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adriaan van dis, biografisch, mutter-sohn-beziehung, ik kom terug, erinnerungen

Das verborgene Leben meiner Mutter

Adriaan van Dis , Marlene Müller-Haas
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Droemer, 04.10.2016
ISBN 9783426281628
Genre: Romane

Rezension:

Diese Rezension basiert auf dem niederländischen Originaltext „Ik kom terug“. Dieser Roman ist in den Niederlanden in 2014 erschienen.

In „Das verborgene Leben meiner Mutter“ versucht der Hauptcharakter die Geschichte seiner Mutter Maria Van Dis zu entdecken. Sie ist schon über neunzig Jahre alt und fühlt dass sie genug gelebt hat. Es ist wahrscheinlich seine letzte Möglichkeit um Dinge zu lernen, dass er sich noch nie seine Mutter zu fragen getraut hat. Es ist eine gute Chance zu finden was hinter der Erscheinung seiner Mutter versteckt ist. Ob er den Mut hat, das zu tun, ist eine andere Frage. Jedenfalls hat er Erfolg um verstreuten Teile des Puzzles zu sammeln und ein Bild vor ihr zusammenzusetzen. Wir bekommen die Teilchen über das Leben in ehemaligen Indonesien, ihre Familie und ihre Männer sowie die Kriegszeit. Das bekommen wir nicht nur durch die Monologe und Geschichten, sondern auch von den Düften, Fotos und Briefen. Über die Mutter, lernen wir aus dem Blickwinkel des Erzählers. Er schreibt ihre Geschichte, aber gleichzeitig gibt er ihr ein neues Leben. Das Buch sollte wie eine fiktionalisierte Biographie betrachtet werden; wie ein Roman über einen Sohn und eine Mutter mit einer erstickenden Beziehung. Ihre Beziehung ändert stetig und der Ich-Erzähler zeigt uns das deutlich von Anfang an. Das Buch beginnt mit einer Szene mit einer Truhe, deren Inbegriff die Mutter aus den Ansichten ihres Sohns versucht zu halten. Er ist damit nicht zufrieden und ist aggressiv gegen sie. Diese Neugier und der Wunsch zu entdecken, was in der Truhe seiner Mutter versteckt ist, werden ihm das ganze Leben lang folgen.

„Das verborgene Leben meiner Mutter“ würde ich empfehlen. Erstens, finde ich diesen Roman nett geschrieben, oft mit interessantem Wortwahl. Er ist auch ziemlich einfach zu lesen und die Handlung des Buchs hält die Aufmerksamkeit. Die Kapitel schließen schön auf einander an. Adriaan van Dis hat ein höchst-lesenswertes Buch geschrieben. Das Buch enthält viele verschiedene Emotionen und unterschiedliche Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Insbesondere die Passagen über die Veränderungen, empfand ich ganz emotional. Unsere Eltern werden immer älter und das ist etwas das uns alle betrifft. Es ist uns vielleicht auch gemeinsam dass wir nicht so viel an die Vergangenheit unserer Vorfahren denken. Unsere Mütter waren auch einmal Kinder. Ihr Leben gab es auch vor wir auf diese Welt gekommen sind. Sie haben wahrscheinlich auch eine Kiste mit Dingen, die wir nicht sehen können. Sie haben auch Geschichten, die wir nicht wissen, und die sie versuchen zu verstecken. Ein Leben, das sie versuchen zu verbergen. Ein Leben, das wir zu entdecken versuchen können. Aber werden wir das machen?

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