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18 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

reformation, historisches, wasserschierling, krimi, cannstatt

Schierlingstod

Simone Dorra
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Silberburg, 01.03.2017
ISBN 9783842520233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schierlingstod ist ein Reformationskrimi, der im Silberburg Verlag herausgekommen ist. Simone Dorra hat ihn geschrieben und erzählt von Bruno von Eberstein, der an Vergiftung stirbt.

 

Sein Essen wurde mit Schierling vergiftet. Der Begriff "Schierling" steht für zwei giftige Pflanzenarten aus der Familie der Doldenblütler:

Gefleckter Schierling Wasserschierling

 

Der gefleckte gehört mit dem Wasserschierling (Cicuta virosa) und der Hundspetersilie (Aethusa cynapium) zu den giftigsten Arten der Doldengewächse. Mit einem Trank aus seinen Früchten oder Wurzeln wurden im Altertum Verurteilte hingerichtet, so zum Beispiel der griechische Philosoph Sokrates.

Der junge Adlige von Eberstein wurde also damit ermordet, aber wer konnte etwas gegen diesen sympathisch dargestellten Menschen haben? Wir befinden uns im Tübingen des Jahres 1550, Valentin Schmieder ist ein protestantischer Theologe und wird beauftragt, dem mysteriösen Todesfall nachzugehen und ihn aufzuklären. Fidelitas unterstützt ihn bei seinen Nachforschungen, die katholische Nonne hilft ihm, dennoch sind die beiden zumindest in Glaubensdingen, nicht immer einer Meinung. Dann verschwindet die Nonne .... und auch Valentin gerät in Gefahr ...

 

Spannend geschrieben und authentisch lebendig in die Zeit  entführend hat mich das Buch kurzweilig und fesselnd unterhalten. Es gibt ja viele Reformationsbücher und -geschichten und -krimis in diesem Jahr, da wir das Jubiläum feiern, ich habe auch schon einige gelesen, da mich diese Zeit einfach interessiert - hier habe ich mich von Beginn bis Ende wohlgefühlt, da mich die Charaktere gefangen genommen haben und die Handlung fesselnd authentisch und lebendig rüber gebracht wurde.

 

kurze Leseprobe zum Schluss:
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Eine Stunde später lag Andres nicht mehr im Stall, sondern in Bärbels Kammer, die sich nur wenige Schritte neben der Küche befand. Barnabas Stöckle, der von Jörg herbeigeholte Medicus, hatte sich trotz der unchristlichen Stunde nicht nur als gelassen und freundlich erwiesen, sondern auch als beruhigend kundig.

 

Die Geschichte ansich ist eine fiktive, dennoch finde ich, dass es der Autorin perfekt gelungen ist, die Zeit der Reformation gekonnt einzubinden und ihre fiktive Handlung glaubwürdig zu platzieren. Rundherum gelungen - ich empfehle das Buch für interessierte Leser !!!

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Tags: historisches, krimi   (2)
 

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Die großen Herrscherinnen und Regentinnen

Barbara Beck
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 21.01.2016
ISBN 9783865399786
Genre: Biografien

Rezension:

Im Zuge meiner Recherchen zum neuen Projekt suche ich ständig nach Literatur zu Frauen der Weltgeschichte, die besonderes erlebt haben.

 

Ich habe ein Buch entdeckt, welches schon gleich zu Beginn mein Interesse geweckt hat. Es gehört zur Reihe marixwissen, ich habe schon weitere Bücher dieser Reihe und war bisher immer zufrieden, daher habe ich auch dieses erworben und möchte euch nun berichten, wie es mir gefallen hat.

 

Die Autorin ist Barbara Beck, die Geschichte studiert hat, Kunstgeschichte und Volkskunde. Sie arbeitet als freiberufliche Historikerin und Autorin für Sachbücher. "Die berühmtesten Frauen der Weltgeschichte - vom 18. Jahrhundert bis heute" ist auch von ihr geschrieben.

 

58 Porträts von Herrscherinnen und Regentinnen sind im Buch vereint - von Galla Placidia bis Margarethe II. Das Buch enthält leider keine Abbildungen der thematisierten Frauen, aber das ist zu verschmerzen, mir ging es vor allem um das Inhaltliche und das ist im Buch wirklich hervorragend zu bewerten, wenn ich das beurteilen kann.

 

Zu jeder der Damen gibt es Geburts- und Sterbedatum vorweg sowie die Stellung, die sie bekleidete. Bei Margarete von Parma z. B. Generalstatthalterin der Niederlande 1559 - 1567, 1580 - 1583.

 

Leseprobe:
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Margarete wurde als uneheliche Tochter von Kaiser Karl V. Ende Juli 1522 im flandrischen Oudenaarde geboren. Sie entstammte einem kurzen Liebesverhältnis des Herrschers mit einer jungen Zofe, Johanna van der Gheynst. Seinen Namen erhielt das kleine Mädchen möglicherweise nach der Tante des Kaisers und damaligen Statthalterin der Niederlande, Margarete von Österreich, an deren Hof das Kind zum Teil auch aufwuchs.

 

Man kann sehr gut die Zusammenhänge verstehen, die familiären und politisch gesellschaftlichen Verbandelungen, weil alles wirklich verständlich und nachvollziehbar beschrieben ist.

 

Wenn man über eine der Frauen im Internet z. B. etwas suchen würde, hätte man eine Unmenge an Informationen, die man sich zusammensuchen kann, vieles doppelt und einiges nicht gefunden. Dieses Buch vereint die Infos, die mir wichtig sind. Kurze und knackige informative Biografien ohne viel Schmu drum herum, genau, das, was ich suchte: PRIMA !!!

 

Zitate sind jeweils fett gedruckt und somit sofort als solche zu erkennen.

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Lucas Cranach der Jüngere (1515-1589)

Barbara Beck
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 20.04.2015
ISBN 9783737402194
Genre: Biografien

Rezension:

Lucas Cranach der Jüngere wird oftmals hinter seinen Vater gestellt. Ich wollte mich gern einmal mit dem Sohn beschäftigen und habe bezüglich der Recherche nach Literatur zum Jüngeren eine Biografie von Barbara Beck entdeckt, die zu einer Reihe gehört, die im Verlagshaus Römerweg der Weimarer Verlagsgesellschaft herausgekommen ist. Ich habe schon aus der Reihe die Biogafie von Ricarda Huch gelesen und auch von Herder und Anna Amalia habe ich die Biografien aus dieser Reihe vorliegen.

 

Mir gefällt, dass

 

Das Buch beginnt mir einer Karte der Stationen, innerhalb derer man Cranach den Jüngeren entdecken kann. Eine Entdeckungsreise auf seinen Spuren in 6 Stationen (Kronach, Lutherstadt Wittenberg, Weimar, Gotha, Schloss Augustusburg und Dessau).

 

Das Buch ist in Vorwort, 16 Kapitel sowie Anhang mit Zeittafel, Eine Entdeckungsreise, Literatur- und Personenverzeichnis und Bildnachweis gegliedert.

 

Leseprobe:
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Ein echter Wittenberger

 

Als Lucas Cranach d.J. am 4. Oktober 1515 im väterlichen Wohnhaus am Markt 4 in Wittenberg geboren wurde, erlebte die Elbestadt gerade ihre größte Blütezeit. Wittenbergs Aufstieg zu einer prosperierenden Residenz- und Universitätsstadt hatte schon bald nach dem Regierungsantritt des sächsischen Kurfürsten Friedrich III. des Weisen im Jahr 1486 seinen Anfang genommen. ...

 

Ich finde besonders auch, neben den verständlich informativen und lebendigen Texten den Einklang zwischen Text und Bild sehr positiv.

 

Es ist schön, dass man nicht "nur" die Biografie des Jüngeren erlesen kann, sondern auch seine Zeit und die Orte, innerhalb derer er gelebt und gewirkt hat sowie seine Zeitgenossen und Wegbegleiter thematisiert werden.

 

Absolute Empfehlung

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koblenz, preußen, 19. jahrhundert, coblenz, verrat

Die Festung am Rhein

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175192
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Festung Ehrenbreitstein wurde von 1817 bis 1828 erbaut, wir feiern also dieses Jahr Jubiläum bezogen auf den Beginn des Baus. 200jähriges Jubiläum, dass Koblenz Festungsstadt ist. Die Autorin Maria W. Peter hat dazu einen überzeugend spannenden und authentischen historischen Roman mit wahrem Hintergrund und fiktiven Elementen geschrieben und mich damit vollkommen überzeugt, kurzweilig spannend unterhalten und gefesselt.

 

Das 19. Jahrhundert und Rhein sowie Mosel werden lebendig.  Das Buch beginnt mit Karten zur Rheinprovinz um 1818 sowie Coblenz in den 1820er Jahren. Es ist gegliedert in fünf Teile sowie Nachwort, Glossar mit Begriffserklärungen, den Figuren der Handlung, den historisch belegten Personen und Reisetipps "Auf den Spuren der Hauptcharaktere".

 

Wir befinden uns im Buch im Coblenz des Jahres 1822. Die Preußische Festung ist im Bau. Geheime Baupläne verschwinden spurlos und Franziskas Bruder wird wegen Landesverrats verhaftet. Ihm wird zur Last gelegt, dass er die Pläne den Franzosen verkauft hat. Der Vater der beiden war ein Offizier in Napoleons Armee. Franziska verlässt sich auf Rudolf Hartens Hilfe. Sie möchte den wahren Täter finden und dabei .....

 

Mehr verrate ich nicht !!!!

 

Leseprobe:
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Henriette von Rülow schnupperte, dann nippte sie daran, schließlich verzog sie das Gesicht zu einer Schnute. "Heute ist Zeit für etwas mehr Wumm im Becher."

Noch bevor Franziska verstand, was ihre Herrin damit meinte, war diese bereits zu ihrem Sekretär geschwebt, hatte mit einem leisen Knacken eines der Gefächer aufgeschlossen und eine Flasche mit einer dunklen Flüssigkeit hervorgeholt. ...

 

Der Roman ist durchweg spannend und mit dichter flüssig zu lesendem Inhalt für mich komplett positiv zu bewerten. Die fiktive Geschichte wird perfekt und vor allem glaubwürdig mit der wahren Verbunden, ebenso ist es mit den Charakteren, die mir in ihrer Entwicklung und Darstellung sehr gut gefallen haben. Es passt alles perfekt zusammen, ich nehme der Autorin die komplette Handlung so ab, wie sie sie klug konstruiert hat. Die Spannung wird von Beginn an aufgebaut und bis zum Schluss gehalten, ja ständig weiter ausgebaut.

 

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, ich habe das Buch schwer aus der Hand legen können und möchte daher gern absolute Leseempfehlung aussprechen. Für an der Historie der Festung Interessierte und für Historikfans überhaupt ein Leckerbissen. Kurzweilig spannende Unterhaltung mit ein Stück weit auch Wissensvermittlung, perfekt. Rundherum gelungenes Romanprojekt. Gern mehr von der Autorin !!!

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Mark Twain in München

Michael Klein
Buch: 70 Seiten
Erschienen bei Morio, 01.03.2015
ISBN 9783945424131
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mark Twain war im Winter1878 bis 1879 in München. Der damals 43-Jährige war schon berühmt. Seine Abenteuer von Tom Sawyer wurden vielfach gelesen. Er wollte einfach besser Deutsch sprechen und verstehen lernen und die Sehenswürdigkeiten Münchens erkunden. Im Sommer 1893 war Twain dann nochmals in München. Beide Aufenthalte hinterließen Spuren im Schriftsteller.

 

Die beiden Aufenthalte sind in Band 16 der Reihe "Stationen" aus dem Hause des Morio-Verlages zu Mark Twain in München beschrieben. Das Büchlein betrachte ich als Lesebuch zu Twain in München. Es ist mit zahlreichen wundervollen Aufnahmen versehen, die Twain und seine Wegbegleiter in München zeigt. Illustrationen aus Büchern und Abbildungen von Erstausgaben usw. runden das für mich rundherum positive Bild des Büchleins noch zusätzlich ab.

 

Die Texte und Fotos ergänzen sich prima und bilden eine Einheit. Textliche Beiträge sind sehr informativ und verständlich geschrieben. Er machte mir große Freude und war eine Bereicherung, dieses Buch zu lesen. Ich mag die Reihe sehr, man erfährt viel zu den beschriebenen Personen und auch zu den Orten, in denen sie sich zu einer bestimmten Zeit aufhielten.

 

Ich spreche nur allzu gern eine Empfehlung aus, dieses Buch zu lesen, wenn man sich für Twain und Biografien interessiert.

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historischer roman

Die Schattenjägerin

Martina Kempff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ammianus, 01.03.2017
ISBN 9783945025628
Genre: Historische Romane

Rezension:

Da ich mich momentan mit Frauenschicksalen beschäftige, habe ich mir von Martina Kampff "Die Schattenjägerin" vorgenommen, ein Buch über das Schicksal der Jakoba von Bayern.

 

Im Ammianus-Verlag sind noch zwei weitere Bücher der Reihe von Martina Kempff rausgekommen. "Die Marketenderin" und "Die Rebellin von Mykonos" - die beiden werde ich demnächst lesen.

 

Einführend sieht man ganzseitig eine Karte des Machtbereichs des Hauses Burgund von 1404 - 1419.

 

Es handelt sich um einen historischen Roman, der von Jakoba von Bayern erzählt, die in politische Machenschaften gerät. Ihre Verwandten wollen sich ihre Besitztümer aneignen. Wir befinden uns noch im Mittelalter, aber es ist die Zeit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, also ausgehendes Mittelalter.

 

Die Autorin lässt die Zeit lebendig werden, sie schreibt sehr authentisch und überzeugte mich von Beginn bis Ende der Geschichte mit ihren detaillierten und lebendigen Schilderungen der Szenen, mit der Spannungsintensivtät und glaubwürdig konkreten Darstellung der gesamten Handlung und der Entwicklung der Charaktere innerhalb der Handlung.

 

Die handelnden Personen sind im Vorfeld aufgelistet. Im im Anschluss an die Handlung befindlichen Kapitel "Spurensuche" gibt es einen doppelseitigen Stammbaum, das Nachwort zur überarbeiteten Neuauflage mit Begriffserklärungen aufgemacht wie ein kleines Lexikon sogar mit Fotografien. Gefällt mir sehr gut !!!

 

Die Geschichte insgesamt hat mich überzeugt, in ihrer Struktur klug angelegt und extrem spannend wirklichkeitsnah geschrieben. Die Schreibweise passt perfekt zur Zeit, sodass man sich als Leser sofort wohl fühlt und eintauchen kann in die Handlung. Ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, was ein Zeichen ist, dass mich das Buch gefesselt hat. Wirklich gelungen !!!  

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Tags: historischer roman   (1)
 

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krankheit als schuld, politische gefangene, deutsche außenpolitik, kolonisationsprojekt, masaker

Colonia Dignidad

Friedrich Paul Heller
Flexibler Einband
Erschienen bei Schmetterling Stuttgart, 15.03.2016
ISBN 9783896576187
Genre: Sachbücher

Rezension:

Neulich hatte ich einen Film gesehen über das Folterlager und erinnerte mich wieder des Buches, welches ich vor einiger Zeit gelesen hatte.

 

Ich habe es noch einmal zur Hand genommen und möchte euch nun davon berichten.

 

Es geht unter die Haut, ist kein Buch, welches man mal so zur Unterhaltung liest, sondern eines, welches nachdenklich zurück lässt.

 

Mitte der 70er Jahr wurde die Sektensiedlung Colonia Dignidad bekannt und geriet unter Verdacht, als Folterschule zu dienen und außerdem in illegale Waffengeschäfte verwickelt zu sein. Es war die Zeit der chilenischen Diktatur unter Augusto Pinochet. Sektenchef war Paul Schäfer, der der körperlichen und seelischen Gewalt sowie des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt wurde.
Friedrich Paul Heller (allias Dieter Maier) schrieb dieses mir vorliegende Buch "Colonia Dignidad. Von der Psychosekte zum Folterlager" und fasste damit  Anfang der 90er Jahre die wesentlichen Vorwürfe zusammen. Er hinterfragt, belegt und zeigt auf. Auch wird die einstige deutsche Außenpolitik und Justiz "angegriffen", die - so ist belegt, diese Sekte in gewähren ließ. Sehr ausführlich und detailliert stellt Heller alles dar, was mit Colonia Dignidad damals, als die Militärdiktatur herrschte, in Zusammenhang steht.

 

Das Buch ist mit einer Einleitung versehen, die erklärt, was überhaupt die Colonia Dignidad ist. Es ist in drei Teile gegliedert. Anschließend gibt es das Kapitel mit den Dokumenten und Zeugenaussagen sowie Anmerkungen und das Nachwort zu dieser zweiten - aktuellen - Auflage.

 

Dem Buch sind Bilder beigefügt, die die erhellenden Texte noch zusätzlich untermalen.

 

Ich fand es extrem interessant, dieses Buch zu lesen, man merkt, dass der Inhalt komplex recherchiert wurde, dass hier jemand schreibt, der weiß, wozu er sich äußert, dass das nicht mal so daher geschrieben ist, sondern belegt und detailliert hinterfragt.

 

Es ist keine Anklage, sondern eine Aufarbeitung und auch unbedingt eine Information.

 

Mir hat die Lektüre sehr viel gegeben, Infos zur Thematik und Material, um mich noch weiter damit zu befassen. Obwohl eigentlich Sachbuch, haben sich die Seiten zwischen den Buchdeckeln sehr angenehm lesen lassen, flüssig und überhaupt nicht trocken.

 

Absolute Empfehlung !!!

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krimi

Das Geheimnis des Poeten

Guido Dieckmann
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632353
Genre: Historische Romane

Rezension:

der Roman entführt uns im ersten Kapitel in das historische Weimar im August des Jahres 1797. Gleich steigen wir mit einer spannend authentischen Szene in die Handlung ein. Im Vorfeld gibt es einen knackigen Prolog, der im Padua (Italien) des Jahres 1887 angesiedelt ist. Die Handlung ist fiktiv. Es gibt allerdings neben den fiktiven Elementen die wirklich und wahrhaftigen Personen, die gelebt haben und eine Rolle im Roman spielen (z. B. Christian August Vulpius oder Goethe. Das Buch ist in 32 Kapitel gegliedert und hat mich von Anfang bis Ende gefangen genommen.

Dieckmanns Schreibstil gefällt mir ausnahmslos gut, er hat mich mit diesem historischen Krimi mit Weimarer Milieu absolut überzeugt. Atmosphärisch dicht und extrem spannend und glaubwürdig klug aufgebaut war ich vollkommen in der Handlung gefangen, konnte mich von Anfang bis Ende identifizieren und hinein versetzen.

Christian Vulpius steckt in Schwierigkeiten. Er hat Schulden und ob er selbst als Schriftsteller arbeiten kann, ist auch im Unklaren. Christiane ist Christians Schwester, sie ist mit keinem Geringeren als Goethe zusammen. Es geht hier um einen Roman um einen Räuberhauptmann, den Goethe plant und Christian sich seiner bedienen möchte, dann aber werden ihm diese Bücher, die er Goethe entwendet, gestohlen. Dann passiert auch noch ein Mord. Angeblich soll alles mit einer Urkunde zusammenhängen, die in Goethes Haus sein soll.

Ein gefährliches Spiel beginnt ....
Mehr möchte ich nicht verraten.

Stimmung ist verschwörerisch, das kommt im Krimi sehr gut rüber und auch die damalige Zeit wird lebendig, gefällt mir ausgesprochen gut.

Ich empfehle das Buch aufs Äußerste !!!

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Tags: krimi   (1)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

berlin, obdachlos, verwirrung, keuschheit, experimentell

Isabel

Feridun Zaimoglu
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.10.2015
ISBN 9783596032006
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe den Autor auf der Buchmesse in Leipzig getroffen. Es war ein unvergessliches Erlebnis. "Isabel" hatte ich vorher schon gelesen und möchte nun meine Gedanken zum Buch zusammenfassen.

 

·  Taschenbuch: 240 Seiten

·  Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3596032008

·  ISBN-13: 978-3596032006

·  Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 1,4 x 19 cm

 

PREIS: 9,99 Euro

 

Die Geschichte ist eine Geschichte einer geendeten Liebe, der von Isabel, die ihren Freund verlässt, um ihr Leben neu zu gestalten. Dann ist da noch Marcus, der aus dem Krieg zurück kehrt. Die beiden lernen sich kennen. Es sind die menschlichen Beweggründe, die der Autor thematisiert.

 

Das Buch umfasst "nur" 236 Seiten, dennoch hat es soooo viel Inhalt, der auf den Punkt - und an Stellen, wo man es sich als Leser wünscht, detailliert - dargestellt ist. Durchweg ist Spannung gegeben und man kann sich sehr gut in die Gefühlswelt der Charaktere hinein versetzen. Zaimoglu schreibt literarisch interessant und lebendig fesselnd. Er greift seine fiktiven Charaktere so auf, dass man sie dem Autor abnimmt, meint, genauso müsse es passiert sein. Er geht in die Tief ohne langatmig zu werden und hat mich mit diesem Buch - mit dieser Geschichte - zu 100 Prozent überzeugt.

 

Randfiguren einer Gesellschaft nach dem Krieg - offen und auch mal ungemütlich dargestellt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, sowohl vom literarischen Stil als auch vom Inhaltlichen.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

reformation, lebensschicksal, volksheld, luther, ablasshande

Luther

Guido Dieckmann
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746632995
Genre: Biografien

Rezension:

Dieses Buch ist eine der sehr guten Luther-Romanbiografien, ich habe schon einige gelesen, weil mich Luther, sein Leben und Wirken und seine Zeit sehr interessieren. Daher kann ich vergleichen und sagen, dass mir die Art und Weise, wie der Autor Luther darstellt, sehr gut gefallen hat.

 

Sehr flüssig zu lesen hat mich das Buch von der ersten Seite an gefangen genommen und bis zur letzten gefesselt.

 

·  Taschenbuch: 373 Seiten

·  Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (17. Februar 2017)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3746632994

·  ISBN-13: 978-3746632995

·  Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 3,2 x 19 cm

 

PREIS:

 

Man liest und dieser Tage sehr viel über Luther und die Reformation. Das mir vorliegende Buch beschäftigt sich romanhaft mit dem Leben des Reformators, hat mir ausnahmslos gut gefallen, wie Dieckmann es darstellt. Er schreibt fesselnd, schreibt offensiv, aber auch tiefgründig berührend, schreibt informativ und lebendig. Man fühlt sich in die Zeit Luthers hinein versetzt und kann ihn und seine Wegbegleiter vor dem geistigen Auge sehen.

 

Schon viel wurde Luthers Leben und Wirken beschrieben, diese Biografie ist eindeutig eine der besseren. Sie hat mich vollkommen überzeugt - ist rundherum stimmig und inhaltlich topp recherchiert.

 

Man kann innerhalb des Geschriebenen sehr gut Luthers Beweggründe und seine Gedanken und Gefühle nachempfinden. Er wird sehr lebendig dargestellt. Die Reformation wird sozusagen noch einmal zum Leben erweckt und auch seine Beziehung zu Katharina Bora, die Heirat usw. - sehr ausführlich und an keiner Stelle langatmig.

 

Empfehlung !!!

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krimi, entführung, spanien, kriminalroman, monteperdido

Monteperdido – Das Dorf der verschwundenen Mädchen

Agustín Martínez , Lisa Grüneisen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2017
ISBN 9783596036585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Pyrenäen sind Handlungsort. Wir befinden uns in einem Bergdorf namens Monteperdido. Vor fünf Jahren verschwanden zwei Mädchen, eines, Ana - jetzt 16jährig - taucht in einem in eine Schlucht gestürzten Auto wieder auf. Lucia bleibt verschwunden. Ana ist total verstört und nicht ansprechbar.

 

Es ist eine düstere Stimmung, die mich gleich zu Beginn umfing, düster und lebendig fesselnd. Die Einwohner Monteperdidos sind allesamt irgendwie verbandelt. Das macht das Ganze nicht gerade einfacher, auch, wenn es nicht leicht ist, die Gemeinschaft zu durchdringen. Außenstehend erst einmal ist Sara Campos, die Kommissarin aus Madrid, die mit ihrem Chef Santiago Bain gemeinsam mit der regionalen Polizei nun versuchen, den Fall zu lösen. Damals hatte man wohl Fehler gemacht, als die Mädchen verschwanden, die sollen nun ausgemerzt werden, aber ....

 

Die Atmosphäre, die über der Geschichte schwebt ist verstörend und dunkel. Es werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die mich an die Handlung fesselten. Ich finde, dass der Autor die handelnden Charaktere sehr interessant beschrieben hat. Auch die Szenen sind authentisch lebendig dargestellt. Auch werden die ganzen Verbandelungen innerhalb der Bewohner dieses Dorfes sehr aufschlussreich dargestellt, was mir gut gefallen hat. So kann man sich die ganze Sippe gut vorstellen und warum sie so und nicht anders ticken.

 

Leseprobe:
========

 

Als Montserrat das Haus verließ, prasselte der Regen  auf sie ein. Mit gesenktem Kopf rannte sie durch den Vorgarten zu Raquels Grundstück und klingelte. Sie hoffte, dass Raquel öffnen würde, aber als die Tür aufging, stand Burgos vor ihr. Der Polizist telefonierte gerade mit dem Handy und bedeutete ihr, zu sagen, was sie wollte. ...

 

Ende ist überraschend und sehr gut gemacht. Mich hat das Buch  von Anfang bis Ende überzeugt. OK, man muss sich reinlesen, aber ich konnte mich von Anfang an für die Geschichte begeistern und erwärmen, Charaktere und Handlung sind glaubwürdig geschrieben und lebendig geschildert.

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

liebe, italien, aprikosen, urne, erbe

Aprikosenküsse

Claudia Winter
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.02.2016
ISBN 9783442483907
Genre: Liebesromane

Rezension:

Unsere Hauptperson ist eine junge Frau, die als Foodjournalistin ihren Lebensunterhalt verdient. Hanna ist eigentlich glücklich, aber ... Sie hat eine Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt bekam. Zu allem Unglück bekommt Hanna die Urne, sodass sie nach Italien reist. Dann lesen wir vom Testament, von einem ganz besonderen Testament ... Noch nach ihrem Tod hat Giuseppa Camini das Ziel, den ungeliebten Enkel Fabrizio zu verheiraten. Diese Idee hält das komplette toskanische Dorf auf Beinen. Was hat Hanna damit zu tun ??? Mehr verrate ich nicht ...

 

Ich fand die Schreibweise für diese Geschichte extrem passend. Man nimmt der Autorin ihre Geschichte ab und kann von Beginn bis Ende darin eintauchen. Es hat echt Freude gemacht, die Geschichte Hannas zu lesen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie ihre Geschichte ausgeht. Die Autorin versteht es, den Leser in die Handlung einzubinden, sie schreibt authentisch und lebendig, stellt ihre Charaktere glaubwürdig dar und schreibt die Szenen, als wäre man dabei, als wären sie so und nicht anders im wahren Leben passiert.

 

Die toskanische Atmosphäre kommt sehr gut rüber und überhaupt passt alles prima zusammen. Ein wirklich gelungener Roman, der sich flüssig lesen lässt, absolute Empfehlung !!!

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661 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

einsamkeit, liebe, verlust, familie, benedict wells

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

Rezension:

Jules und seine beiden Geschwister Marty und Liz erleben eine wohlbehütete Kindheit, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Eigentlich sind die drei total verschieden. Als sie erwachsen sind, nach dem Unfalltod gehen die drei ihre eigenen Wege und verlieren sich aus den Augen, meinen sie, diesen Schicksalsschlag ihrer Kindheit überwunden zu haben. Jules ist zum Träumer geworden - er ist mit Alva befreundet, die allerdings recht geheimnisvoll dargestellt wird. Was verschweigt sie? Die Vergangenheit allerdings bringt alles wieder ins Wanken. Die Geschichte ist sehr emotional und berührend geschrieben und erzählt vom Überwinden von Verlusten, von Einsamkeit und stellt die Frage Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Außerdem ist eine großartige Liebesgeschichte in die nachdenkliche Thematik eingebunden, alles ist perfekt miteinander verwoben, glanzvoll !!!!

 

Leseprobe:
========

 

"Bist zu glücklich?", fragte ich sie.

Irritiert setzte sie den Kopfhörer ab. "Was?"

"Ob du glücklich bist?"

Alva schien erst ausweichen zu wollen ,und ich befürchtete schon, dass die Frage zu direkt war. Dann zuckte sie nur die Schultern ...

 

Dieses Buch des Autors ist das erste, welches ich von ihm gelesen habe. Es hat mich von der Art und Weise, wie Wells schreibt beeindruckt. Er versteht es, den Leser zu fesseln, auf ganz unnachahmliche Art und Weise. Hat mir echt gut gefallen. Ich fand die Handlung dicht und spannend, authentisch und lebendig vermittelt der Autor dem Leser ein Bild, welches glaubwürdig die Charaktere und Szenen schildert. Die Charaktere werden im Lauf der Handlung sehr gut innerhalb ihrer Entwicklung dargestellt. Auch die Szenen sind detailverliebt dargestellt - aber nur, wo man es sich als Leser wegen des besseren Verständnisses wünscht, ansonsten bringt Wells auf den Punkt, sodass keine langatmigen Passagen vorhanden sind, die dem Leser nicht gefallen könnte.

 

Man spürt, dass Wells sich mit der Hintergrundthematik seiner Geschichte beschäftigt und seine Charaktere verinnerlicht hat, das macht das Buch rundherum lesen- und glaubenswert !!!

 

Alles prima - vollste Leseempfehlung.

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232 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

barcelona, spanien, carlos ruiz zafón, zafón, der friedhof der vergessenen bücher

Das Labyrinth der Lichter

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 16.03.2017
ISBN 9783100022837
Genre: Romane

Rezension:

Man könnte es eine Quadrologie nennen: im aktuellen Roman von Carlos Ruiz Zafon werden seine drei Vorgänger: "Der Schatten des Windes", "Das Spiel des Engels" und "Der Gefangene des Himmels" immer wieder aufgegriffen und zu einem Finale gebracht, welches mich positiv überrascht hat.

 

Zafon verknüpft die vier Bücher gekonnt miteinander und schaffte es mit seinem ganz eigenen Erzählstil hoher Qualität, mich wieder einmal komplett zu fesseln.

 

Wir befinden uns im Spanien des Franco-Regimes im Winter des Jahres 1959. Die politischen Polizei erteilt der eigenwilligen Alicia Gris einen Auftrag, der sie von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona führt. Geheimauftrag: Sie soll das überraschende Verschwinden  Minister Mauricio Valls aufklären. Seine Vergangenheit, er war seinerzeit Direktor des Gefängnisses von Montjuïc, tritt hervor. Er ist in Gefahr.  Es geht um  ein geheimnisvolles Buch aus der Reihe "Das Labyrinth der Lichter" und Alicia wird auf diese Weise an ihre eigene Vergangenheit  erinnert und die Buchhandlung Sempere & Söhne, im Zentrum der Stadt.  Sie ist verzaubert von dieser Buchhandlung und denkt an ihr Kindheit. Mehr möchte ich nicht verraten.

 

Dieses Buch ist ein wahrer Höhepunkt für die drei vorangegangenen Geschichten. Meisterhaft versteht es Zafon, seine Leser zu fesseln, sie zu überzeugen und in seinen Bann zu ziehen. Die Idee hätte man nicht besser umsetzen können.

 

Leseprobe:
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Dann werde ich es mit den Lebenden versuchen. Was tust du in Barcelona? Wenn ich mich richtig erinnere, hast du versprochen, nie wieder herzukommen."

" Ein Versprechen, das nicht gebrochen wird, verdient es nicht, so genannt zu werden."

"Und das, was du da hast? Ich dachte immer, du bist ein Buchstabenmensch."

Er deutet auf die Liste mit Zahlen in Vargas' Hand. ...

 

Von Anfang an baut Zafon Spannung zum Zerreißen auf. Er hat mich wieder zu 100 Prozent überzeugt, mehr noch, er hat mich überrascht, weil er die Spannung der ersten drei Bänden mitgenommen und noch weiter ausgebaut hat. Die Charaktere werden bildhaft und detailliert wie die Szenen dargestellt und die Handlung ist extrem dicht. Es passiert ständig etwas, man ist hin- und hergerissen, kann das Buch kaum aus der Hand legen.

 

Das Buch ist übrigens mit einem edlen Lesebändchen versehen.

 

Hat man dieses Buch gelesen, versteht man die drei anderen Bücher erst zu 100 Prozent, ich empfehle unbedingt, der Reihe nach zu lesen, wobei meine Bekannte meint, man könne es auch separat lesen, so sind die Meinungsunterschiede.

 

Beide sind wir jedenfalls zu 100 Prozent vom Buch überzeugt und empfehlen es wärmstens.

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geständnis, lebenslänglich, amerika, verurteilung

Zweimal lebenslänglich

Jens Söring
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426785430
Genre: Biografien

Rezension:

·  Taschenbuch: 416 Seiten

·  Verlag: Knaur TB (4. Oktober 2016)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3426785439

·  ISBN-13: 978-3426785430

·  Originaltitel: NICHT SCHULDIG!

·  Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3 x 18,8 cm


PREIS: 10,99 Euro

 

Mittlerweile 30 Jahre sitzt Jens Söring aus Deutschland in den USA im Gefängnis. Damals war er Student, und er legte ein falsches Zeugnis ab - aus Liebe - um seine Freundin vor der Todesstrafe zu bewahren. Zweimal lebenslänglich bekam er und nun erzählt er in seinem Buch von dem fatalen Fehler, den er begangen hat. ER berichtet von seinem andauernden Kampf um Freiheit und gestattet einen Blick hinter die Kulissen des amerikanischen Haftalltags.

 

Es wird deutlich, wie hoffnungslos seine Lage ist, es wird aber ebenso deutlich, dass er nicht aufgibt, dass er um seine Freiheit noch immer kämpft. Er schreibt mit großer Eindringlichkeit und Tiefgründigkeit von den Jahren in Haft.

 

Leseprobe:
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Selbst heute, nach so langer Zeit, muss ich immer noch an den Abend denken, an dem ich Elizabeth Roxanne Haysom zum ersten Mal sah. Ich wälze die Erinnerungen hin und her - nach mehr als sechsundzwanzig Jahren im Gefängnis ist mir ja nicht mehr viel geblieben außer ein paar Erinnerungen. Jeden Morgen, wenn ich die Augen aufschlage und die dicken Gitterstäbe vor meinem Fenster sehe, muss ich an jenen Abend Ende August 1984 denken: den Abend, an dem mein Absturz begann ...

 

In der Ich-Schreibweise geschrieben geht die Geschichte an die Nieren, sie hat mich beeindruckt zurück gelassen. Sie hat mich gepackt und nicht losgelassen, sie hat mich fasziniert und mich wütend gemacht.

 

Wahnsinn, dass dieser Mensch nicht verrückt wird, er muss eine Kraft und innere Stärke haben, das ist wirklich Wahnsinn. Seine komplette Zukunft, sein Leben hat er sich versaut und genommen, durch ein paar Worte, ein Geständnis für seine damalige Liebe.

 

Man kann intensiv die Gefühlswelt des inhaftierten Autors nachempfinden, so emotional ist das Buch geschrieben, so lebendig und ans Herz gehend. Auch von der sexuellen Hörigkeit bekommt man zu lesen. Die Zusammenhänge sind plausibel geschildert, dennoch bleibt so manche Frage offen. Es ist zwiespältig - ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber lest doch einfach selbst, eines steht fest, das Buch ist lesenswert, wenn man sich für die Thematik interessiert.

Der Autor schreibt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, besonders interessant und aufschlussreich auch die Passagen über den Haftalltag in amerikanischen Gefängnissen.

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schottland, liebe, claudia winter, hochzeit, glückssterne

Glückssterne

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 12.12.2016
ISBN 9783442485437
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich hatte noch kein Buch der Autorin gelesen und Claudia Winter auf der Buchmesse in Leipzig kürzlich durch Zufall kennen gelernt. Nach diesem Kennenlernen habe ich mich zu ihren Büchern belesen und wurde neugierig.

 

"Glückssterne" habe ich mir vorgenommen, und ich möchte nun berichten, wie mir das Buch gefallen hat.

 

Die Themen sind so alltägliche wie: Karriere, Heirat und Kinder. Unsere Protagonistin ist die Anwältin Josefine, die mit beiden Beinen im Leben steht.  Josefines Cousine brennt mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch. Sie hat den legendären Familienring bei sich, den die Braut jeweils während der Trauung tragen soll. Die Großmutter - in ihrem Aberglauben gefangen - verweigert den Ehesegen und so entscheidet sich Josefine, ihrer Cousine in die verregneten Highlands zu folgen. Es kommt, wie es kommen muss, verschiedene Abenteuer warten auf sie und wir lernen den charismatischen Konditor Aidan kennen ....  Ihr Lebensplan gerät ins Wanken.

 

Mir hat dieses Buch extrem gut gefallen, es ist rundherum gelungen, spannend geschrieben, leicht und locker flockig zu lesen, genau das Richtige für den Lesesessel und ein gutes Glas Wein, aber auch gut für den Urlaub und am Strand zu lesen.

 

Leseprobe:
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"Klar stimmt das so, Mister Big Business."

Aidan erhob sich. Er wirkte zufrieden, entschlossen. "Ich wusste gar nicht, dass du eine Cousine in Inverness hast. Bisher dachte ich, deine Familie besteht ausschließlich aus drei Exfrauen und zahllosen Bälgern. ...

 

Geschrieben, als würde es so und nicht anders passiert sein, aus dem Leben gegriffen, authentisch und lebendig werden Charaktere und Szenen dargestellt, die man der Autorin genauso zu 100 Prozent abnimmt. Ich finde die Darstellung der Charaktere in Bezug auf ihre Entwicklung und ihre Handlungen während der Geschichte sehr gut dargestellt, glaubwürdig und nicht künstlich rübergebracht.

 

Alles in allem hat mir diese Geschichte von der Idee und literarischen Umsetzung sehr gut gefallen, ich werde ganz sicher "Aprikosenküsse" auch noch lesen.

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thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

·  Broschiert: 416 Seiten

·  Verlag: Knaur TB (14. März 2017)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3426521083

·  ISBN-13: 978-3426521083

·  Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,5 x 18,8 cm

 

PREIS: 12,99 Euro

 

Fitzek thematisiert in diesem neuen Thriller eine Todeslotterie.
Man sei in der Lage, den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen zu dürfen.
In der „AchtNacht“ - das ist der 8. August jedes Jahres, wird aus allen eingesandten Vorschlägen ein Name gezogen.
Dieser Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet und vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - erwird mit einem Kopfgeld von sage und schreibe zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist im Fall von Fitzeks neuem Thriller kein Gedankenspiel, Sondern bitterer Ernst und fesselt von Beginn bis Ende des Thrillers.
Dieses massenpsychologische Experiment läuft laut Fitzeks Idee völlig aus dem Ruder.
Welcher Name wurde gezogen? Mein eigener ????

 

Extrem geniale Idee und noch bessere Umsetzung. Dieser Thriller hat mich wieder einmal gefesselt, ich muss zugeben: mehr als "Das Paket". "AchtNacht ist einer der besseren Bücher Fitzeks, hier ist er wieder einmal zu Höchstform aufgelaufen. Ich mag all seine Werke, dennoch, dieses ist mal wieder ein Höhepunkt - habe ich innerhalb kürzester Zeit gelesen.

 

Man muss sich echt wundern, wo der Autor diese genialen Ideen herholt. So verrückt kann man doch garnicht sein, dass einem immer wieder diese Knaller einfallen, die dann noch absolut lebendig und glaubwürdig literarisch umgesetzt werden, dass man es dem Autor abnimmt und als Leser meint, genauso müsse es passiert sein.

 

Wirklich exzellente Leistung !!!!

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geschichte

Anmut im märkischen Sand

Christine von Brühl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746633060
Genre: Biografien

Rezension:

Von den Frauen der Hohenzollern erzählt Christine von Brühl in ihrem Roman mit dem Untertitel "Anmut im märkischen Sand"

 

Der Hohenzollern und Preußen stehen in engem Zusammenhang. Diese Dynastie prägte die Geschicke des Landes, wie keine andere. Was erst karg dalag, wurde zu einem imposanten Königreich mit militärischer Macht, aber auch Toleranz. Wissenschaft und Kunst wurden gefördert und so ist noch heute das kulturelle Erbe atemberaubend. Theater, Museen und Schloss- sowie Parkanlagen sind erhalten und erfreuen uns noch immer.

 

In diesem Buch geht es darum, zu erkunden, wie die Frauen der Hohenzollern-Dynastie die Geschicke beeinflussten, welche Ideen sie hatten und wie sie deren Entwicklung vorantrieben.

 

Lebendig geschrieben, hat mich dieses Buch beeindruckt. Wir steigen ein mit einem doppelseitigen Stammbaum der Dynastie, der einen prima Überblick vorab verschafft. Das Buch ist in 16 Kapitel gegliedert, die schrittweise die einzelnen Frauen dieser Dynastie - begonnen mit der großen Kurfürstin Louise Henriette von Nassau-Oranien (1627-1667) bis hin zu Kaiserin ohne Thron Hermine von Reuß ältere Linie (1887 - 1947). Jede Dame ist mit einem Porträt beginnend dargestellt.

 

Die textlichen Beiträge sind sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben, man kann die Personen gut einordnen, ihr Wirken begreifen und in den gesellschaftlich zeitlichen Kontext stellen. Ich finde, dass das Buch nicht wie ein Sachbuch geschrieben ist, sondern romanhaft und doch sachlich - der Spagat ist wunderbar geglückt, so mag ich geschichtlich biografisches Wissen gern aufnehmen. Hat wirklich Freude bereitet, dieses Buch zu lesen und mir viele Eindrücke vermittelt und Wissen rund um die Frauen der Hohenzollern.

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Tags: geschichte   (1)
 

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Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Peter Wensierski
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Deutsche Verlags-Anstalt, 13.03.2017
ISBN 9783641200398
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch berichtet von der Rebellion vor der Wende aus Sicht junger Leipziger, die auf die Straße gingen ...
Man liest von den jungen Menschen, die einfach dieses Eingesperrtsein satt hatten, die in besetzten Häusern wohnten und in Hinterhöfen sich trafen. Sie diskutieren und halten mit ihrer Meinung nicht mehr hinter dem Berg. Sie provozieren und radikalisieren - sie treffen sich in der Nikolaikirche ... Sie erobern Leipzig und schließlich die DDR !!! Aktionen, wie Flugblattverteilungen, Filmaufnahmen usw. treiben sie voran und sie lassen sich auch von Stasi und Polizei nicht mehr stoppen.

Davon liest man auf einfache und lebendig zu lesende Art und Weise, man erinnert sich an diese Zeit und es macht wirklich Freude, diese Erinnerungen noch einmal wach und lebendig werden zu lassen. Die Atmosphäre damals wird noch einmal zum Leben erweckt.

Einführend bekommt man eine doppelseitige Karte mit den Orten in Leipzig, die im Buch thematisiert werden, so hat man einen guten Überblick. Kursiv gedruckt sind jeweils die authentischen Äußerungen und Zitate aus der damaligen Zeit. Es gibt außerdem eine Reihe von schwarz/weiß Abbildungen, die dem Buch beigefügt sind.

Im Glossar gibt es eine Auflistung von Begriffen mit entsprechenden Erläuerungen dazu und das Buch erzählt die Geschichte besagter junger Menschen vom Anfang des Jahres 1988 bis zum Sommer 1989 und im letzten Kapitel darüber hinaus.

Ein intensives zusammenfassendes und informatives Buch zur Thematik mit Blick hinter die Kulissen der damaligen Bewegung in Leipzig, mit Gefühlen und Gedanken dieser Menschen und mit den Infos zu den Auswirkungen.

Super geschrieben - lesenswert und informativ !!! 

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Outsider

Frederick Forsyth , Susanne Aeckerle
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328102144
Genre: Biografien

Rezension:

Frederick Forsyth war bekanntlich der jüngste Pilot der Royal Air Force. Außerdem Journalist und natürlich Autor - bekannt geworden durch: "Der Schakal".
Nach dem Mauerbau berichtet Forsyth als Korrespondent aus Ostberlin. Sein Leben ist abenteuerlich - seine Biografie ist praktisch ein Thriller.

Er erzählt innerhalb seiner Biografie von der Zeit als Schüler im Nachkriegsdeutschland, von seinen beruflichen Abenteuern auf der ganzen Welt als Journalist und legt auch die Erfüllung seines Kindheitstraumes offen .... Das möchte ich allerdings nicht verraten.

 

Sehr interessant natürlich die Tatsache, dass er auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs als Journalist tätig war, und das war lange nicht alles ... Der Polit-Thriller (Agentenroman) ist sein Metier. Forsyth spricht fünf Sprachen.

 

Das Buch ist mit zahlreichen Fotos versehen.

 

Leseprobe:
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Ende der Karriere

 

Das Problem mit Nigeria ist, dass es sich historisch nie um ein Land gehandelt hat, sondern um zwei. Manche sagen, das sei es immer noch.

Hundert Jahre vor Eintreffen der Briten war ein muslimischer Worlord namens Usman dan Fodio mit seinen Fulani-Truppen aus der Sahara durch die wüstenähnliche Steppe der Sahelzone in den Norden Nigerias einmarschiert, um gegen das Hausa-Königreich Krieg zu führen. ...

 

Die Art, sein Leben zu präsentiere ist eine ganz besondere. Der Leser bekommt das Leben Forsyths zu lesen und gleichzeitig eine politisch, gesellschaftliche Studie der Zeit von der Jugend bis ins Heute Forsyths. Ein Blick hinter die Kulissen der Journalismus und der anderen Bereiche, in denen Forsyth tätig war und ist.

 

Das Buch ist in überschaubare Kapitel gegliedert. Wüsste man nicht, dass es das Leben des Autors ist, könnte man meinen einen Thriller  zu lesen. Wirklich gut geschrieben, flüssig und extrem spannend zu lesen, von der ersten bis zur letzten Seite spannungsgeladen und intensiv fesselnd. Es gibt keine langatmigen Strecken, die man verkraften müsste, sondern durchweg spannende Lektüre über einen, der DER Thrillerking ist - sage ich jetzt mal.

 

Bewegend, tiefgründig und auch sachlich hat der Autor einen guten Spagat geschaffen und mich mit seiner Biografie zu 100 Prozent überzeugt. Es bleiben keine Fragen offen, alles wird offen auf den Tisch gelegt - und noch mehr ....

 

Exzellent !!!

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Thüringen Reiseführer Michael Müller Verlag

Heidi Schmitt
Flexibler Einband
Erschienen bei Müller, Michael, 02.03.2017
ISBN 9783956544743
Genre: Sonstiges

Rezension:

THÜRINGEN ist allemal eine Reise wert und auch zwei, drei ...

Das Land der Dichter und Denker, der abwechslungsreichen Landschaften ...

Mein Heimatland ...

 

Der Michael Müller Verlag hat in der Erstausgabe - sozusagen druckfrisch habe ich es vorliegen - einen Reiseführer zum Bundesland herausgebracht. Die Autorin ist Heidi Schmitt, die Thüringen - so finde ich - nicht umfangreicher und herzlicher, dennoch sachlich informativ und detailliert hätte darstellen und vorstellen können.

 

Gliederung:
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Hintergründe und Infos

Grabfeld, Werratal, Thüringer Rhön

Thüringer Wald

Thüringer Schiefergebirge, Saaletal

Städte entlang der Via REgia

Der Norden

Der Osten

 

Es gibt außerdem einen kleinen Wanderführer Thüringen mit 8 Wandertouren (davon haben wir schon einige ausprobiert)

 

Die vordere Umschlagklappe zeigt eine Übersicht Thüringens und die hintere eine Großkarte des Bundeslandes.

 

Interessant ist auch das Kapitel "Alles im Kasten" mit zahlreichen informativen Themen, wie z. B. "Blaues Gold": Schiefer prägt eine ganze Region, Werk der Superlative: Werner Tübkes "Bauernkriegspanorama", Wie Herzog Georg II. das Regietheater erfand ....

 

Dem Buch ist eine Karte beigefügt im Maßstab 1 : 400 000 und zahlreiche Detailkarten sind über das Buch verteilt.

 

Thüringen wird thematisiert durch Kultur und Geschichte, Natur und Landschaft, Wasser und Wellness sowie Wandern und Aktivitäten (jeweils farbig hervorgehoben) Enthalten: Apps für iPhone und Android.

 

Soweit wir dies beurteilen können, gibt es zwischen Buch und Realität keine Unstimmigkeiten bezogen auf Öffnungszeiten, Preise oder angegebene Daten zu den Sehenswürdigkeiten oder Wanderrouten usw. Außerdem sind die textlichen Infos und die Farbaufnahmen einander ergänzend.

Daher empfehlen wir das Buch sehr gern.

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Vom Tunnel zur Himmelsleiter

Peter Zingler
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 07.03.2017
ISBN 9783627002374
Genre: Biografien

Rezension:

"Im Tunnel" war Band 1.

 

kurze Rückblende ...

 

Paul Zakowski sitzt seit dem frühen Morgen in der Abgangszelle seines Gefängnisses, in dem er ein paar Jahre verbracht hat, und hofft und flucht und betet. Er wartet auf seine Entlassung. Aber die darf eigentlich nicht sein. Nicht, dass er ein Unhold wäre oder ein Gewalttäter. Nein, Zakowski ist Einbrecher, erfolgreicher Einbrecher, und das hat ihm der Staat mit insgesamt acht Jahren und vier Monaten Haft vergolten. Allerdings in drei verschiedenen Prozessen. Von der ersten Strafe hat er inzwischen zwei Drittel verbüßt, der Rest wurde zur Bewährung ausgesetzt. Eigentlich müsste die Staatsanwaltschaft jetzt die anderen beiden Strafen in Vollzug setzen. Zakowski ist sich im Klaren, dass die Telefondrähte in der Anstalt heiß laufen. Jeder will verhindern, dass er freikommt. Bis 17.00 Uhr haben sie Zeit, dann müssen sie ihn rauslassen. In der Abgangszelle, neben dem großen Tor in die Freiheit, harrt Zakowski aus. Während sich draußen die Weichen für seine Zukunft stellen, gerät Zakowski in den Sog seiner Erinnerung: Unerhörte Geschichten und Ereignisse aus seinem Leben steigen in ihm auf, und seine nicht gerade tadellose Vergangenheit fliegt an ihm vorbei.

 

Quelle: amazon.de

 

Nun liegt die Fortsetzung vor ...

 

Ich möchte berichten ...

 

Es ist wieder ein Lebensbericht, der ohne Frage schonungslos ehrlich geschrieben ist. Der einstige Einbrecher erobert die Film- und Literaturwelt und wir Leser dürfen es zwischen zwei Buchdeckeln miterleben. Es gibt Höhen und Tiefen, die das Buch spannend und kurzweilig machen.

 

Der Autor Peter Zingler ist mir bekannt - klar, zum einen durch den Vorgängerroman und auch durch seine Tatort-Drehbücher. Schon "Im Tunnel" war autobiografisch. Nun - mit "Vom Tunnel zur Himmelsleiter" erzählt der Autor von der Wende in seinem Leben, vom Ausbruch aus dem Kriminellen hin zur Film- und Literaturwelt. Teilweise absurd, kaum zu glauben, aber wahr !!!!

 

Dieses Buch ist nicht nur Biografie, es ist unbedingt auch ein Blick hinter die Kulissen der Film- und Literaturwelt, die nicht unbedingt viel besser ist, als das Milieu, aus dem der Autor kam ... Mehr möchte ich gar nicht verraten ...

 

Ich habe das Buch mit großem Genuss gelesen und war bestens unterhalten und informiert. Zingler beweißt mit dieser Fortsetzung einmal mehr, das er das Schreiben versteht. Er versetzt sich in seiner Leser hinein und schreibt offen, ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wirklich gelungene Fortsetzung !!!

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Katharina von Siena

Eleonore Dehnerdt
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei St. Benno, 16.06.2016
ISBN 9783746247885
Genre: Biografien

Rezension:

Katharina von Siena wird am Sonntag vor Ostern - also am Palmsonntag des Jahres 1347 geboren. Sie ist das 24. Kind der Familie des Tuchfärbers Benincasa. Katharina ist ein fröhliche und aufgewecktes Mädchen - alle lieben sie. Als sie sieben ist,  hat sie Visionen von Christus und beschließt gegen den Willen ihrer Familie, ihr Leben Gott zu widmen. Katharina hilft Armen und Ausgestoßenen und pflegt Kranke. Sie ist mutig und "kämpft" sogar gegen die Mächtigen ihrer Zeit.

Diese Biografie ist in Form eines Romans geschrieben und versetzt den Leser in das mittelalterliche Italien. Katharina von Siena wird als außergewöhnlichen Frau dargestellt, die mutig und warmherzig ihren Glauben vertritt.

 

Einführend gibt es eine Liste der wichtigsten im Roman vorkommenden Personen der Famlie Benincasa, der Beichtväter Katharinas und der "famiglia" sowie der Päpste dieser Zeit.

 

Das Buch spannt einen biografischen Bogen vom Jahr 1347 bis zum Jahr 1380.

 

Sprachlich sehr interessant geschrieben, flüssig und kurzweilig zu lesen hat mich diese Biografie gefangen genommen. Die Person der Katharina wird eindringlich beschrieben, in ihrem Handlung, Wirken und Denken und in ihrer Entwicklung innerhalb ihrer Biografie im Zusammenhang mit ihrer Zeit und den Menschen, mit denen sie zu tun hatte.

 

Ihr Glaube kommt sehr gut zum Ausdruck, dass sie es nicht einfach hatte, diesen stets zu vertreten und nach ihm zu leben, dass es viele Schwierigkeiten gab, denen sie trotzte ... Alles in allem eine Biografie, die das Leben der Katharina von Siena und ihre Umgebung sowie ihre Zeit detailliert und spannend darstellt.

 

Extrem lesenswert !!!

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bienen, bienensterben, roman, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte der Menschen und die der Bienen wird im Buch von Maja Lunde verknüpft. Das Buch wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis für den besten Roman des Jahres ausgezeichnet und in Norwegen mit dem Buchhändlerpreis. Es wurde bisher in 25 Länder verkauft und die Verfilmung ist in Arbeit.

 

Die Geschichte erzählt von drei Familien, die durch die Jahrhunderte miteinander verbunden sind. Verbunden auch mit der Geschichte der Bienen.

 

Wir reisen zwischen den Jahren 1852 (William aus England), 2007 (Imker George aus den USA), 2098 (die Arbeiterin Tao aus China) und erfahren schlussendlich, wie alles zusammenhängt.

 

William ist Samenhändler und Biologe, er ist krank, muss das Bett hüten. Seine Forschertätigkeit sieht er als gescheitert an. Dann kommt ihm eine bahnbrechende Idee ....

2007 arbeitet George auf seinem Hof. Er ist Imker und dann ist da noch Tom, der vom Journalismus träumt. Die Bienen verschwinden ...

Tao bestäubt Bäume mit der Hand - da es keine Bienen gibt, die dies früher übernommen haben. Wei-Wenn ist Taos Sohn, er soll es einmal besser haben. Dann ....

 

.... das möchte ich jetzt nicht weiter ausführen, um nicht die Spannung vorwegzunehmen.

 

Die Natur und die Zukunft dieser - die Tiere, die Menschen, ihre Zukunft - was hinterlassen wir unseren Kindern und Kindeskindern? All das sind Fragen, die man sich stellen sollte. Wenn man dieses Buch gelesen hat, denkt man unweigerlich darüber nach. Mich hat das Buch nachdenklich zurück gelassen und vorweg bestens unterhalten.

 

Exzellent geschrieben, Idee perfekt und Umsetzung ebenso. Dieses Buch reißt mit, er fesselt und ist flüssig zu lesen. Es ist einfach etwas ganz besonderes. Es liest sich hin und wieder schon fast poetisch. Die einzelnen Geschichten sind parallel zu lesen. Die Kapitel sind knackig, nicht zu lang, das finde ich prima.

 

Außerdem kann man sich in die drei Hauptcharaktere sehr gut hinein versetzen. Sie sind bildhaft detailliert und authentisch beschrieben und die einzelnen Szenen sind lebendig dargestellt. Wirklich rundherum ein gelungener Roman, der mich zu 100 Prozent überzeugt hat.

 

 

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In meinem fremden Land

Hans Fallada , Jenny Williams , Sabine Lange
Fester Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.01.2017
ISBN 9783351036782
Genre: Biografien

Rezension:

Ich mag Fallada immer wieder gern, jedes seiner Bücher erreicht mich auf seine Weise und auf immer wieder ganz besondere Art.

 

Neulich habe ich zum zweiten Mal "In meinem fremden Land" gelesen und war begeistert. Ich möchte euch davon berichten ...

 

Am 4. September 1944 wird Hans Fallada inhaftiert. Er ist ein kraftloser Alkoholiker, ein körperliches und seelisches Wrack, ein Autor, der des Schreibens nicht mehr mächtig ist.  Wegen versuchten Totschlags an seiner ersten Frau wurde er angezeigt. Seelisch völlig fertig,  schreibt er seine Erinnerungen an die Nazi-Zeit nieder. Wir lesen von Spitzeln und Denunzianten, davon, dass seine literarische Fantasie und Kreativität in Gefahr war und außerdem vom Leid so Vieler, von seinen Wegbegleitern (Ernst Rowohlt, Emil Jannings) Wir lesen von seinen Gefühlen und Gedanken. Er hat wenig Papier  zur Verfügung, so schreibt er mittels zahlreicher Kürzel, die außerdem eine gewisse Geheimsprache sind.  Er schafft es, dieses brisante Manuskript aus dem Gefängnis zu schmuggeln.

 

·  Gebundene Ausgabe: 333 Seiten

·  Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 2 (19. Januar 2017)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3351036787

·  ISBN-13: 978-3351036782

·  Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,7 x 22,1 cm

 

PREIS: 24,99 Euro

 

Das Buch ist sehr emotional geschrieben und es weckt auch bei mir Emotionen, die ich die Nazzizeit des Rudolf Ditzen (Hans Fallada) gelesen habe.

 

Er analysiert, er berichtet, er beschreibt seine Gefühle und Erlebnisse vor dem historischen Hintergrund und somit die Historie insgesamt bezogen auf die schreckliche Zeit des Zweiten Weltkriegs. Er schreibt kritisch und auch voller Selbstkritik und diese Aufzeichnungen sind es, die späterhin als Grundstein angesehen werden können für "Jeder stirbt für sich allein".

 

Leseprobe:
========

 

Stillegungen waren damals eine Kriegserscheinung. Um Kräfte für Wehrmacht und Rüstung freizumachen, wurden entbehrlich scheinende Betriebe für die Kriegsdauer geschlossen, die mit ihnen abgeschlossenen Verträge "ruhten". Nach ein paar Tagen kam ein weiterer Brief, der den ersten dahin korrigierte, daß der Verlag nicht durch eine Kriegsmaßnahme stillgelegt wurde, sondern durch Übergang in anderen Besitz aufgelöst sei ...

 

Das Buch verfügt über ein Lesebändchen.

 

Prädikat: LESENSWERT !!!

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