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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Des Teufels Kopfgeldjäger

Sandra Binder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 06.08.2018
ISBN 9783946955139
Genre: Fantasy

Rezension:

Ehrlich gesagt frage ich mich bein den 1 und 2 Sterne Bewertungen mit der Aussage: 5 Sterne sind dieses Schreibsel nicht wert oder das Buch sei überflüssig, ob wir das gleiche Buch gelesen haben oder ob diejenigen mit einer total falschen Vorstellung an dieses Buch herangegangen sind.

Für mich war es ein weiteres Buch aus der Ecke:

Ich bin düster und verheißungsvoll und verknüpfe Neues mit Altem.
Gerade die Idee mit dem Kopfgeldjäger, die diejenigen in die Hölle befördern, die ihren Pakt mit dem Teufel brechen, weil sie das Kleingedruckte nicht richtig gelesen haben (selber schuld), empfand ich als wahnsinnig interessant. Auch die Protagonistin ist in meinen Augen alles andere als Klischee oder gar flach gezeichnet. Antonia ist für mich eine der Bad Ass Protagonisten im Jungendbuch Bereich schlechthin. Klar, geht es immer krasser, aber ganz ehrlich? Genau das hat diese Geschichte  für mich zu etwas Besonderem gemacht, gerade weil diese Figur noch emotionale Züge hatte, die in ihrem Job alles andere als hilfreich sind. Gerade wenn die oberste Regel lautet: Vermeide Kontakt mit dem Himmel. Denn gerade diese Entwicklung war es, die man zwar irgendwie kennt, aber definitiv nicht in dieser Konstellation. Besonders gelungen fand ich an dieser Idee vor allem, dass die Emotionen von Toni niemals klischeehaft waren, sondern eher denen einer Kopfgeldjägerin entsprachen. Als Leser konnte man sich also wirklich nie sicher sein, ob das, was man dachte, dass es passiert, auch wirklich so passieren würde.

Ich sag nur: Sie joggte ihrem Ziel hinterher, das irgendwie das Bedürfnis hatte, ihr zu entkommen. Als ob das möglich wäre. PF. Ich liebe diese Art von Humor. Dieses Trockene und gleichzeitig Hinterfragende, denn Toni ist jemand, der zwar ihre Aufträge erfüllt, gleichermaßen aber auch stur und eigensinnig ist, was der ganzen Story die richtige Würze verleiht. Außerdem haben wir auch in diesem Buch, was erwartbar war bei diesem Klappentext, eine Liebesbeziehung, deren Ende ich aber bis zum Schluss nicht erahnen konnte, da sie sehr gut in die Handlung eingearbeitet wurde und in keine Weise fehl am Platz wirkt, denn lernen wir zu Beginn nur Toni kennen, die ihre Aufträge mit Bravour besteht, zeigt sich schon schnell, dass es ihr neuer Auftrag in sich hat. Alles scheint irgendwie komplizierter zu werden, weitere Figuren treten auf, die irgendwie in die Sache verstrickt zu sein scheinen. Gleichermaßen wird die Handlung dann auch aus verschiedenen Sichten erzählt, so dass man Gut und Böse eigentlich nie so wirklich auseinander halten kann. Doch dann wird Toni auf ein Mal selber zur Zielscheibe und es ist an der Zeit sich zu entscheiden. Die Dinge spitzen sich zu und mit einem BAÄHM wird das Ganze aufgelöst. Und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass mich dieses Buch von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Neben der Handlung und den Figuren sorgte gerade der Schreibstil für eine wunderbare Übertragung der Dunkelheit, Liebe und auch irgendwie der dauerhaften Gefahr. Die Sätze waren kurz und knackig, ohne viel Tamtam und auf den Punkt gebracht, was Tonis Ader irgendwie noch mehr zum Vorschein brachte, während die Anderen ihren ganz eigenen Charme versprühten. Gerade das empfand ich als unfassbar vielschichtig.

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288 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Ash Princess

Laura Sebastian , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.09.2018
ISBN 9783570165225
Genre: Jugendbuch

Rezension:

10 Jahre ist es her, dass das Volk der Insel Astrea versklavt wurde durch die Eroberung der Kalovaxianer. Theodosia, genannt Theo, wird alles genommen. Ihre Mutter, die vor ihren Augen ermordet wird, ihr Volk, ihr Land, ihre Freiheit. Sie hat überlebt und lebt nun im Palast des willkürlichen Kaisers, doch zu einem hohen, sehr hohen Preis. Für jeden Fehltritt ihres Volkes wird sie vor aller Augen bestraft. Immer und immer wieder lässt er sie auspeitschen und das Volk darf zusehen. Ein Exempel statuieren, nennt sich das Ganze wohl. Theo hat die Hoffnung nach 10 Jahren fast aufgegeben, doch dort wo Glut ist, kann auch ein Feuer brennen.
Schon bald wagt sie es wieder zu hoffen, der Plan ist teuflisch, doch kann er auch gelingen? Was wiegt am Ende mehr? Das Leben eines Einzelnen oder das des ganzen Volkes?
Und was hat es mit der Krone auf sich, die das Cover ziert?

Ash Princess ist der Auftakt einer Trilogie
und konnte mich von Anfang an begeistern. Die Geschichte ist geprägt von Gewalt, Hass, Intrigen und einer Weltansicht, wie sie unserer gar nicht so fremd erscheint. Die Autorin führt in eine grausame und auch düstere Welt ein, in der es für Theo keine Hoffnung auf Rettung zu geben scheint, die wir direkt mitten im Geschehen kennen lernen. So echt und real erscheinen ihre Gefühle, dass ich als Leser direkt nachvollziehen konnte (ohne dirket die Hintergründe zu kennen), warum so viel Hass in ihr schlummert.
Und doch beweist Theo am Hofe, dass man manchmal nach den Regeln anderer spielen muss, selbst wenn man innerlich tobt und wütend. Gute Miene zum bösen Spiel machen. Sie ist für mich eine starke Ich-Erzählerin mit vielen überzeugenden Eigenschaften. Keine klassische Heldin, die mit Nettigkeit oder Frohsinn überzeugt, sondern eine, die weiß, was sie will. Sie überzeugt mit ihrem Hass, mit ihrer Willenstärke und ihrem Mut, ihr Volk befreien zu wollen.
Auch die anderen Figuren, die wir im Verlauf der Handlung kennenlernen, konnten mich wirklich durch ihre Vielschichtigkeit und ihren Wandel überzeugen.

So lernen wir als Leser schnell den Prinzen kennen und genauso wie Theo fällt es einem zu Beginn schwer, ihn nicht mit dem Kaiser zu vergleichen, ihn nicht mit ihm in einen Topf zu werfen, denn scheint er doch der Nachfolger seines Vaters werden zu wollen. Doch dann kommen so einige Wendungen ins Spiel, die die Karten komplett neu durchmischen und man den Prinzen von einer ganz anderen Seite kennenlernt. Doch immer schwebt die Frage über allem: Ist es echt? Spielt er das nur? Ich wusste bis zum Schluss nicht so recht, was ich von ihm halten soll und genau das gab der Geschichte die richtige Würze, denn in der Kombination mit den anderen konnte ich mich als Leser ebenso wie Theo nie so recht entscheiden, auf welcher Seite ich jetzt stehe und was nun richtig und was falsch ist. Dieser Zwispalt, der Druck und diese Düsternis ist das, was mir echt viel Spaß gemacht haben, auch wenn die Story an sich keine wirklich krassen Überraschungen für mich bereit hilt. Bis zu 2/3 des Buches spielen tatsächlich nur im Schloss, weshalb ich das World Building hier wirklich ausbaufähig finde und gespannt bin, wo uns die Reise noch hinführen wird. Es werden viele viele Orte angedeutet, die ich gerne ein Mal näher untersuchen würde.

Natürlich durfte auch bei diesem Buch die Liebe, oder eher Romantik nicht fehlen.
Zu Beginn war ich von dieser Idee fasziniert, sollten sie es wirklich so durchziehen wie ich es vermutete? Dann würde ich mich wahnsinnig darüber freuen. Als dann jedoch erwartbare Wendungen folgten und sich die Liebe intensivierte (auch wenn ich immer noch ein wenig an der Echtheit zweifelte), war ich dennoch ein wenig enttäuscht. Da hätte ich mir tatsächlich etwas mehr Tiefe, etwas mehr Gewalt gewünscht. Immerhin geht es um ein ganzes Volk, das seit zehn Jahren unterdrückt wird.
Dennoch muss ich sagen, dass vielleicht gerade diese erfüllte Erwartung dafür gesorgt hat, dass einem das Ende noch ein Mal richtig um die Ohren fliegt. Die letzten 200 Seiten hatten es wahrlich in sich und ich habe wirklich mehr als das bekommen, was ich mir in den ersten 100 Seiten so sehr gewünscht habe. Gewalt, Intrigen und Entscheidungen, die es wirklich in sich hatten. Gerade diese Dunkelheit war es, die ich nach dem Klappentext und den ersten 100… vielleicht 200 Seiten erwartet hatte. Dann folgte die Ernüchterung, nur um mit voller Härte zurück zu schlagen so als wolle Theo sagen: Dies war erst der Anfang.

Der Schreibstil ist sehr flüssig durch die kurzen Sätze, die Beschreibungen und vor allem durch die Art und Weise wie Laura Sebastian die Welt zeichnet. Die leichten Längen und Enttäuschungen in der Mitte des Buches ließen sich dadurch wahnsinnig gut überwinden, da ich als Leser immer mit dem Schlag ins Gesicht rechnete, weshalb die anfängliche Enttäuschung bald wie weggeblasen war und auch wenn ich sage: Die Geschichte an sich ist nichts neues, ist es die Umsetzung umso mehr.
Der Autorin ist es gelungen, ein Buch zu kreieren, das mich bis zum Schluss bei der Stange hielt und mich dann hat mit offenem Mund dasitzen lassen.
Trotz der Schwächen, die ich oben gezeigt habe, ist es ihr gelungen, mich als Leser zu fesseln und das Buch wirklich bis zum Ende zu lesen – und das war wahrlich die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Ich bin wahnsinnig gespannt auf mehr.

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Tags: asche, hass, krone, liebe, unterdrückung, verlust, verrat   (7)
 

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30 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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DOORS ! - Blutfeld

Markus Heitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523896
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zunächst erfolgte die Ankunft im Flughaven, wo der Leser die ganze Truppe kennenlernt und ziemlich schnell merkt wie unterschiedlich die Charaktere sind. Besonders gut hat mit Dana Renski gefallen, die direkt am Anfang zeigt wie der Hase hoppelt. Eine ziemlich starke und vor allem selbstbewusste Persönlichkeit, die, so Heitz, auch nett sein kann (guuut, das habe ich jetzt noch nicht gesehen). Ich finde ihre Art so herrlich erfrischend. Dann gibt es da noch Spanger, der sich unbedingt beweisen möchte, ein wenig zu viel mit sich herumträgt und bei dem ich das Bedürfnis hatte, ihn in den Arm zu nehmen. Dann haben wir da noch Friedemann, ein, nun, interessanter Zeitgenosse und angeblich Höhlenforscher (an dieser Stelle lasse ich das Ganze ein Mal so stehen, diese Stelle ist in meinem Buch wirklich… krass). Bei ihm war ich von Anfang an skeptisch, er wirkte irgendwie nicht aufrichtig auf mich. Gut, davon abgesehen, dass das ganze Team bezahlt wurde und jeder wohl irgendwie nur an seiner eigenen Haut und eigenen Interessen interessiert war. Trotzdem hatte ich ein komisches Gefühl bei ihm. Dann haben wir noch Coco Fendi. Das Medium und wohl die in der Truppe, mit den schwächsten Nerven, die mich wirklich das eine oder andere Mal zum Grinsen gebracht hat, mich aber auch immer wieder staunen ließ. Lasst euch von dieser Fassade nicht täuschen. Theobald und Troneg, Letzterer war mir aufgrund seiner Art einfach super smypathisch und Ersteren kann ich leider immer noch nicht wirklich einschätzen, weil er mehr oder weniger am Rande immer mal wieder erwähnt wird, vielleicht erhält er noch ein Mal eine wichtigere Rolle?

Nachdem ich diese bunt gemischte Truppe kennengelernt habe, war ich ir sicher, das würde eine ziemlich gute Geschichte werden. Die unterschiedlichsten Charaktere auf einem so engen Raum zusammengefercht und dann in einer Zeit, die nicht die unsere ist? Was hat es wohl damit allgemein auf sich?

Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Die Sichtweisen springen zwischen Realität und dem Mittelalter hin und her, denn Herr van Dam, dessen Tochter verschwunden ist, überwacht von außerhalb die Truppe und möchte alles genau wissen. Als dann die Verbindung abreißt, ist er, als auch die Truppe, auf sich allein gestellt. Eigentlich dachte ich, dass alle Figuren in der Realität wichtig seien, doch da sollte ich mich wohl geirrt haben. Es geschehen wirklich unerwartete Dinge, die Sichtweise wechselt, keine paar Minuten später sind viele Menschen tot und ich saß vor diesem Buch und dachte nur: OKAY, ich habe diese Figuren alle irgendwie als charmant und wichtig empfunden, der Autor wohl nicht – zack. Alle tot.

Ich machte an dieser Stelle ein Kreuz hinter meine Erwartung: Blut, Mord, Bluuuuuuut.

Außerdem tauchen wir in der realen Welt immer tiefer in Machenschaften und Intrigen ein, die ich nicht habe kommen sehen. Außerdem erfährt der Leser erste Details über die Türen und wodurch sie überhaupt entstanden sind, während die Truppe auf der anderen Seite immer noch im Dunkeln tappt. Genau diese Sichtwechsel sorgten dafür, dass es wirklich niemals langweilig wurde und ich immer das Gefühl hatte, auf der Hut sein zu müssen. Denn gerade nachdem… Dinge… in der realen Welt geschehen sind, die ich niemals, also wirklich niemals für möglich gehalten habe – hallo, ich fand die Figuren wirklich wichtig…- musste ich echt auf alles gefasst sein. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht mehr, wem ich noch trauen konnte und ehrlich? Das war absolut grandios. Jeder aus der Gruppe könnte eigentlich der Böse sein, oder wollten sie doch irgendwie alle das Gleiche? Würden sie sich einander helfen in einer Zeit, in der die Frauen regierten?

Ich muss ja auch sagen, dass ich von dieser mittelalterlichen Vorstellung absolut fasziniert war. Übrigens: Blut, Mord, Bluuuuut. Ich wollte es nur einwerfen. Auch in dieser Welt super wichtig. Für mich war gerade das World Buiulding trotz der 300 Seiten so unfassbar detailliert, dass ich wirklich das Gefühl hatte, selber die Welt immer mehr zu entdecken. Ich wurde ein Teil der Truppe, versteckte mich, ging zum Angriff über und übelegte, wie wir das Ganze unbeschadet überstehen konnten.
Denn wenn Heitz eines beherrscht, dann, dass man niemals sicher sein kann, auf dem richtigen Weg zu sein. DIese Ungewissheit mit der Eventualität, dass alles möglich ist, machte das Ganze für mich zu einer brisanten Mischung.

Zum Abschluss noch eines. Heitz beherrscht es wirklich, die Tode so nüchtern und ohne Emotionen zu beschreiben, dass ich absolut geflashed davor saß. Mich hätte so etwas mitgenommen und genau das zeigt, wozu alle Figuren in diesem Buch, egal ob reale Welt oder Mittelalter, wirklich fähig sind. Ich bin sprachlos, beigeistert, aber sprachlos.

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32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Wächter der Runen (Band 1)

J. K. Bloom
E-Buch Text: 515 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 28.09.2018
ISBN B07GNQ3LMC
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg viel mir leicht. Wird die Geschichte erfrischenderweise aus zwei Sichtweisen erzählt, so sorgt genau das dafür, dass der Leser niemals weiß auf welcher Seite er selber stehen wird und wer von den Figuren nun eigentlich die Wahrheit sagt. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus der Sicht des Kopfgeldjägers Finn(igan), der die schmutzige Arbeit für das Imperium übernimmt. Seine Aufgabe ist es, die Welt von “schlechten” Menschen zu säubern und die Abtrünnigen um die Ecke zu bringen. Aufträge die nicht durch die Oberschaft abgesegnet wurden? Für ihn keine Option. Er hat die Vision eines Tages in einem besseren Viertel zu wohnen. Doch dann bekommt er den Auftrag die Abtrünnige Ravanes zu finden und auszuliefern – lebendig, nicht tot. Was zu Beginn einfach aussieht, entpuppt sich bald als Aneinandereihung von Ungereimtheiten, denn immer wenn der Leser mit Finn meint, eine klare Spur zu verfolgen, wechselt die Perspektive und der leser findet sich unversehens in der Position der Ravanea wieder.

Interessante Sichtwechsel ermöglichen Weitblick

Und während man durch die Abtrünnige Einblicke in das Leben im “Dreck” bekommt, so beginnt der Leser langsam zu Zweifeln. Gesellschaftskritische Themen finden gerade bei Finn und Ravanea immer wieder Anklang, teilweise auch wirklich prüde beschrieben, doch genau das sorgt dafür, dass man sich nicht nur auf einzelne Details konzentriert, sondern wirklich umfassend mitdenkt. Mich haben vor allem diese eigene Welt mit ganz eigener Entwicklung und doch Rückgriffen auf unsere Welt extrem nachdenklich gestimmt, was ich an Büchern immer toll finde.

Doch nicht nur die gesellschaftliche Kritik überzeugt, auch die Handlung hat es in sich. Wer J.K. Bloom kennt, weiß, dass sie selten etwas dem Zufall überlässt und man sich als Leser niemals sicher sein kann, dass die eigenen Vorahnungen zutreffen. So habe ich klassische Runenmagie erwartet und einen Kopfgeldjäger, der abgehärtet seinen Job erledigt, ohne zu hinterfragen und dann bekomme ich einen Finn, der sowohl Gehirn als auch Verstand besitzt und – oh Wunder- es auch einzusetzen weiß und eine Magie, die ich so tatsächlich noch nicht erlebt habe. Keine altbackene Runenmagie wie man sie aus Legenden kennt und Zeichen, die man nicht zu deuten weiß, sondern wirklich eine Magie, die in sich sogar schlüssig ist.

Darüber hinaus fand ich gerade Ravaneas schnippische und zum Teilaufsässige Art mehra sympathisch. Sie lässt sich auch von Finn niemals den Mund verbieten, weiß aber, wann sie zu schweigen hat und auch Finn hat eine unfassbar sympathische Art an sich. Genauso wie er beginnt er an seinen Geflogenheiten zu zweifeln und kann nicht wirklich erklären warum.

Wenn ich eines aus dem Buch mitnehme, dann, dass man immer zwei Mal hinsehen sollte.

Man sollte sich immer seine eigene Meinung bilden und niemals blind dem Hüter folgen, nur weil das der bequeme und sichere Weg ist. Verschließe nicht die Augen vor dem, was offensichtlich ist und verkenne die Wahrheit nicht, so schmerzhaft sie manchmal sein mag.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Diamantkäfig

Regina Meißner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783906829982
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer kennt sie nicht, Rapunzel gefangen in einem Turm? Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich wirklich gespannt darauf. Die ersten beiden Bände konnten mich überzeugen, mir hat aber immer noch das letzte Tüpfelchen auf dem i gefehlt. Ob es hier anders werden sollte?
Der Fluch, den die sechs Prinzessinnen traf, hat die jüngste, Valyra am bisher schlimmsten getroffen. Sie wurde, wie eben Rapunzel, in einen Turm eingesperrt, zu dem nur die Fluchsprecherin, Rania, selbst Zugang hat.
Sie soll für Rania die Zutaten für einen Zaubertrank besorgen, wobei sie sich selber nicht nur in Lebensgefahr begibt, sondern auch Dinge tun muss, die für Gänsehaut-Momente sorgen. Gelingt es nicht, wird Valyra bestraft.

Faszinierend, wie es der Autorin noch ein Mal gelungen ist, den dritten Teil düsterer, bedrohlicher und irgendwie auch machtvoller zu schreiben, als die Bände bisher. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass der Protagonistin einiges an Vielfalt geschenkt wurde, was ich in den vorherigen Bänden vermisst hatte. Es wirkte nicht mehr so oberflächlich und märchenhaft, sondern irgendwie erwachsener und düsterer. Man lernt hier das erste Mal so wirklich die böse Seite Ranias kennen, in der zuvor oftmals nur geredet wurde und deren Beschreibungen in der vorherigen Bänden für meinen Geschmack zu "lasch" waren. Sagen wir es so. In den vorherigen Bänden wirkte das "Böse" eher sehr märchenhaft, ja, fast doch irgendwie gut gemeint. Haben die Prinzessinnen zuvor aus diesem Fluch zum Ende hin etwas Positives gezogen, entwickelt sich das Ganze hier in die absolut andere Richtung. Der Weg scheint aussichtslos, die Hoffnung verloren. Doch manchmal muss ein Mensch viel ertragen, um die das Leben zu tragen, denn nichts passiert ohne Grund.
Auch das wurde hier in diesem Buch unfassbar gut verkörpert.

Das Böse, Rania, zeigt hier endlich endlich ein Mal sein wahres Gesicht und damit spitzt sich die Geschichte zu. Gespickt mit wirklichen Page Turnern  und einem Schreibstil, der mich gefesselt hat, kann ich nur sagen, dass dies für mich das bisher gelungenste Buch der Reihe ist. Ich konnte spüren, wie sich die Hoffnungslosigkeit breit machte, die Angst, die Hoffnung, aber auch das Gefühl, dass dies noch nicht das Ende ist.

Gerade die Entwicklung der Geschichte fand ich gelungen, da man trotz den Hauptstanges immer wieder Rückgriffe auf die anderen Prinzessinnen hat (hier empfiehlt es sich dann doch, die anderen Bände vorab zu lesen) und so die gesamte Geschichte im Verlauf erlebt. Genau das ist es, was der Geschichte ihren ganz eigenen Charme verleiht. Da nun auch Rania selber eine wichtigere Rolle zukommt, ist es die Mischung aus allem, die mich wohl so begeistert zurückgelassen hat. Hier laufen endlich ein Mal einige der Fäden zusammen, was ich gerade im zweiten Teil ein wenig vermisst hatte. Es wirkte, als kämpfte jede für sich und nun nimmt das Ganze ungeahnte Wege an.

Dieses Mal stand auch nicht so sehr die Liebe im Vordergrund, was es für meinen Geschmack tiefgreifender machte. Es wirklich nicht mehr so romantisch, sondern wirklich brutal und düster. Eine Story, die die vorherigen Geschichten wunderbar abrundet. Hat man diese Zuspitzung gerade in den anderen Bänden sehr gut gemerkt, ist das hier nun das Tüpfelchen auf dem i.

Zusammenfassend: Eine Märchenadaption von Rapunzel, die erwachsen, düster und vor allem eines ist, fesselnd. Ich habe lange nach dem Tüpfelchen auf dem i gesucht und es nun endlich erhalten. Das Böse bekommt nun eine Rolle, die ihr angemessen scheint. Denn gerade dadurch erhält das Buch eine tolle Message, verbreitet Liebe und vor allem Hoffnung und Mut. Ich bin mit einem warmen Gefühl im Bauch aus diesem Buch aufgetaucht und hatte trotz des Endes das Gefühl: Egal, was das Leben bereit hält, es gibt überall Hoffnung. Man muss nur den Mut haben, diese auch zu finden. Für mich das bisher beste Buch aus dieser Reihe. Ich bin gespannt, ob das noch getoppt werden kann.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der vielleicht größte Schatz

Markus Mirwald
Fester Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Mirwald, Markus, 17.07.2017
ISBN 9783903212008
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Buch gefüllt mit  Aphorismen.
Ein Buch gefüllt mit Ideen und der Einladung, seinen Horizont zu erweitern und die eigene Denkweise zu überdenken.
Ein Buch, dass auf jeder Seite eine weite Möglichkeit bietet, sich selber zu hinterfragen.

Was ich an  Aphorismen so faszinierend finde ist, dass man versucht, das Wesentliche so kurz und knapp wie möglich auf den Punkt zu bringen, sodass jeder die Kernaussage des Ganzen verstehen kann.
Auf knapp 100 Seiten ermöglicht es Markus Mirwald, in eine Welt voller fremder Gedanken einzutauchen. Manche, denen man kopfnickend zustimmen kann. Manche, die dazu verleiten darüber zu diskutieren. Dabei keineswegs vorwurfsvoll, sondern eher als ein Anstupser. Als einen Wink, sich ein Mal mit der anderen Sicht zu beschäftigen. Gerade das war so herrlich erfrischend, denn der Autor gibt nicht die klassischen Ansichten wieder, sondern verfeinert sie auf eine Art und Weise, die wirklich von Tiefgang zeugt, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
So kommt es natürlich auch, dass einige Sprüche anecken und der Leser nicht der gleichen Meinung ist oder auch diskutieren möchte. Es stößt zu mehr an, auch wenn ich persönlich nicht mit jedem Spruch warm geworden bin, was aber absolut nicht schlimm war. So ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei.

Fazit: Gerade dieses Buch war eine herrliche Abwechslung zu den sonst sehr tristen und schon altbekannten Sprüchen, die man bereits kennt. Es ermöglichte einem auf seine ganz eigene Weise einen Blick auf die Sichtweisen anderer, ohne dabei aufdringlich zu wirken oder fordernd.
Wer sich ein Mal auf ein mittelfristiges Erlebnis einlassen möchte, sollte sich dieses Buch ein Mal genauer angucken.

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111 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Die Rabenringe - Odinskind

Siri Pettersen , Dagmar Mißfeldt , Dagmar Lendt
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 20.07.2018
ISBN 9783038800132
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wisst ihr, ich lese viele Fantasygeschichten, die behauten, etwas besonderes zu sein. Welche Geschichte wäre das nicht gern? Als ich den Klappentext gelesen habe, konnte ich mir, ehrlich gesagt, nicht viel darunter vorstellen. Ich hatte keine Idee, wohin diese Reise führen sollte und genau das machte es so spannend. Eine Geschichte, deren Inhalt mich vielleicht sogar überraschen konnte?

Die norwegische Autorin Siri Pettersen beschreibt eine Welt, voller Abendeuter, Aberglauben und Gefahren, die es wirklich in sich haben. Wer eine seichte Jugendbuch Geschichte erwartet, wird hier nicht fündig werden. Mitten in die Handlung geworfen, lernt der Leser direkt zu Beginn Hirka, die Protagonistin kennen, die im Ymsland groß geworden ist. Sie unterscheidet sich von den Bewohnern, den Ymlingen, die einen Schwanz am Rücken haben, wo Hirka nur Narben davongetragen hat. Verloren haben soll sie diesen durch einen Wolf. Ein Fluch, weil sie gerade deshalb oft als anders betrachtet wird. Nicht selten wird sie durch Gleichaltrige gehänselt.
Auf der anderen Seite gibt es weitere Erzählersichten wie Rime, der Sohn einer der zwölf größten Familien des Ymsland, mit der Chance das jüngste Mitglied des Rates zu werden, der das Land und seine Bewohner schützt und die Politik von heute darstellt. Doch entgegen der Erwartungen seiner Familie entscheidet er sich für ein anderes Leben. Eine fatale Folge, entdeckt er dabei doch Dinge, die das ganze Land erschüttern könnten. Gerade Rime befindet sich oftmals aufgrund seiner Stellung in, nennen wir es, moralisch fraglichen Situationen, die er dennoch wirklich gekonnt löst und mich wirklich zum Nachdenken gebracht haben.

Generell enthält dieses Buch Gewalt, moralisch fragliche Geschehnisse, die in meinen Augen doch in die Zeit hineinpassen und gut gelöst werden, aber auch vor allem gesellschaftliche Kritik, die ich wirklich auf die heutige Zeit übertragen konnte. Mit viel Spannung beschreibt die Autorin hier eine umfassende Welt mit einer völlig neuen Idee der Fantasygeschichte, die mich bis zum Ende, trotz der fast 700 Seiten, fesseln konnte. Denn gerade durch die verschiedenen Sichtweisen gelingt es der Autorin Momente der Gänsehaut zu schaffen, der Sprachlosigkeit und Momente voller Emotionen. Für mich definitiv eine Geschichte, die mehr kann, als nur unterhalten. Gepaart mit der nordischen Mythologie - Hirka ist ein Wesen, vor dem sich die Ymlinge fürchten - gelingt hier die Gradwanderung zwischen Fiktion und Realität. Ein ums andere Mal fragt man sich als Leser: Wo soll diese Reise hingehen? Denn es werden so viele Ideen und Möglichkeiten geboten, so viele Fragen aufgeworfen und Begriffe genannt, dass ich absolut keine Vorstellung davon habe wie das alles in zwei weitere Folgebände passen soll und das definitiv in positiver Richtung. Ohne sich zu verheddern entwirft die Autorin ein so gewaltiges Weltbild, dass man als Leser nicht anders kann, als zu träumen, sich in den Worten und Wäldern zu verlieren und den gut gehüteten Geheimnissen dieses Landes mit Hirka und Rime nachzujagen. Denn Hirka ist anders. Hirka kann nicht umarmen, Hirka ist kein Ymling, was sie vor eine große unüberwindbare Hürde stellt. Wird Rime mit jemandem befreundet sein können, der eigentlich ein Feind darstellt, oder wird er sie verraten?
Fragen über Fragen, auf die der Leser erst mit der Zeit eine Antwort erhält.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit der Schreibweise und der Art und Weise, die Welt zu sehen, zu Beginn meine kleinen Probleme hatte. Die ganze Welt ist rauer und düsterter. Der ganze Stil und die Art die Welt zu sehen ist gewaltiger, zum Teil auch umfassender, als man es aus anderen Büchern kennt, woran ich mir definitiv erst einmal gewöhnen musste. Außerdem epfand ich gerade den Anfang als eine Art Erklärung. Ich wusste nicht so recht, wohin die Reise so wirklich bei knapp 700 Seiten führen sollte, war das Weltbild zu Beginn doch extrem auf einen Radius beschränkt. Doch gerade das hat mich mit der Zeit so fasziniert. Sobald man ein Mal in die Story rein gefunden, den Stil für sich entdeckt hat, wird man in einen Sog hineingezogen, aus dem man nicht mehr so schnell raus kommt. Man will immer mehr wissen, Geheimnisse ergründen, die Protagonisten wirklich kennen lernen, denn auf der Reise durch die Seiten entdeckt man immer mehr Facetten, immer mehr Dinge, die einen faszinieren, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Es ist ein bisschen wie Herr der Ringe aus Norwegen. Die umfassende Wortgewalt und der Drang, einfach wissen zu müssen wie es weiter geht. Geheimnisse und Intrigen, die dafür sorgen, dass der Leser in Atem gehalten wird, gepaart mit der nordischen Mythologie und dem norwegischen Touch, macht diesen Band zu etwas besonderem.

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Tags: angst, freundschaft, furcht, liebe, odin, raben, rabenklinge, verrat, ymling   (9)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Elfenwächter (Band 3): Weg der Magie

Carolin Emrich
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.08.2018
ISBN 9783038960003
Genre: Fantasy

Rezension:

Wisst ihr, es gibt diese Bücher, die machen euch auch als Leser stolz. Ich habe zu Band 1 damals geschrieben, dass mir Probleme in diesem Buch zu einfach gelöst schienen, dass die Handlung zu simpel/oberflächlich sei und es viel viel viiiel Potential gäbe, das man aus der Story herausholen kann. Was mich jetzt stolz macht? Dass die Autorin genau das gemacht hat. Liest man Band 3 zu Band 1 merkt man, wie die gesamte Handlung an Tiefe gewonnen hat. Wie Figuren sich wandeln, neue Details sich entdecken lassen und man das Gefühl hat, wirklich einem Menschen gegenüber zu stehen.

So ist mir auch der Einstieg mit Avathandal und Tris sehr leicht gefallen. Der Schreibstil tat sein übriges, so dass ich das Gefühl hatte, alte Bekannte neu zu entdecken. So zeigt gerade Tris am Anfang der Geschichte eine ganz andere Facette von sich, die vielleicht nicht jedem gefallen wird, mir aber umso mehr Spaß gemacht hat. Es zeigt, wie vielschichtig diese Figuren auch im letzten Teil sind und gerade aufgrund meiner Erwartungen an den letzten Teil und seine Entwicklung wurde ich absolut nicht enttäuscht. Avathandal zeigt sich von seiner geheimnisvollen und düsteren Seite. Hat er immer noch mit den Nachwirkungen der dunklen Magie zu kämpfen, zeitgleich muss er seinen Platz im hohen Rat einnehmen. Doch auch Tris hat einiges erlebt und dann gibt es noch das Problem mit der Magie des Waldes. Dieser ist aus der letzten Schlacht ziemlich angeschlagen herausgekommen. Spannend wie dramatisch erzählt Carolin Emrich auf knapp 300 Seiten eine Geschichte voller Liebe, Hass und der Magie eines Waldes, die in jedem Wort schlummert. Grandios ist ihr hier das Zusammenspiel zwischen den zwei Protagonisten gelungen, ohne dabei die Handlung wirklich aus den Augen zu verlieren. Liebe spielt eine Rolle, ja, aber ist keineswegs dominierend und das empfand ich als sehr angenehm.

Die Figuren blieben bis zum Schluss mit Geheimnissen zurück, doch das fand ich tatsächlich sehr schön. Hatte man so den Eindruck, wirklich jemanden vor sich zu haben, der dem Leser nicht alles von sich preisgeben möchte. Jemand, der sagt: Meine dunkelsten Geheimnisse erfährst du erst, wenn wir wirklich Kameraden sind.

Neben der gelungenen Figurengestaltung empfand ich die Weltenkomposition mehr als gelungen. Detailliert und mit viel Feingefühl beschreibt die Autorin hier eine Welt, die trotz allem viel Platz für Fantasie lässt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch hier die Message: Kämpfe für das, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Nicht immer ist der einfache Weg auch der Richtige.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Weltportale (Band 1)

B. E. Pfeiffer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.07.2018
ISBN 9783906829920
Genre: Fantasy

Rezension:

Zunächst ein Mal kann ich nur sagen: Ja, 600 Seiten sind viel, aber dennoch ist es jede Seite wert gelesen zu werden. Ich habe bei solch dicken Bänden ja oftmals die Bedenken, dass einige Szenen Füller sein könnten. Seiten, die sich ziehen wie Kaugummi und man das Gefühl hat, stecken zu bleiben. Zu "Die Weltportale" kann ich nur sagen: Dieses Buch war jede einzelne Seite wert. Authentisch wie fesselnd beschreibt B.E. Pfeiffer hier eine Welt, die auf dieser Seitenanzahl sehr detailliert und tiefgründig ist. Keine oberflächlichen Beschreibungen, sondern  die wichtigsten Informationen, so dass der Leser sich seine ganz eigene Welt im Kopf erschaffen kann, was mehr als gelungen ist.
Der Einstieg fällt nicht zuletzt aufgrund des einnehmenden und umfassenden Schreibstils leicht, der mich wirklich nur so durch die Seiten getragen hat. Bildgewaltig wie einfach wird hier die Handlung erzählt, ohne sich lange mit irgendwelchen belanglosen oder füllenden Beschreibungen aufzuhalten. Verwoben mit den Figuren entsteht hier eine ganz eigene Art der Geschichtenerzählung. Hineingeworfen in die Geschichte, muss der Leser sich selber in einer umfassend beschriebenen Welt zurecht finden. Doch gerade aufgrund der Beschreibungen wird jeder Leser sein ganz eigenes Bild von der Welt entwerfen und der Leser kann sich nie sicher sein, wirklich auf dem richtigen Weg zu wandeln. Nichts ist so wie es scheint. Man sollte sich nicht täuschen lassen.

 

Gerade die Protagonistin Eleonora ist toll und vielschichtig ausgearbeitet, zu keinem der zwei Völker, denen sie entstammt, zugehörig, erfährt sie oft Gegenwind, auch wenn sie eigentlich nur akzeptiert werden möchte. Eine Situation, die so oder so ähnlich wohl jeder irgendwie kennt, was das Ganze umso greifbarer machte. Authentisch und mit viel Fingerspitzengefühl werden hier auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen, deren Umgang ich einfach nur loben kann.
Außerdem gibt es weitere Charaktere, die im Verlauf der Handlung auftauchen, die ich einfach nur gelungen in ihrer Entwicklung fand. So zum Beispiel Lucius (nebenbei bemerkt finde ich diesen Namen einfach nur cool und vermutete einen etwas altertümlichen Herren, den ich so tatsächlich auch bekommen habe). Er entwickelt sich mit der Handlung allerdings weiter, sodass man keine Angst haben muss, in der Vergangenheit festzustecken. Interessant fand ich hier vor allem, dass Freund und Feind nicht zwingend zu unterscheiden sind, da die eigentlichen Absichten oftmals im Dunkeln bleiben. Erst mit der Entwicklung der Geschichte gelingt es dem Leser, dort Licht ins Dunkel zu bringen. Aber wie zuvor schon angemerkt: Nicht alles ist so wie es scheint.

 

Darüber hinaus muss ich auch hier wieder die Message des Buches hervorheben: Jeder hat ein Päckchen zu tragen. Jeder hat eine Vergangenheit. Doch was wir daraus machen, das obliegt ganz uns. Denn obwohl Eleonora Schwierigkeiten mit der Akzeptanz hat, gibt sie nicht auf und das zeugt von Stärke. Dementsprechend hat mich dieses Buch nicht nur beflügelt, sondern auch nachdenklich gestimmt, für mich eine Kombination, die ich mehr als genossen habe.

 

Fazit: Für mich ein Auftakt mit viel Potential und ich bin wirklich gespannt, ob Band 2 diese Grundlage toppen kann. Ein Buch voller Spannung, Höhen und Tiefen, wie es auch das echte Leben bereit hält. Gespickt mit Fantasy und Magie sorgt diese Mischung für die richtige Würze und verleiht der Geschichte ihren ganz eigenen Stil.

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Tags: magie, portale, welten   (3)
 

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7 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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SCHNITTERGARN

Jörg Fuchs Alameda , Günther Kienle , Muna Bering , Andrea Bienek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Leseratten Verlag, 16.06.2018
ISBN 9783945230343
Genre: Science-Fiction

Rezension:

22 Kurzgeschichten mit dem Hauptthema: Tod.
Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich schmunzeln: I bims, der Tod? Ok, alles klar, ich hing an der Angel, auch wenn mich das Cover selber nicht ganz so anspricht. Ich bin nicht der größte Fan von Zeichnungen auf Covern, aber der Inhalt überzeugte mich dafür umso mehr.
Für viele ist der Tod etwas, vor dem man Angst haben muss, denn man weiß nicht, was danach kommt.
Wird man wiedergeboren? Gibt es Himmel und Hölle? Wie ist der Tod? Was passiert mit mir danach?
All das sind Fragen, die sich wohl jeder von uns irgendwie schon ein Mal gestellt hat.
Hatte ich dementsprechend meine Bedenken, als ich den Klappentext gelesen habe? Bedenken, dass das Thema vielleicht zu locker gesehen, es zu sehr auf die Schippe genommen wird? Ja, das hatte ich.
Waren diese Sorgen unbegründet? Auch wieder ja.
Auf humorvolle und doch ernste Weise werden hier die Möglichkeiten nach dem Tod durchgespielt. Jede einzelne der Kurzgeschichten so gewählt, dass man immer wieder das Gefühl hat, eine neue Facette des Todes kennenzulernen. Der Tod, der unabsichtlich jemanden tötet, weil er die Schrift seines Angestellten nicht lesen kann? Die Totenwelt, geteilt in Männer, Frauen, Jungen und Mädchen? Der Tod, der seine Sense überfährt und den Führerschein machen muss, um hipp zu sein?
All das und noch viel mehr erwartet den Leser auf mehr als 400 Seiten.
Viele der Kurzgeschichten haben mich wirklich von sich überzeugen können.
Es waren allerdings auch ein, zwei Stück dabei, die zu sehr auf Hipster machen wollten mit: Aalter. Das konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
ABER: Auch das ist immer Geschmackssache. Andere finden vielleicht genau das wirklich sehr unterhaltsam.
Besonders gut gelungen fand ich die Kurzgeschichten von Jörg Fuchs Alameda, Lea Baumgart, Florian Clever und Laurence Horn. Für mich vier der High Lights in dieser Anthologie.
Was ich hier noch ein Mal als Pluspunkt hervorheben möchte ist der Umgang mit dem doch sehr ernsten Thema Tod. Ein sensibles Thema, möchte ich sagen und doch haben die Autoren eine wundervolle Art gefunden, dieses Thema auf unterschiedlichste Art und Weisen darzustellen. Für mich gab es dort so keine Kurzgeschichte, die irgendwie geschmacklos gewesen wäre und das schätze ich wirklich. Es wurden die Ängste aufgegriffen und in etwas positives, teils auch humorvolles verwandelt. Ob und wie man diese Gedanken für sich selber übernimmt, bleibt wohl jedem Leser selber überlassen.

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Tags: hass, humor, liebe, sense, tod, unschuld   (6)
 

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348 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

Alexandra Christo , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß, ich weiß. Im Klappentext steht: Liebe, das Unerwartete passiert und eigentlich stehen sie auf zwei verschiedenen Seiten. Ich sehe euch schon mit den Augen rollen und eine Geschichte erwarten, die vorhersehbar wie bekannt ist. Allerdings muss ich euch hier enttäuschen. In meinen Augen ist es absolut keine Arielle Geschichte, auch wenn die Autorin selber davon spricht, dadurch inspiriert worden zu sein.
Ich weiß auch, dass einige es trotzdem so empfinden, wobei ich mich diesem Gedankengang nicht anschließen kann. Für mich entspricht der Piratenprinz in keinster Weise der Beschreibung des Arielle Prinzen, ebenso wie Lira alles andere als Arielle ist. Das vorab.
Darüber hinaus bin ich einfach nur hin und weg von dieser Geschichte. Viel zu selten lese ich etwas über die Magie des Meeres oder ihren Geschöpfen. Viel zu selten gibt es Bücher, die sich auch damit beschäftigen, wobei auch ich sagen muss, dass ich skeptisch war. Gerade weil es so wenig Geschichten gibt, konnte ich mir so unter der Umsetzung erstmal nur das klassische Mythologiebild vorstellen, aber ich wurde mehr als positiv überrascht. Habe ich die Sirenen und Nixen tatsächlich zuvor in Schubladen gesteckt und gedacht: Das kommt dir ja aus den Mythologien bekannt vor, gelang es der Autorin hier, mit den Klischees zu brechen. Wenn man glaubte zu wissen wie der Hase läuft (oder die Sirene schwimmt), kam eine Wendung daher, die ich nicht habe kommen sehen und die mit meinen Vorstellungen brach. Herrlich erfrischend fand ich vor allem die Gestaltung der Welt. Düster und rau, hauptsächlich am und im Meer, hatte ich das Gefühl, das kalte Wasser auf meiner Haut zu spüren und gerade am Anfang haben mir so manche Beschreibungen wirklich Gänsehaut verursacht und das passiert äußerst selten.
Aber auch die detaillierte Ausgestaltung an Land fand ich einfach toll. Egal wo man sich bewegte, die Spannung begleitete einen stehts, ebenso wie man dauerhaft auf der Hut blieb. Doch auch hier gelang es Alexandra Christo ohne großes drumherum die Details und die Wärme durch ihre Worte fließen zu lassen. Sie erschuf die Welt der Dunkelheit und des Lichts im Kopf des Lesers, riss Mauern und Denkmuster ein und sorgte dafür, dass durch die Antipathie, die ich tatsächlich für Lira am Anfang empfand, ein Band zwischen ihr und mir als Leser gewoben wurde. Ich begann zu verstehen. Ich bekam immer mehr eine Idee davon wie die Welt der Nixen und Sirenen wirklich aufgebaut war und warum sie so handelte wie sie handelte und auch ihre Weiterentwicklung.. Genau das meine ich mit Schubladendenken. Man kann sich niemals wirklich sicher sein, jemanden wirklich richtig einschätzen zu können und das macht gerade die Geschichte rundum Lira und Elian so spannend.
Während der das auszurotten versucht, was sie ist, versucht sie in der Achtung ihrer Mutter zu steigen. Doch dafür muss sie ihr sein Herz liefern. Das Herz des Prinzen, der doch irgendwie das gleiche Ziel zu verfolgen scheint wie sie. Eine Reise voller Abenteuer, dunkler Machenschaften und Entscheidungen, die verheerend sein können.
Besonders gut fand ich hier vor allem, dass die Handlung niemals simpel war. Schien es, als würde es endlich Licht am Tunnel geben, kamen weitere Handlungsstränge und Entscheidungen dazu, die sich ineinander verwoben und der Leser so ein Mal einen Eindruck darauf erhaschen konnte, wie viel Verantwortung Prinz Elian wirklich tragen muss, auch wenn er es sich nicht wirklich anmerken lässt.
Gerade hier muss ich sagen, empfand ich vor allem die Ausgestaltung der Figuren grandios. Auf der einen Seite haben wir Lira, die sich an Land erst einmal zurechtfinden muss, die einen kompletten Kontrast zur Sirene Lira darstellt – eine Mischung, die mich aufgrund ihrer Düsternis in ihren Bann gezogen hat. Auf ein Mal war Lira nicht mehr die starke unabhängige Frau, die keinen Mann braucht, sondern jemand, der auch auf die Hilfe anderer irgendwo angewiesen ist und dann gibt es da noch den Prinzen, der vielschichtig und vor allem mit vielen Ecken und Kanten genau das ist, was ich mir erhofft hatte. Ein Pirat mit königlichen Wurzeln. Jemand, der trotz allem auf dem Boden geblieben ist und mit seiner Mannschaft an Bord wirklich die Stimmung auflockert. Genau das ist es, was die Mischung des Buches ausmacht. Spannung, Humor und Dunkelheit reichen sich hier gleichermaßen die Hand. Man konnte sich niemals sicher sein, wirklich zu wissen wie die Handlung weiter ging, denn die Autorin verstand es wirklich Figuren auch ein Mal ganz anders handeln zu lassen, als man es selber erwartet hatte.

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Tags: hass, liebe, magie, meer, sirenen   (5)
 

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146 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Mondstaub und Sonnenstürme

Maja Köllinger
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.07.2018
ISBN 9783959911566
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(113)

149 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

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Wenn die Sterne Schleier tragen

Anna Nigra
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 05.07.2018
ISBN 9783947357062
Genre: Romane

Rezension:

Als ich die Anfrage zu diesem Buch erhalten habe, da wusste ich: Dieses Buch musst du allein aufgrund des Klappentextes lesen, denn ich mochte Selection damals sehr. Ja, tatsächlich musste ich bei dem Klappentext ein wenig daran denken. Doch es kommt oft anders als man denkt.
Der Einsteig viel mir leicht. Ich mochte die Protagonistin auf ihre Weise extrem gerne. Auch die Einführung in diese Welt gelingt deshalb so gut, weil der Leser nicht in die Story hineingeworfen wird, sondern vielmehr eine Hand gereicht bekommt und die Story und Königshäuser von Anfang an vorgestellt bekommt. Als Leser muss man sich nicht direkt selber zurechtfinden, sondern erhält eine Richtungsweisung, was mir richtig gut gefallen hat. Denn gerade so kann der Leser die Handlung wirklich genießen, auch wenn im Verlauf der Handlung viele Fragen aufgeworfen und nicht beantwortet werden. Dies macht umso mehr Lust auf mehr.
Mit Cecilia haben wir eine Protagonistin in diesem Buch, die selbstbewusst auftritt, gleichzeitig aber auch ihren eigenen Kopf hat, sich der Pflichten aber auch bewusst ist und sich ihnen fügt. Wer möchte schon mit einem fremden Mann verheiratet werden? Gerade diese Gedankengänge konnte ich nur allzu gut nachvollziehen. Allgemein empfand ich Cecilia als eine der wenigen Figuren im Buch, die wirklich extrem vielschichtig und gut verständlich aufgebaut waren, auch wenn viele der auftretenden Probleme durch sie und ihre Art verursacht wurden. Ich konnte ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen, während es mir bei dem Prinzen Noran ab und an extrem schwer viel, ihn wirklich verstehen zu können.
Für mich war er trotz der wundervollen Geschichte an einigen Stellen zu rund geschliffen, zu glatt, dass ich eigentlich immer mit einer Wendung gerechnet habe, die so aber nicht kam, weshalb ich in der Hinsicht mit ihm meine kleinen Verständigungsprobleme hatte, am Ende des Buches aber sagen muss, dass ich Team Noran bin.
Im Gegensatz zu ihm steht sein Bruder Elias, der eher der Rüpel und den Bad Boy mimt. Ich fand ihn grandios in der Kombination mit Noran, denn diese beiden Kontraste haben das Lesen erst wirklich spannend gemacht.
Für mich ein ziemlich interessanter Charakter, da ich immer wieder den Eindruck hatte, neue Züge an ihm zu entdecken, was mir bei Noran ein wenig gefehlt hat, vielleicht gerade weil diese Kontrast so groß war und ich Bad Boys ansonsten ziemlich attraktiv finde. Auch wenn ich Team Noran bin, ist mir Elias vom Ding her sympathischer. Für mich hat diese Figur genauso Tiefe erhalten wie Cecilia, was ich ziemlich sympathisch fand, trotz seines Auftretens an einigen Stellen. Man vermutete mehr hinter dieser Fassade und erhielt auch mehr.
Schade fand ich allerdings, dass die Geschichte ein wenig die Spannung fehlte. Während mir der Einstieg super gut gefallen hat, weil der Leser gut eingeführt wird, hätte ich mir gewünscht, dass die Story ein wenig mehr Fahrwind erhält, da das Ende für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und aktionreich verlief, was ich mir persönlich auch für das Buch gewünscht hätte, weshalb es durch die Charakterkonstellation an einigen Stellen dann leider etwas oberflächlich wirkt, was das Buch an sich allerdings absolut nicht ist.
Denn trotz Anschlägen und versuchter Entführungen, die darauf hindeuten, dass alles mit der Hochzeit zu tun haben könnte, bleibt der Spannungsbogen irgendwie auf der Strecke, was der Geschichte als solche allerdings keinen Schaden zufügt. Ich habe vermutlich einfach nur mit etwas anderem gerechnet.
Ich denke genau diese Kombination aus den Charakteren und der Handlung, die erst später an Fahrt aufnimmt war es, die leider dafür gesorgt hat, dass ich einen Stern abziehen werde.

Trotzdem konnte die Geschichte an sich mich wirklich begeistern. Wer will nicht ein Mal in die Rolle einer Königin und Prinzessin schlüpfen und zwischen zwei ziemlich attraktiven Männern wählen? Denn trotz der genannten Schwächen konnte mich die Story und vor allem der Weltenentwurf wirklich abholen. Was steckt hinter dem komischen Verhalten ihres Vaters und warum die Eile bei der Hochzeit? Auch schön fand ich die Entwicklung der Gefühle zwischen den Figuren. Gerade dadurch, dass die Handlung nicht so spannungsgeladen war, konnte der Leser diese Entwicklungen gut verfolgen und es wäre, denke ich, tatsächlich ein wenig untergegangen, wäre es aktionreicher gewesen. In dieser Kombination kann ich mich wiederum nicht beschweren, dass es nicht so spannungsgeladen war wie ich es mir gewünscht hätte. Was lernen wir daraus? Jede Kritik hat auch einen positiven Aspekt und den sieht man ganz deutlich hier
Dies unterstreicht zudem der Schreibstil mit vielen direkten Reden, die ich sehr gut gesetzt fand. Gerade so hatte man als Leser den Eindruck, wirklich dabei zu sein und sich seine eigenen Gedanken machen zu können. Denn so hinterfragte ich vor allem das Verhalten anderer. Dies wäre so ohne die Art und Weise des Schreibstils nicht ganz so gut zur Geltung gekommen, was mir richtig gut gefallen hat. Das Buch hält sich nicht mit großen Beschreibungen auf, sondern lässt sie in die Geschichte und die wörtliche Rede mit einfließen, sodass die Handlung als solche nur so dahin floss.

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Tags: hochzeit, könig, königin, liebe   (4)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Kontaminiert

E.R. Swan
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.03.2018
ISBN 9783746043463
Genre: Romane

Rezension:

Ich möchte nicht sagen, dass es ein “nach Hause kommen” war, denn eine solche Welt wünsche ich niemandem. Allerdings ist mir der Einstieg in die Handlung ziemlich leicht gefallen, trotz der Zeit, die dazwischen lag. Denn auch hier erleben wir wieder die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. Daniel ist wieder mit dabei (ja, ich liebe ihn) und auch Denyra darf natürlich nicht fehlen. Auch andere alte Bekannte sehen wir wieder, was ich richtig gut gelungen fand, denn so entstand kein wirklicher Bruch zwischen den Handlungen, wie es ja bei Folgebänden leider doch oftmals der Fall ist, wenn Handlungen einfach zwei Jahre später einsetzen. Interessant fand ich hier, dass die Figuren aus Band 1 wie Valeria, die ich übrigens ziemlich cool von der Gestaltung her finde, weil sie einfach eine art Gegenstück zu Denyra darstellt, nun eine größere Rolle einnehmen. Doch wie auch schon zuvor in Band 1, weiß man nie, auf welcher Seite manche Figuren so wirklich stehen. Wer ist Freund und wer ist Feind?
Gerade diese Art zu schreiben, hat der ganzen Dystopie neben der ohnehin schon “krassen” Themen noch ein Mal die richtige Tiefe gegeben.
Ja, es klingt blöd, wenn ich das Wort “krass” nutze, aber mir fehlen ansonsten echt die beschreibenden Worte, denn ich habe selten wirklich erlebt, dass gesellschaftliche Kritik, gerade bei sensiblen Themen, so unfassbar gut verpackt wurde.
Anders als in Band 1 werde ich hierauf nicht genauer eingehen, da ich denke: Wer Band 1 nicht mochte von dieser Thematik her, wird auch mit der Art in Band 2 nicht warm. Man muss diese Art mögen und ich finde es grandios. Die Geschichte tritt dem Leser auf die Füße, zieht ihn aus der Komfortzone und genau das ist es, was zum Nachdenken anregt.
Man geht nicht mit einem guten Gefühl aus der Handlung, man wird verstört und vor allem geschockt zurückgelassen, weshalb ich mich auch vorher nicht an die Rezension getraut habe.
Ich wäre meinen eigenen Gedanken nicht gerecht geworden.Insgesamt fand ich diesen Band allerdings etwas schwächer als Band 1. Vielleicht, weil ich gerade die Handlung um Daniel und die Truppe mochte und deshalb ab und an das Bedürfnis hatte, ein paar Seiten zu überblättern, um weiterzulesen (sollte man übrigens nicht tun, die Handlungen werden gut miteinander verwoben… ich spreche nicht aus Erfahrung, weil ich es versucht hätte, nein). Da hat mir die Mischung in Band 1, ehrlich gesagt, ein wenig besser gefallen, auch wenn ich die Handlung rund um Valeria und Jaschka mehr als gelungen empfand, so hat mich Band 1 dahingehend wirklich mitgenommen und auf eine Reise entführt, was Band 2 dieses Mal leider nicht zu einhundert Prozent geschafft hat.
Fazit: Für mich ist dieses Buch eine mehr als gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Allein die Art zu Schreiben und Kritik zu üben ist eine Gradwanderung, die E.R. Swan mehr als beherrscht. Gerade deshalb bin ich immer wieder von der Tiefe und den Details geflashed, die sich zu keiner Zeit widersprechen oder keinen Sinn ergeben. Vielmehr hat man den Eindruck, dass der Leser immer miträtseln muss, Dinge selbst in Erfahrung bringen soll und vor allem ein Teil der Truppe ist und genau das zeichnet gerade diese Dystopie so aus.

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Tags: dystopie, verstrahlt   (2)
 

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343 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 145 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten 100 Seiten: Ich klebe mit einem halben Herzinfarkt an den Seiten.
Die nächsten 200: Ich brauche wohl einen Defibrillator
Bei 300: Hat jemand das Sauerstoffzelt gesehen? Wir brauchen einen Notarzt.
Ende: Ich glaube, wir können den offiziellen Buchtod feststellen.
So oder so ähnlich wäre meine Reaktion wohl ausgefallen, hätte man mich nach einer kurzen und knappen Meinung gefragt. Wisst ihr, ihr habe schon so einige Dystopien gelesen, die mich wirklich überzeugen konnten. Nanotechnologie, Panels und Computertechnik oder gar Hacker? Na, da hoffe ich mal, dass die Autorin recherchiert hat. Und wie sie das hat.
Aber fangen wir von vorne an.
Zu Beginn lernen wir Catarina Agatta, kurz genannt Cat, kennen, eine der zwei Protagonisten. Sie wächst in einer Welt auf, die fast gänzlich durch einen Nano-Virus ausgelöscht wurde. Tagtäglich kämpft sie ums überleben, denn ihr Vater, ebenfalls Programmierer, wurde von einer Organisation “entführt”, die die Menschen vor eben jenen Virus schützen wollen.
Was ihr wissen solltet: Der Menschheit ist es zuvor gelungen, für alles durch Panels und Apps eine Lösung zu finden. Auf der Grundlage von Codes (was ich nebenbei bemerkt ziemlich cool finde, wie genial wäre das denn, sich einfach eine App gegen Schnupfen herunterzuladen oder gegen Konzentrationsprobleme?) konnten gänzlich alle Krankheiten geheilt werden. Doch etwas ging schief, wie so oft mit der wundervollen Technik und nun ist die Menschheit vom Aussterben bedroht.
Genial wie gruselig, wenn ihr mich fragt.
Cat ist für mich von Anfang eine Figur mit Charakter. Sie beschreibt sich selber nicht als hübsch, doch gerade hier habe ich gemerkt, wie wunderschön jemand durch seinen Charakter sein kann. Eine Programmiererin wie sie leibt und lebt, ein Mädchen, das schon früh auf sich allein gestellt war und vor allem mit Intelligenz und Scharfsinn überzeugt. Ich habe sie von Anfang an geliebt. Sie war so… echt. Jemand, mit dem ich gerne ein Mal abhängen würde.
Auf der anderen Seite ist da noch der Blackout-Agent Cole. Jemand, den man schwer beschreiben kann, ein Agent und Krieger durch und durch. Jemand, der nicht weiß wer er wirklich ist und gerade dieses Geheimnisvolle machte ihn so unfassbar attraktiv.
Was mir neben den Figuren besonders gut gefallen hat, war die Programmiersprache. Ein wenig Verständnis sollte man dafür also schon mitbringen, auch wenn es keine wirklichen Fremdworte sind. Es ist jedoch an mancher Stelle wissenschaftlich, was mich persönlich umso mehr begeistert hat, da man als Leser wirklich den Eindruck hatte, dass sich die Autorin Gedanken gemacht und vor allem recherchiert hat.
Allein diese gesamte Entwicklung der Story, die Technologie und wie alles miteinander verwoben und verflochten wird, hat mich so manchen Mal den Atem anhalten lassen. Immer wenn man glaubte kurz durchatmen zu können, lauerte der nächste Supergau um die Ecke und genau das hat viele Handlungen und Aussagen so unvorhersehbar gemacht.
Normalerweise kann man ja wenigstens ein bisschen erahnen wohin die Reise geht. In diesem Buch tappte ich tatsächlich gänzlich im Dunkeln.
Ich habe mit einer dystopischen Welt gerechnet, der vielleicht hier und da an Tiefe fehlt – ich meine, es ist eine Codingtechnologie, die auf Gencodes aufbaut, wie tief sollte da jemand recherchieren, um wirklich alle Fragen abzudecken?
Doch die Autorin hat es geschafft. Ich habe weder Sinn- noch Logikfehler gefunden, es hat mich in seinen Bann gezogen und am Ende war ich froh, dass es nur Fiktion war, oder?
Wenn die Autorin eines kann, dann ihre Figuren und die Welt von Anfang an zum Leben erwecken. Ich war nie nur dabei, ich war ein Teil von ihnen. Habe gejagt, mich versteckt, gezweifelt und Angst gehabt. Ich habe gelacht und geweint und am Ende war ich gefühlte 90 Jahre alt, doch wisst ihr was? Auch wenn es eine Dystopie war, fand ich die Welt und die Vorstellung ziemlich genial.
Doch zeigt sie auch die Schattenseiten einer jeden Medaille und dessen sollten wir uns wohl immer bewusst sein. Nicht ist nur gut oder nur schlecht. Nicht alles ist immer so wie es zu sein scheint und nur weil wir glauben, dass wir das Richtige tun, muss es nicht das Richtige sein und das führt und Cat besonders gut vor Augen.
Ich habe sie geliebt und werde dieses Buch definitiv im Herzen tragen, ebenso wie die Protagonistin.

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Tags: dystopie, gene, nanitechnik, panel, virus   (5)
 

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Deceptive City (Band 1): Aussortiert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783906829906
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Welt ist gespalten in zwei Kategorien, die Reichen und Schönen, deren Welt hinter Mauern in einer sauberen Stadt stattfindet, in der man sich seine Kinder selber genetisch zusammenstellen kann – eine Art Überzüchtung.
Auf der anderen Seite haben wir die Armut, diejenigen, die außerhalb der Stadt im unteren Bezirk leben müssen und Tag für Tag ums überleben kämpfen.
Ich würde es ein wenig anders formulieren und sagen: Nicht alles was Gold ist, glänzt. So haben wir auf der einen Seite Thya, die in einer sorgenlosen Welt groß wird, auch wenn ich de Mutter als Tyrannin bezeichnen würde. Eine Welt, die sie fast naiv und komplett sorglos wirken lässt und auf der anderen Seite haben wir Mitchell, der nur einen Ausweg sieht, um seine Mutter zu retten, da es in ihrem Bezirk so etwas wie Ärzte nicht gibt. Er schleicht in die Stadt. Weitere Verkettungen sorgen dafür, dass diese beiden Protagonisten aufeinander treffen. Es prallen quasi zwei Welten aufeinander, die anfänglich so gar nicht miteinander harmonieren wollen und es doch irgendwie tun.
Denn obwohl die ganze Handlung eher ruhig verläuft, hatte der Leser kaum Zeit ein Mal wirklich durchzuatmen. Gerade diese komplexe Konstellation der Welt, bot immer neue Entdeckungen und auch die Verkettung der Figuren nahm immer weiter zu. Es kamen weitere Protagonisten in Form der Ich-Erzähler dazu, die ich wirklich gelungen fand. Hatte der Leser immer das Gefühl, mehr über diese Welt aus den einzelnen Sichtweisen zu erfahren.
Doch nicht nur die Story überzeugt mit einem genialen Plot, auch die Figuren sind vielschichtig wie verständlich, auch wenn man auf eine Antwort immer mehr Fragen bezüglich dieser Welt und der ganzen Story hat. Grandios wie meisterhaft gelöst.
Darüber hinaus hat mir vor allem die gesellschaftskritische Ansicht sehr gut gefallen. Wie viel Technik tut und wirklich gut und was passiert mit den Dingen und vor allem Menschen, die leider nicht perfekt sind? Die nicht dem Standard entsprechen, die die Stadt zu halten versucht?
Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit dieses beklemmende Gefühl: Könnte so wirklich unsere Zukunft aussehen? Jemand ist nicht gut genug – entspricht nicht den Normen und dann? Kann jeder andere Mensch, der denjenigen kannte, einfach so weiter leben?
Eine ziemlich gruselige Vorstellung, wenn ihr mich fragt. Aber all das wurde abgerundet durch eine ziemlich düstere Atmosphäre, die einfach nur umhaut, wenn man sich darauf einlässt. Allein der Schreibstil sorgt für so manchen Gänsehaut-Moment.
Fazit: Für mich eine rundum gelungene Story, auch wenn sie nicht so rasant ist wie manch andere Dystopie, überzeugt diese hier mit Können, Präzision und vor allem Tiefe. Die Fäden werden so gut miteinander verknüpft, dass der Leser kaum merkt, dass jemand Neues gerade die Bildfläche betreten hat.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den zweiten Teil. 

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Tags: dunkelheit, dystopie, liebe   (3)
 

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Wahrscheinlich ist es Liebe

Paul Reizin , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 23.04.2018
ISBN 9783336547869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aiden kann nicht mehr mit ansehen wie Jen um verlorene Exfreunde trauert und will alles daran setzen, dass sie wieder glücklich ist. Eine Geschichte wie jede andere beginnt? Nun, Aiden ist ein Computerprogramm, mit dem Zugang zum Männerpool dieser Welt. Denn das ist es, was Jen  zum glücklich sein fehlt, ein Mann.
Aber Menschen sind nun mal Menschen-Probleme sind vorprogrammiert.

Wie beschreibt man ein Buch, das sich in das Herz gelesen hat? Ich habe genau das erwartet, was ich bekommen habe und so viel mehr. Eine wundervolle Mischung aus Liebe; aktuellen Themen, viel Handlung und vor allem der richtigen Prise Humor.

Denn Aiden ist nun mal ein Programm, das sich frei im Netz bewegen kann und das Verhalten der Menschen versucht zu analysieren. Denn, wie wir wissen, handeln Menschen nicht immer rational. Er findet Jen also über diese öffentlichen Zugänge des Internets. Irgendwann tauchen weitere Präsenzen im Buch auf, was zu locker leichten Stil dann wiederum für Verwirrung und Spannung sorgt. Es entsteht eine Verkettung an Dingen, die ich rund um dem Globus verteilt niemals für möglich gehalten hätte. Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die einen vor allem auch hier wieder zum Nachdenken anregt.

Gerade durch diese "öffentliche Spionage" durch Aiden stellt sich mir immer wieder der Frage: Wie wichtig sollte Technik wirklich  und sollte der Stellenwert wirklich so wichtig sein? Auch wenn Aiden mit viel Humor geschrieben ist und nur das beste will, lässt es mich doch mit einem mulmigen Gefühl zurück. Sind wir vielleicht schon mittendrin und wie intelligent sind Systeme wirklich? Man darf nicht vergessen, dass diese sehr rational handeln.
Dies wiederum stellte einen wundervollen Kontrast zu der menschlichen Jen mit all ihren Gefühlen dar. Bei diesem Wechsel fühlte ich mich ab und an von den Gefühlen erschlagen, was zeigte  wie gut dieser Wechsel zwischen den Sichtweisen einfach funktionierte. Schade nur, dass Aiden nach hinten raus immer mehr in den Hintergrund rückte, ihn hätte ich gerne immer haben können.
Ihn habe ich wirklich ins Herz geschlossen.

Außerdem fand ich es durch den Autoren sehr gelungen, keinen Science-Fiction Roman geschrieben zu haben, so konnte man die Handlung genießen und sich selber ein ganz eigenes Bild der Technik machen, ohne direkt von solchen vertiefenden Begriffen erschlagen zu werden. Ansonsten hätte die Geschichte und vor allem die Idee dahinter nicht so nachgeklungen, wäre sie zu technisch geworden.
Denn so konnte man Aiden wirklich schön im Kontrast zu den anderen Figuren kennen und lieben lernen und ging ganz unvoreingenommen an die Story ran.

Der Klappentext hält, was er verspricht und das finde ich an dieser Stelle ganz wichtig zu erwähnen, denn wahrscheinlich ist es Liebe hat sich einen Platz in meinem Herzen verdient.
Jede Figur ist so detailliert ausgearbeitet, ohne die Handlung wirklich auszuhalten und ohne auf der Stelle zu treten. Jede Figur ist ein ganz eigener Charakter mit ganz eigenen Schwächen und das fand ich schön zu lesen, dass sie eben nicht perfekt sind, sondern alle ihre Macken haben.
Das sorgte für die richtige Würze an Realität und Liebe in meinem Herzen.

Für mich eine ganz klare Leseempgehlung, die von Herzen kommt, wenn man sich auf eine solche Geschichte mit künstlicher Intelligenz einlassen kann und Lust darauf hat, sich mit genau einem solchen Thema zu beschäftigen.
Sagen wir es so: spricht dich der Klappentext an wie mich, dann ist es genau das richtige.

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Tags: intelligenz, internet, liebe, technik   (4)
 

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Die Worte, die das Leben schreibt

Adelia Saunders , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.04.2018
ISBN 9783336547937
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Frau, die mit einer Gabe unter den Menschen lebt, die Ereignisse auf der Haut anderer Menschen lesen zu können. Neil, der durch Zufall auf sie trifft.
Das Schicksal, das sie alle auf wundersame Weise miteinander verbindet.

Zunächst  ein Mal muss ich die Aufmachung loben. Das Cover ist ein Blickfang durch das Schlichte und auch der aufwendig gebundene Rücken ist einfach sehr hübsch im Regal. Das Ganze hebt sich schön von den anderen Büchern ab, denn anders ist es auf jeden Fall, gerade da die Figuren alle etwas älter sind. Zumindest habe ich so ein wenig das Gefühl.

Der Schreibstil ist wohl das, was man neben dem  Cover als nächstes nennen sollte. Anspruchsvoll, malerisch und doch enthält es diese gewisse Poesie, die einen zum Nachdenken anregt. Ich musste mich auch an diese Art zu schreiben erst einmal gewöhnen, weil ich so etwas bisher wirklich noch nicht erlebt habe. Die Autorin schreibt sehr detailliert, was an sich schön ist, für mich an so mancher Stelle leider die Handlung ein wenig in die Länge zog, die eh eher ruhig und in sich ruhend war. Gerade dies war ein schöner Kontrast zu meinen sonstigen Büchern, die ich lese, da dieser trotz des Tonus über eine so wahnsinnig intensive Erzählweise verfügt, dass ich einfach immer weiter lesen musste. Es gab keinen Punkt, an dem ich trotz der vielen Details dachte: Ich hab keine Lust mehr, auch wenn in dem Erzählstrang von Neil viel historischen und Fachbegriffe vor kamen. Wodurch ich eben durch diese Details ab und an ins Stocken geriet, weil ich diese Worte erst einmal nachschlagen musste.
Und auch wenn Magdalena keine Sympathieträgerin ist, war sie in ihren Handlungen und Gefühlen so greifbar, dass ich sie verstehen konnte. Ich konnte ihre Gedanken und ihre Art verstehen und nicht direkt nachempfinden, aber durch den poetischen Schreibstil wurde all das so unfassbar realitätsnah vermittelt. Neil hingegen blieb  für mich bei all den Details leider ein wenig hinten an. Ich kann gar nicht so begründen wieso, er ist mir einfach nicht ganz so stark im Gedächtnis geblieben und trotz allem habe ich ihn als super sympathischen Menschen kennengelernt, der doch einiges zu erzählen hat, gerade was seine Gefühlswelt anging.

Für mich war dies insgesamt ein Buch, das noch wirklich lange nachklingt und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ein Buch, das mehr erreicht, als bloßdie Oberfläche und das fand ich unfassbar bewegend. Charaktere, die so unterschiedlich waren, dass ich mir eine Verbindung nich hätte vorstellen können und doch hat es die Autorin geschafft, eben genau diese herzustellen. Daran sieht man ein Mal mehr, wie sehe erste Eindrücke täuschen können und das man sich nicht davon einnehmen lassen sollte.

Außerdem muss ich leider gestehen, dass ich bei dem Klappentext eher damit gerechnet habe, dass eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, was es allerdings nicht tut. Ich bin in der Hinsicht also irgendwie mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Wenn man den Klappentext nicht liest, glaube ich, dass es ein wundervoller Roman sein kann, mit dem man auch so manches über sich selber lernen kann.
Gerade mich hat es ab einigen Stellen sehr nachdenklich zurückgelassen- gibt es so etwas wie Schicksal? Und woran glauben die Menschen?
All dies waren Dinge, die ich mit diesem Buch assoziiere, das aufgrund seiner Thematik noch nachklingen wird.

Von mir gibt es dementsprechend 4 von 5 Sternen, da der Stil und die Art zu schreiben für mich etwas gewöhnungsbedürftig war. Wer aber poetische und malerische Stile, zum Teil mit sehr ausschweifenden Details mag und eine Handlung erleben möchte, die einen nicht nur auf eine Reise zu sich selber mitnimmt, sondern tiefer greift, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Es klingt noch lange nach. Man muss sich allerdings auf die Thematik einlassen können.

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Tags: gabe, gedanken, leben, malerisch, poesie, sxhicksal, verwoben   (7)
 

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Schatten der Magie

Kat Howard , Alice Jakubeit
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783038800118
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieser Klappentext hatte mich, als die Worte Unsichtbare Welt, Duelle und Magie fielen. Man mag zunächst an Duell der Magier denken, doch dem sei gesagt, dieses Buch ist weit mehr als das. Die Message dahinter greift tiefer und auch die Storyline greift breiter, als dieser Film.
Die magische Welt befindet sich im Umschwung, das Rat des Schicksals hat sich zu drehen begonnen und eine neue Ära um die Herrschaft bricht an. Jeder kann gewinnen, jeder kann verlieren und mitten drin eine junge Frau, die keiner zu kennen scheint. Wird sie das Schicksal für sich entscheiden?

Die Geschichte beginnt spannend wie mit einem Sprung ins kalte Wasser. Ich als Leser wusste weder wo ich bin, noch wer ich war, geschweige denn wusste ich, was genau ich hier tat. Ein Einstieg, der mehr Fragen aufwarf und neugierig auf mehr machte. Durch die verschiedenen Sichtwechsel, die zum Teil auch recht schnell kommen, gelingt es der Autorin, diesen Umschwung nicht nur zu beschreiben, sondern auch wirklich Leben einzuhauchen. Doch begegnete mir hier zum ersten Mal das Problem, dass ich gerade am Anfang nicht so ganz wusste, wer jetzt wer ist, zu welchem Haus der-/diejenige gehörte und welche Intention er/sie verfolgte, was das Lesen so manches Mal nicht ganz einfach machte. Doch mit der Zeit entwickelte ich ein Gefühl dafür, wann Sichtwechsel kamen, denn diese werden nicht mit einer Überschrift eingeleitet, sondern erfolgen eher durch einen Bruch, oder Absatz. Außerdem gewinnt man mit jeder Seite, mit jeder Zeile ein Gefühl für die unterschiedlichen Figuren und lässt man sich auf diese Reise ein, entdeckt man, dass hinter so mancher Fassade mehr lauert, dass man manchmal nur oberflächlich gekratzt hat und der Leser selber zum Mitdenken angeregt wird: Wieso hat er jetzt so gehandelt und nicht so? Gerade durch dieses Mittel zu schreiben, wartet der Leser auf den großen Knall. Immerhin wird der Umschwung zum Teil durch tödliche Duelle entschieden.
Aber, und hier ist das aber leider ein wenig größer, es erschien mir an mancher Stelle schlichtweg zu simpel, zu einfach. Ich dachte bei jedem weiteren Duell: Jetzt, ja jetzt, müsste es doch kniffliger werden, oder: OH, es wird spannend und gelöst wurde so mancher Spannungsbogen mit einem einfachen: Und Ende. Mit einer Handlung, die recht oberflächlich zu dem wirkte, was die Autorin ansonsten mit ihren Worten erschuf. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht, es wirkte wie ein notwendiges Übel, nicht, wie ein Teil der Geschichte und gerade das brach die Spannung und vor allem die Handlung an so mancher Stelle ein wenig auf.

Gerade weil Sydney, eine unserer Hautfiguren, ein Charakter mit vielen Schichten ist, mit vielen Geheimnissen und vor allem mit viel Vergangenheit. In diesem Verhältnis fand ich die Figuren viel tiefer und umfassender ausgearbeitet, was mir richtig gut gefallen hat.
Auch lernen wir im weiteren Verlauf Figuren kennen, denen es keineswegs an Tiefe fehlt, auch wenn sie mehr Marionetten im Umschwung sind – gerade das sorgte an dieser Stelle dafür, dass die Spannung trotz mangelnder Tiefe der Duelle großartig erhalten blieb und die leichte Enttäuschung wegfegt.
Denn erst mit der Zeit begriff ich, dass die Duelle tatsächlich mehr Mittel zum Zweck waren und es auf DEN finalen Schlag hinaus lief, den ich wirklich nicht habe kommen sehen. Das Rad des Schicksals hat dem Buch alle Ehre gemacht – alles ist möglich, solange man nur daran glaubt und sich auch Alternativen offen hält.
>Was mir darüber hinaus außerdem gut gefallen hat, war die Message. Denn Sydney könnte ein Teil von jedem von uns sein. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, ebenso wie die anderen Figuren im Buch. Realistisch wie natürlich hatte jeder seine Laster zu tragen und manchmal muss man selber das Größte tragen, um das, was man wirklich liebt zu retten. Auch wenn man selber manchmal daran zerbricht – ich sage nur wieder ein Mal: Dieses Ende. Ich möchte es wirklich nicht wahr haben und musste mir echt verkneifen, nicht doch die eine oder andere Träne zu vergießen.

Darüber hinaus sorgt der ganze Schreibstil, die gesamte Handlung durch dieses abrupten Einstieg und die Wechsel der Sichtweisen dafür, dass man sich als Leser in keiner Sekunde in Sicherheit wähnt. Man fiebert mit, man hofft, man ist Schweiß gebadet und erlebt die Handlung abseits der Duelle so intensiv, dass ich es umso mehr begrüßt hätte, dass auch die Duelle diese Tiefe aufgewiesen hätten.
Man sucht sich einen Champion aus und drückt ihm die Daumen und wenn man glaubt, dass alles so kommt, wie man es sich denkt, schlägt das Schicksal wirklich zu – man kann noch so viele Alternativen haben, auf alles ist man niemals vorbereitet, denn es kommt immer anders, als man denkt. Die dunklen Schatten wabern über jeder einzelnen Seite, wohnen in jedem Wort und warten nur darauf, dass man auf sie stößt. Trotz allem ist es der Autorin gelungen, keine einzige der anfänglichen Fragen offen zu lassen und ich hatte auch zu keiner Sekunde das Gefühl, dass irgendetwas nur oberflächlich angerissen wurde. Klar, hätte ich mir hier und da ein paar mehr Details gewünscht, vor allem zu den einzelnen Häusern und deren Hintergrund, aber das hätte wohl einen zweiten Teil erfordert und für die Handlungsstränge ist das, was man erhält, mehr als ausreichend. Nennen wir dies: Meckern auf hohem Niveau.Nichts desto trotz kann ich wieder nur betonen, wie unfassbar ansprechend ich die gesamte Handlung allein durch die Art und Weise wie sie erzählt wurde, überzeugend wie genial fand. So etwas habe ich bis jetzt tatsächlich noch nicht erlebt, der Schmerz, das Leid, der Verlust, aber auch die Hoffnung und die Freude war fast greifbar. Ich hatte wirklich das Gefühl, ein Teil dieser ungesehenen Welt zu sein und wollte immer mehr wissen, sodass gerade das Ende fast zu schnell kam, da die Seiten nur so dahin flossen. Es spitzte sich immer mehr zu und je mehr es Richtung Ende ging, umso mehr hatte ich das Gefühl, im Rausch der Magie und der Zeit gefangen zu sein. Ich musste einfach wissen wie es endet, da ich gerade Sydney ins Herz geschlossen habe. Eine so starke und taffe junge Frau, trotz ihrer Bürde, trotz ihrer Vergangenheit, zu der wir ein Stück weit aufschauen können. Denn irgendwo gibt es immer einen Funken Hoffnung und wenn dieser Funke Zerstörung heißt.

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht wie ich eine solche Rezension anfangen soll, wenn ich weiß, dass meine bloßen Worte nicht ausreichen werden, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Ich möchte eigentlich gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, denn in gewohnter Bechert Manier führt uns die Autorin in die Welt von Elsztrah zurück und zeigt uns doch mit jedem Wort und mit jeder Zeile neue Ecken dieses Landes, die es zu entdecken gilt. Von luftiger Höhe bis zu tiefen Katakomben ist alles dabei.
Fanny Bechert hat es direkt von Anfang an geschafft, ein Gefühl von zu Hause zu vermitteln. Ein Gefühl, dass wir als Leser hier her gehören und ein Teil des Ganzen sind.
Besonders gelungen fand ich vor allem den Anfang. Band 1 und 2 waren noch aus der Sicht von Lysanna geschrieben und nun lernen wir ihre Tochter kennen, die in Band 2 bereits eine recht einnehmende Nebenrolle hatte.
Bereits nach 2 habe ich gesagt, dass ich unbedingt erfahren muss wie es weiter geht und das nicht nur auf Lysanna bezogen, sondern auch auf ihre Tochter.
Fanny hatte es geschafft auch dieses kleine Wesen in mein Herz zu setzen und was soll ich sagen? Band 3 hat mir sogar noch ein Stückchen besser gefallen, denn aus deren Sicht ist Band 3 geschrieben – doch wir treffen auch alte Bekannte und neue Gesichter wieder. Es war mir wirklich ein Fest.
Fanny hat mit jeder Zeile mit jedem Bogen einen weiteren Sapnnungsaufbau erzeugt und es in einem Knall aus Scherben enden lassen. Und wahrlich: mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Ich habe immer gehofft und gebetet, das Ende war wundervoll und schrecklich zugleich.
Es verging keine Stelle, an der ich nicht mitgefiebert hätte, nicht gelacht und die Luft angehalten hätte, doch Worte reichen nicht aus, um diese Gefühle zu beschreiben. Sie reichen tiefer als die oberflächliche Spannung. Sie berühren und bewegen einen und das wichtigste: Man versteht.
Man versteht die Gedanken und Gefühle, ja, die Beweggründe und möchte doch, dass es ganz anders wird.

Für mich ist Band 3 definitiv ein Tüpfelchen auf dem i und ich kann immer noch nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem World Building und den Figuren bin. Denn obwohl es sich um eine komplett eigene Welt handelt, die es zu ergründen gilt, hatte ich nie den Eindruck; den Überblick verloren zu haben oder nicht zu wissen wo ich bin, oder wer ich war und wer mich begleitete.
Es war für diesen Zeitraum meine Heimat, meine Gefühle und mein Leben, um das ich kämpfte.

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht wie ich eine solche Rezension anfangen soll, wenn ich weiß, dass meine bloßen Worte nicht ausreichen werden, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Ich möchte eigentlich gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, denn in gewohnter Bechert Manier führt uns die Autorin in die Welt von Elsztrah zurück und zeigt uns doch mit jedem Wort und mit jeder Zeile neue Ecken dieses Landes, die es zu entdecken gilt. Von luftiger Höhe bis zu tiefen Katakomben ist alles dabei.
Fanny Bechert hat es direkt von Anfang an geschafft, ein Gefühl von zu Hause zu vermitteln. Ein Gefühl, dass wir als Leser hier her gehören und ein Teil des Ganzen sind.
Besonders gelungen fand ich vor allem den Anfang. Band 1 und 2 waren noch aus der Sicht von Lysanna geschrieben und nun lernen wir ihre Tochter kennen, die in Band 2 bereits eine recht einnehmende Nebenrolle hatte.
Bereits nach 2 habe ich gesagt, dass ich unbedingt erfahren muss wie es weiter geht und das nicht nur auf Lysanna bezogen, sondern auch auf ihre Tochter.
Fanny hatte es geschafft auch dieses kleine Wesen in mein Herz zu setzen und was soll ich sagen? Band 3 hat mir sogar noch ein Stückchen besser gefallen, denn aus deren Sicht ist Band 3 geschrieben – doch wir treffen auch alte Bekannte und neue Gesichter wieder. Es war mir wirklich ein Fest.
Fanny hat mit jeder Zeile mit jedem Bogen einen weiteren Sapnnungsaufbau erzeugt und es in einem Knall aus Scherben enden lassen. Und wahrlich: mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Ich habe immer gehofft und gebetet, das Ende war wundervoll und schrecklich zugleich.
Es verging keine Stelle, an der ich nicht mitgefiebert hätte, nicht gelacht und die Luft angehalten hätte, doch Worte reichen nicht aus, um diese Gefühle zu beschreiben. Sie reichen tiefer als die oberflächliche Spannung. Sie berühren und bewegen einen und das wichtigste: Man versteht.
Man versteht die Gedanken und Gefühle, ja, die Beweggründe und möchte doch, dass es ganz anders wird.

Für mich ist Band 3 definitiv ein Tüpfelchen auf dem i und ich kann immer noch nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem World Building und den Figuren bin. Denn obwohl es sich um eine komplett eigene Welt handelt, die es zu ergründen gilt, hatte ich nie den Eindruck; den Überblick verloren zu haben oder nicht zu wissen wo ich bin, oder wer ich war und wer mich begleitete.
Es war für diesen Zeitraum meine Heimat, meine Gefühle und mein Leben, um das ich kämpfte.

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liebesroman, macht nachdenklich, nachdenklich, schicksal, schicksalsroman

Sehnsuchtswege

Martin Matheo
Buch
Erschienen bei Berger & Söhne, Ferdinand, 04.08.2017
ISBN 9783850288170
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Paul hat alles, wovon andere Menschen nur träumen können. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Von nun an ist Paul gelähmt und er muss sich mit einem ganz anderen Lebensstil auseinander setzen, sein Chef lässt ihn fallen und sei dies nicht auch schon genug, greift seine Frau wieder zur Flasche.
Doch je weiter er droht abzurutschen, treten Menschen in sein Leben, die ihm zeigen, wie lebenswert das Leben eigentlich sein kann und was auch solche tragischen Veränderungen bewirken, wenn man nur nicht die Hoffnung verliert.
Allein der Einstieg viel mir unfassbar leicht. Dem Autoren gelingt es, diese beiden oppositionistischen Seiten grandios gegenüber zu stellen, zu zeigen, wie schnell sich ein Leben mit einem Schlag ändern kann, nur um dann den Schritt in die andere Richtung zu wagen.
Jedes Leben hat Vor- und Nachteile. Zeigt Matheo doch, mit welchen Tücken ein Mensch mit Behinderung tagtäglich zu kämpfen hat. Ihm gelingt es darüber hinaus, ein solch sensibles Thema mit viel Fingerspitzengefühl auf den Punkt zu bringen. Ich musste so manches Mal schlucken und vor allem hat es mich nachhaltig mitgenommen. Genau das ist es, was ich an Büchern wie diesen so liebe. Ein Nachklang, ein Nachhall, der dafür sorgt, dass man sich mit einem gesellschaftlichen Thema auch privat auseinandersetzen möchte und darüber nachdenkt, ob man nicht auch ein Mal selber so abweisend und herablassend reagiert hat.
Mich hat dieses Buch bewegt und mit einem schönen und gleichzeitig mulmigen Gefühl zurückgelassen, unterstützt durch den detaillierten Schreibstil des Autors gelingt hier eine tolle Gradwanderung. Denn nach diesem Buch lernt man vielleicht auch sein eigenes kleines Glück ein wenig mehr zu schätzen.
Beachtet vielleicht ein kleines bisschen mehr die kleinen Dinge im Leben und lernt die Gesten anderer auch ein wenig mehr zu schätzen.
Mich hat das Buch nachhaltig bewegt und wrklich dazu angeregt, über das Leben, über mein Leben, nachzudenken.
 
Einen kleinen Abzug gibt es dafür, dass ich zu Beginn der Story mit Paul so meine Probleme hatte. War er ein mensch voller Klischees, an die er auch noch glaubte, ich hatte einen proletenhaften Mann vor Augen, der mit seinem getunten Auto draußen an anderen gerne auch drei Mal vorbei fährt, um deren Aufmerksamkeit zu erhalten. Jemand, der nicht unbedingt dazu einlädt, sich mit ihm weiter auseinander zu setzen, weil er eben arrogant und "weltfremd" wirkt. Das hat mich, vor allem am Anfang, echt gestört. Sorgt auf der anderen Seite dafür, dass der Wandel von Paul echt gut zur Geltung kommt. Denn erst so wird das Hinterfragen des Lebens wirklich deutlich.
Was ist also der Sinn des Lebens? Besteht er aus Reichtum und daraus, alles zu haben?
 
Fazit: Für mich ist dies ganz klar ein Buch, das mit leichten Schwächen zum Nachdenken anregt. Allerdings sollte man sich genau für solche Geschichten und Gegensätze interessieren, ansonsten stößt man vermutlich bereits bei Paul zu Beginn auf Abneigung. Wer sich genau auf so etwas einlassen kann, wird eine wundervolle Geschichte erleben, die ans Herz geht und bewegt.

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Faith: Seelenlos

J. K. Bloom
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783961730650
Genre: Fantasy

Rezension:

Für mich war es das erste Buch von der Autorin, ein dystopischer Reihenauftakt, dessen Cover allein dafür gesorgt hat, dass ich es unbedingt habe lesen müssen. Die Farben und die Frau sind wirklich ein Hingucker und in meinen Augen super passend für diese Story.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Faith geschrieben, gerade das hat von Anfang an dafür gesorgt, dass man ein Gefühl des Verstehens zu ihr aufbaute, denn gerade durch diese eine Sicht ist es der Autorin gut gelungen, einen tiefen Einblick in das Leben von Faith und vor allem ihre Gefühlswelt umfassend darzustellen. Sie war ein Teil des Ganzen und wusste, welche Entscheidungen die richtigen wären, doch da gab es auch etwas anderes. Etwas, das tiefer griff als alles, woran man als Leser dachte. Dementsprechend viel der Einstieg in die Story als solche auch nicht wirklich schwer. Die Spannung war bis zur letzten Seite dar, ebenso wie sie mit jedem Wort die düstere Atmosphäre in den Kopf zauberte. Denn gerade die Umgebung einer Zukunft ohne sichere Städte und das Gefühl der ständigen Gefahr konnte so wirklich unfassbar gut vermittelt werden.
Denn allein die Idee mit den Sporen, der Umwelt und den Pflanzen hat mir wirklich unfassbar gut gefallen, denn gerade bei unserer heutigen Entwicklung regt gerade dieses Buch wirklich zum Nachdenken an.
Allerdings hatte ich zu Beginn leider ein paar Probleme, den Dialogen so wirklich zu folgen. Ich musste mich in diese Art zu Schreiben erst einmal gewöhnen, was ich aber darauf schiebe, dass ich Nevernight zuvor gelesen habe, deren Dialoge wirklich ganz anders geschrieben waren. Da merkt man ein Mal mehr, was das vorherige Buch alles bewirken kann.
Darüber hinaus haben mir vor allem neben Faith die weiteren eingeführten Charaktere gefallen, denn auch sie haben eine Geschichte, eine Vergangenheit, die in diesem Buch leider erstmal nur oberflächlich behandelt wird und die Figuren gegenüber Faith ein wenig grau wirken. Ich hoffe also darauf, dass Band 2 diesen Figuren mehr Tiefe schenkt, denn ich bin wirklich sehr neugierig darauf, auf all die unbeantworteten Fragen eine Antwort zu erhalten und die ein oder andere Figur wirklich besser kennen zu lernen.

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Tags: dystopie, eisermann, faith   (3)
 

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Jägerseele (Ein Tess Carlisle Roman 1)

Nicole Schuhmacher
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 23.03.2018
ISBN 9781549654732
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Fan von dem Humor von Bartimäus (Jonathan Stroud) bin und lange vergeblich auf der Suche nach Büchern war, die genau diesen Humor teilen.
Nun, ich würde sagen, mit Jägerseele habe ich ein Buch gefunden, das neben dem Humor und den "vulgären" Ausdrücken auch noch eine Message für jedermann bereit hält.
Vorab, ich denke nicht, dass gerade dieser Humor jedem liegt. Wer hier eine seichte Fantasygeschichte für zwischendurch sucht, wird mit diesem Humor und mit dieser Story an der einen oder anderen Stelle ein wenig überfordert sein - ich persönlich liebe es.
 
Das Debüt der Autorin strotzt so von Chaos, Fantasywesen und der richtigen Prise Aktion, Spannung und Humor. Dies zusammen gepaart mit der düsteren Spannung sorgt wirklich dafür, dass man das Buch nur noch schwer aus der Hand legen kann. Runzelt man zu Beginn des Buches noch die Stirn, da man sich in das chaotische Leben und die Gedankengänge von Tess erstmal einfinden muss, fließen die Worte mit jeder weiteren Seite nur so dahin. Denn während Tess die bösen Jungs, oder auch Wesen, man weiß es nie so genau (ich meine, es kann durchaus passieren, dass einfach ein Zentauer quer durch den Garten springt...), jagt, ist ihre Assistentin, ein Katzenmädchen, für den Papierkram der Agentur zuständig: "Rent a Hunter". Ein ziemlich cooler Name für eine solche Angelegenheit. Und gerade in einem solchen Job trifft es sich gut, dass auch Tess die ein oder andere sehr interessante Idee auf Lager hat (und ich meine wirklich... interessant). Denn ich meinen Augen muss man sich in Tess gar nicht hineinversetzen können, um sie zu verstehen, denn das erledigt die Autorin durch ihre Art zu schreiben ganz von alleine. Obwohl ich Tess als leicht verrückt beschreiben würde und ich nicht jede ihrer Handlungen verstand, war sie mir von Anfang an sympathisch, schaffte Nicole Schuhmacher es doch, mit ihren Details ein Gefühl von Nähe für jede einzelne Figur zu schaffen. Egal wie unterschiedlich sie allesamt waren, keine der Figuren handelte irgendwie unverständlich oder nicht nachvollziehbar. Ich weiß, das mag wie ein Widerspruch klingen, habe ich doch eben noch gesagt, dass ich nicht jede Handlung verstand. Nun, damit meine ich keineswegs, dass ich es nicht nachvollziehbar fand, sondern schlichtweg, dass ich eine andere Reaktion erwartet hätte und genau das machte die ganze Story so unfassbar unterhaltsam und spannend. Man wusste als Leser nie was nun wirklich als nächstes passiert, denn in diesem Buch ist alles möglich. Von Voodoo Puppen über Gangster und Trolle bis hin zu einem Sohn des Teufels... Doch daneben kommt die Ernsthaftigkeit niemals zu kurz. Vermittelt Tess doch immer das Gefühl von Nahe und Vertrauen. Egal wie ausweglos eine Situation scheint, es gibt immer einen Weg und wenn es nur schlimmer werden kann. Sie zeigt dem Leser auf eine humorvolle Art und Weise, dass man immer an sich selber glauben sollte, auch in solchen Situationen und gerade das fand ich in diesem Buch sehr gelungen.
 
Das ganze Buch spiegelt den chaotischen Charakter der Protagonistin wunderbar wieder, ohne wirklich over the top zu sein, dennoch, ich betone es gerne wieder, muss man eine Ader für diesen Humor und diese Art zu schreiben haben. Hat man diese, wird man diese Story wirklich mögen. Ein Fall jagt den anderen und mir wurde nie wirklich langweilig. Immer mehr seltsame Zufälle passieren und die Spannung baut sie mit jedem weiteren Puzzleteil auf, das man als Leser im Verlauf der Story sammelt. Das große Ganze erfasst man jedoch erst wirklich zum Ende hin und selbst dann gibt es noch so einige Fragen, auf die ich hoffentlich im zweiten Teil Antworten erhalten werde.
In meinen Augen ist Tess jemand, der irgendwo immer in uns vorhanden ist: Der den Spaß im Leben sieht und doch die richtige Prise Ernsthaftigkeit in den richtigen Momenten aufleben lässt. Ich musste mich nicht mit Tess identifizieren können, um sie zu verstehen, oder zu mögen, denn das hat die Autorin durch die Art und Weise wie sie Tess eingeführt und gezeichnet hat schon ganz von alleine getan.
 
Für mich ist dieses Buch eine ganz klare Empfehlung, wenn man Fantasy mit Humor und einer Umgangssprache mag, wie es eben auch in Bartimäus der Fall ist. Denn dann wird man diese Story wirklich mit all ihren Höhen und Tiefen genießen und vor allem auch die Message und die Freude am Leben merken. Auch Rückschläge können einen Schritt nach vorne bedeuten, man muss es eben nur wagen. Denn Tess macht in meinen Augen das Beste aus jeder Situation.

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Tags: fantasy, jagd, jagt, .teufel   (4)
 

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103 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen - Blütenzauber

Regina Meissner
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 26.01.2018
ISBN 9783906829678
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorab sei gesagt, dass man in meinen Augen Band 1 gelesen haben sollte, da es doch einige Elemente gibt, die im ersten Teil wesentlich ausführlicher erklärt werden, als in diesem Teil. Wer also wirklich die komplette Spannung und Rätselspaß mitnehmen möchte, sollte Schwanenfeuer vorab gelesen haben.
Blütenzauber. Nicht mehr und nicht weniger steht auf einem Blatt Papier, das die Lösung zum Lösen des Fluches bereit halten soll. Um nicht zu viel vorweg zu nehmen sei eines gesagt: Eine wundervolle die Schöne und das Biest Adaption und das aus meinem Mund, die, die mit die Schöne und das Biest nie viel anfangen konnte.
Regina Meißner hat es verstanden, mit dieser Adaption auch die letzten Zweifler auszuradieren.
Der Schreibstil ist wie im ersten Teil wunderbar flüssig und lädt wieder ein Mal zum Träumen ein. Die Figuren werden so eingeführt, dass man als Leser weder in die Handlung hineingeworfen wird, noch sich wirklich verloren fühlt. Man wird eher ein Teil der ganzen Geschichte.
Auch die Atmosphäre in diesem Buch ist wieder ein Mal bedrückend und wunderschön zugleich, sodass es neben den ganzen spannungsgeladenen Elementen auch Phasen der Pause und Entspannung gab, in denen der Leser wirklich durchatmen und genießen kann.
Bis zum Schluss dieser Entdeckungsreise durch das Schloss und ihrer Bewohner habe ich nicht mit diesem Ende gerechnet, geschweige denn wie in Band 1 eine Vorahnung gehabt, die mich vermuten ließ, worauf alles hinaus läuft und das hat mir wirklich gut gefallen.
Denn gerade das Biest, das wir im Verlauf der Handlung kennen lernen ist nah am Original gehalten, was ich wirklich gelungen fand. So macht auch er eine Wandlung durch, die ich wirklich gemocht habe und überzeugend fand. Es war keine 180 Grad Wendung, wie es so oft in manchen Adaptionen der Fall ist und das gab dem Ganzen die richtige Würze, weshalb ich das Biest von Anfang an, trotz seiner rauen Art, echt mochte.
Leider muss ich sagen, dass mich dieses Mal die Prinzessin nicht zu 100% überzeugen konnte. Ich weiß, dass einige das lose Mundwerk total mochten, mich hat es zu weilen leider etwas im Lesefluss gestört und mir hat dementsprechend auch ein wenig der Bezug zu ihr gefehlt, da bin ich Fan No. 1 von unserer Prinzessin aus Schwanenfeuer, sorry Tatjana.
Wer aber freche Sprüche mag und eine Protagonistin, die ihr Herz am richtigen Fleck hat, sollte diesen zweiten Teil wirklich lesen.
Ich habe selten eine solch schöne Adaption zu die Schöne und das Biest gelesen.

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Tags: adaption, biest, blüten, fluch, hass, liebe, verlust   (7)
 
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