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23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

esel, pakista, brian sewell, pakistan, loyalität

Pawlowa

Brian Sewell , Claudia Feldmann
Fester Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177005
Genre: Romane

Rezension:  
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(13)

37 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

krimi, weihnachten, britischer krimi, 1936, klassiker

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Geheimnis in Rot, von Mavis Doriel Hay

Cover:
Schönes, passendes Cover mit edler HC Leinenstruktur.

Inhalt:
Ein Familientreffen (der „besseren“ Gesellschaft) zur Weihnachtszeit in England. Dabei wird der Familienpatriarch Sir Osmond Melbury ermordet.
Der Streit um sein Erbe, war schon vorher Thema, nun gehen die Spekulationen um seien Mörder zu heißen Spekulationen Anlass.
Die Aufklärung dieses mysteriösen Falls wird aus verschiedenen Perspektiven und „very britisch“ angegangen.

Meine Meinung:
Einstig, bei dem die Situation aus verschiedenen Sichtweisen einzelner Familienmitglieder geschildert wird, was sehr interessant. Doch mit der Zeit, und mit den vielen Wiederholungen wird es mit der Zeit eher etwas langatmig. Es ist irgendwann wie eine Aneinanderreihung von Wiederholungen von Aussagen und Sichtweisen.
Auch die doch recht kühle Art der „Berichterstattung, lässt keine Nähe aufkommen und es kommen für mich keine Gefühle rüber. Die „englische“ Steifheit lässt mich an alte schwarz/weiß Filme denken.
Die Dialoge sind in einer gestelzten Sprache, der 20er Jahre und der englischen höheren Gesellschaft angepasst.
Es sind sehr viele Personen beteiligt und erschwerend kommt hinzu, dass dies mal mit dem Vornamen, dann wieder mit dem Nachnamen oder dann sogar mit einer Abkürzung genannt werden, was sehr verwirrend ist.
Bei der Aufklärung werden sehr abstruse Überlegungen angestellt und für mich ist es über große Strecken sehr undurchsichtig.

Wer die kühle britische Art und Schreibweise liebt, liegt hier richtig.
Für mich muss ich sagen: ist eher nicht so meins.

Autorin:
Mavis Doriel Hay (1894-1979) verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens in London und bereicherte das Goldene Zeitalter der britischen Krimiliteratur mit drei Romanen.

Mein Fazit:
So stelle ich mir typischen englischen Krimi aus den 20er Jahren vor.
Kann ich mir gut als alten schwarz/weiß Film vorstellen, aber ist eben nicht so meins.
Deshalb auch nur 2,5 Sterne die ich auf 3 aufrunde.

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(45)

55 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

südtirol, brenner, mord, commissario grauner, krimi

Nachts am Brenner

Lenz Koppelstätter
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 05.10.2017
ISBN 9783462050080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachts am Brenner, von Lenz Koppelstätter

Cover:
Schön atmosphärisch und passend zum Buch.

Inhalt:
Am Brenner, fast im Niemandsland zwischen Österreich und Südtirol wird ein alter Mann grausam ermordet. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden, auch wieder ein alter Mann aus der gleichen Kartenrunde.
Alle Hinweise deuten in die Vergangenheit und je mehr ermittelt wird, desto deutlicher wird, dass die Idylle mehr als trügerisch ist.

Nach „Der Tote am Gletscher“ und „Die Stille der Lärchen“ ist dies der dritte Roman mit Commissario Grauner und seinem neapolitanischen Kollegen Saltapepe. Und dieser Fall führt Grauner auch in seine eigene private und ungeklärte Vergangenheit, zu seinen eigenen Dämonen, zurück. Zum ungeklärten Mord an seinen Eltern.

Meine Meinung:
Ein guter Einstig und eine spannende Geschichte.
Für alle die Commissario Grauner schon kennen, wird dies auch seine sehr persönliche Geschichte. Ich kenne die beiden Vorbücher und habe mich doch wieder gewundert als ich die Altersangabe von Grauner (46 Jahre) gelesen habe, kommt er mir in seiner wohltuenden Ruhe, seiner Behäbigkeit, seinen Ansichten und seinen liebenswerten „Macken“ doch deutlich älter vor.
Die Spannung wird sehr geschickt aufgebaut, auch wenn es mir teilweise schon fast ein bisschen zu viele Zufälle sind. Manchmal frage ich mich wirklich: wie hat der „Täter“ jetzt von diesen „Ermittlungsergebnissen“ erfahren?
Während den Ermittlungen werden etliche Verdächtige gefunden, es entsteht ein wahrer undurchsichtiger Dschungel.
Geschehnisse aus der Vergangenheit werden mit aktuellen Ereignissen, Drogen und Flüchtlingsproblemen verwoben.

Am Ende gibt es noch mal ein Wende, ein Gedanke den ich immer mal wieder im Kopf hatte aber kaum für möglich gehalten habe.

Wie bei den anderen beiden Büchern, möchte ich die Karte hinten und vorne im Buch lobend erwähnen, kann man sich als Leser doch um einiges mehr in die Geschichte einfinden.

Autor:
Lenz Koppelstätter, Jahrgang 1982, ist in Bozen geboren und in Südtirol aufgewachsen. Nach dem Studium in Bologna und Berlin, absolvierte er in München die Deutsche Journallistenschule. Er arbeitete als freier Autor und als Kolumnist und Medienentwickler für verschiedene Verlage, Magazine und Zeitungen.

Mein Fazit:
Ein spannender Roman, mit etlichen Hacken und Winkelzügen, manchen fraglichen Stellen und einem überraschenden Ende.
Von mir 4 Sterne.

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(22)

41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

krieg, norwegen, ulf schiewe, wikinger, harald hardrada

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520024
Genre: Historische Romane

Rezension:

Thors Hammer, von Ulf Schiewe

Cover:
Mit diesem Bild kann man sich sofort in die Geschichte hinein versetzten.

Inhalt.
Band 1 der Saga um die Geschichte des großen Wikingerkönigs Harald Hardrada.
Es beginnt 1027, Harald ist zwölf Jahre alt, er will Krieger werden und seinem Halbbruder Olaf nacheifern und Kriegsherr und König von Norwegen werden.
Wir erleben ihn in seiner Familie, mit seinen Freunden, in der Schlacht als Olaf stirbt, Harald schwer verwundet wird und nur knapp dem Tod entkommt.
In dieser Zeit wird aus dem Knaben ein junger Mann und Kriegsherr und er trifft auf die Sklavin Aila, die für ihn mehr wird als nur eine Sklavin.

Meine Meinung:
Wieder ein brillantes Buch aus der Feder von dem Erfolgsautor Ulf Schiewe.
Ob er von den Normannen in Italien erzählt, vonPiraten an exotischen Orten in der Neuen Welt, oder wie hier von den Nordmännern um den Wikingerkönig
Harald, seine Geschichten sind immer akribisch recherchiert und deshalb voller Lebendigkeit, Tiefe und …..

Auch hier wieder wird eine tolle Spannung aufgebaut. Die Geschichte ist in der Ich-Form aus der Sicht von Harald erzählt, deshalb sind wir hautnah und sofort mitten in der Story selber dabei.
Die Männerrunde Rund um Harald wird sehr sympathisch, mit vielen Ecken und Kanten und ganz eigenen Charakteren aufgebaut.
Die nötigen Kampfszenen gehören dazu, werden aber nicht reißerisch ausgeschlachtet, sie sind grausam, aber nicht unnötig hässlich.
Auch die Liebe und Romantik findet ihren Platz und fügt sich ganz automatisch in das Geschehen ein.

Sehr gut gefallen haben mir die Überlegungen und Gegenüberstellungen die zum neuen Glauben (Christianisierung) und den alten Göttern immer wieder eingeflochten wurde.

Auch die Darstellung der damaligen Lebensweise sowie die herrliche Landschaft, machen das Buch zu einem Leseerlebnis und Lesegenuss.

Eine tolle Ergänzung ist die Landkarte vorne im Buch und die Anmerkungen des Autors, das Namensregister sowie das Glossar hinten.

Autor:
Ulf Schiewe, geb. 1947, war als Software-Entwickler und später Marketingmager tätig. Seit frühester Jugend war er eine Leseratte. Im Lauf der Jahre erwuchs daraus der Wunsch, selber große historische Romane zu schreiben.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.

Mein Fazit:

Der meisterhafte Beginn der Trilogie um den Wikingerkönig Harald.
Faszinierend, spannend, mitreißend.
Ich fiebere jetzt schon auf den nächsten Band zu, der zum Glück schon im Dezember erscheint: „Odins Blutraben“.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl – 5 Sterne.

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(16)

31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, regierung, alex kava, hund, hunde

Versiegelt

Alex Kava , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.11.2016
ISBN 9783453358553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Versiegelt, von Alex Kava

Cover:
Das Cover gefallt mir, allerdings ist es austauschbar und hat für mich keine direkten Bezug zur Geschichte
Inhalt:
Handlungsort: Verschiedenen Stellen in den USA.
Ryder Creed wird mit seinem Spürhund zu einem verheerenden Erdrutsch gerufen.
Doch mit weiteren Informationen wird sehr sparsam umgegangen.
So stellt sich erst nach und nach heraus in welch tödliche Gefahr sich Ryder und seine Hunde begeben.
Skeptisch wird Ryder Credd allerdings, als er die FBI Agentin Maggie O’Dell und weitere höhere Beamte der Regierung mitmischen sieht……….
Meine Meinung:
Ein wirklich packender Thriller.
Wir stolpern wie Ryder Creed in eine Geschichte, die mit einer gewaltigen Naturkatastrophe beginnt und sich zu einem unglaublich explosiven Skandal entwickelt.
Es geht um politische Vertuschung, geheime Tests von biologischen Waffen, um unglaubliche Korruption, Verrat und Mauscheleien.
Es ist super spannend geschrieben und so beängstigend real und unglaublich tragisch. Und das vor allem wenn man bedenkt dass vieles so war, oder ich mir vorstellen kann, dass vieles leider immer noch so ist.
Da bekommt man beim Lesen Gänsehaut und fragt sich, was machen ein paar wenige mit uns normaler Bevölkerung ohne dass wir es wissen??
Das Ende der Story ist dann so wie es wohl oft im realen Leben auch ist.
Super gut gefallen hat mir die Beschreibung der Beziehung zwischen Mensch und Hund, hier ist auch das Nachwort sehr erwähnenswert und hatte für mich einen hohen Informationsgehalt.

Mein Fazit:
Ein absolut spannender Thriller mit tollen Hauptprotagonisten, und die tollen Spürhunde nicht zu vergessen.
Gänsehaut und Entsetzen inklusive.
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin und mit Ryder Creed und Maggie O’Dell.
Von mir 4 Sterne.

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125 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

buchhandlung, liebe zwischen den zeilen, veronica henry, bücher, liebe

Liebe zwischen den Zeilen

Veronica Henry , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.08.2017
ISBN 9783453359307
Genre: Romane

Rezension:

Liebe zwischen den Zeilen, von Veronica Henry
Cover:
Eine schöne und farbenfrohe Ansicht des Buchladens, der in der Geschichte eine zentrale Rolle spielt.
INHALT:
Emilias Vater Julius, ist gestorben und hinterlässt ihr eine Buchhandlung mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Es scheint so, als ob die ganze Stadt Julius geliebt hat, und so hinterlässt er große Fußstapfen.
Emilia ist fest entschlossen in diese zu steigen und den Buchladen weiterzuführen, auch wenn dieser tief in den roten Zahlen steckt.
Meine Meinung:
Der Beginn ist recht vielversprechend.
Ein Buchladen mit dem gewissen etwas, Personen die etwas außergewöhnlich sind und eine angedeutete heimlichen Affäre.
Doch dann wird das ganze etwas langatmig.
Es bilden sich einige Liebespaare die Probleme haben und es ist schon zu erahnen wie sich diese Probleme lösen und am Schluss jeder Topf seinen Deckel findet.

Es gibt viel Heile Welt und Schwarz/Weiß.
Alles ist sehr sentimental und ich wurde jetzt sagen das Ganze ist doch sehr klischeebehaftet.
Ein richtiger Liebesroman eben.
Autorin:
Veronica Henry arbeitet für die BBC und als Drehbuchautorin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in England.

Mein Fazit:
Ein Buch für zwischendurch, für mich ohne große Höhen und Tiefen, mit viele Herz/Schmerz und am Ende kriegen sich alle.
Von mir 3 Sterne

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

portugal, trennung, scheidung, freundschaft, werner

Alles wegen Werner

Bettina Haskamp
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.03.2010
ISBN 9783548281841
Genre: Romane

Rezension:  
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(6)

22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das etruskische Lächeln

José Luis Sampedro , Roberto Hollanda , Roberto Hollanda
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.04.2004
ISBN 9783442456215
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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117 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

frankfurt, england, judenverfolgung, juden, kindertransporte

Solange die Hoffnung uns gehört

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746632896
Genre: Romane

Rezension:

Solange die Hoffnung uns gehört, von Linda Winterberg

Cover:
Eine sehr nachdenklich blickende Frau in den Kleidern von früher und das ganze in sepia Farben gehalten, so sieht man gleich dass es sich um einen historischen Roman handelt.
Sehr schön gemacht.

Inhalt:
Frankfurt: 1938.
Das NS Regime beginnt seine Macht auszuspielen. Vor allem die Juden beginnen den Hass zu spüren. Auch die viel umjubelte Sängerin Anni Kluger, verliert ihren Platz an der Oper.
Alle ihre Bemühungen um eine gemeinsame Ausreise mit ihrer Tochter scheitern. Schweren Herzens entschließt sich Anni ihre Tochter Ruth mit einem sogenannten “Kindertransport” nach England in Sicherheit zu schicken, ihr Ziel ist es so bald wie möglich zu folgen.
Doch dann bricht der Krieg aus.
Werden sich Anni und Ruth jemals wieder sehen?

Meine Meinung:
Eine wunderbare Geschichte, eindringlich, schmerzhaft, aber nicht reißerisch erzählt.
Wie auch schon das Buch der Autorin “Das Haus der verlorenen Kinder” , das ich genauso geliebt habe.
Die Autorin versteht es meisterhaft, den sehr gut recherchierten traurigen Hintergrund (siehe Anhang) in eine spannende, dabei doch so menschliche, warme und einfühlsame Story zu verwandeln.
Ich wollte keine Seite auslassen und die Personen sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sehr intensive mit ihnen gelitten, gebangt und vor allem gehofft habe.
Wir erleben die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten, das macht es wunderbar vielseitig und differenziert.

Autorin:
Hinter dem Pseudonym von Linda Winterberg, verbirgt sich Nicole Steyer, von der viele weitere wunderbare historische Romane stammen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Töchtern im Taunus.

Mein Fazit:
Wiedermal ein brillantes Buch um ein sehr trauriges Thema der deutschen Geschichte, (Kinderverschickung von Deutschland nach England in der NS Zeit), mitfühlend und emotional erzählt.
Dieses Buch lesen, ist wie diese Zeit miterleben.

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(68)

96 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

portugal, sommer, freundschaft, freundinnen, 50zig

Sommer unseres Lebens

Kirsten Wulf
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462048896
Genre: Romane

Rezension:

Sommer unseres Lebens, von Kirsten Wulf

Cover:
Es vermittelt eine unbeschwerte Zeit und macht deshalb neugierig.

Inhalt:
Mit 25 Jahren, lernen sich Miriam, Hanne und Claude durch Zufall kennen und Reisen gemeinsam nach Portugal. Dort erleben sie einen wilden und ausgelassenen Sommer.
Sie versprechen sich: egal was passiert - zu ihrem 50. Geburtstag treffen sie sich wieder in Portugal, an ihrem Strand am Meer.

Sie verlieren sich mehr oder weniger aus den Augen und plötzlich ist er da – der 50er.
Nach etlichem Sträuben und inneren Kämpfen, machen sich die drei so unterschiedlichen Frauen auf den Weg.
Miriam die Karrierefrau, Hanne die alleinerziehende Yogalehrerin von vier Kindern, Claude die Single und singende Wirtin.

Werden sie an alte Zeiten anknüpfen können.

Meine Meinung:
Wie nicht anders zu erwarten haben sich die drei Frauen in unterschiedliche Richtungen entwickelt, und außerdem hat jede ihr eigenes Geheimnis und ihre eigenen Gespenster vor denen sie flieht oder denen sie hinterherhecheln.
Dadurch gibt es viele Spannungen und wie in einer Achterbahn Auf und Abs.

Die Autorin versteh es uns in die Geschichte mit hineinzuziehen und einmal befinden wir uns 25 zurückversetzt in einer wilden Zeit und dann wieder im Hier und Jetzt mit all seinen Problemen.

Es werden Fragen über das Leben allgemein und speziell ab 50 in den Raum gestellt und regen zum nachdenken an.
Am Schluss gibt es überraschende Wendungen.

Einen besonders tollen Hintergrund bietet der Handlungsort Portugal, hier merkt man, dass die Autorin hierzu einen besonderen Bezug hat.

PS: Ich kenne von der Autorin das Buch „Aller Anfang ist Apulien“, das mir auch außergewöhnlich gut gefallen hat.

Autorin:
Kirsten Wulf, geb. 1963, in Hamburg, arbeitete als Journalistin. Seit 2003 lebt und arbeitet sie in Italien.

Mein Fazit:
Ein toller Sommerroman über die Freundschaft von drei ganz unterschiedlichen Frauen.
Das Fernweh nach Portugal wird geweckt und eigentlich möchte man sofort die Koffer packen.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

trauer, raf, vergangenheit, liebesroman, schuld

In einem anderen Licht

Katrin Burseg
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351406
Genre: Romane

Rezension:

In einem anderen Licht, von Katrin Burseg

Cover:
Die Farben, die Weite, die beiden Frauen, die man nur so von hinten sieht, machen neugierig und lassen mehr erahnen……..

Inhalt:

Miriam, eine junge Journalistin und alleinerziehende Mutter, die noch in tiefer Trauer ist, da sie ihren Mann der Fotograf in Krisengebieten war, verloren hat, organisiert gerade eine Preisverleihung für Zivilcourage.
Und nun bekommt sie ausgerechnet gegen die Stifterin des Preises, Dorothea Sartorius, anonyme Briefe (einer politischen Weggefährtin von früher) in denen Dorothea des Verrats beschuldigt wird.
Bei ihren Recherchen kommt Miriam einem Geheimnis des RAF-Terrors um 1972 auf die Spur…..

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig, tiefgründig und wertfrei.
Wir lesen eine Geschichte und sie wird von verschiedenen Seiten beleuchtet.
Schon eine kleine Änderung der Tatsachen, oder nur eine Veränderung der Sichtweise, wirft ein anderes Licht auf „die Wahrheit“.
Was ist Wahrheit?
Ist Schuld und Sühne immer wichtig und/oder sinnvoll?
Es wird hier ganz deutlich, dass es im Leben oft genug nicht nur Schwarz/Weiß gibt, sondern ganz viele Grautöne und dass es hier auf die subjektive Sichtweise ankommt. Was kann und will ich auf die Positive Seite stellen, was wiegt was auf? Geht das überhaupt?

Beängstigend ist auch die Aktualität: Der Terrorismus und die Radikalisierung junger Menschen, wie schnell man auf diesen „Zug“ aufspringen kann.

Auch die anderen Handlungsstränge (Liebe, Verrat, Familie, Rassismus, Historie, Wut, Trauer, Vergebung, Wahrheit, Zufall) sind gut ineinander verwoben und passen sich zu einem großen Ganzen zusammen.

Was mir persönlich auch immer sehr gut gefällt, der Titel kommt im Buch vor, und so ist ein direkter Bezug da.

Autorin:
Katrin Burseg, geb. 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur, bevor sie als Journalistin arbeitete. Sie lebt mit ihrer Familie im Herzen der Stadt.

Mein Fazit:

Ein gelungenes Buch über eine dunkle Vergangenheit in der jüngsten deutschen Geschichte.
Aber auch ein Buch das Mut macht, zum nachdenken anregt und zeigt, es gibt immer einen Weg und Gewalt ist keine Lösung.

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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

urn, nachdenklic, amüsan, heite, hurtigrute

Sind dann mal weg

Simone Veenstra
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453421509
Genre: Humor

Rezension:

Sind dann mal weg, Simone Veenstra

Cover:
Ein Cover zum Schmunzeln, doch es fehlt der fünfte Mann (Karel).

Inhalt:
Durch Kapitän a. D. Ole Erickson, gewinnt Tina in der Seniorenresidenz Freunde und wieder Freude am Leben. Vor allem der Freitagabend mit seinem Rätselraten hat es ihr und der kleinen Gruppe angetan.
Doch als genau an einem solchen Abend, Ole im Kreis seiner Freunde, dem Lebemann Paul, der glamourösen Hedi und dem schüchternen Männi und Tina, tot umfällt, ist der Spaß vorbei.
Oles Sohn ist nicht gut auf den Vater zu sprechen und will ihn so schnell und unauffällig wie möglich bestatten.
Doch da hat er die Rechnung ohne die Freunde gemacht, diese wollen Oles letzten Wunsch erfüllen: seine Asche soll im norwegischen Finnfjordvaer verstreut werden.
Eine abenteuerliche Reise in den hohen Norden beginnt, bei der sich auch noch spontan der Seniorchef des Bestattungsinstituts, Karel, anschließt.

Meine Meinung:
Ein sehr schönes Buch.
Es ist voller Wärme, sehr humorvoll und überaus positiv geschrieben.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und wenn auch manche Dinge etwas an der Wirklichkeit vorbeischießen, ist es eine tolle Reise, die ich mir doch gut vorstellen kann (es gibt viel zum schmunzeln und lachen).
Auftretende Probleme werden schlagfertig und unorthodoxe gelöst.
Es geht um echte Freundschaft, die Protagonisten sind trotz ihrer Ecken und Kanten alle extrem sympathisch.
Es gibt tolle Gespräche über das Leben die sehr zum nachdenken anregen.
Jeder hat seine eigene Vergangenheit, seine eigene Geheimnisse und Wirklichkeit die er vorerst von sich preisgibt.

Hier wird der Gedanke deutlich: Man bedauert am Ende des Lebens nichts so sehr, wie nicht wahrgenommene, oder verpasste Möglichkeiten.

Ein Buch, eine Geschichte, die ich mir sehr gut auch als Kinofilm vorstellen könnte.

Autorin:

Simone Veenstra, wuchs in Franken auf und studierte Film, Theater und Literatur. Heute lebt sie in Berlin.

Mein Fazit:
Wirklich ein Buch das ich empfehlen kann.
Voller Wärme, Humor, Emotionen, Weisheiten und guten und wertfreien Gedanken zu Freundschaft, zum Leben und zum Sterben.
Und es macht Mut zu immer neuen Wegen.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

verlust, neuanfang, todesfall, trauer, erbschaft

Und morgen das Glück

Franziska Stalmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.08.2017
ISBN 9783453359086
Genre: Romane

Rezension:

Und morgen das Glück, von Franziska Stalmann

Cover:
Ein bisschen „leblos“, ich hätte in einer Buchhandlung nicht nach dem Buch gegriffen.

Inhalt:
Nina (48) lebt jahrelang glücklich mit ihrem „stinkreichen“ Lebensgefährten Robert zusammen. Der lebt lediglich getrennt von seiner Frau, keiner denkt an die Zukunft.
Nach seinem plötzlichen Unfalltod, steht Nina mit leeren Händen da.
Da kein Testament zu finden ist nimmt der missgünstige Stiefsohn Nina alles.
Nun steht Nina mit leeren Händen da, doch Not macht erfinderisch.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Der Einstig in die Geschichte ist auch interessant und sehr emotional.

Doch so nach und nach möchte ich mehr und mehr über Nina den Kopf schütteln. Sie ist in meine Augen sehr sprunghaft, manchmal finde ich sie verhält sich nicht wie eine 48 jährige Frau. Mal macht sie sich klein und schluckt alles und dann wieder ist sie zu stolz um einen Satz der Entschuldigung zu sagen, der ihre Probleme lösen würde. Dann ist sie wieder sehr weltfremd und naiv, obwohl sie doch, bevor sie ihren Robert kennengelernt hat, alleinerziehende Mutter und Journalistin war und das Leben doch auch in den Griff bekommen hat.
Auf der einen Seite war Robert ihr alles und sie ist ja so am Boden zerstört, und dann landet sie schnell im Bett des nächstbesten (weil der Robert ähnlich sieht?) und kurz später hat sie einen wesentlich jüngeren Mann aufgetan mit dem sie hemmungslosen Sex (just for fun) hat.

Nina ist eine Person die mich spaltet.
Sie ist ein toller Familienmensch, für ihre Familie (Tochter und Enkelin) tut sie alles.
Die „Freunde“ fliegen ihr eigentlich so zu, sie muss dafür nichts tun.

Die Geschichte läuft mit lauter glücklichen Zufällen (die ich mir so im Leben nicht vorstellen kann), und für mich doch recht konstruiert, auf ein Happy End zu.

Das Schöne an dem Buch ist auch, es zeigt, Geld ist nicht alles, und wahre Freundschaft kann man nicht kaufen.

Einen tollen Satz habe ich im Buch gefunden:
Zitat: Wenn man nur Leute lieben darf, die perfekt sind, dann muss man die Liebe ändern.

Autorin:
Franziska Stalmann eroberte mit ihrem Roman "Champagner und Kamillentee", verfilmt mit Andrea Sawatzki, ein Millionenpublikum. Die Autorin und Psychologin lebt in München.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte, die allerdings mit der Person von Nina steht und fällt.
Und da Nina (für mich) viel zu ambivalent ist, ist meine anfängliche Begeisterung zum Ende des Buches etwas verflüchtigt.
Ich schwanke stark zwischen 3 und 4 Sternen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, amsterdam, london, niederlande, kyra slagter

Schwarzes Wasser

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832164188
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schwarzes Wasser, von Isa Maron

Cover:
Passt zu den zwei ersten Büchern, guter Erkennungswert.

Inhalt:
Im Garen einer Viola in Amsterdam wird ein Schädel gefunden. Bei der Untersuchung des Geländes tauchen weitere Köpfe auf.
Bei den Ermittlungen stößt Kommissarin Maud Mertens auf eine Mauer des Schweigens. Der Vorbesitzer der Villa war ein hochrangiger Politiker der schon eine umfangreiche Polizeiakte hat, dem aber nie etwas nachgewiesen werden konnte.
Ein weiterer Aspekt.
Die Villa steht in der unmittelbaren Nachbarschaft zu der vor Jahren verschwundenen Sarina Slagter………….

Meine Meinung:
Leider konnte mich dieser 3. Teil um die Kommissarin Maud Mertens und die Kriminalistik Studentin Kyra Slagter nicht mehr überzeugen.
Im Gegenteil zu den beiden ersten Büchern finde ich hat die Polizei (und auch Maud) ganz wichtige Teile von Aussagen nicht beachtet und auch die polizeiliche Recherche wurde sehr ungenügend betrieben. Da wird hoher Aufwand betrieben und dann wird das familiäre Umfeld eines Verdächtigen kaum genau angeschaut.
Auch als klar wird, dass die Morde immer im selben Monat stattfinden kommt kein Umdenken und recherchieren in eine bestimmte Richtung.

Für mich war diesesmal sehr viel unrealistisch, verwirrend und durcheinander.
U.a. sehr unglaubwürdig wie „XY“ (um nicht zu spoilern) auf Sarah/Jane in London aufmerksam wird, oder bei wichtigen Zeugen nur lasch nachgehackt wird.
Die Polizeiarbeit scheint mir diesmal ohne „Biss“ und unzureichend. Dann gibt es wiederum einen „alternden“ Polizisten der super schnell an viel und weitverzweigte wichtige Info kommt – sehr komisch.

Die Geschichte liest sich für mich diesemal auch sehr zäh. Vor allem die Passagen mit Sarah/Jane sind für mich sehr langatmig und langweilig.
Auch in manch anderen Situationen wird weit ausgeholt und Allgemeinwissen eingestreut, was ich unnötig und „nur“ als Seitenfüller sehe.
So richtige Spannung kam bei mir erst bei den letzen 50 Seiten auf, und das auch nur, weil ich gehofft habe, dass noch die umwerfende Aufklärung kommt.

Die Mordhandlung ist ekelhaft, brutal, sexistisch und mir zu detailliert beschrieben, so gewollt reißerisch und abstoßend – das brauche ich nicht.

Der Mörder wird zwar gefasst, aber das ganze Drama bleibt in einem fiesen Chliffhänger offen.

Auch das Drama um Sarina und die Suche nach ihr wird zur neverending Story, was irgendwann mal zu viel ist (außer man liebt Serien).

Autorin:
Isa Maron, geb. 1965, ist Autorin mehrerer Kriminalromane und gilt in den Niederlanden als Meisterin ihres Genres.

Mein Fazit:
Leider hat mich der 3. Teil überhaupt nicht überzeugen können.
Bei den ersten beiden Büchern konnte ich das offene Ende gerade noch so akzeptieren, wurde doch die Haupthandlung in sich abgeschlossen.
Doch diesesmal wird mir zu viel konstruiert, zu gewollt verknüpft und zu wenig aufgeklärt.
Deshalb von mir diesesmal nur knapp 3 Sterne.

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

entführung, amsterdam, krimi, holland, menschenhandel

Kalte Brandung

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.09.2016
ISBN 9783832163587
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kalte Brandung, von Isa Maron

Cover:
Die Farben passen gut zur Jahreszeit und zur Nordsee.

Inhalt:
Am helllichten Tag, verschwindet der kleine Jesse, 7 Jahre alt, in Amsterdam.
Die Polizei leitet sofort eine groß angelegte Suchaktion ein, leider ergebnislos.
Jesse scheint wie vom Erdboden verschluckt.
Und leider war dies nur der Anfang, täglich werden mehr Kinder entführt, die Zahl steigt bis in den zweistelligen Bereich.
Die Polizei, allen voran die altgediente Kommissarin Maud Mertens und hinter den Kulissen die junge Kriminalistikstudentin Kyra Slagter, arbeiten auf Hochtouren, doch es gibt kaum verwertbare Spuren.
Was passiert mit den Kindern?
Wird es gelingen die Täter zu stoppen, bevor es zu spät ist?

Meine Meinung:
Dies ist ein eigener, in sich abgeschlossener Teil, um die Kommissarin Maud Mertens und die junge Studentin Kyra Slagter.
Wenn auch die Nebenhandlung um die vor vier Jahren verschwundene, und seither nicht mehr aufgetauchte, Schwester von Kyra, sich in diesem Teil fortsetzt und wir weitere Puzzelteile erhalten, der Fall sich aber immer noch nicht auflöst. (Dies kann auch als Kritikpunkt gesehen werden)

Die Handlung um die entführten Kinder ist erschreckend und nervenaufreibend. Unglaublich wie frech sich die Entführer bewegen, und wie wenig Spuren sie hinterlassen. Sie sind super organisiert, eiskalt und brutal. Kaum ein Ansatzpunkt für die Ermittler. Schon das kleinste Detail kann wichtig sein, doch wie dieses erkennen, wenn Übermüdung, Stress und Angst jeden Einzelnen schier niederdrückt.

Der Schreibstil ist absolut flüssig und spannend, am Schluss überschlagen sich die Ereignisse und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Hier in diesem Teil werden die Emotionen und die bedrückende Stimmung besonders aufgenommen und herausgearbeitet.
Wie auch schon beim ersten Buch (Dunkle Flut) werden gekonnt verschiedene Perspektiven beleuchtet.
Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Maud und der Polizei, von Kyra und besonders emotional ist die Sicht, das Erleben der entführten Kinder.

Autorin:
Isa Maron, geb. 1965, ist Autorin mehrerer Kriminalromane und gilt in den Niederlanden als Meisterin ihres Genres.

Mein Fazit:
Sehr spannend und nervenaufreibend. Gänsehaut und Magenschmerzen inklusive.
Da es sich um Kinder handelt gehen die Emotionen auch recht hoch.
Das Buch hat mich absolut gefesselt.
Volle 5 Sterne.

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(92)

193 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

thriller, psychothriller, puppe, berlin, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Porzellanmädchen, von Max Bentow

Cover:

Absolut passend zum Inhalt:

Inhalt:
Niemand ahnt, dass sich hinter der makellosen Fassade, der gefeierten Thriller-Autorin, Luna Moor, schreckliches verbirgt.
Als junges Mädchen wurde sie verschleppt und entkam nur knapp dem Tod.
Nun kehrt sie zurück in das Haus im Wald, das einst ihr Gefängnis war. Sie will die Dämonen ihrer Vergangenheit endlich besiegen, und den Täter, der nie gefasst wurden, in eine Falle locken.
Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer?
Und kann sie sich der Wirklichkeit stellen?
Und warum nimmt sie den 15jährigen Sohn einer Freundin bei sich auf??

Meine Meinung:
Ein knallharter Thriller, der die Gewalt (und teilweise sexuelle Themen) sehr detailliert und brutal beschreib, also auf jedenfalls nichts für schwache Nerven.
Teilweise wirklich ekelhaft und abartig.

Die Spannung wird sehr geschickt aufgebaut, indem immer wieder auf das Buch eingegangen wird, das Luna gerade schreibt und in dem die Protagonistin identisch mit Luna zu sein scheint. Was ist Wirklichkeit, was ist Fiktion? Eine gruselige und sehr bedrückende Atmosphäre entsteht, weil man sich immer wieder fragt: ist Luna dem Wahnsinn verfallen?

Doch einen Kritikpunkt habe ich auch:
Die Person von Leo, der 15 jährige Sohn der Freundin, war mir von Anfang an unglaubwürdig, der passt für mich absolut nicht in die Handlung.

Autor:
Max Bentow wurde in Berlin geboren. Er studierte Schauspiel und war nach seinem Studium auf den verschiedensten Bühnen als Schauspieler tätig. Bentow lebt heute in Berlin.

Mein Fazit:
Ein Thriller der für mich diese Bezeichnung auf jedenfalls verdient hat. Für meinen Kritikpunkt ziehe ich einen Stern ab, also immer noch gute 4 Sterne von mir.

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(74)

110 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

bodensee, brigitte riebe, vertreibung, flucht, flüchtlinge

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Marlenes Geheimnis, von Brigitte Riebe

Cover:
Ein romantisches Bild vom Bodensee und eine schöne Frau von hinten.
Sehr passend und macht neugierig.

Inhalt:

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat (Böhmen, nach dem Krieg 1945) längst hinter sich gelassen und mit ihrer Mutter Eva; am Bodensee eine neue Heimat gefunden.
Als ihre Nichte Nane, kurz nach Evas Beerdigung, die Aufzeichnungen der Großmutter liest, bricht die Vergangenheit wieder auf.
Familienstreitereien und ein unbekanntes Geheimnis kommen zutage………..

Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch, das die Vergangenheit mit der Gegenwart wunderbar zu verknüpfen weiß.
Beide Erzählstränge, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart sind absolut faszinieren, berührend und spannend, sie entwickeln einen unglaublichen Sog, der mich förmlich ins Buch hineinzieht – wirklich topp!

Die Charaktere und Personen sind so facettenreich und detailliert beschrieben, jede mit ihren eigenen Eigenschaften und einer ganz besonderen Ausstrahlung, dass ich jeden sofort vor mir sehe.

Die Handlung entwickelt sich kontinuierlich und sehr real, so dass ich regelrecht mit fiebere und gespannt bin was auf der nächsten Seite passiert, es strahlt eine unglaubliche Atmosphäre aus – ein echter Pageturner.
Manchmal habe ich einen dicken Knoten im Magen und mir kullern auch Tränen über die Wange. Aber es ist auch schön zu sehen, wie mit Mut und Hoffnung und einem Quäntchen Glück es immer einen Weg in eine schönere Zukunft gibt.

Es geht um Liebe und Freundschaft, um Krieg und unglaubliche Grausamkeit (die Seelen zerstört), um Familie, Schuld und Vergebung.

Und nicht zu vergessen:
Das Thema Flüchtlinge ist immer noch so aktuell wie damals, wir sollten das Leid hinter all den Menschen auf der Flucht nie vergessen.

Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin (deshalb auch die toll recherchierten Bücher) und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat viele erfolgreiche historische Romane geschrieben, in denen sie die Geschichte der vergangenen Zeiten wieder lebendig werden lässt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Mein Fazit:
Spannend, emotional, grandios!
Das Buch ist einfach genial.
Brigitte Riebe - eben. Für mich ein Garant für tolle Lesestunden.
Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Karibikstrand

Gabriele Ried-Hertlein
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei epubli, 11.08.2016
ISBN 9783741837562
Genre: Romane

Rezension:

Karibikstrand, von Gabriele Ried-Hertlein

Cover:
Da bekomme ich gleich Fernweh.

Inhalt:
Als „Repeaters“ fliegen Isa und Leo in die Karibik.
Bei ihrem „Langzeit-Urlaub“ (wenn man nicht mehr berufstätig ist, kann man im Februar dem grauen deutschen Winter entfleuchen), treffen die Beiden auf viele Gleichgesinnte.
Man kennt sich, und irgendwie ist es doch jedes Jahr wieder das Gleiche.
Doch jedes Jahr kommen neue Miseren, Pannen, Dramen oder neue Zwistigkeiten dazu.
Dieses Jahr liegt sogar der fiese Fernglas-Tyran Paul, eines Morgens tot im Pool.

Meine Meinung:
Das Geschehen ist sehr vielschichtig und genau beobachtet und wiedergegeben.
Der Stress, bis man schon mal im Flieger sitzt und dann so die großen und kleinen Probleme, Allüren und Pannen im Urlaub, die wohl jeder kennt, an sich selber oder von anderen.
Nur ist es immer sehr viel unterhaltsamer davon zu lesen, als dies selber zu erleben.
Auf der einen Seite das Paradies auf Erden und ich denke neidisch: so will ich auch mal 8 Wochen Urlaub machen.
Dann doch wieder total abschreckend, in seiner vorhersehbaren und immer wieder gleichen Routine mit den gleichen Menschen und vielen Urlaubsklischees.

Die Übergänge von einer Handlung zur nächsten sind mir vielleicht ein klein wenig zu abgehackt. Zeitweise sind es mir zu sehr „nur“ aneinandergereihte Begebenheiten.
Außerdem hätte ich die einzelnen Protagonisten gerne etwas differenzierter kennengelernt (und woher kommen die Namen?) und sie hätten meiner Meinung nach einzelner eingeführt werden können. Plötzlich waren sie da und in nicht geringer Anzahl: z.B. Kongo-Otto, Uprade-Kalli, Reihe7, Marejeet, Harry Klappspaten, Turbo-Dodo etc.

Autorin:
Als Kind wollte sie Erfinderin werden.
Stattdessen Ausbildung in BWL, VWL, Psychologie und Chefassistentin in einem Weltkonzern.

Mein Fazit:
Das Buch ist wirklich eine schöne Urlaubslektüre.
Man kann sich und andere so schön drin wiederfinden.
Wobei das ja schon ein Urlaub der gehobenen Klasse ist (ich sag nur Businessflug) kann (oder will) sich wohl nicht jeder (Rentner) leisten.
Von mir 3 ½ Sterne die ich gerne aufrunde.

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(134)

263 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 110 Rezensionen

sklaverei, flucht, amerika, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

Underground Railroad, von Colson Whitehead

Cover:
Passend zum Buch, dunkel, nüchtern, ein Geheimnis verbergend.

Inhalt:
Cora lebt das traurige, schreckliche Leben einer Sklavin auf einer Baumwollplantage im Süden der USA (um die „Blütezeit“ der Sklaverei, ein dunkler Teil der Geschichte).
Mit Mut und viel Glück, gelingt ihr zusammen mit Caesar die Flucht.
Doch ein berüchtigter Sklavenjäger, Ridgeway, heftet sich an ihre Fersen. Denn schon Coras Mutter gelang die Flucht und er hat sie nie gefunden. Was ihn persönlich besonders antreibt.
Die Underground Railroad, wird für Cora immer wieder zur Rettung.
Aber wird sie den weiten Weg vom Süden in den vermeintlich sicheren Norden schaffen…………

Meine Meinung:
Dies ist mal wieder ein Buch bei dem die Erwartungen (durch die ganzen Vorschusslorbeeren) sehr hoch gesteckt sind. Und irgendwie lande ich dann oft relativ hart. Hier nicht gerade hart, aber ich kann doch keine 5 Sterne vergeben.

Die Geschichte ist eine Mischung aus historischer Geschichte und fantastischen Elementen. (Ich weiß nicht warum ich musste immer wieder an den „Polarexpress“ denken).
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Wenn er auch immer wieder mal Sprünge aufwies, wie bei einer Unterhaltung bei der man zum Abschweifen neigt und von einem Thema zum anderen kommt (es wird nicht immer chronologisch erzählt).
Es werden sehr viele Personen und Namen genannt, bei denen ich teilweise Schwierigkeiten hatte sie alle zu platzieren.
Diese Punkte haben meinen Lesefluss immer mal wieder ins stocken gebracht.

Es wird nichts beschönigt, die menschenverachtende Grausamkeit der Sklaverei wird sehr deutlich, auch mit den unmenschlichsten Strafaktionen, erzählt.
Cora ist eine sehr junge, kluge und mutige Protagonistin, die durch ihre gute Beobachtungsgabe sehr schnell lernt und sich anpassen kann. Ihre Gedanken gehen in alle Richtungen, und sie lässt sich kein X für ein U vormachen.

Deshalb hätte ich mir auch ein bisschen mehr emotionale Nähe zu den Protagonisten (den Opfern und auch den vielen Helfern) gewünscht.

Autor:
Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, ist einer der wichtigsten Autoren der neuen amerikanischen Literatur. Er lebt in Brooklyn.

Fazit:
Eine sehr eindringlich erzählte Geschichte der schrecklichen Zeit der Sklaverei in den USA.
Von mir 4 Sterne.

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(61)

94 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

england, krimi, geheimnisse, dorf, geheimnisvoll

Eine von uns

Harriet Cummings , Walter Goidinger
Fester Einband
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.07.2017
ISBN 9783552063358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine von uns, von Harriet Cummings

Cover:
Stellt wohl die Abgelegenheit des Dorfes dar.
Farben sehr plakativ.

Inhalt:
Ein abgelegenes Dorf in England in den 80er Jahren – typisches Dorfleben und Dorfdenken. Und doch hat fast jeder sein eigenes gut gehütetes Geheimnis.
Als plötzlich eine Reihe von ungeklärten Einbrüchen beginnt, bei denen nichts Wertvolles gestohlen wird, und eher der Eindruck erweckt wird, der Unbekannte , der „Fox“, will die Dorfbewohner eher ausspionieren, werden alle unruhig und reagieren mit offenem Misstrauen.
Als dann auch noch die junge Anna plötzlich spurlos verschwunden ist, geht ein Ruck durch die Gemeinschaft und jeder misstraut plötzlich jedem!

Meine Meinung:
Das Buch beginnt ganz interessant, und endet auch überraschend und recht interessant. Dazwischen ist es teilweise sehr langatmig und mir fehlt die Spannung, alles ist sehr wage und diffus.
Wie gesagt, jeder hat irgendwie sein Geheimnis das langsam gelüftet wird, jeder wird irgendwie zum suspekten Verdächtigen und doch fehlt irgendwie die spektakuläre Enthüllung/Enttarnung/Ermittlung.
Es bleibt immer eine Distanz die mich bremst.

Es werden viele Themen angesprochen, aber irgendwie werden sie für mich nicht gut zu einem passenden Ganzen verbunden.
Es geht um Glaubensfragen, persönliche Weltanschauung, Schuld, Vergebung, Verzeihen können, Neuanfang, Heuchelei, Einsamkeit, Selbstverwirklichung, Demütigung.
Wie man doch jahrelang in einem kleinen Dorf zusammenleben kann und doch „blind“ für sich und andere sein kann.

Autorin:
Harriet Cummings lebt in der Nähe von London. „Eine von uns“ ist ihr Debüt-Roman

Mein Fazit:
Die Ankündigung mit sehr spannend finde ich gilt nur für den Schluss und mit dem Vergleich zu Alfred Hitchcock ist vielleicht doch ein bisschen zu hoch gegriffen worden.
Die Idee und das Ende des Buches sind sehr gut, bei der Umsetzung finde ich gibt es doch kleine Mankos.
Deshalb von mir 3 Sterne.


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(83)

93 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

hugenotten, frankreich, cevennen, krimi, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In tiefen Schluchten, von Anne Caplet

Cover:
Ein Bild von genau dieser bizarren, rauen und doch wunderschönen Gegend in der die Geschichte3 des Buches spielt.

Inhalt:
Tori lebt als „Aussteiger“ in der wilden Landschaft des Vivarais, einer wilden und doch tief romantischen Landschaft.
Als ein Holländischer Höhlenforscher verschwindet, schenkt dem niemand besondere Aufmerksamkeit. Hat er zu viel herumgefragt, nach der Vergangenheit?
Als der alte Didier plötzlich tot aufgefunden wird, schrillen bei Tori alle Alarmglocken und sie beginnt mit der Suche. Dabei gerät ihr eigenes Leben auch noch in Gefahr.

Es geht weit in die Vergangenheit, über die Weltkriege bis hin zu den Hugenotten.

Meine Meinung:
Eine Hommage an die wildromantische Landschaft am Fuße der Cevennen.
Eine regelrechte Liebeserklärung. Auf jeder Seite isst dies zu spüren.

Die Geschichte selber braucht (für meinen Geschmack) zu lange bis sie in die Gänge kommt. Mir ist zu viel Beschreibung, wenn auch die Natur dort gewaltig und unglaublich ist.
Irgendwie habe ich immer auf die Spannung gewartet, dass es mal jetzt losgeht, aber irgendwie schlängelt sich das Ganze so dahin. Es wird vieles vermutet und in Frage gestellt, viele Blicke gehen in die Vergangenheit, bis zu den Hugenotten, aber es fehlt so der richtige rote Faden der mich in die Geschichte hineinzieht.

Das Ende, die Auflösung, bzw., Erklärung ist mir dann zu dürftig, zu dubios, irgendwie unbefriedigend. Alle wissen Bescheid? Nur Nico hier nicht? Auch die Polizei (Masson) und er greift nicht früher ein?

Meine Begeisterung ist immer mehr in sich zusammengeschrumpft.

Autorin:
Anne Chaplet ist das Pseudonym von Cora Stephan, unter dem sie mittlerweile mehrere Kriminalromane veröffentlicht hat.
Cora Stephan ist seit mehr als dreißig Jahren freie Autorin. 2016 erschien der Roman „Ab heute3 heiße ich Margo“.

Mein Fazit:
Ein Kriminalroman bei dem ich die Betonung sehr stark auf „Roman“ für die herrliche Natur, legen würde.
War ich noch am Anfang von der tollen Landschaftsbeschreibung begeistert, ist diese Begeisterung immer mehr in sich zusammengeschrumpft.
Ganz am Anfang hätte ich noch 4 Sterne vergeben, dann lange Zeit nur noch 3, am Ende sogar nur 2.
Somit jetzt das Mittelmaß 3 Sterne.


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(18)

43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

amsterdam, krimi, niederlande, hobby-ermittlerin, galgen

Dunkle Flut

Isa Maron , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 04.07.2016
ISBN 9783832163570
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dunkle Flut, von Isa Maron

Cover:
Die Farben machen das ganze mysteriös – gefällt mir.

Inhalt:
Handlungsort: Amsterdam.
Ein Toter Kunstlehrer, die Ermittlerin findet keine heiße Spur.
Kyra, seine Schülerin, fasziniert von der Arbeit der Polizei, beginnt zu ermitteln und kommt dem Täter (der so langsam ausrastet) näher als sie will.

Meine Meinung:
Sehr gut geschrieben.
Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist sehr spannend. Wir bekommen die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.
Von Seiten der Polizei, von Seiten des Täters und aus der Sicht von Kyra, einer Abiturientin die auf eigenen Faust ermittelt.
Alle Fäden und Handlungsstränge entwickeln sich stetig, die Spannung wir kontinuierlich hoch gehalten.
Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und vor alle sehr real.
Kyra, die Abiturientin, bringt frischen Wind in die Krimilandschaft. Ein „Normalo“ sozusagen der sich in die Ermittlungen einmischt.
Die Haupthandlung wird komplett aufgeklärt.

Eine wichtige Nebenhandlung, das Verschwinden der Schwester von Kyra (vor vier Jahren), bleibt weiter im Dunkeln (ich denke da wird in den Folgebüchern noch einiges passieren).

Autorin:
Isa Maron, geb. 1965, ist Autorin mehrerer Kriminalromane und gilt in den Niederlanden als Meisterin ihres Genres

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, es hat alles was ein guter Krimi braucht.
Spannende Geschichte, tolle und glaubhafte Protagonisten, fesselnder Schreibstil, gewürzt mit knallhartem Ekelfaktor und psychologischer Finesse. Ein guter Start in eine Serie.
Daumen hoch und 5 Sterne.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

drogen, krimi, gewalt, altglück, dunkels gesetz

Dunkels Gesetz

Sven Heuchert
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dunkels Gesetz, ein Debüt von Sven Heuchert

Cover:
Wie eine Kulisse aus einem alten Kinofilm, macht neugierig

Inhalt:
Eine Gesellschaft am Rande des Sozialen Abstiegs. Drogen, Gewalt, Morde, Prostitution, Kriminalität. Eine Gewaltspirale ohne Happy End.

Meine Meinung:
Ich bin irgendwie nicht in die Geschichte rein gekommen. Die Personen blieben mir „Gesichtslos“ ihre „Position“, ihr Beziehungen und ihre Verflechtungen untereinander wurden mir nicht ganz klar. Die Charaktere waren für mich austauschbar und sehr klischeehaft.
Z.B. „Dunkel“, der EX Soldat: dieses ungute Gefühl, diese Schuld die er mit sich rumträgt, kam für mich nicht zum Ausdruck.
Auch die Handlung war austauschbar und (für mich) nur aneinandergereihte Episoden einer kriminellen Geschichte.
Was die Handlung mit dem zu Tode gekommenen Jungen auf sich hatte, habe ich im Grunde genommen auch zum Schluss nicht verstanden.

Der Schreibstil war für mich eher ein Bericht, kurze Sätze, von außen betrachtet, die Emotionen kamen für mich nicht rüber, die Personen waren nicht „belebt“. Auch deshalb kam für mich zu keinem Zeitpunkt Spannung auf.
Die Sprache ist sehr „gewöhnlich“, ich denke sie soll die Verwahrlosung und die niedere soziale Schicht widerspiegeln.

Autor:
Sven Heuchert, geb. 1977, lebt heute bei Köln, er veröffentlichte zahlreiche Literaturzeitschriften.
Dunkels Gesetzt ist sein Debütroman.

Mein Fazit:
Mich hat dieser Krimi leider nicht erreicht.
Deshalb von mir (auch wenn ich das bei einem Debüt ungern mache) nur 2 Sterne.

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(67)

170 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

widerstand, marlene, 2. weltkrieg, auschwitz, historischer roman

Marlene

Hanni Münzer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492309479
Genre: Romane

Rezension:

Marlene, von Hanni Münzer

Cover:
Eine hübsche Frau, der ich zutraue im Verborgenen zu agieren.
Die Kette spielt noch eine wichtige Rolle.

Inhalt:
Marlene, eine Frau die in der dunkelsten Zeit Deutschlands Widerstand leistet.
Sie erinnert sich an diese schreckliche Zeit, aber auch an die wunderbaren Menschen die ihren Weg gekreuzt haben, Menschen die trotz den furchtbarsten Bedingungen ihre Menschlichkeit bewahrt haben.

Meine Meinung:
Ein Buch das mich gepackt hat, ich bin regelrecht darin versunken. Wenn es auch manchmal an die Grenzen des für mich ertragbaren war.
Wie muss es dann erst für die Menschen (und vor allem die Frauen) damals gewesen sein, die diese Hölle durchschreiten mussten – unvorstellbar! Unfassbar!!
Abgründe öffnen sich! Ein Grauen das durch unmenschliche Grausamkeit, Abartigkeit und Menschenverachtung geschürt und genährt wird.
Dazwischen einzelne funkelnde Sterne, die allerdings dem furchtbaren Wahnsinn nicht genug entgegenzusetzen hatten und deshalb wie die Nadel im Heuhaufen auf mich wirken. Schlimm wie sich das Menschliche und Gute verstecken musste.
Die Autorin versteht es auf unkapriziöse Weise uns direkt mitten hinein ins Geschehen zu ziehen. Die Grausamkeiten und die Gewalt, der Wahnsinn und Irrsinn wird nicht verherrlicht, aber sie dringt mir beim Lesen unweigerlich direkt unter die Haut und mitten ins Herz.

Ein Buch das man atem- und fassungslos liest.

Autorin:
Hanni Münzer schrieb sich mit ihrem Roman „Honigtot“ in die Herzen von vielen Lesern. Mit „Marlene“ legt sie nun eine fesselnde Fortsetzung vor (die man aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen kann).
Die Autorin lebt mit an und Hund im Oberbayern.

Mein Fazit:
Zitat:
Ein Plädoyer für den Frieden. „Marlene“ ist zwar nur ein Roman, dennoch ist er das Echo wahrer Begebenheiten.
Dem will ich mich absolut anschließen und dem ist auch absolut nichts hinzuzufügen.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle Punktzahl, also 5 Sterne.

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(10)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

brasilien, auswanderung, liebe, intrigen, vergangenheit

Der Tanz des Kolibris

Sofia Caspari , Reinhard Borner
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404173464
Genre: Romane

Rezension:

Der Tanz des Kolibris, von Sofia Caspari

Cover:
Wunderbar warme Farben, exotische Blüten und der Kolibri, sowie eine vielversprechende Landschaft, machen neugierig.

Inhalt:
1844: Anne lebt als arme Magd auf einem Gut im Hundsrück. Als der Großbauer Reichhard Anne immer mehr nachstellt, fasst diese zusammen mit ihrem Liebsten (Thomas) den Entschluss auszuwandern. Zwielichte Auswanderungsagenten versprechen in Brasilien das Paradies auf Erden. Da das Geld hinten und vorn nicht reicht, soll Anne als erste Reisen.
Ihre Wege kreuzen sich mehrmals mit Wilhelm, dem Sohn des Gutsbesitzers, als sie sich kurz bevor sie aufs Schiff gehen wieder treffen gehen sie eine „Allianz“ ein.
Doch Anne weiß nicht welchen geheimen Pläne Wilhelm verfolgt und dass dessen Rache ihr eigenes Glück mehr als bedroht.

Meine Meinung:
Diese Buch deckt genau die Sparte „Love and Landscape“ ab.
Sehr schnell ist klar wohin der Weg geht.
Aber genau dieser Weg ist dann das Schöne.
Die Autorin versteht es sehr gut, emotionale und schöne Beschreibungen der Landschaft, der handelnden Personen und ihrer Handlungsweisen wider zu geben.
Als Leser wissen wir mehr als die Protagonisten und fiebern mit und wollen am liebsten immer wieder eingreifen und den Personen ins Ohr flüstern. Die Geschichte entwickelt ihre eigenen Dynamik und Spannung.

OK, ich finde dieses Mal sind einige merkwürdige und ich finde doch sehr unglaubwürdige Widersprüche eingearbeitete, bei denen ich denke, die hätte man vielleicht doch besser umgehen können.
Schreibstil, exotischer Handlungsort, Personen, Handlung, soweit alles richtig gemacht, und doch fehlt mir diesmal das Besondere, das Herausragende, das mir in Erinnerung bleiben wird.
Das Ende ist dann versöhnlich (Happy End), alle Fragen sind geklärt, alle Fäden aufgenommen und abgeschlossen.

Autorin:
Sofia Caspari, geb. 1972, hat schon mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika unternommen. Dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft.
Heute lebt sie – nach Stationen in Irland und Frankreich – mit ihrer Familie in einem Dorf im Nahetal.

Mein Fazit:
Ein schöner Roman zum Entspannen und träumen.
Doch es fehlt mir ein bisschen das „Besondere, Einzigartige“.
Deshalb von mir dieses Mal gute 3 Sterne.

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