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132 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

gefühle, fantasy, liebe, kelsey sutton, fear

Winterseele - Kissed by Fear

Kelsey Sutton , Ursula Held
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 19.04.2017
ISBN 9783473585083
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Man kann keine Antworten von jemandem verlangen, der die Wahrheit nicht kennt." (Seite 55)

Es gibt Dinge im Leben, über die hat man nie nachgedacht. Gefühle waren immer da, sind ein Teil von uns, doch was ist, wenn eben diese Gefühle fehlen?

Tatsächlich ist mir der Einstieg in dieses Buch unfassbar leicht gefallen. Ich fand Elizabeth genau wie Fear von Anfang an faszinierend, doch klar war, dass sie als "Sonderling" nicht nur positive Gefühle auf sich aufmerksam macht und genau das hat mir richtig gut gefallen.
Wir lernen Elizabeth als gefühlloses Wesen kennen, das zu keiner wirklichen Emotion im Stande ist. Sie kann nur so tun, als ob sie etwas fühlen würde, doch genau das wird ihr zum Verhängnis. Nicht nur ihre einzige Freundin verliert sie, es steht eine ganze Zukunft auf dem Spiel, dessen Vergangenheit sie nicht kennt und alles scheint zu einer einzigen Person zu laufen, deren Gesicht jedoch im Schatten liegt.
Allein diese Idee, Gefühle ein Gesicht zu verleihen fand ich unfassbar bewegend. Was wäre, wenn es wirklich so wäre? Niemand weiß wie es ist, ohne Gefühle zu leben und die anderen Gefühle aber zu sehen.
Ob es anders wäre? Ob es genauso wäre wie im Buch beschrieben? Ich habe keine Antwort auf all meine Fragen, doch ich muss sagen, dass ich Buch und Idee wirklich überzeugend fand.
Vor allem Elizabeth und Fear, die scheinbar eine gemeinsame Vergangenheit zu haben scheinen, fand ich als Wesen total faszinierend, ich wollte mehr wissen, mehr erfahren und bin in diese düstere, traurige Stimmung eingesogen worden.
Die Entwicklung, die Elizabeth durchmacht, die Stimmung, die sich im Stil mit anpasst, all das hat es zu etwas Lesenswertem gemacht, da der Leser wirklich spürt, wie sich etwas in ihr zu verändern scheint und doch nicht dahinter kommt, was es ist.
Schade fand ich nur, dass man an Anfang schon gemerkt hat, dass sich etwas in ihr verändern wird, da die Autorin einen Weg zwischen gefühllos und dem wählen musste, was sie dem Leser vermitteln will. Ergo, im Leser selbst werden genau diese Gefühle hervorgerufen, die Elizabeth kalt lassen, weshalb man häufig dazu neigt, ihr eben diese anzulegen, auch wenn sie sie selber gar nicht fühlt und dann kommt es manchmal zu komischen Momenten, in denen sie dann kaltwarmherzig wirkt (NEOLOGISMUS YEAH). Sie beschreibt etwas neutral, und man selbst hat die Gefühle dazu, von denen man denkt, dass sie sie ja auch haben müsste, dann zeigt sie eine Gefühlsregung, man merkt aber, dass sie nicht echt ist und genau das sorgt manchmal für eine Art beklemmendes Gefühl, weil man nicht weiß, was seine Gefühle sind, was ihre und was sie letzten Endes wirklich fühlt
Ich fand es genial, doch genau das kann wiederum auch ein Manko am Buch sein, denn man muss diese Erzählweise verstehen, um zu wissen, was sie fühlt und was die eigenen Gefühle sind.
Lässt man es zu, wird man wirklich eins mit der Story, erlebt alles aus der Sicht des Erzählers, ohne den Bezug zu verlieren, entdeckt die dunklen Geheimnisse und die Magie, die in jedem Gefühl schlummert.
Doch kann auch genau das manchmal eben für Verwirrung sorgen, weshalb ich denke, dass es nicht für jeden etwas ist.
Es ist düster, magisch und auch irgendwie einsam.
Es vermittelt das Gefühl, auf der Suche nach dem Zuhause zu sein, dass Elizabeth nie hatte.
Es vermittelt, dass man vor seiner Vergangenheit nicht fliehen kann und verdrängen keine Lösung ist. Genau das verzögert alles nur, löst aber keine Probleme.

Für mich ein ganz klarer Favorit in diesem Monat/im Letzten. Ich kann es allen wärmstens empfehlen, die sich auf diese Reise mitnehmen lassen wollen. Auf eine Reise voller Gefühle und einer Angst, die man so niemals erwartet hat.

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Tags: angst, gefühle, hass, kelsey sutton, liebe, ravensburger taschenbuch, ravensburger verlag, taschenbuch, winterseele   (9)
 

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Digitale Drecksarbeit

Moritz Riesewieck
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261739
Genre: Sachbücher

Rezension:

350 Millionen Fotos werden täglich auf Facebook hochgeladen, 100 Millionen Stunden an Filmaterial (Riesewieck, 2017, Seite 7).
Dinge, die für uns alltäglich erscheinen. Ein Instagrambild hier, Facebook Kommentare dort, das Katzenvideo, das die Mutti gestern abend noch geteilt hat.
Alles Dinge, die uns im Alltag begleiten greift Riesewieck mit einer einzelnen Frage an: Wer sorgt dafür, was wir sehen und was nicht?
Für mich ganz klar eines der Bücher, die anhand alltagsnaher Beispiele gut zeigen, welche Strukturen und Arbeitsweisen er genau meint.
Gelungen fand ich darüber hinaus ebenfalls, dass er immer wieder eigene Erfahrungen mit einbringt, von seiner Reise, seinen Unterhaltungen, einfach Dinge, die der ganzen Ernsthaftigkeit die Realitätsnähe zurückgeben.
Was man nicht erhält, ist ein trockenes Wissenschaftsbuch über ein Thema, das uns eigentlich alle interessieren sollte, nur bereits schon so verinnerlicht ist, dass wir es nicht hinterfragen.
Riesewieck führt hier wunderbar vor Augen, mit welchen Mitteln wir genau das sehen, was wir sehen, welche Gedanken, Techniken und Menschen dahinter stecken, welche Gedanken damit verfolgt werden. Wer oder was dafür sorgt, ist letzten Endes die Ausgangsfrage, die in meinen Augen erfolgreich beantwortet wurde.
Riesewieck thematisiert in einem interessanten und flüssigen Stil Dinge, die wir Außenstehende gar nicht mitbekommen. Gewährt Einblicke in die zum Teil ausbeuterischen Verhältnisse, in denen die outgesourcte Arbeit erledigt wird und greift dabei immer auf eigene Vergleiche und Gedanken zurück.
Hätte ich anders gehandelt? Hätte ich weggeschaut? Sind dort Fragen, die nicht nur dem Autoren in diesem Moment durch den Kopf geistern.

Eine Thematik, die jeden von uns beschäftigen sollte, die jeden von uns bewegen sollte und doch nicht tut, weil wir uns daran gewöhnt haben, dass sie so ist wie sie halt ist.

Mir hat dieses Buch neben den ganzen Informationen vor allem eines gegeben: Stoff zum Nachdenken. Ich sehe Facebook, Instagram und Co. jetzt mit etwas anderen Augen, hinterfrage mehr und mache mir Gedanken.
Es ist Wahnsinn, wie abhängig wir von einer einzelnen Ressource geworden sind, ohne wirklich zu wissen, wer das für uns so sauber hält. Wer uns von Infos befreit, die wir nicht "sehen sollten", von Dingen, die uns verstören könnten.
Für mich eine ganz klare Empfehlung für all diejenigen, die sich mit einer solchen Thematik genauer beschäftigen wollen und das Interesse daran mitbringen, ansonsten, denke ich, hat man nicht viel Freude an diesem Buch.

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schwanenfeuer, prinzessinnen, rätsel, derfluchdersechsprinzessinen;, sternensandverlag

Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Schwanenfeuer

Regina Meißner
Flexibler Einband: 354 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.10.2017
ISBN 9783906829456
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu aller erst: Gut, dass ich den Klappentext nicht gelesen habe, ich glaube an dieser Stelle hätte ich mir irgendwie selbst geärgert, denn es steht dort etwas geschrieben, dessen Antwort man in diesem Band nicht erhält. Hätte ich es gelesen, wäre ich vielleicht mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ein Bann, der alles überschattet und eine ausweglose Situation. Allein das hat mich in den Bann gezogen und ich wusste, dass ich genau dieses Buch unbedingt werde lesen müssen.Ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg begann leicht. Wurde man doch nicht in das kalte Wasser geworfen, sondern lernt alles mit einem flüssig leichten Einstieg kennen. Direkt zu Beginn trifft der Leser dann auf beide Protagonisten des Buches und kann sie zunächst nicht einordnen. Woher kommt der Bann unter dem Estelle steht und wird ihr Ayden wirklich eine Hilfe sein, genau dieses "Problem" zu lösen?
Ich muss wirklich sagen, dass ich die Einführung echt gelungen fand. Denn man lernte Estelle zunächst aus Aydens Sicht kennen, genau das sorgte dafür, dass man auf dem gleichen Wissenstand war wie er. Nämlich bei 0. Im Verlauf der Handlung wechselt dann die Perspektive immer wieder zwischen den beiden hin und her und genau das sorgte dafür, dass die Gefühle, Emotionen und Handlungen direkt zwei Mal so intensiv wurden. Kannte man als Leser nun die Sichtweise beider und erlebte parallele Handlungsstränge, ohne dein Eindruck zu haben, dass der Faden verloren gegangen sei.Auf der Reise, den Bann zu brechen, passiert so viel und irgendwie hat man doch den Eindruck, dass es nur einige Tage gewesen sein können. Wenige Tage, in denen es Estelle geschafft hat, mein Herz zu erobern, wobei ich sagen muss, dass Ayden für mich keinen Bookboyfriend Charakter hat, sorry.Denn genau hier setzt auch meine Kritik an. Es ging mir irgendwie alles zu... leicht. Als ob Ayden direkt wüsste, was wann zu tun ist und in den brenzligsten Situationen weiß er nach kurzem Überlegen direkt, wie es weiter geht und was er zu machen hat. Auch wenn es durchaus Stolpersteine gab, erschien es mir irgendwie zu... perfekt, ja, zu einfach. Für alles gab es direkt eine Lösung und aus diesem Grund habe ich hinter Ayden eigentlich den Bösen vermutet, obwohl die eigentliche Antagonistin auch... antagonistisch war. Aber auch sie fand ich zu einfach zu besiegen in ihren Aktionen gegen Estelle und das Brechen des Fluches. Das hat mich das eine oder andere Mal ein wenig stutzen lassen, weil vor allem die Antagonistin und Ayden für mich ein wenig farblos im Gegensatz zu Estelle erschienen. Es wirkte alles ein wenig zu einfach, als hätten sich beide irgendwie abgesprochen, aber manchmal interpretiere ich in Dinge schlichtweg zu viel hinein (:D).Ein Grund, wieso ich hoffe,  mehr über alles im zweiten abgeschlossenen Band zu erfahren. Ein wenig mehr Tiefe zu erleben und vielleicht zu verstehen, wie alles miteinander zusammenhängt, denn die Story hat mir wirklich unfassbar gut gefallen.
Ich denke aber auch, dass genau das davon abhängig ist, was man zuvor gelesen hat, denn als ich in der Story drin war, lief es wie geschmiert, bis auf die oben beschriebenen Probleme.
Die Geschichte zog mich in seinen Bann, der Spannungsbogen war toll und ich habe lauter offene Fragen, auf die ich hoffe, eine Antwort zu erhalten - da muss ich auch wieder sagen: Ja, in sich abgeschlossen ist die Handlung, aber nicht die Story an sich und genau das macht so viel Spaß auf mehr. Denn besonders Estelle fand ich von ihren Charakterzügen so lieblich und reizend, wie es nur eine Prinzessin sein kann und die feinen Äste der Liebe, die sich um sie Ranken, die Magie in ihrem Wesen ist fast spürbar.
Von ihr bin ich wirklich hin und weg und ich hoffe ja darauf, die anderen Prinzessinnen in den folgenden Büchern kennen zu lernen, da ist definitiv noch viel Unerzähltes, was ich erfahren möchte.Zu der Welt kann ich ebenfalls nur sagen, dass sie detailliert ist, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Als Leser hat man viel Spielraum für die eigene Fantasy, was ich immer super wichtig finde und die Orte, die wir besuchen, tragen so viel Magie in sich, dass ich die Sonne auf meiner Haut spüren konnte, ebenso wie den Fall in die Tiefe.
Was es damit auf sich hat, das werde ich an dieser Stelle nicht verraten, aber so viel sei gesagt, es wird magisch und bewegend.
Insgesamt empfinde ich Schwanenfeuer als tolle und gelungene Geschichte, die jedoch Potential aufweist und ich wirklich gespannt auf die Fortsetzungen bin, da es noch lauter Fragen gibt, die ungeklärt bleiben. Ich fand es nur etwas schade, dass trotz der tollen Story die Spannung aufgrund des leichten Lösens von Problem ein bisschen auf der Strecke blieb und Ayden anscheinend für alles irgendwie eine Lösung hat (Kann ich das bitte für Klausuren und Prüfungen auch können? Wäre ziemlich praktisch), wodurch er für mich ein wenig an Tiefe verliert und an Oberflächlichkeit gewinnt. 

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endzeit, freundschaft, überleben, dystopie, bestien

Countdown to Noah - Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

30 Tage hat Cassidy Zeit, ehe sie zu einem der Jäger wird. 30 Tage, in denen alles sich ändern kann. Mutiert durch einen Virus, der die Welt verändern sollte, haben die Noahs die Welt überrannt. Und nun soll auch Cassidy einer von ihnen werden.

Zu Beginn habe ich eine Story ala the Walking Dead erwartet und bekommen habe ich eine Story, die tausend Mal besser ist. Eine Geschichte, die das "was wäre, wenn" unserer Wissenschaft so realitätsnah wie unwirklich darstellt und vor Augen führt, dass es immer jemanden geben wird, der nach dem MEHR in der Wissenschaft streben wird.
Direkt am Anfang kommt der Supergau, denn ich habe den Klappentext zuvor nicht gelesen und war geflashed. Man liest sich ein und BAAHM, unsere Protagonistin Cassidy wurde gebissen - 30 Tage, der Countdown bis zu ihrer Verwandlung zum Noah und alles was sie will ist nur ihre Schwester retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und soll ich etwas sagen? Ich finde Cassidy ist eine unfassbar starke und zerbrechliche Person zugleich. Während die Handlung ihren Lauf nimmt, gesteht sie sich Schwächen ein und nutzt ihre Stärken, wächst über sich hinaus und das alles in einer Zeit, in der andere ihren Kopf in den Sand gesteckt hätten.
Relativ am Anfang lernt der Leser dann auch direkt Daniel kennen, der Typ "harte Schale, weicher Kern, mit einem Hauch von Romantik und den schönsten Geständnissen zu unpassendsten Momenten". Er ist jemand, den ich mir für eine solche dystopische Welt als Mitstreiter wünschen würde. Derjenige, der den kühnen Kopf bewahrt und im Falle eines Falles auch die richtige Entscheidung trifft.
Er ist letzten Endes derjenige, der den Stein ins Rollen bringt und auch ihn finde ich durch die Autorin so unfassbar gut gezeichnet.
Der Leser lernt im Verlauf der Handlung noch weitere Figuren und vor allem die Noahs besser kennen, auf die ich hier nicht näher eingehen werde, weil man sie einfach erleben muss. Krass fand ich jedoch die Aktion Szenen, bei denen Fanny sich richtig ins Zeug gelegt hat - ich bin begeistert. So unfassbar angetan von der Anspannung, die das ganze Buch durchzieht und einem nur kleine Verschnaufspausen gönnt. Vor allem die Nächte, uhuhuh. Sie hält Wendungen für den Leser bereit, mit denen man nicht rechnet und verstörend wie unfassbar genial zugleich sind.

Die ganze Welt ist so detailliert, dass ich die Karte zu beginn jedes Kapitels echt hilfreich fand, um zu wissen, wo ich mich gerade befand und um ein Mal kurz durchatmen zu können (:D).
Fanny führt einen mit düsterer Atmosphäre, Spannung und einem wunderbar flüssigen Schreibstil durch die Geschichte, durch einen Wettlauf gegen die Zeit und gegen sich selbst, denn besonders gelungen fand ich die verstörenden Gedankengänge, die Cassidy nach und nach entwickelt, die nicht nur sie, sondern auch den Leser in Atem halten. Der Kampf gegen den Noah in sich hat begonnen, doch wird es noch zu stoppen sein? Für Cassidy würde ich es mir wünschen, denn sie hätte es verdient und ich brauche unbedingt Band 2, das Ende war ja wohl wirklich mehr als gemein - zack, Ende von Teil 1 - ähm, hallo? Das kannst du doch nicht tun? Lässt mich einfach in der Wildnis mit den Noahs stehen und erzählst nicht wie es weitergeht? Ja, danke auch.
Erstaunt war ich, wie viel eigentlich in so kurzer Zeit passieren kann. In den Momenten, wenn die Welt still zu stehen scheint, kommen die Veränderungen, denn es gibt keinen Stillstand in diesem Buch. Eigentlich geht es "nur" um eine Reise und ich habe trotzdem das Gefühl, dass es mehr als 15 Tage waren, in denen ich alle begleitet habe.

Was ich mitgenommen habe? Auch in der dunkelsten Zeit gibt es Freunde auf die man sich verlassen kann. Menschen, nein, Fremde, aus denen Freunde werden und das es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Wer eine Dystopie lesen möchte, die nah an der unseren Welt gebaut ist, wer sich von dem bittersüßen Schmerz der Liebe und Freundschaft, der Anspannung und Angst mitreißen lassen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn wieder ein Mal hat es Fanny geschafft eine so unfassbar geniale Welt zu erschaffen und den Weg der Reise in einer Karte festzuhalten - was mir übrigens richtig gut gefallen hat -, die es in sich hat.

Achso: Und lasst euch nicht von einem Noah beißen.

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781 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

fantasy, das juwel, liebe, dystopie, jugendbuch

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

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1.344 Bibliotheken, 48 Leser, 3 Gruppen, 218 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

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380 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

schattendiebin, fantasy, hexen, catherine egan, jugendbuch

Schattendiebin – Die verborgene Gabe

Catherine Egan , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401475
Genre: Jugendbuch

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

Eden Academy. Du kannst dich nicht verstecken

Lauren Miller , Sylke Hachmeister
Flexibler Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.08.2017
ISBN 9783473585069
Genre: Jugendbuch

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357 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

jugendbuch, liebe, fantasy, parallelwelt, paralleluniversum

Gefangen zwischen den Welten

Sara Oliver
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.01.2017
ISBN 9783473401444
Genre: Jugendbuch

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451 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 137 Rezensionen

zukunft, geheimnisse, liebe, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, nacht, ravensburger buchverlag, 2017, neuerscheinung

Tochter der Flut

Jake Halpern , Peter Kujawinski , Wolfram Ströle
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401567
Genre: Jugendbuch

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285 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

bianca iosivoni, soulmates, romantasy, romance-fantasy, soul mates - flüstern des lichts

Soul Mates - Flüstern des Lichts

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473585144
Genre: Jugendbuch

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

elfen, liebe, magie, elfenwächter, freundschaft

Elfenwächter (Band 2): Weg des Krieges

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 402 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 30.07.2017
ISBN 9783906829494
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Cover fand ich anfangs sehr schlicht, ebenso wie Band 1 - also passend zur Reihe, konnte mir aber nicht so viel darunter vorstellen. Nun, es ist halt eine Höhle, aber welche Rolle spielt sie? Das sollte ich noch schnell genug herausfinden und lasst euch eines gesagt sein, das Gefühl der Ende, das Gefühl, kein Tageslicht mehr zu sehen und die Beklemmung hat Carolin Emrich wirklich mehr als gut rüber gebracht.
Allgemein merkt man diesem Teil die Entwicklung der Autorin an. Die Details sind fließender, ich hatte beim Lesen den Eindruck besser in die Geschichte zu starten und direkt dabei zu sein. Ich war ein Teil des Teams. Ich war mitten drin, anstatt nur dabei, war ein Krieger, ein Heiler und alles drum herum.
Habe ich bei Band 1 noch die Schnelligkeit des Buches kritisiert, ebenso wie die Einfachheit, hat sich die Autorin hier selber übertroffen.
Wir treffen auf alte Bekannte und neue Gesichter. Besonders toll fand ich, dass sogar die alten Figuren vielfältiger geworden sind. Auf mich wirkten wie reale Menschen und besonders Tris hat mich wieder ein Mal voll und ganz überzeugt. Ihre Art die Welt zu sehen und mit Dingen umzugehen. Die feinen, sich verfestigende Fäden der Liebe und Freundschaft, das Misstrauen und doch verzeihen wollen. Von einfach kann ich hier nun definitiv wirklich nicht mehr sprechen.
So umfassend und vielseitig wie dieses Buch nun mal geworden ist.

Die Verflechtungen in diesem Buch gingen tiefer, als ich erahnen konnte und das eine oder andere mal saß ich wirklich mit offenem Mund vor dem Buch und habe die Autorin verflucht. Das konnte sie mir doch nicht antun. Und doch hat sie die eine oder andere Wendung so geschickt eingebaut, dass man sie zunächst dafür hätte hassen können, doch im nächsten Moment gibt es wieder Elemente, die das Herz höher schlagen lassen und Wärme durch den ganzen Körper schicken.... ich denke, ihr wisst, was für Szenen ich meine. Geschickt werden diese in die Handlung verwoben, ohne zu dicke aufzutragen und dafür bin ich sehr dankbar, die Andeutungen waren schon heiß genug. Den Rest macht die Fantasy.

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Tags: elfen, elfenwächter, liebe, magie, sternensan   (5)
 

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303 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

stefanie hasse, schicksal, schicksalsbringer, jugendbuch, schicksalsbringer - ich bin deine bestimmung

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich bereits einiges von Stefanie Hasse gelesen habe, hatte ich große Erwartungen an das Buch und ich wurde nicht enttäuscht.
Zunächst ein Mal das Cover. Ist es nicht einfach unfassbar schön gestaltet? Zu sehen ist Kiera, die in meiner Vorstellung zwar ein wenig jünger war, ansonsten aber super zu dem Charakter gepasst hat. Und diese Farben. Ich mag an sich ja diese Lila-Flieder-Farben gar nicht so, aber in der Kombi mit dem Gelb und dem Inhalt, finde ich es perfekt aufeinander abgestimmt.
Wer das Printexemplar kauft, wird merken, dass das Cover sich unfassbar gut anfassen lässt. Es fühlt sich weich an und es glitzert. Wenn das allein kein Grund ist, es für das Regal zu kaufen, nun, dann weiß ich auch nicht.
Die Gestaltung im Buch war simpel und schlicht, hat in meinen Augen aber super zu dem Stil der Protagonistin gepasst, wo wir beim nächsten Thema wären: Heiße Kerle, das Schicksal und eine Protagonistin, die realistisch wie lebensnah ist.
Ich bin einiges von Stefanie gewohnt. Heiße Kerle, Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet habe, aber hier hat sie sich definitiv selber übertroffen. Phoenix und Hayden, die auf bestimmte Weise miteinander verbunden sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hatte zwar beim Lesen das Gefühl, dass Phoenix nie die ganze Wahrheit sagte und das spürte Kiera auch irgendwie, aber was es ist, konnte man nie wirklich greifen. Es war mehr ein dumpfes Gefühl in der Magengrube, dessen Ursache erst zum Ende hin mit einem Paukenschlag aufgelöst wurde.
Auch Kiera ist für mir eine vielschichtige Protagonistin und in der Hinsicht wirklich realistisch gehalten, was mich sehr begeistert hat. Endlich mal jemand, der auch Gefühle wie "Hass" empfindet und nicht von allen gemocht wird - nicht alle mag.
Mit dem besten Freund Cody bin ich irgendwie so gar nicht warm geworden und ich kann nicht mal wirklich sagen wieso. Ein super süßer Charakter, aber nicht so wirklich eine Rolle, die ich so 100% verstehen konnte - kommt vielleicht noch.

Davon abgesehen fand ich allein die Story unfassbar überraschend, neu und einfach nur atemberaubend. Eine Münze, die sich einen Träger sucht - Schicksal oder Zufall?
Eine Trägerin, die das Schicksal verändern kann. Doch alles hat zwei Seiten. Nichts ist nur gut oder nur schlecht. Doch auf welcher Seite wird Kiera stehen?
Irgendwann wird der Zeitpunkt der Entscheidung kommen, denn wenn zwielichtige Mächte ihre Hände im Spiel haben, muss man manchmal Entscheidungen treffen, die man niemals treffen wollte.
Wer steht auf welcher Seite und wird Kiera ihr Schicksal anerkennen?
- Hier erwarteten mich Wendungen und Momente, die ich unfassbar berührend und tiefgreifend fand. Das Schicksal lenken, wer möchte das nicht? Dinge verändern, Möglichkeiten kennen und den bestmöglichen Weg einschlagen? In diesem Buch wird genau dieses "Was wäre, wenn" durchgespielt und es hat mich in Atem gehalten.

Habe ich gedacht, endlich einen Faden der Zeit erkannt zu haben, wird das Ruder herum gerissen, die Fäden aufgelöst und neu verknüpft. Ich hatte zwar eine Ahnung, die sich aber nicht bestätigen sollte. Als Leser ist man somit mittendrin anstatt nur dabei. Möchte selbst Dinge verändern, fiebert mit, versetzt sich in Kieras Lage und bei den romantischen Szenen, vor allem den Liebesszenen, die normalerweise nicht so mein Ding sind, ist mir warm ums Herz geworden und ich saß dämlich grinsend vor diesem Buch. Das Ende allerdings, echt, es hat mir mein Herz herausgerissen. Ich habe es geahnt, wirklich. Aber vorbereitet sein kann man auf so was wohl nicht. Wenn ich in Zukunft weinend in der Ecke sitze... bis Band 2 erscheint, seit mir nicht böse.

Fazit
Für mich eines der High Lights schlechthin. In gewohnter Steffi Manier führt die Autorin uns durch das Buch, verzaubert uns mit ihrem Schreibstil und den liebevollen Details, geizt nicht mit Spannung und wird am Ende euer Herz besitzen.
Außerdem empfand ich vor allem die Message dahinter als sehr wichtig. Egal, was das Leben bereit hält, man sollte immer das Beste daraus machen. Das Schicksal kann in beide Richtungen gelenkt werden. Wofür man sich entscheidet, das ist hier die Frage.
Da es sich definitiv um ein Romantasy - Jugendbuch handelt, würde ich es nicht allen empfehlen. Man muss eine Affinität dazu besitzen, denn ansonsten kann Kiera sehr schnell durchsichtig erscheinen und in einigen Punkten vielleicht auch sprunghaft, oder verwirrend. Wer auf Jugendromantasy steht, oder sich mit dem Thema Schicksal näher beschäftigen möchte, sollte dieses Buch ganz unbedingt lesen.

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Tags: fortuna, stefanie hasse, liebe, romantik, fantasy, magie, münze   (1)
 

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krieger, gedanke, magie, licht, schatten

Nisha und die Macht der Schatten

Ambros Chander
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.04.2017
ISBN 9783743191907
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Zunächst muss ich wohl sagen, dass ich von alleine auf dieses Buch nicht aufmerksam geworden wäre, hätte man es mir nicht als Rezensionsexemplar vorgeschlagen.
Das Cover spricht mich leider so gar nicht an, aber wie sagt man so schön - don´t judge a book by looking at its cover.

Davon abgesehen hatte ich zu Beginn wirklich einige Differenzen mit dem Schreibstil. Es klang zunächst alles nach einer Art Aufzählung, was mir den Einstieg wirklich nicht sonderlich leicht gemacht hat. Insgesamt hätte ich mir im Schreibstil mehr Emotionen und Details gewünscht, denn so blieben vor allen diese bei den Charakteren doch eher oberflächlich und so richtig eine Verbindung zu den Charakteren wollte sich auch nicht aufbauen lassen, was ich sehr schade finde, da ich echt Potential in dieser Geschichte sehe.
Was mich direkt zum nächsten Punkt bringt, dem Inhalt. Ein Kampf zwischen Licht und Dunkelheit und ein Mädchen zwischen den Fronten, das nicht weiß, wohin es gehört. Träume, die keine zu sein scheinen und dunkle Geheimnisse, die über allem lasten. Als dann auch noch Menschen in ihrer Umgebung verschwinden und sterben, ist das Chaos perfekt. Was ist Katja wirklich und wie wird sie sich entscheiden?
Auch hier muss ich sagen, dass ich bedeutend mehr bekommen habe, als ich erwartete. Der Konflikt zwischen "Deutschen" und "Ausländern" wurde hier versucht aufzugreifen, ja, versucht, da ich auch hier finde, dass es an Tiefe gefehlt hat. Am Anfang noch so oft betont, dass sie kein Kopftuch tragen und mit einem Mal war es dann kein Thema mehr - gerade hier hätte ich sehr gerne mehr gelesen, aber genau das ist ein gutes Beispiel dafür, was ich mit: es fehlt ab und an an Details, meine.

Der Krieg zwischen Licht und Dunkelheit greift bedeutend weiter, als ich geahnt hätte und je weiter die Handlung voran schritt, desto mehr wurde ich als Leser in die Story hineingezogen.
Erschien es mir anfänglich alles sehr oberflächlich, machte die Autorin hier eine 180° Wendung und der Schreibstil wurde flüssiger, es kam das Gefühl auf, dass ich die Figuren vielschichtiger kennen lernen würde.
Die Fäden, die zu Beginn nur lose miteinander verbunden waren, verfestigten sich. Der Leser erfährt, was es mit den Schattenkriegern auf sich hat, wofür der Schatten steht und was Katja, die Protagonistin ist.
Und genau diesen Spannungsaufbau möchte ich hier noch ein Mal betonen. War es zunächst eine eher holprige Fahrt durch das Buch, gelang der Autorin hier der Absprung zu einem Spannungsbogen, der damit einsetzt, dass Katja immer wieder "Es wir Zeit, zu gehen!" hört. Irgendwie fand ich das gruselig und faszinierend. Die Träume, die sie hat, sind so lebendig und ja, da habe ich meine Details bekommen. Ich würde fast wagen zu behaupten - dass das ein wunderbarer Kontrast zwischen dem eintönigen Leben und der fantastischen Welt ist, in die die Protagonistin eigentlich gehört.
Je mehr sich diese Welten vermischen, je mehr Katja erfährt, desto detaillierter wird auch die reale Welt und das ist mir erst wirklich im Verlauf der Geschichte klar geworden.
Denn dadurch werden auch die Figuren in sich runder, die Story bekommt Ecken und Kanten, nicht alles ist so, wie es scheint.

Insgesamt ist es für mich eine sehr süße Geschichte, mit viel Potential, das noch ausgeschöpft werden kann. Eine Geschichte, die ich für zwischendurch auf jeden Fall empfehlen kann, wenn man die Klischees vom Kampf von Licht gegen die Dunkelheit mag und auch Ansätze gesellschaftlicher Kritik vorfinden möchte.
Es lässt sich in der Hinsicht ansonsten wirklich leicht und flüssig lesen.
Von mir hätte es jetzt 3,5 Sterne bekommen. Da ich aber keine halben Sterne vergebe, gibt es hier an dieser Stelle nun 4 mit leichtem Abschwung, da ich finde, dass dieser Geschichte ein wenig mehr Tiefe, im Sinne von Details, gut getan hätte, um die Emotionen, die Handlung und die Entwicklung wirklich zu transportieren.
Ich bin gespannt auf mehr.

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Tags: gedanke, krieger, licht, magie, schatten   (5)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

teufel, hass, dark diamonds, carlse, engel

Devil's Daughter. Königreich der Unterwelt

Lilyan C. Wood
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 26.05.2017
ISBN 9783646300321
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe mehr bekommen, als ich erwaten konnte.
Die Idee hinter diesem Buch finde ich neu und vor allem inspirierend. Was, wenn die Guten nicht die Guten, sondern die Bösen sind? Wenn alles, was man dir erzählt hat, gar nicht der Wahrheit entspricht und Religion auch ein paar Mythen enthält, von denen du immer dachtest, dass sie wahr seien?

So oder so ähnlich muss sich wohl auch Lucile gefühlt haben. Ihr ganzes Leben lang verwandeln sich die wunderschönen und altruistischen Engel in dunkle fiese Gestalten, die auf ein Mal nicht mehr so liebenswürdig aussehen.
Immer weiter verstickt sie sich in eine jahrhunderte alten Krieg, der nicht der ihre zu sein scheint.
Doch je näher ihr 20 Geburtstag rückt, desto merkwürdiger werden die Vorkommnisse. Was steckt wirklich hinter den Verwandlungen und Träumen, die sie heimzusuchen scheinen?

Ich muss sagen, dass mich allein die Stimmung des Buch von Anfang an abgeholt hat. Düster, magisch und mit dem Hauch von Romantik genau nach meinem Geschmack. Vor allem die Thematik fand ich sehr interessant, bin ich doch nicht unbedingt der Typ für diese Engelsgeschichten.
Doch hier sollte ich positiv überrascht werden.
Diese Engel sind keine klassischen Engel, keine klassischen Helden, ohne Fehler. Ausnahmsweise scheinen sie dunkle Machenschaften im Schilde zu haben und ich war mehr als begeistert von dieser Vorstellung - DANKE, dass auch endlich mal die sonst so Guten die Bösen sind.
Was darf bei Engeln jedoch nicht fehlen? Richtig. Die Teufel. Doch wie das Ganze zusammenhängt und warum die Thematik der Seele eine wichtig und vor allem sehr interessante Rolle spielt, müsst ihr dann allerdings doch selber lesen.
Die Entwicklung der Geschichte spitzt sich immer mehr zu. Neben kleineren Höhepunkten und Romantikszenen, die wirklich mein Herz erreicht haben - ich möchte auch einen Mann wie Felix kennenlernen - Szenen, die mich bewegt haben und mich haben mitfiebern lassen.
Nicht nur die Thematik hat mich vollkommen überzeugt, sondern auch die Figuren.
So echt und lebensnah und endlich eine Protagonistin, die nicht alles glaubt, was man ihr erzählt. Sie ist taff und macht sich ihr eigenes Bild. Im wahrsten Sinne des Wortes, hat sie Feuer im Hintern, das kann man nicht anders formulieren.
Besonders gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung der Nebencharaktere. Trotz allem, dass sie mehr die berühmte Nebenrolle gespielt haben, traten sie keineswegs in den Schatten. Sie erleuchteten mit ihrem Feuer die Nacht und hätte bloß einer gefehlt, wäre die ganze Geschichte vielleicht anders ausgegangen.

Nicht zuletzt möchte ich den wundervollen Schreibstil hervorheben. Düster und spannungsgeladen trägt er den Leser durch die Geschichte. Die Details sind so ausgearbeitet, ohne einen zu erschlagen und er transportiert nicht nur die Stimmung, sondern auch den Wind in den Worten, die Liebe in der Sprache und den Hass in den Blicken.
Zeitweise verblasst die Realität und ja, ich wäre wirklich gern ein kleiner Teufel.

Für mich eines der überzeugendsten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe und mit einer Message: Nichts ist so wie es scheint. Glaube nicht alles, was du siehst und sieh nicht nur das, was du sehen willst. Schau hinter die Fassade, denn die Geheimnisse sind größer, als du denkst.
Wer die Thematik der Engel und Teufel, gespickt mit Liebe und Aktion, Verlust und Wiederkehr macht, der sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben.

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Tags: carlse, dark diamonds, engel, hass, lieb, teufel   (6)
 

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73 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

schottland, keltische mythologie, steampunk, jugendbuch, fantasy

Die Feenjägerin – Das verbotene Königreich

Elizabeth May , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317369
Genre: Fantasy

Rezension:  
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69 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

dämonen, elfen, freundschaft, zwerge, intrigen

Die Dämonenakademie - Die Inquisition

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 22.05.2017
ISBN 9783453269934
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich kann ich es wieder sagen. Es gibt wieder eine Reihe, die mich mit ihren Teilen in den Bann zieht.
Die Dämonenakademie konnte mich auch in Band 2 mit ihrer Vielfältigkeit und Liebe zu Details voll und ganz in ihren Bann ziehen.
Zunächst möchte ich jedoch vorweg nehmen, dass man sich selbst leider den Spaß und vor allem die Spannung zu Beginn von Band 2 vorweg nimmt, sollte man den Klappentext gelesen haben. An dieser Stelle möchte ich also darauf plädieren, den Klappentext nicht zu lesen, ehe man nicht die ersten fünfzig Seiten geschafft hat, denn das Buch steigt mit einer Spannung ein, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Besonders gelungen fand ich hier den Zeitsprung von ein oder zwei Jahren, ohne das der Leser das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben.
Denn dort wo Band 1 endet, setzt Band 2, trotz der langen Zeit, nahtlos an und dafür danke ich Verlag und Autor. Gefühlt habe ich jetzt graue Haare und bin 80 Jahre alt, denn allein der Anfang sorgt dafür, dass man die Antagonisten noch mehr zu hassen lernt und innerlich für Fletcher kämpft. Allein dort saß ich mehrere Male und musste fassungslos mit ansehen, wie Ungerechtigkeiten die Runde machten.
Allein in diesem Moment erschien, wie auch im letzten Band, alles so aus der Realität gegriffen. Anschuldigungen, mit "angeblichen" Beweisen. Worte, die einem im Mund umgedreht wurden, das Ausspielen von Machtpositionen, alte und neue Bekannte. Alles innerhalb so kurzer Zeit, dass ich einfach unfassbar dankbar bin, diese Reihe entdeckt zu haben.
Der Autor versteht sich darin, alltägliche Probleme, Ungerechtigkeiten und Freundschaften so miteinander zu verweben, dass die fantastischen Elemente nur das Tüpfelchen auf dem i sind.
Auch in diesem Buch gibt es wieder Plottwists, die ich mir nicht hätte vorstellen können und das macht das ganze Buch so spannend. Der Leser weiß nicht, wo die Reise hinführt und hat man eine Idee, gibt es andere Figuren, die das Ruder herumreißen und man da sitzt, in einem Schiff auf offener See und hofft, bald auf das richtige Land zu treffen - genau das ist es, was ich bei Büchern suche.
Etwas, womit man nicht rechnet und genau das hat mir diese Reihe bis jetzt gegeben.
Besonders schön fand ich, dass Fletcher trotz des Zeitsprungs zwar erwachsender wird, aber nicht seinen Charme und seine Art verliert, die Welt und vor allem anderen Menschen und Wesen zu sehen.
Wir lernen auch hier wieder neue Dämonen und Charaktere kennen, die süß, wie vielfältig sind.
Außerdem taucht der Leser zusammen mit Fletcher immer weiter in die Vergangenheit ein, lernt mehr über die Kriege und Dämonen, verstrickt sich immer mehr in Dinge, von denen niemand geahnt hätte, dass es sie gibt und entdeckt dunkle Geheimnisse, die auch den Leser die Haare zu berge stehen lassen.
Und vor allem lehrt uns Fletcher auch hier wieder einiges.
Auf sein Bauchgefühl hören bringt immer die beste Entscheidung und sich vor allem für andere einzusetzen, die unterdrückt, oder misshandelt werden, kann neue Verbündete bringen, die man in gewissen Situationen sehr gut gebrauchen kann.
Er lehrt uns, dass stark sein bedeutet, auch mal Fehler zu machen und Entscheidungen treffen zu müssen, die nicht immer zum Wohle aller ausfallen.
Gerade hier merkt man, wie erwachsen Fletcher eigentlich geworden ist.

Alles in allem ein unfassbar gelungener Teil 2, der mühelos mit Band 1 mithalten kann und in einem Cliffhanger des Todes endet. Besonders mit diesem Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Super übrigens, dass ich bis Januar 2018 warten darf.... ganz super.
Gerade jetzt, wo es wieder ein mal noch spannender wurde, als ohnehin schon, denn das ganze Buch besteht förmlich nur aus Spannung, abfallen, Spannung, abfallen, Spannung....ENDE. Und das toppt in der Hinsicht Band 1 um Längen.
Trotz dessen geht in meinen Augen keineswegs die Handlung verloren, sondern steigert die Aufmerksamkeit des Lesers auf die kleinen Details im Buch, während der Geschichte.
Ich bin hin und weg und werde nun in der Ecke sitzen und auf Band 3 warten.
Diese Reihe ist mir sogar ein Reread wert, und das soll schon was heißen.

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

magie, fantasy, fantasie, organisation, bücher

Empire of Ink - Die Kraft der Fantasie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.06.2017
ISBN 9783646603439
Genre: Fantasy

Rezension:

Wieder ein Mal ein Buch nach Jager Manier. Nachdem ich inzwischen all ihre Bücher gelesen habe, wage ich zu behaupten, ihren Stil einschätzen zu können und doch überrascht sie den Leser immer wieder mit neuen Ideen und Handlungen und, was viel wichtiger ist, mit neuen Charakteren, die so einzigartig sind, dass man das Gefühl hat, immer wieder neuen Menschen gegenüber zu stehen.
Auch hier hat Jennifer Jager eine Welt geschaffen, die so komplex, wie simpel ist.
Eine Welt, in der Fantasie und Realität nebeneinander existieren und sie dem Leser die Frage stellt, was wohl passiert, wenn es diese Fantasie eines Tages nicht mehr gibt.
Oder anders gesagt beantwortet sie die Frage: Wie gut Bücher brennen können.
Ein Buch über Bücher quasi.
Neben dieser einzigartigen Idee konnte ich die Protagonistin von Anfang bis Ende unfassbar gut verstehen.
Ihre Beweggründe und Handlungen erscheinen von Anfang bis Ende passend, was ich besonders bei einer solchen Grundidee mehr als wichtig fand. Und an dieser Stelle ist zu betonen: Scarlett ist nicht perfekt. Danke, dafür. Endlich mal eine Heldin, die realistisch ist und Ecken und Kanten besitzt, die man ihr auch abkauft. Nichts ist schlimmer, als ein Held, dessen Fehler so unrealistisch wirken, dass man nur noch den Kopf schütteln möchte.
Aber auch die anderen Charaktere, die mehr oder minder eine wichtige Rolle spielen sind detailliert gezeichnet und ohne sie, hätte die Story vielleicht eine ganz andere Wendung genommen - auch hier ist zu betonen, dass ich es sehr gut gelungen fand, wie die Figuren und Wege, ja sogar Entscheidungen miteinander verwoben wurden.
Wobei ich Cooper immer noch nicht wirklich einschätzen kann. Er bleibt für mich ein unbeschriebenes Buch, dessen Seiten erst noch gefüllt werden müssen. Fand ich ihn anfangs mega heiß und total sympathisch, revidierte sich das Ganze dann mit einem Schlag. Auf ein Mal wusste ich nicht mehr, genauso wie Scarett, wer Freund und wer Feind war. Je mehr die Handlung voran schritt, desto tiefer drang man in eine Welt ein, von der man niemals geträumt hätte. Eine Welt, voller düsterer Geheimnisse und Vorahnungen. Besonders zum Ende hin hatte man als Leser das Gefühl, von Infos bombardiert zu werden.
Und genau hier setzt auch mein einziger Kritikpunkt an. Die Story ist unfassbar gut und ich mag die Charaktere und die Entwicklung total, besonders weil es einfach mal eine neue und erfrischende Idee ist. Allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, dass die Spannung sich erst so richtig zum Ende hin aufbaute.
Am Anfang war es eine nette Einführung, man lernte alle wirklich kennen, tauchte in die Geschichte ein, doch ich habe irgendwie ein wenig auf diesen Moment gewartet, an dem die Story richtig in Fahrt kam.
Diesen Punkt erreichte es für mich erst ab dem Plottwist schlecht hin. Ab dort merkt dann auch der letzte, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und die ganze Geschichte bekommt einen düsteren Schatten, eine Vorahnung, mit einem grausamen Ende.
Für meinen Geschmack kam genau das ein wenig zu spät und ich sehe da wirklich Potential für Band 2. Dementsprechend freue ich mich wirklich darauf, bald mehr von Scarlett und der Welt der Tinte zu lesen. Denn was würden wir ohne Fantasie tun?

Letzten Endes ein wundervoller Einstieg in eine Geschichte, die erfrischend wie fantasievoll ist, mit leichten Schwächen.
Wer also auf eine Reise voller Bücher, Magie und dunklen Geheimnissen mitgenommen werden möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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384 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

dämonen, fantasy, rache, blut, kampf

Ein Käfig aus Rache und Blut

Laura Labas , Anja Uhren
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959912914
Genre: Fantasy

Rezension:

Was mir zunächst ins Auge gestochen ist, waren die tollen Illustrationen zu manchen Kapiteln von Anja Uhren. Besonders gut gefallen hat mir neben dem Stil, der so hervorragend zum Schreibstil der Autorin passt, dass sie zu wichtigen Schlüsselszenen gesetzt wurden, oder zu Szenen, die dann später noch einmal wichtig wurden.
Darüber hinaus haben die Illustrationen eine schöne Vorstellung dessen geboten, wie die Stimmung in der Situation war und sich der Leser unter anderem auch die Protagonisten vorstellen konnten.

Im Zuge dessen muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen, dass ich bei Laura Labas Stil immer wieder toll finde, wie unterschiedlich ihre Charaktere sind. Besonders Alison war mir auf Anhieb mit ihrer Art symathisch. Taff und unerschrocken und doch habe ich als Leser schnell gemerkt, dass auch sie eine sensible, verletzliche, Seite hat, die sich im Kontrast zur Geschichte schön hervor hob.
So wurde es nie langweilig und ich hatte direkt den Eindruck, ein Begleiter ihrer Reise zu sein.
Neben Alison gab es noch eine Reihe weiterer Charaktere , die ich so unfassbar gelungen fand, weil sie mich schlichtweg überzeugten.
Gar nicht mal, weil sie so heiß, oder toll waren (okay, das auch), sondern weil ihre Art einfach authentisch war.
Jedes Handeln war auf seine Weise verständlich. Nicht zuletzt aufgrund dessen, dass es einzelne Kapitel gab, die aus Sicht der Anderen geschrieben waren. Als Leser hatte ich so einen umfassenden Einblick in die Gefühlswelt und Gedanken der anderen, was mir beim Lesen wirklich Freude bereitete. Ich wollte jedes Mal wissen, was als nächstes geschah.

Was ich neben den Charakteren gut gelungen fand, war, dass Laura Labas den Leser in ihre Geschichte der Dämonen und in ihre Welt einführt. Alles erschloss sich nach und nach. Anfängliche Fragen wurden wie nebenbei geklärt, ohne das ich den Eindruck hatte, dass die Geschichte zum Stillstand kam.
Der fast bildhafte Schreibstil der Autorin sorgte dafür, dass das Ganze vor dem inneren Auge lebendig wurde und ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Die Welt, die Laura Labas geschaffen hat, ist gespickt mit Legenden, Waffen, und ja, auch mit zum Teil gewalttätigen Ritualen und Bräuchen, die sich aber jederzeit erschlossen. Eine Welt, voller düsterer Geheimnisse und einer Stimmung, die einer Dystopie Konkurrenz machen kann.
Eine Stimmung, die so perfekt zum Buch passte, dass trotz dessen der Hauch von Romantik und schönen Gefühlen nicht verloren ging.
Die Autorin weiß wahrlich mit Worten zu spielen
Düster, magisch und geheimnisvoll. Ein toller Auftakt einer Reihe, die ich nicht mehr missen möchte und mit Charakteren, die so echt und lebendig sind, als stünden sie direkt vor einem.

Nach diesem Ende muss ich ganz unbedingt bald Band 2 lesen

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149 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

los angeles, liebe, hollywood, sommernachtsfunkeln, beatrix gurian

Sommernachtsfunkeln

Beatrix Gurian
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.04.2017
ISBN 9783401603223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seitdem ich Glimmernächte von Beatrix Gurian gelesen habe, bin ich in diese Idee des Schreibens verliebt.
Auch bei Sommernachtsfunkeln, das quasi als ein Teil dieser Reihe gesehen werden, aber unabhängig von Glimmernächte gelesen werden kann, wurde ich nicht enttäuscht.
Dieses Buch beschäftigt sich mit einer Thematik, mit Träumen, die ein jedes Mädchen (oder auch Junge) von uns kennt.
Glamour, Reichtum, Ansehen und Erfolg sollten hierbei wohl die Schlagworte sein.
Wer hat nicht im Geheimen ein Mal darüber nachgedacht wie es wäre, reich zu sein? Wer hat nicht darüber nachgedacht, einen der heiß begehrtesten jungen Männer/Mädchen sein Eigen zu nennen?
Und das, obwohl man ja nur man selbst ist?
All das wird in Sommernachtsfunkeln aufgegriffen. Eine Thematik, die ich vor allem in der heutigen Zeit super wichtig finde. Wir alle streben doch nach ein kleines bisschen Anerkennung und Ansehen. Doch genauso wie Kati müssen auch wir irgendwann verstehen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Neben der Thematik fand ich vor allem den Spannungsbogen unfassbar gut gelungen. Sitzt man zunächst mit gerunzelter Stirn vor dem Buch, versucht vor den Figuren gewisse Dinge zu hinterfragen, oder Hinweise zu entdecken, wird man doch schnell von den Figuren geblendet. Was falsch ist, fühlt sich richtig an und Richtiges falsch.
Man hält die falschen für ehrenhaft und die, die es eigentlich sind, für die, die einen enttäuscht haben.
Ein Stil, mit dem Gurian gerne spielt und mich immer wieder um den Finger wickelt.
Dadurch blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten. Wer aber denkt, nach dem Ende sei alles Friede, Freude, Eierkuchen, der hat den Epilog nicht gelesen.
Unfassbar, wie die Autorin es immer wieder schafft, mich mit offenem Mund dort sitzen zu lassen.
Versteht mich nicht falsch. Das Ende war fantastisch. Ein sauberer Abschluss des Buches, ohne Fragen und dennoch führt sie ganz zum Schluss wirklich noch ein Mal alle Fäden zusammen und es macht klick im Kopf.
Das ist der Moment, in dem man ganz unbedingt mehr lesen möchte, weil es so ein "Das hat sie jetzt nicht getan"-Moment war.

Darüber hinaus begegnete ich hier jungen Erwachsenen, mit eigenem Kopf, mit Temperament und gebrochenen Herzen. Vor allem Kati konnte ich in ihrer Situation so gut verstehen. Wie würdest du dich fühlen, wenn du von heute auf morgen all deine Träume und Ziele begraben müsstest?
Trotz den Schicksalsschlages, der für manchen vielleicht oberflächlich wirken mag, was ich jedoch nicht finde, da es einfach zur Story passt, kämpft sie. Dieses Buch zeigt in meinen Augen sehr gut, wie jemand mit einem solchen Schlag umgeht, es beschönigt nichts, redet keine Gefühle herunter und führt dem Leser schonungslos vor Augen, wie oberflächlich wir Menschen eigentlich geworden sind.
Und dann ist da noch Luke. Luke, den ich am Anfang so gar nicht ausstehen konnte, was vermutlich gewollt war - wenn falsches sich richtig anfühlt.
Je mehr ich ihn kennen lernte, umso mehr verstand ich, denn wir lesen aus Katis und seiner Sicht, was die Story um ein vielfaches dynamisierte.
Als Leser erfuhr ich immer mehr, bastelte immer mehr Brücken zwischen der Gegenwart und Vergangenheit und so langsam aber sicher setzte sich ein Bild zusammen, das mit dem Epilog seinen Abschluss fand.
Und Jeff, hach, den sollte man einfach selber kennen lernen. Ich hätte ihn fast als Bookboyfriend betitelt... aber nur fast. Wenn ihr das Buch lest, werdet ihr wissen, was ich meine. Manchmal täusche ich mich sogar als Leser in Figuren, obwohl ich ihn von Anfang an beäugt habe und dann doch wie Kati Dinge sah, die vielleicht gar nicht so wahr waren.
Ich kann wieder ein Mal nur sagen: Ein typischer Gurian. Figuren, die aus dem Leben gegriffen sind, ein Leben, dass jeder leben könnte und ein Hauch des religiösen und ein Hauch von Shakespeare, der dem Ganzen seinen ganz eigenen Flair verleiht.

Als Fazit kann ich hier nur sagen: Lasst euch mitnehmen auf eine Reise durch die Gegenwart und Vergangenheit. Lasst euch mitnehmen auf viele Momente des fassungslos seins und staunens.

Ein Buch, dessen Message so real ist, dass ich sie jedem noch ein Mal ans Herz legen möchte.
Ansehen, Bestätigung und Reichtum, ja sogar das erreichen von hohen Zielen wie Jobs sollte nicht an erster Stelle stehen.
Wer hoch klettert, kann auch tief fallen. Glaubt nicht immer alles, was man euch erzählt und lasst nicht zu, dass jemand über euer Leben bestimmt. Ihr seid diejenigen, die das Ruder eures Lebens in der Hand halten, niemand anderes sonst.
Vertraut auf euer Bauchgefühl, denn das hat meistens recht und steht zu euren Gefühlen.

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202 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

dämonen, fantasy, magie, freundschaft, elfen

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie beschreibt man ein solches Buch in drei Worten: Es war liebe. Um ehrlich zu sein habe ich hinter diesem Cover und dem Klappentext nicht eine solche Geschichte mit einem solchen Tiefgang erwartet.
Wo fange ich bei einem solchen Buch am besten an?
Zunächst möchte ich Flechter nennen. Den 15-jährigen Protagonisten, der vom Kopf her so weit ist, dass ich den Eindruck hatte, er könnte auch als 21 durchgehen, was sich aber durch seine Vergangenheit und die Lebensumstände erklären lässt. Wer in dem Alter schon arbeitet, muss wohl schnell erwachsen werden.
Für mich ist Fletcher einer der Helden, die so realistisch und unfassbar nett scheinen, dass sie real sein müssen. Ich meine das nun keineswegs auf die übliche Book Boyfriend Art, sondern auf diese Weise, dass ich mir so jemanden unfassbar gut als wahren Freund vorstellen könnte.
Seine Vergangenheit war hart und musste auch oft Gemeinheiten einstecken. Doch hat er niemals den Kopf in den Sand gesteckt und hat für die Gerechtigkeit gekämpft. Er ist jemand, der für seine Freunde einsteht, weltoffen und ja, auch offen für andere Völker ist und sich nicht durch Vorurteile leiten lässt - das vielleicht auch gerade weil er die Vergangenheit der verschiedenen Völker nicht kennt-.
Er und sein Dämon haben sich in mein Herz geschlichen und das nicht zuletzt aufgrund dessen, wie sie die Welt sehen, sondern auch mit der Art, Probleme zu lösen. Er zeigt auf ganz unkonventionelle Art, wie man Mobbing, Diskriminierung und Unterdrückung begegnen kann. Er zeigt, wie aus Hass auch so etwas wie eine Freundschaft werden kann und verdeutlicht, was Offenheit für andere bewirken kann.
Verknüpft mit der alten Magie und den Dämonenkämpfen habe ich hier eine Geschichte mit viel Tiefgang bekommen, die ich so niemals erwartet hätte, besonders weil als Leser sogar die Sichten der anderen Figuren nachvollziehbar sind.
Dort wo Herrscher und Beherrschte aufeinander treffen und Ungerechtigkeiten an der Tagesordnung sind, wird es immer Spannungen geben. Eben diese Spannungen konnte der Leser so gut nachvollziehen. Es wirkte alles so... echt.
Besonders weil eine solche Geschichte mit Dämonen verknüpft wurden, die dieses Mal nicht die bösen und dunklen Kreaturen sind zeigt, dass dieses ganze Buch durchwoben ist mit der Unkonventionalität, die folglich nicht nur bei den Handlungen von Fletcher wiederzufinden ist.
Grinsen musste ich dann, als ich erfahren habe, dass sie mit den Dämonen kämpfen und habe mich nach dem Fangen ein wenig an Pokemon erinnert gefühlt - was mein Herz hat Luftsprünge machen lassen.

Auch die Geschichte als solche war durchzogen mit alten und neuen Elementen. Auch hier findet man die typischen Heldenklischees, wie vom Tellerwächser zum Millionär wieder, oder der Held, der eigentlich keiner sein wollte, aber nun einer ist. Doch soll ich euch etwas sagen? Es passt wie die Faust auf das Auge und man kann es dem Helden nicht mal verübeln. Genau so etwas habe ich gehofft und bekommen. Meine Leseflaute lässt grüßen, mein Fantasyherz schlägt höher und bis Band 2 erscheint, werde ich wohl ein bisschen weinen müssen - Cliffhanger des Todes - aber ansonsten war dieses Buch so unfassbar gut.

Es hat mein Herz auf eine fast brüderliche Art und Weise erwärmt und Fletcher wäre jemand, den ich gerne ein Mal in echt treffen würde.
Nebenbei hält das Buch auch den einen oder anderen Plot Twist bereit, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Ist ja nicht so, als ob die Story nicht schon als solche ausgereicht hätte, mich zu überzeugen.

Für mich eine ganz klare Leseempfehlung.
Für all diejenigen, die ernste Themen, mit einem wunderbar unproblematischen Protagonisten und einem süßen Dämonen mit Fantasieelementen verknüpft lesen wollen.
Für all jene, die ein warmes Herz bekommen möchten und mit einem jungen Mann auf ein Abenteuer gehen wollen, um die Weltanschauung zurecht zu rücken.

Auf hoffentlich bald, Fletcher. 

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Tags: dämonen, diskriminierung, fantasy, freundschaft, geschichte, greife, hass, herrschaft, magie, unterdrückung, völker   (11)
 

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129 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

sekte, carlsen, anführer, liebe, natur

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier musst du glücklich sein ist eines der Bücher, die einen mit düsteren Gedanken zurück lässt.
Ich wurde zu Beginn in das kalte Wasser geworden. Hatte ich doch eine einfache Hierarchie erwartet und je mehr ich in die Geschichte ein tauchte, umso mehr verstand ich, dass das Ganze eine Sekte war.

Der Anfang hat es mir ehrlich gesagt schwer gemacht. Ich hatte Probleme, die Protagonistin in ihren Gedankengängen nachvollziehen zu können. Aber wie sollte ich das auch, wenn ich als Leser eine ganz andere Weltanschauung besitze. Die Weltanschauung der "Draußenwelt". Das ist mir allerdings erst zum Ende hin richtig klar geworden.
Ohnehin versteht man viele der Zusammenhänge erst gegen Ende der Geschichte. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Pearl, der Protagonistin gefallen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die sie aufgrund ihrer Denkweise jünger als 16 oder 17 haben wirken lassen, konnte ich immer mehr die Gedankengänge verstehen. Als Leser muss man sich das so vorstellen, dass man auf eine Gesellschaft trifft, mit ganz anderen Regeln und Bräuchen, die man anfangs gar nicht kennt. Folglich entstehen dort auch zwischen Leser und Protagonistin anfängliche Kommunikationsprobleme.
Je weiter die Handlung fort schritt, desto mehr merkte ich, wie Pearl begann, zu hinterfragen, obwohl sie an alles glauben wollte. Und ehrlich? Ich konnte es verstehen.
Besonders bei einem Sektenthema, mit einem angedeuteten Missbrauch der Fürsorgepflicht - ich drücke es bewusst so aus, denn es passte für mich in die Gesamthandlung und ich denke wirklich, dass es Menschen gibt, die die Unschuld und Naivität von Kindern ausnutzen- ist es immer eine Gradwanderung des Verstehens.
Interessant fand ich hier, dass solche schwierige Themen gekonnt miteinander verknüpft wurden und welche Gedankengänge der Protagonistin dabei durch den Kopf gingen. Das half mir als Leser zu verstehen - und ich meine wirklich zu verstehen. Ich hatte als Leser das Gefühl der Bedrückung. Ich wollte helfen und wusste nicht wie. Ich konnte Pearl in diesen Momenten sogar verstehen und ich hätte nicht anders gehandelt.
Das waren Momente, in denen ich den Hut vor ihr gezogen habe und wenn ihr diese Szenen lest, wisst ihr auch, was ich meine. Die Handlung spitzt sich immer mehr zu und man merkt auch die Anspannung und Erkenntnisse bei der Protagonistin.
Aus strahlendem Sonnenschein ist dunkles Regengewitter geworden. Dabei dachte ich anfangs doch, dass Saat gar nicht so schlimm sein kein... nun, nicht alles, was Gold ist, glänzt.
Umso beeindruckter war ich von dem Stil der Autorin. Sie hat die Idee des Ganzen so authentisch umgesetzt, dass ich zum Ende hin mitten drin, anstatt nur dabei war und hell auf begeistert bin.

Dieses Buch mag seine anfänglichen Schwächen haben, doch vermittelt es das Bild einer Sekte und die Folgen davon wirklich unfassbar gut.
Ich saß bei der Danksagung davor und hätte mir gerne mehr gewünscht.
Das kann doch nicht das Ende sein, denn ich möchte wissen, wie es weiter geht.

Die Geschichte als solche ist schlichtweg authentisch und überzeugend, sodass ich es gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ein Buch, das berührt, bewegt und einem in gewisser Weise auch die Augen öffnet. Es ist schonungslos ehrlich und beschönigt keine Stellen.
Eine Geschichte, die ich jedem wärmsten ans Herz lege, der sich mit diesem Thema beschäftigen möchte und ein Gefühl der Bedrückung verspüren will.

Mich hat es bewegt und in Atem gehalten, doch hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, auch wenn ich zugeben muss, dass ein anderes vermutlich weniger gut zur Geschichte gepasst hätte.

Von mir eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die sich bereits beim Klappentext dazu berufen fühlen, es zu lesen. Aber seid gewarnt, hinter jeder Schönheit lauern auch tiefste Abgründe.

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Tags: carlsen, leseempfehlung, liebe, lügen, sekte, täuschung   (6)
 

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(45)

60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

dark diamonds, götter, raben, pechschwarze schwingen, ravens blood

Raven's Blood. Pechschwarze Schwingen

Sylvia Steele
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300284
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich zu dieser Geschichte eigentlich sagen soll. Alles könnte schon wieder irgendwie zu viel sein, denn man muss diese Geschichte vollkommen frei von allem lesen.
Und vorweg: Mit einer solchen Story hätte ich hinter diesem Klappentext nicht gerechnet und es hat mich mehr als positiv überrascht.
Die Autorin erschafft eine Welt voller Magie und dunklen Geheimnissen, die ich niemals so vermutet hätte und an dieser Stelle muss ich sagen, dass man eine deutliche Entwicklung des Schreibstiles der Autorin bemerkt. Sie schreibt detaillierter, ohne den Fokus zu sehr abschweifen zu lassen. Die Figuren haben mehr den realistischen Touch, als den fiktiven und das hat mich wirklich überzeugt.
Auch die Umgebung wirkt hier irgendwie klarer, feiner und detailreicher.
Das hat der ganzen Geschichte noch ein Mal einen Auftrieb gegeben.

Anfangen möchte ich hier mit der Geschichte... beginnt sie zunächst leicht und sommerlich, ziehen bald schon dunkle Gewitterwolken auf. Immer mehr gerät man mit Alexa in einen Strudel der Ereignisse und denkt sich dann: was zum Teufel? Das waren wohl die ersten Gedanken, als ich am ersten großen Plottwist ankam und erfuhr, was es mit dem Raben wirklich auf sich hat, aber damit nicht genug. Die Ereignisse überschlagen sich und die ohnehin schon ansteigende Spannungskurve erreicht ihren Höhepunkt.
Glaubt man, dass sie abschwächt, kommt es zum zweiten großen Plottwist und der dritte lässt nicht lange auf sich warten.
Jap, Schlag, auf Schlag, auf Schlag. Ihr könnt also vielleicht verstehen, wie Alexa sich in diesem Moment gefühlt haben muss und genau das hat Sylvia Steele unfassbar gut rüber gebracht.
Die Emotionen und Verbindungen der Figuren sind von Anfang an fein verwoben. Nie weiß man wirklich, ob das Ganze nun wirklich so ist, sodass die Story in sich in einem dunklen Nebel gehüllt vor dem Leser liegt und er mit Alexa zusammen alles erst einmal aufdecken muss. Allein aus diesem Grund konnte ich das Buch nicht weglegen. Als ich dann wusste, wer der Antagonist ist und wo das Ganze spielt und wer überhaupt noch mit von der Partie ist, hätte ich die Welt umarmen können. ENDLICH traut sich mal jemand und ich muss sagen: Das habe ich wirklich in der Form noch nicht gelesen. Normalerweise hofft man auf ein Happy End.... ich hoffe auf etwas anderes.... auch wenn das vielleicht gemein klingt.
Denn hier spielt vor allem der Rabe immer wieder eine besondere Rolle. Ein Tier, das in meinen Augen eh viel zu sehr unterschätzt wird.

Daneben fand ich allein die Idee dahinter grandios. Klar, kennt man die Protagonisitin, die die Eltern verloren hat und kurz darauf den nächsten Schlag erfährt, aber, ich bin mal ehrlich, wäre sie taff gewesen, hätte das die Spannung der Geschichte zerstört. In meinen Augen hätte das dort nicht hineingepasst. Alexa musste eine Entwicklung machen, damit man versteht, wie das Ganze zusammenhängt.
An sich ist sie nämlich gar nicht so ein Trauerkloß wie man zu Beginn denken mag. Sie ist taff und definitiv nicht auf den Mund gefallen.
Besonders zu Beginn der Geschichte (die Einführung und Entwicklung der Handlung halte ich für sinnvoll und nötig, damit die Zusammenhänge klar werden und vom Leser zusammengesetzt werden können) ist sie mehr das Mädchen von nebenan und mausert sich dann zu einer starken Persönlichkeit.
Ob ich diese 180° Drehung so mag, weiß ich noch nicht, denn in den Anfängen haut sie vieles aus der Bahn, und am Ende ist sie die Taffe, die sagt: Kopf in den Sand stecken bringt nichts... okay.
Davon abgesehen fand ich in Alexa eine wirklich gelungene Protagonistin, die ich nicht mehr missen möchte.
Und auch Jake, der Protagonist, ist einer der Männer, die man zu Beginn als Bad Boy definieren würde, der aber gar nicht so bad ist, wie er tut.
In ihm schlummert ein richtiger Gefühlsmensch und besonders deshalb konnte ich Alexa auch in Bezug auf ihn so gut nachvollziehen.
Die Handlungen der beiden wurden mit der Zeit immer aufgeklärter und am Ende des Buches verstand ich alle Zusammenhänge und wieso er so gehandelt hat.
Besonders deshalb wollte ich ihn das eine oder andere Mal knuddeln. Hach, ein Protagonist, der es wirklich in sich hat.
Doch auch die Nebencharaktere waren detailliert und hatten Tiefe. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass man sie bereits kennt. Wie bitte? Mag da einer denken. Ja, ich bin mir sogar sicher, dass jeder sie kennt und gerade das war für mich die größte Überraschung. Ein Grund, wieso ich sogar die Nebencharaktere so wundervoll und detailliert fand, obwohl das Buch nur knapp 350 Seiten hat.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass es von mir eine klare Leseempfehlung ist, wenn man Fantasy und Liebe, vermischt mit altbekannten Gesichtern mag, die dem ganzen etwas Magisches geben.
Ein Spiel mit manchen Klischees, vermischt mit etwas ganz Neuem ergibt eine explosive Mischung. Wer weiß, ob in der Fortsetzung nicht der ganz große Knall kommt?
Denn ich denke, wir kratzen gerade an der Oberfläche des Ganzen und wissen noch nicht ein Mal Ansatzweise, wohin uns diese Reise führen wird.

Wir sehen uns beim Kampf gegen IHN. Wir werden unsere Kräfte vereinen, wir sind Rabenkinder.

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Tags: böse, dunkel, dunkelheit, kraft, magie, rabe, raben   (7)
 

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fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Nun, wo fängt man bei einem Buch an, von dem ich mir wirklich viel versprochen habe?
Ja, und hier kommen wir zum großen Aber.
Ich hatte hohe Erwartungen. Der Klappentext klang spannend und nach einer Geschichte, ganz nach meinem Geschmack. Ich habe also begonnen dieses Buch zu lesen und war anfangs noch euphorisch. Die Dinge verliefen so, wie man es erwarten konnte. Ich lernte Neve kennen und auch die Spannung ließ nicht lange auf sich warten. Doch je länger ich las, umso klarer wurde mir, dass die Spannung anscheinend beschlossen hatte wie die Protagonisten durch den Schnee zu wandern und den Weg nicht mehr zurück zu finden.
Die Autorin verlor sich in detaillierten Beschreibungen der Landschaft, wobei auch die Figuren für mich sehr oberflächlich blieben, was die Anziehungskraft der Geschichte leider echt einen Dämpfer verpasst hat.
Die Gedankengänge der Protagonisten blieben über den Zeitraum hinweg die gleichen und auch Handlungen wiederholen sich. So fand ich mich als Leser alle paar Minuten ohne Schuhe und nur im Kleid im Schnee wieder.
Sowohl Neve, die Protagonistin, als auch Lauri, der Protagonist, haben für mich Wesenszüge, die ich wirklich schön gezeichnet fand. Neve, das naive und unschuldige Mädchen, dass sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Zuhause voller Liebe und Vertrauen, misshandelt vom Exfreund.
Und dann ist da noch Lauri. Der nachsichtige und liebevolle Illustrator, der versucht Neve und ihre Geschichte kennenzulernen.
Leider blieben durch die oben erwähnten Beschreibungen der Landschaft und der wiederkehrenden Handlungen die Figuren ein wenig auf der Strecke. Für mich waren die Wesenszüge immer nur oberflächlich angekratzt und mit dem ersten Plottwist von Neve auch nicht mehr unbedingt glaubwürdig, was ich schade fand, denn gerade diese Konstellation war für mich etwas, über die ich gerne mehr erfahren hätte.
Das war für mich als Leser ganz schön frustriefend.

Darüber hinaus hatte ich schon zu Beginn den Verdacht, dass die beiden sich verlieben würden und ich sollte recht behalten. Aber auch hier: Wo ist die Tiefe der Emotionen? Es ist natürlich direkt die große Liebe, für die beide bereit sind, alles aufzugeben und das, obwohl sie sich kaum kennen und auch nicht viel gesprochen haben, da Neve nun mal viel durch den Schnee läuft und irgendwie viel mehr mit sich selbst beschäftigt ist, was diese ganze Liebesgeschichte irgendwie ebenfalls einen Dämpfer verpasste.
Schade eigentlich, denn die Idee hat mir wirklich sehr gut gefallen. Auch war ich nach dem Klappentext und den Dialogen über die sexueller Machenschaften erstaunt, denn damit hatte ich so schnell und vor allem nach einem Übergriff des Exfreundes nicht unbedingt gerechnet.
Nicht, dass es mich gestört hätte, denn an dieser Stelle entdeckt man das erste Mal wozu Neve eigentlich fähig ist und danach schließen sich so langsam die Lücken der Puzzleteile. Allerdings habe ich in der Geschichte nich unbedingt damit gerechnet.
Was durchaus positiv gemeint ist.
Interessant fand ich, dass gerade ein solcher Akt zum ersten Plottwisst geführt hat, der mich Neve hat mit anderen Augen sehen lassen - auch dies ist durchaus positiv gemeint, da sie aus ihrem Trott und ihrer Abschottung herausbringt und das erste Mal wirklich Spannung in die Handlung kommt.
Ab diesem Punkt hat die Spannung übrigens zurück zur Geschichte gefunden. Die Dinge nahmen an Fahrt auf, die Handlungen wurden dynamischer und die Atmosphäre hatte mich wieder im Griff. Besonders ab hier sollte ich erwähnen, dass ich den Eindruck hatte, zwei ganz neuen Protagonisten gegenüber zu stehen. Beide schienen aus ihrem Winterschlaf erwacht und das erste Mal konnte ich beide in ihren Handlungen wireich folgen UND es hat sogar Spaß gemacht.
Immer mehr entdeckte ich als Leser hier Zusammenhänge, die mir zu Beginn des Buches gar nicht aufgefallen waren und Neve gewann für mich an Tiefe. Ihre Emotionen wurden klarer, die Gedankengänge entwirren sich und als Leser merkte ich, wie sich ein Gedanke immer mehr herauskristallisierte und genau das hat mich dazu bewegt, dieses Buch zu Ende zu lesen. Die Geschichte hatte wieder den Fahrtwind, den sie zu Beginn hatte. Und vor alle, hätte ich mit einem solchen Ende nicht gerechnet, was ich dann doch überzeugend fand, denn es passte ihrendwie in diese Geschichte.
Und genau das möchte ich noch ein Mal positiv hervorheben. Wenn man nur den Beginn und die letzten 150 Seiten nimmt, hätte diese Geschichte wirklich großes Potential gehabt, eines der Lese-High-Lights zu werden, denn eine solche Geschichte habe ich so in der Form noch nicht gelesen.

Der einzigen Person, der ich ihre Rolle übrigens wirklich von Beginn an abgekauft habe, war die "Gegenspielerin". Denn ihre Handlungen fand ich klar und strukturiert. Und auch hier wurde erst zum Ende hin mit dem zweiten großen Plottwist klar, warum und wieso das Alles so ab lief wie es ablief und das hat mich wiederum wirklich überzeugt. Besonders das Ende fand ich mehr als gelungen und war auch das, was ich mir eigentlich von der ganzen Geschichte gewünscht hätte.

Alles in Allem fand ich die Grundidee des Buches wirklick gelungen. Es war interessant, es war neu, aber leider gab es da einige Steine auf demWeg zum großen Finale, was dem Buch ein wenig die Atmosphäre und die Spannung genommen hat, die zu Beginn und am Ende wiederum vorhanden waren.
Der Inhalt wird dem Cover und dem Klappentext leider nicht ganz gerecht.
Dennoch gibt es von mir 3 Sterne und als Lektüre für zwischendurch durchaus lesenswert.

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