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27 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Die Prophezeiung des magischen Steins

Stephan M. Rother , Maximilian Meinzold
Flexibler Einband
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522202442
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach Beendigung dieser Lektüre bin ich mir nicht ganz sicher, was ich vor mir liegen habe. Ein Fantasy-Jugendbuch oder eine Persiflage auf bekannte Fantasyliteratur. Die Grenze dazwischen ist mitunter fließend.

 

Selbstbedienung

Dabei bedient sich Rother freimütig in der einschlägigen (High-)Fantasy-Literatur – begonnen bei dem Vater aller High Fantasy Romane – Der Herr der Ringe – bis hin zu vielleicht weniger bekannten Werken vor dem Hintergrund Aventuriens aus dem Pen&Paper »Das schwarze Auge«.

Gleichzeitig greift er auf die üblichen Klischees zurück, die das Genre zu bieten hat. Wobei er sich nicht nur bedient, sondern diese Elemente zugleich um ein weiteres Stilmittel ergänzt. Er überzeichnet sowohl die erzählte Welt als auch die dargestellten Charaktere. Und so treffen sich nicht nur Menschen und verschrobene Zauberer, sondern auch magieresistente Gnome sowie die klassischen Zwergen und Elben, die sich ebenso klassisch spinnefeind sind. Das gilt übrigens auch für Namensgebung, denn warum sonst sollte ein Autor dem Bösewicht den Namen »Montezuma« geben, wenn nicht auch irgendwann »Montezumas Rache« auf der Bildfläche erscheint?

 

Grenzgänger

Das Buch bewegt sich sehr oft zwischen der gewollten Persiflage und verspielter Albernheit (»quadratisch, praktisch, gut« (Pos. 681) – echt jetzt?). Manchmal kommt der Leser sicherlich angesichts der vorhandenen Komik ins Schmunzeln und anderes Mal schüttelt er womöglich den Kopf angesichts einer zu dratischen Übertreibung.

Ob der Humor auch einen Zwölfjährigen zu erreichen vermag, ist schwer zu sagen, denn der Humor trifft so manches Mal lediglich dann den Lachmuskel, wenn das Ursprungswerk bekannt ist. Das ist bei Jugendlichen manchmal schwer vorstellbar.
Die Charaktere selbst dürften dann wieder auch für Jugendliche verständlich und zuweilen auch sympatisch sein. Vielleicht sogar gerade deshalb, weil deren altbekanntes Rollenbild derart markant herausgearbeitet wird. Auch hier hat sich Rother für mein Gefühl zu sehr an der Grenze zur Albernheit bewegt.

 

Altersempfehlung

Rother ist bekannt dafür, dass er mit der Sprache spielt (oder die Sprache mit ihm, je nach Betrachtungsweise). Das Buch ist mit einer Leseempfehlung ab zwölf Jahren versehen. Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob in dem Alter das Sprachverständnis für die Wortkonstrukte schon vorhanden ist. Das gilt vor allem, wenn die Zwerge anfangen zu sprechen, wie folgendes Zitat zeigt, das bei ca. 17% des E-Books zu finden ist (Pos. 720):

»Gar gut geraten ist des kleinen Volks Gehörgang«, erklärte Fhargolf. »Der Hunde Heulen horcht er wie der Sauen singen.«

Erfahrene Leser in diesem Alter werden vielleicht damit zurechtkommen, anderenfalls würde ich persönlich das Lesealter etwas heraufsetzen.

 

Fazit

Man muss diese Art von Humor mögen, um Gefallen an diesem Fantasy-Roman zu finden. Wer gerne über sich selbst und die üblichen Klischees eines Genres lacht, der darf gerne zugreifen und wird auch Gefallen am Buch finden. Für Freunde “ernsthafter” High-Fantasy-Literatur dürfte so manches Mal die Grenze zur Albernheit überschritten sein und werden dann eher nicht warm werden.

Somit beschränkt sich meine Leseempfehlung auf Genrefans, die hier bedenkenlos zugreifen können.


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Tags: abenteuergruppe, elfen, fantasy, high fantasy, persiflage, zwerge   (6)
 

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deutschland, drama, erinnerung, erinnerungskultur, frankreich, zeitgenössisch

Wie Tauben aus Glas: Das Geheime Band

Katia Fox
E-Buch Text: 198 Seiten
Erschienen bei null, 25.12.2016
ISBN B01NCQ0BA2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin froh, dass ich immer wieder selbst verlegte Bücher von Autoren lesen, denn andernfalls wäre mir dieses ergreifende und zu tiefst bewegende Buch nicht untergekommen. Das Buch thematisiert die Identitätsfindung zweier Nationen und ihren Umgang mit der Vergangenheit ebenso wie die fiktiven Einzelschicksale dreier Epochen.


Erzählung

Dafür bedient sich Katja Fox des Stilmittels, die Geschichte in mehreren Ebenen über Generationen hinweg zu erzählen. Es sind drei Erzählstränge, die sich über drei Epochen erstrecken und drei Schicksal thematisieren, wobei der Leser anfangs noch im Dunkeln gelassen wird, wie diese zusammenhängen.

Aber nicht die Verknüpfung zwischen diesen Strängen lässt den Leser auf den Seiten verharren, denn es wird relativ schnell klar, wie die Puzzleteile zusammengehören. Es ist der Schreibstil, der mich als Leser an die Seiten gefesselt hat, auch wenn die Erzählung schnell vorhersehbar wurde.

 

Genrefragen

Es handelt sich bei diesem Roman weder um einen historischen Roman noch um einen spannenden im Sinne eines Thrillers. Es ist vielmehr ein zeitgenössisches Drama, das den Leser auf seiner emotionalen Ebene erreicht. Die erzählte Geschichte zeigt, dass es nicht nur um die Identitätsfindung der Nationen Frankreichs und Deutschlands geht, sondern um die Menschen, die diese Nationen bilden.

Katja Fox schafft es zielsicher, die Charaktere mit Leben, Authentizität und Emotionen zu versehen, dass in einem jeden Leser eine Gefühlsregung zu entlocken sein wird. Um es frei mit den Worten der Autorin Katja Fox zu sagen, wird es nicht verwunderlich sein, wenn so manche blauen Augen der Leser wie zwei Bergseen sein werden, die von der Schneeschmelze überflutet wurden.

 

Fazit

Dieses Buch schafft etwas besonderes. Es berührt seine Leser und regt die Erinnerungskultur an, die in Deutschland zusehends verloren zu gehen scheint. Der lebendige Schreibstil, interessante Charaktere und eine markante Geschichte vor zeitgenössischem Hintergrund (auch wenn dieser fiktiver Natur ist), lassen mich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.


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Tags: deutschland, drama, erinnerung, erinnerungskultur, frankreich, zeitgenössisch   (6)
 

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aliens, fantasy, fantasy & science fiction, kurze bücher, meteorit, prostitution, sci-fi, übernatürliche thriller

Die Besucher

Norbert Löffler
E-Buch Text: 142 Seiten
Erschienen bei MANVIRAVERLAG, 22.02.2016
ISBN B01C4XCNP0
Genre: Sonstiges

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Traumtod

Emerson Älskaström
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei null, 20.08.2015
ISBN B0148ULINK
Genre: Sonstiges

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Wela - Insel der Verbannten: Cassiopeiapress SF

Harvey Patton
E-Buch Text: 121 Seiten
Erschienen bei BookRix, 05.07.2018
ISBN 9783743874299
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

agententhriller, crime, new york, thriller, west side boys

Shamrock Alley - In den Gassen von New York

Ronald Malfi , Raimund Gerstäcker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 28.02.2018
ISBN 9783958352735
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch beginnt chaotisch und konfrontiert den Leser mit mehreren zusammenhanglosen Szenen, nur um ihn damit allein zu lassen. Dann, nach und nach, entwickelt sich ein packender Thriller, der auf mehreren Ebenen zu überzeugen weiß.

 

Agenten

Dieses Buch ist ein klassischer Agententhriller, in dem eine verdeckte Operation im Zentrum der Erzählung steht. Immer wieder wird der Leser dabei mit dem Leben des Ermittlers vertraut gemacht, der immer auf einem schmalen Grat  zwischen seinen beiden Leben wandert und immer mit der Angst, entdeckt zu werden und immer unter dem Zwang, das Vertrauen der Menschen zu erlangen, die er zu überführen gedenkt.

Dabei schafft es Malfi eine derart dichte Atmosphäre zu schaffen, dass der Leser eine starke Bindung zu Geschichte und Protagonisten aufbauen kann. Dabei beschränkt er sich auf einige wenige Charaktere, die dafür umso mehr Leben erhalten. Dabei ist der Grad an Realismus erstaunlich hoch, was für eine unglaubliche Authentizität der Geschichte sorgt.

Immer wieder wird der Leser mit dem Vertrauen und Misstrauen konfrontiert, der sicherlich in diesen Kreisen an der Tagesordnung ist. Aber auch die persönlichen Probleme, die ein solcher Job mit sich bringt, wird thematisiert und unterstreicht nochmals die Stimmung des Buchs.

 

New York

Malfi versteht es, die Sprache gekonnt einzusetzen. Dabei nimmt er sich auch immer wieder die Zeit, um die Umgebung zu beschreiben oder sogar um einige wenige Details zu den Vierteln zu beschreiben, in denen die Geschichte spielt. Dadurch entnimmt er der Geschichte zuweilen die Geschwindigkeit und Spannung, verleiht ihr aber gleichzeitig eine gehörige Portion Farbe.

Dieses Zusammenspiel lässt ein überaus atmosphärisches Buch entstehen. Zu Gute kommt hier sicherlich auch die fantasiereiche Sprache von Malfi, die manchmal schon zu verspielt für einen Thriller zu sein scheint, aber niemals deplatziert wirkt.

Durch den Blick hinter die Kulissen einer rohen Gangsterwelt ist ein gewisses Maß an Gewalt zwar im Buch vorhanden, das allerdings niemals ausufert. Dennoch gehört das Buch meines Erachtens nicht in die Hände Minderjähriger.

 

Fazit

Shamrock Alley ist ein überaus stimmiger und atmosphärischer Thriller, der mit einer spannenden Story, einem ungewöhnlichen Sprachstil und interessanten Charakteren alle Wünsche erfüllt, die das Herz des Thrillerfans begehrt.

Ich kann diesen Thriller allen Genrefans und Freunden von Agentengeschichten ans Herz legen und spreche eine uneingeschränkte Empfehlung aus.


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Tags: agententhriller, thriller   (2)
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kowalleck macht ernst (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Christoph Junghölter
E-Buch Text: 17 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 17.02.2017
ISBN 9783960871798
Genre: Sonstiges

Rezension:

Um den Leser auf wenigen Seiten zu unterhalten, bedarf es etwas mehr, als nur ein paar Ereignisse aneinanderzureihen. Diese Mini-Kurzgeschichte ist zu gekünstelt und konstruiert, wobei die Ereignisse zudem zusammenhanglos sind. Für eine Liebesgeschichte fehlen zudem die Emotionen, was durchaus auch vom etwas einfallslosen Erzählstil untermalt wird.

Dieser Booksnack konnte mich in keinster Art und Weise überzeugen. Es gibt sie durchaus, die Mini-Kurzgeschichten, die den Leser für den kurzen Moment im Wartezimmer oder an der Bahnhaltestelle zu unterhalten vermögen, aber dieser gehört mitnichten dazu. Ich kann diesen Booksnack nicht weiterempfehlen und verweise auf meine persönlichen Booksnack-Empfehlungen.

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91 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Das Tagebuch der Anne Frank

Ari Folman , Anne Frank , David Polonsky , Mirjam Pressler
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 05.10.2017
ISBN 9783103972535
Genre: Comics

Rezension:

“Das Tagebuch der Anne Frank” ist eines der wenigen Bücher, bei dem der Leser weiß, wie es endet und dennoch einen Reiz auszuüben vermag. Ein Grund, weshalb ich mir die Graphic-Novel-Umsetzung des Tagebuchs gekauft habe.

 

Graphic Novel vs. Tagebuch

Ich habe “Das Tagebuch der Anne Frank” auch im ungekürzten Original gelesen. Mir liegt die Ausgabe aus dem Jahre 1955 in der Auflage von 1990 vor (ebenfalls aus dem Fischer Verlag). Letzteres dürfte auch das Jahr sein, in dem ich das Buch gekauft und gelesen habe. Entsprechend lückenhaft war mein Erinnerungsvermögen, weswegen ich diverse Passagen direkt miteinander verglichen habe.

Bevor ich auf die inhaltlichen Unterschiede eingehe, muss ich zuerst die Aufmachung der Graphic Novel beschreiben. Dies beinhaltet nämlich wenig überraschend einige Abwandlungen im Vergleich zum Original. Die Autoren der Graphic Novel bezeichnen ihr Buch dann auch als Graphic Diary, das als Adaption zu Anne Franks Originaltext erstellt wurde.

 

Aufmachung

Die fiktiven Dialoge, die mehr oder weniger auf dem Tagebuch basieren, sind als Erzählstreifen graphisch umgesetzt, so wie der Leser es aus vergleichbaren Graphic Novels kennt. Darüber hinaus gibt es allerdings recht umfängliche Textpassagen ohne Illustrationen, die sich am Originaltext orientieren. Und hier gibt es den ersten großen Unterschied.

Diese Textpassagen sind im Original deutlich persönlicher und emotionaler verfasst. In der neueren Übersetzung in der Graphic Novel wurden diese Texte versachlicht und Anne Franks persönliche Note entfernt. Warum die Übersetzer diesen Schritt gewagt haben, ist mir unklar, denn dadurch verlieren die Texte ihre Persönlichkeit.

 

Freiheiten

Ich habe tatsächlich auch ein, zwei Textpassagen entdeckt, die ich so in der mir vorliegenden Originalübersetzung so nicht entdeckt habe. Gut möglich, dass diese Texte erst später veröffentlicht wurden. Dies entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Die Graphic Novel basiert auf einer im Jahre 2001 erschienen Ausgabe.

Die illustrierten Passagen, die in diesem Buch selbstverständlich überwiegen, dürfen sich dann natürlich ihre Freiheiten nehmen und setzen die persönliche Note gekonnt graphisch in Szene. Dies passt recht gut und diese Elemente orientieren sich durchaus recht eng an dem Tagebuch. Hier geht der Geist des Buchs nicht verloren.

Ist es ratsam, zuerst den Originaltext zu lesen?

Ratsam vielleicht, ja, aber in meinen Augen nicht zwingend erforderlich. Das, was “Das Tagebuch der Anne Frank” ausmacht, wurde in der Graphic Novel sehr gut umgesetzt. Nämlich, dass eine dreizehnjährige Jugendliche es vermochte, einfühlsame, ausdrucksstarke, humorvolle und überaus selbstreflektorische Tagebucheinträge zu verfassen. Es ist zwar schade, dass die persönliche Note in den Textpassagen untergegangen ist, dies wirkt sich allerdings nicht derart schwerwiegend aus, als dass ich dafür das Buch abwerten würde.

Vielmehr zeigt die Graphic-Novel-Umsetzung eindrücklich, wie dieses Medium genutzt werden kann, um Literatur in einem anderen Licht zu zeigen und diese eventuell einem erweiterten Leserkreis zugänglich zu machen. Das Nachwort von Ari Folman endet mit dem Satz: “Unser Ziel war stets, den Geist Anne Franks in jedem einzelnen Bild zu bewahren.” Und ich finde, dass es den Machern dieser Graphic Novel durchaus gelungen ist.

Zum Ende bleibt der Hinweis, dass es sich um eine Graphic Novel und nicht um einen Comic für Kinder handelt. Das empfohlene Lesealter würde ich mit 12 Jahren ansetzen.


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Tags: amsterdam, grafische adaption, grafische erzählung, graphic novel, hinterhaus, juden, judenvervolgung, tagebuch, weltkrieg   (9)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

beschränkte charaktere, drachen, einfältig, fantasy, fremde welten, konstruiert, logiklücken, macht, mittelalterlich, science-fictio, science fiction, science-fiction, unglaubwürdig, zeitreise, zukunft

Das Geheimnis der Sternentränen

Anke Höhl-Kayser
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 03.01.2017
ISBN 9783956690730
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zu Beginn des Romans wird der Leser mit einer recht ungewöhnlichen Welt konfrontiert, die sich auf den ersten Blick ein wenig zu konstruiert und wenig durchdacht präsentiert. Ich habe dem Buch dennoch eine Chance gegeben, musste aber feststellen, dass der erste Eindruck sich bestätigt hat, so dass ich das Buch nach gut der Hälfte abgebrochen habe.


Langweilig

Die Idee, zwei Handlungsfäden zu Beginn zu spinnen, war sicherlich gut. Nur sind sie wenig verflochten erzählt, was der Spannung wenig einträglich ist. Das Erzähltempo scheint bewusst langsam gehalten zu sein, was ebenso wenig zum Spannungsaufbau beiträgt. Eine ruhig erzählte Geschichte ist allerdings beileibe kein Grund ein Buch abzubrechen.

Es ist vielmehr die etwas umständliche Erzählweise, die mich wenig erreichen konnte. Das Buch liest sich vor allem zu Beginn eher wie eine belanglose Liebesgeschichte und nicht wie ein packender Science-Fiction-Roman. Dazu tragen sicherlich die wenig glaubwürdigen und einfältigen Charaktere bei, die weder Sympathie noch Authentizität zu vermitteln vermögen.

Zudem ist die Geschichte vorhersehbar, was sich doppelt negativ auswirkt, wenn Charaktere dann sehenden Auges etwas komplett unverständliches machen. Dass sich hier und da Logiklücken auftun und so manche Entwicklung unerzählt bleibt, ist dann nur noch das i-Tüpfelchen.

 

Fazit

Eine unglaubwürdig konstruierte Welt, beschränkte Charaktere und ein paar Logiklücken in der Geschichte konnten mich leider nicht erreichen, so dass ich dieses Buch nach gut der Hälfte abgebrochen habe. Ich persönlich konnte der Geschichte nichts abgewinnen und kann das Buch nicht ruhigen Gewissens weiterempfehlen.


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Tags: beschränkte charaktere, einfältig, fremde welten, konstruiert, logiklücken, unglaubwürdig, zeitreise   (7)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ricardos Wege

Maksim Gerhard
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 20.10.2016
ISBN 9781537716770
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Belgariad - Die Gefährten

David Eddings , Irmhild Hübner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.06.2018
ISBN 9783734161667
Genre: Fantasy

Rezension:

David Eddings entführt den Leser mit seinem in Blanvalet Verlag neu aufgelegtem Erstlingswerk in eine sehr ruhige, aber dennoch recht komplexe High-Fantasywelt und vermag den Leser mit seiner Erzählweise zu verzaubern.


Komplexität

Schon im Prolog konfrontiert Eddings seine Leser mit einer Fülle von Namen und Informationen und verpackt darin die Entstehung einer gesamten neuen Fantasywelt. Allerdings braucht der Leser keine Sorge zu haben, dass er angesichts dieser Fülle an Namen und Informationen in der Geschichte verloren geht. Geschickt baut er in seiner Erzählung diverse Wiederholungen ein, so dass die Welt nach und nach verständlicher und sichtbarer wird.

Diese geschickte Erzählweise begrüße ich in High-Fantasy-Romanen, die über eine gewisse Komplexität verfügen, immer wieder sehr gerne. Vor allem am Anfang wendet Eddings dieses Stilmittel gezielt und oft an. Dabei erreicht er den Leser nicht nur mit seiner Geschichte, sondern auch mit seinem Schreibstil, der ungewöhnlich einfach und doch fesselnd ist.

 

Protagonisten

Nach und nach fokussiert sich die Geschichte auf den bzw. die Protagonisten. Hat der Leser ersteinmal Zugang zu Geschichte und Charakteren gefunden, nimmt die Komplexität deutlich ab und die Geschichte fokussiert sich zusehends auf Garion. Jetzt mag es dem ein oder anderen Kritiker entfahren, dass diese Geschichte mitnichten neu ist.

Das kann ich durchaus bestätigen. Ein Junge, dessen Herkunft unklar ist, der selbst im Unklaren gelassen wird und jeder um ihn herum scheint mehr zu wissen: das gab es schon recht häufig in der Fantasy-Literatur. Und so ist es auch nicht die Geschichte selbst, die den Leser zu fesseln weiß, denn diese bietet vieles nicht. Es gibt keine fesselnde Spannung, keine zahlreichen Wendungen innerhalb der Geschichte und keine epischen Schlachten. Ja, die Geschichte ist sogar zuweilen sehr vorhersehbar.

Dennoch weiß sie den Leser zu erreichen, nämlich mit einer einfühlsamen und sehr ruhigen Erzählweise und den sehr authentischen und sympathischen Charakteren.

 

Trilogie

Das Buch ist als Trilogie geschrieben und endet naturgemäß offen. Es gibt keine kleineren Handlungsstränge, die ihr Ende im ersten Band finden, sondern das Buch endet tatsächlich mitten in der Erzählung – so wie es in diesem Genre üblich ist. Immerhin erscheinen die Folgetitel vergleichsweise zeitnah im September diesen und März nächsten Jahres.

 

Fazit

Wer sich im Fantasy-Genre heimisch fühlt und bisher noch keine Gelegenheit hatte, das Erstlingswerk des mittlerweile verstorbenen Autors David Eddings zu lesen, dem empfehle ich diese Neuauflage. Es vermag viele Aspekte des actionsuchenden Lesers nicht bedienen, kann dafür umso mehr die Belange der ruhigen Fantasy bedienen. Das Buch eignet sich also für alle, die in sehr gut erzählten Geschichten eintauchen möchten.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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Tags: fantasy, weise, weisenjunge   (3)
 

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227 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

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Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783499255052
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Thriller wird aus einer recht ungewöhnlichen Perspektive erzählt. Der Leser darf nämlich über die Schulter des forensischen Anthropologen David Hunter schauen. Das sind diejenigen, die in einem Kriminalfall zu Rate gezogen werden, wenn die Tat schon mehr oder minder lange zurückliegt. Dennoch ist der Leser an seiner Seite immer an den aktuellen Geschehnissen beteiligt.

 

Perspektive

Das liegt nicht an der Ich-Perspektive, in der das Buch geschrieben ist, sondern an der Verkettung sonderbarer Zufälle. Der Einsatz, zu dem Hunter als Berater eines Leichenfunds hinzugezogen wird, ist Ausgangspunkt für diverse Ereignisse, die nach und nach immer neue Puzzleteile des Falls offenbaren.

Dabei erhält der Leser durch die gewählte Erzählperspektive sehr tiefe Einblicke in die Entscheidungen des Protagonisten, die manchmal durchaus fragwürdig sind, die Geschichte allerdings vorantreiben. In diesen kurzen Momenten scheint die Geschichte ein bisschen zu konstruiert zu sein. glücklicherweise ebben diese Momente schnell wieder ab, so dass auch der Eindruck schnell verblasst.

 

Recherche

Dem Buch merkt man recht deutlich an, dass sich Beckett in einem Forschungsinstitut für Verwesungsprozesse Wissen angeeignet hat. Sehr detailliert beschreibt er, was mit einer Leiche passiert, wenn diese über längere Zeit in oder außerhalb des Wassers liegt. Trotz des hohen Detailgrads wird es aber nie so explizit, dass es in einer abstoßenden Beschreibung endet. Er bleibt in diesen Szenen erfreulich sachlich. Dennoch muss sich der Leser auf die ein oder andere Szene gefasst machen, in der diese Prozesse detailgetreu beschrieben werden.

Diesen Detailgrad in der Beschreibung hält Beckett auch beim Blick in die Landschaft bei, so dass sich der Leser in diesen Szenen ebenso am Schreibstil erfreuen kann. Dann allerdings im positiveren Sinne.

 

Serie?

Normalerweise kenne ich die vorhergehenden Bücher einer Serie und kann somit immer nur erahnen, wie es für Leser wäre, die die Vorgängerbücher (noch) nicht gelesen haben. In diesem Fall ist es anders. Der fünfte Fall von David Hunter, der sich im dem Buch “Totenfang” verbirgt, ist mein erster.

Und somit kann ich mal aus anderer Perspektive sagen, dass es zwar Bezüge zu älteren Fällen und Büchern gibt, diese aber für das vorliegende Buch nicht von Belang sind. Das Buch kann auch sehr gut für sich allein gelesen werden, ohne dass die vier vorhergehenden Bände bekannt sein müssen.

 

Fazit

Die ungewöhnliche Erzählperspektive, ein ungewöhnlicher Protagonist und eine interessant konstruierte Geschichte lassen diesen Thriller in der Fülle der Thriller-Neuerscheinungen hervorstechen. Auch wenn die vier vorhergehenden Fälle des Hauptdarstellers unbekannt sind, kann sich der Leser durchaus diesem Werk widmen und wird mit ihm sehr gut unterhalten. Ich kann dieses Buch ohne Bedenken weiterempfehlen.


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Tags: david hunter, irland, thriller   (3)
 

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Dreizehn

M.H. Steinmetz
Buch: 666 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 15.03.2018
ISBN 9783959620666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Roman entführt den Leser in eine Welt aus altägyptischer Mythologie gepaart mit vielen Splatter- und Horrorelementen. Wer schon bei diesem Satz die Nase rümpft, tut gut daran, einen Bogen um dieses Buch zu machen. Wer nicht, wird sich gut unterhalten fühlen.

 

Rasanter Beginn

Auf den ersten Seiten gibt es einen Wechsel zwischen zwei Erzählsträngen, der den Leser recht lange bei der Stange hält und die Neugierde schürt. Lange Zeit tappt der Leser im Dunkeln, bis sich erste Fragmente der Hintergründe offenbaren und die Geschichte sich offenbart.

Dabei bewegt sich der Sprachstil zwischen derb, umgangssprachlich und einer schon fast blumigen Umschreibung blutiger Exzesse. Dabei beschreibt Steinmetz gerne sehr explizit die reichlich vorhandene Gewalt in diesem Buch. Er verschwendet kaum eine Zeile, um die Umgebung detailliert zu beschreiben oder um den Charakteren viel Tiefgang zu verleihen. Der Fokus liegt eindeutig in der Handlung und der rasanten und blutigen Erzählung. Bei letzteren Passagen beweist nämlich Steinmetz durchaus ein gewissen morbides Händchen für Details.

 

Logik

Medizinisch ist das Buch nicht sonderlich gut recherchiert und das Wissen basiert eher auf Hollywoodfilmen. Allerdings nehmen es auch Top-Schriftsteller wie Stephen King mit den Unterschieden zwischen einer Schizophrenie und einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung nicht so genau. Wer sich bei Hollywoodfilmen nicht an medizinischen Feinheiten stört, der wird auch hier über die zahlreichen medizinischen Ungenauigkeiten hinweglesen können. Der Story tut dies keinen Abbruch.

Ebenso wenig wie die Verortung der Handlung nach England, obwohl es meiner Meinung nach der Geschichte sehr gut gestanden hätte, wenn diese in Deutschland spielen würde. Gerade bei einem saloppen und derben Sprachstil merkt man dem Buch an, dass hier ein Deutscher am Werk war und kein Übersetzer. Sprache und Ort hätten durchaus zueinander finden können.

Deutlich störender sind die hin und wieder auftretenden Logiklücken. Auch diese muss der Leser geflissentlich überlesen, um sich den Lesespaß nicht zu verderben, was je nach Szene allerdings deutlich schwerer fällt.

 

Blutiges Fazit

Dieses Buch richtet sich ganz eindeutig an Genrefans, die es nicht verstörend finden, wenn sehr derb und doch recht blutig eine Geschichte vorangetrieben wird. Auch an der ein oder anderen Logiklücke stören sich Freunde dieses Genres für gewöhnlich weniger und werden mit diesem Buch ihre wahre Freude haben. Somit kann ich dieses Buch allen Freunden des blutigen Horros bedenkenlos empfehlen. Alle anderen halten dann doch lieber ein bisschen Abstand.


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

booksnack, entscheidung, frau, hexenfelsen, kaputte ehe, kurzgeschichte, leben, liebe, liebesgeschichte, mann, mini-kurzgeschichte, nachdenken, nacht, nachtwanderung, neues selbstbewusstsein

Der Hexenfelsen (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Annette Dressel
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 27.03.2017
ISBN 9783960871989
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Thema, dessen sich dieser Booksnack annimmt, habe ich schon in so mancher Mini-Kurzgeschichte gelesen. Freilich anders verpackt, allerdings ebenso mit einer starken Frau im Mittelpunkt, die sich eines Tages ihrer selbst besinnt. Und tatsächlich kann diese Thematik recht gut innerhalb weniger Seiten erzählt werden.

Wenige Seiten sind das Markenzeichen von Mini-Kurzgeschichten, die sich auch gut auf Smartphones lesen lassen (was meiner Meinung nach mit einem Roman etwas mühseliger ist) und somit ideal für den literarischen Snack für zwischendurch. Allerdings ist es gar nicht so einfach, auf so wenigen Seiten einen Spannungsbogen aufzubauen, um den Leser zu unterhalten.

Annette Dressel schafft es mit ihrer kleinen Liebesgeschichte den Leser zu erreichen und auch für einen kurzen Moment zu unterhalten. Auch wenn dieser Snack nicht zu meinen Highlight-Mini-Kurzgeschichten gehört (die ich auf meiner Special-Seite gesondert aufliste), spreche ich ihm (für Genrefans) eine Empfehlung aus.


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Tags: booksnack;, liebe, liebesgeschichte, mini-kurzgeschichte, starke frauen   (5)
 

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

heyne-verlag, kammerspiel, raumschiff, science fiction

Das sechste Erwachen

Mur Lafferty , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453319196
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Science-Fiction-Roman um ein Kammerspiel der besonderen Art. Die Kammer: Ein Raumschiff. In der Kammer: Sechs Besatzungsmitglieder, eine hochentwickelte KI und 2500 Kolonisten, die sich gerade im Kryoschlaf befinden.

 

Ungewöhnliche Passagiere

Ist es ein Traum, auf einem Raumschiff zu einem unbekannten Planeten zu fliegen, um diesen zu kolonisieren? Nein, ist es nicht, weshalb sich an Bord der Dormire nicht die besten Wissenschaftler und intelligenten Köpfe der Erde befinden, sondern Verbrecher jeglicher Couleur, denen Straffreiheit in der neuen Heimat zugesagt wurde.

Das gilt auch für die sechs Besatzungsmitglieder, die plötzlich erwachen und ein vollkommenes Chaos vorfinden. Inklusive einer defekten KI und dem Fehlen jeglicher Logeinträge der letzten Jahre. Das besondere bei den Besatzungsmitgliedern: Es handelt sich um Klone, die aktiviert werden können, wenn der Körper stirbt.

 

Puzzle

Somit wurde eine interessante Ausgangssituation geschaffen, denn der Leser weiß ebenso wenig wie die Besatzungsmitglieder und die KI, was eigentlich vorgefallen ist. Nach und nach werden Puzzleteile gesammelt und das Geschehen analysiert, wobei jeder zum Kreis der Verdächtigen gehört.

Lafferty versteht es, sehr geschickt dem Leser nach und nach die Hintergründe dieser außergewöhnlichen Geschichte zu präsentieren und weiß mit zahlreichen Wendungen und einigen Rückblicken den Spannungsbogen kräftig zu spannen.

 

Gesellschaft

Das Buch entwickelt sich immer mehr zu einem spannenden Thriller, der den Leser in seinen Bann ziehen kann. Natürlich bleibt das Buch sich seines Hintergrunds (nämlich der Science Fiction) treu und schafft es eindrücklich die unterschiedlichen Genres zu verbinden. Was übrig bleibt: Ein spannendes Buch mit einigen gesellschaftlichen Fragestellungen.

Neben den Spannungsmomenten bleibt es nicht aus, sich mit der Thematik des menschlichen Klonens zu befassen. Die Autorin schafft es, die Fragen in den Raum zu werfen, wie weit die Menschheit gehen darf, ohne aber selbst Stellung zu beziehen. Es bleibt dem Leser überlassen, sich selbst eine Meinung zu diesem doch sensiblen Thema zu bilden.

 

Fazit

Was für ein gelungener und spannungsreicher Science Fiction Roman. Er kann auf jeder Ebene überzeugen und ist für jeden empfehlenswert, der sich gern spannungsreicher Literatur zuwendet. Es sind die Erzählung und die Charaktere, die die Seele des Buchs ausmachen und gar nicht mal so sehr das Science Fiction.

Somit kann ich bedenkenlos diesem Buch eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.


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Tags: heyne-verlag, kammerspiel, raumschiff, science fiction   (4)
 

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131 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Der Alphabetmörder

Lars-Erik Schütz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem Thrillerdebüt »Der Alphabetmörder« von Lars Schütz ist der Tod allgegenwärtig. Fast im Sekundentakt taucht eine neue Leiche auf und treibt Leser wie Ermittlerteam durch die Seiten.

 

Hohes Tempo

In diesem Buch wird ein recht hohes Erzähltempo an den Tag gelegt. Nicht nur die Anzahl der Todesfälle treibt die Geschichte voran, sondern auch die bewusst sehr kurz gewählten Kapitel und die zum Teil sehr kurzen Abschnitte innerhalb des Buchs. Der Leser wird so förmlich durch die Seiten gezogen.

Gleichzeitig wird er mit so mancher Wendung überrascht. In überhaupt nicht vorhersehbarer Erzählweise wird ein Konstrukt um den Protagonisten gesponnen, das immer verworrener und verzwickter und somit auch sehr interessant wird.

 

Serie

In diesem Fall ist der Protagonist, der auch in weiteren Teilen eine Rolle spielen soll, seines Zeichens ein forensischer Fallanalytiker, was wir Leser eher als Profiler kennen. Dieses Buch ist in sich abgeschlossen und nichts deutet auf einen Serienstart ist. Auf den ersten Blick ist noch nicht mal eine übergeordnete Handlung ersichtlich. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die potentiellen Folgetitel hier einordnen werden.

Potential haben die vorgestellten Charaktere sicherlich. Diese werden nicht nur sehr authentisch in dem Debüt vorgestellt, sondern vermitteln zeitgleich auf emotionaler Ebene sehr viel Menschlichkeit. Das macht die Charaktere auf ihre eigene Art sympathisch.

 

Fazit

Was für ein gelungenes Thrillerdebüt, das durch eine rasante und sehr abwechslungsreiche Erzählung zu überzeugen weiß. Gleichzeitig vermitteln die dargestellten Charaktere ein hohes Maß an Sympathie. Dass die Geschichte nicht nur von einem Deutschen geschrieben, sondern auch in Deutschland verortet ist, gibt der Geschichte mit diesem Lokalkolorit das letzte i-Tüpfelchen.

Von mir erhält dieser Thriller eine uneingeschränkte Empfehlung.


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Tags: lokalthriller, montabauer, thriller, ullstein, westerwald   (5)
 

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abreise, alter, anziehung, auf der suche, baden, begehren, beziehung, booksnack;, deutschland, die erste nacht, erholung, flirten, geheimnisse, gemeinsam, hamburg

Strandbegegnung (Die booksnacks Kurzgeschichten Reihe)

Horst-Dieter Radke
E-Buch Text: 22 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 30.05.2018
ISBN 9783960873112
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese kleine Mini-Kurzgeschichte erzählt in ruhiger Manier, die Ereignisse, die aus einer Urlaubsbekanntschaft hervorgehen. Dabei belässt der Autor den Leser in einer durchaus distanzierten Perspektive die Erzählung erleben.

Es ist eine undramatische aber durchaus akzeptabel erzählte Liebesgeschichte, ohne aber wirkliche Akzente setzen zu können. Und das auch vor dem Hintergrund, dass es sich um einen Booksnack handelt, der auf wenigen Seiten den Leser zu unterhalten versucht.

 

Somit schafft es dieser Snack nicht, sich in meine Highlight-Mini-Kurzgeschichten einzureihen, die ich auf meiner Special-Seite gesondert aufliste.

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Tags: booksnack;, liebesgeschichte, mini-kurzgeschichte   (3)
 

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eden, erzbischoff, fantasy, flucht, garten eden, gemeinschaft, genremix, historisch, historischer krimi, historischer roman, hörbuch, kai meyer, kirche, lumina, mittelalter

Das Buch von Eden

Kai Meyer , Philipp Schepmann (Sprecher)
Audio CD: 474 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.01.2004
ISBN 9783785714300
Genre: Historische Romane

Rezension:

In einer Mischung aus Fantasy und historischem Roman erzählt Kai Meyer in diesem Buch die Geschichte der letzten Pflanze aus dem Garten Eden. Dabei platziert er den Plot glücklicherweise (hauptsächlich) in Deutschland.

 

Gelungenes Setting

Ich persönlich finde es ausgesprochen gut, wenn Autoren mit ihrem Plot in heimischen Gefilden verweilen, auch wenn es unablässlich für die Geschichte ist, dass die Protagonisten Europa verlassen.

Die Idee hinter der erzählten Geschichte ist herrlich unverbraucht und macht allein deswegen schon Spaß. Die Intrigen und der Machthunger der Mächtigen des Mittelalters kommen dabei nicht zu kurz, so dass sich die Fantasyelemente sehr gut in das Mittelaltersetting einzugliedern wissen.

 

Gekürzt

Ohne das Buch zu kennen, weiß ich natürlich nicht, an welchen Stellen das Buch gekürzt wurde. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer wieder den Eindruck, als ob wesentliche Stellen gekürzt worden wären, weil ich mich nicht auf Anhieb in einem neuen Absatz zurechtfand.

Zudem scheint die Spieldauer von knapp acht Stunden für eine massive Kürzung zu sprechen, denn Bücher mit über 700 Seiten werden für gewöhnlich in über 20 Stunden eingesprochen.

Eventuell wurde dadurch den Nebenfiguren nicht der Raum geschenkt, wie er in der ungekürzten Fassung vorhanden ist. Das gilt auch für die Nebenerzählung, die im Orient angesiedelt ist.

 

Sprecher

Es hört sich merkwürdig an, wenn man einen Sprecher nur als Kinderbuch-Sprecher kennt und dieser ein Buch für Erwachsene einspricht. Philipp Schepmann kannte ich bisher von “Der kleine Drache Kokosnuss”, den meine Söhne in verschiedensten Varianten hören.

Selbstverständlich ist die Stimme die gleiche, allerdings ist es gewöhnungsbedürftig, wenn eine Protagonistin aus diesem Buch die gleiche Stimme verliehen bekommt wie das kleine Stachelschwein (aus den Kokunuss-Geschichten).

Davon abgesehen macht Schepmann einen hervorragenden Job und kann sich hören lassen. Facettenreich und mit viel Abwechslung spricht er das Buch mit angenehmer Stimme ein.

 

Fazit

Die Mischung aus Fantasy und Mittelalter ist Kai Meyer sehr gut gelungen. Leider ist das Buch stark gekürzt, so dass ich den Eindruck gewonnen habe, als wären einige Facetten der ungekürzten Erzählung verloren gegangen.

Wer den Sprecher Philipp Schepmann aus Kinderhörbüchern kennt, muss sich ein wenig umgewöhnen. Danach macht es durchaus Spaß, ihm zuzuhören. Somit kann ich dem Hörbuch durchaus eine Empfehlung aussprechen, denn sie weiß trotz Kürzung ihre Hörer zu unterhalten.


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Tags: fantasy, garten eden, genremix, historischer krimi, historischer roman, lumina, mittelalter   (7)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

Jaron Lanier , Karsten Petersen , Martin Bayer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 05.06.2018
ISBN 9783455004915
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn ein Internetpionier empfiehlt, seine Social Media Accounts zu löschen, dann lohnt es sich in jedem Fall, einen Blick auf seine Argumentation zu werfen. Jaron Lanier liefert gleich zehn nachvollziehbare Gründe.

 

Differenziert

Beim Lesen dieses Buchs wird sehr schnell ein relativ versöhnlicher Grundton deutlich, dem eine sehr differenzierte Sichtweise zu Grunde liegt, die ich so nicht erwartet hatte. Obwohl Lanier sehr tief in der Materie steckt und vermutlich für viele Funktionen zumindest in ihrer Grundidee verantwortlich ist, die soziale Medien heutzutage ausmachen, blickt er mit einem erfreulichen Abstand auf das Thema.

Er bleibt oftmals auf der sachlichen Ebene, auch wenn zu spüren ist, wie sehr ihn das Thema bewegt. Dabei benutzt er eine sehr eingängige Sprache, um die wesentlichen Mechanismen zu erläutern, weshalb die sozialen Medien so sind, wie wir sie heutzutage vorfinden. Und warum es sinnvoll ist, sich deren Einfluss zu entziehen.

 

Fachchinesisch?

Jeder, der sich im Internet bewegt, wird sich in diesem Buch zurechtfinden. Nur selten kommen Fachbegriffe zum Einsatz, die für Laien unverständlich sind. Er benutzt vielmehr oftmals eine zugängliche Sprache, die er mit zahlreichen Bildern und sehr einprägsamen Vergleichen untermauert. Allein schon deshalb ist das Buch lesenswert, um zu erfahren, weshalb wir uns eher an Katzen als an Hunden orientieren sollten.

Ebenso sind sehr viele Aussagen, die er in seinem Buch trifft, sehr gut recherchiert und mit vielen Belegen untermauert. Allerdings sticht auch hier der gemäßigte Ton hervor und es mag verwundern, dass Lanier im Grunde genommen gar nicht die sozialen Medien abschaffen, sondern durch die Deaktivierung der Accounts eine Änderung herbeiführen möchte.

 

Fazit

Dieses Buch ist für alle wichtig, die sich in den sozialen Netzwerken bewegen.  Es verdeutlicht sehr eindringlich und einprägsam, welchen Einfluss die sozialen Medien auf uns User haben. Dabei verteufelt er weder das System als Ganzes noch das gesamte Silicon Valley, sondern vielmehr die Mechanismen, die den sozialen Medien zugrunde liegen.

Mir persönlich hat der gemäßigte Stil, der sich durch das gesamte Buch zieht, sehr gut gefallen. Lanier appelliert an den gesunden Menschenverstand und an die Menschlichkeit, ohne irgendwen direkt an den Pranger zu stellen. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre alle Nutzer sozialer Medien sein.


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Tags: gesellschaft, hoffman und campe verlag, sachbuch, social media, soziale medien   (5)
 

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amerika, band 6, blut, brutal, crime, explizite beschreibung, fortstzung, gewalt, realcrime, reihe, serie, sex, smith, südafrika, thriller

Mann am Boden

Roger Smith , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Tropen, 13.01.2018
ISBN 9783608502176
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Buch, das dem Leser die menschlichen Abgründe zeigt. Und dabei nicht vor sehr expliziten Beschreibungen von Sex und Gewalt zurückschreckt. Das muss der Leser wissen und mögen, bevor er sich diesem Buch widmet. Und erhält dann allerdings auch eine hervorragend aufgebaute Erzählung.

 

Sprünge

Wo spielt die Handlung gerade? Manchmal braucht es ein paar Zeilen, bis der Leser weiß, zu welcher Zeit das Geschriebene gerade spielt. In kurzen knappen Kapiteln springt Smith vom Heute ins Gestern und erzählt damit den Plot auf eine höchst interessante Art und Weise.

Nach und nach offenbaren sich dem Leser die Hintergründe, erklären sich die Taten des Heute durch Ereignisse aus dem Gestern. Eine Erzählweise, die ich persönlich (bei einem Thriller) sehr mag und die durch den teilweise arg abgehackten Sprachstil vehement verstärkt wurde.

 

Gewalt

Beim Ausarbeiten der Charaktere führt Smith den Leser zu den Abgründen der Menschlichkeit und zeigt mit unverhohlener Brutalität, wie eins zum anderen kommen kann. Wie realistisch das ist, mag mal dahingestellt sein. In gewissen Kreisen aber durchaus denkbar.

Somit ist das rote Cover durchaus sehr bewusst gewählt worden und Leser sollte nicht zu zimperlich sein, was die explizite Darstellung bzw. Erzählung angeht.

 

Fazit

Das Buch lebt nicht von der Gewalt. Sie ist Mittel zum Zweck aber kein Selbstzweck. Der Fokus liegt eindeutig in der interessanten Verschachtelung der Ereignisse auf verschiedenen Zeitebenen, die dem Leser Stück für Stück die wahren Hintergründe offenbart.

Es ist die Art und Weise, wie die Geschichte offenbart wird, die mich zu einer uneingeschränkten Empfehlung für den erwachsenen Leser hinreißen lässt. Wer schnell erzählte Thriller mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.


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Tags: amerika, blut, explizite beschreibung, gewalt, sex, südafrika, thriller   (7)
 

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2. band, autor, bill hodges, bill-hodges-reihe, buch, gefährliche fundsache, koffer, krimi, postmortem, roman, stephen king, thriller

Finderlohn

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt , David Nathan
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 08.09.2015
ISBN 9783837131543
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch wenn dies der zweite Teil der Bill Hodges Trilogie ist, lässt sich der Protagonist recht viel Zeit, bis er die Bühne betritt. Stephen King erzählt in »Finderlohn« zuerst recht ausführlich die Vorgeschichte samt Hauptplot. Und das wie im ersten Teil der Trilogie wieder sehr gut.

 

Immer noch kein Horror

Es ist tatsächlich recht befremdlich, dass dieses Buch schlecht bewertet wird, weil es kein Horrorbuch ist. Nur weil auf dem Cover Blut zu sehen ist und der Autor Stephen King heißt, muss das Buch ja nicht gleich dem Horrorgenre entspringen. Nun hat King schon sehr oft bewiesen, dass er auch in anderen Genres heimisch ist. Dieser Thriller gehört sicherlich dazu und kann tatsächlich an die Qualität des ersten Teils »Mr. Mercedes« anknüpfen.

Dabei wird die Geschichte vollkommen anders erzählt und aufgezogen. Die Protagonisten sind in »Mr. Mercedes« vorgestellt worden, so dass dieses Buch sich voll und ganz auf den Hauptplot konzentriert. Die Ereignisse des ersten Teils bilden dabei zwar im gewissen Sinne die Grundlage für dieses Buch, der Leser muss diesen aber nicht zwingend kennen, um sich hier zurecht zu finden. Allerdings empfehle ich dennoch zuerst den ersten Teil der Trilogie zu lesen.

 

Thriller oder Krimi

Die Geschichte wird zwar nicht rasant und in einem hohen Tempo erzählt, dafür aber nicht minder spannend. Meiner Meinung nach steigert sich King mit dem zweiten Teil sogar im Vergleich zum ersten, was die Erzählweise und das Spinnen der Handlungsfäden betrifft. Damit driftet das Buch zwischen den Genregrenzen Thriller und Krimi und lässt sich nicht wirklich irgendwo eindeutig zuordnen.

Unterhaltsam ist das Buch dennoch, was vor allem daran liegt, dass der Fokus auf den neuen Protagonisten gelegt wird und die bekannten Charaktere zu Nebenfiguren werden. Ein interessanter Schachzug, der hier sehr gut funktioniert.

 

Sprecher

Stephen King und David Nathan werden bei den Hörbüchern mittlerweile direkt hintereinander ausgesprochen. Und davon profitiert der Hörer. In gleichbleibender und gewohnter Qualität mit hohem Wiedererkennungswert schafft es Nathan diesen Roman einzusprechen.

 

Fazit

Stephen King wendet im zweiten Teil der Hodges Trilogie einige Kniffe und Tricks an, die erstaunlich gut funktionieren und ihn sogar in meinen Augen besser als den ersten Teil werden lassen. Es wird quasi eine vollkommen neue Story erzählt, die sich in das Hauptgefüge der Trilogie einbettet.

Geeignet ist das Buch somit für alle Freunde von Krimis und Thrillern sowie solchen, die Schreibstil Stephen Kings angetan sind.


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Tags: autor, bill hodges, buch, gefährliche fundsache, koffer, krimi, postmortem, stephen king, thriller   (9)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

graphic novel, horror, king

Locke & Key Master-Edition

Joe Hill , Gabriel Rodriguez , Reinhard Schweizer
Fester Einband
Erschienen bei Panini, 26.03.2018
ISBN 9783741605390
Genre: Comics

Rezension:

Der zweite Band der Master-Edition der Graphic-Novel Locke & Key fängt da an, wo der erste Band aufgehört hat. Für diejenigen, denen der Inhalt nicht so präsent ist, gibt es eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse. Diese sind allerdings als Auffrischung zu verstehen, denn der erste Band muss gelesen werden, um alle Ereignisse zu verstehen, die im zweiten Band erzählt werden.


Edle Aufmachung

Die Angabe der Bände bezieht sich hierbei auf die Master-Edition. Die gesamte Reihe ist schon vor Jahren mit insgesamt sechs Bänden abgeschlossen worden. Die Master-Edition beinhaltet je zwei schon erschienene Bände, die natürlich (weil Master-Edition) qualitativ hochwertig im Hardcover präsentiert werden.

Rein optisch dürfte sich jeder Leser direkt zurecht finden und wird auch der Story folgen können. Bis es allerdings zu Beginn des zweiten Teils (bzw. vierten ursprünglichen Bands) zu einem Stilbruch in vielerlei Hinsicht kommt.

 

Stilbruch

Optisch erhalten die Zeichnungen plötzlich einen kindlich naiven Touch, der vielleicht das Wesen von Bode, dem jüngsten der Protagonisten, unterstreichen soll. Allerdings wird dieses Stilelement zu lang und ausgiebig verwendet, so dass dessen Wirkung sich nach ein paar Seiten schnell ins Gegenteil verkehrt.

Gleichzeitig werden die Comic-Stripes anders aufgebaut. Es ist zwar durchaus eine gute Idee, eine komplette Seite als Abschlussbild zu verwenden und vier Bilder als untereinander laufenden Stripe anzuordnen. Das hat optisch für eine willkommene Abwechslung gesorgt.

 

Erzählung

Erzählerisch beginnt die Geschichte wieder sehr empfehlenswert, abwechslungsreich, überraschend und wieder mit vielen (wahn)witzigen Ideen. Mit dem optischen Stilbruch gibt es allerdings auch einen erzählerischen Bruch, so dass manche Handlungsfetzen nur schwer, andere sogar gar nicht einzuordnen sind.

Die übergeordnete Haupthandlung wird in diesen Phasen nur fragmentarisch behandelt, was ich zusätzlich als störend empfunden habe. Irgendwie scheinen den Autoren entweder die Ideen ausgegangen zu sein, oder sie wollten ein kleines Experiment wagen. Nachdem die Autoren sich “ausgetobt” haben, kommt die Geschichte sowohl optisch wie auch erzählerisch wieder in gewohnten Regionen an und wirkt nicht mehr derart konfus.

 

Fazit

Der Leser dieser Besprechung wird sich nun fragen, weshalb ich dieser Horror-Graphic-Novel dennoch fünf Sterne vergebe, wo ich doch derart “viel” Kritik geäußert habe. Das liegt daran, dass die erzählte Geschichte trotz dieser Kritikpunkte nahezu über jegliche Zweifel erhaben ist und einfach seines Gleichen sucht. Im Grunde genommen wird aus einer überragenden Geschichte eine sehr gute, so dass ich trotz aller Kritik zu dieser Master-Edition diese dennoch bedenkenlos allen Freunden des Horrors empfehlen kann.


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Tags: graphic novel, horror, king   (3)
 

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197 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

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Zu nah

Olivia Kiernan , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel , Carla Felgentreff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nein, man muss nicht immer das Rad neu erfinden, um ein Auto herzustellen. Getreu diesem Motto versteht es Olivia Kiernan mit ihrem Thrillerdebüt »Zu nah« Freunde des Genres zu unterhalten.


Stereotypen

Alles, was der Leser in diesem Buch liest, wird er schon kennen. Kiernan bedient sich freizügig diverser Stereotypen des Genres und versteht diese durchaus interessant miteinander zu verknüpfen. Das gilt nicht nur für den Plot, sondern auch für die Charaktere.

Leben wird diesen zwar nicht eingehaucht und es wollte sich nicht so recht eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, dennoch bekommt der Leser hier solide Standardkost serviert. In meinen Augen verpasst die Autorin das Potential, das in der gewählten Ich-Erzählung der Hauptfigur steckt.

 

Klassisch

Mit klassischen Wendepunkten und ebenso klassischen Überraschungsmomenten wird der gestandene Thriller-Freund allerdings wenig gefordert, womit die Geschichte zuweilen etwas vorhersehbar wird. Ebenso klassisch klafft zudem die ein oder andere Logiglücke im Plot, die den Leser eventuell den Kopf schütteln lassen wird.

Der Spannungsbogen spannt sich somit ebenso klassisch über alle Seiten. Er weiß durchaus den Leser bei Laune zu halten, versteht es aber nicht, ihn wirklich zu packen.

 

Fazit

Der Leser bekommt mit diesem Thriller ein grundsoliden Genrevertreter, der es in meinen Augen nicht versteht, aus der breiten Masse hervorzustechen. Das Buch ist nicht sonderlich gut aber auch nicht schlecht, so dass es sich genau in der Mitte niederlässt. Für Freunde des Genres ist das Buch sicherlich einen Blick wert, wer mal als Genrefremder einen packenen Thriller sucht, sollte sich lieber für ein anderen Genrevertreter entscheiden.


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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.: Roman

Karen Hamilton
E-Buch Text
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783641211677
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es klang wie ein vielversprechender Thriller. Eine Frau, die ihrem Freund nahe sein möchte, obwohl dieser sie schon in den Wind geschossen hatte. Sie wird sogar Flugbegleiterin genau bei der Airline, bei der er Pilot ist. Sie möchte ihm zeigen, dass sie eine perfekte Freundin ist, auch wenn er sie dafür ersteinmal fürchten muss.

 

Thriller?

Der letzte Satz, der so auch im Klappentext steht, lässt vermuten, dass es sich um ein Thriller handelt, in dem die Liebe einer Frau deutlich über die Stränge schlägt, aber keinen Widerhall beim Verehrer findet. Es klingt nach einem Thriller, in dem die Frau zu Mitteln greift, um den Mann zu gewinnen, die nicht nur unorthodox sind, sondern auch total unangebracht oder überzogen.

Der Leser bekommt allerdings auf den ersten Seiten lediglich das Leben einer mehr oder weniger gescheiterten Persönlichkeit präsentiert, die von ihrem Leben als Stewardess erzählt. Die dafür gewählte Ich-Erzählweise wird von der Autorin überhaupt nicht genutzt, um eine Beziehung zu der Protagonistin aufzubauen. Die Erzählung bleibt flach, distanziert und emotionslos.

 

Spannung?

Ein Spannungsbogen wird erst gar nicht aufgebaut – es passiert kaum etwas im ersten Drittel des Buchs. Erst bei gut der Hälfte des Buchs kommt überhaupt der “Gegenpart” ins Spiel. Viel zu spät. Bis dahin habe ich schon längst angefangen querzulesen, um die ewigen Wiederholungen und langweiligen Textpassagen zu überfliegen. Allerdings wird auch danach keine Spannung aufgebaut und das Buch liest sich wie ein langweiliges Beziehungsdrama, so dass ich das Buch nach gut der Hälfte (ca. 250 Seiten) abgebrochen habe.

Dieser Debütroman von Karen Hamilton ist meinen bisheriges Lowlight des Jahres. Die Erwartungen wurden überhaupt nicht erfüllt und ich kann beileibe dieses Buch nicht als “Thriller” bezeichnen.


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Tags: beziehungsdrama, langweilig, paarbeziehung, spannungslos, thriller   (5)
 

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83 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

70er, 80er, japan, krimi, mord, mordserie, osaka, ruhig, spannung, thriller, tropen verlag, unaufgeregt, unterschwellig spannend, verbrechen, zwielichtige geschäfte

Unter der Mitternachtssonne

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503487
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Thriller mit einem Umfang von über 700 Seiten, der von einem japanischen Autor geschrieben wurde, verspricht sich jenseits der üblichen Genregrenzen zu bewegen. Und genau das macht dieser Thriller von Higashino auf dem man sich als Leser in gewisser Weise einlassen muss.

 

Anfang

Das Buch beginnt klassisch und beschreibt die Umstände eines Mords. Nach dieser Einleitung gibt es einen Zeitsprung, den der Leser anfangs nicht mitbekommt. Erst nach und nach erkennt er, dass zwischen dem Mord und der Erläuterung der näheren Umstände 18 Jahre liegen.

Der Autor Higashino lässt den Leser bei seiner Erzählung gern im Dunklen tappen und stellt immer wieder neue Figuren vor. In fast jedem neu begonnenen Kapitel werden neue Nebenfiguren vorgestellt, die in ihren Handlungen in irgendeiner Art und Weise den Schicksalsfäden der Protagonisten Yukiho Karasawa und Ryo Kirihara begegnen.

 

Japanischer Alltag

Higashino nimmt sich die Zeit, um seinen Charakteren Leben einzuhauchen und entführt dabei den Leser in den japanischen Alltag. Dadurch verliert der Thriller so sehr an Fahrt, dass ich ihn in dieser Phase des Buchs weder als Thriller noch als Krimi bezeichnen würde.

Dafür erfährt der Leser umso mehr Japan typisches Verhalten, wie z.B. die Angst, Aufsehen zu erregen, wenn etwas der Polizei gemeldet oder grundsätzlich gegen (irgendwelche) gesellschaftlichen Normen verstoßen wird. Auch das über die Landesgrenzen hinweg bekannte übereifrige Arbeitsverhalten wird in dem Buch thematisiert, was bei dem ein oder anderen westeuropäischen Leser Kopfschütteln verursachen dürfte.

Dieser doch recht dominante Mittelteil des Buchs hat durchaus seinen Reiz, kann allerdings bei dem ein oder anderen Leser zu einem Durchhänger führen, der in einer Enttäuschung münden kann.

Als kleine Randbemerkung: Das Buch ist in Japan im Jahre 1999 erschienen. Das merkt man dem Buch an – spätestens wenn von Prozessoren in Rechnern gesprochen wird, die über eine Taktrate von vierzehn Megahertz verfügen (ja, wirklich “Mega” und nicht “Giga”). Es soll ja Leser geben, die sich auch an solchen Details stören.

 

Fazit

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Leser, die einen genretypischen Thriller erwarten, von diesem Buch enttäuscht sind. Dies ist kein über alle Seiten hinweg spannendes Buch und kein Buch, das einen über alle Kapitel hinweg aufspannenden Spannungsbogen dem Leser präsentieren möchte.

Vor allem im Mittelteil des Buchs stehen die Charaktere im Vordergrund. Das gilt nicht nur für deren Leben, sondern auch für deren Beziehung zu den Protagonisten. Erst zum Ende hin schließt sich der Kreis und das Buch nimmt wieder etwas mehr an Fahrt auf.

Wer sich dessen bewusst ist, kann getrost zugreifen, sollte allerdings der japanischen Kultur zumindest ein wenig offen gegenüber eingestellt sein und sei es lediglich, um die japanischen Namen besser auseinanderhalten zu können.


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