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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

palästina, familie, krieg, israel, flucht

Als die Sonne im Meer verschwand

Susan Abulhawa , Stefanie Fahrner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.10.2016
ISBN 9783453359147
Genre: Romane

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(140)

196 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 119 Rezensionen

thriller, moor, krimi, maya, mooresschwärze

Mooresschwärze

Catherine Shepherd
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783944676067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ohje, der vielgelobte Thriller "Mooresschwärze" hat mir gar nicht gefallen. Es begann recht vielversprechend mit einer Mädchenleiche im Moor, die kurz darauf auch noch geklaut wird. An sich ein guter Gruselfaktor, aber wenn der Leichenraub dann nichts weiter als diesen Effekt bedient, ist mir das zu dünn.

Protagonistin ist die Pathologin Julia, deren Figur hauptsächlich durch den Tod ihres Bruders und durch einen bemerkenswerten Appetit herausgearbeitet wird. Jedenfalls isst sie viel und oft, blieb mir ansonsten völlig fremd.

Bedauernswertestes Opfer dieses Buches war der Kommissar Florian, Leiter eines trotteligen Teams, das ständig von der tollen Julia Nachhilfe bekommen muss. Es sollte wohl auf eine sich zart entspinnende Romanze zwischen den beiden hinaus laufen, wurde dann aber zum stocksteifen Krampf zweier augenscheinlich Verklemmter.

Der Kriminalfall an sich schleppte sich ziemlich spannungslos voran, bis dann zur eiligen Auflösung ein geistesgestörter Mörder aus dem Ärmel gezaubert wurde, der dem Mayakalt anhängt. Weitere Motive werden nicht erläutert, ebenso unklar blieb für mich was Maya und Moor miteinander zu tun haben.

Schwupp, dann war's aus und ich war enttäuscht. Schade.

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Tags: gerichtsmedizin, krimi, leichenraub, mädchenleiche, mayakult, moor   (6)
 

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(22)

51 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, mord, geheimnis, boston, usa

Das dunkle Haus am See

Sarah Smith
Flexibler Einband
Erschienen bei DTV
ISBN 9783423201414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es geht um Baron Alexander von Reisden, der von einer zufälligen Begegnung für Richard Knight gehalten wird. Richard, Erbe eines großen Vermögens, verschwand als Kind unter mysteriösen Umständen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde der Großvater des Kindes ermordet. Nachlassverwalter und Erben wünschen sich nun, dass der gute Richard endlich für tot erklärt werden kann, damit das Vermögen Verwendung findet. Dazu soll möglichst die Leiche gefunden werden.

Reisden, 27 Jahre jung, Chemiker, ist seit dem Tod seiner Frau schwermütig und leidet unter den Erinnerungslücken aus seinen Kindertagen.

Warum der Gute sich dazu hinreißen lässt, aus Europa nach Boston zu reisen, um sich bei Teilen der Restfamilie als Richard auszugeben, einfach, weil ein ihm völlig unbekannter Arzt ihn auf einem Bahnhof anspricht, hat sich mir das ganze Buch über nicht erschlossen. Aber OK, der schwermütige Baron ist halt etwas skurril.

Nun schleppt sich die Geschichte, überhäuft mit wirr geschilderten Nebensächlichkeiten und einer selbst für das Jahr 1906 albernen Liebesgeschichte, mit der Geschwindigkeit eines Faultiers voran, bis man endlich im dunklen Haus am See landet.

Dort mutiert Reisden zu einer Mischung aus Sherlock Holmes und Hercule Poirot und konstruiert in einer theatralischen Familienaufstellung die Geschehnisse um die Ermordung des Großvaters und das Verschwinden des Kindes. Dazwischen noch immer deplatzierte Nebensächlichkeiten, wirre Gedankensprünge aller Beteiligten und fehlende Übersichtlichkeit, wer sich wo befindet, gerade denkt, handelt, träumt oder sich erinnert.

Mein lieber Schwan, welch ein Kampf, bis denn mühsam klar wird, dass der zufällig entdeckte Baron tatsächlich der verschwundene Richard ist, aber vielleicht dann doch lieber nicht und wer den Großvater erschoss. Andere Mysterien bleiben ungeklärt, sollten wohl für die beiden Folgeromane um Reisden aufgehoben werden.

Die Autorin hat viel Wissen um die Epoche einfließen lassen und eine interessante Hauptfigur erschaffen. Dafür die zwei Sterne. Der für meinen Geschmack völlig wirre Erzählstil und das mühsame Erhalten des Mysteriums "Isser's? Isser's nicht?" hat mir dann doch den Großteil des Lesevergnügens genommen.

Die Folgeromane werde ich sicher nicht lesen.

 

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Tags: 20.jahrhundert, alexander von reisden, blinde frau, boston, chemiker, kind verschwunden, usa   (7)
 

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 17 Rezensionen

ira, protestanten, belfast, 1981, nordirland

Der katholische Bulle

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 14.07.2014
ISBN 9783518465233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

muss es zwangsläufig schwer haben und so wird Sean Duffy auch nichts geschenkt. 


Duffy ist ein junger Polizist, der in den 1980ern in Belfast einen Serienkiller fangen soll, der Schwule zu hassen scheint und nebenbei in bürgerkriegsähnlichen Zuständen zwischen den Verstrickungen der IRA, Sinn Fein, Untergruppen und Geheimdiensten zurecht kommen soll. 


Klar, dass dies nur Probleme macht und einen Haufen Frustration auslöst, als so gut wie alle Spuren ins Leere laufen und der ehrgeizige Duffy sogar aus den Ermittlungen gedrängt wird.


Ich mochte McKintys Schreibstil und fand, dass ihm die Zeitreise zurück ins Irland der 80er wirklich gut gelungen ist. Musik, Schlagzeilen, die ganze Atmosphäre dieser Zeit inklusive der allgegenwärtigen Terrorangst, dem Misstrauen, der Schäbigkeit des damaligen Nordirland hat mich erfolgreich mitreisen lassen.


Sean Duffy mit seinen coolen Sprüchen gefiel mir auch, wenngleich ich nicht immer nachvollziehen konnte, warum er handelt, wie er handelt. 


Der Fall, sehr verstrickt, aber passend zu den vielen Verstrickungen, Verklemmungen und Unsicherheiten aller Beteiligten des damaligen Belfast, büßte hier und da an Spannung ein und wurde mir dann etwas zu bemüht aufgelöst. 


Dennoch, für mich war es ein Lesevergnügen und der nächste McKinty wartet schon.

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Tags: 1980er jahre, belfast, freiheitskampf, ira, irland, katholisc, mord, musikliebhaber, politik, polizist, protestanten, schwulenhass, sinn fein   (13)
 

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333 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

universität, liebe, literatur, ehe, professor

Stoner

John Williams , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2014
ISBN 9783423143950
Genre: Romane

Rezension:

Wie man an den 4 Sternen sehen kann, ist es mir gelungen, Stoner zu mögen. Zugegeben, Liebe auf den ersten Blick war es nicht. 


Der Roman, eine als Wiederentdeckung gehypte Publikation, schildert das Leben des William Stoner von 1910 bis 1956. Stoner, Sohn eines Farmers, soll eigentlich Agrarwissenschaften studieren, entdeckt jedoch seine Liebe zur Literatur und wird Professor an der Universität Missouri.


Alle weiteren Figuren bleiben sehr blass, was mich zunächst gestört hat, mir dann aber nachvollziehbar erschien. Es geht um William Stoner und fertig.


Seine Geschichte wird unaufgeregt erzählt, sowohl seine Jugend zwischen Feldarbeit und wortkargen Eltern, sein beruflicher Werdegang, das Leben auf dem Campus, seine Eheschließung mit einer offensichtlich gestörten Frau und seine Versuche, guter Vater einer Tochter zu sein und schließlich sein Tod. 


Höhepunkte finden nicht statt, nicht einmal seine Affäre, die ihn kurzzeitig aus dem kalten Ehealltag erlösen soll, kommt sonderlich romantisch daher. Ein Held ist er auch nicht, wehrt sich nicht oder nur schwach gegen allerlei Gehässigkeiten, die ihm begegnen und selbst, als auf seinem Campus gegen ihn intrigiert wird, fällt es ihm nicht ein, woanders zu unterrichten.


Es hat mich erstaunt, dass ich eine solche Figur wirklich mögen konnte, nach anfänglichem Gähnen dann doch wissen wollte, was geschieht. Am Ende habe ich um Stoner geweint.


Das muss man erstmal hinkriegen! John Williams ist es ganz sanft gelungen, mich in seine Geschichte zu ziehen und darin zu verwickeln, Zuneigung für seinen Stoner zu wecken, der sein Schicksal stoisch erträgt und dabei so bemüht ist, Rücksicht zu nehmen, niemanden zu verletzen oder im Weg zu sein. Ich hätte ihm mehr Liebe und mehr Lachen gewünscht.


Allerdings zeigt dieses Buch auf berührende Weise, dass das Leben kein Wunschkonzert ist.

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Tags: ehedrama, lehrer, leidvolle erfahrung, literaturprofessor, missouri, traurig, usa, william stoner   (8)
 

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142 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

new york, 9/11, amerika, trauer, familie

Extremely Loud and Incredibly Close

Jonathan Safran Foer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 25.05.2006
ISBN 9780141012698
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch ist ein Kunstwerk. Fotos, Seiten, auf denen nur ein Satz zu lesen ist, leere Seiten, ein Zahlencode, der Gefühle ausdrückt oder das Daumenkino am Ende des Buches - all das habe ich nicht als effekthascherische Masche empfunden, sondern als kreative Darstellungsform, die hervorragend zur Geschichte passt. 


Darin geht es um den 9-jährigen Oscar Schell, dessen Vater am 11. September ums Leben kam. Oscar findet unter den Sachen seines Vaters einen Schlüssel und macht sich nun  auf, das passende Schloss zu finden. Eine schwierige Aufgabe, aber sie hilft ihm, seine Trauer zu bewältigen. 


Oscar, ein liebenswerter Knirps und Klugscheißer, lernt New York und eine Menge Leute kennen. Der Leser lernt seine Familie kennen, vielmehr die Geschichte seiner jüdischen Großeltern, die die Kriegstage in Dresden erlebten. 


So kreativ wie die Aufmachung ist Foers Schreibstil - ohne dabei gewollt anders zu wirken. Foer gelingt es, dramatische und traurige Ereignisse so unsentimental wie gefühlvoll zu verpacken, dabei die Spannung zu halten und dazu noch witzig zu sein. 


Ich habe jede Zeile genossen, habe mich gefreut, Familie Schell und besonders den kleinen Oscar kennen zu lernen. Ein ungewöhnliches, brillantes Leseerlebnis.

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Tags: amerika, jonathan safran foer, jüdisch, kind, new york, nine-eleven 9/11, schlüssel, terrorismus   (8)
 

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246 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

elefant, gentechnik, zirkus, genmanipulation, zürich

Elefant

Martin Suter
Fester Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 18.01.2017
ISBN 9783257069709
Genre: Romane

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

krimi, nordirland, irland, adrian mckinty, mord

Rain Dogs

Adrian McKinty , Peter Torberg
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.02.2017
ISBN 9783518467473
Genre: Krimi und Thriller

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

krimi, peak district, ben cooper, diane fry, polizei

Kaltes Grab

Stephen Booth , Gerald Jung
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 17.10.2005
ISBN 9783442460724
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich liebe englische Krimis und speziell den Peak District. Das Lokalkolorit ist in "Kaltes Grab" auch wunderbar gelungen. Der Rest - naja.
Booth wählt einen harten Winter im Peak District für seine Geschichte und lässt seine Protagonisten größtenteils in düsterer Stimmung mühselige bis unmotivierte Ermittlungsarbeit leisten.


Es gibt zunächst zwei Leichen, die eines Unbekannten und die eines jungen Mädchens, hinzu kommt eine Kanadierin, die nach ihrem im 2. Weltkrieg verschollenen Großvater sucht. Tatsächlich weiß Ermittler Ben Cooper von einem Flugzeugwrack, das am Irontongue Hill abstürzte, ungefähr dort, wo auch die Leiche des jungen Mädchens gefunden wurde. 


So entwickelt sich ein Knäuel aus Handlungssträngen, von denen dann einer schwerfällig und mit viel "Drumherum", wie polizeiliches Kompetenzgerangel, Flugzeugkunde und Problemwälzerei, zur Auflösung führt.


Trotz der ewig schlechten Laune mochte ich Ben Cooper und Diane Fry, empfand aber den Fall als zäh und langatmig. Was mir gar nicht gefiel waren Spannungskiller, wie: "Sie ahnte nicht, dass ihr Leben in 5 Minuten vorbei sein würde" - woraufhin dann seitenlang gejagt, gestolpert und gestorben wird. 









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Tags: ben cooper, england, krimi, peak district, polizei   (5)
 

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1.712 Bibliotheken, 22 Leser, 7 Gruppen, 156 Rezensionen

thriller, mord, insel, david hunter, krimi

Kalte Asche

Simon Beckett , Andree Hesse ,
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2008
ISBN 9783499241956
Genre: Krimi und Thriller

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

geschichte, judentum, roman, heiliges land, israel

Die Quelle

James A. Michener
Flexibler Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.10.1978
ISBN 9783426005675
Genre: Historische Romane

Rezension:

War das eine schöne Reise! Nicht nur nach Israel, sondern zudem noch durch die Jahrtausende. 


1964 beginnt ein Archäologenteam mit Ausgrabungen im fiktiven Tell Makor und gräbt sich durch mehrere Tausend Jahre Besiedelung in dem Land, das heute Israel genannt wird. 


Jede Epoche gibt ein besonderes Fundstück frei, zu dem Michener dann eine spannende Geschichte zu erzählen weiß. Die bewegte Historie dieses Landstrichs und die Entwicklung monotheistischer Religion wurde umfangreich recherchiert und lebendig wiedergegeben. Dabei wird der rote Faden nicht vergessen, der durch die Zeiten führt und schließlich wieder im Jahr 1964 endet. 


Das Buch umfasst 1000 Seiten und trotzdem habe ich mich an keiner Stelle gelangweilt. Die Erstveröffentlichung liegt über 30 Jahre zurück und manchen mag der Schreibstil altmodisch vorkommen - mir gefiel die Erzählweise sehr. 


Absolut lesenswert, unterhaltsam und nebenbei lehrreich!

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Tags: archäologie, geschichte, heiliges land, israel, michener, religion   (6)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Vor der Wüste

Andreas Kollender
Flexibler Einband: 215 Seiten
Erschienen bei DTV
ISBN 9783423243933
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

indien, krimi, hamburg, diamanten, soho

Golkonda: Dents erster Fall

Colin T. Blackstone
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Digital Coffee, 11.12.2016
ISBN 9783954170500
Genre: Krimi und Thriller

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58 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

thriller, politthriller, brüssel, schwimmer, schweden

Der Schwimmer

Joakim Zander , Ursel Allenstein , Nina Hoyer , Hauptmann & Kompanie, Werbeagentur
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.06.2016
ISBN 9783499268885
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mochte den Schwimmer. Einen alternden Agenten, den die Vergangenheit einholt, ihm noch einmal alles abfordert. Eine Figur, die mich berührt hat.

Hochaktuell angesiedelt im Milieu privater Subunternehmen, die neuerdings den Staaten ihre Kriege abnehmen, liefert Joakim Zander eine spannende Story, die fast beklemmend real erscheint. Ja, genau so könnte es laufen, hinter den Kulissen des Terrorkriegs und das allein löst ein Schaudern aus.

Die beiden Zeitebenen finden sich überzeugend zusammen, die Figuren sind echt, werden gefordert, die Schauplätze werden bildhaft beschrieben, ob es nun Brüssel, der Nahe Osten oder die USA sind.

Ein wirklich gelungener Politthriller

 

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Tags: agenten, brüssel, joakim zander, naher oste, politthriller, schweden, schwimmer, un   (8)
 

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(182)

424 Bibliotheken, 7 Leser, 10 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, kleinstadt, mord, familie, joy fielding

Nur der Tod kann dich retten

Joy Fielding ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 06.07.2009
ISBN 9783442468102
Genre: Krimi und Thriller

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(403)

792 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 39 Rezensionen

liebe, england, 2. weltkrieg, krieg, familie

Abbitte

Ian McEwan , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 533 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.03.2004
ISBN 9783257233803
Genre: Romane

Rezension:

Ein kleines Kunstwerk. Sprachlich hinreißend, mit fein gezeichneten Figuren, deren Geschichte so träge beginnt, wie der englische Sommer, in dem der erste Teil spielt. Wie immer bei Ian McEwan muss man nicht lange warten, bis Spannung oder gar Dramatik aufkommen.

In "Abbitte" ist die 13jährige Briony dafür verantwortlich. Unsicher in der Welt der Erwachsenen und in ihrer erwachenden Sexualität, empfindet sie den Freund ihrer Schwester sowohl als interessant, als auch als Bedrohung. Als ihre Cousine vergewaltigt wird, sagt Briony gegen den Freund ihrer Schwester aus, obwohl sie kaum etwas gesehen hat.

Was folgt ist eine für alle Beteiligten schicksalhafte Verkettung dramatischer Umstände, noch verstärkt durch den ausbrechenden 2. Weltkrieg. So einfühlsam wie nachvollziehbar wird beschrieben, wie Briony beladen mit ihrer Schuld ihr Leben zu meistern versucht, jedoch eines nie schafft: Abbitte zu leisten.

Für mich ein gelungener Roman über Menschen und Menschsein, atmosphärisch dicht und für meinen Geschmack wirklich berührend.

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Tags: 2. weltkrieg, england, ian mcewan, schuld   (4)
 

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(327)

511 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

krimi, schweden, wallander, mord, henning mankell

Mörder ohne Gesicht

Henning Mankell , Barbara Sirges , Paul Berf
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2010
ISBN 9783423212120
Genre: Krimi und Thriller

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

naher osten, nablus, israel, liebe, afghanistan

"Fi": Roman: Eine Geschichte aus dem Nahen Osten der Jahrtausendwende

Colin T. Blackstone
E-Buch Text: 590 Seiten
Erschienen bei Digital Coffee, 22.11.2014
ISBN 9783954170401
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte aus dem Nahen Osten der Jahrtausendwende um die junge Lehrerin Fiona, genannt "Fi", hat mich komplett begeistert. 


Dabei war ich zuerst skeptisch, weil ich zwar das Cover interessant fand, den Titel aber eher nichtssagend. Tatsächlich ist der Roman genau das: Eine Geschichte aus dem Nahen Osten der Jahrtausendwende, die am Weihnachtsabend 1999 beginnt.
Durch einen Telefonanruf erfährt Fiona vom Verschwinden ihres Vaters, der für eine Hilfsorganisation in Palästina tätig ist. Überstürzt, ohne Plan, reist sie dorthin und glaubt, etwas ausrichten zu können.


Der Leser reist mit Fiona ins Unbekannte und wird mit allen Sinnen in die spannende Geschichte hinein gesogen. Schlüssig, flüssig, aufregend und mit sehr geschickt aufgebauten Charakteren geht's ab ins Krisengebiet. Blackstone gelingt es ohne viel "Laberei" ein lebhaftes Bild dieser Region zu zeichnen, bis man glaubt, frisches Brot und Mandelöl zu riechen. Oder den Schwefelgeruch von Schusswaffen und Raketen.


Das Buch spart nicht mit Schilderungen der vielen erschreckenden Vorgänge, die den Nahen Osten in den Schlagzeilen halten. So rankt sich Fionas Geschichte um historische Fakten und wahre Begebenheiten herum. Bemerkenswert: Jedes Kapitel beginnt mit einem Datum in allen drei Zeitrechnungen - der jüdischen, der christlichen und der muslimischen. Wie zuträglich dies der doch recht komplexen Geschichte ist, merkt man erst während des Lesens oder wenn man sich die Mühe macht, bestimmte Ereignisse nachlesen zu wollen. Die habe ich mir gemacht, weil es mich total gepackt hat und ziehe mein Damenhütchen vor der präzisen Recherche. 


Weiterhin bemerkenswert: Es gibt keine Wertung, welche Fraktion dort "im Recht" sein soll, dafür eine ganze Menge Denkanstöße, die ganz locker mit dem Lesefluss daher kommen, aber dann nachhaltig beschäftigen.


Trotz aller Nähe zur Realität kommt die Romantik nicht zu kurz. "Fi" ist eine absolut liebenswerte Figur, die das Glück hat gleich zwei tollen Männern zu begegnen. Mit den Verstrickungen um das Verbrechen an ihrem Vater, dazu noch in einem Krisengebiet wird daraus jedoch kein Himmel voller Geigen sondern eher ein Haufen Stolpersteine auf dem Boden einer krassen Realität. Ich weiß nicht, ob der Autor das beabsichtigte, aber für mich Fionas Schicksal eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. 


Der Knaller war dann das filmreife Finale mit einer für mich völlig überraschenden Auflösung.


Die ganze Geschichte, die 1999 beginnt und knapp vier Jahre später endet hat mir gezeigt, wie prägend unsere jüngere Geschichte ist. Alles in Allem eine rundum gelungene Story. Ich hoffe auf eine Fortsetzung.











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Tags: afghanistan, entführung, israel, jerusalem, journalist, krieg, liebe, nablus, naher osten, palästina, westbank   (11)
 

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(3)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schleswig-holstei, itzehoe, schimmelreiter, fiona limar

Das Schweigen der Mörder

Fiona Limar
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 22.11.2016
ISBN B01MQNGO7B
Genre: Sonstiges

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550 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 125 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, bildung, armut

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

Gleich am Anfang: Seitenlange Namensliste der handelnden Figuren, nach Familien sortiert. Hilfreich, in der Tat, und eigentlich die Phase, in der ich das Buch hätte weg legen sollen.

Nur, weil ich wissen wollte, warum Lila verschwunden ist, las ich weiter. Nein, ich las auch weiter, weil ich den Hype um dieses Buch erfassen wollte. Was folgte war eine übertrieben detaillierte Pennälerstudie, die ohne jeden Spannungsbogen durch diverse Klassenstufen in die frühe Jugend zweier Freundinnen führt. Selbst der Versuch, Facetten des damaligen Neapel zu zeichnen, erschien mir farblos. Das Buch endet an Lilas Hochzeitstag, jener Lila, von der Eingangs erwähnt wird, dass sie verschwunden ist.

Ich habe den Hype nicht erfasst und weiß auch immer noch nicht, warum Lila verschwunden ist. Diese Frage wird offenbar in einem der Folgeromane geklärt. Keinen davon werde ich lesen.

Es ist mir einfach nicht gelungen, die Begeisterung für diese Geschichte zu teilen. Im Gegenteil, sie hat mich gelangweilt. Ich gebe drei Sterne für die lebendige Sprache und für das Marketing, dem es gelang, mich zum Kauf zu verführen.

 

 

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Tags: ferrante, freundschaft, italien, neapel   (4)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

tuareg, aachen, pferde, liebesroman, afrika

Eine Handvoll Wind

Colin T. Blackstone
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Digital Coffee, 01.09.2016
ISBN 9783954170333
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

jerusalem, israel, krimi, mord, mittlerer osten

Denn am Sabbat sollst du ruhen

Batya Gur , Margalit Zibaso
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.09.2009
ISBN 9783442472000
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was eigentlich für den Titel spricht. Als Jerusalem-Fan war ich auf den mysteriösen Fall um einen Mord in der ehrenwerten psychoanalytischen Gesellschaft dort sehr gespannt.

Der gute Inspektor Ochajon konnte mich jedoch nicht so richtig für sich einnehmen. Recht kühl und distanziert, dabei nicht wirklich unsympathisch. Obwohl sein Aussehen beschrieben wird, fand ich es schwierig, ihn mir vorzustellen. Ebenso fehlte mir das "Jerusalem-Feeling". Das Buch hätte in jeder Stadt spielen können, bis auf wenige Hinweise (Namen, Soldaten) hätte man auch kaum bemerkt, dass es überhaupt in Israel spielt.

Umso ausführlicher beschreibt Batya Gur die durchaus interessanten Gestalten am Institut, lässt sie umfangreiche Dialoge führen und gewährt einen umfassenden Einblick in die Welt der Psychoanalyse, mit der sich nicht nur Inspektor Ochajon schwer tut. Mir war's zu viel.

Schätzenswert der Fall und die Mühen der Aufklärung. Spannend, bis zum Finale mysteriös und elegant geschrieben.

Drei Sterne für einen lesenswerten Krimi dem irgendwas fehlt...

 

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Tags: batya gur, israel, jerusalem, mittlerer osten, mord, naher osten, ochajon, polizei, psychoanalyse, soldaten   (10)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

palästina, gaza, israel, lehrer, omar jussuf

Ein Grab in Gaza

Matt Beynon Rees , Klaus Modick
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 04.03.2010
ISBN 9783453433595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin ja bekennender Omar Youssef Fan. Ohne diesen liebenswerten Lehrer, der trotz der Plagen seines fortschreitenden Alters an das Gute glauben will und tapfer dafür kämpft - ja ohne ihn wäre "Ein Grab in Gaza" nur ein weiteres Dokument der Hoffnungslosigkeit in einer ewig gebeutelten Region.

Dennoch, mir gefällt die Art, wie der Gaza Streifen schonungslos beschrieben wird, mit allem, was dazu gehört. Wer mal dort war, erkennt, wie authentisch das ganze, verrückte Mosaik aus Gewalt, wirrer Politik, Korruption und humanitären Hilfsversuchen wiedergegeben wird.

Matt Rees nutzt das Genre 'Krimi', um seinen Lesern den Brennpunkt Nah-Ost näher zu bringen, festzuhalten, was in den Nachrichten keinen Platz haben kann oder soll. Das mag Krimi-Leser enttäuschen, denn die Fälle haben ihre Schwächen. Aber Omar muss man einfach lieb haben.

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Tags: gaza, israel, lehrer, matt rees, mittlerer osten, nah-ost-konflikt, palästina, un   (8)
 

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(2)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

palästina, krimi, israel, hamas, matt beynon rees

Der Tote von Nablus

Matt Beynon Rees , Klaus Modick
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.04.2011
ISBN 9783453408234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Matt Beynon Rees bringt uns den Nah-Ost-Konflikt auf's Sofa. Sicher kein gewöhnlicher Schauplatz, aber der Mann kennt sich da aus und das merkt man auch. Historische und aktuelle Zustände nehmen in dem geschickt arrangierten Setting zwar eine Nebenrolle ein, basteln aber während des Lesens ein gutes Gesamtbild des Alltags in Westbank. Für so manchen Leser vielleicht zu nah an der Realität, aber ich mag das.

Der Kriminalfall um die Gemeinde der Samaritaner in Nablus im Konflikt mit Fatah und Hamas war durchaus spannend, aber hier und da doch eilig konstruiert. Verdächtige, die bereitwillig die passenden Informationen ausplaudern, Hauswände, die Geheimnisse genau dann verraten, wenn der Ermittler sich dort versteckt, usw.

Mit Omar Youssef, dem alternden, aufrechten Ermittler (der eigentlich Lehrer ist) im großen palästinensischen Sumpf, ist Rees jedoch ein großer Wurf gelungen. Eine sympathische, zutiefst menschliche Figur, einfach liebens- und auch bewundernswert.

Matt Rees scheint es nicht darauf anzulegen, einen Krimi-Preis zu gewinnen, sondern den Nah-Ost-Konflikt einmal anders zu beleuchten, dem Rest der Welt durch seinen Omar eine menschliche Seite zu zeigen, die in den Schlagzeilen einfach nicht zum Tragen kommen kann.

Das ist sehr schwierig, aber bis auf kleine Schwächen gut gelungen.

 

 

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Tags: fatah, hamas, israel, krimi, lehrer, matt beynon rees, nablus, nah-ost-konflik, palästina   (9)
 

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altes land, flüchtlinge, hamburg, ostpreußen, flucht

Altes Land

Dörte Hansen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.02.2015
ISBN 9783813506471
Genre: Romane

Rezension:

Schade. Als Hamburgerin fand ich das Thema - Flüchtlinge aus Ostpreußen, alteingesessene Bauern an der Elbe und Landlust suchende Städter - ganz spannend.

Quälende Lektüre. Leben, Liebe, Launen und auch alles andere wird seltsam distanziert herunter geleiert. Das mag literarisch wertvoll, journalistisch oder sonstwie genannt werden, aber mir versperrte es jeglichen Zugang zu sämtlichen handelnden Personen.

Es wurde mit "trockenem Witz" geworben. "Trocken" konnte ich nachvollziehen, "Witz" nicht so sehr. Humorvolle, sarkastische Anmerkungen über die fleißig ausschwärmende Großstadtbande im Ökowahn, waren mehr eine Aneinanderreihung von Klischees, als feinsinnige Beobachtungen.

Naja - mir hat es einfach nicht gefallen.

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Tags: altes land, flüchtlinge, hamburg, hansen, ostpreußen   (5)
 
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