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20 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Herrscher des Nordens - Die letzte Schlacht

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2018
ISBN 9783426520048
Genre: Historische Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Herz schlägt Krieg

Jörg Krämer
Fester Einband: 254 Seiten
Erschienen bei net-Verlag, 16.01.2018
ISBN 9783957202260
Genre: Historische Romane

Rezension:

Herz schlägt Krieg, von Jörg Krämer (bzw. Hilde Niggetiet)

Cover:
Das Cover finde ich etwas irreführend. Suggerierte es mir (mit dem Titel) doch dass es hauptsächlich um den Krieg geht.
Ich kenne mich ja mit Flugzeugen nicht aus, aber das Flugzeug sieht mir eher nach einem Flugzeugmodell aus.
Aber es ist eher die Lebensgeschichte von Hilde, die erzählt wird.
Erst auf den 2. Blick, habe ich das Gesicht auf dem Cover entdeckt.

Inhalt:
Hilde Niggetiet, geboren 1910, erzählt vom Leben ihrer Eltern und ihrem eigenen Leben. Von dem Versuch, in den Wirren des Krieges ein normales Familienleben zu führen.
Bombenangriffe, Kinderlandverschickungen, Krankheit, Tod, aber auch Hochzeiten und was alles zum Leben und Sterben dazugehört.
Trotz persönlicher Schicksalsschläge lässt sie sich nie entmutigen.
Auch später, als es „bergaufgeht“ packt sie resolut und voller Humor mit an, weiß aber auch das Leben und die „Neuerungen“ zu genießen.

Meine Meinung:
Das Buch wir aus der Ich-Perspektive von Hilde erzählt.
An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, recht einfache, kurze Sätze, oft wie Tagebucheinträge.
Vermutlich aber gerade in seiner Schlichtheit so authentisch und berührend.
Ein Stück Zeitgeschichte, vielleicht etwas zu sehr durch die rosarote Brille der Erinnerung geschrieben, aber wer weiß, ich kenne „Hilde“ ja nicht persönlich, vielleicht war sie wirklich so eine optimistische und zuversichtliche Person, die immer das Positive sah und wir sollten uns von ihr einiges abschauen und von ihr lernen.
Ja Hilde ist irgendwie um ihr einfaches, frohes, ausgeglichenes und zuversichtliches Gemüt zu beneiden.
Wie zufrieden und mit wenig glücklich die Personen doch rüberkommen (fast zu viel „heile Welt“, ganz nebenbei wird nur erwähnt dass ein Mann zu viel trinkt oder dass die Schwägerin gehasst wird.

Zwei Zitate aus dem Buch:

-Hilde, bist du ein armes Luder! Aber ich war kein bisschen neidisch, war ja gesund, zufrieden und lustig. Das Wichtigste im Leben.

-Aber es waren auch viel zu viele schmerzliche Jahre dazwischen. Ich versuche sie zu vergessen. Macht es auch so: Denkt nur immer an das Schöne, dann ist das Leben lebenswert.

Mein Fazit:
Wenn man sich an den Schreibstil gewöhnt hat, ein sehr warmherziges und berührendes Buch.
Von mir 5 Sterne.

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235 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, daringham hall, roman, band 3, reihe: daringham hall

Daringham Hall - Die Rückkehr

Kathryn Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.12.2015
ISBN 9783404172283
Genre: Liebesromane

Rezension:

Daringham Hall – Die Rückkehr, von Kathryn Taylor
3. Teil der Trilogie.

Cover:
Wie schon bei den anderen zwei, sehr romantisch und alles drei passen gut zusammen.

Inhalt:
Ben bemüht sich wirklich nach Kräften Daringham Hall zu retten.
Doch als die Widerstände immer größer werden, ein mysteriöser Brand in um vieles zurückwirft und als er glaubt, auch Kate stellt sich nun gegen ihn, ist er dem Druck nicht mehr gewachsen und er fasst einen schweren Entschluss…

Meine Meinung:
Ich habe diesen letzten Band der Trilogie jetzt gleich anschließend an den 2. Band gelesen. Ich denke diese drei Bücher muss man auch zusammen lesen, einzeln würden zu viele Verständnislücken auftreten.

Hier im dritten Band passiert meiner Meinung nach nicht mehr viel.
Man möchte die einzelnen Protagonisten der Liebespaare der Reihe nach nehmen und durch schütteln und ihnen sagen: so legt doch mal euer Herz auf die Zunge und redet miteinander…
So viele Missverständnisse, Angst und unnötiges Bangen (und dadurch auch Handeln) steckt in allen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und gut zu lesen wenn auch der Handlung etwas der Pep fehlt.

Autorin:
Kathryn Taylor wusste schon als Kind, dass sie sich irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen wollte.

Mein Fazit:
Wie auch schon die Bände vorher, ein typischer Love & Landscape Roman in einem ehrwürdigen englischen Gutshaus.
Von mir 3 Sterne.

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266 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

england, liebe, kathryn taylor, daringham hall, intrigen

Daringham Hall - Die Entscheidung

Kathryn Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172276
Genre: Liebesromane

Rezension:

Daringham Hall – Die Entscheidung- von Kathryn Taylor
2. Teil der Trilogie.

Cover:
Sehr Romantisch, sehr verspielt, hoher Erkennungswert zum ersten Band.

Inhalt:
“Moderner” Adel im heuteigen England.
Ben Sterling hat nun also seine verschollene Familie gefunden und wird von ihr (zumindest einem Teil davon) aufgenommen und akzeptiert.
Doch Benn weiß noch nicht wie er sich verhalten soll und wem er trauen kann.
Auch seine Gefühle zu der Tierärztin Katze bringen den sonst so selbstbewussten „Macher“ aus dem Gleichgewicht.
Soll er das Wagnis eingehen und in England einen Neubeginn starten?

Meine Meinung:
Ein typischer Love & Landscape Roman.
Flüssiger Schreibstil und mit allem was es so braucht (etwas vorhersehbar).
Liebe, Missverständnisse, Intrigen, Verrat, Freundschaft und eine Achterbahn der Gefühle und ein Auf und Ab in der Liebesbeziehung.

Allerdings finde ich, wer den 1. Teil nicht gelesen hat, wird sich hier etwas schwer tun mit den Verbindungen der Personen untereinander und es wird doch einiges an Vorwissen fehlen.
Einige Fragen aus dem 1. Band werden beantwortet, einige werden neu aufgestellt.
Außerdem endet das Buch mit einem gemeinen Cliffhänger, so dass man unbedingt den 3. Band lesen will um zu wissen wie die Geschichte endet.

Autorin:
Kathryn Taylor wusste schon als Kind, dass sie sich irgendwann als Schriftstellerin ihr Geld verdienen wollte.

Mein Fazit:
Eine schöne emotionale Geschichte, typisch Love & Landscape.
Von mir 3 Sterne.

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25 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

syrien, agenten, geheimdiensteinsatz, giftgas-anschlag, new york

Die Damaskus-Connection

Matt Rees , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 26.01.2018
ISBN 9783406700422
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Damaskus Connection, von Matt Rees

Cover:
Passt zu einem Thriller.
Sehr dunkel, sehr bedrohlich und irgendwie mysteriös.

Inhalt:
Die Ärztin Amy Weston, spezialisiert auf chemische Kampfstoffe, ist auf dem Weg zu Agent Verrazzano, und wird im Aufzug vor seiner Nase erschossen.
Ihre letzten Worte: du hast nur noch wenige Tage.
Aber wofür?
Agent Verrazzano, ehemaliger Elitesoldat und Söldner, mit seinen eigenen Geheimnissen und Dämonen, nimmt die Ermittlungen auf.
Bald kommt er dahinter: es geht um Giftgas, ein verehrender Anschlag steht bevor, doch wo und wann.
Seine Wege führen ihn nach Syrien, Damaskus und er entdeckt das tödliche Nervengift Sarin.
Aber wer steckt wirklich hinter dem Ganzen?

Meine Meinung.
Ein guter Einstig, es geht gleich zur Sache. Wechselnde Handlungsorte Hauptsächlich USA und Syrien(Damaskus).

Die Handlung zeigt wie (vermutlich) bodenlos schlecht, korrupt, irrsinnig die Welt doch wirklich ist und funktioniert.
Für viel Geld tun ein paar wenige alles und einige Irre und total verrückte egoistische Köpfe tun schreckliche Dinge um sich selbst zu bereichern , die schlimmsten Gräueltaten, und sie schrecken auch nicht davor zurück die ganze Welt in Kriege zu stürzen um selber davon zu profitieren und Geld zu scheffeln.
Der der am meisten zahlt hat das Sagen.
Leider sieht es vermutlich im Großen (oder hoffentlich auch nur im Kleinen) auch in der Wirklichkeit so aus.
Und ich denke das wird sich nicht ändern.
Also die Idee hinter dem Buch ist sehr real, beängstigen und beklemmend.
Einiges bleibt offen. Wie wurde das Sarin transportiert, wie sind die „Toten“ mit dem Sarin in Berührung gekommen? Einige sterben sofort, bei anderen dauert es Tage(?), bei einigen reicht eine Spritze als Gegenmittel, bei andern ist diese anscheinend nicht zu haben?

Doch die Ausführung – das ist dann wieder die andere Seite.
Das war mir in allem zu viel.
Das war Action Kino, in seinem wildesten Ausmaß, aber mir an vielen Stellen einfach viel zu übertrieben.
Deshalb konnte es mich ab dem 2. Drittel, nicht mehr berühren und es hat die Angst und Beklemmung beim Lesen rausgenommen.
Es kämpft jeder gegen jeden, der Gute gegen den Bösen, der Böse gegen den Guten, und dann war der Gute plötzlich der Böse und wieder umgekehrt. Ach ein ewiges hin und her und Wirrwarr.
Der „Held“ hat sich teils „kopflos“ und ohne Plan in Situationen gestürzt in denen er nicht wusste was ihn erwartet, so quasi einer alleine gegen den Rest der Welt, und hat natürlich auch in den ausweglosesten Situationen gewonnen.
Selbst wenn er eigentlich schon tod war, ist er plötzlich wieder quitschlebendig aufgetaucht und hat weitergemacht als wäre nichts gewesen.
Oder im allerletzen Moment hat dann einer plötzlich eine Pistole in der Hand obwohl er schon vorher ewig die Möglichkeit hatte damit einzugreifen. Nur damit die Dramatik ausgereizt wird….
Also das war mir einfach zu sehr auf Dramatik und Action gemacht, an vielen Stellen für mich unwirklich und unlogisch.
Deshalb war irgendwann auch keine Spannung mehr da, weil ja klar war, dass der „Held“ doch wieder auftaucht.

Autor:
Matt Rees, geb. 1967 in South Wales, war Jerusalemer Bürochef der Time und schreibt weitere Krimis.

Mein Fazit:
Eine tolle und beängstigende Geschichte, auch leider sehr aktuell, wenn das Ganze nicht so sehr auf Rambo und übertriebene Action geschrieben worden wäre.
Denn somit ist die Action-Handlung (oberflächlich) im Vordergrund und nicht das Thema Giftgas.
Das hat mir die Spannung und den Nervenkitzel genommen.
Deshalb von mir auch nur 3 Sterne obwohl die Geschichte mehr verdient hätte.

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35 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

vater-tochter beziehung, familie, thriller, road-movie, flucht

Die Rache der Polly McClusky

Jordan Harper , Conny Lösch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081507
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Rache der Polly McClusky, von Jordan Harper

Cover:
Genau so stellt man sich einige Szenen im Buch vor.

Inhalt:
Kurz bevor Nate aus dem Gefängnis entlassen wird, tritt er einer herrschenden Gang mächtig auf die Füße. Er, seine 11jährige Tochter und seine EX landen dadurch auf einer Exekutionsliste.
Als er am nächsten Tag entlassen wird, ist es für seine EX zu spät, aber Polly schnappt sich Nate direkt von der Schule weg und begibt sich mit ihr auf die Flucht. Das Roadmovie beginnt.
Die Außenseiterin Polly und ihr Vater verschweißen zu einer Einheit und einer steht für den anderen ein und so machen sie das unmögliche wahr, um wieder von dieser Liste zu kommen.

Meine Meinung:
Ein direkter Einstieg. Die Personen werden nach und nach eingeführt und wir kommen sehr schnell und gut in die Handlung.

Nate (der Bösewicht) wird gar nicht so böse dargestellt und durch seine Liebe und Fürsorge für seine Tochter hat man als Leser irgendwie „Verständnis“ für ihn. Trotzdem wollte ich ihm nicht nachts alleine begegnen.

Polly ist wiederum eine ganz außergewöhnliche Außenseiterin, so ist sie doch am Anfang einfach nur ein verängstigtes kleines Mädchen, aber bald schon entdeckt sie die „böse“ Seite in sich und entwickelt sich zur unglaublichen Komplizin (mit rasanter Entwicklung und Handlung zum Schluss).
Eigentlich ist der Titel ja auch etwas irreführend, denn ich finde nicht Polly übt Rache, sondern ihr Vater.

Die ganze Schreibweise ist sehr flüssig und spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in 2 Tagen ausgelesen.
Die Szenen sind sehr mitreisend und dramatisch geschrieben (es wird auch schon mal ganz schön brutal) , es ist ganz klar zu merken , dass der Autor auch Film- und Drehbücher schreibt, denn ich kann mir das Buch sehr gut als Film vorstellen, in meinem Kopf lief quasi die ganze Zeit ein Film ab.
Klar ist einiges recht übertrieben und eher unglaubwürdig, aber dies bringt dem Lesespaß (und vor allem der Spannung) keinen Abbruch – irgendwie typisch amerikanisch eben (denke ich mir).

Autor:
Jordan Harper geb. 1976, in Missouri, ist Musikjournalist, Filmkritiker, Fernsehautor und Drehbuchautor. Zurzeit lebt er in Los Angeles und arbeitet am Drehbuch zu diesem, Buch.

Mein Fazit:
Ein toller und spannender Roadmovie-Krimi.
Typisch amerikanisch, mit einem echten Showdown am Schluss.
Von mir 5 Sterne.

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41 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, alaska, psycholgie, psychologin, verlag: atb;

Ich töte dich: Thriller

Brenda Novak
E-Buch Text: 441 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 04.12.2017
ISBN 9783841214119
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich töte dich, von Brenda Novak

Cover:
Eine Meisterleistung.
Haptisch so wie fürs Auge ist hier die Eiseskälte zu sehen und zu spüren.

Inhalt:

Als sie sechzehn Jahre alt war, wurde Evelyn Talbot von ihrem Freund brutal gefoltert und ist nur knapp mit dem Leben davongekommen.
Zwanzig Jahre später ist sie nun weit ab in Alaska, Psychiaterin und Leiterin eines Gefängnisses in dem sie die schlimmsten Psychopathen erforschen will.
Als nach dem ersten halben Jahr, die erste brutal verstümmelte Frauenleiche auftaucht, fällt der Verdacht sofort auf jemand aus der Anstalt.
Doch alle Hinweise deuten auf die Vergangenheit von Evelyn hin.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse.
Kann Evelyn ihren eigenen Mitarbeitern trauen?
Oder dem einzigen Polizisten des Ortes? Er ist der einzige Mann bei dem sie seit zwanzig Jahren wieder Nähe zulassen konnte?

Meine Meinung:
Ein unglaublicher Thriller.
Wir können einen Blick in den Kopf eiskalter und abgrundtief böser Psychopathen werfen. (Vor jedem Kapitel sind auch Aussagen realer Psychopathen abgedruckt).
Das Buch entwickelt einen ganz eigenen Sog, man kann es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung steigt und steigt und immer wieder tun sich neue Tatsachen und unglaubliche Situationen auf.

Evelyn ist die Hauptprotagonistin, alles läuft aus ihrer Sicht ab. Und klar, vor ihrem Hintergrund spielt der Sex, oder besser der Sex den sie nicht haben kann eine wichtige Rolle. Trotzdem ist mir persönlich genau dieses Thema zu sehr ausgewalzt. Die ganze Beziehung zu Amarok war zu störend, die Dialoge die Handlungen, irgendwie hat das nicht zur Situation gepasst.
Klar soll ihre innere Angst und Zerrissenheit zum Ausdruck kommen, aber ich denke das wäre etwas dezenter auch klar geworden.
Denn was sie erlebt hat und noch erlebt, ist ein Albtraum der allerschlimmsten Sorte.

Die Sprache und Wortwahl ist oft sehr derb, teilweise empfinde ich sie sogar als vulgär. Sollte vermutlich auch dem Umgang und der Sprechweise dieser Psychopathen angepasst sein.

Autorin:
Brenda Novak lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Sacramento.

Mein Fazit:
Ein Thriller der es in sich hat: Grauen, Gänsehaut, Schockmomente, eiskalte Psychopathen und Spannung bis zum Schluss - und das in der unwirtlichen Winterlandschaft von Alaska.
Wenn für mich die „Sex sells“ Komponente nicht so stark gewesen wäre, volle 5 Punkte. Deshalb von mir: 4 Sterne.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

verschwörung, geheimnisse, fbi

Secret - Niemand schweigt für immer

Brad Meltzer , Tod Goldberg , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2018
ISBN 9783746633602
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

SECRET – Niemand schweigt für immer,
von Brad Meltzer und Tod Goldberg

Cover:
Dunkel und beängstigend, passend zum Inhalt.

Inhalt:
Hazel Nash erwacht nach einem Autounfall (bei dem ihr Vater ums Leben kam) im Krankenhaus. Sie hat erhebliche Erinnerungslücken, vor allem alles was ihre Emotionen angeht ist weg. So kann sie sich nicht an ihr Verhältnis zu ihrem Bruder erinnern, sogar nicht einmal an sich selber, was war sie für eine Person??
Und was ist mit ihrem Vater, er war ein berühmter Fernsehjournalist mit einem Faible für Verschwörungen.
Ein FBI Agent taucht auf und deutet an ihr Vater könnte ermordet worden sein. Hazel fängt an zu ermitteln und muss sich bald selber fragen: Bin ich selber in eine Verschwörung verstrickt, habe ich meinen Vater selber umgebracht??

Meine Meinung:
Von Anfang bis zum Ende ein wirklich undurchschaubarer und sehr mysteriöser Agenten-Thriller.
Wer ist „böse“ wer ist „gut“, eigentlich lässt sich keiner so richtig einsortieren.
Sogar die Hauptprotagonistin Hazel, muss sich fragen: wer bin ich – das macht schon richtig Gänsehaut.
Es sind viele sehr eigenwillige Charaktere: aber auch am Ende des Buches habe ich eigentlich keinen so richtig durchschaut.
Viele Schauplätze (weltweit), deren Bedeutung sich mir aber nicht immer erschloss. Z.B. warum wurde das zweite Opfer nach Dubai gelockt und dort umgebracht?
Auch manche Handlungen waren mir zu unlogisch: z.B. warum sammelt und verteilt der „undercover“ Leibwächter belastendes Material gegen Personen die er schützen will/soll?
Solche für mich unlogischen Handlungen gibt es einige.
Es wird verschleiert und verwirrt, betrogen, gelogen und hintergangen am laufenden Band.

Autoren:
BRAD MELTZER geb. 1970 in Brooklyn, in Miami aufgewachsen, lebt mit seiner Frau in Florida.
TOD GOLDBERG ist Autor mehrerer Romane.

Mein Fazit:
Ein Thriller der total verwirrt und mit Rätsel über Rätsel aufwartet.
Undurchschaubar, mysteriös; wem kann man glauben, wenn nicht einmal sich selber? Aber auch wenn man nicht alles versteht, macht gerade das vermutlich die Spannung aus.
Von mir ganz knapp 4 Sterne.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

muslim, liebe, flüchtling, fortsetzung, für immer sein mond

~ Ein Morgen wie Jasmin ~: Die Fortsetzung von "Für immer sein Mond"

Marie Enters
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks, 02.01.2018
ISBN 9783742774828
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein Morgen wie Jasmin, von Marie Enters

Das Cover und der Titel sind auch schon wie beim 1. Teil wunderschön.

Um ehrlich zu sein konnte mich dieser 2. Teil nicht ganz so überzeugen, wie der erste Teil (den ich echt toll fand).

Ich finde hier im 2. Teil fehlt mir die Intensivität. Es geht hier „nur“ noch um den Abschied- bzw. Trennungsschmerz. Das wirkt ein bisschen wie laufende Wiederholungen.
Das Ringen um diese Liebe, das sich Hineinfinden (das im ersten Teil wirklich eine gewisse Dramatik hineinbrachte) verpassen wir hier quasi.

Diesmal finde ich gehen die Gedanken und Gefühle nicht so tief (oder empfinde ich es nur so im Vergleich zum 1. Band?). Ok wir erkennen immer noch die innere Zerrissenheit und das Leid bzw. die Not von Marie.
Trotzdem: für mich (es fühlt sich hier im 2. Band so an) wird immer wieder nur angedeutet wie schwierig und kompliziert die Liebe zu einem jüngeren muslimischen Mann ist, hier scheint nur die Sicht von Marie beleuchtet zu werden. Und das auch noch mit dem ungünstigen Umfeld von Marie (sie ist ja in ihrer Beziehung schon länger unglücklich). Hier fand ich den Satz so wichtig: Melih hatte ihr gezeigt wie es sich anfühlt glücklich zu sein…. (ich denke das hatte Marie ganz vergessen).

Wobei ich es an einer Stelle im Buch ganz schon erschreckend fand, dass die „muslimischen“ Männer anscheinend wenn sie außerehelichen Sex mit europäischen Frauen haben, diese danach auch noch dafür verachten.

Auf der anderen Seite wird immer wieder erwähnt dass die Liebe zur (jüngeren) Tochter auch so ausschlaggebend für die Entscheidung von Marie ist (was ich auch total verstehe und für mich auch ein ganz wichtiger Punkt wäre), aber dann wird mir zu wenig über die Bindung von Marie und ihre Tochter erzählt.

Und am Ende fehlt mir auch ein bisschen was.
Jetzt habe ich so viel über Marie und Melih erfahren, jetzt wollte ich auch wissen: geht er nach Frankfurt?
Gibt es somit eine Trennung von Marie und Melih?
Denn sonst werden die Biden meiner Meinung nach nie einen klaren Cut machen können, was ich aber meine, was wichtig für reibe wäre.

Schön sind wieder die vielen Gedanken die in einem Gedicht verpackt erzählt werden.

Wie auch im ersten Teil, finde ich:
Das ist eine Liebe bei der Marie immer auf der Verliererseite steht, egal wie sie sich verhält, egal für wen sie sich entscheidet, sie wird immer die sein die leiden muss.
Aber so ist das reale Leben, es gibt nicht immer ein Happy End und oft bleiben viele Fragen ungelöst.
Diesmal von mir ganz knapp 4 Sterne.


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49 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

historischer roman, laurin, wenden, raserei, magdeburg

Die Kathedrale des Lichts

Ruben Laurin
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176366
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Kathedrale des Lichts, von Ruben Laurin

Cover:
Sehr schön gestaltet, passend zum Genre und zur Geschichte des Buches.

Inhalt:
Es beginnt 1215 (bzw. im Prolog und in zwei passenden Intermezzos, geht es sogar ins Jahr 285 n. Chr.).
Der 6jährige Moritz überlebt als einziger seiner Familie einen Überfall. Er durchlebt eine Leidenszeit, wird als Sklave hin und her geschoben und durch seine Albträume, bei denen er immer wieder in Raserei verfällt, wollen viele seinen Tod.
Nur wenn er am Stein arbeite geht es ihm gut.
Baumeister Bohnsack erkennt sein Talent und nimmt ihn mit nach Magdeburg.
Aber auch dort beutelt das Schicksal ihn, wie auf einer Achterbahn ist er mal oben auf der Glückleiter dann fällt er wieder tief.
Wo wird er am Schluss stehen?

Meine Meinung:
Der Einstig gelingt gut. Die Personen werden nach und nach gut eingeführt und beschrieben. Jeder hat seinen eigenen Charakter (wobei alles vertreten ist: die klischeehaften Charaktere, u.a. der Tunichtgut, dem man nicht böse sein kann, der bärenstarke Held mit dem weichen Herzen, der Bösewicht, die schöne Helena, die alle begehren, etc., aber auch etwas sperrige wie Pater Rochus mit seinem Schweigegelübde oder die „irre“ Mechthild.
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte läuft fließend ineinander.
Ok es gibt einige (für mich) unlogische Stellen, aber die machen mir in der „Gesamtheit“ nichts aus, da sie eben so vom Autor für den Verlauf der Geschichte geplant wurden.

Und ok, das Ende löst sich dann fast schon von alleine in Wohlgefallen auf…
(fast zu einfach wie jetzt alle zusammenhelfen. Warum nicht vorher?)

Der Epilog und vor allem das Nachwort runden die ganze Geschichte super ab.

Ein schönes Schlusswort:
Wir alle kommen und gehen. So ist das Leben.
Wie gut, dass es auch Dinge gibt, die uns überleben und bleiben.

Autor:
Ruben Laurin ist das Pseudonym, eines Autors, der unter mehreren Namen schreibt. Seine Faszination für Geschichte macht vor allem seine historischen Romane so lebendig.

Mein Fazit:
Ein wunderschöner historischer Roman, bei dem die Geschichte der Menschen im Vordergrund steht und der Dombau den passenden Rahmen bietet.
Ich war in Magdeburg und habe dort schöne Lesestunden verbracht.
Von mir 4 Sterne.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, wille, gedächtnisverlust, pflegefall, unsicherheit

Du stirbst nicht

Kathrin Schmidt
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei btb, 08.12.2010
ISBN 9783442741137
Genre: Romane

Rezension:

Du stirbst nicht, von Kathrin Schmidt

Cover:
Nichtsagend.

Inhalt:
Helene wacht im Krankenhaus auf, ohne Kontrolle über ihren Körper.
Stück für Stück kämpft sie sich ins Leben zurück und füllt ihre Erinnerungslücken.
Und sie erkennt, dass ihre Ehe nicht immer geradlinig verlaufen ist, vor allem in letzter Zeit.

Meine Meinung:
Der Einstieg war sehr intensiv und erschütternd.
Aber irgendetwas fehlt mir, um so richtig emotional mitzugehen zu können, für mich wird es bald zäh und langatmig.
Der Schreibstil ist mir zu aufgeplustert, zu blumig (ich kann mir vorstellen dass viele hier sagen würden poetisch). Mir sind es zu viele Umschreibungen und komplizierte Saztverschachtelungen um etwas auszudrücken. Für mich sind das zu viel gewollte Wortspiele und Wortklaubereien, die mir oft zu „Oberlehrerhaft“ rüberkommen.
Die Gedanken huschen umher wie ein Autoskooter, aber es wird nicht erzählt wie sich Helene fühlt – bei mir kommt jedenfalls nichts an- nur ab und zu ein : sie ist verärgert, Wut steigt auf, das ist mir zu wenig für ihre Situation.
In der „Erinnerung“ werden mir zu viele Nebenschauplätze aufgemacht.
Den Gedanken (und auch den Personen und Handlungen in den Gedanken) kann ich nicht immer folgen und kann ihre Stellung nicht einschätzen.
Hier noch einige Zitate weshalb ich es übertrieben finde oder Sätze wo ich mich frage: was soll ich damit anfangen.
--An das Auspusten von Eiern muss sie dabei denken: das Wissende platscht womöglich wie Dotter, mit Eiweiß gemischt, einfach hinab! Da zieht sie es aber lieber schnell wieder zurück, das Wissende, und tut so, als könne ihr Blick kein Wässerchen trüben.
--Ihrer betörenden Unschärfe, die eine nicht weniger betörende Klarheit im Schlepptau hatte.
--Raphaels Augen, sonst Asyle unendlicher Müdigkeit, zeigen heute einen versunkenen Glanz, den man nicht sofort wahrnimmt, der sich aber offenbart, wenn sein Blick umschwenkt.

Mein Fazit:
Das Buch hat sehr interessant begonnen, aber dann hat es sich für mich sehr gezogen und ich war froh als ich es beenden konnte.
Für die interessante Idee und den guten Beginn gerade noch 3 Stern.

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48 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

cornwall, erbe, england, wahnsinn, gut

Meine Cousine Rachel

Daphne du Maurier , Brigitte Heinrich , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361978
Genre: Klassiker

Rezension:

Meine Cousine Rachel, von Daphne du Maurier

Cover.
Geheimnisvoll und für meinen Geschmack viel zu modern für die Geschichte.

Inhalt:
Englischer Landadel und eine sich als „höhere“ Gesellschaft sehende Familie.
Der alternde Junggeselle Ambros hat sich in Italien überraschend verheiratet und stirbt kurz darauf.
Durch verwirrende Briefe glaubt sein „Pflegesohn“ Philip dass seine Frau Rachel etwas mit dessen Tod zu tun hat und sinnt auf Rache.
Doch als sie plötzlich in Cornwall auftaucht, geraten alle unter ihren Bann, auch Philip.

Meine Meinung:
Ich konnte mich nicht mit dem Buch anfreunden.
Die Protagonisten, sowie alle Dialoge und die ganzen Handlungen, Konversionen und Denkweiseen, waren mir viel zu hölzern, steif und nicht nach vollziehbar. Irgendwie war es für mich wie ein Blick in eine andere Zeit, aber so unglaubwürdig, dass ich mich nicht hinein fühlen konnte.
Eigentlich lese ich gerne historische Romane, aber hier konnte ich nicht eintauchen.

Das Ende war dann vorhersehbar und auf die eigentliche Frage des Buches, hat man dann meiner Meinung nach keine Antwort bekommen.

Autorin:
Daphne du Maurier, geb. 13.05.1907, entstammt einer Künstlerfamilie und wuchs in London und Paris auf. Sie starb 1989 in Cornwall.

Mein Fazit:
Ich wurde mit dem Buch nicht warm.
Die Protagonisten waren mir zu steif und die Geschichte für mich zu unnahbar und wenig nachvollziehbar.
Deshalb auch nur ganz knapp 3 Sterne.

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281 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

liebe, verlag, autor, lesereise, lyx

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Kristina Günak
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX, 24.04.2017
ISBN 9783736304659
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Von Kristina Günak

 

Cover:

Sehr neutral, ein bisschen so chaotisch wie das Leben der Protagonistin.

 

Inhalt:

Bea´s Arbeitsplatz, ein Verlag, steht vor dem „AUS“.

Ausgerechnet ihr fällt es zu, diesen zu retten, indem sie den als „mehr als schwierig“ geltenden Bestseller-Autor Tim Bergmann, ein ausgesprochenes „Enfant Terrible“ in Zaum halten und durch eine 4-wöchige Lesetour begleiten soll.

Doch Bea erkennt ganz langsam, dass hinter der Fassade ein ganz anderer steckt, und dieser Mensch hat viel mehr mit ihr gemeinsam als sie es sich gedacht hätte.

So wird sie sich auch ihrer eigenen Fassade bewusst und lässt einen Blick hinter die Kulissen zu.

 

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich sehr überrascht: POSITIV.

Hatte ich mit einer Chick-Lit Geschichte  gerechnet, die ich gerne mal zwischendurch lese. Doch dieses Buch geht sehr viel tiefer.

 

In einer leisen und vielschichtigen Sichtweise wird gezeigt, dass es Menschen gelingen kann, mit nur „genug Liebe“ im Hinterhalt, dem „Urschlam“ (sprich einer schlechten Kindheit) zu entkommen.

Das die Kraft der Liebe, grenzenloses bewirken kann.

Der Schreibstil ist hierbei sehr harmonisch, flüssig und sehr humorvoll, es gibt wirklich viel zu lachen.

 

Die Hauptprotagonistin ist liebenswert, chaotisch, steht hilfsbereit und total warmherzig. (Eine richtig fleißige Arbeitsbiene).

 

Ich könnte mir das Buch sehr gut als Film vorstellen.

 

Autorin:

Kristina Günak wurde 1977 geboren. Nachdem sie jahrelang als Maklerin arbeitete, ist 2011 Ihr erster Roman erschienen.

 

Mein Fazit:

Überraschend anders als erwartet:

Außergewöhnlich, bewundernswert, bewegend, mit Tiefgang und viel Herz und Humor.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

5 Sterne.

  (5)
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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Miss Blackpool

Nick Hornby , Ingo Herzke , Isabel Bogdan
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.05.2016
ISBN 9783462049077
Genre: Romane

Rezension:

Miss Blackpool, von Nick Hornby

Dies ist eigentlich keine Rezi, weil ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe.

Es ist mein erstes Buch des Autors, doch wie ich jetzt aus den negativen Rezis gelesen habe, von Leuten die schon mehr Bücher des Autors gelesen haben, soll es eines von seinen „schlechteren“ sein.

Der Einstieg ist recht witzig und humorvoll, doch als die Protagonistin dann in London ist und auch in der Filmbranche eingestiegen ist, wird es sehr schnell langatmig und zäh.
Vor allem haben mich die vielen langen ein-Satz Dialoge gestört.
Hier ging es um Film und TV Serien und Schauspieler der 60 Jahre in England, die mir alle nichts gesagt haben, und dies alles in sehr ausgedehnter und langweiliger Art.
Für mich war hier überhaupt nichts humorvolles oder witziges mehr zu erkennen. Dann habe ich eine Strecke nur noch quer gelesen, als es dann aber auch nicht besser wurde (für mich jedenfalls nicht), habe ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen.


  (5)
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(30)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

historischer roman, venedig, martha sophie marcus, 1667, marcus

Das blaue Medaillon

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404175642
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das blaue Medaillon, von Martha Sophie Marcus

Cover:
Passend zum historischen Roman.

Inhalt:
17. Jahrhundert.
Alessa wächst bei ihrem Groß0vater in Venedig auf. Hinter einer bürgerlichen Fassade, wird sie von ihm zur Meisterdiebin ausgebildet.
Als ihre Tante stirbt und ihr ein geheimnisvolles Medaillon vermacht und einen Tag später ihr Großvater ermordet wird, entgeht Alessa selber nur knapp einem Anschlag. Im letzten Moment kann sie aus Venedig fliehen.
Ihr Ziel ist das weit entfernte Celle wo ihr einziger ihr noch verbliebener Verwandter leben soll.
Doch der Mörder bleibt ihr dicht auf den Fersen.

Meine Meinung:
Die Schreibweise ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Der Einstig ist gelungen und die junge Protagonistin ist mir gleich sympathisch.
Doch mit der Zeit zieht sich die Geschichte immer mehr in die Länge.
Vieles ist vorhersehbar und einige Handlungsstränge verlaufen sich für mich im Nichts und werden einfach nicht mehr aufgenommen.
Das Ende kommt dann wiederum sehr plötzlich und ist auch für mich sehr offen, bzw. es kommt mir so vor als ob noch ein paar Seiten erzählt werden sollten.

Autorin:
Die Autorin wurde 1972 geboren, studierte in Hannover Germanistik, Pädagogik und Soziologie.
Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg.

Mein Fazit:
Ein solider historischer Roman. Viele Teile sehr vorhersehbar, ein schnelles Ende das (zu) vieles offen lässt.
Von mir 3 Sterne.


  (4)
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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

köln, nachkriegszeit, eifel, mord, hungerwinter

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

Beate Sauer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289571
Genre: Historische Romane

Rezension:

Echo der Toten, von Beate Sauer

Cover:
Passend zum Schauplatz und der Zeit der Handlung.

Inhalt:
Januar 1947. Köln und Umgebung.
In einer Welt, die in Trümmern liegt und Hunger und Chaos noch an der Tagesordnung sind blüht der Schwarzmarkt.
Und genau so ein Schwarzmarkt König wird ermordet, einziger Zeuge ist ein kleiner Junge der aber nun kein Wort mehr spricht.
Der britische Polizist Richard Davis (den sein persönliches Geheimnis nach Köln geführt hat) zieht Friederike Matthée hinzu. Eine junge Polizistin die mit ihrer Mutter am Existenzminimum lebt, selber mit tiefen seelischen Wunden die Flucht aus dem Osten überlebt hat und gerade kurz vor der Kündigung steht.

In dieser Zeit Zeugen zu finden ist äußerst schwierig.
Doch als kurz darauf ein zweiter Mord passiert, scheint sich ein Anhaltspunkt zu finden.

Meine Meinung.
Der Einstig ins Buch gelingt sehr gut.
Die entbehrungsreiche Zeit von damals, diese bedrückende Atmosphäre, die große Not, ist sehr gut wiedergegeben. Die Gefühle der Menschen (ob positiv oder negativ) und die ausgebombten Städte, die Ruinen und die Notwendigkeit des Schwarzmarkthandels werden sehr gut wiedergeben.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Die Charaktere haben mir gut gefallen und ich finde sie überzeugend und realistisch.
Die tiefe Angst durch das erlebte im Krieg oder auf der Flucht (bei dem Jungen und bei Friederike), oder der Argwohn bei den Menschen, auf der anderen Seite die weiterhin dumme Überheblichkeit, ist wirklich greifbar und sehr gut geschildert. Dadurch wird auch der ambivalente und ich sich zerrissene Charakter von Friederike (und auch Richard) klar.
Der Überlebenskampf ist noch nicht überwunden und täglicher Hunger (so wie wir ihn gar nicht mehr kennen) ist ein tägliches Problem.

Die Krimihandlung ist nachvollziehbar und durchgängig.
Was ein bisschen auf der Strecke bleibt ist die Spannung.
Es gibt schon einen gewissen Spannungsbogen, aber die Kurve ist nicht sehr steil und meine Gänsehaut beim Lesen kommt eher daher, dass ich mir die Situationen auf der Flucht und in diesem Nachkriegsleben voller Entbehrungen vorstelle.
Oder das Geheimnis um den Britischen Polizist Richard Davis.

Autorin:
Beate Sauer studierte Theologie und Philosophie und absolvierte danach eine journalistische Ausbildung. Mit ihren historischen Romanen begeisterte sie eine große Fangemeinde.
„Echo der Toten“ ist ihr erster historischer Kriminalroman.

Mein Fazit:
Ein sehr eindringlicher und emotionaler Nachkriegs-Krimi.
Für mich war die Krimihandlung eher das schmückende Beiwerk.
Die historische Seite dieser Geschichte finde ich, macht das Buch so lesenswert.
Von mir 4 Sterne.

  (4)
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33 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

meer, weibliche protagonistin, identitätssuche, waisenkind, roman

Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Lauren Wolk , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423640350
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Eine Insel zwischen Himmel und Meer, von Lauren Wolk

Cover:
Sehr romantisch. Die Feder, ein Bild das in der Geschichte mehrmals auftaucht, spiegelt sich im Meer. Das ist sehr schön gemacht.

Inhalt:
Zeit: um 1920.
Als neugeborenes Baby wird Crow in einem alten Boot dem Meer „übergeben“.
Sie wird auf einer winzigen Insel angespült, auf der der geheimnisvolle Osh lebt. Dieser nimmt sich ihrer an. Beide sind Außenseiter und werden nur von der freundlichen Miss Maggie unterstützt.
Je älter Crow wird, desto mehr will sie über sich und ihre Wurzeln erfahren.
Als sie eines Abends ein kleines Feuer auf der ebenfalls unbewohnten Nachbarinsel entdeckt, kann keiner ahnen welche Lawine damit ins Rollen gebracht wird und welche Abenteuer auf Crow, Osh und Maggie zukommen.

Meine Meinung:
Eine wunderbare Geschichte, sehr liebevoll und anrührend erzählt.
Die drei Hauptpersonen Crow, Osh und Maggie, machen das ganze überschaubar und obwohl alle drei so ganz eigene Charaktere sind und jeder seine Geheimnisse hat (und auch behält) ist man sehr schnell mitten unter ihnen.

Die Autorin legt sehr viel Wert auf die Entwicklung innerhalb der „Familie“, und dabei spielt es aber keine Rolle ob man mit dieser Familie blutsverwandt ist oder ob man in diese Familie hinein wächst.

Der weitere Rahmen der Geschichte ist sehr realistisch und wirklichkeitsnah recherchiert und erzählt. Eine gute Mischung aus Fiktion und Recherche.
Deshalb ist hier auch das Vor- und Nachwort im Buch so wichtig und ergänzend.

Die Autorin hat explizit einige Fragen am Ende offen oder im Dunkeln gelassen, ich hätte mir hier allerdings doch ein bisschen mehr Licht gewünscht.

Autorin:
Lauren Wolk, geb. in Baltimore, ist Schriftstellerin, Dichterin und bildende Künstlerin. Sie lebt mit ihrer Familie auf der Halbinsel Cape Cot.

Mein Fazit:
Eine wunderschöner, liebevoll und warm erzählte Geschichte.
Über sich selbst und seine eigenen Wurzeln, und was Familie bedeutet, sei sie blutsverwandt oder nicht.
Von mir sehr gute 4 Sterne

  (4)
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

grieche, hamburg, wohngemeinschaft, liebe, verwandtschaft

My New Big Greek Family

Jesko Wilke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Lago, 14.08.2017
ISBN 9783957611802
Genre: Romane

Rezension:

My New Big Greek Family, von Jesko Wilke

Cover:
Die Farben sind passend gewählt.

Inhalt:
Max, schon über 30, etwas schüchtern und weltfremd, lebt noch bei seiner Mutter.
Er beschließt dies zu ändern und das Schicksal schickt ihm den Halbgriechen und Macho Yannes über den Weg.
Damit beginnt eine Reihe von Änderungen.
Max zieht bei seiner Mutter aus und bei Yannes ein, die „Vollblutkatze“ Sarah wird seine Freundin und als Yanes´ griechische Verwandtschaft auftaucht und Max für ihren verloren geglaubten Sohn und Halbbruder hält, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt sehr witzig und humorvoll.
Doch dann wird sie in meinen Augen immer trivialer und der witzige und satirische Humor wird immer gewöhnlicher und „Gags“ sind altbekannt.
So kann ich nicht mehr über den „Tölpel“ lachen, der aus der Asche aus der Urne einer Verstorbenen Kaffee kocht (nicht nur dass der Witz uralt ist, ich denke hierzu müsste man Blind und die Geschmacksnerven amputiert sein).
Die Liebesgeschichte die dann eingebaut ist, finde ich auch unnatürlich überzogen und sie dient mir eher als Platzfüller.
Auch das Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End passt mir nicht zu dem Beginn des Buches.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die speziellen Schriftzeichen die für die griechische Sprache standen – klasse gemacht.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt.
Würde ich dem ersten Teil noch 5 Sterne geben (ironisch, kratziger Humor, „irre“ Hausbewohner), so bekommt der zweite Teil mit der beginnenden Liebesgeschichte gerade mal noch 3 Sterne, das weichgespülte Happy End dann nur noch 1 Stern.
So komme ich auf meine 3 Sterne für das ganze Buch.

Autor:
Jesko Wilke, 1959 in Hamburg geboren, studierte Philosophie, Kunsttherapie und Kunstpädagogik und war danach einige Jahre in verschiedenen sozialen Einrichtungen tätig. Seit 2001 ist er Sachbuchautor und freier Journalist und schreibt für verschiedene Magazine.
Jesko Wilkes zweites Standbein sind humorvolle Romane.

Mein Fazit:
Eine Geschichte die sehr witzig und humorvoll beginnt, für mich aber zu sehr abflacht und in eine schnöde Liebesgeschichte mit altbekannten und zu gewollten Gags wechselt.

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323 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 176 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, journalistin, norwegen

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Woman in Cabin 10, von Ruth Ware

Cover:
Absolut gelungen zur Geschichte.

Inhalt:
Die Journalistin Lo h
at das Glück, mit 10 anderen illustren Gästen, bei der Jungfernfahrt des exklusiven Kreuzfahrtschiffs Aurora dabei sein zu dürfen.
Gleich in der ersten Nacht wacht sie von seltsamen Geräuschen auf und glaubt zu beobachten wie aus der Nachbarkabine, etwas Schweres (ein Frauenkörper?), ins Meer geworfen wird.
Doch, obwohl Lo am Abend vorher, sich von der Frau in dieser Cabin 10, eine Wimperntusche ausgeliehen hat, ist diese Kabine nun picobello sauber und laut Passagierliste niemals belegt gewesen. Es fehlt auch niemand an Bord, weder von den Passagieren noch von der Crew.
Und niemand glaubt Lo!
Die anderen und sogar Lo selber beginnt allmählich an ihrem Verstand zu zweifeln, bis es zu spät ist und sie in eine tödliche Falle tappt?

Meine Meinung:

Ein gelungener Einstig, es geht direkt rein in die Geschichte.

Die Journalistin ist eine Person mit nicht sehr großem Selbstbewusstsein, sie hat Angst-und Panikattacken, nimmt dagegen Medikamente und auch mit dem Alkohol ist sie nicht sehr zurückhaltend. Diese Kombination macht sie bei einigen nicht sehr glaubwürdig. Ihr Charakter ist auch schwer zu beschreiben, sie ist in meinen Augen recht chaotisch, sehr spontan und sprunghaft, nicht gerade der Typ taffe Journalistin. (Aber sie wächst in dem Buch noch über sich hinaus – finde ich).

Die weiteren Gäste auf dem Schiff hätte ich mir lieber einzeln und besser vorgestellt gewünscht. Es waren mir zu viel auf einmal, ich habe schwer den Überblick behalten, wer Wer ist und wie ihre Verflechtungen und oder ihre Aufgaben sind, obwohl es nur 10 waren).

Der Schreibstil gefällt mir:
Tolle bildliche Vergleiche: z.B.
...sah er aus wie ein wütender Falke, der den Abschuss durch einen Wildhüter überlebt hatte und nun auf Rache aus war.
Der Spannungsbogen wurde auch kontinuierlich gesteigert, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Wenn wir die ganze Zeit gerätselt haben ob ein Verbrechen stattgefunden hat und wenn ja, wer Täter (irgendwann war jeder mal verdächtig) und wer Opfer ist, so wussten wir gegen Ende zu die Antwort aber somit kam gleich weitere Hochspannung auf: wer ist die weitere Leiche? Ist es Lo?
Und dann kamen die Wendungen Schlag auf Schlag.
Mit unglaublichem Staunen hat mich der letzte Abschnitt durch ein Wechselbad der Gefühle geführt.

Auch wenn das Buch, wenn man es im Rückblick auseinander nimmt und zerpflückt, einige Ungereimtheiten hat und sich einige Fragen auftun, war es für mich absolut fesselnd und ich kann es mir sehr gut als Film vorstellen.

Autorin:
Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte eine Zeit lang in Paris. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Nordlondon. Gleich mit ihrem ersten Thriller „Im dunklen, dunklen Wald“ wurde sie zur Bestsellerautorin. Beide Bücher werden in Hollywood verfilmt.

Mein Fazit:
Ein echt gelungener Thriller: Mysteriös, Nervenkitzel, gewaltige Spannung und sogar bis zum Schluss überraschende Wendungen.
Für mich ein Pageturner par excellence. 5 Sterne

  (5)
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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

theresienstadt, konzentrationslager, prag, judenverfolgung, holocaust

Abschied in Prag

Alyson Richman , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359598
Genre: Historische Romane

Rezension:

Abschied in Prag, von Alyson Richman

Cover:
Der rote Koffer im Vordergrund überlagert alles.
Irgendwie bedrückend.

Inhalt:
Als sich Lenka und Josef in Prag treffen und lieben lernen, steht der Krieg schon vor der Tür.
Nach der überstürzten Hochzeit werden sie auch leider getrennt.
Nach dem Krieg halten sich beide für tot und so lebt jeder sein eigenes Leben, ohne den anderen je zu vergessen.
Nach über 60 Jahren treffen sie sich auf der Hochzeit ihrer Enkel zufällig wieder…

Meine Meinung:
Für mich, ein Buch mit Anlaufschwierigkeiten, aber dann wird es sehr emotional.
Wir erfahren durch Rückblenden, mal aus der Sicht von Lenka, dann wieder aus der Sicht von Josef, wie sich beide kennen lernten und wie sie den Krieg erlebt haben.
Gerade die erste Hälfte des Buches wirkt für mich durch diese Rückblenden recht zäh und distanziert. Ich konnte keinen Zugang zu den beiden Protagonisten finden.
Ab der Mitte dann, als Lenka von ihren Erlebnissen im Lager in Theresienstadt (und später Auschwitz) erzählt, hat es mich dann auch sehr berührt und wird sehr beklemmend.
Es ist einfach immer wieder unglaublich was dort Menschen angetan wurde.

Am Schluss hätte ich gerne noch ein klein bisschen mehr über das "Happy End" erfahren.

Autorin:
Die amerikanische Autorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York.

Mein Fazit:
Wie gesagt, die erste Hälfte des Buches konnte mich nicht so erreichen, dafür hat mich dann die zweite Hälfte umso mehr in seinen Bann gezogen.
Eine unglaubliche Geschichte über das Leben in den Lagern im 2. Weltkrieg und eine Liebe die Jahrzehnte überdauert hat.
Von mir 4 Sterne.

  (7)
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(76)

125 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

hamburg, liebe, 2. weltkrieg, kaffee, familiengeheimnis

Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:

Die Oleanderfrauen, von Teresa Simon

Cover:
Sehr schön eingefangen, genau so kann man sich den Garten des Handlungsort vorstellen.

Inhalt:
Zwei Zeitebenen, die genial miteinander verknüpft werden: Hamburg in der Gegenwart und um 1936.
Die junge Sophie, Tochter eines reichen Kaffeebarons, genießt unbekümmert ihr Leben. Hannes, der Sohn der Köchin ist ihr von Kindheit an ein Freund.
Als aus dieser Freundschaft Liebe wird, beginnen die Probleme, denn Reich und Arm gehören nicht zusammen und ein dunkles Geheimnis stürzt die beiden Liebenden in einen tiefen Abgrund.
Sophie muss plötzlich über sich selbst hinauswachsen.
Dann auch noch der Krieg….

Meine Meinung:
Dies ist nach „Die Frauen der Rosenvilla“ und „Die Holunderschwestern“ das dritte Buch der Autorin und ich habe es wieder begeistert verschlungen.

Der Schreibstil ist einfach genial. So voller Wärme, Leben, Direktheit und fesselnd, dass jede Person und Handlung direkt als Kopfkino bei mir abläuft. Ich fühle mich selber als die beschriebenen Personen, handle und agiere direkt mit, es ist einfach mehr als lesen, es ist erleben.
Auch der Einstig ins Buch ist direkt ohne lange Aufwärmphase, so wie man es sich wünscht, wie Kino ohne lange Werbung vorweg.
Die beiden Handlungsebenen sind klar gekennzeichnet und werden sehr geschickt miteinander verwoben.

Beim Lesen gerät man immer mehr in den Bann der Geschichte, es ist ein regelrechter Sog, der einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.

Hier liest man von der gewaltigen Kraft der Liebe, die mitten ins Herz trifft, und dem bewegenden Drama, was der Krieg aus Menschen machen kann.
Romantisch und tief traurig zugleich.

Ob in der Gegenwart oder der Vergangenheit, sehr feinfühlig und berührend erfahren wir von den Sorgen und Nöten, den Gedanken und dem Handeln der Protagonisten. Und jeder ist gleich liebevoll und perfekt gezeichnet.

Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die mit ihrem Mann in München lebt. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen und bewundert alles, was grünt und blüht.

Mein Fazit:
Ein meisterhaft erzähltes Familienepos.
Eine bewegende Liebe in Kriegszeiten.
Sehr emotional, Hochspannung pur bis zum Schluss, machen das Buch zu einem echten Pageturner.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 Sterne

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

usa, serie, politische verwicklungen, thriller, vogelgrippe

Sturzflug (Ryder Creed 3)

Alex Kava , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sturzflug, von Alex Kava

Cover:
Tolle Farben und passend zum Buch.

Inhalt:
Handlungsorte: verschiedene Stellen in den USA.

Es beginnt sehr mysteriös.
Tony Briggs ist absichtlich infiziert worden und soll Keime, Viren verteilen? Und dann wird er über ein Geländer gestoßen, damit es wie Selbstmord aussieht…

Dann eine weitere Leiche bei der es wie Selbstmord aussehen soll…

Hundeführer Ryder Credd und FBI-Profilerin Maggie O´Dell ermitteln zuerst unabhängig voneinander, bis die unglaublichen Zusammenhänge zu erahnen sind:
Von Menschen provozierte Epidemien, geheime Tests von biologischen Waffen, „wahnsinnige“ Wissenschaftler, die nur ihre Idee sehen und skrupellos über Leichen gehen.

Meine Meinung:

Ein unglaublicher Thriller: Eiskalt und Messerscharf erzählt.

Wie schon das Buch vorher „Versiegelt“, unglaublich spannend ein echter Pageturner.
Immer ist der Gedanke beim Lesen gegenwärtig: Kann so etwas in der Wirklichkeit existieren oder passieren?
Und leider antworte ich mir mit ja, was meine Gänsehaut nur noch verstärkt.

Die politischen Verstrickungen und Korruption sind sehr gut rübergebracht und eingebaut.

Was mich hier (dem Ende zu) ein bisschen gestört hat, ist die Überbewertung der Spürhunde.
Ich bin ja kein Fachmann, aber beliebige Hunde aus Tierheimen, in 3 Tagen zu Spürhunden auszubilden, die „Viren“ erschnüffeln, scheint mir doch ein bisschen weit her geholt zu sein. Das hätte anders gelöst werden können, dafür ziehe ich etwas ab.

Autorin:
Alex Kava ist mit ihren Thrillern regelmäßig auf den internationalen Bestsellerlisten vertreten.

Mein Fazit:
Unglaublich spannend, explosiv, ein echter Pageturner, eiskalt, Entsetzen und Gänsehaut garantiert.
Wir können nur hoffen, dass solche Geschichten nicht längst schon Realität sind.
Von mir 4,5 Sterne.

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46 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

wikinger, konstantinopel, kiew, nowgorod, aufruhr ambosporus

Herrscher des Nordens - Odins Blutraben

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2017
ISBN 9783426520031
Genre: Historische Romane

Rezension:

Odins Blut Raben,
Herrscher des Nordens,
von Ulf Schiewe

Cover:
Großer Wiedererkennungswert und passend zur Geschichte des Buches.

Inhalt:
Band 2 (nach „Thors Hammer“) der Saga um den großen Wikingerkönigs Harald Hardrada.
Wir sind nun im Jahr 1035 angekommen.
Harald hat sich beim Großfürsten der Rus einen Namen gemacht und sich als Söldnerführer bewährt.
Bei der Verteidigung von Kiew beweist er wiedermal sein Können und doch hält das Schicksal ihm hier eine große Niederlage bereit.
Als der Großfürst ihm die Hand seiner Tochter anbietet, verzichtet Harald.
Seine innere Unruhe treibt ihn weiter, und er landet in Konstantinopel.
Hier sammelt er weitere Reichtümer, aber auch hier holt ihn die Vergangenheit ein und er gerät in größte Gefahr…

Meine Meinung:
Dieser 2. Band schließt sich unmittelbar an den ersten Teil an.
Es ist wie ein wiedertreffen mit alten Freunden (und Widersachern).

Und auch in diesem Teil gibt es wieder tolle Einblicke in das Leben von damals.
Auch hier wieder gab es für mich neue Dinge zu entdecken, ganz besonders beeindruckt hat mich der ‚“Knüppeldamm“, eine Möglichkeit Schiffe über Land zu transportieren (ohne High Tech von heute).
Besonders gefallen hat mir auch das erleben einer ganz neuen Welt in Konstantinopel durch die Augen von Harald.
Midgard (wie Konstantinopel, das heutige Istanbul genannt wurde) ist für die Nordmänner wie eine neue Welt, eine ganz neue Gesellschaftsstruktur, andere Menschen und eine andere Kultur.
Schon klasse, wie "MultiKulti" die Welt damals schon war, auch wenn es trotzdem Kriege, Intrigen und Töten gegeben hat.

Aber auch die Kämpfe werden dieses mal sehr ausführlich und „platzeinnehmend“ geschildert.

Auch in diesem Buch merkt man wieder die gute Recherche, die den handelnden Protagonisten und der Handlung, trotz aller dichterischer Freiheit, eine unglaubliche Realität und Lebendigkeit gibt.

PS: Es gibt ein kleines „Schmankerl“ für alle die seine Normannensaga kennen.
Es wird ein kleiner Bogen zu Gilberts verschollenem Vater geschlagen – mehr verrate ich aber nicht.

Autor:
Ulf Schiewe, geb. 1947, war als Software-Entwickler und später Marketingmager tätig. Seit frühester Jugend war er eine Leseratte. Im Lauf der Jahre erwuchs daraus der Wunsch, selber große historische Romane zu schreiben.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.

Mein Fazit:
Eine tolle Fortsetzung der Trilogie um den Wikingerkönig Harald.
Spannend, super erzählt, an den richtigen Stellen mit den richtigen Details.
Ich freue mich jetzt schon auf den 3.Band „ Die letzte Schlacht“, der zum Glück schon im Februar erscheint.
Von mir wieder eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl: 5 Sterne.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

107 jahre, leben mit altersdemenz, alter, erlebnisse, glück

Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!

Anja Flieda Fritzsche
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2017
ISBN 9783548377759
Genre: Humor

Rezension:

Oma, die Nachtcreme ist für 30-jährige,
von Anja Fritzsche und Oma Maria (107)

Cover:
Hier erkennt man schon die herzliche Bindung zwischen Oma und Enkelin.

Inhalt:
Anja erzählt von und über ihre phänomenale Oma.
Der Alltag, Urlaub, Krankheit, aber vor allem der alles überstrahlende Optimismus prägen dieses Leben.

Meine Meinung:
Ein wirklich ganz außergewöhnliches Buch.
Ich hatte irgendwie ein Dauergrinsen im Gesicht.

Die Schreibweise ist sehr locker und dem Inhalt angepasst sehr humorvoll.
Besonders die lustigen, unterhaltsamen, manchmal auch weisen Dialoge sind echt super.

Eine solche Oma (und es gibt ja auch noch eine zweite Oma die „nur“ 8 Jahre jünger ist), ist schon was ganz besonderes, nicht nur das Alter von 107 Jahren, sondern auch wie sie alle Situationen und Gegebenheiten des Lebens meistert und annimmt. Es gibt keine direkte Anleitung, oder Geheimnisse die gelüftet werden, die das hohe Alter erklären würden. Aber es gibt doch sehr viele Tipps und Ratschläge, wie man leichter und gesund durchs Leben kommen kann (Musik, Spaß, Bewegung, kalte Duschen etc.) Herrliche Anekdoten schalten das Kopfkino immer wieder ganz spontan ein.
Man könnte beim Lesen schon ganz schön neidisch werden.

Ich könnte mir das Buch sehr gut als Film vorstellen.
Es zeigt wie man mit viel Spaß und Freude am Leben unglaubliche 107 (und vielleicht noch mehr) Jahre alt werden kann.

Und Hut ab vor den Angehörigen, die Oma kann auch ganz schön eifersüchtig, besitzergreifend, Ton angebend und fordernd sein.

Ein Zitat, das man sich vielleicht öfters mal selber sagen sollte:
Nimm das Leben nicht zu ernst, es passiert doch eh, was passieren will.

Autorin:
Maria Fritzsche, geb. 1909 in Essen, hat das erste halbe Jahrhundert dort gelebt und zog als Rentnerin nach Rosenheim.

Anja Fritzsche, geb. in Rosenheim, wuchs im Inntal auf, sie lebt mit ihrem Partner in München.

Mein Fazit:
So ein tolles Buch: Humor, Liebe, Menschlichkeit, aber auch ganz viel zum Nachdenklich werden und reflektieren.
Von mir eine klare Leseempfehlung und wenn es ginge mehr al 5 Sterne.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Die Reise zurück zum Glück

Torsten Siekierka
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei tredition, 24.08.2017
ISBN 9783743944121
Genre: Romane

Rezension:

Die Reise zurück zum Glück, von Torsten Siekierka

Cover:
Passend zur Geschichte, aber nicht unbedingt ein Eye-Chatcher.

Inhalt:
In einem Fernreisebus treffen Ole und Peter aufeinander.
Beide sind auf der Flucht vor etwas.
Ole vor seinem Leben das er so nicht mehr will, er sucht die Freiheit auf der Straße.
Peter hat gerade eine Bank überfallen und flieht vor dem Leben auf der Straße.

Was ist eigentlich Glück?

Und wer kann hier wem helfen?

Meine Meinung:
Eine auf den ersten Blick unglaubwürdig/unglaublich anmutenden Geschichte.
Doch dann wachsen mir die beiden Hauptprotagonisten Ole und Peter schnell ans Herz. Wobei ich Ole schon immer mal wieder schütteln könnte und mir denke: also irgendwie ist er ja schon etwas naiv.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Sehr genau wird hier beobachtet und die vielen verschiedenen Reisenden haben alle irgendwo ihre eigenen Macken und Eigenheiten.
Der feine Humor und die Weisheiten zwischen den Zeilen sind gut zu erkennen.

Das Ende ist dann etwas unorthodox, aber genau passend für dieses Buch.

Autor:
Torsten Siekierka wurde 1984 in Potsdam geboren und lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in Berlin.
Torsten Siekierka hält regelmäßig Lesungen im deutschsprachigen Raum. Informationen dazu und vieles mehr gibt es in seinem Blog unter torstensiekierka.blogspot.de.

Mein Fazit:
Mit seinen knapp 130 Seiten (und der doch relativ großen Schrift) ein idealer Begleiter für eine Zug- oder Autofahrt.
Genauso aber auch ein ideales Geschenk um jemanden eine kleine Freude zu machen und evtl. ein bisschen zum Nachdenken zu bringen.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

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