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Die Hexenholzkrone (Bd. 2)

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann , Wolfram Ströle , Andreas Fröhlich
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 11.12.2017
ISBN 9783844528329
Genre: Fantasy

Rezension:

MP3 CD Ungekürzte Lesung
Verlag: der Hörverlag; Auflage
Erscheinungstermin: 11. Dezember 2017
ISBN-10: 3844528326


Klappentext

Die Nornenkönigin streckt ihre Hand nach der sagenumwobenen Hexenholzkrone aus und der Schatten eines aufziehenden Krieges legt sich über Osten Ard. Da wird eine Gesandte der Sithi, die mit einer Nachricht für König Simon und Königin Miriamel unterwegs war, schwer verwundet im Wald nahe dem Palast gefunden. Und ein Attentat auf einen alten Gefährten innerhalb der Palastmauern sorgt für noch größere Unruhe. Der Angreifer erwähnt immer wieder die Morriga, eine uralte Kriegsgöttin.

Um mehr über die Bedrohung durch die Nornen herauszufinden, schickt das Thronpaar schweren Herzens Prinz Morgan zu dem Volk der Sithi. Wird er wohlbehalten zurückkehren von seiner Mission? Ist ein Krieg gegen die Nornen noch abzuwenden? Und was hat es mit den Gerüchten um das Erwachen der Morriga auf sich? Und nicht zuletzt ist da noch das Versprechen, das Simon und Miriamel ihrem alten Freund Herzog Isgrimnur auf dem Sterbebett gegeben haben ...


Autor

Tad Williams wurde 1957 in San José (Kalifornien) geboren, studierte in Berkeley, war Sänger der Rockband Idiot, war in einer Computerfirma und als Lehrer, Manager eines Finanzinstituts, am Theater, als Schuhverkäufer und Versicherungsvertreter tätig. Er moderierte zehn Jahre lang eine Radio-Show und arbeitete an dem ersten komplett interaktiv funktionierenden Fernsehprogramm mit. Als Autor wurde er durch seinen Zyklus „Das Geheimnis der großen Schwerter“ rund um das phantastische Land Osten Ard bekannt. Seine „Otherland“-Tetralogie wurde weltweit veröffentlicht; allein von der deutschsprachigen Ausgabe wurden über 200.000 Exemplare verkauft. Neben seinen Fantasy-Bestsellern schreibt Tad Williams Drehbücher und Hörspiele, erfindet Computerspiele und zeichnet Comics. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von San Francisco.


Sprecher

Andreas Fröhlich, geboren 1965, wurde im Alter von sieben Jahren im Kinderchor des SFB entdeckt. Mittlerweile ist er als „Hörspieler“ Interpret unzähliger Hörbücher und erhielt 2010 nach drei Nominierungen den Deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret für den Titel „Doppler“, der in seiner eigenen Hörbuchreihe „Edition Handverlesen“ erschien. Für den Hörverlag übernahm er unter anderem Rollen in den Hörspielen von Alexandre Dumas „Die drei Musketiere“, den „Wallander“-Hörspielen, der „Otherland“-Saga, sowie „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ und „Der letzte König von Osten Ard“ von Tad Williams. Darüber hinaus liest er den Bestseller „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ und „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ von Walter Moers. Andreas Fröhlich zählt zu den bekanntesten Synchronsprechern Deutschlands und leiht u. a. John Cusack und Edward Norton seine Stimme. Zudem ist er als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig und u.a. für die deutsche Synchronfassung der „Herr der Ringe“-Trilogie verantwortlich, in der er auch die Rolle des Gollum übernahm.


Cover

Das Cover ähnelt bis auf kleine Änderungen dem ersten Teil der Hörbuchreihe.
Im Vordergrund wurde ein Schwert platziert anstelle des Horns. Auch der mir recht sinnlos erscheinende Streifen quer übers Cover ist wieder da, diesmal jedoch in grünlich, wodurch er weniger störend wirkt. Dieses mal ist die Hülle glänzend anstatt matt. Ich finde ja das matt besser aussieht aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Mir entzieht sich jedoch der Sinn solche Dinge von einem aufs andere Buch zu ändern ohne ersichtlich nachvollziehbaren Grund.

Meinung

Im zweiten Teil der Reihe geht es zunächst mehr um Politik als um Krieg. Prinz Morgan ist immer noch ein ziemlich widerborstiger Thronfolger, auch wenn seine Trotzigkeit ein wenig der Einsicht weicht, schafft er es bis zu Ende des Hörbuchs nicht dieses gänzlich abzulegen.

Das Königspaar versinkt immer mehr im Höflichen Alltag, schließlich gilt es ein Land zu regieren. Und neben der Nornen-Bedrohung scheint auch das Reich sich innerlich aufzureiben. Auch König Simon und Königin Miriamel sind ratlos was zu tun ist und ihre Berater und Hofstaat haben mit den sich verändernden Verhältnissen zu kämpfen. Und über allem schwebt die Vermutung das irgendetwas im Verborgenen die Fäden zieht und sich nicht im Lichte zeigt.
Prinz Morgan soll in all diesem Chaos zum Mann und verantwortlichem Thronfolger werden; die Nornen sind zurück und haben einen unbekannten Plan und es steht statt Krieg eher ein Bürgerkrieg auf der Tagesordnung. Prinz Morgan wird aufgetragen die vergiftete Sithi zu ihrem Volk zu bringen und die alten Bande neu zu knüpfen die das Hochkönigreich einst schloss.
Eine lange Reise beginnt an deren Ende eine Überraschung auf ihn wartet.
Die Königin begibt sich ihrerseits auf eine Reise um vielleicht doch noch zu verhindern das die Anspannung ihres Volkes in Krieg umschlägt.

Auch Viyeki, Großmeister des Ordens der Bauleute, stehen Dinge bevor die sich sowohl seiner Kenntnis als auch seinem Verständnis entziehen. Er muss auf eine Reise ohne zu wissen wohin und warum. Er lebt in ständiger Angst vor seiner Königin da er so wie auch andere Hohe Hikeda´ya
beschlossen hatten Mischlinge zwischen Mensch und Hikeda´ya als notwendiges Übel zuzulassen.
Königin Utuk´ku ist darüber immer noch erbost und sucht die Kollaborateure in ihren Reihen um sie zu vernichten. Sie ist es auch die Viyeki auf die Reise schickt, was sein Gefühl, das die Königin Aller weis, was er getan hat nur noch verstärkt.
Viyeki´s Tochter ist mit ihrer Hand immer noch auf dem Weg um zu erfüllen was ihnen aufgetragen wurde. Anführer Makho ist jedoch so verblendet von seiner Pflichterfüllung das er folgenschwere Fehler begeht, welche die ganze Mission gefährden. Denn je weiter sie nach Süden reisen um so gefährlicher wird es für sie.

Alles ist in Bewegung und bewegt sich immer weiter unaufhörlich aufeinander zu.
Die Ereignisse wiegen schwer und Entscheidungen müssen getroffen werden. Jede Seite für sich allein, ohne zu wissen was der nächste Tag bringt und welche Konsequenzen es haben wird.
Nur eines ist sicher! Es wird Konsequenzen haben.

Der zweite Teil geht da weiter wo der Erste aufhört. Nun ja, fast. Man fühlt sich eher als hätte man irgendwie zwei Kapitel übersprungen. Aber wie im falschen Film fühlt man sich eigentlich bei den anderen beiden Teilen am Anfang auch. Daher irgendwie vertraut.
Weil aber der letzte Teil mit einem so derben Cliffhanger endete war ich zuerst schon ein wenig enttäuscht da die aufgebaute Spannung quasi im Nichts verpufft.

Die Erzählweise empfand ich als ungleichmäßig.
Zuerst fand ich die Erzählung streckenweise sehr zähfliessend, da nicht viel Neues passiert. Dann jedoch hatte ich schon ein wenig Schwierigkeiten der Handlung zu folgen da diese ruckartig komplexer wird. Neue Charaktere, neue Schauplätze, neue Handlungsstränge. Zum Teil werden die Charaktere weiter ausgeformt und man bekommt immer mehr Einsicht in das Gefühlsleben der Personen. Was einen tiefer in die Geschichte zieht.
Manchmal springt die Handlung so unvermittelt von einem Ort an den anderen, das es dauert um zu merken das man sich woanders befindet. Auch zeitlich gibt es Sprünge die mich aus dem Konzept brachten. Ich hatte das Gefühl das Ereignisse fehlen oder nicht erzählt werden. Manches wird so detailliert geschildert das man irgendwie enttäuscht ist das das nicht immer der Fall ist.

Andreas Fröhlich macht auch wie im ersten Teil einen hervorragenden Job. Die Tiefe, die er den Charakteren mit seiner Stimme verleiht ist für mich einzigartig. Der Wiedererkennungswert der Personen ist schlichtweg herausragend was es für mich wieder zum Erlebnis macht das Hörbuch anzuhören.

Fazit

Trotz seiner kleinen Schwächen ist auch der zweite Teil der Hexenholzkrone ein gelungenes Werk und absolut eine Empfehlung. Wobei ich dann doch empfehlen würde sich zuvor den ersten Teil anzuhören.
Hier und da etwas langatmig, ein bisschen weniger Spannung als im ersten Teil und das Gefühl das man hier und da einfach zu viel den Rotstift im Lektorat angesetzt hat bringt mich dazu diesem Teil keine fünf Sterne zu geben.
Die inhaltlichen Schwächen kann leider auch der brillierende Andreas Fröhlich nicht wegsprechen.
Ich hoffe das der nächste Teil wieder etwas beschwingter daher kommt.

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20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kinderbuch, fantasie, freundschaft

Das wundersame Fräulein Gelblich

Audrey Harings , Stefanie Ziermann
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 15.01.2018
ISBN 9788494667381
Genre: Jugendbuch

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92 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

dystopie, mord, buch: fallende stadt, fallende stadt, band 1

Fallende Stadt

Lauren DeStefano , Andreas Decker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.04.2018
ISBN 9783570311998
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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197 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

thriller, agoraphobie, mord, the woman in the window, new york

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hörbuch, liebe, roman

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz , Christoph Maria Herbst
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 23.04.2018
ISBN 9783844528961
Genre: Romane

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247 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

zeit, matt haig, liebe, roman, leben

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

www.die-rezensentin.de

Forderung

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453270343
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 19. März 2018
ISBN-10: 3453270347

Klappentext
Ein hochaktueller Roman um Profitgier, Betrug und Rache – John Grisham ist ein meisterhafter Erzähler

Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.


Autor
John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.

Cover
Der nächtliche Blick auf eine Stadt im Hintergrund. Wobei hier Blautöne des Himmels dominieren lassen den Hintergrund, auf dem über das komplette Cover Autorenname und Buchtitel geschrieben sind, noch ein wenig Leben mit in den Gesamteindruck bringen.
Wieder konnte mich hier nur der Name Grisham dazu bringen hier einen Blick zu riskieren.

Meinung
„Grisham“. Wieder hat mich der Name gepackt, der mich auch schon bei „Das Original“ dazu gebracht hatte, ohne mich vorher von Klappentext oder anderen Meinungen berieseln zu lassen ins Buch zu stürzen.

Und Grisham hat mich erneut überrascht. Leider nicht im positiven Sinn.
Die Geschichte, rund um Zola, Todd und Mark war anfangs relativ interessant zu lesen. Sehr detailliert beginnt er die Verhältnisse zu beleuchten und schürt damit eine gewisse Erwartungshaltung. Ich hatte die Hoffnung, der mäßige Lesegenuss von „Das Original“ war so etwas wie ein Ausrutscher und der Autor hat sich wieder gefangen bzw. traf nur einfach einmal nicht meinen Geschmack. Soll es ja auch ab und an geben.
Schnell empfand ich einiges als nicht sehr realistisch, wobei mich grade die starke Realitätsnähe Grishams absolut von sich überzeugte.
Das sich „Forderung“ dann in einem mittelmäßig spannendem, hinplätscherndem und vorhersehbaren Roman ausbreitet war also dann eine konsequente Bergab-Tendenz, die er verfolgte.

Sprachlich kann man ihm nichts nachsagen. Unberücksichtigt von der für mich fehlenden Spannung liest sich das Buch gut und flüssig. Mit Worten umgehen kann der gute Herr Grisham. Auch der Plot hat einen roten Faden und nichts wirkt komplett aus der Reihe gegriffen.
Handwerklich ist „Forderung“ also nach wie vor ein Top-Buch. Doch was gute von genialen Autoren unterscheidet ist einfach das Fünkchen Mehr.

Beim nächsten Buch, auf dem groß „GRISHAM“ steht, warte ich lieber ab, lese Klappentext und einige Rezensionen, bevor ich direkt zugreife und weiter die für mich deutliche Abwärts-Tendenz mitverfolge.

Fazit
Hier steht leider nur noch Grisham drauf. Der für mich schlechteste Roman dieses Autors.
Handwerklich top, aber mehr leider auch nicht. Schade.

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417 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

lügen, liebe, jugendbuch, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbj; Auflage: 1. Auflage
Erscheinungstermin: 26. Februar 2018
ISBN-10: 3570165124
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Klappentext
Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige ...

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv

Autor
Karen M. McManus hat einen Bachelor-Abschluss in Englisch am College of the Holy Cross absolviert und einen Master-Abschluss in Journalismus an der Northwestern University. Wenn sie nicht gerade in ihrer Heimatstadt Cambridge (Massachusetts) ihrer Arbeit nachgeht oder sich dem Schreiben widmet, bereist sie mit Vorliebe mit ihrem Sohn die Welt. ONE OF US IS LYING ist ihr Debütroman, der auf Anhieb die New York Times-Bestsellerliste stürmte.

Cover
Das Cover zeigt ein Gesicht, das aus vier Teilstücken verschiedener Menschen zusammengesetzt wurde. Die Idee finde ich grandios, weil es direkt neugierig macht und man trotz der einfachen Idee und des an sich Offensichtlichen gerne weiter hinschaut.
Der rote Buchtitel sticht direkt mit ins Auge und bietet so einen guten Kontrast zum sonst schwarz/weiß gehaltenem Rest.

Meinung
Wer kennt das nicht? Ein stark gehyptes Buch weckt auch die eigene Neugier und man möchte nur zu gerne wissen, worum es geht und warum so viele genau dieses eine Buch so gut finden.
Bei „One of us is lying“ ging es mir genau so.
Schon Wochen vor der Veröffentlichung war das Cover überall zu sehen und der Klappentext wurde zitiert. Ja, und dieses Buch hat es dann tatsächlich geschafft mich neugierig zu machen.

Ziemlich schnell passiert genau das, was im Klappentext angepriesen wird und man befindet sich mitten in Geheimnissen und der Suche nach dem Mörder.
Hierbei wird die Geschichte aus der Sicht der vier nachsitzenden Schüler erzählt, wobei man nach und nach einen ganz guten Eindruck von ihnen bekommt und ihre Motive nachvollziehen kann.

Mich hat das Buch stark an Pretty Little Liars erinnert, wobei ich sagen muss, das mir der Schreibstil dieser Autorin deutlich mehr zusagt.
Sie schreibt locker, modern und ohne das es aufgesetzt wirkt sehr jugendlich. Dennoch konnte sie auch mich als Erwachsene für sich gewinnen.

Das die Perspektive innerhalb eines Kapitels auch öfter wechselt empfand ich Anfangs als kleine Schwierigkeit. Mit der Zeit -und vor allem mit besserem Kennenlernen der Charaktere- kann man sie jedoch sehr schnell auseinander halten, da jeder von ihnen sehr eigen ist.

Ich war sehr beeindruckt davon, dass dies das erste Buch sein soll, das die Autorin geschrieben hat. „One of us is lying“ ist unterhaltsam, spannend, ein Pageturner und hat ein überraschendes Ende.
Gerne mehr davon!

Fazit
Großartig! Wenn „One of us is lying“ das Debüt von Karen M. McManus ist, bin ich extrem gespannt, was die Autorin sonst noch so zu Papier bringt. 

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fantasy, spannung, piper verlag, das dunkle herz, geheimnis

Das dunkle Herz

Lukas Hainer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492704724
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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158 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aura, clara benedict, teenager

Aura – Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten

Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH

Erscheinungstermin: 12. März 2018

ISBN-10: 3522202414


Klappentext

Romantasy über die Macht, die Realität zu verändern – für Mädchen ab 13 Jahren.

Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat ... Hat sie dem Falschen vertraut?

Autor

Clara Benedict, Jahrgang 1981, ist Deutsch- und Musiklehrerin und Sängerin in einer Rockband. Sie lebt mit einem Mann, zwei Katern, drei Kindern und zwölf Musikinstrumenten an der Weinstraße und hat ständig zu viele Pläne und zu wenig Zeit. Wenn sie nicht als Revuegirl oder Nashorn auf der Bühne steht oder sich für irgendein anderes verrücktes Projekt ködern lässt, spielt sie Videogames, geht geocachen und gibt unfassbare Summen für Bücher und Chucks aus. www.clara-benedict.com

Cover

Das Cover ist wunderschön und farbenfroh. In dem Farbnebel erkennt man deutlich das Profil eines Mädchens, auf dessen Kopf der Buchtitel erscheint.

Meinung

Auf der Suche nach einer leichten Fantasy-angehauchten Geschichte bin ich über Aura gestolpert.

Es geht um Hannah, 16 Jahre alt und selber noch auf der Suche nach sich selbst. Sie findet Interesse an Jan und als wäre das für einen Teenager nicht schon genug, entdeckt sie ihre Gabe.

Das Hannah ein typisches jugendliches Mädchen ist, wird schon zu Anfang deutlich: Sie trifft sich mit ihren Freundinnen um sich gemeinsam fertig zu machen um aus zu gehen. Dabei ist alles sehr authentisch beschrieben, als würde man auf einem Stuhl in der Ecke sitzen und alles direkt miterleben. Die einzelnen Freundinnen sind zwar nicht bis ins kleinste Detail beschrieben, aber man bekommt ein gutes Gefühl für sie.

Natürlich lernt man Hannah selber wesentlich besser kennen. Sie ist ein junges Mädchen, mit dem sich sicher viele in ihrem Alter identifizieren können. Sie schwärmt für Jan und vergisst um ihn herum manchmal alles. Manchmal wird die rosarote Brille jedoch so undurchschaubar für sie, das sie sich verrennt. Diese Darstellung finde ich im Hinblick auf die Altersgruppe, an die das Buch gerichtet ist sehr gut. Es zeigt, das nicht immer alles perfekt sein muss und nicht immer alles, was perfekt scheint auch tatsächlich so fehlerfrei ist.

Hannah merkt auch schnell, das ihre Gabe nicht nur Gutes mit sich bringt. Und so befindet sie sich in einem großen Gefühlskarussell rund um Jan, ihre Freundinnen und ihre Gabe.

Inhaltlich kann man Clara Benedict nichts negatives vorwerfen. Das Buch ist von vorne bis hinten gut geschrieben, nimmt seine Leser mit und sorgt stetig für eine Priese Spannung. Auch wenn mir die Parts um Jan und Hannah mitunter ein wenig viel wurden und ich mir mehr von der Gabe als solches gewünscht hätte, so hatte ich nie das Bedürfnis das Buch zur Seite zu legen.

Auch sprachlich richtet die junge Autorin sich an ihr jüngeres Publikum. So liest sich das Geschriebene sehr leicht und auch für Teenager sicher ohne Verständnisprobleme.

Das Ende ist noch einmal überraschend und macht absolut Vorfreude auf den nächsten Teil der Trilogie.

Fazit

Aura ist ein Buch, das man gerne weiter empfiehlt und bei dem ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue.

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mond, andy weir, artemis, armstrong, aldrin

Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski , Gabrielle Pietermann , Marius Clarén
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 05.03.2018
ISBN 9783837141658
Genre: Science-Fiction

Rezension:

MP3 CD: Gekürzte Lesung ca. 549 Minuten
Verlag: Random House Audio
Erscheinungstermin:5. März 2018
ISBN-10: 3837141659

Klappentext

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer.Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.

Autor
Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mir seinem Roman »Der Marsianer« einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt »Der Marsianer« wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.

Sprecher
Gabrielle Pietermann (Sprecherin)
Gabrielle Pietermann, geboren 1987, ist eine erfahrene Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie ist u. a. die deutsche Stimme von Emilia Clarke (Daenerys Targaryen aus Game of Thrones), Emma Watson (Hermine aus Harry Potter) und Selena Gomez.

Marius Clarén (Sprecher)
Marius Clarén, 1978 in Berlin geboren, ist Synchronsprecher, -autor und -regisseur. Er lieh seine Stimme bereits Tobey Maguire („Spiderman“), Chris Klein („American Pie“), Jake Gyllenhaal („The Day After Tomorrow“) und vielen mehr.

Cover
Das Cover spricht mich persönlich sehr an. Mit dem All im Hintergrund sieht man mittig den Mond, der von hinten von der Sonne angestrahlt zu werden scheint. In verschiedenen Grautönen wird die Mondlandschaft toll dargestellt und bietet farblich so einen ruhigen Pol zu dem Orangen Buchtitel.

Meinung
Vorweg muss ich sagen, das es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Fassung handelt. Da ich den Original Text nicht kenne beziehe ich mich daher auf diese Version des Buches.

Artemis ist eine stationäre Mondbasis und Jazz Bashara ist eine ihrer Bewohner. Nicht grade eine dieser ordnungsliebenden, netten Menschen, die sich an Regeln und Gesetze halten aber sie ist in Artemis aufgewachsen und daher ein fester Teil, der nicht übermäßig großen Bevölkerung.

Wenn man es genau nimmt ist sie sogar eher, sagen wir mal, alternativ Gesetzestreu. Schmuggeln ist eine ihrer Einnahmequellen, was gepaart mit ihrer leicht trotzigen Art dazu führt, das sie sich Kopf über in einen Schlamassel rein manövriert, aus dem sie alleine, obwohl sie durchaus erfinderisch mit der Wahrheit,Worten oder plötzlich auftretenden Schwierigkeiten umzugehen weiß, nicht wieder heraus kommt. Selbstverständlich wird sie von ihren Freunden oder meist auch guten Bekannten... eigentlich sind es bei näherer Betrachtung doch mehr oder weniger nur Geschäftspartner mit positivem Sozialindex, unterstützt und letztlich vor sich selbst geschützt.

Ja, das war schon was ich mit meinen Worten sagen kann ohne zu spoilern. Zugegeben ist das jetzt nicht sonderlich viel bei immerhin 9 Stunden Spielzeit. Woran das liegt? Nun ja das Hörbuch hat zwar viele Ereignisse, die manchmal mehr manchmal weniger zu Handlung beitragen, jedoch ist ein großer Teil der Geschichte geprägt von einer technischen Komponente. Andy Wier hat viel Wert darauf gelegt die Mondbasis genaustens zu beschreiben. Zum einen keine schlechte Sache, da man sich sofort einen Eindruck schaffen kann, der mir zumindest direkt ein Bild ins Gedächtnis projizierte. Ich als Trekki hätte das jetzt nicht so detailliert benötigt aber es soll ja auch Menschen geben, die nicht so SyFi versiert sind, daher ist es durchaus vertretbar. Obwohl es an der ein oder andere Stelle schon etwas abdriftet.

Die grundlegende Handlung wird stetig fortgesetzt und das ist wörtlich zu nehmen. Irgendwie hat man die ganze Zeit das Gefühl das alles etwas gehetzt wirkt, was sich leider zu Ungunsten der Spannung auswirkt. Grund gekürzte Lesung?! Möglich! Auswirkung zugunsten von Langweilig? Definitiv nein!!!!
Wenn man diesen Aspekt, des gehetzten, mal ausblendet ist es eine durchaus ansprechende Story die vertraut wirkt, wobei ich das nicht negativ meine. Andy Wier hat das Genre nicht neu erfunden aber Bekanntes gut zusammengefügt.

Da sich die ganze Geschichte innerhalb weniger Tage abspielt ist von Charakterentwicklung nicht viel zu spüren aber wer ändert seinen Charakter schon innerhalb einer Woche. Die Personen werden solide dargestellt und haben auch ihren Charme. Vieles bleibt jedoch hinter der Oberfläche verborgen oder kommt recht plötzlich ans Licht, was durchaus positiv eingesetzt wird.

Einige wenige Passagen, ausschließlich Emails von Jazz´s Schmuggelpartner von der Erde, werden von Marius Clarén, der Synchronstimme von Tobey Maguier und Jake Gyllenhaal, gesprochen.

Ansonsten spricht das gesamte Hörbuch Gabrielle Pietermann, die Stimme von Hermine Granger, Daenerys Targaryen, und Selenea Gomez.
Und da haben wir auch schon den Punkt, der mich an diesem Hörbuch am meisten stört.

Keine Frage, Gabrielle Pietermann hat gut und verständlich Vorgelesen, den unterschiedlichen Personen durch ihre Stimme Tiefe verliehen und rein technisch ist ihr und der Produktion nichts vorzuwerfen. Jedoch wird das ganze Hörbuch aus der Sicht Jazz´ gesprochen. Als wäre man in ihrem Kopf. Eigentlich eine durchaus übliche Erzählposition. Was in diesem Fall negativ auffällt ist das Jazz eine 26 jährige Frau ist, die durch die Sprecherin den Stimmencharakter eines 16 jährigen, pubertären Mädchens bekommt. Einige Geschehnisse passen nicht zur Stimme.
Frau oder Mädchen ist halt ein Unterschied. Das macht leider vieles von der Atmosphäre kaputt die Jazz umgibt. Man hat ein wenig das Gefühl das versucht wurde mit dem Hörbuch ein jüngeres Publikum anzusprechen und die vielen technischen Einflüsse abzumildern. Entweder gehöre ich dann nicht zur Zielgruppe dieser Hörbuchproduktion oder die Stimme -aber ansonsten tadellose Performance- von Gabrielle Pietermann passt leider nicht zur Hauptfigur.

Fazit
Artemis ist nicht „Der Masianer“ und kommt da auch nicht heran. Andy Wier hat hier eine andere Richtung gewählt, die er konsequent umgesetzt hat. Wer eine Marsianer-Fortsetzung erwartet, sollte sich etwas anders aussuchen.
Wer aber eine Sciencefiction-Story sucht, die zumindest als Hörbuch eine Mischung zwischen Hanna Montana und Mondbasis Alpha ist der kann hier bedenkenlos zugreifen. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt aber auch nicht mehr. Ich würde zwar das Hörbuch aufgrund der doch recht mädchenhaft anmutenden Stimme von Gabrielle Pietermann, eher jugendlichen Hörern als dem erwachsenen SYFY-Chanel-Abonnenten empfehlen. Jedoch ist Alter alleine kein Ausschlußkriterium. 

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Mein Bullet Buch

David Sinden , Manuela Knetsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 19.03.2018
ISBN 9783442393343
Genre: Sonstiges

Rezension:

Flexobroschur: 224 Seiten
Verlag: Mosaik
Erscheinungstermin: 19. März 2018
ISBN-10: 3442393345

Klappentext

Die Begeisterung für die Bullet-Journal-Idee ist weltweit riesig. Die Mischung aus handschriftlichem Kalender, Tagebuch, To-do-Liste und Ideenkladde ist genial und überzeugend. Wenn nur der hohe Aufwand nicht wäre: Selber eine Struktur anlegen, Jahres-, Monats- und Wochenübersichten zeichnen, Themen ausdenken und Listen schreiben ... Dieses Buch bietet den perfekten Start für alle, die es leichter haben wollen! Alle Kalenderseiten sind vorbereitet, außerdem etliche Listen und Themenseiten, viele Ideen und Anregungen zur individuellen Weitergestaltung. So steht der kreativen Ordnung nichts mehr im Weg!

Autor
David Sinden hat bildende Kunst studiert. Er arbeitet als Kunstlehrer, Designer, Kinderbuchautor, Illustrator und TV-Produzent.

Cover
Total einladend wirkt die Aufmachung dieses handlichen Buches. Auf dem Hintergrund, der an Cardstock erinnert sind viele bunte Punkte, die alles schön auflockern. In der Mitte sieht man einen großen, weißen Kreis, auf dem sich Buchtitel und Autorenname befinden. Dies alles wirkt sehr modern und gefällt mir sehr gut.

Meinung
Seit kurzem spiele ich mit dem Gedanken ein Bullet-Journal zu führen. Nachdem ich nun einige Ideen habe, versprach ich mir von diesem kleinen Büchlein die perfekte Vorlage, um mich mit dem Aufbau und der Strukturierung auseinander zu setzen. Besonders um es mir für meinen ersten Bullet-Versuch ein wenig zu erleichtern, da hier die Seiten vorbereitet sind und man quasie nur noch eintragen muss, hat mir die Entscheidung für dieses Buch abgenommen.

Nun, nachdem ich es ein wenig geführt habe, ist meine Meinung doch ehr zwiegespalten.

Fangen wir mit dem an, was mir gut gefällt:
Das Buch hat ein tolles Format mit flexiblem Einband, was ich sehr mag. Es ist groß genug um gut darin schreiben zu können aber auch handlich genug, um es in der Handtasche problemlos mitzunehmen.
Die einzelnen Seiten sind gut aufgebaut und bieten gemessen an dem Format viel Platz zum ausfüllen. Überall finden sich kleine Doodels, die zum anmalen perfekt geeignet sind. So kann man ein wenig mehr personalisieren, wobei es auch so schon sehr hübsch ist.
Das Papier hat eine angenehme Stärke und eignet sich gut um mit Kugelschreiber oder Fineliner beschrieben zu werden.
Auch gibt es keinen besonderen Zeitpunkt um mit dem Bullet Buch zu beginnen. Da die Monate undatiert sind, ist es möglich direkt loszulegen, auch wenn es mitten im Jahr ist.
Durch das farblich passende Lesebändchen findet man schnell eine bestimmte Seite.
Jeden Monat gibt es neue „Spezialseiten“ zu entdecken, auf denen man Wünsche, Reiseziele oder auch Erinnerungen festhalten kann. Ebenso findet man immer wieder nützliche Anregungen für Listen jeglicher Art. Da hier oft der Platz knapp ist, muss man sich hier schon ein wenig beschränken bzw. sollte hier mit Bleistift schreiben, um diese zwischendurch überarbeiten zu können.

Was sich für mich als schwierig herausstellte ist das Monats- und Wochenplaner nicht zusammenhängend sind sondern sich die Monatsübersichten mit unterschiedlichen einzelnen Themen bündeln und die Wochenübersichten fürs ganze Jahr am Ende des Buches zu finden sind.
Ebenso gibt es nur eine Tagesübersicht, was sich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht erklärt.
Auch einen Tracker gibt es nur passend für einen Monat. So hat man leider über das Jahr keinerlei Vergleichsmöglichkeit.

Das Bullet Buch bietet so für mich keine Möglichkeit es wirklich komplett als Bullet-Journal zu nutzen, einfach weil mir Tagesplaner fehlen und es so für mich nicht praktikabel ist. Als Journal für bestimmte Dinge -in meinem Fall als Tier-Journal, wo ich bestimmte Dinge festhalten kann- finde ich es allerdings ganz gut.
Ebenso glaube ich das sich dieses Buch toll als eine Art Hausaufgabenheft für Schüler eignet. Da hier durch die getrennten Monats- und Wochenübersichten gut zu trennen ist, wo Hausaufgaben stehen und wie man sich seine Freizeit einteilen kann bzw. welche Termine anstehen.
Die Seiten, die monatlich fürs Finanzielle angelegt sind bieten für Erwachsene mit vielen verschiedenen Ausgaben ehr wenig Platz, für Kinder bzw. Jugendliche, die einen Überblick über ihr Taschengeld behalten möchten ist es hingegen ideal.

Fazit
Das Bullet Buch hat tolle Ideen und eine schöne Aufmachung. Möchte man intensiv Dinge festhalten, hat viele Termine oder möchte im Design frei sein, würde ich hier abraten.
Toll geeignet empfinde ich es allerdings für sein Kind. Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten und Taschengeldplaner haben gut Platz und bieten so den jüngeren eine Möglichkeit eigenverantwortlich eine Übersicht über die wichtigsten Dinge zu führen. Als Schülerkalender also gerne, als normales Bullet-Journal, als das es angepriesen wird kann ich hier leider nicht mehr Sterne geben. 

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96 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

andy weir, artemis, science fiction, mond,         artemis

Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271678
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 5. März 2018
ISBN-10: 345327167X

Klappentext

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer.Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.

Autor
Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mir seinem Roman »Der Marsianer« einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt »Der Marsianer« wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.

Cover
Das Cover spricht mich persönlich sehr an. Mit dem All im Hintergrund sieht man mittig den Mond, der von hinten von der Sonne angestrahlt zu werden scheint. In verschiedenen Grautönen wird die Mondlandschaft toll dargestellt und bietet farblich so einen ruhigen Pol zu dem Orangen Buchtitel.

Meinung
Nachdem ich den Marsianer gelesen habe, waren meine Erwartungen natürlich recht hoch.
Aber um hier direkt einmal zu relativieren: Bereits beim lesen des Klappentextes wird klar, das ein direkter Vergleich scheitern wird, denn zu Artemis liest sich der Text viel mehr wie ein Jugendbuch als zum Marsianer.

In Artemis lernt man Jazz kennen, die bei ihrer Arbeit als Trägerin und Schmugglerin in ganz Artemis, der Stadt auf dem Mond, unterwegs ist. Sie beschreibt viel von der Umgebung, so das man sich sehr schnell ein gutes Bild vorm inneren Auge hat.
Den Aufbau der Stadt und das Leben dort fand ich absolut interessant. Durch Jazz´Arbeit erfährt man viel über die Versorgung der Bewohner, Gründe, warum sie auf dem Mond leben oder auch darüber, wie mit verschiedensten Problemen umgegangen wird.

Jazz als Protagonistin gefällt mir eigentlich ganz gut. Sie ist taff und sehr klug, obwohl sie leider nicht immer so handelt. Vielen Entscheidungen, die sie getroffen hat merkt man deutlich ihre Trotzphase an und ihre Sturheit, diese nicht wieder zu überdenken. Die junge Frau bekommt ein zwielichtiges Angebot, dessen Annahme sich auf ihr ganzes Leben auswirken sollte. Die Dinge, in die sie hineingezogen wird zeichnen sie allerdings und so macht sie im Laufe der doch relativ kurzen Zeitspanne der Geschichte eine deutliche Entwicklung durch.

Im Buch gibt es eine starke technisch-wissenschaftliche Komponente, die einen großen Part der Story einnimmt. Auf mich, als technisch nicht so versierten Menschen, wirkte dies alles sehr schlüssig und gut beschrieben obgleich man sagen muss, das hier vielleicht ein wenig zu sehr ins Detail gegangen wird, wodurch die Geschichte so weit in die Länge gezogen wird, das die Spannung an vielen Punkten verwässert. Dies Schicksal traf leider auch das Ende, das mit weniger Detailreichtum sicher noch mehr Fahrt aufnehmen und so noch spannender hätte ausfallen können.

Sprachlich befindet sich Artemis meiner Meinung nach im Jugendbuch-Bereich. Es gibt -bis auf den technischen Aspekt- keine sprachlichen Barrieren, über die man stolpern kann und alles liest sich sehr locker runter. Erfrischend und einfach, mit einer guten Portion Witz geschrieben, macht es wirklich Spaß zu lesen.

Fazit
Es ist definitiv nicht „Der Marsianer“! Sucht man genau soetwas, wird man vermutlich enttäuscht.
Sucht man ein junges, technisch versiertes Buch mit spannender Geschichte über das Leben auf dem Mond, kann ich Artemis auf jeden Fall empfehlen. Mir hat es trotz der Kritikpunkte gefallen.

3,5 Sterne

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

depression, freunde, mallorca, ziele

Hummeln fliegen auch bei Regen

Andrea Kraft
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.02.2018
ISBN 9783442222186
Genre: Sachbücher

Rezension:


Taschenbuch: 278 Seiten
Verlag: Andrea Kraft
Erscheinungstermin: 2. August 2014
ISBN-10: 3000460098

Klappentext

Besser leben mit Depressionen ... Wenn aus einer Kampfansage gegen das Leben, eine Liebeserklärung an das eigene Ich wird, ... Hannah ist 35 Jahre alt, als sie vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens steht und beschließt, sich endlich ihrem neuen Lebensabschnitt samt seiner Herausforderungen zu stellen. Getragen von einem alten Tagebuch, einer mysteriösen Urlaubsbekanntschaft und einer Menge Selbstironie gelingt es ihr nach und nach ins Leben zurückzufinden. "Hummeln fliegen auch bei Regen" erzählt mit Leidenschaft und einer großen Portion Humor von einer Achterbahnfahrt der eigenen Gefühle, den großen und kleinen Niederlagen im Leben und der immerwährenden Sehnsucht nach Veränderung. Da die Autorin selbst jahrelang unter Depressionen und Angstzuständen litt, versucht sie dem Leser auch mit Humor eine Thematik näherzubringen, die leider zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Roman soll dem Leser Mut machen, sich den kleineren und größeren Lebenskrisen zu stellen um auch die Regentage des Lebens zu nutzen. Wer über sich selbst lachen kann und sich nicht zu verbissen an Lebenspläne klammert, wird Kopf und Hände freihaben für Neues und wird seine Ängste überwinden können.

Autor
Andrea Maria Kraft wurde 1969 in Wasserburg am Inn geboren und lebt heute mit ihrem zweiten Ehemann und ihren beiden Kindern in Rott am Inn im Alpenvorland.

"Hummeln fliegen auch bei Regen" wurde am 01.06.2014 in Rott vorgestellt und ist ihr erster Roman, mit dem sie sich einen Lebenstraum - ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen - erfüllt hat.
"Wenn Pinguine fliegen könnten" wurde im November 2015 veröffentlicht und ist der zweite Roman, mit dem sich die Autorin weiter ihrer Leidenschaft des Schreibens widmet.


Cover
Ich muss ehrlich zugeben, das Cover war nicht ausschlaggebend mir dieses Buch anzuschauen. Himmelblau, darauf zwei Hummeln, ein paar Regentropfen und schwarze Schrift. Zugegeben, mir gefällt wie der Buchtitel gelettert wurde, ansonsten kann ich dem recht schlichten Cover nicht viel abgewinnen.

Meinung
Depressionen, Panikattacken, Tage an denen man gefühlt zu fertig ist auch nur die Augen zu öffnen. Ich war beim Lesen des Klappentextes enorm gespannt darauf, wie die Autorin dieses Thema anfassen würde. Da in meinem Familienkreis eine Person ist, die mit so einer Erkrankung zu kämpfen hatte, erhoffte ich mir durch dieses Buch einen besseren Einblick in die Gedankenwelt eines Betroffenen und somit für mich wiederum mehr Verständnis und Sensibilität an den Tag legen zu können.

Und tatsächlich habe ich einiges aus „Hummeln fliegen auch bei Regen“ mitnehmen können.
Allem voran die Erkenntnis, das diese Krankheit so schwer zu begreifen ist, da sie für jeden anders aussieht und andere Gründe hat. Das, was Hannah in dieses Loch getrieben hat, muss weder heißen, das genau so die Auslöser von Depressionen und Angstzuständen für jeden sind, noch das Menschen, die das selbe erlebt haben auf jeden Fall depressiv werden müssen.

Wie schon angesprochen erlebt Hannah, die 35-jähriege Protagonistin viel in ihrem Leben, das sie runter zieht. Der Tod ihres Vaters, eine gescheiterte Internetbeziehung und eine weniger gesunde Beziehung zu ihrer Mutter.
Es folgte ein Selbstmordversuch und ein Aufenthalt in einer Klinik, um letztendlich vor den Scherben ihres Lebens zu stehen.

Doch die junge Frau schafft es neuen Mut zu fassen und sich Schritt für Schritt zu befreien. Auf diesen Weg nimmt sie ihre Leser mit, teilt ihre Gefühlswelt, ihre Gedanken und schafft es, durch die Ich-Perspektive aus der erzählt wird einen tiefen Einblick zu geben.

Da im Klappentext erwähnt wird, das die Autorin selber unter der Krankheit litt und sich -wie gesagt- das Krankheitsbild immer anders darstellt, möchte ich hier nicht darüber urteilen, ob eine Person, die an Depressionen leidet so schnell den Entschluss fasst zu verreisen. Für das Buch selber macht es Sinn, die Protagonistin auf eine Reise zu schicken und letztendlich auch bei sich selber anzukommen.

Geschrieben ist „Hummeln fliegen auch bei Regen“ mit einer guten Portion Humor. Das hat die doch erdrückende Gedankenwelt von Hannah gut aufgelockert und so ein düsteres Thema, das auch heute noch oft tabuisiert wird leichter zugänglich gemacht.
Zwar hat mir erzählerisch ein wenig der Pfiff gefehlt, da die Grundstory leider zu vorhersehbar war, trotzdem konnte mich Andrea Kraft mit den Einblicken in eine noch so unbekannte Krankheit unterhalten und sensibilisieren.

Fazit
Für jemanden, der ein Stück weit verstehen möchte, wie es jemandem mit Depressionen und Angstzuständen gehen könnte ein interessanter Roman. 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

magie, elemente, fantasy, hamburg, hexe

Mitra

Björn Beermann
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei tredition, 16.01.2018
ISBN 9783746900735
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Taschenbuch: 460 Seiten
Verlag: Tredition
Erscheinungstermin: 16. Januar 2018
ISBN-10: 3746900735

Klappentext

Das hat sich die 16-Jahrige Mitra anders vorgestellt. Sie wollte in Hamburg ein neues und normales Leben beginnen. Doch nun muss sie sich zusätzlich zu ihrer Ausbildung mit ihrer magischen Gabe, einem nervigen Hausgeist und zwei Kerlen herumschlagen. Und dann wird sie auch noch in einen alten Kampf um Macht und Magie zwischen den Elementen hineingezogen, den nur sie wieder befrieden kann. Nur gut, dass sie in Aggy eine echte Freundin hat, die mit ihrer speziellen Art Mitra durch dieses Chaos begleitet. Der erste Teil der magischen Trilogie um Mitra und ihre Freunde.

Autor
Björn Beermann lebt in Hamburg in seiner kunterbunten und etwas chaotischen Welt und versucht mit wachsendem Erfolg dieses Chaos mit Hilfe der Kreativität zu bändigen. Am Liebsten schreibt er in Cafes bei mehreren Kaffees während er die Menschen beobachtet oder nach einem Spaziergang im Stadtpark an seinem heimischen Laptop. Hier kann er sich dann auch leidenschaftlichen Diskussionen mit seinen Figuren hingeben ohne dabei schräg angeschaut zu werden.

Cover
Das Cover ist einfach hübsch. Ich mag die nebelartige Zusammenstellung der Farben, die Farbverläufe. Rosa- und Blautöne passen hervorragend zusammen und die darauf abgebildeten weißen Symbole heben sich gut vom Untergrund ab und laden zum Erkunden ein. Das Diese auch eine Bedeutung im Buch haben merkt man dann beim Lesen.
Der gelb gehaltene Buchtitel sticht hier schön hervor, ohne jedoch zu aufdringlich zu werden. Alles in allem ein hübsches, nicht zu überladenes Cover.

Meinung
Mitra ist ein typisches 16 jähriges Mädchen, das in Meppen aufgewachsen ist und nun, nach dem Tod ihrer Mutter erst einmal in ein emotionales Loch fällt und all ihre Freunde verprellt.
Sie entscheidet sich für einen harten Bruch, sucht sich eine Ausbildungsstelle in Hamburg und zieht zu ihrer Tante und ihrer Oma, die sie bei der Beerdigung kennengelernt hat.

Von Magie und auch ihrer eigenen Gabe weiß das Mädchen bis dahin nichts, was das, was sie auf dem Weg in ihr neues Leben sieht, für sie noch unerklärbarer macht.
Auch das sich in der magischen Welt etwas aufbäumt und ihr Leben noch gehörig auf den Kopf stellen wird ahnt sie noch nicht.
Das Mädchen versucht nun den Spagat zwischen ihrer „normalen“ Herausforderung in der neuen Stadt, mit neuen Leuten und ihrer neuen Ausbildungsstelle und der „magischen“ Herausforderung mit ihrer Gabe und auch mit den Gefahren, die auf sie zukommen zu meistern.

Mitra ist als Protagonistin sehr authentisch. Sie ist, wie ein Mädchen mit 16 Jahren nun einmal so ist. Sie hat ihre Unsicherheiten, die sie sich am liebsten nicht anmerken lassen möchte und muss sich in einigen Punkten erst einmal klarmachen, was sie überhaupt möchte.
Einer dieser Punkte ist ihre Schwärmerei für Gilbert, einen Kollegen aus dem Büro, für den ihr Herz schon nach wenigen Augenblicken schlägt. Doch ist er wirklich der Richtige für sie? Und dann ist da noch der Polizist Anton.
Hier und da schlägt Mitras sonst sehr nette Art um und sie bekommt einen leicht zickigen Touch, was aber meiner Meinung nach gut zu ihr passt.

An ihrer Seite ist Aggy. Die beiden lernen sich bei der Arbeit kennen und sie kommen gut miteinander aus. Schnell entsteht eine Freundschaft, der auch Mitras merkwürdige Aussetzer nichts anhaben können. Sie fand ich von allen Charakteren am angenehmsten, da sie kein Blatt vor den Mund nimmt und scheinbar genau weiß, was sie will.

Die Charaktere sind allgemein ehr grob umschrieben. Zwar bekommt man von Mitra einen guten Eindruck, kann auch ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte wahrnehmen, doch wirklich tief geht dieser nicht. Ich hoffe in den folgenden Bänden wird hier mehr auf die einzelnen Personen eingegangen, denn ich könnte mir vorstellen, noch die ein oder andere Überraschung zu lesen.

Dennoch muss ich sagen, das mir die Charaktere im Grunde extrem zusagen. Mal von der Magie abgesehen, sind es vollkommen normale Menschen, wie du und ich. Auch Mitra, die sich mit vollkommen normalen Problemen rumschlägt, eine Ausbildung beginnt und auch schnell einmal ins Schwärmen kommt.

Viel Wert hat der Autor auch auf die Beschreibungen der Umgebung gelegt. Man merkt an kleinen Details, das er sich in „Mitras Hamburg“ gut auskennt und ohne dort zu sein kann man sich beim Lesen alles sehr gut vorstellen.

Das ich mit meinen 32 Jahren nicht direkte Zielgruppe des Buches bin, merkt man zumindest am Schreibstil. Er ist doch recht einfach gehalten und gibt so die Möglichkeit, das es auch jüngere Leser ohne Probleme durchs Buch schaffen. Dennoch wurde es beim lesen nicht langweilig, da Dialoge und die kurzen Kapitel alles ein wenig auflockern. Zudem ist der Text schön flüssig geschrieben, so kommt man – auch dank der größeren Schriftart, die verwendet wurde – recht schnell durch die Seiten.

Fazit
Auch wenn es hier und da für mich kleine Schwachstellen gibt, ist Mitra: Magisches Erbe ein vielversprechender Reihenauftakt. Gerne würde ich noch mehr über die einzelnen Charaktere erfahren und wissen, wie es mit dem Kampf um die Magie weiter geht.
Allem voran gefällt mir die Art der Magie und das der Autor sich hier ein „normales“ Mädchen als Protagonistin ausgesucht hat.
Nicht zuletzt hoffe ich auch darauf, das Mitra irgendwann noch einmal „zu uns“ nach Meppen zurück kehrt und werde diese Urban-Fantasy-Reihe weiterhin verfolgen. 

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

neandertaler, thriller, dystopie, roman, zukunft

Neanderthal

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453318250
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 13. November 2017
ISBN-10: 3453318250

Klappentext

Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix' Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert

Autor
Jens Lubbadeh hat während seiner Diplomarbeit ein Jahr lang tapfer Elektroden in Fliegenhirne gestochen. Ziemlich bald merkte er, dass er lieber über spannende Experimente schrieb, als sie selbst zu machen. Er ist Journalist und arbeitet für viele verschiedene Wissenschafts- und Technik-Magazine. 2013 gewann er für seine Arbeit den Herbert Quandt Medien-Preis. Bei seinen Recherchen kommen ihm die Ideen für seine Romane. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg.

Cover
Auf diesem schwarzen Untergrund wirkt die Schrift in Petrol fast wie eine Leuchtreklame und zog meinen Blick direkt auf sich. Dazu der obere Teil eines Schädels, der in selber Farbe hinter dem mittig angeordnetem Titel und Autorennamen zu sehen ist. Macht neugierig, ein Eyecatcher und

Meinung
Da mich Cover und Klappentext absolut gecatcht haben, musste ich Neanderthal auch direkt lesen.
Der Gedanke an eine Gesellschaft, in der Gesundheit das Maß aller Dinge ist, Makel abgeschafft wurden und Krankheiten nicht mehr zu existieren scheinen löst in mir direkt viele Gedanken aus. Wenn nun in diese Grundhandlung noch ein spannender Thriller eingebaut ist, trifft es genau meinen Geschmack.

Lubbadeh hat mich dann auch an einigen Punkten überrascht.

Erwartet hatte ich eine spannungsgeladene Geschichte, die man mit offenem Mund lesen möchte im Stil von Dan Brown´s Sakrileg. Das dies so gar nicht eintreffen würde und mir eben dies auch noch gefallen könnte hatte ich Anfangs nicht gedacht.

Neanderthal kommt wesentlich wissenschaftlicher daher, hat einen recht komplexen Storyaufbau, der gespickt mit Intrigen, Manipulationen und sich überschlagenden Ereignissen, die unterm Strich doch noch für ein gewisses Spannungsgefühl sorgen.

Ein weiterer unerwarteter Twist kam, als der Focus auf eine andere Person gelegt wurde und sich somit die Möglichkeit eines völlig anderen Endes ergibt. Das bringt noch einmal richtig Würze ins Geschehen und hat mir an der Stelle sehr gut gefallen.

Natürlich kann nicht jeder Charakter, der vorkommt bis ins Kleinste ausgearbeitet sein, doch die Hauptpersonen sind gut gezeichnet und hinterlassen einen tiefen Eindruck.

Der Schreibstil ist gut, streckenweise zwar etwas trocken, wenn es sehr wissenschaftlich wird aber dies ist verkraftbar. Vielleicht wäre es besser zu lesen gewesen, wenn hier ein wenig gerafft worden wäre.

Insgesamt ist Neanderthal intelligent, wirkt gut recherchiert und macht aufgrund seiner dystopischen, dennoch nahbaren Note absolut Spaß.

Fazit
Für mich ein außergewöhnlicher Mix aus Thriller und Dystopie, sehr gut recherchiert und bis auf einen kleinen Kritikpunkt ein richtiges Leseerlebnis. 

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203 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

selbstmord, tod, trauer, jugendbuch, liebe

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Peter Bognanni , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258631
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungstermin: 29. Januar 2018
ISBN-10: 3446258639


Klappentext
Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.

Autor
Peter Bognanni lebt mit seiner Familie in Saint Paul, Minnesota, wo er am Macalester College Kreatives Schreiben unterrichtet. Er ist Absolvent des Writer´s Workshop der Universität von Iowa, Stipendiat der American Academy of Arts and Letters, und Gewinner des Rome Prize. 2010 erschien sein vielfach ausgezeichneter Debütroman "The House of Tomorrow".Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente(2018) ist sein erstes Jugendbuch.

Cover
Danke, nehm ich! - Wenn es jemals ein Coverkauf von mir geben würde, wäre dies Buch sicher dabei. Ich liebe die Schrift, die sich über das gesamte Cover erstreckt, nicht zuletzt weil ich mich momentan viel mit Schriftarten beschäftige und das einfach meinen Blick auf sich zieht. Und dann in diesem wundervollen Galaxy-anmutenden Muster in eben genau den Farben, die mich ansprechen. Auch wenn die Covergestaltung in meine Bewertung des Buches nicht eingeht, allein da hat man schon mal ganze Arbeit geleistet.

Meinung
So sehr mich das Cover auch begeistert, so ratlos bin ich was den Inhalt angeht.
Aber beginnen wir erst einmal:
In der Geschichte geht es um Tess, die ihre große Liebe Jonah nur ein Mal getroffen hat und übers Internet dennoch sieben Monate eine Beziehung mit ihm führt. Sie teilen alles miteinander und erzählen sich ihre tiefsten Gedanken und Wünsche.
Doch jetzt ist Jonah tot, was Tess so aus dem Konzept bringt, dass sie das Internat, in dem sie wohnt, fluchtartig verlässt und bei ihrem Vater auftaucht, zu dem sie schon länger keinen richtigen Kontakt mehr hatte.
Das Wiedersehen gestaltet sich auch vorerst schwieriger als es unter solchen Umständen vielleicht normal wäre, dennoch scheinen sich beide auf die Situation einzulassen und nähren sich nach und nach an.

Tess ist in ihrem Verhalten ein grundsätzlich normaler Teenager, die es aber versteht ihre eigene Gefühlslage schnell für sich klar zu bekommen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und verliert trotz der großen Trauer, die sie spürt nicht ihre Schlagfertigkeit, was mir sehr gut gefällt. Auch verfällt sie -zumindest für mein Empfinden- nicht zu sehr ins bockige, was ihre Art gut nachvollziehbar macht.
Sie lernt im Laufe der Geschichte mehr und mehr mit sich und der Trauer umzugehen und schafft es selbst in dem für sie schwersten Verlust bis dahin einen Aspekt zu finden, der sie weitermachen lässt. Ihre Charakterentwicklung finde ich toll und glaubhaft, zumal man durch die Erzählperspektive sehr viel von ihrem inneren Konflikt erfährt.

Diese Erzählperspektive aus der Sicht einer Person, die jemanden verloren hat erlaubt es viele Fragen aufzuwerfen: Hat Tess überhaupt das Recht dazu, sich verlassen zu fühlen, wenn sie und Jonah doch eigentlich „nur“ übers Internet zusammen waren? Und ist das, was beide hatten überhaupt eine Beziehung oder gar Liebe? Wie funktioniert Kennenlernen? Kann man einen Menschen wirklich kennen, den man nur ein Mal gesehen, dafür aber viel mit ihm geschrieben hat?

Vor allem mit dem Thema Tod ist der Autor sehr behutsam umgegangen. Da Trauer für jeden etwas anderes bedeutet und man keinen Masterplan aufstellen sollte, wie „richtiges Trauern“ geht, finde ich es gut, das hier nicht zu sehr ins Detail gegangen wird. Viele Punkte werden angesprochen, jedoch nicht bis ins Kleinste aufgedröselt, denn Trauer ist individuell.

Trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Beleuchtung auf den Aspekt der Internet-Beziehung gewünscht, denn das machte die Geschichte für mich im Klappentext schon interessant. Grade in dieser Zeit, wo sich Freundschaften über hunderte Kilometer entwickeln können und auch Beziehungen für manche Menschen scheinbar funktionieren, selbst ohne sich je gesehen zu haben, hätte ich dies als einen sehr modernen und neuen Ansatz für ein Jugendbuch gesehen.
Das eben genau dieser Punkt zu kurz kam, ist schade.

Was den Schreibstil von Peter Bognanni angeht, freue ich mich schon auf weitere Bücher von ihm. Er hat eine tolle Art zu erzählen, eine moderne und jugendliche Wortwahl, was in diesem Buch hervorragend gepasst hat und mich persönlich gut durch die Geschichte getragen hat.

Fazit
Auch wenn mich nicht alle Aspekte dieses Buches komplett überzeugen konnten, finde ich den Ansatz wirklich gut gelungen. Vor allem mit dem Thema der Trauerbewältigung wurde sehr sensibel umgegangen. Ich werden den Autor auf jeden Fall im Auge behalten und hoffe er schreibt noch weitere moderne Jugendbücher wie dieses. 

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, usa, serie, band 3, buchreihe

Sturzflug (Ryder Creed 3)

Alex Kava , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Diana Verlag;
Erscheinungstermin: 11. Dezember 2017
ISBN-10: 3453359569

Klappentext

In Chicago springt ein Mann aus dem dreizehnten Stock eines Hotels. Kurz darauf werden Hunderte von toten Schneegänsen auf einem See in der Nähe des Missouri entdeckt. Als Ryder Creed mit seinem Spürhund schließlich die Leiche einer jungen Frau findet, ahnt er noch nicht den unheilvollen Zusammenhang zwischen diesen Fällen. Mit FBI-Profilerin Maggie O’Dell an seiner Seite gerät er der Wahrheit auf die Spur und mitten hinein in die Jagd nach einem der kaltblütigsten Killer der USA.

Autor
Alex Kava wuchs in einem Dorf in Nebraska auf. Schon als kleines Mädchen träumte sie davon, Schriftstellerin zu werden, doch ihre Eltern hielten Romane für „Zeitverschwendung“. Alex Kava ließ sich von ihrem Traum dennoch nicht abbringen. Sie schrieb heimlich Kurzgeschichten und versteckte sie in einer Kiste unter dem Bett. Zum Glück erkannten Alex‘ Lehrer ihre Begabung: Sie erhielt ein Stipendium und konnte aufs College, später sogar auf die Universität gehen. Neben dem Studium verdiente sich Alex Kava ihren Lebensunterhalt mit diversen Jobs. So arbeitete z.B. sie in einem Krankenhaus und sterilisierte dort Skalpelle und andere chirurgische Geräte. Dieses Wissen kam ihr bei ihrem ersten Roman zugute: In ‚Das Böse’ beschreibt Alex Kava die Jagd auf einen Serienkiller, der seine Opfer mit einem geheimnisvollen Zeichen versieht. Das Buch eroberte auf Anhieb die Bestseller-Listen und machte die Autorin über Nacht berühmt. Inzwischen ist Alex Kava aus der internationalen Thriller-Szene nicht mehr wegzudenken. Ihre Hauptfigur, die scharfsinnige FBI-Profilerin Maggie O’Dell, konnte bereits elf Fälle aufklären. Und auch der zwölfte Fall wird nicht lange auf sich warten lassen.
Alex Kava ist Preisträgerin des MIRA Star Award, 2003.

Cover
Atmosphärisch wirkt das bläuliche Cover, das ein Gefühl von Einsamkeit versprüht. Im Hintergrund der plakativ im Focus stehenden Schrift von Titel und Autor sieht man einen Schwarm Vögel, die scheinbar ohne Grund aus vollem Flug ins Wasser stürzen.

Meinung
Dies ist bereits der dritte Teil der Thrillerreihe rund um die Ermittler Ryder Creek und Maggi O´Dell.
Maggie ermittelt hier in einem Selbstmord-Fall in Chicago. Als sie vom mysteriösen Massensterben der Schneegänse in Missouri erfährt, dort auch eine Leiche gefunden wird, sie und Creek nach und nach die Zusammenhänge zwischen diesen Fällen ermittelt ahnt sie noch nicht, in welcher Gefahr sie sich schon in kurzer Zeit befinden.

Dank des spannenden Schreibstils der Autorin konnte mich das Buch von Anfang an abholen und fesseln. Sie bringt richtig Tempo ins Geschehen und schafft es mit abwechslungsreichen Orten und scharfen Wendungen, das man als Leser immer am Ball bleibt und aufmerksam weiterlesen möchte.

Obwohl ich bisher noch keinen Band der Reihe gelesen habe, habe ich mich gut zurecht gefunden und mit den Ermittlern sofort wohl gefühlt. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen von Creek mit seinen Hunden und deren Training. Es gibt einige Einblicke in die Arbeit mit Spürhunden und es wird deutlich gemacht, das sie einen großen Teil dazu beitragen, Ermittlungen erfolgreich verlaufen zu lassen.
Aber auch O´Dell ist nicht weniger interessant. Als intelligente und mutige Frau weiß sie sich zu behaupten und man geht gerne mit ihr auf Erkundungen.

Fazit
Auch als Neuling dieser Buchreihe kann man hier mühelos einsteigen und es ist toll, das keine Verständnisprobleme auftauchen. Man sollte nur gefasst darauf sein möglichst schnell auch die anderen Teile lesen zu wollen. Denn so geht es mir. 

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, carla berling, carla, dorf, berling

Sonntags Tod

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453419933
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 13. November 2017
ISBN-10: 3453419936


Klappentext

Lokalreporterin Ira Wittekind ist gerade erst in ihre westfälische Heimat zurückgekehrt, als eine schreckliche Nachricht sie erreicht: Ihre Schulfreundin Verena ist tot, ermordet von ihrem Mann Richard. Direkt nach dem Mord hat der angesehene Hotelier sich selbst das Leben genommen. Kurz darauf ist Ira Zeugin, als ein Toter in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Durch ein kleines Detail wird sie auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen aufmerksam. Und ihr wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade der Provinz ungeahnte Abgründe lauern

Autor
Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie 2013 auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. MORDKAPELLE war ihr erster Wittekind-Roman bei Heyne, es folgte SONNTAGS TOD. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.

Cover
Dunkler Himmel, ein Kornfeld und im Hintergrund eine einsame Hütte. Das Cover zu Sonntags Tod kann mich leider nicht vom Hocker reißen. Zu nichtssagend für die Story und damit leider zu unscheinbar.

Meinung
Als die Journalistin Ira Wittekind in ihrer Heimat Bad Oeynhausen von dem Tod ihrer Kindheitsfreundin Verena erfährt ist sie schockiert. Alles sieht danach aus, als hätte ihr Mann zuerst sie, dann sich selber umgebracht.
Als sich Ira einem Polizeieinsatz anschließt, wird eine weitere Leiche gefunden. Ein kleiner Hinweis lässt die Frau einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen vermuten und so begibt sie sich auf die Recherche.

Ungeklärte Situationen und verwirrende Zusammenhänge erwarten Ira, die sich jedoch nicht davon abbringen lässt die Familiengeheimnisse und somit auch den Tod ihrer Freundin aufzuklären.

Protagonistin Ira ist eine resolute Frau im besten Alter, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und mit Verstand und viel Gespür den Hinweisen nachgeht. Sie -genau wie andere Charaktere auch- ist liebevoll und mit Sinn für Details ausgearbeitet und es macht Spaß sie zu begleiten. Vor allem aber, das sie mit beiden Beinen im Leben und vor allem auf dem Boden steht macht sie sehr glaubhaft.

Das gut aufgebaute Buch würde ich als eine Mischung zwischen Krimi und Roman einordnen. Zu stark sind die Rückblicke auf die Familienhistorie und das Zwischenmenschliche um hier einen reinen Krimi vor sich zu haben. Jedoch schafft es die Autorin trotzdem die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Unvorhersehbare Wendungen sorgen dafür, das erst am Ende alle Fäden zusammen laufen und sich eine Lösung ergibt.

Der Schreibstil ist einfach und nicht sehr ausschweifend, was aber gut zur Geschichte und zur Protagonistin passt.

Fazit
Wer einen soliden, spannenden Krimi mit Roman-Einschlag sucht, der vor westfälischer Kulisse Familienabgründe beleuchtet sollte sich dringend Sonntags Tod von Carla Berling anschauen. Auch wenn dies mein erstes Buch der Autorin war, wird es bestimmt nicht das letzte sein. Ich freue mich schon auf andere Ermittlungen von Ira Wittekind. 

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Die Hexenholzkrone 1 - Der letzte König von Osten Ard

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann , Wolfram Ströle , Andreas Fröhlich
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 30.10.2017
ISBN 9783844525700
Genre: Fantasy

Rezension:

MP3 CD Ungekürzte Lesung
Verlag: der Hörverlag
Erscheinungstermin: 30. Oktober 2017
ISBN-10: 384452570X

Klappentext

Osten Ard ist in Aufruhr. Seit 30 Jahre regieren König Simon und Königin Miriamel über ihr Land mit Weisheit und Güte. Doch die dunklen Mächte sammeln sich um die Nornenkönigin und wollen sich Osten Ard untertan machen. Vor allem Prinz Morgan ist in Gefahr, denn die Feinde wollen seine Thronbesteigung verhindern und selbst an die Macht. Da ruft Simon seine alten Freunde zu Hilfe und Binabiq, Aditu, Jiriki und Jeremias treten mit ihm gegen die dunklen Mächte an. Wird es einen gerechten Kampf geben? Können die Freunde Osten Ard verteidigen? Und wird Prinz Morgan unversehrt aus der Schlacht zurückkommen?

Autor
Tad Williams wurde 1957 in San José (Kalifornien) geboren, studierte in Berkeley, war Sänger der Rockband Idiot, war in einer Computerfirma und als Lehrer, Manager eines Finanzinstituts, am Theater, als Schuhverkäufer und Versicherungsvertreter tätig. Er moderierte zehn Jahre lang eine Radio-Show und arbeitete an dem ersten komplett interaktiv funktionierenden Fernsehprogramm mit. Als Autor wurde er durch seinen Zyklus "Das Geheimnis der großen Schwerter" rund um das phantastische Land Osten Ard bekannt. Seine "Otherland"-Tetralogie wurde weltweit veröffentlicht; allein von der deutschsprachigen Ausgabe wurden über 200.000 Exemplare verkauft. Neben seinen Fantasy-Bestsellern schreibt Tad Williams Drehbücher und Hörspiele, erfindet Computerspiele und zeichnet Comics. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von San Francisco.

Sprecher
Andreas Fröhlich, geboren 1965, wurde im Alter von sieben Jahren im Kinderchor des SFB entdeckt. Mittlerweile ist er als "Hörspieler" Interpret unzähliger Hörbücher und erhielt 2010 nach drei Nominierungen den Deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret für den Titel "Doppler", der in seiner eigenen Hörbuchreihe "Edition Handverlesen" erschien. Für den Hörverlag übernahm er unter anderem Rollen in den Hörspielen von Alexandre Dumas "Die drei Musketiere", den "Wallander"-Hörspielen, der "Otherland"-Saga, sowie "Das Geheimnis der Großen Schwerter" und "Der letzte König von Osten Ard" von Tad Williams. Darüber hinaus liest er den Bestseller "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" und "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" von Walter Moers. Andreas Fröhlich zählt zu den bekanntesten Synchronsprechern Deutschlands und leiht u. a. John Cusack und Edward Norton seine Stimme. Zudem ist er als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig und u.a. für die deutsche Synchronfassung der "Herr der Ringe"-Trilogie verantwortlich, in der er auch die Rolle des Gollum übernahm.

Cover
Auf dem Cover sieht man im Vordergrund ein prachtvoll verziertes Horn vor einem, ich interpretiere dieses mal, Hexenholz-Baum. Das Ganze spielt sich vor einem leicht marmorierten, hellgrauen Untergrund ab. Oberhalb des Baumes prangt neben der üblichen MP3Cd und dem Namen des Verlages der Name des Autors in rot und recht groß, wogegen der Titel schon klein und unleserlich wirkt. Im Gegensatz zum Buchcover ist der Titel auch zu weit in die Illustration gerutscht was wohl der Größe geschuldet ist aber bestimmt besser umzusetzen gewesen wäre. Somit verschwimmt der Titel etwas.

Die Hülle lässt sich zwei mal aufklappen. Beim ersten aufklappen blickt man auf zwei Seiten mit Namen der im Hörbuch vorkommenden Charaktere und jeweils einer kurzen Erläuterung. Ich kann nur empfehlen diese Aufmerksam zu lesen, da es sehr hilfreich sein kann beim hören die Namen mal gelesen zu haben.
Beim weiteren aufklappen findet man sowohl die Trackliste als auch ein Glossar für die Orte sowie einige allgemeine Begriffe.
Eine Karte Osten Ards ist ebenfalls abgedruckt und hilft sich geografisch zurechtzufinden.

Meinung
„Die Hexenholz Krone Teil 1“ ist die Fortsetzung der erfolgreichen Osten Ard Saga von Tad Williams und spielt ca. dreißig Jahre, eher etwas mehr, nach dem Band „Das Herz der verlorenen Dinge“.

Es gibt einen neuen König in Osten Ard. Hochkönig Simon der mit seiner Frau Miriamel über das weite Land herrscht. Es ist Frieden im Land, die Nornen haben sich in ihre letzte Festung, den Berg Nakkiga, zurückgezogen und bis auf sporadische Sichtungen leben die Rimmersleute unbehelligt. Der Hochkönig und sein Gefolge sind auf dem Weg nach Elvritshalla um dem im Sterben liegenden Herzog Isgrimnur noch einmal zu sehen.
Den legendären Herzog Isgrimnur, der Osten Ard gegen die Nornen verteidigte und in den Berg trieb, wo sie sich seither nicht mehr hinaus wagen.
Mit dabei ihr Throngefolge so wie ihr Enkel, der Thronerbe Osten Ards, Prinz Morgan.
Morgan, dessen Vater jung verstarb, treibt sich stets in Wirtshäusern herum wo er sich mit seinen Freunden Ritter Astrian, Ritter Olveris und Ritter Porto, der Held der Schlacht um Nakkiga, seiner Lieblingsbeschäftigung hingibt: dem Trinken.
Morgan der nur widerwillig auf die Reise ging sträubt sich gegen alles was seine Großeltern für angebrachtes Verhalten eines Thronfolger erachten. Was schon ein gewisses Konfliktpotential birgt und seinen Großeltern mehr Geduld abverlangt als sie aufbringen können.

Es beginnt eine Reise voller Konflikte zwischen Alt und Jung, zwischen Wissen um die Vergangenheit und Ahnungen für die Zukunft.
Irgendwas ist in der Luft, es brodelt leise in der Ferne, im Norden, im Berg.

Auch die Hikeda´ya sind nicht untätig. Die Nornen sitzen im Berg Nakkiga, in den sie im Krieg getrieben wurden. Ihre letzte Zuflucht: die Wiege ihrer Zukunft oder das Grabmal ihrer Art.

Viyeki, Großmeister der Bauleute, hat eine Tochter mit einer sterblichen Sklavin. Diese Halbblüter wurden als notwendiges Übel erachtet da sie den Fortbestand der Hikeda´ya sicher sollen - vornehmlich als Soldaten. Sie haben Hikeda´ya-Eigenschaften sind jedoch im Gegensatz zu den reinblütigen Nachkommen mit menschlichen Empfindungen ausgestattet die ein Zeichen von Schwäche und Unvollkommenheit sind.
Die Liebe Viyekis zu seiner Sklavin bringt ihn kurzerhand in Bedrängnis und das nicht nur bei seiner Frau Khimabu.

Die Königin Aller ist aus dem Keta yi´indra erwacht und kann trotz ihrer Schwäche nicht glauben, was ihr Volk in ihrem Namen für törichte Taten verübte und sich darauf ausruhte existent zu sein.
Sie sinnt auf Rache für die Gefallenen, koste es was es wollte. Sie herrscht mit eiserner Hand und wilder, hasserfüllter Entschlossenheit um die Menschenlande mit Blut zu tränken.

Die Hand der Königin wird entsannt um ihr Gegenstände vom größten Wert zu besorgen. Nezeru, die dem Orden der Opfermutigen angehört, ist Teil dieser Mission und wird sich zum ersten Mal in ihrem Leben ihrer menschlichen Seite bewusst. Sie zieht mit den Mitgliedern der Hand unter Anführer Makho durch die Menschenlande um zu einem weit entfernten Ort zu gelangen, wo sie finden wollen was die Königin ihnen auftrug. Als sie auf die Karawane um Hochkönig Simon treffen, der sich auf dem Rückweg von Elvritshalla nach Erchester, dem Königssitz, befindet ist beiden Seiten eines klar: es steht ein Krieg bevor.

Die Geschichte beginnt wie schon „Das Herz der Verlorenen Dinge“ unvermittelt in der Mitte,um kurz darauf einen Zeitsprung in die Vergangenheit zu machen und die Geschehnisse von Anfang an zu beleuchten.
Orte und Handlungen werden kaum merklich gewechselt, es sei denn ein neues Kapitel beginnt. Diese werden angesagt. Somit ist man manchmal ein wenig verwirrt, wenn wieder ein neuer Name auftaucht und man diesen nicht ins vorangegangene Geschehen einordnen kann.

Man kann die Geschichte allerdings auch gut ohne Vorkenntnisse hören. Ich selber kenne die ersten Bände der Osten Ard Saga nicht und bin erst mit „Das Herz der Verlorenen Dinge“ eingestiegen. Einige der Protagonisten kannte ich daher schon.
Sie werden aber alle in den Kontext gerückt, so das man sich keine Sorgen machen muss das irgendeine Person unbeleuchtet bleibt.
Es wird auch vieles von dem Krieg der In „Das Herz der Verlorenen Dinge“ tobt wiederholt und erzählt.
Gut, das ist dann nicht ganz so interessant da man den Zusammenhang schon kennt aber so ist es auch möglich das Hörbuch zu verstehen ohne vorherige Bände zu kennen.

Die Charaktere bauen sich langsam auf. Man erfährt zu Anfang einen groben Umriss, der nicht all zu viel verrät. Im Geschehen kommen dann immer mehr Details hinzu. Vorher nur flüchtig erwähnte Personen schieben sich dann zeitweise in die Haupthandlung und bekommen einen neuen Platz in der Geschichte.
So bleibt es spannend, da man kaum abschätzen kann wie es sich entwickeln wird. Das ist auch die größte Stärke des Hörbuchs es lebt von seinen Charakteren. Da es sich um den ersten Teil eines Zweiteilers handelt, passiert teils recht wenig was die Geschichte voran bringt, wird aber durch die Dialoge und Handlungen der interagierenden Personen soweit mitgenommen das es nicht langweilig wird.

„Die Hexenholzkrone 1“ endet mit einem Cliffhanger der seines Gleichen sucht. Mitten im spannendsten Moment, in der größtmöglichen Erwartungshaltung ist Schluss. Was einen ziemlich aufregt aber zugleich extrem neugierig auf den nächsten Teil macht.

Das Hörbuch ist Fantasy-typisch. Ein bisschen Ritter und Burgen, Menschen und Fabelwesen und allerlei merkwürdige Kreaturen von Riesen bis Zwergen. Es klingt alles sehr vertraut ohne jedoch klischeehaft zu sein.
Das Osten Ard Universum ist letztlich halt doch eine eigene Welt in die man abtaucht. Die Schauplätze sind gut dargestellt und man hat immer direkt ein Bild des Ortes vor Augen ohne das man direkt einen Vergleich zu verfilmten Fantasyromanen herstellen könnte.

Ein weiteres großes Plus der Hörbuches ist der Sprecher. Andreas Fröhlich schafft es auch in diesem Tad Williams Band mich voll zu überzeugen. Ich finde seine Stimme überaus angenehm. Auch wenn es sich hier und da nur um Nuancen handeln dürfte kann man die Personen anhand seiner Aussprache und sprachlichen Feinheiten auseinander halten. Das ist eine für mich -wenn man mal die Charakterdichte des Buches bedenkt- großartige Leistung. Er schafft es die Handlung mit Leben zu füllen.
Es gibt nichts schlimmeres bei einem Hörbuch als wenn einem der Sprecher nicht zusagt. Aus diesem Grund musste ich auch schon nach kurzer Zeit Hörbücher abbrechen, weil Stimmen nicht ertragbar waren oder nicht zur Stimmung der Handlung passten. Diese Befürchtung braucht man hier nicht zu haben.
Qualitativ sind „Das Herz der Verlorenen Dinge“ und „Die Hexenholzkrone“ erste Klasse.

Fazit
Mir hat „Die Hexenholzkrone Teil1“ sehr gefallen. Ich bin erst „Mit das Herz der Verlorenen Dinge“ in die Welt Osten Ard eingestiegen jedoch kann ich mich ihr nicht mehr entziehen. Die Geschichten sind für mich eine der besten Fantasyreihen die geschrieben wurden und die als Hörbuch einfach mitreißen, was nicht zuletzt ein Verdienst von Andreas Fröhlich als Sprecher ist. Diese Kombination ist genau die Richtige.

Ich kann dieses Hörbuch nur jedem empfehlen der auf Fantasy abfährt und sich aus dem Alltag in eine andere Welt flüchten möchte. Genug Zeit hat man bei den knapp 23 Stunden Spieldauer auf jeden Fall.

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england, anwältin, jane corry, autismus, lass mich los

Lass mich los

Jane Corry , Angelika Naujokat
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.11.2017
ISBN 9783453359383
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Erscheinungstermin: 13. November 2017
ISBN-10: 3453359380

Klappentext

Als die junge Anwältin Lily Ed heiratet, hofft sie auf einen Neuanfang. Sie möchte die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch als sie ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich merkwürdig von ihrem Klienten angezogen. Einem Mann, der des Mordes angeklagt ist. Einem Mann, für den sie bald alles riskiert. Doch ist er wirklich unschuldig?

Autor
Jane Corry ist Autorin, Journalistin und unterrichtet Kreatives Schreiben. Nachdem sie drei Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis gearbeitet hatte, schrieb sie ihren ersten Psychologischen Thiller. «Lass mich los» ist zum Teil von ihren Erfahrungen dort inspiriert.

Cover
Das Cover zu „Lass mich los“ ist typisch Thriller: Dunkler, zerkratzter Hintergrund, darauf in großen, gelben und plakativen Lettern der Buchtitel. Sehr simpel aber dadurch für mich sehr ansprechend, weil es bis auf den vielversprechenden Titel keine Hinweise auf den Inhalt des Buches gibt und so lediglich eine gewisse Grundstimmung vermittelt wird.

Meinung
Das die Autorin hier auch Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag im Hochsicherheitsgefängnis eingebracht hat, hat mich wirklich neugierig gemacht.

In „Lass mich los“ geht es um Lily, die junge Anwältin, die nach Hochzeit und Flitterwochen mit dem Künstler Ed einen Fall annimmt, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte.

Joe Thomas, der wegen Mord verurteilt wurde, behauptet neue Beweise für seine Unschuld zu haben und strebt deshalb eine neue Gerichtsverhandlung an.
Lily übernimmt diesen Fall und scheint schon nach kurzer Zeit weder den Geheimnissen auf den Grund gehen zu können, noch dem Charme ihres Klienten entkommen zu können.
Als es auch in der Ehe der jungen Frau nicht mehr ganz so glatt läuft wie sie es sich erhofft hatte, gerät ihr Leben ins wanken.

Die einzelnen Charaktere, angefangen von Lily über Ed und Joe bis zu Carla, der Nachbarstochter wirken ehrlich und mit viel Bedacht ausgearbeitet und fügen sich sehr gut in dieses Setting ein.
Einzig eine ungewöhnliche Häufung des Asperger-Syndroms innerhalb des Thrillers wirkt leicht konstruiert, was mich allerdings nicht nachhaltig stört.

Abwechselnd aus der Sicht von Lily und Carla wird die Geschichte erzählt. Dabei bleibt es durchgehend spannend ohne zu viel auf einmal aufzulösen. Scheibchenweise nähert man sich der Auflösung, wobei die Autorin es schafft mit nur wenigen Worten eine Situation zu umreißen. Sie beschreibt genug um sich alles vorstellen zu können, lässt aber sehr viel Raum für eigene Vorstellungen, was mir besonders beim Fehlen übertrieben blutrünstiger Taten entgegen kommt. Viel mehr entsteht die Spannung hier durch die Psyche, die sehr angeregt wird.
Überhaupt ist der Schreibstil sehr eingängig, was die 570 Seiten recht fix lesen lässt.

Fazit
Ein gelungener Psychothriller, der es mit seinen Wendungen geschafft hat die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten und mich durch die angenehme Schreibweise und die realistisch wirkenden Charaktere von sich überzeugen konnte. 

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klassiker, frankenstein, weltliteratur, mary shelley, buchautorin

Frankenstein

Mary Shelley , Alexander Pechmann , Georg Klein
Fester Einband
Erschienen bei Manesse, 02.10.2017
ISBN 9783717523703
Genre: Klassiker

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Manesse Verlag
Erscheinungstermin: 2. Oktober 2017
ISBN-10: 3717523708


Klappentext

Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist bis heute ungebrochen. Mary Shelleys spannendes Meisterwerk lotet die Grenzen unserer Fantasie aus und erweckt einen ewigen Traum zum Leben: den Traum von der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens.

Nach Jahren des Experimentierens ist es dem ehrgeizigen Forscher Victor Frankenstein gelungen, aus toter Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das Ergebnis seiner alchemistischen Versuche erschüttert ihn bis ins Mark. Entsetzt überlässt er das Wesen seinem Schicksal. Dessen verzweifelte Suche nach Nähe und Akzeptanz endet in Chaos und Verwüstung. Als das Wesen nach und nach Rache an Frankensteins Familie nimmt, beschließt dieser, seine Kreatur zu jagen und zu töten… Das Erstlingswerk einer 19-Jährigen entstand als Gruselgeschichte zum Vorlesen im Freundeskreis. Der jungen Mary Shelley gelang einer der berühmtesten Romane der Weltliteratur, der seit nunmehr 200 Jahren und auch heute noch gültige Fragen zur Verantwortung des Menschen über seine Schöpfung stellt. Zum Jubiläumsjahr veröffentlichen wir eine Übersetzung der Urfassung von 1818.

Autor
Mary Wollstonecraft Shelley, die 1797 in London als Tochter einer Frauenrechtlerin und eines Revolutionärs geboren wurde, schrieb im Alter von zehn ihr erstes Buch. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie 1814 mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch, den sie schließlich 1816 heiratete. Angeregt durch die Lektüre von Gruselgeschichten entstand ihr erster Roman «Frankenstein», der in seiner Urfassung von 1818 für einen Skandal sorgte und ein großer Erfolg wurde. Nach dem frühen Tod ihres Mannes schrieb Shelley fünf weitere Romane sowie Erzählungen. Sie starb 1851 in London.

Cover
Auffallend aber weniger gruselig erscheint das Cover zu Frankenstein. In strahlendem Pink gehalten, darauf eine grünliche (vermutlich von Frankenstein?) Hand, die ein Kärtchen mit dem Autorennamen und dem Buchtitel hält. Schon farblich zieht das Buch die Blicke auf sich, wobei ich bei „Frankenstein“ eigentlich eher weniger an knalliges Pink denke.
Viel aufregender finde ich allerdings die hochwertige Verarbeitung. In kontrastreichem Schwarz sieht man die Bindung, passend dazu das Lesebändchen und das Vorsatzpapier des Buchdeckels. Insgesamt eine wirklich ansprechende Jubiläumsausgabe, die auffällt und modern wirkt.

Meinung
Den meisten hier wird beim Gedanken an Frankensteins Monster wohl die ein oder andere Film-Adaption oder ein Erscheinen in Zeichentrick oder Kinder-Gruselfilm in den Sinn kommen.
Das mit der eher klischeehaften Darstellung ein gewisses Genre bedient werden sollte, ist klar. Als der Manesse Verlag zum Jubiläumsjahr die Urfassung von 1818 neu herausgebracht hat und in eine handliche und sehr ansprechend gearbeitete Form brachte, konnte auch ich nicht widerstehen und wollte mich vom Frankenstein-Mythos berieseln lassen.

Die Geschichte Frankensteins wird hier von einer Rahmenhandlung eingefasst, in der ein englischer Seefahrer den Forscher Victor Frankenstein von einer Eisscholle aufliest. Dieser erzählt dann über seine Vergangenheit: die Zeit an der Universität, seinen Forschungsdrang, seine Gedanken darüber Tote zum Leben zu erwecken und wie er dies schließlich geschafft hat. Und man erfährt auch, wie die Zeit nach diesem Durchbruch für seine Schöpfung war und was Victor letztendlich auf das Schiff Walton´s brachte.

Dabei bekommt man als Leser durch die wechselnde Ich-Perspektive einen guten Einblick in die Sichtweisen der verschiedenen Beteiligten: Die Robert Waltons, der in Briefen an seine Schwester von der Unterhaltung mit Frankenstein berichtet, die des Wissenschaftlers Victor Frankenstein selber und als dieser auf seine Schöpfung trifft, wechselt die Erzählweise in seine Perspektive.

Dies sind nur einige wenige Stichpunkte einer Geschichte, die ihr größtes Grauen nicht in der Wiederbelebung eines Toten findet sondern vielmehr in der Erschaffung eines Monsters durch die Ablehnung und Verachtung der Gesellschaft. Das Mary Shelley damit eines der bedeutendsten Bücher verfasst, deren Inhalt noch heute zeitgemäß ist und zum Nachdenken animiert hätte wohl niemand erahnen können. Denn dies war keines Wegs so geplant. Die Autorin schrieb das Buch ursprünglich als Geschichte, die beim Vorlesen im Freundeskreis für Gruselstimmung sorgen sollte.

Neben der Handlung konnte mich Shelley aber auch mit ihrem Schreibstil fangen. Die detaillierten Beschreibungen der Umgebung zum Beispiel konnten mich richtig in die Landschaften entführen und auch die Wortwahl ist sehr angenehm und versprüht einen ganz eigenen Charme ohne zu altbacken oder verschnörkelt zu sein.

Vor 200 Jahren geschrieben könnte dieses Buch nicht aktueller sein.

Fazit
Ich habe das Buch sehr genossen, habe es in einem Rutsch ausgelesen und kann es nur weiter empfehlen, denn dies ist kein verstaubter Klassiker, der lange grübeln lässt, worum es eigentlich geht. Es ist ein niedergeschriebener Spiegel, der in einer Zeit zwischen fortschreitender Forschung, Andersartigkeit und gesellschaftlichem Druck vorgehalten wird und so manche aktuelle Frage aufwirft.

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claudia gray, constellation, roboter, raumschiff, science fiction

Constellation - Gegen alle Sterne

Claudia Gray , Christa Prummer-Lehmair , Heide Horn
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.11.2017
ISBN 9783570174395
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: cbj
Erscheinungstermin: 20. November 2017
ISBN-10: 3570174395

Klappentext

Er ist programmiert, sie zu töten. Sie ist bereit, ihn zu vernichten. Bis sie sich näher kommen als gedacht …

Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. Als sie in einem verlassenen Raumschiff nach Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin sucht, trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Gleichzeitig aber muss Abel dem ranghöchsten Menschen an Bord gehorchen. So gelingt es Noemi, ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch aus Fleisch und Blut. Je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt auch wie ein Mensch. Bald steht er längst nicht mehr nur aus programmiertem Gehorsam zu ihr. Aber ist er wirklich frei, alles für sie zu tun?

Autor
Claudia Gray hat unter anderem als Anwältin und Journalistin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann und mit ihrer romantischen Fantasyreihe „Evernight“ weltweit die Bestsellerlisten eroberte. Claudia Gray geht gern auf Reisen, mag Architektur, Geschichte, Science-Fiction und – natürlich – das Schreiben. Zurzeit lebt sie in New Orleans.

Cover
Dieses Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen. Auf dem wunderschönen Universums-Untergrund sieht man das Gesicht eines Mädchens, darauf ein Sternenbild. Die weiße Schrift, teils verschnörkelt, teils sehr sc43hlicht gehalten unterstreicht hier nur die Grundstimmung des Bildes und wirkt nicht aufdringlich. Wirklich toll gelungen.

Meinung
Was sich auf den ersten Eindruck liest, wie eine Abwandlung zahlreicher, schon bestehender Geschichten, hat mich regelrecht aus einer kleinen Leseflaute herauskatapultiert.

Als Feinde begegnen sich Noemi und Abel. Abel ist eine Maschine mit künstlicher Intelligenz, die darauf programmiert ist, Menschen wie Noemi zu töten, gleichzeitig jedoch dem ranghöchsten Menschen zu gehorchen, der sich auf seinem Raumschiff ist.
Da Noemi dies ist, kann er sie nicht nur nicht töten, er verrät ihr auch, wie das junge Mädchen ihren Planeten retten kann.
Es kommt wie es kommen muss, die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen, Hass weicht Sympathie... Sympathie weicht schließlich Liebe.

Constellation ist aber keines Wegs eine einfache Liebesgeschichte. Es dreht sich viel um die künstliche Intelligenz. Man gerät selber ins Grübeln, in wie weit Verstand und Gefühle programmiert werden können, ob Sarkasmus und Witz Charakterzüge sind oder doch nur eine auf mathematischen Grundsätzen bestehende Konversation ist.

Mir hat Abel als Mech, also als Maschine mit künstlicher Intelligenz, sehr gut gefallen und er hat für mein Empfinden eine unglaublich spannende Komponente zu der Geschichte hinzugefügt, die ihre Höhepunkte im Zusammenspiel mit Noemi und auch in dem Moment hat, wo er seinem Schöpfer gegenüber tritt.

Auch Noemi ist ein sehr gelungener Charakter. Für ihre 17 Jahre ist sie sehr reif und entschlossen. Sie steht hinter ihren Entscheidungen und ist sich und ihren Prinzipien treu, ohne dabei jedoch sturr zu sein. Ich finde es ist eine große Stärke, seine Entscheidungen zu hinterfragen, wenn man neue Erkenntnisse hat und diese dann auch zu ändern.
Ihr Mut und ihr Kampfgeist bringen sie dazu auch ihr eigenes Leben in Gefahr zu bringen, wenn sie dafür nur ihren Planeten retten kann. Und dennoch hat sie neben all diesen toughen Eigenschaften ruhige und überlegte Seiten, die sie nicht zu eindimensional wirken lassen.

Claudia Gray verpackt die Geschichte mit ihren wunderbaren Charakteren in einem wohligen Paket aus Schreibstil und abwechslungsreicher Erzählweise.
Man wird als Leser gut abgeholt, die lockere Art zu schreiben trägt schnell ins Geschehen und Dank der sich gut aufbauenden Spannung und der Kapitel-Cliffhanger möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Ich hoffe der zweite Band dieses Page-Turners kommt schnell und steht diesem Auftakt in nichts nach.

Fazit
Für mich ein absolut gelungenes Buch über fremde Welten und künstliche Intelligenz, das mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen konnte. Klare Leseempfehlung von mir.

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schattenjäger, fantasy, cassandra clare, feenwesen, liebe

Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 831 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

Rezension:


Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017
ISBN-10: 3442314259


Klappentext

Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist.

Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht

Autor
Cassandra Clare ist eine internationale Bestsellerautorin. Ihre Bücher wurden weltweit über 50 Millionen Mal verkauft und in 35 Sprachen übersetzt. Die beiden Serien »Chroniken der Unterwelt« und »Chroniken der Schattenjäger« gehören zu ihren größten Erfolgen und stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Auch ihre neue Reihe, die »Chroniken der Dunklen Mächte«, wurde zum großen Bestsellererfolg. Cassandra Clare lebt in Massachusetts, USA.

Cover
Sehr dunkel erscheint das Cover zu Lord of Shadows. Das einzig erkennbare ist eine männliche Figur, die ein Schwert hält und zu schweben scheint. Darunter liest man in unaufgeregter Schriftart den Autorennamen und den Buchtitel. Alles in allem ein ehr unscheinbares Cover.

Meinung
Da dies der zweite Teil der Reihe ist, möchte ich hier nicht groß auf den Inhalt eingehen, um alle, die den ersten Band noch nicht gelesen haben nicht zu spoilern.

Viel mehr möchte ich auf die Weiterentwicklung der Geschichte zu sprechen kommen. Mittlere Bände haben ja oft den bitteren Beigeschmack, die Reihe nur in die Länge zu ziehen. In vielen Teilen passiert deshalb nicht so viel, es wird gefühlte Ewigkeiten auf das Finale hingearbeitet, quasie die Ruhe vorm Sturm zelebriert.
Lord of Shadows bietet in meinen Augen einen tollen Mittelband. Auch hier wird viel auf Charaktere eingegangen und Beziehungen beschrieben und vertieft. Jedoch findet dies zwischen vielen spannenden Ereignissen, Plottwists und einem besonders erfreulichen Wiedersehen mit Alec, Magnus, Clary und Jace statt.

Die Charaktere erhalten mehr Tiefe, werden emotionaler und man kann als Leser noch besser hinter die ein oder andere Gefühlsregung blicken.

Was mir persönlich sehr gefallen hat waren die kurzen Rückblicke die es immer mal wieder gab. So schlich sich der erste Band der Reihe immer mal wieder ins Gedächtnis und thematisch wurden Lücken gefüllt.

Cassandra Clare ist eine meiner Lieblingsautorinnen, was unter anderem an ihrem Schreibstil liegt. Ich mag es, wie sie es immer wieder schafft mich nicht nur lesen zu lassen sondern mich mit ihren Worten regelrecht in die Geschichte saugt. Auch in diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Sie beschreibt die Gegebenheiten so anschaulich und die einzelnen Personen so nahbar, das man das Gefühl hat, man steht direkt neben ihnen.

Zum Ende des Buches wird es noch einmal richtig spannend und man merkt, das es jetzt aufs Ende zugeht. Mit vielen offenen Fragen wurde ich ein wenig verzweifelt zurückgelassen. Jetzt hoffe ich, das der finale Band schnell folgt und alle Fragen beantwortet werden und sich die ganze Geschichte in einem grandiosen Ende bündelt.

Fazit
Lord of Shadows ist ein gelungener zweiter Band, in dem es mir Freude gemacht hat die Charaktere besser kennen zu lernen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Dank des wunderbaren Schreibstils fliegen die über 830 Seiten nur so dahin. 

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horror, hexe, hexen, hex, fluch

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 16. Oktober 2017
ISBN-10: 3453319060


Klappentext

Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los

Autor
Thomas Olde Heuvelt wurde 1983 in Nijmegen, Niederlande, geboren. Er studierte Englisch und Amerikanistik an der Radboud Universität Nijmegen und an der University of Ottawa in Kanada, wo er ein halbes Jahr lang lebte. Seine Kurzgeschichte "The Day the World turned upside down" wurde mit dem Hugo Award ausgezeichnet, andere Kurzgeschichten wurden für den Hugo Award und den World Fantasy Award nominiert. Sein Horrorroman „Hex“ landete in den Niederlanden auf der Bestsellerliste.

Cover
Das Cover zu Hex wirkt ein wenig wie ein Kinoposter. Die unteren zwei Drittel sind pechschwarz. Darauf ist in leuchtenden, großen Buchstaben der Buchtitel gedruckt. Zudem, etwas kleiner und in weiß gehalten der Autorenname und Zitate von Stephen King und George R. R. Martin.
Im oberen Drittel sieht man sehr verschwommen einen Wald und die Konturen einer Person die dort steht. Alles in allem sehr atmosphärisch und gut gelungen.

Meinung
In die Geschichte einzusteigen ist recht einfach. Der Autor nimmt sich hier Zeit die Charaktere und die Umgebung vorzustellen. Man lernt langsam aber sicher, was es mit dem Fluch auf sich hat und darf ankommen.
Was sich vielleicht langweilig anhört ist eigentlich die Ruhe vorm Sturm, denn Black Springs gehört nicht zu den idyllischen Dörfern sondern ehr zu denen, in die man niemals auch nur einen Fuß setzen möchte.
Ohne Kontakt zu Menschen von Außerhalb leben die Menschen dort mit der Hexe Katherine van Wyler und versuchen Tag für Tag mit dem Fluch umzugehen. Denn verlässt einer von ihnen das Dorf, wird er von schrecklichen Selbstmordgedanken geplagt, bis er sich irgendwann wirklich umbringt.

Ich bin vollkommen hin und weg von diesem Buch. Es hat mich so gepackt, wenn die Hexe irgendwo einfach auftaucht und im Raum steht. Die Beschreibungen von ihr, ihren zugenähten Augen und dem Mund. Der Autor schafft es immer wieder mir eine Gänsehaut zu verpassen, ohne dabei ins Splatter-Genre abzurutschen und nur blutig zu sein. Ich möchte hier gar nicht mehr ins Detail gehen, weil ich glaube jeder, der an Büchern, die das Herz zum rasen bringen, in denen man nicht genau weiß, was jetzt Zufall ist und was Fluch ist und in denen eine grandios gruselige Stimmung herrscht, sollte sich hier wirklich packen lassen und sich von diesem subtilen Horror mitreißen lassen.

Vom Schreibstil her hat mich der Autor zwar nicht vom Hocker gerissen aber bis auf einige Momente, wo ich dachte das man mit einem besseren Schreibstil hätte aus den Situationen noch mehr atmosphärischen Horror rauskitzeln können, habe ich keine großen Kritikpunkte.
Im Gegenteil, ich hoffe sehr schon bald ein weiteres Buch des Autors lesen zu können. Hoffentlich schafft er es wieder mich so zu gruseln.

Fazit
Großartig! Ich liebe diese Art Horror, in der es nicht darum geht möglichst gewalttätig und blutig alles und jeden umzubringen. Hier ist es schon eine Kleinigkeit, die das Herz höher schlagen und die Anspannung bis an den Anschlag ansteigen lässt. Gerne mehr davon!

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