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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

witches of norway, polarschattenmagie, dark diamonds, norwegen, carlse

Witches of Norway - Polarschattenmagie

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.12.2016
ISBN 9783646300055
Genre: Fantasy

Rezension:


Wie auch der Vorgänger konnte mich "Witches of Norway: Polarlich" nicht ganz von sich überzeugen. Elis ist wieder in ihrem Jahr bei den Andersons gelandet und die erste Hälfte der Geschichte ist langweilig und macht Elis nicht sympathischer, eher im Gegenteil. Sie ist wieder da und versucht die Andersons von ihrem Erlebnis zu überzeugen, allerdings ist der Einzige, der ihr glaubt, Stian. 


Stian ist dass größte Fragezeichen in der Geschichte. Nicht nur, dass Elis in seiner Gegenwart zu einem willenlosen, naive Dummchen wird, sondern ich wurde auch nicht schlau aus ihm. Stimmt es, was er sagt, oder steckt mehr dahinter? Ist er gar nicht der, für den er sich ausgibt? Oder vielleicht doch und es wird einfach nur nicht richtig rübergebracht? Ein bisschen Rätsel raten und den Leser im Unwissen zu lassen ist ja gut und schön aber hier sind einfach zu viele fragen und zu wenig Antworten. Nachdem Elis sich aber wieder in die Vergangenheit verirrt, nimmt die Geschichte für mich an fahrt auf. Kyjell ist wieder mit dabei und wird mir von Minute zu Minute sympathischer und man erfährt endlich ein bisschen über die Hintergründe. Es wird spannender, manche Fragen werden geklärt und es endet mit einem Cliffhanger. Im Großen und Ganzen konnte das letzte Drittel überzeugen und neugierig auf den dritten Teil machen. Trotzdem habe ich mich zu lange durchquälen müssen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Las Vegas Millionaires Club - Lee

Liv Keen
E-Buch Text
Erschienen bei null, 26.04.2017
ISBN B071KVVPQL
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der Millionairs Club treibt sich gerade in Las Vegas rum und genießt die Zeit dort. Aber nicht alle von ihnen können in den Straßen der Stadt der Träume entspannend oder wahlweise ihr Geld verzocken. Unser Protagonist Lee verbindet ganz andere Erinnerungen mit dieser Gegend.


Lee Cambell ist Hotelmagnat und will ein neues Hotel in Las Vegas eröffnen. Kaum ist er dort, um die Eröffnungsfeier vorzubereiten begegnet er durch Zufall Reesa. Einer Frau aus seinem früheren Leben, die ihn ziemlich aufwühlt und wieder in seine Vergangenheit zieht. Lee ist ein sehr charmanter Mann, der Probleme damit hat andere Menschen an sich heranzulassen. Der ewig lächelnde Sunnyboy ist nicht so glücklich, wie er tut. Das macht ihn gerade so sympathisch. Er wirkt trotz Geld nicht abgehoben, sondern sehr echt und menschlich. Ich mochte es sehr, wie er Reesa helfen möchte und gleichzeitig seine Familie beschützen will.


Reesa ist eine unabhängige Frau, die alles für ihren Bruder macht. Sie ist tough, versucht sich alleine durch das Leben durchzuschlagen und sich auf niemanden zu verlassen, um nicht enttäuscht zu werden. Ihr Bruder ist ein selbstsüchtiger Nichtsnutz und ihr Teenagerschwarm hat sie damals zurückgelassen. Nun ist Lee aber wieder da und Reesa versucht ihm nicht wieder zu verfallen, was gar nicht so einfach ist.


Die Geschichte von Lee und Reesa ist nicht ganz ohne. Wir haben zwei Menschen, die sich zueinander hingezogen fühlen, aber aus mehreren Gründen dem nicht nachgeben dürfen/sollen und die italienische Mafia. Der letzte Punkt bringt viel Spannung in die Geschichte. Es ist ein Mitfiebern und bangen. Schritt für Schritt erfahren wir mehr über Lees Vergangenheit. Das doch sehr düsterte Thema, wird durch die Leidenschaft zwischen Reesa und Lee und durch die Sprüche von Adam und Dante aufgelockert.


Fazit:
Spannende Geschichte, liebenswerte Charaktere und eine Sogwirkung, der man nicht entkommen kann. Außerdem heitert der Millionairs Club immer wieder auf!

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(92)

211 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, freundschaft, dani atkins, familie, intensivstation

Der Klang deines Lächelns

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426519356
Genre: Romane

Rezension:


Auch wenn mich ihre Geschichten immer wieder zum Weinen bringen, liebe ich den Schreibstil von Dani Atkins. In "Der Klang deines Lächelns" wird es wieder sehr gefühlvoll und eine Achterbahnfahrt mit Auf und Abs erwartet dich.


Die beiden Frauen Ally und Charlotte werden benachrichtigt, dass ihre Ehemänner ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Verzweiflung und die Hilflosigkeit der beiden Frauen, ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut rübergebracht wurden. Wie der Zufall es so will, sind sich die beiden aber gar nicht so fremd. Ally ist die Ex-Freundin von David, David der Ehemann von Charlotte und Joe der Ehemann von Ally. Außerdem gibt es da noch Jake, den Sohn von Ally und Joe. Eine interessante Konstellation, die zu Spannungen führt.


Die Geschichte wird einmal durch die Gegenwart erzählt, das ist die Zeit im Krankenhaus, und wie die beiden Frauen um die Leben ihrer Männer bangen und dann die Vergangenheit in Flashbacks. An sich ist das nicht schlecht, allerdings war es mir einfach zu verworren. Acht Jahre früher, Sieben Jahre früher, 4 Jahre früher, 13 Jahre früher ... man erfährt zwar viel über die Vergangenheit, allerdings war es für mich zu durcheinander. Außerdem lag der Fokus mehr auf Ally und David als auf Ally und Joe und diese Rückblenden sind für mich leider zu wenig gewesen, was ich sehr schade finde! Das hat den Eindruck, dass Joe einfach nicht so wichtig ist und nur als ... Platzhalter fungiert.


Das Gleichgewicht zwischen den Charakteren ist nicht ganz ausbalanciert. Joe ging leider unter, was mich sehr traurig gemacht hat, da er mir ab der ersten Seite schon ans Herz gewachsen ist. Ally mochte ich auch sehr und ihre Entscheidungen und Reaktionen konnte ich sehr gut nachvollziehen. David hingegen war mal mehr, mal weniger sympathisch und das schwankte immer mal wieder. Mit Charlotte wurde ich leider durchweg nicht warm. Verschiedene Charaktere, jeder, lebt sein eigenes Leben und trotzdem sind alle miteinander verknüpft und verbunden.


Die Geschichte ist traurig. Man bangt mit den beiden Frauen um ihre Männer, macht sich sorgen und hört sich die Diagnosen der Ärzte an. Dann erlebt man die Vergangenheit der beiden, freut sich, leidet mit ihnen. Emotional konnte Dani Atkins mich auf jeden Fall packen und ich war richtig mit drin ... das Ende allerdings machte alles zunichte. Ich ahnte ab den ersten paar Seiten, wie die ganze Geschichte ausgehen würde, und war mehr als unglücklich damit. Nach der letzten Seite bin ich das immer noch. Das Ende ... nun ja es hat mir einfach nicht gefallen.


Es gab ein paar Ecken und Kanten, an denen ich mich gestört habe. Die Emotionen waren für mich sehr gut beschrieben, ich war richtig darin gefangen, das Ende allerdings ging für mich nicht. Ich mochte es nicht. Dadurch, dass Joe etwas zurückgestellt wurde, hatte alles einen faden Beigeschmack, umso näher ich dem Ende kam. Wegen dem Ende müsste ich dem Buch eigentlich 3 Sterne geben, aber das gute überwiegt.

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(98)

242 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

roman, freundschaft, trauma, gail honeyman, ich eleanor oliphant

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:


Die Einschätzung zu "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeymoon fällt mir gar nicht so einfach. Ich habe anhand des Covers und des Klappentextes eine andere Geschichte erwartet. Mehr Hoffnung, mehr Liebe und mehr Gefühl.


Eleanor ist als Protagonistin sehr skurril, sie hat viele unsympathische Charaktereigenschaften und konnte mich einfach nicht für sich einnehmen. Alltägliche Interaktionen auf Arbeit, beim Einkaufen oder Spazierengehen kennt sie gar nicht. Sie ist eine sehr intelligente und gebildete Frau, die Wert auf gute Manieren legt, sie selbst behandelt aber alle von oben herab und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass jeder für sie dumm ist. Dadurch konnte ich mich nicht in sie hineinversetzen und hatte meine Probleme mit ihr. Natürlich merkt man schnell, dass hinter ihrem Auftreten eine verzwickte, ja sogar grausame Vergangenheit steck. Und alleine meine Neugierde, was damals passiert ist und was ihre Mummy damit zu tun hat, hat mich dazu bewegt weiterzulesen. Emotional konnte mich die Geschichte aber leider gar nicht packen. Zwischendrin gab es ein paar Szenen, die mich leicht berühren konnten, aber das war dünn gesäht, denn selbst als Eleanor sich veränderte und langsam an die anderen Menschen anpasste, kam ich ihr nicht näher.


Raymond ist ein großer Bestandteil der Geschichte. Er ist ein Computernerd, der das Herz am rechten Fleck hat und ich frage mich immer noch, warum er so hartnäckig geblieben ist und sich mit Eleanor angefreundet hat. Sie ist vom Verhalten her unfreiwillig komisch, aber eben auch beleidigend. Ihre ersten Eindrücke von Raymond sind alles andere als freundlich. Der Beziehungsaufbau zwischen den beiden hat mir aber gefallen. Raymon ist ein Goldstück, der nicht locker lässt und die seltsame Eleanor aus ihrem Schneckenhaus holt und sie Stück für Stück ins Leben bringt.


Die Wandlung die Eleanor nach und nach durchmacht, ist gut zu lesen, aber das alleine hätte mein Interesse nicht behalten können. Es war das Geheimnis um ihre Vergangenheit und die Narbe, das mich zum Weiterlesen gebracht hat. Ich wollte wissen was passiert. Leider war es oft langatmig, für mich emotionslos und Eleanor ging mir oft genug auf die Nerven. Pluspunkte konnte das Buch aber für die originellen Charaktere trotzdem bei mir sammeln, und obwohl Eleanor und ich vielleicht nicht die besten Freunde werden, ist sie mir gegen Ende doch ein klein wenig ans Herz gewachsen.


Eines muss ich der Autorin aber lassen. Ihr Schreibstil ist klasse! Die Seiten ließen sich trotz meiner Probleme gut lesen und sie beschreibt die Situationen und Eleanors Charakter sehr gut.


Fazit
Ein Klappentext, der mich ein bisschen in die Irre geführt hat. Eine originelle aber nicht unbedingt liebenswerte Protagonistin, spannendes Geheimnis, aber langatmige Story. Leider bin ich vom Großen und Ganzen enttäuscht und hatte etwas anderes erwartet.

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179 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

hexen, magie, freundschaft, prophezeiung, liebe

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Klappentext klang so vielversprechend und auch das Cover hat mich direkt angesprochen, aber leider konnte mich das Buch so gar nicht von sich überzeugen.


Angefangen mit den Protagonisten. Wir haben die Mädchen Poppy und Ember. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung und könnten unterschiedlicher nicht sein. Das Bild, was von Ember gezeigt wird, gefiel mir gar nicht. Sie war trotz ihrer Erlebnisse im Hexenlager immer fröhlich, nett und naiv. Natürlich kennt sie die Welt der Unwerten nicht und vieles ist neu für sie, aber ihre Wandlung am Ende kam bei mir nicht gut an. Es gab noch Mehrer Einzelheiten, die sie bei mir nicht sympathischer gemacht haben aber ich möchte euch nicht zu sehr Spoilern. Einzig ihre Freundschaft zu Poppy war ein Lichtblick.


Poppy gefiel mir ganz gut. Sie ist die Außenseiterin, der das Leben schon übel mitgespielt hat. Sie hat immer wieder Probleme in der Schule, unterscheidet sich von den anderen Kindern und von ihrer Familie bekommt sie auch nicht die Liebe, die sie sich wünscht. Poppy macht eine Entwicklung durch, die mir gefällt. Sie akzeptiert ihr Wesen, versucht zu lernen und vor allem jedem zu helfen. Sie möchte das Beste für die Menschen, die ihr am Herzen liegen, egal ob sie sich dabei selber verletzt. Sie war für mich die Sympathieträgerin im Buch. Während man Poppy anmerkt, dass sie etwas Geheimnisvolles, Hexisches an sich hat, ist Ember ein Mädchen voller Hoffnungen und Träume. Neben den beiden gibt es natürlich auch noch andere wichtige Charaktere, aber einer spielt noch eine besondere Rolle. Leo, neben Poppy von Anfang an ein sympathischer Charakter, der durch sein Verhalten einiges einbüßt. Seine Gefühle konnte ich dann aber auch nicht mehr ernst nehmen.


Was mich aber am meisten gestört hat, war der Schreibstil. Er ist unglaublich frustrierend! Es gab so oft den Moment, wo ich mir mehr Details, genauere Beschreibungen, Gefühle, Gedanken, Gerüche gewünscht habe. Einfach mehr als ein Satz bestehend aus nichts. Ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinversetzen, hatte keinen Zugang zu den Situationen und Gefühlen. Das Drama war kein Drama und ich konnte nichts, von dem was passierte, ernst nehmen.


Fazit
Die Geschichte hatte eigentlich Potenzial. Wenn mehr Gefühle, mehr Details dabei wären, sodass die Charaktere greifbarere gewesen wären und vor allem mehr Tiefe erlangt hätten, sähe die Wertung anders aus. Auch wenn ich mich mit dem Ende absolut nicht anfreunden kann! Die Autorin hat es auf den letzten 50 Seiten geschafft, die Handlung für mich inakzeptabel zu machen. Deshalb wird es auch nicht mehr als 1 Eulchen! Schade.

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(83)

247 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

magonia, mariadheadley, schiff, magoni, vögel

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Klappentext von "Magonia" deutet ja schon eine magische Welt an. Wie magisch es wird, habe ich aber nicht geahnt. Zu erst befinden wir uns auf der Erde und begleiten Aza Ray dabei, wie sie mit ihrer Krankheit kämpft, Zeit mit ihrem besten Freund Jason verbringt und wie ihre Familie sie umsorgt. Aza ist eine Protagonistin, wie ich sie liebe. Stark, klug und sarkastisch. Jedes ihrer Worte strotzt vor Sarkasmus, Ironie und ihrer Intelligenz. Sie ist wortgewandt, witzig und gibt so eine aufregende Protagonistin ab. Sie zu begleiten hat mir Spaß gemacht, sie sagt nicht zu allem ja und ahmen, hinterfragt dinge und vertraut ihrem Gefühl, besonders was Jason angeht. 


Jason ist ihr bester Freund. Ein Junge, der selber nicht ganz normal ist, unheimlich schlau und einfach liebenswert. Aza ist sein Universum und das merkt man. Er würde alles für sie tun. Wir bekommen einen sehr guten Einblick in seinen Kopf, da ein paar Kapitel aus seiner Sicht geschrieben sind. Sie sind anders, er gleitet mit den Gedanken ab und an weg und man merkt, wie sein Gehirn arbeitet. Seine Trauer und seine Hilflosigkeit kommen sehr gut rüber. Es ist sehr emotional auf eine originelle und neue Weise. Er und Aza sind ein unschlagbares Team und zusammen einfach süß.


Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Sie ist wortgewandt, etwas verworren und originell. Sie hat mit Magonia eine unglaublich fantastische Geschichte erschaffen, die schwer zu erklären ist. An manchen stellen war ich mit der Geschichte überfordert aber gleichzeitig fasziniert. So eine Welt zu erschaffen ist nicht einfach.


Der Anfang des Buches war ich begeistert, über den Schreibstil, die Geschichte, die Charaktere. Diese Begeisterung ebbte dann ein wenig ab, als wir mit Aza in Magonia auftauchten. Es sind plötzlich zu viele aber gleichzeitig auch zu wenige Informationen. Wir erleben den Alltag auf der Amina Pennarum, lernen neue Dinge über Magonia aber wir erfahren kaum Hintergründe und keine Erklärungen. Es ist so fantastisch, dass in meinem Kopf kaum Bilder entstehen. Es ist schon klar, dass wir nicht sofort alles erfahren. Die Protagonistin ist ebenfalls im unklaren und wir als Leser haben ihren Wissensstand. Allerdings geht mir das ziemlich auf die Nerven, da ich einfach mehr wissen möchte. Ich möchte wissen, was nun mit Aza ist und was ihr Schicksal darstellt. Die Dinge erfahren wir zwar alles nach und nach, aber für mich waren manche Sachen nur leicht angekratzt und ich hätte gern ausführlicher darüber gehört. So hatte es immer einen Nachgeschmack von "Nicht ganz ausgereift". Trotz allem konnte mich die Geschichte aber begeistern. 


Fazit
Aza Ray und Jason sind zwei Protagonisten, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Originell und herzerwärmend, eine fantastische Geschichte, Schiffe im Himmel und ein Kampf, der es in sich hat. Manche Stellen, besonders das Ende gingen mir aber zu schnell, mit zu wenigen Erläuterungen aber trotzdem habe ich das Lesen genossen. Bin gespannt, was uns im zweiten Band erwartet.

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132 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

faun, fantasy, jugendbuch, mechthild gläser, jane austen

Emma, der Faun und das vergessene Buch

Mechthild Gläser
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.02.2017
ISBN 9783785585122
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Emma, der Faun und das vergessene Buch". Ein Buch mit wunderschönem Cover, was mit seiner Farbenfreude sofort ins Auge fällt. Mich ziehen ja Bücher magisch an, in denen ein Darcy vorkommt. Als Jane Austen Fan verbinde ich gleich eine wundervolle Geschichte mit dem Namen. Nun hat Mechthild Gläser nicht nur einen Darcy eingebaut, sondern auch eine Emma und damit eine ganz eigenen Hommage an Jane Austen erschaffen.


Für Liebhaber ist es genau das Richtige. Immer wieder entdeckt man Situationen, Szenen und Eigenschaften aus "Stolz und Vorurteil", "Emma" und ich bin mir sicher, dass "Northhanger Abbey" ebenfalls eine Rolle spielt. Das zauberte mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht, wenn ich etwas Neues entdeckt habe. Sie hat ihre eigene Geschichte daraus erschaffen und alles wunderbar miteinander verbunden.


Unsere Protagonistin Emma ist eine perfekte Mischung aus Elizabeth Bennett und Jane Austen Emma. Stolz, stur, übereifrig und ein Gutmensch, der sich überall einmischt und immer das Beste für jeden will. Sie wurde perfekt getroffen. Das machte Sie zwar etwas nervig, aber ich habe sie sehr gerne auf ihrem Weg durch die Geschichte begleitet. Darcy ist ein jugendliches Abbild unseres Mr. Darcy. Ich hätte gern noch ein bisschen mehr über ihn erfahren, aber es passte zu seinem verschlossenen Charakter. Wir lernen noch viele interessante und liebenswerte Charaktere kennen, die eine mehr oder minder wichtige Rolle bei dem ganzen spielen.


Die Geschichte spielt auf Schloss Stolzenburg. Einem Elite Internat und ein Ort voller Geheimgänge, verwinkelter Gänge und Gerüchte. Emma liebt diesen Ort und das merkt man sehr deutlich. Mechthild Gläser baut eine wundervolle geheimnisvolle Atmosphäre auf und ich konnte mir das Schloss mit seinen Gängen und Ländereien sehr gut vorstellen.


Die Handlung drehte sich hauptsächlich um das Buch, was Emma findet, den Faun und das Verschwinden von Darcys Schwester. Ein Buch, was alles wahr werden lässt, was man hineinschreibt, ist faszinierend und gefährlich zugleich. Nicht nur Emma muss das feststellen, sondern auch die Entdecker vor ihr. Jedes Kapitel endet mit einem Eintrag aus der Chronik und wir bekommen dadurch einen Einblick in die Vergangenheit von Schloss Stolzenburg und seiner Bewohner. Mir fehlte das Gewisse etwas am Buch. Wir haben gut durchdachte Charaktere, wunderbare Anspielungen auf Jane Austens Romane, Fantasyelemente durch das Buch und die Geschichte um den Faun und eine zarte Liebesgeschichte aber trotz allem konnte es mich nicht zu 100% von sich überzeugen.


Das Buch und der Faun sind unmittelbar miteinander verbunden. Mit Emma Rätseln wir, was wirklich an der Geschichte dran ist. Schleicht er nachts durch die Gänge von Stolzenburg oder ist doch alles nur erfunden? Diese Ungewissheit und auch das Unwissen, was wirklich mit der Schwester von Darcy geschehen ist lassen einen neugierig weiterlesen. Im Mittelteil hatte ich einen kleinen Hänger, weil die Geschichte da vor sich hinplätscherte, aber dann wurde es wieder interessanter, allerdings war ich von dem Ende enttäuscht. 


Fazit:
Perfekt für Jane Austen Fans, ein atmosphärischer Ort und eigenwillige Charaktere. Es ist eine unterhaltsame Geschichte, die wundervoll geschrieben wurde, auch wenn sie mich nicht ganz abholen konnte, hat es sich für mich gelohnt.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

jugendbuch, rezension, liebe, mobbing, rockstar

Don't Kiss Ray

Susanne Mischke
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423740265
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Don't Kiss Ray" ist eine süße Liebesgeschichte mit Teenagerdramen und Freundschaften. Die 16-jährige Jill begegnet auf einem Festival dem unglaublich gut aussehenden Ray. Nichts ahnend verliebt sie sich in ihn und findet dann heraus, dass er der Sänger einer Boyband ist. Natürlich gibt es da haufenweise Probleme, die den beiden Verliebten im Weg stehen.


Uns erwartet eine süße Geschichte, denn die beiden Protagonisten sind auf jeden Fall Sympathieträger. Ray als strahlender Sänger der Broken Biscuits ist auf den Boden geblieben. Er ist süß, gut Aussehenden und kommt am Anfang sehr sympathisch rüber. Er hat sich auf den ersten Blick in die sture Jill verliebt und da ist im egal, ob er ein "Tenniestar" ist und sie ein ganz normales Mädchen. Jill ist für ihr alter schon sehr selbstständig. Sie ist ein bisschen stur, ist nicht umwerfend gut Aussehende, sondern ein ganz normales Mädchen, das plötzlich einen Star liebt und somit haufenweise Probleme vor ihrer Tür stehen.


Natürlich bleibt das kleine Treffen der beiden nicht ohne aufsehen und die Hetzjagd geht los. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, diesen Fanatismus der Teenagerfans von Boybands hervorzubringen. Genau so stellt man sich das vor. Die extremen Fans reagieren natürlich nicht gut darauf, dass ihr göttergleicher Star eine Normalsterbliche erwählt hat, die nicht sie selbst sind. Die ganzen Aktionen, die daraus entstehen waren erschreckend, aber genau so stell ich mir das auch vor. Es war teilweise auch sehr unterhaltsam. Aber nicht nur die Fans stehen den beiden verliebten im Weg, sondern auch Rays Manager und Jills Freundinnen reagieren auch nicht so gut darauf. Das ist das Einzige, was mich beim Lesen gestört hat. Jills Freundinnen. Alles unterschiedliche Typen, aber trotzdem ist der Streit, das Misstrauen, die Eifersucht und die Geheimnistuerei zwischen den vier Freundinnen anstrengend und unnötig. Zum Augen verdrehen.


Trotz allem sind Ray und Jill ein süßes Paar und es hat Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es gab viele Schwierigkeiten und Hindernisse aber sie sind sich zum Großteil treu geblieben und vor allem handeln sie nicht ohne Rücksicht auf Verluste. Was bei mir sehr gut ankam, war die, doch etwas ungewöhnliche Gemeinsamkeit der beiden. Tangomusik. Das macht sie ein klein wenig zu etwas Besonderem. Tangomusik, ein verführerischer Tangotanz und die beiden kommen sich näher.


Fazit
Eine Süßes Geschichte für zwischendurch. Sie lässt sich locker, leicht lesen und entführt den Leser in das erste Verliebtsein, das Kribbeln im Bauch und die Sehnsucht nach dem Einen.

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866 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ein Buch, mit einem Hauch Märchen. Während des Lesens kamen ein paar Stellen, die mich an andere Märchen erinnert haben. Eine schöne Kombination und wirklich nur minimale Szenen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Ein Fluch, eine Böse Fae und die Liebe.


Feyre ist eine schöne Mischung aus Jägerin und unsicherer Frau. Sie ist nicht von sich überzeugt und ihre menschlichen Schwächen sind ihr bewusst, allerdings ist sie mutig und kämpft für das Richtige. Ich mag es sehr, dass sie keine Alleskönnerin ist und die Bösen mit links fertigmacht. 


Tamlin ist strahlend. Die sanftmütige Bestie. Er ist zwar nett und liebenswert aber manchmal zu perfekt. Er hat keine Ecken und Kanten. Er ist eher der tiefsinnige und grüblerisch gepeinigte High Lord, der sich für sein Volk aufopfert. Er beeindruckend, dass steht außer Frage aber es gibt einen Nebenspieler, der erst gegen Ende auftaucht und eine ganz andere Faszination ausübt! Rhysand. Er ist dunkel, geheimnisvoll und ein bisschen Böse. Er ist nicht der liebe, nette Mann von nebenan, sondern eher die Dunkelheit die einen umgibt. An seinen Händen klebt viel Blut. Er taut nach und nach etwas auf, erobert Schritt für Schritt das Leserherz und zeigt auch mal einen weichen Kern. Wie kann man ihn nicht mögen. Ich bin definitiv Team Rhysand! 


Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen. Der Einstieg fiel mir schwer. Viel Gerede aber die Geschichte kam nicht voran, erst in Prythian begann der für Sarah J. Mass Bücher so typische Lesesog. Man wollte wissen, was es mit der Seuche auf sich hat, warum alle Fae Masken tragen und wer diese "Sie" ist. Der Beziehungsaufbau von Feyre und Tamlin fand ich sehr gut. Das vorsichtige Annähern, das sanfte Verlieben und die Zweisamkeit der beiden. Feyre legt ihren Hass ab und Tamlin taut auf. Ist die Handlung im ersten Drittel noch sanft und zum Verlieben - man bekommt nur durch ein paar Gegebenheiten den Eindruck, dass in Prythian nicht alles wunderbar ist - wird es im letzten Drittel düster. Es bekommt eine dunkle, blutige Note. Es wird gefährlich, man bangt um das Leben von Feyre und sie muss beweisen, was in ihr steckt.


Fazit
Sarah J. Maas schafft es, mich wieder in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. Sie erschafft faszinierende Charaktere und eine mitreißende Geschichte. Die Bilder breiten sich beim Lesen förmlich in meinem Kopf aus. Wunderbar!

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379 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

drachen, julie kagawa, talon, fantasy, liebe

Talon - Drachennacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269729
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Buch gut findet, es euch emotional aber nicht packen kann? So geht es mir bei Talon. Ich mag die Charaktere, ich finde die Geschichte interessant und es passiert ständig etwas Spannendes, aber es kann mich nicht mitreißen. Ich kann das Buch mittendrin weglegen, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen.


Der Einstieg in den dritten Band von Talon gelang mühelos. Die Geschichte setzt wenige Wochen nach dem zweiten Band ein und es wird grob wiederholt und angerissen, was vorher passiert ist. Ich musste nicht lange in meinem Gedächtnis herumwühlen, ehe ich mich an Einzelheiten erinnerte. Ember, Riley und Wes sind immer noch zusammen unterwegs und sind einem sehr wertvollen Hinweis auf der Spur. Ember ist und bleibt mir immer noch sympathisch. Sie akzeptiert die menschliche Seite an sich, sie gewöhnt sich nicht ans Töten und trauert um jeden Toten, egal ob Freund oder Feind. Sie ist sanftmütig und hat ein Gewissen, allerdings kämpft sie mit Zähnen und Klauen für die, die sie liebt. Riley ist unaufmerksam und begeht einen Fehler, indem er sich nicht genügend Zeit für Ember nimmt. Er ist mehr Drache als Mensch und merkt nicht, dass Ember eigentlich seine Nähe braucht, so ist es kein Wunder, dass die Gefühle zwischen Ember und Garett deutlicher hervortreten und auch für mich als Leser deutlicher nachzuvollziehen waren.


Garett ist wie immer klasse. Er ist der furchtlose Soldat, der nur eine Schwäche hat. Seine Gefühle für einen roten Drachen. Er spielt auch in diesem Teil eine wichtige Rolle und ich mag die Szenen zwischen ihm und Ember. Die beiden zusammen sind einfach süß trotz dem Chaos um sich herum. Wir erfahren auch endlich mehr aus Garetts Vergangenheit.


Die Handlung ist wieder spannend. Diesmal dreht es sich mehr um den Georgsorden und die internen Geschäfte und Verstrickungen. Wir lernen Jade kennen, einen westlichen Drachen, die sicher noch eine wichtige Rolle einnehmen wird und erfahren mehr über die geheimen Machenschaften von Talon. Dante spielt dabei eine große Rolle und mit jedem weiterem Kapitel von ihm, hasse ich ihn mehr. Er ist vom rechten Weg abgekommen und ich denke, er wird nicht zu retten sein. Es wird zwischen ihm und Ember sicher zu einem Kampf kommen. 


Fazit
Immer noch sympathische Charaktere und eine spannende Geschichte. Schade, dass mich die Story trotzdem nicht mitreisen kann, bis auf die letzten Seiten. Das Ende des Buches hat mich ungläubig zurückgelassen. Das kann sie nicht machen! Ich bin dagegen und akzeptiere es einfach nicht. So! Püh!

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330 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, traci chee, jugendbuch, abenteuer

Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna 1)

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nach den letzten Seiten von "Ein Meer aus Tinte und Gold" schlug ich das Buch zu und starrte es mit gerunzelter Stirn an. Viele offene Fragen, keine genaue Vorstellung und Verwirrung blieb in meinem Kopf zurück.


Wir beginnen mit Sefia. Das Mädchen ist die Hauptperson der Geschichte. Sie und das geheimnisvolle Buch, was sie mit sich herumträgt. Sefia wurde mir erst mit der Zeit sympathischer. Sie ist jung, kann sich aber durchsetzen und weiß, wie sie überleben kann. Sie hat etwas Unschuldiges an sich. Gemeinsam mit Archer macht sie sich auf die Suche nach ihrer Tante und entdeckt das Geheimnis des Buches, des Symbols und ihrer Fähigkeiten. Archer muss ich zugeben ist mir einer der liebsten Charaktere geworden. Der Junge ohne Vergangenheit, der nicht spricht. Er ist eine tödliche Waffe, beschützt Sefia mit seinem Leben und ist dabei einfach liebenswert.


Neben den beiden gibt es noch einige Charaktere, die wir mehr oder weniger kennenlernen. Lon und die Zweite, Tanin, die Jägerin, Nin, Kapitän Lee und seine Mannschaft. Der Einzige, der ebenfalls gut bei mir ankam, über den man aber zu wenig erfahren hat, ist Kapitän Lee, aber auch hier zu wenige Informationen über ihn und ich habe kein Bild vor Augen. So ist das mit Allen. Die Charaktere konnte ich nicht richtig greifen, sie sind nicht tief gehend, nicht einprägsam. Da hätte man wesentlich mehr machen können, gerade da Sefia, Archer und Lee schon Sympathieträger in der Geschichte sind. Ich habe aber keine Ahnung, wie ich sie mir vorstellen soll, allgemein wird sehr mit Beschreibungen und Details gespart. Die Welt, die einzelnen Charaktere ... nichts hat sich in meinem Kopf zu einem Bild formen.


Die Handlung konnte mich leider auch nicht überzeugen. Die Idee ist wirklich interessant. Eine Welt, in der es Menschen mit Begabungen gibt und niemand lesen und schreiben kann. Was ist ein Buch? Wir begleiten Sefia bei ihrer Reise, statten Kapitän Lee bei seinen Abenteuern einen kurzen Besuch ab und erfahren, auf welcher Mission Tanin unterwegs ist und was Lon lernt. Die Geschichte geht schleppend voran. Anfangs passiert nicht viel, es vergeht ein Jahr ohne, dass man davon etwas mitbekommt und die ganze Zeit habe ich mich verloren gefühlt. Ich wusste nicht, was passieren soll, worauf will die Autorin hinaus. Was ergibt das alle für einen Sinn? Was hat es mit dem Buch auf sich? Was sollen die Geschichten von Kapitän Lee, die Sefia in dem Buch liest? Es sind sehr viele Fragen, die Langezeit unbeantwortet bleiben, am Schluss nur spärlich beantwortet werden oder zu denen es gar keine Antworten gibt. Diese ständige Ratlosigkeit frustrierte mich beim Lesen und dann die langatmige Handlung. Keine gute Voraussetzung. Es gibt wenige Stellen, die Spannung erzeugen konnten und noch weniger, die eine meiner vielen Fragen zufriedenstellend beantwortet hat. Am Ende kam kurzzeitig noch mal etwas Schwung in die Geschichte, aber es änderte auch nichts mehr. Ich hatte so viel mehr erhofft.


Fazit
Es ist leider nur das Äußere, das punkten kann. Ein wunderschönes Cover und eine originelle Aufmachung sorgt dafür, dass viele das Buch in die Hand nehmen möchten. Die Idee, die in dem Buch steckt, hat Potenzial aber die Umsetzung bringt es leider nicht. Sehr schade.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

krebs, liebesroman, neuanfang, verlag: montlake, cowboy

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt

Emily Bold
E-Buch Text: 302 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 28.03.2017
ISBN 9781477820544
Genre: Sonstiges

Rezension:


Emily Bold entführt uns mit "Wenn Liebe Cowboystiefel trägt" nach Littletree und erschafft eine großartige Westernatmosphäre. Ein ruhiges und idyllisches Leben in dem Ort und dazu Cowboys und Rodeo reiten. Sie hat alles so gut beschrieben, dass ich immer von Bildern in meinem Kopf begleitet wurde und mir jede Szene vorstellen konnte. Wundervoll!


Avery Davis zieht zurück in ihre Heimatstadt. Nach einer schweren Krebserkrankung hat sie ihren Job, ihre Haare und ihren Partner verloren und wohnt nun wieder bei Ihren Eltern. Kein Wunder, dass Avery am Anfang sehr geknickt und niedergeschlagen ist. Die Gefühlslage der Protagonistin ist sehr gut beschrieben und nachvollziehbar. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Avery ist eine sehr bodenständige Frau, die den Wert des Lebens für sich erkannt hat und einen Neuanfang startet. Das ist zwar eher unfreiwillig, aber nach gutem Zureden ihrer Familie nimmt sie es in die Hand. Wir begleiten Sie auf ihrem Weg und beobachten wie sie selbstbewusster und stärker wird und vor allem wie sie versucht Mason King zu widerstehen.


Mason ist der Held des Ortes, da er der Titelverteidiger im Rodeo Reiten ist. Einer der Besten. Mason wird zwar als Draufgänger beschrieben aber so habe ich ihn gar nicht empfunden. Ab dem Aufeinandertreffen mit Avery ist er einfach nur charmant, liebenswert. Er ist zwar selbstbewusst aber nicht überheblich. Der einzige "Makel" ist, dass er sein Leben beim seinem Sport riskiert. Emilys Worte haben ein genaues Bild von ihm in meinen Kopf gezaubert. Ein charmanter und leidenschaftlicher Cowboy. Masons Training und dann die richtigen Wettkämpfe werden sehr anschaulich und atmosphärisch beschrieben, was einem ein gutes Bild von Mason und seiner Stärke liefert.


Wir begleiten Avery dabei, wie sie sich von den Strapazen ihrer Krankheit erholt und die Verluste überwindet. Außerdem muss sie erst das Vertrauen in die Männer zurückgewinnen und da kommt Mason ins Spiel. Das ist aber auch nicht gerade einfach, da die beiden eine Vergangenheit hatten, die nicht gut endete. Da befindet sich mein einziger Kritikpunkt. Avery Gefühle bezüglich der Wette kommen mir zu kurz. Natürlich ist sie immer noch wütend auf Mason deswegen, aber wie sehr sie das damals verletzt hat, kommt für mich nicht richtig rüber, sodass man ihre negative Einstellung ihm gegenüber nicht unbedingt nachvollziehen kann. Mason und Avery flirten bei jedem Aufeinandertreffen miteinander. Die Anziehung zwischen den beiden ist deutlich spürbar und man fragt sich immer wieder, wann Avery ihm endlich nachgeben wird. Außerdem gibt es noch etwas, was dem Liebesglück im Weg steht und das ist Masons Sport als Rodeo Reiter. Es ist eine sehr leidenschaftliche und schöne Liebesgeschichte.


Fazit
Charmante Charaktere, Witz und sehr stimmungsvoll geschrieben. Da bekommt man gleich Sehnsucht nach weiten Wiesen, dem scharren von Pferdehufen und einem sexy Cowboy.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

hypochonder, geburt, schwangerschaft, porsche, urlaub

Die Schwangerschaft des Max Leif

Juliane Käppler
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426519745
Genre: Romane

Rezension:


Max Leif is back. Der liebenswerte Hypochonder hat seinen zweiten Teil bekommen und uns erwartet ein wiedersehen mit den charmanten Charakteren aus dem ersten Teil. 


Max hat seine Hypochondrie in den Griff bekommen, doch plötzlich wirkt Maja krank und er macht sich Sorgen ... und schon beginnt es wieder von vorne. Dr. Internet wird befragt und die armen Nerven von Maja werden strapaziert. Sobald sich herausstellte, dass seine Freundin nur schwanger ist und nicht lebensbedrohlich erkrankt, dauerte es trotzdem noch ein wenig, ehe er wieder normaler wurde. Die Anfangszeit fand ich anstrengend zu lesen. Max seine Hypochondrie war im ersten Teil noch ganz unterhaltsam aber hier hat es mich sehr oft mit den Augen rollen lassen. Zum Glück tritt sie nicht so extrem zutage. Seine Anwandlungen hingegen alles auf das Genauste zu Testen war unterhaltsam. So wird die Babytrage, der Kinderwagen und diverse andere Babyprodukte aufs Genaueste unter die Lupe genommen und hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht. Meine Sympathie für Max schwankte aber während des Buches immer wieder. 


An Majas Stelle wäre ich verrückt geworden aber sie erträgt die Anwandlungen ihres Geliebten ganz gut und weiß, wie sie mit ihm umgehen muss. Ein bisschen hat mir aber die miesepetrige Maja mit ihren sarkastischen und vor Ironie tropfenden Sprüchen gefehlt. Ab und an lies sie sich mal blicken aber es war selten. Sie war dann doch sehr emotional und weich geworden, was ich sehr schade fand. Schwangeren wird ja nachgesagt, dass sie Emotionaler werden aber ich habe doch die Alte Maja vermisst.


Neben dem treuen Hannibal gibt es jetzt auch noch ein weiteres Familienmitglied. Der rote Kater Lecter, der es liebt, Max tote Mäuse vor die Füße zu legen und ihm liebevoll um die Beine zu streichen. Mit von der Partie ist wieder Jekaterina Poljakow. Sie war wieder sehr authentisch und unterhaltsam. Wir treffen auf alte Charaktere und lernen neue kennen, wobei niemand dem anderen gleicht. Es ist ein Buch voller verschiedener und skurriler Charaktere.


Ich befürchte, ich habe zu hohe Erwartungen an das Buch gestellt. Wir begleiten Maja und Max während der 9 Monate Schwangerschaft, gehen mit ihnen zu den Untersuchungen, suchen einen Kinderwagen aus, testen Babytragen und arbeiten im Kling Klang. Die Rasselbande aus dem Kindergarten ist ganz liebenswert, besonders der kleine Janosch sorgt für viele Schmunzler. Aber ich hatte mehr Witz erwartet und weniger intensive Schwangerschaftsinformationen. Ich als Nicht-Mutter, die auch keinerlei Interesse in diese Richtung hat, konnte mich nicht so richtig mit dem Thema anfreunden. Es war mir dann doch zu viel.


Fazit
So ganz zufrieden war ich nicht. Die wunderbaren Charaktere aus dem ersten Teil haben etwas an Farbe verloren, die witzigen Sprüche und Situationen fehlten und es war, für mich, zu detailliert thematisch. Ich denke, dass Buch wird vielen gefallen, es war nur nicht ganz mein Thema.

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1.287 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 354 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


"Paper Princess" fasziniert mich gleichermaßen, wie es mich abstößt. Ella ist eine starke Protagonistin, die mit ihren 17 Jahren die harte Realität bereits kennengelernt hat und um ihr überleben gekämpft hat. Nun kommt sie in eine steinreiche Familie und auf eine High School voller reicher, verzogener Gören. Ella ist mir als Protagonistin sehr sympathisch gewesen. Obwohl sie sich nun alles leisten kann, was sie möchte, lässt sie sich nicht von dem Reichtum beirren. Sie bleibt sie selbst, stark, mutig und selbstbewusst aber mit einer weichen, verletzlichen Seite, die ab und zu aufblitzt. Manchmal waren ihre Reaktionen unsinnig oder zu übertrieben, aber sie ist sich treu geblieben. Das alles ist gar nicht so selbstverständlich, da Reed Royal, seine Brüder und so gut wie alle anderen an der Schule, ihr dass Leben schwer machen, ihre Vergangenheit verurteilen und Ella schlecht machen.


Das war ein Punkt, der für mich gar nicht ging. Die Männer behandeln Frauen und insbesondere Ella wie Dreck oder ein Stück Fleisch. Sie wird beschimpft, bedrängt und verspottet, dafür, dass sie nicht reich ist und als Stripperin gearbeitet hat, um Geld für eine Unterkunft und etwas zu essen zu haben.


In der Familie Royal ist einer verkorkster als der andere. Callum als Vater der Söhne und Ellas Vormund wurde anfangs nett, aufmerksam und umsorgend vorgestellt und plötzlich macht er eine Wandlung durch und wird plötzlich zum Alkoholiker, dem es egal ist, ob seine Söhne mitbekommen, wie er sich über seine Freundin hermacht. Da war oft ein WTF-Moment dabei! Die Söhne sind aber alle nicht besser. Reed mag heiß sein, aber schlau wird man aus ihm auch nicht. Sein Verhalten Ella gegenüber geht gar nicht und ich kann nicht nachvollziehen, warum sie ihm verfällt. Er ist sehr beschützend seinen Brüdern gegenüber, was ihm Sympathiepunkte einbringt und später, als sich sein Verhalten zu Ella bessert, wird er langsam sympathischer. Eston ist genauso verkorkst wie sein großer Bruder aber hat eine sehr charmante Seite und dadurch mochte ich ihn sehr. Gideon ist eher der eigenbrötlerische, stille Typ mit seinen Geheimnissen. Von den Zwillingen hat man nicht viel mitbekommen.


Trotz allem hat mich die Geschichte in den Bann gezogen. Der Schreibstil ist locker leicht und gut zu lesen. Ella ein starker Charakter und die fünf Brüder einfach mal etwas anders. Das Verhalten der Geschwister untereinander ist liebenswert aber Ella gegenüber überhaupt nicht. Das ist ein Hin und Her zwischen den Royals und Ella. Die Handlung besteht eigentlich aus der Eingewöhnungsphase von Ella bei den Royals und in die Schule und die Annäherung der Geschwister mit ihr. Natürlich spielt Reed eine große Rolle und das Buch endet mit einem Cliffhanger.


Fazit:
Das Buch ist wie ein Unfall. Man möchte nicht, aber kann nicht anders. Trotz einiger Mängel, habe ich die Geschichte gern gelesen und sie hat mich auf ihre Art eingewickelt, sodass Band 2 unbedingt folgen muss. Versteh das einer!

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544 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 166 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, freundschaft, liebesroman

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:


Ein neuer Roman von Ally Taylor. Dieses Mal befinden wir uns nicht am Strand von Oceanside, sondern im bunten, lauten und farbenfrohem New York. Durchweg schafft Ally Taylor eine großartige Atmosphäre und fängt den Trubel von New York ein. Ich habe mich richtig wohlgefühlt und wollte mich immer wieder neben Claire auf das Dach des Knight Building setzen und die Freiheit von NY spüren. 


Claire ist eine sympathische Frau, die gerade eine kleine Krise durchmacht. Ohne Job, ohne Pläne und von ihrem Freund verlassen, muss sie zurück in ihr altes Kinderzimmer. Ihr fällt aber die rettende Lösung ein und sie zieht in den begehbaren Kleiderschrank ihrer besten Freundin. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jeder sich ein wenig in Claire wiederkennt. Sie ist so normal und echt. Allerdings hat sie mich auch ein bisschen wahnsinnig gemacht und ich wollte sie schütteln. Sie stolpert von der einen in die andere Beziehung und kann nicht alleine sein. Sie steigert sich in die Beziehungen und wird am Ende mit gebrochenem Herzen zurückgelassen. Ihre Träume wurden verschoben, ihr Selbstwertgefühl liegt am Boden und ihre Pläne für die Zukunft sind nicht existent.


Ein sehr allgegenwärtiges Thema, was Ally Taylor hiermit aufgreift. Träume, Ziele, Zukunftspläne. Claire hat ihre Träume verschoben, aus Angst es nicht zu schaffen, die Selbstzweifel nagen an ihr und sie braucht immer einen Mann an ihrer Seite. Ohne Mann gibt es keine Zukunftspläne. Nach und nach entkommt Claire aber ihren Gedanken und konzentriert sich endlich mal auf sich selbst. Sie sieht klarer und entdeckt, was eigentlich die ganze Zeit vor ihrer Nase liegt. Eine wundervolle Liebesgeschichte.


Ich konnte mit Claire leiden, mich freue und mit ihr mitfiebern. Sie lebt mit ihrer besten Freundin June zusammen und ihrem besten Freund Danny. Es stellt sich außerdem heraus, dass ihr Ex-Freund Jamie über ihr wohnt. June ist ein interessanter Charakter, über den ich gern mehr erfahren hätte. Sie sagt, was sie denkt, und ist immer für Claire da, auch wenn diese Fehler macht. Danny ist ein Traummann. Ganz ehrlich so einen möchte ich auch! Er und Claire passen perfekt zusammen. Dann gibt es da noch Jamie. Ihr Ex-Freund, der mit jedem Detail, den man mehr über ihn erfährt, sympathischer wird. Er ist ebenso ein wichtiger Teil der Geschichte, wie Danny und June. Zusammen ergeben sie eine unterhaltsame, leidenschaftliche und echte Geschichte, mit der ich ab der ersten Seite mitfiebern konnte.


Fazit
Auch wenn ich Claire oft schütteln wollte, weil sie Mist gebaut hat, war sie mir total sympathisch. Ich mochte es sehr, wie sie sich nach und nach von ihren Selbstzweifeln befreit und endlich mal an sich denkt. Mehr als einen Traummann vor der Nase und das alles in einem Wandschrank!

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220 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Eine Märchenadaption, Dornröschen, wahre Liebe ... irgendwie hat mich das alles dazu verleitet an eine Geschichte mit Liebe, Leidenschaft, heimlicher Küsse und Magie zu denken. "Ewig: Wenn Liebe erwacht" ist allerdings anders als erwartet.


Prinzessin Aurora wird von einem nicht ganz so stattlichen Prinzen durch einen Kuss erweckt. Wahre Liebe und glücklich bis an ihr Lebensende sind aber zwei Begriffe, die nicht zu dem vermeintlichen Paar passen. Zu Aurora habe ich die ganze Zeit keinen richtigen Zugang bekommen. Es lag vielleicht daran, dass sie die Hälfte der Zeit selbst nicht wusste, was sie machen soll, wohin ihre Pläne sie führen und vor allem wer sie wirklich ist. Diese graue Maus, zu der sie in Anwesenheit der Könige wird, konnte ich nicht ausstehen. Ihre Leidenschaftliche, feurige Seite zeigte sich erst bei Finnegan oder Tristan. Aurora muss ich also erst noch entwickeln und ich habe die Hoffnung, dass sie im zweiten Band richtig von sich überzeugen kann. 


Prinz Rodric, der Aurora mit seinem Kuss befreit hat ist liebenswert, aber sehr blass. Ein schwächlicher Prinz, der nett und etwas schüchtern ist, aber kein Durchsetzungsvermögen hat. Er sollte seine Chance sich zu beweisen auf jeden Fall noch bekommen. Das Potenzial dazu steckt in ihm. Prinz Finnegan hingegen ist gleich ganz anders. Gut aussehend, arrogant, von sich überzeugt aber sehr charmant. Er hat etwas Schwung in die ganze Geschichte gebracht, allerdings waren Aurora Reaktionen und ihre Abneigung gegen ihn zu übertrieben und aufgesetzt. Er war in meinen Augen der ehrlichste und interessanteste Charakter im ganzen Buch. Von Tristan war ich enttäuscht. Der Anfang mit ihm war richtig vielversprechend, aber dann wurde sein Charakter blass und unbedeutend.


Die Charaktere konnten mich alle nicht wirklich von sich überzeugen. Ich kam sehr gut durch die Geschichte, der Schreibstil ist ganz gut, allerdings hätte die Autorin viel mehr Emotionen einbauen können. Die Ansätze waren da, aber sie hat es nicht genutzt. 


Fazit
"Ewig: Wenn Liebe erwacht" ist anders als erwartet. Viel verschenktes Potenzial und blasse Charaktere machen die Geschichte zu einer durchschnittlichen Story. Erst das Ende wird spannend und deutet einen vielversprechenden zweiten Band an.

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410 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 37 Rezensionen

magie, fae, throne of glass, fantasy, dorian havilliard

Throne of Glass - Königin der Finsternis

Sarah J. Maas , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717076
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der vierte Teil der Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas ist anders als seine Vorgänger. Es wird düsterer, blutiger und der Weg ist mit Leichen gepflastert. Der typische Humor von Celaena, den man aus Band 1 und 2 kennt, kommt nur noch ganz selten und die Stimmung ist gedrückter und ernster. Das ist alles nicht schlecht, aber es ändert die Atmosphäre im Buch auf jeden Fall.


Celaena Sardothien kehrt aus Wendlyn zurück, aber nicht als Assassinen, sondern als Aelin Galathynius, Königin von Terrasen. Es hat sich alles verändert und daran muss man sich Erste einmal gewöhnen. Der Charakter von Chaol hat sich in der Zeit auch sehr gewandelt. Er ist härter und misstrauischer geworden und es hat mir das Herz gebrochen wie verfeindet Aelin und er sich verhalten haben. Es dauert eine ganze Weile, ehe sich zwischen den beiden die Wogen wieder etwas glätten. Aelin ist eine perfekte Mischung aus gnadenloser Assassinen und zukünftiger Königin. Sie ist stark, mutig und selbstbewusst aber es schimmern immer wieder verletzliche und manchmal auch unsichere Seiten an ihr durch und man merkt, wie sehr ihr die Last zu schaffen macht, die sie auf ihren Schultern zu tragen hat. Aedion der etwas reifer wird, allerdings meiner Meinung nach viel zu wenig in die Handlung integriert wurde. Er hat eher eine Nebenrolle, die immer mal wieder nützlich ist, aber den Großteil der Handlung doch ignoriert wird. Rowan hat sich zu einem Felsen in der Brandung entwickelt. Ohne ihn geht es nicht mehr und immer, wenn er in Aelins Nähe war, hat er die harte Schale der Königin etwas eingerissen. Dorian ist auch ein großer und wichtiger Faktor in dem Buch. Man leidet mit ihm, möchte ihn umarmen und wartet nur darauf, dass er seinen großen Moment bekommt. Manon ist wieder mit von der Party und haben mich ihre Stellen im dritten Band noch gelangweilt, konnten sie hier neugierig machen und die Spannung immer weiter steigern. Sie selbst wurde mit jeder Seite für mich immer interessanter und ich bin richtig gespannt, welche Rolle sie noch in der Geschichte übernehmen wird. Ich habe da so eine Ahnung. Neben den bekannten Charakteren haben wir auch Neueinführungen. Nesryn, Elide und Lysandra sind drei weitere Charaktere, die eingeführt werden. Jede übernimmt eine wichtige Rolle, jede wächst einem beim Lesen ans Herz und wird Teil der Geschichte.


Sarah J. Maas hat ein Händchen sehr einfallsreiche, interessante und außergewöhnliche Charaktere zu erschaffen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, nicht jeder ist zu einhundert Prozent Perfekt und Gut, sondern jeder hat seine dunkle Vergangenheit, Ecken und Kanten und ein persönliches Ziel, für das er kämpft. Das macht die Charaktere so einzigartig und perfekt.


Wir lesen wieder aus verschiedenen Sichten, erfahren Bruchteile einer Geschichte, die sich mit jeder Seite mehr und mehr zusammenfügen, so kommt es, dass sich die Handlungen von Manon mit denen der anderen verknüpft und sie eine Rolle im großen Ganzen übernimmt. Die Handlung wird mit jeder Seite spannender. Es gibt Wendungen, mit denen man einfach nicht gerechnet hat und die alles in eine andere Richtung lenken und die Autorin schafft es, mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle und gerade die letzten 150 Seiten habe ich mit Herzklopfen und angehaltenem Atem verschlungen. Phänomenal.


Fazit
Die Charaktere und die Geschichte sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich beim Lesen mitgefiebert und mitgelitten habe. Wenn man einmal richtig in die Welt von Throne of Glass abtaucht, möchte man gar nicht mehr zurück. Eine der absoluten Lieblingsreihen!

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, sherlock holmes

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint

Heather Petty , Anne Brauner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.10.2016
ISBN 9783570172513
Genre: Jugendbuch

Rezension:


In "My Dear Sherlock: Nichts ist, wie es scheint" verfolgen wir mit Mori und Lock, weiterhin die Morde von Sergeant Moriarty. Jemanden versucht die Morde, unserer Protagonistin Mori in die Schuhe zu schieben. Zeugen tauchen auf, weitere Morde geschehen und die Familie wird bedrängt. Alles dreht sich darum, wer Mori droht, wer hinter den weiteren Morden steckt und vor allem, wie Mori ihren Vater möglichst lange im Gefängnis schmoren lassen kann. 


Meine Sympathie für Mori schwankte immer wieder sehr stark. Zum einen macht sie sehr viel durch und man kann ihre Handlungen teilweise verstehen, ihre Liebe zu ihren Brüdern ist aufrichtig und auch ihre Zuneigung Sherlock gegenüber. Was mir auf die Nerven ging, war das ständige Hin und Her zwischen den beiden. Sie stieß ihn immer wieder von sich, um dann wieder einzuknicken und das mehrmals. Sherlock ist noch genauso wie im ersten Band. Er ist unheimlich intelligent, ein bisschen arrogant, ein klein wenig selbstgefällig, süß und bis über beide Ohren in Mori verliebt.


Der neue Fall ist interessant und sorgt für Aufregung, allerdings ist er ziemlich langatmig. Die Geschichte lässt sich gut und schnell lesen aber die Spannung flaute immer wieder ab. Das lag für mich daran, dass zu viel passierte. Zu viele Einzelheiten, zu verworren und dazwischen immer wieder Mori, die alles auf ihre Art lösen möchte. Die Langatmigkeit und die Spannung wechselten sich aber oft ab, sodass das die Geschichte trotz allem neugierig machte. Vom Ende hingegen war ich total enttäuscht. Die letzte Entwicklung kam für mich zu plötzlich und wurde nicht richtig erklärt. Außerdem hatte ich angenommen, dass mit Band 2 die Reihe abgeschlossen ist, aber das Ende mit Cliffhanger sagt da etwas ganz Anderes.


Fazit
Wie der Vorgänger ließ sich auch "My Dear Sherlock: Nicht ist, wie es scheint", sehr gut lesen, allerdings gefiel mit Band 1 von der Geschichte her wesentlich besser. Vermutlich werde ich mir den dritten Teil auch holen, weil der Cliffhanger am Ende neugierig macht. Besonders auf Moris Plan bin ich gespannt und auf Sherlocks Kombinationsfähigkeiten.

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429 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

hexen, fantasy, magie, liebe, scheiterhaufen

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Everflame: Verräterliebe" ist ein würdiger Abschluss für die Reihe. Lily und ihre Helfer wurden von einem Schwarm Bienenwirkern entführt und vor den Toren einer Stadt abgeliefert. Mit dieser ominösen Stadt hat Josephine Angelini eine spannende Wendung eingebaut, die der Geschichte noch einmal richtig Schwung gibt. Die Ganze Handlung um Grace und die Vorgeschichte der Wirker fand ich richtig genial. 


Lily balanciert auf einem schmalen Grad zwischen der richtigen Entscheidung und einer moralisch Verwerflichen. Es kommt öfter vor, dass sie davorsteht und die Befürchtung ist groß, dass sie doch wie Lilian werden könnte. Diesen Zwiespalt fand ich super umgesetzt. Außerdem sieht sich Lily immer wieder ein paar schwierigen Entscheidungen gegenüber, die die ganze Entwicklung der Geschichte beeinflussen könnten. Lilians Rolle in dem Ganzen war auch gut gemacht. Sie ist nicht abgrundtief böse, hat ihre Gründe, warum sie so handelt, aber ihr fehlte diese moralisch korrekte Komponente von Lily. Für sie sind die Helfer doch eher Mittel zum Zweck.


Charakterliche Entwicklungen bei den Helfern gab es in meinen Augen allerdings nicht. Rowan fällt zwar in Ungnade, aber wird trotzdem nicht so anders behandelt, wie erwartet und die anderen benehmen sich, wie sie nun einmal sind. Sie beschützen Lily um jeden Preis, geben aufeinander acht und suchen eine Lösung für jedes Problem.


Die ganze Welt, die Josephine Angelini erschaffen hat, mit all den Fähigkeiten, den Wunschsteinen, Wirkern und der Weltenwanderung ist absolut lesenswert. Die Spannung im dritten Band war besser als im Zweiten, einige Fragen wurden aufgelöst und vor allem war die Dynamik des Teams richtig gut. 


Das Einzige, was für mich ein Punkt Abzug gibt, ist das Ende. Ich hatte das Gefühl, das es so abrupt endete und vor allem, dass es keine weiteren Infos gibt. Raufen sich die einzelnen Völker zusammen? Was passiert mit den Wirkern? Und, und, und ... Der Epilog war zwar ganz nett, aber ich hätte mir was Anderes gewünscht, um vollkommen zufrieden das Buch zu beenden.


Fazit
Ich mochte die Entwicklung der Geschichte in "Verräterliebe" sehr. Die Dynamik von Lily und ihren Helfern war klasse, die Lösung gut und nur das Ende hat mich etwas enttäuscht. Im Grund ein guter Abschluss für die Reihe und eine großartige Welt, die Josephine Angelini erschaffen hat.

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(91)

222 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

thriller, entführung, jugendbuch, thailand, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Für die einen ist es ein Spiel für die andere blutige Realität. „Wonderland“ ist ein Thriller mit einer heftigen Handlung. 6 junge Erwachsene werden entführt und eingesperrt. Sie müssen einen von sich Opfern ... nur einer kann gewinnen. Es ist schon ein beängstigender Gedanke, wie Menschen wie Tiere gehalten werden und ohne Rücksicht auf ihre Rechte und auch auf ihre Gesundheit mit ihnen gespielt wird. Nach und nach werden noch mehr erschreckende Details aufgedeckt. Die Hintergründe der Tat und wer überhaupt hinter alle dem steckt.


Der Einstieg hat einen Moment gedauert, aber man findet sich sehr schnell zurecht und dann wird es mit jeder Seite spannender und die Seiten fliegen nur so dahin. Ein klasse Schreibstil der Autorin. Sie erzählt uns schonungslos was passiert, schmückt nichts aus und übertreibt nicht bei den Emotionen. Elizabeth und Jacob wechseln sich ab und erzählen uns die Geschichte. Dieser Sichtwechsel hat mir sehr gut gefallen, da jeder der beiden etwas anderes wahrnahm, über andere Situationen nachdachte und wir als Leser so noch mehr Einblick bekommen haben. Lizzy ist die, die die größte Entwicklung durchgemacht hat. Sie ist krank und hat dadurch immer wieder ihre schwachen Momente aber das macht sie nur stärker. Sie entwickelt eine ungeheuerliche Willenskraft, kämpft ums Überleben und zeigt uns mehrmals ihren scharfen Verstand, mit dem Sie Situationen erfasst und Pläne schmiedet.


Jacob ist der zweite Erzähler und anfangs der große Unbekannte der Gruppe. Alle wissen, dass er irgendetwas mit der ganzen Sache zu tun hat, und stehen ihm mit Misstrauen gegenüber. Allerdings nähert sich Lizzy ihm an und wir lernen ihn besser kennen. Jacobs erste Gedanken waren etwas verwirrend. Es tauchen Namen auf, mit denen wir nichts anfangen können und wir erfahren von seiner Zeit in China. Man findet aber schnell die Verbindung zu den Geschehnissen und versteht auch endlich, was Jacob mit all dem zu tun hat. Er ist die treibende Kraft in der Gruppe. Obwohl ihm alle misstrauisch gegenüberstehen, versucht er sie nur zu beschützen. Besonders Lizzy hat es ihm angetan. Jacob ist der wohl interessanteste Charakter der Gruppe. Nicht nur, weil er eine schwere Vergangenheit hat und auch in der Gegenwart noch viel Leid ausstehen muss, sondern weil er auch ein starker Charakter ist. Er beherrscht Kung-Fu, hat eine unglaubliche Selbstbeherrschung und gibt alles für Lizzy und die Mädchen. Er ist der Held der Geschichte.


Jeder der anderen Charaktere ist speziell und hat seine eigene Geschichte zu erzählen, die man nach und nach rausfindet und was jeden Charakter individuell macht, auch die Bösen. Allerdings sind hier die Hintergründe und Beweggründe teilweise zu schwammig, oder es wirkt so, weil ich nicht so krank denken kann, aber eines wird deutlich und zwar, dass man mit Geld alles kaufen kann und es scheiß egal ist, ob ein Menschenleben auf dem Spiel steht, Hauptsache man kann seinen absurden Neigungen nachgeben. Eine verdrehte Welt.


Fazit
Individuelle Charaktere und zwei, die ganz besonders hervorstechen und die Handlung dominieren. Lizzy und Jacob sind außergewöhnliche Charaktere, die uns durch die Geschichte leiten. Eine schreckliche Handlung, über die man im Nachhinein eigentlich nicht weiter nachdenken möchte.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Für immer vertraut

Kathrin Lichters
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei Feelings , 03.12.2015
ISBN 9783426215364
Genre: Liebesromane

Rezension:


In "Backstage-Love: Unendlich nah" begleiteten wir die beiden besten Freunde Mia und Nic dabei, wie aus ihrer Freundschaft Liebe wurde und die beiden endlich zueinanderfanden. Im zweiten Teil dreht sich alles um die chaotische Lizzy und den perfektionistischen Liam. Wir erfahren wie aus den beiden Freunde und schlussendlich ein Traumpaar wird.

Lizzy war ein sehr großer Bestandteil von Teil 1. Sie ist die beste Freundin von Mia und eine wahnsinnig große Stütze für sie gewesen. Jetzt wird Lizzy die ganze Aufmerksamkeit gewidmet. Mit ihren ganzen Sachen und Pebbles bepackt steht sie plötzlich vor Liams Tür und braucht eine Bleibe. Lizzy stellt seine komplette Welt auf den Kopf. Sie ist ein Wirbelwind. Treu, liebenswert, immer für ihre Freunde da aber auch tollpatschig und zieht eine Spur von Chaos hinter sich her. Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass das sehr unterhaltsam ist!

Liam hat es gar nicht so leicht mit so einer chaotischen Mitbewohnerin. Die beiden liegen sich öfter in den Haaren und man kommt als Leser definitiv auf seine kosten. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten. Liam ist ein liebevoller und beschützender Bruder und anfangs vermutet man auch, dass er diese Gefühle für Lizzy hat, aber dann ändert sich etwas zwischen den beiden. Von dem Rockstar, der jede Nacht eine andere hat, sich betrinkt und Bindungsängste hat, lernt man noch eine andere Seite kennen. Eine wesentlich Sympathischer. 

Lizzy und Liam sind wie Feuer und Wasser und das macht das Lesen gerade so spannend. Die Handlung dreht sich um die beiden, um das Zusammenleben, das Anfreunden und das Verlieben aber nicht nur das. Wir erleben wieder den Zusammenhalt der Familien Kennedy und Donahue, als es schlechte Nachrichten zu verkünden gilt, und lieben diese beiden Familien einfach immer mehr. Das Leben geht weiter und somit sind auch Mia und Nic mit von der Partie und bespaßen uns mit ihrem kleinen Rockstar Josh und ihren Freuden und Problemen als Familie.

Fazit
Wer Mia und Nic mochte, wird Lizzy und Liam lieben. Die beiden sind einfach eine großartige Kombination und das Buch steckt voller Witz, Leidenschaft, Spannung und Chaos. Ich hatte dank Lizzy richtig Spaß beim Lesen und wollte auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kathrin lichters, unendlich nah, rockstar;, familie, stalker;

Unendlich nah

Kathrin Lichters
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Feelings , 15.09.2015
ISBN 9783426215074
Genre: Liebesromane

Rezension:


Wisst ihr, was ich ich sehr an den Romanen von Kathrin Lichters liebe? Es sind nicht nur die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere und die Handlung an sich. Es ist die Familie. Kathrin baut immer wieder liebevolle Familien ein. In "Backstage-Love" treffen wir auf die Kennedys und die Donahues, die fest miteinander verwoben sind. Da wundert es einen nicht, dass die Kinder nicht nur beste Freunde sind, sondern sich etwas mehr zwischen ihnen entwickelt.

Mia Kennedy ist eine toughe aber auch sehr liebenswerte und führsorgliche Frau. Sie ist immer für ihre Freunde und ihre Familie da, doch nicht jeder sieht, was wirklich in ihr vorgeht. Sie ist seit Jahren in ihren besten Freund Nic verliebt. Zwischen den beiden ist es kompliziert, da er nicht nur ihr Bester Freund ist, sondern auch Leadsänger der Newcomerband "Swores". Die beiden sind unzertrennlich, bis die Band durchstartet. Nic bringt an Mia alle möglichen Seiten zum Vorschein. Ihre temperamentvolle Seite, wenn die beiden sich in die Haare kriegen, ihre verletzliche Seite, wenn Nic sich mal wieder wie der größte Idiot auf Erden verhalten hat und ihre leidenschaftliche Seite, wenn zwischen den beiden die Gefühle hochkochen.

Nic ist zwar berühmt und der momentan heiß begehrterste Junggeselle aber glücklich ist er trotzdem nicht ganz. Seine Band ist wahnsinnig erfolgreich, er kann das machen, was er liebt, verdient mehr Geld, als er ausgeben kann und ihm liegen die Frauen zu Füßen. Trotzdem zieht es ihn immer wieder nach Bodwik in seinen Heimatort. Zu Mia.
Nic wird einem im Buch wohl nicht immer sympathisch sein. Er macht haufenweise Fehler, trifft falsche Entscheidungen und zerstört beinahe das Beste in seinem Leben aber trotz allem mochte ich ihn. Er hat immer wieder gezeigt, dass in ihm mehr steckt als ein verzogener Rockstar mit Hang zu Partys und Alkohol. Eben das machte ihn liebenswert, dass er nicht perfekt ist und auch mal einen Fehler macht.

Neben Mia und Nic sind besonders Liam und Lizzy noch sehr wichtig für die Geschichte. Liam als Mias Bruder und Nics bester Freund und Bandkollege hat auch seinen Anteil daran zu tragen, dass die beiden so lange brauchen, um zusammenzukommen. Lizzy ist ein Wirbelwind und der Fels in der Brandung. Sie steht in jeder einzelnen Situation hinter Mia und hilft ihr, unterstützt sie und gibt gute Ratschläge. Sie würde ihren eigenen Bruder sogar für Mia verprügeln. Sie ist mit recht die beste Freundin von Mia und die kleine Schwester von Nic.

Die Handlung zeigt nur ansatzweise das Rockstarleben von Nic Donahue. Eigentlich spielt es sich eher hinter der Kulisse ab, deshalb Backstage-Love. Wir erleben das umeinander Herumtanzen der beiden, die Annäherung, die Probleme, die Komplikationen, die Guten und die schlechten Tage ... wir sind immer an der Seite der beiden Freunde, die auf den 458 Seiten so einiges durchmachen müssen. Der Einstieg ist ein bisschen langatmig und schwierig, weil Kathrin Lichters mit Namen um sich wirft und man erst einmal alle Charaktere kennenlernen soll. Spätestens nach den ersten 60 Seiten legt sich das alles aber und ich war vollkommen in der Geschichte drin. Es wurde beim Lesen nie langweilig, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Fazit
Wundervolle Charaktere, zwei liebenswerte Familien, ein haufenweisen Probleme und eine alles verzehrende Liebe. Das alles wird mit dem wundervollen Schreibstil von Kathrin Lichters zu einer spannenden und flüssig zu lesenden Geschichte verbunden. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Macht euch gefasst auf die Kennedys und die Donahues.

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250 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

kochen, liebe, taste of love, poppy j. anderson, roman

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:


Achtung, stellte euch darauf ein, dass euch während dem Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft, ihr Hunger bekommt und euch ärgert, dass es keinen Andrew gibt, der euch eben mal mit seinen Kreationen verwöhnt.

Ein wundervolles Buch mit Humor, fabelhaften Charakteren und der Leidenschaft für das Kochen erwartet euch. Die Charaktere Brooke und Andrew konnten mich beide von sich überzeugen. Andrew ist nicht der typische Macho mit Selbstüberschätzung. Er ist selbstbewusst aber so charmant und humorvoll, dass ich ihm sofort verfallen bin. Außerdem mag ich es sehr, wie er Brooke sieht. Er achtet nicht so auf ihr Aussehen, sondern ist fasziniert von ihrem Charakter!

Brooke ist fantastisch. Sie ist der Charakter, der mich durchweg zum Lächeln bringt. Ihr Durchsetzungsvermögen, ihre ehrliche Art und ihre Sturheit sind großartig. Sie will für den gut aussehenden Großstädter nicht hübsch aussehen und versucht sich nicht beliebt zu machen. Sie ist ein erfrischend ehrlicher und natürlicher Charakter. Allerdings, und das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist ihre Reaktion auf Andrews Geheimnis zu übertrieben. Es ging über mein Verständnis hinaus und hat sie kurzzeitig ein paar Sympathiepunkte gekostet.

Andrew wächst alles über den Kopf, er ist unglücklich und unzufrieden und braucht eine Auszeit. Ich mochte den Aufhänger der Geschichte. Poppy beschreibt Andrews Zweifel und seine Frustration sehr gut und auch, wie er die Leidenschaft fürs Kochen wiederentdeckt. Brooke hat eine schwere Last auf den Schultern, durch das Restaurant und ihre Eltern und das macht sie zu einem sehr starken Charakter, der sich nie beschwert, sondern alles gibt. Sie ist unheimlich stark und dann, ohne es zu wissen, bringt sie auch Andrews Leben wieder in die richtigen Bahnen. Eine schöne Geschichte.

Die Geschichte ließ sich klasse lesen. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und durch Poppys wundervolle, locker flockigen Schreibstil und ihrem Humor verflogen die Seiten nur so. 

Fazit
Großartige Charaktere, genialer Humor und wundervoller Schreibstil. Einzig Brookes Reaktion fand ich etwas übertrieben ansonsten perfekt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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359 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, falle, die falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Die Falle“ von Melanie Raabe konnte mich auf mehrere Arten überraschen. Die Story klang vielversprechend. Eine junge Frau, die dem Mörder ihrer Schwester eine Falle stellt. Womit ich gleich zu Beginn nicht gerechnet hatte, war der Schreibstil. Melanie Raabe hat eine grandiose Art das Innenleben, die verschrobenen Gedanken und Gefühle der Protagonistin rüberzubringen. Gerade am Anfang legt sie viel Wert auf Kleinigkeiten, die für uns alltäglich sind, aber für jemanden, der sein Haus nie verlässt, ein Highlight des Tages darstellen. Das lässt den Charakter Linda Conrads ein bisschen verrückt wirken aber bringt sie dem Leser unheimlich nahe. Sie verlässt nie das Haus und ist besessen von dem Mord an ihrer Schwester, hat Panikattacken und Schlafstörungen. Meine Sympathie für Linda schwankte während des Buches immer wieder. Gerade im Mittelteil büßt sie sehr viel ein und wirkt einfach nur durchgeknallt, aber so muss das sein, den sie bringt damit auch unheimlich Schwung und Spannung in die Geschichte. Ich brauchte ein bisschen, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen aber, sobald das Interview begann, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Linda schreibt also ein neues Buch, eine Geschichte über den Mord an ihrer Schwester und will damit den Mörder in eine Falle locken. Wir bekommen immer wieder Abschnitte aus dem Buch zu lesen und erfahren gleichzeitig, was damals vor 12 Jahren wirklich geschah. Eine sehr gute Art die Geschehnisse von damals zu erzählen. Es sind sozusagen besondere Rückblicke, die wir durch Sophie und Kommissar Jonas erfahren. Was mir sehr gut gefallen hat, da man merkt, dass es mehr zwischen Jonas und Sophie und somit auch zwischen Linda und Julian gibt.

Man geht zu Beginn des Buches ja davon aus, dass Viktor Lenzen der Mörder ihrer Schwester ist. Das wie, warum und was Linda unternimmt, um ihn zu überführen, ist einfach wunderbar inszeniert. Man schwankt zwischen Unglauben und Verwirrung, dann ist man sich sicher und Melanie Raabe schmeißt wieder alles um. Mehr kann und will ich auch nicht dazu sagen. Ihr müsst es einfach selbst lesen, euch verwirren lassen und mit Linda zusammen leiden und selbst nicht mehr wissen, was wahr ist und was sich gerade nur in ihrem Kopf abspielt.

Fazit
Ich bin ja kein großer Thriller Leser, aber Melanie Raabe konnte mich mit „Die Falle“ von sich überzeugen. Es hatte alles, was ich in einem Roman brauche. Spannung, eine Liebesgeschichte und interessante und authentische Charaktere. Einfach großartig.

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732 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, perfect, fehlerhaft

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Abschlussband der Diologie von Cecelia Ahern kann auf ganzer Linie überzeugen. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die bei mir Fragen aufgeworfen haben, aber die sind verschmerzbar und tun dem Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch. 

Celestine als unsere Heldin konnte mich wieder für sich einnehmen. Sie ist nicht die klassische Heldin, weil sie einfach mal nicht will. Sie will nicht das Aushängeschild einer Revolution sein, sie will nicht jemanden anführen … alles was Celestine North will, ist ihr Leben zurück. Sie ist einfach gut darin eine Lösung für das Problem zu finden. Egal ob sie freundlich zu einem bestimmten Menschen ist, jemandem die Hand reicht, ein paar ehrliche Worte sagt, das Richtige sagt. Ihr scharfer Verstand ist ihre stärkste Waffe. 

Carrick spielt eine ebenso große Rolle. Ohne ihn wäre Celestine nicht so weit gekommen. Er ist ihr Beschützer, ihr Held und Aufpasser. Die Beziehung der beiden hätte mir aber intensiver sein können. Es gibt intensive Momente aber immer nur sporadisch und ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden durchgängig etwas füreinander empfinden. Jedenfalls ist Carrick nicht immer perfekt. Er ist impulsiv, aber auch still und abwartend. Sein Glaube an Celestine ist es, der sie beflügelt. 

Die Handlung ist ab der ersten Seite spannend. Es geht rasant weiter, nachdem im ersten Teil Celestine ihrer Whistleblowerin ausgebüxt ist. Seitdem wird sie gesucht. Sie ist immer auf Achse, deshalb passiert auch ständig etwas Neues und bringt immer wieder Dynamik in die Geschichte. Es werden Intrigen geschmiedet, Notfallpläne entworfen und alles läuft nur auf ein Ziel hinaus. Das System zu stürzen. Zwischenzeitlich war ich einen Moment lang enttäuscht, dass es so schnell enden sollte und so unspektakulär, aber Cecelia Ahern hat eine Wendung eingebracht und schon war ich wieder gefangen und wollte wissen, was noch alles passiert.

Fazit
Eine der besten Dystopien, die ich seit Langem gelesen habe! Ein erschreckendes Thema, ein grandioses Ende und ein authentischer Charakter, der sofort Sympathie weckt.

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