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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

krimi, roman, knochenfund, trauer, irisch

Ein irischer Dorfpolizist

Graham Norton , Karolina Fell , Charly Hübner
Audio CD
Erschienen bei Argon, 18.08.2017
ISBN 9783839815830
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Einen Krimi enthält dieses Buch eher nicht, obwohl man das vielleicht wegen des Klappentexts vermuten könnte. Vielmehr ist der Knochenfund ein Auslöser um die einzelnen Schicksale der Dorfbewohner zu beleuchten und aufzuzeigen, wie unterschiedlich Menschen mit ihrem Leben umgehen.

Insgesamt präsentiert sich die Geschichte schon eher trist, denn niemand scheint so richtig glücklich zu sein in diesem kleinen irischen Dorf. Der Dorfpolizist nicht und auch die Bewohner, die nach und nach in den Focus der Ermittlungen geraten nicht.

Die Ermittlungen entwickeln sich nur langsam und auch P.J. der ermittelnde Polizist ist ungeübt und ungeschickt bei seiner Herangehensweise.

Die vielen Fehler und Ecken und Kanten der einzelnen Protagonisten haben jedoch ihren eigenen Charme. Weiße Ritter in strahlender Rüstung und Superhelden sucht man hier vergeblich. Aber das ist OK so und zieht sich stimmig durch das ganze Buch.

Im Mittelpunkt stehen die einzelnen, teilweise sehr tragischen Schicksale der Protagonisten. Mich haben nicht alle davon berührt, aber ich konnte doch mit den Personen fühlen.

Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die auch viel durch den Erzählstil und die detaillierten Beschreibungen des Autors lebt. Aber kein Buch, das mir vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand will.

 

Charly Hübner liest der langsamen und bedächtigen Entwicklung des Romans angemessen ruhig und gleichmäßig. Allerdings hätte ich mir manchmal etwas mehr Emotion in seiner Vortragsweise gewünscht.

 

Insgesammt ein stimmiges Buch, das sich durchaus zu lesen lohnt.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Felicitas

Paula Grimm
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei epubli, 10.05.2017
ISBN 9783745085457
Genre: Romane

Rezension:

In diesem Buch geht es sozusagen um zwei Frauen.

Tamara, Journalistin mit Familienwunsch, die Felicitas Geschichte entdeckt und vermarkten will und Felicitas selbst, deren Geschichte entdeckt wird und die sich früher wie jetzt gegen viel Abneigung, Angriffe von Außen und dem Schicksal entgegen stellt.

Wie ein roter Faden durchzieht dabei das ganze Buch ein Hang zur Spiritualität: Felicitas ficht kämpfe aus, hat ihre verstorbenen Verwandten zur Seite und ihr Krafttier, den Puma.

 

Nach etwas Startschwierigkeiten habe ich allerdings dann doch ganz gut in die Geschichte gefunden und große Teile am Stück gelesen. Manchmal wird dabei nicht ganz klar, wo sich die Geschichte hinentwickeln wird. Von vorn herein wird eine gewisse Spiritualität und Übernatürlichkeit eingeführt, zu der ich jedoch nur schwer Zugang gefunden habe.

Auch wirkt Felicitas, die Hauptperson des Buches sehr reif und stark für ihr Alter. Sie hat und braucht zwar Unterstützung, doch weiß sie schon sehr genau und sehr detailliert, wie sie wem und was begegnen kann und wird. Das entfernt sie ein wenig von mir als Leserin, sodass ich nicht immer mit ihr fühlen und denken konnte.

 

Tamara, die andere Hauptperson des Buches konnte mich nicht erreichen. Mit ihrer Herangehensweise an Felicitas und ihre Geschichte und auch die Abschottung dazu, wirkt sie nicht gerade sympathisch. Natürlich bekommt es auch Tamara mit Stolpersteinen und Schicksalschlägen zu tun und geht damit auf andere Weise um.

Spannend ist das Buch schon, allerdings in manchen Punkten ein bisschen "übertrieben". So, schlägt Felicitas so viel eigentlich unbegründeter Hass, so viel Unverständnis entgegen und auch die Dinge, die ihr angetan werden und wie ihre Verwandten damit umgehen ist mir etwas zu extrem gezeichnet. Ein bisschen weniger Extreme hätten dem Buch und den darin verbundenen Geschichten etwas mehr Natürlichkeit gegeben. Nicht alle Personen sind schwarz weiß einzuordnen, aber viele kann man doch schnell in eine Kategorie stecken.

 

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und war insgesamt recht authentisch.

 

Insgesamt erzählt das Buch eine interessante und auch etwas ungewöhnliche Geschichte. Ein 0815-Buch ist Felicitas sicher nicht, aber manchmal vielleicht ein bisschen zu außergewöhnlich um dem Leser einen einfachen und schnellen Zugang zu erlauben.

 

Ich habe Felicitas gern und mit Spannung gelesen. Und vielleicht kann man von Felicitas auch lernen, dass egal, was einem die Umwelt vor die Füße schmeißt, man doch darüber hüpfen kann und nicht verbittert zu werden braucht, nur weil einem Verbitterung begegnet.

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