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418 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 211 Rezensionen

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Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für Lo Blacklock hätte es nicht besser kommen können. Sie hat das Glück und darf an Stelle ihrer Kollegin Rowan an der Jungfernfahrt der Aurora Borealis als Journalistin für ein Reisemagazin von Velocity teilnehmen. Doch schon in ihrer ersten Nacht macht sie eine verhängnisvolle Beobachtung, als ein Schrei sie aus dem Schlaf reißt. Im letzten Moment kann sie von ihrem Balkon aus noch eine Frau in den Tiefen des Wassers versinken sehen und entdeckt Blutspuren an der Glaswand des Geländers der Nachbarkabine. Sofort  setzt sie alle Hebel in Bewegung und tätigt einen Notruf. Doch keiner will ihr Glauben schenken. Die vermeintliche Zimmernachbarin, die sie vor ein paar Stunden noch kennengelernt hat, existiert anscheinend nicht und Lo trifft auf taube Ohren und unwilliges Bordpersonal, die ihre Urteilskraft in Frage stellen. Kann sie sich jetzt noch sicher fühlen?


„Woman in Cabin 10“ ist ein psychologisch gut aufgebauter Thriller,  der einen schon beim Start durch einen unheilvollen Traum und einen Einbruch bei Lo Blacklock die Luft anhalten lässt. Direkt kommt Spannung auf und die in der Ich-Form erzählte Geschichte zieht einen ins Geschehen hinein. Es herrscht eine düstere Atmosphäre, die auch das Luxusambiente des Kreuzfahrtschiffes nicht verdrängen kann.  Hier herrscht so viel Oberflächlichkeit und Eitelkeit und die teilnehmenden Journalisten buhlen um die vielversprechendsten Kontakte. Die ganze Geschichte wird aus Sicht von Lo erzählt und man erlebt sie durch ihre unheilvollen Gedanken und Ängste. Manchmal waren mir diese Panikattacken, die einen wichtigen Teil im Geschehen ausmachen, etwas zu viel des Guten und ich hätte mir etwas mehr Augenmerk auf die Nebencharaktere gewünscht. Sie erfüllten das  Klischee der Reichen und Schönen mit ihrer Gier nach Beachtung und Ansehen, blieben aber zum großen Teil eher nichtssagend. Man ist vielmehr mit Lo beschäftigt, um die eine unterschwellige Gefahr und Ungewissheit gebaut wurde und einen von der Suche nach dem Mörder ablenkte. Richtig Fahrt nimmt das Geschehen dann aber zum Ende der Geschichte hinauf. Unvermutete Protagonisten tauchen auf und die Ereignisse überschlagen sich. Die Puzzleteile werden zusammengefügt, man wird überrascht durch die Entwicklung und fiebert zum Schluss richtig auf einen hoffentlich guten Ausgang hin.


Mein Fazit:


Ruth Ware hat einen spannenden Thriller erschaffen, der mich durch einen raffinierteren  Mittelteil noch mehr hätte überzeugen können. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt  und vergebe 4 verdiente Sterne.

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

2. weltkrieg, auschwitz, diana-verlag, drittes reich, flucht, ghetto, holocaust, juden, judenverfolgung, konzentrationslager, liebe, prag, theresienstadt, trennung, zweiter weltkrieg

Abschied in Prag

Alyson Richman , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359598
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein Blick genügt und du weißt, dass du mit diesem Menschen dein Leben verbringen willst.  Lenka und Josef hatten diesen magischen Augenblick als sie sich 1936 in Prag im Hause der Kohns begegneten. Doch ihr Glück ist nicht von langer Dauer. Die Gefahr für jüdische Menschen wird immer größer als der Einmarsch der deutschen Besatzer bevorsteht. Josef flieht auf Lenkas Wunsch mit seiner Familie kurz nach ihrer Hochzeit  nach New York und sie bringt es nicht übers Herz ihre Eltern und ihre Schwester zu verlassen. Sie schaffen es nicht mehr ihnen nachzufolgen und  die Macht des Nationalsozialismus schlägt zu. Unausweichlich landen sie  im Konzentrationslager.  Lenka überlebt mit viel Glück und baut sich nach dem Krieg in Amerika ein neues Leben auf. Doch ihre erste Liebe lässt sie niemals los und wie durch ein Wunder begegnen sie sich nach 60 Jahren bei einer Hochzeitsvorbereitung  wieder.

 

„Abschied in Prag“ ist ein sehr emotionales, eindringliches, bedrückendes und außergewöhnliches Buch über eine nie vergessene große Liebe, die geprägt wird durch die Schrecken des 2. Weltkrieges. Sehr warmherzig, bildlich und poesievoll erzählt die Autorin mit einem wunderschönen Sprachgebrauch die Liebesgeschichte von Josef und Lenka und ebenso schonungslos und authentisch den unvorstellbar grausamen Umgang mit der jüdischen Bevölkerung zur damaligen Zeit. Das Buch kommt einem wie ein Gemälde vor, bei dem man durch einen Bilderrahmen einen Blick in eine unvergessliche Zeit wirft und eine bewegende und erschreckende Szenerie darstellt. Man fühlt die Verbundenheit der Autorin zur Malerei. Gefühle werden mit Farben und Bildern unvergleichlich schön  und traurig dargestellt und es liegt ganz viel Melancholie in der Luft.  

 

Wunderschön und sehnsuchtsvoll kommen Josef und Lenka zusammen rüber und die Trennung und ihre weiteren tragischen Lebensgeschichten  nehmen einen emotional sehr mit. Ihre sich abwechselnden Erzählungen in der Ich-Form ziehen einen ganz tief in ihr Leben hinein und man erlebt ihre Freude, ihre Ängste, ihre Machtlosigkeit und ihr tiefes Leid hautnah mit. Bei Josefs Flucht nach Amerika denkt man an all die vielen Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben Familie und Freunde zurückgelassen haben und fühlt ihre Qualen und Gedanken, ob jemand von ihnen überlebt hat.  Noch tragischer erlebt man mit Lenka und ihrer Familie die Grauen der Zwangsverlagerung und Deportierung in ein Konzentrationslager und den dortigen Überlebenskampf. Mit unserem heutigen Wissen kommen einem diese Szenarien und Horrorvisionen noch barbarischer und unfassbarer vor und man wird still, demütig und froh, dass man im Jetzt leben darf. Es liegt so viel Angst der Menschen beim Lesen in der Luft.  Durch Lenkas Gedanken weiß man, dass diese Erinnerungen einen nie mehr loslassen und tief im Herzen vergraben sind.

Das Wunder des Wiedersehens rührt einen zu Tränen und  man ist von der Macht der Liebe sehr ergriffen.

 

Mein Fazit:

 

„Abschied in Prag“ ist ein sehr geschichtsträchtiger und bewegender Roman, der mich gefesselt, begeistert und mitgenommen hat. Wie in der Anmerkung von der Autorin geschildert, hat sie bei ihrer Recherche  wirkliche Schicksale und Erzählungen mit eingewoben und dadurch  das Buch noch ausdrucksstarker und nachvollziehbarer gemacht.

 

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!

 

 

  (200)
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171 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

1936, 2. weltkrieg, cafe strandperle, deutschland, drittes reich, dt autor, famili, familie, familiengeheimnis, familiengeheimnisse, hamburg, kaffee, kaffeedynastie, liebe, zweiter weltkrieg

Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:

Sorgenfrei, unbeschwert  und heimlich verliebt genießt Sophie ihr junges Leben als Tochter des Kaffeeunternehmers Friedrich Terhovens. Doch gerade diese Liebe stellt sie vor so manches Hindernis. Der Standesdünkel ihrer Familie im Jahre 1936 lässt eine Beziehung zu Hannes Kröger, dem Sohn ihrer Köchin, nicht zu und ihre Treffen finden im Verborgenen statt. Ihr Lieblingsort ist das Gewächshaus ihrer Mutter, in dem es verschwenderisch nach  Oleandersträuchern duftet und ihnen ein Versteck und eine einzigartige Atmosphäre bietet. Als ihre Liebe jedoch entdeckt wird gerät alles aus den Fugen, lang verschwiegene Geheimnisse kommen ans Tageslicht und lösen schicksalshafte Entscheidungen aus.

 

Unvergleichlich schön, berührend und voller Emotionen entführt uns Teresa Simon mit ihrem Buch in die Kulisse nach Hamburg ins Jahr 1936. Schon alleine ihr Prolog, in dem ein sehr bewegender und leidvoller Brief geschrieben wird, fängt einen sofort ein.  Ihr Schreibstil, der so voller Lebendigkeit, Gefühlen und Spannung steckt, löste wahre Begeisterung in mir aus. Man verfällt regelrecht in einen Leserausch, blendet alle Nebensächlichkeiten aus  und taucht voller Erwartung und Spannung immer tiefer in die schicksalhafte Geschichte ein. Durch ihre sehr authentischen und liebevoll  beschriebenen Charaktere schlüpft man automatisch in ihre Rollen hinein und erlebt unvergleichlich schöne aber auch grausame und herzerreißende Momente. Die Charaktere werden zu Freunden und man teilt mit ihnen alle Geheimnisse und Gefühle. Ja, man lebt hier wirklich die Geschichte hautnah mit!

 

 Auch die geschichtlichen Einbindungen wurden hier sehr gekonnt mit eingebaut. Sie sind eindringlich und bedrückend aber stehen nicht im Vordergrund und lassen der Familiengeschichte den Raum, die den Leser so fasziniert.

 

Durch zwei sich abwechselnde Erzählstränge in der Vergangenheit und Gegenwart fiebert man immer auf den Jeweiligen hin. Für mich war das gemeinsame Lesen mit Johanna und Jule in den Tagebucheinträgen von Sophie der stärkste Erzählpart der Geschichte. Hier wurde herzerfrischend, leidenschaftlich und sorgenvoll  ein ganzes Leben als Erinnerung für die Nachwelt festgehalten. Man spürt Sophies Gefühlswelt die voller Liebe, Sehnsucht, Enttäuschung, Verzweiflung,  Fassungslosigkeit und Hass steckt.  Das Buch lebt durch Sophie, die hier einen wirklich sehr besonderen Charakter verkörpert. Sie ist mutig, leidenschaftlich und gibt nie die Hoffnung auf.

 

Immer wieder findet man sich zwischendrin im zweiten Erzählstrang in der Gegenwart wieder und hat auch hier die Charaktere voll in sein Herz geschlossen. Jule, die junge Frau ohne Plan in ihrem Leben, deren neuestes Projekt ein  gutgehendes Café  ist und hier für andere Menschen  Geschichten über ihr Leben schreibt und Johanna eine rüstige alte Dame, die nach ihrer Berufswelt  auf der Suche nach einem neuen Sinn und neuer Lebensfreude für ihr weiteres Leben ist. Die beiden werden zu Freundinnen und sie verbindet eine  tiefgehende Seelenverwandtschaft.   

 

Wunderschön werden hier  die Schicksale der Vergangenheit und Gegenwart langsam zusammengeschmolzen und man ist ergriffen und zu Tränen gerührt aber auch glücklich über so manche Wendung, die einem das Herz öffnet.

 

Mein Fazit:

 

Teresa Simon hat mir mit „Die Oleanderfrauen“ ein unvergleichliches Lesevergnügen bereitet. Was gibt es Schöneres als vollkommen von einem Buch begeistert und gefangen zu sein.

Für diesen außergewöhnlichen historischen Roman hätte ich gerne noch mehr wie 5 Sterne vergeben!       

 

  (186)
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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

Der Prinz aus dem Paradies

Hera Lind
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.11.2017
ISBN 9783453359277
Genre: Liebesromane

Rezension:



Nie im Leben hätte Rosemarie Sommer damit gerechnet, dass
sie auf einer Reise nach Sri Lanka, die sie von ihrem Sohn geschenkt bekommen hat, ihre große Liebe Kasun kennenlernt. Schon an ihrem ersten Abend werden zaghafte Blicke ausgetauscht und eine  magische Anziehungskraft herrscht zwischen beiden. Als gestandene Frau in den Vierzigern verliebt sie sich Hals über Kopf in einen weitaus jüngeren Singhalesen, der ihr den Zauber seines Landes aber auch seine Schattenseiten vorführt. Rosemarie
wirft alle Bedenken über Bord, heiratet ihren Prinzen und nimmt ihn mit nach Deutschland, wo sie sich eine gemeinsame glückliche Zukunft aufbauen wollen. Aus Liebe und Verantwortung unterstützt sie sehr großherzig auch seine verarmte Familie in dem weit entfernten Land und ist verzweifelt, als Kasun urplötzlich
wieder aus ihrem Leben verschwindet. Warum hat er ihr dies angetan? Sie setzt alle Hebel in Bewegung um die Gründe zu erfahren.


Die Erlebnisse von Rosemarie Sommer beruhen auf einer wahrenGeschichte und werden von Hera Lind sehr feinfühlig und mit viel Herz in einem wirklich lesenswerten Buch erzählt. Schon alleine der Titel des Romans wurde sehr liebevoll  ausgewählt und passt perfekt zu all den Gefühlen, die der Leser zusammen mit Rosemarie in der, in der Ich-Form geschriebenen Erzählung, erlebt. Über Allem steht das Wunder der Liebe, die unvorhergesehen gekommen und einzigartig erfüllend  ist, aber sie auch in eine tiefe Verzweiflung  führt. Nicht immer kann man Rosemaries Entscheidungen nachvollziehen und als realistisch denkender Mensch schüttelt man manchmal den Kopf vor so viel Unvernunft und Naivität und hätte sie sehr gerne in einigen Situationen zurückgehalten. Doch wiederum ist man von ihrem großen Herzen, ihrem Glauben an das Gute im Menschen und ihrem  unerschütterlichem Vertrauen fasziniert. Für sie waren es die richtigen Entscheidungen in ihrem Leben, die sie nie wieder hergeben will. Es ist kein Buch, das Frauen ermahnen soll vorsichtig und überlegt zu sein, sondern ein dankbarer Rückblick von Rosemarie, diese einzigartige und ihr Leben verändernde Liebe erlebt zu haben.


Mein Fazit:

Hera Lind  und  Rosemarie Sommer haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden geschenkt und mir einen nicht vermuteten Blickwinkel auf eine sehr interessante wahre Geschichte aufgezeigt. Dies wurde durch das Nachwort der Protagonistin und von Hera Lind noch unterstrichen.

Verdient vergebe ich 4 Sterne.

  (185)
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98 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Der Nebelmann

Donato Carrisi , Karin Diemerling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 04.08.2017
ISBN 9783855350162
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein beschauliches Dorf  in den italienischen Alpen wird zu einem Ort des Schreckens. Anna Lou, ein vermisstes 16-jähriges Mädchen und der  bekannter Sonderermittler Vogel  geben allen Rätsel auf.  Blutüberströmt und in einem verwirrten Zustand bringt ihn die Polizei ins Krankenhaus von Achevot. Hier versucht der Psychiater Flores Vogels  Erinnerungen  auf die Sprünge zu helfen. Hängt vielleicht alles mit seiner Ermittlungsarbeit um die vermisste Anna Lou  zusammen, die immer noch nicht gefunden werden konnte?  Im Ort kommen Erinnerungen wieder hoch die fast vergessen  waren. Vor 30 Jahren sind hier schon einmal  Kinder  verschwunden und die Legende von einem Nebelmann kam auf.

Donato Carrisi hat einen sehr düsteren und atmosphärischen Thriller erschaffen. Sein Schreibstil ist leicht zu lesen und der Aufbau der Story beginnt ruhig und wirft am Anfang viele Fragen auf. Durch chronologische Rückblenden vor und nach dem Geschehen und kurzen Erzählungen in der Gegenwart, rollt er mit den Erinnerungen von dem Sonderermittler Vogel einen fesselnden Verlauf und ein furioses und sehr überraschendes Ende auf. Raffiniert spielt der Autor mit dem Leser und schiebt ihre Fantasie und Wahrnehmungen schachfigurmäßig hin und her. Kein Wunder, das er dies so gekonnt umsetzen kann, wenn man liest, dass er Kriminologe und Verhaltensforscher ist. Die Story triggert und lässt einen nicht mehr los.

Seine Charaktere im Buch sind allesamt wenig oder gar nicht sympathisch, passen aber perfekt ins Geschehen und machen den Reiz der Geschichte aus.

Ich habe Vogel verachtet, Martini  bemitleidet  und die Medien verflucht.

In diesem Buch wird aufgezeigt, wie schnell Menschen durch den Einfluss der Presse  und einzelner Leute  dazu bereit sind andere vorschnell zu verurteilen und selber Lynchjustiz auszuüben. Sehr gut  kommt hier auch das Geltungsbedürfnis und die Gier nach Reichtum rüber, für die manche sogar bereit sind ihre Seele verkaufen.  

Donato Carrisi hat mich  mit seinem Thriller begeistert. Mit jeder gelesenen Seite wuchs meine Anzahl der Sterne. „Der Nebelmann“ ist ein sehr eindringliches und faszinierendes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.

Verdient vergebe ich 5 Sterne.

  (207)
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139 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

18. jahrhundert, america, amerika, amerikanische revolution, amerikanischer unabhängigkeitskrieg, auswandern, freiheit, historischer roman, krieg, liebe, mennoniten, sklaven, sklaverei, unabhängigkeitskrieg, wiedertäufer

Die Küste der Freiheit

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404167357
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kann Glaube, Liebe und Hoffnung  zu einem guten Ende führen?

Anna ist eine hilfsbereite und selbstlose junge Frau, die zusammen mit ihrem liebevollen Vater in einer streng religiösen Gemeinschaft der Mennoniten lebt. Von ihrer  verstorbenen Mutter hat sie das Wissen erworben, wie sie  Menschen medizinisch helfen kann. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr nach einem Krankenbesuch auf dem Heimweg aufgelauert wird und ihr in letzter Sekunde der Sekondeleutnant Lorenz von Tannau noch Hilfe leisten kann. Zwischen beiden herrscht direkt eine magische Anziehungskraft, die sich noch weiter verstärkt, als Anna Lorenz nach einem Überfall, bei dem er lebensgefährliche Verletzungen erleidet, mit Müh und Not sein Leben retten kann. Doch Missverständnisse stehen ihnen im Weg. Lorenz zieht mit seiner Einheit auf nach Amerika in den Unabhängigkeitskrieg. Verzweiflung, Sehnsucht und der Ausschluss aus ihrer Gemeinschaft führen dazu, dass Anna sich auch auf den beschwerlichen Weg in das ferne Land macht. Doch schreckliche persönliche Erlebnisse und die Kriegswirren lassen sie nicht mehr auf eine  glückliche Zukunft und ein Wiedersehen mit Lorenz hoffen. Was hat das Schicksal und Gott noch für beide vorgesehen?

Maria W. Peter hat einen wundervollen historischen Roman erschaffen, der durch ihren brillanten Schreibstil, der einfühlsam, berührend, bildhaft  und spannend ist, glänzt. Ihre wunderschöne tragische und herzerwärmende Liebesgeschichte um Anna und Lorenz hat sie überaus spannend mit der Geschichte von Amerika zu Zeiten des Unabhängigkeitskrieges  verknüpft. Man spürt vollkommen die Atmosphäre des 18. Jahrhunderts in der die Sklaverei, der Menschenhandel und die Welt der Reichen vorherrschte. Doch auch die Hoffnung der vielen Menschen, die aus fernen Ländern hier ihr Glück und ihre Freiheit suchten, wurde sehr eindringlich und authentisch beschrieben. Man merkt, dass die Autorin sich während ihres Studiums  mit der amerikanischen Geschichte auseinandergesetzt hat und dies in ihrem Roman durch wahre Geschehnisse, Fakten und Handlungsorte, sehr interessant eingeflochten hat.   

Mit Anna und Lorenz hat sie zwei wundervolle und sympathische Charaktere erschaffen mit denen man mitgelitten, mitgefiebert und gehofft hat. Ihre Liebesgeschichte wurde behutsam und sehr liebevoll aufgebaut und bekam seine Dramatik und Spannung durch polarisierende Menschen, die sich ihnen in den Weg gestellt haben, aber auch sehr hilfsbereiten Freunden, die ihnen zu einer besseren Zukunft verholfen haben.  Herzklopfen, Entsetzen  und Rührung sind hier garantiert.

In ihrem Epilog hat sie einen sehr schönen Abschluss für die Schicksale und Lebensgeschichten der Menschen gefunden, die man im Laufe des Buches in sein Herz geschlossen hat.

Mit ihrem Nachwort und natürlich auch mit ihrem ganzen Buch hat sie aufgezeigt, wieviel Herzblut, Liebe und Zeit in diesem Meisterwerk steckt. Die liebevolle Aufmachung  mit einem wunderschönen Cover, Karten der Handlungsorte und einem Glossar hat dies auch noch unterstrichen.

Maria M. Peter hat mich mit „Die Küste der Freiheit“ vollkommen begeistert und mir wunderschöne Lesemomente geschenkt. Das Buch ist ein „Leseschatz“ für den ich eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche.

Ich bin sehr froh und glücklich, dass ich diesen Roman während einer Leserunde kennenlernen durfte und habe dabei eine sehr liebenswerte Autorin kennengelernt, die uns unermüdlich und überaus herzlich während der Leserunde begleitet hat. Weitere Bücher von ihr sind ein Lesemuß!

Für dieses wunderschöne Buch vergebe ich verdiente 5 Sterne.

  (186)
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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

deutsch, deutscher, falsche hau, falsche haut, frankreich, kriminalroman, leon sach, leon sachs, roman, schwei, thriller, verlag: emons

Falsche Haut

Leon Sachs
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.03.2016
ISBN 9783954517732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was für ein Thrillerdebüt!!!

Ich liebe es, wenn alles so unheimlich spannend langsam ineinander übergreift und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte!

Der plötzliche Tod von Regis Villeneuve setzt seine Familie nach der Entdeckung von einem, an ihn adressierten und von ihm versteckten Erpresserbrief in helle Aufregung.  Ihm wird mit der Ermordung seiner Tochter Natalie gedroht, wenn er weiter nach geheimen Unterlagen und zurückliegenden Ereignissen forscht. Als auch noch sein Testament und ein persönlicher Brief von ihm verschwinden, macht sich Natalie zusammen mit ihrem Jugendfreund, dem Geschichtsprofessor Alex Kaufmann, auf die Suche nach der Wahrheit. Beide bringen sich in außerordentliche Gefahr, als sie sich mit einer geheimen Organisation, die sich Wächter nennen, anlegen und ihnen in die Quere kommen. Unendliche Abgründe tun sich auf und offenbaren Unglaubliches!

Leon Sachs hatte mich schon mit dem leidvollen und bedrückenden Prolog eingefangen. Sein Schreibstil ist brillant! Er erzeugt atemberaubende Spannung durch seine raffinierte Wortwahl und den chronologischen Aufbau der Story. Seine sehr gut recherchierten geschichtlichen Einbindungen erzeugen hierbei noch ihre eigene Dynamik und  machen den Leser neugierig auf die frühere und die heutige Zeit, bei der alles ans Licht kommt. Natalie und Alex nehmen einen mit auf eine spannende Jagd durch die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Unendliche Neugierde packt einen und man muss wissen, wie alles ausgeht. Lesesucht ist vorprogrammiert!

Mit Natalie und Alex hat Leon Sachs zwei sehr interessante und sympathische Charaktere erschaffen, in die man sich gut hineinversetzen kann und mit ihnen mitfiebert und leidet. Beide sind zusammen  in einem Heim aufgewachsen und sie haben sich nach ihrer Adoption nie aus den Augen verloren. Wird vielleicht mal mehr daraus wie geschwisterliche Liebe?

Unterstützung bei ihrer Suche bekommen sie von Pascal Bernhard, der ein sehr integrer und geradliniger Polizist ist.

Viele weitere spannende, unausstehliche, geheimnisvolle, mysteriöse und authentische Charaktere wurden hier noch mit eingebaut und erzeugen eine bedrückende und nachdenkliche Atmosphäre. Die Gier mancher  Menschen nach Macht und Geld ist unfassbar und sie gehen dafür rücksichtslos über Leichen. Die Wächter sind immer einen Schritt der Polizei voraus und der Leser kann nur den Kopf schütteln über so viel  Skrupellosigkeit.  Wieviele solcher Schicksale mag es wohl im realen Leben auch noch geben?

Eine aufregende Story mit einem spannenden und überraschenden Ende erwartet den Leser und bietet noch viel Potenzial für eine Fortsetzung der Geschichte.

 Leon Sachs hat mich mit „Falsche Haut“ total begeistert und ins Lesefieber versetzt. Ich habe für mich einen neuen Autor entdeckt, von dem ich sehr gerne noch mehr Bücher lesen möchte!

Für diesen Thriller hätte ich gerne auch noch mehr wie 5 Sterne vergeben!

  (187)
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53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Tränentod

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783944676074
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Start ins Buch beginnt mit einem spannenden und beklemmenden Prolog der unheilvolle Ahnungen erzeugt! Gruselfaktor ist hier garantiert.

Tränentod ist die 7. Fortsetzung der Zons-Reihe von Catherine Shepherd,  bei der es ein Mörder auf verliebte Pärchen abgesehen hat. Was führt er im Schilde?

Oliver Bergmann gerät in Stress als er gleichzeitig auch noch in einem anderen Fall ermitteln muss,  bei dem eine junge Frau auf einer Party urplötzlich tödlich zusammengebrochen ist. Als feststeht, dass sie vergiftet wurde,  machen ihre Freundinnen Leonie und Frauke eigene  Recherchen und kommen  zu der Erkenntnis, dass es vielleicht der Mörder auch auf sie abgesehen haben könnte. Sind sie jetzt ebenfalls  in Gefahr? Wer hat diese tödliche Mixtur Pia verabreicht und in welchem Zusammenhang steht sie mit einem Rezept aus ganz alten Zeiten?   

Bastian Mühlenberg befindet sich 500 Jahre zeitversetzt auch vor einem ähnlichen Problem.  Er muss sich  um die Morde an zwei verschieden Pärchen kümmern und stößt auf der Suche nach dem Schuldigen auf ein uraltes ledernes Buch von einem geheimen Alchemistenbund. Mit seiner Hilfe kommt er auf die Fährte des Mörders und einer schrecklichen Erkenntnis. Kann er weitere Opfer verhindern?  

Catherine Shepherd schafft es von der ersten Sekunde an einen mit ihrem unheimlich eindringlichen und spannenden Schreibstil in die Geschichte reinzuziehen.  Lesesucht ist hier garantiert!

Durch ihre zwei  Erzählstränge in verschiedenen Zeitebenen wird die Spannung unerträglich, da sie immer in den nervenaufreibendsten Momenten wechselt. Die Beschreibung und die Szenen um die Morde sind echt gruselig, lassen einen aber trotzdem nicht los. Die Autorin spielt perfekt mit der Fantasie ihrer Leser. Beide Erzählstränge verbindet das Thema Alchemie  mit ihren uralten und geheimnisvollen Rezepten.

Wehe sie geraten in die falschen Hände!

Bis zum Schluss war man immer im Unklaren wer der Psycho wohl ist und wurde mit der Auflösung echt überrascht.  

Einen besonderen Reiz machte auch wieder die Geschichte um Bastian und Anna aus, die sich gegenseitig nach ihrer Liebe verzehren, obwohl sie 500 Jahre voneinander trennen. Die Magie in ihren Szenen lässt einen immer noch über dieses Rätsel nachdenken.

Catherine Shepherd konnte mich mit ihrem Buch wieder begeistern und hat mich in ein spannendes Lesefieber versetzt. Ich kann hier nur eine Leseempfehlung für jeden Thrillerfan aussprechen.

Verdient erhält „Tränentod“ von mir 5 Sterne

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

2.weltkrieg, 2. weltkrieg, ardennen, belgien, endkampf, faszination, flucht, hirsch, hitler, jude, juden, jüdin, krieg, menschlichkeit, nazis

Heute leben wir

Emmanuelle Pirotte , Grete Osterwald
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 23.03.2017
ISBN 9783103972115
Genre: Romane

Rezension:

"Heute leben wir“ ist eine sehr berührende Geschichte über eine schicksalhafte Begegnung von zwei Menschen, die  in den Ardennen während dem nahenden Ende des  2. Weltkrieges aufeinander treffen. Matthias, ein SS-Offizier des Hitlerregimes und Saboteur unter Otto Skorzeny wird ausversehen, nur weil er in einem amerikanischen Fahrzeug unterwegs ist, die kleine  7-jährige Jüdin Renee  zum Schutz vor den Deutschen übergeben.  Sie wurde von einer belgischen Familie vor dem deutschen  Nazi Regime versteckt, da sie elternlos bei einer Razzia aus einem nahegelegenen Kinderheim fliehen konnte. Doch die befohlene Hinrichtung kann er aus unerklärbaren Gründen nicht ausführen und flieht mir ihr in eine einsame Waldhütte. Zwischen beiden herrscht eine undefinierbare Anziehungskraft,  die ein Schutzbedürfnis bei Matthias und ein Zugehörigkeitsgefühl bei Renee auslöst. Aus Angst vor seiner Verantwortung bringt er Renee auf einen nahegelegenen Hof zu den dort lebenden Menschen. Hier verbringen sie eine kurze gemeinsame Zeit,  in der sie viele bedrohliche Situationen erleben. Werden sich ihre Wege wieder trennen?

Emmanuelle Pirorette hat mich durch ihre bewegend erzählte Geschichte zweier charakterstarker Persönlichkeiten und ihrem eindringlichen und gefühlsbetonten Schreibstil einfangen können. In der Kulisse des 2. Weltkrieges  fühlt man alle seine grausamen Auswirkungen, ob es die Verfolgung und das Leid der Juden ist, die unter Druck stehenden  deutschen und alliierten Soldaten und die Ausbeutung und Belastung der Zivilbevölkerung.Ein großer Teil des Romans spielt sich in einem Keller des Bauernhofes von Jules Paquet ab. Er beherbergt dort aus Nächstenliebe aber auch aus Zwang viele Menschen. Konflikte sind vorprogrammiert.

Renee ist der stärkste und interessanteste Charakter im Buch. Mit ihren sieben Jahren schlägt sie sich sehr achtbar durchs Leben. Sie strahlt so viel Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Mut  und auch ein bisschen Kaltblütigkeit aus. Es ist traurig, wie schnell Kinder im Krieg erwachsen werden.

Matthias, der zweite Hauptcharakter, ist ein faszinierender Mensch. Er ist erschreckend kaltblütig, abgebrüht und rätselhaft.  Nur wenn Renee in seiner Nähe ist kann man seine menschlichen Gefühle spüren. Seine Zerrissenheit und der Wunsch nach seiner eigenen Freiheit kommen sehr gut rüber.

Was passiert mit beiden nach dem Krieg? Emmanuelle Pirotte hat einen überraschenden  und schönen Abschluss für ihr Buch gefunden.

Ich bin sehr froh, dass ich dieses interessante Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte. Es hat mich begeistert und mitgenommen. Ein Kleinod für jeden Leser, der bewegende Schicksale in historischer Kulisse liebt.

Verdient erhält „Wir leben noch“ von mir 5 Sterne.

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

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Die Anderen und Johannes der V.

Tauchmaske , The wooky people
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei The wooky people, 13.07.2015
ISBN 9783200041981
Genre: Romane

Rezension:

Es war ein Erlebnis mit Johannes zusammen eine neue Welt und neue Lebewesen zu entdecken.

Ein unvergleichliches Buch, das dich zum Nachdenken bringt.

 Johannes Geschichte geht nach dem ersten Buch“ Ich Johannes der V“, in dem er auf der spannenden Suche nach seiner Vergangenheit war, abenteuerlich weiter.

Johannes ist ein Urgestein der Alpen, neugierig, schlagfertig, humorvoll und von den "Anderen" auserwählt worden, ihre Welt  zu entdecken, die ihn im ersten Moment sprachlos macht, zum Staunen bringt und  sein Leben überdenken lässt. Nicht ohne Grund haben sie sich ihn ausgesucht. Sie brauchen seine Hilfe. Warum nur?

Die „Anderen“  sind einzigartig und leben im Erdinneren in völliger Harmonie untereinander und mit der Natur. Eine vorbildliche Welt in der Freundschaft und  Respekt herrscht, keiner Neid und Gier kennt, die ohne Umwelteinflüsse auskommt und sehr fortschrittlich ist. Riesen, Zwerge,  Elfen und Ase leben dort  im Verborgenen.  Nur wenige Menschen wissen von diesem Geheimnis durch ausgesandte Wandler und Flüsterer.  Wie soll Johannes Hilfe aussehen nachdem er sieben Jahre lang bei ihnen gelebt hat. Er ist unsicher und ängstlich vor der Verantwortung und Aufgabe.

Der Autor "Tauchmaske" konnte mich mit seiner Fortsetzung von Johannes Geschichte direkt wieder begeistern.  „Die Anderen und Johannes der V“ ist ein faszinierendes Buch, das einen von der Idee und deren Umsetzung voll einfängt. Sein Schreibstil ist anspruchsvoll, ehrlich und mitreißend. Schon alleine beim Vorwort erwischt man sich, dass man zwischendurch bei den aufrüttelnden Worten nickt.  Es ist eine Geschichte, die gesellschaftskritisch erzählt wird und einen zum Nachdenken animiert. Definitiv ein Buch, das man nicht  nur einfach runter liest. Es birgt so viele Wahrheiten, Möglichkeiten und Weisheiten. Ich habe oft inne gehalten und mich gefragt, was kann ich verändern und bewegen.  Bewusster Leben, sich mehr für seine Mitmenschen interessieren und behilflich sein, die Natur genießen  und schützen und  ein gesundes Verhältnis zum Geld behalten. Wenn jeder einen kleinen Teil davon umsetzen würde, wäre es ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Es war eine tolle und spannende Reise mit Johannes und ich bin schon sehr neugierig auf die Fortsetzung von Johannes Geschichte und seiner bevorstehenden Aufgabe  im dritten Buch.

Der Autor hat mich mit seinem Buch voll überzeugt und  begeistert und ich kann hierfür nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.

Verdient erhält „Die Anderen und Johannes der V." von mir 5 Sterne.

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650 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

cadre noir, dressurreiten, england, familie, frankreich, großvater, jojo moyes, liebe, london, pferd, pferde, reiten, roman, scheidung, teenager

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Zitat S. 554:

„Das Schöne an jungen Menschen war, dass man ihre Hoffnung wieder neu entfachen konnte.

 ….das die Zukunft herrlich werden konnte und nicht eine gnadenlose Abfolge von Hindernissen  und Enttäuschungen.“

 

Sarah ist ein 14-jähriges junges Mädchen, das bei ihren Großeltern aufwächst, weil ihre eigene Mutter es nicht wollte. Mit ihrem Großpapa Henri verbindet sie schon ihr Leben lang die große Liebe zu Pferden und seit 5 Jahren zu ihrem eigenen talentierten Pferd Boo. Als ehemaliges Mitglied im Cadre Noir, der Eliteschule der hohen Reitkunst in Frankreich, führt er sie langsam und mit viel Ehrgeiz an diese Art des Reitens hin. Als er plötzlich einen Schlaganfall erleidet und dieser ins Krankenhaus muss steht sie ganz alleine da, weil ihre Großmutter schon vor Jahren gestorben ist.

Sie schlägt sich mehr schlecht als recht mit sehr wenig Geld durchs Leben, bis sie Natasha, einer Anwältin für Familienrecht, begegnet. Zusammen mit ihrem Ehemann Mac, deren Ehe seit geraumer Zeit auf der Kippe steht, kümmert sie sich um Sarah. Ein Abenteuer der besonderen Art und viele Herausforderungen erwartet sie.

Jojo Moyes hat in ihrem neuen Buch die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren und deren gemeinsame Liebe und Treue als Thema gewählt.  Ein Roman, der geprägt wird von Liebe, Traurigkeit, Verlustängsten, Enttäuschung  und Hoffnung.

In zwei verschieden Erzählsträngen  schafft sie eine abwechslungsreiche und schnell zu lesende Geschichte. Richtig packen konnte mich Jojo Moyes jedoch erst mit dem letzten Drittel des Romans, der ab da wieder hervorragend war .

Bei  Sarah und ihrem Großvater geht es um die Leidenschaft zu ihrem Pferd Boo und ihrer täglichen Arbeit mit ihm, die beiden sehr viel Disziplin abverlangt.  Was passiert, wie im richtigen Leben auch, wenn auf einmal ein geliebter Mensch einem nicht mehr zur Seite steht? Viele Sorgen und Ängste tun sich hier auf.

Der Erzählstrang von Natasha und Mac wird durch ihre zerrüttete Ehe bestimmt und von dem Zwang, ihre beruflichen Karrieren voranzutreiben.  Leider wirkt sich das auf ihr Privatleben aus und es liegen viele Missverständnisse und Unausgesprochenes zwischen ihnen. Kann die Aufgabe, sich um Sarah zu kümmern, hier vielleicht Brücken schlagen? Gemeinsame Verantwortung  kann ganz schön anstrengend sein!

 Jojo Moyes hat mich mit ihrem Roman „ Im Schatten das Licht“ gut unterhalten, konnte mich aber nicht von Anfang an emotional mitnehmen und begeistern.  

Ich vergebe für „Im Schatten das Licht“ verdiente 4 Sterne.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

cork, dublin, famile, familiengeheimnis, geheimnis, irland, lebensretter, liebe, luis meyer, miller, misshandlung, neuanfang, pianist, reise, trauer

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Ein Roman, der mich zu Tränen rührte und gleichzeitig vor Spannung den Atem anhalten ließ!

Lesesucht ist hier garantiert!

 Carrie hat durch einen tragischen Flugzeugabsturz ihre  geliebten  Eltern  verloren und ist nie über ihren Tod hinweg gekommen. Seit 5 Jahren führt sie ein Dasein, das nur von Lebens- und Verlustängsten und wenig Lebensfreude bestimmt wird. Bis plötzlich auf einmal  Mark in ihr Leben tritt und sie im Sturm erobert. Eine wunderschöne Liebe beginnt, doch Carrie beendet diese aus Selbstzweifeln.

Als kurz danach Maria, die Ehefrau eines sehr berühmten Schweizer  Pianisten, mit ihr Kontakt aufnimmt, beginnt sich ihr Leben unversehens zu wandeln. Sie lädt Carrie ein,  sie in der Schweiz zu besuchen und ihrem sterbenskranken Ehemann noch einen letzten Wunsch zu erfüllen. Er würde sie gerne kennenlernen, weil  ihre Mutter ihm vor vielen Jahren das Leben gerettet hat und sie gemeinsame glückliche Momente erleben durften. Aus Neugierde willigt sie ein und ist fasziniert von seiner  lebensbejahenden und mitreißenden Einstellung und  Carrie kann sich seit langer Zeit wieder befreiter fühlen.  

Durch ihn stößt sie auf ein Geheimnis, das ihre Eltern mit ins Grab genommen haben und sie versucht dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Eine spannende Reise  in die Vergangenheit beginnt und  löst eine gefährliche Bedrohung für sie aus.

„Das Geheimnis jener Tage“ entführt uns in die wunderschöne Kulisse der irischen Küstenlandschaft um Cork und nach Dublin. Schon beim Start ins Buch fühlt man die stimmungsvolle und bildhafte Atmosphäre am Meer.

Die Autorin hat einen so wundervollen Schreibstil,  der voller Feingefühl und Emotionen steckt. Sie brilliert mit kleinen wunderschönen Details, die einem immer wieder das Herz öffnen, oder vor Spannung klopfen lässt.  Durch ihre sehr faszinierenden und liebevoll erschaffenen Charaktere wirkt alles so lebendig und man liebt, trauert, hasst und hegt Hoffnung mit ihnen.

 In zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählsträngen  der Gegenwart und der Vergangenheit baut sie eine unvergleichliche  Atmosphäre auf und der jeweilige Wechsel erfolgt immer in den spannendsten Momenten. Man kann das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen!

Durch Carries Suche nach dem Geheimnis im Nachlass ihrer Eltern, reisen wir in die Vergangenheit  von Sylvie und John und deren Freunde. Bewegende und bedrückende Geschichten tun sich hier auf.

Hatte ihre Mutter wirklich einen  Seitensprung mit Luis, dem Schweizer Musiker und warum will auf einmal ihr Nachlassverwalter mit ihr Kontakt aufnehmen?  Wer beobachtet und stalkt Carrie und hat ihre immer noch bestehende Liebe zu Mark eine Chance? 

 

„ Das Geheimnis jener Zeit“ hat mich sehr berührt und ich bin dankbar, dass ich dieses wundervolle Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte. Hierfür kann man wirklich nur eine unbedingte Leseempfehlung  aussprechen!

 Für diesen grandiosen Roman sind 5 Sterne eigentlich noch zu wenig!

 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

alleingänge, berlin, drogenszene, erpressung durch polizeivizepräsident, gesellschaftskritik, keine chance, krimi, russenmafia, sportwetten, töchtechen aus reichem haus, ungerechter lehrer

Die dunklen Lichter der Stadt

Stefan Holtkötter
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Edition M, 29.11.2016
ISBN 9781503941946
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schauplatz Berlin, mysteriöse Morde, tolles Ermittlerteam und ein unvorhersehbares Ende. Ein Buch, dass ich nicht mehr  aus der Hand legen konnte!

Stefan Holtkötter hat mich mit seinem Buch direkt ins Lesefieber versetzt. Sein Schauplatz ist Berlin   mit allen seinen Klichees. Während seiner Geschichte  gewährt er uns Einblicke in die Welt  der ärmeren und  benachteiligten  aber auch der reichen Einwohner. Seine Hauptprotagonisten Sven Maalouf und Rosa Bertram verkörpern diese Schichten perfekt. In ihrem ersten gemeinsamen Ermittlungsfall müssen sie einem Mörder auf die Schliche kommen, der als Kapuzenmann daherkommt. Er zeichnet seine Opfer und Tatorte. Was steckt  wohl dahinter?  Ein wirklich spannender Krimi, bei dem der Autor die Leser immer wieder in die Irre führt!

Stefan Holtkötter hat einen spannenden und leicht zu lesenden Schreibstil. Mit Raffinesse schafft er es, sich direkt mit seinen  Darstellern anzufreunden und zusammen mit ihnen in die Story einzutauchen.

Sven Maalouf hat sich aus seiner schwierigen Vergangenheit zum  Kriminalkommissar der Mordkommission hochgearbeitet. Er ist ein rechtschaffender, hilfsbereiter,  ehrgeiziger und liebenswerter Charakter.  Nicht  ganz uneigennützig geschah seine Ernennung durch den stellvertretenden Polizeipräsidenten. Sven wurde von ihm als“ Spielfigur aufs Feld“  gesetzt um seine Interessen durchzubringen. Er verlangt von ihm, seine Kollegin Rosa Bertram zu bespitzeln und ihm  Bericht zu erstatten. Die ganze Zeit fiebert man mit ihm mit. Kann er den Druck aushalten und findet er einen Weg  aus dieser Erpressung!

Rosa Bertram ist das Töchterchen aus reichem Haus, die nicht in die Fußstapfen des Familienimperiums einsteigen will, sondern ihre Berufung in der Polizeiarbeit findet. Sie ist frech, erfrischend, draufgängerisch, hat einen guten Instinkt und arbeitet nicht immer mit legalen Mitteln. Eine tolle Kombination aus hübschem Modell und taffer Polizistin.

Beide zusammen sind ein erfrischendes Ermittlerteam!

Eine spannende Jagd mit interessanten Nebendarstellern und gut beschriebenen Schauplätzen in Berlin beginnt.

 Mit „Die dunklen Lichter der Stadt“ hat mich Stefan Holtkötter voll überzeugt und begeistert.

Für mich war es das erste und bestimmt nicht das letzte Buch des Autors.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir noch mehr Fälle von diesem Ermittlerteam lesen dürften!

 

Ich vergebe verdiente 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Krimi!

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

bremen, denkmäler, expedition, familie, glaube, guatemala, historisch, im land des ewigen frühlings, kaffee, kultur, liebe, liebesgeschichte, maya, maya-kultur, nachdenken

Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman

Christiane Lind
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 01.12.2016
ISBN B01MRLM8B2
Genre: Romane

Rezension:

Ein wunderschönes Buch über Familiengeheimnisse, Liebesgeschichten und eine spannende Reise zu den Mayas ins Land des ewigen Frühlings.

Auf der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie entdeckt Isabell  alte Tagebücher und Reiseberichte ihrer Ururgroßmutter Elise, die mit ihren Eltern 1902 unfreiwillig auf eine Expedition zu den Mayas aufbrechen musste.  Durch Zufall stößt sie auf ein Geheimnis, welches sie zu Fabian Seler führt, der Erbe einer Kaffeerösterei  in Bremen ist.  Was verbindet Elise mit seiner Ururgroßmutter Margarete, die ebenfalls zur gleichen Zeit auf dem Rückweg nach Guatemala zur Kaffeeplantage ihres Vaters war. Für beide beginnt eine spannende und bewegende Reise in die Vergangenheit ihrer Ahnen, die sie näher zueinander bringt und Hoffnungen weckt.

 Christiane Lind hat einen tollen, bildhaften und einfühlsamen Schreibstil der einen direkt einfängt und in die Geschichten ihrer liebevoll erschaffenen Protagonisten eintauchen lässt. In zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählsträngen in der Vergangenheit und Gegenwart dürfen wir zusammen mit ihnen ihre Gefühle, Ängste, Abenteuer und Erwartungen erleben.

Isabell ist eine enttäuschte junge Frau, die nach der unfreiwilligen Trennung von ihrem Ehemann einen neuen Weg in ihre Zukunft sucht.

Durch Zufall oder Fügung lernt sie während ihrer Auszeit bei ihrer Tante Fabian kennen. Ein attraktiver Mann, der bei ihren gemeinsamen Recherchen ihr Herz höher schlagen lässt.

 Durch sie erfahren wir mehr über die spannenden Lebensgeschichten von Elise und Margarete, zwei  jungen Frauen, die besondere Erlebnisse zusammengebracht und stark verbunden haben. Beide haben zur damaligen Zeit schon eine sehr moderne und emanzipierte Einstellung zu ihrem Leben.

Margarete ist eine selbstbewusste Frau, die sich nach ihrer Rückkehr der Erwartung ihres Vaters stellen muss, die heruntergekommene Familienplantage durch eine Geldheirat zu retten und auf ihrer heimlichen Liebe zu Juan, einem Nachfahren der Mayas, zu verzichten.

Elise mausert sich von einer angstvollen und scheuen Frau zu einer starken Persönlichkeit und einem tollen Charakter im Buch. Sie ist weitsichtig, intelligent und  respektiert die Kultur und den Erhalt der Schätze der einheimischen Bevölkerung  und beeindruckt letztendlich auch ihre Eltern mit ihrer Einstellung.

Interessante Nebencharaktere bereichern ihre Geschichte  und machen das Buch zu einem sehr gelungenen Leseerlebnis.

Christiane Lind hat mir mit „ Im Land des ewigen Frühlings“ wundervolle Lesemomente geschenkt und ich kann hier nur eine unbedingte Leseempfehlung für jeden Fan von historischen Familiengeschichten aussprechen.

 Verdient erhält das Buch von mir 5 Sterne.

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161 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

amnesie, black memory, entführung, familie, forschung, gedächtnisverlust, genmanipulation, indonesien, inselbegabung, italien, janes clark, janet clark, london, mord, thriller

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Black Memory“ ist ein faszinierender und super spannender Thriller. Ich habe noch nie so oft meine Liste der Verdächtigen geändert wie in diesem Buch!

Alles beginnt damit, dass Clare Brent verletzt auf einem Boot im Meer  erwacht und nicht weiß, wo sie ist und wer sie ist. Kurz nach ihrer Rettung landet sie in einem indonesischen Gefängnis wegen dem Verdacht der Kindesentführung. Eine Horrorvorstellung für sie! Warum hat sie auf einmal Helfer die sie mit einem gefälschten Pass unversehens und heimlich aus dem Land zurück nach London schaffen? Hier beginnt ihre verzweifelte Suche nach ihrer Identität, dem verschwundenen Kind  und der Frage, ob sie den Leuten trauen kann, die ihr helfen wollen! Was steckt für ein Geheimnis hinter allem?

Janet Clark hat  einen sehr spannenden, eindringlichen und fesselnden  Schreibstil. Sie spielt perfekt mit den Fragen, Vermutungen und Empfindungen der Leser.  Ein Verwirrspiel von vorne bis hinten und Herzklopfen pur! Durch den Erzählstil in der Ich-Form von Clare schafft die Autorin eine unerträglich spannende  Atmosphäre.  Automatisch schlüpft man in die Rolle von Clare und ist zusammen mit ihr verunsichert, ängstlich, wütend  und  misstrauisch gegenüber allem und jedem. Eine Horrorvorstellung, wenn du nur noch eine Hülle ohne Erinnerungen bist.  Die ganze Zeit ist sie auf der Suche nach ihrer Identität und begegnet dabei skrupellosen Menschen, die nur ihre wirtschaftlichen und wissenschaftlichen  Vorteile suchen.  Sie wird manipuliert und ausgenutzt. Wenn du denkst, das Schlimmste ist jetzt überstanden  wirst du eines besseren belehrt. Ein Buch, dem du dich nicht entziehen kannst und willst!

„ Black Memory“ war für mich ein Lesehighlight dieses Jahr und erhält einen Platz in meiner Bestsellerliste. Ich war im Lesefieber und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit Janet Clark habe ich für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich unbedingt noch weitere Bücher lesen möchte.

Verdient bekommt das Buch von mir 5 wundervolle Sterne.

 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

2. weltkrieg, drittes reich, historischer roman, judenverfolgung, jüdischer maler, krieg, liebe, münchen, nazi, nazis, nora berger, paris, reichskristallnacht, ss, zweiter weltkrieg

Sturmwind über Auprèsmont

Nora Berger
E-Buch Text: 504 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 13.09.2016
ISBN 9781503995260
Genre: Romane

Rezension:

Eine faszinierende Geschichte über ein Familiengeheimnis, Geld und Macht, Liebe und Hoffnung , Trauer und Entsetzen!

Hauptschauplätze dieses sehr unterhaltsamen, spannenden und bedrückenden Romans ist das Schloß Aupresmont  in der Picardie in Frankreich  und  die Städte Paris und  München zu  Zeiten des beginnenden Nationalsozialismus 1938 bis hinein in den 2. Weltkrieg.

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter treffen sich die Geschwister Sophie, Marguerite und Philipp zur Testamentseröffnung auf Schloss Aupresmont. Der Kampf um das Erbe und der Neid untereinander entbrennen und bringen für alle eine schicksalshafte Wende ihres Lebens.

„ Sturmwind über Aupresmont“ ist ein  abwechslungsreicher und geschichtsträchtiger Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Der Aufbau der Geschichte mit den drei verschiedenen Erzählsträngen, die immer in den spannendsten  Momenten  wechseln, ist gelungen!  

Sophie, dass Küken in der Familie , ist ein etwas naiver, hilfsbereiter und  sympathischer Charakter. Sie begegnet auf ihrer Suche nach dem Familiengeheimnis ihrer großen Liebe David.

Marguerite ihre Schwester, ist eine unsichere alkohol- und tablettensüchtige bedauernswerte Frau, die einem auf Anhieb unsympathisch ist und manchmal auch Mitleid bei einem weckt. Sie hat ihr Leben nicht im Griff  und landet fast  immer bei den falschen Männern.

Philipp, ihr Bruder ist der Schlimmste, ein geldgieriger, skrupeloser  und über seine Verhältnisse lebender Mensch, der einen kostspieligen Partner zu unterhalten hat.

 In den Kriegswirren finden sie sich auf einmal alle wieder auf ihrem Familienschloss zusammen.

 Die geschichtlichen Aspekte des Buches, wie die Reichskristallnacht und Verfolgung der Juden, sowie die Verwicklung Frankreichs in das Kriegsgeschehen  sind gut recherchiert und haben bei mir eine bedrückende Stimmung hinterlassen.  Besonders schlimm fand ich die Erwähnung und Taten des Dr. Eugene, der die Hoffnung der Menschen, die bei ihm Hilfe suchten, ausgenutzt hat.

Nora Berger hat mich mit ihrem Buch begeistert und mir viele schöne und spannende Lesemomente geschenkt. Es gibt noch viele offene Fragen und Erzählstränge, die in einem den Wunsch nach einer Fortsetzung des Buches wecken.

Verdient bekommt das tolle Buch von mir 5 Sterne.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

auswander, fernweh, kanada, vereinigte staaten

Nie weit genug: Der rote Granat

Gabi Dallas
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Dallas, Gabriele, 04.10.2016
ISBN 9783000541346
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein schönes Buch!

„Nie weit genug“  erzählt uns die unheimlich mitreißende, spannende, mitunter gefährliche  und herzerwärmende Lebensgeschichte und Reise von Marleen, die auf der Suche  nach Abenteuer und der Flucht vor ihrer schweren Vergangenheit ist. Sie bricht ihr Studium ab und geht unbekümmert  und wagemutig ohne Plan auf einen Roadtrip, der sie von Kanada aus über San Francisco bis hinunter nach Mexico führt, wo sie ihre erste große Liebe kennenlernt. Unterwegs begegnen ihr viele Freunde aber auch Gewalt, Drogen  und Verbrechen, welche  ihr fast zum Verhängnis wurden. Was hast du nur für einen immens großen Schutzengel gehabt Marleen!

„Die Autorin hatte mich schon mit den ersten Kapiteln eingefangen!“  Gabi Dallas hat einen so tollen Erzählstil, bei dem ich immer das Gefühl hatte ich stehe neben Marleen, spüre ihre Begeisterung, ihren Leichtsinn, ihre Unbekümmertheit und ihre Ängste. Zwischendurch möchte man oft schon mal  rufen „Halt“ oder sie einfach in den Arm nehmen.

Die Menschen, denen Marleen begegnet und die Landschaften, durch die sie reist, werden sehr bildhaft und authentisch beschrieben, sodass man immer wieder  Kopfkino hat.

Bedrückend waren auch die Träume und Rückblicke auf ihre Vergangenheit, die einen bei ihrer Rückreise nur hoffen lassen, dass sie ihr Leben wieder in geordnete Bahnen bringen kann und ihr Vertrauen in die Familie wieder aufbaut. Ich würde mir das so sehr wünschen.

„Nie weit genug „ war ein überraschendes und wundervolles Buch für mich, dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.  Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt, die zum Glück eine Fortsetzung von Marleens Lebensgeschichte plant und mich auf das neue Buch hin fiebern lässt.

 Verdient bekommt das Buch von mir 5 Sterne.

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106 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

19. jahrhundert, bergwerksbesitzer, betrug, brand, christine kabus, emanzipation, erbschaft, erzabbau, familie, familiengeheimnis, frauen, historischer roman, liebe, norwegen, sägewerk

Das Geheimnis der Mittsommernacht

Christine Kabus
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404174034
Genre: Historische Romane

Rezension:

Christine Kabus entführt uns mit einer wunderschönen Familiengeschichte auf eine Zeitreise nach Norwegen im Jahre 1895.

Clara  und Olaf Ordal wollten ursprünglich mit ihrem Sohn Paul zusammen nach Samoa auswandern, doch ein verzweifelter Brief aus Norwegen macht ihnen einen Strich durch die Rechnung  und verändert das Leben aller.  Nach einem schweren Schicksalsschlag  ist Clara mit ihrem Sohn Paul in dem ihr fremden Land auf sich alleine gestellt. Ohne Hilfe und Akzeptanz, der in Schwierigkeit geratenen Familie Olafs, packt sie ihr Leben selber  in die Hand und findet durch viele nette Menschen Freunde und Hilfe. Eine unvermutete Erbschaft eines Hauses und eine neue Liebe führen dazu, dass Clara aus dem eigentlich nur kurzen Aufenthalt in Norwegen ,  eine neue Heimat für sich und ihren Sohn  findet.

Hier lernt sie auch Sofie Svarstein kennen, die ebenso wie sie durch den Verlust eines geliebten Menschen, auf der Suche nach Liebe, Anerkennung und einem neuen Sinn in ihrem Leben ist.  Dies hofft sie bei Moritz von Blankenburg Marwitz zu finden, doch sie wird von ihm nur ausgenutzt und enttäuscht. Zu allem Ärger bleibt die Schwärmerei auch nicht ohne Folgen.  

Beide Frauen trotzen den Hindernissen und werden zu besten Freundinnen.

Christine Kabus hat einen wunderschönen, bildhaften und leicht lesbaren Schreibstil der einen verzaubert. Erzählt wird  in zwei verschieden Erzählsträngen aus Sicht von Clara und Sofie. Beide werden als so liebenswerte, herzensgute und hilfsbereite Menschen dargestellt. Paul, Claras Sohn ist der Herzensbrecher im Roman, ihn kann man einfach nur lieben. Doch es gibt auch Charaktere, die Geheimnisse verbergen und kalt und unbarmherzig rüberkommen. Eine wunderbare Mischung, eingebunden in tollen landschaftlichen Beschreibungen und geschichtlichen Rückblicken.

„Das Geheimnis der Mittsommernacht“ hat mich sehr gut unterhalten und ich kann es jedem nur weiterempfehlen.  Es bekommt von mir verdiente 5 Sterne.

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

antike, aristoteles, diogenes, eifersucht, entwicklung der eigenen person, erkenntnis, erkenntnisreiche einsichten, gedankenklarheit, heilmittel, konfuzius, lebensphilosophie, philosophie, sokrates, wut, zhuangzi

Denken heilt!

Albert Kitzler
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.09.2016
ISBN 9783426277058
Genre: Sachbücher

Rezension:

In der heutigen schnelllebigen Zeit geraten immer mehr Menschen durch Umwelteinflüsse und Verlust ihres ureigenen Lebensgefühls aus ihrer Bahn, werden seelisch krank und benötigen Hilfe durch Dritte. Dieses Buch hilft uns, diese Personen  und sich selber zu verstehen und gibt Denkanstöße, wie solche Situationen verhindert oder geheilt werden können.

In verschieden sehr interessanten Themenabschnitten wie zum Beispiel :

Überlastung, Überforderung und Ängste,

Zorn, Ärger, Wut und Hass,

Sorgen und Kummer,

Leidenschaften,

Trauer

Neid, Eifersucht Missgunst und Schadenfreude

Gier

und noch viele weitere

fasst der Autor viele Weisheiten alter Philosophen gut verständlich zusammen und bietet dem Leser zahlreiche Anregungen und Denkanstöße für sich selber. Ich konnte für mich einige interessante Ansätze aus dem Buch mitnehmen und werde es auch in meinem Bekanntenkreis weiterempfehlen.

„Denken Heilt!“ ist kein leicht und flüssig zu lesendes Buch. Man braucht hierfür Ruhe und Muße sich auf diese Weisheiten einzulassen und wird mit ungeheurer Lebenserfahrung belohnt.

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und vergebe hierfür 4 Sterne.

 

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437 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 191 Rezensionen

angst, die wahrheit, entführung, fremder, hamburg, heimkehr, melanie raabe, psychothriller, spannend, spannung, südamerika, thriller, vergangenheit, verschwunden, wahrheit

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn eine Frau ihren Typ verändert und sich die Haare abschneiden lässt sagt man oft „Da ist ein neuer Mann im Spiel“.

Sarah Petersens Mann Philipp ist auf dem Weg zu einer Geschäftsreise nach Südamerika vor sieben Jahren spurlos verschwunden und lässt sie mit Ihrem gerade mal einjährigen Sohn alleine zurück. Sie sucht und forscht nach Gründen und will es nicht wahrhaben, dass er tot sein kann.

Langsam versucht sie sich wieder ein normales Leben aufzubauen, in dem vielleicht auch ein anderer Mann wieder einen Platz neben ihr haben kann. Doch dann passiert das Unmögliche: sie erhält einen Anruf vom Auswärtigen Amt, dass ihr Mann noch lebt und auf dem Weg nach Hause zu ihr ist.

Zwiegespalten und freudig holt sie ihn am Hamburger Flughafen ab und steht für sie einem völlig fremden Mann gegenüber. Was soll sie machen? Keiner will ihr das glauben!

 

„Die Wahrheit“ ist ein spannender Psychothriller, der in zwei verschieden Erzählsträngen  geschrieben wurde. Der Schreibstil ist leicht  und flüssig zu lesen, hatte mir aber zwischendurch schon mal zu viele ausschmückende Worte in so mancher Szene.

Zum einen erfahren wir durch Sarahs Gefühle und Gedanken, die viel  von ihrer Vergangenheit geprägt sind,  von ihrer Liebe zur Philipp und später auch von ihrer Unsicherheit, Zweifeln, Ängste, Schmerz, Verdrängung und Selbstvorwürfen.

Im zweiten Erzählstrang bringt uns „Der Fremde“, der abgebrüht und auf den ersten Blick gefühllos daher kommt, seine Sicht der Dinge näher. Dieser Part ist geprägt durch Rache, Zweifel  und der Frage: „Was führt er im Schilde?“

Ganz langsam verwebt die Autorin die zwei Geschichten zusammen und macht den Leser mit dem Ende erst mal stutzig. Damit habe ich nicht gerechnet.

 

Melanie Raabe hat mich mit ihrem Buch „Die Wahrheit“ gut unterhalten und einen bedrückenden und nachdenklichen Eindruck bei mir hinterlassen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

eroberung, guanchen, la palma, sehr spannend mit etwas mystischen. mir hats gut gefallen!, teneriffa

Tochter des Drachenbaums

Susanne Aernecke
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426519936
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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112 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

brd, cora stephan, ddr, deutsche geschichte, deutschland, deutschland west, flucht, hitler, krieg, liebe, mauerfall, roman, spionage, stasi, zweiter weltkrieg

Ab heute heiße ich Margo

Cora Stephan
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048957
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Frauen, zwei Schicksale, ein Geheimnis, spannend eingebunden in die Geschichte des Dritten Reiches bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands. Beide verlieben sich in denselben Mann der schuld daran ist, dass sie sich auf ihren Lebenswegen  immer wiedertreffen.

Zum einen ist da Margo, eine strebsame, emanzipierte Frau,  die relativ unbeschadet durch die Kriegswirren kommt und  am eigenen Leib das Wirtschaftswunder Deutschlands erlebt.

Die zweite ist Helene, eine selbständige Frau, die leider zur damaligen Zeit zu einer verfolgten Minderheit gehörte. Sie hat es schwer und scheint immer am falschen Ort in ihrem Leben zu sein.

Cora Stephan hat mich mit ihrem Buch direkt gepackt. Es ist wunderschön zu lesen durch den flüssigen, leicht lesbaren und sehr unterhaltsamen Schreibstil. Durch die abwechselnden Erzählstränge der zwei Hauptdarsteller wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Besonders hervorzuheben sind hier noch die vielen Tagebucheinträge von Margo, die einem das Zeitgeschehen, ihre Gefühle und Ängste, sehr nahe bringen.

Durch ihren Arbeitgeber lernt Margarete Alard, ihre wie sie meint große Liebe kennen, der ihr den Spitznamen Margo verpasst  und  dies zum Motto des Buchtitels wird. Geheiratet und geliebt hat sie nachher aber einen anderen, Henri. Dies hält sie aber nicht davon ab, ihre Sexualität mit ihrem Chef auszuleben. Sie ist ein sehr ehrgeiziger, erfolgsorientierter und vorrausschauender Mensch. Arbeit  ist ihr wichtiger als ihr Familienleben, welches auch oft darunter leiden muss.

Helenes und Alards gegenseitige Liebe fand durch die Kriegswirren keine Erfüllung. Ihre Lebenswege trennten sich und Helene schaffte es mit Hilfe von einflussreichen Männern  zu überleben. Sei stand immer unter Zwang, ob es im KZ oder nachher in der DDR war. Das es zum Schluss doch noch ein Happyend gab konnte man nicht voraus sehen.

Das Geheimnis von beiden und die zwanghaften Treffen hat einem immer wieder Rätsel aufgegeben und blieb bis zum Schluss spannend.

Caro Stephan hat mich mit ihrem Buch und ihrem Erzählstil voll überzeugt und ich werde es als Lesetipp auf jeden Fall weiter empfehlen.

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