Leserpreis 2018

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Die wilde Rose (Historisch, Liebe) (Historical Love-Reihe)

Patricia Cabot
E-Buch Text: 168 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 02.08.2018
ISBN 9783960873396
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein historischer Liebesroman

Ich lese nicht oft Romane dieses Genres und wenn, dann sind es historisch basierte Geschichten. Ich fand die Gepflogenheiten der Zeit und die Darstellung des Ortes (England, Yorkshire, 1860) sehr gut getroffen. Abgesehen davon hat die Autorin auch die Umgebung sehr gut und bildhaft beschrieben. Die Stellung der (ledigen) Frau war vollends anders als heute, was auch immer wieder gut ersichtlich wurde. Außerdem kamen die Ausschweifungen des Adels zur Sprache.

Facettenreiche Charaktere

Die Figuren waren nicht einfach gestrickt, was Segen und Fluch zugleich war.
Der kleine Jeremy erinnerte mich zunächst an den süßen „Lord Fauntleroy“, bis er ein verhalten an den Tag legte, dass mir den Atem verschlug. „Ab jetzt Macho“ trifft es glaube ich ganz gut. Zum Glück besann er sich irgendwann wieder. Allerdings hatte der Junge mit Lord Edward Rawlings, männlichen Hauptfigur, auch ein gutes Vorbild. Rawlings war zwar irgendwie zum niederknien, aber manchmal hätte ich ihn schütteln mögen.
Den Vogel schoss aber Pegeen MacDougal, die weibliche Hauptfigur, ab. Für eine unverheiratete Frau war sie erstaunlich taff und wenig unterwürfig, was ich zunächst richtig gut fand. Dann war sie aber oft derart zickig und wankelmütig, dass es nervtötend wirkte. Trotzdem mochte ich sie, weil sie anderen Figuren gehörig Kontra gab.
Was mir positiv auffiel war, dass die Nebenfiguren keine reinen Statisten waren. Sie besaßen eine gute Präsenz und beeindruckten mich immer wieder, weil sie die Geschichte gut beeinflussten.

Gut geschrieben und überraschend bis zum Schluss

Der Verlauf der Geschichte mochte ich sehr. Sie war nicht komplett vorhersehbar, und die Ereignisse überraschte mich immer wieder mal. Daher wurde das Lesen zu einer sehr kurzweiligen Angelegenheit.

Ich empfehle dieses Buch zu lesen, wenn man historischen Geschichten nicht abgeneigt ist. Außerdem solle man mit schwierigen Charakteren umgehen können

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Ein Erbe zum Verlieben

Nadine Stenglein
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 03.08.2018
ISBN 9783962151959
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein toller Einstieg, der auf mehr hoffen ließ

Die Autorin konnte mich direkt am Anfang überraschen, denn ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt.
Anna, frisch geschieden und die Hauptfigur des Romans, lernt keinen Erben kennen, sie tritt ein Erbe an, welches ihr von ihrer Großmutter hinterlassen wurde. Allerdings stellte die Oma eine Bedingung, die es in sich hatte, und um die sich der Hauptteil des Buches rankt. Anna muss eine Art Bachelorette spielen und sich dabei einen Mann angeln, was sich sehr unterhaltsam und auch nicht gerade unkompliziert gestaltete.

Tolle, manchmal recht kantige Protas

Die Nebenfiguren, allen voran Annas Männer, waren nicht nur äußerst facettenreich, sondern auch sehr authentisch. Sie schienen wie aus dem Leben gegriffen zu sein, auch wenn vielleicht kleinere Klischees bemüht wurden. Fast jeder der Herren zeigte früher oder später eine Macke, es blieb aber glaubwürdig und im Rahmen. Manchmal war ich auch regelrecht überrascht. Auch ihre (Busen-)Freundin fand ich hinreißend, wohingegen Annas Ex und ihre Eltern den Vogel abschossen. Bei den dreien habe ich zwischenzeitlich am gesunden Menschenverstand gezweifelt. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich sie toll gezeichnet und authentisch fand, obwohl ich sie nicht mochte. Nichtsdestotrotz bereicherten sie die Geschichte ungemein.

Eine anrührende, aufwühlende und humorvolle Geschichte

Anna habe ich sofort ins Herz geschlossen, weil sie so natürlich und absolut echt wirkte. Sie war kein Super- sondern ein wenig mehr Curvy-Model, als man es aus anderen Romanen kennt. Auch deswegen war sie mir vermutlich näher.
Ich konnte mit ihr lieben, leiden, mich wundern, staunen, erbost sein und was sonst alles noch. Die dargebotene Gefühlspalette war sehr breit, was das Lesen kurzweilig und sehr unterhaltsam machte.

Ich hoffe sehr, dass die Autorin die Geschichte weiter erzählt. Auch wenn diese in sich geschlossen ist, gibt es viele Nebenfiguren, welche ich gerne noch näher kennen gelernt hätte.
Sehr gerne mehr davon!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Bad Boss Love

Anabelle Wildbuch
E-Buch Text: 178 Seiten
Erschienen bei null, 25.01.2018
ISBN B078ZHRPYS
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heiß

Ich mochte schon den ersten „Bad Boss Roman“ der Autorin, daher war es fast klar, dass ich diesen hier auch lesen wollte. Auffallend war wieder, dass es eine schöne Mischung aus witzigen, skurrilen und soften, erotischen Teilen war, die die eigentliche Story unterstützen. Man muss sich allerdings im Vorhinein klar darüber sein, dass der Bad Boss wirklich „bad“ ist.

Interessante, kantige Figuren

Der Boss (Mason) ist ein klischeehafter Macho, wie er im Buche steht. Er besticht durch Arroganz und Respektlosigkeit und ist außerdem sexistisch und hat ein sehr breites Ego. Klingt furchtbar, regte mich auch manchmal ziemlich auf, aber genau wegen dieses Typs Mann habe ich dieses Buch gekauft. Ich wusste ja vorher was auf mich zukommt. Denn was dieser Mann außerdem war: zum anbeißen… und ich war gespannt, ob die weibliche Hauptfigur mit ihm mithalten oder ihn sogar würde zähmen können.
Ich muss sagen, dass mich April, die weibliche Prota, in dieser Hinsicht sehr überrascht hat. Dachte ich Anfangs noch, dass sie eher eine graue Maus wäre, entpuppte sie sich im Verlauf der Geschichte immer mehr. Ich mag devote Frauen nur sehr bedingt, sie sollten schon wissen, dass sie auch Stärken besitzen. In dieser Hinsicht machte sich April erstaunlich gut, was ich diesmal nicht unbedingt erwartet hätte. Für mich war sie daher eine Frau, die man direkt ins Herz schließen konnte.

Abgeschlossene Geschichte

Auch wenn es mehre Bad Boss Romane gibt, ist jede Geschichte anders und in sich geschlossen, was ich persönlich sehr gut finde.
Meine Erwartungen wurden hier voll erfüllt, denn die Geschichte ist unterhaltsam, lustig und erotisch zugleich. Sie überraschte mich manchmal sogar, dadurch war sie sehr kurzweilig zu lesen.

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Wenn Lichter kämpfen (Lichter-Trilogie 3)

Marie S. Laplace
E-Buch Text: 567 Seiten
Erschienen bei null, 10.08.2018
ISBN 9781718000094
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein letzter Teil, der begeistert

Wie schon beim zweiten Teil, so hat die Autorin auch hier einen sehr guten, nahtlosen Übergang geschaffen. Ich hatte keinerlei Probleme wieder in die Geschichte hineinzukommen.
Die Figuren, die ich ohnehin schon gut beschrieben fand, wurden noch etwas weiter ausgestaltet, allerdings ohne dass es langatmig oder überflüssig erschien. Es war z.B. sogar der Fall, dass ich selbst eine weniger geliebte Figur plötzlich besser verstand. Obwohl sie zu „den Guten“ gehörte, konnte ich ihr bis zum zweiten Teil nur wenig Sympathie entgegen bringen, doch das änderte sich mit dem näher rücken des Finales.

Bis zum Schluss sehr spannend

Diese Trilogie ist für mich nicht alleine unter der Kategorie „Jugendbuch“ abzuhandeln. Stand bei Band 1 noch eine scheinbare Liebesgeschichte mit mystischem Fantasy-Einschlag im Vordergrund, so hielt ich in Band 2 schon an der einen oder anderen Stelle die Luft an, weil der Spannungsanteil überwog und dabei auch manchmal, für mein Empfinden, über den Jugenbuchcharakter hinaus ging. Das zog sich in diesem Buch fort, was ich richtig toll fand. Außerdem wirkten alle Hauptfiguren sehr erwachsen, was zwar dem Fortgang der Geschichte zugeschrieben werden kann, doch erwartet hätte ich es in dem Maße nicht.
Ich will nicht unterschlagen, dass in allen Bänden (natürlich) auch die Liebe eine Rolle spielt, aber sie überlagert keineswegs den Rest der Geschichte, was ich als sehr positiv empfunden habe.

Ein Rundes Ende

Ich mag die Schreibweise der Autorin sehr. Hinzu kam noch, dass ich bis zum Schluss immer wieder mal überrascht wurde. Die Autorin baute anhaltend die eine oder andere Wende ein und trotzdem schaffte sie es, dass das Ende absolut in sich geschlossen war und keine Frage offen blieb.
Irgendwie war ich fast traurig, als Teil 3 zu Ende war. Einige Figuren waren mir doch sehr ans Herz gewachsen.

Würde mir jemand sagen, dass diese Trilogie ein Debüt ist, ich würde es nicht glauben. Dieses und auch die anderen zwei Bände, zeichnen sich durch einen flüssigen Schreibstil aus, der detail- und abwechslungsreich ist, aber ohne dabei langatmig zu erscheinen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung – nicht nur für Jugendliche!

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Männer aktiv

Anja Stroot
Spiralbindung: 64 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 26.02.2018
ISBN 9783746068732
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ideenfindung leicht gemacht

In der sozialen Betreuung bzw. in der Altenpflege sind Erinnerungspflege und Kurzaktivierungen essentielle Bestandteile der täglichen Arbeit.
Normalerweise ist die Themenfindung für mich kein größeres Problem. Geschlechtsübergreifende Themen oder Gesprächsrunden für Frauen gestalte ich nahezu wie selbstverständlich, wenn es allerdings um Gesprächsinhalte speziell für Männer geht, bin ich manchmal etwas ratlos. Mag sein dass es daran liegt, dass mir (geschlechtsbedingt) weibliche Themen eher liegen.
Hier bietet das Buch einen reichen Ideenpool.

Themenvielfalt

Die Autorin hat 28 Themen heraus gesucht, die Männer interessieren könnten. Bei einigen dachte ich spontan „ja, klar“, aber es waren auch Themen dabei, auf die ich sicher nicht gekommen wäre (z.B. Traumfrau).
Jedes Thema belegt eine Doppelseite, wobei die eine Hälfte ein thematisch passendes Bild zeigt, auf der anderen Seite findet man jeweils ein kleines Reimrätsel, Gesprächsimpulse und Aktivierungsideen.

Kommt sehr gut an

Ich habe mittlerweile schon einige dieser Gesprächsideen in Kleingruppen umgesetzt und muss sagen, dass sie sehr gut ankamen. Was ich immer noch mit hinzugezogen habe war Anschauungsmaterial in Form weiterer Bilder. Dann entwickelte sich das Gespräch fast von alleine und wurde nur noch von mir gelenkt.

Ich empfehle dieses Buch jedem der im Seniorenbereich arbeitet und nicht genau weiß, wie und vor allem mit welchen Themen man speziell Männer erreichen kann. Es ist eine Fundgrube und kommt mit wenigen, zusätzlichen Mitteln aus. Ich benutze es sehr gerne

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154 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Warcross - Das Spiel ist eröffnet

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.09.2018
ISBN 9783785587720
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine neue, aktuelle Reihe

Marie Lu, von der viele vielleicht die Trilogien „Legend“ und „Young Elites“ kennen, hat für mich den Puls der Zeit erfasst und dies toll umgesetzt.
Sie legt ihre Geschichte in eine Welt, in der Videospiele hoch im Kurs stehen. Warcross ist eine Art kombiniertes Real- und eSports-Spiel, und alle wollen daran beteiligt sein, egal ob als Athlet oder Zuschauer.

Toller Einstieg

Die Geschichte las sich von der ersten Seite locker und leicht, und ich glitt wie von selbst stetig und unmerklich tiefer in sie hinein.
Eine gewisse Spannung gab es von Anfang an, auch wenn man hier erstmal einiges über die Hauptfigur (Emika Chen) und ihr Umfeld erfährt. Trotzdem merkte ich schnell, was möglicherweise noch kommen könnte. Emika ist eine tolle, starke Persönlichkeit, der es nicht an Durchsetzungsvermögen und Cleverness mangelt, die aber dennoch Mädchen/junge Frau bleibt. Damit hat es Marie Lu erneut geschafft, die Klischees zu durchbrechen.
Dieses Buch ist für jugendliche Leser geschrieben, doch das möchte ich so nicht stehen lassen. Es ist vielleicht kein All-ager, aber wer Jugendbüchern nicht abgeneigt ist und Action mag, der macht hier wenig verkehrt.

Die Spannung stieg stetig

Spätestens als es Richtung der Spiele ging, war ich wie gebannt. Ich konnte kaum noch aufhören mich zu wundern, zu staunen oder mich über Details zu freuen.
Mit Beginn der Spiele wurde es dann richtig rasant und es sank die Chance, dass ich dieses Buch schnell aus den Händen legen konnte. Die vorherrschende Rasanz und die Effekte, die dabei beschrieben wurden, waren einfach klasse. Das Kopfkino wurde derart angefeuert, dass es fast einer Live-Übertragung glich. Bis zum Schluss blieb es spannend und mysteriös zugleich.

Marie Lu hat mich diesem Auftakt sehr begeistert zurück gelassen. Manches ist nicht ganz neu, aber das zu bemängeln wäre Jammern auf hohem Niveau, denn das Buch besticht durch rasante Szenen und ein unerwartetes Ende.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Paris für Anfänger

Katrin Einhorn
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.08.2018
ISBN 9783423217507
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein amüsanter Start

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht. Zum einen lag mir der Schreibstil der Autorin, zum anderen fand ich die Geschichte von Anfang an mitreißend. Das lag zum einem an der humorigen Note, aber auch daran, dass ich mir nicht im klaren darüber war, was mich noch erwarten würde. Diese Geschichte war alles andere als durchsichtig.


Figuren mit Ecken und Kanten

Letztlich kam noch hinzu, dass ich bei den Figuren nicht recht wusste, wie ich sie einordnen bzw. was ich von ihnen halten sollte.
Annika, die eine Nebenrolle spielte, fand ich sehr sympathisch. Aber die beiden Hauptfiguren (Paul und Jojo) machten es mir schon etwas schwer. Paul, seines Zeichens glühender Kniggeverfechter, wirkte derart steif, dass es seinem Alter kaum gerecht wurde. Zudem griff er, zumindest anfangs, derart oft in die Klischeekiste, dass ich mich nur wundern konnte. Jojo, Annikas Schwester, war das genaue Gegenteil. Locker, lässig und spontan, aber auch eine Spur zu überdreht für meinen Geschmack.
Die anderen Nebenfiguren, die ich in Paris kennen lernte, fand ich gut gezeichnet. Sie überraschten mich zum Teil, passten sich sehr gut in die Geschichte ein und sorgten für so manch zusätzliches Chaos. Einige fand ich letztlich authentischer als die Hauptfiguren (vorwiegend Paul) selbst.


Eine rasante, schöne Geschichte mit einem „aber“

Die Geschichte, die in Deutschland startete und endete, spielte im Mittelteil in Paris.
Auch wenn ich noch nie dort war, konnte ich mir alles gut vorstellen, was ich sehr schön fand.
Pauls und Jojos erzwungener Aufenthalt dort war mehr als rasant. Er gestaltete sich zu einer Jagd nach Menschen und Objekten gleichermaßen, die es in sich hatte. Das hatte etwas fesselndes, obwohl ich mich manchmal auch selber gehetzt fand.
Zum Ende hin wurden mir auch die Hauptpersonen zunehmend sympathischer. Vielleicht, weil ich sie nun besser kannte, vielleicht auch, weil sich Änderungen zeigten. Aber war das, besonders in Pauls Fall, authentisch? Ich muss gestehen, dass ich es nicht weiß bzw. mir sehr unsicher bin. Auch Annika, die ich so mochte, schockierte mich mit einer Aussage sehr. Doch es passierte zum Schluss auch etwas, was mich schmunzeln ließ. Die Autorin baute eine Schleife ein, die ich einfach nur originell und herzerwärmend fand. Das wog einiges wieder auf.

Ich empfehle die Geschichte Lesern, die auch vor schwierigen Protas nicht zurück schrecken. Man muss hier einiges verzeihen, um mit dieser Geschichte warm zu werden.

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Ein Song bleibt für immer

Alice Peterson , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177080
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ergreifend und fesselnd

Dieses Buch ging mir von Anfang an zu Herzen, aber woran das lag, kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht war es, weil Alice fast so alt wäre wie ich jetzt bin. Mag auch sein, dass ich mich in der Rolle der Mutter wiedererkannt habe. Sehr wahrscheinlich ist auch, dass ich von Anfang an ahnte, wie das Ende aussehen würde, auch wenn ich nicht mehr im Hinterkopf hatte, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Ich denke es waren viele Faktoren, die mich ganz von selbst von Seite zu Seite zogen.

Die berührende Geschichte von Einer, die berühmt werden wollte

Ich fand Alice toll. So stark, mutig, zuversichtlich, unermüdlich, unerschütterlich – und sie würde mir den Hintern verhauen, wenn sie das lesen würde. Denn all das wollte sie nie sein, sie wollte einfach nur jeden Tag „normal“ leben.
Alice ist mitten in ihrer Findungsphase, allerdings hat sie eine Krankheit, die ihr die Zeit stiehlt. Das betrifft ihr Privatleben, als auch ihre angestrebte Karriere. Sie hat es auf beiden Gebieten nicht leicht und ich konnte gar nicht anders, als alle Höhen und Tiefen mit ihr zu durchstehen.
Die Geschichte ist nicht nur berührend, sondern sie macht Mut immer weiter zu machen, egal wie schlecht es gerade steht.

Tolle Figuren und ein beeindruckendes Leben

Natürlich ist es ein wahre Geschichte. Die Kunst besteht allerdings darin, die Erzählung so authentisch wie möglich zu gestalten, und das ist der Autorin hervorragend gelungen. Die guten wie die schlechten Phasen waren hervorragend festgehalten, es gab ein auf und ab der Gefühle, was maßgeblich auch durch die anderen Figuren beeinflusst wurde. Manchmal konnte ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass man wirklich nicht behindert ist, sondern lediglich von anderen in seinem Tun behindert wird. Ich freue mich jetzt noch riesig für Alice, dass sie Menschen außerhalb der Familie gefunden hat, die an sie glaubten.

Ein herzzerreißendes Mutmachbuch über eine tolle Frau, deren Geschichte einzigartig erzählt wurde. Lest dieses Buch, es ist ein Highlight – mehr kann ich dazu nicht sagen.

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Bevor wir verschwinden

David Fuchs
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 20.11.2018
ISBN 9783709934333
Genre: Liebesromane

Rezension:

Voller Gefühl, aber nicht gefühlsduselig

Dies ist die Geschichte von Ben und Ambros. Einst ein schwules Paar, verloren sie sich aus den Augen und treffen sich einige Jahre später wieder. Diesmal ist Ben allerdings (angehender) Arzt und Ambros ist sein krebskranker Patient.
Anfangs war ich noch der Meinung, dass dieses Buch in Richtung Gay oder Gay-Romance gehen wird, tat es aber letztlich nicht. Es las sich eher wie eine Freundschaftsgeschichte, denn die einstmalige Liebesbeziehung zwischen Ben und Ambros wurde lediglich kurz geschildert. Ansonsten ging es um das Hier und Jetzt.
Das Buch ist emotional in vielerlei Hinsicht, nicht nur, weil es um das Thema Krebs geht. Es ist lustig, skurril, traurig, verwundernd, vielleicht auch ein wenig brutal und verstörend. Aber vor allem ist es echt! Man hat das Gefühl, dass sich diese Geschichte genau so zugetragen haben könnte. Das fand ich richtig gut.

Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Schreibstil

Es finden viele Dialoge statt, allerdings ohne dass diese durch Anführungszeichen gekennzeichnet worden wären. Das verwirrte mich anfänglich recht stark, aber im Nachhinein betrachtet, fand ich das gar nicht schlecht. Was mich etwas mehr störte war, das viel mit dem Zusatz „sagte“ gearbeitet wurde. Aber auch darüber konnte ich schnell hinwegsehen.
Ansonsten entwickelte der Autor eine gute und in weiten Teilen lockere Geschichte, und das trotz des schwierigen Themas. Nicht zuletzt kam ihm sicherlich sein beruflicher Werdegang zugute.

Faszinierend und nachdenklich zugleich

Eine solche Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen ist nicht leicht. Umso erstaunlicher, dass es sich hierbei auch noch um ein Debüt handelt.
Ich war irgendwann sehr gefesselt, da gekonnt zwischen Krankenhausalltag, Studium, privaten Interessen und Vergangenheit gewechselt wurde. Alles wirkte leicht und trotzdem anspruchsvoll.
Ein hervorragendes Debüt von einem Autor, den man sich merken sollte. Ich hoffe er schreibt weiter und bleibt seiner Linie treu.

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31 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Qualle vor Malle

Elena Uhlig
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426789582
Genre: Humor

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Fuck you, Hope

Daniela Hartig
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.06.2018
ISBN 9783746012391
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine tolle Fortsetzung, die man solo lesen kann, aber nicht sollte

Ich war vom ersten Teil der Geschichte um Storm und Floyd sehr begeistert. Umso gespannter startete ich in Teil zwei, um völlig veränderte Figuren kennenzulernen. Diese Geschichte spielt einige Zeit nach der Trennung der beiden Hauptfiguren und handelt zunächst nur von Floyd. Als Storm später doch noch auftauchte habe ich mich gefreut, da ich den beiden insgeheim ein Happy end wünschte, trotz der Geschichte aus dem ersten Teil. Wirklich erwartet habe ich es allerdings nicht.

Die Charaktere überraschten mich, denn sie hatten sich verändert

und zwar zum Teil vollkommen. Floyd plagen (zu recht) diverse Schuldgefühle, die sein Leben aus den Fugen zu heben drohen. Man erfährt, was er in der Zwischenzeit erlebt hat und was er aktuell tut, und ich war von einigen Dingen doch recht schockiert. Als er dann per Zufall erneut auf Storm trifft, wird auch einiges von ihr erzählt. Doch hier war es eher die gegenwärtige Situation, die ich zu verkraften hatte. Sie erschien wankelmütig, aber in dieser unsicheren Unentschlossenheit wirkte sie sehr authentisch. Zwischen den beiden entsteht ein hin und her, dass an den Nerven zerrt. Das warum und weshalb ist dabei sehr toll beschrieben und nachvollziehbar.

Ein schönes, glaubhaftes und nicht kitschiges Ende

Am Ende des Buches hatte ich nochmal einiges zu verkraften, aber auch hier konnte ich nur mitfühlend oder wissend mit dem Kopf nicken. Ich kann nur nochmals betonen, dass die Figuren in ihrer Entwicklung und ihren Handlungen sehr glaubhaft waren. Ob man immer alles nachvollziehen kann, ist sicher eine Sache des Standpunktes, aber ich konnte es.

Ich empfehle dieses Buch solchen Lesern, die schwierige Themen und Beziehungsgeschichten nicht scheuen. Man kann das Buch solo lesen, da einiges der Vorgeschichte aufgegriffen und erzählt wird. Trotzdem lege ich allen Lesern auch Teil 1 ans Herz.
Die Geschichte beendete ich mit einem Lächeln. Es war kein kitschiges, aber sehr passendes und schönes Ende. Ich habe die Reise dorthin sehr genossen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Man bekommt ja so viel zurück – Leitfaden für verwirrte Mütter

Marlene Hellene , Till Hafenbrak
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499633850
Genre: Humor

Rezension:

Schon der Klappentext ist ein Knaller

Als ich diesen las war klar: das ganze Buch muss her. Schon hier wurde deutlich, dass sich die Autorin auf besondere Art und Weise mit dem Thema „Eltern sein“ auseinandersetzen würde.
Ein Thema des Buches ist „Ratgeber“, von welchen ich damals, am Anfang meiner Mutter-Karriere, auch einige gelesen gelesen habe. Außerdem werden Sendungen rund um die „heile Familienwelt und Supernanny“ beleuchtet. Die Quintessenz dieser Informationssammlungen war, dass (Power-)Mutter sich nur genug Mühe geben,stets ausgeruht und kreativ sein muss.
Mit diesem angestrebten Perfektionismus räumt das Buch eindeutig auf, was ich richtig gut fand.

Von (nicht ganz so) schlechten Müttern und den Tücken des Alltags

Dieses Buch spricht an, was ich damals schon dachte: „Wenn das alles mal so einfach wäre...“. Wenn man müde, schlecht gelaunt oder ratlos ist, wenn man meint, dass man alles falsch macht, dann sollte man dieses Buch lesen. Es erzählt auf sehr humorvolle Art und Weise von der nicht ganz so heilen Familienwelt, zeigt Verständnis und wirft ein ganz anderes Licht auf die täglichen Herausforderungen. Ich denke, dass sich viele Mütter hier wiederfinden werden.

Die Aussagen des Buches sind klar, deutlich und realistisch

„Alles bleibt anders“ und „Ja, man bekommt viel zurück“, aber man gibt auch sehr viel und muss viel aushalten.
Das dieses Buch ausspricht, was Eltern (vor allem Mütter) abseits der Friede-Freude-Eierkuchenfamilie auch erleben, ist nicht ganz selbstverständlich. Andere Ratgeber schildern immer nur die schönen Seiten, sagen was richtig oder falsch ist und dass man mit Geduld alles hinbekommt. Das stimmt im Prinzip auch, aber manche Dinge werden dabei einfach totgeschwiegen, es sei denn, man kauft alle Ratgeber dieser Welt. Dieses Buch nähert sich dem Thema anders und spricht vieler dieser Tabuthemen mit sehr viel Humor und einer starken Realitätsnähe an.

Ich empfehle dieses Buch allen (werdenden) Müttern, wenn sie mal einen anderen Einblick in das Elterndasein nehmen möchten, als es in den gängigen Ratgebern der Fall ist.
Ich habe beim lesen sehr viel gelacht, über mich und andere, und ich habe dieses Buch einfach nur genossen!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Das Dorf oder Autonomie für Anfänger

Lars Sittig
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Eulenspiegel Verlag, 18.04.2018
ISBN 9783359013679
Genre: Romane

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271 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Hochzeit im Café am Meer

Phillipa Ashley , Marion Herbert
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 18.06.2018
ISBN 9783832164430
Genre: Liebesromane

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(24)

31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Ich dachte, älter werden dauert länger

Heike Abidi , Lucinde Hutzenlaub
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328102694
Genre: Humor

Rezension:

Den Untertitel kann man mit einem Augenzwinkern lesen,

denn er lautet „Ein Überlebenstraining für alle ab 50“. Hier bekommt man so manches aus dem Erfahrungsschatz der Autorinnen präsentiert, aber das ganze wurde mit sehr viel Humor gewürzt, was ich sehr erfrischend fand.
Ich habe mich schon am Anfang köstlich amüsiert, denn die beiden Autorinnen kommen immer abwechselnd zu Wort und man merkt schnell, dass beide vollkommen unterschiedlich mit dem Thema „älter werden“ umgehen. So sollte es ja auch sein: jeder muss seinen Weg finden, um sich bestmöglich damit zu arrangieren. Die Zwiesprache der Beiden war dabei richtig klasse und bot reichlich Stoff zum nachdenken. Nichts, was mit dem älter werden (oder auch speziell mit dem Klimakterium) zu tun hat, wurde totgeschwiegen. Ob Hitzewellen, Falten oder weinerliche Ausbrüche – alles wurde beleuchtet, versehen mit viel Realitätssinn und/oder Humor.

Ein Buch mit Tipps, Tricks, Selbsterfahrung und einem bisschen „Alters-Knigge“

Zuerst dachte ich ja, jetzt kommt der Werbeblock. Es wurden detaillierte Make-up-Tipps gegeben, man erfuhr welche Falten man mit welcher Creme am besten verzögert etc. Ich musste oft schmunzeln, aber ich habe mich hier und da auch selbst wiedererkannt, und nicht nur das. Ich konnte für mich tatsächlich etwas finden, von dem ich dachte „das ist genau meins“. Die beiden Autorinnen schilderten auch, wie sich die Persönlichkeit und deren Wahrnehmung verändert, nach innen und außen. Es wird offen über Marotten, plötzliche Lust (oder Unlust) auf sportliche Aktivitäten aller Art, das Verhältnis zur jüngeren Generation und vieles mehr gesprochen. Ich fand es interessant, humorvoll und habe mich auch hier in Teilen wiedergefunden.

Die Quintessenz? Nimm das Alter wie es kommt und mach das beste draus

Dieses Buch ist ein Rundumschlag für die Generation (fast) 50+. Sie vermittelt den positiven Eindruck, dass das älter werden nicht so schlimm ist wie es sich manchmal anfühlt, dass man immer noch viel Spaß haben kann und vor allem, dass man mit vielen Fragen und Problemchen nicht alleine dasteht. Schon deshalb mochte ich dieses Buch sehr und empfehle es gerne weiter.

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(30)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Fuck you, Love

Daniela Hartig
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei Amazon Media EU S.à r.l., 30.09.2017
ISBN B07637NQ5Y
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Buch mit diversen schwierigen Themen

Ich mag keine Bücher in denen gesoffen und gekokst wird, wo sich die neureichen Juppies alles erlauben und sich daneben benehmen können wie sie wollen. Ich mag auch keine (Jugend-)Romane mit Gewalttaten, es sei denn es ist ein Krimi oder Thriller. Dieses Buch ist kein Krimi/Thriller, trotzdem findet man all das vorher beschriebene. Wider erwarten fand ich es weder besonders klischeehaft, noch total abstoßend. Die Autorin hat diese schwere Gratwanderung wirklich sehr gut hinbekommen, indem sie weder beschönigt oder verteufelt. Sie bleibt recht sachlich und beschreibt einfach nur die gesellschaftlichen Schichten, die es genau so gibt, die genau so leben und sich genau so verhalten. Hier ist keineswegs alles „Friede, Freude, Eierkuchen“, das komplette Gegenteil ist der Fall, und das betrifft sogar die Figuren und Lebenswelten, wo man es eher nicht vermutet. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum mich dieses Buch von Anfang an fesselte – trotz der schwierigen Themen.

Die Charaktere waren in mehrfacher Hinsicht beeindruckend

Unterschiedlicher können Figuren in einem Roman kaum sein. Sie kommen aus allen Schichten, wobei die beiden Hauptfiguren den größten Abstand zueinander haben. Storm, das Mädchen aus der Unterschicht, kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, hat aber große Ambitionen. Ich wusste anfangs nicht so recht was ich von ihr halten sollte, doch irgendwann schloss ich sie ins Herz. Foyed ist ein Yuppie und benimmt sich auch so. Ich fand das ganz furchtbar, aber auch bei ihm musste man erstmal hinter die Fassade blicken. Plötzlich kam das was zum Vorschein, was man nicht vermutet hätte. Je mehr man die Beiden kennenlernte, desto authentischer erschienen sie. Man verstand sie plötzlich und konnte sich gut auf sie einlassen.
Auch die Nebenfiguren hatten es in sich. Viele dieser Charaktere mochte ich aus unterschiedlichen Gründen nicht, aber ich muss gestehen, dass die Geschichte ohne sie nicht komplett gewesen wäre. Auch sie ließen mich einiges verstehen und und beeinflussten außerdem die Geschichte emens. Trotzdem konnte ich über sie oft nur missbilligend den Kopf schütteln oder ungläubig erstaunt sein. Aber egal ob sie sympathisch oder abstoßend erschienen: allen Figuren ist gemein, dass sie sehr gut ausgearbeitet wurden, dass muss man der Autorin lassen.

Eine Geschichte, die man mit Misstrauen liest, in die man sich dann verliebt, bis sie sprachlos macht und lange nachwirkt

Ich liebte diese Geschichte, die mich erst schockierte, dann aber ein klein wenig „Pretty Woman“-Charaker hatte. Am Ende war ich erneut geschockt, erleichtert endlich Klarheit zu haben, gerührt, verwirrt, traurig, bewegt, erstaunt und was die Gefühlspalette sonst noch so hergab. Das Buch endet mit einem einzigen Wort, dass so viel mehr sagt, als diese drei Buchstaben vermuten lassen. Mich hat es ungläubig zurückgelassen und mit dem Gedanken, dass das doch jetzt wohl nicht das Ende sein kann. Nein, das war zum Glück nicht das Ende und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weiter geht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schwierige Themen wie Vergewaltigung nicht scheut. Mich hat dieses Buch sehr aufgewühlt und nachdenklich gemacht, aber auch sehr bewegt. Ich bin sehr gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet.

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(50)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Vier Pfoten am Strand

Petra Schier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497933
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zurück in Lichterhafen

Dies ist bereits der zweite, streng genommen dritte Roman von Petra Schier, der in Lichterhaven spielt. Dort habe ich mich schon immer pudelwohl gefühlt, daher ist es sicher kaum verwunderlich, dass ich sofort ein Gefühl des „wieder nach Hause kommens“ hatte. Die Umgegend und auch einige der Figuren waren mir trotz des zeitlichen Abstands der Bücher immer noch vertraut. Das spricht eindeutig für die wunderbaren Beschreibungen der Autorin, die stets klar und plastisch sind, aber nie in Nebensächlichkeiten ausufern.

Ein Hund und Herr mit Eigensinn

Die weibliche Hauptfigur (Christina) war mir schon vage aus dem vorherigen Roman bekannt, und meine Sympathie für sie war sofort präsent. Eine gute Seele, mit einer Engelsgeduld, und die brauchte sie unausweichlich. Ihre männlichen Mitstreiter machten ihr wahrlich das Leben manchmal schwer. Da war zum einen Ben, eine Künstlerseele durch und durch, in den ich mich vermutlich auch verliebt hätte, der mir aber manchmal nur ein missbilligendes Kopfschütteln abringen konnte. Ihm zur Seite stand Boss, ein Rüde, der seinem Namen alle Ehren machte. Zumindest vermittelte dies der erste Eindruck. Mit ihm hat Petra Schier diesmal eine Hundefigur geschaffen, die ich nicht nur toll fand, sondern die mich regelrecht begeistert hat. Zum einen lag es an den Eigenheiten der Figur, zum anderen an Boss´ Meinungen und Gedanken zu verschiedenen Anlässen und seiner Wesensänderung im Verlauf der Handlung. Es war einfach nur herrlich!

Ein Wohlfühlroman mit dem gewissen „Mehr“

Wer Petra Schiers Romane kennt, der weiß, dass sie auf ein Happy End zulaufen.
Ich habe mich auf dem Weg dorthin super unterhalten und absolut wohl gefühlt, bin in der Geschichte versunken und dann... ja, dann habe ich Rotz und Wasser geheult. So etwas ist mir schon lange nicht mehr passiert. Warum mir diesmal unweigerlich die Tränen kamen werde ich nicht verraten, ich sage nur: es hatte mehrere Gründe.

Petra Schier ist es erneut gelungen einen wunderbaren Sommer-Hunde-Roman zu schreiben, der mich diesmal in mehrfacher Hinsicht zu Tränen gerührt hat. Eine absolute Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Verzaubert

Anna-Sophie Caspar
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.09.2017
ISBN 9783646603682
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein sehr guter Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Dieses Buch bildet den Auftakt einer Trilogie, und was ich der Autorin lassen muss ist, dass ich sofort in der Geschichte drin war.
Sie rankt sich um die Geschichte von Effi und Eden, die beide ein Geheimnis in sich tragen, welches sie auch gleichzeitig verbindet.

Einige Charaktere haben noch Entwicklungspotential.
Das betrifft besonders Effi. Sie steht vor ihrer Hochschulkarriere und wirkt zielstrebig. Soweit konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Sie ist zudem anders als andere in ihrem Alter, und das ist leider Segen und Fluch zugleich. Zum einen umgab sie etwas geheimnisvolles, was den Lauf der Geschichte entscheidend beeinflusst. Auf der anderen Seite wirkt sie oft so kindlich und naiv in ihren Handlungen, dass es gar nicht zu ihr bzw. ihrem Alter passen wollte. Im Lauf der Geschichte bessert sich das allerdings etwas. Eden fand ich toll, ich glaube es würden sich viele in ihn verlieben, aber trotzdem hätte er etwas mehr Tiefe vertragen können. Dafür glänzten unerwartet einige Nebenfiguren, allen voran Choi, wobei ich auch bei dem einen oder anderen positiv überrascht war.
Da dies allerdings der Auftakt einer Trilogie ist, wird sich bei allen Figuren sicherlich noch einiges tun.

Insgesamt lesenswert, aber eher ein (reines) Jugendbuch
Dadurch, dass Effi sich nicht immer altersgemäß verhält, werden viele Erwachsene nur dann Lesefreude haben, wenn sie auch gerne Jugendbücher mit naiveren Charakteren mögen.

Die Geschichte ist spannend, wird nicht von einer Liebesgeschichte überlagert, und die Charaktere fand ich sehr interessant und ungewöhnlich. Lesenswert - für gemütliche, kurzweilige Stunden.

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(26)

38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Die Töchter von Tarlington Manor

Tanja Bern
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 10.04.2018
ISBN 9783732540990
Genre: Romane

Rezension:

Von Anfang an gefangen
Ich mag die Bücher von Tanja Bern ohnehin sehr gerne, und auch diesmal hat sie es geschafft, dass ich von Anfang an gefesselt war.
Die Geschichte lässt sich locker-leicht lesen und das nicht nur, weil Casey mir sofort sympathisch war. Sie ist herrlich natürlich und man muss sie einfach sofort ins Herz schließen. Als dann noch Braydon hinzu kam war für mich klar, dass dies eine wunderbare Liebesgeschichte werden würde, denn auch er hat ein sehr einnehmendes, positives Wesen.

Da ich den Klappentext kannte, wusste ich schon um den historischen Anteil der Geschichte. Ich war vorher schon sehr angetan von der Geschichte, doch dieser Rückblick in das Leben einer anderen Person (Aeryn), deren Tagebuch Casey liest, war atemberaubend.
Diese zweite Geschichte spielt 170 Jahre zuvor, und war bewegend, spannend, liebevoll und was man sonst noch an Lobhudeleien loswerden könnte. Zudem wirkte es, als könnte sich diese Geschichte genau so zugetragen haben. Ich konnte es kaum erwarten, dass Seite um Seite verflog.

Gegensätze ziehen sich an. Ich denke das ist das Geheimnis der Geschichte. Ein toller Mix aus einer zeitgenössischen und einer historischen Geschichte, mit hervorragend ausgearbeiteten, authentischen Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die komplette Gefühlspalette wurde bedient, die Seiten flogen nur so dahin, und dafür gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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(40)

47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski , Gabrielle Pietermann , Marius Clarén
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 05.03.2018
ISBN 9783837141658
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diesmal kreierte der Autor eine Stadt auf dem Mond
Damit bleibt er seiner SciFi-Linie treu, auch wenn dieses Hörbuch anders ist als der „Marsianer“.
Als Leser wird man bereits von Anfang an regelrecht ins Geschehen hineingeworfen. Spannung und ein wenig Drama waren vorhanden und fesselten mich.
Wie nebenbei erfuhr ich viel über die Umgebung und einige Figuren, die im Verlauf noch eine Rolle spielen würden.
Hauptsächlich, aber nicht nur, geht es um Wirtschaftskriminalität. Das Wie und Warum ist vielfach sehr technisch, und wurde vom Autor detailreich beschrieben. Das fand so gut statt, dass ich auch als Laie (zumindest fast) alles verstand.


Eine gute, aber recht eckige Hauptfigur bestimmt die Handlung
Sie heißt Jazz, ist Mitte 20 und die Ich-Erzählerin der Geschichte. Sie hat eine recht eigene Art, ihre Ausdrucksweise lässt zu wünschen übrig, und sie erledigt legale, noch lieber allerdings illegale Jobs jeglicher Art. Kurz: ich mochte sie nicht besonders... Ihre Geschichte ist allerdings sehr spannend, und sie entwickelt sich über das gesamte Hörbuch hinweg weiter, so dass ich das am Ende anders sah.
Ihr zur Seite stehen verschiedene Nebenfiguren, von denen ich einige richtig klasse fand. Hier darf man sehr gespannt sein.

Die Sprecherin wurde sehr gut ausgewählt
Ich muss zugeben, dass ich die Stimme von Gabrielle Pietermann manchmal etwas laut und schrill fand. Das verdarb mir aber nicht den Hörgenuss, denn obwohl es manchmal etwas anstrengend war, passte die Stimme perfekt zu Jazz und ihrer Art. Kompliment an den Verlag, denn mit einer weicheren Stimme wäre einiges verloren gegangen.
Dieses Hörbuch ist hörenswert, man sollte es aber nicht mit dem Marsianer vergleichen.

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(132)

220 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 101 Rezensionen

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Pheromon

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Buch, zwei Autoren

Dies ist erneut ein Buch, welches von zwei Autoren geschrieben wurden. Die Kunst hierbei besteht für mein Empfinden darin, dass man eine zusammenhängende Geschichte kreiert, die sich in Form und Stil nicht zu sehr unterscheidet. Ich muss sagen, dass das bei dieser Geschichte sehr gut gelungen ist. Beide Schreibstile waren flüssig, gut zu lesen, und ich hätte nicht gewusst, wer jetzt welchen Abschnitt geschrieben hat. Es griff alles gut ineinander.

Eine Welt, zwei Zeiten
Die Autoren schreiben in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, wobei die eine im Hier und Jetzt, die andere 100 Jahre in der Zukunft liegt. Beide Welten wurden sehr gut beschrieben, so dass ich mich als Leser gut darin zurecht fand. Die Zukunft ist, wie nicht anders zu erwarten war, weiter technisiert als die Gegenwart, die Forschung ist weit entwickelt, es finden sich diverse Elemente, die sehr SciFi-geprägt sind und sehr deutlich wurde, dass die Wohlstandsschere sehr weit geöffnet ist.
Man kann diesen recht ausgeprägten SciFi-Anteil gut oder schlecht finden, für mich steh fest, dass zumindest das meiste zwar sehr fantastisch, aber nicht undenkbar klingt.

Zwei Hauptfiguren, ein Ziel

Die Hauptfiguren und ihr Handlungsfeld fand ich gut beschrieben, und auf Grund des recht hohen Altersunterschiedes behaupte ich einfach mal, dass dies nicht nur ein Buch für jugendliche Leser ist. Beide Hauptcharaktere wirken beide sehr bodenständig und authentisch. Dass man im Laufe viel über sie erfährt, trägt maßgeblich dazu bei.

Zum einen erlebte ich den 17jährigen Jake. Ein ganz normaler Junge, der plötzlich erkennt, dass er eine Art Gabe hat. Am Anfang erschien mir das wenig greifbar, aber die Entwicklung zu immer mehr Plastizität war sehr interessant zu verfolgen. Ihm stehen später noch Nebenfiguren zur Seite, wodurch die Geschichte noch mehr Substanz erhielt. Sein Teil der Geschichte lebt durch das Zusammenspiel aller Pro- und Antagonisten.
Die andere Geschichte wird durch Travis bestimmt. Er ist Arzt a.D., doch das soll sich irgendwann wieder ändern. Warum und weshalb muss jeder selbst heraus finden, aber es erklärt sich fast von selbst, dass auch seine Geschichte zunehmend mysteriöser wird und Parallelen zur Vergangenheit aufweist. Auch in seiner Zeit gibt es Nebenfiguren, die beständig Travis´ Weg kreuzen und die Geschichte maßgeblich mitbestimmen und vorantreiben.

Ein Pageturner, ein kleines „aber“

Ich war nahezu von Anfang an in der Geschichte gefangen. Selbst in Passagen, in welchen nicht so viel passiert, blätterte ich meist zügig Seite für Seite um. Besonders gut gelang mir das bei Jakes Geschichte, die irgendwie nUngewöhnlich, spannend und innovativ.icht langweilig wurde. Bei Travis hatte ich manchmal das Gefühl, dass es sich ein klein wenig zieht, aber wirklich nur ein klein wenig. Was ich etwas befremdlich fand war, dass ich zwar Parallelen zwischen den Geschichten erkennen konnte, aber ich fand wenige, greifbare Anknüpfungs- oder Verwebungspunkte. Für mich standen beide Geschichten lange „nur“ nebeneinander. Hinzu kam, dass vieles doch sehr phantastisch/ nach SciFi klang, wobei ich hier irgendwann sagen konnte „warum nicht“. Ich bin kein SciFi-Fan, aber es gelang mir trotzdem, mich in vieles hineinzudenken. Ich muss aber auch sagen, dass ich manches einfach auch nur hinnahm.


Ich empfehle das Buch vor allem jugendlichen Lesern, die SciFi nicht zu sehr abgeneigt und an Forschung/ungewöhnlichen Theorien interessiert sind. Aber auch für einige erwachsene Leser dürfte diese Geschichte interessant sein. Außerdem sollte man Cliffhanger vertragen können.
„Pheromon“ ist ein Buch, welches die Vorstellungskraft sehr fordert. Ungewöhnlich, spannend und innovativ.

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(14)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Tick Tack Fuck

Tom Limes
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401604107
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Xaver ist der Star des Romans, um den sich alles rankt. Er ist ein normaler 16jähriger, aber er fühlt sich nicht so gut aussehend und so cool wie einige seiner Freunde. Außerdem hat er, im Gegensatz zu vielen anderen, noch keine „Erfahrung“, und das gedenkt er zu ändern.
All das machte ihn sehr authentisch. Seine Ängste und Sorgen, sein fast verzweifelter Kampf um ein Mädchen, und der Wunsch auf das „erste mal“ waren für mich durchaus nachvollziehbar. Er legte dabei bisweilen viel Kreativität an den Tag, das musste ich ihm lassen und fand es, nebenbei bemerkt, oft ultra lustig.
Unterstützt wurde er durch zahlreiche Nebencharaktere, die auch alle sehr viel Charme besaßen. Egal ob seine Jugendfreundin Toni, seine Angebetete Charly, seine Eltern oder seine herzallerliebste Schwester... alle bereicherten die Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise.


Das Buch ließ sich locker leicht lesen, nicht zuletzt, weil der Schreibstil etwas einfacher gehalten ist, aber das störte mich persönlich nicht. Der Unterhaltungsfaktor kam außerdem daher, dass manche Szenen brüllend komisch waren. So erlebte ich es als Leser, weil ich von außen entspannt zuschauen konnte, Xaver erlebte es oft anders. Für ihn gab es so manchen Schock zu verdauen, der eine größer, der andere nicht ganz so groß. Aber er wuchs an diesen Erfahrungen, was ich klasse fand, und ich glaube, dass es vielen Jugendlichen in seinem Alter so geht.

Doch dieses Buch schlägt auch nachdenkliche Töne an. Einer der eindrücklichsten und nachhallendsten Sätze war für mich „Sex ist für Körper, Liebe für Seele“. Da konnte ich nur seufzen und nicken.

Natürlich geht es hier hauptsächlich um Xaver und seine Probleme. Für mich als Mutter war es allerdings auch gut, dass ich dieses Buch gelesen habe. Zum einen habe ich meinen Sohn hier und dort wiedergefunden, zum anderen hätte ich Xaver manchmal gerne geschüttelt. Das allerdings in dem Wissen, dass es nichts bringt. Diese Erkenntnis teilte ich letztlich mit den Nebenfiguren des Romans. Daher lautet die Moral der Geschicht „jeder muss seinen Weg alleine finden, nur manchmal darf man ihn ein wenig schubsen“. Das gilt für Eltern und Freunde gleichermaßen.

Ein wunderbares, authentisches und lustiges Buch über das Erwachsenwerden. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, aber trotzdem sehr unterhaltsam, denn der Weg kann auch das Ziel sein.
Ich empfehle es vor allem Jungs, aber auch deren Eltern!

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(679)

1.274 Bibliotheken, 49 Leser, 1 Gruppe, 195 Rezensionen

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(10)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

alltag, ältere menschen, altersheim, demenz, einfache lesbarkeit, erwachsene erstleser, funktionaler analphabetismus, gesellige runde, kurzgeschichte, kurzgeschichten, legasthenie, lrs, nachlassende lesefähigkeiten, pädagogisch, senioren

5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz: Alltägliches

Anja Stroot
Buch: 125 Seiten
Erschienen bei Verlag an der Ruhr, 01.08.2013
ISBN 9783834623461
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich mag schon die Bildkarten („Alltagsmenschen laden ein“) der Autorin sehr und benutze sie gerne auf der Arbeit, als auch privat, daher war ich auf dieses Buch gespannt. Mittlerweile ist es für mich ein toller Begleiter, wenn es um die Arbeit mit demenzkranken Menschen geht, um ihnen ein wenig Kurzweil zu schaffen.
Hier laden 19 Geschichten zum vorlesen, zuhören und nachdenken ein. Sie sind von gut gewählter Länge und recht einfach/verständlich geschrieben. Damit wird gewährleistet, dass die Aufmerksamkeitsspanne nicht überstrapaziert wird. Außerdem werden ganz unterschiedliche Bereiche angesprochen. Somit ist es (fast) sicher, dass für alle Interessen etwas dabei ist. Immer wieder gibt es neue Gesprächsanlässe, und sollten die Ideen dazu mal fehlen oder sich kein Gespräch entwickeln, dann gibt es im Anschluß an jede Geschichten eine Gesprächsanregung bzw. einleitende Fragen dazu. Das ist optimal für die Erinnerungspflege oder biographisches arbeiten. Außerdem findet man eine passende Aktivierungsidee, was mir auch sehr gut gefallen hat, weil sie sich mit einfachen Mitteln umsetzen lässt.
Ich setze das Buch sehr gerne ein und kann es nur empfehlen!

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Tags: 87b, ältere menschen, altersheim, demenz, senioren, soziale betreuung   (6)
 
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