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74 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

gamer, science fiction, aliens, nerd, ernest cline

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596296606
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zack lebt mit seiner Mutter in einem verschlafenen Nest in den USA. Eigentlich ist Zack niemand besonderes. Bis auf die Tatsache, dass er der totale Sci-Fi-Geek ist und noch dazu unter den Top 10 der besten Armada-Spieler der Welt. Wer könnte auch ahnen, dass das Flugsimulationsspiel die Gamer auf den Ernstfall vorbereitet: Die Invasion der Erde durch feindliche Außerirdische ...

Ja, die Handlung klingt ziemlich 0/8/15 und ja, viele Überraschungen hat sie nicht im Gepäck. Zack entpuppt sich als Auserwählter und soll zusammen mit den anderen Spielern die Welt retten. So weit, so gut. Allerdings ist das durchaus amüsant zu lesen. Die Story entwickelt sich schnell und kurzweilig. Die Charaktere schließt man leicht ins Herz, auch wenn sie dem gängigen Gaming-Geek-Spektrum entspringen und nicht gerade als tiefgründig zu bezeichnen sind. Zack ist ein armer Kerl als Halbwaise, der nie seinen Vater kennengelernt hat. Aber das ist nicht kitschig dargestellt, sondern angenehm realistisch und bodenständig. Generell kommt das ganze Buch ohne großen Pathos, Gefühlsduseleien und Nationalpatriotismus aus, wovon Filme wie „Armageddon“ oder „Independence Day“ ja nur so triefen.

Am amüsantesten war für mich der ganze Nerd-Talk, auch wenn ich mich zeitweise durch die vielen Verweise auf Spiele, Filme und Serien, die ich nur zu einem kleinen Teil überhaupt kenne, etwas außen vor gefühlt habe. Aber dem Autor gelingt es, dass sich seine Figuren sehr selbstironisch darstellen und sich dadurch alles nicht so furchtbar ernst gestaltet. Daher konnte ich die vielen kleinen Schwächen mit einem Schmunzeln und Augenzwinkern einfach übergehen.

Bei all den bekannten Elementen war ich vom Ende hingegen angenehm überrascht - nicht, dass es ohne Schwächen war, aber es passte insgesamt gut zum Rest der Story. Der Kampf war nicht überzogen, die überraschende Wendung bezüglich des Motivs der Aliens war mal ein ganz anderer Ansatz, der sich nicht nur auf Gut gegen Böse beschränkt.

Fazit: Insgesamt war das eine runde Sache, ich wurde nett unterhalten, aber mehr auch nicht. Sozusagen ein Booksnack für Zwischendrin ;)

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Tags: booksnack, geek, invasion, nerd, sci-fi, selbstironisch, unterhaltsam   (7)
 

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95 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

thriller, entführung, interpol, post mortem, band 3

Post Mortem - Tage des Zorns

Mark Roderick
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783596297078
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn man eine Buchreihe liest, ist es ein Bisschen, als ob man alte Freunde wiedertrifft. So ging es mir auch mit dem nun dritten Band der „Post Mortem“-Reihe und ich hatte insbesondere zu Beginn das Gefühl, dass Rodericks Schreibstil ruhiger geworden ist, sich gefestigt hat. Die Kapitel sind etwas länger, die Handlung wirkt nicht mehr so gehetzt. Das tut dem Thriller gut, er büßt dadurch auch nicht an Spannung oder flüssiger Lesbarkeit ein. Damit bin ich allerdings schon am Ende der positiven Seiten. 

Meine Hauptkritikpunkte gilt der Vielzahl der Themen, Grausamkeiten und Handlungssträngen, die aufgegriffen, aber nicht zuende geführt werden. Das ist sehr schade, denn da sind einige spannende Punkte dabei. Darüber hinaus erschienen mir mehrere Verhaltensweisen insbesondere von Emilia völlig unlogisch und unrealistisch. Ihr handeln spiegelt nicht die Interpolermittlerin mit jahrelanger Berufserfahrung wieder. Aber auch die Behörden selbst glänzen nicht gerade durch nachvollziehbare Vorgehensweisen. Einzig Avram als Profikiller ist sozusagen alles zuzutrauen und er kann als „Selbstständiger“ tun und lassen, was immer er will. Somit kann ich meine Kritik zumindest nicht auf seine Figur beziehen. 

Im Mittelteil gibt es dann eine ganze Passage, die die Handlung prinzipiell überhaupt nicht weiterbringt. Dafür ist sie voller Effekte, Grusel und Brutalität, die entfernt an die „Saw“-Filmreihe erinnern. Und dann ist da das Ende - ein einziger Actionfilm, bei dem sich die Handlung nahezu überschlägt und immer noch ein Quäntchen mehr Gefahr auf die vorhergehenden Seiten gepackt wird, sodass der Showdown in meinen Augen einfach zu dick aufgetragen war. Neu ist das alles nicht - ich wurde bei nahezu jeder Szene an einen anderen Film erinnert, was den Thriller insgesamt natürlich einer breiten Masse gefügig macht. Insofern ist der Verweis des Klappentexts auf Mark Rodericks „fast filmische“ Erzählweise sicher richtig.

Fazit: Unter dem Stich bleiben zu wenig Finesse, zu wenig Tiefgang. Auch ein anderes Motiv außer Rache wäre spannend gewesen. Mark Roderick hat Potenzial, keine Frage. Leider will er nur zu viel. Etwas weniger Knalleffekte und dafür mehr Charakterausarbeitung und Hintergrundgeschichte - damit wäre einiges gewonnen. Für mich reicht die Reihe so weiterhin leider nicht über den passablen Durchschnitt hinaus.

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Tags: actionfilm, durchschnitt, interpol, knalleffekte, oberflächlich, profikiller, rache, thrillerreihe   (8)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

edinburgh, meer, schottland, sea, detective

Sea Detective - Ein Grab in den Wellen

Mark Douglas-Home , Stefan Lux
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.01.2017
ISBN 9783499272462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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319 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

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(60)

92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

mord, schweden, stockholm, thriller, rache

Der Mörder und das Mädchen

Sofie Sarenbrant , Hanna Granz
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2017
ISBN 9783352008931
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Handlung liest sich erst einmal gar nicht schlecht. Cornelia, die jahrelang Opfer häuslicher Gewalt war, hat sich endlich von ihrem Mann getrennt, um sich und ihrer Tochter Astrid ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch just an dem Morgen, an dem sie in ihre neue Wohnung umziehen will, liegt ihr Mann Hans tot in seinem Zimmer - ermordet. Daran könnte sich nun eine spannende Ermittlung um die Umstände von Hans’ Tod anschließen und um die Frage, ob Cornelia vielleicht Rache an ihm geübt hat - nur leider gelingt das der Autorin in meinen Augen überhaupt nicht. 

Es ist Sarenbrants Schreibstil, der mich nicht angesprochen hat. Er ist merkwürdig nüchtern und kalt, gar oberflächlich. Obwohl fast ungefilterte Gedankenströme der Protagonisten wiedergegeben werden, konnte ich emotional überhaupt keinen Zugang zu den Figuren aufbauen und mich dadurch auch nur schwer in die Handlung einfinden. Die recht kurzen Kapitel und der Wechsel zwischen den Erzählern könnte Spannung aufkommen lassen, durch die eintönige Erzählweise gelingt das allerdings nicht. Darüber hinaus - es gibt so viele beiläufige Details, bei denen ich mich Frage, warum sie relevant sind, was sie bringen. Sätze wie "Er schob seine Vorhaut zurück." finde ich völlig unpassend und irritierend. Mag sein, dass es nur mir so geht, aber ich habe mich damit echt schwer getan. (Nichts gegen Sex in Büchern - aber irgendwie sollte der doch zur Situation passen?!)

Die ganzen aufgegriffenen Nebenschauplätze sollen wahrscheinlich deutlich manchen, dass nicht nur der Fall, sondern auch die Privatpersonen zählen. Für mich wirkten sie allerdings ziemlich langweilig und störend. Einzige Lichtblicke sind die wenigen Kapitel aus Sicht des Mörders, die immerhin etwas die eigenen Ermittlerinstinkte ansprechen.

Hinzu kommt, dass ich selten so eine unfähige Ermittlerin erlebt habe, die offensichtliche Hinweise und die Gefahr, die von ihrem Ex-Freund ausgeht, völlig ignoriert, weil sie gerade zu viel mit ihrer Schwangerschaft zu tun hat. Ständig fragt sie sich, ob das negativen Einfluss auf ihren Job hat. Und auch wenn ich das nicht grundsätzlich behaupten würde, ist es in diesem Fall mehr als offensichtlich. Dass sie überhaupt an den Ermittlungen beteiligt ist, obwohl sie persönlich involviert ist (ihre Schwester ist die beste Freundin von Cornelia), erscheint mir darüber hinaus absolut unrealistisch.

Fazit: Leider fand ich den Krimi ziemlich enttäuschend. Atmosphäre und Spannung fehlten in meinen Augen komplett, die Figuren sind eindimensional, der Schreibstil oberflächlich und emotional völlig distanziert. Auch wenn ich mich sehr über den Buchgewinn gefreut habe, kann ich aufgrund dessen leider keine bessere Bewertung als zwei Sterne geben. Ich hoffe, meine Kritikpunkte sind konstruktiv und nachvollziehbar geschildert. Falls nicht, hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

 

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Tags: mord, oberflächlich, rache, schwedenkrimi, unrealistisch, unzugänglicher schreibstil, wenig überzeugend   (7)
 

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116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, liebesroman, rowan coleman, mut, lebensweisheiten

Wolken wegschieben

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2016
ISBN 9783492307963
Genre: Romane

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157 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

stephen king, insomnia, schlaflos, horror, wahnsinn

Schlaflos - Insomnia

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.040 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435827
Genre: Krimi und Thriller

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

wolfgang hohlbein, fantasy, nordische mythologie

Midgard

Wolfgang Hohlbein
Fester Einband
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.09.2015
ISBN 9783764170561
Genre: Fantasy

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692 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

thriller, david hunter, mord, england, dartmoor

Verwesung

Simon Beckett , Andree Hesse , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2012
ISBN 9783499248665
Genre: Krimi und Thriller

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

roman, joseph roth, hiob, bibel, klassiker

Hiob

Joseph Roth
Flexibler Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Tredition, 07.09.2011
ISBN 9783842415409
Genre: Romane

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475 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 43 Rezensionen

serienkiller, thriller, dämon, dan wells, mord

Ich bin kein Serienkiller

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2010
ISBN 9783492267717
Genre: Krimi und Thriller

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57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, amnesie, militär, kidnapping, hetzjagd

Namenlos

Katherine John , Claudia Gliemann , Thomas A. Merk
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.09.2007
ISBN 9783499245534
Genre: Krimi und Thriller

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

osthofen, sachbearbeiter, sommer, verwaltung, liebe

Vorsicht vor Leuten

Ralf Husmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.06.2012
ISBN 9783596186181
Genre: Romane

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37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

dubai, macht, wirtschaftsthriller, banken, hass

Im Schatten der Lombardis

Berit Paton Reid
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783404172665
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Rückflug zu verschenken: Roman

Gaby Hauptmann
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Piper ebooks, 01.12.2011
ISBN 9783492950787
Genre: Sonstiges

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

abnehmen, nordsee, humor, tanja janz, krabbe mit rettungsring

Krabbe mit Rettungsring

Tanja Janz
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.05.2016
ISBN 9783956495687
Genre: Romane

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335 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, unfall, nicholas sparks, sparks, familie

Weg der Träume

Nicholas Sparks , Maja Ueberle-Pfaff
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.08.2011
ISBN 9783453408685
Genre: Liebesromane

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

sven regener, berlin, bremen, hamburg, alkohol

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Sven Regener
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 06.11.2014
ISBN 9783462046892
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Flüstern des Wassers: Roman

Madge Swindells
E-Buch Text: 415 Seiten
Erschienen bei Bastei Luebbe, 16.03.2012
ISBN 9783838717524
Genre: Romane

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(3.681)

4.863 Bibliotheken, 20 Leser, 10 Gruppen, 161 Rezensionen

liebe, analphabetismus, nationalsozialismus, schuld, kz

Der Vorleser

Bernhard Schlink
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.01.2009
ISBN 9783257060652
Genre: Klassiker

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381 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

thriller, mord, gefängnis, mobbing, liebe

That Night - Schuldig für immer

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.06.2015
ISBN 9783596030330
Genre: Krimi und Thriller

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101 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

mord, thriller, jilliane hoffman, krimi, 08/2016

Samariter

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499253997
Genre: Krimi und Thriller

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106 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

krimi, entführung, spanien, kriminalroman, monteperdido

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Agustín Martínez , Lisa Grüneisen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596036585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem kleinen Bergdorf am Rand der Pyrenäen verschwinden zwei Mädchen im zarten Alter von 11 Jahren, ihr Fall wird nicht gelöst. Als fünf Jahre später auf einmal eine der beiden wieder auftaucht, werden die Ermittlungen erneut aufgenommen und eine fieberhafte Suche nach dem zweiten Mädchen beginnt.

Was den Leser in diesem Krimi erwartet, ist alles andere als eindimensional. Allein das Storysetting ist schon sehr gelungen: Ein einsam, abgeschiedenes Dorf mitten in den Bergen - das lässt eine geheimnisvolle, fast schon mystische Stimmung aufkommen, die sich während des gesamten Buchs aufrecht erhält. Nachdem die wichtigsten Figuren eingeführt werden, beginnt die Erzählperspektive immer schneller zu wechseln und springt zwischen vielen verschiedenen Figuren hin und her. So setzt sich fast wie bei einem Puzzle Teilchen für Teilchen das Bild der Dorfes, seiner Bewohner und nicht zuletzt des Rätsels um die verschwundenen Mädchen zusammen. Für den ein oder anderen Leser mag die Vielfalt der auftretenden Personen allerdings anstrengend sein und auch ich muss gestehen, dass ich mehr als einmal die Namen durcheinander geworfen habe. Dennoch war ich sehr davon beeindruckt, wie Martinéz das Bild von Monteperdido und seinen Bewohnern entstehen lässt. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben und dadurch ist auch irgendwie jeder verdächtig. Immer wenn die Ermittlungen sich voranzubewegen scheinen, passiert etwas völlig unerwartetes und wirft alle bisherigen Vermutungen über einen Haufen. Das ist spannend und macht großen Spaß. Gleichzeitig sind die Gefühle der Personen geradezu spürbar und decken nahezu die gesamte Bandbreite von Trauer, Angst, Wut, Liebe, Hass bis zu Verzweiflung ab. In diesem Dorf sind alle Täter und Opfer zugleich, was bei mir einen absolut realistischen Eindruck hinterlassen hat.

Fazit: Dieser Krimi hat mich positiv überrascht und konnte mich von der ersten Seite an packen. Das liegt vor allem daran, weil er nicht nur auf das Rätsel um das Verschwinden der beiden Mädchen fokussiert ist, sondern ganz hervorragend die Atmosphäre dieses abgeschiedenen Dorfes und seiner Bewohner zeichnet und darüber hinaus auch noch absolut unvorhersehbar ist. Für diese vielschichtige Darstellung gibt es von mir verdiente vier Sterne.

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Tags: bergdorf, debüt, entführung., spanien, unvorhersehba, vielschichtig   (6)
 

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397 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 67 Rezensionen

paris, runa, historischer roman, hysterie, vera buck

Runa

Vera Buck
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Limes, 24.08.2015
ISBN 9783809026525
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Buch hat mich überaus positiv überrascht und gleichzeitig völlig schockiert. Ich hatte ja keine Ahnung, welche Zustände zum Ende des 19. Jahrhunderts in Nervenheilanstalten herrschten. Die Insassen dienten vornehmlich als lebendige Versuchspersonen. Einige der wichtigsten neurologischen und psychologischen Erkenntnisse beruhen auf barbarischen Experimenten und Praktiken, die den Patienten keine Aussicht auf Heilung, sondern auf ein lebenslanges Martyrium bescherten. Allein diese Erkenntnis machte mich beim Lesen völlig fassungslos.

Wir befinden uns also in Paris zum Ende des 19. Jahrhunderts, genau genommen in der Salpêtrière, eine der damals wichtigsten Nervenheilanstalten Europas. Der junge Arzt Juri Hell vergöttert nahezu den dort leitenden Dr. Charcot, der in seinen stadtbekannten Abendvorlesungen an Hysterie erkrankte Frauen vor vollbesetztem Saal vorführt und „behandelt“. Doch dann wird Runa aufgenommen. Ein kleines Mädchen, völlig apathisch und scheinbar wahnsinnig, stellt die ganze Klinik vor ein Rätsel. Und Jori setzt es sich zur Aufgabe, ihr zu helfen, wobei er nach und nach eine erschreckende Wahrheit ans Licht bringt.

Vera Buck gelingt in ihrem Krimidebüt eine grauenhafte, aber absolut authentische Schilderung der zeitgeschichtlichen Umstände. Viele Fakten und Personen kann der neugierige Leser problemlos selbst nachrecherchieren, was das Leiden der Patienten und die Vorgehensweise der Ärzte noch schlimmer macht. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, die alle zur Aufdeckung des Geheimnisses um Runa beitragen. Lange weiß der Leser nicht, was es mit dem mysteriösen Ich-Erzähler auf sich hat und wie er in die Geschehnisse passt, sodass er bis zum Ende rätseln wird. Spannend, packend und ebenso erschütternd nimmt die Autorin uns mit in die Abgründe der ärztlichen Praxis. Und mehr als einmal lief mir ein kalter Schauer den Rücken herunter, weil die unheimliche Stimmung des Buches ganz hervorragend umgesetzt ist und völlig in ihren Bann zieht.

Fazit: Allein die kleineren Längen sowie die ein oder andere Nebenhandlung vermag den absolut positiven Eindruck etwas schmälern. Alles in Allem hat mich dieses Buch aber völlig gefesselt und noch dazu angeregt, mich näher mit der Thematik zu beschäftigen - wer weiß schon, dass die Bezeichnung Hysterie vom griechischen Wort für Gebärmutter abgeleitet ist. Ein beeindruckendes Debüt!

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Tags: 19. jahrhundert, gruselgeschichte, humanexperimente, hysterie, krimi, paris, zeitgeschichte   (7)
 

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mutter-kind-beziehung, roman, naturkatastrophe

Vom Ende an

Megan Hunter , Karen Nölle
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 18.05.2017
ISBN 9783406705076
Genre: Romane

Rezension:  
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