Gulan

Gulans Bibliothek

528 Bücher, 249 Rezensionen

Zu Gulans Profil
Filtern nach
528 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

86 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

glasgow, krimi, drogenmilieu, mord, prostituierte

Die Mädchen von Strathclyde

Denzil Meyrick
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959676656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

gegenwartsliteratur, armut, melancholie

Fat City

Leonard Gardner , Gregor Hens
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 11.04.2017
ISBN 9783351050399
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

154 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

glühbirne, stromkrieg, edison, erfinder, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

la gomera, aufarbeitung einer kommunenvergangenheit, 80er des 20. jhts., deutschland, krimi/thriller

Der Auserwählte

Frank Göhre
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 13.07.2010
ISBN 9783865322029
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Suburra

Giancarlo De Cataldo , Carlo Bonini , Karin Fleischanderl
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Folio, 25.02.2015
ISBN 9783852566603
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

sehnsucht, erzählung, nord amerika, aufbegehren, geschichte

Knockemstiff

Donald Ray Pollock , Peter Torberg
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.02.2015
ISBN 9783453676787
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

70 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

schottland, thriller, 1869, krimi, culduie

Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet , Claudia Feldmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 08.02.2017
ISBN 9783958900554
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

band 1

Das Mädchen aus dem Norden

Katarzyna Bonda , Paulina Schulz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453270749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Libreville

Janis Otsiemi , Caroline Gutberlet
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Polar Verlag, 01.03.2017
ISBN 9783945133439
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

verrat, schlüsselroman, gewalt, koalitionsverhandlungen, front national

Der Block

Jérôme Leroy , Cornelia Wend
Flexibler Einband
Erschienen bei Edition Nautilus GmbH, 01.03.2017
ISBN 9783960540373
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Scheiße, Stanko, wach auf! Der gesamte Block lässt dich fallen. Wir stehen kurz davor, an die Regierung zu kommen, mein Junge. Ist dir das klar? Darauf warten wir seit fast fünfundvierzig Jahren. Alle. Und wenn wir, um die letzte Stufe zu erklimmen, einen der Unsrigen opfern müssen, selbst wenn du das bist, Stanko, wird keiner lange zögern.“ (S.68)

In Frankreich brennen die Vorstädte, seit Monaten gibt es schon blutige Unruhen, die TV-Sender blenden sogar inzwischen einen Live-Bodycount ein. Die konservative Regierung wird der Situation nicht mehr Herr und bricht mit einem Tabu – sie führt Koalitionsverhandlungen mit dem rechtsextremen Bloc Patriotique. In der Nacht der Verhandlungen sind zwei Männer ganz allein: Antoine Meynard, Ehemann der Parteivorsitzenden und Anwärter auf ein hohes Amt in der neuen Regierung, und Stéphane Stankowiak, Sicherheitschef des „Block“ und nun in Ungnade gefallen.

Beide Männer sind alte Freunde. Meynard ist Schriftsteller, ein Intellektueller, mit Agnès, der Parteichefin, verheiratet und ihr hemmungslos verfallen („Letztlich bist du also wegen der Möse einer Frau Faschist geworden“, S.9). Meynard ist nicht unbedingt ein Rassist, aber er berauscht sich an der Gewalt, war früher regelmäßig mit Stanko unterwegs. Nun sitzt er in einer Luxuswohnung und wartet auf Agnès, die die Verhandlungen führt. Zur gleichen Zeit hockt Stanko in einer billigen Absteige. Er ist auf der Flucht, man will seinen Kopf. Stanko stammt aus zerrütteten Verhältnissen, hat sich früh einer Hooligan-Gruppe angeschlossen. Er ist ein Proll, ein Rassist. Beim Militär lernte er Meynard kennen, der ihn unter seine Fittiche nahm. Beim Block ist der homosexuelle Stanko dann zum Chef der parteieigenen Schläger- und Sicherheitstruppe aufgestiegen. Nun ist aber die Nacht der langen Messer angebrochen, der zukünftige Koalitionspartner verlangt Stankos Kopf und die Verantwortlichen des Block sind bereit, ihn zu opfern, auch Meynard unternimmt nichts dagegen.

Die literarische Form, die Autor Jérôme Leroy für diesen Roman gewählt hat, ist höchst anspruchsvoll. Leroy selbst erklärt im Nachwort, dass er die Form der klassischen Tragödie gewählt hat, mit der Einheit von Zeit, Ort und Handlung. Dabei benutzt ein bei den zwei Hauptfiguren ein „Ich“ für Stanko und das „Du“ für Meynard. Beide sind in dieser Nacht allein mit sich und ihren Gedanken. Als Handlung passiert nicht viel, stattdessen resümieren die Protagonisten ihr Leben und ihre Zeit beim Block und geben dem Leser einen authentischen Einblick in die Köpfe rechter Parteifunktionäre.

Also verstehen die Armen, was los ist, was wirklich los ist, nur dass sie es nicht unbedingt in Worte fassen können. Und dann wählen sie uns, die einzige echte Alternative, die Partei, die alle anderen gegen sich hat. Was glauben Sie? Genau so sind wir zur größten Arbeiterpartei Frankreichs geworden. (S.187)

Der Roman ist selbstredend ein Schlüsselroman. Auch wenn Leroy aus juristischen Gründen allzu direkte Parallelen vermeidet, spiegelt sich im Roman die Geschichte der französischen extremen Rechte und insbesondere des Front National wider. Meynard und Stanko reflektieren in ihren inneren Monologen die Geschichte einer Bewegung, eine Geschichte der Gewalt, die ihren Marsch durch die Institutionen angetreten hat, sich gehäutet hat, ein modernes Antlitz verpasst hat, um nun als kühle, aber immer noch gefährliche Technokraten den Zugang zur Macht zu erhalten.

Ich dachte immer, dass wir, wenn der Block eines Tages die Macht ergreifen würde, aus Frankreich ein neues Sparta machen würden. Wir würden den Museln, den Negern und den Juden wieder ihre Heloten-Plätze zuweisen. (S.30)

Die Lektüre des Romans ist durch die gewählte Form alles andere als bequem. Ich muss zugeben, dass ich zur Mitte des Buches so meine Mühe hatte, mich durch Stankos und Meynards inneren Monologe und Erinnerungen, die zwischen Larmoyanz und „Je ne regrette rien“ schwanken, zu arbeiten. Doch es lohnt sich definitiv. In der aktuellen Situation, in der die neuen Rechten vielerorts plötzlich salonfähig werden, ist ein solcher Roman noir ein klares politisches Statement. Der Wolf mag Kreide gefressen haben, aber er ist immer noch ein Wolf.

  (27)
Tags: frankreich, front national, gewalt, koalitionsverhandlungen, macht, noir, rechtspopulismus, schlüsselroman, verrat   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

88 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

fbi, nero wolfe, new york, krimi, detektiv

Es klingelte an der Tür

Rex Stout , Conny Lösch , Jürgen Kaube
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608981117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

19 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

dealer, usa, drogen, kriminalität, banden

Clockers

Richard Price , Peter Torberg
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.09.2012
ISBN 9783596193912
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

wild west, armut, gewalt, mord, western

Die Gefürchteten

Tom Franklin , Wolfgang Müller
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.03.2005
ISBN 9783453012103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Und wenn sie mich fragen?“

„Dann sagst du einfach, du weißt nichts über die Sache.“

„Ich kann nicht so gut lügen wie du.“

„Jetzt pass mal auf“, sagte William. „Der, auf den's ankommt, muss dem Lügner die Lüge glauben. Dann ist es keine Lüge mehr. Dann ist es die Wahrheit. Für dich und mich ist Gottes Wahrheit von jetzt an, dass wir absolut nichts über den Mord an Arch Bedsole wissen. (S.88)

In einer ländlichen Gegend namens Mitcham Beat in Alabama im Jahre 1897 wird der aufstrebende und beliebte Ladenbesitzer und Lokalpolitiker Arch Bedsole mehr oder weniger zufällig bei einem Überfall erschossen. Sein Cousin Tooch schart einige Bekannte und Unzufriedene um sich, um dessen Tod zu rächen und um es den „Städtern“ der nächstgrößeren Kleinstadt Grove Hill mal so richtig zu zeigen. Und vielleicht auch, um ein paar Dollars einzusacken. So wird dann auch der Geheimbund „Hell-at-the-Breech“ gegründet, der fortan sein Unwesen treibt.

Die Bande terrorisiert die Gegend, verübt Überfälle, Brandstiftungen, begeht die ersten Morde. Vor allem duldet sie keinen Widerspruch unter der Landbevölkerung. Wer nicht mitmacht, muss wenigstens ein Alibi abgeben, ansonsten ist er seines Lebens nicht mehr sicher. Als die Nachricht vom Mord am Farmer Anderson bis nach Grove Hill dringt, bleibt dem alternden und trinkenden Sheriff Billy Waite nichts anderes übrig, als sich der Sache anzunehmen. Doch man traut ihm nicht mehr so richtig etwas zu, auch nicht sein Cousin Oscar York, der örtliche Richter. Oscar hat sogar schon jemanden als Deputy im Auge, Ardy Grant, der Billy womöglich auch bald als Sheriff beerben könnte. Doch dieser Ardy Grant ist nicht der, der er ausgibt zu sein.

Um ganz sicherzugehen, dass er auch wirklich tot war, nahm Ardy Carlos' Schrotflinte, fuhr mit dem Lauf unter James' Haarschopf und presste die Mündung gegen den Schädelansatz. Dann drückte er ab, und der Kopf zerplatzte wie eine Melone. Ardy stand da und horchte. Was für eine stille Welt. Er schaute nach oben, in die Welt hinein. Er fühlte sich, als wäre er von irgendetwas der Mittelpunkt. Die Krähe war weggeflogen, sonst hätte er auch sie erschossen. (S.322)

In weiten Teilen des Buches wird aber die Geschichte von Mack Burke erzählt, einem jungen Waisen, der zusammen mit seinem Bruder William bei der alten Hebamme und Witwe Gates aufwächst. Mack und William begehen einen ungeschickten Überfall auf Arch Bledsoe, bei dem dieser versehentlich stirbt, und lösen damit ungewollt die weiteren Ereignisse aus. Als er fünfzehn ist, wird er zu Tooch Bledsoe in dessen Laden als Helfer geschickt, um die Schulden der Witwe abzuarbeiten. Sein volljähriger Bruder schließt sich der Bande an. Mack wird zunächst ein stiller und heimlicher Beobachter der Ereignisse, doch als er sechzehn wird, kann er Teil von Toochs Bande werden.

Die Geschichte um die „Hell-At-The-Breach“-Bande hat einen wahren Hintergrund, doch Autor Tom Franklin verweist in einer Vorbemerkung darauf, dass er sich erhebliche fiktionale Freiheiten genommen habe. Franklin stammt selbst aus Alabama. Im Klappentext steht, dass seine Eltern eine Kirche gründeten, in der Wunderheilungen und Teufelsaustreibungen üblich waren. „Die Gefürchteten“ war sein erster Roman und ist bis jetzt der einzige ins Deutsche übersetzte. Für 2017 ist allerdings der Titel „Smonk: Stadt der Witwen“ bei Pulp Master angekündigt.

Alabama, eigentlich die gesamten Südstaaten, sind in den Jahrzehnten nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg wirtschaftlich und moralisch am Boden. Der Krieg hat die Wirtschaft des Südens zerstört, die Abschaffung der Sklaverei das Wirtschaftsmodell. Nun schuften die meisten als arme Pachtbauern, immer am Rande oder sogar unterhalb des Existenzminimums. Es entstehen Konflikte mit den vermeintlich reicheren Städtern. Doch in Wahrheit profitieren in diesen Zeiten nur ganz wenige. In dieser Atmosphäre sind Ausbrüche der Gewalt nicht überraschend.

Tom Franklin erzählt die Geschichte mit einem eindrucksvollen Gespür für Stimmung und Details. Beispielsweise die ärmlichen, windschiefen Hütten der Farmer, oder die harte Arbeit auf den Baumwollfeldern. Franklin kreiert ein absolut stimmiges Setting in bester Tradition der Südstaaten-Autoren. Beim Plot nimmt er ausreichend Zeit für bestimmte Szenen und Figuren, um aber auch wieder anschließend das Tempo anzuziehen. Es geht um Rache und Vergeltung, um Armut, Gewalt und das Recht des Stärkeren, oft als Freiheit missinterpretiert. Daneben beinhaltet der Roman aber auch die Coming-Of-Age-Story des jungen Mack und die Geschichte eines alternden Sheriffs, der seinen Alkohol, seine Lethargie und Selbstzweifel überwindet, um noch einmal für Recht und Ordnung zu sorgen. Schließlich ist „Die Gefürchteten“ aber auch durchaus ein Noir. Es entsteht eine Spirale der Gewalt, die sich immer weiter dreht, bis am Ende auch die vermeintlich gute Seite mit blutigen Händen da steht. Insgesamt ein absolut lesenswerter Roman.

  (38)
Tags: alabama, armut, coming of age, country noir, gewalt, lynchjustiz, mord, rache, südstaaten, western   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

moorleiche, schottland, moor, krimi, kinderheim

Beim Leben deines Bruders

Peter May , Silvia Morawetz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei btb, 12.12.2016
ISBN 9783442714605
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Geld ist nicht genug

Wallace Stroby , Alf Mayer
Fester Einband
Erschienen bei Pendragon, 23.02.2017
ISBN 9783865325778
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das zweite Leben des Nick Mason

Steve Hamilton ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426304983
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

132 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

frankfurt, krimi, privatdetektiv, mord, drogenhandel

Happy birthday, Türke!

Jakob Arjouni
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.08.2012
ISBN 9783257215441
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, verletzte, tot, prostitution, kommissar

Mädchenware

Norbert Horst
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.01.2015
ISBN 9783442481668
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Der Schneemann

Jörg Fauser
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.06.2009
ISBN 9783257239218
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

galapagos, tourismus, meeresbiologie, brandstiftung, tauchen

Abgrund

Bernhard Kegel
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783866482517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Rückschau fiel es ihm tatsächlich immer schwerer, sein Handeln nachzuvollziehen.[...] Er war wütend gewesen, drohte vor Wut schier zu platzen, […]; Wut auf die Öffentlichkeit, die einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, dass die Welt auf den Abgrund zuraste; auf die Politik, die angesichts der Jahrtausendaufgabe, sich dieser Entwicklung in den Weg zu stellen, komplett versagte. Das Artensterben, die Zerstörung der Lebensräume, haarklein dokumentiert in immer neuen Studien, Woche für Woche, Tag um Tag. Die Schönheit der Natur, ihr überwältigender Reichtum schwanden dahin. Wie dickhäutig musste man sein, um all das klaglos hinzunehmen? (S.331-332)

Biologe Hermann Pauli und seine neue Partnerin, die Hauptkommissarin Anne Detlefsen, verbringen ihren Urlaub in der Charles-Darwin-Forschungsstation auf den Galapagos-Inseln. Pauli verfällt allerdings dem Forscherdrang und begibt sich mit zwei Kollegen auf eine Kurzexpedition auf der Suche nach einem mysteriösen Hai, den er bei einem Tauchgang entdeckt hat. Sehr zum Verdruss von Anne Detlefsen, die allein in der Forschungsstation zurückbleibt. Doch dort geschehen plötzlich mehrere Fälle von Brandstiftung. Ein Mann kommt dabei sogar zu Tode und Anne erhält Gelegenheit, dem einheimischen Kommissar behilflich zu sein.

Der Autor Bernhard Kegel ist Biologe und schreibt neben Romanen auch Sachbücher zu biologischen Themen. Der vorliegende Roman ist der dritte einer Reihe um den Meeresbiologen Hermann Pauli. Die Romane zeichnen sich dadurch aus, dass der Autor hierbei auch naturwissenschaftliche Themen vermitteln will. In „Abgrund“ geht es abstrakt um das Thema des Klimawandels und des Artensterbens, konkret allerdings um das Phänomen der Hybriden im Tierreich. Hybride sind Kreuzungen verschiedener Arten, die teilweise auch fortpflanzungsfähig sind und neue Arten bilden können. Im Pflanzenreich ist dies durchaus bekannt, in der Tierwelt sehen einige Forscher das verstärkte Auftreten von Hybriden als mögliche Reaktion auf den Klimawandel.

Dieses Thema wird im Buch von Hermann Pauli vertreten, während Anne Detlefsen sich des Kriminalfalls der Brandstiftungen annimmt. Dadurch, dass beide über weite Strecken der Handlung voneinander getrennt sind (er auf dem Forschungsboot, sie in der Forschungsstation und in Puerto Ayora), wechselt je nach Kapitel Perspektive und Schauplatz. Dabei beeindrucken vor allem die Naturbeschreibungen in den Kapiteln mit dem Meeresbiologen Pauli. Das Wissenschaftsthema tritt in der zweiten Hälfte des Buches allerdings etwas in den Hintergrund, der Kriminalfall nimmt mehr Raum ein.

Dies tut dem Buch jedoch nur bedingt gut. Die Brandstiftungen gehen einher mit Zusammenstößen und Reibereien zwischen den Wissenschaftlern der Forschungsstation, den Fischern und Bootsführern und der örtlichen Polizei. Auf Galapagos ist die Situation natürlich sehr diffizil. Ökologie, Forschung, Tourismus und Fischerei müssen behutsam in Einklang gebracht werden, was nicht immer gelingt. Das Thema ist also durchaus interessant, wird aber aus meiner Sicht krimitechnisch eher langweilig vorgetragen. Zudem kommt hinzu, dass der Autor die Perspektive von Anne Detlefsen gewählt hat, die als Außenstehende aber nur einen eingeschränkten Blick auf die Dinge hat. Am Ende wird die Auflösung sogar lapidar und quasi nebenbei dem Leser beigebracht – da hatte ich doch mehr erwartet. Außerdem sind die privaten Geplänkel des reiferen Paares Pauli/Detlefsen in der Handlung auch verzichtbar.

Auf der Internetseite des ansonsten von mir sehr geschätzten Mare Verlags prangt bei diesem Buch noch ein Kritikerlob: „Bernhard Kegel ist der neue Michael Crichton“ (vermutlich ist ein Vorgängerband gemeint). Mit diesem Slogan tut man dem Buch aber keinen Gefallen. Es handelt sich vielmehr um einen soliden Wissenschaftsroman mit einer guten Botschaft, bei dem man aber schon das Gefühl hat, dass hier einiges mehr an Potenzial gelegen hätte. Man muss dem Autor zwar zugute halten, dass er permanent um Authentizität bemüht ist, allerdings macht das den Roman letztendlich auch etwas bieder und spannungsarm.

  (54)
Tags: brandstiftung, evolution, galapagos, hybride, klimawandel, meeresbiologie, tourismus, wissenschaft   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

63 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

thriller, politthriller, berlin, deutschland, russland

Zwei Sekunden

Christian v. Ditfurth
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei carl's books, 08.08.2016
ISBN 9783570585672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Terroristen waren vom Fach. Trotzdem würde es ihnen schwerfallen, Bierbauer zu töten. Niemand wusste, in welchem Hotel er übernachtete. Niemand wusste, welche Route sein Wagen fuhr. Keine Chance, den Job mit einer Bombe zu erledigen. Wenn er den gepanzerten Wagen verließ, dann in einer kurzfristig gesperrten Tiefgarage und umgeben von Personenschützern. Keine Chance für einen Schützen. So dämlich die Fahrzeugwechsel waren, so wirksam war der sonstige Schutz. Merkow sah es sofort, wenn er es mit Profis zu tun bekam. […]

Sie hatten sich rund ums Adlon aufgestellt. Waren nicht in den Wagen sitzen geblieben. Hatten Betriebsamkeit vorgetäuscht. Einer ging einkaufen, die andere bummelte zum Brandenburger Tor. Schließlich wollten sie das BKA nicht auf sich aufmerksam machen.

So war Bierbauer doppelt geschützt. Aber es nützte ihm nichts. (S.223-224)

Staatsbesuch in Berlin: Die Kanzlerin begrüßt den russischen Präsidenten am Flughafen. Die Fahrzeuge machen sich auf den Weg ins Stadtzentrum, als eine Detonation die Kolonne erschüttert. Einer der Wagen wird völlig zerstört, vier Menschen sterben. Der Wagen mit Kanzlerin und Präsident ist nur knapp davon gekommen. Helle Aufregung aller Orten, ein Taskforce wird gegründet. Außerdem erhält noch jemand den Auftrag zu ermitteln - der eigenwillige Hauptkommissar Eugen de Bodt.

De Bodt bedingt sich einen unabhängigen Status außerhalb der Taskforce aus und erhält diesen auf Befehl von ganz oben. Sehr zum Verdruss einiger seiner Kollegen. Doch wie seine Kollegen kann de Bodt und sein Team zunächst wenig Handfestes vorweisen. Die Drahtzieher des Anschlags bleiben im Dunkeln. Erst als der Kanzleramtsminister und weitere hochrangige Beamte weiteren Anschlägen zum Opfer fallen, reift in de Bodt die Idee: Waren Kanzlerin und Präsident womöglich gar nicht das Ziel und war der erste Anschlag gar kein Fehlschlag?

Autor Christian v. Ditfurth ist Historiker und Autor zahlreicher Kriminalromane, alternativhistorischer Romane und politischer Sachbücher. Sehr interessant fand ich beispielsweise seinen Roman „Der Consul“, der mit den Fund der Leiche Adolf Hitlers in einem Hotel in Weimar 1932 beginnt und von da aus eine alternative Version der Geschichte weitererzählt. Seine Krimireihe um den Historiker Stachelmann hat übrigens in „Zwei Sekunden“ eine Art „Cameo-Auftritt“: Im Bücherregal einer Prostituierten liegt der Roman „Mann ohne Makel“. Der Name (von) Ditfurth dürfte einigen Kindern der Achtziger wie mir noch etwas sagen: Tatsächlich ist Wissenschaftsjournalist Hoimar von Ditfurth („So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“) der Vater des Autors, die Publizistin und ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth seine Schwester.

Er lehnte sich zurück, rieb sich die Schläfe und flüsterte: „Die Angst läuft vorweg, sie entdeckt die Folge, ehe denn sie kommt, so, wie man es an sich selber spüren kann, dass ein Wetter im Anzuge ist.“

„Hegel“, sagte Seibert.

De Bodt nickte. Nur eine Andeutung. „Die Angst verrät, was wir in der Zukunft fürchten. Unser Hirn betrachtet die Fakten, mischt sie mit unseren Sorgen. Wenn im Amt die Angst umgeht, dass das Morden weitergeht, spüren die Leute dort Motive, die wir nicht kennen.“
Seibert starrte de Bodt an. „Sie meinen, die Angst weiß mehr.“„Das meine ich. Die Angst weiß mehr.“ (S.189)


Seinen Protagonisten Eugen de Bodt lässt v. Ditfurth nun zum zweiten Mal ermitteln. De Bodt ist ein unkonventioneller und (vor allem für seine Vorgesetzten) unbequemer Kommissar mit Sonderstatus im Berliner LKA. Eine Laus im Pelz des Beamtenapparates. De Bodt ist fachlich brillant, denkt und handelt unorthodox und ist gerade dadurch erfolgreich. Er lässt dies aber auch andere spüren und ist daher als arroganter Einzelgänger verschrien. Zudem kommentiert er gerne Situationen mit philosophischen Bonmots, vor allem von Hegel. Doch seine beiden Untergebenen Salinger und Yussuf lassen nichts auf ihn kommen, verteidigen seine Eigenarten, weil sie spüren, dass er sie zu besseren Ermittlern macht. De Bodts Erfolge im vorherigen Fall („Heldenfabrik“) haben auch bei der Bundeskanzlerin Eindruck gemacht, so dass er in diesem neuen Fall vom Kanzleramt einen Sonderstatus erhält und unabhängig zur Taskforce ermitteln darf.

Eine Konstellation, die es im normalen Leben bei den deutschen Sicherheitsapparaten wohl kaum geben dürfte, die sich aber in diesem Thriller als Glücksgriff erweist. Denn der Blick auf diese Taskforce ist spöttisch-satirisch. Dort versammeln sich abgehalfterte GSG-9-Helden, Besserwisser, Speichellecker, oder ganz einfach kriminalistisch durchschnittliche, aber höchst selbstbewusste Alphatiere. Auf den Sitzungen werden neben dem Austausch von (überschaubaren) Ermittlungsergebnissen und der Strategie fürs weitere Vorgehen mindestens so viele Gedanken daran verschwendet, wem man dieses Behördenversagen am besten ankreiden kann. Die deutschen Sicherheitsbehörden erweisen sich (mit Ausnahme von de Bodt natürlich) als völlig untauglich, mit dieser Situation klarzukommen. Außerdem wird nach und nach klar, dass der deutsche Ministerialapparat relativ problemlos korrumpierbar oder ansonsten erpressbar ist.

Auch die Russen bilden ihre eigene kleine Taskforce in der Botschaft „Unter den Linden“, schließlich kann man einen Anschlag auf den Präsidenten (wem sonst soll der Anschlag gegolten haben?) nicht auf sich sitzen lassen. Auch hier gibt es große Rivalitäten und auch hier tappt man im Dunkeln. Das hält sie natürlich nicht davon ab, irgendwelche angeblichen Drahtzieher oder Maulwürfe zu traktieren. Aber wenn ich nicht lupenreiner Demokrat, sondern Zyniker wäre, würde ich sagen, immerhin unternehmen die Russen etwas. Ditfurth etabliert Konstantin Merkow, Chefleibwächter des Präsidenten und hochrangiger Offizier des FSO als wichtigste Nebenfigur. Merkow ist ein intelligenter Mann, der kühl kalkulierend die Interessen Russlands vertritt. Er darf an der deutschen Taskforce teilnehmen, aber merkt schnell, dass bei den Deutschen nur de Bodt in der Lage ist, die Hintergründe der Terrorserie aufzudecken. De Bodt und Merkow ticken ähnlich und entwickeln einen gegenseitigen Respekt voreinander.

Salinger lächelte. Er hatte wieder 'treu' gesagt. Treu, das gab es nicht mehr. Genauso wenig wie Minnesang. Man hatte es längst in Loyalität umbenannt, das so klang wie Kaugummi. (S.271)

Dass de Bodt am Ende so ein bisschen James-Bond-mäßig die Lage klärt – geschenkt! Denn ansonsten bietet das Buch echte Pageturner-Qualitäten. Hohes Tempo und hohe Spannung werden unterstrichen durch den extrem knappen, stakkatoartigen Stil. Das aber nicht zu Lasten der Figuren oder der durchaus komplexen, aber überzeugenden Gemengelage im Plot. „Zwei Sekunden“ ist ein wirklich starker deutscher Politthriller.

  (58)
Tags: anschlag, berlin, deutschland, geopolitik, kanzleramt, mordserie, politthriller, russland, sicherheitsbehörden, terror   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

57 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

mord, freundschaft, schweden, vergangenheit, leo junker

Der Turm der toten Seelen

Christoffer Carlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 09.03.2015
ISBN 9783570102329
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

96 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

helgoland, thriller, spannung, orkan, anna krüger

Hell-Go-Land

Tim Erzberg
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 22.08.2016
ISBN 9783959670463
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

thriller, survival, survive, wildnis, überleben

Survive - Du bist allein

Alexandra Oliva , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 28.07.2016
ISBN 9783651024731
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Raymond Chandler

Frank MacShane , Wulf Teichmann , Alfred Probst , Christa Hotz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2009
ISBN 9783257067088
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 
528 Ergebnisse