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172 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Racheopfer

Ethan Cross
E-Buch Text: 94 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.10.2013
ISBN 9783838747163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Vorgeschichte des Francis Ackerman junior - wie das Töten begann. So steht es auf dem Klappentext und darauf habe ich mich extrem gefreut. Wie wurde er zum gefürchtesten Serienkiller aller Zeiten? Was ist ihm in seiner Kindheit alles geschehen? Was hat sein Vater mit ihm gemacht? Ich hatte Antworten auf all diese Fragen erhofft. Leider wurde ich in der Hinsicht enttäuscht. Denn hier geht es im Grunde überhaupt nicht um die ganze Vorgeschichte von Francis. Es ist lediglich ein kleiner Ausschnitt seines Lebens bevor er in das Leben von Marcus trifft. Francis wird in eine Hochsicherheitspsychiatrie gebracht wo er einer neuen Heilmethode unterzogen werden soll. Dort trifft er auf ''eine alte Freundin'' - Jennifer. Als Jennifer ein Teenager war schlachtete Francis ihre ganze Familie brutal ab. Nur sie lies er am Leben und nun sinnt sich Jennifer nach Rache. Das Racheopfer eben.


In dieser Kurzgeschichte wird quasi Stoff eines ganzen Thrillers in 150 Seiten gepackt. Viel Handlung gibt es dabei nicht. Mehr oder weniger wird hier der Höhepunkt eines Buches wiedergegeben und so erfährt der Leser und Shephard Serien Fan etwas mehr über die früheren Taten von Ackerman jr. 


FAZIT

Eine sehr kurzweilige, aber dennoch unterhaltsame Geschichte aus der Feder Ethan Cross'. Ganz und gar nicht das was ich mir erwartet habe, aber es war dennoch schön einem ''alten Freund'' wieder zu begegnen. Wenn auch nur für ein paar Stunden, denn mehr braucht man nicht für die 150 Seiten mit großer Schrift.

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(19)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Farbenblind

Trevor Noah , Heike Schlatterer
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675903
Genre: Biografien

Rezension:

Die mesiten kennen Trevor Noah wohl ''nur'' als Moderator der Daily Show, ich habe ihn schon sehr viel früher entdeckt, als er mit Daywalker in meiner Heimat auftrat. Ich war sofort ein Fan. Er ist so erfrischend ehrlich und das auf extrem lustige Art. Natürlich ganz besonders wenn man selber in Afrika aufgewachsen ist und genau weiß worüber er spricht. Doch wie er aufgewachsen ist und was für ein turbulentes Leben er hatte, das wusste ich nicht.

Apartheid. Für mich ein Begriff mit dem ich nicht allzu viel mit Anfangen konnte. Ich bin ein Jahr vor dem Ende geboren worden. Etwas mitbekommen habe ich davon nicht. Klar kenne ich viele Geschichten die meine Mutter mir aus der Zeit erzählt hat. Eher harmlosere Dinge aus einer ''weißen, priviligierten'' Perspektive. Viel ist aus dieser Zeit nicht geblieben, nur der Hass. Die Ungerechtigkeit. Der Wunsch nach Vergeltung...

Trevor wird ''illegal'' geboren. Ein Kind zweier Rassen die nicht hätten ein Kind zeugen dürfen. Demnach ist sein Leben von Anfang an schwierig. Er ist weder Fleisch noch Fisch, in einer Welt in der es unabdingbar ist ob man Fleisch oder Fisch ist. Er hat eine schwierige Kindheit. Er muss versteckt werden, sein Vater darf nicht öffentlich zu ihm stehen. Seine Mutter erzieht ihn alleine und hat oft schwierigkeiten mit diesem aufgeweckten, neugierigen Kind. Doch sie bekommt es hin, wohl auch mit Gottes Hilfe, denn Tervors Mutter ist sehr Christlich.
Trevor baut viel Mist, sucht sich falsche Freunde, gerät immer wieder mit den Behörden in Konflikt. Sein Stiefvater ist gewlttätig. Er hat es wahrlich nicht leicht, aber er kämpft sich aus allem herraus und geht seinen Weg.

Unglaublich intensiv und Bildgewaltig erzählt er wie es ist als Mischling in Afrika aufzuwachsen, in einer Zeit wo man keine Hautfarbe haben durfte. Es ist wirklich ein wahnsinn was aus einem werden kann wenn man es nur möchte. Er beweist das man aus Fehlern lernen kann, muss, und das jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Er war auf dem besten Weg abzurutschen, war auch mal im Gefängniss und hat es trotzdem an die Komikerspitze schlecht hin geschafft. Man kann, wenn man nur will.

Beeindruckend, Mut schaffend und durchwegs interessant und spannend, bis hin zu traurig tragisch.

Schade fand ich nur das man nicht erfährt wie genau er dann zur Schauspielerei und zur Komik kam. Das hätte ich noch gerne erfahren, zumal er vorher nie im Buch erwähnt hat das ihm das gefällt.

FAZIT

Beeindruckend, Mut schaffend und durchwegs interessant und spannend, bis hin zu traurig tragisch. Ein wirklich berührendes Buch über eine Kindheit in Süd Afrika.

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Eve of Man: Eve of Man Trilogy, Book 1

Tom Fletcher , Giovanna Fletcher
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Michael Joseph, 31.05.2018
ISBN 9780718186340
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin ein großer Fan der Werke der beiden Autoren und als bekannt wurde das die beiden ein Buch gemeinsam veröffentlichen war ich schon total begeistert. Nach dem ich den Klappentext gelesen habe und erfuhr das es sich bei dem Bch über eine Dystopie handelt, war ich umso mehr Feuer und Flamme.

Das es zwei Autoren gibt merkt man dem Buch gar nicht an. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Beschreibungen der Zukunft sind nicht schwer zu verstehen, man findet sich sofort in der Geschichte wieder und erlebt wie die Welt sich ohne Mädchen entwickelt. 

Eve ist ein super süßes, sehr naives Mädchen die ihr ganzes Leben lang extrem behütet und beschützt aufgewachsen ist. Man hat alles getan um sie gesund und gebildet groß zu ziehen. Sie kennt nur die Umgebung in der sie aufgewachsen ist und die sie für die ganze Welt hält. Das dies nicht der Wahrheit entspricht und sie belogen wird nur damit andere an der Macht bleiben weiß sie nicht. Doch langsam beginnt die Fassade zu bröckeln und Eve bemerkt das sie belogen wird. Als mehr und mehr lügen ans Licht kommen muss sie sich entscheiden: zwischen dem Wunsch endlich frei zu sein und der Verantwortung allein für das Fortbestehen der Menschheit verantwortlich zu sein.

Bram wächst in der Nähe von Eve als ihr Kompanion auf. Durch moderne Technik begleitet er Eve Jahre lang als ''Freundin''. Auch er wird von höheren Mächten zu Ränkeschmieden benutzt und muss Eve immer wieder gegen ihren Willen beeinflussen. Doch jeh älter er wird desto mehr fragen kommen ihm auf. Ist das wirklich richtig was sie dort tun? Als er dann auch noch echte Gefühle für Eve entwickelt, wird ihm eines klar: er muss Eve befreien.

Das Buch ist wirklich kraftvoll geschrieben. Es ist durchwegs spannend, gerade der Perspektiven Wechsel zwischen Eve und Bram. Man zittert und hofft mit, schüttel den Kopf über so manche Manipulationen und hofft das es so eine Welt nie geben wird. Gerade das letzte viertel des Buches war Nervenkitzel pur und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Das Autorenpaar versteht es intensiv und spannend zu schreiben. Ich kann es kaum erwarten Band 2 der Triologie in den Händen zu halten.

FAZIT

Für alle Dystopie Fans die kein Problem damit haben auf Englisch zu lesen. Ein muss für alle die etwas spannendes, aber auch etwas zum nachdenken lesen möchten!

Zu kaufen gibt es das Buch übrigens bei Amazon! 

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Das Mätressenspiel

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176984
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin vollkommen offen an dieses Buch herangegangen. Ich liebe Historische Romane, habe allerdings von Martha Sophie Marcus noch nichts gelesen, obwohl ''Das blaue Medaillon' auf meinem SuB liegt. Auch von der Hannoverschen Königsfamilie hatte ich keine Ahnung.



Der Schreibstil der Autorin hat mich umgehauen. Das Buch liest sich sehr leicht und doch hat man das Gefühl völlig in die Geschichte eingesogen zu werden und Teil des Hofes zu sein. Die Autorin erzeugt unglaublich starke Bilder und ist sprachlich sehr gewandt.



Helena ist eine liebenswerte junge Frau die ihre Familie sehr liebt. Als sie alle kurz vor dem Ruin stehen beschließt sie an den Königlichen Hof zu gehen um dort nach einem wohlhabenden Mann zu suchen den sie heiraten könnte. Nur so ließe sich das Gut ihrer Familie retten. Damit begibt sie sich in eine Umgebung in der Lügen und Intrigen an der täglichen Hausordnung liegen und wird ungewollt ein Teil dessen. Die Königliche Mätresse Clara von Platen, sowie die Herzogin Sophie nutzen Helena als Schachfigur aus um an Macht und Ruhm zu gelangen, egal wie sie sich dabei fühlt. Helenas einziger Trost ist das sich durch dieses verhasste Ränkespiel das Geld zur Rettung ihrer Familie auftreiben lässt. Somit gibt sie ihre Fäden aus der Hand und lässt mit sich spielen.



Der Roman hat einen unglaublichen Spannungsbogen der sich durch das ganze Buch hindurchzieht. Immer wieder ändert die Geschichte seine Richtung, neue Geschehnisse passieren, sowie auch unerwartete Ereignisse. So weiß der Leser nie wo es ihn als nächstes hinführt. 

Die Sitten der früheren Königshäuser sind dabei sehr interessant zu lesen und man taucht völlig in diese Fremde Welt ein. Natürlich kommt auch die Romantik hier nicht zu knapp.



Das Buch endet ganz anders als erwartet, löst sich aber zufriedenstellend auf und man beendet das Buch mit einem glücklichen seufzer und freut sich schon auf das nächste Historische Wekr der Autorin.


FAZIT
Ein meisterwerk des Historischen Genres, indem die Autorin einen in das Hannover zu Königszeiten entführt. Bildgewaltig und spannend bis zur letzten Seite.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

college-professor, freundin, jack billings, krimi, liebe, louisiana, mirinda rader, mord, rache, romantic thrill, thriller, trauma, vergangenheit, vergebung, vergewaltigung

Und niemand soll dir vergeben

Erica Spindler
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.06.2018
ISBN 9783732558490
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover hat mich total an den Thriller ''Tic Tac - Wie lange kannst du lügen'' erinnert und da ich das Buch grenzgenial fand, war ich natürlich sehr gespannt auf diesen hier.

Der Einstieg fiel mir nicht sehr leicht. Die Story hat mich nicht wirklich gepackt und die Charaktere waren sehr schwammig.

Die Protagonistin Miranda fand ich ganz ok, aber ich habe viele ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen können. Ich habe keine wirklichen Emotionen zu ihr aufbauen können. Sie war ir eigentlich ein bisschen egal.

Auch die Nebencharaktere Summer und Jake konnte ich nicht ganz greifen. Sie hatten für mich keine Tiefe und fühlten sich für mich nicht in die Story integriert an. Als wären sie eher ein Platz füller.

Die Handlung war schon ein klein bisschen spannend, aber mir fehlte komplett der Nervenkitzel und die Angst, so wie es sich für einen Thriller ja eigentlich gehört. Ich finde auch dass das Buch eher ins Genre Crime gehört. Für mich sind Thriller Geschichten wie von Ethan Cross oder Erik Axl Sund. Adrenalin pur eben.

Ich glaube die Geschichte hatte sehr viel potential das die Autorin leider nicht genutzt hat. Als Krimi ist es ein netter Zeitvertreib, aber irgendeine Favoritenliste wird es bei mir nicht füllen und unbedingt weiter empfehlen werde ich es wohl leider auch nicht.

FAZIT

Im falschen Genre eingeteilt und viel verfehltes Potential, dennoch ein netter Zeitvertreib. Wer leichte Thriller/Krimis mag, wird hier Freude dran haben.

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78 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Ann Kidd Taylor , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.04.2018
ISBN 9783328102373
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch hat mich einfach schon von der ersten Seite ab begeistert. Die Autorin hat einen sehr lockeren Schreibstil der es einfach zum lesen machte, dabei aber die Gabe alles richtig toll zu beschreiben. Seien es die Gefühle der Protagonistin und die wahnsinnig tolle Natur die sie umgibt. Ich habe mir die wunderschönen Bilder gut vorstellen können und mich beinahe selber unsterblich in Haie verliebt obwohl ich den größten Respekt vor diesen Tieren habe. Aber die Liebe der Prota für diese Lebewesen ist wirklich abfärbend.


Die Geschichte beginnt sehr lange nachdem ein Hai Maeve gebissen hat und auch einige Zeit nachdem ihre große Liebe Daniel ihr das Herz gebrochen hat. Maeve war mir von anfang an symphatisch mit ihrer offenen, liebevollen Art und ihre begeisterung für die Haie. Und auch ihren Mut und ihren Einsatz. Mit einer Person wie Maeve wäre ich gerne befreundet. Sie tat mir Leid das sie so viel Schmerz schon erleben musste. 


Maeve kehrt nach längerer Zeit in ihre Heimat zu ihrer Großmutter und ihrem Bruder zurück. Dort trifft sie zum ersten mal seit der Trennung auf Daniel und ihrer Gefühle spielen Achterbahn. Gleichzeitig erfährt sie das jemand im Ort Shark Finning betreibt - eine grausame Tat bei der Haien die Flossen abgeschnitten werden um daraus Suppe zumachen. 


Es bleibt die ganze Zeit über sehr spannend, rätselt man als Leser mit ob sie Daniel vergeben kann und ob die Hai Täter gefangen werden können. Dabei erlebt man den wechsel der Gefühle mit und kann richtig mitfiebern. Es wird auf keinen Fall langweilig, am liebsten würde man immer nur weiter lesen wollen. Ein wirklich packender Roman, mit viel Liebe und Spannung aber keinem Kitsch.



Es ist ein Buch zum träumen und lädt auf Strand Urlaube ein. Und dem Frauen Herz bleibt kein Wunsch verwährt. Die perfekte Sommerlektüre und eines meiner absoluten Highlights bis jetzt in diesem Jahr! Ein sogenanntes Bücher Must have!

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman

Mari Griffith
E-Buch Text: 405 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 22.05.2018
ISBN 9783732551323
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ich habe ich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut da ich gerne Historische Romane lese und ein großer Fan der Tudor Dynastie bin.


Der Anfang des Buches gefiel mir noch ziemlich gut. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und leicht zu lesen, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Wir begegnen gleich der jungen Französichen Prinzessin Catherine, die mir einen sehr symphatischen und intelligenten Eindruck vermittelte. Sie war freundlich und warmherzig. Obwohl sie zur Hochzeit mit dem englischen König Heinrich gezwungen wird, verstehen die beiden sich sehr gut und erleben glückliche Zeiten die durch die Geburt ihres Sohnes gekrönt wird. Leider verstirbt der König im Krieg und das Schicksal um Catherine nimmt seine Lauf. Ihr 1 Jahr altes Baby ist nun der neue König und jede Art von Menschen versuchen Einfluss auf ihn zu nehmen. Catherine wird dabei systhematisch aus seinem Leben gedrängt und sie verfällt in Einsamkeit. Diese wird erst gebrochen als sie den jungen Waliser Owen Tudor trifft - einer ihrer Untertanen. Sie verliebt sich in ihn, aber natürlich ist diese Liebe verboten.


Bis hierhin hat mir der Roman noch gut gefallen, dann aber leider nicht mehr wirklich. Plötzlich geht alles sehr schnell und keine Ereignisse bekommen die Zeit die sie brauchen. So fehlt zum Beispiel jedes geheime Knistern zwischen Catherine und Owen. Man spürt nichts von der geheimen Liebe. Mit einem Satz haben die beiden sich verliebt, im nächsten landen sie bereits im Bett und eine Seite später ist Catherine auch schon schwanger. Es fehlt der Geschichte jegliche Tiefe und Spannung. Bis zum Ende zieht sich dies durch. Es kommt keine Spannung auf, keine Gefahr, keine Emotionen. Es liest sich fast wie eine Punkteliste. Schwanger, Geburt, wieder Schwanger, Geburt, Zwischenhandlung, erneute Schwangerschaft... Dies fand ich wirklich schade da die Geschichte extrem viel potential gehabt hätte. 


Natürlich ist die Geschichte interessant, aber wohl auch nur da es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Die Autorin kann leider weder spannung, noch eine Bandbreite an Gefühlen erzeugen. Einzig das Ende des Romans ist sehr tragisch, aber auch hier liegt es wohl eher daran das es auch wirklich geschehen ist.


Fazit:

Der Roman hat für mich sehr viel potential gehabt. Es ist durchaus eine interessante Geschichte, aber es fehlt komplett an Tiefe und Spannung. Wirklich sehr traurig, da Tudor Romane meist Spannung und gute Unterhaltung versprechen.


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185 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Das Mädchen im Dunkeln

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783404174164
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gern. Er liest sich sehr flüssig und schnell, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. 

Am Anfang befinden wir uns in einem Vernehmungsrau. Karen, die Protagonistin, wird allem anscheun nach über eine ihrer Patientinen verhört. Sie beantwortet ein paar Fragen und dann wird die Geschichte rückwirkend erzählt. Wir werden mitgenommen bevor etwas schlimmes passiert, zu dem Tag an dem Karen ihre neue Patientin kennen lernt: Jessica Hamilton. Jessica vermittelt ihr ein ungutes Gefühl und bedroht sie und ihre Freundinen unterschwellig. Da sie keine handfesten Beweise hat bleibt ihr nur ihre Freunde zu wahnen. Doch diese glauben ihr nicht bis plötzlich merkwürdige Dinge geschehen und die drei Freundinnen langsam das Gefühl haben den Verstand zu verlieren.

Karen war mir am Anfang symphatisch. Sie scheint eine solide Persönlichkeit zu sein, die hart für ihr Leben gearbeitet hat und am Ziel ihrer Träume ist. Doch es wird immer wieder ein schlimmes Ereignis aus ihrer Kindheit erwähnt und man merkt das sie dieses sehr belastet. Jeh weiter man im Buch liest desto mehr wundert man sich ob Karen vielleicht doch irgendetwas zu verbergen hat. Irgendwie benimmt sie sich merkwürdig, andrerseits versteht man das ihre Patientin ihr zusetzt.

Eleanor ist die typische Hausfrau. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Am Anfang scheint sie alles gut unter einen Hut zu bekommen. Nach und nach merkt man aber das sie scheinbar doch mit all ihren Pflichten überfordert ist und sogar ein Schlafmittel braucht. Langsam glaubt man das Eleanor den Verstand verliert. Hat jemand anderes etwas damit zu tun?

Bea ist die flippigere der drei Freundinnen. Sie genießt ihr Singleleben und lässt keine Party und keinen Typen aus. Zumindest macht sie diesen Eindruck. Nach und nach erfahren wir auch Beas Geheimnisse und ein schockierenden Vorfall aus ihrer Studentenzeit.

Nach und nach passieren den Freundinnen schlimme Dinge und als Leser hat man keine Ahnung wie das hätte passieren können und wer es war. Jeder der drei Frauen verliert langsam den Verstand und wenden sich sogar schließlich gegeneinander nachdem Geheimnisse ans Licht kommen. Karen ist sich sicher das ihre Patientin dahinter steckt, jedoch weiß sie nicht wie sie dies Beweisen kann. Durch diese Komplette verwirrung hat sich das Buch die Beschreibung Psychothriller redlich verdient. Es war spannend und bis zuletzt wusste ich nicht wer denn nun dahinter steckt.


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166 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

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Das Böse in deinen Augen

Jenny Blackhurst , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.2018
ISBN 9783404176892
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Den Schreibstil der Autorin ist wirklich toll. Er ist einfach und extrem flüssig zu lesen. Man ist sofort in der Geschichte drinnen und die Seiten lesen sich quasi von selbst. Ich habe das Buch in extrem kurzer Zeit verschlungen.

Die Protagonistin Imogen war mir gleich sehr symphatisch. Sie ist eine sehr nette und herzliche Frau und man merkt das sie sehr viel durchgemacht zu haben scheint. Auch bekommt man mit das sie sich sehr Leidenschaftlich für die Kinder ,die sie als Patienten hat, einsetzt. Der Thriller beginnt damit das sie mit ihrem Mann zurück in ihr Heimatdorf Gaunt zieht, weil sie dort ein Haus geerbt hat. Kaum das sie dort sind fahren die beiden beinahe ein Mädchen um das auf die Straße fällt. Diese beschuldigt ein anderes Mädchen sie geschubst zu haben, Ellie. Ellie ist 11 Jahre alt und hat ihre Familie in einem Brand verloren. Nun lebt sie bei einer Pflegefamilie. Doch jeder im Dorf scheint Ellie zu hassen und sogar zu fürchten. Von vielen Mitmenschen wird sie als Hexe bezeichnet. Einzig ihre Pflegeschwester Mary scheint sie beschützen zu wollen. Imogen nimmt sich Ellie an, sie glaubt nicht an Hexerei. Doch Ellie wird in der Schule gemobbt und gequält und nach und nach geschehen ihren Peinigern furchtbare und unerklärliche Dinge. Langsam muss sich Imogen die Frage stellen ob sie Ellie nicht doch fürchten sollte…

Mir tat die kleine Ellie extrem Leid. Sie hat ihre Familie auf tragische Weise verloren, muss zu fremden Leuten ziehen, in ein Dorf wo alle sie fürchten. Sie hat keine Freunde und wird in der Schule gemobbt. Ich konnte mir nicht vorstellen das sie irgendetwas böses in sich hat. Doch die vielen komischen Dinge die um sie herum passiert, die Beweise die man nur durch ihre Perspektive sieht und ihre eigenen Gedanken und Überzeugungen lassen auch den Leser stark zweifeln. Denn selbst wenn es das paranormale nicht gibt, wie konnten dann all diese Dinge Ellies Feinden passieren?

Ein Buch das den Namen Psychothriller wirklich verdient hat, denn er spielt mit dem Kopf der Leser und lässt sie vernünftige Gedanken vergessen und an allem Zweifeln. Ich hatte zwar früh ein paar Ahnungen die sich dann als korrekt darstellten, aber so ganz sicher war ich mir auch nie und die Autorin hat es trotzdem sehr clever und spannend geschrieben. Langweilig wurde es nicht. Besonders das Ende fand ich sehr gut. Es war sehr hohes Tempo, eine unerwartete Wendungen und ein unvorhersehbares Ende, das mir eine Gänsehaut beschert hat. Ein eher offenes Ende, bei dem man sich fragt ob das Gute sich nicht doch zum Bösen kehren kann. Ist man von Geburt an böse, oder bekommt man das böse erst später eingeflößt? Hat man sich in allem getäuscht? 

Fazit
Ein neuer brillianter Psychothriller aus der Feder von Jenny Blackhurst, der vor Spannung trieft und die Leser am eigenen logischen Denken zweifeln lässt.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Grimaldi - Der Fluch des Felsens

Catherine Aurel
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Penguin, 12.03.2018
ISBN 9783328101680
Genre: Historische Romane

Rezension:


Cover: 5/5
Schreibstil: 2/5
Charaktere: 2/5
Handlung: 4/5

Die Geschichte der Grimaldi wird durch die Augen der Protagonistin Guiditta erzählt. Sie ist die Halbschwester Raniero Grimaldi’s, das Oberhaupt der Familie. Da sie außerehelich geboren wurde darf sie aber den Namen Grimaldi nicht tragen. Dennoch ist ihr Schicksal von diesem Namen geprägt und ihr Leben eng mit dem ihrer Familie verwoben. So bekommen wir als Leser mit wie sie aufwächst und was sie und ihre Familie alles durchlaufen müssen, bis zu ihrem hohen Alter hin.

Vieles passiert in diesem Roman. Verlorene Liebe, Vertreibung aus der Heimat, Krieg, Tod und neues Leben. Nichts bleibt ihnen erspart und oftmals muss sich ein Grimaldi gegen sein Herz, und für die Familie entscheiden.  Wir bekommen mit wie die Familie aus ihrer Heimat Genua vertrieben wird, wie sie ein neues Zuhause, Monaco, finden und wie sie sehr oft darum kämpfen müssen und oftmals auch wieder verlieren. Viele Mitglieder sterben, viele werden geboren. Durch viele Jahrzente darf der Leser die Familie begleiten. Darf Städte erblühen sehen und wie diese wieder zerstört werden. Bekommt Ränkeschmiede um Herrschaften mit und begegnet dem schwarzen Tod. Immer an der Seite Guidittas und ihren Angehörigen.

Mir hat der Schreibstil der Autorin  nicht wirklich gefallen. Es war mir zu oberflächlich geschrieben, es hatte keine Tiefe. Oft hatte ich das Gefühl das die Autorin vergessen hat das sie einen Roman und kein Historischen Bericht schreiben wollte. Auch die Charaktere blieben für mich unerreichbar. Ich hab mit ihnen nicht mitfiebern können. Mich nicht für sie gefreut, nicht mit ihnen geweint. Sie waren mir leider oft egal. 

Aus historischer Sicht hat mir der Roman gefallen. Ich wusste fast gar nichts über die Herren von Monaco. Es war interessant zu erfahren wo die Adelsfamilie ihre Herkunft hatte und das sie erbittert um ihre Heimat Monaco kämpfen mussten. Ein Wahnsinn das es  so lange gedauert hat bis die Familie sich dort behaupten konnte und irgendwie schön zu sehen wie es immer weiter gegangen ist bis zum heutigen Tage. Spannend wie es die Familie eines einfachen Mannes, zur reichen Adelsfamilie geschafft hat. Wenn auch hunderte Jahre bis dorthin vergangen sind. 


Fazit
Ich glaube ich werde die heutige Grimaldi Familie mit anderen Augen sehen und ihre Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel weiterhin verfolgen. Auch hat es mein Interesse Monaco zu besuchen, geweckt. Wer gerne mehr über die Grimaldi wissen will, ist mit diesem Roman gut bedient, man sollte allerdings keinen großen Roman alla Ken Follett erwarten

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(416)

806 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 183 Rezensionen

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Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Völlig zurecht hat dieser Roman den Norwegischen Buchhändlerpreis bekommen. Absolut verdient.

In diesem Buch folgen wir der Geschichte dreier Charaktere aus drei unterschiedlichen Epochen. Auf den ersten Blick haben sie nichts gemeinsam außer eines: ihr Schicksal ist völlig von den Honigbienen abhängig.

Da wäre einmal im Jahre 1852 der Biologe William Savage. Am Anfang leidet er an einer schlimmen Depression und verlässt das Bett nicht. Er hält sein Leben für verwirkt nachdem er einen Job verliert der ihm eigentlich keinen Spaß gemacht hat und der ihn von seiner Leidenschaft fortgezogen hat. Er quält sich mit der Frage was er tun soll und was sein Leben für einen Sinn noch hat. Doch dann wird seine Leidenschaft für die Bienen wieder erweckt und er entwickelt eine Idee wie man den Bienenstock völlig revolutionieren kann. Voller Tatendrang und Elan macht er sich ans Werk und bekommt dabei Hilfe von seiner Tochter Charlotte. Dabei muss er so manches Hindernis und so manche Enttäuschungen hinnehmen. 

Als zweites lernen wir George im Jahr 2007 kennen. Er ist mit Leib und Seele Imker, einen Beruf der schon lange Familientradition hat. Er liebt seine Bienen über alles und hofft diese zusammen mit seinem Sohn Tom noch lange weiter führen zu können und das Geschäft zu vergrößern. Das Tom kein berufliches Interesse an den Bienen hat und lieber Journalist werden möchte kann sein Vater nicht verstehen und es gibt deshalb sehr oft Streit. Doch eines Tages geschieht das unfassbare: die Bienen sind verschwunden. Weg. Gestorben. Für George bricht eine Welt zusammen. Nicht nur das er seine geliebten Bienen verloren hat, nein, seine ganze Existenz steht auf dem Spiel.

Als letztes wird die Geschichte von Tao erzählt, die 2098 lebt. Die Bienen sind längst ausgestorben und  als Folge gibt es kaum Nahrung. Das Leben wie wir es kennen gibt es dort nicht. Ihre Geschichte wird als Art Dystopie erzählt. Tao muss jeden Tag, ohne Ausnahme Bäume bestäuben. Von Hand um wenigstens ein paar Lebensmittel zu züchten. Sehnsüchtig wünscht sie sich ein anderes Leben für ihren drei Jährigen Sohn Wei-Wen. Als es eines Tages doch einen freien Tag für die Menschen im Dorf gibt, beschließt Tao mit ihrem Mann und Sohn ein Picknick im Wald zu machen. Dort geschieht jedoch ein schrecklicher Unfall bei dem Wei-Wen schwer verletzt wird, was genau passiert ist weiß keiner. Wei-Wen kommt ins Krankenhaus, Tao darf aber nicht zu ihm. Sie macht sich schreckliche Vorwürfe, darf auch nicht zu ihrem Sohn. Dann erfährt sie das man ihren Sohn nach Peking in ein anderes Krankenhaus gebracht hat. Mehr erfährt sie nicht. Doch sie macht sich Gedanken. Was ist ihrem Sohn geschehen? Wo ist er und warum hat man ihn fort gebracht? Mutig stellt sie sich diesem Fragen und beschließt ihren Sohn zu finden. Dabei stoßt sie auf viele Grenzen. Wird sie Wei-Wen mit ihrer Liebe, Mitgefühl und Entschlossenheit wieder finden?

Die verschiedenen Geschichten wurden mit sehr viel Gefühl beschrieben, die Charaktere waren sehr gut gezeichnet. Man konnte mit allen drei Protagonisten gut mitfühlen, ich habe sehr mit ihnen gelitten. Was Tao‘s Sohn passiert ist war etwas vorhersehbar, das hat dem Roman aber nicht geschadet. Es war trotzdem sehr interessant zu lesen. Generell bekam man überall wunderschöne Bilder beachrieben, auch wenn es alles sehr traurig war. Ich wurde wirklich mitgerissen und wollte gar nicht aufhören zu lesen. Es war super spannend und interessant. 

Auch hat mich der Roman angeregt mehr über Bienen zu erfahren. Ich muss zugeben das ich immer sehr viel Angst vor Bienen hatte. Aber durch den Roman habe ich soviel über sie erfahren. Wie sie leben, wie nützlich sie tatsächlich sind und das sie gar nicht so bedrohlich sind. Wirklich interessant war auch die Arbeit der Imker. Was sie machen und wie Honig entsteht. Ich wusste das alles nicht. Mich hat wirklich erschrocken wie schnell die Anzahl der Bienen sinkt und das die Menschen auch hier schuld am Aussterben einer unschuldigen Tierrasse sind. Es regt sehr zum nachdenken an.



Fazit

Ein wunderschöner, extrem tragischer Schicksalsroman der nicht nur unterhält, sondern auch die Augen öffnet und informativ ist

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Die letzte Reise der Meerjungfrau

Imogen Hermes Gowar , Angela Koonen
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 29.03.2018
ISBN 9783431040821
Genre: Romane

Rezension:

Als ich mich für dieses Buch beworben habe wollte ich mal etwas anderes lesen und habe damit genau ins schwarze getroffen. Denn anders ist es auf jedenfall. Alleine der  Schreibstil ist sehr ausgefallen und extravagant, versetzt den Leser direkt ins 18 Jahrhundert. Die Geschichte entfalltet sich nur sehr langsam, dennoch möchte man immer weiter lesen und man kann sich gut in die Geschichte fallen lassen. Dieses Buch beweist einmal mehr das man nicht eine permanent hohe Spannung oder viele Cliffhänger braucht um ein Buch interessant, spannend oder gut zu betiteln.
Im Buch gibt es viele verschiedene Charaktere deren Geschichte erzählt wird. Nach und nach kommen diese Geschichten zusammen. So folgen wir Jonah Hancock, einen schüchternen, aber dafür cleveren Kaufmann der Reichtum und Ansehen durch den Fund einer Meerjungfrau erhält. Ebenso lernen wir seine Nichte Sukie kennen, ein junges und aufgewecktes Mädchen das versucht seinen Platz in der Welt zu finden. Dann gibt es Angelica Neal die Kurtisane. Die für ihr Alter recht naive junge Frau träumt von einer Vorteilhaften Ehe die ihr Reichtum beschert. Ihr ehemalige Bordell Mutter Mrs. Chappell führt ein hoch angesehenes Bordell und versucht ihr berühmtestes Mädchen Angelica zurück zuholen. Sie glaubt nicht daran das diese jemals einen Ehemann findet. Auch der dunkelhäutigen Polly verfolgen wir welche als Hure unter Mrs. Chappell arbeitet.
Durch die vielen von Grund auf verschiedenen Charakteren bekommen wir einen tiefen Einblick ins das Leben des damaligen Jahrhunderts. Wie sich die verschiedenen Gesellschaftsschichten benehmen, wie Huren, Kaufmänner, Edelmänner und Emporkömmlinge behandelt werden. Was Frauen damals ertragen musste und wie es sich als Schwarze lebte. Wirklich wunderbar fand ich das viele Personen die gleiche Entscheidungen treffen, aber mit einem ganz anderen Ausgang, der eine Positiv, der andere Negativ. So kann sich ein Amüsiermädchen gut verheiraten, muss ihrer alten Beschäftigung nicht mehr nachgehen, erhält Luxus und Ansehen. Gleichzeitig verlässt ein anderes Mädchen das Bordell, landet allerdings auf der Straße und wird arm und krank. Man bekommt mit wie übel und ungerecht das Leben einem mitspielen kann. Das hat mich am Buch sehr beeindruckt.
Auch toll war das die Autorin komplett gegen die Erwartungen der Leser angeht. So bekommen wir keine hübsche und elegante Meerjungfrau wie wir sie aus Kinderfilmen kennen. Nein, auch wir werden überrascht und staunen. 
Die Geschichte war für mich komplett unvorhersehbar. Ich wusste weder was mich erwartet, noch was als nächstes passieren könnte. Das macht den Roman sehr interessant und durchaus auch spannend. Man fiebert mit, staunt über gewisse Handlungen. Das Ende ist sehr passend und rundet die Geschichte wirklich schön ab.
Das Cover ist wirklich schön gestaltet, ein richtiger Augenschmaus. Allein der deutsche Titel stört mich da er absolut nicht passend ist. Viel besser wäre da die aus dem Englischen Original übersetzte Version ‚Die Meerjungfrau und Mrs. Hancock‘ , denn genau darum geht es. 

Fazit
Ein für mich sehr gelungenes Buch das mir schöne Lesestunden verschafft hat und mich zum nachdenken gebracht hat. Es hat tolle Charaktere und einen gelungenen Schreibstil. Ein Muss für alle die sich gerne verzaubern lassen wollen.

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240 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Dies war eine wirklich schöne und sehr berührende Geschichte die mich sehr zum nachdenken gebracht hat. Nachdenken über unsere Wasser Situation. Nachdenken darüber wie glücklich wir uns über ausreichend Trinkwasser schätzen können. Und darüber was wir Menschen der Natur antun.
Das Buch wird in zwei Zeitebenen und zwei Geschichten geteilt. Einmal haben wir Signe im Jahre 2017, der wir auf ihrer Bootstour von ihrem Heimatdorf zu ihrer ehemaligen großen Liebe folgen. Dabei erfahren wir viel über ihre Kindheit und Jugend und ihrem Kampf die Natur zu schützen, denn sie ist eine Leidenschaftliche Naturschützerin. 
Gleichzeitig wird die Geschichte von David und seiner Tochter Lou im Jahre 2040 erzählt. Es gibt kaum noch trinkbares Wasser, überall flüchten die Menschen aus ihre vertrockneten Heimat. So auch David und Lou. Sie mussten vor einem Feuer flüchten und wurden von Ehefrau und Mutter Anna, sowie von Sohn/Bruder August. Im vereinbarten Flüchtlingslager wollen Vater und Tochter auf den anderen Teil der Familie warten. Wir erleben dort den Alltag der beiden, den Kampf um Wasser und Nahrungsverpflegung. Auf einer der Streifzüge um das Lager herum stoßen die beiden auf ein altes Boot – Signes Boot. 
Nun fragt man sich natürlich wie das Boot von Signe dort hinkam und was David und Lou alles erleben. Werden sie den Kampf um das Wasser überleben?

Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Der Schreibstil ist sehr eigen, dringlich geschrieben. Nur das nötigste wird beschrieben, sodass man ein Gefühl von Dringlichkeit empfindet und die Bedeutung der Geschichte. Man fiebert mit den Charakteren mit, hofft das es ihnen gut ergeht. Signe ist ein vom Alter und Erlebnisse gezeichnete Frau die viel erlebt hat. Man fühlt mit ihr und ist gespannt was sie vor hat. Auch mit David und Lou hat man tiefes Mitgefühl. Getrennt von ihrer restlichen Familie, geflüchtet aus dem eigenen Heim, in der Fremde mit nicht genügend Wasser und Nahrung. Gerade David ist von der Situation total überfordert, gerade im Umgang mit Lou. Man merkt das er noch sehr jung ist und nicht gewöhnt die alleinige Verantwortung für ein kleines Kind zu haben. Aber er meistert seine Aufgabe gut und wächst daran.
Das Ende hat mir auch gut gefallen. Es hat ein eher offenes Ende, aber ein gutes. Es hat gut zur Geschichte gepasst und regt weiter zum nachdenken an.

Fazit
Ein wunderschönes Buch, das zum nachdenken anregt. Es ließt sich schnell und flüßig und hat ein schlüssiges Ende. Absolut kein 0815 Roman und viel zu wenige Seiten für meinen Geschmack.

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Am dunklen Fluss

Anna Romer , pociao , Roberto Hollanda
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486267
Genre: Romane

Rezension:

Wirklich schön finde ich ja das Covee, welches ganz typisch der Stil von Anna Romer zu sein scheint.


Der Einstieg viel mir ziemlich schwer in das Buch, wird dann aber später durchaus spannender. Gerade die Abschnitte aus der Vergangenheit mit Brenna haben mir gefallen.

Schade finde ich dass das Buch ziemlich viele Klischees und auch, oder gerade deswegen, ziemlich vorhersehbar war.

Auch die Charaktere waren für mich zu oberflächlich und ich konnte keine Empathie für sie aufbringen.

Auch das Ende hat für nicht nicht ganz gepasst, es war mir zu oberflächlich.

Im großen und ganzen ein ganz netter Roman.




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Meereswölfe

Evelyne Aschwanden
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei epubli, 14.03.2018
ISBN 9783746707976
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mich unglaublich gefreut auch Evelynes zweites Buch lesen zu dürfen und es hat nicht enttäuscht. Im Gegenteil: es zeigt das es auch noch gute Fantasy Büche gibt!

Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach zu lesen. Man kann gut in die Geschichte eintauchen. Dies verstärkt sich auch durch die Ich Perspektive von Marc. Wir sind mitten in der Handlung drinnen, bekommen direkt mit was Marc erlebt und empfindet. Dies fand ich sehr toll. Die Charaktere sind allesamt gut beschrieben und jede Figur hat ihre Besonderheit. Das Zusammenspiel der verschiedenen Personen ist auch sehr spannend zu beobachten. Auch kann man viele Handlungen und Entscheidungen wirklich gut nachvollziehen.

Die Geschichte selber fand ich auch sehr spannend. Ich hatte absolut keine Ahnung was mich erwartet und habe die vielen Wendungen sehr genossen. Zu keinem Zeitpunkt war irgendetwas vorraussehbar und i h wurde wieder und wieder überrascht. Soetwas schätze ich sehr an Büchern, es macht es sehr viel interessanter zu lesen und auch sehr spannend. Generell war es immer zu spannend, da den Figuren wirklich einiges wiederfährt und man nicht weiß was als nächstes passiert. Auch der Showdown am Ende wurde gut geschrieben und auch das Ende selbst stellt zufrieden. Ein toller Abschluss einer zauberhaften Geschichte.

Fasziniert war ich ja auch vom Cover das wirklich extrem schön gestaltet wurde mit seinen Farben und wirklich gut zur Geschichte passt.

Ich wurde wirklich gut unterhalten und finde das dies Buch eine absolute Empfehlung für Fanatsy Fans ist!! Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin!

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242 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

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Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was mich in diesem Roman erwartete, hätte ich so nie gedacht und ließ sich von mir auch nicht durch den Klappentext erschließen. Ich hatte eine typische Familien Geheimnis Geschichte erwartet, spannend, aber das reguläre halt. Was sich in diesem Buch abspielte hat mich aber ziemlich aus den Socken gehauen.

Es war in seiner Traurigkeit und Ungerechtigkeit richtig grausam und hat mich zutiefst bestürzt.


Der Roman thematisiert zwei Kriegsverbrechen aus der Nazizeit, die durch aus real sind und sich so oder auch so ähnlich tatsächlich abgespielt haben. Verpackt wurde dies in einem Familiendrama. Beide Geschehenisse waren mir unbekannt – und so sind die Opfer auch durch mich zu Vergessenen geworden. Diese Themen haben mich wirklich schockiert und ich habe mich in den letzten Tagen intensiv damit beschäftigt. Ich kann nicht glauben das dies alles wirklich passiert ist und es keine Gerechtigkeit gab. Ich bin der Autorin dankbar den Mut zu haben darüber ein Buch zu schreiben und die Menschheit immer wieder daran zu erinnern das sich die Vergangenheit niemals wiederholen darf!!


Im Roman begegnen wir Vera – eine liebenswürdige Frau die ein wenig den Sinn ihres Lebens verloren und ziemlich Pech bei Männern hat. Als ihre Tante mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus kommt und kurz darauf ihr Cousin tot aufgefunden wird, begibt sich Vera auf Spurensuche. Was ist mit Chris geschehen? Und was hatte er von ihrer Tante gewollt das sie sich so sehr aufregte und einen Schlaganfall bekam? In der Wohnung von Tante Kathrin macht Vera eine interessante und zugleich schockierende Entdeckung. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und muss sich immer wieder die Frage stellen ob ihre Tante wirklich die Person ist für die sie sie gehalten hat. Dabei zeigt sie Mut, Stärke und viel Mitgefühl.


Gleichzeitig lernen wir Manolis kennen. Ein Mann für Aufgaben die vom Recht nicht wirklich gut geheißen werden würden. Er soll für einen geheimen Auftraggeber sehr alte Patienten Akten ausfindig machen und zerstören. Diese Akten befinden sich ausgerechnet im Besitz von Veras Tante und so kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder. Auch Manolis hat eine traumatisierende Vergangenheit die ihn schwer belastet und zu dem Menschen gemacht hat der er ist. Noch ahnt er nicht welche Geschichte diese Akten verbergen, doch auch er ist von der Wahrheit schockiert und sieht sich mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.


Immer wieder wechseln wir die Perspektive zwischen Vera und Manolis, bekommen aber auch Eindrücke aus der Vergangenheit von Veras Tante Kathrin zu lesen, sowie Erinnerungen aus Manolis' Vergangenheit. So offenbart sich nach und nach die komplette Geschichte und die Geheimnisse kommen endlich ans Licht. Dabei verschleihert die Autorin nichts und man bekommt die ganze brutalität genauso mit wie sie sich damals zugetragen hat. Interessant und tief bedrückend zu gleichermaßen.


Fazit


Ein wirklich gelungener Roman, der zum nachdenken anregt. Spannend und gleichzeitig informativ, brutal wie auch Gefühlvoll. Die Autorin versteht es Emotionen einzusetzen und charikatiert ihre Figuren ganz hervorragend. Ich würde mir wünschen noch mehr von Vera und Manolis zu lesen.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

abenteuer, afrika, cramer, liebe, marokko, marrokko, wolkenfraue

Die Wolkenfrauen

Doris Cramer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.12.2017
ISBN 9783764506209
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin hat in ihrem Nachwort diesen wunderbaren Roman so treffend zusammengefasst das ich es hier gerne zitieren möchte, denn besser kann ich das auf gar keinen Fall:


''...dieser Roman beschreibt nicht nur ein Familiengeheimnis und seine abenteuerliche Enthüllung. Es geht auch um die Schrecken von Grenzen und Kriegen, aktuellen wie vergangenen, um verdrängte Erinnerungen und die Auswirkungen für nachfolgende Generationen sowie um das Versagen internationaler Politik. Außerdem erzähle ich von einer großen Liebe und von der Notwendigkeit, sich selbst und einander zu vertrauen.''


Der Roman ist wirklich spannend geschrieben und nimmt viele unerwartete Wendungen. Es kommen immer wieder Geheimnisse ans Licht, aber irgendwie scheinen sie alle nicht zusammen zu passen. Erst gegen Ende des Romans wird einem klar wie die Geschichten der 4 Protagonisten zusammen passen. Dies macht die Geschichte zusätzlich extrem spannend. Amir und Doro stürzen sich von einer Gefahr in die nächste, herrscht doch in Marokko Krieg.Mehr als einmal müssen sie um ihr Leben rennen und flüchten vor Tod und Elend. Es ist erschreckend was die beiden mit ansehen müssen, entspricht es doch der Wahrheit. Ich habe ziemlich viel dazu gelernt, wusste ich zum Beispiel nicht das der Krieg dort so schlimm ist und schon so lange andauert. Durch die Geschichte wird einem erst so richtig bewusst wie sehr die Menschen dort leiden. Wie ungerecht das die Menschen die nichts dafür können immer die sind die es am schwersten haben. Hunger, Heimatlosigkeit und Tod sind dort an der Tagesordnung. Schrecklich. Da ist die wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Doro und Amir nur ein kleiner Trost. Aber kann die Liebe der beiden über diese vielen Hindernisse hinweg bestehen?


Das Buch hat eine wirklich schöne Balance zwischen einem ernsten Politischen Thema und einer geheimnisvollen Familien- und Liebesgeschichte. Das Zusammenspiel der beiden Elemente ist flüssig, informativ und spannend. Lediglich ein paar male war es mir etwas zu Politisch und ich hatte Mühe mich zu konzentrieren weil es mir etwas zu Interlektuell wurde und ich es nicht so recht verstanden habe.


Die Geschichte wird im Buch aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt:


Doro, die nach dem Tod ihrer Mutter erst einmal aus Deutschland flüchten will und ihre ehemalige Dozentin in Marokko besucht.

Ingrid, die in Marokko lebt und dort eine Hilfsorganisation hat, die Mädchen lesen und schreiben beibringt.

Amir, der Wüstensohn, der scheinbar zufällig auf Doro trifft und sich in sie verliebt.

Betty, eine Touristen die in der Wüste sich auf die Spuren der Vergangenheit begibt.


Wir lernen Doro als mutige Frau kennen, die sich in Marokko versucht vom Tod ihrer Mutter abzulenken. Dabei greift sie Ingrid unter die Arme und unterstützt sie bei ihrer Hilsorganisation. Als sie in die Wüste fährt um einem abgelegenem Dorf Spenden aus Deutschland zu bringen trifft sie auf den gutaussehenden und geheimnisvollen Amir. Durch seine verschlossene Art bringt er sie öfters zur Weißglut und doch hat er eine unglaubliche Anziehungskraft auf Doro. Amir interessiert sich brennend für Doros Marokkanisches Amulett welches sie von ihrer Mutter geerbt hat. Was hat es damit aufsich? Als Doro den Wunsch äußert die Wüste zu sehen, entschließt er sich kurzer Hand sie ihr zu zeigen. Was die beiden nicht wissen: durch dieses Abenteuer stürzen sich beide in große Gefahr.

Mehr als einmal hat mir die Autorin während der Geschichte das Herz gebrochen. Gerade das Ende hat es echt in sich und mir sind ein paar Tränchen gekommen. Wunderschön und schrecklich zu gleich!



Fazit:


Dieses Buch ist eine wirklich tolle Geschichte, die nicht nur ein wunderbares Lesevergnügen verspricht, sondern auch noch bildet! Eine perfekte Kombination. Ich habe durch das lesen sehr viel dazugelernt und war gleichzeitig gut unterhalten.

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169 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Ich bin der Hass

Ethan Cross
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404176304
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu allererst muss ich das Cover loben das wirklich schön geworden ist. Diesmal ist die Farbe grau dran und sieht ziemlich toll aus mit der Glossy Optik. Gefällt mir sehr gut!


Das Buch beginnt eine kurze Zeit nach dem Ende des letzten Buches. Demon wurde gefasst und soll von Marcus und Francis in ein Hochsicherheitsgefängniss gebracht werden. Natürlich geht dabei etwas schief. Durch eine unerwartete Wendung zwingt Demon sie dazu einen seiner abtrünnigen Schüler auszumachen und zu entledigen: den Gladiator. Dieser ist derzeit in aller Munde, da er der vermutete Mörder zahlreicher brutal ermorderter Menschen zu sein. Die Opfer werden aufs schlimmste hingerichtet und werden lediglich als unkennbare Leichen wiedergefunden. Zeitgleich verschwinden einige junge Frauen, sowie ein FBI Agent die zuvor Drohungen des Gladiators erhalten haben. Die Shephards machen sich also auf den Weg um herrauszufinden wer der Gladiator ist und wo man ihn finden kann. Im Laufe der Handlungen erhalten sie unerwartete Hilfe von einem Privatdetektiv, der ebenfalls die vermissten Frauen sucht. Dabei begeben sie sich in so einige Gefahren.


Zeitgleich wechseln die Perspektiven immer wieder zu einer der verschwundenen Frauen: Corin Campbell, sowie zum FBI Agenten Agent Fuller. Durch ihre Augen erleben wir die grausamen Taten des Gladiators und müssen so einige Foltereien miterleben. Dabei stellt sich immer wieder die Fragen: Wer ist der Gladiator? Was hat er vor? Wird Corin überleben? Kommen Marcus und Ackermann rechtzeitig auf die Lösung des ganzen?


Die Fragen werden alle bis zur den letzten Seiten nicht aufgelöst und es kommt zum spektakulären Showdown das es zutiefst in sich hat. Dies löst einen unglaublich hohen Spannungsbogen aus der sich das ganze Buch über halten kann. Genau wie die Shephards tappt man bis zum Schluss im dunkeln und hält den Atem an wenn es um Leben und Tod geht.


Am besten gefiel mir wieder die äußerst lustige Art von Francis junior Ackermann, trotz das er so ein brutaler Serienmörder ist hat er eine ziemlich humorvolle Art die ihn eigentlich schon extrem symphatisch macht. Ziemlich oft habe ich mich im Verlauf der Geschichte gefragt ob er anfängt Gefühle für Emily zu entwickeln...?

Marcus ist immer noch Marcus und ging mir mit seiner sturren Art ziemlich oft echt auf die Nerven. Ich würde mir wünschen das er mehr vertrauen in seinen Bruder hätte und das er sich mal etwas mehr um seine Gesundheit kümmert und auch um Maggie.


Appropos Maggie, wieder erfahren wir etwas mehr über den sonderbaren Fall um ihren entführten Bruder und den Taker. Ich habe das Gefühl das wir im nächsten Band endlich erfahren was damals alles geschehen ist. Zu schade das es noch eine Weile hin ist bis das neue Buch erscheint.


Der Showdown am Ende hat mir auch ectrem gut gefallen. Es ist alles auf den Punkt geschrieben und an hat das Gefühl das alles rasend schnell vorran geht und man kaum Zeit hat hinterher zu lesen. Gefiel mir richtig richtig gut. Trotz der Grausamkeiten hatte ich sehr viel Spaß beim lesen.


Fazit


Ein erneutes Meisterwerk von Ethan Cross und für mich bis jetzt der beste Band aus der Reihe und auch generell von Ethan Cross. Unglaublich gut geschrieben!!

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176 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ja wie fange ich diese Rezension bloß an? Ich bin so endlos begeistert von diesem Buch! Ich hatte es in 2 Tagen durchgelesen weil ich es einfach nicht weglegen konnte.

Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit als Komissar Bjarne Haverkorn zu einem Einsatzort gerufen wird wo er ein 14 Jähriges Mädchen vorfindet welche stranguliert wurde. Ihr Name Marit Olls.


Dann wechseln wir in die Gegenwart zu Frida Paulsen. Frida war mir von Anfang an mit ihrer ruhigen Art sehr symphatisch. Sie hat etwas selbstbewusstes, aber gleichzeitig auch etwas sehr verletzliches ausgestrahlt. Eine Kombination die ich irgendwie gut finde. Man merkt gleich das sie etwas schlimmes erlebt hat, aber auch das sie versucht trotzdem oder gerade deshalb sich davon nicht zerfressen zu lassen und das beste aus ihrem Leben zu tun. Was sie meiner Meinung auch ganz gut hinbekommt. Frida ist Polizistin und gerade in der Polizei Akademie um zur Kripo zu kommen – höherer Dienst. So richtig beginnt die Geschichte als Frida einen Anruf von ihrer Mutter Martha bekommt: ihr Vater wurde brutal niedergeschlagen und liegt im Krankenhaus. Frida macht sich auf in ihr Heimatdorf Deichgraben in der Marsch und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.


Immer wieder wechseln die Kapitel die sichtweise zu Bjarne Haverkorn. Sein alter Fall von Marit Olls wurde nie aufgeklärt, da er aber in Deichgraben geschah wird er darauf angesetzt herrauszufinden wer Fridtjof Paulsen, Fridas Vater, versucht hat zu töten.

Auch Bjarne war mir sehr symphatisch. Auch er kommt sehr selbstbewusst rüber, aber auch er hat gleichzeitig etwas verletzliches an sich. Er wirkt oft traurig und niedergeschlagen, in dem Beruf wahrscheinlich auch kein Wunder. Dazu kommt das seine Ehe nicht mehr sehr glücklich ist, seine Frau sehr stark depressiv. Natürlich übernimmt er trotzdem den Fall und trifft so sehr oft auf Frida. Ich finde die beiden harmonieren gut zusammen, ich bin auf die weiteren Bücher gespannt um zu sehen wie die beiden sich zu einem Team zusammen zu schweißen.


Nach und nach erfahren wir das Marit Olls die beste Freundin von Frida war und das diese ihre Freundin damals tot aufgefunden hat. Auch erfahren wir das Frida all die Jahre wusste wer der Mörder ist, dies aber nie der Polizei gesagt hat. Hier stellt man sich natürlich die Frage wer der Täter ist und warum Frida ihn beschützt. Auch fragt man sich ob der Täter etwas mit dem versuchten Mord an Fridas Vater zu tun hat.

Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht und werden aufgedeckt, gleichzeitig geschieht aber auch immer mehr merkwürdige und schlimme Dinge und es kommen genauso viele Geheimnisse und unklarheiten dazu. Der Roman hat ein unglaublich schnelles Tempo welches die Spannung immer weiter steigen lässt. Man kann gar nicht aufhören zu lesen weil man einfach wissen möchte was als nächstes geschieht. So oft klappte mir der Mund auf weil wieder irgendetwas passiert ist oder etwas ungeheuerliches ans Licht kam. Spannung und Herzrasen pur!


Viele male hatte ich ein Verdacht was als nächstes passieren oder auch wer der Mörder sein könnte. Das meiste wurde wieder zerschlagen, ab und zu behielt ich recht, was dem Roman aber nichts an Spannung wegnimmt. Ganz im gegenteil.


Wird Frida dem Kommissar endlich sagen wer der Mörder von Marit ist? Kann Bjarne diesen endlich fest nehmen und ist auch er der Täter der Fridtjof aus dem Weg räumen will? Warum wurde Fridtjof Paulsen überhaupt niedergeschlagen? Und hat dieser Fall etwas mit dem Mord an Marit zu tun?

Fragen über Fragen und ein Höhepunkt jagt den nächsten. Bei diesem Roman wird einem definitiv nicht langweilig!




Fazit


Krimi Fans werden hier auf ihre vollen Kosten kommen, den dieser Roman hat alles was man dafür braucht: ein tolles und uriges Setting, viele spannende Geheimnisse und ein Ermittlerduo das nicht enttäuscht. Ein muss für jeden der sich in eine spannende Welt begeben möchte. Absoluter Pluspunkt: es sind noch sehr viele Folgebänder mit Frida und Bjarne geplant, man muss nicht also zum Glück noch nicht von den beiden Protagonisten verabschieden.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Die erstaunliche Familie Telemachus

Daryl Gregory , Tobias Schnettler
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 23.02.2018
ISBN 9783847906384
Genre: Romane

Rezension:

Ich muss sagen das ich schon lange kein Buch mehr gelesen habe das mir nicht so sehr gefallen hat. Leider ist dies so ein Buch. Von dem Klappentext hatte ich mir eine lustige Coming of Age Geschichte vorgestellt. Ich hatte gedacht das es hauptsächlich um Matty geht und darüber herrauszufinden ob seine Familie auch besondere Talente hat.


Im Endeffekt war es dann so das von Anfang an klar war das jeder in der Familie ein solches Talent hat. Es war also kein Geheimnis. Matty hat in dem Roman nur eine kleine Rolle. Er kommt nicht wirklich oft dran. Der Roman wird aus den verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder erzählt. Diese handeln von Geschehnisse aus der Vergangenheit sowie auch aus der Gegenwart.

Im Mittelpunkt steht dann plötzlich eine Mafia Geschichte. Es geht um Tricksereien, um eine Zusammenarbeit bei der Regierung gegen Kriegsangriffe und um Mafiageschäfte. Also das komplette Gegenteil von dem was man sich unter dem Klappentext vorstellt.


Ich bin leider gar nicht in die Geschichte rein gekommen. Ich hab den ganzen Zusammenhang nicht wirklich verstanden. Mir war es auch zu flach geschrieben, es hat mich nicht berührt. Für mich war es weder tragisch, noch komisch oder spannend oder sonst etwas. Ich möchte von einem Buch in den Bann gerissen werden. Ich möchte unbedingt weiter lesen um herraus zu finden was passiert und das war hier leider überhaupt nicht der Fall. Es hat auf mich keinen Sog ausgeübt.


Auch mit den Charakteren kam ich nicht wirklich zurecht. Familienoberhaupt Teddy war mich ein arroganter Trickser, der sich für den größten Held hält. Frankie sticht mit seinem ständigem depressiven Verhalten hervor und seine Meckerei. Irene war für mich mit ihrer passiven Art sehr unsymphatisch. Der Umschwung zur verliebten Frau mit unsicherheiten war für mich unpassend.

Matty war da eher neutral. Er kam mir nett vor, aber man hatte keine Möglichkeiten ihn wirklich kennen zu lernen.

Einzig Buddy war mir etwas symphatischer. Er klang nett und erschien sehr verletzlich, kümmerte sich aber auf seiner eigenen Weise um die Familie. Trotzdem hatte ich eher immer einen 10 Jährigen vor Augen und nicht einen Ende 20igen.


Warum der deutsche Klappentext so verändert wurde verstehe ich nicht ganz. Im Englischen Klappentext erfährt man sofort das die Familie Talente besitzt und für die Regierung arbeitet und dann mit der Mafia Probleme gibt. Da kann man sich eher etwas drunter vorstellen.


Leider war dieses Buch überhaupt nicht mein Fall. Ich konnte mich nicht in die Geschichte fallen lassen. Sie hat mich nicht gefessellt. Ich habe die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden und konnte für die Protagonisten keine wirkliche Symphatie aufbringen.


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92 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

amanda, amoklauf, beste freundin, drogen, gefängnis, gericht, jugendliche, lehrer, mitschüler, mord, prozess, schweden, stockholm, thriller, verhandlung

Im Traum kannst du nicht lügen

Malin Persson Giolito , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 26.10.2017
ISBN 9783431039931
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Geschichte beginnt im Klassenzimmer kurz nach dem Massaker. Maja erzählt wie es um sie herum aussieht. ''Ausser mir sind alle mit Kugeln durchsiebt.''

Dann beginnt die eigentliche Geschichte. Wir befinden uns 9 Monate später im Gerichtssaal Schwedens in dem Maja wegen Mordes angeklagt ist. Nach und nach erhält der Leser mehr Einblicke in die Tragödie. Es werden immer mehr Details enthüllt. Durch die Rückblicke von Maja wird die Geschichte langsam von vorne erzählt, dort wo alles begann. Wir lernen Maja vor der Tat kennen. Wie sie sich mit Amanda verstand, wie sie in der Schule war und mit ihrer Familie umging und vor allem wie sie Sebastian und seinen Vater Claes kennen lernt. Claes, Sebastian, Amanda und der Mitschüler Samir spielen im Roman eine große Rolle.Immer wieder springt die Geschichte zwischen der Vergangenheit und de Prozess hin und her. Dadurch bleibt ein hoher Spannungsbogen weil man nie die komplette Geschichte erfährt. Dies bleibt so bis zum Schluss. Die Verhandlung dauert das ganze Buch über – drei Wochen – und erst im letzten Kapitel erfährt man ob Maja für schuldig erklärt wird.


Die Protagonistin Maja fand ich als sehr nette und freundliche Person. Sie kam mir als ein fröhlicher Mensch vor, der durch die Ereignisse gebrochen wurde und nur noch ein Schatten ihrer selbst wurde. Sie tat mir extrem Leid und ich konnte mir beim besten willen nicht vorstellen das sie 5 Leute getötet haben soll. Ich stellte mir ziemlich viele Szenarien vor die passiert hätten können, keins davon bestätigte sich. Ich hatte wirklich keine Ahnung was wirklich passiert war. Ich konnte das Buch kaum weglegen weil ich einfach wissen wollte was denn nun genau vor sich gegangen war.


Schön fand ich auch wie die Autorin wichtige und sehr aktuelle Themen in ihr Buch hat miteinfließen lassen. Diese sind zum Beispiel Amokläufe an Schulen, Integration, Familienverhältnisse und Seelische Zustände bei Teenagern. Es kam mir nicht wie eine erfundene Geschichte vor, zu nah liegen die Ereignisse an Geschichten die man leider viel zu oft aus dem wahren Leben kennt, die Autorin schreibt sehr realitätsnahe. Ich musste an viele Fälle der letzten Jahre denken.


Was ich ziemlich schade finde ist der Titel ''Im Traum kannst du nicht lügen''. Dieser ist für mich einfach extrem unpassend, da er mit der Geschichte nichts zu tun hat. Maja sagt lediglich einmal das sie nicht einschlafen möchte da sie dann mit ihren Träumen konfrontiert wird. Viel besser passt da der Schwedische Originaltitel der sich mit TREIBSAND übersetzen lässt. Dies trifft für mich den Nagel auf den Kopf, da sich Maja immer mehr in eine Sache verstrickt und nicht mehr herrausfindet. Immer weiter versinkt sie im Sand der Ereignisse und am Ende scheint das Blutbad die einzige Lösung zu sein. So scheint es zumindest.


Auch war schön zu sehen das eine bestimmte Konsequenz nicht nur aus einer Handlung entsteht. Es braucht viele Anstöße über eine längere Zeit hinweg. Es baut sich aus und wird immer größer, bis der letzte Tropfen das Fass entgültig zum überlaufen bringt. Das wird in diesem Roman sehr deutlich dagestellt.


Mir hat die Geschichte extrem gut gefallen. Ich kam mir selber wie ein Zuschauer im Gericht vor, dem nach und nach die gesamte Geschichte erzählt wird. Nach und nach ergeben die Puzzleteile das ganze Bild. Immer und immer wieder ist man erstaunt über die Entwicklungen und es bleibt spannend bis zur allerletzten Seite.

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Belgravia. Zeit des Schicksals

Julian Fellowes , Maria Andreas
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101956
Genre: Historische Romane

Rezension:

In diesem Buch geht es hauptsächlich um 3 Protagonisten: um die Countess Brockenhurst und das Ehepaar Trenchard. Diese drei Menschen teilen ein riesen Geheimnis welche um die Person Charles Pope spannen. Die Leser erfahren dieses Geheimnis recht schnell im Beginn des Buches. Dies fand ich sehr interessant, da man mitbekommt wie verzweifelt diese drei Charaktere versuchen das Geheimnis zu wahren, während alle anderen krampfhaft versuchen herauszufinden was die drei verbergen und dabei mit den wildesten Theorien daher kommen.


Auch wenn der Leser zu Beginn schon den Kern des Geheimnisses kennt, wird im Laufe des Romans immer mehr enthüllt und man erlebt dennoch so einige Schockmomente. Viele die ich gar nicht erwartet hätte.


Nicht zu kurz kommen hier Lügen und Intrigen. Davon gibt es einige, dabei geht es um Macht, den guten Ruf und der verzweifelte Kampf um die gesellschaftliche Position. Dabei sind vielen Charakteren jede Mittel recht und viele Versuchen durch Lug und Trug das beste für sich herrauszuholen. Geld spielt hierbei auch eine wichtige Rolle.

Dadurch bleibt die Geschichte durchwegs spannend und man möchte zu jedem Zeitpunkt wissen wie es weiter geht.


Auch interessant fand ich wie der Autor grandios die vielen verschiedenen Schichten der Gesellschaft des 19 Jahrhunderts dargestellt hat. Sei es die wirklich Reichen, die gute Mittelschicht oder die untere Schicht der Butler und Zofen. Es war wirklich sehr authentisch geschrieben und man hat sich oft in diesem vergangenen Jahrhundert verloren. Aber wen wundert es auch, ist doch Julian Fellowes der Autor der berühmten Downton Abbey Serie. Auch diese ist einfach grandios und eine Empfehlung an jeden!


Von den drei Hauptprotagonisten ist mir keiner wirklich symphatisch geworden. Ich konnte die vielen Handlungen der jeweiligen Personen nicht nachvollziehen, zu fremd waren mir die gepflogenheiten dieser Schichten und dieser Art des Lebens.

Wirklich symphatisch waren mir Charles Pope und Lady Maria Grey. Sie waren beide herzlich und nett, haben auf ihr Herz gehört und sich nicht von den Regeln der Aristokratie unterkriegen lassen.


Interessanterweise scheint es 2 verschiedene Cover zu geben. Ein dunkel blaues auf dem ein Schloß zu sehen ist das sehr an Schloß Schönbrunn in Wien erinnert und ein hell blaues in dem man ein spaziergehendes Pärchen sehen kann. Ich finde mein Cover, das hell blaue, sehr viel schöner, aber das ist wohl Geschmackssache. Allerdings habe ich mir eine Szene aus dem Buch genauso vorgestellt. Auch der Titel ist im Englischen wie im Deutschen der gleiche geblieben: Belgravia. Finde ich toll das es nicht einen weit entfernten übersetzten Titel gibt. Dies finde ich immer sehr verwunderlich.



Dies war ein sehr gelungenes Buch das mich von Anfang an gut unterhalten hat und mir viele Gedanken bereitet hat. Es war traurig, rührend, berührend, spannend und interessant gleichermaßen. Ich kann dieses Buch jedem Roman Liebhaber empfehlen und hoffe sehr das es verfilmt wird – ich würde es mir definitiv anschauen.

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TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vorweg: ich habe schon lange kein so guten Thriller mehr gelesen. Dieses Buch hat mich echt fasziniert. Schon den Klappentext fand ich super und wurde nicht enttäuscht.


Die Geschichte beginnt etwas verwirrend. Man kennt sich nicht so recht aus und ist ziemlich verwirrt. Die Geschichte fängt an mit dem Brief den Nic bekommt in welchem steht das ihr Vater ihre seit 10 Jahren verschwundenen Freundin Corinne gesehen hat. Also begibt sie sich zurück in ihre alte Heimat um die Wahrheit endlich rauszufinden, da dieser Fall nie aufgeklärt wurde.

Die Geschichte springt dann 2 Wochen vor und erzählt die Geschehnisse dieser Tage rückwärts. So erfährt der Leser nicht nur was in diesen Tagen passiert ist, sondern auch was vor 10 Jahren mit Corinne geschah. Da es ja quasi von hinten anfängt begreifft man die Zusammenhänge nur recht langsam und so bleibt die Spannung wirklich bis zur letzten Seite. Zu keinem Zeitpunkt wusste ich was als nächstes passiert und ich war sehr oft geschockt als ein neues Geheimniss aufgedeckt wurde, eine neue Lüge entlarvt.


Es erfordert etwas Konzentration beim lesen, da man sich oft in Erinnerung rufen muss das man ja gerade beim Vortag ist und der Charakter nicht weiß was am folge Tag passiert ist. So dachte ich zum Beispiel ein paar mal ''Warum ist sie so verwirrt, sie hat ihn doch gestern gesehen'' bis mir einfiel das ich ja am Vortag bin. Das ist aber nur ein kleines Problem und ich finde es umso spannender die Puzzleteile zusammenfügen zu können.


Diese erzählweise erhöht die Spannung einfach nochmal um einiges. Dazu kommt der super Schreibstil der Autorin, er ist einfach packend und zugleich gruselig. Mehr als einmal ging mein Puls schneller weil man einfach total in der Geschichte gefangen ist.

Was ich auch sehr interessant fand, ist das man durch diese Zeitlücke die Protagonistin Nic nicht ganz zu fassen bekommt. Man weiß nicht wie man sie einschätzen soll. Hat sie was mit den verschwundenen Mädchen zu tun? Weiß sie etwas? Oder ist sie doch die symphatische junge Frau die schreckliches erlebt hat und trotzdem den Sprung aus dem kleinen einengenden Dorf geschafft hat?


Das Ende hat mich auch überzeugt. Die Lügen und Geheimnisse lösen sich gut auf und man beendet das Buch zwar ohne größere Fragen, behält aber trotzdem ein mulmiges Gefühl. Wie der Abspann eines Horrorfilms – die Geschichte ist vorbei, aber die unheimliche Musik läuft trotzdem weiter. Schön finde ich auch das man am Ende des Buches nochmal genau drüber nachdenken kann was genau man gelesen hat. Dort fallen auch die letzten Puzzleteile an ihren Platz, warum Nic in manchen Situationen gehandelt hat so wie sie es tat. Beim ersten mal lesen ist man vielleicht etwas irritiert darüber, aber am Ende weiß man warum sie es getan hat. Für mich ist dies sehr gelungen gewesen!


Das Cover ist sehr schön mit dem Wald im Hintergrund der in der Gescichte eine elemntare Rolle spielt. Auch den Titel finde ich absolut passend. Zum ersten mal finde ich den deutschen Titel sogar besser als den englischen Originaltitel: All the missing Girls.



Ein packender und fesselnder Thriller, mit viel Spannungen und Überraschungen und einer überzeugenden Erzählwiese. Ein Muss für Thriller Fans!

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344 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Das Fundament der Ewigkeit

Ken Follett , Dietmar Schmidt , Rainer Schumacher , Markus Weber
Fester Einband: 1.200 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.09.2017
ISBN 9783785726006
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin ein großer Kingsbridge Fan, sowohl die Bücher, als auch die Serien und war dementsprechend sehr begeistert als das neue Buch von Ken Follett das n Kingsbridge spielt erschien.
Ich bin auch gewohnt gut reingekommen. Ich habe mich fast zu Hause gefühlt. Ich finde es einfach toll das die Romane immer wieder in dieses Dorf zurück kommt. Ich finde das einfach total spannend wie man quasi miterlebt wie sich das Dorf immer weiter bildet, alte Geschichten zur Legenden werden und neue Geschichten sich entwickeln.
Sehr gefreut hätte mich ein Stammbaum im Buch – welcher der neuen Charaktere den welche Vorfahren aus Band 1 und 2 haben.
Die neuen Charaktere haben mir auch am Anfang gut gefallen. Es wurde gleich klar auf welcher Seite welcher Mensch steht und ob dieser symphatisch oder eben nicht ist. Auh die Geschichte gefiel mir zuerst sehr gut. Es hatte einen schönen Verlauf und versprach viele Intrigen und sehr viel Spannung.
Leider war dem nicht so. Zwischen den wirklich extrem vielen Charakteren kam es kaum zu einem Konflikt – sie mussten zwar immer wieder einige Rückschläge in Kauf nehmen, aber irgendwie plätscherte es für mich immer nur so dahin. Auch gab es so gut wie keine Intrige gegen einander und selbst die die es gab waren eher sehr langweilig. Die komplette Spannung war komplett auf die historische Geschichte gelegt worden. Klar – Königskriege sind immer voller Spannung und Intigen, aber dies lief halt nur ''nebenher''. Die Charaktere haben dies nicht hervorgerufen. Auch der Zwiespalt zwischen den Protagonisten war sehr wenig. Es gab keinen Disput, keinen Streit. Auch hier liefert die Geschichte natürlich genug Streit, Kämpfe, Morde und so weiter, dennoch lief es auch hier eher im Hintergrund. Ich hätte mir gewünscht das die Charaktere direkter und uch untereinander damit zu tun gehabt hätten.
Durch die riesige Anzahl der Charakteren gab es natürlich auch extrem viele Handlungsstränge. Ab und zu kreuzten sich die Wege dieser vielen Charaktere, aber im großen und ganzen blieb jede Geschichte für sich, lediglich verbunden durch die Politik die jeden natürlich betroffen hatte.Dadurch nahm natürlich auch die länge des Buches zu.
Am Anfang hat mich dies nicht gestört, nach einer Weile jedoch wurde es mir einfach zu viel. Es war zuviel Geschichte, zu viel Information. Zum Schluss hatte ich einfach keine Lust mehr weiter zu lesen. Auch wurden zum Schluss die Kriege – welche einer nach den anderen entfachten – in allen einzelheiten beschrieben. Das war mir einfach zu viel und langweilte mich auch schnell. Sehr schade.
Auch das Ende empfand ich als eher langweilig. Es war doch etwas vorhersehbar und ziemlich fade beschrieben. Ich war froh mit dem Buch fertig zu sein. Was ziemlich schade ist – dadurch das ich Kingsbridge so liebe.



Im Fazit kann ich sagen das mir das Buch einfach viel zu lang war und die Protagonisten gerade in ihren Handlungen zu langweilig waren. Dies war bestimmt auch wegen der enormen Anzahl an Charakteren und Handlungssträngen – schade. Die Tudor Dynastie liefert so viel Stoff zum schreiben – man hätte daraus nicht bloß ein Buch drüber schreiben können und in diesem alles reinquetschen. Das hätte die einzelnen Geschichten deutlich spannender gemacht da man diese wahrscheinlich mehr hätte ausführen können.
Für alle die Ken Follett und auch Kingsbridge lieben ist dieses Buch natürlich ein Must-read, dennoch bin ich leider wirklich nicht so begeistert davon. 

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Die Optimierer

Theresa Hannig
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404208876
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ausführlich Rezension auf: freizeitprinzessin.blogspot.com



Ich fand das Buch großteils recht Interessant weil es extrem zum nachdenken anregt. Allerdings kam selten richtige Spannung auf und so musste ich mich oft zum weiter lesen zwingen. Leider war das Ende für mich extrem schlecht: es wurde zuviel Information auf die letzten 100 Seiten gequetscht damit das Ende irgendwie einen Sinn ergibt. Davon abgesehen halte ich es für absolut unmöglich, auch nicht in einer so technisch hochentwickelten Zukunft. Wäre dies ein Fantasy Roman würde ich es durchgehen lassen, da dies aber nicht der Fall ist, war es für mich kein gutes Ende.


Da dies lediglich der erste Teil ist, kann es gut möglich sein das die Geschichte spannender weiter geht, allerdings weckte Teil 1 keinen großen Wunsch in mir auf mehr.

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