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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

jugendkrimi, türkin, 2015, türkei, polizistin

Krähensommer

Brigitte Glaser
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.03.2015
ISBN 9783846600085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inci, eine türkischstämmige Abiturientin, verfolgt ihren großen Traum, sie möchte Polizistin werden – auch über alle Widerstände hinaus. Doch kaum beginnt ihre Ausbildung an der Polizeischule, wird Inci in einen Raubüberfall hineingezogen, bei dem ein Mädchen schwer verletzt wird. Denn Inci erkennt das Tattoo des vermeintlichen Täters wieder, welches ihr nur zu gut vertraut ist, trägt sie selbst ein solches doch ebenfalls auf ihrer Haut. Während Inci sich auf die Suche nach dem Täter macht, muss sie tief in ihre eigene Vergangenheit eintauchen und sich dem stellen, was im Sommer vor drei Jahren passiert ist und sie am liebsten zu vergessen wünscht…

Mit „Krähensommer“ legt Brigitte Glaser den ersten Band einer Jugendkrimi-Reihe um die angehende Polizistin Inci vor.

Inci ist eine sehr präsente, aber auch sehr spezielle Protagonistin. Neben ihrer türkischen Abstammung (und der dazugehörigen Großfamilie), bemüht sie sich um eher unkonventionelles Verhalten, was es ihr nicht gerade leicht macht, ihren Platz zwischen den anderen Polizeischülern zu finden. Letztere erweisen sich als bunt zusammengemischte Truppe, die von der Autorin lebhaft geschildert wird, und die zum Teil eine nicht unerhebliche Rolle bei der Aufklärung des Verbrechens spielt.

Hinzu kommt eine farbenfrohe Schilderung der Stadt Köln, in der die Geschichte spielt, sowie interessante und vielfältige Informationen über die Ausbildung bei der Polizei, die diesen Jugendkrimi gekonnt abrunden.

Die Auflösung des Falls ist bis zum Ende ungewiss, dann aber nachvollziehbar und glaubhaft gelöst. Die Spannung des Romans wird durchgängig aufrecht erhalten und kommt – genregerecht – ohne übermäßige Brutalität aus. Das Ende des Romans gibt beinahe schon einen Ausblick auf den nächsten Band (und die auf Inci wartenden Probleme) und macht Lust auf mehr.

 

FAZIT: Eine Leseempfehlung für Krimi-Freunde ab ca. 14 Jahren, aber auch für erwachsene Leser!

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

samoa, 1. weltkrieg, südsee, sydney, australien

Der Glanz von Südseemuscheln

Regina Gärtner
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.03.2015
ISBN 9783453418196
Genre: Historische Romane

Rezension:

Australien 1914: Nach vielen Irrungen und Wirrungen beginnt Alma mit ihrem Mann Johsua und dem gemeinsamen Sohn Max in Australien ein neues Leben. Doch schon bald wird das Familienglück durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs gefährdet. Joshua verschwindet in den Kriegswirren spurlos und Alma und Max sind plötzlich auf sich selbst gestellt.
Auf Samoa kämpfen derweil Mathilde und Fritz, Almas Geschwister, verzweifelt um den Erhalt ihrer Plantage, müssen jedoch bald feststellen, dass der Krieg nicht nur ihren Besitz, sondern sehr bald auch ihr Leben bedroht.

„Der Glanz der Südseemuschen“ ist die Fortsetzung des Romans „Unter dem Südseemond“ (aber problemlos auch für sich alleinstehend lesbar). Mir persönlich hat dieser 2. Band noch besser gefallen als der Vorgänger, ich fand ihn insgesamt runder und noch viel spannender. Das mag zu einem an der mehr als nur interessanten Historie des  I. Weltkriegs gelegen haben, aber auch daran, dass meiner Meinung nach die Charaktere sehr vielschichtig dargestellt wurden. Insbesondere die männlichen „Helden“ fielen sehr positiv durch ihre Ecken und Kanten auf!

Zu Beginn benötigte die Geschichte meiner Meinung nach ein wenig Zeit, um an Tempo zu gewinnen, danach war sie jedoch sehr spannend und unterhaltsam – und durch die sorgfältige Recherche der Autorin Regina Gärtner dazu noch ausgesprochen lehrreich.

FAZIT: Eine Empfehlung für alle, die dramatische Familiengeschichten vor einen historischen Hintergrund lieben!

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249 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

augsburg, liebe, familie, geheimnis, historischer roman

Die Tuchvilla

Anne Jacobs
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442381371
Genre: Historische Romane

Rezension:

Augsburg 1913: Das Waisenmädchen Marie tritt eine Stelle als Küchenmädchen in der Tuchvilla, dem opulenten Heim der Fabrikantenfamilie Melzer an. Sie muss sich unter den Dienstboten behaupten und stellt bald fest, dass irgendwo in der Vergangenheit ein Geheimnis existiert, dass sie und den Fabrikanten Johann Melzer verbindet. Marie macht sie auf die Suche nach der Wahrheit.

Anne Jacobs beschreibt den Mikrokosmus aus Dienstboten, Herrschaft und ihren Gästen in der Tuchvilla anschaulich und mit wohlgewählten Worten.  Die Charaktere haben alle Ecken und Kanten und manche auch liebenswerte Züge, die sich erst im Verlauf der Geschichte offenbaren. Historische Ereignisse spielen in diesem Roman allerdings eine untergeordnete Rolle, vielmehr geht es hauptsächlich um das Leben in der Tuchvilla, die Interaktionen zwischen ihren Bewohnern, um Intrigen, unausgesprochene Worte, Träume, Hoffnungen und Gefühle.

Insgesamt liest sich der Roman sehr flüssig und zu keinem Zeitpunkt langweilig, wenn manches sicherlich auch etwas geraffter hätte dargestellt werden können.

Am Ende lösen sich für meinen Geschmack zu viele Probleme in Wohlgefallen auf. Allerdings schreibt die Autorin gerade an einer Fortsetzung, so das zu hoffen bleibt, dass mancher dieser vermeintlich aufgelösten Stränge noch in einem handfesten Problem für die Figuren münden könnte. Wünschenswert wäre das in jedem Fall!

FAZIT: Eine angenehme und unterhaltsame Lektüre, die den Liebhabern von Familiengeschichten empfohlen werden kann.

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112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

singapur, liebe, historischer roman, familiengeschichte, 19. jahrhundert

Zeit der wilden Orchideen

Nicole C. Vosseler
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.08.2014
ISBN 9783442480067
Genre: Historische Romane

Rezension:

Singapur in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Mutter wächst die kleine Georgina halbwild und von ihrem Vater unbeachtet auf. Als sie eines Tages einen schwerverletzten Jungen findet und diesen gesundpflegt, ändert sich ihr Leben für immer. Raharjo, der Junge aus dem Meer, und die einsame, phantasiebegabte Georgina knüpfen ein magisches Band, dass auch nicht reißt, als sie sich Jahre später wieder gegenüberstehen und das sie auch in den nächsten Jahrzehnten immer wieder aneinanderfesseln wird…

In einer sehr poetischen, bildgewaltigen Sprache beschreibt Nicole C. Vosseler die Geschichte von Raharjo und Georgina, die auch gleichzeitig die Geschichte ihrer Familien, die Geschichte verschiedener Kulturen und die Geschichte Singapurs im 19. Jahrhundert ist. Viel Unausgesprochenes bestimmt die Geschicke der Figuren und führt schließlich zu einem dramatischen Höhepunkt, bei dem die Familiengeheimnisse mehrerer Generationen endlich ihre Auflösung erhalten.

Zunächst musste ich mich an die blumige Sprache gewöhnen, die auf den ersten Seiten meinem Empfinden nach die Handlung zur erdrücken drohte. Allerdings überdauerte dieser Eindruck nur die ersten Seiten, dann nahm mich die Geschichte gefangen. Georgina und (besonders) Raharjo habe ich als sehr sperrige Hauptfiguren empfunden, was aber der Freude an der Geschichte keinen Abbruch tat, weil sie stets glaubhaft und nachvollziehbar handelten. Dazu kamen eine Vielzahl interessanter und zum Teil liebenswerter Nebenfiguren, die auf sehr angenehme Weise zu Kolorit der Geschichte beigetragen haben.

FAZIT: Eine wirklich empfehlenswerte Liebes- und Familiengeschichte mit einem unerwarteten Ende in einem exotischen Setting!

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

bienen, honig, liebesroman, gefühle, natur

Die Honigprinzessin

Julia Drosten
Flexibler Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Julia Drosten, 01.01.2014
ISBN 9783000451164
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Zusammenstoß mit dem Imker Georg befördert diesen wortwörtlich ins Krankenhaus  - und die aufstrebende Marketingfrau Alina plötzlich in die Situation, sich um tausende von Bienen kümmern zu müssen. Zusätzlich kompliziert wird es, als Georgs attraktiver Sohn Sven auf der Bildfläche erscheint und Alina den Auftrag für die Image-Broschüre eines Unternehmens übernehmen soll, dessen Gifte zwar Nutzpflanzen schützen, aber eben auch Bienen töten…

Nach diversen sehr gelungenen historischen Romanen wagt sich das Autorenduo Julia Drosten diesmal an einen zeitgenössischen Stoff und verbindet die Bedrohung der Honigbiene durch Umwelteinflüsse und Gifte mit einer turbulenten Liebesgeschichte. Das Ergebnis ist ebenso so lehrreich wie unterhaltsam.

Die handelnden Figuren haben alle ihre Ecken und Kanten. Insbesondere die Hauptfigur Alina, zwar schon 27 Jahre alt, aber dennoch oftmals kindisch und naiv, möchte man manchmal an den Schulterm packen und schütteln. Doch Alina hat auch genügend gute Seiten, so dass der Leser sie schnell ins Herz schließt und mit ihr zittert und bangt, egal ob es um ihre berufliche Zukunft oder um ihr – zugegeben – sehr turbulentes Liebesleben geht.

Ein kleines Manko für mich ist die manchmal sehr moderne Umgangssprache in den Dialogen um Alina herum, die ich eher Teenagern als beruflich gestandenen Frauen Ende Zwanzig zuordnen würde. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

FAZIT: Ein unterhaltsamer, sehr kurzweiliger Wohlfühl-Roman, der  - ganz nebenbei - nicht mit Informationen über Honigbienen und Imkerei spart.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

historischer roman, arabien, orient, abgebrochen, 17. jahrhundert

Das ferne Land

Charlotte Thomas
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 15.04.2014
ISBN 9783431038965
Genre: Historische Romane

Rezension:

Candia, 1645: Die junge Katharina muss ihre Interimsheimat Candia (Kreta) verlassen, als die Insel von den Türken erobert wird. Als sie erfährt, dass ihr Ehemann, ein Kaufmann, im heutigen Jemen verstorben sein und ihr reiche Weihrauchvorräte hinterlassen haben soll, macht Katharina sich gemeinsam mit ihrer Haushälterin Jokasta und ihrem kampferprobten Diener Pjotr auf die Reise. Und weil die eigene Reisekasse schmal bestückt ist, übernimmt sie den Auftrag den ebenso so charmanten wie zwielichtigen Massino Bagliani zu beschatten, der verdächtigt wird ein als Spion für die Türken gegen die Venezianer zu arbeiten. Doch um ihre Reise antreten zu können, muss sie Bagliani zunächst einmal davon überzeugen als ihr Reiseführer zu wirken – und Massimo ist alles andere als willig…

In gewohnt gekonnter Manier setzt Charlotte Thomas auch in diesem Roman ihre vielschichtigen Charaktere in Szene und schickt Katharina & Co auf eine abenteuerliche Reise. Erfreulicherweise wird der Leser nicht zu Beginn des Romans von einer Vielzahl von Figuren erschlagen, stattdessen werden diese nacheinander und in überschaubarer Reihenfolge eingeführt. Und so hat der Leser Katharina, Jokasta, Pjotr und alle anderen schon bald liebgewonnen und kann sich über deren Schrullen und Schwächen ebenso wundern wie auch den Kopf schütteln. Gemischt mit einem tollen Cocktail aus Spionageabenteuer, Liebesgeschichte und Reiseerzählung begleitet der Leser Katharina von Kreta nach Ägypten und auf die arabische Halbinsel und es ist den faszinierenden Beschreibungen der Autorin zu verdanken, dass man als Leser auf jeder Seite das Gefühl hat, mit allen Sinnen auf dieser Reise dabei zu sein.

Eine besondere Freude ist zudem das liebevoll gestaltete Buch mit seinen hübschen Illustrationen und seinem stimmungsvollen Cover – hier auch ein dickes Lob an den Verlag und die verantwortlichen Illustratoren.

FAZIT: Ein ebenso spannender wie in jeder Hinsicht unterhaltsamer Reiseroman, in dem der Leser die Figuren mit allen Sinnen durch einen äußerst faszinierenden Landstrich begleiten darf. Definitiv ein Buchtipp!

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

feuerland, 19. jahrhundert, indianer, indios, liebe

Der Ruf des Sturmvogels

Rebecca Maly
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453409682
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach dem Tod ihres Vater bleiben die Schwestern Stella und Claire mittellos zurück. Ihre Mutter arrangiert für ihre ältere Tochter die Ehe mit dem Schafzüchter Shawn und so reisen die sehr unterschiedlichen Schwestern in das weit entfernte und abgelegene Feuerland, wo ein Ehemann auf Claire wartet, den sie noch nie zuvor gesehen hat, und der ausgerechnet auf Stella bald einen unwiderstehlichen Reiz ausübt...

Der wunderbare Schreibstil der Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Und auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis ich mit den ungleichen Schwestern gleichermaßen "warm geworden" bin, war ich sogleich fasziniert von dem malerischen Feuerland, das die Autorin in leuchtenden Farben und seiner ganz eigenen Schönheit schildert. Es war eine Wohltat über ein Land zu lesen, das mir noch nahezu unbekannt war! Hinzu kam die geschickt mit der Handlung verwobene ebenso grausame wie faszinierende Geschichte der Ureinwohner Feuerlands, so dass in diesem Roman Fiktion und Wirklichkeit gekonnt miteinander verwoben wurden.

FAZIT; Eine schöne, manchmal ein wenig sperrige Liebes- und Familiengeschichte in einer malerischen Kulisse, verwoben mit der Geschichte der Ureinwohner Feuerlandes - keineswegs kitschig für die Freunde von eher ungewöhnlichen Romanen eine klare Leseempfehlung!

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

weihnachten, hund, liebe, petra schier, streit

Vier Pfoten und das Weihnachtsglück

Petra Schier
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 04.10.2013
ISBN 9783352008719
Genre: Romane

Rezension:

Sophie ist Fotografin und hat kurz vor Weihnachten ihren Traumjob ergattert und darf für ein renommiertes Magazin arbeiten. Leider erwischt sie den ihr zugeteilten Journalistenkollegen Carsten vom ersten Moment an auf dem falschen Fuß. Und weil sowohl Sophie als auch Carsten Hitzköpfe sind, fliegen mächtig die Fetzen. Darüber vergisst Sophie fast, dass sie vor vielen Jahren eine Mail an den Weihnachtsmann geschrieben hat , in der sie sich den Mann fürs Leben wünschte. Dumm nur, dass Santa Claus gerade jetzt diesen Wunsch erfüllen will und ausgerechnet Carsten als Sophies Traumprinzen auserkoren hat. Da kommt auf Santa und seine Elfen sowie Carstens Hündin Lulu jede Menge Vermittlungsarbeit und noch mehr Verwicklungen zu…

In leichtem Ton beschreibt Petra Schier ihre Liebesgeschichte im weihnachtlichen Ambiente, wartet mit liebenswerten zwei- und vierbeinigen Charakteren auf und kreiert eine fast märchenhafte Adventsatmosphäre.  Dass das manche Gegebenheit (z.B. Carstens großes Geheimnis) etwas konstruiert wirkt, wird dabei schnell zur Nebensächlichkeit. Und spätestens wenn Santa Claus und seine Elfen auftauchen, wird klar, was diese Geschichte ist: ein weihnachtliches Märchen von der großen unerkannten Liebe, von der man sich auch dann verzaubern lassen kann, wenn man schon längst erwachsen ist.

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95 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, cornwall, zwillinge, england, michelle ross

Die verlorene Zeit

Michelle Ross
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783426510827
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dinah, Mitte Zwanzig, lebt mit ihrer Familie in San Francisco. Als ihr Vater, ein ebenso ehrgeiziger wie erfolgreicher Politiker, nach Washington versetzt wird, soll das seit einem Jahrhundert von der Familie bewohnte Haus verkauft werden. Auf dem Dachboden entdeckt Dinah in einer Ecke Zeitungsausschnitte, nach denen ihre Großmutter vor über 100 Jahren in England als Mörderin hingerichtet sein soll. Neugierig auf die Wahrheit macht sich Dinah auf eigene Faust auf den Weg nach Cornwall, um dort dem Geheimnis ihrer Ahnin auf die Spur zu kommen...

Michelle Ross (auch bekannt als Rebecca Michele und Ricarda Martin) hat mit "Die verlorene Zeit" ein klassisches Familiengeheimnis vorgelegt, dass seinen Erzählschwerpunkt auf die Vergangenheit legt. Dinahs Geschichte ist schnell erzählt, ohne das die Autorin diese aus dem Auge verliert. Das Herzstück des Romans ist aber das Geschehen um Ellen, Dinahs Vorfahrin, welches spannend und ausgesprochen kurzweilig beschrieben. Mit der Hand einer erfahrenen Roman-Autorin strickt Michelle Ross hier geschickt ein Netz an Intrigen und Geheimnissen, in denen Ellen zu versinken droht, und löst die Knoten erst auf den letzten Seiten - allerdings sehr befriedigend! - auf. So bleibt die Geschichte spannend bis zur letzten der etwa 600 Seiten und entwickelt eine Sogwirkung, welcher sich der Leser kaum entziehen kann.

FAZIT: Ein extrem kurzweiliges Buch mit spannenden Wendungen und einer unwiderstehlichen Sogwirkung!

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

marokko, liebe, mogador, frauen, orient

Die Löwin von Mogador

Julia Drosten
E-Buch Text
Erschienen bei Julia von Droste, 03.01.2013
ISBN B00AWOFSR4
Genre: Historische Romane

Rezension:

Um dem Einfluss ihres Vaters zu entgehen lässt sich die junge Sybilla auf die Ehe mit dem berechnenden Benjamin ein. Auch wenn sie ihren Mann nicht liebt, scheint doch ein Teil ihrer Träume wahr zu werden, als ihr Vater Benjamin als Gesandten ins marokkanische Mogador schickt. Während Sybilla dort schnell heimisch wird, muss Benjamin so manchen Rückschlag hinnehmen, was der Ehe der beiden nicht gut tut. Und als schließlich auch noch der charismatische Franzose Andre Rouston auftaucht, stehen die Zeichen endgültig auf Wandel...

Mit "Die Löwin von Mogador" legt Julia Drosten (hinter diesem Namen verbirgt sich ein Autorenpaar) in gewohnt gekonnter Manier einen spannenden historischen Roman mit tollen Hauptfiguren vor. Über Sybilla habe ich so manches Mal den Kopf schütteln können, doch ist sie mir zu keinem Zeitpunkt unsympathisch oder fremd gewesen.
Ein besonderes Augenmerk fällt jedoch auf die vielschichtigen und nicht minder liebenswerten Nebenfiguren, die mir noch lange im Kopf bleiben und in mancherlei Hinsicht meine Fantasie beflügeln werden.
Der Roman, der beinahe 30 Jahre Familiengeschichte umfasst, ist auf jeder einzigen seiner ca. 600 Seiten spannend und es war kaum möglich ihn zur Seite zu legen. Und am Ende war ich gar etwas wehmütig mich von den liebgewonnenen Figuren und ihrer farbenfrohen Geschichte verabschieden zu müssen.

FAZIT: "Die Löwin von Mogador" ist ein toller historischer Schmöker mit Wohlfühlfaktor! Darum ist dieser Roman ganz klar ein Buchtipp!

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

mauren, andalusien, christen, religion, granada

Das Geheimnis der Maurin

Lea Korte
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.12.2012
ISBN 9783426509388
Genre: Historische Romane

Rezension:

Andalusien im späten 15. Und führen 16. Jahrhundert: Nachdem die christlichen Eroberer die Maurenfestung Granada erobert haben, macht sich Zahra mit ihrer Familie auf nach Portugal. Doch bevor sie ihr Ziel erreichen, werden sie überfallen und es gibt Tote und Verletzte. Außerdem wird Zahra kleine Tochter Chalida entführt. Um ihr Kind zu befreien müssen Zahra und ihre Lieben nach Granada zurückkehren – und damit in die Höhle des Löwen, denn dort wird Zahra immer noch als Verbrecherin gesucht!

In gewohnter Manier legt Lea Korte mit „Das Geheimnis der Maurin“ eine spannende Fortsetzung des Romans „Die Maurin“ vor. Sie lässt liebgewonnene Figuren wiederkehren und flechtet neue gekonnt in die Handlung ein. Die Glaubenskämpfe in Andalusien nutzt sie dabei als ebenso spannenden wie farbenprächtigen historischen Hintergrund und zeichnet eine grausame Szenerie, die sich sogar auf heutige Verhältnisse übertragen lässt und zum Nachdenken anregt.

Die Romanhandlung führt den Leser durch mehrere Jahre und lässt ihn am Schicksal von Zahra, ihrem Mann Jaime und ihren heranwachsenden Kindern teilheben. Am Beispiel Zahras beschreibt die Autorin sehr plastisch, welche Veränderung eine Person durchläuft, wenn sie derart unter Druck gerät und ihrer Existenzgrundlage beraubt wird, wie es eben Zahra in der Geschichte geschieht. So manches Mal möchte man über ihre Handlungen und Emotionen den Kopf schütteln und kann dennoch mit ihr fühlen – das muss Lea Korte erst einmal jemand nachmachen!

FAZIT: Eine spannende Fortsetzung vor einem spannenden Hintergrund, die an vielen Stellen zum Nachdenken anregt – auch über unsere heutige Zeit. Empfehlenswert!

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223 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 48 Rezensionen

schottland, kelten, zeitreise, liebe, fantasy

Der Feenturm

Aileen P. Roberts
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2012
ISBN 9783442477111
Genre: Fantasy

Rezension:

Gemeinsam mit einer Freundin verbringt Dana ihren Urlaub in Schottland, als sie, um eine Wette zu gewinnen, in einem verfallenen Broch übernachtet. Dort erscheint ihr der Geist der Piktenkriegerin Rianoch, die sie auffordert an ihrer Stelle in die Vergangenheit zurückzukehren, dort die Umstände ihres Todes aufzuklären und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen sowie weiterhin ihre kleine Tochter Mael in die Gegenwart zu bringen, bevor dieses von angreifenden Wikingerhorden getötet werden kann. Nach einigem Zögern macht sich Dana auf die Reise in die Vergangenheit und ahnt noch nicht, dass diese Entscheidung ihr Leben für immer verändern wird.

Mit „Der Feenturm“ legt Aileen P. Roberts in von ihr gewohnter Manier ein unterhaltsames Fantasy-Buch vor, dass diesmal auch eine historische Basis hat. Geschickt webt sie die wenigen überlieferten Fakten über die Pikten in ihre abwechslungsreiche Geschichte ein und dosiert diese geschickt, so dass der Leser niemals von zu vielen Details „erschlagen“ wird. Auch die Vielzahl der auf den gut 600 Seiten auftretenden Charaktere managt Aileen P. Roberts mühelos und ich bin während der Lektüre des Buches kaum einmal über die sonst bei diesem Umfang obligatorische Frage „Wer war das gleich noch mal?“ gestolpert.

Mit Dana hat die Autorin eine grundsätzlich sympathische, wenn auch manchmal etwas sperrige Protagonistin geschaffen. Auch wenn Danas Handlungen und Entscheidungen für mich nicht immer ganz nachvollziehbar waren, empfand ich das nicht als unangenehm. Und eine Vielzahl interessanter, zum Teil sehr sympathischer Nebenfiguren machte dieses Unverständnis ohnehin spielend wieder wett.

Geschickt spielte die Autorin auch mit der Frage, wer nun wirklich der „Gute“ bzw. „Böse“ in der Geschichte ist, was über die 600 Seiten immer wieder zu überraschenden Wendungen führte(und manchen Leser am Ende des Romans erstaunt feststellen lässt, dass ihm manch vermeintlicher Böser inzwischen längst ans Herz gewachsen ist).

Die Geschichte von Dana und ihrer Zeitreise beginnt zunächst recht gemächlich und bevor der Leser mit Dana 2000 Jahre in die Vergangenheit zurückreisen darf, erfährt er erst einmal viele Details über das heutige Leben in Schottland und auf den vorgelagerten Inseln. Das verspricht beste Unterhaltung und eine Menge Fernweh und zeugt von der Liebe der Autorin zu diesem Landstrich.

Trotzdem nimmt die Romanhandlung erst nach etwa einem Drittel des Buches so richtig Fahrt auf und reißt den Leser aus seinem Schottland-Fernweh in eine Handlung, in der es von da an Knall auf Fall geht, bis der Roman schließlich in einem fulminanten Finale sein Ende findet. Das ist phasenweise ganz großes Kopf-Kino und ich könnte mir diese Geschichte sehr gut als Verfilmung vorstellen.

FAZIT: Ein unterhaltsamer Roman, der auch mit Liebesgeschichten nicht geizt, und fantastisch und informativ gleichzeitig ist. Für alle Liebhaber Schottlands sowie der Romane von Aileen P. Roberts ein Muss!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

lila ziegler, bochum, altenpflege, detektivin, privatdetektivin

77 Tage

Lucie Flebbe
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei GRAFIT, 05.09.2012
ISBN 9783894254117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Bochum sterben mehr Menschen als anderswo – und zwar ausgerechnet die betagten Klienten eines Pflegedienstes. Das unkonventionelle Ermittler-Duo Lila Ziegler und Ben Danner werden damit beauftragt herauszufinden wer hinter den Todesfällen steckt und ermitteln „undercover“ in der Pflegebranche. Verdächtige gibt es reichlich, Motive ebenso. Doch was hat es mit „Bella’s Blog“ auf sich? Und was droht Lila von ihrer Familie, die sich nachdrücklich zu Wort meldet?

In „77 Tage“ verwebt Lucie Flebbe gekonnt drei verschiedene Erzählstränge, die zunächst sehr unterschiedlich anmuten, auf den letzten Seiten des Romans in furioser und sehr gelungener Weise zusammengeführt werden.
Wie schon von den Vorgängerbänden gewohnt verbindet sich auch in „77 Tage“ der gewohnt leichte, flapsige Erzählton mit einem sehr ernsten Thema. Dies geschieht geschickt und unaufdringlich, zwingt aber dennoch den Leser bei aller dargebotenen Unterhaltung tief in die Materie mit all ihren Problematiken einzutauchen. So kommt es, dass der Leser nicht „nur“ einen spannenden Krimi liest, sondern auch ein Stück weit seine persönliche Haltung hinterfragen muss. Das finde ich persönlich sehr gelungen, denn es hebt die Lila-Krimis vom üblichen Einheitsbrei dieses Genres wohltuend ab.
Wie üblich lädt auch dieser Band wieder zum Miträtseln und Spekulieren ein und das macht wirklich Spaß!
Um allerdings in den „Vollgenuss“ von „77 Tage“ zu kommen, empfiehlt sich vorab die Lektüre des 1. Bandes der Lila-Reihe, „Der 13. Brief“, denn so manche Anspielung ist nur so verständlich, insbesondere im Bezug auf Lilas familiäre Problematik.

FAZIT: Ein weiterer gelungener Band aus der Krimi-Reihe um Lila Ziegler, der gleichzeitig wunderbar unterhält und am Ende sehr nachdenklich macht.

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105 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

java, krakatau, liebe, freundschaft, vulkanausbruch

Das Herz der Feuerinsel

Nicole C. Vosseler
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442477968
Genre: Historische Romane

Rezension:

Auf der Fahrt von Amsterdam nach Java lernen sich Ende des 19. Jahrhunderts die lebenslustige Floortje und die ernste Jacobina kennen. Während Erstere in Batavia einen Ehemann sucht, tritt die Zweite eine Stellung als Hauslehrerin und Gouvernante an. Doch das vermeintliche Paradies, in das die beiden Frauen vor ihrer Vergangenheit geflohen sind, entpuppt sich mehr und mehr als Abgrund und sowohl Floortje als auch Jacobina zahlen einen hohen Preis für ihre Träume.

Mit „Das Herz der Feuerinsel“ legt Nicole C. Vosseler einen wunderschönen, mitreißenden Roman vor, in dem das Thema Freundschaft eine zentrale Rolle spielt. Mit Jacobina und Floortje hat sie zwei Figuren geschaffen, mit denen der Leser mit fiebern, sich mitfreuen und mitleiden kann, und an deren Seite er das Paradies Javas, seine farbenfrohe Natur und seine vielfältigen Kulturen vor dem Hintergrund der niederländischen Kolonie entdecken kann, mit ihnen wird er mitgerissen in die Abgründe des vermeintlichen Paradieses und die brodelnden Naturgewalten.

Nicole C. Vosseler beschreibt diese Welt mit opulenter, bildhafter Sprache und füllt die 600 Seiten des Romans scheinbar mühelos mit buntem Leben, tiefen Gefühlen, herzzerreißenden Schicksalen und spannenden Geschichtsfakten, so dass man am Ende der Lektüre vor allem eines bedauert: dass das Buch sein Ende gefunden hat und man die liebgewordenen Figuren ihrer Wege ziehen lassen muss.

FAZIT: „Das Herz der Feuerinsel“ hat mich begeistert, in mir eine bunte Palette vielschichtiger Gefühle geweckt und mich einmal wieder daran erinnert, wie wertvoll und selten wirkliche Freundschaft ist. Ich empfehle diese Lektüre jedem weiter, der nicht nur historische Romane liebt, sondern auch bereits ist die Höhen und Tiefen der Geschichte mit Floortje und Jacobina zu durchleben und zu durchleiden.
Ein ganz klarer Buch-Tipp!

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 25 Rezensionen

indianer, comanchen, cynthia ann parker, liebe, zeitreise

Nocona

Britta Strauß
Buch: 450 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783864430848
Genre: Romane

Rezension:

Mittlerer Westen der USA, 2011: In einem Museum begegnet die New Yorker Fotografin Sara dem Comanchen Makah. Auch wenn Sara zunächst abweisend reagiert, ist sie fasziniert von dem charismatischen Mann und kann sich die Vertrautheit, die zwischen ihnen vom ersten Augenblick an herrscht, nicht erklären. Und was hat es mit den seltsamen Träumen auf sich, die Sara nach dieser Begegnung verfolgen? Für Sara gibt es bald nur noch einen Gedanken: Sie muss Makah unbedingt wiedersehen…

Texas, 1836: Comanchen überfallen die Siedlung der Familie Parker und entführen die neunjährige Cynthia Ann sowie ihren sechsjährigen Bruder John. Schon bald genießt Cynthia das freie Leben bei den Indianern und fühlt sich wohl bei ihrer neuen Familie. Und dann gibt es da noch Nocona, einen jungen Krieger, dem sie das Leben gerettet hat und mit dem sie ein Blutsband eigegangen ist…

Britta Strauss erzählt ihren Roman „Nocona – Eine Liebe stärker als Raum und Zeit“ abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Während in der Gegenwart die Geschichte von Makah und Sara beschrieben und das triste Leben im Indianerreservat geschildert wird, berichtet der Erzählstrang der Vergangenheit über die Schicksale Cynthia Ann Parkers, die die Comanchen Naduah nannten, und Noconas, einem Kriegshäuptling, sowie ihrer großen Liebe.

Der Erzählstrang um Naduah und Nocona, der seinen Ursprung in einer wahren Geschichte findet, ist das wahre Highlight des Romans. Britta Strauss konzentriert sich hier auf die Liebesbeziehung zwischen ihren beiden Protagonisten und beschreibt farbenfroh und lebendig Cynthia Anns Leben bei den Comanchen, über das nur sehr wenig bekannt ist. Sicherlich lässt die Autorin hier oft ihrer Fantasie freien Lauf und lässt ein teilweise romantisches Indianerbild entstehen, doch sind ihre Figuren so liebevoll gezeichnet, dass sie den Leser bewegen und er gern mit ihnen liebt und leidet. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Nebenfiguren – mein absoluter Favorit ist Naduahs Ziehvater Matho – die nicht weniger plastisch als die Protagonisten geschaffen sind und dem Leser noch lange im Gedächtnis bleiben, selbst wenn sie auf den Buchseiten längst den Tod gefunden haben. Geschickt spielt die Autorin mit den vielfältigen Stimmungen ihrer Geschichte, lässt ihre Leser Liebe und Freude mit Naduah und Nocona erleben, aber auch bohrende Sehnsucht und unendliches Leid. Dass dabei die eine oder andere Szene zur Hommage an Indianer-Klassiker aus Buch und Film gerät, empfand ich als sehr unterhaltsam, da die Liebe der Autorin zu diesem Thema stets spürbar war.

Doch auch der Erzählstrang der Gegenwart kommt gefällig daher und schon nach wenigen Seiten wollte ich unbedingt wissen, was es mit Makah, Sara und ihren Träumen auf sich hat. Das Ende dieses Buchteils ist sicherlich Geschmackssache. Aber egal wie gut einem der Ausgang letztendlich gefällt, bleibt die Geschichte, die sich auch mit der heutigen Situation der Comanchen in den USA auseinandersetzt, bis zur letzten Seite spannend und faszinierend.

FAZIT: Ein sehr empfehlenswerter Page-Turner für alle, die Indianergeschichten lieben und über die ganz große Liebe zwischen zwei Menschen vor der Kulisse des amerikanischen Westens lesen wollen. Und nicht vergessen: Taschentücher bereitlegen!

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historischer roman, witwe, brauerei;mittelalter;köln, köln, madlen

Das Erbe der Braumeisterin

Charlotte Thomas , Tina Dreher
Fester Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.03.2012
ISBN 9783431036503
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die junge Kölner Braumeisterin Madlen betreibt mit ihrem Mann Konrad eine Brauerei nebst Ausschank, bis eines Nachts ihr Ehemann auf dem eigenen Grund ermordet wird. Bald darauf beschließen die Herren der Brauerzunft, dass die junge Frau ihr geliebtes Geschäft nur dann weiterführen darf, wenn sie in Bälde einen Brauer ehelicht. Einige entsprechend interessierte, aber alles andere als für Madlen interessante Kandidaten sprechen vor, bis eines Tages Johann von Bergerhausen auf der Bildfläche erscheint. Von allen Brauern scheint er der am meisten geeignete Bewerber zu sein, wären da nicht drei ganz wesentliche Haken bei der Sache: Johann verdient sein Fortkommen als Raubritter, hasst Bier... und ist alsbald zum Tode verurteilt. Für Madlen, die um jeden Preis ihr Geschäft behalten möchte, ist guter Rat nun teuer - und nicht nur der!

Mit "Das Erbe der Braumeisterin" legt Charlotte Thomas nach einer Reihe von Venedig-Romanen diesmal eine Geschichte vor, die im mittelalterlichen Köln spielt. In gewohnter und geliebter Manier erschafft die Autorin dabei liebenswerte und dennoch kantige Hauptfiguren, lebendige und schrullige Nebencharaktere und beschreibt das historische Köln mit seinem Braumeisterwesen so detailliert und lebhaft, dass man die Gruit, den Schweiß der Menschen und den Dunst des Bieres wirklich zu riechen glaubt. Das Erzähltempo ist etwas behäbiger als bei den Venedig-Romanen, doch das tut der Geschichte keinen Abbruch, im Gegenteil: es passt zu Madlen und Johanns Geschichte. Am Ende wartet diese dann mit einem fulminanten Abschluss auf, der alle Fragen klärt und den Leser wunschlos glücklich zurücklässt (Okay, nicht ganz vielleicht, denn ich hätte gern noch ein paar Seiten länger über die "Braumeisterin" gelesen... ).
Besonders gefallen hat mir außerdem, dass zum einen auch die Tiere des Haushaltes ihre kleinen Rollen spielen und dass sich humorige Szenen immer wieder mit Erzählsequenzen abwechseln, die dem Leser die Tränen der Rührung oder Trauer in die Augen treiben.

FAZIT: Ein Roman, der Freunden historischer Schmöker vorbehaltslos empfohlen werden kann und bei mir schon wieder die Lust auf den nächsten "Thomas" geweckt hat!

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