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150 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

berlin, thriller, vergewaltigung, neuntöter, sekte

Neuntöter

Ule Hansen , Susann Rehlein
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 29.02.2016
ISBN 9783453438040
Genre: Krimi und Thriller

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(154)

364 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

schweden, krimi, hacker, familiengeheimnis, mord

Verblendung

Stieg Larsson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 20.07.2015
ISBN 9783453438200
Genre: Krimi und Thriller

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(28)

68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, mord, london, paris, doppelleben

Tu es. Tu es nicht.

S.J. Watson , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783596191475
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julias Schwester Kate wird tot in einer Pariser Gasse aufgefunden - ermordet. Der Täter ist unbekannt, die Ermittlungen laufen ins Leere. Um ihre Trauer zu bewältigen, reist Julia selbst nach Paris und freundet sich mit der ehemaligen Mitbewohnerin ihrer Schwester an. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach dem Täter, den Kate vermutlich auf einem Online-Portal für Sexkontakte kennengelernt hat.

So knapp sich die Rahmenhandlung umschreiben lässt, so wenig weiß der Leser zu Beginn, worauf das Ganze denn nun hinaus soll. Lange Zeit erscheint das Buch eher wie ein Psychogramm von Julia, die als Ich-Erzählerin im Mittelpunkt steht. Detailliert gewährt sie Einblick in ihre Gefühlswelt, die einige Geheimnisse zu verbergen hat. Irgendwann kommt unvermeidlich die Frage auf: Und das soll ein Thriller sein?

Doch dann kippt die Handlung plötzlich und entwickelt sich völlig anders, als der Leser es zu Beginn vermutet hat. Das Tempo zieht an, die Spannung steigt. Und auf einmal entsteht ein Verwirrspiel, in dem weder Julia noch der Leser weiß, welche der Figuren eigentlich vertrauenswürdig sind. Diese Entwicklung ist wirklich sehr raffiniert umgesetzt, sodass es fast unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen. Atemlos und bestürzt bleibt der Leser nach dem Finale zurück und wird viele Fragen noch eine ganze Weile mit sich herumtragen.

Fazit: Intelligent konstruierte Handlung, unvorhersehbare Wendungen - niemals hätte ich zu Beginn dieses Ende vermutet. Okay, der Einstieg ist erst einmal etwas langwierig, weil man sich lange fragt, wo das alles denn bitteschön hinführen soll. Teilweise ist die Verkettung der Ereignisse auch etwas dick aufgetragen. Das alles kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Autor hier ein absolut mitreißender Thriller gelungen ist.

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Tags: nichts ist wie es schein, psychogramm, verrat, vertrauen, verwirrspiel   (5)
 

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(43)

88 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

europol, thriller, london, mafia, arne dahl

Gier

Arne Dahl , Antje Rieck-Blankenburg
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492303101
Genre: Krimi und Thriller

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(160)

345 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, new adult, liebesroman, jax, stephanie

Forever with You

J. Lynn ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2016
ISBN 9783492308236
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Liebesromane - bzw. wie diese vielen Untergenres auch heißen mögen - sind nur bedingt mein Fall. Ich traue mich dennoch immer wieder an einen heran, weil ich ab und zu einfach Lust darauf habe und man manchmal ja doch ein echtes Highlight entdeckt.

„Forever with you“ hat mich positiv überrascht. Die Charaktere sind sympathisch, relativ authentisch und nicht ganz so klischeebehaftet, wie es seit Erfindung des Märchens nun mal ist. Ja, der Handlungsverlauf ist dennoch klassisch und ja, die Figuren entsprechen sehr der jüngeren amerikanischen Generation. Aber der Leser bekommt hier genau das, was er erwartet, Liebe, Leid, Lust, ein Bisschen Erotik und Figuren, die dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Dadurch, dass sie sich entsprechend ihrer Rollen verhalten und nicht zu übertriebenen Verhaltensauffälligkeiten neigen, ist das völlig okay und eine schöne, kurzweilige, romantische Lektüre für zwischendurch. Denn sind wir mal ehrlich - ab und zu kann uns allen eine Portion Romantik nicht schaden.

Fazit: Dafür, dass mir Liebesromane meist viel zu oberflächlich und klischeehaft sind, war dieses Buch eine positive Erfahrung, die von mir fast vier Sterne bekommen hätte. Was mich aber furchtbar geärgert hat: Der Klappentext hat mir relativ früh die gesamte Handlung und auch deren Ausgang verraten. Das hat mir das Lesevergnügen sehr eingeschränkt, sodass es letztlich doch nur 3 Sterne geworden sind.

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Tags: amerikanisch, liebe, lust, romatik   (4)
 

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(8)

24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

laguna beach, generationen, paradies, surfer, hippies

Kings of Cool

Don Winslow , Conny Lösch
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 20.01.2014
ISBN 9783518464885
Genre: Krimi und Thriller

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(23)

33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

der proband, thriller, alkohol, fesselnd, thrille

Der Proband

Guido Kniesel
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 15.07.2016
ISBN 9781535287005
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paul Amon leidet unter seiner starken Alkohol- und Nikotinsucht, ist jedoch selbst nicht in der Lage, davon loszukommen. Als die Sucht ihn zu besiegen droht, willigt er in eine experimentelle Therapie ein, die direkt an seinem Gehirn durchgeführt wird. Doch die Therapie birgt furchtbare Nebenwirkungen ...

Nichts für zart besaitete Gemüter ist das Gedankenexperiment in Romanform, das der Autor Guido Kniesel mit seinen Lesern durchführt. Gemeinsam mit Paul Amon beschreiten wir die tiefen Abgründe der Alkoholsucht und ihre Nebenwirkungen auf den Körper. Einerseits sind die physischen Vorgänge, die in einem menschlichen Körper dabei vorgehen, plausibel beschrieben und verständlich erläutert. Andererseits werden ebenso die faktischen Auswirkungen detailreich und plakativ dargelegt und der Leser sieht sich mit allen möglichen unschönen Körperflüssigkeiten konfrontiert, sodass an so mancher Steller der Ekel ein flaues Gefühl im Magen verursacht. Ein schönes Lesevergnügen ist das nicht. Im Gegenteil wird sich der ein oder andere selbst in der Rolle des Probanden fühlen und seinen Alkohol- oder Nikotingenuss infrage stellen. Im Laufe der Handlung beschleicht den Leser gar das Gefühl, als solle das eigene Gehirn ebenfalls umgepolt werden.

Neben all den detailreich beschriebenen negativen Auswirkungen von extremem Suchtverhalten und positiven Effekten einer vermeintlichen Heilung bleibt der Charakter des Paul Amon leider sehr flach und oberflächlich. Physisch mag eine Änderung stattfinden, psychisch gibt es keine nachvollziehbare Weiterentwicklung. 

Fazit: Etwas weniger detailreiche Körperfunktionen und dafür mehr Charaktertiefe hätte diesem Gedankenexperiment mehr Überzeugungskraft verliehen. Eine äußerst unbequeme, wenn auch nicht uninteressante Lektüre.

Vielen Dank an Guido Kniesel für das signierte Rezensionsexemplar.

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(58)

124 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

freundschaft, liebe, mittlerer westen, wisconsin, nickolas butler

Shotgun Lovesongs

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.03.2015
ISBN 9783453437821
Genre: Romane

Rezension:

Ihr wolltet immer schon einmal in den mittleren Westen der USA reisen, die unendlich scheinenden Landschaften bewundern und mitten im Nirgendwo in einer Kleinstadt stranden, wo Kojote und Reh sich gute Nacht sagen? Dann könnt ihr das direkt von eurer Leseecke aus - mit Nicolas Butlers Roman.

Auf eurer Reise werdet ihr viele liebenswerte, aber auch eigensinnige Charaktere kennenlernen, die alle eins gemeinsam haben: Eine tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat und den Menschen, mit denen sie aufgewachsen sind.

Da ist Ronny, der ehemalige Rodeoheld, der nach einem Unfall und übermäßigem Alkoholgenuss nun ein geradezu langweiliges Leben führt. Und da ist Henry, der tüchtige Farmer, liebevolle Ehemann und Vater, der von Tag bis Nacht schuftet, um seine Familie übers Wasser zu halten. Dann ist da noch Lee, ein Indie-Countrysänger, der den musikalischen Durchbruch geschafft hat, dadurch aber einsam und verbittert wurde. Außerdem gibt es noch Kip, der es durch Aktiengeschäfte zu einigem Ansehen und finanziellem Wohlstand gebracht hat. Und schließlich ist da noch Beth, die Frau inmitten dieser eng befreundeten Männer. Alle Figuren erzählen die gemeinsame Geschichte abwechselnd aus ihrer jeigenen Perspektive, sodass sich wie in einem Kaleidoskop aus Rückblenden und Gegenwartsschilderungen ein großes Gesamtbild von Leben, Werten und Menschen in dieser Region der USA ergibt.

Fazit: Eine authenische, mit viel Liebe zum beschreibenden Detail verfasste Studie des mittleren Westens, seiner Bewohner und des täglichen Lebens. Die melancholische Grundstimmung und die Längen, die ausführliche Beschreibungen mit sich bringen, ist sicher nicht für jede Leselaune geeignet. Aber das schmälert zumindest nicht das realistische Bild, das der Autor beim Leser von seiner eigenen Heimat hinterlässt.

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Tags: freundschaft, heimatliebe, ländlich, melancholisch, mittlerer westen, usa   (6)
 

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(149)

280 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

krimi, schweden, mord, sebastian bergman, västeras

Der Mann, der kein Mörder war

Michael Hjorth , Hans Rosenfeldt , Ursel Allenstein , any.way
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.01.2013
ISBN 9783499256707
Genre: Krimi und Thriller

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(120)

267 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, verlust

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Ein schlimmer Schicksalsschlag erschüttert das Leben von Erika und ihrer Tochter Annie. Beide sind in ihrer Trauer wie gelähmt, wollen die Tatsachen nicht akzeptieren. Doch anstatt sich gegenseitig Halt zu geben, geraten Mutter und Tochter in Streit und jede muss auf ihre Weise versuchen, zurück ins Leben zu finden.

So dramatisch die Handlung auch klingt, der Autorin gelingt es, die traurigen Ereignisse nicht kitschig, sondern ganz ungekünstelt darzustellen. Erika und Annie erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven sehr authentisch von ihren Gefühlen, was den Leser ganz eng an die Figuren heranlässt. Gleichzeitig erwecken die unterschiedlichen Erzählperspektiven Neugier und Spannung: Der Leser will unbedingt wissen, wie es mit Erika bzw. Annie weitergeht. Dadurch entstehen kaum Längen. Die Autorin schafft es außerdem, den Prozess, den jede ihrer Figuren für sich durchmachen muss, deutlich zu machen, und zeigt damit auch, wie weit und beschwerlich der Weg zur Bewältigung der Tauer ist.

So gute gelungen die erste Hälfte des Romans ist, umso schneller baut er leider in der zweiten Hälfte ab. Es ist nicht so leicht, konkrete Kritikpunkte zu formulieren, ohne zu viel von der Handlung oder gar das Ende zu verraten. Nachdem die Autorin mit so viel Sorgfalt die Gefühlswelt ihrer Figuren offenlegt und zeigt, dass der Weg für Erika und Annie schwierig und lang sein wird, geht in der zweiten Hälfte alles viel zu schnell. Fast schon gehetzt fliegt der Leser von einem Fortschritt zum nächsten, sodass er sich am Ende verdutzt fragt: Wie, das war jetzt schon alles?

Dadurch büßt die Erzählung in meinen Augen leider zu viel Realismus ein, denn manchmal wird eben doch nicht wieder alles gut.

Fazit: Starker Anfang, schwaches Ende. Das hätte die Autorin auf jeden Fall authentischer hinbekommen. So bleibt für mich der Beigeschmack, dass hier eben letztlich doch ein Roman für die breite Masse geschrieben wurde. Und der wird er sicherlich auch so gefallen, wie er ist.

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Tags: familie, hoffnung, neuanfang, schuld, trauer, wut   (6)
 

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(78)

326 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

ela mang, fantasy, liebe, menduria, parallelwelt

Menduria - Das Buch der Welten

Ela Mang
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 05.03.2015
ISBN 9783764150587
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ist ein Mädchen, Lina, Musterschülerin und begeisterte Leserin, gutmütig, hilfsbereit, mit gebrochenem Herzen (und das mir ihren jungen 17 Jahren). Und da sind ihre Alpträume, von merkwürdigen phantastischen Wesen, dunklen, beängstigenden Augen und einem weißen Wolf. Außerdem gibt es da noch einen merkwürdigen „Virus“, der die Menschen in ein Koma versetzt, aus dem sie nicht mehr aufwachen.

Eines Tages erscheinen Lina in der Realität merkwürdige Gestalten: Ein finsterer Mann, ein weißer, sprechender Wolf und schließlich eine Elfe. Sie berichtet Lina von Menduria, einer „Parallelwelt“ zu der der Menschen, und eröffnet ihr, dass nur sie die Welt der Menschen und auch Menduria retten kann - darüber scheint Lina ein Bisschen zu wenig überrascht, aber die Geschichte muss ja weiter gehen. Und das tut sie dann auch nach altbekannten Mustern. Lina ist auserwählt, muss sich zunächst in ihrer Rolle als Heldin in der neuen Welt finden, daran wachsen und schließlich (hoffentlich) im alles entscheidenden Endkampf siegen. Zwischendrin tummeln sich nur allzu bekannte Figuren: Elfen, Trolle, Zwerge, Kobolde, Magier, Vampire - die Autorin schöpft das Potpourri der Fantasyliteratur voll aus. Ein Bisschen mehr eigene Ideen wären schön gewesen, um dem Roman ein Alleinstellungsmerkmal zu geben. Aber so verschwindet es leider in der breiten Masse des Genres. Allein das Cover lässt es positiv hevorscheinen und gibt auch den Folgebänden einen hohen Wiedererkennungswert.

Fazit: Mir hatte das Buch zu viele Parallelen zu bekannten Werken wie „Die unendliche Geschichte“, „Narnia“ oder gar „Herr der Ringe“. Da fehlten mir die neuen Ideen. Nichtsdestotrotz war es ein kurzweiliges Lesevergnügen, das mich für Stunden aus dem Alltag entführt hat.

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Tags: auserwählte, fantas, heldin, herr der ringe, narnia, parallelwelt, unendliche geschichte, unsterbliche lieb   (8)
 

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(105)

173 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

krimi, arne dahl, schwedenkrimi, spannung, schweden

Sieben minus eins

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492057707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Unvermittelt wird der Leser in die Handlung hineingeworfen. Wir befinden uns mitten in einem Polizeieinsatz, bei dem es zwar einen Tatort, jedoch keine Leiche gibt. Die vermisste Frau ist unauffindbar. Sam Berger und sein Team stehen vor einem Rätsel - und ebenso tut es der Leser.

Arne Dahl hat ein hervorragendes Händchen für eigensinnige Ermittlerfiguren und undurchsichtige Fälle. Seine Hauptfigur Sam Berger ist alles andere als ein Sympathieträger, sein Umgang mit seinen Untergebenen ist rau und trieft vor Sarkasmus. Dennoch gebührt ihm die Loyalität seiner Mitarbeiter, was in seiner überragenden Ermittlungsgabe und einem untrüglichen Gespür für die richtigen Fährten begründet ist. Hochspannend ist dieses Verwirrspiel, in welchem Berger selbst eine Schlüsselrolle zu übernehmen scheint. Unterbrochen wird der primäre Handlungsrahmen immer wieder von Rückblicken in Bergers Vergangenheit, die seine eigene Unbescholtenheit in Zweifel bringen. Atemlos folgt der Leser der Ermittlungsarbeit, wird dabei selbst häufig in die Irre geführt und steuert auf ein unvorhersehbares, unerwartetes Ende zu. Die Stimmung des Romans ist beklemmend, finster und bedrückend. Immer wiederkehrende Naturbilder wie das zitternde Espenlaub prägen sich nachhaltig in das Gedächtnis ein und geben dem Schauspiel sein ganz besonderes Setting.

Fazit: Nervenaufreibend, hochspannend und undurchschaubar, das sind die maßgeblichen Prädikate dieses rasanten Thrillers. Hinzu kommen die eigensinnigen Charaktere und die hervorragend konstruierte Stimmung der Handlung. Arne Dahl ist wahrlich ein Meister seines Fachs. Der beste Thriller, den ich seit Langem gelesen habe, ich kann die weiteren Bände der Reihe kaum erwarten. Für „Sieben minus eins“ gibt es eine absolute Leseempfehlung meinerseits.

Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Tags: eigensinnige ermittler, hochspannung, leseempfehlung, stimmungsvoll, thriller-reihe, undurchsichtiger fall, unvorhersehbar   (7)
 

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(1.150)

1.679 Bibliotheken, 30 Leser, 7 Gruppen, 107 Rezensionen

freundschaft, roadtrip, abenteuer, jugend, reise

Tschick

Wolfgang Herrndorf , , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2012
ISBN 9783499256356
Genre: Romane

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(10)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

chick lit, lebensträume

Die fabelhaften Wünsche der Lanie Howard

Allison Morgan , Ursula C. Sturm
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492307932
Genre: Romane

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(9)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

psychothriller, paranoia, trauma, schicksal, zufall

Gefährlich nah

Louise Millar , Maria Andreas-Hoole
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.01.2016
ISBN 9783596193776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kate ist vom Tod ihrer Eltern und ihres Mannes schwer traumatisiert, glaubt, sie sei verflucht, und schafft es kaum, den Alltag für sich und ihren Sohn zu meistern. Doch dann taucht Jago auf, und es scheint endlich wieder aufwärts zu gehen.

Schreiben kann sie, die Autorin. Sehr nachvollziehbar und realistisch schildert sie Kates Trauma und die damit verbundenen regelmäßigen Panikattaken. Hinzu kommen Verfolgungswahn und Paranoia. Bildet sich Kate das wirklich nur ein? Als ihre Schwiegereltern ihr damit drohen, ihren Sohn Jack, der nicht minder traumatisiert ist, zu sich zu nehmen, wenn sie sich nicht wieder in den Griff bekommt, scheint die Situation auswegslos. Doch dann lernt Kate Jago kennen und beginnt, neues Vertrauen zu fassen. Ihr Weg, ihre Ängste, ihr Fortschritte sind spannend, der Leser fühlt und hofft mit ihr. Das allein hätte für ein wirklich gutes Buch ausgereicht. Aber nein, die Autorin wollte unbedingt einen Psychothriller schreiben. Und so weben sich in die Geschichte immer mehr merkwürdige Zwischenkapitel, Handlungsstränge, die vermuten lassen, dass es nicht ausreichen wird, Kate auf dem Weg der Besserung zu begleiten.

Das Ende mag nicht vorhersehbar sein, erscheint dann aber arg an den Haaren herbeigezogen. Wirklich schade.

Fazit: Die Thrillerelemente in diesem Buch haben mich massiv gestört, da es mir so vorkam, als sei deren Notwendigkeit nur ein verkaufssteigerndes Mittel. Dabei hätte die Autorin es auch so geschafft, ein gutes Buch zu schreiben. Denn es ist wirklich sehr interessant und alles andere als langwierig geschildet, wie Kate es nach und nach schafft, ihre Ängste zu besiegen. So reicht es allerdings leider nur zum Mittelmaß.

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Tags: mittelmaß, paranoia, psychothriller, schicksal, trauma, zufall   (6)
 

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(107)

214 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

familie, laufen, dystopie, endzeit, apokalypse

Am Ende aller Zeiten

Adrian J Walker , Nadine Püschel , Gesine Schröder
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.08.2016
ISBN 9783596037049
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Exposition hat zunächst das Zeug, köstlich zu amüsieren. Ed ist der totale Antiheld, zynisch und unglaublich witzig. Man verzeihe mir, dass ich zunächst an solch skurrile Kracher wie „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „World’s End“ erinnert war. Die Menschen werden als völlig ignorante Individuen dargestellt, die es irgendwie gar nicht verdient haben zu überleben. Leider wird dieser Stil im Verlauf des Romans nicht beibehalten, denn mit dem Meteoriteneinschlag ändert sich buchstäblich alles.

Eine düstere und völlig hoffnungslose Stimmung breitet sich aus. Die Katastrophe selbst wird von brutalen, aber realistischen Szenen begleitet, die einen zart besaiteten Leser durchaus verstören können. Die Szenerie ist glaubhaft dargestellt, nach und nach wird der psychische Druck für Ed und seine Familie deutlich und ist gut nachvollziehbar. Danach ist nichts, wie es war: Die postapokalyptische Umwelt ist geprägt von Zerstörung, Ruinen und Leichen. Die überlebenden Menschen haben sich in Gruppen zusammengefunden und organisiert, müssen sich aber gleichzeitig vor anderen Überlebenden schützen. Die Atmosphäre ist geprägt von Überlebensinstinkten, nur die Starken werden es schaffen.

Schließlich wird Ed von seiner Familie getrennt. Ihn und die mit ihm zurückbleibende Gruppe trennen 500 Meilen vom Rettung versprechenden Ort, an dem Ed seine Familie wiederzusehen hofft. Sie beginnen zu laufen, und laufen und laufen und laufen. Zwischenzeitlich könnte man kurz auf die Idee kommen, es handle sich hier um eine Ode ans Laufen. Da drängt sich unweigerlich der Gedanke auf, dass das zentrale Thema des Romans nicht die Katastrophe und ihre Auswirkungen sind, sondern dass es vielmehr um Überlebenswille, Überwindung, Durchhaltevermögen geht. Das sind die Dinge, die Ed erreichen muss, wenn er seine Familie wiedersehen will. Der Rest ist lediglich das „Bühnenbild“, vor dem sich der Charakter entwickelt, der auf seinem Weg von viele Einzelschicksalen begleitet wird, die auf ihre Art ums Überleben kämpfen. Das ist schade, denn das „Bühnenbild“ ist absolut beliebig austauschbar. Hier ist es eine Dystopie, woanders ein Krieg, ein Vulkanausbruch, ein Kampf gegen den Drachen.

Und so läuft die Story gemeinsam mit Ed im wahrsten Sinne des Wortes auf eine zentrale Erkenntnis hinaus: Egal, welche Probleme sich dir in den Weg stellen, denke immer nur über den nächsten Schritt nach, nicht darüber, was hinter dir liegt, sondern dein Ziel, das vor dir liegt, dann wirst du es auch erreichen. Und ja, das kann man tatsächlich als oberflächlichen und platten Sinn sehen, es funktioniert aber eben seit anbeginn der Geschichtsschreibung ganz gut.

Fazit: Der Kern der Story ist nicht neu und wurde bereits zig-fach erzählt. Mir fehlt das gewisse Etwas, das diesen Roman aus den vielen seiner Art hervorstechen lässt. Und so hat es einfach nicht für 4 Sterne gereicht.

Dennoch herzlichen Dank an den TOR/Fischer Verlag und Lovelybooks für das Buch und die Organisation der Leserunde.

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Tags: dystopie, laufen, meteoriteneinschlag, postapokalyptische gesellschaft, überlebenskampf   (5)
 

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(71)

121 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, schweden, schwedenkrimi, mord, fantasie

Das Mädchen, das verstummte

Michael Hjorth , Hans Rosenfeldt , ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 30.10.2015
ISBN 9783499266621
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(50)

88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

entführung, familie, roman, usa, verzweiflung

69742

Bret Anthony Johnston , Sylvia Spatz
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 21.07.2016
ISBN 9783406697425
Genre: Romane

Rezension:

Vier Jahre ist es her, seit Justin spurlos verschwunden ist. Seine Familie lebt seitdem wie in einem Vakuum. Dennoch haben sie die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Justin immer noch lebt. Und tatsächlich geschieht geschieht das Wunder: Justin wird gefunden und kehrt nach Hause zurück. 

Keine leichte Lektüre ist dieser Roman. Der Leser folgt den einzelnen Familienmitgliedern, aus deren unterschiedlichen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Mutter, Vater, Bruder und Großvater, Justins Perspektive selbst kommt dabei nicht zu Wort. Beklemmend, verzerweifelt und traurig ist der Zustand der Campbells. Seit Justins Verschwinden leben sie aneinander vorbei, können sich gegenseitig keinen Halt mehr geben. Durch die unterschiedlichen Perpektiven lernt der Leser alle Figuren intensiv kennen, ihre Charaktere, ihre Ängste, ihre psychische Verfassung. Aber auch ihre unbändige Freude und ihr Aufblühen, nachdem Justin zurückgekehrt ist. Der Leser fühlt mit ihnen, teilt ihre Sorgen, ihr Leid, ihre Hoffnung, ihre Freude, als Justin wider erwartet zurückkehrt. Der Autor schafft es zweifellos sehr überzeugend, im Leser Empathie für die Figuren zu wecken. Dabei bleiben die Details von Justins Schicksal der vergangenen vier Jahre für den Leser ebenso verborgen wie für seine Familie. Das ist ein sehr feinfühliger Kniff. Denn in dieser Geschichte geht es eben nicht um die unvorstellbaren Qualen, die der Junge durchlitten haben muss, sondern um die zentrale Frage, wie es die Beteiligten ebenso wie das Opfer schaffen, damit umzugehen. Leider passiert das auf Kosten des einfachen, schnellen Leseflusses. So wird die Geschichte über lange Passagen hinweg zu einem zähfließenden Kampf mit den Gefühlen der Figuren, zu einem bestürzenden Einblick in die schlimmsten Jahre ihres Lebens. 

Fazit: Ich bin hin und her gerissen. Einerseits ist die Darstellung der Emotionen so gut gelungen und andererseits erdrücken sie die eigentliche Handlung. Irgendwie fehlt mir eine Balance zwischen diesen beiden Polen. Daher würde ich, wenn es ginge, 3,5 Sterne vergeben.

  (11)
Tags: familie, kindesentführun, schicksal, verarbeiten   (4)
 

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(24)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

app, thriller, mord, vampir, berlin

Bist du glücklich?

Kai Hensel
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 19.08.2016
ISBN 9783455405880
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Laura und Patrick sind auf dem aufsteigenden Ast: Sie eine erfolgreiche Autorin, er kurz davor, mit seiner Spiele-App „Bist du glücklich?“ das ganz große Geld zu machen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und nichts ist so, wie es scheint. 

Der Roman hat eine ganz eigene, irgendwie beklemmende Atmosphäre. Die kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven erlauben es kaum, mit dem Lesen aufzuhören. Auch die Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme. Patrick und Laura, zwei Protagonisten direkt aus unserer Zeit gepickt, immer im Zwiespalt zwischem persönlichem Erfolg und „Werk für die Menschheit“. Das erscheint äußerst realistisch und gut nachvollziehbar. Und dann diese App „Bist du glücklich?“ - eine absolut geniale Basis für die Handlung und einfach mal etwas ganz anderes.

Dennoch schwankt der Eindruck zwischen Faszination und „ein Bisschen zu viel des Guten“. Der Schreibstil ist klasse und gut durchdacht. Sehr flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel, die noch dazu mit dezenten Cliffhangern enden, machen es fast unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Wie in einem Strudel vermischt sich das Konzept des Spiels zunehmend mit der Handlung und auch der Leser wird in einem regelrechten Sog miteinbezogen. Gewürzt wir das Ganze mit vielen philosophisch anmutenden Gedankengänge zu Glück, Zufriedenheit, Macht, Karriere und Aufmerksamkeitssucht. Das sind ganz feine erzählerische Kniffe.

Ein Aber kommt dann doch noch: Die Handlung ist teilweise leider zu überzogen und abwegig. Alle Personen sind auf die ein oder andere Weise gestört. Da ist ein Nachvollziehen ihres Handelns quasi unmöglich. Klar kann argumentiert werden, dass es ein gedankliches Experiment ist, die Figuren wie in dem Spiel nach ihrem Glück streben zu lassen, aber ein paar Ideen erscheinen einfach zu abstrus. 

Insgesamt zieht das Buch den Leser dennoch in seinen Bann, lässt ihn darüber nachdenken, was für ihn Glück bedeutet. und irgendwie spielen wir alle doch auch im wahren Leben auf die ein oder andere Weise das Spiel „Bist du glücklich?“.

Vielen Dank an den Autor Kai Hensel für die spannende Leserunde und an den Verlag Hoffmann und Campe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Tags: app, erfolgssucht, glück, spiel, zufriendenheit   (5)
 

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(121)

214 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

liebe, sommer, florida, film, mary kay andrews

Kein Sommer ohne Liebe

Mary Kay Andrews , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.04.2016
ISBN 9783596035342
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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(1.915)

2.924 Bibliotheken, 47 Leser, 4 Gruppen, 227 Rezensionen

computerspiel, jugendbuch, thriller, sucht, erebos

Erebos

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 485 Seiten
Erschienen bei Loewe, 06.06.2011
ISBN 9783785573617
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(169)

236 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 158 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

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Anklage

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.07.2016
ISBN 9783453438422
Genre: Krimi und Thriller

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Silicon Jungle

Shumeet Baluja , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel
Flexibler Einband: 375 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 23.01.2012
ISBN 9783518463017
Genre: Romane

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sommer, liebe, familie, meer, cottage

Sommertraum mit Aussicht

Brenda Bowen , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783596033386
Genre: Liebesromane

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Mit Liebesromanen ist das ja leider so eine Sache. Nur wenigen Autoren gelingt es, nicht zu rührselig und kitschig zu schreiben oder ein halbwegs nachvollziehbares Frauen-/Männerbild zu transportieren.

Brenda Bowen gelingt weder das eine noch das andere. Im Gegenteil: Ihre Figuren in diesem Buch sind neureiche Helikopter-Mamis, möchtegern Filmstars, zickige Schwule oder verkannte Nerds, die sich darüber hinaus mit absoluten Luxusproblemen herumschlagen. Das Alter, die Männer, die (schwierigen) Kinder, der Alltag, der verpasste Oscar, das verstorbene Haustier, um nur die am häufigsten genannten existenzbedrohenden Dinge zu nennen.

Da hilft nur eins: Sich gemeinsam ein überdimensionales, für irdische Verhältnisse viel zu schönes Cottage direkt am Meer auf der wildromatischen Insel „Little Lost Island“ zu mieten. Das wird all ihre Probleme lösen. Und so begeben sie sich dort hin, erliegen dem Zauber von Insel, Cottage (Schloss!), Hutparties, den überaus herzlichen Inselbewohnern und natürlich Hummern. Geht sich die Urlaubs-WG zu beginn noch vehement aus dem Weg und zickt sich an, so sind sie - wie soll es auch anders sein - am Ende alle eine große Familie, die bis an ihr Lebensende jedes Jahr gemeinsam den Urlaub im Cottage verbringen wird. Denn das hat Lottie, die Hellseherin unter der Truppe, allen ja von Anfang an prophezeit - und so muss es dann schließlich bitteschön auch enden. Damit es bis dahin aber nicht zu langweilig wird, wird nicht an Dramen, Krisen, Weltschmerz, Liebeskummer und sonstigen Schnulzenklischees gespart.

Fazit: Absolut langweilige und vorhersehbare Story, unzugängliche Figuren und zu viele „magische Umstände“ - das gefällt tatsächlich nur hartgesottenen Fans des Liebesromangenres. Für mich war das leider nichts.

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Tags: kitsch, klischees, main, meer, oberflächlich, schnulze, sommer   (7)
 
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