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Die Stadt der toten Klingen

Robert Jackson Bennett , Winfried Czech
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208715
Genre: Fantasy

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fantasy, liebe, katharina seck, bastei lübbe, familie

Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

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5 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

His Dark Materials: Über den wilden Fluss

Philip Pullman , Antoinette Gittinger , Rufus Beck
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 30.11.2017
ISBN 9783867423823
Genre: Jugendbuch

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, acabus, kurzgeschichte

Kalt ruht die Nacht. Historische Kriminalgeschichten aus dem Westerwald

Michaela Abresch
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 25.09.2017
ISBN 9783862825387
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Kalt ruht die Nacht über dem Westerwald und lautlos wird in scheinbarer Beschaulichkeit erwürgt, erstickt und Gift gemischt.“ Ich hadere gern mal mit einem Klappentext, weil Verlage viel zu viel vom Inhalt verraten. Nur selten habe ich einen derart treffenden Text gesehen, wie diesen zitierten. In insgesamt sechs Geschichten werden hier tatsächlich geruhsam und unterhaltsam dem Leser die Krimis erzählt.


Historisch

Dieses Wort darf man hinsichtlich der erzählten Geschichten zu schwer gewichten. Die sechs Geschichten spielen zwar vor einem historischen Hintergrund, dieser ist aber meist kaum präsent. Ob das erzählte im 16. oder 18. Jahrhundert spielt, ist oftmals nicht von Belang. Das Wesen der Geschichten liegt in ihrer Erzählung und nicht in der historischen Korrektheit. Vielmehr lässt sich die Autorin von historischen Orten zu ihren Geschichten inspirieren, wie sie im Anhang des Buchs preisgibt.

Im Klartext heißt das, dass der Leser keine Kurzgeschichten in Sinne eines historischen Romans erwarten darf. Meiner Meinung nach schließt sich Kurzgeschichte und historischer Roman sowieso aus, aber das nur am Rande.

 

Stil

Mit einem Umfang von ca. 30-50 Seiten pro Krimi werden hier ganz klassisch sechs Kurzgeschichten in einem Buch vereint. Diese sind voneinander unabhängig. Das einzige, was sie vereint, sind die Verortung im Westerwald. Aber ebenso wie die zeitliche Platzierung spielt die örtliche Festlegung nur am Rande eine Rolle. Die Geschichten würden auch zu anderen Zeiten an anderen Orten funktionieren. Allerdings mögen es manche Leser, wenn z.B. vom Brexbachtal die Rede ist. Mehr Bezug gibt es nicht.

Das Schöne an den Krimis ist dann auch nicht das Historische oder die Örtlichkeit, sondern der Schreibstil und die erzählten Geschichten. Nicht zu blumig aber dennoch verspielt erzählt Abresch die Krimis. Vor dem Hintergrund anderer Leserstimmen sollte niemand eine Horrorgeschichte oder einen Thriller erwarten, denn es handelt sich ganz klassisch um Krimis. Das heißt, dass ein Spannungsbogen zwar aufgebaut und auch vorhanden ist, aber eben kein packender Thrill.

 

Fazit

Ich lese gerne Kurzgeschichten und auch gerne mal einen Krimi. Und beides wird in wunderbarer Weise in diesem Buch „Kalt ruht die Nacht“ miteinander vereint. Mit diesem Buch wurde meine Erwartungshaltung voll und ganz erfüllt. Wer gerne Krimis und gerne Kurzgeschichten liest, ist hier genau richtig und ich kann ohne Bedenken eine Empfehlung für dieses kleine Buch aussprechen.


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Tags: acabus, krimi, kurzgeschichte   (3)
 

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horror, blutig, m.h. steinmetz, papierverzierer, jagd

The Wild Hunt: Horror

M.H. Steinmetz
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 28.04.2016
ISBN 9783959623193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer sich nur auf den Klappentext des Verlags verlässt, wird einen klassischen Horrorthriller erwarten. Nach dem Lesen der Lektüre wird aber schnell klar, dass „klassisch“ nicht so recht zutrifft.


Mystisch

Vor allem im zweiten Teil des Buchs, driftet es ins Mystische und Übernatürlich ab. Es geht dann nicht mehr nur um die Jagd als solches, sondern vor allem, wer nun wen und vor allem warum jagd. Die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem verschwimmen ebenso wie die Grenze zwischen Gut und Böse.

Wer ist eigentlich auf wessen Seite und wie sieht diese Seite überhaupt aus?

 

Wechsel

Diese Verschleierung der Grenzen wird durch die zum Teil sehr schnellen Perspektivwechsel verstärkt. Die Erzählperspektive wechselt zuerst gemächlich, später in einem hohen Tempo, was den Spannungsbogen zunehmend erhöht und den Leser durch das Buch treibt.

Der Erzählstil tut sein übriges und ist dem Genre entsprechend nicht so blumig und ausladend, wie z.B. in einem Fantasyroman. Ich fand ihn sehr passend, wobei mich nur ein einziges Stilelement wirklich gestört hat: Der Autor hat ein bisschen zu oft in Dialogen das Füllwort „hm?“ am Ende von Sätzen verwendet. Und zwar so oft, dass es irgendwann nervte.

 

Fazit

Wem es nach Horror verlangt, der wird mit diesem Buch Horror bekommen. Zusammen mit einer guten Portion Spannung und einem lebhaften Schreibstil. In diesem Buch gibt es nur wenige Elemente, die dem gestandenen Liebhaber von gepfleger Horror-Literatur nicht zusagen.

Genre-Fans können hier bedenkenlos zugreifen, vor allem, wenn die Neugierde die überhand nimmt, was der mystische Einfluss schlussendlich ist.


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Tags: horror, papierverzierer, thriller   (3)
 

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bastei lübbe, fantasy

Der Fluch des Feuers

Mark de Jager , Michael Krug
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208913
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Leser ist ebenso ahnungslos wie der Hauptprotagonist und erschließt sich mit ihm zusammen die Welt. Das klingt nach einer interessanten Geschichte, die es zu Anfang auch ist. Leider lässt die Spannung im Laufe der Geschichte nach.


Potential

Dabei hat die Geschichte Potential. Stratus erwacht in der Wüste und kann sich an nichts erinnern. Nur langsam dringen Erinnerungsbrocken zu ihm durch. Ebenso langsam vermag er die Macht, die in ihm schlummert zu erwecken. Dass er unbedingt in einem Kriegsgebiet erwacht, macht den Umgang mit seinen Mitmenschen ebenso schwierieg, wie sein auffällig anderers Äußeres. Beides drängt ihn immer wieder von Neuem in unangenehme Situationen.

Was in der ersten Hälfte viel Laune bereitet, flacht langsam ab und dümpelt zum Ende vor sich hin. Ein großes oder grandioses Finale sucht der Leser leider vergebens. Immerhin endet das Buch nicht mit einem Cliffhanger und ist auch kein Teil einer Fantasyserie.

 

Einfachheit

Sprachlich bleibt das Buch einfach. Wer vor bildgewaltigen Epen zurückschreckt (wie z.B. Die Gabe der Könige von Robin Hobb oder Der Drachenbeinthron von Tad Williams), der ist hier genau richtig. Der Leser wird sprachlich nicht gefordert und de Jager schafft es bei weitem nicht, das Potential der Sprache auszuschöpfen. Es bleibt in einer ähnlichen Weise einfach, wie der Fantasy-Kenner es aus den Rollenspiel-Abenteuern und -Romanen kennt.

Ich wäre ja sogar geneigt, dieses Buch für ein jüngeres Publikum zu empfehlen, wäre nicht der hohe Grad an Gewalt und Ekel vorhanden. Somit sollte dieses Buch dieser Zielgruppe besser verschlossen bleiben.

 

Vorhersehbar

Passend zum einfachen Schreibstil, so ist auch die Story schlussendlich wenig herausfordernd. Vieles an der Geschichte ist vorhersehbar und weiß den Leser nicht zu überraschen. Damit bleibt die Spannung ein wenig auf der Strecke.

Die Charakterentwicklung passt sich in das Gesamtgefüge ein, so dass es nicht nur wenige Charaktere gibt, diese zudem auch nur rudimentär ausgearbeitet werden. Eine Beziehung baut der Leser so zu keinem Protagonisten auf.

 

Fazit

Bei Erstlingswerken muss der Leser oftmals ein Auge zudrücken. Das gilt auch bei diesem Buch, vor allem in sprachlicher Hinsicht. Da ist noch viel Luft nach oben vorhanden. Leider gilt es aber auch für die Charakterentwicklung und den Spannungsbogen. Immerhin bekommt das Buch dadurch eine durchgehend konstante Qualität, auch wenn diese eher mittelmäßig ist.

Somit ist dieses Buch für all jene Freunde der Fantasyliteratur geeignet, denen die großen Fantasyepen zu komplex und zu umfangreich sind. Wer es lieber einfacher mag, der kann hier getrost zugreifen.


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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

penhaligon, chronik der weitseher, fantasy

Der Erbe der Schatten

Robin Hobb , Eva Bauche-Eppers
Flexibler Einband: 1.120 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 11.12.2017
ISBN 9783764531867
Genre: Fantasy

Rezension:

Kann das Leben des Fitz-Chivalric ein gutes Ende finden? Der Bastard, der in seinem bisherigen Leben derart gebeutelt wurde und nach Abschluss des zweiten Teils der Chronik der Weitseher (Der Bruder des Wolfs) allgemein für tot erklärt wurde. Die Antwort auf diese Frage erhält der Leser in diesem dritten und abschließenden Band von „Die Chronik der Weitseher„.


Abschluss

Um die Chronik zu einem Ende zu bringen, holt Robin Hobb nochmals gewaltig aus. Mit über 1100 Seiten ist dies der umfangreichste Teil der gesamten Serie, wobei sich die Autorin hinsichtlich ihres Erzählstils in jedweder Hinsicht treu bleibt. Wer erst im dritten Teil feststellt, dass Hobb gerne weit ausholt, sich ebenso gerne in Details verliebt und sich so manchem Bild bedient, um ihre Welt zu gestalten, der hat definitiv etwas falsch gemacht oder die bisherigen Teile nicht verinnerlicht.

Wer sich hingegen in den ersten beiden Teilen wohlgefühlt hat, der wird es auch in diesem Abschlussband tun. Wobei wohlfühlen vielleicht der falsche Ausdruck ist. Denn wie bei den beiden Vorgängern ist die Stimmung zuweilen sehr bedrückt. Das mag passend zur Jahreszeit sein, wer aber zu Depressionen neigt, sollte dieses Buch vielleicht besser im Frühling lesen.

 

Gefühlswelt

Robin Hobb schafft es, dass der Leser in „Das Erbe der Schatten“ ebenso mit dem Hauptprotagonisten mitfühlt, wie in den ersten beiden Bänden. Hin und wieder mutet so manche Reaktion etwas merkwürdig und befremdlich an, ist aber dem Ehrgebaren geschuldet, dem die Protagonisten in dieser Welt unterliegen. Nichts desto trotz konnte mich dieser Band ebenso fesseln wie die anderen beiden, zumal ich nicht verstehen kann, wie andere Leser diesem Buch vorwerfen, dass hier nichts passiert und die Geschichte langatmig und ereignislos erzählt wird.

Natürlich nimmt sich Hobb die Zeit für die Charaktere, die sie braucht, um ihnen Leben einzuhauchen. Das ist allerdings auch vonnöten, da meiner Meinung nach andernfalls die Charaktere zu blass geblieben wären. Denn auch wenn die Erzählung wie gewohnt aus der Ego-Perspektive von Fitz-Chivalric erzählt wird, so werden auch die anderen Charaktere nicht vernachlässigt.

 

Nichts los?

In dieser Trilogie ist recht viel passiert. Aus einem beschaulichen Landstrich ist ein Kriegsgebiet geworden und die Mitglieder des Königshauses kämpfen verbittert um Macht und Einfluss. Nach meinem Gefühl hätte dem Ende ruhig ein bisschen mehr Raum geschenkt werden dürfen, denn das Finale ist grandios. Und es werden tatsächlich alle Fragen beantwortet, die sich im Laufe der Zeit im Kopf der Leser gebildet haben, auch wenn ich zwischenzeitlich befürchtet hatte, das doch so manches Ereignis ohne Aufklärung bleibt.

 

Fazit

Ich denke, dass es klar sein dürfte, dass man die beiden vorangehenden Teile lesen muss, damit dieser abschließende Band verständlich ist. Wer die ersten beiden Teile kennt, der wird sich auch diesem dritten Teil widmen. Zwangsläufig. Von daher kann ich nicht nur diesen dritten Teil von „Die Chronik der Weitseher“ empfehlen, sondern zugleich die gesamte Trilogie, die im Penhaligon Verlag in diesem Jahr zum dritten Mal aufgelegt wurde. Wer sich dem Leben des Fitz-Chivalric widmet und sich auf das große Abenteuer einlässt, der wird am Ende erfahren, „wie in Bock Wahrheit großer wurde als Wirklichkeit“.


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hörbuch, stephen king, krimi, horror

Sleeping Beauties

Stephen King , Owen King , Bernhard Kleinschmidt , David Nathan
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 13.11.2017
ISBN 9783837139822
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Werk aus zwei King’schen Federn. Geschrieben, in dem sich Vater
und Sohn die Geschichte wechselseitig zugeschoben haben und somit nicht
mehr ersichtlich ist, wer was geschrieben hat. Nicht nur das versprach
ein literarisches Highlight, sondern auch das Grundgerüst der Geschichte
mit der zentralen Frage: Sähe eine von Frauen dominierten Welt besser
aus? Wie das Buch schlussendlich diese Erwartungen nicht erfüllt hat,
möchte ich mit dieser Buchbesprechung aufzeigen.


 



Altbekannt?


Vieles an diesem Buch erinnert mich an The Stand – Das letzte Gefecht
von Stephen King, weshalb ich auch glaube, diesen Einfluss aus der
Geschichte herausgelesen (bzw. gehört) zu haben. Nur, dass sich in
Sleeping Beauties keine von Menschen erzeugte Katastrophe ereilt,
sondern die Frauen schlafen ohne ersichtlichen Grund ein. Auch teilt
sich die Gesellschaft nicht in Gut und Böse, sondern in Männer und
Frauen, aber bei weitem nicht so konsequent wie in „The Stand“, denn in der Männergesellschaft verbleiben ein paar Frauen.


Es gibt auch in Slleping Beauties den Einfluss einer höheren Macht,
deren Motivation ist aber bei weitem nicht so gut herausgearbeitet wie
in „The Stand„. Die spätere Reduktion auf ein Einzelmotiv
dieser höheren Macht wird sicherlich der komplexen Frage nicht gerecht,
wie eine von Frauen dominierte Gesellschaft ausschauen könnte.


Der Einfachheit halber verlegen die Kings die Handlung in eine
Ortschaft, die stellvertretend für die gesamte Welt stehen soll. Diese
Denkweise funktioniert hier nicht. Es ticken nun mal nicht alle so wie
in der von Angst dominierten US-Gesellschaft. In kaum einem Buch wird
dies so deutlich wie in diesem.


 


Charakterentwicklung


Mit einer der Hauptgründe, weshalb dieses Buch bei mir nicht so gut
angekommen ist, sind die dargestellten Charaktere. Man könnte es schon
fast als lieblos bezeichnen, wie die Protagonisten beschrieben werden.
Sie bleiben derart blass, dass man sich im Laufe der Geschichte ein
für’s andere Mal fragt, wer denn nun eigentlich zu welcher Fraktion
dazugehört.


Greift King in „The Stand“ wirklich facettenreiche
Charaktere auf und zeichnet sie detailreich, so bleibt das Wirken und
die Motivation der hier gezeigten Personen weit hinter den Erwartungen
zurück. Hinzu kommt, dass die Bevölkerungsgruppen, die am Rande der
Gesellschaft stehen, in diesem Buch vollkommen ausgeblendet werden.


 


Sprecher & Technik


David Nathan macht wieder einen hervorragenden Job. Er verleiht den
Figuren und der Geschichte einen einzigartigen Touch, kann allerdings
nicht das ausbügeln, was die Autoren nicht liefern. Leider ist das Buch
sehr leise eingesprochen worden, so dass ich die Lautstärke auf sehr
laut stellen musste. Das hatte ich bisher bei noch keinem Hörbuch, dass
ich über Audible bezogen habe.


 


Fazit


Es mag daran liegen, dass ich mich erst kürzlich nochmals The Stand
gewidmet habe, dass ich den direkten Vergleich zwischen diesen beiden
Büchern ziehe, wobei Sleeping Beauties eindeutig und deutlich den
Kürzeren zieht. Die Geschichte ist nicht sonderlich gut ausgearbeitet,
auch wenn sie einiges an Potential bietet und die Charaktere verblassen
regelrecht angesichts der Umstände, mit denen sie konfrontiert werden.


King Fans werden sich das Buch vermutlich dennoch kaufen, aber alle
anderen kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Wer ein Gesellschaftsdrama
mit mystischem Einfluss, guter Geschichte und facettenreichen
Charakteren lesen möchte, der widme sich gleich „The Stand – Das letzte Gefecht„, das der Vater Stephen King vor fast 40 Jahren ganz allein geschrieben hat.


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kurzgeschichte, liebe, marie weißdorn, glück, booksnack

In diesem Moment

Marie Weißdorn
E-Buch Text: 36 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 01.10.2017
ISBN 9783960872542
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Leser sollte sich nicht von dem Wort „Fantasy“ irritieren lassen, das auf dem unteren Rand des Covers zu sehen ist. Diese Geschichte ist eine Liebesgeschichte – und zwar durch und durch.

Das eine muss das andere zwar nicht ausschließen, in diesem Fall tut es das aber. Es kommen zwar mit Geistern durchaus Elemente des Fantasy ins Spiel, dadurch, dass das Buch durch einen abstrahierten Schreibstil besticht, kann der Leser diese auch als methaphorische Elemente erfassen.

Was mich auch gleich zum Wesen dieses gar nicht mal so kurzen Booksnacks überleitet. Dieser erzählt von der Liebe eines Prinzen und wie er sie wieder verloren hat. Und dringt dabei in seine Gefühlswelt ein. Ohne dabei allerdings konkret sich in Dialoge und Szenen zu verlieren, sondern mit Bildern, die durchaus Interpretationsspielraum für den Leser bieten.

Diese Geschichten und diesen Stil muss man mögen und er ist sicherlich nicht jedermanns Sache, weshalb das Genre Fantasy dann vielleicht doch wieder passt, weil diese Art von Schreibstil in Liebesgeschichten (zumindest jene wenige, die mir bekannt sind) eher nicht anzutreffen ist. Von daher darf der geneigte Leser, dem dieses Terrain bisher unbekannt war, durchaus mal einen Blick riskieren, um zu erkunden, ob ihm solche Geschichten liegen.


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Tags: booksnack, fantasy, liebe, mini-kurzgeschichte   (4)
 

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horror, thomas olde heuvelt, heyne, kultwerke des horrors, hexe

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist schon einige Zeit her, dass ich einen derart eindringlichen und wirklich sehr guten Horror-Roman gelesen habe, der nicht meint, dass Horror mit blutigem Splatter gleichzusetzen ist. Es ist nicht nur der subtile Horror, der dieses Buch so genial macht, sondern der Schwenk innerhalb der Stimmung des Buchs.

 

Viel Witz

Allein schon der erste Satz des Buchs zeugt von dem Witz, der in dem ersten Teil des Buchs innewohnt.

„Steve Grant bog gerade rechtzeitig um die Ecke des Parkplatzes hinter dem Supermarkt von Black Spring, um Zeuge zu werden, wie Katherine van Wyler von einer antiken Niederländischen Drehorgel überrollt wurde.“

Aber auch im weiteren Verlauf der Geschichte konnte ich mir zuweilen das Lachen nicht verkneifen. Zu komisch sind die Aktionen der Menschen aus Black Spring und die Reaktion der Hexe. Dabei habe ich als Leser vollkommen vergessen, dass die Hexe von Black Rock ein „wirkliches“ übernatürliches Phänomen ist, das den Bewohnern arg zusetzen kann.

Ebenso wie den Bewohnern diese Erkenntnis abhanden gekommen ist. Und so langsam kippt die Stimmung in dem Buch. In die witzige Geschichte schleicht sich nach und nach der Horror ein und das Lachen gefriert im Gesicht des Lesers.

 

Viel Grauen

Es dauert zwar bis zirka zur Hälfte des Buchs, bis die Stimmung langsam kippt, aber dann gibt es kein Halten mehr und die Erzählung wird zu einer phänomenalen Horror-Geschichte, die auf ein bombastisches Ende zusteuert.

Heuvelt schafft es dabei ebenso Sympathien zu den Charakteren aufzubauen, wie Antipathien zu anderen Protagonisten zuzulassen. Nur selten habe ich mit den Charakteren einer Geschichte derart mitgefiebert, wie in diesem Roman und habe Anteil an ihrem Schicksal genommen. Vor dem Grauen, das über die Protagonisten kommt, ist auch der Leser nicht gefeit.

Ich warne vor diesem Buch, denn der Autor berichtet eindrücklich im Nachwort davon, wie Leserstimmen ihn erreichten, dass so mancher Leser nach diesem Roman lieber das Licht im Schlafzimmer anließen.

 

Das Ende

Das Buch überrascht aber den Leser nicht nur mit seinen Schreckmomenten, sondern auch mit seinem Ende. Das Ende macht dieses Buch nochmals zusätzlich so erdrückend und wer zu Depressionen neigt, sollte dieses Buch besser nicht lesen.

Heuvelt berichtet in seinem Nachwort von einem alternativen Ende in der niederländischen Originalfassung. Da diese Beschreibung zwangsläufig das Ende spoilert, bin ich in einem gesonderten Beitrag darauf eingegangen.

 

Fazit

Was für ein Debut! Ein Horror-Roman im Stile des Films Blair Witch Project. Es ist nicht der brutale Horror und es sind nicht die Splatter-Szenen (die durchaus vereinzelt vorhanden sind) die dieses Buch zu einem sehr guten Horrorbuch machen. Es ist das Grauen, der schleichend durch die Seiten wabert und den Leser in seinen Bann zieht. Es ist die Stimmung, die von fast ausgelassen fröhlich langsam und unaufhaltsam ins dunkle und unheilvolle kippt.

Das macht aber auch deutlich, dass dieses Buch nur für nervenstarke Leser geeignet ist, die sich gern vom phsychologischen Horror gefangen nehmen und nicht knietief im Bluf waten müsen. In meinen Augen ein grandioses Debut, das sich kein Leser entgehen lassen darf!


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Tags: hexen, heyne, horror, witch   (4)
 

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kurzgeschichte, booksnack, streit, nadine, booksnacks

Blutsbekanntschaft (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Dorit David
E-Buch Text: 21 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 01.10.2017
ISBN 9783960872924
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieser Booksnack nimmt den Snack wörtlich, entführt er den Leser in ein mehr oder minder bekanntes Fastfoodrestaurant. Allerdings nicht, um Burger zu verzehren, sondern um eine leicht holprige Liebesgeschichte zu konsumieren.

Gedacht als Kurzepisode zum Roman „Speck zu Gold“ passiert hier erstaunlich wenig und zudem ein bisschen zu sehr aufgesetzt. Vor allem, wenn Charaktere ein bisschen zu extrem und unglaubwürdig reagieren, stößt es bei mir etwas unangenehm auf, auch wenn das Überzogene als Stilelement der Komik gedacht war. Oder vielleicht gerade deswegen.

Von daher konnte mich diese Mini-Liebeskurzgeschichte nicht so recht überzeugen und empfehle diesen Snack all jenen, die auch den Hauptroman kennen und lieben.

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horror, nuareth, dämonen, high fantasy, beschwören

Dämonengrab (Fantasy-Roman)

Jörg Benne
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 17.01.2018
ISBN 9783961880386
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer Rollenspiele kennt und gerne in Dungeons und Höhlensystemen unterwegs ist, wird sich bei diesem Fantasy-Roman sehr wohlfühlen. Nicht nur die präsentierte Welt orientiert sich an den gängigen Rollenspielsystemen, sondern auch die Charaktere entstammen diesen Universen.


Schnell drinnen

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und erzählt ein klassisches Abenteuer. Begonnen bei der Zusammenstellung der Heldengruppe bis hin zur Erkundung des Höhlensystems habe ich mich immer wieder ein Teilnehmer einer Rollenspielrunde gefüllt. Wie sich Leser fühlen, denen diese Welt fremd ist, vermag ich nicht zusagen. Zu lange bin ich schon dabei, was mir jegliche Objektivität genommen hat.

Das hat den Vorteil, dass der Leser sehr schnell in der Geschichte ankommt und dann auch ohne Probleme dabeibleiben kann. Im Vergleich zu den extrem komplexen Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, ist dieses Buch angenehm simpel. Allerdings ohne dabei anspruchslos zu werden. Es ist daher deutlich besser als leichte Abendlektüre geeignet als ein weltenumspannendes Fantasyepos.

 

Spannung

Die Charaktere hätten zwar hin und wieder ein bisschen mehr an Tiefgang verdient, aber angesichts des Bekanntheitsgrads der auftretenden Stereotypen ist es durchaus verschmerzbar, wenn ihnen weniger Raum eingeräumt wurde. Die Geschichte selbst weiß durchaus zu überzeugen, auch wenn der Spannungsbogen im Mittelteil unter einem leichten Durchhänger leidet.

Ein Problem, unter dem alle Dungeon-Geschichten leiden, wenn zu viele Räume auftauchen und es ein wenig eintönig wird. Glücklicherweise ist es aber nur ein kurzer Moment, unter dem die Geschichte leidet, so dass der Leser am Ende sich wieder an einer packenden Geschichte erfreuen kann.

 

Fazit

Freunde des gepflegten Rollenspiels und Liebhaber von Dungeongeschichten können hier bedenkenlos zugreifen. Aber auch Freunde von weniger komplexen und komplizierten Geschichten werden an diesem Buch ihre Freude haben, wenn sie sich nicht durch etliche Handlungsstränge wühlen müssen, in denen unzählige Charaktere ihren Auftritt haben.

Auch wenn dieser Roman in einer übergeordneten Welt namens Nuareth angesiedelt ist, kann er ohne Vorkenntnisse gelesen werden und ist in sich abgeschlossen. Der Leser braucht sich vor keinem Cliffhanger oder offenem Ende zu fürchten. Somit kann ich dieses Werk allen Fantasyfreunden bedenkenlos empfehlen.


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illuminae, jay kristoff, amie kaufman, liebe, science fiction

Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Das gilt insbesondere für die Art und Weise, wie die Geschichte dem Leser präsentiert wird. Dieser hält nämlich einen Untersuchungsbericht in den Händen, der an einen Vorstand adressiert ist. Diesen vergisst der Leser, weiß aber den Bogen wieder zu diesem Anfang zu ziehen, wenn er das Buch beendet hat.


Die Akte

Vor allem der Anfang des Buchs ist sehr interessant, denn man liest sich durch diverse Akten und Protokolle. Natürlich ohne zu wissen, was vorgefallen ist. Dass etwas vorgefallen sein muss, ist klar. Und auch, dass dieses Ereignis weitreichende Folgen hatte. Die Akte besteht aus Gesprächsprotokollen, einem „Unipedia“-Artikel, Transkriptionen von Kameras und diversen Protokollen.

Diese Abwechslung macht besonders Laune, wobei es sehr schade ist, dass diese Abwechslung vor allem zum Ende hin deutlich nachlässt. Hier ist es dann nicht die Vielfältigkeit der Dokumente, die das Buch anders macht, sondern deren Aufmachung. Zum Beispiel, wenn ein Außenspaziergang eines Astronauten durch Sätze in Wellenbewegungen angedeutet wird.

Garniert wird das Ganze durch Anmerkungen des Teams, das die Akten erstellt hat. Dadurch gewinnt das Buch einiges an Witz. Erhält aber auch einen Touch, der sich eher an Jugendliche richtet.

 

Die Story

Wenn man die ungewöhnliche Aufmachung weglässt, dann entpuppt sich die Story als gar nicht mal so außergewöhnlich. Diese verläuft durchaus in gewohnten Bahnen. Aber ich habe die Story tatsächlich über weite Strecken als zweitrangig empfunden, auch wenn mir mit jedem neuen Puzzleteil der eigentliche Hintergrund immer klarer wurde.

Natürlich gibt es auch ein paar Wendungen und wer sich gerne berieseln lässt, wird seine wahre Freude an der Geschichte haben. Denn dann kann der Leser wirklich das machen, was der Verlag als Werbeslogan verwendet: Lesen wie im Kino.

 

Das Ende

Wie eingangs erwähnt, wird das Buch zum Ende hin weniger abwechslungsreich. Zuweilen wirkt es, als hätte schnell die Geschichte beendet werden müssen und den Autoren ging ein bisschen die Luft aus. Das schmälert den Gesamteindruck.

Glücklicherweise kommt allerdings das Buch zu einem Ende. Der Titel deutet zwar an, dass es sich um eine mehrteilige Reihe handelt und auch im Buch finden sich Hinweise auf den zweiten Band, aber die Geschichte als solche ist in sich abgeschlossen und endet nicht mit einem Cliffhanger. Allerdings bleiben einige Fragen offen, was den Gesamtkontext betrifft.

 

Das Format

Ich habe dieses Buch als gebundenes Buch gelesen. Durch die vielen Grafiken und Bilder ist dieses Format denk ich das passendste für diese Art der Aufmachung. Die E-Book-Version, in die ich als Preview hereingeschaut habe, schmälert meines Erachtens das Lesevergnügen, vor allem auf einem E-Book-Reader wie dem Kindle. Bin ich grundsätzlich ein Freund von E-Books, so muss ich in diesem Fall sagen, dass der Print eher zu empfehlen ist.

Schade finde ich, dass Bücher nicht mehrfarbig gedruckt werden. Hier wäre dann sogar noch mehr drinnen gewesen, denn hin und wieder hatte ich den Eindruck, als hätten die Autoren ihre Texte ursprünglich mehrfarbig verfasst.

Als kleine Anmerkung der Hinweis, dass das Buch zwar recht dick ist, es aber dennoch schnell zu lesen ist, da sich auf vielen Seiten wenig Text befindent. Der Leser muss sich also nicht von der Dicke des Buchs oder der Seitenzahl (immerhin 599) abschrecken lassen.

 

Fazit

Dieses Buch glänzt durch seine Aufmachung und seinen Erzählstil. Und ist dadurch meines Erachtens für jeden Leser interessant, der mal über die üblichen Konventionen hinaus ein Buch lesen möchte. Da lässt es sich durchaus verschmerzen, dass die Story nicht auch noch herausragend ist und dass das Ende ein wenig konstruiert wirkt.

Auch wenn die Kritikpunkte so schwer wiegen, dass ein Wertungsabzug gerechtfertigt wäre, fand ich den Erzählstil derart erfrischend, dass ich dem Buch dennoch die volle Wertungszahl gebe und es guten Gewissens empfehlen kann.


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graphic novel, splitter verlag, apokalypse

Magdas Apokalypse

Chloé Vollmer-Lo , Carole Maurel
Fester Einband
Erschienen bei Splitter-Verlag, 25.10.2017
ISBN 9783962190262
Genre: Comics

Rezension:

In Frankreich gelten Graphic Novels als Kunstwerk. Und das fernab jeglicher seichter Hollywood-Unterhaltung. So wie Magdas Apokalypse von Chloé Volmmer-Lo. Eine Geschichte, die auf den Leser nach dem Lesen der letzten Seite sicherlich noch geraume Zeit nachwirken wird.


Geschichte

Erzählt wird Magdas Geschichte. Ein 13-jähriges Mädchen aus einigermaßen schwierigen Verhältnissen, das aufeinmal mit der Situation konfrontiert wird, dass ihr Leben in 12 Monaten zu Ende sein soll. Wissenschaftler haben das Ende der Welt verkündet.

Eine Verkündigung mit weitreichenden Folgen. In diesem Buch wird erzählt, welche Auswirkungen diese Ankündigung nicht nur auf die Gesellschaft hat, sondern vor allem auf das Leben und Denken des Teenagers und ihren Freunden.

 

Logiklücken

Die Geschichte hat natürlich ein paar Logikfehler. Wie sollte die Wissenschaft auf den Tag genau den Weltuntergang vorhersagen und wie sollte sie vorhersagen, dass alle Menschen diese Katastrophe nicht überleben. Eine Rolle spielt dieser Fakt allerdings nur am Rande. Die Autorin hätte sich als Weltuntergang vielleicht eher einen Meteor ausdenken sollen.

Allerdings ist auch so manche Reaktion der Charaktere im Buch etwas merkwürdig. Klar, jeder reagiert etwas anders auf eine solche An- und Bedrohung, aber so manches Mal habe ich eher den Kopf geschüttelt.

 

Optik

Der Graphicstil ist im Vergleich zu anderen Graphic Novels relativ einfach gehalten und erinnert mehr an ein Comic als an ein Kunstwerk. Allerdings schafft es die Illustratorin sehr wohl die jeweiligen Gefühle und Stimmungen einzufangen und zu zeigen. Das ist in meinen Augen bei einer Graphic Novel deutlich mehr wert als der künstlerische Aspekt.

Und auch wenn es hier um den Weltuntergang geht und die Franzosen gerne etwas freizügig zeichnen, gibt es in diesem Buch keine Darstellungen, die eine Einschränkung hinsichtlich des Lesealters gerechtfertigen würden.

 

Fazit

Der Anfang dieser Graphic Novel (der bewusst nicht Gegenstand der Leseprobe ist) überrascht ebenso wie das Ende. Wie beide zusammenhängen, erfährt der Leser erst zum Ende. Die Geschichte dazwischen spricht sicherlich eher ein jüngeres oder jung gebliebenes Publikum an. Ich selbst hatte recht viel Spaß daran, mir vorzustellen, wie ich wohl als Dreizehnjähriger auf eine solche Ankündigung reagiert hätte.

Der Lesespaß wird lediglich durch den ein oder anderen Knick in der Logik getrübt, über den der Leser aber getrost hinwegsteigen kann. Dann bleibt ein sehr eindrucksvolles Werk, das bei dem ein oder anderen Leser sicherlich seine Spuren hinterlassen wird.


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stephen king, gwendys wunschkasten, wunschkasten, richard chizmar, kurzgeschichte

Gwendys Wunschkasten

Stephen King , Richard Chizmar , Ulrich Blumenbach
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453439252
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses kleine Buch strotzt nur so vor wunderbaren und wundersamen Ideen. Allein der Wortursprung von Gwendy und ihr ungeliebter Spitzname Mugel sind herrlich. Aber auch der titelgebende Wunschkasten ist eine fantasiereiche Idee mit einer schönen und sicherlich auch unverhofften Auflösung.

Auch wenn ich für gewöhnlich den Covern der Bücher wenig Aufmerksamkeit schenke, so ist dieses Buch ein Hingucker. Es passt einfach perfekt zur Geschichte. Jeder Leser wird an der geeigneten Stelle im Buch innehalten und sich die Motive genauer anschauen. Garantiert!

Die Geschichte ist sehr gut geschrieben. Hier merkt man, dass die Autoren ihr Handwerk verstehen, auch wenn mir nicht klar ist, wer von beiden welchen Anteil an diesem Buch zu verantworten hat. Rasend schnell vergehen die Momente und die Ereignisse im Leben von Gwendy Peterson, was durch die kurzen Kapitel nochmal zusätzlich verstärkt wird.

Mit dieser Kurzgeschichte beweist Stephen King aufs Neue, dass er nicht nur 1000-seitige Wälzer schreiben kann, sondern auch sehr unterhaltsame und kurzweilige Kurzgeschichten. Diese Geschichte schafft es den Leser abzuholen und mitzunehmen – und sich selbst vielleicht die Frage stellen, was man selbst mit einem solchen Wunschkasten anstellen würde. Ich kann diese Kurzgeschichte ohne Bedenken auch Nicht-King-Lesern empfehlen.





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wolfgang hohlbein, piper verlag, engel, armageddon, endzeitroman

Armageddon

Wolfgang Hohlbein
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704410
Genre: Fantasy

Rezension:

Alles deutet darauf hin, dass Armageddon begonnen hat.“ Das klingt nach einer spannenden Geschichte. Wer sich durch die ersten Seiten des Buchs liest, wird schnell feststellen, dass die Geschichte zwar gut beginnt, dann aber stark nachlässt.


Unausgereifter Schreibstil

Wäre das Buch von einem Selfpublisher, der sein erstes Werk veröffentlicht hat, würde ich sagen, dass der Schreibstil noch ein wenig reifen muss. Aber wir reden hier von Wolfang Hohlbein. Einem äußerst produktiven Autor, der mittlerweile über 200 Bücher veröffentlicht hat. Und dieses Buch ist mitnichten mein erster Hohlbein. Die Sprache ist nicht äußerst einfach gehalten, so als handelte es sich um ein Jugendbuch.

Für ein Jugendbuch ist es aber viel zu gewaltsam, enthält es etliche explizite Beschreibungen von Gewalt und Verstümmelungen.

 

Unausgereifte Charaktere

Die Hauptprotagonistin hat sich dem Sprachstil angepasst. Sie redet nicht nur äußerst merkwürdig, sondern verhält sich zuweilen doch recht befremdlich, wenn man bedenkt, dass sie „gerade“ mit einem Flugzeug abgestürzt ist und irgendwo im Nirgendwo erwacht. Zudem ist das Buch voll von pubertären Sarkasmus, der irgendwann einfach nur nervig wird.

Ich glaube grundsätzlich an das Gute im Autor und habe das Buch zu Ende gelesen, auch wenn die unlogischen Aktionen der Akteure es mir damit nicht leicht gemacht haben. Aber leider wurde ich es im Laufe der Geschichte nicht besser.

 

Ein bisschen Story

Der Grundgedanke der Geschichte ist noch gut. Die Umsetzung hingegen nicht. Die unterschiedlichen Parteien werden einfach nicht beschrieben und viele Fragen, die sich im Leser im Laufe des Buchs bilden, einfach nicht beantwortet. Immerhin habe ich mich deshalb durch das Buch gehangelt, um wenigstens von einem schönen oder erfüllten Ende erfreut zu werden.

Aber leider Fehlanzeige, denn das Buch endet offen. Wenn Hohlbein mit dem Gedanken spielt, eine Fortsetzung zu schreiben, so kann ich nur sagen: „Nein, bitte nicht!“ Und so ist ein Satz von den letzten Seiten symptomatisch: „Ich werde alle deine Fragen beantworten, das verspreche ich dir, aber nicht jetzt und nicht hier.“ Und ich vermute ganz stark, dass diese Fragen niemals beantwortet werden.

 

Fazit

Hohlbeins Muse hatte wohl einen sehr schlechten Tag gehabt, als sie ihm diese Geschichte eingeflüstert hat. Ein unausgereifter Schreibstil, wenig überzeugende Charaktere und das offene Ende lassen bei diesem Buch überhaupt keine Freude aufkommen. Auch der über alle Maßen überzogene kindliche Sarkasmus verdirbt jegliches Lesevergnügen, so dass ich dieses Buch keinem so recht empfehlen kann.



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kinderbuch, diogenes verlag, bilderbuch, kunst für kinder, magritte

Magritte und sein Apfel

Klaas Verplancke , Kati Hertzsch , Klaas Verplancke
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257021400
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer an Surrealismus denkt, dem mag vielleicht Magritte in den Sinn kommen, aber eher kein Kinderbuch. Dieses Buch aus dem Diogenes Verlag wird das sicherlich ändern. Denn dieses Kunst-Kinderbuch bringt den Kindern (aber auch Erwachsenen) den Surrealismus Magrittes näher.


Metamorphosen

Während bei Dali, einem weiteren großen Surrealisten, die Welt eher zerfließt (wie z.B. die berühmten Uhren), so verfremdet Magritte Alltägliches. Es handelt sich eher um eine Metamorphose der Standorte. Wer Probleme mit dieser Art Kunst hat, nehme sich z.B. das Bild eines realistisch gemalten Apfels mit dem Titel „Das ist kein Apfel“. Klar, es ist nur ein Abbild, das man nicht essen kann.

Ähnliche Metamorphosen erleben die Kinder in diesem Buch, in dem z.B. eine Pfeife ein Hammer ist. Gerade mit solchen Darstellungen haben Kinder deutlich weniger Probleme als Erwachsene, zeigen viele Kinderbücher auch ohne Bezug zum Surrealismus oftmals abstrakte Darstellungen.

 

Was das Buch nicht ist

Die Bilder in diesem Buch sind in Anlehnung an die Werke von Magritte entstanden, zeigen sie aber nicht im Detail. Erst auf der letzten Seite werden einige Werke von ihm gezeigt, deren Elemente sich allerdings im Buch wiederfinden. Wer sich bei diesen Bildern fragt, was das außergewöhnliche ist, sollte genauer hinschauen und ggf. die französischen Titel übersetzen.

Eines sollte klar sein. Dieses Buch ist weder ein kunsthistorisches Werk für Kinder, noch beschreibt oder interpretiert es Magrittes Werke kindgerecht. Selbst eine Erklärung, was Surrealismus ist und dass die Künstler die Bilder geprägt von den Eindrücken des ersten Weltkriegs gemalt haben, sucht der Leser vergeblich.

Und so fehlen in diesem Buch auch viele wichtige Bilder des Malers, weil eher gezeigt werden soll, wie man selbst „um die Ecke“ denken kann. Und was aus einem vermeintlich einfachen Gedanken entstehen kann.

 

Fazit

Ich habe dieses Buch jeweils einzeln mit meinen Jungs im Alter von drei, sieben und neun gelesen und so richtig verstehen konnten nur die beiden Großen, was das Buch den Kindern sagen wollte. Somit trifft die Altersempfehlung des Verlags „ab sechs Jahren“ für uns zu.

Ich gebe zu, dass ich ein bisschen mehr „Kunst“ in diesem Buch erwartet habe. Das ist allerdings meine Sicht als Erwachsener, der den Künstler und seine Werke kennt. Und so wurde ich von anderer Seite positiv überrascht. Nämlich von der Reaktion meiner Kinder, die jeweils über den Bildern gesessen haben und ihre grauen Zellen schon fast sichtbar gearbeitet hatten.

Dieses Buch hat den Nerv meiner Kinder getroffen und das sollte ein Kinderbuch! Und somit gab es dann auch von den beiden jeweils ein positives Urteil zu diesem Buch, das natürlich vollständig hier in die Rezensionen eingeflossen ist.


Diese Rezension wurde auch auf meinem Bücherblog veröffentlicht.

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Tags: bilderbuch, diogenes verlag, kinderbuch, kunst für kinder, magritte   (5)
 

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autismus, comic one pager, comic, panini, daniela schreiter

Die Abenteuer von Autistic Hero-Girl

Daniela Schreiter
Fester Einband
Erschienen bei Panini, 16.10.2017
ISBN 9783833235405
Genre: Comics

Rezension:

Mit den beiden „Schattenspringerbüchern“ (Rezension zu Band 1 und Band 2) hat Daniela Schreiter in Form einer Graphic Novel von ihrem Asperger Autismus erzählt. Was macht ihn aus, wie erlebt sie ihn und ihre Umwelt und anders herum. Diese beiden Büchern erezählen mehr oder weniger eine zusammenhängende Geschichte, in deren Verlauf der Leser die Geburt vom Autistic Hero-Girl miterleben konnte.

Diesem Hero-Girl wird nun dieser Comic gewidmet, der sich durchaus von den Graphic Novels unterscheidet. Dadurch aber nicht minder lesenswert ist. Der erste Unterschied fällt optisch ins Auge. Der Grafikstil ist wenig überraschend gleich, dafür ist dieses Buch durchgehend farbig gestaltet. Es wechselt also nicht irgendwann ins Schwarzweiße. Der zweite und wesentlichere Unterschied: es wird keine Geschichte erzählt.

Es handelt sich bei diesem Buch um einen Comics, das in Episoden spezielle Ereignisse erzählt. Wer die Garfield- oder Hägar-Comics kennt, wird diese Art sicherlich wiedererkennen. Die meisten Comics passen auf eine Seite, weshalb man auch von einem Onepager spricht. Viele Comics werden Fans von der Homepage Fuchskind kennen.

Mit viel Witz und Humor zeigt Danilea Schreiter auf eine andere Art und Weise, was es heißt, als Asperger Autist in unserer Gesellschaft zu leben. Dabei sind einige Begriffe, die sie verwendet durchaus nicht selbsterklärend, ich würde aber dennoch sagen, dass die beiden Schattenspringerbücher nicht vorab gelesen werden müssen, um zu verstehen, was Schreiter dem Leser vermitteln möchte.

Ebenso gegensätzlich zu den Graphic Novels richtet sich dieser Comic durchaus auch an ein jüngere Publikum. Vor allem die Form der Onepager (also die einzelnen Episoden) macht es für jüngeres Publikum zugänglich. Mit dem nachteiligen Nebeneffekt, dass der gestandene erwachsene Leser dieses Buch relativ zügig durchgelesen haben wird.

Ich kann diesen Comic durchaus empfehlen, betrachte ihn aber als unabhängiges Werk neben den beiden Graphic Novels. Wer gerne lustige und außergewöhnliche Comics liest, ist hier genau richtig.


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Tags: asperger autismus, autismus, comic, comic one pager, daniela schreiter, panini   (6)
 

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george watsky, empfehlung, belletristik, diogenes verlag, wie man es vermasselt

Wie man es vermasselt

George Watsky , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070071
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch kann man getrost in der Öffentlichkeit lesen. Es ist zwar witzig, beinhaltet aber nicht diese Art von Humor, der einen laut auflachen lässt, was dem ein oder anderen Leser in der überfüllten Straßenbahn zuweilen peinlich ist.  Im Gegensatz zum einem Schmunzeln, das sich auf die Lippen schleicht, wenn man die dreizehn Episoden aus dem Leben des Rappers Georg Watsky liest.


Vielseitigkeit

Ich denke, es ist von Vorteil, wenn dem Leser der amerikanische Lebensstil nicht vollkommen fremd ist. Dann wird man diese Geschichten eher zu- bzw. einordnen können, die im Großen und Ganzen losgelöst voneinander zu lesen sind. Wenn Watsky von diversen Ausschweifungen erzählt, fühlt sich vielleicht der Leser an seine wilde Jugend erinnert (soweit das entsprechende Alter schon erreicht wurde) oder erlebt diese als eigene aktuelle Episode. Andere Leser hingegen werden den Kopf schütteln und sich fragen, was dieser Watsky in aller Herrgotts Namen dort getrieben hat.

Das zeugt von der Vielseitigkeit seiner Geschichten und natürlich auch von seinem Leben, das eben nicht nur vom Erfolg geprägt ist, sondern auch so manchen Tiefschlag für ihn bereithält. Was in mir unwillkürlich die Frage aufgeworfen hat, wie viele Menschen wohl wie Watsky durch unsere Welt gleiten, ohne das deren Wirken von Erfolg gekrönt wird.

 

Schreibstil

Es sind nicht nur die Geschichten, die dieses Buch lesenswert machen. Diese könnte man auch als pubertäre Spinnereien abtun. Es ist die Sprache, die mich als Leser mitgenommen hat und die vermutlich auch der Grund ist, weshalb dieses Buch es in den Diogenes Verlag geschafft hat.

Wie eingangs schon erwähnt, beinhaltet dieses Buch keinen Slapstick-Humor, der einen laut auflachen lässt, sondern vielmehr diese Art von subtiler Komik, die das Leben manchmal vorgibt. Dabei ist der Titel „Wie man es vermasselt“ vielleicht zu weit gegriffen, denn er vermasselt gar nicht so viel, sondern arrangiert sich lediglich auf seine Art und Weise mit dem, was dem Leben ihm bietet.

 

Fazit

In diesem Buch schreibt Watsky von seinen Ereignissen, die das Leben geschrieben hat. Und zwar in einer Art und Weise, die mich als Leser direkt erreicht hat, auch wenn ich definitiv nicht zur Watsky-Generation gehöre. Dabei lässt er zuweilen tief in sein eigenes und zuweilen auch sehr privates und intimes Leben einblicken.

Es sollte klar sein, dass den Leser keine klassische Biografie erwartet, sondern vielmehr einzelne voneinander unabhängige Episoden. Dabei muss der Leser noch nicht mal den Rapper Watsky und dessen Musik kennen, um an diesem Buch Gefallen zu finden. Lediglich Freude an der Sprache sollte er mitbringen, um sich von diesem Buch köstlich unterhalten zu lassen.


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Tags: belletristik, diogenes verlag, george watsky, humor   (4)
 

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stephan m. rother, die königschroniken, fantasy, esche, high fantasy

Ein Reif von Eisen

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499273568
Genre: Fantasy

Rezension:

Es braucht vier Hauptprotagonisten mit jeweils einem Handlungsstrang, um diese Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die den Einstieg in eine neue Fantasy-Buchreihe markiert.


Komplexität

Die vier Handlungsstränge, die vor allem am Anfang des Buchs unabhängig voneinander erzählt werden, machen den Einstieg in dieses Buch zuweilen etwas schwierig. Dass Stephan Rother gerne mit der Sprache spielt, vereinfacht den Einstieg nicht unbedingt, so dass es einiges an Konzentration braucht, um dieser Geschichte zu folgen.

Zusätzlich wird der Leser direkt in die Geschichte geworfen. Es wird aus der Sicht eines jeden Hauptprotagonisten ohne Umscheife und Einleitung das Geschehen erzählt. Wer allerdings den Einstieg bewältigt hat, kann sich mitnehmen lassen in eine doch sehr besondere Geschichte.

 

Spiel mit der Sprache

Wie schon erwähnt spielt der Autor in „Die Königschroniken“ mit der Sprache. Die Welt und die Handlungen werden recht abstrakt und bildbetont beschrieben, so dass es dem Leser überlassen wird, diese abstrakten Fragmente zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Das dürfte sicherlich nicht jedermanns Sache sein, so dass ich dringend anrate, die Leseprobe vor dem Genuss des Gesamtwerks zu konsumieren.

Innerhalb dieses Spiel bleibt allerdings die Beschreibung der Welt und manchmal auch die der Charaktere auf der Strecke. Auch nach Beendigung der  Lektüre kann ich zum Beispiel nicht sagen, ob es sich wirklich um unterschiedliche Rassen mit unterschiedlichen Aussehen handelt, oder ob alle mehr oder weniger menschlicher Natur sind. Für die Erzählung mag das nicht von Belang sein, für den Gesamteindruck der Welt meines Erachtens schon.

 

Subtiles Fantasy

Ein Fantasybuch, in dem die genretypischen Elemente nur leise und vorsichtig eingestreut werden. Das Buch liest sich phasenweise dann auch eher wie ein historischer Roman. Nur zart fließen Elemente des Genres in dieses Buch hinein. Es gibt keine expliziten Magier, aber jene, die auf andere Mächte zurückgreifen können. Es gibt keine Drachen und Elfen, dafür exotische Tiere, die die Welt bisher nicht gesehen hat.

Das macht durchaus einen Reiz dieses Buchs aus, wenn die Fantasy jenseits der üblichen Pfade erzählt wird – soweit der Leser dafür empfänglich ist.

 

Offenes Ende

Dieses Buch stellt den Start einer Fantasyreihe dar. Die Veröffentlichung des zweiten Teils ist für Ende Januar 2018 anberaumt. Das heißt zwangsläufig, dass die Handlungen in diesem Buch nicht abgeschlossen sind. Was mich persönlich stört ist allerdings die Tatsache, dass so gut wie keine Handlung abgeschlossen wurde. Die einzelnen Handlungsstränge hängen zusammen mit dem Leser in der Luft.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass wenigstens einzelne Episoden innerhalb der Geschichte vollständiger beendet worden wären.

 

Fazit

Dieses Buch trifft sicherlich nicht jedermanns Lesernerv. Das trifft natürlich auf viele Bücher zu, aber für dieses Buch sei es nochmal explizit erwähnt. Der Leser muss sich die Zeit nehmen und offen sein für komplexe und abstrahierte Betrachtungsweisen. Er muss offen sein für Geschichten, in denen viel im Kopf des Lesers passiert und in denen nicht alles „vorgekaut“ wird.

Bringt er diese Offenheit mit, dann wird er sicherlich nicht enttäuscht und kann sich am Spiel der Sprache von Rother erfreuen. Er kann sich entführen lassen auf eine fantastische Reise durch unbekannte Gefilde, mit vielen Überraschungen, Wendungen und spannenden Erzählsträngen.


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Tags: buchreihe, die königschroniken, fantasy, rowohlt, stephan m. rother   (5)
 

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elfen, trolle, fantasy, blanvalet, riesen

Weltenspalter

Steven Harper , Urban Hofstetter
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.08.2017
ISBN 9783734161001
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Weltenspalter hat mich überrascht. Leider im negativen Sinne, denn so richtig überzeugen könnte dieser Fantasy-Roman nicht so recht. Dabei verspricht der Klappentext eine spannende Handlung mit altbekannten Charakteren der Fantasywelt, wie zum Beispiel Trollen, Zwergen oder Elfen.


Schlichtheit

Die Geschichte wird sicherlich niemanden überfordern und Harper bedient sich durchaus gängiger Klischees, um seine Welt zu beschreiben. Was mich aber mehr erstaunt hat, war der schlichte Sprachstil, da Harper bisher schon etliche Bücher veröffentlicht hat. Zuweilen wirkt die Ausdrucksweise arg unausgereift und sprunghaft. Sind manche Passagen lesenswert, versinken andere in Einfältigkeit. Das gilt insbesondere für die Dialoge und die Charakterdarstellungen.

Gleiches gilt übrigens auch für Situationen, in denen fremde Völker aufeinandertreffen. Klar, wer weiß schon, wie auf Lindwürmer reitende Orks auf einem Troll-Mensch-Mischling reagieren, konnte das noch nie jemand in freier Wildbahn beobachten. Doch so wankelmütig und in ihrer Stimmung schwankend eher nicht. Das liest sich überhaupt nicht glaubwürdig oder authentisch.

Das sprunghafte Wesen trifft nicht nur den Sprachstil in diesem Buch, sondern zugleich auch die Charaktere, so vielfältig sie in ihrer Darstellung auch sein mögen. Eine derartig naives und vorhersehbares Verhalten muss man sich als Autor erst einmal ausdenken.

 

Bekanntes

Der Autor ist sich nicht zu Schade, um sich bei den griechischen Mythologien zu bedienen. Wer die Sage von Perseus und seiner Suche nach der Medusa kennt, wird die drei Schwestern mit dem einen Auge und einem Zahn sehr schnell wiedererkennen. Oder aber auch bei klassischen Märchen wie Frau Holle, was wie die „Faust auf’s Auge“ zum Setting passte. Ich konnte nicht umhin mich zu fragen, ob Harper das jetzt wirklich ernst meint, diese Elemente in die Geschichte mit einzuweben.

All das bisher gesagt scheint dafür zu sprechen, dass mit dieser Buchreihe ein eher jüngeres Publikum angesprochen werden soll, das mit einer komplexen Handlung und vielschichtigen Charakterdarstellungen überfordert werden könnte.

 

Fazit

Im englischen Original sind schon drei Bücher dieser Reihe erschienen, aber es hat mich ein wenig tröstlich gestimmt, dass dieses Buch eine in sich abgeschlossene Handlung beschrieben hat. Das Ende kam dann allerdings im gleichen Stil wie der Rest des Buchs aufgebaut war: schnell und vorhersehbar.

Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht. Selbst Genrefans werden sich mit der ein oder anderen Passage schwertun. Mir selbst hat es wenig Appetit auf noch weitere Bücher dieser Serie oder gar des Autors gemacht, weshalb ich für dieses Buch leider keine Empfehlung aussprechen kann.


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ray bradbury, halloween, fantasy, klassiker, jugendliche

Halloween

Ray Bradbury ,
Flexibler Einband: 171 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257228625
Genre: Fantasy

Rezension:

Vielleicht ergeht es dem Leser wie den Jungs in diesem Buch. Sie erleben eine Nacht, die sie nicht vergessen werden. Eine Nacht, in der sie viel über den Tod und das Leben lernen werden. Eines haben wir Leser den Jungs allerdings voraus: wir dürfen uns zusätzlich an der wunderbaren Sprache Bradburys erfreuen.

 

Fantastik

Dieses Buch entführt den Leser auf eine sehr fantasiereiche Reise durch die Epochen der Menschheitsgeschichte, auf der die jeweilige Art und Weise, Halloween zu feiern, kennen gelernt wird. Wie kann man diese Reise am besten zusammenfassen? Das überlasse ich dem Autor selbst:

„Da ist unser ganzer Zehntausend-Jahre-Flug, unsere ganze Reise auf einen Blick, von den ersten Menschen über Ägypten, die Säulenhallen Roms und die Felder Englands bis zu den Friedhöfen Mexikos.“ (S. 161)

Darauf kann man die Handlung dieses kleinen Buchs eindampfen. Es hat dann eben doch so viel mehr zu bieten. In einem wirklich wundervollen Schreibstil weiß Bradbury den Leser zu verzaubern. Ein Vorbild für alle Schriftsteller, die mit blumigen Wortkreationen versuchen, interessant zu schreiben und diese Klasse dennoch nie erreichen.

Zusätzlich vermittelt Bradbury tatsächlich ein wenig Wissen rund um die unterschiedlichsten Gebräuche, die Toten zu ehren. Zumindest für jene, die sich dieser Thematik bisher noch nicht genähert haben.

 

Fazit

Das Buch wartet dann am Ende mit sehr viel Wahrheit zum Thema Geister und Tod auf und kann auch hier den Leser verzücken. Ein sehr schönes Kleinod, das zumindest jahreszeitlich gut zum kommenden Halloween- und Allerheiligenfest passt, auch wenn das Wetter mit gut über 20°C weniger herbstliche Gefühle aufkommen lässt.

Von diesen Wetterkapriolen sollte sich kein Leser abhalten lassen, sich diesem kleinen Buch zu widmen und sich an dessen Fantasie zu erfreuen.


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Tags: diogenes, fantasy, halloween, ray bradbury   (4)
 

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somalia, kurzgeschichte, liebe, booksnack, reise

Somalia Rain (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Nadine Stenglein
E-Buch Text: 21 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 01.09.2017
ISBN 9783960872665
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Mini-Kurzgeschichte ist keine klassische Liebesgeschichte. Sie verbindet vielmehr Elemente unterschiedlicher Genres und liest sich zuweilen eher wie ein Drama mit esoterischem Einschlag. Die Geschichte ist dabei etwas verzwickter, weshalb dieser Booksnack mit knapp 20 Seiten dann auch etwas länger ist als für Booksnacks üblich.


Doch obwohl Stenglein der Geschichte mehr Raum gibt, fehlt es ein wenig an der Authentizität der Charaktere – allen voran der Hauptprotagonistin. Sie handelt zuweilen etwas gewöhnungsbedürftig und nicht immer nachvollziehbar.

Dieses Manko wird durch den gut zu lesenden Schreibstil wettgemacht. Gerade der Einstieg in diesen Snack ist gut gelungen und macht Lust auf mehr. Dass die Thematik der Liebesgeschichte mit deutlichem esoterischem Einschlag nicht jedermanns Sache ist, dürfte wenig verwundern. Wer sich daran nicht stört, kann hier bedenkenlos zugreifen.




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Tags: booksnack, esoterik, liebe, mini-kurzgeschichte, wiedergeburt, zurückführung   (6)
 

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krimi, kurzgeschichte, thomas kowa, roadtrip, alkohol

Jack

Thomas Kowa
E-Buch Text: 29 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 01.09.2017
ISBN 9783960871514
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Grenze zwischen witzig und albern ist bei Geschichten von Thomas Kowa mitunter fließend. Auch wenn diese Mini-Kurzgeschichte den zweiten Platz bei einem Krimi-Wettberwerb der Süddeutschen gewonnen hat, so finde ich nicht, dass dieser Booksnack zu seinen besten gehört.

Es liegt nicht am Schreibstil, der gewohnt locker und gut zu lesen ist. Es liegt auch nicht an der Idee, die sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Es liegt vielmehr an der leicht verfahrenen Handlung, die den Lesefluss ein wenig hemmt. Natürlich bleibt bei einem Booksnack vieles dem Leser überlassen, aber hier verschwimmt alles ein bisschen zu sehr und wirkt schlussendlich für mein Gefühl ein bisschen zu künstlich.

Wer gerne „Krimis ohne Mord“ liest, wird auch diesen mordfreien Krimi mögen. Das gilt insbesondere dann, wenn Kowas Humor bekannt ist. Alle anderen dürfen sich gern an diesem Snack probieren, um zu erkunden, ob er für diese Art von Humor empfänglich ist und was es mit der Überschrift dieser Rezension auf sich hat.



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Tags: alkohol, booksnack, digital publishing, humor, krimi, mini-kurzgeschichte, thomas kowa   (7)
 

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graphic novel, splitter verlag, stephen king, horror, comic

Stephen King – Der Dunkle Turm. Band 16

Stephen King , Robin Furth , Peter David , Juan Antonio Ramírez
Fester Einband
Erschienen bei Splitter-Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783962190767
Genre: Comics

Rezension:

Neuer Band von „Stephen Kings Der Dunkle Turm“ Graphic Novel Adaption – neuer Illustrator. Hatten die ersten Bände der Reihe graphisch noch einen künstlerischen Anspruch, so ist spätestens mit Ramirez als Illustrator die Reihe in der Comic-Welt angekommen. In meinen Augen ein klarer Rückschritt.

tot.

Erzählt werden in diesem 16. Band die Ereignisse aus dem Buch tot. Roland hat ein Paradoxon erschaffen, unter dem nicht nur er in Mittwelt, sondern auch Jack in unserer Welt leidet. Es existieren zwei parallele Welten, in denen beide gleichzeitig leben. Schon in der Buchvorlage wirkt es verwirrend, hatte aber durchaus seinen Reiz.

Ich finde, dass die Story sehr gut in die Graphic Novel adaptiert wurde. Wurden in den Vorgängern dieser Adaption schon mal die Handlungen der Buchvorlagen etwas verbogen, werden sich Kenner der Bücher hier sofort wiederfinden. Ich persönlich finde, dass tot neben Glas zu den besseren Büchern der Serie gehören, weshalb ich mich auch für die hier gezeigte Story begeistern kann, die nebenbei bemerkt auch für diejenigen verständlich ist, die die Buchvorlage nicht kennen.

 

Illustrationen

In einer Buchkritik zu einem der Vorgänger hatte ich mal geschrieben, dass die Illustrationen von der Qualität sind, als dass man sie durchaus als Kunstdruck an die Wand hängen könnte. Davon sind die hier gezeigten Bilder weit entfernt. Die Gesichter sind zu kantig, die Figuren zu bunt und die Farben spiegeln gar nicht die jeweilige Stimmung der Geschichte wider.

Im Anhang dieses Buch finden sich wieder einige Konzeptzeichnungen und Regieanweisungen von Robin Furth. Diese in schwarz-weiß gehaltenen Zeichnungen haben zum Teil mehr Aussagekraft als die farbigen Illustrationen, die es später ins Buch geschafft haben. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, die Zeichnungen nicht zu kolorieren.

Erzählt wird in den Vorgängern nicht die vollständige Vorlage, sondern nur in etwa die Hälfte der Geschichte. Vermutlich wird ein 17. Teil folgen, der die Ereignisse aus tot zu Ende erzählt. Die Printvorlage hat übrigens mit einem sehr massiven Cliffhanger geendet, wovon hier zum Glück nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegenteil dürften all diejenigen, die die Bücher nicht kennen, diese Geschichte als in sich abgeschlossen ansehen.

 

Fazit

Die Geschichte von Jack, die in der Buchvorlage tot erzählt wird, gehört sicherlich zu den Highlights des Dunklen-Turm-Zykluses. Die Graphic Novel Adaption hält sich sehr dicht an die Buchvorlage und schafft es, ihren Spirit mit zu adaptieren. Lediglich die comic-haften Illustrationen passen nicht so ganz zur bisher erschienen Reihe, auch wenn die letzten Bände schon stark in die Richtung tendierten. Es ist wirklich schade für die gesamte Reihe, dass Isanove als Illustrator irgendwann ausgeschieden ist.

Gänzlich ohne Vorkenntnisse ist der 16. Teil der Reihe nicht verständlich. Eines von beidem sollte der Leser kennen: entweder die Graphic Novel oder die Buchvorlage. Wer sich bisher für Rolands Suche nach dem dunklen Turm begeistern konnte, wird die Begeisterung mit dem 16. Teil der Graphic Novel Reihe sicherlich nicht verlieren.


Diese Rezension findet sich ebenso auf meinem Bücherblog wie die Rezensionen zu allen anderen Bänden der Reihe.

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