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Traumhaft

Larissa Schwarz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 27.11.2017
ISBN 9783740734701
Genre: Romane

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, liebe, noah, sternensand verlag, countdown to noah

Countdown to Noah - Unter Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 03.11.2017
ISBN 9783906829531
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung! Spoiler zu
Band 1!






Ich bin absolut
sprachlos. Dieses Ende hat mich mitgenommen, überrascht und
sprachlos zurückgelassen. Dies wäre also eine typische „Das Buch
ist geil, lest es“-Rezension. Ist natürlich nicht ausreichend,
deswegen muss ich etwas schwärmen.






Wer sich unsicher
ist, ob sich diese beiden Bücher lohnen: Definitiv! Es ist nicht
einfach nur eine Geschichte über vier Menschen, die auf eine
aussichtslose Mission geschickt werden und allen möglichen Gefahren
trotzen. Es ist vor allem eine über Menschlichkeit, und dass sie gar
nicht so leicht zu besiegen ist. Auch nicht durch das Noahvirus.


Cassidy Dawson ist
nach wie vor ein sehr aufregender, spannender Charakter. Natürlich
vor allem durch die Noah in ihr. Sie wächst immer weiter an ihren
Aufgaben, obwohl sie sich dem Ende ihres Daseins nähert.


Der Schreibstil ist
immer noch sehr flüssig, warum sollte sich das auch ändern. Ich
habe dieses Buch weggeatmet und freue mich sehr über dieses Ende.
Deswegen ganz klar: Alle lesen!






































So, bei dem ganzen
Loben muss ich aber ein ganz klein bisschen Kritik anmerken: Was ist
aus dem Alpha geworden? Das fehlt mir irgendwie. Die Situation mit
ihm endet irgendwie sehr unbefriedigend. Aber bei dem Ende kann ich
darüber hinwegschauen. ;)





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85 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

dystopie, 2017, freundschaft, überleben, endzeit

Countdown to Noah - Gegen Bestien

Fanny Bechert
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 17.09.2017
ISBN 9783906829517
Genre: Fantasy

Rezension:

Okay.
Ich gebs zu. Ich bin diesem Buch verfallen. Als ich auf der Buch
Berlin Fanny getroffen habe, dachte ich so: Du hast so viel über
Countdown to Noah gehört, kaufste mal den ersten Band. Fanny war
aber schneller mit dem Signieren, deswegen habe ich gleich beide
mitgenommen. Und welch ein Glück! Zumindest kann ich so gleich den
nächsten Teil anfangen.


So
ein Buch relativ blind zu kaufen, kann gut und schlecht ausgehen.
Dieser Kauf war definitiv gut. Aber genug geschwafelt …






Cassidy
ist ein schöner Charakter. Sie ist 17 Jahre alt und kümmert sich um
ihre 11jährige Schwester, da sie die Eltern verloren haben. Sie ist
keine große Kämpferin, sondern eher auf das Weglaufen vor den Noahs
spezialisiert. Da sie eine ganze Weile alleine überlebt haben, muss
sie was richtig gemacht haben. Doch wie das so ist, manchmal reicht
das eben nicht aus. Und als ihre Schwester eine Lungenentzündung
hat, braucht Cassy jede Hilfe, die sie kriegen kann. Ob es ihr
gefällt oder nicht. Und so begibt sie sich auf eine Mission zum
Wohle ihrer Schwester. Und sie wächst an den Gegebenheiten. Sie
findet Freunde und lernt nicht nur viel über die Noahs, sondern auch
über sich selbst.


Daniel
ist auch ein schöner Charakter. Er ist sehr natürlich, pragmatisch
und damit genau der Richtige um Cassy zu begleiten. Obwohl er sie
eigentlich öfter nicht so nett behandelt, sind doch die kleinen
Gesten wichtig.






Der
Schreibstil ist sehr flüssig. Die Geschichte wird aus Cassys Sicht
erzählt. Besonders spannend finde ich dabei die andere Seite in ihr,
die auch durch veränderten Schriftsatz deutlich wird. Das ist
richtig gut gemacht. Generell mag ich die Entwicklung der Charaktere
in diesem Buch sehr. Mir bleibt nicht viel mehr zu sagen als: Lest
diese Bücher!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Berlin Zombie City

Kalle Max Hofmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Wiebers Verlag, 06.07.2017
ISBN 9783942606417
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin Berlinerin. Ich habe zwar die meiste Zeit knapp außerhalb gewohnt, trotzdem habe ich fast jeden Tag in Berlin verbracht, entweder wegen Schule/ Arbeit, oder weil ich unterwegs war. Und ich mag Zombies. Bzw. ich mag Literatur und Filme mit/ über Zombies. Diese Kombination hat mich natürlich auf dieses Buch auf der Buch Berlin aufmerksam gemacht. Der Klappentext hat mich dann sehr neugierig gemacht, denn die Handlung startet in Tempelhof, meiner neuen Heimat. Und vorneweg: Der Autor hat alles sehr gut beschrieben, sehr genau und gruselig realistisch. Ich weiß nicht, ob ich die Straßen nochmal so unbesonnen wie bisher entlang gehen kann.


Dieses Buch ist ein Tagesablauf im Leben von Ben. Aber nicht irgendein Tag, sondern der Tag seiner Rückkehr nach Berlin. Ganz offensichtlich ist in seiner Abwesenheit die Welt untergegangen, und er hat es nicht bemerkt. Anfangs kann er es kaum fassen, will es nicht wirklich wahr haben. Doch als die ersten Infizierten ihn verfolgen und er auf andere überlebende trifft, trifft ihn auch die nackte Wahrheit. Völlig überstürzt fasst er den Plan seine Freundin Tanja zu suchen und wenn möglich aus Berlin rauszuholen. Doch erstens kommt immer alles anders und zweitens als geplant.

Ben ist kein sehr sympathischer Mensch. Gleich am Anfang hat er mir nicht sehr gefallen, denn er rennt vor der Verantwortung weg und betrinkt sich lieber, anstatt seinen Mann zu stehen. Und als wenn das noch nicht alles wäre, ist ihm vor allem Geld und Luxus wichtig, er beurteilt Leute nach ihrem Äußeren (okay, das tun wir alle) und ist dabei eigentlich ein Schlappschwanz. Aber natürlich ändert er sich und überrascht zwischendurch. Er ist definitiv nicht mein Lieblingscharakter aller Zeiten, aber er macht sich.

Auch die Nebenpersonen, auf die er auf seiner Reise durch Berlin trifft, sind faszinierend. Und so bunt wie Berlin. Sei es die Punk-Lesbe Paule, der Ausreißer Stefan oder der Kampfsportfan Ralf, alle haben ihre Geschichte und alle sind wichtig für die Geschichte. Genau wie Bens Vergangenheit.


Dieses Buch ist also kein stupides Wegrennen vor Zombies, sondern eine Reise durch Berlin, auf der Suche nach etwas Menschlichkeit, auch in sich selbst. Ich bin ehrlich beeindruckt von diesem Buch, denn das habe ich definitiv nicht erwartet. Wer also Zombieliteratur mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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559 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

sandra regnier, magie, elemente, liebe, das flüstern der zeit

Die Zeitlos-Trilogie - Das Flüstern der Zeit

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551314222
Genre: Jugendbuch

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50 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

von amor gemobbt, toller humor, anna fischer

Von Amor gemobbt

Anna Fischer
E-Buch Text
Erschienen bei null, 16.11.2017
ISBN B077JQG2BY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zoé ist der eher bodenständige Typ. Sie arbeitet als Psychotherapeutin in einem Krankenhaus und glaubt eher weniger an das Schicksal. Als sie Amor begegnet, hält sie ihn zunächst für einen zukünftigen Patienten. Doch schnell kann er sie davon überzeugen, dass er wirklich der Liebesgott ist, und dass er sich verschossen hat. Zoé muss sich nun, mit Amors Hilfe, ins Zeug legen um ihren Schicksalsmenschen auf sich Aufmerksam zu machen. Dazu greift sie zu weniger netten Mitteln und verrät sich selbst.

Amor ist göttlich. Er wirkt wie ein Kleinkind in einem attraktiven Erwachsenen. Da er als Gott keine menschlichen Erfahrungen kennt, zeigt Zoé ihm, dass nicht alles an den Menschen kompliziert ist. Es ist einfach sehr witzig, die Welt mit Amors Augen zu sehen.

Das einzige, was mich wirklich gestört hat, neben dem Verrat von Zoé an sich selbst, ist der finanzielle Aspekt. Es kam mir schon komisch vor, dass sie so ein bodenständiger Typ ist und plötzlich Massen an Geld ausgeben konnte. Das wirkte schon unrealistisch, ändert aber nichts an dem Charme dieses Buches.

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

wintermädchen, altigriechische mythologie, götter, herrscher der unterwelt, griechische götter

Das göttliche Mädchen

Aimée Carter
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671651
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext zu diesem Buch hat mich sehr neugierig gemacht. Und jetzt, da ich ihn nochmal gelesen habe, muss ich leider feststellen, dass er total falsch ist.


Als Kate mit ihrer Mutter nach Eden zieht, ahnt sie noch nichts von Eden Manor und dessen Bewohnern. Durch den Unfall einer Mitschülerin lernt sie Henry kennen, der ihr ein Angebot macht, was sie kaum ausschlagen kann. Doch sie glaubt ihm nicht, bis die Realität sie einholt und sie Henry auf Eden Manor aufsucht, um ihren Pakt einzulösen.


Kate ist ein wechselhafter Charakter. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden, ob ich sie mag oder doch nur nervig finde. Sie ist 17 und hat die letzten vier Jahre damit verbracht, sich um ihre krebskranke Mutter zu kümmern. So weit, so bemerkenswert. Nur hat sie dabei vollkommen vergessen, wie es ist zu leben oder ein Teenager zu sein. Okay, kann man nachvollziehen. Aber so zwanghaft am Leben ihrer Mutter festzuklammern, und sie partout nicht gehen zu lassen, finde ich irgendwie übertrieben. Aber wenn man niemanden sonst hat, und es ist nun mal ihre Mutter, kann ich das vielleicht noch nachvollziehen.

Dann begegnet sie Henry und natürlich ist sie erstmal vorsichtig und traut ihm nicht sofort. Das fand ich gut. Kein unnötiges Anhimmeln, nur weil er umwerfend aussieht. Und dann, ganz plötzlich, ist er der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Wie das passieren konnte? Keine Ahnung.


Aber, das wichtige aber: Die Geschichte um Kate und Henry ist sehr spannend. Die Götter, die Prüfungen, der Rat, Eden Manor, einfach alles. Es ist spannend herauszufinden, worin Kates Prüfungen bestehen und wie sie sie bestanden hat. Oder eben nicht. ;) Alles in allem fühle ich mich gut unterhalten, auch wenn ich Kate nicht mag. Oder doch. Ich bin mir eben nicht sicher.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

salafisten, terroranschäge, 2017, salafisten in deutschland, islamischer staat

Ich schwöre!

Marc Hudek
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei tredition, 24.10.2017
ISBN 9783743953178
Genre: Romane

Rezension:

„Ich habe ihn einmal gefragt, warum er eigentlich nie lacht […] Seine Antwort war, dass Lachen das Unnatürlichste am Menschen ist. In diesem Moment habe ich mich ziemlich erschreckt, denn für mich gibt es viele Dinge am Menschen, die ich für wesentlich unnatürlicher halte als Lachen. Zum Beispiel die Vorliebe für Volksmusik.“ (S.16)


Es ist nie ein gutes Zeichen, wenn ich Bücher parallel lese. Das heißt, dass eins mir nicht gefällt oder mich nicht fesselt. In diesem Fall komm ich in das Buch nicht richtig rein. Die Thematik und der Klappentext klangen sehr spannend, sonst hätte ich es in erster Linie gar nicht angefangen zu lesen. Ich kann auch gar nicht so genau sagen, was mich an diesem Buch stört. Vermutlich sind es die drei Hauptcharaktere: Lenny, der Sportstudent und Erzähler, und seine Freunde Faris und Yussuf. Ich werde mit ihnen nicht warm.

Diese Liebesgeschichte mit Anna wirkt auf mich auch eher erzwungen, als würde der Autor gerne unbedingt noch etwas Liebe mit hineinbringen wollen.

Kurzum: Ich kann dieses Buch nicht weiter lesen und deswegen nicht viel dazu sagen. Tut mir leid.

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, skulduggery pleasant, spx, verlag loewe, darquise

Skulduggery Pleasant - Auferstehung

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.11.2017
ISBN 9783785588871
Genre: Jugendbuch

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Skulduggery Pleasant - Auferstehung

Derek Landy , Ursula Höfker , Rainer Strecker
Audio CD
Erschienen bei HÖRCOMPANY, 21.11.2017
ISBN 9783945709580
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Meine Nachmittage mit Eva

Bärbel Schäfer
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 23.10.2017
ISBN 9783579086859
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Wie oft dachte ich, heute schaffe ich es nicht. Wie oft dachte ich, der Tod ist besser als dieses Leben. […] Aber es gab diese andere Eva in mir. Die starke Eva, die Eva, die überleben wollte. […] Die Schmerzen haben nie aufgehört, bis heute nicht. Noch heute kämpfe ich gegen Schmerzen an.“ (S.120)


„Vielleicht werde ich neunzig, innerlich bleibe ich das Kind, das seit dem elften Lebensjahr nicht mehr von seiner Mutter umarmt wurde.“ (S.49)


Dieses Buch ist nicht nur ein Zeitzeugenbericht, sondern auch die Verarbeitung der Geschichte und vor allem der Familiengeschichte der Autorin. Neben den Erzählungen von Eva gibt es viele Gedanken und Anekdoten von Bärbel Schäfer aus ihrem Leben und ihrer Familie. Sie verarbeitet nicht nur die Deutsche Geschichte, sondern auch das Schweigen ihrer Eltern und Großeltern. Sie versucht die Gründe zu verstehen, wie es damals zu Hitlers Machtergreifung kommen konnte und auch, warum es den Anschein hat, dass sich alles irgendwie wiederholt.

Der Schreibstil ist anstrengend. Die Autorin springt zwischen ihren Gedanken und den Erzählungen von Eva hin und her, und driftet manchmal etwas ab. Diese Sprunghaftigkeit stört mich sehr. Auch die Wortschöpfungen sind irgendwie nervig. Ich habe mir einen Zeitzeugenbericht vorgestellt, habe jedoch die Zweifel an der Familie der Autorin bekommen. Mir ist es noch nie so schwer gefallen, einen Zeitzeugenbericht zu lesen, doch dieses Buch konzentriert sich vor allem auf die Autorin. Nicht ganz das, was ich erwartet habe.

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58 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, new-adult, trauer, gefahr, unfall

Fighting to Be Free - Nie so begehrt

Kirsty Moseley , Christiane Meyer
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 13.11.2017
ISBN 9783956497346
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Achtung! Spoiler zu Fighting to be free – Nie so geliebt


„Man kann sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt. Wenn man den Menschen findet, mit dem man zusammen sein soll, fügt sich alles andere, und man würde alles für ihn tun.“ (S.349)


Drei Jahre sind vergangen, seit Jamie verhaftet wurde und Ellie das Herz gebrochen hat. Seitdem existiert Jamie nicht mehr. Er ist jetzt Kid Cole, denn er hat nichts mehr, wofür sich das Leben lohnt. Deswegen hat er die Organisation, die Brett ihm vermacht hat, wieder aufgebaut. Neben illegalen Autorennen und -diebstählen gibt es nichts, was ihm den nötigen Kick bringt.

Ellie ist nach ihrer Europareise nicht nach Hause zurück gekehrt. Sie ist in London geblieben und hat dort Toby gefunden. Sie sind verlobt und eigentlich könnte das Leben kaum schöner sein. Doch dann ändert ein Anruf mitten in der Nacht alles. Ellie kehrt nach Hause zurück und Jamie kann ihr nicht lange aus dem Weg gehen.


Das Ende vom ersten Teil hat mir das Herz gebrochen. Die Liebe zwischen Ellie und Jamie war so berührend, dass ich mit Ellie einen Teil meines Herzens verloren habe. Jamie ist ein beeindruckender Charakter. So wie Menschen, die keine Macht haben wollen, Macht kriegen sollten, so ist Jamie ein fantastischer Krimineller, weil er es eben nie sein wollte. Doch als Ellie wieder zurück in sein Leben tritt, ändert sich alles. Wird Ellie ihm je verzeihen können? Haben sie noch eine zweite Chance?

Auch Ellie hat sich in den letzten drei Jahren verändert. Sie ist erwachsener geworden, ohne etwas von ihrer Lebendigkeit verloren zu haben. Auch sie ist ein berauschender Charakter.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Perspektive wechselt zwischen Ellie und Jamie. Die Geschichte ist sehr spannend, hat einen mehr als traurigen Anfang, dafür aber einen sehr rasanten Schluss. Ich bin zumindest sehr zufrieden mit diesem Ende.

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176 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

jugendbuch, liebe, freundschaft, krystal sutherland, verlust

Unsere verlorenen Herzen

Krystal Sutherland , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164976
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Dritter Entwurf

Weil mir nicht klar war, dass man sich in einen Menschen genauso verlieben kann wie in Songs. Auch wenn ihr Lied dir anfangs nichts sagt, verwandelt sich die unbekannte Melodie schon bald in eine Symphonie und dringt die unter die Haut. Sie wird zur Hymne im Geflecht deiner Adern, zur Harmonie, eingestickt in das Gewebe deiner Seele.“ (S.126)


Dieses Buch lässt mich sprachlos zurück. Ich habe in Henry nicht nur jemanden gefunden, der wie ich ist, sondern auch so viel Wahrheit über die Liebe gefunden, ohne dass das Buch schnulzig ist. Es ist kein typisches Jugendbuch, in dem der Protagonist sich verliebt und durch seine Liebe die Angebetete heilt. Vielmehr ist es ein Buch über den Kosmos und die einzig wahre Wahrheit:


„Du kannst den Wert einer Liebe nicht nach ihrer Dauer bemessen.“ (S. 349)


Henry erzählt von seinem letzten High-School-Jahr und wie er sich zum ersten Mal verliebt und wie es zu allem kam. Der Schreibstil ist sehr flüssig, voller Nerdigkeit und lustigen Anspielungen. Ich habe wirklich das Gefühl, das Buch eines 17jährigen zu lesen und bin sehr glücklich damit.

Grace ist geheimnisvoll und ich glaube, ich habe sie bis zum Ende nicht wirklich enträtseln können. Auch das macht mich sehr glücklich, denn es ist nur allzu menschlich, nicht alles zu erfahren. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der die Schnauze voll von traurigen Liebesgeschichten hat, von schwachen Mädchen und starken, reichen Typen, der mal etwas über den Kosmos und den Molekülen in ihm lesen möchte und nebenbei auch noch gut unterhalten werden möchte.


„Harry Potter ist die Gewissensfrage?


Wir müssen uns entscheiden zwischen dem richtigen Weg und dem leichten, Grace. Harry Potter z lesen, ist der richtige.“ (S. 196)

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

krieg, frankreich, freundschaft, nazis, flucht

Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Rüdiger Bertram , Heribert Schulmeyer
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei cbj, 16.10.2017
ISBN 9783570172360
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„In Büchern gehen die Geschichten immer gut aus.“ (S. 230)


Dieses Buch ist eine Geschichte über eine Flucht, über den Krieg, über Familien und Freunde. Es ist die Geschichte von Rolf, wie er seinen Hund gerettet, seinen Vater verloren und einen neuen Freund gefunden hat. Es ist trotz allem aber auch ein Buch gegen das Vergessen, denn ganz unterschwellig werden die Gräueltaten des Naziregimes und des Krieges erwähnt.

Rolf ist 12 Jahre alt und befindet sich mit seinem Vater in Marseille. Sie wollen nach New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet. Endlich haben sie alle Papiere zusammen und sie machen sich auf den Weg zu den Pyrenäen. Ein Hirtenjunge, Manuel, soll sie über die Berge nach Spanien bringen und von dort geht es nach Lissabon und dann nach New York. Doch unterwegs wird Rolfs Vater von Deutschen festgenommen und Rolf und Manuel beschließen, auf die Suche nach ihm zu gehen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht, die Comics am Anfang und am Ende geben nicht nur einen guten Einstieg in das Buch und die Geschichte allgemein, sondern bieten auch den perfekten Abschluss, sodass der Leser sich nicht fragt, wie alles ausgegangen ist.

Alles in allem ein kapital gutes Buch. Ich kann es jedem empfehlen, der gegen das Vergessen liest.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

jules verne, h.g.wells, absinth, bordell, steampunk

Absinth

Sandra Bollenbacher , Markus Cremer , Martin Rüsch , M.W. Ludwig
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 14.10.2017
ISBN 9783945045114
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Es sind die flüchtigen Dinge, wie wir uns am längsten bewahren. Eine Laune und eine lebenslange Leidenschaft unterscheiden sich nur darin, dass die erste ein wenig länger anhält.“ (S. 98, Das dritte Glas, Nele Sickel)


Eine Anthologie über die Grüne Fee muss die grüne Ronja natürlich lesen, das ist eine Frage der Ehre. Und diese Sammlung an Geschichten über die Grüne Fee haben es in sich. Die Fee hat viele Gestalten, sei es als Unternehmerin, als Produzentin, oder als Muse. Sie erscheint am liebsten Künstlern, dabei begegnen uns auch berühmte Persönlichkeiten, wie Oscar Wilde, H.G.Wells oder Jules Verne.

Besonders gefallen hat mir Das dritte Glas von Nele Sickel. Die Kurzgeschichte beschreibt die Suche von Oscar Wilde nach einem Dorian Gray. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man hat das Gefühl im Kopf von Oscar Wilde zu sitzen und die Menschen um ihn herum zu beobachten. Besonders das Gespräch mit einem jungen Mann, der sich nach kurzem Zögern zu dem Schriftsteller setzt, hat mich gefesselt.

Aber auch Hipster van Gogh von Nina Teller hat mich in ihren Bann gezogen. Die Grüne Fee als Unternehmerin ist eine sehr moderne Art sie zu sehen. Vor allem, da z.B. der Kaffee und Matchapulver den Absinth in der heutigen Zeit abgelöst hat. Ein wenig gruselig, die Vorstellung.

Eine völlig andere Fee begegnet uns allerdings bei Der Fluch der Blumee von Martin Rüsch. Diese Kurzgeschichte war sehr spannend, mit ein bisschen Liebe. Merkt euch eins, Orchideen sind keine guten Blumen für Menschen! Das wusste schon Trywwidt ;)


Alles in allem sind diese 12 Kurgeschichten rund um die Grüne Fee sehr spannend, sehr abwechslungsreich und manchmal ein wenig gruselig. Wir begegnen berühmten Künstlern, aber auch ganz normalen Menschen. Und viel wichtiger, wir begegnen der Grünen Fee in allen möglichen Gestalten. Und vielleicht erkennen wir sie, wenn sie uns mal begegnet.

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Tags: absinth, bordell, die, grüne fee, h.g.wells, jules verne, kapitän nemo, oscar wilde, rausch, steampunk   (10)
 

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125 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

rassismus, hebamme, gegenwartsliteratur, usa, diskriminierung

Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

„Aber selbst, wenn wir jeden Rassisten auf diesem Planeten nähme und auf den Mars schickten, gäbe es dennoch Rassismus. Und zwar, weil es beim Rassismus nicht nur um Hass geht. […] Weil es beim Rassismus nämlich auch darum geht, wer Macht hat … und wer Zugang dazu. […] Jetzt ist mir klar geworden, dass ich eine [Rassistin] bin. Nicht, weil ich Menschen anderer Rasse hasse, sondern weil ich, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, meiner Hautfarbe Unterstützung verdanke – genauso wie Ruth Jefferson ihrer Hautfarbe wegen einen Rückschlag erlitt.“ (S.543f.)


Wir schreibt man ein Buch über Rassismus, ohne dass das Thema ausgelutscht klingt oder langweilig, weil es vor trockener Geschichte nur so strotzt? Jodi Picoult zeigt, wie es geht. Man nehmen einen weißen Rassisten, dessen Neugeborenes unter der Hand einer afroamerikanischen Hebamme stirbt, gibt eine Menge Vorurteile hinzu und fertig ist der Gerichtsprozess gegen Ruth Jefferson.

Ruth arbeitet seit über 20 Jahren als Hebamme, als sie Turk Bauer begegnet. Turk möchte nicht, dass Ruth sich um seinen gerade geborenen Sohn Davis kümmert. Als Davis unter Ruths Aufsicht an Atemnot leidet, weiß sie nicht, wie sie reagieren soll. Soll sie ihrem Instinkt folgen und das Kind beatmen, oder soll sie der Anweisung ihrer Vorgesetzten Folge leisten und das Kind nicht berühren.

Kennedy ist Pflichtverteidigerin als sie Ruth begegnet. Ruth scheint nicht wie der Mensch, der ein Baby aus Hass tötet. Und so setzt Kennedy alles daran, Ruths Fall vor Gericht übernehmen zu können.


Dieses Buch lässt mich sprachlos zurück. Die Autorin schafft das jedes Mal. Gerade wenn man denkt, man weiß genau, wie alles ausgeht, wendet sich die gesamte Handlung um 180 Grad. Genau das macht die Bücher der Autorin so besonders. Sie kann hervorragend mit schwierigen Themen umgehen. In diesem Fall geht es ganz klar um Rassismus. Und zwar von allen Seiten. Wir lernen also nicht nur Ruth kennen, die als Afroamerikanerin unter „Weißen“ aufwächst, zur Schule geht, studiert, arbeitet und trotzdem nie wirklich dazu gehört. Wir lernen auch Kennedy kennen, die ihren Dienst an der Gemeinschaft als Pflichtverteidigerin tut und manchmal blind durchs leben geht. Wir lernen aber auch Turk kennen, ein Skinhead wie er im Buche steht und der Ruth für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht, weil er überall nur Hass sieht.

Dieser kleine Blick in eine andere Welt offenbart aber auch, wie tief Rassismus in der Gesellschaft verwurzelt ist. Jetzt werden viele sagen „Stimmt doch gar nicht“, aber wie viele reden über die „Quotenschwarzen“ in Filmen, die immer als erstes sterben? Es geht eigentlich auch nicht nur um Rassismus, sondern um Diskriminierung allgemein. Man kann eben nicht nur der Hautfarbe wegen diskriminiert werden, sondern auch wegen der Religion, der Herkunft, des Aussehens.

Ruth geht in einer Szene mit Kennedy durch einen Laden. Eine Verkäuferin folgt ihnen unauffällig und beim Verlassen des Ladens soll Ruth ihren Bon und ihre Ware vorzeigen, Kennedy nicht. So ähnlich ging es mir mal mit einem Bekannten bei Kaufhof am Alexanderplatz. Oder meinem Bruder bei Saturn, weil er eine ungeöffnete Flasche alkoholfreies Bier in der Hand hatte. Oder weil er einen Rucksack voll klimpernder Flaschen hatte und die Polizei ihm nicht glauben wollte, dass es nur Schokomilch ist.


Dieses Buch plädiert also für weniger Diskriminierung, weniger Rassismus und mehr Liebe. Es bringt einen zum Nachdenken über die eigenen Werte und Vorstellungen. Wir wollen keine Gleichheit, wir wollen Gerechtigkeit. Lest das Buch, es öffnet euren Horizont!

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Tags: diskriminierung, hebamme, krankenhaus, mord, rassismus, schwarze, skinhead, tod, weiße, wiederbelebung   (10)
 

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138 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

ulrike schweikert, fantasy, liebe, jugendbuch, léon und claire

Léon & Claire

Ulrike Schweikert
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.12.2016
ISBN 9783570164273
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

wow!!, emotional fesselnd

Ghost - Wenn Liebe Flügel hätte

Franziska Göbke
E-Buch Text
Erschienen bei null, 04.10.2017
ISBN B076648Z34
Genre: Sonstiges

Rezension:

Leni erleidet einen Tiefschlag nach dem anderen .Als sie eines Tages einen fremden Mann am Krankenbett ihrer Mutter trifft, scheint sie völlig den Verstand zu verlieren. Doch er gibt ihr Ruhe und Kraft, obwohl er nicht real zu sein scheint.


Dieses Buch hat alles, was ein Bücherherz braucht: Kuchen, Liebe und Spannung. Wer dieses Buch ohne süße Teilchen genießt, ist selbst Schuld.

Leni ist Bäckerin, die sich den Traum von einer eigenen Bäckerei erfüllt hat. Leider läuft der Laden durch die schlachte Lage nicht so gut. Doch ihre Angestellt Sabrina greift ihr ordentlich unter die Arme und schnell merkt Leni, dass sie sich nie Zeit genommen hat Sabrina ordentlich kennen zu lernen.

Raphael ist ein geheimnisvoller, schweigsamer Typ, der Leni von vornherein warnt, dass er nicht gut für die Menschen in seiner Nähe ist. Und doch kann er sich nicht von ihr fernhalten. Und auch Leni kann ihm nicht ganz widerstehen.

Mehr möchte ich leider nicht verraten, denn das würde zu viel der Story verraten. ;)

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Protagonisten sympathisch und die neue Franziska Göbke gefällt mir richtig gut. Ich hoffe, sie findet bei allen anderen auch Anklang. ;) Ich gehe dann mal backen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

deutschland, russland

Engel sprechen Russisch

Mitja Vachedin
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei DVA, 25.09.2017
ISBN 9783421047762
Genre: Romane

Rezension:

„Schickt uns alle direkt in den Himmel, lasst es ewig so bleiben, mehr brauche ich wirklich nicht.“ (S.66)


Engel sprechen Russisch beschreibt das Zahnpastaleben des Autors: drei Schichten, drei Jahrzehnte, drei Städte: Leningrad, Sankt Petersburg und eine Stadt am Rhein. Es sind schöne Jahre. Verrückte Jahre. Und manchmal kaum zu glauben.


Der Autor erzählt Geschichten aus seiner Jugend, vermischt mit Gedanken und Fantasien. Alles aus der Ich-Perspektive, sodass man das Gefühl hat bei einer Flasche Vodka alles direkt erzählt zu bekommen. Wir lernen seine Mutter und seine Babuschka kennen, seine Freunde und das kleine russische Leben. Und am Ende stehen wir wieder am Anfang. Beim Zahnpastaleben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Geschichten spannend, alles in allem ein nettes, kleines Buch für Zwischendurch.

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auslieferung, kominter, ritter der hoffnung, hitler, kommunismus

Der Vorgang Benario

Robert Cohen
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei edition berolina, 18.07.2016
ISBN 9783958410411
Genre: Biografien

Rezension:

„Der von der Gestapo sogenannte >Vorgang Benario< ist die vielleicht umfassendste Sammlung an Dokumenten zu einem einzelnen Opfer des Holocaust. Zugleich bilden diese Dokumente […] eine umfassende Selbstdarstellung der Täter und der Ideologien, Zwänge, Mechanismen, Organisationen und Strukturen, die sie leiten.“ (S.8)


Jeder, der mich kennt, weiß, dass mir unsere Geschichte sehr wichtig ist. Vor allem die Gräueltaten aus dem Dritten Reich sollten nicht vergessen werden. Und doch zeigt die heutige Politik, dass genau das passiert. Von allen Opfern berührt das Schicksal von Olga Benario-Prestes mich besonders. Und zwar so sehr, dass ich sie auf meinem linken Arm verewigt habe. In Herznähe. Umso „erfreulicher“ ist es für mich, dass dieses Buch erschienen ist. Vielen Dank an meine Seelenschwester, dass sie mir diesen Herzenswunsch nach diesem Buch erfüllt hat.

Nach einem Vorwort von etwa 20 Seiten, in dem die Geschichte von Olga und ihrem Mann Luiz Carlos Prestes grob umrissen wird, werden die Mitteilungen aus der Gestapo-Akte mit Datum, Sender und Empfänger wiedergegeben. Es ist zum einen sehr spannend, wie die politischen Ansichten in diesen Vermerken der Gestapo deutlich werden. Zum Beispiel wird Leocádia Prestes immer als „angebliche Schwiegermutter“ von Olga bezeichnet, da die Ehe mit Luiz Carlos Prestes bis zum Ende nicht anerkannt wurde. Auch der Grund der Schutzhaft wechselt zwischen gefährlicher Kommunistin und Volljüdin hin und her.

Auf der anderen Seite wird die Unterstützung aus dem Ausland genauso deutlich, wie die Angst vor „Hetzpresse“ über das Reich. Nicht nur die Verwandten und Freunde von Olga bemühen sich um Entlassung, sondern auch deren Bekannte und diverse öffentliche Organisationen. Das Schicksal von Olga, Sabo und Anita ging um die Welt. Und doch war keine Rettung für Olga und Sabo möglich. Es ist ein berührendes Schicksal. Und gerade Einzelschicksale bleiben uns eher im Gedächtnis als das Grauen als Ganzes, welches kaum zu begreifen ist.


Dieses Buch lehrt uns also nicht nur, wie es Olga in Gefangenschaft ergangen ist, sonder auch welche Angst das Reich vor ihr eigentlich hatte. Ich schöpfe Kraft aus ihrem Mut und hoffe einfach, dass auch andere von ihr lernen.

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Tags: auslieferung, benari, deportation, gestap, himmler, hitler, holocaust, kominter, kommunisen, kommunismus, kz lichtenburg, kz ravensbrück, olga benario prestes, prestes, revolution, rio de janer, ritter der hoffnung   (17)
 

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andreas jungwirth, schwebezustand, jugendroman, liebe, in der schwebe

Schwebezustand

Andreas Jungwirth
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.09.2017
ISBN 9783570310816
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal gibt es so Momente, da komme ich mir alt vor. Zum Beispiel wenn ich erzähle, dass ich ein mal im meinem Leben Schule geschwänzt habe. Und zwar um zu einer Demo gegen Bush und den Irakkrieg zu gehen. Und wenn dann die Antwort kommt „Das war vor zwei Präsidenten!“, dann, ja dann!, fühle ich mich alt.

Oder aber wenn ich ein Buch lese und nur denke „Was für eine gequirlte Teenie … mist.“ Nicht, dass das Buch schlecht ist. Ich komme nur mit den Teeniedramen nicht zurecht. Beste Freundinnen, die sich wegen eines Jungen streiten. Es mag sein, dass es daran liegt, dass die Protagonisten 14 sind und ich schon mehr als doppelt so alt. Wer meinen Blog verfolgt weiß aber, dass ich hauptsächlich Jugendbücher lese. Aber dieses hier ist mir irgendwie zu jung. Zu banal.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, nur über einige Formulierungen oder Wörter stolper ich ab und an und bin mir nicht sicher, ob sie falsch sind oder mit Absicht so gemeint.

Spannung wird durch die Tagebucheinträge von Paul erzeugt. Und wie es weitergeht, kann ich leider nicht sagen, denn ich habe die Geduld mit Sophie, Vanessa und Jonas verloren. Es tut mir leid, aber das Buch ist so gar nicht meins. Ich fühle mich schlichtweg zu alt dafür.

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deborah ellis, verbotene liebe, mädchen, liebe, wenn der mond am himmel steht, denk ich an dich

Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich

Deborah Ellis , Edith Beleites
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.09.2017
ISBN 9783570403563
Genre: Jugendbuch

Rezension:

>>„Mit Wut erreicht man mehr als mit Trauer!“, skandierten sie. „Mit Schreien mehr als mit Tränen! Wir müssen den Feind schlagen, statt auf bessere Zeiten zu hoffen! […]“<< (S. 81)


>>Ein Zimmer ohne Sadira fühlt sich leer an. Aber wenn Sadira da war, spielte es keine Rolle, wer noch anwesend war – Sadira war die Einzige, die Farrin wahrnahm. Und egal, wie viel Zeit sie miteinander verbrachten – es war immer zu wenig.<< (S.150)


Farrin darf nicht auffallen. Als sie jedoch Sadira kennen lernt, ändert sich alles. Während Farrin versucht zum Durchschnitt zu gehören, weil ihre Mutter das so verlangt, ist es Sadira nicht peinlich anders zu sein. Sie strengt sich in der Schule an und bildet über alles ihre eigene Meinung. Nicht nur über die Politik im Iran nach der Revolution, sondern auch über Farrin. Als sie ihre Liebe zueinander entdecken, wird der Staat zu ihrem Feind.

Dieses Buch rüttelt wach. Während bei uns mittlerweile die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern erlaubt ist, gibt es immer noch genügend Länder, in denen selbst Partnerschaften verboten sind. Es gibt auch mehr als genug intolerante Menschen, die Homosexualität als „sittenwidrig“ und „wider der Natur“ ansehen. Genau darum geht es in diesem Buch. Es ist eine Liebesgeschichte, aber keine schöne. Und doch ist es eine der schönsten, denn sie ist wahr. Und das macht doch die besten Geschichten aus, oder nicht?


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Die Hörige

Markus Gerwinski
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.09.2016
ISBN 9783741299568
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Gunid und Ragald sind zwei sehr unterschiedliche und sehr gut zueinander passende Charaktere. Nicht nur ihre Kindheit und ihr gesellschaftlicher Stand unterscheiden sich, sondern auch ihr Mut. Während Gunid den kleinen Ragald vom Eis rettet, oder ihn sofort suchen geht, als er vermisst wird, schafft Ragald es nicht mal ohne Gunids Hilfe über eine schwankende Brücke. Und trotzdem ist er der Ritter und sie die Hörige.

Trotz allem ist ihre Freundschaft unerschütterlich, meistens zumindest. Gunid tut alles für Ragald und er lernt sie mehr zu schätzen als sowieso schon.

Doch dieses Buch ist keine Liebesgeschichte. Es geht um Krieg, den Verlust geliebter Menschen und das Lehenswesen. Historisch gesehen sehr spannend, mit einem Hauch Fantasie.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, der Perspektivwechsel zwischen Gunid und Ragald macht alles spannender und die Charaktere und das Setting sind sehr realistisch. Als wäre man mit Gunid selbst auf dem Feld bei der Arbeit. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen.

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pforzheim, sieger, kriegsgefangenschaft, tomm, kriegsende

Nur der Tod vergisst

Peter Hakenjos
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Lauinger Verlag, 03.02.2014
ISBN 9783765086465
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Wir alle sollten beschämt sein über das, was geschehen ist und alles Menschenmögliche unternehmen, um zu verhindern, dass Wahnsinnige in einem Volk das Sagen bekommen. Wir dürfen nie mehr zulassen, dass Menschen ohne Schuld zu Opfern von Gaskammern oder Brandbomben werden.“ (S.221)


„Verzeihen heißt nicht vergessen, auch nicht, unsere Schuld zu bagatellisieren oder Mörder zu entschuldigen.“ (S.169)


Im Januar 1944 ist Ulf 18 und wird eingezogen. Er möchte gerne zur SS und weil er sehr groß und stattlich ist, wird ihm dieser Wunsch erfüllt. Doch in der Normandie wird er verletzt. Und so findet er sich am 23. Februar 1945 in seiner Heimatstadt Pforzheim wieder, als die Stadt mit Brandbomben zerstört wird. Danach gerät er in Kriegsgefangenschaft und trifft alte Bekannte wieder. So gelangt er auf die Flucht und überlebt den Krieg. Doch seine Gräueltaten und die Bilder aus Pforzheim lassen ihn ein Leben lang nicht los.

Dieses Buch ist ein etwas anderes Buch gegen das Vergessen. Selten werden die SS-Männer als Menschen angesehen. Und viele haben ihre Menschlichkeit auch verloren. Doch Ulf bereut seine Taten und lebt mit einer Schuld, die ihm keiner abnehmen kann. In diesem Buch wird öfter deutlich, wie zwiegespalten Ulf ist. Ich möchte keineswegs die SS in Schutz nehmen, nichts liegt mir ferner. Doch damals wie heute sollte man eben nicht alle über einen Kamm scheren. Das sagt auch Ulf.

Alles in allem ist es ein spannendes Buch über eine Flucht, mal aus der Sicht der Täter, die vor ihrer Schuld fliehen. Zumindest auf Ulf trifft das zu. Es ist auch ein Buch über das Kriegsende aus Sicht eines Deutschen, der eigentlich alles hinter sich lassen möchte.Es ist aber vor allem ein Buch gegen das Vergessen, das sehr zum Nachdenken anregt.

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Tags: ami, deutschland, flucht, kraut, kriegsende, kriegsgefangenschaft, naz, normandie, pforzheim, sieger, ss, tomm   (12)
 

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1001 nacht, orient, liebe, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei ONE, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Shahrzad hat sich freiwillig gemeldet, um den Kalifen zu heiraten. Doch ihr Ziel ist es, den Tod ihrer besten Freundin zu rächen. Doch dazu muss sie die eine Nacht überleben. Und so ist es ihr Ziel, so lange am Leben zu bleiben, bis sie eine Möglichkeit findet, den König der Könige umzubringen. Doch mit jedem Tag lernt sie ihn mehr kennen.


Dieses Buch ist ein Märchen aus 1001 Nacht. Shazis Leben im Palast wirkt wie ein Traum auf einer warmen Sommerwiese. Und ihre Nächte wie die schlimmsten Albträume. Doch Shazi ist nicht, wie man es erwartet. Zumindest nicht, wie alle im Palast es erwarten. Und ihre Magd Despina unterstützt sie, wo sie nur kann.

Aber auch der Kalif ist nicht, wer er scheint. Doch dazu möchte ich lieber nicht zu viel verraten, denn mit Shazi zusammen lernt der Leser ihn mehr kennen. Und vielleicht schaffen wir es auch hinter sein Geheimnis zu kommen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Erzählt wird aus den Perspektiven der einzelnen Protagonisten, was ein gutes Gesamtbild ergibt. Man möchte aus dieser Welt gar nicht mehr auftauchen. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil!

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