Frau_J_von_Ts Bibliothek

71 Bücher, 45 Rezensionen

Zu Frau_J_von_Ts Profil
Filtern nach
71 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(43)

70 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

"freundschaft":w=3,"buchladen":w=3,"liebe":w=2,"roman":w=2,"liebesroman":w=2,"familie":w=1,"england":w=1,"reihe":w=1,"london":w=1,"beziehung":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"sommer":w=1,"bücher":w=1,"band 2":w=1,"romantisch":w=1

Sommer in Bloomsbury

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328101116
Genre: Liebesromane

Rezension:

Willkommen zurück in der kleinen Buchhandlung in Bloomsbury!

Im zweiten Teil der Reihe geht es um die junge Verity Love. Sie ist überzeugter und glücklicher Single, liebt Jane Austens "Stolz und Vorurteil" und ist am liebsten zu Hause in ihrer Dachwohnung über dem Laden in der sie mit ihrer Katze zusammen lebt.
Ihre Kolleginnen versuchen ständig Verity zu verkuppeln, was ihr gehörig gegen den Strich geht. Damit dies aufhört, erfindet sie einen Freund. doch es kommt wie es kommen muss und in einer heiklen Situation muss sie einen Fremden bitten, ihren erfunden Freund zu spielen....

Mit dem zweiten Teil ihrer Reihe um den Buchladen in Bloomsbury ist Annie Darlin wieder eine romatische und witzige Sommerlektüre aus der Feder geflossen. Allerdings muss man zum Vorgänger ein paar Abstriche machen. Mir persönlich waren die Charaktere etwas zu langweilig und die Stimmung war allgemein weniger heiter als im ersten Teil. Verity ist verschlossener als die junge Posy und das kommt im Buch sehr deutlich rüber. Die Geschichte zwischen Verity und dem gutsaussehenden Fremden nimmt für mich auch zu wenig Fahrt auf. Es dauert zu lange bis etwas passiert und das ewige Hin und Her fiel mir auf Dauer auf die Nerven. 

Dennoch bekommt auch dieser Teil der Reihe eine Leseempfehlung von mir. Es ist auch nicht zwingend nötig erst den ersten Teil zu lesen, da die verschiedenen Charaktere zwar in beiden Romanen vorkommen, die Geschichten aber in sich abgeschlossen sind und nicht aufeinander aufbauen.

  (2)
Tags: bücher, buchladen, england, freundschaft, liebe, single, sommer   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

"roman":w=2,"erbe":w=2,"buchladen":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"humor":w=1,"england":w=1,"reihe":w=1,"liebesroman":w=1,"band 1":w=1,"sommer":w=1,"buchhandlung":w=1,"penguin verlag":w=1,"verlag: penguin":w=1

Der kleine Laden in Bloomsbury

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328103196
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die 28 jährige Posy Morland erbt einen kleinen Buchladen in Bloomsberry. Doch der Laden steht kurz vor dem Ruin und Posys Aufgabe besteht darin, dem Geschäft neues Leben einzuhauchen.

Also beschließt sie, ab sofort nur noch Bücher zu verkaufen, die ein Happy End haben. Den Laden wieder ans Laufen zu bekommen ist aber nicht so einfach wie gedacht, zumal das Ekel Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, Posy einen Stein nach dem anderen in den Weg legt...

Die Geschichte um die junge Posy hat mich positiv überrascht. Der Roman war leicht und schnell zu lesen. Die Autorin hat einen sehr unkomplizierten, aber dennoch flüssigen Schreibstil und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 
Die Figuren des Romans sind sehr gut beschrieben und auch wenn Posy für ihre 28 Jahre oft noch sehr naiv und kindisch daher kommt, so schließt man sie aufgrund ihrer hilfsbereiten und familiären Art doch sehr schnell ins Herz. Besonders gefallen haben mir die oft sehr witzigen Schlagabtausche zwischen ihr und Sebastian.

Da mir auch die anderen Figuren der Geschichte sehr gut gefallen haben, bin ich sehr gespannt auf die weiteren Teile dieser neuen Reihe von Annie Darling. 
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für ein kurzweiliges Lesevergnügen an lauen Sommerabenden.

  (1)
Tags: buchladen, england, erbe, familie, freundschaft, humor, sommer   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"schicksal":w=1,"alltag":w=1,"beziehungen":w=1,"wg":w=1,"weg":w=1,"comedian":w=1

Beziehungswaise

Michel Birbæk
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734105852
Genre: Romane

Rezension:

Lasse und Tess sind seit sieben Jahren ein Paar. Doch in letzter Zeit ist irgendwie alles verloren gegangen, was zu einer guten Partnerschaft gehört. Ihre Beziehung befindet sich auf einer rein platonischen Ebene. Lasse vermisst „seine“ Tess, die Zweisamkeit, alles was ihre Beziehung bisher ausmachte. Doch die beiden sind beide in ihrem Alltag gefangen, Lasse lebt in einer WG und hält sich mehr schlecht als recht als Comedian über Wasser. Bis er mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wird, der ihn sein Leben überdenken lässt. Und Lasse will etwas ändern...

„Beziehungswaise“ ist nach „Das schönste Mädchen der Welt“ der zweite Roman den ich von Michel Birbaek gelesen habe. Und genau wie bei seinem neusten Werk, war ich auch von diesem hier restlos begeistert. Denn wenn Birbaek eins kann, dann über Beziehungen zwischen Menschen zu schreiben!
Wer bei diesem Roman einen schnulzigen Liebesroman erwartet, der wird keinen finden. Es geht hier um viel mehr als das bloße „Boy meets girl...“ und das große Drama findet auch nicht statt. Meiner Meinung nach schreibt dieser Autor Geschichten, die genau so auch im tatsächlichen Leben passieren könnten und genau das macht sie so absolut authentisch.

Birbaek beschreibt seine Figuren und ihre Beziehungen auf unvergleichliche, einfühlsame und tiefgehende Weise. Und damit meine ich nicht nur die Beziehung zwischen Lasse und Tess, sondern auch die zwischen ihren Freunden und der ihrer Familie. Ich habe bei seinen Romanen bisher immer das Gefühl, ein Teil dieser tollen Gemeinschaft zu sein und ich fühle mich stets mit den Figuren verbunden.

Ich hatte das Vergnügen, Michel Birbaek schon einmal live über sein Leben, seine Beziehungen und seine Romane reden zu hören. Mit dem „Hintergrundwissen“ das ich auf einer seiner Lesungen sammeln durfte, las sich „Beziehungswaise“ für mich noch einmal völlig anders, als es bei „Das schönste Mädchen der Welt“ der Fall war.
Ein Satz von ihm, welcher mir im Gedächtnis geblieben ist, war in etwa „Wieso sind Beziehungen immer auf die Dauer ausgelegt? Wieso sind nur lange Beziehungen, gute Beziehungen? Geht es nicht viel mehr darum, was wir aus einer Beziehung mitnehmen? Egal ob aus Partnerschaften oder Freundschaften?“ Genau das vermittelt Michel Birbaek auch in seinem Roman „Beziehungswaise“. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

  (1)
Tags: alltag, beziehungen, comedian, freundschaft, liebe, schicksal, weg, wg   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"politik":w=1,"geschichten":w=1,"gefängnis":w=1,"folter":w=1,"türkei":w=1,"istanbul":w=1

Istanbul Istanbul

Burhan Sönmez , Sabine Adatepe
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 04.09.2017
ISBN 9783442757008
Genre: Romane

Rezension:

Irgendwo unter der Stadt Istanbul sitzen ein Student, ein Doktor, ein Barbier und ein alter Mann gemeinsam in einer Gefängniszelle. Während jeder darauf wartet, von den Wärtern zum Verhör durch Folter abgeholt zu werden, erzählen sie sich gegenseitig Geschichten aus ihrer Stadt. Geschichten die sie zum Lachen, aber auch zum Nachdenken bringen. Geschichten die dem Leser ein Bild einer einzigartigen Stadt bieten, indem sie sich immer mehr miteinander verbinden.

Durch ihre Geschichten, die niemals etwas aus ihrem persönlichen Leben enthalten, denn das wäre zu gefährlich, entfliehen die Gefangenen gedanklich zumindest für eine Weile der Enge und Tristesse der Gefängniszelle. Sie wissen, dass niemand von ihnen die Zelle jemals wieder lebend verlassen wird. Aber die Geschichten, die sie selbst von Verwandten und Freunden überliefert bekommen haben, helfen ihnen, ihre Schmerzen zumindest kurz zu vergessen.

Dieser Roman zeichnet für den Leser das Bild einer wundervollen Stadt. Allerdings kommt man nicht drum herum, beim Lesen darüber nachzudenken, dass die Szenen die man dort liest, so tatsächlich, und das auch noch in der heutigen Zeit, zur derzeitigen politischen Lage der Türkei, genau so stattfinden könnten. Aus diesem Grund ist dieses Buch nichts für zartbesaitete Leser. 

  (0)
Tags: folter, gefängnis, geschichten, istanbul, politik, türkei   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"farben":w=5,"mafia":w=2,"verlust":w=1,"märchen":w=1,"lustig":w=1,"fantasie":w=1,"wissenschaft":w=1,"verfolgung":w=1,"skurril":w=1,"gabe":w=1,"tiefgründig":w=1,"wahrnehmung":w=1,"buntstifte":w=1,"schwarz-weiß denken":w=1,"buntstift":w=1

Arthur und die Farben des Lebens

Jean-Gabriel Causse , Nathalie Lemmens
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 10.04.2018
ISBN 9783570103463
Genre: Romane

Rezension:

Was passiert, wenn alle Farben von der Welt verschwinden?

Dieser Frage geht der Autor Jean-Gabriel Causse in "Arthur und die Farben des Lebens" auf den Grund.
Arthur, einst sehr erfolgreich in seinem Beruf, verliert seine Stelle und stürzt ab. Der Alkohol begleitet sein Leben und er lebt von der Stütze. Bis ihm diese gestrichen werden soll. Arthur beginnt daraufhin eine Anstellung in einer Buntstiftfabrik. Doch auch diese soll plötzlich geschlossen werden...
Von einem Tag auf den anderen verschwinden ab sofort die Farben von der Welt. Alles wird schwarz und weiß.
Mit Hilfe seiner blinden Nachbarin Charlotte, deren Tochter und den Bewohnern eines Seniorenheims, macht sich Arthur auf die Suche nach den Farben, um die Menschen vor der Depression zu bewahren.
Jean-Gabriel Causse hat mit "Arthur und die Farben des Lebens" einen skurrilen Roman geschrieben, der den Leser dennoch zum Nachdenken anregt. 
Dieses Buch erinnerte mich von der Stimmung her sehr an den Film "Die fabelhafte Welt der Amelie". Stimmungsvoll, teils melancholisch, ein wenig absurd und dennoch einfach liebenswert.
Seine Charaktere zeichnet der Autor sehr detailliert und interessant. Vor allem die blinde Charlotte, die Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Farben ist, hat es mir besonders angetan. 
Ich empfehle diesen Roman allen, die gern ein wenig abgedrehte Geschichten mögen hinter denen dennoch eine tiefe Botschaft steckt!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(85)

134 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 76 Rezensionen

"feminismus":w=10,"roman":w=3,"usa":w=3,"liebe":w=2,"erwachsenwerden":w=2,"college":w=2,"frauenbewegung":w=2,"freundschaft":w=1,"leben":w=1,"amerika":w=1,"frauen":w=1,"new york":w=1,"mut":w=1,"frau":w=1,"selbstfindung":w=1

Das weibliche Prinzip

Meg Wolitzer , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 24.07.2018
ISBN 9783832198985
Genre: Romane

Rezension:

In „Das weibliche Prinzip“ erzählt Meg Wolitzer die Geschichte der jungen Greer Kadetsky. Sie ist ein intelligentes aber introvertiertes junges Mädchen, welches bei einem Vortrag am College die Feministin Faith Frank kennenlernt und danach anfängt, sich für sich selbst und die Rechte der Frauen einzusetzen.
Der Leser begleitet Greer durch ihre Collegezeit, hinein in erste Jobs und bekommt ihre Entwicklung sehr gut geschildert.
„Das Weibliche Prinzip“ ist nicht der erste Roman dieser Autorin den ich lese. Und dennoch gehört er meiner Meinung nach zu den schlechteren.
Ich hatte mir einen guten Roman zum Thema Feminismus gewünscht, muss aber sagen, dass ich mich beim Lesen schlichtweg gelangweilt habe, da die Autorin mehr berichtet als erzählt. Der Ton ist sehr sachlich und obwohl der Roman in leicht verständlicher Sprache geschrieben ist, hat er mich nicht berührt. Ich hätte mir gewünscht, tiefer in die Materie und die Figuren eintauchen zu können. So blieben vor allem die Protagonisten für mich sehr oberflächlich.
Ich schließe mich so mancher Meinung an und sage: Meg Wolitzer hat mit „Das Weibliche Prinzip“ einen trockenen Entwicklungsroman geschrieben, nicht jedoch einen informativ, spannenden Roman zum Thema Feminismus. Leider war es genau Letzteres, was ich mir nach dem Lesen des Klappentextes erhofft hatte.

  (0)
Tags: amerika, college, entwicklung, feminismus, frau, recht   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

26 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"freunde":w=1,"liebe; jugendbuch":w=1,". freunde":w=1,"chaoten":w=1,"zum ablachen":w=1,"unzertrennliche freunde":w=1,"lachen und mitleiden":w=1

Heart Beat

M. D. Grand , S. M. Gruber
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783961731152
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

"shakespeare":w=3,"usa":w=2,"roman":w=1,"familie":w=1,"unterhaltung":w=1,"hochzeit":w=1,"wissenschaft":w=1,"heirat":w=1,"komödie":w=1,"emanzipation":w=1,"klischee":w=1,"amerikanische autorin":w=1,"braut":w=1,"trockener humor":w=1,"vater-tochter":w=1

Die störrische Braut

Anne Tyler , Sabine Schwenk
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101819
Genre: Romane

Rezension:

Kate ist 29, hat ihr Studium abgebrochen und arbeitet nun als Kindergärtnerin in einer privaten Einrichtung. Sie mag Kinder nicht besonders, ist generell eher der mürrische Typ und würde viel lieber den ganzen Tag ihren Garten pflegen. Sie lebt mit ihrer 15-jährigen Schwester Bunny bei ihrem Vater, welcher sich mehr für seine wissenschaftliche Forschung, als für seine Töchter interessiert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er seine älteste Tochter dazu bringen will, seinen Assistenten Pjotr zu heiraten, da diesem die Abschiebung droht. Zunächst sträubt sich Kate vehement gegen die Annäherungsversuche des grobschlächtigen Russen, doch schon bald wendet sich das Blatt.

Anne Tyler hat hier nach dem Vorbild von Shakespears’ „Der Widerspenstigen Zähmung“ zwar keine neue Geschichte geschaffen, aber dennoch diesen Klassiker in ein unterhaltsames neues Gewand gekleidet. Sie zeichnet wunderbar schrullige, chaotische aber liebenswerte Charaktere. Zunächst ging mir Kate mit ihrem teils sehr aufgesetzt wirkendem Gehabe sehr gegen den Strich und sie wirkte in meinen Augen für ihr Alter auch oft mehr als naiv. Aber schon bald konnte ich zwischen den Zeilen viel über den wahren Charakter von Kate erfahren.

Auch wenn die Geschichte nicht viel Neues bietet und der Verlauf der Handlung keine großen Überraschungen bietet, kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der eine kurzweilige, lustige Lektüre mit abwechslungsreichen, wenn auch klischeebehafteten Charakteren sucht. 

  (0)
Tags: braut, hochzeit, klischee, shakespeare, unterhaltung, usa, wissenschaft   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familienleben, gedanken, herausforderung, karl ove knausgard, leben

Im Frühling

Karl Ove Knausgård , Paul Berf
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 26.03.2018
ISBN 9783630875125
Genre: Romane

Rezension:

"Im Frühling" - Der dritte Band von Karl Ove Knausgards Jahreszeitenbänden war für mich der Einstieg in eben diese. Und um es gleich vorweg zu nehmen: es wird auch der letzte Knausgard gewesen sein, den ich gelesen habe.

Nicht weil das Buch an sich schlecht ist. Ich habe vor etwa einem Jahr sein Buch "Sterben" gelesen, weil es mich unheimlich angesprochen hat. Aber auch das war nichts für mich. 
Ich denke, man muss Knausgard einfach wirklich mögen, damit einem seine Bücher gefallen. Weil er seinen ganz eigenen Stil hat.

In "Im Frühling" richtet sich Knausgard erzählerisch an seine Tochter. Diese ist drei Monate alt, er schiebt sie im Kinderwagen umher und philosophiert dabei, inspiriert durch die im Frühling erwachende Natur, über das Leben, seine Familie und die depressive Ehefrau.

Knausgard hat eine sehr sanfte Erzählweise. Mich persönlich haben aber seine ellenlangen Ausschweifungen irgendwann genervt und ich habe mich immer wieder dabei erwischt, dass ich die Seiten einfach nur überflogen habe, ohne wirklich zu lesen. 

Gerne würde ich eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen, was sich aber als schwierig gestaltet. Bei Knausgard scheiden sich wohl die Geister. Mich hat er nicht gepackt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

105 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

"kochen":w=2,"band 1":w=2,"neuanfang":w=2,"backen":w=2,"rückkehr":w=2,"flora":w=2,"joel":w=2,"liebe":w=1,"familie":w=1,"reihe":w=1,"schottland":w=1,"insel":w=1,"küche":w=1,"chick lit":w=1,"2018":w=1

Die kleine Sommerküche am Meer

Jenny Colgan , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492313230
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(278)

891 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 82 Rezensionen

"lin rina":w=9,"liebe":w=8,"bücher":w=8,"bibliothek":w=6,"staubchronik":w=6,"drachenmond verlag":w=4,"london":w=3,"england 19. jh":w=3,"animant crumbs staubchronik":w=3,"animantcrumb":w=3,"roman":w=2,"jugendbuch":w=2,"england":w=2,"19. jahrhundert":w=2,"bücherliebe":w=2

Animant Crumbs Staubchronik

Lin Rina
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.11.2017
ISBN 9783959913911
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

"indien":w=2,"familie":w=1,"biografie":w=1,"mutter":w=1,"familiengeschichte":w=1,"international":w=1,"rotterdam":w=1,"behindertes kind":w=1,"multikulturell":w=1,"niederländischer autor":w=1

Mama Tandoori

Ernest van der Kwast , Andreas Ecke
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442757695
Genre: Romane

Rezension:

In „Mama Tandorri“, einem autobiografisch angehauchten Roman, erzählt Ernest van der Kwast wie ist es ist, als Sohn einer multikulturellen Familie aufzuwachsen. Im Mittelpunkt des Geschehens steht seine Mutter, welche zwei verschiedene Gesichter zu haben scheint. Sie hat in der Familie das Sagen, niemand kommt gegen sie an, nicht einmal ihr eigener Ehemann.

Nach „Die Eismacher“ ist dies der zweite Roman von Ernest van der Kwast den ich gelesen habe und ich muss sagen, dieser lässt mich etwas ratlos zurück. Denn ebenso wie seine Mutter zwei sehr unterschiedliche Gesichter hat, so trifft dies auch auf den Roman zu.
Liest man einfach nur die Geschichte, ohne darüber nachzudenken, dass er hier über sein eigenes Leben schreibt, so hat van der Kwast einen sehr unterhaltsamen und humorvollen Roman geschaffen.
Doch auch wenn der Autor sagt, die Geschichte sei reine Fiktion, so kommt man doch nicht umhin sich zu fragen, wie viele der Anekdoten wohl doch der Wahrheit entsprechen und wie es sein kann, dass jemand seine eigene Familie auf solche Art und Weise an den Pranger stellt. Der Autor lässt oft kein gutes Haar an seiner Mutter und er beschreibt sein Verhältnis zu seiner Familie ja auch selbst als schwierig.

Mir wurde es deshalb an einigen Stellen einfach zu viel. Ich konnte die Distanz nicht wahren, die man zum Lesen des Romans möglicherweise braucht. Von daher gibt es von mir nur drei Sterne.

  (0)
Tags: biografie, familie, indien, international, multikulturell, mutter   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

"buchhandlung":w=5,"mailand":w=4,"liebe":w=3,"italien":w=3,"bücher":w=3,"roman":w=2,"vergangenheit":w=2,"schicksal":w=1,"trauer":w=1,"träume":w=1,"affäre":w=1,"überleben":w=1,"lesen":w=1,"enttäuschung":w=1,"freude":w=1

Die Buchhandlung der Träume

Cristina Canio , Ingrid Ickler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.05.2018
ISBN 9783442205318
Genre: Romane

Rezension:

„Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken. Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung schließt. Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt“

Soweit der Klappentext zu „Die Buchhandlung der Träume“ von Cristina di Canio. Eine Beschreibung die mich sofort angesprochen hat. Ich habe mir von diesem schmalen, knapp 200 Seiten umfassenden Buch, eine kurzweilige Sommerlektüre versprochen und wurde bitter enttäuscht.

ACHTUNG SPOILER

An die, die das Buch unbedingt noch lesen möchten sei gesagt, dass sie ab hier nun besser aufhören zu lesen, denn ich kann über dieses Buch keine Rezension schreiben, ohne zu spoilern. Schließlich möchte ich erklären, warum mir das Buch so gar nicht gefallen hat.

Erzählt wird die Geschichte von Adele. Sie ist der gute Geist der Buchhandlung und das darf man auch genauso verstehen. Denn Adele, eine Freundin von Nina, ist vor einiger Zeit gestorben und geistert nun durch den Laden. Was ich an sich als ganz schöne Idee für eine Erzählperspektive empfinde, hat mich nach wenigen Seiten bereits genervt, da die Autorin versucht, die Figur geheimnisvoll wirken zu lassen. Man erfährt nicht direkt, was mit ihr los ist, kann es sich aber bereits nach kurzer Zeit denken, weil ein wenig zu oft gesagt wird, dass sie zwar im Buchladen anwesend ist, dabei aber komplett ignoriert, überhört und übersehen wird.

Über Nina, die Besitzerin der Buchhandlung, erfährt man im Verlauf der Geschichte nicht viel. Sie hat ihren Verlobten betrogen und er sie, mit ihrer Affäre ist es auch vorbei und niemand neues ist in sich. Zwar wird sie von Adele immer als lebensfroher, freundlicher Mensch beschrieben, in den einzelnen Szenen kommt Nina allerdings sehr zickig und aggressiv rüber.
Im Gegensatz zum im Klappentext erwähnten beliebten Treffpunkt, ist Ninas Laden allerdings überwiegend leer und sie steht kurz vor dem Ruin. Erst durch einen Zeitungsartikel gelingt es ihr, Kundschaft in den Laden zu locken und das Geschäft zu beleben. Auch die Aktion, bei der ein Kunde ein Buch für den nächsten Kunden kauft, geht in der Geschichte total unter. Der erwähnte junge Musiker schneit zwar anfangs kurz in den Laden, wird aber von Nina sofort vergrault und eine Kiste voll Bücher bringt er auch nicht.

Eigentlich stimmt die Geschichte so überhaupt nicht mit dem Klappentext überein. Was viel mehr zur Haupthandlung wird ist das Leben von Adele, von dem sie immer wieder erzählt. Der Leser erfährt alles über sie. Ihre Geschichte, ihre Ängste, ihre Gefühle. Dadurch tritt aber die eigentliche Geschichte um Nina und ihre Buchhandlung, die der Leser ja eigentlich erwartet, komplett in den Hintergrund. Nur passagenweise erfährt man etwas darüber. Und dann leider oft nur kurze, sich wiederholende Einblicke: Nina am Schreibtisch, Nina die sich beherrscht um einen Kunden nicht anzuschreien, Nina die betont, dass sie Veganerin ist...

Cristina Di Canio ist selbst Besitzerin einer kleinen Buchhandlung und sie hat die Aktion „Il libro sospeso“ ins Leben gerufen. Den Gedanken, sein Lieblingsbuch an einen unbekannten späteren Kunden zu verschenken, finde ich wunderbar. Leider hat die Autorin es für mich nicht geschafft, daraus eine gute Geschichte zu basteln. Bis auf Adele bleiben alle Figuren oberflächlich und auch die Geschichte hat keinen richtigen Aufbau und somit keinen Sinn.
Die große Auflösung am Ende ist unnötig, weil der Leser ohnehin nach wenigen Seiten weiß, was los ist.

Für mich waren diese 200 Seiten leider verschwendete Lesezeit. Nicht nur die Enttäuschung darüber, dass im Klappentext etwas Anderes versprochen und dann nicht gehalten wird, sondern auch die Enttäuschung über eine Geschichte die eigentlich so viel Potenzial hat, welches aber nicht mal im Ansatz genutzt wird. Deshalb gibt es von mir für dieses Buch gerade einmal einen Stern

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

51 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

"rassismus":w=1,"amerikanische autorin":w=1,"tracy chevalier":w=1,"hogarth press projekt":w=1,"der neue":w=1

Der Neue

Tracy Chevalier , Sabine Schwenk
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.04.2018
ISBN 9783813506716
Genre: Romane

Rezension:

In der „Der Neue“ erzählt Tracy Chevalier Shakespears Tragödie „Othello“ neu. Sie versetzt die Handlung an eine amerikanische Schule der 70er Jahre. Osei ist neu an der Schule. Er kommt aus Ghana, hat dank des Berufs seines Vaters in den letzten Jahren vermehrt umziehen und sich somit immer wieder neu einleben müssen. Er weiß also, dass es wichtig ist, so schnell wie möglich neue Freunde zu finden. Gar nicht mal so einfach in einem Land, in dem bis vor kurzem noch schwarze und weiße Bürger strikt voneinander getrennt wurden. Doch schnell lernt Osei seine Klassenkameradin Dee kennen, die sich auf Anhieb in ihn verliebt und sich sehr lieb um ihn kümmert. Doch es gibt einen Mitschüler, Ian, dem die schnell aufkeimende Vertrautheit der beiden ein Dorn im Auge ist und der durch geschickte Manipulation alles daransetzt, einen Keil zwischen Osei und Dee zu treiben.
Tracy Chavaliers Neuerzählung hat mir vom Stil her sehr gut gefallen. Sie schreibt unterhaltsam und spannend. Was mir weniger gefallen hat, ist wie die Geschichte aufgebaut ist. Für mich gibt es da ein ganz großes Manko, was die Geschichte für mich sehr unglaubwürdig erscheinen lässt: nämlich die Tatsache, dass die Geschichte an einem einzigen Tag spielt und dass die Protagonisten Kinder sind. Die Kinder um die es geht, sind alle zwischen 11 und 12 Jahre alt. Sie spielen Spiele auf dem Schulhof, streiten sich, vertragen sich und konkurrieren miteinander. Die Gefühle die Osei und Dee hier aber füreinander „entwickeln“ sind meiner Meinung nach zu weit hergeholt und nicht kindgerecht. Natürlich verguckt man sich in diesem Alter schnell, aber genauso schnell ist das dann auch schon wieder vorbei. In Fall von Dee und Osei sieht das allerdings anders aus. Kommt nun der Aspekt hinzu, dass die Handlung an einem einzigen Tag spielt, nehmen die Gefühle der beiden für meinen Geschmack viel zu große und unnatürliche Ausmaße an.
Leider hat das meine Lust auf die Geschichte sehr geschmälert und ich hatte zum Ende hin kaum mehr Lust weiter zu lesen.
Dennoch bekommt der Roman von mir drei Sterne, für seine Aktualität (obwohl die Handlung bereits vor 40 Jahren spielt) und für den tollen Erzählstil der Autorin.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(80)

113 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

"kurzgeschichten":w=6,"strafe":w=4,"schuld":w=2,"moral":w=2,"gericht":w=2,"ferdinand von schirach":w=2,"mord":w=1,"sachbuch":w=1,"rache":w=1,"drogen":w=1,"buch":w=1,"einsamkeit":w=1,"verbrechen":w=1,"menschen":w=1,"baby":w=1

Strafe

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 05.03.2018
ISBN 9783630875385
Genre: Romane

Rezension:

„Strafe“ ist der neue Erzählband von Ferdinand von Schirach. Mit diesem Band liegen nun 12 neue, fesselnde Erzählungen eines grandiosen Erzählers vor.
Es geht um die 12 Schicksale verschiedener Menschen, ihren Verbrechen die sie begangen haben, oder eben auch nicht und um die Strafen die sie für ihr Handeln erhalten haben.
Schirach erzählt wie immer sachlich, klar und präzise, aber immer so fesselnd, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Er ist dafür bekannt, in seinen Geschichten niemals eine wertende Rolle einzunehmen und auch hier schafft er es wieder, auf genau diese Art und Weise den Leser zum Nachdenken anzuregen. Was mir an von Schirachs Geschichten immer besonders gefällt, ist die meist unerwartete Wendung am Ende einer Erzählung, welche durch seine sachliche Erzählweise immer besonders intensiv auf den Leser einwirkt.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

bretagne, einöde, einsamkeit, familie, frankreich, geheimnisse, geschichte, gier, insel, kindheit, krimi, liebe, meer, roman, vergangenheit

Das Gedächtnis der Insel

Christian Buder
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675910
Genre: Romane

Rezension:

Der Pariser Archäologe Yann kehrt nach 30 Jahren auf seine kleine Heimatinsel in der Bretagne zurück. Eigentlich wollte er die Insel nie mehr betreten, denn zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an seine hier verbrachte Kindheit: seine Mutter Abigail kam bei einem Sturm auf dem Meer ums Leben und zu seiner Stiefmutter, die schon bald nach Abigails Tod zu seinem Vater und ihm ins Haus zieht, hat er ein schlechtes Verhältnis. Sobald er volljährig ist, verlässt er die Insel und geht seinen eigenen Weg. Doch nun wurde die Leiche seines Vaters im Hafen der Insel gefunden und Yann macht sich zur Beerdigung auf. Doch kaum auf der Insel angekommen, wird er mit seiner Vergangenheit eingeholt und genau wie damals nach dem Verschwinden seiner Mutter, kommen Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Und dann ist da ja auch noch seine erste Liebe und ein heraufziehender Jahrhundertsturm...

„Das Gedächtnis der Insel“ - ein Roman, der mich ratlos zurücklässt. Ein Krimi? Eine Familiengeschichte? Eine Mischung aus beidem? Ich weiß es nicht. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Buder schafft es auf klare und ansprechende Weise ein atmosphärisches Bild der kleinen bretonischen Insel zu schaffen. Auch der Spannungsaufbau ist gut gestaltet. Leider blieb dies nur am Anfang so. Die Figuren die der Autor zeichnet bleiben für mich unnahbar und flach. Man erfährt zwar teilweise etwas über Yanns Gefühlswelt, aber so richtig verstanden, wieso der denn nun von allem distanziert und eigenbrötlerisch lebt, habe ich nicht. Auch die übrigen Figuren im Buch werden mir nicht klar genug dargestellt. Vielleicht legt es daran, dass mir nicht wirklich klar ist, was der Autor mit seinem Roman aussagen will. Die Idee für die Geschichte finde ich sehr gelungen, aber man hätte an vielen Stellen einfach viel mehr in die Tiefe gehen müssen. Die ganze Handlung über tobt ein Sturm über der Insel, der zum Schluss in einer alles vernichtenden Flutwelle endet. Beim Lesen vergisst man das allerdings irgendwie schnell. Auch wenn er zwischendurch immer mal wieder kurz angesprochen wird.
Am Anfang der Geschichte rechnet man als Leser damit, dass es im Roman um die Aufklärung des Todes des Vaters geht. Aber irgendwie driftet das Ganze ganz schnell ab und es geht eher um das Verschwinden der Mutter vor mehreren Jahrzehnten. Und die Auflösung zu dieser Geschichte lässt irgendwie zu wünschen übrig.
Wie ich bereits zu Anfang sagte, bin ich ratlos, was diesen Roman betrifft. Als Krimi ist er einfach wahnsinnig vorhersehbar, als Liebes- oder Familiengeschichte ist es zu flach. Und als Naturroman geht er eben auch nicht durch, dazu rückt der Sturm und seine Begebenheiten zu sehr in den Hintergrund.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht. Das Tempo das der Autor hier vorgibt, entspricht sicherlich dem des herannahendem Sturms, es nimmt der Tiefe der Geschichte aber leider viel zu viel.

  (2)
Tags: bretagne, einöde, frankreich, geschichte, insel, krimi, meer, sturm   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(50)

114 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

"liebe":w=6,"new york":w=6,"jill santopolo":w=5,"verlust":w=2,"beziehung":w=2,"träume":w=2,"fotograf":w=2,"was bleibt sind wir":w=2,"manhatten. 09/11":w=2,"roman":w=1,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"usa":w=1,"vergangenheit":w=1,"leben":w=1

Was bleibt, sind wir

Jill Santopolo , Carola Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453422155
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der 11. September 2001: während New York im Chaos versinkt, lernen sich Lucy und Gabe am College kennen. Doch es bleibt bei einem einzigen gemeinsamen Abend, denn Gabe ist vergeben.
Jahre später begegnen sie sich an Lucys Geburtstags wieder. Sie wollen sich nie wieder trennen, doch manchmal hat das Leben andere Pläne…

Die Geschichte um Gabe und Lucy lässt mich etwas ratlos zurück. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe das Buch nach ca 100 Seiten abgebrochen. Warum?
Die Geschichte der beiden hat mich eigentlich von Anfang an gefesselt. Auch wenn die Autorin bereits am Anfang, als sich die beiden Treffen mit einigen Klischees spielt, wollte ich doch wissen, wie es nach Ihrem Kennenlernen mit Lucy und Gabe weiter geht.
Dass es in dem Roman einmal darum geht, dass eben nicht von Anfang an Friede Freude Eierkuchen herrscht, beide Protagonisten für ihre Träume einstehen und diese auch wahr machen wollen, empfand ich als angenehme Abwechslung.

Womit ich allerdings überhaupt nicht klar kam, war der Schreibstil der Autorin. Da ich das Buch nicht im Original kenne, weiß ich nicht, ob es nicht vielleicht an der Übersetzung liegt, aber ich war nicht in der Lage, das Buch flüssig zu lesen.
Dass der Roman aus Lucys Sicht erzählt wird, war dabei gar nicht das Problem. Eher das sich ständig wiederholende „Du“, also die Tatsache, dass Lucy nicht dem Leser von Gabe erzählt, sondern, dass das erzählte an ihn gerichtet ist. Irgendwann hatte ich das Gefühl, in jedem Satz nur noch „Du“ zu lesen und das ging mir gehörig auf die Nerven.

Vielleicht tue ich dem Buch Unrecht damit, aber für mich muss ein solcher Roman flüssig zu lesen sein und das war es in diesem Fall leider nicht. Möglich, dass ich „Was bleibt sind wir“ irgendwann noch mal eine Chance gebe, ersteinmal habe ich es jedoch zur Seite gelegt.
Dennoch vergebe ich drei Sterne, weil mich die Geschichte eigentlich sehr angesprochen hat.

  (2)
Tags: beziehung, college, liebe, new york, tagebuch, träume   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

77 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

"seele":w=6,"sachbuch":w=4,"psyche":w=3,"psychologie":w=2,"medizin":w=2,"trauma":w=2,"vergangenheit":w=1,"hoffnung":w=1,"ratgeber":w=1,"krankheit":w=1,"probleme":w=1,"gesundheit":w=1,"forschung":w=1,"heilung":w=1,"depressionen":w=1

Das geheime Leben der Seele

Sabine Wery von Limont
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 12.03.2018
ISBN 9783442393299
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mit „Das geheime Leben der Seele“ hat die Verhaltenstherapeutin Sabine Wery von Limont ein verständliches und unterhaltsames Buch über unser tiefstes Inneres geschrieben.
Der Aufbau des Buches hat mir sehr gefallen. Die Autorin schafft es, oft sehr medizinische Fakten ansprechend und vor allem sehr verständlich an den Leser zu bringen.
Man kann das Buch im Ganzen lesen, ich habe mir jedoch immer wieder einzelne Kapitel, die mich besonders angesprochen haben, heraus gepickt.
Ich finde es wahnsinnig interessant zu lesen, welchen Einfluss die Seele auf den Körper hat und bin mir nach der Leküre des Buches noch sicherer, dass wir dieses unsichtbare Organ genauso schützen sollten, wie den Rest unseres Körpers auch.
Was ich ebenfalls gut finde: Das Buch sensibilisiert den Leser für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es für viele Menschen nicht nachvollziehbar ist, warum Menschen mit einer psychischen Erkrankung handeln wie sie handeln. Im Buch kann man gut „hinter die Kulissen“ schauen und entwickelt so vllt ein wenig mehr Verständnis.
Einige Kapitel im Buch habe ich übersprungen, weil sie mich schlichtweg nicht interessiert haben.
Alles in allem halte ich „Das geheime Leben der Seele“ aber für ein gelungenes und aufklärendes Sachbuch.

  (1)
Tags: medizin, psyche, ratgeber, sachbuch, seele   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(198)

371 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

"zeit":w=13,"matt haig":w=11,"roman":w=10,"liebe":w=8,"vergangenheit":w=5,"leben":w=5,"zeitreise":w=5,"wie man die zeit anhält":w=5,"geschichte":w=3,"london":w=3,"suche":w=3,"dtv":w=3,"dtv-verlag":w=3,"langes leben":w=3,"zeitreisen":w=2

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Tom Hazard ist 40 Jahre alt und Geschichtslehrer an einer Londoner Schule. Niemand lehrt dieses Fach so lebendig wie er. Und das hat einen guten Grund: Er hat das was er lehrt, selber miterlebt. Denn Tom leidet an einem Gendefekt, der ihn wahnsinnig langsam altern lässt und eigentlich ist er keine 40 Jahre alt, sondern bereits 439. Er wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich geboren und flüchtete zusammen mit seiner Mutter nach England. Weil der junge Tom ab seinem 13. Lebensjahr sich nur sehr langsam körperlich weiterentwickelt, wird seine Mutter der Hexerei bezichtigt und ertränkt. Tom flieht nach London, verdient sein Geld mit dem Spielen der Laute und lernt Rose kennen, seine erste und einzige große Liebe, mit der er auch eine Tochter bekommt. Doch Toms „Krankheit“ führt schon bald wieder zu Problemen und er verlässt die Familie. Ab da beginnt sein Leben als Einsiedler. Doch irgendwann erfährt er, dass er mit seinem Leiden nicht alleine ist und schließt sich der „Gemeinschaft der Albatrosse“ an. Und deren erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben oder eine andere Beziehung zu Menschen eingehen...

„[...] jede Wahrheit, die die Menschen nicht zu glauben bereit sind, klingt erstmal wie Sciencefiction [...] Stammzellen, Klimawandel, Wasser auf dem Mars. Alles ist Sciencefiction, bis wir es mit eigenen Augen sehen“

Matt Haigs neuer Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte in der Gegenwart, Haig springt aber auch immer wieder in die Vergangenheit, so dass der Leser etwas über Toms Geschichte erfährt. Und in 400 Jahren passiert so einiges. Tom berichtet, wie er Laute im Globe Theatre für Shakespeare spielte, mit Kapitän Cook auf Entdeckungsreise geht und in den 1920er Jahren für Fitzgerald und Josephine Baker Klavier spielte. Haig zeichnet ein beeindruckend tiefes Bild seines Protagonisten.
Was ich an den Geschichten des Autors sehr schätze, ist seine klare und einfache, aber dennoch eindrucksvoll poetische Sprache. Durch seine Erzählweise kann man sich sehr gut in seine Figuren hineinversetzen. Die Geschichte um Tom Hazard ist wahnsinnig melancholisch, aber auch wahnsinnig lebensbejahend. Denn sein Leben lang ist Tom auf der Flucht, hält sich versteckt, um nicht als Versuchsobjekt in die Hände von Wissenschaftlern zu fallen. Aber er lebt. Weil er es versprochen hat. Seiner Frau und seiner Tochter.

„Das ist das Wesen der Zukunft. Wir kennen sie nicht. Irgendwann müssen wir uns damit abfinden. Wir müssen aufhören, nach vorn blättern zu wollen, und uns stattdessen auf die Seite konzentrieren, auf der wir gerade sind.“

Liest man den Klappentext, so erwartet man eine Liebesgeschichte. Und das ist es auch in gewisser Weise. Aber nicht im klassischen Sinne. Matt Haig erzählt eine Geschichte über die Liebe am Leben. Und zwar über das Leben im Hier und Jetzt. Viele Jahre lang lebt sein Protagonist gedanklich in der Vergangenheit mit Angst vor der Zukunft. Dadurch wird ihm ein großes Stück Lebensqualität genommen. Durch die ständigen Sprünge in Toms Vergangenheit, die natürlich fiktiv sind, aber dennoch auf wahren Begebenheiten beruhen, macht Haig außerdem deutlich, dass Geschichte sich immer wieder wiederholt. Dass wir zwar glauben, aus der Vergangenheit zu lernen, dies aber absolut nicht der Fall ist.

Mich hat „Wie man die Zeit anhält“ beeindruckt, unterhalten, zum Lachen gebracht und zum Nachdenken angeregt. Das sind Dinge, die für mich einen guten Roman ausmachen. War ich anfangs mit den vielen Rückblenden ein wenig überfordert, so ergaben sie im Verlauf des Romans immer mehr Sinn und in Kombination mit den Kapiteln in der Gegenwart zum Schluss ein rundes harmonisches Ganzes.

Ich lege euch diesen Roman wirklich ans Herz. Durch den leichten Schreibstil ist es bestens geeignet für einen schönen Sommerabend. 

  (2)
Tags: geschichte, leben, vergangenheit, zeit   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

"liebe":w=1,"roman":w=1,"familie":w=1,"trauer":w=1,"verlust":w=1,"krankheit":w=1,"betrug":w=1,"hochzeit":w=1,"krankenhaus":w=1,"krebs":w=1,"verlobung":w=1,"dreiecksbeziehung":w=1,"grossmutter":w=1,"chemotherapie":w=1,"verlustangst":w=1

Das Geräusch der Dinge, die beginnen

Evita Greco , Christiane Landgrebe
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 16.08.2017
ISBN 9783851793642
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

30 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"sachbuch":w=1,"ratgeber":w=1,"wissenschaft":w=1,"gesundheit":w=1,"blog":w=1,"schlaf":w=1

Ab ins Bett!

Katharina Kunzmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442159352
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Ab ins Bett! Eine traumhafte Reise in die Welt des Schlafes“ konnte mich von Anfang an begeistern. Wenn wir ehrlich sind, ist das Thema Schlaf ja kein neues Thema. Fast täglich liest man irgendwo einen Artikel, oder sieht einen Bericht im TV darüber, was gesunden Schlaf ausmacht, wie viel und wie lange wir schlafen sollten und und und.
Katharina Kunzmann hat das alles in ein Buch gepackt und das auf eine unheimlich lockere und sehr humorvolle Art und Weise.

„Schlaf ist der neue Schwanzvergleich […] wir prahlen nicht mehr damit, wer den Längsten hat, sondern geben damit an, dass wir möglichst wenig Zeit mit Schlafen verplempern“

Logisch unterteilt in die drei Kapitel Einschlafen, Schlafen und Aufwachen erfahren wir zu jedem Punkt wichtige, spannende und mitunter auch sehr lustige Fakten über den Teil unseres Lebens mit dem wir einen Großteil unseres Daseins verbringen: den Schlaf.

Welcher Schlaftyp sind wir? Was beeinflusst unseren Schlaf? Was passiert währenddessen in unserem Körper? Wie können wir besser einschlafen? Was haben Pflanzen mit einer Party im Schlafzimmer, und was hat ein Orgasmus fürs Gehirn mit dem Einschlafen zu tun?

„Wenn Schlaf ein komplett inaktiver und somit sinnloser Zustand wäre, hätte die Natur ihn längst abgeschafft – bescheuert ist sie nicht […] und während wir von Natur, von Nachhaltigkeit und Achtsamkeit sprechen, strafen wir den Schlaf permanent ab. Wer ist hier der Bescheuerte?“

Mal davon abgesehen, dass das ganze Buch unheimlich locker daherkommt, werden die einzelnen Kapitel durch kurze Interviews zum Thema Schlafen noch unterstrichen. So finden wir zB. Gespräche mit dem „Drei ???“ Sprecher Jens Wawrczeck, dem blinden Blogger Heiko Kunert und dem Klarträumer Simon Rausch.

Ich bin ehrlich erstaunt darüber, wie viele interessante Dinge ich bei der Lektüre von „Ab ins Bett“ entdecken konnte. Einige Themen, wie zum Beispiel den Abschnitt über die Klarträume oder das Thema ASMR, werde ich für mich noch genauer hinterfragen um mich genauer damit auseinanderzusetzen. Dabei hilft zu Anfang das Quellenverzeichnis, welches man am Ende des Buches findet.

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Sachbüchern. Katharina Kunzmann hat es mit ihrem Buch aber geschafft, mir nicht nur neue Erkenntnisse über den Schlaf, und allem was dazu gehört, zu vermitteln, sondern sie hat mich dabei auch unheimlich gut unterhalten. Selbst wissenschaftliche Studien, die ja leider oft sehr trocken in Büchern erläutert werden, bringt die Autorin verständlich und humorvoll an den Leser.

Ich empfehle dieses Buch ausnahmslos jedem von euch. Und falls ihr euch nicht sicher seid, ob euch das Thema wirklich interessiert: schlaft doch noch mal ne Nacht drüber.

  (1)
Tags: blog, gesundheit, ratgeber, sachbuch, schlaf, wissenschaft   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"england":w=1,"macht":w=1,"königin":w=1,"mary":w=1,"tudor":w=1,"tudor-england":w=1

Im Schatten der Königin

Elizabeth Fremantle , Sabine Herting
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 11.12.2017
ISBN 9783328101888
Genre: Romane

Rezension:

Nach „Das Spiel der Königin“ liegt mit „Im Schatten der Königin“ der zweite Band der Tudor Reihe von
Elizabeth Fremantle vor.
Im Jahr 1554 stirbt König Edward VI. überraschend. Um Mary als Königin zu verhindern, ändert er aber vor seinem Tod die Erbfolge und bestimmt die erst sechszehnjährige Jane Grey zur Königin. Doch bereits nach wenigen Tagen schafft es Mary, Janes Regentschaft zu beenden und sie enthaupten zu lassen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte, erfährt der Leser, was aus den beiden Schwestern der toten Jane wurde und wie zuerst Mary und schließlich Elizabeth I. den englischen Thron besteigen.

Die Geschichte der Tudors gehört für mich zu den spannendsten Themen unserer Geschichte überhaupt.
Begeistert habe ich „Das Spiel der Königin“ gelesen und habe mich auch in diesem nun neuen Band gut in die Geschichte eingefunden. Da es doch sehr verwirrend werden kann, wenn man sich nicht mit der Geschichte der Tudors auskennt, ist es sehr hilfreich, dass es zu Beginn des Buches einen Stammbaum der Familie gibt.
Die Ich Perspektive aus der in diesem Roman erzählt wird, lässt einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen, man kann sich gut in die jeweilige Person hinein versetzen und es fühlt sich oft an, als wäre man tatsächlich dabei gewesen.

Meiner Meinung nach schafft es die Autorin auf sehr gute Art und Weise, Fiktion und historische Fakten miteinander zu verknüpfen.
Für Fans von englischer Geschichte, der Geschichte der Tudors in Besonderem und natürlich für Fans von
historischen Romanen, ist diese Geschichte wirklich sehr zu empfehlen.

  (1)
Tags: england, königin, macht, mary, tudor   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Am Ende saß ich in einem Papierflieger und du warst der Wind

Tim Berg , Winfried Berg
Fester Einband
Erschienen bei Pro Business digital, 24.08.2017
ISBN 9783864607417
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(202)

369 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 133 Rezensionen

"indien":w=15,"frauen":w=11,"schicksal":w=7,"italien":w=7,"kanada":w=6,"mut":w=4,"krebs":w=4,"familie":w=3,"leben":w=3,"freiheit":w=3,"schicksale":w=3,"starke frauen":w=3,"sizilien":w=3,"haare":w=3,"zopf":w=3

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

In ihrem ersten Roman erzählt Laetitia Colombani in je drei eigenständigen Geschichten vom Leben dreier Frauen und verknüpft diese am Schluss gekonnt miteinander.
Wir tauchen ab in das Leben der Inderin Smita, welche als „Unberührbare“ mit Ehemann und Tochter in einem kleinen indischen Dorf lebt, lernen Giulia kennen, die Tochter eines stolzen Sizilianers, die versucht die Manufaktur ihres Vaters, und somit die Familientradition zu retten, und zu guter Letzt die ehrgeizige kanadische Anwältin.
Alle drei Frauen haben eins gemeinsam: sie setzen alles daran, ihre Träume zu verwirklichen.
Schonungslos, aber doch wunderschön und berührend, erzählt die Autorin die Geschichten drei so unterschiedlicher Frauen. Anfangs tat ich mich ein wenig schwer, in den Roman abzutauchen. Nachdem ich jede der drei Protagonistinnen kennen gelernt hatte, entwickelte sich schnell eine Sympathie, vor allem für die Inderin Smita. Ihre Geschichte, der Wille ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen, hat mich am meisten berührt. Die erfolgreiche Sarah war mir etwas unsympathisch. Sie war mir zu unnahbar, zu sehr auf ihre Karriere fixiert. Giulia erschien mir manchmal, trotz ihrer zwanzig Jahre, zu naiv. Aber im Laufe der Geschichte änderte ich meine Meinung. Alle drei Frauen sind auf ihre eigene Weise ganz wunderbare und vor allem starke Charaktere.
Besonders gefallen hat mir der Prolog, welcher im Buch immer mal wieder fortgesetzt wird und letztendlich im Epilog endet. Durch diese Art der Einführung und der Weiterführung im Text, werden die Geschichten der Frauen zu einer gemeinsamen zusammengeflochten.
„Der Zopf“ besticht in erster Linie durch eine wunderschöne und emotionale Geschichte. Die Autorin schreibt einfach aber dennoch sehr bildhaft. Mancher Leser wird vielleicht tiefgründige Gedankengänge vermissen. Mir hat der Roman sehr gefallen. Er ist kurzweilig und hat mich dennoch sehr berührt

  (1)
Tags: familie, frauen, indien, italien, kanada, leben, religion, schicksal, tradition, ungleichheit   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

135 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

"frauen":w=4,"macht":w=3,"gabe":w=3,"elektrizität":w=3,"krieg":w=2,"science fiction":w=2,"dystopie":w=2,"feminismus":w=2,"die gabe":w=2,"roman":w=1,"gewalt":w=1,"hass":w=1,"zukunft":w=1,"missbrauch":w=1,"männer":w=1

Die Gabe

Naomi Alderman , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453319110
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Von einem Tag auf den anderen finden Frauen auf der ganzen Welt heraus, dass sie eine Gabe in sich tragen, mit deren Hilfe sie durch bloße Berührung anderen Menschen Schmerzen zufügen, ja sogar töten können.
Plötzlich sind die Männer das schwache Geschlecht, werden bedroht, verfolgt und sogar vergewaltig. Von nun an regieren Frauen diese Welt. Ob sie dadurch eine bessere Welt ist?

Mit ihrem überall hoch gelobten Roman „Die Gabe“, hat Naomi eine Welt geschaffen, die das genaue Gegenteil von unserer tatsächlichen Welt ist. Nicht die Männer sind an der Macht, sondern die Frauen. Mich konnte die Autorin mit ihrer Geschichte nicht überzeugen. Dabei finde ich die Handlung im Ansatz gar nicht mal schlecht. Die Umsetzung jedoch war mir zu klischeebehaftet und teilweise verwirrend.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven, an verschiedenen Orten erzählt. Dieser Handlung zu folgen fiel mir teilweise sehr schwer. Auch der gefühllose, sehr sachliche Ton der Autorin trug nicht zu meinem Lesevergnügen bei, so dass ich das Buch schon nach der Hälfte abgebrochen habe. Die Charaktere bleiben zu flach und die Handlung zieht sich wie Kaugummi.

Zum Thema ‚feministische Dystopie’ möchte ich hier kurz anmerken, dass ich finde, dass die Autorin es sich ein wenig leicht macht, indem sie einfach das heutige Gesellschaftsbild, in dem nach wie vor Männer mehr Macht als Frauen haben, umdreht. Der Plan, mit dieser Geschichte Kritik an der heutigen Gesellschaft zu üben, geht nicht glatt auf, da ein bloßes Vertauschen der Rollen zu einem gleichen Ergebnis führt: Machtmissbrauch und Diskriminierung.

  (1)
Tags: dystopie, elektrizität, feminismus, frauen, gabe, machtmissbrauch, missbrauch   (7)
 
71 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.