InaHaller

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köln, krimi, leiser krimi, kölner stadtarchiv, reinkarnation

Vor dem Erben kommt das Sterben

Ulrike Blatter
E-Buch Text: 397 Seiten
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 01.02.2016
ISBN 9783738057300
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die vierzigjährige Lara kehrt nach über zwanzig Jahren als Blanche nach Köln zurück. Die Stadt hatte sie nach dem Tod ihr Freundin „Schneewittchen“ verlassen. Blanche fühlt sich schuldig am Tod ihrer besten Freundin und stürzte in eine schwere Lebenskrise. Sie wurde drogenabhängig und hat mehrere Entziehungskuren hinter sich. Doch sie konnte sich aus dem Sumpf ziehen. Jetzt will sie sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

Ihre Mutter überlässt Blanche die Wohnung ihrer Omma im Severinsviertel, um dort für ein halbes Jahr gratis zu wohnen – in ihren Augen eine letzte Chance für ihre Tochter, das Leben endlich in den Griff zu bekommen.

Blanche möchte als Trance- und Hypnosetherapeutin so schnell und so einfach wie möglich viel Geld verdienen und das nicht unbedingt auf ehrlichem Weg. Sie richtet in der Wohnung ihrer Omma eine Wahrsager-Praxis ein. Als ihr kurz darauf die gutgläubige und wohlhabende Witwe Sybille über den Weg läuft, rückt das grosse Geld in erreichbare Nähe. Skrupellos verfolgt Blanche ihr Ziel, damit sie Sybille beerben kann. Noch ahnt sie nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln haben wird – nämlich als Leiche in der Badewanne ihrer Omma zu enden.

 

Im Roman „Vor dem Erben kommt das Sterben“ hat Ulrike Blatter verschiedene Genres wie Krimi, Mystik und Historisches vermischt. Immer noch aktuelle Themen wie Immobilienhaie, Mietwucher und Bauschäden werden geschickt in die Handlung eingeflochten. Unter anderem spielt die wiedergeborenen Cleopatra, die heute als Katze Cleo ihr Dasein fristet, einen wichtige Rolle beim Lauf der Dinge.

Ich hatte jedoch sehr Mühe, mich in die Geschichte einzufinden. Nach dem rasanten Start – die tote Blanche in der Badewanne – kam zunächst kein Schwung in die Handlung und es wirkte langatmig. Die historischen Rückblicke, die Blanche Sybille während der Hypnose-Sitzungen erzählt, sind zwar gut recherchiert, hätten aber kürzer gehalten werden können. Auch sind die Reinkarnationen für mich „too much“. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Dennoch nimmt die Geschichte nach und nach an Fahrt auf. Ich wollte das Buch nicht zur Seite legen und erfahren, warum die Protagonistin tot in der Badewanne endet.

Ausserdem sind der Autorin die Darstellung der Naivität von Sybille und die des widersprüchlichen Charakters von Blanche gut gelungen. Man fühlt sich von Blanche abgestossen, entwickelt aber gleichzeitig ein gewisses Mitgefühl und kann sogar ihr Handeln nachvollziehen - trotz ihrer mehr als verwerflichen Tat.

Das Kölner Lokalkolorit verleiht der Geschichte einen weiteren Reiz. Einheimische und Köln-Fans werden sich sofort in der Geschichte zurechtfinden und sich wohlfühlen. Das Verweben von realen Geschehnissen (der Einsturz des Stadtarchivs) mit Fiktion macht den Krimi - trotz der mich störenden oben genannten Aspekte - durchaus lesenswert, besonders wenn einen nicht alltägliche Themen interessieren. Hinzu kommt der lockere und flüssige Schreibstil von Ulrike Blatter, der dem Lesegenuss eine angenehme Note verleiht.

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Tags: für fans von spirituellen themen, nicht alltägliches thema   (2)
 
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