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75 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Wicker King

Kayla Ancrum , Uwe-Michael Gutzschhahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.09.2018
ISBN 9783423762335
Genre: Jugendbuch

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443 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 192 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich das erste Mal von dieser Buchreihe bei Instagram gehört habe, fand ich nicht nur die Covergestaltung wahnsinnig ansprechend, sondern auch die Einbindung von Menschen mit Behinderung in eine Liebesgeschichte. Während meiner Schulzeit wurde von meinen Lehrern viel Wert darauf gelegt den Umgang mit Menschen mit Behinderungen zu lernen, egal ob diese geistig oder körperlich beeinträchtigt waren. So zum Beispiel habe ich 8 Jahre lang mit zwei Autisten in meiner Klasse gelernt und mehrmals wurden Projekttage in einer nahegelegenen Werkstatt für Menschen mit Behinderung durchgeführt. Ich bin zwar kein Experte, aber ich finde die Repräsentation wichtig und habe mich wahnsinnig gefreut, als ich vom Verlag ein Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe.

Darum gehts

Avery und ihre Tochter Hailey ziehen nach Redwood um einen Neuanfang zu starten. Nach einer toxischen Ehe sucht Avery gar nicht mehr nach dem Mann fürs Leben, sondern nur nach einem ruhigen Ort für sich und ihre autistische Tochter. Als sie allerdings kurzerhand in der Tierarztpraxis der O’Grady Brüder eingestellt wird, wird ihr Vorhaben langsam von Cade, dem jüngsten Bruder und Tierarzt untergraben.

Meine Meinung

Der für mich wichtigste Punkt in diesem Buch war die Darstellung der jungen Hailey, einem autistischen Mädchen, das nicht spricht und mit Berührungen nicht gut umgehen kann. Ich habe zwar bereits mit Autisten zu tun gehabt, allerdings hatten meine beiden Mitschüler kein Problem mit Reden; das mit den Berührungen kann ich nicht beurteilen. Ich habe aber doch einige der Wesenszüge von Hailey wiedererkannt, wie ihre etwas längere Reaktionszeit – nur ein bisschen – bevor sie mit jemandem interagiert, genauso ihr ständig umherschweifender Blick. Autismus äußert sich bei jedem etwas anders und oft haben Menschen mit Autismus eine einseitige Begabung. Einer der Autisten aus meiner Klasse konnte zum Beispiel alle Fußballbundesligaergebnisse der aktuellen Spielzeit auswendig, er hatte eine Begabung für Zahlen. Ganz ähnlich wie Hailey im Buch, sie ist einfach unschlagbar bei Tic Tac Toe. Autisten sind keinesfalls dumm, sie verarbeiten Reize nur anders. Wer sich dazu ein bisschen belesen will, kann auf der Webseite von Autismus Kultur vorbeischauen.

Da Autisten aber nicht allein in einer Gemeinschaft sind, wurde auch die Reaktion „normaler“ Menschen von der Autorin thematisiert. Häufig ist es einfach so, dass Andersartigkeit einschüchtert, man weiß nicht genau, wie man mit diesen Menschen umgehen soll und dann können viele Menschen abweisend reagieren und verletzend sein. Gerade Avery hat als Mutter immer die volle Wirkung dieser Reaktionen abbekommen und kämpft verbissen dagegen an, ihre Tochter als merkwürdig oder verkehrt abstempeln zu lassen. Ich fand es toll, wie Avery mit der Behinderung ihrer Tochter umgegangen ist und gleichzeitig versucht hat den Menschen in ihrer Umgebung etwas beizubringen. Im Buch hatte sie dann auch sehr viel Glück, denn nach einigen kleinen Startschwierigkeiten wurde Hailey wunderbar integriert, was auch nicht zuletzt daran lag, dass einer der O’Grady Brüder taub ist und nur durch Gebärdensprache kommunizieren konnte.

Die Handlung ist nichts Sensationelles; Avery muss die Einwirkungen ihres Ex-Ehemannes überwinden, was sehr gut gelöst worden ist. Obwohl Avery jahrelang in einer toxischen Beziehung gelebt hat, sieht sie sich nicht direkt als Opfer, sie ist sich bewusst, dass sie vieles auch zugelassen hat. Das natürlich nicht alles ihre Schuld ist, bringt ihr dann Cade manchmal mehr und manchmal weniger sanft bei. Ich fand es außerdem super, dass Hailey als Tochter für die Beziehung zwischen Cade und Avery so wichtig war, ihr Wohl wurde immer an erste Stelle gestellt und Cade bemüht sich wirklich sehr um sie.

Der Schreibstil wahr sehr angenehm, ich mochte es, wie präsent die Figuren waren und was für ein Händchen die Autorin für witzig-romantische Sätze hatte. Erzählt wird sowohl aus Averys, als auch Cades Sicht, was auch nicht sehr häufig in Liebesromanen vorkommt, mir aber gut gefallen hat. Es herrschte ein absolutes Gleichgewicht, keine Figur war wichtiger als die andere, es ging hier darum die Beziehung und Entwicklung zweier Menschen miteinander darzustellen.

Als letzten Punkt muss ich noch die Bevölkerung Redwoods erwähnen, die wesentlich zur Atmosphäre des Romans beigetragen hat. Ich habe selten einen Roman gelesen, wo so viel Gemeinschaft vorhanden war, obwohl die ständige Neugier aller für die beiden Hauptpersonen manchmal unangenehm war, hatten die Bewohner einen großen Wert in der Geschichte. Unterstützt wurden sie dabei auch ab und zu von den Tieren aus der Tierarztpraxis.

Nachdem ich das Buch nun beendet habe, fühle ich eine Mischung aus Befriedigung, Sehnsucht und Fernweh. Die Redwood-Love-Trilogie spielt in Oregon, zufällig einem meiner liebsten Bundestaaten von Amerika, und Kelly Moran hat es geschafft mit ihrer Kleinstadt ein wunderbares, anheimelndes Setting zu kreieren. Wer Fan von Serien wie Gilmore Girls ist, wo auch das Zusammenleben einer Kleinstadtbevölkerung eine Rolle spielt, wird viel Spaß an diesem Buch haben, denn diese Liebesgeschichte beschränkt sich nicht nur auf Avery und Cade.

Mit ihrem Liebesroman erfindet Kelly Moran nicht das Genre neu, aber durch die authentischen Figuren, lebendige Landschaft und vor allem auch den tierischen Begleitern, hat sie ein Buch erschaffen, dass zum träumen einlädt. Für mich war Redwood Love: Es beginnt mit einem Blick ein kleiner Urlaub für die Seele und ich freue mich sehr auf den Folgeband.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Herr der Ringe: Sonderausgabe

J. R. R. Tolkien
E-Buch Text: 1.568 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2015
ISBN 9783608108514
Genre: Fantasy

Rezension:  
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1.448 Bibliotheken, 75 Leser, 1 Gruppe, 179 Rezensionen

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Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Darum geht’s

Kaz Brekker bekommt einen Job angeboten, der absolut riskant und waghalsig, aber auch sehr ertragreich wäre. Also sucht er sich von den Straßen des Gaunerviertels Ketterdams eine Crew von talentierten und merkwürdigen Gestalten zusammen, um sie in eine so-gut-wie-Tod Mission zu führen. Quer über den Kontinent soll es gehen, nur um im sichersten Gefängnis überhaupt eingebuchtet zu werden.

Meine Meinung

Über die Handlung muss ich wohl nicht mehr viel erzählen, die Gruppe der sechs Tunichtgute ist divers, gefährlich und spannend und ich habe ganz klar Favoriten. Ich habe Jesper mit seinem Humor geliebt, Nina und Inej für ihre ehrliche, zarte Freundschaft (Frauenfreundschaften!) und Kaz dafür, dass man sich so gut wie immer auf ihn verlassen konnte. Matthias finde ich nach wie vor etwas anstrengend, obwohl er eine gute Entwicklung durchmacht und Waylen mag ich, weil er wie ich ist und dann doch wieder nicht, weil er wie ich ist. (Zumindest laut dem Charaktertest auf der Grishaverse-Webseite.) An Inej hat mich ihre Panik ein wenig gestört, obwohl diese wunderbar begründet und dargestellt worden ist.

Wenn ich das Buch nach der Stärke des Plots einteilen müsste, dann wären die Parts 1 und 2 definitiv meine liebsten, dann Part 5 und 6 und der Rest (Part 3 und 4) eher so lala. Die Stadt Ketterdam fasziniert mich definitiv am meisten und alle Szenen dort fand ich super spannend, gefährlich und atmosphärisch. Wann immer die Rede von den Straßen und Brücken, Wasserkanälen und Banden war, habe ich mich zu 100 % dort gefühlt und ich finde die Idee eines Ortes, wo sich die verschiedenen Kulturen mischen und in sowas-wie-Harmonie leben, absolut faszinierend. Ich hoffe sehr, dass Crooked Kingdom viel in Ketterdam spielen wird.

Da es sich bei der Handlung hauptsächlich um den großen Auftrag handelt und die Reise dorthin ein bisschen beschwerlich ist, wird in dieser Zeit viel an Hintergrund zu den Figuren aufgebaut. Ich kann nachvollziehen, warum das so gemacht worden ist und kann nicht sagen, dass es nicht spannend war. Jede der Figuren hatte eine besondere, brutale und auch traurige Geschichte, haben Fehler, aber sind auch bereit zu kämpfen. Dennoch hat es sich an dieser Stelle etwas gezogen, die aufeinander folgenden Rückblicke kamen meines Geschmackes nach zu schnell aufeinander und oftmals habe ich kurz vergessen, wer gerade mit Erzählen dran ist.

Der Schreibstil ist für mich mit der beste Teil an dem Buch, er hat die Geschichte zum Leben erweckt und für mich hat Leigh Bardugo die perfekte Mischung aus Beschreibung und Dialog gefunden, nie habe ich „mehr“ wissen wollen oder etwas unzureichend gefunden. Die Finesse, mit der sie den Einbruch geschrieben hat, beeindruckt mich sehr, all diese irren Ideen wären mir niemals in den Sinn gekommen.

Bis zum Schluss war ich außerdem angespannt, weil irgendwas einfach schief gehen musste und meine Befürchtungen gingen in die richtige Richtung. Ich denke, das ist  einer gewissen Vorhersehbarkeit geschuldet. Vielleicht ist das Teil von Leigh Bardugos Stil, aber immer wenn man denkt, dass toppt sie nicht mehr, setzt sie doch noch einen drauf und dieses Wissen hat vielem den Ernst genommen. Obwohl ich an einigen Stellen überrascht war von der Dreistigkeit mancher Handlungen, hat es mich nie absolut geschockt. Entweder habe ich schon zu viele Romane mit einem ähnlichen Ton gelesen, oder werde einfach zu alt. Es war dennoch schwer von einigen Begebenheiten zu lesen, und ich habe sehr mit den Figuren mitgefiebert, weil die Autorin sie unglaublich gut verkaufen konnte.

Am meisten fasziniert mich immer noch die unterschiedlichen Figuren und die moralischen Grauzonen, die sie beschreiten. Wenn man etwas gut begründen kann, kann man praktisch jedes Verhalten rechtfertigen und das hat Leigh Bardugo in diesem Buch meisterhaft beherrscht. Setzte die Figur nur in eine Welt die grausam genug ist und Zack – Nichts von dem, was sie tut, ist plötzlich mehr schlimm. Dabei passieren in diesem Buch genug schlimme Sachen, auch von einigen sehr detaillierten Grausamkeiten, die ich so ganz bestimmt nicht erwartet hatte. Auf ein bisschen Brutalität sollte man also gefasst sein. (Aber wem erzähle ich das, ihr habt das Buch doch bestimmt schon gelesen, oder?)

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747 Bibliotheken, 46 Leser, 0 Gruppen, 154 Rezensionen

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Save Us

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736306714
Genre: Liebesromane

Rezension:

Darum gehts

Ruby steht unter Schock: Sie wurde von der Maxton Hall suspendiert. Wegen eines Vorwurfes, der falsch ist. Und das weiß auch jeder, außer dem Schulleiter. Aber Ruby wurde dabei nicht als Einzige bestraft, denn auch auf Lydia wartet eine böse Überraschung. 

Meine Meinung

Wären die letzten 80 Seiten nicht gewesen, wäre dieses Buch für mich perfekt gewesen. Ich habe bereits mehrfach betont, dass ich kein Freund von Drama und Intrigen bin und dieses Buch ist erstaunlich frei davon, bis eben auf die letzten paar Seiten. Alles was zuvor scheinbar an Drama gefehlt hat, kommt hier plötzlich zum Tragen und auch wenn es gut gemacht worden ist, hat es für mich die schönen Momente zuvor überschattet. Davor allerdings bekommt man als Leser wunderbar viel Zeit mit seinen liebsten Figuren, beobachtet wie sie sich entwickeln können und durch Kommunikation (Bitte Applaus dafür, dass hier wirklich miteinander geredet wurde und nicht einfach nur Dinge angenommen.) Probleme aus der Welt geschafft worden sind.

Zusätzlich zu den vorhandenen Erzählern James, Ruby, Lydia und Ember erhalten auch Graham Sutton, Wren und Alistair ein paar Kapitel, die einige Handlungsstränge schön abrunden. Graham und Alistair haben keine große Rolle, aber es sind diese Figuren, die der Leser bedingungslos mögen kann und wo es einfach nur Spaß macht, von ihnen zu lesen.

Tatsächlich lösen sich viele der Konflikte aus dem Ende von Band 2 innerhalb weniger Seiten auf, zumindest weniger als von mir erwartet. Die Figuren kommen am Höhepunkt ihrer Entwicklung an und daraus entstehen einige starke Szenen und Momente. James muss sich ein letztes Mal gegen seinen Vater und den Druck behaupten, Lydia muss zu ihren Entscheidungen und Fehlern stehen, Ruby steht endlich laut zu ihren Ansichten und Ember muss einige Entscheidungen bezüglich ihrer Geschwisterbeziehung treffen.

Abgesehen von all den Hormonen und Romanzen, die in dieser Reihe vorkommen, hat die Autorin sich auch die Zeit genommen, über die Wichtigkeit von Freundschaft und deren Höhen und Tiefen zu schreiben. Dieser Aspekt begeistert mich nach wie vor sehr und es war wundervoll zu lesen, wie sich diese Gruppe Freunde wieder zusammenrauft.

Der Mittelteil des Buches gehört zu meinen liebsten. Hier entfalten sich die Figuren richtig, es gibt viele wunderschöne Momente miteinander und große Pläne werden geschmiedet. Der Frieden, den sie sich verdient haben, scheint endlich da zu sein.

Die starke Representation aus Band 2 wird auch hier fortgesetzt und neben einigen wichtigen Botschaften durch Ember und Lydia bezüglich Selbstvertrauen und Selbstliebe, bekommen die Leser nun auch einen Einblick in eine homosexuelle Beziehung und einige Fragen, die damit verbunden sind. Ich hätte gerne noch mehr davon gelesen, kann aber nachvollziehen, dass das dem Handlungsverlauf wenig gebracht hätte.

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, es ließ sich super schnell lesen, hat mit Spannung nicht übertrieben und genug Wohlfühl-Momente für den Leser und die Figuren produziert.

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69 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Ein Sommer auf gut Glück

Morgan Matson , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.04.2018
ISBN 9783570403570
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum gehts

Andie hat für den Sommer alles durchgeplant: Um ihrem Politikervater zu entkommen, hat sie sich für einen Sommerkurs in Medizin angemeldet und zählt seitdem die Tage, bis es los geht. Da alles ändert sich allerdings, als ihr Vater seine Tätigkeit einstellen muss, als ihm Korruption vorgeworfen wird. Denn Andies Platz im Medizinkurs wird ihr verweigert und plötzlich kann sie sich nur noch für einen Gassi-geh-Service bewerben. Dabei hat Andie keine Ahnung von Hunden … 

Meine Meinung

Obwohl ich versucht habe ohne Erwartungen an dieses Buch zu gehen, hat das nicht wirklich funktioniert. Das Cover (Sowohl das deutsche, als auch die englische Originalausgabe) hat den Flair eines luftig, fluffigen Sommerromans vermittelt. Ich habe mit ein bisschen Drama und Tollpatschigkeit gerechnet, aber das war so gar nicht der Fall.

Tatsächlich ist Andie als Protagonistin sympathisch und vorsichtig. Ihr ganzes Leben ist so ausgerichtet und abgestimmt, dass es ihrem Vater und seiner Arbeit als Kongressabgeordneter keine Schwierigkeiten bereitet. Das geht von ihrem Kleidungsstil über Partybesuche (auf denen sie auf keinen Fall mit Alkohol gesichtet werden darf) bis zu ihrer Starbucksbestellung. Die Beziehung zu ihrem Vater ist deswegen aber auch recht kühl, aufgrund seiner vielen Arbeit haben sie kaum Zeit füreinander und haben sich in den letzten Jahren auseinander gelebt. Dafür hatte Andie sehr viele Kindermädchen.

Als nun ein Korruptionsvorwurf laut wird, legt Andies Vater seine Tätigkeit auf unbestimmte Zeit nieder und ist plötzlich viel mehr zuhause und auch sehr viel stärker an Andies Leben interessiert, als zuvor. Während Andie noch mit der Enttäuschung über die Absage ihres Medizinkurses kämpft und händeringend einen neuen Sommerjob sucht, der sich auch auf Bewerbungen und Lebensläufen gut macht, steckt auch noch ihr Vater seine Nase in ihr Leben.

Obwohl ich von der Popularität Morgan Matsons Bücher wusste, war ich dennoch positiv überrascht von Ein Sommer auf gut Glück. Die Autorin schafft es die perfekte Balance zwischen Liebe, Freundschaft und Familie zu finden, denn im Laufe des Buches versuchen Andie und ihr Vater sich wieder näher zu kommen, was teils zu peinlichen Situationen und teils auch zu sehr lustigen und süßen Momenten führt. Obwohl die Einführung in das Vater-Tochter-Gespann alles andere als gut verläuft, entwickelt sich mit der Zeit ganz natürlich eine Beziehung, wo ebenfalls der Tod und die Trauer um Andies Mum thematisiert und aufgearbeitet wird.

Zudem wird auch auf eine tolle Mädchenfreundschaft eingegangen, denn Andie ist Teil eines großartigen Freundinnengespanns, bestehend aus Palmer, Bri und Toby. Neben langen Chatverläufen sind die Freundinnen ein großer Teil der Handlung, sie sind Andies sicherer Hafen und zeigen als wunderbares Beispiel, wie Freundschaft aussehen soll. Es gibt Höhen und Tiefen, aber auch viele klärende Gespräche und die ehrliche Besorgtheit der Freundinnen umeinander ist einfach nur schön.

Der Haupthandlungsstrang des Buches ist aber die Beziehung zwischen Andie und Clark. Clark ist das männliche Loveinterest, obwohl Andie zu Beginn nicht viel mit seinen Fanshirts zu Star Wars und Doctor Who anfangen kann und mit seinem Namen gleich gar nicht (Clark Bruce McCallister). Es stellt sich heraus, dass Clark ein junger Fantasy-Bestseller Autor ist, der das Patrick-Rothfuss-Syndrom hat: Er kann seinen dritten Band nicht schreiben. Clark steckt in einer furchtbaren Schreibblockade und lebt im Haus seiner Lektorin, wo er deren Hund Bertie betreuen muss, hat aber leider gar kein Händchen für Hunde. Als Andie beginnt seinen Hund auszuführen kommen die beiden sich auf sehr süße, stotternde Art näher. Andies Verschlossenheit könnte die Beziehung allerdings beenden, bevor sie überhaupt angefangen hat, denn Clark hält nichts von Floskeln und seichten Themen. Andie muss sich entscheiden, ob ihre Politikertochterfassade sie noch länger glücklich machen kann, oder ob sie nicht endlich etwas wagen soll.

Schlussendlich habe ich von einem 600+ Seiten Buch etwas anderes erwartet, aber der Inhalt macht glücklich und fühlt sich nach Sommer an, weswegen ich nicht zufriedener sein könnte. Wer also noch nicht genug von Sonne, Strand und Meer hat oder schon die Leseliste für den Sommer 2019 plant, dem lege ich dieses Buch ganz sehr ans Herz.

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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959671880
Genre: Romane

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301 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

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To All the Boys I've Loved Before

Jenny Han
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster US, 01.03.2014
ISBN 9781481417754
Genre: Jugendbuch

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265 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Harry Potter and the Chamber of Secrets

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband
Erschienen bei Bloomsbury, 01.01.2000
ISBN B004PLI5SE
Genre: Jugendbuch

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330 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

Tate hatte mal einen großen Bruder – James. Doch als er unter ungeklärten Umständen starb änderte sich für sie vieles. Und sie selbst änderte sich auch. Eine angriffslustige, intensive Tate lebt das Leben nun in vollen Zügen, mit allen Höhen und Tiefen. Da passt ihr ihr selbsternannter Beschützer Trevor gar nicht in den Kram. Und obwohl er sie regelmäßig irre macht, kann sie diese spezielle Novembernacht nicht vergessen … Ich zähle Bianca zu meinem Lieblingsautorinnen, weil sie irgendwie immer schreibt, was ich gerade brauche und dabei nicht zu sehr ins Dramatische abrutscht. Karten auf den Tisch: Dieses Buch ist sehr dramatisch. Aber auf eine sehr erwachsene, ernste Art. Tate und Trevor sind schon ein wenig bekannt, allerdings kann man super als Neu-Leser in das Buch starten, da die Figuren natürlich nochmal vollständig vorgestellt werden. Dieses Buch lebt durch seine zwei Hauptfiguren: Die kampflustige, mutige Tate und den ruhigen, grüblerischen Trevor. Wieder ein Pärchen das zeigt, dass Bad-Boy und Good-Girl nicht der Standard für Liebesromanzen sein müssen, dass auch Frauen den ersten Schritt machen können, forsch sein können und Männer das Recht haben Situationen zu analysieren und zu interpretieren. Das eigentliche Thema des Buches ist sehr erwachsen und beschäftigt sich mit einem emotional aufwühlenden Thema. Der Tod von Tates Bruder hat ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt und sie hat dementsprechend gehandelt. Eigentlich hat sie ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet diese Ungerechtigkeit aufzuklären und das finde ich sehr stark und nachvollziehbar. Ein weiteres Thema in dem Buch sind Drogen- und Alkoholkonsum. Jeder der schon einmal jemanden plötzlich verloren hat, wird diese überwältigende Gefühlswelt, derer sich Tate ausgeliefert sieht, verstehen können und ihren Drang zu vergessen. Auch wenn Tate ein paar schlechte Entscheidungen trifft, was Vergessen und Bewusstseinsverändernde Mittel und die Kombination dessen angeht, hat es sie nie beherrscht, sie war in der Lage ohne all diese Mittel zu funktionieren. Trotzdem gab ein paar haarscharfe Situationen in dem Buch. Trevor hingegen arbeitet hart an sich, um auf eine ganz andere Art zu vergessen. Der sonst so ruhige Kerl hat eine brodelnde Wut und Trauer in sich, die er entsprechend aufarbeitet. Ich hätte ihm niemals zugetraut, was er da tut, aber es ist unglaublich faszinierend! Trevor sollte man nicht unterschätzen. Ein paar kleinere Dinge, die ich toll fand sind, dass TNT kein schlechtes Verhältnis zu ihrer Familie haben, sondern ein sehr Gutes. Viel zu oft werden Eltern verteufelt in New Adult Romanen und ich feiere jedes Buch, das nicht so funktioniert. Ebenfalls schön zu lesen war, dass Lernen tatsächlich Teil des Studiums in diesem Buch ist, dass TNT viele Stunden in der Bibliothek verbringen müssen und wollen. Das war wirklich sehr motivierend. Neben einem angenehm lockeren, selbstkritischen und frechen Schreibstil fand ich in Die letzte erste Nacht besonders die Dialoge der Figuren super, sie waren ein wenig schlagfertiger als bei den anderen Pärchen, was vor allem am Charakter von Tate lag. „Du kannst ihn nicht für den Rest deines Lebens ignorieren.“ – „Ach nein?“ Ich warf ihm einen herausforderndes Lächeln zu. „Sieh zu und lerne.“ – S. 367 Die sehr fesselnde Handlung führte außerdem dazu, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bei Tates Ermittlungen musste ich einfach dabei sein und das so schnell wie möglich. (Wer gerne Krimi-Serien guckt, wird hier seinen Spaß haben. Ich musste immer an Castle denken.) Die ganze Geschichte, die dabei ans Licht kommt hat mich zudem sehr überrascht, mit einer solchen Detailgenauigkeit hatte ich nicht gerechnet und auch wenn ich ab einem bestimmten Punkt vorhersagen konnte, was passiert ist, gab es immer noch kleine Details zu erfahren. Ich mag einen solchen Rätsel-Stil ganz gerne und fand es toll, was die Autorin sich da ausgesucht hat. Wieder einmal beweist Bianca Iosivoni ihr Geschick für Grauzonen und die Frage nach Schuld und Unschuld, was ich schon an ihrem Lyx-Debüt Was auch immer geschieht geliebt habe. Da das große Thema des Buches Vergeben und auch Vergessen ist, ist mir ein Satz ganz besonders im Kopf hängen geblieben, den ich immer noch nicht ganz für mich entschieden habe. „Letzten Endes geht es gar nicht ums Vergeben und Vergessen.“ […] „Es geht darum, ob du diesen Menschen weiterhin in deinem Leben haben willst oder nicht. Wenn du das ganz ehrlich beantworten kannst, dann stellt sich die Frage nach dem Verzeihen gar nicht mehr.“ – S. 385/386 Der letzte Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die Freundschaft. Die Clique ist ein wesentlicher Bestandteil der Firsts-Reihe und jedes Buch fühlt sich wie Nachhause-kommen an. Das sind wahnsinnig nette Menschen, die sich umeinander kümmern, den Rücken freihalten und auch mal einen der ihren verteidigen. Solche Freundschaften gibt es meiner Meinung nach ganz selten und ich freue mich, dass sie in jedem der Bücher eine so große Rolle spielen. Ich mochte Die letzte erste Nacht richtig gerne und freue mich jetzt doch auf Masons Buch, Der letzte erste Song das Ende November erscheinen wird.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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In the Afterlight

Alexandra Bracken
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei DISNEY PR, 28.10.2014
ISBN 9781423157526
Genre: Sonstiges

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306 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Den zweiten und abschließenden Teil der Soul Mates Dilogie von Bianca Iosivoni habe ich sowohl sehnsüchtig erwartet, als auch gefürchtet. Band 1 endete mit einer fiesen Stelle und der Weg der Protagonistin konnte in viele Richtungen führen. Auch düstere. Heute habe ich das Buch beendet und suche immer noch nach einem Sinn in der Geschichte. Seit Rayne von Grey mitgenommen wurde, lebt sie bei den Dunkelseelen. Um sich selbst zu schützen hat sie alle Gefühle und Gedanken an ihr Leben davor weggesperrt. Als sie aber bei einer Mission Colt wieder gegenüber steht, lässt er nicht zu, dass sie sich vor ihrer Vergangenheit versteckt … Band 2 ist genauso spannend, dramatisch und actionreich wie schon Band 1, allerdings konnte es mich nicht halb so gut überzeugen. Neben der Handlung und den jeweiligen Zielen der Figuren haben sich die Probleme von Soul Mates – Flüstern des Lichts vervielfacht, anstatt sich aufzulösen und ich hatte kaum Spaß am Lesen. Viel zu oft saß ich frustriert vor dem Buch und hätte es am liebsten zugeklappt, aber Bianca Iosivoni hat es wieder geschafft den Leser total gefangen zu nehmen. So sehr ich mich auch geärgert habe, ich musste wissen, wie es weiter geht. Neue und alte Figuren tauchen auf, was eine gute Mischung aus Spannung und Komfort ergeben hat. Auch verwischt die Autorin die Grenzen zwischen Richtig und Falsch, Gut und Böse erneut, man kann sich auf Überraschungen aus unerwarteten Ecken gefasst machen. Obwohl es einige neue Schauplätze gab, hätte ich mir gewünscht, die Grenzen von Chicago zu verlassen und neue Teile der Welt zu erkunden, um der Hintergrundgeschichte ein bisschen mehr Substanz zu geben. Denn insgesamt erschien mir die Idee der Seelenverwandten ein wenig lasch in diesem Teil, obwohl die Entstehungsgeschichte genug mystisches Material geboten hätte. Etwas mehr Probleme hatte ich mit der Handlung und insbesondere Protagonistin Rayne. Ich fand, dass es ein paar sehr stereotypische Handlungselemente gab (Es gab beispielsweise einen Vorfall – der meiner Meinung nach – die Handlung einfach nur etwas gestreckt hat um auf ca. 400 Seiten zu kommen.) und hätte gerne mal etwas anderes gelesen. Dennoch haben sie ihren Zweck erfüllt und die Autorin hat alle Fäden am Ende gut miteinander verwoben. Tatsächlich ist mir erst nach dem Lesen klar geworden, wie gut alles zusammengeführt wurde und wie viel Planung hinter den Kulissen gesteckt hat. Nun aber zu Rayne: Ich habe sie absolut nicht verstanden. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen; fand, dass sie niemals ihr Handeln oder das Anderer reflektiert hat und mochte ihre Unentschlossenheit nicht. (Ungefähr 200 Seiten Unentschlossenheit!) Mir fehlte ihr moralischer Kompass, der ihre Entscheidungen hätte beeinflussen sollen und ihr naives Verhalten war ermüdend. Obwohl Figuren ihr mehrmals gesagt haben, was sie wollten, hat Rayne es nicht geglaubt oder überhört und wurde somit mehr als einmal böse überrascht. Mir fehlten an so vielen Stellen Erklärungen, Erläuterungen und ein bisschen mehr Hintergrundwissen. Ich fühlte mich immer, als hätte ich einen wichtigen Satz überlesen, irgendeine Information hat mir gefehlt. Deswegen ergibt für mich auch das Ende nicht wirklich Sinn, denn die Ergebnisse erschließen sich mir nicht, da ich die Gleichung nicht entziffern kann. #MatheVergleich Außerdem las sich das Buch, als hätte man aus einem Generator die zwanzig besten dramatischen Floskeln genommen und alle schön aneinander gereiht. Wie oft ich „Alles war vorbei“; „Wir würden siegen“ und „Du gehörst zu uns“ in verschiedensten Ausgaben gelesen habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Nach einer Weile haben diese Redewendungen leider ihre Wirkung verloren und irgendwann habe ich die wichtigen von den unwichtigen Szenen nicht mehr unterscheiden können. Das hatte zur Folge, dass ich das Finale erst als solches erkannt habe, als es bereits vorbei war. Dieses Buch hätte bestimmt dreimal enden können, so dramatisch war der letzte Satz einiger Kapitel. Obwohl dramaturgisch alles richtig gemacht wurde in Soul Mates – Ruf der Dunkelheit, sticht es aus der Masse der Jugendromane kaum heraus. Der starke Auftakt von Band 1 konnte nicht fortgesetzt werden, was ich wirklich Schade fand.

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604 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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Fangirl

Rainbow Rowell
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei GRIFFIN, 10.09.2013
ISBN 9781250030955
Genre: Jugendbuch

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Farbenblind

Trevor Noah , Heike Schlatterer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675903
Genre: Biografien

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Illuminae Files - Obsidio

Amie Kaufman , Jay Kristoff
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Alfred A. Knopf Books for Young Readers, 13.03.2018
ISBN 9780553499193
Genre: Jugendbuch

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

All the Crooked Saints

Maggie Stiefvater
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Scholastic Press, 10.10.2017
ISBN 9780545930802
Genre: Sonstiges

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Cold Princess

Vanessa Sangue
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei LYX, 29.03.2018
ISBN 9783736304369
Genre: Liebesromane

Rezension:

Saphira hat mit ihrer Verantwortung als capo genug zu tun, da passt ihr die gefährliche Anziehungskraft zu einem ihrer Leibwächter gar nicht in den Kram. Madox ist schweigsam und vor allem für seine Brutalität bekannt und spricht Saphira auf eine dunkle Art und Weise an, die sie nicht kennt. Als ein Anschlag sie allerdings zwingt ihn näher an sich heran zu lassen, als sie möchte, kann sie ihren Gefühlen nicht länger aus dem Weg gehen. 

Cold Princess beschäftigt sich mit einer italienischen Mafia-Fehde. Saphira DeAngelis führt nach einem tragischen Unfall die famiglia der DeAngelis an, einer Mafiafamilie in Palermo. Ihre Gegenspieler sind die Vargas, die sich vor allem durch unnötige Gewalt und Skrupellosigkeit auszeichnen. Nebenbei lässt die Autorin die italienische Begriffe für die Mafia-Rollen einließen, was es für mich (als nicht-italienisch-Sprecherin) sehr authentisch hat wirken lassen.

Saphira ist kein Unschuldslamm, das kann sie gar nicht sein, als Frau in einer Machtposition, die sonst von Männern dominiert wird. Dieser Aspekt hat mir bis zu einem gewissen Punkt sehr gut gefallen. Saphira verkörpert eine ausgesprochen starke, zielgerichtete und ehrgeizige weibliche Protagonistin, die mit den Rollen der Geschlechter in der Mafia-Welt bricht. Dass die Autorin so mit den Geschlechterrollen spielt und versucht aufzulösen, finde ich lobenswert, allerdings hätte sie ihre Bemühungen auch auf die anderen weiblichen Figuren ausweiten können. Neben Saphira trifft man noch die besorgte, schwangere und zu-Hause-sitzende Frau an und die Mafia-Tussie Rabia, die das Klischee von Blond und Oberflächlich perfekt erfüllt und sich besonders durch ihre schicken Kleider und Absatzschuhe auszeichnet. Besonders ironisch ist dieser Punkt, weil in der Lebensgeschichte Rabias davon geredet wird, dass man sie aus Amerika und der dortigen Mafiaszene weggebracht hat, weil ihre einzige Karrieremöglichkeit dort eine Heirat war. Im Verlauf des Buches arbeitet sie auf eine Heirat hin und scheint sonst keine nennenswerte Position zu bekleiden.

Der Schreibstil ist recht schlicht, funktioniert aber in diesem Roman sehr gut. Erzählt wird aus der dritten Person, so hatte die Autorin die Möglichkeit verschiedene Figuren von beiden Seiten zu Wort kommen zu lassen und konnte ein angenehmes Netz aus Intrigen spinnen.

Neben dem immer währenden Machtkampf der Familien gibt es auch eine Liebesgeschichte. Obwohl der Begriff „Liebe“ hier wohl etwas unangebracht ist und der eigentliche Grund, warum mir das Buch im Vorfeld Bauchschmerzen bereitet hat. Denn zuallererst begrüßt die Autorin den Leser in einem Vorwort, wo sie vor Gewalt und Brutalität beim Sex und anderen Dingen warnt, sowie vor „einvernehmlichen nicht-einvernehmlichen“ Sex. Das war meine erste - und letzte - Berührung mit der Kategorie Dark Romance. Ich wollte und will kein Buch über eine Vergewaltigung lesen.

Allerdings wollte ich schon wissen, wie genau sich diese Ankündigung dann entfaltet, denn Romane wie "50 Shades of Grey" haben die breite Masse ja auch begeistern können. Ich habe mich gefragt, wie ein so bekannter Verlag mit einer solchen Prämisse umgeht und ob das deutsche Publikum dieses Buch annimmt. Kann man so etwas lesen, akzeptieren, wenn es sich mit den eigenen Vorstellungen und Grundsätzen so sehr schneidet? Wie ist die Rolle der Frau in einer solchen Situation dargestellt?

Bevor ich allerdings meine Gedanken zur Liebesgeschichte erläutere, möchte ich noch ein paar allgemeinere Dinge zum Buch sagen.

Ich bin großer Fan von amerikanischen Krimiserien und war daher mit dem Prinzip von Mafia und Blutrachen vertraut, weswegen diese Art von Gewalt und Kampf für mich nichts Neues war und mich nicht schocken konnte. Der Krieg zwischen den Familien wurde noch nicht so stark betont, es war eher ein gegenseitiges Pieken, Provozieren, wann hat die andere Familie genug und setzt zu einem großen Anschlag an?

Ein riesiges Problem für mich war allerdings die fehlende Bindung zu den beiden Hauptfiguren, Saphira und Madox. Mir fehlte ein persönlicher Bezug, da weder Madox noch Saphira irgendwelche Hobbys oder Beschäftigungen neben der Mafia und ihrem Sex haben. Natürlich verstehe ich, das es schwer ist, als Mitglied einer sich im Krieg befindenden Mafiafamilie, ein Hobby zu pflegen, aber irgendwo muss auch ein Mafioso mal abschalten können. Ob das nun ein bisschen kochen, lesen oder nur spazieren gehen ist. Mir hat ein bisschen Materie gefehlt, die Figuren schienen nur aus Trauer, Schuldgefühlen und Mafia zu bestehen. Sie kamen mir recht flach vor, durchscheinend, alles über die Figur wurde sofort klar und das war nicht viel. Mein Ansporn weiterzulesen war deswegen sehr gering.

Nun zum spannenden Punkt des Buches: Gewalt beim Sex. Hier muss jeder Leser selbst entscheiden, was für ihn zu viel ist, ich hatte nach einigen Startschwierigkeiten (Gedanken in die Richtung: Will ich das wirklich lesen? Das ist anders als ich mir das vorgestellt habe.) keine Bedenken mehr. Denn obwohl Saphira bei der Sache nicht ganz wohl ist, weil es sie emotional zu sehr fordert und sie ihre Rüstung Madox gegenüber ablegen muss, geschieht nichts, dass sie später oder während des Sex bereut. Für sie war das alles okay, da sie schon seit langem eine selbstzerstörerische Ader hat. Die Autorin hat Saphira dabei sehr gut beschrieben, denn sie kann bei Madox für eine Weile ihre Rolle als capo ablegen und entspannen. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber mit Madox kann sie Frust und Schmerz abbauen, hat ein Ventil für all die Gefühle, die sie den ganzen Tag über verstecken und herunterschlucken muss. Und Madox bleibt nicht für immer der gefühlskalte dominante Kerl. Als er Saphira besser kennen lernt und einen sehr persönlichen Moment beobachtet, beginnt er zu verstehen, was hinter ihrer Maske alles vorgeht und passt sein Verhalten an. Von einer Liebesgeschichte würde ich deswegen aber noch nicht reden, es fühlte sich eher wie eine Therapie an. Und ein bisschen auch wie eine Sucht, das sie natürlich nicht mehr die Finger voneinander lassen konnten.

Eine Triggerwarnung ist trotzdem angebracht: Von Würgen bis Blut über Fesselspielchen ist alles dabei.

Die vorherrschende Handlung setzt sich aus Intrigen, Erinnerungen und Spionage zusammen. An sich eine gute Mischung, aber für mich eben nichts Neues. Da konnte mich die Handlung nicht fesseln, ich hatte die Szenarien schon in x-beliebigen Filmen und Serien in x-beliebigen Auslegungen gesehen. Was mich am Lesen gehalten hat, war der Drang das Buch zu beenden.

Nun der Grund, warum es für mich nur ein 3 Sterne-Buch werden konnte: Die starke Rolle von Saphira nimmt zum Ende hin stark ab, was zum Teil verständlich, zu einem anderen und viel größeren Teil allerdings ärgerlich ist. Gerade in der letzten und sehr starken Szene rutscht Saphira in das typische Klischee der verliebten Frau ab, die vom Spion in den eigenen Reihen total überrascht wird und alle Vorsicht in den Wind schlägt. Da hatte sie schon eine absolut perfekte Möglichkeit für ihre Rache und lässt sich dann auf die vorhersehbarste Weise ablenken. Das Ende war somit für mich leider überhaupt nicht mehr schön oder spannend. Ich war sehr sauer, dass diese vielversprechende Rolle so heruntergestuft wurde und werde - trotz des Cliff-Hangers - nicht weiterlesen.

Ich denke, dass ich mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen bin. Ich kann und will nicht von jedem Autor eine kritische Handhabung von Geschlechterrollen und Stereotypen erwarten, denn immerhin ist es immer noch Fiktion und vorherrschend eine Liebesgeschichte. Dass einige AutorInnen, die ich sehr gerne lese, das durchaus meistens umsetzen hat mich wohl ziemlich verwöhnt.

Wenn man diesen Aspekt mal außer Acht lässt, ist es eine interessante und gut ausgearbeitete Liebesgeschichte, die in einem recht spannenden Setting spielt und die moralischen Konflikte wurden gut gelöst. Trotzdem wird es mein einziges Buch in den Genre und von der Autorin bleiben, da das einfach nicht die Art von Buch ist, von der ich viel mitnehme und über die ich noch lange nachdenken und reflektieren kann.

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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The Upside of Unrequited

Becky Albertalli
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 11.04.2017
ISBN 9780062348708
Genre: Sonstiges

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Game on - Trotz allem du (Game-on-Reihe 4)

Kristen Callihan
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 21.12.2017
ISBN 9783736306356
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine New Adult Reihe wahllos und durcheinander zu lesen, scheint ein neues Hobby von mir zu werden. Denn das heutige Buch ist Teil 4 einer Reihe, die sich um die Mitglieder der New Orleans Football-Mannschaft dreht. Ich kenne die anderen Bände kein Stück, habe nicht mal die Inhaltszusammenfassungen gelesen. Ich behaupte einfach mal, dass deswegen die Rezension eine sehr ehrliche sein wird. Chess musste sich in ihrem Leben schon viele blöde Sprüche zu ihrem Namen anhören. Als Fotografin erweckt das oftmals einen falschen Eindruck und der Quarterback des Footballteams, dass sie nun in einem Nacktshoot ablichten soll, scheint dabei keine Ausnahme zu sein. Chess muss zeigen, wer die Hose anhat, doch auch wenn Finn Mannus gerade nichts trägt, lässt er sich nicht so schnell unterkriegen. Gleich zu Beginn des Buches ist mir vor allem der Schreibstil aufgefallen. Er ist detailliert, hat eine gewisse Tiefe und lässt den Leser wunderbar in die Köpfe der Figuren blicken. Was mich weniger beeindruckt hat, waren die Beleidigungen, die Chess und ihr bester Freund benutzt haben. Wörter wie „Bitch“ gehören für mich nicht in ein freundschaftliches Gespräch und sind schon gar nicht eine Anrede für deinen besten Freunde. Ich weiß, dass das irgendwie ein Trend geworden ist, aber ich kann und will das nicht nachvollziehen oder mögen. Die erste Hälfte des Buches hat sich super gelesen. Es war schnell, spannend und lustig. Die Kabellein zwischen Finn und Chess waren wunderbar witzig und geladen und ich habe richtig Spaß gehabt beim lesen. Die Anziehungskraft, die beide spüren, haben sie langsam zu einer Freundschaft geformt und als Chess plötzlich bei Finn einzieht, können sie die freundschaftlichen Gefühle nicht länger auf diese reduzieren. Allerdings blieb die Beziehung nicht so toll, wie zu Beginn. Vielmehr hat sich der bisher eigentlich sehr schöne und originelle Roman zu einem typischen Abklatsch des Genres entwickelt. Kitschige Szenen, schwülstige Geständnisse und sehr viel Gefühlsdusselei beherrschten plötzlich die Handlung. Das mag ab und zu mal schön und angebracht sein, aber nicht die ganze Zeit über. Ich wollte das nach einer Weile wirklich nicht mehr lesen und habe mich regelmäßig überwinden müssen weiterzulesen. Der Konflikt, der letztendlich auftritt, wurde vor allem von Außenstehenden heraufbeschworen, wie den Teamkameraden von Finn. Alle glaubten besser zu wissen, wie die Beziehung von Finn und Chess laufen soll und haben konstant ihren Senf dazugegeben. Dadurch wurden natürlich den beiden Protagonisten fiese Gedanken in den Kopf gesetzt und ein Teil von Finns Vergangenheit scheint für Chess unüberwindbar. Mir ging das deshalb so gegen den Strich, weil ich es auch im realen Leben nicht leiden kann, wenn andere Leute etwas besser wissen zu glauben. Und hier bekomme unsere Protagonisten von allen Seiten nur Ratschläge, wie sie es nicht machen sollen und das es anders doch viel besser wäre. Ich fand die Beziehungen aller Figuren an manchen Stellen zu übertrieben. Manche Witze wurden zu oft gemacht, zu sehr ausgewalzt. Zudem ist Chess‘ bester Freund bisexuell. Schwärmt er noch zu Anfang des Buches von den Football-Spielern entscheidet er sich schlussendlich für ein Mädchen. Das ist zwar jedem sein gutes Recht, aber wenn schon die Betonung auf die Vorliebe für Männer gelegt wird, kann das Ausweichen auf einen weiblichen Partner schnell falsch wirken. Obwohl die beiden wirklich ein süßes Paar sind. Mir gefiel allerdings, dass eine missglückte Schwangerschaft Bestandteil des Buches war. Ich finde, dass es ein sehr wichtiges Thema ist und außerdem hat es dem Buch eine gewisse Tiefe gegeben, die in meinen Augen viel wett gemacht hat. Insgesamt gebe ich dem Buch eine mittlere Bewertung von drei Sternen, weil es viele gute Stellen hatte, aber leider auch ein paar schlechte.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Das Zeichen des Sturms

Susan Dennard , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.01.2018
ISBN 9783764531898
Genre: Fantasy

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(1.177)

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

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85 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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125 Tage Leben

Tina Köpke
Buch: 330 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 23.02.2018
ISBN 9783903130449
Genre: Romane

Rezension:

Harper beginnt ihr erstes Semester in Little Springs unter einer Bedingung: 125 Tage hat sie Zeit zu beweisen, dass sie fernab ihrer Familie und Gemeinschaft funktionieren kann und ihr Leben leben. Mitbewohnerin Grace ist dabei eine große Hilfe, da sie den Campus bereits kennt und Harper gerne unter ihre Fittiche nimmt. Nur mit dem Nachbar Liam legt sich Harper hin und wieder an, da seine Neigung zu lauten Partys ihren wohlverdienten Nachtschlaf gefährdet.

Im Vorfeld wurde von diversen Bloggern und Rezensenten das Buch bereits gelobt, da es wohl die Klischees des NA-Genre auf die Schippe nimmt und widerlegt. Ich bin aufgrund dieses Statements recht kritisch gewesen, da einige andere Bücher das ebenfalls von sich behauptet haben und meiner Meinung nach nicht erfüllen konnten.

Mein erstes Treffen mit Harper verlief aber recht positiv. Sie hat feste moralische Vorstellungen und hegt einen starken Beschützerinstinkt gegenüber Tieren und Mutter Natur. Ich muss zugeben, dass ich ihre Schlagfertigkeit sehr begrüßt habe, sowas kann zwar schnell unnatürlich wirken, aber da Harper sich von sehr wenig beeindrucken lässt, passten ihre flotten Kommentare in die Gespräche. Damit habe ich bereits einen weiteren Punkt genannt, der mir gefallen hat: Harpers Gelassenheit. Harper bewertet Typen in allererster Linie – und Menschen allgemein – nach ihrem Charakter und Auftreten. Und nicht nach ihren Muskeln. Sie lässt sich also nicht so schnell einschüchtern, was oftmals auch zu sehr witzigen Szenen geführt hat, die nicht immer zu Harpers Gunsten geendet haben. Trotz der vielgelobten Freiheit, die das Collegeleben mit sich bringt, hat Harper einen festen Plan wie gewisse Dinge laufen soll. Eine Beziehung zum Beispiel, will sie in ihrem ersten Semester nicht anfangen. Sie hat gelernt, dass sie selbst an allererster Stelle stehen muss und ein Typ das oftmals durchkreuzen tut. Für ihre Selbstständigkeit kämpft sie in diesem Buch.

Manchmal konnte ich genauso arschig sein wie er. (S. 127)

Harpers Charakter klingt zudem in jedem Satz des Romans mit und ihr Witz und Charme haben mich oft zum Lachen gebracht. Ihre selbstironische Art ist zudem auch sehr erfrischend und begrüßenswert, denn Harper gibt sich keinen Illusionen über ihren Charakter hin. Sie weiß, dass sie Fehler hat und steht dazu. Viele Gedanken kenne ich von mir selber und es war schön einen Blick hinter die schlagfertige Kulisse zu werfen und zu sehen, dass Harper mit denselben Problemchen kämpft wie jeder andere auch.

Liam. Liam passte zu ihm, wie ich fand. So hießen sie doch immer, diese arroganten Typen, die der Welt ihre trainierten Oberarme und ihr heiß geliebtes Sixpack präsentieren mussten, um gewisse andere Stellen zu kompensieren. (S. 16)

Über Liam will ich gar nicht so viel verraten, außer, dass er seinen Charme hat und Harper wunderbar auf die Palme bringen kann. Er ist nicht der stereotype Bad-Boy, den man aus vielen Romanen kennt, aber auch nicht gerade etwas komplett neues. Liam hat ein paar Charakterzüge, die ihn interessant für Harper und Frauen im allgemeinen machen, aber dann besitzt er auch wieder diese netten Seiten, die ihn besonders machen. Ich finde, dass die Autorin mit Liam eine ganz gute Mischung zwischen den Extremen gefunden hat.

Der obligatorische Kampf mit der Vergangenheit und der Unvereinbarkeit mit dem neuen Leben ist dieses Mal etwas anders aufgezogen worden. Tina Köpke ist es gelungen eine sehr subtile Art von Gesellschaftskritik zu üben, die den Spagat zwischen Elternliebe, Respekt und Eigenständigkeit schafft. Dabei spielt auch Religion eine Rolle, wovon ich bisher noch nie in einem New Adult Roman gelesen habe und diese Änderung habe ich sehr begrüßt. Denn auch, wenn Religionen für mich keine Rolle spielen, tun sie das für einen Großteil der Bevölkerung und das in diesem Buch repräsentiert zu sehen, fand ich sehr wichtig. Allerdings muss der Leser hier selbst entscheiden, wie er zu dem Thema Religion steht.

125 Tage Leben ist der New Adult Roman der neben Bücher wie Berühre mich. Nicht ins Regal gehört, weil er so viel mehr ist als das Standart 0815 Produkt. 125 Tage Lebenüberzeugt durch Bescheidenheit, große und kleine Lebensweisheiten und so viel Humor, dass man aus dem Lachen nicht mehr heraus kommt. Leser von Laura Kneidl und Mona Kasten lege ich dieses Buch wärmstens ans Herz.

Mein abschließendes Fazit ist also sehr positiv und ich freue mich auf weitere Romane der Autorin und vor allem aus Little Springs.

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(5)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Furyborn (The Empirium Trilogy)

Claire Legrand
E-Buch Text: 512 Seiten
Erschienen bei Sourcebooks Fire, 22.05.2018
ISBN 9781492656630
Genre: Sonstiges

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(49)

147 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Game on - Trotz allem du

Kristen Callihan , Wanda Martin
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX, 21.12.2017
ISBN 9783736305359
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine New Adult Reihe wahllos und durcheinander zu lesen, scheint ein neues Hobby von mir zu werden. Denn das heutige Buch ist Teil 4 einer Reihe, die sich um die Mitglieder der New Orleans Football-Mannschaft dreht. Ich kenne die anderen Bände kein Stück, habe nicht mal die Inhaltszusammenfassungen gelesen. Ich behaupte einfach mal, dass deswegen die Rezension eine sehr ehrliche sein wird. Chess musste sich in ihrem Leben schon viele blöde Sprüche zu ihrem Namen anhören. Als Fotografin erweckt das oftmals einen falschen Eindruck und der Quarterback des Footballteams, dass sie nun in einem Nacktshoot ablichten soll, scheint dabei keine Ausnahme zu sein. Chess muss zeigen, wer die Hose anhat, doch auch wenn Finn Mannus gerade nichts trägt, lässt er sich nicht so schnell unterkriegen. Gleich zu Beginn des Buches ist mir vor allem der Schreibstil aufgefallen. Er ist detailliert, hat eine gewisse Tiefe und lässt den Leser wunderbar in die Köpfe der Figuren blicken. Was mich weniger beeindruckt hat, waren die Beleidigungen, die Chess und ihr bester Freund benutzt haben. Wörter wie „Bitch“ gehören für mich nicht in ein freundschaftliches Gespräch und sind schon gar nicht eine Anrede für deinen besten Freunde. Ich weiß, dass das irgendwie ein Trend geworden ist, aber ich kann und will das nicht nachvollziehen oder mögen. Die erste Hälfte des Buches hat sich super gelesen. Es war schnell, spannend und lustig. Die Kabellein zwischen Finn und Chess waren wunderbar witzig und geladen und ich habe richtig Spaß gehabt beim lesen. Die Anziehungskraft, die beide spüren, haben sie langsam zu einer Freundschaft geformt und als Chess plötzlich bei Finn einzieht, können sie die freundschaftlichen Gefühle nicht länger auf diese reduzieren. Allerdings blieb die Beziehung nicht so toll, wie zu Beginn. Vielmehr hat sich der bisher eigentlich sehr schöne und originelle Roman zu einem typischen Abklatsch des Genres entwickelt. Kitschige Szenen, schwülstige Geständnisse und sehr viel Gefühlsdusselei beherrschten plötzlich die Handlung. Das mag ab und zu mal schön und angebracht sein, aber nicht die ganze Zeit über. Ich wollte das nach einer Weile wirklich nicht mehr lesen und habe mich regelmäßig überwinden müssen weiterzulesen. Der Konflikt, der letztendlich auftritt, wurde vor allem von Außenstehenden heraufbeschworen, wie den Teamkameraden von Finn. Alle glaubten besser zu wissen, wie die Beziehung von Finn und Chess laufen soll und haben konstant ihren Senf dazugegeben. Dadurch wurden natürlich den beiden Protagonisten fiese Gedanken in den Kopf gesetzt und ein Teil von Finns Vergangenheit scheint für Chess unüberwindbar. Mir ging das deshalb so gegen den Strich, weil ich es auch im realen Leben nicht leiden kann, wenn andere Leute etwas besser wissen zu glauben. Und hier bekomme unsere Protagonisten von allen Seiten nur Ratschläge, wie sie es nicht machen sollen und das es anders doch viel besser wäre. Ich fand die Beziehungen aller Figuren an manchen Stellen zu übertrieben. Manche Witze wurden zu oft gemacht, zu sehr ausgewalzt. Zudem ist Chess‘ bester Freund bisexuell. Schwärmt er noch zu Anfang des Buches von den Football-Spielern entscheidet er sich schlussendlich für ein Mädchen. Das ist zwar jedem sein gutes Recht, aber wenn schon die Betonung auf die Vorliebe für Männer gelegt wird, kann das Ausweichen auf einen weiblichen Partner schnell falsch wirken. Obwohl die beiden wirklich ein süßes Paar sind. Mir gefiel allerdings, dass eine missglückte Schwangerschaft Bestandteil des Buches war. Ich finde, dass es ein sehr wichtiges Thema ist und außerdem hat es dem Buch eine gewisse Tiefe gegeben, die in meinen Augen viel wett gemacht hat. Insgesamt gebe ich dem Buch eine mittlere Bewertung von drei Sternen, weil es viele gute Stellen hatte, aber leider auch ein paar schlechte.

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1.303 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 258 Rezensionen

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kein Buch wurde im Januar so sehnsüchtig erwartet, wie Verliere mich. Nicht von Laura Kneidl. Zumindest von mir. Nachdem Band 1 mich absolut überzeugen konnte, war ich, wie so viele andere Leser auch, wahnsinnig gespannt zu sehen, wie es in Band 2 weitergehen würde.

Sage hat sich von Luca getrennt und steht jetzt den Weihnachtsfeiertagen allein gegenüber. Von ihren Gefühlen überwältigt kapselt Sage sich ab und meidet ihre Freunde. Doch einmal in ihr Leben getreten, lassen diese sich nicht so schnell abwimmeln und dann taucht plötzlich jemand bei ihr auf, den sie so gar nicht erwartet hätte … 

Ich kann leider nicht vermeiden, dass ein paar Spoiler auftreten werden, sonst könnte ich keine ordentliche Rezension schreiben. Seit also gewarnt, wenn ihr das Buch noch nicht gelesen habt.

Ich habe im Vorfeld schon ein paar Rezensionen gelesen und war ganz schön geschockt, was da alles bemängelt wurde. Der Großteil ist zwar positiv, aber einem Autor tun die negativen Rezensionen natürlich immer mehr weh. Ich denke, dass viele mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen sind, denn immerhin konnte der große Knall von Band 1 nicht wiederholt werden: Sages Angststörung. Das ist mittlerweile bekannt und da Sage auch eine gewisse Entwicklung in Berühre mich. Nicht durchlaufen hat, kann das nun auch nicht mehr – in diesem Ausmaß – passieren. Ich bin mit keinerlei Erwartungen an das Buch herangegangen, ich habe mich einfach gefreut Sage wiederzusehen. Tatsächlich fühlten sich die ersten paar Seiten wie „nach-Hause-kommen“ an, es war dieselbe Atmosphäre, dieselbe Sage, dieselben Freunde. Ich kannte sie alle schon und habe mich total gefreut wieder Teil dieser Clique zu sein.

Was mir an Sage so gefällt, ist, dass sie ihre Probleme in allererster Linie versucht mit sich selbst auszumachen. In manchen Situationen ist das zwar nicht immer ratsam, aber der Grundgedanke daran gefällt mir sehr. Was mir weniger gefallen hat, sind Sages Trinkgewohnheiten. Die fand ich schon in Band 1 bedenklich, denn ich finde, dass Sage aus den falschen Gründen Alkohol trinkt. Es entwickelt sich zwar keine Sucht daraus, aber gut ist es trotzdem nicht.

Nichtsdestotrotz hatte dieses Buch einige positive Überraschungen parat. Sages Angststörung ist noch nicht überwunden, aber dieses Mal hat sich die Handlung nicht nur auf Sage konzentriert, sondern auch auf Luca. Es hat mir wahnsinnig gut gefallen, dass beide Hauptfiguren mit sich kämpfen müssen und das sie sich gegenseitig helfen. Denn obwohl Sage sich eine romantische Beziehung zu Luca untersagt, kann sie ihn doch nicht aus ihrem Leben streichen und versucht eine Art Freundschaft zu Luca aufzubauen. Er ist ihr Anker, ihr sicherer Hafen, denn sie kennt ihn und weiß, dass er ihr nie etwas tun würde. Und wie es scheint, braucht Luca nun Sages Hilfe.

Dieser Aspekt der Gleichberechtigung hat mich total beeindruckt und gefreut. Denn wie oft hat der Kerl dem Mädchen geholfen, aber das war es dann auch schon. Sage benutzt ihre gewonnene Stärke, um Luca eine Stütze zu sein – Darf ich an dieser Stelle bitte um Applaus bitten! *Applaudiert begeistert*

Auch Sages Therapiestunden machen eine Veränderung durch, was zu einer sehr tollen Freundschaft führt. Die Andeutung einer entstehenden Homosexuellen Beziehung hat bei mir ebenfalls Beifall ausgelöst und ich würde mich sehr freuen, wenn der Verlag sich entscheidet, auch dieses Buch von Laura zu veröffentlichen. Leser finden würde es bestimmt genug.

Lauras Schreibstil hat mich wieder total überzeugen können, er hat mir sogar besser gefallen, als in Band 1. Ich mag das Tempo, dass sie vorgibt, denn es ist angenehm und natürlich. Hier jagt kein Event das nächste, sondern es ist aus dem Leben gegriffen. Da gibt es dann eben Gammeltage auf der Couch und auch Tage, an denen man gar nicht aus dem Haus will. So gewinnen Szenen mit Luca an Intensität und ich war jedes Mal ganz gespannt und aufgeregt, wenn die zwei sich über den Weg gelaufen sind. Ein paar sehr süße Szenen sind dabei entstanden, die ich auch in Zukunft gerne wieder lesen werde.

Außerdem hat Laura einmal den Sport-Anime „Yuri! on Ice“ erwähnt – da ist dann das Fangirl in mir ausgeflippt. (Falls ihr „Yuri! on Ice“ nicht kennt – Schaut es euch an!)

ACHTUNG SPOILER VORAUS!

Das Finale des Buches hat mich ein wenig überrumpelt, denn wirklich damit gerechnet habe ich nicht. Aber natürlich musste es einen gewissen Abschluss geben. Ich habe gelesen, dass sich manche Leser einen dramatischeren Abschluss gewünscht hätten, aber mal ehrlich: Ich bin total zufrieden, so wie es ist. Denn noch mehr Drama hat Sage echt nicht verdient und man muss meiner Meinung nach nichts ausschlachten, dass auch so gelöst werden kann. Es klares, unkompliziertes Ende ist das Beste, das Sage passieren konnte.

Verliere mich. Nicht ist für mich ein würdiger Nachfolger von Berühre mich. Nicht und ich habe mich sehr gefreut, Teil von Sages Geschichte sein zu dürfen.

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