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68 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

weihnachten, familie, cornwall, schnee, liebe

Schuld war nur der Mistelzweig

Judy Astley , Jenny Merling , Anna-Christin Kramer
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783462048674
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zunächst besticht bei diesem Büchlein das liebevoll gestaltete Cover. Der Klappentext verspricht einen Weihnachts-, Frauen- und Liebesroman, den frau am liebsten mit dicken Socken, Tee und Keksen auf dem Sofa lesen möchte.

Protagonistin ist Thea – frisch getrennt von ihrem Freund Rich, der an seinen Hunden interessierter war, als an der Gründung einer Familie mit ihr. Sie leidet noch unter der Trennung, wobei sie sich ein Leben mit ihrem Ex eigentlich gar nicht mehr vorstellen kann. Zu normal und langweilig war das Zusammenleben.

Theas Eltern – Ex-Hippies – leben nach 40 Jahren Ehe seit einem Jahr „getrennt“ im gemeinsamen Haus und eröffnen den drei Geschwistern bei einem gemeinsamen Essen, dass sie nun die Scheidung einreichen und getrennte Wege gehen wollen. Jeder der beiden hat eine neue Beziehung.

Weihnachten steht vor der Tür und die Eltern bestehen auf einer großen Feier in Cornwall in einem Haus am Meer. Kinder und Enkel, Klein und Groß reisen an und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Eine nicht unmaßgebliche Rolle hat auch noch der Vermieter, Sean, ein früherer Profi-Surfer inne.

Ich will nicht zu viel verraten, doch wer diese Art von Geschichten (oder auch Filmen) kennt, der kann auch schon erahnen, worauf es hinauslaufen wird.

Ein nettes Buch, unterhaltsam auch nicht nur an Weihnachten, doch wer richtig tiefschürfende Stories mag, wird nicht ganz zufriedengestellt sein.

Ich habe es dennoch gerne gelesen und empfehle es als lockere Unterhaltung.

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197 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

thriller, wald, junggesellinnenabschied, mord, ruth ware

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im dunklen dunklen Wald“ ist das Romandebüt von Ruth Ware – bleibt zu hoffen, dass diese Autorin weiterschreiben wird.

Ein sehr dichter Thriller ist ihr gelungen, die Sprache ist flüssig und angenehm, ohne langweilig zu wirken. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubhaft. Der Spannungsbogen sauber herausgearbeitet und so gestaltet, dass der Leser bei der Stange bleibt und sich immer wieder fragt, wie denn dieser Thriller wohl enden mag.

Schwierig ist es, die Handlung zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten. Das wäre grade im vorliegenden Buch sehr schade, denn vieles über die Protagonistin Leonora Shaw wird erst im Laufe der Handlung verraten. Dies ist auch gut so, denn es wurde als Stilmittel wohlüberlegt eingesetzt.

Lee, die sich jetzt Nora nennt, wird überraschenderweise zum Junggesellinnenabschied ihrer alten Schulfreundin Clare eingeladen, zu der sie seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte.  Aus ihr selbst unerfindlichen Gründen entschließt sich Nora aber doch, an dem Wochenende in einer Villa in Northumberland teilzunehmen. Zur Entscheidung trägt bei, dass eine weitere alte Freundin ebenfalls kommt.

Schon das Eintreffen der Gäste, die unterschiedlicher nicht sein könnten, im Glass House und diese Villa selbst, erzeugt beim Leser ein gewisses subtiles Unwohlsein, das sich im Laufe des Wochenendes immer mehr steigert. Vieles mag darin begründet sein, dass die unterschiedlichen Gäste, jeder auf seine Art, mit Bemerkungen, Spitzen und Anzüglichkeiten nicht hinter dem Berg halten. Die Organisatorin der gesamten Veranstaltung, die quirlige Flo, entpuppt sich zum Beispiel als psychisch ziemlich angeschlagene Persönlichkeit.

Wie gesagt, ich möchte keinesfalls etwas verraten. Fakt ist, dass der Höhepunkt des Wochenendes ein sehr negativer ist und dazu führt, dass sich die meisten der Protagonisten in einem Krankenhaus wiederfinden.

Nora selbst leider unter Gedächtnisverlust und verzweifelt an ihren erfolglosen Anstrengungen, ihr Gedächtnis wiederzufinden.

Mehr soll nicht gesagt werden. Nur eines noch: absolute Leseempfehlung von meiner Seite!

 

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(53)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

kochbuch, frühstück, rezepte, kochen, backen

sweet & salty

Andrea Martens , Jo Kirchherr
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 15.08.2016
ISBN 9783038009436
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Kochbuch aus dem AT Verlag hat mich zunächst durch seine Haptik überrascht. Es ist kein Hard-, sondern ein Flexcover und liegt angenehm in der Hand. Die Schrift ist fast plastisch und fühlt sich glatter an, als der Rest des Einbandes.

Das Cover verspricht ein besonderes Kochbuch – zum einen die Gegensätze „Süß“ und „Salzig“, der witzige Zusatz „Frühstück für den ganzen Tag“ und zum anderen eben auch die schöne Schrift und das ansprechende Foto.

Knalliges Pink beim Öffnen des Buches lädt zum Weiterstöbern ein. Die Kapitelüberschriften und die kleinen lustigen Anmerkungen machen das Buch ansprechend. Die Autoren erklären zunächst, wie es überhaupt zu diesem Buch kam. Sweet & Salty – dieser Gegensatz, der die Geschmacksknospen kitzelt und anregt und der einfach mal etwas ganz Anderes ist.

Mit Smoothies geht es los, Waffeln, Pancakes, Crepes und Brote, Toasts, Ofengerichte und Rezepte für den größeren Hunger sind im Buch enthalten.

Das Ganze höchst ansprechend fotografiert, so, wie es heute gewünscht wird, dabei gut und nachvollziehbar beschrieben und mit der einen oder anderen Anmerkung garniert.

Ab und zu klingen die Zusammensetzungen der Rezepte fast verrückt, aber schon wieder so, dass man sie einfach ausprobieren muss. Ich werde mich nach und nach durch das Buch kochen, da bin ich ganz sicher!

Hier kann nichts schief gehen: ob als Geschenk an eine Party-Maus, den Hausherrn, der gern frühstückt oder einfach nur für sich selbst. Dem Verlag und natürlich der Autorin und dem Fotografen ist ein junges, lebendiges Kochbuch gelungen, das alle Altersgruppen ansprechen dürfte.

 

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

thriller, psychiatrie, mord, psychothriller, antonia fennek

Schwarzweiß

Antonia Fennek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 15.01.2015
ISBN 9783802595332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei Schwarzweiß handelt es sich um einen Serienkiller-Roman, bei dem einmal mehr die Protagonistin selbst ins Visier der Bestie gerät. Obwohl dies zunächst nicht neu ist, ja, bei diesem Genre sogar recht häufig vorkommt, ist die Handlung sehr dicht und überaus spannend. Ich würde sagen, der Autorin ist ein Pageturner geglückt, der sich durchaus mit amerikanischen Thrillern messen kann.
Dr. Regina Bogner ist Ärztin im Maßregelvollzug, das heißt in dem Teil der Psychiatrie, in dem die Unterbringung grundsätzlich im Rahmen eines Strafverfahrens erfolgt.
In den Maßregelvollzug wird Niklas Rösch eingewiesen, der einen besonders scheußlichen Mord an einer dunkelhäutigen Frau verübt hat. Dr. Bogner ist die behandelnde Ärztin und erkennt schnell, dass Rösch keineswegs an einer Form der Schizophrenie leidet, wie seine Einweisungsdiagnose lautet. Schnell wird ihr klar, dass Rösch Dinge über sie weiß, die sie nie anderen Menschen erzählt hat. Schreckliche Dinge aus ihrem alten Leben in Afrika, das sie nach dem Tode ihres Mannes dort zusammen mit ihrer Tochter hinter sich gelassen hatte.
Dr. Rösch drängt die Kollegen, Röschs Diagnose zu überdenken. Bedauerlicherweise wird sie nicht ernst genommen.
Erst als es Rösch gelingt zu fliehen und Reginas beste Freundin zu ermorden, kann sie ihren Oberarzt davon überzeugen, dass etwas ganz und gar nicht stimmen kann.
Doch Rösch rückt ihr immer näher … Hilfe bekommt Regina von einem Mitarbeiter der Botschaft des Sudan und natürlich auch von der Hamburger Polizei.
Im Laufe der Handlung erfährt der Leser zunächst bruchstückhaft, was in Afrika geschah – erst die vielen einzelnen Teile setzen das Puzzle dann zusammen. Reginas und die Reaktionen ihrer Tochter Anabel lassen erkennen, was die beiden Frauen mitgemacht haben.
Ein atmosphärisch dichter Thriller, das Spannung für alle bringt, die gerne in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Nichts für Zartbesaitete!

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kochbuch, vegan, rezepte, katharina seiser, exotisch

Immer schon vegan

Katharina Seiser , Vanessa Maas
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 12.01.2015
ISBN 9783850338561
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon beim ersten In-der-Hand-halten dieses schönen Kochbuches kommt Freude auf! Und – wenn man schon im mittleren Alter ist – auch ein wenig Erinnerung. Das Buch hat einen Leineneinband, so wie es fast alle Bücher früher hatten. Was damals normal war, ist heute ein echter Hingucker: gelbes Leinen mit grünem Druck. Sogar die Lesebändchen präsentieren sich ich gelb und grün.
Das Buch enthält ein hübsch gestaltetes Poster mit einem Schweinchen, das ganz aus Nahrungsmitteln besteht und dem Logo „Echter Geschmack ohne Ersatzprodukte“. Da dies der Grund für mich war, mich überhaupt für dieses vegane Kochbuch zu interessieren, freut mich das Poster sehr.
Die Farben des Einbandes finden sich im Innern des Buches wieder: grün und gelb sind die vorherrschenden Farben, das Grün findet sich sogar in der Schrift. Alle Seiten mit Kapitelüberschriften haben einen gelben Hintergrund.
Nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Vorwort finden wir das Kapitel „Wie der Geschmack ins Essen kommt“. Dies ist ein ganz interessanter Teil des Buches, weil er eben ungewöhnlich ist. Katharina Seiser hat sich mit „Duftig“, „Knusprig/Weich“, „Süß“, „Sauer“, „Salzig“ usw. auseinandergesetzt und schafft somit allgemeingültige Grundlagen, die man in dieser Form selten in einem Kochbuch findet. Umso schön, dass dies hier gegeben ist.
Die Rezepte sind in die Jahreszeiten untergliedert, erweitert noch um das Kapitel „Jederzeit“, das ich ebenfalls sehr pfiffig finde. Die weitere Untergliederung erfolgt in „Kalt“, „Warm“ und „Süß“.
Das Buch enthält über 70 Rezepte aus mehr als 20 Ländern, was wiederum eine sehr große Bandbreite ergibt. Auch trägt jedes Rezept einen Untertitel in der Originalsprache, was die Muttersprachler sicher immer freuen wird. Ergänzend enthalten die Rezeptseiten zusätzliche Tipps und Varianten.
Die Rezepte sind verständlich formuliert und auch für Küchen-Neulinge gut zu verstehen. Das Nachkochen bereitet keine Schwierigkeiten und die Ergebnisse können sich sehen (und schmecken) lassen.
Zum Sehen lassen noch so viel: Das Auge isst ja bekanntermaßen mit und ein Kochbuch wäre nur halb so schön ohne Fotos! Hier ein großes Lob auch an die Fotografin Vanessa Maas und die Setstylistin Gabi Weiss, die dafür verantwortlich zeichnen, dass einem bei der Durchsicht des Buches bereits das Wasser im Munde zusammenläuft.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das sicher nicht nur Veganer zum Nachkochen inspirieren wird.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

belltristik

Bittersweet

Miranda Beverly-Whittemore , Anke Caroline Burger
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.05.2016
ISBN 9783458361473
Genre: Romane

Rezension:

Mabel Dagmar ist an der Uni die Zimmergenossin der kapriziösen und reichen Ev, eigentlich Genevra Katherine Winslow. Ev hat all das, wovon Mabel nur träumen kann: sie ist hübsch, unglaublich reich und beliebt. Mabel ist unscheinbar, pummelig, kommt aus einfachen Verhältnissen und hat keine Freunde.
Obwohl es anfangs undenkbar scheint, freunden sich die beiden ungleichen Mädchen an und irgendwann passiert das Unglaubliche: Ev lädt Mabel in den Sommerferien auf das Landgut der Winslows ein.
Für Mabel wird ein Märchen wahr: endlich kann sie Teil sein der Reichen und Schönen, und im Laufe des Sommers, je länger sie bei den Winslows lebt, fühlt sie sich immer mehr zugehörig.
Mag ihr auch das eine oder andere an dieser Familie merkwürdig vorkommen, es überwiegt nach wie vor der Wunsch, dabei zu sein.
Evs alte Tante Indo, Schwester ihres Vaters, des Patriarchen des Clans, setzt Mabel, die jetzt May genannt wird, auf Familiengeheimnisse an, die es zu lüften gilt. Gelockt von dem Versprechen, ihr ihr Häuschen zu vererben, beißt Mabel an und macht sie an die Recherchen. Mehr und mehr erkennt sie, dass diese Familie Geheimnisse hat, nicht nur eines, nein, viele.
Im fortschreitenden Sommer passieren Dinge, die Mabel daran zweifeln lassen, dass es so erstrebenswert ist, Teil dieser Familie zu sein. Als sie erkennt, was sich wirklich abspielt und abgespielt hat, ist sie bereits viel zu sehr mit der Familie verstrickt. Denn auch Mabel hat ein Geheimnis …
Bittersweet ist ein Roman, den man nicht einfach aus der Hand legen kann. Miranda Beverly-Whittemore schreibt spannend und flüssig bis zum Schluss. Wer Familiengeheimnisse mag, wird dieses Buch lieben.

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(62)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

bodensee, meersburg, jahrhundertwind, petra durst-benning, berlin

Bella Clara

Petra Durst-Benning
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783471350591
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bella Clara ist der dritte und letzte Teil der Jahrhundertwind-Trilogie, der Geschichte um die drei Freundinnen Josefine, Clara und Isabelle. Während Josefine die Hauptperson des ersten und Isabelle die des zweiten Romanes ist, steht nun Clara im Mittelpunkt des Geschehens.
Die Stellung der Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist auch hier wieder Kernthema des Romans.
Dass die Ehe zwischen dem Frauenarzt Gerhard Gropius und Clara, geborene Berg alles andere als harmonisch verläuft, hat sich schon in den Vorbänden abgezeichnet. Inzwischen ist es für Clara nicht mehr auszuhalten, sie wird geschlagen und gedemütigt. Einziger Ausweg ist eine Scheidung, die sie als Frau jedoch nicht aussichtsreich erwirken kann. Kein Gericht würde ihr Glauben schenken, stünde das Wort ihres Mannes gegen das ihrige. Selbst wenn erwiesen wäre, dass er sie schlüge, würde man ihm dies als Ehemann zugestehen. Um sich doch aus der Ehe zu retten, muss Clara einen Ehebruch vortäuschen – geschieden, aber verachtet, verarmt und verspottet verlässt sie das Gericht. Halt geben ihr nur ihre Freundinnen Isabelle und Josefine.
Clara soll laut Gerichtsbeschluss ihre Tochter Sofie zu sich nehmen dürfen, der Sohn Matthias soll beim Vater verbleiben. Durch einen gemeinen Trick gelingt es jedoch Gerhard Gropius, auch die Tochter bei sich zu behalten.
Clara bricht zusammen, was sich noch zuspitzt, als sie merkt, dass sie in Berlin nie wieder Fuß fassen kann. Die Zeitungen haben ihre Ehre so in den Schmutz gezogen, dass sie keine Anstellung findet.
Erst weit weg von Berlin, am Bodensee, wo niemand sie kennt, außer Lilo, der Fahrradfreundin aus der Jugend, fasst sie wieder Mut. Einige Zufälle ermöglichen ihr einen Neustart mit Pflegeprodukten für Damen. Mehr und mehr arbeitet sich Clara hoch, wird zur taffen Geschäftsfrau.
Eine neue Liebe tut das ihrige – mit guter Reputation und einem Ehemann rechnet sich Clara aus, ihre Kinder wieder zurückzubekommen.
Allerdings folgen weitere Tiefschläge.
Petra Durst-Benning schildert in gewohnt angenehmer Schreibweise ein Frauenschicksal in einer Zeit, in der es für Frauen, zumal alleinstehend, oder gar geschieden, mehr als schwierig war, sich selbst eine Zukunft aufzubauen. Und doch kann es gelingen – gute Freundschaften und der „Jahrhundertwind“ machen es möglich!
Ein schönes Buch für alle, die gerne in der Geschichte stöbern. Ich kann es nur empfehlen und jedem ans Herz legen. Man legt es wirklich erst aus der Hand, wenn es durchgelesene ist!

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106 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

diy, selbermachen, do it yourself, nähen, backen

Hab ich selbst gemacht

Susanne Klingner
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.05.2011
ISBN 9783462042856
Genre: Sachbücher

Rezension:

Zugegeben, als ich den Titel zum ersten Mal las, dachte ich, dass ich es mit einem typischen DIY-Buch zu tun hätte. Das lustige Cover jedenfalls hat mich sofort angesprochen. Auf den zweiten Blick stellte sich dann heraus, dass die Autorin über ihr eigenes Selbstmach-Jahr berichtet, was der Untertitel eigentlich auch schon vermuten lässt.
Susanne Klingner, die als freie Journalistin arbeitet, hatte sich vorgenommen, ein Jahr lang alles, was irgend möglich ist, selbst zu machen. Dabei sollte weder der Lebensstandard leiden, noch wollte sie durch den Selbstversuch unglücklich werden.
Selbst etwas mit den eigenen Händen schaffen, was gehört dazu? Ein Garten, Brot selber backen, Kleidung nähen, Schuhe selbst herstellen, Stricken, Marmelade kochen, Seife machen … - es gibt nichts, was man nicht versuchen kann.
Susanne Klingner berichtet lebhaft und lebensnah von ihren Versuchen, den Rückschlägen und den Erfolgen und zaubert dem Leser immer wieder ein Lächeln und verständnisvolles Nicken ins Gesicht.
Sehr oft habe ich mich in diesem Buch selbst gesehen, denn auch ich mache viel selbst, nicht so viel, wie sie, aber immerhin doch so einiges. Genau das Erlebnis, wenn man von einem Gebäck zum Beispiel, von dem man sich sooooo viel erhofft hatte, hinterher etwas enttäuscht ist, alle anderen es aber supertoll finden, das kenne ich sehr genau.
Gelungen ist eine sehr nette und interessante Darstellung eines ganzen Jahres, die beim Lesen wirklich Spaß macht.
Gewöhnungsbedürftig für mich war anfangs, dass Susanne Klingner ihren Partner oder Ehemann immer als „der Mann“ bezeichnet, seine Mutter als „die Mutter des Mannes“ und so weiter. Doch ich habe mich daran gewöhnt, zumal dieser Mann immer sympathischer wird, je mehr er sich auch auf das Selbstmach-Experiment einlässt.
Die Kapitelüberschriften sind mit einer Art Schreibschrift gestaltet, es gibt ab und zu Skizzen zur Erläuterung und das eine oder andere Lieblingsrezept ist auch enthalten.
Und übrigens: der Teig zu meinem ersten „Faulen Brot“ steht zugedeckt in meiner Küche und wartet auf seine Weiterverarbeitung.

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(93)

201 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

thriller, entführung, mord, neurochirurg, zerrissen

Zerrissen

Juan Gómez-Jurado , Carsten Regling
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2015
ISBN 9783423215879
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Neurochirurg in Washington, nicht irgendeiner, nein, einer der besten seines Fachs gerät in diesem Thriller in den schlimmsten Gewissenskonflikt, in den ein Arzt geraten kann. Er, der den Eid des Hippokrates geschworen hat, er, der Menschenleben retten soll, er soll nun töten, um das Leben seines einzigen Kindes zu retten.
Der Roman beginnt mit dem Ende: Dr. David Evans berichtet aus der Todeszelle. Das deutet darauf hin, dass etwas in diesem Buch ganz gewaltig aus dem Ruder gelaufen sein muss. Der Leser ist von der ersten Seite an gebannt, da er ja wissen will, wie es zu diesem Ende kommt.
Dr. Evans arbeitet in einer renommierten Privatklinik. Nach dem Freitod seiner Frau ist er nicht mehr der Alte, das einzige, was ihm geblieben ist, ist seine kleine Tochter.
Als das Mädchen entführt und ihre Betreuerin ermordet wird, verändert sich Dr. Evans‘ Leben mit einem Mal komplett. Er wird erpresst, doch es geht nicht um Lösegeld, sondern er muss, um das Leben seiner Tochter zu retten, seinen nächsten Patienten bei der Operation sterben lassen, ermorden. Doch dieser Patient ist nicht irgendwer, er ist der mächtigste Mann der USA.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dr. Evans wird überwacht und zwar überall; jeder seiner Schritte ist dem Entführer bekannt. Dieser verfügt über Mittel und Wege, Evans zu steuern und dazu zu bringen, das zu tun, was man von ihm verlangt.
Doch Evans hat nur eine einzige Möglichkeit, Hilfe zu bekommen: seine Schwägerin Kate, die beim Secret Service arbeitet. Als es ihm gelingt, sie zu kontaktieren und ihr seine Lage darzustellen, keimt wieder Hoffnung in ihm auf.
Der Roman ist sehr dicht; immer wieder aus einer anderen Perspektive erzählt, schildert er die Zeit zwischen der Entführung von Evans‘ Tochter und der Operation des berühmten Patienten.
Sauber herausgearbeitet wird die Persönlichkeit von Evans, aber auch die seines Gegners, der klug und sehr gefährlich ist, und doch auch wieder nur eine Schachfigur im großen Spiel.
Beängstigend finde ich im Zeitalter von Hackerangriffen und Abhörskandalen, dass die ganze lückenlose Überwachung, unter der Evans sich befindet, so real ist. Das macht den ganzen Plot so verstörend.
Ich habe das Buch mit großer Spannung gelesen und kann es uneingeschränkt weiter empfehlen. Es kommt ohne großes Blutvergießen aus, ist aber subtil, überaus spannend und sehr nachvollziehbar.

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241 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 82 Rezensionen

stalker, stalking, thriller, you, caroline kepnes

YOU - Du wirst mich lieben

Caroline Kepnes , Katrin Reichardt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei INK, 07.05.2015
ISBN 9783863960797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Joe Goldblum lernt in der Buchhandlung, in der er arbeitet, die Studentin Guinevere Beck, von ihren Freunden einfach nur Beck genannt, kennen. Vom ersten Augenblick ist er fasziniert von ihr. Doch seine Faszination ist nicht die eines normalen Mannes, nein, es ist Besessenheit. Nachdem Beck mit Kreditkarte gezahlt hat, kann Joe in ihr Leben eindringen. Er hackt sich in ihre Mails, in ihren Twitter- und Facebook-Account und weiß sehr bald sehr viel über sie. Er beginnt sie zu stalken und es gelingt ihm auch, zu arrangieren, dass sie sich nahe kommen. Sehr nahe! Joe schreckt vor nichts zurück – gnadenlos „entsorgt“ er, was ihm im Wege steht.
Erschreckend finde ich an dieser Thematik, dass sie leider sehr real ist. Wobei hoffentlich nicht jeder Stalker so weit geht, wie Joe.
Das Cover hatte mich sofort angesprochen, die Thematik fand ich aktuell und interessant. Aktuell, weil Stalking ja leider längst nicht mehr nur in der Fantasie eines Autors vorkommt, sondern eben auch in der Realität.
Zunächst fand ich den Schreibstil mehr als gewöhnungsbedürftig, da ich anfangs gar keinen Spaß daran hatte, ständig nur aus der Sicht des Protagonisten zu lesen und dies auch in immer gleicher Form : „Du betrittst die Buchhandlung … Du lächelst …“ Im Laufe des Buches gewöhnte ich mich aber daran.
Die Ausdrucksweise war mir auch teilweise zu rüde und zu unschön.
Ich lese sehr gerne Thriller, dies war jedoch für mein Empfinden etwas anderes als ein normaler Thriller. Für mich nicht ganz überzeugend, obwohl die Thematik sehr vielversprechend war.

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(40)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

cybermobbing, selbstmord, mobbing, usa, jugendbuch

Ich hätte es wissen müssen

Tom Leveen ,
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 27.07.2015
ISBN 9783446249318
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Victoria Hershbergers Leben ist nichts mehr wie es war. Sie und ihre Familie werden von Reportern belagert, sie ist plötzlich das „fiese Mädchen“, die „Schlampe, die den armen Jungen umgebracht hat“ und noch vieles mehr. Und warum das alles? Tori, so wird sie genannt, hat mit ihrer Clique zusammen via Facebook einen Jungen gemobbt. Natürlich waren es nur Späße, nicht ernst gemeinte verbale Hiebe unter die Gürtellinie – doch für den psychisch labilen Kevin waren sie der Auslöser, dass er sich das Leben nahm.
Tori fühlt sich mehr als ungerecht behandelt. Sie hat schließlich Kevin nicht den Schal umgebunden, ihn nicht aus dem Fenster gestoßen, nicht Hand an ihn gelegt.
Doch nun ist der Abend vor der Gerichtsverhandlung da. Die Familie steht unter Strom. Toris Bruder Jack ignoriert sie nur noch, redet nicht mehr mit ihr. Darunter leidet sie mit am meisten. Er ist schließlich ihr älterer Bruder, dessen Aufgabe es doch wäre, sie in Schutz zu nehmen! Auch von ihren Sport-Team-Kameradinnen ist sie enttäuscht, da diese sich nicht bei ihr melden.
Ganz auf sich fixiert zieht sich Tori zurück. Als ihr Handy klingelt, wird sie mit einem Jungen konfrontiert, der vorgibt, einfach zufällig ihre Nummer gewählt zu haben. Er sagt, er will Selbstmord begehen, außer sie nennt ihm einen guten Grund, es nicht zu tun.
Erst denkt Tori, dass sie einmal mehr am Telefon belästigt wird, und legt auf. Doch der Anrufer, Andy, meldet sich wieder und Tori beginnt ihm zu glauben.
Die Nacht entwickelt sich ganz anders als gedacht …
Das Buch beschäftigt sich mit einem brandaktuellen Thema: Cyber- oder Internet-Mobbing. Leider heute kein Einzelfall mehr und darum auch so aktuell. Auch verbal kann man durchaus Hand an einen anderen Menschen legen, besonders dann, wenn dieser psychisch instabil ist.
„Ich hätte es wissen müssen“ liest sich sehr schnell und flüssig, Tori berichtet in der Ich-Form und man ist als Leser schnell im Bann der Story und möchte wissen, wie sich diese Nacht weiterentwickelt.
Das Cover hätte mich nicht zum Kauf angeregt, ich muss sogar sagen, dass es mir gar nicht gefällt. Doch der Inhalt hat mich mehr als entschädigt. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt und nicht nur Jugendlichen.

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(160)

225 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, norwegen, auftragskiller, killer, oslo

Blood on Snow - Der Auftrag

Jo Nesbø ,
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 25.09.2015
ISBN 9783550080777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

o Nesbo habe ich als den Autor der Harry-Hole-Thriller kennen- und lieben gelernt.
Ich mag seinen Schreibstil, seine Wortwahl und die Art, wie er seine Protagonisten aufbaut während die Handlung läuft.
Darum war ich nun auch auf das neue Buch „Blood on Snow – Der Auftrag“ sehr gespannt. Es ist der Beginn einer Reihe mit kürzeren Thrillern. So hat dieses nur knapp 200 Seiten. Der schwarze Schnitt und das schwarz-weiße Cover mit den gelben Effekten ist gut gemacht und passt zum Genre Thriller.
Das Buch handelt von einem Killer, Olav, der in sich sehr widersprüchlich ist. Auf der einen Seite ist er in der Lage zu töten, aber auf der anderen Seite ist es sensibel, hilfsbereit, mag Bücher und schreibt auch selbst. Seine Kindheit mag dazu beigetragen haben, dass er zu dem wurde, was er jetzt ist. Doch trotzdem er tötet, ist er keiner, der über Leichen geht. Als er den Auftrag erhält, die Frau seines Chefs zu liquidieren, stößt er an seine Grenzen, weil er sich fast sofort in das Opfer verliebt.
Als Person fand ich Olav nicht uninteressant und fand ihn auch nicht platt in der Ausgestaltung. Dass man auf 200 Seiten nicht so viel an einer Person arbeiten kann, wie auf 600, das ist klar.
Diese neue Reihe mit den kurzen Thrillern ist so ganz anders, als ich es seither gewohnt war. Mir hat der Thriller durchaus gefallen, zumal das Ende dann doch nicht ganz so war, wie es sich angedeutet hatte.
Insgesamt bin ich aber kein Freund von dünnen Büchern, ich werde wohl auf den nächsten Harry Hole warten, der hoffentlich irgendwann erscheint.
Empfehlen kann ich das Buch all denen, die ein wenig Angst vor den ganz dicken Schmökern haben und dennoch einen Thriller lesen wollen.
Nesbo schreibt qualitativ gut und das auch in diesem Buch!

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(146)

288 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

zodiac, sternzeichen, fantasy, weltall, romina russell

Zodiac

Romina Russell ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Galaxie Zodiac ist ein Zusammenschluss von 12 Planetenkonstellationen, 12 Häusern, die nach den Tierkreiszeichen benannt sind.
Rhoma Grace, genannt Rho, stammt vom Krebs, wo man den Menschen nachsagt, dass sie immer für ihre Familie da sind. Ganz scheint dies für Rhos Familie nicht zu passen, denn ihre Mutter hat sie verlassen, nachdem sie ihr bereits in frühester Kindheit mehr beigebracht hat, sie härter trainieren ließ, als man es normalerweise mit einem Kind tut.
Rho, inzwischen 16jähriger Teenager hat eine besondere Begabung. Sie kann mehr aus den Sternen lesen, als alle gleichaltrigen Studenten, die mit ihr die Akademie besuchen. Sie gilt als Träumerin, ihre Deutungen stoßen auf wenig Glauben.
Erst als die Katastrophe eintritt, die ihre Geburtsstätte Krebs betrifft und die unglaublich viele Menschen dort das Leben kostet, geschieht etwas, was Rhos Leben komplett verändert: Sie wird die neue Heilige Mutter von Krebs.
Rho sieht eine Bedrohung, die von einem 13. Haus ausgeht – was bisher als Ammenmärchen galt, scheint grausame Wirklichkeit geworden zu sein. Doch wer glaubt schon einem jungen, unerfahrenen Mädchen?
Rho bricht auf, die Wahrheit zu suchen und das Unbegreifliche zu stoppen! An ihrer Seite der Leitstern Mathias Theiß von Krebs und Hysan Dax, Repräsentant von der Waage. Zwei junge Männer, jeder auf seine Art attraktiv.
Romina Russell schreibt in diesem Fantasy-Roman sehr bildhaft; der Stil ist angenehm, nachvollziehbar und klar. Lässt man sich auf all das Neue, das der Roman zu bieten hat, ein, so ist es ein Lesegenuss von der ersten bis zur letzten Seite.
Bestimmte technische Geräte erkennt man in den im Roman genutzten auch wieder, anderes wiederum ist neu und unbekannt und fantasievoll beschrieben.
Obwohl ich mich nicht zu den Fantasy-Fans zählen würde, habe ich den Roman gern gelesen. Die Protagonisten sind sympathisch und nachvollziehbar menschlich. Das Leben in der Galaxie Zodiac futuristisch und doch in vielem vergleichbar mit der Erde, den verschiedenen Erdteilen und ihren Bewohnern.
Ein Leseabenteuer aus dem Weltall, das für mich eine klare Leseempfehlung erhält.

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(22)

26 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

bier, kochbuch, craft beer, hopfen, kochen

Craft Beer Kochbuch

Torsten Goffin , Stevan Paul , Daniela Haug (Fotograf)
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 21.09.2015
ISBN 9783850339438
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch aus dem Brandstätter Verlag ist wieder einmal ein echter Hingucker. Schon das Cover mit den glänzenden Details und dem auf dem Kopf stehende Quadrat mit dem Buchtitel drauf – das so sehr an einen Bierdeckel erinnert – ist einfach nur wunderschön.
Im Inneren des Buches geht es genauso weiter: Die Rezepte nehmen immer eine Doppelseite ein: die Zubereitung auf hellem Grund und daneben ein Foto des jeweiligen Gerichtes. Die Fotos sind Kunstwerke, jedes für sich eine gelungene Komposition.
Dies alles ist schon Grund genug, von diesem Buch begeistert zu sein. Nun kommt aber noch hinzu, dass es zahlreiche Beiträge über das Thema Bier beinhaltet. Dazu noch eine kleine „Gläserkunde“ und die Vorstellung verschiedener kleiner Brauereien. Das finde ich eine schöne Zugabe, denn somit kann man dieses Buch leicht auch einem passionierten Bierliebhaber von männlichem Geschlecht zum Geschenk machen.
Die Rezepte sind strukturiert erklärt und damit auch gut nachzukochen. Ich werde ganz sicher immer wieder eines davon ausprobieren – sei es jetzt mit Bier oder zum Bier gekocht!
Eine klare Empfehlung für alle, die mit dem Thema Bier etwas anzufangen wissen!

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285 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, jenny han, familie, briefe

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16-jährige Lara Jean lebt mit ihren Schwestern Margot (18) und Kitty (9) und ihrem Vater zusammen, ihre Mutter starb vor etlichen Jahren bei einem Unfall. Als Margot, die bis jetzt größtenteils den Haushalt am Laufen hielt und alles organisierte, zum Studieren ins Ausland geht, ist es an Lara Jean, diese Aufgabe zu übernehmen. Da Margot für sie immer ein Vorbild war, fällt es Lara Jean zunächst schwer, ohne ihre Schwester zurecht zu kommen und auch Kitty macht es ihr nicht immer einfach.  Kurz vor ihrer Abreise beendet Margot dann auch noch die Beziehung zu ihrem Freund Josh, der praktisch zur Familie gehört, da alle schon als Kinder befreundet waren. Vor allem Lara Jean ist entsetzt über die Entscheidung ihrer Schwester, war sie doch selbst einmal in Josh verliebt und gab diese Schwärmerei ihrer Schwester zuliebe auf. Wie auch den anderen Jungen, in die sie einmal verliebt gewesen ist, schrieb Lara Jean auch an Josh einen Abschiedsbrief, den sie zusammen mit ihren Gefühlen für ihn in ihrer Hutschachtel versteckte. Niemand sollte diese Briefe je zu Gesicht bekommen, schon gar nicht Jungen, für die sie bestimmt waren. Doch dann verschwindet die Hutschachtel und nur die Briefe tauchen wieder auf – in den Briefkästen der Adressaten.

Es hat mir viel Freude gemacht, „To all the boys I’ve loved before“ zu lesen. Ein lockerer, humorvoller Schreibstil, tolle, vielschichtige Charaktere und ganz viel Highschool-Drama – eben eine richtig schöne Liebesgeschichte.

Und dabei geht es nicht nur um Lara Jeans Schwärmereien, sondern auch um die Liebe zu ihrer Familie, insbesondere zu ihren Schwestern, deren Beziehung zueinander eine große Rolle in der Geschichte spielt. Nicht nur glückliche gemeinsame Momente werden beschrieben, sondern auch Konfliktsituationen innerhalb der Familie, die das Ganze sehr realistisch erscheinen lassen. Grund für den einen oder anderen Interessenskonflikt der Schwestern sind sicherlich ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften. Die quirlige Kitty ist eben noch ein richtiges Kind, dem man eigentlich alle Dummheiten sofort wieder verzeiht, weil sie so ein liebenswertes Mädchen ist. Margot ist die Vernünftige, die mir manchmal fast ein bisschen zu erwachsen vorkam und trotzdem – oder gerade deswegen – eine große Stütze für Lara Jean darstellt. Und unsere Protagonistin, die in Vielem noch sehr unsicher und auch naiv ist, die sich aber im Laufe der Geschichte durchaus weiterentwickelt.

Auch die Jungs, die durch die Briefe eine Rolle in der Geschichte spielen, waren mir sympathisch. Josh von Anfang an, weil er einfach ein guter Kerl ist; man kann verstehen, dass die ganze Familie ihn gerne hat. Und Peter, der ebenfalls einen Brief von Lara Jean erhalten hat, erst nach einer Weile, denn am Anfang mochte ich ihn noch gar nicht. Was natürlich von der Autorin beabsichtigt gewesen sein dürfte.

Wie immer konnte mich auch Jenny Hans Schreibstil überzeugen, ich mag ihren Humor und werde sicher noch mehr von ihr lesen. Auf jeden Fall den zweiten Teil, der hoffentlich bald übersetzt wird und auch das Originalcover behalten darf – denn die sind wirklich wunderschön, genau wie die Geschichte!

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134 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

new york, highschool, dunkle geheimnisse, ich. bin. so. glücklich., amoklauf

Ich. Bin. So. Glücklich.

Jessica Knoll ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei INK, 05.11.2015
ISBN 9783863960865
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

TifAni FaNelli sollte eigentlich glücklich sein. Sie hat alles, was man sich nur erträumen
kann: einen tollen Job beim renommiertesten Frauenmagazin der USA, sie trägt tolle
Kleidung, lebt in einer exklusiven Wohnung in New York und hat einen reichen und
gutaussehenden Verlobten, mit dem die Märchenhochzeit kurz bevorsteht.
Die Beschreibung klang interessant, ein Geheimnis in der Vergangenheit der Protagonistin –
darauf bin ich sofort angesprungen. Auch das Genre Thriller ist für mich immer eine gute
Wahl.
Nun, da ich das Buch gelesen habe, bin ich sehr enttäuscht: TifAni, die sich nur noch Ani
nennt, ist mir bis zum Ende nicht sympathisch geworden. Sie ist oberflächlich und lebt ein
Leben, das nur Schein ist und das läuft mir persönlich sehr zuwider. Sogar dann, als man
erfährt, warum sie so geworden ist, und wo der Leser dann Verständnis aufbringen müsste,
auch da bleibt sie mir fremd. Was ihr in der Jugend passiert ist, ist natürlich schlimm – wie sie
aber damit umgeht, ist nicht viel besser!
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch nicht und die dauernden Zeitsprünge fand ich
höchst anstrengend. Der Lesefluss, so er überhaupt aufkam, war dadurch stark gemindert. Die
vielen Fehler finde ich ebenfalls sehr störend.
Mich hat das Buch unglaublich gelangweilt, die Story hat mich zu keinem Zeitpunkt gepackt
und ich habe mich nur durch die Seiten gequält. Auch fand und finde ich, dass es sich hier
nicht um einen Thriller handelt.
Die Rose auf dem Cover fühlt sich so samtig an, wie sie aussieht. Doch allein auf Grund der Haptik kann ich leider keine Leseempfehlung geben.

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309 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

thriller, robert hunter, los angeles, chris carter, mord

I Am Death - Der Totmacher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548287133
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Chris Carter ist mit einem neuen Thriller um seinen Topp-Ermittler Robert Hunter zurück.
Schon das Cover fällt durch die Gestaltung und die Haptik auf und lässt vielleicht die ersten Rückschlüsse zu.
Hunter und Garcia, die besten Ermittler in L. A., jagen einen Killer, der an Grausamkeit nicht zu überbieten ist. Er ist so von sich überzeugt, dass er alles was er tut, sei es jetzt einen Mord begehen, oder einen Brief schreiben, mit „Ich bin der Tod“ unterzeichnet.
Das Psychogramm dieses gestörten Menschen baut sich mit jeder Seite mehr auf. Die Ermittler sind sehr gut, aber anfangs scheint es, als sei ihnen der Mörder immer einen Schritt voraus. Die Charaktere sind gut gezeichnet und interessant, wie immer bei Chris Carter. Der Schreibstil gewohnt flüssig und gut zu lesen.
Zur Handlung mag ich gar nicht viel sagen – sie ist spannend, steckt voll unglaublicher Wendungen und lässt schwer einen Rückschluss auf das Ende zu. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel und erst am Ende versteht der Leser das große Ganze.
Ich würde sagen, wenn man das Genre mag und gerne Thriller um Serientäter liest, ist man hier richtig. Zart Besaitete lassen lieber die Finger davon.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!

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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, mia winter, rache, ermittlungen, düsseldorf

18 - Zahlen des Todes

Mia Winter
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783802599378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon das schwarz-grundige Cover mit der großen glänzenden Zahl 18, im Hintergrund der Straßenzug und der schwarze Schnitt haben mir sehr gut gefallen. Da kommt gleich noch mehr Spannung auf, wenn man das Buch in die Hand nimmt:
Das Privatleben von Leana Meister ist ein einziger Scherbenhaufen – ihr Mann hat sie betrogen, die Ehe ist keinen Pfifferling mehr wert, die Teenager-Töchter können mir ihr als Mutter nichts mehr anfangen. Sie ist mehr mit ihrer Arbeit als Ermittlerin beschäftigt, als mit Privatem, nimmt das Schicksal von all den gequälten Frauen mit in ihr Privatleben, das sie damit systematisch zerstört hat. Als sie nur noch mit Medikamenten schlafen kann, zieht sie die Notbremse – sie verlässt Südafrika und ihre Familie nach 18 Jahren, um in Düsseldorf neu anzufangen.
Hier, auf ihrem neuen Posten als Leiterin des Kompetenzzentrums, trifft sie auf ein ausgezeichnetes Team von Spezialisten - alles Individualisten -, auf alte Bekannte und übergangslos auf den ersten Mordfall.
Ihr Einstieg ist nicht ganz einfach, hat sie doch mit ihrer Stellvertreterin eine Frau an ihrer Seite, die ebenfalls ein Auge auf den Chefposten geworfen hatte, ja mehr noch, der dieser sogar versprochen worden war. Nachvollziehbar, dass diese beiden Spitzen-Ermittlerinnen eine Zeit brauchen, bis sie zueinander finden.
Die Handlung dieses Thrillers ist unglaublich dicht, ein Mordfall folgt auf den anderen, den Ermittlern bleiben kaum Atempausen, das ganze Team geht bis an seine Grenzen. Die Mörderin agiert so planvoll, dass schnell klar wird, dass sie nichts mehr zu verlieren hat, was sie zu einer extrem gefährlichen Gegnerin macht.
Die Protagonisten sind durch die Bank sympathisch, die meisten auf den ersten, manche auf den zweiten Blick. Das Team ist unglaublich organisiert und eingespielt; Leana Meister das Tüpfelchen auf dem „i“. Auch die Reibungspunkte, die sich zwischen den unterschiedlichen Charakteren ergeben sind eine Bereicherung der Handlung, da sie das Buch sehr nachvollziehbar machen.
Ich habe diesen Thriller verschlungen und fand ihn in sich sehr stimmig. Ein Roter Faden, der sich durch die Morde zog und am Ende zur Lösung des Rätsels führte. Ohne zu viel verraten zu wollen: man kann als Leser sogar verstehen, warum hier gemordet wurde. Als Seitenstrang noch die Tücken von social media zu beleuchten, bringt noch mehr Farbe in das Ganze.
Vom mir gibt es die volle Punktzahl und eine eindeutige Leseempfehlung. Die war mein erstes Buch von Mia Winter, aber ganz sicher nicht das letzte!

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189 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

thriller, blind, blindheit, berlin, spannung

Endgültig

Andreas Pflüger
Fester Einband: 459 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.03.2016
ISBN 9783518425213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jenny Aaron war eine der Besten in der „Abteilung“, einer international operierenden Spezialeinheit der Polizei, einzige Frau in einer Männerdomäne – aber akzeptiert als eine der ihren. Während eines Auslandseinsatzes wird sie verletzt, verliert ihr Augenlicht. Als Blinde kämpft sie sich zurück in die Welt, und nicht nur das, sie will auch hier das Beste geben und schafft es, anerkannte Fallanalytikerin und Verhörspezialistin beim BKA zu werden.
Jahre später will ein verurteilter Frauenmörder in einer Berliner JVA nur von ihr vernommen werden – er ist ihr wohlbekannt aus einem scheinbar früheren Leben – und Aaron folgt dem Ruf der Abteilung nach Berlin zurück.
Unglaublich, wie sie agiert, wie sie immer noch und auch aufs Neue die Achtung der Kollegen hat, zu denen sie nun zurückkehrt.
Doch bald zieht der Strudel der Ereignisse Aaron mit: Ein alter Feind ist aus der Versenkung aufgetaucht – genauso intelligent und belesen wie sie, genauso hart und trainiert … Zwei wahrhaft ebenbürtige Gegner, ein Sehender und eine Blinde. Über den Wechsel von Rückblenden und der Handlung in der Gegenwart erfährt der Leser, wie das heutige Geschehen mit der Vergangenheit der agierenden Personen verwoben ist. Hier möchte ich einfach gar nichts weiter verraten!
Schon das Cover hat mir auf den ersten Blick gefallen, es passt genau zu diesem Buch. Die Braille-Schrift zwischen den Buchstaben erhaben und glänzend, doch erst auf den zweiten Blick wahrzunehmen – ein schönes Stilmittel, wenn man dann den Klappentext liest.
Die Leseprobe hat mich unglaublich in den Bann gezogen und neugierig gemacht. Der Schreibstil gefällt mir sehr, der Autor malt mit den Worten, wie ein Maler an einem Bild. Die Sprache ist schön, auch wenn die Handlung hart ist – was ich sehr zu schätzen weiß.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, glücklich darüber, dass es eine ungekürzte Lesung ist. Nina Kunzendorf leiht dem Buch ihre Stimme, gibt sie Aaron und es passt einfach. So klar und strukturiert die blinde Ermittlerin ist, so ist auch die Stimme – eine Einheit, die für den Hörer sehr angenehm ist.
Ich bin begeistert und vergebe aus voller Überzeugung fünf Sterne. Eine klare Leseempfehlung für Thriller-Liebhaber, denen auch eine gute Sprache und überzeugende Handlung wichtig ist.
Den nächsten Pflüger werde ich mir auf jeden Fall holen!

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

thriller, rudi jagusch, eifel, psychothriller, vergangenheit

Mordsommer

Rudolf Jagusch
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.03.2015
ISBN 9783453437852
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman Mordsommer gehört ins Genre der Psychothriller.

Protagonisten sind die Mitglieder einer Clique, die Geheimnisse aus ihrer Jugendzeit auf Gedeih und Verderb miteinander verbindet. Sie haben sich inzwischen aus den Augen verloren, jeder von ihnen lebt sein Leben, keiner hat noch Kontakt zu den anderen.

Nina zum Beispiel ist inzwischen erfolgreiche Staatsanwältin und steht kurz davor, den Höhepunkt ihrer Karriere zu erreichen und Oberstaatsanwältin zu werden. Dann allerdings erhält sie einen anonymen Brief aus dem klar hervorgeht, dass irgendjemand ihr Geheimnis kennt. Soll ihre Karriere nicht enden, bevor sie richtig begann, muss sie einer Einladung folgen, die sie an einen ihr unbekannten Ort bringt.

Die Handlung wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Der Leser erhält häppchenweise Einblicke in die Taten der Jugendclique. Obwohl sich der Autor mit blutigen Details zurückhält, kann man sich ein gutes Bild davon machen, was damals geschah und wie eines Tages alles aus dem Ruder lief.

Dann wieder geht es zurück in die Gegenwart und man erlebt das Zusammentreffen der alten Clique mit, die bis auf eine Person an demselben Ort eintreffen, an den sich Nina begibt, nachdem sie weitere Post erhalten hatte.

Was sich dort abspielt, lässt dem Leser die Haare zu Berge stehen. Alter Zusammenhalt trifft auf neues Misstrauen …

Mordsommer ist ein würdiger Vertreter seines Genres, lässt sich leicht und flüssig lesen und bietet beste Psychothriller-Unterhaltung.

 

 

 

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332 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

flugzeugabsturz, liebe, michel bussi, identität, frankreich

Das Mädchen mit den blauen Augen

Michel Bussi , Olaf M. Roth
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.02.2014
ISBN 9783352008764
Genre: Romane

Rezension:

Rezension zu Michel Bussi „Das Mädchen mit den blauen Augen“

 

Am 23. Dezember 1980 stürzt ein Airbus im Französischen Jura ab. Es gibt lediglich eine Überlebende: ein drei Monate altes Mädchen. Da sich im Flugzeug ein weiteres Mädchen gleichen Alters befunden hatte und die Eltern beider Kinder bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind, entbrennt nun ein Streit zwischen den Großelternpaaren. 1980 waren noch keine DNA-Tests bekannt, die eine Herkunft zweifelsfrei hätten feststellen können.

Die beiden Familien, die hier um ihr vermeintliches Enkelkind streiten, könnten unterschiedlicher nicht sein. Die de Carvilles sind reich und haben Einfluss, die Vitrals sind weder reich, noch haben sie Einfluss.

Ein Gericht entscheidet an Hand von Indizien, dass es sich bei dem kleinen Mädchen um Emilie Vitral handelt und spricht das Kind den Großeltern Vitral zu.

Die Großeltern de Carville aber wollen die Sache nicht einfach so auf sich beruhen lassen und engagieren den Privatdetektiv Grand-Duc bis zum 18. Geburtstag des Kindes nichts unversucht zu lassen, um den Beweis zu erbringen, dass es sich doch um ihre Enkelin Lyse-Rose handelt.

Emilie wächst neben ihrem Bruder Marc auf, der mit zunehmendem Alter mehr als nur brüderliche Gefühle für sie hegt.

Der Klappentext zum Roman des französischen Autors Michel Bussi spricht von einer Identitätssuche eines jungen Mädchens. Meiner Einschätzung nach handelt es sich vielmehr um einen Krimi, der sich aus der Handlung der Protagonisten nach der Katastrophe entwickelt.

Meine Meinung:

Die Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein. Ein wenig schade finde ich, dass sie zum großen Teil sehr klischeehaft dargestellt sind. So interessiert sich zum Beispiel die kleine Emilie für Kunst und Musik und spielt überragend Klavier, was der Autor als Hinweis deutet, dass das Kind nicht aus der „armen“ Familie stammt.

Oder Malvina, die ältere Schwester von Lyse-Rose de Carvilles entwickelt sich zu einer pistolenschwingenden durchgeknallten Kind-Frau, die im Zuge der Ereignisse immer wieder ziemlich überzogen reagiert.

So ist fast bei jedem Charakter eine Facette unglaubwürdig. Manche Charaktere ändern sich zum Ende hin, was ich wiederum gut finde.

Auch die Handlung ist hier und da für meine Begriffe ein wenig aus der Luft gegriffen und wirkt dadurch sehr gestellt.

Dagegen ist es dem Autor absolut gelungen, die Spannung stetig aufzubauen und den Bogen und damit auch den Leser zu halten. Es gibt mit jedem Kapitel mehr lose Enden, es türmen sich Fragen auf und man wünscht sich nur, diese beantwortet zu bekommen.

Auch dies gelingt dem Autor am Ende – aus den losen Enden wird wieder ein Strang, was ich sehr gut finde. Der Glaubwürdigkeit darf man hierbei allerdings nicht die oberste Priorität einräumen.

Man wird gut und spannend unterhalten, und das zählt am Ende doch sicher mehr.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

die dienstagsfrauen, monika peetz, mecklenburg-vorpommern, freundschaft, frauen

Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben

Monika Peetz
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.11.2013
ISBN 9783462045659
Genre: Romane

Rezension:

Den Roman „Die Dienstagsfrauen – Zwischen Kraut und Rüben“ würde ich als Frauenroman bezeichnen, jedoch ohne irgendeinen abwertenden Unterton.

Die Dienstagsfrauen sind fünf verschiedene Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Eva, die Ärtzin, schwer im Spagat zwischen Teilzeitstelle im Krankenhaus und Haushalt mit Ehemann und vier pubertierenden Teenagern.

Estelle, das Luxusfrauchen mit Oskar dem Pudel, die in diesem Roman für mich erstmals sehr sympathische Züge bekommt, weil sie sich so richtig für etwas einsetzt.

Judith, die vielleicht Unscheinbarste der Fünf, die ihre Zufallsbekanntschaft mit Tarot-Karten in diesem Roman mehr als ein Mal zum Wohl und Wehe der Dienstagsfrauen einsetzt.

Caroline, die Anwältin, frisch geschieden, die auf Grund ihres Pflichtmandates Drohungen erhält und sich verfolgt fühlt.

Kiki, das Küken der Fünf, die, seit sie mit Max zusammen ist und ein Kind hat, ihr Leben total umgekrempelt hat. Mit Fast- Ehemann und Tochter wandert sie in diesem Band von Köln nach Mecklenburg-Vorpommern aus , um dort einer alte Schule neues Leben einzuhauchen, sie zum B&B umzubauen und wieder zum Dorfmittelpunkt zu machen.

Die Eigenheiten der fünf Damen ziehen sich durch alle Bände der Dienstagsfrauen und doch machen diese auch Entwicklungen durch, was ich sehr wichtig finde.

So verschieden sie auch sein mögen, setzen sie sich gemeinsame Ziele, so ziehen alle fünf an einem Strang.

Immer wieder geht es im Buch um alle fünf, aber auch die Betrachtung jeder einzelnen Person kommt nicht zu kurz.

Ich finde den Roman kurzweilig und sehr angenehm zu lesen, ich hatte Spaß dabei und finde das neue Abenteuer der Dienstagsfrauen gelungen.

 



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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

vergewaltigung, blutschwamm, baumark, selbstjustiz, literatur

Inventurdifferenz

Britta Mühlbauer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 29.07.2013
ISBN 9783552062276
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Marlies Wolf ist eine junge Frau mit schwieriger Kindheit und Jugend. Entstellt im Gesicht durch ein Feuermal, musste sie von Kindesbeinen an mit Demütigungen und Spott leben. Bedingt dadurch wächst sie zu einer wütenden jungen Frau heran, die ihre Wut jedoch inzwischen weitestgehend kontrollieren kann.

Durch ihre Arbeit bei einem Security-Unternehmen muss sich sehr wiederum als Frau in einer Männerdomäne beweisen. Sie hat es nicht einfach, muss Überwachungsaufträge annehmen, statt in dem von ihr angestrebten Personenschutz eingesetzt zu werden.

Bei einem Auftrag in einem Baumarkt trifft Marlies die dortige Chefin Hanna, eine gescheiterte Hochschuldozentin, die nun versucht, die Rolle der Frau ausgerechnet in einem Baumarkt neu zu definieren.  Von ihr lernt Marlies ein neues Rollenverständnis für die Frau kennen.

Über Umwege und durch Hanna trifft Marlies ihre alte Schulfreundin Valerie wieder. Nach anfänglicher Kühle kommen sich die beiden wieder näher.

Nachdem Valerie einen Mädchenhändlerring aufdeckt, in den auch ihr Freund Alex verwickelt ist, nimmt die Handlung eine Wendung. Valerie wird überfallen, brutal gefoltert und vergewaltigt und Marlies, die den Drahtzieher zu kennen glaubt , nimmt unglaubliche Rache.

 

Die Charaktere in diesem Thriller sind gut herausgearbeitet, Marlies, die, geformt durch ihr eigenes Leiden, zu dem Menschen geworden ist, der sie nun ist: Wütend, brandgefährlich, aber auch treu und gutherzig, denen gegenüber, die es ihrer Meinung nach verdienen. Hanna, die herausgemobbt wurde aus der Universität und ihrer Lehrtätigkeit und nun als Oberemanze alle belehren und bekehren will. Valerie, die Kluge, die noch in ihrer Findungsphase steckt und leider auf den falschen Freund hereinfällt.  So gibt es noch viele weitere und die Paarungen, die sich im Laufe der Handlung ergeben sind nicht immer und nicht für alle sehr glücklich.

Alle sind irgendwie Opfer – ihrer Kindheit, ihrer selbst, ihrer Erziehung und alle sind auch irgendwie diejenigen, die zu Tätern wurden.

Die Handlung ist in sich geschlossen, wenn man zum Ende kommt und dennoch bleibt etwas zurück, was den Leser weiter beschäftigt. Die Sache endet nicht zufriedenstellend nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“, sondern regt zum Nach- und Weiterdenken an.

Für mich ein Roman, den ich weiterempfehlen kann, nicht platt und durchschaubar, sondern durchaus wert, am Thema dran zu bleiben.

Dass die Autorin aus Österreich stammt und man das auch an der Wortwahl merkt und dass der Roman auch dort spielt, das finde ich gut und angenehm. Wie oft lesen wir übersetzte Werke ausländischer Autoren, wo sich durch die Übersetzung die Provenienz des Einzelnen gar nicht erkennen lässt.

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

solveigh lang, thriller, computervirus, europa, virus

Biest

Jenk Saborowski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 27.12.2012
ISBN 9783492300933
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Biest" gehört ins Genre der Politthriller. Es geht um ein hochgefährliches Computervirus, das in der Lage ist, Störfälle in Energieanlagen zu verursachen. Dieses Virus in den Händen eines Top-Verbrechers ist dazu angetan, Europa in Angst und Schrecken zu versetzen. Solveigh Lang, Spezialagentin der geheim operierenden europäischen Eliteeinheit ECSB hat es mit einem gefährlichen Gegner zu tun. Die Zeit drängt, wenn das Schlimmste verhindert werden soll. Letzten Endes gerät auch Solveigh ins Fadenkreuz des Biests …
Es fällt schwer, den Inhalt kurz wiederzugeben, ohne dem Leser wichtige Dinge zu verraten.
Die Protagonisten, so unterschiedlich sie auch sein mögen, sind gut dargestellt, die Persönlichkeiten sauber herausgearbeitet. Es gibt Sympathieträger und das Gegenteil davon.
Der Thriller ist sehr dicht in seiner Handlung, sehr straff schreitet diese voran. Was mit gut gefällt sind die laufenden Wechsel der Schauplätze und auch die detaillierten Zeitangaben, durch die man genau weiß , wie viele Tage oder Stunden vergangen sind.
Da ich den Roman eben jetzt gleich nach Erscheinen gelesen habe, hat mich die Zeit im Buch irgendwann in der Echtzeit überholt.
Dass die Waffe im vorliegenden Buch ein gefährliches Computervirus ist, macht die Story ziemlich realistisch. Dieses Virus gab es bereits und damit sind auch die Konsequenzen, die es mit sich bringt leider nicht nur Fiktion. Dieses Wissen macht Gänsehaut und der Autor versteht es gut, damit zu spielen!
Ich kann den Roman nur empfehlen, er ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und eben bei den heutigen Möglichkeiten auch sehr nachvollziehbar.

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