklich nur so vor Fantasie und besitzt eine gewisse Originalität. Die Autorinnen haben sich wirklich viel einfallen lassen und das ist eigentlich schon viel Wert, allerdings bin ich mit dem Buch irgendwie gar nicht klargekommen.

Da wäre zunächst mal Oksa. Sie kann alles und wenn sie etwas nicht kann, dann versucht sie es einmal, manchmal auch zweimal und kann es auch. Sie ist in allem gut, was sie tut, in der Schule beim Inlinerfahren und so weiter und so fort. Oksa wird einfach viel zu perfekt beschrieben, so komplett ohne Schwächen. Aber es ist irgendwie genau das gleiche mit den anderen Charakteren, die hauptsächlich aus Erwachsenen bestehen, die sich irgendwie nicht so wie Erwachsene verhalten. Obwohl sie seit 50 Jahren dieses gewisse Geheimnis hüten, ist ihnen das anscheinend ohne jegliche Tricks oder so gelungen. Man hat einfach nicht das Gefühl, dass sie sich klug verhalten oder überhaupt eine Ahnung davon haben, was sie gerade tun oder wie sie sich in bestimmten Lagen verhalten sollen. Hinzu kommt, dass Oksa ihnen irgendwie ständig Dinge erklären muss und sie alle dauernd bewundern. Wenn Oksa sagt: "Guck mal, ich kann fliegen" Dann sind alle sofort hellauf begeistert und kriegen sich gar nicht mehr ein. Überhaupt wird mit dem Wort begeistert nicht gerade gespart und auch ein paar andere solcher Wörter kommen so oft vor, dass es schon fast lächerlich ist. Die Bösewichte dagegen sind pseudoböse und man erfährt auch nichts über deren Motive. Es ist die Schwarz-weiß-Malerei schlechthin.

Beim Thema lächerlich kommen wir auch gleich zum Humor der Geschichte. Er hatte welchen, nur leider konnte ich persönlich gar nicht darüber lachen. Oksa und alle anderen Personen lachen dauernd, eigentlich immer über das Verhalten der verschiedenen Geschöpfe, die im Buch vorkommen. Sie lachen Tränen bei Stellen, die überhaupt nicht witzig sind und außerdem würde man sich doch irgendwann auch an die meinetwegen komische Verhaltensweise bestimmter Wesen gewöhnen. Ich glaube kleine Kinder würden über sowas vielleicht lachen, aber, ich weiß nicht...ich nicht?

Den Schreibstil konnte ich dann irgendwie auch nicht mehr mögen. Durch das dauernde Lachen und die Begeisterung fand ich ihn alles andere als abwechslungsreich. Durch die Vorhersehbarkeit wird auch nicht gerade Spannung aufgebaut.
Das Ende war auch schrecklich. Erstens ist es total vorhersehbar und zweitens verhält sich Oksa dumm bis zum geht nicht mehr, wo sie doch sonst immer so schlau sein soll, und verrennt sich in Überlegungen, die große Logiklücken aufweisen. Überhaupt hat mir manchmal Logik in so mancher schlauer Handlung gefehlt, die für mich irgendwie oft eher naiv als schlau daherkamen.

Aber genug gemeckert. Ich möchte nochmal betonen, dass das meine Meinung ist und dass ich mir ziemlich sicher bin, dass dieses Buch wahrscheinlich perfekt für junge Leser (8-10 vielleicht) geeignet ist, weil es sehr kindgerecht geschrieben ist. Mir hat es zwar nicht so gut gefallen, aber durch die große Fantasie und weil ich glaube, dass es ein gutes Kinderbuch ist, bekommt es noch ein paar Pluspunkte. Ich denke auch, dass sich das sich das Kindhafte in den nächsten Büchern verbessern könnte, wenn Oksa dann ein wenig älter wird.

Fazit:
Ein sehr fantasievolles Kinderbuch, mit altersgerechtem Humor.

(4/10)

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abenteuer, jugendbuch, chroniken der weltensucher, fantasy, südamerika

Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

Thomas Thiemeyer
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.03.2012
ISBN 9783785574096
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Die Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Originaltitel: Die Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Autor: Thomas Thiemeyer
Seitenzahl: 447 Seiten
Verlag: Loewe
Erschienen: 15. September 2009
ISBN-13: 978-3785565742
Preis
Gebunden: 16,90€
Hörbuch: 14,99€

Klappentext:
Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Thomas Thiemeyer verwebt atemraubende Schauplätze und verwegene Charaktere zu einer klassischen Abenteuergeschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird.

Cover:
Dieses Cover hat Thomas Thiemeyer selbst gemalt, weswegen ich es besonders hervorheben möchte. Sowas kommt ja nicht allzu oft vor. Es sieht auch einfach toll aus (ich liebe solche Zeichnungen) und hat Bezug zum Buch. Der Junge auf dem Bild ist wahrscheinlich Oskar. Der Titel passt auch perfekt, denn es geht nun mal um "Die Stadt der Regefresser"...

Rezension:
Von Thomas Thiemeyer wollte ich schon länger mal ein Buch lesen und als ich dieses dann in der Bibliothek sah, habe ich es mitgenommen. Ich fand es gut, mehr aber auch nicht.

Das Buch ist eine typische Abenteuergeschichte und folgt auch ziemlich dem Schema dafür, wodurch es auch vorhersehbar wird. Am Anfang war ich durch den Prolog noch etwas verwirrt, aber danach hat mich nicht mehr viel überraschen können. Die Geschichte erinnerte mich auch ein bisschen an Jule Vernes, an dem sich Thomas Thiemeyer hier wohl auch ein wenig orientiert hat und spielt um 1893.

Die Charaktere waren nett, aber meiner Meinung nach eher oberflächlich beschrieben. Vielleicht kommt mir das auch wegen den vielen Ich-Perspektive Büchern so vor, die ich in letzter Zeit gelesen habe und in denen man ja quasi im Charakter drinsteckt. Hier wird in der allwissenden Er/Sie-Form erzählt und es werden mal aus dieser mal aus jener Sicht ein paar Gedanken geschildert.
Im Großen und ganzen gibt es 8 Hauptcharaktere, die alle mehr oder weniger wichtig sind.
Da ist zum einen Oskar, der Taschendieb mit ungewöhnlichen Methoden, der von dem Wissenschaftler von Humbold, der eigentlich Donhauser heißt, aber angeblich ein illegitimer Erbe des berühmten Alexander von Humbold ist, von der Straße aufgegabelt wird. Man wird das Gefühl nicht los, das Humbold das von langer Hand geplant hat, aber in diesem Band erfährt man noch nichts über die Hintergründe für seine Wahl.
Dann ist da Charlotte, die sehr emanzipierte Nichte von Humbold, die ihn unbedingt auf seiner Reise begleiten will und ungefähr so alt ist wie Oskar. Beide sind ungefähr 16-17 Jahre alt.
Hinzu kommt eine Frau mit telepatischen Fähigkeiten, die von der Insel Hispanola stammt und die Reisegemeinschaft komplett macht.
Ein weiteres Reisepaar besteht aus Valkrys Stone, einer Kämpferin, die sich zusammen mit einem Redakteur des Global Explorer an Humbolds Fersen geheftet hat und dabei ihre ganz eigenen Ziele verfolgt. Der Redakteur hat unter ihr ganz schön zu leiden.
Schließlich gibt es noch Harry Boswell, den Fotograf des Global Explorer, der als vermisst gilt und in den Fängen eines merkwürdigen Stammes festsitzt.

Den Schreibstil fand ich ganz gut, allerdings war der Einstieg für mich etwas schwierig und mich hat es gestört, das eine Person immer nur mit einem Wort umschrieben wurde. War zum Beispiel Valkrys gemeint, wurde immer von der "Söldnerin" geredet, beim Chef des Global Explorer immer von der "Zeitungsmogul" und so weiter. Ich fand vor allem dadurch den Schreibstil manchmal etwas holperig. Außerdem wurde bei Humbold ziemlich oft von Oskars Herr gesprochen, was zwar offiziell stimmt, jedoch einfach nicht die Beziehung der beiden widerspiegelt.

Trotz allem hat mich das Buch durchaus unterhalten und war gut geschrieben.

Fazit:
Ein typischer Abenteuerroman. Ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem gut zu lesen.

(6/10)

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ägypten, götter, horus, seth, sadie

Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide

Rick Riordan , Claudia Max
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 20.12.2011
ISBN 9783551555878
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Titel: Die Kane-Chroniken - Die Rote Pyramide
Originaltitel: The Kane Chronicles 1 - Red Pyramid
Autor: Rick Riordan
Seitenzahl: 608 Seiten
Verlag: Carlsen
Erschienen: 17. Dezember 2011
ISBN-13: 978-3551555878
Preis
Gebunden:18,90€

Klappentext:
Ein Besuch im Museum? An Heiligabend? Eine bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den berühmten Ägyptologen Dr. Julius Kane, ja ohnehin nur zwei Mal im Jahr - und dann muss er sie und ihren Bruder Carter ausgerechnet ins British Museum schleppen. Aber ihr Vater will ihnen gar keine verstaubten Sarkophage zeigen - er plant nicht weniger, als den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Doch das geht schief, und er wird von einem unheimlichen glutroten Typen entführt. Um ihn zu befreien, müssen Sadie und Carter es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen.

Rezension:
Ich bin ja ein totaler Fan der Percy-Jackson-Bücher, weswegen ich dieses Buch von Rick Riordan auch einfach lesen musste. Meiner Meinung nach haben die Leserstimmen bisher aber Recht, es ist nicht ganz so gut wie die Percy-Jackson-Reihe. Wer Percy Jackson mag und sich für die ägyptische Mythologie interessiert, kann dieses Buch auf jeden Fall auch lesen und wahrscheinlich wird es auch gefallen, allerdings hat es auch ein paar Schwächen.

Aber zuerst einmal ein paar Hintergrundinformationen. Sadie und Carter sind Geschwister, sie 12 er 14 Jahre alt. Sadie lebt bei ihren Großeltern und sieht Carter und ihren Vater, ein Archäologe, mit dem Carter durch die Welt reist, nur zweimal im Jahr. Das dumme war bloß, dass ich beide irgendwie nicht wirklich ins Herz schließen konnte. Sadie ist jemand, der aus Prinzip gegen die Regeln verstößt, wenn jemand ihr sagt, dass sie etwas nicht machen soll, wird sie es auf jeden Fall tun. Sie denkt nie wirklich darüber nach und ihre Besessenheit immer genau das Gegenteil von dem zu tun, was man ihr sagt, ist manchmal echt nervig und unverständlich.
Carter dagegen ist genau, das Gegenteil von Sadie. Er macht immer das, was ihm gesagt wird, wobei man da wiederrum Sadie verstehen kann, wenn sie ihn ungläubig fragt, dass er etwas nur nicht macht, weil jemand ihm gesagt hat, er solle es nicht tun. Er hinterfragt genauso wenig wie Sadie.
Im Verlaufe des Buches hat sich das aber meiner Meinung nach verbessert und ich hege so meine Hoffnungen, dass es im zweiten Band nicht mehr ganz so schlimm sein wird.

Dann sind da immer die Rangeleien zwischen den beiden Geschwister. Dazu muss man wissen, dass das Ganze als Tonbandaufnahme, in der abwechselnd Sadie und Carter erzählen, geschildert wird. Die Rangeleien wurden sozusagen "rausgeschnitten". Es sind aber immer wieder Sätze in Klammern eingefügt, die Randbemerkungen ders Charakters darstellen, der gerade erzählt. Um den Zusammenhang (und den Witz dahinter) zu begreifen, hat Rick Riordan, den Charakter immer die Hälfte von dem wiederholen lassen, was der andere gerade gesagt hatte, wodurch es ziemlich oft gestellt wirkte. Wenn man sich das Ganze als Film vorstellt und sich die Worte, die der eine Charakter gesagt hat dazunimmt und dafür die Wiederholung des anderen Charakters weglässt, ist das Ganze doch schon amüsant und man kann sich die Geschwisterbeziehung, die sich langsam zwischen den beiden entwickelt, besser vorstellen.

Der Rest ist positiv, das ist eigentlich auch das, was das Buch mit Percy Jackson gemeinsam hat. Die ägyptischen Mythen sind mal wieder supergut recherschiert und einfach toll mit der Geschichte verflochten. Man kann wieder viel dazulernen. Die Idee ist toll. Und (wenn auch etwas weniger) Rick Riordans typischer Humor kommt auch immer wieder mal durch, wobei es zum Ende hin irgendwie besser wurde. Das Buch ist spannend geschrieben und endet in einem packendes Finale.

Fazit:
Durch einige Schwächen nicht ganz so gut wie Percy Jackson, aber trotz allem ein gutes Buch, dass zum Ende hin immer besser wurde. Wer Percy Jackson mochte, kann diese Buch auf jeden Fall auch lesen.

(6/10)

  (2)
Tags: 6, ägyptische mythologie, ägythologie. archäologie, buch, bücher, buchrezension, carlsen, chroniken, horus, isis, jackson, jugendbuch, kane, percy, re, review fantasybookshelf, rezension, rezi, rick, riordan, urban fantasy   (21)
 

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vampire, black dagger, erotik, liebe, fantasy

Black Dagger - Nachtjagd

J.R.Ward
Flexibler Einband: 263 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.05.2007
ISBN 9783453532717
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog;
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/08/nachtjagd-black-dagger-1-j-r-ward.html

Titel: Black Dagger 1 - Nachtjagd
Originaltitel: Dark Lover 1
Autor: J. R. Ward
Seitenzahl: 268
Verlag: Heyne
Erschienen: Mai 2007
ISBN-13: 978-3453532717
Preis
Taschenbuch: 7,95€
Hörbuch: 15,90€

Klappentext:
Düster, erotisch, unwiderstehlich – die letzten Vampire kämpfen um das Schicksal der Welt

Das Leben der jungen Beth Randall verläuft eigentlich in ruhigen Bahnen – sie lebt in einem zu kleinen Apartment, geht selten aus und hat einen schlecht bezahlten Reporterjob bei einer kleinen Zeitung in Caldwell, New York. Ihr Job ist es auch, der sie an den Tatort eines ungewöhnlichen Mordes führt: Vor einem Club ist ein Mann bei der Explosion einer Autobombe gestorben, und die Polizei kann keinen Hinweis auf die wahre Identität des Toten finden. Dann trifft Beth auf den geheimnisvollen Wrath, der in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheint. Der attraktive Fremde übt eine unheimliche Anziehung auf sie aus, der sie sich nicht entziehen kann. Während sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit Wrath einlässt, wächst in ihr der Verdacht, dass er der gesuchte Mörder ist. Und Wrath hat noch ein paar Überraschungen mehr für sie auf Lager, denn er behauptet, ein Vampir zu sein – und das Oberhaupt der Bruderschaft der BLACK DAGGER, die seit Jahrhunderten einen gnadenlosen Krieg um das Schicksal der Welt führen muss ….

Rezension:
Düster und erotisch? Meinetwegen. Unwiderstehlich? Eher nicht. Das Buch war einfach mal gar nicht mein Ding, weil das einzige, worum es darin zu gehen scheint wirklich die Erotik ist und das Buch so gut wie keine weitere Handlung aufweist. Im Klappentext ist diese eigentlich schon komplett zusammengefasst, bloß, dass man von Anfang an über jegliche Verhältnisse im Bezug auf den Mord etc eingeweiht ist. Auf Spannung und überraschende Wendungen wartet man vergeblich. Das ganze Buch las sich einfach nur, wie die Einleitung eines Buches. Was aber auch heißt, dass man die ganze Reihe lesen muss um die Handlung in der Geschichte zu entdecken. Weswegen ich das nicht bewerten kann.
Ansonsten ist das Hauptthema des Buches eigentlich die Erotik, wozu noch eine gehörige Portion Gewalt dazu kommt, die in keiner Weise irgendwie beschönigt wird. Deswegen würde ich das Buch unter 16 Jahren keinem empfehlen, ich glaube auch nicht das irgendjemandem dieser Altergruppe das Buch gefallen wird. Es ist eher ein Erotikroman für Erwachsene.
Für mich hat sich auch in keinster Weise die Chemie zwischen Wrath und Beth erschlossen. Vielleicht am Ende, weil ich mich da schon ein bisschen dran gewöhnt hatte. Aber irgendwie...er dringt in ihr Haus ein und sie haben erst einmal Sex?? Sinn?? Das wirkt irgendwie alles so auf Teufel komm raus. Wer gerne von Romantik oder tieferer Verbundenheit der Charaktere lesen möchte ist ebenfalls falsch.
Grundzüge der Idee des Buches sind ganz gut.
Und damit wäre eigentlich auch schon alles gesagt. Ich fühle mich schon fast komisch, weil die Rezension so kurz ist, aber das Buch ist ja auch total kurz.

Fazit:
Für mich war das Buch nichts, weil einfach keine Geschichte dahintersteckte, vielleicht würde mir das alles besser gefallen, wenn ich die Reihe weiterlesen würde, aber dazu habe ich erst einmal keine Lust. Es gibt keine Spannung, keine wirklich Handlung, keine Tiefe, auschschließlich körperliche Chemie beim Liebespärchen. Wer allerdings einen erotischen Roman lesen will, ist hier wahrscheinlich genau an der richtigen Adresse. Ich mag eher Bücher mit einer schönen Geschichte. Da ich glaube(n will), dass sich die Handlung hinter der ganzen Erotik noch ein wenig weiterentwickeln könnte und Grundzüge der Idee ganz ok waren gebe ich zwei Punkte.

(2/10)

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Tags: black dagger, buch, bücher, buchrezension, erotik, fantasybookshelf, j. r., nachtjagd, review, rezension, rezi, vampire, ward   (13)
 

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vampire, elena, damon, stefano, fantasy

Rückkehr bei Nacht

Lisa J. Smith , Michaela Link
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.04.2010
ISBN 9783570306642
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/

Titel: Tagebuch eines Vampirs - Rückkehr bei Nacht
Originaltitel: The Vampire Diaries - The Return: Nightfall
Autor: Lisa J. Smith
Seitenzahl: 608
Verlag: cbt
Erschienen: 5 6. April 2010
Preis
Taschenbuch: 9,95€

Klappentext:
Elena hat es geschafft, der Schattenwelt zu entkommen. Doch niemand außer ihren engsten Freunden darf von ihrer Rückkehr erfahren – denn in Fell’s Church lauert bereits eine höllische Gefahr, gegen die noch nicht einmal Damon gefeit ist. Der Kampf zwischen Gut und Böse nimmt eine völlig neue Dimension an. Und Elena ist die Einzige, die der blutrünstigen Übermacht entgegentreten kann. Doch dann verschwindet Stefano plötzlich spurlos ...

Rezension;
Jaaaaa…ähhm…schrecklich! Ich weiß nicht, was Lisa J. Smith sich dabei gedacht hat, aber das ging gar nicht!! Die Geschichte ist extrem weit hergeholt und…nein! Irgendwie hat Mrs Smith, die gesamte Geschichte umgekrempelt. Der ganze Schreibstil ist total verändert. Sie benutzt übermäßig viele Adjektive, was ja nicht schlimm wäre, aber sie macht andauernd irgendwelche Feststellungen, von denen man gar nicht mitkriegt, das sie in irgendeiner Weise auch stimmen. Außerdem scheint sie versucht zu haben, das Ganze der Serie mehr anzupassen, nicht von der Handlung, sondern von der Art der Charaktere, jedenfalls, was Damon betrifft. Der ist jetzt auf einmal ironisch und nicht mehr ganz so pseudo-böse.
Was Elena angeht: Wer den 4. Teil gelesen hat, wird ja wissen, dass sie so mir nichts dir nichts als Mensch auf die Erde zurückgekommen ist. Jetzt ist sie aber auf einmal ein Geist und soooooooooo unschuldig und ist geistig so weit entwickelt, wie ein Kleinkind. Sie versteht ja überhaupt nicht, warum sie nicht nackig rumlaufen sollte, schwebt die ganze Zeit durch die Gegend und alle vergöttern sie. Warum muss sie immer von allen vergöttert werden? Sie benimmt sich so oft mies gegenüber ihren Freunden und die behandeln sie trotzdem als wäre sie ein höheres Wesen oder so. Es ist auf jeden Fall etwas nervig, dass es außer Caroline irgendwie niemanden gibt, der Elena nicht mag. Selbst ihre Feinde stehen auf sie. Diese Geistphase ist einfach nur nervig. Ich meine hallo, sie fässt Kleidungstücke an und sieht wo sie herkommen, deswegen nimmt sie keine, die mit Kinderarbeit usw. hergestellt wurden. Ich meine, die Idee ist ja ganz nett, aber das sozusagen nur so eine Randbemerkung, damit man nochmal sieht, wie unschuldig Elena ist. Ungefähr nach der Hälfte des Buches wacht sie dann wieder als die alte Elena auf und mein erster Gedanke war: „Ein Glück, endlich!!“ Wirklich, ich war echt nur erleichtert, mal wieder was etwas normaleres zu lesen, viel länger hätte ich es glaube ich nicht ausgehalten. Ich saß nur noch vor dem Buch und dachte „Oh Gott, jetzt geht das schon wieder los“, wenn Stefano und Elena mal wieder geturtelt haben (selbst als Geist mit Kleinkindverstand konnte sie das!). Habt ihr schonmal so einen Schrott wie „das heilige Band des Blutgebens“ oder so gehört?? Und Stefano wollte sie ja nicht ausnutzen, weil er ja soooooooo gut ist.
Stefano mochte ich im Verlaufe des Buches immer weniger, obwohl ich ihn ja schon am Anfang nicht wirklich mochte, er redet total schwülstig und die ganze Zeit nur: „Ach, Liebste! Ich will dir ja nicht wehtun!!“ Nur sowas. Dieses Liebste hat mir mit der Zeit echt zum Hals rausgehangen. Und dann ist er stark, sogar stärker als Damon, weil er von Elenas Geiserblut getrunken hat. Und kann sich trotzdem nicht gegen Shinichi wehren!
Kommen wir zurück zu den vielen Adjektiven, die hätten nämlich wahrscheinlich gar nicht so gestört, wenn es nicht immer die gleichen gewesen wären, alle sind stark, sanft und anmutig, da kommt es einem vor als hätten alle die gleiche Persönlichkeit und es nervt so, dauernd dieses sanft zu lesen, vor allem wenn es da nicht hinpasst. Manchmal waren die Adjektive aber auch schön gesetzt, sodass man sich eine Szene bildlich vorstellen konnte, aber leider kam das viel zu selten vor.
Dann war es auch so, dass ich manchmal etwas verwirrt warf, wie jetzt etwas passiert ist. Ich bin fest davon ausgegangen das Shinichi Damon anlügt, weil er ja sowieso die Kontrolle über ihn hat (ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten für die, die das Buch noch lesen wollen, das ist aber eigentlich so ziemlich von Anfang an klar) und habe dann irgendwie nicht alles so wirklich nachvollziehen können.
Die Grundidee an sich war eigentlich ganz gut, es war eben nur so, dass ich mit der Umsetzung, dem Schreibstil und den Charakteren nicht klargekommen bin und die machen schon sehr viel von einem Buch aus.
Bei mir ist es ja so, dass ich ein Buch zu Ende lesen muss, wenn ich es erst einmal angefangen habe, deswegen habe ich mich weiter durchgekämpft und siehe da, es wurde besser! Zwar nicht viel aber immerhin, zum Schluss war es sogar relativ spannend. Naja…

Fazit:
Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich vom Anfang des Buches so angenervt war, aber ich fand es definitiv nicht gut. Für Leute, die die anderen „Tagebuch eines Vampirs“-Bücher bisher auch mochten, ist es, denke ich eine kleine Umgwöhnung vom Schreibstil, es kann aber trotzdem gefallen, wie gesagt die Grundidee ist nicht schlecht.

(3/10)

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liebe, zeitreise, zukunft, zeitreisen, berlin

Everlasting

Holly-Jane Rahlens , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 421 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 09.03.2012
ISBN 9783805250160
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/08/everlasting-holly-jane-rahlens.html

Titel: Everlasting - Der Mann der aus der Zeit fiel
Originaltitel: ???
Autor: Holly-Jane Rahlens
Seitenzahl: 432
Verlag: Wunderlich
Erschienen: 9. März 2012
ISBN-13: 978-3805250160
Preis
Broschiert: 14,95€

Klappentext:
Man schreibt das Jahr 2264.
Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird.

Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet?

Bald muss Finn sich entscheiden - für die Liebe oder für die Zukunft...

Rezension:
Everlasting war nach einiger Zeit wieder ein Buch, das mich wirklich begeistern konnte. Es hat einfach umwerfend guten Schreibstil, Humor und eine süße und sehr gut durchdachte Geschichte. Es ist zwar nicht zwangsläufig tiefgründig in dem Sinne, setzt sich aber sehr intensiv mit der Liebe auseinander.

Die Welt, die wir in diesem Buch erleben können ist keineswegs unwahrscheinlich, denn vieles von dem man liest, deutet sich schon heute in gewisser Weise an oder es sind Dinge von denen man schon weiß, dass sie möglich sind. So gibt es zum Beispiel Klone, man kann durch das Weltall reisen, fast alle Drecksarbeit wird von Robotern verichtet und man muss eigentlich für so gut wie gar nichts mehr einen Finger krumm machen. Selbst das Nachdenken wird einem von einem Brain Button, dem sogenannten BB abgenommen. Dieser Brain Button zusammen mit dem Zeitreisen sind eigentlich das einzige, was wir heutzutage vielleicht als realtitätsfern bezeichnen würden. Der Rest überraschend nah an die heutige Wissenschaft angelehnt. Ein weiterer Umstand ist, dass 2018 die Deutsche Pest ausgebrochen ist, die sich langsam über die ganze Welt verbreitet hat, viele Menschen das Leben kostete und dadurch die deutsche Sprache zu einer toten Sprache wurde. Die Zeit von 2018 bis 2095 bezeichnet man als Dark Winter.

In dieser Welt treffen wir auf Finn, einen Junior Historiker (man wird mit 18 erst Prä-Adult, um dann mit 30 ein richtiger Erwachsener zu werden), der handschriftliche oder gedruckte Texte aus der toten Sprache Deutsch ins Englische übersetzt. Dieser hat gerade seine gesamte Familie verloren, als er den Auftrag bekommt, einen Fund zu übersetzten, den man in einem Bodden in der Ostsee gemacht hat. Finn erhofft sich viel davon, stattdessen erfährt er, dass es sich um die Tagebücher eines 13-jährigen Mädchens handelt. Aber immer noch besser als irgendwelche Quatalserträge der Deutschen Bank korrekturzulesen, denkt er sich und nimmt kurzerhand an. Während der Übersetzung des ersten Tagebuches wird Finn darauf angesprochen, ob er nicht ein Spiel testen will, dass im Berlin 2003 spielt, genau zu dem Zeitpunkt, als das Mädchen ihr Tagebuch anfing. Die kundige Meinung eines Historikers sei gefragt, sagen sie und Finn der unbedingt die Kulisse kennenlernen will, von der das Tagebuchmädchen schreibt, das immer nur mit E. unterzeichnet und das er mittlerweile schon ins Herz geschlossen hat, entschließt sich auch an diesem Unterfangen teilzunehmen.
Der zweite Hauptcharakter, den es in diesem Buch gibt, ist das Tagebuchmädchen Eliana. Sie ist ein kleines süßes 13-jähriges Mädchen, das vor unseren Augen immer mehr Erwachsen wird und das man durch seine Tagebucheinträge genauso wie Finn ins Herz schließt.
Es gibt auch noch ein paar Nebencharaktere, aber das Hauptaugenmerk liegt auf Finn und Eliana, auf die anderen Charaktere wird, bis auf das Aussehen, eigentlich nicht weiter eingegangen.

Man ließt zwar die Ganze Zeit aus der Er/Sie-Perspektive, diese Perspektive stellt jedoch Finns Perspektive dar, sodass man niemals irgendwo ist, wo Finn nicht ist. Durch die Tagebucheinträge von Eliana, die immer wieder in das Buch eingeschoben sind, fühlt es sich jedoch an, als würde man zwei Geschichten parallel lesen, die mit der Zeit immer weiter zusammenführen. Ich fand von Anfang an, dass der Schreibstil gut zu der Geschichte passt, weil es in der zeit in der Finn lebt, kein Ich mehr gibt und man, wenn man von sich selbst spricht, das Ich zum Beispiel durch dieser Mensch ersetzt usw. Dadurch hat man in der Geschichte, außer in Elianas Tagebucheinträgen, kein Ich gelesen. Ich fand es total schön, als sich das dann geändert hat. Das hat noch einmal gezeigt, wie gut die Geschichte durchdacht ist.

Der Plot war schön verwinkelt und man wusste nicht genau, was jetzt wirklich passieren wird, jedoch konnte man das meiste vorraussehen, sogar in Einzelheiten. Das war dann auch das, was mich am Ende ein wenig verwundert hat. Man wusste schon vorher, was mit den Gegenständen los ist, das einzige war, dass man nicht genau wusste, wie sie da und dahin kommen. Ich hatte eine große Verschwörung erwartet, was es ja auch war, aber eben nicht in dem Sinn den ich erwartet hatte und es kam dann alles ziemlich einfach gemacht vor. Anspruchsvoll ist es wirklich nicht. Das Ende ist aber relativ offen gelassen, was mir sehr gefallen hat, weil es dem Buch etwas mehr Tiefe gegeben und nicht ganz so sehr auf Friede Freude Eierkuchen gemacht und mehrere Interpretationsmöglichkeiten gelassen hat. ACHTUNG SPOILER!!! Ich fand es besonders schön, dass der kleine Colin, als Finn entgültig zurückgeht, die Möglichkeit hat, ihm alles zu erzählen und wie es mit der Klonung oder auch Nicht-Klonung von Lucia zugegangen ist. SPOILER ENDE!!!
Schön war außerdem, dass es sich um einen Einzelband gehandelt hat. Triologien sind zwar schön und gut und bieten auch mehr Lesestoff, aber das Warten ist doch immer etwas blöd und kann einem sogar manchmal ein wenig Interesse an der Geschichte nehmen.

Fazit:
Im großen ein wunderbar geschriebenes und gut durchdachtes Buch, dass zwar ein bisschen vorhersehbar und wenig anspruchsvoll zu lesen ist, was aber durch die total süße Geschichte wieder wettgemacht wird.

(8/10)

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Tags: buch, bücher, buchrezension, der mann der aus der zeit fiel, everlasting, fantasybookshelf, holly-jane, jugendbuch, leibesgeschichte, rahlens, review, rezension, rezi, science-fiction, wunderlich, zeitreisen   (16)
 

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schweden, humor, freundschaft, lebensgeschichte, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

Rezension:

Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/der-hundertjahrige-der-aus-dem-fenster.html

Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Originaltitel: Hundraåringen som klev ut genom fönstret och försvann
Autor: Jonas Jonasson
Seitenzahl: 416
Verlag: carl's books
Erschienen: 29. August 2011
ISBN-13: 978-3570585016
Preis
Broschiert: 14,99€
Hörbuch: 13,99€ statt früher 19,99€

Klappentext:
Eigentlich hat Allan Karlsson allen Grund zum Feiern: Er wird 100 Jahre alt. Das Problem ist nur, dass er im Altersheim festsitzt, noch alle Fünf beisammen hat und sein Körper sich weigert, das Zeitliche zu segnen - und zu allem Überfluss hat sich auch noch der Bürgermeister samt Presse angekündigt. Allan hat auf all das überhaupt keine Lust. Er steigt kurzerhand aus dem Fenster und verschwindet - zum Busbahnhof. Dort soll er nur kurz auf den Koffer eines jungen Mannes aufpassen, doch als der Bus einfährt, beschließt Allan, den Koffer (der zum Glück Räder hat) mitzunehmen - nicht ahnend, dass sich darin keineswegs die erhoffte Wechselkleidung, sondern 50 Millionen Kronen aus Drogengeschäften befinden. Und mit einem Mal sind nicht nur Polizei und Presse hinter dem Hundertjährigen her, sondern auch die schwedische Mafia. Allan denkt jedoch gar nicht daran, die Millionen zurückzugeben und reumütig ins Altenwohnheim zurückzukehren. Niemals!
Das ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise: Allan gewinnt durchaus gleichgesinnte Freunde - mit dem 70-jährigen Gelegenheitsdieb Julius lässt er die Leiche des Kofferbesitzers verschwinden, der reiche Imbissbudenbetreiber Benny wird ihr Chauffeur und auch die Besitzerin eines entlaufenen Elefanten schließt sich ihnen an, will ihre Sonja auf der Flucht aber nicht zurücklassen.

"Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand" herzerwärmend wie "Forest Gump" und verückt wie "Populärmusik aus Vittula". Der beliebteste schwedische Roman endlich in deutscher Übersetzung.

Rezension:
"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hat eigentlich alles, was ein gutes Buch haben muss. Es wird in einem locker, fluffigen Schreibstil erzählt, der manchmal etwas kindlich wirkt, aber zum Buch und den Charakteren passt.

Wir treffen auf viele schräge und ungewöhnliche Charaktere, die sich zwar alle in bestimmten Eigenschaften ähnlich sind, aber auch das gehört zum Buch und macht den Verlauf der Geschichte erst möglich. Die Ähnlichkeit der Charaktere liegt auch eigentlich nur in der Gemütseinstellung, denn alle haben sehr unterschiedliche Hintergrundgeschichten, die im Buch auch erläutert werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Geschichte des hundertjährigen Allan Karlsson gelegt. Im Wechsel mit der eigentlichen Geschichte sind immer wieder Kapitel über seine früheren Erlebnisse, die ihn um die ganze Welt geführt haben, verfasst. So kam Allan beispielsweise nach Spanien, China, die USA und Bali, überquerte den Himalaya und wird auch mal in wichtige Ereignisse der damaligen Zeit verwickelt. Dadurch, dass Allan des öfteren auf Politiker wie zum Beispiel Truman, Churchill oder auch Mao und Stalin trifft, erfährt man auch viel über Politik und verschiedenste Verwicklungen (auch wenn man wahrscheinlich nicht allen Glauben schenken sollte xD), obwohl sich Allan eigentlich so gar nicht dafür interessiert.
Allan ist ein etwas... man könnte sagen einfältiger Charakter. Er nimmt das Leben wie es kommt, dass was geschehen ist, kann man sowieso nicht ändern. Darin ähnelt er auch ein wenig den anderen Charakteren.

Das ganze wird mit dem typisch schwedischen Humor erzählt, der mich zwar nicht unbedingt zum laut Loslachen, aber doch des öfteren Mal zum Schmunzeln gebracht hat. Es ergeben sich viele verrückte Handlungsstränge, was das ganze auch in bestimmter Weise unvorhersehbar macht.

Eigentlich ja alles schön und gut, wo ist hier das große aber? Bei mir war es einfach so, dass mich das Buch nicht so recht packen wollte. Beim Lesen schweiften meine Gedanken immer wieder ab und ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass ich ja ein Buch in der Hand halte, das ich gerade lesen wollte. Es wollte einfach keine Spannung aufkommen. Zum einen lag das daran, dass im Klappentext so viel gespoilert wird und man dadurch vieles schon vorher wusste (das aber eigentlich nur zum kleinen Teil), zum anderen daran, dass man manchmal einfach nicht wusste, wohin das Ganze führen soll und was für einen Sinn die Handlung hat. Angst um die Charaktere wollte auch nicht aufkommen, vor allem in den Rückblenden, in denen es um Allan ging, weil man ja schon wusste, das er in absehbarer Zukunft noch 100 werden sollte.

Den einzigen tieferen Sinn, den man in dem Buch finden kann, ist Allans schon oben genanntes Lebensmotto: Nimm das Leben wie es kommt. Moralische Fragen kann man nicht unbedingt erwarten, was eigentlich auch gar nicht so schlimm ist, das Buch ist einfach nur für kurze und gute Unterhaltung gedacht, nicht mehr und nicht weniger. Einige wird es sicher begeistern und ich kann auch nachvollziehen, dass es ein Bestseller geworden ist, bei mir wollte wie gesagt aber eben so gar keine Spannung aufkommen.

Fazit:
Ein locker-leichter Schreibstil, schräge Charaktere und typisch schwedischer Humor begleiten uns durch dieses Buch. Die Handlung läuft frei nach dem Motto: Nimm das Leben wie es kommt und kann durchaus unerwartete Wendungen nehmen. Bei mir wollte leider keine Spannung aufkommen, ich bin aber sicher, dass es vielen sehr gut gefallen wird oder zumindest für kurzzeitige Unterhaltung sorgt.

(7/10)

  (7)
Tags: buch bücher, buchrezension, carl's books, der aus dem fenster stieg und verschwand, der hundertjährige, fantasybookshelf, fiction, jonas, jonasson, review, rezension, rezi, schwedisch   (13)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nationalsozialismus, juden, hitlerjugend, verfolgung, jude

Ich war Hitlerjunge Salomon

Sally Perel
Flexibler Einband: 207 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.05.1993
ISBN 9783453065123
Genre: Biografien

Rezension:

Diese Buchempfehlung findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/ich-war-hitlerjunge-salomon-sally-perel.html

Titel: Ich war Hitlerjunge Salomon
Originaltitel: Ich war Hitlerjunge Salomon
Autor: Sally (Salomon) Perel
Seitenzahl: 240
Verlag: Heyne
Erschienen: 1. Mai 1993
ISBN-13: 978-3453065123
Preis
Taschenbuch: 7,95€
Hörbuch: 9,95€

Klappentext:
Das Buch nachdem der preisgekrönte und viel diskutierte Film entstand.

"Ich habe mir vorgenommen, die ganze Wahrheit zu schreiben, ohne Rücksicht darauf, wie man sie interpretieren wird" sagt Sally Perel. Nach Jahren des Schweigens gibt er das Geheimnis seiner doppelten Identität preis: Der Jude Sally Perel entkam dem Holocaust in der Uniform der Nazis, er überlebte mitten in Deutschland als Hitlerjunge Jupp Perjell.

Auf eindringliche Weise berichtet er von den aberwitzigen Erlebnissen und der inneren Zerissenheit dieses Doppellebens, das ihn in die Rolle des Opfers wie in die des Täters zwang. Sally Perel - ein Anti-Held des Holocaust!

„Das Buch von Sally Perel ist ein Plädoyer für das Recht auf Leben – jenseits aller Ideologien und Glaubensformen.“ Hamburger Abendblatt

Empfehlung:
Zu diesem Buch möchte ich bewusst keine Rezension schreiben, weil ich mir nicht anmaßen möchte die Lebensgeschichte eines anderen Menschen zu bewerten. Deswegen werde ich auch keine Punkte vergeben.

In diesem Buch erzählt der jüdische Sally (Salomon) Perel, dessen Familie aus dem kleinen Ort Peine in der Nähe von Braunschweig. Nachdem die Rassengesetzte ausgerufen werden flieht er zunächst mit seiner Familie nach Lodz in Polen. Als sie auch dort von den Nazis eingeholt werden, flieht er zusammen mit seinem älteren Isaak nach Grodno, wo er kurze Zeit später erst einmal in einem Waisenhaus unterkommt, wo es für ihn sicher scheint. Doch der Schein trügt und eine Weile später treffen die Nazis auch in Grodno ein. Salomon versucht erneut zu fliehen, diesmal ist ihm jedoch kein Erfolg beschieden. Gerade noch gelinkt es ihm sich seiner Ausweispapiere zu entledigen. Da er deutsch sprechen kann, gelinkt es ihm wie durch ein Wunder, die Soldaten davon zu überzeugen, dass er Volksdeutscher sei. Seine Papiere habe er verloren. Als man ihn nach seinem Namen fragt, nimmt er geistesgegenwärtig einen neue Identität an. Von nun an ist er Joseph alias Jupp Perjell, ein Volksdeutscher. Er an die Front abkommandiert, wo er sich als Dolmetscher verdingen kann, weil er Russisch beherrscht und bei den Verhörungen der russischen Gefangenen helfen kann. Nach einiger Zeit wird er schließlich ins Heimatland, nach Deutschland geschickt, wo er von nun in ein Internat der Hitlerjugend besuchen soll, die "Eliteschule" der Nazis.

Dieses Buch führt einem noch einmal richtig vor Augen, wie sehr die Propaganda der Nazis das Volk eigentlich beeinflusst hat. Selbst Sally Perel, der selbst ein Jude ist, ist nicht dagegen gefeit. Immer mehr findet er in seine neue Rolle des Jupp Perjell hinein und vergisst darüberhinaus sogar manchmal seine eigentliche Identität. Diese zwei Persönlichkeiten, die er in sich vereint, die eine nur dazu da, ihn vor dem entdeckt werden und dem sicheren Tod zu bewahren, machen ihm ganz schön zu schaffen, stürzen ihn in Selbstzweifel und verlangen von ihm ein absolutes Maß an Disziplin. Ein Fehler könnte seinen Tod bedeuten.

Mehr will ich dazu eigentlich gar nicht sagen. Vielleicht noch zur Aufteilung. Der Erfahrungsbericht ist wie ein einziger großer Ausatz geschrieben. Das heißt, das es keine Kapitel besitzt, die den Lesefluss irgendwie unterbrechen. Alles steht hintereinanderweg.

Auch für die Leute, die noch nicht so viel über Zeit Hitlers in Deutschland wissen, ist dies ein gutes Buch zum anfangen. Auch Begriffe wie Hitlerjugend sind beispielsweise erklärt. Es ist gut verständlich und man erhält einen guten Überblick.
Sally Perel fügt an das, was er damals erlebt hat, immer wieder Elebnisse oder Wissen an, die bzw. er erst viel später gemacht oder erworben hat. Deswegen ist das Buch auch nicht ganz chronologisch geordnet, es trägt aber alles nur zum besseren Verständnis bei.

Fazit:
Für alle empfehlenswert, die sich für Literatur in diese Richtung interessieren und einmal eine etwas andere Geschichte über das Überleben eines Juden in Nazideutschland lesen wollen. Auch für Leute, die bisher noch nicht so viel über diese Zeit wissen leicht verständlich.

Film:
Es gibt auch einen Film zu dem Buch der Hitlerjunge Salomon heißt. Darin übernimmt Sally Perel sogar eine kleine Gastrolle. Den Film fand ich aber nicht so berauschend. Sehr viel wurde abgewandelt, leicht verändert, gekürzt oder ergänzt. Die Schauspieler fand ich auch nicht immer toll. Im großen und ganzen würde ich also empfehlen, das Buch zu lesen, weil es einen viel besseren Einblick gibt und man sich die Dinge besser vorstellen kann und es die "richtige" Geschichte (historische Hintergründe) besser vermittelt und man so alles besser in Zusammenhang setzen kann und versteht.

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Tags: 2., buch, bücher, buchrezension, empfehlung, erfahrungsbericht, fantasybookshelf, heyne, hitler, hj, ich war hitlerjunge salomon, juden im 2. weltkrieg, perel, review, rezension, rezi, sally, weltkrieg, zweiter   (19)
 

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155 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

historischer roman, mittelalter, kai meyer, fantasy, kreuzzug

Herrin der Lüge

Kai Meyer
Flexibler Einband: 845 Seiten
Erschienen bei Lübbe GmbH & Co. KG, Verlagsgruppe, 15.07.2008
ISBN 9783404158911
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/herrin-der-luge-kai-meyer.html

Titel: Herrin der Lüge
Originaltitel: Herrin der Lüge
Autor: Kai Meyer
Seitenzahl: 827
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 25. September 2006
ISBN-13: 978-3785722619
Preis
Gebunden: 22,00€
Taschenbuch: 9,95€
Hörbuch: 21,99€

Klappentext:
5000 Mädchen unter Waffen - auf dem Weg in die Hölle Sie brechen auf, weil sie einer Lüge vertrauen: Tausende Jungfrauen, bewaffnet als Armee, Opfer einer teuflischen Verschwörung. Durch ein verwüstetes Land, über ein Meer voller Gefahren,
ziehen sie in ihr Verderben. Piraten, Sklavenhändler, Schergen der allmächtigen Kirche - sie alle wollen, dass keines der Mädchen sein Ziel erreicht. Nur eine steht zwischen ihnen und ihren gnadenlosen Feinden - Saga, die Herrin der Lüge.

Rezension:
Das Buch ist von der Art irgendwie anders, als man es vom Lesen des Klappentextes erwartet. Wir begleiten Saga, die Herrin der Lüge, die im Buch eigentlich nur zweimal so genannt wird auf ihrem Weg. Es gibt auch noch eine zweite Perspektive aus der berichtet wird und zwar die von ihrem Zwillingsburder Faun.
Beide gehören einer Gauklerfamilie an, die durch die Lande ziehen um auf verschiedenen Märkten ihr Geld zu verdienen. Die Hauptattraktion ist dabei Saga. Sie kann jedem Menschen den größten Schwachsinn erzählen und dieser wird ihr glauben, solange er ihr glauben will. Saga muss also nur ein geeignetes Opfer finden und in ein wenig Vorarbeit leisten und dieser Mensch tut, dann alles, worum sie ihn bittet, solange er daran glaubt, dass es zu seinem besten geschieht. Saga lügt aber nicht einfach nur. In ihrem Innern existiert etwas, das sie den Lügengeist nennt. Mit seiner Stimme kann sie lügen wie kein anderer. In ihren Ohren hört sich die Stimme zwar krächzend, total verzerrt und falsch an und ihr wird davon so übel, dass sie sich manchmal sogar davon übergeben muss, aber alle anderen merken keinen Unterschied.
Sagas Familie wird an den Hof von Gräfin Violante von Lerch eingeladen. Diese nehmen die Einladung an, weil so etwas nicht oft vorkommt und es eine gute Gelegenheit bietet, um Geld zu verdienen. Bald stellt sich aber heraus, dass das alles nur ein Vorwand war, um Saga in eine Falle zu locken. Faun, der immer wieder stiehlt, um sein Diebesgut unter der Familie verteilen, wird verhaftet. Als Saga daraufhin versucht ihn zu befreien, wird auch sie geschnappt. Faun wird im Kerker festgehalten und bedroht, damit Violante sich Saga gefügig machen kann. Alles ist von langer Hand geplant. Schon jetzt kursieren Gerüchte über die Magdalena, die bald kommen und mit einer Armee aus Jungfrauen gegen Jerusalem ziehen wird, um es endlich zu befreien. Die Magdalena, die Saga nun verkörpern soll. Denn ihr wird man alles glauben. Nach kurzer Zeit brechen sie auf, aber schon nach einer Weile ist absehbar, dass das ganze aus dem Ruder läuft und das selbst Saga, an die die Mädchen glauben und der sie folgen, nicht mehr alles unter Kontrolle hat. Naja, unter Kontrolle hat sie eigentlich sowieso nicht, denn sie wird von Violante gezwungen, die Mädchen zu belügen, während diese ihre ganz eigenen Ziele verfolgt.
Unterdessen sitzt Faun noch im Kerker fest. Als es im schließlich gelinkt zu entkommen, macht er sich auf die Suche nach seiner Schwester und trifft dabei auf Tessia, ein Mädchen, dass nicht so leicht zu durchschauen ist.

Der Roman ist zwar historisch angehaucht, einen Kreuzzug der Jungfrauen hat es aber nicht gegeben und die Umstände des 4. Kreuzzuges und dem Untergang Konstantinopels sind nur Kai Meyers Vermutungen.
Diese sind aber überaus interessant xD...

Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Der Prolog gibt einen kurzen Einblick in den Untergang von Konstantinopel, von dem man weiß, dass er noch irgendwie für die spätere Handlung relevant sein wird. Danach finden wir uns sofort in Sagas Perspektive wieder, die gerade mitten in einem ihrer Auftritte steckt. Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Auch dieses Buch weist für seine 800 Seiten erstaunlich wenige, nämlich so gut wie gar keine Längen auf. Der Schreibstil ist flüssig und regt die Vorstellung an, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Mittlerweile erwarte ich von Kai Meyer auch gar nichts anderes mehr. Der Mann kann einfach gute Bücher schreiben. Wenn ihr noch kein Buch von ihm gelesen habt, tut es einfach, ihr werdet es nicht bereuen.

Die Charaktere sind wieder alle total unterschiedlich und haben ihre eigenen Motive.
Saga und Faun sind sich zwar ähnlich, was zum Beispiel ihr gauklerisches Können betrifft und sehen auch ähnlich aus, aber schließlich sind sie Zwillinge und es gibt auch genügend Unterschiede zwischen ihnen. Gemeinsam haben sie auch, dass sie eigentlich alles füreinander tun würden, was Violante natürlich sehr zugute kommt.
Violante ist eine sehr streitsüchtige und durchsetzungsvermögende Frau. Sie arbeitet die ganze Zeit auf das eine Ziel hin, endlich den Kreuzzug zu beginnen und Jerusalem zu befreien. So lautet zumindest, dass offizelle Ziel. Unter ihren Vertrauten ist aber bekannt, dass sie wahrscheinlich nur auf der Suche nach ihrem Mann, Graf Gahmuret von Lerch ist, um endlich wieder bei ihm sein zu dürfen. Ich war mir die ganze Zeit sicher, dass das nicht die ganze Wahrheit sein könnte, aber naja...
Zinder ist einer der Söldner, bessergesagt der Söldnerführer der Söldner, die Violante, Saga und die Jungfrauen, die sich ihnen unterwegs anschließen wollen, beschützen sollen. Er mag Violante und schließt auch Saga im Verlauf der Reise ins Herz, sodass ihm wirklich etwas an ihrer Sicherheit liegt und beschützt sie so manches Mal.
Zu guter letzt wäre da noch Tiessa. Sie ist ziemlich undurchsichtig, man weiß das sieht etwas verbirgt und immer wieder kommt etwas an ihr zum Vorschein, dass sich einen fragen lässt wer sie eigentlich ist.

Kai Meyer setzt sich in diesem Buch wieder einmal mit dem Thema Religion, aber auch mit dem Thema Lügen auseinander, das er geschickt miteinander verbindet. In einem Abschnitt wird zum Beispiel der Widerspruch, das eines der 10 Gebote besagt, man solle nicht lügen, dass aber in der Bibel trotzdem ziemlich oft gelogen wird und diejenigen, die lügen, auch noch dafür verehrt werden.
Aber auch die Moral der Lüge an sich wird hinterfragt. Das kommt vor allem durch Sagas "Beziehung" zum Lügengeist zu stande.

Trotz der Kreativität, die Kai Meyer auch hier wieder unter Beweis stellt, kamen manchen Wendungen und Offenbarungen, nicht ganz so überraschend, wie sie es vielleicht hätten tun sollen. Es gab immer noch viele davon. Aber vorl allem zwei, die für das Ende ziemlich entscheidend waren, habe ich vorrausgesehen. Mir hätte sozusagen nur noch ein Puzzleteil gefehlt, um die ganze Geschichte zusammenzusetzten. Aber dieses Puzzleteil hätte ich gar nicht erwartet :D. Es war auch nicht so, dass das, was ich mir schon zusammengereimt und vermutet hatte, dem Buch die Spannung genommen hätte, denn ich konnte mir natürlich auch nicht sicher sein, ob ich richtig lag.

Fazit:
Ein sehr gut geschriebenes Buch im typischen Kai Meyer Stil, mit einem spannenden Plot und eigensinnigen und geheimnisvollen Charakteren. Ein paar Sachen waren vorhersehbar, was aber nicht wirklich gestört hat.

(8/10)

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Tags: buch bücher, buchrezension, fantasy, fantasybookshelf, herrin der lüge, historischer roman, kai, kreuzzug, meyer, review, rezension, rezi   (12)
 

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tee, familiengeheimnis, die teehändlerin, 19. jahrhundert, china

Die Teehändlerin

Karin Engel
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2011
ISBN 9783426505724
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/die-teehandlerin-karin-engel.html

Titel: Die Teehändlerin
Originaltitel: Die Teehändlerin
Autor: Karin Engel
Seitenzahl: 512
Verlag: Knaur
Erschienen: 1. August 2011
ISBN-13: 978-3426505724
Preis
Taschenbuch: 8,99€

Klappentext:
Der Duft von Tee und ein altes Familiengeheimnis

Lüneburg 1895: Schon immer hat man die Begeisterung der jungen Eliana für Tee belächelt. Doch dann verschwindet ihr brutaler Mann John auf einmal von einem Tag auf den anderen - für Eliana die Chance ihres Lebens, denn ihre Cousine lädt sie auf eine abenteuerliche Reise nach China, in die Heimat des Tees ein - wo sie auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis stößt ...

Rezension:
Dieses Buch... war nicht ganz so mein Fall. Eigentlich gar nicht. Ihr könnt ja mal in meine Leseprobe reinhören, dann wisst ihr vielleicht, was ich meine. Der Schreibstil ist einfach grauenhaft gestelzt. Die Autorin haut einem einen Schachtelsatz nach dem anderen um die Ohren. Manche davon sind so schwammig und verwinkelt, dass man sie selbst nach dreimaligem lesen nicht versteht. Ich weiß, dass ich selber auch manchmal in Schachtelsätzen schreibe, aber ich glaube das man meine Sätze wenigstens noch verstehen kann...
Der unglaublich gezierte Ausdrucksweise gepaart mit den unnötig kompliziert formulierten Sätzen ergeben einfach eine Mischung über die man sich nur lustig machen kann, wenn man nicht daran verzweifeln will. Irgendwo wird in diesem Buch glaube ich auch Jane Austen erwähnt und als ich das gelesen habe, dachte nur: Ja, hier haben wir anscheinend eine glühende Jane Austen Bewunderin vor uns die versucht deren Schreibstil nachzueifern und das leider mehr schlecht als recht zustandebringt.

Hinzu kommt, dass die Autorin einen unnötig mit Wissen vollpumpt, dass noch nicht mal für die Geschichte relevant ist. Dadurch wirkt die hochgestochene Schreibweise noch arroganter. Sie verwendet andauernd das Wort mondän und noch ein paar andere Wörter, von denen ich manchmal noch nie etwas gehört habe. Die ganze Zeit hat man nur das Gefühl, dass sie versucht uns mit ihrem Wissen zu beeindrucken. Wenn ihr schon länger meine Rezensionen verfolgt, werdet ihr vielleicht wissen, dass ich es eigentlich mag, wenn durch Bücher, die man liest auch Wissen vermittelt wird, aber hier war es einfach nur nervig. So will uns die Autorin beispielsweise mitteilen, dass es in China noch keine Bahn gibt, weil die Chinesen finden, dass es das Feng-Shui stört. Alles schön und gut, sie aber schreibt:

"Im Gegensatz zur britischen Kronkolonie Indien, wo das Bahnstreckennetz sich über 36.188 Kilometer entfaltete, tat sich das Kaiserreich China im Umgang mit dem neuen Verkehrsmittel schwer. Im Land der mannigfaltigen, mutmaßlich aus jenseitigen, himmlischen Gefilden herrührenden mystischen Zeichen galt ein schnaufendes Metallungeheuer, das sich durch die wehrlose Landschaft wälzte, als schlechtes Feng-Shui, als Unglücksbringer für Mensch, Tier und Flora. Konsequenterweise wurde eine erste, gerade mal einen Kilometer lange Schmalspurbahn in Peking sofort nach der Inbetriebnahme zerstört und auch eine zweite 1876 eröffnete Strecke in Shanghai alsbald wieder stillgelegt." (Die Teehändlerin S. 281)

Sicher, dass es nicht 36.186 Kilometer waren?? Wen interessierts? WENN man sowas schon unbedingt erwähnenen muss, könnte man es auch einfach runden...Und das sind übrigens noch welche von den leicht verständlichen Sätzen, es gab wirklich ein paar Sätze, die ich nicht verstanden habe.
Und was will uns die Autorin EIGENTLICH damit sagen? Das es in China keine Bahn gibt und die Charaktere deswegen mit der Kutsche und zu Pferd reisen mussten. WIRKLICH?? Es ist ja schön und gut, wenn man eine ausführliche Recherche durchführt, aber es liest sich einfach sch**, wenn versucht wird, alles was man erfahren hat in ein Buch zu quetschen, jedenfalls wenn es eher Unterhaltungswert haben, als Wissen vermitteln sollte. Und dieses Buch muss meiner Meinung nach eigentlich für Unterhaltung gedacht sein, da hier ja auch noch dieses großartige Familiengeheimnis untergebracht ist. Hätte ich nicht den Klappentext vorher gelesen, hätte ich mich auch erst einmal gewundert, worum es eigentlich geht. Man merkt schon das Adeline Dreck am Stecken hat, aber sonderlich interessiert hat es mich nicht.

Da kommen wir auch schon zu den Charakteren. Eliana, der Hauptcharakter. Sie ist der Mittelpunkt des ganzen großen Familiengeheimnisses und hat nicht die leiseste Ahnung davon. Alle anderen wissen grob darüber Bescheid, kennen aber die ganze Wahrheit ebenfalls nicht. Eliana hat dauernd, nämlich wenn sie sich unwohl fühlt, den Geschmack von Orangen im Mund und ist psychisch extrem belastet. Unter anderen Umständen hätte sie mir wahrscheinlich leid getan, aber so war ich nur noch weiter genervt, weil ihr Verhalten einfach absurd ist. Ja, dies ist ein historischer Roman und er spielt Ende des 19. Jhd, aber Eliana verhält sich wirklich so dämlich wie kein anderer. Diese Dämlichtkeit soll dann auch noch als Sanftmütigkeit und Frommheit ausgegeben werden. Am Anfang des Buches willigt Eliana kurzerhand ein, einen Mann zu heiraten, den sie bis jetzt nur einmal gesehen, aber mit dem sie noch nie gesprochen hat. Als Begründung wird angeführt, dass sie sich auf merkwürdige Weise zu ihm hingezogen fühlt und einfach weiß, dass das ihr Weg ist und sie das Richtige tut. Irgendwann im Verlauf der Ehe, stellt sie dann fest, dass sie diesen Mann ja eigentlich gar nicht richtig kennt. Und dass passiert glaube ich erst NACHDEM er ihr gegenüber seltsame Verhaltensweisen zeigt und schlimme Gerüchte über ihn kursieren. Nein stopp...das passiert ja sogar NOCH später. Zuerst einmal sollte man wissen, dass ihr Mann, John heißt er übrigens, das Haus in dem sie zusammen wohnen nicht möbelieren und auch keineswegs irgendwelche Gäste darin einladen will, weil in das wie ein Einbruch in sein Allerheiligstes vorkommt. Die einzigen möbelierten Zimmer sind das Schlafzimmer und die Küche. Eliana mag das eigentlich gar nicht, lässt es ihm aber durchgehen, weil sie ihn ja so sehr liebt. Als nächstes bekommen wir mit, dass er äußerst besitzergreifend ist und zwar von der schlimmen Sorte. Er ist irgendwohin in die Stadt gefahren, um Besorgungen zu machen und Eliana beschließt spontan ihre Eltern zu besuchen. Sie schreibt ihm sogar einen Zettel. John ist sofort extrem eifersüchtig und beschuldigt sie einen Geliebten zu haben. Als er ihre Reaktion bemerkt, versucht er schnell, alles als Witz abzutun. Als das ganze immer mehr ausartet, bemerkt auch Eliana diese komischen Verhaltensweisen und irgendwann stellt sich heraus, dass John ein Trinker ist, genauso brutal wie Klappentext beschrieben, wenn nicht sogar schlimmer. Vorerst tut er Eliana zwar noch nichts an, aber man weiß, dass das nur eine Frage der Zeit ist. Unterdessen kommen im Dorf Gerüchte auf, dass John einen Mord begangen hat. John wollte ein Salzthermalbad oder sowas bauen, was er auch getan hat. Eliana weiß, dass er das Salz dort einfach nur reinkippt und sie darüber belügt und dass wahrscheinlich sogar noch viel mehr Geheimnisse vor ihr hat. Trotzdem verteidigt sie ihn immer wieder, wenn jemand etwas Schlechtes über ihn zu sagen hat und redet sich ein, dass sie ihm eine gute Frau sein muss. Als sich die Lage verschärft beschließt Eliana schließlich ein Kind zu bekommen, um alles wieder ein wenig entspannen zu lassen, obwohl man merkt das John vehement dagegen ist und fast schon wieder Wutausbrüche bekommt. Ja richtig, in solch einer Atmosphäre ein Kind großziehen zu wollen, ist immer eine gute Idee. Top nachgedacht Eliana! Als sie das Kind verliert wird ihr das plötzlich auch klar. Dann kam eine Szene, wo ich ja dachte, dass Eliana endlich mal die Augen öffnen und den Tatsachen ins Augen blicken würde. Weit gefehlt. Eliana flüchtet vor einem Wutausbruch Johns in eine Kammer und schließt sich ein. Dieser kommt kurz darauf mit einer AXT zurück, um die Tür einzuschlagen und rammt sie Eliana dabei fast in den Kopf. Sie bleibt. Welcher NORMALE Mensch, würde da bitte bleiben?? Es gibt ja in manchen Büchern Momente, wo man so bei sich denkt, dass da jemand schon hart an der Grenze des Logischen handelt, aber durch Begründungen wie Gefühlschaos oder Schock, kann man das gerade noch so akzeptieren. Aber es ist verdammt noch mal vollkommen unlogisch, bei einem Mann zu bleiben, der einem mit einer AXT fast den Kopf eingeschlagen hat. Eliana erzählt noch nicht mal ihren Eltern davon, weil sie denkt, dass ihre Mutter sie für eine unfähige Ehefrau halten könnte. Irgendwann ist es schließlich soweit, dass Eliana vor John in den Wald flüchten muss, wo sie eine Nacht schläft und dann von einer Nonne gefunden wird. Sie wird ins Kloster gebracht, wo kurze Zeit später John auftaucht und sie zurück will. Was macht Eliana? Richtig! Sie redet sich ein, dass sie mit ihm klarkommen muss und KEHRT ZU IHM ZURÜCK! Hallo?! Bahnhof?! Es kommt einem fast so vor, als würdest du sterben wollen...

Da ihr ja jetzt einen ausführlichen Eindruck von Elianas Charakter bekommen habt, versteht ihr vielleicht auch, warum sie mir so vollkommen unsympathisch war und mich ihr Schicksal einfach nicht interessiert hat. Überhaupt gab es in dem Buch so gut wie keine Charaktere, die mir wirklich sympathisch waren. Es ist ja gut seinen Charakteren auch Schwächen zu geben, aber NUR Schwächen? Zu begründen versucht, wird das mit reichlich viel Psychologie, die dann in Form eines Psychologen auftritt, in den sich Eliana verliebt und der versucht einem die Welt zu erklären und seine absolut klugen psychologischen Erkenntnisse an Eliana zu versinnbildlichen. Absolut nicht! An diesen Erkenntnissen war zwar wirklich auch etwas wahres dran und von Ähnlichem hatte ich auch schon mal gehört, aber als es zu der gestelzten und komplizierten Ausdrucksweise, den überflüssigen Informationen, der langweiligen Handlung und den absolut uninteressanten und unsympathischen Charakteren noch dazu kam, hat das dem ganzen Sch***haufen nur noch das Sahnehäubchen aufgesetzt. Wenn man sich das alles so ansieht, wundert man sich schon fast, wie die Autorin das in nur ein Buch bekommen hat, dass nur knapp 500 Seiten hat...

Wie ihr seht hat mir das Buch nicht unbedingt gut gefallen, ich habe mich bemüht nicht allzu sehr darüber abzulästern, auch wenn wahrscheinlich nicht unbedingt sachlich geblieben bin. Ich kann auch verstehen, wenn Leuten das Buch gefallen hat. Wenn man so im Nachhinein darüber nachdenkt, war die Idee eigentlich gar nicht so schlecht, die Autorin hätte sich vielleicht ein bisschen mehr entscheiden sollen, über was sie eigentlich schreiben will.
Den Strang über die chinesischen Heilmethoden, die sie neben den ganzen Infos über Tee noch eingeflochten hat, fand ich sogar eigentlich ganz interessant. Aber wie gesagt, das kam zu dem ganzen anderen Kram noch DAZU. Im Verlaufe des Buches habe ich mich außerdem ein bisschen an den Schreibstil gewöhnt, sodass er nicht mehr ganz so nervig war, aber gut war das Buch deswegen trotzdem nicht.

Fazit:
Mir hat das Buch gar nicht gefallen. Im Nachhinein überlegt war die Grundidee des Buches zwar gar nicht so schlecht und das Gefühl, dass ich nach dem Lesen hatte, war nicht ganz so mies wie noch beim Lesen, aber das konnte die langweilige Handlung, die vor allem wegen den Charakteren, für die man einfach kein Mitgefühl und kein Interesse für ihr Schicksal aufbringen konnte, so langweilig war, die hochgestochene und komplizierte Ausdrucksweise und die Überfülle an unnötigen Informationen einfach nicht aufwiegen. Was ein Schachtelsatz xD...

(3/10)

(3/10)

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historischer roman, paradies, garten eden, mittelalter, lumina

Das Buch von Eden

Kai Meyer
Flexibler Einband: 826 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2006
ISBN 9783404155453
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Rezension und eine Leseprobe findet ihr auch auf meinem Blog:
http://fantasybookshelf-buecher.blogspot.de/2012/07/das-buch-von-eden-kai-meyer.html

Titel: Das Buch von Eden
Originaltitel: Das Buch von Eden
Autor: Kai Meyer
Seitenzahl: 826
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 13. September 2004
ISBN-13: 978-3785721742
Preis
Gebunden: 24,90€ (Sonderangebot Thalia 7,99€!!)
Taschenbuch: 9,95€
Hörbuch: 20,99€

Klappentext:
Winter 1257. Zwei Reisende kämpfen sich durch Eis und Schnee bis zu einem einsamen Kloster in der Eifel. Der Novize Aelvin erkennt in einem der Fremden den berühmten Albertus Magnus, begleitet von dem todkranken Mädchen Favola. Sie trägt ein begehrtes Gut bei sich: die sagenumwobene Lumina, die letzte Pflanze aus dem Garten Eden. Während Favola das geheimnisvolle Gewächs zurück an seinen rätselhaften Ursprungsort bringen will, hat ein machtgieriger Erzbischof andere Pläne. Seine Krieger sind den Fliehenden dicht auf den Fersen. Aelvin schließt sich den beiden an - und ahnt nicht, dass damit eine Odyssee bis ans Ende der bekannten Welt beginnt.

Rezension:
Ich habe ja nun schon ein paar Bücher von Kai Meyer gelesen und obwohl dieses hier ein historischer Roman kommen auch Fantasy-Elemente vor. Zum Beispiel die Fähigkeiten von Libuse, das Baumlicht heraufzubeschwören. Aber der Reihe nach.

In dem Buch geht es hauptsächlich um die Reise von 5 vollkommen unterschiedlichen Menschen, die sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, um die Lumina, die letzte Pflanze aus dem Garten Eden wieder an ihren angestammten Platz zurückzubringen.
Die Person, die wir als erstes kennenlernen ist der Novize Aelvin. Er ist nicht ganz so fromm, wie man es von einem Diener Gottes vielleicht erwarten würden und hat ziemlich viel Unsinn im Kopf. Außerdem schwärmt er für Libuse und beobachtet öfters aus dem Gebüsch heraus, wie sie das Baumlicht beschwört. Als Favola im Kloster ankommt, entwickelt er eine Art Beschützerinstinkt. Man denkt zuerst, er würde sich einfach in Favola verlieben und Libuse links liegen lassen, was mich ein wenig enttäuscht hätte, aber lest selbst xD. Es ist kein wirkliches Liebesdreieck, auch wenn ein wenig Eifersucht im Spiel ist. Außerdem kennt Aelvin Albertus bereits, weil dieser der Grund ist warum er von seinem ursprünglichen Kloster des Dominikanerordens zu den Zisterziensern wechseln musste. Deswegen kann er Albertus nicht wirklich gut leiden, hat zugleich auch ein wenig Angst vor ihm.
Favola ist die Hüterin der Lumina, das heißt, dass die eine nicht ohne die andere überleben kann. Außerdem hat sie eine fürchterliche Gabe und ist aufgrund dieser von großen Schuldgefühlen geplagt. Sie ist auch der Grund warum sie ins Kloster geschickt wurde. Hinzu kommt, dass sie eine schwere Krankheit heit, weswegen sie auch ziemlich zerbrechlich wirkt und man die Stärke, die sie aufbringt, um die Lumina wieder an ihren Platz zu bringen nur bewundern kann. Sie ist sehr sanftmütig.
Albertus von Lauingen ist der sehr strenge und forsche Magister der Dominikanermönche, weswegen er öfters durch die Gegend reisen muss. Seit langem widmet er sich verschiedenen Studien, unter anderem auch über den Garten Eden und die Lumina. Er will sie um jeden Preis an ihren, angestammten Ort zurückbringen und zeigt dabei oft keine Rücksicht auf Verluste. Deswegen sorgt er sich auch um Favola und behandelt sie mit besonderer Aufmerksamkeit, weil sie die Lumina am Leben hält. Er hat Favola aus ihrem Kloster geholt, konnte gerade noch mit ihr fliehen, als die Schergen des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden es brandschatzten, um an die Lumina zu kommen. Mit dem Erzbischof steht er schon lange im Konflikt.
Libuse ist ein etwas hitzigerer Charakter. Sie wohnt mit ihrem Vater in einem Turm im Wald. Er hat ihr jagen und ein wenig kämpfen beigebracht und weiß sich zu wehren. Von ihrer Vergangenheit und über ihre Mutter, weiß sie nichts. Sie weiß außerdem auch das Aelvin sie beim Beschwören des Baumlichtes beobachtet, lässt ihn das aber nicht wissen. Die Beschwörung des Baumlichts schwächt sie zwar, schenkt ihr aber gleichzeitig Wärme und Geborgenheit. Sie ist ein sehr starkes und selbstbewusstes Mädchen, bis zu einem furchtbaren Zwischenfall, der ihr ein bisschen von ihrem Selbstbewusstsein nimmt und ihre Stärke auf die Probe stellt.
Der fünfte und letzte Gefährte ist schließlich Corax, er ist der Vater von Libuse und gehörte einstmals zu den Schergen des Erzbischofs. Außerdem lastet ein schweres Schicksal auf ihm, das auch Libuse betrifft und von dem wir nur nach und nach erfahren.

Natürlich gibt es auch Bösewicht in dieser Geschichte. Diese sind der Erzbischof von Köln, den Präsenz wir aber nur durch seine Schergen erfahren. Dessen Anführer ist Gabriel, aus dessen Perspektive auch ein paar Abschnitte geschrieben sind, sodass man seine Motive auch nachvollziehen kann, auch wenn man selbst vielleicht nicht so handeln würde. Er hat sein "Wolfsrudel" seine Söldner ständig um sich und bildet mit ihnen eine grauenerregende Gruppe. Durch seine Anführerqualitäten sind sie im treu ergeben. Ein weiterer Bösewicht ist Oberon, von dem man sogar vermuten könnte, dass er der Teufel selbst ist...

Es gibt noch eine weitere Geschichte, die im Morgenland spielt paralell zur anderen läuft und irgendwann mit der anderen zu einem Strang zusammenfindet. In ihr lernen wir Sindaida kennen, eine Mongolenprinzessin, die eine Ehe mit dem Nizari-Herrscher Khur Shah (die Nizaris sind heute eher als Assassinen bekannt) eingeht, um das Leben von tausenden Menschen zu retten. Sie kennt sich schon ein bisschen mit der Kultur der Nizaris aus und beherrscht auch schon wenig von ihren Fähigkeiten. Eine weitere wichtige Person ist Shadhan, der Berater des Königs, vor dem man sich lieber in Acht nehmen sollte.

In diesem Buch setzt sich Kai Meyer auch mit Religion auseinander. Dabei schafft er es, auch ein wenig Kritik anzubringen, ohne dabei irgendwie herablassend zu sein oder total provokant zu werde und es darauf anzulegen andere vor den Kopf zu stoßen, was ich ziemlich bewundernswert finde.

Der Schreibstil ist so flüssig und angenehm zu lesen wie immer. Man kann sich alles gut vorstellen und die Handlungen der Charaktere nachvollziehen. Die Charaktere haben, wie man oben wahrscheinlich oben schon herauslesen kann, alle etwas eigenes, Stärken sowie Schwächen und obwohl man natürlich weiß, wer hier den Bösen darstellt, ist es keine solche Schwarz-Weiß-Malerei wie man auf den ersten Blick vielleicht denken könnte. Der Erzbischof hat durchaus seine Gründe, warum er die Lumina im Land behalten will, man muss dadurch sogar die Motive der 5 Reisegefährten infrage stellen, Gabriel kommt einem manchmal schon fast wie ein Opfer vor und Shadhan handelt zwar äußerst selbstbezogen und rücksichtslos, verfolgt aber genau wie eigentlich Albertus nur ein bestimmtes Ziel, in das er sich verbissen hat. Zu Oberon möchte ich nichts sagen, weil man da wirklich zu viel verraten würde.
Dafür, dass das Buch so lang ist hat es erstaunlich wenige Längen, die aber nicht sehr stören und es ist eigentlich fast durchgehend spannend und es wird immer spannender, je näher sie dem Ziel kommen. Kai Meyer ist auch immer wieder für einige Überraschungen gut.

Das Ende ist ein wenig offen, sodass man nicht genau erfährt, was passiert ist und man sich das Ende selbst zurechtlegen kann. Man erlebt es sozusagen nicht selbst mit, sondern hört nur was Aelvin erzählt. Durch Andeutungen, weiß man aber, dass nicht unbedingt alles so geschehen ist, wie Aelvin es berichtet.

Fazit:
Kai Meyer schreibt in seinem gewohnt tollen Stil. Die Charaktere haben alle etwas für sich, es ist fast die ganze Zeit spannend und es treten nur selten Längen auf, die man bei über 800 Seiten aber vergeben kann. Die Handlung ist gut durchdacht und kann einen durchaus auch mal überraschen. Allen, die Kai Meyer mögen, wird dieses Buch sicherlich gefallen. Ein kleines Pünktchen fehlt aber noch.

(9/10)

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