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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zwölfuhrläuten

Thomas Peter
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 25.07.2017
ISBN 9783869138879
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Roman liest sich auch für Quereinsteiger der Reihe lockerleicht. Thomas Peter verbindet Humor mit Krimi und das gelingt an manchen Stellen durchaus. Die Handlung ist amüsant, manchmal etwas übertrieben, aber dennoch unterhaltend. Außerdem wird der Alltag der Ermittler sehr schön eingebunden. Das ist ja gar nicht mal so üblich, aber so bekommt man einen guten Einblick in die Protagonisten – obwohl es bereits der vierte Band der Reihe ist. Gerade für bayrische Leser könnte die Thematik durchaus reizvoll sein, da das Setting nicht nur in und um Ingolstadt herumspielt, sondern auch intensiv auf bayrische Traditionen eingegangen wird und Dialekt gesprochen wird. Dass der Krimi sich nicht immer ganz ernst nimmt, merkt man allerdings an einigen Stellen. Daher wundert es auch nicht, dass der Mörder sehr einfach zu erraten ist. Trotzdem war es ein nettes, wenn auch wirklich seichtes Lesevergnügen. Die Ermittler sind ein ziemlich erheiterndes Gespann. Wer sich Tiefgründigkeit von einem Krimi erwartet, ist hier vielleicht falsch, aber als Urlaubslektüre zum Kopf abschalten macht sich der Roman ziemlich gut.

Fazit:
„Zwölfuhrläuten“ ist kein Krimi, von dem man ein komplexes Konstrukt erwarten kann, dafür erobert der Roman mit Herz und Charme, denn die Ermittler haben definitiv Charakter und sorgen für den ein oder anderen Schmunzler.

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: 3/5

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(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

rassismus, crime

Hard Revolution

George Pelecanos , Gottfried Röckelein
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 20.06.2017
ISBN 9783869137667
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meinung:
Dieser Roman steckt voller gesellschaftskritischer Themen, die einem teilweise direkt auf die Nase gedrückt werden, teilweise aber auch ganz diskret eingebaut wurden. Das liegt vor allem am zeitlichen Setting der Geschichte, die nun einmal in den 60ern Amerikas spielt und das kommt nicht von ungefähr: Denn Martin Luther King hat hier eine ganz besondere Bedeutung. In diesem Buch soll verdeutlicht werden, wie es damals war als Schwarzer in den USA zu leben, wie es für Schwarze war und wie für Weiße. Dieser Konflikt steht dabei im Mittelpunkt, aber es kommen noch so viele kleine Dinge hinzu wie auch das Verhältnis von Mann und Frau. Perspektivträger gibt es hier mehrere und so verfolgt man nicht nur Dereks Lebensweg, sondern auch den von seinen Mitmenschen. Das Tempo ist dabei eher gemächlich. Zunächst erlebt man einen Ausschnitt aus Dereks Jugend, um dann in sein erwachsenes Leben einzutauchen. Obwohl alles sehr ruhig ist, baut sich durchaus Spannung und Leselust auf. Der Schreibstil ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig und es gibt einige Ausdrücke, die altmodisch wiedergegeben werden, aber insgesamt liest sich der Roman trotzdem gut und es fällt leicht, sich in die einzelnen Charaktere hineinzuversetzen, auch wenn man sie manchmal ohrfeigen möchte. Wie bei einem typischen Kriminalroman kommen die Zusammenhänge erst nach und nach raus und schließlich fügt sich dann auch alles. Das Ende hat gut gepasst. Gerade die Art, das Thema anzugehen, war sehr interessant. Ursprünglich stand ich dem Roman eher skeptisch gegenüber, aber er konnte mich dann doch von sich überzeugen.

Fazit:
„Hard Revolution“ ist nicht nur ein simpler Kriminalroman, ganz im Gegenteil – hier vereint sich eine undurchsichtige Kriminalgeschichte mit dem Zeitgeist der 60er Jahre Amerikas und zeigt dabei ein erschütterndes, aber umso eindringlicheres Bild.

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: 4/5

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(3)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

drachen, heyne, freundschaft, drache, magie

Dragon Lords – Das Gold der Narren

Jon Hollins , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453318472
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung:
Dieser Roman kommt äußerlich sehr schlicht daher. Das englische Cover macht eigentlich mehr her. Verdient hätte das Buch jedenfalls ein weniger bescheidenes Cover. Beworben wird es als eine Mischung aus Der Hobbit und Guardians of the Galaxy, zwei zurzeit ziemlich populären Fandoms. Stellt sich natürlich die Frage, ob der Auftakt der neuen High-Fantasy-Reihe seinem Ruf auch gerecht wird.

Die Handlung des Romans ist gleichzeitig recht vorhersehbar, aber dennoch nicht weniger unterhaltend. Zunächst einmal fällt der nicht enden wollende Schatz an Scherzen auf, die der Autor trotzdem immer frisch wirken lässt. Da kommt kein Augenrollen auf. Der Humor ist stattdessen ein großer Pluspunkt, denn ansonsten würde die Handlung nicht halb so gut ankommen. Neben dem Humor kommen hier auch Actionszenen nicht zu kurz. Da wird gekämpft, was das Zeug hält. Schon am Anfang geht es schnell zur Sache und der Protagonist wird direkt in eine Existenzkrise gestürzt. Besonders gut fand ich auch die Entwicklung der Pläne. Die Prämisse dieses Bandes ist ja der Plan, die Drachen ihres Goldes zu berauben. Dafür wird aber auch eine gute Strategie benötigt und anstatt direkt perfekt zu sein, verbessert diese sich nach und nach. Insgesamt passiert in diesem Buch einfach immer etwas – und wenn es nicht actionreich zugeht, dann zumindest humorvoll.

Die Protagonisten bilden hier eine typische Heldengruppe. Zum einen wäre da Will, Bauernsohn und kluger Kopf der Gruppe. Lette und Balur sind quasi die Haudegen der Geschichte. Während Lette wie eine agile, toughe Amazonenattentäterin daherkommt, haut Balur einfach nur drauf und ergötzt sich daran zu töten. Quirk ist die Magierin der Geschichte, hat dieser aber abgeschworen und möchte sich lieber der Wissenschaft widmen. Zuletzt ist da noch Firkin, Säufer und früherer Mentor Wills. Seine Rolle ist einfach nur das Unfug stiften, wenn auch auf interessante Weise. Insgesamt geben die Fünf eine wirklich amüsante und diverse Gruppe ab. Jeder hat seine Eigenarten und Motive und diese kommen auch sehr stark hervor. Sie sind sehr sympathisch und alle auf ihre Art konfliktbeladen.

Der Schreibstil des Romans ist wirklich außergewöhnlich. Der Autor hat sich durchaus etwas dabei gedacht und das merkt man allein schon an den Dialogen. Balur zum Beispiel hat eine ganz eigene Art zu reden und benutzt immer wieder Wörter wie „dieserweise“ oder „trauernderweise“. Ansonsten ist der Schreibstil vor allem derb gehalten. Es sprudelt an Beleidigungen und brutalen Beschreibungen. Die Charaktere sind sich für keine Wortwahl zu schade. Und dann kommt da noch dieser teilweise morbide Humor hinzu, der dem Ganzen das Krönchen aufsetzt. Beim Einstieg ins Buch zweifelt man zwar zunächst daran, ob die Kombination aus Handlung und Schreibstil so funktionieren kann, aber sie kann es ganz klar.

Dieser neue Reihenauftakt ist vor allem erfrischend. Die Idee ist lustig und unterhaltsam. Wer richtig klassische High-Fantasy erwartet, wird vermutlich enttäuscht, dafür hat dieser Roman andere Stärken, die er gekonnt ausspielt. Es mag kein Buch sein, das einen völlig von den Socken haut oder zum tagelangen Grübeln einlädt, dafür ist es aber definitiv ein Stimmungsaufheller. Gerade auch die Tatsache, dass man zwischendurch ab und zu mal vor die Frage gestellt wird, wie es nun weitergeht, erzeugt unerwartete Spannung.

Fazit:
Dragon Lords – Das Gold der Narren ist etwas für jene, die mal wieder etwas Anderes lesen wollen, aber sich nicht vom Fantasygenre trennen können. Dieser Roman ist zwar vielleicht etwas realitätsfern, aber dafür spritzig und überzeugt mit einer ausgewogenen, sympathischen Heldengruppe, bei der man manchmal nur den Kopf schütteln kann.

Inhalt: 3/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

Gesamt: 4/5

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(2)

9 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

2017, krimi

Das Schattencorps

Bernd Ohm
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 13.06.2017
ISBN 9783869137643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meinung:
Ich muss ja zugeben, dass mich die Thematik, die auch in diesem Buch teilweise aufgegriffen wird, noch nie sonderlich begeistern konnte. Dennoch klang der Klappentext an und für sich ganz interessant. Gerade meine Generation kann sich ja trotzdem nur schwer vorstellen wie die Zeiten nach dem Weltkrieg für die Menschen waren, gerade für diejenigen, die einen nationalsozialistischen Hintergrund hatten. Der Einstieg ins Buch gestaltete sich trotzdem als sehr mühselig. Es dauert ein bisschen bis man endlich die Zusammenhänge erkennt und weiß, worum es geht. Dadurch blieb der Unterhaltungsfaktor leider ziemlich auf der Strecke. Die Handlung an sich ist typisch verschleiert und komplex. Viele verschiedene Plotstränge werden hier ineinander verflochten. Trotzdem kann man sich zusammenreimen, wer hinter den Verschwörungen am Ende steckt. Das war dann doch etwas zu offensichtlich gelöst. Der Protagonist Hans ist ehrlich gesagt nicht sehr sympathisch, vielleicht soll er es auch gar nicht sein. Sein Charakter ist jedenfalls sehr wechselhaft und man kann ihn kaum greifen. In dem Zusammenhang war auch seine Beziehung zu seiner On-/Off-Flamme Eva unglaubwürdig. Man kann die beiden leider nicht richtig ernst nehmen, was vor allem an der Darstellung durch Hans liegt. Generell springt die Handlung an manchen Stellen sehr seltsam. Das Beste am Buch war der Schreibstil, denn der ist wirklich gelungen. Ohm schafft es sehr gut, den Eindruck der verschiedenen Handlungsorte einzufangen und zu vermitteln. Insgesamt konnte mich der Roman dennoch nicht beeindrucken. Zwar ist der Einblick in die Thematik ganz interessant, aber das Buch konnte mich nach dem Lesen nicht längerfristig reizen.

Fazit:
„Das Schattencorps“ ist ein sehr komplexer und raffinierter Spionageroman, der allerdings kein wirklich sympathisches Repertoire an Charakteren zeigt. Im Gegenteil lassen diese einen nahezu kalt.

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 2/5
Schreibstil: 4/5


Gesamt: 3/5

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(53)

128 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

selkie, fantasy, antonia neumayer, meer, heyne

Selkie

Antonia Neumayer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453317994
Genre: Fantasy

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194 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 83 Rezensionen

alchemie, london, code, jugendbuch, rätsel

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten

Kevin Sands , Alexandra Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423761482
Genre: Kinderbuch

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(2.530)

3.788 Bibliotheken, 54 Leser, 4 Gruppen, 226 Rezensionen

seelen, liebe, stephenie meyer, dystopie, fantasy

Seelen

Stephenie Meyer , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 912 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2011
ISBN 9783551310361
Genre: Jugendbuch

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662 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

drachen, talon, fantasy, julie kagawa, drachenherz

Talon - Drachenherz

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.01.2016
ISBN 9783453269712
Genre: Jugendbuch

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(746)

1.398 Bibliotheken, 16 Leser, 5 Gruppen, 122 Rezensionen

dystopie, liebe, ich fürchte mich nicht, tahereh mafi, jugendbuch

Ich fürchte mich nicht

Tahereh H. Mafi , Mara Henke
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.07.2014
ISBN 9783442478491
Genre: Jugendbuch

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(2)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

heyne, zauberer, magie, magier, fantasy

Die Feuer von Anasoma

Mitchell Hogan , Michael Siefener
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453318137
Genre: Fantasy

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(493)

1.145 Bibliotheken, 19 Leser, 2 Gruppen, 179 Rezensionen

drachen, talon, fantasy, liebe, julie kagawa

Talon - Drachenzeit

Julie Kagawa ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2015
ISBN 9783453269705
Genre: Jugendbuch

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1.083 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 161 Rezensionen

dystopie, mördergen, sophie jordan, infernale, jugendbuch

Infernale

Sophie Jordan , Ulrike Brauns
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785581674
Genre: Jugendbuch

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

dystopie, virus, clans, chris weitz, young world

Young World - Nach dem Ende

Chris Weitz , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423761376
Genre: Jugendbuch

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

historischer krimi, edinburgh, schottland, historischer roman, englische autoren

Die Schatten von Edinburgh

Oscar Muriel , Peter Beyer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.02.2017
ISBN 9783442485055
Genre: Krimi und Thriller

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277 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 89 Rezensionen

dystopie, new york, clans, seuche, jugendliche

Young World - Die Clans von New York

Chris Weitz , ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.09.2015
ISBN 9783423761215
Genre: Jugendbuch

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

fantasy, piraten, biomanten, diebe, abenteuer

Empire of Storms - Pakt der Diebe

Jon Skovron , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.02.2017
ISBN 9783453317857
Genre: Fantasy

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Helden der City

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei Arena, 11.03.2016
ISBN 9783401508948
Genre: Kinderbuch

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106 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

sara shepard, thrille, the amateurs, theamateurs, lying game

THE AMATEURS - Wer zuletzt stirbt

Sara Shepard , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.02.2017
ISBN 9783570311301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dies ist Shepards vierte Reihe, die im Deutschen veröffentlicht wird. Das Cover des Romans macht wie bei ihren anderen Romanen gewohnt einen eher heiteren, mädchenhaften Eindruck. Was Pralinen nun mit dem Buch zu tun haben, bleibt letztendlich aber leider ungeklärt. Der Klappentext bringt den Inhalt recht gut auf den Punkt, verdreht aber auch ein bisschen die Tatsachen und rückt den Fokus auf die Gemeinsamkeit der Vorfälle etwas zu sehr in den Vordergrund. Denn diese Erkenntnis ergibt sich erst ganz zum Schluss und somit wird der Clou bereits vorweggenommen.

Der Einstieg ins Buch war für mich etwas schwerfällig, was aber nicht an der Handlung, sondern an den speziellen Charakteren liegt. Aber sobald man dann einmal drin ist, liest es sich sehr zügig. Wirklich überzeugen konnte mich die Handlung dennoch nicht. Spannung kommt eigentlich nie auf. Die Jugendlichen forschen ein bisschen nach, verrennen sich und bekommen dann zufällig immer die richtigen Tipps. Es gab einen Moment, bei dem ich wirklich mitgefiebert hatte, aber da wurde dann leider das Potenzial verschenkt. Schon recht früh zeichnet sich dann auch ab, was hinter dem Mord stecken könnte und wird schon fast etwas klischeehaft dargelegt. Keine spannenden Überraschungsmomente. Das könnte daran liegen, dass der Schwerpunkt der Geschichte fast ein bisschen zu sehr auf den Liebesbeziehungen liegt, die sich hier anbahnen. Die waren zwar überwiegend überzeugend, aber nehmen sehr viel Platz ein und wirken dadurch fast wieder etwas erzwungen, um sich mit der Haupthandlung zu verhaken. Auch wird sehr wenig ausgeführt und erklärt. Hinweise werden kurz aufgegriffen und wieder verworfen. Dank dem Klappentext habe ich zudem darauf gewartet, dass sich ein Zusammenhang zwischen den Morden ergibt, aber das kommt ja erst ganz am Ende. Letztendlich habe ich deutlich mehr erwartet.

Die Charaktere an sich sind alle recht sympathisch, wenn man erst einmal warm mit ihnen geworden ist, selbst mit ihren Macken, aber bleiben trotzdem eindimensional. Im Mittelpunkt der Handlung steht natürlich die junge Aerin, die im Grunde ein typisches Upperclass Mädchen mimt. Ihr Counterpark ist die schlaue Seneca, die sich nichts aus Partys und Kleidern macht. Ein bisschen erinnert hat sie mich dabei an Spencer aus der Pretty Little Liars-Reihe. Dann gibt es da noch Maddox, der wiederum ein angesagter Typ in der Umgebung und zudem sehr sportlich ist. Im Großen und Ganzen also eine bunte Mischung aus allem. Auch die anderen Mitglieder der Amateur-Gruppe ergänzen das Team sehr gut. Trotzdem lernt man sie kaum näher kennen.

Der Schreibstil ist in dieser Reihe deutlich erwachsener und ausgereifter als zum Beispiel in der Pretty Little Liars-Reihe. Dies passt auch dazu, dass die Protagonisten schon deutlich älter sind und teilweise bereits studieren. Auch fließen hier wieder einige jugendliche Begriffe ein, aber es ist nicht so dominant, dass es auffällig wäre. Ansonsten war es wie bei Shepard üblich leicht zu lesen, ohne sperrige Beschreibungen und dafür mit vielen Dialogen.

Der erste Band der „The Amateurs“-Reihe birgt auf jeden Fall eine gewohnt verstrickte Handlung mit vielen Geheimnissen, die ans Licht kommen. Trotzdem muss ich persönlich sagen, dass bereits in diesem Band viel Potenzial verschenkt wird. Zum Beispiel wird auf die Homepage „Offener Fall“ im Laufe des Romans kaum Bezug genommen, obwohl da alles seinen Anfang hatte. Auch ist alles sehr durchschaubar, allein dadurch, dass viele Hinweise verworfen werden. So hat man einen sehr geradlinigen Weg, um den Schuldigen zu finden und kommt der Person dann auch weit vor dem Ende auf die Spur. An und für sich ist der Roman aber eine interessante Einleitung in die neue Reihe, die sich ja vielleicht noch steigern kann.

Fazit:
„Wer zuletzt stirbt“ kann mit Shepards bekannteren Romanen leider nicht ganz mithalten, hat aber dennoch eine interessante Handlung, die viel Potenzial birgt. Zudem richtet sich der Roman hier eher an jugendliche Erwachsene und behandelt nebenbei Themen wie College oder Stipendien.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5 

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(170)

329 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

dystopie, überleben, liebe, erde, science fiction

Die 100 - Heimkehr

Kass Morgan , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2016
ISBN 9783453270718
Genre: Kinderbuch

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(255)

458 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

dystopie, erde, liebe, überleben, weltall

Die 100 - Tag 21

Kass Morgan , Michaela Link
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.10.2015
ISBN 9783453269507
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zweite Band der „Die 100“-Reihe wirkt ein bisschen wie ein Übergangsroman. Im Vergleich zum ersten Band ist dieses Buch viel ruhiger und passiert eigentlich nur in Glass' Perspektive etwas wirklich Dramatisches. Die erneuten Enthüllungen an sich waren wirklich interessant, allerdings war es enttäuschend, dass eine ganz besonders ernüchternde Enthüllung am Ende einfach unter den Tisch gekehrt wird, obwohl es erst als Hindernis gesehen wurde. Auch schade fand ich, dass Wells ein paar Zusammenhänge erkannt hat, die dann auch erstmal völlig unter den Tisch fallen, obwohl es eigentlich drängend wäre. Die Liebesgeschichten wurden hier leider wirklich auf den Gipfel getrieben. Es geht einfach viel zu schnell, obwohl es sich zumindest zwischen Bellamy und Clarke ursprünglich sogar ganz gut entwickelt hatte. Jetzt, wo kein Dritter im Weg steht, scheinen sie allerdings alle Hemmungen über Bord zu werfen. Und auch die andere kleine Liaison, die sich hier entwickelt, war zwar an und für sich nett eingefädelt, kann aber nicht überzeugen und wirkt irgendwie nur gekünstelt. Quasi um der Handlung willen. Zudem muss man sagen, dass dadurch wieder viel Platz für vorantreibende Handlung vergeudet wird. Die Gedanken der Charaktere und ihre Handlungsweise sind aber so weit nachvollziehbar. Trotzdem schwächelt der zweite Band leider mit seiner ruhigen Art. Serienfans dürften diesen Band besonders kritisch betrachten, da Buch und Serie hier kaum zu vergleichen sind und das Buch neben der Serie gleich noch ereignisloser wirken mag.

Fazit:
„Die 100 – Tag 21“ führt die Geschichte um die hundert Jugendlichen mit neuen Geheimnissen weiter, mangelt dabei aber an Spannung und lässt aufregende Handlung vermissen, die nur in Maßen geboten wird.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3/5
Schreibstil: 4/5

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(465)

835 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

dystopie, erde, die 100, kass morgan, liebe

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Noch vor den Büchern der Autorin wurde bereits die dazugehörige Serie „The 100“ ausgestrahlt, die allerdings in vieler Hinsicht gänzlich andere Wege geht. Ich persönlich bin eine leidenschaftliche Zuschauerin der Serie und war deshalb natürlich auch auf das Buch sehr gespannt, um das sehr schnell verschiedene Gerüchte und Kritikpunkte kursierten. Einer dieser Kritikpunkte betrifft auch das Cover des Romans. An und für sich sehe ich kein Problem darin, die Schauspieler der Serie aufs Cover zu packen, allerdings werden hier drei Charaktere gezeigt, die im Buch gar nicht vorkommen, wodurch andere wichtige Charaktere vernachlässigt werden, die dafür eben nicht in der Serie auftauchen. Das finde ich etwas unglücklich gewählt. Der Klappentext wiederum erzeugt Spannung und verrät dabei nicht zu viel.

Die Idee hinter dem Buch ist auf jeden Fall sehr originell und spannend. Hundert Jugendliche werden auf die Erde geschickt und kämpfen dort ums Überleben. Gleichzeitig gibt es aber auch noch Probleme im Weltall. Dabei verfolgt der Leser die Perspektiven von Clarke, Bellamy, Wells und Glass. Gerade die Spannung baut sich im Buch mit der Zeit auf. Es gibt viele dunkle Geheimnisse, die langsam über Rückblicke aufgedeckt werden. Dabei ist ein Geheimnis entsetzlicher als das andere. Generell ist das Buch sehr dramatisch gehalten und schafft es damit sogar mit den verschiedenen Geheimnissen das Niveau der Serie zu halten, die ja selbst auch regelmäßig mit Schockern aufwartet. Gerade die ganze Welt und Gesellschaft finde ich sehr nachvollziehbar. Die Liebesgeschichten fand ich überwiegend gut verwoben, allerdings ging mir manches etwas zu schnell. Außerdem wurde der Fokus dadurch manchmal etwas zu sehr vom Wesentlichen verschoben. Als Seriengucker fand ich das Buch sehr erfrischend, da es seinen eigenen Weg geht.

Die Perspektivträger sind alle recht sympathisch. Zum einen haben wir die junge Arztauszubildende Clarke, dann den Sohn des Kanzlers, Wells. Außerdem gibt es noch Glass, beste Freundin von Wells und Upperclass-Mädchen. Und dann ist da noch Bellamy, der es schon immer schwer im Leben hatte. Sie alle haben eine sehr ausgefeilte Vergangenheit, die Stück für Stück ans Licht kommt und den Charakteren Kanten und Ecken gibt. Wells mochte ich nicht ganz so sehr, aber das liegt einfach am den Handlungszusammenhängen und seiner Art zu denken.

Der Schreibstil ist leicht lesbar und es gibt viele schöne Beschreibungen im Laufe des Romans. Etwas gestört hat allerdings, dass die Autorin des Öfteren Namen vertauscht hat. Gerade in Glass‘ Perspektive findet man immer wieder stattdessen „Clarke“, was nach dem fünften Mal dann doch langsam bedauerlich ist. Einmal ist keinmal, aber hier reißt es einen immer wieder aus dem Lesefluss und nervt einfach nur.

Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen. Zum einen bin ich ein großer Fan der Serie und habe mir deswegen vom Buch viel erhofft. Gleichzeitig kamen wir schon die verschiedensten Kritiken zu Ohr, wegen derer ich auch so lange unschlüssig war, ob ich den Roman überhaupt lesen soll. Im Nachhinein hat es sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Geschichte, die Kass Morgan erzählt, ist auf seine eigene Art interessant und intensiv. Dabei gehen die Handlungsstränge einen völlig anderen Weg und zudem hat man hier auch mehr das Gefühl, dass sich alles wirklich so zugetragen haben könnte, da es teilweise erbarmungsloser ist, aber auch besser erklärt wird.

Fazit:
„Die 100“ ist ein interessanter und spannender Roman für Dystopie- und Weltuntergangsliebhaber. Neben viel Drama, Action und schockierenden Enthüllungen können auch die Charaktere und die kleinen Liebesgeschichten überzeugen.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 4/5

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(103)

191 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

thriller, mord, peter swanson, rache, liebe

Die Gerechte

Peter Swanson , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.01.2017
ISBN 9783734103599
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Gerechte“ ist derzeit auf dem achten Platz der Spiegel Bestsellerliste unter der Kategorie „Paperback“ und lässt mit diesem Ranking bereits auf gute Unterhaltung hoffen. Das Cover ist auffallend und schlicht zugleich mit den roten Haaren als Augenmerk, die natürlich auch auf den Inhalt anspielen. Der Klappentext ist meiner Meinung nach ausnahmsweise Mal absolut perfekt. Er verrät nur die Ausgangssituation und stellt provokante Fragen, die neugierig machen.

Dieser Thriller ist von vorne bis hinten wirklich sehr clever und stimmig. Anfangs bieten die etwas langatmigeren Beschreibungen einen langsamen Einstieg, der sich aber spätestens zu Beginn des zweiten Teils des Romans verflüchtigt. Wir tauchen zusammen mit Ted in die Geschichte ein und erfahren alles über die Geschichte mit seiner Frau und gleichzeitig lernen wir auch Lily kennen, die Frau, die Ted Hilfe anbietet. Im Lauf der Geschichte gibt es viele unerwartete Wendungen, die das Blatt noch einmal völlig neu mischen. Generell wird die Thematik des Mordes hier einmal von hinten aufgerollt, denn es geht nicht darum, einen Mord aufzuklären, sondern ihn auszuüben. Und Swanson ist es sehr gut gelungen dabei die Spannung aufrecht zu erhalten, obwohl bis ins kleinste Detail geplant wird. Gerade auch, dass es im gesamten Roman nur durch Dialoge moralische Wertungen zu den Handlungen und Gedanken der Charaktere näher gebracht werden, beweist der Roman eine große Stärke. An manchen Stellen gab es ein paar unnötige Informationen, die man ruhig hätte weglassen können, da für den Plot irrelevant, aber ein bisschen Atmosphäre und Plastizität geschaffen haben. Vor allem das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es noch einmal bitterböse ist und meine Spekulationen zu Beginn unterstützt hat.

Die Hauptfigur der Geschichte ist eindeutig Lily, die im Roman allerdings eine untypische Rolle für eine Protagonistin übernimmt. Das macht sie aber nicht weniger sympathisch. Obwohl sie ein eher ruhiger und distanzierter Charakter ist, lernt man sie schnell zu mögen und schließt sie bis zur letzten Seite ins Herz. Neben Lily gibt es noch eine zweite Erzählperspektive, die sich im Laufe der drei Romanabschnitte abwechselt. Die anderen Charaktere waren alle wie Lily sehr authentisch und vor allem realistisch. Bis auf Kimball, der leider viel zu wenig Platz im Roman hatte, um seinen Charakter entfalten zu können, konnten mich alle Figuren überzeugen, gerade weil sie offensichtliche Macken und Schwächen hatten. Aber auch die Betrachtung der Perspektivträger hat viel beigetragen.

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen mühelos zu lesen. Die Ich-Perspektive war hier keineswegs störend, obwohl zwischen verschiedenen Perspektivträgern hin und her gesprungen wird. Man findet sich aber immer sehr schnell wieder in die neue Perspektive ein. Auch die Rückblenden waren gut gemacht, auch wenn die Perspektivwechsel an sich manchmal ein bisschen die Spannung verdorben haben, weil in einem spannenden Moment auf die andere, eher langweilige Perspektive umgesprungen wird.

Dieser Thriller kann wirklich vom Hocker reißen, auch wenn das kleine i-Tüpfelchen gefehlt hat. Gerade die Wendungen konnten mich absolut überzeugen, da sie kaum vorherzusehen waren. Swanson spielt auf gelungene Art mit seinen Lesern. Gleichzeitig wird Sympathie für die mörderische Protagonistin aufgebaut, die bis in ihre Jugend durchleuchtet wird. Das Thema hat mich von Anfang an fasziniert, aber die Umsetzung des Stoffs war viel besser als erwartet und deckt damit einen neuen, verheißungsvollen Autor auf.

Fazit:
„Die Gerechte“ schafft es mit seiner Vielschichtigkeit und tiefgründigen Charakteren zu überzeugen und bietet mit jeder Seite mehr Spannung, die sich bis zum Ende hin aufbaut. Vor allem aber bietet Swanson hier eine wirklich clevere Umsetzung des Themas.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 4/5

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, mammut, high fantasy, affenland, krieg

Die Soldaten

Tobias O. Meißner
Flexibler Einband: 499 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.03.2011
ISBN 9783492701853
Genre: Fantasy

Rezension:

Leider gibt es „Die Soldaten“ mittlerweile nur noch als Ebook mit gänzlich anderem Cover zu kaufen. Das Cover der Taschenbuchausgabe finde ich persönlich viel ansprechender und atmosphärischer. Das Ebook-Cover erinnert eher an einen Ritter-Roman, während das Originalcover gut den Gruppencharakter von Soldaten hervorhebt. Der Klappentext macht neugierig und bleibt dabei sehr vage. Anders als es hier vielleicht hervorgehen könnte, geht es in dem Buch aber nicht hauptsächlich um einen Krieg, sondern um das Leben der Soldaten.

Als ich diesen Roman begann, war ich mir nicht sicher, was mich erwarten würde. Doch das Ziel des Autors, das er mit seiner Geschichte anstrebt, wird schnell klar. „Die Soldaten“ erzählt wie der Titel schon betont von Soldaten. Wir erleben ihre Ausbildung und Missionen, die sie erfüllen müssen. Den Aufbau fand ich dabei sehr gut, um die Charaktere näher kennenzulernen und sich generell mit dem Land vertraut zu machen. Von der Handlung an sich sollte man nicht zu viel erwarten. Es gibt einen groben roten Faden, der sich hindurchzieht, aber letztendlich liegt der Fokus eben auf den Soldaten und ihr raues Dasein. Dabei kommt es auch immer wieder zum kleinen Scharmützeln und generell wird auch die Ausbildung sehr gut beschrieben. Beeindruckend fand ich, dass es dem Autor gelungen ist, die verschiedenen Charaktere alle zu charakterisieren und dem Leser näher zu bringen, ohne dass es aufdringlich gewesen wäre, obwohl allein die Kompanie aus über einem Dutzend Männern besteht. Gerade das Ende ist vermutlich ein großer Diskussionspunkt. Die einen werden es mögen, die anderen nicht. Für mich persönlich war es genau richtig, auch wenn es nicht viel aufklärt und einiges offenbleibt. Aber genau dieses Ende habe ich aufgrund der Thematik erwartet und wurde nicht enttäuscht. Etwas schade war allerdings, dass es auf den letzten fünfzig Seiten sehr zackig ging und einige Ereignisse fast beiläufig untergegangen sind, auch wenn es noch einmal den Charakter des Romans unterstreicht.

Der anfängliche Perspektivträger des Romans ist Leutnant Fenna, der einem sehr schnell sympathisch wird. Später kommt dann auch noch die Perspektive von Leutnant Gyffs hinzu. Die beiden ergänzen sich im Laufe des Romans sehr gut, da sie verschiedene Ansichten haben, aber dennoch zeigen wie man zusammenarbeiten sollte, wenn man gemeinsam eine Kompanie leitet. Später konnte ich mit Fenna leider nicht mehr ganz so viel anfangen, aber ich bin nicht sicher, ob es vom Autor intendiert ist oder daran liegt, dass Fenna nicht mehr im Vordergrund der Handlung steht. Mehr noch als Fenna und Gyffs lernt man eigentlich die verschiedenen Soldaten kennen. Anfangs wird man etwas erschlagen mit den vielen Namen und Beschreibungen, aber das legt sich schnell und es gab einige Soldaten, die ich richtig ins Herz geschlossen habe. Alles in Allem hat jeder von den Charakteren eine Hintergrundgeschichte, die ihm Authentizität verleiht.

Der Schreibstil war für mich anfangs etwas ungewohnt. Die Dialoge waren auf den ersten Seiten etwas arg abgehackt und umgangssprachlich. Später wirkt es flüssiger und die Umgangssprache passt auch zu den Soldaten. Die Erzählperspektive fand ich später etwas unglücklich, da sich Fennas und Gyffs Sicht teilweise in einem Abschnitt abwechselt, was etwas irritierend war. Generell macht dieses Wechseln aber größtenteils auch Sinn.

Dieser Fantasy-Roman ist bestimmt nicht der beste, den ich je gelesen habe, aber er hat seinen Charme. Die Handlung an sich wird eher angerissen, aber mir gefiel vor allem der Schwerpunkt. Meißner fokussiert hier gezielt auf die Soldaten und nicht auf einen Krieg, der gelöst, oder eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Stattdessen geht es wirklich um das nicht immer faire Leben der Soldaten, dass sich von einem Tag auf den nächsten ändern kann. Beim Lesen hatte ich ein wirklich wohliges Gefühl im Bauch und habe die Geschichte direkt ins Herz geschlossen. Sie hat durchaus ihre Schwächen, gerade wenn man gerne handlungsorientierte Romane liest, aber dieses Buch ist trotzdem auf seine eigene Art besonders.

Fazit:
„Die Soldaten“ überzeugt mit charmanten Charakteren, die im Mittelpunkt der Handlung stehen. Hier geht es nicht um Krieg und Schlachten, sondern um das Soldatenleben mit seinen Höhen und Tiefen. Dieses Buch ist etwas für all jene, die für eine etwas andere Art von Geschichte offen sind.

Gesamt: 4/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Schreibstil: 3/5

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

familie, sehnsucht, sommer, urlaub, italien

Die längste Nacht

Isabel Abedi , Isabel Abedi , Eduardo Macedo , Andreas Steinhöfel
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 27.05.2016
ISBN 9783867422956
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Cover des Hörbuchs ist gleichzeitig schlicht und kreativ gehalten und hat etwas Zauberhaftes an sich. Wer Fantastisches erwartet, wird mit dieser Geschichte allerdings enttäuscht. Dafür ist die Kurzbeschreibung sehr präzise, wenn auch vage, wenn es um die Handlung des Romans geht und macht dadurch neugierig. Was geschah denn in dieser längsten Nacht? Worum geht es überhaupt? Was verbindet Vita mit Luca und seiner Familie?

„Die längste Nacht“ ist ein sehr ernster Roman, und das Tempo der Geschichte dementsprechend auch eher schleichend. Im Endeffekt ist es eine sehr tragische Geschichte, die sich langsam aufbaut. Es wird Stück für Stück enthüllt, bis zum Ende. Ich persönlich finde dabei die erste Hälfte allerdings etwas unglücklich umgesetzt, da bei mir selbst schnell die Luft raus war und die Geschichte auf der Stelle trat. Gegen Ende hin wird der Roman aber einnehmender und man beginnt Zusammenhänge zu erkennen und hat das Gefühl, die Geschichte langsam zu durchschauen. Die Enthüllung an sich war aber eine absolute Überraschung, mit der ich so nie gerechnet hätte. Hut ab für die Autorin. Generell läuft es wirklich darauf hinaus, herauszufinden, was in der einen Nacht passiert ist, die scheinbar alles verändert hat. Das Thema finde ich im Nachhinein wirklich schön, aber dadurch, dass der Roman sich lange Zeit etwas schleppt, wird es nur mäßig spannend und die verschiedenen Charaktere wirken manchmal etwas verrückt.

Die Charaktere fand ich teilweise sympathisch, teilweise auch nicht. Manche wurden etwas intensiver geschliffen, viele weniger. Vita mochte ich eigentlich kaum und konnte mit ihr oft nicht richtig mitfühlen. Trixi wiederum war mir zu schrill, während Danilo anfangs mein erster Pfeiler war. Mit Luca konnte ich absolut nichts anfangen und dementsprechend auch nicht mit der Liebesgeschichte, die hier mit eingewoben wurde. Meiner Meinung nach hätte es die gar nicht gebraucht und sie wurde auch nicht richtig eingebunden, so dass sie mehr abgelenkt und irritiert hat als alles andere. Die Beziehung zwischen Vita und ihrer Mutter fand ich klasse. Das war wirklich schöngeschrieben und konnte mich mitreißen. Ansonsten mochte ich auch Bruno sehr, aber einige wichtige Stützpfeiler der Geschichte blieben für mich blass. Das Was scheint wichtiger zu sein als das Wer.

Den Hauptsprechpart übernimmt im Hörbuch die Autorin selbst, Isabel Abedi. Ihre Stimme fand ich sehr passend zur Geschichte und es ist ihr sehr gut gelungen, den verschiedenen Charakteren Leben einzuhauchen, so dass sie sich alle unterschiedlich angehört haben. Gleichzeitig hat ihr Ton dafür gesorgt, dass die Geschichte nicht zu fröhlich gewirkt hat, sondern genau richtig. Andreas Steinhöfel hatte eher einen kleinen Teil im Hörbuch, der leider der Teil war, bei dem man sich verwirrt fragen musste, wer er ist. Sein Teil hat die Fragen aufgeworfen. Aber er hat die Rolle auch super übernommen und umgesetzt. Gerade auch die eingespielte Musik fand ich oft genial. Als Hörbuch wurde der Roman wirklich ansprechend umgesetzt.

So richtig berühren konnte mich dieses Hörbuch leider nicht. Die Geschichte um Vita und Viagello ist zwar interessant und die Enthüllung am Ende schockierend auf überraschende Art und ich fand das Thema, das hier eingewoben wurde, wirklich toll, aber da hier sehr lange alles im Verborgenen bleibt, konnte ich mich kaum auf die Geschichte einlassen, da die Charaktere anfangs alles sind, was man hat, um sich zu orientieren und mit denen konnte ich ja nicht so sehr sympathisieren. Dafür finde ich trotzdem, dass es ein wirklich schöner, ruhiger Roman ist, der auf besondere Art mit ernsten Themen umgeht.

Fazit:
„Die längste Nacht“ ist eine sehr tiefgründige Geschichte, die sich immer weiter aufdröselt. Obwohl man oft das Gefühl hat, dass man die Handlung durchschaut hat, gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Und die Thematik an sich ist wirklich schön. Wer mal wieder ein etwas gemächlicheres Buch lesen oder hören möchte, ist hiermit gut bedient.

Gesamt: 3,5/5

Inhalt: 4/5
Charaktere: 3/5
Sprecher: 4/5
Hörspaß: 3/5

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fantasy, sklavin, magie, maru, tasil

Die Diebin

Torsten Fink
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.04.2009
ISBN 9783442266319
Genre: Fantasy

Rezension:

Neben der offiziellen Blanvalet-Ausgabe der Romanreihe besitze ich selbst eine ungekürzte Sonderausgabe, die ein anderes Cover besitzt. Generell ist dieses aber vom Stil her genauso gehalten. Daher beziehe ich mir hierbei auf das Blanvalet-Cover und den Klappentext auf der Verlagsseite. Beides finde ich gut gewählt, auch wenn das Cover etwas nichtssagend ist und der Klappentext nach dem Lesen des Romans verheißungsvoller klingt als das Abenteuer letztendlich war.

Das heißt aber keineswegs, dass der Roman inhaltlich nichts zu bieten hätte. Die junge Maru wird von Tasil gekauft und begleitet ihn in eine Stadt, in der Tasil sich Reichtum erhofft und ein Streit zwischen Brüder entbrannt ist. Maru wird dabei zum Spielball, erfährt viel über die politischen Strukturen und muss selbst immer wieder ihren Kopf hinhalten. Durch das Sklavenmädchen, das sich in der Welt selbst kaum auszukennen scheint, kann der Leser schnell anknüpfen und erfährt viel über die Welt, in der die Handlung spielt. Beim Weltenbau legt Fink ein Glanzstück hin und schafft mit dem ersten Band der Trilogie eine authentische Welt. Diese lässt an den Orient denken. Leider lässt die Stärke des Romans – also der Weltenbau – die Handlung in den Hintergrund rücken. Zunächst einmal wird man bereits auf den ersten Seiten mit vielen fremdklingenden Namen konfrontiert, die man sich merken muss. Auch später scheinen Geschichte und Politik wichtiger zu sein als eine spannende, vorantreibende Handlung. Vieles bleibt im Ungewissen. Der Autor scheint es mysteriös zu mögen. Erst spät merkt man, worauf die Handlung in diesem Band hinauslaufen soll und selbst dann ist es nur mäßig spannend, was vor allem daran liegt, dass Maru als Protagonistin nie richtig herausgebildet wurde, sondern immer nur hin- und hergeschickt wird und selbst zwar augenscheinlich nicht ganz unwichtig ist, aber was hinter ihr steckt erfährt man nur indirekt und es scheint bisher keine richtige Bedeutung zu haben. So habe ich das Ende des Bandes auch eher müde belächelt. Auch mit dem Fantasy-Aspekt des Romans konnte ich nur wenig anfangen, da darauf kaum eingegangen wurde. Es gibt zwar einige verstrickte Plotstränge, die sehr clever sind, aber da die Handlung eher vor sich hin tröpfelt, kommen diese kaum zur Geltung.

In dem Roman scheint Maru eigentlich die zentrale Figur zu sein, aber dennoch erfährt man über sie nur wenig bis gar nichts. Sie bildet sich keine richtigen eigenen Meinungen und bleibt eher im Hintergrund. Zudem kommt hinzu, dass sie sehr naiv ist und nicht daraus lernt. Am Ende hatte ich das Gefühl, mehr über fast alle anderen Charaktere zu wissen. Da ist Malk Numur, der schnell in Rage gerät. Tasil, das Schlitzohr, das nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist. Immit Schaduk, der gern die Strippen in der Hand hält. Sie alle werden viel besser charakterisiert und wirken wiederum in sich gut durchdacht, während Maru blass bleibt.

Der Schreibstil passt sehr gut zum Roman und dem Fantasy-Genre. Es gibt zwar öfter ein paar eher umständliche Sätze, aber im Großen und Ganzen gelingt es Fink, seine Welt mit Worten zu zeichnen. Die verschiedenen Orte hatte ich dadurch sehr gut im Kopf. Die Figuren werden leider sehr viel anhand ihrer Herkunft beschrieben, was beim bildlichen Vorstellen nicht sonderlich hilft. Gerade für einen All Age-Roman kann der Autor zwischen einfach Dialogen und ausgeprägten Beschreibungen vermitteln. Am Anfang der Kapitel gibt es außerdem immer einen Satz, der etwas über die Kultur und Geschichte der Akkesch aussagt.

Leider muss ich sagen, dass sich meine Begeisterung für diesen Roman in Grenzen hält. Vieles war mir zu rätselhaft, die Hauptfigur zu blass und hinzukam, dass das Erzähltempo geradezu einschläfernd ist und bis auf die Intrigen, die gesponnen werden, einfach nichts passiert. Fast hat man das Gefühl als wäre eigentlich Tasil der Protagonist. Das Setting an sich war großartig erdacht, wenn auch vielleicht zu intensiv in den Vordergrund gerückt, aber eine richtige Handlung lässt sich kaum erkennen. Nachdem man als Leser auch überhaupt nichts erfährt, wird es irgendwann sehr anstrengend, dem Roman noch weiter zu folgen und das Ende war absolut vorhersehbar. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Folgebände dieses Defizit wieder ausbügeln können.

Fazit:
„Die Diebin“ könnte Leser begeistern, die für einen gut durchdachten Weltenbau und orientalisches Setting brennen. Handlung und Charaktere bleiben dabei aber im Hintergrund.

Gesamt: 3/5

Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Schreibstil: 4/5 

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