Hekabe

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

fantasy, assasine, assassinen, magie, erinnerungen

Der Prinz der Klingen

Torsten Fink
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.12.2012
ISBN 9783442268573
Genre: Fantasy

Rezension:

Vor kurzem habe ich Post vom Blanvalet-Verlag bekommen. (Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal!) Und zwar in Form des zweiten Bandes der "Der Prinz der Skorpione"-Reihe von Torsten Fink. Wer nichts über das Ende des ersten Bands erfahren möchte bzw. den noch nicht gelesen hat, sollte sich vielleicht erst den ersten Teil, "Der Prinz der Schatten", zulegen.

Darum geht's:
Der ehemalige Meisterassasine Sahif hat nach wie vor keine Erinnerungen an seine düstere Vergangenheit. Jene Zeit vor seinem Gedächtnisverlust. Zu allem Übel ist er nun auch noch auf der Flucht vor seiner Halbschwester Shahila, die den Herzog von Atgath ermordet hat und nun ihm die Schuld zu schiebt. Und noch immer versucht er verzweifelt, seine Erinnerungen wieder zu bekommen. Sein Weg füht ihn dabei nach Felisan, wo seine Geliebte Aina, die Frau, für die sein altes Ich alles aufgeben wollte, auf ihn wartet. Doch was er nicht ahnt: Die Frau, die ihn dort erwartet, ist nicht Aina...

Das meint Hekabe:
Ich bin eigentlich kein Fan von Fantasy-Romanen, bei denen schon im Klappentext die Gewalt und das Blut zu erahnen ist, das die Seiten erfüllen wird, das schöne beim Prinz der Klingen ist aber, dass es diese Gewalt zwar gibt, sie aber nur ein Teil des Ganzen ist. Überhaupt am Grausamsten ist meiner Meinung nach nicht einmal die Hauptperson und auch nicht einer der anderen Schatten, also Attentäter, die sich unter den Figuren tummeln.
Torsten Fink beschreibt durchgehend seine Figuren - und zwar ohne Ausnahme - nachvollziehbar und logisch, man kann sich in jede einzelne Perspektive problemlos hineinversetzen, auch wenn... sagen wir der Realitätsbezug bei einem Attentäter mit magischen Fähigkeiten nicht so natürlich gegeben ist wie bei einem recht einfachen, normalen Bauernmädchen. Und das gefällt mir. Denn gerade in Sahif oder auch seine Halbschwester konnte ich mich in der Geschichte besonders gut hinein versetzen. Auch in Jamade, eine junge Schattenschwester, die von Shahila auf Sahif angesetzt wird.
Das liegt wahrscheinlich zu einem nicht zu verachtenden Anteil auch an den lebendigen Bildern, die der Autor mir in den Kopf gemalt hat. Denn der Schreibstil ist nicht übertrieben und nicht zu genau, sodass sich die Geschichte ziehen würde, aber genauso dynamisch und schön wie es sein sollte.
Ebenso erfrischend finde ich nach wie vor die ganz eigene Welt der Skorpionenprinz-Reihe. Die üblichen, nervigen Elfen halten sich raus und stattdessen bekommt man die geheimnisvollen Mahren, verschiedene Zaubererorden und sogar einen geheimnisvollen und unglaublich mächtigen Vater von Sahif und Shahila vorgesetzt, der zwar nie auftritt, aber doch irgendwo immer seine Finger im Spiel hat.
Allein von Shahila war ich ein wenig enttäuscht, weil sie manchmal noch einen Tick intriganter und intelligenter hätte sein können. Vielleicht lag es daran, dass auch aus ihrer Sicht erzählt wurde - was ich eigentlich ganz gut fand, weil man so als Leser so den Blick von oben hat - aber ihre Pläne waren manchmal ein klein wenig durchschaubar.
Aber unterm Strich ändert das noch immer nichts an meiner Meinung, dass "Der Prinz der Klingen" meine Erwartungen erfüllt hat. Ein spannender, solider Fantasy-Schinken für all jene, denen die Elfen zum Hals raus hängen und die gerne einmal auch düstere Geschichten lesen.

Infos zum Buch:
Autor: Torsten Fink
Verlag: Blanvalet
Umfang: c.a. 736 Seiten (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum (in Deutschland): 17. Dezember 2012
Preis: 15,00€

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

bastet, götter, hohlbein, london, jack the ripper

Horus

Wolfgang Hohlbein
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.04.2009
ISBN 9783404162680
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Darum geht's:
London, 1888: Eine Frau mit flammend rotem Haar und Haut schwärzer als die Nacht erreicht die Stadt und geht im Hafen von Bord eines Schiffes direkt aus dem fernen Kairo. Anmutig wie eine Katze bewegt sich und der Geruch des Geheimnisses, des Unbekannten umgibt sie. Bastet nennt sie sich. Wie die ägyptische Katzengöttin.
Was niemand weiß: Sie ist Bastet. Und sie ist nicht grundlos in London. Sie sucht nach Isis, mit der sie seit ein paar Hundert Jahren kein Wort mehr gesprochen hat. Aber sie ist nicht die einzige, die Isis sucht...

Das meint Hekabe:
Selten fand ich es so schwer, mir eine Meinung zu einem Buch zu bilden wie zu "Horus". Denn zum einen ist der Schreibstil toll, bildlich und sehr genau. Man kann wunderbar in das London des 19. Jahrhundert eintauchen, aber der Schreibstil reißt nicht mit. Ich kam mir die ganze Zeit viel zu sehr wie eine Beobachterin vor, jemand, der mehr oder weniger gleichgültig zusieht, der im Kino einen Film sieht, aber der von der Dramatik des Films nicht berührt wird. Bastet wirkt unglaubwürdig. Sie ist Jahrtausende alt und verhält sich doch so oft unnötig unerfahren. Auch merkwürdig ist die Geschichte, dass ihr ein Monster, nämlich ihre böse Schwester Sachmet, inne wohnen soll. Denn angeblich verkörpert Sachmet alles Böse, alles Dunkle, gewaltbereite und blutrünstige von Bastet, gleichzeitig kämpft Bastet erstaunlich viel. Das waren alles so Dinge, die mich ein wenig stutzig gemacht haben. Der ansonsten eigentlich ganz guten Story zu Trotz.
Außerdem fand ich das gesamte Buch zum Teil wirkich anstrengend, weil für meinen Geschmack einiges etwas zu genau und zu detailliert beschrieben war, sodass die Story sich einfach gezogen hat. Es mag vielleicht Menschen geben, die das mögen, aber ich möchte von einer Geschichte mitgerissen und fasziniert werden. Und das geschieht eben nicht bei hunderttausend Dialogen.
Trotzdem kann man "Horus" auf keinen Fall als schlecht bezeichnen. Vielleicht etwas eigen, aber dennoch gut.

Über den Autor:
"Wolfgang Hohlbein, am 15. August 1953 in Weimar geboren, lebt mit seiner Frau Heike und seinen sechs Kindern, umgeben von einer Schar Katzen, Hunde und anderer Haustiere, in der Nähe von Neuss."[Quelle & mehr zum Autor: Bastei Lübbe]
Infos zum Buch:
Autor: wolfgang Hohlbein
Verlag: Bastei Lübbe
Umfang: c.a. 702 Seiten (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum (in Deutschland): 14. April 2009
Preis: 9,95€
Autorenwebsite: http://www.hohlbein.net/neu/aktuelles.php

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Tags: ägyptische mythologie, bastet, hohlbein, horus, mittelmäßig   (5)
 

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dystopie, hebamme, jugendbuch, gaia, liebe

Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.03.2013
ISBN 9783453534223
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Drei Kinder muss jede Hebamme pro Monat zu den Toren der Stadt vorbringen.
Drei Babys müssen sie jeden Monat ihren Müttern wegnehmen.
So dienen sie der Enklave.
Aber was passiert, wenn du dich aus dem zu lösen?
Was passiert, wenn du versuchst, etwas zu ändern?

Darum geht's:
Im 24. Jahrhundert hat die Welt sich verändert. Die Forschung der Menschen wurde zu ihrem Verderben und nun leben alle nach klaren, strengen Regeln miteinander.
Eine dieser Regeln ist auch die, dass es zwei Gruppen gibt: Die Bewohner der Enklave innerhalb der Stadtmauern, die in Reichtum und Überfluss schwelgen, und die Bewohner von Wharfton, dem ärmlichen Ort vor den Mauern. Jeden Montag müssen die Hebammen aus Wharfton die ersten drei Kinder, die sie entbinden, zu den Toren der Stadt „vorbringen“. So ist das Gesetz.
Inmitten dieser Welt lebt die vernarbte Gaia, eine junge Hebamme, die das Unmögliche tut, als ihre Eltern verhaftet werden: Sie beginnt, die Enklave, das gesamte System und alles, was sie ihr Leben lang geglaubt hatte, zu hinterfragen.
Aber so leicht leistet niemand der Enklave Widerstand…

Das meint Hekabe:
Schon wieder eine Dystopie. Davon hatten wir in letzter Zeit eine Menge. Eigentlich auch klar. Die Vampire werden langsam out, also brauchen wir neues Lesefutter.
Auf jeden Fall positiv bei „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ zu bewerten ist, dass das Liebespaar der Geschichte eines der Wenigen ist, die sich auf Augenhöhe begegnen. Leon und Gaia sind einander nie unterlegen, obwohl zwischen ihnen eine sehr breite, soziale Kluft herrscht. Aber Gaia vergisst niemals ihren Stolz und beginnt auch nicht, ihn anzuhimmeln, schließlich ist er der Sohn der Protektors, eine Berühmtheit, umgekehrt ist Leon aber auch kein Weichei in der Not, das von einer Powerfrau alle paar Minuten gerettet werden muss (hier kleiner Wink mit dem Zaunpfahl auf „Das verbotene Eden“). Nein, sie sind sich ebenbürtig und genau deshalb wirkt ihre Liebesgeschichte so natürlich, echt und unverfälscht, obwohl ich eigentlich schon von Leons erstem Auftritt an vermutet habe, dass sich da etwas anbahnen würde, sprich: Die Sache war doch recht durchschaubar. Aber nach dem Theater, das wir mit den Millionen Vampirstorys hatten, sind meine Standards in Bezug auf Vorraussehbarkeit eh nicht mehr so hoch. Mal ganz davon abgesehen, dass es der Story nicht unbedingt schadet, denn die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon ist eher ein Nebenstrang, der zwar da ist, aber für die eigentliche Handlung gar nicht so wichtig ist.
Das war etwas, das ich als sehr erfrischend empfunden habe. Denn wie wir an den „Bis(s)“-Büchern sehen konnten, tut das einem Buch nicht unbedingt gut, wenn es nur von einer Liebesgeschichte lebt.
Schön dabei ist, wie die Autorin die ganze Handlung beschreibt. Dafür hat sie nämlich eine eigentlich sehr ruhige und genaue Hand, die das, was nötig ist, sehr genau und schön beschreibt, es gleichzeitig aber auch nicht übertreibt und meint, alles Grün und Pink malen zu müssen. Sie beschreibt die Geschichte von Gaia einfach genau richtig. So wie es sein sollte.
Summa summarum würde ich also sagen, dass „Die Stadt der verschwunden Kinder“ ein wirklich gutes Buch ist, das mit starken, schillernden Charakteren sowie einem schönen Schreibstil und einer soliden Story überzeugen kann.
Auf jeden Fall mal sein Geld wert.

Infos zum Buch:
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne Verlag
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: "Birthmarked"
Übersetzer: Oliver Plaschka
Umfang: c.a. 464 Seiten (gebundene Ausgabe)
Erscheinungsdatum (in Deutschland): 24. Januar 2011
Preis: 16,99€
Autorenwebsite: http://www.caraghobrien.com/

Rating:
Spannung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5
Story: 4/5
Plot: 4/5
Gesamtbewertung: 5/5

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Tags: caragh o'brien, dystopie, gaia, hebamme, leon, liebe   (6)
 

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liebe, fantasy, scarlett, barbara baraldi, schule

Scarlett - Die Liebe hat Augen wie Eis, der Tod hat Augen wie Feuer

Barbara Baraldi , Barbara Neeb , Katharina Schmidt
Fester Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 25.11.2011
ISBN 9783833900488
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darum geht's:
Das Leben der 16-Jährigen Scarlett läuft alles andere als rund. Gerade hatte ihr ihr bester Freund seine Liebe gestanden, da musste sie Hals über Kopf mit ihrer Familie von Cremona nach Siena umziehen, weil ihr Vater einen neuen Job hat. Neue Schule, neue Leute, neues Leben.
Und dann trifft sie Mikael. Blickt in seine eisblauen, so unendlich intensiven Augen und noch im selben Moment ist es um sie geschehen. Und da ahnt sie noch nicht, dass Mikael, der Bassist der beliebten Schulband "Dead Stones", ein Geheimnis hütet.
Und das sie eigentlich (zumindest in der Theorie natürlich) besser beraten wäre, sich nicht auf ihn einzulassen...

Das meint Hekabe:
Nein, Mikael ist kein Vampir. So viel vorne weg. Genauso wenig wie sein Freund Vincent, der Lead-Sänger der Band, oder dessen Freundin Ofelia. Aber der Plot erinnert natürlich stark an die Bis(s)-Bücher.
Ein unscheinbares Mädchen kommt neu auf die Schule, findet schnell Anschluss (besonders die Jungs sind von ihr angetan), aber nein, aus allen wählt sie den heißesten, aber nicht weil er so heiß ist (jedenfalls nicht vorrangig), sondern weil er diese mysteriöse, anziehende Ausstrahlung hat. Natürlich ist er auch bis über beide Ohren in sie verknallt, versucht sich aber von ihr fern zu halten, um sie zu beschützen und so weiter und so fort. Oh, und bevor ich's vergesse: Mikael kann auch noch Gedanken lesen! Nur das mit dem Glitzern in der Sonne kriegt er noch nicht so richtig hin.

All das habe ich in den letzten Jahren zur Genüge gelesen. Die Wesen variieren zwar, das Prinzip bleibt gleich. Nichts Neues.
Trotzdem gefällt mir "Scarlett". Zwar hat mich dieses gewisse Maß an Unrealismus vor allem im Bezug auf die Teenager in Scarletts Umgebung genauso wie die Tatsache, dass die Story zum Teil doch etwas berechenbar ist, gestört, allerdings fand ich - nach meinen ersten Startschwierigkeiten mit dem Buch - den Schreibstil auf die Dauer richtig schön und fesselnd.
Barabara Baraldi beschreibt alles sehr bildlich und lässt Scarlett so auch sehr bildlich sprechen. Wunderbares, farbenfrohes Kopfkino.
Vor allem sobald Mikael auf der Bildfläche erscheint. Scarletts Faszination, ihre Liebe für ihn wird so genial und eindringlich erzählt, dass mir beim Lesen immer wieder ein anderer Name durch den Kopf geschossen ist: Lynn Raven.
Wie bei Lynn Ravens Büchern hat auch Barbara Baraldis "Scarlett" dieses mysteriöse Etwas, ist spannend und erzählt insgesamt sehr intensiv. Was aber Raven Baraldi eindeutig vorraus hat, ist - wie schon gesagt - der Realismus.
Okay, die Autorin ist Italienerin, die Geschichte spielt in Italien und vielleicht sind italienische Jugendliche anders als deutsche, aber so individuell und auf ihre eigene Art und Weise schräg wie Baraldis Figuren sind meiner Erfahrung nach die wenigsten Jugendlichen.
Aber dennoch gefällt mir "Scarlett" wie gesagt summa summarum wirklich gut. Die Geschichte ist schön, die Liebe zwischen Scarlett und Mikael gibt dem Ganzen etwas Bittersüßes, Mystisches, das das Buch richtig schön macht.
Ein guter Ersatz also für Urban Fantasy-Fans wie mich, die sehnsüchtig auf romantisch-süßes Lesefutter warten. ;)

Infos zum Buch:
Autor: Barbara Baraldi
Verlag: Bastei Lübbe
Originalsprache: Italienisch
Originaltitel: "Scarlett. L'amore ha occhi di ghiacco, la morte di fucco."
Übersetzer: Barbara Neeb und Katharina Schmidt
Umfang: c.a. 423 Seiten (gebundene Ausgabe)
Erscheinungsdatum (in Deutschland): 25. November 2011
Preis: 12,99€
Autorenwebsite: http://www.barbarabaraldi.it/

Rating:
Spannung: 4/5
Schreibstil: 5/5
Charaktere: 4/5
Story: 3/5
Plot: 3/5

Gesamt: 4/5

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Tags: barbara baraldi, bastei lübbe, bittersüß, liebe, mikael, romantik, scarlett, scarlett liebe hat augen wie eis der tod hat augen wie feuer, urban fantasy   (9)
 
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