Leserpreis 2018

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419 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 116 Rezensionen

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Cinder & Ella

Kelly Oram , Fabienne Pfeiffer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Cinder & Ella" ist daran schuld, dass ich total übermüdet war. Es war eines dieser Bücher, auf die man sich freut, man aber nicht ahnt, dass "Ich lese vor dem Schlafen gehen noch ein bisschen" nicht funktionierend wird.
Um halb fünf Uhr morgens habe ich die letzte Seite gelesen und hätte am liebsten gleich nochmal von vorne angefangen.

Glücklicherweise kann ich gleich sagen: Es wird einen zweiten Teil geben. Zumindest auf Englisch gibt es ihn schon. Wenn nicht hätte ich vermutlich auch geweint – also noch mehr als ich es während dem Lesen aus verschiedenen Gründen schon getan habe.

Meine Befürchtungen, dass Ella und ihr Cinder kaum oder zu wenig miteinander zu tun haben und die Geschichte langweilige Lücken hat, waren komplett überflüssig. Die beiden schreiben, telefonieren und natürlich treffen sie sich auch mal. Doch selbst wenn Cinder, der selbst hin und wieder die Sicht in den Kapiteln übernimmt, nicht andauernd präsent war, hat mich das Buch keine Sekunde lang losgelassen – wie meine ausgeprägten Augenringe beweisen.

Ella hat mit einem ganzen Haufen unschöner Dinge zu kämpfen; Ihre Mutter ist tot, sie selbst trägt noch immer schwere Verletzungen vom Unfall, wegen derer sie in ihrer neuen Schule schlecht behandelt wird und die Familie ihres Vaters wühlt zusätzlich auf. Ich hatte zwischendurch so eine Wut auf die Menschen in Ellas Leben im Bauch, wollte einfach zu ihr in die Geschichte hüpfen und ihr helfen und habe schlussendlich sogar geweint, so traurig und verzweifelt wie sie war – und ich mit ihr.

Trotzdem bleibt Ella stark, hält den Kopf hoch und beschwert sich nicht. Sie bleibt sie selbst, auch wenn es nicht immer einfach ist. Sie muss lernen, dass Menschen auch Fehler machen, die man ihnen vergeben kann und bei alle dem hat sie immer noch Cinder, der ihr den Rücken stärkt so sehr er kann.

Die beiden haben so eine ergreifende, süße und liebevolle Beziehung zueinander. Ich habe mich richtiggehend gefreut zu lesen wie er über sie denkt und was er für sie tut, aber auch, dass sie ihn nicht 24/7 zu jammert, was in ihrer Situation durchaus verständlich wäre. Die Emotionen zwischen den beiden sind einfach so schön und greifbar, sie fühlt sich so real an. Es ist ein wirklich schönes Element der Autorin ihnen eine Gemeinsamkeit zu geben, die so schön nerdig ist wie eine Fantasy Reihe, die die beiden durch ihre gesamte Beziehung begleitet.

Cinder bzw. Brian ist einfach ein Traumkerl. Sorgenloser Playboy nach außen hin, während tief in ihm drinnen ein passionierter, talentierter Schauspieler steckt, der seiner besten Freundin zu Beginn der Geschichte hinterher trauert und später so viel bereit ist für sie zu tun. Darf ich ihn bitte haben? Er ist einfach so goldig, dass es mir schwer fällt tatsächlich eine Rezension zu schreiben, statt einfach nur zu schreien: "ICH LIEBE IHN! ICH LIEBE DIE GESCHICHTE! LEST ES!".



Fazit:

Familiendramen, persönliche Tiefpunkte, große Freundschaften, die wahre Liebe, Promileben und eine gehörige Portion Stärke und Fantasyliebe machen "Cinder & Ella" zugleich wunderschön und emotional so mitreißend. Ein absolutes Highlight, das mich stellenweise an den Menschen hat zweifeln lassen und trotzdem die große Liebe traumhaft in Szene setzt. Von mir aus hätte es auch doppelt so lang sein können und ich freue mich so auf Band 2.
Einfach märchenhaft. 

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58 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Dangerous Rush. Gefährliche Liebe

S.C. Stephens , Babette Schröder
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.04.2018
ISBN 9783442487752
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Als "Furious Rush" zu Ende ging, war mir schon klar, dass Band 2 lange nicht so harmonisch und träumerisch sein würde. Tatsächlich bin ich mit ständigem Herzklopfen an der Fortsetzung der Geschichte gesessen.

Weitererzählt wird sie auch viel durch Hayden selbst, was ganz andere – und wichtige – Einblicke in sein (Gefühls-)Leben ermöglicht und seine Vergangenheit mit Felicia durchleuchtet. Durch seine Sicht, seine Gedanken, Verwirrungen und Handlungen habe ich die ganze Zeit darum gebangt, ob er und Kenzie das wirklich hinkriegen. Ein tolles Element, um Spannung zu erzeugen.

Ich muss zugeben er hat ein paar Dinge getan und gedacht, die ich ihm so schnell nicht vollkommen vergeben kann, auch wenn ich weiß, woher sie kommen. S.C. Stephens zeigt sehr glaubhaft was verdrängte Gefühle anrichten können, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetzt – und wie wichtig Ehrlichkeit für eine Beziehung ist.

Hayden und Felicia haben mich wirklich ganz schön aufgeregt. Sie ist stur und scheint der Meinung zu sein irgendein gottgegebenes Anrecht auf Hayden zu haben. Tja und er ist so damit beschäftigt seine Schwierigkeiten mit MacKenzie und ihrer ruinierten Karriere in den Griff zu kriegen, dass er so ziemlich alles falsch macht aus den richtigen Beweggründen. Ich habe mich ungefähr so verraten von ihm gefühlt wie MacKenzie. Auch hier ist die Gefühlsebene voll beim Lesen bei mir angekommen.

Felicia, Haydens dumme Aktionen, MacKenzies Vater aber auch ihre Schwestern haben mich wirklich furchtbar aufgeregt. Doch gerade, weil es das Buch so gut geschafft hat, dass ich mich aufrege und mit MacKenzie mitfühle bin ich wirklich begeistert. So viel Eifersucht, Trauer und Verzweiflung habe ich beim Lesen lange nicht mehr hautnah miterlebt (auch wenn man dafür gute Nerven braucht).

Man folgt Hayden durch so viele dumme Aktionen, weiß wie schlecht manches davon bei MacKenzie ankommen würde, und gleichzeitig möchte man ihn auch in den Arm nehmen und sagen, dass es okay ist, wie er sich fühlt. Meine Liebe zu dem Paar und den anderen Charakteren (nicht allen) ist daher ungebrochen.

MacKenzie ist ganz tief am Boden, absolut verzweifelt und schafft es den Kopf hochzuhalten und zu kämpfen, obwohl es ihr keiner leichter macht – im Gegenteil. Der Kontrast zwischen ihr und Felicia wird beim Leser ebenso klar wie er zum Glück auch Hayden ist – meistens.

Am Ende hat mich am Buch an sich höchstens gestört, dass ich den Umschwung einiger Charaktere gegen Ende etwas plötzlich fand. Probleme haben sich in Luft aufgelöst, wobei man das auch auf Erkenntnis und die Befreiung durch Ehrlichkeit zurückführen kann.
Bis auf Kenzie. Der Spannung und dem Cliffhanger halber hätte man da durchaus noch etwas anrichten können.



Fazit:

"Dangerous Rush" ist kein Wohlfühlbuch. Es ist aufwühlend, emotional und mitreißend in all den Tiefen, die Hayden und MacKenzie durchmachen müssen. Obwohl die Autorin völlig auf den Cliffhanger oder große ungelöste Probleme pfeift, und damit Band 3 nicht zwingend nötig ist, freue ich mich schon zu den Charakteren und MacKenzies hart erkämpftem Weg nach oben zurück zu kehren. Die Nebencharaktere liegen mir fast genauso am Herz wie die Protagonisten und das passiert nicht oft – leider.
Meine Liebe zu Hayden ist ein bisschen (minimal) angeknackst durch eine Sache, aber ansonsten habe ich noch Herzchen in den Augen. Was für ein toller, lieber, leidenschaftlicher Kerl! Ein Bookboyfriend, der noch lange in meinem Herzen bleiben wird. 

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200 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Furious Rush - Verbotene Liebe

S. C. Stephens , Babette Schröder
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442483815
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Wer Kellan Kyle liebt, wird sich auf Hayden Hayes stürzen!

Die "Thoughtless"-Reihe der Autorin war gut, aber auch etwas langatmig und anstrengend. Mit dieser Erfahrung habe ich an "Furious Rush" angefangen und die ganze Zeit befürchtet, es könnte sich wieder so ziehen.
Tja, wie man sich irren kann.

Hayden hat alles, was ich von einem Buch Badboy will: Ein Motorrad, eine Lederjacke, ein paar illegale Verwicklungen, unverschämt gutes Aussehen, ein schwieriges Leben und das Herz am rechten Fleck. Doch Mackenzie sieht in ihm nur den neuen Fahrer des Rennteams, das mit dem ihrer Familie verfeindet ist, und begegnet ihm mit entsprechendem Misstrauen.
GANZ GENAU! Romeo und Juliette auf der Rennstrecke! Einfach super.
Die beiden ärgern sich anfangs wie Hund und Katz, doch dann merken sie, dass zwischen ihnen eine unglaubliche Anziehungskraft und Harmonie auf der Rennbahn besteht.

Mackenzie ist wirklich eine tolle Protagonistin. Sie ist zielstrebig, witzig und frech, wenn sie muss, aber auch unheimlich loyal gegenüber ihrer Familie und nimmt ihren großen Traum und ihren Beruf sehr ernst. Eine echte Powerfrau, die die Männer ihren Staub schlucken lässt. Zumal sie unter großem Druck seitens ihres Vaters steht.

"Furious Rush" wartet mit wenigen, aber lebendig dargestellten Nebencharakteren auf, die für einige Spannungsfelder sorgen. Manchmal habe ich sie geliebt, und manchmal gehasst. Emotionen sind auf jeden Fall garantiert. Dazu kommt noch, dass die Geschichte mit einem außergewöhnlichen (für Romane dieser Art) und begeisterndem Setting aufwartet. Illegale Straßenrennen durch die Nacht, die Übungs- und Wettkampfrennbahnen und der Strand geben einfach so viel Authentizität und Gefühl her, dass ich fast Herzchen in den Augen hatte beim Lesen.

Klar, Hayden hat einen dicken Pluspunkt, weil er Motorrad Rennen fährt, aber diese an sich fand ich anfangs eigentlich noch so spannend – bis ich das erste gelesen habe. S.C. Stephens schafft es die Rennen mit all ihren Tücken und der Anziehung samt dem Konkurrenzkampf zwischen Mackenzie und Hayden so unfassbar spannend und mitreißend zu beschreiben, dass ich meine Augen nicht von den Wörtern abwenden konnte. Hin und wieder kommt durch die Rennen, aber auch durch die Beziehungen aller Charaktere untereinander, eine gute Portion Drama rein, die gerade richtig dosiert war. Wirklich, ich liebe sowas ja. Aber Hayden hat am Ende auf jede romantisch-dramatische Geste aller Bücher bisher nochmal eins obendrauf gesetzt. Ich wäre beinahe geschmolzen und wollte mit sehnsüchtigem Blick gen Horizont schauen, auf der Suche nach einem Hayden, der zu mir fährt.

Die Lovestory prickelt insgesamt einfach richtig schön. So sollte sich eine neue, abenteuerliche, verbotene, große Liebe anfühlen – selbst wenn man sie nur liest. Es beginnt mit Feindschaft, dann necken sie sich und fordern sich heraus und schließlich stellt man sich nur noch vor, wie MacKenzie Juliette von ihrem Balkon schubst, zu Hayden herunterspringt, der sie auf seinem tiefschwarzen Motorrad in den Sonnenuntergang fährt.

Fazit:

Also falls es noch nicht klargeworden sein sollte: Ich liebe die Geschichte! Ich liebe Hayden! Ich liebe das Setting und alle anderen Charaktere! Einfach die Energie des Buches. Ich könnte vielleicht motzen, dass es keinen richtigen Cliffhanger gab, auch wenn es spannend endet, aber … NÖ! Ich liebe es und habe es direkt für den Leserpreis nominiert. Ganz nebenbei erwähnt.
Ein klarer Fall von: LEST ES!

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Backstage Love – Unendlich nah

Liv Keen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426522530
Genre: Romane

Rezension:

Backstage Love spielt mit seiner Coverähnlichkeit zu "Rock my Heart" mit den hohen Erwartungen aller The Last Ones to Know Fangirls, die Adam lieben (HIER! ICH). Wie ich befürchtet hatte kam es nicht wirklich an Jamie Shaw ran, aber ich suche weiter. Jetzt zum eigentlichen Thema: Backstage Love und wie sehr es mich begeistern konnte.

Die Perspektivenwahl fiel hier einmal ausnahmsweise auf die personale Erzählung, sowohl durch Mia als auch durch Nic. Gerade bei Liebesgeschichten bin ich da immer etwas kritisch, weil die Perspektive an sich wirklich gut geschrieben sein muss, um die Nähe und die Gefühle der Charaktere rüber bringen zu können.

Die Geschichte wartet mit der guten alten Liebe zwischen besten Freunden auf, die einander durch Nics Ruhm aus den Augen verloren haben. Viele unerwiderte und heimliche Gefühle der letzten Reihe spielen eine Rolle, genauso wie der enorme Ruhm von Nics Band, den Swores.

Der angebliche Frauenheld und Frontmann hat mein Herz anfangs noch sehr zum Schmelzen gebracht, so süß wie er seiner besten Freundin Mia gegenüber ist. Zuckersüß und mit einer langjährigen Freundschaft wartet das Paar schon anfangs auf, inklusive einem ganzen Haufen Hindernissen – wie man das eben so gerne hat als Dramaliebhaber.

Mir persönlich hat – mal wieder – der Bezug zur Musik inklusive der entsprechenden Szene gefehlt, die ich mir bei einem Buch über Rockstars immer erhoffe. Wirklich in Action sah man den angeblich charismatischen Frontmann selten. Einzelne Szenen mit den Swores, ihrer Musik und ihrem Ruhm gibt es schon, aber die Thematik steht definitiv nicht im Vordergrund. Es geht eher darum, dass Nic eben super sexy und begehrt ist – wobei ich hauptsächlich von Nic, dem Welpen, gelesen habe.

Zu Mia an sich kann ich gar nicht so viel sagen. Sie hat eine ungewöhnliche Familie, die sie aber liebt und unterstützt, und die genau wie Nics im selben Kleinstadt Kaff in England lebt. Eine Rockstar Geschichte auf dem englischen Land wirkt übrigens sehr entschleunigend. Vielleicht nicht das beste Setting für den Rockstar, aber durchaus für die besten Freunde. Mia an sich hat in mir wenig Nähe aufgebaut, was teilweise an der Perspektive und teilweise an den schnellen Gefühlsumschwüngen lang, die ich nicht so wirklich nachvollziehen konnte.

Spannungstechnisch bedient sich Backstage Love eines netten Kniffs, des Stalkers, den ich wirklich bis am Ende nicht identifizieren konnte. Leider wirkten selbst die gefährlichen Szenen nicht wirklich spannend auf mich.

Das große Problem des Buches ist, so leid mir das tut, der Schreibstil. Die Idee an sich ist nicht schlecht, es gibt genug nette Klischees, die mich ansprechen würden, wenn sie besser umgesetzt wären. Sie wirken jedoch oft zu einfach und nicht zu Ende gedacht. Genau wie Gefühle und sogar die Sex Szenen (die es ganz vereinzelt und kurz gibt) fängt die Autorin damit an und hört beinahe augenblicklich wieder auf, so als habe sie nicht genug Zeit, Lust oder Seiten gehabt, um zu beenden, was sie angefangen hat. Zudem gibt es stilistisch einige Ecken, die das Lektorat hätte noch besser abschleifen können.

Sowohl Mia als auch Nic hüpfen mit ihren Gefühlen und kleinen Dramen ständig hin und her. Im einen Moment fühlen sie sich noch verraten, dann kommt ein kleiner Stups in die andere Richtung und plötzlich ist alles wieder ganz anders. Nicht wirklich glaubwürdig. Mir wurden zu oft Gefühle genannt, die dann handlungstechnisch doch nicht ausgebaut wurden. Dadurch haben die Protagonisten an Empathie und vor allem nachvollziehbarer Nähe zueinander verloren.

Gerade den Schlafzimmerszenen hätte ein bisschen mehr Umfang gutgetan. Wenn man sich dafür entscheidet solche Szenen in die Geschichte einzubauen, dann sollten sie so intim und emotional sein, dass der Leser dabei nicht die Zeilen überfliegt und kein Gefühl aufgreifen kann. So ging es mir leider.

Ein weiterer Minuspunkt, obwohl sie meistens wenig Aufmerksamkeit bekommen, sind die Nebencharaktere. Sie reagieren und handeln meist genauso wie es in die Geschichte passt und wirken dadurch etwas leblos. Mich persönlich stört das immer.

Fazit:

Mit 357 Seiten konnte ich das Buch gut und zügig durchlesen, ohne allzu große Längen zu haben. Es gab einige süße Stellen und gerade der Anfang hat mir gut gefallen, dann jedoch habe ich die Charaktere und ihre Gefühle irgendwie verloren. Die Spannung ging flöten, die potenziell guten Klischees und Dramen rutschten durch zu schnelle und einfache Abhandlung ab und verloren an Nachvollziehbarkeit. Leider muss ich sagen, dass ich momentan eher dazu tendieren würde die Reihe nicht weiter zu verfolgen, falls mich nichts und niemand noch umstimmt.
Aufgrund des Gefühlverlusts…

[2/5 Sterne]

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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CAKE - Die Liebe von Casey und Jake

J. Bengtsson
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 06.09.2018
ISBN 9783736309326
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich hasse es wirklich, wenn Autoren ihre Romane damit anfangen mich erst einmal mit der unglaublich langen, irrelevante und "humorvoll" vorgestellten Lebensgeschichte ihres Protagonisten zu erschlagen. Deshalb bin ich mit einem leichten Naserümpfen durch die ersten Seiten gestolpert. Dazu kommt, dass ich anfangs, wenn die Geschichte mich noch nicht wirklich gepackt hat, immer stark darauf gucke wie es geschrieben ist und naja. J. Bengtsson ist zu Beginn nicht gerade eine Ausgeburt an Eloquenz und Subtilität, sondern schlägt dem Leser ihre zuckersüße Liebesgeschichte frontal ins Gesicht.

Das hört sich jetzt tatsächlich negativer an, als es ist, aber damit möchte ich nur sagen: Gebt nicht gleich am Anfang auf, wenn euch sowas auch eher abschreckt. Es wird lesenswert!

Mit Casey und Jake wird man direkt in die Art von Situation geworfen, die ich mir auch immer mit glitzernden Äuglein vorstellen kann. Man kommt zur Hochzeit der besten Freundin und macht eine schicksalhafte Begegnung. Der Begleiter, mit dem man zusammengepackt wird, ist nicht nur unglaublich sexy – und in diesem Fall ein Rockstar – sondern auch noch wie für einen gemacht. Die Funken fliegen, es bildet sich eine Verbindung und ein Wochenende wird zu einem zuckersüßen Rausch an Verknalltheit. Denn wenn es etwas gab, das der Roman meisterlich gezeigt hat, dann das Gefühl sich ganz unerwartet aber umso heftiger beidseitig zu verknallen. Wirklich zum Anbeißen und Seufzen.

Richtig süß wird es vor allem dann, wenn auch Jakes Sicht hinzukommt und er nicht weniger angetan ist von Casey, als die von ihm. Zumal Jake selbst ein niedlicher, falsch verstandener Kerl ist, den ich so nicht erwartet hätte. Er ist ein weltbekannter Rockstar, wird überall erkannt und angehimmelt, hat aber seine Dämonen und Leichen im Keller (natürlich). Dazu spreche ich am Ende der Rezension noch eine Trigger Warnung aus. Die gegenwärtige Liebesbeziehung steht zwar im Fokus, aber ein bisschen was aus Jakes düstersten Momenten bekommt man doch mit. Es ist eine düstere Backstory für einen soften Rockstar, der sogar mal unsicher sein kann – aber eben auch ein Arsch, an der ein oder anderen Stelle. Obwohl sein Rockstar Leben Teil der Geschichte ist, kann ich ihn irgendwie nur nicht vordergründig als solchen sehen.

Casey fand ich trotz ihrer leicht überdrehten, aber witzigen Art, sehr sympathisch. Ich war zwar überrascht, wie schnell und widerstandslos sie Jakes Geld annimmt und sich komplett auf ihn einstimmt, aber immerhin ist er ein ziemlich toller Kerl. (Keine Steine werfen!) Vielleicht kann es das entschuldigen … auch wenn es kein Verbrechen ist, sondern Ansichtssache. Sie ist überraschend frech, kein graues Mäuschen und lässt sich nicht so leicht einschüchtern – womit sie sowohl mich als auch Jake überrascht hat.

Da es sich hier immerhin um ein Lyx Buch handelt, dürfen – für mich – natürlich auch die heißen Nächte nicht fehlen, wobei die eher lau waren. Wer die Liebesszenen eher vereinzelt und dezent mag (einmal ging es glaube ich schon zur Sache), dem wird "Cake" auf jeden Fall besser gefallen als so manch anderer Titel aus dem Programm. Mir persönlich ist dieser Teil der Romanze etwas zu kurz gekommen. Sie sind zwar süß zusammen, aber so ein bisschen mehr Bettgeflüster … Naja.

In der Mitte wurde es dann mal ein wenig ruhiger, beziehungsweise habe ich mich gefragt, wann es mal wieder etwas spannender wird. Hin und wieder kommen solche Elemente auch, aber ein bisschen mehr Drama und oder Probleme wäre schön gewesen. Und damit meine ich nicht, dass Jakes aufgelöste Vergangenheit nicht dramatisch genug wäre.

Bis das Ende kam. Da hatte ich wirklich einige Momente lang richtig Angst und dachte "Ihr wollt mich doch vera-äppeln". Mein Herz ist mir aus dem Hosenbein gerutscht. Das war übel. Emotional ein Albtraum.

Fazit:

Nach "Cake" fühle ich mich überzuckert, aufgedreht und habe ein leicht debiles Grinsen im Gesicht, mit dem Verdacht gleich ohne Grund ein paar Tränchen zu verdrücken, weil es doch nochmal ziemlich auf und ab ging. Jake ist einfach ein Rockstar bei dem ich definitiv ein Schild hochhalten würde "Jake, ich will ein Kind von dir", einfach weil er bestimmt der niedlichste Daddy aller Zeiten wäre.
Es hätte zwar entweder mehr Pepp oder weniger Seiten vertragen können, aber insgesamt war es eine sehr schöne Reise, die ich mit Casey und Jake antreten durfte, wie ich sie so nicht erwartet hatte.
Wer eine wirklich tolle, süße und flirty Liebesromanze mit einem grüblerischen Rockstar sucht – Zuschlagen!


Trigger Warnung, mit kleinem Spoiler: In dem Roman werden Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Entführung thematisiert. 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

SCHATTENORDEN 1.4: Intrigen

Vivien Summer , Dana Müller-Braun
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei bittersweet, 18.07.2018
ISBN 9783646604498
Genre: Fantasy

Rezension:

Das perfekte Buch für die Pausen während der Prüfungsphase. Mit 7 Kapiteln und sowohl Prolog als auch Epilog versumpft man zwar darin aber nicht all zu lange. Die Geschichte der Eltern nimmt eine dramatische Wendung, die mein Herz gebrochen hat, und ich hoffe, dass im Staffel Finale zumindest das Schicksal des Vaters gelüftet wird.

Den eintönigen Internatsalltag haben Kija und Laya lange hinter sich gelassen und die Kluft zwischen den ungleichen Schwestern wird immer größer. Lawren und Coen waren echte Highlights und hatten beide ihre dramatischen Momente mit ihrer jeweiligen Herzensschwester, sodass ich jetzt nicht weiß, welche beiden mir besser gefallen.

Lawren und Kija haben diese düstere Seelenverbindung, aber Coen und Laya dürfen überhaupt nicht zusammen sein. Wie soll ich mich denn da entscheiden, vor allem wenn Lawren #andiewand alt aussehen lässt und ganz nach bestem Klaroline Beispiel #andenbaum einführt. Ein bisschen Sabber musste ich mir schon abtupfen. Und gleich darauf hat Coen vor Verzweiflung in seiner sexy Jogginghose nur so getrieft. Mein Seufzen war bestimmt bis zu ihnen zu hören.

Als hätten sie mit den sexy Schnuckel Brüdern nicht schon genug zu tun, geraten die Zwillinge dann auch noch in den Fokus einer Sekte des Seth, die die beiden für ihre Blutrituale will.

Völlig zerstört hat mich Kijas letzter Gedanke, der dem Titel "Intrigen" wirklich alle Ehre macht. Mein Herz ... spätestens im Epilog, der den Leser völlig unerwartet in die ägyptische Vergangenheit wirft und mitten in eine wunderbar blutig, schaurig schöne, traurige Szene ... Liebe! Okay ich lasse das mit den gerade Sätzen und sage einfach: Liebe.

Fazit:

Lawren und Kija, Coen und Laya, die herzbrechenden Intrigen und schaurigen Momente, die Geheimnisse, wie sich alles in einer Pyramide aufbaut und zusammenfügt, der Vater oh ganz besonders der (Daddy Crush): Liebe.

Ich brauche das Finale! Und die Gesamtausgabe der Novellen als Buch. Zum Kuscheln. Zum Streicheln. 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

SCHATTENORDEN 1.1: Entscheidungen

Dana Müller-Braun , Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 18.04.2018
ISBN 9783646604467
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit den ägyptischen Göttern lösen die Autorinnen den langen Trend der Griechen ab und nehmen den Leser mit in die Dunkelheit. Der Prolog wirft noch viele Fragen auf, hat mich vor allem etwas verwirrt mit vielen Namen und Bezeichnungen, den Hintergründen, aber keine Panik: Man versteht es mit der Geschichte besser.

Der Kontrast zwischen den beiden Protagonistinnen, den Zwillingen Laya und Kija, wird gleich zu Beginn klar. Eine ist ordentlich und sauber, die andere chaotisch und rebellisch. Kija tritt mit der Entscheidung, die sie völlig unerwartet trifft, eine ganze Lawine an Emotionen und Folgen los, mit denen die beiden ab jetzt klarkommen müssen.

Laya und Kija sind nicht einfach zu beschreiben. Sie sind völlig unterschiedlich, oder zumindest denken sie das, bis sie getrennt werden. Was zwar auf den ersten Blick etwas inkonsistent wirkt, finde ich schlussendlich jedoch sehr schön: Dadurch, dass sie getrennt werden, müssen beide lernen ohne einander ein eigenes Leben zu leben. Sie können sich nicht mehr ergänzen und müssen ihre eigene Vielschichtigkeit entdecken. Zwischendurch waren die Emotionen und Ansichten der beiden – gerade was ihren Zwist angeht – etwas anstrengend und unverständlich. Vieles könnte sich einfach klären, wenn sie miteinander reden würden, aber in einer Situation wie dieser waren die beiden noch nie, und müssen wohl erst lernen damit umzugehen. Weder Kija noch Laya sind perfekt, im Gegenteil, aber ich bin wirklich gespannt wie die zwei sich noch entwickeln werden.

Handlungstechnisch war ich ein bisschen enttäuscht: Es doppelt sich viel, da Laya und Kija in der Einführung in die Geschichte und den ersten Tagen des Internats fast das Gleiche erleben. Der Auftakt des Serials schleicht sich an wie der Anfang eines Romans, was für das gewählte Format irgendwie nicht so ganz funktionieren will. Denn all zu viel Spannung gibt es in Episode 1 noch nicht. Die Zwillinge finden sich noch in der neuen Situation zurecht, auch wenn es zum Schluss hin einen kleinen Knall gibt, der Fragen aufwirft.

Mit 148 Seiten und zwei Sichten sind die Kapazitäten der Episode hier eindeutig beschränkt, aber ich bleibe optimistisch: Die Grundidee ist vielversprechend, Laya und Kija haben viel Raum für Charakterentwicklung und es werden ein paar Brotkrumen gestreut, welche Dinge noch auf uns zukommen könnte. Die etablierten Regeln innerhalb des Schattenordens scheinen nämlich nicht so ganz auf die Zwillinge zuzutreffen.

Ganz wichtig immer (zumindest für mich): Die Jungs der Geschichte. Da es zwei Protagonistinnen gibt, hat es – Zum Glück!!! – auch zwei männliche Gegenstücke.

Die rebellische Kija trifft auf Lawren, der mehr Dunkelheit in sich trägt, als selbst ein Asarys (Schattenhüter, die Bösen) in sich tragen sollte. Er gehört zu der Gruppe, die Kija aufnimmt, hat aber eindeutig ein Problem mit dem "kleinen Mischblut" und ist dementsprechend charmant. Dennoch Lawren, habe ich dich durchschaut. Seien wir doch ehrlich: Kija ist nicht wie du erwartet hast und das lässt dich nicht mehr los. Außerdem verspricht gerade die Dunkelheit in Lawren, die ihn von anderen fernhält, einiges an Potenzial für die Story, da ich natürlich hoffe, dass Kija diejenige welche wird, die eben genau damit umgehen kann.

Dann haben wir Laya und ihren Asarys Coen, der seine Nase überall reinsteckt und irgendwas zu suchen scheint. Er bleibt eher geheimnisvoll, ist etwas provokanter und nicht so fies wie Lawren, bekommt leider auch weniger Auftritte. Aber auch sein Verhalten lässt Möglichkeiten für die Fortsetzungen offen. Am besten gefällt mir an den beiden, das Potenzial ihrer Beziehung: Immerhin sind Liebesbeziehungen zwischen Asarys und Nephtys weniger als nicht gerne gesehen und inoffiziell schon beinahe verboten. Na und was soll ich sagen: Verboten macht immer am meisten Spaß!

Der große Knall am Ende bleibt leider aus. Es gibt einen kleinen Schock, die Dinge spitzen sich zu, aber was schließlich passiert wirkt nicht so schockierend wie es sein könnte.

Fazit:

Schattenorden verfolgt eine interessante Idee, ist teilweise aber verwirrend und die Handlungsstränge der Protagonistinnen haben sich stark geähnelt in ihren Grundzügen. Hier könnte es den Fortsetzungen guttun auch ergänzend zu wirken und nicht addierend (Nein, keine Mathe). Der Auftakt kommt noch nicht so richtig in Schwung, aber sowohl die weiblichen und männlichen Hauptfiguren als auch die Grundidee sind vielversprechend und interessant. Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig, gut zu lesen und amüsant. Da mit 1.1 der Einstieg gelegt wurde, geht 1.2 dann hoffentlich in der Geschichte voran. Ich bleibe optimistisch, da meine Hauptschwierigkeiten mit der Episode im Format lagen. Wäre es ein Roman, würde dieser Einstieg gut passen, denn er ist für alles Weitere einfach notwendig. Nur einzeln gewichtet, ergibt alles zusammen für mich

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200 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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King of New York

Louise Bay , Anja Mehrmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.06.2018
ISBN 9783736306929
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

King of New York ist ein heißer und gleichzeitig liebevoller Office Romance Roman. Max King ist ein grummeliger, strenger und manchmal arschiger Chef, der sich dessen absolut bewusst ist. Doch damit versucht er vor allem sich Harper vom Hals zu halten, denn Beruf und Privatleben werden strikt getrennt. Dieses Mal tatsächlich nicht, weil der reiche Kerl emotional abgeschottet und nur auf Gelegenheitsbekanntschaften aus ist. Wurde aber auch mal Zeit.

Mit einer vierzehnjährigen Schwester Zuhause war ich skeptisch, wie viele anstrengende Momente diese Liebesgeschichte wohl haben würde. Denn ganz ehrlich: Zickige Teenies sind anstrengend und sorgen gerade als Hürde in der Liebesgeschichte für viel Aufregung, die nicht unbedingt gut sein muss. Doch meine Sorge war unbegründet; Max' Familie ist wirklich zuckersüß.

Was nicht bedeutet, dass der Roman langweilig war und ohne Schwierigkeiten auskommen musste. Mit Harpers Vater hat die selbstständige und zielstrebige Protagonistin auf jeden Fall einen Gegenspieler, eine emotionale Bürde, die auf nette Art überraschen konnte.

Im Schlafzimmer geht es zwischen Max und Harper leidenschaftlich zur Sache und überraschender Weise – da viele in Liebesromanen doch noch den strahlenden Ritter lesen und schreiben - geht sie den ersten entscheidenden Schritt. Zwischendurch hätte ich am liebsten das Fenster aufgemacht, wenn es draußen nicht genauso heiß gewesen wäre.

Mein Problem mit Harper war mir nach Beenden des Buches erst gar nicht bewusst. Ich war zufrieden und glücklich mit der Office Romance, die ich in ein paar Stunden verschlungen habe (Buch gekauft, nach der Uni nach Hause gekommen, gelesen, fertig). Erst später viel es mir auf und an dieser Stelle möchte ich sagen, dass es mich zwar gestört und irritiert hat, es aber erst am Ende ist und somit dem restlichen Buch nichts wegnimmt. Kein Spoiler, denke ich.

Sarkastisch gesagt würde ich es so ausdrücken: Erst will sie unbedingt einen erfolgreichen Job haben, ihrem sexy Chef unbedingt beweisen was sei (beruflich) draufhat und schlussendlich stellt sich das ganze nur als großer Vaterkomplex heraus. Zumindest kam es mir nach dem Happy End ein bisschen so vor.

Fazit:

Trotz verwirrenden Turns der Protagonistin am Ende, den ich nicht ganz von der Charakterentwicklung nachvollziehen konnte, habe ich mit sexy Boss Max und Harper eine schöne, liebevolle aber auch wahnsinnig heiße Liebesgeschichte erlebt. Wer nach New Adult für den Nachmittag sucht, dem kann ich es nur empfehlen. 

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347 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich von Teil eins nicht wirklich begeistert war, hat mich Teil zwei positiv überrascht. Wenn die Dilogie genauso gestartet hätte, wie sie beendet wurde, wäre ich wirklich zufrieden. Für alle, die nach Band eins aufgegeben haben, wagt einen Versuch mit der Fortsetzung. Es lohnt sich.

Soul Mates hat mich schon von Beginn an in die guten alten Zeiten der Jugendbücher und schicksalhaften Liebesbeziehungen zurückversetzt, wenn auch anfangs mit mäßiger Begeisterung. Nach dem eher lauen Cliffhanger von Band eins geht es zu Beginn von "Ruf der Dunkelheit" gleich mit Drama, Geheimnissen und einer großen Kluft zwischen Rayne und Colt weiter, was mir immer unheimlich gefällt. Glückliche Buchcharaktere sind einfach langweilig, wenn die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Aber Rayne und Colt leiden ordentlich. Gerade bei Rayne wurde jede Quelle potenziellen Schmerzes ausgelotet und auch eingesetzt.

Als bekennender Lauran Fan haben mich auch die Einblicke in die Dunkelseelen gefesselt. Nach wie vor ist und bleibt sie ein verständlicher und charismatischer Antagonist, vor dem ich trotzdem jederzeit davonrennen würde. Egal was sie Rayne auch angetan hat, ich konnte mich nicht dazu bringen sie zu hassen, weil ihre Motive gut nachvollziehbar und die Einblicke in ihre Persönlichkeit, die Manifestation ihrer Stärke und Intelligenz einfach beeindruckend waren.

Viele der Nebencharaktere sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen, weshalb einige Schicksale mich ordentlich mitgenommen haben. Bianca Iosivoni zeigt auf realistische Art und Weise, dass man manchmal Opfer bringen muss, dass sich manche Fragen nie klären werden und greift damit zu einem Kniff, den ich bei Lynn Raven schon immer interessant fand. Auf Fragen zu manchen Dingen und Schicksalen bekommt man als Leser keine befriedigende Antwort. Man kann sich selbst überlegen, was wohl geschehen ist oder noch mit ihnen geschehen mag, ohne jedoch in ein zu großes Informationsloch zu fallen.

Zwei kleine bis größere Kritikpunkte habe ich trotz aller Liebe zu Band zwei dennoch; Zum einen hat mich einiges am Ende verwirrt. Damit sind nicht die oben genannten Schicksale gemeint oder die Fragen die offen bleiben, sondern Fragen die zwar beantwortet wurden, aber auf verwirrende und widersprüchliche Art und Weise. Gerade was da zwischen Rayne und Colt passiert ist.

Außerdem geht es nach dem Höhepunkt der Geschichte alles etwas schnell zu Ende. Natürlich muss das einerseits so sein, aber ein bisschen weniger "Bibedi Babedi Buh, hier bin ich, lebe damit auch wenn keiner von uns weiß, was dann damit passiert, wovon es jetzt zwei Bücher lang alle hatten" wäre schön gewesen. Da hätte man gut noch etwas Leid einbauen können, dann wäre ich am Ende glücklicher gewesen. Nach dem Motto: Man vermisst das Licht erst wenn es dunkel ist. Nach der ganzen Aufregung und Action der Geschichte hätte ich mir etwas Drama in der Liebesgeschichte gewünscht.



Fazit:

Nicht verzweifeln und aufgeben, wenn euch Band 1 noch nicht mitgerissen hat. Band 2 holt einiges auf und verleiht der (Liebes-) Geschichte noch mal mehr Schwung und Potenzial um sich einzufühlen. Bis auf das abrupte Ende ist der finale Band der "Soulmates" Dilogie ein toller Jugendroman nach der alten Schule - zumindest habe ich mich zurückversetzt gefühlt. Bianca Iosivonis Schreibstil ist wie immer unglaublich gut und auch die Szenen sind wieder wunderbar gegliedert, sodass die Geschichte sich sehr real anfühlt. Spannend, voller Liebe, Verzweiflung und dem Kampf, den man nie aufgeben darf. 

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Zorn des Geliebten

J.R.Ward
E-Buch Text
Erschienen bei Heyne Verlag, 11.06.2018
ISBN 9783641221706
Genre: Fantasy

Rezension:

Alles in allem sind die Legacy Bände zwar großartige Romane, kommen aber nicht an die Originalreihe heran. Die Kerle sind nicht ganz so eindrucksvoll, die Geschichten nicht ganz so groß gestrickt. Es ist ein bisschen wie ein brutales, vampirisches One Tree Hill mit Selbstverteidigungsprogramm.

Die Paare, die in diesem Band ihren Aufritt bekommen sind zum einen Peyton und Novalina aka. Novo und zum anderen der königliche Anwalt Saxton und Bitty's Onkel Ruhn.

Nach allem was er mit Blay und Qhuinn durchgemacht hat, gönne ich dem süßen geschniegelten Saxton sein Happy End von Herzen und die Storyline um die beiden war auch wirklich süß. Ruhn ist ein bisschen wie der große bullige Hund, der durch ein Kinderzimmer läuft und nichts kaputt machen will, aber im Ernstfall zum Pitbull wird. Doch auch Saxton zeigt ungeahnte Seiten, wenn es um seinen Partner geht.

Durch die beiden bekommt man nochmal ein paar ganz neue und andere Aspekte der verborgenen Welt der Vampire mit und schlussendlich hat mich die Richtung, in die es mit Ruhn ging, überrascht. So süß und aufregend die Liebesgeschichte der beiden war, gab es mir etwas zu wenig Probleme. Es tauchen Schwierigkeiten für die beiden auf, keine Frage, aber zumindest ihre Liebesgeschichte fängt unproblematisch an, was wiederum ein schöner Kontrast zu Qhuinn und Blay ist, aber mir persönlich ist etwas scharfer Pfeffer immer ganz recht.

Beide sind mir wahnsinnig schnell ans Herz gewachsen. Gerade Saxton gefällt mir nach diesem Band noch besser, dadurch, dass man sehen konnte wie stark er in seinem Leben schon war, noch ist und welche Schwierigkeiten er mit einem freundlichen Lächeln und den besten Absichten löst – oder eben auch nicht.

Peyton und Novo geben dafür einiges an emotionalem und physischen Drama her. Beide haben schwierige persönliche Verhältnisse, beide Familien würde ich der Bruderschaft gerne als Sparring Partner in den Ring schubsen, und doch waren sie nicht so konstruiert, dass ich die Augen vor lauter Klischee verdrehen musste. Sie zeigen viel mehr Tiefe, als man den Charakteren zu Beginn der Serie gegeben hätte, brechen dadurch aus ihren Stereotypen aus und werden zu lebendigen und nachvollziehbaren Wesen. Sie waren diejenigen, die am meisten Entwicklungspotenzial hatten und dieses auch nutzen konnten.

Novo's Schwester hat mich bei weitem am meisten Galle sprühen lassen. So ein giftiges, falsches, unsensibles Wesen weckt in mir den Wunsch in das Buch zu steigen, ihr einen Backstein um die Ohren zu hauen und dann wieder zu gehen. Novo hingegen regelt das Ganze mit weit mehr Selbstbeherrschung als ich es täte. Gerade durch ihre traurige Vergangenheit in Verbindung mit dem egoistischen Verhalten ihrer Schwester hoffe ich, dass viele Leser daraus das gleiche ziehen werden: Wir müssen und sollten uns nicht mit Menschen umgeben, die uns nichts geben, sondern nur einen Teil von uns nehmen und uns verletzen. Ob sie es böse meinen oder nicht.

Spannung gibt es vor allem durch die Bruderschaft, ihre Jagt auf das Böse und Schwierigkeiten im Kampf um Leben und Tot, wenn man die Azubis mit in den Außendienst nimmt. Denn was wäre ein Roman aus dem BDB Universum ohne Kampf?

Gute Romane sollten trotz allem Aspekte der Wirklichkeit spiegeln und neue Sichtweisen zeige. Ein kleiner Aspekt mit jedoch großer Aussagekraft ist bei der Bruderschaft das Thema Aussehen: J.R. Ward ist ein großartiges Beispiel dafür wie relativ Schönheit und Attraktivität sein kann. Novo ist von der Statur, wie schon Xhex, eher androgyn, muskulös und erfüllt wenig den weiblichen Stereotypen, dennoch und gerade deswegen ist sie für Peyton die schönste Frau der Welt. Andererseits gabs es in der Reihe auch schon kurvige und füllige Frauen, denen ein Krieger zu Füßen gefallen ist, was ich persönlich als insgesamt sehr wichtige Botschaft für das Selbstwertgefühl eines jeden von uns – nicht nur die Frauen – finde.

Wie immer habe ich den Roman schneller inhaliert als J.R. Ward Nachschub schreiben kann. Ihr Schreibstil ist unglaublich gut, passt immer zur Situation und lässt eine ganz wunderbare Welt für Fantasy Liebhaber real werden. Was Szenen und Charakterentwicklung angeht, hat J.R. Ward definitiv eine Krone und einen von Rehvenges Nerzmäntel verdient, also Hut ab.


Fazit:

Nicht nur die Welt der Black Dagger Bruderschaft, sondern auch J.R. Wards Können als Autorin machen "Black Dagger Legacy – Zorn des Geliebten" zu einem wie immer gelungenen Leseerlebnis. Ich freue mich – und hoffe – auf viele weitere Bände der Originalreihe und des Spin Offs. Die beiden Paare sind wunderschön entwickelt, sowohl die Figuren für sich allein als auch gemeinsam, die Geschichte ist spannend und zieht einen direkt in ihren Bann. Für alle Fans der Bruderschaft und solche, die es definitiv noch werden sollten. Diese Reihe verdient ihren Hype. 

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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Der Verstoßene

J. R. Ward , Corinna Vierkant-Enßlin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453318946
Genre: Fantasy

Rezension:

Eigentlich sähe bei mir jede Rezension zur Black Dagger Reihe so aus: "Einfach genial. Ich liebe es. Ende."
Aber uneigentlich schwankt auch bei J.R. Ward von Buch zu Buch zwar nicht das Niveau des Schreibstils und der Erzählung, wohl aber wie mir die Geschichte an sich gefallen hat.

Stilistisch und formal ist Ward einfach genial. Das muss man ihr lassen. Sie passt ihren Stil den Gegebenheiten des Charakters an, der die jeweilige Szene erzählt und behält dabei dennoch ein unglaublich hohes Sprachniveau.

In "Der Ausgestoßene" erzählt sie Xcor und Laylas Geschichte weiter, aber auch Vishous und Throe bekommen ihre Szenen, dürfen ihre Gedanken und Machenschaften ausdrücken. Bei Letzteren beiden sind diese besorgniserregend düster, aber auch das fasziniert mich an der Autorin immer wieder. Charaktere ändern sich, sie tun unerwartete Dinge, wechseln die Seiten, entwickeln Potenzial – und Beziehungen kommen mit einem Sack voller Probleme aus dem Sonnenuntergang zurück.

Layla und Xcor waren ein Paar, das mich viele Bände lang gefesselt hat, gerade durch den Reiz des Verbotenen und den vielen Konfliktpunkten. Als Auserwählte war Layla so etwas wie die unantastbare Rose im Garten und Xcor war, nun ja, der Feind der Bruderschaft. Sie haben viel durchgemacht und müssen auch in diesem Band viel einstecken. Die drohende Trennung hängt über ihnen sowie Qhuinns unglaublich bescheuertes Verhalten (über das ich mich schon zu Genüge aufgeregt habe). Dennoch konnte ich viele schöne Momente mit ihnen genießen, Xcors fantastische Charakterentwicklung weiterbeobachten (wodurch er leider etwas aus der Bad Boy Clique herausgerutscht ist) und mit ihnen um ihre Liebe bangen.

Während die Lesser zu Beginn der Reihe noch omnipräsent waren, tritt jetzt ein zusätzlicher Feind auf oder zumindest eine Macht mit einigem Konfliktpotenzial. Die Geschichte von Assail wird am Rande mal erwähnt, Qhuinns schwer verletzter Bruder Luchas hat auch Potenzial zu einem Hauptcharakter zukünftiger Geschichten. Außerdem gibt es noch die Bands of Bastards, von denen ich hoffe, dass noch mehr kommen wird. Ich meine, eine Bande Verstoßener, die komplett loyal, geheimnisvoll und düster ist... Bitte ja?!

Der Hauptgrund, wegen dem mich der Roman aufgeregt hat, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Qhuinn. Obwohl ich ihn wirklich gerne mochte und mag, benimmt er sich wie ein riesiger Idiot. Er setzt Doppelmoral und Sturheit vor seine Familienwerte, tut ein paar Dinge, die ich ihm einfach nicht vergessen kann und bei alle dem dachte ich mir immer nur: "Schau dir Blay an! Blay ist der einzig Vernünftige hier!" Aber Qhuinn wäre nicht Qhuinn wenn er kein hitzköpfiger emotional verkorkster Schatz wäre. Wie er Layla behandelt hat, war unter aller Sau und hat mich stark an die Dreistigkeit von Jacob in Twilight erinnert. Er spielt sich auf, als wäre er der Einzige, der sich um ihre Kinder sorgt und als hätte Layla ihre Entscheidungen nicht abgewogen. Himmel, Qhuinn, sie ist ihre Mutter!


Fazit:

Es führt kein Weg dran vorbei. Die Bruderschaft gehört zu den Buchlieben meines Lebens. Xcor und Layla haben mich zwar ein bisschen enttäuscht, weil die ganze Spannung um sie jetzt erst einmal aufgehoben ist, aber es war insgesamt ein tolles Buch. Schade finde ich nur, dass es eher weniger Ausblicke darauf gibt, welche Paare uns als nächstes erwarten. Mittlerweile wissen wir es zwar, aber deren Geschichte macht mich noch gar nicht so neugierig (Allerdings sollte ich die Szenen von Assail endlich mal lesen und nicht nur überspringen).

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837 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 137 Rezensionen

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Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf eine Empfehlung hin habe ich beim nächsten Buchladenbesuch (lokale Händler unterstützen, immerhin kriegt Amazon genug Geld) beide Bände der Dilogie mitgenommen. Der Klappentext klang so schön dramatisch, voller Liebe und Mysterien.

Teilweise wurde dieses Versprechen durchaus eingehalten, aber alles in allem … nicht so ganz.

Rayne ist eine sympathische Protagonistin, der ihre Familie sehr wichtig ist. Ihre Gefühle gegenüber ihrer kleinen Schwester treffen genau den Kern dessen, was kleine Schwester für uns sind. Ihre Vergangenheit ist nicht gerade die rosigste, aber gerade bei der schwierigen Thematik hat Bianca Iosivoni den respektvollen und dezenten Ton gut getroffen, und Details ausgespart, wo sie nicht nötig gewesen waren.

Bei manchen Thematiken finde ich es einfach abgedroschen, wenn ein Autor/ eine Autorin zu sehr ins Detail geht, weil es der Geschichte nichts außer Sensationsgeilheit geben kann. Hier ist das wirklich gut gelöst.

Strukturell gesehen ist "Soul Mates" das Musterbeispiel für einen Roman im Bereich Urban Fantasy. Es gibt die Einführung, das auslösende Element und sogar retardierende Szenen zwischen der Spannung, in denen Rayne reflektiert.

Schreibstil muss man bei Bianca Iosivoni auch schon gar nicht mehr diskutieren. Sie erweckt Bilder und Momente so farbenfroh zum Leben, dass man meint, man wäre mitten drin. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, als ich die Augen aufgemacht habe und feststellen musste, dass Cole gar nicht wirklich vor mir steht.

Die Licht- und Dunkelseelen brechen die Angst vor einem weiteren Klischee Wesen im Bereich Fantasy und lange muss man auch nicht auf die spannende Wendung in Raynes ruhigem Leben warten. Vor allem ist es angenehm, dass die stereotypischen Bezeichnungen nicht dafür benutzt werden um ein Schwarz-Weiß-Denken zu etablieren. Natürlich sehen die Lichtseelen die Dunkelseelen als das pure Böse aber zumindest Rayne denkt da etwas mehr in Graustufen.

Auch die große Antagonistin Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat mir gut gefallen, weil sie eigentlich sogar ganz sympathisch scheint. Einerseits hebt sie sich vom Bösewicht Klischee ab, durch ihre sympathische Art, aber auch dadurch wie nachvollziehbar und logisch ihre Argumente und Ziele sind. Nur der Weg ist eben der falsche. Andererseits kam tatsächlich wenig von ihr, denn sie scheint eher im Hintergrund zu stehen und die Bühne einem weniger spannenden Antagonisten zu überlassen. Obwohl ein paar Andeutungen für Band 2 gemacht wurden, fehlte der fantastische Showdown.

Mein großes Problem mit der Geschichte in Band 1 war, dass es mich irgendwie nicht richtig packen konnte. Obwohl ich die Thematik um Seelenverwandte immer wahnsinnig süß und romantisch finde, konnte ich davon bei Rayne und Colt kaum etwas spüren.

Er taucht ab und zu auf und verschwindet wieder, hat ein Geheimnis, das leider auch nicht weiter dramatisch erscheint und ist ansonsten einfach nur verwirrend, weil er aus irgendeinem Grund ein Problem damit hat, dass Rayne sich als seine Seelenpartnerin herausstellt. Der Grund, warum diese nicht glücklich bis ans Ende leben können wird im gesamten Band 1 nicht enthüllt und ist damit eine zurückgehaltene Information, die definitiv Gefühl und Spannung zur Handlung hätte beitragen können. Für mich war einfach wenig da, auf das ich hin fiebern konnte.

Denn auch der finale Showdown spielt sich noch nicht einmal auf übernatürliche Weise ab und ist innerhalb weniger Seiten auch schon wieder passé.

Fazit:

Deshalb bin ich leider mit einer "Mir doch egal" Haltung durch Band 1 geschlichen. Es erscheint mir schon beinahe seltsam, wo so viele von dem Buch geschwärmt haben. Einerseits war das Buch stilistisch und strukturell sehr gut, aber die Handlung und Charaktere konnten mich überhaupt nicht packen. Vielleicht leide ich unter einem akuten Anfall von Leseunlust, aber so muss ich leider eine weniger gute Bewertung abgeben, weil das Gefühl der Geschichte nicht bis zu mir durchdringen konnte. 

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Tags: biancaiosivoni, soulmates   (2)
 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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SoulSystems - Erkenne, was du bist

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646603798
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Anfangs wollte ich die Reihe nicht mal wirklich lesen. Der Klappentext klang zu sehr nach "Die Auswahl" trifft "Der Marsianer", aber schließlich habe ich es gelesen, weil mir "Die Elite" gut gefallen hat. Das klingt jetzt gemeiner und schlimmer, als es damals tatsächlich war. Aber ihr kennt das ja: Auf manche Bücher brennt man nach dem Klappentext jetzt nicht so unbedingt.

In Teil eins geht es noch gemächlich zu, man wird auf den Mars geschickt, wo Ella ihr Leben lebt und ein kleines Bisschen gegen das Gesetz verstoßen hat, was aber nicht so schlimm zu sein scheint.

Jetzt bin ich mit Teil 3 fertig und möchte nicht mehr auf Band 4 warten. So langsam es in Band 1 noch zu ging, mit den neuen Sichten von Max, dem Rebellenanführer in Paris, und Taissa, einer Spionin in SoulSystems Inc., geht es rasant weiter. Dabei bleibt es spannend und verständlich, aber Langeweile kommt nie auf. Caden und Rhea dürfen ihre Geschichte natürlich genauso weitererzählen, wie Ella und River.

Ganz ehrlich: Anfangs war ich skeptisch bei der Idee so viele Protagonisten zu haben. Zu viele Geschichten, werden von zu vielen Leuten erzählt, was soll das Ganze bringen? In der Realität hat es mich dann aber erwischt. Ich liebe sie alle. Gibt es in der Storyline des einen Paares gerade eher Ruhe, knallt es bei wem anders. Ich konnte alle bisherigen sechs gut kennenlernen, fühle mit ihnen mit und wünsche mir, dass sie endlich glücklich werden können. (Nachdem sie etwas gelitten haben.)

SoulSystems Inc. zeigt immer mehr wie wenig rosarot sie eigentlich doch sind. Je mehr ich von ihnen lese, desto mehr hoffe ich, dass dieser kranke Verein am Ende der Reihe gestürzt wird.

Einige Entwicklungen habe ich schon kommen sehen, aber deshalb fand ich es nicht minder aufregend, als es endlich geschah. Andere wiederum haben mich so enorm verwirrt, dass ich hätte weinen können. Die Autorin hat es – wieder mal – erfolgreich geschafft mich zu verwirren, in dem sie alles so überzeugend dargestellt hat, auch wenn es vielleicht gar nicht so war. Die Handlungsstränge laufen zueinander und trennen sich wieder, kleine Drama Momente erweichen mein Herz und am Ende steht mal wieder ein Cliffhanger, der viele Komplikationen verspricht. Außerdem habe ich gehofft, dass es so kommt. Band 4 muss emotional aufwühlend weiter gehen, so wie dieses Buch geendet hat.

Wem bis hierher die Science-Fiction Momente in der Reihe eher gefehlt haben, für den ist Teil 3 sicher ein Aufschwung. Es kommen einige erschreckende Enthüllungen ans Licht, die mich mehr geschockt haben als die Charaktere selbst, die für die Spannung und Handlung des Romans darauf verzichten einen Nervenzusammenbruch zu kriegen. (Wir alle wissen, das ist Rivers Job in der Reihe. Der arme Kerl.)

Fazit:

"SoulSystems" mausert sich langsam aber sicher zu meinem Liebling von Vivien Summer und gehört zu den wenigen Sci-Fi Romanen, die mir wirklich gefallen ohne stärkere Lebens- und Sinnkrisen auszulösen. Sci-Fi/ Dystopie für die, die keine Sci-Fi mögen. Ich bin durch und durch positiv überrascht von der Reihe, obwohl ich anfangs noch skeptisch war. Es ist spannend, hat viel Herz und Verzweiflung, aber auch erschreckende Entwicklungen. Ella bleibt so mutig wie sie ist und auch die restlichen Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen.


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Tags: dystopie, impress, mars, scifi, soulsystems, viviensummer   (6)
 

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496 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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When it's Real – Wahre Liebe überwindet alles

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2018
ISBN 9783492061087
Genre: Liebesromane

Rezension:

Welche Autorinnen stecken hinter "Erin Watt"? Das würde mich wirklich mal interessieren, damit ich deren Bücher genauso verschlingen kann, denn wie schon die "Paper"-Reihe hat mich auch "When it's real" als Einzelband völlig überzeugt.

Der Roman gibt an Seiten gut etwas her, ist von den beiden Protagonisten in der Ich-Perspektive erzählt und verzichtet auf schlüpfrige Darstellungen. Natürlich betrauere ich das wie immer ein bisschen, wenn ich es eigentlich erwartet hatte, aber ehrlich gesagt fehlt der Liebesgeschichte dadurch nichts.

Oakley Ford ist die Art von Teenager Rockstar, wie wir sie alle noch aus dem Bieber Fieber kennen (Kein Fan!). Nur hat er sich einige Skandale und Eskapaden geleistet, sodass er schließlich seinen Fokus und seine Inspiration verliert – und mit ihnen stagniert auch sein Erfolg. Die Idee von der Image-Freundin für den Rockstar ist nichts Neues, aber Erin Watt hat das beliebte Klischee auf sehr schöne Weise in einen süßen und spannenden Roman umgewandelt.

Wie auch schon Ella, lässt sich auch Vaughn schließlich durch Geld überzeugen, das sie braucht, um ihre Geschwister zu versorgen. Der Vorwurf sie wäre geldgierig finde ich an dieser Stelle nicht notwendig. Ihre Motive und Hintergründe geben durchaus zu verstehen, dass sie das Geld für ihre Geschwister dringend braucht.

Oakley ist ein sehr unterhaltsamer Kerl, dem die Situation anfangs überhaupt nicht passt, was er Vaughn zu spüren gibt, die so gar nicht einsehen will, warum sie vor dem Rockstar eine tiefe Verbeugung machen soll. Er ist oft spontan, führt aufregende Situationen herbei und hat mich viel zum Grinsen gebracht.

So unerreichbar, wie er sich gibt, ist er auch gar nicht. In einer anderen Rezension habe ich gelesen, Oakley sei ein Typ mit Ecken und Kanten – und das trifft es genau. Er kann der coole, souveräne und ernsthafte Sänger und Songwriter sein, der begeisternde Superstar, aber auch ein kompletter Idiot, der es schafft sich selbst zu blamieren. Damit wird beim Lesen auch immer wieder klar, dass er eben auch nur ein junger Mann mit einem Traum und Fehlern ist, was Oak sympathisch und realistisch macht. Doch die große Rockstar Welle ebbt dadurch etwas ab. Nichtsdestotrotz kommt er definitiv in meine Top 10 Book-Rockstars.

Vaughn ist ein Sturkopf, wie wir es von Erin Watt gewöhnt sind. Sie lässt sich für ihre Scheinbeziehung nicht verbiegen, versucht noch ihre richtige Beziehung auf die Reihe zu kriegen und behält ihren legeren Kleidungsstil trotz aller "Stilberater". Wer eine Protagonistin mit Rückgrat sucht, wird bei ihr sicher fündig. Als einzig negativen Punkt könnte ich ihre "berufliche" Orientierungslosigkeit nennen, aber wie vielen jungen Menschen geht das nicht anders? Deshalb gibt es hier einen Gnadenzuschuss dafür, dass sie nicht so richtig weiß wohin mit sich.

Um die Fan-Superstar-Beziehung öffentlich und glaubhaft zu machen, die Oakleys Ruf und Vaughns Familienkasse verbessern soll, bedient sich der Roman der Social Media Platform Twitter. Auf witzige und romantische Art – auch wenn man weiß, dass es nicht so ist – "verlieben" sich die beiden offiziell über Twitter Nachrichten, die sie hin und her schicken. Das Ganze wurde so süß dargestellt, dass ich dafür bin, dass das das nächste Roman Thema der Autorinnen wird. Die tatsächliche Beziehung zwischen den beiden knistert, prickelt und ist so süß, dass ich am liebsten selbst seine Freundin gewesen wäre. Aber wie könnte ich meine anderen Bookboyfriends alle für ihn verlassen?

Gegen Ende gibt es dann noch die gewohnte – aber verlangte – Portion Drama zwischen Oak und Vaughn, die es auch schon vorher immer mal wiedergab. Der Herzschmerz sitzt tief und für den Moment wollte ich Oakley wirklich erwürgen. Man kann jetzt sagen, dass das Drama am Ende so unglaublich vorhersehbar geworden ist, gerade in New Adult, wo es meistens Missverständnisse sind. So ist es auch – aber aus der Leseerfahrung heraus gefällt mir ein Buch nicht bessern, wenn das fehlt. Im Gegenteil. Irgendwas fehlt mir dann einfach in der Liebesgeschichte, wenn alles sich langsam aber sicher zu einer rosa Wolke auftürmt und dann endet.

Ein großer Kritikpunkt geht an die Übersetzung:
Bitte, BITTE: "Das Chick", "dieses Chick" … Auf meiner Gänsehaut hätte man Hartkäse hobeln können. Ich weiß, Übersetzungen sind teilweise eine schwierige Sache, da es selten eine exakte Übersetzung gibt, man den Grundton beibehalten muss und im Englischen grammatikalisch viele Dinge schwierig zu übertragen sind. Der englische Artikel "the" steht für die deutschen Artikel "der, die, das", sodass man je nach Kontext und Vokabel entscheiden muss. Aber "chick" ist weiblich im Gegensatz zum männlichen "dude", daher war es wirklich nicht nötig Vaughn zu asexualisieren. "Diese Chick", wäre erträglicher gewesen und hätte auch keinen so fahlen Nachgeschmack hinterlassen.

Fazit:

Gemeinsam haben Vaughn und Oakley etwas über sich selbst gelernt, sich entwickelt und gelitten. Nicht alle Probleme lassen sich lösen und das ist auch ganz gut so – wir sind hier nicht im Märchenwald. Ich gehöre auch nicht zu den Lesern, die sich darüber ärgern, wenn gewohnte Roman Strukturen befolgt statt gebrochen werden. Vielmehr ist es mir wichtig, dass zumindest meine große Portion Drama mit Sahne dabei ist und das war hier der Fall. Alles, was davor passiert ist, hat mich immer wieder überrascht, gepackt und schlussendlich hatte ich das Buch in einer Parallel-Lese-Aktion bis um fünf Uhr morgens durchgelesen. Danach bin ich mit einem seligen Grinsen ins Bett gefallen. 

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Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist

Anna Savas
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646603934
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch habe ich mit Herzklopfen gelesen. Anfangs war es wirklich schwer. Dabei hat es mich von der ersten Seite an mitgenommen in eine aufregende Gefühlsachterbahn aus der ich fast nicht herauskam.
Emma und Henry sind beste Freunde, die kurz vor einer einjährigen Trennung stehen und, als würde das nicht schon herzzerreißend genug sein, verschwindet Henry auch ohne Abschied. Irgendwie haben Abschiedsfeiern diese besondere Magie – und die Lehre, die wir daraus ziehen: Nüchtern bleiben kann uns viel ersparen.

Henrys Rückkehr kam so überraschend wie ersehnt. Die ganze Zeit dachte ich: "Jetzt, jetzt kommt er wieder" und leider habe ich mich oft zu früh gefreut. Emma verdient wirklich einen Orden dafür, dass sie trotz ihrer Gefühle so bodenständig und anständig geblieben ist nach allem was passiert ist. Alles andere wäre sehr unsympathisch gewesen. Aber sie lässt sich auch nicht kleinkriegen und hechelt Henry nicht hinterher. Dieser Idiot hatte einiges verdient, so blöd wie er sich verhalten hat. (Ja, Henry-Schatz, Ich liebe dich trotzdem.)

Es geht immer wieder um die Missverständnisse, die zwischen den beiden stehen. Teilweise hätte ich ihre Köpfe wirklich gerne gegen eine Wand geschlagen und etwas oft ist es auch passiert, dass sie einfach nicht den Mund aufgekriegt haben. Aber sie sind Teenager, da ist das … zumindest akzeptabel.

Die Distanz zwischen den beiden hat mir beim Lesen irgendwann richtig zu schaffen gemacht. Dann kam die Wut, die brennende Eifersucht und die kleinen Tränen-kuller-Momente in denen Henry einfach nur super süß war. Ich dachte ja nicht, dass ich ihm alles vergeben könnte, aber durch all die schönen Rückblenden, in denen man Emma und Henrys Freundschaft über die Jahre beobachten kann, muss man ihn einfach lieben.

Es ist eine Geschichte über beste Freunde, die irgendwann beginnen mehr zu sein, deshalb muss man beim Lesen diese besondere Verbindung auch spüren – und das hat Anna Savas wirklich großartig hingekriegt. Ich bin geschmolzen. Emma und Henry, Henry und Emma, die beiden gehören so unausweichlich zusammen, dass man es überhaupt nicht in Frage stellen kann. Oder einen von beiden mit jemand anderem akzeptieren. Ihre Freundschaft schweißt sie auch romantisch stärker zusammen, als es normalerweise möglich wäre. Deine große Liebe und dein bester Freund. Oh Henry. Es hat so wehgetan euch getrennt zu sehen.

Stilistisch ist das Buch sehr schön gestaltet. Gerade Emmas Notizbucheinträge sind genau die Art süße Poetik, die sie so besonders machen. Sie fasst darin ihre Gefühle zusammen und so habe ich vor ihr gemerkt, dass sie eben nicht nur ihren besten Freund vermisst.

Henrys Auslandsjahr war eine der schlimmsten Buchtrennungen seit Edwards Verschwinden in New Moon (Kein Spoiler, wenn doch habt ihr eine Bildungslücke). Nur hat mich zum Glück kein Jacob mit seinem Gewinsel genervt. Klar, hätte Emma sich über ihre Trauer hinwegfeiern können, aber im Endeffekt wäre mir das an ihrer Stelle auch schwergefallen. Wie könnte man sich an ein Leben ohne Henry gewöhnen? Er ist tierlieb, treu, loyal und gequält auf seine Weise. Ein Good Guy, der mir völlig überraschend das Herz gestohlen hat. Besonders der gequälte Teil von ihm. Ihr wisst warum.

Wenn ihr ein Buch über eine süße, herzzerreißende Teenagerromanze wollt: Lest es!
Wenn ihr ein Buch über die große Liebe des Lebens wollt: Lest es!
Wenn ihr Beste Freunde Liebesgeschichten wie "Der letzte erste Kuss" mögt: Lest es!
Wenn nichts davon zutrifft: Lest es trotzdem! Es ist ein wirklich schöner Liebesroman, der Herzen höherschlagen lässt. 

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Herz aus Schatten

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551316929
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine letzte Bastion der Menschheit gegen die Dunkelheit der Monster. Schattenläufer, Dunkelweber, Knochenträger und Blutgänger. Statt der übrigen Greifen, Feen, Zyklopen und Vampire bringt Laura Kneidl völlig neue Monster mit besonderen Fähigkeiten zum Leben. "Herz aus Schatten" spielt in einem aufregenden und düsteren Setting, das vor allem wegen dieser Monster überzeugt, die jenseits der Stadtmauern von Praha darauf lauern die letzte Stadt der Menschen in die Dunkelheit zu ziehen.

Kayla ist eine derjenigen, die dort hinausgehen und eines der Monster zähmen soll, um mit ihm kämpfen zu können. Zwar ist das Motiv der Heldin, die ihre Aufgabe verweigert und nur normal sein will, schon altbewährt, wirkt durch Kaylas Vielseitigkeit aber keineswegs ausgelutscht. Sie kann mitfühlen, hinterfragen und sich selbst reflektieren.

Das Bedürfnis ihr eine zu Kleben hielt sich also in Grenzen. Eigentlich kam es nur dann auf, wenn es darum ging, dass sie den Unterricht geschwänzt hat. Denn mal ehrlich, wenn man schon ein Monster so kontrollieren können muss, dass es nicht die halbe Stadt anknabbert, sollte man doch meinen, dass "Verantwortung" ein Begriff ist. Aus Widerstand gegen das System der Bändiger und ihren persönlichen Problemen diesem Unterricht fernzubleiben ist so als würde sie das Gehege der Monster offenstehen lassen. Ansonsten mochte ich Kayla sehr.

Zum Blödmann des Buches wähle ich ihren Vater, der vor lauter aufgeblasenen Egoproblemen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen will. Er ist Teil der vielen schwierigen Beziehungen in der Geschichte, die es auch immer wieder interessant gemacht haben Wortgefechte zu verfolgen und das Buch dafür entschädigt haben, dass die Handlung nicht sehr "bewegt" ist. Diese bleibt innerhalb der Stadtmauern, hinter denen genug Konflikte lauern, um die Spannung zu erhalten.

Wer einen Fantasy-Liebesroman erwartet wird leider ein bisschen enttäuscht. Die romantische Beziehung zwischen Kayla und Lilek, dem jungen Mann, der sich in einen Schattenwolf verwandeln kann, schleicht sich langsam – sehr langsam – an, existiert bis zum ersten Drittel des Buches noch gar nicht und bekommt auch später wenig Aufmerksamkeit. Ein paar zögerliche Küsse, die schneller Alltag werden, als der Leser mitkommen kann, und schon sind die beiden eben zusammen.

Von Lilek an sich hätte ich mir auch mehr erwartet. Schattenwolf hat für mich einen Badboy impliziert, der durchaus gefährlich werden kann. Lilek ist jedoch eher ein süßer Welpe, der um Kayla herumtappst und dem "Schwiegermutters Liebling" auf der Stirn stehen hat. Sexy Momente und heiße Duschen gab es trotzdem, für Good Guy Liebhaber also alles kein Problem. Das einzig Gefährliche an Lilek dem Welpen ist sein innerer Schattenwolf, der enorm auf negative Gefühle reagiert und ab und zu ausbrechen kann.

Den größten Pluspunkt bekommt "Herz aus Schatten" von mir für die Weltenbildung; die Monster, die Akademie der Bändiger, Praha und die Wilde Jagt sind absolut unglaublich dargestellt, unterstützt durch einen flüssigen und ausgewogenen Schreibstil. Die Einsetzung tschechischer Begriffe gibt Fremde und Realität gleichzeitig her.


Fazit:

Insgesamt ist "Herz aus Schatten" ein tolles und düsteres Fantasy-Buch für Leser, die es auch mal aufregend und blutig mögen. Auf eine wirkliche Liebesgeschichte muss man zwar verzichten, aber gut ist das Buch auf jeden Fall. Ganz davon abgesehen, dass das Cover schon sehr viel hermacht und es sich allein dafür lohnt es im Schrank stehen zu haben. Da mir persönlich die Liebesgeschichte immer sehr wichtig ist, kann ich trotzdem nur 4 Sterne geben, auch wenn ich es definitiv weiterempfehlen kann. 

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Tags: herz aus schatten, laura kneidl   (2)
 

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SoulSystems - Suche, was dich rettet

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.02.2018
ISBN 9783646603781
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nachdem es in SoulSystems 1.0 noch relativ entspannt zuging, legt Teil 2 fünf Gänge zu.

Caden und Rhea kommen als paralleler Handlungsstrang dazu und zeigen SoulSystems Inc. von seiner düsteren Seite. Sie sind Gefängnisinsassen, die sich noch nicht einmal mehr an ihr früheres Leben erinnern können oder an ihren Namen. Sie wissen nur, warum man sie inhaftiert hat. Ganz schön fiese, sadistische Nummer. Aber SoulSystems ist ein klein bisschen gestört, wenn auch sehr effektiv in der Finanzierung ihrer Strafanstalten.

Adoptionsverfahren #5623108 SoulSystems Inc.
Sie sind stinkreich und können leider keine Kinder kriegen? Kein Problem! SoulSystems gibt ihnen erstklassige Gefängnisbabies zur Adoption!
Haben Sie gerade Gefängnisbabies gesagt?
Äh, was, wer, ich? Nein! Ich sagte … Ge-fröhliche Babies. Sehr glückliche kleine Dinger und bei der Adoption gechipt und geimpft. Mutter kann nicht besichtigt werden.
Reden Sie immer noch von Babies oder Welpen?
----PIIIIIIIEP---- SoulSystems Inc. wartet seine Server. Bitte haben Sie einen Moment Geduld, dann wird ihr Gedächtnis gegrillt und wir fangen noch mal von vorne an.

Weiter im Rezi-Text:
Rhea hat mit allem schon abgeschlossen. Sie ist mit ihrem Kampfgeist und ihrem Leben schon am Ende und will nur noch das vermeiden, was ihr dann doch passiert: Auf die "Zuchtebene". Das muss man SoulSystems lassen, sie wissen wie man Gefängnisse finanzieren kann auch wenn es etwas gestört ist.

Caden hingegen genießt seine Zeit dort und will einfach nur aufpassen niemanden zu schwängern (Guter Ansatz, Caden). Tja und Sunnyboy muss dann natürlich auf das Deprigirl treffen. Noch ist die Romanze nicht so richtig in Schwung gekommen, weil beide noch sehr mit sich beschäftigt sind, aber die Gefängnisszenen sind dafür wahnsinnig spannend. (Zu Caden habe ich übrigens schon meine ganz eigene Vergangenheit zusammengebastelt, das MUSS einfach so sein.)

Allerdings kommen Szenen zwischen den beiden – und aus beiden Sichten – nicht sehr häufig vor. Sie werden immer mal wieder eingestreut, sodass man den Hauptfokus auf Ella und River nicht verliert.

Die beiden haben mich vor allem ab der 2. Hälfte sehr begeistert, denn sie kommen sich immer näher und näher, obwohl River noch immer mit der Vergangenheit kämpft. Seine Backflashs haben mir fast das Herz gebrochen, so spannend und herzzerreißend gut waren sie beschrieben. Wieder hatte ich das alte Troja Problem: Ich wusste wer stirbt, habe gehofft, mitgefiebert, aber es ist trotzdem passiert. Blöd gelaufen für mich. Und sie.

Ella rückt außerdem immer weiter von ihrem alten Leben ab, hin zu den Rebellen, die einen großen Schritt wagen und ein hohes Risiko eingehen. Es war richtig spannend den noch kleinen Widerstand der Meute auf dem Mars zuzusehen. Bei einigen Charakteren wusste ich einfach nie, ob ich ihnen trauen kann oder nicht. Immer wieder wurde ich erfolgreich verwirrt und in die Irre geführt, was wirklich eine Spezialität der Autorin ist. Zusammen mit liebevollen und vor allem lebendigen Nebencharakteren glänzt SoulSystems so realistisch, spannend und mitreißend.

Die Veränderungen und Begegnungen am Ende haben mich wirklich umgehauen. Nicht, dass es mit Ella und River nicht schon spannend genug wäre, es kommen immer neue tolle Figuren ins Spiel. Max, den jungen gutaussehenden Rebellenanführer in Paris, mochte ich schon nach den ersten Sätzen und ich hoffe, dass in Band 3 noch viel mehr von ihm kommt.
Cliffhanger Warnung: Stellt sicher, dass Teil 3 griffbereit ist, wenn ihr euch dem Ende nähert. Ich weiß bis heute nicht, was überwiegt hat: Verwirrung oder Schock.

Fazit:

SoulSystems 2.0 bleibt eine Jugendbuch Dystopie/ Sci Fi, die man auch als nicht Dystopie/ Sci Fi Leser lesen kann. Jedoch wurde alles zugespitzt, eins folgt aufs andere, River und Ella wachsen immer mehr ans Herz – und zusammen – und gerade, weil ich am Ende nur noch hilflos in einem üblen Bookhangover hing, war es einfach toll.
Teil 1 hatte mich noch nicht ganz überzeugt, weil etwas Pfeffer fehlte, aber nach Teil 2 kann ich nicht mehr motzen. Geht einfach nicht. Obwohl ich gerne motze. Aber nein. Dafür bin ich zu verliebt in River, Caden, Milo, Max und die Geschichte.

Joint he rebellion. We have hot bookboyfriends.

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Tags: dystopie, mars, romantisch, scifi, soulsystems, viviensummer   (6)
 

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Grobe Story: In „Save Me“ prallen die Welten von Ruby Bell, einer fleißigen Stipendiatin, und James Beauford, einem reichen Erben aufeinander, als Ruby etwas sieht, das sie leicht erschüttert.

Maxton Hall ist eine britische Privatschule wie man sie sich in voller Klischeepracht vorstellt. Reiche Jugendliche machen was sie wollen, weil Daddys Geld es schon wieder richtet. Sie sehen auf alles und jeden herab, wenn sie ihn oder sie überhaupt wahrnehmen.

James und seine Freunde bekommen im Laufe der Geschichte etwas mehr Tiefgang, als man ihnen zu Beginn zutraut, aber schrecklich sind in dieser Hinsicht seine Eltern. Hinterhältige, versnobte Pappfiguren, die nur dazu da sind James und Ruby voneinander fern zu halten. Dennoch sind sie der Auslöser dafür, dass James am Ende des Buches ordentlich Mist baut, wo ich mich nur gefragt habe: Warum? Warum, mein kleiner seelisch-emotional verkrüppelter Idiot? Denn zu keinem Moment im Buch wurde eine besonders enge und oder positive Beziehung zu den Eltern – unseren lieben Statisten – unterstellt. Natürlich kann man argumentieren, dass es immer noch seine Eltern sind, aber so wirkt es doch etwas flach.

Ruby steht immerhin ihre Frau und verfolgt ihre Ziele, ganz egal, ob Herzschmerz oder reiche Mitschüler sie schlecht behandeln, ihr ihre Ziele versauen oder sie schief angucken. Wirklich schade fand ich allerdings, wie flach Rubys Freundin Lin rüberkam. Ein weiterer Pappaufsteller, der zur Nebenfigur dient und dem es irgendwie an Herz fehlt. Dagegen bekommt James‘ Freund Alistair von mir volle Herzchenaugen für seine verzwickte Liebesgeschichte, von der in den Folgebänden hoffentlich noch mehr kommt. Generell geben die Nebenfiguren – außer Lydia und Alistair – wenig her und ehrlich gesagt sind sie mir traurigerweise relativ egal. Natürlich kann sich das in den nächsten zwei Bänden noch ändern, aber in Band eins wäre es eben schöner gewesen.

Die Liebesgeschichte zwischen Ruby und James hingegen fand ich wirklich sehr schön. Zu Beginn haben wir die typische Mr. Darcy und Elizabeth Bennett Situation, in der er ein arroganter Schnösel ist und sie ihm seine Arroganz um die Ohren haut. Bis sie gezwungen sind aufgrund Rubys starker Moral und ihrem Gerechtigkeitssinn mehr Zeit miteinander zu verbringen. James gewinnt an Tiefe und Mona Kasten hat seine innerliche Zerrissenheit und Verwirrung über Ruby und seine Gefühle für sie wirklich schön dargestellt. Ein Zucken um die Mundwinkel hier, ein schmaler Blick da und man merkt, was James sich noch nicht eingestehen möchte.

James selbst ist ein Badboy, dem man durchaus etwas abgewinnen kann. Immerhin hat er schon das ein oder andere Bett zerstört und das ist doch die schönste Form des Vandalismus. Lacross wird zum sexy Mannschaftssport, in dessen Umkleidekabinen man sich gerne mal rumtreiben würde, und dann ist da natürlich noch sein inneres Leiden. Welcher gute Badboy leidet denn nicht wegen irgendetwas? Und ich freue mich schon auf den Moment in Band 2, an dem er aufwacht und kapiert, was er verzapft hat, denn dann … leide James, leide. – An dieser Stelle: Wirklich … die Eltern brauchen mehr Tiefgang. Sonst macht das keinen Sinn.

Die Handlung des Buches war gut konstruiert und spannend zu lesen – höchstens etwas zu getaktet.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich das Gefühl einen gut strukturierten Plan zu lesen und das muss auch nicht unbedingt schlecht sein, aber noch fehlt der Welt von Maxton Hall etwas Tiefgang. Die Seele des Buches hält sich in Band 1 noch versteckt und wirklich etwas Neues ist die Geschichte auch nicht. Die Nebencharaktere wirken zu 90% noch zu eindimensional, seelenlos und erwecken nicht das Gefühl, dass ich mich als Leserin hineinstürzen wollte. Ich möchte „Save Me“ nicht direkt mit der „Again“ Reihe vergleichen, aber ich weiß, dass Mona Kasten dieses Herz, die Seele und das Gefühl reinspringen zu wollen eigentlich rüberbringen kann. Ich fände es schade, wenn sie das in dieser Reihe nicht tun würde.

Andererseits konnte mich „Save Me“ mit seiner Liebesgeschichte packen und hat mir einige unterhaltsame Stunden beschert, sodass ich mir am Ende gewünscht hätte es wäre länger gewesen – damit hätte das Tiefgang Problem vielleicht auch gelöst werden können. Eine wichtige Szene folgt auf die nächste, bis auf ein paar bei Rubys Familie, and ein paar mehr entspannte Szenen hätten der Seele des Buches gutgetan.

Fazit:

Obwohl „Save Me“ noch sehr dünn konstruiert war und vieles fehlt, war es nicht so, dass ich mich lange dazu bringen musste es zu lesen. Weil mir aber Charaktertiefe und das Gefühl in einem Buch wichtig ist, möchte ich kritische 3,5 Sterne geben, auch wenn ich es trotzdem empfehlen kann und es mir gut gefallen hat. Es hat mich nicht umgehauen deshalb keine 5 Sterne und dann leider noch mal 0,5 Abzug für die fehlende Tiefe. 

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122 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Snow Heart

Olivia Mikula
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 30.01.2017
ISBN 9783959911108
Genre: Fantasy

Rezension:  
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Bossman

Vi Keeland , Babette Schröder
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486762
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Entscheidung „Bossman“ zu lesen hat sich von „Oh eine sexy Office Romance, ja bitte“ entwickelt, aber ausschlaggebend war definitiv das erste Kapitel der Leseprobe. So ein ungewöhnliches und vor allem witziges und charmantes erstes Aufeinandertreffen habe ich selten gelesen. Chase ist ein richtiger Scherzkeks und sieht dazu noch zum Abschlecken aus. Nein, wir beißen ihn nicht an, das würde das Gesamtbild zerstören. Aber abschlecken ist erlaubt! Besonders attraktiv finde ich außerdem, dass er eine Vorliebe dafür hat sich ganz spontan die wildesten Geschichten auszudenken.

Nach dem ersten Kapitel hat es sich dann leider etwas mehr gezogen. Rückblickend würde ich zwar schon sagen, dass es daran liegt, dass das erste Kapitel einfach hoch getrumpft hat, aber als Chase Reese‘ Boss wird und versucht sie zu mehr zu überreden, kam es einfach sehr plump rüber. Am liebsten hätte ich die Augen verdreht, weil ich mir dachte: „Wir wissen doch beide, dass du nachgeben wirst, also sorg mal für ein bisschen sexy Action. Das ist viel spannender zu lesen als diese lahme Hin und Her.“ Dazu kam noch, dass plötzlich Kapitel aus Chase‘ Sicht um die Ecke kamen, die ihn mit seiner viel zu sympathischen Ex Freundin zeigen und wie sehr er sie geliebt hat. Davon will man im Normalfall wirklich nichts lesen, immerhin gibt es eine aktuelle Liebesgeschichte zu erzählen. Aus diesen Gründen gab es bei mir erstmal eine Leseunterbrechung.

Wenn ihr also an diesen Punkt kommt, rate ich euch dringend weiter zu lesen. Es wird besser! Damit meine ich auch nicht „besser“ wie „erträglich“ sondern „wirklich gut“. Bis dahin ist es eben etwas leichtere Lektüre. In etwa wie Fahrstuhlmusik.

Eben erwähnte Exfreundin, die sich in Flashbacks zeigt, ist nicht nur super sympathisch, sie ist auch ein zentraler Faktor in der Geschichte. Man muss Payton einfach mögen dafür wie sie ist und was sie alles tut. Ich würde sogar sagen, trotz allem ist sie einer meiner Top 3 Lieblingscharakter in dem Buch. Ihre Geschichte ist spannend, mitreißend, emotional und die Enthüllungen gegen Ende des Buchs haben mich wirklich schockiert. Vi Keeland hat die Auflösung wirklich geschickt getarnt und den Leser in die Irre geleitet, sodass man beim nochmaligen Überdenken einiger Sachen schon schlucken muss. Man hat vielleicht sogar ein bisschen geweint … und mit „man“ meine ich mich. Trotz Chase‘ Liebe zu ihr, wurde das Verhältnis wirklich gut gelöst, denn er stellt sie dennoch nicht über Reese.

Aber um weg von traurigen Dingen und zu dem sexy Kern der Geschichte zu kommen: Chase ist ein unglaublich charmanter, witziger Mann, der dem Buch sehr viel Herz gegeben hat. Natürlich ist Reese’ sexy Boss fleißig am Flirten, um sie von seinen Vorteilen zu überzeugen (Ich war es schon in Kapitel eins, aber Reese hat „Prinzipien“ … seit neustem! Trotzdem verständlich.“) Seine erfundenen Geschichten haben mich immer wieder zum Grinsen gebracht, denn sie sind fast wie unterstütztes Tagträumen im Buch und vor allem war es schön mal ein solches Buch zu lesen, in dem es nicht unbedingt als lockere Affäre anfangen muss. Doch so zuckersüß Chase auch sein kann, ist das natürlich nicht alles. Sein Beschützerinstinkt, sein Verantwortungsbewusstsein und seine Fürsorge sind zum Dahinschmelzen.

Die sexy Momente und intimen Szenen sind brennend heiß, nicht unbedingt Mr. Grey mäßig außergewöhnlich, aber der Kern dessen wofür diese Szenen und Momente für mich stehen wurde getroffen: Sie haben eine kuschlige rosa Blase des Verliebtseins um Reese und Chase gebildet.

Reese selbst war eine sehr sympathische Protagonistin. Wen Anastasia Steeles „Verklemmtheit“ (Ich sehe das gar nicht so schlimm, aber nun gut) gestört hat, der ist mit Reese sicher gut bedient. Vibratoren, Selbstbefriedigung, Sex der Spaß macht, das sind für Reese und ihre beste Freundin Standardthemen. Sie reden nicht die ganze Zeit darüber, aber sie gehen sehr offen damit um, woraufhin der ein oder andere Schmunzel Moment mit Chase entsteht. Sie liebt ihren Job und zeigt außerordentlich viel Selbstbeherrschung in Bezug auf ihren sexy Boss und seine Avancen. Durchhaltevermögen hat sie, das muss man ihr lassen. Reese ist eine taffe Frau, die weiß was sie möchte und dafür sorgt, dass sie es auch bekommt. Das kommt ihr vor allem bei Chase zugute, der eine kleine große Krise überstehen muss.

Das Buch hat ein rundes Ende, das mich breit grinsend mit der letzten Seite zurückgelassen hat. Ich dachte es mir im Epilog fast schon, aber die Art und Weise wie Chase das Happy End für sich und Reese beginnt war wirklich amüsant und gleichzeitig auch romantisch ohne schmalzig zu wirken.

Fazit:

Trotz anfänglicher Länge hat mich das Buch dann doch noch positiv überrascht. „Bossman“ ist eine sexy Office Romanze mit viel Herz.

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Tags: bossman, officeromance, sexy, vikeeland   (4)
 

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101 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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SoulSystems - Finde, was du liebst

Vivien Summer
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.12.2017
ISBN 9783646603774
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„SoulSystems 1.0“ ist eine Jugendbuch Dystopie/ Sci-Fi (weil wegen Marskolonie und so) mit einer mutigen und frechen Heldin.

Lange lässt die Spannung in der Goldfischglas Kuppel Marskolonie von SoulSystems nicht auf sich warten. Ella, die Protagonistin, schafft es innerhalb weniger Seiten zweimal über und oder auf River zu landen. Alles ganz keusch, versteht sich, immerhin steht er nicht auf ihrer von SoulSystems genehmigten Liste von Dates. Ella lässt sich jedoch von Beginn an wenig vorschreiben, ist frech, direkt und nimmt selbst die Drohungen von SoulSystems nicht wirklich ernst. Zumindest ist sie im Verheimlichen verbotener Dinge nicht sonderlich subtil, dabei wird später im Buch klar, dass diese Dating Liste für das System sehr wohl eine todernste Sache ist. Dabei wären manche in der Kolonie mit Tinder wohl besser bedient gewesen, wenn man sich das ein oder andere Date so ansieht.

An Spannungsmomenten fehlt es das ganze Buch über nicht, denn sie tauchen immer wieder auf. Manchmal wurde mir diese Spannung etwas zu schnell wieder aufgelöst, aber dafür ließ der nächste Moment nicht lange auf sich warten. Vieles bleibt in Band 1 noch ungelöst und unklar, wird angerissen und macht neugierig auf die Fortsetzung, denn mysteriöse Kursiv-Szenen drehen das Leservertrauen hin und her, wie ein Blatt auf dem beidseitig steht: „Bitte wenden“. Schlussendlich weiß ich zwar, wem ich auf keinen Fall vertraue, aber ich weiß noch nicht warum genau eigentlich.

Das Buch ist aus zwei Ich-Perspektiven geschrieben und gib so Einblick in sowohl Ellas als auch Rivers Leben. Das könnte jetzt natürlich übel in die Hose gehen, die Spannung wegnehmen und so weiter. Tut es aber nicht, denn was Ella und River wissen, oder zu wissen glauben, unterscheidet sich immer wieder, wird beidseitig durch Beweise gestützt, sodass ich gar nicht wirklich sagen kann, was nun wahr und wer einfach falsch informiert ist.

Was treibt SoulSytsems tatsächlich, was die Rebellen und wem außer Ella und River, in deren Köpfe ich gucken kann, kann ich überhaupt gesunden Menschenverstand statt der Welt(raum)herrschaft zutrauen? Die Verwirrung ist erfolgreich gelungen.

Neben den Enthüllungen, die Band 2 hoffentlich bereithält, freue ich mich auch schon darauf mehr von Charakteren wie Milo, Chuck, Zoe und Hunter zu erfahren. Letzte beiden würde ich im Übrigen sehr shippen.

Aus dem Off: Aber Chiara, Hunter ist doch so ein fieser, arroganter, gutaussehender Wächterrebellenarsch, der die ganze Zeit River provoziert!
Ich: Ja ganz genau, liebes erfundenes Publikum. Da habt ihr euren Grund warum ich ihn shippe. Selbsterklärend, würde ich sagen, um es mit den Worten meiner ehemaligen Lehrer auszudrücken.

Damit hätten wir geklärt warum ich Hottie Nummer 1 als solchen klassifiziere, aber was ist mit River und meinem Seelenbruder Milo?

Milo, um es kurz zu halten, ist witzig und irgendwie genau die Art von Freund, die jeder gerne hätte. Ein Kumpel mit Sonnenscheinqualitäten eben, ein Sunny Boy, der seine eigenen Herzen zu brechen hat, mit Potenzial zum Zweit-Bookboyfriend. Ich hoffe also wirklich, dass Sunny Boy sich schlussendlich doch in das Nerdmädchen verknallt. Nerdherzen müssen schließlich auch höherschlagen.

River ist dagegen ein gequälter, hübscher Kerl, den seine Vergangenheit in mehreren Hinsichten belastet und wirklich toll dargestellt. Er ist von nichts zu viel. Bad Boy aber gleichzeitig auch Softie, wenn es um die geht, die ihm wichtig sind. Witzig aber auch ernsthaft in seinen Vorhaben. Für die Erreichung seines großen übergeordneten Zieles würde er auch über Leichen gehen, wenn es sein muss, ist dabei aber nicht abgebrüht und kaltschnäuzig. Vor allem seine Loyalität trifft bei mir auf eingerannte Türen. Alles in allem ein durchaus realistischer Charakter, der mit seinen verbotenen Tattoos, dem schmerzhaften psychischen Trauma und seinen Gefühlen für Ella meinen Buch Boy Kriterien voll und ganz entspricht. Leider ist der Schnuckel wie Chris in einem Jugendbuch gefangen, sodass wir ihn vermutlich nur oben ohne zu sehen bekommen. Ich werde beim Versuch darüber hinweg zu kommen meinen Anker festhalten und ein bisschen schniefen. Allerdings hat er mir manchmal etwas zu schnell lockergelassen. Seine romantische Zeit mit Ella war auch etwas beschränkt (Ja, Handlung muss in so ein Buch auch noch rein) und könnte, wenn es nach mir ginge, ruhig noch etwas an Intensität zunehmen.


Fazit:

Die Welt der Marskolonie lässt noch viel Spielraum für die Fortsetzungen, aber nach dem was in Teil eins gegen Ende so passiert ist, geht es in Band 2 erst so richtig los. Hoffentlich sehe ich dort dann noch mehr Ella und River Action, denn bei der Liebesgeschichte fehlt mir noch ein bisschen Intensität.

„SoulSystems“ ist eine Dystopie für die unter uns, die bei dem Genre hinterher nicht gleich eine Post-Panem-Therapie brauchen wollen und definitiv KEINE Dating Option, die ich weiterempfehlen würde. Sucht euren Traumkerl oder Traummädchen lieber bei MyRebell.Heart oder rempelt ihn/ sie ganz altmodisch auf der Straße an, sodass es wie ein kosmischer Zufall aussieht.

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Fire&Ice 14 - Taylor Falk

Allie Kinsley
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei www.allie-kinsley.de, 01.12.2017
ISBN B07858SC7W
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zu Beginn muss ich mir selbst einmal eine Frage stellen: Was gefällt mir so an „Fire & Ice“?
Im Grunde ist es immer ein bisschen dasselbe. Ein junger, gutaussehender, ungebundener Kerl lernt sie kennen. Es beginnt als lockerer Flirt und wird bald mehr. Damit hat sich die Erfolgsformel für mich auch schon. Natürlich gefällt mir die kuschelige Zeltatmosphäre in Talin oder dem Musikfestival und wie die restlichen Mitglieder reagieren, aber so im groben runter gebrochen ist es das.

Genau diesen süßen aber schnellen Weg von locker zu mehr bestreiten auch Taylor und Fay, zwischen denen aber auch noch einige Hürden stehen. Wie ihre erste Begegnung und die Schlussfolgerungen, die Fay automatisch daraus zieht. Zoey und Mat Fans kommen dabei garantier auch ihre Kosten, denn als bester Freund von Zoey spielt sie in Taylors Geschichte eine nicht sehr kleine Rolle. Kleine Andeutungen für Trish und Logan gibt es auch, inklusive Zusatzkapitel, das mich sehr gefreut hat. Fays Freundinnen versprechen gutes Zukunftsmaterial für Fire & Ice, außerdem liebe ich die Blumenwunder und ihre gute Fee, von der ich hoffe, dass sie eine wirklich tolle eigene Geschichte bekommt.

Band 14 war mit einer der spannendsten Teile der Reihe bisher. Fays Exfreund bringt ordentlich Schwung in die Geschichte und spannt den Spannungsbogen an. Für mich kleine Thriller Vermeiderin und bekennendes Weichei war es genau die richtige Portion Psycho-Ex-Gehabe. Gegen Ende wurde es dann etwas (sehr) traurig, also legt euch Taschentücher und etwas zum Kuscheln bereit.

Was mich wirklich an Taylor gestört hat, so toll er auch war, ist seine übertriebene Hilfsbereitschaft. Damit meine ich nicht die „Ich trage einer alten Frau die Einkaufstüten und rette ihre Katze“-Hilfsbereitschaft, sondern die „Ich lasse alles stehen und liegen, wenn jemand sich mal die Nase nicht alleine abputzen kann“-Hilfsbereitschaft. Natürlich ist es sehr schön einen Freund zu haben, auf den man sich immer verlassen kann, aber dass Fay immer die ist, die scheinbar ganz hinten auf der Liste steht, war schon etwas traurig. An ihrer Stelle hätte ich Taylor dafür ja die ein oder andere „unabsichtliche“ nächtliche Kopfnuss gegeben.

Fazit:

Definitiv einer von den guten „Fire & Ice“ Bänden, der mich wünschen lässt, dass bald Nachschub kommt. 

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Fire&Ice 13 - Alex Altera

Allie Kinsley
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei www.allie-kinsley.de, 17.02.2017
ISBN B06WD79S4V
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Mal wieder ein richtig schönes Fire & Ice Buch, nachdem mich die Vorgänger etwas enttäuscht hatten. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass ich die im Akkord gelesen habe. Jedenfalls haben Alex und Cat mit der „Kleinen Schwester des besten Freundes“ Thematik wieder voll meinen Geschmack getroffen.

Aufgrund von jahrelangen Missverständnissen und Trennung, hinter denen eigentlich ihre große Liebe steht, haben Cat und Alex gerade am Anfang die Fetzen fliegen lassen. Die Stimmung zwischen ihnen hat in jeder Sekunde geknistert; Ob aufgeregt oder samtig weich, ist dabei egal gewesen. Der Herzschmerz, die Missverständnisse, Vorwürfe und vor allem die Liebe auf beiden Seiten haben für so viel dramatische Szenen gesorgt, dass ich zwischendurch gerne aufgeregt geklatscht hätte wie ein Bücher lesender Flummi Ball. Je verzwickter die Beziehung zwischen den Protagonisten, desto lieber lese ich Liebesgeschichten.

Besonders gefallen an Cat hat mir, wie sie bei Alex endlich ihre Eisköniginnen Maske fallen lassen hat. Eine Beziehung muss etwas besonders sein, was bei Alex und Cat definitiv gelungen ist. Sie bei ihrem Weg zueinander zu begleiten war wie heimkommen. Gemütlich, wunderschön schmalzig und ab und zu gewürzt mit Aufregung und Enthüllungen.

Allerdings muss ich zum Thema Enthüllungen anmerken, wie unglaublich, unendlich begriffsstutzig Alex war. Gerade sein Begreifen bestimmter Geschehnisse hätte noch ein paar Spannungsmomente hinzufügen können, aber der Kerl wollte bestimmte Dinge, glaube ich, gar nicht verstehen.

Dafür gab es wieder viel Neues und Vertrautes von der gesamten Fire & Ice Truppe; Die kleinen Momente für die Langzeitleser der Reihe ein bisschen leben.

Fazit:

Insgesamt muss ich sagen, dass ich Band 13 wieder sehr genossen habe und aufgrund der ständigen Entwicklungen und der Dynamik zwischen Cat, Alex und natürlich auch Ryan (Er nahm es weit sportlicher als Chris, aber lange nicht so entspannt wie Ty) trotz kleiner Längen und Alex Begriffsstutzigkeit guten Gewissens meine Wertung abgeben kann. 

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King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

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Der letzte erste Kuss

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736304147
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elle und Luke sind ein Paar, das mich schon im ersten Teil total neugierig gemacht hat. Sie sind nur Freunde, aber dass es zwischen ihnen permanent knistert wird nur von der Nähe übertroffen, die die beiden zueinander empfinden – und wegen der sie ihre Freundschaft auf keinen Fall aufs Spiel setzen wollen.

Diese Nähe und Verbundenheit ist es auch, die mich als Leser davon überzeugt hat, dass die beiden einfach zusammengehören und sie es nur noch nicht wissen. Denn mal ehrlich, Leidenschaft gibt es in jedem Roman, der genremäßig in diese Richtung geht. Aber die Verbindung zwischen Elle und Luke ist wirklich sehr schön dargestellt. So sollte Liebe sein, dachte ich mir da immer.

Beide haben schwierige Familienverhältnisse und so ihre Beziehungsprobleme, die gleich am Anfang für Schwierigkeiten sorgen, uns zeigen was für ein toller Freund Luke ist und dank der knisternden Spannung zwischen Luke und Elle muss man auch nicht lange auf den entscheidenden Kuss warten.

Die eine große Sache, die mich jedoch gestört hat, war, wie gut Elle und Luke diesen Kuss und die gewaltige Anziehungskraft, die aus ihm resultiert, verdrängt haben. Für meinen Geschmack etwas zu lang. Auch wenn man dadurch tiefer in den freundschaftlichen Aspekt ihrer Beziehung eintauchen konnte und es schon zwischendurch Szenen gab, die dieses Verdrängen gebrochen haben. Nur hielt das eben nur diese Szenen an und danach – tadaa! – Verdrängung erfolgreich aktiviert.

Ein großer Pluspunkt ist jedoch wieder die geteilte Erzählperspektive von Elle und Luke. Den Book Boyfriend auch zu Wort kommen zu lassen, kommt in dem Genre einfach immer gut – finde ich – auch wenn es nicht oft genug gemacht wird. Spannung kann auch anders aufgebaut werden, als die Gedanken des Kerles zu verschleiern, wie Bianca Iosivoni zeigt. Jeder Gedanke den Luke über Elle hatte, hat mich entweder amüsiert oder zum Schmelzen gebracht.

Was jedoch auch an Luke an sich liegen kann, denn er vereint seine Ausstrahlung, seine Loyalität, seinen Humor und Charme gemeinsam mit seinem blendenden Aussehen und der Sportlergesinnung (die ich sehr gruselig finde) zu einer tödlich heißen Mischung. Ich sage nur, Bibliotheken werden mich am jetzt immer kribbelig machen!

Trotz den Familiendramen gibt es auch zwischen Elle und Luke noch ein paar schwierige und traurige Momente, ganz wie ich sie liebe. Mein Herz ist immer mal wieder ein bisschen gebrochen und genau so soll es ja auch sein. Das letzte Drittel hat die romantischen Längen im zweiten Drittel dann ordentlich ausgebügelt, auch weil es irgendwann hoch her geht und Luke mich einfach seit dem immer etwas zum Sabbern bringt.

Außerdem vergebe ich 3/5 Dramapunkten für Elles und Lukes Familienkonstellationen und deren Auswirkungen auf die Handlung. Obwohl schwierige Vergangenheiten bei NA schon Standard sind, habe ich die Geschichten der beiden nicht als übertrieben klischeehaft empfunden. Sie übertreiben nicht und enden auch nicht wie ein Barbiefilm, wo die Bösen entweder zu Staub verpuffen oder einsehen wie schlecht sie bisher gewesen sind und sich ändern wollen, bla bla, rosa Einhorn.
Elles Mutter bekommt von mir 10/5 Ohrfeigen und Lukes Tante DeeDee 10/5 Teetassen mit Schuss.

Die Clique bleibt gewohnt witzig und ich möchte immer noch zu ihnen in eine große WG ziehen. Außerdem möchte ich unbedingt, dass Tate mit mir lernt, dann geschieht das vielleicht auch mal tatsächlich. Schön war auch die Erwähnung von Dylan und Emery, die nicht aufgehört haben sich Streiche zu spielen und Tate & Trevor, genau wie Mason & Grace machen mich schon jetzt sehr neugierig auf ihre Geschichten.

Fazit:

Die Mitte zog sich wegen dem zu erfolgreichen Verdrängen zumindest auf romantischer Ebene etwas, doch langweilig wurde es nie. Bianca Iosivoni schreibt unheimlich witzig, weshalb selbst alltägliche Situationen mit ihrer Clique nie langweilig werden. Elle und Luke haben mir zusammen sehr gut gefallen, wobei ich den Epilog an dieser Stelle noch besonders erwähnen möchte. Er fasst einfach so gut zusammen, wie Elle und Luke miteinander sind. Die Struktur folgt nach typischen NA Maßstäben, der Schreibstil war top und ich freue mich jetzt schon auf Band 3, also kann ich ohne schlechtes Gewissen

[4/5 Sterne]

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