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Die Weltportale (Band 1)

B. E. Pfeiffer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.07.2018
ISBN 9783906829920
Genre: Fantasy

Rezension:

Zunächst ein Mal kann ich nur sagen: Ja, 600 Seiten sind viel, aber dennoch ist es jede Seite wert gelesen zu werden. Ich habe bei solch dicken Bänden ja oftmals die Bedenken, dass einige Szenen Füller sein könnten. Seiten, die sich ziehen wie Kaugummi und man das Gefühl hat, stecken zu bleiben. Zu "Die Weltportale" kann ich nur sagen: Dieses Buch war jede einzelne Seite wert. Authentisch wie fesselnd beschreibt B.E. Pfeiffer hier eine Welt, die auf dieser Seitenanzahl sehr detailliert und tiefgründig ist. Keine oberflächlichen Beschreibungen, sondern  die wichtigsten Informationen, so dass der Leser sich seine ganz eigene Welt im Kopf erschaffen kann, was mehr als gelungen ist.
Der Einstieg fällt nicht zuletzt aufgrund des einnehmenden und umfassenden Schreibstils leicht, der mich wirklich nur so durch die Seiten getragen hat. Bildgewaltig wie einfach wird hier die Handlung erzählt, ohne sich lange mit irgendwelchen belanglosen oder füllenden Beschreibungen aufzuhalten. Verwoben mit den Figuren entsteht hier eine ganz eigene Art der Geschichtenerzählung. Hineingeworfen in die Geschichte, muss der Leser sich selber in einer umfassend beschriebenen Welt zurecht finden. Doch gerade aufgrund der Beschreibungen wird jeder Leser sein ganz eigenes Bild von der Welt entwerfen und der Leser kann sich nie sicher sein, wirklich auf dem richtigen Weg zu wandeln. Nichts ist so wie es scheint. Man sollte sich nicht täuschen lassen.

 

Gerade die Protagonistin Eleonora ist toll und vielschichtig ausgearbeitet, zu keinem der zwei Völker, denen sie entstammt, zugehörig, erfährt sie oft Gegenwind, auch wenn sie eigentlich nur akzeptiert werden möchte. Eine Situation, die so oder so ähnlich wohl jeder irgendwie kennt, was das Ganze umso greifbarer machte. Authentisch und mit viel Fingerspitzengefühl werden hier auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen, deren Umgang ich einfach nur loben kann.
Außerdem gibt es weitere Charaktere, die im Verlauf der Handlung auftauchen, die ich einfach nur gelungen in ihrer Entwicklung fand. So zum Beispiel Lucius (nebenbei bemerkt finde ich diesen Namen einfach nur cool und vermutete einen etwas altertümlichen Herren, den ich so tatsächlich auch bekommen habe). Er entwickelt sich mit der Handlung allerdings weiter, sodass man keine Angst haben muss, in der Vergangenheit festzustecken. Interessant fand ich hier vor allem, dass Freund und Feind nicht zwingend zu unterscheiden sind, da die eigentlichen Absichten oftmals im Dunkeln bleiben. Erst mit der Entwicklung der Geschichte gelingt es dem Leser, dort Licht ins Dunkel zu bringen. Aber wie zuvor schon angemerkt: Nicht alles ist so wie es scheint.

 

Darüber hinaus muss ich auch hier wieder die Message des Buches hervorheben: Jeder hat ein Päckchen zu tragen. Jeder hat eine Vergangenheit. Doch was wir daraus machen, das obliegt ganz uns. Denn obwohl Eleonora Schwierigkeiten mit der Akzeptanz hat, gibt sie nicht auf und das zeugt von Stärke. Dementsprechend hat mich dieses Buch nicht nur beflügelt, sondern auch nachdenklich gestimmt, für mich eine Kombination, die ich mehr als genossen habe.

 

Fazit: Für mich ein Auftakt mit viel Potential und ich bin wirklich gespannt, ob Band 2 diese Grundlage toppen kann. Ein Buch voller Spannung, Höhen und Tiefen, wie es auch das echte Leben bereit hält. Gespickt mit Fantasy und Magie sorgt diese Mischung für die richtige Würze und verleiht der Geschichte ihren ganz eigenen Stil.

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Tags: magie, portale, welten   (3)
 

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6 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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SCHNITTERGARN

Jörg Fuchs Alameda , Günther Kienle , Muna Bering , Andrea Bienek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Leseratten Verlag, 16.06.2018
ISBN 9783945230343
Genre: Science-Fiction

Rezension:

22 Kurzgeschichten mit dem Hauptthema: Tod.
Als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich schmunzeln: I bims, der Tod? Ok, alles klar, ich hing an der Angel, auch wenn mich das Cover selber nicht ganz so anspricht. Ich bin nicht der größte Fan von Zeichnungen auf Covern, aber der Inhalt überzeugte mich dafür umso mehr.
Für viele ist der Tod etwas, vor dem man Angst haben muss, denn man weiß nicht, was danach kommt.
Wird man wiedergeboren? Gibt es Himmel und Hölle? Wie ist der Tod? Was passiert mit mir danach?
All das sind Fragen, die sich wohl jeder von uns irgendwie schon ein Mal gestellt hat.
Hatte ich dementsprechend meine Bedenken, als ich den Klappentext gelesen habe? Bedenken, dass das Thema vielleicht zu locker gesehen, es zu sehr auf die Schippe genommen wird? Ja, das hatte ich.
Waren diese Sorgen unbegründet? Auch wieder ja.
Auf humorvolle und doch ernste Weise werden hier die Möglichkeiten nach dem Tod durchgespielt. Jede einzelne der Kurzgeschichten so gewählt, dass man immer wieder das Gefühl hat, eine neue Facette des Todes kennenzulernen. Der Tod, der unabsichtlich jemanden tötet, weil er die Schrift seines Angestellten nicht lesen kann? Die Totenwelt, geteilt in Männer, Frauen, Jungen und Mädchen? Der Tod, der seine Sense überfährt und den Führerschein machen muss, um hipp zu sein?
All das und noch viel mehr erwartet den Leser auf mehr als 400 Seiten.
Viele der Kurzgeschichten haben mich wirklich von sich überzeugen können.
Es waren allerdings auch ein, zwei Stück dabei, die zu sehr auf Hipster machen wollten mit: Aalter. Das konnte mich leider nicht so wirklich überzeugen.
ABER: Auch das ist immer Geschmackssache. Andere finden vielleicht genau das wirklich sehr unterhaltsam.
Besonders gut gelungen fand ich die Kurzgeschichten von Jörg Fuchs Alameda, Lea Baumgart, Florian Clever und Laurence Horn. Für mich vier der High Lights in dieser Anthologie.
Was ich hier noch ein Mal als Pluspunkt hervorheben möchte ist der Umgang mit dem doch sehr ernsten Thema Tod. Ein sensibles Thema, möchte ich sagen und doch haben die Autoren eine wundervolle Art gefunden, dieses Thema auf unterschiedlichste Art und Weisen darzustellen. Für mich gab es dort so keine Kurzgeschichte, die irgendwie geschmacklos gewesen wäre und das schätze ich wirklich. Es wurden die Ängste aufgegriffen und in etwas positives, teils auch humorvolles verwandelt. Ob und wie man diese Gedanken für sich selber übernimmt, bleibt wohl jedem Leser selber überlassen.

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Tags: hass, humor, liebe, sense, tod, unschuld   (6)
 

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227 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

Alexandra Christo , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.07.2018
ISBN 9783423762205
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß, ich weiß. Im Klappentext steht: Liebe, das Unerwartete passiert und eigentlich stehen sie auf zwei verschiedenen Seiten. Ich sehe euch schon mit den Augen rollen und eine Geschichte erwarten, die vorhersehbar wie bekannt ist. Allerdings muss ich euch hier enttäuschen. In meinen Augen ist es absolut keine Arielle Geschichte, auch wenn die Autorin selber davon spricht, dadurch inspiriert worden zu sein.
Ich weiß auch, dass einige es trotzdem so empfinden, wobei ich mich diesem Gedankengang nicht anschließen kann. Für mich entspricht der Piratenprinz in keinster Weise der Beschreibung des Arielle Prinzen, ebenso wie Lira alles andere als Arielle ist. Das vorab.
Darüber hinaus bin ich einfach nur hin und weg von dieser Geschichte. Viel zu selten lese ich etwas über die Magie des Meeres oder ihren Geschöpfen. Viel zu selten gibt es Bücher, die sich auch damit beschäftigen, wobei auch ich sagen muss, dass ich skeptisch war. Gerade weil es so wenig Geschichten gibt, konnte ich mir so unter der Umsetzung erstmal nur das klassische Mythologiebild vorstellen, aber ich wurde mehr als positiv überrascht. Habe ich die Sirenen und Nixen tatsächlich zuvor in Schubladen gesteckt und gedacht: Das kommt dir ja aus den Mythologien bekannt vor, gelang es der Autorin hier, mit den Klischees zu brechen. Wenn man glaubte zu wissen wie der Hase läuft (oder die Sirene schwimmt), kam eine Wendung daher, die ich nicht habe kommen sehen und die mit meinen Vorstellungen brach. Herrlich erfrischend fand ich vor allem die Gestaltung der Welt. Düster und rau, hauptsächlich am und im Meer, hatte ich das Gefühl, das kalte Wasser auf meiner Haut zu spüren und gerade am Anfang haben mir so manche Beschreibungen wirklich Gänsehaut verursacht und das passiert äußerst selten.
Aber auch die detaillierte Ausgestaltung an Land fand ich einfach toll. Egal wo man sich bewegte, die Spannung begleitete einen stehts, ebenso wie man dauerhaft auf der Hut blieb. Doch auch hier gelang es Alexandra Christo ohne großes drumherum die Details und die Wärme durch ihre Worte fließen zu lassen. Sie erschuf die Welt der Dunkelheit und des Lichts im Kopf des Lesers, riss Mauern und Denkmuster ein und sorgte dafür, dass durch die Antipathie, die ich tatsächlich für Lira am Anfang empfand, ein Band zwischen ihr und mir als Leser gewoben wurde. Ich begann zu verstehen. Ich bekam immer mehr eine Idee davon wie die Welt der Nixen und Sirenen wirklich aufgebaut war und warum sie so handelte wie sie handelte und auch ihre Weiterentwicklung.. Genau das meine ich mit Schubladendenken. Man kann sich niemals wirklich sicher sein, jemanden wirklich richtig einschätzen zu können und das macht gerade die Geschichte rundum Lira und Elian so spannend.
Während der das auszurotten versucht, was sie ist, versucht sie in der Achtung ihrer Mutter zu steigen. Doch dafür muss sie ihr sein Herz liefern. Das Herz des Prinzen, der doch irgendwie das gleiche Ziel zu verfolgen scheint wie sie. Eine Reise voller Abenteuer, dunkler Machenschaften und Entscheidungen, die verheerend sein können.
Besonders gut fand ich hier vor allem, dass die Handlung niemals simpel war. Schien es, als würde es endlich Licht am Tunnel geben, kamen weitere Handlungsstränge und Entscheidungen dazu, die sich ineinander verwoben und der Leser so ein Mal einen Eindruck darauf erhaschen konnte, wie viel Verantwortung Prinz Elian wirklich tragen muss, auch wenn er es sich nicht wirklich anmerken lässt.
Gerade hier muss ich sagen, empfand ich vor allem die Ausgestaltung der Figuren grandios. Auf der einen Seite haben wir Lira, die sich an Land erst einmal zurechtfinden muss, die einen kompletten Kontrast zur Sirene Lira darstellt – eine Mischung, die mich aufgrund ihrer Düsternis in ihren Bann gezogen hat. Auf ein Mal war Lira nicht mehr die starke unabhängige Frau, die keinen Mann braucht, sondern jemand, der auch auf die Hilfe anderer irgendwo angewiesen ist und dann gibt es da noch den Prinzen, der vielschichtig und vor allem mit vielen Ecken und Kanten genau das ist, was ich mir erhofft hatte. Ein Pirat mit königlichen Wurzeln. Jemand, der trotz allem auf dem Boden geblieben ist und mit seiner Mannschaft an Bord wirklich die Stimmung auflockert. Genau das ist es, was die Mischung des Buches ausmacht. Spannung, Humor und Dunkelheit reichen sich hier gleichermaßen die Hand. Man konnte sich niemals sicher sein, wirklich zu wissen wie die Handlung weiter ging, denn die Autorin verstand es wirklich Figuren auch ein Mal ganz anders handeln zu lassen, als man es selber erwartet hatte.

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Tags: hass, liebe, magie, meer, sirenen   (5)
 

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76 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Mondstaub und Sonnenstürme

Maja Köllinger
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 09.07.2018
ISBN 9783959911566
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

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144 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

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Wenn die Sterne Schleier tragen

Anna Nigra
Flexibler Einband: 399 Seiten
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 05.07.2018
ISBN 9783947357062
Genre: Romane

Rezension:

Als ich die Anfrage zu diesem Buch erhalten habe, da wusste ich: Dieses Buch musst du allein aufgrund des Klappentextes lesen, denn ich mochte Selection damals sehr. Ja, tatsächlich musste ich bei dem Klappentext ein wenig daran denken. Doch es kommt oft anders als man denkt.
Der Einsteig viel mir leicht. Ich mochte die Protagonistin auf ihre Weise extrem gerne. Auch die Einführung in diese Welt gelingt deshalb so gut, weil der Leser nicht in die Story hineingeworfen wird, sondern vielmehr eine Hand gereicht bekommt und die Story und Königshäuser von Anfang an vorgestellt bekommt. Als Leser muss man sich nicht direkt selber zurechtfinden, sondern erhält eine Richtungsweisung, was mir richtig gut gefallen hat. Denn gerade so kann der Leser die Handlung wirklich genießen, auch wenn im Verlauf der Handlung viele Fragen aufgeworfen und nicht beantwortet werden. Dies macht umso mehr Lust auf mehr.
Mit Cecilia haben wir eine Protagonistin in diesem Buch, die selbstbewusst auftritt, gleichzeitig aber auch ihren eigenen Kopf hat, sich der Pflichten aber auch bewusst ist und sich ihnen fügt. Wer möchte schon mit einem fremden Mann verheiratet werden? Gerade diese Gedankengänge konnte ich nur allzu gut nachvollziehen. Allgemein empfand ich Cecilia als eine der wenigen Figuren im Buch, die wirklich extrem vielschichtig und gut verständlich aufgebaut waren, auch wenn viele der auftretenden Probleme durch sie und ihre Art verursacht wurden. Ich konnte ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen, während es mir bei dem Prinzen Noran ab und an extrem schwer viel, ihn wirklich verstehen zu können.
Für mich war er trotz der wundervollen Geschichte an einigen Stellen zu rund geschliffen, zu glatt, dass ich eigentlich immer mit einer Wendung gerechnet habe, die so aber nicht kam, weshalb ich in der Hinsicht mit ihm meine kleinen Verständigungsprobleme hatte, am Ende des Buches aber sagen muss, dass ich Team Noran bin.
Im Gegensatz zu ihm steht sein Bruder Elias, der eher der Rüpel und den Bad Boy mimt. Ich fand ihn grandios in der Kombination mit Noran, denn diese beiden Kontraste haben das Lesen erst wirklich spannend gemacht.
Für mich ein ziemlich interessanter Charakter, da ich immer wieder den Eindruck hatte, neue Züge an ihm zu entdecken, was mir bei Noran ein wenig gefehlt hat, vielleicht gerade weil diese Kontrast so groß war und ich Bad Boys ansonsten ziemlich attraktiv finde. Auch wenn ich Team Noran bin, ist mir Elias vom Ding her sympathischer. Für mich hat diese Figur genauso Tiefe erhalten wie Cecilia, was ich ziemlich sympathisch fand, trotz seines Auftretens an einigen Stellen. Man vermutete mehr hinter dieser Fassade und erhielt auch mehr.
Schade fand ich allerdings, dass die Geschichte ein wenig die Spannung fehlte. Während mir der Einstieg super gut gefallen hat, weil der Leser gut eingeführt wird, hätte ich mir gewünscht, dass die Story ein wenig mehr Fahrwind erhält, da das Ende für meinen Geschmack ein wenig zu schnell und aktionreich verlief, was ich mir persönlich auch für das Buch gewünscht hätte, weshalb es durch die Charakterkonstellation an einigen Stellen dann leider etwas oberflächlich wirkt, was das Buch an sich allerdings absolut nicht ist.
Denn trotz Anschlägen und versuchter Entführungen, die darauf hindeuten, dass alles mit der Hochzeit zu tun haben könnte, bleibt der Spannungsbogen irgendwie auf der Strecke, was der Geschichte als solche allerdings keinen Schaden zufügt. Ich habe vermutlich einfach nur mit etwas anderem gerechnet.
Ich denke genau diese Kombination aus den Charakteren und der Handlung, die erst später an Fahrt aufnimmt war es, die leider dafür gesorgt hat, dass ich einen Stern abziehen werde.

Trotzdem konnte die Geschichte an sich mich wirklich begeistern. Wer will nicht ein Mal in die Rolle einer Königin und Prinzessin schlüpfen und zwischen zwei ziemlich attraktiven Männern wählen? Denn trotz der genannten Schwächen konnte mich die Story und vor allem der Weltenentwurf wirklich abholen. Was steckt hinter dem komischen Verhalten ihres Vaters und warum die Eile bei der Hochzeit? Auch schön fand ich die Entwicklung der Gefühle zwischen den Figuren. Gerade dadurch, dass die Handlung nicht so spannungsgeladen war, konnte der Leser diese Entwicklungen gut verfolgen und es wäre, denke ich, tatsächlich ein wenig untergegangen, wäre es aktionreicher gewesen. In dieser Kombination kann ich mich wiederum nicht beschweren, dass es nicht so spannungsgeladen war wie ich es mir gewünscht hätte. Was lernen wir daraus? Jede Kritik hat auch einen positiven Aspekt und den sieht man ganz deutlich hier
Dies unterstreicht zudem der Schreibstil mit vielen direkten Reden, die ich sehr gut gesetzt fand. Gerade so hatte man als Leser den Eindruck, wirklich dabei zu sein und sich seine eigenen Gedanken machen zu können. Denn so hinterfragte ich vor allem das Verhalten anderer. Dies wäre so ohne die Art und Weise des Schreibstils nicht ganz so gut zur Geltung gekommen, was mir richtig gut gefallen hat. Das Buch hält sich nicht mit großen Beschreibungen auf, sondern lässt sie in die Geschichte und die wörtliche Rede mit einfließen, sodass die Handlung als solche nur so dahin floss.

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Tags: hochzeit, könig, königin, liebe   (4)
 

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Kontaminiert

E.R. Swan
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.03.2018
ISBN 9783746043463
Genre: Romane

Rezension:

Ich möchte nicht sagen, dass es ein “nach Hause kommen” war, denn eine solche Welt wünsche ich niemandem. Allerdings ist mir der Einstieg in die Handlung ziemlich leicht gefallen, trotz der Zeit, die dazwischen lag. Denn auch hier erleben wir wieder die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. Daniel ist wieder mit dabei (ja, ich liebe ihn) und auch Denyra darf natürlich nicht fehlen. Auch andere alte Bekannte sehen wir wieder, was ich richtig gut gelungen fand, denn so entstand kein wirklicher Bruch zwischen den Handlungen, wie es ja bei Folgebänden leider doch oftmals der Fall ist, wenn Handlungen einfach zwei Jahre später einsetzen. Interessant fand ich hier, dass die Figuren aus Band 1 wie Valeria, die ich übrigens ziemlich cool von der Gestaltung her finde, weil sie einfach eine art Gegenstück zu Denyra darstellt, nun eine größere Rolle einnehmen. Doch wie auch schon zuvor in Band 1, weiß man nie, auf welcher Seite manche Figuren so wirklich stehen. Wer ist Freund und wer ist Feind?
Gerade diese Art zu schreiben, hat der ganzen Dystopie neben der ohnehin schon “krassen” Themen noch ein Mal die richtige Tiefe gegeben.
Ja, es klingt blöd, wenn ich das Wort “krass” nutze, aber mir fehlen ansonsten echt die beschreibenden Worte, denn ich habe selten wirklich erlebt, dass gesellschaftliche Kritik, gerade bei sensiblen Themen, so unfassbar gut verpackt wurde.
Anders als in Band 1 werde ich hierauf nicht genauer eingehen, da ich denke: Wer Band 1 nicht mochte von dieser Thematik her, wird auch mit der Art in Band 2 nicht warm. Man muss diese Art mögen und ich finde es grandios. Die Geschichte tritt dem Leser auf die Füße, zieht ihn aus der Komfortzone und genau das ist es, was zum Nachdenken anregt.
Man geht nicht mit einem guten Gefühl aus der Handlung, man wird verstört und vor allem geschockt zurückgelassen, weshalb ich mich auch vorher nicht an die Rezension getraut habe.
Ich wäre meinen eigenen Gedanken nicht gerecht geworden.Insgesamt fand ich diesen Band allerdings etwas schwächer als Band 1. Vielleicht, weil ich gerade die Handlung um Daniel und die Truppe mochte und deshalb ab und an das Bedürfnis hatte, ein paar Seiten zu überblättern, um weiterzulesen (sollte man übrigens nicht tun, die Handlungen werden gut miteinander verwoben… ich spreche nicht aus Erfahrung, weil ich es versucht hätte, nein). Da hat mir die Mischung in Band 1, ehrlich gesagt, ein wenig besser gefallen, auch wenn ich die Handlung rund um Valeria und Jaschka mehr als gelungen empfand, so hat mich Band 1 dahingehend wirklich mitgenommen und auf eine Reise entführt, was Band 2 dieses Mal leider nicht zu einhundert Prozent geschafft hat.
Fazit: Für mich ist dieses Buch eine mehr als gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Allein die Art zu Schreiben und Kritik zu üben ist eine Gradwanderung, die E.R. Swan mehr als beherrscht. Gerade deshalb bin ich immer wieder von der Tiefe und den Details geflashed, die sich zu keiner Zeit widersprechen oder keinen Sinn ergeben. Vielmehr hat man den Eindruck, dass der Leser immer miträtseln muss, Dinge selbst in Erfahrung bringen soll und vor allem ein Teil der Truppe ist und genau das zeichnet gerade diese Dystopie so aus.

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Tags: dystopie, verstrahlt   (2)
 

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277 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten 100 Seiten: Ich klebe mit einem halben Herzinfarkt an den Seiten.
Die nächsten 200: Ich brauche wohl einen Defibrillator
Bei 300: Hat jemand das Sauerstoffzelt gesehen? Wir brauchen einen Notarzt.
Ende: Ich glaube, wir können den offiziellen Buchtod feststellen.
So oder so ähnlich wäre meine Reaktion wohl ausgefallen, hätte man mich nach einer kurzen und knappen Meinung gefragt. Wisst ihr, ihr habe schon so einige Dystopien gelesen, die mich wirklich überzeugen konnten. Nanotechnologie, Panels und Computertechnik oder gar Hacker? Na, da hoffe ich mal, dass die Autorin recherchiert hat. Und wie sie das hat.
Aber fangen wir von vorne an.
Zu Beginn lernen wir Catarina Agatta, kurz genannt Cat, kennen, eine der zwei Protagonisten. Sie wächst in einer Welt auf, die fast gänzlich durch einen Nano-Virus ausgelöscht wurde. Tagtäglich kämpft sie ums überleben, denn ihr Vater, ebenfalls Programmierer, wurde von einer Organisation “entführt”, die die Menschen vor eben jenen Virus schützen wollen.
Was ihr wissen solltet: Der Menschheit ist es zuvor gelungen, für alles durch Panels und Apps eine Lösung zu finden. Auf der Grundlage von Codes (was ich nebenbei bemerkt ziemlich cool finde, wie genial wäre das denn, sich einfach eine App gegen Schnupfen herunterzuladen oder gegen Konzentrationsprobleme?) konnten gänzlich alle Krankheiten geheilt werden. Doch etwas ging schief, wie so oft mit der wundervollen Technik und nun ist die Menschheit vom Aussterben bedroht.
Genial wie gruselig, wenn ihr mich fragt.
Cat ist für mich von Anfang eine Figur mit Charakter. Sie beschreibt sich selber nicht als hübsch, doch gerade hier habe ich gemerkt, wie wunderschön jemand durch seinen Charakter sein kann. Eine Programmiererin wie sie leibt und lebt, ein Mädchen, das schon früh auf sich allein gestellt war und vor allem mit Intelligenz und Scharfsinn überzeugt. Ich habe sie von Anfang an geliebt. Sie war so… echt. Jemand, mit dem ich gerne ein Mal abhängen würde.
Auf der anderen Seite ist da noch der Blackout-Agent Cole. Jemand, den man schwer beschreiben kann, ein Agent und Krieger durch und durch. Jemand, der nicht weiß wer er wirklich ist und gerade dieses Geheimnisvolle machte ihn so unfassbar attraktiv.
Was mir neben den Figuren besonders gut gefallen hat, war die Programmiersprache. Ein wenig Verständnis sollte man dafür also schon mitbringen, auch wenn es keine wirklichen Fremdworte sind. Es ist jedoch an mancher Stelle wissenschaftlich, was mich persönlich umso mehr begeistert hat, da man als Leser wirklich den Eindruck hatte, dass sich die Autorin Gedanken gemacht und vor allem recherchiert hat.
Allein diese gesamte Entwicklung der Story, die Technologie und wie alles miteinander verwoben und verflochten wird, hat mich so manchen Mal den Atem anhalten lassen. Immer wenn man glaubte kurz durchatmen zu können, lauerte der nächste Supergau um die Ecke und genau das hat viele Handlungen und Aussagen so unvorhersehbar gemacht.
Normalerweise kann man ja wenigstens ein bisschen erahnen wohin die Reise geht. In diesem Buch tappte ich tatsächlich gänzlich im Dunkeln.
Ich habe mit einer dystopischen Welt gerechnet, der vielleicht hier und da an Tiefe fehlt – ich meine, es ist eine Codingtechnologie, die auf Gencodes aufbaut, wie tief sollte da jemand recherchieren, um wirklich alle Fragen abzudecken?
Doch die Autorin hat es geschafft. Ich habe weder Sinn- noch Logikfehler gefunden, es hat mich in seinen Bann gezogen und am Ende war ich froh, dass es nur Fiktion war, oder?
Wenn die Autorin eines kann, dann ihre Figuren und die Welt von Anfang an zum Leben erwecken. Ich war nie nur dabei, ich war ein Teil von ihnen. Habe gejagt, mich versteckt, gezweifelt und Angst gehabt. Ich habe gelacht und geweint und am Ende war ich gefühlte 90 Jahre alt, doch wisst ihr was? Auch wenn es eine Dystopie war, fand ich die Welt und die Vorstellung ziemlich genial.
Doch zeigt sie auch die Schattenseiten einer jeden Medaille und dessen sollten wir uns wohl immer bewusst sein. Nicht ist nur gut oder nur schlecht. Nicht alles ist immer so wie es zu sein scheint und nur weil wir glauben, dass wir das Richtige tun, muss es nicht das Richtige sein und das führt und Cat besonders gut vor Augen.
Ich habe sie geliebt und werde dieses Buch definitiv im Herzen tragen, ebenso wie die Protagonistin.

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Tags: dystopie, gene, nanitechnik, panel, virus   (5)
 

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dunkelheit, dystopie, flucht, genmanipulation, liebe, mauer, neue welt, perfektion, stadt

Deceptive City (Band 1): Aussortiert

Stefanie Scheurich
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 22.06.2018
ISBN 9783906829906
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Welt ist gespalten in zwei Kategorien, die Reichen und Schönen, deren Welt hinter Mauern in einer sauberen Stadt stattfindet, in der man sich seine Kinder selber genetisch zusammenstellen kann – eine Art Überzüchtung.
Auf der anderen Seite haben wir die Armut, diejenigen, die außerhalb der Stadt im unteren Bezirk leben müssen und Tag für Tag ums überleben kämpfen.
Ich würde es ein wenig anders formulieren und sagen: Nicht alles was Gold ist, glänzt. So haben wir auf der einen Seite Thya, die in einer sorgenlosen Welt groß wird, auch wenn ich de Mutter als Tyrannin bezeichnen würde. Eine Welt, die sie fast naiv und komplett sorglos wirken lässt und auf der anderen Seite haben wir Mitchell, der nur einen Ausweg sieht, um seine Mutter zu retten, da es in ihrem Bezirk so etwas wie Ärzte nicht gibt. Er schleicht in die Stadt. Weitere Verkettungen sorgen dafür, dass diese beiden Protagonisten aufeinander treffen. Es prallen quasi zwei Welten aufeinander, die anfänglich so gar nicht miteinander harmonieren wollen und es doch irgendwie tun.
Denn obwohl die ganze Handlung eher ruhig verläuft, hatte der Leser kaum Zeit ein Mal wirklich durchzuatmen. Gerade diese komplexe Konstellation der Welt, bot immer neue Entdeckungen und auch die Verkettung der Figuren nahm immer weiter zu. Es kamen weitere Protagonisten in Form der Ich-Erzähler dazu, die ich wirklich gelungen fand. Hatte der Leser immer das Gefühl, mehr über diese Welt aus den einzelnen Sichtweisen zu erfahren.
Doch nicht nur die Story überzeugt mit einem genialen Plot, auch die Figuren sind vielschichtig wie verständlich, auch wenn man auf eine Antwort immer mehr Fragen bezüglich dieser Welt und der ganzen Story hat. Grandios wie meisterhaft gelöst.
Darüber hinaus hat mir vor allem die gesellschaftskritische Ansicht sehr gut gefallen. Wie viel Technik tut und wirklich gut und was passiert mit den Dingen und vor allem Menschen, die leider nicht perfekt sind? Die nicht dem Standard entsprechen, die die Stadt zu halten versucht?
Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit dieses beklemmende Gefühl: Könnte so wirklich unsere Zukunft aussehen? Jemand ist nicht gut genug – entspricht nicht den Normen und dann? Kann jeder andere Mensch, der denjenigen kannte, einfach so weiter leben?
Eine ziemlich gruselige Vorstellung, wenn ihr mich fragt. Aber all das wurde abgerundet durch eine ziemlich düstere Atmosphäre, die einfach nur umhaut, wenn man sich darauf einlässt. Allein der Schreibstil sorgt für so manchen Gänsehaut-Moment.
Fazit: Für mich eine rundum gelungene Story, auch wenn sie nicht so rasant ist wie manch andere Dystopie, überzeugt diese hier mit Können, Präzision und vor allem Tiefe. Die Fäden werden so gut miteinander verknüpft, dass der Leser kaum merkt, dass jemand Neues gerade die Bildfläche betreten hat.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den zweiten Teil. 

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Tags: dunkelheit, dystopie, liebe   (3)
 

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Wahrscheinlich ist es Liebe

Paul Reizin , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 23.04.2018
ISBN 9783336547869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Aiden kann nicht mehr mit ansehen wie Jen um verlorene Exfreunde trauert und will alles daran setzen, dass sie wieder glücklich ist. Eine Geschichte wie jede andere beginnt? Nun, Aiden ist ein Computerprogramm, mit dem Zugang zum Männerpool dieser Welt. Denn das ist es, was Jen  zum glücklich sein fehlt, ein Mann.
Aber Menschen sind nun mal Menschen-Probleme sind vorprogrammiert.

Wie beschreibt man ein Buch, das sich in das Herz gelesen hat? Ich habe genau das erwartet, was ich bekommen habe und so viel mehr. Eine wundervolle Mischung aus Liebe; aktuellen Themen, viel Handlung und vor allem der richtigen Prise Humor.

Denn Aiden ist nun mal ein Programm, das sich frei im Netz bewegen kann und das Verhalten der Menschen versucht zu analysieren. Denn, wie wir wissen, handeln Menschen nicht immer rational. Er findet Jen also über diese öffentlichen Zugänge des Internets. Irgendwann tauchen weitere Präsenzen im Buch auf, was zu locker leichten Stil dann wiederum für Verwirrung und Spannung sorgt. Es entsteht eine Verkettung an Dingen, die ich rund um dem Globus verteilt niemals für möglich gehalten hätte. Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die einen vor allem auch hier wieder zum Nachdenken anregt.

Gerade durch diese "öffentliche Spionage" durch Aiden stellt sich mir immer wieder der Frage: Wie wichtig sollte Technik wirklich  und sollte der Stellenwert wirklich so wichtig sein? Auch wenn Aiden mit viel Humor geschrieben ist und nur das beste will, lässt es mich doch mit einem mulmigen Gefühl zurück. Sind wir vielleicht schon mittendrin und wie intelligent sind Systeme wirklich? Man darf nicht vergessen, dass diese sehr rational handeln.
Dies wiederum stellte einen wundervollen Kontrast zu der menschlichen Jen mit all ihren Gefühlen dar. Bei diesem Wechsel fühlte ich mich ab und an von den Gefühlen erschlagen, was zeigte  wie gut dieser Wechsel zwischen den Sichtweisen einfach funktionierte. Schade nur, dass Aiden nach hinten raus immer mehr in den Hintergrund rückte, ihn hätte ich gerne immer haben können.
Ihn habe ich wirklich ins Herz geschlossen.

Außerdem fand ich es durch den Autoren sehr gelungen, keinen Science-Fiction Roman geschrieben zu haben, so konnte man die Handlung genießen und sich selber ein ganz eigenes Bild der Technik machen, ohne direkt von solchen vertiefenden Begriffen erschlagen zu werden. Ansonsten hätte die Geschichte und vor allem die Idee dahinter nicht so nachgeklungen, wäre sie zu technisch geworden.
Denn so konnte man Aiden wirklich schön im Kontrast zu den anderen Figuren kennen und lieben lernen und ging ganz unvoreingenommen an die Story ran.

Der Klappentext hält, was er verspricht und das finde ich an dieser Stelle ganz wichtig zu erwähnen, denn wahrscheinlich ist es Liebe hat sich einen Platz in meinem Herzen verdient.
Jede Figur ist so detailliert ausgearbeitet, ohne die Handlung wirklich auszuhalten und ohne auf der Stelle zu treten. Jede Figur ist ein ganz eigener Charakter mit ganz eigenen Schwächen und das fand ich schön zu lesen, dass sie eben nicht perfekt sind, sondern alle ihre Macken haben.
Das sorgte für die richtige Würze an Realität und Liebe in meinem Herzen.

Für mich eine ganz klare Leseempgehlung, die von Herzen kommt, wenn man sich auf eine solche Geschichte mit künstlicher Intelligenz einlassen kann und Lust darauf hat, sich mit genau einem solchen Thema zu beschäftigen.
Sagen wir es so: spricht dich der Klappentext an wie mich, dann ist es genau das richtige.

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Tags: intelligenz, internet, liebe, technik   (4)
 

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Die Worte, die das Leben schreibt

Adelia Saunders , Jörn Ingwersen
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 16.04.2018
ISBN 9783336547937
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Frau, die mit einer Gabe unter den Menschen lebt, die Ereignisse auf der Haut anderer Menschen lesen zu können. Neil, der durch Zufall auf sie trifft.
Das Schicksal, das sie alle auf wundersame Weise miteinander verbindet.

Zunächst  ein Mal muss ich die Aufmachung loben. Das Cover ist ein Blickfang durch das Schlichte und auch der aufwendig gebundene Rücken ist einfach sehr hübsch im Regal. Das Ganze hebt sich schön von den anderen Büchern ab, denn anders ist es auf jeden Fall, gerade da die Figuren alle etwas älter sind. Zumindest habe ich so ein wenig das Gefühl.

Der Schreibstil ist wohl das, was man neben dem  Cover als nächstes nennen sollte. Anspruchsvoll, malerisch und doch enthält es diese gewisse Poesie, die einen zum Nachdenken anregt. Ich musste mich auch an diese Art zu schreiben erst einmal gewöhnen, weil ich so etwas bisher wirklich noch nicht erlebt habe. Die Autorin schreibt sehr detailliert, was an sich schön ist, für mich an so mancher Stelle leider die Handlung ein wenig in die Länge zog, die eh eher ruhig und in sich ruhend war. Gerade dies war ein schöner Kontrast zu meinen sonstigen Büchern, die ich lese, da dieser trotz des Tonus über eine so wahnsinnig intensive Erzählweise verfügt, dass ich einfach immer weiter lesen musste. Es gab keinen Punkt, an dem ich trotz der vielen Details dachte: Ich hab keine Lust mehr, auch wenn in dem Erzählstrang von Neil viel historischen und Fachbegriffe vor kamen. Wodurch ich eben durch diese Details ab und an ins Stocken geriet, weil ich diese Worte erst einmal nachschlagen musste.
Und auch wenn Magdalena keine Sympathieträgerin ist, war sie in ihren Handlungen und Gefühlen so greifbar, dass ich sie verstehen konnte. Ich konnte ihre Gedanken und ihre Art verstehen und nicht direkt nachempfinden, aber durch den poetischen Schreibstil wurde all das so unfassbar realitätsnah vermittelt. Neil hingegen blieb  für mich bei all den Details leider ein wenig hinten an. Ich kann gar nicht so begründen wieso, er ist mir einfach nicht ganz so stark im Gedächtnis geblieben und trotz allem habe ich ihn als super sympathischen Menschen kennengelernt, der doch einiges zu erzählen hat, gerade was seine Gefühlswelt anging.

Für mich war dies insgesamt ein Buch, das noch wirklich lange nachklingt und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ein Buch, das mehr erreicht, als bloßdie Oberfläche und das fand ich unfassbar bewegend. Charaktere, die so unterschiedlich waren, dass ich mir eine Verbindung nich hätte vorstellen können und doch hat es die Autorin geschafft, eben genau diese herzustellen. Daran sieht man ein Mal mehr, wie sehe erste Eindrücke täuschen können und das man sich nicht davon einnehmen lassen sollte.

Außerdem muss ich leider gestehen, dass ich bei dem Klappentext eher damit gerechnet habe, dass eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, was es allerdings nicht tut. Ich bin in der Hinsicht also irgendwie mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Wenn man den Klappentext nicht liest, glaube ich, dass es ein wundervoller Roman sein kann, mit dem man auch so manches über sich selber lernen kann.
Gerade mich hat es ab einigen Stellen sehr nachdenklich zurückgelassen- gibt es so etwas wie Schicksal? Und woran glauben die Menschen?
All dies waren Dinge, die ich mit diesem Buch assoziiere, das aufgrund seiner Thematik noch nachklingen wird.

Von mir gibt es dementsprechend 4 von 5 Sternen, da der Stil und die Art zu schreiben für mich etwas gewöhnungsbedürftig war. Wer aber poetische und malerische Stile, zum Teil mit sehr ausschweifenden Details mag und eine Handlung erleben möchte, die einen nicht nur auf eine Reise zu sich selber mitnimmt, sondern tiefer greift, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Es klingt noch lange nach. Man muss sich allerdings auf die Thematik einlassen können.

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Tags: gabe, gedanken, leben, malerisch, poesie, sxhicksal, verwoben   (7)
 

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Schatten der Magie

Kat Howard , Alice Jakubeit
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783038800118
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieser Klappentext hatte mich, als die Worte Unsichtbare Welt, Duelle und Magie fielen. Man mag zunächst an Duell der Magier denken, doch dem sei gesagt, dieses Buch ist weit mehr als das. Die Message dahinter greift tiefer und auch die Storyline greift breiter, als dieser Film.
Die magische Welt befindet sich im Umschwung, das Rat des Schicksals hat sich zu drehen begonnen und eine neue Ära um die Herrschaft bricht an. Jeder kann gewinnen, jeder kann verlieren und mitten drin eine junge Frau, die keiner zu kennen scheint. Wird sie das Schicksal für sich entscheiden?

Die Geschichte beginnt spannend wie mit einem Sprung ins kalte Wasser. Ich als Leser wusste weder wo ich bin, noch wer ich war, geschweige denn wusste ich, was genau ich hier tat. Ein Einstieg, der mehr Fragen aufwarf und neugierig auf mehr machte. Durch die verschiedenen Sichtwechsel, die zum Teil auch recht schnell kommen, gelingt es der Autorin, diesen Umschwung nicht nur zu beschreiben, sondern auch wirklich Leben einzuhauchen. Doch begegnete mir hier zum ersten Mal das Problem, dass ich gerade am Anfang nicht so ganz wusste, wer jetzt wer ist, zu welchem Haus der-/diejenige gehörte und welche Intention er/sie verfolgte, was das Lesen so manches Mal nicht ganz einfach machte. Doch mit der Zeit entwickelte ich ein Gefühl dafür, wann Sichtwechsel kamen, denn diese werden nicht mit einer Überschrift eingeleitet, sondern erfolgen eher durch einen Bruch, oder Absatz. Außerdem gewinnt man mit jeder Seite, mit jeder Zeile ein Gefühl für die unterschiedlichen Figuren und lässt man sich auf diese Reise ein, entdeckt man, dass hinter so mancher Fassade mehr lauert, dass man manchmal nur oberflächlich gekratzt hat und der Leser selber zum Mitdenken angeregt wird: Wieso hat er jetzt so gehandelt und nicht so? Gerade durch dieses Mittel zu schreiben, wartet der Leser auf den großen Knall. Immerhin wird der Umschwung zum Teil durch tödliche Duelle entschieden.
Aber, und hier ist das aber leider ein wenig größer, es erschien mir an mancher Stelle schlichtweg zu simpel, zu einfach. Ich dachte bei jedem weiteren Duell: Jetzt, ja jetzt, müsste es doch kniffliger werden, oder: OH, es wird spannend und gelöst wurde so mancher Spannungsbogen mit einem einfachen: Und Ende. Mit einer Handlung, die recht oberflächlich zu dem wirkte, was die Autorin ansonsten mit ihren Worten erschuf. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht, es wirkte wie ein notwendiges Übel, nicht, wie ein Teil der Geschichte und gerade das brach die Spannung und vor allem die Handlung an so mancher Stelle ein wenig auf.

Gerade weil Sydney, eine unserer Hautfiguren, ein Charakter mit vielen Schichten ist, mit vielen Geheimnissen und vor allem mit viel Vergangenheit. In diesem Verhältnis fand ich die Figuren viel tiefer und umfassender ausgearbeitet, was mir richtig gut gefallen hat.
Auch lernen wir im weiteren Verlauf Figuren kennen, denen es keineswegs an Tiefe fehlt, auch wenn sie mehr Marionetten im Umschwung sind – gerade das sorgte an dieser Stelle dafür, dass die Spannung trotz mangelnder Tiefe der Duelle großartig erhalten blieb und die leichte Enttäuschung wegfegt.
Denn erst mit der Zeit begriff ich, dass die Duelle tatsächlich mehr Mittel zum Zweck waren und es auf DEN finalen Schlag hinaus lief, den ich wirklich nicht habe kommen sehen. Das Rad des Schicksals hat dem Buch alle Ehre gemacht – alles ist möglich, solange man nur daran glaubt und sich auch Alternativen offen hält.
>Was mir darüber hinaus außerdem gut gefallen hat, war die Message. Denn Sydney könnte ein Teil von jedem von uns sein. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, ebenso wie die anderen Figuren im Buch. Realistisch wie natürlich hatte jeder seine Laster zu tragen und manchmal muss man selber das Größte tragen, um das, was man wirklich liebt zu retten. Auch wenn man selber manchmal daran zerbricht – ich sage nur wieder ein Mal: Dieses Ende. Ich möchte es wirklich nicht wahr haben und musste mir echt verkneifen, nicht doch die eine oder andere Träne zu vergießen.

Darüber hinaus sorgt der ganze Schreibstil, die gesamte Handlung durch dieses abrupten Einstieg und die Wechsel der Sichtweisen dafür, dass man sich als Leser in keiner Sekunde in Sicherheit wähnt. Man fiebert mit, man hofft, man ist Schweiß gebadet und erlebt die Handlung abseits der Duelle so intensiv, dass ich es umso mehr begrüßt hätte, dass auch die Duelle diese Tiefe aufgewiesen hätten.
Man sucht sich einen Champion aus und drückt ihm die Daumen und wenn man glaubt, dass alles so kommt, wie man es sich denkt, schlägt das Schicksal wirklich zu – man kann noch so viele Alternativen haben, auf alles ist man niemals vorbereitet, denn es kommt immer anders, als man denkt. Die dunklen Schatten wabern über jeder einzelnen Seite, wohnen in jedem Wort und warten nur darauf, dass man auf sie stößt. Trotz allem ist es der Autorin gelungen, keine einzige der anfänglichen Fragen offen zu lassen und ich hatte auch zu keiner Sekunde das Gefühl, dass irgendetwas nur oberflächlich angerissen wurde. Klar, hätte ich mir hier und da ein paar mehr Details gewünscht, vor allem zu den einzelnen Häusern und deren Hintergrund, aber das hätte wohl einen zweiten Teil erfordert und für die Handlungsstränge ist das, was man erhält, mehr als ausreichend. Nennen wir dies: Meckern auf hohem Niveau.Nichts desto trotz kann ich wieder nur betonen, wie unfassbar ansprechend ich die gesamte Handlung allein durch die Art und Weise wie sie erzählt wurde, überzeugend wie genial fand. So etwas habe ich bis jetzt tatsächlich noch nicht erlebt, der Schmerz, das Leid, der Verlust, aber auch die Hoffnung und die Freude war fast greifbar. Ich hatte wirklich das Gefühl, ein Teil dieser ungesehenen Welt zu sein und wollte immer mehr wissen, sodass gerade das Ende fast zu schnell kam, da die Seiten nur so dahin flossen. Es spitzte sich immer mehr zu und je mehr es Richtung Ende ging, umso mehr hatte ich das Gefühl, im Rausch der Magie und der Zeit gefangen zu sein. Ich musste einfach wissen wie es endet, da ich gerade Sydney ins Herz geschlossen habe. Eine so starke und taffe junge Frau, trotz ihrer Bürde, trotz ihrer Vergangenheit, zu der wir ein Stück weit aufschauen können. Denn irgendwo gibt es immer einen Funken Hoffnung und wenn dieser Funke Zerstörung heißt.

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht wie ich eine solche Rezension anfangen soll, wenn ich weiß, dass meine bloßen Worte nicht ausreichen werden, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Ich möchte eigentlich gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, denn in gewohnter Bechert Manier führt uns die Autorin in die Welt von Elsztrah zurück und zeigt uns doch mit jedem Wort und mit jeder Zeile neue Ecken dieses Landes, die es zu entdecken gilt. Von luftiger Höhe bis zu tiefen Katakomben ist alles dabei.
Fanny Bechert hat es direkt von Anfang an geschafft, ein Gefühl von zu Hause zu vermitteln. Ein Gefühl, dass wir als Leser hier her gehören und ein Teil des Ganzen sind.
Besonders gelungen fand ich vor allem den Anfang. Band 1 und 2 waren noch aus der Sicht von Lysanna geschrieben und nun lernen wir ihre Tochter kennen, die in Band 2 bereits eine recht einnehmende Nebenrolle hatte.
Bereits nach 2 habe ich gesagt, dass ich unbedingt erfahren muss wie es weiter geht und das nicht nur auf Lysanna bezogen, sondern auch auf ihre Tochter.
Fanny hatte es geschafft auch dieses kleine Wesen in mein Herz zu setzen und was soll ich sagen? Band 3 hat mir sogar noch ein Stückchen besser gefallen, denn aus deren Sicht ist Band 3 geschrieben – doch wir treffen auch alte Bekannte und neue Gesichter wieder. Es war mir wirklich ein Fest.
Fanny hat mit jeder Zeile mit jedem Bogen einen weiteren Sapnnungsaufbau erzeugt und es in einem Knall aus Scherben enden lassen. Und wahrlich: mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Ich habe immer gehofft und gebetet, das Ende war wundervoll und schrecklich zugleich.
Es verging keine Stelle, an der ich nicht mitgefiebert hätte, nicht gelacht und die Luft angehalten hätte, doch Worte reichen nicht aus, um diese Gefühle zu beschreiben. Sie reichen tiefer als die oberflächliche Spannung. Sie berühren und bewegen einen und das wichtigste: Man versteht.
Man versteht die Gedanken und Gefühle, ja, die Beweggründe und möchte doch, dass es ganz anders wird.

Für mich ist Band 3 definitiv ein Tüpfelchen auf dem i und ich kann immer noch nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem World Building und den Figuren bin. Denn obwohl es sich um eine komplett eigene Welt handelt, die es zu ergründen gilt, hatte ich nie den Eindruck; den Überblick verloren zu haben oder nicht zu wissen wo ich bin, oder wer ich war und wer mich begleitete.
Es war für diesen Zeitraum meine Heimat, meine Gefühle und mein Leben, um das ich kämpfte.

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Elesztrah - Blut und Federn

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 27.04.2018
ISBN 9783906829838
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich weiß nicht wie ich eine solche Rezension anfangen soll, wenn ich weiß, dass meine bloßen Worte nicht ausreichen werden, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Ich möchte eigentlich gar nicht so sehr auf den Inhalt eingehen, denn in gewohnter Bechert Manier führt uns die Autorin in die Welt von Elsztrah zurück und zeigt uns doch mit jedem Wort und mit jeder Zeile neue Ecken dieses Landes, die es zu entdecken gilt. Von luftiger Höhe bis zu tiefen Katakomben ist alles dabei.
Fanny Bechert hat es direkt von Anfang an geschafft, ein Gefühl von zu Hause zu vermitteln. Ein Gefühl, dass wir als Leser hier her gehören und ein Teil des Ganzen sind.
Besonders gelungen fand ich vor allem den Anfang. Band 1 und 2 waren noch aus der Sicht von Lysanna geschrieben und nun lernen wir ihre Tochter kennen, die in Band 2 bereits eine recht einnehmende Nebenrolle hatte.
Bereits nach 2 habe ich gesagt, dass ich unbedingt erfahren muss wie es weiter geht und das nicht nur auf Lysanna bezogen, sondern auch auf ihre Tochter.
Fanny hatte es geschafft auch dieses kleine Wesen in mein Herz zu setzen und was soll ich sagen? Band 3 hat mir sogar noch ein Stückchen besser gefallen, denn aus deren Sicht ist Band 3 geschrieben – doch wir treffen auch alte Bekannte und neue Gesichter wieder. Es war mir wirklich ein Fest.
Fanny hat mit jeder Zeile mit jedem Bogen einen weiteren Sapnnungsaufbau erzeugt und es in einem Knall aus Scherben enden lassen. Und wahrlich: mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Ich habe immer gehofft und gebetet, das Ende war wundervoll und schrecklich zugleich.
Es verging keine Stelle, an der ich nicht mitgefiebert hätte, nicht gelacht und die Luft angehalten hätte, doch Worte reichen nicht aus, um diese Gefühle zu beschreiben. Sie reichen tiefer als die oberflächliche Spannung. Sie berühren und bewegen einen und das wichtigste: Man versteht.
Man versteht die Gedanken und Gefühle, ja, die Beweggründe und möchte doch, dass es ganz anders wird.

Für mich ist Band 3 definitiv ein Tüpfelchen auf dem i und ich kann immer noch nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von dem World Building und den Figuren bin. Denn obwohl es sich um eine komplett eigene Welt handelt, die es zu ergründen gilt, hatte ich nie den Eindruck; den Überblick verloren zu haben oder nicht zu wissen wo ich bin, oder wer ich war und wer mich begleitete.
Es war für diesen Zeitraum meine Heimat, meine Gefühle und mein Leben, um das ich kämpfte.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

liebesroman, macht nachdenklich, nachdenklich, schicksal, schicksalsroman

Sehnsuchtswege

Martin Matheo
Buch
Erschienen bei Berger & Söhne, Ferdinand, 04.08.2017
ISBN 9783850288170
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Paul hat alles, wovon andere Menschen nur träumen können. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Von nun an ist Paul gelähmt und er muss sich mit einem ganz anderen Lebensstil auseinander setzen, sein Chef lässt ihn fallen und sei dies nicht auch schon genug, greift seine Frau wieder zur Flasche.
Doch je weiter er droht abzurutschen, treten Menschen in sein Leben, die ihm zeigen, wie lebenswert das Leben eigentlich sein kann und was auch solche tragischen Veränderungen bewirken, wenn man nur nicht die Hoffnung verliert.
Allein der Einstieg viel mir unfassbar leicht. Dem Autoren gelingt es, diese beiden oppositionistischen Seiten grandios gegenüber zu stellen, zu zeigen, wie schnell sich ein Leben mit einem Schlag ändern kann, nur um dann den Schritt in die andere Richtung zu wagen.
Jedes Leben hat Vor- und Nachteile. Zeigt Matheo doch, mit welchen Tücken ein Mensch mit Behinderung tagtäglich zu kämpfen hat. Ihm gelingt es darüber hinaus, ein solch sensibles Thema mit viel Fingerspitzengefühl auf den Punkt zu bringen. Ich musste so manches Mal schlucken und vor allem hat es mich nachhaltig mitgenommen. Genau das ist es, was ich an Büchern wie diesen so liebe. Ein Nachklang, ein Nachhall, der dafür sorgt, dass man sich mit einem gesellschaftlichen Thema auch privat auseinandersetzen möchte und darüber nachdenkt, ob man nicht auch ein Mal selber so abweisend und herablassend reagiert hat.
Mich hat dieses Buch bewegt und mit einem schönen und gleichzeitig mulmigen Gefühl zurückgelassen, unterstützt durch den detaillierten Schreibstil des Autors gelingt hier eine tolle Gradwanderung. Denn nach diesem Buch lernt man vielleicht auch sein eigenes kleines Glück ein wenig mehr zu schätzen.
Beachtet vielleicht ein kleines bisschen mehr die kleinen Dinge im Leben und lernt die Gesten anderer auch ein wenig mehr zu schätzen.
Mich hat das Buch nachhaltig bewegt und wrklich dazu angeregt, über das Leben, über mein Leben, nachzudenken.
 
Einen kleinen Abzug gibt es dafür, dass ich zu Beginn der Story mit Paul so meine Probleme hatte. War er ein mensch voller Klischees, an die er auch noch glaubte, ich hatte einen proletenhaften Mann vor Augen, der mit seinem getunten Auto draußen an anderen gerne auch drei Mal vorbei fährt, um deren Aufmerksamkeit zu erhalten. Jemand, der nicht unbedingt dazu einlädt, sich mit ihm weiter auseinander zu setzen, weil er eben arrogant und "weltfremd" wirkt. Das hat mich, vor allem am Anfang, echt gestört. Sorgt auf der anderen Seite dafür, dass der Wandel von Paul echt gut zur Geltung kommt. Denn erst so wird das Hinterfragen des Lebens wirklich deutlich.
Was ist also der Sinn des Lebens? Besteht er aus Reichtum und daraus, alles zu haben?
 
Fazit: Für mich ist dies ganz klar ein Buch, das mit leichten Schwächen zum Nachdenken anregt. Allerdings sollte man sich genau für solche Geschichten und Gegensätze interessieren, ansonsten stößt man vermutlich bereits bei Paul zu Beginn auf Abneigung. Wer sich genau auf so etwas einlassen kann, wird eine wundervolle Geschichte erleben, die ans Herz geht und bewegt.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Faith: Seelenlos

J. K. Bloom
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783961730650
Genre: Fantasy

Rezension:

Für mich war es das erste Buch von der Autorin, ein dystopischer Reihenauftakt, dessen Cover allein dafür gesorgt hat, dass ich es unbedingt habe lesen müssen. Die Farben und die Frau sind wirklich ein Hingucker und in meinen Augen super passend für diese Story.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Faith geschrieben, gerade das hat von Anfang an dafür gesorgt, dass man ein Gefühl des Verstehens zu ihr aufbaute, denn gerade durch diese eine Sicht ist es der Autorin gut gelungen, einen tiefen Einblick in das Leben von Faith und vor allem ihre Gefühlswelt umfassend darzustellen. Sie war ein Teil des Ganzen und wusste, welche Entscheidungen die richtigen wären, doch da gab es auch etwas anderes. Etwas, das tiefer griff als alles, woran man als Leser dachte. Dementsprechend viel der Einstieg in die Story als solche auch nicht wirklich schwer. Die Spannung war bis zur letzten Seite dar, ebenso wie sie mit jedem Wort die düstere Atmosphäre in den Kopf zauberte. Denn gerade die Umgebung einer Zukunft ohne sichere Städte und das Gefühl der ständigen Gefahr konnte so wirklich unfassbar gut vermittelt werden.
Denn allein die Idee mit den Sporen, der Umwelt und den Pflanzen hat mir wirklich unfassbar gut gefallen, denn gerade bei unserer heutigen Entwicklung regt gerade dieses Buch wirklich zum Nachdenken an.
Allerdings hatte ich zu Beginn leider ein paar Probleme, den Dialogen so wirklich zu folgen. Ich musste mich in diese Art zu Schreiben erst einmal gewöhnen, was ich aber darauf schiebe, dass ich Nevernight zuvor gelesen habe, deren Dialoge wirklich ganz anders geschrieben waren. Da merkt man ein Mal mehr, was das vorherige Buch alles bewirken kann.
Darüber hinaus haben mir vor allem neben Faith die weiteren eingeführten Charaktere gefallen, denn auch sie haben eine Geschichte, eine Vergangenheit, die in diesem Buch leider erstmal nur oberflächlich behandelt wird und die Figuren gegenüber Faith ein wenig grau wirken. Ich hoffe also darauf, dass Band 2 diesen Figuren mehr Tiefe schenkt, denn ich bin wirklich sehr neugierig darauf, auf all die unbeantworteten Fragen eine Antwort zu erhalten und die ein oder andere Figur wirklich besser kennen zu lernen.

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Tags: dystopie, eisermann, faith   (3)
 

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Jägerseele (Ein Tess Carlisle Roman 1)

Nicole Schuhmacher
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 23.03.2018
ISBN 9781549654732
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Fan von dem Humor von Bartimäus (Jonathan Stroud) bin und lange vergeblich auf der Suche nach Büchern war, die genau diesen Humor teilen.
Nun, ich würde sagen, mit Jägerseele habe ich ein Buch gefunden, das neben dem Humor und den "vulgären" Ausdrücken auch noch eine Message für jedermann bereit hält.
Vorab, ich denke nicht, dass gerade dieser Humor jedem liegt. Wer hier eine seichte Fantasygeschichte für zwischendurch sucht, wird mit diesem Humor und mit dieser Story an der einen oder anderen Stelle ein wenig überfordert sein - ich persönlich liebe es.
 
Das Debüt der Autorin strotzt so von Chaos, Fantasywesen und der richtigen Prise Aktion, Spannung und Humor. Dies zusammen gepaart mit der düsteren Spannung sorgt wirklich dafür, dass man das Buch nur noch schwer aus der Hand legen kann. Runzelt man zu Beginn des Buches noch die Stirn, da man sich in das chaotische Leben und die Gedankengänge von Tess erstmal einfinden muss, fließen die Worte mit jeder weiteren Seite nur so dahin. Denn während Tess die bösen Jungs, oder auch Wesen, man weiß es nie so genau (ich meine, es kann durchaus passieren, dass einfach ein Zentauer quer durch den Garten springt...), jagt, ist ihre Assistentin, ein Katzenmädchen, für den Papierkram der Agentur zuständig: "Rent a Hunter". Ein ziemlich cooler Name für eine solche Angelegenheit. Und gerade in einem solchen Job trifft es sich gut, dass auch Tess die ein oder andere sehr interessante Idee auf Lager hat (und ich meine wirklich... interessant). Denn ich meinen Augen muss man sich in Tess gar nicht hineinversetzen können, um sie zu verstehen, denn das erledigt die Autorin durch ihre Art zu schreiben ganz von alleine. Obwohl ich Tess als leicht verrückt beschreiben würde und ich nicht jede ihrer Handlungen verstand, war sie mir von Anfang an sympathisch, schaffte Nicole Schuhmacher es doch, mit ihren Details ein Gefühl von Nähe für jede einzelne Figur zu schaffen. Egal wie unterschiedlich sie allesamt waren, keine der Figuren handelte irgendwie unverständlich oder nicht nachvollziehbar. Ich weiß, das mag wie ein Widerspruch klingen, habe ich doch eben noch gesagt, dass ich nicht jede Handlung verstand. Nun, damit meine ich keineswegs, dass ich es nicht nachvollziehbar fand, sondern schlichtweg, dass ich eine andere Reaktion erwartet hätte und genau das machte die ganze Story so unfassbar unterhaltsam und spannend. Man wusste als Leser nie was nun wirklich als nächstes passiert, denn in diesem Buch ist alles möglich. Von Voodoo Puppen über Gangster und Trolle bis hin zu einem Sohn des Teufels... Doch daneben kommt die Ernsthaftigkeit niemals zu kurz. Vermittelt Tess doch immer das Gefühl von Nahe und Vertrauen. Egal wie ausweglos eine Situation scheint, es gibt immer einen Weg und wenn es nur schlimmer werden kann. Sie zeigt dem Leser auf eine humorvolle Art und Weise, dass man immer an sich selber glauben sollte, auch in solchen Situationen und gerade das fand ich in diesem Buch sehr gelungen.
 
Das ganze Buch spiegelt den chaotischen Charakter der Protagonistin wunderbar wieder, ohne wirklich over the top zu sein, dennoch, ich betone es gerne wieder, muss man eine Ader für diesen Humor und diese Art zu schreiben haben. Hat man diese, wird man diese Story wirklich mögen. Ein Fall jagt den anderen und mir wurde nie wirklich langweilig. Immer mehr seltsame Zufälle passieren und die Spannung baut sie mit jedem weiteren Puzzleteil auf, das man als Leser im Verlauf der Story sammelt. Das große Ganze erfasst man jedoch erst wirklich zum Ende hin und selbst dann gibt es noch so einige Fragen, auf die ich hoffentlich im zweiten Teil Antworten erhalten werde.
In meinen Augen ist Tess jemand, der irgendwo immer in uns vorhanden ist: Der den Spaß im Leben sieht und doch die richtige Prise Ernsthaftigkeit in den richtigen Momenten aufleben lässt. Ich musste mich nicht mit Tess identifizieren können, um sie zu verstehen, oder zu mögen, denn das hat die Autorin durch die Art und Weise wie sie Tess eingeführt und gezeichnet hat schon ganz von alleine getan.
 
Für mich ist dieses Buch eine ganz klare Empfehlung, wenn man Fantasy mit Humor und einer Umgangssprache mag, wie es eben auch in Bartimäus der Fall ist. Denn dann wird man diese Story wirklich mit all ihren Höhen und Tiefen genießen und vor allem auch die Message und die Freude am Leben merken. Auch Rückschläge können einen Schritt nach vorne bedeuten, man muss es eben nur wagen. Denn Tess macht in meinen Augen das Beste aus jeder Situation.

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Tags: fantasy, jagd, jagt, .teufel   (4)
 

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96 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 2): Blütenzauber

Regina Meissner
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 26.01.2018
ISBN 9783906829678
Genre: Fantasy

Rezension:

Vorab sei gesagt, dass man in meinen Augen Band 1 gelesen haben sollte, da es doch einige Elemente gibt, die im ersten Teil wesentlich ausführlicher erklärt werden, als in diesem Teil. Wer also wirklich die komplette Spannung und Rätselspaß mitnehmen möchte, sollte Schwanenfeuer vorab gelesen haben.
Blütenzauber. Nicht mehr und nicht weniger steht auf einem Blatt Papier, das die Lösung zum Lösen des Fluches bereit halten soll. Um nicht zu viel vorweg zu nehmen sei eines gesagt: Eine wundervolle die Schöne und das Biest Adaption und das aus meinem Mund, die, die mit die Schöne und das Biest nie viel anfangen konnte.
Regina Meißner hat es verstanden, mit dieser Adaption auch die letzten Zweifler auszuradieren.
Der Schreibstil ist wie im ersten Teil wunderbar flüssig und lädt wieder ein Mal zum Träumen ein. Die Figuren werden so eingeführt, dass man als Leser weder in die Handlung hineingeworfen wird, noch sich wirklich verloren fühlt. Man wird eher ein Teil der ganzen Geschichte.
Auch die Atmosphäre in diesem Buch ist wieder ein Mal bedrückend und wunderschön zugleich, sodass es neben den ganzen spannungsgeladenen Elementen auch Phasen der Pause und Entspannung gab, in denen der Leser wirklich durchatmen und genießen kann.
Bis zum Schluss dieser Entdeckungsreise durch das Schloss und ihrer Bewohner habe ich nicht mit diesem Ende gerechnet, geschweige denn wie in Band 1 eine Vorahnung gehabt, die mich vermuten ließ, worauf alles hinaus läuft und das hat mir wirklich gut gefallen.
Denn gerade das Biest, das wir im Verlauf der Handlung kennen lernen ist nah am Original gehalten, was ich wirklich gelungen fand. So macht auch er eine Wandlung durch, die ich wirklich gemocht habe und überzeugend fand. Es war keine 180 Grad Wendung, wie es so oft in manchen Adaptionen der Fall ist und das gab dem Ganzen die richtige Würze, weshalb ich das Biest von Anfang an, trotz seiner rauen Art, echt mochte.
Leider muss ich sagen, dass mich dieses Mal die Prinzessin nicht zu 100% überzeugen konnte. Ich weiß, dass einige das lose Mundwerk total mochten, mich hat es zu weilen leider etwas im Lesefluss gestört und mir hat dementsprechend auch ein wenig der Bezug zu ihr gefehlt, da bin ich Fan No. 1 von unserer Prinzessin aus Schwanenfeuer, sorry Tatjana.
Wer aber freche Sprüche mag und eine Protagonistin, die ihr Herz am richtigen Fleck hat, sollte diesen zweiten Teil wirklich lesen.
Ich habe selten eine solch schöne Adaption zu die Schöne und das Biest gelesen.

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Tags: adaption, biest, blüten, fluch, hass, liebe, verlust   (7)
 

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47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

elayne, elayne (band 1): rabenkind, england, galahad, germanisch, geschichte, historie, jessica bernett, kind, könig artus, könige, lanzelot, legenden, liebe, mythologie

Elayne (Band 1): Rabenkind

Jessica Bernett
Flexibler Einband: 342 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783906829777
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe bereits eine Kurzgeschichte der Autorin gelesen (in Halloween Tales) und kannte damit ihren Schreibstil ein wenig. Aber wenn ich beides vergleiche, finde ich, dass man einen gewaltigen Unterschied merkt, was die Entwicklung des Schreibstils angeht. Gerade in Elayne hatte ich den Eindruck, dass die Figuren zum Leben erwachen, dass sie neben mir stehen und mich mitnehmen auf die Reise durch ihre Geschichte, denn gerade Elayne ist wohl ein Mädchen, das in jeder und jedem von uns schlummert. Ein Mädchen voller Tatendrang und Neugierde, ein Mädchen voller Emotionen und taff, ohne direkt den Bezug zur Realität zu verlieren und gerade das machte sie für mich so nahbar. Ich hatte den Eindruck, ein kleines Stückchen meiner eigenen Träume und Emotionen in ihr zu finden.
Ebenso wie ich die weiteren Charaktere in diesem Buch aufgrund ihrer Details einfach nur wundervoll beschrieben fand. Ich konnte mir wirklich mehr als bildhaft vorstellen, wie die Personen in diesem Buch ihre Gestik und Mimik zur Schau stellten und gerade dies hat dafür gesorgt, dass ich nicht nur dabei war, sondern die Geschichte eingesogen habe. Ich wollte mehr und viel zu schnell war es wieder vorbei.
Was mir neben den Figuren besonders gut gefallen hat, war die Stimmung. Für mich ist germanische Mythologie nie wunderschön und rosarot und genau das hat Jessica Bernett in diesem Buch unfassbar schön vermittelt. Die Stimmung war von Anfang an ein wenig bedrückend und… bedrohlich wäre das falsche Wort, aber es lag etwas in der Luft, das mich vermuten lies, dass dies erst die Ruhe vor dem Sturm war. Geschickt wurden diese Stellen mit wunderschönen Beschreibungen des Waldes und der Umgebung aufgelockert, sodass auch die Sonne im Herzen scheinen konnte und was mein Mädchenherz hat höher schlagen lassen: Es gibt Pferde und einen super heißen Mann, der nicht nur gut mit Pferden umgehen kann, sondern auch noch noch singen kann. Wer das ist? Nun, das sei an dieser Stelle nicht verraten, ich hatte eine Vermutung, wirklich. Aber in diesem Buch haben mich alle Vermutungen in die Irre geführt, denn gerade der Klappentext ist genial gewählt. Glaubt man zu wissen worauf es hinausläuft, hat die Autorin eine Weggabelung gemacht und man läuft als Leser nach links, während Jessica Bernett im Hintergrund mit ihren Figuren quasi eine Verschwörung plant.
Selten habe ich knapp 340 Seiten so schnell gelesen und selten konnte ich so schnell sagen: Elayne lässt wirklich die verlorenen Träume von jedem von uns wahr werden, was nicht zuletzt daran liegt, dass jeder der Figuren eine ganz individuelle und wirklich nicht vorhersehbare Einführung erhält. So hat mir gerade der Einstieg wirklich Spaß gemacht, aber: Ich habe das Buch um 23.30 angefangen zu lesen. Danach hatte ich wirklich die interessantesten Träume, denn obwohl zu Beginn die Sonne scheint und es wirkliche Glücksgefühle sind, die man als Leser mitnimmt, schwebte über allem doch irgendwie eine gewisse Schwere und Düsternis. Ein Gefühl, dass jeder schöne Schein trügen kann und nicht alles immer so ist wie es scheint. Ich wollte mehr wissen, mehr erfahren und die Geheimnisse des kalten Nordens entdecken. Genau das und so viel mehr habe ich bekommen.

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Tags: düster, germanisch, legenden, liebe, mythologie, prophezeien, rab   (7)
 

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

briefe, emotional, empfehlung, engel, freundschaft, gedächtnis, geschenk, großartig, jugendbuch, leben, ney sceatcher, rezension, sterben, to, tod

Als das Leben mich aufgab

Ney Sceatcher
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 14.06.2017
ISBN 9783946955023
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Roman stammt von einer Autorin, von der ich selber noch nichts gelesen habe und umso gespannter darauf war, wie sie ein solch ernstes und vor allem trauriges Thema umsetzen wird.

Der Einstieg fiel mir leicht und gerade diese Vielschichtigkeit, die man zu Beginn vor allem bei der Protagonistin fand, war von Anfang an gelungen. Gerade im Verlauf der Handlung konnte ich mir die Handlungen und Gedanken sehr gut vorstellen und nachvollziehen. Die Autorin schaffte es, ein solch ernstes Thema durch diese wundervolle Protagonistin näher zu bringen und auch zu vermitteln wieso Menschen Angst vor dem Tod haben und nicht loslassen können und das hat mich wirklich berührt. Die Protagonistin zeigte uns auf ihre sympathische Art und Weise wie sie damit umgeht, zeigt uns wie tief ein Buch mit knapp 200 Seiten gehen kann, denn selten habe ich so viele Stellen in dieser kurzen Zeit markiert wie hier.
Die Handlung fand ich folglich logisch und sehr schön strukturiert aufgebaut, was durch den klaren Schreibstil der Autorin ohne zu viele verschachtelte Sätze untermalt wurde. Sie zeichnete damit Bilder im Kopf des Lesers, die wunderschön sind und gleichzeitig lässt sie genügend offene Stellen, sodass man sich als Leser seiner eigenen Fantasie hingeben kann.
Eine tolle Kombination, wobei ich bis zum Ende sagen muss, dass mir dieser richtige fesselnde Moment gefehlt hat. Ich fand es schön zu lesen und die Messesage ist wundervoll, keine Frage, aber was ich ein wenig schade fand, war, dass vor allem der Junge namens Raven neben der Protagonistin sehr blass wirkte, ebenso wie ich mir bei Naoma ein wenig mehr Tiefe gewünscht hätte, gerade weil die Protagonistin manchmal klingt wie eine 60-jährige alte Dame, hätte dort ein Gegenpol ganz gut getan. Gerade Raven machte auf mich den Eindruck, als tauche er ohne wirklichen Grund auf und hätte ein Geheimnis, dass es zu ergründen galt. Für mich fehlte da am Anfang ein wenig der Bezug zu unserer Protagonistin, was sich jedoch um Verlauf der Handlung gab.
Genau deshalb hätte ich mir eine genauere Ausarbeitung dieser Figuren gewünscht. Ich denke gerade diese Kleinigkeiten haben bei mir den Wow Effekt verhindert, trotz allem ist es beim Lesen kein großes Hindernis, sondern sind lediglich Kleinigkeiten, die mir persönlich ins Auge gesprungen sind, gerade weil das Buch eine solch wahnsinnig tolle Message enthält und Zitate, die ich immer wieder lesen könnte, wäre dies nur das Tüpfelchen auf dem i gewesen.

Fazit: Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich das Buch auf eine Reise mitgenommen hat, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Trotz der leichten Schwächen in den Figuren, ist die Geschichte so liebevoll und voller Details, dass ich sie auf jeden Fall für all diejenigen weitere empfehlen kann, die gerne ein Mal einen Haach Effekt für zwischendurch brauchen. Gerade diese Reise mit der Protagonistin und den Briefen, die ans Herz gehen erhält man hier eine Geschichte voller Tiefgang und Emotionen. Gerade den Epilog fand ich an dieser Stelle noch ein Mal sehr gelungen.

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651 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 180 Rezensionen

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Fire & Frost - Vom Eis berührt

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783473401574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

1.) Nun nach dem Ende des Buches. Bleibst du ein Frostblood oder wärst du doch lieber ein Fireblood?
Tatsächlich musste ich bei der Beschreibung der Firebloods ein wenig an mich selber denken, vor allem, weil ich denke, so nach Beendigung des Buches, dass eine Fireblood mir wesentlich besser gestanden hätte. Aber gerade weil es meistens anders kommt als man denkt, wäre wohl auch ich ein Frostblood geblieben. Arcus ist ein Frostblood und ziemlich attraktiv dazu.... also ja, ich wäre weiterhin meinem Team treu geblieben.
2.) Was hat dich beim Schreibstil der Autorin am meisten fasziniert?
Das die Autorin es geschafft hat, nicht nur die Empfindungen an den Leser heranzutragen, sondern auch Feuer und Eis so lebendig werden zu lassen. Ich habe zu jede Zeit das Gefühl von Eis und Feuer gespürt, die Empfindungen und damit auch den Eindruck gehabt, wirklich voll dabei gewesen zu sein, auch wenn der Einstieg durch den plötzlichen Kälteschock ein wenig abrupt kam.
Die Autorin beschönigt nichts und gerade das hat mir gut gefallen, wodurch diese zwei Gegensätze von Feuer und Eis auch super zur Geltung kamen.
3.) Ruby ist ein Fireblood und die Protagonistin. Welche ihrer Eigenschaften hättest du gerne?
Die Stärke und den Mut, auch in Zeiten der Einsamkeit und der schieren Aussichtslosigkeit durchzuhalten.
4.) Was ist dir durch den Kopf gegangen, als du das Buch gelesen hast? Gab es Auffälligkeiten in deinem Kopf?
Yaein. Ich fand das Buch in sich super gelungen, allerdings empfand ich den Einstieg als etwas sehr rasant. Es fühlte sich an, als wäre man einfach in die Geschichte geworfen worden, ohne wirklich zu wissen wer jetzt wer ist und was seine Aufgabe in dieser Handlung ist, aber das legte sich, je weiter die Handlung voran schritt. Auch fand ich es ein wenig schade, als was sich Arcus nachher entpuppt hat, ich habe es fast geahnt, dass er mehr ist, als er zu sein scheint. Doch gerade das sorgt dafür, dass ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht, denn gerade dieses Ende habe ich nach Band 1 nicht erwartet, eher nach Band 2 ala: Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Ansonsten habe ich alles in vollen Zügen genossen und konnte mich richtig gut in Ruby hineinversetzen.
5.) Wirst du die Reihe nach diesem ersten Band abbrechen oder liest du weiter? Wenn ja warum? Wenn nein, warum?
Ich werde zu 100% weiter lesen, da ich genau dieses Ende zu diesem Zeitpunkt nicht erwatet habe und jetzt wissen möchte, was die Autorin daraus gemacht hat. Es klingt episch wie genial und ist etwas ganz Neues aus alten Elementen. Gerade so etwas liebe ich ja immer, ein wenig das Gefühl von Heimat in einer komplett neuen Geschichte zu haben.
6.) Wie hast du dich gefühlt, als du dem Ende des Buches näher gekommen bist?
Gerade als sich die Situation zuspitzte hätte ich früher mit gewisse Wendepunkten gerechnet und habe anderes nicht kommen sehen (ich sage nur die dunklen Adern, ich mein WAAAAAAS?). Dieses Wechselspiel der Gefühle fand ich einfach großartig, sodass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
7.) Ich fand das Ende böse. Was hast du beim Ende gefühlt und gedacht?
So böse fand ich es tatsächlich nicht, eher unerwartet. Ich habe es irgendwo geahnt, aber dann doch nicht für Band 1 geplant, sodass ich jetzt gar keine Vorstellung von dem habe, was mich in Band 2 erwartet und gerade das, finde ich, macht die gesamte Situation so spannend.

Fazit:
Insgesamt hat mir dieses Buch richtig richtig gut gefallen, auch wenn es in meinen Augen leichte Schwächen aufwies, die ich aber auch auf mein vorheriges Buch zurückschiebe. Denn gerade bei diesem Buch finde ich es wichtig zu erwähnen, dass hier alt bekannte Elemente zu etwas Neuem verknüpft werden und dementsprechend gewisse Dinge bekannt sein werden, oder auch erwartbar, andere wiederum nicht. Mich haben vor allem die Wendungen in diesem Buch umgehauen, denn die habe ich wirklich an diesen Stellen nicht erwartet und gerade das machte die Mischung zwischen: Ja, das habe ich erwartet und WAAAAS? einfach aus. Es an kein Moment, den ich als langweilig empfand und gerade in die Protagonistin konnte ich mich mit ihrem Temperament super hineinversetzen, denn sie ist ein kleines bisschen wie ich.
Außerdem, und das muss ich hier noch ein Mal gesondert erwähnen, empfand ich Rubys Entwicklung als eine der stärksten in dieser Geschichte und ich bin wirklich unfassbar gespannt darauf, wie sich das Ganze entwickeln wird, denn wie ich sagte, ich hätte das Ende von Band 1 erst in 2 vermutet und hab folglich keine wirkliche Vorstellung mehr von dem, was jetzt noch kommen könnte. Es ist jetzt wieder alles möglich und umso mehr fiebere ich jetzt auf Band 2 hin.

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Tags: eis, feuer, fireblood, frost, hass, liebe, magie   (7)
 

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Die Braut des blauen Raben

Mariella Heyd
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 04.10.2017
ISBN 9783946955030
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tatsächlich fällt es mir bei diesem Buch schwer, meine Gedanken in Worte zu fassen.

Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover sehr schön gestaltet finde und total passend zum Inhalt. Dies kann ich jedoch nur bedingt über den Klappentext sagen, hat er mich doch zu Beginn des Buches mit einigen offenen Fragezeichen zurückgelassen, denn ich dachte zunächst, dass die Hellseherin unsere Protagonistin ist und freute mich dementsprechend auf eine ganz andere Geschichte.

Erst mit dem Einstieg in die Handlung ist mir dann klar geworden, dass Lobna die Protagonistin ist und nicht die Hellseherin, was mich zunächst ein wenig ins Stocken gebracht hat.

Nichts desto trotz ist mir der Einstieg ansonsten sehr leicht gefallen. Der Schreibstil ist flüssig wie düster und passt sich der Entwicklung der Handlung super an. Spätestens nachdem ich wusste, dass es eine polnische Legende erzählt und auch in Polen spielt, war ich hellauf begeistert. 

Liest man von diesen Dingen doch reichlich wenig und vor allem die Raben haben es mir seit der nordischen Mythologie angetan.

Umso gespannter war ich hier auf die Umsetzung und ich wurde nicht enttäuscht, soviel sei gesagt.

Nach dem ersten Schock, dass Lobna und nicht Manteia die Protagonistin ist, war ich sogar recht dankbar dafür. Konnte ich Lobna doch von Anfang an in ihren Gedankengängen und Handlungen nachvollziehen.

Sie ist für mich jemand, für den Familie an oberster Stelle steht, jemand, der sein Päckchen still und leise trägt, ohne es an die große Glocke zu hängen, jemand, der viel gesehen hat und für sein Alter schon wirklich reif und erwachsen ist.

Aber auch jemand, der für andere einsteht und kämpft, gerade das hat sie in meinen Augen so stark gemacht, auch wenn sie zu Beginn de Handlung dem Frauenbild im Buch entsprochen hat.

Gerade diese Entwicklung, von der Frau, die ihrer Familie "hörig" ist und tut, was man ihr sagt zu jemandem, der stolz und kämpferisch ist, ohne eine Kriegerin zu sein, vermittelt eine tolle Message.

Manchmal muss man viele Hürden bewältigen, viele Berge erklimmen und Rückschläge einstecken, um sein eigenes Glück zu finden.

Gerade im Verlauf der Handlung wechselt das bedrohliche Gefühl zu einem Gefühl der Ruhe und Geborgenheit und das spiegelt sich auch in Lobnas Entwicklung wieder. Nachdem sie in den Wald gejagt wird, überschlagen sich die Ereignisse. Ein geheimnissvoller Fremder taucht auf und das Schicksal hat es wohl gut mit ihr gemeint.

Leider wusste ich ab der Stelle schon, wie sich diese Geschichte weiter entwickeln würde, was den Spannungsbogen ein wenig zerstörte, nicht aber die Handlung als solche, denn vor allem mit dem Ende hätte ich in der Form nicht gerechnet. Dies hält einige überraschende Wendungen bereit und auch die Raben werden noch eine bedeutende Rolle bekommen, die ich persönlich genial fand.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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SAMe Love (Band 1): Nur mit dir

Nadine Roth
Flexibler Einband: 470 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783906829418
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich neugierig, was mich erwarten würde. Allein der Einstieg verläuft spielend. Der Leser lernt Sam durch den fantastischen Einstieg gut genug kennen, um sie direkt nachvollziehen zu können. Die Gedanken, ihr Alltag, all das sind Dinge, die der Leser in einer solch ähnlichen Form selber irgendwann schon einmal erlebt hat.

Vor allem aber kam mir die Beziehung zwischen Sam und Robin verdächtig bekannt vor und genau diese Gedankengänge von Sam sind es dann auch, die sie mich haben ins Herz schließen lassen.

Sie zeigt im Verlauf der Geschichte, dass es okay ist, nicht immer eine perfekte Beziehung zu führen und das genau so etwas dafür sorgen kann, dass man seinen eigenen Lebensalltag hinterfragt.

Denn genau dieser Umsturz, oder Wandel, wird vor allem durch Romy vorangetrieben.

Immer wieder merkt der Leser die Spannung zwischen den beiden, schmeckt es förmlich in der Luft und der Schreibstil sorgte dann auch noch dafür, dass ich durch die alltagsnahen Situationen komplett in der Geschichte gefangen war.

Ich war Sam, Romy und alles dazwischen.

Was der Autorin wieder ein Mal gelungen ist, ist das Zusammenspiel von "Tabuthemen", oder besser gesagt Themen, mit denen nicht jeder Mensch klar kommt. So verknüpft sie die Gedanken einer unglücklichen Beziehung, dem Zwang zu anderen Tätigkeiten mit dem "sich hingezogen fühlen" zu jemand anderem und sind wir mal ehrlich, kennt das nicht jeder von uns irgendwie?
Sie verknüpft dies mit einer Thematik, die in der Gesellschaft leider immer noch nicht von allen anerkannt ist, vermittelt ein Gefühl des "normal" seins, denn obwohl es um Homosexualität geht, hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass gerade dies etwas Hervorgehobenes sei. Es war einfach da, einfach normal und in der Hinsicht sollten sich meine anfänglichen Befürchtungen, es könnte zu aufgesetzt wirken, nicht bestätigen.


Die lebensechten Figuren und die Handlung voller Spanungsbögen und Pausen, die so romantisch wie erotisch waren, haben das Ganze zu einem wundervollen Leseerlebnis gemacht.

Ich hatte lediglich ein kleines Problem, dass die Handlung an sich recht fix von statten ging, die Liebesbeziehung sich aber irgendwie erst Richtung Ende entwickelte und ich somit den Eindruck hatte, an einigen Stellen auf der Stelle zu treten, oder mehr zu wissen als Sam. 
Dies tat dem Lesevergnügen eben aufgrund der Schnelligkeit der Story als solche keinen Abbruch.

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Tags: angst, erotik, hoffnung, homosexualität, liebe, verlust   (6)
 

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494 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

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Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zunächst ein Mal muss ich wohl sagen, dass mich dieses Buch in gewohnter Kagawa Manier in seinen Bann ziehen konnte. Spätestens nach dem zweiten Teil war ich vollkommen gefesselt von der Entwicklung, der Handlung und vor allem von Ember und Riley.
Tatsächlich muss ich auch jetzt nach Band 3 sagen, dass ich mit Garret nicht so 100% warm geworden bin, was vermutlich an seiner Art als Krieger liegt. Mir persönlich ist er zu unnahbar, auch wenn die Gefühle und die Beweggründe super erklärt werden und nachvollziehbar sind.

Er stellt für mich immer noch eine gewisse Distanz da, die aber zu seiner Art und Weise hervorragend passt, weshalb ich ihm nicht ein Mal böse sein kann, dass er so ist wie er ist, denn in sich macht dieser Charakter Sinn.

Er erschließt sich mir nur nicht ganz.



Darüber hinaus hatte ich leider zu Beginn einige Probleme in die Geschichte zu finden. Es erschien mir alles so weit weg, als ob ich zu lange mit Band 3 gewartet hätte und ich glaube, genau das war auch das Problem. Ich habe zwischen Band 2 und 3 viel zu viel Zeit verstreichen lassen. Trotz allem greift die Autorin den Inhalt aus den vorherigen Bänden auf und ich habe das Gefühl der Orientierungslosigkeit schnell ablegen können.
War dieser Moment überwunden, konnte ich mich voll und ganz der Geschichte hingeben.

Die Entwicklung der Story hätte brisanter nicht sein können. Vor alle, nach dem Ende von Band 2 lag die Messlatte hoch und Kagawa hat sich noch ein Mal übertroffen.

Mit diesen Wendungen habe ich tatsächlich nicht gerechnet, denn den Leser blieb kaum eine Verschnaufspause, was ihm das Gefühl der Flucht und Bedrohung vermittelt.

Man wusste zeitweise selber nicht, wer Freund und wer Feind ist, oder auf welcher Seite der Andere steht.

Erfrischend kam in dieser Situation hinzu, dass andere Drachen eingeführt werden, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Keine jungen Drachen, sondern alte weise Drachen, von denen sogar noch der Leser etwas lernen kann.

Genau das gab der Story die gewisse Art von Ruhe, die in dem Zeitalter der Hektik und Verfolgungsjagd dringen notwendig war.

Eine Gradwanderung, die die Autorin wahrlich gemeistert hat.

Als Leser taucht man tiefer in die Geschichte von Talon und dem Orden ein, findet die verschiedensten Verstrickungen und das alles käuflich ist, bezahlt man nur den richtigen Preis - doch Freundschaft und Vertrauen ist unbezahlbar, auch wenn man dafür herbe Verluste einstecken muss.

Zeigt diese Story doch super, dass man aus Rückschlägen lernt und nicht aus Siegen.

Vor allem gelungen fand ich hier die Perspektivenwechsel, die so gesetzt waren, dass der Leser in den richtigen Momenten aus der Story gezogen wurde, ohne das Gefühl zu bekommen, etwas verpasst zu haben.

Gerade dadurch lernt man Talon und den Orden umso besser kennen. Lernt, sich in andere hineinzuversetzen und das hat dem Ganzen die richtige Würze gegeben.



Allerdings muss ich dennoch einen Stern abziehen. Fand ich in Band 1 und 2 die Dreiecksbeziehung noch total niedlich und gut gesetzt, war sie mir in diesem Band fast zu überpräsent. Jeder zweite Satz ging gefühlt um die Beziehung zwischen Ember/Riley/Garret und das hat mir zuweilen leider doch ein wenig den Lesespaß genommen.

Es passt jedoch zu dem Alter der Protagonistin und ist gewiss auch nicht unrealistisch, dass man an Problemen festhält, ehe man sie gelöst hat. Trotzdem glaube ich, dass man solche "Lappalien" im Zeitalter eines Krieges und der Verschwörungen hinten anstellen würde.

Deshalb gibt es dieses Mal nur 4 von 5 Sternen.



Insgesamt kann ich wieder nur von Herzen eine Leseempfehlung aussprechen, denn dieses Buch konnte mich trotz seiner leichten Schwächen komplett überzeugen. Bin ich doch schon seit Band 1 Fan von Ember und Riley.

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Tags: angst, drachen, hass, hoffnung, krieg, legenden, liebe, verlust, verrat   (9)
 

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Countdown to Noah (Band 2): Unter Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 03.11.2017
ISBN 9783906829531
Genre: Fantasy

Rezension:

Nachdem der erste Band mich so überzeugen konnte und vor allem mit einem Cliffhanger des Todes endete, musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es ausgeht und was soll ich sagen, ich wollte das Ende nicht lesen.
Wie so oft inzwischen erwähne ich auch hier, dass ich nach 70% des Buches das Ende wirklich nicht habe lesen wollen. Ich mein, wir hatten alle bereits im ersten Teil die Vermutung wie es ausgehen wird und doch wollte ich es nicht wissen.
Trotz allem habe ich es getan. Ich habe das Ende gelesen und ich kann euch sagen, es lohnt sich. Ich werde hier weder sagen: „Damit habe ich nicht gerechnet.“ Noch: „Das war zu erwarten.“, denn es ist weder das Eine noch das Andere und doch alles zusammen.

Sehr gelungen fand ich neben dem Ende vor allem, dass ich als Leser wesentlich mehr über die Figuren erfahre, über ihre Beziehungen, ihre Vergangenheit und Gefühle. Gerade das hat eine Nähe geschaffen, die mir als Leser den nötigen Halt in einer zerbrochenen Welt gegeben hat, der mich durch die Handlung geführt hat und mir das Gefühl gab, ein Teil dieser Gruppe zu sein. Vor allem aber lernt man als Leser die gesamte Welt, die gesamte Situation vertiefend kennen, merkt, wie erschreckend nah diese dystopische Welt an der unseren gebaut ist und zeigt, was alles passieren kann, wenn unsere Wissenschaft scheitert, wenn sie Dinge beherrschen möchte, die für den Menschen nicht beherrschbar sein sollten.
Führt dem Leser vor Augen wie wenig wir zum Teil unser eigenes Leben zu schätzen wissen und es hat mich wirklich nachdenklich gestimmt.
Es hat mich nachhaltig berührt.
Vor allem aber hat es gezeigt, wie gut die Autorin neben dem Fantasygenre sich auch in der dystopischen Welt artikulieren kann. Auch im zweiten Teil konnte mich der Schreibstil mit seinen Details fesseln. Er hat die Worte in meinem Kopf zu Bildern geformt, bildmalerisch Dinge erzählt, sodass ich an so mancher Stelle den Atem angehalten und gedacht habe: DAS hat Fanny Bechert jetzt nicht wirklich getan.
Spätestens nach diesem Buch bin ich ihrem Stil zu Schreiben verfallen und ich habe eine solche Idee noch nie zuvor wirklich gelesen und genau das ist es, was mich so begeistert hat.
Glaubte ich als Leser, ein Ma verschnaufen zu können, schaffte die Autorin es, mit einem Satz eine Spannung zu erzeugen, selbst wenn es nur das Knarren des Geästes war, dass die Pause mit einem Schlag vorbei war.

In meinen Augen wurden alle offenen Fragen beantwortet und ist für mir ein gelungener Abschluss dieses Zweiteilers, vor allem deshalb, weil man die Noahs auf ihre Art und Weise versteht und nachvollziehen kann, was an der Stelle irgendwie auch ein wenig gruselig ist. Trotzdem habe ich diese Stellen auch in diesem Buch geliebt.
Keine einzige Seite, keine einzige Stelle möchte ich missen und ich kann es mit gutem Gewissen jedem empfehlen, der selbst noch nicht so viel im Bereich Dystopie gelesen hat, denn gerade dieses Buch schaffte es, in mir wieder die Leidenschaft der Zerstörung zu wecken.
Ich werde also demnächst wieder in dieses Genre einsteigen, von dem ich mich jetzterst wieder angezogen fühle.
Für mich eine klare Leseempfehlung, die einen fesselt bis zum letzten Moment.

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Tags: abgeschottet, angst, blut, dystopie, hass, leben, liebe, neue stadt, noah, sternensand verlag, tod, überleben   (12)
 

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135 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

andreas dutter, bücher, camp, camp der drei gabe, camp der drei gaben, camp der drei gaben - juwelenglanz, carlsen impress, fantasy, freundschaft, impress, jugendbuch, liebe, magie, spirit, verrat

Camp der drei Gaben - Juwelenglanz

Andreas Dutter
E-Buch Text: 305 Seiten
Erschienen bei Impress, 05.10.2017
ISBN 9783646603637
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tatsächlich finde ich es etwas schade, dass der Klappentext bereits so viel über die eigentliche Handlung verrät, denn gerade das hat das ganze Buch so spannend gemacht - weil ich den Klappentext nicht gelesen habe. An dieser Stelle also einen gut gemeinten Hinweis: Lest den Klappentext nicht, sondern lasst euch von mir durch das buch führen, ohne zu spoilern.

Campgeschichten, Liebe, Protagonisten, die nichts von ihren Kräften wissen, das mag nach Klischee oder Percy Jackson klingen, ist aber in diesem Fall etwas ganz anderes. Der Autor versteht es, eben diese Klischees in etwas total neues zu verwandeln und einem das Gefühl von: Hier gehörst du her zu vermitteln.
Vor allem Fleur wird ihrer Jugendrolle mehr als gerecht. Wer kennt es nicht, wenn man zum ersten Mal so richtig auf das andere Geschlecht trifft und die Männer echt gut aussehen, weil man nie wirklich auf Party oder ähnlichem war?
Die Gedankengänge dazu waren wirklich toll. Auch wenn es keine wirkliche Dreiecksbeziehung gibt, merkt der Leser schnell, dass es typische jugendliche Gedanken sind, die mich wirklich das eine oder andere Mal zum grinsen gebracht haben. Somit ist es quasi eine Dreiecksbeziehung, ohne wirklich eine zu sein, da rein die Gedanken dazu beitragen, dass der Leser diesen Eindruck gewinnt und das fand ich super realistisch und toll umgesetzt.
Auch insgesamt sind die Figuren greifbar und emotional, was für mich als jemand, der dicht am Wasser gebaut ist, nicht unbedingt toll ist, aber wiederum bestätigt, dass die Emotionen wirklich gut über den Schreibstil vermittelt wurden.
Dieser ist darüber hinaus nicht zu detailliert, sodass der Leser sich ein ganz eigenes Bild dessen machen kann, wie das Camp wirklich aussieht.
Auch die Angriffe und die Erzählungen innerhalb des Camps fand ich genial, denn genau hier setzt die Neuartigkeit an. Sind die Feinde der Begabten wirklich die Feinde? Und vor allem wer sind sie überhaupt?
Fragen über Fragen, die bei all der Spannung und Rätselraterei noch immer offen sind - ich bin sehr gespannt wie es im zweiten und letzten Teil damit weiter geht.
Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte an diesem Buch.
Zum Einen fand ich es etwas schade, dass die Protagonistin, die nie etwas von Begabungen gehört hat und dann selber erfährt, dass sie Kräfte hat, innerhalb von zwei Tagen so gefühlt von der Zweiflerin zur "Alles klar, ich weiß wie das geht und glaube vieles" wird. Das ging mir tatsächlich ein wenig schnell, aber vielleicht denke ich auch nur so, weil ich selbst anders reagiert hätte - das Phänomen, sich in andere Hineinversetzen zu können.
Außerdem ging mir die Handlung insgesamt zu schnell. Vieles passiert Schlag auf Schlag, sodass dem Leser kaum Zeit für eine kleine Verschnaufspause bleibt - von Anfänger, zum Star und dann direkt zu den Kämpfen. Ein Moment, in dem ich dachte: Oh, wir sind durch mit Band 1? Aber ich hab doch noch so viele Fragen...
Dies ist positiv wie negativ zu werten. Positiv, dass die Seiten nur dahin flogen, negativ, dass es an einigen Stellen leider ein wenig an Tiefe fehlt, wohingegen die Kampfszenen toll ausgearbeitet sind.

Insgesamt war das Buch für mein eine tolle Unterhaltung mit viel Spannung, Aktion und Campgeschichten, die ich nicht missen möchte, doch aufgrund der Schnelligkeit und meinem "Problem" mit der Protagonistin, gibt es hier gute 4 Sterne für eine tolle Leistung.
Ich empfehle diese Lektüre allen, die einfach etwas für zwischendurch haben wollen, die ins Camp zurück und die Magie unter der Haut spüren wollen, denn gerade dafür eignet sich dieses Buch ideal und ich möchte unbedingt wissen, wie es mit dem Camp und vor allem Fleur weitergeht! (Andi, schreib schneller....)

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Tags: begabung, buch, bücher, camp, campgeschichte, ebook, fähigkeiten, geist, impress, liebe, magie, spirit, verrat   (13)
 
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