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muse, rabe, fantasy, ausgerechnet muse, berlin

Ausgerechnet Muse

Carola Wolff
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 17.02.2017
ISBN 9783944788432
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch hat eine tolle Ausstattung, Hardcover mit Lesebändchen und glänzender Prägung auf einem düsteren, unheimlichen Cover! So ein richtiges dickes Schmöckerbuch. Es riecht gut! Sehr schön auch die außen orange eingefärbten Seiten. Macht viel her, auch super als Geschenk.

Die Story:
Apollonia Parker hat es nicht leicht. Ihre Mutter ist nicht nur peinlich, sondern noch dazu eine Muse. Und weil für Musen "ihre" Künstler über alles gehen, glänzt sie in Apollonias Leben viel zu oft mit Abwesenheit. Dafür sieht sie sogar noch beim Beleidigtsein toll aus. Und besteht penetrant darauf, dass sie das Muse-sein an ihre Tochter vererbt habe. Weil es angeblich eine Berufung sei.

Na, das geht ja gar nicht, findet Apollonia.

Denn dieses Musengetue ihrer Mutter hat ihr schon die Kindheit gründlich verdorben. Apollonia wünscht sich Ruhe und Sicherheit. Und auf keinen Fall will sie selbst eine Muse sein. Irgendwelche Kerle inspirieren, die sie fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, wenn sie erst reich und berühmt sind. Apollonia will schnellstmöglich 18 werden, einen Motorradführerschein machen und dann alleine durch Schottland fahren. Aber ihre Mutter hat ihr Leben schon verplant. Auch ihr Mentor Lyngx, ein witziger, altkluger Rabe, weiß immer besser, was Apollonia zu tun oder zu lassen hat.

Bis sie Nick kennenlernt, einen begabten jungen Musiker. In der Schule stehen alle Mädchen auf ihn. Nur Apollonia ist für ihn unsichtbar. Oder? - Als Nick in einen Streit mit ein paar prügelfreudigen Rechten gerät, steht sie ihm bei. Einerseits ist es ihm peinlich, von einem Mädchen gerettet zu werden. Andererseits ist es ein ganz besonderes Mädchen. Und dann geschieht etwas, das niemals hätte passieren dürfen ...

Eine sympatische, dickköpfige, mutige Heldin geht ihren Weg. Das ist spannend, das ist rund und eingängig geschrieben. Es geht ausnahmsweise nicht um schöne Kleider und süße Typen. Es geht um Leidenschaft und Inspiration. Die ganze Story ist einfach stimmig und hat mir einen riesen Spaß gemacht.
Carola Wolffs Buch ist aber auch sprachlich etwas ganz Besonderes. Es hat so einen ganz besonderen, warmen Sound, den Leser jeden Alters genießen werden. Viele Inspirationsquellen wie Poes "Rabe", Led Zeppelin und Anita Ekberg (!) verleihen dem Text Tiefe und Lebendigkeit. Und manche Sätze funkeln einfach, so schön sind sie (in der U-Bahn riecht es nach "vertaner Lebenszeit" - klasse! Ich liebe es!).
Man merkt, dass der Roman gründlich recheriert ist, wenn man so ganz nebenbei noch viel lernt. Zum Beispiel, dass ein Museum eigentlich ein Museion (griechisch) ist und somit ein Musentempel. Auch im Wort Musik steckt die Muse. So weist der Text über sich hinaus und zeigt nichts weniger als den "ewigen Kampf der leidenschaftlichen Kreativität gegen die hirnlosen Vollstrecker der Massenverdummung". Dagegen anzuschreiben, ist heute leider nötiger als jemals zuvor. Besonders, wenn man es so spannend tut wie Carola Wolff!

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Tags: fantasy, heldin, lovestory, musen;, rabe   (5)
 
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