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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

zukunft, geschichte, buch, lesen, gefangene der zukunft

Gefangene der Zukunft

Steve Schild
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei novum premium ein Imprint von novum publishing , 14.06.2017
ISBN 9783903155145
Genre: Science-Fiction

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, hercule poirot, mord, england, künstler

Das unvollendete Bildnis

Agatha Christie
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 20.06.2007
ISBN 9783596175840
Genre: Krimi und Thriller

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267 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

russland, leningrad, krieg, hunger, eier

Stadt der Diebe

David Benioff , Ursula-Maria Mössner
Flexibler Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.05.2010
ISBN 9783453407152
Genre: Romane

Rezension:

Hätten wir uns dieses Buch nicht als Lektüre in der Berufsschule ausgesucht, hätte ich es wahrscheinlich nie "freiwillig" gelesen, denn Krieg ist nicht gerade ein Thema, über das ich gerne lese. Es ist deprimierend, unangenehm und erschütternd. Doch dieser Roman hat mich wirklich gefesselt und trotz des ernsten Themas konnte es mich begeistern.

Das lag vor allem an Benioffs tollem Schreibstil und an seinen liebevoll gestalteten Charakteren, die jede Menge Charme verströmen. Man erlebt alles aus der Sicht von Lew, einem 17-jährigen Jungen, der im besetzten Leningrad lebt. Zu Beginn des Romans wird die belagerte Stadt beschrieben, der tägliche Kampf ums Überleben, der Kampf gegen den Hunger. Auch Lew und seine Familie (die sich nicht mehr in der Stadt befindet) werden kurz beschrieben, sodass man einen guten Überblick über die Gegebenheiten erhält.

Als Lew gefangen genommen wird, weil er einen toten deutschen Soldaten beraubt, lernt er im Gefängnis Kolja kennen - ein 20-jähriger russischer Soldat, der als Deserteur festgenommen wurde. Die beiden werden vom Oberst zu einer unfassbaren Aufgabe verdonnert: Sie müssen 12 Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter besorgen.

Und so beginnt das Abenteuer der beiden jungen Männer. Ich fand es sehr interessant, wie sich das Verhältnis der beiden entwickelte und wie der Leser daran teilhaben durfte. Zuerst war Lew eher genervt von dem ewig gut gelaunten Kolja, und auch ich empfand sein Verhalten in einigen Situationen eher unangebracht. Trotzdem war Kolja von Anfang an ein großer Sympathieträger für mich, gerade wegen seiner recht unbekümmerten Art.

Je mehr die beiden ungleichen Begleiter zusammen durchmachen, desto mehr freunden sie sich an. Diese Zuneigung und Freundschaft konnte ich beim Lesen richtig nachempfinden.

Die Grausamkeiten des Kriegs und der Belagerung werden unverschönt beschrieben. Aber obwohl dieser ernste Hintergrund allgegenwärtig ist, empfand ich das Lesen dieses Buchs nicht als niederdrückend. Die Charaktere bringen viel Leben in die Geschichte; vor allem Kolja mit seinen unwitzigen Witzen. Außerdem empfand ich auch immer wieder Hoffnung und ein kurzes Aufatmen, wenn die beiden Protagonisten einer brenzligen Situation entkommen konnten.

Ob die beiden Freunde es schaffen, ihre Mission zu erfüllen, solltet ihr unbedingt selbst nachlesen. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen, denn es bietet neben der Kälte und Grausamkeit des Krieges auch Wärme, Freundschaft und Humor.

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/08/rezension-stadt-der-diebe-david-benioff.html

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

spannend bis zum ende, liebesroman, ehevertrag, schokolade, gefühle erleben

Per Handschlag für immer

Lotte R. Wöss
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei null, 13.09.2016
ISBN B01LY5SKF3
Genre: Liebesromane

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

piraten, historischer roman, mut, freiheit, karibik

Joli Rouge

Alexandra Fischer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 10.09.2016
ISBN 9783959910736
Genre: Historische Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Raumjäger

Robert A. Heinlein , Heinz Nagel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.11.2014
ISBN 9783453316287
Genre: Science-Fiction

Rezension:

„Raumjäger“ ist ein Klassiker des Science-Fiction-Genres und wird als Meisterwerk angepriesen. Die Story fand ich auch wirklich gut, aber die Umsetzung und der Schreibstil sind doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Geschichte startet sehr vielversprechend. Es hat mir sehr gefallen, wie gleich im ersten Abschnitt Kip und sein Vater charakterisiert werden:

„Dad“, sagte ich, „ich will zum Mond.“
„Gewiss“, antwortete er […]
Ich sagte: „Dad, bitte! Es ist mir ernst.“
[…] „Ich habe doch gesagt, dass es mir recht ist. Nur zu.“
„Ja… aber wie?“
„Hm?“ Jetzt wirkte er leicht überrascht. „Aber das ist doch dein Problem, Clifford.“ (S. 5)

Kurze Zeit später werden die Charaktere noch deutlicher, als Kip von seinen Experimenten im Holzschuppen erzählt:

Mutter war beunruhigt, als ich die Fenster heraussprengte und die Scheune in Brand steckte – nur ein kleines Feuer -, aber Dad war das nicht. Er gab mir nur den Rat, in einem Holzhaus keine Explosivstoffe herzustellen. (S. 17)

Man erfährt also auf charmante Weise, dass Kip sehr neugierig, wissbegierig, abenteuerlustig und experimentierfreudig ist. Sein Vater dagegen ist eher stoisch, nicht leicht aus der Ruhe zu bringen und fördert die Wissbegier seines Sohnes.

Die erste kleine „Enttäuschung“ war für mich, als Kip beim Preisausschreiben verliert und nur den Raumanzug bekommt, denn von seinen Gefühlen bleibt der Leser weitestgehend abgeschnitten. Das zieht sich übrigens durch das komplette Buch. Die Gefühle der Charaktere werden meist subtil durch die Dialoge transportiert, was sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Der Nachteil bei dieser Art der – ich nenne es mal „Gefühlsübermittlung“ – ist, dass die Dialoge oft sehr künstlich und „overacted“ wirken, teilweise auch etwas albern. Außerdem ist man es in der heutigen Literatur einfach gewohnt, vor allem wenn ein Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist (was hier der Fall ist), dass man eben die Gefühle des Protagonisten hautnah miterlebt. Bei Kip fehlte mir diese Verbindung ein wenig.

Gut, kommen wir zu den positiven Dingen. Die Story selbst ist sehr abenteuerlich und fantasievoll. Sie wirkt manchmal etwas wirr und ich wurde beim Lesen manchmal etwas ungeduldig, weil ich nicht wusste, worauf das Ganze denn hinauslaufen soll. Das Ende hat mich dafür aber entschädigt. Die Story entwickelt sich tatsächlich in eine unvorhergesehene (gesellschaftskritische) Richtung, die mir wirklich gefallen hat.

Die Figuren, vor allem die Aliens, sind sehr einprägsam und originell. R.A. Heinlein hat sich hier ein paar schöne und interessante Spezies einfallen lassen.

Der Protagonist Kip wird nicht als Heldenfigur dargestellt. Er ist zwar recht intelligent, aber ansonsten ein Durchschnittstyp. Auf seiner abenteuerlichen Reise tut er auch nichts außergewöhnliches, er ist einfach er selbst – ein gewöhnlicher Mensch. Das fand ich super! Einerseits gibt es in der Literatur kaum „normale“ Protagonisten, die mal keine magischen Fähigkeiten oder unglaubliches Geschick haben, und andererseits hat Kips Charakter einfach perfekt zur Handlung und Message des Buchs gepasst.


Fazit
Der größte Kritikpunkt geht eigentlich auf den Schreibstil, der mich oft verwirrt oder genervt hat und der dafür gesorgt hat, dass ich keine richtige Verbindung zum Protagonisten aufbauen konnte. Aber da bin ich vielleicht einfach von der modernen Literatur zu sehr verwöhnt. Die Story selbst empfand ich als sehr fantasievoll und abenteuerlich. Das Ende konnte mich überraschen und bringt durch die Gesellschaftskritik noch etwas mehr Tiefe und Content in das Buch.

Eine klare Leseempfehlung kann ich nicht geben, das Buch ist definitiv Geschmackssache. Aber wenn ihr klassische SciFi-Romane mögt, dann solltet ihr "Raumjäger" auf jeden Fall eine Chance geben!

Von mir gibt es gute 3 Sterne!

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/09/rezension-raumjager-robert-heinlein.html

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

psychologie, sachbuch

Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst

Niels Birbaumer , Jörg Zittlau , Jörg Zittlau
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.04.2014
ISBN 9783550080319
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe mir dieses Buch zugelegt, um noch mehr über die Vorgänge im Gehirn zu lernen und wie man die Fähigkeit erwirbt, sich selbst zu helfen. Denn das suggerierte mir der Klappentext. So ganz wurden meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt. Die Antwort auf die meisten psychischen und physischen Probleme ist (laut diesem Buch) das Neurofeedback.

Der Gedanke ist sehr faszinierend und die Forschungen, die dazu betrieben wurden, lassen wirklich hoffen, dass man dadurch gezielt bestimmte Areale im Gehirn selbst beeinflussen kann und somit einen positiven Effekt erzielt. Doch für den Ottonormal-Verbraucher ist das natürlich nicht umsetzbar, es sei denn, man ist zufällig im Besitz eines BMI (Brain Machine Interface) oder sonstigen Gerätschaften, um die jeweiligen Effekte zu visualisieren und sein Gehirn dementsprechend zu trainieren.

Was mich an diesem Buch sehr gestört hat, sind die persönlichen Ansichten des Autors, die in jedem Kapitel so stark mitschwingen, dass es nicht mehr objektiv genug ist und auf mich oft unsachlich wirkte.

Soll heißen: der Autor beharrt so sehr auf seinen Ansichten (Sterbehilfe ist schlecht, Patientenverfügungen sind nichtig, Medikamente sind böse …), dass er sie immerzu verteidigt und Argumente vorbringt, warum dies die einzige Wahrheit ist und vernachlässigt dabei die Gegenseite. Das grenzt ein wenig an Manipulation.

Fazit:
Im Hinblick auf die praktische Umsetzung im Alltag bringt dieses Buch leider nicht viel und der Autor sollte lernen, seine persönlichen Ansichten etwas mehr im Hintergrund zu halten und die Themen sachlicher vorzubringen. Trotzdem ist es interessant über die Neurofeedback-Methode und die verschiedenen Forschungen zu lesen und ich habe einiges über die Funktionsweise des Gehirns dazugelernt.

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/09/rezension-dein-gehirn-wei-mehr-als-du.html

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526 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 77 Rezensionen

harry potter, phantastische tierwesen und wo sie zu finden sind, drehbuch, newt scamander, fantasy

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich dachte eigentlich, dass es keinen großen Unterschied geben dürfte zwischen einem Theater-Script und einem Film-Drehbuch. Doch im direkten Vergleich von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ konnte ich doch einen deutlichen Unterschied feststellen.

Während „Das verwunschene Kind“ hauptsächlich durch seine Dialoge getragen wird und auch gut in Buchform seine Geschichte transportiert, setzt man bei „Phantastische Tierwesen“ eher auf Bilder. Man liest ausführlichere Beschreibungen der Umgebung und Regieanweisungen etc.

Man sollte meinen, dass es einem dadurch leichter fällt, sich die Szenen bildlich vorzustellen. Doch da die Beschreibungen trotz allem sehr minimalistisch sind, braucht man viel Fantasie, um die Lücken zu füllen und das „Kopfkino“ zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass das für jemanden, der den Film vorher nicht gesehen hat, sehr schwierig ist.

Kennt man den Film aber, kann man durch dieses schön gestaltete Drehbuch noch einmal in die Welt von Newt Scamander eintauchen und kommt in den vollen Genuss des Kopfkinos.

Fazit:
Das Buch ist eine nette Ergänzung zum Film. Durch die kleinen Bildchen und Verzierungen bietet es auch etwas fürs Auge und sollte in einer guten Harry-Potter-Sammlung nicht fehlen. Die Story kommt aber natürlich besser im Film-Medium rüber, als über das Buch.


>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/09/rezension-phantastische-tierwesen-und.html

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133 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

krankheit, nicola yoon, du neben mir, jugendbuch, liebe

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon , Simone Wiemken
Flexibler Einband
Erschienen bei cbt, 17.04.2017
ISBN 9783570310991
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich liebe dieses Buch. Es ist kurzweilig, romantisch, tragisch… irgendwie bittersüß und besonders.

Zitat: Eigentlich habe ich nur einen Wunsch – eine wundersame Selbstheilung […] aber diesen Wunsch äußere ich nicht, weil er unmöglich zu erfüllen ist. […] Also wünsche ich mir stattdessen etwas, das wahrscheinlicher ist als meine Heilung. Etwas, das uns beide weniger traurig macht.
„Ich wünsche mir Weltfrieden.“
(S. 20)

Die Botschaft, die das Buch vermittelt, ist nicht neu und wird ganz offen dargelegt: „Das Leben ist ein Geschenk. Vergiss nicht, es zu leben.“ Es gab schon viele Bücher mit einer ähnlichen Thematik und Botschaft, aber die Art und Weise, wie die Geschichte von Maddy erzählt wird und den Leser hautnah teilhaben lässt, hat mich wirklich begeistert.

Durch die verschiedenen Medien, die eingebunden wurden (Chatverläufe, Notizzettel, Bilder etc.), wird dem Leser viel Abwechslung geboten und es wurde auch stilistisch sehr gut umgesetzt. So erfährt man anfangs vieles auf eher subtile Weise, ohne dass man das eigentliche Geschehen „beobachtet“ oder langweilige Gedankenmonologe liest. Das ist einfach mal was anderes und hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und lässt sich locker flockig lesen. Die Charaktere sind einprägsam und obwohl sie eigentlich kaum beschrieben werden, empfand ich sie als sehr lebendig und authentisch.

Ich finde es auch schön, wie die Autorin mit Methapern spielt. Zum Beispiel als Maddy ein Modell für ihren Architektur-Kurs gebaut hat (S. 70). In jedes Modell setzt sie einen kleinen Astronauten, diesmal sitzt er in einem Imbiss:

[Ihr Lehrer betrachtet die Szene]
„Ganz wunderbar, meine Liebe. Aber wie soll er all diese Köstlichkeiten essen, wenn er den Helm aufhat?“
Ich schaue mir den Astronauten an. Es ist mir nie in den Sinn gekommen, dass er tatsächlich etwas essen will.


Es ist klar, dass der Astronaut sinnbildlich für Maddy steht. Ihr ist selbst nicht klar, welche Bedürfnisse sie eigentlich hat. Und sie ist (genau wie der Astronaut in seinem Anzug) von den anderen Menschen abgeschnitten. Es gibt noch mehr solcher Vergleiche und Methapern, das hat mir wirklich gefallen.

Das Ende war für mich gar nicht so überraschend wie für viele andere. Ich hatte bereits auf Seite 150 eine erste Ahnung und auf Seite 175 war ich mir ziemlich sicher, worauf es hinausläuft. Trotzdem hat das Buch nichts von seinem Sog verloren und ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.


Fazit:
Manchmal ist es einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit. „Du neben mir…“ war genau das, was ich gebraucht habe: es ist lebensbejahend, optimistisch und doch tragisch, bietet Spannung und Romantik und hinterlässt einfach ein positives Gefühl.
Ich kann Maddys Geschichte uneingeschränkt weiterempfehlen!

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/08/reension-du-neben-mir-nicola-yoon.html

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sachbuch, gehirn, hirn, synapsen, thebrain

The Brain

David Eagleman , Jürgen Neubauer
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Pantheon, 06.03.2017
ISBN 9783570552889
Genre: Sachbücher

Rezension:

Selten ist mir beim Lesen eines Sachbuchs so oft das Wort „Faszinierend!“ rausgerutscht. Aber genau das ist es! Obwohl das Buch mit knapp 200 Seiten sehr dünn ist, befindet sich extrem viel Wissen darin und jede Seite birgt ein neues Aha-Erlebnis.

Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen „Wer bin ich?“ und „Was ist die Wirklichkeit?“ und bietet einen umfassenden Blick in die Vorgänge des Gehirns. Man lernt hier wie das Gehirn Entscheidungen trifft und wie es beeinflusst werden kann und vieles mehr.

David Eagleman hat es sehr gut geschafft, die Inhalte des Buchs nicht nur sachlich, sondern auch unterhaltsam und für Laien verständlich zu beschreiben. Verschiedene Abbildungen und Grafiken helfen zusätzlich dabei, die beschriebenen Szenarien zu verstehen.

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch und kann es jedem empfehlen, der sich auch nur ansatzweise für diese Thematik interessiert!

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/09/rezension-brain-die-geschichte-von-dir.html

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

dinosaurier, jugendbuch, romeo und julia, paläontologie, empfehlung

Vom Suchen und Finden

Kenneth Oppel , Jessika Komina , Sandra Knuffinke , Wolfgang Staisch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.07.2017
ISBN 9783791500409
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte von Rachel und Sam konnte mich stellenweise ganz gut unterhalten und mir gefiel das Setting auch sehr, aber so wirklich vom Hocker gerissen hat es mich dann doch nicht.

Dabei begann alles sehr vielversprechend. Der Schreibstil ist sehr locker und einfach gehalten und ermöglicht einen glatten Einstieg in die Geschichte. Sie spielt wohl so um 1860, was zwar nicht explizit erwähnt wird, aber man kann es sich aus den gegebenen Informationen erschließen.

Die Figuren sind sehr schön beschrieben und die beiden Ich-Erzähler Rachel und Sam waren mir gleich sympathisch, man bekommt einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Gefühle. Die Konflikte wurden auch gleich sehr gut skizziert, so besteht nicht nur eine Rivalität zwischen den beiden Vätern, sondern auch die Vater-Kind-Beziehung hat so ihre Probleme.

Rachel will die Universität besuchen und Paläontologin werden, ihr Vater würde sie aber lieber verheiraten und zur Hausfrau degradieren. Samuel macht sich nicht viel aus seiner Ausbildung und will lieber gleich mit seinem Vater zu Ausgrabungen gehen. Doch sein Vater, der selbst keine gute Ausbildung genießen konnte, will dass sein Sohn einmal ein angesehener Professor wird und erstmal studieren geht.

Dazu kommt noch, dass sich die Fossilienjäger denselben Schatz ausgesucht haben und sich nun in die Quere kommen. In den Badlands treffen die beiden Lager also immer wieder aufeinander, rivalisieren, intrigieren und sabotieren: Wer wird die besten Fossilien finden? Wer wird mehr Anerkennung bekommen? Wer findet die legendäre Dark Beauty? Und dann gibt es da noch die Sioux-Indianer, die es gar nicht toll finden, die Weißhäute in ihrem Revier zu haben.

Das alles sind gute Zutaten für einen spannenden Roman, doch leider wurde das Konfliktpotential für meinen Geschmack einfach nicht gut ausgeschöpft. Die Zwistigkeiten wirken alle sehr seicht, die Konfliktsituationen werden oft viel zu schnell aufgelöst. Auch bei der Sache mit den Indianern hatte ich auf mehr Wiederstand gehofft.

Das Setting mit den Ausgrabungen und den Badlands hat mir sehr gut gefallen. Auch das Vorkommen der Indianer-Stämme und das Einweben des alten Konflikts zwischen den Ureinwohnern und den Eindringlingen fand ich sehr spannend, leider blieb das viel zu sehr im Hintergrund.

Der Fokus liegt hier definitiv auf der Liebesgeschichte zwischen Rachel und Sam. Doch obwohl es hier ein Auf und Ab der Gefühle gibt, bleibt auch dieser Aspekt eher unspektakulär und verläuft (trotz der schlechten Ausgangslage) etwas zu glatt.

Alles in allem ist die Geschichte sehr vorhersehbar und bietet nicht viel Spannung. Allein das Setting konnte mich überzeugen und hat es einigermaßen geschafft, dass das Buch etwas Originalität aufweist. Ansonsten bietet das Buch leider nicht sehr viel Neues und konnte mich nicht vollends begeistern.

Ich kann das Buch eher für eine jüngere Zielgruppe empfehlen oder als seichte Unterhaltung für Zwischendurch.


>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/07/rezension-vom-suchen-und-finden-kenneth.html

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249 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

todesmarsch, stephen king, horror, thriller, tod

Todesmarsch

Stephen King , Nora Jensen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453436916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für „Todesmarsch“ brauchte ich keine Empfehlung. Es ist ein King-Buch und das ist für mich Grund genug, es zu lesen. Dementsprechend habe ich vorher keine Rezensionen dazu durchgelesen und weiß nicht, wie andere das Buch bewerten und ob sie den tieferen Sinn darin entdeckt haben.

Ich will niemandem die Gelegenheit nehmen, den Sinn selbst zu entdecken, deswegen löse ich die Hinweise, die ich markiert habe, erst am Ende auf. Falls DU, lieber Leser, das Buch noch nicht gelesen hast, solltest du also die Auflösung am Ende meiner Rezension nicht lesen. 
Die Rezension ist spoiler-frei, die Auflösung aber nicht!


Die Geschichte beginnt damit, dass Ray Garraty von seiner Mutter zum Startpunkt des sogenannten Todesmarschs gebracht wird (Hinweis 1). Als Leser ist man völlig ahnungslos: Was ist der Todesmarsch genau? Warum wird er veranstaltet? Warum nehmen die Jungs überhaupt freiwillig daran teil? Mich haben diese Fragen am Anfang sehr beschäftigt und auch motiviert weiterzulesen. Später war es nur noch die Frage: Wer wird den Marsch gewinnen? Doch irgendwann habe ich realisiert, dass keine dieser Fragen wichtig ist.

Der Marsch beginnt um 9 Uhr morgens, teilnehmen dürfen nur Jungs im Alter 17 Jahren (Hinweis 2). Man erlebt alles aus der Sicht von Garraty, seine Gedanken und Gefühle, seine Einstellung, seine Schmerzen, seine Qual. Er schließt sich anderen Gehern an, es entsteht so etwas wie Freundschaft und auch Feindschaft zwischen den 100 Teilnehmern. Doch nur einer kann gewinnen. Es gibt klare Regeln für den Todesmarsch. Missachtet man sie, wird man verwarnt. Nach drei Warnungen wird man erschossen. Verlässt man die Straße, wird man ohne Vorwarnung erschossen. Kurzer Prozess.

Anfangs hat es mich erstaunt, dass es nur selten eine richtige Rivalität zwischen den Gehern gibt. Viele helfen sich sogar untereinander, obwohl sie doch davon profitieren, wenn andere früh sterben – denn der Marsch endet erst, wenn alle anderen tot sind (Hinweis 3). Die Stimmung des Buchs ist von Anfang an eher gedrückt und sehr getragen. Nicht unbedingt beängstigend, eher beklemmend.

Der Major, der dieses Spiel sozusagen leitet, taucht als Randfigur nur sporadisch auf, ist in den Gedanken der Geher aber oft präsent. Er war mir anfangs sehr suspekt, ich konnte ihn überhaupt nicht einschätzen und war mir seiner Rolle in dieser Geschichte nicht bewusst. Von den Gehern wird er mal bewundert und bejubelt und dann wieder gehasst und verachtet (Hinweis 4).

Die Zuschauer dieses ganzen „Spektakels“ empfand ich als abstoßend und widerlich. Garraty freut sich zunächst, als er von ihnen angefeuert wird, später empfindet er es als Hohn (Hinweis 5). Meine erste Vermutung war, dass die Zuschauer auf unsere verkommene Gesellschaft hindeuten und der Todesmarsch eine perverse Unterhaltungsshow ist, die sie von ihrem eigenen tristen Leben ablenkt. Dazu wird das ganze aber nicht öffentlich genug gemacht. Zuschauer sind erst gegen Ende erlaubt und Fernsehkameras sind auch eher selten zu finden. (Ist aber wohl trotzdem ein Seitenhieb auf die heutige Unterhaltungsindustrie, das würde zumindest die Zitate aus verschiedenen realen Game-Shows über jedem Kapitel erklären - meine zweite Vermutung steht in der Auflösung unten).

Nach und nach scheiden Teilnehmer aus. Manche verstoßen gegen die Regeln, manche haben körperliche Beschwerden, die sie am Weitergehen hindern. Aber wie schon früh von Stebbins (einem mysteriösen Jungen) angedeutet wird, kommt es nicht auf die körperliche Konstitution an, sondern auf die Einstellung. Selbst ein schwächlicher Junge könne es bis zum Ende schaffen (Hinweis 6).

Manche laufen über ihre Grenze hinaus weiter. Andere verlieren den Verstand und wählen die Abkürzung aus dem Marsch – den schnellen Tod (Hinweis 7).

Alle anderen motivieren sich irgendwie dazu ihre Kontrahenten auszustechen und zu gewinnen, setzen sich bestimmte Ziele, die sie unbedingt erreichen wollen (Hinweis 8). Garraty wird gefragt, warum er an dem Marsch überhaupt teilnimmt, aber er antwortet nicht, er weiß es gar nicht so genau. Auch die anderen haben keine wirklichen Gründe. Das hat mich beim Lesen zuerst fürchterlich aufgeregt. Denn es muss doch einen Sinn geben, warum sie sich dieser Qual aussetzen, oder?

Liest man das Buch nur oberflächlich und erkennt den tieferen Sinn nicht, könnte ich mir vorstellen, dass man die Geschichte langweilig findet und von dem Ende sogar enttäuscht ist. Das Ende wirkt sehr offen und abrupt, ergibt aber Sinn, wenn man die Geschichte wirklich verstanden hat.

Ich finde das Buch jedenfalls unglaublich gut umgesetzt und die Erkenntnisse, die ich beim Lesen hatte, haben mich wirklich überwältigt. Erkennt man den Sinn dahinter, ist das Buch einfach grandios.


>> Damit die Rezension nicht zu lang wird, verweise ich für die Auflösung auf meinen Blog >> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/07/rezension-todesmarsch-stephen-king.html

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159 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

rainbow rowell, magie, zauberer, fantasy, jugendbuch

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423640329
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte mit diesem Buch wirklich ein paar vergnügliche Lesestunden. Es ist bestimmt nicht perfekt (ich habe auch kleine Kritikpunkte, auf die ich noch näher eingehen werde), aber alles in allem hat es mir wirklich Spaß gemacht, in die Welt von Simon Snow einzutauchen.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Eigentlich kommt so gut wie jede Person darin mal als Ich-Erzähler zu Wort, hauptsächlich aber Simon, Baz, Penny und Agatha. Anfangs fand ich das extrem anstrengend, weil ich mich kaum in eine Person eingefühlt hatte und dann nach wenigen Seiten schon wieder herausgerissen wurde, weil der Erzähler wechselte. Irgendwann gewöhnte ich mich aber an diesen eigenwilligen Stil und die raschen Perspektivwechsel.

Viele bemängeln die Ähnlichkeiten von Simon Snow mit Harry Potter, doch ehrlich gesagt habe ich beim Lesen kaum an die Harry-Potter-Reihe denken müssen. Für mich waren die Ähnlichkeiten eher hintergründig und überhaupt nicht störend. Simon Snow kann als eigenständige Geschichte sehr gut funktionieren. Man muss auch „Fangirl“ nicht gelesen haben, wo Simon Snow als Fanfiction-Figur vorkommt.

Die Welt der Magier, die in diesem Buch beschrieben wird, fand ich ziemlich cool. Vor allem haben mich die Zaubersprüche immer wieder zum Schmunzeln gebracht – was für eine geniale Idee, Kinderreime und banale Sprüche zu verwenden! Einer meiner Favoriten ist definitiv „Have a break, have a Kit-Kat“ xD

Das Buch ist also auch etwas mit Humor zu nehmen, denn vieles wird auch auf nahezu satirische Weise behandelt. Hier ein Beispiel:

„Jeder Zauberer erbt ein Artefakt aus seiner Familie. Baz hat, wie ich, einen Zauberstab; alle Pitches arbeiten mit Zauberstäben. Penny dagegen benutzt einen Ring. Und Gareth eine Gürtelschnalle. (Das ist ziemlich unpraktisch – wenn er zaubern will, muss er immer sein Becken vorstrecken. Er findet das irgendwie kess, alle anderen allerdings nicht.)“ – S. 170

Dazu kommt noch die unglaublich süße Liebesgeschichte. Ich muss zugeben, ich habe an manchen Stellen vor Vergnügen und Entzücken gequiekt und gekichert wie ein echtes Fangirl. Es war einfach mega süß! Wobei ich anmerken muss, dass mir die Liebesgeschichte ab einem gewissen Punkt etwas zu schnell ging. Ich hätte mir da etwas mehr Entwicklung gewünscht, nicht so einen abrupten Sprung…

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Zusammenfassungen. Generell finde ich es nicht schlimm, dass die Geschichte im letzten Schuljahr ansetzt und Simon bereits vieles erlebt hat, wovon der Leser nur nebenbei etwas erfährt. Aber für mich war gerade der Anfang des Buchs etwas zu vollgestopft mit narrativen Zusammenfassungen und Rückblenden. Das wurde schnell etwas langweilig bzw. man hatte das Gefühl, dass die Geschichte überhaupt nicht in Gang kommt. Im zweiten Teil des Buchs (ab Seite 155) wird das aber deutlich besser.

Meine letzte Kritik betrifft die Charaktere. Sie haben mir eigentlich ganz gut gefallen, aber ihnen fehlte das gewisse Etwas. Die Charaktertiefe. Denn obwohl man durch die Ich-Perspektive in jede Figur Einblick hatte, wirkten sie auf mich trotzdem etwas zu eindimensional und oberflächlich.

Diese kleinen Kritikpunkte außer Acht gelassen, hat mir die Geschichte jedoch wirklich viel Freude bereitet. Die Suche nach der Wahrheit, das Finden der Liebe und die magische Welt – all das fand ich wirklich toll.

Das Ende war kein typisches Friede-Freude-Eierkuchen, was ich schade fand, weil ich es mir für die Charaktere gewünscht hätte. Die Stimmung war etwas düster und gedrückt. Andererseits konnte ich das auch nachvollziehen, nach all den Erlebnissen wäre es unglaubwürdig, wenn es alle mit einem Lächeln wegstecken und unbeschwert ihr Leben weiter leben.

Fazit:
Empfehlenswert für Fantasy-Fans, die gerne mal eine nicht allzu ernstzunehmende Geschichte lesen wollen. Bei mir punktet das Buch überwiegend durch Witz und Einfallsreichtum.

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/08/rezension-aufstieg-und-fall-des.html

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

scifi, gay romance, gay fiction, phobie, philosophisch

Blind

Annette Juretzki
E-Buch Text: 392 Seiten
Erschienen bei Traumtänzer-Verlag Lysander Schretzlmeier, 01.07.2017
ISBN 9783947031078
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Meine Bewertung liegt irgendwo zwischen 4 und 5 Sternen ;-)
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, es handelt abseits aller Klischees und bietet überraschend viel Tiefgang. Ich hatte nur zwei kleine Probleme damit: den Anfang und das Ende!

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich schwer gefallen. Man wird gleich in die Handlung hineingeworfen, sodass ich anfangs keinen Bezug zu den Charakteren oder der Welt herstellen konnte. Das Raumschiff landet auf Xenens Planeten und die Action startet, dazwischen gibt es einige Hintergrundinformationen, die ich noch nicht richtig einzuordnen wusste und viele Namen, die ich ebenfalls noch nicht zuordnen konnte. Es fiel mir sehr schwer der Geschichte zu folgen, weil zu schnell zu viel passierte.

Sobald Xenen aber auf dem Raumschiff ankam und ich alles Neue durch seine Augen kennenlernte, fand ich endlich in die Geschichte hinein. Fühlte ich mich vorher noch als unbeteiligter Beobachter der Geschehnisse, war ich ab diesem Zeitpunkt auch emotional involviert und konnte mich mit Xenen identifizieren und mit ihm sympathisieren.

Auf dem Raumschiff herrscht gewaltiges Konfliktpotential, das auch gut ausgeschöpft wird. Da die Crew aus verschiedenen Spezies besteht, kommt es zu einigen Spannungen. Rassismus bzw. Xenophobie sind hierbei die vorrangigen Probleme. Diese Aspekte fand ich sehr gut eingebracht und halte ich auch für sehr realistisch in diesem Szenario.

Positiv hervorheben will ich die gründliche Ausarbeitung der beschriebenen Welt. Durch die vielen Details wirkt die Geschichte authentisch, die Charaktere haben sehr viel Tiefe und ich bewundere wirklich die Arbeit und Leidenschaft, die offensichtlich dahinter steckt!

Außerdem finde ich den Schreibstil der Autorin wirklich angenehm zu lesen. Ihre Wortwahl, die einfallsreichen Metaphern und die bildreiche Sprache, konnten mich wirklich begeistern. Die vielen fremdartigen Wesen, Dinge und Worte und auch die Hintergrundinformationen werden so geschickt eingebracht, dass sie sich stimmig in die Geschichte einfügen und keineswegs stören.

Mit den drei Protagonisten (Xenen, Jonas und Zeyn) konnte ich mich sehr schnell anfreunden. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt und ich finde es toll, wie es der Autorin gelungen ist, jeden Charakter individuell herausklingen zu lassen.

Kommen wir zum Ende… „Sternenbrand“ erscheint als Zweiteiler. Die Aufteilung war ursprünglich nicht geplant, weswegen ich das hier auch nicht negativ werten will… aber leider hinterließen das offene Ende und der nicht vollendete Spannungsbogen ein leicht unbefriedigtes Gefühl bei mir. Ich bevorzuge es, wenn ein klarer Höhepunkt erkennbar ist und (auch bei Mehrteilern) ein rundes Ende entsteht, zumindest was den Spannungsbogen betrifft. Mit Cliffhangern komme ich normalerweise gut klar, aber hier wird man doch etwas zu abrupt aus der Geschichte gerissen.

Nichtsdestotrotz überwiegen für mich die positiven Aspekte. Die Umsetzung ist alles in allem einfach grandios, der Schreibstil ist toll und die Tiefe der Charaktere und der Geschichte ist einfach atemberaubend.
Ich kann es kaum erwarten den 2. Teil zu lesen!

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/07/rezension-sternenbrand-blind-annette.html

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91 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

schreiben, ratgeber, sachbuch, schreibratgeber, autoren

Wie man einem verdammt guten Roman schreibt

James N Frey , Jochen Stremmel , Hejo Emons
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 05.05.2016
ISBN 9783924491321
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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706 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 68 Rezensionen

bücher, london, liebe, bookless, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
Flexibler Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Körner, Ina, 15.08.2013
ISBN 9783000426148
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich schwanke gerade, ob ich dem Buch 3 oder 4 Sterne geben soll. Einerseits habe ich das Buch verschlungen, andererseits haben mich auch ein paar Dinge gestört. Ich versuche das mal zu erklären.

Den Prolog empfand ich persönlich als unnötig, zumal die gleiche Szene am Ende des Buches noch einmal 1:1 übernommen wurde. Wahrscheinlich wurde es vorangestellt, um den Leser gleich „zu fesseln“ und Spannung aufzubauen. Bei mir hat das nicht so ganz geklappt. Der Prolog war zu lang und da ich noch keinen Bezug zur Geschichte und dem Charakter Lucy hatte, hat mich die Szene eher etwas verwirrt, statt gefesselt.

Als die Geschichte dann aber richtig losging, war ich tatsächlich positiv überrascht. Ich bin sehr schnell reingekommen. Die Story entwickelte gleich einen unheimlichen Sog, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, was es mit Lucys Gabe auf sich hat und welche Rolle Nathan in der ganzen Sache spielt.

Die Charaktere machen leider keine erkennbare Entwicklung durch. Lucy ist von Anfang an relativ unerschrocken und neugierig, aber wird auch von allen anderen bemuttert und lässt sich das gefallen. Nathan fühlt sich seiner Familie verpflichtet, hat aber auch seine Zweifel an deren Vorgehen. Daran ändert sich auch bis zum Ende nichts. Da es noch zwei Teile aus der Bookless-Reihe gibt, hoffe ich, dass sich die Charaktere dort noch etwas weiterentwickeln…

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Autorin benutzt selten Vergleiche oder Metaphern und die Dialoge sind auch oft etwas einfallslos und zu direkt, was ich etwas schade fand, aber dem Lesefluss schadet das zum Glück nicht.

Was mich jedoch gestört hat, war der auktoriale Erzählstil! Anfangs war mir nicht einmal bewusst, dass das Buch in diesem Stil geschrieben wurde, denn man sieht zuerst alles aus Lucys Perspektive. Zwischendurch dann mal ein paar Szenen aus Nathans Sicht, was ja auch okay ist. Als jedoch in einer aus Lucys Sicht erzählten Szene plötzlich Nathans Gedanken erwähnt wurden, war ich ziemlich verwirrt, dachte zuerst noch an ein Versehen. Doch zur Mitte des Buches wird der auktoriale Erzählstil immer deutlicher.

Es ist generell schwierig, den auktorialen Erzählstil gut umzusetzen, da der Leser schnell verwirrt ist und schlimmstenfalls den Bezug zu den Charakteren verliert. Marah Woolf hat es zwar nicht schlecht umgesetzt, aber mich hat dieses wilde Durcheinander der Perspektiven einfach ziemlich gestört.

Ich muss allerdings anmerken, dass das Buch von den unterschiedlichen Perspektiven auch profitiert. Es macht die Geschichte sehr kurzweilig und hält die Spannung aufrecht. Die Konflikte werden dadurch erst so richtig deutlich, weil man auch Nathans Zwiespalt erkennen kann.

Mir wäre es trotzdem lieber gewesen, wenn der personale Erzählstil gewählt worden wäre. Das schließt ja auch den Einsatz mehrerer Perspektiven nicht aus, nur ist es eben etwas geordneter und nicht so unübersichtlich innerhalb der jeweiligen Szenen…

Fazit:
Das Buch ist spannend und die Story schafft es zu fesseln und zu begeistern, trotz des verwirrenden Einsatzes des auktorialen Erzählstils. Ich achte bei Büchern mittlerweile recht kritisch auf die „technischen“ Dinge (Charakterentwicklung, Erzählstil usw.), aber hier haben wir den seltenen Fall, dass die genannte Kritik sich nicht merklich auf das Lesevergnügen ausgewirkt hat.

„Bookless“ hat mir ein paar schöne und spannende Lesestunden beschert, daher fallen meine Kritikpunkte letztendlich nicht mehr sooo sehr ins Gewicht, auch wenn ich mir einiges anders gewünscht hätte.

Ich vergebe 4 Sterne und freue mich auf den 2. Teil!

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

liebe, lovestory, drachenmond, verlust, romance

For Good: Über die Liebe und das Leben

Ava Reed
E-Buch Text: 195 Seiten
Erschienen bei Booklover Verlag, 29.11.2015
ISBN B018RGFK2Q
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Das Cover ist wunderschön, der Klappentext klingt interessant und die Autorin ist mir durch ihre Internetpräsenz bekannt. Ava Reed ist eine junge, relativ unbekannte, deutsche Autorin, die (aus der Ferne) sehr sympathisch wirkt und die ich wirklich gerne supporten will. "For Good" ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, und ich würde gerne wie viele andere Rezensenten schreiben, wie toll es doch ist... doch leider konnte es mich überhaupt nicht überzeugen.

Wo soll ich anfangen? Die Geschichte empfand ich leider ziemlich unglaubwürdig. Frau und Mann begegnen sich, verlieren sich aus den Augen, treffen sich dann zufällig wieder und es ist die große Liebe. Okay, das kann schon mal passieren, leider wirkte es aber viel zu konstruiert; das bekommt sogar Hollywood besser hin.

Die Charaktere sind für mich leider sehr blass geblieben, was es mir sehr schwer gemacht hat, mit ihnen zu lieben und zu leiden. Zudem sind sie auch noch sehr klischeehaft und hatten keine Ecken und Kanten, die einen Charakter erst interessant machen. Ben ist der liebevolle, muskulöse, verschmitzt lächelnde, perfekte Mann mit "schwieriger" Vergangenheit. Charlie ist die aufopfernde, ihren Mann über alles liebende Frau, die ohne ihn anscheinend gar nicht mehr lebensfähig ist.

Charlies "Liebe" zu Ben erinnert eher an Bellas Besessenheit von ihrem Edward - er ist ihr Ein und Alles, ohne ihn ist sie nichts, ohne ihn ist das Leben nicht mehr lebenswert. Dass das ziemlich überzogen ist, wäre ja nicht einmal schlimm, wenn wenigstens die Gefühle rüberkommen würden. Aber leider konnte ich diese Liebe nicht wirklich nachempfinden. Es gibt nie Streit zwischen den beiden, die Beziehung ist einfach zu perfekt und wirkt dadurch nicht eben authentisch. (In Kapitel 28 gibt es zwar einen klitzekleinen Konflikt, aber der wird aufgelöst, bevor er richtig entstehen kann und danach ich alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen.)

Die Idee mit den beiden Zeitlinien fand ich sehr gut, aber auch hier wurde Potential verschenkt. Man hätte daraus einen schönen Spannungsbogen machen können, denn auch wenn man durch die Gegenwart-Kapitel schon wusste, wie die Sache endet, blieben ja noch Fragen offen - Wie stirbt Ben? Wie findet Charlie zurück ins Leben? Die Antwort auf die erste Frage wird schon sehr früh angedeutet, sodass diese Spannung wegfällt.

Meine Motivation das Buch zu Ende zu lesen, war die Frage, wie Charlie zurück ins Leben findet. Und hier kam für mich dann die große Enttäuschung. Denn anstatt Charlie eine richtige Trauerbewältigung durchmachen zu lassen, wird hier lieber auf das große Drama gesetzt - und dazu noch eine sehr zweifelhafte Botschaft gesendet! (Ohne Spoiler kann ich hier nicht näher drauf eingehen.)

Vielleicht sind ein paar Leser in einer ähnlichen Situation wie Charlie, haben einen geliebten Menschen verloren und suchen in dem Buch Trost, Verständnis und einen Weg zurück ins Leben. Doch an Charlies Aktion sollte man sich wirklich kein Beispiel nehmen und ich finde es wirklich etwas grenzwertig, dass es so dargestellt wird, als wäre es die einzige Möglichkeit aus der Trauer herauszufinden (denn danach wird ja plötzlich alles wieder besser, oder?). Nein! Hier wurde wirklich auf das falsche Mittel zurückgegriffen, um beim Leser Gefühle auszulösen.

Leider greift die Autorin im Epilog dann noch einmal zu tief in die Trickkiste und beschert uns ein komplett kitschiges und unwirkliches Happy End. Diese "überraschende Wendung" (die ich mir übrigens schon denken konnte) ist einfach nur dazu da, dem Buch ein schnelles und sauberes Ende zu geben und den Leser mit einem guten Gefühl gehen zu lassen.

Bei mir hat das Buch leider kein gutes Gefühl hinterlassen. Die Kritikpunkte an der Story habe ich nun ausführlich dargelegt. Dazu kommt noch der Schreibstil, der zwar nicht schlecht ist, aber auch nicht herausragend. Viele Formulierungen sind einfallslos und wiederholen sich oft (es wird oft "stoßweise" geatmet, Bens Blick ist "warm", seine Stimme "rau" usw.)... wenn solche Allgemeinplätze hin und wieder verwendet werden, ist das ja okay, aber so häufig wie es hier vorkommt, wirkt es bald nur noch verbraucht und langweilig. Die Dialoge sind leider auch ziemlich platt und zusammen mit den blassen Charakteren ergibt das keine gute Kombination.

Es tut mir wirklich leid, dass ich keine positivere Rezension schreiben kann, denn die Grundidee von "For Good" hat Potential, aber es gibt einfach zu viele Dinge, die man hätte besser machen können.

Nichtsdestotrotz werde ich noch andere Bücher der Autorin lesen. Ich denke, dass sie mehr kann und dass sie sich noch weiterentwickeln wird... und diese Entwicklung will ich nur ungern verpassen ;)

>> http://honest-magpie.blogspot.de

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609 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, entführung, spannung, fitzek

Das Joshua-Profil

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich anfing „Das Joshua-Profil“ zu lesen, kam mir gleich ein Zitat aus Stephen Kings Sachbuch „Das Leben und das Schreiben“ ins Gedächtnis:
„Die Leute lesen gerne über Berufe. Keiner weiß, warum, aber es stimmt. Wenn Sie Klempner sind und gerne Science-fiction lesen, überlegen Sie sich doch mal einen Roman über einen Klempner an Bord eines Raumschiffs oder auf einem fremden Planeten.“ (S.177)
Er wollte damit verdeutlichen, dass kaum ein höheres Maß an Authentizität erreicht werden kann, als wenn der Autor persönliche Erfahrungen einfließen lässt. Sebastian Fitzek hat seiner Romanfigur Max Rhode den Beruf des Schriftstellers gegeben und man nimmt es ihm ab! Die Gedanken des Protagonisten, die Bezüge, die er immer zu seiner Schriftstellerei herstellt – all das wirkt authentisch und macht die Figur lebendig und greifbar.

Dank dieser Authentizität fiel es mir sehr leicht, mich in Max hineinzuversetzen und mit ihm zu sympathisieren. Dementsprechend habe ich bei den unglaublichen Geschehnissen, die ihm zustoßen, sehr mitgefiebert und gehofft, dass alles gut ausgeht.

Ich empfand das Buch als unglaublich spannend und mitreißend, was nicht nur an der Thematik lag, sondern natürlich auch an Fitzeks tollem Schreibstil und dem gelungenen Plotaufbau. Die Story ist teilweise (vor allem am Anfang) verwirrend, aber auf eine angenehme Art, weil man lange Zeit einfach im Dunkeln tappt, genau wie Max. Ich habe immer wieder versucht, die Puzzlestücke, die nach und nach aufgedeckt wurden, richtig zusammenzusetzen – und bin gescheitert. Ich hatte viele Theorien, aber am Ende hat keine davon gestimmt. Herr Fitzek hat es mal wieder geschafft mich zu überraschen!

Mich fasziniert auch immer wieder, wie der Autor es schafft, wichtige und teilweise sensible Themen in seine Bücher mit einzuarbeiten. In diesem Fall z.B. die Pädophilie von Cosmo. Mit Sicherheit kein schönes Thema, aber ich bewundere es, wie respektvoll Fitzek es behandelt hat. Zudem noch die spannende Thematik des „gläsernen Menschen“ und der (staatlichen) Überwachung, die heutzutage viele beschäftigt – das Buch trifft damit den Nerv der Zeit und regt zum Nachdenken an.

„Das Joshua-Profil“ hat mich wirklich begeistert. Thriller sind eigentlich nicht mein bevorzugtes Genre, aber Fitzeks Bücher fesseln mich immer wieder.
Sehr empfehlenswert!

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/07/rezension-das-joshua-profil-sebastian.html

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(210)

413 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

brandenburg, blutschule, horror, die blutschule, gewalt

Die Blutschule

Max Rhode
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175024
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Soll ich es als Begleitbuch zu „Joshua-Profil“ betrachten oder als eigenständigen Roman? Ändert meine Sichtweise etwas an der Qualität der Geschichte? Das vielleicht nicht, aber es beeinflusst doch meine Bewertung.

Als Begleitbuch bzw. Bonus-Story finde ich „Die Blutschule“ okay. Es ist spannend aufgebaut und lässt sich flüssig lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Simon geschildert, der die Erlebnisse seiner Kindheit als eine Art Therapie aufschreibt. Es fängt alles ganz harmlos an, als die Familie nach Brandenburg in ein altes Haus zieht. Doch schon bald häufen sich die merkwürdigen Ereignisse.

Ich fand das Tempo, mit dem die Geschichte voranschreitet, sehr angenehm. Am Anfang nimmt sich der Autor Zeit, die einzelnen Personen einzubringen und die Ausgangssituation zu beschreiben. Kaum ist die Familie im neuen Zuhause angekommen, werden die ersten Spannungselemente eingebaut und das Tempo zieht langsam an. Als der Vater seine Söhne auf die Insel bringt, um sie zu „unterrichten“, entwickelt sich die Story zu einer Art Horror-Schocker mit Folter, Tod und jeder Menge Angst.

Soweit so gut. Betrachte ich das Buch nun als eigenständigen Roman, gibt es einige Dinge zu bemängeln. Zuerst dachte ich beim Lesen noch: „Wow, die Story könnte von Stephen King himself sein“. Leider fehlt dem Buch dazu jedoch die nötige Tiefe und Originalität. Es wirkt alles relativ oberflächlich und ist (wie ich so gerne sage) „nichts Halbes und nichts Ganzes“. Die Handlung rauscht so vorbei, ist zwar spannend aufgebaut, wirkt aber irgendwie unausgegoren. Einige Handlungselemente hätten etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, wie z.B. die Hintergründe des Seelenspiegels oder Stotter-Peters Geschichte.

Ich kann irgendwie verstehen, dass sich Herr Fitzek für dieses Bonus/-Begleitbuch nicht so sehr ins Zeug gelegt hat, wie für seine „richtigen“ Bücher, trotzdem hatte ich mir etwas mehr erhofft. Als eigenständiges Werk kann es einfach nicht mit anderen Büchern dieses Genres mithalten. Trotzdem hat das Buch einen gewissen Unterhaltungswert und lässt sich wirklich gut lesen. Dafür gibt’s immerhin noch 3 Sterne.

>> http://honest-magpie.blogspot.de/2017/07/rezension-die-blutschule-max-rhode.html

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

doctorwho

Doctor Who - Kriegsmaschinen

George Mann ,
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 23.02.2015
ISBN 9783864252921
Genre: Science-Fiction

Rezension:

„Kriegsmaschinen“ ist nun schon das 4. Doctor-Who-Buch, das ich gelesen habe, und bisher auch das beste! Es ist unterhaltsam, spannend, sehr gut geschrieben und hat eine solide Grundstory. Dass der Kriegsdoktor hier die zentrale Rolle spielt, ist natürlich auch ein Pluspunkt, denn von ihm erfährt man in der BBC-Serie nur recht wenig.

Der Autor hat den Kriegsdoktor sehr treffend portraitiert, wie ich finde. Er unterscheidet sich von seinen anderen Inkarnationen, die doch eher fröhliche und energiegeladene Gesellen sind. Der Kriegsdoktor hingegen ist alt und müde vom Krieg. Er wirkt oft etwas mürrisch und abgeklärt. Doch trotzallem handelt er nicht rücksichtslos und versucht den Menschen zu helfen. Anders als die anderen Vertreter seines Volkes, die im Krieg gegen die Daleks jedes Mittel in Erwägung ziehen, auch wenn es Menschenleben kostet.

Ich fand es unheimlich spannend einen Blick in den Zeitkrieg zu werfen, von dem man in der Serie oft gehört, aber wenig gesehen hat. Die Daleks haben eine Temporalwaffe entwickelt, die das Opfer nicht nur tötet, sondern auch die Geschichte umschreibt, sodass derjenige nie existiert hat. Mithilfe des Tantalusauges (eine temporale Anomalie), das die Waffe mit Energie versorgt, wollen sie nun auch den Planeten Gallifrey aus der Geschichte löschen… was natürlich fatale Folgen für das ganze Universum hätte.

Die Story ist sehr gut ausgearbeitet und spannend umgesetzt. Cinder, die junge Frau, die den Doktor hier zeitweise begleitet, fügt sich perfekt in das Bild ein und gibt der Geschichte mehr Tiefe. Denn durch Cinder bekommen wir einen Einblick in das Leben der Zivilisten, die unter dem Krieg zu leiden haben.

Cinder ist eine taffe, junge Rebellin, die sich nichts mehr wünscht, als dass der Krieg endlich aufhört. In ihrer Begegnung mit dem Doktor sieht sie die Chance, dem Krieg zu entfliehen und auf einem friedlichen Planeten ein normales Leben zu führen. Sie gefiel mir als Begleiterin sehr gut und hat nach meinem Empfinden gut mit dem Kriegsdoktor harmoniert.

Auch das Auftauchen einiger bekannter Time Lords hat mich gefreut. Der Master wird zwar nur kurz erwähnt, aber Rassilon und Borusa spielen eine größere Rolle. Karlax ist ein neu eingeführter Charakter; ein rücksichtsloser Time Lord, der dem Doktor immer wieder Probleme bereitet und als zusätzlicher Antagonist noch mehr Spannungen und Konflikte in das Buch bringt.

Wie man unschwer erkennen kann, bin ich ziemlich begeistert von dem Buch. Auch der Schreibstil des Autors trug dazu bei, dass mir das Lesen wirklich Freude bereitet hat. Dazu kommen noch viele Anspielungen und Referenzen zur Serie, die teilweise nur ein echter Whovian entdeckt (z.B. das Bestreben Dalek-Mensch-Hybriden zu erschaffen, was erstmals in der 22. Staffel der Classic-Who-Serie vorgekommen ist oder die Züchtung von Dalek-Embryonen, wie es später auch der „Kult von Skaro“ in der New-Who-Serie versucht oder die Erwähnung von UNIT und dem Brigadier, mit dem der Doktor eine Zeitlang zusammen gearbeitet hat… und vieles mehr).

Also, für alle Doctor-Who-Fans kann ich hier definitiv eine Leseempfehlung aussprechen. Es ist eine tolle Ergänzung zur Serie, man lernt den Kriegsdoktor besser kennen und kämpft an seiner Seite im Ewigen Krieg gegen die Daleks. Von mir gibt’s die volle Punktzahl!

>> http://honest-magpie.blogspot.de

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

science-fiction, maus, experiment, daniel keyes, forschung

Blumen für Algernon

Daniel Keyes
Flexibler Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 25.04.2017
ISBN 9783608960297
Genre: Romane

Rezension:

Obwohl "Blumen für Algernon" als Klassiker gilt, ist die Geschichte auch unter Leseratten eher unbekannt. Vielleicht werden auch viele von dem Label "Science Fiction" abgeschreckt, wobei das Buch nur wenige SciFi-Elemente aufweist und eher psychologische und soziale Aspekte beinhaltet.

Der geistig zurückgebliebene Charlie wird einer Operation unterzogen, die ihn intelligenter machen soll. Doch obwohl seine Intelligenz nach der OP rasant zunimmt, bleibt er emotional noch auf einem kindlichen und naiven Niveau. Das führt zu einigen emotionalen und psychischen Problemen, denen sich Charlie im Laufe der Geschichte stellen muss.

Dachte er früher er hätte Freunde, bemerkt er nun, dass sich die Leute nur über ihn lustig gemacht haben. Alle Menschen, die er in seinem retardierten Zustand als "Geistesriesen" wahrgenommen hat, überflügelt er schon bald mit seinem Intellekt. Bald findet er niemanden mehr, der seinem erhöhten Niveau entspricht und der sich noch mit ihm messen kann. War er früher ein Außenseiter weil er zurückgeblieben war, ist er nun aufgrund seines Intellekts ein Außenseiter.

Auch die Erinnerungen aus seiner Kindheit machen ihm zu schaffen. Er erinnert sich, wie er von seinen Eltern verstoßen und von Gleichaltrigen gehänselt wurde. Er wollte immer nur intelligent werden, damit seine Mutter stolz auf ihn ist und um neue Freunde zu finden.

Doch seine neu gewonnene Intelligenz macht ihn zynisch, launisch und verbittert. Die wenigen Freundschaften, die er sich aufgebaut hat, gehen in die Brüche. Nur die Maus Algernon, die der gleichen Operation unterzogen wurde wie er, betrachtet er noch als Freund.

Als Algernon aber eines Tages anfängt sich merkwürdig zu verhalten, erkennt Charlie, dass auch ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Das angewandte Verfahren ist nicht von Dauer, der geistige Verfall wird ihn wieder zu einem Retardierten machen.

Um wenigestens etwas Gutes aus der Situation zu ziehen, setzt Charlie alles daran, den Fehler in der Formel zu finden, damit vielleicht in ferner Zukunft ein weiterer Versuch unternommen werden kann, retardierte Menschen intelligenter zu machen.

Es ist sehr interessant Charlies bewegende Geschichte zu lesen. Die ersten ca. 40 Seiten sind schwere Kost - nicht weil der Inhalt besonders anspruchsvoll ist, sondern weil das Buch aus Forschungsberichten besteht, die Charlie selbst verfasst. In seinem retardierten Zustand ist er kaum fähig zu schreiben, somit gibt es massenhaft Rechtschreibfehler zu Beginn des Buches. Trotzdem finde ich es großartig, dass es so umgesetzt wurde. Man kann sich viel besser in Charlie hineinversetzen und nimmt auch an der Veränderung teil, einzig dadurch, dass sich die Rechtschreibung und Ausdrucksweise ständig bessert.

Charlies psychische Verfassung wird dem Leser sehr gut verständlich gemacht. Durch die selbstgeschriebenen Forschungsberichte bekommt man einen tiefen Einblick in Charlies Gefühlswelt und ich konnte sein Verhalten und seine Situation gut nachvollziehen.

Ich würde das Buch nicht in die Kategorie "Science Fiction" sondern eher "Drama" einordnen. Denn es geht hier überwiegend um Charlies Innenleben, die sozialen und psychischen Auswirkungen der Operation und auch um die Frage "Was ist besser?". Wäre Charlie glücklicher gewesen in seinem retardierten Zustand zu bleiben, anstatt intelligent zu werden und zu bemerken, dass er keine Freunde und Gleichgesinnte hat?

Mich lässt das Buch sehr nachdenklich zurück und ich kann es wirklich weiterempfehlen.

>> http://honest-magpie.blogspot.de

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180 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 111 Rezensionen

jugendbuch, convention, liebe, nerd, ana und zak

Ana und Zak

Brian Katcher , Ute Mihr
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423650250
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich würde diesem Buch so gerne die volle Punktzahl geben. Die Thematik hat mir gefallen, das Setting ist toll, die Charaktere sind liebenswert und es gibt jede Menge nerdige Anspielungen. Wäre das Ende nicht so schwach ausgefallen, hätte ich nichts zu bemängeln...

Zu Beginn des Buches werden uns die beiden Protagonisten vorgestellt. Sie erzählen jeweils abwechselnd aus der Ich-Perspektive, was einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Gefühle gibt.

Ana ist geordnet, strukturiert, eine Streberin. Doch das ist nicht selbst gewählt. Ihre Eltern erwarten nicht weniger als Perfektion von Ana und ihrem Bruder Clayton und stellen harte Regeln auf. Das gibt Ana nicht gerade viel Raum sich zu entfalten und ihren eigenen Interessen nachzugehen. Obwohl sie das Spiel ihrer Eltern mitspielt, zeigt sich bereits zu Beginn ihr Widerstand:

"Wie Roboter gehen wir an unsere Plätze. Manchmal gebe ich mich wilden Gedankenspielen hin, wie es wohl wäre, mit Clayton die Stühle zu tauschen, um alles ein bisschen durcheinanderzubringen." (S. 28)

Zak hingegen nimmt die Schule nicht allzu ernst. Er tut nur das Nötigste und beschäftigt sich ansonsten lieber mit seinem Nerd-Kram. Wäre da nicht sein nerviger Stiefvater Roger, der sich ihm aufdrängt, könnte sein Leben kaum besser sein. Doch seine Faulheit und Nachlässigkeit hat Folgen: seine Lehrerin verdonnert ihn dazu an einem Quiz-Bowl-Tunier teilzunehmen, um seine Note zu retten - und das ausgerechnet am Tag der wichtigsten Convention!

Auch Anas kleiner Bruder Clayton nimmt an dem Tunier teil. Doch neugierig geworden durch Zaks Erzählungen über die Convention, haut er einfach aus dem Hotel ab, um sich die Sache mal genauer anzuschauen. Ana und Zak begeben sich auf die Suche nach ihm, um schlimmeres zu verhindern.

"Mein eigener Bruder bringt uns in größere Schwierigkeiten, als wir jemals hatten, und der Einzige, der das verhindern kann, ist ein Typ, der an Hobbits glaubt." (S. 171)

Soviel zur Grundstory und den Charakteren. Nun kommen wir zum Wesentlichen.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, die Story schreitet rasch voran und es kommt keine Langeweile auf, deswegen konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen.

Die Beschreibungen der Convention sind klasse. Ich konnte mir richtig vorstellen wie es dort abgeht und auch wenn ich einiges etwas übertrieben fand, war es doch insgesamt sehr unterhaltsam und lustig.

Die Suche nach Clayton gestaltet sich in dem Chaos der Convention natürlich sehr schwierig. Wo soll man da anfangen? Da wundert es mich nicht, dass die Suche ziemlich unkoordiniert und vielleicht nicht immer sinnvoll verläuft. Trotzdem ist der Fokus, der ja eigentlich auf der Suche lag, hin und wieder etwas zu sehr in den Hintergrund gerückt.

Den Mittelteil des Buchs fand ich aber generell sehr gut. Ana und Zak suchen Clayton und finden sich selbst. Die beiden kommen sich näher und erfahren dabei die Wünsche, Probleme und Vergangenheiten des jeweils anderen. Zusammen mit dem abenteuerlichen Setting der Convention ergibt das eine interessante Kombination.

Das Ende konnte mich dann aber nicht so wirklich begeistern und ist eigentlich auch mein einziger (großer) Kritikpunkt an dem Buch. Darauf kann ich ohne klitzekleine Spoiler leider nicht näher eingehen, deshalb: 

*SPOILER-WARNUNG*
1. der große "Showdown", der wohl extra Spannung erzeugen sollte, aber meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen wäre, denn das Buch war auch ohne diesen "Showdown" unterhaltsam genug.
2. die Sache mit den Eltern... Nachdem Ana die ganze Zeit Angst vor den Konsequenzen und der Reaktion ihrer Eltern hatte, läuft das Ende einfach viel zu glatt und unkompliziert.

Das fand ich wirklich schade, denn das Buch ist ansonsten überraschend tiefgründig und hätte auch ein "komplizierteres" Ende gut vertragen können. Aber dass plötzlich einfach alle Probleme aus der Welt sind und sich alle lieb haben, hat für mich kein stimmiges Bild abgegeben, nach alldem was man vorher erfahren hat.
*SPOILER ENDE*
 
Für die jugendliche Zielgruppe, für die es gedacht ist, kann ich das Buch trotz des schwachen Endes auf jeden Fall weiterempfehlen. Aber auch Nicht-Jugendliche können an dieser rasanten, lustigen und zuckersüßen Liebesgeschichte Gefallen finden.

"Es ist so schön, wenn Leute eine gemischte Ehe zustande bringen", flüstere ich.
"Ist einer von den beiden Jude?"
"Nein, aber John ist Star-Trek-Fan, und Mark mag Star Wars..." (S. 183)

Positiv hervorheben will ich auch noch das Cover. Viele werden das Buch gerade deswegen gar nicht erst in die Hand nehmen, weil es auf den ersten Blick wenig ansprechend ist, aber ich finde es einfach mehr als passend für die Story.

http://honest-magpie.blogspot.de/2017/06/rezension-ana-und-zak-brian-katcher.html

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(2.644)

3.891 Bibliotheken, 77 Leser, 6 Gruppen, 302 Rezensionen

selbstmord, jay asher, jugendbuch, mobbing, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte das Buch 2011 schon einmal gelesen, aber keine Rezension dazu verfasst. Da jetzt durch die Netflix-Serienadaption das Buch wieder in aller Munde ist, habe ich es einfach nochmal gelesen - und hier kommt meine Meinung dazu im Vergleich zur Serie.

Als ich anfing die Serie zu schauen, konnte ich mich an das Buch nicht mehr wirklich erinnern. Die Grundstory war klar, aber die Details sind im Laufe der Zeit verschwommen; so konnte ich die Serie relativ unvoreingenommen anschauen. Ehrlich gesagt war ich gleich gefesselt und habe die 13 Folgen innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Gleich darauf griff ich zu dem Buch.

Es ist immer schwierig oder gar unmöglich ein Buch mit der Film- oder Serienadaption zu vergleichen, weil es einfach zwei unterschiedliche Medien sind und ganz unterschiedlich wirken. Für die Serie wurden einige Dinge verändert und ich fand die Änderungen wirklich sinnvoll und gut umgesetzt.

Während Clay im Buch nur eine Nacht braucht, um sich die Kassetten anzuhören, wird es in der Serie auf mehrere Tage ausgedehnt. Das gibt den Figuren Zeit sich zu entwickeln und man erfährt viel mehr über die einzelnen Personen als im Buch.

Das Buch beschränkt sich auf Hannahs Erzählungen und Clays Reaktionen darauf, was ich auch als kleinen Kritikpunkt am Buch erwähnen möchte. Es fehlt einfach ein bisschen an aktiver Handlung. Man "hört" Hannah zu, immer wieder unterbrochen von Clays Gedanken oder kurzen Beschreibungen davon, was er gerade tut. Teilweise fand ich diese Unterbrechungen ziemlich störend, weil es den Lesefluss etwas gehemmt hat. Andererseits wäre es auch ziemlich eintönig gewesen, nur Hannahs Erzählungen zu lesen.

Dadurch dass man das meiste nur aus der Sicht von Hannah erfährt, bleiben die Charaktere leider sehr eindimensional. Irgendwie verständlich, denn Hannah erzählt ja über Leute, die den Zuhörern (Clay & Co.) bekannt sind, also warum sollte sie eine genaue Charakterbeschreibung geben? Trotzdem wurden die Figuren (bis auf Clay) nie so richtig "lebendig".

In der Serie gab es dagegen bessere Möglichkeiten die Figuren ins Spiel zu bringen, sie agieren zu lassen und sie dem Zuschauer näher zu bringen. Sie hatten ein Gesicht (nicht nur im übertragenen Sinne). Das hat es leichter gemacht, die Auswirkungen von Hannahs Selbstmord nachzuvollziehen und hat einfach noch viel mehr Content geboten.

Übrigens fand ich Clays Charakter in der Serie viel sympathischer. Im Buch war er einfach irgendein beliebter Durchschnitts-Kerl - ziemlich langweilig also. In der Serie wurde er eher als schüchterner Nerd dargestellt, was ihn viel interessanter und greifbarer machte. Ich konnte mich da viel besser mit ihm identifizieren. Außerdem hat es die Beziehung zwischen Hannah und Clay verdeutlicht, weil sie beide ähnliche Interessen hatten und irgendwie auf derselben Wellenlänge waren.

Fazit:
Das Buch ist unterhaltsam und kurzweilig. Es hat eine ganz eigene Dynamik und trotz der kleinen Kritikpunkte, die ich genannt habe, finde ich es wirklich lesenswert.
Die Serie ist wahnsinnig gut umgesetzt und konnte mich voll und ganz überzeugen. Müsste ich mich für eins von beiden entscheiden, würde ich der Serie den Vorzug geben.
Von mir gibt's 3 1/2 Punkte für das Buch.

http://honest-magpie.blogspot.de/2017/05/rezension-tote-madchen-lugen-nicht-jay.html

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herr der ringe, fantasy, sonderedition, tolkien, j.r.r. tolkien

Der Herr der Ringe

J.R.R. Tolkien , Margaret Carroux , Alan Lee
Fester Einband: 1.293 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.12.2016
ISBN 9783608960358
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vor der Verfilmung noch nichts über den Herrn der Ringe gehört hatte (damals war ich aber auch erst 12 Jahre alt). Da ich dann von den Filmen so begeistert war, musste ich als Bücherwurm natürlich auch gleich die literarische Vorlage lesen.

Ich habe jetzt die Bücher zum 2. Mal gelesen (zuerst die Krege-Übersetzung und dann die von Carroux) und muss ehrlich sagen, dass ich die Filme tatsächlich besser finde. Natürlich haben die Bücher ihren ganz eigenen Charme, die altmodische Sprache und die vielen Hintergründe sind wirklich faszinierend, aber meiner Meinung nach gibt es auch einige Schwächen, die Peter Jackson in seiner Verfilmung erfolgreich ausgebessert hat.

So fand ich z.B. den Anfang des Buches sehr langwierig und anstrengend. Die Geschichte kommt nicht richtig in Gang und bis Frodo sich endlich auf den Weg macht vergehen 17 Jahre! 

Die meisten Szenen, die ich in den Filmen richtig spannend oder emotional fand, sind im Buch relativ unspektakulär und rasch abgehandelt. Dafür ergeht sich Tolkien immer wieder in endlosen Landschaftbeschreibungen, was einerseits natürlich hilft sich in diese fremde Welt hineinzuversetzen, andererseits aber auch alles unsagbar in die Länge zieht, sodass immer wieder die Spannung der Geschichte verloren geht.

Durch den autorialen Erzählstil, den Tolkien gewählt hat, bleiben zudem auch die Charaktere sehr zweidimensional. Man erfährt leider wenig über ihre Persönlichkeiten, ihre Gedanken und inneren Konflikte. Gerade Merry und Pippin fand ich in den Filmen so sympathisch, weil sie frech und lustig dargestellt wurden; im Buch konnte ich mich nicht wirklich mit ihnen anfreunden, sie blieben mir fremd.

Ich bin froh, dass ich zuvor die Verfilmung angeschaut habe, denn die Filme haben mir geholfen, mich besser in der Geschichte zurecht zu finden und auch die Charaktere lieb zu gewinnen.

Es fällt mir wirklich schwer, eine Bewertung zu diesem Meisterwerk abzugeben. Die Geschichte und die ganze Welt, die Tolkien erschaffen hat, ist einfach episch und bis ins kleinste Detail durchdacht. Obwohl es sich teilweise sehr in die Länge zieht, bewegt man sich immer weiter auf das Finale zu und ist völlig in der Welt gefangen. Dafür verdient das Buch eigentlich die volle Punktzahl. 

Trotzdem vergebe ich "nur" 4 Punkte, da das Buch (wie oben erwähnt) eben auch seine Schwachstellen hat.

>> auf meinem Blog gibt's noch Details zu den Anhängen und Infos zu meiner speziellen Sonderausgabe:
http://honest-magpie.blogspot.de/2017/05/rezension-der-herr-der-ringe-jrr-tolkien.html

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märchen, reckless, cornelia funke, spiegelwelt, liebe

Reckless - Das goldene Garn

Cornelia Funke
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2015
ISBN 9783791504964
Genre: Jugendbuch

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