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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mein Leben für die Tiere

Gabi Pfeiffer
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 10.03.2015
ISBN 9783868737868
Genre: Sonstiges

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17 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Unverfrorene Freunde

Klemens Pütz , Dunja Batarilo
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 21.09.2018
ISBN 9783550050343
Genre: Sachbücher

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21 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Wut kommt selten allein

Ralph Neubauer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Athesia Tappeiner Verlag, 16.03.2018
ISBN 9788868392949
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Auch habe ich gar kein Motiv«, dachte Fabio. »Warum sollte man diesen jungen Mann umbringen? Es gibt keine Gründe, die ich sehe. Ein Unfall ist bei der Verletzung auch ausgeschlossen … Totschlag? Ja, kann sein. Aber wer um alles in der Welt ist in der Lage, ein solches Verletzungsmuster zu erzeugen und dabei keine Spuren zu hinterlassen? Was zum Teufel ist an dem frühen Morgen in Tirol bloß passiert?«

 

Commissario Fabio Fameo und sein Freund Carabiniere Tommaso Caruso müssen sich über gleich zwei höchst eigenartige Todesfälle den Kopf zerbrechen. Schon die Frage, wie die Opfer überhaupt zu Tode kamen, lässt Raum für viele Spekulationen, von der Frage nach einem möglichen Motiv ganz zu schweigen! Gibt es am Ende einen Zusammenhang? Viel Ermittlungsarbeit wartet auf die beiden und ihre Teams. Zeitgleich laufen im Dorf die Proben für ein spektakuläres Theaterstück, bei dem auf der Bühne Realität und Fiktion ineinanderfließen…

 

Dieser Krimi, der an den Schauplätzen Südtirol und Dorf Tirol spielt, kommt ruhig und einfallsreich daher. Sein Reiz liegt nicht in einer Abfolge von Spannungsmomenten, sondern in umfangreichen Ermittlungen, die mit vielen Verhören, Gesprächen und Gedankenspielen einhergehen. Alles findet vor einer sehr reizvollen Umgebung statt, die in mir beim Lesen mehr als einmal große Reiselust auslöste. Zu den Beschreibungen von Gegend, Hotel und Gaststätten kommen diverse Abschnitte, die in der Theaterszene spielen. Es passiert wirklich eine Menge, trotzdem schafft es der Autor, die Geschichte zusammenzuhalten und den Leser zu fesseln.

Diverse Gedankenspielereien entschleunigen zusätzlich, allerdings muss man die Bereitschaft mitbringen, sich darauf einzulassen. Wer gerne von einer spannenden Szene zur nächsten eilt, kommt hier nicht auf seine Kosten, aber dafür bietet der Krimi mehr als einen kniffligen Fall und abwechslungsreiche Unterhaltung.

Kleiner Minuspunkt: Mehrfach denkt ein Protagonist etwas, was kurz darauf fast wörtlich gesagt wird. Das wirkt dann wie eine doch unnötige Wiederholung.

 

Für mich war es der erste Fall der beiden Ermittler Fabio und Tommaso, beide waren mir sofort sympathisch und der Einstieg in die Reihe bei Band 7 bereitete mir keine Schwierigkeiten. Gut gefiel mir zudem, dass es im Anhang eine ausführliche Erklärung zum italienischen Polizeiwesen gibt. Jetzt habe ich das endlich mal verstanden ;-)

 

Fazit: Ruhiger, intelligenter Krimi vor reizvoller Kulisse. Unterhält und erzeugt Fernweh.

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Tags: dorf tirol, intelligent, südtirol, theaterstück, tolle kulisse, unterhaltsam   (6)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Süße Rezepte für jeden Monat 2019: Servus Kalender


Kalender: 14 Seiten
Erschienen bei Servus, 23.08.2018
ISBN 9783710401817
Genre: Sonstiges

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Tags: appetitlich, passend zur jahreszeit, rezepte, tolle fotos, übersichtlich   (5)
 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

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Ritter, Mönch und Bauersleut

Dieter Breuers
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2007
ISBN 9783404642175
Genre: Sachbücher

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Dein Kind, die Schule und Du

Ken Robinson , Lou Aronica , Karoline Zawistowska
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Ecowin, 23.08.2018
ISBN 9783711001757
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Work-Wife-Balance

Jenk Jessel
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Benevento, 23.08.2018
ISBN 9783710900488
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Kleinen Kindern gelingt es, binnen Minuten eine Verwüstung herzustellen, die man sonst von Kometeneinschlägen oder anderen Naturkatastrophen epischen Ausmaßes erwarten würde. Im Grunde ist das ja eine Leistung – vor allem, wenn man sie ins Verhältnis zu ihrer Größe setzt. Kleine Kinder sind gewissermaßen die Atomsprengköpfe unter den zivil verfügbaren Bomben zum häuslichen Gebrauch.«

 

Jenk Jessel und seine Frau Sabine bekamen erst spät ihr erstes Kind, beide waren beruflich etabliert, erfolgreich und nicht gewillt, ihre Arbeit aufzugeben oder zurückzufahren. So entschlossen sie sich, das Experiment einzugehen, weiter Vollzeit zu arbeiten und trotzdem gute Eltern zu sein und ein glückliches Familienleben zu führen. Um das Ende vorwegzunehmen: Das mit dem Glück hat geklappt. Und alles andere auch, irgendwie ;-)

 

In diesem Buch erzählt der Autor viele kurze Episoden aus dem Leben mit mittlerweile zwei kleinen Kindern. Dabei gibt es natürlich viele klassische Alltagssituationen, die den Außenstehenden schmunzeln und den beteiligten Eltern die Haare zu Berge stehen lassen. Die meisten dieser Situationen haben irgendwie mit dem Grundthema zu tun, sprich der Bewältigung des Alltags bei zwei vollzeitarbeitenden Eltern. Da werden Krippenplätze gesucht, plötzliche Betreuungsnotstände (krankes Kind) gelöst und darüber gestritten, wer mit dem Bringen zur oder dem Abholen von der Kita dran ist. Wer Kinder hat und berufstätig ist, dem werden die geschilderten Szenen nur allzu bekannt vorkommen.

 

Allerdings hat mich persönlich gestört, dass hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird, denn beide Eltern verdienen offenbar recht gut und haben dadurch z.B. die Möglichkeit, teure private Betreuungen in Anspruch zu nehmen. Ich kenne sehr viele Eltern (uns selbst eingeschlossen), bei denen beide Vollzeit arbeiten und das Geld trotzdem kaum für die städtische Kita reicht, bei der man mit wochenlangen Ferienschließungen und größtenteils sehr eingeschränkten und unflexiblen Öffnungszeiten leben muss.

Diese Missstände werden auch ordentlich angeprangert, nur – wie gesagt – der Autor und seine Frau haben wenigstens noch die Möglichkeit, diese Situation finanziell zu stemmen. Lieber hätte ich aus dem Alltag einer Familie gelesen, die näher an meiner Lebenswirklichkeit ist. Da werden Betreuungsprobleme nämlich nicht nur unangenehm und anstrengend, sondern unter Umständen existenzbedrohend.

 

Aber nun gut, gönnen wir der Familie Jessel ihre gute finanzielle Ausgangslage. Der Autor betont ja im Sinne auch aller anderen Eltern, dass sich hier von staatlicher Seite einiges ändern muss. Steuerliche Erleichterungen, mehr und vor allem finanzierbare Betreuungsplätze kämen schließlich allen zugute.

Auch in den Köpfen der Allgemeinheit ist die heutige Zeit noch nicht angekommen. Noch immer dominiert das alte Rollenmodell, werden Frauen zuallererst in die Pflicht genommen, wenn es um die Sorge für den Nachwuchs geht. Der Autor beschreibt einige Szenen, in denen er als aktiver Vater gegen Vorurteile kämpfen muss. Aber auch Mütter machen sich gerne gegenseitig das Leben schwer und solange eine vollzeitarbeitenden Mutter ein schlechtes Gewissen haben muss, weil sie den Kuchen für die Feier in der Kita gekauft und nicht selbst gebacken hat, muss sich wirklich noch eine Menge ändern.

 

Das Schriftbild ist sehr groß, die 192 Seiten täuschen im Grunde, da der Text auf erheblich weniger Platz passen dürfte. Zusammen mit den kurzen Kapiteln ist dies folglich ein sehr schnell zu lesendes Buch. Die eingestreuten Zeichnungen sind witzig und unterstreichen den bei aller Kritik unterhaltsamen Charakter.

 

Gut gefielen mir auch die kleine Sammlung von Glücksmomenten und der klare Appell des Autors an die Männer, sich mehr zu engagieren, nicht nur finanziell, sondern auch tatkräftig.

 

Fazit: Unterhaltsame Episoden aus dem Leben mit zwei kleinen Kindern, gepaart mit einem ordentlichen Schwung Kritik an fehlender staatlicher Unterstützung und immer noch existierenden gesellschaftlichen Vorurteilen.

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Tags: alltag mit kleinen kindern, erziehende väter, kinderbetreuung, krippenplätze, vollzeit, vorurteile   (6)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Region 8.6: Ruhrgebiet und Sauerland - Der regionale Saunaführer mit Gutscheinen

Thomas Wiege
Buch: 336 Seiten
Erschienen bei Verlag Edition 1.6., 26.09.2017
ISBN 9783866960909
Genre: Sachbücher

Rezension:

Sauna ist bekanntlich gesund, entspannt und macht Spaß. Für Fans und solche, die es werden wollen, ist dieser Saunaführer sehr hilfreich.

 

Es gibt ihn für praktisch alle Regionen in Deutschland, ich habe mir natürlich den passenden für meinen Wohnort ausgesucht. Hier finde ich übersichtlich geordnet detaillierte Beschreibungen der meisten Saunen im Umkreis.

 

Jede Beschreibung startet mit einer Auflistung von Piktogrammen für den schnellen Überblick. Suche ich z.B. eine Sauna, die auch ein Schwimmbad oder Massageangebot hat, kann ich das so gleich auf einen Blick sehen. Wenn ich mir die Detailinfos anschaue, erfahre ich fast alles Wissenswerte zu der Sauna. Angefangen bei Preisen, Öffnungszeiten und Art und Anzahl der Saunen über Parkmöglichkeiten, Gastronomie und Wellnessangebote bis hin zu Events, besonderen Aufgüssen oder anderen Spezialitäten. Und natürlich ist alles reich bebildert!

Ein kleiner, sicher noch ausbaufähiger, Abschnitt führt kombinierte Hotel- und Wellnessangebote auf. Ich hoffe, dieser Teil wird noch weiter ausgebaut!

 

Einleitend gibt es im Buch Tipps für Saunaneulinge. Die sind an sich schon sehr gut, ein paar Punkte fehlen aber noch. Wer wirklich noch nie sauniert hat, sollte sich zusätzlich anderweitig informieren und er sollte, zumindest wenn er nicht mehr ganz jung und gesund ist, zunächst seinen Arzt fragen.

 

Schön finde ich einen kleinen Exkurs über Sauna im Sommer. Ich gehe wirklich ganzjährig regelmäßig in die Sauna und kann das nur empfehlen. Unterhaltsam auch der Bericht über die Aufgussmeisterschaft. Da wäre ich doch gerne mal dabei!

 

Im Anhang gibt es einen umfangreichen Gutscheinteil zu den vorgestellten Angeboten. Damit kann man ordentlich sparen und hat den Preis für das Buch schnell raus. Allerdings sollte man das Kleingedruckte auf jedem einzelnen Gutschein genau lesen, denn die Einlösebedingungen variieren sehr stark. Mal gilt der Gutschein für zwei Personen, mal nur für eine. Mal ist er nicht am Wochenende nutzbar und auch die Höhe des Nachlasses ist verschieden.

 

Eine Sache hat mich etwas gestört. Sämtliche Beschreibungen klingen wie Werbetexte, gefühlt steht in jedem zweiten Satz etwas wie „genießen Sie“ oder „entspannen Sie“ und jedes Angebot scheint das beste der Welt zu sein. In diesem Ausmaß wirkt das unglaubwürdig, ich fange an, versteckte Haken zu suchen. Das Gefühl macht sich breit, dass man alles wie das Supersparangebot in einem Hotelprospekt lesen sollte. „Es gibt Ruheliegen“ bedeutet dann vermutlich, dass die Anzahl der Ruhemöglichkeiten so gering ist, dass man nur mit Glück und im Hochsommer ein freies Plätzchen ergattern kann. Mehrere der beschriebenen Saunen kenne ich gut bis sehr gut und kann beurteilen, ob die Infos im Großen und Ganzen stimmen. Das ist der Fall, aber tatsächlich kann man auch (siehe Liegen!) zwischen den Zeilen lesen. In einem Fall wurden zudem die tollen Duschen gelobt, dass aber regelmäßig ein Teil davon defekt ist, steht natürlich nirgends.

 

Fazit: Viele schöne Infos und Anregungen, aber man sollte auch zwischen den Zeilen lesen. Wenn man sich einen eigenen Eindruck bilden will, unterstützen einen die attraktiven Gutscheine dabei. Einige, die auch am Wochenende gültig sind, werde ich sicher ausnutzen.

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Tags: aufgüsse, entspannung, gutscheine, ruhrgebiet, sauerland, sauna, schwimmbad, thermen, wellness   (9)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Gesunde Füße - step by step

Katy Bowman
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hans-Nietsch-Verlag, 13.03.2017
ISBN 9783862644049
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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202 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 128 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Also gut. Wir wissen nicht genug, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen … Diese Mailbox-Nachricht liefert überhaupt keinen Kontext. Es ist in jeder Hinsicht – realistisch, statistisch – am wahrscheinlichsten, dass Alice Russell sich irgendwie verlaufen hat.«
»Ja, das ist am wahrscheinlichsten«, sagte Falk. Er fand, dass sie sich beide wenig überzeugt anhörten.

 

Aaron Falk und seine Kollegin machen sich nicht ohne Grund Sorgen. Die vermisste Alice hatte den Ermittlern als Informantin schon gute Dienste geleistet. Das Unternehmen, für das sie arbeitet, steht unter dem Verdacht der Geldwäsche und kurz, bevor Alice die entscheidenden Dokumente an Falk weiterleiten kann, verschwindet sie bei einer Wanderung mit den Kollegen spurlos im australischen Busch. Schon eigenartig…

 

Wenn man sich mit Kompass und Landkarte und fernab von Funknetzen durch die Wildnis schlägt, kann (vor allem) einem Stadtmenschen alles Mögliche zustoßen. Und geht dort jemand verloren, sind die Überlebenschancen gering. Nicht nur die Ermittler, sondern auch große Suchmannschaften haben tagelang alle Hände voll zu tun. Werden sie Alice finden? Und werden sie noch rechtzeitig kommen?

 

Dieser Thriller sorgt wirklich für Spannung! Die Beschreibungen der Landschaft sind sehr intensiv, fast befällt einen beim Lesen Klaustrophobie. Kälte, Nässe, Dunkelheit, unheimliche Geräusche und ein dichter Wald, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint – einfach toll geschrieben! Lediglich die Fans von viel Blut dürften hier nicht auf ihre Kosten kommen, der Thrill erfolgt vornehmlich subtil.

 

Ebenfalls ausgezeichnet beschrieben ist die Entwicklung der Gruppendynamik. Alice war mit vier Kolleginnen unterwegs, alle charakterlich grundverschieden und selbst unter Normalbedingungen mit mehr als genug Konfliktpotential im Gepäck. Was geschieht, wenn so eine Gruppe ums Überleben kämpfen muss, wird sehr eindrücklich dargestellt.

 

Abwechselnd werden die aktuellen Ermittlungen und in Rückblenden die Geschehnisse in der Gruppe erzählt. Immer wieder tauchen noch weitere, zusätzliche Verdachtsmomente auf, der Zeitdruck wird stetig größer. Ich mochte jedenfalls das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

 

Die Auflösung gefiel mir im Grunde gut, ein Detail war mir allerdings nicht ganz rund. Daher lande ich bei 4 Sternen und werde mich mal nach dem ersten Band umsehen. Diesen zweiten habe ich ohne Verständnisprobleme genossen.

 

Fazit: Sehr spannend, tolle Atmosphäre. Gerne mehr davon!

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Tags: australien, australischer busch, dunkel, gruppe, gruppendynamik, kalt, nass, tolle atmosphäre, unheimliche geräusche, verirrt   (10)
 

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291 Bibliotheken, 4 Leser, 7 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der Ripper

Richard Laymon , Andreas Decker
Flexibler Einband: 527 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.12.2009
ISBN 9783453675810
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Ich war fünfzehn Jahre alt, bis auf die Haut durchnäßt, mir war kalt und ich hatte Angst, und als ich Jack the Ripper durch die dunklen Morgenstunden folgte, war ich fest davon überzeugt, daß ich das erste Licht des neuen Tages nicht mehr erleben würde. Aber ich verfolgte ihn trotzdem.«

 

Whitechapel, November 1888. Äußerst unfreiwillig wird der fünfzehnjährige Trevor Bentley Zeuge, wie Mary Kelly bestialisch ermordet wird. Trevor ist natürlich traumatisiert, aber auch zutiefst überzeugt, dass er mithelfen muss, dieses Monster zur Strecke zu bringen. Er heftet er sich an seine Fersen, doch der Ripper hat ein neues Jagdrevier angepeilt: Den Wilden Westen von Amerika…

 

Dieses Buch war eine interessante Erfahrung. Im Klappentext wird es unter anderem mit den Worten »Tom Sawyers Abenteuer als Horrorroman« beschrieben, das trifft es schon fast.

Der junge Trevor steht ganz klar im Mittelpunkt der Handlung, seine Geschichte nimmt auch den überwiegenden Teil des Buchs ein. Der Ripper ist im Grunde nur eine Nebenfigur, die am Anfang und am Ende auftaucht und dazwischen von mir sehr vermisst wurde. Sicher habe nicht nur ich das Buch mit der Erwartung aufgeschlagen, erheblich mehr über einen der berühmtesten Serienmörder der Geschichte zu lesen!

 

Stattdessen geht es um Trevor, von vorne bis hinten. Trevors Probleme mit einem Freund seiner Mutter, Trevors erste Erfahrungen mit der Sexualität (sehr harmlos), Trevors erste Liebe, Trevors Pflichtgefühl, Trevors Erlebnisse im Wilden Westen, Trevors nächste Liebe, Trevors Mut, Trevors Talent, Trevors Schuldgefühle usw. usw.

Das alles ist passabel geschrieben und wenn ich einen Abenteuerroman rund um einen Heranwachsenden erwartet hätte, wäre sicher ein Stern mehr drin gewesen. Ich hatte aber einen Horrorroman rund um Jack the Ripper erwartet, in dem auch ein Jugendlicher mitspielt. Das ist ein Unterschied.

 

Die Szenen, in denen der Ripper auftaucht, sind meist gut gelungen und blutig. Nur – leider – gibt es davon nur wenige, der Horror wird zur Randerscheinung.

Außerdem, ich sagte oben: „Das trifft es schon fast.“ Zutreffend ist, dass wie bei Tom Sawyer ein Junge im Zentrum steht und der Leser ihn begleitet. Aber ansonsten finde ich den Vergleich mit Mark Twain nicht angebracht. Der Stil war der eines simpel gestrickten Westerns, streckenweise etwas langatmig. Und was mir nach einiger Zeit auf die Nerven ging, war diese übertriebene Darstellung der vielfältigen Begabungen und des enormen Mutes des Protagonisten. Es ist ein bekanntes Phänomen in der Jugendliteratur, dass der junge Mensch den Erwachsenen überlegen ist. Aber erstens kann man auch alles übertreiben und zweitens ist dies hier kein Jugendbuch, dafür sind die Randszenen definitiv nicht geeignet.

 

Fazit: Schade, dass nur so wenig Ripper im Buch war. Stil-Mix kann was sehr Schönes sein, hier ist er aber nicht gelungen.

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Tags: abenteuergeschichte, blutig, jack the ripper, junge als held, wilder westen   (5)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Galgenhügel

Tom Finnek
Flexibler Einband: 418 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe Ag, 05.12.2017
ISBN 9783741300790
Genre: Krimi und Thriller

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119 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

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Der Horror der frühen Medizin

Lindsey Fitzharris , Volker Oldenburg
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.07.2018
ISBN 9783518468869
Genre: Sachbücher

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Post von Karlheinz

Hasnain Kazim
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2018
ISBN 9783328102724
Genre: Humor

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110 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

2. weltkrieg, autobiographie, berlin, biographie, bunker, deutschland, drittes reich, hitler, jugend, krieg, nationalsozialismus, sekretärin, selbstmord, traudl junge, zweiter weltkrieg

Bis zur letzten Stunde

Traudl Junge , Melissa Müller
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.09.2003
ISBN 9783548603544
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Ein Keim kommt selten allein

Markus Egert , Frank Thadeusz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 10.08.2018
ISBN 9783864930683
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Es gibt etliche Möglichkeiten, einen Küchenschwamm zu reinigen. Und vermutlich wird dabei auch ein Großteil der vorhandenen Keime gekillt. Ein kleiner Teil besonders widerstandsfähiger Mikroben wird diese Attacke mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überleben. Was bedeutet »klein« in diesem Zusammenhang? Wenn wir von nahezu zehn Billionen Bewohnern im Schwamm vor der Reinigung ausgehen, bleiben danach vielleicht noch zehn Millionen übrig. Das sind 0,0001 Prozent.

Zehn Millionen Überlebende ist immer noch ganz schön viel. Das wären immer noch knapp dreimal so viele, wie Berlin Einwohner hat (3,5 Millionen). Und man muss wissen: Diese davongekommenen Bakterien sind die harten, die in den Garten wollen.«

 

Keime, Mikroben, Bakterien… alles Worte, bei denen sich vielen Menschen sofort die Haare sträuben. Und für nicht wenige gehört der Griff zum Desinfektionsmittel zum häuslichen Alltag. Zurecht?

 

Der Mikrobiologe Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen ist Deutschlands führender Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene. Bei dem Wort »Bakterien« denkt er nicht zuerst an Probleme, sondern an eine »famose Gemeinschaft von Lebewesen«. Mit diesem Buch will er informieren und aufklären, unnötige Panik verhindern und im Gegenzug auf Dinge hinweisen, die wirklich wichtig sind. Zunächst macht er den Leser mit ein paar grundlegenden Punkten vertraut. Schon die Tatsache, dass wirklich alles um uns voller Keime ist und zwar in unvorstellbar hoher Anzahl, sollte helfen, die eigene Sichtweise zu relativieren. Denn schon die Logik sagt einem, dass die nicht alle böse sein können.

 

Tatsächlich sind die meisten Mikroben für Menschen völlig harmlos. Und nicht nur das. Diese winzig kleinen Lebewesen haben lange vor uns die Erde betreten und werden auch noch da sein, wenn wir sie wieder verlassen haben. Ohne die Vorarbeit der ersten Einzeller wäre die Entwicklung menschlichen Lebens nicht möglich gewesen. Und auch heute noch leisten sie wichtige Arbeit, wirklich überall um uns herum und an den unwirtlichsten Stellen der Erde.

 

Im Folgenden befasst sich der Autor mit vielen konkreten Fragen. Seine Erörterungen sind ausführlich und informativ, vermitteln leicht verständlich wissenschaftliche Fakten und lassen auch nicht die Portion Augenzwinkern vermissen, die aus einem trockenen Thema ein spannendes macht. Ich hätte nicht gedacht, dass mich Ausführungen über Keime so dermaßen unterhalten können!

 

Und gelernt habe ich auch noch eine ganze Menge. Wie gefährlich ist denn nun eigentlich der oben erwähnte Schwamm, der sich beim besten Willen nicht keimfrei machen lässt? Wo können wirklich Gefahren lauern, welche Keime können einem wirklich gefährlich werden? Und was kann man tun, um sich zu schützen?

 

Hier wird immer wieder die vermutlich einfachste und doch so grundlegende Hygienemaßnahme in den Fokus gestellt: Hände waschen! Differenziert wird aufgezeigt, wo der Griff zum Desinfektionsmittel gerechtfertigt ist und wo er im Gegenteil vermieden werden sollte, weil Desinfektionsmittel Antibiotika-Resistenzen fördern können. Deutlich wird: Jeder einzelne ist gefragt und kann etwas tun, damit sich das Problem multiresistenter Keime nicht noch weiter verschlimmert.

 

Alles wirkt wirklich sehr lebensnah, man hat beim Lesen das Gefühl, dass man was für seinen Alltag mitnehmen kann. Habe ich Kinder oder Haustiere? Oder reise ich viel? Leide ich unter starkem Schweiß, Mundgeruch oder unter Pickeln? Die Themenvielfalt ist beachtlich und ein weiterer Hinweis darauf, dass es wirklich keinen Bereich unseres Lebens gibt, in dem Keim & Co. keine Rolle spielen. Viele nette kleine Illustrationen lockern noch zusätzlich auf, brachten mich immer wieder zum Schmunzeln. Wer kann schon einem Keim grollen, der einen freundlich anlächelt? ;-)

 

Fazit: Keine Panik vor dem Keim! Dieses Buch öffnet den Blick auf eine faszinierende Welt mitten unter uns. Informativ und unterhaltsam zugleich.

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Tags: bakterien, bedrohung, desinfektion, einzeller, hygiene, keim, mikrobe, multiresistent, umgebung   (9)
 

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Sprechen wir über Beethoven

Eleonore Büning
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Benevento, 11.10.2018
ISBN 9783710900501
Genre: Sachbücher

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Tags:  
 

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Muskelkater kann man nicht streicheln

Guido Eckert
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Benevento, 11.10.2018
ISBN 9783710900495
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

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Die geheime Bibliothek von Daraya

Delphine Minoui
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Benevento, 28.09.2018
ISBN 9783710900426
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Das große kleine Buch: Schmetterlinge

Matthias Zang , Andreas Pospisil
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 14.02.2015
ISBN 9783710400308
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Mit ihren empfindlichen Flügeln und winzigen Körpern scheinen die Schmetterlinge fast unreal, wie aus einer anderen Welt. Sie sind so ganz anders als andere Insekten … Deshalb verkörpern sie auch oft die Sehnsucht nach Glück und Leichtigkeit.«

 

Schmetterlinge – wer mag sie nicht? Kaum ein anderes Insekt muss so wenig fürchten, einer Fliegenklatsche zum Opfer zu fallen. Trotzdem sind die schönen Wesen stark bedroht, vor allem durch von Menschen verursachte Zerstörung und Veränderung ihrer Lebensräume.

 

Dieses Büchlein bringt dem Leser einige der heimischen Arten näher, 28 davon werden detailliert vorgestellt. Einleitend gibt es zuvor grundlegende Informationen. Da staunt man schon, wie viele Arten von Schmetterlingen es weltweit gibt! Es sind rund 160.000, manche Forscher gehen von noch höheren Zahlen aus. Leicht kann man sich vorstellen, dass da alle denkbaren Farben, Formen und Größen vertreten sind. Wie gerne würde ich mal den auf Papua-Neuguinea lebenden Königin-Alexandra-Vogelfalter sehen, der es auf eine Spannweite von bis zu 28 cm bringt!

 

Zu den Grundinfos gehört auch die Frage nach der Namensgebung (warum heißt es Schmetterling bzw. im englischen butterfly?) oder die, weshalb Falter so schön bunt sind. Die Infos zum Körperbau können ebenfalls Erstaunen hervorrufen, ich wusste jedenfalls nicht, dass die Fühler zum Riechen dienen. Oder wo die Ohren beim Falter sitzen. Und natürlich wird auch die Metamorphose thematisiert, die jeder Schmetterling durchläuft. Passend dazu gibt es bei den reich bebilderten Detailbeschreibungen der 28 heimischen Arten auch Infos und Bilder zu den jeweiligen Raupen.  

 

Bei dem, was man über die einzelnen Arten erfährt, staunt man wieder, die filigranen Geschöpfe haben Dinge drauf, die man ihnen schlicht nicht zutrauen würde.

Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Zitronenfalter solche Überlebenskünstler sind, dass sie völlig ungeschützt im Freien überwintern können? Selbst Schnee und Temperaturen von -20° können ihnen nichts anhaben.

Admirale und andere Wanderfalter ziehen jedes Jahr aus dem Mittelmeerraum zu uns, legen tausende von Kilometern zurück und überqueren dabei auch die Alpen.

Bei zarten Wesen wie dem Aurorafalter kann es zu Kannibalismus kommen.

Und Schillerfalter findet man nicht etwa nektarschlürfend in Blüten vor, sondern auf Kot oder Aas.

 

Wenn man so viel Faszinierendes gelesen hat, taucht unweigerlich der Wunsch auf, Schmetterlinge in den heimischen Garten oder auf den Balkon zu locken. Wie man das am besten anstellt, auch dazu erfährt man einiges.

 

Wegen des kompakten Formats ist das Büchlein ein praktischer Begleiter beim nächsten Ausflug in die Natur, mit den Fotos lassen sich Falter und Raupen leicht bestimmen.

 

Fazit: Tolles Bestimmungsbuch, sehr informativ und reich bebildert. Sicher auch ein schönes kleines Geschenk für Naturfreunde.

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Tags: bestimmungsbuch, falter, faszinierende infos, heimische tierarten, informativ, natur, reich bebildert, tierfreunde   (8)
 

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Das große kleine Buch: Mein blühender Balkon

Elke Papouschek
Fester Einband
Erschienen bei Servus, 15.03.2016
ISBN 9783710400469
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich liebe ein grünes Umfeld, habe aber leider keinen Garten. Von diesem Buch versprach ich mir Tipps für die Bepflanzung meines Balkons.

 

Es gibt auch einiges Wissenswerte zu lesen. Der Aufbau des Buchs ist gut, es beginnt mit Grundlagen für die Bepflanzung und geht weiter über Praxistipps hin zu einem ausführlichen Teil, der einzelne Blumen vorstellt.

 

Schon bei den Grundlagen habe ich Interessantes erfahren. Dass die Ausrichtung eines Balkons bei der Auswahl der Pflanzen berücksichtigt werden sollte, erschließt sich leicht. Wie wichtig aber die Wahl des Topfes und die Qualität der Erde ist, war mir zumindest in diesem Umfang nicht bewusst.

 

Da mir auch der Natur- und Tierschutz am Herzen liegt, freute ich mich über die Hinweise zum Verzicht auf Torf und eine Auflistung bienenfreundlicher Balkonpflanzen. Leider war nicht alles so erklärt, dass ich es verstehen konnte. Fehlt mir da die Erfahrung oder habe ich das berühmte Brett vor dem Kopf? Was sind z.B. gefüllt bzw. ungefüllte Blüten? (Ich habe es natürlich gegoogelt, hätte es aber lieber auch so verstanden.)

 

Selbstverständlich fehlt auch ein Abschnitt zur Pflanzenpflege nicht. Gut gefielen mir hier erneut die umweltgerechten Tipps zur Bekämpfung von Schädlingen. Der Abschnitt „Balkonblumen im Porträt“ stellt schließlich insgesamt 21 Blumen vor, jeweils mit Foto und Infos zu Herkunft, Blüte und Blütezeit, Wuchshöhe und natürlich zur Wahl des Standorts und zur Pflege. Hier kann ich also genau nachlesen, welche Blumen sich auf meinem halbschattigen Balkon besonders wohlfühlen und wie ich sie am besten versorgen kann.

 

Schade fand ich, dass hier nur die Blühpflanzen der sonnigen Monate (Mai bis Oktober) vorgestellt wurden. Der Titel versprach „Blumen für jede Jahreszeit“ und tatsächlich gibt es einen kleinen Abschnitt (halbe Seite) mit Infos zur Herbst- und Winterbepflanzung. Ich hätte es aber schön gefunden, wenn auch diese Blumen im Porträt vorgestellt worden wären. Und Infos zu ersten Frühblühern fehlten leider komplett.

 

Fazit: Viele tolle Basistipps und Infos rund um die sommerliche Bepflanzung. Die anderen Jahreszeiten kamen leider ein wenig zu kurz.

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Tags: balkon, bepflanzung, naturschutz, pflanzenpflege, standortwahl   (5)
 

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Das kleine Buch: 20 Wetterregeln, die man kennen muss

Andreas Jäger , Herbert Raffalt
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 11.01.2018
ISBN 9783710401671
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Die Prognosen der großen Wettercomputer versagen bei Gewittern regelmäßig. Das ist wie beim Kochtopf auf der Herdplatte. Das Wasser wird kochen und es werden Blasen aufsteigen – aber wo? Genauso wissen Wettercomputer: Gewittertürme werden am Nachmittag aufsteigen – aber wo? Draußen im Freien ist man auf sich allein gestellt und nur eins hilft: der Blick zum Himmel!«

 

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig gewesen. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Gerne verlässt man sich heute auf seine Wetter-App, ich schließe mich da nicht aus. Kürzlich wurde ich von einem plötzlichen Unwetter überrascht, völlig durchnässt sah ich auf mein Handy, das mir unbeirrt erklärte, dass um mich herum strahlender Sonnenschein sei.

 

Ein Bergführer würde sich nie nur auf die Wettervorhersage verlassen. Für ihn ist der eigene Blick zum Himmel durch nichts zu ersetzen. Davon, ob er die Wetterlage um ihn herum selbständig und sicher deuten kann, können im Extremfall Menschenleben abhängen. Früher war die Fähigkeit des Wetterlesens auch schon eine Überlebensfrage für Bauern. Niemand sonst hätte ihnen gesagt, wann sie das Heu einbringen müssen, bei Fehlentscheidungen drohten Hungersnöte.

 

Es ist also möglich, selber durch einen Blick an den Himmel eine Wettervorhersage zu treffen. Dieses Buch hilft dabei. Um es zu schreiben, haben sich ein Meteorologe und ein Bergführer zusammengetan. Den Leser erwartet daher eine Fülle von praktischen Anwendungstipps kombiniert mit dem meteorologischen Hintergrundwissen.

 

Gut verständlich werden die verschiedenen Wolkenarten erklärt und dargelegt, wie man sie deuten kann. Was für Auswirkungen hat es, wenn der Mond einen Hof hat oder die Sonne einen Halo? Und wie sieht das eigentlich aus? Haben so manche Bauernregeln, wie z.B. die zum Abendrot ihre Berechtigung? Und wie entstehen überhaupt Föhn oder eine Inversionswetterlage?

 

Zu jedem Thema gibt es Fotos und Bilder, die das Erklärte veranschaulichen. Ich übte mich während des Lesens gleich in der praktischen Anwendung und versuchte, die Wolken über mir zu deuten. Und die Kondensstreifen der Flugzeuge, denn die taugen ebenso zur Wettervorhersage wie der Rauch aus Fabrikschornsteinen. Auch dazu gibt es ausführliche Erklärungen.

 

Das kleine Buch ist handlich, hat ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und ist daher ein praktischer Begleiter beim nächsten Ausflug. Die Wolken selber zu deuten macht Spaß und kann sehr hilfreich sein.

 

Fazit: Mit diesem Buch überrascht einen kein Unwetter mehr. Sehr informativ und gut verständlich.

 

»Der Himmel schickt seine Wetterzeichen voraus, man muss sie nur lesen können.«

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Tags: arten von wolken, bergführer, blick zum himmel, meteorologie, wetterdeutung, wie wird das wetter, wolken   (7)
 

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Der Fälscher

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 03.05.2018
ISBN 9783832163051
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Trümmerfrauen haben den Schlamassel entdeckt. Sie haben am Haus gearbeitet, als eine Windböe eine Mauer umgeworfen hat. Können von Glück sagen, dass sie nicht erschlagen worden sind. Als sich der Staub legte, haben sie ein Skelett entdeckt. Und dann noch ein Kunstwerk.«

 

Hamburg, im Juni 1948. Oberinspektor Frank Stave ist gerade noch einmal mit dem Leben davongekommen. Während eines Einsatzes war er niedergeschossen worden, hatte im Krankenhaus viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Zurück im Dienst lässt er sich von der Mordkommission zum Chefamt S versetzen, das den Schwarzmarkt bekämpft.

Als in den Trümmern eines Kontorhauses Kunstwerke gefunden werden, soll er sich eigentlich nur um deren Herkunft kümmern. Und nicht um die Ermittlungen zu dem Skelett, das gleich daneben gefunden wurde. Aber Stave kann nicht aus seiner Haut, zumal ihm auffällt, dass der Kollege aus der Mordkommission gar nicht daran denkt, den Todesfall zu untersuchen.

Damit nicht genug, Staves Freund, Lieutenant MacDonald, bittet ihn um Hilfe in einem speziellen Fall. Der Tag X naht, die Einführung der neuen Währung. Bislang herrscht größte Geheimhaltung, doch trotzdem tauchen auf dem Schwarzmarkt eigenartige Geldscheine auf, was die Alliierten sehr beunruhigt.

 

Mit diesem Krimi unternimmt der Leser wieder eine Zeitreise. Cay Rademacher schildert so intensiv, dass man meint, um sich herum die Trümmer zu sehen. Stave muss nicht nur in seinen Fällen ermitteln, sondern auch privat zusehen, wie er sein Überleben sichert. Schließlich sind auch für ihn die Geschäfte leer und die Erlebnisse aus dem Krieg ein Trauma, das bewältigt werden will.

 

Die herrschende Armut, die gesamten Lebensumstände und der Wirbel rund um die Einführung der D-Mark prägen das Buch. Ebenfalls im Fokus steht die Vergangenheitsbewältigung, auch im Hinblick auf den Umgang mit Nazis und NS-Verbrechern. Viele kamen bekanntlich ungeschoren davon, das wird hier angeprangert. Mittendrin findet sich die Krimihandlung, die aus heutiger Sicht ungewöhnlich wirkt, aber perfekt in den zeitlichen Rahmen passt.

 

Dies war nach „Der Trümmermörder“ und „Der Schieber“ der dritte und letzte Fall für Frank Stave. Man kann jeden Band unabhängig voneinander lesen.

 

Fazit: Großartiger Krimi mit ganz viel Zeitgeschichte. Schade, dass diese Reihe nur aus drei Bänden besteht!

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Tags: 1948, alliiertenpräsenz, einführung d-mark, hamburg, ns-verbrechen, schwarzmarkt, vergangenheitsbewältigung   (7)
 

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biographien, drittes reich, frauen, nazi deutschland

Die Frauen der Nazis

Anna M Sigmund
Flexibler Einband: 1.069 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.05.2005
ISBN 9783453600164
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags:  
 

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Das kleine Buch: Wildblumen auf Wiesen und Almen

Miriam Wiegele
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Servus, 28.06.2018
ISBN 9783710401756
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich liebe Wildblumen! Und ich träume immer noch vom Lottogewinn. Danach sähe mein Plan so aus: Ich erwerbe ein Häuschen mit Garten und in diesem Garten lege ich mir eine wunderschöne, große Wildblumenwiese an. Herrlich!

 

Wildblumen sind aber nicht nur wunderschön, sie sind auch wichtiger Lebensraum für sehr viele Tiere. Zudem begleiten sie den Menschen durch seine ganze Geschichte, wurden/werden für medizinische Zwecke genutzt oder standen im Mittelpunkt von Volks- und Aberglauben.

 

Dieses Büchlein informiert zunächst grundlegend darüber, wo sich Wildblumen finden und was die spezifischen Eigenarten ihrer Wuchsflächen sind. Hier liest man zum Beispiel über die Gefährdung vieler Pflanzen durch Trockenlegung oder Umwandlung der Wuchsfläche in Ackerland. Oder darüber, dass manche Blumen als Unkraut bezeichnet und entsprechend bekämpft werden.

 

Im Hauptteil werden dann 26 Wildblumen vorgestellt, jeder wird eine Doppelseite gewidmet. Da finden sich zunächst ein Foto und die Merkmale der Blume (Wuchshöhe, Aussehen, Blütezeit u.a.). Außerdem der Punkt Namenskunde, bei dem ich die vielen existierenden Volksnamen sehr interessant und teils amüsant fand. (Akelei heißt da z.B. Schlotterhose ;-)

Weiter gibt es Angaben zur medizinischen Anwendung, der Punkt „Geschichte und Geschichten“ und vieles Informative mehr, was meist sehr unterhaltsam zu lesen ist. Da erfährt man zum Beispiel, dass die Frucht des Bockbarts als Modell für den ersten praktikablen Fallschirm verwendet wurde, dass das Klett-Labkraut Wissenschaftlern als Modell für den Klettverschluss diente, oder dass Römer und Kelten dem abendlichen Kinderbrei Mohnsaft beigemischt haben sollen, damit der Nachwuchs nachts schön Ruhe gab.

Auch alles, was man unter dem Punkt „Volksglauben“ zusammenfassen könnte, habe ich mit großem Interesse gelesen.

 

Das kleine handliche Format macht das Büchlein zu einem praktischen Begleiter für unterwegs, sehr gut also zum Bestimmen geeignet.

 

Fazit: Wildblumen sind nicht nur wunderschön, sondern auch nützlich. Und es ranken sich viele interessante Geschichten um sie. Mir sind die geliebten Blumen nun noch ein Stückchen nähergekommen.

 

»Hildegard von Bingen empfahl die Akelei gegen »schleimigen Husten«. In der Volksmedizin wurde sie nur gelegentlich bei Hautproblemen eingesetzt. Allerdings galt ein aus Akelei bereiteter Trank als wirksam gegen Impotenz, die durch Zauberei verursacht war. Aufgrund der Giftigkeit der Akelei sollte man von solchen Anwendungen in der heutigen Zeit freilich absehen.«

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Tags: blüten, leben mit der natur, natur, volksglaube, volksheilkunde, volksmedizin, wildblumen   (7)
 
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