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vampire, vampir, vampir krimi, vampir fantasy, dämonenjäger

Das Gesetz der Vampire

Mara Laue
Flexibler Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 20.11.2010
ISBN 9783940036070
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ashton Ryders Leben, das er aus tiefer Überzeugung dem Polizeidienst und seiner Lebensliebe gewidmet hat, entwickelt sich zu einem Alptraum. Bereits seit ein paar Tagen vermutet er, das seine Frau fremd geht, sie zumindest unglücklich ihrer Beziehung ist. Sie entzieht sich ihm wo es nur geht, wirkt abwesend und ihr Gesicht ist von einer kühlen Blässe geprägt. Doch dann geschieht das Unglaubliche. Ashtons Frau wird im Ehebett ermordet, doch der Täter ist kein Mensch.
Ashton Ryder muss sich der Wahrheit stellen, das die Welt nicht mehr der Ort ist, den er zu kennen glaubte…

In Zusammenarbeit mit „Protector“, einer Vampirjägerorganisation, die auf technisch höchstem Niveau arbeitet, beginnt Ashtons Jagd auf einen der ältesten Blutsauger der Welt. Jahrhunderte lang wandelte dieses Wesen schon auf Erden, doch den Jägern von „Protector“ ist es kein einziges Mal gelungen dem gerissenen Vampir einen Pflock auf die Brust zu setzen. Doch Ashtons Rachedurst soll sich bezahlt machen. Als das Wesen der Nacht erneut auf der Suche nach weiblicher Beute umherstreift, gelingt es Ryder sich an dessen Fersen zu heften. Holz trifft auf Herz und der Bluttrinker zerfällt zu Staub. Ashtons Vergeltung war erfolgreich, doch der Lohn für seine Mühen ist die Nacht selbst.
Die Frau, welche Ashton für die Vampirbeute hielt, entpuppt sich als dessen Geliebte. Die Rache des Jägers, der seine Geliebte verlor, endet in der Rache einer Geliebten, die ihren Vampir verlor. Um den Untotenjäger für seine Tat bezahlen zu lassen, verwandelt ihn die Vampirwitwe in einen der Ihren. Von Selbsthass auf sein neues Ich und Suizidgedanken geplagt muss Ashton Ryder erkennen, das er das Ausmaß der Vampirpopulation bisher völlig unterschätzt hatte und nicht nur das.
Die Welt wird von weit mehr bevölkert, als nur den nächtlichen Bluttrinkern und in ihren Reihen existieren Wesen, denen Menschenblut nicht genug ist, solange es nur in schmalen Rinnsalen fliesst. Der grösste Feind der Menschen und der Vampire stammt selbst aus den Reihen der Bluttrinker und ihm geht es um die ganze Welt…

Nach ihren zahlreichen Veröffentlichungen im Genre der Phantastik, beispielsweise die Onlineserie "Sukkubus", legt Mara Laue mit Das Gesetz der Vampire den Auftakt zu einer neuen düsteren Urban Fantasy-Krimi Trilogie vor. Wer hier eine übernatürliche Schmachtromanze a la Stephenie Meyer vermutet, liegt jedoch falsch. Dieser Vampir Roman besticht zum einen durch eine Krimihandlung in den übernatürlichen Kreisen dieser Welt und zum anderen durch den Prozess des Vampirwerdens von Ashton Ryder, welcher ihm zutiefst zuwider ist.
Obwohl die Hauptfigur und ihre Motivation nicht gerade als wagnisreiche Kreation beschrieben werden können, entwickelt sich ein zügiges Abenteuer in den Vampirkreisen Amerikas, welches durch seine Einblicke in die geheime Parallelgesellschaft der Bluttrinker und anderer Wesen, zu einer spannenden Lektüre wird. Besonders begeistern dürfte Sam, die leider nur eine Nebenrolle einnimmt, da sie ihre Verankerung in der fantastischen Onlineserie "Sukkubus" hat. Aber wenn die Dämonin auf den Plan tritt, geschieht dies stets unerwartet und reichlich temperamentvoll. Ein tolles und höchst unterhaltsames i-Tüpfelchen in diesem Krimi, das durch seine Launen, Ecken und Kanten zu überzeugen weiss.
Die Vampirgesellschaft als solche besitzt eine interessante eigene Gestaltung, mit sesshaften Kolonien und messerscharfen Gesetzen. Sehr gelungen ist der Flair dieser Wesen, welcher stets etwas uraltes und faszinierendes in sich birgt, auch wenn sich diese Jahrhunderte alte Wesen hervorragend an die Moderne angepasst haben.
Für die Fortsetzung der Trilogie (Göttin der Finsternis und Sanktuarium) drängt sich der Wunsch nach einer stärkeren Einbeziehung andere fanatstischer Lebewesen und ihrer Kulturen förmlich auf. Diese finden zwar bereits in Das Gesetz der Vampire Erwähnung, gerade dadurch konnte die Autorin aber eine Neugier auf die Gesellschaften der Werwölfe, Dämonen, Hexen Magier,… wecken.

Wer einen etwas anderen Vampir Roman sucht, einen flotten fantastischen Krimi mit düsterer Note, eine feinen Liebesgeschichte und mysteriöse Urban Fantasy, darf hier gerne zugreifen. Die Trilogie verspricht grosse Ereignisse mit einer spannenden Geschichte und kündigt diese in Das Gesetz der Vampire mit blutiger Feder an.

Mara Laues Das Gesetz der Vamire – Ein Phantastik Krimi mit okkulter Färbung und düsterer Note. Kriminalistische Ermittlungen im verborgenen Reich der Vampire, durchaus blutig und mit kämpferischer Action. Hier liegt ein gelungener Auftaktband, um Ashton Ryder, den Vampir und Jäger übernatürlicher Schurken, vor. Moderne Phantastik mit Spannung und eigenständiger Ausformung.

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Tags: fantasy, krimi, mara laue, okkult, phantastik, urban fantasy, vampir, vampir buch, vampir fantasy, vampir krimi   (10)
 

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horror, phantastik, ravencraft, kannibalismus, horror / dunkle phantastik

Im Zentrum der Spirale

Cecille Ravencraft
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 20.09.2010
ISBN 9783940036063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es war tief in der Nacht als Thomas seinen letzten verzweifelten Versuch unternahm per Anhalter von der Landstrasse aufgelesen zu werden. Nach etlichen Fehlschlägen, hatte sich jedoch ein älteres Ehepaar ein Herz gefasst und liess den durchnässten Mann einsteigen. Müde, hungrig und klitschnass liess sich Thomas von der freundlichen alten Frau, die mit ihrer runden Brille, die an eine kleine Eule erinnerte, und ihrem mürrischen Mann durch die dunkle Landschaft kutschieren. Als Thomas von einem kleinen Nickerchen auf der Rückbank erwachte, fand er sich jedoch nicht an irgendeiner Strassenecke in der Stadt wieder, sondern vor dem kleinen, gemütlich wirkenden Häuschen der Moersfields und ahnte nicht im entferntesten, das ihn ein kannibalistischer Kult zu Tisch bittet…

Mrs Moersfield umsorgt Thomas, wie dies nur eine liebenden Mutter vermag. Eigentlich wollte Thomas die Einladung des Ehepaars gar nicht annehmen, eigentlich wollte er nicht im Bett ihres verstorbenen Sohnes schlafen und eigentlich wollte er sich auch nicht so verwöhnen lassen. Aber er liess es geschehen und genoss die Tage bei den Moersfields. Die Ereignisse vor ein paar Nächten, hatten es nötig gemacht einen Unterschlupf zu suchen und für eine Weile von der Bildfläche zu verschwinden und so stellte sich das heimelige Haus des alten Ehepaars und ihre wohlwollende Pflege nicht nur als praktisch, sondern auch als überaus behaglich heraus. Thomas schlief seit langem mal wieder in einem weichen Bett, trug gewaschene Kleidung und bekam von Morgens bis Abends die köstlichsten Leckereien serviert, besonders die Braten, Würste und Steaks seiner Gastgeberin schmeckten schlichtweg göttlich. Solch ein Fleisch hatte Thomas noch nie geniessen dürfen…

Einem Betrachter von aussen wäre aufgefallen das Thomas in den Tagen bei den Moersfields erheblich zugenommen hatte, er hätte gar den sonderbaren Gedanken fassen können, das der junge Mann von der liebreizenden alten Frau gemestete wurde. Aber es gab keinen aussenstehenden Betrachter. Das Haus der Moersfields lag ein bisschen abseits und die Fenster waren rund um die Uhr verschlossen. Die Nachbarfamilie mit ihren junge Kindern hatte es aufgegeben mit den Moersfields Kontakt aufzunehmen, nachdem die sanftmütige Mrs Moersfield der Schlampe von nebenan klar gemacht hatte, das sie sich gefälligst verpissen solle. Ja, so waren sie, die Moersfields, ein Herz und eine Seele und das Flittchen aus dem Nachbarhaus mit ihren Rotzlöffeln würde irgendwann auch daran glauben müssen.

War das alte Ehepaar lediglich ein wenig kauzig und schrullig auf ihren alten Tagen geworden? Thomas war sich da nicht mehr so sicher. In das behagliche Leben als Ziehsohn, mit den überproportionierten Mahlzeiten, hatte sich eine merkwürdige Note geschlichen. In seinem Zimmer gab es einen Stapel Videos, die er gucken durfte, jedoch waren sämtliche Liebes- und Erotikszenen herausgeschnitten. In der Küche hingen kuriose Spruchbänder wie „Ohne Agonie erhöhst du Dich nie“, das Haus durfte er nicht verlassen, kein Fenster öffnen und den Keller nicht betreten. Zudem besassen die Moersfields einen unglaublich grossen Kühl- und Gefrierschrank und horteten Kühltaschen, als würde deren Produktion morgen eingestellt werden. Genau so ungewöhnlich waren die Kisten mit Klamotten. Zahllose Kartons mit Kleidungsstücken, ausschliesslich für Männer und Jungs, aus den unterschiedlichsten Jahren. So fand sich halbwegs moderne Garderobe neben Schlaghosen und anderen Kuriositäten aus vergangenen Jahrzehnten. Mädchensachen gab es keine. Das mit den kleinen Mädchen war damals auch etwas völlig anderes, Mr. Moersfield hatte ihre Kleidung nie gesammelt und nahm auch schon lange keinen „Kontakt“ mehr zu den jungen Dingern auf. Er war stark geworden und ihre widerlichen Reize prallten an ihm ab, wie Regentropfen an einem Glasfenster.

Für Thomas gab es Hoffnung, da war sich Mrs Moersfield sicher, sie hatte sogar mit ihrem Lebenspartner gewettet. Er konnte ein Erhabener sein, wenn er dem Weg der Spirale folgte und rein war. So viele hatten sich als unwürdige Schwächlinge erwiesen, die bereits den abstossenden Verlockungen des weiblichen Schosses gefolgt waren und sich wie hirnlose Idioten befleckt hatten. Für Thomas würde es kein leichter Weg sein, er nahm an Gewicht zu, was gut war, zeigte sich gehorsam und formbar. Er konnte ein Erhabener werden und eines Tages die Freuden in Sharpurbie mit ihnen teilen, unter all den anderen und zum Stolz des Hohepriesters. Sollte er sich jedoch als untauglich erweisen, als ein Verabscheuter herausstellen, müssten sie mit ihm in die alte Halle fahren und das Werkzeug mitnehmen. Dann würde die Suche nach einem geeigneten Sohn von vorn beginnen…

Mit Im Zentrum der Spirale erscheint im Verlag Torsten Low nicht nur dessen erste Roman einer Fremdautorin, sondern auch der erste englischsprachige Import. 2007 kam The center of the Spirale beim Selfpublisher Lulu Press erstmals heraus und seitdem ranken sich so einige Gerüchte um die Schriftstellerin. So bekam die Bielefelder Autorin ihr Pseudonym Cecille Ravencraft von dem Schockrocker Alice Cooper verliehen und soll gar auf Ebay ein Exemplar ihres Buch versteigert haben, welches mit ihrem eigenen Blut signiert war. Wer einen Blick in den Roman und den Auftakt der blutigen Reihe um den Kult der Spirale wagt, stellt recht schnell fest, das hier in der Tat eine aussergewöhnliche und überaus talentierte Autorin am Werk ist.
Die Geschichte entwickelt sich zunächst als liebliche Erzählung, die Erinnerungen an Knusperhäuschen weckt und eine Assoziation zu großelterlicher Fürsorge mit selbstgebackenen Plätzchen und heissem Kakao herstellt. Cecille Ravencraft lädt den Leser ein sich in das kuschelige Nest ihrer Erzählung zu begeben, um dann die Kettensäge anzuwerfen. Hier wird ein Horror zelebriert der äusserst durchdacht, sorgsam aufgebaut und einfühlsam entfaltet wird. Gerade durch das diametrale Verhältnis des Kannibalentums und der Bilderbuchoma in ihrem kleinen Häuschen, schafft die Autorin ein verstörendes Element, welches einfach zu begeistern weiss und den Leser fesseln wird, wie liebevoll umschlungener Stacheldraht. Cecille Ravencraft begeht erfreulicherweise nicht den Fehler sich im Verlauf der Handlung auf ein plattes Massaker zu beschränken. Obwohl natürlich mit Blut und Innereien nicht gespart wird, weiss sie diese stets passend einzubringen bzw. herauszuholen und zwar in einer konkreten Beschreibung, aber ohne sich an diesen Momenten seitenlang zu weiden. Hier hat die Autorin ein sehr gutes Mass gefunden Brutalität und abstossende Grausamkeit einfliessen zu lassen, dieses jedoch nicht überzustrapazieren, sondern zu einem absolut harmonischen Teil des Gesamtwerkes zu machen.

Was wohl als das stärkste Moment des Buches angesehen werden kann, neben den beeindruckenden Figuren und ihren ganz unterschiedlichen Schicksalen, ist der Facettenreichtum des Romans. Hier sind nicht nur einfach Verrückte mit Kettensägen am Werk, Im Zentrum der Spirale hält eine eigenständige Parallelwelt bereit, mit bizarren Ritualen und uralten Göttern und Dämonen. Cecille Ravencraft entblösst einen kannibalistischen Kult, der weltweit vernetzt ist und das Gefühl vermittelt in die verschrobene Realität einer isolierten Sekte zu tauchen, deren ganze Bizarrerie sich scheibchenweise offenbart. Das Romandebüt der Autorin ist eine hochspannende Angelegenheit, ein Page Turner, der durch seine schaurig-schöne Atmosphäre zu fesseln weiss und ein faszinierendes Grauen ausstrahlt. Ein Buch, das mehrere verschlungene Geschichten erzählt, von junger Liebe und entstellten Fratzen, dunkler Folter und Familienglück, und somit einen ungewöhnlichen Lesegenuss darstellt. Mit seiner 18+ Altersbeschränkung ist Im Zentrum der Spirale ein Roman, der so wohl Horrorfans begeistern dürfte, als auch für Genreeinsteiger und Neugierige die ideale Kostprobe ist.

Cecille Ravencrafts „Im Zentrum der Spirale“ – Ein Knusperhauskettensägenkannibalen-Abenteuer mit märchenhafter Note und einer beeindruckenden Geschichte, der man sich nicht mehr entziehen kann, hat man sie einmal probiert. Ein durchgehend spannendes Werk, das durch seine genial geformten Figuren und die mystische Magie des Spiralenkultes, zu bannen weiss.
Ein Lesetipp für alle, die einen Ausflug in das Dunkle wagen, denn enttäuscht werden sie nicht.

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Tags: horror, horror / dunkle phantastik, kannibalen, phantastik, ravencraft, zentrum der spirale   (6)
 

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cecille ravencraft, im zentrum der spirale, torsten low, horror

The Center of the Spiral

Cecille Ravencraft
Flexibler Einband: 196 Seiten
Erschienen bei Lightning Source Inc, 30.07.2007
ISBN 1847533515
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es war tief in der Nacht als Thomas seinen letzten verzweifelten Versuch unternahm per Anhalter von der Landstrasse aufgelesen zu werden. Nach etlichen Fehlschlägen, hatte sich jedoch ein älteres Ehepaar ein Herz gefasst und liess den durchnässten Mann einsteigen. Müde, hungrig und klitschnass liess sich Thomas von der freundlichen alten Frau, die mit ihrer runden Brille, die an eine kleine Eule erinnerte, und ihrem mürrischen Mann durch die dunkle Landschaft kutschieren. Als Thomas von einem kleinen Nickerchen auf der Rückbank erwachte, fand er sich jedoch nicht an irgendeiner Strassenecke in der Stadt wieder, sondern vor dem kleinen, gemütlich wirkenden Häuschen der Moersfields und ahnte nicht im entferntesten, das ihn ein kannibalistischer Kult zu Tisch bittet…

Mrs Moersfield umsorgt Thomas, wie dies nur eine liebenden Mutter vermag. Eigentlich wollte Thomas die Einladung des Ehepaars gar nicht annehmen, eigentlich wollte er nicht im Bett ihres verstorbenen Sohnes schlafen und eigentlich wollte er sich auch nicht so verwöhnen lassen. Aber er liess es geschehen und genoss die Tage bei den Moersfields. Die Ereignisse vor ein paar Nächten, hatten es nötig gemacht einen Unterschlupf zu suchen und für eine Weile von der Bildfläche zu verschwinden und so stellte sich das heimelige Haus des alten Ehepaars und ihre wohlwollende Pflege nicht nur als praktisch, sondern auch als überaus behaglich heraus. Thomas schlief seit langem mal wieder in einem weichen Bett, trug gewaschene Kleidung und bekam von Morgens bis Abends die köstlichsten Leckereien serviert, besonders die Braten, Würste und Steaks seiner Gastgeberin schmeckten schlichtweg göttlich. Solch ein Fleisch hatte Thomas noch nie geniessen dürfen…

Einem Betrachter von aussen wäre aufgefallen das Thomas in den Tagen bei den Moersfields erheblich zugenommen hatte, er hätte gar den sonderbaren Gedanken fassen können, das der junge Mann von der liebreizenden alten Frau gemestete wurde. Aber es gab keinen aussenstehenden Betrachter. Das Haus der Moersfields lag ein bisschen abseits und die Fenster waren rund um die Uhr verschlossen. Die Nachbarfamilie mit ihren junge Kindern hatte es aufgegeben mit den Moersfields Kontakt aufzunehmen, nachdem die sanftmütige Mrs Moersfield der Schlampe von nebenan klar gemacht hatte, das sie sich gefälligst verpissen solle. Ja, so waren sie, die Moersfields, ein Herz und eine Seele und das Flittchen aus dem Nachbarhaus mit ihren Rotzlöffeln würde irgendwann auch daran glauben müssen.

War das alte Ehepaar lediglich ein wenig kauzig und schrullig auf ihren alten Tagen geworden? Thomas war sich da nicht mehr so sicher. In das behagliche Leben als Ziehsohn, mit den überproportionierten Mahlzeiten, hatte sich eine merkwürdige Note geschlichen. In seinem Zimmer gab es einen Stapel Videos, die er gucken durfte, jedoch waren sämtliche Liebes- und Erotikszenen herausgeschnitten. In der Küche hingen kuriose Spruchbänder wie „Ohne Agonie erhöhst du Dich nie“, das Haus durfte er nicht verlassen, kein Fenster öffnen und den Keller nicht betreten. Zudem besassen die Moersfields einen unglaublich grossen Kühl- und Gefrierschrank und horteten Kühltaschen, als würde deren Produktion morgen eingestellt werden. Genau so ungewöhnlich waren die Kisten mit Klamotten. Zahllose Kartons mit Kleidungsstücken, ausschliesslich für Männer und Jungs, aus den unterschiedlichsten Jahren. So fand sich halbwegs moderne Garderobe neben Schlaghosen und anderen Kuriositäten aus vergangenen Jahrzehnten. Mädchensachen gab es keine. Das mit den kleinen Mädchen war damals auch etwas völlig anderes, Mr. Moersfield hatte ihre Kleidung nie gesammelt und nahm auch schon lange keinen „Kontakt“ mehr zu den jungen Dingern auf. Er war stark geworden und ihre widerlichen Reize prallten an ihm ab, wie Regentropfen an einem Glasfenster.

Für Thomas gab es Hoffnung, da war sich Mrs Moersfield sicher, sie hatte sogar mit ihrem Lebenspartner gewettet. Er konnte ein Erhabener sein, wenn er dem Weg der Spirale folgte und rein war. So viele hatten sich als unwürdige Schwächlinge erwiesen, die bereits den abstossenden Verlockungen des weiblichen Schosses gefolgt waren und sich wie hirnlose Idioten befleckt hatten. Für Thomas würde es kein leichter Weg sein, er nahm an Gewicht zu, was gut war, zeigte sich gehorsam und formbar. Er konnte ein Erhabener werden und eines Tages die Freuden in Sharpurbie mit ihnen teilen, unter all den anderen und zum Stolz des Hohepriesters. Sollte er sich jedoch als untauglich erweisen, als ein Verabscheuter herausstellen, müssten sie mit ihm in die alte Halle fahren und das Werkzeug mitnehmen. Dann würde die Suche nach einem geeigneten Sohn von vorn beginnen…

Mit Im Zentrum der Spirale erscheint im Verlag Torsten Low nicht nur dessen erste Roman einer Fremdautorin, sondern auch der erste englischsprachige Import. 2007 kam The center of the Spirale beim Selfpublisher Lulu Press erstmals heraus und seitdem ranken sich so einige Gerüchte um die Schriftstellerin. So bekam die Bielefelder Autorin ihr Pseudonym Cecille Ravencraft von dem Schockrocker Alice Cooper verliehen und soll gar auf Ebay ein Exemplar ihres Buch versteigert haben, welches mit ihrem eigenen Blut signiert war. Wer einen Blick in den Roman und den Auftakt der blutigen Reihe um den Kult der Spirale wagt, stellt recht schnell fest, das hier in der Tat eine aussergewöhnliche und überaus talentierte Autorin am Werk ist.
Die Geschichte entwickelt sich zunächst als liebliche Erzählung, die Erinnerungen an Knusperhäuschen weckt und eine Assoziation zu großelterlicher Fürsorge mit selbstgebackenen Plätzchen und heissem Kakao herstellt. Cecille Ravencraft lädt den Leser ein sich in das kuschelige Nest ihrer Erzählung zu begeben, um dann die Kettensäge anzuwerfen. Hier wird ein Horror zelebriert der äusserst durchdacht, sorgsam aufgebaut und einfühlsam entfaltet wird. Gerade durch das diametrale Verhältnis des Kannibalentums und der Bilderbuchoma in ihrem kleinen Häuschen, schafft die Autorin ein verstörendes Element, welches einfach zu begeistern weiss und den Leser fesseln wird, wie liebevoll umschlungener Stacheldraht. Cecille Ravencraft begeht erfreulicherweise nicht den Fehler sich im Verlauf der Handlung auf ein plattes Massaker zu beschränken. Obwohl natürlich mit Blut und Innereien nicht gespart wird, weiss sie diese stets passend einzubringen bzw. herauszuholen und zwar in einer konkreten Beschreibung, aber ohne sich an diesen Momenten seitenlang zu weiden. Hier hat die Autorin ein sehr gutes Mass gefunden Brutalität und abstossende Grausamkeit einfliessen zu lassen, dieses jedoch nicht überzustrapazieren, sondern zu einem absolut harmonischen Teil des Gesamtwerkes zu machen.

Was wohl als das stärkste Moment des Buches angesehen werden kann, neben den beeindruckenden Figuren und ihren ganz unterschiedlichen Schicksalen, ist der Facettenreichtum des Romans. Hier sind nicht nur einfach Verrückte mit Kettensägen am Werk, Im Zentrum der Spirale hält eine eigenständige Parallelwelt bereit, mit bizarren Ritualen und uralten Göttern und Dämonen. Cecille Ravencraft entblösst einen kannibalistischen Kult, der weltweit vernetzt ist und das Gefühl vermittelt in die verschrobene Realität einer isolierten Sekte zu tauchen, deren ganze Bizarrerie sich scheibchenweise offenbart. Das Romandebüt der Autorin ist eine hochspannende Angelegenheit, ein Page Turner, der durch seine schaurig-schöne Atmosphäre zu fesseln weiss und ein faszinierendes Grauen ausstrahlt. Ein Buch, das mehrere verschlungene Geschichten erzählt, von junger Liebe und entstellten Fratzen, dunkler Folter und Familienglück, und somit einen ungewöhnlichen Lesegenuss darstellt. Mit seiner 18+ Altersbeschränkung ist Im Zentrum der Spirale ein Roman, der so wohl Horrorfans begeistern dürfte, als auch für Genreeinsteiger und Neugierige die ideale Kostprobe ist.

Cecille Ravencrafts „Im Zentrum der Spirale“ – Ein Knusperhauskettensägenkannibalen-Abenteuer mit märchenhafter Note und einer beeindruckenden Geschichte, der man sich nicht mehr entziehen kann, hat man sie einmal probiert. Ein durchgehend spannendes Werk, das durch seine genial geformten Figuren und die mystische Magie des Spiralenkultes, zu bannen weiss.
Ein Lesetipp für alle, die einen Ausflug in das Dunkle wagen, denn enttäuscht werden sie nicht.

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vampire, fantasy, leipzig, frankreich, judassohn

Judassohn

Markus Heitz
Flexibler Einband: 686 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 11.03.2010
ISBN 9783426652251
Genre: Fantasy

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geschichten unter dem weltenbaum, fantasy, fantasy anthologie, hardebusch, kurzgeschichtensammlung

Geschichten unter dem Weltenbaum

Lothar Mischke , Christoph Hardebusch
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 28.02.2010
ISBN 9783940036049
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Verlag Torsten Low präsentiert seine dritte fantastische Anthologie und hat für diese aus über 100 Einsendungen 19 Kurzgeschichten gesiebt, welche dem sagenumwobenen Baum der Welten eine facettenreiche Blütenpracht gedeihen lassen. Nach einem sehr schönen Vorwort des Erfolgsautors Christoph Hardebusch entblättert sich der Weltenbaum in drei Abschnitte. Das düstere Wurzelwerk, den kräftigen Stamm und das verzweigte Geäst seiner Krone. Als äusserst angenehm entpuppt sich der Umstand, dass diese Dreigliederung eine ausgewogen Fülle von Geschichten enthält. Der erste Gedanke bei dem Titel der Kurzgeschichtensammlung, welcher in Richtung nordischer Sagen und Mythen geht, trifft durchaus ins Schwarze. Dennoch hat der Weltenbaum, der Arbor Fantastica, des Verlags Torsten Low weit mehr zu bieten.

“Er ist das Zentrum der Welt. Seine Äste stützen das Himmelsgewölbe, tragen die Heimat der Götter und Lichtelfen. Seine Wurzeln umarmen das Reich des Todes und behüten die Geschöpfe der Nacht. Sein Stamm durchzieht die Welt der Menschen, Riesen und Zwerge, nährt sie und gibt ihnen Lebenskraft.
Er ist nicht einfach nur ein Baum. Er ist der Weltenbaum.” (Klapptext)

Die Stärke dieser Anthologie liegt in der Offenheit ihres Themas begründet. Welche persönlichen Vorlieben ein Leser im Fantasybereich auch haben mag, er wird hier in jeden Fall fündig. Die 19 AutorInnen geben der Legende des Weltenbaums ein individuelles Antlitz, bewegen sich mit ihren Geschichten auf dem tatsächlichen Baum, schaffen aber auch eigenständige Welten, welche von ihm getragen werden.
Das Wurzelwerk ist ein Universum der Schatten und des Zwielichts. So zieht es mit seinen dunklen Atmosphären den Lesenden in den Bann unterirdischer Welten, schwarzer Magie, lichtscheuer Völker und grotesken Lebens im feuchten Reich der Baumwurzeln. Hinter den Toren der Unterwelt lauern beeindruckende Dämonen, wandernde Orks, hinterlistige Dunkelelfen & brutale Dunkelalben, rachsüchtige Götter, hasserfüllte Nachtmare, jagende Schwarzlohen, halbtote Tyrannen, körperlose Wächter,… Das Wurzelwerk entwindet sich als ein Schattenspiel durchweg gelungener und spannender Geschichten, welche durch ihre konstant hohe Qualität, Eindringlichkeit und Kreativität jedes Fantasyherz höher schlagen lassen. Obwohl das erste Anthologiedrittel 8 Kurzgeschichten enthält, sind diese viel zu schnell zu Ende und ein Abschied seiner Schatten fällt äusserst schwer.

Der Stamm des Arbor Fantastica enthüllt sich als Hort von streitsüchtigen Drachen, gewitzten Götterboten, edlen Königen und verzweifelten Prinzessinen, gestrandeten Gestaltwandler, mutigen Erdlinge, mies gelaunten Spähern,… Hier werden die Geschichten deutlich märchenhafter, verträumter, aber gleichbleibend spannend. Sogar etwas humoristische Fantasy trappst auf Eichhörnchensohlen durch die Seiten und schafft eine heitere und erfrischende Abwechslung zu den Schicksalsschlägen vorheriger Figuren. Auch der Mittelteil der “Geschichten unter dem Weltenbaum” weiss durch seine Vielfalt zu überzeugen und bietet ein hochwertiges Potpourri fantastischer Erzählungen.

Die Krone des Baumes in luftigen Höhen bietet ein Heim für ewige Helden, neugierige Verstorbene & Engelsgeleit, Chronisten der Himmelsstadt, hinterhältige Weltenwanderer, Lichtelfen & Aschegeister, auserkorene Wintermädchen,… Wer für das abschliessende Drittel der Anthologie Engelschöre und schwülstige Lichtelfenromantik befürchtet, sei unbesorgt. Das Astwerk berührt zwar den Himmel und reckt sich einer wärmenden Sonne entgegen, jedoch erschafft diese auch Schatten und in ihnen lauernde Gefahren. So wird das Ende der Anthologie zu einem sehr schönen, vielfälltigen Abschluss und setzt dem Konzept des Weltenbaums die sprichwörtliche Krone auf.

“Geschichten unter dem Weltenbaum” – eine Fantasy Anthologie mit Niveau und spriessender Vielfältigkeit. Die farbenfrohen Erzählungen ranken sich um den Arbor Fantastica zu einem facettenreichen Gesamtbild. Die Qualität der Kurzgeschichten kann nur als gut bis sehr gut beschrieben werden und gerade dieser Umstand ermöglicht es jedem Leser persönliche Favoriten, auf Grund des eigenen Geschmacks, zu finden. Obwohl sich jede Kurzgeschichte auf den Weltenbaum bezieht, beinhalten sie ein eigenes Thema und schaffen so eine interessante inhaltliche Bandbreite, deren Erkundung sich als phantastisches Lesevergnügen offenbart. Ob spannende Abenteuer, rätselhafte Mythen, grosse Herausforderungen oder schwere Schicksale – diese Anthologie zeichnet eindrucksvolle Bilder, tiefe Gefühle und beeindruckende Welten in einem äussert gelungenen Gesamtbild. Der Verlag Torsten Low glänzt, nach Lichtbringer und Metamorphosen, mit seiner dritten Anthologieveröffentlichung, welche jedem Fantasy Leser ans Herz gelegt sei.

Folgende Geschichten und AutorInnen sind in der Anthologie vertreten:

Die silberne Rose – Johannes Harstick
Schabernack – Kira Licht
Orúthirs Pfad – Tilmann Wederich
Der Herr der Verzweiflung – Wassilios Dimtsos
Das Herz des Jägers – Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser
Die Wurzel allen Übels – Mark Stefan Tänzer
Mimirs Haupt – Bettina Ferbus
Das Elixier des Lebens – Christiane Gref
Ein Tropfen Weisheit – Ruth M. Fuchs
Marimba – Marlies Aurig
Schwalbensommer – Miriam Kraft
Heldengarten – Nathalie Gnann
Der mieseste Job der Welt – Thomas Matterne
Von toten und lebenden Helden – Mark Stefan Tänzer
Unaussprechliche Freuden – Karl Plepelits
Des Himmels Chronisten – Moira Frank
Dunkle Asche – Heike Pauckner
Das Wintermädchen – Franziska Kopka
Wiedergänger – Astrid Rauner

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Tags: arbor fantastica, diverse welten, dunkelelfen, fantasy, fantasy, fantasy anthologie, fantasy buch, fantasy forum, fantasy kurzgeschichten, geschichten unter dem weltenbaum, hardebusch, lichtelfen, nachtmare, nordische mythologie, torsten low, weltenbaum   (16)
 

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cthulu mythos, horror, sorrowfield, fantasy anthologie, h.p. lovecraft

Metamorphosen

Manuel Bianchi , Sabrina Eberl , Nina Horvath
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 11.10.2009
ISBN 9783940036032
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

14 cthuloide Kurzgeschichten der 'Edition Geschichtenweber' präsentiert der engagierte Kleinverlag Torsten Low in seiner zweiten fantastischen Anthologieveröffentlichung. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ begibt sich auf die schaurigen und mythischen Pfade des US-amerikanischen Schriftstellers welcher zu den einflussreichsten und doch schwer zu kategorisierenden Autoren im Bereich der anspruchsvollen fantastischen und Horror-Literatur gehört. Herausgeber der Anthologie sind Manuel Bianchi, Sabrina Eberl und Nina Horvath.

Der zwar in der Fantasy Community bereits verwurzelte aber dennoch als aufstrebender Stern zu bezeichnende Verlag vollbringt mit dieser Anthologie im direkten Vergleich zu seiner ersten Kurzgeschichtensammlung "Lichtbringer" eigentlich genau das richtige in seiner Entwicklung.
Er steigert sich qualitativ.
12 AutorInnen schaffen einen düsteren Strauss fantastischer Erzählungen die nicht nur zum gruseln einladen sondern auch einfach ein unterhaltsames Lesevergnügen sind.

„Sie sind Teenager, Familienväter, Karrierefrauen. Sie machen ihren Job, gehen ihren Hobbys nach und treffen sich mehr oder weniger regelmässig mit ihren Freunden. Sie lachen, sie weinen, sie gehen auf Konzerte oder in Fussballstadien. Doch dann zeigt sich ihr dunkles Erbe. Etwas ist in ihnen und dieses Etwas will hinaus. Sie alle werden Opfer einer Verwandlung, die selbst die grausamsten Alpträume übertrifft.“

Die Anthologie gibt nicht vor sich an der technischen Schreibweise Lovecrafts zu orientieren sondern haucht seinem Cthulu Mythos ein dunkles neues Leben ein. Ebenso wenig sind die Geschichten eine Ansammlung von Handlungen welche sich bloß um das Moment einer fantastischen Metamorphose, einer Gestaltwandlung, stricken und lediglich der Präsentation einer dem menschlichen Körper entschlüpften Kreatur widmen. „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ durchzieht ein subtiler Schrecken, ein schöner Schauder und eine anhaltende düstere Mysteriösität. Zu dieser atmosphärisch sehr gelungenen Grundstimmung gesellen sich dunkle Prophezeiungen und Vorahnungen, finstere Träume, nebulöse Grauen, erschreckende Wendungen aber auch charmante, zwiegespaltene, individuelle Charaktere und sogar ein erfrischender Spritzer Humor.

Eine Anthologie welche sich hervorragend dazu eignet an dunklen Abenden gelesen zu werden obwohl sie sich völlig abseits einer Gute-Nacht-Geschichtensammlung bewegt.

Äusserst erfreulich gestaltet sich die Kreativität der AutorInnen in ihrer Herangehensweise an die eigene Geschichte, hier existiert deutlich mehr als nur ein individueller Touch. So begleitet der Leser die unterschiedlichsten Figuren in leerstehende Kirchengemäuer, einen für seine Schokolade berühmten Krämerladen, das südliche Afrika, einen Marsch der Grotesken, die Miskatonic Universität, die glühende Sonne der Wüste, ein Studentenwohnheim in dem offensichtlich eine Riesenschnecke gewütet hat, einen Obduktionsraum, eine palastartige Klinik für psychisch Erkrankte, Bilder eines verwirrten Künstlers, das Herzstück einer Sekte, eine geerbte Villa, die Tiefen des Meeres und ihre eigene Vergangenheit. Gemein ist ihnen stets das Spiel mit einem subtilen Horror der sich nicht selten in ein offenes Grauen entlädt.

Mit „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ hat der Verlag Torsten Low eine Anthologie veröffentlicht die qualitativ überzeugt, mit AutorInnen die dem Schauder ein eigenes Gesicht geben und erfrischend wie bedrückend zu gleich wirkt. Wer fantastische, mysteriöse Kurzgeschichten mit einem Schuss dunkler Erzählkunst mag wird von dieser Anthologie nicht enttäuscht sein. Bei weitem nicht nur für Horrorfreunde eine fantastische Leseempfehlung.

Folgende AutorInnen und Geschichten beinhaltet „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“:

Sascha Erni – Der Jornalist
Thomas Backus – Die versunkene Stadt
Timo Bader – Der Veränderte
Markus Niebios – Die Anstalt
Nina Horvath – Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl – Die Ausstellung
Samuel White – 3,5
Marco Bianchi – Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht – Symbiose
J.C. Prüfer – Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen – Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe – Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler – Das Erbe
Christian Damerow – Der gute Gott

Das Buch enthält einen Download Code für das Album „Devourer“ der Metal Band Sorrowfield.

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Tags: cthule kurzgeschichte, cthulu, cthulu geschichte, cthulu mythos, cthulu mythos, dark fantasy, diverse, düster-schaurig, fantasy, fantasy anthologie, fantasy/horror, gestaltwandler, gruselgeschichte, horror, horror anthologie, h. p. lovecraft, lichtbringer, lovecraft, lovecraft kurzgeschichte, metamorphosen, metamorphosen - auf den spuren h.p. lovecrafts, metamorphosen auf h. p. lovecrafts spuren, phantastik, sorrowfield, torsten low   (25)
 

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Lichtbringer

Daniela Höhne , Torsten Low , Christian Ganser
Flexibler Einband
Erschienen bei Low, Torsten, 16.10.2008
ISBN 9783940036018
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Schwert wie ein Sonnenstrahl. Leuchtend, ätherisch, rein. Und immer dar. Lichtbringer suchten viele; unvergessen werden sie sein, eingemeißelt in die unerschöpflichen Stelen der Geschichtenerzähler.

Saïd, der seine Beute verschleiert und voller Stolz jagt. Die Priesterin, die über sich selbst hinauswächst. Cuinn, der von den Göttern gesegnete Barde. Ein Magierschüler, der nach dem Unerreichbaren verlangt. Liala, die aus ihrem sicheren Leben ausbricht.

Sie alle haben eines gemeinsam: Den Traum, das heiligste aller Schwerter zu finden. Ein Schwert, eine Legende, eine Fantasy-Welt. (Verlagsangabe)

Mit dem vierten Platz in der Kategorie „Beste Anthologie / Kurzgeschichtensammlung“ wurde „Lichtbringer“ bei dem Deutschen Phantastik Preis 2009 geehrt. Die von dem Schreibforum Verlorene Werke und dem Verlag Torsten Low herausgegebene Anthologie besticht durch neunzehn Fantasygeschichten von sechzehn Autoren. Zu dem Schreibwettbewerb für diese Anthologie gab es eine Vorgabe: Die Geschichten müssen sich in der Welt Akyris der Suche nach dem legendären Schwert Lichtbringer widmen, es darf in ihnen aber nicht gefunden werden.

Für das Vorwort der Anthologie und als Jurymitglied konnte die bekannte Fantasyautorin Heide Solveig Göttner gewonnen werden. Bevor sich der Leser jedoch mit der ersten fantastische Kurzgeschichte vergnügen darf, präsentiert die Mitherausgeberin Daniela Höhne eine wundervolle und sehr atmosphärische Einführung in den Mythos um das göttliche Schwert Lichtbringer. Ein fantastischer kurzer Lesegenuss und äusserst stimmungsvoller Einstieg in die abenteuerlichen Suchen nach Lichtbringer.

In chronologischer Reihenfolge füllen Kurzgeschichten von unterschiedlich erfahrenen Autoren die Lichtbringerwelt. Nicht wenige der Verfasser wählten den nahe liegenden Weg einer kriegerischen Geschichte mit ritterlicher/ kämpferischer Hauptfigur. Hierbei erstreckt sich die Qualität und Kreativität der Abenteuer von tendenziell durchschnittlich bis überraschend anspruchsvoll und jeder Lesertyp mit einer Vorliebe für gekreuzte Klingen und blutige Fehden wird hier fündig. Doch die Suche nach dem sagenumwobenen Schwert und das Hoffen auf Glück, Macht, Reichtümer oder die Möglichkeit Gutes zu tun endet bei diesem Typus Kurzgeschichte noch nicht.
Gerade wenn einem Abenteuer ein nicht kämpferisches Element beigemischt wird oder es den Pfad ritterlichen Ehrgeizes verlässt entpuppt sich die Anthologie als spannende Schatzkiste fantastischer Erzählungen. So dürfen die Questen und Wege einer Seherin, eines jungen verträumten Mädchens, eines lustigen hässlichen kleinen Äffchens, eines älteren Bardens, eines Sklavenpredigers und eines eigennützigen Magiers, des Sohn des Schattenprinzen, eines junger Taschendiebes, eines glücklichen Gauklers, eines Hirten,… verfolgt werden.

Lichtbringer – eine Fülle unterschiedlicher Geschichten voller Spannung, Hoffnung, Witz, Intrige, Verrat, Habsucht und gescheiterten Suchen, jedoch nicht zwingend ohne Happy End.
Eine Fantasy Anthologie mit einem wirklich verdienten vierten Platz beim DPP 2009.

Folgende Autoren und Geschichten enthält die Lichtbringer Anthologie:

Kinderseele – Andre Skokow
Götterkinder – Andre Skokow
Kampf der Auserwählten – Mareike Schwirske
Das Lied des Barden – Mareike Schwirske
Der Sklavenprediger – Tom Cohel
Bruderliebe – Christina Feicke
Feuer, Eis und Wind – Kolja Neubacher
Das Tal der Toten – Marco Ansing
Rabenberg – Tobias Peterka
Duell bei Nacht – Peter Bathge
Der Weg der Amahk – Felix Woitkowski
Kinderträume – Christina Feicke
Freiheit – Moira Frank
Ein neuer Weg – Markus Drevermann
Valias Berufung – Erik Schreiber
Der Auserwählte – Martin Gruszczyk
In Zeiten des Wandels – Jasmin Engel
Wüstenfieber – Mareike Schwirske

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fantasy, liebe, faun, echos, jade

Faunblut

Nina Blazon
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.12.2008
ISBN 9783570160091
Genre: Fantasy

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fantasy, magie, sonea, magier, gilde

Die Novizin

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 604 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2006
ISBN 9783442243952
Genre: Fantasy

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fantasy, vampire, hohlbein, vampir, mittelalter

Der Untergang

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.03.2003
ISBN 9783548255545
Genre: Fantasy

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253 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

zamonien, fantasy, abenteuer, wolpertinger, liebe

Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Walter Moers , Walter Moers
Fester Einband: 693 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2007
ISBN 9783492045483
Genre: Fantasy

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271 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

fantasy, mittelerde, hobbit, bilbo beutlin, abenteuer

Der kleine Hobbit

J. R. R. Tolkien
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.02.2003
ISBN 9783608938050
Genre: Fantasy

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1.464 Bibliotheken, 13 Leser, 7 Gruppen, 89 Rezensionen

fantasy, mittelerde, hobbits, elben, ring

Der Herr der Ringe

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege (Übersetzer)
Flexibler Einband: 1.100 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 01.05.2010
ISBN 9783608935448
Genre: Fantasy

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1.840 Bibliotheken, 9 Leser, 13 Gruppen, 69 Rezensionen

fantasy, magie, sonea, liebe, gilde

Die Meisterin

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.08.2006
ISBN 9783442243969
Genre: Fantasy

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fantasy, zamonien, bücher, buchlinge, hildegunst von mythenmetz

Die Stadt der träumenden Bücher

Walter Moers ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2006
ISBN 9783492246880
Genre: Fantasy

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1.519 Bibliotheken, 30 Leser, 13 Gruppen, 91 Rezensionen

dämonen, fantasy, magie, arlen, siegel

Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.05.2009
ISBN 9783453524767
Genre: Fantasy

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