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32 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebhaber, mordkommission, dublin

Gefrorener Schrei

Tana French , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 29.12.2016
ISBN 9783651024472
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tana French hat mich schon in ihren Vorgängerkrimis überzeugt. Nun ist Band drei rausgekommen und ich habe sofort zugegriffen. Sie hat einen eigenen Stil, der vielleicht nicht jedem Krimifan gefällt, mir aber sehr zusagt. Sie schreibt Krimis, die vom eigentlichen "normalen" Krimimuster abweichen, gerade das aber macht ihr Schreiben aus ...

 

Dieses Buch ist der Nachfolger von "Geheimer Ort" Die Ermittlerin Antoinette Conway ist gleichzeitig die Ich-Erzählerin - außerdem haben wir es mit ihrem Kollege Stephen Moran - beide von der Mordkommission Dublin - zu tun.

 

Aislinn Murray - eine junge Frau wird tot in ihrem Haus gefunden - sie hatte wohl vor, ein romantisches Dinner zu veranstalten. Kann es sich hier um eine Beziehungstat handeln? Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, aber es gestaltet sich alles sehr kompliziert, bald wird deutlich, dass es evtl. einen Maulwurf innerhalb der Polizei gibt, der die Ermittlungsarbeiten behindert.

 

Der Charakter der Antoinette wird wieder als sehr selbstbewusst und willensstark gezeichnet, was ihr nicht immer Anhänger einbringt - im Gegenteil ...

 

Es ist so ziemlich jeder verdächtig - die Handlung ist extrem dicht und man kann das Buch schwierig zur Seite legen, ich habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen, weil ich einfach absolut gefesselt war, habe eine Nachtschicht eingelegt *g*, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles wirklich zusammen hängt.

 

Ich bin absolut überzeugt vom Krimi und empfehle ihn Lesern, die außergewöhnlichen literarischen Krimigenuss mögen.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

cia, thriller, boris pasternak, pasternak, kgb

Die Affäre Schiwago

Petra Couvée , Peter Finn , Jutta Orth , Jörn Pinnow
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.03.2016
ISBN 9783806232639
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Die Affäre Schiwago" wandert sozusagen auf den Spuren Boris Pasternaks - mutet an wie ein Spionageroman und findet in den Zeiten des Kalten Krieges statt.

 

Das Manuskript von "Doktor Schiwago" wird von einem italienischen Verlagsagenten heimlich außer Landes geschafft. Das Buch ist in der Sowjetunion auf der schwarzen Liste. Es taucht auf einmal eine russische Ausgabe des Buches auf, die von der CIA veröffentlicht wurde, um das Regime der UdSSR zu schwächen. Das Buch wird nach Moskau geschmuggelt.

 

Der Kalte Krieg ersteht noch einmal völlig real vor dem geistigen Auge des Lesers und vor allem wird er glaubwürdig beschrieben - in all seinem Wahnsinn rund um Zensur, Macht und absolute Kontrolle.

Was sich liest wie ein Krimi ist die Geschichte dieses Buches - ist die Geschichte des einstigen ideologischen Kampfes im Kalten Krieg zwischen Ost und West.

 

Die Autoren hatten für ihre Recherchen Zugang zu den Geheimdienstakten der CIA. Sie schreiben die Geschichte extrem fesselnd, bringen die Fakten spannend zur Geltung und schafften es für meine Begriffe, mich zu 100 Prozent davonzutragen in eine vergangene Zeit, eine Zeit des Wahnsinns - den die Autoren auch irgendwie bewegend zwischen zwei Buchdeckel packten. Spionage ist sozusagen Hauptthema, und dieses wird faszinierend und die Rolle der Literatur damals einbringend vor dem Leser ausgebreitet.

 

Dieses Buch lohnt sich, zu lesen - es ist spannend und authentisch, lebendig und mit dichter Handlung versehen - hat mich absolut überzeugt und ist zudem mit einigen Seiten Bildmaterial versehen. Auch verfügt das Buch über ein Lesebändchen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mein Kinderland

Gerhard Schöne , Jutta Mirtschin
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Lehmstedt Verlag, 10.03.2014
ISBN 9783942473781
Genre: Romane

Rezension:

Den Liedermacher Gerhard Schöne mochte ich schon immer sehr gern. Im Jahr 1981 hat er seine erste Schallplatte herausgebracht. Die Lieder aus dem Kinderland sind vor 30 Jahren erschienen - nun kann der interessierte Leser die Kinderland-Geschichte des Liedermachers lesen, die mit tollen Illustrationen versehen ist und witzig und poetisch und auch selbstironisch geschrieben ist.

 

Leseprobe:
========

 

Mein allerliebster Lieblingsonkel war Kantor in einem Erzgebirgsdorf. Vor dem Krieg hatte er als Schuldirektor gearbeitet. Er war künstlerisch aber so vielseitig begabt, dass es klug von ihm war, nach dem Krieg ganz neu zu beginnen und Kantor zu werden. ...

 

Mir gefällt, dass Schöne seine Kindheit sehr bildhaft und ehrlich vor dem Leser ausbreitet und das Zusammenspiel zwischen Text und Illustrationen ist ein wundervolles. Die Illustrationen sind kraftvoll - doch auch zurückhaltend, ich kann es gar nicht wirklich erklären, sie gefallen mir ausnahmslos gut, sind ganzseitig über das gesamte Buch verteilt und laden immer wieder zum Betrachten ein. Sie sind fantasievoll und passen perfekt zu den einzelnen Kapiteln des Buches.

 

Dort, wo Schöne aufwuchs erlebt man die Geschichten der Kindheitsbiografie des Liedermachers, taucht ein in seine kindliche Welt, in das Leben im Pfarrhaus nahe Dresden, in die Schule, seine Bande, den Zirkus, die Kirche ... Es macht einfach nur Freude, die Geschichten zu lesen, die kurzweilig geschrieben sind, flüssig und lebendig zu lesen, als wären es Lieder des Autors, die er seinen Leser vorsingt - so leichtfüßig und wundervoll.

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13 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

geschichte, paris, historischer roman, deana zinßmeiste, goldmann verlag

Das Lied der Hugenotten

Deana Zinßmeister
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442484096
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Lied der Hugenotten hat mich neulich gefangen genommen. Ich hatte mich schon sehr auf die Lektüre gefreut und bin absolut begeistert.

 

 Einführend, das ist gut, bei den doch recht zahlreichen Charakteren, erhält man eine Auflistung der handelnden Personen. Die, welche tatsächlich gelebt haben, sind mit einem Sternchen versehen. Gegliedert ist hier in die Handlungsorte Paris und Vernou-sur-Brenne.

 

Wir befinden uns im Paris des Jahres 1572. Katholische Soldaten überfallen die Hugenotten - es ist die Bartholomäusnacht. Pierre ist fünf Jahre und muss mit ansehen, wie seine Familie und sein Zuhause niedergemetzelt wird. Magali, seine Schwester, neugeboren, und er können sich retten. Pierres Vater lebt und finde die Geschwister, geht mit ihnen nach Lothringen und beginnt ein neues Leben - Pierre hat eigentlich alles aus der Vergangenheit vergessen, nur plagen ihn ständig Albträume .... Und dann ist da Olivier - Pierres Freund, der ....

 

Mehr verrate ich mal nicht, um nicht die Spannung und zu viel vom Inhalt vorwegzunehmen.

 

Leseprobe:
========

 

"Na und? Mit dreizehn ist sie alt genug, um Nächstenliebe zu empfinden. Auch wenn sie dich nur für ihren Cousin hält. Aber sie ist ein eigensüchtiges Biest."

"Rede nicht so unfreundlich von ihr, sonst ...", brauste Olivier auf und sah Fleur zornig an.

...

 

Dieser historische Roman ist wieder mal einer von den Feinsten. Die Autorin versteht es, ihre Leser/Innen in die Handlung einzubinden, zu fesseln und kurzweilig spannend zu unterhalten. Zu aller spannender Unterhaltung erlebt man die Zeit, in der die Handlung spielt lebendig und glaubwürdig. Man fühlt sich hinein versetzt in die Handlung und gefesselt vom Geschriebenen, was bildhaft während des Lesens vor dem geistigen Auge abläuft.

 

Man spürt, dass die Autorin hervorragend recherchiert hat und sich selbst im Inhalt fühlt. Die Geschichte ist an einem Spannungsbogen entlang gehangelt und die Figuren agieren nicht vorhersehbar, sondern gefühlsbetont, man fühlt mit ihnen. Außerdem ist der geschichtliche Hintergrund sehr interessant und aufschlussreich in die fiktive Handlung eingebunden - alles glaubwürdig zusammengewürfelt.

 

Mir hat das Buch zu 100 Prozent gefallen - ich empfehle es Leserinnen und Lesern, die historische Romane mögen.  

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller, totenhaus, familie, pageturner, bernhard aichner

Totenhaus

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714421
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das "Totenhaus" und die "Totenfrau" von Bernhard Aichner sind mir neulich wieder in die Hände gekommen, als ich "Totenrausch" ins Regal stellte. Ich möchte euch gern heute "Totenhaus" als zweiten Band der Totenfrautrilogie vorstellen.

 

kurze Inhaltsangabe:
===============

 

Brünhilde Blum hat fünf Menschen umgebracht. Eines Tages werden während einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof vier Beine und zwei Köpfe entdeckt. Die Bestatterin kommt in Verdacht, sie hat die Toten seinerzeit eingebettet. Brünhilde flieht und lässt ihre Kinder zurück - es bleibt ihr nichts anderes übrig. Sie schlüpft unter in einem zwei Jahrzehnte leer stehenden Hotel und begegnet Menschen, die sie am besten nie kennen gelernt hätte. Dann ist da noch das Foto in der Zeitung ... viel mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten.

 

Interessant für die Spannung innerhalb der Handlung fand ich die Idee des Autors, den Kollegen von Gunther von Hagens aus "Totenfrau" auch in Band zwei zu involvieren. Er  nennt sich Leo Kuhn. Finde ich clever gemacht. Dramatische Wendungen und psychologischer Tiefgang haben mir außerdem sehr gut gefallen, alles ergibt ein schlüssiges Bild und ergänzt sich gegenseitig.

 

Leseprobe:
========

 

Lange war da nur Blums offener Mund. Das Entsetzen in ihrem Gesicht, ihre Ohnmacht. Weil sie nicht verstand, was passierte. Dass da diese roten Flecken waren auf der Leinwand, Blut, das n ach unten rann. Immer wieder das Kaninchen, das durch die Luft flog.

 

Atemberaubend spannend hat mich Band 2 der Trilogie extrem gefesselt.

Die dichte Handlung hat mich gefangen genommen, hat mich davon getragen und mir Gänsehaut verursacht. Extrem bildhaft und authentisch lebendig, konnte ich mich zu 100 Prozent in die Handlung und Charaktere hinein versetzen.

 

Ich habe es genossen, diesen spannungsintensiven Thriller zu lesen und empfehle ihn Thriller- und Aichner-Fans.

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128 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, tiefe narbe, strobel, arnostrobe, imkopfdesmörders

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 26.01.2017
ISBN 9783596296163
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe die Information, dass es eine Trilogie werden soll, die den Oberkommissar Max Bischoff als Ermittler als sozusagen Hauptperson beinhaltet.

 

Vom Cover könnte man meinen, es ginge mit der vorhergehenden Reihe weiter, was aber nicht der Fall ist. Dennoch passt dieses Buch einfach gut zur Reihe und macht sich im Bücherschrank gut, weil gleiche Ausstattung.

 

Aber nun erst einmal zum Inhalt:

==========================

 

Wir lernen Max Bischoff von der Mordkommission Düsseldorf kennen.  Er wendet moderne Ermittlungsmethoden an, ist jung und motiviert. Horst Böhmer, sein Kollege, ist nicht immer damit einverstanden. Der erste Fall im KK11 kommt auf die beiden zu. Ein Mann ist völlig verwirrt, er ist am gesamten Körper blutig und taucht im Präsidium auf. Er weiß nichts mehr von der letzten Nacht. Das Blut - so findet man heraus - ist von er vor zwei Jahren verschwundenen Frau .... Dann taucht auch noch eine Leiche auf ....

 

Ein wirklich verzwickter erster Fall für Bischoff und Böhmer - der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen hat.

 

Leseprobe:
========

 

Petra Zedermanns Wohnung in der Innenstadt war etwa fünfzig Quadratmeter groß und gemütlich eingerichtet. Sie durchsuchten ihre Schränke und ihren Schreibtisch nach irgendetwas, das ihnen einen Hinweis geben könnte, der sie weiterbrächte. Sie sahen alle Unterlagen durch, die sie fanden und blätterten in persönlichen Notizen. Nach etwa einer Stunden gaben sie auf und machten sich auf den Weg zurück ins Präsidium.

 

Dieser Thriller ist ein typischer Strobel, tiefgründig, extrem spannend, fesselnd und abwechslungsreich mit einer dichten Handlung versehen. Die Szenen sind sehr bildhaft beschrieben und die Charaktere ausschweifend beschrieben, dennoch, n keiner Stelle ist der Thriller langatmig, immer wieder passiert etwas, was mich an die Handlung gefesselt hat.

 

·  Taschenbuch: 368 Seiten

·  Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (26. Januar 2017)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3596296161

·  ISBN-13: 978-3596296163

·  Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2,6 x 19 cm

 

PREIS: 9,99 Euro

 

Ich fand es innerhalb der Handlung immer wieder positiv, dass man hin und wieder schon irgendwie Auflösung geboten bekommt, meint, zu verstehen, wie es zusammenhängt, dann aber wieder denkt: "Mensch, das kann es doch nicht gewesen sein ..." dann kommt wieder das ein oder andere Puzzleteil dazu, was wieder alles durcheinander würfelt. Spannung zum Zerreißen, Spannungsbogen wird ständig neu und weiter gespannt - sehr gut gemacht - typisch Strobel halt. Genial gemacht ist, dass man aus sicht des Mörders gleich zu Beginn an der Ermordung einer Frau teilnimmt sozusagen und auch während der Handlung immer wieder die Sichtweise des Täters nachvollziehen kann.

 

Leseempfehlung für Thrillerfans !!!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Johann Wolfgang von Goethe in Erfurt

Tosten Unger
Buch
Erschienen bei Morio, 01.11.2016
ISBN 9783945424445
Genre: Biografien

Rezension:

Johann Wolfgang von Goethe war ja so ziemlich überall - er war natürlich auch in Erfurt - dazu möchte ich euch gern ein kleines Büchlein der Reihe STATIONEN (Band 23) aus dem Verlag Morio (Mitteldeutscher Verlag).

 

Das Buch beginnt mit einer ganzseitigen typischen Abbildung des großen Goethe. Es ist - so würde ich es bezeichnen - ein Lesebuch zu Goethe in Erfurt. Das Büchlein ist mit zahlreichen wundervollen historischen Abbildungen versehen, die Erfurt darstellen mit den Stationen Goethes. Aber auch Wegbegleiter Goethes sind abgebildet. Sage und schreibe mehr als 40 Mal war der Dichter in Erfurt. Er besaß in Erfurt sogar eine eigene Wohnung, bezog Wein aus der Stadt und hatte - man höre und staune - auf Grund der Erfurter Faust-Sagen für sein Faust-Werk Inspiration erfahren.

 

Zahlreiche berühmte Menschen trafen sich in Erfurt mit Goethe - somit ist das Büchlein wirklich auch ein interessantes Buch nicht nur im Hinblick auf Goethe und seine Erfurter Zeit, sondern auch ein informatives Buch zu Goethes Bekannten. Besonders hervorzuheben, das Zusammentreffen mit Napoleon in Erfurt.

 

Text- und Bildmaterial ergänzt sich prima und alles zusammen ergibt für mich ein rundherum positives Bild dieses informativen anregenden Büchleins.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kinderbuch, abenteuer, forschung, abenteuer, spannung & reise, reise

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt

Nicholas Gannon , Harriet Fricke , Nicholas Gannon
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 04.08.2016
ISBN 9783649619420
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich hatte letztes Jahr im Herbst zur Buchmesse in Frankfurt das Buch "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" entdeckt. Es war am Stand des Verlages Coppenrath sehr ansprechend beworben - ich wurde neugierig und habe es mir besorgt.

 

Die Geschichte ist eigentlich für Kinder und Jugendliche, ich lese allerdings hin und wieder sehr gern fantastische Kinder- und Jugendliteratur und war tatsächlich mit diesem Buch sehr gut bedient.

 

Archer Helmsley ist seines Zeichens Entdecker - das waren schon seine Großeltern Rachel und Ralp, die außerdem Naturforscher waren und seit zwei Jahren verschwunden sind. Das Haus, in dem Archer lebt, sprüht noch immer vom Charme der Großeltern - die ausgestopften Tiere erinnern den Jungen jeden Tag daran, dass er seine Großeltern vermisst. Ihm fehlen die Abenteuer - aber da ist glücklicherweise noch Adélaide, seine Nachbarin und da ist dann irgendwann auch noch ein einäugiger Kapitän mit Reiseaufzeichnungen - die Archer auf die Idee bringen, zum Südpol zu reisen, um seine Großeltern zu suchen.

 

Finde er sie ? Was erlebt Archer während seiner Reise ? Das lasse ich mal offen, ich möchte nicht zu viel der Handlung vorwegnehmen.

 

Jedenfalls ist die Geschichte prima erzählt, fantasievoll und immer spannender werdend. Mich hat sie überzeugt. Sowohl Charaktere als auch Szenen sind spannend und bildhaft beschrieben. Außerdem gefallen mir sehr die Illustrationen, die ganzseitig im Buch verteilt sind. Den Leser sehr gut in die Handlung einbeziehend, finde ich auch die Aufzeichnungen und Auszüge aus Briefverkehr.

 

Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, ich empfehle das Buch Kindern und Jugendlichen sowie auch jung gebliebenen Erwachsenen, die gern kurzweilige Fantasieliteratur verschlingen. Ist flüssig und leicht zu lesen geschrieben. Wirklich prima !!!!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

geschichte

Vom Grafensitz zur Kulturhauptstadt

Albrecht Schultz
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 15.07.2014
ISBN 9783865396969
Genre: Sachbücher

Rezension:

 ·  Gebundene Ausgabe: 464 Seiten

·  Verlag: Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg; Auflage: 1 (15. Juli 2014)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3865396968

·  ISBN-13: 978-3865396969

·  Größe und/oder Gewicht: 16,2 x 4,3 x 22,9 cm

 

PREIS: 28,00 Euro

 

Interessiert man sich für Stadtgeschichte - besonders für die von Weimar, der Klassikermetropole - dann ist man mit diesem Buch mehr als gut bedient. Es ist nicht nur äußerlich sehr ansprechend gestaltet, sondern auch bezogen auf den Inhalt für meine Begriffe nicht besser machbar.

 

Albrecht Schultz "erzählt" - ich finde eigentlich, dass es mehr ein Sachbuch ist, dennoch vom erzählerischen Stil flüssig zu lesen - absolut nicht trocken - dennoch sachbezogen und Wissen vermittelnd - in einem Spagat, der mir persönlich sehr gut gefallen hat.

 

Inhalt:
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Vorwort

1.  Gräfliches Weimar

2.  Vorklassisches Weimar

3.  Klassisches Weimar

4.  Nachklassisches Weimar I

5.  Nachklassisches Weimar II

6.  Die Zeit der Weimarer Republik

7.  Weimar im "Dritten Reich"

8.  Weimar zur Zeit der Besatzungsmächte

9.  Weimar zur Zeit der DDR

10. Weimar nach der politischen Wende von 1989

 

Eine Zeittafel zur Geschichte Weimars, Stammtafeln und Personen- sowie Orts- und Sachregister runden das positive Bild des Buches ab.

 

Außerdem sind im Buch zahlreiche Abbildungen, die Weimar in den einzelnen Epochen darstellen und wichtige Bewohner der Stadt in den verschiedenen Zeiten abbilden. Außerdem im Anschluss an das Buch acht Seiten farbiges Bildmaterial zur Geschichte der Stadt und einer Doppelseite einer Karte der territorialen Ausdehnung des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach um 1912.

 

Die einzelnen Seiten sind vielfach in Absätze gegliedert, sodass sich die Texte gut lesen lassen.  Insgesamt ist die Geschichte Weimars tiefgründig dargestellt, aber vor allem verständlich und reich bebildert.

 

Ich finde nichts, was ich bemängeln könnte, daher volle Punktzahl und absolute Empfehlung, für Leser, die sich für die Geschichte dieser tollen Stadt interessieren.

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Tags: geschichte   (1)
 

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40 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

psychothriller, cypercrime, droemer taschenbuch verlag, internet, thriller

Dark Web

Veit Etzold
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426305508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der neue Thriller von Veit Etzold hat mich wieder einmal gefesselt.

 

Einführend erhält man einen gelisteten Überblick über die handelnden Personen, ist auch gut so, es sind nicht wenige. Wir steigen im Jahr 2015 in die Handlung ein und befinden uns in Prag. Das ist der Prolog. Mit Buch 1 steigen wir in die eigentliche Handlung im Moskau des Jahres 2010 in die Handlung ein. Der Kreml soll unsere erste Station sein. Etzold schreibt wie immer flüssig und authentisch - lebendig erlebt man den Beginn der Geschichte, die einen nicht mehr loslässt bis zum Schluss.

 

Das Buch ist in 4 Bücher gegliedert und endet mit dem Epilog.

 

Man fragt sich während des Lesens, wie jemand auf eine solche Geschichte kommt. Einfach genial gemacht, klug konstruiert und brillant ausgearbeitet.

 

Die Idee eines europäischen Google mit dem Konzern Holos - diese - so steht es einführend geschrieben - Datenkrake, die von Presse, Politik und Prominenz bejubelt wird, verfügt über geheime Daten und jede Menge Geld. Ein geheimer Forschungskomplex liegt zugrunde.

 

Jasmin Walters arbeitet für den BND und Oliver Winter ist ein ehemaliger Daytrader. Er nutzt verbotene Internetseiten und dealt mit Drogen. Sie lernen sich im Internet kennen im Dark Web. Sie erfahren vieles über die Firma Holos und das Dark Web - zu viel, als dass sie sich noch davon stehlen können. Man jagt die beiden ...

 

Wieder einmal absolut genial - was soll ich sagen, das Buch ist der Hammer - ein Thriller vom Feinsten - durchweg spannend - intensiv und brisant - für Etzold- und Thrillerfans ein Leckerbissen. Ich finde die Art, wie Etzold schreibt passend für die Handlung, sein Stil fügt sich perfekt in die Geschichte ein, bringt sie vorzüglich zur Geltung und entführte mich zu 100 Prozent in das Dunkel des Internets, in die Machenschaften, die man dem Autor so abnimmt, wenn es auch hin und wieder wohl übertrieben ist, aber es passt alles, ich fand es glaubwürdig konstruiert und kurzweilig spannend zu lesen. Perfekte Thriller-Unterhaltung !!!

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Die Toten vom Jakobsweg

Vlastimil Vondruska , Sophia Marzolff
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174331
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir steigen erst einmal mit dem Prolog im Jahr 1186 in die Handlung ein.

 

Die eigentliche Handlung entführt uns in das Prag des 13. Jahrhunderts, als der königliche Prokurator Ulrich von Kulm nach Santiago de Compostela pilgern muss, weil es der König von ihm verlangt. Kulm soll die Äbtissin Agnes von Böhmen auf ihrem Weg begleiten. Eigentlich waren dafür drei Ritter dafür bestimmt gewesen, Agnes von Böhmen zu begleiten, diese wurden allerdings ermordet. Diese mysteriöse Mordserie nimmt ihren Lauf. Was als Wallfahrt getarnt war, scheint keine religiöse Motive zu haben. Warum will die Äbtissin nach Santiago fragt man sich? Einer der Pilger scheut nichts, er will unter allen Umständen verhindern, dass Agnes von Böhmen in Santiago ankommt.

Das Buch erzählt sozusagen den ersten Fall für den gerichtigkeitsliebenden Ritter Ulrich von Kulm, der von seinem lebenslustigen Knappen Otto begleitet wird, der immer gern behilflich ist,  der hübschen Mädchen mag ..... Liebenswert dargestellt - hat mir sehr gut gefallen - lockert die Handlung prima auf.

 

Leseprobe:
========

 

Bei seiner Ermittlungstätigkeit hielt er sich immer an den Grundsatz, einer Hypothese nur so lange zu folgen, bis er etwas entdeckte, was sie widerlegte, und seine Erfahrung hatte ihm nahegelegt, sich bei seinen Nachforschungen nicht nur auf den Vyšehrader Propst zu konzentrieren.

 

Der Einband ist sehr ansprechend gestaltet und macht schon vorab Lust darauf, das Buch zu lesen, aber die Geschichte ist es echt auch wert, gelesen zu werden. Der Autor hat es geschafft, mich zu fesseln und mich in das Prag dieser Zeit zurückzuversetzen - mich mitzunehmen in die Handlung und die doch recht zahlreichen Charaktere zu verstehen in ihren Handlungen und innerhalb ihrer Entwicklung im Zuge der Handlung. Das Mittelalter wird sozusagen lebendig. Mir hat die Geschichte von ihrer Konstruktion und spannenden Bearbeitung sehr gut gefallen. Für mich war die Handlung schlüssig und doch von der ersten bis zur letzten Seite spannend - hat mich gefesselt und der Schreibstil passt prima zum Genre Mittelalterroman - alles passt und somit empfehle ich das Buch gern.

 

Ich freue mich und bin gespannt auf mehr von Vlastimil Vondruška und Ritter Ulrich.

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333 Dinge, die man in Thüringen erlebt haben sollte

Mirko Krüger , Paul Krüger
Flexibler Einband
Erschienen bei Klartext, 18.11.2016
ISBN 9783837517279
Genre: Sonstiges

Rezension:

In Thüringen gibt es eindeutig jede Menge zu erleben und entdecken. In der "Thüringen Bibliothek" aus dem Hause des Klartext-Verlages beschäftigt sich der Band 31 mit Thüringen und den 333 Dingen, die man im Bundesland erlebt haben sollte.

 

Paul und Mirko Krüger haben dieses Buch geschrieben. Das Buch ist mit zahlreichen aussagekräftigen Aufnahmen der thematisierten Orte durchzogen. Gegliedert ist es in 9 Kapitel, die sich jeweils mit verschiedenen Themengebieten auseinandersetzen. (Thüringens starke Seiten, Draußen. Die schönsten Ausflugsziele, Drinnen. Die schönsten Ausflugsziele, Kul-Tour, Fest, Brauchtum und Kultur, Genießen. Essen und Trinken, Gedenkorte. Aus der Geschichte lernen, Rekorde. Allerlei verblüffende Erfahrungen, Tierisches. Mehr als nur ein Zoo-Besuch, Sport frei! Wo wir Fan sind

 

Das Buch ist - soweit ich dies beurteilen kann und getestet habe, absolut aktuell. Es beinhaltet die Öffnungszeiten von Museen, Bergbahnen, Klöstern usw. und erklärt und benennt bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten: z. B. eine Hausbrücke in Sömmerda, abenteuerliche Seenlandschaft im Südharz, das Stadtbad von Gotha, die Friederiken-Therme in Bad Langensalza .... nicht zu jeder Sehenswürdigkeit, jedem Museum, jeder Kirche, jeder sportlichen Attraktion usw. gibt es Fotos, das hätte sicher den Rahmen gesprengt, aber es gibt zahlreiche Fotos.

 

Auch gibt es interessante Anekdoten, wie die vom Lieder von der kleinen weißen Friedenstaube und der ehemaligen Kindergärtnerin aus Nordhausen - Erika Schirmer - die dieses Lieder getextet und komponiert hat. Vieles Interessante kann man im Buch lesen, das ist für Thüringer und Gäste wirklich sehr interessant. Ich finde diese Reihe sehr ansprechend und so auch dieses Buch und freue mich schon sehr darauf, einen der beiden Autoren (Mikro Krüger bereist mit seinem Sohn Paul das Thüringer Land) im März kennenlernen zu dürfen, wenn es wieder heißt: Schmökerabend im Buchhaus König Mühlhausen. Mirko Krüger hat sich mit einem Lichtbildvortrag angekündigt.

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Bettine von Arnim in Weimar

Karoline Griebner , Reinhard Griebner
Buch: 72 Seiten
Erschienen bei Morio, 01.11.2014
ISBN 9783945424032
Genre: Biografien

Rezension:

Bettine von Arnims Zeit in Weimar wird im kleinen Büchlein der Reihe STATIONEN (Band 9) thematisiert. In Wort und Bild erfährt der Leser, was B.v. Arnim in Weimar erlebte, mit wem sie in Beziehung stand und was damals in Weimar los war, um es mal ganz salopp zu sagen.

 

Wunderbares Fotomaterial zu Weimar, Bettine von Arnim und ihren Wegbegleitern ist durchweg im Buch vorhanden und untermalt die flüssig zu lesenden Texte sehr gut. Einführend gibt es doppelseitig eine historische Karte Weimars zu sehen. Zitateinschübe sind kursiv gedruckt sofort als solche zu erkennen und machen das Geschriebene noch authentischer, lebendiger und verständlicher. Historische Abbildungen und aktuelle Fotos wechseln miteinander.

 

Natürlich ist oft von Goethe zu lesen, B. v. Arnim sucht immer wieder seine Nähe. Zickereien zwischen den Damen von Arnim und  von Goethe werden beschrieben, aber auch andere Anekdoten aus dem damaligen Weimar. Wirklich lebendig wird das Weimarer Leben Bettine von Arnims dargestellt. Wunderbar !!!! Ich empfehle dieses Büchlein der Autoren Karoline und Reinhard Griebner, die sich wirklich herrlich in die Zeit, das Weimar und die Personen hinein versetzt haben.

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roman

Anna Sacher und ihr Hotel

Monika Czernin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penguin, 22.08.2016
ISBN 9783328100584
Genre: Biografien

Rezension:

Europa - Wien in vergangenen Zeiten - mit diesem Buch kann man schwelgen - eintauchen in die Wiener Gesellschaft - in das legendäre Hotel Sacher und seine Chefin Anna Sacher kennenlernen. Die Jahrhundertwende und zahlreiche große Namen werden lebendig.

 

Ich bezeichne das Buch als Romanbiografie eines Hotels - sachlich und spannend geschrieben - bietet es einen guten Spagat zwischen Information und kurzweiliger Unterhaltung.

 

Leseprobe:
=========

 

Gnädigste, Ihr Sacher-Pavillon war ja in aller Munde, sagte Wittgenstein, als Anna Sacher zum Tisch der Herren trat und einen Cognac auf das Haus spendierte.

Ja, es war eine vortreffliche Saison, ganz ohne die üblicher Sommerpause.

Man muss die Gelegenheiten am Schopfe packen, nicht wahr? ...

 

Das Buch ist in Abschnitte gegliedert, denen jeweils ein Zeitraum in der Geschichte des Hotels und des Lebens der Anna Sacher zugrunde liegt - beginnend mit dem Jahr 1892 und endend mit 1929 - als Anna entmündigt wird.

 

Die Autorin dokumentiert das Auf und Ab des Hotels und mit ihm das Auf und Ab im Leben der Anna Sacher und ihrer Wegbegleiter - der berühmten Menschen, die im Hotel aus und ein gingen. Somit erfährt man natürlich auch einiges über diese Personen, wie z.B. Kaiserin Sissi, Gustav Klimt oder die Wittgensteins und Rothschilds.

 

Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen. Ich empfehle das Buch, wenn man den Film gesehen hat, aber auch, wenn man sich für die Thematik an sich interessiert.

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

paris, liebe, malerei, liebesgeschicht, künstlerszene

Rendezvous im Café de Flore

Caroline Bernard
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.11.2016
ISBN 9783746632711
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wir befinden uns im Paris des Jahres 1928 und lernen Vianne kennen, die davon träumt, Botanikerin zu werden. Sie möchte im Jardin des Plantes arbeiten. Dann verliebt sie sich in den Maler David. Mit ihm taucht sie in das Bohème-Leben der französischen Avantgarde ein. Sie ist glücklich. Wir treffen Jahrzehnte später auf Marlène im Musée d´Orsay. Auf einem Gemälde sieht sie eine Frau, in der sie sich selbst wiederfindet. Marlène beginnt zu forschen ... Was passiert, was sie erlebt und herausfindet - das möchte ich hier nicht verraten, es wäre zu schade, es im Vorfeld zu erfahren - lest selbst ...

 

Leseprobe:
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Solche Phasen, in denen David sich völlig zurückzog und nicht ansprechbar war, kamen in unregelmäßigen Abständen immer wieder. Vianne musste sie wohl oder übel hinnehmen. Nur selten beklagte sie sich: "Was ist denn, wenn es mir mal nicht gut geht? Warum richten wir uns immer nach deinen Befindlichkeiten?", warf sie ihm dann vor. Aber jedes Mal fiel ihr ein, dass er für seine Malerei sogar mit seiner Familie gebrochen hatte, und sie verstummte. ...

 

Es war sehr angenehm, diesen Roman zu lesen. Wunderbar ist, dass man in das Paris der 1920er Jahre eintauchen kann. Man fühlt sich über die Brücken der Seine gehend und in die Zeit zurück versetzt. Vor allem sehr interessant, einfühlsam und tiefgründig werden die Beziehungen der einzelnen Charaktere zueinander und ihre Beweggründe und Gedanken und Gefühle geschildert. Die unvorhersehbaren Wendungen haben mir sehr gut gefallen, das Buch war von Anfang bis Ende absolut spannend und fesselnd, flüssig zu lesen und hat mich zu 100 Prozent überzeugt. Die Tragik innerhalb der Handlung ist ebenso glaubwürdig wie das gesamte Geschehen, welches man der Autorin abnimmt. Oft verwendet sie die wörtliche Rede, was noch ein Stück weit mehr zum lebendig anschaulichen Lesevergnügen beiträgt.

 

Absolut empfehlenswert.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

kaspar hauser, biedermeier

Kellerkind

Kristien Dieltiens , Eva Schweikart , Carll Cneut
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 22.07.2016
ISBN 9783825179700
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das "Kellerkind" von Kristien Dieltiens erzählt die Lebensgeschichte Kaspar Hausers.

 

Leseprobe:
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"Du bist am Leben geblieben, Michael", sagte sie, "auf dich wartet noch eine wichtige Aufgabe."

Nach sieben Tagen war das Schlimmste überstanden, und ich erhielt Besuch von meinem Retter. Er war in meinem Alter, vielleicht etwas jünger, und diesmal blickte er fröhlich drein. Wieder meinte ich, ihm früher schon einmal begegnet zu sein. ...

 

Jedes Kapitel beginnt mit einer schwarz hinterlegten Seite, die mit einem Zitat eines berühmten Menschen versehen ist. Wir steigen mit dem Prolog in die Handlung ein und endet mit einer Liste von Worterklärungen.

 

Kurze Inhaltsangabe: um was geht es im Buch - neben dem biografischen Aspekt wird aufgedeckt, wer diese Junge Kaspar Hauser wirklich war.

 

In  Nürnberg wird ein Junge gefunden. Er kann weder richtig sprechen noch gehen - ist 16 Jahre und führt lediglich zwei Briefe mit sich. Es klappt gerade mal so, dass er seinen Namen schreiben kann. Kaspar Hauser !!!

 

Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil der Autorin echt passend fand zum Inhalt und der Zeit, in der die Handlung spielt. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber authentisch, das fand ich sehr wichtig. Ob das, was die Autorin zur Geschichte Kaspar Hausers macht, alles komplett real und wirklich war, ist nicht belegt, es ranken sich bekanntlich zahlreiche Legenden um diese Person, aber dennoch fand ich die Lektüre, ob nun zu 100 Prozent wahr oder nicht, kurzweilig, spannend und lesenswert, erfrischend.

 

Die Schwierigkeiten Kaspar Hausers, bezogen auf sein Anderssein, seine Behinderung .... werden gut herausgearbeitet und außerdem das damalige Leben in der Stadt Nürnberg. Mir hat die Handlung rundherum gut gefallen. Ich war bestens unterhalten und konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

berlin, london, besatzungszone, tiergarten, gedächtniskirche

Zurück in Berlin

Verna B. Carleton , Ulrike Draesner , Verena von Koskull , Ulrike Draesner
Fester Einband: 391 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036423
Genre: Romane

Rezension:

"Zurück in Berlin" ist ein Roman aus dem Berlin Ende der 50er Jahre. Erich Dalburg nennt sich jetzt Eric Devon - kehrt aus London nach Berlin zurück - stammt aus dem Bezirk Grunewald. Er war während des Zweiten Weltkriegs im Widerstand tätig und musste flüchten. Nur zwei Frauen wissen um seine deutschen Vorfahren - seine Frau und eine befreundete Journalistin. Die drei reisen gemeinsam nach Berlin. Erich eigentlich mehr gezwungen als freiwillig. Sie fahren zu seinem Elternhaus und er begegnet Menschen, die er von früher kannte, die er eigentlich garnicht wieder hatte treffen wollen.

 

Nun ist es so, dass alles anders kommt, wie man anfänglich erwartet, das möchte ich jetzt aber hier nicht ausführen, um nicht zu viel des Inhalts vorwegzunehmen.

 

Das Buch ist wirklich so geschrieben, als wäre es genauso passiert. Man nimmt der Autorin ihr Geschriebenes zu 100 Prozent ab. Sie schreibt glaubwürdig und authentisch.

 

Gliederung:
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Teil eins Fährt hier jemand nach Deutschland?

Teil zwei Berlin - der Bär tanzt nicht mehr

Teil drei Durch Deutschland nach Berlin

 

Leseprobe:
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Das ist das Ende - wirklich das Ende", sagte Nora, als sie am nächsten Morgen übernächtigt und mit Augenringen in meinem Zimmer stand. Eric hatte ebenfalls nicht geschlafen, und sie hatten sich sehr zeitig Frühstück aufs Zimmer bestellt. Ob ich mitessen wolle?

 

Das Buch ist so geschrieben, dass man sich in das Berlin der Nachkriegszeit zurück versetzt fühlt. Das Milieu und überhaupt die Atmosphäre sind brillant eingefangen und in den fiktiven Roman eingebunden.  Die Sichtweise Erics ist sehr interessant - also die Sicht und die Gefühle eines Juden, der ins Exil gehen musste, fand ich sehr interessant. Man geht schrittweise durch die sich ändernde Gefühlswelt des Eric, der wieder zum Erich wird und seine Heimat wieder beginnt zu lieben ...

 

Alles in allem rundherum gelungen - sowohl vom Schreibstil, als auch bezüglich des Inhalts und der Umsetzung der Romanidee, die mich zu 100 Prozent überzeugt hat.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

büche, buch, jürgen bartsch, regina schlehec, biografie

Der Kirmesmörder - Jürgen Bartsch

Regina Schleheck
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219393
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jürgen Bartsch und das Jahr 1966 - ein Kapitelverbrechen erschüttert das Land. Bartsch wurde bekannt als sadistischer Soziopath. Er ist außerdem bekannt als der Kirmesmörder. Lockte zahlreiche Kinder von Kirmesplätzen und missbrauchte und ermordete sie. Das passierte in Essen und Umgebung.

 

Wozu ein Mensch fähig sein kann ....

Rache- und Vergeltungsgedanken unter dem Volk ...

 

Bartsch wuchs - nachdem seine Mutter ihn ausgesetzt hatte - ein kaltes liebloses Leben in der Isolationshaft seiner Adoptiveltern. Gewalt und Missbrauch waren bei ihm zu Hause an der Tagesordnung.

 

Die Autorin hat sich der Geschichte dieses Menschen und seiner Taten literarisch gewidmet und geht in Kapiteln, die sich den gepeinigten Kindern widmen auf diese ein. Diese Verbrechen, die Bartsch begangen hat, werden in dem mir vorliegenden Buch noch einmal lebendig. Regina Schleheck hat sich damit auseinander gesetzt und die Geschichte dieses Vielfachmörders literarisch in eine Art Krimi verpackt - der in der Reihe "Wahre Verbrechen" im Gmeiner Verlag heraus gekommen ist.

 

Leseprobe:
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Auf dem Rummelplatz in Velbert. Der elfjährige Uwe Kahlweiß werde vermisst, hieß es. Die Zufallsaufnahme eines Amateurs zeigte ihn in Begleitung eines Unbekannten, mit dem er offensichtlich zuletzt zusammen gewesen sein musste. Der die beiden gefilmt hatte, kannte den Jungen entfernt und hatte sich deswegen gleich gemeldet, als die Suchaufrufe durch die Medien gingen. ....

 

Wirklich gut geschrieben, gekonnt in Szene gesetzt und emotional doch auch sachlich, hinterfragend, alles noch einmal aufgreifend und nachdenklich machend. Man kann sich in die Kinder hinein versetzen, sehr bildhaft schreibt die Autorin, was ihnen widerfahren ist, wie sie fühlten und was den Täter wohl antrieb.

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niedersachsen-krimi

Oldhorster Moor

Ina May
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783954519934
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Oldhorster Moor wird eine Leiche gefunden. Klara Niehof ist Ermittlerin und Profilerin bei der Kripo in Hannover. Vor 18 Jahren verschwand an eben der Stelle, wo sie nun ermitteln muss, ihre Freundin. Es kommt so, dass Klara ihre eigene Vergangenheit erlebt mit der Lösung des aktuellen Falles, sie muss sich ihr stellen.

 

Leseprobe aus dem Prolog:
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Achtzehn Jahre zuvor

 

Als sie es geschafft hatten, das kleine Zelt auf der Lichtung aufzuschlagen, war es bereits später Nachmittag. Die Wettervorhersage hatte "freundlich, voraussichtlich trocken" gelautet, doch auf die Witterung kam es nicht an. Der Termin hatte lange festgestanden. Ein Zelt im Oldhorster Moor aufschlagen und dort bei einem Lagerfeuer und Gruselgeschichten übernachten - es war Klaras Idee gewesen. ...

 

Mich hat die Handlung von Beginn an gefangen genommen, ich konnte mich sehr gut in die Figuren hinein versetzen, Spannung wir von Beginn an aufgebaut und bis zum Ende gehalten - sogar ständig noch weiter ausgebaut.

 

Man spürt, dass sich die Autorin mit der Handlung identifiziert - hinter ihr steht.

 

Die Geschichte ist kriminalistisch sehr interessant geschrieben, glaubwürdig und lebendig, nicht abstrakt. Man fühlt mit den Charakteren und ermittelt am Rande. Bis zum Schluss war nicht klar, wie alles wirklich zusammenhängt. Ich fand es real, dass die Ermittlerin Klara sehr authentisch menschlich dargestellt wird. Man nimmt ihr das ab, was sie tut, wie sie denkt und fühlt. Ich hatte außerdem immer mal wieder jemand anders der Charaktere im Verdacht - dann kam aber doch alles anders - so sollte ein guter Krimi sein, bis zum Schluss alles offen lassen - das hat mir echt gut gefallen. Auch sind die regionalen Aspekte nicht außer acht gelassen worden, was mir gut gefallen hat.

 

Ich empfehle den Krimi - habe ihn sehr gern gelesen.

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roma

Der eiserne Gustav

Hans Fallada
Flexibler Einband: 749 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.08.2012
ISBN 9783746628608
Genre: Klassiker

Rezension:

Hans Fallada ist einer der Klassiker-Autoren, die ich sehr gern mag. Mittlerweile habe ich wohl fast alle seiner Werke im Bücherschrank und lese sie nach und nach. Neulich habe ich mich mit "Der eiserne Gustav" beschäftigt - mehrfach verfilmt, gefällt mir doch immer noch das geschriebene Buch am besten.

 

Fallada entführt seine Leser in die Jahre zwischen 1914 bis 1924 - der Beginn des Ersten Weltkrieges - keine leicht Zeit - im Gegenteil - und Gustav Hackendahl - der eiserne Gustav - arbeitet als Droschkenkutscher in Berlin. Er wird als ein rundherum strenger Mensch dargestellt. Die Familie fällt auseinander - Krieg und Nachkriegsjahre machen es allen nicht leicht. Die Autoindustrie kommt dazu als übermächtige Konkurrenz - er kann gegen sie nicht mehr bestehen.

 

Eine Reise von Berlin nach Paris soll seine letzte werden ...

 

Hintergrund: Eigentlich war das Buch als Drehbuch gedacht für einen Film, für welches Fallada 1937 den Auftrag bekam. Die Droschkenfahrt Gustav Hartmanns im Jahr 1928 stand Pate. Fallada machte ein Buch daraus. Goebbels jedoch war das Buch nicht propagadalastig genug, Fallada sollte es umschreiben. Er tat es - hier aber liegt mir nun das Original vor, es wurde laut der auffindbaren Notizen Falladas von Herausgeber Günter Caspar so originalgetreu wie möglich rekonstruiert.

 

Das Buch ist in 8 Kapitel gegliedert.   

 

Leseprobe:

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1. Kapitel

Die gute schöne Friedenszeit

 

Vielleicht war es das Pferd im Stall gewesen, die Schimmelstute, das Lieblingstier des alten Hackendahl: Es ließ pausenlos die Halfterkette durch den Krippenring rasseln und schlug, sein Futter fordernd, unablässig mit dem Huf gegen das Stallpflaster.

 

Vielleicht aber war es auch die erste fahle Dämmerung gewesen, die mit ihrem grauen Schein das hellere Mondlicht abgelöst hatte ....

 

Dieses Buch, wie ich finde auch die anderen Fallada-Geschichten - ist wieder einmal eine Milieustudie vom Feinsten. Zeitkritisch betrachtet Fallada das Berlin in Kriegs- und Nachkriegszeiten und bindet die fiktive Handlung gekonnt ein. Der ausführliche und doch stets spannende und niemals langatmige Schreibstil gefiel mir auch innerhalb dieser Geschichte Falladas wieder extrem gut. Auch hier hat er es geschafft, mich an die Handlung zu fesseln, bildhaft zu schreiben, als würde während des Lesens ein Film vor meinen Augen ablaufen.

 

Wer Fallada und das Berliner Milieu mag, der ist mit diesem Buch gut beraten.

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DuMont direkt Reiseführer Riga

Jochen Könnecke
Flexibler Einband
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 02.01.2017
ISBN 9783770184057
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die aktuellen und neuen Dumont-Reiseführer haben ein etwas anderes Äußeres als die bisherigen, inhaltlich sind sie allerdings nicht verändert von der Struktur, sondern ebenso informativ und strukturiert gegliedert.

 

Man findet sich super schnell damit zurecht und kann sich auf Grund der Nutzung von Symbolen schnell "navigieren" und informieren.

 

Gliederung:
=========

 

Das Beste zu Beginn

Das ist Riga

Was ist wo?

Augenblicke ...

 

Ihr Riga-Kompass

15 Wege zum direkten Eintauchen in die Stadt

 

Rigaer Museumslandschaft

Erinnerung und gedenken

Eine Stadt erfindet sich neu

Pause. Einfach mal abschalten

 

In fremden Betten

Satt und Glücklich

Stöbern u. Entdecken

Wenn die Nacht beginnt

 

Hin und Weg

O-Ton Riga

 

Kennen Sie die? (berühmte Menschen und Dinge, die mit der Stadt in Verbindung stehen)

 

Außerdem ist hinten eine Faltkarte im Maßstab 1 : 15 000 eingefügt. Sie beinhaltet die Altstadt, den Cityplan, die Umgebung und den Nahverkehr.

 

Das Buch ist wirklich rundherum gelungen. Es beinhaltet für jeden Urlaubstypen etwas und beschäftigt sich mit Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und jeder Menge bekannter oder weniger bekannter Sehenswürdigkeiten.

 

Bild- und Textmaterial ergänzt sich perfekt. Es gibt immer wieder farbig unterlegte Infokästchen zu verschiedenen Themengebieten z. B. Literatour u.a.

 

Wir sind sehr zufrieden, der Stadtführer ist optimal, er ist handlich und praxistauglich. PRIMA !!!

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Ernst Ludwig Kirchner auf Fehmarn

Steffen Krautzig
Buch
Erschienen bei Morio, 01.08.2016
ISBN 9783945424414
Genre: Biografien

Rezension:

Der Maler Ernst Ludwig Kirchner weilte in den Sommern 1908 und 12 bis 14 auf Fehmarn und sagt selbst zu dieser Zeit, dass er hier in absoluter Reife gemalt habe. Es gefiel ihm, fernab der aufreibenden Zivilisation dieses Künstlerparadies zu genießen und für sich und seine Arbeit zu nutzen. Erna Schilling war seine Partnerin in dieser Zeit und mit Erich Heckel war er befreundet. Es mag die schönste Zeit seines Lebens gewesen sein, die er auf der Ostseeinsel verbrachte.

 

In der Reihe STATIONEN aus dem Morio Verlag (Mitteldeutscher Verlag) ist dieses kleine, aber feine Büchlein der Band 22 und wurde von Steffen Krautzig geschrieben.

 

Mit einem Selbstbildnis wird man in den biografischen Auszug aus Kirchners Leben eingeführt. Zahlreiche Abbildungen der Werke Kirchners, Porträts von Kirchner und seinen Wegbegleitern und von der Insel komplettieren das positive Bild des Büchleins.

 

Leseprobe:

 

Wie wichtig die Inselbesuche für den Künstler sind, zeigt allein die Anzahl der ARbeiten mit Fehmarn-Motiven: Es existieren heute etwa 100 Gemälde, von denen ein Großteil auch vor Ort entstanden ist. Nur die Großformate malt Kirchner aus logistischen Gründen später nach Skizzen im Berliner Atelier. ...

 

Die Texte sind im Präsens geschrieben, das fand ich während des Lesens gut gewählt, man fühlt sich intensiver in die Handlung eingebunden, sie ist nicht so weit in der Vergangenheit. Die Informationen, die die Texte enthalten, sind spannend und gut zu lesen präsentiert und zeigen für mich all das, was  ich mir zu Kirchner und Fehmarn an Infos wünschte.

 

Briefausschnitte sind jeweils kursiv gedruckt und so auch gleich als solche erkenntlich.

 

Ein wundervolles Büchlein mit starkem Inhalt. Absolut empfehlenswert.

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Gabriele Reuter

Annette Seemann
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Weimarer Verlagsgesellschaft ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 28.09.2016
ISBN 9783737402484
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gabriele Reuter lebte von 1859-1941. Sie war eine ägyptische Kaufmannstochter und um das Jahr 1900 eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen Deutschlands. "Aus guter Familie" war ihr wohl bekanntester Roman. Dieser Roman ist wohl auch ein Stück weit eigene Biografie mit fiktiven Elementen. Die Autorin Annette Seemann ist ebenfalls in Weimar tätig. Ich kannte sie von ihrem Büchlein zur Anna Amalia Bibliothek und mag ihren Stil, Sachlichkeit flüssig und unterhaltsam darzubieten. Reuter kann als Frauenrechtlerin bezeichnet werden. Sie war allein erziehend und setzte sich mit dem Möglichkeit auseinander, wie FRAU Liebe, Ehe und Selbstverwirklichung unter einen Hut bringen kann. Eine Frau, ihrer Zeit voraus. Leseprobe:
========= Erkenntnisse und Entscheidungen Gabriele Reuters Mut war weiter gewachsen. Noch vor der Berlinreise hatte sie sich nach der Rückkehr nach Weimar durch den Theaterintendanten August von Loën (1828-1887), der auch im Vorstand des Allgemeinen deutschen Schriftstellerverbands einen Sitz hatte, anlässlich der vom 9.-11.Oktober 1886 in Eisenach stattfindenden Sitzung des Verbands dort einführen lassen. ...

Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen. Es ist eine sachliche, keine Romanbiografie, dennoch flüssig und durchgängig spannend und kurzweilig und überhaupt nicht trocken zu lesen. Mir hat zum einen die Art des Geschriebenen sehr gut gefallen, aber auch, die Art, wie die Autorin rangegangen ist an die Thematik der Biografie, die Schriftstellerin vorzustellen in ihrem Wirken und ihrem Leben. Die Gliederung ist nachvollziehbar und für das Verständnis perfekt gewählt. Außerdem ist das Buch mit zahlreichen Aufnahmen, Faksimiles von Handschriften, und Briefen, Zeichnungen .... versehen, wovon einige bisher unveröffentlicht waren - so der Verlag.

 

Gliederung:
==========

 

Vorwort

 

Kindheit und frühe Jugend

Weimar: Liebe, Literatur, Leid und -Neugeburt  

Erkenntnisse und Entscheidungen

Das Ergebnis: Aus guter Familie, Teil 1

Das Ergebnis: Aus guter Familie, Teil 2

Die Rezeption des Hauptwerks. Ruhm in München und Berlin

Zurück nach Weimar und Lebensende

 

Zeittafel Gabriele Reuter

Literaturverzeichnis

 

Ich kann nichts finden, was ich bemängeln könnte, das Buch ist durchdacht, liefert alle Informationen, die man zur Person wissen möchte und ist flüssig und gut zu lesen und spiegelt auch die Zeit Reuters wieder, beschäftigt sich mit ihren Weggefährten und setzt sich mit den Zusammenhängen auseinander.

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niederlanden, maler, roman, biographischer roman, antwerpen

Peter Paul. Rubens Leben

Johanna Blackader
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 27.04.2015
ISBN 9783862823468
Genre: Historische Romane

Rezension:

Peter Paul Rubens - ich mag seine Arbeiten und interessierte mich für sein Leben - durch Zufall ist mir während der Buchmesse im letzten Jahr in Frankfurt am Verlagsstand des Acabus-Verlages die Romanbiografie von Johanna Blackader aufgefallen. Ich habe reingelesen und es war klar, dass ich mir das Buch komplett zur Brust nehmen würde ...

 

Leseprobe:
========

 

„Hast du nicht einen Entwurf mit etwas mehr, wie soll ich sagen, Farbe? Es geht um den Erzherzog Albert, Otto.“
Van Veen gab ein Zischen von sich, dass einer buckelnden Katze Ehre gemacht hätte. „Du bist ein Witzbold, wenn du denkst, du musst nur Alberts Namen erwähnen, und schon schmelze ich vor deinen Augen dahin. Ich, Sohn eines berühmten Anwalts, Enkel des Herzogs, größter Maler der Niederlande, bin gewiss der Habsburgischen Sache verbunden, aber niemals werde ich in deinen Händen Butter sein!“
Van Veen streckte sich, zog die Augenbrauen zusammen und sah Rockox in die Augen. „Ich will mein Geld.“
„Mir scheint, Otto, du bist heute mit dem falschen Fuß aufgestanden.“
Rockox lachte und warf Peter einen Blick zu, der wohl so viel heißen sollte wie, man möge ihn doch bitte umgehend informieren, sollte der Meister tatsächlich eines Morgens gut gelaunt im Atelier erscheinen, denn das müsse er mit eigenen Augen gesehen haben.
„Ich will mein Geld“, wiederholte van Veen.
Rockox zog ein Säckchen hervor, löste die Kordel und zählte 120 Gulden in seine Hand.
„Den Rest der 650 Gulden bekommst du, wenn du etwas mehr vorzuweisen hast.“
Van Veen nahm die Münzen und verschwand wieder im Nebenraum, um das Geld in Sicherheit zu bringen. Die winzigen auf den Dielen verteilten Tonsplitter knirschten unter seinen Schritten.
„Ich würde dich gerne um einen Gefallen bitten“, rief Rockox ihm hinterher.
Grunzen. ...

 

Die Biografie ist keine komplette Biografie, sondern ein Ausschnitt aus dem Leben des Meisters Rubens aus dem 17. Jahrhundert.

 

Wir befinden uns im 30jährigen Krieg in Flamen, Rubens möchte die Malerei komplett revolutionieren. Er geht von Antwerpen nach Italien - möchte die alten Meister studieren. Er ist dort recht erfolgreich. Rom mag seine Art zu malen. Dann aber stirbt Rubens´ Mutter und er geht zurück. Er beginnt ein neues Leben. Bald wird er durch seine Arbeiten reich und berühmt. Es kommt so weit, dass Maria de Medici sich von ihm malen lässt. Auch wird er Botschafter und geht nach England und Spanien. Aber schafft er es, Frieden nach Europa zu bringen ???

 

Die Geschichte ist sehr klug geschrieben, faszinierte und fesselte mich vom Schreibstil gefangen und vom Inhalt absolut überzeugt habe ich das Buch innerhalb zweier Tage gelesen. Wirklich eine lesenswerte Publikation, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Geschichte und Biografie so kurzweilig und spannend präsentiert zu bekommen, da kann man nicht meckern.

 

 Mit jeder Menge Detailverliebtheit, dennoch neben aller ausschweifenden Schreibweise an keiner Stelle langatmig. Mir hat die Lektüre extrem gut gefallen. Handlung ist klug strukturiert und die Art und Weise, der Stil, des Geschriebenen spannend und bildhaft.

 

So mag ich es, Wissen vermittelt zu bekommen.

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sagen

Geheimnisvolles Hall

Christine Zucchelli
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.04.2012
ISBN 9783702231859
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hall in Tirol - eine geheimnisvolle Stadt ? Ja, das ist sie, in der Realität und im Buch, welches  Sagen, Legenden und merkwürdige Geschichten zur Stadt und ihrer Umgebung beinhaltet.

 

Gliederung:
=========

 

Das Buch beginnt doppelseitig mit einem Stadtplan und Nummerierung der einzelnen Stationen, die man literarisch innerhalb des Buches erlebt.

 

Teil 1: ... aus der Stadt Hall ...

Burg Hasegg und Salinenareal

Schmiedgasse

Salvatorgasse

Oberer Stadtplatz

Um die Pfarrkirche St. Nikolaus

Krippgasse/Franziskanergraben

Agramsgasse/Schlossgasse

Guarinonigasse/Milserstraße

Damenstift und Jesuitenkirche

Eugenstraße

Unterer Stadtplatz

Von den Rändern der Stadt

 

Teil 2: ... und ihre Umgebung

Thaur

Absam

Halltal

Gnadenwald

Mils

Baumkirchen

Fritzens

Wattens und Wattenberg

Volders und Voldertal

Tulfes

 

Leseprobe:

========

 

Von den Rändern der Stadt

Das Kruzifix von Heiligkreuz

 

Heiligkreuz, an der alten Landstraße gelegen, die Hall über Thaur und Arzl mit Innsbruck verband, ist seit 1938 der Stadt Hall eingemeindet. Der frühere Name des Dorfes, Gampas, ist romanischen Ursprungs und wird im 12. Jahrhundert erstmals in einer Urkunde erwähnt.

 

In alter Zeit, als Heiligkreuz noch den Namen Gampas trug, soll der Inn eines Tages unweit der Ortschaft ein schlichtes Kruzifix ans Ufer gespült haben. ...

 

Die letzte Doppelseite im Umschlag zeigt kartografisch die Umgebungsorte Halls, die im Buch thematisiert werden.

 

Außerdem im Buch praktischerweise Adressen und Besichtigungstipps und das Glossar mit den wichtigen Begriffserklärungen.

 

Die Geschichten sind sehr unterschiedlicher Natur, daher ist das Buch insgesamt nicht nur interessant und informativ zu lesen, sondern unbedingt auch kurzweilig und abwechslungsreich. Es gibt literarisch und sagenhaft einen prima Überblick über die Region rund um Hall. Die Autorin hat Überlieferungen zu Rate gezogen, Mirakelberichte aus vergangenen Jahrhunderten verwandt und einen umfassenden Sagenschatz durchforstet.

 

Die Texte sind sehr gut geschrieben, flüssig, spannend zu lesen. Blutige Geschichten wechseln mit amüsanten Anekdoten und Geistergeschichten.

 

Wirklich rundherum gelungenes Projekt.

Um es nicht zu vergessen, das Buch ist reich bebildert mit wundervollen die Texte untermalendem Fotomaterial zur Region.

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