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81 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

mord, jugendliche, horrorclub, gruselgeschichten, krimi

Die Mutprobe

R. L. Stine ,
Buch: 152 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.01.2004
ISBN 9783785549964
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fear Street: Die Mutprobe
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Handlung
Als Tanja dem Horrorclub ihre neueste Horrorgeschichte vorliest in der zum ersten mal eine reale Person aus dem Horrorclub fiktiv ums Leben kommt, hätte sie nicht im Traum damit gerechnet wie sich dass ganze noch entwickelt. Die Geschichte kam bei all ihren Freunden sehr gut an, außer bei Sandra der in Tanjas neuester Geschichte die Kehle aufgeschnitten wird. Als Sandra ein paar Tage später unter den selben Umständen wie in der Geschichte ums leben kommt, sind alle geschockt, besonders Tanja die sich zudem auch nicht daran erinnern kann was sie zur Tatzeit getan hat. Viele in ihrer Umgebung haben keine zweifel an Tanjas Schuld, und selbst das Vertrauen ihrer Freunde schwindet immer mehr.

*
Meinung
Irgendwie bin ich mir nicht sicher was ich von meinem ersten „Fear Street Buch“ halten soll. Erwartet habe ich eine „Teenie Thriller/Horror Geschichte“ mit ein paar netten Mordfällen, bei denen man gemütlich miträtseln kann wer den nun der Täter sei. Im Grunde bekam ich dies auch, allerdings hat mir dieses Buch sehr eindrucksvoll gezeigt dass selbst dann enttäuscht werden kann, wenn man dass bekommt was man erwartet. Nun, „so schlimm“ wird sich manch einer vielleicht denken und ich kann nur sagen; Ja so schlimm. Ich beginne mal mit dem Hauptproblem das ich mit dem Buch hatte und baue meine restliche Review dann auf diesem Problem auf. Der Autor nimmt das Ende eigentlich schon am Anfang vorweg. So verrät er etwas über Tanja und eine andere Person in ihrem Umfeld und man weiß sofort wer der Täter ist. Natürlich versucht Stine alles um den Leser hier und da mal auf eine falsche Fährte zu führen, doch wer nicht gerade in einer Nuddelsuppe daher geschwommen ist, der wird diese auch schnell als solche erkennen. Doch die eigentlich viel interessantere Frage als das „wer“ ist in diesem Buch doch eher das „wie“? Wie schafft die Person es dass die Geschichten wahr werden? Nun die Frage ist natürlich berechtigt, aber eines vorweg die Antwort auf diese Frage ist so ziemlich der größte Kritikpunkt des ganzen Buches. Schon nach etwa der Hälfte des Buches wird man sich denken: Okay egal wie das Buch endet, dass geht sicher nicht mit rechten Dingen zu. Und genau so kommt es im Endeffekt auch, denn die Erklärung wie die Morde von statten gingen war so dermaßen dümmlich, dass es das ganze Buch in den letzten paar Seiten in den Keller beförderte. Einzig die unverständliche Motivation des Mörders war fast genauso schlimm. Ich hatte an dem Abend als ich dieses Buch fertig las eine knallrote Stirn, weil ich mir permanent vor lauter Fassungslosigkeit mit der Hand drauf geklatscht habe. Bei all der Kritik möchte ich aber auch das Lob nicht vergessen, denn ein paar positive Punkte gibt es hier schon. So fand ich die Grundidee dass erfundene Geschichten wahr werden doch sehr interessant, insbesondere weil durch die Erzählstruktur nicht immer gleich ersichtlich ist ob man nun eine Geschichte in der Geschichte liest oder eben nicht. Das sorgt durchaus für den ein oder anderen spannenden Moment. Generell sind die Geschichtspassagen und die real gewordenen Geschichtspassagen durchaus spannend und atmosphärisch erzählt und klar das Highlight dieses Buches. Ein weiterer zumindest positiver Ansatz stellt der Zwischenmenschliche Part der Geschichte da. Tanjas Ruf einer Mörderin ist auf weiten Teilen einer anderen Lüge geschuldet und genau dies bringt sie überhaupt erst in den ganzen Schlamassel. Und so kommt es dass sie im Endeffekt auch wenn sie die Wahrheit sage würde eine sehr negative Reaktion auslösen würde. Doch ist ja nicht nur sie von ihren Entscheidungen abhängig, sondern auch andere Personen und an dieser Stelle kommen die Zwischenmenschlichen Beziehungen ins Spiel. Auch wenn Tanja klar der Hauptcharakter des Buches ist, so spielen auch viele andere Charaktere eine gewisse Rolle, allen voran natürlich die anderen Personen des Horrorclubs. So hat Tanja einen Freund der ebenfalls im Club ist. Eine andere im Club wiederum mag Tanja nicht so gerne weil sie ebenfalls mal etwas mit Tanjas Freund hatte usw. Jeden Charakter scheint irgendetwas mit Tanja zu verbinden, egal ob nun in positiver oder negativer Hinsicht. Und durch die Entwicklung der Geschichte ändern sich auch viele Ansichten dieser Charaktere im Bezug auf Tanja. Doch warum ist dies nur ein positiver Ansatz und kein direkt positiver Punkt? Nun ungeheure Potenzialverschwendung ist hier das Stichwort. Gerade Anfangs hat man das Gefühl dass die Charaktere sehr interessant sind, aber da kommt im Verlauf der Geschichte einfach zu wenig. Okay ich kann nun nicht behaupten dass gar nichts kommt, aber gerade was die Ausarbeitung der Charaktere angeht, läuft das Buch doch auf Sparflamme. Selbst Tanja wird nicht so sehr ausgearbeitet wie man es sich eigentlich wünschen würde. Klar es ist ein Jugendbuch und hat 160 Seiten was für eine Charakterentwicklung will man da erwarten, mag sich nun manch einer denken? Doch ich sage dass es durchaus möglich ist in so kurzer Zeit ansprechende Charaktere zu erzeugen, und hier währen gut gemachte Charaktere nötig gewesen damit sich wenigstens dieser Aspekt der Handlung entfalten kann. Ein weiterer Punkt der mich nervte waren die von Stine wirklich grottig eingesetzten Zeitsprünge, welche immer kurz nachdem wer draufging kamen. Gerade diese Momente hätte man wirklich nützen können um den Charakteren etwas tiefe zu verleihen. So aber hat man wirklich extrem viel verschwendetes Potenzial. Ansonsten merkt man die geringe Seitenanzahl natürlich am Schreibstil der Geschichte. Dieser mag zwar tendenziell nicht unbedingt schlecht sein, allerdings merkt man doch sehr deutlich wer hier angesprochen werden soll. So ist die Geschichte bestimmt von kurzen direkten Sätzen die immer auf den Punkt kommen. Zudem gibt es auch kaum richtige Beschreibungen von Handlungsorten und diverse andere Kleinigkeiten die für Jugendliche ein flüssiges lesen erlauben. Wie gesagt; der Schreibstil ist nicht schlecht für diese Art von Buch, dürfte für Erwachsene aber einfach zu anspruchslos sein.

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Fazit
Es war schon gut dass ich nicht mit den größten Erwartungen an dieses Buch heran ging, denn gelinde gesagt war es doch ein ziemlicher Griff ins Klo.Trotzdem möchte ich deswegen kein Urteil über die gesamte Reihe fällen. Dieses Buch aber zumindest hatte alles in allen zu viele Schwachpunkte die selbst die wenigen guten Punkte nicht wirklich wett machen konnten.
Ich gebe „Fear Street: Die Mutprobe“ 25%

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Tags: bedrückend, gegenwart, horror, jugendliche, jugendliche   (5)
 
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