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465 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 157 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, freundschaft, liebesroman

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:


Ein neuer Roman von Ally Taylor. Dieses Mal befinden wir uns nicht am Strand von Oceanside, sondern im bunten, lauten und farbenfrohem New York. Durchweg schafft Ally Taylor eine großartige Atmosphäre und fängt den Trubel von New York ein. Ich habe mich richtig wohlgefühlt und wollte mich immer wieder neben Claire auf das Dach des Knight Building setzen und die Freiheit von NY spüren. 


Claire ist eine sympathische Frau, die gerade eine kleine Krise durchmacht. Ohne Job, ohne Pläne und von ihrem Freund verlassen, muss sie zurück in ihr altes Kinderzimmer. Ihr fällt aber die rettende Lösung ein und sie zieht in den begehbaren Kleiderschrank ihrer besten Freundin. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jeder sich ein wenig in Claire wiederkennt. Sie ist so normal und echt. Allerdings hat sie mich auch ein bisschen wahnsinnig gemacht und ich wollte sie schütteln. Sie stolpert von der einen in die andere Beziehung und kann nicht alleine sein. Sie steigert sich in die Beziehungen und wird am Ende mit gebrochenem Herzen zurückgelassen. Ihre Träume wurden verschoben, ihr Selbstwertgefühl liegt am Boden und ihre Pläne für die Zukunft sind nicht existent.


Ein sehr allgegenwärtiges Thema, was Ally Taylor hiermit aufgreift. Träume, Ziele, Zukunftspläne. Claire hat ihre Träume verschoben, aus Angst es nicht zu schaffen, die Selbstzweifel nagen an ihr und sie braucht immer einen Mann an ihrer Seite. Ohne Mann gibt es keine Zukunftspläne. Nach und nach entkommt Claire aber ihren Gedanken und konzentriert sich endlich mal auf sich selbst. Sie sieht klarer und entdeckt, was eigentlich die ganze Zeit vor ihrer Nase liegt. Eine wundervolle Liebesgeschichte.


Ich konnte mit Claire leiden, mich freue und mit ihr mitfiebern. Sie lebt mit ihrer besten Freundin June zusammen und ihrem besten Freund Danny. Es stellt sich außerdem heraus, dass ihr Ex-Freund Jamie über ihr wohnt. June ist ein interessanter Charakter, über den ich gern mehr erfahren hätte. Sie sagt, was sie denkt, und ist immer für Claire da, auch wenn diese Fehler macht. Danny ist ein Traummann. Ganz ehrlich so einen möchte ich auch! Er und Claire passen perfekt zusammen. Dann gibt es da noch Jamie. Ihr Ex-Freund, der mit jedem Detail, den man mehr über ihn erfährt, sympathischer wird. Er ist ebenso ein wichtiger Teil der Geschichte, wie Danny und June. Zusammen ergeben sie eine unterhaltsame, leidenschaftliche und echte Geschichte, mit der ich ab der ersten Seite mitfiebern konnte.


Fazit
Auch wenn ich Claire oft schütteln wollte, weil sie Mist gebaut hat, war sie mir total sympathisch. Ich mochte es sehr, wie sie sich nach und nach von ihren Selbstzweifeln befreit und endlich mal an sich denkt. Mehr als einen Traummann vor der Nase und das alles in einem Wandschrank!

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140 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschenschlaf, a wicked thing, drachen

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Eine Märchenadaption, Dornröschen, wahre Liebe ... irgendwie hat mich das alles dazu verleitet an eine Geschichte mit Liebe, Leidenschaft, heimlicher Küsse und Magie zu denken. "Ewig: Wenn Liebe erwacht" ist allerdings anders als erwartet.


Prinzessin Aurora wird von einem nicht ganz so stattlichen Prinzen durch einen Kuss erweckt. Wahre Liebe und glücklich bis an ihr Lebensende sind aber zwei Begriffe, die nicht zu dem vermeintlichen Paar passen. Zu Aurora habe ich die ganze Zeit keinen richtigen Zugang bekommen. Es lag vielleicht daran, dass sie die Hälfte der Zeit selbst nicht wusste, was sie machen soll, wohin ihre Pläne sie führen und vor allem wer sie wirklich ist. Diese graue Maus, zu der sie in Anwesenheit der Könige wird, konnte ich nicht ausstehen. Ihre Leidenschaftliche, feurige Seite zeigte sich erst bei Finnegan oder Tristan. Aurora muss ich also erst noch entwickeln und ich habe die Hoffnung, dass sie im zweiten Band richtig von sich überzeugen kann. 


Prinz Rodric, der Aurora mit seinem Kuss befreit hat ist liebenswert, aber sehr blass. Ein schwächlicher Prinz, der nett und etwas schüchtern ist, aber kein Durchsetzungsvermögen hat. Er sollte seine Chance sich zu beweisen auf jeden Fall noch bekommen. Das Potenzial dazu steckt in ihm. Prinz Finnegan hingegen ist gleich ganz anders. Gut aussehend, arrogant, von sich überzeugt aber sehr charmant. Er hat etwas Schwung in die ganze Geschichte gebracht, allerdings waren Aurora Reaktionen und ihre Abneigung gegen ihn zu übertrieben und aufgesetzt. Er war in meinen Augen der ehrlichste und interessanteste Charakter im ganzen Buch. Von Tristan war ich enttäuscht. Der Anfang mit ihm war richtig vielversprechend, aber dann wurde sein Charakter blass und unbedeutend.


Die Charaktere konnten mich alle nicht wirklich von sich überzeugen. Ich kam sehr gut durch die Geschichte, der Schreibstil ist ganz gut, allerdings hätte die Autorin viel mehr Emotionen einbauen können. Die Ansätze waren da, aber sie hat es nicht genutzt. 


Fazit
"Ewig: Wenn Liebe erwacht" ist anders als erwartet. Viel verschenktes Potenzial und blasse Charaktere machen die Geschichte zu einer durchschnittlichen Story. Erst das Ende wird spannend und deutet einen vielversprechenden zweiten Band an.

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317 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

throne of glass, magie, fae, fantasy, dorian havilliard

Throne of Glass - Königin der Finsternis

Sarah J. Maas , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717076
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der vierte Teil der Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas ist anders als seine Vorgänger. Es wird düsterer, blutiger und der Weg ist mit Leichen gepflastert. Der typische Humor von Celaena, den man aus Band 1 und 2 kennt, kommt nur noch ganz selten und die Stimmung ist gedrückter und ernster. Das ist alles nicht schlecht, aber es ändert die Atmosphäre im Buch auf jeden Fall.


Celaena Sardothien kehrt aus Wendlyn zurück, aber nicht als Assassinen, sondern als Aelin Galathynius, Königin von Terrasen. Es hat sich alles verändert und daran muss man sich Erste einmal gewöhnen. Der Charakter von Chaol hat sich in der Zeit auch sehr gewandelt. Er ist härter und misstrauischer geworden und es hat mir das Herz gebrochen wie verfeindet Aelin und er sich verhalten haben. Es dauert eine ganze Weile, ehe sich zwischen den beiden die Wogen wieder etwas glätten. Aelin ist eine perfekte Mischung aus gnadenloser Assassinen und zukünftiger Königin. Sie ist stark, mutig und selbstbewusst aber es schimmern immer wieder verletzliche und manchmal auch unsichere Seiten an ihr durch und man merkt, wie sehr ihr die Last zu schaffen macht, die sie auf ihren Schultern zu tragen hat. Aedion der etwas reifer wird, allerdings meiner Meinung nach viel zu wenig in die Handlung integriert wurde. Er hat eher eine Nebenrolle, die immer mal wieder nützlich ist, aber den Großteil der Handlung doch ignoriert wird. Rowan hat sich zu einem Felsen in der Brandung entwickelt. Ohne ihn geht es nicht mehr und immer, wenn er in Aelins Nähe war, hat er die harte Schale der Königin etwas eingerissen. Dorian ist auch ein großer und wichtiger Faktor in dem Buch. Man leidet mit ihm, möchte ihn umarmen und wartet nur darauf, dass er seinen großen Moment bekommt. Manon ist wieder mit von der Party und haben mich ihre Stellen im dritten Band noch gelangweilt, konnten sie hier neugierig machen und die Spannung immer weiter steigern. Sie selbst wurde mit jeder Seite für mich immer interessanter und ich bin richtig gespannt, welche Rolle sie noch in der Geschichte übernehmen wird. Ich habe da so eine Ahnung. Neben den bekannten Charakteren haben wir auch Neueinführungen. Nesryn, Elide und Lysandra sind drei weitere Charaktere, die eingeführt werden. Jede übernimmt eine wichtige Rolle, jede wächst einem beim Lesen ans Herz und wird Teil der Geschichte.


Sarah J. Maas hat ein Händchen sehr einfallsreiche, interessante und außergewöhnliche Charaktere zu erschaffen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, nicht jeder ist zu einhundert Prozent Perfekt und Gut, sondern jeder hat seine dunkle Vergangenheit, Ecken und Kanten und ein persönliches Ziel, für das er kämpft. Das macht die Charaktere so einzigartig und perfekt.


Wir lesen wieder aus verschiedenen Sichten, erfahren Bruchteile einer Geschichte, die sich mit jeder Seite mehr und mehr zusammenfügen, so kommt es, dass sich die Handlungen von Manon mit denen der anderen verknüpft und sie eine Rolle im großen Ganzen übernimmt. Die Handlung wird mit jeder Seite spannender. Es gibt Wendungen, mit denen man einfach nicht gerechnet hat und die alles in eine andere Richtung lenken und die Autorin schafft es, mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle und gerade die letzten 150 Seiten habe ich mit Herzklopfen und angehaltenem Atem verschlungen. Phänomenal.


Fazit
Die Charaktere und die Geschichte sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich beim Lesen mitgefiebert und mitgelitten habe. Wenn man einmal richtig in die Welt von Throne of Glass abtaucht, möchte man gar nicht mehr zurück. Eine der absoluten Lieblingsreihen!

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

london, sherlock holmes

My Dear Sherlock - Nichts ist, wie es scheint

Heather Petty , Anne Brauner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.10.2016
ISBN 9783570172513
Genre: Jugendbuch

Rezension:


In "My Dear Sherlock: Nichts ist, wie es scheint" verfolgen wir mit Mori und Lock, weiterhin die Morde von Sergeant Moriarty. Jemanden versucht die Morde, unserer Protagonistin Mori in die Schuhe zu schieben. Zeugen tauchen auf, weitere Morde geschehen und die Familie wird bedrängt. Alles dreht sich darum, wer Mori droht, wer hinter den weiteren Morden steckt und vor allem, wie Mori ihren Vater möglichst lange im Gefängnis schmoren lassen kann. 


Meine Sympathie für Mori schwankte immer wieder sehr stark. Zum einen macht sie sehr viel durch und man kann ihre Handlungen teilweise verstehen, ihre Liebe zu ihren Brüdern ist aufrichtig und auch ihre Zuneigung Sherlock gegenüber. Was mir auf die Nerven ging, war das ständige Hin und Her zwischen den beiden. Sie stieß ihn immer wieder von sich, um dann wieder einzuknicken und das mehrmals. Sherlock ist noch genauso wie im ersten Band. Er ist unheimlich intelligent, ein bisschen arrogant, ein klein wenig selbstgefällig, süß und bis über beide Ohren in Mori verliebt.


Der neue Fall ist interessant und sorgt für Aufregung, allerdings ist er ziemlich langatmig. Die Geschichte lässt sich gut und schnell lesen aber die Spannung flaute immer wieder ab. Das lag für mich daran, dass zu viel passierte. Zu viele Einzelheiten, zu verworren und dazwischen immer wieder Mori, die alles auf ihre Art lösen möchte. Die Langatmigkeit und die Spannung wechselten sich aber oft ab, sodass das die Geschichte trotz allem neugierig machte. Vom Ende hingegen war ich total enttäuscht. Die letzte Entwicklung kam für mich zu plötzlich und wurde nicht richtig erklärt. Außerdem hatte ich angenommen, dass mit Band 2 die Reihe abgeschlossen ist, aber das Ende mit Cliffhanger sagt da etwas ganz Anderes.


Fazit
Wie der Vorgänger ließ sich auch "My Dear Sherlock: Nicht ist, wie es scheint", sehr gut lesen, allerdings gefiel mit Band 1 von der Geschichte her wesentlich besser. Vermutlich werde ich mir den dritten Teil auch holen, weil der Cliffhanger am Ende neugierig macht. Besonders auf Moris Plan bin ich gespannt und auf Sherlocks Kombinationsfähigkeiten.

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377 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

hexen, fantasy, liebe, magie, kampf

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Everflame: Verräterliebe" ist ein würdiger Abschluss für die Reihe. Lily und ihre Helfer wurden von einem Schwarm Bienenwirkern entführt und vor den Toren einer Stadt abgeliefert. Mit dieser ominösen Stadt hat Josephine Angelini eine spannende Wendung eingebaut, die der Geschichte noch einmal richtig Schwung gibt. Die Ganze Handlung um Grace und die Vorgeschichte der Wirker fand ich richtig genial. 


Lily balanciert auf einem schmalen Grad zwischen der richtigen Entscheidung und einer moralisch Verwerflichen. Es kommt öfter vor, dass sie davorsteht und die Befürchtung ist groß, dass sie doch wie Lilian werden könnte. Diesen Zwiespalt fand ich super umgesetzt. Außerdem sieht sich Lily immer wieder ein paar schwierigen Entscheidungen gegenüber, die die ganze Entwicklung der Geschichte beeinflussen könnten. Lilians Rolle in dem Ganzen war auch gut gemacht. Sie ist nicht abgrundtief böse, hat ihre Gründe, warum sie so handelt, aber ihr fehlte diese moralisch korrekte Komponente von Lily. Für sie sind die Helfer doch eher Mittel zum Zweck.


Charakterliche Entwicklungen bei den Helfern gab es in meinen Augen allerdings nicht. Rowan fällt zwar in Ungnade, aber wird trotzdem nicht so anders behandelt, wie erwartet und die anderen benehmen sich, wie sie nun einmal sind. Sie beschützen Lily um jeden Preis, geben aufeinander acht und suchen eine Lösung für jedes Problem.


Die ganze Welt, die Josephine Angelini erschaffen hat, mit all den Fähigkeiten, den Wunschsteinen, Wirkern und der Weltenwanderung ist absolut lesenswert. Die Spannung im dritten Band war besser als im Zweiten, einige Fragen wurden aufgelöst und vor allem war die Dynamik des Teams richtig gut. 


Das Einzige, was für mich ein Punkt Abzug gibt, ist das Ende. Ich hatte das Gefühl, das es so abrupt endete und vor allem, dass es keine weiteren Infos gibt. Raufen sich die einzelnen Völker zusammen? Was passiert mit den Wirkern? Und, und, und ... Der Epilog war zwar ganz nett, aber ich hätte mir was Anderes gewünscht, um vollkommen zufrieden das Buch zu beenden.


Fazit
Ich mochte die Entwicklung der Geschichte in "Verräterliebe" sehr. Die Dynamik von Lily und ihren Helfern war klasse, die Lösung gut und nur das Ende hat mich etwas enttäuscht. Im Grund ein guter Abschluss für die Reihe und eine großartige Welt, die Josephine Angelini erschaffen hat.

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212 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

thriller, entführung, jugendbuch, thailand, spiel

Wonderland

Christina Stein
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783733502898
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Für die einen ist es ein Spiel für die andere blutige Realität. „Wonderland“ ist ein Thriller mit einer heftigen Handlung. 6 junge Erwachsene werden entführt und eingesperrt. Sie müssen einen von sich Opfern ... nur einer kann gewinnen. Es ist schon ein beängstigender Gedanke, wie Menschen wie Tiere gehalten werden und ohne Rücksicht auf ihre Rechte und auch auf ihre Gesundheit mit ihnen gespielt wird. Nach und nach werden noch mehr erschreckende Details aufgedeckt. Die Hintergründe der Tat und wer überhaupt hinter alle dem steckt.


Der Einstieg hat einen Moment gedauert, aber man findet sich sehr schnell zurecht und dann wird es mit jeder Seite spannender und die Seiten fliegen nur so dahin. Ein klasse Schreibstil der Autorin. Sie erzählt uns schonungslos was passiert, schmückt nichts aus und übertreibt nicht bei den Emotionen. Elizabeth und Jacob wechseln sich ab und erzählen uns die Geschichte. Dieser Sichtwechsel hat mir sehr gut gefallen, da jeder der beiden etwas anderes wahrnahm, über andere Situationen nachdachte und wir als Leser so noch mehr Einblick bekommen haben. Lizzy ist die, die die größte Entwicklung durchgemacht hat. Sie ist krank und hat dadurch immer wieder ihre schwachen Momente aber das macht sie nur stärker. Sie entwickelt eine ungeheuerliche Willenskraft, kämpft ums Überleben und zeigt uns mehrmals ihren scharfen Verstand, mit dem Sie Situationen erfasst und Pläne schmiedet.


Jacob ist der zweite Erzähler und anfangs der große Unbekannte der Gruppe. Alle wissen, dass er irgendetwas mit der ganzen Sache zu tun hat, und stehen ihm mit Misstrauen gegenüber. Allerdings nähert sich Lizzy ihm an und wir lernen ihn besser kennen. Jacobs erste Gedanken waren etwas verwirrend. Es tauchen Namen auf, mit denen wir nichts anfangen können und wir erfahren von seiner Zeit in China. Man findet aber schnell die Verbindung zu den Geschehnissen und versteht auch endlich, was Jacob mit all dem zu tun hat. Er ist die treibende Kraft in der Gruppe. Obwohl ihm alle misstrauisch gegenüberstehen, versucht er sie nur zu beschützen. Besonders Lizzy hat es ihm angetan. Jacob ist der wohl interessanteste Charakter der Gruppe. Nicht nur, weil er eine schwere Vergangenheit hat und auch in der Gegenwart noch viel Leid ausstehen muss, sondern weil er auch ein starker Charakter ist. Er beherrscht Kung-Fu, hat eine unglaubliche Selbstbeherrschung und gibt alles für Lizzy und die Mädchen. Er ist der Held der Geschichte.


Jeder der anderen Charaktere ist speziell und hat seine eigene Geschichte zu erzählen, die man nach und nach rausfindet und was jeden Charakter individuell macht, auch die Bösen. Allerdings sind hier die Hintergründe und Beweggründe teilweise zu schwammig, oder es wirkt so, weil ich nicht so krank denken kann, aber eines wird deutlich und zwar, dass man mit Geld alles kaufen kann und es scheiß egal ist, ob ein Menschenleben auf dem Spiel steht, Hauptsache man kann seinen absurden Neigungen nachgeben. Eine verdrehte Welt.


Fazit
Individuelle Charaktere und zwei, die ganz besonders hervorstechen und die Handlung dominieren. Lizzy und Jacob sind außergewöhnliche Charaktere, die uns durch die Geschichte leiten. Eine schreckliche Handlung, über die man im Nachhinein eigentlich nicht weiter nachdenken möchte.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Für immer vertraut

Kathrin Lichters
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei Feelings , 03.12.2015
ISBN 9783426215364
Genre: Liebesromane

Rezension:


In "Backstage-Love: Unendlich nah" begleiteten wir die beiden besten Freunde Mia und Nic dabei, wie aus ihrer Freundschaft Liebe wurde und die beiden endlich zueinanderfanden. Im zweiten Teil dreht sich alles um die chaotische Lizzy und den perfektionistischen Liam. Wir erfahren wie aus den beiden Freunde und schlussendlich ein Traumpaar wird.

Lizzy war ein sehr großer Bestandteil von Teil 1. Sie ist die beste Freundin von Mia und eine wahnsinnig große Stütze für sie gewesen. Jetzt wird Lizzy die ganze Aufmerksamkeit gewidmet. Mit ihren ganzen Sachen und Pebbles bepackt steht sie plötzlich vor Liams Tür und braucht eine Bleibe. Lizzy stellt seine komplette Welt auf den Kopf. Sie ist ein Wirbelwind. Treu, liebenswert, immer für ihre Freunde da aber auch tollpatschig und zieht eine Spur von Chaos hinter sich her. Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass das sehr unterhaltsam ist!

Liam hat es gar nicht so leicht mit so einer chaotischen Mitbewohnerin. Die beiden liegen sich öfter in den Haaren und man kommt als Leser definitiv auf seine kosten. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten. Liam ist ein liebevoller und beschützender Bruder und anfangs vermutet man auch, dass er diese Gefühle für Lizzy hat, aber dann ändert sich etwas zwischen den beiden. Von dem Rockstar, der jede Nacht eine andere hat, sich betrinkt und Bindungsängste hat, lernt man noch eine andere Seite kennen. Eine wesentlich Sympathischer. 

Lizzy und Liam sind wie Feuer und Wasser und das macht das Lesen gerade so spannend. Die Handlung dreht sich um die beiden, um das Zusammenleben, das Anfreunden und das Verlieben aber nicht nur das. Wir erleben wieder den Zusammenhalt der Familien Kennedy und Donahue, als es schlechte Nachrichten zu verkünden gilt, und lieben diese beiden Familien einfach immer mehr. Das Leben geht weiter und somit sind auch Mia und Nic mit von der Partie und bespaßen uns mit ihrem kleinen Rockstar Josh und ihren Freuden und Problemen als Familie.

Fazit
Wer Mia und Nic mochte, wird Lizzy und Liam lieben. Die beiden sind einfach eine großartige Kombination und das Buch steckt voller Witz, Leidenschaft, Spannung und Chaos. Ich hatte dank Lizzy richtig Spaß beim Lesen und wollte auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kathrin lichters, unendlich nah, rockstar;, familie, stalker;

Unendlich nah

Kathrin Lichters
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Feelings , 15.09.2015
ISBN 9783426215074
Genre: Liebesromane

Rezension:


Wisst ihr, was ich ich sehr an den Romanen von Kathrin Lichters liebe? Es sind nicht nur die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere und die Handlung an sich. Es ist die Familie. Kathrin baut immer wieder liebevolle Familien ein. In "Backstage-Love" treffen wir auf die Kennedys und die Donahues, die fest miteinander verwoben sind. Da wundert es einen nicht, dass die Kinder nicht nur beste Freunde sind, sondern sich etwas mehr zwischen ihnen entwickelt.

Mia Kennedy ist eine toughe aber auch sehr liebenswerte und führsorgliche Frau. Sie ist immer für ihre Freunde und ihre Familie da, doch nicht jeder sieht, was wirklich in ihr vorgeht. Sie ist seit Jahren in ihren besten Freund Nic verliebt. Zwischen den beiden ist es kompliziert, da er nicht nur ihr Bester Freund ist, sondern auch Leadsänger der Newcomerband "Swores". Die beiden sind unzertrennlich, bis die Band durchstartet. Nic bringt an Mia alle möglichen Seiten zum Vorschein. Ihre temperamentvolle Seite, wenn die beiden sich in die Haare kriegen, ihre verletzliche Seite, wenn Nic sich mal wieder wie der größte Idiot auf Erden verhalten hat und ihre leidenschaftliche Seite, wenn zwischen den beiden die Gefühle hochkochen.

Nic ist zwar berühmt und der momentan heiß begehrterste Junggeselle aber glücklich ist er trotzdem nicht ganz. Seine Band ist wahnsinnig erfolgreich, er kann das machen, was er liebt, verdient mehr Geld, als er ausgeben kann und ihm liegen die Frauen zu Füßen. Trotzdem zieht es ihn immer wieder nach Bodwik in seinen Heimatort. Zu Mia.
Nic wird einem im Buch wohl nicht immer sympathisch sein. Er macht haufenweise Fehler, trifft falsche Entscheidungen und zerstört beinahe das Beste in seinem Leben aber trotz allem mochte ich ihn. Er hat immer wieder gezeigt, dass in ihm mehr steckt als ein verzogener Rockstar mit Hang zu Partys und Alkohol. Eben das machte ihn liebenswert, dass er nicht perfekt ist und auch mal einen Fehler macht.

Neben Mia und Nic sind besonders Liam und Lizzy noch sehr wichtig für die Geschichte. Liam als Mias Bruder und Nics bester Freund und Bandkollege hat auch seinen Anteil daran zu tragen, dass die beiden so lange brauchen, um zusammenzukommen. Lizzy ist ein Wirbelwind und der Fels in der Brandung. Sie steht in jeder einzelnen Situation hinter Mia und hilft ihr, unterstützt sie und gibt gute Ratschläge. Sie würde ihren eigenen Bruder sogar für Mia verprügeln. Sie ist mit recht die beste Freundin von Mia und die kleine Schwester von Nic.

Die Handlung zeigt nur ansatzweise das Rockstarleben von Nic Donahue. Eigentlich spielt es sich eher hinter der Kulisse ab, deshalb Backstage-Love. Wir erleben das umeinander Herumtanzen der beiden, die Annäherung, die Probleme, die Komplikationen, die Guten und die schlechten Tage ... wir sind immer an der Seite der beiden Freunde, die auf den 458 Seiten so einiges durchmachen müssen. Der Einstieg ist ein bisschen langatmig und schwierig, weil Kathrin Lichters mit Namen um sich wirft und man erst einmal alle Charaktere kennenlernen soll. Spätestens nach den ersten 60 Seiten legt sich das alles aber und ich war vollkommen in der Geschichte drin. Es wurde beim Lesen nie langweilig, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Fazit
Wundervolle Charaktere, zwei liebenswerte Familien, ein haufenweisen Probleme und eine alles verzehrende Liebe. Das alles wird mit dem wundervollen Schreibstil von Kathrin Lichters zu einer spannenden und flüssig zu lesenden Geschichte verbunden. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Macht euch gefasst auf die Kennedys und die Donahues.

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198 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

liebe, kochen, taste of love, restaurant, poppy j. anderson

Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:


Achtung, stellte euch darauf ein, dass euch während dem Lesen das Wasser im Mund zusammenläuft, ihr Hunger bekommt und euch ärgert, dass es keinen Andrew gibt, der euch eben mal mit seinen Kreationen verwöhnt.

Ein wundervolles Buch mit Humor, fabelhaften Charakteren und der Leidenschaft für das Kochen erwartet euch. Die Charaktere Brooke und Andrew konnten mich beide von sich überzeugen. Andrew ist nicht der typische Macho mit Selbstüberschätzung. Er ist selbstbewusst aber so charmant und humorvoll, dass ich ihm sofort verfallen bin. Außerdem mag ich es sehr, wie er Brooke sieht. Er achtet nicht so auf ihr Aussehen, sondern ist fasziniert von ihrem Charakter!

Brooke ist fantastisch. Sie ist der Charakter, der mich durchweg zum Lächeln bringt. Ihr Durchsetzungsvermögen, ihre ehrliche Art und ihre Sturheit sind großartig. Sie will für den gut aussehenden Großstädter nicht hübsch aussehen und versucht sich nicht beliebt zu machen. Sie ist ein erfrischend ehrlicher und natürlicher Charakter. Allerdings, und das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist ihre Reaktion auf Andrews Geheimnis zu übertrieben. Es ging über mein Verständnis hinaus und hat sie kurzzeitig ein paar Sympathiepunkte gekostet.

Andrew wächst alles über den Kopf, er ist unglücklich und unzufrieden und braucht eine Auszeit. Ich mochte den Aufhänger der Geschichte. Poppy beschreibt Andrews Zweifel und seine Frustration sehr gut und auch, wie er die Leidenschaft fürs Kochen wiederentdeckt. Brooke hat eine schwere Last auf den Schultern, durch das Restaurant und ihre Eltern und das macht sie zu einem sehr starken Charakter, der sich nie beschwert, sondern alles gibt. Sie ist unheimlich stark und dann, ohne es zu wissen, bringt sie auch Andrews Leben wieder in die richtigen Bahnen. Eine schöne Geschichte.

Die Geschichte ließ sich klasse lesen. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und durch Poppys wundervolle, locker flockigen Schreibstil und ihrem Humor verflogen die Seiten nur so. 

Fazit
Großartige Charaktere, genialer Humor und wundervoller Schreibstil. Einzig Brookes Reaktion fand ich etwas übertrieben ansonsten perfekt. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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(189)

334 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

thriller, mord, melanie raabe, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Die Falle“ von Melanie Raabe konnte mich auf mehrere Arten überraschen. Die Story klang vielversprechend. Eine junge Frau, die dem Mörder ihrer Schwester eine Falle stellt. Womit ich gleich zu Beginn nicht gerechnet hatte, war der Schreibstil. Melanie Raabe hat eine grandiose Art das Innenleben, die verschrobenen Gedanken und Gefühle der Protagonistin rüberzubringen. Gerade am Anfang legt sie viel Wert auf Kleinigkeiten, die für uns alltäglich sind, aber für jemanden, der sein Haus nie verlässt, ein Highlight des Tages darstellen. Das lässt den Charakter Linda Conrads ein bisschen verrückt wirken aber bringt sie dem Leser unheimlich nahe. Sie verlässt nie das Haus und ist besessen von dem Mord an ihrer Schwester, hat Panikattacken und Schlafstörungen. Meine Sympathie für Linda schwankte während des Buches immer wieder. Gerade im Mittelteil büßt sie sehr viel ein und wirkt einfach nur durchgeknallt, aber so muss das sein, den sie bringt damit auch unheimlich Schwung und Spannung in die Geschichte. Ich brauchte ein bisschen, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen aber, sobald das Interview begann, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Linda schreibt also ein neues Buch, eine Geschichte über den Mord an ihrer Schwester und will damit den Mörder in eine Falle locken. Wir bekommen immer wieder Abschnitte aus dem Buch zu lesen und erfahren gleichzeitig, was damals vor 12 Jahren wirklich geschah. Eine sehr gute Art die Geschehnisse von damals zu erzählen. Es sind sozusagen besondere Rückblicke, die wir durch Sophie und Kommissar Jonas erfahren. Was mir sehr gut gefallen hat, da man merkt, dass es mehr zwischen Jonas und Sophie und somit auch zwischen Linda und Julian gibt.

Man geht zu Beginn des Buches ja davon aus, dass Viktor Lenzen der Mörder ihrer Schwester ist. Das wie, warum und was Linda unternimmt, um ihn zu überführen, ist einfach wunderbar inszeniert. Man schwankt zwischen Unglauben und Verwirrung, dann ist man sich sicher und Melanie Raabe schmeißt wieder alles um. Mehr kann und will ich auch nicht dazu sagen. Ihr müsst es einfach selbst lesen, euch verwirren lassen und mit Linda zusammen leiden und selbst nicht mehr wissen, was wahr ist und was sich gerade nur in ihrem Kopf abspielt.

Fazit
Ich bin ja kein großer Thriller Leser, aber Melanie Raabe konnte mich mit „Die Falle“ von sich überzeugen. Es hatte alles, was ich in einem Roman brauche. Spannung, eine Liebesgeschichte und interessante und authentische Charaktere. Einfach großartig.

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614 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

dystopie, cecelia ahern, liebe, fehlerhaft, jugendbuch

Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Abschlussband der Diologie von Cecelia Ahern kann auf ganzer Linie überzeugen. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die bei mir Fragen aufgeworfen haben, aber die sind verschmerzbar und tun dem Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch. 

Celestine als unsere Heldin konnte mich wieder für sich einnehmen. Sie ist nicht die klassische Heldin, weil sie einfach mal nicht will. Sie will nicht das Aushängeschild einer Revolution sein, sie will nicht jemanden anführen … alles was Celestine North will, ist ihr Leben zurück. Sie ist einfach gut darin eine Lösung für das Problem zu finden. Egal ob sie freundlich zu einem bestimmten Menschen ist, jemandem die Hand reicht, ein paar ehrliche Worte sagt, das Richtige sagt. Ihr scharfer Verstand ist ihre stärkste Waffe. 

Carrick spielt eine ebenso große Rolle. Ohne ihn wäre Celestine nicht so weit gekommen. Er ist ihr Beschützer, ihr Held und Aufpasser. Die Beziehung der beiden hätte mir aber intensiver sein können. Es gibt intensive Momente aber immer nur sporadisch und ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden durchgängig etwas füreinander empfinden. Jedenfalls ist Carrick nicht immer perfekt. Er ist impulsiv, aber auch still und abwartend. Sein Glaube an Celestine ist es, der sie beflügelt. 

Die Handlung ist ab der ersten Seite spannend. Es geht rasant weiter, nachdem im ersten Teil Celestine ihrer Whistleblowerin ausgebüxt ist. Seitdem wird sie gesucht. Sie ist immer auf Achse, deshalb passiert auch ständig etwas Neues und bringt immer wieder Dynamik in die Geschichte. Es werden Intrigen geschmiedet, Notfallpläne entworfen und alles läuft nur auf ein Ziel hinaus. Das System zu stürzen. Zwischenzeitlich war ich einen Moment lang enttäuscht, dass es so schnell enden sollte und so unspektakulär, aber Cecelia Ahern hat eine Wendung eingebracht und schon war ich wieder gefangen und wollte wissen, was noch alles passiert.

Fazit
Eine der besten Dystopien, die ich seit Langem gelesen habe! Ein erschreckendes Thema, ein grandioses Ende und ein authentischer Charakter, der sofort Sympathie weckt.

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(270)

526 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

jennifer estep, mythos academy, frostnacht, fantasy, gwen

Frostnacht

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.10.2015
ISBN 9783492280358
Genre: Fantasy

Rezension:


Der 5. und vorletzte Teil der Mythos Academy ist wieder von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Wir haben unseren Champion Gwen, deren Leben sich wieder normalisiert hat. Einzig und alleine der Gedanke, dass Logan weg ist, quält sie. Das und die ewigen Albträume über die Geschehnisse im Auditorium. Natürlich bleibt es aber nicht so und Gwen beweist wieder, was sie alles bereit ist, für ihre Freunde zu unternehmen. Sie muss sich wieder beweisen und den Schnittern gegenüberstehen. Mit dabei sind ihre Freunde Daphne, Carson, Alexei und Oliver. Nur Logan fehlt und das ist auch das Einzige negative an dem Buch. Er ist ein fester Bestandteil und dieses ewige Hin und Her zwischen dem Spartaner und dem Gypsimädchen ist wirklich nervig. Die beiden sollen sich zusammenreißen.

Fazit
Wir lernen neue Charaktere kennen und Gwen kommt dem finalen Kampf gegen Loki immer näher. Immerhin haben wir nur noch einen Band vor uns. Da wird sich alles entscheiden. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!

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332 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

cassandra clare, magisterium, magie, holly black, band 3

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze

Cassandra Clare , , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783846600283
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der dritte Teil der Magisterium Reihe konnte mich, anders als die Vorgänger, etwas mehr von sich überzeugen. Die Sache rund um das Geheimnis von Call spitz sich langsam zu und er fängt zu früh an, sich in Sicherheit zu wägen. Gleich zu Beginn passiert das, was kommen musste. Calls Leben wird bedroht und er und seine Freunde versuchen herauszufinden, wer es auf ihn abgesehen hat. Natürlich geraten die Drei dabei in Gefahr, brechen Regeln und vertrauen niemanden. 

Die Charaktere entwickeln sich in meinen Augen aber nicht groß weiter. Call findet sich endlich mit seiner Situation ab, Aaron merkt, wie es ist, wenn man nicht von allen gemocht wird und Tamara … ja sie scheint ihre Gefühle genauer zu erforschen. Jasper ist auch wieder mit im Bunde und diesmal sogar als Freund der Drei. Die Chaosmagie spielt auch wieder eine große Rolle, aber dafür, dass sie eigentlich das Hauptthema der Geschichte ist, nimmt sie viel zu wenig Raum ein. Wie wirkt sie, warum lernen die Jungs nicht mehr über sie.

Die Handlung ist spannender als die Vorgänger. Es passiert allerhand. Irgendjemand hat es auf Calls Leben abgesehen und gibt einfach nicht auf. Gefahr, Detektivspiele und gewöhnlicher Teenageralltag wechseln sich also ab, was mir gut gefallen hat. Ich finde aber, die Magie könnte eine größere Rolle spielen. Das mochte ich im ersten Teil sehr, wie die Magie und ihre Wirkung beschrieben wurde. Das ist hier leider sehr abgeschwächt wurden und besonders die Chaosmagie kommt in meinen Augen zu kurz. Wenn es so gefährlich ist, müssen die beiden Makaris doch lernen damit umzugehen. 

Das Ende konnte mich allerdings überraschen. Mit der einen Wendung wirklich ganz am Schluss habe ich nicht gerechnet. Ich bin also gespannt, wie es mit dem nächsten Band weitergeht, denn es hat sich bis zum Schluss einiges geändert und wir dürften im vierten Band der Reihe also mit vielen neuen Gegebenheiten rechnen.

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564 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

mythos academy, jennifer estep, frostglut, liebe, fantasy

Frostglut

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.10.2015
ISBN 9783492280341
Genre: Fantasy

Rezension:


Der vierte Teil der Mythos Academy zeigt wieder, wie sehr sich Gwen auf ihre Freunde verlassen kann. Loki wurde befreit, Gwen kam gerade so mit dem Leben davon und die Schüler der Mythos Academy schweben in Gefahr. Das Leben von Gwen hat sich gerade wieder beruhigt, da steht sie schon der nächsten Herausforderung gegenüber. Sie wird vom Protektorat verhaftet, weil sie Loki befreit hat. Als ob sie als Nikes Champion nicht schon genug um die Ohren hat, muss sie jetzt auch noch ihre Unschuld beweisen, wird von ihren Mitschülern verurteilt, verfolgt, gehasst und wegen Verbrechen angezeigt, die sie gar nicht getan hat. 

Ich persönlich fand den Teil etwas schwächer als die Vorgänger, was daran liegt, dass es so hoffnungslos für Gwen ist und die Reaktionen der Mitschüler einfach nicht gehen. So blind jemanden zu verurteilen … aber das ist Ansichtssache. Sehr schön finde ich, dass man deutlich sieht, wie sehr Gwens Freunde zu ihr halten und sie beschützen und unterstützen. Gwen ist in der Mythos Welt endlich angekommen und charakterlich macht sie in diesem Teil keine weiteren Entwicklungen. Ihr Mut, ihr Vertrauen in ihre Freunde und ihre Liebe zu Logan, stehen wieder an erster Stelle. Es gibt brisante Entwicklungen, die den weiteren Verlauf der Geschichte sehr beeinflussen und vor allem den nächsten Teil. 

Obwohl es für mich nicht der spannendste und aufregendste Teil war, hatte ich trotzdem Spaß dabei und bin gespannt, wie alles weitergehen wird und wann sie Loki zur Strecke bringen können.

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622 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

magie, magisterium, freundschaft, fantasy, elemente

Magisterium - Der kupferne Handschuh

Cassandra Clare , Holly Black ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2015
ISBN 9783846600177
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Weiter geht es mit dem Abenteuern von Callum Hunt und seinen beiden Freunden Aaron und Tamara. Die Drei erleben im zweiten Teil "Magisterium: Der kupferne Handschuh" wieder einiges. Sie brechen Regeln, Kämpfen, decken Geheimnisse auf und müssen sich auf den jeweils Anderen verlassen können.

Wie schon nach dem ersten Band bin ich mir unsicher, was ich von der Reihe halten soll. Sie ist gut, keine Frage aber das gewisse etwas, was sie spannend macht und dafür sorgt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann, fehlt. Callum Hunt hat sich ein bisschen mit dem Gedanken arrangiert, dass er die Seele von Constantin Maden in sich trägt, und führt Listen, ob er ein Kriegstreiber ist oder nicht. Eine Gute-Taten- und Böse-Taten-Liste sozusagen. Er bekommt ein bisschen mehr Charakter, wird stärker und jammert nicht mehr alle paar Seiten über sein Bein. Aaron, der seine Magie der Leere ausprobiert und trainiert verliert allerdings am Anfang Punkte, weil er doch ein wenig überheblich rüberkommt, allerdings legt sich das wieder und er ist einfach nur verdammt nett. Wie immer eben, die Freundlichkeit in Person. Tamara allerdings wirkt auf mich etwas zwiegespalten und unnahbar. Ich werde in dem Teil aus ihren Reaktionen und Taten nicht schlau.

Die Geschichte spielt diesmal eher außerhalb vom Magisterium. Die drei Freunde suchen aus Gründen nach Alastair Hunt und hauen einfach aus der Schule ab. Die ganze Reise, die Suche, das Finden und der Kampf sind gut geschrieben, interessant aber der Sogeffekt fehlt. Es läuft mir alles ein bisschen zu glatt und vorhersehbar. Nur am Ende konnte Callum mich doch einen Moment überraschen. Ein bisschen neugierig, wie es weitergehen wird, bin ich aber schon.

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229 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

magie, norwegen, hexe, hexen, zeitreise

Witches of Norway - Nordlichtzauber

Jennifer Alice Jager
E-Buch Text: 319 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.10.2016
ISBN 9783646300048
Genre: Fantasy

Rezension:


Elis ist ein sympathischer und liebenswerter Charakter. Man schließt sie einfach sehr schnell ins Herz, durch ihre natürliche und neugieriger Art. Sie will ihre Magie beherrschen, weil sie in emotionalen Momenten doch mal ein kleines Erdbeben auslöst, ohne es zu wollen. Obwohl sie deswegen nach Norwegen reist, spielt das beherrschen ihrer Magie dann kaum eine Rolle und der rote Faden ging für mich verloren. Ich hätte gern mehr darüber gelesen, wie sie mehr über sich und ihre Magie lernt. Als sie dann in die Vergangenheit reist, entwickelt sich ein neues Ziel, man lernt neue Charaktere kennen und Elis lernt ein bisschen mehr über ihre Familie.

Man hat viele Charaktere, die interessant sind, oder wären, wenn man mehr über sie erfahren würde. Stian ist charismatisch, allerdings hat man keinen Hintergrund über ihn und er bleibt eine sehr oberflächliche Figur und das Geplänkel zwischen ihm und Elis wirkt so künstlich. Die Andersons, bestehen aus Anna und Amalie, Sander und den beiden Kindern, sind okay, allerdings würde ich über Sander gern noch mehr erfahren. Im Allgemeinen hatte ich aber das Gefühl, dass mehr hinter diesen Charakteren steckt als man ahnt. Und in der Vergangenheit steht dann Kjell. Ihn finde ich sehr gut getroffen. Er hat Persönlichkeit, ist etwas exzentrisch aber einer von den Guten. 

Die Handlung ist durchaus spannend. Elis, die sich in Norwegen bei den Andersons einlebt, ihre Reise in die Vergangenheit und ihren Wunsch Kjell zu retten. Nach der Reise in die Vergangenheit kommt erst richtige Spannung auf. Man möchte wissen, wieso sie dort ist, wie sie wieder zurückkommt und was das alles mit Kjell auf sich hat. Das findet man auch nach und nach raus. Ich bin in die Geschichte gegangen mit der Erwartung, dass Elis lernt, ihre Magie zu kontrollieren und einen Mann findet, dem ihr Herz gehört. Das Thema Magie wird ziemlich kleingehalten, dafür, dass der Großteil der Protagonisten Hexen und Hexenmeister sind. Die Liebe ... ist so durcheinander und wirkt dadurch auf mich sehr aufgesetzt, ob wohl ich da großes Potenzial sehe. 

"Witches of Norway" hat interessante Charaktere, über die man mehr hätte, erfahren müssen, eine gute Idee, einen schönen Schreibstil aber keinen durchgehenden roten Faden. Ich habe mich etwas verloren gefühlt. 

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93 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

fantasy, nalini singh, gestaltwandler, psy changeling, mediale

Der letzte Schwur

Nalini Singh , Patricia Woitynek
Flexibler Einband
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.12.2016
ISBN 9783736302976
Genre: Fantasy

Rezension:


Band 15 der Gestaltwandler Reihe von Nalini Singh lässt sich nicht mit seinen Vorgängern vergleichen. Es ist ein Abschied der altbekannten Reihe aber gleichzeitig eine Einleitung in Staffel 2. 

Dieses Mal gibt es kein einzelnes Paar, das wir auf ihrem Weg begleiten. Wir besuchen alle bisher bekannten Charaktere, schauen, wie es ihnen so geht, erfahren Neues und können uns mit ihnen freuen. Es ist ein einziges freudiges Wiedersehen. Nalini Singh lässt kein Paar aus, dadurch wird der ein oder andere es etwas chaotisch finden. Ich hatte überhaupt keine Probleme damit, da ich alle Vorgängerbände in und auswendig kenne und wahnsinnig neugierig war, wie es allen so ergangen ist. Wir lernen Naya besser kennen und jede einzelne Szene mit dem kleinen Mädchen ist purer Zucker! Sie wird so niedlich dargestellt und die Liebe, die Sascha und Lucas für ihre Tochter empfinden, wird so wundervoll rübergebracht, dass man sich mit Naya geliebt und geborgen fühlt. 

Außerdem werden wir auf die Fortsetzung vorbereitet. Ich denke, dass Nalini Singh sich da eher auf die BlackSea-Gemeinschaft, die Menschen und die Medialen konzentriert. Die menschliche Gattung war doch eher nur am Rande vertreten, das einzige Paar, was seine eigene Geschichte bekommen hat, war Max Shannon mit seiner Medialen Sophie Russo. Der Menschenbund mit Bo spielte nach und nach eine immer größere Rolle und ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns dieses Mal genauer anschauen werden. Mediale und Menschen und die Wassergestaltwandler werden uns wohl erwarten.

Die Handlung bezieht sich wie gesagt auf alle Charaktere aber es gibt ein paar Hauptstränge, die wir verfolgen. Zum einen gibt es da Naya und die Bedrohung, die sie erwartet, einfach, weil sie ein Kind einer Medialen und eines Gestaltwandlers ist und somit etwas Neues und Einzigartiges. Dann haben wir die BlackSea-Gemeinschaft mit ihrer entführten Meeresbiologin, die gesucht wird und wir haben Xavier, der sich auf den Weg gemacht hat, um seine geliebte Nina zu finden. Eine große Rolle nehmen auch Mercy, Riley und ihre Wolfsleoparden ein. Das waren in meinen Augen jetzt die vordergründigen Hauptstränge, die uns erzählt wurden. Es war rundum interessant und man hat so viel Neues erfahren, dass ich einfach klasse.

Fazit
Ich liebe diese Reihe und mit "Der letzte Schwur" hat Nalini Singh uns erzählt was in den 3 Jahren seit Sascha Duncan aus dem Medialnet ausstieg, alles passiert ist und sich verändert hat. Es war ein wundervolles Wiedersehen mit den Leoparden, Wölfen, Medialen, Vergessenen und Menschen.

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183 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

straßensymphonie, wandler, musik, alexandra fuchs, jäger

Straßensymphonie

Alexandra Fuchs
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.08.2016
ISBN 9783959911795
Genre: Fantasy

Rezension:


"Straßensymphonie" ist ein Buch mit Überraschungen. Es ist keine klassische Liebesgeschichte, keine klassische Fantasy, es ist etwas Eigenes und ganz Spezielles. Man muss sich bewusst sein, dass man mehr bekommt als im Klappentext steht, so war der Einstieg für mich auch nicht ganz einfach. Ich ging davon aus, dass es um Kat und Levi ging. Zwei Gestaltwandler, die verliebt in die Musik sind und sich dadurch annäherten. Die Gestaltwandler waren ein netter Zusatz ohne größere Bedeutung und es wurde sich ganz auf die Musik, die Annäherung der beiden und Kats Trauer wegen ihres Vaters konzentriert. Dann gab es einen Umschwung, die Musik kam in den Hintergrund und der Fokus wurde auf die Gestaltwandler gelenkt. Es kam mehr Hintergrund, mehr Geschichte und ein eigener roter Faden dazu. Das in den Kopf zu bekommen war nicht einfach. Diese Umstellung hat den Lesefluss anfangs arg gestört, aber nachdem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, floss der Text wieder und ich hatte Spaß an der Geschichte.

Kat ist ein Kaffeejunkie, sarkastisch, eine Wildkatze, nimmt kein Blatt vor den Mund, liebt die Musik, trägt die Trauer über den Tod ihres Vaters tief in sich und ist ein winziges bisschen tollpatschig. Alles in allem ein sehr umfangreicher, emotionaler und liebenswerter Charakter. Obwohl ich sie sehr mochte, war ihr Sarkasmus manchmal too much und die Nebensätze wirkten unnötig und gezwungen, aber das kam zum Glück nicht zu oft vor. Ihre Liebe zur Musik und ihre Gedanken und Gefühle bezüglich ihres Vaters gaben der Geschichte eine verträumte aber auch traurige Note, sodass Kats aufgeweckte Art etwas ausgeglichen wurde.

Levi ist der ruhigere von beiden aber auch er hat seine aufbrausenden und temperamentvollen Momente. Er handelt manchmal, ohne nachzudenken. Das ist wohl der Hund in ihm ;) ansonsten kann man schon sagen, dass er vorher erst nachdenkt, abgesehen davon, wenn es um Kat und ihre Sicherheit geht. Der charmante und liebenswerte Mann hatte schon ein bisschen zu tun, um Kat weichzuklopfen aber er hat eine leicht hartnäckige und süße Art das zu tun. Levi hat Kat, wo es nur ging, unterstützt. Er war für sie da, sorgte sich um sie und kümmerte sich um sie. Er ist einfach der perfekte Gentleman und Ritter in strahlender Rüstung. Aber auch er hat mit der Vergangenheit zu kämpfen und ist froh um den Beistand von Liz und Micah. Die beiden sind die fehlenden Mitglieder der Band und seine Familie. Sie sind genauso wundervolle Charaktere wie Kat und Levi und ich freue mich schon sehr darauf, mehr über sie zu erfahren.

Kat und Levi kamen mir in bisschen zu schnell zusammen, aber danach sind sie ein wundervolles Paar. Streitigkeiten, Annäherung, Vertrauen. Sie halten zusammen und gehören zusammen. Der Aufbau der Beziehung ging schnell, aber die Entwicklung verfolgen wir dann während der Geschichte. Gerade als der Fokus auf die Gestaltwandler gerichtete wird und die Angst vor den Jägern groß wird, müssen sie zusammenhalten.

Nachdem man sich darauf eingestellt hat, dass "Straßensymphonie" nicht nur eine romantische Geschichte, mit Musik im Vordergrund und den Gestaltwandlern als netter Sidekick ist, läuft die Geschichte. Der Schreibstil von Alexandra Fuchs lässt sich gut lesen und ihre unverblümte und humorvolle Art lockert das Ganze auf. Allerdings hätten die Anspielungen auf Serien weniger oder subtiler sein können. Es wurde dann doch etwas viel. Trotz ein paar Ecken und Kanten hatte ich Spaß am Lesen, mochte die Charaktere sehr und die Geschichte ebenfalls. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf Band 2.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebesroman, lovestory, j.vellguht, 2016, jacky vellguth

Cherry on top: Liebesroman

J. Vellguth
E-Buch Text
Erschienen bei null, 03.11.2016
ISBN B01MXC2F9G
Genre: Sonstiges

Rezension:


Cherry bekommt ihre eigene Geschichte. Nach "#FolgedeinemHerzen" hatte ich sehr gehofft, dass wir auch erfahren, warum das Date zwischen Milo und Cherry so fürchterlich gelaufen ist und die Autorin hat diesen Wunsch erfüllt. Jetzt haben wir die Chance auch die sympathische Cherry näher kennenzulernen und den Möchtegernmacho Milo.

Ganz ehrlich, gleich zu beginn ist mir klar gewesen, warum Sie dieses Blind Date mit ihm so schlimm fand und nicht darüber reden wollte. Milo ist charakterlich der größte Vollidiot, den es gibt. Aber es steckt zum Glück mehr hinter seiner Fassade. Es brauchte ein bisschen, ehe ich mit ihm warm wurde, aber dann war es schön zu lesen, was wirklich in ihm steckte. Man merkte auch deutlich, dass sich seine Einstellung änderte und nicht, dass es schon immer ein verborgener Teil von ihm war. Allerdings hätte ich mir zu Milo mehr Vergangenheit gewünscht. Warum dachte er so und wie kam es dazu, dass sich der Gedanke, dass ein "netter" Mann, gleich eine Memme ist, so bei ihm eingeprägt hat. Die Erklärung wurde kurz angerissen aber war mir nicht ausreichend genug.

Cherry war perfekt. Ich mochte ihre Leidenschaft für das Backen speziell für die Cupcakes. Sie war hilfsbereit, freundlich und fast immer gut gelaunt. Sie war der Sonnenschein der Geschichte und hatte den richtigen Dreh raus, wie sie mit Milo umgehen musste, um ihn aus der Reserve locken zu können. Ihre Unsicherheiten waren sehr gut rübergebracht und ich fand es klasse, dass sie trotz Selbstbewusstseinsprobleme so offen war. 

Weder Milo noch Cherry waren über die Nachricht begeistert, dass sie zusammenarbeiten mussten, um die Einweihungsfeier zu planen. Die Geschichte drehte sich dann aber um etwas ganz anderes. Um Cherry, ihre Arbeit und Milos Männlichkeitsproblem und das fehlende Zing. Durch den lockeren Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin, ich war schnell in der Geschichte und hatte meinen Spaß beim Lesen. Gerade die SMS lockerten den Text noch etwas auf und zeigten von Milo eine andere Seite. Aber mir hat der Bezug zur anfänglichen Grundgeschichte gefehlt. Es fing alles mit der Einweihungsfeier an und von der bekommt man so gut wie nichts mit. Die Organisation ist von Zauberhand geschehen und am Ende wurde es auch nur kurz angerissen. Dafür, dass das der Aufhänger der Geschichte war, hätte ich ihr mehr Raum gegeben. Es wird sehr gefühlsbetont. Beide Protagonisten haben mit Problemen zu kämpfen und sie helfen sich auch gegenseitig dabei, sie beiseite zu räumen. Das geschieht auf eine zauberhafte, unterhaltsame und liebenswerte Art, dass man immer weiterlesen wollte. Allerdings habe ich Sara als beste Freundin vermisst. 

Fazit
Trotz ein paar Ecken und Kanten zaubern die liebenswerten Protagonisten, eine süße Geschichte über die Stärken und Schwächen und das eigene Selbstbild.  Eine süße Nascherei für zwischendurch. 

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208 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

new york, weihnachten, winter, jugendroman, kiss me in new york

Kiss me in New York

Catherine Rider , Franka Reinhart
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2016
ISBN 9783570164556
Genre: Jugendbuch

Rezension:


„Kiss me in New York“ ist mein erstes Weihnachtsbuch dieses Jahr. Heiligabend am JFK-Flughafen, zwei gebrochene Herzen und ein Ratgeberbuch. 

Charlottes Heimflug nach London wurde abgesagt und sie muss bis zum nächsten Morgen warten, ehe sie nach Hause fliegen kann. Ihre Stimmung ist demnach mies. Nicht nur, dass ihr Flug abgesagt wurde, nein ihr Freund hatte auch kurz vor ihrer Abreise mit ihr Schluss gemacht und das auf eine sehr schmerzhafte Art. Obwohl Charlotte selbst verletzt wurde, fand ich es klasse, dass sie sich um Anthony sorgte und ihn von seinen trüben Gedanken abhalten wollte. Ihr selbst kam das natürlich auch zugute aber diesen Charakterzug mochte ich sehr an ihr. Was mir weniger gefallen hat, war ihre Verliebtheit in ihren Ex. Besonders als man mehr über ihn erfuhr, war er ein kompletter Idiot. Charlotte hingegen ist eine lustige, liebenswerte und spontane Person, die man als Leser sofort mochte. Allerdings fehlte mir bei ihr ein bisschen mehr tiefe, mehr Hintergrund, mehr Familiengeschichte. Es ging hauptsächlich um Anthony und Charlotte kam da etwas kurz.

Anthony wollte nur seine Freundin am Flughaften überraschen und wurde fies abserviert. An Heiligabend mit einem Dutzend Rosen und frisch verlassen traf er dann auf Charlotte. Anthony ist ebenfalls ein Charakter, den man in sein Herz schließen kann. Er ist der nette, liebenswerte Mann mit Charme und Humor, den jede Frau sich wünscht. Er ist eher der etwas schüchterne Typ und weniger aufreißerisch. Über ihn und seine Familie erfährt man mehr und ich fand es schön, dass er mit seinem kleinen Ausflug mit Charlotte nicht nur sein Herz neu verschenken konnte, sondern auch mit seiner Familie etwas verarbeiten konnte.

Den Beziehungsaufbau zwischen den beiden fand ich sehr gut. Vorsichtig haben sie Freundschaft geschlossen, bis sie langsam merken, dass der andere ihnen doch mehr bedeutet. Die Unsicherheiten bei beiden sind sehr gut rübergekommen aber auch, dass sie sich doch gern auf den anderen einlassen wollen. Ein süßer Zusatz ist die kleine Hundedame Mistake, die die beiden verlorenen Herzen noch ein bisschen näher zusammenschweißt. Die Handlung fand ich interessant. Wie die beiden die 10 Schritte durchgehen und sich tatsächlich ihre Sorgen in Luft auslösen, wie sie sich aneinander annähern. Allerdings fehlte mir die Weihnachtsstimmung ein bisschen. Das Cover ist wunderschön, es wird betont, dass Heiligabend ist, aber beim Lesen kam bei mir keine Stimmung auf.

Fazit
Der Schreibstil ist schön zu lesen und man kommt sehr gut durch die Seiten, liebenswerte Charaktere und eine interessante Handlung. Leider kam bei mir keine Weihnachtsstimmung auf aber bis auf ein paar Kleinigkeiten, die mich gestört haben, hat es mir ein tolles Lesevergnügen geliefert. Perfekt zum Verschenken für die Weihnachtszeit.

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165 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

federherz, fantasy, elisabeth denis, internat, liebe

Federherz

Elisabeth Denis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 25.07.2016
ISBN 9783958820012
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Federherz" von Elisabeth Denis hat einen Moment gebraucht, bis ich mich an den Schreibstil und die Geschichte gewöhnt hatte aber nachdem sich das legte, war ich in der Geschichte drin. Ich wollte mit Mischa zusammen hinter das Geheimnis von Hainpforta kommen. 

Mischa begleiten wir auf den Weg in ihre neue Schule. Ein Internat, tief im Wald verborgen, was durch einen unglücklichen Fall 3 Schüler der Stadt besuchen dürfen. Eine von Ihnen ist Mischa. Die Regeln sind streng, sie werden ausgegrenzt und das alles macht unsere Protagonistin mehr als neugierig. Sie wird von dem Verhalten der anderen Schüler, Lehrer und des Direktors nicht abgeschreckt, sondern nur motiviert das Geheimnis aufzudecken und herauszufinden, was in Hainpforta wirklich vor sich geht. Nicht nur das ist der Auslöser, dass sie mehr über diese Schule und deren Schüler wissen, will, sondern auch Basil. Basil ist selbst ein Schüler von Hainpforta und umgibt sich mit Geheimnissen. Mischa ist ein liebenswerter Charakter, neugierig und lässt sich nicht so schnell von etwas abbringen, vor allem mag sie es nicht, wenn ihr etwas verboten wird ohne eine plausible Erklärung. 

Neben Mischa sind auch Hanna und Fridolin auserwählt wurden das Internat zu besuchen. Ich bin froh, dass die beiden keine sehr große Rolle spielen, denn sehr sympathisch haben sie sich bei mir nicht gerade gemacht. Genauso wie Klaas. Er ist Mischas bester Freund und sein Verhalten am Ende konnte sein Verhalten vom Anfang auch nicht wieder wett machen.Vielleicht spielt er in Band 2 noch eine größerer Rolle aber im ersten Teil war er lediglich ein unwichtiger Statist, der plötzlich eine Chance bekommt sich zu beweisen.Basil ist ein Internatsschüler und einer der wenigen, der sich für die Stadtschüler interessiert. Er war zwar sympathisch aber trotzdem hätte ich gern mehr über ihn erfahren. Dafür hat es super zu dem Geheimnisvollen und Mystischem gepasst. Basil ist Teil davon und es dauert, bis wir erfahren was wirklich mit ihm los ist. In der Zeit dazwischen hätte ich mir aber gern ein klareres Bild von ihm gemacht. Geheimnisse sind schön und gut, aber wenn man einen Charakter kaum kennenlernen kann, verschwindet auch die Tiefe dieser Person. 

Elisabeth Denis hat eine wundervoll spannende Atmosphäre aufgebaut. Man erfährt immer wieder etwas Neues über das Internat, über die Schüler und Lehrer dort. Das hat sie wundervoll hinbekommen, dass es immer spannend und geheimnisvoll bleibt. Man kam nicht zu schnell hinter das Geheimnis und konnte seinen Vermutungen nachgehen, ehe am Ende alles gelüftet wurde. Ich mochte die Geschichte rund um Hainpforta sehr. Trotz ein paar Ecken und Kanten war es ein Lesevergnügen.

Fazit
Mysteriös und geheimnisvoll ist ja schon der Klappentext. Es klingt spannend und wen die Worte neugierig machen, kann sich getrost auf die Geschichte stürzen. Mit der liebenswerten Mischa gehen wir dem Geheimnis auf die Spur. "Federherz" hat mich neugierig gemacht und konnte mich mit seiner Geschichte packen.

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618 Bibliotheken, 22 Leser, 0 Gruppen, 163 Rezensionen

nina mackay, plötzlich banshee, banshee, fantasy, feen

Plötzlich Banshee

Nina MacKay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492703932
Genre: Jugendbuch

Rezension:


In "Plötzlich Banshee" wird Humor mit einem Krimifall und der Apokalypse verbunden. Alana McClary zieht das Unglück magisch an. Nicht nur, dass sie die Todesuhr über den Köpfen ihrer Mitmenschen sieht und wie am Spieß schreit, sollte sie einem Menschen begegnen, der in wenigen Tagen das Zeitliche segnet, nein ... ihr passiert ein Unglück nach dem anderen. Alana ist eine loyale, selbstbewusste aber auch sture Protagonistin, die tut, was ihr in den Sinn kommt. Damit raubt sie dem Detektive Dylan Shane den letzten Nerv aber so haben wir einiges zu lachen. Alana mochte ich auf Anhieb. Sie lockerte den ganzen Krimifall auf, der das Ende der ganzen Menschheit hinter sich herzieht. Ihre ganzen Missgeschicke bringen zum Lachen, ihre Freundschaft zu Clay und ihre Sorge um ihn und die anderen magischen Wesen machen sie einfach sympathisch.

Dylan Shane ist der arme Ermittler, der immer wieder Privatdetektivin Alana über den Weg läuft. Natürlich zieht es den attraktiven, ein bisschen arroganten und überheblichen Cop, der ein gesundes Selbstbewusstsein besitzt in ihre Nähe und das hat nicht immer mit dem Fall zu tun. Die Beziehung bzw. die Tiefe der Gefühle zwischen den beiden, hätte ein bisschen intensiver herausgearbeitet werden können aber der Fokus lag eher auf dem Fall und dessen Auflösung als auf der Liebesbeziehung. Ich hätte gerne noch ein bisschen mehr Dylan gehabt und besonders einen größeren Teil am Ende.

Clay ist der beste Freund von Alana. Er wirkt manchmal wie ein hyperaktives Kind und übertreibt mit seinen Scherzen auf Kosten seiner Bansheefreundin. Obwohl ich Clay mochte, haben mich manche seiner Reaktionen ein bisschen verwundert. Neben den 3 Charakteren gibt es noch zahlreiche Nebencharaktere über die man ein bisschen, was erfährt, jedoch hätte ich mir bei dem einen oder anderen ein bisschen mehr Hintergrund gewünscht.

Die Story behandelt einen Krimifall, in dem magische Wesen entführt und dann ausgeblutet werden. Es stellt sich heraus, dass der Bösewicht einen Untergang der Menschheit plant und nicht davor zurückschreckt, seinesgleichen zu opfern. Der Fall wurde sehr gut in Szene gesetzt und mit lustigen Situationen untermalt. Ich mochte es, dass Alana und ihr Unglück die Szenen immer wieder auflockerten und es so nie zu ernst werden konnte. Der Krimifall als solcher war aber gut dargestellt und leidet nicht darunter. Gemeinsam mit Alana gehen wir Schritt für Schritt alle Fakten durch, lernen die magische Welt kennen und überlegen fieberhaft, wer der Täter ist. Ich hatte immer mal wieder Verdächtige, hab sie verworfen, nur um sie dann doch wieder auf meine Täterliste zu setzen. Nina MacKay hat es dadurch bis zum Ende, für mich sehr spannend gemacht. Das Ende wurde auch gut gelöst, durch die Todesanzeigen, die Alana als Banshee sieht, wusste man, dass etwas passierte, nur nicht, was und das lies die Spannung noch ein bisschen steigern. Einzig das letzte Kapitel hat mir nicht ganz so gut gefallen. Dadurch, dass die Beziehung zwischen Alana und Dylan für mich noch ein bisschen mehr Tiefe hätte vertragen können, wirkte das letzte Kapitel unwirklich und aufgesetzt.

Fazit
Tollpatschige Banshee versucht die Welt zu retten. Da kann es nur lustig zugehen. Ich musste einige Male schmunzeln und herzhaft Lachen. Für alle, die es gelesen haben, die Wasserspenderszene ist mein Highlight! Alles in allem hat es ein paar Ecken und Kanten aber trotz diesen wurde ich sehr gut unterhalten. Die Charaktere sind klasse, die Handlung spannend und ich liebe den Humor von Nina MacKay.

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175 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

liebe, coffeeshop, hamburg, liebesroman, zimt

Liebe, Zimt und Zucker

Julia Hanel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.09.2016
ISBN 9783548287881
Genre: Liebesromane

Rezension:


"Liebe, Zimt und Zucker" ist der perfekte Roman für Kaffeejunkies. Es startet mit einer typischen Coffeeshopszene. Zwar sind wir hinter dem Tresen, aber trotzdem kennt man den Typ Mensch. Julia Hanel schafft in dem Altberger Coffeeshop eine richtig schöne Atmosphäre, die man dort auch erwartet.

Marit macht den größten Fehler ihres Lebens. Kaum ist sie mit dem Studium fertig, bricht sie alle Zelte in Hamburg ab und macht sich auf den Weg nach Altberg, zu der Liebe ihres Lebens. Nur leider will er sie nicht mehr und sie steht nun alleine da. Für Sie bricht eine Welt zusammen und nur durch ein nettes Paar hat sie einen Platz zum Schlafen und einen Job. Meine Sympathie für Marit schwankte immer mal wieder. Im einen Moment tat es mir unheimlich leid, das sie so plötzlich von ihrer Wolke 7 gestürzt ist und nun ohne alles dasteht, im nächsten Moment konnte ich nicht nachvollziehen, warum sie immer noch in Altberg rumsitzt und nicht wieder nach Hamburg geht. Sie selbst betont immer mal wieder, dass sie nichts dort hält. Wenn sie nicht immer ihre Momente hätte, in denen sie in Selbstmitleid zerfließen würde, wäre ich schneller mit ihr warm geworden. Erst als sie soziale Kontakte knüpfte, ausging und ihren E-Mail-Kontakt mit Julian intensivierte, blühte sie auf. Ich mochte ihre fürsorgliche Seite, die sie bei Emil zeigte, ihre verzeihende Seite bei Tessa und ein Highlight waren immer wieder ihre Kabbeleien mit Moritz.

Moritz war für mich das Highlight im ganzen Buch. Der zuerst mürrische und launische Charakter hielt sich anfangs im Hintergrund. Nach und nach trat er dann aber in den Vordergrund, kabbelte sich mit Marit und vor allem lies er immer wieder eine sehr liebenswerte aber auch verletzliche Seite hervorblitzen. Moritz ist vom Aussehen her ein Bad Boy Charakter aber in ihm steckt viel mehr und diese Seite lernen wir mit Marit gemeinsam kennen. Es gab aber noch einige Charaktere, die die Geschichte auflockerten. Der liebenswerte Emil, der in Marit, dass Gesicht seiner einstiegen Liebe sieht, die aufgeweckte und engelsgleiche Tessa, die Marit aus ihrem Trott reißt, ohne zu wissen, dass sie eigentlich Feinde hätte sein können und auch Tom mit seinen ehrlichen Sprüchen, der seine Freunde immer wieder in Verlegenheit bringt. Es gibt auch noch Julian. Mr. J. A. Der Mann, dessen USB-Stick Marit findet und eine E-Mail-Freundschaft mit ihm aufbaut. Bei Julian hätte ich mir mehr Charakter gewünscht. In seinen E-Mails war er so gewitzt und sympathisch aber Live war er eine Enttäuschung. 

Marit, die in Selbstmitleid badet und ihrem Wurstkönig hinterhertrauert und ein mehr als trostloses Leben führt, zieht die Stimmung anfangs etwas herunter. Es dauert auch eine kleine Weile, ehe sich daran etwas ändert und die Geschichte interessanter wird. Das trostlose Leben von Marit zieht sich und dadurch wurde der Anfang der Geschichte langatmig. Das änderte sich erst, als Tessa ins Spiel kommt und sie durch ihre Freundschaft Marit ein bisschen aus ihrem Loch zieht. Die Beziehung zu Moritz wird intensiver, sie kommt auch mal raus und das bringt wieder Leben in die Geschichte. Was mich beim Lesen manchmal behindert hat, waren die Beweggründe der Protagonisten. Manche Reaktionen waren mir nicht verständlich und manchmal fehlte mir ein bisschen Hintergrundwissen bzw. hätte ich einfach gerne mehr erfahren z. B. bei der Geschichte um Marie-Louise.

Fazit
"Liebe, Zimt und Zucker" ist eine sanfte Geschichte mit einer Prise Humor. Bei Marit schwankte die Sympathie bis zum Schluss, aber Moritz als Herzenscharakter sorgt dann dafür, dass man weiterlesen möchte, um weiter hinter seine Fassade zu blicken und ihn besser kennenzulernen. Trotz ein paar Ecken und Kanten sorgt es für eine schöne Lesezeit. Und nicht vergessen beim Lesen einen Latte und Zimtschnecken bereitzustellen.

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1.497 Bibliotheken, 60 Leser, 3 Gruppen, 187 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, theaterstück, magie

Harry Potter und das verwunschene Kind

J.K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Endlich wieder eintauchen in die Welt von Harry Potter. Das Aufschlagen der ersten Seite war wie heimkommen. Hogwarts war jahrelang mein zweites Zuhause und es ist schön, dass ich jetzt wieder mit einer neuen Geschichte darin eintauchen konnte. Die Meinungen zu „Harry Potter und das verwunschene Kind“ gehen ja ganz schön auseinander. Ich kann mir vorstellen, dass es an der Erwartungshaltung des Lesenden liegt. Ich bin mit gar keiner Erwartung an das Buch herangegangen. Ich wusste nicht, um was es geht und habe mir darüber auch keine Gedanken gemacht. Das einzig wichtige war wieder etwas aus dem HP-Universum zu lesen. Somit vorweg. Mir hat die achte Geschichte sehr gut gefallen und ich werde euch so gut wie nichts von der Handlung verraten. 

Die Geschichte als Script zu lesen war ungewohnt und ich brauchte die ersten Seiten um mich daran zu gewöhnen. Nachdem ich dann in dem Stil drin war, ging es problemlos und die Seiten rauschten nur so dahin. Die Handlung wurde natürlich sehr verkürzt und es fehlten die Umgebungsbeschreibungen und Mimik und Gestik der Personen, trotzdem haben J. K. Rowling und Jack Thorne es geschafft, die Charaktere lebendig wirken zu lassen. Es sind die Dialoge, die die Geschichte ausmachen. Und obwohl es keine Beschreibung der Charaktere gibt, hatte ich sofort ein Bild von allen im Kopf. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen.

Albus Potter ist mit seiner Einstellung seinem Vater gegenüber zwar ein bisschen nervig gewesen und am Ende war ich mir auch nicht sicher, warum er sich mit Harry so schwer tat aber dem Lesefluss hat es bei mir nicht wesentlich geschadet. Scorpius ist mein Liebling des Buches. Er ist eine Mischung aus Fred und George, mit dem Hirn von Hermine. Na könnt ihr euch darunter etwas vorstellen? Ich mochte ihn und seine Sprüche auf Anhieb und hätte mir noch viel, viel mehr von ihm gewünscht. Die Freundschaft der beiden ist toll. Und ich mag die Botschaft in dem Buch. Wieder sieht man, dass Freundschaft das Wichtigste ist und über alles siegt. Selbst Draco gibt es zu. 

Wir haben außerdem viele Auftritte von vermissten Charakteren, die wieder zu Helden werden können. Hermine, Ron und Harry waren als Erwachsene sehr gut getroffen. Sie haben sich verändert, aber nicht so stark, dass man unsere altbekannten drei Freunde nicht wiedererkennen könnte. Gerade, dass Harry nicht der perfekte super Dad ist, fand ich gut. Wer leider viel zu selten kam, waren James und Lilly Potter und von Rose hätte ich auch gern noch ein bisschen mehr gehabt. 

Dadurch, dass ich auch nicht wusste, um was es geht, bin ich als unbeschriebenes Blatt daran gegangen und fand, dass in dem Theaterstück eine spannende Geschichte steckt. . Es hat auch Spaß gemacht, sie zu lesen. Es waren Konflikte dabei, Witze und ein paar Offenbarungen. Allerdings kam es mir an zwei Stellen so vor, als fehlten dem Leser eine kleine Info oder eine Szene.

Fazit
Alles in allem konnte mich J. K. Rowling wieder begeistern. Es war ein tolles Gefühl mit einer neuen Geschichte in die Harry-Potter-Welt einzutauchen und die Kinder unserer 3 Helden kennenzulernen. Man sollte nicht mit zu vielen Erwartungen an das Buch herangehen, sonst wird man vermutlich enttäuscht aber wer die ersten Bände und diesen Band voneinander trennen kann, wird auf seine Kosten kommen. Für mich war es das reinste Lesevergnügen und leider zu schnell vorbei.

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entführung, jugendbuch, familie, spannung, cat clarke

Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Falsche Schwestern" fällt mir nicht leicht zu bewerten. Thematisch ist es wirklich klasse umgesetzt. Ein entführtes Mädchen, dass nach 13 Jahren wieder auftaucht. Der Wirbel, der um Laurel gemacht wird, die Menschen die keine Privatsphäre beachten und auch, dass man sie in den Himmel hebt, finde ich glaubwürdig. Ich denke, dass es teilweise wirklich so passieren kann. Auch Faiths Gefühle ihrer Schwester gegenüber sind normal und man kann sie verstehen. Ihr seht also, dass ich das Buch in diesem Sinne gut fand, aber es gibt ein paar andere Probleme, die ich hatte.

Wir lesen aus der Sicht von Faith, die endlich ihre große Schwester zurückbekommt. Sie ist unsicher, ein bisschen eifersüchtig aber freut sich auch, dass sie wieder da ist. Ihre Gedanken und Gefühle Laurel gegenüber sind ein guter Mix, aber ihr Verhalten ihrer besten Freundin Martha und ihre Freundes Thomas gegenüber konnte mich nicht überzeugen. Die beste Freundin wird einfach vergessen und kommt so selten darin vor, dass diese Freundschaft für mich nicht existierte oder nicht so intensiv ist, wie sie beschrieben wurde. Genauso die Beziehung zu Thomas. Er spielte zwar eine ein bisschen größere Rolle, aber es wirkte alles andere als authentisch. Es hatte den Beigeschmack, dass die Autorin einen Sündenbock brauchte, der die weitere Entwicklung ins Rollen bringt. Er war zu blass und von Emotionen kann gar keine Rede sein. Demnach vielen Faiths Reaktionen ihren Freunden gegenüber für mich oft übertrieben und aufgesetzt aus. Sie verheimlicht ihnen die ganze Zeit alles Mögliche und beschwert sich dann, dass sie sich ausgeschlossen fühlt.

Ein anderes Problem war einfach, dass die Geschichte langatmig war. Natürlich gab es viele Alltagssituationen, die einfach sein mussten, aber von Spannung fehlte jede Spur. Erst die letzten 70 Seiten wurden spannend und erklärte den Grundkern der Geschichte. Das ist aber einfach zu spät. Mir wäre lieber gewesen, dass die letzten Seiten mehr ausgebaut worden wären und der Anfang etwas gekürzt. Mir wurde schnell langweilig beim ständigen Lesen, wie toll Laurel doch ist, wie sehr sich Faith bemüht, wie gluckenhaft die Mutter der beiden ist und wie unnatürlich sich Faith ihren sogenannten Freunden gegenüber verhält. Das eigentliche Thema, die "falsche Schwester" kommt zu kurz oder eher gesagt es wird für mich zu spät darauf hingedeutet. Wieso. Weshalb. Warum. Sehr schade, dadurch zogen sich die Seiten in die Länge.

Fazit
Eine spannende und interessante Idee, die zwar authentisch umgesetzt wurde, aber leider ohne Spannung blieb. Auf den letzten Seiten reichte es einfach nicht aus, um das komplette Buch für mich lesenswert zu machen. Da hätte man mehr machen können. 

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