Herbstrose

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160 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

england, liebe, ehe, sex, hochzeitsnacht

Am Strand

Ian McEwan , Bernhard Robben
Flexibler Einband: 206 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2008
ISBN 9783257237887
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Eine Katze namens Christmas: Romantischer Weihnachtskrimi

Lilly Labord
E-Buch Text
Erschienen bei null, 20.11.2016
ISBN B01N2JT71F
Genre: Sonstiges

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

russland, hass, russen, pflegerin, wilhelmine

Magnolienschlaf

Eva Baronsky
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 28.02.2011
ISBN 9783351033385
Genre: Romane

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Mich wundert, daß ich so fröhlich bin

Johannes Mario Simmel
Buch: 461 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur , 01.02.1997
ISBN 9783426600405
Genre: Liebesromane

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256 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

thriller, melanie raabe, mord, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

verlieben, urlaub, jüngerer mann und ältere frau, erwachsenwerden

Erwachende Herzen

Roman - Colette
Fester Einband
Erschienen bei Hamburg, Rowohlt rororo, 01.01.1955
ISBN B0021ZMIHA
Genre: Sonstiges

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

alaska, alter, hunger, indianer, frauen

Zwei alte Frauen

Velma Wallis , Christel Dormagen , Heinke Both
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2004
ISBN 9783492240345
Genre: Historische Romane

Rezension:


Hoch oben in der Polarregion von Alaska lebte einst das Volk der Athabasken, ein kleiner indianischer Nomadenstamm. Während eines bitterkalten Winters brach eine Hungersnot aus, so dass sie sich gezwungen sahen, den Lagerplatz zu wechseln. Nach alter Stammessitte ordnete der Häuptling an, zwei alte Frauen als „unnütze Esser“ zurück zu lassen, was ihren sicheren Tod bedeutet. Niemand wagte dagegen aufzubegehren, der Stamm zog weiter. Doch wider Erwarten erwacht in den Frauen, die zuvor ständig am Nörgeln waren und für alles Hilfe in Anspruch nahmen, der Mut zum Leben. Sie besinnen sich auf ihr altes Wissen und nehmen den Kampf ums Überleben auf …

Es handelt sich hier um eine alte Legende aus Alaska, die mündlich von Generation zu Generation weiter gegeben und nun von Velma Wallis, die selbst eine Nachfahrin des Athabasken-Stammes ist, niedergeschrieben wurde.

Ein kleines, dünnes Büchlein mit sehr gewichtigem Inhalt. Mit einfachen Worten, dennoch gefühlvoll und eindringlich, erzählt die Autorin diese bewegende Geschichte voller Lebensweisheit, die auch durch ihre außergewöhnlichen Naturschilderungen besticht. Eine kraftvolle Erzählung, die von Trauer und Hoffnung, von Mut und Überlebenswillen, aber auch von Liebe und Freundschaft, Verzeihen und Vergeben berichtet. Sparsam eingefügte Zeichnungen tragen zum besseren Verständnis bei und runden die Geschichte stimmig ab. Das Ende lässt den Leser nachdenklich zurück.

Fazit: Ein ganz besonderes Leseerlebnis!

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, mord, wahnsinn, psychose, rocky mountains

Aufgabe 13: Töte sie alle!

Christian Biesenbach
E-Buch Text: 494 Seiten
Erschienen bei null, 13.09.2016
ISBN B01K7JOXGU
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Donald Tuckstetter, Chef der TC-Paperworks-Company, ist krank, todkrank – er hat Krebs im letzten Stadium. Um seinen Erben und Nachfolger in der Firma zu bestimmen, lädt er dreizehn seiner fähigsten Mitarbeiter zu einem Wochenende auf seinen abgelegenen Landsitz „Selverton Watch“ in den Bergen Colorados ein. Einer der Gäste ist Edward Hauser, ein einfacher Büroangestellter der häufig von Panikattacken und Wahnvorstellungen heimgesucht wird. Er fühlt sich in dem vornehmen Haus inmitten seiner Kollegen nicht wohl und will am nächsten Tag bereits wieder abreisen. Doch ein Schneesturm in der Nacht verhindert dies. Die Gesellschaft ist nun eingeschneit, mit der Außenwelt ist keine Verbindung mehr möglich. Dann wird beim Frühstück die Leiche eines Gastes entdeckt – der Horror beginnt …

Ein tolles Szenario, das der Autor Christian Biesenbach hier ersonnen hat. Schon der sehr spannende Prolog lässt ahnen, dass es sich wohl um eine außergewöhnliche Story handeln wird. Anfangs hatte ich den Verdacht, „Zehn kleine Negerlein“ lassen grüßen, doch dieser Thriller ist anders, ganz anders. Bald beginnt eine Hetzjagd auf Leben und Tod – und man kann kaum noch unterscheiden zwischen Alpträumen und der Realität. Die Spannung hält sich bis zum Schluss und das Ende ist logisch. Doch der anschließende Epilog lässt den Leser wieder zweifeln, wer nun wirklich an Halluzinationen leidet …

Ein sehr gut aus- und durchdachter Thriller, packend und spannungsgeladen – doch leider finden sich in der Umsetzung einige Mängel. Zu viele Träume werden haargenau geschildert, zu oft wird über Gefühle geschrieben, ständig wird einer der Protagonisten ohnmächtig oder ihm wird schwarz vor Augen. Die manchmal zu gründliche und genaue Beschreibung der Örtlichkeiten bremst das Tempo und macht das Geschehen zeitweise etwas langatmig. Lange verschachtelte Sätze und etliche Erklärungen in Klammern tragen ebenfalls nicht zum Lesefluss bei. Überdies sind einige Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung vorhanden und gelegentlich findet man auch falsche bzw. nicht passende Formulierungen. Aus vorhergehenden Büchern des Autors weiß ich, dass er es sehr viel besser kann. Daher bin ich der Meinung, dass dieses Buch nochmals überarbeitet werden sollte.

Fazit: Wenn man von einigen Mängeln in Rechtschreibung und Formulierung absieht, ein extrem spannender Thriller, den zu lesen allemal lohnt.

Nachbemerkung: Wie ich inzwischen vom Autor erfahren
habe, liegt das eBook jetzt in überarbeiteter Version vor.


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136 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

schauspielschule, großeltern, schauspieler, münchen, deutscher schauspielschüler in münchen

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Joachim Meyerhoff
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.11.2015
ISBN 9783462048285
Genre: Romane

Rezension:

Joachim ist jetzt zwanzig Jahre alt, Abitur und Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm. Nun freut er sich auf seine Zivildienststelle, die er im Münchner Krankenhaus Rechts der Isar absolvieren soll. Besonders die Unterkunft im Schwesternwohnheim weckt in ihm so manche Hoffnungen auf amouröse Abenteuer. Doch dann bekommt er, völlig unerwartet, die Zusage, dass er an der Münchner Schauspielschule aufgenommen wurde. Aus einer Laune heraus hatte er bei der Aufnahmeprüfung mitgemacht, aber nur einen Monolog aus ‚Dantons Tod‘, statt der geforderten drei Rollen, zum Besten gegeben. So zieht er also mit gemischten Gefühlen zu seinen Großeltern in die Villa am Nymphenburger Park, ins ganz in rosa gehaltene Gästezimmer. Vorübergehend, wie er glaubt, bis er eine eigene Bleibe gefunden hat – doch daraus sollten dreieinhalb Jahre werden …

Der Autor Joachim Meyerhoff ist Schauspieler am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Nach seinen autobiographischen Romanen „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, in dem er über seine Kindheit und Jugend auf dem Gelände der von seinem Vater geleiteten Psychiatrie erzählt, und „Alle Toten fliegen hoch“, in welchem er über seine Erlebnisse als Austauschschüler in den USA berichtet, schildert er in dem vorliegenden Buch „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ seine Zeit an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München und seinen Aufenthalt in der noblen Villa seiner Großeltern, der ehemaligen Schauspielerin Inge Birkmann und des pensionierten Philosophieprofessors Hermann Krings, in der die Zeit stillzustehen scheint. Sein Schreibstil ist sehr ausdrucksstark und ausgereift, die Handlung eine gekonnte Mischung zwischen Ironie und Tragik.

Schonungslos offen, anrührend und voller Liebe und Zuneigung, beobachtet Meyerhoff seine Großeltern, berichtet über komische und tragische Geschehnisse und erzählt von ihren irrwitzigen Ritualen. Sie waren wohl dem Alkohol nicht abgeneigt und begannen den Tag bereits mit einer hochprozentigen Mundspülung aus Enzianschnaps. Danach gab’s zum Frühstück ein Glas Champagner, zum Mittagessen wurde Weißwein serviert, punkt sechs Uhr war „Whisky-Time“, das Abendessen wurde dann von Rotwein begleitet und zur guten Nacht gegen elf Uhr trank man noch einen Cointreau. Während die Großeltern dann leicht angesäuselt waren, musste Joachim oftmals den Treppenlift benutzen, um noch nach oben in sein rosarotes Zimmer zu kommen.

Allein schon der Gedanke, dass ein erwachsener junger Mann sich in einem rosafarbenen Mädchentraum-Zimmer einrichten muss, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Echt komisch wird es aber, wenn Meyerhoff über seine Ausbildung als Schauspieler schreibt. Er fühlt sich völlig überfordert, ist frustriert, nichts will ihm gelingen. Schon in der ersten Stunde verkrampft er, als sich die Schüler eine Stunde lang wortlos anstarren sollen. Als er dann die Aufgabe bekommt, eine Szene aus Effi Briest als Nilpferd zu spielen, geht es dem Leser an die Lachmuskeln. Er selbst konnte damals auf der Bühne weder lachen noch weinen, so dass er sich bei solchen Szenen zur Wand drehen musste.

Doch Meyerhoff berichtet nicht nur über heitere und komische Begebenheiten, es gibt auch besinnliche und traurige Momente in diesem Buch, für das ein Zitat aus Goethes „Werther“ titelgebend war: „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, die ich hier in meinem Busen fühle.“ Diese Lücke hinterlassen in ihm geliebte Menschen. Er muss sowohl den frühen Unfalltod seines Bruders, als auch den Tod seines Vaters verarbeiten und erlebt den langsamen Verfall der betagten Großeltern. So ist die Geschichte auch eine Hommage an die geliebten Verstorbenen.

Fazit: Ein großartiges, sehr menschliches Buch – authentisch, komisch und tragisch – dabei höchst unterhaltsam.

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(2.671)

3.329 Bibliotheken, 20 Leser, 7 Gruppen, 107 Rezensionen

mittelalter, historischer roman, liebe, deutschland, konstanz

Die Wanderhure

Iny Lorentz
Flexibler Einband: 606 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2005
ISBN 9783426629345
Genre: Historische Romane

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

jungferzeugung, schwangerschaft, parthenogenese, drama

Bitteres Geheimnis

Barbara Wood
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 21.12.2009
ISBN 9783104001746
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

19.jahrhundert, atlantik

Rausch

John Griesemer , Ingo Herzke
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.05.2012
ISBN 9783596188130
Genre: Romane

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85 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, soziopath, psychiater, lisa scottoline, philadelphia

Niemand sieht mich kommen

Lisa Scottoline , Kathrin Bielfeldt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.06.2016
ISBN 9783352008849
Genre: Krimi und Thriller

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201 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

suizid, abitur, bov bjerg, selbstmord, freundschaft

Auerhaus

Bov Bjerg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.07.2015
ISBN 9783351050238
Genre: Romane

Rezension:


Sie sind gerade mal achtzehn Jahre alt und stehen kurz vor dem Abi, als Höppners Freund Frieder versucht sich umzubringen. Der Psychiater rät Frieder, nicht mehr bei seinen Eltern zu wohnen. So ziehen die beiden Freunde kurzerhand in das leer stehende alte Bauernhaus von Frieders verstorbenem Großvater, dem Auerhaus. Mit von der Partie sind auch Höppners kleptomanisch veranlagte Freundin Vera und Cäcilia, eine Schulkameradin aus reichem Elternhaus. Später gesellen sich noch der schwule Lehrling Harry, der gelegentlich kifft und sich das Geld dafür nachts am Bahnhof in Stuttgart als Stricher verdient, und die aus der Psychiatrie entwichene Pyromanin Pauline hinzu. Gemeinsam versuchen sie, Spaß am Leben zu haben und Frieder seinen Lebensmut zurück zu geben. Doch eine WG von sechs Jugendlichen in einem schwäbischen Dorf in den Achtzigerjahren, ob das gut gehen kann?

In einfachen, warmherzigen und einfühlsamen Worten, die ganz dem Alter der jugendlichen Protagonisten entsprechen, lässt der Autor Bov Bjerg Frieders Freund Höppner, der nie anders genannt wird und sich selbst auch so nennt, erzählen. In knappen, beinahe umgangssprachlichen Sätzen erfährt der Leser vom Leben und Treiben in der WG, von den Problemen der Jugendlichen in der Schule und von ihren Versuchen, der Wehrpflicht zu entgehen. Sie haben sich mit der Überwachung Frieders eine große Verantwortung aufgebürdet, handeln aber oft verantwortungslos, ja manchmal sogar kriminell. Was sie zum Leben brauchen wird geklaut, trainiert wird der unauffällige Griff dazu in der Küche des Hauses. Eine teils heitere, teils bewegende Geschichte mit Momentaufnahmen aus dem Leben der jungen Leute, authentisch geschildert in kurzen Kapiteln. Schnell wechselnde Ereignisse sind prägend, aber immer sind ein leicht melancholischer Hintergrund und die Sorge um Frieder spürbar. Es zeigt sich hier, wie wichtig gute Freunde auf dem Weg zum Erwachsenwerden sind.

Einige kritische Fragen werfen sich mir allerdings auf. Darf man so junge Leute alleine in ein altes, baufälliges Haus ohne adäquate Strom- und Wasserversorgung ziehen lassen? Warum machen die Eltern sich keine Gedanken darüber, wovon die Jugendlichen eigentlich leben? Wieso beachtet man sie nicht und lässt sie auf die Katastrophe zusteuern? Sie leben in einem Dorf, dennoch wird ihr Treiben wenig beachtet.

Fazit: Eine Geschichte die bewegt, nachdenklich stimmt und immer aktuell sein wird.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ebook, rettung der erde, abenteuermix, auserirdisches lebe, thriller

Himmelssöhne - Das Erbe der Asaru: Das Vermächtnis der Anunnaki

Helmut Radlbeck
E-Buch Text: 560 Seiten
Erschienen bei hansanord Verlag, 23.08.2013
ISBN 9783940873545
Genre: Sonstiges

Rezension:


Nach einer Jahrtausende langen Reise durchs Weltall nähert sich ein „Brauner Zwerg“, ein dunkler Begleiter unserer Sonne, der Erde. Seine Auswirkungen sind bereits zu spüren, vermehrte Erdbeben und Vulkanausbrüche, gestörter Magnetismus, gestrandete Wale und Vögel, die tot vom Himmel fallen. Vor über 7.000 Jahren zerstörte dieser Unheilsbote bereits den fünften Planeten, dessen Trümmer den heutigen Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter bilden. Nur wenigen der Bewohner gelang es damals die Erde zu erreichen, wo sie als Götter empfangen wurden. Um die Menschheit vor dem gleichen Schicksal zu bewahren, hinterließen sie ein Vermächtnis, einen genialen Plan um die Katastrophe zu verhindern.

Zufällig entdeckt der Astronom Joe auf einem Satellitenbild des Asteroiden Vesta eine seltsame Formation. Zusammen mit seiner Freundin, der Journalistin Grace, ihrem Kollegen Jack und dem Hacker Willy findet er einen Hinweis auf frühere außerirdische Besucher und erkennt den Zusammenhang mit den derzeitig gehäuft vorkommenden unerklärlichen Ereignissen. Ein abgeschiedenes Volk inmitten des Argentinischen Regenwaldes ist Bewahrer des Vermächtnisses der Außerirdischen, das zu entschlüsseln ihnen gemeinsam gelingt. Jetzt müssen sie nur noch deren verschollene Basis finden, um die drohende Katastrophe abwenden zu können. Doch NASA, CIA und Militär sind rücksichtslos hinter ihnen her. Sie wollen die fortschrittliche Technologie der Fremden …

Ein SciFi-Romen, den zu lesen wirklich Spaß macht. Ein flüssiger, leicht verständlicher Schreibstil und eine gut recherchierte Thematik machen die Story anschaulich und durchaus einleuchtend. Der Leser begleitet die sympathischen Protagonisten auf einer spannenden Jagd quer durch die USA, den Argentinischen Regenwald, den Falklandinseln bis in die Antarktis. Aufregende Abenteuer warten auf die Freunde, die durchweg mit Intelligenz und Sachverstand bewältigt werden. Verschiedene Themen wie Astronomie, Raumfahrt, moderne Technologie und EDV werden behandelt und mit kurzen wissenschaftlichen Erklärungen versehen.

Fazit: Eine Abenteuergeschichte mit wissenschaftlichem Hintergrund, spannend und unterhaltend.       

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134 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, reihe, linley/havers-reihe, verlag goldmann, reihe: inspector linley

Keiner werfe den ersten Stein

Elizabeth George , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2012
ISBN 9783442478262
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

identitätskrise, geburt, krankenhaus, schicksal, ebook

Vertauschtes Leben

Foline Ullrich
E-Buch Text: 250 Seiten
Erschienen bei hansanord Verlag, 01.01.2011
ISBN 9783940873132
Genre: Biografien

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

goldschmied, augsburg, london, handwerk, ebook

Der Goldschmied

Roland Mueller
E-Buch Text: 441 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 14.02.2013
ISBN B00BIJBT6G
Genre: Historische Romane

Rezension:


London 1115. Im Alter von dreizehn Jahren hat Gwyn Carlisle, ein Junge von niederem Stand, das große Glück, beim besten Goldschmiedemeister Londons eine Lehrstelle zu bekommen. Rasch zeigt sich seine besondere Begabung und bald darf er sich ‘Faber aurifex‘ nennen. Doch nicht alle sind begeistert von seinem Talent, die Inquisition vermutet hinter seinem Können das Werk des Teufels. Sein Meister erkennt rechtzeitig die Gefahr und schickt den Gesellen auf Wanderschaft. Es erwartet Gwyn ein aufregendes Leben, viel Anerkennung und Ehre für seine außergewöhnlichen Arbeiten und eine große Liebe. Aber auch Fresenius van Straaten, Großinquisitor der Heiligen Kirche, verfolgt seinen Weg bis nach Rom …

Sehr viel, für mein Empfinden zu viel, hat der Autor in diesen Roman reingepackt. Anfangs macht es Spaß, die Entwicklung des jungen Goldschmieds zu verfolgen und ihn auf seiner Reise zu begleiten. Doch irgendwann wird die Geschichte vorhersehbar. Unser Protagonist stolpert von einem Abenteuer ins nächste, kommt irgendwo an, hat sofort Erfolg, wird geschätzt und anerkannt und erweist sich dann irgendwie als Held. Er ist der treffsicherste Bogenschütze, ein heldenhafter Kämpfer und mutiger Vermittler zwischen kriegerischen Lagern. Er überquert bei Schnee und Eis die Alpen, wird in Venedig dazu auserwählt in den Orient zu reisen um Handelsbeziehungen anzuknüpfen und landet in Rom in den Fängen der Inquisition. Für Leser die solche abenteuerlichen Geschichten lieben ist dies gewiss die passende Lektüre.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, die wörtlichen Reden sind sprachlich etwas der damaligen Zeit angepasst. Die Personen sind gut beschrieben, so dass man sie sich optisch vorstellen kann, doch leider fehlt es ihnen an Tiefgang. Sie können den Leser nicht fesseln, denn man erfährt kaum etwas über ihre Motive und die Hintergründe ihrer Handlungsweisen. Recht anschaulich hingegen ist das Goldschmiedehandwerk erklärt, das Vorgehen und die Arbeitsweise bei der Anfertigung besonderer Stücke. Die Kunst des Bogenschießens und der Pfeilmacher wird ebenso detailgetreu geschildert wie die im Mittelalter üblichen Sitten und Gebräuche, den Einfluss der Kirche und die Macht der Inquisition.

Leider endet das Buch sehr abrupt, die Geschichte hat keinen ordentlichen Schluss, alles bleibt offen. Dies ist wohl im Hinblick auf die Fortsetzung des Romans so geplant, aber bedauerlicherweise ist dies nicht im Sinne der Leserschaft. 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Am Rande der Dunkelheit

Barbara Erskine
Fester Einband: 575 Seiten
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453159983
Genre: Romane

Rezension:


Adam Craig, der Sohn des Dorfpfarrers, ist vierzehn Jahre alt, als er Brid zum ersten mal in den Bergen hinter dem Dorf begegnet. Er fühlt sich von dem fremdartigen Mädchen mit den magischen Augen und den langen schwarzen Haaren sofort angezogen, ahnt aber nicht dass sie die Fähigkeit hat, aus dem 6. Jahrhundert in unsere Zeit hinüber zu wechseln. Nach anfänglicher Freundschaft wird aus den beiden bald ein Liebespaar. – Jahre später zieht Adam nach Edinburgh, beginnt sein Studium, hat neue Freunde, seine Jungendliebe ist für ihn Vergangenheit. Doch Brid kann Adam nicht vergessen, sie liebt ihn noch immer, möchte bei ihm sein und reist ihm nach. Als Adam ablehnend reagiert und sie wegschickt, entbrannt in Brid eine alleszerstörende Leidenschaft, die selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Die Druidenschülerin lässt ihre Zeit und ihre Familie hinter sich, um im 20. Jahrhundert den Spuren des nunmehrigen Arztes Dr. Adam Craig zu folgen. Fortan sind alle Menschen, denen Adam zugetan ist, in größter Gefahr …

„Am Rande der Dunkelheit“
ist eines der spannendsten und aufregendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Die Autorin Barbara Erskine versteht es ausgezeichnet, die Legenden der Druiden aus längst vergangener Zeit wieder aufleben zu lassen und sie mit dem Geschehen in Schottland und Wales des 20. Jahrhunderts zu verknüpfen. Der Leser begleitet dabei die Protagonisten von 1935 bis in die 90er Jahre hinein, also beinahe ein Leben lang. Übergenaue Beschreibung von Details bremsen das Tempo zwar manchmal deutlich aus und nehmen der Story zwischendurch die Spannung, doch dann geschieht wieder etwas völlig Überraschendes und Unerwartetes und das Gänsehautfeeling kommt zurück, die Nackenhaare sträuben sich wieder. Der Schreibstil ist flüssig und durch wörtliche Rede sehr gut verständlich. Der Autorin gelingt es, gewisse Situationen fesselnd zu beschreiben und die Verschiedenartigkeit der Charaktere sehr differenziert herauszustellen.

Das Buch selbst ist in vier Teile gegliedert, die in chronologischer Abfolge jeweils einen der Protagonisten zum Mittelpunkt haben. Die Geschichte hätte fünf Sterne verdient, wenn nur das letzte Kapitel nicht wäre. Die Autorin wollte wohl noch eine Überraschung drauf setzen. Dieser Schluss ist vollkommen unnötig, passt m. E. nicht zur vorausgegangenen Handlung und verdirbt den guten Gesamteindruck. Dennoch eine Empfehlung an Leser, die gerne in metaphysische Erzählungen eintauchen.  

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(163)

340 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, nicholas sparks, das schweigen des glücks, feuerwehrmann, sprachstörung

Das Schweigen des Glücks

Nicholas Sparks , Susanne Höbel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.08.2011
ISBN 9783453408661
Genre: Liebesromane

Rezension:


Denise Holton ist mit ihrem kleinen Sohn auf dem Weg nach Hause, als sie von einem fürchterlichen Unwetter überrascht wird. Ihr Auto kommt ins Rutschen, schleudert und prallt gegen einen Baum. Als sie wieder zu sich kommt, ist der 4jährige Kyle verschwunden. Taylor McAden, ein Helfer der Feuerwehr, macht sich auf die Suche nach dem Jungen. Kyle hat autistische Veranlagung und ist in seinem Sprachverständnis stark zurück geblieben. Doch zu Taylor fasst er sofort Vertrauen, und auch Denise ist von der hilfsbereiten Art des Feuerwehrmannes sehr angetan. In den folgenden Wochen entwickelt sich zwischen Denise und Taylor ein inniges Verhältnis, bei dem der kleine Kyle die Hauptrolle spielt. Dann zieht sich Taylor plötzlich zurück, er verschließt sich mehr und mehr und es scheint, er verbirgt etwas. Ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit belastet ihn, doch er will nicht darüber reden. Es kommt zur Trennung …

Der Titel „Das Schweigen des Glücks“ passt sehr gut zu diesem Roman voller Emotionen, der im englischen Original einfach nur „The Rescue“ heißt. Die Sprache ist, wie von Nicholas Sparks gewohnt, nicht besonders poetisch, aber dennoch empfindsam und voller Gefühl. Durch die eher kurz und knapp gehaltenen Sätze lässt sich die Geschichte leicht lesen und man kann der Handlung gut folgen. Die Story ist zu Anfang sehr spannend, ja beinahe dramatisch, um dann wieder abzuflachen und ziemlich vorhersehbar zu werden. Die Charaktere sind allesamt sehr gut gezeichnet, so dass der Leser sich in ihr Gefühlsleben sehr gut einfühlen kann.

Wir erleben eine intensive Mutter-Kind-Beziehung, die durch das problematische Liebesverhältnis nur noch stärker wird. Wir lernen außerdem eine weitere glückliche Familie kennen, bei der das Schicksal hart zuschlägt und deren Glück jäh zu Ende ist. Wir erleben Kyle, den kleinen Jungen, wie er oft vergeblich versucht, sich seiner Umwelt mitzuteilen und wie seine Mutter nie müde wird, mit ihm zu üben und sein Sprachverständnis zu fördern. Der Epilog am Ende des Buches zeigt wohl, dass diese Bemühungen letztendlich von Erfolg gekrönt sein werden. Ein Lob gilt dem Autor und der Übersetzerin Susanne Höbel, die es sehr gut geschafft haben, diese Art der Sprachbehinderung dem Leser deutlich zu machen.

Fazit: Eine einfühlsamer, eher ruhiger Roman, der nach anfänglicher Dramatik etwas abflacht, um dann zum Ende zu wieder spannender zu werden. Der Epilog am Schluss rundet die Geschichte sehr gut ab und macht zufrieden.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

erotik, mücke, vilar, roman, liebe

Rositas Haut

Esther Vilar
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2000
ISBN 9783423203470
Genre: Romane

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(51)

98 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

liebe, frankreich, leidenschaft, liebesroman, paris

Salz auf unserer Haut

Benoîte Groult
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2004
ISBN 9783426627082
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


George ist achtzehn, als sie sich in den nur wenige Jahre älteren Fischer Gauvain verliebt. Die beiden verbringen eine leidenschaftliche Nacht auf einer einsamen Lagune, wohl wissend, dass ihre Liebe keine Zukunft haben kann. Sie, ein gebildetes Mädchen der Pariser Oberschicht und er, ein einfacher Fischer aus der Bretagne – eine Verbindung ist undenkbar. Doch dass ihr Verlangen zueinander und ihre gegenseitige Anziehungskraft größer ist als alle Vernunft merken sie erst Jahre später, als sie sich zufällig auf einem Markt im Senegal wieder begegnen. Gauvain ist inzwischen verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet weiterhin als Fischer - George hat Altphilologie und Geschichte studiert, hat einen erfolgreichen Mann und einen kleinen Sohn. Eine kurze Begegnung nur, doch sofort flammt die Sehnsucht und das Begehren wieder auf. Als Gauvain ein Jahr später von seiner Reederei auf die Seychellen versetzt wird, gelingt es ihnen, zehn Tage gemeinsam zu verbringen. Hier spielen die Standesunterschiede keine Rolle, sie können den Alltag mit seinen Verpflichtungen hinter sich lassen und sich unbeschwert ihrer Liebe hingeben. Von nun an versuchen sie, sich gelegentlich für ein paar Tage irgendwo auf der Welt zu treffen …

Die Autorin Benoíte Groult war bereits 68 Jahre alt, als dieser Roman 1988 herauskam. In Deutschland war er sofort auf den Bestsellerlisten, während er in Frankreich zunächst als „Frauen-Porno“ beschimpft wurde. Zwar schreibt Groult locker und lustvoll, offen und ohne Scham über die körperliche Liebe, nennt auch die Dinge beim Namen, jedoch ohne obszöne oder gar pornografische Bezeichnungen zu verwenden. Das Werk war „eigentlich als feministische Befreiungstat gedacht“, wie die Autorin selbst in einem Interview in der „EMMA“ erwähnte, und hat laut Presseberichten autobiografischen Hintergrund.

Doch der Roman besticht nicht nur durch seine Erotik und Sinnlichkeit, er enthält auch jede Menge Lebensweisheit und vermittelt Mut zum Anderssein. Ganz nebenbei erfährt der Leser von der Schönheit der bretonischen Landschaft und etwas über die Geschichte der Seychellen, erlebt Disneyland und einige andere interessante Orte rund um den Globus. Ansonsten passiert nicht viel, es dreht sich immer um Liebe, Leidenschaft, Begierde und Verlangen, ein Thema mit Variationen. Der Schreibstil ist sehr schön und einfühlsam, bereits der erste Satz bezaubert: „Ich war achtzehn, als Gauvain in mein Herz und für immer in mein Leben getreten ist.“

Fazit: Ich habe mir dieses Buch anlässlich des Todes der Autorin im Juni d.J. gekauft und habe es nicht bereut. Eine gefühlvolle Liebesgeschichte die wirklich unter die Haut geht, empfehlenswert!

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162 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

libanon, familie, bürgerkrieg, beirut, vater

Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783827013026
Genre: Romane

Rezension:


Samir kennt seinen Vater nur als liebevollen, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen und als begnadeten Geschichtenerzähler. Es sind Geschichten über den Libanon, das Land aus dem Brahim El-Hourani mit seiner jungen Frau vor zehn Jahren wegen des Bürgerkrieges nach Deutschland geflohen ist. Doch nun ist Vater verschwunden, ganz plötzlich, ohne Erklärung. Samir kann das alles nicht verstehen, er ist ja erst 8 Jahre alt, und er liebt doch seinen Vater über alles. Dieser Verlust bestimmt nun sein ganzes Leben, er zieht sich zurück, sein ganzes Denken und Handeln kreist nur noch um den verschwundenen Vater. Er ist überzeugt, dass dieser zurück in die Heimat ist.

Zwanzig Jahre später reist Samir in den Libanon um seinen Vater zu finden. Im Gepäck hat er dessen altes Tagebuch und ein Dia, das ihn zusammen mit einer anderen Person zeigt. Aber die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht, das Land hat sich verändert, überall sind noch die Spuren des Bürgerkrieges. Doch hier, im Land der Zedern, lernt er zum ersten Mal in seinem Leben Freundschaft kennen …

Mit seinem Erstlingsroman „Am Ende bleiben die Zedern“ ist dem Slam-Poeten, Bühnenliteraten und Schriftsteller Pierre Jarawan ein wunderbares, mitreißendes Werk gelungen. In seiner großartigen, bildhaften Sprache lässt er den Hauptprotagonisten Samir erzählen, über dessen Kindheit in Deutschland, über seine Sehnsucht nach dem Land seiner Ahnen, über seine Suche nach dem verschwundenen Vater und nicht zuletzt über ein wunderbares, vom Bürgerkrieg gezeichnetes Land, dem Libanon. Geschickt wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart ab, eingefügte Geschichten und Tagebucheinträge tragen zum besseren Verständnis bei, die aktuelle Flüchtlingskrise verleiht der Geschichte noch zusätzlich Brisanz. Die männlichen Charaktere sind sehr gut und differenziert ausgearbeitet, schon bald hat man das Gefühl, alten Bekannten zu begegnen.

Leider habe ich auch einige Kritikpunkte. Die wenigen weiblichen Figuren treten völlig in den Hintergrund, bleiben sehr blass und unscheinbar. Über sie hätte ich gerne etwas mehr erfahren und in ihr Seelenleben geblickt. Ab dem III. Teil fand ich die Geschichte dann plötzlich sehr verwirrend, manchmal sogar unlogisch und von vielen Zufällen geprägt. Außerdem war für mich Samirs ständiges Wehklagen nach seinem Vater und die fortwährenden Wiederholungen dieses Gejammers durch die ganze Geschichte hindurch etwas seltsam, zumal er dann am Schluss alles so selbstverständlich hinnimmt und offenbar vergisst, dass er die letzten zwanzig Jahre ganz auf seinen verschwundenen Vater fixiert war.

Dennoch ein lesenswertes Buch von beeindruckender Sprachintensität, aktuell, spannend, mit überraschenden Wendungen.

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ritter, unsterblichkeit, burg

Der Bronzeritter

John Marco , Michael Nagula
Flexibler Einband: 555 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur
ISBN 9783426702406
Genre: Fantasy

Rezension:


Irgendwo im Norden liegt das Land Liirien, wo der junge Akeela, den man den Guten nennt, König ist. Seine erste gute Tat nach dem Tode seines Vaters war, Frieden zu schließen mit dem Nachbarland Reec. Um diesen Frieden zu besiegeln heiratet Akeela die Tochter des dortigen Herrschers, die schöne Cassandra. Sie ist ihm zwar sehr zugetan, doch sie liebt Lukien, den Ritter mit der bronzenen Rüstung, den besten Freund Akeelas. Dann wird Cassandra schwer krank und Lukien macht sich auf den Weg in ein weit entferntes Land, um dort ein Amulett zu suchen, das die Königin von ihrem Leiden befreien soll – und Akeela trifft eine Entscheidung, die nicht nur ihn und Cassandra, sondern das ganze Land ins Unglück stürzt …

Ein spannender Roman, der zwischen Fantasy und Mittelalter angesiedelt ist und eine Liebesgeschichte, Übersinnliches, kriegerische Handlungen und abenteuerliche Reiseerlebnisse miteinander verbindet. Freunde dieses Genres kommen voll auf ihre Kosten. Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos, das Buch liest sich sehr schnell. Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet, man kann durchaus mit ihnen leiden, sich aber auch gelegentlich mit ihnen freuen.

Leider ist die Geschichte, die in Amerika unter dem Titel „The Eyes of God“ erschienen ist, hier in zwei eigenständige Bücher aufgeteilt. Es ist sehr ärgerlich, dass der Leser dies erst bemerkt, wenn er am Ende von „Der Bronzeritter“ angekommen ist und vergebens einen vernünftigen Schluss sucht. Die Story ist an einer interessanten und spannenden Stelle einfach abgebrochen, alle Fragen bleiben offen und nichts wird geklärt. Wer nicht vorhat, sich den nächsten Band „Die Herrin von Grimhold“ auch noch anzuschaffen, sollte wohl besser die Finger davon lassen. Ein Ärgernis das mich veranlasst, bei meiner Bewertung 1 ♥ in Abzug zu bringen.

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psychothriller, siegfried langer, deutsche autoren, e-book, amazon publishing

Sterbenswort

Siegfried Langer
E-Buch Text: 292 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 17.05.2016
ISBN 9781503993693
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Fünf Freunde, Heinrich, Thomas, Erik, Kathrin und Amelie wohnen zusammen in Berlin in einer WG. Sie verstehen sich prima und haben immer einen Grund zum Feiern. Wodka fließt in Strömen, LSD ist reichlich da, alle haben Spaß, bis Erik eine große blutende Kopfwunde hat, zusammenbricht und tot ist. Was tun? Keine Polizei, ist doch die Karriere der jungen Leute gefährdet. So hat man die aberwitzige Idee, es wie Selbstmord aussehen zu lassen. – Jahre später geschehen seltsame Dinge. Erik ist wieder da, schickt Emails und Briefe und bedroht die Freunde und ihre Familien. Wie kann das sein? Er war doch tot. Ist es sein Geist? Ist er von den Toten auferstanden oder war er damals gar nicht tot? Oder treibt ein Anderer seinen makaberen Scherz mit den Freunden?

Wie immer bei den Krimis von Siegfried Langer ist die Geschichte raffiniert aufgebaut. Kurze Kapitel mit dauernd wechselnden Perspektiven und eine Handlung, die ständig vor und zurück springt erzeugen Hochspannung und Gänsehautfeeling. Sehr lange weiss man absolut nicht, was da geschehen sein könnte und wie man das einordnen kann. Erst gegen Ende des Buches kristallisieren sich nach und nach die Zusammenhänge heraus und man fiebert gespannt der Auflösung entgegen. Die Charaktere wirken absolut authentisch, die Geschichte ist logisch ausgearbeitet und das Ende absolut nachvollziehbar.

Fazit: Ein beinahe unblutiger Thriller, trotzdem voller Hochspannung und Gänsehautfeeling!

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