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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Unter Markenmenschen

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.06.2015
ISBN 9783596303847
Genre: Klassiker

Rezension:

Unter Markenmenschen, von Birgit Rabisch

Inhalt:
Die 17jährige Simone lebt in einer Zukunft, in der die Menschen regelrecht „produziert“ werden!
Und zwar werden schon die 13jährigen Mädchen sterilisiert (um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen) und im gleichen „Atemzug“ werden Follikel entnommen um später gentechnisch aufbereitet zu werden, wenn ein Kinderwunsch da ist.

Simone ist nun eines der wenigen No-Name-Kinder, und sie hat es ihre ganze Kindheit hindurch zu spüren bekommen und darunter gelitten.
Doch nun verliebt sie sich, und nach und nach kommt sie zu einer anderen Sicht der Dinge.
Ihrem Tagebuch vertraut sie ihre Gefühle und Gedanken an……….

Meine Meinung:
Ein unglaubliches Szenario wird uns in diesem Buch erzählt.
Könnte die Menschheit wirklich so weit kommen, dass nur noch das Aussehen zählt? Dass es schon eine Zumutung ist „krank oder leidend“ (wenn man mal Kopfschmerzen oder Grippe hat) gesehen zu werden? Dass es direkt „Marken“ gibt, nach denen die Kinder ausgesucht und im Genlabor „modelliert“ werden?
Kinder nur noch nach Selektion?
Ist das erstrebenswert?
Aus medizinischer Sicht hat es bestimmt seine Berechtigung und klingt verlockend (keine schlimmen Krankheiten etc. mehr).
Aber sonst macht mir so etwas doch Angst.

Das Buch (Büchlein 127 Seiten), schafft Anreize über dieses Thema nachzudenken, oder gibt Anhaltspunkte zur Diskussion, geht aber nicht tief genug in die Materie.

Anhand der Liebesgeschichte von Simone wird gezeigt in welche Konflikte Menschen kommen, wenn dann Gefühle mit ins Spiel kommen und die „Natur“ sich spontan quer stell.

Autorin:
Birgit Rabisch, geb. 1953 in Hamburg, hat sich früh mit den Folgen der Biotechnologie auseinandergesetzt.

Mein Fazit:
Ein Buch das mich aufgeschreckt hat.
Das mir wieder gezeigt hat, dass jeder einzelne sich auf dem Laufenden halten sollte und nicht ganz so gutgläubig jeden Fortschritt der Medizin und Wissenschaft gut heißen und einfach hinnehmen sollte.
Hinterfragen und „gesunder Menschenverstand“, so wie ein menschliches „Bauchgefühl“ ist für unsere Menschheit und Kultur so wichtig.
Von mir 4 Sterne.

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30 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

nordsee, tierschänder, ermittlungen, gefangenschaft, künstlerhof

Nebeltod

Nina Ohlandt
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404173181
Genre: Krimi und Thriller

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

genmanipulation, zukunft, designer-babys

Unter Markenmenschen

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 127 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt
ISBN 9783596150205
Genre: Romane

Rezension:

Unter Markenmenschen, von Birgit Rabisch

Cover:
Eine hübsche junge Frau, dreimal abgebildet!
Ein Spiegel oder Klone??

Inhalt:

Die 17jährige Simone lebt in einer Zukunft, in der die Menschen regelrecht „produziert“ werden!
Und zwar werden schon die 13jährigen Mädchen sterilisiert (um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen) und im gleichen „Atemzug“ werden Follikel entnommen um später gentechnisch aufbereitet zu werden, wenn ein Kinderwunsch da ist.

Simone ist nun eines der wenigen No-Name-Kinder, und sie hat es ihre ganze Kindheit hindurch zu spüren bekommen und darunter gelitten.
Doch nun verliebt sie sich, und nach und nach kommt sie zu einer anderen Sicht der Dinge.
Ihrem Tagebuch vertraut sie ihre Gefühle und Gedanken an……….

Meine Meinung:
Ein unglaubliches Szenario wird uns in diesem Buch erzählt.
Könnte die Menschheit wirklich so weit kommen, dass nur noch das Aussehen zählt? Dass es schon eine Zumutung ist „krank oder leidend“ (wenn man mal Kopfschmerzen oder Grippe hat) gesehen zu werden? Dass es direkt „Marken“ gibt, nach denen die Kinder ausgesucht und im Genlabor „modelliert“ werden?
Kinder nur noch nach Selektion?
Ist das erstrebenswert?
Aus medizinischer Sicht hat es bestimmt seine Berechtigung und klingt verlockend (keine schlimmen Krankheiten etc. mehr).
Aber sonst macht mir so etwas doch Angst.

Das Buch (Büchlein 127 Seiten), schafft Anreize über dieses Thema nachzudenken, oder gibt Anhaltspunkte zur Diskussion, geht aber nicht tief genug in die Materie.

Anhand der Liebesgeschichte von Simone wird gezeigt in welche Konflikte Menschen kommen, wenn dann Gefühle mit ins Spiel kommen und die „Natur“ sich spontan quer stell.

Autorin:
Birgit Rabisch, geb. 1953 in Hamburg, hat sich früh mit den Folgen der Biotechnologie auseinandergesetzt.

Mein Fazit:
Ein Buch das mich aufgeschreckt hat.
Das mir wieder gezeigt hat, dass jeder einzelne sich auf dem Laufenden halten sollte und nicht ganz so gutgläubig jeden Fortschritt der Medizin und Wissenschaft gut heißen und einfach hinnehmen sollte.
Hinterfragen und „gesunder Menschenverstand“, so wie ein menschliches „Bauchgefühl“ ist für unsere Menschheit und Kultur so wichtig.
Von mir 4 Sterne.

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london, paris, mode, evans, 40er jahre

Das Geheimnis der Hutmacherin

Natalie Meg Evans , Stefanie Fahrner
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419988
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Geheimnis der Hutmacherin, von Natalie Meg Evans

Cover:
Ein schönes nostalgisches Cover, das neugierig macht.

Inhalt:
Beginn 1940 / Ende 1961.
Handlungsort: Beginn London, über Paris (Haupthandlungsort), am Schluss sind wir wieder in London.

Cora Masson will mehr vom Leben.
Als der Kunsthändler Dietrich ihr die Chance bietet, mit ihm von London nach Paris zu gehen, willigt sie über Nacht ein.
Dort steigt sie, unter falschem Namen: Coralie de Lirac, in der Modewelt als Hutmacherin, mit eigenem Geschäft auf.
Anfänglich wird sie von Dietrich protegiert und beginnt auch eine Affäre mit ihm.
Dann bricht der Krieg aus!
Kann sie ihre Existenz und ihr Geheimnis wahren?

Meine Meinung:
Ein ungemein fesselndes Buch.
Der Leser geht mit Cora, die dann zu Coralie wird, mit in ihre Welt hineingezogen.
Coralie ist die Hauptprotagonistin, ein „Stehaufmännchen“, das unglaubliches durchmacht. Privat wie beruflich macht sie mehr als nur eine Achterbahn der Gefühle durch.
Sie steigt auf in die hohen gesellschaftlichen Schichten und stürzt aber auch genau so tief wieder ab, und doch versteht sie es, ihr Leben immer wieder in die Hand zu nehmen und von vorn zu beginnen. Genauso ihre Affäre, die auch zu ihrer Liebe wird, hier weiß sie oft nicht, kann sie Dietrich noch vertrauen, liebt sie ihn noch, oder er sie? Vor allem als der Krieg ausbricht und sie in ein Komplott mit eingezogen wird, wird es sehr gefährlich für sie.

Der Schreibstil ist sehr eindringlich und wir können die Gefühle der Protagonisten und die Handlungen immer sehr gut nachfühlen.
Es geht um Liebe und Vertrauen, Krieg und Intrigen, Geheimnisse und Verrat! Aber irgendwie geht das Leben immer weiter und Coralie sitzt irgendwie immer zwischen den Stühlen.

Und dann, was für ein Finale...........
Unglaublich spannend..........
Unglaublich nervenaufreibend..........
Unglaublich versöhnlich.............

Autorin:
Natalie Meg Evans gab einst ihren Platz an der Kunstakademie auf um einem Londoner Experimentiertheater beizutreten. Heut lebt sie mit ihrem Mann im ländlichen Norden von Suffolk.

Mein Fazit:
Eine unglaubliche Frau geht ihren Weg.
Dies alles wird mit so viel Herzblut und Emotionen erzählt, dass ich als Leser gar nicht anders kann, als in diese Welt zu versinken. Ich befinde mich mit Coralie im Paris von 1940, erlebe die schlimme Kriegszeit, aber auch den unglaublichen Willen das Leben anzunehmen und selber aktiv zu gestallten.
Hut ab vor so viel Energie und dafür von mir 5 Sterne.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

tochter, nordsee, familie, mutter, selbstverwirklichung

Wir kennen uns nicht

Birgit Rabisch
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Verlag duotincta GbR, 18.10.2016
ISBN 9783946086222
Genre: Romane

Rezension:

Wir kennen uns nicht, von Brigit Rabisch

Cover:

Das Schwarz-Weiße Cover, mit den Raben und dem provokanten roten Titel, hat mich neugierig gemacht.

Inhalt:
Mutter und Tochter, eine Beziehung die oft Grund für schwere Konflikte bietet.
Lena (die Mutter) ist eine ehemalige Schriftstellerin, die feministische Bestseller geschrieben hat und ihr gesamtes Leben in ihren Büchern verarbeitet hat.
Sie hat sich bewusst für ein Kind und als alleinerziehende Mutter entschieden, konnte dann aber keinen Bezug zur Tochter aufbauen.
Ariane (die Tochter) arbeitet als Verhaltensforscherin über „Lügen und Tricksen unter Raben“ (wo wir ganz außergewöhnliche Einblicke erhalten). Sie fühlte sich schon als Kind von der Mutter unverstanden und vernachlässigt und vor allem in deren Bücher, als leicht zu erkennender Person, bloßgestellt.
Beide erzählen von ihrem gemeinsamen Leben, jede aus einer völlig anderen Sicht.

Meine Meinung:
Ein Buch das man nicht so einfach weg liest.
Schon der Einstig ist knallhart (und etwas verwirrend), aber es lohnt sich auf jedenfall dran zu bleiben, denn dann versteht man, mit welchen tiefen Emotionen die beiden Protagonisten, Lena und Ariane hier aneinander vorbeileben.
Beim Lesen wechseln die Sympathien, mal sind die auf der Seite von Lena, dann wechseln sie zu Ariane, immer wieder, hin und her.

Obwohl Lena sich ein Kind wünscht, kann sie diesem dann nicht näherkommen. Sie scheint selber geprägt von einer Situation, als sie in ihrer Familie die „ungeliebte Tochter“ war. Sie „verarbeitet“ ihr Leben (und ihre Umgebung) in ihren Büchern, was wiederum von Lena dann als äußerst unangenehm empfunden wird.
So bauen sich von Anfang an Geheimnisse, Missverständnisse und Lügen auf und als Leser frage ich mich, wo ist der Punkt ab dem alles sooo schief läuft?
Beide können ihre Gedanken und Gefühle nicht formulieren und darüber miteinander reden, so werden ihre Probleme nie aufgearbeitet.
Ich denke in der fehlenden Kommunikation liegt das größte Problem der Beiden und dies wird hier sehr deutlich.

Ganz besonders gefallen (und verblüfft) haben mir die wissenschaftlichen Untersuchungen an Raben (und Hunden) die hier mit eingebaut werden.

Autorin:
Birgit Rabisch studierte Soziologie und Germanistik und lebt als Autorin in Hamburg.

Mein Fazit:
Ein Buch das voller Wucht, und mit allen (negativen?) Emotionen die eine Mutter-Tochter-Beziehung ausmachen kann, aufwartet.
Ein Buch das mit einem offenen Ende, aber mit der Hoffnung auf Veränderung endet.
Das viele Fragen aufwirft und ganz tief nachwirken wird.
(Gerne hätte ich noch weitergelesen, wie und ob die Beiden eine Annäherung schaffen).

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

krebs, schauspielerin, berlin, chemotherapie, großmutter

Im Sommer wieder Fahrrad

Lea Streisand
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 18.11.2016
ISBN 9783550081309
Genre: Romane

Rezension:

Im Sommer wieder Fahrrad, Von Lea Streisand

Cover:
Das Foto machte mich einfach neugierig.

Inhalt:
Mit gerade mal 30 Jahren erkrankt Lea Streisand an Krebs. In einem Alter in dem Freunde Weltreisen planen, Jos antreten und Kinder kriegen, kreisen ihre Gedanken um die Krankheit und ihrer Angst vor dem Tod.
Ein Halt in diesem dunklen Tunnel, ist für sie ihr großes Vorbild, ihre Großmutter Ellis. Diese mutige, lustige Frau ist zwar schon gestorben, aber sie hinterließ ihrer Enkelin einen Koffer voller Souvenirs und Briefe, sowie vielen Erinnerungen die sie im Herzen bewahrt hat.

Meine Meinung:
Ein Buch bei dem es mir sehr schwer fällt eine Rezession zu schreiben. Denn es scheint ja eine Autobiographie zu sein, und eine solche Krebserkrankung ist für mich der Horror höchstpersönlich und so fällt es mir schwer mich kritisch zu äußern.
Doch um ehrlich zu sein, möchte ich hier ganz deutlich sagen, ich bewerte hier nur das Buch und wie es auf mich gewirkt hat, nicht die Person Lea Streisand.
Ich bin mir sicher ich bleibe hier ne Ausnahme (weiß auch nicht warum ich so empfinde, bin selber überrascht).

Ich bin mit dem Buch nicht so klar gekommen.
Der Schreibstil war mir zu verwirrend. Lange Schachtelsätze und teilweise Wörter die ich erst nachschlagen musste ( z.B. Kontemplation, Medium der Narration).

Irgendwie ist alles sehr unkonventionell, locker, frech, eigenwillig, schrill, spektakulär, selbstbewusst, Galgenhumor, gewollt komisch (obwohl das Thema alles andere als lustig ist), unglaubwürdig, widersprüchlich, sind Wörter die ich mir beim Lesen notiert habe und irgendwie hatte ich das Gefühl nichts passt zusammen.
Es sind viele Sprünge drin, von der Gegenwart in die Vergangenheit, aber auch in den einzelnen Zeiten.

Lea oder ihre Oma haben für mich einfach keine Gestalt angenommen (vielleicht weil sie so widersprüchlich waren?). Oder Paul, Leas Partner und ein ganz wichtiger Mensch für sie in dieser schlimmen Zeit, blieb für mich einfach Gesichtslos.
Diese schreckliche Zeit, kam bei mir gar nicht so rüber. Mit Ablenkung und viel Rebellion, auf der anderen Seite verkriechen und das schlimmste befürchten, war die Zeit ruck zuck rum.

Autorin:
Lea Streisand, geb. 1979 in Berlin, studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik. Seit 2003 liest sie Geschichten auf Lesebühnen und Poetry Slams.

Mein Fazit:
Der Funke ist bei mir leider nicht übergesprungen.
Ich kam mit dem Schreibstil nicht so klar. Die Krankheit ist schlimm, ohne Zweifel, aber mir ist die Geschichte (das Buch) zu verwirrend, zu viele Sprünge. Irgendwie erreichen mich die Emotionen nicht.
Sorry ich vergebe 3 Sterne.

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24 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

lüneburg, hippies, free farms, alkaloide, profiler

Blumenkinder

Meike Dannenberg
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714490
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blumenkinder, von Meike Dannenberg

Cover:
Einfach klasse. Der Gegensatz zwischen "Blumenkinder (weiß/ alles Gut) und dem düsteren Schwarz und dem bedrohlichen Himmel ist echt klasse.
Als ich das Buch fertig gelesen habe, war die Hütte für mich auch ein Ort der Handlung.

Inhalt:
Im beschaulichen Lüneburg wird ein 12jähriges Mädchen getötet.
Sonderermittlerin Nora Klerner und Fallanalytiker Johan Helms werden hinzugezogen.
Bald wird eine weitere Leiche entdeckt. Und ein Fall eines weiteren toten Mädchens (in Tschechien- ungeklärt) vor einem halben Jahr zeigt, hier ist Eile angesagt.
Nora und Johan erkennen bald, dass ihnen die Zeit davonläuft.
Beide gehen über ihre Grenzen hinaus.

Meine Meinung:
Ein tolles Debüt. Kaum zu glauben, dass es eines ist.
Die Schreibweise ist total klasse, sehr flüssig zu lesen und doch etwas besonderes. Viele Sätze, Bilder und Vergleiche ragen aus der durchschnittlichen Masse heraus, und das meine ich überaus positiv.
Zitat: …spürte sie, wie ihre Fingerspitzen kalt wurden und ein harter Klumpen in ihrem Bauch zum Leben erwachte, seine Tentakel ausfuhr und sich in ihren Eingeweiden zu schaffen machte.

Die Geschichte fängt sehr dramatisch mit dem Tod einer 12jährigen an.
Schnell ist klar, dass es sich um einen Serientäter handelt, denn ein weiteres Mädchen wurde vor ca. einem halben Jahr auf die gleiche Weiße getötet.

Das Polizeiteam wird durch die besonderen Ermittler Nora und Johan unterstützt. Sie sind beide Außenseiter, doch um den Fall zu lösen, sind sie bereit sich einzufügen, dies gelingt Johan besser als Nora. Doch sie hat auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, die wir als Leser immer wieder in kleinen Sätzen und Anmerkungen (oder Gedanken) erfahren. Dies ist auch mein einziger Kritikpunkt, dass wir bis zum Ende des Buches nicht erfahren was ist da jetzt eigentlich wirklich in Noras Vergangenheit vorgefallen.
Sie ist eine ganz besondere Person, die sich total in den Fall vertieft und alles hinten anstellt.

Die Krimihandlung wird sehr spektakulär begonnen und steigert sich kontinuierlich, und endet genau so spektakulär, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Es wird ganz deutlich gemacht wie schwer es für die Polizei ist die Flut von Hinweisen (oder auch einfach die ganz normalen Gegebenheiten) zu sichten und zu erkennen, was sind verwertbare Spuren, was führt zum Ziel, welche Fährte soll verfolgt und bearbeitet werden. Klar, wir als Leser wissen oft mehr als das Ermittlerteam (wobei Nora und Johan eindeutig im Mittelpunkt stehen und das restliche Team für mich fast im Hintergrund verschwindet), doch ist es total spannend mit zu fiebern und die Spuren mit zu verfolgen. Es gibt immer wieder neue Ansätze, die ein Umdenken in Gang bringen und dann doch wieder ins Nichts führen.
Das Ende ist ein wahrer Showdown. Alles an dem Fall wird glaubwürdig und am Ende mit einer unglaublichen Überraschung aufgeklärt.

Autorin:
Meike Dannenberg, geb. 1974, studierte angewandte Kulturwissenschaften. Seit 2003 ist sie freie Journalistin und Literaturredakteurin, seit 2011 verantwortlich für den Bereich Krimi und Kinder-und Jugendbuch. Sie lebt mit ihrer Familie in Bremen.

Mein Fazit:
Ein unglaublich tolles Debüt, das für den Krimi Fall (und für die absolut hervorragende Schreibweise) von mit 5 Sterne bekommt.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir Nora zu viele Geheimnisse behält, das mag ich nicht so, aber das ist nur meine ganz persönlich Meinung.
Auf das nächste Buch bin ich sehr gespannt.
Ein packendes Debüt, das von mir somit 4 Sterne erhält.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

australien, liebesroman

Jenseits des leuchtenden Horizonts

Elizabeth Haran , Isabell Lorenz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.01.2015
ISBN 9783404171866
Genre: Romane

Rezension:

Jenseits des leuchtenden Horizonts, von Elizabeth Haran

Cover:
Weckt totales Fernweh.

Inhalt:
London 1956!
Kurz vor ihrer Hochzeit, entdeckt Erin, dass sie von ihrem Freund betrogen wird. Am Hochzeitstag, stellt sie ihn vor der Presse und allen Gästen bloß und will nur noch weg.
Da trifft es sich, dass ihr Onkel nach Australien fliegt um dort Opale zu kaufen.
Kurz entschlossen fliegt Erin mit. Sie ahnt nicht welche Strapazen auf sie warten.
Aber auf der anderen Seite wird sie belohnt mit einer unglaublichen neuen Welt und sie lernt ganz unterschiedliche Menschen kennen.
Nie hätte sie gedacht, dass ihr Herz sich auch wieder einem Mann (und nicht nur das) öffnen könnte.

Meine Meinung:
Ein wunderschönes, gefühlvolles Buch, das und in die exotische Welt nach Australien entführt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und sehr emotional. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und vor allem der „Held“ Jonathan, ist einfach zum verlieben. Er ist einfach zu gut für diese Welt und doch ist er so glaubwürdig und einfach wunderbar geschildert.
Die Geschichte nimmt einen sehr spannenden Verlauf, irgendwie kommt ein Schicksalsschlag nach dem anderen, und gerade wenn man meint, jetzt läuft es mal endlich, kommt wieder eine neue Wendung und ich halte den Atem an und hoffe, dass sich Jonathan hier wieder herauswinden kann und die richtige Entscheidung trifft.
Wir erfahren einiges über Opale und ein ganz besonderer Opal: der „Olympic Australis“ zieht sich durch das ganze Buch. (Ok als Leser ahnen wir seinen geheimen Aufenthaltsort, recht bald und hier war ich doch recht verwundert dass Jonathan hier so gar nicht „geschaltet“ hat).

Die Liebesgeschichte ist glaubhaft aber nicht zu schmalzig und sie nimmt auch nicht allem anderen das Gewicht.

Total begeistert haben mich die Stellen in denen über die Aborigines erzählt wird. Nicht mit diesem „Glorienschein“, sondern sehr authentisch und glaubwürdig – einfach meisterhaft

Autorin:
Elizabeth Haran wurde in Simbabwe geboren. Später zog ihre Familie nach England und wanderte von dort nach Australien aus. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem Küstenvorort von Adelaide.

Mein Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und es hat mich in eine andere Welt versetzt. Australien wie es vermutlich wirklich ist.
Von mir 5 Sterne.

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603 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

liebe, lebensziele, lori nelson spielman, träume, erbe

Morgen kommt ein neuer Himmel

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.03.2016
ISBN 9783596521128
Genre: Romane

Rezension:

Morgen kommt ein neuer Himmel, von Lori Nelson Spielman

Cover:
Erinnert sehr an ihr erstes Buch.

Inhalt:
In ihrem Testament fordert Elizabeth ihrer Tochter dazu auf eine Liste abzuarbeiten, die die 14jährige Brett vor langer Zeit geschrieben hat, Lebenswunschziele einer 14jährigen.
Nun ist Brett 34 und weit von diesen Zielen entfernt, auf einem ganz anderen Weg.
Wird sich Brett dieser Ziele annehmen?
Um eine andere zu werden, oder um das „Millionenschwere“ Erbe zu erhalten?

Meine Meinung:
Der Einstieg hat mir gut gefallen, es war emotional und schön beschrieben, Brett ist mir am Anfang noch recht sympathisch.
Doch dann wirkt sie auf mich immer unrealistischer, auf der einen Seite benimmt sie sich wie eine „reiche Tussi“ dann wieder wie „Mutter Theresa“.
Die ganze Geschichte wirkt auf mich zunehmend konstruiert. Die Probleme werden zu geplant und weichgespült. Es werden wirklich zu Herzen gehende Nebengeschichten erzählt, aber sie gehen mir nicht unter die Haut. Das Ganze kommt mir wie ein Film vor, bei dem ich weiß die Protagonisten sind „nur“ Schauspieler und spielen ihre Rolle nur.
Teilweise ist es auch sehr vorhersehbar.

Autorin:
Lori Nelson Spielman lebt mit ihrem Mann in East Lansing, Michigan. Sie liebt es zu reisen, zu lesen und zu schreiben – ihre wahre Leidenschaft. Derzeit arbeitet sie als Hauslehrerin.

Mein Fazit:
Ein schönes, emotionales Buch, das mich allerdings nicht zu Begeisterungstürmen anfacht, da das Thema zu bekannt ist: Um das Erbe zu erlangen muss man eine bestimmte Liste abarbeiten und am Ende wartet die große Liebe.
Deshalb von mir drei gute Sterne.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

schokolade, würzburg, chocolaterie, geheimnis, ulrike sosnitza

Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Novemberschokolade, von Ulrike Sosnitza

Cover:
Wer Schokolade mag, verliebt sich auch sofort in das Cover.

Inhalt:
Lea Winter wächst bei ihren Großeltern auf. Ihre ganze Liebe gehört ihrer kleinen Chocolaterie in Würzburg, hier steckt sie all ihre Energie in die Erfindung außergewöhnlicher Trüffel und Pralinen.
Doch dann meint das Schicksal es nicht mehr so gut mit ihr.
Die Chocolaterie wirft keinen Gewinn mehr ab und ihre Vermieterin kündigt ihr. Der Versucht die Chocolaterie (durch die Teilnahme an einem Wettbewerb) zu retten, setzt eine Geschichte aus der Vergangenheit in Gang. Lea entdeckt ihre totgeglaubte Mutter und kommt einem lange verdrängten Familiengeheimnis auf die Spur.
Zum Glück taucht Alessandro auf, dessen ganz besonderer Duft Lea eine ungeahnte Sehnsucht spüren lässt.

Meine Meinung:
Der Einstig ist leicht und der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Es ist unglaublich was Menschen so riechen und schmecken können, ich gehöre leider nicht dazu, aber ich liebe Bitterschokolade (die hier eine wichtige Rolle spielt). Aber den Duft (eines Menschen) in der U-Bahn zu riechen – da bin ich doch sehr skeptisch.
Das Verhalten der Protagonisten ist manchmal schon sehr seltsam und ich kann es nicht immer nachvollziehen.
Das Ganze ist sehr emotional, aber auch oft konfus und etwas gewollt auf spannend gemacht (tel. Unterbrechungen und dergleichen im „falschen Moment“), das wirkt auf mich teilweise etwas konstruiert.
Irgendwann in der Mitte, dreht sich dann alles irgendwie im Kreis, hier hätte es etwas schneller vorwärts gehen können.

Das „Familiengeheimnis“ zeigt wiederum, dass es in solchen Dingen keine Schwarz oder Weiß gibt, dass es ganz viele Grautöne gibt und dass „Gut gemeint“ nicht immer „Gut“ ist. Und dass sich Gefühle ändern können und man sich auch selber in eine Sackgasse manövrieren kann.

Das Buch macht unglaublich Lust auf Schokolade.

Autorin:

Ulrike Sosnitza, geb. 1965 in Darmstadt, ist seit ihrer frühesten Jugend schokoladensüchtig. Die frühere Bibliothekarin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Würzburg.

Mein Fazit:

Ein schönes Buch für zwischendurch, für Leser die Schokolade, Familiengeheimnisse und Happy Ends lieben.
Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen. Runde aber doch auf 3 ab (in der Mitte dreht sich zu viel im Kreis und es gibt mir doch zu viel „Zufälle“.

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(45)

85 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, bester freund, affäre, fremdgehen

Die Melonenschmugglerin

Anette Göttlicher
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2009
ISBN 9783548266855
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Melonenschmugglerin , von Annette Göttlicher

Das Cover hat mich neugierig gemacht, doch nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen, dass der Titel und das Bild für mich nicht unbedingt etwas mit der Geschichte zu tun haben.

Das Buch fängt recht interessant und humorvoll an.
Doch dann so in der Mitte wird es recht zäh, irgendwie wiederholen sich die Gedanken der Protagonistin immer und immer wieder.

Nach einer langen Beziehung stellt sich endlich die erwünschte Schwangerschaft ein und genau in diesem Moment verliebt sich die Protagonistin in ihren langjährigen Jugendfreund.
Es ist ein einziges auf und ab, mal will sie bei dem Vater ihres ungeborenen Kindes bleiben, dann wieder zu ihrem Jugendfreund gehen.
Und irgendwann denke ich: weißt du jetzt endlich was du willst??

Das Ende kommt dann relativ plötzlich und für mich recht offen, so dass ich denke: und nun??

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, deshalb auch nur 2 Sterne.

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8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Fremde auf dem Eis

Bernadette Calonego
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Edition M, 20.09.2016
ISBN 9781503995284
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Fremde auf dem Eis, von Bernadette Calonego

Cover:
Passend zur Geschichte: Schnee und Eis soweit das Auge reicht.

Inhalt:
Eine junge Frau die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt.
Eine Landschaft so unglaublich und faszinierend, so weit, kalt und abweisend, so unberechenbar und tödlich und genau dadurch so anziehend.

Nach dreißig Jahren verschlägt es Valerie als Reiseleiterin in die Gegend in der ihre Mutter bei einer Arktis-Expedition, mit ihrem Vater, den Tod fand.
Nie wurde darüber geredet, alles wurde verschwiegen.
Wird Valerie den Schleier des Schweigens durchbrechen können?

Und genau jetzt passieren noch mehr unerklärliche Dinge in dieser Gegend.
Es gibt eine unbekannte tote Frau, es gibt unerklärte Explosionen und es wird weitere Tote geben.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr packend und fesselnd. Wir werden beim Lesen Stück für Stück in die Geschichte eingeführt und immer wieder tauchen neue Personen und neue Verwicklungen auf. Die Vergangenheit ist sehr geheimnisumwittert, was es sehr spannend macht.
Die Liebesgeschichte ist sehr zurückhaltend formuliert, was mir gut gefällt.

Sehr gekonnt sind viele Informationen eingebaut die dem ganzen sehr viel Authentizität verleiht.
Besonders klasse fand ich auch die Beschreibungen der Landschaft (im ewigen Eis). Eine für mich total unbekannte und unglaubliche Welt.

Autorin:
Bernadette Calonego wu
rde in der Schweiz geboren. Bereits im Alter von elf Jahren veröffentlichte sie ihre ersten Geschichten. Nach dem Studium unterrichtete sie zuerst und arbeitete später als Journalisten. Nach dem Umzug nach Kanada startete sie ihre Karriere als Schriftstellerin.

Mein Fazit:
Ein packender Krimi, der in eine unwirkliche Eislandschaft entführt und so manches Geheimnis für den Leser bereithält.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mich super unterhalten.
Von mir 5 Sterne.


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(71)

142 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

heiligendamm, barbarazweig, ostsee, liebe, amnesie

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

Winterblüte, von Corina Bomann

Cover:
Der Schutzumschlag mit den zarten Blüten und den feinen goldenen Blättern macht es sehr exklusiv finde ich. Dazu passt das schlichte weinrote HC sehr gut.

Inhalt:
Zeitraum: um 1900 im eleganten Ostseebad Heiligendamm.
Wenige Wochen vor Weihnachten findet Christian Baabe eine junge Frau die bewusstlos an den Strand gespült wurde. Sie weiß nicht mehr wer sie ist, nur noch dass sie den Zweig, den sie verzweifelt in der Hand hält eine wichtige Bedeutung für sie hat.
Die Fremde, wird in Christians Familie mit unterschiedlichen Empfindungen aufgenommen. Die Herrin des Hauses steht ihr voller Ablehnung gegenüber, die Tochter freundet sich mit ihr an und auch Christian entwickelt tiefe Gefühle für sie.
Und alleine durch ihre Anwesenheit, wirbelt die Fremde die Welt der wohlhabenden Familie Baabe völlig durcheinander und bringt diese sogar auf den Weg, ein lange gehütetes Familiengeheimnis zu ergründen.

Meine Meinung:
Der Einstig ist sehr emotional, spannend und Stück für Stück und Person um Person werden wir gekonnt in die Geschichte eingeführt.
Der Spannungsbogen steigert sich von Seite zu Seite, es werden neue Theorien und Thesen in den Raum gestellt um dann wieder verworfen zu werden und neuen Wendungen und Handlungen Platz zu machen.
Alles entwickelt sich sehr geheimnisvoll und die anfänglich zwei Geschichten werden sehr gekonnt ineinander verwoben und bauen sich zu einem großen Ganzen auf.
Ich war tief berührt von der Erzählweise und wie ich in die Geschichte und die Familie, so wie die Denkweise der Protagonisten hineingezogen wurde.

Autorin:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreiche Jugendbücher (u.a. und morgen am Meer)und historische Romane geschrieben.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes Buch in das ich mich gerne vertieft habe und das mir sehr schöne Lesestunden bereitet hat.
Von mir 5 Sterne.

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(25)

82 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

weihnachten, liebe, dublin, adoption, engel

Ist die Liebe nicht schön?

Carmel Harrington
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2016
ISBN 9783956496004
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ist die Liebe nicht schön? von Carmel Harrington

Cover:
Der schneeumwölkte Himmel und die Farben allgemein, schaffen schon mal eine sehr heimelige Atmosphäre.

Inhalt:
Belle wird von ihrer Mutter vernachlässigt, und so kommt sie schon als kleines Mädchen zu verschiedenen Pflegeeltern. Doch erst mit dem Einzug bei Tess kommt Wärme und Liebe in ihr Leben, bei Tess lernt sie auch Jim, auch ein Pflegekind, kennen. Doch ihre Wege trennen sich wieder.
Belle glaubt schon immer an den besonderen Zauber von Weihnachten und dass an Weihnachten Wünsche wahr werden können.
Doch als alles zusammenbricht, und ihr anscheinend alles genommen wird was sie liebt, kann sie nicht mehr daran glauben und bricht unter dieser und weiterer verdrängter Last zusammen.
Aber Weihnachten hat auch in diesem Jahr nichts von seinem Zauber verloren und schickt Belle jemand der ihr vor Augen führen soll, wie schön das Leben ist.

Meine Meinung:

Eine wunderbare und sehr einfühlsam erzählte Geschichte.
Sie ist sehr zu Herzen gehend und zeigt, dass man sein Leben selber in der Hand hat, und sich nichts von anderen einreden lassen sollte.
Es werden alle Gefühle sehr gut beschrieben, so dass ich alles jederzeit nachfühlen kann. Es geht um Angst, Ablehnung, Einsamkeit, Trauer, aber auch um Liebe, Hoffnung und Geborgenheit.
Die Hauptgeschichte handelt um Pflegefamilien und Pflegekinder. Belle ist Pflegekind und wird Pflegemutter. An ihrem Leben erfahren wir alle Stadien und können so gut mitfühlen.
Auch alle anderen Protagonisten sind sehr liebevoll und individuell charakterisiert.
Der Handlungsort Dublin, ist sehr schön beschrieben und bereichert die Geschichte ganz unbemerkt.
Weihnachten ist eine zentrale Zeit in diesem Buch, ist es doch einfach die Zeit der Liebe und Familie.
Und auch eine Prise Magie, macht das Buch zu etwas wunderschönem.

Autorin:
Carmel Harrington glaubt an Happy Ends, weil sie ihr eigenes gefunden hat. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Irland.

Mein Fazit:
Mich hat das Buch echt begeistert und ich habe mich beim Lesen rundum wohl gefühlt, auch wenn ich mit Belle gezittert, gebangt und gehofft habe.
Von mir klare 5 Sterne.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

australien, zirkus, reisebericht, clown, artisten

Clown Under

Andreas Schaible
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404609130
Genre: Sachbücher

Rezension:

Clown Under, von Andreas Schaible
Mein Jahr „Work and Travel“ in Australien (u.a. bei einem Zirkus)!

Cover:
Palmen, Känguru, Zirkuszelt und ein Bild des Autors, also passt es genau zum Inhalt.

Inhalt:

Nachdem Andreas das Abschlusszeugnis in der Habnd hat, will er raus aus seinem beschaulichen Dorf. Seine Wahl fählt auf Australien und da Reisen teuer ist, will er sich durch Arbeiten (Work and Travel) Geld dazuverdienen.
Doch Andreas will mehr.
War es doch immer schon sein Traum, einmal in einem Zirkus dabei zu sein.
Also bewirbt er sich bei einem der größten des Landes und wird promt angenommebn. Doch es ist nicht alles nur Glitzer und Glemmer, sondern harte Arbeit und ene strenge Hierarchie.
Doch mutig, zielstrebig, mit einer ganz eigenen Freundlichkeit und positiven Einstellung, sowie einem eisernen Willen kämft sich Andreas durch und landet sogar als Programpunkt (als Clown) in der Manege.

Meine Meinung:
Eine sehr spannend und autobiografisch erzählte Geschichte über die Zeit im Zirkus in Australien. (Irgendwie kennt heute jeder jemand, der schon mal in Australien „Work and Travel“ gemacht hat, - aber beim Zirkus? – das ist ein Novum!)
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen, mit viel Humor und einer ganz eigenen positiven Ausstrahlung.
Andreas ist sehr diszipliniert, ich habe mir beim Lesen oft gedacht, ob das viele junge Menschen so durchgehalten hätten.
Die Emotionen kommen gut rüber, ich habe mich oft wie mitten dabei gefühlt.
Da ich selber schon in Australien war, kamen sehr viele Erinnerungen hoch und ich konnte sehr oft „ ja wie klasse“, oder „ja genau, stimmt“, denken.

Ganz besonders klasse finde ich die QR Codes, mit diesen kleinen Videos ist man noch viel näher beim Geschehen und ich habe mich auf jedes weitere sehr gefreut.

Hier noch ein paar Zitate die den tollen Schreibstil zeigen:
---…versöhnte mich mit den Stunden zuvor, in denen ich Runde um Runde im See des Heimwehs geschwommen war.
---Ich war ein Clown, von der Locke bis zur Socke.
---So traurig, man glaubt es clown.
---Genieße dein Leben, denn das übernimmt keiner für dich!

Autor:
Andreas Sch
aible, geb. 1992, wuchs im Schwabenland auf, machte Abitur und ging danach für ein Jahr nach Australien. Neben Poetry Slams sind Reisen und Bloggen noch immer seine Leidenschaft.

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte, ein wahres Lesevergnügen.
Sehr persönlich und sehr informativ finde ich.
Von mir 5 Sterne.

  (16)
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(201)

411 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

krimi, mord, nele neuhaus, taunus, fuchs

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Wald, von Nele Neuhaus

Cover:
Passend zum Buch, eine diffuse Szene in einem Wald. Mit einem Fuchs, der in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Inhalt:
Mitten in der Nacht geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Schnell wird klar, dies war ein Mord.
Als kurz darauf eine alte Frau im Hospiz erdrosselt wird (obwohl sie nur noch ein paar Tage zu leben hat) wird Kommissar Oliver von Bodenstein schnell klar, dass diese Verbrechen in die Vergangenheit führen. Die Ermittlungen führen Pia Sander und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwunden ist.
Und es bleibt nicht bei den beiden Toten.
Das Misstrauen im Ort wird immer größer, denn bald ist allen klar, es ist einer aus unserer Mitte!
Werden die Bewohner ihr Schweigen brechen?

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte .
Die Autorin versteht es meisterhaft die verschiedenen Situationen darzustellen, vom ersten Schweigen, zum entsetzten Erkennen, die Verstrickungen der Schuldgefühle und die draus resultierenden falschen Schlussfolgerungen und Handlungen.
Gekonnt werden falsche Fährten gelegt und nicht nur einmal denke ich mir als Leser, „ah ja, jetzt kristallisiert sich der Mörder heraus“ um dann wieder zu erkennen, nein das ist doch wieder eine Sackgasse.
Dabei ist die Handlung atemberaubend, rasant und wunderbar emotional, das ein oder andere mal stellen sich die Nackenhaare auf. Vor allem, als wir so nach und nach die Abgründe erfassen, die in den einzelnen Familien oder der sogenannten „Dorfgemeinschaft“ herrschen.
Einzig der Einstieg ist nicht ganz so leicht, sind es doch sehr viele Personen die agieren, und trotz Personenregister am Anfang (das ich immer wieder aufgesucht habe), ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.
Das Ermittlerduo ist perfekt aufeinander abgestimmt und die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, überdeckt die Kimihandlung aber auch nicht – einfach perfekt.
Auch wenn dies der 8.Band aus einer Reihe ist, kann man ihn super ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es auch der erste Fall aus dieser Reihe (aber bestimmt nicht der letzte).

Autorin:
Nele Neuhaus, schreibt praktisch seit ihrer Kindheit.
2010 gelang ihr der große Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimi Autorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde- und Jugendbücher unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

Mein Fazit:
Ein überaus spannend und atemberaubender Krimi. Es bleibt nicht bei zwei Leichen und der Mörder ist sehr kaltblütig und für ihn scheint ein Menschenleben nicht zu zählen. Mit überraschenden Wendungen und starken Protagonisten.
Von mir 5 Sterne.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tempo, entschleunigen, selbsterfahrung, lifestyle, zeit

Ich hab Zeit, was hast du?

Bianca Schäb , Ines Häßler
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 21.09.2016
ISBN 9783871341649
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe Zeit, was hast du?

Cover:
Das Cover macht total neugierig und gute Laune.

Inhalt:
Das neue Schlagwort : Entschleunigung!
Bianca Schäb will eigentlich nur, dass ihr die Zeit ein bisschen langsamer vorkommt, mehr richtig, statt schnell leben. Sie will sich nicht verändern, aber etwas soll und muss sich ändern.
Um herauszufinden, wie und ob das geht, macht sie sich in ihrem Goggomobil (13 PS, Höchstgeschwindigkeit 50km/h) au die Suche nach Menschen, für die die Zeit nicht mehr so rast.

Meine Meinung:
Zur Gestaltung des Buches kann ich nur sagen sie ist super gelungen. Die Karte vorne im Buch zeigt mir gleich mal den Weg den Bianca und ihr Goggomobil (ihre Gretel ☺) hinter sich gebracht haben. Auch die weiteren Fotos und Zeichnungen, sind überaus passend und gelungen. Ganz besonders klasse ich das Daumenkino mit dem Goggo am untern Buchrand.

Der Einstig ist ehrlich und mit einem Augenzwinkern, der Humor ist auch im ganzen Buch zu finden und gefällt mir sehr gut. Ich konnte mich in vielem mit Bianca identifizieren und es gibt viele Ideen die ich mir abschaue und versuche zu verinnerlichen.
Das Buch ist kein direkter Ratgebern, kein erhobener Zeigefinger mit: so oder so musst du es machen. Sondern es gibt viele Tipps und Vorschläge zum aussuchen.
Zeitweise steht einfach die ungewöhnliche Reise mit dem Goggo im Vordergrund, und das ist so witzig und unterhaltsam erzählt, dass es ganz wunderbar unterhält.
Bianca trifft so viele unterschiedliche Menschen und weiß von allen wertfrei zu erzählen, ganz großartig.

Autorin:
Bianca Schäb, geb. 1985, ist freiberuflich User-Interface-Designerin. Zuvor hat sie als Artdirector für verschiedene Werbeagenturen und Unternehmen gearbeitet. Im Juli 2015 startete sie mit ihrem Goggomobil zu einer dreitausend Kilometer langen, vierzehntägigen Entschleunigungstour quer durch Deutschland.

Mein Fazit:
Ist eigentlich ein Zitat aus dem Buch:
Wie lautet also das Rezept für die Entschleunigung?
Das ist eine Summe aus vielen kleinen, individuellen Erkenntnissen.
Und da bekommt man in diesem Buch eine Menge davon.
Deshalb von mir 5 Sterne.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

südtirol, krimi, commissario grauner, mord, ultental

Die Stille der Lärchen

Lenz Koppelstätter
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783462047349
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Stille der Lärchen, von Lenz Koppelstätter
Der 2. Fall für Commissario Grauner, ein Krimi aus Südtirol

Cover:
Genau wie auf dem Cover kann man sich die Örtlichkeit vorstellen

Inhalt:
Die 17jährige Marie, wird ermordet bei den Urlärchen von St. Gertraud gefunden, unter den Wurzeln jener Bäume soll der Eingang zur Hölle sein.
Obwohl der zugezogene Architekt Haller, der die Tote bei der Polizei meldet, auch gleich ein Geständnis macht, ist Commissario Grauner skeptisch.
Auch die Dorfbewohner, mit ihrem mächtigen Pfarrer, sehen eher dessen Sohn Michael als Mörder (und Ausgeburt des Teufels) und wollen am liebsten Selbstjustiz ausüben.
Seine Recherchen führen Grauner immer wieder in die Vergangenheit, ein furchtbares Geheimnis, das die Dorfbewohner seit 100 Jahren nicht los lässt und immer noch umtreibt, scheint eine Schlüsselfunktion zu haben.
Kann dieses Geheimnis bis ins heute wirken?
Und wird Grauner es erhellen und aufdecken können?

Meine Meinung:

Nach „Der Tote am Gletscher“ ist dies nun der zweite Fall von Grauner und seinem Team, und ich muss sagen er ist noch besser als der erste.
Den man aber auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen kann.
Gab es im ersten Fall noch ein paar zähe Stellen, ist es dieses Mal so, dass immer irgendetwas geboten ist. Seien es die Dorfbewohner die mit ihrem Wissen hinter den Berg halten und von Inspectore Saltapete (der viel selbstbewusster geworden ist) oder Grauner erst zu einer Aussage „manipuliert“ werden müssen. Hierbei setzt sich Saltapete (der Neapolitaner) schon mal im Gasthaus zu den „Einheimischen“ und spielt mit denen Karten und auch Grauner hat keine Problem damit seine Gefühle auch mal zu zeigen und mit den „Beteiligten“ zu fühlen. Alles ist sehr echt und realistisch dargestellt, die Emotionen und Gefühle kommen sehr gut rüber. Und am Schluss ist nochmal ganz anderst und eine richtige Überraschung.
Die örtliche Idyll und die Eigenheit der Bewohner, allen voran der Pfarrer, der Wirt, der Bürgermeister, sowie die Betschwestern, sind hervorragend getroffen und wiedergegeben. Die historischen Erklärungen und Geschichten sind treffend, anschaulich und überaus interessant und bereichernd eingefügt, überhaupt nicht störend oder zäh wie leider oft bei Regional-Krimis.

Wie schon beim ersten Krimi ist eine Historische Persönlichkeit (hier Thomas Mann), einfach genial eingebaut.

Super klasse finde ich auch vorn und hinten im Buch die beiden Karten, so kann ich mir ein viel besseres Bild vom Handlungsort machen. Wobei durch die sehr sparsamen, aber gezielt eingesetzten Aussagen in Dialekt (Rotzlaggl, gell, Tutto bene etc.), das Lokalkolorit hervorragend zu Wirkung kommt.

Autor:
Lenz Koppelstätter, Jahrgang 1982, ist in Bozen geboren und in Südtirol aufgewachsen. Nach dem Studium in Bologna und Berlin, absolvierte er in München die Deutsche Journalistenschule. Er arbeitete als freier Autor und als Kolumnist und Medienentwickler für verschiedene Verlage, Magazine und Zeitungen.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Krimi, der durch seine tollen Protagonisten und die durchweg sehr glaubwürdige und spannende Handlung absolut besticht.
Vor allem Grauner ist ein Commissario der einfach auch noch menschlich ist und auf seine eigene innere Stimme hört.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung und diesmal volle 5 Sterne.


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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

krimi, krimi-reihe, österr. krimi

Puppentanz

Anni Bürkl
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219171
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Puppentanz, von Anni Bürkl
Ein Krimi aus dem Salzkammergut

Cover:
Ein See in den Bergen gelegen (Handlungsort), das auffällig orange Boot hatte für mich aber keinen Bezug zur Geschichte.

Inhalt:
Am Altausseer See, soll ein gigantisches Bauunternehmen, mitten im Naturschutzgebiet, hochgezogen werden. Die Hintermänner sind nicht in Erfahrung zu bringen.
Widerstand formiert sich, allen voran Teelady Berenike.
Als der erfahrene Paragleiter Gustav, abstürzt und tot ist, spricht die Polizei zunächst von einem Unfall. Doch für Berenike steckt mehr dahinter, was ist mit der Puppe die Tage zuvor mit einer Nadel im Herzen gefunden wurde?
Als ein weiterer vermeintlicher Unfall passiert und unheimliche, mit Nadeln gespickte Puppen auftauchen, wird klar, dass hier etwas nicht mit rechen Dingen zugehen kann.

Meine Meinung:
Irgendwie bin ich nicht so recht warm geworden mit der Handlung und den Protagonisten. Mir fehlte die Spannung und die Protagonisten, allen voran Berenike, war mir zu unrealistisch. Dauernd war sie patschnass und schmutzig, teilweise auch verletzt, und so ist sie durch die Gegend gelaufen, hat „recherchiert“ ist zu Leuten in ihre Häuser, in ihren Salon etc. (und das nicht nur einmal). Ich denke jeder würde erst mal schauen ob er sich nicht trockene Sachen anziehen kann. Dann „fühlt“ sie laufend was, kann es aber nicht greifen, im Kopf „entwickelt“ sich was, sie kann es aber auch nicht greifen, das wird mir irgendwann zu viel. Die ganze Handlung ist sehr stark auf Berenike ausgerichtet, zum Schluss z.B. ist sie die total Starke und Taffe, die sich trotz Verletzung nicht helfen lässt und mit verstauchtem Knöchel noch durch die Wälder läuft, das ist für mich einfach nur stur und unvernünftig.
Außerdem gibt es mir zu viele „Rückblicke“ in die vorherigen Bücher (Fälle) und da aber immer nur Andeutungen, entweder möchte ich dann gerne genauer wissen um was es geht oder diese Andeutungen sollten meiner Meinung nach wegbleiben, so wirkte es auf mich teilweise nervig.
Bis einiges über der Mitte wird so weit ausgeholt und abgeschweift, dass ich den Toten fast vergessen hätte.

Autorin:

Anni Bürkl, geb. 1970, lebt und arbeitet als freie Journalistin, Autorin und Ghostwriter in Wien. Im Ausseerland wo sie sich im Sommer gerne aufhält, schreibt sie am liebsten.

Mein Fazit.
Ein Krimi für zwischendurch.
Mir hat die Spannung etwas gefehlt und mit den Protagonisten, allen voran Berenike konnte ich nicht warm werden.
Das Ende war mir dann zu sehr „ und alles für die Liebe“!
Von mir 3 Sterne.

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(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Der Hort der Gepiden

Puntschart Ulla
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei edition keiper, 01.04.2016
ISBN 9783902901934
Genre: Romane

Rezension:

Der Hort der Gepiden, von Ulla Puntschart.
Ein historischer Abenteuerroman

Oh mein Gott wie soll ich bei diesem Buch eine Rezi schreiben.
Es war total verwirrend.
Es spielt um die Zeit ca. 570.
Im Großraum zwischen Mittel- und Oberitalien, z.T. über die Balkanländer und Griechenland bis nach Konstantinopel.
Allerdings haben mir die ganzen Städte und Landschaftsnamen überhaupt nichts gesagt. Alles ist in kleine Fürsten- und Herzogtümer aufgeteilt und das sind viel zu viele Namen um sich diese zu merken.
Auch sind die ganzen Namen total ungewöhnlich so dass es noch viel schwerer fällt sich diese zu merken. Namen für die Menschen, Städte, Orte, Länder, Flüsse, und auch allgemeinen Gegenstände. Es wird alles viel zu weit ausgeholt, manche Dinge werden bis ins kleinste Detail erzählt, es geht in viele Richtungen, Handlungen werden begonnen und dann nicht mehr weiter aufgenommen. Z.B. ein Einsiedler, der Überfallen wird und dann wird aber nie mehr auf ihn eingegangen, ob er gefunden wird und überlebt? Der Einsiedler hatte ein Kapelle in der er sein Leben aufgemalt hat, dabei wird erwähnt dass er u.a. eine Szene gemalt hat, bei der ein Schatz vergraben wurde (wo er dabei war) also sozusagen eine Schatzkarte die er da gemalt hat, diese wird von dubiosen Kirchenleuten auch kopiert, aber es wird nicht mehr weiter darauf eingegangen.
Wie auch viele andere solche Nebenhandlungen eingestreut werden und nicht weiter verfolgt werden.
Es geht um Politik, Kriege, Kaiser , Könige, Fürsten, das Leben der Reichen, Intrigen, das Leben der Armen, dann wird Kunst eingeflochten (sogar Geschichten aus Ägypten werden eingebaut), das damalige Ingenieurswissen wird erzählt, einfach zu viele Gesichtspunkte, es wird sehr weit ausgeholt und abgeschweift. Ich hab mich Streckenweis durchs Buch gequält.

Im Buch sind es eigentlich zwei Erzählstränge.
Einmal eine Gruppe von 5 Personen, die für mich willkürlich zusammengewürfelt ist. Wir erfahren immer mal wieder wie die eine oder andere Person miteinander zusammenhängt, aber wie sich die Gruppe im Grunde genommen wirklich gebildet hat erfahren wir nicht.
Wir erfahren auch nicht warum die Gruppe eigentlich geflüchtet ist. OK Edwina sollte verheiratet werden, aber das erklärt mir nicht den Grund warum die Gruppe sich gebildet hat, und wie kommt Edwina zu dieser Gruppe?
Warum zieht die Gruppe von Italien Richtung Norden in das Gebiet der „Gepieden“ (bis zur Donau), es werden tausend andere Namen erwähnt die mir unbekannt sind.
Irgendwie stellt sich mir bei Lesen immer die Frage: Wie ist die Gruppe zusammengekommen, warum reist sie in den Norden, was erhoffen sie sich dort?
Die Gruppe: Zwei Männer, zwei junge Frauen, eine davon behindert, Edwina, die verheiratet werden soll und dann Unna die Hauptperson, eine Kammerzofe die in Ungnade gefallen ist.

Der Zweite Erzählstrang spielt eher in der gehobenen Gesellschaftschicht.
Die Tochter eines Königs, der aber ermordet wurde, die den Mörder ihres Vaters geheiratet hat, wohl oder übel.
Dann weitere Frauen, Geliebte, erste Frau, zweit Frau, dann haben diese wiederum geheiratet und weitere Geliebte und eigenmächtige Verbindungen, die Ziehtöchter deren Gesellschaft gesucht wird dann werden sie wieder abgeschoben.
Einfach total verwirrend.
Rein von den Namen her, obwohl ich versucht habe mir einen Stammbaum zu schreiben und es hinten im Buch ein Personenregister gibt, konnte ich nicht folgen.

Irgendwann kommen die beiden Erzählstränge zusammen.
Denn man erkennt dass Edwina, aus der ersten Gruppe, die Tochter eines Königs mit seiner Nebenfrau ist, und diese (Nebenfrau) nun wiederum ihre Tochter sucht.
Warum und weshalb, und wie die beiden getrennt wurden wird mir aber auch wiederum nicht klar und wie Unna und Edwina zusammengekommen sind.

Und der Schluss, ist dann relativ offen,
es wird auf einen 2. Band hingewiesen und ich bin am Ende des Buches nicht schlauer als vorher.

Deshalb mein Fazit:
Man muss schon sehr Geschichtsinteressiert sein, sich in dieser Zeit, um 570 auskennen, sich auch in diesem Gebiet auskennen, denn die ganzen Namen sind wirklich sehr ungewöhnlich, um dem ganzen folgen zu können und sich im Buch zurecht zu finden.
Für war es wie ein Buch mit sieben Siegeln die ich nicht knacken konnte.
Deshalb kann ich nur 2 Sterne vergeben, für ein paar einzelne Geschichten die mich angesprochen haben.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

regionalkrimi, ahrtal, krimi, krähenzeit, urlaub

Krähenzeit

Karin Joachim
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Krähenzeit, ein Kriminalroman von Karin Joachim

Cover und Titel:
Sehr passend zum Ort und Zeit der Handlung.

Inhalt:
Die Tatortfotografin Jana Bogt erholt sich im idyllischen Ahrtal von ihrem letzen Einsatz bei dem sie bedroht und verletzt wurde. Eine Beurlaubung kommt für sie nicht in Frage, deshalb will sie sich bei ausgedehnten Wanderungen mit ihrem Hund Sir Ustinov, kurz Usti, dort ablenken.
Doch „Pustekuchen“ gleich bei ihrem ersten Spaziergang entdeckt Usti eine Leiche und sofort packt Jana ihre Kamera fotografiert und ist mitten drin in der Mordermittlung.
Auch der aus Koblenz herbeigerufenen Kommissar Wieland nimmt sie inoffiziell sofort für seine Aufklärungsarbeiten „in Beschlag“, ein Grund dafür ist bestimmt auch die gegenseitige Anziehung der beiden.
Werden sich die beiden näher kommen?
Und noch viel wichtiger, werden sie den Fall rechtzeitig lösen können, denn durch Janas Ermittlungen und Neugier bringt sie den Mörder ganz schön gegen sich auf und schwebt wiedermal, ohne dass sie es direkt weiß, in Lebensgefahr!

Meine Meinung:
Der Einstig durch den Prolog erzeugt Spannung – getrocknetes Blut; und für mich die Frage: seine Wahrheit! Wessen Wahrheit? Dieser Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss und da werden diese Fragen dann auch beantwortet.

Bis wir aber soweit kommen, müssen wir mit Jana noch einen ziemlichen Zickzackkurs mit falschen Fährten und vielen Sackgassen gehen. Hierbei ist mir Jana oft zu zurückhalten und nicht zielstrebig genug – aber ok sie ist ja auch keine Ermittlerin (sage ich mir jetzt). Ich kann ihr Verhalten oft nicht verstehen oder nachvollziehen.
Auch Kommissar Wieland benimmt sich für mich nicht gerade immer professionell. Vor allem als er Jana so ganz selbstverständlich in die Ermittlungsarbeiten mit einbezieht, sie im nächsten Moment wieder zurückhalten möchte und sie fast im gleichen Augenblick mit einem neuen „Auftrag“ betraut, war ich doch etwas perplex.

Der lokale Bezug ist sehr gut umgesetzt, sei es in der Beschreibung der herrlichen Gegend mit seinen Weinbergen und Wanderwegen oder mit der Beschreibung der idyllischen Ortschaften und seiner Bauten, und nicht zuletzt durch einen sparsam aber gut eingesetzten Dialekt der das ganze sehr authentisch wirken lässt.
Der Schreibstil liest sich flüssig, einzig dass die „Gedanken“ von Jana in die gleichen Anführungszeichen wie die wörtliche Rede gesetzt sind, hat mich einige Male Stocken lassen.
Ansonsten versteht es die Autorin sehr gut viele Verdächtige zu präsentieren und wer dieses diffuse Rätselraten, viele lockere, verwirrende Fäden und kein offensichtliches Motiv liebt, wird sich hier wohl fühlen.
Mir kommen manche Dinge zu gewollt und konstruiert daher, dabei kann ich aber oft gar nicht sagen ob ich das jetzt einfach nur genial oder hammermäßig an den Haaren herbeigezogen finde.

Autorin:
Karin Joachim, lebt seit 20 Jahren im Ahrtal. Sie studierte Germanistik und Anglistik.

Mein Fazit:
Eine Mördersuche mal von ganz anderer Seite, ok, mit Charakteren die mehr als Ecken und Kanten haben, für mich sind sie aber teilweise viel zu wechselhaft und planlos – einfach ganz anderst.
Für mich gibt es auch viele kleine einzelnen Szenen (die ich auch im Nachhinein) nicht ganz verstehe (und die mir deshalb „quer liegen“).
Das so für mich nicht vorhersehbare Motiv bringt dann nochmals eine positive Überraschung.
Ich vergebe 3 Sterne.

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(82)

155 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

liebe, coffeeshop, hamburg, liebesroman, zimt

Liebe, Zimt und Zucker

Julia Hanel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.09.2016
ISBN 9783548287881
Genre: Liebesromane

Rezension:

Liebe, Zimt und Zucker, von Julia Hanel

Cover:
Das Cover passt genau für die Geschichte.

Inhalt:
Marit folgt ihrem Freund von Hamburg in die Provinz. Bzw. sie überrascht ihn, da sie einige Wochen zu früh kommt.
Aber als sie freudestrahlend bei ihm vor der Tür steht, lässt er die Bombe platzen und trennt sich von ihr und schickt sie weg. Doch Marit hat in Hamburg alle Brücken abgebrochen und kann nicht mehr zurück.
Tränenüberströmt läuft sie Heike, der Besitzerin des einzigen Coffeeshops über den Weg, diese nimmt sie auf und bietet ihr einen Übergangsjob im Laden an.
Mit dem Kollegen Moritz reibt sie sich vom ersten Moment an, als Womenizer und Heavy Metall Fan lebt er anscheinend in einer anderen Welt.
Als sie dann im Coffeeshop einen edlen USB-Stick findet, beginnt ein aufregender e-mail Kontakt mit dem Unbekannten.

Also genügend Drama und Komplikationen um eine turbulente und aufregende Zeit zu verbringen.
Was wird Marit daraus machen?

Meine Meinung:
Der Einstig ins Buch ist echt klasse.
Die Personen und die Handlung werden wunderschön beschrieben und aufgebaut. Der Schreibstil ist einfach genial. Super humorvoll (werde am Schluss noch ein paar Zitate anfügen) und auch sehr realitätsnah und glaubwürdig (naja bis auf S.300 als dann typisch Chicklit-mäßig das übliche „übereinanderherfallen“ kommt, aber da reagiere ich persönlich immer sehr allergisch. Da können sie sich doch gar nicht leiden, aber der Sex ist genial?)
Ansonsten kann man sich gut in die Gedankenwelt der Protagnisten versetzen und auch die „Nebenpersonen“ werden liebevoll gezeichnet.
Marit ist einfach eine Frau die gerade an einem Tiefpunkt ihres Lebens steht, und als Leser können wir sie meist voll und ganz verstehen, mit ihr fühlen und handeln, wir können alle Fahrten die sie auf der Achterbahn zieht, hautnah miterleben.

Zitate:
-Sein Outfit wandelt auf dem schmalen Grat zwischen lässig und vernachlässigt.
-…dass mir das Herz in die Tiefgarage meines Körpers rutscht.
-Aber Stolz und Stärke sind wohl schon im Schlafmodus.

Autorin:
Julia Hanel, geb. 1987 in Ansbach, studierte Germanistik in Bamberg und arbeitet danach als Redakteurin in Fulda. Heute lebt und arbeitet sie in Würzburg.

Mein Fazit:
Ein schönes Buch, das mir verträumte und witzige Lesestunden bereitet hat, es hat einfach Spaß gemacht.
Von mir 4 Sterne.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

vergangenheit, trauer, alter, trauma, familie

Sommerflucht

Katharina Conrad
Buch: 288 Seiten
Erschienen bei Silberburg, 01.07.2016
ISBN 9783842514782
Genre: Romane

Rezension:

Sommerflucht, von Katharina Conrad
Ein sagenhaftes Debüt.

Cover:
Absolut passend zum Inhalt des Buches.

Inhalt:
Sabina zieht aufs Land, nur weg von ihrem Exfreund.
In der schwäbischen Provinz trifft sie auf die 80jährige Emilia, Sabina freundet sich mit ihr an. Dabei erfährt sie deren Lebensgeschichte, die sie in der Kriegs- und Nachkriegszeit von der Provinz nach Stuttgart und wieder zurück führte.

Sabina trifft auch auf Christian. Und obwohl sie eigentlich noch gar nicht bereit für eine neue Beziehung ist, zieht Christian sie magisch an.
Nur doof, dass er ein Geheimnis hat, da ausgerechnet ihr EX zu einem völlig unpassenden Zeitpunkt an die Öffentlichkeit bringt.

Wird Sabina wieder davonlaufen, oder hat sie aus den Erzählungen von Emilia gelernt und ist gereift und gewachsen??

Meine Meinung:
Ich bin einfach nur begeistert. Auf jeden Fall eines meiner Lesehighlights diese Jahr.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und mit einem wunderbar feinen und genau für die jeweilige Situation passenden Humor.
Dabei werden die ernsten und emotionalen Szenen aber genauso stark gewichtet und das Herz geht einem auf oder die Tränen schießen einem in die Augen, je nach Moment.
Eine Sprache die begeistert und auf fast jeder Seite kann man ganz besondere Sätze finden.
Die Personen werden so wunderbar charakterisiert und beschrieben, dass ich jede einzelne genau in meinem Kopfkino vor mir sehe. Ich lausche ihren Gesprächen und höre direkt ihre Stimmen oder ich sehe ihr Handeln und möchte direkt in die Geschichte hineinspringen um zu trösten, zu helfen oder um mein Verstehen kund zu tun.
Auch die Handlung wird sehr realistisch erzählt und der Spannungsbogen erstreckt sich vom Anfang bis zum Ende.
Egal ob es sich um die Gegenwart von Sabina, ihre Flucht vor ihrem EX, ihre familiären Probleme, ihre Zweifel an sich und ihrer neuen Liebe handelt, oder ob es um Emilia in der Gegenwart oder in der Vergangenheit geht, mit all den traurigen und schönen Erlebnissen der Kriegs- und Nachkriegszeit.
All diese Themen werden sehr behutsam und doch sehr detailliert und tiefgründig angegangen.

Für mich hätte das Buch gerne noch 100 Seiten mehr haben können.

Autorin:
Katharina Conrad, geb. 1976 in Tübingen, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern am Schönbuchrand. Neben dem Schreiben und ihrer Arbeit als Physiotherapeutin widmet sie sich ihrer Leidenschaft für vergangener Kulturen und studiert auf dem schönen Schloss Hohentübingen.

Mein Fazit:
Ein unglaublich tolles Buch, herzerwärmend emotional und mit einem ganz tollen Humor, dabei immer realistisch und glaubwürdig.
Dieses Buch ist einfach ein brillantes Leseerlebnis.
Hier reichen 5 Sterne eigentlich gar nicht, es müssten noch *** und ++ + angefügt werden.
Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung.

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thriller, wald, junggesellinnenabschied, mord, ruth ware

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im dunklen, dunklen Wald, von Ruth Ware

Cover:
Ein dunkler Wald mit diffusem Licht, da kann man schon eine Gänsehaut bekommen.

Inhalt:
Nach 10 Jahren Funkstill, erhält die 26jährige Nora eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer einstigen besten Freundin Clare. Nora wundert sich, sie hat Clare seit dem „Vorfall“ damals, von dem nur Clare weiß, nicht mehr gesehen.
Sie will schon absagen, da schließt sie mit ihrer Freundin Nina einen Pakt und fährt hin. In ein Haus aus Glas, mitten im dunklen Wald!
Nora fühlt sich von Anfang an unwohl, doch sie merkt nicht dass ein gefährliches Spiel begonnen hat.

Als sie nach der Party, schwerverletzt im Krankenhaus erwacht, fehlen ihr die Erinnerungen an die letzen Stunden.
Nach und nach kommen die Erinnerungen an ein grauenvolles, mörderisches Drama.
Doch die entscheidende Erinnerung lässt sich nicht greifen…….

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen.
Nur wird in der ersten Hälfte sehr weit ausgeholt und alles sehr langatmig beschrieben. Die Frauen führen sich auf wie pubertierende 16 jährige und Mantra artig wird von Nora immer wieder wiederholt: „es war ein Fehler, es war falsch zu kommen, nach allem was war“, aber ein halbes Buch lang kommen keine weiteren Hinweise.
In der ersten Hälfte sind die Protagonisten (für mich) total unglaubwürdig und total widersprüchlich.

Doch irgendwann nach der Hälfte erahnen wir, wer hier der „Bösewicht“ ist und was dahinterstecken „könnte“. Und doch gibt es immer wieder Zweifel und unerwartete Wendungen.
Als sich die Ahnung dann verdichtet wird es spannend, weil ich jetzt als Leser wissen möchte, wie wurde das alles geplant, wie wurde manipuliert, wie konnte es soweit kommen?

Gut gemacht ist auch der Wechsel zwischen den Handlungsorten und der Zeit. Einmal sind wir auf direkt der Party (das gläserne Haus und die bedrückende Stimmung kommt total gut rüber), dann wieder in Krankenhaus und Nora versucht, sich Stück für Stück ihre Erinnerung zurückzuholen. Mit ihr können wir das Grauen, das Entsetzten und die Angst fühlen.

Autorin:
Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte eine Zeit lang in Paris. Heute wohnt sie mit ihrer Familie in Nordlondon. Dies ist ihr erster Roman.

Mein Fazit:
Ein tolles Debüt, das etwas „Anlaufschwierigkeiten“ hatte. Wenn in der ersten Hälfte etwas mehr gestrafft oder gekürzt und schneller zum Punkt gekommen wäre, wäre ich restlos begeistert gewesen.
So vergebe ich für die erste Hälfte 2 Sterne, für das Ende 5, macht im gesamten 3,5 die ich wegen dem passenden Cover und fürs Debüt auf 4 Sterne aufrunde.

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braunschweig, wolfenbüttel, 16. jahrhundert, wolfenbüttel;, historischer roman

Der Mädchenreigen

Susanne Gantert
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219072
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Mädchenreigen, von Susanne Gantert

Cover:
Ein Cover das sofort auf seinen historischen Inhalt hin weißt, fast ein bisschen zu bunt.

Inhalt:
Braunschweig im Jahre 1580.
Der Wolfenbütteler Jurist Konrad von Velten bekommt vom Herzog den Auftrag eine Methodik für Kriminalfälle zu finden und diese schriftlich Fixieren.
Genau zu diesem Zeitpunkt wird Elise, die Tochter des reichen Kaufmanns Lorenz Kale von einem feuerspeienden Drachen entführt.
Konrad setzt sich auf ihre Spur und findet schnell heraus, dass auch noch andere Jungfern entführt worden sind.
Er begegnet der jungen Laura, die als Junge verkleidet von einem Schäfer gefunden wurde. Sie hat ihr Gedächtnis verloren, aber vieles deutet drauf hin, dass sie mehr mit den Fällen zu tun hat, als ihr lieb ist.

Mein Meinung:
Dieses Buch ist der Nachfolger von „Das Fürstenlied“.
Ok, es kann auch ohne das Vorwissen gelesen werden (ich kenne das Vorgängerbuch auch nicht), doch an manchen Stellen hatte ich das Gefühl mir fehlt Wissen.

Der Einstig war spannend und interessant, aber dann wurde es mir viel zu verwirrend, zu wirtschaftlich/politisch, hier bin ich sehr oft gedanklich ausgestiegen.
Alles ist wunderbar recherchiert, aber für mich war es einfach zu viel in diese Richtung.
Auch bei den Personen, muss sagen dass ich schwer den Durchblick behalten habe. Oft wusste ich jetzt nicht wer ist wer?
Halbschwester, Ziehschwester, Schwägerin, Onkel, Mutter, Freundin oder was sonst. Die ganzen Familienzusammenhänge wären bestimmt einfacher gewesen, wenn ich das erste Buch schon gekannt hätte.

Der Schreibstil ist sehr an die altertümliche Sprache angepasst (dünkt mir, mit Verlaub, begebe er sich, Euer……).

Autorin:
Susanne Gantert wurde in Salzgitter geboren. Die interessante Geschichte des Braunschweiger Landes, die die Autorin durch ihre Forschungen kennenlernte, inspirierte sie zu diesen Büchern.

Mein Fazit:
In dieses Buch und die Sprache muss man sich etwas einlesen.
Auch sollte man vielleicht Interesse für geschichtliche und historische Daten und Fakten mitbringen so kann man der Geschichte bestimmt besser folgen.
Von mir 3 Sterne.

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