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Eine andere Vorstellung vom Glück

Marc Levy , Bettina Runge , Eliane Hagedorn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 23.07.2018
ISBN 9783764505950
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover/Aufmachung:
Das Cover gefällt mir bei diesem Blanvalet- Buch im Hardcover Format sehr gut. Trotz seiner an sich eher schlichten Aufmachung versprüht das Cover durch viel Farbe gute Laune, ohne zu queitischig bunt oder aufdringlich zu werden. Die Frau auf dem Cover mit dem Riesenrad im Hintergrund finde ich als Motiv sehr hübsch und auch treffend für die Story ausgewählt. Ich bin mit der Gestaltung rundum zufrieden.

Darum geht's:
In diesem Buch erzählt uns Marc Levy über zwei Frauen, die gemeinsam mehr per Zufall als mit Absicht auf einen Roadtrip gehen und dabei ein Stück weit sich selbst finden und sehr viel über das Leben lernen - durch ihre neuen Erfahrungen, aber auch durch die jeweils andere. Um die Reise gibt es ein ungelüftetes Geheimnis aus Agathas Leben, das sich mehr und mehr lüftet und auch Milly stellt sich immer weiteren Fragen rund um das Leben und ihren Platz darin...

Meine Meinung:
Warum dieses Buch?
Wie ihr ja bereits wisst, lese ich am liebsten Jugendbücher und dieser Roman von Marc Levy tanzt ein bisschen aus der Reihe, was mein Beuteschema betrifft. Zwischendurch lese ich aber auch sehr gerne "ernstere" oder auch reifere Erwachsenenbücher über das Leben, die Liebe und Abenteuer mit älteren Protagonisten, durch die ich neue Impulse zum Nachdenken bekomme. Es war mal wieder an der Zeit für solch ein Buch und da ich schon so viel Gutes über die Romane von Marc Levy gehört habe, sollte es diese Neuerscheinung sein.

Ich bin Liebhaber von literarischen Roadtrips in jeglicher Form und hier ist es besonders spannend, wie dieser zustande kommt. Agatha überfällt Milly regelrecht und zwingt sie, an bestimmte Orte zu fahren, die Agatha vorgibt. Aber die junge Frau wird nach und nach immer mehr zu Agathas Verbündeten, statt sich weiter über ihr unterwartetes Zusammentreffen zu ängstigen und zu viele Fragen zu stellen. So kommt es, dass die beiden Ladys, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eine abenteuerliche und sehr aufschlussreiche Reise durch die USA unternehmen, auf dem ich unheimlich gerne zu Gast war.

Schreibstil:
Der Schreibstil war mir natürlich auch neu und konnte mich ziemlich schnell verzaubern. Er lässt sich nicht mit lockeren Jugendbüchern vergleichen, war aber auch sehr flüssig und schön zu lesen. Die Beschreibungen der Landschaft waren vor dem inneren Auge gut erkennbar, ohne zu ausschweifend zu werden und die Dialoge haben mir an vielen Stellen besonders gut gefallen. Ich habe durch dieses Buch den Autor definitiv für mich entdeckt und bin gespannt, ob mich weitere Bücher aus seiner Feder ebenso fesseln können.

Figuren:
Insbesondere die USA fasziniert mich sehr, weshalb ich mich sehr freute, dass der Roadtrip sich dort abspielen würde. Milly ist eine wirklich sympathische junge Frau, die ich direkt sehr gerne mochte und auch in der Geschichte eine tolle Entwicklung vollzieht. Agatha, die als seltsame Geiselnehmerin in ihr Leben tritt und das arme Mädchen zwingt, sie durch die Landschaft zu bugsieren, wird nach einer Weile immer mehr zu einer Art "Freundin", auch, wenn das erst einmal komisch klingt. Mit sehr viel mehr Lebenserfahrung und einer sehr besonderen Art, die ich an vielen Stellen sehr gerne mochte, ist Agatha Mentorin, Bedrohung und Freundin zugleich und mit Milly findet sich eine ungleiche, aber sehr unterhaltsame Kombination zweier Frauen, die mir einige schöne und aufregende Lesestunden bescheren konnten. Als wäre dieser Plot nicht schon ansprechend genug, gibt es auch noch das sagenumwobene Geheimnis von Agatha, dem die beiden Frauen mit jeder Station entgegenfahren. Darüber verliere ich an dieser Stelle natürlich nicht zu viele Worte, aber an ordentlicher Spannung und ein paar coolen Wendungen mangelt es dieser Geschichte ebenfalls nicht...

Fazit:
Für mich war dieses Buch absolutes Neuland, das ich aber unbedingt wieder und wieder bereisen möchte. Marc Levy ist meiner Meinung nach zurecht ein großer Autor unserer Zeit, der mich mit seinem aktuellen Buch sehr gut unterhalten konnte und eine gute Mischung aus dem Ernst des Lebens und der leichten Lektüre für zwischendurch geschrieben hat. Auf jeden Fall eine Empfehlung von mir für alle, die sich zur Fangemeinde von Levy zählen oder noch Teil dieser werden wollen.

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Tankstellenchips

Antonia Michaelis , Kathrin Schüler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 23.07.2018
ISBN 9783789109188
Genre: Jugendbuch

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Nicht perfekt ist auch okay!

Ella TheBee , typealive
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785589861
Genre: Jugendbuch

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 40 Rezensionen

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Ida

Katharina Adler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 24.07.2018
ISBN 9783498000936
Genre: Romane

Rezension:

Cover:
Das Cover dieses Buches hat mich nicht umgehauen. Äußerlich zeigt sich dieses Buch recht schlicht und neutral, nur ein bisschen blau und beige wurden verwendet und geben der Geschichte das historische und cleane Kleid, das zur Story gut passt. Das Gesicht auf dem Cover wirkt ebenfalls etwas kühl, was den Vibe der Geschichte gut unterstreicht. Dennoch würde mich das Cover alleine niemals zum Kauf der Geschichte bewegen, weil es mir zu wenig auffällt und für meinen Geschmack zu sehr nach Geschichte und Vergangenheit aussieht, obwohl es ein spannendes Thema behandelt, was für Psychologie Interessierte auch heute sehr spannend zu lesen sein kann.

Schreibstil:
In diesem Buch wird von Autorin Katharina Adler die Familiengeschichte rund um Dora, die bekannteste Patientin des Psychoanalytikers Freud, durch die Erzählung von Urgroßmutter Ida erweitert und ergänzt. Das ganze ist sowohl historisch fundiert, beinhaltet aber auch fantastische Elemente und präsentiert sich so als Mix, der unterhalten soll und im gleichen Zuge Informationen für alle Interessierten der Psychoanalyse und Freud. Durch den historischen Kern wird auch das 20. Jahrhundert thematisiert und der Charme dieser Zeit in der Geschichte aufgegriffen, sodass ein historischer Roman mit biografischen Anteilen einlädt, sich auf seine Erzählung einzulassen.

Idee/ Umsetzung:
Ich bin, wie schon mehrmals erwähnt, Psychologie Studentin, wodurch zwischenzeitlich auch Bücher mit psychologischem Hintergrund auf meinen SuB wandern und ich mir gerne Hintergrundwissen und spannende Zusatzinformationen über das Studium hinaus aneigne. Dieses Buch schien mir mit seiner spannenden Mixtur aus Realität und Fantasie genau das richtige dafür zu sein.
Mit dem Beginn des Lesens merkte ich allerdings schnell, dass mir diese Art von historischen Büchern nicht unbedingt liegt, der Schreibstil war mir zu trocken und langatmig. Damit konnte ich mich bis zum Schluss nicht wirklich anfreunden.
Das 20. Jahrhundert als Schauplatz für die Geschichte hat mir dagegen sehr gut gefallen und auch die Beschreibungen der Umgebung waren schön verfasst. Die Intention hinter der Geschichte fand ich super spannend und wie die Autorin das ganze einfädelt und ins Rollen bringt hat mir gut gefallen. Doch nach und nach fiel mir immer mehr auf, dass ich mir von dieser Geschichte etwas anderes erwartet hatte. Zwar ist Ida als Person eine recht interessante Frau und ihre Gedanken- und Gefühlswelt gut gestaltet, doch ich habe mir tatsächlich mehr Bezug zu Freud, der Psychoanalyse und therapeutischen Arbeit erwartet. Daran bin ich vermutlich selber Schuld, da der Klappentext schon wiedergibt, was diese Geschichte behandelt, aber ich mir falsche Vorstellungen gemacht habe.

Dennoch kann man das Buch gut lesen, es ist etwas zäh, nicht furchtbar actiongeladen, dafür aber mit vielen historischen Informationen gespickt, die in eine nette Geschichte verwoben wurden. Die Figuren rund um Ida herum fand ich eher platt und etwas langweilig, was leider etwas schade war. Dennoch dürfte gerade Liebhabern von historischen Romanen und Anhängern dieser Zeit das Buch gut gefallen. Die psychologischen Elemente sind auch recht interessant gewesen, die sich in Idas Gedankenwelt ausdrücken und manchmal zwischen den Zeilen zu lesen sind.
Das Ziel der Autorin, zu demonstrieren, dass eine Geschichte häufig verschiedene Versionen und Facetten hat, ist ihr durchaus gelungen und wird sicherlich vielen Lesern viel Freude bereiten. Meins war es alles in allem nicht wirklich, was aber hauptsächlich an meinen Erwartungen und dem etwas drögen Schreibstil gelegen hat.

Fazit:
Für Fans des 20. Jahrhunderts und historischen Schmökern dürfte dieses Buch genau das richtige sein, da es selbst mich durch den Charme dieser Zeit gepackt hat und ich gerne in diese Zeit eingetaucht bin. So viel psychologischen Bezug, wie der Klappentext erahnen lässt, gab es für mich persönlich nicht zu entdecken. Dennoch ist die Geschichte, wenn man sich auf die Thematik einlassen mag, eine Lesereise wert und Ida eine interessante Frau, die man sich näher angucken kann. Für den stolzen Preis des Buches würde ich mich dennoch gut überlegen, ob ich das Buch interessant genug finde und gerne historische Romane und Biografien lese, sodass diese Geschichte mich fesseln kann. Am besten schnuppert ihr, wenn euch das Buch angefixt hat, in eine Leseprobe rein oder schaut euch weitere Rezensionen an, um euch ein gutes Bild machen zu können. 

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Legendary

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492704021
Genre: Jugendbuch

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Auf immer gefangen

Erin Summerill , Nadine Püschel
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551583543
Genre: Jugendbuch

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52 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Bienenkönigin

Claudia Praxmayer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.09.2018
ISBN 9783570165331
Genre: Jugendbuch

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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36 Fragen an dich

Vicki Grant , Astrid Finke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453271654
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Das Cover ist ganz ansprechend gestaltet, nicht wahnsinnig spektakulär, aber bunt und mit den Tupfern und Herzchen ganz süß. Ich mag es, dass das Cover ohne Fotos und Symbole (außer den Herzchen) nicht auf die Geschichte vorgreift. Die Gestaltung ist meiner Meinung nach relativ kindlich und verspielt, weshalb ich vielleicht eher darauf hätte achten sollen, dass die Story womöglich jüngere Leser und Leserinnen ansprechen soll. Andererseits lese ich sehr gerne Jugendbücher und All Ager, von daher macht das Cover vielleicht nur für mich diesen sehr schrillen und bunten Eindruck.

Darum geht's:
Hildy ist ein ziemlich verrücktes, besonderes Mädchen, wie man an ihrer Art schon auf den ersten Seiten feststellen kann. Sie hat sich an der Uni für die Teilnahme an einem psychologischen Experiment bereit erklärt, doch als sie dem Studenten Jeff gegenübersitzt, der ihr erklärt, dass es dabei um die Entstehung einer Liebesbeziehung gehen soll, rastet Hildy komplett aus, um wenig später doch wieder an dem Experiment teilnehmen zu wollen. Anhand von 36 Fragen wird sie einen Typen kennenlernen und durch diese Fragen könnten eventuell Gefühle für den anderen hervorgerufen werden. Doch hätte man ihr vorher gesagt, dass dieser Typ Paul sein würde, hätte sie sich bestimmt nicht darauf eingelassen. Oder ist Paul gar nicht so blöd, wie Hildy ihn am Anfang einschätzt?

Idee/ Umsetzung:
Interessiert hat mich diese Geschichte, weil ich als Psychologie Studentin Tag für Tag mit Experimenten an der Uni in Kontakt komme und auch selber schon welche durchgeführt habe. Deshalb fand ich die Thematik hierbei umso spannender, dass das ganze auf psychologischen Fragestellungen beruht. Allerdings habe ich mir glaube ich falsche Hoffnungen gemacht.
Ich habe eine etwas reifere Geschichte erwartet mit mehr Tiefgang, weniger Teenie Drama und mehr Gefühl. Wie bereits erwähnt scheint dies eines der Bücher zu sein, für die ich mit Anfang 20 schon zu alt bin. Die Idee ist nach wie vor cool, entwickelt sich aber nach den ersten paar Seiten in eine andere Richtung als ich erwartet hatte, nämlich eher zu einer 0815 Teenie Geschichte, in der sich zum Kennenlernen halt Fragen gestellt werden. Offensichtlich entwickeln sich zwischen den Hauptfiguren Gefühle, weshalb die Spannung nicht wirklich hoch gehalten werden kann, da dies schon zu Beginn durch die Beschreibung deutlich gemacht wird. Von daher konnte mich die Grundidee der Geschichte zwar packen, mit der Umsetzung bin ich leider bis zum Schluss nicht warm geworden, sei es aufgrund der Zielgruppe, aus der ich rausgewachsen bin, oder meinen verkehrten Erwartungen.

Charaktere:
Leider konnten mich auch die Figuren nicht wirklich überzeugen. Hildy ist zwar irgendwie ganz cool, weil sie so schrill ist und einfach eine präsente Art haben soll, ich fand sie aber schon nach wenigen Seiten eher nervig, ziemlich kindisch und nicht wirklich, als wäre sie schon 18. Wenn man nach und nach mehr über sie erfährt, geht sie als Protagonistin, aber echte Sympathie konnte ich ihr nicht entgegenbringen, zumal sie im Kontakt mit Paul auch ziemlich naiv und gleichzeitig unangemessen zickig rüberkommt. Paul war irgendwie ein seltsamer Charakter. Angelegt war die Figur nach meinem Eindruck als Bad Boy, der sich aber im Zuge der Story verändert und sympathisch wird. Allerdings fand ich ihn von vorne bis hinten gar nicht sympathisch, Hildy gegenüber hat er sich zum Teil unmöglich benommen, weshalb ich das Ende der Geschichte nicht wirklich nachvollziehen konnte. Jeff und andere Nebenfiguren waren nett, haben das Ruder aber auch nicht rumreißen können, weshalb ich die Geschichte in mehreren Aspekten leider nicht genießen konnte und nicht so gut unterhalten wurde, wie ich es mir erhofft hatte.

Fazit:
Nicht jedes Buch kann jedem gefallen, sei es wegen der Zielgruppe, des Themas oder den Figuren. Ich suche mir inzwischen meine Lektüren sehr sorgfältig aus, damit ich nur wenige Enttäuschungen literarischer Art erlebe, doch leider ist dieses Buch nicht nach meinem Geschmack gewesen. Ich glaube, es könnte Freunden von Teenie Liebesgeschichten für zwischendurch gefallen, die klischeehafte 0815 Elemente nicht so sehr stören. Außerdem glaube ich, dass die Geschichte eher jüngeren Lesern und Leserinnen bis 15/16 gefallen könnte. Lest mal in die Leseprobe rein und bildet euch selbst eine Meinung, ob diese Geschichte etwas für euch sein könnte.

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Estelle Laure , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.02.2018
ISBN 9783733501648
Genre: Jugendbuch

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157 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Ein kleines Wunder würde reichen

Penny Joelson , Andrea Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.05.2018
ISBN 9783841440235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Ich kleines Coveropfer habe natürlich bei diesem wunderschönen Titelbild sofort zur Wunschliste greifen müssen. Ich liebe die Kombi aus schlichtem Grunddesign und diesen Farbakzenten der Regenwolken- ein Traum und wieder mal ein riesiges Lob an den Fischer Verlag!

Darum geht's:
Wir sehen die Welt in dieser Geschichte mit den Augen der 14-jährigen Jemma, die bei einer Pflegefamilie lebt, zusammen mit zwei weiteren Kindern- dem kleinen Finn, der schwer autistisch ist, und der temperamentvollen Olivia, die erst vor kurzem in die Familie aufgenommen wurde.
Das Besondere ist, dass Jemma an einer seltenen Krankheit leidet, durch die sie weder ihre Gliedmaßen und den Kopf bewegen kann, noch in irgendeiner Weise in der Lage ist, zu sprechen oder anderweitig zu kommunizieren. Dagegen funktioniert ihr Gehirn aber gut und sie bekommt alles in ihrer Umwelt mit. Doch eines der großen Mankos von Jemma ist es, dass sie durch ihre hervorragende Beobachtungsgabe mehr mitbekommt als andere, es aber niemandem mitteilen kann. Und was passiert, wenn nur Jemma weiß, wer den Nachbarsjungen ermordet hat? Dann muss sie es irgendwie schaffen, es der Außenwelt mitzuteilen- aber kann das klappen?

Idee/ Umsetzung:
Ich wollte mal wieder eine etwas andere Geschichte lesen und finde es super spannend, neue Krankheitsbilder kennenzulernen und darüber zu lesen, wie stark und inspirierend die Charaktere mit ihrem Schicksal umgehen und die Welt aus ihrer Sicht wahrnehmen. In dieser Geschichte wird nach meiner Auffassung laut Klappentext eine Mischung aus Thriller und Jugendbuch angepriesen, ich persönlich sah den Fokus deutlich mehr auf Jemma und ihrem Leben mit der Krankheit.

Es ist unheimlich interessant gewesen, Jemmas Familie kennenzulernen. Mutter und Vater sind schon alleine deshalb zu bewundern, da sie drei äußerst schwierige und intensiv pflegebedürftige Kinder aufgenommen haben und nun so liebevoll mit ihnen umgehen. Ob man tatsächlich über viele Jahre so aufopfernd und selbstlos für diese Kinder da sein kann, ohne ab und zu die Nerven zu verlieren, wie es hier dargestellt wird, bezweifle ich etwas. Dennoch sind die beiden definitiv wundervolle Eltern, die ihren Job große Klasse machen und die meinen Respekt für Pflegeeltern mit großem Engagement nur noch mehr gesteigert haben.
Neben dem alltäglichen Leben mit der Krankheit werden Jemma im Lauf der Geschichte noch so einige Möglichkeiten und Überraschungen eröffnet, die die Story abwechslungsreich und bunt machten. Man könnte meinen, es würde Langeweile aufkommen, wenn man im Kopf eines Mädchens steckt, das sich nicht mitteilen kann, aber dem ist gar nicht so. Ich habe sehr mit der Jugendlichen mit gefiebert und ihre Gedanken in mich aufgesogen- zum Teil wunderschöne Zitate und Denkanstöße! Sie hat eine so liebevolle Art und ist ein wundervolles Mädchen, dem man um alles in der Welt helfen möchte, da sie so viel zu geben und zu sagen hat. Der Aspekt mit dem Mord in der Nachbarschaft ist auch spannend. Es verdeutlicht sehr gut, was es bedeutet, sich nicht ausdrücken zu können. Die Menschen vertrauen Jemma Geheimnisse an, die sie keinem je erzählen kann, was einerseits wertvoll ist, andererseits unglaublich frustrierend sein kann, wie Jemma häufig deutlich macht.

Der Schreibstil tut sein übriges, um Jemmas Geschichte trotz mangelnder Kommunikation spannend zu gestalten. Die kurzen Kapitel und der lockere, unkomplizierte Stil der Autorin haben mich das Buch sehr fix weglesen lassen. Die Story bekommt immer mehr Elemente, die den Lesefluss aufrechterhalten und kleine Cliffhanger das Buch einfach total aufregend machen, was ich zu Anfang gar nicht gedacht hätte. Ich wurde positiv überrascht und empfand die Geschichte als perfekten Grad zwischen "Alles an wichtigen Informationen bekommen" und "Kurze und knackige Sätze zum leichten Lesen".

Insgesamt gefällt mir die Umsetzung des Buches sehr gut. Ich wurde toll unterhalten, habe viel gelernt und wundervolle Figuren kennenlernen dürfen. Insbesondere Olivia, Finn und Pflegerin Sarah waren neben Jemma super coole Charaktere, über die ich gerne noch viel, viel mehr erfahren hätte. Ein Perspektivenwechsel, wie es bei dem Buch "Wunder" gemacht wurde, hätte diesem Buch mehr Facetten gegeben, die Geschichte auch aus der Sicht der Eltern, der Pflegerin oder von Finn und Olivia zu sehen. Dennoch ist Jemma natürlich eine tolle Protagonistin und der Fokus deshalb auf ihr Krankheitsbild und die Suche nach einer Kommunikationsmöglichkeit gelegt.
Die Botschaft des Buches ist aufrüttelnd und wunderschön. Ich habe die Zeit mit der Geschichte sehr genossen und bin froh, diese Geschichte der besonderen Art kennengerlernt zu haben und manchmal an Jemma zurückzudenken und von ihren Gedanken und Taten inspiriert zu sein.

Fazit:
Penny Joelson hat mit diesem etwas anderen Jugendbuch gleichermaßen über eine Krankheit informiert und aufgerüttelt, aber ebenso eine spannende Familiengeschichte mit Herz erzählt. Meine recht niedrigen Erwartungen wurden sehr übertroffen, da ich die Charaktere sehr lieb gewonnen habe und zu keiner Zeit gelangweilt wurde. Ich wünsche mir von der Autorin unbedingt noch mehr Bücher dieser Art, durch die ich etwas neues lernen kann, emotional berührt werde und gleichzeitig einen spannenden Leseabend genießen kann. Ich empfehle dieses süße Buch jedem Jugendbuch Liebhaber (all age) und Menschen, die sich für dieses Krankheitsbild interessieren, oder die mal wieder tief berührt werden wollen von einem sehr menschlichen Buch mit viel Herz und Wärme...

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Nicu & Jess

Sarah Crossan , Brian Conaghan , Cordula Setsman
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei mixtvision, 05.03.2018
ISBN 9783958541061
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover/Gestaltung!
Ich finde dieses Cover wirklich so wunderschön! Der Mixtvision Verlag kann wirklich fabelhafte Cover gestalten und spätestens seit "EINS" von Sarah Crossan bin ich ganz vernarrt in Mixtvision Bücher. Dieses hier überzeugt optisch durch seine Schlichtheit, ist aber zugleich total symbolträchtig und passt, wenn man es dann zu Ende gelesen hat, auch ganz wundervoll zur Geschichte zwischen den Deckeln. Von daher recht schlicht, aber dennoch stimmungsvoll und übrigens mit einem knallorangenen Buchschnitt ein echter Hingucker im Regal!

Darum geht's:
In dieser Geschichte geht es um zwei Jugendliche, die ganz unterschiedlich zu sein scheinen. Jess lebt in einer Familie mit einer ziemlich willensschwachen Mutter, die sich von Jess' Stiefvater den Mund verbieten lässt und deshalb schon seit langer Zeit den Draht zu Jess verloren hat. Denn der Stiefvater schlägt und demütigt die Jugendliche und ihre Mutter, so oft er Spaß daran findet.
Nicu ist in Rumänien aufgewachsen und lebt nun in London, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch er soll bald heiraten, weil das in seiner Kultur so üblich ist.
Beim Ableisten von Sozialstunden treffen die beiden das erste Mal aufeinander und trotz sprachlicher, sowie kultureller Barrieren und ganz unterschiedlichen Lebensweisen finden die beiden zueinander, lernen sich kennen und entwickeln eine gemeinsame Ebene, die über Sprache und Gemeinsamkeiten allemal hinausgeht...

Idee/ Umsetzung:
Die Thematik dieses Buches ist ebenso brisant, wie brandaktuell. Als wäre dies nicht schon außergewöhnlich genug, um es in ein Jugendbuch zu verpacken und damit eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen, kommt hier auch ein besonderer Schreibstil zum Einsatz. Ich kannte diese Art von Schreibe bereits von Sarah Crossans anderem Buch, "EINS", und damals hat es mir äußerst gut gefallen. Das Buch besteht aus Versen, die sich nicht reimen und aneinandergereiht eine besondere Stimmung verursachen. Im ersten Buch der Autorin habe ich dies als besonders spannend und rasant erlebt, konnte die Geschichte gar nicht zur Seite legen und habe es genossen, mal eine andere Erzählweise kennenzulernen.
In diesem Buch habe ich diese Verse zwar auch als besonders stimmungsvoll wahrgenommen, aber ich fand es diesmal weniger erfrischend, eher wurde mein Lesefluss dadurch holprig und müßig. Dies liegt zum einen an Nicu, der logischerweise nicht perfekt englisch, bzw. in der Übersetzung deutsch spricht und denkt, was die Autorin hier anschaulich umgesetzt hat . So genial, wie ich die Idee auch finde, meinen Lesegenuss hat es dieses mal eher getrübt und ich habe es als ziemlich anstrengend empfunden, die Geschichte zu lesen. Nichts desto trotz möchte ich den Autoren definitiv zu gute halten, dass sie so wirkungsvoll geschrieben haben und der Story eine individuelle Dynamik und Stimmung verleihen. Ich bin gespannt, ob ich in dem nächsten Buch der Autorin wieder besser damit klar kommen werde, denn eins ist sicher- Sarah Crossan ist einewundervolle Autorin mit ganz magischen Ideen und Geschichten aus ihrer Feder.

Ohne zu viel vom Verlauf der Geschichte vorwegnehmen zu wollen, fand ich Idee und Umsetzung dieser Geschichte auf ihre Art sehr gelungen. Das Buch rüttelt auf, regt zum Nachdenken an und kann emotional berühren. Zwischen den Zeilen ist sehr viel schöne Botschaft versteckt und so ungerecht und grausam die Geschichte auf mancher Seite wirkt, genauso tröstlich und herzerwärmend ist sie an anderer Stelle. Deshalb sehe ich dieses Buch trotz seiner recht geringen Seitenzahl als äußerst abwechslungsreich, atmosphärisch und besonders an. Es werden so viele verschiedene Themen behandelt, alle ganz gleichberechtigt und ohne, dass nur etwas lustlos angerissen wird, jede Facette bekommt ihre Zeilen. Es geht um soziale Ungerechtigkeit, um häusliche Gewalt, um Freundschaft, um Liebe, um Familie, um Zwangsheirat und um das Leben, wie es manchmal ist: knallhart und ungerecht. Trotz der rasanten Geschwindigkeit, die ich persönlich durch die Versform beim Lesen recht unbemerkt annehme, ist alles sehr anschaulich und liebevoll behandelt, in herrliche Worte gepackt und manchmal auch in ganz wenige, was die eigenen Gedanken umso mehr ins Rollen bringt.

Die Figuren waren mir größtenteils ziemlich sympathisch und wenn nicht, dann zumindest zu recht, was man häufig zwischen den Zeilen erlesen konnte. Durch die wenigen Wörter und Halbsätze kann man seiner Kreativität und Fantasie ziemlich viel Raum geben, was viel Spaß macht und ein weiterer Pluspunkt der knappen Sätze darstellt. Nicu ist ein toller Junge, der mich berührt hat und insbesondere im Umgang mit Jess eine wundervolle Entwicklung durchlebt. Jess tat mir von Beginn an total leid, weil sie so ein guter Mensch zu sein schien und so viel Leid in ihrem Leben hatte- ihre ganze Existenz und Vergangenheit geprägt von Ungerechtigkeit und unfassbarer Stärke. Zusammen werden die beiden Charaktere nochmal 1000 Mal interessanter und auch sehr plastisch. Nebenfiguren sind hier wirklich nebenher, aber genauso präsent, dass man sie gerne kennen lernt und ihnen begegnet, sie den Hauptfiguren aber nicht die Show stehlen. Zusammenfassend sind hier trotz weniger Worte sehr lebendige und vielsagende Figuren entstanden, die mir definitiv in Erinnerung bleiben werden.

Fazit:
Dieses Buch hält für den Leser oder die Leserin eine ganze Menge bereit: Spannung, Emotionen, Herzklopfen, vielleicht ein paar Tränen. Obwohl mir der Schreibstil hier ziemlich anstrengend vorkam, hat er auch defintiv seine schönen Seiten und macht aus dieser Geschichte etwas noch spezielleres, als sie es ohnehin schon durch die Thematik und die bezaubernden Figuren ist. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der mal etwas abseits des Mainstream lesen möchte und auf der Suche nach etwas Besonderem ist, das auch nach dem Lesen in Erinnerung, und ein Stück weit auch im Herzen bleibt. 

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365 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Never Never

Colleen Hoover , Tarryn Fisher , Kattrin Stier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423740340
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Die Cover der Colleen Hoover Bücher allgemein sind so eine Sache bei mir. Ich liebe die Cover von "Weil ich Layken liebe", "Love and Confess" und "Maybe Someday"- farbkräftige Lettern und Farbakzente, ansonsten in schlichtem Weiß gehalten. Danach fing der Verlag an, Fotocover zu designen, was mir persönlich weniger gut gefällt und im Regal *Funfact* einen Break ergibt, was die Buchrücken betrifft (vermutlich nur ein Problem der echten Buchjunkies ;-)). Jedenfalls, langer Rede, kurzer Sinn, gehen die Cover seit "Nur noch ein einziges mal" wieder mehr in meine Richtung und dieses Cover hier finde ich mega, mega schön! Dieses knallige Pink und ansonsten schlichte Cover gefällt mir total gut, die Figuren sind nur schemenhaft zu erkennen ich bin mehr als glücklich- gerne mehr in dieser Richtung!
Übrigens...ich habe das Buch netterweise vom Verlag zugeschickt bekommen und auf der ersten diese Unterschrift (rechts) entdeckt. Wisst ihr, ob die Bücher alle eine gedruckte Signatur haben, hatte jemand Lust, in mein Exemplar zu kritzeln oder ist das tatsächlich eine originale Unterschrift einer der Autorinnen? Würde mich sehr freuen, darüber aufgeklärt zu werden. :-)

Darum geht's:
Mir persönlich spoilert der Klappentext bei Amazon schon ganz schön viel , was ich jetzt im Nachhinein festgestellt habe. Da ich die Colleen Hoover Bücher inzwischen "blind" kaufe, habe ich den zum Glück nicht vorher gekannt und der Rückentext ist in Ordnung. Nur so viel...
Charlie steht ganz plötzlich verwirrt in ihrem Klassenzimmer in der Highschool und weiß weder, wer sie ist, noch wo sie ist. Beirrt bringt sie irgendwie den Rest des Schultages hinter sich, ist aber natürlich ziemlich verzweifelt in ihrer Situation und ihren Freunden möchte sie ihre Situation ungern anvertrauen. Doch schon bald bemerkt sie, dass auch ihr Freund Silas sich merkwürdig zu verhalten scheint. Als es zum Gespräch kommt, finden sich beide in genau der gleichen Situation wieder und wissen nicht, wieso sie all ihre Erinnerungen verloren haben. Wieso weiß man, was Google ist, aber kennt den Namen der eigenen Schwester nicht mehr? Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach Antworten und decken dabei eine turbulente Vergangenheit auf, die ihre Liebe sehr auf die Probe stellte und es umso rätselhafter macht, weshalb die beiden nun nochmal ganz von vorne beginnen müssen...

Idee/ Umsetzung:
Diese Geschichte ist vom Plot her schon mal ganz anders als die anderen Bücher von Colleen Hoover, da der kurze Einblick ja schon fast ein fantasy-ähnliches Element vermuten lässt, dadurch, dass hier Erinnerungen verschwinden. Darüber verrate ich natürlich nichts und ich werde im weiteren das Buch auch mit anderen Hoover Büchern vergleichen und die Co Autorin mehr oder weniger "unterschlagen", weil ich von dieser bisher noch nichts gelesen habe und nicht weiß, welche Autorin welchen Anteil an der Geschichte hat. Trotzdem weiß ich natürlich, dass beide die Autorinnen dieses Werks sind.

Vom Schreibstil her hat mich dieses Buch mal wieder so richtig packen können, was bei mir bedeutet, dass diese Geschichte innerhalb von zwei Tagen ausgelesen war. Es war endlich mal wieder dieser typische "Sog" da, den ich bei guten Büchern verspüre, noch ein Kapitel und noch eins zu lesen, bis das Buch plötzlich schon zu Ende ist. Das liegt vor allem daran, dass der Schreibstil ganz locker und schnell wegzulesen und die Geschichte die ganze Zeit Fragen aufwirft, ohne Antworten zu liefern. Ich persönlich liebe das, wenn man als Leseratte mitfiebern kann und zum Ende hin die heiß ersehnten Antworten gegeben werden. Deshalb gefällt mir der Aufbau der Geschichte enorm gut.

Charaktere:
Die Figuren sind bei Colleen Hoover immer sehr besonders, so habe ich auch hier insbesondere den männlichen Protagonisten Silas sehr sehr schnell ins Herz geschlossen, weil er alles andere als ein Klischee ist und so viele besondere Facetten an den Tag legt. Was hier die Geschichte auch sehr speziell macht, dass wir sozusagen die Figuren mit den Figuren zusammen kennenlernen, was ich als Idee total spannend finde. Durch den Gedächtnisverlust wissen Charlie und Silas selber absolut gar nichts über ihr Leben, ihre Charakterzüge oder Gewohnheiten, was es ziemlich angenehm macht, die Geschichte Stück für Stück aufzudecken und nicht alleine die Vergangenheit zu "erlesen".
Zur zweiten Hälfte des Buches- das in zwei Teile gegliedert wurde- gibt es einen coolen Plot-Twist , mit dem ich nicht gerechnet habe und der nochmal Schwung reinbringt, wobei es nur wenige zähe Passagen gab und ich insgesamt nicht gelangweilt wurde.

Was mir ein kleines bisschen fehlte, waren die Besonderheiten der Nebenfiguren und so kleine Elemente, die die Bücher der Autorin sonst immer sehr schön ergänzt haben. Dieser Aspekt ist hier vermutlich aber dem Aufbau geschuldet: Wie soll man die Nebenfiguren besonders und facettenreich gestalten, wenn die Protagonisten sie erst zu Anfang des Buches (neu) kennenlernen müssen. Dennoch ist mir beispielsweise Silas' kleiner Bruder positiv in Erinnerung geblieben, ansonsten liegt der Fokus sehr auf den Hauptfiguren.
Was diesen durch ihre fehlenden Erinnerungen an Charakter fehlt, machen die Briefe zwischendurch und auch der Umgang der beiden miteinander, sowohl in den Rückblicken, als auch in der Gegenwart, wieder wett. Ich habe mich total in die Liebe zwischen Charlie und Silas verliebt, vor allem Silas' Umgang mit seiner Freundin und die vielen liebevollen Worte und Gesten zwischen den beiden, das hat die zum Teil eher thrillerartige Stimmung sehr viel romantischer und echter gemacht- ganz typisch Colleen Hoover!

Insgesamt bin ich wieder einmal sehr begeistert von der Autorin (und Co Autorin). Ich glaube, dass dieses Buch hier vielleicht nicht jedem Fan gefallen wird, weil der Aufbau und das Thema der Geschichte anders ist, als bisher, und wie gesagt ein bisschen Thriller drin steckt und die Liebesgeschichte weniger im Fokus steht. Mir hat diese Tatsache sehr gefallen, mich positiv überraschen können und gezeigt, dass Colleen Hoover nicht nur kitschig und gefühlvoll kann, sondern auch besonders spannend und mit ganz neuen Einflüssen etwas tolles neues zaubern kann.

Fazit:
Lasst euch von diesem knalligen Bonbon-Cover nicht täuschen, in diesem neuen Colleen Hoover Werk geht es von der Story her mal in eine etwas andere Richtung und der Autorin ist es gelungen, mich auch mit diesem Thriller Touch und einer eher etwas unterschwelligeren Love Story zu überzeugen. Einen Versuch sollte Fans das Buch ja ohnehin wert sein, ich bin auch von dieser neuen Facette begeistert und freue mich schon zu erfahren, in welche Sparte das nächste Buch von Colleen Hoover fallen wird. Bis dahin lest doch gerne mal in die Leseprobe rein und schaut, ob euch der Plot anspricht.

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186 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Always and forever, Lara Jean

Jenny Han , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 12.03.2018
ISBN 9783446258655
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Wer mich schon länger verfolgt, der weiß, dass ich bekennende Hanser Leserin bin. Nicht nur, dass sie meine geliebten John Green- Romane in Deutschland herausbringen, es stecken auch in fast allen Fällen wunderschöne, besondere Geschichten hinter den Covern.
Die Aufmachung dieser Reihe gefällt mir auch ziemlich gut, die Bücher haben eine tolle Haptik und schöne Farben. Einzig mit Fotocovern insgesamt werde ich nicht warm, weil es mir die Fantasie nimmt, mir die Protagonistin vorzustellen, wie ich es möchte. Ansonsten sind beide Cover, ebenso wie auch der erste Teil, wunderschön gestaltet, glücklicherweise sehr nah am Original gehalten und ein schöner Hingucker im Bücherregal- ich bin Fan!

Darum geht's:
Nun ist auch der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen und lockt mit spannenden Themen. Unsere längst ins Herz geschlossene Lara Jean ist nun so gut wie erwachsen und stellt sich den wichtigen Fragen, die das eigene Leben sehr beeinflussen. Welches College wähle ich aus? Bleiben oder gehen? Die große Liebe aufgeben oder eine Fernbeziehung ausprobieren? Nebenbei gibt es auch im familiären Umkreis unserer Hauptfigur einige spannende Veränderungen in Sachen Hochzeit von Lara Jeans Vater, es gibt ein längeres Wiedersehen mit Margot und die ein oder andere Überraschung. Ein letztes Mal mit Lara Jean die Welt entdecken...

Idee/Umsetzung:
Erst einmal mag ich es sehr, dass alle Bücher direkt aneinander anschließen und sich deshalb trotz der Dreiteilung eine ganze Geschichte ergibt, die wie ein harmonischer, chronologischer Film vor dem inneren Auge ablaufen kann. Dennoch hat auch jeder Band für sich seinen Schwerpunkt von den Problemen und Themen her, mit denen sich Lara Jean beschäftigt.
War es im ersten noch die Liebe und die Familiensituation, mit der sie sich arrangieren musste, geht es im zweiten Band vor allem um eine Art Liebesdreieck, Eifersucht und ein bisschen "Zickenkrieg". Von diese Themen habe ich gefühlt schon tausendmal gelesen, aber trotzdem war dieser Fortsetzungsband nett zu lesen, weil ich Lara Jean, Peter und die gesamte Familie sehr ins Herz geschlossen habe und die Geschichte deshalb wieder eine schöne Stimmung versprüht, trotz der ernsteren Themen für mich eine "Feel good" Buchreihe darstellt und mir die Figuren nach wie vor sehr besonders vorkommen und ich gerne an sie zurückdenke.

Der dritte Band wechselt wieder die Themen, was auch die Stimmung etwas erwachsener und ernster werden lässt. Da der dritte Band mit der Entscheidung für ein College, dem Auszug von zu Hause und dem Aufrechterhalten der langjährigen Beziehung am meisten auch den Entscheidungen und Themen entspricht, mit denen ich mich auseinandersetzte, hatte ich hier die größte Identifikation mit Lara Jean, vom Alter und der Lebenssituation her. Mit dem Besuch von Margot, der Hochzeit von Ms. Rothschild und Lara Jeans Vater und dem Abschluss der High School sind es sehr besondere Themen, die die Autorin hier zu einem gelungenen und schönen Finale verpackt, dass nochmal alle Vorzüge dieser Buchreihe vereint und man geradezu rührselig wird und diese Trilogie ungern beenden möchte.
So empfand ich den letzten Band noch etwas stärker als den zweiten Band, weil mich die Themen einfach sehr ansprachen und die Stimmung sehr spannend und besonders war. Der mittlere Band der Reihe überzeugt durch die Ansprache wichtiger Themen, wie Mobbing und Eifersucht, war deshalb von der Grundstimmung her etwas bedrückender und mir fehlte zwischendurch ein bisschen positives, obwohl sich Lara Jean gerade dadurch sehr stärkt und weiterentwickelt.

Also hat alles in allem jeder Band für sich eine tolle Message, eine spannende Stimmung und konnte mich überzeugen. Mich persönlich konnte der dritte Band am Ende nochmal richtig packen, der zweite schnitt bei mir persönlich etwas schwächer ab.
Was mir an Schwachstellen insgesamt aufgefallen ist, sind einige langatmige Passagen in allen Bänden, was aber bei Trilogien meistens der Fall ist. Charaktere verändern sich, was sein muss und mit sich bringt, dass man manche Figuren manchmal in ihren Handlungsweisen nicht verstehen kann und sie einem dann und wann auf die Nerven gehen- das kann aber definitiv auch dafür sprechen, dass die Autorin einen berühren und mitreißen kann. ;-)
Was ich unbedingt noch einmal erwähnen möchte, ist die Tiefe der Figuren. Neben Lara Jean, die die Fans der Reihe natürlich alle ins Herz geschlossen haben, ist mein absoluter Liebling auf jeden Fall Peter. Margot mag ich aber auch sehr und noch einige der kleineren Nebenfiguren, die der Geschichte Leben und Vielfältigkeit verleihen, haben es mir besonders angetan. Die Charaktere machen diese Geschichte so besonders, wie sie letztendlich geworden ist und dafür kann ich vor der Autorin, Jenny Han, nur den Hut ziehen!

Fazit:
Eine wirklich empfehlenswerte Reihe für junge LeserInnen über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe geht hiermit zu Ende und ich kann diese wirklich jedem empfehlen, der nach etwas echtem, besonderen in dieser Sparte sucht- mit dieser Trilogie kann man in jedem Alter eine Menge Spaß haben! Ich freue mich drauf, noch mehr von der Autorin zu lesen.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode

Jasmin Arensmeier
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Südwest, 05.03.2018
ISBN 9783517096841
Genre: Sachbücher

Rezension:

Aufmachung/Cover:
Ich finde die Aufmachung ohnehin wunderschön, kräftiges Papier, wunderschöne Fotos, viel Farbe und gute Laune - aber vor allem für diesen mehr als fairen Preis ist es ein unvergleichliches Schmuckstück. Ich habe es beim Journaln jetzt immer neben mir liegen und es ist als Ratgeber ebenso schön wie zum Durchblättern nebenbei. Das kupferne Leuchtturm 1917 ist mein eigenes Bullet Journal. Ich halte darin Erinnerungen, Listen und Tracker fest, seht selbst! :-)

Darum geht's/Aufbau:
Jasmin stellt von Grund auf das Journaln mit der Bullet Methode vor, die Grundidee, den Erfinder und so weiter. Über die richtigen Items- Stifte, das richtige Buch, niedliche und praktische Gadgets- kommt sie zu nützlichen Nutzungsideen, von denen ich direkt einige übertragen habe, um sie für mich zu testen. Außerdem bietet das Buch verschiedene Stile, je nachdem, ob man es schlicht und minimalistisch, oder eher bunt und verspielt mag. Organisationstippe, Ideen, Schriftarten, Kalligraphie Übungen und und und...dieses Buch müsste das Herz jeden kreativen Planers und Journal-Liebhabers höher schlagen lassen, für mich das perfekte rundum Paket!

Inhalt/ Umsetzung:
Hier habe ich für euch ein paar Seiten aus dem Buch abfotografiert und euch zudem abgelichtet, wie mein Bullet Journal so von innen ausschaut. Wie erwähnt habe ich einige von Jasmins Idee schon übertragen, da sie einiges auch schon häufiger auf YouTube gezeigt hat, es sind aber durchaus auch neue Ideen und Illustrationen dabei.

Den "Sleep Log" teste ich in diesem Monat das erste Mal, bin sehr gespannt, ob der für mich Mehrwert hat, die "Sparchallenge" kannte ich in dieser Form noch nicht (finde ich super nützlich!), ansonsten hatte ich schon vorher den "Gratitude Log" aufgenommen (durch die liebe Charlie bin ich auf diese tolle Idee gekommen) und verschiedene Doodles und "Quote" Seiten., wie ihr sie auf den Bildern seht.

Für die Gestaltung habe ich mir für den Anfang das Pastellset der "Tombow Dual Brush Pens" gekauft, die ich unheimlich liebe und die ich auch durch Jasmin entdeckt habe. Am liebsten hätte ich alle davon, kann sie mir aber schlichtweg nicht leisten- sie müssen nach und nach einziehen. Dafür sind die Mildliner von Zebra eine schöne, günstige Alternative für den Anfang, um die Farbauswahl schon mal vorsorglich zu vergrößern. Ansonsten nutze ich an Gadgets noch diese niedlichen (leider echt schmutzigen) Mini Stempel von Dawanda und jede Menge Washi Tape, weil es einfach süchtig macht! :-D

Fazit:
Ich werde ganz sicher noch viele Ideen aus dem Buch ausprobieren, gerade mit Schriftarten und verschiedenen Trackern habe ich noch so meine Probleme, weshalb ich super gerne dazulernen und neues testen möchte. Das Buch hat mich trotz meiner hohen Erwartungen noch positiv überraschen können, weil es optisch so schön und informativ zugleich ist. Jasmin bleibt für mich die Bullet Journal Queen überhaupt und ich bin sehr froh, ihr Buch nun im Regal stehen zu haben. Absolute Kaufempfehlungen für alle, die Lust aufs Journaln haben! Toll gemacht, liebe Jasmin!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Herzdenker

David Arnold , Ulrich Thiele
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401603711
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Ich bin nach wie vor großer Fan von den Designs und Gestaltungsideen der Bücher des Arena Verlags. Alleine die dicken Papierseiten und die wunderschönen Cover machen diese Schätze zu etwas ganz besonderem. Auch dieses Buch hier ist äußerlich wieder wunderschön, passend zur Geschichte, und mit tollen Farbkombis gestaltet. Hier habe ich wirklich selten was zu meckern...

Darum geht's:
Es geht hier um so vieles. Es geht hier um Mad, ein starkes Mädchen, das für ihre kranke Oma sogar ihren furchtbaren Onkel erträgt. Es geht um Victor, der durch das Möbius Syndrom keine Mimik zeigen kann. Es geht um Baz, Nzuzu und Coco, drei weitere ganz besondere Herzdenker. Es passierte ein Mord, zu dem Baz als Mörder in Frage kommt, und wir blicken mit den Fünf gemeinsam zurück, was wirklich geschah. Es geht um Freundschaft, um das Leben, um die Liebe und das mit ganz viel Herz.

Idee/ Umsetzung:
Nach recht langer Zeit konnte ein Buch mich mal wieder sehr packen. Die Geschichte an sich ist so sehr spannend und originell aufgebaut. Wir begleiten Victor dabei, wie er eine ganz spezielle Bucket List "abarbeitet", wie zwei junge Menschen die Liebe finden, lernen wundervolle Menschen kennen und erfahren nach und nach, im Rückblick, wer tatsächlich der gesuchte Mörder in diesem Buch ist. Genau so bunt und durchmischt, wie diese Elemente klingen, so vielseitig und abwechslungsreich ist dieses Buch. Es ist eine tolle Dynamik der Geschichte spürbar, ich habe mich so gut wie nie gelangweilt und es herrscht eine sehr tolle Grundspannung und durch den Mord gar ein Hauch Dramatik vor.
Diese Geschichte lebt von seinen "Herzdenkern", fünf wundervolle Jugendliche, von denen ich jeden einzelnen ganz tief in mein Leserherz schließen konnte und vor allem die kleine Coco, Victor und Mad sind wirklich wunderbare Charaktere. Was wünscht sich ein(e) begeisterte(r) Leser/in mehr, als durch das Papier auf solch plastische, facettenreiche und wundervoll inspirierende Menschen zu treffen, die mit viel Herz und Verstand gute Laune machen, zum Denken anregen und einen ebenso überrascht wie erfüllt zurück lassen?

Ich kann diesem Buch nicht nur Unterhaltung abgewinnen, sondern viele, viele tolle Zitate, Lebensweisheiten und zu Tränen rührende Szenen. Allen voran natürlich diese besonderen Figuren, selbst viele der Nebencharaktere sind eigentlich eine eigene Geschichte wert und ich kann an den Autor nur ein riesiges Lob aussprechen, dass er die Gabe hat, solch zauberhafte Figuren zu erschaffen.
Insgesamt ist das Buch den Sticker "New York Times Bestseller" definitiv wert, hebt sich aus der Masse der Jugendliteratur durch einen spannenden Genre-Mix, besondere Figuren und eine tolle Atmosphäre und Spannung hervor.

Fazit:
Ich habe ein schönes Jugendbuch für zwischendurch erwartet, wurde aber positiv überrascht. Das hier ist nicht irgendein Jugendbuch, sondern eines, was sich von den vielen anderen "Liebes-Jugendbüchern" abhebt und dem Lesenden ganz viel geben kann. Wer mal wieder auf der Suche nach etwas besonderem, mit viel Herz und einer schönen Message ist, bei dem aber auch die Spannung nicht zu kurz kommt, ist hier genau richtig! Egal in welchem Alter, dieses Buch macht nachdenklich, gute Laune und insgesamt einfach wahninnig viel Spaß- eine große Empfehlung von mir!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Das Literatur-Buch


Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 26.09.2017
ISBN 9783831032884
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover/ Gestaltung:
Ich habe das Buch online beim Stöbern auf Verlagsseiten und Blogs gesehen und war erst mal natürlich angetan- Bücherwurm? Literatur-Buch? Passt! Noch dazu kam dieses wunderschöne Cover, was ich wirklich absolut gelungen finde. Hinter diesen dicken Nachschlageschmökern versteckt sich eine ganze Reihe von Wissensbüchern über verschiedene Wissenschaften, Geschichte, Religionen und und und. Übrigens habe ich durch die Bilder online den Eindruck bekommen, das Buch sei weiß- Fehlanzeige! Das Buch ist hellblau und mit der roten Schrift und den schönen Illustrationen innen und außen ein wahrer Hingucker im Regal!

Darum geht's:
Nach einer sehr schönen Einführung in die Welt der Literatur mit Definitionen und Wissenswertem bekommt man durch einen Zeitstrahl den Überblick, wie das Buch aufgebaut ist. Sortiert nach den literarischen Epochen und Strömungen hangeln wir uns von "Helden und Legenden" ab 3000 v. Chr. bis zur heutigen Zeit vor und dürfen dabei eine Auswahl von ca. 100 Klassikern der Literatur genießen. Meistens werden einige Werke auf drei bis vier Seiten etwas genauer vorgestellt und erklärt, die für die jeweilige Zeit stehen und den Zeitgeist verkörpern. Um aber möglichst viele Werke aufzunehmen, gibt es zu jeder Zeit auch noch "Weitere Werke", bei denen in einem Absatz kurz und knackig wiedergegeben wird, worum es geht.
Am Ende bekommt man durch Glossar und Register die Möglichkeit, immer mal wieder ein Werk nachzuschlagen oder sich über einzelne Begriffe schlau zu lesen.

Idee/Umsetzung:
Wie gesagt war ich schon ab dem ersten Blick ziemlich verliebt in dieses Buch. Schon als Kind habe ich es sehr gemocht, in einem Brockhaus oder Lexikon zu schmökern und das Gefühl zu haben, neues Wissen aufzusaugen. Dass dieses Exemplar nun auch noch auf Literatur bezogen ist, löste noch größere Begeisterung bei mir aus.
Ich bin von dem Aufbau des Buches, den ich oben beschrieben habe, sehr angetan. Alleine schon für den Überblick über die zeitliche Einordnung von Literatur und um diese mit der Weltgeschichte zu verknüpfen, ist dieses Buch super praktisch, wenn der Deutschunterricht aus der Oberstufe nicht mehr so präsent ist.

Zudem habe ich beim Schmökern sehr viele Werke gesehen, die ich höchstens vom Namen her schon mal gehört habe. Sobald ich einige der kurzen Inhaltsbeschreibungen gelesen habe, wollte ich sofort ein paar der Bücher auf meine Wunschliste setzen, da ich bis dato kaum wusste, worum es in diesem oder jenem Buch überhaupt geht. Deshalb kann ich das Buch im allgemeinen Literatur Fans ans Herz legen, die um Klassiker bisher einen Bogen gemacht haben oder vielleicht gerade beginnen wollen, sich an "hochtrabende" Literatur heranzuwagen.
Nicht nur die Beschreibungen der Werke sind auf den Punkt gebracht, die Interpretationen, Symbole, wunderschöne Zitate und Figuren werden zum Teil auch angerissen und in wunderschönen bunten Illustrationen veranschaulicht. Zudem gibt es zahlreiche Verweise auf Werke mit ähnlicher Thematik oder aus der gleichen Zeit, sodass man auch über die 100 angesprochenen Bücher hinaus einige Tipps bekommen kann.

Besonders schön empfand ich außerdem, dass der Zeitstrahl tatsächlich bis zu unserem Jahrhundert reicht und auch schon einige Bücher aus unserer Zeit als "Klassiker" mit aufgenommen wurden, denn die Literaturgeschichte geht nun mal gerade eben in diesem Moment weiter und wird sich immer weiterstrecken, das ist das faszinierende daran!

Fazit:
Ich mag dieses Buch unheimlich, weil es sehr farbenfroh und anschaulich die Klassiker jugend- und laienreif macht und mir total Lust gemacht hat, mich auch mehr an Klassiker heranzuwagen und mir eine Wunschliste an Klassikern "To read" anzulegen. Ein wirklich empfehlenswertes Überblicks Buch, das jeder Bücherliebhaber sich einmal anschauen sollte. Da mir auch der Aufbau dieser Reihe unheimlich gut gefällt, werde ich mich sicherlich noch weitere Themenbücher besorgen.

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55 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Das Psychologie-Buch


Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 01.09.2012
ISBN 9783831022090
Genre: Sachbücher

Rezension:

Cover:
Zur Optik brauche ich nicht mehr viel sagen. Mir gefällt das knallige Rot des Covers noch einen Ticken besser als das Blau vom "Literatur- Buch". Ansonsten sind wieder witzige und passende Symbole und Zitate aufgedruckt und die Reihe im Regal herrlich aufeinander abgestimmt. Welcher Bücherfan liebt es bitte nicht, so einen gut duftenden Schinken in den Händen zu halten, der viel wiegt und einen dabei auch noch schlauer macht? Ich finde es toll!

Darum geht's:
Um Psychologie- kurz gesagt. Wir begeben uns bis zum Anbeginn dieser Disziplin, als das ganz sich von der Philosophie abhob und 1879 in Leipzig das erste psychologische Forschungslabor eröffnete. Von da an lernen wir verschiedene prägende Persönlichkeiten kurz und knackig kennen, die verschiedenen Strömungen, die zum Teil sehr gegensätzliche und abstruse Theorien zu Tage brachten. Neben einer wirklich gelungenen prägnanten Darstellung der wichtigsten Ansätze gibt es auch immer ein bisschen was zur Forschung, aktuellen Themen und der Praxis. Für mich ein absolut gelungener Aufbau- sowohl für Schüler und Studenten zum Nachschlagen und Schnuppern, aber auch für Laien, um sich ein bisschen was anzulesen.

Idee/ Umsetzung:
Wie bereits erwähnt mag ich generell den Aufbau dieser Wissensbücher sehr, weil sie so schön bunt sind, neugierig machen und man ganz nebenbei in kurzer Zeit wichtige Einblicke in die verschiedensten Themen bekommen kann. Ich war ja schon mal heilfroh, dass man so ziemlich alle Forscher, Theoretiker und Strömungen bekannt vorkamen, was sehr beruhigend sein kann, wenn die Grundlagenfächer im Kopf schon sehr weit nach hinten gerückt sind. Die Unterkapitel behandeln die Psychologie-Entstehung, William James, den Behaviorismus, die Geschichte der Psychotherapie, Freud, Fromm, Rogers, die kognitive Psychologie, Miller, Broadbent, Tulving, Loftus, die Sozialpsychologie, Lewin, Zajonc, Milgram, die Entwicklungspsychologie, Bandura, die differenzielle Psychologie, Allport und Eysenck (nur falls ihr wissen mögt, ob euer Interessengebiet ausführlicher behandelt wird). Ich persönlich mag besonders das Kapitel der Psychotherapie und die verschiedenen Disziplinen, die auch so in den ersten Semestern in meinem Stundenplan auftauchten. Deshalb sind gerade diese perfekt, um einiges nochmal aufzufrischen oder ein paar neue Infos dazu zu gewinnen.
Die Bilder sind wirklich wieder sehr liebevoll und treffend ausgewählt und ich kann insgesamt wieder nicht meckern. Einzig eine Tatsache stört mich: Wenn ich erzähle, was ich studiere, gehen sehr viele Leute immer davon aus, dass ich später definitiv eine klassische Psychotherapeutin werde, die wie in klassischen Amerikanischen Serien in einem Sessel sitzen und den Leuten sehr viele Fragen stelle. Aber Psychologie ist mehr als Psychotherapie. Mit meinem Studium kann ich später in der Personalauswahl arbeiten, im Labor forschen, im Strafvollzug, am Gericht oder beim Jugendamt arbeiten. Und noch ganz viel mehr. Diese Infos haben die meisten Laien nicht, was absolut in Ordnung ist, aber ich hätte mir gewünscht, dass das Buch darauf noch stärker aufmerksam macht. Dass verschiedene Disziplinen angerissen werden, finde ich super und der klinische Bereich ist auch der, der mich schwerpunktmäßig interessiert, aber er ist nicht alleine "Die Psychologie"...
Ansonsten kann ich dieses Buch eigentlich bedenkenlos jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert, egal auf welchem Wissensstand man ist und aus welchen Gründen man sich schlau lesen möchte.

Fazit:
Für Schüler, für Studenten, für Oma und Opa, für Mama und Papa, für wissbegierige Freunde, als Geschenk. Ich kann diese Reihe wirklich sehr empfehlen, weil die 25€ pro Buch wirklich gut angelegt sind mit viel Inhalt, einer schönen Aufmachung und ganz vielen verschiedenen Themen. Sei es das Buch für den Filmjunkie, den Politikinteressierten, den Wissenschaftsbegeisterten oder oder oder...
Schaut euch die Bücher einfach mal an, ich glaube, hier ist für jeden etwas dabei!

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810 Bibliotheken, 19 Leser, 3 Gruppen, 179 Rezensionen

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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Dabei gab es ja sogar schon vor Erscheinung der deutschen Version große Debatten, weil der Verlag zwei Coverentwürfe präsentierte und die Leserinnen und Leser voten ließ, welche Ausgabe sie gerne kaufen möchten. Aufgrund des wohl recht knappen Ergebnisses für die hellblau-orange Version wurde dies zum Hauptcover, allerdings enthält die deutsche Erstausgabe ein Wendecover, bei dem man ebenso das lila-rote Cover ins Regal stellen kann- eine schöne Idee! Ich persönlich habe damals auch für die zweite Version gestimmt, da ich an die Regaloptik mit alle den roten Buchrücken denken musste. So bin also auch noch ich glücklich geworden. Zudem hat diese Ausgabe innen eine gedruckte Signatur und die LE- Nummer abgedruckt.

Darum geht's:
Aza besucht die High School und hat ein ziemlich normales Leben. Da sind ihre beste Freundin Daisy, Schulkumpel Mychal, ihre überfürsorgliche Mutter und ihr heiß geliebtes Auto. Und dann wären da noch die Gedanken, die in Azas Kopf unendliche Spiralen bilden und sie manchmal gar nicht loslassen. Dann muss Aza einfach über tötliche Krankheiten nachdenken, ihr Pflaster wechseln oder im Internet nach Studien googeln. Zudem ist in ihrer Heimatstadt der millionenschwere Davis Pickett spurlos verschwunden und aufgrund der dicken Belohnung, die auf Hinweise ausgesetzt wurde, begeben sich Aza und Daisy auf Spurensuche.

Idee/ Umsetzung:
Ich bin schon lange ein großer Fan von John Green, weil er ganz anders schreibt als so viele andere Autoren. Manchmal sucht man vergeblich einen roten Faden, eine Auflösung oder irgendwelche krassen Wendungen, denn der Autor weiß mit ganz besonderen Figuren, Lebensweisheiten und einer fantastischen Atmosphäre und Spannung zu überzeugen.
Diese Geschichte ist nochmal ganz anders als seine anderen Bücher. Zum einen, weil sein Schreibstil sich verändert hat, gereift ist und mich sehr in seinen Bann gezogen hat, aber auch, weil das Thema hier speziell ist.

Soweit ich gehört habe, leidet John Green ebenfalls an Störungen, die im Angst- und Zwangsbereich anzusiedeln sind, was die Geschichte nochmal ein ganzes Stück realitätsnaher und besonderer macht. Mich als Psychologiestudentin hat die Thematik natürlich auch nochmal zusätzlich angesprochen, also sehr viel Stoff, der hier verarbeitet wird.

Die Geschichte hat insgesamt eine recht ruhige Stimmung- wir lernen Aza und ihren Alltag kennen, erfahren von der Suche nach Pickett und es scheint erst mal diese Suche im Fokus der Geschichte zu stehen. Im Laufe des Buches wird allerdings Aza immer mehr als Mensch zur Haupthandlung, ihre Gedanken, Ängste und wie sie manchmal droht, die Kontrolle zu verlieren. Das heißt, das Störungsbild nimmt hier eine großen Teil der Geschichte ein, was ich unheimlich spannend finde, man aber vorher wissen sollte. Trotz der ernsten Thematik gibt es auch wieder genau die richtige Prise an trockenem Humor, wunderschönen philosophischen Sätzen und Metaphern zum Rausschreiben und eine ruhige, leichte Liebesgeschichte, die sich aber hier eher am Rand abspielt, was ich sehr angenehm empfunden habe.
Insgesamt kann man dieses Buch nicht sehr mit den anderen Werken des Autors vergleichen, finde ich. Es ist anders, etwas ernster, etwas ruhiger, aber keinesfalls schlechter. Mir vergingen die langen Zugfahrten damit wie im Fluge und ich war wirklich sehr enttäuscht, als es enden musste.

Charaktere:
Die Figuren machen hier die Geschichte absolut aus. Nicht nur, dass Aza so ein liebenswertes, besonderes und spannendes Mädchen mit unheimlich vielen Facetten ist, auch ihre beste Freundin Daisy war einfach der Brüller. Sie versprüht im Buch am meisten Lebensfreude, Verrücktheit und ist mit sehr witzigen Sprüchen und Aktionen dabei. Selbst die Nebencharaktere sind hier eigentlich alle eine Geschichte für sich wert- der Sohn von Pickett, Davis Junior, der kleine Noah oder auch Mychal, allesamt sind sie authentisch, neben einen wichtigen Platz in der Geschichte ein und machen Azas Welt rund und echt. Für mich sind John Greens Charaktere immer noch die besten, weil sie so herrlich unperfekt und realistisch gezcichnet sind.

Fazit:
Es ist immer ein gewisses Risiko dabei, dass ein Lieblingsautor einen mit seinem nächsten Buch enttäuschen könnte. Bei John Green mache ich mir dahingehend keinerlei Sorgen mehr, denn er ist und bleibt für mich DER Autor für wundervoll realitätsnahe, spannende und besondere Jugendromane.

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149 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Mirror, Mirror

Cara Delevingne , Anita Nirschl , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 05.10.2017
ISBN 9783596702343
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Cover:Optisch finde ich dieses Buch sehr genial, weil es genauso verrückt, bunt und anders aussieht, wie Cara Delevingne mir immer vorkommt, wenn ich sie auf zahlreichen Fotos und in Filmen sehe. Besonders schön finde ich, dass das Cover tiefgründiger ist und zur Geschichte passt, was man auf den ersten Blick gar nicht vermuten mag, weil man erst mal nur gelb sieht, aber nach der Geschichte kann man sich das Cover nochmal ansehen und ich dachte mir "Schön war's.".


Darum geht's:
In diesem Roman geht es um eine Freundschaftsclique im High School Alter, die eigentlich ganz unterschiedliche Typen miteinander vereint. Und so verschieden die vier Mädels und Jungs auch sein mögen, in ihrer Band "Mirror, mirror" harmonieren sie einfach wahnsinnig gut und haben in dieser Gruppe jeder für sich einen Rückzugsort und eine kleine Familie gefunden, mit der sie sich durch die komplizierte Zeit der Pubertät schlagen können. Sie sind sehr glücklich miteinander und erfolgreich mit ihrer Musik, bis eines Tages ihre Freundin Naomi verschwindet und nicht etwa für kurze Zeit, um den Kopf frei zu bekommen, sondern über Monate hinweg. Dieser Schicksalsschlag trifft die zurückgebliebenen Freunde sehr hart und sie geben die Suche nicht auf. Bis Naomi eines Tages doch gefunden wird und jeder sich fragt: Was ist mit dem Mädchen geschehen?

Idee/Umsetzung:
Ich lese eigentlich recht selten Bücher, die berühmte oder vermeintlich berühmte Leute publizieren, weil ich oft das Gefühl habe, sie schreiben die Bücher wegen des Geldes und nicht, weil sie wirklich was zu erzählen haben. So brauche ich nicht von jedem Hinz und Kunz ein Buch darüber, wie er oder sie abgenommen hat, seine Kindererziehung managet oder zu Hause kocht.

Dieses Buch hier ist anders. Schon alleine deshalb, weil es ein Roman und kein Sachbuch ist, weil es ein Jugendbuch für eine jüngere Zielgruppe ist und weil es- wie ich nun feststellen konnte- wirklich, wirklich toll ist. Ich bin bekennender Cara Delevingne - Fan, verfolge sie supergerne auf Instagram und in den anderen sozialen Netzwerken, weil sie einen immer wieder überraschen kann und sich für viele tolle Dinge engagiert und zum Umdenken in einigen Bereichen anregt. Dass ein Roman von Supermodel und Schauspielerin Cara erscheint, hätte ich dennoch nicht gedacht. Aber kommen wir nun einmal zum eigentlich Inhalt des Buches.

Ich bin ohne besonders hohe Erwartungen an die Geschichte dran gegangen und im Vorwort erzählt sie, dass sie diese Geschichte den jungen Menschen widmet, die bei der Selbstfindung sich selbst nicht unter den ganzen sozialen Normen, Vorbildern und Schönheitsidealen verlieren sollen, sondern lieber lernen, sich selbst zu akzeptieren und etwas zu bewegen. Diese Message ist meiner Meinung nach wunderbar in diese Jugendgeschichte eingeflochten. Dies ist einerseits ein Jugendbuch, das auch Klischees mit sich bringt und Aspekte von typischen Jugendbüchern hat, aber das Grundgerüst des Plots ist erstaunlich vielschichtig, spannend und kreativ gelungen.

Das Buch hat mich oft überraschen können, an Stellen wo ich dachte "Naja, das wird wieder einmal so ausgehen..." kam eine ganz andere Wendung daher und auch, wenn das nicht bedeuten soll, dass dies hier ein ganz heißer Spannungsroman ist, fand ich Schreibstil und Geschichte insgesamt wirklich gut gelungen. Mir ist natürlich bewusst, dass Cara Delevingne das nicht komplett alleine geschrieben hat, sondern, wie auf dem Cover vermerkt, ein gewisser Rowan Coleman beteiligt war, aber so oder so ist dieses Jugendbuch einfach genial geschrieben- berührend, überraschend, mit vielseitigen Figuren und einer schönen und rührenden Message im Hintergrund.
Ich habe schon von gelernten und geübten Autoren einiges gelesen, was mir deutlich schlechter gefallen hat und so kann ich hier tatsächlich nur den Hut ziehen, da mich das gesamte Werk in allen Bereichen positiv überraschen konnte.

Fazit:
Wer sich von euch den Klappentext durchliest und denkt, dass diese Geschichte etwas für ihn oder sie sein könnte, sollte gar nicht zögern. Ganz unabhängig davon, ob man Cara Delevingne nun mag oder nicht, ist dieses hier ein tolles, erfrischendes Jugendbuch in der Masse der Jugendbücher. Die Zielgruppe halte ich für richtig gewählt, wobei ich das ganze auch als All-Ager empfehlen würde, weil es mir ebenfalls sehr gefallen hat. Vor allem, wenn man nichts außergewöhnliches erwartet, gibt einem dieser Roman sehr viel und ich habe wirklich schöne Lesestunden mit ihm verbracht. Gerne werde ich mehr aus der Feder von Cara Delevingne lesen, denn ihre Message trifft den Zeitgeist und macht Mut für starke Menschen, die die Welt verändern können.

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252 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 22.08.2016
ISBN 9783446253131
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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69 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Ein Sommer auf gut Glück

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.04.2018
ISBN 9783570403570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover & Gestaltung:
Das Cover schreit Sommer, Sonne, Hunde und definitiv CBT! Inzwischen sind die Fotocover so gang und gebe und auch, wenn ich mich niemals vollkommen damit anfreunden werde, weil mir das einfach zu wenig aussagekraft hat und kaum kreativ ist, ist es in diesem Fall okay. Dieses Design passt zu den Morgan Matson Büchern sehr gut und zieht sich ja auch durch alle Bücher der Autorin. Ich war nur überrascht, dass das Cover plötzlich glänzend ist- wo ist meine Matte Oberfläche hin?! Ist das jetzt immer so, cbt?- ich bleibe gespannt. Das Originalcover finde ich dennoch peppiger...

Darum geht's:
Andies Sommer verspricht einfach klasse zu werden. Die Einserschülerin wird ihr Traumstudium der Medizin antreten und will sich in einem Sommerkurs schonmal prima vorbereiten. Doch es kommt alles anders, als ihr Vater, der in der Politik bisher große Erfolge feiern konnte, plötzlich in den Medien zerissen wird. Schwupps ist ihre Zusage von der Uni wieder weg und die Ferien scheinen sich in eine Katastrophe zu verwandeln- oder?

Idee & Umsetzung:
Ich habe schon ziemlich lange auf einen neuen Matson gewartet, weil die inzwischen einfach zu meinem Sommer gehören. Den Vorletzten (Vergiss den Sommer nicht) fand ich nicht ganz so toll, dafür konnte mich "Dreizehn Wünsche für einen Sommer" ziemlich begeistern.
Wenn wir ehrlich sind, bringen diese Bücher nicht wirklich vollkommen neue Themen auf den Tisch, der Ausgang der Geschichten ist meistens nicht besonders überraschend und eigentlich kann man sich oft den Klappentext sparen, weil es immer einen ähnlichen Plot gibt. Aber wieso liebe ich diese Bücher dann so?
Trotz der eigentlich ziemlich ausgelutschten Themen ziehen mich diese Geschichten Buch für Buch in ihren Bann und ich liebe es, am amerikanischen Sommer der Protagonistinnen teil zu haben und alle Klischees zu durchleben, die diese Welt zu bieten hat. Von dem süßen Summerboy, der ganz plötzlich auftaucht, bishin zu einer Misere, die am Schluss der Geschichte doch alles zum Guten wendet ist meistens alles dabei. Im Sommer und für eine luftig-leichte Lektüre a la "Balkonschmökerei" mag ich diese sorgenfreie Stimmung, dieses entspannte Weglesen von hier, sage und schreibe, bald 700 (!) Seiten.
Ganz so überspitzt, wie ich es dargestellt habe, sind die Matson Bücher tatsächlich nicht. Es gibt nämlich immer noch die ein oder andere Besonderheiten, süße Details und lustige Szenen, die den 0815 Plot mächtig auflockern und auch die ein oder andere Wendung herbeizaubern.

So unspektakulär meine Meinung hier klingen mag, ich bin tatsächlich nach wie vor begeistert von diesen Sommer Lektüren und kann sie jedem wärmstens empfehlen, der auf authentische Figuren und jede Menge amerikanische Sommerstimmung steht.
In dieser Geschichte spielen auch ein paar ernstere Themen mit rein, zum Beispiel das Leben von Andies Vater in der Öffentlichkeit und in den Medien, Andies Ängste und Sorgen bezüglich ihres Traumstudiums und der Zukunft. Der Aspekt mit dem Gassi gehen der Hunde fand ich übrigens auch super witzig und hat dem Buch definitiv Wiedererkennungswert verliehen. Die Liebesgeschichte war okay, mit persönlich geht das immer alles etwas zu schnell, die Stimmung ist ein bisschen zu rosarot und die Probleme lösen sich immer etwas plötzlich wieder in Luft auf. Dennoch unterhaltsam und wie gewohnt typisch matson-mäßig.

Fazit:
Jeder, der Morgan Matson kennt und liebt wird um dieses Buch sowieso nicht drum herum kommen. Fans werden definitiv nicht enttäuscht, auch, wenn niemals irgendein Sommerbuch an "Amy on the summer road" heranreichen wird. Dennoch darf sich dieses Buch erhobenen Hauptes in die Reihe der sommerlichen Matson Schmöker einreihen und hat mir herrlich unterhaltsame Lesestunden in der Mai Sonne beschert!

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188 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Before you go - Jeder letzte Tag mit dir

Clare Swatman , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734103698
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover:
Im Internet habe ich das Cover gesehen und fand es ganz hübsch, aber ziemlich 0815 und nichts besonderes. Als das Buch allerdings bei mir im Postkasten lag, war ich vollkommen hin und weg. Warum? Weil dieses Buch einen Perlmutt farbenen Schimmer trägt und die geprägten Buchstaben in Weinrot das ganze somit zu einem echten Schmuckstück machen. Für 9,99€ so eine wundervolle Aufmachung zu bekommen, finde ich spitze!

Darum geht's:
Hier geht es um etwas, was sich wohl so mancher von uns schon mal vorgestellt hat (ich mir zumindest schon häufiger). Man streitet mit jemandem- Freunden, den Eltern, dem Partner, der Partnerin- und direkt nach dem Streit denkt man sich "Und was wäre, wenn wir uns jetzt nie wiedersehen?". In diesem Moment bereut man solche kleinen Zankereien schon oftmals und in diesem Buch geht es genau um dieses Szenario. Zoe und Ed zoffen sich und bevor alles wieder gut werden kann, stirbt Ed plötzlich. Das ist wohl das Horror Szenario schlechthin. Doch durch eine schicksalhafte Begebenheit bekommt Zoe die Chance, Ed nochmal ganz neu kennen zu lernen und alles womöglich wieder gut zu machen. Doch was passiert an dem Tag, an dem Ed bei dem Unfall (nochmal?) ums Leben kommt...?

Idee/ Umsetzung:
Wie ihr oben bereits lesen konntet, war es diesmal (untypischerweise) kein Cover Kauf, denn der Klappentext hat mich enorm angesprochen. Die Idee ist zwar in einigen Versionen schon hier und da in Buch und Film schon aufgetaucht, aber trotzdem hatte ich mal wieder Lust auf so eine Liebesgeschichte mit dem gewissen Twist. Umso enttäuschter musste ich leider schon recht früh feststellen, dass ich mir das ganze etwas anders vorgestellt hatte.
Erst einmal kam ich mit dem Schreibstil nicht wirklich zurecht. Er war absolut nichts außergewöhnliches und an einigen Stellen furchtbar langatmig oder zu simpel, ohne, dass irgendeine Stimmung aufkam. Nach diesem emotionalen Klappentext habe ich mir sehr viel Gefühl, Atmosphäre und Spannung erhofft, einige Stellen waren auch "versucht", gefühlvoll rüber zu bringen, haben mich aber leider nicht so richtig erreicht.

Mit dem Stil hätte ich aber durchaus gut zurecht kommen können, wenn die Beziehung und Personen dieser Geschichte toll gewesen wären. Im Klappentext steht zwar, dass Zoe und Ed sich viel streiten, aber ich habe zwischen den beiden gar nichts außer Negativität spüren können. Dass nach einigen Jahren Ehe keine Frisch verliebt-Teenie Lovestory auf mich wartet, war mir klar, aber bei der Beschreibung habe ich mir etwas mehr Romantik und so eine schöne, spürbar liebevolle Teamplayer Ehe vorgestellt, die sich neu entfacht.
Leider war ich von Zoe ziemlich schnell und lange Zeit genervt, weil sie recht zickig rüberkam und Ed mir sehr oft sehr leid tat. Ed war in Ordnung, hat mich vor Facetten-Reichtum nicht umgehauen, aber war in Ordnung. Die anderen Figuren blieben leider auch recht flach, obwohl die ein oder andere Potenzial mitbrachte.
Das soll gar keine reine Mecker-Rezension werden...einige Stellen waren wirklich schön zu lesen, nur hätte ich mir mehr Passagen gewünscht, die ohne schnulzig zu wirken mein Herz erwärmen und mir das bieten, was ich mir von einem Liebesroman mit so spannendem Klappentext erhoffe. Wenn man eine Geschichte entwickelt, bei der die Gefühle und menschliche Kontakt im Vordergrund stehen, muss die Handlung nicht bahnbrechend actionreich und spektakulär sein, aber ich möchte, dass eins von beidem mich packt- sei es wegen der unbändigen Spannung oder den zu Tränen rührenden Gefühlen (und ich weine eigentlich echt schnell bei Büchern...)

Alles in allem bin ich doch recht enttäuscht, weil ich so gerne von dieser Geschichte schwärmen würde, dass ich es genauso toll fand, wie der Klappentext mich angefixt hat...aber einem kann nun mal nicht jedes Buch gefallen.

Fazit:
Ich und "Before you go" sind leider nicht richtig warm geworden, da ich mit der Beziehung zwischen Ed und Zoe nicht so viel anfangen konnte, mir die große Liebe fehlte und Schreibstil, sowie Handlung mich eher langweilten. Ich habe aber von einigen positiven Stimmen über dieses Buch gelesen, also wenn euch die Idee einfach viel zu gut gefällt, als dass ihr dieses Buch versäumen möchtet, dass lest mal in eine Probe rein oder schaut euch das Buch im Laden an. Meins war es nicht, aber wenn ihr das Buch gerne lesen wollt oder eine ganz andere Meinung dazu habt und es total geliebt habt, dann schreibt mir sehr gerne!

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Wovon du träumst

Kira Gembri
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arena, 06.11.2017
ISBN 9783401603230
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover:
Ich bin schon seit "Wenn du dich traust" ein riesiger Fan von der Gestaltung dieser Bücher. Jedes einzelne von Kira Gembris Büchern, das im Arena Verlag erschienen ist, hat eine ganz wundervolle, verspielte Gestaltung, zuckersüße Titel und noch dazu muss ich unbedingt anmerken, dass ich den Preis ganz unschlagbar finde. Bei den meisten Verlagen sind wir bei Hardcovern bei 20€ angekommen und obwohl dieses hier ebenfalls ein gebundenes Hardcover mit Schutzumschlag ist kostet es 15€- so viel bezahle ich meist für ein broschiertes Buch! Insgesamt einfach wunderschön und für den Geldbeutel absolut zu verschmerzen.

Darum geht's:
Wie immer in Kira Gembris Büchern geht es um zwei Protagonisten, über die man abwechselnd, Kapitel für Kapitel, liest. Diesmal sind es Emilia und Nick, die sich zufällig auf einer Studentenparty begegnen und am nächsten morgen gemeinsam den Putzdienst aufgebrummt bekommen. Eigentlich können die beiden sich so gar nicht leiden, weil Nick in Emilias Augen ziemlich eingebildet scheint und Emilia meistens nicht mal Nicks Fragen beantwortet, aber dennoch finden die beiden durch einige Zufälle zueinander. Eine wirklich warmherzige Geschichte, die perfekt in die kalte Jahreszeit passt.

Idee/ Umsetzung:
Ich mochte bisher jedes einzelne Buch dieser Autorin und obwohl man inzwischen nicht mehr überrascht ist, wie die Geschichte aufgebaut ist, habe ich auch das Lesen dieses neuen Jugendbuches wieder sehr genossen. Es gibt immer ein paar besondere Elemente in diesen Geschichten, durch die man neues lernen kann oder einen Denkanstoß bekommt. Hier ist es vor allem Emilias Taubheit, die die Geschichte sehr besonders macht. Ich bin mit diesem Thema noch kaum in Berührung gekommen und so war es sehr interessant zu lesen, wie es sich damit lebt. Mir war gar nicht klar, wie stark das Leben dadurch eingeschränkt wird, welche simplen Alltagssituationen vom Hören bestimmt sind und welche Sorgen und Ängste einen plagen können. Kira Gembri muss sich damit viel auseinandergesetzt haben, denn es ist alles sehr authentisch, informativ und spannend geschildert. Schon häufiger wurden Krankheiten oder ähnliches von der Autorin behandelt und es ist immer wieder schön, dass ihre Geschichten nicht 0815 werden, sondern gespickt sind mit besonderen Themen und Schicksalen.

Mit dem Schreibstil war ich ebenfalls vertraut und bin wieder fix in die Geschichte hineingekommen. Ich würde ihn als unkompliziert, locker und witzig beschreiben, genau das, was bei der Zielgruppe des Buches von Nöten ist, um die Leser bei Lauen zu halten.

Der Verlauf der Geschichte ist spannend, ich mochte die Kombination aus Emilias Taubheit und der großen Thematik Musik, weil das auf den ersten Blick nicht vereinbar scheint, aber hier so schön miteinander verwoben wurde. Die Umsetzung der Thematik ist wirklich gelungen und auch, wenn es kaum super überraschende Wendungen oder rasende Spannung gibt, so ist es durchweg unterhaltend und lässt sich schön und gemütlich lesen.

Nun noch ein paar Worte zu den Hauptfiguren. Emilia ist wie erwähnt taub, ist aber alles andere als eingeschränkt dadurch. Ich habe beim Lesen sehr bewundert, wie klasse sie damit lebt, da sie Lippenlesen sehr gut beherrscht, ihrem Umfeld teilweise sogar vorenthält, dass sie taub ist, und diese es nicht merken. Wir haben es hier mit einer starken Kämpferin zu tun, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, weil sie trotz ihrer Krankheit so schlagfertig ist und das Leben feiert, auch, wenn sie natürlich so gerne hören würde, alleine schon wegen ihrer großen Musik- Leidenschaft.

Nick fand ich am Anfang ehrlicherweise etwas langweilig, er kam wie der typische Bad Boy-Aufreißer- Typ rüber. Mit der Zeit wandelt auch er sich und man erfährt einiges aus seiner Vergangenheit, aber trotz allem wurde ich mit ihm nicht ganz so warm, konnte seine Gedanken oft nicht so nachvollziehen und war eindeutig Team Emilia. Vielleicht liegt es auch an der fehlenden Identifikation mit dem männlichen Geschlecht, aber Nick war nicht mein liebster Charakter. Dafür sind andere Nebenfiguren vom ersten Eindruck her sehr spannend gewesen, blieben aber meist etwas flach, da hätte man glaube ich noch einiges draus schöpfen können, weil die Autorin es total rauf hat, Figuren zu entwerfen.

Mit einigen Abstrichen ist dies nicht mein Lieblingsbuch von Frau Gembri, aber in jedem Fall wieder ein sehr gelungenes Jugendbuch, was super in die angegebene Zielgruppe passt und auch, wenn ich aus dieser leider raus bin, werde ich ihre Bücher weiterhin sehr gerne lesen! :-)

Fazit:
Wovon man bei diesem Buch träumen darf ist eine leichte Lektüre, die perfekt in die winterliche Jahreszeit passt und mit Witz, Charme und besonderen Themen überzeugen kann. Wer gerne über Musik und Jugendlieben liest, oder wissen möchte, was ein taubes Mädchen in Konzertsälen zu suchen hat und wieso Nick am liebsten sein Leben hinschmeißen würde, der sollte sich dieses Buch genauer anschauen und mit Emilia und Nick ein paar schöne Lesestunden verbringen.

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359 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

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Der Schwarze Thron - Die Königin

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531478
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover:
Schon vom ersten Band war ich optisch ziemlich überzeugt, weil er ebenso schlicht gehalten ist, wie das Originalcover (rechts) , aber dennoch seine besondere Note hat. Umso begeisterter bin ich nun von der Aufmachung, da die beiden Cover so ein wunderschönes Gesamtbild ergeben, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Ich liebe solche "Puzzlecover" bei Reihen und bis auf den Fakt, dass das Cover des schwarzen Throns weiß ist, finde ich die Coverwahl des Verlags klasse. Besonders schön sind die hervorgehobenen Elemente, wie Krone und Schrift.
Ich bin Fan! 

Darum geht's:

*SPOILERWARNUNG* Kann Informationen vom ersten Teil enthalten!!

Wie schon im ersten Band geht es weiterhin um den Kampf um den Thron, die Drillinge sollen ihre Schwestern töten, um selber zu überleben und den Thron zu besteigen. Trotz dieser Bestimmung sind Mirabella und Arsinoe bestrebt, es nicht soweit kommen zu lassen, dass sie ihr eigen Fleisch und Blut eigenhändig töten sollen. Allerdings hat die einst so schüchterne und schwache Katherine nun ihre ganze Kraft entfaltet und will um jeden Preis Königin von Fennbirn werden. Doch wer wird letztendlich tatsächlich den schwarzen Thron besteigen? 

Idee/Umsetzung:
Was zuerst ein bisschen nach "Game of Thrones" klingen mag, konnte mich schon im ersten Band mit seiner mystischen, dunklen Stimmung und genialen Grundidee total vom Hocker hauen. In einigen Rezensionen hatten einige Leser/innen Probleme, in die Geschichte hineinzukommen, ich war von Beginn an komplett gefangen in dieser besonderen Fantasy Welt und wollte gar nicht mehr hinaus. Bei einer solchen Begeisterung hat eine Fortsetzung es natürlich umso schwieriger, weshalb meine Erwartungen an den zweiten und letzten Band entsprechend hoch waren. Doch nach den ersten paar Seiten war ich wieder vollkommen gefangen und alle Zweifel wurden ausgeräumt- dieser zweite Band übertrifft den ersten sogar noch! Es wird noch spannender, überraschender und düsterer.

Ich mag Intrigen und geheimnisvolle Machenschaften im Setting von Königreichen ohnehin sehr gerne und bin momentan total fasziniert von jeglichen Geschichten am Königshof, wie es ja gerade vielen geht.
Im ersten Band mochte ich die abwechselnden Perspektiven der drei Schwestern und klar, es wurde sehr viel beschrieben und erzählt, damit man die Schwestern gut kennenlernen kann und weiß, für was die entsprechenden Clans stehen. Doch meiner Meinung nach war das nötig, um im folgenden so richtig loszulegen. Man konnte sich als Leser/in in gewisser Weise auch positionieren und mit den Schwestern mit fiebern, doch die wirkliche Action gibt es in diesem Band.
Die Ereignisse scheinen sich nur so zu überschlagen, der erste Band war im Gegensatz zu diesem hier "die Ruhe vor dem Sturm" und hier laufen wir von einem Duell ins nächste und man hat kaum Zeit um Luft zu holen. Trotzdem artet das ganze auch nicht in ein sinnloses Gemetzel oder ähnliches aus, sondern hat trotzdem einen roten Faden, ohne zu irgendeiner Zeit langweilig zu werden.
Insgesamt kann ich hier wirklich nur schwärmen, denn diese Fortsetzung übertrifft Band 1 um Längen. Die Autorin schafft es, mich vollkommen in ihre erschaffene Welt zu ziehen, eine konstante Spannung zu kreieren und vor meinem inneren Auge einen Film mit höchstem Unterhaltungswert ablaufen zu lassen, Hut ab!

Charaktere:
Zu den Charakteren gibt es auch nicht viel negatives zu sagen. Ich konnte in Band 1 jedem der Mädchen etwas abgewinnen und sie haben alle drei schön ausgearbeitete und facettenreiche Persönlichkeiten, die hier noch mehr zum Tragen kommen. Obwohl man die Mädchen bereits gut kennt (denn das war die Hauptaufgabe von Band 1), gibt es noch einige gut konstruierte Überraschungsmomente und die drei entwickeln sich im Laufe der heißen Phase des Kampfes sehr weiter. Ich kann gar nicht so genau sagen, wer hier mein Liebling ist, aber selbst die Nebencharaktere sind so besonders und individuell gezeichnet, dass ich fast alle Figuren hier lieb gewonnen habe und wünschte, selbst mal einen Tag in Fennbirn verbringen zu dürfen - aber bitte nicht in diesem Kampfszenario!

 Fazit:
Was soll ich noch sagen? Schon länger hat mich kein Buch mehr so in seinen Bann ziehen können, da ich trotz leichter Leseflaute einfach nicht aufhören konnte, dieses Buch zu verschlingen und man bei dieser Action kaum Luft holen kann. Ich möchte Fans von Geschichten in Königsländern, Intrigen und rasanter Spannung diese Dilogie unbedingt ans Herz legen. Zu Recht hat es diese Reihe im Ausland zu einem großen Hype gebracht und ich bin definitiv ebenfalls großer Fan und möchte gerne mehr von dieser talentierten Autorin lesen.

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1.543 Bibliotheken, 50 Leser, 0 Gruppen, 178 Rezensionen

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Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

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