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453 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(53)

167 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

david levithan, letztendlich sind wir dem universum egal, liebe, körper, jugendbuch

Letztendlich geht es nur um dich

David Levithan , Martina Tichy
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422408
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beschreibung:
Kannst du jemanden wie A lieben, der jeden Tag in einem anderen Körper lebt? ›Letztendlich geht es nur um dich‹ ist die ungewöhnliche und bezaubernde Fortsetzung des SPIEGEL-Bestsellers ›Letztendlich sind wir dem Universum egal‹. David Levithan beschreibt auf eine fesselnde Art und Weise die Geschichte von Rhiannon, die das Geheimnis von A und ihre Liebe zu ihm entdeckt.

Rhiannon liebt ihren Freund Justin, auch wenn der sie in der Schule eiskalt abblitzen lässt. So ist er halt. Und wenn Rhiannon auf der Rückfahrt von der Schule den Radiosender wechseln will, kommt von Justin »mein Auto, meine Musik«. Lädt Rhiannon ihn zu einer Party ein, beschwert er sich, dass sie ihn immer »festnageln« will.
Eines Tages ist plötzlich alles anders: Justin lässt Rhiannon die Musik aussuchen, er singt aus voller Kehle mit und hört ihr aufmerksam zu. Rhiannon ist überglücklich. Doch dann kommt ein Fremder und behauptet, dass er für einen Tag in Justins Körper gewesen ist…

»Kann es sein, dass der A, in den ich mich verliebt habe, jeden Tag in einem anderen Körper lebt? Aber wenn Glück sich so gut anfühlt, ist es eigentlich egal, ob es tatsächlich echt ist oder nicht.«
(Quelle: Amazon.de/September 2016)

Cover:
Mein erster Eindruck war hierbei sehr positiv, da der zweite Band optisch ganz wunderbar mit dem Vorgänger harmoniert. Als typisches Mädchen finde ich den pinkigen Ton des zweiten Bandes sogar etwas ansprechender als das dunkle Schwarz des erstes Bandes. Das Design mit den vielen Gesichtern finde ich nach wie vor sehr gelungen und perfekt zur Geschichte passend. Hier hat der Verlag wieder mal ein dickes Lob verdient für diese tolle Gestaltung.

Schreibstil:
Ich bin schon seit einigen Jahre, seit ich den Autor entdeckt habe, ein bekennender David Levithan- Fan und versuche so viele Bücher wie möglich von ihm in die Finger zu bekommen. Dies liegt einfach an dem unheimlich authentischen Schreibstil des Autors, der mich immer ein wenig an John Green erinnert, und dem tollen Humor, der in den Büchern zu finden ist. Auch bei eher wenig actionreichen Themen hält der Autor in seinen Büchern die Spannung aufrecht und schafft eine meist sehr gefühlsvolle Atmosphäre. So fiebern wir Leser mit den Charakteren mit und sind ganz nah an der Geschichte dran. Für mich ist Levithan einer der ganz Großen, wenn es um spektakuläre Jugendliteratur geht, was ja auch seine Auszeichnungen und Nominierungen für so manchen Literaturpreis wiederspiegeln.

Idee/ Umsetzung:
Für alle, die auch vom den ersten Band noch gar nichts gehört haben (was ich für sehr unwahrscheinlich halte) gibt es noch einmal eine ganz kurze Erläuterung der Thematik. A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf und übernimmt an diesem die Rolle des eigentlichen "Besitzers". Nach etlichen Leben, in die A Einblicke erhalten hat, trifft er eines Tages auf Rihannon. Er ist in den Körper ihres Freundes geschlüpft, doch Rihannon bemerkt, dass unter der Fassade jemand anders schlummert...

Ich finde die Idee hinter dieser Geschichte nach wie vor großartig. Eine Kurzbeschreibung, nach der ich Gänsehaut bekam, weil die Thematik so kreativ und einzigartig zu sein schien. Auch nach dem Lesen des ersten Bandes war ich geflasht und habe diesem Buch einen besonderen Platz in meinem Leserherz gegeben. Nun war ich unheimlich neugierig, ob denn ein zweiter Band als Perspektivenwechsel funktionieren kann.

Die Antwort ist ein dickes, fettes "Ja!", denn dieses Buch bietet trotz des gleichen Handlungsverlaufs durch Rihannons Sichtweise eine ganz neue und besondere Geschichte. Da ich unsere Protagonistin von Anfang an als sehr einfühlsam und gefühlvoll erlebt habe, ist ihre Erzählweise der Geschichte ganz anders aufgezogen.

Man bekommt so viele neue Informationen, wie ich es noch nie bei einem Perspektivenwechsel- Buch erlebt habe und ich habe, obwohl ich den Ausgang der Story bereits kannte, noch einmal genauso sehr mitgefiebert. Außerdem ist es spannend zu beobachten, wie A von außen auf andere wirkt und wie schwierig es sein muss, seine abstruse Geschichte zu glauben und ihm zu vertrauen. Allein die Tatsache, dass Rihannon A in dem anderen Körper gespürt hat, zeigt, wie verbunden die beiden von Beginn an waren und von wie viel Schicksal die Story unserer beiden Protagonisten geprägt ist. Wunderschön!

Fazit:
Einer der schönsten zweiten Teile, die einen Sichtwechsel vornehmen. Ich habe keine besonders hohen Erwartungen an dieses Buch gehabt und wurde positiv überrascht mit sehr viel Gefühl, Facettenreichtum und Besonderheit. Gerne mehr, Herr Levithan!

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(135)

305 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, jenny han, familie, briefe

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kurzbeschreibung:Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer Kontrolle gerät... (Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Ich fand die Cover von Jenny Hans Büchern bisher immer relativ schlicht und unauffällig. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb dies mein erstes Buch von ihr ist. Die Aufmachung zu den Sommerbüchern finde ich nicht so schön gelungen. Doch dieses Buch hat mein Interesse geweckt, da es trotz des schlichten Fotocovers eine besondere Ausstrahlung hat mich begeistern konnte. Zudem passt es hervorragend zum Inhalt des Buches und ich finde das Mädchen auf dem Cover so wunderschön! Da ist es kein Wunder, dass das Cover fast zu 100% aus dem Amerikanischen übernommen wurde.

Schreibstil:
Hier habe ich natürlich ganz genau hingeschaut, da alle von dem besonderen, einzigartigen Stil von Jenny Han schwärmen. Ich muss sagen, dass ich definitiv verstehen kann, wieso man diesem Stil so viel abgewinnt. Vor allem die bunte und detailreiche Welt, die die Autorin mi ihren Worten baut, ist sehr plastisch und man fühlt sich direkt mittendrin. Auch an Spannung mangelt es nur selten, da trotz des alltäglichen Lebens von Laura Jean eine Menge passiert und gerade ihre Gefühle und Gedanken die Geschichte mit Leben erfüllen. Somit bin ich durch dieses Buch tatsächlich auf die Autorin aufmerksam geworden und kann mir sehr gut vorstellen, bald ein weiteres Buch von Jenny Han zur Hand zu nehmen.

Idee/ Umsetzung:
Eigentlich ist es vom Klappentext her eine ganz normale Teenie Geschichte, die wir in ähnlicher Weise schon häufiger gelesen haben. Was den kleinen, aber feinen Unterschied macht, ist in erster Linie die besondere Erzählweise. So lernt man Lara Jean deutlich besser kennen als andere Protagonisten. Ihr Leben wird sehr realistisch geschildert und man wird in den Bann gezogen, da man mit ihr mitfiebert, leidet und grübelt. Auch einige Wendungen sind hier eingeflochten, sodass der Spannungsbogen durchaus gegeben ist. Somit würde ich sagen, man kann jede verbrauchte Idee neu aufleben lassen, wenn man den blühenden und sprühenden Schreibstil einer Jenny Han hat.

Was zudem unbedingt hervorgehoben werden muss ist ein Aspekt, den ich in Zusammenhang mit dieser Autorin schon sehr oft gelesen habe- In ihren Büchern sind Liebesgeschichten absolut authentisch und realistisch. Da gibt es die große Liebe nicht innerhalb von einer Woche und jeder verliebt sich auf den ersten Blick. Bei diesem Werk von ihr kann ich das absolut bestätigen. Obwohl der Handlungsverlauf doch recht vorhersehbar ist, sind Liebesgeschichten hier sehr schön erzählt und auch ich habe einen deutlichen Unterschied zu so vielen konstruierten Liebesbeziehungen erkannt.
In diesem Buch steckt einfach ganz viel Leben, somit auch Lebenserfahrung und sehr viel Wirklichkeit. Ich habe die Zeit in diesem Buch sehr genossen, da es durch den Schreibstil und die erzählte Welt etwas ganz neues und anderes entsteht, als das, was man sonst in diesem Bereich liest.

Charaktere:
Nun muss ich noch ein paar Worte zu den Figuren verlieren. Denn es ist ihre Welt, von der Jenny Han berichtet, und nur durch ihre plastischen Charaktere wird die Geschichte so lebendig. Neben Lara Jean, die man einfach durch ihre leicht verrückte, aber sehr lustige und liebenswerte Art gern haben muss, sind mir natürlich Margot und ihr Dad sehr im Gedächtnis geblieben. Alle Figuren sind sehr gut gezeichnet und haben eine ganz tolle Ausstrahlung. Selbst die Nebenfiguren, wie z.B. Chris bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Diese Charaktere mit diesen Zügen gibt es so kein zweites Mal und genau dieser Individualismus hat mich sehr begeistert und so mitfiebern lassen.

Fazit:
Ich bin sehr froh, mit diesem Buch Jenny Han für mich entdeckt zu haben, da die Autorin tatsächlich ein kleiner Geheimtipp ist. Man sollte hier nicht allzu viel auf die Klappentexte geben, sondern sich hineinplumpsen lassen in die Welt von Lara Jean und einfach mittendrin sein. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal wieder eine sehr realitätsnahe Geschichte lesen möchte mit authentischen Charakteren und einer schönen, echten Liebesgeschichte. Ich wurde überzeugt und hoffe, ihr werdet dieses Buch ebenso mögen. Es war bestimmt nicht mein letztes Buch dieser Autorin!

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103 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

thriller, baby, mary kubica, pretty baby, psychose

Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen

Mary Kubica , Nele Junghanns
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 18.07.2016
ISBN 9783959670333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Schon immer hat Heidi Wood sich oft und gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie eindeutig zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten und sich damit unaufhörlich weiter von ihrer eigenen Familie zu entfernen.

Wer ist die Fremde? Woher kommt sie? Und was will sie von meiner Familie?

Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber um seine Frau und seine Tochter zu retten ist es vielleicht schon zu spät… (Quelle: Amazon.de/ Juli 2016)

Cover:
Hier habe ich mir zum Vergleich das Originalcover angesehen (rechts) und muss zugeben, dass ich unsere deutsche Ausgabe schöner finde, obwohl mir das Original ebenfalls sehr zusagt. Mich hat es vom ersten Moment an die Aufmachung von "Girl on the train" erinnert. Ich finde die Schrift hier sehr gut gewählt und wie das geheimnisvolle Mädchen dahinter hervorblitzt. Ich bin hier wirklich mal sehr begeistert und finde das Cover optisch sehr passend zur Geschichte und unheimlich gelungen!

Stil:
So muss ein Thriller sein! Hier kann ich wirklich nur von purer Spannung schwärmen, die die Autorin hier aufbaut. Man ist quasi von der ersten Seite super gefesselt, hat tausend Fragezeichen im Gesicht und die Spannung zieht sich rasant und atemlos durch die gesamte Geschichte. Ich muss mir unbedingt weitere Bücher der Autorin zulegen! Schon lange habe ich keinen so ereignisreichen, gut geschriebenen und spannungsgeladenen Thriller mehr gelesen. Nun habe ich wieder total Lust auf weitere Spannungsbücher bekommen.

Idee & Umsetzung:
Was ich an dieser, zugegeben, nicht ganz neuen Idee besonders finde, ist der gelungen Handlungsaufbau, die schlüssige Komplexität des Thrillers und die immer weiter verwobenen Geheimnisse. Es werden Vergleiche zu "Gone Girl" gezogen und hier kann ich unterstreichen, dass hier eine ebenbürtige mysteriöse Stimmung herrscht und auch unsere geheimnisvolle Frau einige Parallelen aufweist.

Die Komplexität erklärt sich darin, dass wir es hier wieder einmal mit verschiedenen Perspektiven zu tun haben und deshalb wachsam bleiben müssen - natürlich fängt man automatisch mit ebenfalls über Geheimnisse zu spekulieren. Nicht nur die scheinbar näher kommende Auflösung der Geheimnisse halten den Leser bei der Stange, es gibt Wendungen, die einem den Atem rauben und verdutzt durch die Gegend schauen lassen.

Neben sehr viel Spannung sind auch ein wenig Drama, Zerfall und Metamorphose hier eingearbeitet, was uns viel über Menschen, ihre Vergangenheit und Eigenarten erzählt. Es werden insgesamt zahlreiche Themen angesprochen, allen voran Familie und Zusammenhalt.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Heidi ist ein unheimlich liebenswerter Mensch, mit dem ich sofort mitfühlen konnte. Zudem spielt Chris eine große Rolle- Heidis Mann. Und natürlich steht unser geheimnisvolles Mädchen im Fokus, das mit einem Baby daherkommt und einfach undurchdringlich scheint. Hier ist Vorsicht geboten- man sollte sich fragen, wem man vertrauen kann und auch als Leser auf der Hut vor Lügen sein und versuchen, die Geheimnisse zu lüften. Gerade dieser Rätselspaß macht solche Thriller für mich besonders und unterhaltsam.

Fazit:
Ich habe lange keinen Thriller gelesen, doch mit diesem Glücksgriff wieder ins Genre einzusteigen war das beste, was mir passieren konnte. Spannungsliebhaber müssen sich dieses Buch einfach anschauen, denn es beinhaltet so viel Geschichte, Botschaft und Geheimnis. Alles ist logisch schlüssig und hat mehrmals unfassbar überraschende Wendungen, ganz zu schweigen vom Ende, das mich bis heute nicht loslässt. Absoluter Lesetipp für alle Spannungsfans!

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(49)

128 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

comic con, nerds, john hughes, nerd, jugendbuch

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

Sarvenaz Tash , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850271
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere…
(Quelle: Amazon.de/ Stand Juli 2016)

Cover:
Ich habe nun schon vor einer Weile festgestellt, dass ich die Covergestaltung aus dem Magellan Verlag unheimlich ansprechend finde. Sehr liebevoll, kreativ und originell stechen sie mir immer wieder ins Auge, und gerade dieses süße Cover mit dem witzigen Titel musste ich nun einfach lesen. Ihr müsst euch unbedingt mal die Bücher aus dem Verlag anschauen- sie sind allesamt wunderschön gestaltet! Und wenn ihr an einem Buchladen vorbeischlendert werft auch mal einen Blick unter den Schutzumschlag dieses Buches, ihr werdet staunen! ;-)

Stil:
Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin mit diesem komplizierten Namen gelesen, aber war von der ersten Seite sehr angetan. Mit sehr viel spritzigem Humor und einem rasanten Schreibstil, der keine Zeit für Langeweile lässt, war der flotte Wortlaut und der Handlungsverlauf genau nach meinem Geschmack und konnte mich mit Spannung, Action und vielen Lachern überzeugen.

Idee & Umsetzung:
Die Geschichte vom lebenslangen, besten Freund, der schon sooo lange in seine beste Freundin verliebt ist, diese das aber nicht merkt oder merken möchte ist ja ein alter Hut. Doch auf die Weise, wie die Autorin diesen Plot neu aufbaut, habe ich diese Konstellation noch einmal von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Mit den ziemlich "nerdigen" Hobbies der beiden, dem Comic- Lesen, alte Filme schauen und darüber quatschen (womit ich mich im übrigen sehr gut identifizieren konnte) macht die Geschichte unheimlich Spaß, weil die Welt der Charaktere so spannend und originell geschildert wird. Als es dann noch auf die riesige Comic- Con in New York geht und Graham Roxy seine Gefühle gestehen möchte, war ich komplett verliebt in diese Geschichte, unsere süßen Protagonisten und die geniale, turbulente Welt der beiden.

Charaktere:
Nun noch ein paar Worte zu Graham und Roxy. Die beiden kennen sich quasi, seit sie kleine Kinder waren und hängen seitdem ständig miteinander rum, kennen sich in und auswendig und sind gleichermaßen durchgeknallt. Ich habe die beiden sofort ins Herz geschlossen. Ihre Dialoge sind zum Schießen und ohnehin sind die beiden das süßeste Protagonisten-Päarchen, über das ich seit langem gelesen habe. Wir bekommen die Geschichte im übrigen aus Grahams Perspektive erzählt, was das ganze sehr witzig und interessant macht, da er ja unser Kavalier ist, der auf der Comic- Con die Liebesbombe platzen lassen möchte.

Wer sich nun denkt, dass das ganze in eine schnulzige Liebesgeschichte zwischen Teenies abdriftet, der täuscht sich, denn nebenher geht es vor allem um das Event der Comic- Con und neue Freunde, die sie dort kennenlernen und die ebenso witzig, verrückt und nerdy sind, wie Graham und Roxy. Ich war bisher nur auf Buchmessen, fand aber da die Manga- Con schon immer großartig. Gar nicht vorzustellen, wie ausgeflippt, witzig und sehenswert erst eine ganz Comic- Con sein muss. Davon bekommt man hier einen sehr guten Eindruck und auch die Nebencharaktere sind allesamt sehr bunt und toll gezeichnet, sodass man immer wieder etwas neues entdeckt und von den Charakteren super durch die Geschichte geleitet wird.

Ende:
Auch, wenn der Klappentext etwas naiv wirkt und sich viele vielleicht denken "Na, wie diese Story ausgeht, dürfte jedem schon klar sein" der irrt, denn es steckt mehr Überraschung in dieser Geschichte, als gedacht. So darf man als Leser auch auf die Auflösung sehr gespannt sein...

Fazit:
Hier bekommt man nicht nur eine ganz süße Teenie- Geschichte, sondern jede Menge Humor, Action, Freundschaft, spannende Charaktere, sowie eine turbulente Comic- Con. Somit ergibt sich eine für mich nahezu kritiklose Jugendgeschichte, die ich jedem ans Herz legen kann. Greift zu, Alt und Jung, Groß und Klein, Nerds und Freaks- diese Geschichte hat so viel zu bieten!

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

kerze, kurzgeschichten, geheimnis, grusel, dunkelheit

Der 13. Stuhl

Dave Shelton , Ingo Herzke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
**Dämonische Katzen und manische Schriftsteller – 13 Geschichten von klassisch bis modern ** Sie erwarten ihn schon. In einem verlassenen Haus, in einem großen, leeren Zimmer stehen 13 Stühle. Nur einer ist noch nicht besetzt. 12 merkwürdige Gestalten warten dort, jeder vor einer brennenden Kerze. Sie streiten, sie lachen und dann erzählen sie, einer nach dem anderen, ihre Geschichte: von Tod und Verderben, von Mord und Rache. Bis nur noch Jack übrig ist, nur noch eine Kerze, allein im Dunkeln. Und er endlich begreift, welche Geschichte er erzählen muss...
(Quelle: Amazon.de/ Oktober 2016)

Cover:
Da war schon der erste Streich, der mich auf das Buch aufmerksam machte. Es hat mich von der Gestaltung her an "Die Insel der besonderen Kinder" erinnert und sofort war klar, dass es hier um schaurig schönen Grusel geht. Ich finde dieses zweigeteilte Cover unheimlich gelungen und zusammen mit der mystischen Schrift lässt es einen direkt in die düstere, fantastische Atmosphäre der Geschichten eintauchen. Entgegen das Originalcover (Rechts) ist für meinen Geschmack ziemlich langweilig und ausdruckslos. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass unsere Ausgabe so wunderschön und stimmungsvoll ausschaut.

Stil:
Ich habe von Dave Shelton bisher nichts gelesen, konnte mich aber sehr gut in seinen Schreibstil hineinfinden und mich der Stimmung in diesem Buch hingeben. Ich empfinde die Schreibweise des Autors als ziemlich besonders und atmosphärisch. Gerade, wenn man Geschichten mit solchen Themen und viel Spannung schreibt, erwarte ich etwas besonderes in der Ausdrucksweise der Sprache- sie muss einfach etwas magisches transportieren. Dies ist dem Autor hier gut gelungen. Ich habe mitgefiebert, wurde von den Geheimnissen und den Figuren in den Bann gezogen und konnte das Buch vor meinem inneren Auge wie kleine Gruselfilme anschauen. Sehr gelungen!

Thema/Inhalt:
Ich habe bisher nur wenige Bücher gelesen, in denen es gruselig zugeht, obwohl ich eine leidenschaftliche Grusel- und Horrorfilm- Guckerin bin. Ich habe in dieser Hinsicht schon so manchen Plot gesehen und mich kann so leicht nichts mehr schocken. Hier muss natürlich bedacht werden, dass dieses Buch für Kinder ab 12 Jahren!!! gedacht ist, und sich deshalb der Horror in Grenzen hält. Umso feinfühliger hat der Autor die unterschwellige Spannung herausgearbeitet und es geht viel mehr um aufkommende Unruhe und Grusel. Ich habe das Lesen dieses Buches sehr genossen und es konnte mich, obwohl ich deutlich über der Altersempfehlung liege, sehr gut mit seinen Geschichten unterhalten.

Man muss natürlich die Thematik des Buches mögen, wobei für jeden Grusel-Fan etwas dabei sein sollte. Schließlich sagt schon die Kurzbeschreibung, dass hier von "klassisch bis modern" fast alles vertreten ist und jeder auf seinen Geschmack kommen sollte. Ich habe auf jeden Fall ein paar Favoriten für mich entdeckt, die ich nach einer gewissen Zeit, eingekuschelt in meine Decke, bestimmt noch einmal lesen werde, wenn ich in Grusellaune bin.

Abgesehen vom Inhalt des Buches, den ich wirklich empfehlen kann, schreckt womöglich einige Neugierige der stolze Preis dieses Buches ab, da es trotz weniger Seiten neu den vollen Hardcover-Preis kostet. An dieser Stelle möchte ich die Aufmachung im Buch betonen. Durch sein kleines Format wirkt das Buch edel und irgendwie besonders, was dem Lesevergnügen bei mir noch mehr Charme verlieh. Zudem sind immer wieder Seiten schwarz gefärbt und mit wunderschöner Schrift versehen, sodass man immer wieder gespannt ist, was auf der nächsten schwarzen Seite geschrieben steht. So gibt es noch einen optischen Bonus, der mir persönlich super gefällt- denn das Auge liest mit!

Fazit:
Klein, aber fein. In diesem Buch steckt was ganz anderes, abseits des Mainstreams und mit sehr viel Spannung, Atmosphäre und Charme hat mich diese kleine Geschichtensammlung in ihren düsteren, schaurig-schönen Bann gezogen und ich möchte gerne mehr aus der Feder dieses speziellen Autors lesen. Für Einfallsreichtum, eine traumhafte Aufmachung und spannende Lesestunden vergebe ich gute 4 Sterne.

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(47)

126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, liebesgeschichte, postkarten, entfernung, jugendbuch

Dich immer wiedersehen

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551556592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen? Ein wunderbarer neuer Schmöker von Jennifer Smith (“Geschmack von Glück”) – hochromantisch, unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang (Quelle: Amazon.de/ August 2016).

Cover:
Ich bin schon immer ein Fan von den fleißigen Gestaltern des Carlsen- Verlags, doch gerade bei Jennifer E. Smiths Büchern setzen sie immer noch einen drauf. Ich liebe die Aufmachung dieses neuen Buches von ihr, da es super kreativ ist, sich herrlich anfühlt (es ist angeraut) und neben den süßen Paar vor New York City auch noch optisch einem Brief ähnelt. Wegen der optimalen Passung zum Inhalt und der ohnehin wunderschönen und einfallsreichen Gestaltung war ich diesem Schmuckstück sofort verfallen.

Stil:
Dieses Buch wäre früher oder später ohnehin bei mir eingezogen, da ich ein absoluter Jennifer E. Smith Fan bin. Ich liebe den luftig lockeren Schreibstil der Autorin, der trotz seiner Leichtigkeit auch immer ernstere Themen mit einflechtet und so süße Liebesgeschichte mit Tiefgang verknüpft. Das schaffen nur wenige Autoren in dieser Qualität und auch in diesem Buch gelingt der Autorin diese Brücke wieder sehr gut. Dazu einen Spannungsbogen jede Menge Einblicke in New York City und ich war wieder mittendrin in der Story.

Idee/ Umsetzung:
Obwohl ich die Bücher der Autorin ja ohnehin alle verschlinge, auch ohne die Klappentexte zu lesen, sind die Ideen der Autorin immer weitaus mehr als eine 0815- Lovestory im Jugendgenre. Die Autorin hat immer einige besondere Elemente in ihren Büchern eingebracht, wodurch auch die ganze Geschichte sich von der Masse abhebt. Ich war der Geschichte quasi schon verfallen, als ich von New York City las, denn diese Stadt zieht mich schon seit langem magisch an. Doch auch von einem Stromausfall habe ich noch nie gelesen und so beginnt diese Geschichte gleich mit einer sehr ungewöhnlichen Begegnung, die sofort Spannung aufkommen lässt. Insgesamt kann ich auch hier wieder nur schwärmen. Mit ihrer wunderbaren Erzählweise bringt uns Jennifer E. Smith die Stadt und die Charaktere nahe und hat eine ganz spezielle Art sehr bildliche Beschreibungen zu geben.

Ich habe mich wirklich wieder sehr schnell in der Geschichte wohlgefühlt. Das schafft die Autorin hier besonders durch ihre ganz speziellen Charaktere, die man kein zweites Mal in einem Buch so vorfindet. Man bekommt die Geschichte sowohl aus der Sicht von Lucy, als auch von Owen geschildert, wodurch man beide sehr gut kennen lernt und sehr schnell ins Herz schließt. Beide haben in ihren jungen Jahren schon einen interessanten und holprigen Lebensweg bestritten und sind ziemlich reif für ihr Alter. Besonders gut haben mir ihre individuellen Züge und Eigenarten gefallen, wie z.B. die Tatsache, dass Owen die neumodischen Medien gekonnt ignoriert und lieber weiterhin über Briefe und Postkarten kommuniziert. So lebt diese Geschichte von ihren besonderen Charakteren, die mir immer noch sehr präsent im Kopf geblieben sind.

Der Verlauf der Geschichte gefällt mir sehr gut und auch, wenn die Erzählung eher seicht von statten geht, wird einem in dieser Geschichte nicht langweilig, da eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen wird und man sich komplett in diese Geschichte fallen lassen kann. Vom Ende verrate ich natürlich nicht zu viel, aber für mich hat es sehr gut zu den Figuren und der Geschichte gepasst.

Fazit:
Wiedermal habe ich einen Jennifer E. Smith verschlungen und bin wieder sehr begeistert. Obwohl die Geschichte sehr sanft ist und nicht voller Action steckt wird es hier nicht langweilig und die Handlung überzeugt durch die besonderen Figuren und das Setting. Ich werde weiterhin blind alle Jugendbücher dieser Autorin lesen, da sie einfach authentisch und wunderschön geschrieben sind!

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(29)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

familie, young adult, jugendliche, psychologie, erwachsenwerden

Apple und Rain

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164006
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Drei Jahre alt war Apple, als ihre Mum sie in einer stürmischen Nacht bei der Großmutter zurückließ. Seitdem hat Apple nichts von ihr gehört. Elf Jahre später taucht Mum plötzlich wieder auf. Mum ist das Gegenteil von Apples strenger, konservativer Nana. Im Glückstaumel zieht Apple bei Nana aus, direkt zu Mum. Womit sie aber nicht gerechnet hat: Sie ist nicht Mums einziges Kind. Dass ihre kleine Halbschwester Rain ebenso wenig von Apple wusste, macht die Sache nicht besser. Und dass Mum Apple als Babysitterin braucht, auch nicht. Apple dämmert, dass sie eine schwierige Wahl getroffen hat. Zum Glück kann sie sich dem Nachbarsjungen Del anvertrauen, der ziemlich gut zuhören kann... (Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Schlicht, aber wirkungsvoll. Auch wenn das Cover nichts außergewöhnliches ist, hat es mich doch irgendwie neugierig gemacht. Obwohl es auf den ersten Blick sehr süß und niedlich ausschaut, gibt es auch sehr viel Ernsthaftigkeit und Tiefe in diesem Jugendbuch.

Schreibstil:
Ich habe nun schon mehrere Bücher von Sarah Crossan gelesen und mochte den seichten, aber tiefgründigen Schreibstil mit Botschaft immer sehr gerne. Den Stil der Autorin muss man einfach mögen. Ich kann mit wenigen, aber kraftvollen Worten sehr viel anfangen und mir gefällt der bildhafte Stil der Autorin unheimlich gut. Vielleicht fehlt dem ein oder anderen die Action, ich für meinen Teil halte Sarah Crossan in Sachen Stil und Themenwahl für eine Besonderheit unter den Jugendbuchautoren- unverwechselbar!

Idee/ Umsetzung:
Es gibt viele Jugendbücher, die das Erwachsenwerden oder Familiengeschichten in den Fokus nehmen. Aber mich hat besonders interessiert, wie Sarah Crossan an dieses Thema herantritt. Die Idee ist nichts neues, doch ich blieb an der Geschichte durch einen spannenden Plot und eine besondere Atmosphäre am Ball. Die Geschichte ist zum einen sehr süß, ein bisschen naiv und man kann unheimlich viel mitfühlen. Einige Passagen haben mich aber auch traurig und nachdenklich gestimmt, so wie bisher jedes Buch der Autorin. Insgesamt entsteht dadurch eine gelungene Mischung aus liebenswerter, zuckriger Liebes- und Familiengeschichte, die bei 12 Jahren auf jeden Fall gut angesetzt ist. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen lesen mag, bekommt man von dem Buch noch ein paar Aspekte mehr geboten, aber ich finde das Buch auch so sehr lesenswert, wenn auch thematisch keine Neuheit.

Die Charaktere haben mir in Sarah Crossans Büchern immer ganz gut gefallen, auch wenn mir manchmal etwas Tiefe oder mehr Facetten fehlten. In diesem Buch fand ich gerade die wichtigen Figuren sehr gut gezeichnet und ich habe Apple, Rain und Del sehr ins Herz geschlossen. Die Charaktere strotzen nicht gerade vor Individualität und Charakterstärke, sind aber sehr nette Begleiter in diesem Buch und man kann zum Teil sehr doll mit Apple mitfühlen. Alles in allem sind hier Figuren im Spiel, die man gut und gerne über einige hundert Seiten auf ihrem Weg begleitet.

Fazit:
Hier ist der von mir hochgelobten Autorin Sarah Crossan ein tolles Buch ab 12 Jahren gelungen, dass vor allem Mädchen und einigen Jungen in diesem Alter sehr viel geben kann. Auch ich als Erwachsene wurde davon gut unterhalten und habe die süße Apple sehr gerne auf ihrer Reise begleitet. Wem die Kurzbeschreibung zusagt, der wird seinen Spaß mit diesem Buch haben- egal, ob 12 oder 60 Jahre alt.

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(78)

119 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

berlin, jugendbuch, is, attentat, anschlag

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Obwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen. Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen. Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten? Mit "Die Attentäter" liefert Antonia Michaelis einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus.(Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Ich bin den Covern des Oetinger Verlages schon lange verfallen. Besonders die Gestaltung von Antonia Michaelis' Büchern ist immer so symbolträchtig und dazu noch schick, dass ich es liebe, die Bücher nebeneinander im Regal stehen zu sehen. Oft lüftet auch der Blick unter den Schutzumschlag so manches Geheimnis. Auch hier bin ich wieder sehr angetan von der Optik des Buches und war unheimlich gespannt auf den Inhalt.

Schreibstil:
Bei Büchern von Antonia Michaelis werden die Rezensionen meistens zu kompletten Lobeshymnen, weil ich den Schreibstil der Autorin und die Themen der Bücher so unheimlich toll finde. Nicht umsonst gehört Antonia Michaelis zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen- solch einen poetischen, bildhaften und wortgewaltigen Schreibstil habe ich bisher kein zweites Mal in einem Buch vorgefunden. Zudem kommt man kaum zu Atem und kann nach einem Kapitel vor Spannung meistens gar nicht aufhören zu lesen. Auch hier war ich wieder gefesselt von der Atmosphäre, die die Autorin erzeugt hat- einfach beeindruckend!

Idee/ Umsetzung:
Leider muss man zugeben, dass dieses Thema sehr aktuell ist und auch, wenn das Buch nicht von Antonia Michaelis wäre, hätte ich mir auf jeden Fall mal eine Leseprobe durchgelesen. Ich war unheimlich gespannt, wie die Autorin, die in ihre Büchern nichts beschönigt, dieses brisante Thema verarbeiten. Nicht nur, dass ich finde, das Thema ist gerade im Jugendbereich noch vollkommen unverbraucht, auch die Art und Weise der Umsetzung ist Frau Michaelis wieder hervorragend gelungen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...man wird wiedermal ohne langwierige Vorstellungen der Charaktere in die Geschichte hineingeworfen und gleich kommt eine besondere, kühle und unsichere Atmosphäre aus. Häufig liest man in Zusammenhang mit den Büchern dieser Autorin, dass die besprochenen Themen zu heftig für Jugendbücher sind. Solche Reaktionen kann ich nicht nachvollziehen, denn ich finde, man sollte nicht, weil die Bücher für junge Erwachsene geschrieben werden, ein Blatt vor den Mund nehmen müssen. Sicher wird hier die harte Realität mit allen Facetten und Schattenseiten dargestellt, doch wollen wir immer nur verblühmte Heile-Welt-Geschichten lesen? Ich nicht und deshalb liebe ich die Bücher der Autorin.

Die Thematik des IS und Terrors wird uns durch Cliff vermittelt, der hautnah dran ist. Ich fand es unheimlich spannend, wie diese Thematik hier verarbeitet ist und wie viel ich aus der Geschichte lernen und mitnehmen konnte. Viele Wendungen erhalten die Spannung von vorn bis hinten und ich war zum Teil auch sehr geschockt, berührt und nachdenklich gestimmt.
Neben knallharten Fakten spielt die Autorin, wie aus anderen Büchern gewohnt, mit Symbolen, Metaphern und Bildern. Dadurch, dass die Geschichte vor dem Hintergrund des Islams spielt, wird der Religion symbolisch eine relativ große Bedeutung beigemessen, worauf man sich, auch ohne dazu Bezug zu haben, einlassen sollte.

Meistens ist der Abschluss eines Jugendbuches der Autorin sehr spektakulär, schockierend und in jedem Fall unerwartet. Ich bin natürlich ganz still, was das Ende dieses Buches betrifft, aber ich kann sagen, dass mich das Buch unheimlich gut unterhalten hat- von Anfang bis zum Ende!

Fazit:
Endlich, endlich kam das neue, lang ersehnte Jugendbuch von Antonia Michaelis heraus. Ich bin hellauf begeistert von der Aktualität, der rauen Atmosphäre und ungeschönten Realität des Buches. Die Handlung lebt durch die Charaktere und wir als Leser sind einfach mittendrin und bekommen eine neue Sicht auf so manche Dinge. Wiedermal kann ich das Buch jedem empfehlen, der nicht allzu sensibel ist und eine ganz besondere Sprache und Geschichte erleben möchte...

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321 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

depression, ratgeber, angst, krankheit, sachbuch

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280716
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig
(Quelle: Amazon.de)

Cover:
Es macht neugierig, ohne zu aufdringlich zu sein...
Ich hätte das Buch vielleicht gar nicht wahr genommen, wären nicht schon zahlreiche positive Stimmen durchs Internet geschwirrt, sodass ich dieses Buch auch unbedingt lesen wollte. Mit seinem schneeweißen Kleid und dem schwarzen Männchen wirkt es so unscheinbar, als hätte es nicht so viel zu erzählen. Lediglich die bunten Buchstaben des Titels geben einen Eindruck, wie viel Lebensfreude, Energie und Farbe in diesem kleinen Büchlein steckt. Also von der Optik bloß nicht täuschen lassen und ins Innere schauen.

Schreibstil:
Ich wurde trotz des ernsten und traurigen Themas des Buches unheimlich gut unterhalten und erstaunlicherweise ist dieses Buch, das von Depression, Angst und verlorenem Lebensmut handelt, zum Teil auch wirklich witzig, inspirierend und hoffnungsvoll. In jeder Zeile steckt Kraft und vielleicht auch etwas Stolz, nach solch schweren Zeiten wieder sagen zu können, dass man glücklich ist. Besonders die vielen Zitate haben das Buch für mich ganz besonders gemacht (Ich liebe Zitate!) und mit der humorvollen Art des Autors und dem abwechslungsreichen Stil (Aufzählungen, Fließtext, Listen etc.) fliegen die Seiten nicht nur viel zu schnell dahin, man bekommt ganz viel in diesem 300 Seiten mit auf den Lebensweg- was will man mehr?

Thema/ Inhalt:
Wie bereits erwähnt und auch im Klappentext geschildert, schreibt der Autor, Matt Haig, hier seine persönlichen Erfahrungen mit der Depression, Angststörung und seinem Weg zurück ins positive Leben nieder. Bei Lektüre mit biographischen Einflüssen finde ich es immer sehr schwierig, das Buch tatsächlich zu "bewerten", weil ich das Gefühl bekomme, man urteilt über das Leben des Autors. Deshalb möchte ich lediglich meine Gedanken preisgeben, die mich beim Lesen des Buches ereilten und wie ich mich gefühlt habe.

Idee/ Umsetzung:
Was mich erst einmal irritierte war die vollkommen eigensinnige Gestaltung des Buches. Bestehend aus Listen, vielsagenden Überschriften und Fließtexten geht das ganze Lesevergnügen mit sehr viel Abwechslung einher und hat trotz ernsten, schweren Themen eine leichte Struktur und sehr großen Unterhaltungswert. Was mich dagegen eher im Lesefluss hinderte waren die Themensprünge. Durch die kurzen Kapitel geht es immer hin und her, von den Symptomen, über persönliche Erlebnisse, zurück zu Behandlung und Gedanken in schweren Zeiten. Diese ganzen ungeordneten Themenblöcke kamen mir etwas zu durchmischt daher, wodurch ich keinen roten Faden entdeckte. Das muss ja auch nicht der Fall sein und sicher wollte der Autor einfach seine Gedanken niederschreiben, doch für mich machte es das Lesen etwas holprig.

Dafür war es unheimlich spannend, das Leben des Autors ein bisschen kennenlernen zu dürfen und auch einen Einblick in die Welt der Depressionen zu bekommen. Ich bin damit noch nie konfrontiert wurden und war vor allem überrascht von den vielen irrtümlichen Vorstellungen, die man als Außenstehender von dieser Krankheit hat. Aus diesem Buch geht man nicht nur schlauer heraus- man bekommt auch eine Menge Stoff zum Nachdenken- über das Leben und seinen Sinn, über Liebe, die Menschen und Hoffnung. Deshalb sollte man sich nicht von den Krankheitsbildern abschrecken lassen, wenn man davon nichts lesen möchte. Wie der Titel schon ganz treffend sagt, geht es um Gründe, am Leben zu bleiben, das Leben zu lieben und aus Krisen herauszukommen. Ich habe für mich ganz viel aus der Lektüre mitgenommen und möchte gerne noch weitere Bücher des Autors lesen.

Ein weiterer Aspekt, den ich unbedingt noch gesondert erwähnen möchte, ist der Humor des Autors. Man kann sich kaum vorstellen, wie ein so lebensbejahender Mann mit so weisen Worten tatsächlich so dunkle Stunden in seinem Leben hatte. Seine Art zu schreiben ist unverkennbar und gespickt mit interessanten Fakten über uns Menschen, vielen treffenden Zitaten von weisen Menschen aus aller Welt und einem sehr positiven, hoffnungsvollen Unterton war das Lesen dieser Lektüre einfach nur eine Freude, die Mut macht und zeigt, was wichtig im Leben ist.

Fazit:
Ich bereue es keinenfalls, diese Geschichte gelesen zu haben. So dünn, und doch so voller Leben, schlauen Sprüchen, die man sich alle über den Schreibtisch hängen sollte, und trotz des Themas der Depression und Angststörung hat mich dieses Buch in erster Linie glücklich gemacht und sagt ganz deutlich: Lebe im jetzt, genieß dein Leben! Und das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen.

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235 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

familie, alzheimer, demenz, jenny downham, homosexualität

Die Ungehörigkeit des Glücks

Jenny Downham , Astrid Arz
Fester Einband: 478 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 22.02.2016
ISBN 9783570102923
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück... (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Zuerst fand ich unser deutsches Cover wirklich schön. Natürlich verrät es absolut nichts über den Inhalt und ist ziemlich unaufregend, aber die Farben gefallen mir. Doch dann sah ich das Originalcover und war hin und weg. Hier rechts seht ihr, wie geheimnisvoll, mystisch und absolut ungewöhnlich dieses Buch aussehen könnte und dann finde ich es doch etwas schade, dass wir uns mit einem faden Fotocover zufriedengeben müssen.

Schreibstil:
Ich habe schon zwei Bücher der Autorin gelesen ("Bevor ich sterbe" und "Ich gegen dich") und mochte den Stil immer sehr gerne. Jenny Downham hat für mich den perfekten Grad zwischen ernsten Themen rund ums Erwachsenwerden und einem lockeren, teils witzigen und leichten Schreibstil. Auch hier hat mich die Schreibweise wieder mitreißen können, auch, wenn durch die Krankheit Alzheimer und weitere ernste Aspekte nicht allzu viel Leichtigkeit vorhanden ist. Angemessen seiner Thematik lässt sich das Buch gut lesen und verstehen, hat schöne Dialoge zu bieten und unterhält mit einer besonderes Szenerie.

Thema/ Inhalt:
Katie ist ein ganz gewöhnliches Mädchen und lebt mit Bruder Chris und Mutter Caroline zusammen. Über ihre Großmutter weiß Katie so gut, wie gar nichts, bis sie sich ein Zimmer mit ihr teilt. In vielen Gesprächen erfährt sie eine Menge über Mary, ihre Einstellung zum Leben und Glück. Doch als es um Familiengeheimnisse geht, und Katie plötzlich auf eine heiße Spur stößt, ist es gar nicht mehr so einfach, etwas aus Mary herauszubekommen, denn sie hat Alzheimer...

Idee/Umsetzung:
In erster Linie habe ich mich für die Geschichte interessiert, da ich Jenny Downhams Bücher bisher sehr gerne gelesen habe. Andererseits hat mich aber auch die Thematik interessiert und fasziniert, da ich über Alzheimer bisher noch kein Buch gelesen habe, die Krankheit heutzutage aber immer präsenter wird. Das ganz zu verbinden mit alten Familiengeschichten und verborgenen Geheimnissen ist wirklich eine spannende Idee und auch sehr gelungen. Ich mochte besonders die gehaltvollen und schön geschriebenen Dialoge zwischen Enkelin und Großmutter. Einziges Manko ist, dass die Geschichte auch durchaus langatmige Passagen hat, die ich leider als sehr störend im Lesefluss und Handlungsverlauf empfand. Trotzdem war ich insgesamt voll in der Geschichte drin und habe Mary sehr gerne zugehört, ebenso wie Katie.

Die Charaktere im allgemeinen waren auch wieder einmal sehr schön gezeichnet. Vor allem Mary war eine sehr interessante Frau, die mich tief beeindruckt hat und von der Katie einiges lernen konnte. Ebenso erschreckend wie informativ war die Thematik Alzheimer eingeflochten und ich war sehr begeistert, wie dezent, aber doch feinfühlig die Autorin diesen Aspekt eingebunden hat. Auch die anderen Figuren haben durchaus Persönlichkeit und ich habe es sehr genossen, sie nach und nach kennenzulernen und auch verschiedene Seiten zu betrachten.

Fazit:
Der neue Roman von Jenny Downham konnte mich wieder einmal gut unterhalten. Zwar gibt es durchaus sehr langweilige und seichte Passagen, die etwas den Schwung aus der Story nehmen, aber dennoch gibt es viele positive Aspekte in dieser Geschichte- viel Emotion, Geheimnis und Überraschung. Für Fans sowieso ein Must- read, alle anderen schauen am besten mal in die Kurzbeschreibung und die Leseprobe hinein.

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375 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice? (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Hier war das Cover mal gar nicht so ausschlaggebend für meinen Kauf. Ziemlich unaufgeregt und schlicht vermittelt das Buch genau die richtige dunkle Stimmung für einen Thriller, ohne etwas über den Inhalt zu verraten. Die anderssprachigen Cover sehen nicht viel anders aus, wodurch ich mit diesem hier ganz glücklich bin.

Stil:
In diesem Abschnitt ist dieses Buch natürlich etwas ganz besonderes. Wie viele sicher schon gehört haben, besteht das Buch lediglich aus Briefen, Mails und Twitter- Einträgen. Diese ungewöhnliche Form des Erzählens hat mich dazu bewegt, das Buch in die Hand nehmen zu wollen. Zu Anfang fand ich es auch sehr spannend, die Geschichte eigenständig zusammenfügen zu müssen, nach einigen Seiten aber zunehmend anstrengender. Es gibt selbstverständlich keinen Lesefluss und auch die Spannung leidet enorm unter dieser Berichterstattung. So habe ich von dem Aufbau des Buches leider mehr erwartet, als die Erzählform tatsächlich geben konnte.

Thema/ Inhalt:
Die junge Frau Alice treibt eines Morgens tot in einem Fluss und niemand weiß, was passiert ist. Die sozialen Netzwerke sind voll mit den Nachrichten über Alice und laufen über vor Spekulationen über ihren Tod. Professor Cooke kann die Ungewissheit nicht länger ertragen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Was ist in jener letzten Nacht von Alice' Leben geschehen?

Idee/ Umsetzung:
Mordfälle in Krimis & Thrillern gibt es viele. Doch hier begeistert viele Leser der ungewöhnliche Aufbau des Buches und die Motivation des Lesers, den Fall durch die kleinen Textnachrichten selbst mitzulösen. Somit lässt sich über die Originalität dieser Idee nicht lange streiten, auch ich war gleich Feuer und Flamme, diesen Thriller zu verschlingen.
Doch an der Umsetzung habe ich einiges zu bemängeln. Nicht nur die kaum vorhandene Spannung macht das Lesen sehr holprig, auch die knapp 450 Seiten ziehen sich dadurch wie Kaugummi. Die sehr neuartige Idee des Autors zeigt, warum nicht mehr Bücher in diesem Stil verfasst sind: Weil es schnell langweilig und zäh wird. Ich habe mich wirklich sehr auf die Geschichte gefreut, und in einigen Momenten war ich auch drin in der Story. Aber diese Augenblicke lassen sich an einer Hand abzählen und so muss ich vielen enttäuschten Stimmen zustimmen, die von dem Buch mehr erwartet haben.

Charaktere:
Ich würde so gerne auch viele positive Aspekte hervorheben, aber selbst mit den Figuren wurde ich nicht wirklich warm. Alice schien eine interessante Frau gewesen zu sein, doch zu allen noch lebenden Charakteren fand ich keinen Zugang. Ob Professor Cooke, Luke oder Ben- sie waren allesamt eher flach, ziemlich Klischee-behaftet und schlichtweg unsympathisch.

Ende:
So war ich auch von den Figuren eher genervt, als angefixt, und das Buch hatte nicht viel, was mich halten konnte. Dennoch habe ich das Buch beendet, da ich natürlich, nach wie vor, an der Auflösung interessiert war und letztendlich war das Ende vielleicht auch das beste an der Geschichte, aber der Weg dahin war steinig.

Fazit:
Das Versprechen von einer ganz neuen Idee der Erzählform wird hier gehalten und klingt auf den ersten Blick so spannend und vielversprechend. Aber schnell wird klar, dass ein nicht vorhandener Fließtext das Lesevergnügen deutlich schmälert. Nur mit kleinen Nachrichten und Briefen kommt einfach kaum Spannung aus, die Figuren lassen zu wünschen übrig, und sind sehr flach, was sicherlich auch dem Stil zu Schulden kommt. Insgesamt finde ich die Idee immer noch klasse, die Umsetzung hat mich sehr enttäuscht- schade!

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142 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

siamesische zwillinge, zwillinge, familie, jugendbuch, usa

Eins

Sarah Crossan , Cordula Setsman
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 29.01.2016
ISBN 9783958540576
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Die Schwestern Tippi und Grace sind wie andere Teenager – sie streiten sich, verlieben sich in Jungs, gehen ihren Hobbies nach. Doch das Besondere an ihnen ist: Sie sind sich mehr verbunden als andere Schwestern – sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus der Ich-Perspektive erfahren wir, wie es ist, wenn man nie allein ist und vor eine Wahl gestellt wird, die über Leben und Tod entscheidet.

Sarah Crossan, mit Die Sprache des Wassers für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, beschreibt in ihrer gewohnt mitreißenden Sprache das Leben zweier ganz außergewöhnlicher Schwester. Eine berührende Geschichte über Individualität und was es heißt, einen anderen Menschen zu lieben.

Seine exklusive Ausstattung macht diesen Roman auch äußerlich zu etwas ganz besonderem: erst Umschlag und Buch ergeben Eins. (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Genau deshalb bin ich auf dieses Schmuckstück aufmerksam geworden. Wie auch schon in der Kurzbeschreibung angerissen wird, handelt es sich um eine sehr symbolische und durchdachte Covergestaltung. Der Schutzumschlag bei diesem Buch ist transparent und Titel. sowie ein Muster ist darauf abgedruckt. Das Buch selbst ist bedruckt mit dem einem ähnlichen Muster und der Kurzbeschreibung auf der Rückseite. Fügt man Umschlag und Buch zusammen, ergibt sich erst die volle Gestaltung- es wird EINS. Diese Idee ist sowas von kreativ und bedeutungsschwanger, dass ich Hoffnung hatte, genau diese tiefe Symbolik auch in einer gefühlvollen Geschichte im Buch zu finden und so begann, ich, dieses schöne Buch zu lesen.
Auch die Originalausgabe hat es mir sehr angetan, wobei ich von der Deutschen Aufmachung mehr fasziniert wurde und es mehr zu interpretieren gibt.

Schreibstil:
Von Sarah Crossan habe ich den ersten Band der "Breathe"- Reihe gelesen und fand diese auch nicht schlecht. Doch der Schreibstil in diesem Buch ist gänzlich anders. Statt dem üblich leichten, spannenden Jugendbuchstil überrascht die Autorin mit meist nur halb bedruckten Seiten, winzigen Kapiteln und sehr gefühlvollen Sätzen. Gerade diese kleinen Ausschnitte lassen einen süchtig werden nach den Worten der Autorin, und da es vergleichsweise so wenige sind, wirkt jedes Wort kostbar und tiefgründig. Zu Anfang musste ich mich erst an die besondere Art des Aufbaus gewöhnen, doch nach einiger Zeit habe ich gefallen daran gefunden. Einziger Nachteil: Das Lesen geht viel zu schnell vorüber, weshalb man jeden Satz am besten mehrmals liest und vollkommen in der Sprache versinkt.

Idee/ Umsetzung:
Mit dieser Thematik bin ich literarisch bisher noch nie in Kontakt gekommen und die Tatsache, dass sie in eine Jugendgeschichte eingebettet ist, hat mich sehr gefreut und neugierig gemacht. Einerseits geht die Autorin sehr sensibel mit dem Thema um, nimmt aber auch kein Blatt vor den Mund. Biologisch wird das ganze zum besseren Verständnis ein wenig erläutert, aber primär geht es um das Leben der Zwillinge und wie sie es meistern. Meist wird ein ganz normaler Teenie- Alltag beschrieben, der beginnt, als die beiden eine öffentliche Schule besuchen. Doch dieses Alltägliche wird zum Besonderen, wenn wir geschildert bekommen, wie die Außenwelt auf die beiden reagiert. Wie zu erwarten gibt es laufend erschrockene, fassungslose, neugierige und belustigte Blicke. Man kann natürlich verstehen, dass die Menschen auf solch besondere Mädchen irgendwo anders reagieren, aber im Moment des Lesens macht einen dieses "Gaffen" einfach nur unheimlich wütend. Ich habe jeden gehasst, der die Zwillinge beleidigt und schräg angesehen hat.

Neben der Beziehung der 16- Jährigen zu ihren Mitmenschen, ist ein anderer wichtiger Aspekt die Beziehung zwischen den Mädchen selbst. Ich persönlich habe es nicht im entferntesten geschafft, mir vorzustellen, wie es sein muss, die untere Körperhälfte mit jemandem zu teilen. Man ist laufend zusammen, muss gemeinsam Entscheidungen treffen und Wege einschlagen- buchstäblich und im übertragenen Sinne. Letzteres wird hier angesprochen, als die beiden anfangen, sich für Jungs zu interessieren und sich erst einmal mit dem Gedanken abfinden müssen, dass sie niemals eine gewöhnliche Liebesbeziehung führen werden. Diese und weitere Themen sind sehr tiefgehend und emotional in dieser Geschichte zu einem großartigen ganzen verwoben wurden.

Die Figuren an sich haben mir alle recht gut gefallen, wobei mir etwas Tiefe fehlte. Der Stil hat Emotionen in die Geschichte gebracht, allerdings nahm er meiner Meinung nach die Individualität und Tiefe der Personen. Die Ich- Perspektive gibt uns einen tollen Einblick in die Gedankenwelt der Mädchen, aber alle anderen Figuren blieben für mich leider etwas flach. Natürlich geht es hauptsächlich um die Zwillinge, aber ein vielfältigeres und bunteres Umfeld hätte der Geschichte noch etwas mehr Tiefe gegeben. Dennoch soll dies nur ein kleiner Kritikpunkt unter tausend wundervollen Eigenschaften dieser Geschichte sein.

Fazit:
Sie sind EINS, doch werden sie jemals ihren eigenen Weg gehen?
Wer sich für die hier behandelte Thematik interessiert und das ganze statt in einem trockenen Sachbuch sehr liebevoll und jugendlich vermittelt haben möchte, für den ist Sarah Crossans neues Werk genau das richtige. Nicht nur die besondere Art zu schreiben, auch die symbolische Tiefe und die vielen Emotionen machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Hier überzeugt nicht nur die Optik, sondern das Gesamtpaket und wer mag, kann sich eine wundervolle Botschaft aus diesem Buch mitnehmen und verinnerlichen.

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271 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

homosexualität, liebe, coming out, freundschaft, jugendbuch

Nur drei Worte

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551556097
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf. Die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten – Herzchenaugen und Dauergrinsen garantiert! (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Sind sie nicht immer schön, diese romantisch- nichtssagenden Cover? Ich bin da ein Fan von. Auf den ersten Blick schon ist zu erkennen, dass es sich um eine romantische Liebesgeschichte für Jugendliche handelt. Dabei wird durch die schemenhaften Figuren allerdings nicht die Fantasie genommen- man kann sich die Charaktere ganz eigen vorstellen. Bei diesem pfiffigen Hardcover sollte man sich auch das Buch ohne Schutzumschlag mal anschauen, denn da gibt es auch noch etwas zu entdecken...
Zum Originalcover kann ich sagen, dass es mir durch seine spezielle Optik sehr zusagt und ich den Titel auch wesentlich witziger finde, als den schmalzigen Deutschen Headliner. Die ursprüngliche Gestaltung gibt den Buch noch ein bisschen mehr Individualität und die Aufmerksamkeit unter tausend Covern, die der Schmöker auch verdient.

Stil:
Ich habe mich in den Stil der Autorin sehr schnell eingefunden. Man merkt gar nicht, dass es ihr erster Roman ist, und was man aber besonders merkt, ist die Tatsache, dass sie Psychologin ist. In jeder Faser dieser Buches, so auch im Schreibstil, steckt viel Feingefühl und dieses gewisse Etwas, dass einen vermuten lässt, dass jemand mit Menschenkenntnis "an den Strippen zieht". Das hat mir besonders gut am sonst luftig, leichten Stil von Becky Albertalli gefallen, in dem ich mich gerne häufiger verliere.

Eigene Meinung:
Da ich finde, dass die Kurzbeschreibung alles ausplaudert, was es im vorhinein zu wissen gibt, mache ich direkt weiter mit der Idee hinter diesem Buch. Immer noch ist es eine Seltenheit, über Homosexualität zu lesen- gerade in Jugendbüchern. Bisher wurde ich lediglich in "Will & Will" von John Green und David Levithan damit konfrontiert. Die Geschichte von Simon hier handelt auch vom Schwulsein, aber es ist noch so viel mehr in diesen wenigen Seiten versteckt.
Wer sich auf diese Geschichte einlässt, bekommt witzige Dialoge, jede Menge Spaß und wirklich etwas mit Herz. Mich hat diese Geschichte schlichtweg glücklich gemacht. Es ist vielleicht nicht die neuste, beste oder verrückteste Buchidee aller Zeiten, aber es ist eine Jugendgeschichte, wie sie das Leben schreiben könnte und die einen dazu bringt, das Leben zu lieben.
Ich bin begeistert von diesem süßen Buch für zwischendurch, das jede Menge Stoff zum Nachdenken liefert und den Leser mit offenen Armen, ganz herzlich, begrüßt.

Die Charaktere sprühen voller Leben und Humor. Ich fand natürlich unseren lieben Simon klasse, aber Leah, Nick & Co. sind mir nach dem Lesen auch erst mal nicht aus dem Kopf gegangen. Auch hier wird deutlich, dass die Autorin durch ihre psychologische Erfahrung viel Tiefe einbaut, die Charaktere formt und lebendig macht durch sehr viel Gefühl und Einfühlvermögen. Ich habe mich mit den Figuren die ganze Zeit über sehr wohl gefühlt und Blue & Simon werden mir lange noch im Kopf herumspuken.

Fazit:
An alle Jugendbuchfans, die mal wieder richtig Spaß am Lesen haben wollen,durch gute Unterhaltung, eine außergewöhnliche Liebesgeschichte und ein breites Lächeln auf den Lippen. Diese Story geht direkt ins Leserherz und lange Zeit auch nicht wieder heraus. Ein typischer Jugendroman, der jedem gefällt, der kein Herz aus Stein hat, und mal wieder Lust hat, in eine unverfänglich locker- leichte Jugendgeschichte hineinzuplumpsen.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

china, obdachlos, verlag rowohlt, dai, kriminalität

Walled City

Ryan Graudin , , ,
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 30.10.2015
ISBN 9783499217050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
JIN schlägt sich als Junge verkleidet durch die ummauerte Stadt Hak Nam. Sie muss ihre Schwester Mei Yee finden, die von der Bruderschaft des Roten Drachen gefangen gehalten wird.

MEI YEE befindet sich in der Hand des schrecklichen Longwai, des Anführers der Bruderschaft. Eines Tages steht der fremde Junge Dai vor ihrem Fenster und verspricht ihr, sie zu befreien.

DAI stammt aus reichen Verhältnissen, muss Longwai jedoch innerhalb von 18 Tagen das Handwerk legen, wenn er selbst dem Gefängnis entkommen will. Dafür braucht er Mei Yee. Und Jin.

Gemeinsam stellen sich die drei Jugendlichen der schier übermächtigen Bruderschaft des Roten Drachen. Doch die Zeit läuft ... (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Man kann absolut nicht bestreiten, dass einem dieser Flammenkranz direkt ins Aue sticht. Doch Vielleser werden hier gleich auf eine ganz entscheidene Fährte gelockt: "Die Bestimmung". Und dieses Buch mit der Reihe von Veronica Ross in Verbindung zu sehen, ist einfach nur irreführend. Es handelt sich hier um eine Geschichte mit wahrem Kern, die sich wie ein Thriller liest- mit Dystopie hat das hier wenig zu tun, hat mich aber sofort auf den Holzweg geführt. Wegen dieser unpassenden Ähnlichkeit bin ich von den anderssprachigen Covern etwas mehr angetan. Diese kommen schlicht daher, aber haben Wirkung und passen durch symbolische Objekte auch zum Teil wunderbar zum Inhalt. Von daher kann ich dem Deutschen Cover leider nicht so ein riesiges Lob aussprechen.

Schreibstil:
Ryan Graudin war mir bisher absolut kein Begriff und auch das Buch wurde meines Wissens nach nicht unbedingt gehypt. Umso überraschter war ich, dass nach anfänglichen Schwierigkeiten, beim Reinkommen in die Geschichte, unheimlich viel Spannung aufkam und diese auch kontinuierlich anstieg. Soviel Action in einem beinahe gehetzten Schreibstil habe ich selten erlebt und war absolut geflasht von der Dynamik dieses Autors. Auf jeden Fall etwas für Leser, die langweilige Szenen und öde Dialoge hinter sich lassen wollen, und beim Lesen schwitzige Hände bekommen möchten.

Idee/ Umsetzung:
Wenn man den Klappentext liest, so erfährt man schon viel über Gewalt, Zerstörung und Elend. Und davon ist dieses Buch auch durchzogen und gezeichnet. Vielleicht deshalb auch nicht gerade etwa für seichte Gemüter, denn mich faszinierte beim Lesen vor allem die Intensität der Szenerie, da einem oft der Atem stockt und man so viel Leid und Hass selten erlebt hat. Mit einer sehr authentischen, wie erschreckenden Brutalität und dennoch viel Gefühl- hier ist vor allem von Angst die Rede- hat mich der Autor mit der Geschichte komplett in seinen Bann gezogen.

Die ersten Seiten hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Namen- ich habe zuvor kein Buch mit asiatischen Namen gelesen und konnte sie mir dementsprechend zu Anfang schlecht merken, was meinen Lesefluss ins Stocken geraten ließ. Doch nach 50 Seiten, war ich mitten drin im Geschehen und absolut begeistert.

Wenn man weiß, dass die Geschichte ein historisches Vorbild hat, so liest sich die Geschichte noch einmal mit ganz anderen Augen und Emotionen. Es wurde, nach meinen Quellen, keine Verbindung zu realen Personen oder Schicksalen geschaffen, aber die Szenerie ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Hat man diese Informationen, kann das hier nur zu einem Leseerlebnis werden, das unter die Haut geht.

Auch die Figuren sind absolut authentisch, lebensnah und ich voller Mitleid für ihre furchtbaren Schicksale. Ich möchte gar nicht allzu viel über sie verraten, weil sie selbst ihre eigene Geschichte am besten berichten können- mit all der Gewalt, dem Kampf und dem Mut, den sie nie zu verlieren scheinen. Zudem fand ich es sehr gut und schlau, wie der Autor die Schicksale und Geschichten der drei Protagonisten hier zu einer gesamten Story verwebt. So wird das ganze immer mehr eins und wir bekommen ein gelungenes Ende, das genauso ist, wie der Rest des Buches. Überraschend, emotional, spannend und sehr gut durchdacht.

Fazit:
Ich habe nicht allzu große Erwartungen an dieses Buch gehabt und wurde unheimlich überrascht. Wer sich diesen absoluten Geheimtipp in die Leselotte steckt, der kommt aus dem Staunen und Mitfiebern gar nicht mehr heraus. Dieses Buch kann man einfach nur wie der Blitz verschlingen und ich hoffe, dass euch meine Rezension neugierig gemacht habt. Wem der Klappentext gefällt und gerne actionreiche, spannende und, für ein Jugendbuch, relativ gewalthaltige Lektüre zur Hand nimmt, der ist willkommen in "Walled City"!

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267 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

internat, tragödie, liebe, albino, freundschaft

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

Elizabeth LaBan , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 01.02.2016
ISBN 9783446250826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Im renommierten Irving-College ist es Tradition, seinem Zimmer-Nachfolger eine Überraschung zu hinterlassen. Duncan findet besprochene CDs seines Vorgängers Tim, die eine traurige Liebesgeschichte offenbaren. Tim, der als Albino meist zum Opfer von Anfeindungen und Mobbing wird, verliebt sich darin in die begehrenswerte Vanessa. Mit ihr fühlt er sich das erste Mal nicht als Außenseiter. Trotzdem fehlt ihm der Mut, ihr seine Gefühle zu gestehen. Ein Mangel an Selbstbewusstsein, der zum tragischen Unglück führt. Für Duncan ist Tims Geschichte aber der Anstoß, endlich den entscheidenden Schritt in Richtung Liebe zu tun. Ein mitreißendes Debüt über das Erwachsenwerden, verbotene Liebe und Verlust. (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Das Cover ist das erste, was man sieht. Hier war es das erste, was ich geliebt habe. Diese Aufmachung in einem wunderbaren Winterblau passt nicht nur hervorragend zur gesamten Geschichte, sondern ist auch ganz für sich ein absoluter Blickfang. Die beiden Personen, die da durch den Schnee stapfen, lassen Spekulation zu, ich habe da aber meine ganz persönliche Deutung. Wie bei jedem Hanser- Cover bin ich vollkommen überzeugt von der Optik dieses Buches, besonders deshalb, weil es hundertprozentig zur Geschichte zwischen den Buchdeckeln passt.

Schreibstil:
Da es das Debüt der Autorin ist, habe ich bisher natürlich noch nichts aus der Feder der Autorin gelesen. Umso überraschter war ich, als mich schon die ersten Seiten komplett in ihren Bann zogen. Die Autorin hat eine sehr feinfühlige, ruhige, aber durchaus spannende Art zu schreiben. Es passiert handlungstechnisch nicht unbedingt viel, aber auf der Gefühlsebene kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, weil die Worte einen mitten ins Herz treffen und in einer ganz leisen und sensiblen Art und Weise berühren. Wenn diese Autorin noch etwas in diesem Genre herausbringt (Bitte!!!) bin ich auf jeden Fall wieder dabei, denn der Stil war etwas ganz besonderes.

Thema/ Inhalt:
Duncan kommt zurück nach Irving- es ist das letzte Jahr im Internat- und voller Vorfreude wartet er gespannt auf seinen "Schatz", ein uraltes Ritual der Schule. Als er in sein wenig einladendes Zimmer einzieht, findet er lauter CDs von seinem Vorgänger Tim. Auf diesen erzählt Tim seine Geschichte und Duncan erfährt die ganze Wahrheit: Über Tim und Vanessa, ihre Gefühle und jener Tag, der letztes Jahr alles veränderte...

Idee/ Umsetzung:
Das Jugendbuch versprach ein Internat, eine Liebesgeschichte und ein tragisches Unglück- für mich genug Aspekte, um absolut neugierig zu werden. Und so war es dann auch. Das Buch macht nämlich von Seite zu Seite immer neugieriger, weil bis zum Ende das große Geheimnis des "Unfalls" besteht. Doch auf dem Weg dahin lernen wir unheimlich tolle Figuren kennen, eine mal etwas andere Internatsatmosphäre, ganz viel Gefühl und Zweifel. Das Besondere an diesem Werk ist definitiv die gelungene Sprache, die metaphorische Ebene und die parallele Erzählweise. Denn wir bekommen zwar auch Duncans Leben etwas mit, aber hauptsächlich sitzen wir bei Duncan im Zimmer und horchen Tims Stimme. Bei diesem Buch wäre es tatsächlich sehr reizvoll, das Hörbuch dazu auszuprobieren!

Diese lebendige und sensible Geschichte liebt von den kleinen Momenten großer Freude, Enttäuschung, Stolz oder Niederlage. Von den Botschaften zwischen den Zeilen, tiefgründigen Dialogen und witzigen Passagen, in denen man erkennt, dass die Jugendlichen in Irving auch ganz normale Jugendliche sind, die mit dem Erwachsen werden kämpfen. Dadurch, dass alles sehr realistisch und alltagsnah geschildert ist, bekommt man direkt Zugang zu der Kulisse und den Menschen. Es ist eine Story, wie sie tatsächlich irgendwo auf der Welt passieren könnte, und das macht das ganze noch um einiges aufwühlender.

Zu den Charakteren lässt sich nur eines sagen: Sie leben! Duncan hat trotz anfänglichem Protagonistenstatus doch eine etwas kleinere Rolle und bekommt aber gerade zum Ende hin noch viele liebenswerte Charakterzüge hinzu. Mit Tim war ich schon nach sehr kurzer Zeit vertraut und mochte ihn unheimlich gerne, habe sehr oft mit ihm gelitten und gegrübelt. Die Tatsache, dass er ein Albino ist, fand ich auch klasse Idee, um der Geschichte noch den gewissen Touch zu geben und eine bildsprachliche Ebene einzubauen. Vanessa ist ein interessanter, vielschichtiger Charakter, den man nie vollends entschlüsselt, dafür wusste ich beispielsweise bei Patrick sehr früh, welche Gefühle in mir aufwallen...alles in allem bin ich sehr begeistert von der Tragweite der Figuren und ihren spannenden Persönlichkeiten.

Das Ende- die große Auflösung! Hier spiele ich jetzt mal das Mäuschen und sage gar nichts. Lasst euch überraschen, staunt und fühlt diese besondere Stimmung der Geschichte!

Fazit:
Wer denkt, von einem kurzen Büchlein mit weniger als 300 Seiten könne man nicht viel erwarten, der irrt. Denn dieses Buch hat mir so viel mehr gegeben als so mancher 600 Seiten Schinken. Ich habe in diesem Buch jedes Wort, jeden Buchstaben gefühlt und mit den Figuren gelacht und Tränen aus den Augen gewischt. Selten erlebt man ein so rundes Buch mit verschiedenen Schichten, Themenbereichen und farbenfrohen Charakteren. Ob man es glauben mag, oder nicht, unser Albino Tim ist der farbenfrohste Protagonist von allen, auch, wenn der "ein bisschen wie Schnee" ist...

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101 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

tabitha suzuma, liebe, jugendbuch, missbrauch, gewöhnungsbedürftiger schreibstil

Broken - Der Moment, in dem du fällst

Tabitha Suzuma , Bernadette Ott , Suse Kopp , Frauke Weise
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.02.2016
ISBN 9783789147548
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Matheos große Liebe ist Lola. Doch Matheo ist auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders. Mit ihm versteht sich Matheo blind. Doch dann gerät Matheos Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf verletzt, kommt die Erinnerung zurück. Er wurde überfallen und brutal vergewaltigt. Als Lola davon erfährt, bittet sie ihn, zur Polizei zu gehen. Doch Matheo hat ihr eines verschwiegen. Er kennt seinen Vergewaltiger. "Broken" ist der neue Roman der "Forbidden"-Autorin Tabitha Suzuma.
Quelle: Amazon.de

Cover:
Mir hat die Aufmachung von Anfang an sehr gut gefallen. Nicht nur, weil ich ein bekennender Türkis-Liebhaber bin, zum anderen weil es direkt und unmissverständlich zeigt, um was es hier geht. Nämlich Turmspringen als Leistungssport, Zerbrechen und Fallen. Nicht nur ganz alltäglich, auch metaphorisch macht die Autorin in ihrem Buch vieles sehr bildhaft und das Cover illustriert den Inhalt wunderschön und treffend.

Schreibstil:
Zu Anfang, muss ich gestehen, hatte ich Probleme, Zugang zur Geschichte zu bekommen. Obwohl mir "Forbidden" nie wieder aus dem Kopf gegangen ist, habe ich hier erst etwas Ernüchterung verspürt. Doch nach etwa 70 Seiten nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich kam in einen zügigen Lesefluss. Die Story wurde spannend, wendungsreich, und ich fühlte mich genauso geborgen in den Worten der Autorin, wie in ihrem stimmungsvollen Debütroman. So wendete sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten der Stil doch noch hin zu einem sehr emotionalen und bildhaften Lesevergnügen.

Thema/ Inhalt:
Mathéos Leben ist sehr vollgepackt und rundum geplant. Der neue Stern und Hoffnungsträger am Turmspringer- Himmel sollte eigentlich vollkommen glücklich sein. Ruhm, Erfolg und eine liebende Freundin, die ihn immer unterstützt. Doch unter Vaters Druck und hartem Training verliert Mathéos allmählich die Freude an seinem Lebensstil und hat Angst Lola zu verlieren. Und plötzlich passiert das Unfassbare, und alles scheinbar Wichtige wird in den Schatten gestellt...

Idee/ Umsetzung:
Obwohl ich weder an Leistungssport, noch direkt am Wassersport interessiert bin, wollte ich dieses Buch lesen. Ich war so vollkommen verliebt in "Forbidden", das mich mehr berührte als die meisten anderen Bücher. Und auch dieses Werk konnte mich trotz ganz anderer Thematik anfixen.

Die Idee der strengen Eltern, gepaart mit Leistungsdruck und Liebesgeschichte gibt es schon recht häufig, doch hier in Kombination mit Turmspringen und ganz außergewöhnliche Figuren fand ich den Plot erfrischend und spannend. Ich mag die Atmosphäre der Geschichte, die Liebe zum Detail und die Metaphern, die sich zwischen den Zeilen verstecken. Mit der Themenwahl hat die Autorin trotz fehlendem persönlichen Bezug genau meinen Geschmack getroffen und gepaart mit einem gekonnten Schreibstil und viel Spannung hat mich die Umsetzung überzeugen können.

Einen Großteil der fesselnden Stimmung, auch in ruhigen Momenten, ist den faszinierenden Charakteren zu verdanken. Tabitha Suzuma schafft es mit ihren liebevoll und realistisch gezeichneten Figuren viel Wärme und Sympathie zu erschaffen. Mathéo und Lola sind sehr lebendig geworden und mir tat Mathéo unter den strengen Anforderungen seines Trainers und des Vaters sehr leid. Wenn die dramatische Wendung in der Story einsetzt, verändern sich dementsprechend natürlich auch die Charaktere, und es ist unheimlich spannend, die Transformationen und Emotionen zu beobachten. Meiner Meinung nach liegt die Magie der Bücher von dieser Autorin in einem besonderen Feingefühl für Menschen,und daraus resultieren Figuren der besonderen Art, die für mich wieder mal unvergesslich geworden sind. Hut ab für diese Künstlerin, die sich mit nur zwei Jugendromanen zu einer meiner Lieblingsautorinnen gemausert hat.

Fazit:
Mit "Forbidden" hat die Autorin mich absolut begeistern können, mit "Broken" sichert sie sich entgültig einen festen Platz in meinem Leserherz. Ich habe mitgefiebert, -gefühlt und war nach einem etwas holprigen Anfang vollkommen gefesselt von der Geschichte. Mit einer ganz neuen Kombination an Themenaspekten, einem außergewöhnlichen Stil und sehr viel Herzblut ist hier ein neues Jugendbuch entstanden, was ich einfach jedem empfehlen kann. Tabitha Suzuma trifft mit Tabu- Themen und sensiblen, zarten Liebesgeschichten den Zahn der Zeit und aufs neue absolut meinen Geschmack.

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111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

eschbach, thriller, jugendbuch, wissenschaftsthriller, andreas eschbach

Black Out

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2013
ISBN 9783401505053
Genre: Jugendbuch

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(330)

526 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

liebe, colleen hoover, will, layken, weil ich will liebe

Weil ich Will liebe

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423216425
Genre: Jugendbuch

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(80)

252 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

italien, liebe, geheimnis, freundschaft, vergangenheit

Die längste Nacht

Isabel Abedi
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.03.2016
ISBN 9783401061894
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht. (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Den ersten Freudenschrei gab es, als ich gesehen habe, dass tatsächlich endlich (!) ein neues Jugendbuch von Isabel Abedi erscheint. Der zweite folgte gleich, als ich das Cover sah. Die Gestaltung ist gänzlich anders als bei Lucian, Imago und Co., aber nicht minder schön. Allerdings tanzt das Buch im Regal etwas aus der Reihe. Großteils schwarz, aber auch knalliges Gelb verleihen dem neuen Schmöker einen hohen Kontrast und ganz viel Geheimnis. Ich mag die Aufmachung sehr- selbst ohne den Umschlag sieht der Deckel wunderschön aus und fühlt sich herrlich an. Auch, wenn es anders ist, als erwartet, bin ich hellauf begeistert.

Schreibstil:
Nicht umsonst ist diese Autorin eine meiner liebsten Lieblingsautorinnen. Ich fühle mich schon nach den ersten Seiten ganz wie Zuhause in der Geschichte, fiebere mit den Figuren mit und lasse mich komplett in die Story fallen. Es gibt immer die perfekte Mischung aus Spannung, Liebe und ganz vielen Kleinigkeiten, die für mich die mystische Atmosphäre ausmachen, denn auch hier liegen wieder viele Geheimnisse und ungeklärte Rätseln in der Luft. So konnte mich auch diese Geschichte wieder sehr in ihren Bann ziehen und ich bekomme jedes Mal auf neue vor Augen geführt, warum ich die Bücher von Frau Abedi so sehr liebe.

Thema/ Inhalt:
Vita fühlt sich vollkommen befreit. Mit einem super Abi und abenteuerlichen Reiseplänen geht das Leben jetzt erst richtig los. Zusammen mit zwei Freunden macht sich sich auf zu einem Trip quer durch Europa. Doch der endet schneller als gedacht: Vita stößt in einem kleinen Ort in Italien auf Puzzleteile aus ihrer Vergangenheit und erfährt von unheimlichem Familiengeheimnissen und ungeahnten Schicksalsschlägen. Dass dabei auch noch ihre Gefühle verrückt spielen, als sie dem jungen Italiener Luca immer näherkommt, macht die Sache für Vita nicht gerade leichter...

Idee/ Umsetzung:
Die Bücher dieser Autorin haben immer ganz verschiedene Schauplätze. Anderer Plot, andere Charaktere und Liebesgeschichten. Doch ganz egal wo und wie die Geschichten spielen- es gibt immer eine einzigartige Stimmung. Was in diesem neuen Jugendbuch besonders toll rüberkommt, denn es geht um das italienische Flair eines kleinen Örtchens und dessen Einwohner.
Schon bald am Anfang wird klar, dass diese Geschichte von dem Ungewissen und den Geheimnissen einer dunklen Vergangenheit lebt und genau so der Leser bei der Stange gehalten wird. Und was soll ich sagen? Es funktioniert! Durchzogen von einer unheimlichen Spannung ist das Buch durchweg geprägt von Dynamik und hat mich tatsächlich Nächte durchlesen lassen.

Was dieses Buch besonders macht, ist wiedermal genau die richtige Mischung aus Liebesgeschichte, Erwachsenwerden, dunkle Geschichten aus der Vergangenheit und den Leser an der Nase herumführen. All diese Zutaten hat Frau Abedi in einen Topf geworfen und herausgekommen ist diese wundervolle Werk, das für mich alles bereithält, was ich mir von einem super Jugendbuch erwarte. Ist es Thriller? Liebesroman? Drama? Von allem ein bisschen, würde ich sagen. Und das macht den Reiz aus, dieses Jugendbuch zu verschlingen.

Die Charaktere leisten natürlich einen immensen Beitrag, wenn es um die Atmosphäre geht. Gespräche sind mir bei dieser Autorin schon immer sehr realistisch vorgekommen. Mit genau der richtigen Priese Humor, Tiefsinn und Unwissenheit wird auch in Dialogen viel Spannung aufgebaut. Ich habe Vita schon sehr früh ins Herz geschlossen, und wenn es um die Beziehung zu ihren Eltern geht, finde ich die Geschichte auch sehr tiefgreifend und ernst. Ihre beste Freunde habe ich mir gewünscht, ihre Beziehung zu Luca habe ich mit großer Begeisterung beobachtet und die Figuren aus Italien haben ebenso ganz verschiedene, verschlüsselte und vielseitige Charakterzüge. Allesamt habe ich ins Herz geschlossen, weil sie sich echt angefühlt haben und mich nicht mehr loslassen, auch heute- Tage nach dem Lesen der Geschichte.

Fazit:
Ich habe gefühlte Ewigkeiten auf dieses Buch gewartet, aber was ich mit Freude sagen kann: Es hat sich sowas von gelohnt. Ein spannender Jugendroman, ganz im Stil der Autorin mit Romantik, Mystik, Spannung und Abenteuer. Als Schmankerl bekommen wir hier noch eine gratis Italienreise spendiert und finden uns an herrlichen Schauplätzen wieder, verbringen Zeit mit interessanten Figuren und kauen uns vor Spannung die Fingernägel ab. Besser kann ein Jugendroman nicht unterhalten und ich bin wiedermal vollkommen begeistert!

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(82)

131 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

liebe, offene beziehung, jugendbuch, abitur, trennung

Ein Sommer ohne uns

Sabine Both
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785582220
Genre: Jugendbuch

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(673)

1.256 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 162 Rezensionen

liebe, colleen hoover, musik, maybe someday, ridge

Maybe Someday

Colleen Hoover , Kattrin Stier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423740180
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich. (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Als die ersten deutschen Ausgaben von Colleen Hoovers Romanen erschienen, hielt sich meine Begeisterung eher in Grenzen, sehr schlicht und nichtsaussagend fand ich Lakes & Wills Geschichte rein äußerlich betrachtet. Umso verliebter war ich dann in das Cover von "Love and Confess". Als hätte der Verlag meine Wünsche erhört, sieht "Maybe someday" tatsächlich so ähnlich aus und ich finde es schlichtweg wunderschön. Sogar das Original kann die deutsche Ausgabe meiner Meinung nach toppen. Ich bin nun sehr zufrieden mit den Gestaltungen von Colleen Hoovers Büchern, wobei es natürlich sowieso primär um die inneren Werte geht.

Stil:
Was mir sofort wieder aufgefallen ist, als ich das Buch zur Hand nahm, ist der unheimlich luftige Stil von Colleen Hoover. Trotz ernsthaften und emotionalen Situationen schafft die Autorin es, dass der Leser nicht heruntergezogen wird von der Geschichte und immer ein positives Gefühl beim Lesen hat, weil die Geschichte so spannend und rasant ist. Ich fühle mich immer sehr geborgen in Colleen Hoovers Worten und bewundere ihren leichten, lockeren Schreibstil, der trotzdem von Zeit zu Zeit tiefgründig und traurig sein kann, ohne das Leseerlebnis irgendwie zu trüben.

Thema/ Inhalt:
Eigentlich läuft bei Sydney gerade alles wie am Schnürchen. Sie studiert ihr Wunschfach, hat einen Freund, mit dem sie glücklich ist, und ab und an lauscht sie den Gitarrenklängen des Nachbarn, wenn er mal wieder auf dem Balkon seine Songs komponiert. Doch als sie herausfindet, dass ihr Freund Hunter ihre Mitbewohnerin Tori etwas zu nett findet und sie schon lange Zeit betrügt, weiß Sydney nicht mehr weiter. Kurzerhand zieht sie bei dem Musiker von nebenan ein und platzt somit direkt in Ridges Leben hinein. Der ist eigentlich bis auf eine Schreibblockade in Sachen Songtexte sehr zufrieden und genießt eine feste Beziehung mit der liebenswerten Maggie. Doch weil das Leben immer anders spielt, als erwartet, kommen sich Sydney und Ridge immer näher und können irgendwann einfach nicht mehr gegen ihre Gefühle füreinander ankommen...

Idee/ Umsetzung:
Sobald ich Colleen Hoover lese, weiß ich schon, in welche Richtung die Story gehen wird- aber ist das so schlimm, dass die Autorin ihrer Vorliebe für Liebesromane treu bleibt? Die Ideen sind nicht immer vollkommen neu, aber zumeist gespickt mit interessanten Lebensumständen, Beziehungen oder Schicksalen. Auch, wenn die Liebesgeschichten im Fokus stehen, für mich sind sie nicht das wichtigste an diesen Büchern. Es ist der unverwechselbare Witz der Sprache, der Personen und die Realitätsnähe der Lebensumstände. Besondere Hintergründe formen die Charaktere und ihre Handlungen. Somit ist festzuhalten, dass die Idee der aufkeimenden Liebe bestimmt schon sehr verbraucht ist, aber auf diese erfrischende Art, wie Colleen Hoover das ganze in eine Geschichte verpackt, wird das Leseerlebnis immer wieder aufs neue spannend und außergewöhnlich.

Auch in "Maybe someday" gefallen mir die Figuren unheimlich gut. Nicht nur die ungewöhnliche und unterhaltsame Weise, wie sich Ridge und Sydney kennenlernen- auch die Entwicklung ihrer Gefühle und ihrer Lebenswege haben mich vollkommen packen können. Selbst Randfiguren, wie Bridgette oder Warren haben mich so oft zum Lachen gebracht, dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Für mich sind die Charaktere lebendig geworden und haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das schaffen nur die ganz besonders facettenreichen und "echten" Charaktere bestimmter Autoren.

Das Ende war wiedermal genau nach meinem Geschmack: Mit Verblüffung und viel Emotion bringt Colleen Hoover auch dieses Werk ganz fantastisch gelöst zu Ende und hat mich mit dem Gefühl eines ganz wundervollen Leseabenteuers zurückgelassen.

Fazit:
So langsam bekomme ich das Gefühl, diese Autorin kann mich gar nicht enttäuschen. Mit ihren individuellen Szenarien und witzigen Dialogen bringt sie mich zum Weinen, Lachen und fesselt mich komplett an ihre besonderen Figuren. Ich freue mich wahnsinnig auf das nächste Buch aus der Feder dieser Autorin.

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261 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

monday club, mystery, krystyna kuhn, schlaflosigkeit, faye

Monday Club - Der zweite Verrat

Krystyna Kuhn , Carolin Liepins
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 09.05.2016
ISBN 9783789140624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr.Wichtige Akten sind plötzlich verschwunden. Das Haus der verrückten Missy wird in Brand gesteckt. Und dann bescheinigt Tante Liz Faye auch noch, dass sie an derselben Störung leidet, die schon beim mysteriösen Tod von Zoey Fuller und Fabiana Nunez eine Rolle gespielt hat. Hat der gut aussehende Luke recht, wenn er behauptet, dass der Monday Club hinter allem steckt? Verzweifelt kämpft Faye um die Wahrheit, die nicht nur ihr Leben bedroht. Der zweiter Band der Trilogie "Monday Club" von Krystyna Kuhn (Quelle: Amazon.de/ Juni 2016).

!!!Kann SPOILER vom ersten Band beinhalten!!!

Cover:
Komischerweise ist diese Trilogie eine der wenigen Schätzchen in meinem Regal, bei der die Cover und die Gestaltung gar nicht so wichtig waren. Ich bin nämlich schon seit langem, spätestens seit der "Das Tal"- Reihe, ein riesiger Fan von Krystyna Kuhn. Aber trotzdem ist es schön, dass der Oetinger Verlag auch hier wieder alles richtig gemacht hat. Die Gestaltung bei beiden Bänden ist wunderschön. Ein bisschen Farbe und Geheimnis lässt sie toll im Regal aussehen und man sieht auch sehr gut, dass sie zusammengehören. Selbst das Cover des dritten Bandes, der noch dieses Jahr erscheinen soll, ist kein Geheimnis mehr und wird ebenfalls ein schickes Kleid bekommen. Somit bin ich hier nur am Schwärmen von dieser klasse Optik!

Schreibstil:
Eine der wichtigsten Gründe, Krystyna Kuhn zu lieben und ihre Bücher zu verschlingen. Man kann gar nicht wirklich beschreiben, wie Frau Kuhn die unheimliche Spannung und Mystik in ihren Büchern erzeugt. Man wird selber ganz Paranoid beim Lesen, traut keiner Figur mehr über den Weg und blättert ganz hastig die Seiten um, damit man schnell alle Wörter in sich aufsaugen kann. Dieses hektische "Inhalieren" der Bücher ist mir schon mehrmals aufgefallen, als ich die Schmöker der Autorin gelesen habe und wieder mangelt es hier ganz und gar nicht an Dynamik, Wendungen und ordentlich Action. Also nichts für schwache Nerven oder Entspannung!

Thema/ Inhalt:
Faye ist weiterhin auf der Suche nach der Wahrheit. Immer mehr Fragen scheinen sich aufzutun und keine Antworten sind in Sicht. Von dem Erwachsenen gibt es nur noch rätselhafte Aussagen oder Lügen. Zusammen mit Luke begibt sich Faye weiter auf Suche nach hilfreichen Akten, die Licht ins Dunkle bringen sollen. Zudem gibt es immer wieder unheimliche Situationen, in denen Faye nicht sicher ist, ob es Traum oder Wirklichkeit ist. Wäre das Chaos nicht schon turbulent genug, sehen sich Luke und Fayes Freund Josh mehr und mehr als Rivalen an und Faye scheint sich bald entscheiden zu müssen...

Idee/ Umsetzung:
Es ist schwierig über die Idee hinter der Trilogie zu schreiben, wenn man noch gar nicht weiß, worum es genau geht und einem selbst tausend unbeantwortete Fragen im Kopf herumschwirren, ebenso wie Faye. Doch die Häppchen, die man hingeworfen bekommt, finde ich mehr als spannend. Allein die Einflüsse von psychischen Krankheiten und Schlafstörungen etc. faszinieren mich sehr und ich bin unheimlich gespannt, was im dritten Band noch alles auf uns zukommt. Deshalb finde ich es übrigens auch klasse, dass hinten in Buch ein kleines Glossar mit den wichtigsten psychologischen bzw. medizinischen Begriffen angelegt ist, das die wichtigsten Fachwörter erklärt. Ich fand das Buch zu keiner Zeit langatmig oder uninteressant. Von Anfang an lässt einen die Geschichte nicht mehr los, ein kleines "Was bisher geschah" frischt das Gedächtnis auf und sofort ist man wieder mittendrin. Zum Atem Holen bleibt kaum Zeit, denn wir stürzen uns mit der Protagonistin von einer Wendung in die nächste.

Es ist erstaunlich, dass man so wenig über den Plot weiß, und doch so in den Bann einer Geschichte, die gefühlt nur aus Fragezeichen besteht, gezogen werden kann. Genau das mag ich an der Umsetzung der Trilogie, und auch bei "Das Tal" so sehr. Die Bücher der Autorin leben vom Geheimnis und dem Unwissen des Lesers und der Protagonisten. Also vom Thema her bin ich mehr als angetan und gespannt wie ein Flitzebogen, wo das ganze noch hinführt. Die Umsetzung ist ebenfalls sehr gelungen und genau das richtige für Spannungsfanatiker.

Charaktere:
Das Wiedersehen mit den Charakteren war sehr erfreulich. Ich habe Faye schon im ersten Band sehr sympathisch gefunden. Über die anderen weiß ich nicht so viel zu erzählen, da ich keinem zu 100% traue. Ginger finde ich sehr liebenswert und witzig, Caleb hat auch sehr interessante Züge und Luke ist ein einziges Geheimnis. Was mich allerdings etwas stört, und auch der einzige Kriktikpunkt an dieser Fortsetzung sein soll, ist die Dreiecks- Beziehung aller "Twilight". Nicht nur, dass ich von Anfang an kein Fan davon war, für mich ist bei dieser Konstellation einfach die Luft raus. Zu oft hat man die Eifersüchteleien miterlebt und obwohl der Einfluss hier sehr gering gehalten ist, stört es mich. Wenn das Leben gerade so turbulent ist und so viele Leute sterben, verschwendet man da auch nur einen Gedanken daran, dass es einem gefällt, wie die beiden Jungs einen ansehen oder zu wem man sich mehr hingezogen fühlt? Für mich passte das schlichtweg nicht in den Handlungsverlauf und hätte getrost wegfallen können. Dennoch gefällt mir alles andere an dem Verlauf der Geschichte sehr gut, in erster Linie dann, wenn sich die Ereignisse überschlagen und man vollkommen gefesselt und überrascht wird.

Fazit:
Der lieben Frau Kuhn ist mit diesem zweiten Band eine sehr gelungene Fortsetzung gelungen und das will was heißen, denn die Mittelteile sind meist das schwächste Glied in Trilogien. Mit einer nicht abreißenden Spannung, jeder Menge Überraschungen, Wendepunkten und Action ist hier für Fans des Auftakts wieder alles dabei. Wir lernen die Figuren besser kennen, bekommen noch mehr Geheimnisse und zum Glück letztendlich auch ein paar Antworten. Einer der besten 2. Bände, die eine Trilogie je geliefert hat und bestimmt kein "Lückenbüßer", sondern ein spannender, mystischer Lesetipp!

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(1.382)

2.147 Bibliotheken, 23 Leser, 3 Gruppen, 231 Rezensionen

liebe, colleen hoover, missbrauch, hope forever, sky

Hope Forever

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423716062
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(98)

233 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

casting, mode, patricia schröder, freundschaft, the perfect

The Perfect

Patricia Schröder
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 11.01.2016
ISBN 9783649667834
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Adam C. Oulay sucht DICH!
'Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl
und deinen Geschäftssinn mit mir –
und vielleicht sogar noch mehr …
BEWIRB DICH JETZT!'

Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen?
Wärest du bereit, ALLES zu tun,
um dieses Casting zu gewinnen?
Auch wenn du niemandem trauen kannst,
außer deiner besten Freundin?
Selbst dann, wenn euer beider Leben in Gefahr wäre?
Es könnte DIE Chance sein – für eine von euch.
Oder aber der Weg in die Hölle... (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Mich hat das Cover auf den ersten Blick angesprochen. Die Farben sind sehr schön und vor allem mädchenhaft gewählt, was bei der Thematik etwas täuscht, aber genau das macht es spannend. Zuerst erwartet man eine pinke Modewelt mit Erfolg und ganz viel Glamour - dies wandelt sich blitzschnell zu einer erbitterten Konkurrenzatmosphäre und vielen unerwarteten Wendungen. Deshalb mag ich das Cover so gerne- zudem schimmert es ohne Schutzumschlag wunderschön- das lässt Coverherzen höher schlagen!

Stil:
Von Patricia Schröder habe ich bisher lediglich ein Buch gelesen. Mit "Meeresflüstern" hatte ich durchaus meine Freude, auch wenn mich der Stil der Autorin nicht komplett vom Hocker reißen konnte. Mit ähnlichen Problemen hatte ich auch hier zu kämpfen. Frau Schröder versteht es, eine spannende Atmosphäre zu schaffen und den Leser zu fesseln, aber ich finde, man könnte noch mehr rausholen. Mir fehlten ein paar Cliffhanger am Kapitelende und einige Passagen waren etwas zäh zu lesen, da die Handlung ins Stocken geriet. Insgesamt fühlt ich mich dennoch gut unterhalten, aber ganz hundertprozentig hat mich die Autorin noch nicht überzeugen können. Ich hoffe, bald gelingt es ihr mit einem anderen Buch.


Inhalt/ Thema:
Überall sind Plakate und niemand redet von etwas anderem: Ein neuer Trendsetter- Laden macht in der Stadt auf und der Kopf des Unternehmens- Adam C. Oulay- sucht eine Assistentin. So sind alle ganz wild auf das bevorstehende Casting und bereiten sich fleißig vor. Obwohl Jazz gar nicht so interessiert daran ist und den Hype vollkommen überzogen findet, nimmt sie ihrer Freundin Leena zu Liebe teil. Doch sobald die Suche losgeht, läuft alles ganz anders, als sich Jazz das vorgestellt hat. Leena bekommt sie kaum noch zu Gesicht, der Kontakt zur Außenwelt ist scharf begrenzt und es entfacht sich ein erbitterter Konkurrenzkampf ohne Grenzen. Was steckt tatsächlich hinter dem Casting und wird Jazz trotz des großen Drucks sich selbst treu bleiben?

Idee/ Umsetzung:
Erst mal klingt das ganze wieder einmal nach jeder Menge Zickenkrieg, wie wir es zum Beispiel aus "Selection" kennen. Doch diese Geschichte nimmt nach kurzer Zeit schon eine recht "thrillige" Wendung und hat mir von Seite zu Seite besser gefallen. Neben der Mode und Fashion gibt es zahlreiche andere Themen, die behandelt werden. Das ganze bleibt zudem nicht auf einer oberflächlichen Ebene, sondern übt harsche Kritik aus. Mit diesem Tiefgang hatte ich nicht gerechnet. Der Anfang war mir etwas zu gestreckt, da es sehr lange dauert, bis die ersten Hinweise ans Licht kamen und geschlagene 230 Seiten, bis die erste Runde tatsächlich absolviert war. Ich finde, man hätte fas ganze etwas flotter gestalten können, dann wäre das Spannungslevel teilweise auch höher gewesen.

Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen und vor allem unsere Protagonistin Jazz ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Freundschaft zu Leena ist etwas ganz besonderes und kommt sehr gut rüber. So fand ich Aspekte, wie ihre selbst erfundene Zeichensprache und ihr inniges Verhältnis schön zu beobachten. Viele der anderen Figuren bleiben sehr blass, was mich einerseits nicht groß wunderte, da es unheimlich viele waren und der Fokus nun mal nicht auf allen liegen kann. So wie in fast jedem Jugendbuch gab es natürlich auch hier eine Liebesgeschichte. Am Anfang hat sie mir gar nicht gefallen, da sie ohne jegliche Vorwarnung kontextlos in die Geschichte plumpste und ich das ganze einfach nur als "an den Haaren herbeigezogen" empfand. Später klärt sich das ganze noch etwas auf, aber das Highlight war die Lovestory definitiv nicht.

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es gibt zwischendurch sehr spannende Stellen, super Wendungen und Wow- Momente. Aber letztendlich hat mich das Buch nicht vollends vom Hocker gehauen. Zu lange Zeit passierte gar nichts oder verschleierte Fakten wollten sich einfach wieder und wieder nicht aufklären. Dies sorgt natürlich für ein entsprechend gewaltiges Ende mit vielen Schockern, aber trotzdem sollte der Weg dahin doch unterhaltsam und ebenfalls spannend sein.

Fazit:
Erfolg bedeutet für jeden etwas anderes: Sei es glücklich zu sein, Erfolg im Beruf, in der Liebe oder Selbstverwirklichung. Diese Mädchen hier haben den Traum, einmal jemand ganz großes in der Modebranche zu sein. Doch wie weit geht man für die eigenen Ziele? Unfaire Mittel, Betrug, Mord? Diese so lieb aussehende Buch entpuppt sich ganz schnell als bissiger Thriller, dem vor allem am Anfang der Pepp fehlt, aber zum Ende hin doch noch begeistern kann und letztendlich für Fans der Autorin und des Klappentextes lesenswert ist. Doch aufgepasst: Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint!

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