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rumänien, liebe, zaira, kommunismus, washington

Zaira

Catalin Dorian Florescu
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2009
ISBN 9783423138291
Genre: Romane

Rezension:

Irgendwo habe ich in einem Interview des Autors gehört, wie er gesagt hat, dass er mit dem Roman "Zaira", in welchem deren "wahres, erfundenes Leben" beschrieben wird, ein Psychogramm eines Jahrhunderts erstellt hat. Wenn ich den Klappentext mit dem Inhalt des Romans vergleiche, so kann ich leider keinerlei Übereinstimmungen finden.

Auf dem rumänischen Gutshof in Strehaia gibt es nur wenig Spezifisches. Und dass die Kommunisten den enteigneten Gutsherren etwas für ihr Grund und Boden bezahlt hatten, habe ich auch noch nie gehört. Sollte man da den Eindruck gewinnen, dass diese Kommunisten so nett waren und den Gutsbesitzern das Feld abgekauft hatten, damit diese etwas Geld hatten um sich besaufen zu können? Nicht einmal als Fiktion würde ich so etwas gelten lassen, weil so alle Leser an der Nase herumgeführt werden. Das Tun und Lassen der Kommunisten würde so eigentlich verherrlicht.

Im Allgemeinen kann ich nach der Lektüre dieses Romans sagen, dass es eher eine Gebrauchsanweisung zum Komasaufen, Fremdgehen, Nutten, Spucken (so als ob unsere Fußballer es nicht schon genug gut könnten), Stehlen, Drogenkonsum und Dokumentenfälschen darstellt. Das Werk ist auch pädagogisch wertvoll, da immer wieder an diese Dinge erinnert wird. Es gibt nur eine einzige intakte Familie und das ist "Österreichungarn", wobei die dicke, tolpatschige, ungarische Köchin, Zsuzsa, recht schlecht davon kommt und ihr Mann, Josef, begeht letzten Endes Selbstmord (im nächsten Roman haben wir dann die "Dynastie der Habsburger, die Herumstreuner" wobei dann noch ein ganzes Dorf von Selbstördern, die ihre Heimat Lothringen mit Blut an den Händen verlassen und ihr eigenes Zuhause nicht mehr gefunden haben).Wie diese beiden, eine Ungarin und ein Österreicher, überhaupt nach Strehaia gekommen sind, bleibt für mich auch ein Rätsel oder ein Märchen. Der yugoslawische Inhaber des "Chez Odette" in Amerika folgt seinem täglichen Ritual (Seite 373): "Zuerst einen Schnaps trinken, dann die Tische decken, dann noch einen Schnaps, dann das Tagesmenü vorn an der Straße auf einer Tafel eintragen, dann wieder einen Schnaps." Und als "Dejan" älter wurde (Seite 429): "Es roch nach allen Gedärmen der Welt, nach verschimmeltem Essen, nach aufgetürmtem Abfall, nach Urin." Im letzten Roman riechen dann die Banater Schwaben nach "Kot, Urin und dreckverkrusteten Füßen".

Auf Seite 64 wird sogar behauptet: "Sie sagen alle, dass der Mann unbezwingbar ist, ein Genie, dieser Hitler." Und Mioara mit ihren immerwährenden "vollen Brüsten" wollte die "deutschen Soldaten, die Waffenbrüder, die mit ihren wundersamen Maschinen kamen" verführen.

Daher sollten diese beiden Romane nicht in die Hände von Schülern geraten. Lesungen in Schulen sind nicht angebracht.

In der Stadt Timisoara erfährt man nur etwas vom Fremdgehen und dass "die Stunde des Puppentheaters, die Stunde des Ehebruchs" wäre. Von Kommunismus ist da wenig zu erfahren. Die Flucht Zairas über Prag ist sehr unglaubwürdig. Welcher Bürger in den ehemaligen Ostblockstaaten bekam schon seinen Pass in 4 TAGEN? Deutschstämmige (die dreckigen, stinkigen Mörder, Brandstifter, Vergewaltiger und Geiselnehmer aus dem letzten Roman) mussten jahrzehntelang auf einen Pass warten! Das Ziel der tschechischen Aufständischen bestand nicht darin, sich bis zur Besinnungslosigkeit zu besaufen. (Oder soll das ein Hinweis darauf sein, dass jene, die gegen den Kommunismus aufbegehrten, irgendwie irre oder besoffen waren?) Ganz zu schweigen von den "dekadenten" amerikanischen Abgeordneten, die nur als Säufer und Hurenjäger herübergekommen sind. (Entschuldigung, das sind Begriffe aus dem Roman, die er im letzten Roman über die Donauschwaben noch einmal gesteigert hat). Von Timisoara, der Hauptstadt des Banates, wo der Autor angeblich geboren wurde und keine Ahnung von den Leuten von dort hat, kann man nur sehr wenig erfahren.

Dann ist da noch der schwule Minister. Nun muss ich aber feststellen, dass Schwule in jener Zeit in Rumänien verfolgt oder gar eingesperrt wurden. Allerdings wurde der Minister enttarnt und nach "Nirvana" verbannt. War das irgendeine Anspielung?

Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte. Der Roman endet mit dem Triumpf des "Kommunisten Dumitru, ein Büffel von einem Mensch", über das Leben der Zaira und deren Familie (dass sie katalanische Wurzeln hat, sei dahingestellt). Damit beweist der Autor in meinen Augen die Überlegenheit des Kommunisten Dumitru. Vielleicht wissen Sie es noch oder haben es noch nie gehört, die kommunistischen Regierungen wollten durch allerlei Mittel ihre Überlegenheit gegenüber aller Gesellschaftsordnungen beweisen. Das sieht auf den letzten Seiten (471-475) auch so aus.

Das war also das "wahre, erfundene" Psychogramm des Jahrhunderts!

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Naturoasen im Wandel der Jahreszeiten. Haiku-Hörbuch

Anny Zöllner-Kusterer , Nikolaus Balzer
Audio CD
Erschienen bei Grunbacher Hörbuchverlag, 11.09.2011
ISBN 9783981456714
Genre: Gedichte und Drama

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Der Geist von Temeswar. Hörbuch

Anny Zöllner-Kusterer , Nikolaus Balzer
Audio CD
Erschienen bei Grunbacher Hörbuchverlag, 25.06.2011
ISBN 9783981456707
Genre: Sachbücher

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humor, intelligenz, comedy, weltreise, dieter nuhr

Gibt es intelligentes Leben?

Dieter Nuhr ,
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2006
ISBN 9783499620768
Genre: Humor

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generation, sachbuch, jugend, deutschland, humor

Generation Doof

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 331 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2008
ISBN 9783404605965
Genre: Humor

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glück, humor, psychologie, hirschhausen, medizin

Glück kommt selten allein ...

Eckart von Hirschhausen , , ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2011
ISBN 9783499624841
Genre: Humor

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baby, humor, schwangerschaft, comedy, mittermeier

Achtung Baby!

Michael Mittermeier
Flexibler Einband: 259 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.02.2010
ISBN 9783462042023
Genre: Humor

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Dümmer geht immer

Bob Fenster , Hucky Maier
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 24.01.2011
ISBN 9783499627088
Genre: Humor

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erziehung, pädagogik, schule, erziehungsberatung, kindergarten

Die Erziehungskatastrophe

Susanne Gaschke
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei DVA
ISBN 9783421054654
Genre: Sachbücher

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politik, deutschland, medien, wirtschaft, sachbuch

Die verblödete Republik

Thomas Wieczorek
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2009
ISBN 9783426780985
Genre: Sachbücher

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finanzkrise, politiker, staatsverschuldung, kurzarbeit, nebelkerzen

Die geplünderte Republik

Thomas Wieczorek
Flexibler Einband: 283 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2010
ISBN 9783426783733
Genre: Sachbücher

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humor

Meine Hammer-Sprüche

Dieter Bohlen
Flexibler Einband: 125 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2006
ISBN 9783453600454
Genre: Humor

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sachbuch, politik

Einigkeit und Recht und Doofheit

Thomas Wieczorek
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.09.2010
ISBN 9783426784075
Genre: Sachbücher

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auto, humor, tankstelle, autobahn, stau

Wenn möglich, bitte wenden

Lutz Schumacher
Fester Einband: 187 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 14.09.2009
ISBN 9783442312092
Genre: Humor

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rumänien, banat, liebe, familiengeschichte, jacob

Jacob beschließt zu lieben

Catalin Dorian Florescu
Fester Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 08.03.2012
ISBN 9783406612671
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman von Florescu stellt eine Geschichts- und Identitätsverfälschung der Vorfahren der Triebswetterer und der Banater Schwaben dar. Der 30-jährige Krieg (1648) hat überhaupt nichts mit der Ansiedlung (1772) von Triebswetter, die rund 125 Jahre später stattfand, zu tun. Daher kann die fiktive, erfundene Geschichte der Obertins nichts mit der Geschichte der Banater Schwaben zu tun haben. Von einer tiefgehenden Recherche kann überhaupt nicht die Rede sein, zumal dem Leser nicht klar gemacht wird, wo die Fiktion anfängt und wo die Wirklichkeit aufhört. Wenn der Roman eine Fiktion sein soll, warum hat er dann die realen Namen Obertin und Triebswetter verwendet? Und wo hat er recherchiert? (Aus unserem Familienbuch hat er Einiges übernommen und negativ aufpoliert.) Das scheint mir nicht ganz klar zu sein. Der 30-jährige Krieg diente nur dazu, Gewalt, Verrat, und Verbrechen zu verherrlichen, wobei der beschriebene Obertin diesen Namen nur angenommen hat, also war er ein Wolf im Schafspelz. Was und wie er über die Triebswetterer schreibt, kann kaum recherchiert sein, denn ich kann nichts erkennen, was zur Identität und Lebensweise dieser gehört. Da geht es mit der "künstlerischen Freiheit" zu weit. Wenn sein Hauptheld über die Karpaten- also als Rumäne- nach Triebswetter kommt, die reichste Frau heiratet (sie kann nicht rumänisch, er kann nicht deutsch) und deren Namen annimmt, dann haben wir den zweiten Wolf im Schafspelz, der dann wieder als Banater Schwabe, mit all seinen üblen Eigenschaften, verkauft wird. Schade nur, dass dieser Roman den Schw.Buchpreis bekommen hat und in der Schweiz niemand das Banat kennt. Als Triebswetterer finde ich, dass der Roman eine Diskriminierung meines Geburtsortes und aller meiner Landsleute ist (ständig Betrunkene, Animalische Kopulation, Gestank nach Kot, Urin und dreckverkrusteten Füßen, Verräter, Verbrecher, Überläufer, Mörder, Selbstmörder, Geiselnehmer, Hausabfackeler, "Blut an den Händen" sind Begriffe aus dem Roman). Florescu lebte nie in Triebswetter. Ich habe hier leider keinen Platz, um alles zu erklären. Nur ein Beispiel: "400 Familien wollen nach Lothringen zurück und nehmen die Kirchenglocke mit". 1.) Dazu ist es nie gekommen. 2.) Die kleinste Glocke wog damals 193 kg. Die Glocken aus Strehaia (aus Zaira 400 km ostwärts, die Florescu kennt) könnten 15-20 kg gewogen haben, die könnte man unter den Arm nehmen und weglaufen. Dort lebten aber nie Banater Schwaben. Und die Leute von dort, seine Landsleute, haben es auch nicht verdient, derart miserabel behandelt zu werden.

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