Günter-ChristianMöller

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70 Bücher, 53 Rezensionen

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316 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 18 Rezensionen

irland, mord, undercover, krimi, freundschaft

Totengleich

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 17.12.2010
ISBN 9783596175437
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Ermittlerin Cassie Maddox wird in ein verfallenes Cottage außerhalb Dublin gerufen. Doch die Tote gleicht ihr, als ob sie ihre Zwillingsschwester wäre. Und schlimmer noch, sie hat einen Studentenausweis auf den Namen Alexandra Madison. Ein Name, mit dem Detective Maddox mehr als nur vertraut ist. Es ist exakt die Identität, die Cassie bei einem früheren Undercover-Einsatz im Drogenmilieu benutzt hatte.

 

Das Buch lebt einerseits von der Ich-Perspektive von Cassie Maddox, die sarkastisch distanziert ihre Eindrücke von der Polizei- bzw. Detektivarbeit schildert. Ich musste mitunter an die Privatdetektive von Raymond Chandler denken, nur dass es dieses Mal ja aus der Sicht einer Frau geschah. Die Betrachtungsweise ähnelte sich mitunter:

„Ich habe jahrelange Übung darin, O’Kelly an mir abprallen zu lassen.“ (S.119)

Andererseits lebt das Buch von dem Kampf zweier Eliten. Zum einen ist da die Polizeielite mit ihren strengen idiotischen Regeln, nach denen sie vorgehen muss, und die die Polizeioberen und ihre Mitarbeiter immer wieder versuchen auszutricksen, um die Wahrheit aufzuspüren, womit sie gut die Hälfte ihrer Energie und Motivation verheizen. Und die zweite Elite ist in diesem Fall die zukünftige Führungsschicht der Gesellschaft. Die jungen promovierten Akademiker, die Post-Docs, in deren Mitte die Ermordete gelebt hatte. Doch diese vier sind nicht nur Individuen, sie sind auch eine Familie, die wie Pech und Schwefel zusammenhält, und Klugheit ist mit Klugheit allein nur sehr schwer niederzuringen.

Doch der Leser begegnet auch poetischen Sequenzen, die die verletzlichen Gefühle von Cassie widerspiegeln:

„Der Windhauch war den Garten hinuntergeglitten, durchstreifte das Laub und befingerte den Efeu. Im Mondlicht sah das Gras weich und weiß aus wie Nebel, als könntest du glatt hindurchgehen. Wieder durchlief mich das Frösteln.“ (S.250)

Der Leseeindruck war für mich insgesamt so überwältigend, dass ich nur 5 von 5 Sternen für dieses Kunstwerk vergeben kann.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinder, erwachsen werden, familie, glück, mut

Wo das Glück zu Hause ist: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 719 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712406
Genre: Sonstiges

Rezension:

London 1842. Die 16jährige Mathilda versucht als Blumenverkäuferin über die Runden zu kommen. Die Arbeit ihres Vaters reicht kaum, um die kleine Familie zu ernähren und für ein Dach über dem Kopf zu sorgen. Zusammen mit zwei kleineren Brüdern leben sie in den Slums von London. Doch dann rettet sie zufällig das Leben eines kleinen Mädchens und der Vater des Kindes bietet ihr eine Stelle als Kindermädchen an.

Mathilda ist hin- und hergerissen zwischen der Suche nach ihrem eigenen Glück und dem Wunsch, ihrer Familie zu helfen oder auch das Elend anderer Menschen zu lindern, denen sie begegnet. Fast könnte man sagen, sie ist eine Jeanne d’Arc im Kampf gegen die Armut und vor allem gegen die Not der Kinder.

 „Sein Haar war voller Läuse, aber sie wandte den Blick ab. Mit einer Hand hob sie sein Kinn an und schaute ihm tief in die Augen. Sein Gesicht war so verschmutzt, dass es schwer zu erkennen war, was unter der Schutzschicht lag. Seine Augen jedoch waren bernsteinfarben und wunderschön. „Vertrau mir, Sidney!“ Er legte seinen Kopf an ihre Brust und sie wusste, dass er weinte.“

Ein Buch, das berührt und das den Leser auch mitreißt in die oft grausame Welt des 19ten Jahrhunderts, und beschreibt, wie das Mädchen Mathilda mutig versucht ihren eigenen Weg zu finden und langsam erwachsen wird. Ich habe mit ‚Matty‘ mitgezittert und wurde wunderbar unterhalten.

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Tags: armut, erwachsen werden, familie, glück, kinder   (5)
 

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1.206 Bibliotheken, 12 Leser, 4 Gruppen, 123 Rezensionen

irland, liebe, familie, familiengeschichte, ballett

Das Mädchen auf den Klippen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2012
ISBN 9783442477890
Genre: Romane

Rezension:



Vor zehn Jahren hat die junge Künstlerin Grania Ryan ihre irische Heimat verlassen, um in New York ihr Glück zu finden. Doch nach einem traumatischen Erlebnis kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit zurück, das kleine Farmhaus ihrer Eltern von Dunworley Bay. Dort begegnet sie dem jungen Mädchen Aurora, die vor vier Jahren ihre Mutter verloren hatte. Grania erfährt von ihrer Mutter Kathleen, dass das junge Mädchen zur Familie der Lisles gehört, die der Familie der Ryans nur Unglück gebracht hat.

 

Ich musste beim Lesen des Buches einige Male an ‚Meine Tochter Liz‘ von Berte Bratt denken. Auch hier tun Erwachsene und  Kinder Dinge, die nicht nur ungewöhnlich, sondern sogar verboten sind. Aber wenn die Menschen ihrem Herzen folgen, dann verlieren die Gesetze oft den Boden unter den Füßen. Der Leser begegnet nicht nur einem Mädchen mit dem Namen einer Prinzessin, sondern er wird auch von der Autorin in die Vergangenheit zweier Familien geführt, in der es zu einer schicksalhaften Begegnung kommt:

„Oft sah sie einen Mann, der an einem Laternenpfahl direkt unter ihrem Fenster lehnte. Er wirkte jung – nicht älter als sie selbst -  und stand stundenlang, den Blick in die Ferne gerichtet, dort.

Nach einer Weile wartete Mary bereits darauf, dass er kam, für gewöhnlich gegen sechs Uhr abends. Manchmal blieb er bis zum frühen Morgen. Die Gegenwart dieses einsamen jungen Mannes tröstete Mary, obwohl sie den Eindruck hatte, dass er nicht ganz richtig im Kopf war.“

So schwankt die Handlung immer wieder zwischen märchenhaften Gefühlen einerseits und verrückt anmutendem Handlungen andererseits. Am Ende merkt der Leser, dass er ein modernes Märchen erlebt hat, das ihn bis zum Schluss in seinen Bann zieht. So jedenfalls ist es mir ergangen.

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schule, elfen, drachen, vorurteile, magier

Altdrachenstein

Günter-Christian Möller
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei tredition, 20.09.2016
ISBN 9783734541278
Genre: Science-Fiction

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

morsezeichen, schrottwagen, australien, positionsangabe, verschollene nichte

Verschollen in Australien

Günter-Christian Möller
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei tredition, 10.05.2016
ISBN 9783734522116
Genre: Krimi und Thriller

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483 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

fantasy, albae, zwerge, sinthoras, caphalor

Die Legenden der Albae - Gerechter Zorn

Markus Heitz
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2009
ISBN 9783492701549
Genre: Fantasy

Rezension:

Die beiden Albae-Krieger Sinthoras und Caphalor werden zum Herrscherpaar, den Unauslöschlichen, gerufen.

„Im Nordwesten, hinter dem Gebiet der Fflecx, hat sich ein Wesen angesiedelt, das aussieht wie eine Wolke aus Sternenstaub, so sagt man sich.“

Dieses mächtige Wesen zu finden und für die Albae zu gewinnen ist ihr Auftrag. Doch es gibt eine Bedingung:

„Kehrt erfolgreich zurück oder gar nicht.“

 

Die Albae-Krieger verfügen über vielfältige magische und körperliche Fähigkeiten, die ihnen hervorragende Kampffähigkeiten verleihen. Sie sind die Elitesoldaten ihrer Epoche, und es bedarf schon einer zahlenmäßig starken Übermacht, um mit ihnen fertig zu werden.

Das besondere an diesen beiden Elitekriegern ist jedoch ihre tiefe gegenseitige Feindschaft. Bei den verbalen Attacken, mit denen die beiden sich gegenseitig malträtieren, musste ich an ‚Ivanhoe‘ von Sir Walter Scott denken. Es muss schon der eine von beiden verwundet sein oder in höchste Not geraten, bevor ihm der andere hilft. Mitunter dachte ich beim Lesen, das ist ja ein herrliches Mobbing-Paar. Wie bei vielen Eliten unserer Zeit auch, so herrscht eine gewisse Abstinenz in Sachen Erbarmen und Demut gegenüber unterlegenen Rassen oder Geschöpfen vor. Man könnte auch sagen, bei schlechten Stimmungen werden unter anderem Sklaven oder auch Gefangene dazu missbraucht, Wut abzureagieren. Kannibalismus aus unterschiedlichen Motiven ist eine Unsitte, mit der sich die beiden Protagonisten ebenfalls herumschlagen müssen. Doch sie haben oft das Glück auf ihrer Seite.

Aber auch ein ‚Universal Soldier‘ ist nicht gegen jedes Gift gefeit. Und so wird aus der Suche nach diesem gefährlichen ‚Wesen aus Sternenstaub‘ ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Leser wird in einen Strudel aus Spannung und Abenteuern hineingerissen und bangt schließlich nicht nur um das Schicksal der beiden Protagonisten, sondern auch um die Zukunft des Volkes der Albae.

 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

460 seiten, kuscheltiere, friedhof, king

Friedhof der Kuscheltiere

King
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.01.1992
ISBN B00256NOZK
Genre: Sonstiges

Rezension:


Louis Creed hat den Posten als leitender Arzt einer Universität in der Stadt Ludlow in Maine übernommen. Der freundliche Nachbar Jud Crandall überredet ihn, einen Friedhof für Tiere zu besuchen, angeblich, damit seine Tochter weiß, bis wohin sie gehen darf und damit sie wieder zurückfindet und nicht vom Wege abkommt. Ein schrecklicher Unfall an der Universität bringt Louis scheinbar ausgeglichenes Gemüt allerdings aus dem Gleichwicht.

 

Als ich den Namen Ludlow las, musste ich an ‚Lady Ludlow‘ denken, eine Geschichte von Elisabeth Gaskell aus dem 19. Jahrhundert. Eine Gutsbesitzerin, die von Unglücksfällen verfolgt wird, sechs von sieben Kindern tot, das Siebente tut alles um den Besitz zugrunde zu richten. Und in der Umgebung des Besitzes ereignen sich auch so allerlei Unglücke. Es sieht schon am Anfang des Romans von Stephen King so aus, als ob die Familie Creed am neuen Ort nicht gerade mit viel Glück gesegnet wäre. Als ich die Hobbys von Louis las, u.a. seine Modellbauaktivitäten Titanic, Lusitania und Andrea Doria, dachte ich, hoffentlich hat er nicht so viel Pech, wie diese Schiffe.

Louis und seine Frau Rachel leiden unter Kindheitserlebnissen mit dem Tod. Louis verlor im Alter von 12 Jahren seine geliebte Cousine Ruthie durch einen Verkehrsunfall und Rachel musste im Alter von 8 Jahren alleine den Tod ihrer kranken Schwester erleben, was sie noch sehr viel stärker traumatisierte als Louis. Beide sind empfänglich für ein anormales Verhalten, wenn sie dem Tod begegnen.

Ich musste beim Lesen hin und wieder an  'Tanz der Vampire' denken, denn auch in diesem Roman gibt es ein schreckliches Wesen, oder sind es gar mehrere?

Hochspannung pur von der ersten bis letzten Seite!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wenn tausend Sterne fallen: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 430 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712390
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn tausend Sterne fallen

 Die junge Daisy erfährt von ihrer sterbenden Mutter, dass sie als Baby adoptiert wurde. Da sie Streit mit ihrer Familie hat und Zweifel über ihre Lebensziele hegt, macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Eine scheinbar harmlose Suche entwickelt sich zu einer gefährlichen Gratwanderung. Denn Daisys Fähigkeit, mit geschickten Fragen Informationen aufzustöbern, birgt eine große Gefahr in sich.

 Es ist eine Mischung aus Neugier, Unsicherheit und Trotz, die die junge Daisy antreibt. Sie ist zwar alt genug, um Erwachsen zu sein, doch der Bruch zwischen der alten Generation, die als Kinder noch die Sklaven ihrer Eltern waren, und der neuen Generation sind für sie noch nicht greifbar. Sie erfährt von dem Schicksal ihrer jungen Mutter und deren Schwester. Aber die alten Wertmaßstäbe bleiben für Daisy lange Zeit eine verborgene Macht. Die Gefahren, die damals auf die Kinder warteten, weil sie zu abrupt in die Welt der Erwachsenen gestoßen wurden, bleiben ebenfalls für sie nicht erkennbar. Der Ausweg aus dieser erlebten Rechtlosigkeit ist so rücksichtslos, wie die Konsequenzen, die die Kinder später mitunter aus dem erlebten Leid zogen.

Sie hatten in der Kindheit nie gelernt, sich zu wehren.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fand es spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schuld, lebenswille, 1.weltkrieg

Picknick im Schatten

Judith Lennox , Mechtild Sandberg
Flexibler Einband: 553 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492237529
Genre: Romane

Rezension:

Im Schatten der Schuld

 

August 1914. Die 14jährige Alix Gregory verbringt als Kindermädchen die Ferien bei ihrem Onkel und dessen Familie. Sie soll auf ihren kleinen Neffen Charlie aufpassen. Unglücklicherweise verschwindet der kleine Bursche nach einem Picknick auf dem Jahrmarkt. Die Versuche, ihn wiederzufinden, scheitern an dem Chaos, das der deutschen Invasion vorausgeht. Da Alix auf den Kleinen aufpassen sollte, fühlt sie sich schuldig an dessen Verschwinden. Sie verliert das Vertrauen in sich selbst und sucht nach leichten Lebensaufgaben. Als Krankenpflegerin lernt sie gegen Ende des Krieges den schwerverwundeten Hauptmann Edward North kennen und den gleichaltrigen Derry Fox, der vom Krieg verschont bleibt.

 

Ein Leben in der Schuld von Dingen zu führen, die man kaum tragen kann, ist wahrlich schwer. Noch schwerer ist es, als Kind zu beurteilen, ob man überhaupt verantwortlich ist.

Es war für mich erschütternd zu sehen, wie sich die junge Alix auf die Suche nach der tiefstmöglichen Einsamkeit machte, um der Schuld und der Verantwortung zu entkommen, die ihr auferlegt wurde. Und erst recht zu sehen, mit welch schrecklicher Gleichgültigkeit nicht nur die Erwachsenen dem Kind keine Möglichkeiten für einen Ausweg aufzeigten. Nur wegen der damaligen herrschenden Konventionen.

 

Gelungen fand ich immer wieder, wie die Autorin die einzelnen Charaktere zeichnete. Lebenslustige Hallodris mit vielen Lebensphilosophien ebenso, wie die vor erstarrten Konventionen strotzenden Moralapostel, die die aristokratische Arroganz nicht nur mit Löffeln gefressen hatten und die aufgrund des Reichtums keine Lebensphilosophien brauchten. Dass ich das Buch am Anfang bei der mitunter düsteren Atmosphäre weitergelesen habe, lag auch an Edward North, der trotz seiner sterbenden Lebenskraft immer wieder versuchte, Alix Selbstbewusstsein einzuhauchen. Er zeigte auf die Möglichkeiten, die sie hatte, und gab ihr immer wieder das Gefühl gebraucht zu werden. Und das war der Beginn für Alix sich auf die Suche nach einem Ausweg aus dem Labyritnth zu finden. Doch es brauchte noch viel mehr als das, um damit Erfolg zu haben.

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Tags: 1.weltkrieg, lebenswille, schuld   (3)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Lesley Pearse: Wenn tausend Sterne fallen

Lesley Pearse
Flexibler Einband
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2002
ISBN 8601404362798
Genre: Sonstiges

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Durch stürmische Zeiten: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 494 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712369
Genre: Sonstiges

Rezension:


 

Leben in Sklaverei

 England 17986. Weil sie einen Damenhut gestohlen hat, wird Mary Broad zum Tode verurteilt, denn der Hut wurde vom Kopf der Dame entwendet, und nicht  als der Wind ihn zufällig auf die Erde geweht hatte. Doch der König wandelt dieses Urteil in seiner großen Gnade in eine siebenjährige Deportation nach Australien um. Den schrecklichen Lebensbedingungen auf den Gefängnisschiffen folgen leidlich bessere Bedingungen auf dem Schiff, das die Sträflinge nach Australien bringt. Doch mit einer Hungersnot beginnt in der Botany Bay das langsame Sterben der Hoffnung auf ein besseres Leben.

 Die Geschichte war zeitweise so düster, dass ich das Buch fast zugeklappt hätte. Doch immer wieder gab es berührende Momente der Menschlichkeit, der Hoffnung und Träume, die der Protagonistin den Mut gaben, weiterzuleben, und mir weiterzulesen. In einer Zeit, in der die britische Bevölkerung sich in fünfzig Jahren verdoppelte, war ein Menschenleben wirklich nicht viel wert. Man ging dort recht großzügig mit dem Tod um, denn die Todesstrafe wurde in England zehn bis zwanzig Mal so häufig vollstreckt wie auf dem Kontinent. Nach den damals herrschenden englischen Gesetzen hätte der Gouverneur der Expedition die gesamte Bevölkerung seiner kleinen Kolonie – sich selbst eingeschlossen – ruhigen Gewissens zum Tode verurteilen und hinrichten lassen können. Nur wegen gestohlener Nahrungsmittel.

Lesley Pearse schafft es, den Überlebenskampf der Menschen gegen Gesetze und die Natur so lebendig zu gestalten, dass ich nur Mühe hatte, das Buch einmal aus der Hand zu legen.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, england, armut, kindheit, freundschaft

Der Wind trägt dein Lächeln

Lesley Pearse
Flexibler Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 09.01.2007
ISBN 9783404156351
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Wind trägt dein Lächeln

England leidet unter der Wirtschaftsdepression in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Als bei einem Verkehrsunfall die Schwester der 12jährigen Adele umkommt, verzweifelt ihre Mutter und auch ihr Vater wendet sich von ihr ab. Sie kommt in ein Waisenheim, aus dem sie schon bald wieder fliehen muss.

Bei dem Leidensweg der mutigen kleinen Adele musste ich oft an den jungen David Copperfield denken. Die Großmutter Honour war für mich die Lichtgestalt in diesem Buch. Unermüdlich und mit unbändiger Energie versucht sie, die verletzte Seele ihrer Enkelin zu retten und zu heilen. Und es ist ein entsetzlich schmaler Grat auf dem sie sich bewegt. Die Feinfühligkeit mit der das geschieht ist leider nur bei englischen Erzählern und Erzählerinnen zu bewundern. Verzweiflung, Schuld, Reue, Wut. Wie findet man aus diesem Labyrinth heraus?
Allerdings sollte kein Verlag Lesley Pearse erlauben, die Worte ‚Bombe‘ oder ‚Rakete‘ zu benutzen. Sie neigt dazu, damit zu viel Unheil anzurichten. Auch Kaninchen und Hühner schweben bei ihr in tödlicher Gefahr. Ich hatte allerdings genug damit zu tun, mir Sorgen um Adele zu machen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

 

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Tags: armut   (1)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

kinder, kindheit, geschwister, waisenheim, strafen

Das helle Licht der Sehnsucht: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 604 Seiten
Erschienen bei Lübbe Digital, 19.08.2011
ISBN 9783838712499
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auf den Spuren von Charles Dickens

 Die Geschwister Dulcie und May Taylor stehen als Kinder plötzlich allein auf der Welt, denn ihre Mutter stirbt bei einem tragischen Unfall und der Vater kommt ins Gefängnis. Da die Großmutter nach einiger Zeit ebenfalls mit ihren Kräften am Ende ist, kommen die

beiden ins Waisenheim.

 Es war erschütternd und rührend zugleich was die Kinder im Waisenheim erlebten und mit welch verzweifelten Mitteln sie dort ums Überleben kämpften. Und es war schrecklich zu erfahren, welche unauslöschlichen Spuren diese Verzweiflung in ihren Seelen hinterlassen hatte, die manchmal so verletztend waren, dass das Erkennen des eigenen Traumata beim Erwachsenwerden kaum zu ertragen war.

 Es gab in dem Buch aber auch einige Menschen, die mich nicht nur überrascht haben, sondern die ich sogar bewunderte, für ihre Fähigkeit bei Konflikten nach einer menschlichen Lösung zu suchen und nicht unbedingt den gesetzlich zwingenden Weg zu gehen. Der irischstämmige Polizist Collins ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Und es ist erst der zweite Polizist in fünf Jahren von dem ich das behaupten kann. Überhaupt gibt die Autorin viele Beispiele, wie Konflikte auch ohne Anwendung einer Brechstange gelöst werden können. Das hebt dieses Buch aus vielen anderen hervor, in denen es um Streit zwischen Erwachsenen und Kindern oder Mann und Frau geht. Die Konflikte, in denen die Erwachsenen die Kinder mit brutaler Gewalt unterwerfen, führen über kurz oder lang zu einer seelischen Katastrophe

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Tags: geschwister, kinder, kindheit, konflikte, strafen, waisenheim   (6)
 

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1.151 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

kreuzfahrt, thriller, sebastian fitzek, selbstmord, schiff

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Martin Schwartz ist Undercover-Ermittler bei der Polizei, spezialisiert auf ‚mission impossible‘ Einsätze. An seinem Leben liegt ihm nicht mehr viel seitdem er auf einer Kreuzfahrt seine Frau und seinen kleinen Sohn Timmy verloren hat. Da erhält er einen Anruf von einer alten Frau, die ebenfalls auf dem Kreuzfahrtschiff ‚Sultan of the Seas‘ unterwegs ist, eben jenem Schiff, auf dem sich das Unglück mit seiner Frau und seinem Sohn ereignete. Ein kleines Mädchen, Anouk, war vor einiger Zeit kurz mit dem Teddy seines Sohnes Timmy aufgetaucht und dann ebenfalls wieder verschwunden. Schwartz zögert keine Sekunde, sich auf die Suche nach dem Mädchen zu machen. Doch auf dem Schiff findet er kaum Unterstützung bei seinen Ermittlungen.

 

Allein schon die Charaktere bauen viel Spannung auf. Ein Ermittler, der eher auf der Suche nach dem eignen Tod und Schmerzen zu sein scheint, als an der Aufklärung des Rätsels um verschwundene Menschen. Ein osteuropäischer Reeder, der die Crew mit kriminellen Mitgliedern seines Clans durchsetzt hat. Undurchsichtige Reisende und ebenfalls undurchsichtige Schiffskatakomben bauen einen unwiderstehlichen Spannungsbogen auf, der mich lange Zeit zum Lesen gezwungen hat. Am Schluss warteten dann doch noch einige Überraschungen auf mich, mit denen ich nicht gerechnet hatte, und die ich teilweise nur schwer nachvollziehen konnte.

 

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Tags: kreuzfahrt, schiffsreise   (2)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

münchen, krimi, deutschland, migration, arabisch

Kommissar Pascha

Su Turhan
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.01.2013
ISBN 9783426511916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

lKommissar Zeki Demirbilek ist trotz seines temperamentvollen Charakters empfindsam und hat eine geniale Intuition für Zusammenhänge. Und zwar schon seit seiner Jugend.

‚Fieberhaft tüftelte er zu jener Zeit an einem Handschriften-Analysesystem, um einen Übeltäter an dem Gymnasium zu überführen. Der Unbekannte hatte an die Wand im Pausenhof eine Preisliste gekritzelt, um sexuelle Dienste einer Mitschülerin zu bewerben.‘

Als er endlich herausgefunden hatte, dass der Übeltäter der Sohn des Schuldirektors war, kam er auf die glorreiche Idee, ihn öffentlich anzuprangern. Der Vater des späteren Kommissars hatte noch etwas mehr Grips im Kopf als der Sohn, denn er fragte den erfolgreichen Detektiv, ob er sich gut auf das Abitur vorbereitet hätte. Denn zu der Zeit ereignete sich diese Begebenheit.

‚Als keine Antwort kam, holte der Vater tief Luft.

„Nein hast du nicht! Du hast die letzten Wochen damit verbracht, den schamlosen Jungen zu überführen.“

Zeki nickte.

„Hat dir das Freude gemacht?“

Zeki nickte erneut.‘

Der Vater nahm den Sohn von der Schule und schickte ihn auf die Polizeischule, ohne den sicheren sozialen Erdrutsch eines nicht bestandenen Abiturs abzuwarten, der im Gymnasium auf seinen Sohn lauerte.

 

Eine wunderbare Geschichte, um sowohl den Charakter des Kommissars zu skizzieren, als auch unser deutsches Bildungssystem. Überhaupt ist dieses Buch ein Musterbeispiel die Figuren auch mit Namen zu charakterisieren. So erhält ein rasender Streifenpolizist den Namen Wagner, eine gewissenhafte, solide deutsche Polizistin den Namen Vierkant und eine andere Mitarbeiterin in der Ermittlungsgruppe Migra, türkischstämmig, den Namen Cengiz, was mutig und unnachgiebig bedeutet. Die Krönung ist der strafversetzte Mitarbeiter Pius Leipold, der unter sittlich-moralischen Problemen leidet.

Vor diesem Hintergrund gelingt es dem Autor einen spannenden und mit überdurchschnittlich viel Humor geschmückten Kriminalfall zu präsentieren, der mir ausgesprochen gut gefallen hat und den ich wärmstens weiterempfehlen kann.

 

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Tags: krimi, migration   (2)
 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

schweden, rentier, märchen, trauer, skandinavien

Malin und das weiße Rentier

Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 84 Seiten
Erschienen bei Magic Buchverlag, 24.09.2015
ISBN 9783944847412
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Malin ist sechs Jahre alt, ein fröhliches Mädchen, immer glücklich und unbeschwert. Doch dann stirbt ihre Großmutter. Bei der Suche nach Trost entdeckt sie eines Tages ein weißes Rentier am Waldrand. Sie erinnert sich daran, dass ihre Großmutter gesagt, wenn ein weißes Rentier einen ansieht, dann will es einem etwas sagen. Und dieses weiße Rentier sieht Malin tatsächlich an. 

Ein Buch voller magischer Momente von denen mich einige berührt haben.

‚Von ihrem Fenster aus kann sie zu dem Waldrand hinübersehen, wo sie gerade die Trolle beschenkt hat. Der Blumenkranz liegt noch unverändert dort. Aber Malin entdeckt noch etwas anderes.

Hauchzarte, silbrig weiße Nebelschwaden beginnen durch die Bäume zu ziehen und tauchen erst den Wald und dann die Wiese davor in ein sanftes magisches Licht – ein Anblick der Malin auf wunderbare Weise vertraut ist und der wie von ferne die unvergessene Stimme ihrer geliebten Großmutter an ihr Ohr wehen lässt.

„Schau, kleine Malin, da tanzen die Elfen.“‘

 

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Tags: märche, trauer, trost   (3)
 

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teufel, übersetzung, 19. jahrhundert, autorin, schweden

Gösta Berling

Selma Lagerlöf , Pauline Klaiber-Gottschau
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2011
ISBN 9783423139168
Genre: Klassiker

Rezension:  
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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

humor, schule, lustig, schüler, lehrer

Nenne drei Nadelbäume - Tanne, Fichte, Oberkiefer

Lena Greiner , Carola Padtberg-Kruse
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.09.2015
ISBN 9783548375625
Genre: Humor

Rezension:

 In einer Welt der einheitlichen Richtigkeit ist es ermutigend, falsche Deutungen voller Fantasie zu finden. Besonders wenn sie aus der Feder oder dem Mund von Kindern und Jugendlichen kommen. Die Bedeutungslosigkeit der Richtigkeit wird dadurch erst so richtig greifbar.

Drei beeindruckende Beispiele:

Frage: Wie ging der spanische Bürgerkrieg aus?

Antwort:3 zu 1

Frage: Der Notruf der Feuerwehr?

Antwort: Tatütata

Frage: Welcher ist der kürzeste Monat?

Antwort: Mai

Insgesamt muss ich sagen, dass unpräzise Fragen normalerweise mit einer unerwünschten Antwort belohnt werden sollten. Die Intuition der Kinder und Jugendlichen geht ganz andere Wege als die der Erwachsenen. Und die Macht der Assoziationen vernichtet oft das auswendig gelernte Wissen schlagartig.

 Der Leseeindruck war überwältigend. Ich habe köstlich gelacht, beste Nahrung für tiefsinnigen Humor gefunden. Die Wichtigkeit von Richtigkeit brach für die Phase des Lesens komplett zusammen. Das Buch macht Hoffnung, dass die Jugend in unserer Welt andere fantasievollere Dinge sieht, die uns Erwachsenen auf ewig verborgen bleiben werden. Wer gerne lacht, der bekommt mit diesem Buch einen Schatz, den man sonst nur in einer ganzen Kiste voller Bücher finden kann.

 

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Tags: bücherkiste, humor, lachen   (3)
 

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109 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

krieg, fantasy, frieden, schwert, christian von aster

Das eherne Buch - Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Christian von Aster
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.08.2015
ISBN 9783608939347
Genre: Fantasy

Rezension:

Der junge Jaarn lebt in einer Bibliothek. Von dem sterbenden König der Raben erfährt er, dass er in Wirklichkeit kein einfacher Bibliothekar ist, sondern sein letzter Sohn. Doch die Krieger der Keiler sind schon auf der Suche nach ihm und nur mit der Hilfe des undurchsichtigen Rugk gelingt ihm die Flucht. Doch er traut Rugk dem Narbigen nicht. Also zwingt Rugk ihn, ihm zu folgen. Sie begegnen Räubern, die sich vor dem Tod kaum fürchten. Aber die Verfolger um den General Zadt Mhaw sind hartnäckig. Bei ihrer Flucht vor den Verfolgern schleppt Rugk eine scheinbar nutzlose Waffe in einer Holztruhe mit sich, ein Schwert.
 
Die Charaktere in dem Buch sind interessant und vielschichtig beschrieben. Es gibt kaum jemanden, der einem heutigen Menschen gleichen könnte. Fast alle sind verbissen, verroht und voller Zynismus. Nur die jungen Menschen, Jaarn und die Königstochter Gvenn verändern sich. Es gibt kaum Hoffnung für den Frieden, denn die Kriegsparteien haben mächtige Verbündete: Die Nacht, drei dunkle Gestalten, die scheinbar unbesiegbar sind. Drei universal soldiers. Und Unmengen von Gold, mit dem sie Söldner für den Kampf anwerben können.

Doch es gibt ein Schwert, das keine Waffe zum Töten ist: Das eherne Buch. Wer es in die Hand nimmt, dessen Denken wird von unzähligen Sagen und Mythen überschwemmt, die ihm die Sinnlosigkeit des Krieges offenbaren. Und gleichzeitig den Willen des Besitzers auf ein Ziel ausrichtet: Den Krieg für immer zu beenden.

Die Handlung ist fesselnd und rasant. Denn beide Seiten haben Pläne, was mit diesem Schwert zu geschehen hat.

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Tags: buch, friede, kampf, krieg, schwert, suche   (6)
 

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bienen, honig, liebesroman, gefühle, natur

Die Honigprinzessin

Julia Drosten
Flexibler Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Julia Drosten, 01.01.2014
ISBN 9783000451164
Genre: Liebesromane

Rezension:


Alina rast mit Volldampf auf ihren Inline-Skates durch einen Berliner Park und verursacht einen Unfall, bei dem sie nur leicht verletzt wird. Der Imker Georg Westphal dagegen erleidet einen komplizierten Beinbruch. Sie kümmert sich zunächst widerwillig um dessen Bienenvölker, wovon Marc, ihr Chef und Freund, wenig begeistert ist. Denn sie nimmt sogar Urlaub, um mit dieser Aufgabe fertig zu werden. Sie beginnt, die Natur und Bienen zu lieben. Doch als sie wieder anfängt zu arbeiten und eine Werbebroschüre für einen Pflanzengiftkonzern schreiben soll, gerät sie in einen Gewissenkonflikt. Und als dann auch noch der attraktive Sohn von Georg namens Sven auftaucht, spielen ihre Gefühle verrückt.
Ein Buch voller Leben. Gefühle zwischen Liebe, Schmerz und Eifersucht. Alina zwischen Mark und Sven. Dann ist da die Naturgewalt namens Bienen, deren Leid genauso eindrucksvoll beschrieben wird, wie die kunstvolle Art ihres Lebens. Ein Pflanzenschutzgift, das ein neues Wundermittel in Sachen Nahrungsmittelschutz sein soll und dessen Zweck eigentlich eine Geldmaschine zum Anhäufen von Reichtum ist.
Und dann sind da ja auch noch die Zusammenkünfte Alinas mit Dani, ihrer besten Freundin, bei denen natürlich auch die Hündin Lilo und der kleine zweijährige Ben dabei sind. Zusammen treiben sei so allerlei Schabernack. Ich weiß jetzt, dass man auf einfache Weise feststellen kann, ob ein kleines Kind wie Ben eine Begabung als Ingenieur oder Architekt in sich trägt. Man braucht ihm nur einen Kleiderbügel in die Hand drücken. Wenn er dann versucht, ein Sofa zu zersägen, dann ist das ein starkes Indiz für eine spätere Laufbahn in einem dieser Berufe.

 

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Tags: bienen, eifersucht, gefühle, gewissenskonflikt, honig, leben, unfal   (7)
 

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

marokko, liebe, mogador, frauen, orient

Die Löwin von Mogador

Julia Drosten
E-Buch Text
Erschienen bei Julia von Droste, 03.01.2013
ISBN B00AWOFSR4
Genre: Historische Romane

Rezension:

London 1835

Sibilla Spencer landet aufgrund eigensinniger Leichtsinnigkeit mit einem Angestellten ihres Vaters, Benjamin Hopkins, in einem Londoner Hafenbecken. Die beiden heiraten und das Schicksal führt sie bald darauf in die marokkanische Hafenstadt Mogador. Doch sie lieben sich nicht. Während Sibilla von der orientalischen Kultur unwiderstehlich angezogen wird, ist Benjamin bald nur noch darauf bedacht, seinen Reichtum zu mehren. Stille unausgesprochene Vorwürfe mehren sich und führen zu einer Entfremdung.

„Bin ich eine Frau, die niemals vergibt?“ Das ist eine Frage, die sich erst leise und dann immer stärker fordernd nach einer Antwort durch das Buch zieht. Sibilla selbst stellt diese Frage irgendwann. Da sind die unerbittlichen Konventionen der damaligen Zeit, die so vieles nicht vergeben. Doch um eine Familie zusammenzuhalten, muss man Kompromisse schließen. Man muss den Mitgliedern Raum für ihre Fehler geben. Es ist langer Weg, die Vergebung zu lernen. Doch jemand muss den Anfang machen und den Mut dafür haben, den Mut einer Löwin, um den Konventionen die Stirn zu bieten.

Ein unwiderstehlicher Spannungsbogen treibt den Leser immer weiter durch die Handlungen, die geschickt ineinander passen

 

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Tags: märchen, marokko, mut, orient, vergeben   (5)
 

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Altdrachenstein: Das Geheimnis der Kristallhöhle

Günter-Christian Möller
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei tredition, 04.08.2015
ISBN 9783732331369
Genre: Fantasy

Rezension:  
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drachen, primzahlen, schachbrettmuster, nebel, kinderbuch

Altdrachenstein: Das Geheimnis der Kristallhöhle

Günter-Christian Möller
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Tredition, 04.08.2015
ISBN 9783732331345
Genre: Fantasy

Rezension:  
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628 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

lucinda riley, england, wales, familie, familiengeschichte

Der Engelsbaum

Lucinda Riley , ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.12.2014
ISBN 9783442481354
Genre: Romane

Rezension:

Greta Marchmont leidet unter Amnesie. Als sie nach vielen Jahren in die verschneiten Berge von Wales nach Marchmont Hall zurückkehrt, entdeckt sie bei einem Spaziergang unter einem Baum das Grab eines Kindes, eines dreijährigen Jungen. Es ist ihr eigener Sohn. Doch diese Entdeckung löst in ihr vor allem Ängste aus, statt Neugier. Die Erinnerungen an die meisten Geschehnisse von damals bleiben auch weiterhin verborgen, denn zu schrecklich scheint das zu sein, was damals geschah. Es braucht mehr als Neugier, um sich der Vergangenheit zu stellen: Mut und die Hilfe des besten Freundes David.
Am meisten fasziniert hat mich an dem Buch, mit welcher Einfühlsamkeit die Autorin das Empfinden und die Überlegungen der beiden guten Geister im Buch schildert, um Einfluß auf das drohende Unheil zu nehmen, das sie sehen. Ob Erbrecht, oder Eigentum, Gesetze oder Geld, das ist ihnen ziemlich egal. Wichtig ist für sie, ob eine Maßnahme pragmatisch etwas nützt, nicht, ob sie moralisch oder juristisch einwandfrei oder notwendig ist.
Ich habe mich beim Lesen des Buches sehr oft gefragt, wie Kinder wohl lernen. Ich bin versucht zu behaupten, dass sie, wenn sie in einer Umgebung voller Schläue leben, sehr schlau werden können. Wenn sie in einer grausamen Umgebung stecken, sie grausam werden können. Und wenn sie allein sind, sie sehr sehr einsam werden können. Und was Einsamkeit aus einem Menschen machen kann, das wird in dem Buch sehr einfühlsam und mitreißend geschildert. Genauso wie die Unfähigkeit von Eltern, diese Einsamkeit erkennen zu können oder gar erkennen zu wollen. Dass Erwachsene und Jugendliche durch Erlebnisse in einem Krieg sehr einsam werden können wird in dem Buch nur am Rande erwähnt.
Ob die guten Geister in der Geschichte die Oberhand behalten, darf ich natürlich nicht verraten. Laßt euch überraschen. Es ist ein englisches Buch mit viel Sinn für die Realität.

 

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Tags: amnesie, einsamkeit, erziehung, hilfe, hilfsbereitschaft, jugend, kindheit, mut, unheil, vergangenheit   (10)
 

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

indien, tee, liebe, spionage, teeplantage

Tage des Monsuns

Laila El Omari
Flexibler Einband: 639 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2008
ISBN 9783426638200
Genre: Historische Romane

Rezension:

1875 Ootacamund, Südindien. Katrina Alardyce lebt seit ihrer Scheidung zurückgezogen
bei ihrem Bruder in einem hochgelegenen Teeanbaugebiet Südindiens. Als ihr Exmann
 Stephen versucht, das Sorgerecht für
ihren Sohn Caleb zu bekommen, entschließt sie sich,  den undurchsichtigen Aidan Landor zu
heiraten, der zwar Offizier der Britischen Armee ist, jedoch mit seiner Familie
zerstritten ist, nahezu mittellos und den Ruf eines Herumtreibers hat. Denn sie
hat Aussicht, eine große Mitgift von ihrem Bruder zu bekommen, wegen ihres
geschädigten Rufes.

Was dieses Buch aus den anderen Romanen des gleichen Zeitraums heraushebt, ist die
feinfühlige Darstellung der sozialen Beziehungen in der damaligen Gesellschaft.
Jede Person ist in erster Linie ein Gefangener seiner Herkunft. Eine Witwe ist
sozial eine Außenseiterin. Eine geschiedene Ehefrau ist sozial geächtet und
kaum noch vorzeigbar oder gesellschaftsfähig. Aber am schlimmsten ist es, gar
keine Familie vorweisen zu können, oder womöglich von einer Hure abzustammen, selbst
wenn man als Kind adoptiert worden wäre. Laila el Omari entwickelt die
Konflikte zwischen den einzelnen Personen entsprechend der damaligen
ungeschriebenen Regeln. Eltern müssen ihre Kinder verstoßen wenn die
Gesellschaftsregeln es verlangen. Kinder wagen selbst in verzweifelten
Lebenssituationen nicht mehr ihre Eltern um Hilfe zu bitten.

Es
ist eine Zeit, in der die Menschen nicht ihrem Herzen folgen dürfen. Die
Älteren haben sich mit ihrem Schicksal längst abgefunden und nur die Jüngeren
versuchen hin und wieder, aus ihrem Leben auszubrechen und machen sich auf die
Suche nach ein bißchen Lebensglück.

Was
mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist, dass die Schwachen stark werden
können und die Starken sich erschöpfen können. Sie können sich gegenseitig
retten oder auch untergehen, wenn sie ihren Weg alleine gehen. Überleben kann
man nicht mit Forderungen, sondern nur mit Kompromissen, und dafür muss man
miteinander reden. Selbst in dieser ungemein starren Gesellschaft.

 

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Tags: 19. jahrhundert, familie, kinder, lebenswille, schicksal, teeplantage, tropen   (7)
 
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