Günter-ChristianMöller

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Eulenzauber (6). Hilfe für das kleine Fohlen

Ina Brandt , Irene Mohr
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602752
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Hafflingerstute Mamalu bekommt endlich ihr Fohlen. Darauf haben Flora und ihre Freundin Miri schon lange gewartet. Aber welch ein Schock: Das Fohlen ist blind! Auch Goldwing, die Zaubereule von Flora ist erschüttert. Doch sie kann sowohl mit Mamalu als auch mit Flora sprechen, und erfährt so von einem alten Fluch, der auf Mamalu lastet. 》




Flora und ihre Zaubereule Goldwing sind beste Freundinnen. Zusammen gehen sie durch dick und dünn. Flora ist mutig und ängstlich zugleich, aber auch entschlossen, wenn es gefährlich wird. Und selbst wenn ihre Lage hoffnungslos aussieht, dann hat sie immer noch eine schlaue Idee.




"Für alle, die Mut haben zu träumen."
Dieses Motto des Buches sorgte dafür, dass ich es mir etwas genauer ansah und wurde nicht enttäuscht. Etwa 40 Skizzen und Bilder auf 136 Seiten boten eine spannende Geschichte, die mit lebendigen Bildern verdeutlicht wurde. Der einzige Schatz, den ich auf der Buchmesse entdeckte.



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Eulenzauber (6). Hilfe für das kleine Fohlen

Ina Brandt , Friedel Morgenstern
Audio CD
Erschienen bei Arena, 01.02.2017
ISBN 9783401240633
Genre: Kinderbuch

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

australien, tantanoola/australien, tiger

Im Schatten des Teebaums

Elizabeth Haran , Sylvia Strasser , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.01.2012
ISBN 9783404270736
Genre: Romane

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

entführung, england, vergewaltigung, gefangenschaft, kinderhandel

Schatten der Erinnerung

Lesley Pearse , Katharina Kramp
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.07.2011
ISBN 9783404160853
Genre: Romane

Rezension:

Am Strand von Sussex wird eine junge Frau gefunden, halb ertrunken, schwer misshandelt und ohne jegliche Erinnerung. Als Dale ein Foto von der Frau in einer Zeitung sieht, findet sie heraus, dass es Lotte ist, eine Freundin, mit der sie auf einem Kreuzfahrtschiff zusammen gearbeitet hatte.

 

Dale hat einen rechthaberischen, bestimmenden Charakter, während Lotte zurückhaltend und introvertiert ist. Sie beobachtet eher und wartet ab. Auch die anderen Charaktere haben Kraft und Stärke oder eben auch unangenehme Eigenarten. Selbst die bösen Darsteller scheinen noch ein letztes zehntel Gutwilligkeit in sich zu tragen, das man bei ihrem grausamen Weg ins Verderben nicht für möglich gehalten hätte. Die Lichtgestalt in diesem Buch war David, der sich rührend und natürlich nicht uneigennützig um Lotte kümmerte.

 

Mein Leseeindruck war zwiegespalten. Die Geschichte begann mit undurchsichtigen Geheimnissen um Lotte, die überschattet wurden von einer tiefen Melancholie. Sie schien auf der Suche nach ihrer verschwundenen Lebensfreude zu sein, eine ängstliche tastende Suche. Ich konnte gut nachzuvollziehen, wie sie stückchenweise ihre Identität wiederfand. Doch dann begann ein Rausch an Dramatik und Spannung. Und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Nur wenige Autoren verfügen über diese Fähigkeit Spannung aufzubauen. Freude, Lachen, Angst, Furcht, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, und doch wieder Aufbegehren gegen das Schicksal sind Gefühle, die Lesley Pearse ihren Darstellern reichlich aufbürdet und die der Leser ertragen und miterleben muss.

 

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89 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

amerika, joachim meyerhoff, verlust, tod, basketball

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Joachim Meyerhoff
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 23.12.2015
ISBN 9783462049671
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mit einer Zugfahrt von Schleswig nach Hamburg, um in der Großstadt an einem Auswahltest teilzunehmen, der Joachim Meyerhoff als Gastschüler für ein Jahr in die USA bringen wird. Erinnerungen an seine Kindheit und Eindrücke dieses Tests des damals 16jährigen tauchen auf:

Nicht alle konnten aufgenommen werden. Also war es wichtig, die Fragen optimal zu beantworten: „Hast du irgendwelche Allergien? Ich überlegte kurz. War es schlau hier zu lügen? Wenn es Frühling wurde, nahm ich Tabletten, war schlapp, nieste, stocherte mir mit der Gabel im juckenden Rachen herum und bekam keine Luft. Aber wer mochte schon ein geschlagenes Jahr lang einen Allergiker bei sich wohnen haben? Antwort: keine Allergien.“Der Gastschüler hatte Glück, er bestand den Test und wurde in einen Ort geschickt, der 2200 Meter hoch lag und sich einer ausgesprochen staubfreien Luft erfreute.

Der Kulturschock in dem neuen Land war allerdings schon überwältigend.

„Die Ausreden fürs Zuspätkommen waren nicht so läppisch wie bei mir zu Hause. „Mein Wecker hat nicht geklingelt.“ oder “Ich habe den Bus verpasst.“  Hier hieß es „Excuse me please, but I got caught in a blizzard with my plane“, oder „I’m sorry, but we had to drop some hay for our cows ‚cause they’re stuck in the snow!“

 

Das Buch sprüht vor Witz und Selbstironie. Beschreibt ein Land voller unbegrenzter Möglichkeiten und Gemeinheiten. Leistungsdruck beim Basketballsport mit schon fast pseudoreligiösen Ritualen einerseits und Erdbeerschnapsorgien andererseits. Und der Parzival aus Deutschland versucht dort verzweifelt auf den Beinen zu bleiben und sich anzupassen. Ich musste beim Lesen oft an ‚Der Fänger im Roggen‘ von D.J. Salinger denken, wo auch ein Held mitspielte, den es immer wieder von den Füssen riss, der am Ende allerdings den Anfang zur Erwachsenenwelt fand, die Verantwortung für sein Leben zu erkennen. Das gelingt dem Protagonisten in diesem Buch nicht so recht. Aber mit siebzehn Jahren wollte er dieses Ziel sicherlich noch etwas hinauszögern, was verständlich ist. Einziges Manko an diesem Buch ist, dass diese Verzögerung nicht irgendwo in Worte gefasst wird.

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80 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

marie jansen, zirkus, als wir schwestern waren, frankreich, hamburg

Als wir Schwestern waren

Marie Jansen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734100079
Genre: Romane

Rezension:

Simone Berger ist 36 Jahre alt und lebt mit ihrem Freund Jens in Berlin. Eine Gewohnheitsbeziehung, die keine große Zukunft mehr zu haben scheint. Eines Tages erhält sie einen Auktionsauftrag in Hamburg. Sie soll zwei Koffer und einen Pferdesattel ersteigern. Doch zurück in Berlin stellt sie fest, das ihr Auftraggeber keine Adresse angegeben hat. So macht sie die Koffer schließlich auf und findet dort in einem Geheimfach Tagebücher und Briefe, die sie anfängt zu lesen. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, zu zwei Schwestern, Viviane und Elisabeth. Während 1916 in Europa ein Kampf der Nationen tobt, führen die beiden ein wohlbehütetes Leben im Haus ihrer reichen Eltern.

 

Mich begann das Buch durch eine Passage zu fesseln, als Simone herausfand, was die Kunden ihres Vaters an seinem Antiquitätenladen in Altona fanden, wo es doch nur ‚vergilbte Bücher, wurmstichige Möbel und verblasste Bilder‘ gab:

 

„Sie mochte damals sieben Jahre alt gewesen sein.

„Mögen Sie das Bild?“

Der Mann hatte verwundert zu ihr heruntergeschaut, dann hatte er ihr die Hand auf die Schulter gelegt. „Ja, mein Kind. Schau, es ist wunderschön! Diese Farbe, das Licht… Ich war vor langer Zeit einmal in genau so einem Apfelgarten und dort …“, seine Stimme war gebrochen und sehr leise geworden, „traf ich die Liebe meines Lebens.“

Simone hatte sehr angestrengt auf das Bild geschaut. Plötzlich hatten sich die Farben verwandelt. Menschen waren erschienen, begleitet von leisem Gelächter.“

 

Eine wundervolle Beschreibung für die Magie, mit denen Bilder, Bücher und Dinge mitunter nach jemandem greifen können.

Die Geschichte, die Simone zu lesen beginnt, ist eine Reise in die Vergangenheit zweier Schwestern, die sich vor allem durch zwei dunkle Epochen deutscher Geschichte bewegte, zwei Kriege, die den Menschen alles abverlangten, um zu überleben. Und Simone versucht, die Lücken in dieser Geschichte zu klären, weil sie darin ein Geheimnis ihres eigenen Lebens entdeckt.

Der Schreibstil wechselt zwischen Briefen voller Gefühle, Tränen, Verzweiflung oder Freude und melancholischen Tagebuchpassagen. Neben diesen Passagen gibt es für den Leser noch eine dritte Leseebene, nämlich Simones eigenes Leben, ihre Leseeindrücke, und die Tatsache, dass in ihr der Wunsch langsam übermächtig wird, die Geschichte und die Menschen in ihr zu verstehen. Faszinierend war für mich auch, dass es drei verschiedene Schreibstile gab. Der Handlungsstrang, der ihr eigenes Leben beschrieb, war der einer vielleicht vierzigjährigen Frau von heute, der Schreibstil der Tagebücher wirkte, als ob er tatsächlich fast hundert Jahre alt war. Und der Schreibstil der Briefe war der von jungen Mädchen, als sie jung waren und Frauen, als sie älter wurden. Insgesamt sehr gekonnt verwirklicht. Hut ab vor der Autorin und dem Lektorat.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, london, selbstmord, familiendrama, kindesentführung

Das Geheimnis von Carlisle

Lesley Pearse
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404173600
Genre: Romane

Rezension:

Eva findet ihre Mutter Flora eines Tages tot im Badezimmer, offenbar hat sie Selbstmord begangen. Wie ihre beiden Geschwister Ben und Sofia leidet auch sie unter dieser entsetzlichen und scheinbar unerklärlichen Tragödie. Auch ihr tyrannischer Stiefvater Andrew ist durch dieses Ereignis schwer erschüttert. Doch er beklagt weniger den Tod seiner Frau, als die Tatsache, dass es ein Selbstmord war, denn dadurch gibt es keine Möglichkeit, an das Geld der Lebensversicherung heranzukommen. Außerdem ist er wütend, weil Flora Eva ein Haus vermacht hat, das sie in die Ehe mit Andrew eingebracht hat. Eva sieht sich gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf die Suche nach ihrer Herkunft zu machen. Eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter beginnt.

 

In einer Zeit, in der die Suche nach dem individuellen Glück jugendlicher Menschen oder Kinder längst aus allen Lehrplänen sämtlicher Schulanstalten verschwunden ist,  hat man die Köpfe der Lernenden mit Wissensballast bis obenhin geflutet, um sie zu Arbeitsautomaten zu dressieren. Man hat das niedere Ziel des Glücks in den Aufgabenbereich der Familien delegiert, und so ist dem schnellen Wuchern von Verzweiflung in den Köpfen von Heranwachsenden das Tor weit geöffnet worden. Flora beging den Selbstmord am 21. Geburtstag von Eva. Der Verdacht lag nahe, dass sie ihrer Tochter damit einen Hinweis geben wollte. Eva spürte dies und der langsam zu Tage tretende Hass ihres Stiefvaters ermutigt sie, eine Reise in die Vergangenheit zu machen, denn ihr eigenes Glück zu finden ist der Schlüssel zu ihrem Leben.

 

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Die Darstellung des Selbstmordes am Beginn des Buches schien eine Art Erlösung zu sein. Die Mutter von Eva war froh in den Tod zu gehen, was mich schockierte. Als dann bald darauf Olive in Evas Leben trat, die zeitweise wie eine Mutter zu Eva war, wurde ich wieder zuversichtlich, dass Lesley Pearse sich einigermaßen hinreichend um ihre Hauptprotagonistin kümmern würde. Aber sie unternahm auch weiterhin eine Menge, um Eva mit anderen Darstellern zu traktieren. Für Spannung war reichlich gesorgt. 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

kiel, mord, historischer krimi, krimi, sabotage

Tod am Nord-Ostseekanal

Anja Marschall
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519781
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kiel 1894. Hauke Sötje ist Kriminalsergeant und wird Zeuge eines Mordes anlässlich einer Demonstration der Sozialisten für bessere Arbeitsbedingungen. Bei der Verfolgung des Mörders wird er von diesem niedergeschlagen. Da er scheinbar alkoholisiert aufgefunden wird, glaubt man seiner Darstellung des Tatablaufs nicht. Statt diese Tat zu untersuchen, wird er von seinem Vorgesetzten zur Untersuchung eines Unfalls auf einer Großbaustelle des im Bau befindlichen Nord-Ostseekanals geschickt - als Kommissar. 

Ein historischer Krimi, in dem man auf fast jeder Seite den Atem dieser alten Zeit spürt, nicht nur in den Original-Zeitungsausschnitten aus der Kieler Zeitung oder der Kanalzeitung am Beginn jedes Kapitels. Ob es ein Dampfschiff auf einem bereits fertiggestellten Abschitt des Kanals ist, eine in Betrib befindliche Dampframme oder die originalen Preise für Postsendungen in der damaligen Zeit. Auch die damaligen schrecklichen Arbeitsbedingungen beim Kanalbau sind Dinge, die dem Leser begegnen. Doch für die Aufklärungdes Falles ist Kommissar  Sötjevor allem auf  seinen Scharfsinn und detaillierten  Fragen angewiesen. Beharrlich kommt er einem grossen  Unbekannten  immer  näher.

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darmstadt, krimi, zwangsprostitution, menschenhandel, ella theiss

Duo mit Beretta

Ella Theiss
Flexibler Einband
Erschienen bei Prolibris, 18.11.2016
ISBN 9783954751358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Mutter steht die menschenscheue Isabell allein auf der Welt. Beim Auszug aus der alten Wohnung wird sie von einer Horde junger Männer bedrängt. In ihrer Not schmeißt sie eine verstaubte Champagnerflasche nach ihnen, die sich als uralter Molotowcocktail ihres Vaters entpuppt. Durch den erlittenen Schock erwacht eine posttraumatische Belastungsstörung namens Billie in ihr. Vielleicht könnte man auch sagen, eine abartige Schizophrenie in Form eines Flaschengeistes. Während Isabell sich mit einem 800-Eurojob im Krankenhaus als Putzhilfe sehr wohl fühlt, hat Billie größere Pläne. Sie will einen festen Job als Streetworkerin haben.

 

Das Buch lebt von seinen beiden Hauptprotagonistinnen. Isabell versucht ein behütetes Leben zu führen, nicht auffallen, wegschauen, wenn irgendwo Ärger auftaucht. Die andere, Billie, geht direkt darauf zu und legt sich mit jedem an. Selbst mit der Lobby der Zwangsprostitution, der Mafia. Sie scheint weder Tod noch Teufel zu fürchten. Die Streitereien zwischen den beiden gehören zu den Höhepunkten des Buches. Isabell zieht sich mit Oropax in die wohlig warme Badewanne zurück, während Billie ihren Frust lieber mit Tanzen zu Heavy Metal, Variante laut, einäschert. Auch Mila, die aus ihrem Dasein als Zwangsprostituierte entkommen konnte, ist mir ans Herz gewachsen, denn beharrlich sucht sie nach einem Ausweg aus ihrem Unglück. Alle drei verbindet der Kampf gegen das Böse. Und sie finden Unterstützung von Leuten, von denen man es normalerweise nicht erwarten dürfte.

 

Der Leseeindruck war herausragend. Ein Buch voller Emotionen, ein Tanz der Gefühle. Man wird von Angst,  Wut, Schrecken, Trauer, Glück und Lachen überflutet. So ist es mir jedenfalls ergangen. Eine steile Achterbahnfahrt der Spannung von vorne bis fast ganz hinten, dicht an der Grenze des Erträglichen. Mein Flaschengeist zu Hause meinte, ich müsste 6 Sterne vergeben, aber so sind es eben nur fünf geworden.

 

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332 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 18 Rezensionen

irland, mord, undercover, krimi, freundschaft

Totengleich

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 17.12.2010
ISBN 9783596175437
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die junge Ermittlerin Cassie Maddox wird in ein verfallenes Cottage außerhalb Dublin gerufen. Doch die Tote gleicht ihr, als ob sie ihre Zwillingsschwester wäre. Und schlimmer noch, sie hat einen Studentenausweis auf den Namen Alexandra Madison. Ein Name, mit dem Detective Maddox mehr als nur vertraut ist. Es ist exakt die Identität, die Cassie bei einem früheren Undercover-Einsatz im Drogenmilieu benutzt hatte.

 

Das Buch lebt einerseits von der Ich-Perspektive von Cassie Maddox, die sarkastisch distanziert ihre Eindrücke von der Polizei- bzw. Detektivarbeit schildert. Ich musste mitunter an die Privatdetektive von Raymond Chandler denken, nur dass es dieses Mal ja aus der Sicht einer Frau geschah. Die Betrachtungsweise ähnelte sich mitunter:

„Ich habe jahrelange Übung darin, O’Kelly an mir abprallen zu lassen.“ (S.119)

Andererseits lebt das Buch von dem Kampf zweier Eliten. Zum einen ist da die Polizeielite mit ihren strengen idiotischen Regeln, nach denen sie vorgehen muss, und die die Polizeioberen und ihre Mitarbeiter immer wieder versuchen auszutricksen, um die Wahrheit aufzuspüren, womit sie gut die Hälfte ihrer Energie und Motivation verheizen. Und die zweite Elite ist in diesem Fall die zukünftige Führungsschicht der Gesellschaft. Die jungen promovierten Akademiker, die Post-Docs, in deren Mitte die Ermordete gelebt hatte. Doch diese vier sind nicht nur Individuen, sie sind auch eine Familie, die wie Pech und Schwefel zusammenhält, und Klugheit ist mit Klugheit allein nur sehr schwer niederzuringen.

Doch der Leser begegnet auch poetischen Sequenzen, die die verletzlichen Gefühle von Cassie widerspiegeln:

„Der Windhauch war den Garten hinuntergeglitten, durchstreifte das Laub und befingerte den Efeu. Im Mondlicht sah das Gras weich und weiß aus wie Nebel, als könntest du glatt hindurchgehen. Wieder durchlief mich das Frösteln.“ (S.250)

Der Leseeindruck war für mich insgesamt so überwältigend, dass ich nur 5 von 5 Sternen für dieses Kunstwerk vergeben kann.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinder, erwachsen werden, familie, glück, mut

Wo das Glück zu Hause ist: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 719 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712406
Genre: Sonstiges

Rezension:

London 1842. Die 16jährige Mathilda versucht als Blumenverkäuferin über die Runden zu kommen. Die Arbeit ihres Vaters reicht kaum, um die kleine Familie zu ernähren und für ein Dach über dem Kopf zu sorgen. Zusammen mit zwei kleineren Brüdern leben sie in den Slums von London. Doch dann rettet sie zufällig das Leben eines kleinen Mädchens und der Vater des Kindes bietet ihr eine Stelle als Kindermädchen an.

Mathilda ist hin- und hergerissen zwischen der Suche nach ihrem eigenen Glück und dem Wunsch, ihrer Familie zu helfen oder auch das Elend anderer Menschen zu lindern, denen sie begegnet. Fast könnte man sagen, sie ist eine Jeanne d’Arc im Kampf gegen die Armut und vor allem gegen die Not der Kinder.

 „Sein Haar war voller Läuse, aber sie wandte den Blick ab. Mit einer Hand hob sie sein Kinn an und schaute ihm tief in die Augen. Sein Gesicht war so verschmutzt, dass es schwer zu erkennen war, was unter der Schutzschicht lag. Seine Augen jedoch waren bernsteinfarben und wunderschön. „Vertrau mir, Sidney!“ Er legte seinen Kopf an ihre Brust und sie wusste, dass er weinte.“

Ein Buch, das berührt und das den Leser auch mitreißt in die oft grausame Welt des 19ten Jahrhunderts, und beschreibt, wie das Mädchen Mathilda mutig versucht ihren eigenen Weg zu finden und langsam erwachsen wird. Ich habe mit ‚Matty‘ mitgezittert und wurde wunderbar unterhalten.

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Tags: armut, erwachsen werden, familie, glück, kinder   (5)
 

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1.255 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 125 Rezensionen

irland, liebe, familie, familiengeschichte, ballett

Das Mädchen auf den Klippen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2012
ISBN 9783442477890
Genre: Romane

Rezension:



Vor zehn Jahren hat die junge Künstlerin Grania Ryan ihre irische Heimat verlassen, um in New York ihr Glück zu finden. Doch nach einem traumatischen Erlebnis kehrt sie an den Ort ihrer Kindheit zurück, das kleine Farmhaus ihrer Eltern von Dunworley Bay. Dort begegnet sie dem jungen Mädchen Aurora, die vor vier Jahren ihre Mutter verloren hatte. Grania erfährt von ihrer Mutter Kathleen, dass das junge Mädchen zur Familie der Lisles gehört, die der Familie der Ryans nur Unglück gebracht hat.

 

Ich musste beim Lesen des Buches einige Male an ‚Meine Tochter Liz‘ von Berte Bratt denken. Auch hier tun Erwachsene und  Kinder Dinge, die nicht nur ungewöhnlich, sondern sogar verboten sind. Aber wenn die Menschen ihrem Herzen folgen, dann verlieren die Gesetze oft den Boden unter den Füßen. Der Leser begegnet nicht nur einem Mädchen mit dem Namen einer Prinzessin, sondern er wird auch von der Autorin in die Vergangenheit zweier Familien geführt, in der es zu einer schicksalhaften Begegnung kommt:

„Oft sah sie einen Mann, der an einem Laternenpfahl direkt unter ihrem Fenster lehnte. Er wirkte jung – nicht älter als sie selbst -  und stand stundenlang, den Blick in die Ferne gerichtet, dort.

Nach einer Weile wartete Mary bereits darauf, dass er kam, für gewöhnlich gegen sechs Uhr abends. Manchmal blieb er bis zum frühen Morgen. Die Gegenwart dieses einsamen jungen Mannes tröstete Mary, obwohl sie den Eindruck hatte, dass er nicht ganz richtig im Kopf war.“

So schwankt die Handlung immer wieder zwischen märchenhaften Gefühlen einerseits und verrückt anmutendem Handlungen andererseits. Am Ende merkt der Leser, dass er ein modernes Märchen erlebt hat, das ihn bis zum Schluss in seinen Bann zieht. So jedenfalls ist es mir ergangen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

schule, elfen, drachen, vorurteile, magier

Altdrachenstein

Günter-Christian Möller
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei tredition, 20.09.2016
ISBN 9783734541278
Genre: Science-Fiction

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

morsezeichen, schrottwagen, australien, positionsangabe, verschollene nichte

Verschollen in Australien

Günter-Christian Möller
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei tredition, 10.05.2016
ISBN 9783734522116
Genre: Krimi und Thriller

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493 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 27 Rezensionen

fantasy, albae, zwerge, sinthoras, caphalor

Die Legenden der Albae - Gerechter Zorn

Markus Heitz
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2009
ISBN 9783492701549
Genre: Fantasy

Rezension:

Die beiden Albae-Krieger Sinthoras und Caphalor werden zum Herrscherpaar, den Unauslöschlichen, gerufen.

„Im Nordwesten, hinter dem Gebiet der Fflecx, hat sich ein Wesen angesiedelt, das aussieht wie eine Wolke aus Sternenstaub, so sagt man sich.“

Dieses mächtige Wesen zu finden und für die Albae zu gewinnen ist ihr Auftrag. Doch es gibt eine Bedingung:

„Kehrt erfolgreich zurück oder gar nicht.“

 

Die Albae-Krieger verfügen über vielfältige magische und körperliche Fähigkeiten, die ihnen hervorragende Kampffähigkeiten verleihen. Sie sind die Elitesoldaten ihrer Epoche, und es bedarf schon einer zahlenmäßig starken Übermacht, um mit ihnen fertig zu werden.

Das besondere an diesen beiden Elitekriegern ist jedoch ihre tiefe gegenseitige Feindschaft. Bei den verbalen Attacken, mit denen die beiden sich gegenseitig malträtieren, musste ich an ‚Ivanhoe‘ von Sir Walter Scott denken. Es muss schon der eine von beiden verwundet sein oder in höchste Not geraten, bevor ihm der andere hilft. Mitunter dachte ich beim Lesen, das ist ja ein herrliches Mobbing-Paar. Wie bei vielen Eliten unserer Zeit auch, so herrscht eine gewisse Abstinenz in Sachen Erbarmen und Demut gegenüber unterlegenen Rassen oder Geschöpfen vor. Man könnte auch sagen, bei schlechten Stimmungen werden unter anderem Sklaven oder auch Gefangene dazu missbraucht, Wut abzureagieren. Kannibalismus aus unterschiedlichen Motiven ist eine Unsitte, mit der sich die beiden Protagonisten ebenfalls herumschlagen müssen. Doch sie haben oft das Glück auf ihrer Seite.

Aber auch ein ‚Universal Soldier‘ ist nicht gegen jedes Gift gefeit. Und so wird aus der Suche nach diesem gefährlichen ‚Wesen aus Sternenstaub‘ ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Leser wird in einen Strudel aus Spannung und Abenteuern hineingerissen und bangt schließlich nicht nur um das Schicksal der beiden Protagonisten, sondern auch um die Zukunft des Volkes der Albae.

 

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

460 seiten, kuscheltiere, friedhof, king

Friedhof der Kuscheltiere

King
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.01.1992
ISBN B00256NOZK
Genre: Sonstiges

Rezension:


Louis Creed hat den Posten als leitender Arzt einer Universität in der Stadt Ludlow in Maine übernommen. Der freundliche Nachbar Jud Crandall überredet ihn, einen Friedhof für Tiere zu besuchen, angeblich, damit seine Tochter weiß, bis wohin sie gehen darf und damit sie wieder zurückfindet und nicht vom Wege abkommt. Ein schrecklicher Unfall an der Universität bringt Louis scheinbar ausgeglichenes Gemüt allerdings aus dem Gleichwicht.

 

Als ich den Namen Ludlow las, musste ich an ‚Lady Ludlow‘ denken, eine Geschichte von Elisabeth Gaskell aus dem 19. Jahrhundert. Eine Gutsbesitzerin, die von Unglücksfällen verfolgt wird, sechs von sieben Kindern tot, das Siebente tut alles um den Besitz zugrunde zu richten. Und in der Umgebung des Besitzes ereignen sich auch so allerlei Unglücke. Es sieht schon am Anfang des Romans von Stephen King so aus, als ob die Familie Creed am neuen Ort nicht gerade mit viel Glück gesegnet wäre. Als ich die Hobbys von Louis las, u.a. seine Modellbauaktivitäten Titanic, Lusitania und Andrea Doria, dachte ich, hoffentlich hat er nicht so viel Pech, wie diese Schiffe.

Louis und seine Frau Rachel leiden unter Kindheitserlebnissen mit dem Tod. Louis verlor im Alter von 12 Jahren seine geliebte Cousine Ruthie durch einen Verkehrsunfall und Rachel musste im Alter von 8 Jahren alleine den Tod ihrer kranken Schwester erleben, was sie noch sehr viel stärker traumatisierte als Louis. Beide sind empfänglich für ein anormales Verhalten, wenn sie dem Tod begegnen.

Ich musste beim Lesen hin und wieder an  'Tanz der Vampire' denken, denn auch in diesem Roman gibt es ein schreckliches Wesen, oder sind es gar mehrere?

Hochspannung pur von der ersten bis letzten Seite!

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Wenn tausend Sterne fallen: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 430 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712390
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn tausend Sterne fallen

 Die junge Daisy erfährt von ihrer sterbenden Mutter, dass sie als Baby adoptiert wurde. Da sie Streit mit ihrer Familie hat und Zweifel über ihre Lebensziele hegt, macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Eine scheinbar harmlose Suche entwickelt sich zu einer gefährlichen Gratwanderung. Denn Daisys Fähigkeit, mit geschickten Fragen Informationen aufzustöbern, birgt eine große Gefahr in sich.

 Es ist eine Mischung aus Neugier, Unsicherheit und Trotz, die die junge Daisy antreibt. Sie ist zwar alt genug, um Erwachsen zu sein, doch der Bruch zwischen der alten Generation, die als Kinder noch die Sklaven ihrer Eltern waren, und der neuen Generation sind für sie noch nicht greifbar. Sie erfährt von dem Schicksal ihrer jungen Mutter und deren Schwester. Aber die alten Wertmaßstäbe bleiben für Daisy lange Zeit eine verborgene Macht. Die Gefahren, die damals auf die Kinder warteten, weil sie zu abrupt in die Welt der Erwachsenen gestoßen wurden, bleiben ebenfalls für sie nicht erkennbar. Der Ausweg aus dieser erlebten Rechtlosigkeit ist so rücksichtslos, wie die Konsequenzen, die die Kinder später mitunter aus dem erlebten Leid zogen.

Sie hatten in der Kindheit nie gelernt, sich zu wehren.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fand es spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

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schuld, lebenswille, 1.weltkrieg

Picknick im Schatten

Judith Lennox , Mechtild Sandberg
Flexibler Einband: 553 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492237529
Genre: Romane

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Im Schatten der Schuld

 

August 1914. Die 14jährige Alix Gregory verbringt als Kindermädchen die Ferien bei ihrem Onkel und dessen Familie. Sie soll auf ihren kleinen Neffen Charlie aufpassen. Unglücklicherweise verschwindet der kleine Bursche nach einem Picknick auf dem Jahrmarkt. Die Versuche, ihn wiederzufinden, scheitern an dem Chaos, das der deutschen Invasion vorausgeht. Da Alix auf den Kleinen aufpassen sollte, fühlt sie sich schuldig an dessen Verschwinden. Sie verliert das Vertrauen in sich selbst und sucht nach leichten Lebensaufgaben. Als Krankenpflegerin lernt sie gegen Ende des Krieges den schwerverwundeten Hauptmann Edward North kennen und den gleichaltrigen Derry Fox, der vom Krieg verschont bleibt.

 

Ein Leben in der Schuld von Dingen zu führen, die man kaum tragen kann, ist wahrlich schwer. Noch schwerer ist es, als Kind zu beurteilen, ob man überhaupt verantwortlich ist.

Es war für mich erschütternd zu sehen, wie sich die junge Alix auf die Suche nach der tiefstmöglichen Einsamkeit machte, um der Schuld und der Verantwortung zu entkommen, die ihr auferlegt wurde. Und erst recht zu sehen, mit welch schrecklicher Gleichgültigkeit nicht nur die Erwachsenen dem Kind keine Möglichkeiten für einen Ausweg aufzeigten. Nur wegen der damaligen herrschenden Konventionen.

 

Gelungen fand ich immer wieder, wie die Autorin die einzelnen Charaktere zeichnete. Lebenslustige Hallodris mit vielen Lebensphilosophien ebenso, wie die vor erstarrten Konventionen strotzenden Moralapostel, die die aristokratische Arroganz nicht nur mit Löffeln gefressen hatten und die aufgrund des Reichtums keine Lebensphilosophien brauchten. Dass ich das Buch am Anfang bei der mitunter düsteren Atmosphäre weitergelesen habe, lag auch an Edward North, der trotz seiner sterbenden Lebenskraft immer wieder versuchte, Alix Selbstbewusstsein einzuhauchen. Er zeigte auf die Möglichkeiten, die sie hatte, und gab ihr immer wieder das Gefühl gebraucht zu werden. Und das war der Beginn für Alix sich auf die Suche nach einem Ausweg aus dem Labyritnth zu finden. Doch es brauchte noch viel mehr als das, um damit Erfolg zu haben.

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Lesley Pearse: Wenn tausend Sterne fallen

Lesley Pearse
Flexibler Einband
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2002
ISBN 8601404362798
Genre: Sonstiges

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Durch stürmische Zeiten: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 494 Seiten
Erschienen bei null, 19.08.2011
ISBN 9783838712369
Genre: Sonstiges

Rezension:


 

Leben in Sklaverei

 England 17986. Weil sie einen Damenhut gestohlen hat, wird Mary Broad zum Tode verurteilt, denn der Hut wurde vom Kopf der Dame entwendet, und nicht  als der Wind ihn zufällig auf die Erde geweht hatte. Doch der König wandelt dieses Urteil in seiner großen Gnade in eine siebenjährige Deportation nach Australien um. Den schrecklichen Lebensbedingungen auf den Gefängnisschiffen folgen leidlich bessere Bedingungen auf dem Schiff, das die Sträflinge nach Australien bringt. Doch mit einer Hungersnot beginnt in der Botany Bay das langsame Sterben der Hoffnung auf ein besseres Leben.

 Die Geschichte war zeitweise so düster, dass ich das Buch fast zugeklappt hätte. Doch immer wieder gab es berührende Momente der Menschlichkeit, der Hoffnung und Träume, die der Protagonistin den Mut gaben, weiterzuleben, und mir weiterzulesen. In einer Zeit, in der die britische Bevölkerung sich in fünfzig Jahren verdoppelte, war ein Menschenleben wirklich nicht viel wert. Man ging dort recht großzügig mit dem Tod um, denn die Todesstrafe wurde in England zehn bis zwanzig Mal so häufig vollstreckt wie auf dem Kontinent. Nach den damals herrschenden englischen Gesetzen hätte der Gouverneur der Expedition die gesamte Bevölkerung seiner kleinen Kolonie – sich selbst eingeschlossen – ruhigen Gewissens zum Tode verurteilen und hinrichten lassen können. Nur wegen gestohlener Nahrungsmittel.

Lesley Pearse schafft es, den Überlebenskampf der Menschen gegen Gesetze und die Natur so lebendig zu gestalten, dass ich nur Mühe hatte, das Buch einmal aus der Hand zu legen.

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liebe, england, armut, kindheit, freundschaft

Der Wind trägt dein Lächeln

Lesley Pearse
Flexibler Einband: 684 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 09.01.2007
ISBN 9783404156351
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Wind trägt dein Lächeln

England leidet unter der Wirtschaftsdepression in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Als bei einem Verkehrsunfall die Schwester der 12jährigen Adele umkommt, verzweifelt ihre Mutter und auch ihr Vater wendet sich von ihr ab. Sie kommt in ein Waisenheim, aus dem sie schon bald wieder fliehen muss.

Bei dem Leidensweg der mutigen kleinen Adele musste ich oft an den jungen David Copperfield denken. Die Großmutter Honour war für mich die Lichtgestalt in diesem Buch. Unermüdlich und mit unbändiger Energie versucht sie, die verletzte Seele ihrer Enkelin zu retten und zu heilen. Und es ist ein entsetzlich schmaler Grat auf dem sie sich bewegt. Die Feinfühligkeit mit der das geschieht ist leider nur bei englischen Erzählern und Erzählerinnen zu bewundern. Verzweiflung, Schuld, Reue, Wut. Wie findet man aus diesem Labyrinth heraus?
Allerdings sollte kein Verlag Lesley Pearse erlauben, die Worte ‚Bombe‘ oder ‚Rakete‘ zu benutzen. Sie neigt dazu, damit zu viel Unheil anzurichten. Auch Kaninchen und Hühner schweben bei ihr in tödlicher Gefahr. Ich hatte allerdings genug damit zu tun, mir Sorgen um Adele zu machen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

 

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kinder, kindheit, geschwister, waisenheim, strafen

Das helle Licht der Sehnsucht: Roman

LESLEY PEARSE
E-Buch Text: 604 Seiten
Erschienen bei Lübbe Digital, 19.08.2011
ISBN 9783838712499
Genre: Sonstiges

Rezension:

Auf den Spuren von Charles Dickens

 Die Geschwister Dulcie und May Taylor stehen als Kinder plötzlich allein auf der Welt, denn ihre Mutter stirbt bei einem tragischen Unfall und der Vater kommt ins Gefängnis. Da die Großmutter nach einiger Zeit ebenfalls mit ihren Kräften am Ende ist, kommen die

beiden ins Waisenheim.

 Es war erschütternd und rührend zugleich was die Kinder im Waisenheim erlebten und mit welch verzweifelten Mitteln sie dort ums Überleben kämpften. Und es war schrecklich zu erfahren, welche unauslöschlichen Spuren diese Verzweiflung in ihren Seelen hinterlassen hatte, die manchmal so verletztend waren, dass das Erkennen des eigenen Traumata beim Erwachsenwerden kaum zu ertragen war.

 Es gab in dem Buch aber auch einige Menschen, die mich nicht nur überrascht haben, sondern die ich sogar bewunderte, für ihre Fähigkeit bei Konflikten nach einer menschlichen Lösung zu suchen und nicht unbedingt den gesetzlich zwingenden Weg zu gehen. Der irischstämmige Polizist Collins ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Und es ist erst der zweite Polizist in fünf Jahren von dem ich das behaupten kann. Überhaupt gibt die Autorin viele Beispiele, wie Konflikte auch ohne Anwendung einer Brechstange gelöst werden können. Das hebt dieses Buch aus vielen anderen hervor, in denen es um Streit zwischen Erwachsenen und Kindern oder Mann und Frau geht. Die Konflikte, in denen die Erwachsenen die Kinder mit brutaler Gewalt unterwerfen, führen über kurz oder lang zu einer seelischen Katastrophe

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kreuzfahrt, thriller, sebastian fitzek, selbstmord, schiff

Passagier 23

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 29.10.2015
ISBN 9783426510179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Martin Schwartz ist Undercover-Ermittler bei der Polizei, spezialisiert auf ‚mission impossible‘ Einsätze. An seinem Leben liegt ihm nicht mehr viel seitdem er auf einer Kreuzfahrt seine Frau und seinen kleinen Sohn Timmy verloren hat. Da erhält er einen Anruf von einer alten Frau, die ebenfalls auf dem Kreuzfahrtschiff ‚Sultan of the Seas‘ unterwegs ist, eben jenem Schiff, auf dem sich das Unglück mit seiner Frau und seinem Sohn ereignete. Ein kleines Mädchen, Anouk, war vor einiger Zeit kurz mit dem Teddy seines Sohnes Timmy aufgetaucht und dann ebenfalls wieder verschwunden. Schwartz zögert keine Sekunde, sich auf die Suche nach dem Mädchen zu machen. Doch auf dem Schiff findet er kaum Unterstützung bei seinen Ermittlungen.

 

Allein schon die Charaktere bauen viel Spannung auf. Ein Ermittler, der eher auf der Suche nach dem eignen Tod und Schmerzen zu sein scheint, als an der Aufklärung des Rätsels um verschwundene Menschen. Ein osteuropäischer Reeder, der die Crew mit kriminellen Mitgliedern seines Clans durchsetzt hat. Undurchsichtige Reisende und ebenfalls undurchsichtige Schiffskatakomben bauen einen unwiderstehlichen Spannungsbogen auf, der mich lange Zeit zum Lesen gezwungen hat. Am Schluss warteten dann doch noch einige Überraschungen auf mich, mit denen ich nicht gerechnet hatte, und die ich teilweise nur schwer nachvollziehen konnte.

 

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münchen, krimi, deutschland, migration, arabisch

Kommissar Pascha

Su Turhan
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.01.2013
ISBN 9783426511916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

lKommissar Zeki Demirbilek ist trotz seines temperamentvollen Charakters empfindsam und hat eine geniale Intuition für Zusammenhänge. Und zwar schon seit seiner Jugend.

‚Fieberhaft tüftelte er zu jener Zeit an einem Handschriften-Analysesystem, um einen Übeltäter an dem Gymnasium zu überführen. Der Unbekannte hatte an die Wand im Pausenhof eine Preisliste gekritzelt, um sexuelle Dienste einer Mitschülerin zu bewerben.‘

Als er endlich herausgefunden hatte, dass der Übeltäter der Sohn des Schuldirektors war, kam er auf die glorreiche Idee, ihn öffentlich anzuprangern. Der Vater des späteren Kommissars hatte noch etwas mehr Grips im Kopf als der Sohn, denn er fragte den erfolgreichen Detektiv, ob er sich gut auf das Abitur vorbereitet hätte. Denn zu der Zeit ereignete sich diese Begebenheit.

‚Als keine Antwort kam, holte der Vater tief Luft.

„Nein hast du nicht! Du hast die letzten Wochen damit verbracht, den schamlosen Jungen zu überführen.“

Zeki nickte.

„Hat dir das Freude gemacht?“

Zeki nickte erneut.‘

Der Vater nahm den Sohn von der Schule und schickte ihn auf die Polizeischule, ohne den sicheren sozialen Erdrutsch eines nicht bestandenen Abiturs abzuwarten, der im Gymnasium auf seinen Sohn lauerte.

 

Eine wunderbare Geschichte, um sowohl den Charakter des Kommissars zu skizzieren, als auch unser deutsches Bildungssystem. Überhaupt ist dieses Buch ein Musterbeispiel die Figuren auch mit Namen zu charakterisieren. So erhält ein rasender Streifenpolizist den Namen Wagner, eine gewissenhafte, solide deutsche Polizistin den Namen Vierkant und eine andere Mitarbeiterin in der Ermittlungsgruppe Migra, türkischstämmig, den Namen Cengiz, was mutig und unnachgiebig bedeutet. Die Krönung ist der strafversetzte Mitarbeiter Pius Leipold, der unter sittlich-moralischen Problemen leidet.

Vor diesem Hintergrund gelingt es dem Autor einen spannenden und mit überdurchschnittlich viel Humor geschmückten Kriminalfall zu präsentieren, der mir ausgesprochen gut gefallen hat und den ich wärmstens weiterempfehlen kann.

 

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rentier, schweden, märchen, trauer, skandinavien

Malin und das weiße Rentier

Ingrid Zellner
Flexibler Einband: 84 Seiten
Erschienen bei Magic Buchverlag, 24.09.2015
ISBN 9783944847412
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Malin ist sechs Jahre alt, ein fröhliches Mädchen, immer glücklich und unbeschwert. Doch dann stirbt ihre Großmutter. Bei der Suche nach Trost entdeckt sie eines Tages ein weißes Rentier am Waldrand. Sie erinnert sich daran, dass ihre Großmutter gesagt, wenn ein weißes Rentier einen ansieht, dann will es einem etwas sagen. Und dieses weiße Rentier sieht Malin tatsächlich an. 

Ein Buch voller magischer Momente von denen mich einige berührt haben.

‚Von ihrem Fenster aus kann sie zu dem Waldrand hinübersehen, wo sie gerade die Trolle beschenkt hat. Der Blumenkranz liegt noch unverändert dort. Aber Malin entdeckt noch etwas anderes.

Hauchzarte, silbrig weiße Nebelschwaden beginnen durch die Bäume zu ziehen und tauchen erst den Wald und dann die Wiese davor in ein sanftes magisches Licht – ein Anblick der Malin auf wunderbare Weise vertraut ist und der wie von ferne die unvergessene Stimme ihrer geliebten Großmutter an ihr Ohr wehen lässt.

„Schau, kleine Malin, da tanzen die Elfen.“‘

 

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