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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mit dem Schlitten auf Wolke sieben

Jenny Hale , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404174294
Genre: Romane

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85 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, sue moorcroft, krebs

Winterzauberküsse

Sue Moorcroft ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.10.2016
ISBN 9783596296354
Genre: Liebesromane

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31 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, wenn das leben loopings dreht, theresia graw, alltagstrott, trennung

Wenn das Leben Loopings dreht

Theresia Graw
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102462
Genre: Liebesromane

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Tags: briefe, ehe, liebe   (3)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

franz eberhofer, niederkaltenkirchen, bayern, regionalkrimi

Weißwurstconnection

Rita Falk
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423430432
Genre: Sonstiges

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Tags: bayern, franz eberhofer, niederkaltenkirchen, regionalkrimi   (4)
 

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320 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

paris, london, new york, liebe, freundschaft

Ein Geschenk von Tiffany

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.09.2012
ISBN 9783442478866
Genre: Liebesromane

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebe, geheimnis, weihnachtsgeschichten, freundschaft, familie

Ein Weihnachtskuss für Clementine

Karen Swan , Gertrud Wittich ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.10.2014
ISBN 9783442481927
Genre: Liebesromane

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50 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, janz, liebesroman, leuchtturm, st. peter ording

Friesenherzen und Winterzauber

Tanja Janz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 07.11.2016
ISBN 9783956496547
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Hamburgerin Ellen muss vor ihrem Liebeskummer fliehen. Wie soll die Autorin da bloß für ihr neues Buch in Romantik schwelgen? Auf nach St. Peter Ording. Sofort ist sie verzaubert von den vereisten Salzwiesen, der Weite des Strandes und dem gemütlichsten Teeladen der Welt. Und von einem geheimnisvollen Briefkasten neben dem alten Leuchtturm. Ihm vertraut sie einen Brief mit ihren Gefühlen an. Was sie nie erwartet hätte: Am nächsten Tag erhält sie eine Antwort…  
(Kurzbeschreibung gem. Mira Taschenbuch)

Leseprobe


Die Autorin:
Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter- Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste. 
(Quelle: Mira Taschenbuch)


Meine Meinung:
Ein Buch, in dem die Protagonistin eine Autorin ist, reizt mich immer.
In diesem Fall lernen wir die Krimiautorin Ellen kennen, die von ihrem Verlag den Auftrag erhält, als nächstes doch mal einen Liebesroman zu schreiben. Da sie selbst aber gerade von Liebeskummer geplagt wird, fällt es ihr schwer, sich mit der Thematik zu beschäftigen. So kehrt sie Hamburg den Rücken und reist nach St. Peter-Ording, wo ihre Mutter mit Freundin eine Kur genießt.
Dort hofft Ellen die nötige Ruhe und Abstand zu finden, damit sie ein Exposé für den Liebesroman verfassen kann. Denn eine Idee für eine Story hat sie noch nicht.

Man merkt deutlich, dass die Autorin den Ort St. Peter-Ording sehr mag. Sie beschreibt den Ort und die Menschen dort so schön und bildhaft, dass ich mir alles gut vorstellen konnte und Lust bekam, selbst einmal dorthin zu fahren.
Besonders der kleine Buchladen mit seinem charmanten Inhaber Ayk und Martinas gemütlicher Teeladen haben es mir angetan.
Und so wie Ellen im Buch sich gleich in Martinas Teeladen und deren Familie, die sie als Hausgast freundlich aufgenommen hat, wohlfühlte, habe ich mich von Anfang an im Buch und in der Geschichte gut aufgehoben gefühlt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, detailreich und sie schafft eine schöne winterliche Atmosphäre.
Die vielen Personen im Ort, die Ellen während ihres Aufenthaltes kennenlernt, sind alle warmherzig und sympathisch und spielen für die Geschichte mehr oder weniger große Rollen. Dementsprechend detailreich hat die Autorin sie auch gezeichnet.
Besonders die kleine Merle, Martinas Nichte, hatte ich schnell in mein Herz geschlossen, denn sie hat nur einen ganz großen Weihnachtswunsch…
Sehr berührend fand ich auch die Idee mit dem verwitterten Briefkasten neben dem alten Leuchtturm, in den Ellen einen Brief mit ihren Gedanken und Gefühlen legt. Die Briefe, die ihr der geheimnisvolle Leuchtturmwärter zurück schreibt, waren sehr gefühlvoll und romantisch. Wer sich dahinter verbirgt, zeigt sich erst gegen Ende, aber eigentlich kamen nur zwei Personen in Frage.

Ja, es war sicher einiges in der Geschichte etwas vorhersehbar und manches entwickelte sich ein bisschen schnell, aber das hat mich in meinem Lesevergnügen nicht gestört.
Diese charmante Geschichte mit ihrer schönen winterlichen Atmosphäre, einem schönen Setting und freundlichen und warmherzigen Protagonisten hat mich gut unterhalten, mir viel Wärme vermittelt und ein bisschen vorweihnachtliche Stimmung erzeugt!
Für den vorweihnachtlichen Genuss gibt es am Ende des Buches noch das Rezept für „Martinas Neujahrskuchen“ sowie eine Bezugsmöglichkeit für den Tee "St. Peter Winterbrise", was beides in Martinas Teeladen im Buch serviert wird.
Lesen, genießen und wohlfühlen!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (23)
Tags: liebe, liebesroman, st. peter-ording, winter   (4)
 

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

new york, liebe, familie, weihnachten, glück

Winterzauber in Manhattan

Mandy Baggot , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485161
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Die Engländerin Hayley und ihre Tochter Angel sitzen im Flieger Richtung New York, um im Big Apple Weihnachten zu feiern. Begeistert stürzen sie sich ins Abenteuer: Kutschfahrten im Central Park, Schlittschuhrunden am Rockefeller Centre und Bummel auf der 5th Avenue. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat mehr zu bieten – und Angel hat einen Herzenswunsch: ihren Vater kennenzulernen. Während Hayley sich auf die Suche nach dem Mann macht, mit dem sie die eine folgenreiche Nacht verbrachte, läuft sie Oliver über den Weg: Milliardär und Weihnachtsmuffel – bis jetzt. Denn dieses Fest könnte auch für ihn zu einem Fest der Liebe werden ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag) 

Leseprobe


Die Autorin:
Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen und Handtaschen – und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, ihren beiden Töchtern und den Katzen Springsteen und Kravitz in der Nähe von Salisbury.
(Quelle: Goldmann Verlag)

Homepage der Autorin


Meine Meinung:
Hayley fliegt mir ihrer kleinen Tochter Angel nach New York, um dort bei ihrem Bruder Dean Weihnachten zu feiern. Aber sie möchte Angel auch einen Herzenswunsch erfüllen und Michel, Angels Vater, finden, den Angel nicht kennt. Nach einer folgenreichen Nacht vor 10 Jahren hat Hayley Michel allerdings auch aus den Augen verloren.
Gleich an ihrem ersten Abend in New York begegnet Hayley in einem Restaurant zufällig Oliver und hilft ihm aus einer misslichen Situation.
Oliver ist nicht nur erfolgreicher Geschäftsmann und Milliardär sondern auch der Boss von Hayleys Bruder Dean.
In zwei Handlungssträngen bzw. Sichtweisen erzählt uns die Autorin abwechselnd die Geschichte von Hayley und Oliver.
Das bringt Abwechslung, Spannung und dem Leser auch interessante Blickwinkel, denn dadurch erfährt man die Sicht und Gedanken zu bestimmten Ereignissen von beiden Protagonisten. Außerdem lernt man beide gut kennen und die Figuren bekommen so Tiefe.

Hayley mochte ich sehr, da sie authentisch und sympathisch ist. Sie ist lebensfroh und selbstbewusst und tut alles für ihre Tochter, obwohl sie es als alleinerziehende Mutter nicht immer leicht hat.
Angel hatte ich schnell in mein Herz geschlossen. Einerseits zeigt sie das typische Verhalten einer 9-jährigen andererseits wirkt sie oft etwas altklug und trägt ständig ein Lexikon mit sich herum, in dem sie so ziemlich alles nachschlägt. Ich fand das kleine Mädchen liebenswert und sie hat mich auch öfter zum Lachen gebracht.
Oliver ist der typische Geschäftsmann und machte anfangs einen etwas überheblichen und "machohaften" Eindruck auf mich. Er gibt sich als typischer Frauenheld, der immer nur Abenteuer aber keine enge Beziehung und Nähe zulässt. Warum das so ist, erfährt man im Verlauf der Geschichte.
Ich fand es besonders schön zu erleben, wie Oliver sich beginnt zu verändern, nachdem er Hayley kennengelernt hat. Und gerade Olivers Geschichte hat mich auch berührt und ich konnte sein Verhalten ein bisschen nachvollziehen.
Die weiteren Nebenfiguren wie Dean, Hayleys Bruder oder Olivers Mutter Cynthia sind ebenso liebevoll gezeichnet wie die Hauptprotagonisten, passen gut in die Geschichte und runden sie ab.

Und so erleben wir nun die ereignisreiche Adventszeit von Hayley, Angel und Oliver in New York.
Der Autorin gelingt es eine schöne winterliche und vorweihnachtliche Atmosphäre zu erzeugen. Dabei zeigt sie den Lesern auch die tollen Dinge, die man zu dieser Zeit in New York erleben kann, wie z. B. Schlittschuh laufen am Rockefeller Center oder eine Pferdekutschfahrt durch den Central Park.
Die Story berührt einige Themen wie Familie, Vertrauen, Krankheit und natürlich auch die Liebe in all ihren Facetten.
Sie unterhält gut durch viel Abwechslung, Überraschungen, Wendungen, Humor und amüsante Dialoge, besonders von Angel.

Dieser Weihnachtsroman bietet eine wirklich gelungene Mischung aus Romantik, Humor und auch ein bisschen Drama. Dabei ist er unterhaltsam, ein bisschen spannend und hat eine schöne winterliche bzw. weihnachtliche Stimmung.
Mich hat der Weihnachtszauber der Geschichte erreicht und sie wird mir noch länger in Erinnerung bleiben. Ich könnte mir auch gut eine Verfilmung vorstellen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: familie, liebe, neuanfang, new york   (4)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

advent, nantucket, familiengeschichte

Inselwinter

Elin Hilderbrand , Almuth Carstens
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442484836
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: advent, familiengeschichte, nantucket   (3)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

weihnachten, chor, rentner, oma, humor

Wir brauchen viel mehr Schafe

Renate Bergmann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499272899
Genre: Humor

Rezension:  
Tags: chor, online-omi, weihnachten   (3)
 

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43 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

psychothriller, london, dominanz, misshandlung, psychopat

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Niemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm …

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag) 

Leseprobe

Interview mit der Autorin zum Buch


Die Autorin:
B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« ist ihr erster Roman.


Meine Meinung:
Dieser Psychothriller ist das Debüt der Autorin und er hat die Bezeichnung Psychothriller wirklich verdient.
Gleich auf den ersten Seiten hat mich die Autorin mitgenommen in die Welt von Grace und Jack und deren Ehe.
Und schon in diesem ersten Kapitel habe ich die Stimmung als beklemmend empfunden. Obwohl wir Grace und Jack in entspannter Atmosphäre beim Abendessen mit Freunden erleben, macht Jack auf mich einen sehr dominanten Eindruck. Er wirkt sehr pedantisch, gleichzeitig auch etwas undurchsichtig und wie ein Kontrollfreak.
Dadurch und durch die Andeutungen im Klappentext hat mich die Geschichte sofort gepackt und ich wollte mehr über Grace und Jack erfahren.

Auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln, erzählt uns Grace ihre Geschichte selbst in der Ich-Form. In der Vergangenheit erleben wir, wie das Leben von Grace früher war und wie sie Jack begegnet ist. Außerdem lernen wir ihre kleine Schwester Millie kennen, die das Downsyndrom hat und für Grace der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist.
Millie ist auch eine Schlüsselfigur in der Geschichte, eigentlich sogar in zweifacher Hinsicht.
In der Gegenwart erleben wir die aktuellen Ereignisse, die mich beunruhigt und auch ein bisschen verstört haben.
Und schnell war ich so gefesselt, dass ich nur noch wissen wollte, was der Hintergrund ist, wie alles zusammenhängt und vor allem, wie es ausgehen wird.

Die Spannung war von Anfang an vorhanden, steigert sich aber immer weiter, je mehr Zusammenhänge und Details erkennbar werden.
Und immer wenn ich dachte, es könnte nicht mehr schlimmer werden, wurde es noch schlimmer.
Ich war so gefangen in der Story, dass ich fast atemlos durch die Seiten geflogen bin und das Buch an einem Wochenende verschlungen habe.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und mitreißend und die Charaktere sind toll gezeichnet. Ich konnte vor allem bei Grace eine Entwicklung und Veränderung erkennen, die mich begeistert hat. Ich weiß nicht, ob ich in einer vergleichbaren Situation so reagiert hätte.
Auch Jack gewinnt mehr und mehr an Tiefe und man erkennt immer mehr das Monster in ihm, je weiter die Geschichte vorankommt.
Sehr gut gefallen hat mir die Darstellung von Millie, die ich schnell ins Herz geschlossen hatte und die mich mehr als einmal überrascht hat.

Die Autorin beschreibt ihr Buch in einem Satz so:
„Ein psychologischer Thriller über eine Frau, die in einer unmöglichen Situation gefangen ist.“
Das trifft es gut und wer jetzt wissen möchte, in welcher Situation Grace steckt und welche menschlichen Abgründe dazu geführt haben, dem empfehle ich, dieses absolut gelungene und überzeugende Debüt unbedingt zu lesen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (28)
Tags: dominanz, psychopath, psychothriller   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

j. d. robb, new york, mörderische hingabe, serienmörder, eve dallas

Mörderische Hingabe

J. D. Robb , Uta Hege
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2016
ISBN 9783734101304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Eve Dallas ist gerade aus dem Urlaub zurück, als zwei grauenvolle Morde New York erschüttern: Der Chauffeur einer Luxuslimousine wurde mit dem Bolzen einer Armbrust durchbohrt, ein Edel-Callgirl mit einem Bajonett erstochen … Die Fälle scheinen zunächst keine Verbindung miteinander zu haben – bis auf die Vorliebe des Killers für außergewöhnliche Waffen. Eve Dallas ahnt, dass er bald wieder zuschlagen wird, aber wann? Und wer wird sein nächstes Opfer sein? Eve taucht mit ihren Ermittlungen in einen auserlesenen Kreis ein, zu dem auch ihr Mann Roarke gehört – und damit in das Zentrum eines perversen, wahnsinnigen Spiels … 
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag) 

Leseprobe

Mehr über J.D. Robb und die Eve-Dallas-Serie 

Die gesamte Reihe in chronologischer Reihenfolge 


Die Autorin:
J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück, denn inzwischen zählt Nora Roberts zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Bücher von den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. 
(Quelle: Blanvalet Verlag)


Meine Meinung:
In diesem Buch löst Eve Dallas bereits ihren 31. Fall und dennoch sind seit dem ersten Teil der Reihe insgesamt erst gut zwei Jahre vergangen.
Eve und ihr Mann Roarke feiern ihren 2. Hochzeitstag und sind in Irland bei Roarkes Tante und deren Familie in Urlaub. Die beiden haben endlich mal wieder Zeit für- und miteinander. Und so beginnt dieses Buch mal etwas ruhiger als sonst und es gibt sogar ein paar berührende Momente.
Aber prompt stolpern die beiden auch im Urlaub über eine Leiche. Da Eve dort jedoch nicht ermitteln darf, steht sie der etwas überforderten örtlichen Polizei beratend zur Seite und der Täter kann schnell gefasst werden.

Kaum zurück zu Hause geht es aber für Eve gleich wieder los. In kurzem Abstand geschehen zwei ungewöhnliche Morde und Eve ermittelt mit ihrem Team, wie so häufig unterstützt von ihrem Mann Roarke.
Wie auch in früheren Fällen hat mir Eves gründlicher und manchmal etwas ungewöhnlicher Ermittlungsstil gut gefallen. Sie arbeitet mit großer Entschlossenheit, versucht den Opfern Gerechtigkeit zu verschaffen und in diesem Fall auch weitere Opfer zu verhindern. Dabei stellt sie sich selbst komplett in den Hintergrund und vergisst oft Schlaf und Essen. Da Eves Herangehensweise, Logik und Gedanken meistens ausführlich geschildert werden, kann man wunderbar miträtseln, was ich auch immer mache. Aber ich komme nie schneller als Eve auf die Lösung.

Ungewöhnlich bei diesem Fall war, dass nach etwa zwei Dritteln des Buches ziemlich klar war, wer hinter den Morden steckt und es gibt auch ein mögliches Motiv. Aber wer denkt, dass die Story dann langweilig wird, der irrt sich. Denn Eve setzt alles daran, alle Taten schlüssig zu beweisen und die Täter auch zu überführen und zu verhaften. Dabei bringt sie sich wieder einmal selbst in Gefahr.

Neben dem packenden Fall erleben wir natürlich auch wieder einiges aus dem Privatleben der Protagonisten, die mittlerweile fast schon wie eine große Familie sind.
Auch ein Schuss Humor fehlt nicht und es gibt wieder einige amüsante Dialoge zwischen Eve und ihrer Partnerin Delia Peabody.
All das lockert die Story zwischen der Polizeiarbeit auf und rundet sie insgesamt auch ab.

Auch beim 31. Fall für Eve Dallas hat die Autorin wieder viel Kreativität bei der Gestaltung von Taten und Tätern bewiesen und sorgt so für spannende und fesselnde Lesestunden!


Fazit: 5 von 5 Sternen



© Fanti2412

  (15)
Tags: eve dallas, new york, roarke, serienmörder   (4)
 

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

mord, safari, serie, psychothriller, amerikanische autoren

Der Schneeleopard

Tess Gerritsen , Andreas Jäger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2016
ISBN 9783734100475
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

familie, neuanfang, geheimnisse, pralinen

Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt

Emily Bold
Flexibler Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 18.10.2016
ISBN 9781503940468
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Amy Bishop hat die Pralinenfabrik ihres Großvaters geerbt und mit ihr eine ganze Menge Probleme.

Die »Sugar-Tale-Corporation« droht den kleinen Betrieb zu übernehmen und sendet den Wirtschaftsberater Ryan Scandrik, um rapide Änderungen in den gewohnten Strukturen des Familienbetriebs durchzusetzen.

Amy widersetzt sich dem zwar äußerst attraktiven, aber gefühlskalten und berechnenden Scandrik, wo immer sie kann. Doch all ihre Pläne, die Firma vor der Übernahme durch Scandriks Auftraggeber zu verhindern, scheinen aussichtslos. Zu allem Überfluss verliebt sie sich auch noch in diesen unmöglichen Kerl. Sie sucht Rat bei Kendra, einer Freundin ihres Großvaters. Doch was Amy bis dahin nicht weiß: Auch Kendra hat einst ihre Liebe für die Firma geopfert …
(Quelle: emilybold.de )

Leseprobe


Die Autorin:
Emily Bold wurde 1980 in Mittelfranken geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern lebt. Sie schreibt Romane für Erwachsene und Jugendliche und blickt mittlerweile auf dreiundzwanzig deutschsprachige sowie acht englischsprachige Bücher und Novellen zurück, die den Lesern viele romantische Stunden, und Emily Bold eine begeisterte Leserschaft beschert haben. Roman Nr. 24 ist bereits in Arbeit.

Mit “Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt” veröffentlichte Emily nach "Ein Kuss in den Highlands", "Klang der Gezeiten" und "Lichtblaue Sommernächte" bereits ihren vierten zeitgenössischen Liebesroman.
(Quelle: amazon.de)


Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich einen lockeren, leichten Liebesroman erwartet, aber ich habe mehr bekommen.
Die Autorin erzählt hier nicht nur Amys Geschichte in der Gegenwart sondern auch die Geschichte von Amys Großvater Archer und wie es mit der Gründung der Pralinenfabrik alles begann.
Im ständigen Wechsel zwischen beiden Zeit- und Handlungssträngen erleben wir die aktuellen Ereignisse und Archers Liebe zu den Pralinen und was er alles erkämpfen und erdulden musste, um sich den Traum von der eigenen Pralinenfabrik zu erfüllen. Auch Amys guter Freundin Kendra begegnen wir bereits in dem Handlungsstrang der Vergangenheit, da sie eine Freundin von Amys Großvater war.
Dieser Handlungsstrang hat mir sogar ein bisschen besser gefallen als der in der Gegenwart. Die Geschichte von Archer und Kendra, genannt Kiki, hat mich emotional mehr berührt als Amys Geschichte.
Dennoch hat mir Amy als Protagonistin gut gefallen. Sie sympathisch, zielstrebig und gibt nicht auf. Sie will unter allen Umständen die Pralinenfabrik, die finanzielle Probleme hat, retten. Diese Fabrik war der gelebte Traum ihres Großvaters und Amy hat offenbar Archers Liebe zu den feinsten Pralinenkreationen geerbt, denn sie lebt diesen Traum weiter.
Die meisten Mitarbeiter sind Amys Freunde, so dass es ihr natürlich auch am Herzen liegt, deren Arbeitsplätze zu erhalten.
So kämpft sie mit allen Mitteln gegen die Einmischung oder gar die Übernahme durch die "Sugar-Tale-Corporation".
Dass es zwischen Amy und dem Wirtschaftsberater der Corporation Ryan Scandrik funken würde war vorhersehbar und wird ja auch schon im Klappentext angedeutet.
Aber zuerst fliegen zwischen beiden mal kräftig die Fetzen.
Es war aber schön zu beobachten, wie sich beide im Verlauf verändern und vor allem Ryan mehr Gefühle zulässt.

Der Schreibstil ist, wie von der Autorin gewöhnt, leicht, flüssig und bildhaft. Sie konnte mich mit der Geschichte fesseln und hat mich mitgenommen in die Welt von Amy und Archer.
Die Beschreibungen der herrlichen Pralinenkreationen und deren Herstellung waren nicht nur interessant und informativ sondern haben auch dafür gesorgt, dass ich häufig Gelüste auf die süßen Leckereien hatte und deren Geschmack förmlich im Mund spürte.

"Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt" ist eine nette Liebesgeschichte aber auch eine berührende Familiengeschichte, die ohne Kitsch gut unterhält und mit einer Überraschung zu einem schönen und warmherzigen Ende führt!


Fazit: 4 von 5 Sternen

© Fanti2412

  (18)
Tags: familie, geheimnisse, neuanfang, pralinen   (4)
 

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(14)

47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, charity, social media, london, karen swan

Winterglücksmomente

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442485413
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Weihnachtszeit in London: Funkelnde Lichter, tanzende Schneeflocken und köstliche Düfte – für viele ist es die schönste Zeit des Jahres. Für Nettie Watson aber ist es die schmerzliche Erinnerung an das glückliche Leben, das sie einmal hatte. Ablenkung verspricht ihr Job bei einer Charity-Veranstaltung. Doch der Abend endet peinlich: Mit einer Panne zieht Nettie alle Blicke auf sich und landet sogar im Internet. Und plötzlich steht ihr Leben kopf – selbst der Popstar Jamie Westlake wird auf sie aufmerksam. Nettie blockt jede Annäherung ab, zu groß ist ihre Angst vor Nähe – doch sie hat ihre Rechnung ohne die Liebe gemacht ...
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag)

 Leseprobe


Die Autorin:
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.
(Quelle: Goldmann Verlag)

Homepage der Autorin 


Meine Meinung:
Nettie Watson arbeitet bei einer Agentur, die sich mit Charity-Events beschäftigt und Spenden für wohltätige Zwecke sammelt.
Bei einem Event auf einer Eisbahn wird sie in ein blaues Hasenkostüm gesteckt und soll beim Publikum sammeln. Durch einen unglücklichen Zufall saust sie die Eisbahn herunter und der Videoclip davon landet im Internet. Da die Netzgemeinde das Video liebt und es viele Klicks erhält, kommt ihre Freundin und Kollegin auf die Idee, daraus eine tägliche Challenge zu machen und so die Beliebtheit beim Publikum zu nutzen, um die Spenden noch weiter zu erhöhen. Der blaue Hase, in dem Nettie steckt, ist also ab da täglich in einer waghalsigen oder kuriosen Aufgabe zu sehen und der dazugehörige Twitter-Account explodiert förmlich. Auch der berühmte Popstar Jamie Westlake wird aufmerksam und stellt sich auch später selbst in den Dienst der guten Sache.

Es war vorhersehbar und wird ja auch im Klappentext schon angedeutet, dass sich Nettie und Jamie näher kommen und sich da eine Liebesgeschichte entwickeln könnte. Bei einem Roman dieses Genre erwarte ich das auch irgendwie, aber es geht hier nicht nur um die Romanze.
Die Autorin beschäftigt sich auch mit Themen wie "Corporate Social Responsibility" also dem "sozialen Gewissen" großer Firmen, Sensibilisierung für Krebsvorsorge und vor allem dem Thema "vermisste Personen".
Es war schön zu erleben, wie Nettie sich für die gute Sache einsetzt, obwohl ihr diese öffentlichen Auftritte mehr als unangenehm sind. Aber unter dem Schutz der Maske des blauen Hasen, der sich langsam zur Kultfigur entwickelt, macht sie mit, auch weil ihr kaum eine Wahl bleibt und sie ihren Job nicht verlieren will. Aber etwas macht Nettie zu einem etwas traurigen und sehr zurückhaltenden Menschen. Das wird besonders deutlich, als sie und Jamie sich näher kommen. Denn Nähe möchte Nettie eigentlich nicht und ich habe gespürt, dass sie vor irgend etwas Angst hat.
Nach und nach erfährt man, zunächst nur andeutungsweise, was das ist und was Nettie, die noch bei ihrem Vater lebt, durchmachen musste.

In einem lockeren, angenehmen Schreibstil erzählt Karen Swan Netties Geschichte. Dabei sind humorvolle, nachdenkliche und romantische Momente ausgewogen vorhanden.
Nachdem klar ist, was Netties Schicksal war oder ist, wurde die Geschichte auch sehr fesselnd und ich habe mit Nettie auf ein glückliches Ende gehofft.
Das Ende war dann auch versöhnlich und herzerwärmend, was gut zur Geschichte passt, die sich zeitlich in der Adventszeit bis Weihnachten abspielt.
Nettie ist eine sympathische Protagonistin, die liebevoll ausgearbeitet ist und auch die anderen Figuren passen gut in die Geschichte und runden sie ab.
Es werden auch einige Klischees bedient, aber insgesamt ist "Winterglücksmomente" eine schöne winterliche, vorweihnachtliche Geschichte mit einer gelungenen Mischung aus Fröhlichkeit, Humor, Romantik und nachdenklichen Momenten, die mich gut unterhalten hat!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (24)
Tags: berühmtheit, charity, liebe, verlust   (4)
 

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(43)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

schokolade, würzburg, chocolaterie, geheimnis, ulrike sosnitza

Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Zimt, Koriander und natürlich Schokolade – in Würzburgs einzigartiger Chocolaterie liegen verheißungsvolle Düfte in der Luft. Hier zaubert Lea Winter die wunderbarsten Schokoladengenüsse. Doch Liebe und Begeisterung allein bezahlen keine Rechnungen. Lea steht kurz vor der Pleite, und der einzige Ausweg scheint die Teilnahme an einem Wettbewerb zu sein. Mitten in ihrer Recherche entdeckt sie ihre Mutter Anne, die vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, in der Fachzeitschrift der Chocolatiers. Lea macht sich auf den Weg zu ihr und erfährt eine lang verdrängte, furchtbare Wahrheit.
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, ist seit ihrer frühesten Jugend schokoladensüchtig. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg. Novemberschokolade ist ihr erster Roman bei Heyne.
(Quelle: Heyne Verlag)


Meine Meinung:
Schon bei einem Blick auf das tolle Cover bekam ich nicht nur Lust das Buch zu lesen sondern auch große Lust auf Schokolade. Und diese Lust hat sich während der ganzen Geschichte nicht mehr gelegt, denn ein Hauptthema ist, wie der Titel schon vermuten lässt, die Schokolade bzw. die Herstellung von edlen Pralinen und Trüffeln.
Lea betreibt eine kleine Chocolaterie in der sie ihre wunderbaren Kreationen vertreibt und lebt damit nicht nur ihren Traum sondern auch den ihres schon verstorbenen Vaters, der ein erfolgreicher Chocolatier war. Doch Lea steckt in finanziellen Schwierigkeiten und setzt ihre ganze Hoffnung auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft und die Teilnahme an einem Wettbewerb, dessen Gewinn ihre Rettung sein könnte. Und als ob Lea damit nicht schon genug um die Ohren hätte, entdeckt sie auf dem Titelfoto einer Fachzeitschrift ihre Mutter, die spurlos verschwand, als Lea noch ein kleines Mädchen war.
Und dann ist da noch der attraktive Alessandro, der im Restaurant seiner Familie gegenüber von Leas Chocolaterie aushilft und so gut duftet ...

Ich war schnell in der Geschichte drin und gefesselt von den vielen Fragen, die sich stellten. Wird Lea ihre Mutter finden und Kontakt aufnehmen können?  Warum verschwand sie damals so plötzlich und warum starb der Vater so früh?
Und natürlich die große Frage, ob Lea ihre Chocolaterie retten kann.
Und so taucht der Leser ein in Leas Welt, die nicht nur aus Schokolade besteht. Im Vordergrund stand für mich das Familiengeheimnis, das sich nach und nach aufdeckt aber erst ganz zum Schluss endgültig aufgeklärt wird.
Es gibt etliche Überraschungen und Wendungen und Lea ist hin- und her gerissen. Dadurch war es für mich sehr spannend und fesselnd.
Ich konnte mich gut mit Lea identifizieren, auch wenn sie für mich nicht immer vernünftig handelte. Aber wer tut das schon?
Ihre unterschiedlichen Emotionen sind gut bei mir angekommen und haben mich mit ihr mitfühlen lassen.
Leas Mutter dagegen hätte ich manchmal schütteln können. Sie war mir zu egoistisch und launig.
Es gibt noch eine Reihe weitere Figuren wie Leas Mitarbeiterinnen und Freundinnen, der prominente Chocolatier Sebastien, Leas Großeltern und natürlich Alessandro.
Alle Figuren sind liebevoll gezeichnet und spielen mehr oder weniger wichtige Rollen.
Dass sich zwischen Lea und Allessandro eine Romanze entwickeln würde, war vielleicht ein bisschen vorhersehbar, stand für mich aber auch nicht im Vordergrund. Dennoch war es schön zu beobachten, wie die beiden sich langsam näher kommen.

Neben der Familiengeschichte haben mich die detaillierten Beschreibungen der Pralinen- und Trüffelherstellung begeistert. Zu dem Thema hat die Autorin gut recherchiert und es ist ihr wunderbar gelugen, die vielen Genüsse darzustellen. Dank ihrer tollen Beschreibungen hatte ich beim Lesen ständig die verschiedensten Gerüche von Schokolade und allerlei Zutaten in der Nase und dazu auch den Geschmack im Mund, was meinen Schokoladenverbrauch beim Lesen drastisch erhöht hat :-)
Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm flüssig, lebendig, mitreißend und ausdrucksvoll.

Dieses Wohlfühlbuch hat mich mit seinen spannenden Themen, unterschiedlichen Emotionen und seiner schönen, die Sinne ansprechenden Atmosphäre wirklich begeistert und bestens unterhalten.
Und es ging mir wie bei einer Packung Trüffel, der man nach dem Öffnen nicht mehr widerstehen kann.
Einmal begonnen wollte ich immer weiter lesen und genießen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (25)
Tags: familie, familiengeschichte, geheimnis, schokolade, vergangenheit   (5)
 

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45 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

heyne, debbie johnson, verlieben, unfall, oxford

Weihnachtspunsch und Rentierpulli

Debbie Johnson , Irene Eisenhut
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453421066
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Für Maggie war Weihnachten schon immer ein Familienereignis mit quirliger Herzlichkeit und Mistelzweigen. Aber dieses Jahr ist Maggie allein über die Feiertage mit nichts als einer Flasche Baileys und einem Tiefkühltruthahn. Bis Marco Cavelli auf den verschneiten Straßen Oxfords buchstäblich in ihr Leben kracht. Ein Mann mit traumhaft braunen Augen – verlockender als frisches Weihnachtsgebäck. Dabei war es für Maggie bislang ein ungeschriebenes Gesetz, niemals einen Mann im Rentierpulli zu küssen ... 
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag)


Leseprobe


Die Autorin:
Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt.
(Quelle: Heyne Verlag)


Meine Meinung:
Maggie ist Mitte 30 und allein erziehende Mutter der 18-jährigen Ellen. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Vater in einem Haus und betreibt eine kleine Schneiderei, die auf Brautkleider spezialisiert ist. Und genau das ist auch ihr Lebensinhalt, sich um ihre Familie zu kümmern und Bräuten zu ihrem Traumkleid zu verhelfen. Sie ist immer für andere da und stellt sich selbst in den Hintergrund. So auch in diesem Jahr zum bevorstehenden Weihnachtsfest. Ihr Vater möchte eine Kreuzfahrt machen und Ellen das Fest in Paris verbringen, so dass Maggie alleine sein wird.
Da geschieht auf schneeglatten Straßen der Fahrradunfall mit Marco, der sich dabei ein Bein bricht.
Da Marco, der in den USA lebt und arbeitet, nur geschäftlich in Oxford ist und sein Bruder, der mit seiner Familie in Schottland lebt, sich nicht kümmern kann, wird Marco zur Rehabilitation kurzerhand bei Maggie untergebracht.
Und so beginnt die Geschichte von Maggie und Marco.

Beide Charaktere waren mir sympathisch, weil sie recht authentisch dargestellt sind und gut in eine solche Geschichte passen.
Es war vorhersehbar und wird ja schon im Klappentext angedeutet, dass sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte entwickeln würde. Und bei einem solchen Buch erwarte ich das auch irgendwie.
Der Autorin ist es gelungen, die Geschichte von Maggie und Marco zu erzählen, ohne in Kitsch zu verfallen.
Dennoch gibt es natürlich romantische Momente aber auch viele humorvolle und ein paar nachdenkliche.
Es war schön zu beobachten, wie Maggie sich langsam öffnet und verändert, nachdem sie lange Jahre keine Liebesbeziehung hatte. Allerdings wird sie auch von Zweifeln geplagt, so dass Marco es nicht leicht hat, sein Ziel zu erreichen.

Auch die Nebencharaktere wie Maggies Tochter Ellen, ihr Vater und Marcos Bruder und Schwägerin sind gut gezeichnet, passen gut in die Geschichte und runden sie ab.

Das verschneite Oxford in der Vorweihnachtszeit ist eine schöne Kulisse für die Geschichte. Die Autorin beschreibt einige besondere Orte sehr anschaulich und bildhaft. Und am Ende des Buches gibt es noch ihre „Top-Tipps für ein romantisches Wochenende in Oxford“ als „inoffiziellen Reiseführer“.

Die Stimmung in der Geschichte ist winterlich, ein bisschen vorweihnachtlich, fröhlich und romantisch.
„Weihnachtspunsch und Rentierpulli“ bietet gute Unterhaltung und was es mit dem Rentierpulli auf sich hat, findet man beim Lesen auch raus!  


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (22)
Tags: liebe, oxford, unfall, verlieben   (4)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

lamballe

Der Leuchtturm auf den Klippen

Marie Lamballe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173761
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

cornwall, dana paul, liebe, ein zimmer über dem meer, cornwell

Ein Zimmer über dem Meer

Dana Paul
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548613246
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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thriller, nebelschrei, sam baker, angst, missbrauch

Nebelschrei

Sam Baker , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.09.2016
ISBN 9783453358881
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Nach außen ist Helen eine starke Frau. Niemand ahnt, dass ihr die Erinnerungen an die Hölle, die sie erlebt hat, täglich den Atem rauben. Und dass sie nur knapp dem Tod entkommen ist. Das fast verfallene Anwesen in einer abgelegenen Gegend in Nordengland scheint das perfekte Versteck zu sein. Doch die Dorfbewohner kommen ihr näher, als ihr lieb ist. Denn niemand darf wissen, wo sie ist – vor allem nicht der Mensch, dem sie am meisten vertraut hat … 
(Kurzbeschreibung gem. Diana Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Sam Baker wurde im südenglischen Hampshire geboren und studierte Politik in Birmingham. Sie arbeitete als Journalistin für namhafte Zeitschriften und war viele Jahre Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins Red. Mit ihrem Mann lebt sie heute in Winchester.
(Quelle: Diana Verlag)


Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht eine spannende Story, doch auf die muss der Leser eine Weile warten.
Das Buch gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil lernen wir erst mal die Protagonisten kennen.
Da ist Gil, ein Journalist, der gerade in den Ruhestand gegangen ist und mit seiner neuen Situation noch nicht so richtig klar kommt. Er weiß mit seiner vielen Freizeit noch nichts anzufangen, da er bisher nur für seinen Beruf gelebt und fast keine sozialen Kontakte hat. Das kleine Dorf, in dem er lebt, bietet außer einem Pub und viel Klatsch und Tratsch auch kaum Abwechslung.
Und genau am Rand von diesem kleinen Dorf mietet Helen ein altes, renovierungsbedürftiges Haus, in das sie sich zurückzieht.
Ich habe deutlich gespürt, dass Helen große Angst hat, gefunden zu werden und vor irgendetwas auf der Flucht ist. Und so habe ich den Brand in einer Pariser Wohnung, der im Prolog beschrieben wird, schnell mit Helen in Verbindung gebracht.
Ein bisschen habe ich auch mit Helen gelitten, denn außer mit ihrer Angst kämpft sie noch mit einer schweren Migräne, die sie oft „überfällt“ und offenbar auch mit einem noch nicht verarbeiteten Trauma.
Unterschwellig habe ich eine gewisse Spannung verspürt und eigentlich ständig darauf gewartet, dass etwas passiert. Aber das war im ersten Teil noch nicht der Fall, so dass dieser sich letztendlich etwas zäh dahin zog.

Erst als Helen und Gil aufeinander treffen und sich langsam kennenlernen, nimmt die Story etwas Fahrt auf. Gils journalistische Neugier wird geweckt und er beginnt mit Recherchen über Helen. Nachdem Helen etwas Vertrauen gefasst hat, erzählt sie Gil nach und nach ihre Geschichte.
Was ich da zu lesen bekam hat mich dann sehr gefesselt aber auch erschüttert.
Helens Arbeit als Fotografin in Kriegsgebieten aber auch ihre Ehe mit dem Journalisten Art Huntingdon, der als Kriegsberichterstatter arbeitete, haben Helen traumatisiert.
Je mehr Details und Fakten bekannt wurden desto klarer wurde mir, wohin das Ganze führen würde.
Im dritten Teil erleben wir dann noch einen Showdown der es in sich hat.

„Nebelschrei“ ist für mich ein Thriller mit einiger subtiler Spannung, der anfangs etwas zäh war aber später einen Sog entwickelt und im letzten Teil noch viel Spannung zu bieten hat.
Der angenehme klare und teilweise fast sachliche Schreibstil macht das Lesen leicht. Die psychologischen Elemente und eine facettenreiche Protagonistin runden die interessante Geschichte ab!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (14)
Tags: angst, flucht, gewalt, journalistin, kriegsberichterstattung   (5)
 

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

köln, familiengeheimnis, geheimnis, familiensaga, liebe

Die Kirschvilla

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453419551
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt. 
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag) 

Leseprobe

Hanna Caspian über den Roman auf Herzenszeilen.de 


Die Autorin:
Hinter Hanna Caspian verbirgt sich eine erfolgreiche deutsche Autorin, die ihr Herz ans Rheinland verloren hat. Ihre Liebesromane behandeln spannende Themen der vergessenen deutschen Geschichte. Hanna Caspian studierte Literaturwissenschaften und Sprachen. Mit ihrem Mann wohnt und arbeitet sie dort, wo auch ihr neuer Roman spielt – in unmittelbarer Nähe zum Rhein. 
(Quelle: Heyne Verlag)


Meine Meinung:
Auf das Buch wurde ich aufmerksam, weil der Klappentext eine Familiengeschichte auf zwei Zeitebenen verspricht, die ich gerne lese.
Dazu kam noch, dass der Handlungsort mit Köln am Rhein direkt in meiner Nähe angesiedelt ist.

In der Gegenwart erleben wir, wie Isabell mit ihrer Großmutter Pauline nach Köln reist, um sich einer Erbschaftsangelegenheit anzunehmen. Pauline hat als jüngste und letzte noch lebende der insgesamt sechs Geschwister der Familie Korte die Familienvilla mitsamt der alten Brauerei und einem großen Grundstück direkt am Rhein geerbt. Pauline möchte eigentlich mit dieser Erbschaft gar nichts zu tun haben, gibt sich aber recht verschwiegen, warum das so ist und welche Erinnerungen sie mit ihrem Elternhaus verbindet. Ihre Enkelin Isabell ist dagegen fasziniert von der alten Villa. Begleitet von Julius, der vom Notariat beauftragt wurde, Isabell und Pauline zu betreuen, erkundet Isabell das gesamte Gelände und begibt sich damit auch auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie.
In der Villa findet sie zwei alte Tagebücher von Clementine, der ältesten Schwester ihrer Großmutter.

Durch Isabells Lektüre der Tagebücher und viele Rückblenden bzw. Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen und Zeitebenen erfährt der Leser Stück für Stück die Familiengeschichte der Kortes in den 1920er und 1930er Jahren beginnend mit dem Einzug in die Villa am Rhein.
Dieser Handlungsstrang hatte mich schnell gepackt. Es war interessant zu erleben, wie die Familie in der damaligen schweren Zeit gelebt hat. Aber nach und nach enthüllen sich auch schreckliche Ereignisse. Das Familienoberhaupt August Korte war ein gewiefter Geschäftsmann, dem es gelang seine Familie auch in den schweren Nachkriegsjahren zu ernähren, aber er war auch rücksichtslos, herrisch, engstirnig und brutal.
Beinahe in jedem Rückblick in die Vergangenheit erlebt man neue Ereignisse, so dass in diesem Teil die Spannung durchgängig hoch ist. Die Stimmung ist allerdings wechselhaft, überwiegend bedrückend und melancholisch aber es gibt durchaus auch fröhliche und romantische Ereignisse.
Durch die Tagebücher, die Isabell in der Gegenwart zu lesen beginnt, wird die Vergangenheit nicht ganz chronologisch erzählt. Aber auch das trägt zur Spannung bei, denn dadurch erlebt der Leser manche Ereignisse noch einmal aus Clementines Sicht oder erhält weitere Informationen.
Das ganze Ausmaß der tragischen Geschichte offenbart sich aber erst ganz zum Schluss.

Die Verbindung zu dem Handlungsstrang in der Gegenwart ist der Autorin gut gelungen. Die Wechsel sind gut gesetzt und tragen auch dazu bei, dass die Geschichte zu fesseln weiß.
Allerdings fand ich den Teil in der Gegenwart nicht ganz so gelungen wie die Vergangenheit. Dass sich zwischen Isabell und Julius eine Liebesgeschichte entwickeln würde, war vorhersehbar und wird ja auch im Klappentext schon angedeutet. Die Frage der Verbindung dieser Liebesgeschichte zur Familiengeschichte der Kortes war mir ein bisschen zu konstruiert. 
Isabell selbst erschien mir manchmal zu wenig selbstbewusst und ihre häufigen Selbstzweifel haben ein bisschen genervt.

Insgesamt hat die Autorin aber interessante und facettenreiche Figuren in beiden Handlungssträngen gezeichnet.
Auch ist es ihr gut gelungen, die unterschiedlichen Emotionen zu tranportieren. Die Ängste und Sorgen der Korte-Kinder und ihrer Mutter Sofia sowie die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit von Clementine, die in ihren Tagebüchern deutlich wird, haben mich sehr mitleiden lassen.

Hanna Caspians Schreibstil ist ausdrucksvoll, bildhaft und angenehm flüssig, so dass sich das Buch leicht lesen lässt. Die vielfältigen Themen, zu denen auch die Bierbrauerei und Pferdezucht gehören, machen die Geschichte rund und tragen dazu bei, dass die Familiengeschichte der Kortes fesselnde Unterhaltung bietet!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (17)
Tags: familie, familiendrama, geheimnis, köln, rhein, vergangenheit   (6)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

schauspieler, ermittlungen, mord, berchtesgadener land, miroslav nemec

Die Toten von der Falkneralm

Miroslav Nemec
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaus, 15.08.2016
ISBN 9783813507027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Der erste Roman des beliebten Tatort-Kommissars

Miroslav Nemec, den viele als Ivo Batic aus dem Münchner „Tatort“ kennen, soll bei einem „Mörderischen Wochenende“ aus einem Krimi lesen und über „Mord in Fiktion und Wirklichkeit“ diskutieren. Und so fährt er an einem Freitag im August in das Berghotel „Falkneralm“, zu dem nur eine einsame Steilbahn führt. Doch das Wochenende wird alles andere als erfreulich: Nicht nur kommt ein gewaltiger Gewittersturm auf, plötzlich kommen nacheinander auch drei Gäste zu Tode. Unfall oder Mord? Eine Verkettung unglücklicher Umstände, wie die Berchtesgadener Polizei meint. Doch Nemec und ein anderer Gast, die Polizeimeisterin Bergending aus Augsburg, beginnen zu zweifeln, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und so muss der Kommissardarsteller Nemec selbst zum Ermittler werden und der Gefahr ins Auge blicken, sich so richtig lächerlich zu machen.  
(Kurzbeschreibung gem. Knaus Verlag) 

Leseprobe

Interview mit dem Autor


Der Autor:
Miroslav Nemec, geboren 1954 in Zagreb, aufgewachsen in Freilassing, spielt seit 1991 im „Tatort“ den aus Kroatien stammenden Münchner Kommissar Ivo Batic. Der Schauspieler begann seine Laufbahn am Theater (u. a. Münchner Residenztheater) und steht seit Ende der 80er Jahre in verschiedenen Rollen vor der Kamera. Auch als Musiker ist er aktiv, u.a. mit der Miro Nemec Band. Miroslav Nemec wohnt mit seiner Familie in München.
(Quelle: Knaus Verlag)


Meine Meinung:
Ein Schauspieler, der regelmäßig einen Kommissar im Tatort spielt, schreibt einen Krimi und ist darin selbst der Protagonist. Die Idee fand ich genial und war sehr auf die Umsetzung gespannt.

Nemec reist also nach Berchtesgaden zu einem einsamen Berghotel, in dem ein "Mörderisches Wochenende" stattfindet, bei dem er eine Lesung halten soll. Nach und nach treffen auch andere Gäste ein, bevor ein heftiger Sturm und Regen die weitere Anreise verhindert. Die Gäste sind in dem Hotel vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten, da auch Telefon- und Mobilfunknetz ausgefallen sind.
Und innerhalb weniger Stunden kommen drei Männer zu Tode. Während es zunächst nach Unfällen aussieht, kommen bald Zweifel auf ...

Nemec schildert dem Leser diese stürmische Nacht im Berghotel mit all ihren Ereignissen aus seiner Sicht. Und so weiß der Leser, was die Todesfälle angeht nicht mehr als der Protagonist, aber Nemec lässt uns an seinen Beobachtungen und Überlegungen teilhaben und er beginnt bald an drei zufälligen Unfällen in kurzer Zeit zu zweifeln.
Es war interessant zu beobachten, wie die anderen Gäste von Nemec einerseits erwarten, dass er als "Fernseh-Kommissar" jetzt doch wissen muss, was zu tun ist. Andererseits wird ihm aber auch unterstellt, er wolle sich als prominenter Schauspieler nur in den Vordergrund stellen.

Der Schreibstil und die Erzählweise waren locker und fast so, als stünde Nemec auf einer Bühne und würde seinem Publikum die Geschichte erzählen.
Auch das Setting des einsamen Berghotels, in dem sich der größte Teil der Geschichte abspielt, mit nur wenigen Schauplätzen wie die Bar oder ein Innenhof haben mich ein bisschen an ein Theaterstück erinnert und auch sofort mein Kopfkino inspiriert. Dadurch fokussiert Nemec sich hauptsächlich auf die weiteren Personen, die in dieser Sturmnacht anwesend sind. Denn aus deren Kreis stammen nicht nur die Opfer sondern da sind auch der oder die Täter zu suchen, wenn es denn keine Unfälle sondern Morde waren.
Die Charakterisierung und Beschreibung der anderen Figuren sind gut gelungen, so dass ich schnell Vorstellungen von den Personen hatte und genau wie Nemec beobachtete und überlegte, was sich dort abgespielt haben könnte.
So war für mich durchgängig eine gewisse Spannung vorhanden, die sich noch steigerte, nachdem Nemec mit der echten Polizistin Bergending tatsächlich selbst zu ermitteln beginnt und schließlich auf für Aufklärung sorgen kann.

Nemec lässt in die Geschichte auch einiges persönliches einfließen und auch seine Familie findet nicht nur Erwähnung sondern stellt auch Nebenfiguren dar.
Und so frage ich mich natürlich, wie viel autobiographisches in diesem Buch steckt. Das "Mörderische Wochenende" mit geplanter Lesung und Diskussion in einem Berghotel könnte es ja tatsächlich gegeben und als Inspiration für das Buch gedient haben. 
Dazu passt auch folgendes Zitat, als Nemec mit seiner Frau über die eventuellen Morde spekuliert:

"Aber dann hätten sie vielleicht richtige Profis sein müssen. So konnten sie nur improvisieren."
"Und deshalb fliegen sie jetzt auf."
"Aber nur, wenn wir uns nicht täuschen", sagte ich.
"Das tut ihr nicht. Und wenn doch, dann schreibst du einen Krimi darüber. Dann wird passend gemacht, was nicht passt."
(Zitat: Seite 224)

Mit seinem "ersten Fall" hat mich Miroslav Nemec als Autor überzeugt. "Die Toten von der Falkneralm" ist ein ruhiger, solider Krimi mit Spannung und einem Schuss Humor, der kurzweilige Unterhaltung bietet. 
Dass der Autor selbst zum Protagonisten wurde ist ungewöhnlich, verleiht dem Buch einen gewissen Charme und ich finde, die Umsetzung dieser Idee ist durchaus gelungen.
Ich hoffe, Herrn Nemec bleibt neben seinem Beruf als Schauspieler wieder mal genug Zeit, einen weiteren Krimi zu schreiben.


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (35)
Tags: ermittlungen, kommissar, mord, schauspieler   (4)
 

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242 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

liebe, schicksal, kate eberlen, familie, miss you

Miss you

Kate Eberlen , Stefanie Fahrner , Babette Schröder
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 29.08.2016
ISBN 9783453291836
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Was, wenn du deine große Liebe immer ganz knapp verpasst?

Eine Sekunde lang treffen sich ihre Blicke, doch bevor sie sich anlächeln oder ein paar Worte wechseln können, ist der Moment schon wieder vorbei. Von da an beginnt für Tess und Gus eine Reise, die sich Leben nennt. Große und kleine Augenblicke warten auf sie, Kummer und Freude. Doch beide ahnen, dass sie Wege gehen, die nicht glücklich machen. Weil ihnen das Entscheidende fehlt. Was sie nicht wissen: Tess und Gus sind perfekt füreinander, und obwohl sie sich längst begegnet sind, haben sie es nicht bemerkt. Wann ist der alles entscheidende Moment für die große Liebe endlich da?
(Kurzbeschreibung gem. Diana Verlag) 

Leseprobe 


Die Autorin:
Kate Eberlen wuchs in einer Kleinstadt in der Nähe von London auf und verbrachte ihre Kindheit damit, zu lesen und sich in fremde Welten zu träumen. Nach ihrem Studium der klassischen Philologie hatte sie mehrere Jobs in der Verlags- und Medienbranche. Heute lehrt sie Englisch als Fremdsprache und verbringt so viel Zeit wie möglich in ihrem Sehnsuchtsland Italien. Kate Eberlen ist verheiratet und hat einen Sohn.
(Quelle: Diana Verlag)

Website der Autorin

Kate Eberlen auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
In „Miss you“ erzählt uns Kate Eberlen die Geschichte von Theresa genannt Tess und Angus genannt Gus.
Die Geschichte beginnt im August 1997 als beide unabhängig voneinander in Italien in Ferien sind. Tess hat mit ihrer besten Freundin einen Monat lang eine Interrail-Tour durch Frankreich und Italien gemacht während Gus mit seinen Eltern unterwegs ist. Beide treffen sich zufällig an ihrem letzten Ferientag in Florenz, haben aber nur kurz Kontakt miteinander und keine Chance, sich richtig kennenzulernen. Doch diese erste Begegnung soll sich für beide als schicksalhaft erweisen.
Allerdings vergehen bis dahin viele Jahre, in denen sie sich zwar ein paar Mal erneut flüchtig begegnen, sich aber nicht wiedererkennen bzw. sich gar nicht wahrnehmen.

Und so erleben wir wie Tess und Gus sich nach dem Ende der Ferien, die für beide auch das Ende der Schulzeit bedeuten, mit ihrer Zukunft beschäftigen. Tess hat bereits einen Studienplatz, den sie jedoch nicht in Anspruch nimmt, da ihre Mutter an Krebs verstirbt und Tess sich dafür entscheidet, einen Job anzunehmen und sich um ihre kleine Schwester Hope zu kümmern. Hope ist ein recht anstrengendes Kind, das viel Aufmerksamkeit benötigt. Die beiden älteren Brüder sind keine Hilfe, da sie das Elternhaus bereits verlassen haben und der Vater spricht in seiner Trauer dem Alkohol zu. So verläuft Tess Leben völlig anders als geplant.

Gus verlor vor ein paar Monaten seinen älteren Bruder Ross bei einem Skiunfall. Er fühlt sich in gewisser Weise schuldig an dem Unfall und auch seine Eltern lassen ihn das spüren. So versucht Gus in die Fußstapfen seines Bruders zu treten und beginnt ein Medizinstudium.

Tess und Gus erzählen uns ihre Geschichte abwechselnd in der Ich-Form und lass uns so an den folgenden 16 Jahren ihres Lebens teilhaben.
Auf diese Weise erlebt der Leser die flüchtigen, kurzen erneuten Begegnungen dann aus beiden Blickwinkeln.
Wir begleiten die beiden durch viele Jahre ihres Lebens und erfahren viel über ihre Gedanken, Träume, Wünsche, Hoffnungen und ihr Schicksal. Und so kann man als Leser viele Entscheidungen, die sie treffen, nachvollziehen auch wenn ich persönlich manches vielleicht anders entschieden hätte.
Durch die Nähe zu den Protagonisten wirkten beide sehr authentisch und glaubhaft und auch ihre vielfältigen Emotionen sind gut bei mir angekommen. Ich habe mit beiden gehofft, gelitten und auch humorvolles erlebt. Und es wird deutlich, dass beide zwar ihren Weg gehen, aber irgendwie von anderen Dingen beeinflusst sind und ihnen eigentlich immer etwas fehlt.
Aber vor allem habe ich mich ständig gefragt, ob und wann sie sich wieder begegnen werden und ob sie irgendwann zueinander finden werden und aus der Lebensgeschichte dann eine Liebesgeschichte wird.
Die Antwort auf diese Frage bekommt der Leser aber leider erst ganz am Ende des Buches. Und dieses letzte Kapitel war mir dann ein bisschen zu kurz gefasst. Da hätte ich gerne mehr erfahren und manches detaillierter.

In einem angenehmen und flüssigen Schreibstil erzählt Kate Eberlen die Lebensgeschichte von Tess und Gus. Die Stimmung ist durchgängig von den unterschiedlichen Emotionen geprägt, mal bedrückt, mal fröhlich und für mich war sie immer fesselnd und mitreißend.
Auch den Titel fand ich treffend gewählt und bin froh, dass das Buch auch in Deutschland den Originaltitel trägt. Denn "Miss you" bedeutet sowohl "sich verpassen" als auch "sich vermissen". Und das passt hervorragend zu diesem Buch.

Insgesamt hat mich diese Geschichte über Familie und Freundschaft, Verlust und Neuanfang und die Suche nach dem richtigen Weg und Ziel im Leben berührt, gut unterhalten und auch ein bisschen nachdenklich gemacht.
Man sollte eben die Hoffnung nie aufgeben, denn für jeden gibt es den richtigen Platz im Leben und jeder kommt irgendwann dort an, wo er hingehört!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (18)
Tags: chancen, liebe, liebesroman, schicksal   (4)
 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

mallorca, urlaub, sommer, familie, manhattan

Ein Sommer wie kein anderer

Emma Straub , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783426516966
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(78)

161 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

menschenhandel, frankreich, krimi, charlotte link, mord

Die Entscheidung

Charlotte Link
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 05.09.2016
ISBN 9783764504410
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag) 

Leseprobe


Die Autorin:
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die Betrogene eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Fünf Fragen an die Charlotte Link zum Buch


Meine Meinung:
Der neue Krimi von Charlotte Link wird auf mehreren Ebenen bzw. in mehreren Handlungssträngen erzählt. 
Da ist einmal die Handlung um Simon, der allein im Weihnachtsurlaub in Südfrankreich ist und dort auf Nathalie trifft, der er seine Hilfe anbietet.
Und wir erleben wie in Bulgarien Selina und andere junge Mädchen mit Versprechungen auf einen gut bezahlten Job als Fotomodell angelockt werden und so in die Hände skrupelloser Menschenhändler fallen.
Anfangs wird der Zusammenhang zwischen den beiden hauptsächlichen Handlungssträngen nicht deutlich. 
Durch immer wieder eingestreute Einschübe, die auch in einer anderen Schriftart gehalten sind, erfährt der Leser viel über Nathalies Vergangenheit, die für sie alles andere als eine schöne Jugend war und eben die Vorgeschichte, die Nathalie in ihre aktuelle Situation und in die Provence brachte.
So verdichten sich die Handlungsstränge mit der Zeit und ich konnte erahnen, wer bzw. was das Verbindungsglied ist und meine Vermutung bestätigt sich später auch so. Auch wenn die Zusammenhänge damit klar und vorhersehbar waren, gab es noch jede Menge offene Fragen bis zur Aufklärung.
Es ist der Autorin dennoch gelungen einen Spannungsbogen aufzubauen, der sich allmählich steigert, je mehr Fakten und Zusammenhänge deutlich werden.
Dann erkennt man auch, wie komplex die ganze Geschichte ist und welche Bedeutung einige "Nebenhandlungen" haben, die man anfangs evtl. als unwichtig eingeordnet hat.
Je näher man dem Ende kommt desto mehr steigt die Spannung und es gibt auch noch einige Überraschungen bis alles aufgeklärt und abgeschlossen ist.

Die Geschichte spielt kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres, also nur wenige Wochen nach den furchtbaren Anschlägen von Paris im November. Diese Thematik hat Charlotte Link sehr einfühlsam und geschickt in ihre Geschichte einfließen lassen und macht die beklemmende Stimmung die in Frankreich zu der Zeit herrschte deutlich.

Alle Protagonisten sind gut gezeichnet und wirken authentisch.
Simon, der es mit einem dominanten Vater, einer nervenden Ex-Frau und einer unzufriedenen neuen Freundin zu tun hat, ist vielleicht ein bisschen zu gutmütig und lässt sich auch mal ausnutzen. Aber auch solche Menschen gibt es ja.
Nathalie kommt aus einer zerrütteten Familie und ihre Mutter ist seit Jahren Alkoholikerin, so dass Nathalie auf sich alleine gestellt war. Geprägt von psychischen Störungen sucht sie ihren Weg im Leben.
Es war interessant zu erleben, wie sich beide im Laufe der Zeit, beeinflusst durch die Ereignisse und auch jeweils den anderen, verändern.
Und dann sind da noch junge Mädchen in Bulgarien, die den Versprechungen der falschen Leute folgen, um aus ihrem Leben in Armut und Hoffnungslosigkeit in ein besseres Leben zu fliehen.
Und da ist eine Mutter, die nichts unversucht lässt, ihre älteste Tochter wiederzufinden und aus den Händen der Verbrecher zu befreien.
Da sind naturgemäß jede Menge Emotionen im Spiel, die die Autorin gut zum Leser transportiert.
Die schwierige Thematik des Menschenhandel und der Zwangsprostitution hat die Autorin gut verarbeitet und deutlich gemacht, wobei sie aber auf allzu detaillierte Beschreibungen der furchtbaren Behandlung der jungen Mädchen verzichtet hat.

Die Handlungsorte, das kalte und verschneite Sofia in Bulgarien und die verregnete Provence passen gut zur Geschichte und tragen zu der insgesamt beklemmenden Stimmung bei.

"Die Entscheidung" bietet einen gut durchdachten und konstruierten Plot mit einem langsam ansteigenden Spannungsbogen und gut gezeichneten Charakteren, erzählt im typischen flüssigen Schreibstil von Charlotte Link.
Für mich war es spannende Unterhaltung mit aktuellem Zeitbezug und einem ernsten Thema!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: entscheidung, menschenhandel, zwangsprostitution   (3)
 
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