Leserpreis 2018

Gina1627s Bibliothek

391 Bücher, 201 Rezensionen

Zu Gina1627s Profil
Filtern nach
32 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

"provence":w=7,"liebe":w=5,"frankreich":w=3,"duft":w=3,"parfüm":w=3,"gabriele diechler":w=3,"paris":w=2,"familiengeheimnis":w=2,"parfum":w=2,"lavendel":w=2,"lavendelträume":w=2,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"geheimnis":w=1,"liebesroman":w=1

Lavendelträume

Gabriele Diechler
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.06.2018
ISBN 9783458363507
Genre: Liebesromane

Rezension:

Julias Leben ist aus der Bahn geraten als ihre Mutter durch einen tragischen Unfall gestorben ist und Schuldgefühle sie zu erdrücken scheinen. Sollte man es Schicksal nennen, dass sie im Kleiderschrank von ihr einen kleinen Schließfachschlüssel findet und sie beim Öffnen ein Kästchen entdeckt, indem ein betörendes Parfüm und ein bewegender Liebesbrief versteckt sind? Welches Geheimnis hat ihre Mutter jahrelang vor ihrer Familie bewahrt? Julia macht sich auf den Weg in die Provence um Antoine zu finden, den eine einzigartige Liebe mit ihr verbunden hat. Doch zu ihrem Bedauern erfährt sie, dass er kurz vor ihrer Anreise verstorben ist. Sein Sohn Nicolas hat das Bedürfnis, ihr bei der Suche nach dem vergangenen Geheimnis zu helfen und sie entdecken noch viel mehr dabei.

 

„Lavendelträume“ ist ein unglaublich schönes, die Seele berührendes Buch, das sofort beim Start in die Geschichte eine besondere Magie ausstrahlt! Gabriele Diechler hat so eine warmherzige, fesselnde  und liebevolle Erzählweise, die einen beim Lesen wie eine Umarmung einhüllt. Ihre Worte erzeugen so viele Emotionen, ihre detailreichen Schilderungen wunderschöne lebendige Bilder und ihre Beschreibung  der Gerüche in der Natur oder von Parfüms wahre Dufterlebnisse. Ein Buch, das jegliche Sinne beim Lesen anregt. Wunderschön ist die Einleitung, in der darauf hingewiesen wird, dass die erste Liebe im Leben eines Menschen, die zur Familie ist. Und Liebe ist ein wichtiger Bestandteil  dieser einzigartigen Geschichte. Durch Julia erlebt man hautnah, wie sich ein Wandel in ihr vollzieht. Ihre Gefühle werden so lebensecht und einfühlsam erzählt. Die herzlichen Menschen in Roquefort-les-Pins holen Julia aus ihrer Trauer und Angst, erzeugen durch ihre selbstlose Art Hoffnung und Zuversicht und zeigen ihr vor Augen, wie schön das Leben sein kann, wenn man offen für Träume und die Liebe ist. Durch Nicolas Aufmerksamkeit und Fürsorge fühlt sie sich zu ihm hingezogen und  Gabriele Diechler lässt den Leser all ihre Sehnsüchte und Gefühle spüren.

 

Doch Julias eigentliches Leben findet in Frankfurt statt, wo sie mit ihrem Partner Frank wohnt und mit  ihrer Freundin und Geschäftspartnerin Maren Immobilienprojekte betreut. Sie verbindet ein starker Zusammenhalt und sie unterstützen sich in jeder Situation. Freud und Leid werden mit einander geteilt, so wie man es sich von einer Freundin immer wünscht. Julias zwiespältige Gefühle für Frank werden sehr  gut beschrieben und  direkt nach einem selber transportiert. Hier war man gespannt darauf, wie ihre Beziehung weiter verläuft.  Der Erzählpart mit Maren ist  herzerfrischend. Er wird mit einer Leichtigkeit erzählt, die mit Ironie und Wortwitz versetzt ist und einen immer mal wieder zum Schmunzeln bringt. Ein toller Kontrast zum emotionsvollen Geschehen in der Provence, der einem, auf  eine ganz andere Weise, ebenso Herzwärme schenkt. 

 

Julias und Marens  Leben befinden sich gleichzeitig  auf einmal im Wandel und es war unendlich schön sie dabei zu begleiten. Es liegt so viel Liebe für beide in der Luft.

 

 Mein Fazit:

 

Gabriele Diechler hat mich mit „Lavendelträume“ vollkommen gefesselt. Ein unvergleichlich schönes Buch, das für mich ein Kleinod ist und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Man hat gespürt, wieviel Liebe und Herzblut sie in diese Geschichte hineingesteckt hat. Es war eine wunderschöne Gefühls- und Sinnesreise und ich kann jedem  dieses Buch nur ans Herz legen! Dieses besondere Leseerlebnis erhält von mir 5 Sterne +!

 

  (171)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

"freundschaft":w=4,"liebe":w=2,"krankheit":w=2,"brighton":w=2,"familie":w=1,"tod":w=1,"humor":w=1,"england":w=1,"schicksal":w=1,"verlust":w=1,"hoffnung":w=1,"meer":w=1,"enttäuschung":w=1,"jugendliebe":w=1,"vergebung":w=1

Du und ich und das Meer

Sandy Taylor , Marion Ahl
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959671927
Genre: Romane

Rezension:

Eine Freundschaft für immer!

Dottie und Mary verbindet schon seit 9 Jahren ein Freundschaft, die tief verwurzelt ist. Während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Brighton lernten sie sich als 8-jährige kennen und erlebten zusammen eine sorglose und unbeschwerte Kindheit. Nichts ging ohne die andere und gemeinsame Freude war doppelte Freude. Dottie und Mary, mehr brauchten sie nicht! Bis die Liebe kam und sie zwei befreundete Jungens kennenlernten. Eine aufregende Zeit begann und  ihre Herzen schlugen mal himmelhochjauchzend und  manchmal auch vor Enttäuschung getrübt. Doch dann kam der Tag, an dem für Dottie die Welt zusammenbrach. Mary offenbart ihr eine schmerzhafte Wahrheit und  nimmt ihr das Liebste, was sie im Leben besessen hat.

Schon lange nicht mehr hat mich ein Buch so dermaßen bewegt und zu Tränen gerührt! Eine wunderschöne, bewegende  und unvergleichlich einfühlsame Geschichte über eine Freundschaft wird hier erzählt, die einen voll ins Buch hineinzieht  und nicht mehr loslässt. Das eigene Herz öffnet sich automatisch  bei all den beschriebenen Gefühlen und Emotionen! Einfach nur großartig! Der Start ins Buch ist voller Kontraste. Auf der einen Seite das pulsierende Leben, auf der anderen eine angespannte und bedrückende Atmosphäre. Neugierde wird erzeugt und man fragt sich, was mit den beiden Freundinnen passiert ist und welche Wahrheit verheimlicht wird. Durch die sehr bildliche und ruhige Erzählweise entsteht eine besondere Stimmung, der man sich nicht entziehen kann. Sandy Taylor hat einen sehr interessanten Aufbau ihrer Geschichte gewählt. Auf bewegende, ausdrucksstarke  und herzerwärmende  Tagebucheinträge von Mary, die zeitlich unterschiedlich sind, folgt die dazugehörige Geschichte, die aus der Sicht von Dottie in der Ich-Form erzählt wird. Langsam und stetig wird ihr gemeinsames Leben entblättert und man erfährt dabei all ihre gemeinsamen Erlebnisse, Träume  und  ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Die ganze Zeit liegt dabei  aber  irgendwie eine ahnungsvolle Spannung in der Luft.

Mit Mary und Dottie hat Sandy Taylor zwei außerordentlich schöne Charaktere erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mary ist am Anfang die schillernde Figur im Roman, die Aufmerksamkeit erregt und fordert  und ihr Leben schon voll durchgeplant hat. Dottie hingegen ist mehr die Bodenständigere. Die eine träumt und die andere ist zufrieden mit dem, so wie es ist. Doch im Laufe des Buches ändert sich durch schicksalhafte Ereignisse die Lebensansicht und das Lebensgefühl der beiden und eine spannende Entwicklung beginnt.

Ein sehr ergreifender und bewegender Abschluss rundet das Buch gekonnt ab. Taschentücher sollte man griffbereit haben.

Mein Fazit:

Ich habe schon lange nicht mehr so ein herzzerreißendes und unglaublich gefühlvolles Buch gelesen! Was für eine wunderschöne Ode an die Freundschaft! Sandy Taylor hat mich vollkommen von Ihrem Roman überzeugen können und ich kann es nur als absolute Empfehlung jedem ans Herz legen, der Geschichten liebt, die das Leben schreibt.  5 Sterne sind hier ein Muss!

  (158)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

"historischer roman":w=3,"intrigen":w=2,"schloss":w=2,"17. jahrhundert":w=2,"hannover":w=2,"hofleben":w=2,"liebe":w=1,"familie":w=1,"geschichte":w=1,"liebesroman":w=1,"macht":w=1,"intrige":w=1,"romanze":w=1,"erfolg":w=1,"bastei lübbe verlag":w=1

Das Mätressenspiel

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176984
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das unbeschwerte  Leben der jungen Helena von Minnigerode nimmt durch einen schweren Schicksalsschlag eine ungeahnte Wendung. Durch den Tod ihres Bruders und dem Verlust eines gewinnbringenden  Familienerbes, das an ihren Onkel Roderick ging, gerät sie mit ihrer Mutter und ihren Schwestern in eine finanzielle Lage, die ein sofortiges Handeln erforderlich macht. Hoffnung setzten alle auf eine schnelle standesgemäße Heirat von Helena und sie reist eilig an den Hof von Herzog Ernst August von Hannover  um dort als Hofdame  die Aufmerksamkeit eines  geeigneten Ehemannes zu finden. Ungewollt gerät sie hier jedoch zwischen die Fronten von zwei mächtigen und einflussreichen Frauen, die Helena als Spielball für ihre Machtspiele nutzen. Herzogin Sophie und Clara von Platen, die Mätresse von Ernst August, kennen keinen Skrupel.

 „Das Mätressenspiel“ ist ein unvergleichlich schöner historischer Roman, der mich durch den  sehr fesselnden, extrem bildhaften und wundervollen Schreibstil von Martha Sophie Marcus sofort verzaubert und in seinen Bann gezogen hat. Mein Kopfkino lief die ganze Zeit und ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit des 17. Jahrhunderts mit all ihrem Pomp, ihrer Oberflächlichkeit, den Intrigen und der Sucht nach Macht und Reichtum. Die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere, der tolle  spannende und dramatische Aufbau der Geschichte und viele überraschende Wendungen,  lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Mit ihrer Liebe zu Details hat die Autorin mir wunderschöne und prachtvoll angelegte Gärten vor Augen geführt und sie genauso wie die Herrschaftssitze als tolle Kulisse für jegliches Vergnügen mit in ihre Geschichte eingebaut. Überaus reizvoll und polarisierend waren die  Machtkämpfe und Intrigen zwischen Herzogin Sophie und Clara von Platen. Die ganze Zeit war man am mitfiebern ob Helena es schafft, sich aus ihren Fängen zu lösen,  sie vielleicht mit ihren eigenen Waffen schlagen zu können und dabei immer das Wohlergehen ihrer Familie im Auge zu halten.

 Von Helenas Charakter war ich fasziniert. Sie ist so liebenswert, mitfühlend, ehrlich, impulsiv, sinnlich und großherzig. Ein Mensch, den man sofort mit in sein Herz aufnimmt.  Gerade weil sie so einzigartig rüberkommt, ist man entsetzt darüber wie skrupellos sie ausgenutzt und manipuliert wird.   

Ich konnte Helenas Gefühle voll spüren, wenn ihre Enttäuschung, ihr Widerwille oder die Sehnsucht nach der Liebe sie übermannte. Es war spannend mitzuerleben, wie und was für Kandidaten bei ihr in der Schlange anstanden. Ein bunter Potpourri von toll gezeichneten Persönlichkeiten. Bei einigen musste man sich richtig schütteln und andere nahmen einen mit ihrer Herzenswärme für sich ein.

 Die Suche nach einem geeigneten Ehemann, der ihr Liebe und Sicherheit schenken kann war herausfordernd und man wurde hier mit einer unglaublich schönen Wendung überrascht.

 Mein Fazit:

 Martha Sophie Marcus hat mir mit „Das Mätressenspiel“ ein unglaublich schönes Lesevergnügen bereitet. Ein brillanter historischer Roman, der durch die wundervolle Erzählkunst der Autorin, der unvergleichlichen  Atmosphäre  und den einzigartigen und liebevoll erschaffenen Charakteren besticht. Das geschickte Einflechten von historischen Ereignissen und  Personen, die in dem anhängenden Glossar und Personenregister aufgeführt wurden, haben den Ausdruck  des Buches noch verstärkt. Sehr gerne spreche ich hierfür eine unbedingte Leseempfehlung aus und vergebe 5 hochverdiente Sterne!

 

 

  (192)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

"bücher":w=5,"historischer roman":w=2,"historie":w=2,"papst":w=2,"konstanz":w=2,"spannung":w=1,"abenteuer":w=1,"geheimnis":w=1,"mittelalter":w=1,"glaube":w=1,"buch":w=1,"jagd":w=1,"jäger":w=1,"mönch":w=1,"bastei lübbe":w=1

Die Bücherjäger

Dirk Husemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.06.2018
ISBN 9783404176939
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jedes Mal, wenn man ein Buch öffnet, lernt man etwas!
(Chinesisches Sprichwort)

Poggio Bracciolinis Leidenschaft ist es alte ehrfürchtige Bücher aufzustöbern und ihre geheimen Botschaften und  vergangenes Wissen zu entdecken. Seine neuen Recherchen führen ihn im Jahr 1417 in Begleitung von Oskar von Wolkenstein zum Bergkloster Sankt Flavius, wo ihn Schwester Agnes auf ein altes Buch aufmerksam macht, das an einer Kette hängt. Eine unglaubliche Geschichte offenbart sich ihm auf den ersten Seiten, die einigen Personen zum Verhängnis werden könnte und Vergangenes in einem anderen Licht erscheinen lässt. Entsetzen breitet sich bei Poggio aus, als am nächsten Tag der Foliant spurlos verschwunden ist. Eile ist jetzt geboten, denn großes Unheil könnte geschehen und Poggio macht sich auf die abenteuerliche Verfolgung der Diebe.

 

„Die Bücherjäger“  ist für mich das erste Buch aus der Feder von Dirk Husemann, dass ich von ihm gelesen habe und ich war sofort hingerissen von seiner wunderschönen, sehr bildhaften und zwischendurch auch lyrischen Erzählweise, die  vollgepackt ist mit schmeichelnden Worten und gleichzeitig auch Ironie und Wortwitz. Der spannende Aufbau der Geschichte auf zwei  Zeitebenen, die tolle düstere, entbehrungsreiche und gefahrvolle Atmosphäre und die einzigartigen Charaktere haben mich vollkommen in den Bann gezogen. Andauernd lief mein Kopfkino bei Poggios Suche nach dem Folianten, wenn er sich gegen Widersacher wehren, sich aus Notlagen befreien, um sein Leben kämpfen und seine Freunde retten musste. Unglaublich spannend und mit vielen unvorhersehbaren und genialen Wendungen weiß Dirk Husemann einen hier zu überraschen. Sehr besonders und ein tolles Stilmittel von ihm fand ich, den Erzählpart aus Poggios Vergangenheit mit der Überschrift eines „Stundenglases“ zu versehen.

 

Die vier charismatischen  Protagonisten Poggio, Papst Johannes XXIII, genannt Baldassare, Oskar von Wolkenstein und Agnes von Mähren machen einen unglaublichen Reiz in der Geschichte aus. Lebensnah und glaubwürdig für die damalige Zeit ziehen sie einen mit all ihren Ecken und Kanten, Vorzügen, Lastern und Fehlern in den Bann. Poggio, mein Lieblingscharakter, ist ein selbstloser und unheimlich liebenswerter Mensch mit Herz und Verstand, der sein ganzes Leben lang anscheinend immer das richtige Quäntchen Glück hat. Als Sekretär von Baldassare ist er ein angesehener Mann und weiß seine, durch ihn gewonnenen Fähigkeiten, sehr gut einzusetzen. Überaus interessant ist auch Baldassares Charakter, der mehr wie ein gewitzter Filou und Intrigant, als einer der mächstigsten  Kirchenmänner  rüberkommt. Oskar von Wolkenstein  verkörpert hier den Part der Menschen, deren Antrieb im Leben die Gier nach Macht und Reichtum ist. Ja, und Agnes ist die Frau, die mich durch ihre offene und selbstbewusste Art immer wieder zu überraschen weiß.

Unglaublich schön und mit einem mystischen Moment findet der Autor hier ein wunderschönes Ende für diese historische Reise.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Die Bücherjäger“ hat Dirk Huseman in mir einen neuen Fan seiner Romane gewonnen. Ich war fasziniert von seiner fesselnden Schreib- und Erzählweise und habe die Jagd nach den alten Schriften mit faszinierenden Charakteren in einer unglaublich bildhaften Kulisse genossen. Sehr interessant fand ich noch die im Nachwort erwähnten geschichtlichen Grundlagen, Ideen und  frei erfundenen Elemente des Buches. Für diesen sehr beeindruckenden historischen Roman vergebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!

  (172)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

"florida":w=6,"roman":w=2,"neuanfang":w=2,"umweltschutz":w=2,"delfine":w=2,"gartenarchitektin":w=2,"dolphin island":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"amerika":w=1,"trennung":w=1,"glück":w=1,"sommer":w=1,"familiengeheimnis":w=1,"erfolg":w=1

Die Inselgärtnerin

Sylvia Lott
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.04.2018
ISBN 9783734104909
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sonja steckt gerade voll in einer Lebenskrise, da sie frisch getrennt von ihrem Ehemann  auch noch ihren Job als Gartenbauarchitektin bei der Firma Hagemann verliert. Doch just in diesem Moment erreicht sie ein Brief aus Florida, dass ihre Tante Sandy ihr nach ihrem Tod ein kleines Anwesen auf Dolphin Island vermacht hat. Um Abstand von allem zu gewinnen reist sie voller Spannung in das ferne Land und ist überwältigt von dem zauberhaften kleinen Strandhaus, dass sie dort erwartet. Die wunderschöne Gegend, die aufgeschlossenen und freundlichen Menschen und der überaus attraktive Nick Winslow entfachen in Sonja den Wunsch, sich auf Dolphin Island eine neue Existenz als Strandgärtnerin aufzubauen. Doch das Paradies hat auch seine Tücken. Ein unbekannter Widersacher legt ihr immer wieder neue Steine in den Weg.

 

„Die Inselgärtnerin“ ist ein wunderschönes Buch, mit dem mich Sylvia Lott sofort in einen entspannten Wohlfühlmodus und in ein perfektes Urlaubsfeeling hineinversetzt hat. Was hat die Autorin nur für eine hervorragende bildliche und sprachliche Erzählweise! Man lebt die Geschichte richtig mit! Sonjas Probleme, ihr seelisches Tief und die unerwartete Erbschaft waren ein toller Aufhänger für den Start in eine faszinierende Geschichte. Die Reise nach Florida ist ein Traum und war für mich mit vielen Déjà-Vus behaftet. Sylvia Lott hat das wunderschöne Land  so real und naturgetreu geschildert, dass die ganze Zeit mein Kopfkino nur am Laufen war. Ich hätte gerne das Gästezimmer mit Meerblick  in Sonjas Strandhaus bezogen, um anschließend  mit ihr zusammen anhand eines Tagebuches, von Briefen und Filmen die ganzen Geheimnisse und die Vergangenheit ihrer Tante zu entdecken. Immer mal wieder werden diese faszinierenden Rückblicke in den neuen aufregenden Lebensalltag von Sonja mit eingebaut.

 

Sie bekommt eine ganz andere Lebensauffassung in ihrer neuen Heimat und nennt sich fortan Sunny. Es ist schön zu beobachten, wie sie zu einer spontanen, einfallsreichen und selbstbewussten jungen Frau wird, deren Arbeit als Gartengestalterin sehr gefragt ist, da sie mehr auf Natürlichkeit  und Ursprünglichkeit setzt. Doch einige Hürden für ihre Selbstständigkeit müssen genommen werden und irgendeiner scheint dem entgegenwirken zu wollen. Durch ihren ersten Auftrag lernt sie den überaus attraktiven Nick kennen und  ist fasziniert von ihm. Ein prickelndes Gefühl liegt zwischen ihnen in der Luft. Doch irgendwie schafft es auch Sam, Sunnys Feriengast, Freund und Helfer in der Not, auf sich aufmerksam zu machen. Für wen wird sie sich wohl entscheiden? Herzerwärmend und  aufregend werden hier Sonjas Verliebtheit, ihre Gefühle und die Erkenntnis, wer der Richtige für sie ist, erzählt.

 

Sylvia Lott hat es wunderbar verstanden, dem Leser den Flair und  das Lebensgefühl in Florida näherzubringen. Man spürt die Lebenslust und den Zusammenhalt von Sunnys Freunden und  erlebt  mit ihnen zusammen gesellige  Zusammenkünfte mit Motown-Hits, Reisen im Cabrio quer durch das Land und fiebert mit Sam mit, der an einem Hemingway Contest  in Key West teilnimmt.

 

 Mein Fazit:

 

„Die Inselgärtnerin“ war ein wundervolles sommerleichtes Buch, das mich brillant unterhalten hat und ein Fest für die Sinne und Gefühle war. Ich konnte mich wegträumen und in der Geschichte verlieren. Für diesen besonderen Lesegenuss kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und hochverdiente 5 Sterne vergeben!

Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich unbedingt noch weitere Bücher  lesen möchte.

 

  (219)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

100 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

"paris":w=7,"frankreich":w=4,"gemälde":w=3,"provence":w=3,"bettina storks":w=3,"liebe":w=2,"familie":w=2,"suche":w=2,"familiengeschichte":w=2,"große liebe":w=2,"1930er jahre":w=2,"porträt":w=2,"vertrauensbruch":w=2,"auktion":w=2,"mutter-tochter-verhältnis":w=2

Das geheime Lächeln

Bettina Storks
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.03.2018
ISBN 9783453359741
Genre: Historische Romane

Rezension:

Für die freie Journalistin Emilia Lukin ist es ein Schock, als sie gerade für einen Auktionskatalog das Layout gestaltet  und dort das Foto eines Portraits entdeckt, dass ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Laut der Expertise handelt es sich um ein Gemälde von ca. 1930, ungefähr die Zeit, in der ihre Großmutter Sophie Langenberg  ihrer Familie den Rücken gekehrt und sich auf den Weg nach Paris gemacht hat, um hier ein neues Leben zu beginnen.  Ihre Vergangenheit umgibt ein Geheimnis, dass totgeschwiegen wurde und Emilia bis zu diesem Tag nicht sonderlich zum Nachdenken gebracht hat. Doch die magische Anziehungskraft der Frau lässt sie nicht los  und sie macht sich neugierig auf den Weg das Bild zu ersteigern und den Spuren ihrer Großmutter nach Frankreich zu folgen. Es wird eine Reise, die ihr eigenes Leben auch grundlegend verändern wird.


 „Das geheime Lächeln“ ist eine wunderschöne und ergreifende Lebens- und Familiengeschichte mit historischem Hintergrund, die einzigartig gefühlvoll, bildhaft und mit viel Liebe zum Detail erzählt wird. Die fesselnde Erzählweise der Autorin hat mich sofort richtig  in das Buch eintauchen lassen und  ich hatte das Gefühl  ein Schatten von Emilia zu sein, mit der ich alles hautnah miterlebe und empfinde. Durch ihre Augen und Gedanken wurde alles so lebendig und man erfasste die Geschichte durch all seine Sinne. Ich konnte die wunderschöne Landschaft sehen,  den Mistral hören und die vielen Kräuter der Provence riechen. Ganz langsam und behutsam  baut Bettina Storks die Geschichte durch drei verschiedene Erzählstränge aus Sicht von Emilia, Sophie und Jean-Pierre auf und bringt immer mehr von dem geheimnisumwobenen Leben ihrer Protagonisten ans Licht. Man spürt ihre Sehnsucht, ihre Liebe, den Schmerz aber auch die Hoffnung, die einen bis zum Schluss begleitet. Sehr bedrückend und eindringlich waren auch die Szenen, die sich während des Kriegsgeschehens in Frankreich abspielten und ich kann hier im Besonderen nur  meine Hochachtung vor dem Mut der Menschen in dem kleinen Städtchen Dieulefit ausdrücken.


Die Charaktere von Emilia, Sophie und Jean-Pierre wurden so lebensecht und authentisch rübergebracht und sie sind mir im Laufe der Geschichte richtig ans Herz gewachsen, sodass Briefe und Aufzeichnungen von ihnen  mich zu Tränen gerührt haben. Die Gespräche zwischen Emilia und Jean-Pierre  sowie die Telefonate von Emilia und ihrem Mann Vladi gehörten mit zu meinen Lieblingsszenen. Sie waren so ausdrucksstark und unglaublich präsent, dass ich manchmal das Gefühl hatte, ich muss hier mit agieren, weil es so gelebt wird.


Wunderschön war dann auch noch der Abschluss des Buches, bei dem in einer perfekten Kulisse Emilia sehr ergreifend ihrer Mutter das Leben von Sophie offenbart.


 Mein Fazit:


“Das geheime Lächeln“ war für mich ein besonderer Lesegenuss. Ein Roman, der mich vollkommen in seinen Bann gezogen und mich sehr berührt hat. Für dieses Kleinod kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich auf jeden Fall noch weitere Bücher lesen möchte.

Für dieses Buch vergebe ich hochverdient 5 Sterne!

  (206)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

"trauerbewältigung":w=4,"liebe":w=3,"trauer":w=3,"verlust":w=3,"neuanfang":w=3,"blumen":w=3,"roman":w=2,"hoffnung":w=2,"neubeginn":w=2,"kindstod":w=2,"traumabewältigung":w=2,"gartengestaltung":w=2,"ulrike sosnitza":w=2,"sommerhausen":w=2,"gartenparadies":w=1

Hortensiensommer

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453422148
Genre: Liebesromane

Rezension:

Philipp zieht es aus dem lebhaften Berlin in den fränkischen Ort Sommerhausen und er kann sein Glück kaum  fassen, als er bei Johanna  in eine schöne Einliegerwohnung  mit einem großen Garten ziehen kann. Von Anfang an ist er fasziniert von ihrem zarten Wesen und ihrer Verletzlichkeit. Doch das Zusammenleben entwickelt sich schwieriger als gedacht. Johanna  ist in sich gekehrt und verschlossen. Ihr Glück findet sie anscheinend im Moment nur in der Liebe zu den Pflanzen und Blumen, mit denen sie traumhafte Gärten gestaltet. Erst das beginnende Frühjahr, die wärmende Sonne, kleine Gefälligkeiten und  gemeinsame Lesestunden lassen erste Gefühle aufkeimen und eine Vertrautheit entstehen. Doch alles wird zunichte gemacht, als Johanna  eines Tages in ihrem Garten Philipps kleine Tochter Karla entdeckt und ihm seinen Mietvertrag kündigt. Sehr feinfühlig versucht er ihrer Kurzschlusshandlung auf den Grund zu gehen, Johanna aus ihrem Schneckenhaus zu locken und ihre Liebe zu gewinnen.

 

„Hortensiensommer“  ist ein unglaublich farbenprächtiges, feinfühliges, bewegendes und wunderschönes Buch über eine Liebe, die tiefe Wunden heilen muss. Hinter der Leichtigkeit, die das Cover ausstrahlt, steckt eine unvermutete tragische aber auch zauberhafte Geschichte, die einen in ein sehr intensives Leseerlebnis reinzieht. Eingebettet in eine sehr bildhafte und detailreiche Schilderung der bunten und wunderschönen Vielfalt der Natur, erzählt Ulrike Sosnitza  Philipps und Johannas  von Glück und Leid  begleitete Geschichte. Sehr  behutsam baut die Autorin  das Geschehen auf und lässt einen tief in ihre Gedanken und Empfindungen  eintauchen. Johanna umgibt ein unheilvolles Geheimnis, dass Philipp entschlüsseln möchte um ihr zu helfen. Doch Ungesagtes, Verschwiegenes und Seelenqualen stehen immer wieder zwischen ihnen. Rückblicke auf die Vergangenheit zerreißen einem  fast das Herz und das Geschehen in der Gegenwart fordert einen durch  die Angst,  die Zerrissenheit, den Schuldgefühlen  und dem verzweifelten Wunsch einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Wie ein kleiner Sonnenschein schleicht sich dann aber Philipps  Tochter Karla in die Geschichte ein. Ihr unbedarfter und zauberhafter Charakter  bringt  Leichtigkeit und Hoffnung in das Geschehen rein. Ulrike Sosnitza hat mit ihr, Johanna und Philipp wirklich tolle Persönlichkeiten für ihr Buch erschaffen. Man ist hingerissen von Philipp, der so feinfühlig und rücksichtsvoll rüberkommt. Sein Charme, seine Schlagfertigkeit und sein Blick für die Schönheit der Natur machen ihn zu einem sehr besonderen Menschen.  Genauso einen braucht Johanna. Ein zartes Wesen, das sich hinter einem Schutzpanzer versteckt und von dem Richtigen wieder zurück ins Leben geführt wird.

 

Mein Fazit:

 

Für mich war „Hortensiensommer“ ein ganz anderes Buch als ich es erwartet habe. Ich wurde überrascht von einer sehr intensiven und bewegenden Geschichte,  die mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein Roman, bei dem man zwischen den Zeilen liest und jede kleinste Kleinigkeit aufnimmt und sich seine Gedanken darüber macht.  Er zeigt auf, dass das Leben einem immer wieder überraschende neue Möglichkeiten bietet. Für dieses besondere  Buch  kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.

Verdient vergebe ich 5 Sterne.  

 

 

  (186)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

81 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

"norwegen":w=9,"frauenbewegung":w=5,"historischer roman":w=3,"20. jahrhundert":w=3,"familiengeheimnis":w=3,"unabhängigkeit":w=3,"schlesien":w=3,"flucht":w=2,"reise":w=2,"historisch":w=2,"heirat":w=2,"starke frauen":w=2,"jahrhundertwende":w=2,"missionare":w=2,"1905":w=2

Das Lied des Nordwinds

Christine Kabus
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176434
Genre: Historische Romane

Rezension:

Liv und Karoline sind zwei  sehr unterschiedliche Frauen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, deren  Lebenswege im Jahre 1905 aufregende und spannende Wendungen nehmen, als sie unabhängig voreinander ein lang gehütetes Geheimnis aufdecken wollen. Sie begegnen Menschen, die bei ihnen die Sehnsucht nach der eigenen Freiheit und Unabhängigkeit  auslösen und ihnen aufzeigen, dass das Leben für sie so manche Überraschungen bereithält.

Karolines Glück und ihre Hoffnungen sind schon kurz nach ihrer Heirat mit Graf Moritz von Blankenburg - Marwitz zerstoben. Ihr untreuer Gatte lässt sie jahrelang ein tristes und liebloses Leben auf Schloss Katzbach in Schlesien führen und sie spürt die Verachtung seiner Familie, da der langersehnte Erbe ausbleibt. Nur durch Zufall kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, dass ihre Schiegereltern unter Verschluss halten.   Moritz scheint einen unehelichen Sohn in Norwegen zu haben und Karoline macht sich heimlich auf den Weg um ihn zu finden.

Zur gleichen Zeit steht Liv in Stavanger unter Druck, da sie als älteste Tochter ihre Familie ernähren muss, weil ihr Vater nach einem Unfall nicht mehr dazu  in der Lage ist. Sie nimmt eine Anstellung als Dienstmädchen bei Oddvar Treske an und ist entsetzt über seinen Umgang mit seinem 9-järigen Sohn Elias. Liv versucht ihr Bestes um ihm das Leben erträglich zu machen, doch dann kommt der Zeitpunkt, der ein schnelles Handeln erfordert.


 Christine Kabus hat mit „Das Lied des Nordwinds“ einen wunderbaren historischen Roman erschaffen, der für mich das reinste Lesevergnügen war. Ihr fesselnder, sehr bildhafter und detailreicher Schreibstil zieht einen sofort in beide Handlungsorte hinein und löst durch die unglaublich gut dargestellten landschaftlichen Kulissen von Norwegen und Schlesien eine Sehnsucht nach der weiten Ferne aus. Die geschichtlichen Einbindungen über die Loslösung Norwegens von der schwedischen Herrschaft und die Unabhängigkeitsbewegungen der Frauen in der damaligen Zeit sind eine tolle Untermalung  in beiden Erzählsträngen gewesen und führen auch zu einer Beeinflussung der Lebenswege von Karoline und Liv.

 Mit ihnen hat Christine Kabus zwei wirklich ausdrucksstarke Persönlichkeiten geschaffen, die einem sofort ans Herz gewachsen sind. Ihre Charaktere werden toll beschrieben und man erlebt mit ihnen einen Wandel  ihres Selbstbewusstseins, ihrer Entschlussfreudigkeit und letztendlich auch, wie sie ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle auszuleben. Weitere spannende Menschen wurden ihnen an die Seite gestellt, von denen einige einen  durch ihre Handlungen dermaßen gereizt haben und andere, die man wegen ihrer damals schon modernen Einstellung zum Leben und zu ihrer Weltanschauung bewundert hat.

Neben Karoline und Liv war meine Lieblingsfigur der kleine Junge Elias. Seine Gefühlswelt und sein Verhältnis zu seinem Vater haben sofort Sorge und Mitleid  bei einem erzeugt und man wäre am liebsten mit in die Geschichte eingestiegen um für ihn sorgen zu können. Doch auch sein Weg entwickelt sich genauso wie der von Karoline und Liv auf vielen Umwegen in eine glückliche Richtung. Für alle Charaktere und für den Leser hat Christine Kabus ein schönes Ende im Buch gefunden.

 Mein Fazit:

 Zwei wirklich spannende Lebensgeschichten wurden hier wunderschön in geschichtliche Begebenheiten und landschaftlichen Traumkulissen eingebunden und haben mir ein unvergleichliches Lesevergnügen beschert. Christine Kabus hat mich mit „Das Lied des Nordwinds“  vollkommen überzeugen können und ich kann für dieses Buch nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen. Verdient vergebe ich 5 Sterne!

  (178)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

"historisch":w=2,"mittelalter":w=2,"blüten":w=2,"heilbronn":w=2,"roman":w=1,"mord":w=1,"krieg":w=1,"historischer roman":w=1,"geschwister":w=1,"hexen":w=1,"verfolgung":w=1,"gefängnis":w=1,"kloster":w=1,"frieden":w=1,"töchter":w=1

Die Blütentöchter

Joel Tan
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 23.10.2017
ISBN 9783764506193
Genre: Historische Romane

Rezension:

Anno 1333. Die Drillinge Eiliki, Imagina und Clementia führen ein behütetes Leben als Töchter der hochangesehenen Familie Laemmlin  in Heilbronn und träumen gerade von einer rosigen Zukunft und baldigen Hochzeit. Doch ein schicksalhafter Auftritt eines Bußpredigers auf dem jährlichen Jahrmarkt und unheilvolle Geschehnisse in der Stadt machen sie zu Aussätzigen und Verfolgten. Der Aberglaube treibt die Bewohner zu einer hasserfüllten Hetzjagd und sie können getrennt nur mit knapper Not entkommen. Jede von ihnen geht einen schicksalsgeführten Weg und alle drei vermuten, dass ihre Schwestern gewaltsam ums Leben gekommen sind. Doch die Sehnsucht nacheinander lässt sie nicht los. Ein Funken Hoffnung kommt für Clementia auf, als sie die ersten Blüten aus einer gemeinsamen Kunstfertigkeit entdeckt. Erwartungsfroh und eilig macht sie sich auf die Suche nach ihnen.

 

„Die Blütentöchter“ ist ein überaus faszinierender und  fesselnder historischer Roman, der einen durch den sehr bildhaften und emotionsvollen Schreibstil und die tollen Charaktere sofort in die Welt des Mittelalters hineinversetzt. Das Leben wird beherrscht von der Gottesfurcht, dem Aberglauben, Standesdünkel, Geld, Macht, Intrigen und der Liebe. Mit sehr gut recherchierten geschichtlichen Begebenheiten untermauert Joel Tan das Leben in Heilbronn und der Umgebung zur damaligen Zeit und schafft durch das Unheil eine düstere und spannungsgeladene Atmosphäre. Entsetzen und Fassungslosigkeit stellen sich bei so manchen Szenen ein und man ist geschockt vor so viel Herzlosigkeit, Egoismus und Machtbessenheit, die einen sehr polarisieren. Die ganze Zeit hofft und fiebert man  auf eine gute Entwicklung der Geschichte und die Lesesucht und der Sog ins Buch wird immer größer.

 

Am faszinierendsten jedoch sind die aufregenden Lebenswege der Drillinge. In drei sich abwechselnden Erzählsträngen  versteht es die Autorin perfekt unendliche Spannung  über die schicksalhafte Entwicklung ihrer Geschichten aufzubauen. Ihre Verzweiflung über die Trennung, die Hoffnungslosigkeit, die Sehnsucht und auch das Glück über eine unverhoffte Liebe darf man zusammen mit ihnen miterleben und es ist beglückend zu sehen, wie eine  Fügung alle drei Wege langsam wieder zueinander führt. Aus unsicheren  und angstvollen jungen Mädchen werden selbstbewusste Frauen, die sich ihr früheres Leben wieder zurückerobern wollen. Doch die damalige unvorstellbare Gesetzgebung und der Eigennutz einzelner Personen werden ihnen fast wieder zum Verhängnis. Zum Schluss hin wird nochmals Herzklopfen erzeugt, eine nicht mehr zu überbietende Spannung  aufgebaut  und man wird durch eine  sehr unerwartete Wendung überrascht.

 

Mein Fazit:

 

Joel Tan hat mich mit „Die Blütentöchter“  außerordentlich begeistert und ich kann für dieses Buch nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.  Ein toller historischer Roman bei dem mein Kopfkino die ganze Zeit lief und der meine Gefühlswelt sehr herausgefordert hat. Ein Top-Leseerlebnis!

  (141)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(328)

479 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 226 Rezensionen

"thriller":w=29,"kreuzfahrt":w=28,"mord":w=17,"norwegen":w=11,"ruth ware":w=10,"schiff":w=9,"journalistin":w=9,"spannung":w=8,"woman in cabin 10":w=8,"krimi":w=7,"dtv":w=5,"dtv-verlag":w=5,"womanincabin10":w=5,"spannend":w=4,"meer":w=4

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für Lo Blacklock hätte es nicht besser kommen können. Sie hat das Glück und darf an Stelle ihrer Kollegin Rowan an der Jungfernfahrt der Aurora Borealis als Journalistin für ein Reisemagazin von Velocity teilnehmen. Doch schon in ihrer ersten Nacht macht sie eine verhängnisvolle Beobachtung, als ein Schrei sie aus dem Schlaf reißt. Im letzten Moment kann sie von ihrem Balkon aus noch eine Frau in den Tiefen des Wassers versinken sehen und entdeckt Blutspuren an der Glaswand des Geländers der Nachbarkabine. Sofort  setzt sie alle Hebel in Bewegung und tätigt einen Notruf. Doch keiner will ihr Glauben schenken. Die vermeintliche Zimmernachbarin, die sie vor ein paar Stunden noch kennengelernt hat, existiert anscheinend nicht und Lo trifft auf taube Ohren und unwilliges Bordpersonal, die ihre Urteilskraft in Frage stellen. Kann sie sich jetzt noch sicher fühlen?


„Woman in Cabin 10“ ist ein psychologisch gut aufgebauter Thriller,  der einen schon beim Start durch einen unheilvollen Traum und einen Einbruch bei Lo Blacklock die Luft anhalten lässt. Direkt kommt Spannung auf und die in der Ich-Form erzählte Geschichte zieht einen ins Geschehen hinein. Es herrscht eine düstere Atmosphäre, die auch das Luxusambiente des Kreuzfahrtschiffes nicht verdrängen kann.  Hier herrscht so viel Oberflächlichkeit und Eitelkeit und die teilnehmenden Journalisten buhlen um die vielversprechendsten Kontakte. Die ganze Geschichte wird aus Sicht von Lo erzählt und man erlebt sie durch ihre unheilvollen Gedanken und Ängste. Manchmal waren mir diese Panikattacken, die einen wichtigen Teil im Geschehen ausmachen, etwas zu viel des Guten und ich hätte mir etwas mehr Augenmerk auf die Nebencharaktere gewünscht. Sie erfüllten das  Klischee der Reichen und Schönen mit ihrer Gier nach Beachtung und Ansehen, blieben aber zum großen Teil eher nichtssagend. Man ist vielmehr mit Lo beschäftigt, um die eine unterschwellige Gefahr und Ungewissheit gebaut wurde und einen von der Suche nach dem Mörder ablenkte. Richtig Fahrt nimmt das Geschehen dann aber zum Ende der Geschichte hinauf. Unvermutete Protagonisten tauchen auf und die Ereignisse überschlagen sich. Die Puzzleteile werden zusammengefügt, man wird überrascht durch die Entwicklung und fiebert zum Schluss richtig auf einen hoffentlich guten Ausgang hin.


Mein Fazit:


Ruth Ware hat einen spannenden Thriller erschaffen, der mich durch einen raffinierteren  Mittelteil noch mehr hätte überzeugen können. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt  und vergebe 4 verdiente Sterne.

  (205)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

"prag":w=7,"liebe":w=5,"theresienstadt":w=5,"konzentrationslager":w=4,"flucht":w=3,"holocaust":w=3,"judenverfolgung":w=3,"trennung":w=2,"zweiter weltkrieg":w=2,"2. weltkrieg":w=2,"überleben":w=2,"juden":w=2,"drittes reich":w=2,"auschwitz":w=2,"ghetto":w=2

Abschied in Prag

Alyson Richman , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359598
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Blick genügt und du weißt, dass du mit diesem Menschen dein Leben verbringen willst.  Lenka und Josef hatten diesen magischen Augenblick als sie sich 1936 in Prag im Hause der Kohns begegneten. Doch ihr Glück ist nicht von langer Dauer. Die Gefahr für jüdische Menschen wird immer größer als der Einmarsch der deutschen Besatzer bevorsteht. Josef flieht auf Lenkas Wunsch mit seiner Familie kurz nach ihrer Hochzeit  nach New York und sie bringt es nicht übers Herz ihre Eltern und ihre Schwester zu verlassen. Sie schaffen es nicht mehr ihnen nachzufolgen und  die Macht des Nationalsozialismus schlägt zu. Unausweichlich landen sie  im Konzentrationslager.  Lenka überlebt mit viel Glück und baut sich nach dem Krieg in Amerika ein neues Leben auf. Doch ihre erste Liebe lässt sie niemals los und wie durch ein Wunder begegnen sie sich nach 60 Jahren bei einer Hochzeitsvorbereitung  wieder.

 

„Abschied in Prag“ ist ein sehr emotionales, eindringliches, bedrückendes und außergewöhnliches Buch über eine nie vergessene große Liebe, die geprägt wird durch die Schrecken des 2. Weltkrieges. Sehr warmherzig, bildlich und poesievoll erzählt die Autorin mit einem wunderschönen Sprachgebrauch die Liebesgeschichte von Josef und Lenka und ebenso schonungslos und authentisch den unvorstellbar grausamen Umgang mit der jüdischen Bevölkerung zur damaligen Zeit. Das Buch kommt einem wie ein Gemälde vor, bei dem man durch einen Bilderrahmen einen Blick in eine unvergessliche Zeit wirft und eine bewegende und erschreckende Szenerie darstellt. Man fühlt die Verbundenheit der Autorin zur Malerei. Gefühle werden mit Farben und Bildern unvergleichlich schön  und traurig dargestellt und es liegt ganz viel Melancholie in der Luft.  

 

Wunderschön und sehnsuchtsvoll kommen Josef und Lenka zusammen rüber und die Trennung und ihre weiteren tragischen Lebensgeschichten  nehmen einen emotional sehr mit. Ihre sich abwechselnden Erzählungen in der Ich-Form ziehen einen ganz tief in ihr Leben hinein und man erlebt ihre Freude, ihre Ängste, ihre Machtlosigkeit und ihr tiefes Leid hautnah mit. Bei Josefs Flucht nach Amerika denkt man an all die vielen Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben Familie und Freunde zurückgelassen haben und fühlt ihre Qualen und Gedanken, ob jemand von ihnen überlebt hat.  Noch tragischer erlebt man mit Lenka und ihrer Familie die Grauen der Zwangsverlagerung und Deportierung in ein Konzentrationslager und den dortigen Überlebenskampf. Mit unserem heutigen Wissen kommen einem diese Szenarien und Horrorvisionen noch barbarischer und unfassbarer vor und man wird still, demütig und froh, dass man im Jetzt leben darf. Es liegt so viel Angst der Menschen beim Lesen in der Luft.  Durch Lenkas Gedanken weiß man, dass diese Erinnerungen einen nie mehr loslassen und tief im Herzen vergraben sind.

Das Wunder des Wiedersehens rührt einen zu Tränen und  man ist von der Macht der Liebe sehr ergriffen.

 

Mein Fazit:

 

„Abschied in Prag“ ist ein sehr geschichtsträchtiger und bewegender Roman, der mich gefesselt, begeistert und mitgenommen hat. Wie in der Anmerkung von der Autorin geschildert, hat sie bei ihrer Recherche  wirkliche Schicksale und Erzählungen mit eingewoben und dadurch  das Buch noch ausdrucksstarker und nachvollziehbarer gemacht.

 

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!

 

 

  (205)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

218 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

"hamburg":w=9,"liebe":w=6,"kaffee":w=6,"zweiter weltkrieg":w=3,"2. weltkrieg":w=3,"familiengeheimnis":w=3,"krieg":w=2,"1936":w=2,"teresa simon":w=2,"kaffeedynastie":w=2,"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"vergangenheit":w=1,"geheimnis":w=1,"historischer roman":w=1

Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:

Sorgenfrei, unbeschwert  und heimlich verliebt genießt Sophie ihr junges Leben als Tochter des Kaffeeunternehmers Friedrich Terhovens. Doch gerade diese Liebe stellt sie vor so manches Hindernis. Der Standesdünkel ihrer Familie im Jahre 1936 lässt eine Beziehung zu Hannes Kröger, dem Sohn ihrer Köchin, nicht zu und ihre Treffen finden im Verborgenen statt. Ihr Lieblingsort ist das Gewächshaus ihrer Mutter, in dem es verschwenderisch nach  Oleandersträuchern duftet und ihnen ein Versteck und eine einzigartige Atmosphäre bietet. Als ihre Liebe jedoch entdeckt wird gerät alles aus den Fugen, lang verschwiegene Geheimnisse kommen ans Tageslicht und lösen schicksalshafte Entscheidungen aus.

 

Unvergleichlich schön, berührend und voller Emotionen entführt uns Teresa Simon mit ihrem Buch in die Kulisse nach Hamburg ins Jahr 1936. Schon alleine ihr Prolog, in dem ein sehr bewegender und leidvoller Brief geschrieben wird, fängt einen sofort ein.  Ihr Schreibstil, der so voller Lebendigkeit, Gefühlen und Spannung steckt, löste wahre Begeisterung in mir aus. Man verfällt regelrecht in einen Leserausch, blendet alle Nebensächlichkeiten aus  und taucht voller Erwartung und Spannung immer tiefer in die schicksalhafte Geschichte ein. Durch ihre sehr authentischen und liebevoll  beschriebenen Charaktere schlüpft man automatisch in ihre Rollen hinein und erlebt unvergleichlich schöne aber auch grausame und herzerreißende Momente. Die Charaktere werden zu Freunden und man teilt mit ihnen alle Geheimnisse und Gefühle. Ja, man lebt hier wirklich die Geschichte hautnah mit!

 

 Auch die geschichtlichen Einbindungen wurden hier sehr gekonnt mit eingebaut. Sie sind eindringlich und bedrückend aber stehen nicht im Vordergrund und lassen der Familiengeschichte den Raum, die den Leser so fasziniert.

 

Durch zwei sich abwechselnde Erzählstränge in der Vergangenheit und Gegenwart fiebert man immer auf den Jeweiligen hin. Für mich war das gemeinsame Lesen mit Johanna und Jule in den Tagebucheinträgen von Sophie der stärkste Erzählpart der Geschichte. Hier wurde herzerfrischend, leidenschaftlich und sorgenvoll  ein ganzes Leben als Erinnerung für die Nachwelt festgehalten. Man spürt Sophies Gefühlswelt die voller Liebe, Sehnsucht, Enttäuschung, Verzweiflung,  Fassungslosigkeit und Hass steckt.  Das Buch lebt durch Sophie, die hier einen wirklich sehr besonderen Charakter verkörpert. Sie ist mutig, leidenschaftlich und gibt nie die Hoffnung auf.

 

Immer wieder findet man sich zwischendrin im zweiten Erzählstrang in der Gegenwart wieder und hat auch hier die Charaktere voll in sein Herz geschlossen. Jule, die junge Frau ohne Plan in ihrem Leben, deren neuestes Projekt ein  gutgehendes Café  ist und hier für andere Menschen  Geschichten über ihr Leben schreibt und Johanna eine rüstige alte Dame, die nach ihrer Berufswelt  auf der Suche nach einem neuen Sinn und neuer Lebensfreude für ihr weiteres Leben ist. Die beiden werden zu Freundinnen und sie verbindet eine  tiefgehende Seelenverwandtschaft.   

 

Wunderschön werden hier  die Schicksale der Vergangenheit und Gegenwart langsam zusammengeschmolzen und man ist ergriffen und zu Tränen gerührt aber auch glücklich über so manche Wendung, die einem das Herz öffnet.

 

Mein Fazit:

 

Teresa Simon hat mir mit „Die Oleanderfrauen“ ein unvergleichliches Lesevergnügen bereitet. Was gibt es Schöneres als vollkommen von einem Buch begeistert und gefangen zu sein.

Für diesen außergewöhnlichen historischen Roman hätte ich gerne noch mehr wie 5 Sterne vergeben!       

 

  (189)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Der Prinz aus dem Paradies

Hera Lind
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.11.2017
ISBN 9783453359277
Genre: Liebesromane

Rezension:



Nie im Leben hätte Rosemarie Sommer damit gerechnet, dass
sie auf einer Reise nach Sri Lanka, die sie von ihrem Sohn geschenkt bekommen hat, ihre große Liebe Kasun kennenlernt. Schon an ihrem ersten Abend werden zaghafte Blicke ausgetauscht und eine  magische Anziehungskraft herrscht zwischen beiden. Als gestandene Frau in den Vierzigern verliebt sie sich Hals über Kopf in einen weitaus jüngeren Singhalesen, der ihr den Zauber seines Landes aber auch seine Schattenseiten vorführt. Rosemarie
wirft alle Bedenken über Bord, heiratet ihren Prinzen und nimmt ihn mit nach Deutschland, wo sie sich eine gemeinsame glückliche Zukunft aufbauen wollen. Aus Liebe und Verantwortung unterstützt sie sehr großherzig auch seine verarmte Familie in dem weit entfernten Land und ist verzweifelt, als Kasun urplötzlich
wieder aus ihrem Leben verschwindet. Warum hat er ihr dies angetan? Sie setzt alle Hebel in Bewegung um die Gründe zu erfahren.


Die Erlebnisse von Rosemarie Sommer beruhen auf einer wahrenGeschichte und werden von Hera Lind sehr feinfühlig und mit viel Herz in einem wirklich lesenswerten Buch erzählt. Schon alleine der Titel des Romans wurde sehr liebevoll  ausgewählt und passt perfekt zu all den Gefühlen, die der Leser zusammen mit Rosemarie in der, in der Ich-Form geschriebenen Erzählung, erlebt. Über Allem steht das Wunder der Liebe, die unvorhergesehen gekommen und einzigartig erfüllend  ist, aber sie auch in eine tiefe Verzweiflung  führt. Nicht immer kann man Rosemaries Entscheidungen nachvollziehen und als realistisch denkender Mensch schüttelt man manchmal den Kopf vor so viel Unvernunft und Naivität und hätte sie sehr gerne in einigen Situationen zurückgehalten. Doch wiederum ist man von ihrem großen Herzen, ihrem Glauben an das Gute im Menschen und ihrem  unerschütterlichem Vertrauen fasziniert. Für sie waren es die richtigen Entscheidungen in ihrem Leben, die sie nie wieder hergeben will. Es ist kein Buch, das Frauen ermahnen soll vorsichtig und überlegt zu sein, sondern ein dankbarer Rückblick von Rosemarie, diese einzigartige und ihr Leben verändernde Liebe erlebt zu haben.


Mein Fazit:

Hera Lind  und  Rosemarie Sommer haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden geschenkt und mir einen nicht vermuteten Blickwinkel auf eine sehr interessante wahre Geschichte aufgezeigt. Dies wurde durch das Nachwort der Protagonistin und von Hera Lind noch unterstrichen.

Verdient vergebe ich 4 Sterne.

  (187)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

"thriller":w=4,"harpercollins verlag":w=2,"familie":w=1,"spannung":w=1,"spannend":w=1,"amerika":w=1,"drama":w=1,"ehe":w=1,"familiengeschichte":w=1,"psychothriller":w=1,"gesellschaftskritik":w=1,"wasser":w=1,"psycho":w=1,"thrille":w=1,"luxus":w=1

Unter Wasser hört dich niemand schreien

Paula Treick DeBoard , Constanze Suhr
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959670982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Phil ist stolz darauf, dass er nach einem Wechsel seines Jobs beim Golfclub von „The Palms“ eine Anstellung als Verwalter erhält. Gutes Geld und ein exklusives Wohnhaus im Villenviertel, indem er mit seiner Familie leben kann, haben ihn angelockt. Eine sorgenfreie Zukunft scheint vor ihnen zu liegen. Doch alles gerät ins Wanken, als ein Mädchen von nebenan leblos bei ihnen im Pool aufgefunden wurde. War es ein Unfall oder steckt mehr dahinter? Aus der freundlichen Nachbarschaft der Reichen und Schönen kommt ihnen Misstrauen und Unfrieden entgegen. Die vermeintlich heile Welt entwickelt sich zu einem Chaos und löst Kurzschlussreaktionen und viel Leid aus.    

„Unter Wasser hört dich niemand schreien“ ist ein sehr gut aufgebauter psychologischer Thriller der einen sofort durch den eindringlichen und spannenden Schreibstil und einem überaus grandios dargestellten Charakter von Kelsey, dem Mädchen von nebenan, einfängt. Ich habe mich schon lange nicht mehr so über eine Protagonistin aufgeregt und immer nur mit dem Kopf geschüttelt. Sie ist das I-Tüpfelchen im Thriller, dass einen nicht mehr loslässt und bei einem direkt eine Antipathie auslöst.  Die Autorin schafft eine dermaßen unterschwellige Spannung und Atmosphäre im Buch, dass man es wirklich fast nicht mehr aus der Hand legen kann.

In zwei sich abwechselnden Erzählsträngen  wird die Geschichte einmal aus Sicht von Phil und zum anderen aus Sicht von Liz, seiner Ehefrau erzählt. Man hat das Gefühl, dass beide nur dem Leser ihre Gefühle und Ansichten mitteilen wollen und kann sich dadurch auch so gut ihn sie hineinversetzen. Die Anspannung, das Entsetzen und die Fassungslosigkeit über das Erzählte schaukeln sich immer höher. Wie so oft im Leben ist es schwer gegen die Menschen mit Macht und Geld anzukommen, die  nur ihr eigenes Wohlergehen im Sinn haben und ihren Blickwinkel einengen.

Die Charaktere von Phil, Liz  und ihrer Tochter Danielle wurden sehr gut und lebensnah  dargestellt. Sie haben Ecken und Kanten und sind nicht diese oberflächlichen Menschen der reichen Gesellschaft.   Doch wenn man mit ihnen zusammenlebt, spürt man in schweren Zeiten auch die schnell aufgebaute Ausgrenzung. Kann das eine Familie auf Dauer aushalten?  Sie kämpfen darum, aber wer gewinnt? Es bleibt bis zum Schluss super spannend!

Paula Treick DeBoard hat mich mit ihrem Thriller sehr begeistert und mich ins Lesefieber versetzt. Ich kann das Buch nur jedem Leser empfehlen, der psychologisch gut aufgebaute Thriller liebt.

Verdient erhält der Thriller von mir 5 Sterne.

  (224)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(41)

98 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

"italien":w=3,"krimi":w=2,"spannung":w=1,"thriller":w=1,"drama":w=1,"entführung":w=1,"mädchen":w=1,"kriminalroman":w=1,"gesellschaftskritik":w=1,"manipulation":w=1,"ermittler":w=1,"rezensionsexemplar":w=1,"vermisst":w=1,"serientäter":w=1,"bergdorf":w=1

Der Nebelmann

Donato Carrisi , Karin Diemerling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Atrium Verlag AG, 04.08.2017
ISBN 9783855350162
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein beschauliches Dorf  in den italienischen Alpen wird zu einem Ort des Schreckens. Anna Lou, ein vermisstes 16-jähriges Mädchen und der  bekannter Sonderermittler Vogel  geben allen Rätsel auf.  Blutüberströmt und in einem verwirrten Zustand bringt ihn die Polizei ins Krankenhaus von Achevot. Hier versucht der Psychiater Flores Vogels  Erinnerungen  auf die Sprünge zu helfen. Hängt vielleicht alles mit seiner Ermittlungsarbeit um die vermisste Anna Lou  zusammen, die immer noch nicht gefunden werden konnte?  Im Ort kommen Erinnerungen wieder hoch die fast vergessen  waren. Vor 30 Jahren sind hier schon einmal  Kinder  verschwunden und die Legende von einem Nebelmann kam auf.

Donato Carrisi hat einen sehr düsteren und atmosphärischen Thriller erschaffen. Sein Schreibstil ist leicht zu lesen und der Aufbau der Story beginnt ruhig und wirft am Anfang viele Fragen auf. Durch chronologische Rückblenden vor und nach dem Geschehen und kurzen Erzählungen in der Gegenwart, rollt er mit den Erinnerungen von dem Sonderermittler Vogel einen fesselnden Verlauf und ein furioses und sehr überraschendes Ende auf. Raffiniert spielt der Autor mit dem Leser und schiebt ihre Fantasie und Wahrnehmungen schachfigurmäßig hin und her. Kein Wunder, das er dies so gekonnt umsetzen kann, wenn man liest, dass er Kriminologe und Verhaltensforscher ist. Die Story triggert und lässt einen nicht mehr los.

Seine Charaktere im Buch sind allesamt wenig oder gar nicht sympathisch, passen aber perfekt ins Geschehen und machen den Reiz der Geschichte aus.

Ich habe Vogel verachtet, Martini  bemitleidet  und die Medien verflucht.

In diesem Buch wird aufgezeigt, wie schnell Menschen durch den Einfluss der Presse  und einzelner Leute  dazu bereit sind andere vorschnell zu verurteilen und selber Lynchjustiz auszuüben. Sehr gut  kommt hier auch das Geltungsbedürfnis und die Gier nach Reichtum rüber, für die manche sogar bereit sind ihre Seele verkaufen.  

Donato Carrisi hat mich  mit seinem Thriller begeistert. Mit jeder gelesenen Seite wuchs meine Anzahl der Sterne. „Der Nebelmann“ ist ein sehr eindringliches und faszinierendes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.

Verdient vergebe ich 5 Sterne.

  (208)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(77)

143 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

"amerika":w=6,"sklaverei":w=5,"mennoniten":w=5,"liebe":w=4,"historischer roman":w=4,"freiheit":w=4,"unabhängigkeitskrieg":w=4,"krieg":w=3,"18. jahrhundert":w=3,"sklaven":w=3,"auswandern":w=2,"america":w=2,"amisch":w=2,"amerikanischer unabhängigkeitskrieg":w=2,"wiedertäufer":w=2

Die Küste der Freiheit

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 880 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404167357
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kann Glaube, Liebe und Hoffnung  zu einem guten Ende führen?

Anna ist eine hilfsbereite und selbstlose junge Frau, die zusammen mit ihrem liebevollen Vater in einer streng religiösen Gemeinschaft der Mennoniten lebt. Von ihrer  verstorbenen Mutter hat sie das Wissen erworben, wie sie  Menschen medizinisch helfen kann. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr nach einem Krankenbesuch auf dem Heimweg aufgelauert wird und ihr in letzter Sekunde der Sekondeleutnant Lorenz von Tannau noch Hilfe leisten kann. Zwischen beiden herrscht direkt eine magische Anziehungskraft, die sich noch weiter verstärkt, als Anna Lorenz nach einem Überfall, bei dem er lebensgefährliche Verletzungen erleidet, mit Müh und Not sein Leben retten kann. Doch Missverständnisse stehen ihnen im Weg. Lorenz zieht mit seiner Einheit auf nach Amerika in den Unabhängigkeitskrieg. Verzweiflung, Sehnsucht und der Ausschluss aus ihrer Gemeinschaft führen dazu, dass Anna sich auch auf den beschwerlichen Weg in das ferne Land macht. Doch schreckliche persönliche Erlebnisse und die Kriegswirren lassen sie nicht mehr auf eine  glückliche Zukunft und ein Wiedersehen mit Lorenz hoffen. Was hat das Schicksal und Gott noch für beide vorgesehen?

Maria W. Peter hat einen wundervollen historischen Roman erschaffen, der durch ihren brillanten Schreibstil, der einfühlsam, berührend, bildhaft  und spannend ist, glänzt. Ihre wunderschöne tragische und herzerwärmende Liebesgeschichte um Anna und Lorenz hat sie überaus spannend mit der Geschichte von Amerika zu Zeiten des Unabhängigkeitskrieges  verknüpft. Man spürt vollkommen die Atmosphäre des 18. Jahrhunderts in der die Sklaverei, der Menschenhandel und die Welt der Reichen vorherrschte. Doch auch die Hoffnung der vielen Menschen, die aus fernen Ländern hier ihr Glück und ihre Freiheit suchten, wurde sehr eindringlich und authentisch beschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich während ihres Studiums  mit der amerikanischen Geschichte auseinandergesetzt hat und dies in ihrem Roman durch wahre Geschehnisse, Fakten und Handlungsorte, sehr interessant eingeflochten hat.   

Mit Anna und Lorenz hat sie zwei wundervolle und sympathische Charaktere erschaffen mit denen man mitgelitten, mitgefiebert und gehofft hat. Ihre Liebesgeschichte wurde behutsam und sehr liebevoll aufgebaut und bekam seine Dramatik und Spannung durch polarisierende Menschen, die sich ihnen in den Weg gestellt haben, aber auch sehr hilfsbereiten Freunden, die ihnen zu einer besseren Zukunft verholfen haben.  Herzklopfen, Entsetzen  und Rührung sind hier garantiert.

In ihrem Epilog hat sie einen sehr schönen Abschluss für die Schicksale und Lebensgeschichten der Menschen gefunden, die man im Laufe des Buches in sein Herz geschlossen hat.

Mit ihrem Nachwort und natürlich auch mit ihrem ganzen Buch hat sie aufgezeigt, wieviel Herzblut, Liebe und Zeit in diesem Meisterwerk steckt. Die liebevolle Aufmachung  mit einem wunderschönen Cover, Karten der Handlungsorte und einem Glossar hat dies auch noch unterstrichen.

Maria M. Peter hat mich mit „Die Küste der Freiheit“ vollkommen begeistert und mir wunderschöne Lesemomente geschenkt. Das Buch ist ein „Leseschatz“ für den ich eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche.

Ich bin sehr froh und glücklich, dass ich diesen Roman während einer Leserunde kennenlernen durfte und habe dabei eine sehr liebenswerte Autorin kennengelernt, die uns unermüdlich und überaus herzlich während der Leserunde begleitet hat. Weitere Bücher von ihr sind ein Lesemuß!

Für dieses wunderschöne Buch vergebe ich verdiente 5 Sterne.

  (187)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"leon sachs":w=2,"roman":w=1,"thriller":w=1,"frankreich":w=1,"paris":w=1,"kriminalroman":w=1,"deutsch":w=1,"2. weltkrieg":w=1,"schweiz":w=1,"21. jahrhundert":w=1,"deutscher":w=1,"verlag: emons":w=1,"marseille":w=1,"schwei":w=1,"bordeaux":w=1

Falsche Haut

Leon Sachs
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.03.2016
ISBN 9783954517732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was für ein Thrillerdebüt!!!

Ich liebe es, wenn alles so unheimlich spannend langsam ineinander übergreift und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte!

Der plötzliche Tod von Regis Villeneuve setzt seine Familie nach der Entdeckung von einem, an ihn adressierten und von ihm versteckten Erpresserbrief in helle Aufregung.  Ihm wird mit der Ermordung seiner Tochter Natalie gedroht, wenn er weiter nach geheimen Unterlagen und zurückliegenden Ereignissen forscht. Als auch noch sein Testament und ein persönlicher Brief von ihm verschwinden, macht sich Natalie zusammen mit ihrem Jugendfreund, dem Geschichtsprofessor Alex Kaufmann, auf die Suche nach der Wahrheit. Beide bringen sich in außerordentliche Gefahr, als sie sich mit einer geheimen Organisation, die sich Wächter nennen, anlegen und ihnen in die Quere kommen. Unendliche Abgründe tun sich auf und offenbaren Unglaubliches!

Leon Sachs hatte mich schon mit dem leidvollen und bedrückenden Prolog eingefangen. Sein Schreibstil ist brillant! Er erzeugt atemberaubende Spannung durch seine raffinierte Wortwahl und den chronologischen Aufbau der Story. Seine sehr gut recherchierten geschichtlichen Einbindungen erzeugen hierbei noch ihre eigene Dynamik und  machen den Leser neugierig auf die frühere und die heutige Zeit, bei der alles ans Licht kommt. Natalie und Alex nehmen einen mit auf eine spannende Jagd durch die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Unendliche Neugierde packt einen und man muss wissen, wie alles ausgeht. Lesesucht ist vorprogrammiert!

Mit Natalie und Alex hat Leon Sachs zwei sehr interessante und sympathische Charaktere erschaffen, in die man sich gut hineinversetzen kann und mit ihnen mitfiebert und leidet. Beide sind zusammen  in einem Heim aufgewachsen und sie haben sich nach ihrer Adoption nie aus den Augen verloren. Wird vielleicht mal mehr daraus wie geschwisterliche Liebe?

Unterstützung bei ihrer Suche bekommen sie von Pascal Bernhard, der ein sehr integrer und geradliniger Polizist ist.

Viele weitere spannende, unausstehliche, geheimnisvolle, mysteriöse und authentische Charaktere wurden hier noch mit eingebaut und erzeugen eine bedrückende und nachdenkliche Atmosphäre. Die Gier mancher  Menschen nach Macht und Geld ist unfassbar und sie gehen dafür rücksichtslos über Leichen. Die Wächter sind immer einen Schritt der Polizei voraus und der Leser kann nur den Kopf schütteln über so viel  Skrupellosigkeit.  Wieviele solcher Schicksale mag es wohl im realen Leben auch noch geben?

Eine aufregende Story mit einem spannenden und überraschenden Ende erwartet den Leser und bietet noch viel Potenzial für eine Fortsetzung der Geschichte.

 Leon Sachs hat mich mit „Falsche Haut“ total begeistert und ins Lesefieber versetzt. Ich habe für mich einen neuen Autor entdeckt, von dem ich sehr gerne noch mehr Bücher lesen möchte!

Für diesen Thriller hätte ich gerne auch noch mehr wie 5 Sterne vergeben!

  (188)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

"mittelalter":w=6,"zons":w=5,"catherine shepherd":w=4,"krimi":w=3,"mord":w=3,"thriller":w=3,"alchemie":w=3,"köln":w=2,"liebestrank":w=2,"shepherd":w=2,"zon":w=2,"oliver bergmann":w=2,"tränentod":w=2,"spannung":w=1,"gegenwart":w=1

Tränentod

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783944676074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Start ins Buch beginnt mit einem spannenden und beklemmenden Prolog der unheilvolle Ahnungen erzeugt! Gruselfaktor ist hier garantiert.

Tränentod ist die 7. Fortsetzung der Zons-Reihe von Catherine Shepherd,  bei der es ein Mörder auf verliebte Pärchen abgesehen hat. Was führt er im Schilde?

Oliver Bergmann gerät in Stress als er gleichzeitig auch noch in einem anderen Fall ermitteln muss,  bei dem eine junge Frau auf einer Party urplötzlich tödlich zusammengebrochen ist. Als feststeht, dass sie vergiftet wurde,  machen ihre Freundinnen Leonie und Frauke eigene  Recherchen und kommen  zu der Erkenntnis, dass es vielleicht der Mörder auch auf sie abgesehen haben könnte. Sind sie jetzt ebenfalls  in Gefahr? Wer hat diese tödliche Mixtur Pia verabreicht und in welchem Zusammenhang steht sie mit einem Rezept aus ganz alten Zeiten?   

Bastian Mühlenberg befindet sich 500 Jahre zeitversetzt auch vor einem ähnlichen Problem.  Er muss sich  um die Morde an zwei verschieden Pärchen kümmern und stößt auf der Suche nach dem Schuldigen auf ein uraltes ledernes Buch von einem geheimen Alchemistenbund. Mit seiner Hilfe kommt er auf die Fährte des Mörders und einer schrecklichen Erkenntnis. Kann er weitere Opfer verhindern?  

Catherine Shepherd schafft es von der ersten Sekunde an einen mit ihrem unheimlich eindringlichen und spannenden Schreibstil in die Geschichte reinzuziehen.  Lesesucht ist hier garantiert!

Durch ihre zwei  Erzählstränge in verschiedenen Zeitebenen wird die Spannung unerträglich, da sie immer in den nervenaufreibendsten Momenten wechselt. Die Beschreibung und die Szenen um die Morde sind echt gruselig, lassen einen aber trotzdem nicht los. Die Autorin spielt perfekt mit der Fantasie ihrer Leser. Beide Erzählstränge verbindet das Thema Alchemie  mit ihren uralten und geheimnisvollen Rezepten.

Wehe sie geraten in die falschen Hände!

Bis zum Schluss war man immer im Unklaren wer der Psycho wohl ist und wurde mit der Auflösung echt überrascht.  

Einen besonderen Reiz machte auch wieder die Geschichte um Bastian und Anna aus, die sich gegenseitig nach ihrer Liebe verzehren, obwohl sie 500 Jahre voneinander trennen. Die Magie in ihren Szenen lässt einen immer noch über dieses Rätsel nachdenken.

Catherine Shepherd konnte mich mit ihrem Buch wieder begeistern und hat mich in ein spannendes Lesefieber versetzt. Ich kann hier nur eine Leseempfehlung für jeden Thrillerfan aussprechen.

Verdient erhält „Tränentod“ von mir 5 Sterne

  (195)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

"krieg":w=5,"belgien":w=3,"jüdin":w=3,"ardennen":w=3,"2. weltkrieg":w=2,"juden":w=2,"nazis":w=2,"2.weltkrieg":w=2,"menschlichkeit":w=2,"liebe":w=1,"roman":w=1,"flucht":w=1,"verrat":w=1,"schuld":w=1,"nationalsozialismus":w=1

Heute leben wir

Emmanuelle Pirotte , Grete Osterwald
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972115
Genre: Romane

Rezension:

"Heute leben wir“ ist eine sehr berührende Geschichte über eine schicksalhafte Begegnung von zwei Menschen, die  in den Ardennen während dem nahenden Ende des  2. Weltkrieges aufeinander treffen. Matthias, ein SS-Offizier des Hitlerregimes und Saboteur unter Otto Skorzeny wird ausversehen, nur weil er in einem amerikanischen Fahrzeug unterwegs ist, die kleine  7-jährige Jüdin Renee  zum Schutz vor den Deutschen übergeben.  Sie wurde von einer belgischen Familie vor dem deutschen  Nazi Regime versteckt, da sie elternlos bei einer Razzia aus einem nahegelegenen Kinderheim fliehen konnte. Doch die befohlene Hinrichtung kann er aus unerklärbaren Gründen nicht ausführen und flieht mir ihr in eine einsame Waldhütte. Zwischen beiden herrscht eine undefinierbare Anziehungskraft,  die ein Schutzbedürfnis bei Matthias und ein Zugehörigkeitsgefühl bei Renee auslöst. Aus Angst vor seiner Verantwortung bringt er Renee auf einen nahegelegenen Hof zu den dort lebenden Menschen. Hier verbringen sie eine kurze gemeinsame Zeit,  in der sie viele bedrohliche Situationen erleben. Werden sich ihre Wege wieder trennen?

Emmanuelle Pirorette hat mich durch ihre bewegend erzählte Geschichte zweier charakterstarker Persönlichkeiten und ihrem eindringlichen und gefühlsbetonten Schreibstil einfangen können. In der Kulisse des 2. Weltkrieges  fühlt man alle seine grausamen Auswirkungen, ob es die Verfolgung und das Leid der Juden ist, die unter Druck stehenden  deutschen und alliierten Soldaten und die Ausbeutung und Belastung der Zivilbevölkerung.Ein großer Teil des Romans spielt sich in einem Keller des Bauernhofes von Jules Paquet ab. Er beherbergt dort aus Nächstenliebe aber auch aus Zwang viele Menschen. Konflikte sind vorprogrammiert.

Renee ist der stärkste und interessanteste Charakter im Buch. Mit ihren sieben Jahren schlägt sie sich sehr achtbar durchs Leben. Sie strahlt so viel Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Mut  und auch ein bisschen Kaltblütigkeit aus. Es ist traurig, wie schnell Kinder im Krieg erwachsen werden.

Matthias, der zweite Hauptcharakter, ist ein faszinierender Mensch. Er ist erschreckend kaltblütig, abgebrüht und rätselhaft.  Nur wenn Renee in seiner Nähe ist kann man seine menschlichen Gefühle spüren. Seine Zerrissenheit und der Wunsch nach seiner eigenen Freiheit kommen sehr gut rüber.

Was passiert mit beiden nach dem Krieg? Emmanuelle Pirotte hat einen überraschenden  und schönen Abschluss für ihr Buch gefunden.

Ich bin sehr froh, dass ich dieses interessante Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte. Es hat mich begeistert und mitgenommen. Ein Kleinod für jeden Leser, der bewegende Schicksale in historischer Kulisse liebt.

Verdient erhält „Wir leben noch“ von mir 5 Sterne.

  (174)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

die anderen, elfen, fitkio, flüstere, frauen, geheimtipp, georgia guiderstones, gravitation, hihland games, hirtenhunde, höhee sauerstoffkonzentration, höhle, hohlwelt, riesen, zwerge

Die Anderen und Johannes der V.

Tauchmaske , The wooky people
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei The wooky people, 13.07.2015
ISBN 9783200041981
Genre: Romane

Rezension:

Es war ein Erlebnis mit Johannes zusammen eine neue Welt und neue Lebewesen zu entdecken.

Ein unvergleichliches Buch, das dich zum Nachdenken bringt.

 Johannes Geschichte geht nach dem ersten Buch“ Ich Johannes der V“, in dem er auf der spannenden Suche nach seiner Vergangenheit war, abenteuerlich weiter.

Johannes ist ein Urgestein der Alpen, neugierig, schlagfertig, humorvoll und von den "Anderen" auserwählt worden, ihre Welt  zu entdecken, die ihn im ersten Moment sprachlos macht, zum Staunen bringt und  sein Leben überdenken lässt. Nicht ohne Grund haben sie sich ihn ausgesucht. Sie brauchen seine Hilfe. Warum nur?

Die „Anderen“  sind einzigartig und leben im Erdinneren in völliger Harmonie untereinander und mit der Natur. Eine vorbildliche Welt in der Freundschaft und  Respekt herrscht, keiner Neid und Gier kennt, die ohne Umwelteinflüsse auskommt und sehr fortschrittlich ist. Riesen, Zwerge,  Elfen und Ase leben dort  im Verborgenen.  Nur wenige Menschen wissen von diesem Geheimnis durch ausgesandte Wandler und Flüsterer.  Wie soll Johannes Hilfe aussehen nachdem er sieben Jahre lang bei ihnen gelebt hat. Er ist unsicher und ängstlich vor der Verantwortung und Aufgabe.

Der Autor "Tauchmaske" konnte mich mit seiner Fortsetzung von Johannes Geschichte direkt wieder begeistern.  „Die Anderen und Johannes der V“ ist ein faszinierendes Buch, das einen von der Idee und deren Umsetzung voll einfängt. Sein Schreibstil ist anspruchsvoll, ehrlich und mitreißend. Schon alleine beim Vorwort erwischt man sich, dass man zwischendurch bei den aufrüttelnden Worten nickt.  Es ist eine Geschichte, die gesellschaftskritisch erzählt wird und einen zum Nachdenken animiert. Definitiv ein Buch, das man nicht  nur einfach runter liest. Es birgt so viele Wahrheiten, Möglichkeiten und Weisheiten. Ich habe oft inne gehalten und mich gefragt, was kann ich verändern und bewegen.  Bewusster Leben, sich mehr für seine Mitmenschen interessieren und behilflich sein, die Natur genießen  und schützen und  ein gesundes Verhältnis zum Geld behalten. Wenn jeder einen kleinen Teil davon umsetzen würde, wäre es ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Es war eine tolle und spannende Reise mit Johannes und ich bin schon sehr neugierig auf die Fortsetzung von Johannes Geschichte und seiner bevorstehenden Aufgabe  im dritten Buch.

Der Autor hat mich mit seinem Buch voll überzeugt und  begeistert und ich kann hierfür nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.

Verdient erhält „Die Anderen und Johannes der V." von mir 5 Sterne.

  (123)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(245)

715 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

"pferde":w=21,"liebe":w=15,"familie":w=11,"frankreich":w=10,"jojo moyes":w=10,"england":w=7,"pferd":w=7,"scheidung":w=6,"großvater":w=6,"london":w=5,"reiten":w=5,"dressurreiten":w=5,"cadre noir":w=4,"roman":w=3,"leidenschaft":w=3

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Zitat S. 554:

„Das Schöne an jungen Menschen war, dass man ihre Hoffnung wieder neu entfachen konnte.

 ….das die Zukunft herrlich werden konnte und nicht eine gnadenlose Abfolge von Hindernissen  und Enttäuschungen.“

 

Sarah ist ein 14-jähriges junges Mädchen, das bei ihren Großeltern aufwächst, weil ihre eigene Mutter es nicht wollte. Mit ihrem Großpapa Henri verbindet sie schon ihr Leben lang die große Liebe zu Pferden und seit 5 Jahren zu ihrem eigenen talentierten Pferd Boo. Als ehemaliges Mitglied im Cadre Noir, der Eliteschule der hohen Reitkunst in Frankreich, führt er sie langsam und mit viel Ehrgeiz an diese Art des Reitens hin. Als er plötzlich einen Schlaganfall erleidet und dieser ins Krankenhaus muss steht sie ganz alleine da, weil ihre Großmutter schon vor Jahren gestorben ist.

Sie schlägt sich mehr schlecht als recht mit sehr wenig Geld durchs Leben, bis sie Natasha, einer Anwältin für Familienrecht, begegnet. Zusammen mit ihrem Ehemann Mac, deren Ehe seit geraumer Zeit auf der Kippe steht, kümmert sie sich um Sarah. Ein Abenteuer der besonderen Art und viele Herausforderungen erwartet sie.

Jojo Moyes hat in ihrem neuen Buch die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren und deren gemeinsame Liebe und Treue als Thema gewählt.  Ein Roman, der geprägt wird von Liebe, Traurigkeit, Verlustängsten, Enttäuschung  und Hoffnung.

In zwei verschieden Erzählsträngen  schafft sie eine abwechslungsreiche und schnell zu lesende Geschichte. Richtig packen konnte mich Jojo Moyes jedoch erst mit dem letzten Drittel des Romans, der ab da wieder hervorragend war .

Bei  Sarah und ihrem Großvater geht es um die Leidenschaft zu ihrem Pferd Boo und ihrer täglichen Arbeit mit ihm, die beiden sehr viel Disziplin abverlangt.  Was passiert, wie im richtigen Leben auch, wenn auf einmal ein geliebter Mensch einem nicht mehr zur Seite steht? Viele Sorgen und Ängste tun sich hier auf.

Der Erzählstrang von Natasha und Mac wird durch ihre zerrüttete Ehe bestimmt und von dem Zwang, ihre beruflichen Karrieren voranzutreiben.  Leider wirkt sich das auf ihr Privatleben aus und es liegen viele Missverständnisse und Unausgesprochenes zwischen ihnen. Kann die Aufgabe, sich um Sarah zu kümmern, hier vielleicht Brücken schlagen? Gemeinsame Verantwortung  kann ganz schön anstrengend sein!

 Jojo Moyes hat mich mit ihrem Roman „ Im Schatten das Licht“ gut unterhalten, konnte mich aber nicht von Anfang an emotional mitnehmen und begeistern.  

Ich vergebe für „Im Schatten das Licht“ verdiente 4 Sterne.

  (98)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

cork, dublin, famile, familiengeheimnis, geheimnis, irland, lebensretter, liebe, luis meyer, miller, misshandlung, neuanfang, pianist, reise, trauer

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman, der mich zu Tränen rührte und gleichzeitig vor Spannung den Atem anhalten ließ!

Lesesucht ist hier garantiert!

 Carrie hat durch einen tragischen Flugzeugabsturz ihre  geliebten  Eltern  verloren und ist nie über ihren Tod hinweg gekommen. Seit 5 Jahren führt sie ein Dasein, das nur von Lebens- und Verlustängsten und wenig Lebensfreude bestimmt wird. Bis plötzlich auf einmal  Mark in ihr Leben tritt und sie im Sturm erobert. Eine wunderschöne Liebe beginnt, doch Carrie beendet diese aus Selbstzweifeln.

Als kurz danach Maria, die Ehefrau eines sehr berühmten Schweizer  Pianisten, mit ihr Kontakt aufnimmt, beginnt sich ihr Leben unversehens zu wandeln. Sie lädt Carrie ein,  sie in der Schweiz zu besuchen und ihrem sterbenskranken Ehemann noch einen letzten Wunsch zu erfüllen. Er würde sie gerne kennenlernen, weil  ihre Mutter ihm vor vielen Jahren das Leben gerettet hat und sie gemeinsame glückliche Momente erleben durften. Aus Neugierde willigt sie ein und ist fasziniert von seiner  lebensbejahenden und mitreißenden Einstellung und  Carrie kann sich seit langer Zeit wieder befreiter fühlen.  

Durch ihn stößt sie auf ein Geheimnis, das ihre Eltern mit ins Grab genommen haben und sie versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Eine spannende Reise  in die Vergangenheit beginnt und  löst eine gefährliche Bedrohung für sie aus.

„Das Geheimnis jener Tage“ entführt uns in die wunderschöne Kulisse der irischen Küstenlandschaft um Cork und nach Dublin. Schon beim Start ins Buch fühlt man die stimmungsvolle und bildhafte Atmosphäre am Meer.

Die Autorin hat einen so wundervollen Schreibstil,  der voller Feingefühl und Emotionen steckt. Sie brilliert mit kleinen wunderschönen Details, die einem immer wieder das Herz öffnen, oder vor Spannung klopfen lässt.  Durch ihre sehr faszinierenden und liebevoll erschaffenen Charaktere wirkt alles so lebendig und man liebt, trauert, hasst und hegt Hoffnung mit ihnen.

 In zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählsträngen  der Gegenwart und der Vergangenheit baut sie eine unvergleichliche  Atmosphäre auf und der jeweilige Wechsel erfolgt immer in den spannendsten Momenten. Man kann das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen!

Durch Carries Suche nach dem Geheimnis im Nachlass ihrer Eltern, reisen wir in die Vergangenheit  von Sylvie und John und deren Freunde. Bewegende und bedrückende Geschichten tun sich hier auf.

Hatte ihre Mutter wirklich einen  Seitensprung mit Luis, dem Schweizer Musiker und warum will auf einmal ihr Nachlassverwalter mit ihr Kontakt aufnehmen?  Wer beobachtet und stalkt Carrie und hat ihre immer noch bestehende Liebe zu Mark eine Chance? 

 

„ Das Geheimnis jener Zeit“ hat mich sehr berührt und ich bin dankbar, dass ich dieses wundervolle Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte. Hierfür kann man wirklich nur eine unbedingte Leseempfehlung  aussprechen!

 Für diesen grandiosen Roman sind 5 Sterne eigentlich noch zu wenig!

 

  (85)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

"krimi":w=1,"berlin":w=1,"gesellschaftskritik":w=1,"russenmafia":w=1,"drogenszene":w=1,"sportwetten":w=1,"alleingänge":w=1,"keine chance":w=1,"seite gewechselt":w=1,"erpressung durch polizeivizepräsident":w=1,"töchtechen aus reichem haus":w=1,"ungerechter lehrer":w=1

Die dunklen Lichter der Stadt

Stefan Holtkötter
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Edition M, 29.11.2016
ISBN 9781503941946
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schauplatz Berlin, mysteriöse Morde, tolles Ermittlerteam und ein unvorhersehbares Ende. Ein Buch, dass ich nicht mehr  aus der Hand legen konnte!

Stefan Holtkötter hat mich mit seinem Buch direkt ins Lesefieber versetzt. Sein Schauplatz ist Berlin   mit allen seinen Klichees. Während seiner Geschichte  gewährt er uns Einblicke in die Welt  der ärmeren und  benachteiligten  aber auch der reichen Einwohner. Seine Hauptprotagonisten Sven Maalouf und Rosa Bertram verkörpern diese Schichten perfekt. In ihrem ersten gemeinsamen Ermittlungsfall müssen sie einem Mörder auf die Schliche kommen, der als Kapuzenmann daherkommt. Er zeichnet seine Opfer und Tatorte. Was steckt  wohl dahinter?  Ein wirklich spannender Krimi, bei dem der Autor die Leser immer wieder in die Irre führt!

Stefan Holtkötter hat einen spannenden und leicht zu lesenden Schreibstil. Mit Raffinesse schafft er es, sich direkt mit seinen  Darstellern anzufreunden und zusammen mit ihnen in die Story einzutauchen.

Sven Maalouf hat sich aus seiner schwierigen Vergangenheit zum  Kriminalkommissar der Mordkommission hochgearbeitet. Er ist ein rechtschaffender, hilfsbereiter,  ehrgeiziger und liebenswerter Charakter.  Nicht  ganz uneigennützig geschah seine Ernennung durch den stellvertretenden Polizeipräsidenten. Sven wurde von ihm als“ Spielfigur aufs Feld“  gesetzt um seine Interessen durchzubringen. Er verlangt von ihm, seine Kollegin Rosa Bertram zu bespitzeln und ihm  Bericht zu erstatten. Die ganze Zeit fiebert man mit ihm mit. Kann er den Druck aushalten und findet er einen Weg  aus dieser Erpressung!

Rosa Bertram ist das Töchterchen aus reichem Haus, die nicht in die Fußstapfen des Familienimperiums einsteigen will, sondern ihre Berufung in der Polizeiarbeit findet. Sie ist frech, erfrischend, draufgängerisch, hat einen guten Instinkt und arbeitet nicht immer mit legalen Mitteln. Eine tolle Kombination aus hübschem Modell und taffer Polizistin.

Beide zusammen sind ein erfrischendes Ermittlerteam!

Eine spannende Jagd mit interessanten Nebendarstellern und gut beschriebenen Schauplätzen in Berlin beginnt.

 Mit „Die dunklen Lichter der Stadt“ hat mich Stefan Holtkötter voll überzeugt und begeistert.

Für mich war es das erste und bestimmt nicht das letzte Buch des Autors.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir noch mehr Fälle von diesem Ermittlerteam lesen dürften!

 

Ich vergebe verdiente 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Krimi!

  (61)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

"guatemala":w=3,"liebe":w=2,"familie":w=2,"kaffee":w=2,"bremen":w=2,"maya":w=2,"vergangenheit":w=1,"historisch":w=1,"beziehung":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"glaube":w=1,"kultur":w=1,"teenager":w=1,"neuanfang":w=1,"scheidung":w=1

Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman

Christiane Lind
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 01.12.2016
ISBN B01MRLM8B2
Genre: Romane

Rezension:

Ein wunderschönes Buch über Familiengeheimnisse, Liebesgeschichten und eine spannende Reise zu den Mayas ins Land des ewigen Frühlings.

Auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie entdeckt Isabell  alte Tagebücher und Reiseberichte ihrer Ururgroßmutter Elise, die mit ihren Eltern 1902 unfreiwillig auf eine Expedition zu den Mayas aufbrechen musste.  Durch Zufall stößt sie auf ein Geheimnis, welches sie zu Fabian Seler führt, der Erbe einer Kaffeerösterei  in Bremen ist.  Was verbindet Elise mit seiner Ururgroßmutter Margarete, die ebenfalls zur gleichen Zeit auf dem Rückweg nach Guatemala zur Kaffeeplantage ihres Vaters war. Für beide beginnt eine spannende und bewegende Reise in die Vergangenheit ihrer Ahnen, die sie näher zueinander bringt und Hoffnungen weckt.

 Christiane Lind hat einen tollen, bildhaften und einfühlsamen Schreibstil der einen direkt einfängt und in die Geschichten ihrer liebevoll erschaffenen Protagonisten eintauchen lässt. In zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählsträngen in der Vergangenheit und Gegenwart dürfen wir zusammen mit ihnen ihre Gefühle, Ängste, Abenteuer und Erwartungen erleben.

Isabell ist eine enttäuschte junge Frau, die nach der unfreiwilligen Trennung von ihrem Ehemann einen neuen Weg in ihre Zukunft sucht.

Durch Zufall oder Fügung lernt sie während ihrer Auszeit bei ihrer Tante Fabian kennen. Ein attraktiver Mann, der bei ihren gemeinsamen Recherchen ihr Herz höher schlagen lässt.

 Durch sie erfahren wir mehr über die spannenden Lebensgeschichten von Elise und Margarete, zwei  jungen Frauen, die besondere Erlebnisse zusammengebracht und stark verbunden haben. Beide haben zur damaligen Zeit schon eine sehr moderne und emanzipierte Einstellung zu ihrem Leben.

Margarete ist eine selbstbewusste Frau, die sich nach ihrer Rückkehr der Erwartung ihres Vaters stellen muss, die heruntergekommene Familienplantage durch eine Geldheirat zu retten und auf ihrer heimlichen Liebe zu Juan, einem Nachfahren der Mayas, zu verzichten.

Elise mausert sich von einer angstvollen und scheuen Frau zu einer starken Persönlichkeit und einem tollen Charakter im Buch. Sie ist weitsichtig, intelligent und  respektiert die Kultur und den Erhalt der Schätze der einheimischen Bevölkerung  und beeindruckt letztendlich auch ihre Eltern mit ihrer Einstellung.

Interessante Nebencharaktere bereichern ihre Geschichte  und machen das Buch zu einem sehr gelungenen Leseerlebnis.

Christiane Lind hat mir mit „ Im Land des ewigen Frühlings“ wundervolle Lesemomente geschenkt und ich kann hier nur eine unbedingte Leseempfehlung für jeden Fan von historischen Familiengeschichten aussprechen.

 Verdient erhält das Buch von mir 5 Sterne.

  (78)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

162 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 55 Rezensionen

"thriller":w=8,"entführung":w=4,"gedächtnisverlust":w=4,"london":w=3,"amnesie":w=3,"inselbegabung":w=3,"janet clark":w=3,"familie":w=2,"mord":w=2,"italien":w=2,"forschung":w=2,"genmanipulation":w=2,"indonesien":w=2,"black memory":w=2,"liebe":w=1

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Black Memory“ ist ein faszinierender und super spannender Thriller. Ich habe noch nie so oft meine Liste der Verdächtigen geändert wie in diesem Buch!

Alles beginnt damit, dass Clare Brent verletzt auf einem Boot im Meer  erwacht und nicht weiß, wo sie ist und wer sie ist. Kurz nach ihrer Rettung landet sie in einem indonesischen Gefängnis wegen dem Verdacht der Kindesentführung. Eine Horrorvorstellung für sie! Warum hat sie auf einmal Helfer die sie mit einem gefälschten Pass unversehens und heimlich aus dem Land zurück nach London schaffen? Hier beginnt ihre verzweifelte Suche nach ihrer Identität, dem verschwundenen Kind  und der Frage, ob sie den Leuten trauen kann, die ihr helfen wollen! Was steckt für ein Geheimnis hinter allem?

Janet Clark hat  einen sehr spannenden, eindringlichen und fesselnden  Schreibstil. Sie spielt perfekt mit den Fragen, Vermutungen und Empfindungen der Leser.  Ein Verwirrspiel von vorne bis hinten und Herzklopfen pur! Durch den Erzählstil in der Ich-Form von Clare schafft die Autorin eine unerträglich spannende  Atmosphäre.  Automatisch schlüpft man in die Rolle von Clare und ist zusammen mit ihr verunsichert, ängstlich, wütend  und  misstrauisch gegenüber allem und jedem. Eine Horrorvorstellung, wenn du nur noch eine Hülle ohne Erinnerungen bist.  Die ganze Zeit ist sie auf der Suche nach ihrer Identität und begegnet dabei skrupellosen Menschen, die nur ihre wirtschaftlichen und wissenschaftlichen  Vorteile suchen.  Sie wird manipuliert und ausgenutzt. Wenn du denkst, das Schlimmste ist jetzt überstanden  wirst du eines besseren belehrt. Ein Buch, dem du dich nicht entziehen kannst und willst!

„ Black Memory“ war für mich ein Lesehighlight dieses Jahr und erhält einen Platz in meiner Bestsellerliste. Ich war im Lesefieber und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit Janet Clark habe ich für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich unbedingt noch weitere Bücher lesen möchte.

Verdient bekommt das Buch von mir 5 wundervolle Sterne.

 

  (45)
Tags:  
 
32 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.