Galax

Galaxs Bibliothek

12 Bücher, 4 Rezensionen

Zu Galaxs Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
12 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Meuterei auf Titan

Sven Svenson , Matthias Falke , Gerd Frey , Peggy Weber-Gehrke
Flexibler Einband
Erschienen bei Verlag für Moderne Phantastik, 10.08.2017
ISBN 9783981875201
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

damaris liest

Wundervogel

Mike Revell , Katharina Orgaß , Katharina Orgaß
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737353748
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Extrem negativ aufgefallen sind die vielen Leerseiten im inneren.

Aber nicht nur auf diese Art wurde in dieser Mogelpackung eine enorme Seitenfülle generiert; während ein normales Buch auf knapp 1800 Zeichen pro (Norm)seite kommt, wurde in diesem Buch der Text mit 1300 Zeichen pro Seite von tatsächlichen 190 theoretischen Erzählseiten auf 328(!) gestreckt.

Eine bodenlose Frechheit zulasten des zahlenden Käufers, die einzig allein beim Verlag zu finden ist.


Zum Buch selbst:

Der Schreibstil ist fürchterlich.

Die „ich-Erzählung“ aus den Augen eines 10jährigen mag seinen Teil dazu beitragen, aber man merkt schnell, dass hier ein Erwachsener versucht hat, wie ein Kind zu denken und kläglich in der Perspektive und in seinen Allgemeinwissen gnadenlos versagt hat.


Generell hat man das Gefühl, der Autor würde zu einem Kleinkind sprechen. Die Thematik des Buches ist für Kinder ab 12 – der Ausdruck für Kinder unter 7 Jahre und es werden teils Worte verwendet, die nicht mal im Sprachgebrauch Erwachsener liegen.

Grässliche Mischung. Ist es die Übersetzung, oder ist es der Autor? Keine Ahnung … vermutlich beides und auch im dem heutigen Kinderbild, (welches nur von Erwachsenen vertreten wird) angepasst. Denn kein Elternteil wagt es, einen 10jährigen auch nur 30 Minuten allein zu lassen – er könne sich ja spontan selbst entzünden oder so … irgendwie scheinen heutige Erwachsene Kinder immer für Debil zu halten – und so zieht sich das Buch durch … grauenvoll.

„Nein, ich bin NICHT doof, nur weil ich jung bin! Und ich brauche auch keine Babysprache um einen Text zu verstehen!“

Harry Potter zum Beispiel ist ja auch „normal“ erzählt.

Was besonders nervt sind diese Comichaften 'knall', 'krach', 'peng', und 'bums'- Einschübe.

Fürchterlich!



Zum Inhalt sei gesagt:

(Spoiler enthalten!)

Der 10 jähriger Liam, kommt in eine neue Schule, und wie selbstverständlich sofort von den fiesen Mitschülern gemobbt wird. Vorrangig Matt und sein obligatorisches Gefolge.

So wie auf jeden Amerikanischen Freundeskreis ein Serienkiller kommt, so kommt in Kinderbüchern auf jeden Schüler ein Schläger. Ich glaube, ich habe noch nie ein Kinderbuch gelesen, in der die Hauptfigur nicht gemobbt wurde. Ist das so ein Autorending? Lästig.


Seine Alleinerziehende Mutter ist Alkoholkrank, und die Urgroßmutter liegt im Sterben. Super Kinderthemen. Dass die an Demenz erkrankte Oma Unsinn redet findet Liam auf der einen Seite unfreiwillig komisch, auf der anderen Seite versteift er sich unergründlich auf einen einzelnen Satz – nämlich, dass sie mal jemanden getötet haben will.


Und dann gibt es natürlich noch den Gargoyle, der den Jungen dazu ermuntert im Unterrichtsfach „Heute erfinden wir Geschichten“ solche Geschichten zu erzählen. Dazu bedarf es ein Steinei, dass die Lehrerin vergibt, denn wer das Ei hällt, darf seine Geschichte erzählen, was Liam ausgeprochen gut macht und den fiesen Matt dazu animiert, sein Opfer immer wieder zu verprügeln, weil die Geschichten bei den anderen gut ankommen – welch absurdes Konstrukt.

Ja klar, gibt es den ein oder anderen Neider. Sicher. Aber sich so darauf zu versteifen?

Was Matt besonders nervt ist, das dessen Vater plötzlich mit Liams Mutter am Schaffen ist, aber das ist eher beiläufig ein Thema.


Liams Geschichten handeln jeweils von „Steinvogel“ dem Gargoyle – und nachdem die Geschichten erzählt worden sind, geschehen dieses wirklich, was Matt besonders wütend macht. Irgendwann hat Liam die Nase voll, und erzählt die Geschichte, in der ein Mobbingopfer vom Gargoyle gerettet wird - was auch passiert. Matt landet im Krankenhaus und ist unerfindlich clever, keinem zu sagen, dass ihn ein Gargoyle angegriffen hat.

Und am Ende werden beide Jungen dicke Kumpel, weil auch Matts Mutter an Demenz erkrankt ist und beide nun „Steinvogel“ benutzen wollen, um die „Dämonen“ aus den Köpfen ihrer Lieben zu entfernen …

Achja, die Dämonen … Liam kapiert die Krankheit seiner Großmutter nicht und spricht immer von Dämonen, welche von Gargoyles ja bekämpft werden.


Das Ende wirkt irgendwie Wirr und man hat das Gefühl, der Autor wolle hier schnell etwas abschließen, das er nicht zuende gedacht hatte.

Zauberei, Lehrerin und Gargoyle (jeweils irgendwie zusammenhängend) verschwinden.

Oma tot und alles gut. Huch.


Das Buch ist gespickt von den typischen Unsinnigkeiten, aber auch extrem guten nette Szenen.

Durchwachsen. Dennoch kommt die ganze Geschichte einfach nicht in fahrt und es zieht und dehnt sich. Und was wollte der Autor uns sagen?

Das dahingeplätscher bleibt unbefriedigt, es taugt noch nichtmal als „Coming of Age“ weil Liam irgendwie auch keine Lebenslektion davon trägt aber dafür viel über seine Großmutter lernt, was ja auch nett sein kann. Vorallem, weil diese wohl wirkliche in aufregendes Leben hatte. So sehr, dass man sich gewünscht hätte, von ihrem Leben aus ihrer Kindheit zu lesen.


Das Buch erhält nur 2 Sterne, weil es eine dreiste Mogelpackung ist und ich diese Zeilen mehrfach mit einem Kopfschütteln weglegen musste. Für Kinder kein schönes Thema, der Fantasyanteil minimal, Erzählter Kaugummi und blöder Schreibstil. Schlechte Mischung.


Btw: Warum verdammt heißt das Buch „Wundervogel“ wenn alle im inneren von „Steinvogel“ sprechen?


  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

hochsensibilität, junge, hochsensibe, besondererjunge, gefühle

Enno Anders

Astrid Frank , Regina Kehn
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 08.03.2017
ISBN 9783825151225
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

island, fantasy jugenbuch, die gestohlenen kristall, geysirenlands, birgit gürtler

Die gestohlenen Kristalle Geysirenlands

Birgit Gürtler
E-Buch Text: 164 Seiten
Erschienen bei telegonos-publishing, 20.02.2017
ISBN B06X1G7VD9
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erzählungen, raumfahrt, story, science fictio, aliens

Im Licht von Orion

Matthias Falke , Frank Lauenroth , Gerd Frey , Peggy Weber
Flexibler Einband
Erschienen bei Verlag für Moderne Phantastik, 10.09.2016
ISBN 9783981692983
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nach einem netten, leicht gedehnten Prolog – oder eher ein Warm up, welches den Leser in Stimmung bringt, startet das Buch mit der Geschichte

„Impetus“ von Sven Svenson.

Eine nette, schön erzählte Geschichte mit einem anfangs leichten, nicht ganz ersichtlichen Hin- und Her, dass sich gegen Ende auflöst und selbst erklärt und ein gutes Gefühl hinterlässt.


Gerd Frey „Grauzeit“


Großartig geschriebene Geschichte aus der Sicht eines nicht weiter beleuchteten Protagonisten, der nur Beobachter der eigentlichen Hauptfigur ist: Das bedrohliche Setting einer dunklen Macht, die auf die gesamte Erde einfällt.


Peggy Weber-Gehrke „Wir werden alle Helden sein“


Anfangs etwas wunderlich entpuppt sich diese lange, aber nicht zu lange Geschichte über Menschen, Monster und Aliens zu eine Art Higlight.

Dabei ist noch nicht mal sicher, ob die Protagonisten wirklich auf einem Raumschiff sind, oder ob sich das ganze im Hinterhof einer Nervenheilanstallt stattfindet.

Es ist eine Kontaktgeschichte aus der Sicht von offenkundig durchgedrehten Schiffsbesatzung, die ihr ganzes Wissen über „Aliens“ aus der aberwitzigen Sciencefictionfilmen und -büchern nimmt und darüber auf skurrile Weise philosophiert. Oder es ist nur eine durch und durch bekloppte Welt von rückgebildeten Menschen – oder Menschhybriden oder oder oder. Viele Dinge sind denkanstößige Mahnmale an die Menschheit selbst, die wohl jeder für sich selbst finden muss.Auf jeden Fall lesenswert.


F. Anderson „Antibiose“


Ein Versatzstück aus „Geschichten aus der Gruft“, „Outer Limits“ und „Akte X“ mit einem seichten Plot, der einige bekannte Szenarien bedient, aber sehr gut erzählt ist. Der geschmeidige Lesefluss wird höchstens davon getrübt, dass das Ende ein wenig unbefriedigend, ja sogar recht platt ist.


Jacqueline Montemurri „Die Faszination der Einsamkeit“


Großartig erzählt. Toll geschrieben.Eine kurze und authentische Geschichte zwischen Menschen, Menschlichkeit, Hoffnung, Liebe und dem All.


Rico Gehrke: Die Verführung der Mona Lisa


Eine recht lange Geschichte, die sich sehr viel Zeit mit ihren beiden Charakteren nimmt, wobei hier auf dem weiblichen Protagonisten natürlich der Fokus liegt, da die Idee an sich wirklich großartig ist.

Anfangs dachte ich noch: „Du meine Güte … “

Vor allem an der Stelle: „Wie alt sind Sie?“ - „23“ - „Dafür haben Sie sich aber gut gehalten“ wollte ich schon aufhören. Hallo? Zeige mir einen Menschen, der heutzutage eine 16jährige von einer 23jährigen unterscheiden kann …

Der äußerst angenehme Schreibstil ließ mich jedoch weiterlesen, und abgesehen von diesen kleinen Fehltritt entwickelt sich die Erzählung zu einer sehr interessanten SF-Werk, das zwar nicht ganz innovativ, aber sehr gut präsentiert wurde.


Cliff Allister: Wer hat's erfunden?

Wow. Das ultimative Highlite des gesamten Buches.

Ich mag keine Zeitreisegeschichten, weil die meisten Autoren in der Geschichte rumwerkeln wie ein Schlächter. (Dabei weiß doch jeder, dass man den Zeitenstrom nicht verändern kann. Cliff Allister wusste es auch.) Seine Geschichte war nicht nur fantastisch erzählt, kurzweilig, packend und witzig. Nein, darüber hinaus war sie am Ende ebenso konsequent und originell wie zu beginn. Große Unterhaltung!


Matthias Falke: Flitterwochen


Anfänglich glaubte ich noch, die Geschichte hätte auch auf einen gegenwärtigen Luxusliner spielen können. Wandelt sich aber gegen Ende zu einer schönen „fremdvolk“-Erzählung, wie man sie auch in Star Trek hätte finden können.


Regine Bott: Harmonice mundi


Eine wirklich schön erzählte Geschichte aus zwei Perspektiven. Einmal der Siedlung Harmonice mundi auf Kepler und dem Schiff Galilei und seine Besatzung. Wieso, weshalb und warum das Schiff seinen Auftrag so konsequent, schnell und ohne nachzudenken erfüllen muss, wird leider nicht näher erklärt, nur angedeutet – oder ich habe es nicht verstanden. Jedenfalls endet die Geschichte wie erwartet tragisch und hinterlässt einige Fragezeichen im Kopf des Lesers.


Galax Acheronian: NNT 275


Spielend auf dem gleichnamigen Planeten dreht sich die Geschichte um das Sein, den Schein und dessen was man nicht sieht. - Lesermeinung: „Die Sprünge bei Szenenwechsel sind mitunter hart, so dass man orientierungslos sein kann. Es ist anfangs eine Geschichte mit ein wenig Geisterflair und Horrorelementen, wandelt sich dann zu einer Ohrfeige an den Glauben der Überlegenheit einer von sich sehr eingenommenen Spezies.“



Oliver Koch: Fehler im System


Uff, ist das übel … im positiven Sinne. Eine wirklich hervorragend aufgebaut und erzählte Geschichte. Tolle Idee, sicher nicht neu, aber wunderbar dargeboten.

Der Verdacht, dass in der Erzählung über den Hauptprotagonisten Tim und seiner Geburtstagsfeier etwas nicht stimmen kann, wird subtil vom Autoren eingebettet und schenkt immer wieder Momente der Fragezeichen und der geistigen Suche nach Antworten.

Als diese dann geliefert wird, bleiben keine Fragen mehr - nur ein wenig Gemütsschwere. Eine der Top-Geschichten in diesem Buch.


B.C. Bolt: Der Gebühreneinzugsbevollmächtigte

Eine sehr nette sehr spacige SF-Geschichte, in der kein Wunsch nach einer fiktiven Welt übrig bleibt. Am Ende war jedoch nichts geschehen, denn wie im realen Leben kann man nichts tun, wenn das Staatssystem die gierige Hand aufhält und etwas vom Kuchen nimmt, den er weder gebacken, noch gefördert oder irgendetwas für dessen entstehen beigetragen hat. Aber es hinterlässt ein gutes Gefühl, dass aus Geldgründen der Mord an einem Staatsdiener nicht geahndet wird. Wäre es doch nur in unserer Welt auch so ;)


Rico Gehrke: Bestrafung


Kurz, prägnant. Es geht um die Idiotie von Menschen und den Glauben, dass Handeln keine Konsequenzen hat. Aber … es fehlt etwas. Nach einer sehr detaillierten Einführung und Vorstellung ein jähes plumpes Ende. Unbefriedigend.

Michael Stappert: Reha 2.0


Eine Geschichte, die mich zutiefst wütend gemacht. Oh, nein, sie ist verdammt gut.

Aber in ihr steckt eine Bösartigkeit, die so subtil ist und so hinterfotzig (sry. ein anderes Wort konnte nicht gefunden werden), dass es einem die Sprache verschlägt. Es ist eine Geschichte über Missbrauch. Machtmissbrauch. Missbrauch von Menschen. Missbrauch von Vertrauen. Am Ende will einem dann ein gepflegtes „Scheiße, ihr depperten Arschlöcher“, über die Lippen kommen. Highlight!


Gerd Frey: Anomalie


Eine Zeitreise und ihre Nichtfolgen. Eine seltsame Geschichte, weil sie für das Außen, für die anderen Protagonisten der Geschichte, ohne Belang bleibt. Andererseits werden Ideen und Konzepte aufgegriffen, die aus der Gegenwart sind und in ihrer gedanklichen Fortführung da landen können.


Adriana Wipperling: Hinter dem Schleier


Eine schöne Geschichte, gute Idee, jedoch etwas schwerfällig und spröde umgesetzt. Möglicherweise, weil es nur aus einer Perspektive erzählt werden kann. Hat das Potential zu einer größeren und sehr komplexen Geschichte. Der Titel ist passend und unpassend zugleich.


F. Anderson: Das Symbol


Weitschweifig erzählte Geschichte mit Anfängerfehlern was die Formulierungen und das Umschreibungen angeht, über einen Mann, der unschuldig von einer, einem anderen Mann versprochenen Frau verführt wird. Das Setting: 1000 und 1 Nacht in der Wüste bei den Beduinen.

Das Ganze kombiniert mit einem sadistischen Kind/ Dämonen und Folterszenen. Dazu gehört eine nicht durchdachte Plotline zusammen mit Seltsamkeiten und Charakteren, die einfach nicht überzeugen. Angesichts der teils ernsten Situation ist eigentlich kein Schmunzeln angesagt. Leider konnte ich es nicht unterdrücken.


Frank Lauenroth und Lara Möller: Deleted Scenes


Der Titel ist passend und doch sagt er sehr wenig über das, was da geschrieben steht. Eine kurze Geschichte mit mehr Facetten, als man meinen sollte und jede davon berechtigt.


Jacqueline Montemurri: Schrottsammler

Eine Schrottsammelaktion einer kleinen Privatfirma im Orbit der Erde wandelt sich in eine Rettungsmission, die europäisch-politische Aspekte berührt. Sprachlich, inhaltlich und stilistisch müsste mal ein Lektor drüber. Manche Dialoge/ Monologe wirken arg gestelzt. Die Geschichte selbst ist nicht spannend, was entweder an der Art des Erzählens liegt oder tatsächlich am Thema. Es gibt Perspektiven, die möglicherweise einen interessanteren Blick auf das Thema geworfen hätten. Dennoch ist die Geschichte weder schlecht aber eben auch nicht gut.


Michael Thiele: Spätes Erwachen


Ein klischeebehafteter feuchter Männertraum aus dem pubertierenden Gedankengut eines 13jährigen mit bekanntem Setting, wobei die Frauen die Verführerinnen sind, der Mann ein Macho und zeitgleich die Jungfrau vom Lande … … …

Es ist nicht ganz ersichtlich, warum die Geschichte den 2. Platz im Wettbewerb des Vereins zur Förderung der Raumfahrt 2015 erhielt. Möglicherweise eine misslungene Form von Satire …

Ernsthaft? Amazonen(?) nehmen Männer im Urwald fest, fesseln sie aufs Bett und verlustieren sich mit ihnen? Vielleicht ein Werbetext für Männer, die noch keine Frauen abbekommen haben und sie auf anderen Planeten zu finden hoffen – denn das war in diesen eher armseligen Billigprono auch das einzige SF-Element: Ein anderer Planet und Zukunft. Huiiiiiii …


Christopher Dröge: Zilie


Spannend und für unsere Gefilde eine ungewöhnliche Umgebung, was einen weiteren Reiz darstellt. Der Dschungel in Mittelafrika in Bolanda/ Kongo. Ein Junge, noch Schüler, der fremd in der Umgebung ist und in einer Sonderwirtschaftszone lebt, wo er sich mit drei anderen Jungen anfreunden möchte und dabei in ein Abenteuer der besonderen Art rutscht – und dabei möglicherweise sein Leben riskiert. Lebhaft und bildhaft. Eigentlich keine Kurzgeschichte, sondern der Anfang von viel mehr.



Rico Gehrke: Kontaktversuche


Ich bin unsicher, ob die falsch gesetzten Wörter und der leicht gestelzt Satzbau beabsichtigt waren. Die fremde Wörter (keine Fremdwörter) klingen gut, haben aber für eine Kurzgeschichte nicht genug Bedeutung, da sie leider nicht erklärt werden.

Ersteres wandelt sich deutlich, es wird sprachlich dichter. Die Geschichte kommt trotzdem nicht auf den Punkt. Will sie Einsamkeit, Längen oder Zeitlosigkeit vermitteln?

„Die drei Dimensionen des Raumes haben sich noch nicht aus ihrer Verflechtung gelöst.“

Ab hier erhöhte sich die Verwirrung spürbar. Das ganze wirkt wie eine Ich-Nabelschau mit versuchten philosophischen Tiefgang in nicht stringenter, hochtrabender Ausdrucksweise.



Fazit:

Abgesehen von den wenigen vertretbaren Fehlern, die der Lektor hier oder da mal übersehen hat

(Kleinigkeiten sollten ausgemerzt werden, ist aber nicht dramatisch für den Gesamteindruck.) ist das ganze Buch an sich schon ein großer Gewinn für den Leser.


Klar, es gibt die üblichen Schattengestalten, bei denen man sich fragte, warum um alles in der Welt diese Zeilen geschrieben worden sind. Primär jedoch – und zum Glück - finden sich in dieser Sammlung spürbar in der Mehrzahl durchweg positive Geschichten, die viele Stunden schönen Lesegenuss garantieren.

In einer Top drei würde ich im übrigen völlig subjektiv so werten:


Platz 3 geht an Oliver Koch: „Fehler im System“

Platz 2 geht an Michael Stappert: „Reha 2.0“

Platz 1 geht an Cliff Allister: „Wer hat's erfunden?“


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krok, gobli, kindergeschichte, fantasie, gnome

Krok

Galax Acheronian
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 11.01.2017
ISBN 9783740724467
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Wort

Michael Haitel
Flexibler Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.11.2009
ISBN 9783839136027
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

URIEL

Michael Haitel
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei p.machinery, 01.03.2012
ISBN 9783942533348
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Inzucht und die denkbare Gesellschaft

Michael Haitel
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei p.machinery, 01.11.2010
ISBN 9783942533133
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

marianne labisch, christian kuenne, arndt waßmann, p.machinery, sven klöppin

p.graffiti: 10 Jahre p.machinery

Paul Sanker , Vincent Voss , Arno Endler , D. J. Franzen
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei p.machinery Michael Haitel, 13.12.2014
ISBN 9783957650221
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

musi, fantasy, sciencefiction, anthologie

Nebelmelodie: Inspiration PelleK

Tedine Sanss , Marie Haberland
E-Buch Text: 452 Seiten
Erschienen bei BookRix, 19.02.2016
ISBN 9783739638478
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Erneut eine Anthologie aus dem Hause p.machinery – wenn auch nur als Verleger. Herausgeberin ist die inzwischen leider verstorbene Tedine Sanss aka Susanne Haberland in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter und Marianne Labisch.

Mit „Nebelmelodie“ hat Tedine Sanss ein Werk hinterlassen, das sehr gemischt ist. Vorwiegend warten Sciencefictiongeschichten auf ihre Leser, aber auch Fantasy ist so weit gestreut, dass eine konkrete Einordnung schwerfällt.

Ich werde jetzt nicht auf jede einzelne der 26 Geschichten aller 23 Autoren eingehen, denn jede hat ihre Daseinsberechtigung. Einige Geschichten sind (wie in jeder Anthologie) deutlich schwächer, andere hingegen so großartig, dass man das Gefühl hat, sie gingen in der Masse verloren.

Zum Glück aber wartet auf einige der Geschichten eine Nominierung für den DSFP.

Dieses Buch aber ist nach wie vor ein kleines Goldstück unter all den Anthologien, die jährlich aus den unterschiedlichsten Verlagen kommen und auf jeden Fall einen Kauf wert. Die Stunden, die man mit dem Lesen verbringt sind gut angelegt ;)

  (1)
Tags: anthologie, fantasy, musi, sciencefiction   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

krimi, mörder, diener, miss marple, landadel

Ein Pfau im Park

Tedine Sanss
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei O'Connell Press, 02.07.2015
ISBN 9783945227169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der leicht exzentrische und wohlhabende Privatdetektiv Cristóbal O'Leary wurde auf das Anwesen von Colonel Banks geladen.
Dort soll O'Leary sein scharfes Auge auf ein besonders schönes Stück aus der Juwelensammlung des Colonels halten, da es Hinweise über einen berühmter Dieb gibt, welcher es auf die Sammlung abgesehen hat. Dieser könnte allem Anschein nach die nächsten Tag zuschlagen, da Banks seine Juwelen einigen geladenen Experten zur Begutachtung zeigen möchte.

Natürlich lässt der obligatorische Mord in einem solchen Buches nicht lang auf sich warten.

Es gibt unter den Gäste sowie den Bediensteten eine Reihe skurriler Tatverdächtiger, jeder Einzelne mit seinem eigenen kleinen Geheimnis, das auch zum Motiv taugen könnte und irgendwie mit der Vergangenheit des Ermordeten stark verwoben scheint. Immer wenn man selbst glaubt, der Tätet sei ertappt, erweist es sich als Irrtum. Nichts ist wie es scheint. Intelligente Wendungen, unerwartete Entwicklungen und ein Ende, mit den man nicht gerechnet hätte.

Genrefans kommen hier voll auf ihre Kosten. Und jedes weitere Wort würde den Lesespaß trüben.

Meinung:

Ich persönlich muss sagen, dass Krimis mir normalerweise nicht liegen und dieser nur langsam an Fahrt gewinnt, wohl aber lohnend ist. Jede wichtige Figur ist gut ausgearbeitet und hat ihren glaubwürdigen Charakter, wenn auch manchmal etwas simpel.
Im Allgemeinen war der Roman mit etwas mehr als 300 000 Zeichen viel zu kurz. Um so mehr man liest, um so mehr von den Figuren und ihrem Umfeld wünschte man zu lesen.
Es fehlte mir auch ein wenig das „Zwischenmenschliche“ der beiden Hauptprotagonisten, gerade weil zu Anfang so viele Andeutungen gemacht worden sind, die zur Mitte und zum Ende hin leider (zugunsten der Handlungsgeschwindigkeit) fallen gelassen worden sind.
Mehr Zeit hätte dem Werk als Roman sicher nicht geschadet und wäre direkt noch ein wenig witziger geworden. Die Geschichte als solche aber bleibt spannend, bis zur letzten Zeile.

  (2)
Tags: krimi, roman   (2)
 
12 Ergebnisse