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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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Ein Song bleibt für immer

Alice Peterson , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404177080
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ergreifend und fesselnd

Dieses Buch ging mir von Anfang an zu Herzen, aber woran das lag, kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht war es, weil Alice fast so alt wäre wie ich jetzt bin. Mag auch sein, dass ich mich in der Rolle der Mutter wiedererkannt habe. Sehr wahrscheinlich ist auch, dass ich von Anfang an ahnte, wie das Ende aussehen würde, auch wenn ich nicht mehr im Hinterkopf hatte, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Ich denke es waren viele Faktoren, die mich ganz von selbst von Seite zu Seite zogen.

Die berührende Geschichte von Einer, die berühmt werden wollte

Ich fand Alice toll. So stark, mutig, zuversichtlich, unermüdlich, unerschütterlich – und sie würde mir den Hintern verhauen, wenn sie das lesen würde. Denn all das wollte sie nie sein, sie wollte einfach nur jeden Tag „normal“ leben.
Alice ist mitten in ihrer Findungsphase, allerdings hat sie eine Krankheit, die ihr die Zeit stiehlt. Das betrifft ihr Privatleben, als auch ihre angestrebte Karriere. Sie hat es auf beiden Gebieten nicht leicht und ich konnte gar nicht anders, als alle Höhen und Tiefen mit ihr zu durchstehen.
Die Geschichte ist nicht nur berührend, sondern sie macht Mut immer weiter zu machen, egal wie schlecht es gerade steht.

Tolle Figuren und ein beeindruckendes Leben

Natürlich ist es ein wahre Geschichte. Die Kunst besteht allerdings darin, die Erzählung so authentisch wie möglich zu gestalten, und das ist der Autorin hervorragend gelungen. Die guten wie die schlechten Phasen waren hervorragend festgehalten, es gab ein auf und ab der Gefühle, was maßgeblich auch durch die anderen Figuren beeinflusst wurde. Manchmal konnte ich mich des Gedankens nicht erwehren, dass man wirklich nicht behindert ist, sondern lediglich von anderen in seinem Tun behindert wird. Ich freue mich jetzt noch riesig für Alice, dass sie Menschen außerhalb der Familie gefunden hat, die an sie glaubten.

Ein herzzerreißendes Mutmachbuch über eine tolle Frau, deren Geschichte einzigartig erzählt wurde. Lest dieses Buch, es ist ein Highlight – mehr kann ich dazu nicht sagen.

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Bevor wir verschwinden

David Fuchs
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 01.08.2018
ISBN 9783709934333
Genre: Liebesromane

Rezension:

Voller Gefühl, aber nicht gefühlsduselig

Dies ist die Geschichte von Ben und Ambros. Einst ein schwules Paar, verloren sie sich aus den Augen und treffen sich einige Jahre später wieder. Diesmal ist Ben allerdings (angehender) Arzt und Ambros ist sein krebskranker Patient.
Anfangs war ich noch der Meinung, dass dieses Buch in Richtung Gay oder Gay-Romance gehen wird, tat es aber letztlich nicht. Es las sich eher wie eine Freundschaftsgeschichte, denn die einstmalige Liebesbeziehung zwischen Ben und Ambros wurde lediglich kurz geschildert. Ansonsten ging es um das Hier und Jetzt.
Das Buch ist emotional in vielerlei Hinsicht, nicht nur, weil es um das Thema Krebs geht. Es ist lustig, skurril, traurig, verwundernd, vielleicht auch ein wenig brutal und verstörend. Aber vor allem ist es echt! Man hat das Gefühl, dass sich diese Geschichte genau so zugetragen haben könnte. Das fand ich richtig gut.

Anfangs hatte ich etwas Probleme mit dem Schreibstil

Es finden viele Dialoge statt, allerdings ohne dass diese durch Anführungszeichen gekennzeichnet worden wären. Das verwirrte mich anfänglich recht stark, aber im Nachhinein betrachtet, fand ich das gar nicht schlecht. Was mich etwas mehr störte war, das viel mit dem Zusatz „sagte“ gearbeitet wurde. Aber auch darüber konnte ich schnell hinwegsehen.
Ansonsten entwickelte der Autor eine gute und in weiten Teilen lockere Geschichte, und das trotz des schwierigen Themas. Nicht zuletzt kam ihm sicherlich sein beruflicher Werdegang zugute.

Faszinierend und nachdenklich zugleich

Eine solche Geschichte auf so wenigen Seiten zu erzählen ist nicht leicht. Umso erstaunlicher, dass es sich hierbei auch noch um ein Debüt handelt.
Ich war irgendwann sehr gefesselt, da gekonnt zwischen Krankenhausalltag, Studium, privaten Interessen und Vergangenheit gewechselt wurde. Alles wirkte leicht und trotzdem anspruchsvoll.
Ein hervorragendes Debüt von einem Autor, den man sich merken sollte. Ich hoffe er schreibt weiter und bleibt seiner Linie treu.

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Qualle vor Malle

Elena Uhlig
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426789582
Genre: Humor

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Fuck you, Hope

Daniela Hartig
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.06.2018
ISBN 9783746012391
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine tolle Fortsetzung, die man solo lesen kann, aber nicht sollte

Ich war vom ersten Teil der Geschichte um Storm und Floyd sehr begeistert. Umso gespannter startete ich in Teil zwei, um völlig veränderte Figuren kennenzulernen. Diese Geschichte spielt einige Zeit nach der Trennung der beiden Hauptfiguren und handelt zunächst nur von Floyd. Als Storm später doch noch auftauchte habe ich mich gefreut, da ich den beiden insgeheim ein Happy end wünschte, trotz der Geschichte aus dem ersten Teil. Wirklich erwartet habe ich es allerdings nicht.

Die Charaktere überraschten mich, denn sie hatten sich verändert

und zwar zum Teil vollkommen. Floyd plagen (zu recht) diverse Schuldgefühle, die sein Leben aus den Fugen zu heben drohen. Man erfährt, was er in der Zwischenzeit erlebt hat und was er aktuell tut, und ich war von einigen Dingen doch recht schockiert. Als er dann per Zufall erneut auf Storm trifft, wird auch einiges von ihr erzählt. Doch hier war es eher die gegenwärtige Situation, die ich zu verkraften hatte. Sie erschien wankelmütig, aber in dieser unsicheren Unentschlossenheit wirkte sie sehr authentisch. Zwischen den beiden entsteht ein hin und her, dass an den Nerven zerrt. Das warum und weshalb ist dabei sehr toll beschrieben und nachvollziehbar.

Ein schönes, glaubhaftes und nicht kitschiges Ende

Am Ende des Buches hatte ich nochmal einiges zu verkraften, aber auch hier konnte ich nur mitfühlend oder wissend mit dem Kopf nicken. Ich kann nur nochmals betonen, dass die Figuren in ihrer Entwicklung und ihren Handlungen sehr glaubhaft waren. Ob man immer alles nachvollziehen kann, ist sicher eine Sache des Standpunktes, aber ich konnte es.

Ich empfehle dieses Buch solchen Lesern, die schwierige Themen und Beziehungsgeschichten nicht scheuen. Man kann das Buch solo lesen, da einiges der Vorgeschichte aufgegriffen und erzählt wird. Trotzdem lege ich allen Lesern auch Teil 1 ans Herz.
Die Geschichte beendete ich mit einem Lächeln. Es war kein kitschiges, aber sehr passendes und schönes Ende. Ich habe die Reise dorthin sehr genossen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Man bekommt ja so viel zurück – Leitfaden für verwirrte Mütter

Marlene Hellene , Till Hafenbrak
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499633850
Genre: Humor

Rezension:

Schon der Klappentext ist ein Knaller

Als ich diesen las war klar: das ganze Buch muss her. Schon hier wurde deutlich, dass sich die Autorin auf besondere Art und Weise mit dem Thema „Eltern sein“ auseinandersetzen würde.
Ein Thema des Buches ist „Ratgeber“, von welchen ich damals, am Anfang meiner Mutter-Karriere, auch einige gelesen gelesen habe. Außerdem werden Sendungen rund um die „heile Familienwelt und Supernanny“ beleuchtet. Die Quintessenz dieser Informationssammlungen war, dass (Power-)Mutter sich nur genug Mühe geben,stets ausgeruht und kreativ sein muss.
Mit diesem angestrebten Perfektionismus räumt das Buch eindeutig auf, was ich richtig gut fand.

Von (nicht ganz so) schlechten Müttern und den Tücken des Alltags

Dieses Buch spricht an, was ich damals schon dachte: „Wenn das alles mal so einfach wäre...“. Wenn man müde, schlecht gelaunt oder ratlos ist, wenn man meint, dass man alles falsch macht, dann sollte man dieses Buch lesen. Es erzählt auf sehr humorvolle Art und Weise von der nicht ganz so heilen Familienwelt, zeigt Verständnis und wirft ein ganz anderes Licht auf die täglichen Herausforderungen. Ich denke, dass sich viele Mütter hier wiederfinden werden.

Die Aussagen des Buches sind klar, deutlich und realistisch

„Alles bleibt anders“ und „Ja, man bekommt viel zurück“, aber man gibt auch sehr viel und muss viel aushalten.
Das dieses Buch ausspricht, was Eltern (vor allem Mütter) abseits der Friede-Freude-Eierkuchenfamilie auch erleben, ist nicht ganz selbstverständlich. Andere Ratgeber schildern immer nur die schönen Seiten, sagen was richtig oder falsch ist und dass man mit Geduld alles hinbekommt. Das stimmt im Prinzip auch, aber manche Dinge werden dabei einfach totgeschwiegen, es sei denn, man kauft alle Ratgeber dieser Welt. Dieses Buch nähert sich dem Thema anders und spricht vieler dieser Tabuthemen mit sehr viel Humor und einer starken Realitätsnähe an.

Ich empfehle dieses Buch allen (werdenden) Müttern, wenn sie mal einen anderen Einblick in das Elterndasein nehmen möchten, als es in den gängigen Ratgebern der Fall ist.
Ich habe beim lesen sehr viel gelacht, über mich und andere, und ich habe dieses Buch einfach nur genossen!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Das Dorf oder Autonomie für Anfänger

Lars Sittig
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Eulenspiegel Verlag, 18.04.2018
ISBN 9783359013679
Genre: Romane

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241 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Hochzeit im Café am Meer

Phillipa Ashley , Marion Herbert
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.06.2018
ISBN 9783832164430
Genre: Liebesromane

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Ich dachte, älter werden dauert länger

Heike Abidi , Lucinde Hutzenlaub
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328102694
Genre: Humor

Rezension:

Den Untertitel kann man mit einem Augenzwinkern lesen,

denn er lautet „Ein Überlebenstraining für alle ab 50“. Hier bekommt man so manches aus dem Erfahrungsschatz der Autorinnen präsentiert, aber das ganze wurde mit sehr viel Humor gewürzt, was ich sehr erfrischend fand.
Ich habe mich schon am Anfang köstlich amüsiert, denn die beiden Autorinnen kommen immer abwechselnd zu Wort und man merkt schnell, dass beide vollkommen unterschiedlich mit dem Thema „älter werden“ umgehen. So sollte es ja auch sein: jeder muss seinen Weg finden, um sich bestmöglich damit zu arrangieren. Die Zwiesprache der Beiden war dabei richtig klasse und bot reichlich Stoff zum nachdenken. Nichts, was mit dem älter werden (oder auch speziell mit dem Klimakterium) zu tun hat, wurde totgeschwiegen. Ob Hitzewellen, Falten oder weinerliche Ausbrüche – alles wurde beleuchtet, versehen mit viel Realitätssinn und/oder Humor.

Ein Buch mit Tipps, Tricks, Selbsterfahrung und einem bisschen „Alters-Knigge“

Zuerst dachte ich ja, jetzt kommt der Werbeblock. Es wurden detaillierte Make-up-Tipps gegeben, man erfuhr welche Falten man mit welcher Creme am besten verzögert etc. Ich musste oft schmunzeln, aber ich habe mich hier und da auch selbst wiedererkannt, und nicht nur das. Ich konnte für mich tatsächlich etwas finden, von dem ich dachte „das ist genau meins“. Die beiden Autorinnen schilderten auch, wie sich die Persönlichkeit und deren Wahrnehmung verändert, nach innen und außen. Es wird offen über Marotten, plötzliche Lust (oder Unlust) auf sportliche Aktivitäten aller Art, das Verhältnis zur jüngeren Generation und vieles mehr gesprochen. Ich fand es interessant, humorvoll und habe mich auch hier in Teilen wiedergefunden.

Die Quintessenz? Nimm das Alter wie es kommt und mach das beste draus

Dieses Buch ist ein Rundumschlag für die Generation (fast) 50+. Sie vermittelt den positiven Eindruck, dass das älter werden nicht so schlimm ist wie es sich manchmal anfühlt, dass man immer noch viel Spaß haben kann und vor allem, dass man mit vielen Fragen und Problemchen nicht alleine dasteht. Schon deshalb mochte ich dieses Buch sehr und empfehle es gerne weiter.

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Fuck you, Love

Daniela Hartig
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei Amazon Media EU S.à r.l., 30.09.2017
ISBN B07637NQ5Y
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Buch mit diversen schwierigen Themen

Ich mag keine Bücher in denen gesoffen und gekokst wird, wo sich die neureichen Juppies alles erlauben und sich daneben benehmen können wie sie wollen. Ich mag auch keine (Jugend-)Romane mit Gewalttaten, es sei denn es ist ein Krimi oder Thriller. Dieses Buch ist kein Krimi/Thriller, trotzdem findet man all das vorher beschriebene. Wider erwarten fand ich es weder besonders klischeehaft, noch total abstoßend. Die Autorin hat diese schwere Gratwanderung wirklich sehr gut hinbekommen, indem sie weder beschönigt oder verteufelt. Sie bleibt recht sachlich und beschreibt einfach nur die gesellschaftlichen Schichten, die es genau so gibt, die genau so leben und sich genau so verhalten. Hier ist keineswegs alles „Friede, Freude, Eierkuchen“, das komplette Gegenteil ist der Fall, und das betrifft sogar die Figuren und Lebenswelten, wo man es eher nicht vermutet. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum mich dieses Buch von Anfang an fesselte – trotz der schwierigen Themen.

Die Charaktere waren in mehrfacher Hinsicht beeindruckend

Unterschiedlicher können Figuren in einem Roman kaum sein. Sie kommen aus allen Schichten, wobei die beiden Hauptfiguren den größten Abstand zueinander haben. Storm, das Mädchen aus der Unterschicht, kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, hat aber große Ambitionen. Ich wusste anfangs nicht so recht was ich von ihr halten sollte, doch irgendwann schloss ich sie ins Herz. Foyed ist ein Yuppie und benimmt sich auch so. Ich fand das ganz furchtbar, aber auch bei ihm musste man erstmal hinter die Fassade blicken. Plötzlich kam das was zum Vorschein, was man nicht vermutet hätte. Je mehr man die Beiden kennenlernte, desto authentischer erschienen sie. Man verstand sie plötzlich und konnte sich gut auf sie einlassen.
Auch die Nebenfiguren hatten es in sich. Viele dieser Charaktere mochte ich aus unterschiedlichen Gründen nicht, aber ich muss gestehen, dass die Geschichte ohne sie nicht komplett gewesen wäre. Auch sie ließen mich einiges verstehen und und beeinflussten außerdem die Geschichte emens. Trotzdem konnte ich über sie oft nur missbilligend den Kopf schütteln oder ungläubig erstaunt sein. Aber egal ob sie sympathisch oder abstoßend erschienen: allen Figuren ist gemein, dass sie sehr gut ausgearbeitet wurden, dass muss man der Autorin lassen.

Eine Geschichte, die man mit Misstrauen liest, in die man sich dann verliebt, bis sie sprachlos macht und lange nachwirkt

Ich liebte diese Geschichte, die mich erst schockierte, dann aber ein klein wenig „Pretty Woman“-Charaker hatte. Am Ende war ich erneut geschockt, erleichtert endlich Klarheit zu haben, gerührt, verwirrt, traurig, bewegt, erstaunt und was die Gefühlspalette sonst noch so hergab. Das Buch endet mit einem einzigen Wort, dass so viel mehr sagt, als diese drei Buchstaben vermuten lassen. Mich hat es ungläubig zurückgelassen und mit dem Gedanken, dass das doch jetzt wohl nicht das Ende sein kann. Nein, das war zum Glück nicht das Ende und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte im zweiten Teil weiter geht.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der auch schwierige Themen wie Vergewaltigung nicht scheut. Mich hat dieses Buch sehr aufgewühlt und nachdenklich gemacht, aber auch sehr bewegt. Ich bin sehr gespannt, was mich im zweiten Teil erwartet.

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69 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Vier Pfoten am Strand

Petra Schier
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783956497933
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zurück in Lichterhafen

Dies ist bereits der zweite, streng genommen dritte Roman von Petra Schier, der in Lichterhaven spielt. Dort habe ich mich schon immer pudelwohl gefühlt, daher ist es sicher kaum verwunderlich, dass ich sofort ein Gefühl des „wieder nach Hause kommens“ hatte. Die Umgegend und auch einige der Figuren waren mir trotz des zeitlichen Abstands der Bücher immer noch vertraut. Das spricht eindeutig für die wunderbaren Beschreibungen der Autorin, die stets klar und plastisch sind, aber nie in Nebensächlichkeiten ausufern.

Ein Hund und Herr mit Eigensinn

Die weibliche Hauptfigur (Christina) war mir schon vage aus dem vorherigen Roman bekannt, und meine Sympathie für sie war sofort präsent. Eine gute Seele, mit einer Engelsgeduld, und die brauchte sie unausweichlich. Ihre männlichen Mitstreiter machten ihr wahrlich das Leben manchmal schwer. Da war zum einen Ben, eine Künstlerseele durch und durch, in den ich mich vermutlich auch verliebt hätte, der mir aber manchmal nur ein missbilligendes Kopfschütteln abringen konnte. Ihm zur Seite stand Boss, ein Rüde, der seinem Namen alle Ehren machte. Zumindest vermittelte dies der erste Eindruck. Mit ihm hat Petra Schier diesmal eine Hundefigur geschaffen, die ich nicht nur toll fand, sondern die mich regelrecht begeistert hat. Zum einen lag es an den Eigenheiten der Figur, zum anderen an Boss´ Meinungen und Gedanken zu verschiedenen Anlässen und seiner Wesensänderung im Verlauf der Handlung. Es war einfach nur herrlich!

Ein Wohlfühlroman mit dem gewissen „Mehr“

Wer Petra Schiers Romane kennt, der weiß, dass sie auf ein Happy End zulaufen.
Ich habe mich auf dem Weg dorthin super unterhalten und absolut wohl gefühlt, bin in der Geschichte versunken und dann... ja, dann habe ich Rotz und Wasser geheult. So etwas ist mir schon lange nicht mehr passiert. Warum mir diesmal unweigerlich die Tränen kamen werde ich nicht verraten, ich sage nur: es hatte mehrere Gründe.

Petra Schier ist es erneut gelungen einen wunderbaren Sommer-Hunde-Roman zu schreiben, der mich diesmal in mehrfacher Hinsicht zu Tränen gerührt hat. Eine absolute Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Verzaubert

Anna-Sophie Caspar
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.09.2017
ISBN 9783646603682
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein sehr guter Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Dieses Buch bildet den Auftakt einer Trilogie, und was ich der Autorin lassen muss ist, dass ich sofort in der Geschichte drin war.
Sie rankt sich um die Geschichte von Effi und Eden, die beide ein Geheimnis in sich tragen, welches sie auch gleichzeitig verbindet.

Einige Charaktere haben noch Entwicklungspotential.
Das betrifft besonders Effi. Sie steht vor ihrer Hochschulkarriere und wirkt zielstrebig. Soweit konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Sie ist zudem anders als andere in ihrem Alter, und das ist leider Segen und Fluch zugleich. Zum einen umgab sie etwas geheimnisvolles, was den Lauf der Geschichte entscheidend beeinflusst. Auf der anderen Seite wirkt sie oft so kindlich und naiv in ihren Handlungen, dass es gar nicht zu ihr bzw. ihrem Alter passen wollte. Im Lauf der Geschichte bessert sich das allerdings etwas. Eden fand ich toll, ich glaube es würden sich viele in ihn verlieben, aber trotzdem hätte er etwas mehr Tiefe vertragen können. Dafür glänzten unerwartet einige Nebenfiguren, allen voran Choi, wobei ich auch bei dem einen oder anderen positiv überrascht war.
Da dies allerdings der Auftakt einer Trilogie ist, wird sich bei allen Figuren sicherlich noch einiges tun.

Insgesamt lesenswert, aber eher ein (reines) Jugendbuch
Dadurch, dass Effi sich nicht immer altersgemäß verhält, werden viele Erwachsene nur dann Lesefreude haben, wenn sie auch gerne Jugendbücher mit naiveren Charakteren mögen.

Die Geschichte ist spannend, wird nicht von einer Liebesgeschichte überlagert, und die Charaktere fand ich sehr interessant und ungewöhnlich. Lesenswert - für gemütliche, kurzweilige Stunden.

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(23)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Die Töchter von Tarlington Manor

Tanja Bern
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 10.04.2018
ISBN 9783732540990
Genre: Romane

Rezension:

Von Anfang an gefangen
Ich mag die Bücher von Tanja Bern ohnehin sehr gerne, und auch diesmal hat sie es geschafft, dass ich von Anfang an gefesselt war.
Die Geschichte lässt sich locker-leicht lesen und das nicht nur, weil Casey mir sofort sympathisch war. Sie ist herrlich natürlich und man muss sie einfach sofort ins Herz schließen. Als dann noch Braydon hinzu kam war für mich klar, dass dies eine wunderbare Liebesgeschichte werden würde, denn auch er hat ein sehr einnehmendes, positives Wesen.

Da ich den Klappentext kannte, wusste ich schon um den historischen Anteil der Geschichte. Ich war vorher schon sehr angetan von der Geschichte, doch dieser Rückblick in das Leben einer anderen Person (Aeryn), deren Tagebuch Casey liest, war atemberaubend.
Diese zweite Geschichte spielt 170 Jahre zuvor, und war bewegend, spannend, liebevoll und was man sonst noch an Lobhudeleien loswerden könnte. Zudem wirkte es, als könnte sich diese Geschichte genau so zugetragen haben. Ich konnte es kaum erwarten, dass Seite um Seite verflog.

Gegensätze ziehen sich an. Ich denke das ist das Geheimnis der Geschichte. Ein toller Mix aus einer zeitgenössischen und einer historischen Geschichte, mit hervorragend ausgearbeiteten, authentischen Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Die komplette Gefühlspalette wurde bedient, die Seiten flogen nur so dahin, und dafür gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

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(37)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski , Gabrielle Pietermann , Marius Clarén
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 05.03.2018
ISBN 9783837141658
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diesmal kreierte der Autor eine Stadt auf dem Mond
Damit bleibt er seiner SciFi-Linie treu, auch wenn dieses Hörbuch anders ist als der „Marsianer“.
Als Leser wird man bereits von Anfang an regelrecht ins Geschehen hineingeworfen. Spannung und ein wenig Drama waren vorhanden und fesselten mich.
Wie nebenbei erfuhr ich viel über die Umgebung und einige Figuren, die im Verlauf noch eine Rolle spielen würden.
Hauptsächlich, aber nicht nur, geht es um Wirtschaftskriminalität. Das Wie und Warum ist vielfach sehr technisch, und wurde vom Autor detailreich beschrieben. Das fand so gut statt, dass ich auch als Laie (zumindest fast) alles verstand.


Eine gute, aber recht eckige Hauptfigur bestimmt die Handlung
Sie heißt Jazz, ist Mitte 20 und die Ich-Erzählerin der Geschichte. Sie hat eine recht eigene Art, ihre Ausdrucksweise lässt zu wünschen übrig, und sie erledigt legale, noch lieber allerdings illegale Jobs jeglicher Art. Kurz: ich mochte sie nicht besonders... Ihre Geschichte ist allerdings sehr spannend, und sie entwickelt sich über das gesamte Hörbuch hinweg weiter, so dass ich das am Ende anders sah.
Ihr zur Seite stehen verschiedene Nebenfiguren, von denen ich einige richtig klasse fand. Hier darf man sehr gespannt sein.

Die Sprecherin wurde sehr gut ausgewählt
Ich muss zugeben, dass ich die Stimme von Gabrielle Pietermann manchmal etwas laut und schrill fand. Das verdarb mir aber nicht den Hörgenuss, denn obwohl es manchmal etwas anstrengend war, passte die Stimme perfekt zu Jazz und ihrer Art. Kompliment an den Verlag, denn mit einer weicheren Stimme wäre einiges verloren gegangen.
Dieses Hörbuch ist hörenswert, man sollte es aber nicht mit dem Marsianer vergleichen.

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(130)

212 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 100 Rezensionen

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Pheromon

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein Buch, zwei Autoren

Dies ist erneut ein Buch, welches von zwei Autoren geschrieben wurden. Die Kunst hierbei besteht für mein Empfinden darin, dass man eine zusammenhängende Geschichte kreiert, die sich in Form und Stil nicht zu sehr unterscheidet. Ich muss sagen, dass das bei dieser Geschichte sehr gut gelungen ist. Beide Schreibstile waren flüssig, gut zu lesen, und ich hätte nicht gewusst, wer jetzt welchen Abschnitt geschrieben hat. Es griff alles gut ineinander.

Eine Welt, zwei Zeiten
Die Autoren schreiben in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, wobei die eine im Hier und Jetzt, die andere 100 Jahre in der Zukunft liegt. Beide Welten wurden sehr gut beschrieben, so dass ich mich als Leser gut darin zurecht fand. Die Zukunft ist, wie nicht anders zu erwarten war, weiter technisiert als die Gegenwart, die Forschung ist weit entwickelt, es finden sich diverse Elemente, die sehr SciFi-geprägt sind und sehr deutlich wurde, dass die Wohlstandsschere sehr weit geöffnet ist.
Man kann diesen recht ausgeprägten SciFi-Anteil gut oder schlecht finden, für mich steh fest, dass zumindest das meiste zwar sehr fantastisch, aber nicht undenkbar klingt.

Zwei Hauptfiguren, ein Ziel

Die Hauptfiguren und ihr Handlungsfeld fand ich gut beschrieben, und auf Grund des recht hohen Altersunterschiedes behaupte ich einfach mal, dass dies nicht nur ein Buch für jugendliche Leser ist. Beide Hauptcharaktere wirken beide sehr bodenständig und authentisch. Dass man im Laufe viel über sie erfährt, trägt maßgeblich dazu bei.

Zum einen erlebte ich den 17jährigen Jake. Ein ganz normaler Junge, der plötzlich erkennt, dass er eine Art Gabe hat. Am Anfang erschien mir das wenig greifbar, aber die Entwicklung zu immer mehr Plastizität war sehr interessant zu verfolgen. Ihm stehen später noch Nebenfiguren zur Seite, wodurch die Geschichte noch mehr Substanz erhielt. Sein Teil der Geschichte lebt durch das Zusammenspiel aller Pro- und Antagonisten.
Die andere Geschichte wird durch Travis bestimmt. Er ist Arzt a.D., doch das soll sich irgendwann wieder ändern. Warum und weshalb muss jeder selbst heraus finden, aber es erklärt sich fast von selbst, dass auch seine Geschichte zunehmend mysteriöser wird und Parallelen zur Vergangenheit aufweist. Auch in seiner Zeit gibt es Nebenfiguren, die beständig Travis´ Weg kreuzen und die Geschichte maßgeblich mitbestimmen und vorantreiben.

Ein Pageturner, ein kleines „aber“

Ich war nahezu von Anfang an in der Geschichte gefangen. Selbst in Passagen, in welchen nicht so viel passiert, blätterte ich meist zügig Seite für Seite um. Besonders gut gelang mir das bei Jakes Geschichte, die irgendwie nUngewöhnlich, spannend und innovativ.icht langweilig wurde. Bei Travis hatte ich manchmal das Gefühl, dass es sich ein klein wenig zieht, aber wirklich nur ein klein wenig. Was ich etwas befremdlich fand war, dass ich zwar Parallelen zwischen den Geschichten erkennen konnte, aber ich fand wenige, greifbare Anknüpfungs- oder Verwebungspunkte. Für mich standen beide Geschichten lange „nur“ nebeneinander. Hinzu kam, dass vieles doch sehr phantastisch/ nach SciFi klang, wobei ich hier irgendwann sagen konnte „warum nicht“. Ich bin kein SciFi-Fan, aber es gelang mir trotzdem, mich in vieles hineinzudenken. Ich muss aber auch sagen, dass ich manches einfach auch nur hinnahm.


Ich empfehle das Buch vor allem jugendlichen Lesern, die SciFi nicht zu sehr abgeneigt und an Forschung/ungewöhnlichen Theorien interessiert sind. Aber auch für einige erwachsene Leser dürfte diese Geschichte interessant sein. Außerdem sollte man Cliffhanger vertragen können.
„Pheromon“ ist ein Buch, welches die Vorstellungskraft sehr fordert. Ungewöhnlich, spannend und innovativ.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Tick Tack Fuck

Tom Limes
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Arena, 02.02.2018
ISBN 9783401604107
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Xaver ist der Star des Romans, um den sich alles rankt. Er ist ein normaler 16jähriger, aber er fühlt sich nicht so gut aussehend und so cool wie einige seiner Freunde. Außerdem hat er, im Gegensatz zu vielen anderen, noch keine „Erfahrung“, und das gedenkt er zu ändern.
All das machte ihn sehr authentisch. Seine Ängste und Sorgen, sein fast verzweifelter Kampf um ein Mädchen, und der Wunsch auf das „erste mal“ waren für mich durchaus nachvollziehbar. Er legte dabei bisweilen viel Kreativität an den Tag, das musste ich ihm lassen und fand es, nebenbei bemerkt, oft ultra lustig.
Unterstützt wurde er durch zahlreiche Nebencharaktere, die auch alle sehr viel Charme besaßen. Egal ob seine Jugendfreundin Toni, seine Angebetete Charly, seine Eltern oder seine herzallerliebste Schwester... alle bereicherten die Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise.


Das Buch ließ sich locker leicht lesen, nicht zuletzt, weil der Schreibstil etwas einfacher gehalten ist, aber das störte mich persönlich nicht. Der Unterhaltungsfaktor kam außerdem daher, dass manche Szenen brüllend komisch waren. So erlebte ich es als Leser, weil ich von außen entspannt zuschauen konnte, Xaver erlebte es oft anders. Für ihn gab es so manchen Schock zu verdauen, der eine größer, der andere nicht ganz so groß. Aber er wuchs an diesen Erfahrungen, was ich klasse fand, und ich glaube, dass es vielen Jugendlichen in seinem Alter so geht.

Doch dieses Buch schlägt auch nachdenkliche Töne an. Einer der eindrücklichsten und nachhallendsten Sätze war für mich „Sex ist für Körper, Liebe für Seele“. Da konnte ich nur seufzen und nicken.

Natürlich geht es hier hauptsächlich um Xaver und seine Probleme. Für mich als Mutter war es allerdings auch gut, dass ich dieses Buch gelesen habe. Zum einen habe ich meinen Sohn hier und dort wiedergefunden, zum anderen hätte ich Xaver manchmal gerne geschüttelt. Das allerdings in dem Wissen, dass es nichts bringt. Diese Erkenntnis teilte ich letztlich mit den Nebenfiguren des Romans. Daher lautet die Moral der Geschicht „jeder muss seinen Weg alleine finden, nur manchmal darf man ihn ein wenig schubsen“. Das gilt für Eltern und Freunde gleichermaßen.

Ein wunderbares, authentisches und lustiges Buch über das Erwachsenwerden. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, aber trotzdem sehr unterhaltsam, denn der Weg kann auch das Ziel sein.
Ich empfehle es vor allem Jungs, aber auch deren Eltern!

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1.219 Bibliotheken, 49 Leser, 0 Gruppen, 191 Rezensionen

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Flugangst 7A

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 25.10.2017
ISBN 9783426199213
Genre: Krimi und Thriller

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

alltag, ältere menschen, altersheim, demenz, einfache lesbarkeit, erwachsene erstleser, funktionaler analphabetismus, gesellige runde, kurzgeschichte, kurzgeschichten, legasthenie, lrs, nachlassende lesefähigkeiten, pädagogisch, senioren

5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz: Alltägliches

Anja Stroot
Buch: 125 Seiten
Erschienen bei Verlag an der Ruhr, 01.08.2013
ISBN 9783834623461
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich mag schon die Bildkarten („Alltagsmenschen laden ein“) der Autorin sehr und benutze sie gerne auf der Arbeit, als auch privat, daher war ich auf dieses Buch gespannt. Mittlerweile ist es für mich ein toller Begleiter, wenn es um die Arbeit mit demenzkranken Menschen geht, um ihnen ein wenig Kurzweil zu schaffen.
Hier laden 19 Geschichten zum vorlesen, zuhören und nachdenken ein. Sie sind von gut gewählter Länge und recht einfach/verständlich geschrieben. Damit wird gewährleistet, dass die Aufmerksamkeitsspanne nicht überstrapaziert wird. Außerdem werden ganz unterschiedliche Bereiche angesprochen. Somit ist es (fast) sicher, dass für alle Interessen etwas dabei ist. Immer wieder gibt es neue Gesprächsanlässe, und sollten die Ideen dazu mal fehlen oder sich kein Gespräch entwickeln, dann gibt es im Anschluß an jede Geschichten eine Gesprächsanregung bzw. einleitende Fragen dazu. Das ist optimal für die Erinnerungspflege oder biographisches arbeiten. Außerdem findet man eine passende Aktivierungsidee, was mir auch sehr gut gefallen hat, weil sie sich mit einfachen Mitteln umsetzen lässt.
Ich setze das Buch sehr gerne ein und kann es nur empfehlen!

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Tags: 87b, ältere menschen, altersheim, demenz, senioren, soziale betreuung   (6)
 

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646 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 115 Rezensionen

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Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hier herrschte von Anfang an Spannung.

Nika lebt noch nicht lange in Siena und vermisst plötzlich ihr Handy, ihren Schlüssen und den Pass. Zudem hat sie keinerlei Erinnerung an die letzten Tage.
Dieser Umstand bedeutete für mich als Leser, dass ich mich sofort mitten in der Geschichte wiederfand. Ich rätselte von Anfang an mit und versuchte jedes kleinste Detail aufzunehmen. Ich hatte keine Ahnung, was wichtig sein könnte und was nicht, und dann tauchte auch noch ein mysteriöser Zettel auf. Ich war vorher schon gefesselt, aber das ergab zusätzlich einen Kick.
Die Charaktere waren vielfältig und gefielen mir fast alle sehr.

Nika war mir sehr sympathisch, auch wenn ich ihre Reaktionen manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte. Ein starker Charakter auf der einen Seite, was ich richtig toll fand, auf der anderen Seite wirkte sie sehr klein, wenn es um ihren Stiefvater ging. Selbstwertgefühl war daher nur in Teilen vorhanden. Was ihre Rolle in Siena anbelangte, so fand ich sie allerdings äußerst stark. Außerdem handelt es sich hier um ein Jugendbuch, das sollte man nicht vergessen.

Außer ihr gab es noch diverse Nebenfiguren, die es zum Teil wirklich in sich hatten. Was da über die Seiten hinweg zu Tage trat, war interessant, aufschlussreich, spannend und manchmal wirklich gruselig. Alle Charaktere wirkten auf ihre eigene Art und Weise authentisch, und ihre Reaktionen waren oft auch nachvollziehbar. Trotzdem wurde man immer wieder überrascht, was die Geschichte lebendig hielt. Lediglich eine Nebenfigur, von der ich mir viel erhofft hatte, blieb mir richtig fern, was ich aber nicht so schlimm oder störend fand.
Alles war wunderbar detailreich gezeichnet.

Das machte einen Großteil der Spannung aus und trug sehr entscheidend dazu bei, dass ich mich in der Geschichte wohl fühlte.
Zum einen meine ich hiermit die diversen Figuren, denn bei vielen bekam ich auch einen guten Einblick in ihr Seelenleben.
Vor allem war es aber die Stadt Siena, die mich begeisterte. Die Autorin baute alles mit nur wenigen Sätzen in die Geschichte ein, und es passte wunderbar. So wurde Siena lebendig, mit seinen Plätzen, Straßen oder Sehenswürdigkeiten über und unter Stadt. Obwohl es oft nur Kleinigkeiten waren, machte es richtig Lust, diese Stadt mal zu besuchen.
Zum Ende hin war es ein wenig lang, aber nicht langweilig.

Die Autorin klärte lückenlos auf, was sich zugetragen hatte und warum es dazu kam. Das führte dazu, dass das Ende weniger spannend war als der Rest. Dafür überwogen die Aha-Effekte, das Bild wurde komplettiert, und es blieb keine noch so kleine Frage offen.

Wiederholt ein toller Roman aus der Feder von U. Poznanski. Spannend, kurzweilig und unterhaltsam in perfekter Kombination.

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425 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

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Taste of Love - Geheimzutat Liebe

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174683
Genre: Liebesromane

Rezension:

Liebesgeschichten gibt es viele, auch solche, die mit der Gastronomie im weitesten Sinne verquickt wurden. Doch selten spielte das Essen eine so große Rolle wie hier. Der Autorin ist es gelungen, beide Themen/Lieben hervorragend in Einklang zu bringen, aber ohne dass sie sich gegenseitig die Show gestohlen hätten. Die Liebesgeschichte ist zwar ein beliebtes hin und her der Gefühle, aber keineswegs kitschig. Vor allem überlagert sie die eigentliche Nebenhandlung im Bereich der Gastronomie nicht vollkommen, sondern lässt sich von ihr beflügeln. Das bedeutet ebenfalls, dass es nie langweilig wird, denn wenn die Liebesgeschichte pausiert, schmeckt man immer noch die leckeren Gerichte auf der Zunge. Ich hatte bisher noch kein Buch, welches mir direkt auf zwei Arten das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

Sehr gelungen fand ich auch die Haupt- und Nebenfiguren.
Andrew und Brook passen hervorragen zusammen und ergänzen sich super, was Brook allerdings irgendwann anders sieht. Ich brauche dieses hin und her nicht unbedingt, aber es hat mir super gefallen, weil Brook einfach eine taffe Frau ist, die im Normalfall genau weiß was sie will. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und packt gerne selber mit an, was mir sehr imponiert hat. Aber auch Andrew mochte ich sehr, weil er zeigte dass die höchsten Ziele nicht immer zwangsläufig glücklich machen. Gerde das machte ihn so authentisch.
Von einigen Nebenfiguren wurde ich auch überrascht. Manchmal kann man einfach nur lachen, manchmal mitfühlten oder die Augen rollen. Sie waren alle eine wunderbare Ergänzung.

Ich kenne und liebe die Boston-5-Reihe der Autorin, doch hier hat sie noch eins drauf gesetzt. Die Geschichte ist genauso geschmackvoll und würzig wie das Cover sie erscheinen lässt. Ich empfehle das Buch zu Latte Macchiato, Schoki und Kuscheldecke.

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203 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

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Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

Rezension:

Im wesentlichen ist es die Geschichte von Samuel Anderson, aber auch von all denen, die mit Samuel zu tun hatten oder haben. Es hat den Anschein, dass es ein Familienroman ist, gleichzeitig ist es aber auch eine Collagegeschichte, ein Gesellschaftsroman und so vieles mehr. In vielen kleinen Abschnitten werden die verschiedenen Personen eingeführt, existieren zunächst nahezu eigenständig, bevor sie nach und nach ihre feste Rolle in der Geschichte einnehmen und sich miteinander verweben. So entsteht letztlich ein großes Ganzes.
Der Roman lebt von diesen Figuren, wie das Feuer vom Sauerstoff. Die Geschichte an sich ist gut und wunderbar abwechslungsreich geschrieben, doch ohne die Haupt- und Nebenfiguren wäre sie nichts. Samuel begleitet man die ganze Zeit über und baut daher eine besondere Beziehung zu ihm auf. Er ist ein sehr ungewöhnlicher Charakter mit vielen Ecken und Kanten, an welchen man sich wunderbar reiben kann. Ein Sonderling, den man in seiner Gegenwart begleitet, der aber schon am Anfang des Romans die Neugier weckt, wie seine (ganze) Vergangenheit aussah. Dem entsprechend spielt auch sie eine große Rolle. Doch auch die Nebenfiguren hatten es in sich, denn es waren alles Exoten mit irgendwelchen Macken. Erfreulicher Weise wirkten sie aber nicht klischeehaft, sondern einfach skurril und das so sehr, dass man sich stets auf den nächsten Abschnitt freute.
Das einzige, was mir an dem Roman nicht gefallen hat war, dass ich mich bei manchen Dialogen fühlte, als würde mich das Buch anschreien. Viele Dialogsätze, die eine einfache Aussage oder Antwort zum Inhalt hatten, wurden mit einem aggressiven Grundton ausgestattet, indem sie z.B. mit einen Ausrufezeichen abgeschlossen wurden. Dieses Stilmittel habe ich nicht begriffen und mochte es auch nicht, aber das ist sicher Geschmackssache.

Insgesamt ein wunderbares, facettenreiches Buch, welches nicht nur durch die großartigen Figuren zu fesseln versteht.

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(191)

380 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

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Dein perfektes Jahr

Charlotte Lucas
Fester Einband: 575 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 09.09.2016
ISBN 9783431039610
Genre: Liebesromane

Rezension:

Manchmal sind es Schicksalsschläge, die Menschen auseinander treiben. Manchmal sind es gute, kreative Ideen und eine positive Einstellung zum Leben, die Menschen zusammenführen.

Die Hauptfiguren der Geschichte werden zum Teil stark gebeutelt.
Auf der einen Seite steht Hannah mit ihrer Geschichte.Sie hält ihr Leben sicher in der Hand und blickt gerne positiv in die Zukunft. Doch es scheint ihr nicht vergönnt zu sein, dass sie glücklich und zufrieden sein kann. Das Schicksal schlägt hart und vollkommen unerwartet zu. Doch sie ist eine starke und vor allem neugierige junge Frau, was mir sehr gut gefallen hat.
Auf der anderen Seite steht Jonathan. Er ist in seinem Leben gefangen, ohne es wirklich zu bemerken, ein Korintenk***** vor dem Herrn, vollkommen eingefahren in seinen Strukturen und Gewohnheiten. Doch ein Zufall holt ihn aus seiner Welt heraus und zeigt ihm, wie anders das Leben sein kann. Seinen Wandel fand ich unerwartet, aber sehr interessant und nachvollziehbar.
Da das Buch abwechselnd aus der Sicht von Hannah und Jonathan geschrieben ist, bekommt man einen guten Einblick in das Seelenleben beider Figuren.

Neben diesen Beiden gibt es noch einige Nebenfiguren, die die Geschichte bereichern und das Buch lesenswert machen. Meine liebster Nebendarsteller war Leopold. Alleine das erste Zusammentreffen mit ihm war schon lesenswert, der Rest sowieso.

In diesem Roman werden verschiedene Themen angesprochen, die das Leben im posiven wie im negativen Sinne bunt machen. Trauer und ihre Verarbeitung und Demenz sind nur zwei davon. Daher wird es emotional, mit einer guten Portion Tiefe, allerdings ohne gefühlsduselig zu sein. Die Geschichte wirft viele philosophische, ethische und moralische Fragen auf, die über das eigene Leben nachdenken lassen, aber ohne schwermütig zu wirken. Insgesamt bekommt man hier ein Buch, welches lustig und traurig zugleich ist.

Einer der besten Sätze des Buches war für mich „Wer Rührei kann, der kann auch Bücher“. Wenn das auch im Umkehrschluss stimmt, dann macht die Autorin mit Sicherheit wunderbare Rühreier!

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321 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

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Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499272233
Genre: Romane

Rezension:

Das Cover und der Titel des Buches lassen vorerst auf eine locker-leichte Wohlfühlgeschichte hoffen. Doch direkt am Anfang holte mich der Prolog rüde auf den Boden der Tatsachen zurück, indem er mir klar machte, dass dies ein Schicksalsroman werden würde.
Die Protagonistin (Maisie Bean) stellt ihr Buch vor, welches von ihr und ihrer Familie handelt. Dieses Buch, und damit auch der Hauptteil des Romans, spielt in der Vergangenheit, und es soll aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Gegen Ende des Romans kehrt man in die Gegenwart zurück, wobei Maisie nochmals ihre eigenen Gedanken zum Ausdruck bringt, die auch ein Teil meiner Gefühle und Überlegungen widerspiegelten.
Wer die Autorin kennt der weiß, dass sie gerne in Rückblicken schreibt. Sie berichtet von Maisie Beans Zeit als alleinstehende Mutter, von ihren Kindern und deren Erziehung und den Schwierigkeiten die manchmal auftraten. Der Blick wird dabei immer wieder auf ihren Sohn Jeremy und seine Freunde gelenkt, und man erfährt viel über ihn und seine Verbundenheit zum Freundeskreis. Bis er verschwindet, wie schon der Buchrückentext verrät. Was daraufhin geschieht, und was man noch alles erfährt, ist nahezu unbegreiflich.
Sehr entscheidend für die Geschichte ist, dass man mit ihr nach Irland ins Jahr 1995 und auch weiter zurück reist. Das muss man sich während des lesens immer wieder vergegenwärtigen, denn einige Ereignisse sind einfach zu unfassbar, wenn man in einer Gesellschaft lebt, in der etliche, im Buch angesprochenen Verhaltensweisen, schon lange als ethisch und moralisch verwerflich gelten. Was man hier zu lesen bekommt ist demzufolge nicht nur ein internes Familiendrama, sondern es wurde entscheidend durch die Gesellschaft verursacht.

Eine Geschichte die sanft beginnt, immer unfassbarer wird, bis das Drama seinen (fast unerwarteten) Höhepunkt erreicht. Sie wird getragen durch starke Charaktere und eine stetig steigende Spannungskurve.

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(19)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 11 Rezensionen

familie, freundschaft, grundschule, kinder, kinderbuch, mut, schule, theater, theaterstück, transexualität, transgender

George

Alex Gino , Alexandra Ernst , Julian Greis , Rainer Bielfeldt
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783839848616
Genre: Kinderbuch

Rezension:

George ist ein Junge. Obwohl ich wusste, um was es in diesem Hörbuch geht, war ich anfangs etwas irritiert, dass immer von „sie“ und „ihr“ die Rede war. Doch genau das ist der Kern der Geschichte, denn George weiß schon lange, dass er ein Mädchen sein möchte.
So erleben wir ihn in seinem Alltag, mit allen Problemen, die sich ihm in den Weg stellen. Er ist gerade in einer Phase, wo er gerne allen sagen möchte, dass er in Wahrheit ein Mädchen ist. Die Rollenklischees seiner Mitmenschen macht es ihm allerdings alles andere als leicht.
Hier fand ich die Geschichte gut wiedergegeben, denn es ist ja wirklich die Gesellschaft, die sich auf Transgender oft nur schlecht einlassen kann. Aber er hat auch Fürsprecher, sogar solche, von denen man es nicht vermutet hätte.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir diese Geschichte als Buch genauso gut gefallen hätte wie als Hörbuch.
Julian Greis liest das Buch absolut fantastisch, so dass die Emotionen gut heraus kommen. Nur durch seine Betonungen an den richtigen Stellen wird klar, was für eine Zerreißprobe und welches Gefühlschaos George momentan durchmacht. Das wird hier wirklich hervorragend umgesetzt. Zudem wird die Geschichte an manchen Stellen mit Musik unterlegt, welche auch die Emotionen nochmals unterstreicht, innehalten und nachdenken lässt.

Ein sehr hörenswertes Buch über ein Thema, welches die Gesellschaft immer mal wieder bewegt. Nicht übertrieben gefühlsduselig, sondern echt und nachvollziehbar.

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(45)

119 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Sternenhimmeltage

Trish Doller , Ann Lecker
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.07.2016
ISBN 9783551314390
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Anfang machte ich ziemlich große Augen. Das Szenario, welches mir aus Callies Sicht präsentiert wurde, empfand ich für sie als unzumutbar und schon fast beklemmend. Doch das war meine Sicht und Callie schilderte mir ihre. Sie wirkte dabei schonungslos offen, abgeklärt und sehr viel erwachsener, als ich gedacht hätte. Vor diesem Mädchen konnte ich schon zu diesem Zeitpunkt nur den Hut ziehen.

Dann änderte sich diese Situation, und ihr Leben wurde komplett umgekrempelt. Ich hätte jetzt gesagt, dass das eine positive Entwicklung war, aber auch hier war Callie anderer Meinung. Bei genauerer Betrachtung hatte sie auch jedes Recht dazu, denn im Grunde mochte sie ihr altes Leben.
Sie wirkte manchmal zerrissen, aber auch jetzt zeigte sich wieder, dass sie die überwiegenden Situationen gut meistern konnte. Sie legte dabei allerdings auch Schwächen offen, die sich nicht zuletzt im zwischenmenschlichen Bereich fanden. Das machte sie so unglaublich sympathisch und ließ sie sehr authentisch erscheinen. Als ich dann noch mehr aus ihrer Vergangenheit erfuhr und einiges klarer wurde, hätte ich sie manchmal am liebsten in den Arm genommen.

Im Lauf der Geschichte entspinnt sich auch eine Liebesgeschichte. Ich war mir lange nicht darüber klar, ob das nun gut oder tragisch endet, denn auch Alex eilte ein gewisser Ruf voraus, den er hier und da zu bestätigen wusste. Er war eine weitere tragende Figur der Geschichte, und eine ganz wunderbare dazu. Manchmal ist es dann doch anders als es scheint, und auch er trug diverse Schatten der Vergangenheit und Gegenwart mit sich herum, die mich leicht sprachlos machten.

Neben Callie und Alex gibt es noch diverse Nebenfiguren, ohne die die Geschichte nicht komplett gewesen wäre. Alle wirkten auf das wunderbarste durchdacht und ihre Reaktionen und Emotionen waren herausragend dargestellt. Ich habe an vielen Stellen gedacht, dass man sich wirklich genau so fühlen muss. Einfach nur toll!

Dieses Buch hatte für mich sehr viele Highligts, und daher möchte ich auch das Setting nicht unerwähnt lassen. Obwohl der Roman in den USA spielt, taucht man in eine komplett andere Welt. Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass es diesen Ort in dieser Ausprägung wirklich gibt. Die Darstellungen machten unglaublich Lust darauf, mal dort vorbei zu fahren.

Diese Geschichte hat mich mehr als nur begeistert! Sie hat mich gefangen genommen und das nicht zuletzt, weil es keine typische „Alles-wird-gut-Liebesgeschichte“ ist. Figuren mit Persönlichkeit und eine nicht immer vorhersehbare Geschichtsführung tun ihr übriges. Absolute Leseempfehlung!

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