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75 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

fantasy, durchschnittlich, auf immer gejagt, erin summerill, magie

Königreich der Wälder - Auf immer gejagt

Erin Summerill
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.04.2017
ISBN 9783646928402
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch, abgesehen von der riesigen Promo, vor allem durch seine bestechend schöne Optik. Nicht nur mit dem Schutzumschlag sieht dieses Werk mit golden schimmernder Schrift und dem rauen Bild des Waldes sehr einladend aus- auch "Undercover" schmücken zahlreiche Bäume das Buch und es schreit förmlich nach Abenteuer, Wildnis und Jagd. Sehr gelungene Aufmachung, großes Kompliment an den Verlag.

Darum geht's:
Tessa ist sehr einsam, als ihr Vater überraschend nicht von einer Kopfgeldjagd zurückkehrt und sie weder Familie noch Freunde bei sich hat. Auch ihr einziger Freund Cohen, in den sie schon lange verliebt ist, hat sie vor kurzem ohne ein Wort des Abschieds verlassen. Vollkommen ausgelaugt vom Hunger wagt sich Tessa in den Wald hinaus, um sich etwas zu essen zu erjagen, doch sie wird nach ihrer Tat mit dem verboten gewilderten Fleisch erwischt und der Todesstrafe unterstellt. Doch noch bevor das Beil ihr Leben beenden kann, erfährt Tessa von einer unglaublichen Nachricht- ihr Freund Cohen, dem sie ihr Leben anvertraut hätte, soll der Mörder ihres geliebten Vaters sein. Im Chaos der Gefühle geht Tessa einen folgenschweren Handel ein: Sie kann der Todesstrafe entkommen, wenn sie ihren einstigen Freund ans Messer liefert...

Idee/Umsetzung:
Momentan habe ich einen absoluten Hang zu Fantasy Geschichten und da kam dieses Buch mit den magischen Königreichen und verwunschenen Gaben gerade recht. Vor allem der TAG zu dem Buch, der in erster Linie auf Youtube kursiert, hat mich zusätzlich neugierig gemacht und so wollte ich der Geschichte eine Chance geben.

Die Geschichte ist, wie das Cover vermuten lässt, hauptsächlich im Wald angesiedelt und es gibt viele abenteuerliche Reisen zu Fuß und zu Pferd zu bestreiten. Dabei sind wir mit Tessa immer auf der Hut und je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr bekommt man auch das Gefühl, gejagt zu werden, was die Atmosphäre des Buches sehr spannend macht. Kritisch gegenüber war ich anfangs der Liebesgeschichte, da es sich nach etwas anhörte, was ich schon sehr oft gelesen habe- Freund aus Kindertagen, für den die Gefühle auf einmal mehr werden und eine Liebesbeziehung daraus entsteht. Was allerdings das ganze interessant macht ist der Aspekt des Verrats, den Cohen begangen hat. Dadurch wird diese sonst recht eindeutige Liebe aufgemischt und rückt auch nicht in den Fokus der Geschichte, sondern spielt eine angenehme Nebenrolle.

Die Hauptstory hat mir dafür besonders gefallen. Die Suche nach Cohen durch die Wälder und kleinen Dörfer fand ich sehr schön in Szene gesetzt, ich konnte förmlich die Waldluft schnuppern und die Hufe auf dem lehmigen Boden hören. Ebenfalls schön fand ich einige Details in der Erzählweise der Autorin, beispielsweise sehr lebhafte Gedankengänge und Sprichwörter, die sie immer wiederkehrend in die Geschichte eingebaut hat und dadurch eine schöne, fernländische Stimmung erzeugt hat.

Was mich etwas störte war der Verlauf der Handlung. Mich hat überrascht, wie schnell sich der Plot, den wir auf dem Klappentext angedeutet bekommen, wendet, sodass man auf einmal ganz neue Erwartungen an die Geschichte stellt und für mich haben sich einige Probleme viel zu schnell aufgeklärt. An diesen Stellen hätte ich mir etwas mehr Atem der Autorin gewünscht, um Raum für den Spannungsaufbau und ein bisschen Dramatik zu lassen.

Das Ende hat mich dafür nochmal sehr positiv gestimmt, hatte einige spannende, unvorhergesehene Momente und konnte mich fesseln. Insgesamt konnte mich das Buch trotz der Aspekte, die mir weniger gefallen haben, überzeugen und ich möchte die Reihe gerne weiter verfolgen.

Charaktere:
Tessa ist ein sehr aufgewecktes, unerschrockenes Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt und ebenso, wie einige Buchcharaktere das sehr schön bemerkt haben, fand ich diese Züge sehr erfrischend und anders. Wir kennen natürlich alle inzwischen die ein oder andere taffe Buchheldin, doch Tessa ist für mich auf jeden Fall eine besondere Protagonistin geworden, die ich sehr gerne begleitet habe und die ein spannendes Wesen hat.

Cohen ist natürlich wieder mal ein ziemlich klischeehafter bester Freund, der ganz plötzlich breite Schultern und einen muskulösen Oberkörper bekommen hat, der Tessa ganz wuschig macht. Trotzdem mochte ich ihn an einigen Stellen der Geschichte ganz gerne, er hat auch liebenswerte und besondere Charakterzüge und tut der Geschichte auf jeden Fall gut, vor allem, weil die Liebesbeziehung zwischen ihm und Tessa so unterschwellig thematisiert wird.

Auch viele andere Figuren habe ich gern gehabt, allein aus Erzählungen mochte ich Saul sehr gerne und auch Enat und Leif haben es mir sehr angetan. Sie alle sind doch ein bisschen anders als viele Charaktere aus anderen Büchern und ich möchte ganz und gar nicht missen, ihnen begegnet zu sein.

Fazit:
"Auf immer gejagt" ist ein Buch mit vielen Facetten und genau der Mix, der hier präsentiert wird, macht für mich das besondere aus. Ich mochte die starke Protagonistin, die Szenerie und die ganze Welt, die hier erschaffen wird, ebenso wie die magischen Elemente und auch die sanfte Liebesgeschichte. Sicher hat das Buch einige kleinere Kritikpunkte, trotzdem hat es mich zu keiner Zeit gelangweilt und ich bin sehr gespannt, ob der zweite Band mir ebenso gefallen wird. Allein durch die Möglichkeit, nochmal in diese verwunschenen Wälder reisen zu können, kann ich an dem Folgeband sicher nicht vorbeigehen und empfehle diesen Auftakt allen Landstreichern, Fantasy-Liebhabern und Träumern- viel Spaß in Tessas Welt!




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262 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:
Ich habe mich langsam, aber sicher mit dem Deutschen Cover angefreundet, was nicht so einfach war, da ich einfach riesiger Fan des Originalcovers (rechts) bin. Ich mag es, dass man auf den ersten Blick schon die drei Begabungen der Schwestern erkennen kann und es wirkt düster und hat eine sehr bedrohliche und besondere Atmosphäre, die super zur Stimmung des Buches passt. Ich finde die Deutsche Ausgabe etwas zu hell und mit der einen Krone wenig aussagekräftig, habe mir aber inzwischen das Cover von Teil 2 angesehen und denke, die Reihe wird sich auch so hübsch im Regal machen.

Darum geht's:
In verschiedenen Kapiteln lernen wir das Leben von den drei Königsschwestern kennen- mit welchen Menschen sie in Kontakt stehen, welche Fähigkeiten sie haben und was sie über ihre Bestimmung als Königinnen denken. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über die drei und sie bereiten sich langsam, aber sicher auf die Erwachsenenzeremonie vor und müssen bald um ihr Überleben kämpfen...

Idee & Umsetzung:
Durch den flüssigen und atmosphärischen Schreibstil der für mich neu entdeckten Autorin habe ich mich schnell in die Geschichte eingelebt und obwohl ich zuerst Bedenken wegen der vielen Perspektivenwechsel hatte, wurde ich dahingehend positiv überrascht. Die Mädchen sind einfach so verschieden, dass man sie in den Kapiteln gar nicht verwechseln kann. Gekennzeichnet sind die Übergänge immer durch Überschriften, die anzeigen, wo man sich geografisch befindet (dazu gibt es vorne im Buch eine wunderschöne Landkarte, durch die man sich zurechtfindet) oder welches denkwürdige Ereignis stattfindet.

Von der Idee war ich seit dem ersten Lesen des Klappentextes sehr angetan. Der Trend zu düsteren Königreichen und tapferen Protagonistinnen mit spannenden Gaben hat auch mich eingeholt und ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Besonders toll und unverbraucht finde ich die Idee mit der Weiterführung der Monarchie und, auch, wenn es sehr grausam ist, die Rituale und Traditionen der Insel. Ich lese ab und an gerne Geschichten, in denen nicht alles rosarot ist und somit hat diese düstere und blutrünstige Welt genau meinem Geschmack entsprochen.

Auch die Umsetzung ist der Autorin in meinen Augen gut gelungen. Zwischendrin gab es einige Kapitel, die mir etwas langatmig vorkamen, aber insgesamt hat die Geschichte ihre Dynamik die meiste Zeit über beibehalten können und vor allem zum Ende hin kommt ordentlich Tempo in die Geschichte und ich wurde von den Wendungen sehr überrascht, da ich insgeheim eine ganz andere Vermutung hatte, die sich nicht bewahrheitet hat. Da ich es liebe, überrascht zu werden, hat das Ende nochmal einen Bonuspunkt verdient.

Charaktere:
Durch die verfeindeten Lager der Königinnen hatte ich die Erwartung, dass man sich ebenfalls für eins der Lage entscheiden wird und für eine Königin das beste hofft. Doch tatsächlich mochte ich alle drei gerade wegen ihrer Diversität so gerne und habe mit jeder mitgefiebert, da es keine verdient hatte, zu sterben. Im Laufe des Buches hat sich Arsinoe zu meinem Liebling gemausert, auch, wenn ich nach wie vor alle drei Königinnen sehr toll gezeichnet fand und durchweg alle Charaktere viel Persönlichkeit zeigten. Einige Charakterzüge konnte ich gar nicht leiden und manch einer veränderte sein Wesen im Laufe der Geschichte, was ich mir nur mit dem Einsatz von Magie erklären konnte. Genau dieses Mitfiebern mit den einen und das Hassen von anderen Figuren hat der Geschichte ebenfalls Schwung verliehen und ich möchte die Charaktere unbedingt auch im zweiten Band der Saga begleiten.

Fazit:
In diesem Buch bekommen Fantasy Liebhaber eine neue, spannende Idee eines dunklen Königreichs, das einiges neues und überraschenden bieten kann. Wir lernen tolle Charaktere mit vielen Facetten kennen und wenn man über einige Längen in der Mitte des Buches hinweg sehen kann, ist dies eine herrlich düstere und unterhaltsame Erzählung, die vor allem zum Ende hin mit viel Spannung und Überraschungsmomenten bestechen kann.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, romantasy, clara winter, feen, nacht der feen

Nacht der Feen

Clara Winter
E-Buch Text: 133 Seiten
Erschienen bei Amazon Media, 01.05.2017
ISBN B06XZ8W92N
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:
Sofort, wenn man sich das Cover anschaut, bekommt man ein Gefühl für die Stimmung, die das Reich der Feen einem vermittelt, und bekommt gleich Lust auf die Geschichte. Vor allem die Fantasy Elemente im Hintergrund des Bildes gefallen mir sehr und versprühen zusammen mit den Bäumen und der Schrift ein magisches Feeling, dass zum Träumen einlädt und Fantasy Leser sicher verzaubern kann.

Darum geht's:
Zuerst einmal lernen wir Zoe und ihre sehr chaotische, aber unheimlich liebenswerte Tante Emma kennen. Zoe ist ein Mädchen, was mir gleich sympathisch war und auch vielen jüngeren Mädchen gefallen dürfte, weil man sich super mit ihr identifizieren kann. Ebenso wie am ersten Schultag in der neuen Klasse stehen zu müssen. Genauso schnell schließt man ihre neugewonnene Freundin Leonie direkt ins Herz. Vor allem in den Dialogen der beiden findet man sehr viel Witz und genau die Stimmung, die man bei Freundinnen vermuten würde. Allerdings kennen sich die beiden erst seit sehr kurzer Zeit und kommen schon miteinander zurecht, als würden sie sich seit dem Kindergarten kennen. So nimmt das typische Teenie Leben der beiden seinen Lauf- Partys, Jungs, ein bisschen Alkohol und zärtliche Küsse.
Doch eine große Wendung nimmt unsere Geschichte, als Tante Emma plötzlich mit Feen im Wohnzimmer steht und Zoe erst mal ganz perplex alle für verrückt oder die Situation für einen kreativen Traum erklärt. Ab ungefähr der Hälfte bekommen wir also einen Einblick in den fantastischen Teil dieser Jugendgeschichte, was eine tolle Wendung bietet und noch mal sehr viel frischen Neuwind in die Story weht.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Beziehung zu Niklas und später auch zu William. Beides sind junge Männer, die Zoe gutaussehend und charmant begegnen, doch nach und nach stellt sich heraus, dass die beiden verschiedener nicht sein könnten und in gewisser Weise muss ich Zoe zwischen den beiden entscheiden. Doch die typischen Elemente der Liebesgeschichte des Buches, die in Jugendbüchern allgemein häufig sehr klischeehaft und 0815 rübergebracht werden, bekommen durch die Fantasy eine andere Seite und werden ordentlich aufgepeppt, sodass zwar Liebe eine recht große Rolle in Zoes Leben spielt, aber im Kontext von verschiedenen anderen Facetten gesehen werden muss. Daraus resultieren manchmal nicht allzu leichte Entscheidungen für unsere mutige Protagonistin.

Idee/Umsetzung:
Um das Ganze noch einmal auf den Punkt zu bringen lässt sich festhalten, dass wir es hier mit, zum Teil, klassischen Jugendbuchelementen wie Liebe, Party und Freundschaft zu tun haben, diese aber erfrischend aufgemischt werden durch die Feenwelt, die mystischen Umstände der Geschichte der Feenvölker und die Bestimmung, in die Zoe wohl oder übel mit hineingezogen wird.

Charaktere:
Die Charaktere halten die Geschichte ebenso lebendig. Neben unserer witzigen und starken Protagonistin habe ich, trotz aller Heimlichkeiten, Tante Emma unheimlich ins Herz geschlossen, weil sie herrlich verpeilt und witzig war. Leonie war auch eine tolle Figur, die die Story sehr bereichert hat und mich auch zum Teil durch neue Facetten überraschen konnte. Über unsere beiden Jungs sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Ich möchte nicht zu viel verraten und lege euch ans Herz, mal in eine Leseprobe zu schnuppern, ob euch das ganze thematisch und stilistisch zusagt.

Besonders toll:
Nach wie vor gefällt mir der luftige, aber dennoch mystische und spannende Schreibstil der Autorin. Mit diesem Buch hat sie bewiesen, dass sie ebenfalls im Jugendgenre gut aufgehoben ist.

Außerdem die gelungene, überraschende Wendung hin zur Fantasy Thematik, meiner Meinung nach wurde die Brücke elegant, aber ebenso unerwartet, geschlagen und hat damit der Geschichte eine neue Richtung und viel Spannung gegeben.

Fazit:
Alle Fans aufgepasst- jetzt gibt’s auch was neues im Jugendgenre! Und mir hat es, wie immer, sehr gefallen. Würde es mehr Bücher wie diese geben, wäre ich definitiv größerer Anhänger des Fantasy Genres. Aber so genieße ich jedes neue Buch und kann dieses hier jedem ans Herz legen, der sich in dem Schreibstil wohlfühlt, gerne spritzige Jugendliteratur liest und gerne auch ein bisschen Magie dabei hat.

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1.661 Bibliotheken, 32 Leser, 5 Gruppen, 106 Rezensionen

liebe, dystopie, krankheit, zukunft, jugendbuch

Delirium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.11.2013
ISBN 9783551313010
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

viktoriasarin, mitmachbuch

Spring in eine Pfütze

Viktoria Sarina
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Community Editions, 24.04.2017
ISBN 9783960960058
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover:
Ich finde das Cover sehr gelungen. Es versprüht mit seinem knalligen Gelb totales Sommer Feeling und fast jedes Mädchen dürfte die pinke Schnittkante des Buches supertoll finden. So ist das Buch sehr jung und bunt geworden und definitiv auf die weibliche Zielgruppe der Jugendlichen ausgelegt, was zu der Community der beiden Mädels passen dürfte. Also außen macht das Buch auf jeden Fall schon einmal was her und lädt ein, auch mal einen Blick ins innere zu riskieren.

Darum geht's:
In ihren Videos *hier gibt's den Kanal der beiden* zur Ankündigung des Buches versprachen sie, dass sie dieses Buch selber gestaltet hätten und ihre persönliche Note darin zu spüren sein würde. Dies kann ich auf jeden Fall bestätigen, es steckt in diesem kunterbunten Mit-mach Buch viel Spaß, so wie es auch in den Videos der beiden Freundinnen der Fall ist und ich kann mir gut vorstellen, wie die beiden über den Ideen für jeden der 365 Tage gebrütet haben.
Ich habe bereits von odernichtoderdoch den "Glasmomente" 3- Jahres Kalender", der nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert. Ohne Jahreszahlen ist jeder Abschnitt des Buches (hier meistens eine halbe Seite) einem bestimmten Datum gewidmet. Damit man an jedem beliebigen Tag des Jahres anfangen kann, gibt es beim Jahr keine Vorgabe. So hat man jeden Tag eine Aufgabe, die es zu machen gilt. Dabei gibt es ganz verschiedene Sachen- einiges hat mit dem normalen Alltag im "RealLife" zu tun, anderes schreibt, malt, klebt oder träumt in dem Buch selbst, sodass es zum Teil auch als ein Erinnerngsschatz für die Zukunft oder als Tagebuch fungiert. Auf den Bildern könnt ihr erkennen, dass die Gestaltung im Buch ebenfalls sehr süß und liebevoll gemacht ist. Die Seiten sind verziert, bunt oder mit schönen Illustrationen versehen, mit denen man zum Teil auch seiner Kreativität freien Lauf lassen kann (Das Einmachglas :-)). Einige Seiten sehen so aus, andere wiederrum ganz anders und wenn man nicht zu neugierig ist, kann man sich jeden Tag von einer ganz neuen Seite mit einer neuen bunten Aufgaben überraschen lassen.

Idee/ Umsetzung:
Wie gesagt habe ich nach dem gleichen Prinzip schon einen Kalender am laufen, was mich aber nicht daran hindern soll, nicht noch mehr solcher Bücher auszuprobieren. Neben dem Spaß beim Ausfüllen sehe ich diese Art von interaktiven Büchern als eine sehr schöne Quelle der Aufbewahrung von wertvollen Erinnerungen ganz alltäglicher Gedanken und Lebensupdates, auf die man später zurückblicken kann. Es gibt zahlreiche dieser Bücher- für ein Jahr (wie hier), für drei Jahre, für fünf Jahre, mit Aufgaben, Fragen oder Bildern, bunt, schlicht oder zum selber gestalten. So hat man auf dem Markt eine breite Auswahl und die Youtuberinnen haben hier keine Neuheit geschaffen, aber für ihre Fans sicher einen sinnvollen Merch-Artikel rausgebracht, der mir 1000 Mal besser gefällt als Fanshirts, Tassen oder weitere klassische Fanartikel, mit denen heutzutage so Geld gemacht wird. Ich finde das Buch auch als nicht ganz so krasser Fan der beiden Mädels gelungen, nicht alle Aufgaben gefallen mir, aber trotzdem ist das Buch alleine wegen der hübschen Gestaltung einen Blick wert und bietet sehr viel Platz für eigene Gedanken, Kreativität und Inspiration.

Fazit:
Ich schaue die Mädels auf Youtube sehr gerne, bin aber keiner von den Hardcore Fans, sodass ich hoffe, hier eine etwas neutralere Sicht auf dieses Buch schildern zu können. In Zeiten der interaktiven Bücher ist dieses hier nicht neues, aber es besticht durch seine süße Gestaltung, vielfältigen Aufgaben und sehr viel Herz, was die beiden hier hineingesteckt haben. Also ist dieses etwas andere Buch nicht nur für die Fans der von ViktoriaSarina etwas, sondern auch als Liebhaber von Büchern im allgemeinen oder Ausfüllbüchern im besonderen sollten sich das Buch mal anschauen.

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467 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 159 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Wenn man bei einem Buch sagen kann, dass Inhalt und Außengestaltung stimmig sind, dann ist es definitiv bei "Caraval". Mich hat die Farbwahl, ebenso wie die wunderschöne Schrift des Buches gleich an Zirkus erinnert und diese Anlegung scheint durchaus gewollt zu sein, denn auch im Buch geht es sehr bunt und zauberhaft zu. Optisch ist das Buch auch tatsächlich im internationalen Vergleich recht ähnlich gestaltet, was bei so einer Ausstrahlung absolut gerechtfertigt ist. Trotzdem muss ich sagen, dass mein Coverherz bei der deutschen Ausgabe am höchsten schlägt.

Darum geht's:
Schon seit klein auf wünscht sich Scarlett endlich von ihrer Insel zu fliehen und sich damit auch von ihrem strengen Vater lossagen zu können. Doch durch die vielen blauen Flecken haben sie und ihre kleine Schwester Tella gelernt, ihre Wünsche tief in sich zu vergraben. Bis eines Tages ein Brief als Antwort auf viele, viele unbeantwortete Schreiben von ihr eintrifft. Er stammt von Legend, einem berühmt berüchtigten Sagenheld, der in sie zu seinem Spiel einlädt. Hin und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach Flucht und der Sicherheit der altbekannten Insel beschließt Scarlett, sich und Tella zu schützen, in dem sie die Karten weggeben möchte. Doch diese Rechnung hat sie ohne ihre kleine Schwester gemacht und wenig später befinden sich beide mit dem Seefahrer Julian auf See und machen sich auf in die geheimnisvollen Welten von Caraval, wo nichts so ist, wie es scheint...

Idee/ Umsetzung:
Ich habe seit langem keine Geschichte mehr gelesen, die so einen märchenhaften und etwas altertümlichen Charme mit sich bringt und von Seite zu Seite habe ich gemerkt, wie sehr mir dieser Zauber gefehlt hat. Wir tauchen hier ein in eine vollkommen träumerische Welt, in der nicht alles perfekt ist und schon gar nicht das, was sie vorgibt zu sein. Doch lässt man sich einen Moment von der Stimmung des Buches fortspülen, saugt die Geschichte einen vollkommen ein.

So ging es zumindest mir nach den ersten 50 Seiten des Buches. So trostlos das Leben der beiden Schwestern auf der Insel auch war, umso strahlender und verlockender spürt man diese verheißungsvolle Magie, die einen auf Caraval hinfiebern lässt.

Zur Idee hinter der Geschichte kann ich gar nicht viel mehr preis geben, denn es sollte wirklich absolut niemandem auf der ganzen Welt diese wunderbare Möglichkeit genommen werden, für einige Stunden in dieser Atmosphäre zu versinken und immer wieder überrascht zu werden.

Diese so bildliche und atmosphärisch dichte Welt haben wir der talentierten Autorin hinter der Geschichte zu verdanken, die mit Worten gezaubert hat und mich so entführen konnte. Zu recht ist dieses Buch in aller Munde auf der ganzen Welt und ich hoffe, dass es noch viel mehr Menschen lesen werden.

Die Umsetzung ist ebenfalls gelungen, wenn auch etwas schwer in Worte zu fassen. Ich war bei diesem Buch trotz der vorhandenen Spannung nicht gedrängt, durch die Geschichte zu jagen. Viel mehr hatte ich das Gefühl, jede Seite richtig auszukosten und zu genießen. Das hatte ich tatsächlich schon länger nicht mehr. Von einigen Seiten habe ich bei diesem Werk Vergleiche zu "Alice im Wunderland" gehört, was durch die illusorischen Elemente und die Magie der Story durchaus berechtigt ist. Die Welt in dieser Geschichte lädt ebenso zum Träumen ein, aber man sollte auch auf der Hut sein und einen noch so verlockenden Deal gründlich überdenken. Ein bisschen naiv, so wie Alice, stolpert auch Scarlett hier durch diese ihr fremde Welt und lernt so eine ganz neue Seite des Lebens und auch von sich kennen.
So gefällt mir, was das Buch mit mir gemacht hat sehr- es hat mich unterhalten, verzaubert und mir puren Lesegenuss beschert.

Charaktere:
Zu Scarlett habe ich bereits einige Worte verloren. Sie legt ihr behütetes Leben auf der Insel ab, um ein Abenteuer zu erleben und dabei erst zu erkennen, was leben bedeutet. Auch ihre immer kritischer werdenden Gedankengänge haben mir gefallen. Man kann wunderbar beim Reifen dieser jungen Frau zusehen. Wen ich aber fast noch mehr in mein Herz geschlossen habe, ist Tella. So einen liebenswerten Wirbelwind muss man erst mal schwarz auf weiß erschaffen können. Die anderen Figuren sind sehr unterschiedlich, facettenreich und ebenfalls magisch. Aber man sollte wirklich gut überdenken, von wem man sich verzaubern lässt und wer vielleicht nur eine gemeine Illusion ist, die einem womöglich nichts gutes will...

Fazit:
Hier gibt es wirklich sehr wenig zu meckern. Vielleicht hätte noch ein kleines i-Tüpfelchen drauf gesetzt werden können, doch insgesamt bin ich wahnsinnig angetan von dieser wunderbaren Welt in diesem Buch, die mich so sehr gefangen genommen hat. Wer mal wieder so richtig genießen möchte, sich nach einem Abenteuer in einer anderen Welt sehnt oder ein bisschen "Alice im Wunderland" Feeling vermisst, der sollte sich dieses gelungene Jugendbuch unbedingt anschauen. Mich konnte es in seinen Bann ziehen und es ist wirklich ebenso so gut wie schade, dass das alles nur ein Spiel ist...

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181 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

rainer wekwerth, usa, jugendbuch, bootcamp, grenzenlos gefangen

Camp 21

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.01.2017
ISBN 9783401601779
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaumund mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint

Cover:
Bisher hat mir die Schlichtheit der Cover, die Rainer Wekwerth für seine Jugendbücher gewählt hat, immer sehr gefallen. Ich hätte mir gewünscht, dass auch "Camp 21" im Stil von "Das Labyrinth" oder "Blink of Time" daherkommt, aber auch so bleibt das Cover aufs Wesentliche fokussiert und ich bin sehr froh, dass die Gesichter der Jugendlichen nicht abgebildet sind, sodass jeder seine Fantasie spielen lassen kann. Die Farbwahl gefällt mir sehr gut, passt super zum Inhalt des Buches und alles in allem freue ich mich sehr, ein so schönes Buch in meinem Bücherregal willkommen zu heißen.

Stil:
Es müsste für sich sprechen, dass ich ausnahmslos jedes Jugendbuch des Autors direkt nach Erscheinung, meist innerhalb eines Tages, verschlungen habe und Rainer Wekwerth seitdem für mich für Spannung, Nervenkitzel und klug verpackte Gesellschaftskritik steht. So hat auch hier der Schreibstil die Seiten nur so fliegen lassen, ein wahrer Pageturner, der mit sehr viel Action und Geheimnis genau meinen Nerv getroffen hat.

Thema:
Im neuen Jugendbuch von Rainer Wekwerth geht es um Mike und Kayla, die unabhängig voneinander von ihren Eltern in ein Boot Camp geschickt werden. Mike hatte mit seinem kleinen Bruder ein bisschen zu viel Spaß dabei, Daddys Auto zu klauen und damit über die Straßen zu jagen, Kayla wollte lediglich einem alten Freund aus dem Drogensumpf helfen. Als die beiden aufeinandertreffen, können sie sich gar nicht leiden und nach einer Verkettung unglücklicher Ereignisse werden die beiden gemeinsam in ein Camp für noch härtere Fälle gebracht- das Camp 21. Dort wird es erst richtig spannend, als immer mehr Fragen auftauchen. Was hat es mit den Armbändern auf sich, die den Jugendlichen starke Schmerzen zufügen, sobald sie sich von ihrem zugewiesenen Partner zu weit entfernen und was führen die strengen Aufseher im Schilde? Auf der Suche nach Antworten kommen sich auch unsere beiden Protagonisten immer näher und stoßen auf viele pikante Geheimnisse...

Idee/ Umsetzung:
Über Boot Camps gibt es ja so einige Bücher, doch ich habe bisher thematisch nichts vergleichbares gelesen, wodurch ich neugierig und unerfahren in die Thematik eingestiegen bin. In Deutschland sind uns Formate, wie "Die strengsten Eltern der Welt" zumindest vom Titel her ein Begriff und ich war der Überzeugung, dass TV Shows diese ganze Camp Sache doch ziemlich aufbauschen würden. Doch in den USA scheint das ganze ebenso brisant wie brandaktuell zu sein und ich habe mich auch ein wenig darüber hinaus informiert.

Die Umsetzung der Idee des Boot Camps in diesem Buch finde ich sehr gelungen, weil ich als Leser gleichermaßen aufgerüttelt, informiert und unterhalten wurde. Am erschreckendsten dabei sind mir die ersten Kapitel des Buches in Erinnerung geblieben. Die Eltern von Kayla sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie überfordert einige Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder sind. Ich habe Kayla sehr schnell ins Herz geschlossen und ich kann die Sorge der Eltern zum Teil verstehen, trotzdem halte ich es für feige, das eigene Kind in ein Camp abzuschieben, vor allem bei so einem hilfsbereiten Mädchen wie Kayla, die das Herz genau am rechten Fleck hat.

Die Darstellung der Camps kam mir sehr realistisch vor und ich empfand es als unheimlich spannend einen Eindruck von der Atmosphäre in einer solchen Situation zu bekommen und wie hart es sein muss, dort untergebracht zu werden. Einige Passagen warfen für mich die Frage auf, ob ein paar Monate im Jugendgefängnis einigen Camp Bewohnern nicht vielleicht besser gefallen hätte...

Die Figuren sind allesamt sehr authentisch rübergekommen und selbst einige Randfiguren, so kurz ihr Auftritt auch sein mochte, sind mir in Erinnerung geblieben. Mike und Kayla haben mich durch ihre starke, überlegte Art zu denken und zu handeln sehr beeindruckt und ich habe sehr mit den beiden mitgefiebert.

Ende:
Bei den Büchern von Rainer Wekwerth fehlt natürlich niemals ein überraschendes Ende und so hat mir auch hier der ganze Verlauf und die gut durchdachte Background Story sehr gefallen und nachdenklich gestimmt.

Fazit:
Frühstück, Dauerlauf, körperliche Arbeit, Sport, Abendessen. Was passiert mit einem Menschen, der den ganzen Tag unter Strom steht, an seine körperlichen Grenzen gestoßen wird und immer im Hinterkopf behält, dass seine Familie ihn für ein halbes Jahr einfach rausgeschmissen hat? Ich glaube, ich würde ganz schnell daran zerbrechen.

Mit "Camp 21" ist Rainer Wekwerth wieder einmal ein aufrüttelnder, neuartiger Jugendthriller gelungen, der mit viel Action und Spannung zu unterhalten weiß, aber den Leser auch zum Nachdenken anregt und einige schattige Seiten unserer Welt aufzeigt.
Für mich ein absolut tolles Buch ohne viel zu meckern.

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953 Bibliotheken, 50 Leser, 2 Gruppen, 234 Rezensionen

fantasy, prinz, prinzessin, der kuss der lüge, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

hörbuch, zukunft, der turm der gefangenen, thomas thiemeyer, jugendbuch

Evolution - Der Turm der Gefangenen

Thomas Thiemeyer
Audio CD
Erschienen bei Rubikon Audioverlag, 01.01.2017
ISBN 9783945986394
Genre: Jugendbuch

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(57)

134 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

liebe, familie, jugendbuch, die quersumme von liebe, katrin zipse

Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850110
Genre: Jugendbuch

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Eine Woche für die Ewigkeit

Nina LaCour , David Levithan
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783646929027
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Ich mag die Bücher aus dem Carlsen Verlag rein von der Aufmachung her meistens sehr gerne und auch hier ist das Cover wieder eine wahre Augenweide geworden. Ich mag das Zusammenspiel vom Himmelblau, dem rot-gelben Schimmer der Partynächte und die kleine Andeutung auf San Francisco sehr gerne und genau solche Cover sind ebenso aussagekräftig wie authentisch und machen das Buch einfach rund. Ich bin sehr angetan von der Aufmachung.

Darum geht's:
Mark hat sich heimlich zusammen mit seinem heimlichen Schwarm in einen Club während der Pride Week geschmuggelt, um ihn vielleicht endlich für sich gewinnen zu können und ihm die Chance zu geben, sich endlich öffentlich mit ihm zeigen zu wollen. Doch leider verläuft der Abend ganz anders als erwartet...
Kate fiebert diesem Moment seit Wochen entgegen- endlich wird sie Violet treffen können und hoffentlich funkt es zwischen ihnen beiden, so wie in Kates Vorstellung. Doch sie haut ab und trifft in einem Club auf ihren Mitschüler Mark, mit dem sie bisher kein Wort gewechselt hat.
Zwei Jugendliche, die eigentlich nicht besonders viel gemeinsam haben, treffen in dieser Nacht zu fällig aufeinander und entwickeln eine einzigartige, wunderschöne Freundschaft.

Idee/ Umsetzung:
Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da ich von beiden Autoren bereits mehrere Bücher gelesen habe und beiden vom Stil und ihren authentischen Plots her viel abgewinnen kann. So musste ich ein Buch des Duos auf jeden Fall lesen und auch die Geschichte konnte mich wieder einmal überzeugen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und schön zu lesen, es wird viel Wert auf Emotionen und Gedankengänge gelegt und ich merke meist gar nicht, dass ich förmlich durch das Buch hindurchfliege. Es ist nicht unbedingt eine rasante Spannung vorhanden, doch langweilig wird es auch nicht wirklich und die dahinfließende Geschichte konnte mich durch die seichte, aber berührende Erzählweise beeindrucken und fesseln.

Die Idee hinter dem Buch ist nichts unfassbar neues. Ich habe in letzter Zeit mehrerer Jugendbücher gelesen, in denen Homosexualität eine Rolle spiele (sehr zu empfehlen ist dabei "Nur drei Worte" von Becky Albertalli) und auch hier wurde das Thema toll eingebunden und ich habe unsere Protagonisten wirklich sehr gerne gehabt und lieb gewonnen. Ansonsten ist die Geschichte gewebt aus den typischen Elementen des amerikanischen Jugendbuchs: Party, Alkohol, Liebesgeschichten und Freundschaften. Wenn man diese Aspekte nicht über hat und vielleicht aus dem Blickwinkel dieser Autoren etwas in der Richtung lesen möchte, könnte das Buch definitiv etwas für einen sein. Obwohl ich thematisch schon zur genüge Bücher dazu gelesen habe, wollte ich dem Buch wegen der Autoren eine Chance geben und habe es nicht bereut. Es herrscht eine sehr authentische Atmosphäre und die Beziehungen zwischen den Charakteren haben mir sehr gefallen.

Charaktere:
Mark ist ein sehr sympathischer Junge der wider des Sportler- Highschool Klischees ein sehr sensibler und empathischer Mensch ist. Vor allem in der wachsenden Freundschaft zu Kate hat er mir als Protagonist immer besser gefallen.
Kate ist ebenfalls ein spannendes Mädchen, wenn man mit ihr warm geworden ist, aber die besondere Stimmung entstand für mich persönlich erst, als die beiden sich zusammen getan haben und sich die Beziehung zwischen ihnen entwickelt hat. Ab diesem Punkt hat mich das Buch berührt, gefesselt und sehr gut unterhalten.

Fazit:
Ein Jugendbuch, das nicht unbedingt mit seinen vielen, neuen Ideen überzeugt. Aber wenn man die Autoren kennt, lässt sich schon wittern, dass ein Buch aus der Feder dieser beiden Autoren mit einer tollen Stimmung, besonderen Figuren und insgesamt einer unterhaltsamen, wie berührenden Geschichte daher kommt. Jugendbuchfans und Liebhaber dieser beiden Autoren sollten sich dieses Buch mal genauer ansehen, denn trotz des etwas verbrauchten Plots wird aus dieser Raupe vor allem zum Ende hin noch ein richtig bunter, lebendiger Schmetterling.

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717 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

colleen hoover, liebe, nächstes jahr am selben tag, dtv, feuer

Nächstes Jahr am selben Tag

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423740258
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Ich weiß nicht, wer im Vorfeld von dem Covervote für dieses Buch erfahren hat, aber der Verlag hatte die coole Idee, die Leser bestimmen zu lassen, welches Cover die deutsche Version von "November 9" zieren soll. Im Englischen ist das Cover recht schlicht gehalten und in Deutschland sollte anscheinend ein Liebespaar im Fokus stehen. Hier rechts seht ihr die Covervorschläge des Verlags und bei der Abstimmung habe ich mich spontan in das erste der drei Möglichkeiten verliebt, weil es stilistisch herrlich zu meinem Herzensbuch "Love & Confess" passt. Doch die meisten Leser wollten gerne ein Fotocover, wie es auch bei "Zurück ins Leben geliebt" schon gewählt wurde und ich finde es etwas schade, dass die Designs trotz gleichem Verlag so weit auseinandergehen. Dennoch hat die Idee einer solchen Abstimmung absolut meinen Geschmack getroffen und ich hoffe, es gibt mehr davon!

Stil:
Ich habe es schon mehrmals geschrieben: Wenn ich ein Buch von Colleen Hoover aufschlage und die ersten paar Zeilen lese, dann komme ich nach Hause. Es ist ein wohlig warmes Gefühl und ich fühle mich in der Atmosphäre jedes einzelnen Buches der Autorin absolut geborgen und möchte gar nicht mehr auftauchen. Obwohl die Handlungen so stark auseinandergehen spürt man in jedem Buch die gleiche Dynamik des Stils und den Humor der Autorin, den ich ganz besonders hervorheben möchte. In der langen Reihe meiner gelesenen Bücher von Colleen Hoover steht dieses hier den anderen in nichts nach und konnte mich sogar noch etwas mehr begeistern als einige der vorherigen.

Thema:
Fallon trifft sich nach einer langen Zeit wieder mit ihrem Vater und kann nicht fassen, was für ein Ekel das Showgeschäft aus ihm gemacht hat. Doch als es wieder nur entmutigende Worte hageln soll, setzt sich plötzlich ein fremder Junge mit zausen Haaren und einem dicken Senffleck auf seinem Shirt zu Fallon und ihrem Vater und gibt sich als unterstützender, liebevoller Freund aus, der ihrem Vater ganz schön Paroli bietet. Fasziniert und verwirrt zugleich lernt Fallon an diesem Tag diesen Jungen kennen und ahnt noch nicht, wie Schriftsteller-Ben ihr Leben noch auf den Kopf stellen wird...

Idee/ Umsetzung:
Dieses Buch unterscheidet sich von den anderen vor allem in der Tatsache, dass die Handlung sich diesmal von Jahrestag zu Jahrestag hangelt und zwischendrin die beiden Protagonisten ihr eigenes Leben in zwei verschiedenen Städten leben und dem Leser auch nicht alles preisgegeben wird, was die Zeit zwischen den Treffen betrifft. So vergeht eine viel größere Zeit innerhalb des Buches und man kann noch besser erkennen, wie sich die Charaktere weiterentwickeln, Erwachsen werden und sich selbst finden. Hier geht es nicht darum, wie eine Liebesbeziehung wächst und die anfänglichen Gefühle sich mehr und mehr festigen. Es geht um den Erhalt der anfänglichen Verliebtheit über mehrere Jahre hinweg, ohne zwischendurch Kontakt zu haben, auch andere Personen zu Daten und ein ganz eigenständiges Leben zu leben, an dem der andere nicht Teil hat.

Diese Idee finde ich wahnsinnig spannend und habe ich in dieser Form in Büchern noch nie vorgefunden. Gerade wenn es darum ging, dass sie sich wieder treffen ,konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen und war fasziniert, wie es sein kann, wenn man sich nach so langer Zeit wieder sieht und es sich anfühlt, als wäre man nie getrennt gewesen.

Unbedingt bewundernd zu erwähnen sind auch die Charaktere in diesem Buch. Neben einer sehr coolen Begegnung mit Charakteren eines anderen Buches von Colleen Hoover (ich liebe so etwas!) ist auch Fallon mal wieder ein Mädchen, was ich liebend gerne als Freundin an meiner Seite hätte und die so witzig, taff und liebenswert ist, dass Ben sich einfach nur in sie vergucken konnte. Aber auch Ben ist ein richtig cooler Typ. Er weiß selbst, dass er bestimmt nicht der typische Bad Boy aus Fallons heißgeliebten romantischen Büchern ist, aber dass er durch seine einfühlsame Art und dem Hang zum Schreiben jedes Mädchenherz erobern könnte.

Egal, ob man Figuren liebt (Amber!) oder hasst (Fallons Dad!), ob sie eine ganz kleine Rolle spielen oder die Geschichte erst durch sie zustande kommt, in diesem Buch ist jeder Mensch etwas besonderes und lässt die Geschichte atmen, lebendig sein und sie zu dem, was letztendlich so unfassbar herzerwärmend, berührend und wunderschön ist.

Fazit:
Eines der besten Bücher der Autorin mit einer neuartigen Idee, wieder mal unvergleichlich lebendigen Figuren und auch einigen Überraschungsmomenten, die es in sich haben. Ein rundes Buch zum Lachen, Weinen und Spaß haben. Für alle Colleen Hoover Fans sowieso ein Muss, aber ich möchte die Bücher am liebsten jedem in die Hand drücken, weil sie so lebensbejahend und wunderschön sind. Wieder einmal restlos begeistert und unheimlich neugierig auf die nächste Geschichte meiner Lieblingsautorin.

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letztendlich geht es nur um dich, david levithan, letztendlich sind wir dem universum egal, liebe, freundschaft

Letztendlich geht es nur um dich

David Levithan , Martina Tichy
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422408
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Beschreibung:
Kannst du jemanden wie A lieben, der jeden Tag in einem anderen Körper lebt? ›Letztendlich geht es nur um dich‹ ist die ungewöhnliche und bezaubernde Fortsetzung des SPIEGEL-Bestsellers ›Letztendlich sind wir dem Universum egal‹. David Levithan beschreibt auf eine fesselnde Art und Weise die Geschichte von Rhiannon, die das Geheimnis von A und ihre Liebe zu ihm entdeckt.

Rhiannon liebt ihren Freund Justin, auch wenn der sie in der Schule eiskalt abblitzen lässt. So ist er halt. Und wenn Rhiannon auf der Rückfahrt von der Schule den Radiosender wechseln will, kommt von Justin »mein Auto, meine Musik«. Lädt Rhiannon ihn zu einer Party ein, beschwert er sich, dass sie ihn immer »festnageln« will.
Eines Tages ist plötzlich alles anders: Justin lässt Rhiannon die Musik aussuchen, er singt aus voller Kehle mit und hört ihr aufmerksam zu. Rhiannon ist überglücklich. Doch dann kommt ein Fremder und behauptet, dass er für einen Tag in Justins Körper gewesen ist…

»Kann es sein, dass der A, in den ich mich verliebt habe, jeden Tag in einem anderen Körper lebt? Aber wenn Glück sich so gut anfühlt, ist es eigentlich egal, ob es tatsächlich echt ist oder nicht.«
(Quelle: Amazon.de/September 2016)

Cover:
Mein erster Eindruck war hierbei sehr positiv, da der zweite Band optisch ganz wunderbar mit dem Vorgänger harmoniert. Als typisches Mädchen finde ich den pinkigen Ton des zweiten Bandes sogar etwas ansprechender als das dunkle Schwarz des erstes Bandes. Das Design mit den vielen Gesichtern finde ich nach wie vor sehr gelungen und perfekt zur Geschichte passend. Hier hat der Verlag wieder mal ein dickes Lob verdient für diese tolle Gestaltung.

Schreibstil:
Ich bin schon seit einigen Jahre, seit ich den Autor entdeckt habe, ein bekennender David Levithan- Fan und versuche so viele Bücher wie möglich von ihm in die Finger zu bekommen. Dies liegt einfach an dem unheimlich authentischen Schreibstil des Autors, der mich immer ein wenig an John Green erinnert, und dem tollen Humor, der in den Büchern zu finden ist. Auch bei eher wenig actionreichen Themen hält der Autor in seinen Büchern die Spannung aufrecht und schafft eine meist sehr gefühlsvolle Atmosphäre. So fiebern wir Leser mit den Charakteren mit und sind ganz nah an der Geschichte dran. Für mich ist Levithan einer der ganz Großen, wenn es um spektakuläre Jugendliteratur geht, was ja auch seine Auszeichnungen und Nominierungen für so manchen Literaturpreis wiederspiegeln.

Idee/ Umsetzung:
Für alle, die auch vom den ersten Band noch gar nichts gehört haben (was ich für sehr unwahrscheinlich halte) gibt es noch einmal eine ganz kurze Erläuterung der Thematik. A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf und übernimmt an diesem die Rolle des eigentlichen "Besitzers". Nach etlichen Leben, in die A Einblicke erhalten hat, trifft er eines Tages auf Rihannon. Er ist in den Körper ihres Freundes geschlüpft, doch Rihannon bemerkt, dass unter der Fassade jemand anders schlummert...

Ich finde die Idee hinter dieser Geschichte nach wie vor großartig. Eine Kurzbeschreibung, nach der ich Gänsehaut bekam, weil die Thematik so kreativ und einzigartig zu sein schien. Auch nach dem Lesen des ersten Bandes war ich geflasht und habe diesem Buch einen besonderen Platz in meinem Leserherz gegeben. Nun war ich unheimlich neugierig, ob denn ein zweiter Band als Perspektivenwechsel funktionieren kann.

Die Antwort ist ein dickes, fettes "Ja!", denn dieses Buch bietet trotz des gleichen Handlungsverlaufs durch Rihannons Sichtweise eine ganz neue und besondere Geschichte. Da ich unsere Protagonistin von Anfang an als sehr einfühlsam und gefühlvoll erlebt habe, ist ihre Erzählweise der Geschichte ganz anders aufgezogen.

Man bekommt so viele neue Informationen, wie ich es noch nie bei einem Perspektivenwechsel- Buch erlebt habe und ich habe, obwohl ich den Ausgang der Story bereits kannte, noch einmal genauso sehr mitgefiebert. Außerdem ist es spannend zu beobachten, wie A von außen auf andere wirkt und wie schwierig es sein muss, seine abstruse Geschichte zu glauben und ihm zu vertrauen. Allein die Tatsache, dass Rihannon A in dem anderen Körper gespürt hat, zeigt, wie verbunden die beiden von Beginn an waren und von wie viel Schicksal die Story unserer beiden Protagonisten geprägt ist. Wunderschön!

Fazit:
Einer der schönsten zweiten Teile, die einen Sichtwechsel vornehmen. Ich habe keine besonders hohen Erwartungen an dieses Buch gehabt und wurde positiv überrascht mit sehr viel Gefühl, Facettenreichtum und Besonderheit. Gerne mehr, Herr Levithan!

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464 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, briefe, jenny han, familie

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kurzbeschreibung:Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer Kontrolle gerät... (Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Ich fand die Cover von Jenny Hans Büchern bisher immer relativ schlicht und unauffällig. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb dies mein erstes Buch von ihr ist. Die Aufmachung zu den Sommerbüchern finde ich nicht so schön gelungen. Doch dieses Buch hat mein Interesse geweckt, da es trotz des schlichten Fotocovers eine besondere Ausstrahlung hat mich begeistern konnte. Zudem passt es hervorragend zum Inhalt des Buches und ich finde das Mädchen auf dem Cover so wunderschön! Da ist es kein Wunder, dass das Cover fast zu 100% aus dem Amerikanischen übernommen wurde.

Schreibstil:
Hier habe ich natürlich ganz genau hingeschaut, da alle von dem besonderen, einzigartigen Stil von Jenny Han schwärmen. Ich muss sagen, dass ich definitiv verstehen kann, wieso man diesem Stil so viel abgewinnt. Vor allem die bunte und detailreiche Welt, die die Autorin mi ihren Worten baut, ist sehr plastisch und man fühlt sich direkt mittendrin. Auch an Spannung mangelt es nur selten, da trotz des alltäglichen Lebens von Laura Jean eine Menge passiert und gerade ihre Gefühle und Gedanken die Geschichte mit Leben erfüllen. Somit bin ich durch dieses Buch tatsächlich auf die Autorin aufmerksam geworden und kann mir sehr gut vorstellen, bald ein weiteres Buch von Jenny Han zur Hand zu nehmen.

Idee/ Umsetzung:
Eigentlich ist es vom Klappentext her eine ganz normale Teenie Geschichte, die wir in ähnlicher Weise schon häufiger gelesen haben. Was den kleinen, aber feinen Unterschied macht, ist in erster Linie die besondere Erzählweise. So lernt man Lara Jean deutlich besser kennen als andere Protagonisten. Ihr Leben wird sehr realistisch geschildert und man wird in den Bann gezogen, da man mit ihr mitfiebert, leidet und grübelt. Auch einige Wendungen sind hier eingeflochten, sodass der Spannungsbogen durchaus gegeben ist. Somit würde ich sagen, man kann jede verbrauchte Idee neu aufleben lassen, wenn man den blühenden und sprühenden Schreibstil einer Jenny Han hat.

Was zudem unbedingt hervorgehoben werden muss ist ein Aspekt, den ich in Zusammenhang mit dieser Autorin schon sehr oft gelesen habe- In ihren Büchern sind Liebesgeschichten absolut authentisch und realistisch. Da gibt es die große Liebe nicht innerhalb von einer Woche und jeder verliebt sich auf den ersten Blick. Bei diesem Werk von ihr kann ich das absolut bestätigen. Obwohl der Handlungsverlauf doch recht vorhersehbar ist, sind Liebesgeschichten hier sehr schön erzählt und auch ich habe einen deutlichen Unterschied zu so vielen konstruierten Liebesbeziehungen erkannt.
In diesem Buch steckt einfach ganz viel Leben, somit auch Lebenserfahrung und sehr viel Wirklichkeit. Ich habe die Zeit in diesem Buch sehr genossen, da es durch den Schreibstil und die erzählte Welt etwas ganz neues und anderes entsteht, als das, was man sonst in diesem Bereich liest.

Charaktere:
Nun muss ich noch ein paar Worte zu den Figuren verlieren. Denn es ist ihre Welt, von der Jenny Han berichtet, und nur durch ihre plastischen Charaktere wird die Geschichte so lebendig. Neben Lara Jean, die man einfach durch ihre leicht verrückte, aber sehr lustige und liebenswerte Art gern haben muss, sind mir natürlich Margot und ihr Dad sehr im Gedächtnis geblieben. Alle Figuren sind sehr gut gezeichnet und haben eine ganz tolle Ausstrahlung. Selbst die Nebenfiguren, wie z.B. Chris bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Diese Charaktere mit diesen Zügen gibt es so kein zweites Mal und genau dieser Individualismus hat mich sehr begeistert und so mitfiebern lassen.

Fazit:
Ich bin sehr froh, mit diesem Buch Jenny Han für mich entdeckt zu haben, da die Autorin tatsächlich ein kleiner Geheimtipp ist. Man sollte hier nicht allzu viel auf die Klappentexte geben, sondern sich hineinplumpsen lassen in die Welt von Lara Jean und einfach mittendrin sein. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal wieder eine sehr realitätsnahe Geschichte lesen möchte mit authentischen Charakteren und einer schönen, echten Liebesgeschichte. Ich wurde überzeugt und hoffe, ihr werdet dieses Buch ebenso mögen. Es war bestimmt nicht mein letztes Buch dieser Autorin!

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, baby, mary kubica, pretty baby, psychose

Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen

Mary Kubica , Nele Junghanns
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 18.07.2016
ISBN 9783959670333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Schon immer hat Heidi Wood sich oft und gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie eindeutig zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten und sich damit unaufhörlich weiter von ihrer eigenen Familie zu entfernen.

Wer ist die Fremde? Woher kommt sie? Und was will sie von meiner Familie?

Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber um seine Frau und seine Tochter zu retten ist es vielleicht schon zu spät… (Quelle: Amazon.de/ Juli 2016)

Cover:
Hier habe ich mir zum Vergleich das Originalcover angesehen (rechts) und muss zugeben, dass ich unsere deutsche Ausgabe schöner finde, obwohl mir das Original ebenfalls sehr zusagt. Mich hat es vom ersten Moment an die Aufmachung von "Girl on the train" erinnert. Ich finde die Schrift hier sehr gut gewählt und wie das geheimnisvolle Mädchen dahinter hervorblitzt. Ich bin hier wirklich mal sehr begeistert und finde das Cover optisch sehr passend zur Geschichte und unheimlich gelungen!

Stil:
So muss ein Thriller sein! Hier kann ich wirklich nur von purer Spannung schwärmen, die die Autorin hier aufbaut. Man ist quasi von der ersten Seite super gefesselt, hat tausend Fragezeichen im Gesicht und die Spannung zieht sich rasant und atemlos durch die gesamte Geschichte. Ich muss mir unbedingt weitere Bücher der Autorin zulegen! Schon lange habe ich keinen so ereignisreichen, gut geschriebenen und spannungsgeladenen Thriller mehr gelesen. Nun habe ich wieder total Lust auf weitere Spannungsbücher bekommen.

Idee & Umsetzung:
Was ich an dieser, zugegeben, nicht ganz neuen Idee besonders finde, ist der gelungen Handlungsaufbau, die schlüssige Komplexität des Thrillers und die immer weiter verwobenen Geheimnisse. Es werden Vergleiche zu "Gone Girl" gezogen und hier kann ich unterstreichen, dass hier eine ebenbürtige mysteriöse Stimmung herrscht und auch unsere geheimnisvolle Frau einige Parallelen aufweist.

Die Komplexität erklärt sich darin, dass wir es hier wieder einmal mit verschiedenen Perspektiven zu tun haben und deshalb wachsam bleiben müssen - natürlich fängt man automatisch mit ebenfalls über Geheimnisse zu spekulieren. Nicht nur die scheinbar näher kommende Auflösung der Geheimnisse halten den Leser bei der Stange, es gibt Wendungen, die einem den Atem rauben und verdutzt durch die Gegend schauen lassen.

Neben sehr viel Spannung sind auch ein wenig Drama, Zerfall und Metamorphose hier eingearbeitet, was uns viel über Menschen, ihre Vergangenheit und Eigenarten erzählt. Es werden insgesamt zahlreiche Themen angesprochen, allen voran Familie und Zusammenhalt.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Heidi ist ein unheimlich liebenswerter Mensch, mit dem ich sofort mitfühlen konnte. Zudem spielt Chris eine große Rolle- Heidis Mann. Und natürlich steht unser geheimnisvolles Mädchen im Fokus, das mit einem Baby daherkommt und einfach undurchdringlich scheint. Hier ist Vorsicht geboten- man sollte sich fragen, wem man vertrauen kann und auch als Leser auf der Hut vor Lügen sein und versuchen, die Geheimnisse zu lüften. Gerade dieser Rätselspaß macht solche Thriller für mich besonders und unterhaltsam.

Fazit:
Ich habe lange keinen Thriller gelesen, doch mit diesem Glücksgriff wieder ins Genre einzusteigen war das beste, was mir passieren konnte. Spannungsliebhaber müssen sich dieses Buch einfach anschauen, denn es beinhaltet so viel Geschichte, Botschaft und Geheimnis. Alles ist logisch schlüssig und hat mehrmals unfassbar überraschende Wendungen, ganz zu schweigen vom Ende, das mich bis heute nicht loslässt. Absoluter Lesetipp für alle Spannungsfans!

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168 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

comic con, roxy, graham, john hughes, nerds

Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums

Sarvenaz Tash , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850271
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere…
(Quelle: Amazon.de/ Stand Juli 2016)

Cover:
Ich habe nun schon vor einer Weile festgestellt, dass ich die Covergestaltung aus dem Magellan Verlag unheimlich ansprechend finde. Sehr liebevoll, kreativ und originell stechen sie mir immer wieder ins Auge, und gerade dieses süße Cover mit dem witzigen Titel musste ich nun einfach lesen. Ihr müsst euch unbedingt mal die Bücher aus dem Verlag anschauen- sie sind allesamt wunderschön gestaltet! Und wenn ihr an einem Buchladen vorbeischlendert werft auch mal einen Blick unter den Schutzumschlag dieses Buches, ihr werdet staunen! ;-)

Stil:
Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin mit diesem komplizierten Namen gelesen, aber war von der ersten Seite sehr angetan. Mit sehr viel spritzigem Humor und einem rasanten Schreibstil, der keine Zeit für Langeweile lässt, war der flotte Wortlaut und der Handlungsverlauf genau nach meinem Geschmack und konnte mich mit Spannung, Action und vielen Lachern überzeugen.

Idee & Umsetzung:
Die Geschichte vom lebenslangen, besten Freund, der schon sooo lange in seine beste Freundin verliebt ist, diese das aber nicht merkt oder merken möchte ist ja ein alter Hut. Doch auf die Weise, wie die Autorin diesen Plot neu aufbaut, habe ich diese Konstellation noch einmal von einer ganz neuen Seite kennengelernt. Mit den ziemlich "nerdigen" Hobbies der beiden, dem Comic- Lesen, alte Filme schauen und darüber quatschen (womit ich mich im übrigen sehr gut identifizieren konnte) macht die Geschichte unheimlich Spaß, weil die Welt der Charaktere so spannend und originell geschildert wird. Als es dann noch auf die riesige Comic- Con in New York geht und Graham Roxy seine Gefühle gestehen möchte, war ich komplett verliebt in diese Geschichte, unsere süßen Protagonisten und die geniale, turbulente Welt der beiden.

Charaktere:
Nun noch ein paar Worte zu Graham und Roxy. Die beiden kennen sich quasi, seit sie kleine Kinder waren und hängen seitdem ständig miteinander rum, kennen sich in und auswendig und sind gleichermaßen durchgeknallt. Ich habe die beiden sofort ins Herz geschlossen. Ihre Dialoge sind zum Schießen und ohnehin sind die beiden das süßeste Protagonisten-Päarchen, über das ich seit langem gelesen habe. Wir bekommen die Geschichte im übrigen aus Grahams Perspektive erzählt, was das ganze sehr witzig und interessant macht, da er ja unser Kavalier ist, der auf der Comic- Con die Liebesbombe platzen lassen möchte.

Wer sich nun denkt, dass das ganze in eine schnulzige Liebesgeschichte zwischen Teenies abdriftet, der täuscht sich, denn nebenher geht es vor allem um das Event der Comic- Con und neue Freunde, die sie dort kennenlernen und die ebenso witzig, verrückt und nerdy sind, wie Graham und Roxy. Ich war bisher nur auf Buchmessen, fand aber da die Manga- Con schon immer großartig. Gar nicht vorzustellen, wie ausgeflippt, witzig und sehenswert erst eine ganz Comic- Con sein muss. Davon bekommt man hier einen sehr guten Eindruck und auch die Nebencharaktere sind allesamt sehr bunt und toll gezeichnet, sodass man immer wieder etwas neues entdeckt und von den Charakteren super durch die Geschichte geleitet wird.

Ende:
Auch, wenn der Klappentext etwas naiv wirkt und sich viele vielleicht denken "Na, wie diese Story ausgeht, dürfte jedem schon klar sein" der irrt, denn es steckt mehr Überraschung in dieser Geschichte, als gedacht. So darf man als Leser auch auf die Auflösung sehr gespannt sein...

Fazit:
Hier bekommt man nicht nur eine ganz süße Teenie- Geschichte, sondern jede Menge Humor, Action, Freundschaft, spannende Charaktere, sowie eine turbulente Comic- Con. Somit ergibt sich eine für mich nahezu kritiklose Jugendgeschichte, die ich jedem ans Herz legen kann. Greift zu, Alt und Jung, Groß und Klein, Nerds und Freaks- diese Geschichte hat so viel zu bieten!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kerze, kurzgeschichten, geheimnis, grusel, dunkelheit

Der 13. Stuhl

Dave Shelton , Ingo Herzke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
***Dämonische Katzen und manische Schriftsteller – 13 Geschichten von klassisch bis modern *** Sie erwarten ihn schon. In einem verlassenen Haus, in einem großen, leeren Zimmer stehen 13 Stühle. Nur einer ist noch nicht besetzt. 12 merkwürdige Gestalten warten dort, jeder vor einer brennenden Kerze. Sie streiten, sie lachen und dann erzählen sie, einer nach dem anderen, ihre Geschichte: von Tod und Verderben, von Mord und Rache. Bis nur noch Jack übrig ist, nur noch eine Kerze, allein im Dunkeln. Und er endlich begreift, welche Geschichte er erzählen muss...
(Quelle: Amazon.de/ Oktober 2016)

Cover:
Da war schon der erste Streich, der mich auf das Buch aufmerksam machte. Es hat mich von der Gestaltung her an "Die Insel der besonderen Kinder" erinnert und sofort war klar, dass es hier um schaurig schönen Grusel geht. Ich finde dieses zweigeteilte Cover unheimlich gelungen und zusammen mit der mystischen Schrift lässt es einen direkt in die düstere, fantastische Atmosphäre der Geschichten eintauchen. Entgegen das Originalcover (Rechts) ist für meinen Geschmack ziemlich langweilig und ausdruckslos. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass unsere Ausgabe so wunderschön und stimmungsvoll ausschaut.

Stil:
Ich habe von Dave Shelton bisher nichts gelesen, konnte mich aber sehr gut in seinen Schreibstil hineinfinden und mich der Stimmung in diesem Buch hingeben. Ich empfinde die Schreibweise des Autors als ziemlich besonders und atmosphärisch. Gerade, wenn man Geschichten mit solchen Themen und viel Spannung schreibt, erwarte ich etwas besonderes in der Ausdrucksweise der Sprache- sie muss einfach etwas magisches transportieren. Dies ist dem Autor hier gut gelungen. Ich habe mitgefiebert, wurde von den Geheimnissen und den Figuren in den Bann gezogen und konnte das Buch vor meinem inneren Auge wie kleine Gruselfilme anschauen. Sehr gelungen!

Thema/Inhalt:
Ich habe bisher nur wenige Bücher gelesen, in denen es gruselig zugeht, obwohl ich eine leidenschaftliche Grusel- und Horrorfilm- Guckerin bin. Ich habe in dieser Hinsicht schon so manchen Plot gesehen und mich kann so leicht nichts mehr schocken. Hier muss natürlich bedacht werden, dass dieses Buch für Kinder ab 12 Jahren!!! gedacht ist, und sich deshalb der Horror in Grenzen hält. Umso feinfühliger hat der Autor die unterschwellige Spannung herausgearbeitet und es geht viel mehr um aufkommende Unruhe und Grusel. Ich habe das Lesen dieses Buches sehr genossen und es konnte mich, obwohl ich deutlich über der Altersempfehlung liege, sehr gut mit seinen Geschichten unterhalten.

Man muss natürlich die Thematik des Buches mögen, wobei für jeden Grusel-Fan etwas dabei sein sollte. Schließlich sagt schon die Kurzbeschreibung, dass hier von "klassisch bis modern" fast alles vertreten ist und jeder auf seinen Geschmack kommen sollte. Ich habe auf jeden Fall ein paar Favoriten für mich entdeckt, die ich nach einer gewissen Zeit, eingekuschelt in meine Decke, bestimmt noch einmal lesen werde, wenn ich in Grusellaune bin.

Abgesehen vom Inhalt des Buches, den ich wirklich empfehlen kann, schreckt womöglich einige Neugierige der stolze Preis dieses Buches ab, da es trotz weniger Seiten neu den vollen Hardcover-Preis kostet. An dieser Stelle möchte ich die Aufmachung im Buch betonen. Durch sein kleines Format wirkt das Buch edel und irgendwie besonders, was dem Lesevergnügen bei mir noch mehr Charme verlieh. Zudem sind immer wieder Seiten schwarz gefärbt und mit wunderschöner Schrift versehen, sodass man immer wieder gespannt ist, was auf der nächsten schwarzen Seite geschrieben steht. So gibt es noch einen optischen Bonus, der mir persönlich super gefällt- denn das Auge liest mit!

Fazit:
Klein, aber fein. In diesem Buch steckt was ganz anderes, abseits des Mainstreams und mit sehr viel Spannung, Atmosphäre und Charme hat mich diese kleine Geschichtensammlung in ihren düsteren, schaurig-schönen Bann gezogen und ich möchte gerne mehr aus der Feder dieses speziellen Autors lesen. Für Einfallsreichtum, eine traumhafte Aufmachung und spannende Lesestunden vergebe ich gute 4 Sterne.

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146 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, umzug, postkarten, liebesgeschichte, carlsen

Dich immer wiedersehen

Jennifer E. Smith , Ingo Herzke
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551556592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen? Ein wunderbarer neuer Schmöker von Jennifer Smith (“Geschmack von Glück”) – hochromantisch, unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang (Quelle: Amazon.de/ August 2016).

Cover:
Ich bin schon immer ein Fan von den fleißigen Gestaltern des Carlsen- Verlags, doch gerade bei Jennifer E. Smiths Büchern setzen sie immer noch einen drauf. Ich liebe die Aufmachung dieses neuen Buches von ihr, da es super kreativ ist, sich herrlich anfühlt (es ist angeraut) und neben den süßen Paar vor New York City auch noch optisch einem Brief ähnelt. Wegen der optimalen Passung zum Inhalt und der ohnehin wunderschönen und einfallsreichen Gestaltung war ich diesem Schmuckstück sofort verfallen.

Stil:
Dieses Buch wäre früher oder später ohnehin bei mir eingezogen, da ich ein absoluter Jennifer E. Smith Fan bin. Ich liebe den luftig lockeren Schreibstil der Autorin, der trotz seiner Leichtigkeit auch immer ernstere Themen mit einflechtet und so süße Liebesgeschichte mit Tiefgang verknüpft. Das schaffen nur wenige Autoren in dieser Qualität und auch in diesem Buch gelingt der Autorin diese Brücke wieder sehr gut. Dazu einen Spannungsbogen jede Menge Einblicke in New York City und ich war wieder mittendrin in der Story.

Idee/ Umsetzung:
Obwohl ich die Bücher der Autorin ja ohnehin alle verschlinge, auch ohne die Klappentexte zu lesen, sind die Ideen der Autorin immer weitaus mehr als eine 0815- Lovestory im Jugendgenre. Die Autorin hat immer einige besondere Elemente in ihren Büchern eingebracht, wodurch auch die ganze Geschichte sich von der Masse abhebt. Ich war der Geschichte quasi schon verfallen, als ich von New York City las, denn diese Stadt zieht mich schon seit langem magisch an. Doch auch von einem Stromausfall habe ich noch nie gelesen und so beginnt diese Geschichte gleich mit einer sehr ungewöhnlichen Begegnung, die sofort Spannung aufkommen lässt. Insgesamt kann ich auch hier wieder nur schwärmen. Mit ihrer wunderbaren Erzählweise bringt uns Jennifer E. Smith die Stadt und die Charaktere nahe und hat eine ganz spezielle Art sehr bildliche Beschreibungen zu geben.

Ich habe mich wirklich wieder sehr schnell in der Geschichte wohlgefühlt. Das schafft die Autorin hier besonders durch ihre ganz speziellen Charaktere, die man kein zweites Mal in einem Buch so vorfindet. Man bekommt die Geschichte sowohl aus der Sicht von Lucy, als auch von Owen geschildert, wodurch man beide sehr gut kennen lernt und sehr schnell ins Herz schließt. Beide haben in ihren jungen Jahren schon einen interessanten und holprigen Lebensweg bestritten und sind ziemlich reif für ihr Alter. Besonders gut haben mir ihre individuellen Züge und Eigenarten gefallen, wie z.B. die Tatsache, dass Owen die neumodischen Medien gekonnt ignoriert und lieber weiterhin über Briefe und Postkarten kommuniziert. So lebt diese Geschichte von ihren besonderen Charakteren, die mir immer noch sehr präsent im Kopf geblieben sind.

Der Verlauf der Geschichte gefällt mir sehr gut und auch, wenn die Erzählung eher seicht von statten geht, wird einem in dieser Geschichte nicht langweilig, da eine ganz besondere Atmosphäre erschaffen wird und man sich komplett in diese Geschichte fallen lassen kann. Vom Ende verrate ich natürlich nicht zu viel, aber für mich hat es sehr gut zu den Figuren und der Geschichte gepasst.

Fazit:
Wiedermal habe ich einen Jennifer E. Smith verschlungen und bin wieder sehr begeistert. Obwohl die Geschichte sehr sanft ist und nicht voller Action steckt wird es hier nicht langweilig und die Handlung überzeugt durch die besonderen Figuren und das Setting. Ich werde weiterhin blind alle Jugendbücher dieser Autorin lesen, da sie einfach authentisch und wunderschön geschrieben sind!

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

familie, jugendliche, freundschaft, familienprobleme, young adult

Apple und Rain

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164006
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Drei Jahre alt war Apple, als ihre Mum sie in einer stürmischen Nacht bei der Großmutter zurückließ. Seitdem hat Apple nichts von ihr gehört. Elf Jahre später taucht Mum plötzlich wieder auf. Mum ist das Gegenteil von Apples strenger, konservativer Nana. Im Glückstaumel zieht Apple bei Nana aus, direkt zu Mum. Womit sie aber nicht gerechnet hat: Sie ist nicht Mums einziges Kind. Dass ihre kleine Halbschwester Rain ebenso wenig von Apple wusste, macht die Sache nicht besser. Und dass Mum Apple als Babysitterin braucht, auch nicht. Apple dämmert, dass sie eine schwierige Wahl getroffen hat. Zum Glück kann sie sich dem Nachbarsjungen Del anvertrauen, der ziemlich gut zuhören kann... (Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Schlicht, aber wirkungsvoll. Auch wenn das Cover nichts außergewöhnliches ist, hat es mich doch irgendwie neugierig gemacht. Obwohl es auf den ersten Blick sehr süß und niedlich ausschaut, gibt es auch sehr viel Ernsthaftigkeit und Tiefe in diesem Jugendbuch.

Schreibstil:
Ich habe nun schon mehrere Bücher von Sarah Crossan gelesen und mochte den seichten, aber tiefgründigen Schreibstil mit Botschaft immer sehr gerne. Den Stil der Autorin muss man einfach mögen. Ich kann mit wenigen, aber kraftvollen Worten sehr viel anfangen und mir gefällt der bildhafte Stil der Autorin unheimlich gut. Vielleicht fehlt dem ein oder anderen die Action, ich für meinen Teil halte Sarah Crossan in Sachen Stil und Themenwahl für eine Besonderheit unter den Jugendbuchautoren- unverwechselbar!

Idee/ Umsetzung:
Es gibt viele Jugendbücher, die das Erwachsenwerden oder Familiengeschichten in den Fokus nehmen. Aber mich hat besonders interessiert, wie Sarah Crossan an dieses Thema herantritt. Die Idee ist nichts neues, doch ich blieb an der Geschichte durch einen spannenden Plot und eine besondere Atmosphäre am Ball. Die Geschichte ist zum einen sehr süß, ein bisschen naiv und man kann unheimlich viel mitfühlen. Einige Passagen haben mich aber auch traurig und nachdenklich gestimmt, so wie bisher jedes Buch der Autorin. Insgesamt entsteht dadurch eine gelungene Mischung aus liebenswerter, zuckriger Liebes- und Familiengeschichte, die bei 12 Jahren auf jeden Fall gut angesetzt ist. Wenn man ein wenig zwischen den Zeilen lesen mag, bekommt man von dem Buch noch ein paar Aspekte mehr geboten, aber ich finde das Buch auch so sehr lesenswert, wenn auch thematisch keine Neuheit.

Die Charaktere haben mir in Sarah Crossans Büchern immer ganz gut gefallen, auch wenn mir manchmal etwas Tiefe oder mehr Facetten fehlten. In diesem Buch fand ich gerade die wichtigen Figuren sehr gut gezeichnet und ich habe Apple, Rain und Del sehr ins Herz geschlossen. Die Charaktere strotzen nicht gerade vor Individualität und Charakterstärke, sind aber sehr nette Begleiter in diesem Buch und man kann zum Teil sehr doll mit Apple mitfühlen. Alles in allem sind hier Figuren im Spiel, die man gut und gerne über einige hundert Seiten auf ihrem Weg begleitet.

Fazit:
Hier ist der von mir hochgelobten Autorin Sarah Crossan ein tolles Buch ab 12 Jahren gelungen, dass vor allem Mädchen und einigen Jungen in diesem Alter sehr viel geben kann. Auch ich als Erwachsene wurde davon gut unterhalten und habe die süße Apple sehr gerne auf ihrer Reise begleitet. Wem die Kurzbeschreibung zusagt, der wird seinen Spaß mit diesem Buch haben- egal, ob 12 oder 60 Jahre alt.

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(93)

147 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

berlin, is, jugendbuch, attentat, freundschaft

Die Attentäter

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789104565
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Obwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen. Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen. Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten? Mit "Die Attentäter" liefert Antonia Michaelis einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus.(Quelle: Amazon.de/ August 2016)

Cover:
Ich bin den Covern des Oetinger Verlages schon lange verfallen. Besonders die Gestaltung von Antonia Michaelis' Büchern ist immer so symbolträchtig und dazu noch schick, dass ich es liebe, die Bücher nebeneinander im Regal stehen zu sehen. Oft lüftet auch der Blick unter den Schutzumschlag so manches Geheimnis. Auch hier bin ich wieder sehr angetan von der Optik des Buches und war unheimlich gespannt auf den Inhalt.

Schreibstil:
Bei Büchern von Antonia Michaelis werden die Rezensionen meistens zu kompletten Lobeshymnen, weil ich den Schreibstil der Autorin und die Themen der Bücher so unheimlich toll finde. Nicht umsonst gehört Antonia Michaelis zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen- solch einen poetischen, bildhaften und wortgewaltigen Schreibstil habe ich bisher kein zweites Mal in einem Buch vorgefunden. Zudem kommt man kaum zu Atem und kann nach einem Kapitel vor Spannung meistens gar nicht aufhören zu lesen. Auch hier war ich wieder gefesselt von der Atmosphäre, die die Autorin erzeugt hat- einfach beeindruckend!

Idee/ Umsetzung:
Leider muss man zugeben, dass dieses Thema sehr aktuell ist und auch, wenn das Buch nicht von Antonia Michaelis wäre, hätte ich mir auf jeden Fall mal eine Leseprobe durchgelesen. Ich war unheimlich gespannt, wie die Autorin, die in ihre Büchern nichts beschönigt, dieses brisante Thema verarbeiten. Nicht nur, dass ich finde, das Thema ist gerade im Jugendbereich noch vollkommen unverbraucht, auch die Art und Weise der Umsetzung ist Frau Michaelis wieder hervorragend gelungen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...man wird wiedermal ohne langwierige Vorstellungen der Charaktere in die Geschichte hineingeworfen und gleich kommt eine besondere, kühle und unsichere Atmosphäre aus. Häufig liest man in Zusammenhang mit den Büchern dieser Autorin, dass die besprochenen Themen zu heftig für Jugendbücher sind. Solche Reaktionen kann ich nicht nachvollziehen, denn ich finde, man sollte nicht, weil die Bücher für junge Erwachsene geschrieben werden, ein Blatt vor den Mund nehmen müssen. Sicher wird hier die harte Realität mit allen Facetten und Schattenseiten dargestellt, doch wollen wir immer nur verblühmte Heile-Welt-Geschichten lesen? Ich nicht und deshalb liebe ich die Bücher der Autorin.

Die Thematik des IS und Terrors wird uns durch Cliff vermittelt, der hautnah dran ist. Ich fand es unheimlich spannend, wie diese Thematik hier verarbeitet ist und wie viel ich aus der Geschichte lernen und mitnehmen konnte. Viele Wendungen erhalten die Spannung von vorn bis hinten und ich war zum Teil auch sehr geschockt, berührt und nachdenklich gestimmt.
Neben knallharten Fakten spielt die Autorin, wie aus anderen Büchern gewohnt, mit Symbolen, Metaphern und Bildern. Dadurch, dass die Geschichte vor dem Hintergrund des Islams spielt, wird der Religion symbolisch eine relativ große Bedeutung beigemessen, worauf man sich, auch ohne dazu Bezug zu haben, einlassen sollte.

Meistens ist der Abschluss eines Jugendbuches der Autorin sehr spektakulär, schockierend und in jedem Fall unerwartet. Ich bin natürlich ganz still, was das Ende dieses Buches betrifft, aber ich kann sagen, dass mich das Buch unheimlich gut unterhalten hat- von Anfang bis zum Ende!

Fazit:
Endlich, endlich kam das neue, lang ersehnte Jugendbuch von Antonia Michaelis heraus. Ich bin hellauf begeistert von der Aktualität, der rauen Atmosphäre und ungeschönten Realität des Buches. Die Handlung lebt durch die Charaktere und wir als Leser sind einfach mittendrin und bekommen eine neue Sicht auf so manche Dinge. Wiedermal kann ich das Buch jedem empfehlen, der nicht allzu sensibel ist und eine ganz besondere Sprache und Geschichte erleben möchte...

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(155)

394 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

depression, leben, krankheit, ratgeber, sachbuch

Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

Matt Haig , Sophie Zeitz-Ventura
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423280716
Genre: Sachbücher

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein – ebenso unterhaltsam wie berührend. »Ich habe dieses Buch geschrieben, weil letztendlich doch etwas dran ist an den uralten Klischees: Die Zeit heilt alle Wunden, und es gibt ein Licht am Ende des Tunnels, auch wenn wir es zunächst nicht sehen können. Und manchmal können Worte einen Menschen tatsächlich befreien.« Matt Haig
(Quelle: Amazon.de)

Cover:
Es macht neugierig, ohne zu aufdringlich zu sein...
Ich hätte das Buch vielleicht gar nicht wahr genommen, wären nicht schon zahlreiche positive Stimmen durchs Internet geschwirrt, sodass ich dieses Buch auch unbedingt lesen wollte. Mit seinem schneeweißen Kleid und dem schwarzen Männchen wirkt es so unscheinbar, als hätte es nicht so viel zu erzählen. Lediglich die bunten Buchstaben des Titels geben einen Eindruck, wie viel Lebensfreude, Energie und Farbe in diesem kleinen Büchlein steckt. Also von der Optik bloß nicht täuschen lassen und ins Innere schauen.

Schreibstil:
Ich wurde trotz des ernsten und traurigen Themas des Buches unheimlich gut unterhalten und erstaunlicherweise ist dieses Buch, das von Depression, Angst und verlorenem Lebensmut handelt, zum Teil auch wirklich witzig, inspirierend und hoffnungsvoll. In jeder Zeile steckt Kraft und vielleicht auch etwas Stolz, nach solch schweren Zeiten wieder sagen zu können, dass man glücklich ist. Besonders die vielen Zitate haben das Buch für mich ganz besonders gemacht (Ich liebe Zitate!) und mit der humorvollen Art des Autors und dem abwechslungsreichen Stil (Aufzählungen, Fließtext, Listen etc.) fliegen die Seiten nicht nur viel zu schnell dahin, man bekommt ganz viel in diesem 300 Seiten mit auf den Lebensweg- was will man mehr?

Thema/ Inhalt:
Wie bereits erwähnt und auch im Klappentext geschildert, schreibt der Autor, Matt Haig, hier seine persönlichen Erfahrungen mit der Depression, Angststörung und seinem Weg zurück ins positive Leben nieder. Bei Lektüre mit biographischen Einflüssen finde ich es immer sehr schwierig, das Buch tatsächlich zu "bewerten", weil ich das Gefühl bekomme, man urteilt über das Leben des Autors. Deshalb möchte ich lediglich meine Gedanken preisgeben, die mich beim Lesen des Buches ereilten und wie ich mich gefühlt habe.

Idee/ Umsetzung:
Was mich erst einmal irritierte war die vollkommen eigensinnige Gestaltung des Buches. Bestehend aus Listen, vielsagenden Überschriften und Fließtexten geht das ganze Lesevergnügen mit sehr viel Abwechslung einher und hat trotz ernsten, schweren Themen eine leichte Struktur und sehr großen Unterhaltungswert. Was mich dagegen eher im Lesefluss hinderte waren die Themensprünge. Durch die kurzen Kapitel geht es immer hin und her, von den Symptomen, über persönliche Erlebnisse, zurück zu Behandlung und Gedanken in schweren Zeiten. Diese ganzen ungeordneten Themenblöcke kamen mir etwas zu durchmischt daher, wodurch ich keinen roten Faden entdeckte. Das muss ja auch nicht der Fall sein und sicher wollte der Autor einfach seine Gedanken niederschreiben, doch für mich machte es das Lesen etwas holprig.

Dafür war es unheimlich spannend, das Leben des Autors ein bisschen kennenlernen zu dürfen und auch einen Einblick in die Welt der Depressionen zu bekommen. Ich bin damit noch nie konfrontiert wurden und war vor allem überrascht von den vielen irrtümlichen Vorstellungen, die man als Außenstehender von dieser Krankheit hat. Aus diesem Buch geht man nicht nur schlauer heraus- man bekommt auch eine Menge Stoff zum Nachdenken- über das Leben und seinen Sinn, über Liebe, die Menschen und Hoffnung. Deshalb sollte man sich nicht von den Krankheitsbildern abschrecken lassen, wenn man davon nichts lesen möchte. Wie der Titel schon ganz treffend sagt, geht es um Gründe, am Leben zu bleiben, das Leben zu lieben und aus Krisen herauszukommen. Ich habe für mich ganz viel aus der Lektüre mitgenommen und möchte gerne noch weitere Bücher des Autors lesen.

Ein weiterer Aspekt, den ich unbedingt noch gesondert erwähnen möchte, ist der Humor des Autors. Man kann sich kaum vorstellen, wie ein so lebensbejahender Mann mit so weisen Worten tatsächlich so dunkle Stunden in seinem Leben hatte. Seine Art zu schreiben ist unverkennbar und gespickt mit interessanten Fakten über uns Menschen, vielen treffenden Zitaten von weisen Menschen aus aller Welt und einem sehr positiven, hoffnungsvollen Unterton war das Lesen dieser Lektüre einfach nur eine Freude, die Mut macht und zeigt, was wichtig im Leben ist.

Fazit:
Ich bereue es keinenfalls, diese Geschichte gelesen zu haben. So dünn, und doch so voller Leben, schlauen Sprüchen, die man sich alle über den Schreibtisch hängen sollte, und trotz des Themas der Depression und Angststörung hat mich dieses Buch in erster Linie glücklich gemacht und sagt ganz deutlich: Lebe im jetzt, genieß dein Leben! Und das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen.

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1.130 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 157 Rezensionen

liebe, colleen hoover, pilot, vergangenheit, tate

Zurück ins Leben geliebt

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.07.2016
ISBN 9783423740210
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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(175)

371 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

colleen hoover, liebe, finding cinderella, gefühle, six

Finding Cinderella

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Nachschub für die Colleen Hoover Fangemeinde! Das mitreißende Spin-Off zur ›Hope‹-Reihe!


Nur ein einziges Mal sind sie sich begegnet, doch Daniel kann sie nicht vergessen: die Unbekannte, die nach einer mehr als romantischen Stunde vor ihm davonlief wie Cinderella vor dem Prinzen. Seither redet Daniel sich erfolgreich ein, dass es die große Liebe ohnehin nur im Märchen gibt. Bis er bei seinem Freund Dean Holder auf Six trifft, die beste Freundin von Sky – und es ihn trifft wie einen Blitzschlag (Quelle: Amazon.de/ Januar 2017).

Cover:
Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie toll ich es finde, dass dieses Cover denen der "Hope" Reihe angepasst wurde. Die Bücher gehören thematisch nun mal zusammen und es ist schlimm genug, dass sich die Cover der Colleen Hoover Bücher insgesamt so oft stilistisch verändert haben. Weiterhin bin ich kein Liebhaber von Fotocovern, aber darüber ist hinweg zu sehen, denn nach Beschreibung im Buch kommt das Mädchen auf dem Cover Six optisch immerhin recht nah.

Stil:
Colleen Hoover wäre nicht meine Lieblingsautorin, wenn sie nicht einen einzigartigen, fabelhaften Schreibstil hätte. Nach spätestens zwei Seiten fühle ich mich in der Geschichte angekommen, heimelich und absolut wohl, sodass ich am liebsten Jahre an dieser Geschichte teil haben würde. Bei diesem Buch habe ich auch sehr oft laut lachen können- die meisten Bücher der Autorin sind humorvoll und locker geschrieben, doch hier fielen mir besonders viele witzige Passagen auf. Auch ein ernsthafter Kern mit Schicksalsschlag und Überraschungseffekt fehlt bei keinem Buch der Autorin, doch durch die geringe Seitenzahl bedingt ist die Geschichte insgesamt recht gestaucht.

Thema:
Daniel und Six haben beide einen recht hohen Partnerverschleiß, doch von wahrer Liebe haben beide noch nicht viel mitbekommen. Gegen den Willen von Daniels bestem Freund Holder treffen sich Daniel und Six heimlich und fangen nach einem fantastischen Date eine Beziehung an. Doch es scheint gar nicht so einfach, wenn man im Freundeskreis eine Liebesbeziehung verheimlichen muss, vor allem wenn Holder einen strengen Blick auf die beiden wirft. Wäre das nicht alles schon kompliziert genug, kann Daniel auch ein Erlebnis aus der Vergangenheit einfach nicht vergessen, als er seine Cinderella in der Besenkammer traf...

Idee/ Umsetzung:
So trivial die Ideen der Autorin auf den Klappentexten auch klingen mögen und so 0815 auch die Liebesgeschichten auf den ersten Blick scheinen, so überraschend tiefgründig, humorvoll und herzerwärmend ist jede einzelne von Colleen Hoovers Geschichten. Trotz der knappen Seitenzahl schafft die Autorin es, mir die Geschichte von Daniel und Six auf so berührende, magische Art und Weise nahe zu bringen, dass ich am Ende sehr traurig war, die Charaktere ziehen zu lassen.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist natürlich das Wiedersehen mit Holder und Sky, obwohl diese Geschichte hier nach ihrer großen Liebesgeschichte spielt. Die beiden sind genauso liebenswert wie eh und je und ich habe es sehr genossen zu erfahren, was die beiden nun so treiben.

Mir hat die Mischung aus Humor, luftig-lockerer Liebesgeschichte in der Jugend und einigen Geheimnissen und Problemen wieder einmal sehr gefallen. Obwohl es solch beflügelnde Jugendbücher sind habe ich sehr oft etwas zum Nachdenken behalten und nehme aus jeder Geschichte wieder eine kleine Botschaft mit, wenn ich das Buch zu klappe. Umso bewundernswerter, dass die Autorin das bei 500, wie auch bei knapp 200 Seiten perfekt beherrscht.

Fazit.
Mit diesem Spin-off ist meiner Lieblingsautorin wieder einmal ein super Mix aus Spannung, Spaß, Romantik und ein wenig Drama gelungen. Fans der "Hope" Reihe müssen gar nicht überlegen, ob sie dieses Buch in die Hand nehmen- das ist ein klares Must- Read für Colleen Hoover Anhänger. Auch ich habe es ganz bestimmt nicht bereut, auch dieses kleine Büchlein der Autorin im Nu zu verschlingen und bin jetzt schon wahnsinnig gespannt auf das neue Werk von der Autorin, was glücklicherweise auch bald auf Deutsch erscheinen wird

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265 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 123 Rezensionen

familie, demenz, alzheimer, jenny downham, die ungehörigkeit des glücks

Die Ungehörigkeit des Glücks

Jenny Downham , Astrid Arz
Fester Einband: 478 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 22.02.2016
ISBN 9783570102923
Genre: Romane

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück... (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Zuerst fand ich unser deutsches Cover wirklich schön. Natürlich verrät es absolut nichts über den Inhalt und ist ziemlich unaufregend, aber die Farben gefallen mir. Doch dann sah ich das Originalcover und war hin und weg. Hier rechts seht ihr, wie geheimnisvoll, mystisch und absolut ungewöhnlich dieses Buch aussehen könnte und dann finde ich es doch etwas schade, dass wir uns mit einem faden Fotocover zufriedengeben müssen.

Schreibstil:
Ich habe schon zwei Bücher der Autorin gelesen ("Bevor ich sterbe" und "Ich gegen dich") und mochte den Stil immer sehr gerne. Jenny Downham hat für mich den perfekten Grad zwischen ernsten Themen rund ums Erwachsenwerden und einem lockeren, teils witzigen und leichten Schreibstil. Auch hier hat mich die Schreibweise wieder mitreißen können, auch, wenn durch die Krankheit Alzheimer und weitere ernste Aspekte nicht allzu viel Leichtigkeit vorhanden ist. Angemessen seiner Thematik lässt sich das Buch gut lesen und verstehen, hat schöne Dialoge zu bieten und unterhält mit einer besonderes Szenerie.

Thema/ Inhalt:
Katie ist ein ganz gewöhnliches Mädchen und lebt mit Bruder Chris und Mutter Caroline zusammen. Über ihre Großmutter weiß Katie so gut, wie gar nichts, bis sie sich ein Zimmer mit ihr teilt. In vielen Gesprächen erfährt sie eine Menge über Mary, ihre Einstellung zum Leben und Glück. Doch als es um Familiengeheimnisse geht, und Katie plötzlich auf eine heiße Spur stößt, ist es gar nicht mehr so einfach, etwas aus Mary herauszubekommen, denn sie hat Alzheimer...

Idee/Umsetzung:
In erster Linie habe ich mich für die Geschichte interessiert, da ich Jenny Downhams Bücher bisher sehr gerne gelesen habe. Andererseits hat mich aber auch die Thematik interessiert und fasziniert, da ich über Alzheimer bisher noch kein Buch gelesen habe, die Krankheit heutzutage aber immer präsenter wird. Das ganz zu verbinden mit alten Familiengeschichten und verborgenen Geheimnissen ist wirklich eine spannende Idee und auch sehr gelungen. Ich mochte besonders die gehaltvollen und schön geschriebenen Dialoge zwischen Enkelin und Großmutter. Einziges Manko ist, dass die Geschichte auch durchaus langatmige Passagen hat, die ich leider als sehr störend im Lesefluss und Handlungsverlauf empfand. Trotzdem war ich insgesamt voll in der Geschichte drin und habe Mary sehr gerne zugehört, ebenso wie Katie.

Die Charaktere im allgemeinen waren auch wieder einmal sehr schön gezeichnet. Vor allem Mary war eine sehr interessante Frau, die mich tief beeindruckt hat und von der Katie einiges lernen konnte. Ebenso erschreckend wie informativ war die Thematik Alzheimer eingeflochten und ich war sehr begeistert, wie dezent, aber doch feinfühlig die Autorin diesen Aspekt eingebunden hat. Auch die anderen Figuren haben durchaus Persönlichkeit und ich habe es sehr genossen, sie nach und nach kennenzulernen und auch verschiedene Seiten zu betrachten.

Fazit:
Der neue Roman von Jenny Downham konnte mich wieder einmal gut unterhalten. Zwar gibt es durchaus sehr langweilige und seichte Passagen, die etwas den Schwung aus der Story nehmen, aber dennoch gibt es viele positive Aspekte in dieser Geschichte- viel Emotion, Geheimnis und Überraschung. Für Fans sowieso ein Must- read, alle anderen schauen am besten mal in die Kurzbeschreibung und die Leseprobe hinein.

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(221)

406 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 127 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung:
Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice? (Quelle: Amazon.de)

Cover:
Hier war das Cover mal gar nicht so ausschlaggebend für meinen Kauf. Ziemlich unaufgeregt und schlicht vermittelt das Buch genau die richtige dunkle Stimmung für einen Thriller, ohne etwas über den Inhalt zu verraten. Die anderssprachigen Cover sehen nicht viel anders aus, wodurch ich mit diesem hier ganz glücklich bin.

Stil:
In diesem Abschnitt ist dieses Buch natürlich etwas ganz besonderes. Wie viele sicher schon gehört haben, besteht das Buch lediglich aus Briefen, Mails und Twitter- Einträgen. Diese ungewöhnliche Form des Erzählens hat mich dazu bewegt, das Buch in die Hand nehmen zu wollen. Zu Anfang fand ich es auch sehr spannend, die Geschichte eigenständig zusammenfügen zu müssen, nach einigen Seiten aber zunehmend anstrengender. Es gibt selbstverständlich keinen Lesefluss und auch die Spannung leidet enorm unter dieser Berichterstattung. So habe ich von dem Aufbau des Buches leider mehr erwartet, als die Erzählform tatsächlich geben konnte.

Thema/ Inhalt:
Die junge Frau Alice treibt eines Morgens tot in einem Fluss und niemand weiß, was passiert ist. Die sozialen Netzwerke sind voll mit den Nachrichten über Alice und laufen über vor Spekulationen über ihren Tod. Professor Cooke kann die Ungewissheit nicht länger ertragen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Was ist in jener letzten Nacht von Alice' Leben geschehen?

Idee/ Umsetzung:
Mordfälle in Krimis & Thrillern gibt es viele. Doch hier begeistert viele Leser der ungewöhnliche Aufbau des Buches und die Motivation des Lesers, den Fall durch die kleinen Textnachrichten selbst mitzulösen. Somit lässt sich über die Originalität dieser Idee nicht lange streiten, auch ich war gleich Feuer und Flamme, diesen Thriller zu verschlingen.
Doch an der Umsetzung habe ich einiges zu bemängeln. Nicht nur die kaum vorhandene Spannung macht das Lesen sehr holprig, auch die knapp 450 Seiten ziehen sich dadurch wie Kaugummi. Die sehr neuartige Idee des Autors zeigt, warum nicht mehr Bücher in diesem Stil verfasst sind: Weil es schnell langweilig und zäh wird. Ich habe mich wirklich sehr auf die Geschichte gefreut, und in einigen Momenten war ich auch drin in der Story. Aber diese Augenblicke lassen sich an einer Hand abzählen und so muss ich vielen enttäuschten Stimmen zustimmen, die von dem Buch mehr erwartet haben.

Charaktere:
Ich würde so gerne auch viele positive Aspekte hervorheben, aber selbst mit den Figuren wurde ich nicht wirklich warm. Alice schien eine interessante Frau gewesen zu sein, doch zu allen noch lebenden Charakteren fand ich keinen Zugang. Ob Professor Cooke, Luke oder Ben- sie waren allesamt eher flach, ziemlich Klischee-behaftet und schlichtweg unsympathisch.

Ende:
So war ich auch von den Figuren eher genervt, als angefixt, und das Buch hatte nicht viel, was mich halten konnte. Dennoch habe ich das Buch beendet, da ich natürlich, nach wie vor, an der Auflösung interessiert war und letztendlich war das Ende vielleicht auch das beste an der Geschichte, aber der Weg dahin war steinig.

Fazit:
Das Versprechen von einer ganz neuen Idee der Erzählform wird hier gehalten und klingt auf den ersten Blick so spannend und vielversprechend. Aber schnell wird klar, dass ein nicht vorhandener Fließtext das Lesevergnügen deutlich schmälert. Nur mit kleinen Nachrichten und Briefen kommt einfach kaum Spannung aus, die Figuren lassen zu wünschen übrig, und sind sehr flach, was sicherlich auch dem Stil zu Schulden kommt. Insgesamt finde ich die Idee immer noch klasse, die Umsetzung hat mich sehr enttäuscht- schade!

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