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Das große Servus-Weihnachtsbuch: Lieder, Bräuche und Geschichten für einen besinnlichen Advent

Sebastian Unterberger
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Servus, 17.10.2019
ISBN 9783710402210
Genre: Sonstiges

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ÜBERLEBEN

Sebastian Hilpert
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 29.04.2019
ISBN 9783431041217
Genre: Biografien

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Alzheimer

Konrad Maurer , Ulrike Maurer
Fester Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492040617
Genre: Sachbücher

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Lena Halberg: Der Cellist

Ernest Nyborg
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Verlag Edition AV, 09.04.2019
ISBN 9783868412109
Genre: Krimi und Thriller

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Das neue Faszien-Stretching

Suzanne Wylde
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei riva, 20.03.2019
ISBN 9783742302588
Genre: Sachbücher

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Nur mal schnell das Faultier wecken

Knut Krüger ,
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423762106
Genre: Kinderbuch

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Der Astronom und die Hexe

Ulinka Rublack , Hainer Kober
Fester Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 24.02.2019
ISBN 9783608981261
Genre: Biografien

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Sachsenmorde 3

Andreas M. Sturm , Andreas M. Sturm , Jan Flieger , Bernd Köstering
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei edition krimi, 04.03.2019
ISBN 9783946734222
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum dritten Mal habe ich eine mörderische Reise durch Sachsen unternommen – und auch dieses Mal fühlte ich mich gut unterhalten.

Die Reise geht durch verschiedene Regionen des Freistaats, jeder der 13 Kurzkrimis spielt in einer anderen Region. Das ist auch deswegen schön, weil in vielen der Geschichten auf regionale Besonderheiten eingegangen wird, man also zusätzlich zur Spannung ein paar Reisebeschreibungen erhält ;-)

 

Wie immer wurden die Krimis von verschiedenen Autoren geschrieben, was für Abwechslung beim Erzählstil sorgt. Die einzelnen Geschichten bieten auch thematisch eine große Vielfalt. Natürlich geschieht immer ein Verbrechen, aber nicht immer wird dieses auch aufgeklärt. Nicht immer siegt das Gute, nicht immer scheint der Täter der Böse zu sein. Während einige Morde beim Leser für Entsetzen sorgen, empfindet man bei anderen sogar Sympathien für den Täter. Manche Geschichten kommen recht ernst daher, andere schwarzhumorig oder richtig schön fies. Es gibt die klassischen Eifersuchtsdramen und Racheaktionen, eskalierende Nachbarschaftsstreits und tödliche Höhlentouren. Und natürlich gibt es auch Bezüge zu Stasizeiten.

 

Wie immer bei Anthologien habe ich jede Geschichte einzeln bewertet und daraus einen Schnitt gebildet. Fünf Sterne konnte ich für drei Krimis vergeben, sechsmal notierte ich mir am Ende eine Vier-Sterne-Wertung. In drei Fällen vergab ich drei Sterne und lediglich eine Geschichte konnte mich nicht erreichen und bekam von mir zwei Sterne. Das ergibt einen Schnitt von 3,85 Sternen und damit in der Summe gute 4 Sterne.

 

Fazit: Die Krimitour durch Sachsen hat wieder Spaß gemacht und bei einem vierten Band bin ich gerne wieder dabei.

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Tags: abwechslung, anthologie, eifersucht, ernsthaft, gemein, nachbarschaftsstreit, regionalkrimi, sachsen, schwarzhumorig, spannend, stasivergangenheit, vielfalt   (12)
 

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273 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 6 Rezensionen

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Diabolus

Dan Brown , Peter A. Schmidt
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404175031
Genre: Krimi und Thriller

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2.657 Bibliotheken, 21 Leser, 7 Gruppen, 133 Rezensionen

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Illuminati

Dan Brown , Axel Merz (Übers.)
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.02.2003
ISBN 9783404148660
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Langdon riss sich zusammen. Er versuchte nachzudenken, doch die Situation war einfach zu bizarr und entzog sich jeder Logik. Zwölf Stunden zuvor hatte er noch in seinem Bett in Cambridge gelegen und tief und fest geschlafen. Jetzt war er in Europa und in eine surreale Schlacht antiker Titanen verwickelt, trug eine Halbautomatik im Jackett und hielt Händchen mit einer Frau, die er gerade erst kennengelernt hatte.«

 

Robert Langdon, Kunsthistoriker, Professor in Harvard und führender Experte für Symbologie, findet sich völlig überraschend in einem Alptraum wieder, den er sich zuvor auch mit größter Vorstellungskraft kaum hätte ausmalen können.

Der Alptraum beginnt im CERN-Forschungszentrum in der Schweiz. Ein Wissenschaftler wird ermordet aufgefunden, hinterlassene Zeichen an der Leiche weisen auf eine alte Geheimgesellschaft hin, die legendären Illuminati. Eine Gemeinschaft, die eigentlich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr existiert. Und als wäre der Mord nicht schlimm genug, wurde aus dem Labor des Ermordeten das Ergebnis seiner Forschungen gestohlen: Antimaterie.

 

Robert, der aufgrund der Symbole zum Tatort gerufen wurde, erkennt die höchst gefährliche Situation, die sich anbahnt und folgt den Spuren des Täters nach Rom. Was nun folgt ist ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit, bei dem kaum vorstellbar erscheint, wie er gewonnen werden könnte. An Roberts Seite steht Vittoria, die Tochter des Ermordeten und ebenfalls eine hochrangige Wissenschaftlerin, die mit ihrem Vater gemeinsam forschte und arbeitete.

 

Die Frage, die ihnen gleich zu Beginn Kopfzerbrechen bereitet, ist die nach den besagten Illuminati. Gibt es sie tatsächlich noch oder wieder? Vieles deutet darauf hin. Was der Täter vorhat, wird allerdings sehr schnell klar – und es ist von seinem Ausmaß her schlicht unvorstellbar. Rom steuert auf eine Katastrophe zu und der Weg dorthin ist mit grausam verübten Morden gepflastert. Robert muss all seine Fähigkeiten ausspielen, um geheimnisvolle Zeichen zu entschlüsseln und alte Rätsel zu knacken.

 

Nachdem ich Robert Langdon in „Sakrileg“ kennengelernt hatte, war ich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe. „Illuminati“ hat mich nicht enttäuscht, ich fühlte mich durchgehend gut unterhalten. Ich mag Rätsel und Symbole und finde es höchst spannend, aus ihnen irgendwelche Lösungsansätze herauszulesen. Auch die wissenschaftlichen Anteile im Buch mochte ich sehr, der im CERN spielende Anfang ist recht umfangreich.

Ein großes Plus ist zudem das toll beschriebene Szenario. So viel Kunst, Gebäude, Kirchen… ich kannte viele der Schauplätze und sah die Szenen deutlich vor mir. Bei meinem nächsten Besuch in Rom werde ich mir ein paar der beschriebenen Dinge mit dem Buch im Hinterkopf noch mal ganz genau ansehen ;-)

 

Was mir nicht so zusagte, war die Anlage der Figur des Killers. Eine Erklärung dafür ist, ohne zu spoilern, schwer. Ich sag mal so: Die Darstellung des Killers in der Verfilmung weicht von der Buchvorlage ab, erscheint mir aber auch realistischer. Wobei das natürlich mein ganz subjektives Empfinden ist.

 

Fazit: Spannung, Rätsel, tolles Szenario – ich fühlte mich richtig gut unterhalten.

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Tags: cern, forschung, geheimgesellschaft, kirche, konklave, mörder, papst, rom, spannung, vatikan, wissenschaft   (11)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Mein Rom

Andreas Englisch
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 08.10.2018
ISBN 9783570103593
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Also«, sagte Leo derweil ungeduldig und zeigte auf die Fassade des Petersdoms. »Leg los! – was fällt dir als Erstes zum Petersdom ein?«
Ich überließ mich einen Augenblick der Faszination, die dieses gewaltige Bauwerk auch nach so vielen Jahren auf mich ausübt.

 

Ich mag Rom und habe schon wie unzählige andere Menschen staunend und bewundernd vor den vielen, vielen Zeugnissen der alten Kultur und vor großartigen Kunstwerken gestanden. Wenn ich an Rom denke, fehlen mir regelmäßig die angemessenen Worte, um meine Faszination zu beschreiben, dieses unglaubliche Gefühl, das mir einflüstert, gerade mitten durch die Geschichte zu laufen.

 

Andreas Englisch gelingt es, diese angemessenen Worte zu finden. Und so löste auch dieses Buch bei mir große Begeisterung aus.

Seit über 30 Jahren lebt er in Rom und liebt die Stadt mit all ihren Facetten. Der Titel des Buchs ist sehr passend gewählt, denn Englisch vermittelt nicht nur viele hochinteressante Infos, sondern bringt immer auch eine persönliche Note mit hinein. So erfährt man, was ihn besonders begeistert, welche persönlichen Erlebnisse er mit der Stadt und einzelnen Bauwerken verbindet.

Sein Fachwissen scheint enorm, ich erfuhr so einiges, was ich noch in keinem Reiseführer gelesen hatte. Und alles wird auf solch leichte und unterhaltsame Art beschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte.

 

Besonders reizvoll wird die Lektüre noch durch die Rahmenhandlung. Englisch ist nämlich dieses Mal nicht allein in Rom unterwegs, sondern gemeinsam mit seinem Sohn Leonardo. Dieser benötigt ein wenig Nachhilfe vor der Aufnahmeprüfung für den Fremdenführerlehrgang. Zwischen dem Schon-Experten und dem künftigen Experten entstehen zahlreiche Diskussionen, die teilweise ganz normale Vater-Sohn-Probleme spiegeln, gleichzeitig aber auch hochinteressant zu verfolgen sind. Leonardo scheint mir ein sehr intelligenter junger Mann zu sein, neugierig, durchsetzungsstark und aufgeschlossen. Aber er ist auch kritisch, er hinterfragt viel und zeigt sich durchaus streitlustig. Damit strapaziert er zwischenzeitlich die Nerven seines Vaters, bringt diesem aber auch wichtige Gedankenanstöße. Ich merkte an so manchen Stellen, dass Leonardo aussprach, was mir bei Beschreibungen, zum Beispiel im Vatikan, so durch den Kopf geht.

 

Der Vatikan bildet auch den Schwerpunkt der Tour des Vater-Sohn-Gespanns, weiter geht es dann noch zum Kolosseum und zu einigen weiteren Kirchen/Sehenswürdigkeiten. Zahlreiche tolle Fotos ergänzen die Beschreibungen. Viel zu schnell sind die beiden am Ende, ich hätte gerne noch weitergelesen. Für den Fall, dass das Buch gut ankommt, stellt Englisch einen Folgeband in Aussicht. Daher hier noch einmal ganz deutlich von mir: Bitte macht weiter!

 

Fazit: So eine Führung will ich auch! Hochinteressante Infos, unterhaltsam geschrieben. Hoffentlich gibt es einen Folgeband!

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Tags: antike, geschichte, informativ, kirchen, kolosseum, museum, päpste, petersdom, unterhaltsam, vater-sohn-beziehung, vatikan   (11)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Geschichten aus Nian - Atalan

Paul M. Belt
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Hunter Verlag, 01.03.2019
ISBN 9783947086573
Genre: Fantasy

Rezension:

»Da wären wir also.« Ama blieb in einigem Abstand zu den ersten Fichten stehen. Schon aus zwei Langmaßen Entfernung hatte man erkennen können, dass es sich beim Wiegeler Wald um eine Ansammlung von Nadelbäumen handelte. Nun aber, so kurz davor, wirkte sein dunkler, undurchdringlicher Rand doch erheblich bedrohlicher auf die Frauen, als sie es erwartet hatten. Gita zitterte sogar ein wenig. Eine lichte Ansammlung von Laubbäumen, die eine Kräuterwiese säumten, so etwas war sie gewohnt. Dies hier aber wirkte auch für einen erfahrenen Baumwaldgänger wie eine Mauer aus spitzen dunkelgrünen Nadeln von der Länge eines Unterschenkels.

 

Endlich wieder in Nian! Was war ich froh, als ich dieses Buch in den Händen hielt. Und kaum hatte ich meine Reise begonnen, war ich auch schon wieder bezaubert von dieser faszinierenden Welt!

 

Zwei Erzählstränge werden diesmal verfolgt. Zum einen ist da Martin, ein urgalanischer Soldat, der als einziger den Überfall auf das Land der Zwerge überlebt hat und nun mit einem ganz besonderen Auftrag unterwegs ist.

Und dann sind da Sus und Ama, zwei Kräutermütterchen, die sich aufgemacht haben, um im Land weitere Schwestern zu suchen.

Immer abwechselnd verfolgt man das Fortkommen der Protagonisten, beide Handlungen sind sehr verschieden, aber beide sind auch gleich fesselnd. Auf die ganz großen Besonderheiten, die Nian sonst ausmachen, muss man hier allerdings etwas länger warten. Vor allem die Abschnitte mit Martin erscheinen wie eine Dystopie, wenn über die Atalaner, über ihre Kultur, Entwicklung und Geschichte berichtet wird, denkt man zwangsläufig an eine mögliche düstere Zukunft der Menschheit. Aber es gibt Hoffnung! Unsere Charaktere haben erkannt, wie wichtig Zusammenhalt ist, dass man Vorurteile begraben und gemeinsam einen neuen Weg einschlagen muss. Werden sie die Welt um sie herum davon überzeugen, sie verändern können? Immer wieder entstehen gefährliche Situationen, es wird sehr spannend!

 

Irgendwann taucht dann auch der erste sprechende Baum auf. Herrlich! Ich liebe diese phantastische Welt von Nian! Wer das Land mit diesem Buch allerdings zum ersten Mal bereist, wird sich (vor allem zu Beginn) vermutlich schwertun. Natürlich kann man im dritten Band eines Zyklus nicht mit einer kompletten Zusammenfassung aller bisherigen Ereignisse beginnen, aber so ein paar Sätze zur Erläuterung einiger grundlegender Punkte (Wie klein sind die Zwerge? Was sind Reiter?) wären gut gewesen. Da ich mich aber ansonsten wieder bestens unterhalten fühlte, ziehe ich dafür lediglich einen halben Punkt ab. Und runde anschließend wieder auf ;-)

 

Viel zu schnell ist die Reise wieder vorbei. Es war schön, es war spannend. Und ich möchte so dringend wissen, wie es weitergehen wird! Hoffentlich lässt der nächste Band nicht zu lange auf sich warten!

 

Fazit: Wieder ein spannender Ausflug in die faszinierende Welt von Nian. Sehr lesenswert!

 

»Du meinst, wir könnten so handeln wie sie?«, wunderte sich Sus und zeigte nach Osten.
»Wir sind nur in der Größe unserer Körper verschieden«, sagte Ama betont. »Unser Verstand funktioniert auf dieselbe Weise.«

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Tags: bäume, märchen, nian, phantasie, riesen, zwerge, zyklus   (7)
 

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177 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

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Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

Rafik Schami
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.08.2015
ISBN 9783446249417
Genre: Romane

Rezension:  
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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Kalte See

Hendrik Berg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.03.2019
ISBN 9783442488933
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

»Gemeinsam mit den anderen Fahrgästen schoben sie sich über eine lange Landungsbrücke hinunter zum Hafengelände. Krumme beobachtete die Familien, Männer, Frauen, Kinder und Jugendlichen, die sich ausgelassen auf ihren Urlaub freuten. Was sie wohl sagen würden, wenn sie erführen, dass es auf der Insel einen Mord gegeben hatte? Musste man die Menschen nicht warnen? Zumindest die Frauen? Er musste an den Film „Der weiße Hai“ denken. Auch da strömten zahllose Badegäste auf eine Insel, ohne zu ahnen, dass eine hungrige Bestie auf sie wartete.«

 

Föhr, ein Inselparadies, mitten in der Hochsaison. Als Hauptkommissar Krumme von der Kripo Husum an Land geht, ahnt er schon, dass er bei der Untersuchung des Mordes an einer jungen Frau diskret vorgehen muss. So weit wie möglich, jedenfalls. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, aber bald erfahren wird: Er hat es mit einem Serienmörder zu tun. Wartet auf Föhr also tatsächlich eine hungrige Bestie?

 

Der fünfte Fall für Krumme. Da mich die ersten vier begeistert hatten, war klar, dass ich auch diesen lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auch dieser Fall besticht durch einen spannenden Krimi in toller Atmosphäre, eingebettet in eine nette, teils amüsante Rahmenhandlung und einige liebenswerte Charaktere.

Die Krimihandlung baut schon gleich zu Beginn Spannung auf. Diese zieht sich durch das ganze Buch und steigert sich noch zum Ende hin. Wer der Mörder ist, wird recht früh klar, da immer wieder Abschnitte aus der Täterperspektive heraus erzählt werden. Dadurch bekommt man als Leser einen sehr guten Einblick in die Gedankenwelt des Mörders und erkennt, dass dieser noch lange nicht fertig ist mit seinem Tun. Die Frage ist halt nur, wie schnell Krumme und seine Kollegin Pat ihn erwischen und wer bis dahin noch umkommen wird.

Krumme hat bei diesem mörderischen Wettlauf folglich alle Hände voll zu tun – und zudem noch private Sorgen. Denn in seiner Beziehung zu Marianne ist die Stimmung nicht die beste und er nicht ganz unschuldig an der Situation.

 

Krumme ist schon ein recht spezieller Charakter. Nicht immer einfach, aber liebenswert. Eine Beschreibung, die in erhöhtem Maße auch auf den Knecht Harke zutrifft. Eine skurrile Gestalt, immer für eine Überraschung gut und ich freue mich entsprechend über jede einzelne Szene mit ihm.

Ein weiterer Liebling von mir hat vier Beine und ist ein Hund namens Watson von der Größe eines Ponys. Hoffentlich ist er auch in den hoffentlich noch folgenden Bänden wieder mit dabei!

Die übrigen Charaktere vermitteln genau wie die Beschreibungen von Landschaft, Wetter und ortsüblichen Besonderheiten diese spezielle Atmosphäre, die ich an der Nordsee so mag. Ich würde jetzt gerne sofort den Koffer packen ;-)

 

Der Stil liest sich flott und leicht, man taucht schnell in die Handlung ein und bleibt gern dran am Buch. Vorkenntnisse zu den anderen Bänden sind für das Verständnis nicht erforderlich.

 

Fazit: Wieder ein spannender Fall für Krumme. Tolle Atmosphäre, skurrile Gestalten – das macht einfach Spaß!

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Tags: küstenkrimi, nordsee, serienmörder, skurrile charaktere, spannend, tolle atmosphäre   (6)
 

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ArtenSchatz

Frank Elstner , Matthias Reinschmidt
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 13.11.2017
ISBN 9783579086965
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Ich hielt das kleine Tier ganz vorsichtig still und hauchte es sanft an, um ihm ein bisschen Wärme zu geben. … Ein unbeschreibliches Gefühl, ein solches in der Natur ausgestorbenes Wesen in seinen Händen halten zu dürfen – es steht für die große Hoffnung, dass es uns vielleicht eines Tages gelingt, diese Art vor dem endgültigen Verschwinden von unserem Planeten zu bewahren. Was sonst ist eigentlich unsere Verantwortung als zivilisierte, vernunftbegabte Wesen, als der unbedingte Schutz der schwächeren, in der natürlichen Kräfte-Hierarchie unter uns Stehenden?«

 

Ich gestehe: Bevor ich dieses Buch entdeckte, war Frank Elstner für mich nur ein Showmaster. Von seinem Engagement für die bedrohte Tierwelt hatte ich keine Ahnung. Natürlich hatte ich, da ich auch nur wenig fernsehe, absolut keine Ahnung, dass es eine Reihe „Elstners Reisen“ gibt, bei der er mit dem Biologen Matthias Reinschmidt zusammen in Ecken der Welt reist, in denen es in Sachen Artenschutz gewaltig brennt. Dieses Buch beschreibt einige dieser Reisen.

 

Die Texte sind sehr schön zu lesen, leicht verständlich, sehr persönlich und intensiv erzählt. Man steht gemeinsam mit den Autoren staunend vor den Wundern der Welt, ist entsetzt über die oftmals katastrophale Situation von Tierarten und erfreut über den großen Einsatz mancher Menschen, die ihr Leben dem Schutz bedrohter Tiere verschrieben haben.

Die beschriebenen Reisen gingen nach Brasilien, Indonesien, Australien und Sri Lanka. Neben atemberaubenden Landschaftsbeschreibungen erfährt man als Leser viel über die dort lebenden Tiere und vor allem darüber, was sie bedroht, was zu ihrem Aussterben führen kann. Es wird nicht überraschen, dass immer wieder der Mensch als Hauptursache allen Übels auftaucht. Umso schöner, dass es ebenfalls Menschen gibt, die tagein tagaus vor Ort um jedes einzelne Tier kämpfen. Im Fokus der Berichte stehen immer wieder Auffangstationen, die sich um verwaiste, verletzte oder fast verhungerte Tiere kümmern mit der Zielsetzung, sie sobald wie möglich wieder auszuwildern. An einigen Stellen waren die Autoren bei solchen erfolgreichen Auswilderungen anwesend, das waren stets sehr emotionale Abschnitte.

Im Mittelteil finden sich zahlreiche prächtige Fotos, zu denen ich während des Lesens immer wieder hingeblättert habe. Einige Szenen waren sehr grausam und gingen mir als tierliebendem Menschen wirklich nah. Aber es ist leider notwendig, den Finger in solche Wunden zu legen, denn der Schutz der Tierwelt ist eine immens wichtige Sache, die die ganze Menschheit angeht und zu der jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann und sollte.

 

Fazit: Eindringlicher Appell zum Artenschutz, leicht zu lesen, sehr persönlich und voller Liebe zum Tier.

 

»Wir müssen alles daransetzen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es hier um kostbare Schätze geht, die wir nicht einfach verspielen dürfen.«

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Tags: artenschutz, bedrohte tierwelt, leicht verständlich, reisebericht, sehr engagiert, tolle fotos   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Fahrt der Beagle

Charles Darwin , Hanne Henninger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.01.2019
ISBN 9783806238396
Genre: Sachbücher

Rezension:

»6. Dezember – Die Beagle verließ den Rio Plata, um niemals wieder seine trüben Wasser zu befahren. Wir nahmen Kurs auf Port Desire an der Küste Patagoniens. Bevor ich fortfahre, möchte ich hier einige Beobachtungen zusammenfassen, die ich auf See gemacht habe.
Mehrmals, wenn das Schiff einige Meilen vor der Mündung des Plata war, und auch andere Male vor der Küste Nordpatagoniens waren wir von Insekten umgeben. Eines Abends, als wir ungefähr zehn Meilen vor der Bucht von San Blas lagen, waren wir inmitten einer riesigen Menge Schmetterlinge, Scharen oder Schwärme unendlicher Myriaden, so weit das Auge reichte. Selbst mithilfe eines Teleskops vermochte man unmöglich einen von Schmetterlingen freien Raum zu sehen.«

 

Im Jahr 1831 ging der gerade 22jährige Charles Darwin, ein junger, talentierter Wissenschaftler, an Bord der HMS Beagle, um mit ihr 5 Jahre lang um die Welt zu reisen. Die Route führte rund um Südamerika, über Tahiti, Neuseeland und Australien und durch den Indischen Ozean. Während der gesamten Fahrt führte er Tagebuch, hielt akribisch seine Beobachtungen fest. Diese wurden später zur Quelle für sein großes Werk „Die Entstehung der Arten“ und er zu einem der bedeutendsten Naturwissenschaftler und berühmt für seine Beiträge zur Evolutionstheorie.

 

Wer jetzt dieses Buch aufschlägt und fortwährende Berichte über die beobachteten Tiere erwartet, wird womöglich enttäuscht sein. Diese Berichte gibt es natürlich, aber der Reisebericht ist noch wesentlich umfangreicher und erstreckt sich ebenso auf die bereisten Landschaften, die Geologie, das Klima und die angetroffenen Menschen. Ich fand diesen Mix sehr interessant und war bei jedem neuen Kapitel gespannt, was Darwin wohl zu berichten hatte.

 

Schön war dabei, das ständige Staunen und Bewundern aus dem Bericht herauszulesen. Deutlich sah ich den jungen Mann vor mir, der mit offenen Augen und staunend durch die Welt reist und überall neue Erfahrungen aufsaugt wie der sprichwörtliche Schwamm. Ein Pionier, der neue Dinge entdeckte und davon berichtete, der nicht alles verstand, was er sah, Fragen stellte und einige Schlussfolgerungen zog.

 

Zugleich ist der Bericht ein Dokument seiner Zeit, was man sich als Leser auch immer wieder vor Augen führen muss, wenn von „Wilden“ berichtet wird. Die Erforschung fremder „Rassen“ wurde teils mit ähnlicher Akribie betrieben wie die von Tierarten. In einem Kapitel stockte mir schon der Atem, als ich von Kindern las, die „zwangsadoptiert“ wurden und die man dann höchst interessiert beobachtete und dokumentierte, wie sie aßen, wie sie in Kleidung aussahen, wie sie sprachen usw. An anderer Stelle zeigte sich Darwin für seine Zeit recht fortschrittlich, wenn er beispielsweise über das Verschwinden / Aussterben bestimmter Arten nachdachte. Sein Schreibstil konnte mich nicht durchgehend begeistern, vielen Passagen merkte man doch an, dass ihr Autor kein Literat, sondern Naturwissenschaftler war.

 

Darwins Aufzeichnungen werden ergänzt durch einige Auszüge aus dem Reisebericht des Kapitäns oder aus seinem Werk „Die Entstehung der Arten“. Die ganze Aufmachung des Buchs ist prächtig, voll mit tollen Illustrationen, Zeichnungen und Abbildungen von Original-Karten oder -Handschriften. In der Mitte findet sich eine schöne, große Übersichtskarte, auf der alle Routen und Stationen eingezeichnet sind. Das Buch ist allerdings nicht geeignet, um es unterwegs zu lesen, Format und Gewicht erfordern ein gemütliches Lesen zuhause.

 

Fazit: Wissenschaftlicher Reisebericht, prächtig aufgemacht und zugleich ein Zeitdokument.

 

»Von den Szenen, die sich tief in mir eingeprägt haben, sind keine erhabener als die von Menschenhand unberührten Urwälder, seien es jene Brasiliens, wo die Mächte des Lebens vorherrschen, oder jene Feuerlands, wo Tod und Verfall obsiegen. Beide sind Tempel, angefüllt mit den mannigfaltigen Erzeugnissen des Gottes der Natur – niemand kann ungerührt in dieser Einsamkeit stehen und nicht spüren, dass im Menschen mehr ist als nur der bloße Atem seines Körpers.«

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Tags: charles darwin, hochwertige aufmachung, reisebericht, tolle illustrationen, zeitdokument   (5)
 

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Die bessere Hälfte

Eckart von Hirschhausen , Tobias Esch
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 13.09.2018
ISBN 9783498030438
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Aber es ist schlichtweg Quatsch, dass es nach der Jugend nur noch bergab geht. Klar kann einem in der Mitte des Lebens schon mal die Puste ausgehen. Alles stresst gleichzeitig: Beruf, Kinder, Eltern und die ersten körperlichen Macken, die nicht mehr weggehen. Aber haben wir deshalb unseren Zenit schon überschritten?
Nein, sagen wir. Im Gegenteil. Die meisten sind mit 57 zufriedener als mit 17 oder mit 27. Lassen Sie sich überraschen, warum das so sein kann und was dabei hilft.«

 

Als ich die Beschreibung dieses Buchs las, fühlte ich mich sofort angesprochen. Eigentlich ging man doch immer davon aus, dass es ab der Hälfte des Lebens stetig nur noch abwärts geht – und nun soll das Gegenteil der Fall sein? Offen gesagt, aktuell, mit Anfang 50, geht es mir eigentlich nur mies und von Zufriedenheit kann ich nur träumen. Aber vielleicht darf ich das ja? Vielleicht kommt ja viel Besseres auf mich zu? Neugierig begann ich zu lesen…

 

Schon nach kurzer Zeit erfuhr ich, dass mein derzeitiges Befinden vollkommen normal ist. Mit Anfang 50 befinde ich mich in der »Rushhour des Lebens«, bin »eingepfercht zwischen all den verschiedenen Rollen, Erwartungen und Verpflichtungen«, und folglich im »Tal der Tränen«. Ich merkte, die beiden Autoren sind nicht nur im ähnlichen Alter wie ich, machen ähnliche Erfahrungen wie ich, sondern haben dies auch auf breiter Ebene erforscht. Insbesondere Tobias Esch. Er hat zahlreiche Forschungen gemacht und/oder ausgewertet, in denen es unter anderem darum ging, wie sich das Glücksempfinden, die Zufriedenheit, im Laufe des Lebens entwickelt und verändert. Deutlich lässt sich dabei eine Kurve feststellen, die nach einer Glücksphase in der Jugend durch das Tal der Tränen hindurch erneut zu einer Glücksphase im Alter führt. Eine angenehme Vorstellung.

 

Aber stimmt das auch? Woran liegt denn das? Und wie kann man das erklären? Die beiden Mediziner haben sich für eine sehr unterhaltsame Art der Darstellung entschieden. Der Leser verfolgt die Unterhaltung zweier Freunde, von denen der eine (Eckart von Hirschhausen) regelmäßig die bekannte Dosis Humor beisteuert und der andere (Tobias Esch) die meisten Fakten präsentiert. Sein Gesprächspartner übernimmt die Rolle des Nachfragenden, des gelegentlichen Zweiflers. Er führt die Argumente ins Feld, die einem selber beim Lesen durch den Kopf gehen. Beide ergänzen zudem persönliche Erlebnisse, aus der Verwandtschaft oder aus dem Freundeskreis. Alles liest sich leicht, amüsant und gut verständlich.

 

Der Inhalt ist in zehn übersichtliche Kapitel unterteilt. Zu Beginn werden jeweils die darin vorkommenden Punkte/Fragen kurz stichpunktartig aufgezählt. Das ist sehr hilfreich, man kann so interessante Dinge, die man noch mal nachlesen möchte, leicht wiederfinden und zudem macht es neugierig auf das Folgende. Dazu trägt auch ein passender Sinnspruch, ein treffendes Zitat bei, das zu Beginn jedes Abschnitts steht. Mir gefiel zum Beispiel sehr: »Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir älter werden. Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.« (George B. Shaw) Ansprechende, teils witzige Fotos der beiden Autoren, vervollständigen alles.

 

Das flott zu lesende Buch hat mir einigen Stoff zum Nachdenken beschert. Viele der Erklärungen leuchteten mir ein, an anderen Stellen habe ich immer noch Zweifel. So richtig entspannt zurücklehnen kann ich mich noch nicht, dazu steht mir das Tal der Tränen noch zu sehr bis zum Hals. Aber ein wenig Hoffnung ist jetzt da – und das ist schon mal sehr schön.

 

Fazit: Ein flott zu lesendes, unterhaltsames und informatives Buch mit positiver Grundstimmung. Regt zum Nachdenken an und macht Hoffnung.

 

»Ich hoffe schon, dass unser Gespräch Kreise zieht. Überall, wo wir von der Idee anfingen zu erzählen, gab es jedenfalls sofort Diskussionen, Nachfragen, Einwände und Einsichten. Wenn wir also dazu beitragen können, das alte und schädliche Bild des Älterwerdens von Siechtum und Windeln zum Wackeln zu bringen und mehr Lust auf die spannenden persönlichen Entwicklungschancen zu machen, bin ich schon sehr glücklich.«

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Tags: alter, älter werden, glück, glücksempfinden, hoffnung, positiv, zufriedenheit   (7)
 

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Giftmorde 4

Andreas M. Sturm , Andreas M. Sturm , Frank Kreisler , Mario Schubert
Buch: 248 Seiten
Erschienen bei edition krimi, 14.12.2018
ISBN 9783946734178
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Briefe aus der Hölle

Pavel Markovich Polian , Roman Richter
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.06.2019
ISBN 9783806239164
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Weil Bücher unsere Welt verändern

Andreas von Arnauld , Christian Klein
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.03.2019
ISBN 9783806237474
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Will man also verstehen, wie eine Gesellschaft entstanden ist, wodurch sie geformt wurde und was sie ausmacht, kommt man an Büchern nicht vorbei.«

 

Als ich dieses Buch entdeckte, sprach mich der Titel sofort an. Als leidenschaftliche Leserin bin ich natürlich davon überzeugt, dass Bücher eine enorme Bedeutung haben und immer schon hatten. Und nach kurzem Nachdenken hatte ich gleich einige Werke parat, die ich als weltverändernd bezeichnen würde. Ich war sehr neugierig, welche Bücher mir hier begegnen würden!

 

Tatsächlich staunte ich schon bald über die enorme Vielfalt. Konkret werden 99 Bücher vorgestellt, chronologisch geordnet, sich über einen Zeitraum von fast 3.000 Jahren erstreckend. Die Texte kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, umfassen Literatur, viele wissenschaftliche Texte, Reden, Lexika, Gesetzestexte und anderes mehr.

Bei der Auswahl der Texte hatten die Autoren nach eigener Aussage darauf geachtet, dass die Werke eine Bedeutung für Deutschland haben mussten.
»Sie alle haben Einfluss auf gesellschaftliche Veränderungen und auf die Herausbildung zentraler Vorstellungen genommen oder den Zeitgeist in besonders wirkmächtiger Weise eingefangen.«
Allerdings ist so eine Auswahl natürlich immer subjektiv, vermutlich wird die Menge der Bücher, bei der Einigkeit ob ihrer Bedeutung herrschen würde, begrenzt sein. Ich stieß auf so manches, mit dem ich gerechnet hatte, anderes war eine völlige Überraschung. Und während mir eine Reihe von Werken bekannt oder sogar gut bekannt waren, hörte ich von anderen zum ersten Mal. Umso interessanter, welche Bedeutung von ihnen ausging!

 

Den Beginn machte Homer’s „Ilias“, geschrieben um 700 v. Chr. und der letzte Eintrag gehört, recht aktuell, zu „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. Jedes Werk wird detailliert vorgestellt, mit einer Inhaltsangabe und einer Einordnung in den zeitlichen Kontext. Dabei wird dann herausgearbeitet, worin die spezielle Bedeutung des Buchs lag und es wird eine Brücke zur Gegenwart geschlagen um zu überprüfen, ob diese auch heute noch so oder anders existiert. Da gab es dann einige sehr alte Bücher, die mich wirklich überraschten!

Aber ohnehin bin ich auf so einiges gestoßen, was mich überraschte. Dürer war für mich immer „nur“ ein Künstler. Dass er auch ein Lehrbuch der angewandten Geometrie geschrieben hat, wusste ich nicht. Ich staunte über den ersten „Atlas“ und über die Pioniertätigkeit von Maria Sibylla Merian. Ein paar Werke aus der damaligen DDR waren mir ebenfalls unbekannt und ich bin froh, diese Bildungslücke geschlossen zu haben.

Bei den vielen verschiedenen Themen gibt es natürlich Bereiche, die den einzelnen nicht so sehr interessieren. Bei mir waren das konkret die philosophischen Werke. Andere Themen waren dafür umso fesselnder.

 

Der Stil war durchgehend sehr sachlich und nüchtern, bei einem reinen Sachbuch ist das aber für mich ok, zumal ich alles als gut verständlich geschrieben empfand.

Im Anhang findet sich eine sehr hilfreiche Auflistung aller Werke mit fürs Nachlesen empfohlenen Ausgaben. Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis gleich zu Beginn, das wäre für die Übersichtlichkeit und ein leichteres Auffinden gut gewesen.

 

Fazit: Eine beeindruckende Vorstellung bedeutender Werke. Obwohl mich bei der großen Themenvielfalt nicht jedes fesseln konnte, war dieses Buch für mich sehr lesenswert.

 

»Dabei spielt die Literatur eine ganz herausragende Rolle, wenn es um Neuerungen im Denken, um kulturellen und gesellschaftlichen Wandel geht. Es waren eben häufig Bücher, die Veränderungen einleiteten oder ganz wesentlich verstärkten, indem sie revolutionäre Ideen und Gedanken propagierten, indem sie neue Weltsichten und Erkenntnisse verbreiteten, kulturelle Muster und Verhaltensregeln etablierten oder eine Stimmung, die in der Luft lag, so verdichteten, prägende Situationen und Zustände so pointiert auf den Punkt brachten, dass es die Leser ins Herz traf.«

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Tags: bedeutend, bedeutende werke, gesellschaft, kultur, literaturklassiker, veränderungen, zeitgeist   (7)
 

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Provokation!

Michael Behrendt
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.03.2019
ISBN 9783806239225
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich erinnere mich gut an den Anfang der 80er Jahre – das war meine Zeit. Keine Fete kam ohne „Relax“ von Frankie Goes to Hollywood aus, wir tanzten den „Mussolini“, grölten zu Westernhagens „Dicke“ mit und sangen mit Inbrunst Falcos „Jeanny“. Natürlich wollte niemand von uns vergewaltigt und ermordet werden, einige der Mitgröler hatten klares Übergewicht und wir dachten alle klar links. Was war da also mit uns los? Eins war schon mal klar: Eltern, Lehrer und die Medien regten sich über die Songs mächtig auf…

 

Schon immer gab es Musik, die provozierte. Manchmal so sehr, dass sie verboten wurde. Aber auch ohne, dass sie im Radio laufen, haben grenzwertige Songs hohe Verkaufszahlen, eine Indizierung kann sich sogar als höchst werbewirksam erweisen.

 

Warum ist das so? Was macht den großen Reiz und den Erfolg der Provokation aus? Um sich einer Antwort zu nähern, stellt dieses Buch über 70 umstrittene Songs aus der Zeit ab 1920 bis heute vor, chronologisch geordnet, einzeln aufgeschlüsselt, analysiert und bewertet.

Schnell werden deutliche Unterschiede klar. Provokation kann etwas sehr gutes sein, für erstrebenswerte Ziele kämpfen, positive Veränderungen herbeiführen. Aber sie kann auch schlecht sein, menschenfeindliche Haltungen ausdrücken, sich rechtsradikal, antisemitisch, homophob oder sexistisch äußern, womöglich gar zu klarer Gewalt aufrufen.

 

Nicht immer fällt die Einordnung leicht, nicht selten stellt man sich die Frage, ob der konkrete Song nur provozieren, eine satirische Zuspitzung darstellen oder womöglich doch ein Hass-Statement verbreiten will. Wichtig für die Beurteilung ist die Analyse, wer eigentlich im Song spricht. Die reale Person des Künstlers oder die öffentliche, für die Medien inszenierte Person? Oder die fiktive Persönlichkeit im Song? Michael Behrendt führt aus, wie man all das unterscheiden kann und weshalb es so wichtig ist, sich hier Klarheit zu verschaffen.

 

In den hier chronologisch vorgestellten Songs findet sich praktisch zu jeder Haltung oder Intention ein Beispiel. Gleichzeitig macht man als Leser eine Zeitreise und kann verfolgen, wie sehr die populäre Musik ein Spiegel der Gesellschaft ist.

Es tauchen dabei viele bekannte Namen und Songs auf, bei den älteren staunte ich manches Mal. Bill Haley’s „Rock around the clock“ ist nach heutigem Maßstab wirklich harmlos, war aber in den 50er Jahren Ausdruck der aufbegehrenden Jugend, eine »hochemotionale Absage an das Establishment mit seinen moralischen Zwängen und seinem Leistungsethos.« Man sieht: Was provoziert, ist immer abhängig von der Zeit und dem gesellschaftlichen Kontext. Zeiten ändern sich, die Gesellschaft ändert sich und was akzeptiert oder erlaubt ist und was provoziert, ändert sich entsprechend auch ständig.

 

Reichlich interessante Infos sammle ich beim Lesen. Welches war zum Beispiel die erste indizierte Schallplatte in Deutschland? Was hatte es mit dem „Whitewashing“ in den 50er Jahren in den USA auf sich? Oder ein großes Erfolgserlebnis: Der Song „Hurricane“ von Bob Dylan führte tatsächlich zur Wiederaufnahme eines Strafverfahrens und letztlich einem Freispruch für den zuvor unschuldig Verurteilten. Sehr aktuell endet der Überblick mit dem Echo-Skandal rund um Kollegah & Farid Bang von Ende 2018.

Die Auswahl der Songs ist natürlich eine subjektive und alles andere als vollständig. Mir fehlten auch so einige Titel bzw. Interpreten, nach der Lektüre fällt mir deren Beurteilung aber nun leichter.

 

Zum Ende werden häufig zum Thema gestellte Fragen aufgegriffen und versucht zu beantworten. Hier gibt es noch mal genauere Ausführungen zu einzelnen Musikrichtungen, zum Moralverständnis von Rappern und zur Gefahr rechtsradikaler Songs. Es wird erklärt, was Zensur ist und was die Bundesprüfstelle tut, diverse Infos rund um das Thema Indizierung und die abschließende Betrachtung, wie wir zukünftig mit kontroversen, erst recht mit fragwürdig-kontroversen Songs umgehen können, runden alles ab.

 

Fazit: Künstlerische Freiheit oder „Hate-Song“? Nach diesem interessanten und informativen Überblick ist man schlauer. Ein tolles Buch für jeden Musikinteressierten.

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Tags: grenzwertig, hate-songs, kontrovers, moral, populäre musik, spiegel der gesellschaft, veränderung, zensur   (8)
 

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Der Rattenfänger

James McGee , Edeltraut Weiser
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 07.08.2006
ISBN 9783453470262
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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Metropolen der Antike

Jean-Claude Golvin , Gérard Coulon , Aude Gros de Beler , Frédéric Lontcho
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei wbg Philipp von Zabern in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.04.2019
ISBN 9783805351843
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Wer hat sich beim Anblick spektakulärer Ruinen oder beim Lesen von Geschichtswerken nicht schon einmal gefragt, wie die Bauwerke und Städte wohl wirklich aussahen? Babylon, Karthago, Palmyra, Alexandria, Delphi, Olympia … allein die Namen verleiten zum Träumen.«

 

Ich gestehe: Diese einleitenden Worte sprachen mir genau aus dem Herzen. Ruinen, antike Bauwerke, Zeugen vergangener Kulturen – das sind Dinge, die mich absolut faszinieren. Und tatsächlich habe ich mir beim Betrachten irgendwelcher Säulenreste jedes Mal vorgestellt, wie der Ort wohl tatsächlich mal ausgesehen haben mag.

 

Der Autor studierte Architektur, begeisterte sich früh für die Antike und leitete zehn Jahre lang ein Forschungszentrum in Ägypten, das die Tempelanlange in Karnak restaurierte. Damals begann er, die Stätten, an denen er gearbeitet hatte, zeichnerisch zu rekonstruieren. Eine raffinierte Methode, bei der es darauf ankommt, alle irgendwie verfügbaren Informationen zu sammeln und in einer Zeichnung zusammenzuführen. Fehlende Informationen können natürlich nicht wie in einem Text einfach weggelassen werden, stattdessen muss man sich an solchen Stellen bemühen, die Lücken bestmöglich zu füllen. Für mich eine wirklich bemerkenswerte Methode!

In den einleitenden Worten erläutert der Autor diese Technik der Rekonstruktion, spricht offen über die damit verbundenen Schwierigkeiten, über die Vorteile und Kritikpunkte.

In mittlerweile zwanzig Jahren hat er über 600 Illustrationen gefertigt, dieses Buch stellt eine ganze Reihe davon vor. Es finden sich Zeichnungen zu vielen wichtigen antiken Orten aus dem Zeitraum von 2.500 v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr.

 

Obwohl heute meist am Computer gearbeitet wird, zeichnet Golvin Aquarelle – und das absolut meisterlich! Wer wie ich das gedruckte Wort der Datei vorzieht, empfindet da schon gleich besondere Sympathie. Die Zeichnungen lassen aber auch wirklich keine Wünsche offen, sind beeindruckend schön, übersichtlich und informativ. Zu jeder Stätte gibt es eine große Übersichtsseite mit ausführlichen Erklärungen. Dabei erfährt man auch, welche Infos belegt sind, welche vermutet werden und wie die Stätte heute aussieht.

 

Das Buch ist ein wahres Schmuckstück, hat aber auch ein ordentliches Format und Gewicht. Nichts für unterwegs, aber das Lesen auf dem heimischen Sofa macht großes Vergnügen. 80 antike Metropolen gilt es zu bewundern, darunter natürlich zum Beispiel Babylon mit seinen „Hängenden Gärten“, die Felsenstadt Petra, Athen und die Akropolis oder – besonders ausführlich – Rom. Natürlich finden sich auch Metropolen in Deutschland, mich faszinierten dabei die besonders, die ich gut kenne: „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ (Köln) oder „Augusta Treverorum“ (Trier).

 

Am Anfang findet sich ein sehr übersichtliches Inhaltsverzeichnis, geordnet nach Ländern / Regionen. Am Ende sind auf einer historischen Weltkarte alle Stätten aus dem Buch eingezeichnet. Ein Glossar zu den verwendeten Fachbegriffen rundet alles perfekt ab.

 

Fazit: Faszinierende Zeichnungen, die in meinem Kopfkino die Antike erstehen lassen. Ein Schmuckstück in meinem Bücherregal.

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Tags: antike, aquarelle, historisch, rekonstruktionen, sehr übersichtlich, zeichnungen   (6)
 

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Clara Schumann

Irmgard Knechtges-Obrecht
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.05.2019
ISBN 9783806238501
Genre: Biografien

Rezension:  
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Die Konspirateure

Ludger Fittkau , Marie-Christine Werner
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.02.2019
ISBN 9783806238938
Genre: Sachbücher

Rezension:

»Immer schauen, ob jemand gezielt hinter einem hergeht oder nicht. Die Bahnhöfe, die Züge bieten den Schutz der Menschenmasse, aber in der hektischen Menge lauert auch jederzeit Gefahr. Die Polizeistationen sind nicht weit von den Gleisen entfernt. Die Knotenpunkte werden von den Behörden überwacht, damals wie heute. Durchatmen kann, wer weit draußen ist. Am Strand eines Seebades. Oder in den Bergen, wenn man beim Wandern genau sehen kann, dass einem niemand folgt.«

 

Den Namen Claus Schenk Graf von Stauffenberg kennt vermutlich jeder und bringt ihn auch ohne Detailkenntnisse mit dem Attentat des 20. Juli 1944 in Verbindung. Der deutsche Widerstand war jedoch nicht auf diesen prominenten Namen beschränkt, es gab weitverzweigte zivile Widerstandsstrukturen, die wichtige Arbeit leisteten und ohne die ein erfolgreiches Attentat in der Folge nicht zum Ziel geführt hätte.

Leider schwinden die Namen dieser zivilen Verschwörer aus der kollektiven Erinnerung immer mehr – wenn sie denn überhaupt je präsent waren. Dieses Buch hat sich die Aufgabe gestellt, gegen das Vergessen zu arbeiten und die vielfältigen Aktivitäten der Männer und Frauen (neu) bekannt zu machen.

 

Es würde vermutlich kaum möglich sein, alle Widerständler namentlich zu erfassen, aber hier wird schon eine ordentliche Anzahl vorgestellt. Interessant ist dabei die Gliederung des Buchs nach Orten ihrer Aktivitäten. Einige davon befinden sich ganz in meiner Nähe, andere kenne ich von Reisen und ich muss sagen, es berührt mich auf eigenartige Weise, wenn ich mir vorstelle, dass sich nur wenige Straßen entfernt Menschen trafen, die aktiv und mutig gegen Hitler und sein Schreckensregime arbeiteten.

 

Wer waren nun diese Menschen? Sie kamen aus verschiedenen sozialen Milieus, hatten teils große politische Differenzen, doch sie einte, dass sie »aus einem Geist heraus empfanden, dachten und handelten«. Wichtiger als Dinge, die Menschen sonst trennt, war das gemeinsame Ziel. Man begegnete sich mit Achtung, schloss Freundschaften und hatte großes Vertrauen zueinander. Wenn man sich vor Augen führt, wie gewaltig und gefährlich der Feind war, gegen den sie kämpften, war das auch unbedingte Voraussetzung. Sehr interessant fand ich auch die Ausführungen zu Frauen im Widerstand, die beachtliche Leistungen brachten!

Die verschiedenen Vereinigungen waren in ihrer Größe sehr verschieden. Das Leuschner-Netz beispielsweise war sehr groß und weit verzweigt, umfasste im Wesentlichen den deutschen Südwesten, die Rheinschiene und Teile des Ruhrgebiets.

 

Fasziniert las ich, wie Menschen ihr Leben ausrichteten, was sie alles (noch zusätzlich zur Gefahr) in Kauf nahmen, um bestmöglich agieren zu können. Da wurde der Beruf des Händlers ergriffen, um eine Rechtfertigung für die zur Kommunikation untereinander notwendigen häufigen Reisen zu haben. Da wurde auf Privatleben verzichtet oder – besonders heftig – Mitgliedschaften in der SS angestrebt, um Informationen über geplante Aktionen zu bekommen. Die schweren persönlichen Gewissenskonflikte, die so etwas mit sich bringt, kann man sich leicht vorstellen. Solche Widerständler landeten nach dem Krieg zudem in Internierungslagern der Alliierten und mussten um ihre Anerkennung als NS-Gegner kämpfen. Nicht immer erfolgreich.

 

Das Verstecken von Juden, Verteilen von Flugblättern, die Pflege internationaler Kontakte und Pläne für die Zeit „danach“ bestimmten den Alltag der Konspirateure. Wäre das Attentat vom 20. Juli erfolgreich gewesen, wäre sogleich ein ausgeklügelter, flächendeckender Plan angelaufen, um Rathäuser, Radiostationen und Polizeiposten auch kleinerer Orte schnell von Regimegegnern zu übernehmen. Es ging schließlich nicht nur um den Tod Hitlers, sondern um die Beendigung des Kriegs und des Massenmords an den Juden. Viele der Akteure wirkten dann auch nach Kriegsende am Aufbau der Bundesrepublik Deutschland mit. Andere zahlten für ihre Arbeit einen hohen Preis, kamen ins KZ, wurden gefoltert und teils noch kurz vor Kriegsende hingerichtet.

 

Trotz des schweren Themas liest sich das Buch sehr leicht. Kurze Kapitel unterstützen dies noch, eingestreute Fotos lockern weiter auf. Ein umfangreicher Anhang zeigt die gründliche Recherche-Arbeit der Autoren und bietet Kurzbiographien der im Buch vorgestellten Personen.

 

Fazit: Ein wichtiges Buch! Diese tapferen Männer und Frauen haben einen Platz im kollektiven Gedächtnis verdient!

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Tags: 3. reich, attentat 20. juli 1944, hitler, leuschner netzwerk, naziregime, widerstand, ziviler widerstand   (7)
 
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