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14 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

der garten der düfte, droemer knaur, kirsty manning, kochen, baskenland

Der Garten der Düfte

Kirsty Manning , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426521533
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hunde, lichterhaven, liebe, nordsee

Vier Pfoten am Strand: Liebesroman

Petra Schier
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783955767884
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: hunde, lichterhaven, liebe, nordsee   (4)
 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

trauer, verlust, amy hatvany, familie, blanvalet

Ein Platz in deinem Herzen

Amy Hatvany ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.12.2015
ISBN 9783734100031
Genre: Liebesromane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Jahr der Wunder

Amy Hatvany , Alexandra Kranefeld
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734103933
Genre: Romane

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Die verlorene Hälfte meines Herzens

Ann O'Loughlin , Sarah Fuhrmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487424
Genre: Romane

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bestellt 22.03.2018, erscheint 04/2018, roman, verlag goldmann

Ein Sommer in den Hamptons

Karen Swan , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487509
Genre: Liebesromane

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

buchanan, familie, familienroman, geheimnis, betrug

Die Mitternachtsschwestern

Tracy Buchanan , Hanne Hammer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104220
Genre: Romane

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buchbinder, bücher, caboni, erscheint 08/2018, frauen

Der Zauber zwischen den Seiten

Cristina Caboni , Ingrid Ickler
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.08.2018
ISBN 9783734105845
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Denn Bücher duften nach Träumen ...

Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)



Die Autorin:
Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien, wo sie Bienen und Rosen züchtet. Ihr Debütroman Die Rosenfrauen verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Ihr zweiter Roman Die Honigtöchter, der auf ihrer Heimatinsel spielt, und Die Oleanderschwestern waren ebenfalls große Erfolge. Der Zauber zwischen den Seiten ist nun Cristina Cabonis viertes Buch, das in der faszinierenden Welt der Bücher spielt.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Cristina Caboni auf Facebook und Twitter


Meine Meinung:
Sofia Bauer lebt in Rom, hat jedoch deutsche Wurzeln. Sie gab nach ihrer Hochzeit mit Alberto ihren Beruf als Bibliothekarin auf, obwohl Bücher ihre große Leidenschaft sind. Nun wird sie in ihrer Ehe zunehmend unglücklicher, da Alberto sie immer mehr zur der Frau formte, die er sich wünschte und Sofia ließ das zu und passte sich an. Sie entschließt sich zur Trennung und verlässt Alberto.
Ihre neue Freiheit genießend stellt sie plötzlich fest, wie alleine sie doch ist, denn ihre Freundschaften gab sie für ihren Mann auch auf.
Auf einem ihrer Streifzüge durch Rom entdeckt sie einen alten Buchladen wieder, in dem sie früher häufig mit ihrem Großvater Max gewesen ist.
Sie führt eine schöne Unterhaltung mit dem alten Buchhändler Andrea Vinci und entdeckt eine sehr alte Erstausgabe des ersten Bandes einer Trilogie des Schriftstellers Christian Philipp Fohr. Sie möchte den Band kaufen und restaurieren, da er im Laufe der vielen Jahre einige Schäden davon getragen hat. Daraufhin schenkt der Buchhändler ihr das alte Buch.
Bei näherem Betrachten entdeckt Sofia in dem alten Einband versteckt ein Dokument einer gewissen Clarice Marianne von Harmel, die im 19. Jahrhundert gelebt haben muss und offenbar Buchbinderin war.
Sofia ist fasziniert von Clarices Aufzeichnungen und beginnt zu recherchieren, um mehr über Clarice zu erfahren.
Dass sich damit ihr Leben völlig verändern soll, ahnt sie da noch nicht.

Zitat, eBook S. 92, Pos. 1403
„Ein Buch träume, hat Ennio Flaiano einmal gesagt. Er hielt Bücher sogar für die einzigen leblosen Gegenstände, die die Fähigkeit zu träumen haben.“


Cristina Caboni erzählt diese Geschichte auf zwei Zeitebenen. Neben der Gegenwart, in der wir Sofia erleben, lernen wir im Jahr 1804 Clarice kennen. Sie verlor ihre Eltern und wächst bei Tante und Onkel in Wien auf. Dort wird sie sehr streng erzogen und nicht gut behandelt. Als sie eines Tages zur Strafe in den Keller gesperrt wird, entdeckt sie hinter einer versteckten Tür eine Buchbinderei. Clarice, die Bücher liebt, ist fasziniert von den herrlichen und edlen Einbänden der Bücher und lässt sich von dem dortigen Meister in der Buchbindekunst ausbilden.

Zitat, eBook S. 156, Pos.2387
„Nichts macht dich so frei wie ein Buch zu lesen. Zwischen den einzelnen Seiten findest du immer Freiraum und kannst entscheiden, wie du ihn nutzt.“


Im Wechsel erzählt die Autorin nun die Geschichte der beiden Frauen. Jedes Kapitel ist dabei mit einem Zitat aus Werken von z. B. Goethe, Marcel Proust, Oscar Wilde, Emily Brontë, Jane Austen oder Victor Hugo überschrieben.
Mich haben beide Handlungsstränge sehr gefesselt und auch fasziniert. Sofias Nachforschungen führen sie unter anderem auch mit dem Graphologen Tomaso zusammen. Dieser unterstützt und begleitet sie bei ihren weiteren Recherchen. Die Suche nach den weiteren beiden Bänden der Trilogie des Schriftstellers Fohr, in denen sich Sofia weitere Dokumente von Clarice erhofft, gestaltet sich sehr spannend und fördert viele interessante Dinge zutage, die sich auch auf Sofias Leben auswirken.
Clarices Geschichte ist dagegen stellenweise traurig, sogar dramatisch, und ich mochte diese starke junge Frau sehr. Denn man muss berücksichtigen, welchen Stand Frauen in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten. Ich habe sehr mit Clarice gelitten und auch gefiebert, dass sich für sie alles zum Guten wendet.
Sofia und Clarice verbindet nicht nur die Liebe zu den Büchern. Beide sind auch auf der Suche nach ihrem Weg im Leben, ihrer Unabhängigkeit und der Liebe. Die Autorin hat hier zwei wunderbare Protagonistinnen geschaffen, die ich auf ihrem Weg gerne begleitet habe.

Zitat, eBook S. 162, Pos. 2484
„Bücher haben die Fähigkeit, etwas in dir aufglimmen zu lassen wie ein Funke. Sie entfachen ein Feuer, helfen dir zu wachsen und dich weiterzuentwickeln.“


Die Geschichte von Clarice und Sofia hat mich sehr in ihren Bann gezogen und gefangen genommen. In beiden Handlungssträngen bin ich gebannt den Ereignissen gefolgt und mochte das Buch kaum weglegen. Cristina Caboni bedient sich eines sehr flüssigen und schönen, ausdrucksvollen Schreibstils und hat in mir beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen ausgelöst.
Die Liebe zu Büchern und zu den darin enthaltenen Geschichten wird immer wieder sehr deutlich, was mich begeistert hat.
Es ist ihr sehr gut gelungen, die beiden Handlungsstränge zu verbinden, so dass man in der Gegenwart den „Geist der Vergangenheit“ spüren und Sofias Faszination von Clarice und deren Geschichte nachvollziehen konnte.
Und wie ich es bei so einem schönen Buch mag, haben mich die Enden beider Handlungsstränge zufrieden lächeln lassen.

Zitat, eBook S. 280, Pos. 4280
„Bücher haben ein grenzenloses Potential. Sie geben Antworten auf drängende Fragen, selbst auf solche, die man sich gar nicht stellt.“


Cristina Caboni hat mich mit dieser bewegenden Geschichte über Bücher und die Liebe sehr begeistert, gefesselt und wunderbar unterhalten.
In diesem Buch ist sehr viel Zauber zwischen den Seiten!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: buchbinder, bücher, frauen, liebe, vergangenheit   (5)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mord, rache, regionalkrimi ostsee, vergangenheit

So bitter die Rache

Eric Berg
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 19.03.2018
ISBN 9783809026600
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Hinter idyllischen Fassaden lauert das Verbrechen ...

Nach Jahren im Ausland kehrt Ellen Holst mit ihrem Sohn nach Deutschland zurück – und hofft, in dem kleinen Haus in der beschaulichen Siedlung »Vineta« in Heiligendamm endlich zur Ruhe zu kommen. Erst beim Einzug erfährt sie, dass sich in ihrem neuen Zuhause vor sechs Jahren ein schreckliches Gewaltverbrechen ereignet hat – drei Menschen wurden ermordet. Ellen will sich von der schauerlichen Vorgeschichte ihres Hauses nicht irre machen lassen, doch plötzlich kommt es zu beunruhigenden Vorkommnissen: Gegenstände verschwinden spurlos aus dem Haus. Ellen fühlt sich beobachtet. Und es gibt merkwürdige Parallelen zu den Geschehnissen vor sechs Jahren …
(Kurzbeschreibung gem. Limes Verlag

Leseprobe


Der Autor:
Eric Berg zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der 2017 mit Felicitas Woll in der Hauptrolle verfilmt wurde. Seither begeistert Eric Berg mit jedem seiner Romane Leser und Kritiker aufs Neue und erobert regelmäßig die Bestsellerlisten.
(Quelle: Limes Verlag)


Meine Meinung:
Der neue Krimi von Eric Berg spielt wechselnd auf zwei Zeitebenen und überwiegend in Heiligendamm bzw. der dortigen Siedlung „Vineta“.
Im Jahr 2016 zieht die 42-jährige Ellen Holst mit ihrem Sohn Tristan nach ihrer Trennung von ihrem Mann in ein freies Haus dieser Siedlung. Es ist erkennbar, dass Vineta ehemals exklusiver war, gut bewacht und fast eine abgeschlossene Gemeinschaft.
Dann erfährt Ellen, dass sechs Jahre zuvor in ihrem Haus drei Menschen ermordet wurden. Sie lässt sich davon nicht abschrecken, doch als es zu merkwürdigen Vorkommnissen kommt, wüsste sie schon gerne, ob das Zufälle sind oder irgendwie im Zusammenhang mit den damaligen Ereignissen steht.

Der zweite Handlungsstrang spielt sich im Jahr 2010 ab und erzählt, wie Gernot Kessel die Siedlung erbauen ließ und die einzelnen Häuser an genau ausgewählte Menschen verkaufte.
Seinerzeit bezogen der aus Krankheitsgründen frühzeitig pensionierte Staatsanwalt Paul Derfflinger und seine jüngere Ehefrau Julia, die schwanger war, das Haus, in das Ellen in der aktuellen Zeit einzieht.

Dann gibt es einen weiteren Handlungsstrang auf beiden Zeitebenen, in dem wir den Albaner Malush und seine Schwester Majlinda erleben.
Diesen Teil fand ich anfangs sehr verwirrend und konnte ihn überhaupt nicht einordnen, bis ich feststellte, dass Malush und Majlinda auf beiden Zeitebenen eine Rolle spielen.
Weitere Figuren, denen man damals und in der Gegenwart begegnet, sind z. B. der behinderte Nachbarsjunge Ruben sowie sein Betreuer Sven.

Im ersten Teil des Buches stehen die Ereignisse im Jahr 2010 eindeutig im Vordergrund. Man lernt die recht unterschiedlichen Bewohner von Vineta kennen und erlebt so einige Ereignisse in dieser Zeit. Damit werden einige Grundlagen für die Story gelegt und man spürt ein gewisses Knistern. Vieles war rätselhaft und sorgte bei mir für Neugier und auch Spannung.
Gernot Kessel möchte eine Idylle schaffen, in der die Bewohner sich wohl und vor allem sicher fühlen. Die Wege, die er dazu beschreitet, werden kritisch gesehen und hätten mir ganz und gar nicht gefallen.
Es dauert relativ lange, bis man in der Gegenwart mehr von Ellen erfährt und erlebt, wie sie sich für die damaligen Ereignisse zu interessieren beginnt.
Leider blieb Ellen als Figur damit für mich relativ blass und ich konnte wenig Nähe zu ihr aufbauen.
Aber die regelmäßigen Wechsel zwischen den Zeitebenen und Handlungssträngen sorgen dafür, dass das Buch sehr fesselnd ist.
Bis zum Schluss bleibt unklar, wer die drei getöteten Menschen waren, was das Motiv für die Morde war und wer sie getötet hat.
Die Ereignisse verdichten sich immer mehr, die Dramatik steigert sich, da sich in der Gegenwart immer mehr Ähnlichkeiten zu damals auftun.
Die Gestaltung des Plots regt dadurch häufig zum miträtseln an, aber für mich war die tatsächliche Auflösung unvorhersehbar und überraschend.
Gegen Ende, als es Ellen gelingt durch Gespräche Informationen zu sammeln, diese in einen Zusammenhang zu bringen und schließlich sogar die Morde aufzuklären, steigert sich die Spannung von Kapitel zu Kapitel dramatisch.

Dieser Krimi punktet mit gut gezeichneten und facettenreichen Protagonisten, einer fesselnden Handlung, bei der sich die Spannung langsam "anschleicht" und dann sehr steigert und gelungenen Darstellungen von psychologischen Eigenarten und menschlichen Abgründen!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (5)
Tags: mord, rache, vergangenheit   (3)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

mallorca, geheimnis, campos, erbschaft, erbe

Die Insel der Zitronenblüten

Cristina Campos , Michaela Meßner
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783734104336
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Eine kleine Bäckerei auf Mallorca, der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe …

Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe

Buchtrailer




Die Autorin:

Cristina Campos wurde 1975 in Barcelona geboren und machte ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte sie an der Universität in Heidelberg, wo sie auch das dortige Filmfestival mitorganisierte. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat widmete sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit zehn Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Interview mit der Autorin zum Buch


Meine Meinung:
Dieser Roman erzählt die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern, einer Erbschaft und Geheimnissen.
Marina und Anna sind auf Mallorca geboren und aufgewachsen. Während Marina die Insel vor vielen Jahren verlassen hat, studierte und Ärztin wurde, blieb Anna auf Mallorca, heiratete und bekam ihre Tochter Anita.
Zunächst lernen wir Marina und ihr aktuelles Leben näher kennen. Marina und ihr Freund Mathias, beide Ärzte, sind derzeit als Entwicklungshelfer für Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien. Sie lieben das was sie tun sehr und sind mit vollem Einsatz und Herzblut dabei.
Als eine sehr junge Mutter die Geburt ihres Kindes nicht überlebt, kümmern sich Marina und Mathias liebevoll um das kleine Mädchen, das sie Naomi nennen.
Nach kurzer Zeit müssen sie das Baby, das besonders Marina sehr ins Herz geschlossen hat, in ein Waisenhaus geben und hoffen, dass es ein gutes Zuhause findet.
Marina verlässt Mathias und Äthiopien und fliegt nach Mallorca, da sie die Nachricht erhielt, dass sie gemeinsam mit ihrer Schwester eine kleine Bäckerei in Valldemossa geerbt hat.
Wer hat den Schwestern das Anwesen mit der Bäckerei vererbt und warum? Wie ist die Verbindung zu den beiden Schwestern? Und was wird geschehen, wenn sich die Schwestern nach vielen Jahren erstmals wiedersehen?

Mit Spannung habe ich Marina nach Mallorca begleitet.
Ich liebe diese Insel und war sehr oft dort, so dass ich mich besonders auf die Beschreibungen der Orte dort gefreut habe.
Die sind auch wirklich gelungen, bildhaft und anschaulich beschrieben und ich hatte förmlich die Düfte der Insel in der Nase und die vielen schönen Orte vor Augen.
Auch die Bewohner und das Leben in dem kleinen Ort Valldemossa in der Serra de Tramuntana sind sehr schön und authentisch beschrieben. Wir erhalten auch einen Einblick in die kleine Bäckerei und Rezepte zu den typischen Backwaren wie Brot und Zitronenkuchen, die dort hergestellt werden.
Das alles macht große Lust nach Mallorca zu reisen.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das Geheimnis um die verstorbene Bäckerin und in welcher Beziehung sie zu den beiden Schwestern gestanden haben könnte, so dass sie ihnen ihr Anwesen vererbt hat. Aber es geschieht noch viel mehr in dieser tollen Geschichte.
Die Erbschaft führt nicht nur die beiden Schwestern nach vielen Jahren wieder zusammen, sondern wirkt sich auch auf ihr Leben aus.
Anna war ihr Leben lang nur Ehefrau von Armando und Mutter von Anita. Sie lebten im Wohlstand aber ob die Ehe glücklich war, bezweifle ich. Anna ordnet sich ihrem Mann unter und tut alles, um ihm zu gefallen. Mit der Tochter Anita, die mitten in der Pubertät steckt, kommen beide nicht gut zurecht. Armando zeigt leider auch wenig Interesse an seiner Tochter sondern hat nur seine Geschäfte und leider auch andere Frauen im Kopf. Er hat es mir leicht gemacht, ihn gar nicht zu mögen. Mir hat Anna leid getan, dass sie so wenig Selbstbewusstsein hat, sich ihm zu widersetzen. Auch Anita tat mir leid, denn offenbar versteht niemand ihre Bedürfnisse und Gefühle, so dass sie eigentlich nur weg möchte von Mallorca.
Marina, die ihre Nichte zuletzt als Kleinkind sah, geht unvoreingenommen auf Anita zu und kümmert sich um sie, was beiden gut tut.
Marina war mir am sympathischsten von allen, denn sie hat das Herz am rechten Fleck und ist aufgeschlossen allem und jedem gegenüber.

Die Erbschaft und besonders Marinas Recherchen sind sicher der rote Faden in der Geschichte. Aber es gibt auch eine Reihe Nebenschauplätze und Ereignisse, teilweise ausgelöst durch die Rückkehr Marinas nach Mallorca. Besonders Anna und Marina entwickeln und verändern sich und davon ist auch das Leben ihrer Liebsten betroffen.
Es ist einiges im Umbruch in der gesamten Familie und Marina ruht nicht eher, bis sie das Geheimnis gelüftet hat.
Im Prolog des Buches wird ein Ereignis geschildert, das einiges vorwegnimmt. Das hat mich zuerst ein bisschen enttäuscht, aber als ich dann gegen Ende las, wie gefühlvoll und liebevoll die Autorin den Kreis dazu schließt, war ich begeistert.
Man sollte sich also nicht „abschrecken“ lassen, wenn man den Prolog liest.

In einem schönen, ausdrucksvollen Schreibstil erzählt die Autorin hier eine Geschichte, die mit ihrer Themenvielfalt, facettenreichen, gut gezeichneten Figuren und einem besonders schönen Schauplatz punktet.
Die vielen Einblicke in die Arbeit bei Ärzte ohne Grenzen haben mich sehr beeindruckt und bewegt. Aber auch die Schicksale der Protagonisten haben mich nicht kalt gelassen und ich konnte mit ihnen mitfühlen.
Es war fesselnd zu erleben, wie diese unerwartete Erbschaft letztendlich das Leben von einigen Menschen verändert hat und vor allem, was sie alle daraus gemacht haben.
Da gab es einiges, das einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen und mich zum Nachdenken gebracht hat.
Insgesamt ist es eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die dazu noch ein schönes sommerliches Flair ausstrahlt und die für mich ein Lesegenuss war!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (7)
Tags: erbschaft, geheimnis, mallorca, schwestern, vergangenheit   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schattenschwester

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442487455
Genre: Romane

Rezension:  
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80 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, rache, kanada, canada, flucht

Ich beobachte dich

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 25.04.2018
ISBN 9783651025523
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: geheimnisse, neuanfang, rache, vergangenheit   (4)
 

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(23)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

kamelien, bretagne, erbschaft, betrug, liebe

Die Kamelien-Insel

Tabea Bach
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404176311
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

delikatessen, eine neue liebe, feinkostgeschäft, gourmetkoch, köstlichkeiten

Der Duft von Rosmarin und Schokolade

Tania Schlie
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497810
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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(7)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

nachkriegszeit, architekten, münchen, juden, liebesgeschichten

Der Himmel über unseren Träumen

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426519387
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Ein großer Nachkriegsroman über die Aufbruchsstimmung in den 50er Jahren, aber auch über die Schatten der Nazizeit, die noch prägend waren.
Ein berührender Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will.
München in den frühen fünfziger Jahren: Mit der Rückkehr in ihre geliebte Heimatstadt erfüllt sich für die junge Architektin Vera Cohn ein Traum. Sie will den Wiederaufbau mitgestalten und ihre Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft verwirklichen, auch wenn dies das Land ist, in dem ihr und ihrer Familie so viel Leid widerfahren ist. Außerdem will sie beweisen, dass Frauen als Architektinnen genauso viel leisten können wie Männer.
Als sie und ihr Kollege Arthur sich ineinander verlieben, scheint ihr Glück perfekt. Voller Elan schmieden die beiden Zukunftspläne. Doch Vera, die gerade aus dem Exil zurückgekehrt ist, kann nicht vergessen. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen – und die Frage nach der Schuld, die Arthur und seine Familie auf sich geladen haben …
(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als „Kopfkino live“ bietet sie sehr erfolgreich Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der realen Historie verbunden wird. Aktuelle Infos dazu auf www.heidi-rehn.de
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
In „Der Himmel über unseren Träumen“ erzählt Heidi Rehn die Geschichte der jungen Architektin Vera Cohn, die sich in den fünfziger Jahren in München den Traum einer Karriere als Architektin erfüllen will.
Vera, deren Vater Jude ist, war mit ihrer Familie während des Krieges in den USA und ist erst kürzlich zurückgekehrt in ihre Heimatstadt München. Dort hat sie eine Stelle in einem Architekturbüro gefunden, in dem sie Arthur kennenlernt, mit dem sie zusammenarbeitet.
Bald fühlt sie sich zu Arthur hingezogen und auch er verliebt sich in Vera.
Hat die Liebe eine Chance?

Wer denkt, es handelt sich nur um eine Liebesgeschichte, wird überrascht werden, denn Veras Geschichte ist weit mehr.
Sie zeigt sehr atmosphärisch das Leben in den frühen fünfziger Jahren, den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung.
Auch wenn ich selbst diese Zeit nicht miterlebt habe, ist die Stimmung dieser Zeit gut bei mir angekommen.
Nachdenklich gemacht hat mich die Stellung bzw. die Rolle der Frauen in dieser Zeit. Während die Frauen als „Trümmerfrauen“ direkt nach dem Krieg als Arbeitskräfte noch gefordert waren, wandelt sich das in dieser Zeit langsam. Die Frau wird im Berufsleben höchstens als „schmückende“ Sekretärin oder Empfangsdame gebraucht, die anspruchsvolleren Tätigkeiten reklamieren die Männer für sich. Viele sind eher der Meinung, dass eine Frau sich darauf beschränken sollte, einen Haushalt zu führen und Kinder zu erziehen. Man kann sich das heute nur noch schlecht vorstellen, wenn man die Zeit selbst nicht miterlebt hat.
So hat auch Protagonistin Vera es in ihrem Beruf als Architektin nicht leicht sich durchzusetzen und zu beweisen, besonders da sie kreative moderne Ideen entwickelt.
Mir war Vera sehr sympathisch, besonders weil sie sich ihr Selbstbewusstsein nicht nehmen lässt und weiß, was sie kann. Sie lässt sich nicht einschüchtern und versucht sich in der Männerwelt der Architekturbüros durchzusetzen.

Natürlich spielt die Liebesgeschichte zwischen Vera und ihrem Kollegen Arthur eine große Rolle. Sie entwickelt sich sehr zaghaft und wird gefühlvoll, der Zeit angemessen, erzählt.
Aber sie wird auch von einem aktuellen Thema dieser Zeit berührt. Die Jahre von 1933 bis 1945 wurden von vielen Menschen später gerne totgeschwiegen bzw. ihre Handlungen und Entscheidungen verdrängt. Aber eben diese Ungewissheit anderer hat sicher das Vertrauen zwischen den Menschen sehr beeinträchtigt. Und genau das Thema bewegt auch Vera sehr, denn sie weiß nicht viel über die Vergangenheit von Arthur bzw. seiner Familie.

Es ist Heidi Rehn wunderbar gelungen, ihre fiktive Geschichte in die Ereignisse dieser Zeit einzubetten und alles miteinander in Verbindung zu bringen.
Veras Geschichte und ihr Schicksal hat mich berührt und bewegt aber auch sehr gefesselt, denn es ist lange Zeit nicht absehbar zu welchem Ende die Geschichte kommen wird. Dabei kommt auch gute Unterhaltung nicht zu kurz, denn es gibt auch romantische und humorvolle Momente.
Vor allem aber wurde die Zeit der fünfziger Jahre, die ich nur aus Erzählungen meiner Eltern kenne, für mich sehr lebendig.
Ich habe über vieles nachgedacht, manches sogar recherchiert, so dass der Roman noch eine Weile in mir nachklingen wird.

Dieser wirklich tolle Nachkriegsroman bietet eine Menge Themen, gut gezeichnete Protagonisten und erzählt sehr authentisch eine Geschichte, wie sie sich wirklich zugetragen haben könnte.
Für mich war es ein schönes Leseerlebnis, das ich gerne weiter empfehle!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

  (8)
Tags: 2. weltkrieg, architekten, münchen, nachkriegszeit   (4)
 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

familie, familiengeheimnis, liebe, vergangenheit, vertrauen

Die Blütenmädchen

Valentina Cebeni , Ingrid Ickler
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.03.2018
ISBN 9783328101734
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Mit gebrochenem Herzen kehrt Dafne in ihr Heimatdorf in der Toskana zurück. Dort will sie über eine verlorene Liebe hinwegkommen und ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Als sie die Werkstatt ihres Großvaters betritt, hat sie eine Idee: Sie wird diese neu eröffnen, um geliebte, aber ausgediente Gegenstände zu restaurieren und ihnen zu neuem Leben zu verhelfen. Der junge Handwerker Milan unterstützt sie dabei. Doch dann fällt Dafne eine alte Taschenuhr in die Hände, die derjenigen Milans zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie ahnt plötzlich, dass er nicht zufällig in ihr Dorf gekommen ist …
(Kurzbeschreibung gem. Penguin Verlag)

Leseprobe

Buchvorstellung auf Herzenszeilen.de


Die Autorin:
Valentina Cebeni wurde 1985 in Rom geboren. Bereits seit ihrer Kindheit liebt sie es, Geschichten zu erzählen. Mit »Die Zitronenschwestern«, ihrem Debüt in deutscher Sprache, und den »Blütenmädchen« geht sie dieser Leidenschaft nach. Sie erzählt darin von Familie, Liebe, der Suche nach dem Glück und den Geheimnissen, die die schönsten Orte ihrer Heimat verbergen.
(Quelle: Penguin Verlag)

Interview mit der Autorin zum Buch


Meine Meinung:
In „Die Blütenmädchen“ entführt uns Valentina Cebeni zunächst nach Rom und dann in ein (fiktives) Dorf in der Toskana.
Die Protagonistin Dafne verlässt nach einer unglücklichen Beziehung zu einem verheirateten Mann Rom und ihren Job dort und kehrt zurück in ihr Heimatdorf. Dort will sie zu sich selbst und einen neuen Weg für ihr Leben finden.
In der alten Werkstatt ihres verstorbenen Großvaters, der immer gerne alte Dinge repariert hat, trifft sie die Entscheidung, diese neu zu eröffnen. Sie möchte alte, ausgediente Dinge restaurieren und einer neuen Verwendung zuführen.
In der Werkstatt trifft sie auf den Handwerker Milan und seine Katze, die dort heimlich Unterschlupf gesucht hatten.
Dafne entscheidet sich, Milan als Hilfe einzustellen und bietet ihm die kleine Wohnung über der Werkstatt an.
Beim Stöbern findet Dafne eine sehr alte Taschenuhr mit Gravur, die wohl jemandem in ihrer Familie gehört haben muss.
Etwas später entdeckt sie in Milans Sachen eine identische Uhr. Beide Uhren sind zur selben Uhrzeit stehen geblieben.
Was hat das zu bedeuten und ist Milan nicht zufällig in ihrem Dorf?

Zitat, Seite 87:
„Ich repariere Dinge, um Erinnerungen zu erhalten, damit die Liebe nicht stirbt.“


Dafnes Geschichte beginnt sehr emotional. Man erfährt über eine frühere Erkrankung, dazu die Enttäuschung durch die unglückliche Liebesbeziehung. Das Leben hat es bisher nicht so gut mit Dafne gemeint. Daher habe ich ihren Schritt, in Rom alle Zelte abzubrechen, bewundert und auch für gut befunden. Dennoch machte Dafne anfangs auf mich einen sehr traurigen und glücklichen Eindruck. Erst die Arbeit mit den alten Dingen und das Gespür, das sie für diese Dinge und die damit verbundenen Erinnerungen der Besitzer hat, machen sie wieder glücklich. Das ist es offenbar, das sie tun möchte und das sie gut kann.
Sehr gut gefallen haben mir tatsächlich die Beschreibungen, was Dafne mit alten Dingen, wie einem Fass, einem alten Eiswagen oder auch alten Türen, macht. Das war sehr kreativ und toll beschrieben, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte.
Zwischen ihr und Milan scheint von Anfang an eine knisternde Verbindung zu bestehen, so dass sie sich eigentlich ziemlich vorschnell dazu entschließt, ihn als Mitarbeiter einzustellen. Aber manchmal gibt es ja tatsächlich solche Sympathien auf den ersten Blick. Die Anbahnung einer Beziehung zwischen den beiden stellt sich dann aber als schwierig dar und beginnt nur langsam.
Als sie dann bei Milan die Uhr entdeckt, beginnt sie zu recherchieren, wem diese Uhren gehört haben könnten und welche Verbindung Milan dazu haben könnte.
Bis diese Recherchen beginnen dauert es allerdings fast bis zur Hälfte des Buches, dabei ist das ja eigentlich das zentrale Geheimnis der Geschichte.
Nach einer Weile erzählt zumindest Dafnes Großmutter Clelia, wem die Uhr in ihrer Familie gehörte und was es damit auf sich hat.
Auch wenn ein Teil des Geheimnisses damit gelüftet ist, bleibt eine gewisse Spannung erhalten.
Milan allerdings gibt sich weiterhin geheimnisvoll und erzählt nur wenig über seine Familie und die Vergangenheit.

Es war durchaus fesselnd, die beiden zu begleiten und zu erleben, wie der Sommer sich neigt und es langsam Winter wird und dann auf Weihnachten zugeht.
Es soll noch viel passieren, das immer wieder neue Aspekte in die Geschichte bringt und damit für Abwechslung sorgt.
Alle Figuren sind liebevoll gezeichnet und passen gut in die Geschichte.
Besonders Dafnes Großmutter Clelia habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Sie ist eine sehr herzliche und gefühlvolle Frau, die alles für ihre Enkelin tut und ihr immer wieder lebenskluge Ratschläge und Denkanstöße gibt. In ihrem Haus muss man sich einfach geborgen fühlen.

Das kleine fiktive Dorf mit seinen Bewohnern entstand schnell bildlich vor meinem inneren Auge. Es war einfach schön und authentisch beschrieben und die Autorin hat sich dafür von realen idyllischen Orten, die sie kennt, inspirieren lassen. So ein schöner Ort hat sicher zu jeder Jahreszeit seinen Charme und macht Lust auf eine Reise durch die Toskana.

Dafnes Geschichte ist ein Wohlfühlroman, der ein bisschen Drama, Liebesgeschichte und ein Familiengeheimnis beinhaltet.
Die Mischung hat mir gefallen und sie ist gelungen, weil keines der Themen überzogen dargestellt wird.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und für schöne Lesestunden mit vielen unterschiedlichen Emotionen gesorgt.


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: familie, familiengeheimnis, liebe, vergangenheit, vertrauen   (5)
 

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familie, liebe, neuanfang, rügen, schwestern

Drei Schwestern am Meer

Anne Barns
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783955767877
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Das Weiß der Kreidefelsen und das Grün der Bäume spiegeln sich türkis im Meer – Rügen! Für Katharina verheißt die Insel Geborgenheit und Zuhause, seit sie nach dem Tod der Eltern gemeinsam mit ihren beiden Schwestern zu Oma Marianne gezogen ist. Inzwischen lebt Katharina als erfolgreiche Ärztin in Berlin. Viel zu lange hat sie ihre Oma nicht mehr besucht. Jetzt liegt diese im Krankenhaus. Plötzlich warten auf Katharina und ihre Schwestern eine Ladung frischer Heringe, die zu Omas leckeren Pfefferlingen verarbeitet werden müssen, jede Menge zuckersüßes Karamell und ein Familiengeheimnis, das ihrer aller Leben auf den Kopf zu stellen droht.  
(Kurzbeschreibung gem. Mira Taschenbuch

Leseprobe


Die Autorin:
Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in die Nähe einer guten Bäckerei. 
(Quelle: Mira Taschenbuch)


Meine Meinung:
Die drei Schwestern Katharina, genannt Rina, Jana und Pia verloren früh ihre Eltern und wuchsen bei ihrer Großmutter Marianne auf Rügen auf.
Rina ist Ärztin und lebt eigentlich in Berlin. Jetzt stehen ihr zwei Wochen Ferien bei der Oma auf Rügen bevor, in denen sie sich nach Ruhe, Sonne und Meer sehnt. Doch alles kommt ganz anders.
In Rinas Privatleben steht eine Veränderung an und dann bricht plötzlich ihre Oma bewusstlos zusammen. Rina ist glücklicherweise im Haus, kann ihre Oma reanimieren und diese landet im Krankenhaus auf der Intensivstation im künstlichen Koma.
Eine sorgenvolle Zeit beginnt für Rina, aber sie erhält Unterstützung durch ihre Schwestern Jana und Pia. Doch auch bei den beiden ist im Privatleben nicht alles so wie es sein sollte.
Doch die drei Schwestern halten zusammen, sind für einander da und kümmern sich gemeinsam um ihre Oma. Diese erwacht aus dem Koma und erzählt nach offenbar wirren Träumen merkwürdige Dinge, die die drei Schwestern auf die Spur eines Familiengeheimnisses bringen.

Die drei Schwestern sind ein tolles Team und haben mich schnell begeistert. Solch ein schönes Verhältnis unter Geschwistern wünscht sich sicher jeder. Die drei sind liebenswert, jede hat ihre Stärken und Schwächen und sie ergänzen sich prima. Und ganz besonders liegt ihnen natürlich ihre Oma am Herzen, bei der sie nach dem Verlust der Eltern aufgewachsen sind. Sie nennen sich selber „Drei Engel für Oma“ und tun alles, damit ihre Oma es künftig etwas leichter hat, wenn sie aus dem Krankenhaus kommen wird.
Besondere Nähe bekommt man zu Rina, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Ihre Gefühls- und Gedankenwelt wirkt real und glaubhaft, so dass ich fast das Gefühl hatte, eine gute Freundin erzählt mir ihre Geschichte. Aber auch Jana und Pia haben ihren Anteil an der Geschichte und alle drei sind liebevoll gezeichnet und charakterisiert.
Es gibt etliche Nebenfiguren, wie nette Nachbarn, Krankenhauspersonal und eine junger Hausarzt. Sie alle spielen mehr oder weniger wichtige Rollen und passen gut ins Gesamtbild.
Die Geschichte selbst ist unterhaltsam und es ist einiges los. Da geht es nicht nur um die Großmutter, ihre Krankheit und die Folgen sondern auch um einige Veränderungen im Leben der drei Schwestern und letztendlich auch um das große Geheimnis der Großmutter, das einiges verändert.
Ich habe mich mit den drei Schwestern um die Oma gesorgt, mit ihnen gelacht und sie beobachtet, wie sie Pläne schmieden.
Durch den schönen, mitreißenden Schreibstil hatte ich das Gefühl mit dabei zu sein und die Erlebnisse mit den Schwestern zu teilen.

Die Insel Rügen mit ihren Kreidefelsen, tollen Stränden, schöner Landschaft und charmanten Orten ist ein tolles Setting für die Geschichte. Durch die schönen bildhaften Beschreibungen hörte ich das Meer rauschen und spürte fast den Wind in den Haaren. Die Lust auf eine Reise nach Rügen im Sommer ist jetzt groß!

Auch Freunde von leckerem Essen kommen nicht zu kurz. Da gibt es Ofenfleisch, Heringe die zu Pfefferlingen werden, Karamell und Haselnusspaste. Wem da das Wasser im Mund zusammen läuft, der findet im Anhang zum Buch einige Rezepte.

Diese schöne Geschichte über drei Schwestern bietet neben sommerlichem Flair, guter Unterhaltung und einem schönen Schauplatz noch ein bisschen mehr. Themen wie Verlust, Trauer, Vergangenheitsbewältigung, familiärer Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft bringen viele Facetten in die Geschichte und haben mich auch an einigen Stellen nachdenklich werden lassen.
Auch wenn das Familiengeheimnis am Ende aufgelöst wird, was vielleicht ein bisschen zu einfach ging, bieten doch einige Dinge Möglichkeiten für eine Fortsetzung, auf die Anne Barns vielleicht irgendwann Lust hat. Ich würde mich darüber freuen!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: familie, liebe, neuanfang, rügen, schwestern   (5)
 

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1. weltkrieg, familie, familiensaga, verlag, vincenzi

Das Versprechen der Jahre

Penny Vincenzi , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 654 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442486731
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
London 1904: Lady Celia Lytton betört die englische Society mit ihrer Intelligenz und Schönheit zugleich. Sie ist die perfekte Gastgeberin, veröffentlicht im eigenen Verlag einen Bestseller nach dem anderen und genießt ihr junges Familienglück – ein privilegiertes Leben. Doch dramatische Ereignisse kündigen sich an, und als ihr Mann Oliver in den Krieg eingezogen wird, können die Lyttons nicht mehr die Augen vor der Realität verschließen. Die makellose Fassade bekommt erste Risse, und Celia beginnt zu verstehen, dass sie einen Preis zahlen muss, für die Entscheidungen, die sie getroffen hat, und die Geheimnisse, die sie bewahrt …  
(Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag

Leseprobe

Weitere Teile:
2. Die Stürme der Zeit (erscheint am 21. Mai 2018)
3. Die Stunde des Schicksals (erscheint am 16. Juli 2018) 


Die Autorin:
Penny Vincenzi (1939-2018) zählt zu Großbritanniens erfolgreichsten und beliebtesten Autorinnen. 1989 erschien ihr erster von insgesamt 20 Romanen, die sich weltweit über 4 Millionen Mal verkauften. Sie gilt als »Königin des modernen Blockbusters« (Glamour). 
(Quelle: Goldmann Verlag)


Meine Meinung:
Dieser Roman ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Familien-Saga und er deckt den Zeitraum der Jahre 1904 bis 1918 ab.

Wir lernen die junge Celia kennen, die sich gegen ihre Eltern, die dem englischen „Landadel“ angehören, durchsetzt und ihre große Liebe Oliver Lytton heiratet.
Der Familie Lytton gehört ein Verlagshaus in London, das von Oliver und seiner Schwester Margaret geführt wird.
Schon bald nach der Hochzeit beginnt Celia Interesse am Verlagswesen zu entwickeln und überredet schließlich ihren Mann, dort mitarbeiten zu dürfen. Nur das Führen des Haushalts lastet die junge Ehefrau nicht aus.
Es stellt sich heraus, dass Celia ein gutes Gespür für Bücher, neue Autoren und gute Geschichten hat und bald wird sie zur Lektorin ernannt.
Doch dann droht der 1. Weltkrieg und vieles wird sich verändern.

In diesem ersten Teil der Trilogie begleiten wir also die junge Celia in ihre Ehe, bei der Gründung einer Familie und den ersten Schritten im Verlagswesen bis zu den ersten Erfolgen.
Es war wirklich schön zu erleben, wie die junge Familie ihr Glück genießt und alles gut läuft.
Mir hat es als Bücherwurm natürlich besonders gut gefallen, dass das Familienunternehmen der Lyttons ein Verlag ist und es viel Einblick in die Verlagsarbeit der damaligen Zeit gibt.
Es wird auch ziemlich deutlich, welchen Stand eine (Ehe-)Frau zu dieser Zeit hatte. Dass eine Frau der Oberschicht berufstätig war, gehörte wohl eher zu den Ausnahmen. Neben repräsentativen Pflichten, der Führung des Haushalts und der Erziehung der Kinder gehörten eher karitative oder soziale Tätigkeiten zur Beschäftigung einer Frau.
Daher musste Celia viel Überredungskunst anwenden, um ihren Mann zu überzeugen, dass sie im Verlag mitarbeiten darf.

Es wird auch sehr deutlich, welche Standesunterschiede es zur damaligen Zeit in der Bevölkerung gab. Eine Mittelschicht gab es wohl kaum, eher nur reich und arm.
Die Jahre des 1. Weltkriegs verändern dann vieles und auch die Oberschicht muss um ihre Existenz kämpfen. Die Frauen tragen zu Hause die Verantwortung für alles während die Männer im Krieg sind.
Die Kriegszeit erleben wir allerdings überwiegend aus der Sicht der Frauen zu Hause während die Ehemänner die Greuel von der Front in Briefen berichten.
Allerdings werden auch die Folgen des Krieges deutlich und die Männer, die zurückkehren habe oft lange mit ihrem Kriegstrauma zu  kämpfen.
 
Neben Celia und Oliver Lytton gibt es noch viele weitere Personen, die es kennenzulernen gilt.
Da sind z. B. die Eltern von Celia sowie ihre Schwester, Olivers Schwester und sein Bruder, der mit seiner Familie in den USA lebt, die Kinder der Familien und noch etliche mehr. Das hört sich verwirrender an als es ist, denn die Personen werden nach und nach eingeführt und lassen sich dann im Verlauf gut einordnen. Zusätzlich gibt es aber auch am Anfang des Buches ein gutes Personenverzeichnis.
Mir haben alle Figuren gut gefallen, denn sie sind alle gut charakterisiert und passen in die Zeit. Zu allen konnte ich eine gewisse Nähe aufbauen, mit ihnen fühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Beim Lesen fühlte ich mich fast wie ein Familienmitglied.

Es werden viele Themen berührt, die Verlagsbranche, das Leben zu dieser Zeit allgemein, die Wirren des Krieges aber auch Liebe, Intrigen und Standesdünkel.
Geheimnisse, unerwartete Wendungen und Schicksale, bringen viel Abwechslung und Unterhaltung in die Geschichte.
Der Schreibstil ist sehr lebendig, mitreißend und auch ausdrucksvoll und hat mein Kopfkino angeregt. Ich könnte mir diese Saga auch gut als Verfilmung vorstellen.

Der Auftakt zu dieser großen Familiensaga ist sehr fesselnd, wunderbar erzählt und hat mich sehr gut unterhalten.
Ich freue mich auf die baldige Fortsetzung und die weiteren Schicksale der Familie Lytton!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: 1. weltkrieg, familie, familiensaga, verlag   (4)
 

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verlust, ulrike sosnitza, blumen, hoffnung, trauer

Hortensiensommer

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453422148
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln

Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Nur zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen ...
(Kurzbeschreibung gem. Heyne Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, liebt ihren Garten, auch wenn die Blumen dort meist nicht so wachsen, wie sie sich das vorstellt. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg.
(Quelle: Heyne Verlag)

Homepage der Autorin

Ulrike Sosnitza auf Facebook


Meine Meinung:
Johanna, selbständige Landschaftsgärtnerin, ist geschieden und lebt alleine in einem großen Haus mit Garten. Aus finanziellen Gründen ist sie gezwungen, die Einliegerwohnung unten im Haus zu vermieten.
Nach einer schlechten Erfahrung mit einer früheren Mieterin entscheidet sie sich nun für den Lehrer Philipp, der alleinstehend ist, als neuen Mieter.
Johanna lebt ganz zurückgezogen für sich, hat sporadischen Kontakt zu ihren Eltern und ihrer Schwester und gibt sich ansonsten mit Kontakten zu ein paar Nachbarn und ihren Kunden zufrieden. Wenn sie in ihrem Garten oder den Gärten ihrer Kunden arbeitet, sie gestaltet, pflegt oder gar neu anlegt, ist sie in ihrem Element.
Schnell ist klar, es muss ein schlimmes Ereignis in Johannas Leben gegeben haben, das sie so verschlossen werden ließ.
Philipp versucht einen freundschaftlichen, nachbarschaftlichen Kontakt zu Johanna herzustellen aber Johanna blockt anfangs nur ab.
Als es dann doch zu gemütlichen Abenden auf der Terrasse kommt, bei denen Philipp beginnt, ihr vorzulesen, taut Johanna langsam auf und beginnt Philipps Anwesenheit zu genießen und Gefühle zu entwickeln.
Doch dann kann sich Philipp endlich ein Umgangsrecht mit seiner kleinen Tochter Klara gegen seine Ex-Frau erstreiten und Klara verbringt Wochenenden bei ihm.
Johanna sieht rot, zieht sich zurück und bricht den Kontakt zu Philipp ab. Man kann schnell erkennen, dass Johannas Geheimnis etwas mit einem Kind zu tun hat, aber was genau passiert ist, erfährt man erst viel später.

Johanna und Philipp sind sympathische Protagonisten, deren Ausarbeitung und Charakterisierung gut gelungen ist.
Perspektivwechsel zwischen den beiden bei der Erzählung bringen jeweils Nähe und tiefe Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten.
Dabei bedient sich die Autorin eines einfühlsamen und lockeren Schreibstils, der mich schnell mitgenommen hat in die Welt von Johanna und Philipp. Die Themen sind nicht immer leicht sondern auch mal traurig und melancholisch aber es wird an keiner Stelle überzogen oder gar kitschig. Besonders die ernsten Themen behandelt die Autorin sehr gefühlvoll. Ich habe mit Johanna gelitten und war auch mal zu Tränen gerührt, konnte sie aber zu jedem Zeitpunkt gut verstehen und ihren Kummer und ihre Ängste nachvollziehen.
Die kleine Klara lockert mit ihrer kindlichen und erfrischenden, fröhlichen Art viele Situationen auf und sorgt auch für amüsante Momente.
Die vielen schönen Beschreibungen von blühenden und duftenden Gärten und Pflanzen sorgen für eine herrliche sommerliche Atmosphäre und ich hatte den Duft der Blumen förmlich in der Nase und hörte die Bienen summen.

Die Geschichte von Johanna und Philipp hat mich sehr berührt, denn sie zeigt, dass es immer einen Neuanfang gibt und egal wie schlimm das Schicksal es mit einem meint, es gibt immer wieder etwas oder jemanden, der die Sonne zurück ins Leben bringt und viele Gründe, das Leben doch wieder schön zu finden!

Dieses wunderbare Buch empfehle ich gerne weiter, denn es bietet einen schönen Mix aus bester Unterhaltung, nachdenklichen Momenten, sommerlichem Flair sowie vielfältige Themen und Emotionen.
Lesen und genießen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: liebe, neuanfang, sommer, trauer, vergangenheit   (5)
 

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geheimnisse, humor, intrigen, klatsch, charakterschwächen

Tausend kleine Lügen

Liane Moriarty , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404175437
Genre: Romane

Rezension:  
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familie, flensburg, küsten krimi, mord

Blutmöwen

H. Dieter Neumann
Flexibler Einband
Erschienen bei GRAFIT, 19.03.2018
ISBN 9783894255770
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Jeder, der Enno Brodersen kannte, wollte ihn tot sehen

Hochsommer an der Flensburger Förde: Bauer Brodersen liegt neben seinem Jagdgewehr tot im Weizenfeld. Wählte er den Freitod? Die desaströse finanzielle Lage des Hofes legt die Vermutung nahe. Zudem scheint außer der Witwe niemand um den Patriarchen zu trauern – nicht einmal seine Kinder.
In der alteingesessenen Bauernfamilie stößt Kommissarin Helene Christ auf einen Abgrund aus Hass und Vorurteilen, doch die fanatisch religiöse Witwe schweigt beharrlich. Mit fortschreitenden Ermittlungen tun sich immer mehr Fragen auf – und der Kreis der Verdächtigen wird nicht kleiner, sondern größer.

Der fünfte Fall für die sympathische Helene Christ. Im hohen Norden wird wieder ermittelt! 
(Kurzbeschreibung gem. Grafit Verlag)

Leseprobe


Der Autor:
H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr und in verschiedenen internationalen Dienststellen der NATO. Anschließend arbeitete der diplomierte Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der passionierte Segler ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Flensburg. 
(Quelle: Grafit Verlag)

Homepage des Autors

Der Autor auf Facebook und Twitter


Meine Meinung:
Dies ist bereits der 5. Fall für Kommissarin Helene Christ, für mich war es allerdings der erste, denn ich kannte die Reihe bisher nicht.
Daher kann ich sagen, dass man die Fälle durchaus unabhängig voneinander lesen kann und nicht zwingend die Reihenfolge einhalten muss.

Bauer Brodersen wurde offenbar mit seinem eigenen Jagdgewehr erschossen und liegt am Rand seines Weizenfeldes. Touristen finden ihn und der örtliche Dorfpolizist informiert die Kriminalpolizei.
Kommissarin Helene Christ und ihr Kollege Nuri Önal übernehmen die Ermittlungen.
War es Mord oder Selbstmord?
Offenbar gibt es kaum Personen, die um Brodersen trauern und viele, die ein Motiv haben könnten, ihn umzubringen.
Dazu kommt, dass der Brodersen Hof, ein Familienbetrieb, große finanzielle Probleme hat und wohl vor dem Aus steht.
Auch das könnte ein Motiv sein. Es gibt viel zu tun für die Kommissare, denn es müssen viele Personen befragt werden und viele Fährten bzw. Spuren sind zu verfolgen.

Helene Christ hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist gut gezeichnet, eine gewissenhafte Polizistin, die ihren Beruf ernst nimmt und immer die Wahrheit finden möchte. Es gibt auch kleine Einblicke in ihr Privatleben, was die Figur authentisch macht und sie abrundet.
Ihr Partner Nuri Önal gefiel mir dagegen nicht so gut.
Zu oft wurde mir hier erwähnt, dass er Migrationshintergrund hat und sich deswegen „dumme Bemerkungen“ gefallen lassen muss. Offenbar kompensiert er das damit, dass er sehr häufig den „bad Cop“ gibt und sich bei Befragungen oder Verhören sehr unfreundlich und harsch verhält.
Irgendwie hat mich das gestört.

Der Fall ist sehr undurchsichtig und die beiden Kommissare haben viel Mühe herauszufinden, ob es Selbstmord oder Mord war und wer der Mörder sein könnte! Natürlich werden auch Befragungen innerhalb der Familie durchgeführt, aber die sehr religiöse Witwe schweigt und blockt ab während von Sohn und Tochter, die beide nicht mehr auf dem heimischen Hof leben, auch nicht so sehr viel zu erfahren ist.
Schnell hatte ich den Eindruck, dass es da Geheimnisse in der Familie geben muss und ich sollte mich nicht täuschen.
Dadurch ist der Fall durchgehend spannend, denn es gilt ja einiges aufzuklären und viele Spuren zu verfolgen.
Die klassische Ermittlungsarbeit, die die Kommissare hier zu erledigen haben, hat mir gut gefallen und sie wurde auch glaubhaft und nachvollziehbar beschrieben.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Setting in Flensburg und in dem kleinen Dorf im Umland. Das Dorfleben, besonders der in einem Dorf oft übliche Klatsch und Tratsch, wurde gut dargestellt und für die Story genutzt.
Die Landschaft der Flensburger Förde und der Region ist anschaulich beschrieben und macht Lust auf einen Besuch dort.

Dieser solide Küsten-Krimi punktet mit einer sympathischen Kommissarin, vielfältigen Themen, wie Familiengeheimnisse, häusliche Gewalt und die schwierige Lage alteingesessener Bauernfamilien.
Ich hatte spannende Lesestunden und freue mich auf weitere Fälle mit Helene Christ!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: familie, küsten krimi, mord   (3)
 

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liebe, glück, münchen, neuanfang, pflegestelle

Barfuß im Sommerregen

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783734105531
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Komm, tanz mit mir ins Glück!

»Kostenloses Wohnen auf dem Bauernhof. Gegenleistung: Unterstützung unseres noch rüstigen Onkels Alfred.« Als Romy den Aushang im Supermarkt entdeckt, scheint das die Lösung all ihrer Probleme zu sein, denn die Singlemama aus München hofft auf einen Neuanfang auf dem Land. Alfred ist zwar wenig begeistert, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen Romy und ihm. Zusammen entwickeln sie dann auch eine Geschäftsidee, die dem Hof finanziell auf die Beine helfen soll – unterstützt durch Hannes, der Romy nicht gerade kaltlässt. Doch dann taucht der Vater ihres Sohnes auf und stürzt Romy in ein Gefühlschaos.
(Kurzbeschreibung gem. Blanvalet Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem äußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie ihre Schlafzeiten bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für Kino und TV (u.a. »Eine unerhörte Frau«). Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine Berghütten zum Schafkopfspielen.  
(Quelle: Blanvalet Verlag)

Homepage der Autorin

Angelika Schwarzhuber auf Twitter und Facebook


Meine Meinung:
Die alleinerziehende Romy sucht mit ihrem kleinen Sohn Tommi nicht nur ein neues Zuhause sondern auch einen Neuanfang.
Ihre beste Freundin und deren kleine Tochter, mit denen sie eine Wohngemeinschaft hatte, ist von München nach Wien gezogen und alleine kann Romy die Wohnung aus finanziellen Gründen nicht halten.
Daher sucht sie dringend eine neue preiswertere Unterkunft und einen Job.
Da erscheint ihr der Aushang im Supermarkt wie ein Wink des Schicksals. Angeboten wird kostenloses Wohnen auf einem Bauernhof mit der Gegenleistung einen älteren Herrn zu unterstützen.
Es stellt sich heraus, dass Nichte und Neffe von Hofbesitzer Alfred diesen Aushang gemacht haben und Alfred selbst, davon gar nicht begeistert ist.
Doch er lässt sich schließlich auf eine Woche „Probezeit“ ein und Romy darf mit Tommi einziehen.
Und dann beginnt für beide eine spannende Zeit der Veränderung …

Romy erzählt uns ihre Geschichte selbst in der Ich-Form, was viel Nähe zu ihr und ihren Gedanken und Gefühlen bringt.
Es wird schnell deutlich, dass Romy von Existenzängsten geplagt ist. Denn wenn sie nicht bald einen Job findet, wird es für sie und ihren kleinen Sohn schwierig.
Und so setzt sie ihre ganze Hoffnung darauf, dass sie den Job auf dem Bauernhof bekommt und dort wohnen kann.
Die Eingewöhnungsphase zwischen Romy und Alfred, dem Hofbesitzer, gestaltet sich schwierig, denn Alfred möchte eigentlich niemanden auf seinem Hof haben. Aber schon nach kurzer Zeit bemerkt er, dass es doch von Vorteil sein kann, etwas Hilfe im Haushalt zu haben. Auch die Anwesenheit des fröhlichen kleinen Tommi, der viel Freude am Landleben und den Tieren auf dem Hof hat, gefällt ihm zunehmend mehr. Es kommt immer wieder zu humorvollen und amüsanten Momenten.

Romy und Alfred sind zwei gut gezeichnete und authentische Protagonisten. Romy ist zielstrebig und gibt nicht auf, egal wie die Situation auch sein mag. Allerdings gibt es ein Erlebnis in der Vergangenheit, das ihr nachhängt und deshalb ist sie besonders vorsichtig und tut einfach alles für ihren kleinen Sohn.
Alfred zeigt sich anfangs als richtiger Grantler, wortkarg und nicht besonders freundlich. Aber mit der Zeit taut er auf und zeigt sein wahres Gesicht. Auch in seiner Vergangenheit, die in Einschüben rückblickend erzählt wird, gibt es ein Ereignis, das ihn geprägt hat.
Mir haben die beiden richtig gut gefallen und es war wunderschön zu erleben, wie sie sich annähern, besser kennenlernen, Vertrauen aufbauen und sich dann gegenseitig viel geben können.
Diese ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem älteren Mann und einer noch jungen Mutter hat mein Herz wirklich berührt.
Der kleine Tommi ist seinem Alter entsprechend kindhaft und sehr herzerfrischend dargestellt. Er bringt viel Abwechslung und schöne Momente in die Geschichte.
Und dann ist da auch noch der nette Hannes, der nicht nur in der gemeinsamen Geschäftsidee von Romy und Alfred eine Rolle spielt.

Die Schauplätze in der ländlichen Gegend eines kleinen bayerischen Dorfes waren sehr gut gewählt und anschaulich und beschrieben. Auch das Dorfleben mit all seinen Facetten ist gut dargestellt und trägt zur Wohlfühlatmosphäre bei.

Der Schreibstil ist insgesamt sehr locker, flüssig und vor allem ausdrucksvoll und bildhaft. Der Autorin, die auch Drehbücher für TV und Kino schreibt, gelingt es wunderbar, mein Kopfkino zu inspirieren.

Im Anhang des Buches gibt es noch einige Rezepte zu Gerichten, die in der Geschichte eine Rolle spielen. Auf der Homepage der Autorin werden diese auch vorgestellt und mit Bildern präsentiert.

Dieser wunderschöne Wohlfühlroman ist eine berührende Geschichte über Vergangenheitsbewältigung, Neuanfänge, Vertrauen und die Liebe. Die sehr gelungene Mischung aus bayerischem Flair, humorvollen und nachdenklichen Momenten und Romantik hat mich begeistert, bestens unterhalten und mit einem Lächeln am Ende zurück gelassen!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: liebe, neuanfang, vergangenheitsbewälltigung   (3)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, sommer, illegaler, luanne rice, mexico

Ein zitronengelber Sommer

Luanne Rice , Tina Thesenvitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783426515679
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Weite Sandstrände, lange Spaziergänge und duftende Zitronen sollen Julia während des Sommers in Malibu von ihren Sorgen ablenken. Denn auch Jahre nach dem Tod ihrer Tochter hat sie noch nicht ins Leben zurückgefunden. Doch dann lernt sie den Mexikaner Roberto kennen, der dort auf einer Zitronenplantage arbeitet und wie Julia den schweren Verlust seiner Tochter zu verkraften hat. Die beiden fühlen sich bald zueinander hingezogen und spenden sich gegenseitig Trost – aber Robertos Vergangenheit wirft noch immer dunkle Schatten …
(Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Luanne Rice hat in den USA zahlreiche Romane veröffentlicht und ist dort eine Bestsellerautorin. In Deutschland erschienen von ihr "Wo das Meer den Himmel umarmt", "Wo die Sterne zu Hause sind", "Wolken über dem Meer", "Wenn du mir nur vertraust" etc. Sie stammt aus Connecticut und lebt heute mit ihrem Mann in New York City.
(Quelle: Knaur Verlag)


Meine Meinung:
Julia „hütet“ über den Sommer die Zitronenplantage ihres Onkels in Malibu. Sie erhofft sich, dort zur Ruhe zu kommen, denn auch Jahre nach dem Tod ihrer Tochter und ihres Mannes ist sie noch in ihrer Trauer gefangen.
Auch Roberto, der Vorarbeiter auf der Plantage, verlor seine kleine Tochter. Er kam illegal in die USA und auf dem beschwerlichen Weg durch die Wüste verschwand seine kleine Tochter. Er weiß nicht, was mit ihr geschah, noch nicht einmal, ob sie überhaupt noch lebt.
Auch er trauert, aber in einer anderen Art und Weise als Julia, denn er ist dankbar, einen guten Arbeitsplatz gefunden zu haben und dadurch ein ordentliches Leben führen zu können. Aber das ungewisse Schicksal seiner kleinen Tochter setzt ihm natürlich sehr zu.

Julia und Roberto lernen sich auf der Plantage kennen und freunden sich an. Bald fühlen sie sich auch zu einander hingezogen, denn sie können jeweils die Trauer des anderen gut verstehen. Sie vertrauen einander ihre Geschichte und ihr Schicksal an und helfen sich so gegenseitig.

Es war sehr schön, Julia und Roberto zu erleben, wie sie sich sehr langsam annähern, gemeinsam ihre Trauer erleben aber auch schöne Momente zusammen haben. Alleine durch ihre Gespräche konnten sie sich gegenseitig viel geben, was auch zu einer guten Vertrauensbasis zwischen beiden und dann zu Liebe führte.
Mir waren beide auf Anhieb sympathisch und ich konnte ihre Empfindungen gut nachvollziehen.
Der Autorin ist es gelungen, die sehr emotionale Geschichte der beiden ohne Kitsch und Übertreibungen zu erzählen.
Gleichzeitig bietet der Schauplatz der Zitronenplantage eine wunderschöne Kulisse und verleiht der Geschichte ein schönes sommerliches Flair. Hier erlebt man einen kalifornischen Sommer abseits von Glamour und Großstädten.

Es ereignet sich viel im Laufe des Sommers und es gibt noch ein großes Ereignis, das alle in Gefahr bringt.
Aber für das entscheidende Ereignis sorgt schließlich Julia aus Liebe zu Roberto und das führt zu einem Ende, das ich so nicht erwartet hätte.
Ich weiß auch immer noch nicht, ob ich es mag, denn es lässt mich ein bisschen fassungslos, überrascht aber auch mit einem kleinen Lächeln zurück.

Dieser Roman ist eine schöne Mischung aus Sommer- und Liebesroman, gewürzt mit Romantik und ein bisschen Drama, erzählt in einem angenehmen und einfühlsamen Schreibstil.
Ein Roman für schöne und berührende Lesestunden!
 

Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: liebe, sommer, töchter, verlust   (4)
 

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familie, justiz, mord, strafverteidiger

Ein eindeutiger Fall

Andreas Hoppert
Flexibler Einband
Erschienen bei GRAFIT, 26.02.2018
ISBN 9783894255756
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Ein Prozess, der nicht zu gewinnen ist. Und ein Wiedersehen, das alles infrage stellt …

Marc Hagen übernimmt kurzfristig das Mandat eines verstorbenen Kollegen. Der Fall scheint klar: Rainer Höller hat seine Tochter Monja ermordet, die Indizien lassen keinen anderen Schluss zu. Monjas Mutter war ausgerechnet Hagens erste große Liebe – es kommt zu einem Wiedersehen.
Während sich der Anwalt tiefer in die Akten eingräbt, beginnt er zu zweifeln, ob der Fall tatsächlich so eindeutig ist. Denn Monja war längst nicht so unschuldig, wie ihre Mutter sie darstellt …
(Kurzbeschreibung gem. Grafit Verlag

Leseprobe


Der Autor:
Andreas Hoppert wurde 1963 in Bielefeld geboren. Nach seinem Jurastudium war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni/GHS Siegen, seit 1990 arbeitet er als Richter an einem Sozialgericht.
(Quelle: Grafit Verlag)


Meine Meinung:
Dies war mein erster Krimi des Autors und auch um seinen Protagonisten Marc Hagen.
Auch wenn man die Vorgängerbände aus der Reihe nicht gelesen hat, kann man diesem Krimi gut folgen, denn die wichtigsten Fakten um den Protagonisten werden immer wieder kurz erläutert.
Marc Hagen hat seine Tätigkeit als Anwalt eigentlich aufgegeben und seine Kanzlei aufgelöst.
Von einem Richter wird er gebeten, ein Mandat zu übernehmen, da der zuständige Verteidiger plötzlich verstorben ist. Nach kurzem Aktenstudium übernimmt er den Fall von Rainer Höller, der seine Tochter Monja ermordet haben soll, dies aber vehement bestreitet. Brisant an dem Fall ist, dass Ilka, die Mutter der getöteten Monja und Ex-Frau des Angeklagten, seine erste große Liebe war, die ihn damals aber verlassen hat. Sie tritt im anstehenden Prozess auch als Nebenklägerin auf. Es kommt natürlich zu einem Wiedersehen zwischen den beiden und in Rückblicken erfährt der Leser, wie sie sich damals kennengelernt haben und wie es zur Trennung kam.

Marc Hagen hat mir als Protagonist gut gefallen. Im Grunde seines Herzens ist er Anwalt und möchte für Gerechtigkeit sorgen. Deshalb versteht er das Mandat auch nicht als Pflichtverteidigung sondern versucht seinen Mandanten mit vollem Einsatz zu verteidigen. Auch wenn alle Indizien gegen seinen Mandanten sprechen, beginnt er zu recherchieren und stellt schnell fest, dass Monja nicht so ganz das "unschuldige" Mädchen war, wie ihre Mutter es darstellt. Es gibt durchaus andere Personen, die einen Grund gehabt hätten, Monja zu töten.
Mit viel Kreativität und ungewöhnlichen Ideen geht Marc Hagen vielen Spuren nach, um die Wahrheit zu finden.
Dabei berücksichtigt er nicht nur Fakten sondern auch Moral. Unterstützung erhält er durch die Assistentin seines verstorbenen Kollegen.
Mir hat die Ermittlungsarbeit von Marc Hagen gut gefallen, denn er arbeitet "trickreich" aber immer im Rahmen der Legalität. Der Autor verwendet etliche juristische Feinheiten und Begriffe, die auch für Laien gut dargestellt werden und authentisch wirken. Da er selbst Jurist ist, gelingt ihm das besonders gut.
Es gibt viele Wendungen und Überraschungen, falsche Fährten und andere die wiederum zu neuen führen. Dadurch ist ständig eine gewisse Spannung vorhanden und ich hatte keine Idee, welche Spur die richtige sein könnte und wer Monja letztendlich wirklich getötet hat.
Auch das Privatleben von Marc Hagen kommt nicht zu kurz, das nicht ganz unproblematisch ist. Da gibt es auch hin und wieder humorvolle Momente und Situationen.
Letztendlich gelingt es Marc Hagen die Wahrheit heraus zu finden. Die Auflösung bzw. das Ende war mir allerdings ein bisschen zu konstruiert, aber es war schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Dieser unspektakuläre eher ruhige Krimi bietet solide Krimikost und punktet mit einem gut gezeichneten Protagonisten, von dem ich gerne mehr lesen möchte!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: familie, justiz, mord, strafverteidiger   (4)
 

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ehe, flugzeugabsturz, killer, liebe, lügen

Solange du lügst

Kimberly Belle
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 16.02.2018
ISBN 9783841215116
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Inhalt:
Selbst eine perfekte Ehe hat ihre dunklen Seiten …

Iris führt eine harmonische Ehe – glaubt sie. Doch als ein Flugzeug abstürzt, in dem ihr Mann sitzt, obwohl er eine andere Maschine nehmen wollte, begreift sie, dass sie mit einem Lügner verheiratet war. Will hat ihr etwas vorgemacht, was seine Vergangenheit und seinen Job anging. Dann erhält Iris plötzlich Drohungen, die eigentlich nur von einem kommen können – ihrem angeblich toten Ehemann.  
(Kurzbeschreibung gem. Aufbau Verlag)

Leseprobe


Die Autorin:
Kimberly Belle hat im Marketing gearbeitet, bevor sie freie Autorin wurde. Sie lebte lange Zeit in den Niederlanden und pendelt nun zwischen Atlanta und Amsterdam.  
(Quelle: Aufbau Verlag)


Meine Meinung:
Iris und Will sind eigentlich ein Vorzeige-Ehepaar. Sie führen eine glückliche Ehe, bis zu dem Tag, an dem ein Flugzeugabsturz alles verändert.
Noch bevor sie von der Fluggesellschaft informiert wird, erhält Iris die Nachricht, dass ihr Mann unter den Opfern ist und den Absturz nicht überlebt hat.
Eigentlich kann das nicht sein, denn Will wollte nach Florida und nicht nach Seattle fliegen. Und doch steht er auf der Passagierliste des verunglückten Flugzeugs. Zu dem Schock und der großen Trauer kommen für Iris nun Fragen über Fragen. Wie kann das sein? Hat Ihr Mann sie belogen und warum tat er das? Sie beginnt zu recherchieren, denn sie wird keine Ruhe finden, ehe ihre Fragen nicht beantwortet sind.

Dieses Buch hatte mich sehr schnell in seinen Bann gezogen und dann einen richtigen Sog auf mich ausgeübt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und bin fast atemlos durch die Geschichte geflogen.
Denn wie Iris hatte ich auch ich ganz schnell viele Fragen. War Will wirklich an Bord des Flugzeugs? Warum hat er gelogen und dieses Lügenkonstrukt über sein Leben aufgebaut? Und wer schickt Iris diese mysteriösen Nachrichten und aus welchem Grund?
Protagonistin Iris erzählt uns die Geschichte in der Ich-Form, was viel Nähe zu ihr bringt. Ihre vielfältigen Emotionen, von Trauer über Hoffnung, Wut und Verzweiflung, sind gut bei mir angekommen und ich habe mit ihr gelitten. Aber ich konnte auch gut verstehen, dass sie der Sache auf den Grund gehen will und beginnt zu recherchieren. Iris ist Psychologin und geht die Sache trotz ihrer Gefühle sehr analytisch und strukturiert an, denn sie wird erst Ruhe finden, wenn sie weiß, was genau passiert ist. Doch je mehr sie heraus findet und je mehr Lügen ihres Mannes sieht aufdeckt desto verwirrender wird die Situation. Und sie fragt sich natürlich immer wieder, wieso sie in all den glücklichen Jahren mit ihrem Mann nie etwas bemerkt hat und wer ihr Mann nun wirklich war.
Dazu kommen Personen, die ihr beistehen und helfen wollen, aber wem kann sie trauen? 
Stück für Stück setzt Iris ein Bild vom Leben ihres Mannes zusammen aber viele Fährten bringen sie auch nicht weiter. Die Spannung ist dadurch ständig sehr hoch, manchmal unerträglich hoch, und die Ungewissheit lüftet sich kaum. Und immer wieder stellt sich die Frage, ob Will den Absturz doch überlebt haben kann.
Und so ist diese Geschichte ein großes Verwirrspiel, fast eine Jagd nach der Wahrheit und damit unglaublich fesselnd.
Das Ende bringt eine oder eher sogar zwei große Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Es war auch ein bisschen emotional, passt perfekt zur gesamten Geschichte und setzt einen Schlusspunkt mit Paukenschlag.

Dieser absolut fesselnde und hochspannende Psychothriller hat mich mit seiner starken Protagonistin und einem tollen, gut durchdachten Plot begeistert.
Auch wenn die Grundidee vielleicht nicht neu ist, wurde sie hier perfekt umgesetzt.
Der mitreißende und temporeiche Schreibstil und eine Story die unter die Haut geht machen das Buch zu einem perfekten Lesegenuss!


Fazit: 5 von 5 Sternen


© Fanti2412

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Tags: ehe, flugzeugabsturz, liebe, lügen, vertrauen   (5)
 
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