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517 Bibliotheken, 14 Leser, 5 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, frankreich, provence, bücher, bücherschiff

Das Lavendelzimmer

Nina George
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426509777
Genre: Romane

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(45)

90 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

scifi. jugend, thariot, sie riechen dich, freundschaft, pheromon

Pheromon 1: Sie riechen dich

Rainer Wekwerth , Thariot , Frauke Schneider
Flexibler Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.01.2018
ISBN 9783522505536
Genre: Jugendbuch

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(22)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

verlag knaur, köln, thriller

NEXX: Die Spur

Volker Dützer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2017
ISBN 9783426520727
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover
Blutig und geheimnisvoll, das sind die ersten beiden Wörter, dir mir in den Sinn kommen wenn ich das Cover ansehe. Dornen, ein Zeichen für Schmerzen? Ein Blutstropfen.... Der Titel des Buches in markantem Rot gehalten, in der Kombi mit dem Ast ein Eyecatcher. Es macht definitiv neugierig und fällt auf.

Meine Meinung
Ich habe bereits Bücher dieses Autors gelesen und war umso erfreuter, als ich sein neues Werk zum lesen bekam. Es konnte nur spannend werden bzw. hatte ich recht hohe Anforderungen wegen den vorangegangenen Werken. Ich wurde nicht enttäuscht. Volker Dützer toppte das ganze sogar noch.

Handlung & Charakter
In diesem Thriller, den ich schon fast als Psychothriller einstufen würde, gibt es zwei Hauptpersonen die im Mittelpunkt stehen.
Valerie, eine erfolgreiche Journalistin, die weiß was sie möchte und wie sie es bekommt. Eine nicht so einfache Kindheit, die man nach und nach erfährt, einem Gänsehaut auf den Armen verursacht. Sie steht mitten im Leben, kann nicht so leicht erschüttert werden. Bis zu jenem einem Tag....
Gabriel Nexx ist der Gegenspieler. Er ist ein Wahrsager der Starallüren besitzt. Er ist sich in seinem Handeln und Tun sehr sicher, trifft auch meistens die richtigen Prophezeiungen. Niemand kann sich genau erklären wie er das macht.
Genau das ist es was Valerie so fasziniert. Sie bittet ihn um ein Intrview, was gar nicht so licht ist da Gabriel eigentlich keine gibt. Aber die junge Frau gibt nicht so schnell auf, merkt nicht, wie sich somit die Schlinge um Ihren Hals immer enger zieht. Sie gerät in das Visier des Wahrsagers, bekommt am eigenen Leib zu spüren wie es ist dass man Angst um sein Leben haben muss. Sie versucht alles um heil aus dieser Sache wieder heraus zu kommen, wird ihr das gelingen?
Die Story ist sehr gradlinig, hat einen zeitlichen Verlauf mit kleinen Rückblicken dass man manches besser versteht, springt aber nicht in der Zeit. Es geht um Prophezeiungen, Verstrickungen, Liebe, Besessenheit und einen Serienkiller. Ganz schön viel unterschiedliches in einem Buch, aber der Autor schafft gekonnt alles miteinander zu verbinden.

Spannung
Volker Dützer hat hier ein Werk veröffentlicht, was an Spannung kaum zu überbieten ist. Von der ersten Seite an hat er den Leser gefesselt, magisch in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Man hofft und bangt mit Valerie mit, überlegt, wie manches sein kann was Gabriel von sich gibt und kommt nicht wirklich drauf. Das ganze ist sehr komplex für das menschliche Gehirn, denke jemand der sich intensiv mit Computern auseinander setzt wird manche Passagen besser verstehen als ich es kann. Aber das ist trotz allem ok. Es wird versucht zu erklären, dass auch Laien nicht ganz ahnungslos da stehen.
Es bleibt spannend bis zur letzten Seite da, gerade wenn man denkt das war’s, etwas Unerwartetes passiert und der Spannungspegel weiter nach oben geht.

Fazit
Dieser Thriller hat den namen "Triller" wirklich verdient. Er hat einen uneingeschränkte Leseempfehlung für all die, die auch das unnatürliche lieben. Die wie ich, meist eine logische Erklärung für alles benötigen. Werden Sie es hier bekommen? Ich verrate es nicht, lest es einfach selber :)

Sterne
*****

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109 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

koma, lily oliver, krankenhaus, hoffnung, träume die ich uns stehle

Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Autor
Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.

Cover
Das Cover ist doch der Hammer oder? Ich liebe es wenn die Schriftart nicht nur aufgedruckt, sondern als Relief gestaltet wurde. Genau das ist hier der Fall und man mag mit den Fingern sanft über den Schriftzug streichen. Das Papier vom Klappenbroschur ist etwas rauer als man es meistens kennt und fühl sich gut an. Die Vögel und Baumteile sind nicht detailgenau dargestellt, lässt dem Leser Fantasie und rundet das Gesamtbild harmonisch ab. Der Schriftzug auf dem Buchrücken ist ebenfalls als Relief gehalten. Man nimmt dieses Buch einfach gerne in die Hand.

Meine Meinung
Auf dieses Buch wurde ich mehr E-Mail aufmerksam und fand es zeitnah auch in verschiedenen Social Media Kanälen. Je öfter ich es sah umso neugieriger wurde ich. Als ich dann die Möglichkeit bekam es zu lesen sagte ich natürlich nicht nein.

Lara, eine der Hauptprotagonisten, kann sich nach einem schweren Unfall nicht mehr daran erinnern, wer sie ist und was geschehen ist. Sie wacht in einem Krankenhaus auf, ist orientierunglos und verwirrt. Dann trifft sie zufällig auf Thomas und alles beginnt sich zu ändern. Er hört ihr zu, sie entspannt sich bei ihm und es kommt wie es kommen muss, sie verliebt sich in ihn. Doch wird es zu einem Happy End kommen?

Handlung & Charaktere
Thomas und Lara sind die beiden Charaktere, um die es sich in diesem Buch vorrangig dreht. Beide im selben Krankenhaus und beide haben einen schweren Weg vor sich. Der Zufall führt sie zusammen und es beginnt ein Abenteuer um Erinnerungen, Gemeinsamkeiten und Liebe.

Es ist nicht alles einfach, es stellen sich Ihnen Hindernisse in den Weg, mit denen man nicht rechnet. Es sind nicht alle Personen der gleichen Meinung wie Lara und das führt unweigerlich zu Spannungen. Sie muss ja nicht nur versuchen sich zu erinnern was war und was geschehen ist, sie macht sich auch unheimlich viele Gedanken um Thomas. Sie mag ihn beschützen, ihm helfen und gleichzeitig soll er ihr Halt und Trost spenden.

Doch sie sind immerhin noch im Krankenhaus und können nicht so agieren, wie man das immer gerne möchte. Weiterhin sind nicht alle Personen im direkten Umfeld mit allem zufrieden was geschieht und die junge Frau sieht sich mit Dingen konfrontiert, die man nicht ändern, aber auch nicht annehmen mag.

Die Autorin hat die beiden wunderbar dargestellt, man kann sich gut mit Ihnen identifizieren, da sie Gefühle zeigen, authentisch sind nah am Leser sind. Es wird aus beiden Sichten erzählt und so bekommt man einen tollen Überblick über die Gedanken der beiden. Der Hauptteil des Buches kommt von Lara, einzelne Passagen sind dann aus Thomas seiner Sicht geschrieben. Diese sind deutlich kürzer, zumeist aber intensiver. Der Perspektiv wechsel ist gut zu erkennen, da die einzelnen Kapitel mit Namen beschrieben sind.

Fazit
Trotz allem das die Geschichte sehr interessant ist und so auch durchaus passieren kann, kam ich nicht wirklich gut in den Roman hinein. Es war nicht mal der Schreibstil, sondern die Langatmigkeit von manchen Passagen. Oft wartete ich zu lange auf den nächsten fesselnden Abschnitt, der einfach nicht rechtzeitig kam. Als dann endlich wieder was aufregendes geschah blieb der Spannungspegel nicht lang genug oben. Zum Ende hin besserte sich das ganze zwar etwas, rieß das Ruder aber leider nicht mehr ganz herum.

Deswegen werde ich 2 Sterne abziehen.

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(33)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

entführung, geheimnis, vergangenheit, erpressung, tv-journalistin

Dunkle Vergangenheit

Patricia Walter
E-Buch Text: 303 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 01.11.2017
ISBN 9783732552887
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten?
Lilly, die achtjährige Tochter der TV-Journalistin Kim Jansen, verschwindet spurlos. Wenig später meldet sich der Entführer: Entweder Kim gesteht öffentlich die Taten ihrer Vergangenheit, oder er tötet Lilly. Für Kim beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss ihre Tochter und den Erpresser finden – vor der Polizei. Denn die Wahrheit darf niemals ans Licht kommen …
Nach „Kalte Erinnerung“ der neue hochspannende Psychothriller von Patricia Walter.

Cover
Ein kleines Mädchen in einem chicen blauen Kleid geht auf einen Tunnel zu. Was es genau für einer ist, dass man einen Zusammenhang herstellen, kann ist nicht möglich. So denkt man nur, nein Kind bleib bitte hier. Die Farbe vom Kleid fällt ins Auge da das meiste des Covers doch dunkel gehalten ist, man weiß nicht worum es geht, kann keinen Zusammenhang zum Inhalt darstellen.

Meine Meinung
Ein Buch, was mich vom Klappentext her sofort berührt hat. Ich meine, alleine diese Frage: Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu retten? darf man doch keiner Mutter stellen. Denke jede Frau, die Kinder hat, wird in dem Moment sagen: Ich würde ALLES tun! Doch wird Kim das auch so sehen? Oder wird sie aus Angst, Scham oder sonstigen Gründen eher schweigen?

Genau vor dieser Frage steht Kim, angesehene Fernsehjournalistin mit eigener Sendung. Ihre Karriere ist beispiellos, sie ist mit Leib und Seele bei Ihrem Job, jede Story die sie wittert wird gnadenlos verfolgt. So auch an jenem Abend, als sie angerufen wurde, schnell das Haus verlässt bevor der Babysitter für Ihre kleine Tochter angekommen ist. Genau dies wird Ihr jedoch zum Verhängnis und sie steht vor der wichtigsten Entscheidung Ihres Lebens. Karriere oder Kind?

Ich behaupte mal nun, als Mutter gesagt, dass diese Frage nicht zur Debatte steht, doch man kennt meist nicht die Hintergründe, warum jemand schweigt, dass diese Entscheidung oft schwerer ist, als man denkt. Die Autorin Patricia Walter hat genau dieses Problem perfekt in dem Buch umgesetzt. Sie schafft es, die Gefühlswelt der Mutter dem Leser näher zu bringen. Die Liebe zu Lilly, die Verzweiflung wegen der Entführung und die Angst wegen dem, was damals in der Vergangenheit geschah.

Der Leser weiß lange Zeit nicht, worum es wirklich geht, man erfährt nur, dass Kim völlig durcheinander ist, mit massiven Gefühlen zu kämpfen hat, die Unsicherheit wem sie vertrauen kann und die Folgen die das ganze für ihr und auch Lillys weiteres Leben haben wird. Sie möchte Ihre Tochter um jeden Preis der Welt in Sicherheit wissen, eine ganz normale Reaktion. Ich als Mutter konnte diese Gefühle sehr gut nachvollziehen, das Buch bewegt einen da man nie weiß, wie man selber in einem solchen Moment reagieren würde.

Handlung & Charaktere
Die Handlung ist gut nachvollziehbar, gradlinig und logisch. Eine verzweifelte Mutter, eine entführte Tochter, eine Story des Lebens. Unsicherheit wegen der Vertrauenspersonen und die Presse die einem natürlich im Nacken sitzt weil sie alles ausschlachten wollen. Der Schreibstil ist flüssig, Abschnitte gut gewählt und einige Passagen sind Rückblicke in die Vergangenheit die nach und nach etwas Licht ins dunkle bringen.

Charaktere in diesem Buch finde ich sehr authentisch, die Gedanken nachvollziehbar und mir erscheint alles logisch. Dieser Thriller verdient den Namen zu Recht und er bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung. Allerdings sollte man wissen. dass es einen bewegt und aufgewühlt zurück lässt. Denke sobald Kinder im Spiel sind. ändern sich die Gedanken. die man sich beim lesen macht!

Sterne
*****

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(22)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

entführung, thriller, wien, psychothriller, mädchen

Das Böse in euch

Rhena Weiss
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442483211
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Wien verschwinden mehrere Mädchen spurlos. Als man die Leiche der 16-jährigen Tanja entdeckt, übernimmt die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer den Fall. Auf Tanjas Körper identifizieren die Gerichtsmediziner die DNA-Spuren zweier weiterer vermisster Mädchen, von denen eines bald darauf ermordet aufgefunden wird. Kilian Weilmann, Kriminalpsychologe des LKA, glaubt, dass die Morde auf das Konto eines Sexualstraftäters gehen. Doch Michaela vermutet einen anderen Hintergrund. Dann ist plötzlich Michaelas Nichte Valerie verschwunden – und der Ermittlerin wird auf brutale Weise bewusst, dass der Täter ein grausames Spiel mit ihr treibt ..

Autor
Rhena Weiss, Jahrgang 1969, lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie als Sozialpädagogin in Wien. Im Mittelpunkt ihrer Psychothriller-Reihe, die mit dem furiosen Auftakt »Das Böse in euch« begann, steht die Wiener LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer.

Cover
Das äußere dieses Psychothrillers ist genau so wie ich es bei einem Buch aus dem Genre erwarte. Der Titel in einer auffälligen Farbe geschrieben, dann der Eyecatcher in dunkel als Relief. Leider kann ich nicht wirklich erkennen was es darstellen soll, aber das Gesamtbild stimmt. Der Hintergrund ist eher schlicht gehalten, so fallen die anderen beiden Punkte eher auf. Das Wort "Psychothriller" hat eine andere Schriftart, was hervorragend zur Art des Buches passt. Alles in allem nimmt man es in die Hand weil es neugierig auf mehr macht.

Meine Meinung
Zum lesen dieses Buches kam ich eher zufällig. Habe es nicht gekannt, bis ich zufällig bei Facebook darüber fiel. Ein Blogkollegin suchte Gastrezensenten zu diversen Büchern, u.a. diesem hier. Ui direkt zu mir damit, der Klappentext macht neugierig, ich mag es lesen. Konnte es dann kaum erwarte bis es bei mir eintrifft!

Ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Bisher kannte ich kein einziges Buch dieser Autorin, Schande über mein Haupt, aber ich bin begeistert. Direkt im ersten Kapitel verursacht das gelesene eine Gänsehaut bei mir. Man schüttelt ungläubig mit dem Kopf, mag sich nicht wirklich vorstellen was dort gerade geschieht. Die Abgründe, die sich hier auftun, hat man selten so gelesen. Rhena Weiss ist eine Meisterin des Schreibens, die mit den ganz Großen mithalten kann.

Mehrere Mädchen verschwinden in Wien, man kann sich nicht erklären warum. Weggelaufen scheinen die meisten nicht zu sein, das Elternhaus ist intakt, es gibt keinen Grund das gemütliche Heim zu verlassen. Nur wo sind sie hin? Genau das versucht Michaela Baltzer, LKA-Ermittlerin, heraus zu finden. Doch sie deckt Dinge auf, die sich zuerst nicht erklären lassen, sie ist verunsichert, geht jeder Spur nach, kommt aber nicht wirklich vorwärts in den Ermittlungen. Zu Hilfe kommt ihr Ihre Nichte Valerie. Das junge Mädchen lebt zeitweise bei Ihrer Tante, ist total fasziniert von deren Job und mischt sich in die Untersuchungen ein. Ob dies der richtige Weg ist? Bald stellt sich heraus, dass Valerie eine heiße Spur hat, doch dann verschwindet das junge Mädchen!

Rhena Weiss hat hier authentische Charaktere geschaffen mit denen sich der Leser identifizieren kann. Sie sind realistisch, haben Gefühl die sie auch zeigen und wirken nicht gekünzelt. Sie haben Ecken und Kanten, können diese oft nicht zugeben und wirken dadurch sehr sympathisch. Gerade Valerie mit Ihren jungen Jahren wird gut rüber gebracht. Das schmale Grad zwischen, ich bin schon erwachsen, habe aber das naive Verhalten eines teenies haben mir gut gefallen.

Genau aus dem Grund schafft es die Autorin auch, dass man in dem Buch versinkt. man fühlt und lebt mit, man leidet mit, man mag wissen wie das kranke Hirn des Entführers denkt damit man das nachvollziehen kann. Doch der menschliche Abgrund hat einen hohen Horizont und man kann nicht wirklich nachvollziehen was im Kopfe mancher Menschen vor sich geht. Das krankhafte was hier beschrieben wird ist teilweise schon pervers, fasziniert aber auch gleichzeitig.

Die Handlung des Buches ist gradlinig, es gibt eine Zeitebene, die klar strukturiert ist. Den Ereignissen kann man gut folgen, die Charaktere handeln entsprechend logisch den Vorgaben und man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dem Geschehen nicht mehr folgen zu können. Die Kapitel sind zum einen aus der Sicht des Entführers, zum anderen aus der Sicht von Michaela geschrieben. Das macht das ganze so interessant, da man beide Seiten der Geschichte erklärt bekommt. Manches erklärt sich dadurch besser, man fiebert mit, stellt Überlegungen an, hat Hoffnung. Es ist auch sehr interessant, wie sich die kindliche Erziehung im späteren Leben von einem Menschen wiederspiegelt.

Das Thema was hier aufgegriffen wird, ist nicht immer einfach zu lesen, gerade wenn man selbst Kinder hat, denen man ein liebevolles zu Hause bieten mag, doch es zeigt auch, wie krank der Mensch sein kann!

Jetzt zum Ende hin kann ich nur sagen: Ein Buch was mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, bewegt und fasziniert hat. Klasse Schreibstil, tolle Charaktere, sinnvolle Handlung und somit eine absolute Leseempfehlung!

Sterne
*****

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(303)

1.010 Bibliotheken, 68 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

kerstin gier, wolkenschloss, hotel, liebe, jugendbuch

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein magischer Ort in den Wolken. Eine Heldin, die ein bisschen zu neugierig ist. Und das Abenteuer ihres Lebens. Der neue Roman von Bestsellerautorin Kerstin Gier.

Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.



Cover

Ein Traum nicht wahr??? Tolle Farbkombination, glitzernde Elemente, ein Traum für jeden Coverliebhaber. Solch eine detailgenaue Ausarbeitung findet man selten. Viele der im Buch vorkommenden Protagonisten kann man sich auf dem Umschlag vorstellen, ich tue es zumindest. Man kommt sich, wenn man es ansieht, direkt ins ein anderes Jahrhundert versetzt vor! Und das wichtigste: Es glitzert!!!!
Man nimmt es in die Hand und kann träumen, sich fallen lassen!

Meine Meinung

Ein neues Buch von Kerstin Gier? Schnappatmung. Nach dem lesen von der Edelsteintrilogie bin ich dieser Autorin verfallen und somit war dieses Buch natürlich ein absolutes Muss.

Fanny wollte eigentlich nur ein Jahrespraktikum im Wolkenschloss machen, doch es wird das Abenteuer Ihres Lebens. Die junge Frau setzt sich mit Alltagsproblemen einer Nanny auseinander, hilft an allen Ecken und Enden, versteht sich mit den meisten der Hotelangestellten gut. Doch dann tauchen Gäste auf, die alles durcheinander wirbeln, Fanny den Kopf verdrehen und für Trubel im Hotel sorgen. Langweilig wird es jedenfalls nicht. Es kommt zu nicht ganz ungefährlichen Situationen und man ist gespannt wie die junge Frau das meistern wird.

Charaktere

Die Charaktere in diesem Buch könnten vielseitiger nicht sein. Fanny, die Hauptprotagonistin ist bodenständig, handelt, wie man es in diesem Alter auch erwarten würde. Dazu kommen die Kollegen, die entweder biestig, ganz liebenswürdig oder einfach nur verliebt sind. Die verbotene Hauskatze darf natürlich nicht fehlen. Der Koch, der immer gestresst ist, der böse tätowierte Wäschemann der gerne Opern singt und der Sohn des Eigentümers als Rezeptionist ist eine Mischung, die explosiver kaum sein kann.

Alle wurden so ausgearbeitet, dass man sie sich gut vorstellen kann. Die Räumlichkeiten in dem Schloss, die Flure, die Zimmer, selbst die Dienstkleidung hat einen hohen Stellenwert. Genau das ist es, was dieses Buch ausmacht. Man betritt eine andere Welt, kann sich alles bildlich vorstellen und kommt sich vor wie im letzten Jahrhundert. Das Flair was dort herrscht, erlebt man richtig mit, das hat Kerstin Gier super umgesetzt bekommen. Man erlebt, wie es früher in reichen Häusern gewesen ist. Bibliothek, Ballsaal, der rumpelnde Aufzug, ich habe es richtig vor Augen und finde es klasse.

Schreibstil & Spannung 

Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig, in der Sprache verfasst die für diese Zielgruppe ansprechend ist. Stellenweise flapsig, aber nicht vulgär, je nach Charakter auch ein wenig hochnäsig, es passt einfach. Kapitel haben eine ansprechende Länge, sind aber auch noch mit Absätzen versehen.

Leider habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt weswegen ich einen Stern abziehe. Die Geschichte ist toll, aber das eigentliche was es für mich ausmacht, kam mir einfach zu spät. Zu Beginn ist es sehr allgemein, man kommt erstmal in dem Buch an, lernt alle kennen. Doch der Spannungspegel müsste früher einsetzten. Zum Ende hin gewinnt das Buch rasant an Fahrt was zu Beginn etwas gefehlt habe, das finde ich schon sehr schade!

Sterne
*****


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(52)

97 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, künstliche intelligenz, virtual reality, virtuelle realität, ki

Boy in a White Room

Karl Olsberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 11.10.2017
ISBN 9783785587805
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover
Das Cover dieses Jugendbuches ist eher dunkel gehalten, kommt etwas mystisch rüber, was aber genau auf den Inhalt passt. Die Computerwelt besteht auch oft nur aus schwarz, grau und Grüntönen. Das Bild der Computernerds kommt mir hier ins Auge. Dass der Titel des Buches nicht ordentlich gradlinig aufgebaut ist, passt in dem Fall, vom Inhalt der Geschichte fällt ja eh alles aus dem Rahmen!

Meine Meinung
Dieses Buch ist mal was ganz anderes als die Bücher, die ich sonst in letzter Zeit gelesen habe. Ich bin auch nicht ganz sicher ob ich es gelesen hätte, wenn ich vorher genauer den Inhalt in Erfahrung gebracht hätte. Umso positiver war ich doch überrascht von dem, was mich erwartet hat. Ich bin jemand, der nicht gut mit SciFi oder Dystopien klar kommt, aber Karl Olsberg hat hier ein tolles Jugendbuch geschrieben, was den schmalen Grad zwischen Realität, SciFi und künstlicher Intelligenz vereint.

Wenn man den Hintergrund, warum Manuels Vater das gemacht hat, mal mit ins Aug fasst, ist es schon traurig, gleichzeitig aber auch sehr stark und bewundernswert. Das Komplexe was hier miteinander verbunden wird ist enorm, kann in der Zukunft durchaus Realität werden. Es ist ja nicht so, dass nicht schon bestimmte Brillen fürs Handy gibt, wo man virtuelle Welten simulieren kann. Der Fortschritt der Zeit lässt sich nicht aufhalten, ob das alles immer positiv ist sei mal dahingestellt.

Ok zurück zum Buch. Der Schreibstil ist klasse, man findet sich in allen Begebenheiten ein, die gerade aktuell sind. Manchen Handlungen kann ich im ersten Moment nicht folgen, aber ich glaube das ist, weil ich manchmal einfach anders denke. Aber es hat sich immer alles aufgeklärt, die Handlung somit klar und strukturiert. Im Rückblick gab am Ende manches von Anfang einen anderen Sinn und es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

Manuel, der Hauptcharakter dieses Buches ist eine sehr interessante Person, hadert nicht so mit dem Schicksal sondern schaut wie er am besten damit umgehen kann. Ein toller Zug für ein Junge in seinem Alter. Die anderen Charaktere wurden, je nach Wichtigkeit, mehr oder weniger gut ausgebaut, aber ich habe beim lesen der Geschichte nichts wirklich vermisst.

Sterne
*****

  (4)
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(76)

215 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

sandra regnier, elfen, anderwelt, die magische pforte der anderwelt, pan

Die magische Pforte der Anderwelt (Pan-Spin-off)

Sandra Regnier
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551316875
Genre: Jugendbuch

Rezension:

**Die Elfen aus Sandra Regniers Bestseller-Trilogie »Pan« sind zurück!**
Die unterirdischen Gassen Edinburghs sind für die 16-jährige Allison nichts weiter als eine Touristenattraktion. Bis sie bei einer Führung mit ihrer Schulklasse aus Versehen eine mysteriöse Pforte öffnet und unsägliches Chaos anrichtet. Denn von nun an heftet Finn sich an ihre Fersen, der zwar verdammt gut aussieht, aber leider ziemlich arrogant ist und obendrein behauptet, ein Elfenwächter zu sein. Er verlangt von Allison, das Tor zur magischen Welt wieder zu schließen. Doch wie soll sie das anstellen, wenn sie noch nicht mal an die Existenz von Elfen glaubt?.

Allgemeines zum Buch
Preis: 8,99€
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Carlsen
erschienen am: 29. September 2017
Genre: Jugendbuch
ISBN-10: 3551316872
ISBN-13: 978-3551316875
Sterne 5/5


Autor
Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.
Mehr Informationen findet man unter www.sandra-regnier.com

Cover
Das Cover von diesem Spin Off passt perfekt zur Pan Trilogie. Man erkennt sofort dass diese Bücher zusammen gehören.
Dominante Farbe ist dieses Mal ein schöner Lilaton. Die Flügel des Drachen und das Schloss sind auch in eben diesem Farbton gehalten, der Hintergrund passend in einer Mischung mit grau. Der Schriftzug ähnelt dem der Trilogie und der Widererkennungseffekt ist definitiv gegeben!

Meine Meinung
Ein Spin Off einer meiner liebsten Trilogien??? Dass dieses Buch ein absolutes MUSS für jeden Pan Fan ist brauche ich wohl nicht erläutern oder? Umso begeisterter war ich als ich es endlich in den Händen halten konnte. Ich freute mich auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Gesichtern in der Geschichte. Die Tage vorher hatte ich mir die ersten Teile noch mal zur Hand genommen um komplett abtauchen zu können.
Die Erwartungen waren natürlich dementsprechend auch sehr hoch. Ein durchlesen des Buches innerhalb nicht mal 2 Tagen trotz arbeiten gehen sagt eigentlich alles aus oder?

Allison Murray ist ein Teenager wie man ihn überall finden kann. Zusammen mit Ihren beiden Freundinnen Camilla und Emma geht sie auf eine private Mädchenschule, steht auf Boygroups und lebt das Leben das man sich in dem Alter vorstellt.
Doch Allison hat Besonderheiten, von denen Sie bis zu jenem Tag in den Katakomben von Edinburghs nichts gewusst hat, auch in dem Moment merkt sie nicht, was sie getan hat, sondern Sie erfährt erst später, dass sie versehentlich die magische Regenpforte der Anderwelt mit Ihrem Blut geöffnet hat
Finn, ein Elf, was für Allison völlig unbegreiflich ist nimmt Kontakt zu ihr auf, erklärt, er wäre der Wächter zu eben dieser besagten Pforte und Allison wird benötigt um diese wieder zu verschließen. Bitte was? Allison hat keine Ahnung wie sie das bewerkstelligen soll, doch sie soll der Schlüssel sein. Ein aufregendes Abenteuer beginnt!

Spannung & Charaktere
Man ist von der ersten Seite an wieder gefesselt, so wie es auch bei den anderen Bänden schon gewesen ist. Sandra Regnier hat einen so tollen, leichten und flüssigen Schreibstil, das man sich einfach fallen lassen und die Geschichte genießen kann. In die Hand nehmen und abschalten, in eine andere Welt eintauchen, die Sorgen vergessen und lächeln kann.

Allison ist eine sehr sympathische Protagonistin, manchmal ein wenig naiv, etwas tollpatschig, erkennt Ironie nicht immer, aber genau das macht sie so liebenswert und auch authentisch. Emma und Camilla, ihre beiden Freundinnen stehen immer an Ihrer Seite, machen den normalen Mädchenunsinn den man in dem Alter auch erwartet, ohne sich in Gefahr zu begeben.
Finn, ein Wächterelf der Pforte ist deutlich kühler, reservierter, versteht kaum Spaß, kommt manchmal etwas trottelig rüber und ist doch ein toller Charakter. Die Schlagabtausche zwischen Allie und ihm sind einfach nur göttlich, man lacht beim lesen und denkt: Yea, thats life!

Handlung
Die Handlung in diesem Jugendbuch ist gradlinig und gut nachvollziehbar. Unverschuldet wurde die Pforte geöffnet, die besser geschlossen geblieben wäre, die Elfen haben nun alle Hände voll zu tun diese wieder unter Verschluss zu bringen. Gar nicht so einfach mit einem sturen Mädchen, was nicht weiß, worum es geht. Sie versucht mehr Hintergründe zu erfahren, begibt sich in Gefahr, hat noch immer keine Ahnung worum es geht und mag nicht einfach das machen was man ihr sagt. Regeln einhalten ist nicht so ihr Ding.

Ich muss sagen, dieses Spin Off ist ein Buch zum verlieben. Man lernt neue Charaktere kennen, auch alte Bekannte tauchen zum Ende hin wieder auf, das freute mich richtig. Es werden die Geschichte der Pan Trilogie und die nun neue Geschichte um die Anderwelt schön zusammen geführt. Bin gespannt, wie es weitergehen wird. Das wird es auf jeden Fall denke ich, da noch Fragen offen sind, man wissen mag wie es nun weiter geht, wie Feli und Allie zusammen finden. Einer meiner Lieblingscharaktere, Lee, ist zum Ende hin auch wieder da.

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch eine absolute Leseempfehlung für all die hat, die damals schon die Pan Trilogie gelesen und geliebt haben. Personen die den Auftakt nicht kennen werden dieses Buch auch lesen können, aber ich empfehle trotzdem erst die anderen Bände zu kennen!

Sterne
*****

  (2)
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(66)

113 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

wulf dorn, thriller, kinder, die kinder, mystery

Die Kinder

Wulf Dorn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 04.09.2017
ISBN 9783453270947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext
Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Autor
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Die Faszination für das Unheimliche und Geheimnisvolle führte ihn zunächst in das Horror-Genre, ehe er die Spannbreite des Thrillers für sich entdeckte. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Dorn war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig. Dort schulte er zunächst als Arbeitstrainer Patienten in Büroberufen, ehe er in die psychiatrische Versorgungsforschung wechselte und an einem EU-Projekt zur beruflichen Reintegration mitwirkte. Danach vermittelte er als Jobcoach psychisch kranke Menschen ins Berufsleben. Diese Begegnungen mit menschlichen Schicksalen und Dorns Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider.
Heute lebt er als freier Autor mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.

Cover
Minimalistisch aber klasse. Das dunkle dominiert, bei dem Genre aber auch nicht unüblich und sehr passend. Die Kinder sind schematisch dargestellt, man erkennt sie nicht genau, sie halten sich an den Händen und bilden eine lange Kette. Man wundert sich, was es damit auf sich hat.

Der Titel ist in leuchtendem Rot gehalten und springt ins Auge!

Meine Meinung
Dieses Buch sah ich mehrmals und wurde jedes Mal neugieriger auf den Inhalt. Es ist, vom Design her, genau mein Beuteschema. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich die Möglichkeit bekam, es rezensieren zu dürfen.

Laura Schrader wird blutüberströmt auf einer einsamen Landstrasse in Ihrem Wagen aufgefunden. In Ihrem Kofferraum befindet sich die Leiche eines Kindes. Was ist geschehen? Warum redet Laura wirres Zeug, was niemand versteht? Ist es der Schock? Traumatisches Erlebnis was sie nicht mehr ganz zusammen bekommt? Die Ermittler sind ratlos und ziehen einen Psychologen hinzu. Aber das was hier nach und nach ans Tageslicht kommt, hat auch er in seiner Laufbahn bisher nicht erlebt.

Die Hauptprotagonistin in diesem Thriller ist Laura, eine junge Frau, die es nicht immer leicht hat, eigentlich nur mal in Ruhe entspannen mag. Doch irgendwie kommt alles anders als sie denkt. Ich kann sie mir nicht wirklich vorstellen muss ich gestehen, irgendwie habe ich kein Bild vor Augen, die Beschreibung von ihr könnte detailreicher sein. Die anderen Protagonisten sind auch eher verschwommen, das finde ich recht schade, da ich mir alles gerne bildlich vorstellen mag, was hier in diesem Fall nicht möglich war.

Der Schreibstil ist recht flüssig, Kapitel haben eine ansprechende Länge. Die ersten Kapitel haben es in sich. Man ist gefesselt, die Spannung von der ersten Seite kontinuierlich vorhanden und man mag es nicht beiseite legen. Das Thema ist mal was ganz anderes, kein Abklatsch wie in manch anderen Büchern die sich irgendwie oft wiederholen.

Doch leider bleibt dieser Pegel nicht oben und flacht ab, ich hatte zeitweise etwas Mühe der Handlung zu folgen. Manches war mir zu abstrakt, das finde ich echt schade da ich mir mehr erhofft hatte.

Die Ereignisse die geschehen sind warn mir zu unrealistisch, nicht nachvollziehbar, eher Richtung Fiction. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es eher nicht gelesen, da ich dies nicht mag. Leider gab es keinen hinweis darauf. Aus diesem Grund werde ich auch Sterne abziehen.

Trotz allem werde ich schauen dass ich weitere Werke dieses Autor lesen kann da der Schreibstil toll war.

Sterne
***

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

verlag: arctis, atmosphär, der mann zwischen den wänden, beobachtung, surreale elemente

Der Mann zwischen den Wänden

Emma Ångström , Annika Ernst
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arctis Verlag, 04.08.2017
ISBN 9783038800057
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext
In einem Stockholmer Mehrfamilienhaus gehen äußerst seltsame Dinge vor sich. Eine Frau verschwindet spurlos. Zwei Wochen später wird ihre Leiche plötzlich im Flur ihrer Wohnung gefunden. Es ist einer der absonderlichsten Morde in der Geschichte der Stadt und es gibt keinen Hinweis auf den Täter. Erst die neunjährige Alva, die mit ihrer Familie erst seit Kurzem in dem Haus wohnt und übersinnliche Fähigkeiten hat, kommt dem Rätsel auf die Spur, das Ungeheuerliches zutage fördert…

Autor
Emma Ångström wurde 1982 geboren und stammt aus Västerås. Sie ist Journalistin und hat einen Masterabschluss in Architektur. Derzeit arbeitet sie als PR-Leiterin eines Architekturbüros in Stockholm. »Der Mann zwischen den Wänden« ist ihr zweiter Roman.

Cover
Das Cover dieses Buches ist mal was ganz anderes finde ich. Alleine die Farbe fällt schon auf und man wird neugierig. Dann sieht man nur das Auge aus dem Ritz hervorrufen so ala: Los komm, du findest mich ja eh nicht, aber ich sehe dich. Etwas unheimlich und gruselig.

Meine Meinung
Dieses Buch bekam ich von meiner Freundin und war schon sehr gespannt. In einigen Social Media Kanälen sah ich es und dachte nur, muss ja interessant sein wenn es jeder liest.

Einer der Hauptpersonen ist Alva, ein kleines Mädchen, welches mit Ihren beiden Geschwistern und der Mutter in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Sie ist anders als die anderen Kinder, hat einen Drang zum übernatürlichen, glaubt an Geister und mag diese gerne beschwören. Deswegen hat sie wohl auch keine Angst, als sie Geräusche hinter der Wand hört, es macht sie neugierig.

Doch was hat es damit auf sich? Sind es Ratten? Andere Tiere die die Kratzgeräusche verursachen die man ab und an hört?

Der Titel sagt einem ja schon, dass es keine Tiere sind, aber der Gedanke dass jemand zwischen Hohlräumen in einem Haus lebt, das jahrelang, ohne gefunden zu werden, grenzt doch eher an ein Wunder, kann man kaum glauben. Aber ich denke schon, dass dies möglich ist, wenn man aufpasst, sich vorsichtig verhält. Wobei ich aber auch denke, dass diese Person ein psychisches Problem hat und man eher helfen sollte.

Das ganze geht soweit gut, bis dass Haus verkauft wird. Henry dachte wohl, es wäre eine lukrative Altersvorsorge, konnte es sehr günstig erwerben. Auch als er den Grund, ein ungeklärter Mord, erfährt schreckt ihn das nicht ab. So nimmt alles seinen Lauf….

Hauptpersonen in diesem Roman sind das kleine Mädchen Alva und W, der Mann der unentdeckt bleiben mag. Die beiden finden sich durch einen Zufall, haben keine Angst voreinander, sie finden sich wohl eher faszinierend. Alva mag ihn, baut schnell eine Beziehung zu ihm auf, denke auch, weil W. eine ruhige Person ist, das Mädchen mag die Ruhe, liest viel und ist nicht so der gesellige Typ. W. lebt jahrelang alleine, scheut den Kontakt zu anderen, im Laufe des Buches wird auch erklärt, warum dies so ist. Die beiden harmonieren miteinander, man merkt wie sie sich auf Anhieb verstehen, ohne große Worte zu wechseln. Das ist eine Eigenschaft, die man leider viel zu wenig findet.

Alva erfährt nach und nach wie es zu allem kam, hört gespannt zu, mag alles erfahren, hat keine Angst. Man erlebt die Stunden, die die beiden zusammen verbringen hautnah mit, ist schon neugierig wie sowas sein kann und auch erschrocken was geschehen kann, wenn man so lebt.

Leider muss ich sagen, dass ich es fast abgebrochen hätte, die ersten ca 100 Seiten fand ich recht zäh, der Spannungsbogen baute sich zu langsam auf und ich wusste zeitweise nicht, was ich glauben sollte. Als jemand zu mir sagte halte durch, das wird war ich doch sehr gespannt. Dann kam er und ich war begeistert, das hielt sich dann auch bis zum Ende. Aus diesem Grund werde ich aber einen Stern abziehen und den Hinweis geben: Haltet durch! Es lohnt sich!!!


Sterne
****

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274 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aditi khorana, amrita am ende beginnt der anfang, märchen

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Opulent, außergewöhnlich atmosphärisch, erzählt in ungemein detailreicher, bildhafter Sprache: AMRITA ist literarische Fantasy mit starken, unabhängigen und klugen Heldinnen.

Mehr zum Buch: www.amrita-buch.de

Cover
Einfach nur WOW oder? Dieses Cover springt einem sofort ins Auge. Die dominante Farbe blau wird hier ganz wundervoll mit Silber/grau und Gold verknüpft und ergibt im gesamten ein ganz harmonisches Bild. Es ist mystisch, etwas geheimnisvoll und lässt erstmal keine Rückschlüsse auf den Inhalt zu.
Der Titel des Buches ist in einer wunderschönen Schriftart in gold im unteren Bereich des Buches zu finden.
Was ich hier unbedingt anmerken muss: Der Schutzumschlag ist mir reflektierenden Elementen verziert. So ist der Schriftzug von "Am Ende beginnt der Anfang",die dunkelblauen Kugeln und der Titel des Buches schön glänzend wenn man es gegen das Licht hält, sowas finde ich toll. Wenn man den Umschlag abnimmt, setzt sich das Muster von aussen fort und ist nicht, wie sonst oft üblich, in einem langweiligen einheitlichen Farbton verarbeitet.

Meine Meinung
Als ich dieses Cover in einer Vorschau sah, war ich schon sehr neugierig und wollte es gerne haben. Dann sah ich: Oh Fantasy, mh, eigentlich nicht mein Genre wie man ja bereits festgestellt hat wenn man meine Rezensionen verfolgt. Aber man soll ja offen sein für neues oder nicht? Zur Not könnte man es ja aufhören. Aber was soll ich sagen? In relativ kurzer Zeit komplett durch gelesen und begeistert gewesen.

Das lag aber wohl auch an dem tollen Schreibstil der Autorin. Sie entführt den Leser in eine andere Welt, fliegt förmlich durch die Etappen der Reise und sorgt dafür, dass man sich einfach fallen lassen kann. Amrita ist in einzelne Kapitel unterteilt, die etwas länger sind als ich es bisher gewöhnt war. Allerdings gibt es trotz allem Abschnitte, an denen man gut Pause einlegen kann. Ich persönlich mag es nämlich nicht, mitten im Kapitel oder aufhören zu müssen, mag lieber einen kleinen Abschluss haben, um danach wieder leicht ins Buch hinein zu kommen.

Aditi Khorana erzählt die Geschichte der Prinzessin Amrita, zukünftige Herrscherin von Shalingar. Sie wächst wohlbehütet auf, hat alles was man sich vorstellen kann. Hofstaat, Diener, eine Zofe, einen besten Freund, Ihren Vater. Nur die Mutter fehlt ihr, damit hat sie schwer zu kämpfen. Sie lebt in Ihrer eigenen kleinen Welt, darf diese auch nicht verlassen, soll lernen wie man später das Land regiert. Ihr Vater hat Pläne mit ihr, die der jungen Frau allerdings nicht wirklich gefallen und sie überlegt, wie sie diesen entfliehen kann. Dann ergibt sich kurz darauf die Gelegenheit und sie muss schnell eine Entscheidung treffen die ihr weitere Leben beeinflusst. Wird sie sich richtig entscheiden?

Amrita ist eine starke Persönlichkeit, auf der einen Seite zwar das Prinzesschen wie man es zu Beginn des Buches auch erwartet, aber doch eine sehr willensstarke Person, die weiß, was sie möchte. Allerdings muss Sie sich Ihren Ängsten stellen, um manches zu überwinden, womit sie zuvor nicht konfrontiert war. Sie erfährt Dinge über sich, die ihr zunächst Angst einjagen, sie aber umso stärker machen. Sie stellt sich den Anforderungen, versucht alles zu meistern und weiß oft nicht was sie danach erwarten wird.

An Ihrer Seite der beste Freund und eine Seherin. Beide sind liebevoll ausgearbeitet, man kann sie sich gut vorstellen und in sie hinein versetzen. Gefühle sind so beschrieben, dass man selber Gänsehaut beim lesen bekommt und mit Ihnen fühlt.

Die Handlung in dem Buch ist gradlinig und gut nachzuvollziehen, hat einen roten Faden der sich bis zum Ende durch zieht. Kleine Nebengeschichten runden das ganze ab, ergeben am Ende ein tolles Gesamtbild und man erfährt Dinge die man zuerst nicht geahnt hatte. Es fügt sich alles miteinander und man erkennt Zusammenhänge die zu Beginn etwas unklar waren. Kleine Zeitsprünge um manches besser zu verstehen sind gut nachvollziehbar und beeinflussen das Leseverhalten in keinster Art und Weise.

Dafür dass ich eigentlich keine Fantasybücher lese war ich begeistert. Es wird zwar nicht mein Lieblingsgenre, da ich mit den zu weil fantasievollen Namen etwas Schwierigkeiten habe und meine persönliche Fantasie nicht so ausgeprägt ist, bin eher der realistische Mensch, aber es war schön und ich kann es nur weiter empfehlen.

Sterne
*****

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482 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

jugendbuch, siena, ursula poznanski, thriller, italien

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn ...

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Bestseller-Autorin Ursula Poznanski schickt ihre Heldin durch die engen Gassen und die unterirdischen Labyrinthe Sienas, die ebenso im Dunkel liegen wie Nikas Erinnerungen an die letzten zwei Tage. Ein unlösbar scheinendes Rätsel, ein monströser Verrat und die geheimnisvollen Symbole des mittelalterlichen Siena bilden das Gerüst dieses exzellenten Psychothrillers.

Zum Autor
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Zudem schreibt Ursula Poznanski auch erfolgreich Thriller für Erwachsene, die genauso regelmäßig auf den Bestsellerlisten zu finden sind, wie ihre Jugendbücher. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Hier geht es zur Webseite von Ursula Poznanski:
www.ursula-poznanski.de

Cover
Gelbes Cover finde ich schon mal auffällig und macht neugierig. Sehe ich nicht so oft muss ich sagen und ist mal was anderes, als gewohnte Jugendbücher im Regal. Ansonsten spricht es mich eher nicht so an, kann mir nichts unter dem Inhalt vorstellen wenn ich es sehe und das habe ich eigentlich ganz gerne.
Zu den Eigenschaften des Covers kann ich sonst leider nichts sagen, da ich es als Ebook gelesen habe.

Meine Meinung
Als ich Infos zu diesem Buch bekam, wurde ich direkt neugierig. Der Klappentext lässt ein aufregendes Leseabenteuer vermuten, die Story scheint interessant zu sein. Was hat es mit den Botschaften auf sich und was geschah in den beiden Tagen, die im Gedächtnis fehlen?

Genau dieser Frage geht Nika nach, als sie morgens erwacht, nicht mehr weiß was geschehen ist, welcher Tag es ist und vor allem: Wo ist Ihre Mitbewohnerin?

Erst dachte sie noch, was für eine geile Party, um dann entsetzt festzustellen, dass es weitaus gravierender ist, als nur mit einem Kater aufzuwachen. Zwei komplette Tage Filmriss können wohl nicht vom Alkohol kommen, aber woher kommen Sie dann? Was hat es mit der verschmutzen Wäsche im Bad und den geheimnisvollen Zitaten auf dem Zettel auf sich, den sie in Ihren Klamotten findet?

Nika ist schwer durcheinander, weiß kaum, wem sie vertrauen kann, muss überlegen, welchen Schritt sie als nächstes geht und was für Folgen das gegebenenfalls haben kann. Dabei ist sie ansonsten ein sehr taffes Mädel, glaube, man kann viel Spaß mit ihr haben. Sie benimmt sich Ihrem Alter entsprechend, ist nicht völlig naiv, stellt sich nicht blöd wie manch andere Charaktere. Man hat Sie richtig gern, schließt sie ins Herz und ich hatte auch Mitleid mit mir.

Ich meine, wer mag schon aufwachen und sich an nichts erinnern? Doch nach und nach lichtet sich alles. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht und es fügt sich ein klares Gesamtbild zusammen was doch sehr erschreckend ist und ich nicht unbedingt erwartet habe.

Ursula Poznanski schafft es auch in diesem Jugendbuch erneut, den Spannungspegel auf ein hohes Niveau zu heben und ihn kaum abflachen zu lassen. Vom ersten Kapitel an entführt Sie den Leser in eine Welt voller Fragezeichen, in das Gefühlschaos, Verwirrtheit, Unsicherheit der Hauptprotagonistin. In all die Begebenheiten, die sich Nika zu diesem Zeitpunkt nicht erklären kann und sie einfach völlig durcheinander zurück lassen. An dem Morgen ist sie erstmal völlig auf sich alleine gestellt, muss sich mit eigentlich banalen Sachen beschäftigen ohne zu wissen, was eigentlich passiert ist. Eine der Sachen die sie zuerst klären muss. Wie komme ich aus der Wohnung? Alles in ihr fährt Achterbahn. Einfach wieder hinlegen und hoffen alles wird gut oder aufstehen, Krone richten und heraus finden, was geschehen ist? Sie nimmt natürlich die zweite Variante und stößt auf einiges an Widerstand, den sie mit Bravour meistert. Sie ist eine willensstarke, junge Frau, die ihr Ziel erreichen mag, auch wenn der Weg nicht immer einfach ist.

Sie begibt sich auf die Suche nach des Rätsels Lösung und entschlüsselt nach und nach die geheimen Botschaften auf dem Zettel. Wer steht an Ihrer Seite zum helfen? Von wem sollte sie sich lieber fern halten? Die Sprachprobleme in dem fremden Land machen das ganze natürlich nicht einfacher. Doch Hilfe naht an einer Stelle, wo Sie es nicht erwartet. Doch ist alles so rund wie es scheint oder begibt sie sich mit den Nachforschungen auf dünnes Eis?

Man grübelt die ganze Zeit mit, entdeckt manche versteckten Hinweise und übersieht irgendwie doch manches. Ich jedenfalls ;)

Die Handlung in diesem Buch ist sehr gradlinig, hat einen roten Faden, der sich durch alle Kapitel zieht. Charaktere, die für die Erzählung wichtig sind, wurden gut ausgearbeitet und somit hat man einen klaren Eindruck von den Ereignissen. Es wird in einer Zeitlinie geschrieben, so dass eine Verwechslung mit unterschiedlichen Zeitzonen nicht möglich ist. Klar gibt es zum Ende hin Erzählabschnitte aus der Vergangenheit, die in Nikas Gedächtnis auftauchen, aber keine gravierenden, wo ganze Kapitel für Verwirrung beim Leser sorgen.

Alles in allem eines der besten Bücher die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe und mag es uneingeschränkt weiterempfehlen!

Sterne
*****

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(13)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

cia, agenten, www.die-rezensentin.de, gerritsen, spionage

Der Anruf kam nach Mitternacht

Tess Gerritsen , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671095
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover
Für einen Thriller ehrlich gesagt nichts besonderes, etwas altmodisch wie ich finde. Es zeigt einfach eine Taschenuhr, die uhrzeitmässig nicht mal zum Titel passt. Ein paar rote Blutspritzer sollen das ganze wohl etwas thrillerhaft anhauchen. Aber ich finde es nicht wirklich gut gelungen, macht nicht neugierig.

Meine Meinung
Ein neuer Tess Gerritsen dachte ich und der zweite Gedanke: muss ich lesen. Aber irgendwie kam es mir bekannt vor. Entweder das gab es schon mal in nahezu identischer Story und ich habe es bereits vor Jahren gelesen oder es ist eine neue Auflage, wobei diese hier die erste sein soll. Das werde ich definitiv nochmal nachforschen. Das wurmt mich etwas. Laut Amazon gibt es bereits seit 2015 Rezensionen zu diesem Buch. Wenn jemand was näheres dazu weiß darf er es mir gerne mitteilen

EDIT: Gelesen dass dieses Buch bereits eher erschienen ist. Es ist im Cora Verlag schon einmal als Print veröffentlicht worden mit einem anderen Cover. Ehrlich gesagt finde ich das alles ein wenig irreführend!!! Im englischen Original ist es ihr Debütroman, erschienen 1987.

Es ist kurz nach Mitternacht als bei Sarah Fontaine das Telefon klingelt. Botschafter Nick O´Hara ist am Apparat und teilt ihr mit, dass ihr Mann Geoffrey, mit dem sie gerade mal zwei Monate verheiratet ist, bei einem Brand in einem Berliner Hotel ums Leben gekommen kam.
Doch sie wundert sich, denn Ihr Mann sollte nicht in Berlin, sondern auf einer Londoner Geschäftsreise sein. Sie ist misstrauisch und geht dem ganzen auf den Grund. Sie reist mit Nick O´Hara nach Europa um heraus zu finden, wer Ihr Mann wirklich war. Denn Geoffrey gab es bis vor ein paar Jahren gar nicht. Was treibt Ihr Mann für ein Spiel? Sarah ist auf der Flucht als sie realisiert, dass sie viel tiefer in Problemen steckt, als Sie sich jemals zu träumen gewagt hat. Sie hat keine Ahnung was die Company von ihr will, in wie weit sie Nick vertrauen kann und wer Ihr nach dem Leben trachtet. Wird sie das ganze lebend überstehen?

Alles in allem ist dies nicht der beste Thriller den es von der Autorin gibt. Wenn es wirklich ein Debüt ist erklärt es, warum der Schreibstil bei weitem nicht so ist wie der, den man heutzutage von ihr gewöhnt ist. In diesem Thriller ist er noch etwas abgehakt und nicht flüssig wie man es erwartet.

Ebenso ist der Spannungspegel eher flach, steigt kaum an und vieles an Ereignissen kann man im Vorfeld bereits erahnen. Thriller würde ich das ganze auch nicht nennen, da man keinen Nervenkitzel bekommt, wie man es eigentlich erwartet. Die Protagonisten sind nicht wirklich gut ausgearbeitet, naiv, eigentlich etwas langweilig. Dass hier ähnelt zeitweise eher einer Liebesgeschichte, die man auch vorhersehen kann und den Leser nicht vom Hocker reißt. In einem Thriller erwarte ich Spannung, Action, Nervenkitzel und Gänsehaut und nicht eine Frau auf der Flucht, die unüberlegte Dinge tut und sich dem erstbesten an den Hals wirft.

Die Handlung ist zeitweise etwas langatmig und man kommt nicht in das Gefühl mitraten zu wollen was als nächstes geschieht. Man weiß es eigentlich und wird dann nur bestätigt.

Gott sei Dank hat die Autorin Ihren Schreibstil in der Zwischenzeit perfektioniert, sich weiter entwickelt, kann Spannungen und Nervenkitzel aufbauen. Aber ehrlich gesagt: Wenn dies hier das erste Buch gewesen wäre was ich von ihr gelesen hätte wäre ich mehr als enttäuscht und würde eher kein weiteres zur Hand nehmen. Zum Glück ist dies nicht der Fall und ich werde in Zukunft darauf achten wann es ursprünglich erschienen ist.

Sterne
**

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

adoption, krimi, gabriela kasperski, babyhandel, entführung

Besondere Umstände

Gabriela Kasperski
Fester Einband: 536 Seiten
Erschienen bei Appenzeller, 01.09.2013
ISBN 9783858826619
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext
BESONDERE UMSTÄNDE, der zweite Fall der Schnyder&Meier-Reihe von Gabriela Kasperski, ist ein hochemotionaler Thriller um Babyhandel, illegale Adoptionen und gekauftes Glück. Er erscheint in einer Neuausgabe als Taschenbuch.
„Ich schwöre euch, jede dieser Frauen, so nett sie eigentlich ist, würde für ihre Kinder töten. Nun stellt euch eine Frau vor, die kein Kind hat, aber unbedingt eines will, bereit, jeden Preis zu bezahlen.“
Nach einem Gewitter kommen sieben Babys zur Welt. Eines wird entführt – Zita Schnyder und Werner Meyer, selbst frischgebackene Eltern, ermitteln.
Zita Schnyder hat den Master in Psychologie mit Bestnote bestanden und ihren Sohn entbunden, das Leben könnte nicht besser sein. Da wird aus dem Waldstädter Krankenhauses ein Baby entführt und Zitas Nachforschungen führen sie in den Geburtsvorbereitungskurs „MamYoga“. Ihr Partner, der Commissario Werner Meier, ist derweil komplett überfordert, von seinen Vatergefühlen und vom Mord an einer Sozialarbeiterin. Als das Drama um verschwundene Babys immer grössere Dimensionen annimmt, müssen sich Schnyder&Meier zusammenraufen und in einem Wettlauf gegen die Zeit diesen Fall lösen, der ihnen so nahe geht wie nichts zuvor – ist auch ihr Baby in Gefahr?

Zum Autor
Gabriela Kasperski absolvierte ein Studium der Anglistik, war als Radio- und TV-Moderatorin und Schauspielerin tätig. Heute schreibt sie Krimis, Romane und Drehbücher, Adaptionen für Film und Fernsehen, bloggt in ihrer Kolumne 45+ zu Alltagsfragen und arbeitet als Sprecherin, Regisseurin und Expertin. Sie pendelt mit ihrem Mann und ihren Kindern zwischen Stadt und Land.

Cover
Ich finde es gibt Cover, die finde ich ansprechender als dieses hier. Es passt zwar zum Inhalt, ein einsamer Kinderwagen vermittelt das Gefühl von „Alleine“ und „Einsamkeit“, aber ich bin nicht sicher, ob ich es in der Buchhandlung näher angeschaut hätte.
Es hat eine düstere Stimmung, da es nach einem regnerischen Herbsttag in einem Park aussieht, keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Der Titel des Buches in schlichtem Weiß im oberen Abschnitt.

Meine Meinung
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag angeboten bekommen, da mich das Thema interessiert, nahm ich das Angebot dankend an, war gespannt was mich erwarten wird.

Ich muss sagen zu Beginn kam ich nicht wirklich gut in die Geschichte hinein. Es waren mir zu viele Personen, die auf den ersten Blick keinen Bezug zueinander hatten, dazu die ausländischen Namen, was mir das lesen erschwert hatte. Zeitweise wusste ich nicht mehr genau, wer mit wem und warum, überlegte sogar, das Buch abzubrechen oder neu mit Zettel und Stift wegen Notizen zu beginnen. Aber ich las weiter weil mich das Thema, illegale Adoption, unerfüllter Kinderwunsch doch sehr interessierte.

Zita, was für ein toller, nicht geläufiger Name in einem Buch, und deren Freund Meier sind die Hauptprotagonisten der Geschichte. unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein.
Sie, sehr emanzipiert, mag alles alleine machen, mag sich nicht absprechen mit Ihrem Freund Meier, den sie, warum auch immer, nicht beim Vornamen nennt.
Meier, ein Polizist, der alles daran gibt Zita glücklich zu machen und dabei oft gegen eine Mauer aus Starrsinn anregt. Doch man merkt, wie die beiden sich lieben, nicht ohne einander können. Aber die Liebesgeschichte der beiden steht nicht im Vordergrund, sie hat zwar eine zentrale Rolle, ist aber nicht dominant.

Der Mord der Sachbearbeiterin Ruth und die Entführung des neugeborenen Babies müssen auch aufgeklärt werden. meier steht zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite will er Zita zufrieden stellen und Lucies Tochter Maud schnell finden, auf der anderen Seite belastet ihn das nervlich doch sehr und er hat den Fall abgegeben.

Ansonsten kommen noch weitere Fragen auf, die nach und nach geklärt werden wollen. Der Spannungspegel kam bei mir erst spät, fast schon zu spät wegen der Schreibweise der Autorin. ich fand zu Beginn nicht gut in das Buch hinein, verstand Zusammenhänge nicht. Doch im laufe der Zeit erklärt sich einiges, das Bild wird klarer, man erkennt die Verbindungen und ist am Ende schon überrascht, wie sich alles zusammen findet.

Aus dem Grund werde ich auch nur einen und nicht wie zuerst geplant zwei Sterne abziehen. Der Hintergrund ist spannend, macht nachdenklich und schockiert auch wie weit ein Mensch für ein Baby gehen würde. Ich glaube, dass die Ereignisse in dem Buch durchaus auch in Realität vorkommen und manche Familien an den Rand der Verzweiflung bringen können.

Sterne
****

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 21 Rezensionen

jen white, als wir fast mutig waren, mut, damaris liest, kinderbuch

Als wir fast mutig waren

Jen White , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2017
ISBN 9783551556806
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover 
Das Cover zeigt zwei Mädchen, innig miteinander, vertrauensvoll. Die Große trägt die Kleine auf Ihrem Rücken, hilft ihr anscheinend, gibt ihr Sicherheit. Im Hintergrund ein Truck an einer Tankstelle, etwas verschwommen, es soll wohl erst mal kein Hauptaugenmerk darauf gelegt werden. Die Schwestern stehen hier definitiv im Vordergrund.

Über Ihnen liegt der Schriftzug der nicht einheitlich gehalten wurde. Das Wort "Fast" hat wohl eine markante Bedeutung in dem Buch, denke das wird man zu einem späteren Zeitpunkt noch erfahren!

Meine Meinung
Die Kapitel gliedern sich in ansprechende Längen mit jeweils fast gleicher Überschrift: Überlebensstrategie #, darunter kurzer Satz oder einzelne Worte, die das Kapitel beinhaltet.

Man ist von der ersten Seite an in der Geschichte drin, fühlt mit den Mädchen. Ich meine mal ganz im Ernst, wer setzt seine beiden Töchter, 12 und 8 Jahre denn alleine in der Mittagshitze an einer Tankstelle im Nirgendwo aus?????????

Ich als Mutter bekomme direkt im ersten Kapitel Gänsehaut und Hass auf den Vater, ob das wohl so beabsichtigt ist??? Man kann doch seine Kinder nicht zurück lassen!!! Klar hat man manchmal Wut auf sie, aber das ist keine Lösung.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd, was wohl auch an der Brisanz des Thema liegt. Man kann es gar nicht weglegen, weil man um das Schicksal der beiden Mädchen bangt. Alleine, im Nirgendwo, keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Ich kann mir richtig bildlich vorstellen, wie sie dort auf dem Rinnstein hocken, verzweifelt auf den Vater warten und von den alten Säcken angestarrt werden. Oh darf man das so schreiben? Ja! Das sind meine Gedanken, mag das nicht schön reden.

Die ältere der beiden versucht der Schwester ein Vorbild zu sein, gibt sich stark, mag die Gefühle nicht zeigen die sie hat. Das finde ich einen bemerkenswerten und auch sehr verantwortungsvollen Schritt den sie geht. Versucht ihrer kleinen Schwester die Angst zu nehmen, sie in Sicherheit zu wiegen.

Die ganze Geschichte ist sehr berührend, bewegend und regt auch zum nachdenken an. Die Autorin hat hier ein Thema verarbeitet was man sich kaum vorstellen mag, aber in Wirklichkeit wohl so oder ähnlich durchaus passieren kann oder bestimmt auch vorkommt. Wir als Leser können das nicht nachvollziehen, aber wir wissen auch nicht was in den Personen vorgeht die einen solchen Schritt gehen. Denke sie brauchen einfach auch Hilfe und Unterstützung.

In diesem Buch bekommt man später eine Erklärung warum vieles so gelaufen ist wie es denn gelaufen ist. Man versteht am Ende einiges was vorher sehr rätselhaft war. Ob man das aber dann gut heißen mag ist ein anderes Thema.

Jedenfalls hat Jen White hier ein absolut klasse, sehr bewegendes Buch in Umaluf gebracht welches die Gemüter wohl anheizen wird.

Sterne
*****

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

westerwald, voker dützer, reihe, entführung, koblenz

Der Schacht

Volker Dützer
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei KBV, 10.10.2016
ISBN 9783954413164
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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369 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

schicksal, stefanie hasse, schicksalsbringer, fantasy, jugendbuch

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext
Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen …
„Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung“ ist der erste von zwei Bänden.

Cover
Es glitzert 😉 Das reicht doch schon um toll zu sein oder? Ne mal im Ernst, super schönes Cover. Tolle Farben, ganz harmonisch aufeinander abgestimmt. Die junge Frau schaut etwas verträumt, als ob sie in einer anderen Welt wäre, wer weiß über was sie nachdenkt. Das Rad oben rechts deutet das mystische Element des Buches an. Hach die Schrift, sie ist toll. Mag diese Art vom Stil her sehr gerne. Abgerundet wird das ganze durch die Tribels im unteren Bereich. Alles in allem ein sehr gelungenes, neugierig machendes Cover.

Meine Meinung
An dieses Buch kam ich eher zufällig und war etwas zwie gespalten ob ich es lesen soll oder nicht. Das Cover schreit: nimm mich in die Hand und öffne mich, der Klappentext sagte: oh es ist Fantasy. Ich bin nicht der Fantasyleser wie man vielleicht schon bemerkt hat. Aber ich gebe den meisten Büchern eine Chance, so auch diesem hier.Was kann ich dazu sagen? Ich wurde positiv überrascht. Fantasy Elemente sind definitiv vorhanden, aber nicht so extrem, wie ich befürchtet habe. Ich würde es als seichte Fantasy beschreiben, also nicht zu abgedreht, noch halbwegs nachvollziehbar 😉 Wer mich kennt weiß in etwa, auf welcher Stufe es sich nun befindet.Die Hauptcharaktere sind aber auch einfach toll und man schließt sie sehr schnell ins Herz. Sie sind realistisch, bodenständig und benehmen sich Ihrem Alter entsprechend, das gefällt mir sehr gut. Authentische Personen machen sehr viel in einer Geschichte aus. Wenn ich mich in Sie hinein versetzen kann taucht man auch richtig in das Buch hinein.Der Schreibstil ist leicht und flüssig, jugendliche Elemente sind, so soll es in einem Jugendbuch auch sein, vorhanden, ohne zu abgedreht zu sein. Die Kapitel haben eine anständige Länge und werden nummerisch gegliedert. Erzählt wird aus der Sicht der Hauptperson.Spannung baut sich von Beginn an auf, man mag wissen was es mit dieser Münze auf sich hat. Doch erst nach und nach erfährt man mehr von den Hintergründen. Der Pegel baut sich nicht rasant von 0 auf 100 auf, sondern ist seichter, aber sehr angenehm und es macht Spaß zu erfahren wie sich nach und nach alles zusammensetzt und man ein Gesamtbild bekommt.

Fazit
Ein Buch aus dem Bereich Jugendbuch Fantasy, der nicht ganz so unrealistisch ist, wie man es bei dem Wort Fantasy erwartet. Flüssiger Schreibstil und spannende Story bereiten absolutes Lesevergnügen. Somit klare Empfehlung von mir für alle die, die sich bisher nicht ganz an dieses Genre gewagt haben.

Sterne
*****

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446 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

zeitreise, eva völler, jugendbuch, liebe, zeitenzauber

Time School - Auf ewig dein

Eva Völler
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 21.07.2017
ISBN 9783846600481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Willkommen in Venedig! Willkommen an der Zeitreise-Akademie! Getarnt als Theater ist dies der Ort, wo eine neue Generation von Zeitreisenden ausgebildet wird. Denn neue Abenteuer warten …

Anna und Sebastiano sind zurück! Das Traumpaar der Zeitenzauber-Trilogie ist nach vielen bestandenen Abenteuern zu Zeitreiseprofis gereift. Grund genug, um eine eigene Zeitreiseschule in Venedig zu gründen. Dem Ort, wo die Liebe und die Reisen durch die Zeit ihren Anfang fanden.
Ihre ersten beiden Novizen sind die verführerische Fatima, ein Haremsmädchen aus dem 13. Jahrhundert, und der draufgängerische Ole, Sohn eines Wikingerhäuptlings. Die erste gemeinsame Mission zum Hofe Heinrichs des Achten gerät aber zum Debakel. Anna und Sebastiano haben alle Hände voll zu tun, ihre Zöglinge zu bändigen, als ein unerwarteter Besucher aus der Zukunft auftaucht und einen grausamen Tribut von Anna fordert: „Opfere deine große Liebe, damit die Zukunft fortbestehen kann!“

Zur Autorin
Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. „Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“ Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

Cover
Traumhaft! Ich liebe diese Farben, Pastell passt perfekt zum Genre des Buches. Ich weiß auch gar nicht wie ich dieses Cover in Worte fassen kann. Es glitzert nicht direkt, es ist aber auch nicht so „flach“ wie manch andere Cover. Es ist matt, hat aber ganz leicht Relief und glänzt gleichzeitig. Kann es ganz schlecht beschreiben. Vielleicht habt ihr ja später eine bessere Beschreibung für den Schutzumschlag als ich.
Die junge Frau auf der imposanten Treppe erkennt man nur von hinten, gibt also Spielraum für freie Gedankengänge. Ich denke sie ist zufrieden, Ihre Haltung scheint das auszudrücken. Sie schaut anscheinend zu etwas oder jemanden, Sebastiano? Im Hintergrund scheint Venedig zu sein, ist jedenfalls das nahe liegenste da dies der Hauptort in dem Buch ist.
Der leicht goldene Schriftzug ist sehr markant, sticht sofort ins Auge und hat einen tollen Background.
Der Name der Reihe ist in einer Art Banner eingedruckt und farblich passend abgestimmt worden.
Es macht definitiv neugierig auf den Inhalt und man mag zu gerne den Klappentext lesen!

Meine Meinung
Als ich hörte, dass meine geliebte „Zeitenzauber-Trilogie“ weitergeführt wird, war ich ich hin und weg. Hätte am liebsten sofort das Buch in Händen gehalten und angefangen. Doch leider musste ich mich noch gedulden, konnte es nur vorbestellen.
Durch einen glücklichen Zufall bekam ich es doch ein paar Tage vor ET und konnte mein Glück kaum fassen!Dieses Buch in der Hand zu halten ist einfach traumhaft, fast ehrfürchtig, es zu lesen ein absoluter Traum. Ich liebe die Geschichte um Anna und Sebastiano, selten, dass mich Figuren aus einem Buch so bewegt haben. Man schlägt die erste Seite auf und mag um sich herum nichts mehr hören und sehen, um sich voll und ganz konzentrieren bzw. fallen lassen zu können.Man ist auch von der ersten Seite an wieder in der Handlung drin. Eva Völler hat es auch geschickt geschafft, auf wenigen Seiten die wichtigsten Infos der ersten Bände einzuarbeiten. Trotz allem sage ich: Dieses Buch ohne die anderen zu lesen wird möglich sein, aber ich empfehle es nicht. Ich finde es fehlen einem dann doch Infos, Kleinigkeiten die das ganze ausmachen und das Gesamtbild ergeben. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.Anna und Sebastiano haben nun eine neue Aufgabe: neue Schüler in der Time School auf Ihre neuen Aufgaben vorzubereiten. Das ganze stellt sich als etwas schwieriger heraus, als ursprünglich wohl gedacht. Personen aus verschiedenen Zeitepochen, so unterschiedliche Kulturen, Gewohnheiten, Gepflogenheiten. Doch die beiden wären nicht die beiden, wenn Sie diese Aufgabe nicht meistern würden. Regeln, Disziplin, viel Engagement und schon sollte das, mal mehr, mal weniger gut funktionieren. Und das muss es auch, da der nächste größere Einsatz natürlich nicht lange auf sich warten lässt.Dieses mal geht es ins 16. Jahrhundert zu Heinrich dem VIII. ein manchmal doch unangenehmer Zeitgenosse, der sehr schnell mit Sanktionen war, wenn man sich nicht so benahm, wie er es am Hofe wollte. Kein einfaches Spiel für die Truppe. Fatima, die junge Haremsfrau aus dem 13. Jahrhundert verdreht ihm den Kopf, Ole der Wikinger will ihn am liebsten abschlachten und Anna spielt das Kindermädchen für alle. Doch wo ist auf einmal Sebastiano hin und wer sind die ganzen Unbekannten die auf einmal rum lungern?
Ständig ist die Rede von einem Schlüssel! Was für ein Schlüssel? Auch diese Frage muss gelöst werden.
Jeder der Bücher von dieser Schriftstellerin gelesen hat kennt Ihren schönen, gleichmäßigen, leichten Schreibstil. Er ist so angenehm, man fliegt durch die Seiten, keine abgehakten Passagen oder langatmiges Gerede.
Die Wortwahl ist den Zeitepochen der Charaktere angepasst, kann also auch mal etwas ruppig sein, aber nicht vulgär oder ausfallend, sondern für die Altersklasse des Buches entsprechend.
Im gesamten wurde das Buch in 4 größere Abschnitte eingeteilt, die verschiedene Passagen wieder spiegeln. In diesen einzelnen Teilen gibt es keine einzelnen Kapitel. Allerdings wurden immer Abschnitte gemacht, um eine Pause, soweit man das denn möchte, einlegen zu können.
Der Spannungspegel ist wie ein Wellengang, mal hoch, mal etwas flacher und ruhiger, gleichmäßig schippernd auf hoher See. Sehr angenehm, entspannende Pausen dazwischen um dann wieder rasant zu werden. Man fiebert richtig mit, hofft in manchen Situationen dass alles gut werden wird.Was ich hier auch toll finde. Es gibt ein Prequel „Der Anfang„, der die Geschichte bzw. Rekrutierung von Ole erzählt. So bekommt man vorab schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das was einen erwarten wird. Aktuell bei Amazon zu bekommen.

Fazit
Ein MUSS für jeden der die Zeitenzauber Trilogie genauso verschlungen hat wie ich. Man liebt die Charaktere einfach, ist direkt wieder mittendrin und hofft, wie in allen Fällen, dass es gut gehen wird. Das Ende ist, wie auch immer, doof, da man warten muss, bis der nächste Teil erscheinen wird, das wird leider erst im herbst 2017 sein.

Sterne
*****

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

stefanie hasse, skeptisch, schicksalsbringer - fortunas vermächtnis: das eshort, ebook, fortunas vermächtnis

Schicksalsbringer - Fortunas Vermächtnis: Das eShort

Stefanie Hasse
E-Buch Text: 55 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 10.07.2017
ISBN 9783732009657
Genre: Sonstiges

Rezension:

Um "Schicksalsbringer" kommt man im Moment kaum herum, man sieht es auf allen möglichen Social Media Seiten und wird schon sehr neugierig gemacht, was es mit der Geschichte auf sich hat. Umso erfreuter war ich, als ich bei Amazon ein kostenloses Prequel gefunden habe. Sofort geladen und gelesen.

Man findet sofort gut hinein, da es ein sehr angenehmer, flüssiger Schreibstil ist, der den Leser fesselt. Man lernt die Hauptprotagonistin kennen, merkt zügig, dass sie manches in Zweifel stellt, nicht alles so hinnimmt wie es aussieht oder man ihr erzählt. Sie hat ungewöhnliche Situationen die sie im nachhinein nicht wirklich zuordnen kann. Daraus merkt man schon dass es irgendwie mystisch zur Sache gehen wird.

Simone lebt mit Ihrer Mutter Elodie in Frankreich. Diese versucht mit Malerei die Familie über Wasser zu halten was anscheinend nicht so immer gut gelingt. Doch unerwartet taucht Monsieur de Bonheur auf und alles scheint sich zu ändern. Woher kommt der plötzliche Erfolg der Mutter? Ist es Schicksal? Simone versteht das alles nicht wirklich, ist verunsichert und macht sich Gedanken um die Verletzung an der Hand Ihrer Mutter. Woher kommt diese, was hat es damit auf sich und wie passt der unbekannte Mann ins Bild?
Vor allem, wo ist er auf einmal wieder hin verschwunden und Elodie scheint nicht mehr an alles Erinnerungen zu haben?

Ein gelungener Einstieg der definitiv neugierig macht. Man mag "Schicksalsbringer" gerne sofort im Anschluss lesen um hoffentlich Antworten auf ungelöste Fragen zu bekommen.

Fazit
Ein Prequel, was neugierig macht. Man mag sofort wissen, wie es weitergeht, muss sich aber nun gedulden, schwierig! Toller Einstieg in das bald folgende Jugendbuch!

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leon sachs, deutscher, schwei, verlag: emons, deutsch

Falsche Haut

Leon Sachs
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.03.2016
ISBN 9783954517732
Genre: Krimi und Thriller

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

eiskunstlauf, internat, liebe, hass, trauer

Gib niemals auf!

Nikki Deed
E-Buch Text: 599 Seiten
Erschienen bei neobooks, 08.02.2017
ISBN 9783742797520
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext
Dem tragischen Autounfall zum Trotz, beginnt die junge Jana Hansen ihr neues Leben in einem Internat fernab ihrer Heimat. Bereits bei ihrer ersten Begegnung verliebt sie sich unsterblich in ihren Lehrer Ralf. Obwohl sie weiß, dass diese Gefühle immer einseitig bleiben werden, geben sie ihr Kraft und Mut, ebenso wie die innige Freundschaft zu Isabell. Freundschaft, Liebe, Leidenschaft, Eifersucht, Vertrauen, Missgunst, Hass, Gewalt, Betrug - über die nächsten Jahre durchlebt Jana nicht nur Höhen, sondern steht auch vor so gewaltigen Abgründen, die ihr oft den Lebensmut nehmen. Doch gibt sie niemals auf...

Zur Autorin
Nikki Deed wurde 1984 in der ehemaligen DDR geboren. Heute lebt und arbeitet sie in einer kleinen Stadt in Nordhessen.
Bereits im Alter von 14 Jahren entwickelte sie die Idee zu ihrem Roman, den sie allerdings erst 18 Jahre später endlich beendete.

Cover
Das Cover dieses Buches finde ich wunderschön. Die Mischung aus Grau und Pastell gefällt mir sehr gut, es ist ein ruhiges, harmonisches Bild. Ein junges Mädchen mit Ihren Schlittschuhen, das deutet schon auf den Inhalt des Buches hin, dazu die Schmetterlinge, die wohl die Leichtigkeit ausdrücken sollen.
Eines der Worte aus dem Buchtitel ist in einem schönen Rosaton geschrieben und sticht hervor, quasi als Eyecatcher. Sehr schön gestaltet worden.

Meine Meinung
Hauptperson in diesem Jugendbuch ist Jana, ein 14-jähriges Mädchen, dass sich genau so verhält, wie man es in diesem Alter erwartet.
Eltern sind doof, Regeln sind doof, alles ist einfach doof.
Dementsprechend gerät sie natürlich auch immer wieder mit Ihren Eltern in Streit, einzig die Haushälterin scheint in solchen Momenten schlichten zu können.

Genau aus einer solchen Aktion heraus kommt es zu dem folgenschweren Unfall, bei dem alle außer Jana sterben. Das ganze belastet das junge Mädchen natürlich sehr, macht sich Vorwürfe, sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Doch Ihre Eltern haben vorgesorgt. Sie kommt in ein Internat welches Sport bei jungen, talentierten Mädchen fördert, dort soll ihr neues zu Hause sein.

Doch so einfach ist das natürlich nicht. Das es bei solchen Konstellationen zu Streit und Missgunst kommen wird ist quasi vorprogrammiert. Mal sehen wie Jana mit diesem, und auch weiteren Schicksalschlägen umgehen wird.
Mehr kann ich an dieser Stelle leider nicht verraten da ich sonst zu viel vom Inhalt Preis geben würde.

Schreibstil
Ich finde den Schreibstil sehr angenehm, obwohl er an manchen Stellen abgehackt ist. Aber da es zum Alter der Protagonisten passt, ist das völlig in Ordnung. Manche Kapitel sind kürzer, manch andere deutlich länger. Ich persönlich mag es lieber, wenn alle in etwa die gleiche Länge haben, aber das ist wohl Geschmackssache.
Zum Ende hin kommen leider einige Wiederholungen, es zieht sich dadurch leider etwas in die Länge.
Den Handlungen und Gefühlen kann man gut folgen, es ist realistisch geschrieben, man findet gut in die Story rein.

Spannung
Die Autorin schafft es hier gekonnt, von der ersten Seite einen Spannungspegel herzustellen, der sich bis fast zum Ende hin durchzieht. Immer wenn man gerade denkt, es flaut ein wenig ab, kommt das nächste auf das Mädchen zu und er steigt zeitweise sogar noch weiter an. Man ist gefesselt von Jana, Ihrer Situation, Ihren Handlungen und Entscheidungen. Man mag sie einfach, da sie natürlich auch jung und etwas naiv ist, denkt Sie, sie kann machen was sie will um, dann wieder auf den Boden der Tatsachen zu gelangen.
Zum Ende hin sinkt er leider ab, da sich Textpassagen wiederholen bzw Dialoge die man bereits kennt und weiß, wie Sie ausgehen werden.

Fazit
Alles in allem ein gelungenes Jugendbuch, was ich gerne zum lesen empfehlen werden. Einiges ist natürlich etwas klischeehaft, aber für die Zielgruppe des Buches völlig in Ordnung, da muss das wohl einfach so sein.
Der Schreibstil ist jugendlich, fesselnd und flüssig. Einzig und alleine das Ende hat mich etwas gestört da es so abrupt kam, darauf war ich nicht wirklich vorbereitet.

Sterne
****

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233 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 142 Rezensionen

paris, brief, hamburg, realität, briefe

Der Brief

Carolin Hagebölling
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.06.2017
ISBN 9783423261463
Genre: Romane

Rezension:

Klappentext

»Liebe Marie, jetzt haben wir schon so lange nichts mehr voneinander gehört. Wie geht es Dir in Paris?«

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen einen Brief, der alles in Frage stellt, was Sie bisher für real gehalten haben. Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen, und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt Marie keine Ruhe. Kurz entschlossen reist sie nach Paris – und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt ...

Über ihren Roman ›Der Brief‹ sagt Carolin Hagebölling: »Ich wollte einen Roman schreiben, der nicht nur eine spannende und gefühlvolle Story erzählt, sondern auch existenzielle Fragen aufwirft: Sind die Dinge so, wie sie scheinen? Wo stellen wir die entscheidenden Weichen im Leben? Was wäre, wenn …?«

Cover
Mein erster Eindruck zum Cover? ich finde es toll! Das hat mich schon neugierig gemacht und ich habe den Rest von der Überraschungspost gelesen gehabt.
Das Bild ist etwas unterteilt, ohne eine wirkliche Abgrenzung zu haben bzw es verschwimmt etwas ineinander. Unten auf dem Boden erkennt man den Unterschied um weiter oben ineinander zu verlaufen.
Rechts und links sieht man jeweils zwei Städte, wobei ich, da ich nicht viel gereist bin, nicht sagen kann, welchem realen Ort sie ähneln. Aber sie scheinen recht gegensätzlich zu sein, wahrscheinlich wie die beiden Frauen die auf den beiden Brücken aufeinander zulaufen.
Sie haben beide rote Mäntel an, das sticht schon ins Auge. Bin gespannt, ob das im Buch eine Rolle spielen wird und wenn ja, welche das sein wird. Vielleicht dass sie was gemeinsam haben obwohl sie sehr unterschiedlich sind? Werde mich überraschen lassen.
Insgesamt schaut es aus als ob es ein Papier wäre was schon mal gefaltet wurde, Man erkennt quasi diese leichten Abnutzungserscheinungen wenn man etwas immer wieder auf und zufaltet und mit sich trägt.
Der Titel ist in weiß als Relief auf hellblauem Hintergrund gehalten. Ich mag es wenn Buchcover nicht ganz eben sind, finde das gibt noch mal eine Besonderheit.

Meine Meinung
Informationen zu diesem Buch bekam ich unerwartet als Überraschungspost. Hatte vorher noch nichts davon gehört, las den beiliegenden Brief und Leseprobe und war begeistert. Dort gab es auch den Hinweis auf die Leserunde bei Lovelybooks und ich habe mich beworben.
Wie ich mich gefreut habe als ich paar Tage später die Nachricht bekam dass ich dabei sein darf brauche ich nicht beschreiben oder?
So, hier nun meine Meinung zu dem Buch:

Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, haben Ihren Stärken und Schwächen und wurden so beschrieben, dass man ein Bild von Ihnen vor Augen hat. Hauptperson ist aber Marie.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Marie geschrieben, eine junge Frau, bodenständig, arbeitend, in einer Beziehung. Eine Person, wo man denkt, dass Sie sich nicht so schnell verunsichern lässt.
Doch genau das passiert, als Sie den mysteriösen Brief erhält, auf den Marie sich keinen Reim machen kann und nun überlegt, wie man weiter vorgeht. Die Dinge die dort geschrieben werden kommen ihr seltsam vertraut vor und doch ist es keine Realität. Sie ist hin und her gerissen, steht zwischen den Stühlen, ist neugierig aber wohl auch etwas ängstlich.

Vertrauen hat sie in Ihre Freundin Johanna, der sie davon erzählt. Man versucht eine logische Erklärung für das ganze zu finden was sich aber als schwierig heraus stellt.
Aber schlussendlich siegt die Neugier und sie macht sich auf die Suche nach Christine, die ehemals beste Freundin aus Schultagen. Das ganze nimmt einen doch recht dramatischen Verlauf.

Immer wieder tauchen an beiden Seiten Briefe auf mit Inhalt, den eigentlich keiner wissen kann.

Der Schreibstil ist klasse, leicht und flüssig, man fliegt förmlich durch die Seiten. Das Buch ist in drei Hauptabschnitte unterteilt worden, die an verschiedenen Orten spielen. Diese sind wieder rum in einzelne Kapitel unterteilt worden, die eine ansprechende Länge haben und auch Abschnitte, wo man ggf auch mal Lesepause machen kann. Die Briefe die gewechselt werden, setzen sich gut ab und lockeren das ganze noch auf.

Die ersten beiden Abschnitte sind absolut fesselnd, spannend, zum Teil nervenaufreibend und man kann das Buch nicht weglegen. Die Autorin schafft es hier perfekt, den Leser in den Bann zu ziehen und man muss einfach wissen, wie es mit Marie, Johanna und den Briefen weiter geht.
Doch dann kommt der dritte und letzte Teil.

Alles in allem hat mich der dritte Teil nun eher enttäuscht. Ich bekomme keine Antworten auf meine Fragen. Bin ein eher logisch denkender Mensch und nun habe ich keinen wirklichen Abschluss, sehr schade muss ich sagen. Es sind mir einfach zu viele Fragen offen oder ich denke anders als die Autorin. Hier hätte ich mir einen runderen, logischeren Abschluss gewünscht. Ich tauche beim lesen gerne in neue Welten ein, diese sollen bei mir aber ein Anfang und ein ordentliches Ende haben.

Nun sitze ich hier und bin verwirrt, das mag ich bei Büchern gar nicht. Aus diesem Grunde werde ich auch den Stern abziehen. Ein anderes, geschlossenes, logisches Ende und die Autorin hätte glatte 5 Sterne bekommen.

Fazit
Ein absolut fesselndes Buch was ich jedem ans Herz legen kann der mit offenene, nicht logisches Enden in Romanen gut zurecht kommt. Für jeden der das nicht mag wird es Enttäuschungen geben und man muss sich selber was zusammen reimen.

Sterne
****

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1.038 Bibliotheken, 21 Leser, 4 Gruppen, 258 Rezensionen

götter, götterfunke, liebe, marah woolf, jugendbuch

GötterFunke - Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich auf einem Bloggerseminar das Buch "Götterfunke" zur Rezension angeboten bekommen habe, konnte ich natürlich nicht nein sagen. Wer bei uns regelmässig liest weiß, dass ich alle Bücher von ihr regelrecht verschlungen habe.

Deswegen freute ich mich, dieses Exemplar vorbab zu bekommen und konnte es kaum erwarten, es zu lesen!


Alleine der Klappentext macht schon neugierig!
» Sag das nie wieder, hörst du?
Hast du verstanden, Jess? «

Seine Stimme klang drohend

und seine Augen glitzerten vor Zorn.
»Liebe mich nicht.«


Also wer hier nun nicht neugierig wird...

Jess und Ihre Freundin Robyn wollen eigentlich nur ein paar entspannte Wochen der Sommerferien in dem Camp verbringen. Den Tag genießen, abhängen, Kurse besuchen. Dass ein Junge Jess den Kopf verdreht stand eigentlich nicht auf dem Plan, aber seit wann lässt sich Liebe schon planen?

Das merkt das junge Mädchen auch recht schnell, als sie Cayden begegnet. Diese Augen, sie ist sofort hin und weg, kann aber irgendwie nicht zu Ihren Gefühlen stehen, ist sehr zwiegespalten. Überhaupt merkt sie erst zu einem späteren Zeitpunkt, dass irgendwie alles gar nicht normal verläuft. Ungewöhnliche Begegnungen und Ereignisse lassen sie zweifeln, sie weiß nicht, dass sie inmitten von Göttern ist. Eben einer dieser Götter versucht gerade einen Wunsch erfüllt zu bekommen: Er muss es innerhalb von 60 Tagen schaffen, einen Mädchen in seinen Bann zu ziehen und nicht am Ende im Bett zu landen. Alles nicht so einfach!

Eine Geschichte von Liebe, Eifersucht und grieschicher Mythologie!

Marah Woolf hat hier einen Auftakt der Trilogie hingelegt, der sich sehen lassen kann. Man ist vom ersten Augenblick in dem Buch drin, kann sich super mit der Hauptfigur identifizieren. Jessy ist ein ganz liebes, nettes Mädchen, was eigentlich sehr bodenständig erscheint. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie ungewöhnliche Begebenheiten beobachtet und anfängt an sich zu zweifeln. Doch wem soll sie sich anvertrauen? "Die denken doch bestimmt ich habe sie nicht mehr alle", so ihr Gedankengang. Ihr bester Freund Josh? Die beste Freundin Robyn? Cayden? Sie hält erstmal den Mund, doch so einfach ist das ganze nicht.

Dieses Buch hat einen Schwerpunkt in der grieschichen Mythologie und ich hatte zuerst etwas Schwierigkeiten die ganzen Namen auseinander zu halten:

Zeus, Prometheus, Hades, Olympus,...

Hätte ich im Geschichte Unterricht doch besser mal genauer zugehört. Nach kurzer Zeit war das aber kein Problem und man wusste, welcher Gott welcher ist. So hat man sein Wissen direkt etwas aufgefrischt.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen, leichten und flüssigen Schreibstil, dem man sehr gut folgen kann. Es macht Spass, das Buch in die Hand zu nehmen, man ist gefesselt, mag unbedingt wissen wie es in der Götterwelt weiter geht.

Die Kapitel sind nicht nur aus einer Sicht geschrieben, wechseln sich mit einem "Erzähler" ab, der einem noch etwas von den Hintergrundinfos gibt. Genau diese Abwechslung macht es so interessant. Das Buch erzählt im Grunde auf zwei verschiedenen Ebenen. Die reale Welt zu Erden und der Götterwelt, das macht das ganze noch spannender.

Man weiß bis zum Ende nicht wirklich, was abgeht, fiebert immer mit, hofft und bangt und denkt "hoffentlich geht alles gut". Aber in diesem Buch merkt man wieder: gegen die Gefühle kann man kaum was machen und sollte sie, soweit, es geht, einfach zulassen!

Dieses Buch faszinierte mich auch alleine vom Cover, das glitzert so schön ;) Ja einige werden nun lachen da ich so was extra schreibe, bin kein Coverfetischist. Aber es sieht wirklich ganz fein und edel aus dass ich es mal erwähnen wollte.

Im Herbst kommt bereits Band 2 den ich nun sehnsüchtig erwarte. Es gab einen kleinen Ausschnitt am Ende dieses Buches und nun bin ich noch neugieriger.


Fazit

Eigentlich mag ich keine Götter, Fantasy und solche Sachen. Aber dieses Buch war ein Muss, da ich diese Autorin einfach vom Stil unheimlich mag. Nach ein paar Seiten war ich gut drin, es hat Spass gemacht zu lesen und nun freue ich mich auf die anderen beiden Bände.

Sterne

*****

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

verra, still, familie, mädchen, suche

Das Flüstern der Stille

Heather Gudenkauf , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 386 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.11.2016
ISBN 9783959670531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung ist einem Wort? Ist machbar: WOW!!!
Dieses Buch habe ich zufällig entdeckt und das Cover machte mich neugierig. Das dezente grau, was vorrangig ins Auge fällt, dazu die beiden Mädchen, die sich feste und halte suchend aneinander klammern. Sie strahlen sowohl Freundschaft, als auch Verzweiflung aus. Was ist geschehen, dass sie sich so miteinander verbinden?
Das Cover hat eine bunte Farbe, die auf jeden Fall sofort ins Auge springt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Da haben wir sowohl Calli, das stumme Mädchen was, mit 4 Jahren aufgehört hat zu sprechen. Den Bruder Ben, den sie vergöttert und der alles für sie macht. Die Mutter Antonia hat es nicht leicht mit ihrem alkoholkranken Mann Griff der sie schlägt und nicht wirklich für sie da ist, wie man es erwartet.
Dann kommen noch der Sheriff bei, die einstige Jugendliebe von Toni und andere, die mehr oder weniger wichtige Rollen in diesem Thriller spielen.
Alle Charaktere wurden so ausgearbeitet, dass ich sie mir gut bildlich vorstellen und mich in sie hinein versetzen kann.

Die Kapitel haben eine sehr ansprechende Länge und werden immer aus einer anderen Sicht geschrieben. So bekommt man einen guten Einblick in die Gedankenwelt und Gefühle der einzelnen Protagonisten.
Da man auch nicht immer weiß, wie es nun weitergeht, da jeder ja auch andere Gedanken hat, weis man auch nicht, was einen im nächsten Kapitel erwartet.

Die Spannung erreicht direkt zu Beginn eine enorme Spitze, die sich kontinuierlich oben hält, man kann das Buch gar nicht weglegen und fliegt durch die einzelnen Seiten.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig, man kann allen Handlungen wunderbar folgen und es gibt einen roten Faden durch das Buch. Man fiebert mit, hofft, bangt und oft kommt es ganz anders als man denkt.

Was geschah mit Petra und Calli im Wald? Warum redet Calli nicht? Warum wird Ben verdächtig etwas damit zu tun zu haben? All diese Fragen tauchen dem Leser auf und werden nach und nach beantwortet. Aber oft nur so, dass sich neue Fragezeichen bilden. Bis zum Ende ist der Leser neugierig und das Ende ist dann unerwartet.
Mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit
Dieser Thriller geht definitiv unter die Haut. Wie verzweifelt muss ein Kind sein dass es das reden einstellt? Was ist geschehen? Man muss diese Fragen einfach beantwortet haben und wissen wie es ausgehen wird!!

Sterne
*****

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