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161 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

liebe, roman, bücher, ich treffe dich zwischen den zeilen, familie

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eigene Meinung:

Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen es um jemanden ging, der in einer Buchhandlung arbeitet und sich schlussendlich in den richtigen verliebt. Deswegen war ich mir relativ sicher, dass ich schon weiß, was mich hinter diesem Buch erwartet. Jedoch hat mich „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ komplett überrascht. Es gibt zwar eine Liebesgeschichte und ja, es geht auch um eine sehr charmante Buchhandlung, aber es ist nicht nur ein seichter Roman für verregnete Tage.

Butland erzählt auf eine großartige Weise die Geschichte von Loveday, in deren Leben so einiges schief gegangen ist. Die Geschichte wird hierbei nicht chronologisch erzählt, sondern immer wieder mit Rückblenden. Mal gibt es Kapitel aus der Gegenwart, die immer gefolgt sind von Kapiteln die in zwei verschiedenen Etappen von Lovedays Vergangenheit stattfinden. Ich bin der Meinung, dass gerade durch diese Erzählweise die Protagonistin noch mehr Tiefe erlangt hat und man hat am Schluss wirklich das Gefühl, Loveday zu kennen.

Auch die weiteren Charaktere in dem Buch sind sehr gut gelungen und es hat mir gut gefallen, wie bei jedem mehrere Seiten beleuchtet wurden. Die Geschichte an sich hat mich wirklich sehr interessiert, besonders die Teile die in der Vergangenheit spielen und so habe ich mich immer über die wechselnden Kapitel gefreut.

Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist ein Ereignis am Ende, das wie ich finde ein wenig Klischee war und ich mir sicher bin, dass ich es schon in mehreren Büchern so ähnlich gelesen habe. Sonst ist die Geschichte jedoch sehr gelungen und bemüht sich von Klischees abzuweichen.

Fazit:

„Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ ist ein gelungenes Buch über Literaturvernarrte und Schicksalsschläge die das ganze Leben beeinflussen können. Eine klare Leseempfehlung an alle!

Wem dieses Buch gefallen hat könnte auch gefallen:

·         Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich (Shelly King)

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(185)

397 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 97 Rezensionen

rassismus, angie thomas, the hate u give, jugendbuch, thug

The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigene Meinung:

Nachdem THUG eine Zeit lang auf so vielen Blogs und Instagram-Bildern aufgetaucht ist, war für mich klar, dass ich auch herausfinden will, warum dieses Buch so gehypt wird. Jedoch hatte ich am Anfang des Buches ein paar Schwierigkeiten. Ich konnte mich nicht gleich mit den Personen anfreunden und besonders der Sprachstil war mir ein wenig fremd, aber dazu später mehr.

Nach etwa hundert Seiten, hat mich das Buch dann aber schließlich doch gepackt und ich habe Starr und ihre Familie sehr ins Herz geschlossen. Man muss sich vielleicht ein wenig an das Buch gewöhnen, da anders gelebt und gesprochen wird, wie wir es kennen, aber die Hauptpersonen sind definitiv etwas Besonderes.

Die Storyline der Geschichte fand ich wirklich sehr gut konstruiert. Es wurde Zeit gelassen alles kennenzulernen, bevor der ganze Trubel dann erst wirklich losgegangen ist. Und ich muss sagen es hat mich wirklich gefesselt, ich konnte das Buch teilweise nicht aus der Hand legen, weil ich einfach keine Ahnung hatte was als nächstes passieren könnte.

Wie ich schon erwähnte habe, wird dieses Buch sehr gehypt und das definitiv zu Recht. Ich glaube jedoch, dass es für Amerikaner, wo das Buch zuerst in der Originalsprache erschienen ist, viel mehr Bedeutung hat als für uns hier in Europa. Natürlich haben wir auch in den Nachrichten die schrecklichen Ereignisse mitbekommen, aber in Amerika hat dieses Buch bestimmt mehr bewirkt, als bloß unterhalten. Es ist ein politisches Statement und hat vielen garantiert die Augen geöffnet.

Das Einzige, das mich ein bisschen an dem Buch gestört hat, war die Sprache. Ich verstehe zwar, dass der Slang, den die Hauptpersonen sprechen ein wichtiger Teil des Buches ist, aber ich finde es hat sich auf Deutsch teilweise fürchterlich angehört. Jetzt im Nachhinein hätte ich das Buch wahrscheinlich lieber in der Originalsprache lesen sollen. Vieles kann man aus dem Englischen übersetzen, aber ich finde wenn es zu Slang kommt und manche Ausdrucksweisen dann manchmal unverändert im Text bleiben klingt das auf Deutsch einfach nicht authentisch.

Fazit:

„The hate u give“ ist ein tolles Buch zu einer politisch wichtigen Thematik. Ich würde es wirklich jedem empfehlen, der sich ein bisschen für die Geschehnisse in den USA interessiert, jedoch würde ich eher empfehlen es in der Originalsprache zu versuchen.

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114 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

bücher, südamerika, bibliophilie, literatur, bibliophil

Das Papierhaus

Carlos María Domínguez , Elisabeth Müller
Fester Einband: 89 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783458176152
Genre: Romane

Rezension:

Eigene Meinung:

Mit seinen gerade mal 88 Seiten ist dieses Buch nicht sehr lange und ich hatte anfangs bedenken, dass es zu kurz sein würde, um eine richtige Geschichte zu erzählen. Jedoch wurde ich von diesem Büchlein nicht enttäuscht, denn in Wahrheit geht es gar nicht so sehr darum eine interessante Geschichte zu erzählen, es handelt sich mehr um eine Liebeserklärung an die Literatur und Buchwelt.

Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, wohin dieses Buch mich führen wurde. Denn die Hauptperson bleibt bis zum Ende ein wenig im Schatten und auch sonst werden nicht viele Personen behandelt. Prinzipiell besteht dieses Buch aus langen Monologen und Dialogen. Diese beschäftigen sich alle mit dem gleichen Thema: Bücher.

Ich habe mich in diesem Buch wirklich verloren. Denn man merkt einfach, wie sehr die verschiedenen Charaktere Bücher lieben und ich musste teilweise einfach vor mich hin grinsen, wenn das Buch von Problemen und Begebenheiten berichtet, die einem als Büchernarren einfach passieren.

Auf den letzten Seiten konnte mich das Buch dann auch nochmal richtig packen und ein wenig verstören, als berichtet wurde, was passiert, wenn die Bücherliebe zu weit geht. Es war zwar kein sehr langes Vergnügen, aber das macht nichts, da man dieses Büchlein ohne Bedenken wieder und wieder genießen kann.

Bemerkung am Rande:

Alle paar Seiten gibt es im Buch in rot gehaltene Zeichnungen von Büchern, die immer gerade zur Handlung passen. Diese Skizzen haben mir unglaublich gut gefallen und die Leseerfahrung noch besonderer gemacht.

Fazit: „Das Papierhaus“ ist ein kurzes aber tolles Buch über die Liebe zu Büchern und was passiert, wenn diese zu weit geht. Ich würde dieses Buch ohne Umschweife jedem empfehlen, der Bücher liebt, denn man wird sich definitiv ein wenig in dem Text wiederfinden können.

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Tags: buchüberbücher   (1)
 

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

adel, graf, wahrsagerin, schloss, belgien

Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Kurzbeschreibung: Die 17-jährige Tochter des Grafen Neville gibt Anlass zur Sorge. Eines Nachts läuft sie von zu Hause davon und wird im Wald halberfroren von einer Wahrsagerin aufgefunden. Als der Vater das Mädchen abholt, prophezeit ihm die Hellseherin, er werde demnächst einen Menschen töten. Die Tochter macht sich diese Weissagung zunutze. Sie versucht den Vater davon zu überzeugen, dass sie das perfekte Opfer ist. Ein Märchen voller böser Vorzeichen und doch mit einem Happy End. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte ist der Autorin bei diesem Buch eindeutig gelungen. Man erfährt sofort worum es geht, wird direkt in die Handlung hineingeworfen und lernt die Charaktere kennen.

Ehrlich gesagt war ich die ganze Zeit während des Lesens nicht ganz sicher, wohin dieses Geschichte gehen wird. Denn die Autorin schafft es geschickt immer an der Grenze zwischen Ernst und Scherzhaftigkeit zu wandern. Ich war mir nie ganz sicher, ob der Graf nun den Plan ernst nimmt, oder er das Ganze doch nur als Scherz sieht. Diese Tatsache hat mir wirklich gut gefallen und dazu gesorgt, dass ich bis zum Ende gespannt war, was nun die finale Wendung sein würde.

Die Charaktere in diesem Roman haben mir gut gefallen, jedem Familienmitglied wurden ein paar Seiten gewidmet. Wodurch man schließlich die Dynamik der Charaktere viel besser verstehen und nachvollziehen konnte.

Das Besondere an diesem Roman sind wohl die vielen gelungenen Dialoge, in denen die Stimmung nur innerhalb einer halben Seite umschweifen kann und man durch den schönen Schreibstil der Autorin immer am Ball bleibt. Dieses Buch trieft gerade vor Referenzen zu anderen literarischen Werken und Mythen. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich eine Anspielung verstanden habe, jedoch bin ich mir sicher, dass mir viele weitere entgangen sind.

Das Ende fand ich sehr überraschend und auf jeden Fall gelungen. Auf den letzten Seiten konnte mich die Autorin schließlich sogar dazu bringen, laut aufzulachen und auch die Charaktere haben mich nochmal überrascht.

Fazit:

„Töte mich“ ist ein nettes Buch, das durch gelungene Dialoge auftrumpft. Es ist sicher nicht für jeden etwas, jedoch würde ich es trotzdem weiterempfehlen.

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749 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

bücher, tod, nationalsozialismus, juden, krieg

Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.01.2015
ISBN 9783570403235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe: Ich habe die Bücherdiebin schon vor mehreren Jahren als eBook gelesen und seit dem zählt es zu meinen Lieblingsbüchern. Nun habe ich von meiner Mutter das Buch geschenkt bekommen, damit ich es in mein Bücherregal stellen kann und natürlich konnte ich nicht wiederstehen es abermals zu lesen.

Kurzbeschreibung: Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz. (Source: Klappentext)

Eigene Meinung:

Für mich zählt die Bücherdiebin zu den ergreifendsten Geschichten, die ich jemals gelesen habe. Liesels Schicksal ist von Anfang an herzzerreißend. Dennoch steht sie alles durch, auch wenn es einem als Leser manchmal schwer fällt weiterzulesen, da man schon ahnt, dass noch Schlimmeres bevorsteht.

Prinzipiell sind alle Charaktere in diesem Buch etwas ganz besonderes und auch nach Beenden des Buches nur schwer zu vergessen. Besonders Liesels bester Freund Rudi und Max, ein Jude der sich verstecken muss, haben es mir sehr angetan und ich habe richtig mitgelitten, wenn es ihnen schlecht ging.

Was das Buch für mich so besonders macht, ist die einzigartige Erzählweise. Denn dieses Buch wird aus der Sicht des Todes erzählt, der auf seiner Reise immer wieder Liesel über den Weg läuft und sich schließlich für sie zu interessieren beginnt. Die Stellen an denen der Tod etwas über sich selbst erzählt fand ich immer besonders spannend und eine tolle Ergänzung zu Liesels Geschichte. Der Tod greift auch öfters in der Geschichte vor, so berichtet er über den Tod eines Charakters noch bevor es in der Geschichte wirklich dazu kommt.

Natürlich erzählt das Buch von der Zeit während des zweiten Weltkriegs in Deutschland und deswegen ist die Grundstimmung sehr düster. Dennoch gibt es meiner Meinung nach immer wieder Passagen die fröhlich gehalten sind und dem Buch noch mehr Tiefe geben. Schlussendlich bleibt es jedoch eine ziemlich traurige aber aussagekräftige Geschichte, die sicher nicht für jeden leicht zu verkraften ist.

Ich finde es sehr besonders, die Abläufe und Erfahrungen des zweiten Weltkriegs aus der Sicht eines Kindes zu sehen. Jedoch geht es um so viel mehr, als nur um den geschichtlichen Hintergrund. Dieses Buch handelt ebenso von wahrer Freundschaft, Liebe, Aufopferung und der Kraft weiterzumachen, wenn alles verloren erscheint.

Bemerkung am Rande:

Im Buch kommen immer wieder Zeichnungen und handgeschriebene Seiten vor, die sich wunderbar in die Handlung einfügen und das Buch perfekt abgerundet haben.

Fazit:

„Die Bücherdiebin“ ist ein wirklich besonderes Buch, das mich auch beim erneuten Lesen unglaublich gerührt hat. Ich würde dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen, denn es gibt nicht viele Geschichten, die einem so nahe gehen können.

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84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

afghanistan, krieg, gewalt, taliban, freundschaft

Tausend strahlende Sonnen

Khaled Hosseini
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 03.02.2014
ISBN 9783596030934
Genre: Romane

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe: Ich habe dieses Buch von meiner Mutter zum Geburtstag bekommen, da ihr „Drachenläufer“ (ein anderer Roman des Autors) so gut gefallen hat. Selbst hätte ich mir das Buch wohl nie gekauft, weswegen ich umso froher bin, dass dieses fantastische Buch seinen Weg zu mir gefunden hat.

Kurzbeschreibung: Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht…

Ein ergreifender Roman über das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, wie ihn nur einer schreiben kann: der große Geschichtenerzähler Khaled Hosseini. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Der Schreibstil dieses Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Obwohl ich in diesem Roman eine Welt betreten habe, die ich bisher überhaupt nicht gekannt habe, konnte ich mir dank der zahlreichen Beschreibungen immer vorstellen, wo sich die Hauptpersonen gerade befinden. Der Autor hat wirklich ein herausragendes Talent dafür, Geschichten zu erzählen. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Handlung mitgerissen und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Charaktere in dieser Geschichte sind etwas ganz besonderes. Die erste Hälfte des Buches erzählt die Geschichte aus Mariams Sicht und ich habe sie von Seite eins an in mein Herz geschlossen. In der zweiten Hälfte des Buches kommt dann auch Lailas Sicht hinzu, die mich auch von Anfang an überzeugen konnte. Das Schicksal der beiden war manchmal so schrecklich und herzzerreißend, dass ich mich wirklich um sie gesorgt habe. Der Autor hat es durchgehend geschafft mich emotional stark an die Geschichte und Charaktere zu binden, wie ich es nicht von vielen anderen Büchern kenne.

 Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hat mir das Land Afghanistan eigentlich nicht viel gesagt. Ich bin zu jung, dass ich den Krieg mitbekommen hätte und habe auch sonst nie weiteres über die Geschichte dieses Landes erfahren. Das hat sich mit der Lektüre dieses Buches gewaltig geändert. Denn die Hauptcharaktere erzählen nicht nur ihre persönliche tragische Geschichte, sondern bringen dem Leser auch noch die Geschehnisse der letzten zwei Jahrzehnte in Afghanistan näher. Und das nicht nur auf politischer Ebene sondern hautnah, sodass man gar nicht anders kann als sich mit den Angelegenheiten nach dem Lesen auseinanderzusetzen.

Dieses Buch wäre normalerweise nicht in meine Lesescharte gefallen, doch es hat mir außergewöhnlich gut gefallen, weswegen ich sicher bin, dass es jedem Leser, egal was er normalerweise liest, gefallen wird.

Fazit:

 „Tausend strahlende Sonnen“ ist ein herausragendes Buch über zwei Frauen, denen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Dazu erlebt man mit den Hauptpersonen hautnah die Geschichte Afghanistans mit. Definitiv ein Buch, das jeder gelesen haben sollte.

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505 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

liebe, leben, jugendbuch, identität, letztendlich sind wir dem universum egal

Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596811564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe: Das Buch wurde mir schon länger von ein paar Freunden empfohlen. Jedoch bin ich erst dazu gekommen es zu lesen, als ich das Buch von meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen habe.

Kurzbeschreibung: Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist? (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Die Idee hinter diesem Buch hat mir einfach unglaublich gut gefallen! Eine Person, die jeden Tag in einem andren Körper aufwacht ist auch ein origineller Gedanken. Hinzu kommt, dass mich die Umsetzung echt überzeugt hat. Egal in welchem Körper A aufwacht, man hat A immer wieder erkannt und man hat zusammen mit der Hauptperson die verschiedensten kleinen Geschichten erlebt.

Ich fand es unglaublich spannend, dass A weder weiblich noch männlich ist, sondern einfach nur A. Der Autor hat es wirklich geschafft so gut wie alle verschiedenen Lebensumstände von Teenagern zu beleuchten. Mal war A ein Mädchen, Junge, schwarz, weiß, arm, reich, hetero- oder homosexuell. Und dabei wurde so gut wie keine Wertung von A abgegeben sondern mehr die Message vermittelt, dass es vollkommen okay ist so zu sein, wie man eben ist.

Rhiannon war die zweite Hauptperson in diesem Buch, da A sich in sie verliebt. Sie war mir eigentlich recht sympathisch aber ich hätte die Liebesgeschichte zwischen ihr und A nicht unbedingt gebraucht. Das Ganze hat zwar auch ein paar interessante Aspekte aufgeworfen, aber ich war schon mit As restlicher Geschichte zufrieden.

Der Schreibstil war leicht zu lesen und gut verständlich. Das Buch hat zwar knapp 400 Seiten, aber ich habe es sehr schnell durchgelesen. Dabei hat mich nicht wirklich die Spannung weitergetrieben, sondern eher das Interesse an den verschiedenen Menschen in die A schlüpft.

Das Einzige was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende dieses Buches. Ohne zu viel verraten zu müssen würde ich sagen, dass ich etwas anderes erwartet habe und das Ende, dafür, dass es keinen Folgeband gibt, viel zu offen ist.

Fazit:

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ist ein wirklich tolles Buch mit einer außergewöhnlichen Idee. Ich würde es jedem empfehlen, da auf eine gelungene Art wichtige Botschaften übermittelt werden.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

youtuber, humorvoll

Der Letzte macht den Mund zu

Michael Buchinger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548376783
Genre: Humor

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe: Michael Buchinger war die erste Person, die ich abonniert habe als ich vor vielen Jahren Youtube entdeckt habe und ist einer der wenigen Youtuber, die sich konstant in meiner Abo-box gehalten haben. Als er angekündigt hat, dass er ein Buch veröffentlichen wird, war mir natürlich sofort klar: Das muss ich haben! Und am Tag der Veröffentlichung hat mich meine Schwester mit einem Exemplar überrascht.

Kurzbeschreibung: Was alles nervt - von A wie vegan bis Z wie Blumenkränze

YouTube-Star Michael Buchinger erklärt böse und charmant, mit einer ordentlichen Prise österreichischem Humor, warum die Menschheit völlig verrückt ist und er seine Artgenossen nicht leiden kann. Buchinger zieht fabelhaft über Gesundheitsfanatiker und Bio-Nazis her, versteht nicht, warum jedes Jahr wieder Geburtstag gefeiert werden muss und verabscheut den Selfie-Wahn seiner Generation. Hier kriegt jeder sein Fett weg!

Eigene Meinung:

Zugegeben war ich doch ein wenig skeptisch bevor ich zum Lesen angefangen habe. Ich wusste zwar von Michis Blogeinträgen, dass er schreiben kann, aber gleich ein ganzes Buch? Nun kann ich sagen, ja, er kann auch ein ganzes Buch lang unterhalten!

In 26 Kapiteln widmet er sich immer einem Thema, das er nicht leiden kann und erklärt dem Leser mit witzigen Anekdoten, warum die angesprochene Sache so unausstehlich ist. Als Person die selbst gerne Sachen verteufelt habe ich ihm in so gut wie allen Sachen nur zustimmen können und es war ein Spaß gemeinsam mit ihm über beispielsweise Brettspiele und Geburtstage herzuziehen.

Wieder einmal musste ich feststellen, wie sehr ich Michis Art zu schreiben liebe. Noch nie habe ich jemanden anderen getroffen, der so gut mit den buntesten Metaphern um sich werfen konnte und es schafft auf jeder Seite eine Spur gekonnten Sarkasmus unterzubringen. Ein weiteres Talent von Michael ist auf jeden Fall noch die Kunst seine Zuschauer, oder in diesem Fall Leser, zum Lachen zu bringen. Ich habe dieses Buch teilweise im Flugzeug gelesen und hatte manchmal große Schwierigkeiten mein Auflachen zu unterdrücken. Ohne ein Schmunzeln auf den Lippen kann man dieses Buch nicht lesen und ich garantiere, dass jeder Leser zumindest einmal herzhaft lachen müssen wird.

Wie bereits gesagt kenne ich Michi nun schon seit mehreren Jahren und liebe seinen Humor. Es war schon fast etwas gruslig, dass ich während des Lesens immer Michis Stimme in meinem Kopf hatte. Ich bin jedoch überzeugt, dass auch Leute die ihn nur wenig oder gar nicht kennen großen Gefallen an diesem Buch finden können.

Die einzige Sache, die ich an diesem Buch auszusetzen habe, ist, dass ich viele Anekdoten bereits aus Michaels Video kannte. Da er aber wohl kaum etwas dafür kann, dass ich mir sämtliche Videos mehrfach angeschaut habe, kann man ihm das nicht übel nehmen.

Fazit:

„Der Letzte macht den Mund zu“ ist ein humorvolles Buch für alle, die Sarkasmus lieben. Ich würde es definitiv jedem empfehlen, auch Leute denen der Name Michael Buchinger (bis jetzt) noch nichts gesagt hat.

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181 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

zauberer, magie, fantasy, rainbow rowell, simon snow

Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423640329
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Vor etwa 2 Jahren habe ich „Fangirl“ auf Englisch gelesen und fand das Buch unglaublich toll. Als ich dann erfahren habe, dass es ein Spin Off dazu geben wird, war ich mir sicher, dass ich es haben muss. Nun erscheint „Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow“ in August auf Deutsch und ich hatte das Glück schon vorab ein Rezensionsexemplar zu ergattern.

Kurzbeschreibung: Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Harry Potter Vergleich: Anfangs stand ich dem Buch ein wenig skeptisch gegenüber. Von Fangirl wusste ich bereits ein wenig um was es gehen würde und es ist ein offenes Geheimnis, dass die gesamte Geschichte um Simon Snow an die Harry Potter Saga angelehnt ist. Doch meine Ängste, dass es sich nur um einen Abklatsch handeln würde, waren völlig unbegründet. Sicherlich, man sieht überall die Parallelen und Anlehnungen an Harry Potter aber gerade die vielen Unterschiede der Zauberwelten haben mir sehr gut gefallen.

So denkt man zuerst, dass bestimmte Personen wie „der Feind“ (Draco/Baz), der Direktor (Dumbledore/der Magier) und der Wildhüter (Hagrid/Ebb) in den beiden Büchern völlig gleich sind, jedoch kommt man schnell dahinter, dass abgesehen von ihrer Stelle in der Geschichte sie Grund verschieden sind.

Ich weiß nicht wie es anderen Harry Potter Fans geht, aber mich persönlich haben die Parallelen überhaupt nicht gestört, sondern im Gegenteil, es war unglaublich spannend eine etwas andere Version von Harry Potter zu lesen und das nicht als Fanfiction sondern als eigenständiges Werk mit schlussendlich komplett anderer Entwicklung.

Charaktere: Besonders gut haben mir die Charaktere in diesem Werk gefallen. Simon war ein toller Hauptcharakter, der mir sofort sympathisch war und auch seine beiden weiblichen Freunde Penelope und Agatha waren sehr gut ausgearbeitet. Baz hat mich von seinem ersten Auftreten in den Bann gezogen und ich fand ihn einen unglaublich tollen (Anti)Held!

Storyline: Die gesamte Zauberwelt und die Geschichte an sich hat mich mehr gefesselt als ich eigentlich gedacht hätte. Ab und zu habe ich zwar ein bisschen vorausgesehen aber prinzipiell gab es einen tollen Handlungsbogen, der durch die unterschiedlichen Sichtweisen von Kapitel zu Kapitel unterstützt wurde. Besonders gut hat mir das Ende gefallen, ich will nicht zu viel verraten, aber ich hätte nie gedacht, dass es so kommen könnte (und dass es mir so gefällt) aber schlussendlich war ich begeistert.

Schreibstil: Auf jeden Fall muss ich noch erwähnen wie unglaublich toll ich den Schreibstil gefunden habe. Rainbow Rowell schreibt aus der Ich-Perspektive und das in einem sehr jugendlichen Stil. Wer also ein literarisch hochwertiges Buch lesen will ist hier fehl am Platz. Ich verspreche aber, dass man keine Sekunde daran zweifeln wird, dass das tatsächlich die Gedanken der Jugendlichen sind und man mit einer Sogwirkung in den Roman gezogen wird.

Simon und Baz: Zum Schluss muss noch erwähnt werden WIE unglaublich toll ich die Beziehung zwischen Simon und Baz fand. Sie hat sich so natürlich angefühlt und entwickelt und die beiden sind defintiv ein großer Grund, warum ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin noch immer ganz verzaubert von den beiden und würde am liebsten noch zehn Bücher über Simon und Baz lesen, denn die beiden sind eindeutig etwas Besonderes.

Fazit:

„Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow“ ist ein unglaublich toller Zauberwelt-Roman der sich zwar altbekannten Mustern bedient, aber schlussendlich ein neues Licht auf das Genre wirft. Die Charaktere sind unvergesslich und allein schon wegen der wunderschönen Liebesgeschichte MUSS man dieses Buch gelesen haben.

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151 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

frankreich, bibliothek, bücher, literatur, bretagne

Das geheime Leben des Monsieur Pick

David Foenkinos , Christian Kolb
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DVA, 13.03.2017
ISBN 9783421047601
Genre: Romane

Rezension:

Was mich am Anfang des Buches am meisten verwirrt hat, war, dass ich nicht sagen konnte wer die Hauptfigur dieses Buches ist. Nach ein paar Kapiteln hat sich dann herausgestellt, dass es in dieser Geschichte keinen Protagonisten gibt. Stattdessen dreht sich alles um das Manuskript, das Henri Pick geschrieben haben soll. Die Geschichte wird abwechselnd von verschiedenen Personen weitererzählt und man erfährt nicht nur wie es mit dem Manuskript weitergeht, sondern auch wie dieses Auswirkungen auf die erzählenden Personen hat.

Leider muss ich sagen, dass ich diese Art eine Geschichte zu erzählen zwar sehr interessant und neu finde, es mir in diesem Fall jedoch dennoch an einer richtigen Hauptfigur gefehlt hat. Man wurde so vielen interessanten Personen vorgestellt, aber immer wenn man gerade begonnen hat ein wenig mehr über sie herauszufinden wurde die Sichtweise auch schon wieder gewechselt. Das hat dazu geführt, dass ich keine richtige Bindung zu irgendeiner Person aufbauen konnte und es mir im Endeffekt eigentlich gar nicht so wichtig war, was mit ihnen passiert.

Auch von der Geschichte von Henri Pick und seinem Manuskript hätte ich mehr erwartet. Man will die ganze Zeit mehr erfahren, doch die Geschehnisse kommen nur langsam ins Rollen und erst auf den letzten Seiten wird es so richtig spannend.

Was mir hingegen sehr gut an dem Werk gefallen hat, ist der Schreibstil von Foenkinos. Seine Art Bücher zu schreiben hebt sich definitiv von anderen Autoren ab und ich habe diesen frischen Wind sehr genossen. Durch seine manchmal sarkastische Art musste ich öfters lachen und die Weise wie er Dialoge einbaut fand ich sehr gelungen.

Der Autor hat auch ein Talent dafür den französischen Charme in Worten niederzubringen. Sobald man das Buch aufschlägt befindet man sich sofort in Frankreich. Ich liebe es wenn mich Büche an einen anderen Ort bringen können, deswegen ist dieser Aspekt definitiv ein Pluspunkt für das Werk.

Fazit:

Dieses Buch ist sehr eigen in seinem Aufbau und seiner Erzählweise. Wer primär an einer mysteriösen Geschichte rund um ein Manuskript interessiert ist, wird seine Freude an dem Werk haben. Wer jedoch eine starke Hauptfigur in einem Buch sucht, wird mit „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ wohl nicht glücklich werden.

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77 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

roman, italien, rezension, salvatore basile, wall-e

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Salvatore Basile , Elvira Bittner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.03.2017
ISBN 9783764506001
Genre: Romane

Rezension:

Eigene Meinung:

Die Geschichte um Michele kommt nur langsam in Fahrt, was verständlich ist, da sein Leben sich bis zu der Begegnung mit Elena seit Jahren nicht mehr geändert hat. Also lernt man in den ersten Kapiteln Michele in seiner gewohnten Umgebung kennen und erfährt mehr über seine Vergangenheit. Es war zwar interessant, aber ich hätte mir eine etwas schnellere Entwicklung der Geschichte gewünscht.

Als Michele dann endlich zu seiner Reise aufbricht geht die Story im gemütlichen Tempo weiter und man erkundet mit ihm die Städte auf der Suche nach seiner Mutter. Hierbei kommt es zu vielen Begegnungen mit anderen Menschen, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben. Diese kleinen Anekdoten haben mir wirklich sehr gut gefallen. Der Autor schafft es geschickt, dass Michele durch jede Begegnung die Welt ein wenig mehr versteht und die ein oder andere Lebensweisheit mitnimmt.

Die Charaktere der Geschichte waren schön ausgearbeitet, jedoch sind sie mir teilweise ein wenig auf die Nerven gegangen. Mit Michele konnte ich mich jedoch trotzdem anfreunden, Elena hingegen mochte ich bis zu dem Ende nicht so besonders. Hingegen fand ich die Nebencharaktere alle sehr sympathisch und stimmig.

Was auf jeden Fall für dieses Buch spricht ist der tolle Schreibstil des Autors. Ich habe immer wieder mal eine Stelle doppelt lesen müssen, weil ich die Formulierung einfach so schön fand. Man konnte sich immer alles sehr plastisch vorstellen und er hat genau die richtige Stimmung für eine solche Geschichte gefunden. Den italienischen Charme hat man auch immer spüren können, was ich an Werken aus anderen Ländern immer toll finde.

Fazit:

Der Schreibstil und die vielen kleinen Anekdoten in diesem Werk haben mir sehr gut gefallen und auch sonst war das Buch sehr angenehm zu lesen. Ein paar Dinge haben mich etwas gestört, dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen.

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Tags: italien   (1)
 

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(4.304)

6.690 Bibliotheken, 40 Leser, 17 Gruppen, 88 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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(41)

122 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

epilepsie, meteoriten, sterbehilfe, freundschaft, bücher

Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat

Gavin Extence , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734100987
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Die Kurzbeschreibung fand ich nicht so schlecht, aber es war nichts, das mich übermäßig interessiert hätte. Nun kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, diesem Buch dennoch eine Chance gegeben zu haben.

Das Buch wird aus der Sicht von Alex berichtet, der in seinen späten Teenagerjahren ist. Jedoch wird nach dem ersten Kapitel die ganze Geschichte von ganz vorne erzählt, als Alex noch ein kleines Kind war. Das Besondere ist, dass Alex nach wie vor die Geschichte nacherzählt und somit schon genau weiß was passieren wird. Er gibt immer wieder Hinweise was man sich merken sollte, da es später noch wichtig werden wird oder greift in der Geschichte vor. Diese Art eine Geschichte auf Papier zu bringen hat mir unglaublich gut gefallen und allein deswegen halte ich dieses Buch für außergewöhnlich.

Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, ist von der Handlung her eigentlich nicht so viel passiert, das hat beim Lesen jedoch überhaupt nicht gestört, denn der Autor schafft es den Leser auch einfach nur mit Gedankengängen zu fesseln. Hinzu kommt, dass Alex ein außergewöhnlicher Junge ist der mich schon nach wenigen Seiten überzeugt hat. Sein Charakter ist wunderbar ausgearbeitet, immer verständlich und man kann gar nicht anders als ihn zu mögen.

Auch die anderen Charaktere in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen. Niemand war einfach nur eindimensional und jeder war für die Geschichte notwendig. Allein die kurze Liebesgeschichte hätte ich nicht gebraucht, aber da sie auf ein paar Seiten beschränkt war, habe ich mich auch nicht weiter daran gestört.

Zum Schluss muss ich noch sagen, dass dieses Buch viele Themen beinhaltet und obwohl ich vom ersten Kapitel her eigentlich schon wissen hätte sollen, worauf das ganze Buch hinausläuft war ich von dem Ende dennoch überrascht und sehr gerührt.

Fazit:

„Das unerhörte Leben des Alex Woods“ ist ein außergewöhnliches Buch mit vielen Stellen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Ich bin begeistert von der Erzählweise und würde die Geschichte von Alex jedem ans Herz legen.

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193 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

liebe, buchladen, liebesroman, annie darling, london

Der kleine Laden der einsamen Herzen

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 09.05.2017
ISBN 9783328100980
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurzbeschreibung:

Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens Der Wüstling, der mein Herz stahl – mit Sebastian als Held zum Verlieben...

Eigene Meinung:

Schon wenn man das blau weiß gestreifte und spielerisch gestaltete Cover anschaut, ahnt man, dass es sich bei diesem Buch um einen leichten Sommerroman handelt. Mit dieser Vermutung liegt man natürlich richtig, denn schon von Anfang an erfüllt „Der kleine Laden der einsamen Herzen“ alle Kriterien die man an eine witzige Liebesgeschichte mit ein wenig Herzschmerz stellen könnte.

Doch mit ihren Hauptcharakteren hebt sich die Autorin ein wenig von den anderen Büchern in diesem Genre ab. Posy ist keine typische Frau, hat ein kaum existierendes Liebesleben, da sie ohnehin von oben bis unten mit Arbeit eingedeckt ist. Sie muss sich nicht nur um ihren kleinen Bruder kümmern, nachdem ihre Eltern vor einigen Jahren gestorben sind, sondern hat nun auch die Verantwortung für einen Buchladen, der zurzeit gar nicht gut läuft. Dann ist da noch Sebastian, ein reiches Einzelkind das den lieben langen Tag nichts Besseres zu tun hat, als Posy in den Wahnsinn zu treiben. Er hat mir als  Charakter wirklich außergewöhnlich gut gefallen, denn er war alles andere als der perfekte Märchenprinz sondern arrogant, selbsteingenommen und nicht sehr taktvoll. Dennoch habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen, genau wie Posy, denn obwohl er zeitweise unausstehlich ist, hat er trotzdem eine liebenswürdige Art, dass man gar nicht anders kann als ihn trotz seiner zahlreichen Macken zu mögen.

Was dieses Buch auch noch auszeichnet, ist die witzige Art wie es geschrieben ist und die durchgängig unterhaltsamen Dialoge. Jedes Mal wenn Posy und Sebastian aufeinander treffen kann man davon ausgehen, dass gleich die Fetzen fliegen und man sich köstlich amüsieren wird.

Ab und zu bekommt man zwischen den normalen Kapiteln auch Auszüge aus Posys Roman zu lesen, in dem sie ihr Leben in einer viktorianischen Zeit schildert. Es war immer wieder sehr amüsant die verschiedenen Situationen in ihrem Roman wieder zu erkennen und diese eingeschobenen Kapitel haben das Buch noch mehr aufgelockert.

Am Schluss muss ich noch anmerken, dass es einfach wunderbar ist ein Buch über Bücher zu lesen. Das Buch spielt hauptsächlich in einer Buchhandlung und die Liebe zu Büchern ist ein sehr zentrales Thema. Auch die ein oder andere Buchreferenz wird genannt und prinzipiell wird sich jeder Bücherliebhaber in diesem Roman wohlfühlen.

Fazit:

„Der kleine Laden der einsamen Herzen“ ist ein unterhaltsamer Sommerroman für alle Liebesroman- und Buchliebhaber. Die Seiten fliegen nur so vorbei und ab und zu wird jedem Leser ein Lachen entkommen. Eine klare Empfehlung für jeden der ein paar erholsame und amüsante Stunden verbringen will.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

mobbing, selbstmord, freundschaft, teenager, essen

Butter

Erin Jade Lange , Uwe-Michael Gutzschhahn , ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2014
ISBN 9783499212444
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Ich habe mir das Buch von meiner kleinen Schwester ausgeborgt, da sie mir immer wieder gesagt hat wie gut ihr das Buch gefallen hat.

Kurzbeschreibung:

Ihr glaubt, ich esse zu viel? Das ist noch gar nichts. Geht am 31. Dezember online, wenn ich die Live-Übertragung meiner Henkersmahlzeit ins Netz stelle. Schaut zu ... wie ich mich zu Tode fresse.

Der 16-jährige Außenseiter «BUTTER» will in die Geschichte eingehen: Er wird sich im Internet live zu Tode essen. Und jeder, der will, kann dabei zusehen. Als Butter den Entschluss auf seiner Homepage ankündigt, erwartet er Entrüstung oder Mitleid. Aber das Gegenteil passiert: Alle sind von Butters Plan begeistert und feiern ihn wie einen Helden. Und zum ersten Mal in seinem Leben hat er das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Wie absurd – denn Silvester rückt immer näher, und es scheint, als gäbe es kein Zurück mehr...

Eigene Meinung:

Ich bin mit nicht großen Erwartungen an das Buch herangetreten und war nach ein paar Seiten überrascht in welche Richtung die Handlung geht. Denn zuerst wird erst mal Butters Leben genau beschrieben und die Umstände warum er so dick geworden ist, wurden genau erläutert.

Ich fand ihn einen sympathischen Hauptcharakter, da er nicht nur auf sein Gewicht beschränkt wurde sondern auch viele verschiedene Seiten gezeigt hat. So spielt er zum Beispiel sehr professionell Saxophone und findet eher in Erwachsenen, wie seinem Professor und seinem Arzt, Freunde.

Die Drohung, dass er sich umbringen wird, kommt zwar schon gleich auf der ersten Seite vor, doch die genauen Umstände werden erst Kapitel später erklärt. Eigentlich habe ich erwartet, dass mich das Buch mehr packt, doch obwohl immer wieder etwas neues passiert und man sich fragt, ob Butter seine Drohung am Ende tatsächlich in die Tat umsetzen wird, hat mich das Buch nicht wirklich mitgenommen. Ich habe es zwar schnell ausgelesen, jedoch hatte ich nie das Gefühl voll und ganz in der Geschichte zu sein.

Die Thematik des Buches hat mich eigentlich sehr interessiert. Butters Fettleibigkeit wird auch sehr schön behandelt, man erfährt wie es dazu kommen konnte, dass er so viel zunimmt und wie er von Tag zu Tag mit seinem Gewicht zu kämpfen hat. Hingegen fand ich die ganze Sache mit dem Selbstmord doch etwas komisch umgesetzt. Denn immerhin handelt es sich um 16 Jährige, die dieses Thema eigentlich nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Es gibt zwar mehrere Ansätze in dem Buch, die erklären sollen, warum niemand etwas dagegen unternimmt aber ich fand es doch etwas weithergeholt, dass all diese Teenager die Drohung nicht ernst nehmen oder sogar gespannt darauf warten wie ihr neu gewonnener Freund sich selbst zu Tode frisst.

Fazit:

„Butter“ ist ein Buch mit einer sehr speziellen Thematik, es ist stellenweise sehr traurig und gibt einiges zum Nachdenken. Es war definitiv eine sehr interessante Erfahrung dieses Buch zu lesen, doch ich finde, man hätte mehr aus der Geschichte machen können.

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440 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

homosexualität, liebe, coming out, freundschaft, jugendbuch

Nur drei Worte (Nur drei Worte – Love, Simon )

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551556097
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß gar nicht wie ich diese Rezension beginnen soll, denn mir fallen tausend Dinge ein, die ich unbedingt über das Buch loswerden will. Ich fange wohl am besten  damit an, dass ich sage, dass sich „Nur drei Worte“ langsam aber sicher zu einem meiner Lieblingsbücher entwickelt hat.

Die ganze  Geschichte ist einfach so herzerwärmend und super aufgebaut. Bis zum Ende habe ich darüber gerätselt, wer denn Blue sein könnte, mehrmals war ich überzeugt es ganz sicher zu wissen und wurde dann am Schluss doch überrascht. Aber auch der Rest von Simons Leben habe ich mit Spannung verfolgt, denn er muss nicht nur mit seinem Schwulsein und dem anstehenden Outing klarkommen, sondern hat er auch noch einen Haufen Freunde, die alles andere als einfach sind.

Ein großer Pluspunkt des Buches sind die tollen Charaktere. Ich habe so ziemlich alle mit ihren kleinen Macken ins Herz geschlossen. Aber am meisten hat mir Simon gefallen. Er ist so ein toller Protagonist, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Er ist nicht nur super sympathisch, sondern hat auch die ein oder anderen Schwachstellen und Angewohnheiten, die ihn lebhaft und noch nachvollziehbarer machen. Es lohnt sich also allein schon wegen Simon als Protagonisten dieses Buch zu lesen!

Was auch noch erwähnt werden muss, ist, wie gut die Autorin es schafft den Leser in das Buch reinzuziehen. Die ganze Zeit habe ich mich in meine eigene Zeit an einer amerikanischen High School zurückversetzt gefühlt.

Das Buch ist aus Simons Sicht geschrieben und man zweifelt keine Sekunde daran, dass einem gerade ein Teenager von seinem Tag erzählt. Der Schreibstil ist sehr ansprechend und es gab mehrere Momente bei denen ich einfach laut loslachen musste.

Das größte Problem das ich mit dem Buch hatte, war, dass ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte weitergeht, aber gleichzeitig um jeden Preis vermeiden wollte, dass dieses wundervolle Buch vorbei ist. Im Endeffekt hat meine Neugierde gesiegt, doch ich kann nicht ausschließen, dass ich das Buch noch ein paar Mal in die Hand nehmen werde.

Bemerkung am Rande:

Als ich das Buch gekauft habe, war ich überzeugt zu wissen was der Titel bedeutet und was die typischen „drei Worte“ bedeuten werden. Dementsprechend war ich überrascht als es sich im Laufe des Buches anders herausgestellt hat und ich bin von der Idee noch immer ganz begeistert!

Fazit:

„Nur drei Worte“ ist einer der besten Jugendroman, die ich je gelesen habe. Noch dazu war es sehr erfrischend über zwei Jungen zu lesen und prinzipiell überrascht das Buch immer wieder und geht an manchen Stellen wirklich ans Herz.  Ich würde das Buch jedem ohne zu überlegen empfehlen!


Diese Rezension ist auch auf meinem Blog erschienen: www.hunderttausendbuecher.wordpress.com

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114 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

freundschaft, liebe, leben, england, london

Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams , Eva Kemper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832198411
Genre: Romane

Rezension:

Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten in das Buch zu finden, denn „Als wir unbesiegbar waren“ macht nach jedem Kapitel Zeitsprünge, die bis zu einem Jahr lang sein können.  Jedoch hat es nur ein paar Kapitel benötigt, da habe ich die Anfangsschwierigkeiten überwunden und war ganz begeistert von der Idee.

Denn auch wenn das Buch nur 300 Seiten umfasst, begleitet man die Hauptpersonen über viele Jahre hinweg, wobei man immer die bedeutenden Wendepunkte in ihren Leben zu lesen bekommt.

Prinzipiell handelt das Buch von den vier Freunden Eva, Sylvie, Lucien und Benedict. Wobei jedoch Eva einen Großteil der Handlung einnimmt. Dennoch finde ich, dass man auch reichlich über die anderen drei erfährt, wodurch relativ schnell ein gutes Bild von den Freunden in meinem Kopf entstanden ist.

Die Autorin schafft es sehr gut ein schlüssiges Bild der Entwicklung der Hauptpersonen über die Jahre weg zu zeichnen.

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, ist, dass die Handlung mich oft überrascht hat. Denn das Leben der vier Freunde läuft alles andere wie geplant und ich habe mit Spannung verfolgt, wie die verschiedenen kleinen und großen Schicksalsschläge von den Hauptpersonen bewältigt wurden.

Ein weiterer Pluspunkt ist für mich der wirklich schöne Schreibstil und die gehobenen Dialoge. Die Autorin scheut nicht davor sich etwas komplexeren Themen wie dem Finanzmarkt, politische Ansichten und der Wirtschaftskrise zu widmen. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen, denn die Themen werden geschickt in die Handlung eingebunden und ich habe das Gefühl, dass ich wirklich ein wenig neues Wissen durch das Buch gewonnen habe.

 

Bemerkung am Rande:

Ich habe dieses Buch von Vorablesen.de zur Verfügung gestellt bekommen. Offiziell erscheint „Als wir unbesiegbar waren“ am 19. Juni 2017.

Fazit:

Dieses Buch war wirklich eine besondere Erfahrung aufgrund komplexer Themen und dem sehr interessanten Aufbau. Ich würde es ohne Bedenken jedem empfehlen, der sich traut ein etwas anderes Buch zu lesen, denn ich verspreche, dass es nicht enttäuschen wird.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

geld, anonymer wohltäter, familie, journalismus, vater-sohn-beziehung

Geschenkt

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.04.2016
ISBN 9783442483006
Genre: Romane

Rezension:

Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist, als ich das Buch aufgeschlagen habe, war, dass Gerold alles andere als ein typischer Protagonist ist. Er ist schon etwas älter, geschieden, arbeitet bei einer verpönten Zeitung und zeigt nicht wirklich Interesse daran, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Wer auf der Suche nach einem Helden ist, der ist definitv bei Gerold falsch am Platz. Aber trotz seiner nicht gerade hervorstechenden Eigenschaften ist er mir während des Lesens durchaus ans Herz gewachsen.

Denn als Gerold davon erfährt, dass er einen Sohn hat, mit dem er die nächsten Monate verbringen soll und immer wieder Geldspenden bei Bedürftigen eintreffen, die alle etwas mit ihm zu tun haben, verändert sich Gerold nach und nach. Es ist wunderschön mitanzusehen, wie er von Seite zu Seite an sich arbeitet, vielleicht den ein oder anderen Rückstoß erlebt, aber trotzdem sein Leben langsam aber doch versucht wieder auf die richtige Bahn zu rücken.

Die Kennenlernphase mit Manuel hat überhaupt nichts klischeehaftes an sich und bekommt durch Glattaueres Schreibstil noch die richtige Prise Humor. Prinzipiell habe ich Manuel als sehr interessanten und sympathischen Charakter empfunden.

Dann ist da natürlich noch die geheime Spendenserie, die den Leser gespannt über die Seiten fliegen lässt. Dabei fragt man sich immer mehr, wer denn der mysteriöse Spender sein könnte und was das alles mit Gerold zu tun hat. Auch die Reportagen, die Gerold im Laufe des Buches verfasst, waren super interessant gestaltet und ich hatte eigentlich nie Langeweile.

Natürlich muss man auch noch erwähnen, dass sich nach und nach eine kleine Liebesgeschichte entwickelt, die jedoch nicht so sehr zu den Hauptthemen zu zählen ist. Denn auch ohne diese könnte man in „Geschenkt“ alles finden, was das Leserherz begehrt.

Bemerkung am Rande:

Wieder einmal muss ich kurz anmerken, dass ich es wunderbar finde, dass „Geschenkt“ in Wien spielt. Es werden immer wieder Bezüge auf die Stadt genommen und Glattauer schafft es mit Bravur den Leser den „Wiener Charme“ spüren zu lassen.

Fazit:

„Geschenkt“ ist ein wunderbares, kurzweiliges Buch, das mit viel Charme und Humor geschrieben ist. Ich würde es allen empfehlen, die sich für ein paar Stunden mit Gerold auf die spannende Suche nach dem mysteriösen Spender und einem Zugang zu seinem Sohn machen wollen.


Diese Rezension ist auch auf meinem Blog erschienen: hunderttausendbuecher.wordpress.com

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6.489 Bibliotheken, 31 Leser, 19 Gruppen, 61 Rezensionen

harry potter, fantasy, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

cavaliersreise, homosexualität, jugendbuch, abenteuer, 18. jahrhundert

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Warum ich dieses Buch habe:

Als ich die Kurzbeschreibung zum ersten Mal gelesen habe, hätte ich mich fast gegen dieses Buch entschieden, da ich normalerweise weder Abenteuer- noch historische Romane lese, doch dann hat mich etwas aufgehalten. Genauer gesagt der Inhalt einer Klammer, die darauf hinweist, dass in diesem Buch eine Liebesgeschichte zwischen Monty und Percy behandelt wird. Nachdem ich mich nochmal versichert habe, dass es sich bei beiden Namen tatsächlich um männliche Personen handelt, stand fest, dass ich dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben will. Und ich kann gar nicht sagen wie froh ich bin, dass ich mich so entschieden habe.

Eigene Meinung:

Das erste was einem auffällt, wenn man dieses Buch anfängt, ist, dass es im 18. Jahrhundert spielt und die Sprache dementsprechend angepasst ist. Anfangs hatte ich ein wenig Angst, dass dieser Umstand mich stören würde, aber es hat sich genau das Gegenteil herausgestellt. Ich habe immer alles bestens verstanden und gerade diese ab und zu altertümliche Ausdrucksweise hat dem Buch Charme verliehen.

Wie schon gesagt lese ich normalerweise Romane dieser Art nicht, aber dieses Buch hat mich vollkommen überzeugt. Es war keinen Moment lang für mich langweilig und ich war die ganze Zeit gespannt darauf, wie die ganze Geschichte ausgeht und wurde das ein oder andere Mal von den Geschehnissen überrascht. In diesem Buch gibt es einfach alles was das Herz begehrt. Ich habe gespannt mitgefiebert was als nächstes passieren wird (sowohl hinsichtlich der Geschichte als auch in Bezug auf die Beziehung zwischen Monty und Percy), ich habe gelacht und das gerade nicht wenig, ich war richtig wütend über bestimmte Personen und ihre Aussagen und schlussendlich konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, wollte es aber auch nicht zu schnell zu Ende bringen.

Was ich an diesem Buch besonders geliebt habe, waren die drei Hauptpersonen. Ich habe sie alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, sofort ins Herz geschlossen, denn sie sind wirklich gelungen! Felicity ist kein typisches Mädchen, schon gar nicht für ihre Zeit. Oft kann ich mit weiblichen Charakteren nicht so schnell warm werden, aber Felicity fand ich einfach umwerfend. Percy war für mich vom ersten Moment sympathisch, er ist ein verantwortungsbewusster junger Mann der ein Geheimnis hütet. Schließlich ist da noch Monty, der die ganze Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Er ist vorlaut, nicht sehr taktvoll und etwas arrogant… aber man kann nicht anders als ihn für seine charmante Art zu lieben.

Am allerbesten hat mir aber schlussendlich wohl die Liebesgeschichte zwischen Percy und Monty gefallen. Sie war einfach wunderschön aufgebaut und hat sich perfekt in die restliche Rahmengeschichte eingebettet. Ich habe jede Sekunde mitgefiebert und an manchen Stellen hat es mir fast das Herz zerrissen. Die beiden waren so wunderbar dargestellt und ich hätte am liebsten noch tausend Seiten über die Beziehung der beiden gelesen. Obwohl ich das Buch schon länger beendet habe, muss ich manchmal noch immer an die beiden und ihre wundervolle Geschichte denken.

Zum Schluss muss ich auch noch erwähnen, dass es sich bei diesem Buch auf keinen Fall um eine seichte Lektüre handelt. Es werden viele wichtige Themen nicht nur aufgegriffen, sondern ausführlich thematisiert. Rassismus, Die Stellung der Frau im 18. Jahrhundert und der politische Hintergrund sind nur ein paar Themen, die in diesem Buch behandelt werden. Gerade weil dieser Roman alles andere als eindimensional ist, liebe ich ihn so sehr.

Fazit:

„Cavaliersreise“ ist ein außergewöhnliches Buch mit unvergesslichen Charakteren, einer wunderschönen Liebesgeschichte und Themen, die nicht so schnell in anderen Büchern behandelt werden. Ich würde diesen Roman wirklich jedem empfehlen, denn er hat mich restlos überzeugt.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

let's do this, freunde, alleinerziehen, scheidung, liebesroma

Die Glücksliste

Eva Woods , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102905
Genre: Liebesromane

Rezension:

Angefangen habe ich das Buch mit dem Vorsatz ‚nur mal schnell ein paar Seiten zu lesen‘ und plötzlich hatte ich fast das halbe Buch gelesen. Denn „Die Glücksliste“ ist sehr leicht zu lesen und zieht einem von Seite zu Seite.

Das liegt vor allem an dem stets humorvollen Schreibstil. Auch wenn Rachels Leben gerade vielleicht nicht so gut läuft schafft sie es immer mit ihren sarkastischen Kommentaren oder Gedanken dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern.

Hinzu kommen noch die vielen unterschiedlichen Haupt und Nebencharaktere, die alle auf ihre eigene Art mich so manches Mal zum Lachen gebracht haben. Denn wenn die Autorin eines beherrscht, dann ist es unheimlich komische Dialoge aufs Papier zu bringen, die einem das Gefühl geben man ist selbst Teil dieser verrückten Freundesgruppe.

Sowohl Rachel als auch Patrick fand ich auf Anhieb sympathisch und sehr interessante Charaktere, von denen man nach und nach mehr erfahren hat. Mein absoluter Lieblingscharakter war jedoch Patricks vierjähriger Sohn Alex. Oft merkt man bei Kleinkindern in Büchern sofort, dass die Worte die ihnen in den Mund gelegt werden von einer erwachsenen Person stammen und dass die Autoren verbissen versuchen dem Leser das Kind als unheimlich süß anzudrehen. Nicht bei diesem Buch. Alex war wunderschön ausgearbeitet, ich hatte sofort ein komplett stimmiges Bild dieses (wie man später erfährt nicht ganz normalen) vierjährigen Jungen im Kopf und habe mich komplett in ihn verliebt.

Als ich mit dem Buch angefangen habe, hatte ich eigentlich vorrangig eine Liebesgeschichte erwartet. Ich war sehr überrascht als ich im Laufe des Buches festgestellt habe, dass die Autorin sich damit eher Zeit lässt und den Schwerpunkt auf die witzig beschriebene Abarbeitung der „Liste der Dinge, die Rachel und Patrick tun müssen, um der Nach-der-Trennung-vor-der-Scheidung-Krise zu entgehen“ liegt.

Das Buch liest sich schnell durch die fröhlichen ersten 400 Seiten und auf den letzten 100 Seiten wird es dann schließlich so richtig spannend.

Alle paar Kapitel zählt Rachel dem Leser Listen zu den verschiedensten Themen auf die von „Eine Liste der Dinge die man zu Leiten auf Partys sagen kann, wenn man keinerlei Gemeinsamkeiten hat“ bis zu „Dinge, die ich in meinem Alter mittlerweile können sollte, aber immer noch nicht kann“ reichen. Als bekennende Listenschreiberin hat mir dieser Teil des Buches besonders gut gefallen und ist der Anlass für die folgende Liste:

Dinge die mir an „Die Glücksliste“ gefallen haben:

Die fröhliche und kurzweilige Schreibweise Dass die ein oder andere Sache nicht gleich verraten wurde und man gespannt auf die Auflösung gewartet hat Rachels komplett witzige Freundesgruppe, die nicht verschiedener hätten sein können Patricks Sohn Alex <3 und deren Hund Max, der mich stark an meinen Hund erinnert hat Die nicht klischeehafte Handlung, sodass man immer wieder überrascht wurde Die sich langsam entwickelnde und nicht überzogene Liebesgeschichte Die vor Sarkasmus triefenden Gespräche zwischen Rachel und Patrick Der britische Flair Die letzten 100 Seiten, die mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen haben lassen Die immer witzigen und auflockernden Listen

Fazit:

„Die Glücksliste“ ist ein witziger und lebensbejahender Roman. Ich würde das Buch allen empfehlen, die ebenfalls notorische Listenschreiber sind, eine langsam anbahnende Liebesgeschichte mögen und/oder gerne mit einem Schmunzeln auf den Lippen durch die Seiten blättern.

Diese Rezension ist auch auf meinem Blog erschienen: www.hunderttausendbuecher.wordpress.com

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379 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

liebe, roman, hamburg, tod, kalender

Dein perfektes Jahr

Charlotte Lucas
Fester Einband: 575 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 09.09.2016
ISBN 9783431039610
Genre: Liebesromane

Rezension:

Da der Klappentext so gut wie gar nichts über die Geschichte verrät, war ich sehr gespannt darauf zu lesen, um was es denn nun wirklich geht.

Prinzipiell lässt sich sagen, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von zwei Personen erzählt wird, die eigentlich wenig gemeinsam haben, bis auf den Fakt, dass sie beide in Hamburg wohnen. Hannah ist eine aufgeweckte, immer positiv denkende junge Frau, die kurz davor steht sich mit ihrem Kinderbetreuungsprogramm selbstständig zu machen. Sie ist schon längere Zeit mit ihrem Freund Simon zusammen, von dem sie sich in nächster Zeit einen Heiratsantrag erwartet.

Die zweite Person heißt Jonathan. Er ist ein, in gute Verhältnisse geborener Erbe eines großen Verlages und führt ein recht eintöniges Leben. Er hat eine Scheidung hinter sich und ist sehr bemüht seinen immer gleichen Tagesablauf einzuhalten. Alles ändert sich, als er am Silvestermorgen einen Kalender an sein Rad gehängt vorfindet, der komplett für das kommende Jahr ausgefüllt ist und er beginnt sein Leben nach dem Kalender zu richten, um vielleicht den mysteriösen Urheber ausfindig zu machen.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, denn ich finde gerade eine der besten Sachen an diesem Buch ist, dass ich immer wieder vollkommen überrascht von der Handlung war und es keines dieser Bücher ist, bei denen man sich schon von Kapitel eins an die gesamte Geschichte zusammenreimen kann.

Obwohl anfangs (besonders bei Hannah) nicht so viel passiert, schafft es die Autorin trotzdem mit ihrem frischen Schreibstil das Interesse aufrecht zu halten. Prinzipiell konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da mir sowohl Schreibstil, Handlung und besonders die Charaktere so unglaublich gut gefallen haben.

Und so bin ich schon bei meinem nächsten Punkt, wenn nicht sogar einem der wichtigsten. Denn ich habe selten ein Buch gelesen bei dem die Charaktere so gut ausgearbeitet und greifbar waren. Ich habe Hannah und Jonathan nicht nur vor mir gesehen, ich konnte ihre Handlungsweise auch immer nachvollziehen, obwohl sie so unterschiedliche Personen sind. Im Laufe des Buches macht besonders Jonathan eine komplette Wandlung durch, die wunderbar beschrieben ist und zudem auch noch glaubwürdig bleibt.

In den ersten Kapiteln erscheint das Buch noch sehr fröhlich und voller Leichtigkeit, doch nach und nach wird immer deutlicher, dass dieses Buch nicht nur ein einseitiger Unterhaltungsroman ist. Komplizierte Familienverhältnisse und der Umgang mit dem Tod einer nahestehenden Person werden genauso thematisiert wie die Entstehung einer zarten Liebesgeschichte.

Und auch wenn der Roman zeitweise traurig ist, bleibt die Grundstimmung positiv und das Hauptthema bleibt der Sinn des Lebens und dass jeder die Macht hat sein Leben zum Besseren zu verändern.

Was das Buch mit mir gemacht hat:

Auch wenn Jonathan von außen betrachtet nicht viel mit mir gemeinsam hat, habe ich mich sehr in ihm wiedergefunden. Vielleicht hat mir es gerade deswegen so gut gefallen, was für eine Wandlung er in dem Buch durchgemacht hat.

Zu lesen, wie Hannah und Jonathan die verschiedensten Aufgaben in ihrem Leben meistern war sehr inspirierend. Das tolle an dem Buch ist, dass man selbst ein wenig wachgerüttelt wird und sich fragt, ob man eigentlich mit dem eigenen Leben zufrieden ist und ob es nicht ein paar Kleinigkeiten gäbe, die man sofort ändern könnte.

Die Aufgaben im Kalender, welche Jonathan nach und nach erledigt, sind wirklich sehr schön ausgearbeitet und haben mich ab und an dazu gebracht, dass ich selbst eine der Aufgaben erledigt (oder zumindest auf meine to-do-list gesetzt) habe.

Die positive Ausstrahlung dieses Buches hat mich an manchen Stellen fast umgehauen und öfters hat mich nach Weglegen des Buches eine ungeheure Tatenkraft durchströmt. Noch nicht oft hat es ein Buch geschafft, dass ich, nachdem ich es ausgelesen habe, mich tatsächlich ein wenig verändert gefühlt habe.

Bemerkung am Rande:

Normalerweise schaue ich nicht so sehr auf das äußere Erscheinungsbild eines Buches, doch dieses Mal komme ich gar nicht drumrum zu erwähnen, WIE schön dieses Buch gestaltet ist. Das Cover hat mich sofort angesprochen und mit den lila Seiten und abgerundeten Ecken macht es wahrscheinlich das ansehnlichste Buch in meinem Regal aus.

Fazit:

Ein wunderschönes Buch, das ich sofort mit gutem Gewissen jedem empfehlen würde, der bereit ist, sich auf die Geschichte einzulassen. Dieses Buch lässt einem eine ganze Palette von Emotionen durchleben und am Schluss kann man auf jeden Fall etwas für das eigene Leben mitnehmen.


Diese Rezension ist auch auf meinem Blog erschienen: www.hunderttausendbuecher.wordpress.com

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erwachsenwerden, arno geiger, wien, trennung, freundschaft

Selbstporträt mit Flusspferd

Arno Geiger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423145268
Genre: Romane

Rezension:

Zugegeben lag das Buch nach meinem Spontankauf erstmal mehrere Wochen auf meinem Bücherstapel und als es dann endlich an der Reihe war, hatte ich den, um ehrlich zu sein nicht sehr viel verratenden Klappentext schon längst vergessen. Ich habe nochmal einen kurzen Blick auf den mysteriösen Titel und das gelbe Flusspferd geworfen, dann habe ich auch schon zu lesen begonnen.

Die ersten Kapitel habe ich mit Interesse aufgenommen, denn ich hatte vom Cover her etwas anderes erwartet. Es ist eines dieser Bücher, bei dem nicht groß die gesamte Vorgeschichte aufgerollt wird und die Charaktere in einem Aufwisch vorgestellt werden. Die Geschichte um Julian beginnt langsam und so wie er sich selbst ein bisschen verloren in der Welt fühlt, habe auch ich mich, zusammen mit ihm, ein wenig orientierungslos gefühlt.

Jedoch schon nach ein paar weiteren Seiten habe ich mich mit dem Protagonisten angefreundet und ich habe mit Interesse seine Gedankengänge verfolgt. Denn das ist ein großer Bestandteil dieses Buchs. Die Geschehnisse rücken eher in den Hintergrund und Julians Gefühls- und Gedankenwelt stehen im Vordergrund. Oft benutzt Geiger indirekte Reden und lässt den Leser die Welt durch Julians Augen sehen. Das habe ich an diesem Buch wirklich sehr genossen, denn auch wenn sich die Ereignisse nicht überschlagen haben, war ich immer gespannt darauf, wie Julian sein Leben im Umgang mit anderen, aber vorranging mit sich selbst meistert.

Obwohl die Liebesgeschichte (auf dem von mir nicht gelesenen) Klappentext angedeutet wird, habe ich diese bis sie tatsächlich schwarz auf weiß vor mir stand, nicht kommen sehen. Ich glaube das liegt zum Teil daran, dass auch Julian nicht gleich mitbekommen hat, was Sache ist. Im weiteren Verlauf des Buches nimmt die Beziehung zwischen Julian und Aiko zwar einen größeren Platz ein, jedoch war für mich immer klar, dass dieses Buch keine Liebesgeschichte ist und auch keine sein soll.

Es geht viel mehr um Julians Konflikte mit sich selbst und der Welt. Mit seinen 22 Jahren fühlt er sich zwar schon erwachsen, hat aber noch nicht so recht seinen Platz gefunden und genau darauf würde ich das Thema dieses Buches herunterbrennen.

Was das Buch mit mir gemacht hat:

Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst Student bin, aber ich habe mich über das ganze Buch hinweg immer wieder selbst in Julian gefunden. Seine Probleme und Ansichten haben mich oft länger zum Nachdenken gebracht, sodass ich auch während ich nicht gelesen habe, an das Buch denken musste.

Ich glaube, jeder hat schon mal in seinem Leben eine gewisse Ziellosigkeit gefühlt und sich gefragt wo man hingehört, was man eigentlich mit seinem Leben macht und was die Zukunft bringen soll. Gerade am Ende von einem Lebensabschnitt (in Julians Fall seine Trennung von Judith) kommen solche Gefühle häufiger zum Vorschein und Geiger hat es wirklich immer wieder geschafft die Sache auf den Punkt zu bringen und mir Stoff zum Nachdenken zu geben.

Für mich ist ein Buch dann ein gutes Buch, wenn es der Autor schafft mit seinen Worten eine eigene Welt zu schaffen, wenn mich eine komplett andere Umgebung umhüllt. Geiger hat das in diesem Buch wirklich gut hinbekommen. Obwohl es gerade so verregnet ist, konnte in mir dieses Sommergefühl aufkommen, das voller grenzenloser Möglichkeiten, aber auch der etwas erdrückenden Freiheit steckt. Während das Buch vorangeschritten ist, hat auch der Sommer sich seinem Ende zugeneigt und das konnte man auch deutlich während des Lesens spüren.

Bemerkung am Rande:

Ich habe nicht nur einen Faible für österreichische Literatur, sondern besonders für Bücher die in Wien spielen. In diesem Buch wurden immer wieder Straßennamen erwähnt oder die Charaktere haben Floskeln verwendet, die typisch wienerisch waren und auch wenn es für die Geschichte nicht wirklich wichtig war, habe ich mich jedes Mal wieder über diese Kleinigkeiten gefreut.

Fazit:

„Selbstporträt mit Flusspferden“ hat mir sehr gut gefallen, besonders weil der Autor es geschafft hat mich in die richtige Stimmung hineinzuversetzen. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der nicht unbedingt große Geschehnisse in eine Buch sucht, sondern sich gerne in einen Protagonisten hineinfühlen will um sich (nochmal) mit ihm auf die Suche nach dem Erwachsensein zu begeben.

Meine Rezensionen erscheinen auch auf: www.hunderttausendbuecher.wordpress.com

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Tags: arno geiger, erwachsenwerden, wien   (3)
 
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