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842 Bibliotheken, 27 Leser, 5 Gruppen, 61 Rezensionen

schweden, südafrika, atombombe, roman, humor

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 443 Seiten
Erschienen bei carl's books, 15.11.2013
ISBN 9783570585122
Genre: Romane

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kärnten, liebe, reise, 1960er-jahre, usa

Kurt & Trudy. Ein neues Leben

Helmuth Santler
E-Buch Text: 121 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 18.12.2013
ISBN 9783843500968
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: 1960er-jahre, auswanderung, kalifornien, kärnten, liebe, reise, usa, villach   (8)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

verschwörung, internet, cia, prism, interne

Silent Control

Thore D. Hansen
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 12.11.2012
ISBN 9783944305004
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Torben Arnström, ein schwedischer Nerd und Hacker der Extraklasse, hat die ultimative Whistleblower-Software entwickelt und lässt sie auf das Internet los: Sie legt jede Quelle jeder Information, die im WWW auftaucht, bloß.

Damit kommt er jedoch der CIA in die Quere, deren Chef die Idee des perfekten Überwachungsstaats auf eine völlig neue Stufe heben will, indem er das weltweite Netz in eine unfehlbare Manipulationsmaschine zur vollständigen Gedankenkontrolle verwandeln möchte: zum Wohle der um ihre Pfründe zitternden Weltwirtschaftselite …

Spannender, intelligenter Thriller mit einem erschreckend realistisch wirkenden Alptraumszenario, der sowohl die Bedürfnisse nach gepflegter Leseunterhaltung (Figurenzeichnung, Dramaturgie) als auch nach einem klugen, glaubwürdigen Plot zu erfüllen weiß. Der Hintergrund des Autors ist aufschlussreich: Hansen ist Soziologe und Politikwissenschaftler, arbeitete als Journalist und NGO-Kommunikationsberater, bevor er quasi die Seiten wechselte und als Berater von drei der größten Banken Europas die Finanzkrise teilweise in direktem Kontakt mit ihren Verursachern erlebte. Seit 2010 ist er freier Autor.

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Tags: cia, hacken, interne, prism, überwachungsstaat   (5)
 

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6.457 Bibliotheken, 130 Leser, 13 Gruppen, 354 Rezensionen

schweden, humor, lebensgeschichte, freundschaft, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

Rezension:

Tausendfach rezensiert, hunderttausendfach gelesen: Jonas Jonassons Debütroman Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand bedarf im Grunde keiner weiteren Vorstellung mehr. Die Geschichte vom schwedischen Schweijk, Sprengstoffexperte und frei von jeglicher ideologischer Bindung und gerade deshalb stets im Brennpunkt der Weltpolitik, ist witzig, absurd, märchenhaft, ironisch.

Erwähnenswert vielleicht: Meine Frau hat das Buch zeitgleich mit mir in einer englischen Übersetzung gelesen. Während sie anfangs hellauf begeistert war, ging ihr der besondere, makaber-trockene Humor, vor allem in Verbindung mit der rücksichtslos absurden Lebensgeschichte in Rückblenden, zunehmend auf die Nerven. Bei mir war es gerade umgekehrt: Mein Schmunzeln war zunächst selten und eher gequält. Irgendwann aber konnte ich mich auf den spezifischen Sound des Werkes einlassen und es mit wachsender Begeisterung zu Ende lesen.

Für ausgezeichnete oder mindestens gute Unterhaltung ist also gesorgt; ob Sie in dem Text auch Weisheit finden können, wie so manche Publikumsreaktion nahelegt, müssen Sie für sich selbst entscheiden. Bei mir hat er eher den Eindruck eines Wunschtraums hinterlassen nach einer Welt, die nicht von Mächtigen mit mächtig großen Konten, sondern von Menschlichkeit und integren Persönlichkeiten geprägt ist. Eine Erheiterung im besten Sinn des Wortes; und das ist vielleicht ein wertvollerer Beitrag als noch mehr Weisheit in einer schon allzu verkopften Welt.

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[Hunter's Run] [by: George R R Martin]

George R. R. Martin
Flexibler Einband
Erschienen bei HarperCollins Publishers, 01.02.2009
ISBN B002A77G1W
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Story, deren Entstehungsgeschichte selbst eine Story ist: 31 (!) Jahre und die Kollaboration von drei renommierten Autoren brauchte es von dem Bild eines im Nichts empfindungslos schwebenden Mannes (Dozoir, 1976) bis zur Veröffentlichung des SF-Abenteuers.

Das Setting von Hunter’s Run ist originell: eine Exil-Latino-Gesellschaft auf einem fernen, nur zum allerkleinsten Teil erforschten Planeten. So mischt sich Mexiko-Slang à la pendejo (Trottel) und cabron (Arschloch) mit Hightech-Begriffen, alles ist reichlich abgefuckt und die Neolatinos noch immer die zweite Wahl – nur dass Aliens an die Stelle der großspurigen US-Amerikaner getreten sind. Ganz und gar kein Fortschritt.

Ausgehend von der Schwebeszene entwickelt sich ein klassisches, spannend erzähltes Abenteuergeschehen, unterfüttert mit dem Zwang zur Selbsterkenntnis, einer Menge culture clash und Spuren von grimmigem Humor. Feine Sache.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

südstaaten, vampire, mississippi, nacht, horror

Fevre Dream

George R. R. Martin
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Co, 11.01.2001
ISBN 9781857983319
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ja, es geht um Vampire. Und ja, ich habe auch mehr als genug davon. Aber dann steht eben dieser Name darüber … Und da ich noch nie was Schlechtes von Meister Martin gelesen habe, der nächste Song of Ice and Fire noch ein paar Jahre auf sich warten lässt – was hatte ich zu verlieren?

Einiges, wie sich herausstellte: Hätte ich das Buch nämlich nicht gelesen, wäre ich nicht in den Genuss von jeder Menge Martin gekommen – prächtige Schilderungen, bei denen man sich mitfühlend den Schweiß von der Stirn wischt, an Unaussprechlichem würgt, mitleidet und, das versteht sich von selbst bei diesem Titel, mitfiebert.

Hätte ich das Buch nicht gelesen, wüsste ich nicht, wo Charlaine Harris, Autorin der Sookie-Stackhouse-Storys und damit geistige Mutter der TV-Serie True Blood, ihre Ideen über die moralischen Konflikte der Blutsauger und den Wunsch nach Koexistenz herhat.

Hätte ich das Buch nicht gelesen, hätte ich mit einem Wort ein weiteres Leseabenteuer erster Güte versäumt. 25 Jahre vor dem Beginn des Vampir-Hypes hat Martin bereits das Seine dazu geschrieben – und es ist originell und originär, ganz wie man es bei ihm gewohnt ist. Und noch einmal, zur abschließenden Beruhigung: Es hat überhaupt nichts mit den seichten, halb feuchten, halb verschämten Teenager-Blutseifenopern zu tun, die den Markt seit einigen Jahren überschwemmen.

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revolutio, dystopie, nanotechni, kannibalismu

Das Ende des Himmels

Peadar O´Guilín , Bernhard Kempen , Peadar Ó Guilín
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 20.08.2012
ISBN 9783442244263
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Fortsetzung von “Die Kuppel” hebt mit einer Entscheidung an, die Stolperzunge, jetzt der Häuptling der Menschen, unendlich schwerfällt: Er muss seinen Stamm im Stich lassen, um sich im “Großen Dach” auf die Suche nach der Liebe seines Lebens zu machen – die zugleich die einzige Person ist, die der grauenvollsten Bedrohung, der sich die Wilden je gegenübersahen, etwas entgegenzusetzen hat. Der Vormarsch der Wühler, die ihre Opfer halb vergraben bei lebendigem Leib als Wirtskörper für ihre Larven quälen, ist mit den Mitteln der Primitiven nicht aufzuhalten.

Stolperzunge gelangt auch ins Dach, wo er sofort zum Gejagten wird; Freund und Feind sind kaum zu unterscheiden, zumal in einer für ihn völlig fremdartigen Welt, in der höchstentwickelte (Nano-)technik wie reine Magie anmutet. Das unerträgliche Menschengewimmel, das allgegenwärtige Leiden und Hungern in der heillos übervölkerten, den Planeten umschließenden künstlichen Behausung spricht indes eine andere Sprache: Das Dach hat selbst mit existenziellen Problemen zu kämpfen, ein System nach dem anderen versagt … und Indrani, Stolperzunges geliebtes Weib, entpuppt sich als Schlüsselfigur für das Gelingen eines letzten, verzweifelten Plans.

Nachdem Teil 1, Die Kuppel, eine grausame, steinzeitliche Welt zum Inhalt hatte, spielt die Fortsetzung fast ausschließlich im ultimativen Techno-Himmel – und die große Botschaft lautet: Ob Kannibale oder ewig lebender, nanotechnisch modifizierter Elitesuperkrieger, das menschliche Naturell ist unbehelligt von äußeren Einflüssen gerade so, wie es eben ist. Zivilisation schützt vor Grausamkeit nicht, sondern vervielfacht lediglich die Mittel, sie auszuüben … Viele Fragen, die nach der Lektüre von Die Kuppel offen blieben, werden beantwortet: Was genau ist das Dach und wie funktioniert es? Woher kommen die ganzen fremdartigen, einander zu Tode hetzenden Wesen auf der Oberfläche?

Die Jagd auf Stolperzunge und Indrani, die ihrerseits nach Antworten suchen, ergibt einen stimmigen, gut geschriebenen SF-Thriller, der die Qualität von Teil 1 sogar übertrifft. Insofern darf der Abschlussband der Bone World Trilogy for young adults, in dem die beiden so unvereinbar scheinenden Welten nolens volens ihre Gemeinsamkeiten werden ausloten müssen, mit einiger Spannung erwartet werden. Behält der irische Autor seine Schreibgeschwindigkeit bei, ist damit allerdings frühestens 2014 zu rechnen.

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Tags: dystopie, kannibalismu, nanotechni, revolutio   (4)
 

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graphic novel, fantasy, hörbuch - hörprobe ca 1:30 h, westeros, george r. r. martin

Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer

George R. R. Martin , ,
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Panini, 16.07.2012
ISBN 9783862013616
Genre: Comics

Rezension:

Das großartige "Lied von Eis und Feuer" als Comic? Her damit! Hat sich aber leider als verzichtbar herausgestellt: Auch wenn der optische Vergleich mit der TV-Serie Game of Thrones unfair und unangebracht sein mag – man hat ihn nunmal vor Augen. Und er fällt fast zwangsläufig zu Ungunsten der Einzelbildversion aus, was für mich in erster Linie am Zeichenstil (US-amerikanischer Comicmainstream) liegt. Dessen Glätte will so gar nicht zu der gerade durch das ausgefeilte, überbordende, (schmutzige) Detail überzeugenden Romanreihe passen.
Nun hat man, ganz im Sinne von George Martins Vorwort, an sich erst gar nicht versucht, in Konkurrenz zu treten, sondern eine dem Medium Comic eigene Fassung zu schaffen. Auch das ist nur bedingt gelungen: Comics taugen zu mehr, als “Einstiegsdrogen” (GRRM) zu sein, die manch einen vielleicht dazu bringen, sich am “real thing” zu versuchen – was in diesem Fall George R. R. Martins bisher fünfteiliger Romanzyklus ist.
Zudem gibt es noch zwei massive Kritikpunkte, die v.a. die deutsche Übersetzung betreffen: einmal der horrende Preis des Werks. Selbst diese broschierte Ausgabe kommt in der deutschen Fassung auf 21 Euro (A) und umfasst gerade einmal die Hälfte des ersten Buches. Für dasselbe als Hardcover wären mehr als 40 Euro zu berappen. (Zum Vergleich: Original-Hardcover € 15,95). Und dann hat man das Unsäglich getan – und die Namen übersetzt (nur um dann dabei wieder nicht konsequent zu sein, nebenbei bemerkt)! Theon Graufreud? Jon Schnee? Königsmund? Wirklich? Ich war ja erstmal nur entsetzt, dann peinlich berührt … Das Ganze ist einfach nur unwürdig. Die Schuld daran trägt freilich nicht Paganini, der Comic-Verlag, sondern Penhaligon, jenes Random-House-Imprint, das für die Neuausgabe der deutschen Übersetzungen der Romane verantwortlich zeichnet: In all diesen wurde ohne jedes Feeling eingedeutscht und z.B. der mächtige Schattenwolf Shaggydog zum Schoßhündchen Struppel degradiert ... man fragt sich nur, warum Jon Snow nicht konsequenterweise zu Hans Schnee übersetzt wurde, sondern den Jon behalten durfte.

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Game of Thrones - Das Lied von Eis und Feuer

George R. R. Martin , Daniel Abraham , Tommy Patterson
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Panini, 17.09.2012
ISBN 9783862013623
Genre: Comics

Rezension:

Das großartige "Lied von Eis und Feuer" als Comic? Her damit! Hat sich aber leider als verzichtbar herausgestellt: Auch wenn der optische Vergleich mit der TV-Serie Game of Thrones unfair und unangebracht sein mag – man hat ihn nunmal vor Augen. Und er fällt fast zwangsläufig zu Ungunsten der Einzelbildversion aus, was für mich in erster Linie am Zeichenstil (US-amerikanischer Comicmainstream) liegt. Dessen Glätte will so gar nicht zu der gerade durch das ausgefeilte, überbordende, (schmutzige) Detail überzeugenden Romanreihe passen.
Nun hat man, ganz im Sinne von George Martins Vorwort, an sich erst gar nicht versucht, in Konkurrenz zu treten, sondern eine dem Medium Comic eigene Fassung zu schaffen. Auch das ist nur bedingt gelungen: Comics taugen zu mehr, als “Einstiegsdrogen” (GRRM) zu sein, die manch einen vielleicht dazu bringen, sich am “real thing” zu versuchen – was in diesem Fall George R. R. Martins bisher fünfteiliger Romanzyklus ist.
Zudem gibt es noch zwei massive Kritikpunkte, die v.a. die deutsche Übersetzung betreffen: einmal der horrende Preis des Werks. Selbst diese broschierte Ausgabe kommt in der deutschen Fassung auf 21 Euro (A) und umfasst gerade einmal die Hälfte des ersten Buches. Für dasselbe als Hardcover wären mehr als 40 Euro zu berappen. (Zum Vergleich: Original-Hardcover € 15,95). Und dann hat man das Unsäglich getan – und die Namen übersetzt (nur um dann dabei wieder nicht konsequent zu sein, nebenbei bemerkt)! Theon Graufreud? Jon Schnee? Königsmund? Wirklich? Ich war ja erstmal nur entsetzt, dann peinlich berührt … Das Ganze ist einfach nur unwürdig. Die Schuld daran trägt freilich nicht Paganini, der Comic-Verlag, sondern Penhaligon, jenes Random-House-Imprint, das für die Neuausgabe der deutschen Übersetzungen der Romane verantwortlich zeichnet: In all diesen wurde ohne jedes Feeling eingedeutscht und z.B. der mächtige Schattenwolf Shaggydog zum Schoßhündchen Struppel degradiert ... man fragt sich nur, warum Jon Snow nicht konsequenterweise zu Hans Schnee übersetzt wurde, sondern den Jon behalten durfte.

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graphic novel, band 2

George R. R. Martin: Der Heckenritter Graphic Novel

George R.R. Martin , Mike Cromwell , Mike Miller , Ben Avery
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Panini, 15.04.2013
ISBN 9783862015375
Genre: Comics

Rezension:

Diese ebenfalls in Westeros angesiedelte Story spielt etwa 100 Jahre vor den Ereignissen in A Game of Thrones, die Targaryens stellen die Königsdynastie. Erzählt wird die Geschichte von Dunk, dem Knappen eines Heckenritters, der sich nach dem Tod seines Herrn selbst zu Ser Duncan ernennt. Über ein Turnier möchte er sich ritterliches Ansehen erwerben, doch der Sieg im Wettstreit ist bald seine geringste Sorge, legt er sich doch mit den Machthabern an … Doch typisch für die Targaryens scheint zu sein, dass sie nur im Extrem zu haben sind: edelste Gesinnung oder skrupelloser, blutgieriger Wahnsinn, und so bekommt Dunks Problem alsbald eine dynastische Dimension.

Die Zeichnungen gefallen mir besser als die des A Game of Thrones-Comics, die Story ist großteils kurzweilig, wenn auch natürlich der Suchtfaktor, der noch so ziemlich jeden Verschlinger des Hauptepos erwischt hat, fehlt. Für ein Comic, meine einzige negative Kritik, gibt es einige extrem textlastige Passagen, bei denen eine recht intime Kenntnis der Herrscherhäuser mit all ihren offiziellen und weniger offiziellen Namen, Beinamen und Spitznamen und natürlich der Verwandtschaftsverhältnisse gefragt wäre … kurz gesagt, man kennt sich stellenweise einfach nicht aus, wer jetzt wem warum einen Zacken aus der Krone hauen möchte. Mag sein, dass das ein Problem der Comic-Adaption ist; in diesem Fall lohnt evt. die Anschaffung des Prosawerks. Das erscheint allerdings erst am 23. 9. 2013; wer nicht so lange warten möchte und sowieso mehr für die Originalfassung zu haben ist, wird in Dreamsongs Vol. II fündig.

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comic, comic zum buch

George R. R. Martin: Der Heckenritter Graphic Novel

George R.R. Martin , Mike Cromwell , Mike Miller , Ben Avery
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Panini, 18.02.2013
ISBN 9783862015351
Genre: Comics

Rezension:

Diese ebenfalls in Westeros angesiedelte Story spielt etwa 100 Jahre vor den Ereignissen in A Game of Thrones, die Targaryens stellen die Königsdynastie. Erzählt wird die Geschichte von Dunk, dem Knappen eines Heckenritters, der sich nach dem Tod seines Herrn selbst zu Ser Duncan ernennt. Über ein Turnier möchte er sich ritterliches Ansehen erwerben, doch der Sieg im Wettstreit ist bald seine geringste Sorge, legt er sich doch mit den Machthabern an … Doch typisch für die Targaryens scheint zu sein, dass sie nur im Extrem zu haben sind: edelste Gesinnung oder skrupelloser, blutgieriger Wahnsinn, und so bekommt Dunks Problem alsbald eine dynastische Dimension.

Die Zeichnungen gefallen mir besser als die des A Game of Thrones-Comics, die Story ist großteils kurzweilig, wenn auch natürlich der Suchtfaktor, der noch so ziemlich jeden Verschlinger des Hauptepos erwischt hat, fehlt. Für ein Comic, meine einzige negative Kritik, gibt es einige extrem textlastige Passagen, bei denen eine recht intime Kenntnis der Herrscherhäuser mit all ihren offiziellen und weniger offiziellen Namen, Beinamen und Spitznamen und natürlich der Verwandtschaftsverhältnisse gefragt wäre … kurz gesagt, man kennt sich stellenweise einfach nicht aus, wer jetzt wem warum einen Zacken aus der Krone hauen möchte. Mag sein, dass das ein Problem der Comic-Adaption ist; in diesem Fall lohnt evt. die Anschaffung des Prosawerks. Das erscheint allerdings erst am 23. 9. 2013; wer nicht so lange warten möchte und sowieso mehr für die Originalfassung zu haben ist, wird in Dreamsongs Vol. II fündig.

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

hannover, graphic novel, massenmörder, fritz haarmann, armut

Haarmann

Peer Meter , Isabel Kreitz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.09.2010
ISBN 9783551791078
Genre: Comics

Rezension:

„Ein Mensch ist nicht viel, höchstens eine Aktentasche voll“: Der Schlächter von Hannover in einer herausragenden Graphic Novel.

„Warte, warte nur ein Weilchen, / bald kommt Haarmann auch zu dir, / mit dem kleinen Hackebeilchen / macht er Hackefleisch aus dir.“

Dieser in Deutschland geläufige Kinderreim erinnert an eine der archetypischen Schreckensgestalten der Neuzeit: Fritz Haarmann, der Jungenschlächter, der seine zumindest 24 Opfer vergewaltigte und ihnen dabei die Luftröhre durchbiss. Anschließend tranchierte er sie fachgerecht und verkaufte das Fleisch im bitterarmen Hungerdeutschland auf dem Schwarzmarkt.

Die atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Graphic-Novel erspart uns die Horrorszenen im grafischen Detail und zeichnet stattdessen ein bedrückendes Zeitporträt: Die Staatsgewalt drückte sich in der zutiefst korrupten Willkür Einzelner aus, obrigkeitliche Allmachtsfantasien ließen nicht einmal den Gedanken zu, gewöhnliche Bürger seien zu polizeirelevanten Aussagen fähig. Das machte den Fall Haarmann überhaupt erst möglich: Der bieder wirkende Mann war als „erheblich schwachsinnig“ vom Militärdienst befreit und wurde bei der Polizei als „gemeingefährlicher Geisteskranker“ geführt. Dennoch erhielt er, der Flüchtling einer „Idiotenanstalt“, nach seiner Rückkehr nach Hannover ein „Unbescholtenheitszeugnis“ und verdingte sich als Kleinkrimineller und Spitzel mit Polizeiausweis (!). Jahrelang gingen Anzeigen über ihn ein und blieben unbeachtet, selbst eine Menschenfleischprobe änderte nichts an der Haltung der Behörde: „Schwein.“

Bis hin zu Haarmanns eigentümlicher Sprache („Schreiben Sie man dazu.“) authentisch wirkende, detailversessene und großartig gezeichnete Aufarbeitung eines der grauenvollsten Verbrechen der Geschichte – und einer Epoche, die solchem Wahnsinn erst den Boden bereitete.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Lucia N°03: Hypnagoge Lichterfahrung und Neuro-Art

Engelbert J. Winkler
E-Buch Text: 128 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 21.06.2013
ISBN B00D92OUGG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der österreichische Psychologe und Nahtod-Forscher Engelbert Winkler schildert die Entwicklung eines Neurostimulators, genannt Lucia N°03, mit dem er und sein Kollege, der Neurologe Dirk Proeckl, weltweit für Aufsehen sorgen – in therapeutischer, künstlerisch-kreativer wie rekreativer Hinsicht: Rock ‘n‘ Roll fürs dritte Auge. Da ich bereits Dates mit Lucia hatte, darf ich das aus Erfahrung hier so spektakulär darstellen. (Die Begegnungen mit Lucia N°03 haben mich dazu veranlasst, meinem Buch der Wunder noch das Kapitel “Die Erleuchtungsmaschine” hinzuzufügen.)
Ausgehend von Winklers eigener, als zutiefst verstörend erlebter Nahtoderfahrung im Kindesalter („… so begriff ich ziemlich früh das Leben als Beschäftigungstherapie gegen das Nichts und machte mich selbst auf die Suche. Ich wollte verstehen.“) führt ihn sein Weg zur Psychologie und Philosophie und als Therapeut zur Hypnagogen Lichterfahrung bzw. zum Licht, das er mit dem „allem Erleben und Verhalten nachgeordneten Bewusstsein“ gleichzusetzen beginnt.
Auf diesem Weg vollziehen sich zwei Entwicklungen: zum einen eine technische – Taschenlampe, Baulampe, Espresso-Licht-Erfahrung, Lucia N°03 –, die Winkler zu einem Lichtbringer macht, der „wie Dr. Parnassus … durch die Lande zieht, um alle, die sich dafür interessieren, in eine magische Welt zu entführen“.
Zum anderen findet eine Begegnung mit einem „lebenden Toten“ statt: Den ebenfalls nahtoderfahrenen „Vampir“ Schellhorn hat aber sein als tatsächlich erlebtes Sterben nicht in den Schlund des Nichts, sondern in die irrlichternde, allzeitige Alles-Erfahrung geführt. Was folgt ist reines LSD: Lichtvoller Sokratischer Dialog – bis zu Winklers triumphierendem Heureka: „Das Alles im Nichts: gefunden!“
Radikal subjektiv, unerbittlich konsequent, gespickt mit staunenswerten Erkenntnissen und (selbst-)ironisch vorgebrachten Seitenhieben auf alles und nichts und besonders die Therapeutenszene, ist Lucia N°03 gleichermaßen Gedankenhochseilakt wie unterhaltsamer Lesegenuss – eine Erfahrung. Und das ist nicht nichts, sondern alles: „Wir erschaffen die Welt, indem wir sie erfahren. Wir erfahren, wofür wir uns interessieren, und wir interessieren uns für das, was uns anspricht.“
Winkler ist Fatalist, Realist, Anarchist, Nihilist und Spaßvogel – ein Lichtbringer, der uns daran erinnert, wer diesen Namen zuerst trug: Luzifer. Und dass Dunkel und Licht keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen.
Wer die Möglichkeit auf ein Date mit Lucia hat, sollte sich das nicht entgehen lassen; alle anderen können sich ja schon mal darauf einstimmen, indem sie sich Winklers Buch vergönnen: the next best thing. Aber vielleicht täusche ich mich auch und man muss Lucia schon ins Auge geblickt haben, um Lucia N°03 – Hypnagoge Lichterfahrung und Neuro-Art genießen zu können. Sicher ist nur: Wer’s nicht erfährt, wird’s niemals wissen.

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liebe, gehörlos, jugendbuch, freak city, kathrin schrocke

Freak City

Kathrin Schrocke
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.05.2013
ISBN 9783551310934
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Liebesnöte von Teenagern gehören eher nicht zu meinen bevorzugten Themen, weshalb ich besonders froh bin, im Fall von Freak City eine Ausnahme gemacht zu haben: Der Sound dieser ungewöhnlichen Lovestory ist frisch, frech und stimmig und ein echtes Lesevergnügen. Das ist aber „nur“ die Verpackung für einen in dieser Form absolut einzigartigen Inhalt: Denn Lea, Mikas Love Interest, nachdem die göttliche und unvergessliche Sandra in hat sitzen lassen, ist gehörlos. Nach und nach führt uns der Roman in eine vollkommen eigene Welt: jene von gehörlosen Jugendlichen. Je tiefer Mika eintaucht, desto mehr Schwierigkeiten tun sich auf; und auch Lea muss über ihren eigenen Schatten springen und einen von den Hörenden, die auf einem gänzlich anderen Planeten leben, an sich heranlassen.
War es anfangs Trotz gegenüber seiner Verflossenen, wird Mika bald von der temperamentvollen Lea in den Bann geschlagen – und vom abschätzigen Unverständnis aller anderen immer stärker zu ihr hingetrieben.
Der mehrfach preisgekrönte Jugendroman (u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 nominiert) ist das erste und einzige Werk im deutschsprachigen Raum überhaupt, das sich der Situation gehörloser Jugendlicher annimmt und ihr eine authentische Stimme verleiht. Im Zusammenhang mit der Taschenbuchveröffentlichung erfolgte gewissermaßen auch die offizielle Anerkennung seitens der Gehörlosenwelt: Die Leipziger Theaterfachschule Bongôrt-v. Roy ist die erste Schauspielschule im deutschsprachigen Raum, die auch gehörlose Schüler zu professionellen Schauspielern ausbildet. Typisch für die Schule sind zweisprachige Inszenierungen: Lautsprache und DGS (Deutsche Gebärdensprache). In einer solchen Form wird ab Sommer 2013 auch eine dramatisierte Fassung von Freak City mit zwei Schauspielern auf den Spielplan genommen, mit 45 Minuten Spieldauer eigens auf den Schulbetrieb abgestimmt. (Bei Interesse: info@schauspielschule.info [Holger-Hoppla Pester/ Roy Meißner])

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Tags: gehörlos, hörende, liebesgeschichte, lovestory   (4)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

satir

Der Bürg mit dem Hundehalsband

Helmuth Santler
E-Buch Text: 135 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 20.05.2013
ISBN B00CWWX84E
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: satir   (1)
 

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905 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

florenz, thriller, robert langdon, venedig, istanbul

Inferno

Dan Brown , Axel Merz (Übersetzer) , Rainer Schumacher (Übersetzer)
Fester Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.05.2013
ISBN 9783785724804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sich durch einen Thriller gefühlt durcharbeiten zu müssen, ist an sich schon das vernichtendste Urteil, das sich über Bücher aus dieser Unterhaltungsliteraturgattung sprechen lässt. Stammt das Werk von einem gewissen Dan Brown, ist zudem jegliche Zurückhaltung im Hinblick auf die grundsätzlich gewaltige Leistung, die es darstellt, ein 600-Seiten-Buch zu schreiben, unangebracht: Als einer der meistverkauften Autoren der Gegenwart könnte er sich alles erlauben – z.B. 10 Jahre an einem Buch zu arbeiten wie Thomas Harris oder radikal mit der eigenen schriftstellerischen Vergangenheit zu brechen wie Joanne K. Rowling. Dan Brown hat nichts davon gemacht: Er hat den Aufguss, den er mit Das verlorene Symbol vorgelegt hat, noch einmal aufgegossen. Er hat sein derart bis zur völligen Geschmacksneutralität verwässertes Schreibrezept in keinem Punkt verändert. Nur kommt diesmal keinerlei Spannung auf, die Storylöcher haben sich zu Abgründen ausgewachsen, die Motive der Protagonisten schwanken unentschlossen zwischen wirr und abstrus hin und her. Alles ist auf maximalen Showeffekt angelegt und geht fast durchwegs einfach nur auf die Nerven. Und sollte Dan Brown nach seiner zweiten von Kritik und Publikum bestenfalls durchwachsen aufgenommenen Wiederholungstat nun doch mit einem Genrewechsel liebäugeln: Bitte werden Sie kein Reiseschriftsteller, Herr Brown. Wenn Sie schon einige der spektakulärsten Locations Europas zu Kulissen degradieren, deren Beschreibungen ähnlich emotional ausfallen wie Anweisungen für Bühnenarbeiter, sollten Sie sich zumindest um eine brillante Story verdient machen. Deren Grundidee sorgte indes erst kürzlich in der BBC-Science-Fiction-Serie Utopia in erheblich aufregenderer Umsetzung für Gruselschauer, ist also so neu auch wieder nicht. Und was die Ausführung betrifft … siehe oben.

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Tags: florenz, überbevölkerung, venedi   (3)
 

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märchen-e-book

Die brennende Prinzessin

Helmuth Santler
E-Buch Text: 48 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 19.05.2013
ISBN B00CWG2EC2
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: märchen-e-book   (1)
 

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zeus, bdsm, fantasy, leda, hera

Lush Raiding

Cornelia Schlager , Andrea Leccara , Marianne Raiding , Geraldine Lush
E-Buch Text: 90 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 06.05.2013
ISBN B00COQEX6A
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: amazonen, bdsm, erotik, fantasy, hera, leda, sachmet, zeus   (8)
 

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Leda

Andrea Leccara
E-Buch Text: 33 Seiten
Erschienen bei Textmaker, 02.05.2013
ISBN B00CMX2DL2
Genre: Erotische Literatur

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The Hard Core. Ein Cybersex-Adventure im härtesten Sexclub der Welt

Michael S. Burns
E-Buch Text: 57 Seiten
Erschienen bei null, 23.04.2013
ISBN B00CI88VDA
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

"The Hard Core" ist ein BDSM-lastiger Sexclub, in dem ein paar durchaus absonderliche Dinge passieren; mit der (physikalischen) Realität muss man es nicht ganz so genau nehmen, weil wir uns in einer VR-Umgebung befinden. Der Name ist jedenfalls Programm: Der etwa groschenheftlange SF-Miniroman geht sofort in medias res und bringt sämtliche Protagonist(inn)en an den Rand des sexinduzierten Wahnsinns.
Für Zartbesaitete ist das nicht zu empfehlen, wer es hingegen drastisch-fantastisch mag und auf hohen Erotikfaktor steht, wird bestens bedient. Einen Stern Abzug gab's für das Schon-sehr-rasch-zu-Ende-Sein. Fortsetzung?

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massenselbstmord, sf-thriller, adam-troy castro, sience fiction, verbundenes paar

Sturz der Marionetten

Adam-Troy Castro , Frauke Meier
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.10.2010
ISBN 9783404285464
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Andrea Cort, die ebenso brillante wie misanthrope Ermittlerin, steht vor ihrer schwersten Aufgabe – denn nicht weniger als das Schicksal zweier intelligenter Spezies steht auf dem Spiel. Die eine ist ihre eigene – die Menschen. Die andere nennt sich Vlhani und gilt als intelligenteste sämtlicher intelligenten Arten – was ein Grund dafür ist, dass sie niemand wirklich versteht. Der andere: Sie kommunizieren mithilfe von Bewegungen ihrer zahlreichen peitschenartigen Fortsätze. Ihre größte kulturelle Errungenschaft besteht in einem alljährlichen Tanz von Tausenden von ihnen, der mit der rituellen Zerstückelung sämtlicher Teilnehmer endet ...
Im dritten Teil der SF-Thriller-Reihe treibt Castro seine dystopischen Fantasien auf die Spitze, was für zahlreiche beeindruckend düstere Bilder sorgt, dem Ganzen aber die rechte Sogwirkung nimmt. Auch wird wiederholt Unfassliches in den Raum gestellt, ohne dass auch nur der Versuch einer Antwort erfolgt.
Komplex oder sperrig? Sicherlich beides; kein ungetrübtes Leseabenteuer zum (vorläufigen?) Abschluss der Trilogie.

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Tags: massenselbstmord, sf-thriller, verbundenes paar   (3)
 

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wilson dowling

Die Frequenz

Christopher Ride , Angela Koonen
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei Lübbe, 01.12.2010
ISBN 9783404163823
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt also stehende, extrem niederfrequente elektromagnetische Wellen rund um die Erde: ein als Schumann-Resonanz (mir bisher nicht bekanntes) Phänomen und ein wissenschaftliches Faktum, wie Christopher Ride zufolge auch deren zunehmender Anstieg.

Die verderbliche Dynamik, die dieses Thrillerdebüt storytechnisch in Gang bringt, ist folgende: Der Anstieg der Schumann-Frequenz ist der Grund für die ständig wachsende Gewaltbereitschaft und überhaupt das suizidale, ausbeuterische, mörderische Verhalten der Menschheit. Wie gut, dass man schon Jahrtausende zuvor über all dies Bescheid wusste und ein paar Schalter eingebaut hat, mit deren Umlegen alles wieder in Ordnung kommt – untergebracht in weltbekannten historischen Stätten.

Ein Problem gibt es allerdings: Das Umlegen der Schalter muss Jahrzehnte in der Vergangenheit – unserer Gegenwart – stattfinden. Warum eigentlich? Aber egal, auch dafür wird eine überraschende Lösung (an den Haaren herbeigezogen) aus dem Hut gezaubert: die Jesaja-Qumran-Rolle. Weiß man die richtig zu lesen, ist der Bau einer Zeitmaschine nur noch eine Frage von Zeit und Geld.

Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Die Welt übersteht’s. Und wird mit dem Schlussabsatz gleich auf den nächsten Einsatz des Helden vorbereitet.

Die als “geniale Mischung aus Dan Brown, Michael Crichton und Indiana Jones” gepriesene Story ist durchaus kurzweilig zu lesen; das Problem ist, dass hier schon fast zwanghaft versucht wird, Mystery und Science miteinander in eine Schachtel zu pressen und dann noch sämtliche üblichen Verdächtigen unterzubringen, Superbösewicht, Love Interest, Mad Scientist, weltbeherrschende Corporation … Die Mystery-Elemente verlangen der Haarsträube-Toleranz des Lesers wirklich einiges ab, die Scienceteile sind bis zur Unverständlichkeit technisch. Als Thriller ist das Ganze medioker – an der Bildhaftigkeit und mitreißenden Rasanz seiner Schreibe muss Herr Ride noch feilen. Aber trotz aller Logiklöcher, Unausgewogenheit und insgesamt niedrigem Anspruchsniveau: Man kann es wirklich schlechter erwischen mit der Strandlektüre.

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Der Tanz der besseren Gesellschaft

Eberhard Feuchtenbeiner
E-Buch Text
Erschienen bei null, 28.03.2013
ISBN B00C3OQU28
Genre: Sonstiges

Rezension:

In einer Zeit, in der sich alle gegenseitig in Kinkyness zu übertreffen versuchen und ohne SM gar nichts mehr zu gehen scheint hier ein erfreulich "normales" Erotikon, bei dem nichtsdestoweniger die Sinne angeregt werden – oder vielleicht gerade deshalb.
Es gibt sogar einen Inhalt: Das fragliche Werk ist nämlich Teil einer privaten Bibliothek und gerät in Hände, in denen es eigentlich nichts verloren hätte. Im Rahmen dieser Buch-im-Buch-Geschichte wird uns Kapitel für Kapitel des Hauptwerks nähergebracht: die erotischen Irrungen und Wirrungen der Provinzgrößen in den 1920-Jahren bis hin zur finalen Massenorgie ...

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engel, dämonen, fantasy, andrea bottlinger, berlin

Aeternum

Andrea Bottlinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783426511794
Genre: Fantasy

Rezension:

Als nach einem eigentlich unmöglichen Erdbeben vom Berliner Alexanderplatz nur noch ein riesiger Krater übrig bleibt, sind Engel und Dämonen gezwungen, zusammenzuarbeiten. Um herauszufinden, was genau passiert ist, schicken die uralten Feinde zwei ihrer entbehrlichsten Leute: die Magierin Amanda, die unter der Knute des Dämons Balthasar steht, und den ausgestoßenen, flügellosen Engel Jul. Das Geheimnis, das sie entdecken, hat mit dem ewigen Widerstreit von Licht und Dunkel zu tun; die Existenz der Welt selbst ist bedroht.
Ein genretypischer Erstling, der doch mit seiner frischen Schreibe und den gut herausgearbeiteten Charakteren aus der Masse hervorragt. Besonders angetan haben es mir aber die zentralen Inhalte, die in die packende Story eingebettet wurden: En passant wird so manchem Glaubensdogma der Boden unter den Füßen weggezogen, allen voran dem Monotheismus. Andrea Bottlinger ist so respektlos wie ihre Heldin und hat keinerlei Scheu davor, Götter von ihrem Thron zu stoßen; letztlich beschenkt sie uns mit einem Plädoyer für die Freiheit und den Willen, eigene Entscheidungen zu treffen, verpackt in einen gelungenen Mystery-Schmöker.
Die eine oder andere Ungereimtheit im Ablauf gab es noch, deshalb "nur" vier Sterne. Man darf gespannt sein, wie es mit dieser Autorin weitergeht.

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geld, banken, kredit, gilden, zentralbanken

Schulden

David Graeber , Ursel Schäfer , Hans Freundl , Stephan Gebauer
Fester Einband: 536 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.12.2012
ISBN 9783608947670
Genre: Sachbücher

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