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278 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

dschinny, jessica khoury, aladdin, liebe, ein kuss aus sternenstaub

Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich die ersten Seiten des Buches anfing, war mir gar nicht bewusst, dass ich hier eine Märchenadaption von Aladdin in den Händen halte. Erst als der Held seinen Namen bekam, wurde mit bewusst, welche Geschichte aus 1001 Nacht ich in den Händen hielt. Und ich muss sagen, sie wurde großartig umgesetzt.
Die Geschichte von Aladdin kenne ich nur von der Disney Version. Kann also nur mit dieser vergleichen, und das macht man automatisch. Die Umsetzung, die Jessica Khoury uns bietet, hat mich begeistert. Sie hat einen sehr sprachgewaltigen und bildhaften Schreibstil. Wir haben eine Dschinny, fremde Länder und jede Menge Magie. Gerade die Magie ist es, die die Autorin unheimlich gut aufleben lassen konnte. Ich konnte das Prickeln auf der Haut fühlen, den Rauch in der Luft herumschweben sehen und die Macht fühlen, die Zahra innehat. 
Es wird aus der Sicht von Zahra erzählt. Die Dschinny aus der Flasche. Sie ist eine Frau, die seit viertausend Jahren in der Flasche eingesperrt ist, dazu gezwungen dem Besitzer drei Wünsche zu erfüllen. Sie hat vieles erlebt, viele sterben sehen und Tausende Wünsche erfüllt. Obwohl sie so viel erlebt hat, ist sie eine sanftmütige, humorvolle und einfach liebenswerte Person geblieben. Sie quält sich mit ihrer Vergangenheit und dem Verlust ihrer Habiba aber sie hat die Hoffnung nicht ganz aufgegeben. Es macht den Anschein, aber ein Funke Hoffnung auf eine wenig Glück steckt in ihr. Tief versteckt, erst unser Dieb Aladdin kann diesen Funken hervorlocken.
Aladdin ist humorvoll, hat ein gesundes Selbstwertgefühl und ist im Grunde seines Herzens ein guter Kerl. Er wird von der Rache für seine Eltern getrieben und verliert dadurch eine Zeit lang das wahre Glück aus den Augen. Er und Zahra kabbeln sich, sie necken sich und sie kämpfen füreinander. Der Beziehungsaufbau hat mir sehr gut gefallen, die Gefühle der beiden entwickelt sich langsam und stetig und können Wünsche erfüllen. 
Interessant fand ich es auch, dass Zahra immer wieder zu Königin Roshana gesprochen hat. Ihre Gedanken galten ihrer Freundin und die Geschichte, die man sich über Die Königin und die Dschinny erzählt, findet sich auch in dem Buch wieder.
Es gibt zwei wichtige Handlungsstränge, denen wir folgen. Einmal haben wir Zahra, die um jeden Preis ihre Freiheit zurückerlangen will. Durch sie haben wir die Dschinny, deren Scheitan Nardukha und den Kampf um ihre Freiheit. Damit verbunden ist eine unfassbar gut umschriebene Magie, die mich verzaubert hat. Dann haben wir da noch Aladdin, der auf Rache sinnt und mit einem Plan das Herz der Prinzessin erobern will, um König zu werden. Dadurch lernen wir Caspida und ihre Kriegerinnen kennen. Die kämpferische Prinzessin, die das Beste für ihr Volk möchte. Sie ist ebenfalls ein Charakter, der mir durch seine einfühlsame Art sehr ans Herz gewachsen ist. In erster Linie steht für sie ihr Volk. Sie ist ebenfalls ein Charakter, der mir durch seine einfühlsame Art sehr ans Herz gewachsen ist. In erster Linie steht für sie ihr Volk. Beide Handlungsstränge schneiden sich immer wieder, umwickelt von der Liebe die Zahra und Aladdin füreinander entwickeln. 
FazitEine magische sanfte Liebesgeschichte. Jessica Khoury konnte mich mit ihren tief gehenden und sympathischen Charakteren begeistern aber noch mehr verzauberte sie mich mit Ihrem bildlichen und wortgewandten Schreibstil.

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157 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

dschinn, nalia, dtv verlag, heather demetrios, nalia tochter der elemente

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg in die Welt von Nalia ist etwas langwierig. Wir erfahren die Geschichte der Dschinn, etwas über deren Kräfte und Kasten und wie es dazu kam, dass Nalia als Sklavin bei Malik gelandet ist. Immer wieder begleiten wir Nalia in der Gegenwart, wie sie die Wünsche ihres Meisters erträgt und sich versucht so gut es geht zu widersetzen. Der erste Teil der Reihe von Heather Demetrios handelt hauptsächlich um Nalias Gegenwehr gegen Malik, ihren Versuch sich zu befreien und den Feindlichen Ifrit zu überleben. Durch die Einblendungen der Vergangenheit geht die Geschichte aber anfangs langsam voran, allerdings wird es nicht langweilig. Es passiert immer etwas, was meine Neugierde aufrechterhielt. Sei es ein neuer Plan von Nalia oder das Verhalten von Malik. Langweilig wurde mir beim Lesen nie. Ich mochte die Geschichte sehr und bin richtig gespannt darauf, wie es weitergehen wird.
Die Autorin legt viel Wert auf Beschreibungen und kann Gerüche, Gefühle und die Umgebung wirklich gut umschreiben, ohne dass es für mich zu viel wurde und ich bin ja normalerweise gegen zu viel Umschreibungen. Die Autorin hat einen sehr sanften und bildlichen Schreibstil. Dadurch konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen und die Umgebung wurde gut unterstrichen.
Nalia als einzig Lebende Gal Assouri muss mit der Last aus ihrer Vergangenheit leben und die Sklaverei ihres Meisters ertragen. Ich mochte sie durchweg sehr gerne, da wir mehrere Seiten von ihr kennenlernen. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Gal Assouri nicht lieben, nichts empfinden und nur fürs Kämpfen geschaffen sind, aber das sticht bei Nalia nie so raus. Sie ist zwar stark, aber zeigt auch schwache Momente, sie hat Angst, wird verletzt und liebt ihren Bruder verzweifelt. Sie ist mit Schuldgefühlen beladen aber findet ihre Entschlossenheit wieder. Ihr Zwiespalt Malik gegenüber kam auch sehr gut rüber. 
Malik ist zwar ihr Meister, aber nach und nach wird aus dem einst grausamen Mann ein doch ganz liebenswerter Charakter, der zwar immer mal wieder in die dunkle Seite abdriftet, aber trotzdem konnte er bei mir Sympathiepunkte sammeln, sodass er mir manchmal schon leidtat und ich hoffe, dass noch etwas Positives mit ihm passiert. 
Neben Nalia und Malik spielt der junge Rebellenanführer Raif auch eine große Rolle aber auch einen meiner negativen Punkte. Er spielt den harten Anführer, aber im Umgang mit Nalia wirkt er schüchtern. Eigentlich mag ich ihn, aber sein Verhalten passt nicht ganz zusammen. Er ist sehr jung der Anführer der Rebellen geworden und ich habe da mit ein bisschen mehr Härte gerechnet. Er wird Nalia gegenüber ziemlich schnell weich und entwickelt Gefühle, obwohl ich das Gefühl hatte, dass sie gar nicht so viel Miteinander zu tun hatten, damit sie sich annähern konnten. Es war dann einfach so, dass sie sich voneinander angezogen fühlten. Wir erfahren zwar auch einiges aus seiner Vergangenheit und was in seinem Kopf vorgeht aber im Vergleich zu Nalia und Malik wirkt er dann doch eher blass. Ich hoffe da sehr auf den zweiten Teil.
FazitWundervolle Atmosphäre die es leicht macht die Charaktere kennen und lieben zu lernen. Die Handlung hat ein gemütliches Tempo aber ohne langweilig zu werden. Ein guter Start der Reihe.

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700 Bibliotheken, 40 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

fantasy, das lied der krähen, leigh bardugo, krähen, grischa

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Einstieg in "Das Lied der Krähen" fiel mir nicht einfach. Die ersten 3 Kapitel fühlte ich mich nicht wohl in der Welt. Zu viele Namen, zu viele Ortsnamen und eine Welt, die ich nicht kannte. Ich hatte immer das Gefühl, dass mir Wissen fehlte aber das hielt zum Glück nicht lange an. Nach Kapitel 3 war ich drin in der Welt und freundete mich mit jeder Seite mehr mit den Charakteren an.
Und die Charaktere sind das Herzstück des Buches. 6 wirklich ungewöhnliche Außenseiter, jeder mit einer eigenen Geschichte. Alle sind auf ihre Art vom Leben gezeichnet und kämpfen, um zu überleben. Ich möchte euch gar nicht zu viel von den jeweiligen Charakteren erzählen. Ihr lernt jeden einzelnen der Gruppe mit jedem Kapitel besser kennen, blickt in seine Vergangenheit und ergründet seine Geheimnisse. Lediglich Wylan kam mir ein bisschen zu kurz und so wirkte er doch ein wie ein Außenseiter unter den Außenseitern. Durch den dauernden Sichtwechsel bekommt jeder Charakter eine unglaubliche Tiefe. Leigh Bardugo schafft es wunderbar, ihren Charakteren leben einzuhauchen und die Geschichten aller miteinander zu verweben.
Kaz Brekker, auch Dirtyhands genannt, rekrutiert für seinen Auftrag Sechs Leute mit außergewöhnlichen Talenten. Sie wollen etwas beinahe Unmögliches machen. Sie wollen in das Eistribunal einbrechen. Das bestgesichertste Gefängnis von Fjerdan. Doch mit Kaz und seinem Masterplan machen sich diese Sechs auf den Weg das Unmögliche möglich zu machen. 
Die Handlung ist unheimlich spannend. Nachdem man einmal in die Welt eingetaucht ist, möchte man mehr über die Charaktere erfahren und wissen, ob sie diesen Auftrag wirklich schaffen können. Wir streifen mit ihnen durch die Straßen des Barrels, machen uns auf den Weg nach Fjerdan und stehen vor dem Eistribunal. Die Gruppe steht immer wieder vor neuen Hindernissen, die den Plan ins Wanken bringen und wir als Leser bangen mit ihnen. Man ist so gefangen, dass man das Buch nicht weglegen will. Man muss einfach wissen, wie es weitergehen wird! Schaffen sie es? Passiert noch etwas? Spannung pur!
Wir haben sogar etwas fürs Herz. Es ist erkennbar, aber nicht so das es die Stimmung im Buch kaputtmacht oder nicht dazu passt. Es ist unterschwellig und eine sehr nette Dreingabe. Es lockert die Geschichte auf und macht die Charaktere noch sympathischer und miteinander harmonischer.
FazitEin Gaunerroman, in dem die Helden mal nicht die "Guten" sind. Unheimlich atmosphärisch, spannend und energiegeladen. Wenn man erst einmal in die Welt eingetaucht ist, kommt man nicht so schnell wieder heraus. Absolute Leseempfehlung!!

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196 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

shadow dragon, fantasy, drachen, schwert, oetinger verlag

Shadow Dragon. Die falsche Prinzessin

Kristin Briana Otts , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108440
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein neuer Kaiser wird gekrönt und alle vier Königreiche schicken einen Abgesandten, um die Gefolgschaft zu schwören. Prinzessinnen und Prinzen machen sich auf den Weg in die Kaiserstadt. Kai ist auch auf dem Weg in die Kaiserstadt. Doch leider nicht als sie selbst, sondern verkleidet als Prinzessin Noriko aus dem River Kingdom. 
Kai ist unsere Protagonistin, die wir sehr gut kennenlernen dürfen. Es gibt viele Seiten an ihr. Wir haben zuerst die Treue und Loyale Onna-Bugeisha, die Leibwächterin der Prinzessin ist und der königlichen Familie dient. Dann wird sie als Prinzessin Noriko verkleidet und muss sich den langweiligen Gepflogenheiten des Adels unterwerfen. Die beiden Welten prallen aufeinander und Kai weiß nicht was sie denken soll. Man merkt ihr ihren Zwiespalt an. Zum einen will sie loyal der Prinzessin gegenüber sein, aber zum anderen merkt sie auch welche Probleme das Volk hat. Kai unterdrückt ihre Gefühle immer mehr, wird herumgeschoben wie ein Spielball, da ist es kein Wunder, dass der Knoten platzt und ihre Gedanken in eine andere Richtung gehen. Die Entwicklung die Kai durchmacht gefällt mir nicht immer. Im Grunde mochte ich sie als Charakter sehr, aber sie hat zeitweise eine Besessenheit an sich, die nicht sympathisch ist. Ich bin richtig gespannt, was noch aus ihr wird. Für mich ist sie eine absolut gelungene Protagonistin.
Eine wichtige Figur für die Geschichte ist auch Prinz Enlai. Unsere Kai schwärmt für den Prinzen aus dem Mountain Kingdom. Er wird ein Vertrauter für Sie, wodurch es aber zu einigen Schwierigkeiten kommt. Neben dem Prinzen trifft Kai aber auch auf den Drachenhüter Jao und er ist mir wesentlich sympathischer. Ich hätte gern noch ein bisschen mehr von ihm gehabt. Mehr über ihn aber auch er wird noch wichtig für die Geschichte. Hier kann Kai sie selbst sein. Es kommen noch einige Charaktere drin vor die eine Mal mehr, Mal weniger wichtige Rolle spielen aber alle sind interessant gestaltet.
Ein Drachenbuch ist ja nichts ohne seine Drachen und hier haben wir endlich mal wieder richtige Drachen. Sie sind groß, sie sind mächtig, alt und weise. Es gibt mehrere Drachenarten, die wir kennenlernen aber im Vordergrund steht der Shadow Dragon und er wird großartig dargestellt. Man spürt beim Lesen richtig seine Macht!
Die Handlung dreht sich rund um die Königshäuser, dem Kaiser und dem Shadow Dragon. Die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, hat mir gut gefallen und durch den leichten und lockeren Schreibstil flogen die Seiten dahin. Kai war für mich ein wunderbarer Charakter, über den ich mehr wissen wollte, auch wenn mir nicht alle ihre Entwicklungen gefallen haben. Sie hat mich animiert weiterzulesen. Die Geschichte wird von Seite zu Seite interessanter. Auch der mächtige und heilige Shadow Dragon spielt eine große Rolle. Mehr verrate ich aber nicht, die Geschichte müsst ihr selbst entdecken und es lohnt sich!
FazitDie Geschichte lebt durch Kai. Sie ist ein vielseitiger Charakter, der mal mehr, mal weniger sympathisch ist. Sie bringt aber Spannung rein. Gemeinsam mit dem Prinzen, dem Drachenhüter und dem Shadow Dragon wird es zu einer geheimnisvollen und spannenden Geschichte. Für mich ein absolutes Lesevergnügen.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

prothese, dramatisch schön

Free at last - vereint

Annie Stone
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.06.2016
ISBN B01H7PO1FA
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der dritte Teil von "Free at Last: vereint" kommt wieder an Teil 1 heran. Hunter und Mac stehen sich wieder gegenüber. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und sie müssen damit klarkommen. Sie müssen dem anderen Verzeihen, dass er einen verletzt hat. Jetzt ist aber wieder mehr Dynamik zwischen den Charakteren da. Wir erleben Mac mit Hazel und Carey. Die drei sind ein eingeschworenes Team und würden alles füreinander machen. Die kleine Hazel ist ein richtiges Goldstück und zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht. Hunter macht eine schwere Zeit durch und gerade da ist die Liebe seiner Familie wichtig. Und besonders die Begegnungen zwischen Hunter und Hazel. Goldig! Die Seiten rasen nur so dahin und ich wollte mehr und mehr. Einzig die Sexszenen waren nicht ganz so meins aber das tut den Charakteren keinen Abbruch.
Auch mit dem dritten Band haben wir eine Achterbahn der Gefühle. Hunter und Mac nähern sich wieder an und die kleine Hazel lächelt sich in die Herzen der Leser.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

traumjob, liebesroman, pläne, liebe, zukunft

Instafame oder Gummistiefel in Acryl

Mila Summers
E-Buch Text: 274 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 04.07.2017
ISBN 9781542096829
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Instafame oder Gummistiefel in Acryl" ein unterhaltsamer Titel und ein Cover, was den Inhalt wunderbar wiedergibt. Es geht um Liebe, Gummistiefel und dem unentbehrlichen Smartphone. 
Marianne wird aufgrund eines kleinen verteufelten Pudels gefeuert und muss sich nun überlegen, was sie mit ihrer Zukunft anfängt. Wie wird sie wieder auf die Beine kommen? Sie muss an ihre Zukunft denken, und da das Pudelunglück dafür gesorgt hat, dass sie in München niemand als Schuhverkäuferin einstellen möchte, nimmt sie sich erst einmal eine Auszeit in ihrem Heimatdorf bei Oma Käthe.
Meine Sympathie für Marianne schwankte immer mal wieder. Ihr Selbstmitleid über die ersten 60 Seiten hinweg ging mir auf die Nerven. Sie war zu fixiert auf den Job als Schuhverkäuferin. Das besserte sich erst, als sie wieder in ihrer Heimat war und ihre Gedanken sich um einen ganz bestimmten Mann drehten. Ab da wurde mir Marianne auch sympathischer mit ihren erneut aufkeimenden Gefühlen für Louis und ihrer Liebe zu ihrer Heimat, was man immer deutlicher spürte.
Louis ist mir manchmal zu glatt. Seine unterkühlte Art am Anfang macht ihn interessant und natürlich sein unglaublich gutes Aussehen. Er taut aber recht schnell auf und fängt an mit Marie zu flirten. Man erfährt sehr wenig über ihn, gerade am Anfang ist er schwer einzuschätzen, bis er und Marie sich annähern. Dann wird er zu einem liebenden Mann, allerdings fehlt mir da einfach mehr Hintergrundwissen über ihn. Was hat er die 17 Jahre lang gemacht, außer zu Malen und Frauen abzuschleppen? Für mich war er nicht tief greifend genug. Er war charmant, zum Anschmachten und liebenswert aber das gewisse Etwas hat gefehlt.
Oma Käthe ist hingegen ein Original. Sie erinnert mich sehr an meine Oma, allgemein hat Mila das Dorfleben und die Atmosphäre gut eingefangen und es hat Freude gemacht, die Eierlikörexzesse und das Küchenschürzengeschwader zu erleben. Wer mir aber ein Dorn im Auge war, was Sue, die von mir kein Mitleid bekommen kann. Ihre Art ist unausstehlich, aber ich denke, ihr werden wir uns im zweiten Teil etwas annähern.
Die Handlung war eine sanfte, unterhaltsame Liebesgeschichte. Auch wenn sie ein bisschen vorhersehbar war, was in dem Genre nicht ungewöhnlich ist, mochte ich das Projekt Instafame sehr. Das hat dem Ganzen seine persönliche Note gegeben. Instagram, Gummistiefel und ein Künstler und schon entstehen schicke neue Stiefel, die Marianne an den Mann bringt. Herrliche Idee.
FazitEine süße Liebesgeschichte, die Freude macht. Die Idee von Instafame hat mir sehr gut gefallen und die dörfische Atmosphäre passte wunderbar dazu. Die Charaktere haben mir zum Großteil auch gut gefallen und die Geschichte lesenswert gemacht. Ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten.

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284 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

snow, danielle paige, fantasy, schnee, magie

Snow

Danielle Paige , Anne Brauner , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.09.2017
ISBN 9783522202374
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Snow - Die Prophezeiung von Feuer und Eis" ist ein Buch, was mir Kopfzerbrechen bereitet hat. Die ersten 300 Seiten haben sich gezogen und mir aus vielen Gründen nicht gefallen. Es wird mit der Zeit besser, aber erst die letzten 90 Seiten zeigen, dass die Autorin auch anders kann.
Auf den ersten Seiten lernen wir die Protagonistin kennen. Snow ist ein junges Mädchen, die von Ihrer Mutter in eine Anstalt gesteckt wurde. Ihr Tag besteht aus Aufstehen, Tabletten nehmen, ihre Serie mit Vern schauen, Tabletten nehmen und schlafen. Nicht nur, dass der Alltag in der Anstalt zu wenig dargestellt wird, sondern auch mit Snow wurde ich nicht warm. Ich habe kein Gefühl dafür, wie alt sie ist und was sie gerne macht. Sie ist so farblos und gefühllos. Im Laufe der Geschichte passieren viele Ereignisse, die ihr Reaktionen entlocken, die ich entweder nicht nachvollziehen konnte oder die ohne große Gefühle hingenommen wurden. Zum Beispiel geht sie viel zu locker damit um, dass sie in eine neue Welt gelangt, eigentlich eine Prinzessin ist und sich sogar eine Prophezeiung um sie dreht. Ich könnte noch eine ganze Menge aufzählen. Ihr seht also, dass ich mit der Protagonistin absolut nicht zufrieden bin. Erst gegen Ende taute sie für mich etwas auf.
Die Geschichte wird so lapidar herunter erzählt. Sie hat keine Gefühle in mir auslösen können. Ich war oftmals nur enttäuscht, verwirrt und genervt. Der Aufbau der Welt, die Wesen, die darin leben ... das alles hatte für mich keine Substanz und einige Dinge wurden nicht richtig erklärt. 
Es kommen noch weitere Charaktere ins Spiel. Wir haben den Feuerjungen Bale, der mit Überraschung aufwarten kann. Über ihn erfährt man aber viel zu wenig, um ihn mögen zu können. Bei Kai wird es etwas besser und auch Jagger ist ein Charakter, zu dem man irgendwie Sympathie aufbaut, obwohl mir das Hin und Her mit ihm dann auch auf die Nerven ging.
Ich fasse es aber einfach nicht, dass auf den letzten 90 Seiten plötzlich Spannung rein kommt. Es wird spannend, Snow zeigt endlich mal ordentliche Gefühle und die Autorin überrascht sogar mit einem WTF-Moment. Sie hat es tatsächlich geschafft, auf den letzten 90 Seiten meine Neugierde auf die Fortsetzung zu wecken. Aber es ist so mühselig sich erst durch 300 Seiten zu kämpfen, bis es dann so wird, wie man es sich von Anfang an gewünscht hat.
FazitDie Geschichte hat sehr viel ungenutztes Potenzial. Die Idee fand ich nämlich gut, nur die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Snow ist für mich ein sehr blasser Charakter und es reicht leider nicht aus, dass die letzten Seiten dann doch überzeugen können. Ich hoffe sehr, dass Band 2 fortgesetzt wird, wie der erste Teil endete.

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429 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, neal shusterman, utopie

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Scythe: Hüter des Todes" hat Neal Shusterman eine originelle Dystopie erschaffen, die es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen lässt. Es regt zum Nachdenken an und lies mir den Atem stocken. 
Irgendwann in der Zukunft können die Menschen nicht mehr sterben. Sie tragen Naniten in sich, die Heilen, Schmerzen lindern und sogar die Emotionen steuern. Wenn man in einen totenähnlichen Zustand gerät, tauchen Ambudronen auf, bringen einen in ein Revival Center und der Thunderhead belebt einen wieder und man wird wieder zusammengeflickt. Es ist ein sehr befremdliches System, in das wir eingeführt werden, aber gleichzeitig ist es faszinierend. Ich brauchte einen kleinen Anlauf, aber dann konnte ich mich sehr gut in der Welt einfinden. Wir lernen zu beginn die beiden Protagonisten Citra und Rowan kennen und mit ihnen die Grundregeln der Welt. 
Durch die Unsterblichkeit, die die Menschheit erreicht hat, muss es auch etwas gegen die Überbevölkerung geben. Es wurde das Scytheum gegründet. Die Scythe sind eine Gruppe von Menschen, die nach einer beinahe willkürlichen Auswahl andere Menschen nachlesen d.h. sie aus der Welt entfernen. Sie sind die Einzigen, die das können und unantastbar. Citra und Rowan werden dazu ausgewählt ein Scythe Lehrling zu werden und mit den beiden lernen wir die Regel der Scythe näher kennen. 
Citra ist ein unauffälliges aber kluges Mädchen, die ausspricht, was sie denkt und nicht einmal bei einem Scythe zurückschreckt. Sie war mir sofort sympathisch und das nimmt auch im Laufe der Geschichte nicht ab. Sie hat noch die Menschlichkeit an sich, Mitgefühl, Gerechtigkeit und einen starken Willen. Mit jeder Seite wird sie zu einem immer stärkeren Charakter. Rowan hingegen war mir am Anfang sympathisch, aber er verliert auch schnell wieder etwas davon. Auch sein Charakter wird stärker aber in einer anderen Form als Citra. Einerseits mochte ich ihn bis zum Schluss, aber ich mochte die Entwicklung, die er nimmt nicht sehr. Jedoch denke ich, dass er seinen Glanzmoment im zweiten Teil bekommen wird. 
Aber nicht nur diese beiden Charaktere lernen wir besser kennen, sondern eine Handvoll Scythe die unterschiedlicher nicht sein können. Faraday, Curie und Goddard stehen da im Mittelpunkt und mit ihnen lernen wie mehr über das Scythum und die Probleme die dort unterschwellig herrschen. Die Handlung der Geschichte ist durchweg spannend, hat mich neugierig gemacht und immer wieder dazu gebracht zum Buch zu greifen. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Es wird blutig, teilweise erschreckend und die ganze Geschichte kommt mit wenig Liebe aus. Es gibt zwei Kleinigkeiten, die mir nicht ganz so gut gefallen haben und die gegen Ende auftauchen aber das tat meiner Lesefreude keinen Abbruch.
FazitFür mich ein durchweg geniales Buch! Spannend bis zur letzten Seite mit einer faszinierenden und ausgefallenen Idee. Die Charaktere passten auch hervorragend zur Geschichte. Ich bin begeistert und warte sehnsüchtig auf den zweiten Band.

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

2017

Familie Grace, der Tod und ich

Laure Eve , Christiane Steen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841422446
Genre: Jugendbuch

Rezension:

River ist unser Hauptcharakter, der nicht ganz einfach ist. Witzigerweise habe ich erst ab Seite 50 bemerkt, dass River bis dato keinen Namen hatte. Man lernt Sie auf den ersten Seiten nur teilweise kennen. Sie hat Geheimnisse und verbringt auf jeden Fall etwas. Ihre ganze Vergangenheit liegt eine Weile im Schatten. Ihre Besessenheit von der Grace Familie ist ein bisschen gruselig. Man erfährt erst im zweiten Teil, was eigentlich in Rivers Kopf vorgeht, und deckt damit einige Geheimnisse auf. Die Sympathie schwankte immer mal wieder, dadurch, dass sie einfach immer ein Stück verschlossen wahr.
Die Familie Grace sind angeblich Hexen. Wir lernen zu Beginn Summer kennen. Sie lädt River zu einer Beschwörung ein und verstärkt damit das Gerücht, dass sie eine Hexe ist. Summer ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie legt viel Wert auf die Wahrheit und ist ihren Geschwistern gegenüber loyal, trotzdem freundet sie sich mit River an und wird ein wichtiger Teil. Obwohl sich River mit Summer anfreundet, baut sie auch einer Bindung zu den anderen Grace Kindern auf. Die Zwillinge Thalia und Fenrin. Thalia ist der zurückhaltendere der Geschwister und sie wirkt leicht labil, was aber auch eine Vorgeschichte hat. Fenrin hingegen wird für die Geschichte noch wichtig, er ist der beliebteste Schüler der Schule, jedes Mädchen liebt ihn, jeder Junge bewundert ihn und natürlich verliebt sich River in ihn. Ihn lernt man ziemlich gut kennen. Er liebt seine Familie, aber hasst das Gerede über Hexen. Er möchte einfach nur ganz normal sein und über sein Leben bestimmen.
Die drei Geschwister sind auf ihre Art sympathisch und dann mal wieder unsympathisch. Jeder hat Geheimnisse, aber trotz allem halten Sie zusammen. Ich finde besonders die Dynamik zwischen den Geschwistern und River sehr gut dargestellt. Wenn die Freunde zusammen sind, spürt man die Freude und den Spaß, den sie haben. Genauso wie das gegenseitige Vertrauen, auch wenn immer wieder die kleinen Geheimnisse zwischen ihnen stehen. Man merkt auch deutlich, wie sehr River dazugehören möchte, wie sehr sie einen Teil dieser Familie sein will.
Ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich einen Moment hatte, in dem mich die ganze Konstellation der Familie Grace und Rivers Faszination für sie an Twilight erinnert hat. Das hat das Lesegefühl etwas gedämpft. Es verfliegt aber auch schnell wieder. Eigentlich haben die Geschichte nichts miteinander gemeinsam.
Der Schreibstil der Autoren ist leicht und locker. Wodurch die Seiten geradezu dahin fliegen. Man liest automatisch weiter, weil man einfach hinter die Geheimnisse der Personen kommen möchte. Es macht auf jeden Fall neugierig und treibt einen voran aber trotz allem fehlte mir gerade am Anfang ein bisschen Spannung. Die Spannung kommt aber noch, denn die Autorin schafft es, immer wieder kleine Hinweise ein zu streuen durch die man eine Vermutung bekommt, was hinter den Geheimnissen steckt. Ich lag mit meinen Vermutungen sogar gar nicht so falsch, allerdings ist es wirklich sehr gut verpackt und schürt die Neugier und entwickelt dadurch einen richtigen Lesesog.
Die Geschichte wendet sich aber ab Teil zwei des Buches. Es wird düsterer. Es ist zwar immer noch spannend, aber die Entwicklung hat mir persönlich nicht gefallen und ging ins Negative.
Was mich überrascht hat, ist, dass das Buch der Auftakt einer Reihe ist. Damit hatte ich nicht gerechnet aber ich, denke man kann den ersten Band auch gut als Einzelband lesen. Für mich war das Ende kein richtiger Cliffhanger und macht mich jetzt nicht so neugierig, dass ich wissen möchte, was noch kommt.
FazitDie Dynamik der Charaktere ist großartig und man hat das Gefühl richtig ein Teil der Familie zu sein. Außerdem fand ich es wirklich gut, wie die Autorin immer wieder Hinweise auf die Geheimnisse einbaute und somit einfach neugierig machte. Die Entwicklung am Ende denke, ich ist Geschmackssache und wird vielleicht nicht jedem gefallen. Mir hat es weniger gefallen und das ist auch der Grund, warum das Buch nur vier von fünf Punkten bekommt.

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404 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

liebe, prosopagnosie, mobbing, übergewicht, jennifer niven

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein wunderbarer Roman, der Themen aufzeigt, die in er Jugend eine wichtige Rolle spielen. Selbstbewusstsein, Mobbing, Diskriminierung und den Mut zu sein, was man sein möchte. 
Libby Strout, auch bekannt als das dickste Mädchen Amerikas ist nach Jahren wieder in der High School. Sie muss sich den alltäglichen Teenagerproblemen stellen und noch mehr. Libby ist ein wundervoller Charakter, trotz ihrer Vergangenheit und ihr noch vorhandenes Übergewicht hat sie eine Menge Selbstbewusstsein und zeigt es auch offen. Manchmal jedoch ist sie mir zu selbstbewusst und das wirkte auf mich unrealistisch. Libby Leidenschaft für das Tanzen ist wundervoll. Man merkt beim Lesen direkt, wie viel Freude ihr das macht und es zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Sie verurteilt einen nicht und ist für Jack eine merklich große Stütze.
Jack Musselin ist der männliche Part in der Geschichte. Seine Krankheit - Prosopagnosie - also Gesichtsblindheit ist ein sehr spannender und interessanter Part in den Büchern. Vorher hatte ich noch nie etwas davon gehört und stelle es mir schrecklich vor, damit leben zu müssen. Die Umsetzung finde ich sehr glaubhaft und kann mir gut vorstellen, wie es Jack gehen muss. In das Gesicht eines geliebten Menschen zu schauen und ihn nicht wiederzuerkennen. Allerdings kann ich nicht verstehen, warum Jacks Eltern das nie bemerkt haben, als siebenjähriger in der Schule achtet man doch nicht instinktiv auf andere Merkmale als das Gesicht, um die Person zu erkennen.
Libby und Jack können miteinander offen reden. Die Beziehung der beiden entwickelt sich sanft und die Liebesgeschichte ist süß. Es werden ernste Themen behandelt, die auch zum Großteil gut umgesetzt wurden. Die Teenagerprobleme, die man sich vorstellen kann. Jack, der seine Krankheit mit einer Lässigkeit überspielt und dadurch zum Star wird, obwohl er eigentlich nur eine Maske trägt, damit der nicht dem Spot ausgesetzt ist und Libby, die ihr Leben wieder in den Griff kriegen möchte und zu sich steht, auch wenn der Großteil der Schule es ihr versucht schwer zu machen. 
Durch die Ich-Perspektive und einen Sichtwechsel, zwischen ihm und Libby bekommen wir einen sehr guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten. Der Schreibstil lässt sich locker und leicht lesen und durch die kurzen Kapitel fliegt man durch die Seiten. 
Fazit:Mir hat nicht alles Gefallen, aber die sympathischen Charaktere und der lockere Schreibstil sorgen für eine Sogwirkung, der man sich nicht entziehen möchte. Die Umstände von Libby und Jack, machen diese Geschichte zu etwas Besonderem und keiner 0815 Liebesgeschichte.

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783 Bibliotheken, 44 Leser, 0 Gruppen, 117 Rezensionen

fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die ersten Seiten von "Das Reich der sieben Höfe: Feuer und Flammen" haben mich anfangs etwas enttäuscht. Wo ist die kämpferische Feyre, die ein ganzes Volk von einem Fluch befreit hat? Wo ist der liebevolle Tamlin, der immer wusste, was in seiner Feyre vorgeht? Es fühlte sich falsch an zu lesen, wie zerbrochen Feyre ist. Lediglich Rhysand ist weiterhin der charmante und dunkle Mann und er bringt den Schwung in die Geschichte und die Sogwirkung beginnt.
Feyre hat mit den Nachwirkungen von Amaranthas Herrschaft zu kämpfen. Ihre Erlebnisse unter dem Berg sitzen tief und zerren an ihren Kräften. Sie macht die stärkste Wandlung in diesem Teil durch. Anfangs ist sie gebrochen und nicht die Feyre, die wir erwarten aber sie blüht auf. Sie wird stärker, selbstbewusster und frei. Nach den Erlebnissen unter dem Berg war sie am Boden und Tamlin trat noch einmal zu. Erst Rhys kann sie aus ihrer Starre befreien, uns sie zu der kämpferischen Feyre Machen, die wir in "Dornen und Rosen" erleben durften. Der Hof der Nacht macht aus ihre eine starke Kämpferin und liebende Frau. Sie hat die Vergangenheit hinter sich gelassen.
Rhysand ist ... einfach das Herzstück des Buches. Er war vorher schon interessant, aber er wird so ein tiefgründiger und liebenswerter Charakter. Seine Geschichte hat Tiefgang, er ist durchweg interessant und vielseitig. Ich liebe die verschiedenen Seiten an ihm, die wir mit Feyre zusammen nach und nach kennenlernen dürfen. Selbst seine dunkle Seite zeigt, wie sehr Rhysand Velaris und seine Familie liebt. 
Wir lernen nicht nur den Hof der Nacht, der Albträume und der Träume kennen, sondern es werden auch neue Charaktere aufgeführt, die der ganzen Geschichte noch mehr Tiefe und ein Gefühl von Familie geben. Rhysands innerer Kreis. Seine Familie. Angefangen mit Mor, seiner Cousine, die leidenschaftlich, aufbrausend und gefährlich ist. Sie neckt die anderen gerne, aber hat auch immer ein offenes Ohr für jeden. Sie wird zu einer sehr guten Vertrauten für Feyre und unterstützt sie, wo sie nur kann. Sie selbst hat Schreckliches durchgemacht und dadurch wurde sie zu der Frau, die sie jetzt ist. Außerdem knistert es zwischen ihr Azriel und Cassian. So eine neugierig machende Lovestory im Hintergrund ist auch nicht zu verachten. 
Cassian und Azriel sind Krieger und die besten Freunde von Rhysand. Ist Cassian so gut wie immer gut gelaunt, vorlaut und witzig, ist Azriel das Gegenteil. Verschwiegen und geheimnisvoll. Als Meisterspion erwartet man das auch von ihm. Allerdings wirkt er nie abweisend. Er beobachtet alle und bildet sich seine Meinung. Lediglich Mor scheint ihn aus der Fassung bringen zu können. Cassian ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Mit seiner offenen und freundlichen Art. Er kümmert sich um die, die er liebt, und würde für jeden einzelnen seiner Freunde sterben. Amren ist die vierte im Bunde und sehr geheimnisvoll. Ein Wesen, das unheimlich mächtig ist. Ich mag ihre kühle, arrogante Art. Obwohl alle einen heiden Respekt vor ihr haben, merkt man trotzdem, dass sie zur Familie gehört und Allen viel bedeutet.
Band 1 war gut aber Band 2 war grandios!! Die Geschichte hat mich nach der ersten Zeit am Hof der Nacht gefesselt. Ich wollte wissen, was mit Feyre wird. Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen ihr und Rhysand weiter. Die Dunklen Fäden der Nacht haben mich umschlungen und nicht mehr losgelassen. Es ist lange her, dass ein Buch mich so mitgenommen hat, dass ich mit den Charakteren richtig mitgelitten habe. Nach der letzten Seite habe ich mich verloren gefühlt und noch lange über das Meisterwerk von Sarah J. Maas nachgedacht. Die Autorin hat großartige, tiefgründige Charaktere geschaffen, die man einfach lieben muss. Ebenso wie die Welt. Prythian und die Geschichte, ihren Wandel und die neue Bedrohung die Feyre erwartet. Bis zum Schluss wurde ich von den Wendungen überrascht und habe jede einzelne Seite genossen.
FazitEinfach perfekt! Die Handlung ist spannend und voller Leidenschaft. Die Charaktere sind so tiefgründig und werden von Sekunde zu Sekunde mehr zu Vertrauten. Es passiert nicht oft, dass ich nach dem Beenden eines Buches noch wochenlang darüber nachdenken muss. Ich möchte wieder nach Prythian reisen! Auf der Stelle!

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59 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

gilmore girls, lauren graham, humorvoll

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Lauren Graham , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783596299577
Genre: Biografien

Rezension:

Wer glaubt in "Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl" 256 Seiten lang Insiderwissen, Hintergrundinfos von und über die Darsteller von Gilmore Girls und insbesondere Lorelai Gilmore zu bekommen wird enttäuscht werden. Ja es dreht sich auch um die Gilmore Girls aber nicht die ganze Zeit. Im Fokus steht das Leben von Lauren Graham, was sie alles erlebte, ehe sie zu Lorelai Gilmore wurde und was sie fühlte, als sie es am Ende noch einmal sein durfte. Für absolute Fans der Serie ist es aber eine wundervolle Lektüre.
Das erste Drittel des Buches ist der Weg von Lauren Graham zur Schauspielerei. Sie erzählt uns auf eine äußerst charmante Weise wie sie zwischen dem Studium, einigen Vorsprechen und diversen Nebenjobs jonglieren musste. Wie aufreibend das Leben war und wie heiß umkämpft das Leben in Hollywood ist. Wer glaubt, das Schauspieler sein einfach ist und jeder in Hollywood ein Star werden kann, wird hier auf den Boden der Realität zurückgeholt. Es ist harte Arbeit und das erfahren wir hier. Für mich war das ein sehr interessanter Abschnitt, durch den man Lauren ein bisschen besser kennenlernt. Beim Lesen hat mich die ganze Zeit ihre Lorelai-Stimme begleitet und ihre Worte perfekt untermalt.
Lediglich etwa 30 Seiten widmen sich den ursprünglichen Gilmore Girls. Wie sie zu Lorelai Gilmore wurde, ihr Verhältnis zu den anderen Darstellern und ein paar Gedanken ihrerseits zu jeder Staffel und einzelnen Folgen der Gilmore Girls. Es war unterhaltsam ein paar Anekdoten zu erfahren. Ich fand den Teil aber doch etwas zurückhaltend. Sie plaudert nicht aus dem Nähkästchen, was sie sympathisch macht aber trotz allem, habe ich mir mehr gewünscht. Mehr Gedanken und Gefühle und noch mehr über die Zusammenarbeit mit den anderen Darstellern.
Es wird auch ihre Zeit bei Parenthood angesprochen. Der nächsten großen Serie, in der sie einen wichtigen Charakter verkörpert, wie sie ihren Mann kennenlernt, Hollywoodgeheimnisse ausplaudert und das Schreiben für sich entdeckt. Durch das Buch lernt man Lauren Graham ein Stück besser kennen und ich finde sie ist eine faszinierende Person.
Mein Gilmore Girl Herz schlug bei den letzten Seiten höher. "Wie es war, Teil zwei" umfängt die Gedanken und Gefühle zu dem Reboot "Ein neues Jahr". Wie es war, wieder in die Rolle der Lorelai Gilmore zu schlüpfen und ihre Darstellerkollegen wiederzusehen. Hier ging sie schon eher ins Detail und viele Szenen werden angesprochen. Für mich einfach perfekt. Ich wollte mehr über die letzten 4 Folgen erfahren und hier gibt es wirklich einiges zu entdecken. Wie sie zustanden, kamen und was in den Schauspielern vorging. Einfach klasse und der perfekte Abschluss für das Buch.
FazitMan sollte nicht mit der Erwartung an das Buch herangehen, dass es sich von der ersten bis zur letzten Seite um die Gilmore Girls dreht, sondern um Lauren Graham. Sie gibt uns einige Einblicke in ihr Leben und wie es war zu den Gilmores zurückzukehren. Trotz allem hätte ich mir im mittleren Part mehr zu dem Original Gilmore Girls gewünscht. Für Fans der Schauspielerin und der Serie ein Muss.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

coming-of-age, damaris liest, philosophische freundschaftsbetrachtungen, jugendbuch, erste liebe

Das Glück hat vier Farben

Lisa Moore , Maren Illinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737354806
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Das Glück hat vier Farben" von Lisa Moore ist ein Buch, dass zu viele Geschichten zeitgleich erzählt und somit den roten Faden verliert. 
Der Klappentext verspricht einen Jugendroman, ein bis über beide Ohren verliebtes Mädchen und Zaubertränke. Leider bekommen wir das nicht ganz oder eher gesagt nur ansatzweise. Wir bekommen eine Geschichte über ein naives verliebtes Mädchen, kaputte Familien, Gewalt, Verrat, Drogen, zerbrochene Freundschaften und noch mehr. Es ist einfach zu viel auf einmal und von dem eigentlichen Thema ist kaum etwas zu sehen. 
Flannery ist seit Ewigkeiten in den coolen Tyrone verliebt. Hoffnungslos verliebt. Anfangs ist diese Verliebtheit noch ganz süß, aber irgendwann fragt man sich einfach, wann sie aufwacht und endlich merkt, dass er es nicht wert ist, unglücklich zu sein. Flannery ist eigentlich ein vernünftiges und liebenswertes Mädchen. Manchmal hat sie sehr naive Momente, erst gegen Ende wird sie stärker und akzeptiert, dass nicht alles perfekt ist. Die Zaubertränke, die angekündigt wurden, existieren wirklich und ihre Wirkung ist sehr unterhaltsam, allerdings geraten sie auch schnell wieder in Vergessenheit und sind nicht der Rede wert, das könnte ich verzeihen, wäre die Liebesgeschichte stärker gewesen. Flannery ist in Tyrone verliebt, der absolut nicht greifbar ist. Warum, werdet ihr beim Lesen sicher selber feststellen. Ein Junge, der durch seine Familiensituation auf die schiefe Bahn geraten ist und den man besser kennenlernen müsste, um Sympathie für ihn aufzubauen, was wir aber nicht haben. 
Es werden verschiedene Geschichten erzählt. Natürlich dreht sich alles um Flannery, aber wir erleben die Geschichte über ihre Mutter und ihren Vater, den Vater ihres Bruder, Anekdoten aus ihrem Leben, ihre aktuelle Liebessituation, das Schulprojekt, ihre Familienprobleme, ihre zerbrochene Freundschaft, die Probleme ihrer Freundin Amber ... und das alles immer wieder angerissen. Es wirkt dadurch manchmal zusammenhangslos und der rote Faden ging für mich unter. Es passiert so viel und alle Klischees sozial schwacher Schichten und jugendlichen Leichtsinns werden eingebaut. 
Die Geschichte lässt sich durch den einfachen Schreibstil gut lesen und es werden Situationen teilweise sehr originell umschrieben. Die Autorin war auch sehr einfallsreich, was die Charaktere anging. Wir haben viele eigenwillige Charaktere und keiner gleicht dem anderen, aber das reicht nicht aus, um die Geschichte besser zu machen.
FazitEin irreführender Klappentext, wodurch ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin und enttäuscht wurde. Abgesehen davon war es mir ein bisschen zu viel ... zu viele Familien und Jugendlichen mit massiven Problemen und zu wenig Liebesgeschichte.

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

samenspende, familie, suche, spermaspender, gefühlschaos

No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

Natasha Friend , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734850295
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein ganz besonderer Jugendroman, der sich mit jeder Seite in mein Herz geschlichen hat, ist "No 9677 oder wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam". Die Charaktere sind jeder für sich einfach einzigartig, aber es finden sich viele Gemeinsamkeiten, die diese Gruppe Jugendliche zu einer Einheit machen. Einer Familie. 
Angefangen mit Hollis. Sie ist die, deren Charakter sich im Laufe der Geschichte am meisten entwickelt. Nach dem Tod einer ihrer Mütter ist sie in sich gekehrt, knutscht nur zum Spaß und zur Ablenkung mit einem Jungen ihrer Schule rum und ist im Allgemeinen eher von der Welt und anderen Menschen genervt. Als eher sehr negativ. Erst nach und nach blüht sie auf, ist mit sich selbst ehrlicher und lässt andere Menschen an sich heran. Ihr schwarzer Humor und ihre Einstellung haben sie mir aber gleich sympathisch gemacht. 
Milo ist der antreibende Charakter der Geschichte. Er ist ziemlich anfällig für Allergien und hat eine ganze Menge davon und möchte seinen Samenspender finden, damit man vielleicht etwas dagegen unternehmen kann. Er bringt den Stein ins Rollen und will sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater machen und stößt dabei neben Hollis - die er als Kind schon einmal getroffen hat - auch noch auf andere Halbgeschwister. Abby und Noah.
Die beiden haben auch den typischen Humor, die explodierenden Haare und das ein oder andere Merkmal, was alle auch vom Aussehen her zu Geschwistern macht. Gerade Abby bringt mit ihren Kommentaren Schwung in die Geschichte.
Kein Geschwisterkind aber dafür ein wichtiger Teil, der irgendwie auch dazugehört wird JJ Rabinowich. Ein Freund von Milo, der sich in die ganze Suche mit einklinkt und einen Draht zu Hollis hat. Er ist wohl mein heimlicher Liebling ;)
Der Geschichte lässt sich der gut Lesen, ist einfach gehalten und versprüht seinen Charme. Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere kommt leben in die Geschichte und sorgt für ein Dauergrinsen beim Lesen. Wir begleiten Milo und Hollis dabei, wie sie ihre Geschwister finden und sich alle gemeinsam auf die Suche nach Samenspender No 9677 machen und dabei enger zueinanderfinden. Die Geschichte hat mir einfach das Herz erwärmt und mich zum Lachen gebracht.
FazitHumorvolle und supersympathische Charaktere, eine unterhaltsame Geschichte und sogar eine kleine Lovestory wird einem von Natasha Friend geboten. Ich hatte eine mehr als unterhaltsame Lesezeit und kann das Buch nur weiterempfehlen.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

familie, contemporary, 2017, freundschaft, pubertä

Hier stirbt keiner

Lola Renn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783733503253
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Hier stirbt keiner" hat einen passenden Titel für die Geschichte. Es geht um Annika, in deren Sommer sich alles verändert. Ihr Bruder zieht weg, sie streitet mit der besten Freundin und zu allem übel trennen sich ihre Eltern auch noch. Annika fühlt sich alleine auf der Welt, doch Chris, der beste Freund ihres Bruder holt sie da raus. Nur mit ihm fühlt sie sich nicht mehr so alleine. Wir begleiten Annika bei ihren alltäglichen Teenagerproblemen und deren Bewältigung bzw. aus dem Weg gehen.
Annika war mir mal mehr, mal weniger sympathisch. Sie hat einen sehr interessanten Charakter, der durch ihre Träume und durch ihre tiefsinnigen Momente besonders wird. Allerdings ist sie auch sehr stur und an vielen ihrer Probleme selber schuld. Da hätten wir zum einen ihre beste Freundin. Das die beiden beste Freundinnen sind, merkt man gar nicht, da Annika ihr von vornherein jedes bisschen positive missgönnt und dadurch sehr ich-bezogen wirkt. Das merkt man nicht nur an ihrem Umgang mit ihrer angeblich besten Freundin, sondern auch wie sie ihre Eltern behandelt. Die Autorin bringt die Problematik der Streitereien und der Trennung der Eltern mit hinein. Annikas Eltern streiten sich nur noch und trennen sich schließlich und Annika stellt auf stur und verurteilt ihre Mutter für alles, dabei merkt man sehr deutlich, dass die Trennung ihre Mutter sehr mitnimmt. Ihre neu entdeckten Gefühle für Chris fand ich aber ganz süß. Es war ein Vorsichtiges verliebt sein ohne große Worte. Die beide nähern sich ziemlich schnell an aber durch ihre ehrlichen und offenen Gespräche über ihre Gefühle bekommt diese Beziehung mehr Tiefe.
Gerade Chris öffnet sich sehr und vertraut Annika viele seiner Gedanken und Gefühle an. Ihn habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er ist sehr liebenswert, witzig und treu. Auch er macht einiges mit seinen Eltern durch, die ihm immer nur Vorwürfe machen und seinen Traum auf die Filmhochschule zu gehen nicht akzeptieren. Durch diese Problematik mit seinen Eltern bekommt er eine sensible Seite, die er nach und nach öffnet. 
Obwohl es ein sehr knapper und dialoglastiger Schreibstil ist, wurden Annikas Gefühle ganz gut eingefangen. Ihre Wüstengefühle, der Frust über die Trennung ihrer Eltern und ihre aufkeimenden Gefühle für Chris. Es hätte aber auch mehr sein können. Die Autorin hätte so gut mit diesen ganzen Emotionen, die sich in Annika sammeln arbeiten können. Leider fehlte hier ein bisschen die Tiefe. Man merkt an manchen Stellen, dass die Autorin wirklich schön umschreiben kann, das merkt man an Annikas Wüstenmomenten und manchen Umgebungsbeschreibungen. 
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Ich mochte Chris sehr und vor allem, dass es mal mehr Natur gab. Annika und Chris waren eigentlich ständig draußen und hockten nicht die ganze Zeit vor dem Computer, dem TV oder an ihren Handys. Das war auch mal schön zu lesen und erinnerte mich an meine Kindheit. Lediglich das Ende war zu plötzlich und mit vielen offenen Problemen. Ich hätte mir sehr ein klärendes Gespräch zwischen Annika und ihren Eltern, ihrem Bruder und/oder Theresa gewünscht. So blieb das ziemlich in der Luft hängen.
FazitChris ist einfach Zucker und man muss ihn gern haben, auch wenn Annika charakterlich immer mal wieder schwächelt. Aber der größte Pluspunkt ist einfach, die Atmosphäre des Buches. Es erinnerte mich an früher. Obwohl es nicht perfekt ist, hat es mir doch ein paar lieblicher Lesestunden beschert.

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854 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 166 Rezensionen

fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Young Elites: Die Gemeinschaft der Dolche" ist wieder ein Buch, wo es mir nicht leicht fällt, die richtigen Worte zu finden. Ich fange mit dem Positiven an. Das ist die Handlung. Die Geschichte, wie ein Blutfieber dafür sorgte, dass jugendliche sich veränderten und ungewöhnliche Kräfte an sich bemerken, ist von Anfang an sehr interessant. Die sogenannten Maleffitos - die Gezeichneten werden von der Gesellschaft ausgegrenzt aber es gibt eine kleine Gruppe von Malleffitos, die ihre Begabungen entdeckt haben und gegen das System vorgehen wollen Zu ihnen stößt die Protagonistin Adelina.
Die Geschichte finde ich rundweg sehr gelungen und spannend. Besonders die einzelnen Gaben sorgen für eine schöne Vielseitigkeit. Allerdings macht die absolut unsympathische Protagonistin alles kaputt. Ich habe nichts dagegen, wenn Protagonisten nicht immer nett sind, wenn sie dunkle Seiten haben und auch vor einem Mord nicht zurückschrecken aber in Adelina vereint sich einfach alles Negative. Negative Gefühle, Gedanken ... ich habe nichts Positives an ihr gefunden. Das zieht einen beim lesen ganz schön runter. Besonders macht es ihr Verhalten in meinen Augen etwas unglaubwürdig, gerade zu ihrer Anfangszeit bei den Dolchen oder den Gefühlen ihrer Schwester gegenüber. Sehr schade, das hat mir beim Lesen einfach so viel genommen. Die anderen Charaktere Enzo, Raffael und die restlichen der Elite und sogar Teren können sich hingegen sehen lassen, da diese kein Einheitsbrei sind und jeder durch etwas hervorsticht, was ihn interessant macht, aber das ändert nichts daran, dass ich am Ende des Buches einfach enttäuscht war und auch keine große Lust verspüre, die Geschichte fortzusetzen.
FazitMan merkt, dass eine Protagonistin die keine Sympathie wecken, kann das ganze Lesevergnügen zunichtemacht. Mir ging es leider mit Adelina so, da kann die Geschichte drum herum noch so interessant sein. Ob ich jemals Band 2 lesen werde, weiß ich nicht.

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(186)

453 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

chosen, bestimmte, fantasy, rena fischer, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Einstieg in "Chosen" geht sehr schnell, was zum Großteil an den kurzen Kapitel liegt. Somit kommt man gut voran und ist mitten in der Geschichte. Wir begleiten Emma, die nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Vater nach Irland muss, der sie auf einem Internat für Begabte anmeldet. Sensus Corvi ... der Schulleiter kommt einem vor wie ein irrer Sektenführer und die Regeln, die die Schule verlangt, machen keinen besseren Eindruck. Die Raben, die Mitglieder der Schule sind eine eingeschworene Gemeinde und Familie. Für Emma, die gerade den wichtigsten Teil davon verloren hat, ist gerade das ein Anreiz sich den Raben anzuschließen. 
Die Geschichte spielt in Emmas neuem Zuhause und der Schule. Es geht um die Erforschung ihrer Gaben, und vor allem um einen Machtkampf zwischen den Raben, all denen die treu zu Fion Farran, dem Schulleiter von Sensus Corvi stehen und den Falken, dem Horusring, alle Abtrünnigen die merken, wie manipulativ Farran in Wirklichkeit ist. Emma gerät mitten in diesen Machtkampf und weiß nicht genau wer Freund und wer Feind ist. Diesen Zwiespalt zwischen Vertrauen und Misstrauen hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Immer wieder fragt man sich, wem kann man vertrauen, wer steht wirklich auf welcher Seite und was hat das alles mit Emma zu tun. Die Handlung fand ich durchweg spannend und ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert. 
Die Charaktere konnten mich aber nur teilweise überzeugen. Obwohl Emma Sympathie weckt, war sie zeitgleich mein größtes Problem an dem Buch. Ihre Gabe ist das Emotionentauchen und dafür war sie ziemlich emotionslos. Es hätte so viel mit Gefühlen gearbeitet werden können, gerade bei so einer Gabe habe ich das erwartet, aber da wurde ich leider enttäuscht. Gefühlstechnisch konnte ich mich nicht in Emma hineinversetzen. Die Gefühle über den Tod ihrer Mutter kommen nicht richtig rüber, wie sich das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater langsam verändert, die Beziehung zu Adrian, ihre Gefühle zu Jaden ... das alles wurde mäßig angeschnitten und hätte mich eigentlich viel mehr mitnehmen sollen. Leider ist das der Autorin nicht gelungen. 
Emma ist zu perfekt, teilweise abgebrüht. Sie erlebt wirklich einiges, auf was sie vorher nicht vorbereitet wurde und steckt das immer ohne Probleme weg. Sie steht zwischen den Stühlen, zwischen den Raben und den Falken und ist sich nie richtig bewusst, in welcher Gefahr sie eigentlich schwebt. Was mich am meisten irritiert hat, ist ihre Stimmgewalt. Emma ist klug und das merken die Erwachsenen sehr schnell aber das sie auf jedes ihrer Worte hören und sie zu allem Überreden kann, fand ich doch etwas unglaubwürdig. Immerhin ist sie nicht nur ein Neuling in der Welt, sondern erst 16 ohne Erfahrung in den Dingen. 
Trotz meinen Problemen mit Emma mochte ich die anderen Charaktere sehr. Die Streithähne Aiden und Jared sind Emmas stützen und selbst ihr Vater wächst einem ans Herz. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Einblicke in die Vergangenheit von Emmas Mutter. Immer mal wieder lesen wir einen kurzen Abschnitt über Rina und wie sie sich von den Raben und Falken abwendet. Am Ende gibt es mehrere Wendungen, die die Spannung aufrechterhalten, bis sich alles in einem Showdown entlädt, der neugierig auf den Folgeband macht.
FazitEine spannende Geschichte, die dafür sorgt, dass man weiterlesen möchte. Allerdings hätte man so viel mehr mit Emmas Gedanken und Gefühlen arbeiten können. So war manches doch oberflächlich und hat mich beim Lesen nie ganz abtauchen lassen. Für mich war es trotz meiner Probleme mit Emma aber ein schöner Lesegenuss.

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134 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch "Alle Vögel unter dem Himmel" ist wirklich ganz anders als erwartet. Es hat mich leider total enttäuscht! Durch den Klappentext erfahren wir, dass die beiden Protagonisten Patricia und Laurence sich seit der Schule kennen, jeder seinen Weg geht und beide auf unterschiedlichen Seiten wieder aufeinandertreffen, dass Hexenkraft und Technik eine Rolle spielen ist auch klar, aber was die Autorin daraus gemacht hat, hat mich einfach verwirrt zurückgelassen. 
Patricia ist Außenseiterin an ihrer Schule und durch die Gerüchteküche wird sie von ihren Mitschülern ausgestoßen, nur Laurence hält ab und an zu ihr, da auch er nicht den besten Stand in der Schule hat. So entwickelt sich so etwas wie Freundschaft zwischen den beiden. Die Zeit in der Schule war noch okay. Emotional konnte es mich zwar gar nicht packen und es wurde auch immer übertriebener, aber es war eine Grundlage, um die beiden Charaktere ein bisschen kennen zulernen. Dann folgte ein Sprung und wir treffen Patricia und Laurence als Erwachsene wieder. Patricia ist nun eine ausgebildete Hexe. Immer mal wieder kommen ihre Kräfte zum Einsatz und das ist auch der einzige Teil, der mir an dem Buch gefallen hat. Die Art wie Patricia hext. Laurence ist vollends zu einem Nerd geworden und arbeitet an einem wissenschaftlichen Projekt. 
Die Beziehung der beiden ist ein ewiges Hin und Her. In der Schule angefangen schwankt die Freundschaft, nach dem Wiedersehen weiß man auch nicht, was nun aus den beiden geworden ist und dann als endlich eine Zeit kam, in der sich die Beziehung der beiden entwickelt, wird man mit einer kurzen Nacherzählung abgespeist. Durch den, für mich sehr emotionslosen Schreibstil, konnte ich keine Bindung zu den beiden Charakteren aufbauen und fand sie einfach oberflächlich. 
Die Charaktere waren aber nicht das einzige Problem. Dazu kam noch die Geschichte. Ich kann nicht mal richtig wiedergeben, um was es geht, da es so verwirrend, nicht gut ausgearbeitet und durcheinander ist. Die Welt steht am Abgrund und soll gerettet werden. Laurecne ist teil eines Lösungsweges, der den Hexen nicht gefällt. Obwohl mir klar war, dass es auch um Technik gehen wird, habe ich nicht mit so viele Sci-Fi Elementen gerechnet. Mir haben die Hintergrunderklärungen gefehlt bzw. waren sie einfach nicht ausführlich genug. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, ich komme nicht vom Fleck, dann gab es einen Sprung und ich war verwirrt. Als ob ich etwas nicht mitbekommen habe, oder die Autorin voraussetzt, dass ich das weiß. Meiner Meinung nach lag der Fokus der Autorin einfach auf den falschen Dingen.
FazitNach Beenden habe ich mich einfach verwirrt gefühlt und war erleichtert, dass es endlich vorbei war "Alle Vögel unter dem Himmel" war absolut nicht mein Buch.

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(60)

92 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

jack cheng, hallo leben hörst du mich, leben, jugendbuch, hallo leben hörst du mich?

Hallo Leben, hörst du mich?

Jack Cheng , Bernadette Ott
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.03.2017
ISBN 9783570164563
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Hallo Leben, hörst du mich?" ist ein Buch mit besonderem Schreibstil. Die Geschichte des 11-jährigen Alex wird uns in Form von Sprachaufnahmen erzählt. Alex spricht zu den Wesen im Weltall und erzählt immer, was er erlebt, hat seinem goldenen iPod, den er in das Weltall schicken möchte. So erleben auch wir seine Geschichte. Entweder berichtet Alex oder wir lesen die live Aufnahmen von seinen Gesprächen. Anfangs konnte mich der einfache Schreibstil und der Erzählstil nicht begeistern bzw. mein Interesse nicht lange wecken. Beim Lesen hatte ich die Stimme eines nervigen hyperaktiven Kindes im Ohr. Erst nach 150 Seiten lies das nach und die Geschichte wurde für mich auch interessanter.
Alex ist ein aktiver und sehr kluger Junge. Er will unbedingt auf ein Treffen, wo man seine selbst gebauten Raketen in den Himmel schießen kann, also macht er sich kurzerhand mit seinem Hund Carl Sagan auf den Weg. Er ist ein erstaunlicher Junge, der ständig Fragen stellt, er versteht sehr viel und schließt auf seiner Reise jede Menge Freundschaften, und erfährt endlich mehr über seine Familie.
Die Reise um seine selbst gebastelte Rakete ins All zu schicken ist aber nicht der Hauptteil der Geschichte, für mich war das sogar der langatmigste Teil. Erst die weitere Reise nach Las Vegas, auf der Suche nach seinem Vater konnte mein Interesse wecken. Alex schließt Freundschaft mit Zed und Steve, trifft auf seine Terra und erfährt jede Menge über seine Familie. Die Geschichte wurde richtig tiefgründig. Ein Junge der Menschen mit seiner Art einfach begeistern kann, leidenschaftlich seinem Hobby nachgeht und immer die Wahrheit wissen will. Er schließt Freundschaften mit Leuten, die Kilometer weit fahren, nur um ihm beizustehen und seine Familie wächst näher zusammen.
Der Autor hat es perfekt geschafft, einen 11-jährigen Jungen zu schreiben. Seine Wortwahl und seine Gedankengänge sind sehr gut getroffen. Obwohl ich auf den ersten 150 Seiten meine Probleme hatte, konnte mich Alex noch von sich überzeugen. Die Seiten flogen dann nur noch so dahin und Alex hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
FazitEine Geschichte, die nach und nach begeistert. Es ist erfrischend Alex Wortschwall über sich ergehen zu lassen und ich kann mir das Buch sehr gut als Hörbuch vorstellen. Ich habe mich dann doch gefreut, die Reise mit Alex angetreten zu sein.

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435 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

venedig, liebe, julie heiland, unsterblichkeit, fantasy

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer gern das volle Programm Liebe, Herzschmerz, Glücksgefühle und Hoffnungslosigkeit haben möchte, ist mit "Pearl" genau an der richtigen Stelle. Obwohl die Suchenden kaum Gefühle haben, schafft die Autorin gerade diese Hoffnungslosigkeit, die Sehnsucht und dieser letzte Funke Hoffnung sehr gut auszudrücken.
Wir begleiten Pearl bei ihrer Suche nach ihrer wahren Liebe, den nur diese kann sie von ihrem Schicksal als Suchende erlösen. Sie muss jemanden finden, der ihr sagt, dass er sie liebt, den sie ebenfalls liebt und diese Liebe muss einen Kuss überstehen. Dann erst sieht man, ob man erlöst wurde oder den anderen seiner Liebe beraubt. Pearl lernt man kennen als sie kurz davor ist ihre Hoffnung zu verlieren. Dann taucht Noah auf. Er ist der Letzte, der ihre Hoffnung noch ein wenig aufrechterhält und damit beginnt auch Pearls Veränderung. Sie ist anfangs offen und ehrlich zu Noah, putzt sich nicht heraus, bessert ihren Charakter nicht mit Lügen auf, sondern ist, wie sie ist. Eine liebenswerte Bücherleserin, die gern Zeit alleine verbringt und nicht gern unter Menschenmengen ist. Nach und nach öffnet sie sich immer weiter und wir lernen viele Seiten von ihr kennen, dass alles, ist Noahs verdienst.
Noah ist ein Jäger. Ein ehemaliger Suchender, der erlöst wurde und soll nun entscheiden, ob Pearl noch Hoffnung hat, oder ob sie sterben muss, also beobachtete er sie, freundet sich mit ihr an ... aber es war nicht beabsichtig, dass er Gefühle für sie entwickelt. Noah kann man als charmanten, selbstbewussten und humorvollen Mann bezeichnen. Es dauerte nicht lange und ich mochte ihn und seine lockere Art. Ich mochte die Entwicklung sehr. Anfangs merkt man noch, dass er sich sehr um Pearl bemüht, um sie auszuspionieren aber dann ändert sich sein Verhalten leicht und man merkt, dass er sich wirklich für sie interessiert. Der Beziehungsaufbau der beiden ist klasse. Sie sind nur Freunde, es knistert zwischen Ihnen, andere werden ignoriert und es zählen nur Noah und Pearl, aber beide wollen es sich anfangs nicht eingestehen. Es steht zu viel auf dem Spiel. 
Die Geschichte ist die reinste Achterbahn. Ich habe mit Pearl gelitten und bin vergangen vor Sehnsucht nach Noah. Die Gefühle und der Zwiespalt ist das, was sehr gut eingearbeitet wurde. Es wird zum Großteil aus der Sicht von Pearl erzählt, und wie sie sich immer mehr in Noah verliebt, aber es gibt auch ab und an ein Kapitel von Hubertus. Einem Jäger, der seine Liebe verloren hat und Pearl und den anderen das Glück nicht gönnt. Seine Verbitterung und sein Selbstmitleid bringen einen dunklen Part mit in die Geschichte, die es mit der Hoffnungslosigkeit der Suchenden aufnehmen kann. Er will nur noch die Suchenden ausschalten, einem nach dem anderen, was die Spannung aufrechterhält.
FazitLiebenswerte Charaktere, ein sehr gefühlvoller Schreibstil und eine Geschichte, die alle möglichen Gefühlslagen beinhaltet. Ich war hin und weg von Pearl und ihrer Sehnsucht nach Noah. Die Geschichte war Herzschmerz, Sehnsucht und Spannung in einem. Wundervoll!

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(32)

74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

horror, dämonen, nacht, höllenhunde, verlag loewe

Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585092
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich geht es weiter mit Band 2. Diesmal sind wir nicht auf der Demon Road unterwegs, sondern der ganze Band spielt in Desolation Hill. Eine Stadt, durch die man nicht durch einen Zufall kommt, man muss schon direkt nach ihr suchen. In dieser Stadt geht einiges vor sich.
Amber und Milo sind in Desolation Hill vorerst vor den Höllenhunden sicher, aber es gibt viele andere Probleme, die aus dem Weg geschafft werden müssen, damit ihnen nichts passiert. Mir haben die verschiedenen Blickwinkel diesmal sehr gut gefallen. Wir haben nicht nur Amber und Milo, sondern auch noch die älteren Herren Virgil und Janvier, die in ihren Altern Tagen noch einmal mutig sein wollen und den Geheimnissen der Stadt auf die Schliche kommen und eine Gruppe, die auf der Demon Road unterwegs sind und denen Helfen, die sich nicht selbst helfen können. Eine bunte Mischung. Wir lernen Ronnie, Lucy, Kylie, Warrick und den Hund Two kennen. So haben wir verschiedene Sichtweisen und jede Gruppe findet etwas anders heraus, ehe sie sich zusammenschließen, um ihre Ziele zu erreichen. 
Amber hat sich vom Charakter her ein bisschen verändert. Sie ist gewachsen, ist kaltblütiger geworden und bereit zu tun, was getan werden muss. Sie ist vertrauter mit ihrer dämonischen Seite geworden. Lediglich ihre Unsicherheit als pummeliges Mädchen ist geblieben. Sie fühlt sich nicht wohl, auch wenn sich eine kleine Liebelei anbahnt, die unwirklich in dem ganzen Gemetzel wirkt, aber auch wieder süß ist. Milo ist weiterhin der schweigsame, aber starke Weggefährte. Ich mag ihn einfach sehr! Die beiden sind auch ein unschlagbares Team, was zusammenhält. Jeder ist bereit sein Leben für den anderen zu geben und diesmal hat Amber ihm auch mehrmals den Arsch gerettet.
Es gibt wieder sehr viele Horrorelemente in diesem Teil. Es gibt Blut, Gemetzel und Verstümmelungen. Alleine die Horrornacht hat es mit Grausamkeiten in sich. Es ist einfach eine gruselige Mischung aus allem Möglichen, alleine auf den ersten 10 Seiten sterben 14 Leute und es wird blutig. Derek Landy schreibt einfach großartig und schafft die perfekte Mischung aus Horror und Witz. Ich konnte das Buch wieder nicht aus der Hand legen. Es hat eine unheimliche Sogwirkung.
Das Ende ist auch gut gelöst wurden und macht neugierig auf den dritten Teil. Wie kommt Amber da wohl wieder raus?
FazitBlutig, witzig, spannend ... was will man mehr? Wieder ein großartiges Werk von Derek Landy. Bitte mehr!

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(16)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

drama, sehr fasziniert und mitreisend...!, marinesoldat

Free at last - verirrt

Annie Stone
E-Buch Text: 191 Seiten
Erschienen bei null, 09.06.2016
ISBN B01G7UH1OO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der zweite Teil spielt hauptsächlich in zwei verschiedenen Welten. Mac und Hunter gehen getrennte Wege und jeder hat sein Leben. Wir begleiten Hunter bei seinem Aufstieg bei den Marines, wie er die Camps übersteht, Durchhaltevermögen zeigt und Kameraden findet. Sein Leitgedanke gilt immer Mac. Mac hingegen wird immer unglücklicher in ihrem Leben mit Carter. Sie und Carey schweißen immer mehr zusammen aber sie vermisst Hunter schrecklich. Dieses ewige Hin und Her zwischen den beiden macht einen wirklich fertig. "Free at Last" verirrt" ist nicht so gut wie sein Vorgänger. Hunters Szenen waren für mich etwas langweiliger und Mac hat mich nur frustriert, da sie nicht einsieht, wen sie wirklich liebt. Ab der Hälfte wendet sich das Blatt noch mal und ich hatte zumindest bei Mac einen Lichtblick, der das Buch strahlen lässt. Aber auch hier kann ich das ganze Mimimi nicht verstehen. Die Charaktere verhindern ihr Glück, weil sie nicht miteinander reden und das hat mich einfach nur frustriert.
Auch wenn ich nicht ganz so begeistert, wie vom ersten Teil bin, konnte ich das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen. Es ist einfach ein Sog. Man möchte wissen, was mit Hunter passiert, was ist mit Mac, kommen sie endlich zusammen oder steht noch zu viel zwischen ihnen? Die Charaktere habe ich auf jeden Fall ins Herz geschlossen und man leidet mit ihnen mit.

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(66)

193 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

jugendbuch, liebe, amnesie, familie, freundschaft

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ein Buch, was mich am Ende noch Überraschen konnte. "Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist die Suche nach Floras Selbst. Flora hat so gut wie kein Kurzzeitgedächtnis und muss sich immer wieder durch Notizen daran erinnern, wo sie ist und was sie gerade gemacht hat. 


Flora ist ein interessanter Charakter und kann nichts dafür, dass sie mir manchmal auf die Nerven ging. Durch ihre Krankheit kommt es immer wieder zu Wiederholungen und verwirrten Momenten. Flora ist ein sehr abenteuerlicher Charakter, der gar nicht so hilflos ist, wie sie dargestellt wird, zumindest zu Beginn nicht. Es gibt ein Gedanke, der mir das Ende ein bisschen vermiest hat, den ich aber hier nicht anbringen kann, weil ich euch dann Spoilern müsste. Aber das ein Kuss und eine Erinnerung Flora nach Alaska treiben, ist ein aufregender Aufhänger für die Story.






Flora ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte aber die Nebencharaktere sind sehr wichtig. Sie helfen Flora, zu sich selbst zu finden. Paige als ihre Beste Freundin, kann zum Ende hin wieder meinen Respekt sammeln aber am liebenswerten sind einfach die ganzen Leute, die Flora in Alaska kennenlernt, Leute, die einem wildfremden Mädchen helfen, weil sie sie begeistert.


Anfangs ist die Geschichte interessant geschrieben, wie sich Flora immer wieder selbst alles ins Gedächtnis ruft, was sie vergessen hat. Ihre ganzen Notizen auf Armen, Notizzetteln und in Notizbüchern. Doch das konnte mich nicht lange aufrecht erhalten. Es wurde langatmig, wie sie sich immer an alles zu erinnern versucht. Bis die Reise beginnt, war ich nur mäßig begeistert. Die Reise an sich und die ersten Tage in Alaska waren wieder interessant und man konnte sehen, wie Flora ohne einen Aufpasser zurechtkommt, allerdings gab es auch hier wieder Abzugspunkte, allerdings nicht aufgrund von Langatmigkeit, sondern weil Flora immer verrückter wird. Ihre Gedankengänge konnte man kaum nachvollziehen. Gegen Ende gibt es aber eine, eigentlich zwei Wendungen, die den Blick auf die ganze Geschichte etwas veränderten, zum positiven. Ich finde aber auch eine Aussage nicht nachvollziehbar, die ich euch wieder nicht verraten kann, um euch nicht zu Spoilern.


Fazit
Eine interessante Geschichte, die auch gut umgesetzt wurde, allerdings wurde Flora auf Dauer etwas anstrengend. Die Handlung konnte mein Interesse wecken aber auch hier schwankte es sehr. Manche Passagen wurden langatmig, verwirrend und für mich nicht nachvollziehbar.

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(212)

654 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 94 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, kampf, titanen

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ein neuer Roman von Jennifer L. Armentrout. Dieses Mal widmet sie sich den Göttern. Büchern mit dem Thema der griechischen Götter kann ich einfach nicht Wiederstehen.


Seth ist ein Apollyon und steht als Wiedergutmachung im Dienst der Götter. Seine neue Aufgabe ist es eine Halbgöttin zu beschützen. Er hat aber nicht damit gerechnet, dass er auf Josie anders reagiert als auf andere Frauen. Seth war anfangs sehr ironisch, sarkastisch und hing nicht sehr an seinem Leben. Er hatte keinen Respekt vor nichts und niemandem. Allerdings änderte er sich leicht, als er Josie kennenlernt. Er wird ein bisschen sanfter, zeigt auch mal seine verletzliche Seite, was ihn sehr sympathisch macht. 


Josie ist ebenfalls ein Charakter, der Sympathie weckt. Sie ist ein normales Mädchen, in der eine Halbgöttin schlummert. Ihre Reaktionen auf die ganze Welt der Mythen und Legenden, viel zwar etwas lasch aus, aber wie sie sich dann langsam herantastet und die Geschichte kennengelernt fand ich gut. Josie ist ein weicher Charakter, die mit ihrer Liebe und ihrem Vertrauen Seth gegenüber hervorsticht. Ich gehe davon aus, dass sie im zweiten Teil ihre Kräfte erforscht und auch stärker wird und sich nicht immer retten lassen muss.


Die Geschichte ist interessant, aber die Umsetzung ist in meinen Augen manchmal nicht gut gelungen z. B. Seths Geschichte, die erzählt wurde. Die Handlung um die Götter, den Titanen und den Apollyon finde ich spannend und ich möchte auch wissen, wie es weitergehen wird. Allerdings war das Drumherum nicht immer ganz flüssig und es sind Kleinigkeiten. Kleinigkeiten, die mir nur beim Lesen aufgefallen sind, aber nicht lange im Kopf bleiben. Ich mochte die Zeit auf der Universität sehr und den Beziehungsaufbau von Seht und Josie. Im ersten Teil der Reihe geht es hauptsächlich darum, dass die beiden zueinanderfinden.


Fazit
Ein wundervoller Beziehungsaufbau zwischen Josie und Seth, der nicht besser hätte sein können. Die Charaktere konnten mich voll überzeugen und die Geschichte ist interessant. Die Spannung hielt sich in Grenzen aber ich, denke, dass es in Band 2 mehr davon geben wird. Ein paar Kleinigkeiten konnten mich nicht ganz überzeugen, aber ich habe die Geschichte sehr genossen.

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(67)

161 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, familie, london, liebesroman, nottingham

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Mhairi McFarlane , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426519844
Genre: Liebesromane

Rezension:


Wieder ein grandioses Buch von Mhairi McFarlane. Wundervolle Charaktere mit einzigartigen Charakterzügen, die man einfach gern haben muss. Die Geschichte entwickelt sehr schnell eine Sogwirkung und sorgt dafür, dass ich in die Welt eintauche und alles um mich herum vergesse. 


Edie ist so eine unheimlich sympathische und offenherzige Person, dass man sie einfach gern haben muss. Sie hat einen grandiosen Humor und die Dialoge zwischen Ihr und den anderen Charakteren sprühen vor britischem Humor. Was hat das Spaß gemacht, es zu lesen.


Der männliche Part war mit Elliot ebenfalls sehr gut besetzt. Ein Schauspieler, der seine emotionale Seite vor Edie ausbreitet. Er ist umwerfend! Durch den Hintergrund, dass Edie als Ghostwritern für seine Biografie schreibt, kommen die beiden viel zum Reden und gehen auch in die Tiefer. Sie stöbern in der Vergangenheit und der Gegenwart und dadurch kommen die beiden sich persönlich sehr Nahe. Wir erfahren viel von beiden Charakteren. Eine ernsthafte Note bekommt das Buch durch den Tod von Edies Mutter und dem Mobbing, dem sie ausgesetzt wird. Durch diese ganzen verschiedenen Themen kommt ein schöner Mix rein.


Die Geschichte hat mir durchweg sehr gut gefallen. Es ist die Selbstfindung von Edie, die in ihrem Selbstbewusstsein ganz schön was einstecken musste und der Beziehungsaufbau zwischen ihr und Elliot. Gerade der Beziehungsaufbau zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen, die beiden schlichen umeinander herum und sie waren einfach so süß.


Fazit
Geschichte mit Sogwirkung und Charaktere, die ich ab der ersten Seite geliebt habe. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen! Das Ende hätte auch etwas weiter ausgearbeitet werden können, ich hab einfach nicht genug von den beiden bekommen.

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