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236 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 158 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sandra lebt mit ihrem Mann, ihrer Teenager-Tochter und ihrem Hund glücklich in einem traumhaft schönen, wenn auch sehr entlegenen Haus. Die Schatten aus der Vergangenheit hat sie hinter sich gelassen - zumindest denkt sie das. Doch die Vergangenheit holt sie ein, als zwei entflohene Häftlinge in ihrem Haus auftauchen, ihren Mann angreifen und sie bedrohen …

Vom Klappentext und von der Leseprobe war ich gleich begeistert. Ich habe einen spannenden Thriller erwartet, der einen richtig mitreißt und einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Doch beim Lesen kam nach und nach die Ernüchterung: Der Roman hält leider kaum überraschende Wendungen bereit. Wenn man ein paar Bücher aus dem Genre gelesen hat, weiß man, wie der Hase läuft, und kann alle Enthüllungen samt Ende voraussagen. Das fand ich sehr schade: So wurde aus dem vielversprechenden Thriller doch bloß ein Durchschnittsbuch, dem etwas mehr Kreativität nicht geschadet hätte.

So wird zum Beispiel schon im Klappentext angedeutet, dass die Protagonistin einen der beiden Häftlinge, die in ihr Haus eindringen, aus ihrer Vergangenheit kennt. Da habe ich mir einen richtigen Knaller erhofft; irgendeine spektakuläre Geschichte, die enthüllt wird. Stattdessen war es einfach die naheliegendste Lösung, auf die ich schon nach wenigen Seiten gekommen bin. Ziemlich enttäuschend.

Eine weitere Sache, die mich gestört hat, waren die Figuren, die manchmal allzu unkluge Entscheidungen getroffen haben. Weil mir die Familie nicht sonderlich sympathisch war, konnte ich gar nicht richtig mitfiebern. Das hat der Spannung ein wenig geschadet. Den Hund fand ich eigentlich ganz gut, ich mag es, wenn Tiere in Romanen vorkommen. Dass jedoch zwei Kapitel aus seiner Sicht geschrieben waren und darin seine Gedanken geschildert waren, hat mir leider überhaupt nicht gefallen - das habe ich als seltsam empfunden.

Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Der Roman war nicht herausragend, aber doch nett für zwischendurch. Den Schreibstil fand ich angenehm flüssig und leicht, die Psychologie des Mörders zwar nicht sonderlich kreativ ausgearbeitet, aber doch interessant.

Das Setting - das eigene Zuhause, in dem man sich eigentlich sicher fühlen sollte, und das durch seine einsame Lage zu einer lebensgefährlichen Falle geworden ist - jagt einem einen Schauer über den Rücken. Es ist beklemmend, sich vorzustellen, dass Gewalt und Irrsinn ins idyllische Leben hineinplatzen, das man sich aufgebaut hat. Die Idee, dass die eigenen vier Wände von einem Hort der Sicherheit zu einem Ort der Schrecken werden, hat mir gut gefallen.

Eine durchschnittliche Wertung für ein meiner Meinung nach durchschnittliches Buch, das man lesen kann, aber nicht unbedingt muss.

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184 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

nina blazon, hexen, hexenverfolgung, feuerrot, historischer roman

Feuerrot

Nina Blazon
Fester Einband
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 16.02.2016
ISBN 9783473401338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte hohe Erwartungen an „Feuerrot“, immerhin ist das Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen. Und wieder hat Nina Blazon mich nicht enttäuscht. Der historische Jugendroman hat mich von der ersten Seite an gefangengenommen,.

Die Handlung wird größtenteils aus der Sicht zweier Protagonistinnen geschildert: Einerseits steht die Magd Madda im Mittelpunkt, andererseits die Kaufmannstochter Lies. Ein Inquisitor kommt in die Stadt, und kurz darauf beginnt eine Hexenjagd, bei der sich niemand sicher fühlen kann. Jeder muss befürchten, angeschwärzt zu werden, und unschuldig am Scheiterhaufen zu landen. Und dann ist da noch Lucio, der Italiener, der Lies den Kopf verdreht, dessen Motive aber schwer zu durchschauen sind ...

Nina Blazon schreibt wunderschön bildlich. Man kann sich das mittelalterliche Ravensburg so genau vorstellen, als sei man wirklich da. Die bedrückende Atmosphäre, die mit der beschriebenen Bedrohung einhergeht, hat mir so manches Mal eine Gänsehaut über den Rücken gejagt. Der Roman ist gut recherchiert, erlaubt sich aber gestalterische Freiheiten, die der Spannung zugutekommen.  Es ist mir schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, denn es gibt zwei Pärchen, mit denen man mitfiebern kann. Das einzige winzige Manko ist für mich, dass am Ende ein wenig von der aufgebauten Spannung verlorengegangen ist, und sich manches Problem leichter lösen ließ, als ich erwartet hätte.

Im Gegensatz zu anderen historischen Romanen, die ich gelesen habe, ist „Feuerrot“ sehr leicht verständlich geschrieben. Womöglich wäre es noch etwas stimmungsvoller gewesen, wenn die Sprache etwas „historischer“ geklungen hätte, aber darüber will ich nicht meckern. Es ist immer noch ein Jugendbuch, und soll als solches sicher einfach zu lesen sein.

Natürlich zählt in erster Linie der Inhalt, aber trotzdem möchte ich erwähnen, wie schön das Buch gestaltet ist. Es ist ein Roman, den man gerne in den Händen hält und sich gerne ansieht. Ein optisches Highlight im Bücherregal und eine gelungene Hülle für eine aufregende Geschichte.

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Tags: hexen, hexenverfolgung, historischer roman, nina blazon   (4)
 

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(422)

754 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 103 Rezensionen

dystopie, liebe, legend, day, jugendbuch

Legend – Schwelender Sturm

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.09.2013
ISBN 9783785573952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Legend – Schwelender Sturm“ ist der zweite Band der Legend-Reihe und knüpft direkt an die Handlung des ersten Bandes an.

June hat Day geholfen, vor seiner Hinrichtung zu fliehen, doch die Zukunft sieht alles andere als rosig aus. Day ist schwer verletzt, seine beste Freundin Tess ist bei den Patrioten, sein kleiner Bruder Eden  befindet sich noch in Gefangenschaft und auch June wird nun gesucht. Ihre einzige Chance sehen die beiden darin, die Patrioten zu suchen und um Hilfe zu bitten. Schnell beginnen sie jedoch an den Zielen der  Patrioten und vor allem an deren Anführer, dem geheimnisvollen Razor, zu zweifeln.

 

Wieder wird die Handlung teils aus Junes, teils aus Days Sicht geschildert.  Die beiden unterscheiden sich stark voneinander: June ist rational, beherrscht und versucht immer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Day lässt sich öfter von seinen Emotionen lenken. Nicht nur die charakterlichen Unterschiede, sondern auch die unterschiedliche Herkunft sorgt zunehmend für Konflikte zwischen den beiden. Day und June stammen aus unterschiedlichen Welten und allmählich beginnen sie zu hinterfragen, ob ihre Liebe wirklich ausreicht, um diese Kluft zu überbrücken. Zudem sind beide – vor allem June – etwas linkisch und unsicher in Gefühlsdingen.

 

Das ist übrigens der einzige Punkt, an dem man den Protagonisten ihr extrem junges Alter anmerkt. Ansonsten werden sie wie in Band 1 als Übermenschen geschildert, die es in jeder Hinsicht locker mit jedem Erwachsenen Soldaten aufnehmen können. Ich persönlich hätte es stimmiger gefunden, wenn das Alter der Charaktere etwas höher gewählt worden wäre. Wenn Day und June z.B. 17 wären – und Tess meinetwegen 15 – würde das meiner Meinung nach schon etwas realistischer wirken.

 

Nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch die Nebenfiguren wie Tess, Kaede und Anden sind vielschichtig, interessant und entwickeln sich weiter. Schön fand ich, dass man in Band 2 mehr über die Welt jenseits der Republik erfährt.

Day und June müssen lernen, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt – sie beginnen, die Grauschattierungen zu begreifen: Ist es in Ordnung, dass der neue Elektor für die Fehler seines Vorgängers büßen muss? Ist Thomas wirklich so gewissenlos, wie es erst den Anschein hatte? Ist Tess tatsächlich absolut gut und lieb, oder hat sie vielleicht auch dunklere Seiten?

 

Was mir am zweiten Band nicht ganz so gut gefallen hat, war, dass der militärische Aspekt und der Kampf gegen das System die Handlung so stark dominieren. Darunter leidet die Liebesgeschichte zwischen Day und June ein wenig, sie hat mich weniger mitgerissen als in Band 1.

Auch finde ich, dass die Reihe für eine Dystopie wenig Neues bietet und nicht ganz mit Titeln wie den „Tributen von Panem“ mithalten kann.

 

Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. „Legend – Schwelender Sturm“ ist ein würdiger Nachfolger von „Fallender Himmel“: spannend, emotional und actionreich. Ich warte gespannt auf den nächsten und letzten Band der Trilogie.

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Tags: dystopi, jugendbuch, legend   (3)
 

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1.453 Bibliotheken, 16 Leser, 5 Gruppen, 75 Rezensionen

liebe, fantasy, shadow falls camp, freundschaft, gestaltwandler

Shadow Falls Camp - Verfolgt im Mondlicht

C.C. Hunter , Tanja Hamer
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.07.2013
ISBN 9783841421562
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte vor, diese Rezension mit etwas Positivem zu beginnen, damit mein Geschimpfe danach weniger hart klingt. Tatsächlich fällt es mir aber so schwer, etwas Gutes daran zu finden, dass ich einfach direkt mit dem Schlimmsten anfange: mit der Protagonistin.

Kylie ist unerträglich. Sie ist dumm, unreif und unvernünftig. Fassungslos muss man ihren einfältigen Gedanken folgen, sich über ihre abstrusen Schlussfolgerungen wundern und fragt sich schließlich, wie sie es geschafft hat, so lange zu überleben, ohne vor lauter Doofheit das Atmen zu vergessen und zu ersticken.

 

Die „Liebesgeschichte“ hat mich gelangweilt – von romantischer Stimmung keine Spur - und ist eigentlich nichts weiter als eine ewig gleiche Abfolge fast identischer Szenen: Kylie und Lucas küssen sich, Kylie fühlt sich vernachlässigt. Geknutsche, Kylie fühlt sich vernachlässigt… Und zwischendurch macht Derek sich ein wenig nützlich, damit man ihn nicht ganz vergisst.

 

Im Endeffekt quält man sich durch 560 Seiten öder Teenieproblemchen, garniert mit einer Art Krimi-Geschichte, die ein wenig vor sich hin dümpelt und sich dann praktisch von selbst löst und so lustlos und geradezu unvollständig erzählt ist, dass man sie ebenso gut weglassen hätte können. Tatsächlich scheinen Kylies Hauptsorgen zu sein, ob andere sie für einen Freak halten, und ob Lucas sie auch wirklich zu schätzen weiß. Dann kommt in ihrer Prioritätenliste lange nichts, und dann erst der Serienmörder, der es auf eine ihrer Freundinnen abgesehen hat.

 

Leider konnte ich mich nicht für das Buch erwärmen. Den zweiten Stern gebe ich, weil ich mir vorstellen kann, dass der Roman, so schlecht er auch sein mag, den Geschmack von Kindern und Jugendlichen trifft, die bereit sind, über sehr viele inhaltliche und sprachliche Schwächen hinweg zu sehen. Somit hat „Verfolgt im Mondlicht“ zumindest ansatzweise eine Daseinsberechtigung – aber nicht in meinem Bücherregal.

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