Leserpreis 2018

Herbstroses Bibliothek

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Sophies Tagebuch

Nicolas Remin
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 23.10.2018
ISBN 9783463406954
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mein Sardinien

Hans-Ulrich Treichel
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei mareverlag, 14.08.2012
ISBN 9783866481381
Genre: Sonstiges

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Herz auf Eis

Isabelle Autissier
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.10.2018
ISBN 9783442487745
Genre: Romane

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Umweg nach Hause

Jonathan Evison , Isabel Bogdan
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.07.2016
ISBN 9783734102660
Genre: Romane

Rezension:

Ben ist gerade mal 40 Jahre alt und steckt in einer tiefen Lebenskrise. Seine Frau hat ihn verlassen, seine beiden kleinen Mädchen hat er verloren und seinen Kummer hat er bisher in Alkohol ertränkt. Aus Geldmangel entschließt er sich, einen Crashkurs in „häuslicher Pflege“ zu machen und bei Elsa anzuheuern, um ihren 19-jährigen Sohn Trevor zu pflegen und zu betreuen, der unheilbar an Muskeldystrophie erkrankt ist. Zunächst gestaltet sich das Verhältnis zwischen dem zynischen Jugendlichen und Ben nicht ganz einfach. Doch dann macht Ben den Vorschlag, Trevors Vater Bob aufzusuchen, der die Familie verlassen hat als Trev drei Jahre alt war. Er möchte, dass Vater und Sohn sich aussöhnen. So machen sie sich im Van, beladen mit Rollstuhl und Campingutensilien, auf den langen Weg quer durch Amerika von Washington State nach Salt Lake City. Auf dem Weg lernen sie seltsame Menschen kennen, nehmen eine junge Anhalterin und eine Schwangere mit, besuchen ausgefallene Sehenswürdigkeiten, werden von einem Unbekannten verfolgt und erleben die kuriosesten Abenteuer … 

„Umweg nach Hause“ ist der zweite Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Jonathan Evison, der 1968 in San Jose, Kalifornien, geboren wurde und heute mit Frau und zwei Kindern auf der Olympic Halbinsel im Washington State lebt. 

Es ist eine Geschichte, die zwar viele heitere und kuriose Momente enthält, die aber dennoch sehr tiefgründig ist. Es geht um eine ungewöhnliche Freundschaft, um Lebensmut trotz Krankheit und Schicksalsschlägen, um Hilfsbereitschaft und um Verzeihen. Die Charaktere muss man einfach gernhaben. Ben, der im Leben sehr viel Pech hatte, sich an die Vergangenheit klammert und den doch eine hoffnungsvolle Zukunft erwartet – Trev, der von einer heimtückischen Krankheit befallen ist und im Rollstuhl sitzt, der oft zynisch ist und immer versucht, das Beste aus seinem restlichen Leben zu machen. Die Reise der beiden quer durch Amerika wird für sie eine Reise zu sich selbst und ein Abfinden mit den Gegebenheiten – für den Leser eine Anregung zum Nachdenken. 

Fazit: Eine Geschichte zwischen Komik und Tragik, zwischen Skurrilität und Sentimentalität – manchmal leicht übertrieben, aber immer gut zu lesen. 

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93 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

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Hemingway und ich

Paula McLain , Yasemin Dinçer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 05.10.2018
ISBN 9783351037451
Genre: Romane

Rezension:

Martha Gellhorn führte für die damalige Zeit einen ungewöhnlichen und ziemlich lockeren Lebenswandel, bis sie nach dem Tod ihres Vaters im Alter von 28 Jahren in Florida auf den wesentlich älteren Ernest Hemingway traf. Er war ihr Idol, ihr Vorbild, dem sie als Schriftstellerin nachzueifern versuchte. Obwohl sie viel gereist war und bereits zwei Bücher veröffentlicht hatte, war sie immer noch auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung. Die hoffte sie zu finden indem sie Hemingway nach Madrid nachreiste, wo er als Reporter über den Bürgerkrieg in Spanien berichtete. Auch Martha machte hier ihre ersten Erfahrungen als Kriegsreporterin. Es entwickelte sich zwischen den beiden Menschen, die sich in ihrem Charakter sehr ähnlich waren, eine Liebesbeziehung, die auch nach ihrer Rückkehr nach Amerika anhielt. Obwohl Hemingway noch verheiratet war zogen sie zusammen nach Kuba, um dort in aller Abgeschiedenheit an ihren Romanen zu schreiben. Hemingway war auf der Höhe seines Erfolges als Schriftsteller, als er sich von seiner zweiten Frau Pauline scheiden ließ und Martha heiratete. Ihre schriftstellerischen Erfolge hingegen waren zu dieser Zeit noch mäßig, während sie als Kriegsreporterin immer gefragter wurde. Dies führte zu ernsthaften Differenzen und zu einem Konkurrenzkampf zwischen den Eheleuten …

Mit Ihrem Roman „Madame Hemingway“ über Hemingways erste Frau Hadley, der in 34 Sprachen übersetzt wurde, gelang der US-amerikanischen Schriftstellerin Paula McLain sofort der Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Mit „Hemingway & ich“ über seine dritte Ehe wird sie wohl ähnliche Erfolge erringen. McLain wurde 1965 in Fresno/Californien geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Cleveland/Ohio.

Der Roman ist eine interessante Mischung zwischen historischen Tatsachen und fiktiven Szenen und gibt einen spannenden Einblick auf das Leben Ernest Hemingways und seiner dritten Ehefrau Martha Gellhorn. Sehr überzeugend charakterisiert die Autorin die beiden Protagonisten, der damals bereits berühmte Schriftsteller und die ehrgeizige junge Reporterin. Marthas Gefühle, ihre Wünsche und Träume sowie ihre vergeblichen Versuche, neben ihrem übermächtigen Ehemann eigene Erfolge zu erringen, berühren den Leser. Auch über Hemingways Sichtweise, sein Können, seine Dominanz, sein sprunghaftes Wesen und sein Hang zum Alkohol berichtet die Autorin. Erschütternde Kriegshandlungen und tragische Einzelschicksale aus Krisengebieten sind weitere packende Themen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar, gut recherchierte Details vermitteln einen sachlichen Blick auf die einzelnen Krisengebiete und geben die brutalen Kriegshandlungen der 30er und 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts realistisch wieder. Am Ende des Buches erläutert die Autorin, wie sie an ihr Wissen kam und gibt auch die Quellen dazu an. In einem Nachwort berichtet sie über den weiteren Lebensweg Martha Gellhorns, die ohne Hemingway letztendlich ihre ehrgeizigen Pläne besser verwirklichen konnte und eine der bedeutendsten und berühmtesten Kriegskorrespondentinnen des 20. Jahrhunderts wurde, die sechzig Jahre lang über jeden großen Konflikt auf der Welt berichtete und nebenbei noch fünf Romane, vierzehn Novellen, zwei Kurzgeschichtensammlungen und zwei Essaybände schrieb. 

Fazit: Ein interessantes Buch für Leser, die sich für Biografien interessieren und mehr über Hemingway, sein Leben und seine Ehen wissen möchten.

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459 Bibliotheken, 25 Leser, 2 Gruppen, 75 Rezensionen

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Unterleuten

Juli Zeh
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 08.03.2016
ISBN 9783630874876
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Toten von Paris

Michelle Cordier
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176847
Genre: Krimi und Thriller

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Cyrus Doyle und die Kunst des Todes

Jan Lucas
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.06.2018
ISBN 9783746634180
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Kaiju Winter

Jake Bible
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 15.02.2017
ISBN 9783958351905
Genre: Science-Fiction

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67 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Accabadora

Michela Murgia , Julika Brandestini
Fester Einband: 173 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 25.02.2010
ISBN 9783803132260
Genre: Romane

Rezension:

Sardinien in den 50er Jahren. Bittere Armut zwingt die Witwe Listru dazu, ihre jüngste Tochter, die 6jährige Maria, an die kinderlose Schneiderin Bonaria Urrai abzugeben. Diese wird das Mädchen wie eine eigene Tochter aufziehen und Maria wird sich dafür, wenn Bonaria alt ist, um sie kümmern. Maria fühlt sich sehr wohl bei ihrer liebevollen Pflegemutter, wohnt sie doch jetzt in einem großen Haus und darf sogar zur Schule gehen. Die Jahre vergehen, Maria ist schon beinahe erwachsen, als sie Bonarias schreckliches Geheimnis entdeckt – sie ist eine Accabadora, sie leistet Sterbehilfe. Maria will nur noch weg von Bonaria, sie geht aufs Festland und nimmt in Turin eine Stelle als Kindermädchen an … 

„Accabadora“ ist der erste Roman der italienischen Schriftstellerin Michela Murgia. Er wurde in 25 Sprachen übersetzt und auf Deutsch über 150.000 Mal verkauft. Murgia wurde 1972 in Cabras auf Sardinien geboren, studierte Theologie und unterrichtete zunächst Religion, bevor sie begann, Geschichten über Sardinien zu schreiben. Nach einigen Jahren in Mailand lebt sie heute wieder auf Sardinien. 

Altes überliefertes Brauchtum, das bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf Sardinien noch teilweise praktiziert wurde, hat das Buch zum Inhalt. So war es üblich, dass kinderlose Frauen ein „Kind des Herzens“, meist ein Mädchen aus armen Verhältnissen, adoptierten. Sie gewährten ihr eine gute Erziehung und Bildung, dafür hatte das Mädchen die Ziehmutter dann im Alter zu versorgen. Ebenso seltsam mutet heute die Tätigkeit als Accabadora an, der unsere Protagonistin Bonaria des Nachts nachgeht. Sie hilft, meist mit Wissen der Angehörigen, als ‚Akt der Barmherzigkeit‘ Sterbenden über die Schwelle vom Leben zum Tod. 

Michela Murgia erzählt hier in einer kraftvollen schnörkellosen Sprache nur so viel, wie zum guten Verständnis unbedingt nötig ist, dennoch empfindet man die Geschichte als sehr poetisch und manchmal sogar melancholisch. Zwei Frauen aus zwei verschiedenen Generationen, altes Brauchtum und abergläubische Rituale treffen auf die Neuzeit – entstanden ist ein ergreifender, aufwühlender Roman mit einem unglaublich guten, genau passenden Ende. 

Absolut lesenswert! 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

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Die Verängstigten

Dima Wannous , Larissa Bender
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blessing, 27.08.2018
ISBN 9783896676276
Genre: Romane

Rezension:

In der überfüllten Praxis des Psychotherapeuten Kamil lernen sie sich kennen und lieben, die 30jährige Suleima und der Arzt und Schriftsteller Nassim. Ihre Beziehung dauert viele Jahre und ist überschattet von Diktatur und Bürgerkrieg in Syrien. Nassim wird verhaftet und 30 Tage unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Nach seiner Freilassung flieht er nach Deutschland. Lange hört Suleima nichts mehr von ihm, bis sie eines Tages das Manuskript seines neuen Romans erhält. In der Protagonistin Salma glaubt Suleima, sich selbst wieder zu erkennen. Auch sie verlor früh ihren Vater, hatte ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und auch ihre Familie ist während der Diktatur auseinander gerissen worden. Für Suleima ist Nassims Geschichte der Anlass, ihre eigene Geschichte und Vergangenheit zu hinterfragen, beklemmende und schmerzhafte Erinnerungen aufzuarbeiten und letztendlich zu sich selbst zu finden …

Die Autorin Dima Wannous wurde 1982 in Damaskus geboren und studierte an der dortigen Universität und an der Sorbonne in Paris Französische Literatur. Sie lebt derzeit in London und schreibt regelmäßig für arabischsprachige Tageszeitungen. Ihr Roman "Die Verängstigten" stand auf der Shortlist für den "International Prize for Arabic Fiction 2018". 

Es geht im ganzen Roman um Angst, Angst vor der Angst, Panik und Panikattacken, Trauer und Verzweiflung – 247 Buchseiten lang. Das muss man erst mal aushalten! Angst scheint das Leben aller in Syrien zu beherrschen, scheint sie in den Wahnsinn zu treiben und bei allen ihre Spuren zu hinterlassen. Nicht nur die Opfer, auch die Täter leiden unter psychischen Störungen und bevölkern Kamils Wartezimmer. – Irgendwann wurde es mir zu viel, ich war wie betäubt und konnte das Gelesene nicht mehr richtig einordnen, war nur noch unbeteiligte Beobachterin. Sehr hilfreich mir war dann das Nachwort von Larissa Bender beim Verständnis zur Geschichte des Landes und zum Realisieren dieses teilweise autobiografischen Romans.

Fazit: Ein außergewöhnliches Werk über die Absurdität des syrischen Alltags – berührend und verstörend. 

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150 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 90 Rezensionen

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Hippie

Paulo Coelho , Maralde Meyer-Minnemann
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.09.2018
ISBN 9783257070491
Genre: Romane

Rezension:

Paulo ist auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens, nach Erleuchtung, nach anderen, höheren Dimensionen, in die er seinen Geist entschweben lassen will. Lange Haare und bunte Kleidung sollen dem 23jährigen Brasilianer dazu verhelfen, sie sind zu seinem Markenzeichen geworden. Einige recht gefahrvolle Reisen in Mittel- und Südamerika hat er bereits hinter sich, als er im September 1970 in Amsterdam ankommt. Karlas Anreise war nur ein Katzensprung, die Holländerin kam aus Rotterdam. Zuvor war sie einige Zeit durch Europa getrampt, bevor sie sich jetzt entschlossen hatte, mit dem „Magic Bus“ auf dem Hippie-Trail nach Kathmandu zu reisen. Jetzt braucht sie nur noch einen Begleiter. Den findet sie in Paulo – zusammen begeben sie sich auf die abenteuerliche Reise …

Es ist heute kaum vorstellbar, dass Paulo Coelho, brasilianischer Schriftsteller und Autor einiger Weltbestseller, sein Studium der Rechtswissenschaften unterbrach, um sich der Hippie-Bewegung anzuschließen und zwei Jahre lang die Welt zu bereisen. In seinem Buch „Hippie“ erinnert er sich autobiografisch an diese Zeit zurück.

Zwei Orte waren seinerzeit das Mekka der jungen Leute, Piccadilly Circus in London und der Dam in Amsterdam. Dort traf man sich mit Gleichgesinnten um seine Lebensfreude auszudrücken, um Beatmusik zu hören, Drogen zu konsumieren und Sexpartner zu finden. Lange Haare und bunte Kleidung gehörten selbstverständlich auch dazu. Paulo erhoffte sich von seinen Reisen Erleuchtung, suchte sie zunächst unter dem Sonnentor am Titicacasee, in den Ruinen von Machu Picchu und bei den Steinskulpturen von Vila Velha. Da die ersehnte Offenbarung nicht eintrat, machte er sich auf den Weg nach Amsterdam, wo er sich für die Ideen und Riten der Hare-Krishna interessierte, der Holländerin Karla begegnete und mit ihr den „Magic Bus“ Richtung Nepal besteigt. Unterwegs werden sie die Liebe kennen lernen, kleine und große Abenteuer erleben, sich ihren Ängsten stellen und neue Werte entdecken, die sie für immer verändern werden …  

Coelhos Schreibstil ist von großer erzählerischer Kraft, lebendig und fesselnd. Er wählte für seinen Roman einen Erzähler in der dritten Person und schafft so eine gesunde Distanz zwischen sich und den Empfindungen und Gedanken der Person des Paulo. In einem Nachwort erwähnt Coelho ausdrücklich, dass seine Schilderung den Tatsachen entspricht und die im Buch vorkommenden Personen tatsächlich existieren. Als er im Jahre 2005 (er war bereits ein berühmter Schriftsteller) einen Vortrag in Amsterdam hielt versuchte er, Karla ausfindig zu machen, es gelang ihm nicht. Was ihm mit diesem Buch jedoch gelang ist, der Hippie-Bewegung ein Denkmal zu setzen und ein gewisses Verständnis für die Jugend von damals zu wecken.

Fazit: Für Coelho-Fans und Interessierte an der Hippie-Kultur ein aufschlussreiches Buch – mir war es etwas zu spiritistisch und religiös angehaucht. Das sollte jeder für sich herausfinden.


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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Deutscher Buchpreis 2018

LovelyBooks
Buch
Erschienen bei LovelyBooks, 01.08.2018
ISBN 9783777777777
Genre: Romane

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(94)

148 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 87 Rezensionen

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Ein Winter in Paris

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.09.2018
ISBN 9783552063778
Genre: Romane

Rezension:

Gerade aus dem Urlaub zurück, findet der Gymnasiallehrer Victor unter der eingegangenen Post einen Brief vor, der in ihm alte Erinnerungen wach werden lässt. Es war vor beinahe 30 Jahren, während seines Studiums in Paris, als er Zeuge beim Selbstmord eines Kommilitonen wurde. Mathieu war nur ein flüchtiger Bekannter, dennoch veränderte sein Tod Victors Leben, plötzlich steht er im Mittelpunkt. Auch Patrick Lestaing, der Vater des Verstorbenen, sucht Victors Nähe. Er brauchte ihn auf seiner Suche nach dem Warum und um seinen Schmerz zu verarbeiten. Aber auch Victor braucht Patrick … 

Der französische Autor Jean-Philippe Blondel wurde 1964 in Troyes geboren, machte 1987 seinen Magister in Englisch und arbeitet seit 1990 als Englischlehrer am Gymnasium in Troyes. Als Schriftsteller hat er seit 2003 eine Reihe von Romanen und Jugendbücher veröffentlicht, wovon einige ins Deutsche übersetzt wurden. 

Auf weniger als 200 Seiten gelingt es dem Autor zu beweisen, dass die Qualität eines Buches nichts mit seinem Umfang zu tun haben muss. Blondels ruhiger, sehr konzentrierter Schreibstil und seine sensible Art, in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen, berühren den Leser zutiefst. Er lässt Victor seine Geschichte selbst erzählen und schafft so eine emotionale Nähe und feinsinniges Verständnis für dessen Verhaltensweise, für seine Handlungen und die Reaktionen der anderen Protagonisten. Sein innerer Zwiespalt, seine Zerrissenheit und sein Zweifel an sich selbst sind sehr fein herausgearbeitet und lassen den Leser tief in seine Psyche blicken. Einsamkeit und Verzweiflung, sich zaghaft anbahnende zwischenmenschliche Kontakte, das allmähliche Ablösen vom Elternhaus und das erbarmungslose Auslesesystem an Frankreichs Universitäten sind weitere Aspekte, mit denen uns der Autor konfrontiert. „Es gibt niemanden, der die Verwirrung der Gefühle auch nur annähernd so beschreiben kann wie Jean-Philippe Blondel.“ (LE FIGARO)

Fazit: Ein einfühlsamer und außergewöhnlicher Roman über zwischenmenschliche Beziehungen – sehr zu empfehlen!

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95 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Ich komme mit

Angelika Waldis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 27.08.2018
ISBN 9783336547975
Genre: Romane

Rezension:

Für den 20jährigen Studenten Lazar Laval, den alle nur Lazy nennen, ist das Leben wie ein einziges Fest - er ist verliebt, alles dreht sich nur noch um Elsie. Doch dann, nach einem Kurzurlaub in den Bergen, überfällt ihn plötzlich eine seltsame Müdigkeit. Im selben Haus wie Lazar wohnt auch die alleinstehende 72jährige Witwe Vita Maier. Sie kennt Lazar, seit er als Achtjähriger mit seinem Vater hier eingezogen ist. Kontakt hatten sie nie, außer einigen zufälligen Begegnungen im Treppenhaus. Nun sieht sie ihn nach langer Zeit wieder und merkt sofort, dass er krank ist. Lazy hat Leukämie, er kann sich nicht mehr selbst versorgen. Freundin Elsie hat ihn schon lange verlassen, jetzt ist Vita sein rettender Engel. Erst ist er nur zum Frühstück bei ihr, später bezieht er das leer stehende Zimmer ihres Sohnes, der vor vielen Jahren nach Australien ausgewandert ist. Sie philosophieren viel miteinander über das Leben, das sich für beide dem Ende zu neigt, und über den Tod, der sie bald erwarten wird - und werden dabei zu Freunden. Dann beschließen alte Vita und der kranke Lazy gemeinsam auf eine letzte Reise zu gehen … 

Die Autorin Angelika Waldis, geb. 1940, wuchs in Luzern auf, studierte Anglistik und Germanistik in Zürich und arbeitete dann als Journalistin. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und drei Enkel. Bereits ihr Roman „Aufräumen“ aus dem Jahr 2013 war in der Schweiz ein Bestseller, ihr neuer Roman „Ich komme mit“ ist auf dem besten Weg dahin. 

Mit viel Gefühl, aber ohne Rührseligkeit, beschreibt die Autorin das allmähliche Annähern und die wechselseitigen Empfindungen der beiden Protagonisten. Sie lässt sie über Leben und Tod philosophieren, lässt sie um die Wette Zitate und Sprüche aufsagen - und verwendet dabei einen Schreibstil, der erstaunlich gut dem jeweiligen Geschehen angepasst ist. Klar, präzise und schnörkellos, gewürzt mit einem Hauch Humor, schildert sie die einzelnen Situationen und Gegebenheiten, um dann gekonnt wieder zu philosophischen Betrachtungen überzugehen. »Das Leben ist ein Geschenk. Man kann's nur einmal auspacken« ist eines dieser klugen Zitate, von denen die Geschichte lebt, und die dem Leser noch lange in Erinnerung bleiben werden. Angelika Waldis lässt abwechselnd Vita und Lazy zu Wort kommen, so dass man intensiv an deren Gefühlswelt teilhaben kann und das langsame gegenseitige Annähern und Vertrauen besser versteht. Herrlich, ihre Dialoge und Wortspiele über das Leben und den Tod. »Ja, das Leben ist gefährlich. Keiner kommt lebend raus«. Trotz der Schwere der Thematik (es geht schließlich um Probleme, denen man sich früher oder später eventuell selbst stellen muss) und des relativ offenen Endes ist dies doch ein hoffnungsvolles Buch, aus dem man Kraft und Zuversicht schöpfen kann. »Leben ist Sich-umdrehen-wollen, nachdem man an etwas Schönem vorbeigegangen ist«.

Fazit: Ein großartiger Roman, schonungslos ehrlich und tragisch berührend - der zum Nachdenken über die große Frage anregt: was ist eigentlich Leben?

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Konzert ohne Dichter

Klaus Modick
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783462049909
Genre: Romane

Rezension:  
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(2)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Wir sind nicht wir

Matthew Thomas , Astrid Becker , Karin Betz
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783833310553
Genre: Romane

Rezension:  
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Padre Padrone

Gavino Ledda , Heinz Riedt
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2003
ISBN 9783423131216
Genre: Romane

Rezension:

Gerade mal einen Monat durfte der 6-jährige Gavino zur Dorfschule gehen, dann wird er von seinem Vater rigoros heraus genommen und gezwungen, als Hirtenjunge die Schafe und Ziegen der Familie zu hüten. Für den kleinen, zarten Jungen beginnt eine schier unmenschliche Zeit, in der er alleine der kargen Wildnis in Sardiniens Bergen ausgesetzt ist. Statt wohlbehüteter Kindheit durchlebt Gavino ein endloses Martyrium, bei dem er selbst beim kleinsten Fehler vom Vater gnadenlos gezüchtigt wird. Das soll sich erst ändern, als er sich mit 20 Jahren freiwillig zum Militär meldet. Dort lernt er endlich Lesen und Schreiben, macht eine Lehre als Radiomechaniker und bildet sich autodidaktisch so weit, dass er sogar die Prüfung als Lehrer besteht. Dann geht er zurück in sein Dorf Siligo auf Sardinien, wo sich nichts verändert hat … 

Was anmutet wie finsterstes Mittelalter, ist noch gar nicht so lange her. Der Autor Gavino Ledda veröffentlichte seine Autobiografie erstmals 1975 auf Italienisch, 1977 wurde das Buch verfilmt, die erste deutsche Übersetzung erschien 1980. Es ist ein erschütternder Bericht über eine unvorstellbar harte Kindheit und Jugend auf Sardinien in den Jahren zwischen 1945 und etwa 1965, geprägt von Demütigungen und Schlägen, aber auch über den unbändigen Willen eines jungen Mannes zu lernen, sich zu bilden und sich von der Abhängigkeit des übermächtigen Vaters zu lösen. Gavino Ledda bedient sich einer kraftvollen, schnörkellosen Sprache und beschönigt dabei nichts – nicht die Lebensbedingungen auf dem Niveau von Tieren, nicht die Grausamkeit der Menschen, nicht die sexuellen Nöte, nicht die bestialische Gewalt und nicht die existenziellen Ängste. Es ist auch eine herbe Kritik an der Gesellschaft, die das Analphabetentum tolerierte und bei Kinderarbeit, Unterdrückung und brutaler Züchtigung einfach wegsah. Wunderbare Natur- und Landschaftsbeschreibungen versöhnen und runden die Geschichte passend ab.


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41 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

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Summer

Monica Sabolo , Christian Kolb
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.08.2018
ISBN 9783458177654
Genre: Romane

Rezension:

Benjamin Wassner war 14 Jahre alt, als seine Schwester Summer bei einem Picknick am Genfer See plötzlich verschwand. Ein Trauma für den sensiblen Jungen, das er jedoch bisher erfolgreich verdrängen konnte. Doch jetzt, nach beinahe fünfundzwanzig Jahren, weckt der Geruch der neuen Wandfarbe, mit der sein Büro renoviert wurde, in ihm Assoziationen – es kommt zum Zusammenbruch. Mit Hilfe eines Psychologen gelingt es, seine verschütteten Kindheitserinnerungen nach und nach wieder zu wecken, die damaligen Geschehnisse ins Gedächtnis zurück zu rufen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Jetzt erlebt er das Drama seiner Familie noch einmal und erfährt endlich die finstere Wahrheit … 

Monica Sabolo, geboren 1971 in Mailand, ist Journalistin und Schriftstellerin. Für ihren autobiographischen Roman „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ erhielt sie 2013 den Prix de Flore. Kurz darauf kündigte sie ihren Job als Chefredakteurin der Zeitschrift Grazia, um Drehbücher zu schreiben. Sabolo lebt in Paris. (Quelle: Suhrkamp/Insel-Verlag) 

Ein Mensch verschwindet plötzlich spurlos, ein interessantes und äußerst brisantes Thema, das die Autorin hier gewählt hat. Was ist mit Summer geschehen? Warum verschwand sie? Wurde sie entführt? Ist sie ertrunken? Lebt sie vielleicht noch? All diese Fragen gehen dem Leser zu Beginn des Buches durch den Kopf, doch es stellt sich sehr bald heraus, dass dies mehr eine Geschichte über Benjamins Gedanken und Befinden ist, als über seine verschwundene Schwester. Seine Erinnerungen lichten sich nach und nach, die Aura der heilen Welt seiner Familie zerbricht und er erkennt endlich die wirklichen Zusammenhänge. 

Ein durchaus spannendes Thema, doch leider hat mich die Umsetzung enttäuscht. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, etwas schwülstig und gespickt mit überflüssigen, teils absurden Metaphern. Ellenlange Sätze, die sich gelegentlich über eine halbe Buchseite hinziehen, reichlich in Klammern gesetzte Ergänzungen und überwiegend das Wort „ich“ zu Beginn eines Absatzes verhindern ein flüssiges Lesen. Hinzu kommen die chronologischen Sprünge zwischen Gegenwart und verschiedenen Ereignissen in der Vergangenheit, manchmal mitten im Satz, die dann reichlich unmotiviert anmuten. Auch die Charaktere konnten mich nicht begeistern, ja ich fand sie durchweg unsympathisch und konnte mich nicht in ihre Handlungsweisen reinversetzen. Einige brisante Fakten werden kurz angerissen, dann aber nicht weiter erörtert und das Ende ist eher banal. Man hätte aus dem Potential der Geschichte viel mehr machen können!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Brennende Wellen.

Jack du Brul
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2013
ISBN B00ELC0N8C
Genre: Sonstiges

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Loyalitäten

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 12.10.2018
ISBN 9783832183592
Genre: Romane

Rezension:

Der 13jährige Théo hat gewaltigen Stress. Seine Eltern sind geschieden, und deshalb lebt er, laut Abmachung, eine Woche beim Vater und eine Woche bei der Mutter. Diese Umstellung ist für ihn kaum zu verkraften, dazu kommen noch die Anforderungen in der Schule. Um alles einigermaßen zu bewältigen hat er zwei Freunde, Klassenkamerad Mathis - und den Alkohol. Schon seit einiger Zeit trinkt er regelmäßig und hat sich mittlerweise so daran gewöhnt, dass er ohne Hochprozentigem beinahe nicht mehr funktioniert. Er sucht darin die Wärme, die er sonst nirgends bekommt. Während beide Eltern noch ahnungslos sind und vor den Tatsachen die Augen verschließen, fällt Theos verändertes Verhalten seiner Lehrerin Hélène und auch Cécile, der Mutter seines Freundes Mathis, auf. Doch beide haben ihre eigenen Sorgen und Probleme, die zuerst bewältigt werden müssen …  

Delphine de Vigan ist eine französische Schriftstellerin. Sie wurde 1966 in Paris geboren und lebt heute noch mit ihren beiden Kindern in dieser Stadt. Seit 2001 hat sie mehrere Romane veröffentlicht, für die sie einige bedeutende französische Literaturpreise erhielt. 

Trotz der Problematik der Geschichte und der überwiegend bedrückenden Atmosphäre liest sich das Buch sehr gut. Der Autorin gebührt ein großes Lob für ihren präzisen Schreibstil, der sehr gefühlvoll, aber dennoch sachlich fundiert ist. De Vigan schreibt aus Sicht von vier beteiligten Personen. Dadurch wird das Geschehen von mehreren Seiten beleuchtet und gibt dem Leser Gelegenheit, tief in die Psyche der Beteiligten einzutauchen. Man ist hautnah dabei, möchte eingreifen, möchte helfen, wenn es denn irgendwie möglich wäre. Théos Nöte, seine Überlastung und seine Hilflosigkeit rauben einem beim Lesen den Atem und lassen uns hilflos zurück. 

Wie weit darf Loyalität gehen? Muss man jemandem gegenüber, den man gern hat, loyal sein oder wäre es nicht besser, ihn zu seinem Nutzen zu verraten? Théo würde sich gerne seiner Lehrerin anvertrauen, doch dann müsste er ja seine Eltern verraten - seine Mutter, die nach der Scheidung recht seltsam geworden ist und sein Vater, der sich seit dem Verlust seines Arbeitsplatzes vernachlässigt. Théos Freund Mathis würde auch gerne mit seiner Mutter reden – doch dann müsste er seinen Freund verraten. Lehrerin Hélène versucht verzweifelt, die anderen Lehrkräfte von ihrem Verdacht zu überzeugen – und stößt dabei auf taube Ohren. Dann trifft Théo einen verzweifelten Entschluss … 

Fazit: Ein einfühlsamer, außergewöhnlicher Roman, der im Leser noch lange nachklingen und ihn beschäftigen wird. Sehr empfehlenswert!

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

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Wie ich fälschte, log und Gutes tat

Thomas Klupp
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783827013668
Genre: Romane

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161 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 96 Rezensionen

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Königskinder

Alex Capus
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 20.08.2018
ISBN 9783446260092
Genre: Romane

Rezension:

Nachts bei Schneetreiben eine gesperrte Alpenstraße zu befahren ist nicht die beste Idee. Zu dieser Erkenntnis kommen auch Max und Tina, als sie auf Höhe des Jaun-Passes in einer Schneewehe stecken bleiben und nun gezwungen sind, die Nacht im Auto zu verbringen. Um Tina die Zeit zu verkürzen bis am nächsten Morgen Hilfe zu erwarten ist, erzählt Max ihr eine Geschichte, eine wahre Geschichte, wie er behauptet. Sie beginnt im Jahre 1779 auf einer kleinen Melkhütte im Greyerzerland ganz in der Nähe. Dort hütet der arme Waisenjunge Jakob die Kühe des reichen Bauern Magnin, in dessen Tochter Marie er sich unsterblich verliebt hat. Auch Marie liebt Jakob, aber es werden noch viele Jahre vergehen, bis die Beiden endlich glücklich sein können. Jakob geht zum Militär und landet später als Kuhhirte am Hofe Ludwig XVI. in Versailles. Die Schwester des Königs, Prinzessin Elisabeth, erfährt von Jakobs unglücklicher Liebe. Sie hat einen raffinierten Plan … 

Der Autor Alex Capus wurde 1961 in der Normandie als Sohn einer Schweizerin und eines Franzosen geboren. Seine ersten fünf Lebensjahre verbrachte er in Paris. 1966 zog seine Mutter mit ihm in die Schweiz, wo er später an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie studierte. Er ist Verfasser zahlreicher Romane, Kurzgeschichten und Reportagen, wofür er einige Auszeichnungen erhielt. Mit „Léon und Louise“ war er 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Das in „Königskinder“ im Auto eingeschneite Paar Max und Tina kennen Capus-Leser bereits aus dem 2016 erschienen Roman „Das Leben ist gut“. Alex Capus ist verheiratet und Vater von fünf Söhnen, er lebt heute als freier Schriftsteller in Olten in der Schweiz. 

Max und Tina, das langjährige Ehepaar aus der heutigen Zeit, und Jakob und Marie, das verliebte junge Paar aus der Zeit der Französischen Revolution – eine Gegenüberstellung, die Capus außerordentlich gut gelungen ist. Fließend geht eine Geschichte in die andere über. Eine Nacht im roten Toyota Corolla, in der Max aus dem Leben von Jakob und Marie erzählt. Gelegentlich unterbrochen von Tinas amüsanten Zwischenfragen entspinnt sich ein unterhaltsamer, vergnüglicher Dialog zwischen ihnen. Max erzählt von Jakobs kargem, entbehrungsreichen Leben im Alpenland, berichtet auch über das dekadente, heruntergekommene Leben am Französischen Hof und über Elisabeth, die exzentrische Schwester von König Ludwig XVI. Der Leser erhält kurze Einblicke in überlieferte Ereignisse wie die erste Ballonfahrt der Brüder Mongolfier, der Vulkanausbruch 1783 auf Island, der in ganz Europa eine Kälteperiode mit nachfolgender Hungersnot einläutete und trifft auch auf einige historische Personen, so dass ein schönes Bild des ausgehenden 18. Jahrhunderts entsteht. 

Der Schreibstil ist sehr ansprechend, flüssig, humorvoll und erstaunlich lebendig. Liebevoll und gut recherchierte Details sowie ausdrucksstarke Landschaftsbeschreibungen bereichern die Geschichte. Capus braucht nicht viele Worte, um eine warmherzige Liebesromanze anzudeuten und sie dem Leser ästhetisch nahe zu bringen. Die Charaktere sind sehr fein gezeichnet und von zarter Poesie. Man empfindet die gesamte Handlung, ohne dass es jemals kitschig wird, beinahe märchenhaft und beendet das Buch mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit.

Fazit: Eine herzerwärmende Liebesgeschichte und eine Huldigung an die hohe Kunst des Erzählens. Sehr empfehlenswert! 

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Die Gesichter

Tom Rachman , Bernhard Robben
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423289696
Genre: Romane

Rezension:

Schon als kleiner Junge verehrte Charles seinen Vater über alle Maßen. Er sonnte sich gerne im Ruhm von Bear Bavinsky, des bekannten und berühmten Malers, und versuchte stets, ihm nachzueifern. Das änderte sich auch nicht, als dieser auszog und eine neue Familie gründete. Später, als junger Mann, als Charles seine ersten zaghaften Versuche unternahm, ebenfalls zu malen, wurden diese vom Vater gnadenlos als „völlig untalentiert“ beurteilt. So wurde denn aus Pinch, wie ihn seine Eltern stets nannten, ein Lehrer für Italienisch an einer kleinen Londoner Sprachenschule, der aber seinen berühmten Vater weiterhin aus der Ferne bewundert und vergeblich versucht, von ihm Anerkennung und Liebe zu bekommen. Die bekommt er erst, als der nunmehr hochbetagte Bear ihn als Erben und Nachlassverwalter einsetzt. Jetzt hat Pinch die Möglichkeit zu tun, was er schon immer tun wollte …

„Die Gesichter“ (The Italian Teacher) ist der dritte Roman des 1974 in London geborenen Autors Tom Rachman. Nach seinem Studium der Filmwissenschaften und Journalistik arbeitete er zunächst mehrere Jahre als Auslandskorrespondent in verschiedenen Ländern. Um zu Schreiben entschied er sich später für eine Teilzeitstelle bei der International Herald Tribune in Paris. Heute lebt Rachman in London und Rom.

Gleich mehrere interessante Themen hat der Autor in diesem Buch vereint. Da ist zunächst die problematische Vater/Sohn-Beziehung: der übermächtige selbstbewusste Vater, ein Künstler, um den sich die Welt zu drehen hat - und der Sohn, ein eher schüchterner, an sich selbst zweifelnder Mann, der zeitlebens um die Liebe seines Vaters buhlt. Ausdrucksvoll und wortgewaltig lässt Rachman den Leser am Konflikt der beiden teilhaben und nimmt ihn mit auf eine emotionale Reise in deren Leben. Es geht ferner um Kunst, Künstler und die Vermarktung ihrer Werke. Wer bestimmt ihren Wert auf dem Kunstmarkt? Muss ein Künstler gegen die guten Sitten verstoßen, um Aufmerksamkeit für sein Schaffen zu bekommen? Welchen Einfluss haben Spekulanten, Galeristen und Museen? Ein weiteres Thema behandelt die Moral und das eigene Gewissen. Muss ein Fehler zwangsläufig weitere Vergehen nach sich ziehen oder gebietet es das Verantwortungsbewusstsein, sich dazu zu bekennen?

Der Schreibstil ist leicht anspruchsvoll und von starker emotionaler Tiefe, das Lesen erfordert daher eine gewisse Konzentration. Dass der Autor sehr gut schreiben kann, ist an den überaus plastisch heraus gearbeiteten Charakteren zu erkennen. Als Leser hat man das Gefühl dabei zu sein, die Personen schon lange zu kennen, an ihrem Leben teilzunehmen und mit ihren Gedanken zu verschmelzen. Die Schicksale berühren tief. Nicht nur der Sohn muss um die Anerkennung seines Vaters kämpfen, auch der Vater hat sich die Bestätigung und das Ansehen auf dem Kunstmarkt zu erkämpfen. Besinnliche, traurige Begebenheiten wechseln sich ab mit heiteren, humorvollen Momenten, so dass hintergründig stets eine gewisse Spannung erhalten bleibt und nie Langeweile aufkommt.

Fazit: Man sollte sich voll auf das Thema einlassen, um diesen Roman richtig genießen zu können – dann wird er noch lange in Erinnerung bleiben.    



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254 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 145 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Kit und Laura 1999 ihre erste totale Sonnenfinsternis in Cornwall gemeinsam erleben, können sie die Folgen noch nicht erahnen. Im Dämmerlicht glaubt Laura Zeuge einer Vergewaltigung geworden zu sein, aber der Mann streitet alles ab und die Frau schweigt. Es kommt zur Gerichtsverhandlung und aufgrund Lauras Aussage wird der Mann, Jamie, zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Kurze Zeit später steht unerwartet das Opfer, Beth, bei dem jungen Paar vor der Tür und drängt sich in ihr Leben. Seltsame Dinge geschehen, Kit und Laura fühlen sich bedroht und leben in ständiger Angst. Es gelingt ihnen eine neue Identität anzunehmen und unterzutauchen. – Fünfzehn Jahre später ist Kit alleine auf die Färöer Inseln zu einer Sonnenfinsternis gereist, als plötzlich wieder Beth bei Laura auftaucht und die Vergangenheit erneut ans Licht gezerrt wird. Jetzt müssen sich alle der Wahrheit stellen … 

Die Autorin Erin Kelly wurde 1976 in London geboren und wuchs in Essex auf. Sie studierte englische Literaturwissenschaft und arbeitete anschließend als Journalistin. Ihr erster Roman „Das Gift des Sommers“ erschien 2012. Heute lebt Erin Kelly mit ihrem Mann und ihren Töchtern in London. 

Da ich das Glück hatte, am 11.8.99 die totale Sonnenfinsternis über Süddeutschland zu erleben, hatte ich an das Buch „vier.zwei.eins“ große Erwartungen. Der Anfang war noch recht vielversprechend, der Spannungsbogen stieg langsam an, doch der weitere Verlauf war eher enttäuschend. Es folgen einige langatmige Passagen, die Geschichte plätschert so vor sich hin, und auf weiten Strecken passiert kaum etwas. Viele Zufälle, unerwartete Ereignisse und verschleierte Andeutungen bringen dann, nach etwa der Hälfte des Buches, wieder Spannung in das Geschehen, das dann allerdings ziemlich konstruiert wirkt. Zum Schluss hin geschieht dann sehr viel auf einmal. Es klärt sich alles auf, sehr schlüssig sogar, und die Geschichte endet in einem furiosen Showdown. 

Der Schreibstil ist recht flüssig, die Sprache einfach und durch wörtliche Rede gut verständlich. Unterschiedliche Perspektiven und verschiedene Zeitebenen verschaffen dem Leser einen umfassenden Eindruck der Ereignisse, ohne ihn allzu sehr zu verwirren. Die Charaktere sind gut durchdacht und effektvoll ausgearbeitet. Durch ein Geflecht von Lügen, Heucheleien und Verheimlichungen schafft es die Autorin, dass man keine Gefühle für die Betroffenen entwickeln kann und am Ende alle Akteure einfach nur unsympathisch in Erinnerung bleiben. 

Fazit: Ein Roman, der recht spät Fahrt aufnimmt, ab etwa der Mitte spannend wird, um dann dramatisch und effektvoll zu enden.

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