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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Mama Tandoori

Ernest van der Kwast , Andreas Ecke
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442757695
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Buchhandlung der Träume

Cristina Canio , Ingrid Ickler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.05.2018
ISBN 9783442205318
Genre: Romane

Rezension:

„Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken. Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung schließt. Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt“

Soweit der Klappentext zu „Die Buchhandlung der Träume“ von Cristina di Canio. Eine Beschreibung die mich sofort angesprochen hat. Ich habe mir von diesem schmalen, knapp 200 Seiten umfassenden Buch, eine kurzweilige Sommerlektüre versprochen und wurde bitter enttäuscht.

ACHTUNG SPOILER

An die, die das Buch unbedingt noch lesen möchten sei gesagt, dass sie ab hier nun besser aufhören zu lesen, denn ich kann über dieses Buch keine Rezension schreiben, ohne zu spoilern. Schließlich möchte ich erklären, warum mir das Buch so gar nicht gefallen hat.

Erzählt wird die Geschichte von Adele. Sie ist der gute Geist der Buchhandlung und das darf man auch genauso verstehen. Denn Adele, eine Freundin von Nina, ist vor einiger Zeit gestorben und geistert nun durch den Laden. Was ich an sich als ganz schöne Idee für eine Erzählperspektive empfinde, hat mich nach wenigen Seiten bereits genervt, da die Autorin versucht, die Figur geheimnisvoll wirken zu lassen. Man erfährt nicht direkt, was mit ihr los ist, kann es sich aber bereits nach kurzer Zeit denken, weil ein wenig zu oft gesagt wird, dass sie zwar im Buchladen anwesend ist, dabei aber komplett ignoriert, überhört und übersehen wird.

Über Nina, die Besitzerin der Buchhandlung, erfährt man im Verlauf der Geschichte nicht viel. Sie hat ihren Verlobten betrogen und er sie, mit ihrer Affäre ist es auch vorbei und niemand neues ist in sich. Zwar wird sie von Adele immer als lebensfroher, freundlicher Mensch beschrieben, in den einzelnen Szenen kommt Nina allerdings sehr zickig und aggressiv rüber.
Im Gegensatz zum im Klappentext erwähnten beliebten Treffpunkt, ist Ninas Laden allerdings überwiegend leer und sie steht kurz vor dem Ruin. Erst durch einen Zeitungsartikel gelingt es ihr, Kundschaft in den Laden zu locken und das Geschäft zu beleben. Auch die Aktion, bei der ein Kunde ein Buch für den nächsten Kunden kauft, geht in der Geschichte total unter. Der erwähnte junge Musiker schneit zwar anfangs kurz in den Laden, wird aber von Nina sofort vergrault und eine Kiste voll Bücher bringt er auch nicht.

Eigentlich stimmt die Geschichte so überhaupt nicht mit dem Klappentext überein. Was viel mehr zur Haupthandlung wird ist das Leben von Adele, von dem sie immer wieder erzählt. Der Leser erfährt alles über sie. Ihre Geschichte, ihre Ängste, ihre Gefühle. Dadurch tritt aber die eigentliche Geschichte um Nina und ihre Buchhandlung, die der Leser ja eigentlich erwartet, komplett in den Hintergrund. Nur passagenweise erfährt man etwas darüber. Und dann leider oft nur kurze, sich wiederholende Einblicke: Nina am Schreibtisch, Nina die sich beherrscht um einen Kunden nicht anzuschreien, Nina die betont, dass sie Veganerin ist...

Cristina Di Canio ist selbst Besitzerin einer kleinen Buchhandlung und sie hat die Aktion „Il libro sospeso“ ins Leben gerufen. Den Gedanken, sein Lieblingsbuch an einen unbekannten späteren Kunden zu verschenken, finde ich wunderbar. Leider hat die Autorin es für mich nicht geschafft, daraus eine gute Geschichte zu basteln. Bis auf Adele bleiben alle Figuren oberflächlich und auch die Geschichte hat keinen richtigen Aufbau und somit keinen Sinn.
Die große Auflösung am Ende ist unnötig, weil der Leser ohnehin nach wenigen Seiten weiß, was los ist.

Für mich waren diese 200 Seiten leider verschwendete Lesezeit. Nicht nur die Enttäuschung darüber, dass im Klappentext etwas Anderes versprochen und dann nicht gehalten wird, sondern auch die Enttäuschung über eine Geschichte die eigentlich so viel Potenzial hat, welches aber nicht mal im Ansatz genutzt wird. Deshalb gibt es von mir für dieses Buch gerade einmal einen Stern

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30 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

Der Neue

Tracy Chevalier , Sabine Schwenk
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.04.2018
ISBN 9783813506716
Genre: Romane

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kurzgeschichten, strafe, ferdinand von schirach, fesselnd, justiz

Strafe

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 05.03.2018
ISBN 9783630875385
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

insel, bretagne, meer, krimi, roman

Das Gedächtnis der Insel

Christian Buder
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675910
Genre: Romane

Rezension:

Der Pariser Archäologe Yann kehrt nach 30 Jahren auf seine kleine Heimatinsel in der Bretagne zurück. Eigentlich wollte er die Insel nie mehr betreten, denn zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an seine hier verbrachte Kindheit: seine Mutter Abigail kam bei einem Sturm auf dem Meer ums Leben und zu seiner Stiefmutter, die schon bald nach Abigails Tod zu seinem Vater und ihm ins Haus zieht, hat er ein schlechtes Verhältnis. Sobald er volljährig ist, verlässt er die Insel und geht seinen eigenen Weg. Doch nun wurde die Leiche seines Vaters im Hafen der Insel gefunden und Yann macht sich zur Beerdigung auf. Doch kaum auf der Insel angekommen, wird er mit seiner Vergangenheit eingeholt und genau wie damals nach dem Verschwinden seiner Mutter, kommen Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Und dann ist da ja auch noch seine erste Liebe und ein heraufziehender Jahrhundertsturm...

„Das Gedächtnis der Insel“ - ein Roman, der mich ratlos zurücklässt. Ein Krimi? Eine Familiengeschichte? Eine Mischung aus beidem? Ich weiß es nicht. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Buder schafft es auf klare und ansprechende Weise ein atmosphärisches Bild der kleinen bretonischen Insel zu schaffen. Auch der Spannungsaufbau ist gut gestaltet. Leider blieb dies nur am Anfang so. Die Figuren die der Autor zeichnet bleiben für mich unnahbar und flach. Man erfährt zwar teilweise etwas über Yanns Gefühlswelt, aber so richtig verstanden, wieso der denn nun von allem distanziert und eigenbrötlerisch lebt, habe ich nicht. Auch die übrigen Figuren im Buch werden mir nicht klar genug dargestellt. Vielleicht legt es daran, dass mir nicht wirklich klar ist, was der Autor mit seinem Roman aussagen will. Die Idee für die Geschichte finde ich sehr gelungen, aber man hätte an vielen Stellen einfach viel mehr in die Tiefe gehen müssen. Die ganze Handlung über tobt ein Sturm über der Insel, der zum Schluss in einer alles vernichtenden Flutwelle endet. Beim Lesen vergisst man das allerdings irgendwie schnell. Auch wenn er zwischendurch immer mal wieder kurz angesprochen wird.
Am Anfang der Geschichte rechnet man als Leser damit, dass es im Roman um die Aufklärung des Todes des Vaters geht. Aber irgendwie driftet das Ganze ganz schnell ab und es geht eher um das Verschwinden der Mutter vor mehreren Jahrzehnten. Und die Auflösung zu dieser Geschichte lässt irgendwie zu wünschen übrig.
Wie ich bereits zu Anfang sagte, bin ich ratlos, was diesen Roman betrifft. Als Krimi ist er einfach wahnsinnig vorhersehbar, als Liebes- oder Familiengeschichte ist es zu flach. Und als Naturroman geht er eben auch nicht durch, dazu rückt der Sturm und seine Begebenheiten zu sehr in den Hintergrund.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht. Das Tempo das der Autor hier vorgibt, entspricht sicherlich dem des herannahendem Sturms, es nimmt der Tiefe der Geschichte aber leider viel zu viel.

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Tags: bretagne, einöde, frankreich, geschichte, insel, krimi, meer, sturm   (8)
 

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, new york, jill santopolo, beziehung, träume

Was bleibt, sind wir

Jill Santopolo , Carola Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453422155
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der 11. September 2001: während New York im Chaos versinkt, lernen sich Lucy und Gabe am College kennen. Doch es bleibt bei einem einzigen gemeinsamen Abend, denn Gabe ist vergeben.
Jahre später begegnen sie sich an Lucys Geburtstags wieder. Sie wollen sich nie wieder trennen, doch manchmal hat das Leben andere Pläne…

Die Geschichte um Gabe und Lucy lässt mich etwas ratlos zurück. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe das Buch nach ca 100 Seiten abgebrochen. Warum?
Die Geschichte der beiden hat mich eigentlich von Anfang an gefesselt. Auch wenn die Autorin bereits am Anfang, als sich die beiden Treffen mit einigen Klischees spielt, wollte ich doch wissen, wie es nach Ihrem Kennenlernen mit Lucy und Gabe weiter geht.
Dass es in dem Roman einmal darum geht, dass eben nicht von Anfang an Friede Freude Eierkuchen herrscht, beide Protagonisten für ihre Träume einstehen und diese auch wahr machen wollen, empfand ich als angenehme Abwechslung.

Womit ich allerdings überhaupt nicht klar kam, war der Schreibstil der Autorin. Da ich das Buch nicht im Original kenne, weiß ich nicht, ob es nicht vielleicht an der Übersetzung liegt, aber ich war nicht in der Lage, das Buch flüssig zu lesen.
Dass der Roman aus Lucys Sicht erzählt wird, war dabei gar nicht das Problem. Eher das sich ständig wiederholende „Du“, also die Tatsache, dass Lucy nicht dem Leser von Gabe erzählt, sondern, dass das erzählte an ihn gerichtet ist. Irgendwann hatte ich das Gefühl, in jedem Satz nur noch „Du“ zu lesen und das ging mir gehörig auf die Nerven.

Vielleicht tue ich dem Buch Unrecht damit, aber für mich muss ein solcher Roman flüssig zu lesen sein und das war es in diesem Fall leider nicht. Möglich, dass ich „Was bleibt sind wir“ irgendwann noch mal eine Chance gebe, ersteinmal habe ich es jedoch zur Seite gelegt.
Dennoch vergebe ich drei Sterne, weil mich die Geschichte eigentlich sehr angesprochen hat.

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Tags: beziehung, college, liebe, new york, tagebuch, träume   (6)
 

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

seele, sachbuch, psyche, trauma, debüt 2018

Das geheime Leben der Seele

Sabine Wery von Limont
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 12.03.2018
ISBN 9783442393299
Genre: Sachbücher

Rezension:

Mit „Das geheime Leben der Seele“ hat die Verhaltenstherapeutin Sabine Wery von Limont ein verständliches und unterhaltsames Buch über unser tiefstes Inneres geschrieben.
Der Aufbau des Buches hat mir sehr gefallen. Die Autorin schafft es, oft sehr medizinische Fakten ansprechend und vor allem sehr verständlich an den Leser zu bringen.
Man kann das Buch im Ganzen lesen, ich habe mir jedoch immer wieder einzelne Kapitel, die mich besonders angesprochen haben, heraus gepickt.
Ich finde es wahnsinnig interessant zu lesen, welchen Einfluss die Seele auf den Körper hat und bin mir nach der Leküre des Buches noch sicherer, dass wir dieses unsichtbare Organ genauso schützen sollten, wie den Rest unseres Körpers auch.
Was ich ebenfalls gut finde: Das Buch sensibilisiert den Leser für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es für viele Menschen nicht nachvollziehbar ist, warum Menschen mit einer psychischen Erkrankung handeln wie sie handeln. Im Buch kann man gut „hinter die Kulissen“ schauen und entwickelt so vllt ein wenig mehr Verständnis.
Einige Kapitel im Buch habe ich übersprungen, weil sie mich schlichtweg nicht interessiert haben.
Alles in allem halte ich „Das geheime Leben der Seele“ aber für ein gelungenes und aufklärendes Sachbuch.

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Tags: medizin, psyche, ratgeber, sachbuch, seele   (5)
 

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234 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

zeit, matt haig, liebe, roman, leben

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Tom Hazard ist 40 Jahre alt und Geschichtslehrer an einer Londoner Schule. Niemand lehrt dieses Fach so lebendig wie er. Und das hat einen guten Grund: Er hat das was er lehrt, selber miterlebt. Denn Tom leidet an einem Gendefekt, der ihn wahnsinnig langsam altern lässt und eigentlich ist er keine 40 Jahre alt, sondern bereits 439. Er wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich geboren und flüchtete zusammen mit seiner Mutter nach England. Weil der junge Tom ab seinem 13. Lebensjahr sich nur sehr langsam körperlich weiterentwickelt, wird seine Mutter der Hexerei bezichtigt und ertränkt. Tom flieht nach London, verdient sein Geld mit dem Spielen der Laute und lernt Rose kennen, seine erste und einzige große Liebe, mit der er auch eine Tochter bekommt. Doch Toms „Krankheit“ führt schon bald wieder zu Problemen und er verlässt die Familie. Ab da beginnt sein Leben als Einsiedler. Doch irgendwann erfährt er, dass er mit seinem Leiden nicht alleine ist und schließt sich der „Gemeinschaft der Albatrosse“ an. Und deren erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben oder eine andere Beziehung zu Menschen eingehen...

„[...] jede Wahrheit, die die Menschen nicht zu glauben bereit sind, klingt erstmal wie Sciencefiction [...] Stammzellen, Klimawandel, Wasser auf dem Mars. Alles ist Sciencefiction, bis wir es mit eigenen Augen sehen“

Matt Haigs neuer Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte in der Gegenwart, Haig springt aber auch immer wieder in die Vergangenheit, so dass der Leser etwas über Toms Geschichte erfährt. Und in 400 Jahren passiert so einiges. Tom berichtet, wie er Laute im Globe Theatre für Shakespeare spielte, mit Kapitän Cook auf Entdeckungsreise geht und in den 1920er Jahren für Fitzgerald und Josephine Baker Klavier spielte. Haig zeichnet ein beeindruckend tiefes Bild seines Protagonisten.
Was ich an den Geschichten des Autors sehr schätze, ist seine klare und einfache, aber dennoch eindrucksvoll poetische Sprache. Durch seine Erzählweise kann man sich sehr gut in seine Figuren hineinversetzen. Die Geschichte um Tom Hazard ist wahnsinnig melancholisch, aber auch wahnsinnig lebensbejahend. Denn sein Leben lang ist Tom auf der Flucht, hält sich versteckt, um nicht als Versuchsobjekt in die Hände von Wissenschaftlern zu fallen. Aber er lebt. Weil er es versprochen hat. Seiner Frau und seiner Tochter.

„Das ist das Wesen der Zukunft. Wir kennen sie nicht. Irgendwann müssen wir uns damit abfinden. Wir müssen aufhören, nach vorn blättern zu wollen, und uns stattdessen auf die Seite konzentrieren, auf der wir gerade sind.“

Liest man den Klappentext, so erwartet man eine Liebesgeschichte. Und das ist es auch in gewisser Weise. Aber nicht im klassischen Sinne. Matt Haig erzählt eine Geschichte über die Liebe am Leben. Und zwar über das Leben im Hier und Jetzt. Viele Jahre lang lebt sein Protagonist gedanklich in der Vergangenheit mit Angst vor der Zukunft. Dadurch wird ihm ein großes Stück Lebensqualität genommen. Durch die ständigen Sprünge in Toms Vergangenheit, die natürlich fiktiv sind, aber dennoch auf wahren Begebenheiten beruhen, macht Haig außerdem deutlich, dass Geschichte sich immer wieder wiederholt. Dass wir zwar glauben, aus der Vergangenheit zu lernen, dies aber absolut nicht der Fall ist.

Mich hat „Wie man die Zeit anhält“ beeindruckt, unterhalten, zum Lachen gebracht und zum Nachdenken angeregt. Das sind Dinge, die für mich einen guten Roman ausmachen. War ich anfangs mit den vielen Rückblenden ein wenig überfordert, so ergaben sie im Verlauf des Romans immer mehr Sinn und in Kombination mit den Kapiteln in der Gegenwart zum Schluss ein rundes harmonisches Ganzes.

Ich lege euch diesen Roman wirklich ans Herz. Durch den leichten Schreibstil ist es bestens geeignet für einen schönen Sommerabend. 

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Tags: geschichte, leben, vergangenheit, zeit   (4)
 

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

chemotherapie, dreiecksbeziehung, evita greco, familie, betrug

Das Geräusch der Dinge, die beginnen

Evita Greco , Christiane Landgrebe
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 16.08.2017
ISBN 9783851793642
Genre: Romane

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26 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

blog, gesundheit, ratgeber, sachbuch, schlaf

Ab ins Bett!

Katharina Kunzmann
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442159352
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Ab ins Bett! Eine traumhafte Reise in die Welt des Schlafes“ konnte mich von Anfang an begeistern. Wenn wir ehrlich sind, ist das Thema Schlaf ja kein neues Thema. Fast täglich liest man irgendwo einen Artikel, oder sieht einen Bericht im TV darüber, was gesunden Schlaf ausmacht, wie viel und wie lange wir schlafen sollten und und und.
Katharina Kunzmann hat das alles in ein Buch gepackt und das auf eine unheimlich lockere und sehr humorvolle Art und Weise.

„Schlaf ist der neue Schwanzvergleich […] wir prahlen nicht mehr damit, wer den Längsten hat, sondern geben damit an, dass wir möglichst wenig Zeit mit Schlafen verplempern“

Logisch unterteilt in die drei Kapitel Einschlafen, Schlafen und Aufwachen erfahren wir zu jedem Punkt wichtige, spannende und mitunter auch sehr lustige Fakten über den Teil unseres Lebens mit dem wir einen Großteil unseres Daseins verbringen: den Schlaf.

Welcher Schlaftyp sind wir? Was beeinflusst unseren Schlaf? Was passiert währenddessen in unserem Körper? Wie können wir besser einschlafen? Was haben Pflanzen mit einer Party im Schlafzimmer, und was hat ein Orgasmus fürs Gehirn mit dem Einschlafen zu tun?

„Wenn Schlaf ein komplett inaktiver und somit sinnloser Zustand wäre, hätte die Natur ihn längst abgeschafft – bescheuert ist sie nicht […] und während wir von Natur, von Nachhaltigkeit und Achtsamkeit sprechen, strafen wir den Schlaf permanent ab. Wer ist hier der Bescheuerte?“

Mal davon abgesehen, dass das ganze Buch unheimlich locker daherkommt, werden die einzelnen Kapitel durch kurze Interviews zum Thema Schlafen noch unterstrichen. So finden wir zB. Gespräche mit dem „Drei ???“ Sprecher Jens Wawrczeck, dem blinden Blogger Heiko Kunert und dem Klarträumer Simon Rausch.

Ich bin ehrlich erstaunt darüber, wie viele interessante Dinge ich bei der Lektüre von „Ab ins Bett“ entdecken konnte. Einige Themen, wie zum Beispiel den Abschnitt über die Klarträume oder das Thema ASMR, werde ich für mich noch genauer hinterfragen um mich genauer damit auseinanderzusetzen. Dabei hilft zu Anfang das Quellenverzeichnis, welches man am Ende des Buches findet.

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Sachbüchern. Katharina Kunzmann hat es mit ihrem Buch aber geschafft, mir nicht nur neue Erkenntnisse über den Schlaf, und allem was dazu gehört, zu vermitteln, sondern sie hat mich dabei auch unheimlich gut unterhalten. Selbst wissenschaftliche Studien, die ja leider oft sehr trocken in Büchern erläutert werden, bringt die Autorin verständlich und humorvoll an den Leser.

Ich empfehle dieses Buch ausnahmslos jedem von euch. Und falls ihr euch nicht sicher seid, ob euch das Thema wirklich interessiert: schlaft doch noch mal ne Nacht drüber.

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Tags: blog, gesundheit, ratgeber, sachbuch, schlaf, wissenschaft   (6)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

england, königin, macht, mary, tudor

Im Schatten der Königin

Elizabeth Fremantle , Sabine Herting
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 11.12.2017
ISBN 9783328101888
Genre: Romane

Rezension:

Nach „Das Spiel der Königin“ liegt mit „Im Schatten der Königin“ der zweite Band der Tudor Reihe von
Elizabeth Fremantle vor.
Im Jahr 1554 stirbt König Edward VI. überraschend. Um Mary als Königin zu verhindern, ändert er aber vor seinem Tod die Erbfolge und bestimmt die erst sechszehnjährige Jane Grey zur Königin. Doch bereits nach wenigen Tagen schafft es Mary, Janes Regentschaft zu beenden und sie enthaupten zu lassen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte, erfährt der Leser, was aus den beiden Schwestern der toten Jane wurde und wie zuerst Mary und schließlich Elizabeth I. den englischen Thron besteigen.

Die Geschichte der Tudors gehört für mich zu den spannendsten Themen unserer Geschichte überhaupt.
Begeistert habe ich „Das Spiel der Königin“ gelesen und habe mich auch in diesem nun neuen Band gut in die Geschichte eingefunden. Da es doch sehr verwirrend werden kann, wenn man sich nicht mit der Geschichte der Tudors auskennt, ist es sehr hilfreich, dass es zu Beginn des Buches einen Stammbaum der Familie gibt.
Die Ich Perspektive aus der in diesem Roman erzählt wird, lässt einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen, man kann sich gut in die jeweilige Person hinein versetzen und es fühlt sich oft an, als wäre man tatsächlich dabei gewesen.

Meiner Meinung nach schafft es die Autorin auf sehr gute Art und Weise, Fiktion und historische Fakten miteinander zu verknüpfen.
Für Fans von englischer Geschichte, der Geschichte der Tudors in Besonderem und natürlich für Fans von
historischen Romanen, ist diese Geschichte wirklich sehr zu empfehlen.

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Tags: england, königin, macht, mary, tudor   (5)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Am Ende saß ich in einem Papierflieger und du warst der Wind

Tim Berg , Winfried Berg
Fester Einband
Erschienen bei Pro Business digital, 24.08.2017
ISBN 9783864607417
Genre: Romane

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204 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 93 Rezensionen

indien, frauen, schicksal, italien, kanada

Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

In ihrem ersten Roman erzählt Laetitia Colombani in je drei eigenständigen Geschichten vom Leben dreier Frauen und verknüpft diese am Schluss gekonnt miteinander.
Wir tauchen ab in das Leben der Inderin Smita, welche als „Unberührbare“ mit Ehemann und Tochter in einem kleinen indischen Dorf lebt, lernen Giulia kennen, die Tochter eines stolzen Sizilianers, die versucht die Manufaktur ihres Vaters, und somit die Familientradition zu retten, und zu guter Letzt die ehrgeizige kanadische Anwältin.
Alle drei Frauen haben eins gemeinsam: sie setzen alles daran, ihre Träume zu verwirklichen.
Schonungslos, aber doch wunderschön und berührend, erzählt die Autorin die Geschichten drei so unterschiedlicher Frauen. Anfangs tat ich mich ein wenig schwer, in den Roman abzutauchen. Nachdem ich jede der drei Protagonistinnen kennen gelernt hatte, entwickelte sich schnell eine Sympathie, vor allem für die Inderin Smita. Ihre Geschichte, der Wille ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen, hat mich am meisten berührt. Die erfolgreiche Sarah war mir etwas unsympathisch. Sie war mir zu unnahbar, zu sehr auf ihre Karriere fixiert. Giulia erschien mir manchmal, trotz ihrer zwanzig Jahre, zu naiv. Aber im Laufe der Geschichte änderte ich meine Meinung. Alle drei Frauen sind auf ihre eigene Weise ganz wunderbare und vor allem starke Charaktere.
Besonders gefallen hat mir der Prolog, welcher im Buch immer mal wieder fortgesetzt wird und letztendlich im Epilog endet. Durch diese Art der Einführung und der Weiterführung im Text, werden die Geschichten der Frauen zu einer gemeinsamen zusammengeflochten.
„Der Zopf“ besticht in erster Linie durch eine wunderschöne und emotionale Geschichte. Die Autorin schreibt einfach aber dennoch sehr bildhaft. Mancher Leser wird vielleicht tiefgründige Gedankengänge vermissen. Mir hat der Roman sehr gefallen. Er ist kurzweilig und hat mich dennoch sehr berührt

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Tags: familie, frauen, indien, italien, kanada, leben, religion, schicksal, tradition, ungleichheit   (10)
 

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92 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

frauen, elektrizität, dystopie, die gabe, gabe

Die Gabe

Naomi Alderman , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453319110
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Von einem Tag auf den anderen finden Frauen auf der ganzen Welt heraus, dass sie eine Gabe in sich tragen, mit deren Hilfe sie durch bloße Berührung anderen Menschen Schmerzen zufügen, ja sogar töten können.
Plötzlich sind die Männer das schwache Geschlecht, werden bedroht, verfolgt und sogar vergewaltig. Von nun an regieren Frauen diese Welt. Ob sie dadurch eine bessere Welt ist?

Mit ihrem überall hoch gelobten Roman „Die Gabe“, hat Naomi eine Welt geschaffen, die das genaue Gegenteil von unserer tatsächlichen Welt ist. Nicht die Männer sind an der Macht, sondern die Frauen. Mich konnte die Autorin mit ihrer Geschichte nicht überzeugen. Dabei finde ich die Handlung im Ansatz gar nicht mal schlecht. Die Umsetzung jedoch war mir zu klischeebehaftet und teilweise verwirrend.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven, an verschiedenen Orten erzählt. Dieser Handlung zu folgen fiel mir teilweise sehr schwer. Auch der gefühllose, sehr sachliche Ton der Autorin trug nicht zu meinem Lesevergnügen bei, so dass ich das Buch schon nach der Hälfte abgebrochen habe. Die Charaktere bleiben zu flach und die Handlung zieht sich wie Kaugummi.

Zum Thema ‚feministische Dystopie’ möchte ich hier kurz anmerken, dass ich finde, dass die Autorin es sich ein wenig leicht macht, indem sie einfach das heutige Gesellschaftsbild, in dem nach wie vor Männer mehr Macht als Frauen haben, umdreht. Der Plan, mit dieser Geschichte Kritik an der heutigen Gesellschaft zu üben, geht nicht glatt auf, da ein bloßes Vertauschen der Rollen zu einem gleichen Ergebnis führt: Machtmissbrauch und Diskriminierung.

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Tags: dystopie, elektrizität, feminismus, frauen, gabe, machtmissbrauch, missbrauch   (7)
 

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(16)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

märchen, gesellschaft, humor, kritik, erzählungen

Ein wilder Schwan

Michael Cunningham , Eva Bonné
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.11.2017
ISBN 9783630874913
Genre: Romane

Rezension:

Wir kennen sie alle, die Märchen von den Gebrüdern Grimm, Hans Christian Andersen und anderen bekannten Märchenschreibern. Als Kinder haben wir uns mit Hänsel und Gretel gefürchtet, mit Aschenputtel gelitten und sehnsüchtig auf das ‚und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende’ gewartet.
Märchen versetzen uns in eine Welt voll Fabelwesen, Prinzessinnen und Helden und sie halten immer eine Lektion für uns bereit.

Michael Cunningham hat sich in seinem Buch „Ein wilder Schwan“ nun eben diesen uns gut bekannten Märchen gewidmet und sie aus einer für uns ungewohnten Perspektive neu geschrieben: er erzählt die Märchen aus Sicht derer, die im eigentlichen Märchen die ‚Bösen’ und solche sind, die am Ende wenig gut wegkommen, oder er erzählt die Märchen einfach in seiner Art weiter. 

"Ein Kind lässt sich aber nicht so einfach bestellen wie eine Pizza. Vor allem, wenn man ein missgebildeter, zwergenhafter Mann mit unbeschreiblichem Beruf ist."

 Cunningham versetzt sich beispielsweise in Rumpelstilzchens Lage, dem kleinwüchsigen, einer Zauberer Familie entstammendem Mann, der sich nichts sehnlichster wünscht, als ein Kind. Wir erfahren etwas über die Geschichte der Hexe aus „Hänsel und Gretel“, welche sich nach einem harten und beschwerlichen Leben ein Haus aus Süßigkeiten baut, nur damit das sexy, gepiercte Pärchen das zufällig vorbeikommt, es aufessen kann. Und Cunningham erzählt uns von Schneewittchen und wie sie daran leidet, dass sie, mittlerweile verheiratet, immer wieder wie tot im Sarg liegen muss, um ihrem Mann zu Vergnügen zu bereiten.

Zugegeben, Cunninghams Art die Märchen zu erzählen ist bizarr, beizeiten ein wenig sehr abgedreht und er bedient sich oft einer vulgären Sprache.
Aber das Konzept funktioniert. Ich habe mich beim Lesen der sehr gesellschaftskritischen Märchen gut unterhalten gefühlt und musste mehr als einmal schmunzeln. Manch einem mag das, was Cunningham aus unseren geliebten Märchen aus der Kindheit gemacht hat sauer aufstoßen. Ich aber finde, es ist eine nette Abwechslung, welche man mit einem zwinkernden Auge betrachten sollte.

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Tags: gesellschaft, humor, kritik, märchen, satire, schneewittchen   (6)
 

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

diskrimminierung, dtv, glaube, hautfarbe, afroamerikaner

Von dieser Welt

James Baldwin , Miriam Mandelkow
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 28.02.2018
ISBN 9783423281539
Genre: Romane

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(3)

13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

berlin, gegenwart, melancholische liebeserklärung

Stadt der Feen und Wünsche

Leander Steinkopf
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 29.01.2018
ISBN 9783446258600
Genre: Romane

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(174)

406 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

lügen, liebe, jugendbuch, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Wir Kinder der Neunziger

Johannes Engelke , Jacob Thomas , Karin Weber , Maren Ziegler
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442177264
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Geh aus dem Internet, ich will telefonieren"


Diesen Satz kenne ich selber noch zu gut. Geboren in den 80ern, waren die 90er Jahre das Jahrzehnt, welches mir am besten in Erinnerung geblieben sind. In der Grundschule fing alles an, Chupa Chups lutschend "dealte" man in den Pausen mit Stickern oder Plastik-Schnullis, bevor man dann auf der weiterführenden Schule, lässig mit Eastpack über der Schulter, Baggypants tragend, über den Schulhof schlenderte. Die Bravo war Aufklärungsmittel der Wahl und nachich der Schule traf man sich zum Inlineskaten auf dem nächsten Parkplatz. 


"Wir Kinder der 90er" ist ein Buch mit dem man sich 25 Jahre zurück versetzen und in Erinnerungen schwelgen kann. Die kurzen Texte über alle möglichen Dinge, welche uns Kids damals begleitet haben,beinhalten die wichtigsten Fakten und lassen einen oft schmunzeln, wenn nicht sogar laut lachen. Ich weiß nicht wie oft ich mich bei der Lektüre dabei erwischt habe, dass ich laut zu mir sagte "jaaa genau so war das". Man wird richtig nostalgisch dabei und es kommt einem definitiv nicht so vor, als läge dieses geniale Jahrzent schon fast 30 Jahre zurück.


Dieses Buch eignet sich perfekt zum verschenken und selber lesen. Für alle, die die neunziger bewusst wahrgenommen haben und sich gerne zurück erinnern. Absolute Empfehlung!

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

new york, robert goolrick, wenn prinzen fallen

Wenn Prinzen fallen

Robert Goolrick , Judith Schwaab
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 11.12.2017
ISBN 9783442715671
Genre: Romane

Rezension:

"Wenn Prinzen fallen" erzählt von Rooney, der eigentlich Künstler werden wollte, stattdessen aber erfolgreicher Trader an der Wall Street wird. So erfolgreich, dass er in Geld schwimmt. Sein Leben besteht nur noch aus Geld, Sex, Alkohol und Drogen. Doch so hoch Rooney auch fliegt, so tief ist auch sein plötzlicher Absturz.


Angesiedelt im New York der 80er Jahre, erfährt der Leser in diesem Roman alles über das Leben von Rooney. Die Geschichte wird aus seiner Sicht beschrieben und packt den Leser von Anfang an. 
Man durchlebt Rooneys Gedankenwelt, erfährt viel über seine Gedanken und Gefühle. Der Sprachstil ist einfach, jedoch in solch einrm rasantem Tempo erzählt, dass es oft schwer ist dem Protagonisten zu folgen. Dennoch möchte man das Buchist kaum zur Seite legen. So abstrus und unwirklich seine erzählten Geschichten auch sein mögen, so sehr will man doch immer mehr erfahren und in Rooneys Welt abtauchen. 
Dieser Roman erfordert viel Konzentration und Aufmerksamkeit und ist daher keine leichte Lektüre. Aber es lohnt sich dran zu bleiben.
 Schnell schließt man Rooney ins Herz und hat Mitleid mit ihm.
Eine Leseempfehlung gibt es definitv, aber dieser Roman ist sicher nicht für jeden etwas.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

berlin, roman, coming-of-age, musik, axel ranisch

Nackt über Berlin

Axel Ranisch
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 23.02.2018
ISBN 9783961010134
Genre: Romane

Rezension:

Mit "Nackt über Berlin" hat Autor Axel Ranisch einen soliden Debutroman vorgelegt. Die Coming of Age Story überrascht mit viel Witz, lässt aber auch sensible Themen nicht untergehen.
Der 16-jährige Jannik wächst in Berlin auf. Sein Vater ist beruflich ständig unterwegs und seine Mutter verhätschelt ihren Sohn, wo sie nur kann. Jannik ist verliebt in seinen Mitschüler Tai, will sich aber noch nicht so wirklich eingestehen, dass er homosexuell ist. Außerdem hat er einiges zu viel auf den Rippen und auch seine ausgeprägte Liebe zur klassischen Musik lässt ihn eher als Nerd statt als Traummann dastehen.
Als er und Tai den Direktor ihrer Schule betrunken auf der Straße finden und ihn anschließend in seiner eigenen Wohnung einsperren wird die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe gestellt.
Axel Ranischs Roman hat mir gut gefallen. Auch, wenn Geschichte einige unnötige Längen hatte und mir nicht immer klar war, was der Autor mit seiner Geschichte eigentlich bezwecken will, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Themen Erwachsen werden und Homosexualität geht Ranisch sensibel und einfühlsam, aber immer mit einer Prise Humor an. Der Schwerpunkt der Geschichte hätte meiner Meinung nach aber stärker auf Jannik liegen können. Dass man auch die Entwicklung des Schuldirektors verfolgt, war für mich eher irrelevant. Hin und wieder lag der Fokus für mich dort etwas zu lang, wodurch die Geschichte langweilig wurde.
Was mir absolut überhaupt nicht gefällt ist die Covergestaltung. Normalerweise ist für mich das Cover eines Buches eher zweitrangig. Hier hat es mich aber eher verwirrt, weil es weder etwas mit dem Inhalt des Romans zu tun hat, noch in irgendeiner Art dazu passt.
Da ja aber der Inhalt im Vordergrund steht, bekommt dieser Roman von mir vier Sterne.

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Tags: berlin, coming-of-age, entwicklung, musik, suizid   (5)
 

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125 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

aids, coming-of-age, homosexualität, carol rifka brunt, sag den wölfen ich bin zu hause

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Jugendbuch

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137 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

graphic novel, fantasy, walter moers, comic, bücher

Die Stadt der Träumenden Bücher - Buchhaim

Walter Moers , Florian Biege
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Knaus, 06.11.2017
ISBN 9783813505016
Genre: Comics

Rezension:

Mit "Buchhaim" liegt hier der erste Teil von Walter Moers "Die Stadt der träumenden Bücher" als Graphic Novel vor.Es war das erste Mal, dass ich einen Roman in dieser Form gelesen habe und ich muss sagen, ich bin begeistert.Walter Moers hat seinen Roman wunderbar umgesetzt und Florian Biege hat die passenden Bilder dazu gezeichnet.Alle Bilder sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, dass die Stimmung, welche durch Walter Moers' Beschreibungen im eigentlichen Roman geschaffen wird, auch in der Graphic Novel nicht verloren geht.
Die Geschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskripts ergründet und auf seiner Reise in Buchhaim, der Stadt der Bücher landet, hat mich schon im vor einigen Jahren erschienenen Roman sehr gefesselt. Ich muss gestehen, ich hatte daher ein wenig Angst nun die "gezeichnete" Version zu lesen.
Aber diese Angst war völlig unbegründet. 
Ich freue mich wahnsinnig auf den zweiten Teil der Geschichte und empfehle das Buch gerne weiter!

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Tags: bücher, buchhaim, graphic novel, moers, walter moers   (5)
 

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Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

Judith Kuckart
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715558
Genre: Romane

Rezension:

Judith Kuckarts Roman "Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück" klingt zunächst nach einer recht spannenden Geschichte. Der achtzehnjährige Leonhard verbringt Silvester allein in seinem Elternhaus und findet am nächsten Morgen eine fremde Frau, schlafend, mitten in der Diele.

"Sie hatte gesagt, sie habe letzte Nacht eigentlich nicht ihn, sondern ihre Schwester im neuen Fertighaus unten an der Ecke besuchen wollen. Ausgeflogen, die Gute, hatte die Frau gesagt, also bin ich hier gelandet."

Dass diese Frau nun der Anfang von etwas eher skurrilem wird und auch Leonhard nachfolgend beeinflusst, kann man hier noch gar nicht erahnen. Katharina ist Schauspielerin ohne Anstellung. Für kostenlose Fahrten hat sie immer eine alte Polizeiuniform dabei und scheint auch mit 40 noch recht lebenslustig zu sein. Im Gegensatz dazu lernen wir auch die Geschichte der beiden über siebzig jährigen Frauen Emilie und Maria kennen, die eine recht gewagte Reise in ein tschechisches Kurhotel unternehmen.

"Das späte Glück schaute skeptisch, ohne sich die Szene auf der anderen Straßenseite erklären zu können."

Und in diesem Fall, leider nicht nur das späte Glück, sondern auch ich. Dieser Roman ist generell sehr springend, unruhig und mit zahlreichen Fragen behaftet. Nachdem der Einstieg noch logisch erschien, ist spätestens mit dem Auftauchen der Frau der nachfolgende Handlungsstrang für mich nicht mehr nachvollziehbar. Auch die Geschichte der alten Damen war zunächst noch interessant, aber driftete dann gänzlich ab. Vielleicht hat mir in diesem Fall einfach der Zugang gefehlt oder es war nicht der 'richtige Zeitpunkt', aber ich hatte mir von diesem Roman sehr viel mehr versprochen und wurde mehr als enttäuscht.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

bären, bärenjagd, das, des, dolomiten

Das Fell des Bären

Matteo Righetto , Bruno Genzler
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Blessing, 13.11.2017
ISBN 9783896675996
Genre: Romane

Rezension:

Bereits vor eine Weile habe ich das Buch "Das Fell des Bären" von Matto Righetto gelesen und muss auch heute noch sagen, dass mich diese Geschichte sehr beeindruckt.


Domenico hat ein recht hartes Leben. Nach dem Tod seiner Mutter hat der 12 Jährige jeglichen Kontakt zu Fürsorge und Liebe verloren. Sein Vater kümmert sich kaum um den Jungen und er hat nun die Hausarbeiten zu übernehmen.

"Das Angeln bot ihm Gelegenheit, für sich zu sein, weit weg vom Zorn und den schwieligen, harten Händen seines Vaters Pietro. Dann warf er die Angelschnur aus, lauschte dem Rauschen des Flusses und ließ sich von den Bildern fortragen, die [...] sein Herz bewegten."

Doch ein einzigartiges Unterfangen soll alles ändern. Eine Wette und ein in der Gegend Angst verbreitender Bär, bringt die Beziehung zwischen Vater und Sohn auf eine ganz neue Ebene. Die Jagd nach dem Bären scheint die rauhe Schale des Vaters zu knacken und eine Tür zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu öffnen.

"Er stellte sich vor, Großes zu schaffen, ein außergewöhnliches Leben zu führen, träumte davon tausenderlei Abenteuer zu bestehen und Heldentaten zu vollbringen, die mit seinem täglichen Trott rein gar nichts zu tun hatten. Wie gern wäre er etwas dieser Tom Sawyer gewesen..."

Matteo Righetto erschafft hier ein sehr poetisches Werk - ein leiser, aber umso sprachgewaltigerer Roman. Die Geschichte eines Jungen, dessen Leben durch das Auftauchen eines Bären eine Kehrtwendung nimmt und tragischer nicht verlaufen könnte. Triumpf und Verlust so nah bei einander und doch so weit weg. Ein großartiger, kleiner Roman über das Erwachsenwerden, den ich hiermit benahe jedem ans Herz legen möchte.

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