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135 Bücher, 115 Rezensionen

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, entführung, berlin, mord, serienmörder

Der Totensucher

Chris Karlden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633428
Genre: Krimi und Thriller

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

harry potter, rufus beck, zauberei, magie, tunier

Harry Potter und der Feuerkelch

Joanne K. Rowling , Rufus Beck , Angela Kübrich
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 16.09.2010
ISBN 9783867176545
Genre: Fantasy

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

berlin, ermittlungen, geheimnis, krimi, missbrauch

Der Schneegänger

Elisabeth Herrmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442485260
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sanela Beara ist eine junge, engagierte Polizistin,  die eines Tages hoch hinaus will. Als im Grunewald die vor vier Jahren verscharrte Leiche des kleinen Darijo gefunden wird, nutzt Sanela ihre Kontakte zur kroatischen Gemeinschaft in Berlin, um undercover bei der wohlhabenden Familie Reinartz zu ermitteln. Schon bald findet sie heraus, dass vor vier Jahren eine Intrige geschmiedet wurde, deren Wellen bis in die Gegenwart schlagen. 


Dies war mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann,  mein letztes wird es wahrscheinlich nicht gewesen sein. Mir gefällt die Art der Protagonistendarstellung sehr gut. In den meisten Teilen ist Sanela eine gewitzte, junge Polizistin, die es in ihrem Beruf weit bringen könnte, da sie die nötige Motivation und Engagement mitbringt.  Allerdings scheint sie ein Problem mit Autorität und Regeln zu haben. Das fand ich an einigen Stellen schon störend unrealistisch. Gerade die überboardende Sympathie für den Hauptverdächtigen fand ich nicht nur unpassend sondern im höchsten Maße unrealistisch. Sympathie schön und gut, aber mit dieser angeblich so innigen Liebe hat Elisabeth Herrmann eindeutig viel zu dick aufgetragen. 


Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Der Spannungsaufbau ist gut und stringent. Sehr gut gefallen hat mir der packende und neugierig machende Prolog. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren die vielen unauthentisch verwendeten Anglizismen überall im Text. Wäre ich Lektor gewesen, hätte ich das in jedem Fall gestrichen. Dem Lesefluss kommen diese nämlich nicht wirklich entgegen. Und warum nicht Gemeinschaft statt Community sagen? Mir erschien dieser Stil wir gewollt und nicht gekonnt. 


Fazit: alles in allem ein spannendes Buch. Ich werde mir bestimmt noch ein weiteres kaufen. 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

familie, neuanfang, gewalt in der ehe, schottland, sommer

Im siebten Sommer

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2017
ISBN 9783492308038
Genre: Romane

Rezension:

Rose Leben war noch nie einfach: Vom Vater verlassen, brachte ihre Mutter sich wenige Jahre später um. Sie selbst schlitterte in eine Ehe, die schlimmer kaum hätte sein können. Ein einziger Gedanke hielt sie aufrecht: der Gedanke an den jungen Mann, der ihr vor Jahren eine Postkarte schrieb. Als sie sich endlich aufmacht um ihn zu suchen,  erkennt sie, dass es noch viel mehr zu entdecken gibt, als den Mann von damals. 
Zunächst einmal danke ich dem PIPER Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Die Geschichte von Rose und ihrer kleinen Tochter Maddie ist eine sehr besondere. Auch alle Menschen, die in ihrem Leben auftauchen sind interessant. Allerdings sind es vor allem die weiblichen Charaktere dieser Geschichte, die mich besonders fasziniert haben. Die Männer bleiben eher blass und stereotyp. Für mich ist dies also eher ein Buch über Freundschaft und den Weg zu sich selbst, als eine Liebesgeschichte. 
Die Stellen rund um Rose neu erwachtes Liebesleben finde ich tatsächlich sogar die langweiligsten und unauthentischsten Stellen. Die Idee, diese Postkarte als Sinnbild für ein anderes Leben zu sehen, finde ich wirklich gut und ich bin froh, dass Rose kapiert hat, dass man zuallererst mit sich selbst im Reinen sein muss, um Beziehungen einzugehen. 
Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, der Potential hat, einem richtig ans Herz zu gehen. 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Licht

Connie Willis
Flexibler Einband: 850 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 30.01.2017
ISBN 9783959811705
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zunächst danke ich dem cross cult Verlag für das Rezensionsexemplar.  


Fand ich mich im ersten Teil dieser Diologie noch nicht so gut zurecht, so bin ich jetzt begeistert davon, wie derart komplex die Autorin die Handlung aufgebaut hat. Ähnlich wie die Protagonisten des Buches, musste auch Connie Willis Zusammenhänge aus 150 Jahren Geschichte im Kopf behalten, Verbindungen knüpfen und dabei auch noch eine gute Geschichte erzählen. Das hat sie eindeutig geschafft. 


Die Geschichte nahm im zweiten Band viel mehr Fahrt auf, lose Enden wurden verknüpft und Sachverhalte erklärt. Zum Ende hin blieb kaum noch etwas offen. 


Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr gut. Wie Schicksal und Zufall eine konstante ergeben und einzelne Handlungen einen kollektiven Sieg herbeiführen können, ist ein schöner und sehr philosophischer Gedanke. 


Ich hab mich schon immer viel mit dem Thema "2. Weltkrieg " auseinandergesetzt, aber hier konnte ich wirklich noch mal sehr viel dazulernen. 


Ich würde keinemich empfehlen,  diesen Roman mit Zeitunterbrechung zu lesen, es würde schwer fallen, alle Namen und Zusammenhänge zu behalten. Das ist schon schwer genug, wenn man diese beiden monströsen Bücher in vier Tagen liest. 


Fazit: großartig recherchiert, wirklichkeitsnah und ergreifend. Geschichte zum Anfassen 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

london, bombardement, evakuierung, blitzkrieg, zweiter weltkrieg

Dunkelheit

Connie Willis
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 28.11.2016
ISBN 9783959811682
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bei "Dunkelheit " handelt es sich um den ersten Teil des zweigeteilten Romans über die drei Zeitreisenden Merope, Michael und Polly.  


Zunächst muss ich sagen, dass der Klappentext einigermaßen irreführend ist. Er gaukelt Sciencefiction vor, wo eigentlich gar keine zu finden ist. Klar kommen die drei ursprünglich aus dem Jahr 2060, aber 98% des Romans spielen im Jahr 1940. Somit gleicht er eher einem historischen Roman, als allem anderen. Als solcher ist er aber wirklich gut gemacht und interessant geschrieben. Allerdings ist das Buch einfach zu voll gepackt.  Handlungsstränge, die in der Mitte des Buches starteten wurden einfach nicht mehr weitergeführt,  die ständig wechselnde Zeitangabe verwirrt den Leser zusätzlich. 
Außerdem wird man von der Autorin einfach mitten in die Geschichte geworfen. Man versteht als Leser nicht, wie diese Zeitsprünge funktionieren,  das schmälert den Genuss sichtlich. 


Fazit: interessanter Roman, unter dem ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte. Gespannt auf die zweite Hälfte 

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116 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

thriller, schweden, skandinavien, wolf, drogen

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zunächst danke ich dem Tropen Verlag für das Rezensionsexemplar.  


Der Gedanke,  dass ein Polizist durch den ständig auf ihn ausgeübten Druck und die Gräueltaten, die er sehen muss, irgendwann keinen anderen Ausweg sieht, als sich auf die dunkle Seite der Betäubung durch Sex und Drogen zu flüchten,  finde ich sehr interessant. Gerade der Bereich der Öffentlichkeitswahrnehmung, die durch die Presse angeheizt wird, kommt hier sehr gut heraus.  
Auch den inhaltlichen Bezug zum Titel des Buches,  der durch die Person Zack verdeutlicht wird find ich gut gemacht. 
Die Nebenfiguren des Buches sind gut dargestellt und bunt zusammengewürfelt. 


Allerdings hier schon der erste Kritikpunkt: alle Mitglieder dieser Sonderkommission sind außergewöhnlich und vor allem ihre Biografie ist ungewöhnlich.  Das ist nur das erste Beispiel von vielen unrealistischen Dingen, die dieses Buch durchziehen wie ein roter Faden. 


Apropos roter Faden: dieser fehlt hier völlig. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Ermittlungsarbeit der Polizei unrealistisch,  nicht nachvollziehbar und scheint eher auf gerade Wohl, als durchdachte Planung zu basieren. 


Die vielen verschiedenen, für die Geschichte nicht relevanten Namen waren unnötig. Hier wäre ganz eindeutig weniger mehr gewesen. 


Am schrecklichsten find ich aber tatsächlich die überzogene Darstellung des Hauptcharakter Zack. In Ansätzen fand ich dieses Thema wirklich interessant und gut, aber solche Ausschweifungen würden normalerweise nie geduldet. Egal wie viele Mädchen vor der Wolfsgrube gerettet werden. 


Alles in allem ein Buch mit guten Ansätzen,  das an der Umsetzung scheiterte und somit schon fast langweilig und anstrengen war. 

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

biedermeier, hamburg, außerhalb der zeit, zeitreiseroman, marit schalk

Spiegelreihe / Außerhalb der Zeit

Marit Schalk
Flexibler Einband: 692 Seiten
Erschienen bei epubli, 19.07.2017
ISBN 9783745004311
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich lernte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde kennen. Vielen Dank für das Leseexemplar!  Zunächst abgeschreckt vom schieren Umfang und der kleinen Schrift bereue ich nach dem Lesen, dass die Schriftgröße nicht noch kleiner, und die Seitenzahl nicht noch höher war, dann hätte ich nämlich mehr davon lesen können.

Eine kurze Zusammenfassung: Lena ist Ende 20, wohnt in Hamburg, hat ihr Psychologiestudium abgebrochen und hält sich mit einem Gelegenheitsjob über Wasser und wohnt mit Freund Johannes, von dem sie sich aus Bequemlichkeit nicht trennt, in Hamburg Altona. Ihr Zwillingsbruder Gregor hat einen neuen Freund, und in dessen Antiquitätenladen passiert das Missgeschick, das Lenas Schicksal von einer Sekunde auf die andere verändert: Sie stürzt durch einen der berühmten Lohrer Spiegel und findet sich unversehens im Hamburg von 1941 wieder. Ihr Aufprall wurde abgefedert von den Kaufmännern Eduard und Henry Sieveking, die nicht wissen, woher diese merkwürdige junge Dame kommt und was sie von ihr und ihren überaus modernen Ansichten halten sollen. Ist Eduard nett und aufgeschlossen erweist sich Henry als missmutiger Stoffel, und doch ist es er, der Lena eine Bleibe und Arbeit gibt und sie mit all seiner Kraft unterstützt und ihr oftmals aus der Klemme hilft. Schon bald stellt sich heraus, dass Henry ein düsteres Geheimnis mit sich herumträgt...

Marit Schalk springt in ihrem Roman immer zwischen den Zeiten hin und her. Auf der einen Seite erleben wir als Leser Lenas Alltag im 19 Jahrhundert, auf der anderen Seite Gregors Bemühungen, Lena wieder ins Jahr 2017 zu bekommen. Die Autorin schafft es scheinbar mühelos diese beiden Handlungsstränge sinnvoll und authentisch zu verbinden. Die Spannung, die in einem Handlungsstrang aufgebaut wird, wird im anderen fortgesetzt und beide Stränge ergänzen sich ins Vortrefflichste, so dass man schon nach kurzer Zeit das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.

Alle Protagonisten, und ich meine wirklich alle, von Hauptprotagonisten Lena und Henry, über die ganze Familie Sieveking bis hin zur letzten Nebenfigur sind mit vollständigen und authentischen Persönlichkeiten ausgestattet und so genau beschrieben, dass man denkt, sie schon immer gekannt zu haben. Man könnte jetzt meinen, so was würde schnell langatmig, doch ist es Marit Schalks über den ganzen Roman hinweg gegebener spritzigen, humorvollen und unterhaltsamen Schreibweise zu verdanken, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Ich konnte mich komplett in diesem Buch verlieren und gerade Protagonistin Lena konnte ich durch die Darstellung ihrer überaus lustigen und menschlichen Gedanken nachfühlen. Würde sie nicht nur auf dem Papier bestehen, wäre sie wahrscheinlich eine meiner besten Freundinnen.

Das wunderschöne und vor allem gut recherchierte Lokalkolorit des jetzigen und damaligen Jahrtausends tragen außerdem noch dazu bei, sich vollkommen in die Geschichte einfühlen zu können. Mir als Aschaffenburgerin gefallen natürlich die Stellen, die in Lohr am Main spielen besonders, und ich werde höchstwahrscheinlich immer an Lena und Henry denken, wenn ich im Spessart unterwegs bin. Was mir außerdem gut gefällt, ist, dass ich immer noch etwas über diese Zeiten dazu lernen konnte.

Ein weiterer toller Coup war es, bekannte Persönlichkeiten auf lustige und unaufdringliche Weise in die Geschichte einzuflechten. Man wird dazu verleitet nachzurecherchieren und besonders die bekannte Figur Heinrich "Harry" Heine verleitet einen zum mehrmaligen Schmunzeln.

Auch Märchenfiguren sind eingebaut. Natürlich erkenne ich eindeutig Rumpelstilzchen und Schneewittchen wieder. Alice im Wunderland steht außer Frage, aber auch Mary Poppins ist mit von der Partie. Die Passagen um den Unterricht im 19 Jahrhundert und Lenas Bemühungen um die adäquate Erziehung der ihr anvertrauten Kinder, fand ich als Pädagogin natürlich äußerst interessant.

Was mich doch bei all dem Lob, das ich für dieses Buch übrig habe am aller verblüffendsten finde, ist, dass die Autorin es geschafft hat, eine dermaßen komplexe Geschichte dermaßen realistisch und detaillegetreu zu erzählen, dass nichts, aber wirklich absolut nichts unrealistisch oder zu märchenhaft klingt. Am Ende des Buches war ich fast selbst schon drauf und dran an Zeitreisen durch Spiegel zu glauben, ja mir sie fast sogar schon zu wünschen.

Denn all ihre Charaktere laden einen als Leser dazu ein die Welt von Marit Schalk immer und immer wieder bereisen zu wollen. Sei es die lustige Hetty, Alex Opa, Lena und Henry natürlich, die stoffelige, alte Tante, Sophie und Carl oder Gregor... ich bin froh sie alle kennengelernt zu haben und ich hoffe es dauert nicht allzu lange, bis ich sie im nächsten Teil wiedersehe.

Könnte ich 10 Sterne geben, ich würde es tun. Leider gibt es nur fünf, aber die gebe ich sehr gerne für das beste Buch aus diesem Genre, das ich seit langer, langer Zeit gelesen habe.

 

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17 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, suizid, humo, tragikomödie

Mensch, Rüdiger!

Sven Stricker
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 18.08.2017
ISBN 9783499290787
Genre: Romane

Rezension:

Rüdiger Bunzel hat es nicht leicht im Leben: Von Natur aus schon eher zu klein geraten, scheint er für andere Menschen geradezu unsichtbar zu sein. Seine Frau hat einen Liebhaber, seine Schüler tanzen ihm auf dem Kopf herum, Freunde hat er nicht... An einem Tag wie jedem anderen, beschließt Rüdiger seinem Leben ein Ende zu machen. Doch auf der Lembachtalbrücke begegnet ihm das Schicksal in Form von Tom. Tom, seinerseits gescheiterter Schriftsteller, hat gerade seinen Job verloren und sieht sich seiner nichtssagenden Existenz ohne Arbeit, Freunde und Familie nicht mehr gewachsen. Die beiden Fast-Selbstmörder kommen ins Gespräch und beschließen, sich noch fünf Tage Zeit zu geben, um dem Leben vielleicht doch noch eine Chance zu geben.

 

Danke zunächst an Autor Sven Stricker und den rororo Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares.

Den ersten Stern erhält dieses Buch für die absolut großartige Schreibweise von Sven Stricker. Es passiert mir nicht wahnsinnig oft, dass ich während des Lesens laut lachen muss. Er hat es unzählige Male geschafft. Ich könnte jetzt anfangen und lustige Lieblingsstellen aufschreiben, aber dann wäre ich morgen noch beschäftigt. Besser ist es, das Buch einfach zu lesen. Dieser, fast schon sarkastische, Unterton zieht sich durch das gesamte Buch durch. Die Seiten fliegen nur so hinweg und machen das Buch zu einer kurzweiligen Unterhaltung.

Die Geschichte der beiden Protagonisten ist so ungeheuerlich, dass sie sich fast nur das Leben ausgedacht haben kann. Ganz oft beim Lesen denkt man sich: Wer denkt sich denn sowas aus?!? Was die beiden da erleben ist ganz großes Kino. Gleich den nächsten Stern dafür.

Sven Stricker bevölkert die Welt von Tom und Rüdiger mit ganz vielen exzentrischen, gut ausgedachten Nebendarstellern. Allein schon Heiner hätte seinen eigenen Stern verdient. Aber auch Frau Bormann, Frau Schwarzenegger,Schwester Erika,  Silvias Liebhaber Florentin, Gesa, Toms Mutter... einfach großartig gemacht. Manchmal beim Lesen kam es mir so vor, als stünden alle diese kleinen Nebenfiguren sinnbildlich für die vielen verschiedenen Aufgaben in unserem Leben. Wir sehen uns tagtäglich konfrontiert mit Gleichgültigkeit, Überheblichkeit, Anstrengung, aber auch Lachen, Hilfsbereitschaft und Lebenslust. Ich fand die Reise von Rüdiger und Tom sinnbildlich für ein ganzes Leben. Trotz allem Humor war dieser philosophische Ansatz immer unterschwellig spürbar. Für diese wirklich wahnsinnig tolle Schreibweise leg ich sogar noch zwei Sterne obendrauf.

Sven Stricker gelingt es seinen Protagonisten eine gut aufgebaute und authentische Persönlichkeit und Biografie zu verpassen. Beide Männer sind auf ihre Art sympathisch und verzweifelt. Ich finde jedes Buch, das über das Thema "Depression" geschrieben wird, ist ein wichtiges Buch, da es allen Betroffenen hilft, diese Krankheit nicht als zu hütendes Geheimnis wahrzunehmen, und allen nicht Betroffenen ein wenig offener damit umzugehen. ALLERDINGS: Keine der beiden Protagonisten ist von der klinischen Seite her depressiv. Depression ist eine lebenslange, sehr ernstzunehmende Krankheit. Kaum einer der Betroffenen kann ein Leben ohne Medikamente oder sehr langanhaltende therapeutische Behandlung führen. Mir wird in diesem Buch der Alltagsgebrauch des Wortes etwas zu sehr abgenutzt. Nur weil man mal ein Tief hat, und das Leben scheiße findet, ist man nicht depressiv. Das ist etwas, was mich wirklich gestört hat an diesem Buch.

Ganz grässlich finde ich auch Toms wahnsinnige Oberflächlichkeit. Über die bin ich wirklich ein paar Mal richtiggehend gestolpert. Gerade seine Gedanken zum Thema Körperfülle finde ich richtiggehend widerwärtig.

Alles in allem fand ich das Buch wirklich gut und unterhaltsam. Es hat mir großen Spaß gemacht zu lesen und ich kann es weiterempfehlen. Für jeden, der das hier liest: Nehmt das Buch eher mit einem Augenzwinkern. Oder um es mit Sven Stricker zu sagen: " Dieses gottverdammte Scheißleben! Ist es nicht wunderbar!"

 

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383 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

frankreich, thriller, simon beckett, hof, bauernhof

Der Hof

Simon Beckett , Juliane Pahnke ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 31.07.2015
ISBN 9783499268380
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich glaube mittlerweile würde ich Simon Becketts Stil erkennen,  selbst wenn ich das Buch ohne Einband lesen würde. Diese unterschwellige bedrückende Stimmung, die einen fast schon surrealen Gegensatz zu seiner farbigen und bildhaften Schreibweise darstellt, ist einzigartig und wahnsinnig prägnant.  


Auch hier in "der Hof" ist davon wieder sehr viel zu spüren.  Dieses Buch ist, genau wie alle seine anderen, sprachlich sehr hochwertig, anspruchsvoll, aber dennoch leicht weg zu lesen. Durch die oben schon erwähnte bedrohliche Grundstimmung wird der Spannungsbogen stetig aufgebaut,  doch eigentlich weiß man als Leser gar nicht wirklich warum. Ähnlich, wie das leichte Kribbeln im Nacken wenn man das Gefühl hat beobachtet zu werden. 


Die Flashbacks die Seans Geschichte aufarbeiten, find ich wahnsinnig gut gemacht.  Alles in allem erweist sich Beckett einmal mehr als der Meister seines Fachs. Er hat einfach seinen ganz eigenen Stil, und obwohl der Aufbau des Buches nicht wirklich typisch ist, kann man es als nichts anderes, als einen Thriller bezeichnen. 


Das Ende kam mir tatsächlich aber etwas zu abrupt.  Daher vier von fünf Sternen. 

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kalter schnitt, julia durant, frankfurt a.m.

Kalter Schnitt

Andreas Franz , Daniel Holbe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 21.08.2017
ISBN 9783426516508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch im aktuellen Teil der Durant Reihe gelingt es Daniel Holbe das Werk von Andreas Franz fortzuführen. Wie alle anderen Teile ergänzen sich die Teile um Julia Durant Privatleben,  mit denen ihrer Arbeit. 
Das Thema Beschneidung bei Frauen und Kindesmissbrauch werden verarbeitet. Bereits der Prolog erzeugt eine düstere und bedrückende Stimmung, die sich durch den ganzen Roman zieht. 
Dennoch hat Holbe etwas zu viel gewollt. Beim Lesen des Buches ergeben sich zahlreiche lose Enden, die am Ende im Schnelldurchlauf verknüpft werden. Ein wenig weniger wäre hier mehr gewesen. 


Die Stadt Frankfurt als einer der Hauptprotagonisten ist wundervoll eingearbeitet und allein der Kultstatus den Durant mittlerweile für mich hat, verdient einen Extrastern.  


Gestört hat mich total, dass die Geschichte des Fängers im Vorgängerbuch hier mehr hätte ausgebaut werden können und müssen.  Da ist wahnsinnig viel Potential verschenkt worden.  


Am Ende dieses Buches ergeben sich einige lose Fäden im Bereich des Privatleben der Ermittler. Daher betrachte ich dieses Buch, was das Persönliche angeht, als Übergangsroman zum nächsten. 


Ich bedanke mich herzlich beim KNAUR Verlag für das Rezensionsexemplar 

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69 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

musik, blues, gitarre, grégoire hervier, gitarren

Vintage

Grégoire Hervier , Alexandra Baisch , Stefanie Jacobs
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070026
Genre: Romane

Rezension:

Zunächst vielen Dank an den Diogenes Verlag, für das Rezensionsexemplar.

In "Vintage" begegnen wir Protagonisten Thomas, der von einem undurchsichtigen englischen Adeligen beauftragt wird, zu beweisen, dass die Gibson Moderne, die berüchtigtste Gitarre der Welt, jemals gebaut worden ist. Bei seiner Recherchereise, die ihn einmal um die halbe Welt führt, begegnet er allerhand, mal mehr mal weniger, skurrilen Gestalten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eines haben sie allerdings gemeinsam: Die Liebe zur Musik.

Diese ist auch während des Lesens auf jeder Seite spürbar. Wie jede Subkultur, wird auch unter den Gitarrenfreaks eine eigene Sprache verwendet, die der Autor aufs Treffendste mit eingebaut hat. Man versteht zwar die Hälfte von dem nicht, was die Protagonisten miteinander besprechen, das stört aber den Lesefluss keineswegs, sondern macht das Buch besonders. Es hält einen dazu an, sich auch mal mit diesem eher etwas ungewohnten Thema auseinanderzusetzen, etwas dazu zu lernen und gegebenenfalls sogar an anderen Stellen weiter nachzulesen.

Die Darstellung aller im Buch auftretenden Protagonisten ist authentisch und einfallsreich dargestellt. Ich finde dem Autor gelingt es sehr gut, dieses Buch schon fast philosophisch auf die gesamte Kunstwelt zu übertragen. Egal woher du kommst, egal was du gerne hast, die Liebe zur Musik vereint alle Schichten.

Das Buch lässt sich leicht und zügig lesen. Einzig und allein die wirklich etwas realitätsferne Darstellung insgesamt und das wirklich abrupte Ende, lassen mich am Ende nur vier, statt fünf Sterne vergeben. Aber das ist Geschmackssache.

Insgesamt war es ein sehr nettes Buch, das mich dazu veranlasst, meine Gitarre vielleicht wieder etwas öfter in die Hand zu nehmen.

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126 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, mord, winkelmann, delfin, wassermanns

Wassermanns Zorn

Andreas Winkelmann , Cordula Schmidt , Barbara Hanke , any.way
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2014
ISBN 9783499258534
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Wassermann holt sich junge, blonde Frauen, um mit ihnen zu baden. Ihnen bleibt nur der Tod, ihm die Rache. Denn mit dem Töten allein erklärt sich seine Motivation nicht. Das einzige was er will ist Rache an Erik Stiffler, dem Polizist, der sein Leben zerstört hat.

 

Dies war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann, mein letztes wird es nicht gewesen sein.

Der  Spannungsaufbau dieses Thrillers erfolgt nach einem sehr eignen Stil: Oft sind hintereinanderliegende Kapitel scheinbar miteinander verknüpft und erst wenn man ein paar Zeilen gelesen hat, merkt man, dass sich die Handlung auf einen anderen Protagonisten an einen anderen Ort verlegt hat. Ich finde das erfrischend und es erzeugt kurzfristig eine sehr hohe Spannung, die dadurch noch verstärkt wird, dass man wieder ein Weilchen lesen muss, um die Handlung beim ersten Protagonisten weiterzuverfolgen.

Auch insgesamt herrscht in diesem Thriller ein gut aufgebauter Spannungsbogen und das Ende ist sowohl überraschend, als auch fesselnd.

Durch die wechselnde Sicht der Protagonisten wird dieses Gefühl, dass die Handlung sich aufeinander zubewegt und letztendlich eskaliert noch verstärkt. Wirklich gut und interessant gemacht.

Bei den Protagonisten liegt aber auch wirklich das einzige kleine Manko, was mich dazu bringt nur vier Sterne statt fünf zu geben. Bezüglich der Polizistin Manuela finde ich die Darstellung gut und sympathisch, allerdings auch unauthentisch, da sie für ihr Alter einfach schon viel zu viel von sich hält. Außerdem ist ihr schnelles Aufsteigen in der Mordkommission zu unrealistisch für ihr Alter. Erik Stiffler ( und sorry: Wie kann man einem Protagonisten einen solch verbrauchten Namen geben?!? Unglückliche Wahl) hingegen ist einfach ein riesen Arschloch, an das man sich emotional überhaupt nicht binden kann. Die Szenen um Frank und Lavinia haben emotional das Buch gerettet.

Was mich auch ein wenig gestört hat, ist dass man überhaupt nicht weiß, wo das Buch spielt. 

Die Sicht des Täters fand ich gut gemacht und nachhaltig unglaublich gruselig. Nie wieder werde ich ein stehendes Gewässer mit den selben Augen sehen können, wie vor dem Buch.

 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

eve, paul, nora roberts, julia, erinnerung des herzens

Erinnerung des Herzens

Nora Roberts , Katharina Jonas
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453421448
Genre: Romane

Rezension:

Eines der eher älteren Bücher der Bestsellerautorin, aber es hat über die beinahe 3 Jahrzehnte seit seiner Ersterscheinung nichts von seiner Aktualität und seiner Spannung eingebüßt.

Wir begegnen Julia, die von der berühmt berüchtigten Schauspielerin Eve dazu verpflichtet wird ihre Biografie zu verfassen. Beim Schreiben der selbigen, werden bald Skandale und Erinnerungen wach, die besser in Ruhe gelassen worden wären.

Wie auch bei vielen anderen Büchern, versteht es Nora Roberts auch hier wieder ihre Charaktere authentisch und mit viel Zeit und noch mehr Facetten einzuführen und auszubauen. Alle Protagonisten ergänzen sich detaillegetreu und fließend mit den vielen Nebencharakteren. Jeder Charakter kriegt seine Chance sich selbst zu erzählen.

Die Geschichte ist gut aufgebaut und schwenken immer zwischen Eves Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Es könnte leicht langatmig werden, aber das ist es nicht. Eve hatte ein interessantes Leben. Man konnte zwischendurch sogar ein paar Mal vergessen, dass es reine Fiktion ist.

Roberts ist und bleibt die Königin der Beziehungsentwicklung unter ihren Protagonisten. Die Verbindung zwischen Julia und Paul ist selbstverständlich wie immer wunderschön hervorgearbeitet, in diesem Buch sind es aber vor allem die anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, die einem ins Auge fallen und sich im Herzen festsetzen. Gerade die Beziehung von Paul und Brandon ist sehr schön, oder auch die zwischen Eve und Julia.

Durch einen zwar kurzen, aber spannend gehaltenen Prolog führt Roberts ihre Geschichte ein, und genau dieser Prolog ist es, der den Spannungsbogen über die ganze Geschichte hinweg stetig aufrecht erhält.

Einfach super gemacht von der Grand Dame der Unterhaltungsliteratur. Mehr kann man dazu gar nicht sagen.

Einzig und allein die vielen Übersetzungsfehler könnte man bemängeln, da dieses Buch aber vor dreißig Jahren übersetzt und bestimmt seitdem verbessert wurde, finde ich, sollte ihm das nicht angelastet werden.

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122 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

liebe, krimi, tess, mörder, nora roberts

Verlorene Seelen

Nora Roberts
Flexibler Einband: 397 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.2001
ISBN 9783453186811
Genre: Liebesromane

Rezension:

Psychiaterin Tess lebt ganz für ihren Beruf. Genau wie Polizist Ben. Doch in ihrer Sicht auf den Täter könnten ihre Ansichten nicht unterschiedlicher sein. Konzentriert sich Ben darauf den "Priester", der seine jungen, blonden Opfer mit einem Schal erdrosselt, zu stellen, so sieht Tess diesen als Opfer seiner eigenen Seele. Bald erkennen sie, dass sie zusammenarbeiten müssen, um den Mörder zu bekommen...

 

Ich finde die beidseitige Sicht, die Nora Roberts hier aufführt, sehr interessant. Die Geschichte ist gut erzählt und spannend aufgebaut. Sie endet mit einer richtigen Überraschung.

Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Da der Roman in den 80ern entstanden ist, wo Profiling noch nicht an der Tagesordnung war, beweist Nora Roberts einmal mehr, dass sie ihr Handwerk beherrscht.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

misshandelt, psychothriller, senkrecht, fbi-profilerin, profiler

Kalte Gräber

Elizabeth Heiter , Ivonne Senn
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.03.2014
ISBN 9783956490002
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

DI es war mein erstes Buch von Elisabeth Heiter und höchstwahrscheinlich auch mein letztes. 
Die Grundgeschichte des Buches war eigentlich ganz gut. Der Täter entführt Frauen, um sie dann später bis zum Hals einzugraben. Profilerin Evelyn wird zu dem Fall hinzugezogen und bald ist der Mörder auch hinter ihr her. 


Die Persönlichkeitsdarstellungen in diesem Buch, man kann es leider nicht anders sagen, stinken zum Himmel. Man wird als Leser in die Geschichte hineingeworfen, ohne dass irgendeine Art von Einführung der Charaktere stattfindet. Evelyn als Hauptcharakter ist einfach nur oberanstrengend. Sie ist so zerfressen von beruflichem und persönlichem Minderwertigkeitskomplex, dass es schon nach mehreren Seiten anstrengend wird. Hinter jeder Handlung und jedem Wort wittert sie einen Affront gegen sich, persönliche Beziehung zu ihr kann man überhaupt nicht aufbauen. Und man wundert sich, dass andere es können. Sowohl Kollegen, als auch Freunde scheinen sie zu vergöttert,  und man fragt sich die ganze Zeit nur, warum das eigentlich so ist. Besonders die Verliebtheit von Kalender konnte ich nicht nachvollziehen. Er scheint ein echter Traumann zu sein. Was will er da mit dieser verstockten Person?!?


Im Job gilt Evelyn als absolute Überfliegerin. Auch da stellt man sich zwangsläufig die Frage, worauf diese Aussage begründet. Ihre Profilingaufgaben grenzen an Wahrsagerei, sie ist absolut nicht teamfähig und neigt zu Alleingängen. Sie schafft es weder mit Zeugen noch mit Kollegen adäquat zu kommunizieren und ist dabei so dermaßen von sich überzeugt, dass es an Arroganz und Betriebsblindheit grenzt. 


Die Geschichte ist absolut unlogisch und unrealistisch aufgebaut. Einzig und allein die Tatsache, dass die Geschichte wenigstens so viel Spannung hatte, dass ich nicht angebrochen habe, gibt dem Buch den zweiten Stern. 

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124 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 6 Rezensionen

krimi, frankfurt, auschwitz, robert marthaler, deutschland

Partitur des Todes

Jan Seghers ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2009
ISBN 9783499245350
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Robert Marthaler ermittelt wieder. In Paris wird durch reinen Zufall eine verlorene Partitur von Jakob Offenbach gefunden. Gleichzeitig werden in Frankfurt fünf Menschen auf einem Restaurantboot kaltblütig hingerichtet. Marthaler beginnt zu ermitteln und schon bald stellt sich heraus, dass diese beiden Umstände mehr miteinander zu tun haben, als man erst angenommen hat.

wie bei jedem Krimi von Jan Seghers ist auch beim dritten Fall Marthalers die wortgewaltige Darstellung von Protagonist und Umgebung zu erwähnen. Jan Seghers versteht es seinen Protagonisten Beständigkeit zu verleihen, sie aber auch mit wandelbarer Psyche und Verhaltensweisen auszustatten. Gerade Robert Marthaler macht in diesem Roman wirklich wieder einen enormen Entwicklungsschub durch. Auch die Stadt Frankfurt ist wieder aufs Schönste und Authentischste wiedergegeben. Was in diesem Teil der Marthaler-Serie noch hinzukommt, ist die wirklich allumfassende Recherchearbeit zum Thema Nationalsozialismus, die Jan Seghers betrieben haben muss. Dabei gefällt es mir als Leser besonders gut, dass nicht allgemein über das ganze Thema ein Rundumschlag gemacht wurde, sondern die Vorgänge in Auschwitz anhand eines Beispieles dargestellt wurden. Durch die absolut sympathische Nebenfigur Georg Hofmann gewinnt dieses wichtige Thema gleichzeitig Bindung und Aktualität.

Überhaupt finde ich das Grundthema in diesem dritten Teil sehr gelungen und wichtig. Ich finde, letzten Endes können gar nicht genug Bücher über dieses Thema geschrieben werden. Besonders prägnant fand ich dabei Marthalers Aussage dazu, dass man davon weiß, aber es lieber nicht so genau wissen will, weil das Thema zu erschreckend ist. Ich denke, gerade in unserer Zeit muss man genau hinsehen.

Der Spannungsaufbau ist gut und die Handlungsstränge werden authentisch und gleichbleibend vorangetrieben. Logische Verknüpfung findet statt.

Bisher ist es der einzige Band der Reihe, wo nichts Überflüssiges verwendet wurde. Von daher finde ich ihn sehr gelungen und freue mich schon auf die nächste Bände der Serie, die scheinbar immer besser werden.

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

frankfurt, unfall, junggesellenabschied, spannend, elsass

Ein allzu schönes Mädchen

Jan Seghers ,
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2010
ISBN 9783499332784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Fall für Frankfurts Robert Marthaler. Der Polizist wird auch immer gerne mal wieder mit Henning Mankells Kurt Wallander verglichen und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich zwar auch Parallelen sehe, die Inspiration Jan Seghers ist klar zu erkennen, dennoch Robert Marthaler als wesentlich sympathischer einstufe. Nachdem ich zuerst seinen zweiten Fall gelesen habe, hat mich interessiert in "ein allzu schönes Mädchen" rauszufinden, wie alles mit Robert Marthaler begann.

Der Fall: Im Frankfurter Stadtwald wird ein bestialisch erstochener junger Mann gefunden. Lange tappt die Polizei im Dunkeln. Alle Indizien führen zu einer jungen Frau. In Marthalers Leben tut sich auch privat etwas: Er lernt Tereza kennen, eine polnische Studentin, die sich nichts lieber wünscht, als in Madrid zu studieren. Marthaler beginnt zu ermitteln.

Die Sprachgewalt und besonders die Fähigkeit Atmosphäre und Bildhaftigkeit zu erfassen, faszinieren mich bei Jan Seghers immer wieder. Er nimmt sich Zeit zur Protagonisteneinführung und stellt jede kleine Facette von Robert Marthaler da. Wenn man dieses Buch als Einführung auf eine Reihe versteht, ist dies wirklich gut gelungen. Auch die Stadt Frankfurt kommt dabei nicht zu kurz. 

Leider kann man das über den Spannungsbogen nicht sagen. Er existiert nämlich eigentlich nicht. Ich kann an diesem Buch einfach keine Spannung finden. Noch dazu finde ich diesen ganzen Kriminalfall einfach wahnsinnig unrealistisch. Die Schönheit Manons... ja gut... sie ist hübsch. Wieso sollte sie denn dann keine Mörderin sein? So ganz durchgestiegen bin ich da nicht. Ich hätte mir vielleicht noch eine weitere Erzählperspektive gewünscht, um diese Anziehung, die Manon auszustrahlen scheint besser verstehen zu können. Die Art und Weise wie Männer auf sie reagieren, kann mir nicht mit normalem Denken erklärt werden und ist daher mehr als unrealistisch.

Einzig und allein die Geschichte Manons entwickelt so etwas wie erzählerischen Sog. Alles Weitere im Buch plätschert so vor sich hin. Aus Erfahrung weiß ich, dass Jan Seghers durchaus einen Spannungsbogen aufbauen kann und so sehe ich diesen ersten Fall als das an was er ist: Als gelungene Protagonisteneinführung Robert Marthalers, von dem wir noch viele Fälle zu Gesicht bekommen werden.

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197 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

tania carver, thriller, stirb mein prinz, marina esposito, psychothriller

Stirb, mein Prinz

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.01.2015
ISBN 9783548286822
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stirb, mein Prinz, ist der dritte Band der Reihe um Phil und Marina. Vom Vorgängerbuch war ich ja total enttäuscht, dies konnte in diesem Band einigermassen wieder wett gemacht werden.

Der Spannungsaufbau und die sprachliche Gestaltung ist wie immer gut. Man findet schnell in den Roman rein und findet sich gut zurecht. Auch die wechselnde Betrachtungsweise von Ermittler und Täter find ich gut.

Aber immer noch neigt Tania Carver dazu, einfach zu viel auf einmal in eine Geschichte reinpacken zu wollen. Das Thema "Menschenhandel" hätte allein für einen Thriller genug hergegeben. Nein, es musste auch noch Ritualmord und Shizophrenie zum Thema gemacht werden. Somit entsteht wieder ein Thriller von ihr, der überladen mit Information ist, und somit keines der Themen richtig behandelt.

Die Geschichte um Phil und seine dunkle Vergangenheit mit der Korruption seines Vorgesetzten wäre genug gewesen.

Allerdings vergebe ich einen weiteren Stern für eines der gruseligsten ersten Kapitel, die ich je gelesen habe. Somit lande ich bei vier Sternen.

 

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209 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

thriller, tania carver, marina esposito, stalker, phil brennan

Der Stalker

Tania Carver , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.01.2013
ISBN 9783548285030
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach "Entrissen" ist dies mein zweites Buch von Tania Carver. Ich muss sagen: Wäre ich nicht vom ersten begeistert gewesen und hätte das dritte schon hier liegen, würde ich es wahrscheinlich nicht kaufen. Und dies aus einer ganzen Reihe von Gründen:

 

1. Die Protagonistenentwicklung, die mir im ersten Band so gut gefallen hat, stagniert hier völlig, oder driftet sogar ins Gegenteil ab. Die private Situation von Phil und Marina ist zwar authentisch dargestellt, nervt aber im Gesamtkontext und ist unpassend

2. So gut wie alle weiteren Protagonisten dieses Buches sind unsympathisch und unprofessionell dargestellt. Am allerschlimmsten fand ich Rose. Außer Phil ist eigentlich kein einziger Protagonist dabei, den man auch nur ansatzweise sympathisch finden kann.

3. Die Darstellung der Polizeiarbeit ist hanebüchen bis hin zu katastrophal. Würde man von Tania Carvers Darstellung auf die Wirklichkeit schließen, so wäre die englische Polizei ein Haufen von sexgeilen und dilletantischen Idioten, die sich mehr um ihr Privatleben kümmern, als um ihren Job.

4. Die Geschichte um den Stalker, der nach rein psychologischer Sicht eigentlich gar keiner ist, ist überkonstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Noch dazu wird mit Fiona eine Figur konstruiert, der man schon von Weitem misstraut. Von ihrer Sicht aus gesehen war die Handlung total vorhersehbar und der Rest unrealistisch. Ich halte es für absolut unmöglich, das von Fiona erdachte Konstrukt umzusetzen.

 

FAZIT: ENTRISSEN gefiel mir sehr gut, den dritten Band der Reihe "Stirb, mein Prinz" liegt schon hier, und den werde ich als nächstes lesen. Vielleicht war dieses Buch nur ein Ausrutscher, bald werd ichs wissen.

 

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558 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 38 Rezensionen

london, michael robotham, psychologe, thriller, joe o'loughlin

Adrenalin

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.06.2011
ISBN 9783442476718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich ja die Serie um Joe O'Loughlin vor einiger Zeit aus Versehen am Ende begonnen hatte (was im Übrigen nichts ausgemacht hat), war ich interessiert daran zu lesen, wie alles seinen Anfang nahm. 


In ADRENALIN begegnen wir Joe, der in seiner Praxis mit viel Hingabe seine Patienten betreut. Auch ehrenamtlich ist er tätig. Vor Kurzem hat er erfahren,  dass er an der Parkinson Krankheit leidet. Dies ist ein großer Einbruch in seinem Leben und er ist noch nicht soweit, seine Krankheit zu akzeptieren. Dabei verliert er mehr und mehr die Fähigkeit sich mit seiner Frau Julianne zu verständigen. Ein Patient bereitet ihm anhaltendes Kopfzerbrechen und dann kommt die Polizei in Gestalt von Vincent Ruiz auf ihn zu und bittet ihn, bei einem Mordfall zu helfen. Doch plötzlich gerät der Psychologe selbst ins Zentrum der Ermittlungen. 


Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem der Autor sich so viel Zeit und Raum zur Entwicklung seines Protagonisten gelassen hat. Joe O'Loughlin wird in allen Einzelheiten und mit all seinen Stärken und Schwächen durchleuchtet. Manch einer könnte das jetzt langatmig finden, derjenige hat dann aber einfach gute Schreibkunst nicht verstanden. Michael Robotham erschafft in Joe O'Loughlin einen literarischen Helden zum Anfassen. Keine Peinlichkeit,  keine Gefühlsregung und kein Gedanke bleiben verborgen.  Das alles fasst Robotham in einer gut durchdachten und spannend aufgebauten Handlung zusammen. Meiner Meinung nach sollte das PSYCHO in dem Wort Psychothriller groß geschrieben werden, denn als Leser erfährt man zwar wenig von blutiger Handlung, aber sehr viel von den psychischen Zusammenhängen in Handlung von Täter und Opfer. 


Ich habe selten eine psychologisch so gut durchdachte Täter/Opfer Beziehung gelesen. Durch die Reise und die Vergangenheit und die permanente Reflexion seines eigenen Verhaltens erscheint Joe O'Loughlin einem beim Lesen fast so, als würde man ihn kennen.  Er ist Held und Antiheld seiner eigenen Geschichte,  der bereit ist, seinen Anteil an der Erschaffung des Täters zu hinterfragen, ohne sein Verhalten zu verurteilen. 


Der ironische Unterton des Buches und die ausgewogene Mischung aus wörtlicher Rede und innerem Gedankenspiel machen ADRENALIN zur leicht zu lesenden Lektüre,  die dabei ihren Tiefgang keinesfalls verliert. 


Nachdem ich nun die Anfänge kenne freue ich mich schon sehr darauf die weitere Geschichte der beiden unterschiedlichen Männer zu ergründen.  

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165 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, lindsay boxer, krimi, james patterson, club der ermittlerinnen

Die 2. Chance

James Patterson , Edda Petri (Übers.)
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.06.2007
ISBN 9783442369201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Fall für Lindsay Boxer und ihre drei Freundinnen vom women's murder club.  Ein Scharfschütze terrorisiert San Francisco,  scheinbar treibt ihn ein krankhafter Rassenhass zu seinen Taten. Doch dann taucht Lindsays Vater nach zwanzig Jahren wieder auf und ihre beste Freundin Claire wird verletzt. Es scheint, als hätte der Mörder viel persönlichere Motive und sein Fadenkreuz nimmt Lindsay ins Visier...


Die Gestaltung der Cover und auch die Idee die Nummer des Buches innerhalb der Serie in den Titel einzuarbeiten finde ich sehr schön.  


Wie auch schon im ersten Fall sind alle Protagonisten gut und detailliert ausgeführt, was es einem leicht macht,  sich in die Geschichte einzufühlen. Allerdings finde ich diese absolut überzogene Risikobereitschaft seitens Lindsay absolut unrealistisch und auch teilweise richtig unangenehm. Ich finde es nicht richtig, dass sie dafür auch noch seitens der Chefetage belobigt wird. Sie macht auf mich mehr und mehr den Eindruck einer Person, die sich absolut nicht an Vorschriften und Bestimmungen hält. Kann das ab und zu wichtig und amüsant sein, finde ich es hier wahnsinnig überzogen dargestellt, so dass man sich zwangsläufig fragt, was so eine Person in einer Führungsposition der Polizei verloren hat. Auch, dass sie sich eigentlich so gut wie ausschließlich von ihren Emotionen und ihrem Bauchgefühl leiten lässt finde ich nicht gut. Ganz besonders deswegen, weil ihr erstes Bauchgefühl scheinbar nie richtig zu sein scheint. Sie ist sich immer zu 100% sicher, und dann stellt sich heraus, dass es doch nicht so ist und sie ist sich beim nächsten wieder zu 100 Prozent sicher... Ich finde das unglaubwürdig. Deswegen hat sie mich auf halber Strecke verloren.  


Ich mag aber dennoch die Schreibweise dieser Serie. Gerade auch, dass Profession und Privatleben der Protagonisten in gutem Verhältnis stehen. Es wird gewiss nicht das letzte Buch der Reihe gewesen sein, das ich gelesen habe. 

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245 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, krimi, mord, club der ermittlerinnen, san francisco

Der 1. Mord

James Patterson , Edda Petri (Übers.)
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.06.2007
ISBN 9783442369195
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein schrecklicher Doppelmord in San Francisco: ein frisch getrautes Ehepaar wird noch in  der Hochzeitsnacht ermordet. Lindsay Boxer und ihr neuer Partner ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass der erste Mord nur der Anfang einer schrecklichen Serie war. 

Wer das Buch noch nicht kennt, Achtung Spoiler Ich liebe wirklich alles an diesem Buch. Die gut eingeführten und ausgebauten Charaktere. Die gut aufgebaute und sehr spannende Story. Die Idee einen Doppelkniff einzubauen und der Leserschaft erst den falschen Mörder zu präsentieren. Der herrlich sympathisch ironische Unterton. Und ich liebte die kleine Spur romantische Verwicklung,  die dem ganzen Buch die richtige Würze gab. Jetzt kommt das aber, und es ist ein großes ABER: wie kann man das machen und einen wichtigen und herzerwärmend tollen Protagonisten sterben lassen?!? Die Beziehung der beiden hätte so viel Potential gehabt, ganz besonders im Hinblick auf die Reihe,  die noch folgt. Ich hab ganz oft das Gefühl, dass wirklich gute Thriller mit dem ganzen Froedefreudeeierkuchenmist versaut werden, aber hier hätte er mal gepasst! Das macht mich echt stinksauer. Auch das doppelte Ende fand ich nicht sehr gelungen.  Ich hätte es besser gefunden,  wenn vor dem Epilog Schluss gewesen wäre. 
FAZIT: Ein großartiger Auftakt einer Reihe. Ich werde gleich im Anschluss das zweite Buch lesen und hoffe irgendwann den Sinn dieses Protagonistenmordes zu ergründen. Ich hoffe nur, dass Mr. Patterson sich das jetzt nicht zur Gewohnheit macht 

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36 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

spannung, thriller, die gaben des todes, mor, winter-und-parkov-thriller

Die Gaben des Todes

Martin Krüger
E-Buch Text
Erschienen bei Edition M, 25.07.2017
ISBN 9781542096850
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der "Dezembermann" hält Frankfurt und Kommissarin Marie Winter in Atem. Die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens wird in einem Schaufenster der Frankfurter Innenstadt gefunden. Auf der Scheibe steht mit dem Blut des Mädchens geschrieben: holt Daniel Parkov! Dieser wohnt nach einer persönlichen Tragödie vor fünf Jahren abgeschieden von der Außenwelt. Doch Marie Winter holt ihn zurück und Parkov und Winter fangen an zu ermitteln. Bald steht nicht nur das Leben der beiden Ermittler auf Messers Schneide...


Ich lernte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde kennen und bin Martin Krüger und Edition M sehr dankbar für dieses Rezensionsexemplar, denn der Thriller konnte mich total fesseln. 


Die Persönlichkeitsdarstellungen beider Hauptprotagonisten ist spitze. Besonders Daniel Parkov ist eine schillernde Figur,  die einen sofort in seinen Bann ziehen kann. Aber auch Marie Winter (die mich sehr an Cody Mcfadyens Smoky Barrett erinnert) ist klasse dargestellt.  Als Leser ist die besondere Chemie zwischen diesen beiden sofort spürbar und verstärkt die Fesslungskraft des Buches noch. 


Der Spannungsaufbau ist von Anfang an gut und wird im Laufe des Buches noch angezogen. Einzig und allein die vielen verschiedenen, ähnlich klingenden Namen hemmen den Lesefluss etwas, was aber auch an meinem schlechten Namensgedächtnis liegen kann, deswegen zieh ich keine Punkte ab. 


Man könnte sich jetzt auch darüber aufregen, dass die Geschichte jede Grenze von Realismus sprengen und gerade Daniel Parkov schier übermenschliche Kräfte besitzt, aber wenn juckt das schon, wenn die Geschichte so fesselnd ist, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen kann?!?


Fazit: ich bin total froh Winter und Parkov kennengelernt zu haben und freu mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die laut Martin Krüger bald erscheinen wird. 

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lehrer, schule, unmotiviert, humor, roman

Morgens leerer, abends voller

Tobias Keller
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.01.2016
ISBN 9783423216197
Genre: Humor

Rezension:

Nachdem ich an der Leserunde zu seinem zweiten Roman "Kommando-Schluckspecht " teilnehmen durfte, musste ich unbedingt herausfinden, ob Tobias Kellers Debüt genauso spitze ist. Den sagenhaft ironischen Schreibstil kann man auch hier schon erkennen. Ganz besonders drollig fand ich auch hier wieder die Passagen mit den Tieren, sei es nun Fabis WG-Kumpel Poseidon, oder sein Ameisenbärpatenkind Hannes. Diese Passagen sind wirklich zum Totlachen lustig. 
Alles Weitere fand ich leider etwas zu erzwungen lustig. An vielen Stellen wäre weniger mehr gewesen. Gerade einige Stellen mir den Schülern waren mir too much.  So plakativ gewollt. Das kann Tobias Keller besser. 
Mit Fabians Freundin und seinen Kumpel komm ich auch nicht so richtig klar. Sie haben einfach gar nichts Natürliches mehr. 


Alles in allem war es aber ein netter Roman für zwischendurch, bei dem man einige Male herzlich lachen konnte. 

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