Helmut75

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2 Bücher, 1 Rezension

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zweiter weltkrieg, liebe, deutschland, 2. weltkrieg, russland

Winter der Welt

Ken Follett , Dietmar Schmidt , Rainer Schumacher , Tina Dreher
Fester Einband: 1.024 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.09.2012
ISBN 9783785724651
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags: aber es finden sich auch deutsche die im untergrund ihr leben riskieren, dass der, dass es genau solche einzelschicksale wie die hauptfiguren in "winter der welt" in großer anzahl tatsächlich gegeben hat. man sollte sich daher gut vorher überlegen, denn die geschichte beschäftigt einem über das lesen hinaus. sehr vereinzelt hatte ich das gefühl, die eine der dunkelsten epochen der menschheitsgeschichte behandeln, doch dann baute follett zumeist wieder rechtzeitig die berührungspunkte zwischen den jeweiligen familien und figuren ein. es kommen auch noch einige begebenheiten aus "sturz der titanen" zur sprache, eine zu weitläufige handlung ergibt, england, hohe anspruch über die historie aller vier länder und familien im detail zu schreiben, indem sie gegen hitlerdeutschland arbeiten. die gesellschaft in amerika und england vor dem krieg wird ebenso kritisch betrachtet, indem sie medien und politisch anders gesinnte ausschalten. auch in england wird die angst vor dem kommunismus geschürt und der faschismus findet zulauf. ähnlich wie schon in "sturz der titanen" erzählt follett anhand von jeweils einer familie in deutschland, ken folletts "winter der welt" beginnt im jahr 1933 in deutschland. man erlebt hautnah mit, man genießt dann diese szenen doppelt, man ist als leser sprachlos über die gräueltaten der nazis, ob und wann man sich mit diesen über 1000 seiten auseinandersetzen will, sich selbst vom autor auferlegte, usa und russland die historisch bekannten entwicklungen in diesen ländern. seine stärke ist neben einer fundierten recherche aber vor allem die zeichnung seiner komplexen figuren und die daraus resultierenden konflikte in der handlung. dafür ist natürlich die zeit vor und während des zweiten weltkriegs bestens geeignet. follett war sichtlich bemüht nicht zu einseitig zu schreiben, wenn man dieses vorgängerbuch gelesen hat. wie erhofft - ein großer historienroman., wie die nazis an die macht kommen und diese rücksichtlos einsetzen, wie stalins russland und amerikas atombomben auf japan. fazit: sehr aufwühlende geschichtsstunde mit fiktiven figuren - aber als leser ist einem schnell klar   (20)
 

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(95)

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england, entführung, krimi, familie, wales

Im Tal des Fuchses

Charlotte Link
Fester Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 12.09.2012
ISBN 9783764503505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als kleiner Junge entdeckt Ryan Lee eine gut verborgene Höhle. Niemand außer Ryan weiß, dass sie im Tal des Fuchses - wie er die Umgebung insgeheim nennt - existiert.

Jahre später ist er ein Kleinkrimineller und schuldet einem Gangsterboss eine Menge Geld. Er sieht keinen anderen Ausweg mehr, als durch eine Entführung Geld zu erpressen.
Sein Opfer, die junge Ehefrau Vanessa entführt er von einem Parkplatz und sperrt sie in der Höhle in eine Holzkiste. Noch bevor Ryan Lee an ihren Ehemann Mathew die Lösegeldforderung stellen kann, wird er wegen eines anderen Deliktes verhaftet.

Charlotte Link stellt in „Im Tal des Fuchses“ ihren „Bösewicht“ vor eine schwere Entscheidung, die sein weiteres Leben bestimmen wird: Entweder er gesteht seine Entführung im Gefängnis und er kommt für viel längere Zeit hinter Gitter, oder sein Entführungsopfer stirbt einen qualvollen Tod und er wird zum Mörder. Er ringt mit sich selbst, lässt mehr und mehr Zeit verstreichen und schließlich weiß er, es ist zu spät um Vanessa zu retten.

Zwei bis drei Jahre später wird er aus dem Gefängnis entlassen, nun überschlagen sich aber erst recht die Ereignisse – man fragt sich, ob Vanessa nicht doch überlebt hat, aber wieso ist sie dann nicht zu ihrem noch immer traumatisiertem Mann zurückgekehrt?

Fazit:
Charlotte Link begleitet in diesem Spannungsroman verschiedene Figuren durch deren Leben, die fallweise erst auf den zweiten Blick mit der Haupthandlung zu tun haben. Eine junge Frau – Jenna – lässt sie dabei sogar als Icherzählerin auftreten, was mich am Anfang doch leicht irritierte, später gab das der Erzählung aber einen zusätzlichen Kick.

Neben der mitreißenden Handlung werden interessante psychologische Aspekte beschrieben – wieso tritt eine junge intelligente Frau mit einem Häftling in Kontakt? Wie sehr beeinflusst das Schicksal unser Leben und wie viel Einfluss haben wir selbst darauf? Wie kann man mit Ungewissheit umgehen? Wie schafft man es als Opfer und als Täter wieder ins Leben zurückzufinden? Wie geht man mit jemandem um, der schwer traumatisiert ist?

Charlotte Link hat sich ja selbst bei psychologischen Spannungsromanen die Latte schon sehr hoch gelegt – „Im Tal des Fuchses“ zählt aber dabei zur Spitze!
Sehr empfehlenswert.

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