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123 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

stephen king, gwendys wunschkasten, wunschkasten, richard chizmar, kurzgeschichte

Gwendys Wunschkasten

Stephen King , Richard Chizmar , Ulrich Blumenbach
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453439252
Genre: Fantasy

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017
ISBN-10: 3453439252

Klappentext
Wiedersehen mit Castle Rock
Die kleine Stadt Castle Rock in Maine hat die seltsamsten Vorkommnisse und ungewöhnlichsten Besucher erlebt. Warum sollte es der 12-jährigen Gwendy anders ergehen? Eines Tages tritt ein schwarz gekleideter Unbekannter an sie heran und macht ihr ein Geschenk: einen Kasten mit lauter Schaltern und Hebeln. Wozu er dient? Gwendy probiert es aus, und ihr Leben verändert sich von Grund auf.

Autor
Stephen King
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.


Richard Chizmar
Richard Chizmar ist Verleger von Cemetery Dance Publications und Autor von Kurzgeschichten. Als Herausgeber von Anthologien wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem »World Fantasy Special Award«.


Cover
Wie der Blick in die kleine Holzschatulle, in der man die vielen kleinen Habseeligkeiten bewahrt, die einem am Herzen liegen wirkt das Cover zu diesem kleinen Büchlein. Mit gelber, auffallend geschwungener Schrift leuchten Autorennamen und Buchtitel entgegen. Die Münzen und Figuren auf dem hölzern wirkenden Grund sind ein haptisches Highlight.

Meinung
Nach „ES“ lächelte mich Stephen King von diesem Cover praktisch an.
In der Geschichte geht es um die zwölf-jährige Gwendy, die von einem Fremden ein kleines Kästchen mit bunten Schaltern und Hebeln bekommt. Zu diesem Zeitpunkt weiß sie noch nicht, das dieses Geschenk ihr ganzes Leben verändern wird.

So gut wie mir die Grundidee der Story gefällt, so schade finde ich die Kürze des Buches. Das man auf nur 128 Seiten keine Geschichte verfassen kann, die auf mehreren Ebenen brilliert, sprich tolle, glaubhafte Charaktere aufbauen und gleichzeitig eine Geschichte detailliert erzählen, in der man nicht das Gefühl hat, der Autor will es einfach nur zu ende bringen, ist keine Überraschung.
Daher richtet sich meine Kritik weniger an den Autor, sondern viel mehr an die geringe Seitenstärke.
Die Charaktere sind nett, aber leider fehlt hier die Tiefe und die Entwickelung, die zu einer gewissen Verbundenheit mit dem Protagonisten und anderen Figuren führt.
Auch das Ende des Buches wirkt zu schnell herbei geführt und hastig, genau wie auch der Rest des Intermezzos. Was nicht heißt, das es nicht spannend und gut zu lesen gewesen wäre, es fehlt nur an Raum, damit die Geschehnisse ihre Wirkung entfalten können.

Fazit
Schade, das hier nicht mehr aus der Idee gemacht wurde. Skizzierte Charaktere und hastige Entwicklungen haben bei mir nicht das Gefühl geweckt einen King in der Hand zu halten. 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Victoria & Abdul

Shrabani Basu , Martin Bayer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442159369
Genre: Biografien

Rezension:

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 18. September 2017
ISBN-10: 3442159369

Klappentext
Ein Paar, das ungleicher kaum sein könnte: Judi Dench in der Rolle der Queen Victoria

Der stattliche, gut aussehende Abdul Karim war gerade vierundzwanzig Jahre alt, als er seine große Reise von Indien nach England antrat. Als Gesandter der indischen Kolonien kam er an den Königlichen Hof in London, um Ihrer Majestät Queen Victoria (Judi Dench), der Kaiserin von Indien, anlässlich ihres 50. Thronjubiläums (1887) im Haushalt zu dienen. Eine Begegnung mit dem jungen Muslim aus Agra, der Stadt des Taj Mahal, entflammte Victorias Neugier. Die auf die siebzig zugehende Monarchin erhob Abdul in den Stand des königlichen Lehrers und Sekretärs, es entwickelte sich eine intensive Freundschaft. Im Königshaus sorgte das für Spannungen, doch gegen alle Widerstände und Intrigen bestand die Queen darauf, sich auch auf Reisen stets von ihrem indischen Vertrauten begleiten zu lassen. Abdul sollte bis zu Victorias Tod nicht mehr von ihrer Seite weichen. Ein Skandal und zugleich eine zarte Liebesgeschichte.

Autor
Shrabani Basu, geboren in Kalkutta, studierte in Dehli Geschichte und arbeitete ab 1983 für The Times in Bombay. 1987 wechselte sie nach London als Auslandskorrespondentin u.a. für The Telegraph, Kalkutta. Die Journalistin und Historikerin ist Autorin mehrerer Bücher über die britisch-indische Geschichte. Shrabani Basu lebt mit ihren Töchtern in London.

Cover
Da es sich hier um die Ausgabe zum gleichnamigen Film handelt, zeigt das Cover des Taschenbuches eine Szene aus Victoria & Abdul. Beide gehen spazieren, im Hintergrund ein wunderschöner Garten und das Sonnenlicht. Beide schauen sich vertraut an, lächeln und sehen freundschaftlich entspannt aus. Ein wunderschön unaufgeregtes Bild, welches den Charakter des Buches gelungen darstellt.

Meinung
Im Fokus des Buches steht die amtsmüde und von der Monotonie gelangweilte Königin Victoria. Anlässlich ihres 50. Thronjubiläums reist Abdul Karim aus Indien an, um der Königin am Hofe zu dienen.
Victoria, die ebenfalls Kaiserin von Indien ist sieht etwas in Karim, das sie fasziniert und so entwickelt sich entgegen aller Regeln, entgegen aller Einschränkungen, die der englische Hof mit sich bringt und entgegen all dem Missfallen eine tiefe Vertrautheit.

Ich habe die Wechselwirkung der beiden Charaktere enorm genossen. Victoria, die eher griesgrämig und unnahbar erscheint blüht in Karims Gegenwart richtig auf und findet auf überraschend natürliche Art und Weise wieder mehr zu sich selber. Sie findet Besonderheiten in ihrem Alltag und fängt an von einer Amtsinhaberin zu einer wahren Herrscherin zu werden, die es schafft über den Tellerrand des Protokolls hinauszuschauen.

Abdul Karim findet trotz des fremden Klimas und der strengen Regeln schnell Gefallen an der englischen Welt und vor allem an „seiner“ Königin, die ihn schnell aufsteigen lässt. Seine Meinung ist ihr sehr wichtig und er begleitet die Monarchin stets auf Reisen und ist ihr mit Rat und Tat zur Seite. Er entwickelt sich ebenso wie Victoria im Laufe der Geschichte weiter und bricht aus dem ihm vorbestimmten Weg aus.

Das Buch lebt von seinen Charakteren und von dem, wie sich die beiden Protagonisten ergänzen.
Ich habe hier keine künstlich herbeigeführten Spannungsmomente und Action vermisst, da die Zwischenmenschlichkeit und die indirekte Kritik an königlichen Vorgehensweisen für mich schon raumfüllend genug waren.

Auch Sprachlich bewegt sich Basu auf sicheren Pfaden. Ruhig und ohne große Ausreißer wird die Geschichte erzählt. Dabei ist der Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen und passt hervorragend zum ebenfalls unaufgeregtem Buch.

Fazit
„Victoria und Abdul“ ist eine Geschichte, die durch ihre Charaktere und deren gegenseitige Wirkung aufeinander lebt. Hier passiert zwischenmenschlich so viel, das auch ohne herbeigeführte Spannung ein starkes, emotionales Leseerlebnis entstanden ist. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kreativbuch, handlettering, kalligrafie, norbert pautner, bassermann verlag

Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren

Norbert Pautner
Flexibler Einband
Erschienen bei Bassermann, 02.10.2017
ISBN 9783809438038
Genre: Sachbücher

Rezension:

Broschiert: 80 Seiten

Verlag: Bassermann Verlag

Erscheinungstermin: 2. Oktober 2017

ISBN-10: 3809438030


Klappentext

Schöne Schrift kann jeder ...

... man muss nur wissen, wie es geht. In diesem Praxisbuch werden Buchstabe für Buchstabe die 33 schönsten Schriften vorgestellt. Dabei wird genau erklärt, wie man sie mit Stift, Pinsel und Kreide schreibt oder konstruiert. Zusätzlich werden viele Vorlagen für Rahmen, Ornamente und Bordüren angeboten. Dekorative Aufschriften auf Karten, Tafeln, Bildern oder Textilien gehen so mit ein wenig Übung ganz leicht von der Hand. Damit das Üben leicht fällt, gibt es gerasterte Seiten mit Hilfslinien zum Download auf der Website.


Autor

Norbert Pautner zeichnet und malt, seit er einen Stift halten kann. Nach einem Studium der Sinologie, Japanologie und Kunstgeschichte lebt und arbeitet er heute als selbstständiger Autor und Illustrator in Berlin. Er ist der festen Überzeugung, dass jeder kreativ ist, getreu dem Motto: „Zeichnen, Malen, Basteln: Wenn’s Spaß macht, kann’s jeder!“


Cover

Passend zum Thema des Buches ist auch das Cover gestaltet. Wie eine schön gestaltete Tafel, die mit allen Künsten und unterschiedlicher Kreide gelettert wurde. Obwohl es wirklich gelungen ist und mich anspricht muss man einfach sagen, das diese Art Cover für Handlettering-Bücher nichts ungewöhnliches ist und man zur Zeit wirklich häufig sieht.


Meinung

Als kompletter Neuling, was das Handlettering angeht, habe ich mir die schönen Kunstwerke immer gerne angeschaut. Irgendwann kam auch in mir der Wunsch so etwas selber gestalten zu können. Aber wie fängt man etwas an, wenn man grundsätzlich über zwei linke Hände verfügt?


Als dieses 80 Seiten starke Buch bei mir angekommen ist hat mir sehr gefallen, das einige Grundsätze des Letterns kurz und knapp beleuchtet wurden, dies aber nicht zu viel Platz einnimmt.


Schon nach wenigen Seiten wird das Augenmerk voll auf die unterschiedlichen Alphabete gesetzt. Auf den Doppelseiten sieht man immer etwas Gelettertes mit dieser Schriftart, bevor kurz erklärt wird, worum es hier geht und worauf es ankommt. Es wird beschrieben wie man die Buchstaben am besten erstellen und wie man diese spezielle Art abändern kann, was zu einer Vielzahl weiterer Schriftarten führt, die sich auf diese Grundart stützen.


Gegenüberliegend findet man die einzelnen Buchstaben des Alphabets, oftmals in Klein- und Großschreibung, auf kariertem Untergrund, was das Vorzeichnen auf eigenem Papier sehr erleichtert, da man durch die Rasterlinien genau sehen kann, wann und wo sich welcher Strich in welche Richtung bewegt.

Das Buch bleibt bei seinen Vorlagen keineswegs einseitig. Mir gefällt die Diversität und das für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ob es sich nun um einfache Blogschrift oder sehr geschwungene Schriften handelt, besonders für den Anfänger ist dies eine schöne Möglichkeit sich auszuprobieren und verschiedene Stile miteinander zu verbinden.


Auf den letzten Seiten des Buches befinden sich tolle Vorlagen für Banderolen, Schwünge, diverse Illustrationen und Rahmen um sein Kunstwerk noch weiter zu verschönern.


Ich habe mich direkt vom Buch eingeladen gefühlt und drauf los probiert. Dank der tollen Beschreibungen und schönen Vorlagen ist mir dies auch recht fix gelungen und da ich das Gefühl hatte auch mit zwei linken Händen etwas akzeptables aufs Papier zu bekommen habe ich jetzt ein neues Hobby, bei dem mich dieses Buch sicher noch eine Zeit lang begleiten wird und mir hilft, mich zu verbessern.


Fazit

Ein tolles Handlettering-Buch, das auch für Einsteiger geeignet ist, da es viele wichtige Punkte gut erklärt ohne dabei zu viel Wert auf die Theorie zu legen. Jedes Alphabet ist gut erklärt, es werden Möglichkeiten zur Variation aufgezeigt und Schritt für Schritt erklärt.  

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebesroman, weihnachten

Claude allein zu Haus

Sophie Pembroke , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2017
ISBN 9783956497353
Genre: Romane

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kurt cobain, lehrer-schüler-beziehung, lehrer-schüler-liebe, hamburg, erziehung

Der Himmel über Quickborn: Roman

Kirstin Messerschmidt
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.09.2017
ISBN 9781548212742
Genre: Sonstiges

Rezension:

Taschenbuch: 396 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Erscheinungstermin: 7. September 2017

ISBN-10: 1548212741


Klappentext

Seit sie denken kann, leidet die 15-jährige Olivia „Liv“ Ballato an unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Ihr Temperament macht sie zur Außenseiterin. Gegen die Einsamkeit unterhält Liv eine imaginäre Liebesbeziehung mit Rockstar Kurt Cobain. Als die Familie von der Großstadt ins dörfliche Quickborn umzieht, wird Livs Dasein schier unerträglich: Ein wütender Teenager zwischen Schweinebauern, Dorfnazis und neureichen Snobs. Und dann stirbt auch noch Kurt. Es gibt für Liv nur einen einzigen Grund, noch am Leben zu bleiben, ihren Lehrer Marc. Zwischen Liv und dem zwanzig Jahre älteren Mann entwickelt sich eine geheime Liebe.


Autor

Kirstin Messerschmidt, geb. 1981, ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und begann ihre berufliche Laufbahn in einem Rechtsanwaltsbüro. Im Alter von 20 Jahren verließ sie ihre geliebte Heimat und ging nach London, um dort für den Musiksender MTV zu arbeiten. Seit 2005 lebt sie in Berlin und ist Musikredakteurin für MTV und VIVA. Geschrieben hat sie schon immer, jedoch meistens unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Beim ehemaligen Satiremagazin ZYN! ließ sie es zwar höchst öffentlich, aber leider unter falschem Namen krachen. Winterblut ist ihr erster Roman.


Cover

„Typisch 90er“ denkt man sich schmunzelnd, wenn man das Cover zu „Der Himmel über Quickborn“ betrachtet. Das Mädchen, das mit dem Rücken zum Betrachter auf der Motorhaube eines Autos sitzt trägt ein Oberteil eines Trainingsanzuges in hellblau, das so oder so ähnlich bestimmt viele im Kleiderschrank hatten. Im unteren Drittel ist auf blau unterlegtem Grund der weiße Titel zu finden. Alles in allem recht unaufgeregt, ein klein wenig altbacken vielleicht, versetzt aber direkt wieder in die 90er Jahre und ist damit absolut passend zum Buch.


Meinung

Liv ist ein jugendliches Mädchen, das mitten in den Neunzigern aufwächst. Sie hat mit vielen Problemen zu kämpfen, die zum Teil auch stark über die eines normalen Teenagers hinaus gehen. Ihre Familie, insbesondere ihre Mutter macht ihr das Leben nicht grade einfach und so zieht sich die Heranwachsende immer mehr in sich und in ihre erfundene Liebe zu Kurt Cobain zurück. Nach außen reagiert sie mit Agression, was von ihrer Umwelt auch nicht grade positiv aufgenommen wird.

Mitten in dem ganzen Trubel zieht die Familie nach Quickborn, was für Liv einen Schulwechsel zur Folge hat. Wer selber mal an seine Schulzeit denkt oder eventuell selber einmal einen Schulwechsel durch Umzug hinter sich gebracht hat, weiß, dass das Mädchen um diese Erfahrung nicht unbedingt zu beneiden ist.


Liv selber ist ein toller Charakter. Sie ist taff und versucht sich trotz all der wideren Umstände in ihrer Familie ihren Weg zu bahnen. Das sie der Tod des geliebten Sängers völlig aus der Bahn wirft war zu erwarten. Nun fehlten die Tagträume, in die sie sich so gerne vor der Realität geflüchtet hatte. Ihr Lichtblick ist Lehrer Marc, mit dem sie recht schnell eine Beziehung hat. Moralisch komplett verwerflich aber für Liv eine Stütze in der Trauer um den Nirvana-Frontman.


Marc ist ein ehr unkonventioneller Lehrer, der -mal abgesehen davon, das er eine Beziehung mit einer minderjährigen Schülerin beginnt- keinen guten Einfluss auf das Mädchen hat und sich im Laufe der Geschichte auch nicht damit rühmen kann mehr Sympathie zu gewinnen.


Der Schreibstil den die Autorin an den Tag legt ist enorm angenehm. Sauber formuliert, ohne dabei auf typische Ausdrücke der Zeit zu verzichten. Die Situationen im Buch sind spannend geschrieben ohne dabei reißerisch oder wertend zu sein. Alles in allem eine gute Grundlage um für jedes Alter ansprechend zu sein. Ob man jetzt selber ein „Kind der Neunziger“ war oder nur die Geschichte rund um Liv und ihre Beziehung zu dem Lehrer dafür gesorgt haben, dieses Buch in die Hand zu nehmen, Messerschmidt wird allen gerecht.


Auf zwei der Charaktere bin ich ja schon näher eingegangen. Wie man schon an diesen beiden sehen kann, polarisieren auch die übrigen Personen in „Der Himmel über Quickborn“. Dabei sind sie so eingängig in ihrer Art, das man schon nach wenigen Seiten ein Gefühl für sie bekommt und sich schnell Sympathie oder Antipathie ausprägen. Schön finde ich, das gezeigt wird, das sich alle in ihrer Persönlichkeit entwickeln. Oftmals wird dieses Augenmerk lediglich auf den Protagonisten gelegt, während andere ehr starr bleiben. Hier ist es sehr authentisch dargestellt, wobei ich nicht jede Entwicklung gut heiße oder gar verstehe.


Obgleich das Buch mit 396 Seiten nicht extrem kurz ist, hätte ich mir an einigen Stellen gewünscht, das sich die Autorin ein wenig mehr Zeit lässt. Manches ist mir persönlich zu schnell gegangen und auch das Ende des Buches hätte mit der ein oder anderen Seite zum Ausdehnen vielleicht ein bisschen angenehmer daherkommen können. Was auf keinen Fall bedeuten soll, das es so wie es jetzt ist schlecht ist. Ich hätte nur gerne mehr von der Entwicklung erfahren.


Fazit

Ein tolles Buch, das nur rein oberflächlich gesehen eine Geschichte über eine verbotene Liebe ist und die, bei näherer Betrachtung, viel mehr Themen behandelt als das offensichtliche Tabu. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe auf weitere Bücher aus der Feder Kirstin Messerschmidt´s.  

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228 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

fantasy, zirkus, scherben der dunkelheit, gesa schwartz, jugendbuch

Scherben der Dunkelheit

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.09.2017
ISBN 9783570164853
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: cbt
Erscheinungstermin: 25. September 2017
ISBN-10: 3570164853


Klappentext
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint

Autor
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.

Cover
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Zu dem mittig gehaltenen, silbernen Titel passt das leicht melancholisch schauende Mädchen auf der Schaukel hervorragend. Alles ist in dunkelen Blautönen gehalten, vom Hintergrund bis zum opulenten Kleid des Mädchens. Insgesamt ein schönes Gesamtbild, das man sich gerne anschauen mag.

Meinung
Ein dunkler Zirkus, geheimnisvolle Geschehnisse, düster, besonders und tödliche Gefahr... ich muss sagen, allein beim Klappentext hat man mich schon mal gepackt.
Mit genauso viel Euphorie bin ich in Scherben der Dunkelheit gestartet und bin gleich von Anfang an gut in die Geschichte rund um Anouk gekommen. Das Teenie-Mädchen, das den ersten Urlaub ohne ihre Eltern verbringen möchte und es sich zum Ziel gemacht hat, dies zu der besten Zeit überhaupt werden zu lassen, was für sie nicht unbedingt Party bedeutet sondern eher ein gutes Buch.
Als der Dark Zirkus in die Stadt kommt ahnt das Mädchen noch nicht, das sie schon bald ein Teil der Vorstellung sein wird und gegen das Böse ankämpft.

Über den Namen Gesa Schwarz bin ich schon öfter gestolpert, habe bislang allerdings kein Buch von ihr gelesen, was ich zum jetzigen Zeitpunkt schon ein wenig bedauere. Die Autorin schaffte es wirklich mich mit ihrer faszinierenden Welt anzustecken und mich komplett in den Bann zu ziehen.
Im Fokus steht wie schon erwähnt die 16-jähriege Anouk. Sie wirkt sehr reif für ihr Alter und macht keinen Hehl daraus, nicht wie andere in ihrem Alter ein Partyhopper zu sein. Das schüchterne Mädchen zeichnet gerne und liest viel. Sie ist nicht so versessen auf den Kontakt mit anderen Menschen und bleibt gerne für sich. Da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird, hat man als Leser die tolle Möglichkeit hier wirklich tief in ihre Gefühlswelt einzutauchen, was besonders im Hinblick auf die zarten Gefühle, die sich für den Zauberer Rhasgar entwickeln.

Rhasgar selber hat mich im Laufe des Buches auch sehr bewegt. Sein Weg zählt nicht grade zu den leichtesten, was ihn für mich zur interessantesten Figur in dem Buch machte.

Der einfache Schreibstil lässt keinerlei Verständnisprobleme aufkommen, schafft es dennoch den Zauber der Welt zu transportieren und alles in allem sehr stimmig für Personen und Szenarien zu wirken. Mir hat es einfach Spaß gemacht mich von Seite zu Seite zu lesen und habe das Buch wirklich ungerne zur Seite gelegt, wenn die Zeit zum lesen ausblieb.

Da es sich hier nicht um eine Reihe handelt ist die Geschichte in sich geschlossen, was ich bei diesem Buch sehr begrüßt habe. Es hatte mit seinen knapp 600 Seiten eine tolle Länge ohne Langweilig zu werden. Die Spannung war konstant da und trotzdem gab es ein wunderbares, sehr zum Buch passendes Ende.

Fazit
Wer wie ich noch kein Buch der Autorin gelesen hat und auf düstere Geschichten voller Fantasie und Zauber steht, dem kann ich Scherben der Dunkelheit sehr ans Herz legen. Mich hat es restlos überzeugt und ich halte Ausschau nach weiteren Büchern aus der Feder Gesa Schwarz´. 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

kinderbuch, eichhörnchen, ratten, katze, abenteuer

CanGu auf der Suche nach Saphir

Audrey Harings
Flexibler Einband: 168 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 22.09.2017
ISBN 9788494667350
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

tagebuch, mörder, mord, memory game, felicia yap

Memory Game - Erinnern ist tödlich

Felicia Yap , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
Erscheinungstermin: 25. September 2017
ISBN-10: 3764531827

Klappentext

Wie findet man einen Mörder in einer Welt, in der es keine Erinnerungen gibt?

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren. Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde im Fluss gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?

Autor
Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.

Cover
Das Cover ist -zumindest in meinem Bücherregal- ein echter Hingucker, denn gelbe Buchrücken sieht man ehr weniger. Bis auf das leuchtende Gelb ist das komplette Titelbild in Grautönen gehalten, was einen tollen Effekt erziehlt.
Abgebildet ist ein See, in dessen Spiegelung man ein Mädchen sehen kann, das am oberen Bildrand zu stehen scheint. Die Farbe verläuft dabei nach oben hin.
Haptisch einen tollen Effekt bringt auch der Titel mit: Er ist gesandet und fühlt sich somit wirklich interessant an.

Meinung
Der Gedanke sich nur einen Tag zurück erinnern zu können und den Schwierigkeiten, dem auf den Grund gehen zu können, was davor passiert ist war für mich ein äußerst spannender Gedanke.
Mit einem normalen Gedächtnis wachsen Kinder in der Welt auf, die die Autoin hier beschreibt. Doch als sie erwachsen werden entscheidet sich, ob sie zu den Monos oder den Duos gehören.
Monos wie Claire gehören zu eben jenen Menschen, die sich nur an den letzten Tag erinnern können. Im Gegensatz dazu gehört ihr Mann Mark zu den Duos, welche die Möglichkeit haben, zwei Tage lang zu wissen, was passiert ist.

Als die Polizei behauptet, die im Fluss gefundene Leiche sei die Geliebte von Claires Mann gewesen, fängt für sie das Rätselraten rund um sich, ihr Leben und ihre Ehe an.
Da jede Figur andere Erinnerungen an die letzten zwei Tage hat, wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Allen voran aus der von Claire, die als Mono von der Gesellschaft und auch von ihrem Mann unterschätzt wird. Monos gelten als nicht so intelligent und gehören daher auch vermehrt der Arbeiterklasse an. Schade fand ich, das sie mir durch die komplette Geschichte nicht unbedingt sympathisch wurde.

Alle Menschen sind dazu angehalten ein Tagebuch zu führen, durch die man im Laufe des Buches einiges über Personen und Situationen erfahren kann. Diesen Weg fand ich ganz interessant gewählt, um Licht auf die Vergangenheit zu bringen.

Der Schreibstil war durchaus angenehm. Die Gegebenheiten werden gut erklärt, es entstanden keine Verständnisprobleme und man konnte die Geschichte gut weglesen. Wendungen, und kleine Überraschungen hier und da haben das Leseerlebnis für mich schön aufgelockert und interessant gestaltet. Lediglich im Ende hätte mir gefallen, wenn ein paar Kleinigkeiten noch mehr beleuchtet gewesen wären.
So ist es ein toller Thriller mit einem leicht holperigen Ende, der mir dennoch gut gefallen hat.

Fazit
Eine interessante Idee mit passender Charaktergestaltung und einer schönen Portion Spannung. Bis auf Kleinigkeiten hat mich Memory Game gut unterhalten.

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64 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

katzen, sachbuch, abigail tucker, wissenschaftliche untersuchungen, statistik

Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

Rezension:


Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad
Erscheinungstermin: 11. September 2017
ISBN-10: 380623647X


Klappentext
Katzen sind unsere liebsten Haustiere. Im Laufe ihrer gemeinsamen Geschichte mit uns wurden sie zu einer der erfolgreichsten Tierarten auf diesem Planeten. Und heute herrschen sie über Hinterhöfe, ferne antarktische Inseln und unsere Wohnzimmer … und einige sind zu Stars des Internets geworden, die höhere Klickzahlen erreichen als so manche Hollywood-Größe.
Aber wie haben Katzen diese Dominanz erreicht? Anders als Hunde haben sie für uns keinen praktischen Nutzen. Sie sind miserable Rattenjäger und gleichzeitig eine Bedrohung für viele Ökosysteme. Und doch lieben wir sie. Um unsere Hausgenossen besser zu verstehen, macht sich Abigail Tucker auf die Reise zu Züchtern, Umweltaktivisten und Wissenschaftlern. Profund und unterhaltend erzählt sie, wie diese kleinen Kreaturen ihre Beziehung zu uns Menschen genutzt haben, um zu einer der einflussreichsten Spezies der Erde zu werden.
Nach der Lektüre werden Sie unsere pelzigen Begleiter mit anderen Augen sehen und sich selbst womöglich auch.

Autor
Abigail Tucker ist Autorin und Journalistin, die für verschiedenen Magazine und Zeitungen schreibt (u.a. Smithsonian Magazine und The Baltimore Sun). Für ihr Schreiben erhielt sie mehrere Auszeichnungen. Das erste Wort ihrer beiden Töchter war »Katze«.

Cover
Schon sehr an ein Sachbuch erinnerndes Cover zeigt sich auf „Der Tiger in der guten Stube“. Reinweißer Untergrund, darauf ein junges Kätzchen, das übergroß auf einem kleinen Sofa sitzend in die Kamera blickt. Titel, Autorenname und weitere Schriften sind einfach gehalten und lenken in Schwarz nicht zu sehr von dem Hauptprotagonisten ab.

Meinung
Mit Katzen und Hunden im Haus weiß man als Mensch genau wo man steht. Der Hund freut sich, wenn man nach Hause kommt. Man kann kuscheln, spielen, toben, spazieren gehen. Man ist wie eine kleine Gottheit, über die sich Bello freut.
Bei einer Katze ist das vollkommen anders: Sie lässt sich dazu herab dich mautzend daran zu erinnern, das es Zeit ist sie zu füttern und hat dann bitteschön auch bereit zu sein um sie mit liebevollen Streicheleinheiten in den Schlaf zu wiegen. Schließlich sind sie Gottesgleich und möchten auch bitteschön vom gemeinen Fußvolk so behandelt werden.

Doch warum faszinieren Katzen so sehr? -Ganz einfach, sie haben ihre Eigenarten, die seltsam, komisch oder einfach nur „typisch Katze“ sind.
Vielen von diesen Eigenarten hat sich Abigail Tucker angenommen und mit Züchtern, Wissenschaftlern und Katzenliebhabern darüber gesprochen.

Von der Entwicklungsgeschichte über körperliche Besonderheiten bis zu einer Menge Zahlen und Fakten erfährt man hier sehr viel. Eingefleischten Katzenhaltern wird vieles schon bekannt vorkommen und doch fand sich für mich das ein oder andere Wissenswerte.

Vom Schreibstil her erinnert das Buch mich an einigen Stellen stark an eine wissenschaftliche Ausarbeitung, was hier und da ein wenig zu trocken wirkt. Besonders wenn es Richtung Zahlen und Fakten geht, war das Lesen müßig, da sich zum einen mit dem Wirkungskreis USA keine Verbindung zu meinem Umfeld aufbaute und zum anderen der sonst flüssige und voll Anekdoten sprießende Text einen ehr Lehrbuch-artigen Charakter bekam und sich nicht mehr so flüssig lesen lies.

Dennoch hat mir die etwas andere Sicht des Buches gefallen, da es kein „typisches Katzenbuch“ ist, welches an der Oberfläche schabt, ein paar Katzenrassen vorstellt und niedliche Bilder den Rest erledigen lässt. Es vermittelt im Ganzen ein anderes Verständnis für die Schmusetiger und sensibilisiert in Bezug auf instinktives Verhalten.

Optisch aufgelockert wird das Geschriebene durch eine Vielzahl niedlicher Zeichnungen, die sich auf den Seiten verteilen.

Fazit
Viele Eindrücke haben mir gut gefallen und als Katzenhalter habe ich die ein oder andere Info für mich mitgenommen. Schade ist jedoch, das besonders der trockenere Teil des Buches sich mit Erhebungen in den USA beschäftigt. Eine internationale oder Länderspezifisch angepasste Erhebung hätte hier interessanter sein und den Lesefluss somit anziehen können.

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149 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

psychothriller, thriller, mord, selbstmord, vergewaltigung

Ich soll nicht lügen

Sarah J. Naughton , Marie Rahn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548289182
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungstermin: 8. September 2017
ISBN-10: 3548289185

Klappentext

Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« »Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« »Bist du seine Mörderin?« Mags' Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum? Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von "Girl on the Train" und "Die Witwe".

Autor
Sarah J Naughton hat in England bereits zwei Thriller für Jugendliche veröffentlicht. TATTLETALE ist ihr erster Spannungsroman für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Cover
Auf kräftigem Farbverlauf von Orange zu Pink sieht man das Gesicht eines Mädchens, und die Schatten von Ästen. Über das ganze Cover verteilt sich in großer Schrift der glänzende Buchtitel. Sehr ansprechend finde ich das Cover allerdings nicht, zumal es auf mich nicht wie ein Psychothriller wirkt.

Meinung
Die Empfehlung einer Freundin hat mich aufmerksam auf dieses Buch gemacht. Ohne sie wäre die Geschichte wohl völlig an mir vorbei gegangen, da mich das Cover ehrlich gesagt nicht dazu gebracht hätte mir den Klappentext durchzulesen.

Nachdem Abe von einer Treppe gefallen ist, liegt er im Koma. Seine Verlobte Jody behauptet, er habe sich unter Depressionen versucht auf diese Weise das Leben zu nehmen. Die Polizei glaubt ihr. Nur Megs, Abes Schwester, die schon seit längerem keinen Kontakt mehr zu ihm hatte vermutet etwas anderes hinter dem Sturz.

Ohne viel Zeit mit Nebensächlichkeiten zu verschwenden setzt die Geschichte direkt nach dem Sturz ein. Man ist mitten im Geschehen und nimmt alles sehr intensiv wahr. Auch die Spannungshaltung ist direkt gegeben, da hier nicht viel weiterführendes verraten wird und man somit schnell Vermutungen anstellt und Dinge anfängt zu hinterfragen.

Der in der Ich-Form verfasste Psychothriller wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Man schlüpft quasie von einem Charakter in den nächsten und hat so nicht nur einen tollen Rundum-Blick, der einem die Geschehnisse aus vielen Blickwinkeln beleuchtet, man lernt die einzelnen Personen so auch im Laufe der Geschichte sehr gut kennen, weiß um ihre Gedanken, Ängste und Gefühle.
Neben dem eigentlichen Vorteil, das man als Leser einen wirklich tiefen Einblick bekommt empfinde ich es als sehr angenehm, das die jeweiligen Wechsel vorher durch ihre Namen angekündigt werden.
Auch Rückblicke gibt es einige in „Ich soll nicht lügen“. Sie unterstreichen verschiedene Situationen, Verhaltensmuster oder Erinnerungen und sind im Buch leicht durch die kursive Schriftart zu erkennen.
Diese klaren Abgrenzungen machen einem das Lesen und Verstehen des Buches sehr leicht. Etwas, wofür auch der angenehme Schreibstil der Autorin sorgt. Man möchte weiterlesen, weil es spannend und rätselhaft ist und weil man dank Schreibstil und Formatierung so leicht voran kommt.

Die Charaktere selber haben mich anfangs nicht so begeistert. Im Laufe des Buches gibt sich dies Gefühl allerdings, da man viel über sie und ihre Vergangenheit erfährt. Vor allem bei Abe und Mags wird viel durch die Rückblenden erklärt. Es ist unglaublich zu lesen, wie man sich entfremden kann und sich Stück für Stück alles offenbart.

Fazit
Lasst euch nicht vom Cover täuschen. Dies ist definitiv ein Psychothriller.
Sarah J. Naughton ist ein wirklich tolles Buch gelungen, das grausam, krank, spannend und bei all dem wirklich gut lesbar ist. 

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258 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

harry potter, fantasy, carlsen, zauberei, kammer des schreckens

Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 04.10.2016
ISBN 9783551559029
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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156 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

sultan, demdji, rebellion, amani, imin

AMANI - Verräterin des Throns

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.09.2017
ISBN 9783570164372
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

Verlag: cbt

Erscheinungstermin: 11. September 2017

ISBN-10: 3570164373


Klappentext

Es geht um alles: Macht. Liebe. Verrat.

Seit fast einem Jahr kämpft Amani für den Rebellenprinzen, als sie aufs Schlimmste verraten und an den Sultan ausgeliefert wird – ihren Todfeind. Ihrer Djinni-Kräfte beraubt und getrennt von ihrer großen Liebe heißt es für das Wüstenmädchen überleben um jeden Preis. Denn der Sultanspalast ist eine wahre Schlangengrube, in dem Intrigen und mysteriöse Todesfälle an der Tagesordnung sind. Amani riskiert ihr Leben, indem sie als Spionin den Rebellen Botschaften zukommen lässt. Doch je mehr Zeit sie in Gesellschaft des berüchtigten Sultans verbringt, desto öfter kommen Amani Zweifel: Steht sie wirklich auf der richtigen Seite?


Autor

Alwyn Hamilton wurde in Toronto geboren, doch ihre Familie pendelte zwischen Kanada, Frankreich und Italien hin und her, bis sie sich schließlich in Frankreich niederließ. Sie studierte Kunstgeschichte in Cambridge, wo sie 2009 ihren Abschluss machte. Heute wohnt sie in London und arbeitet dort für das Auktionshaus Christie’s. Ihr Debüt Rebellin des Sandes ist ein National Indie- und New York Times-Bestseller und gewann 2016 den Good Reads Debut Choice Award.


Cover

Sehr ansprechend gestaltet erscheint der Einband zum zweiten Teil der Amani-Reihe. In dunkelem Blau gehalten erscheint es fast wie der Nachthimmel aus dem die junge, dunkelhaarige Frau erscheint. Den Rücken hat sie der Stadt in Mitten der Wüste zugewannt und ihre Haare sowie die dunkle Kleidung verlieren sich im Wind.

Der Buchtitel ist nicht nur optisch mit Schnörkeln und Glitzer versehen und damit sehr ansehnlich, er bietet auch haptisch ein Erlebnis: er ist erhaben und fühlt sich rau, fast wie Sand an und passt daher gut zum Wüstenthema.


Meinung

Nachdem mich der erste Band dieser Reihe schon von sich überzeugen konnte war schnell klar das ich weiterlesen möchte. Hilfreich ist hier vor allem die kleine Gedächtnisstütze auf den ersten Seiten, auf denen noch einmal wichtige Charaktere genannt und kurz beschrieben werden. Schnelll bekommt man schon hier wieder ein Bild vor Augen und es entfällt das Rätseln beim lesen.


„Verräterin des Throns“ beginnt ein paar Monate nach dem Ende des ersten Teils und lässt durch Rückblicke die Wissenslücke immer mehr schrumpfen.

Amani hat sich in der Zwischenzeit als Blauäugiger Bandit und Rebellionsmitglied einen Namen gemacht was dafür sorgt, das die Geschichte ohne lange Vorerzählungen spannend beginnt.

Schnell habe ich gemerkt, das dies auch der Grund dafür ist, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Der Spannungsbogen fängt schon auf den ersten Seiten an sich aufzubauen und zieht sich wellenartig bis zum Ende durch, was das Buch zu einem absoluten Pageturner macht. Besonders der Schluss war für mich überraschend. Nicht nur, das sich vieles aufgelöst hat, was sich im Laufe des Bandes aufgebaut hat, sondern auch weil ich das Gefühl eines Zwischenabschlusses hatte. Keine brennende Frage, die das Warten auf den nächsten Band fast unerträglich macht und trotzdem die Neugier, was der Abschluss der Trilogie noch mit sich bringt.


Die gelungene Mischung aus 1001 Nacht und Wild Wild West empfinde ich wie auch im ersten Teil als grandios, da ich diese aus keinem anderen Buch kenne. Es macht Freude sich mit Amani in dieser Kulisse zu bewegen, besonders da Hamiltons atmosphärischer Schreibstil mit jedem Satz dafür sorgt, das man sich wohl fühlt.

Geheimnisvoll und dennoch rau, rasant und doch voller Tiefe wird die Geschichte der ebenso gegensätzlichen Protagonistin weiter erzählt. Amani, die selber fantastische Demdji-Fähigkeiten und ein unglaubliches Gespür für die Pistole inne hat, erzählt aus ihrer Sicht, wie ihr im Palast ergeht und wie ihr der Spagat zwischen dem Leben dort und dem Dasein als Blauäugiger Bandit gelingt. Dabei merkt man das sie die vergangene Zeit geprägt hat, denn sie zweifelt nicht mehr so stark wie noch zu Anfang und lernt es mehr und mehr ihre Stärken zu nutzen.


Sogar ein wenig mehr als den ersten Teil der Amani-Reihe mochte ich diesen Band, da mir die Weiterentwicklung enorm gefallen hat. Für mich stimmt hier einfach alles: Charaktere, Grundstimmung, Plot und ich freue mich auf den Abschluss dieser genialen Reihe.


Fazit

Für mich ein Rundum-sorglos-Paket und kein typischer, Lücken füllender zweiter Band. Starke Charaktere, tolles Setting und ein stimmiger, mitreißender Schreibstil haben mich komplett überzeugen können.  

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119 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

janet clark, sei lieb und büße, jugendthriller, jugendbuch, thriller

Sei lieb und büße

Janet Clark
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785580615
Genre: Jugendbuch

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273 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

zamonien, fantasy, walter moers, gehirn, märchen

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers , Lydia Rode
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaus, 28.08.2017
ISBN 9783813507850
Genre: Fantasy

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag
Erscheinungstermin: 28. August 2017
ISBN-10: 3813507858


Klappentext

Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer.

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.

Autor
Er ist der geistige Vater von „Käpt’n Blaubär“ und „Kleines Arschloch“. Walter Moers, 1957 in Mönchengladbach geboren, hat weder Kunst studiert noch eine grafische Ausbildung genossen. Dennoch gehört er seit 1985 zu den besten deutschen Comicautoren. 1994 erhielt er für das Konzept der TV-Sendung „Käpt’n Blaubärs Seemannsgarn“ den renommierten „Adolf-Grimme-Preis“. Im gleichen Jahr bemühte sich das Landesamt für Jugend und Soziales, eines der „Kleines-Arschloch“-Bücher auf den Index zu setzen. Ohne Erfolg. Mittlerweile hat sich der Zeichner mit Werken wie „Die Stadt der träumenden Bücher“ auch als Autor von Romanen und Erzählungen etabliert. Die Leser lieben seine Geschichten aus Zamonien, dem Kontinent der Fantasie – und des Humors, natürlich.

Cover
Auf dunklem, schuppenähnlichen Untergrund sieht man im unteren Teil ein kleines Fenster, in dem der Nachtmahr abgebildet ist. Die obere Hälfte des Bucheinbandes ist dem Titel vorbehalten, der auch nicht sonderlich einfallsreich gestaltet ist. Alles in allem ist das Cover auf mich nicht sehr ansprechend gestaltet, lediglich der Autorenname, der ganz oben abgedruckt ist hat mich gereizt.

Meinung
Da ich Walter Moers schon von anderen Büchern kenne, waren meine Erwartungen an Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr schon relativ hoch.

In die Geschichte kann man sehr schnell einsteigen, weil die Gegebenheiten gut erklärt sind und auch die Wortwahl sehr einfach gehalten ist. Wortneuschöpfungen, die zu aberwitzigen Gedankengängen anregen und eine Welt, die wunderbar fantastisch ist laden auf ein tolles Buch ein.

Der positive Eindruck hielt sich allerdings nicht bis über das erste Drittel hinaus. Irgendwann erwartete ich einfach mehr, als eine dahinplätschernde Story, mit einer Prinzessin, die mir an der Stelle schon anfing auf die Nerven zu gehen. Seitenweise denkt sie sich neue Worte aus, die auch ebenso lange ausdiskutiert wurden. Auch bringen sie die Handlung selber nicht voran oder werten diese auf, so das ich sie irgendwann anfing zu überlesen.
Belanglosigkeiten haben die Überhand genommen und ich wollte das Buch einfach nur hinter mich bringen, was mir bisher noch bei keinem Moers-Buch passiert ist.
Was ich zu Anfang noch als witzig empfand langweilte mich also schon vor der Hälfte des Buches und nervte mich gegen Ende erheblich.

Was jedoch hübsch anzusehen war, waren die Illustrationen und bunt gestalteten Seiten aus der Hand von Lydia Rode. Dies hat mir dann von Seite zu Seite geholfen und alles optisch aufgewertet.

Fazit
Wer inhaltlich einen typischen Moers-Roman aus Zamonien erwartet hat, wird hier leider enttäuscht werden, weshalb ich Fans dieses Buch nicht unbedingt ans Herz legen würde. 

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236 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

apollo, rick riordan, percy jackson, mythologie, götter

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556882
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungstermin: 31. August 2017

ISBN-10: 3551556881


Klappentext

Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …


Autor

Fünfzehn Jahre lang hat Rick Riordan (geboren 1964 in San Antonio, Texas) Englisch und Geschichte an verschiedenen Schulen in der San Francisco Bay Area sowie in Texas gelehrt. 2002 erhielt er den „Master Teacher Award“. Dann begann er mit dem Schreiben, und gleich sein erster Roman gewann drei nationale Preise im Genre Mystery. Inzwischen hat Rick Riordan die Fantasyreihe um den jungen Helden „Percy Jackson“ ins Leben gerufen, die auf Stoffen der griechischen Mythologie basiert. Den Schuldienst hat der erfolgreiche Autor mittlerweile quittiert und widmet sich nur noch der Entwicklung seiner Geschichten.


Cover


Ein brennender Junge, der in einer dunklen Gasse Richtung Boden fällt. Das Cover zu Apollo zeigt den Anfang der Geschichte, in dem der Gott Apollo in Gestalt eines Teenagers auf die Erde verbannt wird. Im gleichen Stil wie man schon die Percy Jackson Bücher kennt, hat der Carlsen Verlag auch dieses Cover gestaltet. Wirklich toll gelungen und es läd absolut zum lesen ein.


Meinung

Diesem Buch habe ich regelrecht entgegen gefiebert. Die griechische Mythologie interessiert mich sehr und diese wurde schon in den Percy-Jackson-Büchern interessant in Szene gesetzt. Das der Autor jetzt eine neue Reihe veröffentlicht hat mich also sehr gefreut.


In Apollo geht es um den göttlichen Bruder von Artemis, der in menschlicher Gestalt auf die Erde verbannt wird und dort ohne seine Kräfte klar kommen muss.

Zufrieden ist er mit diesem Zustand natürlich nicht und mäkelt demnach auch viel an sich und seiner Situation herum. Ein Mensch zu sein ist seiner Meinung nach schon schlimm genug und dann ist er auch noch dicklich, hat Akne und einen lächerlichen Namen.

Apollo wirkt also auf den ersten Blick hochnäsig und nicht unbedingt sympathisch. Was ihn aber ausmacht ist sein ungewollter Humor und eben genau diese Art macht ihn doch interessant.


Ihm zur Seite steht Meg, die junge Halbgöttin, die mir in ihrem Auftreten gut gefallen hat. Sie ist taff und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Gut finde ich, das sie Apollo zum Beispiel bei seinen Selbstzweifeln Kontra gibt. Er fühlt sich hässlich und dick und sie zeigt ihm, das er ganz normal ist. Wobei „normal sein“ auch nicht der Wunschvorstellung des schnöseligen Gottes entspricht, für das Buch finde ich die Message aber sehr gut. Da Meg besonders zum Ende eine Seite von sich zeigt, die schade ist, würde ich sie nicht zur Freundin haben wollen. Dennoch finde ich man merkt auch an ihr wieder wie großartig Rick Riordan Charaktere zeichnen kann. Sie haben Dimension, sind nicht komplett gut oder schlecht und gewinnen dadurch an Authentizität .


Was ich auch an den anderen Büchern dieses Autors sehr erfrischend fand, war der Schreibstil. Er hat Tempo, geht voran und zeichnet sich durch scharfe Szenenschnitte aus, was mir persönlich beim Lesen einfach Spaß macht und das Buch unglaublich leicht lesen lässt.

Die Handlung hat Wendungen, die überraschend waren und mit denen man mitfiebern konnte.


Da „Die Abenteuer des Apollo“ nach den Percy-Büchern spielt und im selben Universum angesiedelt sind gibt es viele Berührungspunkte mit diesen Geschichten, die teilweise recht deutlich zu erkennen sind. Für Fans ist dies ein tolles Gimmik, was allerdings für Leser, welche die Bücher noch nicht kennen vielleicht schwierig sein könnte. Da es das Verständnis der Handlung jedoch nicht beeinflusst, ob man Vorkenntnisse hat glaube ich die Neugier auf die Vorgeschichten wird ehr entfacht, als das man genervt ist.


Fazit

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Reihe und werde ihn sicherlich genauso schnell anfangen zu lesen wie „Die Abenteuer des Apollo“. Ein spannender Plot, wunderbare Charaktere und wiederkehrende Gedanken an die Percy-Bücher wurden mit ansprechendem Schreibstil und toller Gesamtstimmung verpackt. Geniales Gesamtpaket.


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111 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, mary kubica, falsche tränen, don't you cry - falsche tränen, chicago

Don't You Cry - Falsche Tränen

Mary Kubica , Rainer Nolden
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959671057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

www.die-rezensentin.de

Das Original

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 21.08.2017
ISBN 9783453271531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 21. August 2017
ISBN-10: 345327153X

Klappentext

Ein Coup, der die Buchwelt erschüttert

In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

Autor
John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Cover
Mit dem Cover alleine hätte man mich wohl grade nicht packen können. Abgebildet ist eine Szene, die direkt an Miami erinnert: Palmen, Wasser, untergehende Sonne. Vielversprechender ist da die obere Hälfte des Einbandes: John Grisham. Sein Name und der Buchtitel nehmen das halbe Cover ein und ziehen somit sicherlich nicht nur meinen Blick auf das Buch.

Meinung
Für mich war Grisham so eine sichere Bank, das ich weder auf den Klappentext geachtet habe, noch irgendwelche Meinungen zu dem Buch gelesen hatte, bevor ich meine Nase in diese Geschichte steckte.
Grisham, der mir bekannt war als jemand, der Charaktere formen, ein Spiel auf hohem Spannungsniveau zwischen Täter und Ermittler inszenieren und alles mit so viel Schwung erzählt, das man gar nicht merkt, wie man immer mehr in dem Erzählten versinkt.

Der Einstieg in „Das Original“ hat mir hier auch wieder sehr gut gefallen. In gewohntem Tempo erzeugt Grisham eine Grundstimmung und lässt den Dingen ihren Lauf. Schnell habe ich mich wohl gefühlt und mich auf ein paar spannende Lesestunden mit diesem Thriller eingestellt.

Leider flaute der anfängliche Wind langsam aber stetig ab und hinterließ letzten Endes eine Geschichte, die lauwarm und nicht mehr so pointiert daher kam, wie zu erwarten war.
Wo die Grundstory, des gestohlenen Manuskriptes in einer Welt der Literatur und des hoch dotierten Handels mit seltenen Schriftstücken mich ansprach, trat der eigentliche Kernpunkt der Spannung, also die Jagd nach dem Räuber komplett in den Hintergrund und wirkte fad.

Mir fehlte hier schlichtweg der mitreißende Part, der mich in vielen Büchern von John Grisham so sehr an seine Worte gefesselt hat. Die Haken die er in der Ermittlung geschlagen hat, die mich immer zum Staunen brachten fehlten nahezu vollkommen und machten es den Charakteren auch nicht leichter aus ihrem Schatten der Belanglosigkeit hervorzutreten.

Nichts desto trotz kann der Autor mit Worten umgehen. Man kann dank gelungener Wortwahl und flüssigem Text sehr gut lesen und so geht manch nichtssagender Dialog im Lesetempo unter.

Fazit
Sicherlich der für mich schlechteste Grisham, da er stark hinter den Erwartungen zurück blieb. Dennoch wäre es für mich einfach nur falsch „Das Original“ bei wirklich schlechten Büchern einzuordnen und gebe daher 2,5 Sterne mit der dringenden Hoffnung auf ein weiteres, besseres Buch aus der Feder einer meiner Lieblingsautoren. 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, blanvalet

Die Stadt des Unsterblichen

Stella Gemmell , Wolfgang Thon
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.08.2017
ISBN 9783734160219
Genre: Fantasy

Rezension:

Taschenbuch: 768 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin: 21. August 2017
ISBN-10: 3734160219


Klappentext

Der Kaiser ist tot – lang lebe die Kaiserin!

Nach dem Ende des Krieges gegen die Blauhäute können die Einwohner der Kaiserstadt Cité endlich auf eine Ära voller Frieden und Freiheit hoffen. Doch die frisch gekrönte Kaiserin Archange, die nun auf dem Thron sitzt, kennt keine Gnade mit ihrem Volk und versucht erbittert, all ihre Gegner ausfindig zu machen. Als die Stadt erneut angegriffen wird, kehrt die Angst zurück und die blutige Schlacht geht weiter. Denn der Anführer der Belagerer hat hunderte Jahre auf seine Rache gewartet und will alle Bewohner der Cité endgültig auslöschen.

Autor
Stella Gemmell hält Abschlüsse in Politikwissenschaften und Journalismus. Sie ist die Witwe des international sehr erfolgreichen Fantasyautors David Gemmell. Gemeinsam arbeiteten sie an der Troja-Trilogie, deren letzten Band die Autorin nach David Gemmells Tod im Jahre 2006 zu Ende schrieb. Stella Gemmell lebt und arbeitet in einem alten Pfarrhaus in East Sussex.

Cover

Beim Betrachten des eisigen Covers bekommt man richtiges Wintergefühl. Ein Reiter mit Flagge und rotem Umhang steht vor den Mauern einer Stadt. Bis auf Flagge und Umhang ist das komplette Cover in kühlen Tönen gehalten, denn sowohl die Stadt als auch der Untergrund sehen Schnee- und Eisbedeckt aus. Die Schrift des Titels spiegelt sich ein wenig im Boden, was den Effekt der spiegelglatten, kalten Oberfläche hier nur verstärkt.

Meinung
Gleich vorweg kann ich sagen, das ich mich bei der Bewertung des Buches sehr schwer getan habe. Es gab einiges, was ich wirklich gut gelungen fand und dann wiederum anderes, was mir fast die Lust aufs weiterlesen zerschlagen hätte. So treffe ich mich in der Mitte von „absolut genial“ und „fürchterlich“.

Man startet direkt im Geschehen eines Krieges ins Buch. An sich mag ich es ohne großes Vorgeplänkel direkt drin zu sein, jedoch hätte mir hier ein wenig mehr Input gut gefallen, um ein wirkliches Bild vor Augen zu haben und die Situation gut einschätzen zu können.
Dem Schauplatz wird im Gegensatz zum eigentlichen Kampf wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so das man von der Umgebung so kaum eine Vorstellung bekommt.
Auch im Verlauf des Buches kommt es zu Kampfszenen, die durch ihre detaillierte Darstellung viel Raum einnehmen. Man muss schon eine Vorliebe dafür haben, um hier wirklich schätzen zu können, was Gemmell hier zu Papier gebracht hat.

Charaktere bekommen diesen Luxus ehr weniger zugeteilt. Es gibt viele Charaktere, von denen zwar im Laufe des Buches die Hauptcharaktere ein wenig Dimension erhalten, Nebencharaktere bleiben hingegen nahezu komplett blass. Nicht selten erscheinen sie genauso schnell, wie sie auch wieder verschwunden sind.

Wo ich nach ca 150 Seiten das Gefühl hatte, langsam der Handlung folgen zu können war ich kurz darauf schon wieder verwirrt. Die Autorin springt zwischen Handlungen und Charakteren, meist ohne Einführung und schaffte bei mir an einigen Stellen Frust. Verschiedene Handlungen werden parallel geführt und ergeben zumindest im ersten Moment keinen roten Faden.

Zum Ende bündelt sich vieles allerdings wieder. Handlungsstränge laufen zusammen und die Geschichte lies mich letzten Endes doch zufrieden zurück.
„Die Stadt des Unsterblichen“ ist einfach mal ein anderes Buch mit Schwerpunkt auf detailreiche Schlachten zeigt es das, was in vielen anderen Büchern unter geht.

Gemmell hat hier kein Buch geschrieben, das man zwischen Tür und Angel lesen kann. Man braucht Durchhaltevermögen und ein Faible für epische Schlachten, wird damit aber bestimmt viel Spaß an der Geschichte haben.

Fazit
Mit diesem Buch habe ich mich ein wenig schwer getan und würde es daher auch nicht jedem uneingeschränkt empfehlen. Doch wer auf epische Schlachten, detaillierte Beschreibungen dieser und hohes Charakteraufkommen steht, findet hier vielleicht ein paar tolle Lesestunden. 

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65 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

italien, 19. jahrhundert, flitterwochen, hotel, mord

Grandhotel Angst

Emma Garnier
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.08.2017
ISBN 9783328100881
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Klappentext
Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben ...

Autor
Emma Garnier ist das Pseudonym einer Autorin, deren atmosphärische Krimis regelmäßig in den Top 10 der Bestsellerliste stehen. Vor Jahren stieß Emma Garnier während einer Italienreise auf ein verlassenes Hotel in Bordighera, an der ligurischen Küste. Sie begann zu recherchieren und war von der Geschichte so fasziniert, dass sie beschloss, eines Tages einen Roman darüber zu schreiben. Mit "Grandhotel Angst" erfüllt sie sich diesen Traum.

Cover

Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Man schaut durch ein hübsches Metaltor, dessen Verzierungen den Buchtitel halten. Wirklich eine tolle Lösung. Hinter dem Tor sieht man das Meer und bekommt richtig Lust das Tor zu öffnen und ins Grandhotel Angst einzutreten.

Meinung
Mich faszinieren Geschichten um alte Hotels aus der Zeit um 1900 und so war schnell klar, das dieses Buch bei mir einziehen würde.
Alles dreht sich um das Hotel Angst, das tatsächlich existiert und nach seinem Erbauer Adolf Angst benannt wurde. Schon damals wurde mit dem Namen für Aufsehen gesorgt und einige Jahre zählten viele bekannte Größen zu seinen Gästen, denen es alle Annehmlichkeiten der damaligen Zeit bot.
Sogar Queen Victoria kündigte ihren Besuch an, zu dem es aber nie kam.
Seinen Glanz verlohr das Hotel, als es im ersten Weltkrieg als Lazarett diente, denn auch wenn es danach seinen Hoteldienst wieder aufgenommen hat, blieben die wohlhabenden Gäste aus.

Angesprochen von seiner Vergangenheit schrieb Emma Garnier Grandhotel Angst, in dem es um Nell geht, die mit ihrem frisch angetrauten im Hotel flittert.
Schon kurz nach der Ankunft geschehen Dinge, die dem Aufenthalt einen mystischen Charakter verleihen und Nell an ihrem Mann zweifeln lassen. Hat sie vielleicht zu sehr durch die rosa-rote Brille geschaut und jemanden geheiratet, den sie nicht richtig kannte?

Die Geschichte ist eine Mischung aus Romanze und Krimi mit einer Priese Paranormalem, was mir in der Kulisse des Hotels um 1900 herum sehr gut gefallen hat. Auch der Schreibstil der Autorin schafft es diesen Eindruck zu erhalten und durch ihre teilweise altmodisch anmutende Art noch zu verstärken.

Ein gespaltenes Verhältnis habe ich hingegen zur Protagonistin. Sie wirkt an einigen Stellen doch sehr zerbrechlich und weinerlich, was zwar unter den gegebenen Umständen glaubhaft ist, mir hier und da aber doch einen Tick zu viel war.

Auch die Spannung bündelt sich erst Richtung letztem Drittel des Buches, schaffte es dort aber mich richtig zu fesseln. Die ersten zwei Drittel überwiegt mehr der atmosphärische Part, der mir aber auch gut gefallen hat.

Grandhotel Angst ist ein Buch, das ich so nicht komplett in ein Genre einordnen würde und niemandem mit starrer Genreauswahl bei seinen Büchern komplett empfehlen würde. Wer aber ein Interesse an alten Gebäuden mit Flair und Geschichte hat und gerne einmal in diese eintauchen würde, dazu einen Hauch Paranormalität sucht, der sollte sich Grandhotel Angst einmal genauer anschauen.

Fazit
Für Liebhaber atmosphärischer, alter Gebäude bringt Emma Garnier die Stimmung der Zeit auf den Punkt. 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, butterbrot, berlin, frankreich, hochzeitsreise

Butterbrot und Liebe

Susanne Friedrich ,
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei tredition, 11.07.2017
ISBN 9783743941892
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext

Hannah geht ganz in ihrer Marketingkarriere auf. Als sie den Butterbrot-Gastronom und Frontalduzer Christoph nach einer kurzen Affäre abserviert, denkt sie noch immer alles unter Kontrolle zu haben. Womit sie nicht gerechnet hat: Christoph glaubt an das große Liebesglück. Doch um Hannahs verschlossenes Herz zu knacken, reichen Träume allein nicht. Kurz entschlossen springen Christoph alle zur Seite: seine resolute Mutter Ulli, sein bester Freund Attila, seine herzensgute Kollegin Ellie und sogar Hannahs Vater Albers, der selbst ein wenig Glück verdient hat.

Autor

Genieße die kleinen Dinge des Lebens – sie machen das Leben großartig. Der Leitspruch von Susanne Friedrich.
1965 wurde sie als Kind deutscher Eltern in Indien geboren. Weitere Lebensstationen in Singapur, London, Paris und Sankt Petersburg, Russland, folgten. Reisen prägten sie und schenkten ihr vier Sprachen, genau wie unzählige Eindrücke und Erinnerungen.
Gesammelt hat sie das Erlebte zu Beginn durch die Linse meiner Kamera. Bilder erzählen Geschichten. Später wechselte sie von der Linse zum Stift. Zeit, Geschichten zu erzählen - immer mit der nötigen Prise Humor und einem dicken Augenzwinkern.

Cover

Auf einheitlichem Blau sind sehr vereinfachte Gesichter dargestellt. Alle mit unterschiedlich farbigen Kreisen hinterlegt. Ebenso ist auch der Buchtitel hervorgehoben. Eine Blondine auf dem Cover hat eine Scheibe Brot mit einem Herzen in der Hand, was gut zum Titel passt.

Meinung

Ich glaube der Klappentext fasst hier den Rahmen der Geschichte ziemlich gut zusammen. Hannah, ist Anfang vierzig und darf eine Marketing-Agentur ihr Eigen nennen. Die Berlinerin ist sich ihrer Position wohl bewusst und nutzt diese auch gezielt. So kommt es nicht selten vor, das ihre Mitarbeiter schwer schlucken müssen, wenn sie nicht exakt so handeln, wie Hannah es sich vorstellt. Das so eine Protagonistin nicht sonderlich warmherzig wirkt wundert da nicht. Leider ist ehr das Gegenteil der Fall: Sie macht einen sehr unsympathischen Eindruck und ich war von ihrem Verhalten oft ein wenig genervt.

Christoph bildet hier den zweiten, deutlich sympathischeren Part. Er eröffnet mit einem Freund „Butterbrot und Liebe“, und beliefert mit diesem Geschäft auch die Agentur von Hannah, in die er sich Hals über Kopf verliebt.

Recht schleppend nahm die Geschichte Fahrt auf und konnte mich nur in wenigen Momenten begeistern. Das Hin und Her zwischen den Hauptcharakteren sowie die Gründe hierfür wirkten auf mich zu konstruiert und manche Situation entlockte mir lediglich ein Kopfschütteln. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle wünscht man sich von diesen älteren und eigentlich gesetzten Charakteren nicht mehr.

Da sich einige Längen eingeschlichen haben, fehlte der Platz um die einzelnen Personen näher zu beleuchten. Ein wenig mehr Input hätte mir hier gut gefallen, da so nicht nur die Haupt- und Nebenfiguren recht blass blieben sondern man auch nicht so stark mit ihnen fühlt.

Auch das Ende des Romans konnte mich nicht überzeugen. Es war sehr vorhersehbar und trotz des steinigen Weges bis dahin wirkte es sehr abrupt.

Der Schreibstil passt zu diesem Buch. Er ist einfach gehalten, so das man ihn fix weglesen kann. Kulinarisches wird allerdings ansprechend beschrieben und man bekommt an manchen Stellen sogar Lust selber etwas zu essen. Was mir auch gut gefallen hat war die Berliner-Art, die hier durchsickerte.

Fazit

Auch wenn mich Butterbrot und Liebe nicht erreichen konnte, fand ich den Ansatz der Geschichte gut. Man hätte hier aus einer unterhaltsamen Idee mehr machen können.  

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14 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453504035
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 1536 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3453504038

Klappentext

In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.

Stephen Kings Meisterwerk über die Mysterien der Kindheit und den Horror des Erwachsenseins.

Autor
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

Cover

Dunkel, düster und beklemmend wirkt das Cover zu Es. Da es sich bei meinem Exemplar um die neue Auflage, passend zum in Kürze erscheinenden Film handelt, ist hier eine Situation abgebildet, die wohl jeder Filmfan aus Trailern bereits kennt: Ein Junge in gelber Regenjacke, der einen roten Ballon von einem Clown aus dem Schatten angeboten bekommt.

Meinung
Um es gleich vorweg zu nehmen, dies war mein erstes aber sicher nicht letztes Buch von Stephen King.

Leicht erschlagen von der Seitenanzahl fing ich an zu lesen und habe wirklich gehofft, dieses Buch kann mich in seinen Bann ziehen, damit sich über 1500 Seiten nicht wie ein endlos langes Kaugummi ziehen.
Der Einstieg in ES könnte sanfter nicht sein. Man lernt die Brüder Bill und George kennen. Bill baut ein Papierschiffchen für George, der damit draußen spielen geht und durch unglückliche Zufälle Opfer von Pennywise wird.

Was in vielen Büchern vielleicht einen langen Anlaufweg hätte, geschieht hier schon in den ersten Seiten, was den Spannungsbogen gleich anspannt. Ehe man sich versieht ist man also mitten in der Geschichte und bangt mit den Menschen, die von ES heimgesucht werden.
Über den Inhalt möchte ich jetzt gar nicht mehr schreiben, da die meisten sicher durch Buch oder Verfilmung wissen, worum es geht.

Mit unglaublichem Können erzählt King die vielen Etappen der Protagonisten von den Kindheitstagen bis ins Erwachsensein. Durch seine angenehme Art zu schreiben liest sich das Buch enorm einfach und die anhaltende Spannung halten einen richtig bei der Sache, so das man gar nicht merkt, wie fix man voran kommt. Ich habe mich öfter dabei erwischt, wie ich die Zeit völlig vergessen habe, weil ich mich regelrecht festgelesen hatte.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings noch, was diese Ausgabe angeht. 1500 Seiten als Taschenbuch ist nicht nur recht unhandlich sondern haben in diesem Fall auch dazu geführt, das die einzelnen Seiten so dünn sind, das ich beim Umblättern einige eingerissen habe. Und ich gehöre eigentlich zu den vorsichtigen Lesern, da ich lange Freude an meinen Büchern haben möchte.
Meine Ausgabe sieht nach einmaligem Lesen schon recht verschlissen aus, was äußerst schade ist.
Bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis muss ich allerdings sagen, wer da nicht so pingelig ist bekommt bei dieser Ausgabe wirklich viel Lesestoff für sein Geld.

Fazit
Großartige Geschichte und genialer Schriftsteller. Kurzum ein Buch, das ich euch absolut ans Herz legen würde und besonders für Leser, die ein Buch nur einmal lesen ist der Preis für so viel Buch bei dieser Ausgabe richtig toll. 

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213 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

thriller, serienkiller, spannung, berlin, psychopath

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erschenungstermin: 10. Juli 2017
ISBN-10: 3328101519

Klappentext

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?


Autor
B.C.Schiller sind Barbara und Christian Schiller. Sie gehören zu den erfolgreichsten Hybrid-Autoren (SP & Verlag) im deutschsprachigen Raum und ihre Thriller haben bereits mehr als 1.300.000 Leser begeistert. Bisher haben sie fünfzehn Thriller veröffentlicht und viele waren Nr. 1 Kindle Bestseller und wochenlang in den Top 100 Charts. Im Jahr 2015 wurde der Tony Braun Thriller "Rattenkinder" bei Bastei Lübbe veröffentlicht. Im Sommer 2017 startet die neue ungewöhnliche Thriller-Serie "Targa" bei der Verlagsgruppe Random House/Penguin.

Bevor sich B.C. Schiller ganz dem Schreiben widmeten, sammelten sie viele ungewöhnliche Erfahrungen auf unterschiedlichen Gebieten, die sie oft in Ihre Romane einfließen lassen.
Barbara Schiller war als Marketing-Agentin für Unternehmen in Osteuropa und erlebte dort abenteuerliche Stories.
Christian Schiller veröffentliche mehrere Romane und verfasste für den ORF außergewöhnliche Radiofeatures über Schriftsteller mit kriminellen Neigungen – wie Jean Genet oder William Burroughs. Dazu interviewte er auch den berühmtesten Serienkiller Österreichs Jack Unterweger.
Diese Gespräche waren unter anderem auch Inspiration für „Targa“. Es war faszinierend für beide sich in den Kopf eines Serienkillers hineinzudenken und das Böse, das nicht nur abstoßend , sondern auch anziehend sein kann, gedanklich zu leben.
Eines wissen B.C. Schiller jetzt mit Gewissheit: „Noch nie sind wir dem Bösen beim Schreiben so nahegekommen wie mit der Geschichte von Targa.“

Cover
In einem leuchtenden Rot gehalten verblasst der Hintergrund, auf den die Frau, welche auf dem Cover mit dem Rücken zum Betrachter steht, blickt. Darauf steht in großen, metallischen Lettern „TARGA“. Das Cover gefällt mir recht gut und erzeugt schon eine gewisse Erwartungshaltung, was die Spannung im Thriller angeht.

Meinung
„Targa“ ist ein Thriller rund um Targa Hendricks, die als Findelkind mit ihrer Zwillingsschwester Yella vor einer Berliner Klinik abgelegt wurde. Im Gegensatz zu Yella trotzt Targa den Temperaturen und überlebt diese Nacht. Mit ihrer Schwester fühlt sie sich jedoch nach wie vor verbunden. Viel mehr als mit den lebenden Menschen in ihrer Umgebung.
All dies macht Targa zu einem außergewöhnlichen Menschen, denn um ihren Vater zu finden und damit ihre Vergangenheit zu beleuchten macht sie in Quantico eine FBI-Spezialausbildung und arbeitet danach beim BKA.

Targa ist ein wirklich gut gezeichneter Charakter. Ihre Vergangenheit prägt ihr Wesen und obwohl man nicht den tiefen Einblick in ihr Seelenleben bekommt empfinde ich sie als sehr authentisch. Mir gefällt, das sie eine Kämpferin ist, Ecken und Kanten hat und sich behaupten kann. Sie ist taff, grade heraus und kommt ohne die Klischees vieler anderer weiblicher Ermittler klar.
Hier kann ich schon einmal sagen, das dies der Auftakt einer Buchreihe ist und ich mich jetzt schon darauf freue weiterzulesen, vor allem auch mehr über die junge Frau und ihre inneren Dämonen zu erfahren. Charaktere aufzubauen schafft das Autorenduo wirklich gut und beweist dies nicht nur an Targa sondern auch an ihrem Gegenspieler, mit dem sie sich ein gnadenloses Katz- und Maus-Spiel liefert.

Im Hinblick auf das Genre „Thriller“ haben sich Barbara und Christian Schiller ganz an ihren Einband gehalten: es ist blutrot! Einige Szenen sind extrem detailliert und ich hätte mir gewünscht dies nicht vor meinem inneren Auge zu sehen. Schonungslos, grausam und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, dabei trotzdem ungewöhnlich und einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Auch Sprachlich hat dieser Thriller viel Spaß gemacht. Der flüssige und sehr gut zu lesende Text trägt federleicht durch die Geschichte und baut schon auf den ersten Seiten gehörig Spannung auf um seinen Leser immer wieder zum Atem anhalten zu verleiten.

Fazit
Wer einen Thriller sucht, der wirklich Thriller ist und seinen Leser nicht nur unterhält sondern regelrecht den Atem raubt sollte einen Blick auf Targa werfen. 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

thriller, bart-jan kazemie, penguin verlag

Drone

Bart-Jan Kazemier , Marjolijn Storm , Simone Schroth
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.08.2017
ISBN 9783328101024
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 512 Seiten

Verlag: Penguin Verlag

Erscheinungstermin: 14. August 2017

ISBN-10: 3328101020


Klappentext

Ein ehemaliger Elitesoldat wird zum Staatsfeind. Eine Politikerin entscheidet über Leben und Tod. Eine gefährliches Spiel beginnt.

Als Eliot Koler eine verschlüsselte Nachricht erhält, ist alles wieder da – das afghanische Dorf, die Explosion, die vielen Toten. Die Informationen, über die seine ehemalige Kollegin Miriam Veltman verfügt, sind brisant. Und endlich hat Eliot die Chance, die Wahrheit über den Einsatz zu erfahren. Aber noch bevor er Miriam treffen kann, ist sie tot. Denn die beiden stehen längst im Visier des Geheimdienstes und einer mächtigen Gegnerin in den höchsten Rängen der Politik. Doch Miriam hat ihm eine letzte Spur hinterlassen. Sie führt zu einer IT-Expertin, die im Nahen Osten verschollen ist. Nur sie kann entschlüsseln, was damals wirklich geschah …

Autor

Bart-Jan Kazemier, geboren 1979 in Groningen, Niederlande, hat Angewandte Linguistik studiert und unterrichtet heute an internationalen Bildungseinrichtungen. Er hat mehrere Dokumentarfilme produziert, die auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden. „Drone“ ist sein erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

Cover

Öde Landschaft vor sich, der Himmel zieht sich zu. Das ist, was sich der Mann auf dem Cover, der rücklings zu seinem Betrachter steht, ansieht. Große Lettern im oberen Teil zeigen den Buchtitel.

Insgesamt wirkt das Cover auf mich weniger wie ein Thriller und mehr wie eine Dystopie

Meinung

Das Buch hat sich so spannend angehört, das ich es nach Erscheinen direkt lesen wollte. Emotionen, Verschwöhrung und Geheimnisse habe ich erwartet und so habe ich direkt angefangen zu lesen, als ich Drone in den Händen hielt.

Leider habe ich richtige Anlaufschwierigkeiten gehabt und das Buch schon nach dem zweiten Kapitel wieder beiseite gelegt.

Bei einem erneuten Versuch kam ich zwar besser in die Geschichte rein, wirklich fesseln konnte mich der Thriller aber nicht.

Zum einen lag es am Protagonisten, mit dem ich überhaupt nicht warm wurde. Es fehlte mir bei ihm an Emotionen, die ihn glaubhaft machen. Jeder andere in seiner Situation wäre schier ausgerastet, doch er bleibt ehr unterkühlt und dadurch für mich nicht authentisch.

Auch der Schreibstil konnte es für mich nicht retten. Es schlichen sich einige Längen ein, welche auch spannenden Passagen den Wind nahmen. Vielleicht hätte man hier mit einer geringeren Seitenanzahl einiges raffen und so mehr Dynamik entstehen lassen können.

Auch musste ich mehrfach Abschnitte erneut lesen, da sie bei mir zu Verwirrungen geführt haben, was auf die Länge des Buches ebenfalls nicht zwingend zum Lesegenuss beiträgt.

Fazit

Drone konnte mich nicht von sich überzeugen, was ich bei der Grundidee des Thrillers sehr schade finde.  

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

kinderbuch, fantasy, audrey harings, energi, fantasie

Sharj und das Salz der Erde

Audrey Harings
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 01.08.2017
ISBN 9788494667336
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: AH Tales and Stories S.L.
Erscheinungstermin: 1. August 2017
ISBN-10: 8494667335
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 12 Jahre



Klappentext

Sharj und José sind gerade mit dem Rad unterwegs, als der Kompass die beiden wieder in eine andere Welt transportiert: nach Terra Salinas. In dieser Welt lebt der böse Herrscher Mula, der den Kindern alles Spielzeug weggenommen hat. Die Eltern verkauft er als Sklaven an eine andere Provinz, die Kinder sind ihm vollkommen ausgeliefert. Mula verwandelt sie in Maschinen mit dem Ziel, eine Armee aufzustellen.
Diesmal kommen Sharj und José an unterschiedlichen Orten an und müssen lange ohne die Hilfe des anderen zurechtkommen.
Schaffen sie es, die Kinder zurückzuverwandeln und wieder mit ihren Eltern zu vereinen? Können sie die Bösen besiegen? Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer.
Und auch Zuhause ist einiges los: José wird einen kleinen Hund bekommen! Dieser Welpe ist etwas ganz Besonderes. – Der immerwährend böse Otto hat mit Widrigkeiten zu kämpfen, und Dr. Krüger macht eine unglaubliche Entdeckung.

Autor
Audrey Harings wurde als einziges Kind ihrer Eltern 1969 in Trier geboren. Schon mit 11 Jahren rezensierte sie Kinderbücher für das ZDF. Damals gab es bis zu 10 Mark für jedes besprochene Buch. Ihre Eltern waren Sänger und schrieben außerdem Schlagertexte, bei welchen Audrey sich schon damals einbrachte. Ihr Vater betreute das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen und war Redakteur einer Fernsehsendung. Als Jugendliche schrieb sie Kurzgeschichten für die Schülerzeitung. Auch betreute sie Lesegruppen für ausländische Kinder. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Sharj und das Wasser des Lebens“.

Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern, zwei Katzen und zwei Hunden an der
südlichen Costa Blanca in Spanien.

Ihre Passion ist es Kinderbücher für Kinder zu schreiben und zwar nur für Kinder.

Cover


Hübsch und passend für ein Kinderbuch ist auch Sharj und das Salz der Erde aufgemacht. Das Cover zeigt einen Hintergrund mit Wüste und Pyramiden. Davor einen Roboter und einen verhüllten Jungen, wobei von beiden nur die Hälfte des Gesichts zu sehen ist.
Auch im Inneren findet man wieder zahlreiche Illustrationen, die Personen oder Szenen aus dem Buch zeigen. So haben vor allem jüngere Kinder wieder einen tollen optischen Anhaltspunkt.

Meinung
Dies ist der dritte Teil der Tetralogie rund um Sharj. Auch in diesem Buch gibt es allerdings eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Handlung, was den Einstieg erleichtert und auch ermöglicht diesen Teil unabhängig von den Vorbänden zu lesen.

Sharj und José landen wieder in einer Parallelwelt und erleben ein spannendes Abenteuer. Wie auch schon in anderen Welten gilt es auch hier das Böse zu besiegen und alles zum Guten zu wenden. Doch Sharj und José bleiben auch dieses Mal nicht ganz sie selbst und zu allem Überfluss beginnen sie ihre Reise auch an zwei unterschiedlichen Orten. Unabhängig von einander werden die beiden sehr gefordert und müssen zeigen, was in ihnen steckt.

Trotz der Parallelen, die Sharj und das Salz der Erde mit ihren Vorbänden hat, ist dies wieder eine ganz eigene, wunderbare Geschichte, die Audrey Harings phantasievoll erzählt.
Mit viel Sinn für ihre jungen Leser zeigt sie wie wichtig Freundschaft ist und was man zusammen erreichen kann. Aber auch, das jeder für sich selber stark ist und ein Ziel erreichen kann, wenn er es möchte.

Mir gefallen Sharj und José als Protagonisten immer noch unglaublich gut. Sie haben eine kindliche Naivität, die einfach herzlich ist. Das Herz selber haben sie an der richtigen Stelle und sie geben ihr Bestes um anderen zu helfen. Dies sind Eigenschaften, die zu vermitteln großartig sind und bei denen man glücklich zusehen kann, wenn sich junge Leser dies zum Vorbild nehmen.

Auch am Schreibstil Haring´s hat sich nichts geändert. Passend für ihre Zielgruppe hat sie eine schöne, bildhafte Art zu schreiben und Charaktere zu formen. Mit kurzen, leicht verständlichen Sätzen überfordert sie die Jüngsten nicht und durch den recht konstanten Spannungsbogen lässt sie keine großen Längen entstehen.

Wie auch im vorherigen Buch gehöre ich leider nicht mehr zur Altersgruppe, für die dieses Buch gedacht ist. Sharj und das Salz der Erde ist ein Kinderbuch, das ich zum Vorlesen oder selber Lesen für Kinder zwischen 6 und 11 ansetzen würde. Und genau danach möchte ich auch bewerten, da es für Jugendliche oder Erwachsene schlicht zu vorhersehbar und kindlich wäre.

Fazit
Audrey Harings gibt den ganz jungen Lesern eine phantasievolle Welt, in der sie mit tollen Protagonisten mitfiebern können. Ein schönes Buch zum Vorlesen. 

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

italien, aquila, ursula poznanski, jugendthriller, hörbuch

Aquila

Ursula Poznanski , Tom Appl , Laura Maire , Caroline Neven Du Mont
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.08.2017
ISBN 9783844527056
Genre: Jugendbuch

Rezension:

MP3 CD
Verlag: der Hörverlag
Ungekürzte Lesung; 11h 53min
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3844527052
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre


Klappentext
Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?


Autor
Ursula Poznanski (Autorin)
Ursula Poznanski, 1968 in Wien geboren, arbeitet als Journalistin für eine Reihe medizinischer Fachzeitschriften. Seit 2003 veröffentlicht sie auch Kinderbücher. Für Die allerbeste Prinzessin erhielt sie den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2005 und stand auf der Auswahlliste für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Ihr Cyberthriller Erebos wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet. Ende 2011 erschien ihr zweiter Jugendroman, der Thriller Saeculum.

Laura Maire (Sprecherin)
Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie "Verdammt verliebt". Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in "Raum" (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der "Twilight"-Reihe. Daneben war sie immer wieder in "How I Met Your Mother" zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller "Schattengrund" von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr "virtuoses Sprach-Spiel" noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin.


Cover


Das Cover zu Aquila ist wieder einmal wirklich gut gelungen. Dominant sind Farben wie Gelb, Rot und Schwarz, wobei letztere die Silhouette eines Adlers bildet. In seinem Flügel befindet sich der in gelb gehaltene Titel und der Name der Sprecherin. Überhalb des Adlers befindet sich der Name der Autorin, der in einer sehr dekorativen Art eingerahmt wurde.
Ohne viel über den Inhalt des Hörbuches auszusagen ist dies ein Cover, das mir Lust auf die Geschichte macht.

Meinung
In Aquila geht es um Nika. Eine junge Frau, die zum Studieren nach Italien gezogen ist und dort mit ihrer Mitbewohnerin Jenny eine Wohnung teilt. Nicht ungewöhnlich also, das die beiden öfter zum Feiern unterwegs sind. Doch als Nika eines Morgens aufwacht und sich nicht mehr an die letzten beiden Tage erinnern kann, zudem noch ihr Handy und Schlüssel fehlen scheint sich alles geändert zu haben. Und wo war eigentlich ihre Mitbewohnerin?

Zusammen mit Nika steigt man in die Geschichte ein. Das Mädchen wird grade erst wach und so erlebt man auch als Hörer genau mit, wie alles beginnt. Da sie zu dem Zeitpunkt nicht weiß, wie sie dort hin gekommen ist oder was zuletzt passiert ist, ist man auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin und so entsteht direkt zu Anfang eine gewisse Spannungshaltung.
Da aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird, kann man ihre Zerstreutheit und ihre Gefühlssprünge hautnah miterleben und erfährt durch ihre Gedankengänge sehr viel über die Beziehung zu Jenny und anderen Charakteren.

Nika als Protagonistin hat mir mit kleinen Einschränkungen gut gefallen. Ich mag ihre Art, die Ruhelosigkeit, ihren Drang zu erfahren was passiert ist. Auch ihre Art, sich selber einmal zu überdenken finde ich klasse. Was mich ein wenig gestört hat, war ihre Skepsis. Es gibt ein paar Stellen, wo ich mich gefragt habe, warum sie da nicht mit offenen Karten gespielt hat. Dies ist allerdings ein kleiner Kritikpunkt.

Eine Liebesgeschichte spielt in Aquila nur eine untergeordnete Rolle, die eigentlich kaum der Rede wert ist. Für mein Empfinden ist das klasse. Eine ausufernde Liebesstory hätte die Spannung hier nur zerrissen und hätte die Protagonistin für mich weniger glaubhaft gemacht.

Durch das gesamte Buch zieht sich wieder Poznanskis grandioser Schreibstil. Sie schafft es einfach mich mit ihren Büchern von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen. So spannend und lebhaft wie sie erzählt, ist es immer wieder ein Erlebnis in einer ihrer Geschichten zu versinken.

Vor der Sprecherin kann ich nur den Hut ziehen. Es ist toll, wie sie der Geschichte Leben eingeflößt hat. Die Charaktere sind schon nach kurzer Zeit gut voneinander zu unterscheiden, ohne sich merkwürdig anzuhören und auch auf die Dauer des Hörbuches ist ihre Stimme sehr angenehm und ich habe ihr gerne zugehört.

Insgesamt kann ich nur jedem, dem Erebos oder Elanus schon gefallen hat dringlichst Aquila ans Herz legen. Und ebenso jedem anderen, der eine spannende, gut erzählte Geschichte sucht.

Fazit
Es hat sich wieder einmal gezeigt, warum Ursula Poznanski eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Für mich stimmt hier einfach alles. Angefangen von der Grundstory, über die Charaktere bis hin zur Sprecherin. 

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