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40 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

dübell, fortsetzun, wirtschaft richard, historisch, band 2

Der Jahrhunderttraum

Richard Dübell
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288277
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Jahrhunderttraum, von Richard Dübell

Cover:
Ein sehr schönes Titelbild.
Die in sepia gehaltenen Farbtöne und das Paar in der typischen Kleidung und Haltung, dazu das nostalgische Flugzeug, zeigen sofort, dass es um eine historische Geschichte geht.

Inhalt:
Der Traum vom Fliegen.
Die Menschheit erobert den Himmel.
Deutschland zwischen 1891 bis 1909.
Wir begleiten die Geschwister Otto, Levin und Amalie von Briest.
Otto studiert, will aber eigentlich Detektiv werden.
Levin weiß nicht was er mit sich anfangen soll, bis er das erste Mal Otto von Lilienthal sieht und ab da für das Fliegen „brennt“.
Amalie, eigentlich noch ein Kind, wird von niemand so richtig beachtet, auf der Suche nach ihrem Lebensweg begegnet sie Emma von Schley und das Schicksal schenkt ihr die große Liebe, doch bevor sie so rundum glücklich sein kann, hat sie noch einige Bruchlandungen zu „überleben“.

Meine Meinung:
Nach „Jahrhundertsturm“ (von dem ich restlos begeistert war), geht es nun mit „Jahrhunderttraum“ (das aber auch unabhängig gelesen werden kann), zwanzig Jahre später, mit der Familie Briest weiter.
Meiner Meinung nach kommt der „Jahrhunderttraum“ nicht ganz an die Faszination des „Jahrhundertsturm“ heran.

Der Einstig ist wieder einmal brillant, die Schreibweise ist locker und flüssig, mit gezielt eingesetztem, passendem Humor (z.B. Zitat: Man musste ein Fuchs sein, wenn man kein armer Hund werden wollte). Sehr gekonnt sind immer mal wieder die entsprechenden Dialekte eingebaut, die das ganze so authentisch machen.

Aber es fehlt mir das Prickeln, das „hineinfallen lassen können in diese Zeit“, das „alles um sich herum vergessen können“, die „überschäumende Begeisterung“, die ich beim Vorgängerbuch empfunden habe.
Hier sind mir die „Lebensläufe“ vor allem bei Otto sehr „gewollt“.
Die Geschichte war meiner Meinung nach, auf zu viele verschiedene Personen aufgeteilt, so dass für mich das Ganze zu sehr verzerrt und auf zu viele Schauplätze abgelenkt wurde.

Es geht um Liebe und Freundschaft, um Intrigen und Manipulationen, um Fortschritt und Technik, um Träume (ja schon Besessenheit) von Einzelnen, im positiven wie auch im negativen Sinn.

Die frisch Verliebten „schmachten“ vielleicht doch ein bisschen zu viel (auch für die damalige Zeit?).

Der Bösewicht ist absolut skrupellos, aber leider eben hoch intelligent und ein vorzüglicher Schauspieler und Redner.

Nichts desto trotz habe ich den „Jahrhunderttraum“ beim Lesen genossen, es war schön, den Traum vom Fliegen mitzuerleben und mitzuträumen.
Vor allem begeistert es mich, wie diese Pioniere, teilweise ohne groß akademische Ausbildung, an ihrem Traum gearbeitet und diesen verwirklicht haben. Sie haben dafür „gebrannt“ und alles andere hinten angestellt.
Zitat: Opfer müssen gebracht werden.

Am Ende gibt es ein wahres Showdown.

Autor:
Richard Dübell, geboren 1962, lebt mit seiner Familie bei Landshut.
Als Autor von historischen Romanen stürmt er seit Jahren die Bestsellerlisten.

Mein Fazit:
Wieder mal ein epochaler Roman, über eine Zeit des Pioniergeistes und des Wandels der Gesellschaft, u.a. den Kämpfen der Frauen um ihre Rechte.
Es wird auch gezeigt, wie gezielte Fehlmeldungen und Diffamierungen eine gesamte Gesellschaft unterwandern können (sehr aktuell), das macht doch sehr betroffen.
Dem Jahrhunderttraum gebe ich als Gesamtpaket 4 Sterne.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lamballe

Der Leuchtturm auf den Klippen

Marie Lamballe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173761
Genre: Romane

Rezension:

Der Leuchtturm auf den Klippen, von Marie Lamballe

Cover:
Ein sehr schönes Cover, das die Atmosphäre gut einfängt.

Inhalt:
Die verwöhnte Studentin Susanne, hat nach einem Autounfall eine kurzzeitige Amnesie. Sie weiß nicht mehr wer sie ist oder wie sie auf den Parkplatz gekommen ist. Ein Briefumschlag mit einer Adresse darauf führt sie in ein abgelegenes Dorf in der Bretagne in das Haus der Witwe des Leuchtturmwärters, diese hält Susanne für ihre Enkelin Anne-Marie.
Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, und schon bald fühlt sich Susanne wie angekommen. Auch der zurückhaltende Alan berührt etwas in ihr.
Und während bei Susanne so nach und nach die Erinnerungen zurückkehren, überschlagen sich die Ereignisse und ihr neues Leben und Lebensglück scheint mehr als gefährdet zu sein.

Meine Meinung:
Der Einstieg war sehr schöne und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ich konnte mich gut in Susanne hineinversetzten.
Doch bei den nächsten 50-70 Seiten war dann irgendwie die Luft raus, es wurde zäh und es hat etwas gefehlt.
Aber dann……….
Das Buch wurde für mich zum echten Page-Turner, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es wurde sooo spannend, ich fieberte auf jeder Seite darauf, wie es wohl weitergeht, welche Probleme sich noch in den Weg stellen, welches Geheimnis sich nun wieder auftut, wie reagieren die anderen, wie lösen sich die Missverständnisse auf, welchen Grund haben die diversen Andeutungen und, und, und……….

Ich habe jede der restlichen Seiten aufgesogen.

Die Geschichte wird unglaublich intensiv erzählt und vor allem als wir Susannes Familie kennenlernen und die Kälte dort spüren, die mir eine regelrechte Gänsehaut beschert, wird die Wärme und Liebe in der „Bretagne“ so richtig deutlich.

Eine bemerkenswert bewegende und warmherzige Geschichte. Wunderbar romantisch und phantastisch facettenreich, dabei warmherzig und emotional.

Autorin:
Marie Lamballe wurde in Hannover geboren. Ihre Liebe zu Frankreich entdecke sie bereits früh; sie studierte Französisch und begann schon kurz nach dem Studium mit dem Schreiben. Inzwischen lebt die Mutter zweier erwachsener Kinder in der Nähe von Frankfurt.

Mein Fazit:
Nach einem minimalen Durchhänger nach dem tollen Einstieg, ist dies wirklich eine mitreißende Geschichte über die Kraft der Liebe und Freundschaft, die in einer romantischen Landschaft, vor der Naturgewalt des Meeres, nicht besser hätte erzählt werden können.
Von mir eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zweibeine, fischgräte, aquarium, katze, futter

Ach du liebe Fischgräte

Sabine Strobl
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 08.01.2007
ISBN 9783833443299
Genre: Romane

Rezension:

Ach du liebe Fischgräte!
Von Sabine Strobl,
Heiteres aus dem Katzenalltag mit der Gattung Mensch.

Cover:
Die große hellblaue Fläche macht es für mich zu distanziert.
Der Titel passt super.

Inhalt:
Drei Kater, Bonny (älter), Filou (6 ½), Zazou (6), geben Einblicke in ihre Alltagsleben mit der Gattung Mensch (ihrem Frauchen in diesem Fall).
Wie kann diese Gattung Mensch am besten manipuliert werden?
Was passiert, wenn Mensch „sein besonders entwickeltes Gehirn und die Sehschärfe von Katzen“ nachts auf einen Prüfstand stellt?

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist in herrlich lockerer Form, es gibt immer was zu schmunzeln und als Katzenfreund und ehemalige Katzenhalterin habe ich viele Parallelen oder aber auch gegensätzliche Verhaltensmuster zu meinen Katzen gefunden.
Schön wie wir sehen konnten dass jeder seinen eigenen Charakter und seine Eigenheiten hat.
Die Fotos sind einfach klasse und am liebsten würde ich teilweise in Buch greifen und die Kater streicheln.
Nicht ganz so gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Mittbewohner der Hausgemeinschaft, das war mir etwas zu weit abgedriftet.
Schade nur, dass das Büchlein so bald zu Ende war, ich hätte noch doppelt so viele Abenteuer der drei putzmunteren Kerlchen lesen können.

PS: diese ganzen links hinten im Buch hab ich gar nicht angeschaut (sind überflüssig).

Autorin:
Sabine Strobl, geb. 1963 in Dortmund, ist nach einigen Auslandsaufenthalten, seit 2002 wieder in Deutschland tätig.

Mein Fazit:
Ein schönes Büchlein für zwischendurch das auch bestens als Geschenk für Katzenfreunde geeignet ist.
Der einzige Nachteil: es ist zu dünn.
Von mir 4 Sterne.

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48 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

fliegen, pilotinnen, frauenbewegung, historischer roman, frauen

Unsere Hälfte des Himmels

Clarissa Linden
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 10.01.2017
ISBN 9783426519011
Genre: Romane

Rezension:

Unsere Hälfte des Himmels, von Clarissa Linden

Cover:
Passt sehr gut zum Buch.

Inhalt:
Deutschland in den 30er Jahren, die Nazizeit wirft ihre Schatten voraus.
Die Frauen gehören ins Haus und müssen Kinder bekommen.
Da haben es die beiden Freundinnen Johanna und Amelie schwer, ihr Traum ist das Fliegen. Und mit Mut und Zielstrebigkeit schaffen sie es auch ganz weit.
Doch dann verliebt sich Amelie und Johanna fühlt sich verraten und lässt sich zu einem folgenscheren Verrat verleiten.

Deutschland in den 70er Jahren, die Frauen müssen immer noch für viele Rechte kämpfen. Es gibt noch den §218, oder z.B. die Tatsache, dass Männer ihren Frauen das Arbeiten verbieten können.
Liselotte, die Tochter von Amelie, hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter und ist quasi in die Ehe geflohen, sie erkennt dass sie unzufrieden und unglücklich ist.
Genau in dieser Zeit hat Amelie einen schweren Unfall und liegt im Koma im Krankenhaus. Plötzlich wird Liselotte mit Amelies Vergangenheit konfrontiert und sie erfährt Dinge die sie nie für möglich gehalten hätte.
Dadurch verändert sie sich auch selber, wird stärker und sieht nur ihr Leben in einem ganz anderen Licht.

Meine Meinung:
Mit dem Schreibstil hab ich so meine Schwierigkeiten gehabt, so das erste Drittel brauchte ich um richtig in die Geschichte hineinzuwachsen. Mir kam alles recht „gestelzt“ oder „gekünstelt“ vor, vor allem in der Gegenwart, also in den 70er Jahren. Liselottes Verhalten kam mir oft unglaubwürdig, unlogisch und konstruiert vor. Z.B. Liselotte eher die zurückhaltende, hausbackene Frau, freundet sich von jetzt auf nachher mit der jüngeren Nachbarin Marga an, und diese besorgt ihr eine Arbeit, (obwohl Liselotte doch für die im Koma liegende Mutter da sein will) und Liselotte hat natürlich alle passenden Papiere bei sich?

Was mich auch etwas gestört hat waren die „künstlich erzeugten Chliffhänger“, gerade an der spannendsten Stelle hörte das jeweilige Kapitel auf und leider wurde der Faden dann nicht an dieser Stelle irgendwann wieder aufgenommen, sondern später. Z.B. beim Treffen der verfeindeten Freundinnen: sie trafen sich und dann war Ende, und später heißt es dann nur:…‘.der schreckliche Streit der dem Treffen gefolgt war‘, und gerad hier wären die Emotionen, die Worte, wie schlimm dieser Streit war, so wichtig gewesen. Ich weiß dass solche Chliffhänger oft als Stilmittel angewendet werden um Spannung zu erzeugen, für mich ist es hier aber übertrieben.

Aber nachdem diese erste Hürde überwunden ist, gewinnt das Buch an Intensität und Emotionen. Vor allem die Geschehnisse um die Freundschaft von Johanna und Amelie ihr harter Kampf ums Fliegen in der Nazizeit und dann die Liebe, die Amelie quasi dazwischenkommt und Johanna somit ein Drama auslöst, das wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können.

Wir als Leser stehen über den Dingen und erfahren quasi so nach und nach was sich in beiden Zeiten abspielt. Wir können viel früher ahnen warum das Verhältnis von Amelie und Liselotte so geworden ist wie es ist.
Wir bangen und zittern mit Amelie in der Vergangenheit und wir sehen die Entwicklung die Liselotte in der Gegenwart macht.
Beides sind Situationen die mir Gänsehaut beim Lesen gemacht haben.

Autorin:
Clarissa Linden ist promovierte Soziologin. Die Geschichte der Frauenbewegung und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus waren und sind ihre Themen, zu denen sie für diesen Roman intensiv recherchiert hat.

Mein Fazit:
Eine unglaubliche Geschichte über starke Frauen, die sich ihren Weg erkämpfen und doch nicht über ihren Schatten springen können?
Ein Schicksals-Roman, der zeigt, dass Worte die einmal gesagt wurden, nicht mehr zurückgenommen und ungeschehen gemacht werden können.
Ein unbedachter Moment alles zerstören kann.
Die Geschichte erhält von mir 5 Sterne, für den Schreibstil ziehe ich einen ab,
also gute 4 Sterne.

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29 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

italien, sichelgaita, 11. jahrhundert, serie, abwasserkanal

Der Sturm der Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516416
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Sturm der Normannen, ein historischer Roman von Ulf Schiewe

Cover:
Passend zum Buch. Eine Kampfszene, ein dramatisch gefärbter Himmel voller Pfeile, ein Normanne auf dem Pferd, genauso stelle ich es mir vor.

Inhalt:
Süditalien 1057.
Das durch Robert Guiscard, aufgebaute Normannenreich ist bedroht.
Andre „Herrscher“ rebellieren, innerhalb der Familie droht ein Bruderkrieg und der Papst sinnt auf Rache.
Dann spinnt die Fürstin Gaitelgrima noch ihre Intrigen, da sie ihre heimliche Liebe zu Robert nie aufgegeben hat.
Mit diesen ganzen Gefahren wird der junge Normanne Gilbert, Roberts rechte Hand und Vertrauter konfrontiert und plötzlich steht er alleine mit seiner Hand voll Männer gegen eine gewaltige Übermacht.

Meine Meinung:
Nach „Das Schwert des Normannen“, „Die Rache des Normannen“ und „Der Schwur des Normannen“ ist dies nun das 4. Buch der Normannensaga. Doch jedes Buch kann auch für sich gelesen werden.
Nachdem ich die ersten drei Bücher schon gelesen habe, war es für mich wie ein Treffen mit alten Freunden, ich war sofort wieder in der Geschichte drin.

Dieses Mal ist Gilbert, eindeutig der Held und Hauptprotagonist.
Unfreiwillig oder auch gezielt steht er immer im Mittelpunkt und muss ganz alleine entscheiden wie er sich verhält und wie er seine Männer einsetzt. Allerdings immer zum Wohl und im Namen von Robert Guiscard der der „Herrscher“ über dieses zerrissene Land wird.
Gilbert erzählt aus seiner Perspektive das Geschehen.
Wir lesen seine Gedanken, dadurch kommt er uns ganz nahe und wir können sein Handeln und seine Entwicklung hautnah miterleben.
Er ist sehr auf Gerechtigkeit bedacht, doch in Zeiten des Krieges, der Gewalt und der Intrigen, kann auch er nicht immer auf „Unrecht“ verzichten.

Besonders gefällt mir, dass dieses Mal neben Gerlaine (der Frau von Gilbert die mir besonders ans Herz gewachsen ist), zwei weitere Frauen (Gaitelgrima und Sichelgaita) eine äußerst wichtige Rolle einnehmen.

Dem Ende zu gab es dann noch einige Überraschungen, und andere Handlungen waren mir dann doch ein bisschen zu „glatt“.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, und doch ist noch genügend Spielraum für neue Episoden mit und um Gilbert und seine Normannen.

Die Schreibweise ist gewohnt flüssig, die Handlungen und Charaktere gut ausgearbeitet und sehr real. Die Gewalt und Brutalität ist der Handlung angepasst und es geht eben teilweise richtig zur Sache.
Die historischen Fakten sind gekonnt eingebaut und auch der Alltag dieser Zeit wird immer wieder sehr geschickt eingewoben und dargestellt.

Autor:
Ulf Schiewe wurde 1947geboren. Seit frühester Jugend liebt er historische Romane und spannende Geschichten. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München. Neben seinen anderen Büchern, gelang ihm mit der Normannen-Saga der Durchbruch.

Mein Fazit:
Wieder ein Buch das es schafft die Vergangenheit lebendig werden zu lassen, mich fesselt und das mir trotz der Gewalt, Respekt vor diesen Menschen gibt.
Von mir sehr gute 4 Sterne.

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46 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

sabine weiß, fechten, familie, juden, fechtschule

Die Tochter des Fechtmeisters

Sabine Weiß
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174812
Genre: Historische Romane

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129 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

thriller, entführung, psychothriller, helen callaghan, debüt

Dear Amy - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest

Helen Callaghan , Heike Reissig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur, 10.01.2017
ISBN 9783426654200
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dear Amy, Helen Callaghan

Cover:
Dunkel, düster, passend zum Inhalt.

Inhalt:
Die 15jährige Katie verschwindet spurlos. Die Polizei schließt nicht aus, dass das Mädchen abgehauen ist. Doch ihre Lehrerin Margot glaubt nicht, dass Katie freiwillig weggelaufen ist.
Margot schreibt (als Amy) für eine Zeitung auch eine Kummerkasten –Kolumne.
Und genau jetzt bekommt sie Briefe von Bethan Avery, diese wurde vor fast zwanzig Jahren auch als 15 entführt und von ihr wurde nichts als ein blutiges Nachthemd gefunden. In diesen Briefen bittet Bethan Amy um Hilfe.
Sind die Briefe echt?
Lebt Bethan noch?
Warum bittet Bethan gerade jetzt um Hilfe?
Margot selber psychisch recht angeschlagen, verbeißt sich regelrecht in den Fall.
Wird sie die richtige Hilfe annehmen?
Wird sie Katie noch rechtzeitig finden?

Meine Meinung:
Ein sehr geheimnisvoller, ungeheuer spannend und gruseliger Thriller. Streckenweise ist es sehr grausam, wenn auch diese Stellen nicht ausgewalzt werden, aber es ist so differenziert und detailliert angedeutet, dass in meinem Kopf unwillkürlich ein beängstigendes Kopfkino losgeht.
Die Autorin versteht es sehr gut, immer wieder neue Fakten und Irrwege, sowie neue Handlungen die wiederum Fragezeichen aufwerfen, aufzuzeigen.
Die Spannung steigert sich Seite um Seite und es gibt bis zum Schluss Überraschungen.
Als Leser fühle ich mich mit Margot in einer ausweglosen Situation, und es alles so lebendig und echt.
Margot steht eindeutig im Mittelpunkt und beim Lesen hab ich mir das ein oder andere Mal gedacht, hier hätte man nicht so weit ausholen und beschreiben müssen. Sie steckt gerade mitten in einer Scheidung und auch psychisch geht es ihr nicht so gut und nach und nach erfahren wir ihr Geheimnis.

Autorin:
Helen Callaghan wurde als Tochter britischer Eltern in Los Angeles geboren. Heute lebt sie in Cambridge.

Mein Fazit:
Ein knallharter Thriller in dem die menschliche Psyche in all ihren Spielarten, gezeigt wird, bzw. wie lange sich ein gnadenloser Psychopath „austoben“ kann, und was der Mensch alles zu verdrängen und verkraften mag.
Von mir sehr gute 4 Sterne.

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wien, krimi, mord, hist. roman, 16. jh.

Die Donauprinzessin und die Toten von Wien

Beate Maly
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783548287997
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Donauprinzessin und die Toten von Wien,
von Beate Maly

Cover:
Ein liebevoll gestaltetes Cover, das mit seinen Weinreben, der historischen Ansicht von Wien und der Frau mit der „Schatztruhe“ voll zum Inhalt passt.

Inhalt:
Wien 1531.
Der Mathematiker Sebastian Grün, der eigentlich für die baulichen Angelegenheiten der Stadt zuständig ist, wird vom wieder neu gewählten Bürgermeister beauftragt, eine Reihe rätselhafter Todesfälle aufzuklären.
Der erste Tote ist ein Osmane, der auf dem ehemaligen Feld, auf dem die türkische Belagerung von Wien stattfand, etwas ausgräbt.
Alle weiteren Morde weisen auf diesen mysteriösen Fund hin und die Panik bei den Stadtbewohnern wächst mit jeden Toten.
Kein Wunder, dass Sebastian nicht mehr weiß wo ihm der Kopf steht, und genau jetzt drängt der Vater seiner Liebsten, der Winzerin Fanny, diese auch noch zur Heirat mit dem verhassten Winzer Geiger.
Wird Sebastian den Mörder entlarven können und rechtzeitig noch erkennen, dass er durch seine eigene Angst und sein Zögern das Liebste verlieren könnte.

Meine Meinung:
Wie soll ich dieses tolle Buch beschreiben?
Es ist eine Fortsetzung von „Die Donauprinzessin“, aber es ist so klasse geschrieben, dass man auch ohne Kenntnisse dieses Buches sofort in der Geschichte drin ist. Für alle die das erste Buch kennen ist es ein schönes Wiedertreffen mit alten Bekannten (sowie auch dem Hund Herkules).
Alles Wissenswerte und Wichtige wird erklärt und ansonsten gibt es keine störenden Hinweise auf Früheres (wie ich es manchmal in anderen Büchern von Reihen, finde).
Der Einstieg erzeugt sofort eine Spannung der man sich kaum mehr entziehen kann. Die zentrale Frage, was ist in dem Kästchen wir immer weiter eingekreist, wir kommen der Antwort immer näher und am Ende war ich baff erstaunt was hinter dem Ganzen steht. Ich war regelrecht baff!

Die Schreibweise ist wieder wunderschön flüssig, die kleinen Dinge des Alltags werden hervorragend eingebaut und passen sich den Gegebenheiten perfekt an. Nichts stört oder ist Überflüssig.
Die Personen werden ganz gezielt charakterisiert, und machen auch einen gewissen Lernprozess durch.

Das Happy End ist schön platziert und rundum gelungen.

Autorin:
Beate Maly, ist verheiratet und lebt mir ihrem Mann und ihren drei Kindern in Wien, wo sie auch geboren ist.

Mein Fazit:
Ein rundum gelungener historischer Roman.
Eine geniale Geschichte, brillant erzählt, voll mitreisender und dramatischer Spannung und liebevoll und detailliert ausgearbeiteten Charakteren, mit denen man einfach mitfühlen und mitfiebern musste.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 Sterne.

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ddr, flucht, liebe, sturmrose, schiff

Die Sturmrose

Corina Bomann
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783548286686
Genre: Romane

Rezension:

Die Sturmrose, von Corina Bomann

Cover:
Wunderschön, es strahlt unglaubliche Tiefe und Kraft aus, der Himmel und das Wasser haben eine intensive Gewaltigkeit.
Dazu der Gegensatz mit den zarten Rosen im rechten oberen Eck.
Schlägt man das Cover dann auf, blickt man auf ein wunderbares bordeauxrot mit sehr filigranen Blüten und Blättern.
Einfach ein Schmuckstück für jedes Bücherregal.

Inhalt:
Nach der Scheidung zieht Annabel mit ihrer 5jährigen Tochter in ihr neues zu Hause nach Binz auf Rügen. Hier will sie wieder zur Ruhe kommen.
Als sie im Hafen die zum Verkauf angebotene „Sturmrose“ sieht, verliebt sie sich irgendwie sofort in das Schiff.
Auch Christian Mertens will das Schiff kaufen, aus ganz persönlichen Gründen, die er aber vorerst nicht weiter erläutert.
Nach und nach gehen Christian und Annabel aufeinander zu, und nach und nach lüften sie die bewegte Geschichte der „Sturmrose“ und dringen dabei immer weiter in die Schicksale der deutsch-deutschen Vergangenheit vor.

Meine Meinung:
Ich kenne schon mehrere Bücher der Autorin, und dieses ist wieder mal eines das mich absolut überzeugt hat.
Mit einer gewaltigen Sprache für Bilder und Handlungen, sowie einer brillanten Charakterisierung der einzelnen Protagonisten, und einem absolut genialen Gefühl für Emotionen und Gefühle, schafft Corina Bomann es mich von der ersten bis zur letzen Seite in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Von der Gegenwart im beschaulichen Binz auf Rügen, kommen wir nach und nach in das Zeitalter der DDR und der Mauer und somit auch in die Problematik der Menschen zur damaligen Zeit, die Stasi-Überwachung und ihren Fluchtgedanken. Wir erhalten auch einen Blick auf Menschen die selbstlos geholfen haben.

Alle Handlungsstränge führen am Schluss zusammen und werden wunderbar aufgeklärt, so dass keine Fragen offen bleiben.

Autorin:
Corina Boman ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin.

Mein Fazit:
Ein bewegender, spannend, warmherzig und sehr menschlich geschriebener Roman, in dem ich mich sofort verloren habe und sogar wieder etwas über unsere deutsch-deutsche Geschichte gelernt habe.
Ein wirklicher Genuss.
Von mir volle 5 Sterne.

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alzheimer, rowan coleman, familie, einfach unvergesslich, einfach unvergesslic

Einfach unvergesslich

Rowan Coleman , Marieke Heimburger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.01.2016
ISBN 9783492308021
Genre: Romane

Rezension:

Einfach unvergesslich, von Rowan Coleman

Cover:
Sehr schlicht, aber die hellen Punkte geben dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit. Genauso wie die kleinen Käferchen die überall im Buch auftauchen.

Inhalt:
Claire, ist noch keine 50 als bei ihr eine manifestierte Alzheimererkrankung, diagnostiziert wird. Und diese schreitet dann auch noch viel schneller voran als die schlechteste Vorhersage.
Wie soll sie selber und ihre Familie, (ihr Mann, ihre beiden Töchter 20 + 3, und ihre Mutter damit umgehen).
Ein „Erinnerungsbuch“, in das Claire alles eintragen kann was sie noch weiß und ihr wichtig erscheint, soll sie länger im hier und jetzt halten.
Bald gibt es Beiträge von der ganzen Familie.

Meine Meinung:
Ein unglaublich genial emotionales Buch, schon beim Prolog kamen mir die Tränen.
Eine wirklich herzzerreißende und fesselnde Geschichte, ich konnte sie kaum noch aus der Hand legen, Humor und echte Tränen sind so nah beieinander.
Das Buch erinnert mich stark an „Mein Leben ohne Gestern“ und dieses Buch finde ich total klasse.
Mein einziger Kritikpunkt: Es wäre zu wünschen, dass es immer so „glücklich“ verläuft, und dass die Liebe übrigbleibt (bei meiner Mutter, ok 91, sieht die Realität anders aus, sie wird bösartig, starrsinnige, laut und ungerecht).

Diese Familie, mit all ihren Problemen und einzelnen Charakteren wird so liebevoll beschrieben und geschildert, dass man denken könnte es wären gute Bekannte. Ich leide und hoffe mit allen.
In Erinnerungen, die jeder in dieses „Erinnerungsbuch“ schreibt kommt jeder zu Wort und kann seine Sicht der Dinge beschreiben.
Wir wechseln immer mal wieder von der Vergangenheit in die Gegenwart.
Wir erleben mit, wie hilflos, wütend und zornig alle, von der betroffenen Claire selber bis zu den Angehörigen, der Krankheit gegenüberstehen und ausgeliefert sind. Es wird gezeigt, wie diese Familie diese schlimme Zeit zu meistern versucht. Angst, Drama und Tragödien spielen sich ab.

Und doch versteht es die Autorin, einen wunderbaren Humor einzuflechten, der mich immer wieder schmunzeln und lachen lässt. Ein ganz unglaublich brillanter Schreibstil, eine faszinierende Wortwahl und Wortgewandtheit.

Hier einige Zitate:
Mutter zu sein bedeutet seine Kinder vor allem zu beschützen, was sie möglicherweise verletzen könne. Es bedeutet aber auch, ihnen zu vertrauen, dass sie ihren eigenen Weg finden und meistern. Und darauf zu vertrauen, dass sie es auch dann schaffen können wenn man nicht da ist , um ihre Hand zu halten.

…,weil sie merken dass ich in einer ganz anderen Wirklichkeit lebe. Und genau das ist die Perfidie dieser Krankheit: Sie vergrößert die Kluft zwischen meiner Wirklichkeit und der meiner liebsten Mitmenschen.

Ich hörte ein Knistern und Knacken aus den riesigen Lautsprechern, die schon so lange Teil der Möblierung waren, dass ich völlig vergessen hatte, dass sie eine Funktion hatten.

Mein Fazit:
Ein einfach unglaubliches Buch, herzzerreißend; ich habe es mit Tränen der Freude und Tränen der Trauer gelesen.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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284 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

zeitreise, liebe, hollyhill, alexandra pilz, jugendbuch

Zurück nach Hollyhill

Alexandra Pilz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2015
ISBN 9783453534742
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zurück nach Hollyhill, von Alexandra Pilz

Cover:
Durch die gelbe Farbe strahlend hell und mit den pinken Farbtupfen strahlt es eine gewisse Leichtigkeit aus.

Inhalt:
Direkt nach ihrem Abitur, erhält die 17jährige Emily von ihre Oma, einen Brief von ihrer verstorbenen Mutter.
Diese „beschwört“ sie darin nach England, nach Hollyhill zu fahren. In ein Hollyhill das auf keiner Karte zu finden ist, ein Dorf im Moor.
„Wenn du dort bist, wirst du es finden“, schreibt die Mutter eindringlich.
Mit dem Brief erhält sie auch ein besonderes Armband, das magische Eigenschaften zu haben scheint.
Mit dem Besuch in England beginnt für Emily ein Abenteuer voller Magie und Zauber, eine Zeitreise in eine andere Welt, in der sie auf Matt trifft und sich verliebt.
Aber: nichts wird mehr so sein, wie es war……………

Meine Meinung:
Mit „Logik“ darf man dieses Buch nicht lesen.
Denn Zeitreisen und alles was daraus resultiert, machen das Ganze sehr verwirren. Mal wissen alle was, dann wieder nicht, mal wird Emily sofort erkannt, dann wieder nicht.
Emily und Matt sollen eine Aufgabe haben/erfüllen, die sich für mich nicht so ganz erschließt und bei der sie für mich auch äußerst unlogisch vorgehen.
Diese ganzen „magischen“ Handlungen sind für mich verworren und ich kann ihnen teilweise nicht folgen.

Nebenher ist noch eine Herz-Schmerz- Liebesgeschichte eingebaut die im jugendlichen Stil recht süß ist.

Der Einstig und der Schreibstil ist lockert und flüssig.
Aber im Gesamtpaket konnte mich das Buch leider so gar nicht überzeugen.

Autorin:
Alexandra Pilz, Journalistin, liebt England und hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten. Sie lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall.

Mein Fazit:
Der Anfang war recht gut, doch dann wurde es recht „phantastisch“, im Sinne von „erfunden“, und das war mir alles zu verwirrend.
Ich denke hier war ich mit meinen ü50 auch nicht die richtige Zielgruppe, hier werden meiner Meinung nach eindeutig viel jüngere Leser angesprochen.
Deshalb von mir persönlich nur 2 Sterne.

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128 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

mata hari, spionin, roman, spionage, 1. weltkrieg

Die Spionin

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.11.2016
ISBN 9783257069778
Genre: Romane

Rezension:

Die Spionin, von Paulo Coelho

Cover:
Ein Foto der mysteriösen und mit vielen Geheimnissen umgebenen Mata Hari, weckte meine Neugier.

Inhalt:
Die Geschichte einer Frau, die erotisch wie politisch zwischen alle Fronten gerät. Mata Hari!
Wer ist die Frau hinter dem schillernden Mythos?

Paulo Coelho schlüpft in ihre Haut und lässt sie in einem fiktiven Brief aus dem Gefängnis von ihrem außergewöhnlichen Leben erzählen.
In kurzen knappen Worten wird eine ganze Tragödie erzählt, bei der wir als Leser nicht wissen was ist Wahrheit und was ist dazu erfundene Fiktion.

Meine Meinung:
Für mich (so lese ich es auf jedenfall aus dem heraus wie es der Autor beschreibt) ist Mata Hari eine tragische Person, der das Schicksal eine tragische Rolle zugeschrieben hat.
Sie kam eigentlich aus einem behüteten Elternhaus, nach dem Tod der Mutter hatte sie das Pech in ein Internat zu kommen, in dem sie vom Direktor vergewaltigt wurde (was für diesen damals keine Konsequenzen hervorrief).
Sie wollte nur noch weg und hatte das Pech in eine Ehe zu flüchten die auch wieder die Hölle für sie bereithielt.
So hat sie eigentlich nur Druck und gewaltsamen Sex erfahren und hat dadurch(?) vielleicht erkannt welche Macht sie auf Männer ausüben kann. So ist sie dann in ihr weiteres Leben mit ihrer „vermeintlichen erotischen Kunst“ (Tänzerin die auch mal blank zog), die ihr alle Freiheiten wie sie glaubte gab, hineingewachsen (ganz gezielt).
Wäre sie nach der Schule in eine liebevolle Ehe gekommen, wäre ihr Leben genauso verlaufen?
Ich frage mich, wäre Sie dann auch so eine rebellische, freiheitsliebende, unruhige, nach Anerkennung gierende, getriebene, opportunischtische Person geworden? War ihre erotische Kunst für sie ein wirklich inneres Bedürfnis, oder ist sie in diese Rolle nur durch die Umstände gepresst worden?
Auch zu ihrer Spionagetätigkeit erfahren wir eigentlich kaum etwas.
Deshalb bin ich zwar entsetzt über das Todesurteil, aber ich wie es dazu kommen konnte ist trotzdem wieder sehr rätselhaft.
Sind es wirklich die Umstände im Krieg?

Aber diese Fragen sind alle fiktiv.
Denn der Autor schreibt zwar in ICH-Form, aber was davon sind/waren wirklich Mata Haris Gedanken?
Der Autor skizziert eine Person, ein Leben, mit Handlung und weiteren Personen, die mir immer irgendwie als „gezeichnet“ als „möglicherweise fiktiv“ vor Augen stehen. Ich weiß nie woran ich bin, es irritiert mich beim Lesen, dass ich immer das Gefühl habe, hier sehe ich nur einen kleinen Ausschnitt aus einem Ganzen und bei diesem kleinen Teil, weiß ich noch nicht einmal was real und was Phantasie ist.

Der Schreibstil ist sehr breit gefächert. Von kurz und bündig, über poetisch, bis zu theatralisch ist alles enthalten.

Zitat:
-Auch wenn wir manchmal nicht wissen, wohin uns das Leben führt, so sind wir doch nie verloren.
-Ich wusste, dass alles, was ich gesagt hatte, bis zum Ende aller Tage mit meinen Tränen im Sand versickert war.


Mein Fazit:
Ich finde für mich ist die Geschichte etwas lückenhaft, Mata Hari bleibt eine nebulöse Person, die viele Geheimnisse umgeben.
War sie eine Spionin, war sie keine?
Was war ihr eigener Antrieb?
In dem Buch sind mir einzelne Passagen, einzelne Facetten ihres möglichen Lebens gezeigt worden, die mir eine Ahnung ihres Lebens geben, aber in keinster Weise eine Vollständigkeit haben, wie auch der Autor in Nachwort nochmals ganz klar schreibt.
Der Schreibstil schafft für mich eine gewisse Distanz und Verwirrung.
Insgesamt habe ich mehr von dem Buch erwartet. Mehr Einblicke in das besondere Leben der Mata Hari. Fundiertes Wissen und Emotionen.
Ich vergebe 3 Sterne.

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glück, entschleunigen, slow, entschleunigung, freunde

Der Glückscoach - Entschleunigen

Regina Tödter
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 21.09.2016
ISBN 9783432100692
Genre: Sachbücher

Rezension:

Glückscoach,
Entschleunigen
, Slow durch den Alltag,
von Regina Tödter.

Cover:
Ruhe, ein weites Meer mit einem einzigen Segel…….
Passend zum Ziel des Buches.

Inhalt:
Unterteilt in einzelne Abschnitte des Alltags, des Jobs, des Feierabends, des Weekends und der Zeit mit seinen Liebsten, gibt das Buch viele Anregungen und Tipps um sich in diesen Situationen neu zu überdenken.
Entdecke das Glück der Langsamkeit, ist hier das Motto.
Inspirationen mit Tests, Übungen, Listen, anschaulichen Beispielen, Bastelanleitungen etc. helfen, die vielen Ideen auch gleich in die Tat umzusetzen.

Meine Meinung:
Ich habe mich in sehr vielen Situationen wiedergefunden.

Ich muss ehrlich zugeben: Klingt alles sehr plausibel!
Aber beim umsetzen, sind da so viele innere Schweinehunde (ja Mehrzahl) zu überwinden!
Ich denke das ist auch ein lebenslanger Prozess, ein bisschen Lebenskunst. Irgendwie ist alles einfach, aber man vergisst es auch schnell wieder.
Es sind keine großen Veränderungen die wir machen müssen, sondern kleine aber ausschlaggebende Dinge. Und einfach mal den Mut haben zur Veränderung, neues anzugehen und zu versuchen.

Diese Buch sollte man sich bewusst jedes viertel Jahr mal durchlesen und sich dann ganz bestimmte Punkte aussuchen die man dann auch ändern will. An diesen kann man dann dranbleiben und sie regelrecht einüben bis sie auch im Alltag integriert sind.
Dann kann man sich an die nächsten Punkte machen.
Nicht immer passt alles zur 100%, aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir immer an uns arbeiten können.
Nicht alles passt für jeden (und zu jeder Zeit), aber wenn wir innehalten, und achtsam mit und gegen uns selber sind, wird das alleine schon einen Gewinn für uns bringen.
Und das schafft dieses Buch auf jedenfall.

Autorin:
Regina Tödter studierte Kulturwissenschaften und Theologie an der Uni Heidelberg. Sie selbst lebt ihren Alltag seit 2013 nach dem SLOW-Prinzip.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, mit so vielen kleinen Alltagstipps, dass sich jeder das passende für sich heraussuchen und finden kann.
Ein Buch das ich nicht nur einmal lesen werde sondern das mir bestimmt noch länger ein wertvoller Begleiter sein wird.
Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

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Unter Markenmenschen

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.06.2015
ISBN 9783596303847
Genre: Klassiker

Rezension:

Unter Markenmenschen, von Birgit Rabisch

Inhalt:
Die 17jährige Simone lebt in einer Zukunft, in der die Menschen regelrecht „produziert“ werden!
Und zwar werden schon die 13jährigen Mädchen sterilisiert (um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen) und im gleichen „Atemzug“ werden Follikel entnommen um später gentechnisch aufbereitet zu werden, wenn ein Kinderwunsch da ist.

Simone ist nun eines der wenigen No-Name-Kinder, und sie hat es ihre ganze Kindheit hindurch zu spüren bekommen und darunter gelitten.
Doch nun verliebt sie sich, und nach und nach kommt sie zu einer anderen Sicht der Dinge.
Ihrem Tagebuch vertraut sie ihre Gefühle und Gedanken an……….

Meine Meinung:
Ein unglaubliches Szenario wird uns in diesem Buch erzählt.
Könnte die Menschheit wirklich so weit kommen, dass nur noch das Aussehen zählt? Dass es schon eine Zumutung ist „krank oder leidend“ (wenn man mal Kopfschmerzen oder Grippe hat) gesehen zu werden? Dass es direkt „Marken“ gibt, nach denen die Kinder ausgesucht und im Genlabor „modelliert“ werden?
Kinder nur noch nach Selektion?
Ist das erstrebenswert?
Aus medizinischer Sicht hat es bestimmt seine Berechtigung und klingt verlockend (keine schlimmen Krankheiten etc. mehr).
Aber sonst macht mir so etwas doch Angst.

Das Buch (Büchlein 127 Seiten), schafft Anreize über dieses Thema nachzudenken, oder gibt Anhaltspunkte zur Diskussion, geht aber nicht tief genug in die Materie.

Anhand der Liebesgeschichte von Simone wird gezeigt in welche Konflikte Menschen kommen, wenn dann Gefühle mit ins Spiel kommen und die „Natur“ sich spontan quer stell.

Autorin:
Birgit Rabisch, geb. 1953 in Hamburg, hat sich früh mit den Folgen der Biotechnologie auseinandergesetzt.

Mein Fazit:
Ein Buch das mich aufgeschreckt hat.
Das mir wieder gezeigt hat, dass jeder einzelne sich auf dem Laufenden halten sollte und nicht ganz so gutgläubig jeden Fortschritt der Medizin und Wissenschaft gut heißen und einfach hinnehmen sollte.
Hinterfragen und „gesunder Menschenverstand“, so wie ein menschliches „Bauchgefühl“ ist für unsere Menschheit und Kultur so wichtig.
Von mir 4 Sterne.

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nordsee, föhr, küste, künstlerhof, tierschänder

Nebeltod

Nina Ohlandt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404173181
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nebeltod, von Nina Ohlandt (ein Nordsee-Krimi)

Cover:
Wunderschön und passend.

Inhalt:
Hauptkommissar Johan Benthien von der Flensburger Kripo bearbeitet einen bizarren Fall. Bei Niebüll wurde ein Mann auf die Gleise gefesselt und vom Zug überrollt. Wenig später erhält die Polizei ein Foto des Opfers mit der Aufschrift: SCHULDIG.
Ein Racheakt, vermutet Benthien. Die Ermittlungen führen ihn auf die Insel Föhr in eine exzentrische Künstlerkommune.
Doch dies ist nicht der einzige Fall, an dem Benthien arbeiten muss, zeitgleich sind quasi vier Fälle zu bearbeiten die seine Aufmerksamkeit erfordern.
Und irgendwann sagt ihm sein Bauchgefühl, die hängen auch zusammen, nur findet er so gar kein Motiv oder irgendwelche Parallelen.

Meine Meinung:
Der Einstig ist mir nicht so leicht gefallen, sind es doch sehr viele Personen, diese werden mal mit Vornamen, dann wieder mit Nachnamen oder sogar einem Nickname genannt (macht es etwas verwirrend). Dann sind es auch viele Handlungsstränge die es zusätzlich schwierig machen.
Dabei ist die Erzählweise etwas ausholend, egal ob bei den Personen oder den Handlungen, es wird sehr viel erklärt und (für mich) immer mal wieder abgeschweift. Dadurch werden die Charaktere zwar sehr einprägsam erklärt, aber ich brauch eben auch viel länger bis ich da mal drin bin. Jede Person hat so irgendwie ihr Geheimnis, das ist mir fast ein bisschen zu viel des „Guten“.

Jedem Kapitel ist ein Zitat vorangestellt, diese sind zwar interessant, aber gerade bis zur Hälfte konnte ich keinen Bezug zum Buch sehen und hätte sie somit nicht unbedingt gebraucht. (Am Schluss sehe ich das nun etwas anders).

Ab einem gewissen Punkt kommt dann der Punkt, an dem das Ganze total spannend wird, die Seiten lassen einen nicht mehr los. Man rätselt, und spekuliert mit, ist bei jedem Ermittlungserfolg mit euphorisiert und dann wieder am Boden zerstört wenn sie herausstellt, dass es eine Sackgasse war.

Ganz besonders gut hat die Autorin meiner Meinung nach den Alltag der Kripo herausgearbeitet. Keine aktiongeladenen Spezialszenen wie in den Hollywoodfilmen, aber genau die Spannung, der Stress und die Frustration wird gezeigt, die dort wohl herrscht, wenn es in einem Fall nicht weitergeht.

Autorin:
Nina Ohlandt wurde in Wuppertal geboren wuchs in Karlsruhe auf und machte in Paris eine Ausbildung zur Sprachlehrerin. Später war sie u.a. als Übersetzerin und Sprachlehrerin tätig, bis sie zu ihrer wahren Berufung, dem Krimischreiben, fand.

Mein Fazit:
Ein Buch mit einer sehr spannenden Handlung.
Der Einstig wird durch die vielen Personen, Namen, Handlungsstränge und dem etwas ausholenden Schreibstil nicht gerade einfach gemacht.
Aber wenn man dann mal drin ist, entwickelt es einen absolut mörderischen Sog und als Leser klebe ich direkt an den Seiten.
Am Ende werden alle Handlungsstränge gut aufgeklärt und das Finale ist absolut überraschend und ein unglaubliches Geheimnis wird noch aufgedeckt.
Von mir volle Punktzahl mit 5 Sternen.

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genmanipulation, zukunft, designer-babys

Unter Markenmenschen

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt
ISBN 9783596150205
Genre: Romane

Rezension:

Unter Markenmenschen, von Birgit Rabisch

Cover:
Eine hübsche junge Frau, dreimal abgebildet!
Ein Spiegel oder Klone??

Inhalt:

Die 17jährige Simone lebt in einer Zukunft, in der die Menschen regelrecht „produziert“ werden!
Und zwar werden schon die 13jährigen Mädchen sterilisiert (um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen) und im gleichen „Atemzug“ werden Follikel entnommen um später gentechnisch aufbereitet zu werden, wenn ein Kinderwunsch da ist.

Simone ist nun eines der wenigen No-Name-Kinder, und sie hat es ihre ganze Kindheit hindurch zu spüren bekommen und darunter gelitten.
Doch nun verliebt sie sich, und nach und nach kommt sie zu einer anderen Sicht der Dinge.
Ihrem Tagebuch vertraut sie ihre Gefühle und Gedanken an……….

Meine Meinung:
Ein unglaubliches Szenario wird uns in diesem Buch erzählt.
Könnte die Menschheit wirklich so weit kommen, dass nur noch das Aussehen zählt? Dass es schon eine Zumutung ist „krank oder leidend“ (wenn man mal Kopfschmerzen oder Grippe hat) gesehen zu werden? Dass es direkt „Marken“ gibt, nach denen die Kinder ausgesucht und im Genlabor „modelliert“ werden?
Kinder nur noch nach Selektion?
Ist das erstrebenswert?
Aus medizinischer Sicht hat es bestimmt seine Berechtigung und klingt verlockend (keine schlimmen Krankheiten etc. mehr).
Aber sonst macht mir so etwas doch Angst.

Das Buch (Büchlein 127 Seiten), schafft Anreize über dieses Thema nachzudenken, oder gibt Anhaltspunkte zur Diskussion, geht aber nicht tief genug in die Materie.

Anhand der Liebesgeschichte von Simone wird gezeigt in welche Konflikte Menschen kommen, wenn dann Gefühle mit ins Spiel kommen und die „Natur“ sich spontan quer stell.

Autorin:
Birgit Rabisch, geb. 1953 in Hamburg, hat sich früh mit den Folgen der Biotechnologie auseinandergesetzt.

Mein Fazit:
Ein Buch das mich aufgeschreckt hat.
Das mir wieder gezeigt hat, dass jeder einzelne sich auf dem Laufenden halten sollte und nicht ganz so gutgläubig jeden Fortschritt der Medizin und Wissenschaft gut heißen und einfach hinnehmen sollte.
Hinterfragen und „gesunder Menschenverstand“, so wie ein menschliches „Bauchgefühl“ ist für unsere Menschheit und Kultur so wichtig.
Von mir 4 Sterne.

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frankreich, zweiter weltkrieg, paris, krieg, mode

Das Geheimnis der Hutmacherin

Natalie Meg Evans , Stefanie Fahrner
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419988
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Geheimnis der Hutmacherin, von Natalie Meg Evans

Cover:
Ein schönes nostalgisches Cover, das neugierig macht.

Inhalt:
Beginn 1940 / Ende 1961.
Handlungsort: Beginn London, über Paris (Haupthandlungsort), am Schluss sind wir wieder in London.

Cora Masson will mehr vom Leben.
Als der Kunsthändler Dietrich ihr die Chance bietet, mit ihm von London nach Paris zu gehen, willigt sie über Nacht ein.
Dort steigt sie, unter falschem Namen: Coralie de Lirac, in der Modewelt als Hutmacherin, mit eigenem Geschäft auf.
Anfänglich wird sie von Dietrich protegiert und beginnt auch eine Affäre mit ihm.
Dann bricht der Krieg aus!
Kann sie ihre Existenz und ihr Geheimnis wahren?

Meine Meinung:
Ein ungemein fesselndes Buch.
Der Leser geht mit Cora, die dann zu Coralie wird, mit in ihre Welt hineingezogen.
Coralie ist die Hauptprotagonistin, ein „Stehaufmännchen“, das unglaubliches durchmacht. Privat wie beruflich macht sie mehr als nur eine Achterbahn der Gefühle durch.
Sie steigt auf in die hohen gesellschaftlichen Schichten und stürzt aber auch genau so tief wieder ab, und doch versteht sie es, ihr Leben immer wieder in die Hand zu nehmen und von vorn zu beginnen. Genauso ihre Affäre, die auch zu ihrer Liebe wird, hier weiß sie oft nicht, kann sie Dietrich noch vertrauen, liebt sie ihn noch, oder er sie? Vor allem als der Krieg ausbricht und sie in ein Komplott mit eingezogen wird, wird es sehr gefährlich für sie.

Der Schreibstil ist sehr eindringlich und wir können die Gefühle der Protagonisten und die Handlungen immer sehr gut nachfühlen.
Es geht um Liebe und Vertrauen, Krieg und Intrigen, Geheimnisse und Verrat! Aber irgendwie geht das Leben immer weiter und Coralie sitzt irgendwie immer zwischen den Stühlen.

Und dann, was für ein Finale...........
Unglaublich spannend..........
Unglaublich nervenaufreibend..........
Unglaublich versöhnlich.............

Autorin:
Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Heut lebt sie mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk.

Mein Fazit:
Eine unglaubliche Frau geht ihren Weg.
Dies alles wird mit so viel Herzblut und Emotionen erzählt, dass ich als Leser gar nicht anders kann, als in diese Welt zu versinken. Ich befinde mich mit Coralie im Paris von 1940, erlebe die schlimme Kriegszeit, aber auch den unglaublichen Willen das Leben anzunehmen und selber aktiv zu gestallten.
Hut ab vor so viel Energie und dafür von mir 5 Sterne.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

tochter, nordsee, familie, mutter, selbstverwirklichung

Wir kennen uns nicht

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Verlag duotincta GbR, 18.10.2016
ISBN 9783946086222
Genre: Romane

Rezension:

Wir kennen uns nicht, von Brigit Rabisch

Cover:

Das Schwarz-Weiße Cover, mit den Raben und dem provokanten roten Titel, hat mich neugierig gemacht.

Inhalt:
Mutter und Tochter, eine Beziehung die oft Grund für schwere Konflikte bietet.
Lena (die Mutter) ist eine ehemalige Schriftstellerin, die feministische Bestseller geschrieben hat und ihr gesamtes Leben in ihren Büchern verarbeitet hat.
Sie hat sich bewusst für ein Kind und als alleinerziehende Mutter entschieden, konnte dann aber keinen Bezug zur Tochter aufbauen.
Ariane (die Tochter) arbeitet als Verhaltensforscherin über „Lügen und Tricksen unter Raben“ (wo wir ganz außergewöhnliche Einblicke erhalten). Sie fühlte sich schon als Kind von der Mutter unverstanden und vernachlässigt und vor allem in deren Bücher, als leicht zu erkennender Person, bloßgestellt.
Beide erzählen von ihrem gemeinsamen Leben, jede aus einer völlig anderen Sicht.

Meine Meinung:
Ein Buch das man nicht so einfach weg liest.
Schon der Einstig ist knallhart (und etwas verwirrend), aber es lohnt sich auf jedenfall dran zu bleiben, denn dann versteht man, mit welchen tiefen Emotionen die beiden Protagonisten, Lena und Ariane hier aneinander vorbeileben.
Beim Lesen wechseln die Sympathien, mal sind die auf der Seite von Lena, dann wechseln sie zu Ariane, immer wieder, hin und her.

Obwohl Lena sich ein Kind wünscht, kann sie diesem dann nicht näherkommen. Sie scheint selber geprägt von einer Situation, als sie in ihrer Familie die „ungeliebte Tochter“ war. Sie „verarbeitet“ ihr Leben (und ihre Umgebung) in ihren Büchern, was wiederum von Lena dann als äußerst unangenehm empfunden wird.
So bauen sich von Anfang an Geheimnisse, Missverständnisse und Lügen auf und als Leser frage ich mich, wo ist der Punkt ab dem alles sooo schief läuft?
Beide können ihre Gedanken und Gefühle nicht formulieren und darüber miteinander reden, so werden ihre Probleme nie aufgearbeitet.
Ich denke in der fehlenden Kommunikation liegt das größte Problem der Beiden und dies wird hier sehr deutlich.

Ganz besonders gefallen (und verblüfft) haben mir die wissenschaftlichen Untersuchungen an Raben (und Hunden) die hier mit eingebaut werden.

Autorin:
Birgit Rabisch studierte Soziologie und Germanistik und lebt als Autorin in Hamburg.

Mein Fazit:
Ein Buch das voller Wucht, und mit allen (negativen?) Emotionen die eine Mutter-Tochter-Beziehung ausmachen kann, aufwartet.
Ein Buch das mit einem offenen Ende, aber mit der Hoffnung auf Veränderung endet.
Das viele Fragen aufwirft und ganz tief nachwirken wird.
(Gerne hätte ich noch weitergelesen, wie und ob die Beiden eine Annäherung schaffen).

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

krebs, familie, berlin, großmutter, krankheit

Im Sommer wieder Fahrrad

Lea Streisand
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 18.11.2016
ISBN 9783550081309
Genre: Romane

Rezension:

Im Sommer wieder Fahrrad, Von Lea Streisand

Cover:
Das Foto machte mich einfach neugierig.

Inhalt:
Mit gerade mal 30 Jahren erkrankt Lea Streisand an Krebs. In einem Alter in dem Freunde Weltreisen planen, Jos antreten und Kinder kriegen, kreisen ihre Gedanken um die Krankheit und ihrer Angst vor dem Tod.
Ein Halt in diesem dunklen Tunnel, ist für sie ihr großes Vorbild, ihre Großmutter Ellis. Diese mutige, lustige Frau ist zwar schon gestorben, aber sie hinterließ ihrer Enkelin einen Koffer voller Souvenirs und Briefe, sowie vielen Erinnerungen die sie im Herzen bewahrt hat.

Meine Meinung:
Ein Buch bei dem es mir sehr schwer fällt eine Rezession zu schreiben. Denn es scheint ja eine Autobiographie zu sein, und eine solche Krebserkrankung ist für mich der Horror höchstpersönlich und so fällt es mir schwer mich kritisch zu äußern.
Doch um ehrlich zu sein, möchte ich hier ganz deutlich sagen, ich bewerte hier nur das Buch und wie es auf mich gewirkt hat, nicht die Person Lea Streisand.
Ich bin mir sicher ich bleibe hier ne Ausnahme (weiß auch nicht warum ich so empfinde, bin selber überrascht).

Ich bin mit dem Buch nicht so klar gekommen.
Der Schreibstil war mir zu verwirrend. Lange Schachtelsätze und teilweise Wörter die ich erst nachschlagen musste ( z.B. Kontemplation, Medium der Narration).

Irgendwie ist alles sehr unkonventionell, locker, frech, eigenwillig, schrill, spektakulär, selbstbewusst, Galgenhumor, gewollt komisch (obwohl das Thema alles andere als lustig ist), unglaubwürdig, widersprüchlich, sind Wörter die ich mir beim Lesen notiert habe und irgendwie hatte ich das Gefühl nichts passt zusammen.
Es sind viele Sprünge drin, von der Gegenwart in die Vergangenheit, aber auch in den einzelnen Zeiten.

Lea oder ihre Oma haben für mich einfach keine Gestalt angenommen (vielleicht weil sie so widersprüchlich waren?). Oder Paul, Leas Partner und ein ganz wichtiger Mensch für sie in dieser schlimmen Zeit, blieb für mich einfach Gesichtslos.
Diese schreckliche Zeit, kam bei mir gar nicht so rüber. Mit Ablenkung und viel Rebellion, auf der anderen Seite verkriechen und das schlimmste befürchten, war die Zeit ruck zuck rum.

Autorin:
Lea Streisand, geb. 1979 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik. Seit 2003 liest sie Geschichten auf Lesebühnen und Poetry Slams.

Mein Fazit:
Der Funke ist bei mir leider nicht übergesprungen.
Ich kam mit dem Schreibstil nicht so klar. Die Krankheit ist schlimm, ohne Zweifel, aber mir ist die Geschichte (das Buch) zu verwirrend, zu viele Sprünge. Irgendwie erreichen mich die Emotionen nicht.
Sorry ich vergebe 3 Sterne.

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, lüneburg, profiler, hippies, btb verlag

Blumenkinder

Meike Dannenberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714490
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blumenkinder, von Meike Dannenberg

Cover:
Einfach klasse. Der Gegensatz zwischen "Blumenkinder (weiß/ alles Gut) und dem düsteren Schwarz und dem bedrohlichen Himmel ist echt klasse.
Als ich das Buch fertig gelesen habe, war die Hütte für mich auch ein Ort der Handlung.

Inhalt:
Im beschaulichen Lüneburg wird ein 12jähriges Mädchen getötet.
Sonderermittlerin Nora Klerner und Fallanalytiker Johan Helms werden hinzugezogen.
Bald wird eine weitere Leiche entdeckt. Und ein Fall eines weiteren toten Mädchens (in Tschechien- ungeklärt) vor einem halben Jahr zeigt, hier ist Eile angesagt.
Nora und Johan erkennen bald, dass ihnen die Zeit davonläuft.
Beide gehen über ihre Grenzen hinaus.

Meine Meinung:
Ein tolles Debüt. Kaum zu glauben, dass es eines ist.
Die Schreibweise ist total klasse, sehr flüssig zu lesen und doch etwas besonderes. Viele Sätze, Bilder und Vergleiche ragen aus der durchschnittlichen Masse heraus, und das meine ich überaus positiv.
Zitat: …spürte sie, wie ihre Fingerspitzen kalt wurden und ein harter Klumpen in ihrem Bauch zum Leben erwachte, seine Tentakel ausfuhr und sich in ihren Eingeweiden zu schaffen machte.

Die Geschichte fängt sehr dramatisch mit dem Tod einer 12jährigen an.
Schnell ist klar, dass es sich um einen Serientäter handelt, denn ein weiteres Mädchen wurde vor ca. einem halben Jahr auf die gleiche Weiße getötet.

Das Polizeiteam wird durch die besonderen Ermittler Nora und Johan unterstützt. Sie sind beide Außenseiter, doch um den Fall zu lösen, sind sie bereit sich einzufügen, dies gelingt Johan besser als Nora. Doch sie hat auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, die wir als Leser immer wieder in kleinen Sätzen und Anmerkungen (oder Gedanken) erfahren. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, dass wir bis zum Ende des Buches nicht erfahren was ist da jetzt eigentlich wirklich in Noras Vergangenheit vorgefallen.
Sie ist eine ganz besondere Person, die sich total in den Fall vertieft und alles hinten anstellt.

Die Krimihandlung wird sehr spektakulär begonnen und steigert sich kontinuierlich, und endet genau so spektakulär, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Es wird ganz deutlich gemacht wie schwer es für die Polizei ist die Flut von Hinweisen (oder auch einfach die ganz normalen Gegebenheiten) zu sichten und zu erkennen, was sind verwertbare Spuren, was führt zum Ziel, welche Fährte soll verfolgt und bearbeitet werden. Klar, wir als Leser wissen oft mehr als das Ermittlerteam (wobei Nora und Johan eindeutig im Mittelpunkt stehen und das restliche Team für mich fast im Hintergrund verschwindet), doch ist es total spannend mit zu fiebern und die Spuren mit zu verfolgen. Es gibt immer wieder neue Ansätze, die ein Umdenken in Gang bringen und dann doch wieder ins Nichts führen.
Das Ende ist ein wahrer Showdown. Alles an dem Fall wird glaubwürdig und am Ende mit einer unglaublichen Überraschung aufgeklärt.

Autorin:
Meike Dannenberg, geb. 1974, studierte angewandte Kulturwissenschaften. Seit 2003 ist sie freie Journalistin und Literaturredakteurin, seit 2011 verantwortlich für den Bereich Krimi und Kinder-und Jugendbuch. Sie lebt mit ihrer Familie in Bremen.

Mein Fazit:
Ein unglaublich tolles Debüt, das für den Krimi Fall (und für die absolut hervorragende Schreibweise) von mit 5 Sterne bekommt.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir Nora zu viele Geheimnisse behält, das mag ich nicht so, aber das ist nur meine ganz persönlich Meinung.
Auf das nächste Buch bin ich sehr gespannt.
Ein packendes Debüt, das von mir somit 4 Sterne erhält.

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(10)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

australien, liebesroman

Jenseits des leuchtenden Horizonts

Elizabeth Haran , Isabell Lorenz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.01.2015
ISBN 9783404171866
Genre: Romane

Rezension:

Jenseits des leuchtenden Horizonts, von Elizabeth Haran

Cover:
Weckt totales Fernweh.

Inhalt:
London 1956!
Kurz vor ihrer Hochzeit, entdeckt Erin, dass sie von ihrem Freund betrogen wird. Am Hochzeitstag, stellt sie ihn vor der Presse und allen Gästen bloß und will nur noch weg.
Da trifft es sich, dass ihr Onkel nach Australien fliegt um dort Opale zu kaufen.
Kurz entschlossen fliegt Erin mit. Sie ahnt nicht welche Strapazen auf sie warten.
Aber auf der anderen Seite wird sie belohnt mit einer unglaublichen neuen Welt und sie lernt ganz unterschiedliche Menschen kennen.
Nie hätte sie gedacht, dass ihr Herz sich auch wieder einem Mann (und nicht nur das) öffnen könnte.

Meine Meinung:
Ein wunderschönes, gefühlvolles Buch, das und in die exotische Welt nach Australien entführt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr emotional. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und vor allem der „Held“ Jonathan, ist einfach zum verlieben. Er ist einfach zu gut für diese Welt und doch ist er so glaubwürdig und einfach wunderbar geschildert.
Die Geschichte nimmt einen sehr spannenden Verlauf, irgendwie kommt ein Schicksalsschlag nach dem anderen, und gerade wenn man meint, jetzt läuft es mal endlich, kommt wieder eine neue Wendung und ich halte den Atem an und hoffe, dass sich Jonathan hier wieder herauswinden kann und die richtige Entscheidung trifft.
Wir erfahren einiges über Opale und ein ganz besonderer Opal: der „Olympic Australis“ zieht sich durch das ganze Buch. (Ok als Leser ahnen wir seinen geheimen Aufenthaltsort, recht bald und hier war ich doch recht verwundert dass Jonathan hier so gar nicht „geschaltet“ hat).

Die Liebesgeschichte ist glaubhaft aber nicht zu schmalzig und sie nimmt auch nicht allem anderen das Gewicht.

Total begeistert haben mich die Stellen in denen über die Aborigines erzählt wird. Nicht mit diesem „Glorienschein“, sondern sehr authentisch und glaubwürdig – einfach meisterhaft

Autorin:
Elizabeth Haran wurde in Simbabwe geboren. Später zog ihre Familie nach England und wanderte von dort nach Australien aus. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem Küstenvorort von Adelaide.

Mein Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und es hat mich in eine andere Welt versetzt. Australien wie es vermutlich wirklich ist.
Von mir 5 Sterne.

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655 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

liebe, lori nelson spielman, lebensziele, träume, erbe

Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521128
Genre: Romane

Rezension:

Morgen kommt ein neuer Himmel, von Lori Nelson Spielman

Cover:
Erinnert sehr an ihr erstes Buch.

Inhalt:
In ihrem Testament fordert Elizabeth ihrer Tochter dazu auf eine Liste abzuarbeiten, die die 14jährige Brett vor langer Zeit geschrieben hat, Lebenswunschziele einer 14jährigen.
Nun ist Brett 34 und weit von diesen Zielen entfernt, auf einem ganz anderen Weg.
Wird sich Brett dieser Ziele annehmen?
Um eine andere zu werden, oder um das „Millionenschwere“ Erbe zu erhalten?

Meine Meinung:
Der Einstieg hat mir gut gefallen, es war emotional und schön beschrieben, Brett ist mir am Anfang noch recht sympathisch.
Doch dann wirkt sie auf mich immer unrealistischer, auf der einen Seite benimmt sie sich wie eine „reiche Tussi“ dann wieder wie „Mutter Theresa“.
Die ganze Geschichte wirkt auf mich zunehmend konstruiert. Die Probleme werden zu geplant und weichgespült. Es werden wirklich zu Herzen gehende Nebengeschichten erzählt, aber sie gehen mir nicht unter die Haut. Das Ganze kommt mir wie ein Film vor, bei dem ich weiß die Protagonisten sind „nur“ Schauspieler und spielen ihre Rolle nur.
Teilweise ist es auch sehr vorhersehbar.

Autorin:
Lori Nelson Spielman lebt mit ihrem Mann in East Lansing, Michigan. Sie liebt es zu reisen, zu lesen und zu schreiben – ihre wahre Leidenschaft. Derzeit arbeitet sie als Hauslehrerin.

Mein Fazit:
Ein schönes, emotionales Buch, das mich allerdings nicht zu Begeisterungstürmen anfacht, da das Thema zu bekannt ist: Um das Erbe zu erlangen muss man eine bestimmte Liste abarbeiten und am Ende wartet die große Liebe.
Deshalb von mir drei gute Sterne.

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

schokolade, würzburg, chocolaterie, geheimnis, liebe

Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Novemberschokolade, von Ulrike Sosnitza

Cover:
Wer Schokolade mag, verliebt sich auch sofort in das Cover.

Inhalt:
Lea Winter wächst bei ihren Großeltern auf. Ihre ganze Liebe gehört ihrer kleinen Chocolaterie in Würzburg, hier steckt sie all ihre Energie in die Erfindung außergewöhnlicher Trüffel und Pralinen.
Doch dann meint das Schicksal es nicht mehr so gut mit ihr.
Die Chocolaterie wirft keinen Gewinn mehr ab und ihre Vermieterin kündigt ihr. Der Versucht die Chocolaterie (durch die Teilnahme an einem Wettbewerb) zu retten, setzt eine Geschichte aus der Vergangenheit in Gang. Lea entdeckt ihre totgeglaubte Mutter und kommt einem lange verdrängten Familiengeheimnis auf die Spur.
Zum Glück taucht Alessandro auf, dessen ganz besonderer Duft Lea eine ungeahnte Sehnsucht spüren lässt.

Meine Meinung:
Der Einstig ist leicht und der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Es ist unglaublich was Menschen so riechen und schmecken können, ich gehöre leider nicht dazu, aber ich liebe Bitterschokolade (die hier eine wichtige Rolle spielt). Aber den Duft (eines Menschen) in der U-Bahn zu riechen – da bin ich doch sehr skeptisch.
Das Verhalten der Protagonisten ist manchmal schon sehr seltsam und ich kann es nicht immer nachvollziehen.
Das Ganze ist sehr emotional, aber auch oft konfus und etwas gewollt auf spannend gemacht (tel. Unterbrechungen und dergleichen im „falschen Moment“), das wirkt auf mich teilweise etwas konstruiert.
Irgendwann in der Mitte, dreht sich dann alles irgendwie im Kreis, hier hätte es etwas schneller vorwärts gehen können.

Das „Familiengeheimnis“ zeigt wiederum, dass es in solchen Dingen keine Schwarz oder Weiß gibt, dass es ganz viele Grautöne gibt und dass „Gut gemeint“ nicht immer „Gut“ ist. Und dass sich Gefühle ändern können und man sich auch selber in eine Sackgasse manövrieren kann.

Das Buch macht unglaublich Lust auf Schokolade.

Autorin:

Ulrike Sosnitza, geb. 1965 in Darmstadt, ist seit ihrer frühesten Jugend schokoladensüchtig. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg.

Mein Fazit:

Ein schönes Buch für zwischendurch, für Leser die Schokolade, Familiengeheimnisse und Happy Ends lieben.
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Runde aber doch auf 3 ab (in der Mitte dreht sich zu viel im Kreis und es gibt mir doch zu viel „Zufälle“.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, bester freund, affäre, fremdgehen

Die Melonenschmugglerin

Anette Göttlicher
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2009
ISBN 9783548266855
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Melonenschmugglerin , von Annette Göttlicher

Das Cover hat mich neugierig gemacht, doch nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen, dass der Titel und das Bild für mich nicht unbedingt etwas mit der Geschichte zu tun haben.

Das Buch fängt recht interessant und humorvoll an.
Doch dann so in der Mitte wird es recht zäh, irgendwie wiederholen sich die Gedanken der Protagonistin immer und immer wieder.

Nach einer langen Beziehung stellt sich endlich die erwünschte Schwangerschaft ein und genau in diesem Moment verliebt sich die Protagonistin in ihren langjährigen Jugendfreund.
Es ist ein einziges auf und ab, mal will sie bei dem Vater ihres ungeborenen Kindes bleiben, dann wieder zu ihrem Jugendfreund gehen.
Und irgendwann denke ich: weißt du jetzt endlich was du willst??

Das Ende kommt dann relativ plötzlich und für mich recht offen, so dass ich denke: und nun??

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, deshalb auch nur 2 Sterne.

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

inuit, kanada, thriller

Die Fremde auf dem Eis

Bernadette Calonego
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Edition M, 20.09.2016
ISBN 9781503995284
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Fremde auf dem Eis, von Bernadette Calonego

Cover:
Passend zur Geschichte: Schnee und Eis soweit das Auge reicht.

Inhalt:
Eine junge Frau die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt.
Eine Landschaft so unglaublich und faszinierend, so weit, kalt und abweisend, so unberechenbar und tödlich und genau dadurch so anziehend.

Nach dreißig Jahren verschlägt es Valerie als Reiseleiterin in die Gegend in der ihre Mutter bei einer Arktis-Expedition, mit ihrem Vater, den Tod fand.
Nie wurde darüber geredet, alles wurde verschwiegen.
Wird Valerie den Schleier des Schweigens durchbrechen können?

Und genau jetzt passieren noch mehr unerklärliche Dinge in dieser Gegend.
Es gibt eine unbekannte tote Frau, es gibt unerklärte Explosionen und es wird weitere Tote geben.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr packend und fesselnd. Wir werden beim Lesen Stück für Stück in die Geschichte eingeführt und immer wieder tauchen neue Personen und neue Verwicklungen auf. Die Vergangenheit ist sehr geheimnisumwittert, was es sehr spannend macht.
Die Liebesgeschichte ist sehr zurückhaltend formuliert, was mir gut gefällt.

Sehr gekonnt sind viele Informationen eingebaut die dem ganzen sehr viel Authentizität verleiht.
Besonders klasse fand ich auch die Beschreibungen der Landschaft (im ewigen Eis). Eine für mich total unbekannte und unglaubliche Welt.

Autorin:
Bernadette Calonego wu
rde in der Schweiz geboren. Bereits im Alter von elf Jahren veröffentlichte sie ihre ersten Geschichten. Nach dem Studium unterrichtete sie zuerst und arbeitete später als Journalisten. Nach dem Umzug nach Kanada startete sie ihre Karriere als Schriftstellerin.

Mein Fazit:
Ein packender Krimi, der in eine unwirkliche Eislandschaft entführt und so manches Geheimnis für den Leser bereithält.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mich super unterhalten.
Von mir 5 Sterne.


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