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The Ivy Years - Bevor wir fallen

Sarina Bowen , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.03.2018
ISBN 9783736304505
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Corey Callahan ist seit einem Unfall gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Ihren Platz am Harkness College will sie dennoch nicht aufgeben und gleichzeitig entkommt sie so auch ihren Eltern, die sie seit dem Unfall nicht mehr aus den Augen lassen.
Kaum im Wohnheim angekommen, lernt sie auch schon ihren neuen Nachbarn Adam Hartley kennen, der wegen eines gebrochenen Beines ebenfalls in den behindertengerechten Zimmer untergebracht wurde.
Die beiden verstehen sich auf Anhieb und ihre Begeisterung für Eishockey lässt bald eine Freundschaft zwischen ihnen entstehen.
Doch dann entwickelt sich langsam mehr zwischen den beiden, wäre da nicht Adams unglaublich beliebte, gutaussehende Freundin.

Meine Meinung:


Während Sarina Bowens „True North“ Reihe ja richtig gefeiert wurde, war es für mich das erste Buch der Autorin und ich war sofort begeistert.
Eine Protagonistin mit Handicap ist nun wirklich nichts, was man regelmäßig im New Adult Genre findet. Entsprechend war ich auch sehr gespannt, wie damit in der Story umgegangen wird.

Und ich kann sagen, dass ich sehr positiv überrascht war. Unsere Protagonistin sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl, was genau passiert ist, erfahren wir erst im Verlauf. Doch statt in Selbstmitleid zu ertrinken, ist Corey unglaublich tough uns witzig. Während ihre Eltern sich eher beschützend vor sie werfen möchten und gar nicht so recht wissen, wie sie mit ihr und ihrer Behinderung umgehen sollen, nimmt Corey ihre neue Beeinträchtigung mit Humor und kämpft sich zurück ins Leben.
Dass ihr das nicht immer so leicht gefallen ist, erfahren wir im Verlauf mehr als einmal und dem Leser wird erst mit Fortschreiten der Geschichte bewusst, was Corey eigentlich verloren hat.

Unser männlicher Protagonist ist Adam. Heißer, begehrter Eishockeyspieler mit gebrochenem Bein und deshalb zwangsweise für eine Saison außer Gefecht gesetzt und ins barrierefreie Wohnheim verfrachtet.
An Adam hat mir vor allem gefallen, dass er eben nicht dem typischen Klischee des eingebildeten Sportlers entspricht, sondern stattdessen ein richtig sympathischer, süßer Typ und vor allem richtig guter Freund für Corey ist. Er hat von Anfang an keine Berührungsängste gehabt und ihre Behinderung als etwas ganz normales angesehen.

Die beiden entwickeln Stück für Stück eine immer engere Freundschaft, die – wie sollte es anders sein – irgendwann in mehr umschwenkt. Richtig untypisch für New Adult war es aber eben keine Liebe auf den ersten Blick, sondern hat sich langsam und für den Leser absolut nachvollziehbar entwickelt. Richtig, richtig gut!

Natürlich wird’s aber noch mal kompliziert, denn Adam hat immer noch eine Freundin und ist immer noch der beliebte Sportler, während Corey nur das Mädchen im Rollstuhl bleibt. Und so bleibt es bis zum Ende spannend, obwohl das Buch auf den richtig großen Höhepunkt verzichtet.
Den braucht es allerdings auch nicht, denn das Buch macht den fehlenden Höhepunkt durch sympathische Charaktere, eine gut ausgearbeitete Story und ein tolles Setting wieder wett.
Zum Ende hin ging es mir dann allerdings doch ein wenig zu schnell und die ganze Problematik wird mir ein bisschen zu zügig abgearbeitet. Das ist jedoch nur ein ganz kleiner Kritikpunkt und ändert nichts daran, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat.

Das gibt's noch zu sagen:

„The Ivy Years – Bevor wir fallen“ von Autorin Sarina Bowen ist Teil eins einer vierteiligen Reihe, bestehend aus drei Prints und einem E-Book. Jedes Buch dreht sich um ein jeweils anderes Paar.

Fazit:

„The Ivy Years – Bevor wir fallen“ punktet durch unglaublich sympathische Charaktere und eine mutige Storyline. Trotz fehlendem Höhepunkt bleibt es bis zum Ende spannend. Sarina Bowen ist ein ganz besonderer New Adult Roman gelungen, der sich aus der Masse abheben kann. Sehr zu empfehlen! 

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1.646 Bibliotheken, 77 Leser, 0 Gruppen, 340 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Darum geht’s:

Die 17-jährige Ruby Bell träumt seit sie denken kann davon, irgendwann einmal in Oxford zu studieren. Ihr Traum kommt in greifbare Nähe, als sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College bekommt.
In Maxton Hall tut Ruby alles dafür möglichst nicht allzu sehr unter ihren reichen, verwöhnten Mitschülern aufzufallen.
Doch dann beobachtet Ruby etwas, das sie besser nicht gesehen hätte und plötzlich kennt ausgerechnet James Beaufort ihren Namen. James Beaufort, der inoffiziell die Schule regiert und dessen Familie zu einer der reichsten des Landes gehört.
Und während sie und James sich langsam näher kommen, wird Ruby immer tiefer in eine Welt gezogen, mit der sie nie etwas zu tun haben wollte.

Meine Meinung:

Ich war wahnsinnig gespannt auf die neue Reihe aus der Feder von „Begin Again“-Autorin Mona Kasten.
Zu Beginn der Geschichte lernen wir Ruby und ihre Familie kennen. Ruby, die mir sofort unglaublich sympathisch war. Ruby, die einen Faible für exzessives To-Do-Listen-Schreiben hat, genau weiß, was sie von ihrem Leben will und mit enormen Ehrgeiz darauf zuarbeitet.

Wir steigen mitten in die Geschichte ein. Ruby erwischt einen ihrer Lehrer in einer etwas prekären Situation mit einer Schülerin. Bei dieser Schülerin handelt es sich ausgerechnet um Lydia Beaufort – die Erbin des milliardenschweren Modeunternehmens Beaufort, immer im Fadenkreuz der Presse und Ziel diverser Skandale.
Und natürlich setzt ihr arroganter Zwillingsbruder und heimlicher König der Schule, James Beaufort, von nun an alles daran, Ruby zum Schweigen zu bringen.

Mona zieht bei James alle Register und erfüllt so ziemliche jedes Klischee, das man mit verwöhnten, reichen Jungen verbindet. Partys, Drogen, Frauen und glaubt sich mit Geld alles kaufen zu können und auch seine Kumpel stehen James dabei in nichts nach. Die Clique besteht aus zukünftigen Firmenerben und Blaublütern.

Ruby und James kommen sich langsam näher und wie zu erwarten, prallen zwei Welten aufeinander, die nicht zusammenpassen wollen. Die Geschichte wechselt dabei zwischen Rubys und James Perspektive und so erfahren wir mehr darüber, mit welchen unterschiedlichen Wertvorstellungen und Erwartungen sich die beiden konfrontiert sehen.
Mona gelingt es dabei gut, die beiden Welten aufzuzeichnen und entführt uns tiefer in die Gefühlswelt von James, dessen Weg schon von Kindestagen an für ihn vorgegeben war und der sich so in diesen Mustern gefangen sieht, das er jegliches Ziel in seinem Leben verloren hat. Und sie verdeutlicht uns, warum Ruby darum kämpft ihr Zuhause und Maxton Hall mit aller Macht voneinander zu trennen.

Beim Lesen habe ich richtig mit den beiden mitgelitten, besonders mit Ruby, die manchmal viel zu gut für die Welt scheint und hatte mehr als einmal das Bedürfnis, sie einfach mal fest zu knuddeln.
Die Protagonisten sind wahnsinnig gut ausgearbeitet und im Laufe der Geschichte gewinnt man einen immer tieferen Einblick in ihr Seelenleben, ihre Macken und Probleme.
Aber auch die Nebencharaktere bleiben nicht blass, sondern haben ebenfalls alle ihre eigene kleine Geschichte zu erzählen. Einige von ihnen sind mir dabei sehr ans Herz gewachsen, wie z.B. Rubys kleine Schwester oder ihre beste Freundin Lin und sogar James Schwester Lydia. Und dann sind da auch noch die anderen, die ich am liebsten in den nächsten Teich stoßen würde.
Aber auch hier stagniert die Geschichte nicht, denn die Nebencharaktere befinden sich genau wie unsere Protagonisten in einem ständigen Wandel.

Dem Leser wird beim Lesen ganz sicher nicht langweilig den Mona hält den ein oder anderen Plot Twist bereit und so bleibt es über den Verlauf des gesamten Buches spannend – und dabei wurde auch das Ende nicht verschont.

Einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich dann aber doch. Zwar war das Buch spannend und ein echter Pageturner, trotzdem waren manche Wendungen einfach zu vorhersehbar. Das Buch folgt den bekannten Strukturen eines New Adult Romans und so war das Ende letztlich auch nicht ganz überraschend. Da aber noch zwei weitere Bücher folgen, bin ich dennoch sehr gespannt, in welche Richtung die Geschichte sich noch entwickelt und wie Ruby und James den Graben überwinden wollen, der sie voneinander zu trennen scheint.


Fazit:

„Save Me“ ist ein gelungener New Adult Roman, der es schafft den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zu ziehen und einen danach mit dem Gefühl zurücklässt, einen Freund verloren zu haben. Ich habe mit Ruby und James gelacht, geweint und gebangt und kann gar nicht abwarten, wie die Geschichte der beiden weitergeht. Eine klare Leseempfehlung!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

2018, ein herz aus eis und schnee, märchen, rezension, rezensionsexemplar

Ein Herz aus Eis und Schnee

Karolyn Ciseau
E-Buch Text: 201 Seiten
Erschienen bei Selbstverlag, 27.02.2018
ISBN B07B1MJMD2
Genre: Fantasy

Rezension:

Darum geht’s:

Das Wüstenmädchen Farina wird als eines von 30 auserwählten Mädchen an den Königshof von Nascimur gebracht.
Hier sollen sie gemeinsam um das Herz des Prinzen buhlen, denn auf Prinz Eirik lastet ein Fluch. Nur ein Kuss seiner wahren Liebe kann ihn davor bewahren, an seinem 17. Geburtstag zu ewigem Eis zu erstarren und das Königreich in eine Eiszeit zu stürzen.
Doch Farina denkt gar nicht daran, sich in den Prinzen zu verlieben. Die Eiszeit, die für den Rest des Königreichs ein Fluch ist, ist für ihre wasserarme Wüstenprovinz ein Segen.
Aber das Herz hört nun mal nicht auf den Verstand und bald steht Farina vor einer schweren Entscheidung..

Meine Meinung:

„Es war einmal vor langer, langer Zeit ...“
„Wie lange?“
„Das sagt man so, Tochter. Alle Märchen beginnen mit Es war einmal.“
-Prolog


„Ein Herz aus Eis und Schnee“ ist mit knappen 300 Seiten ein eher kurzes Buch, wodurch der Einstieg umso rasanter ist. Ehe man sich versieht, steht man auch schon mit Farina in Adamantem am Königshof.
Hier lernen wir auch die anderen Mädchen kennen, die mit ihr an den Hof gereist sind und die Autorin schafft es wirklich jedem dieser Mädchen ein Gesicht zu verleihen, die flippige und grundehrliche Linda, Taylor, die gleich einen eigenen Fanclub mit an den Hof gebracht hat und die musikalische Elsa, die mit einem Stück auf der Violine beinahe jedes Herz zum schmelzen bringt.
Hier ist ordentlich Zickenpotential vorprogrammiert und Farina, die als einzige kein Interesse an dem Prinzen hat, brachte mich mit ihrer nüchternen Betrachtung des Ganzen manchmal wirklich zum Lachen.

Bald lernen wir auch Prinz Eirik und seine Familie näher kennen. Der Prinz, der bei Farinas Ankunft noch hochnäsig, eingebildet und wenig charmant wirkt, entpuppt sich während eines nächtlichen Bibliothek Besuchs schnell als einfühlsam und einsam. Denn der Fluch, der auf ihm lasten hat mehr als nur seinen frühen Tod zu folge, sondern verhindert auch, dass er engeren Kontakt zu anderen aufbauen kann.

Natürlich wäre das ganze kein romantisches Märchen, wenn Farina und der Prinz sich nicht bald näherkommen würden und während die beiden langsam eine Bindung zueinander aufbauen, hat Farina mit den Intrigen am Hof und im Königreich zu kämpfen.
Bald steht sie gefangen zwischen Königen und Fürsten, Krieg und Frieden und Farina muss sich entscheiden, ob sie ihrem Herzen folgt oder das Leben ihrer Landsleute rettet.

Dreihundert Seiten mögen vielleicht auf den ersten Blick kurz wirken, aber Karolyn Ciseau schafft es auf diesen Seiten trotzdem, eine unvorhergesehene Wendung nach der nächsten einzubauen und jedes Mal, wenn ich gerade dachte, Farina hat es geschafft, bliebt mir wieder das Herz stehen und ein neues Problem stand ihr im Weg. Das Buch bleibt dadurch wirklich von Anfang bis Ende hochspannend.

Wirklich sehr gefallen hat mir auch die Charakterentwicklung. Im Laufe der Geschichte. Farina erkämpft sich ihre neue Rolle, wird im Verlauf immer mutiger und selbstsicherer in ihrem Auftreten.
Während die Reihen der Mädchen immer kleiner werden und das Klima am Hof rauer, stechen auch unter ihnen einige Rollen immer mehr heraus und ich habe sie am Ende wirklich alle in mein Herz geschlossen.

Zum Schluss kann die Autorin mit einem sehr guten Worldbuilding punkten. Man bekommt einen guten Überblick über das Reich Nascimur und die verschiedenen Provinzen und versteht den Konflikt, der sich daraus ergibt.

Fazit:

Hat man „Ein Herz aus Eis und Schnee“ einmal angefangen, kann man es nur schwer wieder aus der Hand legen. Die Seiten fliegen nur so dahin und als Leser bangt man mit Farina und Prinz Eirik bis zur letzten Seite um ihr Happy End.
Uns erwartet eine abenteuerliche Reise voller Gefahren, Intrigen, Freundschaft und der wahren Liebe. Eine absolute Leseempfehlung! 

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347 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 140 Rezensionen

amazonen, d.c., dc comics, dtv, fantasy, griechenland, heldin, jugendbuch, krieg, kriegerin, kriegerin der amazonen, leigh bardugo, superhelden, superheldin, wonder woman

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen

Leigh Bardugo , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 06.02.2018
ISBN 9783423761970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum geht’s:

Diana ist eine Amazone. Die Prinzessin der Amazonen um genau zu sein. Trotzdem ist sie in ihrem Volk nicht richtig anerkannt. Also setzt sie alles daran, beim großen Wettlauf alle von ihren Fähigkeiten zu überzeugen.
Doch dann sieht sie am Horizont von Themyscira ein Schiff untergehen und als sie dann auch noch den Schrei eines Mädchens hört, verstößt sie gegen die oberste Regel der Insel – bringe nie einen Menschen auf die Insel.
Schneller als sie sich versieht, hat Diana nicht nur das Schicksal ihres eigenen Volkes in der Hand.

Meine Meinung:

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ich habe noch nie in meinem Leben einen Superheldenfilm gesehen, aber die Story von Diana klang so super, dass ich das Buch unbedingt lesen musste.
Und ich wurde absolut nicht enttäuscht, aber der Reihe nach:

Diana ist eine Amazone und die Prinzessin der Amazonen Insel Themyscira. Anders als alle anderen Amazonen, ist sie allerdings nicht durch eine Ruhmreiche Kriegshandlung auf der Insel gelandet, sondern wurde von ihrer Mutter – der Königin – erschaffen. Ein Makel unter dem Diana schon lange leidet, denn die anderen Amazonen erkennen sie nicht richtig als eine von ihnen an.
Beim großen Wettlauf auf der Insel will sie es nun allen beweisen und als Siegerin auf dem Podest stehen.
Doch dann kommt alles anders. Diana sieht am Horizont ein Schiff untergehen und hört die Hilferufe eines Mädchens. Und bringt es gegen alle Gesetze auf die Insel.

Kurze Zeit später beginnt die Erde zu beben und die eigentlich unsterblichen Amazonen werden plötzlich krank. Diana ahnt, dass das alles ihre Schuld sein könnte und die Schuld des Mädchens, das am Strand der Insel auf Dianas Rückkehr wartet.
Von da an beginnt ein wilder Wettlauf um die Zeit und Diana trägt das Schicksal unserer Welt in den Händen.


„Leider hatten ihre Mutter und ihre Tutorinnen sich mehr auf das konzentriert, was Diana die Düsteren Warnungen nannte: Krieg. Folter. Völkermord. Umweltverschmutzung. Fehlerhafte Grammatik.“ (S. 24)

Was ist Diana nur für eine Protagonistin? Von den anderen Amazonen völlig unterschätzt, lässt sie sich nicht ihres Mutes und ihrer Hoffnung berauben. Sie kämpft für ihre Überzeugung und würde dafür sogar ihr eigenes Glück aufgeben. Eine richtige badass Protagonistin. Noch dazu die Sprüche, die sie auf Lager hat. Ich bin verliebt!
Dann Alia – das Mädchen vom Strand, über die ich Euch gar nicht so viel verraten will. Aber auch sie macht echt eine wahnsinns Entwicklung durch. Bei ihr hat mich vor allem die Coolness begeistert, mit der sie der ganzen Lage gegenüber tritt. In so mancher Situation hätte ich gerne etwas von ihrem Galgenhumor.

Dann sind da noch die wirklich gut ausgearbeiteten Nebencharaktere Theo und Nim, die ich wahnsinnig tief in mein Herz geschlossen habe, weil sie so mutig und loyal sind. Auch sie erkämpfen sich im Verlauf der Geschichte immer mehr ihre eigene Rolle und sind am Ende meine heimlichen Helden.

Tja, und dann ist da noch Jason. Das hätte was werden können mit uns beiden. Wirklich..

„’Du bist ganz hübsch anzusehen, Jason Keralis. Aber du bist nun wahrlich nicht besonders einschüchternd.’ Er blinzelte. ‚Ganz hübsch anzusehen?’“ (S. 175)

Ich habe noch keinen der Wonder Woman Filme gesehen, bin mir aber ziemlich sicher, dass die Story aus dem Buch nichts damit gemeinsam hat.
Trotzdem erwartet den Leser hier ein richtiger Actionstreifen. Die Geschichte ist so voller Adrenalin. Eine Aufregung folgt auf die andere, so dass ich manchmal gar nicht zum Luftholen kam - geschweige denn zum Pause einlegen.
Immer wieder wurde ich total überrascht von einem Plottwist mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte und es blieb wirklich von Anfang bis Ende richtig spannend.
Die Charakterentwicklung gefällt mir super und ist absolut stimmig. Leigh Bardugo hat es auch schon in ihren anderen Büchern geschafft, dem Leser ein richtiges Bild ihrer Welt vors Auge zu malen und so auch in diesem Buch. Die Szenen sind sprachlich so gut dargestellt, dass man beim Lesen das Gefühl hat, mittendrin zu sein.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten kann ich wirklich kein schlechtes Wort über dieses Buch verlieren und auch die sind nun wirklich nicht der Rede wert.

Die Story um Diana konnte mich auf ihren 440 Seiten absolut begeistern und fest in ihren Bann ziehen!

Das gibt’s noch zu sagen:

„Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ ist der Auftakt der DC-Superhelden Reihe aus dem dtv Verlag.
Vier Bestseller Autoren haben sich zusammengetan, um die Geschichten rund um unsere Lieblingssuperhelden neu zu erzählen.
In der Reihe erscheinen außerdem noch:
- „Batman“ von Marie Lu (August 2018)
- „Catwoman“ von Sarah J. Maas (Dezember 2018)
- „Superman“ von Matt de la Pena (Frühjahr 2019)

Zusammenfassung:

Mit „Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ hat Leigh Bardugo eine absolut epische Story voller grandioser Helden erschaffen, die einem Actionstreifen von Anfang bis Ende in nichts nachsteht!
Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung und ein großartiger Auftakt der DC-Superhelden Reihe. 

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226 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

4 sterne, carlsen verlag, fantasy, hüterderfünfleben, hüter der fünf leben, jugendbuch, kanada, kitsch, leben, liebe, magisch, nicastevens, nica stevens, spannend, urban fantasy

Hüter der fünf Leben

Nica Stevens
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551316042
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
 Als ich „Hüter den fünf Leben“ im Buchladen entdeckte musste es einfach mit. Das Cover ist einfach total schön und der Klappentext verrät praktisch nichts – macht aber gleichzeitig total neugierig.
Entsprechend hatte ich erst einmal so gar keine Ahnung, wodrauf ich mich einlasse und worum es in der Geschichte gehen könnte.

Nica Stevens ließ mich allerdings nicht lange zappeln. Der Prolog wirft einen sofort mitten in die Geschichte hinein und spätestens jetzt wollte man unbedingt wissen, was es mit den Geschehnissen auf sich hat.
Und genau so spannend geht die Geschichte auch weiter. Da das Buch vergleichsweise wenig Seiten hat, bleibt gar keine Zeit für langweilige Lückenfüller.
Zu Beginn des Buches lernen wir Vivien und ihren Großvater kennen. Vivien bereitet sich gerade für ihren jährlichen Sommerbesuch bei ihrem Vater vor und das mag ihrem Großvater, bei dem sie aufwächst, so gar nicht gefallen. Trotzdem lässt sich die Enkelin des schwerreichen Mr. Campbell nicht aufhalten und so geht es stilecht mit dem Helikopter zu ihrem Vater, einem Ranger in einem kanadischen Nationalpark.

Hier lernen wir nun auch endlich unseren zweiten Protagonisten Liam kennen. In Kindheitstagen waren er und Vivien befreundet und wie es das Schicksal so will, landen er und Vivien, begleitet von Liams Vater auf einer Expeditionstour durch den kanadischen Nationalpark.
Spätestens hier hatte Nica Stevens mich. Die Wildnis ist einfach so hingebungsvoll beschrieben, dass ich kurz mein Handtuch auf dem Sofa ausgebreitet habe, bevor ich gemerkt habe, dass ich gar nicht mit am Bergsee sitze.
Nur Liam mag nicht so ganz in diese Idylle passen. Im Gegenteil: er ist abweisend, spricht kaum ein Wort mit Vivien und hält sich abseits der Gruppe. Irgendwann gibt Vivien es auf, sich um ihn zu bemühen, bis Liam von seltsamen Krämpfen geschüttelt wird..

Nica Stevens setzt viel auf Charakterentwicklung. Lässt sich Vivien am Anfang noch ordentlich von ihrem gebieterischen Großvater unterbuttern, entwickelt sie sich im Lauf der Geschichte zu einer immer tougheren Protagonisten. Und auch die Entwicklung zwischen ihr und Liam läuft nicht von jetzt auf gleich.

Die „fantastische“ Idee hinter den Hütern der fünf Leben ist wirklich mal was neues, was ich so bisher im Fantasy-Bereich noch nicht gelesen habe. Gerne hätte das ganze hier auch noch mal ausführlicher geschildert werden können. Ich hatte am Ende das Gefühl, eigentlich noch viel zu wenig darüber zu wissen.

Fazit:
Die Geschichte hält durchgehend ihre Spannung. Punktet mit gut durchdachten Charakteren, einer neuen interessanten Idee und einer anschaulichen Gestaltung. Vivien und Liam sind spannende und liebenswürde Protagonisten und auch die Nebenrollen bekommen ihren Platz in der Geschichte.

Nica Stevens hat mich mit ihrem neuen Buch sehr gut unterhalten und hätte der Geschichte gerne noch ein paar Seiten mehr spendieren dürfen, um an einigen Stellen noch mal ins Detail zu gehen.
Ich hoffe dann einfach auf die Fortsetzung – es gibt doch hoffentlich eine, oder?
Klare Leseempfehlung!

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

abenteuer, biomanten, dieb, diebe, empire of storms, fantasy, inselwelt, jon skovro, kaiser, kämpfen, krieger, kriegerin, magier, pakt der diebe, piraten

Empire of Storms - Pakt der Diebe

Jon Skovron , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453317857
Genre: Fantasy

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167 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

afrika, amerika, elefanten, familie, jodi picoult, liebe, medium, mutter, spiritualität, suche, tod, todesfall, trauer, unfall, vermisst

Die Spuren meiner Mutter

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 29.08.2016
ISBN 9783570102367
Genre: Romane

Rezension:

Wer Jodi Picoult kennt, weiß, dass sie eine Autorin für die schwierigen Themen ist. Meistens sind ihre Bücher vollgepackt mit Familientragödien, Dramatik und Gesellschaftskritik. Auch in diesem Buch hat sich Piccoult wieder an ein außergewöhnliches Thema herangewagt.

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, nachdem diese vor zehn Jahren verschwunden ist. Sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie einfach verlassen hat oder gar tot ist.
Also macht sie sich auf die Suche, den uralten Fall aufzurollen und bekommt dabei Unterstützung von Serenity einem Medium, das früher einmal für die Polizei gearbeitet hat. Jetzt allerdings ist sie davon überzeugt, ihre Gabe verloren zu haben. Begleitet werden die beiden von Virgil, der vor zehn Jahren als Ermittler am Fall von Jennas vermisster Mutter mitgearbeitet hat.
Alles in allem ein Trio, in dem jeder mit seinen eigenen Dämonen und Problemen zu kämpfen hat.

Picoult schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven, lässt neben den drei Protagonisten auch Jennas Mutter zu Wort kommen. Wie man es von ihr gewöhnt ist, schafft sie es dabei starke Charaktere zu erschaffen und verpasst diesen eine glaubhafte Geschichte, mit einer nachvollziehbaren Charakterentwicklung.
Mehr und mehr fügt sich die Geschichte so aus den unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen und gibt immer auch mal wieder Hinweise auf ihren Ausgang.

Auch die Elefanten zieren in dieser Geschichte nicht nur das Cover. Manchmal hat man sogar kurz das Gefühl, man würde in einem Lexikon stöbern, so viel lernt man im „vorbeilesen“ über die Dickhäuter. Das Elefantenreservat und seine Bewohner beruhen auf einem tatsächlich existierendem Reservat und lassen die ganze Geschichte dadurch sehr lebendig wirken. Trotzdem hat man nie das Gefühl belehrt zu werden. Im Gegenteil, es schafft einen sehr interessanten Zusatzaspekt innerhalb des Romans.

Trotzdem konnte mich dieser Roman nicht vollkommen überzeugen. Vielleicht bin ich auch ein wenig verwöhnt, aber ich bin von Jodi Picoult einfach besseres gewöhnt. Die Story war mir in vielen Teilen zu langatmig und zu vorhersehbar. Die Charaktere konnten mich nie so ganz mitreißen und der „übersinnliche“ Aspekt durch das Medium Serenity ist sowieso nicht so ganz meins.

Fazit:

„Die Spuren meiner Mutter“ konnte mich zwar nicht vollkommen mitreißen, ist aber dennoch ein sehr interessanter Roman. Wer auf der Suche nach starken, außergewöhnlichen Charaktere ist, ist hier richtig. Und ganz nebenbei gibt es auch noch eine ganze Ladung Elefanten-Romantik. Wenn einem das Setting und die Charaktere zusagen, ein lesenswerter Roman.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, magischer realismus

The Strange and Beautiful Sorrows of Ava Lavender

Leslye Walton
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Walker Books, 10.03.2014
ISBN 9781406348088
Genre: Kinderbuch

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108 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

1945, 2. weltkrieg, flucht, flüchtlinge, jugendbuch, jugendroman, katastrophe, krieg, kriegsdrama, nationalsozialismus, ns-zeit, ostpreußen, ruta sepetys, wilhelm gustloff, zweiter weltkrieg

Salz für die See

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560230
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Inhalt:
„Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Tausende Menschen flüchten aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Darunter Florian, ein deutscher Deserteur, Emilia, eine junge Polin, und Joana, eine litauische Krankenschwester. Eine Notgemeinschaft, in der jeder ein Geheimnis hat, das er nicht preisgeben will. Denn der Krieg hat sie Misstrauen gelehrt.
Im eiskalten Winter wählt der kleine Flüchtlingstrek den lebensgefährlichen Weg über das zugefrorene Haff. In Gotenhafen, so heißt es, warte die Wilhelm Gustloff, um sie nach Westen zu bringen. Doch auch dort sind sie noch lange nicht in Sicherheit.“ (Quelle: Verlag)


Meine Meinung:

Ich bin ehrlich. Ich lese wirklich selten Geschichtliches und vor allem wenn es darum um den zweiten Weltkrieg geht. Aber nicht, weil es nicht wichtig wäre. Gerade jetzt ist Ruta Sepetys Buch sogar wahnsinnig wichtig. Also habe ich mich rangewagt an ihr Werk, das auf kurzen 400 Seiten so viel Inhalt vermittelt.

Das Buch begleitet die fiktiven Charaktere Joana, Emilia und Florian auf der damals ziemlich realen Flüchtlingsroute Richtung Gotenhafen. Sie lernen sich auf der Flucht kennen und sind zusammen mit den unterschiedlichsten anderen Begleitern auf dem Weg Richtung Hafen, wo sie die rettenden Schiffe nach Kiel bringen sollen. Weg von der russischen Bedrohung, die ihnen dicht auf den Fersen ist.
Sepetys schreibt kurze Kapitel, in jedem davon kommt ein anderer Protagonist zu Wort. Komplementiert wird das ganze von Briefen des Matrosen Alfred an ein Mädchen in seiner Heimat, die er allerdings immer nur formuliert – aber nie abschickt.
Am Anfang war diese Aufteilung noch sehr verwirrend und ab und zu musste ich noch einmal eine Seite zurückblättern, um noch mal genau nachzulesen, wer denn nun wer ist. Aber schon nach wenigen Seiten ist man drin im Buch und Kapitel und Kapitel treffen die einzelnen Geschichten und Schicksale immer mehr zusammen.

Auf dem Weg der Flucht begegnen wir immer wieder ganz unterschiedlichen Emotionen. Angst, Verzweiflung, Einsamkeit und Trauer – aber auch Hoffnung. Zusammenhalt, Freundschaft, Zuneigung und Freude.
Diese Gefühle sind so mitreißend, dass man dem Roman sofort anmerkt, wie viel aufwendige Recherche in den Seiten steckt, wie persönlich betroffen die Autorin von der Thematik ist.
Die Geschichte ist so gut in die reale Begebenheit eingeflochten, dass man beim Lesen manchmal vergisst, dass nur ein Teil davon tatsächlich so passiert ist.

Wahnsinnig spannend fand ich auch die Charakterentwicklung. Haben wir am Anfang noch einen ganzen Haufen von Einzelkämpfern und Geheimniskrämern, so wachsen die Charaktere zum Ende hin immer mehr zusammen, kehren den guten Teil ihrer Selbst raus, den der Krieg so tief in ihnen allen verborgen hat.

Und letztendlich bringt das Buch auch eine ganze Menge Spannung mit sich, denn jeder der Mitreisenden trägt sein ganz eigenes Geheimnis mit sich und Sepetys lässt sich bis zum Ende Zeit, sie Stück für Stück zu enthüllen. Gerade wenn man glaubt, eine der Personen vollkommen durchschaut zu haben, wartet schon die nächste Offenbarung.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Wahrheit mit dem Tod der Überlebenden und Zeitzeugen verschwindet.
Bitte gebt ihnen eine Stimme.“
(S. 398)

Fazit:

„Salz für die See“ ist ein großartiges Jugendbuch – vielleicht eines der besten, das der Buchmarkt zur Zeit zu bieten hat. Diese Geschichte ist so wertvoll und berührend und passend für diese Zeit, in der der Krieg so alltäglich geworden scheint.
In ihrem Nachwort bittet Ruta Sepetys darum, die Stimmen der Zeitzeugen nicht zu vergessen und mit ihrem Roman hat sie einen ganz großen Schritt dazu beigetragen, dass genau das hoffentlich nicht so bald passieren wird.
Sepetys neues Jugendbuch ist ein Aufruf zu mehr Menschlichkeit, ein Aufruf gegen das Vergessen.
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben!

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Empire of Storms

Sarah J. Maas
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 08.09.2016
ISBN 9781619636071
Genre: Fantasy

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Herz aus Nacht und Scherben

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.10.2016
ISBN 9783570164501
Genre: Jugendbuch

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Throne of Glass - Königin der Finsternis

Sarah J. Maas , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717076
Genre: Jugendbuch

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Celaenas Geschichte 3 - Throne of Glass

Sarah J. Maas
E-Buch Text: 105 Seiten
Erschienen bei Deutscher Taschenbuch Verlag, 18.12.2013
ISBN 9783423421706
Genre: Jugendbuch

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Solo für Girl Online

Zoe Sugg , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570174463
Genre: Jugendbuch

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Der Winterkaiser

Katherine Addison , Petra Huber
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 13.10.2016
ISBN 9783596036189
Genre: Fantasy

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Slow

Winfried Hille
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 25.04.2016
ISBN 9783579086279
Genre: Sachbücher

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Mascha, du darfst sterben

Antje May
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 25.04.2016
ISBN 9783579086347
Genre: Biografien

Rezension:

⇢Zum Inhalt⇠

In „Mascha, du darfst sterben“ erzählt die zweifache, alleinerziehende Mutter – und gleichzeitig Autorin des Buches – Antje May von dem schweren Schicksal, das ihre Familie und ganz besonders ihre Tochter Mascha getroffen hat.
Wie so oft beginnt die schicksalshafte Veränderung im Leben der Familie an einem ganz normalen Tag. Mascha ist auf dem Weg zum Bus, als sie vor der Tür ihres Wohnhauses von einem Auto angefahren wird. Schnell wird die Diagnose schweres Schädel-Hirn-Trauma gestellt und Mascha und ihre Angehörigen müssen von nun an eine scheinbar endlose Kette medizinischer Behandlungen über sich ergehen lassen.

May beschreibt ihre Erlebnisse in dieser Zeit – angefangen am Unfalltag, über Intensivstation, Reha und Hospiz – bis hin zu dem Tag, an dem sie Mascha gehen lassen darf. Schon nach kurzer Zeit ist absehbar, dass Mascha vermutlich nie wieder volles Bewusstsein erlangen wird, sonder stattdessen in einem Zustand des Wachkomas verbleiben wird.

Der festen Überzeugung nach, dass Mascha in einem solchen Zustand nicht hätte weiterleben wollen, kämpft ihre Mutter für das Recht, sie sterben zu lassen.

Geschrieben hat die Autorin das Buch kurz nach Maschas Tod in Finnland, wo sie in einsamer Atmosphäre versucht, wieder zu sich selbst zu finden. Als Leitfaden benutzt sie dafür ein Tagebuch, das die Angehörigen während der Klinikzeit geführt haben. So wechseln sich innerhalb des Buches eher nüchterne Darstellungen medizinischer Vorgänge, mit sehr emotionalen und persönlichen Gedankengängen ab.

⇢Meine Meinung⇠

„Vor dem Tod habe ich keine Angst, aber vor dem Sterben“
(-Mascha; S. 24)

„Mascha, du darfst sterben“ – das sagt schon den Titel, soll nicht unterhalten. Es ist kein schönes Buch und es ist auch kein einfaches Buch. Es ist ein Buch, über ein lebensbedrohlich erkranktes Kind, geschrieben von eben jenem Menschen, der so dicht dran ist, wie nur möglich. Der Mutter.
Und es ist ein Buch geprägt von einer schweren Frage:
Können wir uns in Zeiten des medizinischen Fortschritts, vor dem Hintergrund unseres Menschenbildes, unserer Vorstellung von Ethik und Würde, ganz bewusst dafür entscheiden, einen Menschen sterben zu lassen – ein Kind sterben zu lassen?
Antje May glaubt, dass sie diese Entscheidung treffen kann, denn sie ist sich ganz sicher, dass ihre Tochter sich ein solches Leben nicht gewünscht hätte.
Sie kritisiert ganz bewusst Aspekte der modernen Medizin, hinterfragt deren Sinn und Nutzen.
In diesem Buch spürt man das enorme Leid, das sie und ihre Familie zu tragen haben, nicht nur durch die schweren Verletzungen ihrer Tochter, Schwester, Enkelin, sonder ganz besonders, weil sie das Gefühl haben, sie mit den lebenserhaltenden Maßnahmen ihrer Würde und ihres freien Willens zu berauben.

Maschas Mutter konnte die Entscheidung, sie gehen zu lassen, für ihre Tochter treffen, denn zum Zeitpunkt des Unfalls wusste sie durch zufällige Gespräche sehr genau, was ihre Tochter wollte.
Aber nicht jeder weiß genau, wie seine Liebsten zu diesem Thema stehen und meist weiß man es ja nicht einmal selbst so genau.
Auch genau darauf will May aufmerksam machen. Jeder Mensch sollte sich entscheiden dürfen, wie sein Lebensende auszusehen hat. Die Autorin selber musste um das Sorgerecht für ihr Kind fürchten, als sie den Wunsch, ihre Tochter sterben zu lassen, laut aussprach. Sie möchte, dass es nie wieder jemandem so gehen muss. Möchte dem Tod ihrer Tochter durch den Einsatz für ein bewussteren Umgang mit unseren Kranken eine Art von Sinn geben.

⇢Fazit⇠

Ein mutiges, kritisches und vor allem wichtiges Buch!
Es ist Teil unseres „Menschseins“, das wir uns nicht gerne mit dem Thema Tod auseinandersetzen, ganz besonders nicht mit unserem eigenen. Wenn er dann noch plötzlich und unerwartet kommt, sind wir schnell damit überfordert.
Die Autorin hat es geschafft tiefe – auch für Laien verständliche – Einblicke in die Reichweite moderner Medizin zu geben, ohne dabei ihren Mittelpunkt – das Leid des Menschen zu lindern – aus den Augen zu verlieren.
Und das heißt nunmal nicht immer nur, die Abwesenheit von Schmerz. Manchmal kann es auch Leid bedeuten, sein Leben nicht zu gestalten, wie man es sich erhofft hatte.
Mascha sagte zu ihrer Mutter: „Ich möchte Leben, nicht nur existieren“.
Es ist ein Appell, sich bewusster den Fragen der Moral und Ethik zu stellen.

„Was Mascha braucht, hat sie vor einigen Monaten selbst gesagt: „Dass jemand einem die Hand hält, wenn man stirbt.“
(S. 160) 

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Die Ungehörigkeit des Glücks

Jenny Downham , Astrid Arz
Fester Einband: 478 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 22.02.2016
ISBN 9783570102923
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt:
Die 17-jährige Katie, ihr 10-jähriger Bruder Chris und ihre Mum leben gemeinsam in einer kleinen Wohnung, die sie nach der Trennung der Eltern bezogen haben. Normalerweise folgt ihr Alltag einem ganz klar strukturiertem Plan – normalerweise. Denn eines Tages klingelt das Telefon. Am anderen Ende das Krankenhaus. Hier war kurz zuvor der Lebensgefährte von Katies Großmutter verstorben. Und nun steht ausgerechnet Katies Mutter als Kontaktperson in den Unterlagen des Krankenhauses und diese soll nun die Aufsicht für ihre an Demenz erkrankte Mutter übernehmen. Ihre Mutter, zu der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, die sie nicht einmal selber großgezogen hatte.

„Als ob ein Alien gelandet wäre. Echt, es war derart merkwürdig. Wie wenn ein uraltes Wesen von einem anderen Planeten mitten in Katies Leben aufgeschlagen wäre.“
(S. 9)

 Zu Beginn scheint das Chaos perfekt und keins der Familienmitglieder kann sich mit der neuen Situation so recht anfreunden. Denn Katies Großmutter Mary ist so schwer dement, dass alleine wohnen unmöglich ist und sie vorübergehend bei der Familie einzieht. Mary läuft Tag für Tag davon und scheint nach einem ganz bestimmten Ort zu suchen und alle sind mit der Situation überfordert. Dann nimmt sich Katie jedoch ihrer Großmutter an. Folgt ihr auf der Suche nach diesem ganz bestimmten Ort und beginnt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter in einem Buch aufzuschreiben.
Langsam finden Enkelin und Großmutter zusammen und auch der Rest der Familie findet wieder mehr zueinander.


Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Mit „Bevor ich sterbe“ hatte Jenny Downham schon einmal begeistert und hatte es geschafft, ein wirklich bedrückendes Thema mit viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität darzustellen. Diesmal nahm sie sich dem Thema Demenz an und der Problematik einen Dementen in die Familie zu integrieren.
Schnell war ich jedoch ziemlich ernüchtert. Das Buch war vollgepackt von problematischen Situationen. Demenz, eine zerrüttete Familie, ein alter Konflikt, eine Entwicklungsstörung, ein wenig geglücktes Coming-Out..
Die Themen wurden einem gleich zu Beginn der Geschichte geradezu um die Ohren gepfeffert. Und das wenig einfühlsam.

Da blieb es nicht aus, das einige Themen einfach zu schnell abgehakt waren oder gar nicht wirklich weiter verfolgt wurden. Das hinterließ oft einen fahlen Nachgeschmack. Die Situation war irgendwie ungeklärt.

Wenigstens die Hauptthematik des Romans – die Demenz der Großmutter – wurde in aller Ausführlichkeit besprochen. Die Autorin schaffte es gut, den inneren Kampf und die Verzweiflung zu beschreiben, mit der Mary zu kämpfen hat. Mehr als einmal weiß die alte Dame nicht einmal mehr, wer die Leute sind, mit denen sie gemeinsam wohnt. Immer wieder werden in kurzen Zwischensequenzen Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit beschrieben, was Marys Äußerungen für den Leser verständlicher machen.
All das scheint sich allerdings ewig hinzuziehen. Gefühlt bestehen die ersten 200 Seiten nur aus Spaziergängen und Café Besuchen, in denen die Großmutter ihre Geschichte erzählt. Es dauert lange, bis das Buch Fahrt aufnimmt. Für mich zu lange.


Fazit:
Nach „Bevor ich sterbe“ hatte ich wirklich hohe Erwartungen an dieses Buch, die es leider nicht erfüllen konnte. An ihren Bestseller kommt dieser Roman nicht heran. Über lange Strecken passierte gefühlt gar nichts und mit wurde beim Lesen schnell langweilig. Alles in Allem ist „Die Ungehörigkeit des Glücks“ allerdings kein schlechtes Buch. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig. Sie machen zum Teil sehr erstaunliche Entwicklungen im Laufe der Geschichte. Das schwierige Thema Demenz konnte Jenny Downham gut darstellen.
Wer einmal einen Blick in die Gedankenwelt eines Dementen werfen möchte, für den ist dieses Buch wirklich zu empfehlen.

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Großer Bruder Zorn

Johannes Ehrmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 11.03.2016
ISBN 9783847906018
Genre: Romane

Rezension:

⇢Zum Inhalt⇠

Wir sind in Berlin. Berlin-Wedding um genau zu sein und das Leben geht seinen Gang rund um den Bellermann-Platz. Das Buch beginnt damit, dass wir unsere vier Protagonisten kennenlernen. Völlig ungeschönt in ganz alltäglichen Situationen.

Als erstes Aris, den ehemals erfolgreichen Box-Promoter – jetzt kurz vor der Insolvenz stehend. Eine letzte große Fight-Night soll ihn vor dem Untergang retten, aber zuallererst muss er sich nach der letzten Nacht von einem höllischen Kater erholen und das, wo er doch eigentlich trocken war.
Aris ist die gescheiterte Existenz in seiner Familie, der Bruder ein gutverdienender Immobilienmakler. Umso schlimmer lastet jetzt der Druck auf ihm, dass es diesmal klappen muss. Er braucht die Einnahmen aus der Fight-Night dringen.
Als nächstes Serdar. Er arbeitet im Spätkauf seines Stiefvaters, träumt aber von der ganz großen Box-Karriere. Die Fight-Night soll es richten. Hier möchte er endlich entdeckt werden, endlich vernünftig Geld verdienen. Wäre seine Freundin Ella nur nicht am Morgen in den Laden gestolpert mit den Worten: „Ich bin schwanger“.
Jessi ist alleinerziehende Mutter und sitzt beim Netto am Bellermann-Platz an der Kasse. Mit dem Wenigen, was sie hat, versucht sie das Leben ihrer Tochter Line so gut wie möglich zu machen. Aber ein Schatten aus ihrer Vergangenheit – besser gesagt: ein Mann – lässt ihr keine ruhige Sekunde. Nur einer scheint es ihr angetan zu haben und das ist ausgerechnet Aris.
Als letztes ist da noch der Flaschenfascho, ein Pfandsammler mit bewegtem Leben. Er erzählt das Geschehen am Bellermannplatz aus seiner ganz eigenen Perspektive.

In „Großer Bruder Zorn“ begleitet der Leser diese vier Leben eine Woche lang. Immer mit der großen Fight-Night vor Augen. Hier sollen alle Geschichten irgendwie zusammenlaufen. Hier wartet das große Finale.

⇢Meine Meinung⇠

Dieses Buch ist Berlin. Sowohl die Protagonisten als auch die Sprache. All das könnte eins zu eins so passiert sein. Johannes Ehrmanns Roman hat einen ganz eigenen Stil. Sein ganz eigenes Klima. Wer schon einmal in Berlin war, wird sich bei der Beschreibung des Ballermann-Platzes sofort dorthin zurückversetzt fühlen. Hier wird das raue, das echte Leben beschrieben und genau so ist auch der ‚Ton‘ im Buch. Statt auf grammatikalisch richtige Satzstellungen oder Anführungszeichen wurde hier Wert auf die „Berliner Schnauze“ gelegt. Jeder spricht hier so, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Zugegeben, das – zusammen mit der teilweise recht stürmischen Szenenwechseln – war am Anfang eine echte Herausforderung für mich. Mir liegen Romane mit akribisch ausgearbeiteten Dialogen anscheinend einfach mehr. Aber umso mehr man in der Geschichte und ihren Persönlichkeiten versinkt, umso besser passt diese Sprache. Umso unpassender wäre alles andere.
In Ehemanns Roman darf man keine Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung erwarten. Die Protagonisten tragen nicht gerade kleine Päckchen mit sich herum und auch die ein oder andere Randfigur ist problematisch. Ehrmann konfrontiert mit dem echten Leben und zum Teil ist dies auch leicht überzogen.
Gerade Jessi ist mir im Laufe der Geschichte besonders ans Herz gewachsen und das ein oder andere Mal hätte ich mir gewünscht, dass alles irgendwie besser für sie läuft. Aber so ist es nunmal nicht.
Trotzdem war es bewundernswert mit anzusehen, wie sich die Protagonisten im Laufe der sechs Tage verändert haben. Wie sich ihre Leben und ihre Einstellungen unter dem schweren Druck, den sie alle irgendwo haben, wandeln.

Am Ende lässt und Ehrmann mit unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen zurück und das Leben in Wedding geht weiter seinen gewohnten Gang. Alles hat sich verändert, aber irgendwie auch nichts.

⇢Mein Fazit⇠

„Großer Bruder Zorn“ lässt und mitten in die dunkelsten Ecken Berlins hineinfallen. Es nimmt uns mit in die Leben von Menschen, die so ehrlich sind, wie ihre Geschichten. Ehrmann gelingt es die ganz besondere Atmosphäre dieses Ortes einzufangen. Für mich waren es zum Teil jedoch zu abrupte Szenenwechseln. Am Anfang brauchte es lange, in die Geschichte reinzukommen. Immer wieder wurden kurz Protagonisten vorgestellt, nur um dann gleich zum nächsten Protagonisten und der nächsten persönlichen Geschichte zu springen. Dennoch schafft er es am Ende alle einzelnen Geschichten zu einer Runden Story zu vereinen und schafft ein interessantes Ende, mit viel Raum zum eigenen Interpretieren.
Alles in Allem ein gelungener Roman. Den rauen Ton muss man allerdings mögen.

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It Ends With Us

Colleen Hoover
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 02.08.2016
ISBN 9781471156267
Genre: Sonstiges

Rezension:

"If you don't want to be with me...please tell me right now, Lily. Because when I saw you with him...that hurt. I never want to fell that again. And if it hurts this much now, I'm terrified to think of what it could do to me a year from now."
(S. 202)


Read first: Ich versuche diese Rezension so spoilerfrei wie möglich zu halten, trotzdem wird sich der ein oder andere klitzekleine Spoiler wahrscheinlich gar nicht vermeiden lassen. Wenn ihr also wirklich komplett voreingenommen in die Geschichte einsteigen wollt, empfehle ich Euch, das hier nicht zu lesen. 😊





⇢Klappentext⇠

"Lily hasn’t always had it easy, but that’s never stopped her from working hard for the life she wants. She’s come a long way from the small town in Maine where she grew up—she graduated from college, moved to Boston, and started her own business. So when she feels a spark with a gorgeous neurosurgeon named Ryle Kincaid, everything in Lily’s life suddenly seems almost too good to be true.

Ryle is assertive, stubborn, maybe even a little arrogant. He’s also sensitive, brilliant, and has a total soft spot for Lily. And the way he looks in scrubs certainly doesn’t hurt. Lily can’t get him out of her head. But Ryle’s complete aversion to relationships is disturbing. Even as Lily finds herself becoming the exception to his “no dating” rule, she can’t help but wonder what made him that way in the first place.

As questions about her new relationship overwhelm her, so do thoughts of Atlas Corrigan—her first love and a link to the past she left behind. He was her kindred spirit, her protector. When Atlas suddenly reappears, everything Lily has built with Ryle is threatened."
(Quelle: Goodreads)




⇢Zum Inhalt⇠

Wow, ich weiß gerade ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich war wahnsinnig gespannt dieses Buch zu lesen. Immerhin wurde es wirklich in den Himmel gelobt, die guten Bewertungen gingen durch die Decke und angeblich sollte es das beste Buch sein, das Hoover bisher geschrieben hat. Und ja, jetzt nachdem ich es gelesen habe, kann ich das bestätigen.

Aber erst mal zum Inhalt: Am Abend nach der Beerdigung ihres Vaters trifft Lily Bloom auf dem Dach eines Bostoner Hochhauses auf Ryle Kincaid.
Ryle, ein Neurochirurg und totaler Workaholic erzählt Lily, dass er absolut nichts von Beziehungen und Familie hält. Für ihn zählt allein die Karriere. In der Annahme, dass die beiden sich nach diesem Abend eh nicht wiedersehen werden, beginnen sie ein Spiel miteinander, das sich "Naked truth" nennt. Dabei erzählt jeder dem anderen eine wirklich nackte Wahrheit. Dabei erfahren wir nicht nur, dass Ryle auf One-Night-Stands steht und gerne einen mit Lily hätte, sondern auch viel über die ganz privaten und sensiblen Themen, die die beiden Protagonisten beschäftigen.
Etwas später am Abend trennen sich die beiden voneinander - ohne One-Night-Stand und ohne die Intention den jeweils anderen noch einmal wiederzusehen.
Jetzt springt das Buch sechs Monate weiter. Lily hat sich einen großen Traum erfüllt und ist dabei ihren eigenen Blumenladen zu eröffnen. Gerade als sie sich Sorgen macht, sich doch etwas viel vorgenommen zu haben, stolpert Allysa, auf der Suche nach einem Job, in ihren Laden. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut und so stellt Lily sie ein. Nicht ahnend, dass Allysas Bruder ausgerechnet Ryle ist.
Und so kommt eins zum anderen und die beiden begegnen sich erneut.

Während sich zwischen den beiden langsam etwas zu entwickeln scheint, erfahren wir noch von einem anderen Mann in Lilys Leben. Als Jugendliche hat Lily Tagebuch geschrieben und zwar kein normales Tagebuch, sondern einen Haufen Briefe gerichtet ausgerechnet an - Ellen DeGeneres.
Aus diesen Ellen-Tagebüchern erfahren wir von Atlas. Einem obdachlosen Jungen und Lilys erster Liebe.
Und wir erfahren nicht nur von ihm, sondern auch von einer Thematik, die sowohl Lilys Vergangenheit, als auch ihre Gegenwart stark beeinflusst (dazu allerdings hier nicht mehr).
Es kommt, wie es kommen muss und natürlich trifft Lily nicht nur erneut auf Ryle, sondern auch auf Atlas. Was sie in ein totales Gefühlschaos stürzt und die Beziehung zu einem der Männer entscheidend verändert.



"You saved my life, Lily," he said to me. "And you weren't even trying."
(S. 212)




⇢Meine Meinung⇠

Um nicht alles vorweg zu nehmen, möchte ich gar nicht so genau auf das Thema der Story eingehen. Einfach so viel:

Man merkt dem ganzen Buch an, das dies ein ganz persönliches Thema für Colleen Hoover war. Die Worte sind mit so einer Ehrlichkeit und so viel Wahrheit geschrieben, das es einem schwer fällt, die Gefühle, die man beim Lesen hat, zu sortieren und zu benennen.

Wir erleben die Geschichte durch Lilys Augen. Lily ist eine wirklich starke, intelligente, junge Frau, die in ihrem Leben schon allerlei Mist durchmachen musste. Trotzdem hat sie alles gut im Griff, ist mutig und traut sich, sich selbst zu verwirklichen.
Sie trifft auf Ryle, der seinerseits ebenfalls eine schwere Bürde zu tragen hat, diese aber ganz anders zu bewältigen versucht, als Lily. Trotzdem scheint bei den beiden auf den ersten Blick so viel zu passen.
Man kann gar nicht anders, als sich mit Lily in ihn zu verlieben, mit den beiden gemeinsam zu lachen und zu weinen.

Inzwischen dieser süßen Geschichte blicken wir tiefer in die Schatten aus Lilys Vergangenheit und lernen dabei auch Atlas kennen. Atlas hat genau so wie Ryle seine Reize, jedoch bin ich persönlich nie wirklich mit ihm warm geworden. Vielleicht weil er gerade dazwischen gestoßen ist, als ich völlig in der Lily&Ryle Story versunken war.

Als die Geschichte immer drastischere Wendungen nimmt, schafft Hoover es, ein Thema, bei dem es eben nicht nur Schwarz und Weiß gibt, in seinen hunderten Grautönen darzustellen.
Sie schafft es, uns Dinge verständlich zu machen, die man von außen gar nicht verstehen kann und will.
Und sie schafft es, ein Ende für etwas zu finden, für das ich bis zum Schluss kein Ende gesehen habe.
Sie schafft es eine so wundervolle Freundschaft entstehen zu lassen, wo die äußeren Umstände eigentlich keine zulassen.
Und sie schafft es, mich bis zur letzten Seite zu fesseln, nur um mich dann fallenzulassen.





⇢Mein Fazit⇠

Wer sagt, dass "It ends with us" das bisher beste Buch Hoovers Karriere ist, hat Recht.
Wer sagt, dass kein Buch von ihr je persönlicher war, hat ebenfalls Recht.
Wer das nicht glaubt, brauch nur einmal das Nachwort der Autorin zu lesen (das mich übrigens gleich noch mal zum Weinen gebracht hat).
Hoover hat ein so wichtiges, so aktuellen und gleichzeitig so schwieriges Thema aufgebracht und es mir Bravour in dieses Buch verwandelt. Es ist unglaublich, wie sie den Leser dabei Gefühle durchleben lässt, die man bei einem Buch nie geglaubt hat, so zu erleben.
Sie zeigt uns, dass das Leben eben nicht nur schwarz und weiß ist. Das es für manche Entscheidungen hunderte Graus gibt. Sie macht uns deutlich, wie wichtig es ist, unser eigenes Limit zu kennen und wie schwierig es ist, dieses erst einmal zu erkennen. Sie macht Mut und gibt Hoffnung.
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Wirklich jeder.





"I'll keep pretending to swim, when really all I'm doing is floating. Barely keeping my head above water."
-Lily

(S.217)


⇢"Keep swimming"⇠

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dtv, holly bourne, jugendbuch, liebe, liebesgeschichte, rezension, roman, seelenverwandte, this is not a love story

This is not a love story

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423716796
Genre: Jugendbuch

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1.452 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 188 Rezensionen

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Zurück ins Leben geliebt

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423740210
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vorweg: Ich bin ein riesen CoHo-Fan und eigentlich bekommt allein deswegen schon mal jedes ihrer Bücher 5 Sterne. Deswegen war es auch nur logisch, dass "Zurück ins Leben geliebt" schon Wochen vor Erscheinung auf meiner Vorbestellen-Liste stand.Und dann kam der langersehnte Tag und ich habe es sofort verschlungen.
Aber zuerst mal zum Inhalt:Tate zieht für ihr Studium zu ihrem Bruder nach San Francisco. Dort stolpert sie - im wahrsten Sinne des Wortes - bereits am ersten Abend über Miles Archer. Miles ist ein guter Freund von Tates Bruder und liegt betrunken in dessen Eingangstür. Nach diesem etwas holprigen Kennenlernen, stellen die beiden schnell fest, dass sie sich mehr füreinander interessieren. Allerdings auf ganz unterschiedliche Weise. Während Tate jedes Mal weiche Knie bekommt, wenn sie auf Miles trifft, will er eine rein körperliche Beziehung. Keine Fragen nach der Vergangenheit - kein Gedanke an eine gemeinsame Zukunft. Das sind Miles' Regeln. Und Tate lässt sich darauf ein.
#Meine Meinung:#Die Storyline klingt nicht neu. Mann will sich nicht auf eine ernste Beziehung einlassen, Frau will genau das unbedingt. Dann gibt es da noch irgendein Geheimnis in der Vergangenheit, das den Mann daran hindert sich auf eine neue Frau einzulassen, das SIE natürlich unbedingt aufdecken will, um ihn von seinen Dämonen zu befreien. Schwupps - schon haben wir einen Bestseller.
Soweit ist das ja auch gar nicht so schlimm. Bei der Vielzahl an Büchern, bleibt die ein oder andere 'ähnliche' Idee ja gar nicht aus - wenn sie denn gut ausgearbeitet ist.
Normalerweise liebe ich Frau Hoover für ihre komplexen und facettenreichen Charaktere, die alle ihre ganz eigene Vergangenheit zu haben scheinen. Nie hatte ich das Gefühl, einer der Protagonisten wäre nur halbherzig ausgearbeitet. So auch diesmal, aber anstatt, dass das auch so bleibt, scheint vor allem Tate im Laufe des Buches immer mehr von dem zu verlieren was sie ausmacht.
Tate, die eigentlich rund um die Uhr arbeitet, um sich durch einen Nebenjob das Aufbaustudium zu finanzieren. Die eigentlich starke Frau, die ohne Angst einen völlig fremden, stockbesoffenen Kerl aus ihrer Eingangstür räumt - nur um ihn dann herzlich wieder 'gesund' zu pflegen. Am Ende wird aus ihr Tate, die ständig anfängt zu heulen, die einem absoluten Arschloch immer wieder hinterherläuft und im Liebeskummer zerfließt. Schade! Eigentlich wäre hier soviel Potenzial gewesen.
Miles dagegen mimt das unnahbare Arschloch und zieht diese Rolle auch ganz gut bis zum Ende durch.Das Trauma seiner Vergangenheit jedoch - zu dem ich hier jetzt nicht mehr sagen möchte *Spoileralarm* - löst sich allerdings von Jetzt auf Gleich im Nichts auf. Unwahrscheinlich. Und gerade für Frau Hoover, die eigentlich dafür bekannt ist, kontroverse und kritische Themen in ihren Büchern zu behandeln, wirklich schade. Ihr fehlt eine saubere Auflösung.
Die Story im Allgemeinen ist eher flach. Genau genommen hat man über lange Passagen das Gefühl, dass eigentlich überhaupt nichts passiert. Naja, abgesehen von Sex, viel Sex - an die Ausarbeitung dieser Szenen hat CoHo sich mit Bravour gemacht.Aber ansonsten dümpelt einfach alles so vor sich hin. Sowohl die Geschichte zwischen Miles & Tate, als auch die parallel - aus Miles' Sicht erzählte Geschichte - 6 Jahre zuvor - keine unerwartete Handlung, kein plötzlicher Plotpoint. Einzig und allein die Art und Weise, wie aus Miles' Sicht erzählt wird. Eine lyrische Form - teilweise schon fast wie ein Gedicht, ist interessant. Passt allerdings meiner Meinung nach überhaupt nicht zu Miles und lässt ihn streckenweise schon beinahe fanatisch wirken. 
Am Ende gibt es dann erwartungsgemäß auch keine wirklich große Überraschung mehr und das Buch ist alles in Allem gerade mal Durchschnitt.
Mein Fazit:Liebe Frau Hoover, das können Sie besser. Deutlich besser, wie sie in vielen Büchern zuvor bereits bewiesen haben! Zwischen den Zeilen blitzte Ihr schriftstellerisches Talent immer mal wieder durch und für das nächste Buch wünsche ich mir wieder mehr davon. Alles in allem ist "Zurück ins Leben geliebt" jedoch kein schlechtes Buch, man kann es ohne schlechtes Gewissen lesen und wird vermutlich auch seine Freude daran habe. Eingefleischte CoHo Fans werden hier vermutlich aber nicht auf ihre Kosten kommen.

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2.650 Bibliotheken, 58 Leser, 5 Gruppen, 175 Rezensionen

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Origin - Schattenfunke

Jennifer L. Armentrout ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.12.2015
ISBN 9783551583437
Genre: Jugendbuch

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abgrund, beständigkeit, empfehlung, erde, lilly lindner, macht, mächte, philosophi, philosophisch, poesie, raum, rezensionsexemplar, roman, tod, zeit

Die Autobiographie der Zeit

Lilly Lindner , Lisa Wöhling
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426305409
Genre: Romane

Rezension:

Darum geht es:

„Die Autobiographie der Zeit“ erzählt die Geschichte von vier Jugendlichen vom Planeten Winter, die auserkoren wurden, auf die Erde zu kommen und dort eine der vier Mächte zu werden. Kevin – der Raum, David, die Beständigkeit und Shay, der Abgrund. Und dann gab es noch die namenlose Zeit. Genau diese Zeit erzählt uns über Jahrzehnte hinweg ihre Geschichte.
Die Zeit und ihre drei Begleiter begeben sich dabei wie normale Menschen unter die Erdlinge und berichten von der Schwierigkeit ihrer Aufgabe, der Grausamkeit unendlich zu sein und den tiefsten Abgründen der Menschheit.

Die Autorin:

Lilly Lindner kennen wahrscheinlich viele von ihrem autobiographischen Debüt ‚Splitterfasernackt‘. Für mich war dieses Buch das erste der Autorin, aber bereits der Klappentext reichte in diesem Fall aus, um zu erkennen, mit welcher unglaublichen Wortgewandtheit Lindner den Leser an sich fesselt.
Nachdem mich dieser Roman so begeisterte, habe ich mir gleich einige Leseproben ihrer anderen Bücher durchgelesen und war auch hier ausnahmslos begeistert. Allerdings werden Lindner-Kenner in diesem Buch schnell feststellen, dass der Schreibstil doch deutlich von dem ihrer anderen Bücher abweicht.

Illustrationen und Cover:

Ein richtiges Meisterwerk muss gar nicht mit dem ersten Wort beginnen. Manchmal reicht auch schon eine Illustratorin wie Lisa Wöhling, um den Leser von der ersten Sekunde nicht mehr loszulassen. Mit wunderschönen farbigen Zeichnungen voller Bedeutung schafft sie es, die zum Teil deprimierende Wahrheit der Worte zu durchbrechen und ihnen gleichzeitig noch viel mehr Bedeutung geben. Am liebsten hätte ich jedes Bild sofort an meine Zimmerwand gehängt.

Der Aufbau:

Lilly Lindner teilt ihr Buch in einen Prolog, drei Hauptteile und einen Epilog ein. Danach folgt eine Danksagung, die viel mehr noch einmal eine komplette Zusammenfassung des Buches in nur einem einzigen Text ist.
Die drei Hauptteile tragen die Namen „Der Anfang der Zeit“, „Der Ozean im Meer“ und „Das Ende der Zeit“. Jeder dieser Abschnitte besteht aus unterschiedlich vielen, teilweise nur einem Satz langen, Kapiteln.
Durch diese kurzen Kapitel lässt sich das Buch auch wahnsinnig schnell lesen und ist kürzer, als es auf den ersten Blick scheint.

Meine Meinung zum Buch:

„Der Mond erhängte sie an einem Stern, und alle dachten, es sei ein Naturphänomen. Dabei war er einfach nur traurig.“
(S.140)

Okay, also wer es bis hierhin noch nicht gemerkt hat: Ich bin begeistert! Sprachlos und gefesselt von dieser brutalen Ehrlichkeit und dieser unglaublichen Kenntnis vom Wesen der Menschen, mit der Lindner ihr Buch verfasst hat. Wer sich hier die Zeit nimmt, zwischen den Zeilen und hinter den Zeilen und vielleicht auch in sich selbst zu lesen, den erwartet ein literarisches Meisterwerk. Poetisch und gleichzeitig grundehrlich.
Das Buch bildet eine endlos lange Zeitperiode ab, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Immer wieder scheinen unerwartete Ereignisse und Charaktere die Geschichte der Zeit völlig zu verändern und so habe ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollen (zugegeben, ich habe das Buch auch nicht aus der Hand gelegt, sonder vielmehr in gerade mal zwei Stunden verschlungen.. ). Durch die Erzählungen der Zeit lernen wir nicht nur die Zeit selber, sonder auch ihre drei Begleiter besser kennen. Sie alle haben mit ihrem ganz eigenen Schicksal und der übertragenden Aufgabe zu kämpfen. Und umso mehr sie über uns – die Menschheit – erfahren, umso mehr scheint es sie zu verändern und bringt sie immer weiter weg, von dem Persönlichkeiten, die sie einmal gewesen waren – damals auf Winter.
Und auch eine andere, dem Menschen nicht ganz unbekannte Persönlichkeit, tritt auf den Plan und so verspricht dieses Buch zu keiner Zeit langweilig oder eintönig zu werden.


Mein Fazit:

Ich habe seit langem kein solches Buch mehr in den Händen gehalten. „Die Autobiographie der Zeit“ macht wütend und traurig, lässt wissend mit dem Kopf nicken. Sie macht betroffen und gibt Hoffnung. Denn egal was passiert, egal wer wir heute sind oder noch sein werden..
Irgendwann kommt eine neue Zeit.

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Der Sommer der Sternschnuppen

Mary Simses , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2016
ISBN 9783734102530
Genre: Liebesromane

Rezension:

Darum geht es:

Für Grace Hammond ist Ordnung nicht nur das Halbe, sondern definitiv das ganze Leben. Ein Rechtschreibfehler? Noch dazu für jeden ersichtlich? Unvorstellbar! Ein ungeordnetes Bücherregal? Ein Graus!
Umso schlimmer ist es für Grace, als die Welt, wie sie sie kennt, um sie herum zusammenbricht. Ihr Freund verlässt sie, sie verliert ihren Job und zu allem Überfluss ist auch noch ihre Wohnung vorübergehend unbewohnbar.
Also bleibt Grace nichts anderes übrig, als zumindest für eine Weile zurück zu ihren Eltern ins beschauliche Örtchen Dorset zu ziehen. Für Grace der Horror, nicht nur weil ihre Eltern ständig versuchen, Grace‘ Leben nach ihren Vorstellungen zu lenken. In Dorset passierte etwas, das Grace mit aller Macht zu vergessen versuchte und nun muss sie sich diesem unverarbeiteten Verlust stellen.
Aber nicht nur Grace ist zurück in ihrem Heimatdorf. Auch ihre Jugendliebe Peter hat es dorthin zurückverschlagen und er soll nicht der einzige Mann sein, der neu in Grace‘ Leben tritt.

Die Autorin:

Der Sommer der Sternschnuppen ist das zweite Buch, das von Autorin Mary Simses in der Random House Verlagsgruppe veröffentlicht wurde. Bereits 2014 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Der Sommer der Blaubeeren“ und obwohl auch der schon viel Lob erhielt, war ihr zweites Buch, mein erster Roman von ihr (Schande auf mein Haupt..).

Das Cover:

Danke, danke, danke liebe Coverdesigner von Blanvalet! Dieses Cover ist einfach so schön und so sommerlich, dass ich das Buch wirklich überall mit hingeschleppt habe, einfach weil es so Sommerlaune gemacht hat.

Meine Meinung zum Buch:

Sein wir doch mal ehrlich Mädels! Wenn wir uns im Sommer irgendwo auf den Liegestuhl wälzen und ein Buch aus der Strandtasche ziehen, dann wollen wir vor allem unterhalten werden. Wir wollen süße Typen anschmachten und für eine kurze Zeit vergessen, dass unser Liegestuhl im Wohnzimmer steht und es draußen schon seit zwei Wochen durchgehend regnet.
Mary Simses gibt und genau das. Normalerweise gefällt es mir überhaupt nicht, wenn eine Autor seine Szenen bis zum kleinsten Detail darstellt – wenigsten einen kleinen Raum für eigene Vorstellungen muss man mir schon lassen. Aber in diesem Buch ist es einfach absolut passend. Simses beschreibt die Schauplätze in Dorset mit so viel Liebe fürs Detail, dass ich die Seeluft auf der Zunge schmecke und den Apfelkuchen schon riechen kann. Mit jedem Wort wird man mehr und mehr in Sommerstimmung versetzt und auch die Männer zum Anschmachten baut die Autorin zu Genüge mit ein. Dabei ist wirklich für jede Leserin ein passender Verehrer dabei.
Grace ist dabei eine Protagonistin, die ich von der ersten Sekunde an in mein Herz geschlossen habe. Man weint mit ihr, wenn sie einen Stück für Stück weiter in ihre Geschichte einsehen lässt, man lacht mit ihr, wenn ihr völlig verrückter Ordnungswahn sie in die unvorstellbarsten Situationen bringt und man verflucht mit ihr alles und jeden, als die Geschichte es einfach nicht gut mit ihr zu meinen scheint.
Aber nicht nur Grace hat mich in ihren Bann gezogen. Auch die Nebencharaktere haben alle eine ganz eigene Geschichte und die ist in jedem Fall so gut ausgearbeitet, dass man das Gefühl hat, jedem von ihnen ins Herz zu blicken.
Die Geschichte ist abwechslungsreich und hält einige Überraschungen bereit, auch wenn ihr endgültiger Verlauf durch irgendwie sehr vorhersehbar ist. Das stört beim Lesen aber überhaupt nicht und macht das Buch auch nicht langweilig. Und zumindest kurz vor Ende lässt uns Simses noch mal alle die Luft anhalten.

Mein Fazit:

Wer „Der Sommer der Sternschnuppen“ ließt, darf kein literarisches Meisterwerk erwarten und auch wer eine neue außergewöhnliche Story sucht, ist hier Fehl am Platz. Für alle anderen ist das Buch allerdings die perfekte Sommerlektüre. Die Geschichte nimmt uns mit in einen aufregenden Sommer, lässt uns die Sonne auf der Haut spüren und gibt uns einen abwechslungsreichen Plot, ohne dass man viel nachdenken muss. Leichter Lesestoff, der einfach Spaß macht. Klare Leseempfehlung!

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