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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, hercule poirot, detektiv, agatha, agathachristie

Die Morde des Herrn ABC

Agatha Christie , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Hercule Poirot wird mit einem Fall konfrontiert, der nicht mysteriöser sein könnte. Ein Serienkiller treibt sein Spiel mit ihm. Er fordert ihn mit Briefen heraus, in dem er den Detektiv mitteilt, wann er sein nächstes Opfer töten wird. Auch hat der Killer eine kleine Schwäche für das ABC, denn er ermordet seine Opfer in alphabetischer Reihenfolge. Doch Poirot ist ein cleverer Ermittler und braucht nicht lange, um hinter die Identität des Mörders zu kommen...

Meine Meinung

Dieser Fall verspricht Spannung bis zur letzten Seite. Agatha Christie treibt mit ihrem Verwirrspiel den Leser bis zur Weißglut. Trotz dem Wissen von Poirot, was er bis zum Schluss für sich behält und auch dem Leser erst am Ende mitgeteilt wird, verzweifelt der Leser ab und an mal. Besonders mit Captain Hastings leidet der Leser mit. Dieser ist zwar nicht blöd, aber seine Begriffsstutzigkeit ist schon ein bisschen amüsant und leicht störend. Doch diese Eigenschaft macht ihn auch sehr liebenswert.

Fazit

Ich fand die Geschichte sehr fesselnd. Für mich war es richtig aufregend hinter die Motive des Mörders zu gelangen. Poirot ist zwar ein kleiner Besserwisser, doch seine logischen Schlüsse, die er zieht, sind eine regelrechte Wohltat für einen verzweifelten Leser wie mich, der tief in dem Verwirrspiel der Autorin gefangen war. Erfrischend fand ich auch seinen Begleiter, Captain Hastings. Dieser Captain, der leicht begriffsstutzig daherkommt, obwohl er eigentlich gar nicht so dumm ist, bringt in die Geschichte die gewisse Würze. Für mich hatte die Geschichte alles, was eine Kriminalgeschichte haben sollte. Daher gebe ich dem Buch 5/5 Sternen.

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Tags: agathachristie, einfach lesenswert, fesselnd, hercule poirot, krimi   (5)
 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

familie, im regal, konventionen, england

Mansfield Park

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204078
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags:  
 

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(41)

85 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

jane austen, dienstboten, stolz und vorurteil, 19. jahrhundert, dienerschaft

Im Hause Longbourn

Jo Baker , Anne Rademacher
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.10.2016
ISBN 9783328100270
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt

Hier kommen die Angestellten des Hauses Longbourn zu Wort. Dabei kommt so die junge Sarah zu Wort. Diese plagt sich mit der Wäsche der Herrschaften ab und hilft im Haus, wo sie nur kann. Auch sie hofft, dass das Leben noch etwas besseres für sie bereit hat. Diese Hoffnung bekommt Aufwind, als der neue Butler, James, seinen Dienst im Hause antritt. Nicht nur Elizabeth und Mr. Darcy erleben ein regelrechtes Bad der Gefühle. Nein! Auch ein Liebesdrama hinter den Türen und Fenstern von Longbourn nimmt seinen Lauf...

Meine Meinung

Jo Baker lässt den Leser einen Blick hinter die Kulissen von "Stolz und Vorurteil" werfen. Dabei werden die dort behandelten Ereignisse aus der Sicht der Bediensteten berichtet. Gleichzeitig haucht sie aber diesen ihre eigenen Empfindungen und Träume ein. Mit ein bisschen Ironie und einer riesigen Portion Charme wird der Leser in  die Welt von Jane Austen hineingezogen.

Fazit

Ich fand das Buch lesenswert. Doch nichts geht über Jane Austen selbst. Deswegen war es für mich ein kleines Intermezzo für zwischendurch. Doch wer mal die Ereignisse aus "Stolz und Vorurteil" aus einer anderen Perspektive erleben will, dem kann ich das Buch nur wärmsten empfehlen. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne.

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Tags: amüsant, janeausten   (2)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, karibik, richard poole, humorvoll, spannend

Mord im Paradies

Robert Thorogood , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.02.2017
ISBN 9783499272752
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt 

In diesem Buch muss Detective Richard Poole den Mord an dem Guru Aslan aufklären. Doch nicht nur das beschäftigt ihn, sondern auch seine eigene Situation. Denn er kommt immer noch nicht darüber hinweg, dass er zwangsweise auf die karibische Insel versetzt worden ist. Zusätzlich muss er sich mit wenig hilfreichen Zeugen herumschlagen. Doch er wittert eine Spur, der er ohne Umwege nachgeht...

Meine Meinung

Robert Thorogood erzählt mit viel Witz einen Krimi der besonderen Art. Er lässt dabei nicht nur Poole selbst, sondern auch die Polizisten um ihn herum ab und an in ein Fettnäpchen treten. Ab und an fühlt man mit Poole mit, wenn er mal wieder in ein tiefes schwarzes Loch verfällt und sich nach der britischen Heimat sehnt. Trotz all der lustigen Geschehnisse kommt die Spannung nicht zu kurz.

Fazit

Ich fand den Krimi absolut ein Erlebnis. Er ist nichts für schwache Nerven. Gleichzeitig aber regt er die Lachmuskeln an. Die Geschichte reiht sich in die lange Liste der klassischen englischen Kriminalbücher ein. Hier kommen auch alle Fans von Agatha Christie auf ihre Kosten.  Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne.

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Tags: humorvoll, krimi, nervenkitzel, spannend   (4)
 

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135 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

indianer, abenteuer, wilder westen, karl may, winnetou

Winnetou I

Karl May , Lothar Schmid , Hans Wollschläger
Fester Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.01.1992
ISBN 9783780200075
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: abenteuer, apachen, indiander, karl may   (4)
 

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(27)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

spannend bis zum ende, megaspanned;, fesselnd, krimi, di helen grace

D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt

M. J. Arlidge , Karen Witthuhn , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 11.03.2016
ISBN 9783499272042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt
Helen Grace wird in Southampton mit einer blutigen Mordserie konfrontiert. Jedes Mal wird an dem Tatort nicht nur eine Leiche vorgefunden, sondern auch eine bleiche, angsterfüllte Person. Diese Person scheint überlebt zu haben, doch auch eine Täterschaft scheint dabei nicht ausgeschlossen zu sein. Helen steht vor einem unlösbaren Rätsel: Zwischen den Opfern ergibt sich kein Zusammenhang. Sie sucht verzweifelt das Motiv. Und am Ende gelangt sie zu einer Erkenntnis, die sie wahrscheinlich nicht finden wollte...


Meine Meinung
M. J. Arlidge gelingt es - auf plastische Weise - die bedrängende Situation der Opfer vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Schnell solidarisiert sich der Leser mit dem Überlebenden, denn er ist ja schließlich auch nur ein Opfer in einem kranken Spiel des eigentlichen Täters. Auch die Figur der Polizistin Helen Grace löst eine Sympathiewelle beim Leser aus. Sie ist das Pedant zu einem Helden wie Inspector Lewis. Doch nicht nur dessen Gedankenspiele kann sie vollziehen, nein, sie ist taffer und brescht auch ohne Vorbehalte einfach drauf los.

Fazit
Ich fand den Krimi richtig gut. Die Geschichte war mitreißend, hatte Nervenkitzel bis zur letzten Seite. Es ist ein gelungener Auftakt für eine Reihe. Besonders angetan war ich von der Ermittlerin. Helen Grace ist nämlich nicht die typische Heldin - wie man dies erwartet hätte. Nein, sie ist eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, die auch mal aus ihrer Haut fahren kann und nicht dem typischen Mainstream-Klischee entspricht. Ich kann daher nur sagen, wer mal wieder einen echten Krimischocker lesen möchte, greift einfach zu diesem hier. Ich gebe dem Buch 5/5 Sternen.

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Tags: fesselnd, krimi, spannend bis zum ende   (3)
 

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676 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

fantasy, bibliothek, bücher, die unsichtbare bibliothek, genevieve cogman

Die unsichtbare Bibliothek

Genevieve Cogman ,
Flexibler Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404207862
Genre: Fantasy

Rezension:

Autor: Genevieve Cogman
Übersetzer: Arno Hoven
Seiten: 432
Verlag: Bastei-Lübbe
ISBN: 978-3-404-20786-2


Inhalt

Irene Winters ist Bibliothekarin. Eine von der ganz besonderen Sorte. Sie beschafft nämlich für "die unsichtbare Bibliothek"  einzigarte Bücher. Auch dieses Mal muss sie etwas außergewöhnliches finden. Nämlich: eine seltene Version von den Grimm´schen Märchen. Doch dies ist gar nicht so leicht. Denn auch andere - zwielichtige - Gestalten zeigen großes Interesse an diesem Werk, was Irene tatsächlich in Lebensgefahr bringt...



Meine Meinung

Genevieve Cogman schafft es mit Bravour den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Dabei taucht der Leser sofort in eine Welt voller Magie und Fantasie ein. So wie man es auch tollen Büchern nun mal kennt. besonders die Hauptfigur Irene ist bemerkenswert. Sie ist stark, heldenhaft, aber auch sehr zerbrechlich und sensibel. Sie hat also alles, was eine Heldin braucht.

Fazit

Ich fand die Geschichte sehr lesenswert. Die verschiedenen Welten, in die Irene als Bibliothekarin im Außendienst gehen musste, waren echt fantastisch. Doch an manchen Stellen war es nicht leicht der Story zu folgen. Trotz alledem ist es ein gelungener Auftakt für eine Trilogie. Wer auch Spass an Büchern, fantastische Welten und magische Wesen hat, dann ist dieses Werk auf jeden Fall etwas für ihn. Ich gebe dem Buch 4/5 Schnecken.

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Tags: amüsant, bücher, fantasie   (3)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

historischer roman, intrigen, heyneverlag, dufthandel, zarentum

Die Dufthändlerin

Jutta Oltmanns
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453471320
Genre: Historische Romane

Rezension:



Autor: Jutta Oltmanns
Seiten: 512
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-47132-0

Inhalt

Josefine ist die Tochter eines in Leer ansässigen Apothekers. Dort innerhalb der Räume der Apotheke kann sie ihrer Leidenschaft frönen: dem Mischen von exquisiten Düften. Diese Gabe bringt ihr sogar eine Einladung des russischen Zaren Peter dem Großen ein. Dieser bittet sie darum, einen außergewöhnlichen Duft zu kreieren, der der Zarin wieder zu neuem Lebensmut verhilft. Daher reist Josefine nach Russland an den St. Petersburger Hof und gerät alsbald in die Fänge einer Intrige, die ihr das Leben kosten könnte...

Meine Meinung

Jutta Oltmanns Roman ist eine Hommage an das russische Zarenreich unter Peter dem Großen. Sie skizziert das ruhlose Treiben am Petersburger Hof minutiös und lässt es vor dem inneren Auge des Lesers eindrucksvoll zum Leben erwecken. Die Figur der Josefine, durch die Leser alles wahrnimmt, ist ein bezauberndes und manchmal sogar ein zu naives Wesen, was für das Buch aber keinen Nachteil darstellt.

Fazit

Für mich war die Geschichte eine kleine zauberhafte Reiselektüre durch das nördliche Deutschland bis zum zaristischen Hof. Doch die seitenlange detaillierte Beschreibung der Entstehung eines neuen Duftes machten es mir schwer, die Geschichte zu genießen. Es nahm sogar manchmal die Züge an, dass ich das Buch beiseite legen musste, um mich dann von Neuem daran zu wagen. Also wer gerne mal sich wie ein Duftmischer fühlen möchte und auch ein bisschen Historie schnuppern will, sollte das Buch auf jeden Fall in die Hand nehmen. Ich gebe, wegen den kleinen Abstrichen, dem Buch 3/5 Schnecken.

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Tags: historischer roman, welt der düfte, zarentum   (3)
 

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

klassiker, charles dickens, oliver twist, london, dieb

Oliver Twist

Charles Dickens , Gustav Meyrink
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.01.2012
ISBN 9783866477735
Genre: Klassiker

Rezension:

Autor: Charles Dickens
Übersetzer: Gustav Meyrink
Seiten: 415
Verlag: Anaconda
ISBN: 978-3-86647-773-5

Inhalt

Der Roman beschreibt die Lebensgeschichte des Waisenjunge Oliver Twist. Dieser muss sich schon in jungen Jahren in der Welt behaupten. Er flüchtet aus dem Armenhaus und geht nach London. Dort gerät er in die Fänge des sowohl schmierigen als auch skrupellosen Hehlers Fagin. Dieser möchte Oliver in den Sumpf des Verbrechens hineinziehen. Ein Lichtschimmer in dieser grausamen Welt scheint für den jungen Oliver die Bekanntschaft mit Mr. Brownlow zu sein...

Meine Meinung

Charles Dickens ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Wie auch in seinen anderen Werken steht auch hier eine Figur aus der untersten Gesellschaftsschicht Englands im Vordergrund. Dabei besticht "Oliver Twist" durch viel skurrile Komik und zaubert dem Leser ab und zu ein kleines Lächeln auf das Gesicht. Gleichzeitig hält die Geschichte der englischen Gesellschaft einen Spiegel vor: Der Leiter des Armenhauses verliert am Ende - nach dem Herauskommen seiner dunklen Machenschaften - seine Stellung und landet somit selbst im Armenhaus. Fagin wird angeklagt und muss mit seiner Hinrichtung rechnen.

Fazit

Für mich ist Charles Dickens mit recht einer der herausragenden Autoren der englischen Literatur. "Oliver Twist" ist eine Geschichte der Gegensätze. Einmal befindet sich der Leser im tiefsten Moloch des Verbrechens, ein anderes Mal in der nobelsten Gegend Londons. Und mittendrin ist natürlich Oliver, der versucht das Richtige in jeder Situation zu tun. Dies macht für mich den besonderen Reiz der Geschichte aus. Beim Lesen konnte ich mich nicht Sattsehen. Somit kann ich dem Roman nur 5/5 Sterne geben.

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Tags: amüsant, charles dickens, einfach lesenswert, ist wirklich zu empfehlen., klassiker   (5)
 

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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

elizabeth fremantle, england, im schatten der königin, intrigen, tudors

Im Schatten der Königin

Elizabeth Fremantle , Sabine Herting
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 09.05.2016
ISBN 9783570101780
Genre: Historische Romane

Rezension:

Autor: Elizabeth Fremantle
Übersetzer: Sabine Herting
Seiten: 479
Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3-570-10178-0

Inhalt

In diesem Roman wird die Geschichte der Grey-Schwestern beleuchtet. Wegen ihrer sehr engen Verwandtschaft zum englischen Königshaus Tudor geraten die drei - Jane, Catherine und Mary - in das Mühlenwerk der Macht. Nachdem Jane Grey durch ihre Cousine Mary I. beseitigt worden war, gelangen ihre Schwestern Catherine und Mary in den Dunstkreis der Königin. die beiden müssen - jeweils getrennt von einander -  ein Dasein im Schatten der Mächtigen fristen. Ihr Leben ist von Abgeschiedenheit, ständiger Kontrolle und Gefangenschaft geprägt...
Meine Meinung Elizabeth Fremantle gelingt es eindrucksvoll, vor den Augen des Lesers, die Zeit Englands unter der Herrschaft der Tudors lebendig werden zu lassen. Sie entführt ihn in die Jahre der Regentschaft von Mary I., die sich durch ihre Cousinnen - der Grey-Schwestern - immens bedroht fühlt. Denn diese sind wie sie selbst von königlichem Geblüt. Das unbeschwerte Leben dieser beiden Schwestern nimmt mit der Hinrichtung ihrer Schwester Jane ein jähes Ende. Von da an wird jeder Schritt der beiden mit Adleraugen überwacht.

Fazit

Ich fand die Geschichte der Grey-Schwestern zugleich faszinierend und sehr lesenswert. Die Geschichte Englands - besonders unter der Herrschaft der Tudors - interessierte mich schon immer. Deswegen war dieser Roman natürlich ein absolutes Muss für mich. Die Erzählung der Ereignisse aus einer anderen Perspektive - in diesem Fall der Grey-Schwestern - war mal etwas neues und sehr erfrischend. Doch die Alias-Bezeichnung mancher historischen Personen empfand ich beim Lesen manchmal verwirrend. Trotz alledem gebe ich dem Roman 4/5 Sterne.

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Tags: englische geschichte, lady jane grey, lesenswert interessant, mary grey, tudorzeit   (5)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

idyllisch, virginia wool, amüsant

Orlando. Eine Biographie. Roman (Neuübersetzung)

Virginia Woolf , Marion Herbert
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783730601631
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt Orlando ist ein junger Adliger, der im 16. Jahrhundert am Hofe von Elisabeth I. sein Dasein fristet. Dies änderte sich aber bald. Sein Lebensweg führte ihn als Botschafter nach Konstantinopel. Dort macht er eine Wandlung durch. Nach einem mehrtägigen Schlaf wacht er als Frau wieder auf. Diese Verwandlung bringen für sie nun erhebliche Konflikte mit sich. Zurück in England muss sie um ihre Anerkennung als Frau und ihre Güter kämpfen...

Meine Meinung

Virginia Woolf ist mit ihrer Lebensgeschichte über eine Person, die eigentlich als Mann geboren und schlussendlich durch eine unerklärte Verwandlung zu Frau geworden ist, eine heitere und amüsante Lektüre gelungen. Gleichzeitig steckt viel kritisches in der Erzählung. Denn die Autorin hinterfragt mit den zentralen Ereignis der Verwandlung Orlandos zu einer Frau sowohl die Rollen von Mann und Frau als auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

Fazit

Ich fand die Erzählung lesenswert und ein netter Zeitvertreib an einem regnerisches Wochenende. Zeitweilig war die Geschichte durch die langen Monologe über Wetter und die Umgangsformen der jeweiligen Epoche, in der sich Orlando nun befand, sehr ermüdend und erdrückend. Deswegen gebe ich dem Roman 3/5 Sterne.

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Tags: amüsant, idyllisch, virginia wool   (3)
 

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hercule poirot, detektiv, schauspieler, makaber, agatha christie

13 bei Tisch

Agatha Christie , Giovanni Bandini
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 15.07.2015
ISBN 9783455650297
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Agatha Christie
Übersetzer: Giovanni und Ditte Bandini
Seiten: 283
Verlag: Alantik
ISBN: 978-3-455-65029-7

Inhalt

Hercule Poirot soll im Auftrag der berühmten Schauspielerin Jane Wilkinson deren Gatten zur Scheidung überreden. Der Nochgatte in spe ist darüber ziemlich überrascht, den er habe schon längst seine Zustimmung dafür gegeben. Auch Poirot ist sehr erstaunt. Plötzlich wird der Gatte der Schauspielerin ermordet. Nun ist Poirots feines Gespür gefragt...

Meine Meinung

Agatha Christie ist mit diesem Krimi wieder eine spannende Geschichte gelungen. Doch diesmal hat sie es zu gut mit ihren Lesern gemeint. An manchen Stellen ist die Verwirrung riesig. Was von der Autorin bestimmt beabsichtigt war. Doch für den Leser ist eine reine Tortur, hinter die Fassade zu schauen. Natürlich macht auch bei diesem Fall Hercule Poirot eine gute Figur. Er wird zwar erst einmal auf die Schippe genommen, doch davon lässt er sich wie es seiner Natur entspricht, nicht aus der Ruhe bringen.

Fazit

Ich fand den Krimi diesmal nicht nur spannend, sondern auch teilweise amüsant. Hercule Poirot hat für mich den Fall mit Bravour gemeistert. Jede Figur hat seine ihr zugedachten Funktion fabelhaft erfüllt. Doch es war auch für mich an manchen Passagen nicht leicht, die Verwirrungsspiele zu durchschauen. Aber im großen und ganzen war die Geschichte lesenswert. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne.

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Tags: agatha christie, hercule poirot, makaber   (3)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

hercule poirot, agatha christie, tod auf dem nil, krimi, spannend

Der Tod auf dem Nil

Agatha Christie , Pieke Biermann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650020
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt Eigentlich wollte sich Hercule Poirot einen erholsamen Urlaub gönnen. Dafür hatte er sich eine Kreuzfahrt auf dem Nil ausgeguckt. Doch ein entspannter Urlaub wurde es dann nicht. Denn plötzlich geschieht nicht nur ein Mord, sondern gleich drei Morde. Nun ist der ganze Spürsinn des Detektivs gefragt. Er muss sich auf die Jagd des Täters begeben...

Meine Meinung

Agatha Christie ist zurecht die Meisterin des Kriminalromans. Mit diesem abenteuerlustigen Roman gelingt es ihr dem Leser sowohl eine spannende als auch humorvolle Geschichte zu erzählen. Zugleich taucht der Leser neben den verschiedenen gestrickten Handlungssträngen auch die Vergangenheit Ägyptens ein, die sich durch die Besichtigungen der Protagonisten während der Nilfahrt ergeben.

Fazit

Ich fand die Geschichte sehr lesenswert. Jede der Protagonisten hat während der Erzählung eine bestimmte Aufgabe. Besonders gut war, dass Hercule Poirot nicht so im Vordergrund stand, sondern auch mal die anderen Figuren in den Lichtstrahl treten konnten. Daher kann ich jedem Krimifan dieses Werk ans Herz legen und gebe diesem 5/5 Sterne.

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Tags: agatha christie, amüsant, hercule poirot, spannend   (4)
 

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94 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

england, tudor, philippa gregory, rosenkrieg, einfühlsa

Der Thron der roten Königin

Philippa Gregory , Elvira Willems , Astrid Becker ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499256721
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt In dieser Geschichte geht es um Margaret Beaufort, die als 12-Jährige mit dem Halbbruder des englischen Königs Henry VI., Edmund Tudor verheiratet wird. Margaret ist eine sehr gläubige Christin, die Visionen erhält, die ihr weissagen, dass einmal ihr Sohn der neue König von England werde. Dieses Ziel verfolgt sie nach der Geburt ihres Sohnes vehement. Ihre Begründung dafür sind nicht nur ihre von Gott gegebenen Visionen, sondern auch ihre familiären Verbindungen. Denn sie stammt in direkter Linie von Edward III. ab. Somit ist eine Prinzessin aus dem Hause Lancaster. Doch sie muss sehr lange auf die Thronbesteigung ihres Sohnes Henry warten...

Meine Meinung

Philippa Gregory versteht es meisterlich, dem Leser die Lebensgeschichte der Mutter vom späteren englischen König Henry VII. Tudor lebhaft näher zu bringen. Die familiären Verstrickungen von Margaret machen deutlich, wie stark ihr eigenes Los mit dem Los von England verknüpft ist. Sie zeichnet ein Bild von einer jungen Frau, die alles daran setzt, ihr von Gott gegebenen Auftrag zu erfüllen.

Fazit

Ich fand die Geschichte sehr lesenswert und leicht verständlich. Nach den ersten zwei Kapiteln war ich fasziniert von dieser schillernden Persönlichkeit. Margaret Beaufort ist ein Vorbild für all die Frauen, die sich in einer männerdominierenden Welt behaupten müssen. Daher gebe ich dem Roman 5/5 Sterne.

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Tags: einfühlsa, england; warringham; henry vii; rosenkriege; tudor; lancaster; york; mittelalter;, fesselnd, lesenswert, philippa gregory   (5)
 

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jane austen, liebe, klassiker, heirat, schwestern

Verstand und Gefühl

Jane Austen , Christian Grawe , Ursula Grawe , Christian Grawe
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 10.02.2016
ISBN 9783150204092
Genre: Klassiker

Rezension:

InhaltIn dem Roman geht es um zwei Schwestern - Elinor und Marianne - die ihren Weg in der Gesellschaft suchen. Elinor, die ältere von beiden, verlässt sich sowohl bei der Wahl ihres Lebensweges als auch bei der Suche des passenden Ehekandidaten auf ihren Verstand. Marianne hingegen ist eher der emotionale Typ und lässt sich stets von ihren Gefühlen übermannen. Diese zwei unterschiedlichen Frauen müssen allerlei Turbulenzen in Kauf nehmen, ehe sie ihr Happyend bekommen...

 

Meine Meinung

Jane Austen verwickelt ihre zwei Hauptfiguren auf amüsante Weise in turbulenze Romanzen und macht dabei vor den typischen Klischees - wie Dreierbeziehung etc. - nicht halt. Sie setzt auf Humor und Leichtigkeit in ihrer Geschichte, was zum flüssigen Lesefluss beiträgt. Elinor und Marianne grenzen sich durch ihre Haltungen   von den restlichen Protagonisten ab und zeigen ein deutliches Bild der ländlichen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. 

 

Fazit 

Ich fand die Geschichte zwar extrem unterhaltsam, aber manchmal an verschiedenen Stellen sehr klischeehaft. Obwohl ich ein bekennender Jane Austen - Fan bin, war diese Erzählung nicht so mein Fall. Trotz alledem gebe ich dem Roman 4/5 Sterne.   

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Tags: amüsant, englischer klassiker, jane austen   (3)
 

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schweden, krimi, sandhamn, stockholm, mord

Tödlicher Mittsommer

Viveca Sten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.05.2010
ISBN 9783462040739
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Autor: Viveca Sten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Seiten: 377
ISBN: 978-3-462-04079-9

"Das Fischernetz enthielt zwei nackte Füße. An beiden fehlten mehrere Zehen. Kahle Beinknochen ragten aus dem heraus, was von der verschrumpelten, grünlichen Haut noch übrig war."


Inhalt

Wir befinden uns im beschaulichen Schweden, genauer gesagt auf der Insel Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Hier muss Kommissar Thomas Andreasson sich mit zwei kurz nacheinander aufgefundenen Leichen befassen, wobei die Aufklärung anfangs kompliziert zu sein scheint.

Bei dem ersten Opfer, einer männlichen Leiche, die in einem Fischernetz verfangen am Weststrande der Insel angespült wird, geht die Polizei von einem Unfall aus. Doch mit dem Fund einer zweiten Leiche kommt Bewegung in den Fall. Die Bewohner der Insel befürchten das Schlimmste, denn dem Urlaubsparadies, das vom sommerlichen Tourismus abhängig ist, droht ein gewaltiger Imageschaden. Somit glaubt Thomas auch nicht mehr an zufällige Unfälle, sondern an eine Mordserie.

Meine Meinung

Ich war begeistert von diesem ersten Fall des schwedischen Kommissars Thomas Andreasson. Zwar beginnt die Geschichte schleppend, doch nach den ersten Kapiteln nimmt die Erzählung Fahrt auf. Auch fand ich es richtig gut, dass der Leser etwas über den Kommissar und seine Schicksalsschläge erfährt, mit denen er zu kämpfen hat. Dies macht ihn zu einer Person aus der Mitte der Gesellschaft.

Viveca Sten versteht es den Leser in diese traumhafte Idylle der Mittsommernächte zu entführen. Die Mischung aus schwedischer Leichtigkeit macht schlussendlich die Faszination des Krimis aus. Im Leser selbst wird das Verlangen geweckt, auch einmal den Sommer in Sandhamn verbringen zu können.

Fazit

Der Krimi ist ein Lesegenuss und macht Lust auf mehr. Es ist ein gelungener Auftakt einer Krimireihe um Thomas Andreasson. Somit gebe ich dem Buch 5/5 von Schnecken.

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Tags: idyllisch, schwedenkrimi, spannend   (3)
 

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76 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

england, rosenkriege, 1465-1485, historischer roman, machtkampf

Dornenschwestern

Philippa Gregory , Elvira Willems , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783499267123
Genre: Historische Romane

Rezension:

Autor: Philippa Gregory
Übersetzer: Elvira Willems
Seiten: 560
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-26712-3


Inhalt

Der Roman handelt von den zwei Töchtern des Earl of Warwick, dem "Königsmacher". Dabei rückt seine jüngste Tochter - Anne - immer mehr in den Vordergrund. Sie versucht nach dessen Tod ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. So ehelicht sie Richard York, den jüngeren Bruder des englischen Königs Eduard IV. Ihr Leben am Hof ist aber nicht, das was sie sich vorgestellt hatte. Sie wird immer tiefer in die Hofintrigen hineingezogen. Und auch ihr Neid und ihr Hass auf Elizabeth Woodville - die englische Königin - tragen nicht gerade zu einem unbeschwerten Leben am Hofe bei. Trotz alledem meint es das Schicksal aber gut mit ihr. Im Jahre 1483 wird sie an der Seite ihres Gatten zur Königin von England gekrönt. Doch auch in dieser Phase ihres Leben muss sich Anne mit ihrer Feindin herumschlagen. Schlussendlich gerät sie an einen Abgrund, der nichts Gutes verheißt...

Meine Meinung

Philippa Gregory versteht es, dem Leser die Zeit der Rosenkriege lebendig vor Augen zu führen. In ihrem vierten Teil der Reihe gelingt es ihr auf einfühlsame Weise, der Figur der Anne Neville eine eigene Stimme zu geben. Den Reiz dieser Figur machen dabei zwei Aspekte aus: Zum einen bringt sie nach einer langen Odyssee den Willen auf, ihren Weg zu finden und sich aus den Fängen des übermächtigen Vaters zu befreien. Zum anderen nimmt sie der Neid und der Hass auf die angebliche Hexe Elizabeth Woodville, die den englischen König in ihren Bann gezogen haben soll, immer mehr in Beschlag und verleitet sie zu ihren späteren Taten.

Fazit

Ich fand die Geschichte um die Töchter des "Königsmacher" sehr lesenswert. Besonders die Erzählperspektive, nämlich aus Anne Nevilles Sicht, war für mich ein echter Lesegenuss. Doch bin ich nicht ganz glücklich mit der Darstellung der Elizabeth Woodville als Hexe, auch wenn dies zu der Auffassung der Anne Neville passt und deren Taten rechtfertigen soll. Daher gebe ich dem Roman 4/5 Sterne. 

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Tags: faszinierend, philippa gregory, rosenkriege   (3)
 

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tragödie, griechenland

Der gefesselte Prometheus /Die Schutzsuchenden

Aischylos , Walther Kraus , ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1999
ISBN 9783150009888
Genre: Sachbücher

Rezension:

Titel: "Der gefesselte Prometheus"
Autor: Aischylos
Verlag: Reclam
Übersetzer: Walther Kraus

Inhalt
Das griechische Meisterwerk zeigt den sich immer weiter zuspitzenden Konflikt zwischen Zeus – dem neuen Herrscher über die Götter – und dem Titanen Prometheus. Im Laufe dieses Konfliktes wurde Prometheus, nach seinem Verrat, an einen Felsen geschmiedet. Dort wartet er nun auf seine Befreiung. Diese Warterei wird ihm durch die Besuche seiner Vertrauten – wie dem Titanen Okeanos – versüßt. Diese versuchen ihn dazu zu bewegen, seine Trotzhaltung gegenüber Zeus abzulegen. Doch Prometheus beharrt auf seinem Standpunkt und bleibt seinen Prinzipien treu.

Der Menschenretter
Nachdem Prometheus Zeus im Kampf gegen die anderen Titanen geholfen hatte, war er bei diesem sehr angesehen. Doch dies änderte sich. Denn Zeus hatte die Absicht, die Menschen auszulöschen. Diesen Plan vereitelte Prometheus. Er stellte sich schützend vor die Menschen. Dafür musste er die Konsequenz tragen. Er wurde zu einem Leben in völliger Einsamkeit verbannt. Dies erfährt der Leser durch die eigenen Erzählungen des Titanen. Die Tatsache, dass er sich für jemand anderen opfert, macht ihn zu einem Helden. Aber auch zu einem tragischen Helden. Denn er muss nun sein Dasein an einen Felsen gekettet fristen. Darüber hinaus gibt es keinen Ausweg. Prometheus ist sich seiner Situation bewusst und nimmt diese an. Aber warum, fragt sich der Leser? Diese Frage wird durch den Titanen selbst beantwortet.

Der Allwissende

„Wahrlich, noch wird dereinst Zeus, sinn´ er noch so stolz, /
Demütig sein: denn eine solche Hochzeit rüstet er /
Zu feiern, die aus Herrschaft ihn und Thron ins Nichts /
Wird stürzen.“

Der Titan akzeptiert seine momentane Lage. Denn er besitzt die Gabe der Voraussicht. Daher weiß er, dass dieser Zustand nicht lange andauern wird. Dieses Wissen hat zur Folge, dass Zeus noch reizbarer und wütender wird. Er will von Prometheus mehr über sein Schicksal erfahren. Doch der Titan weigert sich, dies preizugeben. Damit gibt es für den Göttervater kein Halten mehr. Prometheus muss die daraus resultierende Konsequenz tragen. Seine Gabe des Voraussehens ist sein Machtmittel gegenüber dem Götterherrscher. Dies macht ihn zu einem mächtigen Gegner Zeus. Der Göttervater hat gar keine andere Handhabe, als sich diesem entledigen zu wollen.

Fazit
Aischylos hat diesem mythischen Stoff um den Titanen Prometheus in seiner Tragödie Leben eingehaucht. Die Umsetzung war ganz gut. Die Figur des Prometheus´ wird hier als tragischer Held dargestellt. Er behauptet sich gegen die Götter und weicht dabei nicht von seinen Ansichten ab. Dies hat zur Folge, dass er der Willkür des Göttervaters ausgesetzt ist und sich nicht dagegen wehren kann. Dadurch wird er zu einem Spielball der Mächtigen. Denn er ist von der Gnade der Götter abhängig. Diese allein können ihn aus seiner ausweglosen Situation erlösen.
Was ich ziemlich schade finde, ist der Umstand, dass keine wirkliche Handlung stattfindet. Zwar kommt es am Anfang zu einer Aktion, auf die dann eine Reaktion folgt. Nämlich: Der Gott Hephaistos kettet Prometheus an einen Felsen. Der Titan reagiert mit einem wehklagenden Monolog auf diese Tat. Doch der restliche Teil der „Handlung“ spielt sich am Felsen ab. Über die Entstehung des Konflikts sowie die Vergangenheit des Titanen erfährt der Leser nur durch die Erzählungen des Prometheus selbst. Trotz alledem hat dieser kleine Makel der Geschichte keinen Abbruch getan. Ich kann diese griechische Tragödie jedem empfehlen, der von mythischen Stoffen – ob griechisch, römisch oder keltisch – fasziniert ist. Auch anderen, die in diese Welt mal eintauchen möchten, kann man diese Geschichte ans Herz legen.

Bewertung
Wegen der nicht vorhandenen aktiven Handlung gebe ich der Geschichte: 4 von insgesamt 5 Sternen.

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mathilde, england, historischer roman, englischer hof, tudors

Das Banner der Königin

Elizabeth Chadwick , Monika Koch
Flexibler Einband: 542 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 07.12.2009
ISBN 9783442372355
Genre: Romane

Rezension:

Autor: Elizabeth Chadwick
Übersetzer: Monika Koch
Verlag: Blanvalet
Seiten: 544
ISBN: 978-3442372355

„Er hatte selbst schon einige Male mit Mathilda zu tun gehabt, die sich noch immer mit Vorliebe als Kaiserin titulieren ließ, um an ihre erste Ehe mit dem Herrscher des Heiligen Römischen Reiches zu erinnern [...]“

Inhalt
Die Geschichte handelt von John FitzGilbert, der als Marshal dem englischen König Heinrich I. dient. Nach dessen Tod gerät er zwischen die Fronten. Denn es ist ein Kampf um den Thron zwischen Stephan von Blois, einem Neffen von Heinrich I. und Kaiserin Mathilda, der Tochter von Heinrich I. ausgebrochen. Zwar hatte John – unter der Herrschaft des verstorbenen Königs – einen Treueid auf Mathilda geschworen, aber nun muss er sich wahrlich für eine Seite entscheiden. Anfangs entscheidet er sich für Stephan von Blois. Doch diese Wahl erweist sich als schlecht. Er wird nicht mit Ehren überhäuft, wie er sich das gewünscht hätte. Deswegen ändert er seine Meinung und läuft zu Mathilda über. Diese Entscheidung verlangt jedoch große Opfer von ihm ab…

Meine Meinung
Elizabeth Chadwick hat gekonnt ihre fiktive Geschichte mit den historischen Fakten verbunden. Sie entführt den Leser dabei auf faszinierende Weise in die Zeit des 12. Jahrhunderts und lässt vor dessen Auge eine der Schreckensstunden der englischen Geschichte lebendig werden.
Was mich besonders in den Bann gezogen hatte, waren die schillernden Figuren. So wird der in der Geschichtsschreibung als böser und unwichtiger König dargestellte Stephan von Blois hier als ein guter Stratege und Taktiker beschrieben. Als guter Taktiker hat er es verstanden, jedenfalls am Anfang, die Barone und Lords auf seine Seite zu ziehen. So auch unseren Hauptprotagonisten. Doch im Laufe des Romans wandelt sich Stephan von Blois wieder zu dem bösen König und stößt alle vor den Kopf. Oder auch Mathilda, welche als Kämpferin dargestellt wird. Als Frau muss sie sich den Respekt der anderen Barone, die sich keiner weiblichen Herrscherin beugen wollen, verdienen und dies auch mit Gewalt, wenn es sein muss. Denn ihr Antrieb für ihr Handeln ist ihr höherer Thronanspruch gegenüber Stephan von Blois. Schließlich ist sie die Tochter des verstorbenen Königs und er nur der Neffe.

Fazit
Die Geschichte war leicht zu lesen und ich war sofort gefesselt von den verschiedenen Charakteren. Gleichzeitig fand ich es richtig toll mehr über die höfischen Gepflogenheiten einer Zeit zu erfahren, die schon so weit zurück liegt. Weil ich ein echter Geschichtsnerd bin und alles über die englische Geschichte faszinierend finde, bekommt der Roman 5/5 Sternen.

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Tags: elizabeth chadwick, englische geschicht, englischer bürgerkrieg, höfische gesellschaft   (4)
 

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götter, griechische mythologie, fantasy, percy jackson, olymp

Percy Jackson - Diebe im Olymp

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.08.2011
ISBN 9783551310583
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Rick Riordan
Übersetzer: Gabriele Haefs
Verlag: Carlsen
Seiten: 448
ISBN: 978-3-551-31058-3

"Aber das sind Geschichten. [...] Das sind - Mythen, sie sollen Gewitter und die Jahreszeiten und sowas erklären. Das haben die Leute geglaubt, bevor es Wissenschaft gab."

Inhalt
Der Roman handelt von dem jungen Teenager Percy Jackson, dem ständig irgendwelche seltsamen Dinge passieren. Mit der plötzlichen Enthüllung über seine wahre Herkunft - er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon - bekommen die seltsamen Ereignisse endlich einen Sinn. Doch dies führt zu neuen und extremeren Problemen: Er wird beschuldigt, den sagenhaften Herrscherblitz des Zeus gestohlen zu haben. Somit muss sich Percy seinem ersten großen Abenteuer stellen...

Meine Meinung
Rick Riordan ist es gelungen, den griechischen Mythen um Zeus und Perseus ein modernes Gewand zu geben. Auf humorvolle Art und Weise nimmt er den Leser in fantastische Welt nimmt. In dieser Welt ist nicht mehr Griechenland, sondern die USA Mittelpunkt der Geschehnisse. Was zu dem modernen Konzept vollends passt.

Fazit
Ich fand die Geschichte mitreißend und leicht zu lesen. Die Einbettung der alten Mythen in das 21. Jahrhundert war mal etwas neues. Ich konnte mich wahrlich nicht satt sehen an den Seiten. Das Buch bekommt von mir daher 5/5 Schnecken.

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Tags: fantasie, griechische götterwelt, griechische mythologie, moderne, perseus, poseidon, zeus   (7)
 

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giganten, bewahrer der nacht, mira bluhm, staub, schatten

Bewahrer der Nacht

Mira Bluhm
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix, 03.01.2016
ISBN 9783739630359
Genre: Sonstiges

Rezension:

Autor: Mira Bluhm
Verlag: Bookrix
Seiten: 129


Inhalt
Es handelt von einer mythischen Welt, in der Menschen und Giganten wohl oder übel zusammenleben müssen. Durch einen unwiderruflichen Pakt sind ihre beiden Schicksale eng miteinander verflochten. Als aber der Gigant Ahasverosh im Sterben liegt, droht die durch ihn beschützte Gemeinschaft und deren Welt im Chaos zu versinken. Die Ältesten der Gemeinschaft – allen voran Livius – stehen vor einer schier unmöglichen Entscheidung. Entweder retten sie den Giganten oder versuchen ihr eigenes Glück in der Fremde. Ihre Entscheidung zieht folgenschwere Konsequenzen nach sich…

Meine Meinung
Mira Bluhm´s Geschichte ist gut geschrieben. Doch hat mir eine andere Sichtweise auf die Geschehnisse gefehlt. Hauptsächlich kommen menschliche Protagonisten zu Wort. Mich hätte es gefreut, wenn auch mehr aus der Perspektive der Giganten erzählt worden wäre. Denn ich glaube, dass mit in dem Titel genannten „Bewahrer“ die Giganten selbst gemeint seien. Trotz alledem fand ich die Geschichte sehr flüssig zu lesen.

Fazit
Wegen der fehlenden Sichtweise gebe ich dem Roman 3/5 Sternen.

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Tags: giganten, griechische mythologie, mystisch, nacht   (4)
 

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paradies, garten eden, adam und eva, john milton, mythisches motiv

Das verlorene Paradies ( 1. September 2008 )

John Milton
Fester Einband
Erschienen bei Anaconda (1. September 2008), 01.01.1608
ISBN B015YMT2MK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Autor: John Milton
Titel: Das verlorene Paradies
Verlag: Anaconda
Einband: gebunden
Seiten: 315
Übersetzer: Karl Eitner

Inhalt
Dieser Roman ist mehr als ein in Blankversen verfasstes Gedicht. So ist John Miltons Werk sowohl eine Glorifizierung des Bösen als auch eine Tragödie in einem. Hierbei werden zwei Handlungsstränge miteinander verbunden.
Der eine Blickwinkel aus dem „Paradise Lost“ erzählt wird, ist der aus der des Erzengels Luzifers. Dieser begehrt gegen Gott auf, nachdem er es abgelehnt hatte, die neue Schöpfung Gottes als dessen Abbild anzuerkennen. Er verliert den Kampf und fällt in Ungnade. Nun macht der Engel eine Wandlung durch. Nachdem er sein neues Schicksal angenommen hat, will fortan den Menschen verderben. Damit will er sich an Gott für seine Verbannung in die Hölle rächen. So wird Lucifer durch seinen Hochmut und Stolz zu Fall gebracht.  Der zweite Handlungsstrang betrachtet das Dasein von Adam und Eva im Garten Eden. Dort leben sie in einer regelrechten Idylle. Doch diese wird bald gestört. Das erste Menschenpaar wird schwach, gibt sich seinen Gelüsten hin und erlangt dadurch Erkenntnis. So werden Adam und Eva durch die Schlange dazu verleitet, ungehorsam gegenüber Gott zu werden.

Meine Meinung
Besonders die Figur des Lucifers ist eines seiner Meisterstücke und hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Zum einen verliert sich der Erzengel im Laufe des Epos selbst und ist in seinem tiefen Schmerz über den Verlust der Göttlichkeit gefangen. Zum anderen akzeptiert er seine böse Seite und versucht dieser gerecht zu werden. So wirft die Gestalt des Satans die Fragen nach der Natur von Gut und Böse auf. dies steigert die Faszination des Bösen.

Ich war von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt und kann das Epos jedem empfehlen, der sich für Mythen und die Frage nach dem Sinn des Lebens interessiert. Ich gebe dem Werk von John Milton 5 von 5 Sternen.

Zitat
„[…] doch dies sei sicher, / Daß unser Werk nie sein wird: Gutes tun; / Nein, Übles stets, als einziges Ergötzen, / Weil´s seinem hohen Willen widerstrebt, / Dem feind wir sind.“

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Tags: adam und eva, engel, erbsünde, garten eden, gut und böse, john milton, luzifer, mythisches motiv, paradies, verloren, versuchung   (11)
 

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19. jahrhundert, gesellschaftskritik, klassiker, adel, tolstoi

Anna Karenina. Roman von Leo Tolstoi (2010) Gebundene Ausgabe

Leo N. Tolstoi
Fester Einband
Erschienen bei Anaconda, 01.01.1000
ISBN B00FNB7Z9A
Genre: Klassiker

Rezension:

Titel: Anna Karenina
Autor: Leo N. Tolstoi
Seitenzahl: 991
Verlag: Anaconda


„Alles ist aus! Ich habe auf der Welt niemand mehr als dich. Vergiß das nicht!“

Inhalt
Im 19. Jahrhundert hatte man sich als Angehöriger einer bestimmten Gesellschaftsschicht an bestimmte Regeln zu halten. Als Mitglied der feinen Gesellschaft tolerierte man, dass ein Mann sich eine Geliebte hielt. Aber maßte sich eine Frau an, sich einen Geliebten zu nehmen, kam dies einer Todsünde gleich. Die Frau wurde aufs Abstellgleis gestellt und als Ehebrecherin denunziert. Dieses Schicksal musste auch die Romanheldin von Leo Tolstoi erfahren.
Anna Karenina, die in einer lieblosen Ehe gefangen ist, möchte ausbrechen und endlich leben. Deswegen ist die Begegnung mit dem Grafen Wronski während eines Balles in Moskau ein wahrer Lichtblick. Doch anfangs versucht sie – aus Liebe zu ihrem Sohn – noch zu widerstehen. Da sie nicht die Kraft hat, ihre Gefühle auszublenden, lässt sie sich ganz auf ihn ein. Dies führt zu ihrem gesellschaftlichen Abstieg. In dieser Lage kann sie nur noch die Liebe zu Wronski ihr Eigen nennen, was für ihr Seelenheil verhängnisvolle Folgen hat. Am Ende fällt sie eine fatale Entscheidung: den Freitod.

Gesellschaftskritik
Tolstoi zeigt nicht nur glänzend die Gefühlswelt der verschiedenen Akteure auf, sondern nutzt sein Epos auch um die höhere, russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts unter die Lupe zu nehmen. So beschreibt er mit dem zweiten Handlungsstrang – aus der Sicht des Gutsbesitzers Lewin – die Situation der einfacheren Bevölkerung. Diese muss sich mit einem Leben im Elend und Leibeigenschaft zufrieden geben. So gibt Tolstoi am Ende die „bessere“ Gesellschaft der Lächerlichkeit Preis und erhebt die sog. „einfacheren“ Menschen auf eine höhere Stufe als sie in Wirklichkeit stehen.

Meine Meinung
Ich finde „Anna Karenina“ ist ein sehr unterhaltsamer Roman mit fesselnder Handlung, auch wenn es ein ganz schöner Wälzer ist. Tolstoi versteht es mit viel Charme und ironischem Witz der besseren Gesellschaft des zaristischen Russlands einen Spiegel vorzuhalten. Dabei hat er stets die Prämisse, dass niemand per se bewusst gut oder böse ist, sondern die Umstände das Handeln der Figuren lenkt. Es liefert darüber hinaus Denkanstöße über die gegebenen Konventionen und lässt uns teilhaben an einer vergangenen Zeit.
Ich gebe dem Buch daher 5 Sterne.

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Tags: ehebruch, gesellschaftskritik, liebe, selbstfindung, tolstoi, verzweiflung   (6)
 

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klassiker, liebe, englische literatur, england, familie

Jane Eyre

Charlotte Brontë , Gottfried Röckelein
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423143547
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: jane eyre, klassiker weltliteratur, sehr bewegend, zauberhaft   (4)
 

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drama, tragödie, götter, ödipus, adoption

König Ödipus

Sophokles , Walther Amelung
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 01.01.2007
ISBN 9783866471191
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Titel: "König Ödipus"
Autor: Sophokles
Verlag: Reclam
Übersetzer: Kurt Steinmann

Inhalt
Das griechische Stück behandelt den verzweifelten Kampf des thebanischen Königs Ödipus gegen das eigene Schicksal. Die Stadt wird nach Jahren des Friedens von einer Seuche heimgesucht. Nun ist es an Ödipus dieses Leid zu beenden. Doch dafür muss er den Mörder des vorherigen Königs finden. Diese Suche gestaltet sich schwierig. Darüber hinaus bringt sie auch Erkenntnisse über die wahre Herkunft des Ödipus ans Licht.

Der Vatermörder

„dass ich der Mutter mich vermischen müsste und ein Geschlecht, /
den Menschen unerträglich anzusehen, zutage bringen würde /
und Mörder dessen sein, der mich gepflanzt, des Vaters.“

Nachdem Ödipus von seinen Freunden - wegen seiner Herkunft verspottet worden war, erfährt beim Orakel von Delphi sein Schicksal. Dies führt dazu, dass der Prinz seine angebliche Heimat Korinth verlässt, um diesem Los entgegen zu wirken. Doch unbewusst steuert er auf seine Bestimmung zu. Der Leser erfährt durch den Dialog des Protagonisten mit dem Seher Teiresias, dass Ödipus direkt in sein Verderben gelaufen ist. Er hat die Prophezeiung erfüllt. Er tötete – in einem Zornausbruch – den thebanischen König Laios, ehelichte dessen zurückgebliebene Gattin Iokaste und gründet mit ihr eine eigene Familie. Im Laufe des Gespräches stellt sich heraus, dass Laios und Iokaste seine leiblichen Eltern sind. Die Tatsache, dass er seinem Schicksal nicht entrinnen konnte, macht ihn zu einem Spielball der Götter. Denn diese haben schon vor Ödipus´ Geburt festgelegt, dass dieser seinen Vater ermorden werde. Somit ist der thebanische König seinem Los auf vermaledeite Weise ausgeliefert.

Der Verstoßene
Nachdem Ödipus seinen Frevel erkannt hat, versucht er seine Missetat wieder gut zu machen. Dies tut er, in dem er sich blendet und um die Verbannung aus der Stadt bittet. Mit der Gewährung dieser Bitte, ist Ödipus nun heimatlos geworden und muss somit durch die Lande ziehen. Darüber hinaus hat er sich mit diesem Schritt der Gerichtsbarkeit der Götter entzogen. Denn diese sind für die Bestrafung der schlechten Menschen zuständig.

Fazit
Sophokles hat mit seinem „König Ödipus“ einer Geschichte über einen Menschen, der in seinem Hoffnungsdenken gefangen ist, neues Leben eingehaucht. Das Tragische an der Geschichte ist, dass Ödipus nicht in der Lage scheint, die Realität wahrzunehmen. Dazu kommt noch, dass er seiner Vorherbestimmung – ohne Abweichungen – ausgesetzt ist. Er kann nichts gegen die göttlichen Prophezeiungen ausrichten. Alles läuft auf den Höhepunkt seiner eigenen Selbstzerstörung hinaus. Sein Ausweg ist die eigene Geißelung. Dies wiederum ist eine weitere Freveltat und widerspricht den Gesetzen der Götter. Somit ist Ödipus zeit seines Lebens den Launen der Götter ausgesetzt.
Ich liebe ja, griechische Mythen. Bei diesem hatte ich erst große Bedenken, ob ich mit dieser Story über „Ödipus“ etwas anfangen kann. Doch dann stellte ich fest, dass es sich leicht lesen lässt. Die Namen der Protagonisten sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich glaube, die heutigen Namen wären für die antiken Menschen ebenso ausgefallen. Trotz alledem war ich von der ersten Seite an von der Tragödie begeistert. Sie hat alles, was man von einer guten Geschichte erwartet: Mord, Eifersucht, Zweifel, Wahnsinn. Ich kann das Werk ohne Bedenken jedem empfehlen.

Bewertung
Ich gebe der Geschichte mit Freuden 5 von 5 Sternen.



 

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Tags: antiker mythos, eifersucht, mord, ödipuskomplex, schicksal, tragödie   (6)
 
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